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	<description>Entdecken Sie Geschichten und Ereignisse aus aller Welt</description>
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		<title>Ubar – Das »Atlantis der Wüste«</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marco]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Nov 2018 16:42:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte & Archäologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Rub Al Khali-Wüste, auch bekannt als Leeres Viertel, ist die größte Sandwüste der Welt. Sie erstreckt sich über Saudi-Arabien, Jemen, die Vereinigten Arabischen Emirate und Oman. Ihr Name ist sehr passend: Außer einigen hartgesottenen Beduinenstämmen mit ihren Kamelen überlebt im Leeren Viertel kaum etwas. Unter dem Sand liegen vermutlich einige zerstörte Städte, die lediglich [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die <em>Rub Al Khali-Wüste</em>, auch bekannt als <em>Leeres Viertel</em>, ist die <strong>größte Sandwüste der Welt</strong>. Sie erstreckt sich über Saudi-Arabien, Jemen, die Vereinigten Arabischen Emirate und Oman.</p>
<p>Ihr Name ist sehr passend: Außer einigen hartgesottenen Beduinenstämmen mit ihren Kamelen überlebt im<em> Leeren Viertel</em> kaum etwas. Unter dem Sand liegen vermutlich einige zerstörte Städte, die lediglich noch in alten Gedichten der einheimischen Nomaden Erwähnung finden, begraben – eine davon wurde 1992 entdeckt.</p>
<p>Mitten in der unwirtlichen <em>Rub Al Khali-Wüste,</em> bei einem kleinen Oasendorf namens<em> Shisr</em> im Oman, fand eine Forschergruppe unter der Leitung des Amateurarchäologen und Filmemachers <em>Nicholas Clapp</em> größtenteils unter Sand verborgene Ruinen, die sie als sagenumwobene Stadt <strong>Ubar</strong> identifizierte.</p>
<div class="image-background">
<img class="alignnone wp-image-2785 size-full" src="http://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/11/ubar-atlantis-der-wueste-satellitenaufnahme.png" alt="" width="750" height="460" srcset="https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/11/ubar-atlantis-der-wueste-satellitenaufnahme.png 750w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/11/ubar-atlantis-der-wueste-satellitenaufnahme-300x184.png 300w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/11/ubar-atlantis-der-wueste-satellitenaufnahme-150x92.png 150w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/11/ubar-atlantis-der-wueste-satellitenaufnahme-360x221.png 360w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/11/ubar-atlantis-der-wueste-satellitenaufnahme-262x161.png 262w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/11/ubar-atlantis-der-wueste-satellitenaufnahme-162x99.png 162w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/11/ubar-atlantis-der-wueste-satellitenaufnahme-100x61.png 100w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" />
<p class="beschriftung">Satellitenaufnahme der Arabischen Halbinsel | © gemeinfrei</p>
</div>
<h2>Forscher setzen Ubar mit der verschollenen Stadt Iram aus dem Koran gleich</h2>
<p>Ubar wurde vor fast <strong>5.000 Jahren</strong> erbaut. Die Stadt wurde als Verarbeitungs- und Versandzentrum für Weihrauch, einem aromatischem Harz, das an den nahegelegenen <em>Quara-Bergen</em> angebaut wurde, beschrieben. Zur damaligen Zeit war Weihrauch so wertvoll wie Gold. Es wurde von den Römern, Ägyptern und anderen antiken Zivilisationen hoch geschätzt und unter anderem in ihren Ritualen verwendet.</p>
<p>Auch heutzutage ist Weihrauch noch ein wertvolles Gut. Die Bäume der Gattung<em> Boswellia</em>, von denen der Weihrauch gewonnen wird, sind nur in einigen Ländern zu finden: Äthiopien, Jemen, Somalia, Oman und Sudan.</p>
<p>Clapp und seine Forschungspartner vermuten, dass Ubar mit der im Koran erwähnten Stadt <strong>Iram</strong> gleichzusetzen ist. Dem Koran nach bewohnte ein Volk mit dem Namen ʿĀd diese antike Stadt. Es soll vom islamischen Glauben abgefallen sein und Götzenbilder angebetet haben. Daraufhin habe Allah den Propheten Hūd gesandt, um die ʿĀd aufzufordern, wieder zur Anbetung Allahs zurückzukehren.</p>
<p>Diese reagierten feindselig und missachteten Hūds Aufforderung. Allah soll dies nicht toleriert haben: Er schickte einen sieben Nächte und acht Tage anhaltenden Sandsturm über Iram, so dass die Stadt am Ende unter dem Sand verschwand und in Vergessenheit geriet.</p>
<p>Viele Forscher bezweifeln, dass <em>Iram</em> eine tatsächlich existierende Stadt war. Sie sehen diese Überlieferung lediglich als eine moralische Geschichte, die die Gläubigen davor warnen soll, sich von Allah abzuwenden.</p>
<h2>Die Entdeckung der antiken Stadt bei Shisr</h2>
<p>Nicholas Clapp, der schon sein Leben lang von der arabischen Welt fasziniert war, bekam 1992 den Anstoß für seine Suche, nachdem er zum ersten Mal in dem Buch <em>Arabia Felix</em> vom britischen Entdecker Bertram Thomas über Ubar las.</p>
<p>Thomas, ebenso wie der bekannte Lawrence von Arabien, dessen Planung für eine Erkundungsexpedition durch seinen Tod unterbrochen wurde, wollten die legendäre Stadt ausfindig machen – jedoch erfolglos. Thomas Edward Lawrence, so der richtige Name Lawrence von Arabiens, bezeichnete Ubar sogar als <em>Atlantis der Wüste</em>.</p>
<div class="video-background">
<div class="embed-responsive embed-responsive-16by9 float-left"><iframe class="embed-responsive-item" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/rHKxq_nw0JM" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></div>
<p class="beschriftung">Bericht über Nicholas Clapp, der 1992 die legendäre Stadt Ubar entdeckte</p>
</div>
<p>Clapp hatte gegenüber Thomas und Lawrence einen entscheidenden Vorteil: die weit fortgeschrittene Technik. Er überzeugt die <em>Jet Propulsion Laboratory</em>-Wissenschaftler Charles Elachi und Ronald Blom, die Region der Arabischen Halbinsel, in der er Ubar vermutete, mit einem speziellen Shuttle-Radarsystem zu scannen.</p>
<p>Das Radarsystem war in der Lage, durch den Wüstensand zu »sehen« und geologische Merkmale des darunterliegenden Bodens zu erkennen. Alte Handelsrouten, die durch hunderttausende Kamele in der harten Oberfläche verewigt wurden, kamen zum Vorschein.</p>
<p>Die Knotenpunkte, an denen sich zwei oder mehr der alten Handelsrouten kreuzten, erachtete Clapp als erfolgversprechendste Suchregionen.</p>
