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    <title>die nachtschwester (...ohne mit der Wimper zu zucken.)</title>
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    <description>...ohne mit der Wimper zu zucken.</description>
    <dc:publisher>nachtschwester</dc:publisher>
    <dc:creator>nachtschwester</dc:creator>
    <dc:date>2009-11-10T23:06:47Z</dc:date>
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    <title>die nachtschwester</title>
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  <item rdf:about="http://nachtaktiv.twoday.net/stories/6036871/">
    <title>Nicht für Leser unter 16 Jahren geeignet</title>
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    <description>Drei Mitarbeiterinnen saßen gegen elf in der Küche, stippten ihre Sesamkringel in ihren Joghurt und tratschten, als etwas Großes zuerst schwer an der Regenrinne über dem Fenster aufschlug, durch die Außenwinkel ihrer Gesichtsfelder fiel, dann ein zweites Mal auf der Betonstrebe aufkam, die vor der Fassade quer verläuft, weil man sich in den 60er Jahren Erdbebensicherheit so vorgestellt hat, und ein drittes Mal drei Stockwerke tiefer hart auf den Asphalt schmetterte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Gegenstand, ein Vogel? Ein Mensch. Zertrümmert im Hof. Alle drei begannen reflexhaft, am ganzen Körper zu zittern, und hörten stundenlang nicht mehr auf. Doch wohl kein Patient von unsererer Intensivstation einen Stock drüber? Nein, er trug Straßenkleidung. Zwei gingen kotzen, die dritte rief vorher noch das Vorzimmer des Boss an, damit dessen Assistentin den Sicherheitsdienst des alten Krankenhauses alarmierte, dessen untere Stockwerke wir umgebaut haben und nutzen und aus dessen oberen Stockwerken der Mann offenbar gesprungen, gefallen oder gestoßen worden war. Als ich etwas später aus dem Fenster sah, hatte jemand ein weißes Tuch über die Leiche geworfen. Drei Stunden später war das Laken nicht mehr da. Es regnete. Regen wusch Blut aus seinem Kopf in Schlieren weit über den Asphalt. Der Sicherheitsdienst hatte die Zufahrt zum Hof mit einem Auto blockiert. Sonst war niemand zu sehen. Gegen vier sah ich noch mal nach, bevor es dunkel wurde, der Leichnam lag noch da.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kollektives Entsetzen und tiefes Mitleid erfasste in kurzer Zeit die ganze Belegschaft, kein anderes Thema mehr den ganzen Tag. Kopfkinofilme wurden ungehemmt gedreht und abgespult, Tränen flossen, was für eine Tragödie für die Familie des unbekannten Toten im Hof, seine Kinder in der Schule, das Stigma, seine armen, alten, gebrechlichen Eltern. Daneben stand ich innerlich achselzuckend; wenn man Jahre in Großkliniken mit zweistelliger Geschosszahl zugebracht hat, weiß man, es springt immer mal einer vom Dach. Hier weiß man das sicher auch. Was haben die sich dabei gedacht, ihre Neuropsychiatrie im achten Stock einzurichten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viel mehr erschütterte mich die unbegreiflichen Gleichgültigkeit und Nichtzuständigkeit der Institutionen hinterher, der Krankenhausführung, der Polizei, der Gerichtsmedizin, die den zerbrochenen Körper einen halben Tag unbedeckt, ungeachtet liegen ließen. Ähnliches habe ich &lt;a href="http://nachtaktiv.twoday.net/stories/5771180/"&gt;hier schon mal&lt;/a&gt; beschrieben. Und ich kann immer nicht zusammenbringen, wie die überbordende Emotionalität und Freundlichkeit und Güte der Einzelnen in der Summe ein so menschenverachtendes Kollektiv ergibt.&lt;div class="feedflare"&gt;
&lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/twoday/ibAh?a=-aEpapJlj4g:Jy0gJHLNR50:yIl2AUoC8zA"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/twoday/ibAh?d=yIl2AUoC8zA" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/twoday/ibAh?a=-aEpapJlj4g:Jy0gJHLNR50:F7zBnMyn0Lo"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/twoday/ibAh?i=-aEpapJlj4g:Jy0gJHLNR50:F7zBnMyn0Lo" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/twoday/ibAh/~4/-aEpapJlj4g" height="1" width="1"/&gt;</description>
    <dc:creator>nachtschwester</dc:creator>
    <dc:subject>Fallstudien</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright © 2009 nachtschwester</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-10T19:27:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://nachtaktiv.twoday.net/stories/6010092/">
    <title>In Großmutters guter Stube</title>
    <link>http://feedproxy.google.com/~r/twoday/ibAh/~3/HGJTXG75I6g/</link>
    <description>&lt;a href="http://www.charmingquark.de/?p=3555"&gt;Liisa&lt;/a&gt; und &lt;a href="http://www.vorspeisenplatte.de/speisen/2009/10/bush-musik-gut-gealtert.htm"&gt;Kaltmamsell&lt;/a&gt; verlinken auf &lt;a href="http://www.missplatnum.com/"&gt;sie&lt;/a&gt;, für mich ist es mein Soundtrack  seit Wochen, in guten wie in schlechten Tagen. Verblüfft sehe ich, von allen denkbaren Orten ist er ausgerechnet unter dem gehäkelten Lampenschirm der rumänischen Oma entstanden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;object width="480" height="295"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/RMz5W7QqzHI&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/RMz5W7QqzHI&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="295"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast schon ein alter Hut, trotzdem verweise ich Freunde des Genres außerdem &lt;a href="http://www.bucovina.de/"&gt;hierauf&lt;/a&gt;.&lt;div class="feedflare"&gt;
&lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/twoday/ibAh?a=HGJTXG75I6g:nDeow6wnrQA:yIl2AUoC8zA"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/twoday/ibAh?d=yIl2AUoC8zA" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/twoday/ibAh?a=HGJTXG75I6g:nDeow6wnrQA:F7zBnMyn0Lo"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/twoday/ibAh?i=HGJTXG75I6g:nDeow6wnrQA:F7zBnMyn0Lo" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/twoday/ibAh/~4/HGJTXG75I6g" height="1" width="1"/&gt;</description>
    <dc:creator>nachtschwester</dc:creator>
    <dc:subject>Zufallsbefunde</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright © 2009 nachtschwester</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-25T14:04:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://nachtaktiv.twoday.net/stories/6007419/">
