Intensität des Buzz: 4,5/5
Impact: ++
Curiosity: Dieses Wort kam oft in den letzten Wochen in den Schlagzeilen vor. Was ist das? Es ist der Name für den Rover (ein Weltraum Erkundungsfahrzeug), der für die Erkundungsmission des Planeten Mars vergeben wurde. Die Raumsonde wurde am 26. November 2011 gestartet und landete am 6. August 2012 auf dem Gale Krater. Das Budget einer solchen Missions beträgt 2,5 Milliarden Euro. Was ist das Ziel? Zu erkunden, ob die Mars-Umwelt einmal Leben beheimatet hat.
Diese Woche geht unsere Buzz Story zurück zu der ambitioniertesten interplanetaren Mission des Jahrzents und seine Auswirkung auf das Web in fünf Ländern: Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und UK. Wir haben das ganze vom 30. Juli bis 20 August 2012 analysiert.
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Internationale Auswertung
Das Chart unten zeigt die Entwicklung der Anzahl der Veröffentlichungen über mehrere Wochen. Am Tag vor der Landung der Curiosity fing die Zahl der Veröffentlichungen im Netz mit 350 leicht an zu steigen. Diese Zahl stieg dann am 6. August 2012 schlagartig auf 11.000 Veröffentlichungen an. Am Tag danach wird ein neuer Spitzenwert mit 16.000 Veröffentlichungen erreicht. Bis zum 10. August betrug die Anzahl der Veröffentlichungen 10.000 pro Tag. Die Tage danach sank sie wieder schrittweise: am 20. August erschienen im Netz immer noch mehr als 3.000 Veröffentlichungen pro Tag. Tatsächlich verursachten die ersten Bilder vom Mars einen riesen Buzz und trugen maßgeblich zu dem Rummel um den Rover bei.
Die Dominanz von Twitter ist offensichtlich: 96,5% der Veröffentlichungen kamen hierrüber (siehe Chart oben), d. h. dass es sind fast 126.000 Tweets von mehr als 95.000 Verfassern erstellt worden und unter diesen 3.600 sehr einflussreiche. Die Zahl der Follower ist erstaunlich: fast 230 Millionen! (dedupliziert)
Wer kommt nach dem Twitter Buzz? Der Britische Sender CNN hat ein Publikum von 5,6 Millionen Abonennten pro Tweet. Selbst wenn lemonde.fr unter einer Million Abonennten ist, sein Tweet wurde nichts desto trotz mehr als 800 mal geteilt, was ihm trotzdem einen bedeutenden Anteil am Twitter Buzz um Curiosity einbrachte. Um was gingen die Tweets? Im Allgemeinen behandelten sie die neuesten Entdeckungen von Curiosity, und Tag für Tag verbreiteten sie die Nachrichten während Curiosity auf dem roten Planeten Fortschritte machte.
Weit hinter Twitter repräsentierten die interplanetare Mission die Blogs mit einem Anteil von 1,8% aller Veröffentlichungen. Obwohl der Beitrag der Blogosphäre viel geringer ausfällt als die überTwitter, haben sie dennoch eine bedeutende Rolle, da 57% der Quellen den 50 einflussreichsten Blogs entstammen, die bei Ebuzzing in der entsprechenden Kategorie gelistet sind. Blogs mit enormem Einfluss verbreiteten so Informationen über Curiosity.
Anbei ein repräsentatives Beispiel: Der britische Blog "Newsciences" rankte mit 12 Artikeln auf Platz Eins in der Kategorie "Wissenschaft", die sich mit der NASA Raumsonde beschäftigten.
Und was ist mit Media? Die Website des Wochenmagazins "Focus.de" hat 52 Artikel über die Expedition veröffentlicht, die französische Site "20minutes" erstellte 49 Artikel und auf Platz Drei folgte "Die Welt" mit 40 Artikeln.
Focus Deutschland
Die meisten Kommentare über Curiosity wurden auf Twitter veröffentlicht - mehr als 91% der Publikationen kamen über das Social Network. In UK erreichte der Buzz am 7. August die Spitze - an diesem Tag teilten Abonnenten die ersten Farbfotos und Videos vom Planeten Mars.
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Selbst wenn Media und Blogs global weniger über die Raumsonde Curiosity verbreitet haben, repräsentierten sie immerhin noch 6,4% und 2,3% der Veröffentlichungen. Beide hatten ihren Peak am gleichen Tag, am 6. August 2012. Dem Tag, als die ersten Farbfotos von Curiosity an die NASA gesendet und in den Medien veröffentlicht wurden.
Das Online Nachrichtenmagazin focus.de hat 52 Artikel in 2 Wochen über die Sonde Curiosity verfasst.
Der
Blog « kraftfuttermischwerk.de”, Platz Nummber Eins im deutschen Ebuzzing Ranking, veröffentlichte
ebenfalls einen Artikel über Curiosity um Buzz zu verbreiten.
Schlussfolgerung:
Das untere Chart stellt den Preis einer Social Media Kampagne dar, wenn alle Veröffentlichungen hätten bezahlt werden müssen. Das Ergebnis ist sehr wichtig, da eine derartige Kampagne mehr als 3 Millionen Euro in nur 2 Wochen gekostet hätte.
Twitter hat den Löwenanteil, da es selber bereits 2 Millionen Euro vereinnamt.