<p>Mit diesen neuen Erkenntnissen warb das kleine Forscherteam den Archäologen Juris Zarins von der <em>Southwest Missouri State University</em> und den britischen Entdecker Sir Ranulph Fiennes an.</p>
<p>Das neu formierte Team begab sich nach Oman und durchsuchte 35 Orte. Sie fanden zwar alte Keramikscherben, die auf Handelswege hinwiesen, jedoch keine Stadt.</p>
<p>Im Dezember 1992 kehrten Clapp und seine Forscherkollegen in die<em> Rub Al Khali-Wüste</em> zurück und begannen an verschiedenen Stellen Ausgrabungen – eine davon war das Oasendorf <em>Shisr</em>.</p>
<p>Ironischerweise war Bertram Thomas auf seiner Expedition ebenfalls schon dort. Ihm fielen die Ruinen eines alten Forts in der Nähe des Oasendorfs auf.</p>
<p>Bewohner erzählten Thomas, dass die Anlage vor ca. 300 Jahren von einem lokalen Scheich erbaut wurde. Kurze Nachforschungen schienen dies zu bestätigen – und so setzte Thomas sein Expedition an anderer Stelle fort.</p>
<p>Clapps Team stellte weitere Nachforschungen an. Das Fort stammte tatsächlich aus der Neuzeit, jedoch verbargen sich darunter weitere, viel ältere Überreste, die sich später als das gesuchte Ubar herausstellten. Sie fanden sogar heraus, dass einige Kalksteinblöcke aus Ubar zum Bau des neuzeitliche Forts verwendet wurden.</p>
<p>Mit der Hilfe von zeitweise bis zu 40 freiwilligen Helfern schaffte es die Gruppe nach monatelangen Ausgrabungen die Überbleibsel Ubars freizulegen.</p>
<div class="image-background">
<img class="alignnone wp-image-2786 size-full" src="http://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/11/ubar-atlantis-der-wueste-ausgrabungsstaette2.jpg" alt="" width="750" height="400" srcset="https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/11/ubar-atlantis-der-wueste-ausgrabungsstaette2.jpg 750w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/11/ubar-atlantis-der-wueste-ausgrabungsstaette2-300x160.jpg 300w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/11/ubar-atlantis-der-wueste-ausgrabungsstaette2-150x80.jpg 150w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/11/ubar-atlantis-der-wueste-ausgrabungsstaette2-360x192.jpg 360w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/11/ubar-atlantis-der-wueste-ausgrabungsstaette2-262x140.jpg 262w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/11/ubar-atlantis-der-wueste-ausgrabungsstaette2-162x86.jpg 162w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/11/ubar-atlantis-der-wueste-ausgrabungsstaette2-100x53.jpg 100w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" />
<p class="beschriftung">Ausgrabungsstätte der antiken Stadt Ubar | © gemeinfrei</p>
</div>
<h2>Wie sah Ubar aus?</h2>
<p>Was sie fanden, war keine Stadt, wie man sie im heutigen Sinn verstehen würde. Früher lebten die meisten Araber in Zelten, bei denen es möglich war, die Seiten zu öffnen, um frische Luft hereinzulassen, statt in richtigen Wohnungen. Diese Zelte hinterlassen nach so langer Zeit natürlich nur wenige Spuren. Bis auf zahlreiche gefundene Feuerstellen ist vom Großteil der Stadt dementsprechend nicht mehr viel vorhanden.</p>
<p>Im Zentrum der Zeltstadt befand sich eine Festung. Diese diente dem Herrscher von Ubar als Residenz, als Verarbeitungs- und Lagereinrichtung für Weihrauch sowie als Aufzeichnungs-Aufbewahrungsstätte.</p>
<p>In unruhigen Zeiten zogen sich die Bewohner der ganzen Stadt in diese Festung zurück. Die Festungsanlage wurde von acht Mauern, jede etwa 0,6 m dick und 3 m bis 3,60 m hoch, umgeben. An jeder Ecke stand ein ca. 3 m breiter und 9 m hoher Turm.</p>
<p>Die für die damalige Zeit außergewöhnliche Festung mit ihren charakteristischen Türmen war für die Forscher ein starkes Indiz dafür, dass es sich bei der gefundenen antiken Stadt Ubar um die im Koran erwähnte sagenumwobene Stadt <em>Iram der Säulen</em> handelt.</p>
<p>Inmitten der Festungsanlage befindet sich ein riesiges Erdloch, welches einen Großteil der inneren Gebäude mit in den Abgrund gerissen hat. Auch dies passt zu den Erzählungen des Korans, in denen die Stadt Iram nach einem kataklysmischen Ereignis vom Sand verschlungen wurde.</p>
<div class="image-background">
<img class="alignnone wp-image-2787 size-full" src="http://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/11/ubar-atlantis-der-wueste-ausgrabungsstaette.jpg" alt="" width="750" height="529" srcset="https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/11/ubar-atlantis-der-wueste-ausgrabungsstaette.jpg 750w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/11/ubar-atlantis-der-wueste-ausgrabungsstaette-300x212.jpg 300w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/11/ubar-atlantis-der-wueste-ausgrabungsstaette-150x106.jpg 150w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/11/ubar-atlantis-der-wueste-ausgrabungsstaette-360x254.jpg 360w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/11/ubar-atlantis-der-wueste-ausgrabungsstaette-262x185.jpg 262w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/11/ubar-atlantis-der-wueste-ausgrabungsstaette-162x114.jpg 162w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/11/ubar-atlantis-der-wueste-ausgrabungsstaette-100x71.jpg 100w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" />
<p class="beschriftung">Erdloch inmitten der antiken Ruinen | © Benutzername: 9591353082 im englischen Wikipedia / <a href="http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html">GFDL</a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/">CC-BY-SA-3.0</a> oder <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.5">CC BY 2.5</a> / <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Shisr_(Ubar)9.jpg">Wikimedia Commons</a> / Bild zugeschnitten</p>
</div>
<p>Weitere starke Indizien, die die These, dass Ubar die legendäre Stadt Iram ist, unterstützen, wurden nicht gefunden.</p>
<p>Jedoch fand das Forscherteam einige Gegenstände, die aus der Antike stammen und darauf hinweisen, dass die Ausgrabungsstätte zu früheren Zeiten als Handelsstation – womöglich auch für den Weihrauchhandel – genutzt wurde. Neben Tierknochen, unter anderem von Kamelen,  gruben sie Keramikfragmente, Münzen und Räuchergefäße aus.</p>
<p>Menschenknochen fanden sie bislang nicht. Was aber auch nicht verwunderlich ist, da das Team um Nicholas Clapp bislang nicht auf dem Grund des Erdlochs gesucht hat, wo vermutlich die meisten Opfer – wenn es welche gegeben hat – liegen.</p>