    <title>Leinen los</title>
    <link>http://feedproxy.google.com/~r/twoday/ibAh/~3/HT84T4uAdcQ/</link>
    <description>Der Grund für meine Blogabstinenz ist nicht nur der 12-14-Stundentag. Kein Zuckerguss mehr über die Verhältnisse im Hause Nachtschwester. Erdrutschartige Veränderungen kündigen sich an, nichts bleibt, wie es war. Alle Ankerplätze, an denen mein Leben vertäut ist, alle Stühle, auf denen ich sitze, rücken völlig ungeordnet voneinander ab. Da schwebe ich nun in der Luft, und da ich auch in der Krise zur Nüchternheit neige, gibt es klare Momente in der Verwirrung. Klare Sicht auf die Dinge zeigt an guten Tagen die Masse an Möglichkeiten und neuen Freiheiten, an schlechten Tagen durch kein Netz gebremsten Durchblick zum Abgrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter diesen Umständen ist die konturenlose Themenmischung der Nachtschwester ein kleines Problem am Rande. Ich würde gern viel Privateres bloggen, ist mir gerade so ein Bedürfnis aus aktuellen Anlässen. Ich fühle mich aber auch noch dem hier mitlesenden Fachpublikum verpflichtet, seit die Nachtschwester mal von Thieme intensiv empfohlen wurde und zwai.net hierher verlinkt. Ich würde auch gern ein zweites, seriöses Fachblog führen, dann aber unter Klarnamen wg. Selfmarketing und so, aber das wird zeitlich nicht gehen. Ich bin unterexponiert, musste ich mir letzte Woche auf dem &lt;a href="http://www.ific2009.com/"&gt;IFIC-Kongress&lt;/a&gt; in Vilnius wieder anhören. Wieso haben wir noch nicht von Ihnen gehört? Was tun sie noch in Molwanien, komisch, dass Sie noch nicht abgeworben wurden. Weil ich eben eine lausige Networkerin bin, und das mit meiner seltenen Nischenqualifikation. Ich brauche einen Mentor. Und mehr vernünftige Jobangebote neben dieser Firma in Wien, die mich will, aber gerade ist meine Hamburg-Woche, und wie gern würde ich hier wieder leben, wenigstens in Teilzeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in Molwanien liegt derweil der erste Schnee auf den Bergen in Sichtweite der Stadt, und Schneewandern steht auf dem Plan, und bald auch schon Catskiing in ungespurtem, touristenfreiem Tiefschnee, und was wird mir diese internationale Freundestruppe fehlen, die sich andererseits auch alle irgendwie dauerhaft auf der Durchreise eingerichtet haben, so wie ich.&lt;div class="feedflare"&gt;
&lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/twoday/ibAh?a=HT84T4uAdcQ:mgPsfejTmO8:yIl2AUoC8zA"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/twoday/ibAh?d=yIl2AUoC8zA" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/twoday/ibAh?a=HT84T4uAdcQ:mgPsfejTmO8:F7zBnMyn0Lo"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/twoday/ibAh?i=HT84T4uAdcQ:mgPsfejTmO8:F7zBnMyn0Lo" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/twoday/ibAh/~4/HT84T4uAdcQ" height="1" width="1"/&gt;</description>
    <dc:creator>nachtschwester</dc:creator>
    <dc:subject>Häusliches Umfeld</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright © 2009 nachtschwester</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-23T13:08:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://nachtaktiv.twoday.net/stories/5992974/">
    <title>...</title>
    <link>http://feedproxy.google.com/~r/twoday/ibAh/~3/OthsLOK1uTo/</link>
    <description>Sie schauen immer noch vorbei, obwohl hier kaum noch was passiert? Treue will belohnt werden. Da ich aus logistischen Gründen keine Nackenmassage anbieten kann, nehmen Sie sich ein Glas guten Wein in die linke Hand, legen Sie die Beine hoch, klicken Sie &lt;a href="http://soytuaire.labuat.com/"&gt;hier&lt;/a&gt; und bewegen Sie einen beliebigen Finger der rechten Hand rhythmisch über das Touchpad.&lt;br /&gt;
Und schaun Sie mal wieder rein.&lt;div class="feedflare"&gt;
&lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/twoday/ibAh?a=OthsLOK1uTo:Knv-M1p2uK4:yIl2AUoC8zA"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/twoday/ibAh?d=yIl2AUoC8zA" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/twoday/ibAh?a=OthsLOK1uTo:Knv-M1p2uK4:F7zBnMyn0Lo"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/twoday/ibAh?i=OthsLOK1uTo:Knv-M1p2uK4:F7zBnMyn0Lo" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/twoday/ibAh/~4/OthsLOK1uTo" height="1" width="1"/&gt;</description>
    <dc:creator>nachtschwester</dc:creator>
    <dc:subject>Zufallsbefunde</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright © 2009 nachtschwester</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-14T20:48:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://nachtaktiv.twoday.net/stories/5959941/">
    <title>Nachtrag...</title>
    <link>http://feedproxy.google.com/~r/twoday/ibAh/~3/IsOdiJO9AMA/</link>
    <description>... &lt;a href="http://www.spreeblick.com/2009/09/18/und-alle-so-yeaahh-flashmob-in-hamburg/"&gt;hierzu&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img alt="Yeaahh!!!" src="http://static.twoday.net/nachtaktiv/images/yeaahh-.jpg" width="600" height="337" /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Für Berliner und Bewohner des Hinterlandes: Rote Flora, Hamburg, Schanze.)&lt;div class="feedflare"&gt;
&lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/twoday/ibAh?a=IsOdiJO9AMA:vq_g8U1FDkE:yIl2AUoC8zA"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/twoday/ibAh?d=yIl2AUoC8zA" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/twoday/ibAh?a=IsOdiJO9AMA:vq_g8U1FDkE:F7zBnMyn0Lo"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/twoday/ibAh?i=IsOdiJO9AMA:vq_g8U1FDkE:F7zBnMyn0Lo" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/twoday/ibAh/~4/IsOdiJO9AMA" height="1" width="1"/&gt;</description>
    <dc:creator>nachtschwester</dc:creator>
    <dc:subject>Zufallsbefunde</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright © 2009 nachtschwester</dc:rights>
    <dc:date>2009-09-25T09:05:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://nachtaktiv.twoday.net/stories/5956012/">
    <title>Zugangserleicherungsgesetz</title>
    <link>http://feedproxy.google.com/~r/twoday/ibAh/~3/PSbrmhHrMOk/</link>