<p>Ob Ubar die im Koran erwähnte Stadt <em>Iram der Säulen</em> war, kann bis zum heutigen Tag nicht eindeutig geklärt werden. Es ist genauso möglich, dass das echte Iram noch unter dem Sand Arabiens auf seine Entdeckung wartet – oder dass es nur ein Mythos ist und nie wirklich existierte.</p>
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		<item>
		<title>Shell Grotto – Welches Geheimnis verbirgt die Muschelgrotte von Margate?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marco]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Sep 2018 16:15:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unglaubliche Orte]]></category>
		<category><![CDATA[England]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Shell Grotto, auf Deutsch Muschelgrotte, ist einer der wenigen Orte auf der Erde, von denen nicht bekannt ist, wer sie gebaut hat – oder wann. 1835 entdeckt, verbleibt auch der Zweck der Grotte größtenteils ein Rätsel. Wer sie erbaut haben könnte und wofür, wollen wir in diesem Artikel genauer beleuchten. Ab dem 16. Jahrhundert [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="dropcap">Die <em>Shell Grotto</em>, auf Deutsch Muschelgrotte, ist einer der wenigen Orte auf der Erde, von denen nicht bekannt ist, wer sie gebaut hat – oder wann.</p>
<p>1835 entdeckt, verbleibt auch der Zweck der Grotte größtenteils ein Rätsel. Wer sie erbaut haben könnte und wofür, wollen wir in diesem Artikel genauer beleuchten.</p>
<p>Ab dem 16. Jahrhundert wurden insbesondere in Italien und Frankreich Grotten angelegt. Verziert durch Brunnen, Wasserfälle, Edelsteine und Muscheln wurden sie als Bäder, Kapellen oder Theater genutzt. In England sind insgesamt nur <strong>20 bis 30 Grotten</strong> bekannt, davon alleine 2 in Margate. Neben der Muschelgrotte ist dort die<em> Margate-Höhle</em> anzufinden, die aber seit 2004 wegen Sicherheits- und Gesundheitsrisiken geschlossen ist.</p>
<h2>Die Geschichte Margates und die Entdeckung der Muschelgrotte</h2>
<p>Margate ist eine kleine, etwa <strong>57.000 Einwohner</strong> große Küstenstadt in der Grafschaft Kent im Südosten Englands. Sie besitzt eine stolze Seefahrtsgeschichte und ist schon seit Mitte des 18. Jahrhunderts wegen seiner Sandstrände ein beliebtes Urlaubsziel für Londoner.</p>
<p>Obwohl die Stadt versucht, den Anschein eines attraktiven Urlaubsortes zu erhalten, ist Margate heutzutage – wie so viele andere englische Küstenstädte – nur noch ein Schatten der vergangenen, glorreichen Tage. Die Muschelgrotte ist wohl eine der wenigen Attraktionen, die Touristen dieser Tage in die verschlafene Küstenstadt zieht.</p>
<div class="image-background">
<img class="wp-image-2588 size-full aligncenter" src="http://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/09/margate-kent-england-muschelgrotte.jpg" alt="Küstenstadt Margate in England" width="750" height="400" srcset="https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/09/margate-kent-england-muschelgrotte.jpg 750w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/09/margate-kent-england-muschelgrotte-300x160.jpg 300w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/09/margate-kent-england-muschelgrotte-150x80.jpg 150w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/09/margate-kent-england-muschelgrotte-360x192.jpg 360w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/09/margate-kent-england-muschelgrotte-262x140.jpg 262w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/09/margate-kent-england-muschelgrotte-162x86.jpg 162w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/09/margate-kent-england-muschelgrotte-100x53.jpg 100w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" />
<p class="beschriftung">Margate im Jahr 1895 | © <a href="https://www.flickr.com/photos/trialsanderrors/" target="_blank" rel="noopener">trialsanderrors</a> /<a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="noopener"> CC BY 2.0</a> / <a href="https://www.flickr.com/photos/trialsanderrors/4543153522" target="_blank" rel="noopener">flickr.com</a></p>
</div>
<p>1835 wollte <strong>James Newlove</strong> eigentlich nur einen Ententeich graben, als er mit seiner Schaufel durch den Boden in eine unterirdische Öffnung eindringt. Daraufhin schickte er seinen Sohn mit Hilfe eines Seils in die neu entdeckte Höhle. Dieser stellte schnell fest, dass der Hohlraum nicht natürlichen Ursprungs sein kann.</p>
<p>Drei Jahre später konnte sich auch die Öffentlichkeit davon überzeugen. Schnell wurde die <em>Shell Grotto</em> zu einer lokalen Touristenattraktion.</p>
<h2>Wie sieht die Shell Grotto im Inneren aus?</h2>
<p>Von außen sieht die<em> Shell Grotto</em> recht unscheinbar aus – insbesondere in einer Gegend, die schon bessere Zeiten gesehen hat.</p>
<p>Wenn man das kleine Eingangsgebäude betritt, erwartet einen ein Souvenirladen, ein Café und ein Museum, das die Geschichte der Grotte erzählt.</p>
<p>Eine Treppe führt zu einem schmalen Gang, der <em>Nordpassage</em> genannt wird.  Am Ende der <em>Nordpassage</em> gelangt man in die sogenannte <em>Rotunde</em>, einem kreisförmigen Gang, der wiederum in einem mit Tageslicht gefluteten Raum mit einer nach oben offenen Kuppel mündet.</p>
<p>Von dort führt die sogenannte <em>Serpentinenpassage</em> in einen rechteckigen Raum, der als <em>Altarraum</em> bekannt ist. Die Gewölbedecke und Teile der Wand des <em>Altarraums</em> wurden im 2.Weltkrieg zerstört und anschließend ohne die Muschelverzierungen wiederhergestellt.</p>
<div class="extrabox">Eine Karte der Muschelgrotte findest du <a href="http://www.fulltable.com/vts/s/sg/SH913.jpg" target="_blank" rel="noopener">hier</a>.</div>
<p>&nbsp;</p>
<div class="image-background-right">
<img class="alignnone wp-image-2590 size-full" src="http://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/09/passage-in-shell-grotto.jpg" alt="Passage in Shell Grotto Margate" width="375" height="500" srcset="https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/09/passage-in-shell-grotto.jpg 375w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/09/passage-in-shell-grotto-225x300.jpg 225w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/09/passage-in-shell-grotto-150x200.jpg 150w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/09/passage-in-shell-grotto-360x480.jpg 360w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/09/passage-in-shell-grotto-262x349.jpg 262w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/09/passage-in-shell-grotto-162x216.jpg 162w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/09/passage-in-shell-grotto-100x133.jpg 100w" sizes="(max-width: 375px) 100vw, 375px" />
<p class="beschriftung">Passage in der Shell Grotto | © <a href="https://www.flickr.com/photos/barneymoss/" target="_blank" rel="noopener">Barney Moss</a> / <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="noopener">CC BY 2.0</a> / <a href="https://www.flickr.com/photos/barneymoss/5662251001" target="_blank" rel="noopener">flickr.com</a></p>
</div>
<p>Die Wände und Decken der gesamten <em>Shell Grotto</em> sind mit <strong>Millionen von Muscheln</strong> bedeckt, die unterschiedlichste Motive bilden. Diese Motive lassen sich in verschiedene Bereiche unterteilen. Jeder Bereich hat ein bestimmtes Thema, eine Geschichte, die erzählt wird. Dabei können viele Darstellungen auf verschiedene Weise interpretiert werden.</p>
<p>So können die Darstellungen – je nach Interpretation – zum Beispiel als typisch indische oder ägyptische Motive gesehen werden. Mit ein wenig Fantasie lässt sich eine Schildkröte, ein Krokodil, Bäume, Blumen, Götter, eine Sonne, ein Mond, Sterne und Trompeten und den Baum des Lebens erkennen. All diese Symbole haben <strong>keinen expliziten Bezug zum Christentum</strong>, was verwundert, da England seit über tausend Jahren christlich geprägt ist.</p>
<p>99% der Muscheln in der <em>Shell Grotto</em> stammen von Schalentieren, die an der englischen Küste vorkommen; darunter Miesmuscheln, Austern, Venusmuscheln, Wellhornschnecken, Messermuscheln und Napfschnecken. Lediglich im <em>Altarraum</em> findet man exotische Muscheln oder Panzer von Weichtieren aus der Karibik, wie etwa den Panzer einer Großen Fechterschnecke.</p>
<p>Früher muss das Innere der Grotte ein farbenfroher Ort gewesen sein. Heute haben die Muscheln ihr prächtiges Aussehen verloren, da sie von einer Rußschicht bedeckt sind, die von den in der viktorianischen Zeit verwendeten Gaslampen stammt. Die Reinigung mit Wasser ist nicht möglich, da sie die Muscheln stark beschädigen könnten.</p>
<p>Deswegen konzentriert man sich auf die bestmögliche Konservierung des aktuellen Zustands. Bei mehr als 4,6 Millionen verwendeten Muscheln und Panzern diverser Weichtiere, verteilt auf über <strong>600m² Wand- und Deckenfläche</strong>, ist das ein nicht zu unterschätzender Arbeitsaufwand.</p>
<h2>Wann und von wem wurde die Shell Grotto von Margate erbaut? Forscher sind sich uneinig</h2>
<p>Auch der Bau der Margate-Grotte muss eine erhebliche Zeit in Anspruch genommen haben. Forscher sind sich allerdings völlig uneinig, wann die Erbauer gelebt haben – oder wer sie überhaupt waren. Manche datieren die Muschelgrotte sogar zurück in die <strong>Prähistorie</strong>, andere halten es für wahrscheinlich, dass sie zur <strong>Zeit der Römer oder Phönizier</strong> erbaut wurde. Andere verorten die Anfänge der <em>Shell Grotto</em> in der Neuzeit, genauer gesagt im <strong>18. Jahrhundert</strong> – nicht lange vor die Wiederentdeckung.</p>
<p>Der Grund für die so weit auseinanderliegenden Schätzungen, ist das <strong>Fehlen von datierten Materialien</strong>, was Raum für eine Vielzahl an Spekulationen lässt. Eine Radiokohlenstoffdatierung ist möglich, aber kostspielig, da man mehrere Proben nehmen müsste, um »Reparatur-Muscheln« von originalen Muscheln unterscheiden zu können. Die Verantwortlichen der Muschelgrotte wollen sich zuerst auf die dringend erforderlichen Konservierungsarbeiten konzentrieren.</p>
<div class="image-background-left">
<img class="alignnone wp-image-2598 size-full" src="http://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/09/muschelverzierungen-in-shell-grotto.jpg" alt="Muschelverzierungen in Shell Grotto,Margate" width="375" height="500" srcset="https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/09/muschelverzierungen-in-shell-grotto.jpg 375w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/09/muschelverzierungen-in-shell-grotto-225x300.jpg 225w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/09/muschelverzierungen-in-shell-grotto-150x200.jpg 150w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/09/muschelverzierungen-in-shell-grotto-360x480.jpg 360w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/09/muschelverzierungen-in-shell-grotto-262x349.jpg 262w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/09/muschelverzierungen-in-shell-grotto-162x216.jpg 162w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/09/muschelverzierungen-in-shell-grotto-100x133.jpg 100w" sizes="(max-width: 375px) 100vw, 375px" />
<p class="beschriftung">Muschelverzierungen an der Wand der Muschelgrotte von Margate | © <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/User:DenesFeri" target="_blank" rel="noopener">DenesFeri</a> / <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5/deed.en" target="_blank" rel="noopener">CC BY-SA 2.5</a> / <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Shell_Grotto,_Margate,_Kent_3_-_2011.09.17.jpg" target="_blank" rel="noopener">Wikimedia Commons</a> / Bild zugeschnitten</p>
</div>
<p>Spuren von Werkzeugen, die einen Rückschluss auf die Erbauer erlauben könnten, sind nicht vorhanden. Der Mörtel, der die Muscheln an den Wänden und Decken hält, wurde analysiert. Die Proben zeigten, dass mehrere Verbindungen verwendet wurden – meist auf der Basis von einem »fischähnlichen« Material, das auch als<strong> römischer Zement</strong> bekannt ist.  Dies verleitet einige Forscher wohl dazu, die Entstehung der Muschelgrotte in die Römerzeit zurückzudatieren.</p>
<p>Nach Ansicht einiger Einheimischen wurde sie zur Zeit Königin Viktorias gebaut. Damals nahm der Muschelfang derart zu, dass als Nebenprodukt genügend Muschelschalen übrig blieben, die dann zur Dekoration der Grotte hätten verwendet werden können.</p>
<p>Dagegen spricht, dass zur damaligen Zeit in Margate niemand etwas von dem Bau einer derartigen Grotte mitbekommen hatte. In so einem kleinen Ort eher unwahrscheinlich. Bis zur Eröffnung 1837 wusste niemand etwas von der <em>Shell Grotto</em>.</p>
<p>Andere vermuten, dass die Bogenkonstruktion der Grottendecke auf eine Entstehung im <strong>14. Jahrhundert</strong> schließen lässt. Zu dieser Zeit war diese architektonische Gestaltung äußerst beliebt. Wiederum dagegen spricht, dass diese Konstruktion nicht wegen ihrer architektonischen Gestaltung gewählt worden sein könnte, sondern weil sie einfach die geringste Einsturzgefahr – im Vergleich zu einem Flachdach zum Beispiel – mit sich bringt.</p>