    <description>Ich habe viel zu wenig Zeit für dieses Blog, ich hätte so gern noch ein paar Leser &lt;a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=6476"&gt;hierhin&lt;/a&gt; geschickt und muss heute leider feststellen, die Zeichnungsfrist ist gestern abgelaufen, mit traurigen 8355 Mitzeichnern, immerhin 30mal mehr, als die Petition für die &lt;a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=6495"&gt;Durchführung einer unbemannten nationalen Mondmission &lt;/a&gt; in der nächsten Woche vermutlich erreichen wird. Die Zeichnung ist allerdings noch bis Ende 2009 über &lt;a href="http://dbfk.de/Startseite/Formular3-Mitzeichnerliste.pdf"&gt;Listen &lt;/a&gt;möglich. Gegen die Lockerung der Zugangsvoraussetzungen zur Pflegeausbildung, nicht für die Mondmission.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18.06.2009 wurde per Gesetzesnovelle die Zugangsvorraussetzungen zur Krankenpflegeausbildung von Realschul- auf Hauptschulabschluss abgesenkt. Bisher mussten sich Hauptschüler über eine Pflegehelfer-Ausbildung für die Zulassung zur Krankenpflegeausbildung qualifizieren, ein gutes Modell. Die Absenkung des Bildungsniveaus ist ein blind aktionistischer, realitätsferner Vorgang, mit dem Frau Schmidt/der Bundestag glaubt, den herrschenden Pflegenotstand und drohenden Pflegekollaps abzuwenden.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href="http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/Krankenpflege-Hauptschule%3Bart122,2790345"&gt;In Wahrheit &lt;/a&gt; scheint es keinen Mangel an Bewerbern auf Ausbildungsplätze zu geben. Im &lt;a href="http://www.bibliomed.de/cps/rde/xchg/bibliomed/hs.xsl/13551.htm"&gt;Presseorgan &lt;/a&gt;des &lt;a href="http://www.dbfk.de/pressemitteilungen/wPages/index.php?action=showArticle&amp;article=DBfK-kritisiert-verfehlte-Pflegebildungspolitik.php"&gt;DBfK &lt;/a&gt;berichten Schulleitungen, die Auszubildenden seien heute überwiegend Abiturienten und die Abbrecher überwiegend Realschüler. Kein quantitatives Defizit also, sondern ein qualitatives. Weitere Sachargumente &lt;a href="http://www.deutscher-pflegerat.de/dpr.nsf/0/AE2B2869EF3E6F27C125758C006B23FA"&gt;hier&lt;/a&gt; oder &lt;a href="http://www.bibliomed.de/cps/rde/xchg/bibliomed/hs.xsl/13545_15386.htm"&gt;hier&lt;/a&gt; oder in der &lt;a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?topic=2834.0"&gt;Diskussion zur Petition&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Pflegenotstand entsteht aus meiner Sicht nicht aus Mangel an billigen Arbeitskräften, sondern aus der Tatsache, dass die Pflege den Ambitionierten, Hochschulbildungswilligen und -fähigen keine Perspektive bietet, sie also den Beruf entweder gar nicht ergreifen oder nach abgeschlossener Ausbildung sich aus dem Beruf heraus studieren. Der Berufsstand braucht aber genau diese Kandidaten, um sich weiter zu professionalisieren. Jetzt schon sind in keinem anderen Industrieland  Pflegekräfte formal so niedrig qualifiziert wie in Deutschland. Pflege braucht Eliten, hieß vor 17 Jahren eine Programmschrift der Robert-Bosch-Stiftung, die 10% akademisch gebildetes Pflegepersonal am Bett forderte. Die heute sehr zahlreichen Absolventen von Pflegestudiengängen kehren jedoch nicht mehr ans Bett zurück, das wäre unsinnig. Es gibt weder Tätigkeitsmodelle noch eine Vergütungsstufe für sie, und das Studium ist eine zu große Investition, um hinterher wieder genauso wenig zu verdienen wie die nicht akademisch ausgebildeten Kollegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauptschüler ohne Zwischenqualifikation in die Pflege - was für eine Totgeburt der ewig prokrastinierten Bildungsreform. Man hat Schwierigkeiten, sie auf dem Arbeitsmarkt unterzubringen - ab mit ihnen in die Pflege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was reg ich mich auf, ist eh zu spät. Erstmal.&lt;div class="feedflare"&gt;
&lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/twoday/ibAh?a=PSbrmhHrMOk:U7FvKC5n7Bc:yIl2AUoC8zA"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/twoday/ibAh?d=yIl2AUoC8zA" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/twoday/ibAh?a=PSbrmhHrMOk:U7FvKC5n7Bc:F7zBnMyn0Lo"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/twoday/ibAh?i=PSbrmhHrMOk:U7FvKC5n7Bc:F7zBnMyn0Lo" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/twoday/ibAh/~4/PSbrmhHrMOk" height="1" width="1"/&gt;</description>
    <dc:creator>nachtschwester</dc:creator>
    <dc:subject>Personalangelegenheiten</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright © 2009 nachtschwester</dc:rights>
    <dc:date>2009-09-23T10:07:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://nachtaktiv.twoday.net/stories/5923431/">
    <title>Abgeordnet</title>
    <link>http://feedproxy.google.com/~r/twoday/ibAh/~3/i50OCY2RnKY/</link>
    <description>Etwas verspätet auf &lt;a href="http://www.swr.de/abgeordnet/praxistest/karllauterbach/-/id=4979146/nid=4979146/did=5182350/s8s0h6/index.html"&gt;dieses Kleinod&lt;/a&gt; des öffentlich-rechtlichen Fernsehens gestoßen, das allen, die es noch nicht so genau wussten, nun unwiderlegbare Evidenz liefert, dass es sich beim ausgewiesenen Gesundheitsexperten der SPD um einen weltfremden, apraktischen, blind-tauben, hohlseihernden Schwätzer handelt. Da kann er einen halben Tag lang nicht mal motorisch einer ganz normalen Krankenschwester folgen, wird auf der Intensivstation damit konfrontiert, dass kritisch Kranke auf dem Flur geparkt werden müssen, und macht als Hauptproblem aus, dass die technische Ausstattung nicht auf dem neuesten Stand ist.&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;"Diese schweren Patienten, die sich nicht bewegen können, die beatmet werden, die kann man umlagern durch elektrische Betten, die hin und her bewegt werden mit einer Fernbedienung, und das mussten wir stemmen. Das geht ins Kreuz und das hat mich überrascht."&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
Fernbedienungen lösen Systemprobleme, meint Herr Lauterbach, der schon mit dem Frühaufstehen Probleme hat und sich selbst eher ferngesteuert über die Stationen bewegt. Für solche Demonstrationen messerscharfer Sachkompetenz kurz vor der Wahl bin ich dankbar und zahle ich gern GEZ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier geht´s zur &lt;a href="http://www.swr.de/abgeordnet/-/id=4979138/did=5266826/pv=video/gp1=5266588/nid=4979138/1988bki/index.html"&gt;Sendung&lt;/a&gt;, ab 6.25min Auftritt Pfleger Karl.&lt;div class="feedflare"&gt;
&lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/twoday/ibAh?a=i50OCY2RnKY:D7M_Ix7s3fk:yIl2AUoC8zA"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/twoday/ibAh?d=yIl2AUoC8zA" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/twoday/ibAh?a=i50OCY2RnKY:D7M_Ix7s3fk:F7zBnMyn0Lo"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/twoday/ibAh?i=i50OCY2RnKY:D7M_Ix7s3fk:F7zBnMyn0Lo" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/twoday/ibAh/~4/i50OCY2RnKY" height="1" width="1"/&gt;</description>
    <dc:creator>nachtschwester</dc:creator>
    <dc:subject>Intensivstation</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright © 2009 nachtschwester</dc:rights>
    <dc:date>2009-09-06T11:22:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://nachtaktiv.twoday.net/stories/5922396/">
    <title>Ein Licht mehr</title>
    <link>http://feedproxy.google.com/~r/twoday/ibAh/~3/xNiFhP59roM/</link>
    <description>&lt;img alt="Ponte Vecchio" src="http://static.twoday.net/nachtaktiv/images/pontevecchio-3.jpg" width="600" height="326" /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Woche ist wieder ein bisschen Perspektive zurecht gerückt, oder auch ein weiterer Kronleuchter aufgegangen. Dass nämlich das von mir als katastrophal und menschenverachtend wahrgenommene Gesundheitswesen in meinem Exilland sich global betrachtet in einem soliden Mittelfeld bewegt. Ich war in &lt;a href="http://www.wfsiccm-florence2009.it/en/index.php"&gt;Florenz&lt;/a&gt; , habe einen Vortrag gehalten und mit Tränen in den Augen Kollegen aus Afrika und Südostasien zugehört, die über ihre Bemühungen referieren, mit sehr begrenzten Ressourcen und viel Kreativität so etwas wie Intensivmedizin zu ermöglichen. Und die folgende Diskussion, ob man die knappen Ressourcen nicht besser in die primäre Gesundheitsversorgung stecken und das mit der Intensivmedizin ganz lassen sollte. Dagegen ist mein bisschen Osteuropa ein Streichelzoo. Und dass die Probleme, über die wir im deutschen Klinikwesen klagen und derentwegen wir uns massenweise ins Ausland braindrainen, sich, global betrachtet, ganz in der Spitze der Maslowschen Bedürfnispyramide befinden. Arbeitsverdichtung, Personalmangel, ärztliche Tariferhöhungen auf Rechnung der Pflege, Hauptschüler in die Pflege - aus globaler Perspektive alles Sattundzufriedengejammer. Natürlich habe ich das vorher gewusst, so verstandsmäßig. Dort habe ich es &lt;em&gt;begriffen&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotzdem waren mehr nigerianische Teilnehmer vertreten als Deutsche, obwohl Deutschland vermutlich die größte europäische Intensivpflegepopulation besitzt, und ich frage mich wieder, woran das liegt. Englischkenntnisse? Desinteresse? Mangel an Initiative? Zwar zahlt kein deutscher Arbeitgeber seinen pflegerischen Mitarbeitern heute noch solche Spirenzchen, aber ich habe schon letztes Jahr beim &lt;a href="http://www.efccna.org/index.php?option=com_content&amp;task=section&amp;id=10&amp;Itemid=76"&gt;EfCCNA&lt;/a&gt; - Kongress (2000 Teilnehmer, 9 Deutsche) über 40 Slowenen und 10 Kroaten gestaunt, die sich selbst Firmensponsoren gesucht hatten, um am Kongress teilnehmen zu können. Es ist schade, dass solche internationalen Veranstaltungen immer von Amerikanern, Briten, Skandinaviern und Australiern dominiert werden, wo wir Deutschen doch fachlich dieselbe Sprache sprechen, dieselben Protokolle befolgen, dieselben Publikationen lesen und in der Praxis mit ganz ähnlichen Problemen zu kämpfen haben. Die Gemeinsamkeiten sind tatsächlich viel größer, als man in unserer deutschen Pflegemisere gern glaubt.&lt;div class="feedflare"&gt;
&lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/twoday/ibAh?a=xNiFhP59roM:1mSE_o2lKb0:yIl2AUoC8zA"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/twoday/ibAh?d=yIl2AUoC8zA" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/twoday/ibAh?a=xNiFhP59roM:1mSE_o2lKb0:F7zBnMyn0Lo"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/twoday/ibAh?i=xNiFhP59roM:1mSE_o2lKb0:F7zBnMyn0Lo" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/twoday/ibAh/~4/xNiFhP59roM" height="1" width="1"/&gt;</description>
    <dc:creator>nachtschwester</dc:creator>
    <dc:subject>Externe Einsätze</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright © 2009 nachtschwester</dc:rights>
    <dc:date>2009-09-05T11:05:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://nachtaktiv.twoday.net/stories/5792994/">
    <title>Pendeln</title>
    <link>http://feedproxy.google.com/~r/twoday/ibAh/~3/77jP_A7rSOc/</link>
    <description>Samstag Lebensraum:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img height="253" alt="P1020597" src="http://static.twoday.net/nachtaktiv/images/p1020597.jpg" width="450" /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img height="253" alt="P1020594" src="http://static.twoday.net/nachtaktiv/images/p1020594.jpg" width="450" /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img height="268" alt="Gosch" src="http://static.twoday.net/nachtaktiv/images/gosch.jpg" width="450" /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img height="337" alt="P1020587" src="http://static.twoday.net/nachtaktiv/images/p1020587.jpg" width="450" /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonntag Arbeitsumfeld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img height="338" alt="100 0456" src="http://static.twoday.net/nachtaktiv/images/100_0456.jpg" width="450" /&gt;&lt;div class="feedflare"&gt;
&lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/twoday/ibAh?a=77jP_A7rSOc:Fn5zm_U7lOU:yIl2AUoC8zA"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/twoday/ibAh?d=yIl2AUoC8zA" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/twoday/ibAh?a=77jP_A7rSOc:Fn5zm_U7lOU:F7zBnMyn0Lo"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/twoday/ibAh?i=77jP_A7rSOc:Fn5zm_U7lOU:F7zBnMyn0Lo" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/twoday/ibAh/~4/77jP_A7rSOc" height="1" width="1"/&gt;</description>