<h2>Der Zweck der Shell Grotto – Theorien, die ausgeschlossen werden können</h2>
<p>Die Erbauer konnten bislang nicht identifiziert werden. Wie sieht es mit dem Zweck der Muschelgrotte aus?</p>
<p>Da die Muschelgrotte von Margate in keine Zeitepoche und dementsprechend auch keine Kultur eingeordnet werden kann, ist es schwer, einen Ansatz zur Zweckbestimmung zu finden.</p>
<p>Einige Vermutungen, die über die Zeit geäußert wurden, lassen sich aber widerlegen.</p>
<p>Ein<strong> Kerker</strong> war die Grotte nicht – dafür ist sie zu schön verziert. Ein <strong>Steinbruch</strong> war sie ebenfalls nicht. Dafür gibt es in der Gegend andere offensichtlichere Stellen. Außerdem werden Steinbrüche nicht in Form von Bogenkonstruktionen ausgehoben.</p>
<p>Dass die Grotte früher als <strong>Schmugglerhöhle</strong> verwendet wurde, kann auch ausgeschlossen werden. Die Schmuggler hätten dazu mindestens einen Fluchttunnel angelegt &#8211; und wenn sie ihre Ware per Schiff geschmuggelt hätten, auch noch mindestens einen Tunnel zur Küste. Auch die Wandverzierungen sprechen gegen diese Vermutung.</p>
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<p class="beschriftung">Kurzes englischsprachiges Video zur Shell Grotto</p>
</div>
<p>Andere vermuteten, dass die Grotte ein sogenanntes <strong>Folly</strong> (wörtlich »Narretei«) war. Folly ist eine englische Bezeichnung in der Gartenkunst und Architektur für ein dekoratives Bauwerk, das sich durch seine zugrunde liegende exzentrische Idee und eine besonders extravagante Ausführung auszeichnet. Wohlhabende Leute bauten sie, um ihren Reichtum zur Schau zu stellen –  ab 1700 auch vermehrt Lauben und Grotten, die mit Muscheln verziert waren.</p>
<p>Die Muschelgrotte von Margate wurde auf Ackerland errichtet. Es ist nicht bekannt, dass dort vor langer Zeit jemand Wohlhabendes gelebt hat. Außerdem liegt die <em>Shell Grotto</em> unterirdisch, was dem Zweck eines Follies, andere Menschen mit seinem Reichtum zu beeindrucken, auch widersprechen würde. Diese Theorie scheint sich demnach ebenfalls nicht bestätigen zu lassen.</p>
<h2>Plausible Erklärungsversuche</h2>
<p>Die Vermutung, dass die Muschelgrotte von Margate eine <strong>Kultstätte</strong> war, kommt der Wahrheit wohl näher.</p>
<p>Der <em>Altarraum</em> besitzt eine Nische, die als Altar benutzt worden sein könnte – durch diese Annahme erhielt der Raum logischerweise auch seinen Namen.</p>
<div class="image-background">
<img class="wp-image-2595 size-full aligncenter" src="http://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/09/altar-im-altarraum-shell-grotto.jpg" alt="Shell Grotto Altar im Altarraum" width="750" height="400" srcset="https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/09/altar-im-altarraum-shell-grotto.jpg 750w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/09/altar-im-altarraum-shell-grotto-300x160.jpg 300w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/09/altar-im-altarraum-shell-grotto-150x80.jpg 150w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/09/altar-im-altarraum-shell-grotto-360x192.jpg 360w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/09/altar-im-altarraum-shell-grotto-262x140.jpg 262w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/09/altar-im-altarraum-shell-grotto-162x86.jpg 162w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/09/altar-im-altarraum-shell-grotto-100x53.jpg 100w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" />
<p class="beschriftung">Altar in der Shell Grotto | © <a href="https://www.geograph.org.uk/profile/10354" target="_blank" rel="noopener">Oast House Archive</a>  / <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/" target="_blank" rel="noopener">CC BY-SA 2.0</a> / <a href="https://www.geograph.org.uk/photo/4098434" target="_blank" rel="noopener">geograph.org.uk</a> / Bild zugeschnitten</p>
</div>
<p>Die Rotunde macht in diesem Zusammenhang auch Sinn. In einigen Religionen ist das<strong> konzentrische Gehen</strong> eine übliche Methode, um mit den Göttern in Kontakt zu treten.<br />
Mick Twyman, Forscher von der <em>Margate Historical Society</em> , hat nach ausführlichen eigenen Recherchen die Theorie aufgestellt, dass <strong>Freimaurer</strong> diesen Ort dazu nutzten, ihre Rituale durchzuführen. Neben dem möglichen Altar, der auch bei bekannten Freimaurer-Ritualen Verwendung fand, sprechen Muscheldarstellungen im Inneren der <em>Shell Grotto</em>, die einige<strong> freimaurerische Symbole</strong> wie Kompass, Quadrat, Davidstern, Pentagramm, Tetraeder und Tafeln mit Symbolen alter Götter zeigen, für diese Theorie.</p>
<p>Twyman untersuchte nicht nur den möglichen Verwendungszweck der Grotte, sondern machte sich zum Entstehungsdatum ebenfalls Gedanken.</p>
<p>Seiner Meinung nach könnte die nach oben geöffnete Kuppel am Ende der Rotunde zwischen März und Oktober als<strong> Sonnenuhr</strong> fungiert haben. Das durch die Öffnung auf die Kuppel projizierte Sonnenlicht nahm am 21. Juni 2006 um 12:00 Uhr die Form eines Eies an und spiegelte sich auf dem Bauch einer Mosaik-Schlange, die die Sonnenstrahlen wiederum auf den Altar im <em>Altarraum</em> reflektierte. Twyman stellte unter Berücksichtigung des sich alle 72 Jahre ändernden Winkels der Tagundnachtgleiche komplexe Berechnungen an und kam zu dem Ergebnis, dass das <strong>Entstehungsjahr 1141 n.Chr.</strong> sein muss.</p>
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<img class="wp-image-2585 size-full aligncenter" src="http://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/09/oeffnung-in-kuppel-shell-grotto.jpg" alt="Öffnung in der Kuppel der Shell Grotto" width="750" height="400" srcset="https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/09/oeffnung-in-kuppel-shell-grotto.jpg 750w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/09/oeffnung-in-kuppel-shell-grotto-300x160.jpg 300w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/09/oeffnung-in-kuppel-shell-grotto-150x80.jpg 150w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/09/oeffnung-in-kuppel-shell-grotto-360x192.jpg 360w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/09/oeffnung-in-kuppel-shell-grotto-262x140.jpg 262w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/09/oeffnung-in-kuppel-shell-grotto-162x86.jpg 162w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/09/oeffnung-in-kuppel-shell-grotto-100x53.jpg 100w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" />