    <dc:creator>nachtschwester</dc:creator>
    <dc:subject>Häusliches Umfeld</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright © 2009 nachtschwester</dc:rights>
    <dc:date>2009-06-29T17:33:49Z</dc:date>
  <feedburner:origLink>http://nachtaktiv.twoday.net/stories/5792994/</feedburner:origLink></item>
  <item rdf:about="http://nachtaktiv.twoday.net/stories/5771180/">
    <title>Was ist ein Leben wert? Hier? Dort?</title>
    <link>http://feedproxy.google.com/~r/twoday/ibAh/~3/vHtdH2JXwD4/</link>
    <description>Gestern in der Notaufnahme der hiesigen Uniklinik ein gewisses lebensrettendes &lt;a href="http://www.zollmedical.de/autopulse-allgemein.aspx"&gt;medizinisches Gerät &lt;/a&gt; präsentiert. Das steht nicht in meiner Stellenbeschreibung, aber B., Nicht-Medizinerin und Sales-Chefin unserer Tochterfirma, die für uns Medizinprodukte importiert und gleichzeitig landesweit vertreibt, hatte mich um fachliche Unterstützung gebeten und unseren Bioingenieur P. um technische.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der pflegerischen Leitung mit Mokka auf den Chefarzt gewartet, der im OP feststand. Sie erzählte vom Hubschrauber-Rettungsteam, dem sie früher angehört hatte und das leider mit dem Ende des Kommunismus aufgelöst wurde, weil kein Geld mehr da war, und wie schlecht die Notfallversorgung der Landbevölkerung seither ist. Dies ist ein Gebirgsstaat mit in Teilen sehr schlechtem Straßennetz ohne einen einzigen Rettungshubschrauber. Niemand weiß, wohin sie verkauft wurden. Ich erzählte, wie meinem Boss ganz am Anfang, als er internationales Fund-Raising für die Gründung unserer Klinik betrieb, von der Schweiz ein nur 6 Jahre alter Sanitätshubschrauber angeboten worden war, aber das Ministerium die Spende einer fremden Regierung an ein Privatunternehmen nicht genehmigt hatte. Ich sagte, es liegt nicht am Geld. Unsere Klinik lebt und wirtschaftet ausgezeichnet mit dem staatlichen Gesundheitsfonds. Es ist genug Geld im System, aber es werden falsche Prioritäten bedient. Mit dem bisschen, was nach der Korruption übrig bleibt, letzteres sagte ich nicht laut, denn der Chefarzt, auf den wir warteten, ist einer von vielen ehemaligen Gesundheitsministern der jungen Republik, immerhin einer, der nie in Haft war, was andererseits auch nichts heißen will. Ich sagte, die grundlegende Frage ist, wieviel ist ein Leben wert und ich habe das Gefühl, hier viel weniger als im Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was mich daran erinnert, wie ich vor einem Jahr zwei Tage lang mein Auto aus Hamburg hierherfuhr und wie mich, schon auf dem Balkan, so eine Zielnäheeuphorie ergriff, nur noch 350km und mir ist gar nichts passiert. Just da stockte der Verkehr. Eine kurvige Straße im Gebirge, strömender Regen, ein fahrerloses Motorrad auf der Gegenfahrbahn. 100 Meter Schritttempo weiter ein alter weiß gestrichener Lada mit einem roten Kreuz am rechten Straßenrand. Darin saßen zwei Sanitäter und hielten Brotzeit und Thermoskaffee. Hinter dem Lada lag der Motorradfahrer im Unterhemd im Regen. Sie hatten ihm seine Trainingsjacke ausgezogen und über den Kopf geworfen. An seinen Fußspitzen rollten ukrainische und türkische Laster vorbei wie an einer tot gefahrenen Katze, bestimmt fuhr auch mal einer drüber. Noch nicht mal ein Warndreieck. Ich hatte nur kurz verdrängt, wo ich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Chefarzt erschien, ein kleiner, stiller Albaner, und entschuldigte sich für die Wartezeit. Wir gingen in die Behandlungsräume, packten unsere Puppe auf das Gerät auf eine Trage und ich präsentierte vor dem versammelten Personal. Der Chef stellte die richtigen Fragen und tolerierte die dämlichen aus seinem Team mit väterlicher Milde. Er will kaufen. Als leitender Arzt einer universitären Klinik, dessen Kollegen sich sonst durch großes Ego und ebensolche kriminelle Energie bei geringer Sachkompetenz auszeichnen, eine Präsentation von uns privaten Neureichen anzufordern, bedeutet, Nichtwissen einzugestehen, und kaufen wollen Nichthaben, ohne Aussicht auf persönlichen Profit zum Patientenwohl. Eine schöne Überraschung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinterher saßen wir zufrieden zu dritt auf einer Bank in der Sonne und warteten auf unseren Fahrer. Ein kleiner Park auf dem Gelände der Uniklinik, ein Springbrunnen in einem Becken voller Müll. Plötzlich Lärm von zwei Bänken weiter. Eine Frau saß auf dem Asphalt, ein Mann stützte ihren Oberkörper, es ging ihr nicht gut. Menschen rannten zwischen dem Brunnenbecken und der Frau auf dem Boden hin und her und bespritzten sie mit dem dreckigen Wasser. Ich hatte ein neues weißes Kleid an und blieb erst mal sitzen. Dies war die Uniklinik mittags halb eins, überall Ärzte auf dem Weg zur Cafeteria. Eine junge Frau in der Nähe der Kollabierten fing an zu toben und zu kreischen, Mama, Mama, und rannte zum Wasserbecken. Drei weitere Personen hielten sie davon ab, sich hineinzustürzen. Vielleicht doch was Ernstes. Ich lief zu der Frau auf dem Boden. Zyanose, Schnappatmung, kein Puls, quasitot. Der Mann wollte ihren Oberkörper nicht loslassen. Wenn überhaupt, die Beine hoch! brüllte ich ihn an. Er verzog sich zögernd, ich begann mit Thoraxkompressionen und schrie die Wasserträger an, sie sollten mit dem Gespritze aufhören und in die Notaufnahme laufen und Hilfe holen. Niemand bewegte sich. Indessen kümmerten sich drei Menschen um die hysterische Tochter. P. lief in Richtung Notaufnahme. Auf dem Treppenabsatz vor dem Eingang der medizinischen Klinik, nur 100 Meter entfernt, leicht erhöht über dem kleinen Park, ein paar Ärzte, die in ihrer Zigarettenpause entspannt die Szenerie beobachteten. B. schleppte unser Autopulse an, aber noch bevor sie es auspacken konnte ein Röcheln, dann Grunzen, Grimassieren, eine Handbewegung, ein Carotispuls, Augenöffnen. Aufhören jetzt mit dem Wasserquatsch, ich meine es ernst. Von irgendwoher brachten zwei Klinikmitarbeiter mit ansonsten leeren Händen eine Trage. Kein Sauerstoff, keine Notfalltasche. Sie zerrten die Frau auf die Trage und karrten sie irgendwo hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als uns unser Fahrer eine Viertelstunde später abholen kam, wir hatten noch nicht wieder aufgehört, die Köpfe zu schütteln, da sagte B. im Auto, noch auf dem Campus, schaut mal, da ist sie. Die eben noch synkopale Frau hing halb über ihrer Tochter und wurde von ihr zu Fuß vom Gelände geschleift. Man hat sie in der Notaufnahme noch nicht mal aufgenommen, kein EKG, kein Labor, keine Infusion, nichts. Ich weiß nicht mehr, was die mit dem Autopulse wollen. Vielleicht nur angeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute in der Bewerbung einer 24jährigen Krankenschwester gelesen: "Ich will der Allgemeinheit von Nutzen sein. Das kann ich nur bei Ihnen."&lt;div class="feedflare"&gt;
&lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/twoday/ibAh?a=vHtdH2JXwD4:K5bnY4rboy8:yIl2AUoC8zA"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/twoday/ibAh?d=yIl2AUoC8zA" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/twoday/ibAh?a=vHtdH2JXwD4:K5bnY4rboy8:F7zBnMyn0Lo"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/twoday/ibAh?i=vHtdH2JXwD4:K5bnY4rboy8:F7zBnMyn0Lo" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/twoday/ibAh/~4/vHtdH2JXwD4" height="1" width="1"/&gt;</description>
    <dc:creator>nachtschwester</dc:creator>
    <dc:subject>Intensivstation</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright © 2009 nachtschwester</dc:rights>
    <dc:date>2009-06-18T20:14:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://nachtaktiv.twoday.net/stories/5742258/">
    <title>Drunk Blogging</title>
    <link>http://feedproxy.google.com/~r/twoday/ibAh/~3/y_crcDdjR90/</link>
    <description>Nach dem Freitagsritual mit tollen, tollen Mädels in der fabelhaften neuen Weinbar in der Altstadt mit eigentlich zuviel Promille im Auto, aber hier ist kein Rechtsstaat, manchmal ist das gut, falls mich die Polizei anhält, klimpere ich mit Wimpern und sage, ich arbeite für Dr. Boss, mich leicht und frei und reich gefühlt. Die Geschichte mit dem Boss und der Weinprobe fiel mir ein. Wie ein Weingut an ihn herangetreten ist, weil man einem Wein einen Namen geben wollte, den der Boss für unsere Klinik hat schützen lassen, und der Boss sagte, da muss ich erstmal zur Weinprobe kommen. Gern, sagten die, was immer Sie möchten, unser Keller steht ihnen zur Verfügung. Und der Boss sagte, nein, ich probiere nur eine Sorte. Ich komme mit meinem Bruder, und wir trinken zu zweit eine Flasche und unterhalten uns über alles mögliche. Wir machen die nächste Flasche auf und dann die nächste und sehen, wohin das Gespräch führt. Kindheit, Frauen, diskutieren wir über Politik, philosophieren wir, fangen wir an zu singen, singen wir fröhliche oder traurige Lieder, oder macht uns der Wein aggressiv und wir fangen an zu streiten? Wir trinken die halbe Nacht, morgens stehen wir früh auf und gehen joggen. Waren die Gespräche gut und schmerzt der Kopf nicht, taugt der Wein etwas. Dann verabreden wir uns für die nächste Sorte. So geht Weinprobe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir hatten guten Wein, Glückswein, es war warm, die Band spielte Jazz, was ein Glück, dass wir uns gefunden haben in dieser absurden Republik, dass wir uns gegenseitig klug und witzig und liebenswert finden, wie gut alles passt, wir haben fabelhafte Jobs, wir schaffen Jobs, wären wir in London oder New York geblieben, wir hätten alles verloren in der Finanzkrise, sagen sie, und uns nie kennengelernt. Wie gut wir leben und wie abwegig das eigentlich ist, in diesem bettelarmen Land, von dem zu Hause kein Mensch je gehört hat. Herr Nachtschwester verliert in Deutschland gerade seinen Job, kann er ja herkommen. Morgen früh fahre ich ans Meer, es wird sonnig, dem steht überhaupt nichts im Wege, wenn der Kopf nicht schmerzt.&lt;div class="feedflare"&gt;
&lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/twoday/ibAh?a=y_crcDdjR90:VD-xUIG26xw:yIl2AUoC8zA"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/twoday/ibAh?d=yIl2AUoC8zA" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/twoday/ibAh?a=y_crcDdjR90:VD-xUIG26xw:F7zBnMyn0Lo"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/twoday/ibAh?i=y_crcDdjR90:VD-xUIG26xw:F7zBnMyn0Lo" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/twoday/ibAh/~4/y_crcDdjR90" height="1" width="1"/&gt;</description>
    <dc:creator>nachtschwester</dc:creator>
    <dc:subject>Zufallsbefunde</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright © 2009 nachtschwester</dc:rights>
    <dc:date>2009-06-05T22:21:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://nachtaktiv.twoday.net/stories/5736220/">
    <title>Regierungskanal</title>
    <link>http://feedproxy.google.com/~r/twoday/ibAh/~3/OgmJfmrGFpo/</link>
    <description>Ich sitze mit offenem Mund vor dem Fernsehkanal der Regierungspartei, Fascho TV, dessen ewiges Thema das Formen und Festigen einer nationalen Identität ist, die so gerne in der Antike wurzeln würde, denn seither ist nichts mehr von Bedeutung passiert, kulturell, wirtschaftlich oder sonstwie. Daran sind 500 Jahre Türkenherrschaft schuld und danach der Kommunismus, wobei, im Kommunismus war nicht alles schlecht. Das Verwurzeln in der Antike scheitert daran, das man kein Geld für Archäologie hat. Hätte man Geld, man könnte egal wo graben und fände überall Kunstschätze, die die historische Bedeutung der Nation für die Entwicklung der zivilisierten Welt einwandfrei und rechtmäßig in das Bewusstsein der Weltbevölkerung einzementieren würde. Tatsächlich hat ein verschwindend geringer Anteil der Weltbevölkerung je von dieser Republik gehört, das ist bekannt und ungerecht, bloß weil man arm ist. Die Amerikaner machen es auch nicht besser. Sie haben ihre neue Botschaftsfestung ausgerechnet auf den Hügel gebaut, den man für historisch besonders bedeutsam und kunstschatzreich hält. Die Regierung musste den Hügel hergeben, weil man arm ist und in die NATO wollte, wer weiß, wie viele Goldmasken die Amerikaner beim Baggern gefunden haben und nicht herausgeben. Man kann keinem trauen, man würde es selbst nicht anders machen, man ist arm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da man nun keine Beweise ausgraben kann, die Relevanz dieser Nation also verschüttet bleibt, kann man kaum anders, als