<p class="beschriftung">Öffnung in der Kuppel der Shell Grotto | © <a href="https://www.flickr.com/photos/martinhearn/" target="_blank" rel="noopener">Martin Hearn</a> / <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="noopener">CC BY 2.0</a> / <a href="https://www.flickr.com/photos/martinhearn/15475609391" target="_blank" rel="noopener">flickr.com</a></p>
</div>
<p>Als Erbauer vermutet er nicht die Freimaurer, die 1141 n.Chr. nach der offiziellen Geschichtsschreibung noch gar nicht existierten, sondern die <strong>Tempelritter</strong>. Dies folgerte der Forscher, nachdem er die Größe und den Bau der Grotte selbst – insbesondere die Winkel – betrachtete.</p>
<p>Zusammenfassend sagt Twyman also, dass die Tempelritter die <em>Shell Grotto</em> 1141 n.Chr. aus unbekannten Gründen gebaut haben und zu einer späteren Zeit nutzten dann die Freimaurer die Anlage, um ihre Rituale durchzuführen. Nach Twymans Theorie waren es demzufolge auch die Freimaurer, die die Muschelverzierungen vollständig oder zumindest teilweise anbrachten, da viele eine freimaurerische Symbolik enthalten.</p>
<p>Ein Mitarbeiter der <em>Kent Archaeological Society</em> kam dagegen zu einem ganz anderen Schluss. Er veröffentlichte seine Ergebnisse kurz nach Mick Twyman in einem <a href="http://www.kentarchaeology.ac/authors/023.pdf" target="_blank" rel="noopener">14-seitigen Dokument</a>, in dem er letztendlich zu der Überzeugung kam, dass die <em>Shell Grotto</em> eine <strong>mittelalterliche Kreidemine</strong> war.</p>
<p>Weiter führt er aus: »Die Fertigkeit, die erforderlich ist, um die Passagen auf einen relativ komplexen, vorgegebenen Plan zuzuschneiden, deutet darauf hin, dass die Grotte im 17. Jahrhundert, aber eher im 18. Jahrhundert überarbeitet worden sein könnte. Es ist wahrscheinlich, dass die Muscheldekoration zur gleichen Zeit oder sehr kurz danach durchgeführt wurde.«</p>
<p>Zum Verwendungszweck hat der Verfasser dieses Dokuments jedoch keine stichhaltige Theorie.</p>
<p>Ob eine der beiden Theorien in naher Zukunft belegt oder widerlegt wird, müssen weitere Untersuchungen – im Idealfall Radiokohlenstoffdatierungen – zeigen. Bei dem aktuellen Stand der Untersuchungen bleibt zu viel Spielraum für zu viele Theorien.</p>
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		<title>Die Madagascar – Welches Schicksal ereilte das viktorianische Goldschiff?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marco]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Jul 2018 16:44:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte & Archäologie]]></category>
		<category><![CDATA[Australien]]></category>
		<category><![CDATA[Raubüberfall]]></category>
		<category><![CDATA[Verschollenes Schiff]]></category>
		<category><![CDATA[Viktorianisches Zeitalter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit über 150 Jahren ist das Schicksal der Madagascar, einer britischen Dreimast-Blackwall-Fregatte, ungeklärt. Gerüchte zur damaligen Zeit rankten sich um alle möglichen Szenarien. Fiel die Madagascar einem Sturm zum Opfer? Sank ein Eisberg die Fregatte bei dem Versuch das chilenische Kap Hoorn zu umfahren? Oder überfielen Piraten das reichbeladene Schiff? Auch eine Meuterei der Crew, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="dropcap"><span style="font-weight: 400;">Seit über 150 Jahren ist das Schicksal der </span><strong><i>Madagascar</i></strong><span style="font-weight: 400;">, einer britischen <strong>Dreimast-Blackwall-Fregatte</strong>, ungeklärt. Gerüchte zur damaligen Zeit rankten sich um alle möglichen Szenarien. Fiel die </span><i><span style="font-weight: 400;">Madagascar </span></i><span style="font-weight: 400;">einem Sturm zum Opfer? Sank ein Eisberg die Fregatte bei dem Versuch das chilenische Kap Hoorn zu umfahren? Oder überfielen Piraten das reichbeladene Schiff? Auch eine Meuterei der Crew, der sich einige Passagiere anschlossen, war ein beliebtes Gerücht.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die </span><i><span style="font-weight: 400;">Madagascar</span></i><span style="font-weight: 400;"> wurde 1837 in der Blackwall Werft in London für die Familie Green gebaut. Bis 1852 transportierte die Fregatte Passagiere und Seekadetten, die zu Offizieren ausgebildet wurden, von England nach Indien. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">1853, zur Zeit des ersten <strong>australischen Goldrausches</strong>, beförderte sie dann englische Emigranten, auf der Suche nach ihrem Glück, zum australischen Kontinent. Da sie eine schnelle Fregatte war, wurde ihr die Aufgabe anvertraut, Gold bei der Bank of England abzuliefern. Nicht nur der Sinn und Zweck der </span><i><span style="font-weight: 400;">Madagascar</span></i><span style="font-weight: 400;">, sondern auch der Kapitän war ein Neuer. Es übernahm der Anfang 30-jährige <strong>Fortescue William Harris</strong>.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Am 10. Juni 1853 lief das Schiff in den Hafen von Melbourne ein. 14 der 60 Mann starken Besatzung erlagen der Versuchung und schlossen sich dem Goldrausch an. Kapitän Harris hatte Probleme, neue Besatzungsmitglieder zu finden und konnte lediglich 3 neue Männer anheuern. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Am 10. August 1853 sollte sich die </span><i><span style="font-weight: 400;">Madagascar</span></i><span style="font-weight: 400;"> auf den Weg zurück nach London begeben. An Bord waren 110 Passagiere und verschiedene Frachtgüter; darunter Wolle, Reis und 2 Tonnen Goldstaub mit einem damaligen Wert von <strong>£240.000</strong> (heute umgerechnet fast <strong>30.000.000 €</strong> ).</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Doch die Abfahrt verzögerte sich um zwei Tage. Die Polizei kam an Bord und verhaftete den <strong>Bushranger John Francis</strong>. Als Bushranger wurden im 18. und 19. Jahrhundert <strong>australische Gesetzlose</strong> bezeichnet, deren Rückzugsgebiet die unwirtliche Buschlandschaft war.</span></p>
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<p class="beschriftung">Kurze Einleitung zu den Bushrangern</p>
</div>