sich tatenlos dem enormen kollektiven Minderwertigskomplex im Vergleich mit dem Rest der Welt anheim zu geben, mit Rumänien, weil es schon EU-Mitglied ist, mit den Türken, weil sie mit ihren Firmen ins Land kommen und Kraftwerke bauen und den Flughafen ausbauen und lauter Dinge tun, die man aus eigener Wirtschaftskraft nicht bewältigen kann, und am meisten schmerzt der unerreichbare Vergleich mit dem idyllisch verklärten Deutschland, dem Land, in dem Disziplin und Ordnung herrscht, kein Müll auf den Straßen liegt und immer alles in einer Weise funktioniert, die man sich hier gar nicht vorstellen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fascho TV soll dem Volk in seiner Identitätskrise die Moral stärken, vor einigen Monaten habe ich mich vor Lachen gekrümmt angesichts einer ärmlichen Imitation der schon in Deutschland lustigen "Du bist Deutschland"-Kampagne. Heute abend erklärt ein fetter Hobbyhistoriker und -Politologe, der bei näherem Hinsehen eine Frau ist, als Studiogast dem begeisterten Moderator, überall suchten die Völker nach ihren Wurzeln, ein internationaler Trend, ein menschliches Urbedürfnis, die Russen seien 600 n.Ch. in ihr Territorium eingewandert und fragten sich heute angstvoll, wer waren sie vorher, auch die Deutschen  graben überall in ihrem Land, aber die Funde der Ärmsten reichten nie weiter zurück als gelegentlich eine römische Rüstung, nichts älteres Eigenes, bedauernswert. Aber das liege einfach daran, dass die Wiege europäischer Kultur vor der eigenen Haustür liege, im Herzland des Balkans, man wisse es und warte nur auf den Tag, an dem man es dem Rest der Welt beweisen werde. Vertrauen Sie auf unsere Partei.&lt;div class="feedflare"&gt;
&lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/twoday/ibAh?a=OgmJfmrGFpo:I5w2MNNr26I:yIl2AUoC8zA"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/twoday/ibAh?d=yIl2AUoC8zA" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/twoday/ibAh?a=OgmJfmrGFpo:I5w2MNNr26I:F7zBnMyn0Lo"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/twoday/ibAh?i=OgmJfmrGFpo:I5w2MNNr26I:F7zBnMyn0Lo" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/twoday/ibAh/~4/OgmJfmrGFpo" height="1" width="1"/&gt;</description>
    <dc:creator>nachtschwester</dc:creator>
    <dc:subject>Fallstudien</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright © 2009 nachtschwester</dc:rights>
    <dc:date>2009-06-02T21:46:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://nachtaktiv.twoday.net/stories/5732138/">
    <title>Autsch</title>
    <link>http://feedproxy.google.com/~r/twoday/ibAh/~3/87iLc8pmqGs/</link>
    <description>Heute beim Lesen eines Blogtextes verdutzt gedacht, hab ich das geschrieben, die liest sich ja wie ich, das könnte von mir sein! Einer kommentierte, sie solle diese peinliche pseudopoetische Geschwurbel doch lassen, er schaetze ihr Blog sonst sehr.&lt;div class="feedflare"&gt;
&lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/twoday/ibAh?a=87iLc8pmqGs:K8sQ4GxSR3Y:yIl2AUoC8zA"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/twoday/ibAh?d=yIl2AUoC8zA" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/twoday/ibAh?a=87iLc8pmqGs:K8sQ4GxSR3Y:F7zBnMyn0Lo"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/twoday/ibAh?i=87iLc8pmqGs:K8sQ4GxSR3Y:F7zBnMyn0Lo" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/twoday/ibAh/~4/87iLc8pmqGs" height="1" width="1"/&gt;</description>
    <dc:creator>nachtschwester</dc:creator>
    <dc:subject>Zufallsbefunde</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright © 2009 nachtschwester</dc:rights>
    <dc:date>2009-05-31T15:30:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://nachtaktiv.twoday.net/stories/5731595/">
    <title>Riesensauerei</title>
    <link>http://feedproxy.google.com/~r/twoday/ibAh/~3/L-XXiG_1RBQ/</link>
    <description>&lt;a href="http://fragmente.twoday.net/stories/5661966/"&gt;Ich entschuldige mich&lt;/a&gt; für alle gerade so durchs Examen geschrammten, danach freiwillig &lt;a href="http://books.google.com/books?id=mhnnYDodFvIC&amp;pg=RA15-PA666&amp;lpg=RA15-PA666&amp;dq=postoperatives+psychosyndrom&amp;source=bl&amp;ots=u36OBxHMVa&amp;sig=CuSSS3a9uQ0Tqvkzv7Mz0_cwwwM&amp;hl=de&amp;ei=RzUiSvv8AdG0sgaUttC3Bg&amp;sa=X&amp;oi=book_result&amp;ct=result&amp;resnum=6"&gt;unbelesen&lt;/a&gt; &lt;a href="http://www.oegvp.at/2000r.pdf"&gt;gebliebenen&lt;/a&gt;, unreflektierten, unprofessionellen, ausgebrannten und emotional blöden BerufsgenossInnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gute Nachricht ist, es gibt davon nicht so viele. Die schlechte Nachricht ist, viel mehr davon sind &lt;a href="http://www.good-care.de/?p=355"&gt;offiziell in Planung&lt;/a&gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist ein Schuss nach hinten, der blind auf Quantität zielt im Trugschluss, damit Qualität zu verbessern. &lt;br /&gt;
So wird das aber nix.&lt;br /&gt;
(&lt;a href="http://www.deutscher-pflegerat.de/dpr.nsf/0/AE2B2869EF3E6F27C125758C006B23FA"&gt;Mehr ...&lt;/a&gt;)&lt;div class="feedflare"&gt;
&lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/twoday/ibAh?a=L-XXiG_1RBQ:6ds_JsC4MiU:yIl2AUoC8zA"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/twoday/ibAh?d=yIl2AUoC8zA" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/twoday/ibAh?a=L-XXiG_1RBQ:6ds_JsC4MiU:F7zBnMyn0Lo"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/twoday/ibAh?i=L-XXiG_1RBQ:6ds_JsC4MiU:F7zBnMyn0Lo" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/twoday/ibAh/~4/L-XXiG_1RBQ" height="1" width="1"/&gt;</description>
    <dc:creator>nachtschwester</dc:creator>
    <dc:subject>Intensivstation</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright © 2009 nachtschwester</dc:rights>
    <dc:date>2009-05-31T08:28:00Z</dc:date>
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    <title>Ein Land durchqueren im zweiten Gang</title>