<p><span style="font-weight: 400;">Am darauffolgenden Tag wurden zwei weitere Männer – ebenfalls Bushranger – festgenommen. Die drei Männer wurden beschuldigt, an dem <strong>McIvor-Goldüberfall</strong> beteiligt gewesen zu sein.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Am 12. August 1853 konnte die </span><i><span style="font-weight: 400;">Madagascar</span></i><span style="font-weight: 400;"> letztlich doch noch ihre Segel setzen. Sie verließ die Bucht </span><i><span style="font-weight: 400;">Port Phillip</span></i><span style="font-weight: 400;"> und segelte in Richtung offenes Meer. Dies war das letzte Mal, dass die Fregatte gesehen wurde.</span></p>
<h2><b>Der McIvor Goldraub</b></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">In den 1850er und 1860er Jahren gab es im australischen Bundesstaat Victoria einen Goldrausch – vergleichbar mit dem in Kalifornien von 1848 bis 1854 –, der dazu führte, dass sich die Bevölkerung innerhalb von nur zehn Jahren verdoppelte. </span><span style="font-weight: 400;">Der Goldraub fand einige Wochen vorher, am 20. Juli 1853, statt. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Mindestens <strong>6 Bushranger</strong>, angeführt von John Grey, überfielen eine Goldeskorte auf dem Weg vom McIvor Goldfeld nach Kyneton, wo sie sich mit einer anderen Eskorte treffen und die wertvolle Ware gemeinsam nach Melbourne bringen sollten. Die Eskorte führte <strong>2230 Unzen (ca. 63 kg) Gold</strong> und <strong>700£</strong> in bar mit sich. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Kurz nachdem sie den Campaspe River überquerten, bemerkten sie einen Baumstamm, der quer über einem besonders schmalen Teil der Straße lag und sie an der Weiterfahrt hinderte. In der Nähe dieses Baumstammes befand sich ein Haufen zusammengelegter Zweige, der den Wachen der Eskorte aber anscheinend nicht verdächtig vorkam, da sie ihr Augenmerk darauf legten, wie sie den wegversperrenden Baumstamm am besten beiseite räumen könnten.</span></p>
<div class="image-background">
<img class="aligncenter wp-image-1848 size-full" src="http://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/07/mc-ivor-diggings-july-26-1853.jpg" alt="Mc Ivor Ausgrabungen 26. Juli 1853" width="750" height="400" srcset="https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/07/mc-ivor-diggings-july-26-1853.jpg 750w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/07/mc-ivor-diggings-july-26-1853-300x160.jpg 300w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/07/mc-ivor-diggings-july-26-1853-150x80.jpg 150w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/07/mc-ivor-diggings-july-26-1853-360x192.jpg 360w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/07/mc-ivor-diggings-july-26-1853-262x140.jpg 262w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/07/mc-ivor-diggings-july-26-1853-162x86.jpg 162w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/07/mc-ivor-diggings-july-26-1853-100x53.jpg 100w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" />
<p class="beschriftung">McIvor Ausgrabungen im Jahr 1853 | © Julius Hamel, Edward La Trobe Bateman, J.S. Campbell &amp; Co. lithographer / gemeinfrei / <a href="http://handle.slv.vic.gov.au/10381/294438">State Library of Victoria</a></p>
</div>
<p><span style="font-weight: 400;">In diesem Moment der kollektiven Unachtsamkeit, schlugen die Bushranger zu. Sie sprangen hinter dem Zweighaufen hervor, eröffneten das Feuer und noch bevor einer der Männer der Eskorte reagieren konnte, wurden drei von ihnen durch Schüsse verletzt. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die übrigen Männer erwiderten das Feuer, bis sie keine Munition mehr hatten und zogen sich dann zurück, um nach Unterstützung zu suchen. Zu dieser Zeit war ein weiterer ihrer Männer im Kampf verwundet und ihr Zugpferd getötet worden. Als sie mit dem lokalen Goldkommissar und einigen Soldaten an den Ort des Geschehens zurückkehrten, fanden sie nur noch aufgebrochene Kisten vor, dessen wertvollen Inhalt die Räuber offensichtlich entwendet hatten.</span></p>
<div class="extrabox">Eine detailliertere Beschreibung des <strong>McIvor Goldraubs</strong> findest du in diesen zwei alten australischen Zeitungen: <a href="https://trove.nla.gov.au/newspaper/article/180896052?" target="_blank" rel="noopener">The Bendigo Independent</a> und <a href="https://trove.nla.gov.au/newspaper/article/202772579" target="_blank" rel="noopener">The Beverley Times</a>.</div>
<h2><b>Die Jagd nach den Verbrechern und die Angst der Bevölkerung</b></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Schnell wurde eine ausgeweitete Suche organisiert. Sogar die Goldgräber von den benachbarten Feldern schlossen sich dem Unterfangen an, um die Verbrecher zu finden, die ihren Besitz stahlen. Die Angst und Wut verbreitete sich innerhalb der Kolonie. Nicht nur die Eskorten in anderen Distrikten waren in Gefahr, sondern auch der Unmut auf die Anwesenheit von Ausreißern und Ex-Sträflingen steigerte sich enorm. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Regierung setzte auf die Bushranger um John Grey ein <strong>Kopfgeld</strong> in Höhe von<strong> 2000£</strong> aus. Das Unternehmen, das für die Goldeskorte zuständig war, übernahm für den Verlust die Verantwortung und erhöhte den Betrag um weitere <strong>500£</strong>, wovon die eine Hälfte für die Verurteilung der Räuber und die andere Hälfte für die Wiederbeschaffung der gestohlenen Güter ausgesetzt wurde.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Bushranger hatten bei dem Überfall auf die Goldeskorte Wollschals um ihren Kopf gewickelt, um eine Identifizierung zu verhindern. Bei ihrer Flucht nahmen sie ihre Verwundeten mit sich, aber ließen zwei ihrer Pferde und – wichtiger noch – einige Zinnkännchen, auf denen ihre Namen standen, zurück. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">DIe Melbourner Polizei kannte nun die Namen der Bushranger. Es waren, neben ihrem Anführer <strong>John Grey</strong>, die Brüder <strong>John und George Francis</strong>, <strong>George Wilson</strong>, <strong>George Melville</strong> und <strong>William Atkyns</strong> an dem Überfall beteiligt. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Drei von ihnen – namentlich John und George Francis sowie George Wilson – versuchten zusammen mit ihren Frauen nach England zu fliehen, indem sie eine Überfahrt mit der </span><i><span style="font-weight: 400;">Madagascar </span></i><span style="font-weight: 400;">buchten. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">George Melville und seine Frau hatten sich Mauritius als ihr Fluchtziel ausgesucht. Sie buchten eine Überfahrt mit der </span><i><span style="font-weight: 400;">Collooney</span></i><span style="font-weight: 400;">. William Atkyns wollte sich samt Frau mit dem Dampfschiff </span><i><span style="font-weight: 400;">Hellespont</span></i><span style="font-weight: 400;"> nach Sydney absetzen. </span></p>