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    <description>Kommen Sie nach Budva, essen Sie im Knez. Das Knez ist eine One-Man-Show in der Altstadt, der Herd steht im winzigen Gastraum mit drei Tischen, in der engen Gasse stehen noch mal zwei. Der Chef kocht und bedient. Frische Minze am Salat. Fabelhaft gewürzter Fisch. Groß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img height="393" alt="P1020526" src="http://static.twoday.net/nachtaktiv/images/p1020526-4.jpg" width="700" /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein paar Tage am Meer, war schön, irgendwelchen Postkartentext sich an dieser Stelle bitte selbst denken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viel mehr der Rede wert war die Fahrt dorthin. Die Straßen seien gar nicht so schlecht in Albanien, sagen Mitarbeiter, die schon mal zur montenegrinischen Küste durchgefahren sind. Jedenfalls nicht schlechter als im eigenen Land.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinterher nachgefragt war immer die Rede von anderen Strecken. Kann sein, dass wir mit einer groben Osteuropakarte, die auf unserer Route nur zwei albanische Ortschaften verzeichnete, ein bisschen naiv an die Sache herangingen, aber wir waren entspannt und ohne Termine und ausnahmsweise bereit, einen Weg als Ziel zu betrachten. Dennoch verblüfft, wie abrupt Straße und 21. Jahrhundert direkt hinter dem Grenzübergang abbrechen, selbst im Verhältnis zum Kosovo, von dessen Grenze hier die Rede ist. Die nächsten Stunden schlingerte ich das Pferdchen auf der teils noch nicht mal geschotterten Piste um Schlaglöcher herum, in denen Kinder schwimmen lernen könnten. &lt;a href="http://www.wildbret.at/_1/Alb/12.jpg"&gt;Wackelige Holzbrücken&lt;/a&gt;. Frauen, die mit Wasserkanistern beladene Maultiere zu uralten Steinhäusern trieben. Bauern, die Wiesen mit der Sense mähten. Kinder, die uns von hohen Heuhaufen aus zuwinkten. Einmannbunker. Winzige Ansiedelungen, in denen uns Bewohner grüßten und Kinder hinterher liefen. Sensationelle Gebirgslandschaften. Das Gefühl großer Fremdheit. Ich weiß nicht viel über dieses Land, mal ein bißchen &lt;a href="http://www.perlentaucher.de/autoren/7385/Ismail_Kadare.html"&gt;Kadare&lt;/a&gt; gelesen, dann den halben &lt;a href="http://www.elsie.de/de/buecher/b25.html"&gt;Kanun&lt;/a&gt;, dann &lt;a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/357/357184/text/5/"&gt;sowas&lt;/a&gt;, die Türken kamen erst später, das ist Skanderbeg zu verdanken, die Italiener waren da, der Süden ist muslimisch, der Norden katholisch, das ist alles. Zu wenig fotografiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img height="359" alt="Bunker" src="http://static.twoday.net/nachtaktiv/images/bunker-2.jpg" width="700" /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich, ein Gewitter brach los und es wurde dunkel, nach einer halsbrecherischen Schlitterei eine steile, löcherige, kurvige Schlammpiste Richtung Kukes hinunter, tauchte plötzlich ein brandneues kleines Hotel an der Piste auf. Im Erdgeschoss eine Bar, alle Tische mit Männern besetzt. Stuck und Kitsch, Deckengemälde und Kronleuchter. Etwa wie das Cesar´s Palace in Vegas. Oder das Wüstenzelt aus der &lt;a &gt;unglaublichen und traurigen Geschichte der unschuldigen Erendira und ihrer herzlosen Großmutter&lt;/a&gt;, surreal und fantastisch. Die Theke diente auch als Rezeption, ein magerer, beflissen deutsch sprechender Albaner führte uns in den ebenso pompösen Hotelteil und schloß ein Zimmer auf, ließ uns dann sich entschuldigend in Flur stehen, er müsse erst das Aggregat anstellen, es gebe hier kein Stromnetz. Erschien wieder, nun hatten wir Licht. Das Zimmer war sauber, achzehn Euro. Hier ist nur ein Klo, sagte der Begleiter. Wo ist die Dusche? - Dusche ist auch da, sagte der Albaner. Nein, ich meine, wo ist die Dusche? - Da ist Dusche, sagte der Albaner und zeigte auf den Brausekopf über der Toilette. Ach da. Der Fernseher funktioniere zwar technisch, leider habe man hier keinen Empfang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer weiteren Fahrtstunde am nächsten Tag kam eine Art Straßenbelag zum Vorschein, wie wir ihn kennen. Es handelt sich hierbei um eine wichtige Überlandverkehrsader. Wir hätten an dieser Stelle z.B. eine A3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img height="373" alt="Straße" src="http://static.twoday.net/nachtaktiv/images/strasse-1.jpg" width="700" /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Straße schraubte sich ins Gebirge hoch, eine fabelhafte Cabriostrecke, wären nicht die Löcher. Links die Felswand, rechts Panorama und Abgrund. In einer Haarnadelkurve parkte über einem besonders großen Schlagloch ein Mercedes, häufigste Automarke übrigens, Drogen-, Waffen- und Menschenhandel. Eine Gruppe Menschen stand am Abgrund. Eine Frau trug Blumen. Danach fiel mir alle paar hundert Meter einen Grabstein am Straßenrand auf. Autoabstürze, dachten wir, später gelesen, es handele sich dabei um Opfer der Blutrache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img height="376" alt="Zapfsäule" src="http://static.twoday.net/nachtaktiv/images/zapfsaeule-2.jpg" width="700" /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img height="377" alt="Bushäuschen" src="http://static.twoday.net/nachtaktiv/images/bushaeuschen-2.jpg" width="700" /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitten im Nichts auf irgendwelchen Passstraßen nichts Gutes ahnend von Polizisten gestoppt werden, die dann in ihrer Einöde bloß ein paar freundliche Sätze wechseln wollten. Ein ganz erstaunlicher Tag, an dessen Ende die Uhr bloß 200 zurückgelegte Kilometer anzeigte.&lt;div class="feedflare"&gt;
&lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/twoday/ibAh?a=hLlb2Ddq1Jo:OIvuVhctzSg:yIl2AUoC8zA"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/twoday/ibAh?d=yIl2AUoC8zA" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href="http://feeds.feedburner.com/~ff/twoday/ibAh?a=hLlb2Ddq1Jo:OIvuVhctzSg:F7zBnMyn0Lo"&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~ff/twoday/ibAh?i=hLlb2Ddq1Jo:OIvuVhctzSg:F7zBnMyn0Lo" border="0"&gt;&lt;/img&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/div&gt;&lt;img src="http://feeds.feedburner.com/~r/twoday/ibAh/~4/hLlb2Ddq1Jo" height="1" width="1"/&gt;</description>
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    <dc:rights>Copyright © 2009 nachtschwester</dc:rights>
    <dc:date>2009-05-25T19:43:00Z</dc:date>
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