<h2><b>Verhaftung und Exekution</b></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Jedoch gelang den fünf Gesetzlosen die Flucht nicht. Am 10. August durchsuchte die Melbourner Polizei, in der Annahme, dass eine Flucht nach Übersee für die Gesuchten eine naheliegende Option wäre, die </span><i><span style="font-weight: 400;">Madagascar</span></i><span style="font-weight: 400;">. John Francis war der Erste, der verhaftet wurde. Am darauffolgenden Tag nahm die Polizei George Wilson, ebenfalls an Bord der </span><i><span style="font-weight: 400;">Madagascar</span></i><span style="font-weight: 400;">, fest. Den anderen Francis-Bruder George ereilte das gleiche Schicksal, als er im Begriff war, die Fregatte zu betreten.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">George Francis bot der Melbourner Polizei Beweise gegen die anderen beteiligten Bushranger an. Im Gegenzug dafür, verlangte er die Freiheit für seinen Bruder und sich selbst. Um gegen die anderen vier Täter auszusagen, brachte die Polizei George Francis zurück nach McIvor.</span></p>
<div class="image-background">
<img class="aligncenter wp-image-1844 size-full" src="http://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/07/melbourne-1857-viktorianisches-zeitalter.jpg" alt="Melbourne 1857 Viktorianisches Zeitalter" width="750" height="400" srcset="https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/07/melbourne-1857-viktorianisches-zeitalter.jpg 750w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/07/melbourne-1857-viktorianisches-zeitalter-300x160.jpg 300w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/07/melbourne-1857-viktorianisches-zeitalter-150x80.jpg 150w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/07/melbourne-1857-viktorianisches-zeitalter-360x192.jpg 360w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/07/melbourne-1857-viktorianisches-zeitalter-262x140.jpg 262w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/07/melbourne-1857-viktorianisches-zeitalter-162x86.jpg 162w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/07/melbourne-1857-viktorianisches-zeitalter-100x53.jpg 100w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" />
<p class="beschriftung">Gt. Bourke St. in Melbourne im Jahr 1857 | © S. T. Gill / gemeinfrei / <a href="http://handle.slv.vic.gov.au/10381/266757 ">State Library of Victoria</a></p>
</div>
<p><span style="font-weight: 400;">Auf dem Rückweg nach Melbourne, am 23. August, begang George Francis Selbstmord. Währenddessen wurden zwei weitere Komplizen, George Melville und William Atkyns, in Melbourne verhaftet. Ihr Anführer John Grey konnte fliehen und wurde nie wieder gesehen. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">John Francis trat als Kronzeuge auf und lieferte alle nötigen Beweise für eine Verurteilung seiner Komplizen. Die drei anderen Angeklagten Melville, Wilson und Atkyns wurden am 3. Oktober 1853 im Gefängnis </span><i><span style="font-weight: 400;">Old Melbourne Gaol</span></i><span style="font-weight: 400;"> gehängt, während die Polizei Francis und seiner Frau eine Überfahrt nach Übersee erlaubte. Man vermutet heute, dass sie sich am Kap der Guten Hoffnung niedergelassen haben.</span></p>
<h2><b>Was geschah mit dem verschollenen Schiff? Ein paar mögliche Theorien zur Madagascar</b></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Während der Gerichtsverhandlung behaupteten die Männer der überfallenen Eskorte, dass an dem Überfall <strong>mehr als die sechs identifizierten Täter beteiligt waren</strong>. Dies befeuerte den ohnehin schon vorhandenen Glauben in der Bevölkerung, dass die </span><i><span style="font-weight: 400;">Madagascar </span></i><span style="font-weight: 400;">Gesetzlosen – vielleicht ja sogar bisher nicht identifizierten Beteiligten des McIvor-Goldüberfalls, die beim Durchsuchen der Fregatte den Polizisten nicht verdächtig erschienen – zum Opfer gefallen ist. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Im Laufe der Zeit entwickelten sich viele Geschichten – fiktionale sowie non-fiktionale – rund um das Verschwinden der <em>Madagascar</em> und den McIvor-Goldüberfall. Deswegen ist es heutzutage schwer zu sagen, was genau der <em>Madagascar</em> widerfahren ist. Viele vermuten eine natürliche Ursache, wie zum Beispiel einen <strong>schweren Sturm</strong>, der das Schiff zum sinken brachte. Sogar die <strong>Kollision mit einem Eisberg</strong> wird in Betracht gezogen. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Auch ein Unfall, zum Beispiel in Form eines <strong>großen Feuers</strong>, oder sogar ein <strong>Piratenüberfall</strong> erscheinen einigen Hobbyforschern plausibel.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Besonders beliebt in den Erzählungen, die schon im 19. Jahrhundert kursierten, ist eine <strong>Meuterei der Crew</strong>, der sich einige zwielichtige Passagiere anschlossen. Diese Theorie vertritt auch der Amateur-Historiker <strong>Gerald Crowley</strong>. Nach intensiver Recherche ist er zu dem Schluss gekommen, dass Unbekannte die </span><i><span style="font-weight: 400;">Madagascar</span></i><span style="font-weight: 400;"> weit draußen auf dem Pazifik kaperten, sie dann Richtung Norden manövrierten, wo die Fregatte letztendlich auf einem <strong>französisch-polynesischen Atoll</strong> gesunken sein soll.</span></p>
<div class="image-background-right">
<img class="wp-image-1856 size-full alignnone" src="http://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/07/anuanuraro-archipel-im-pazifischem-ozean.jpg" alt="Anuanuraro Archipel im Pazifischem Ozean" width="375" height="375" srcset="https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/07/anuanuraro-archipel-im-pazifischem-ozean.jpg 375w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/07/anuanuraro-archipel-im-pazifischem-ozean-150x150.jpg 150w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/07/anuanuraro-archipel-im-pazifischem-ozean-300x300.jpg 300w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/07/anuanuraro-archipel-im-pazifischem-ozean-360x360.jpg 360w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/07/anuanuraro-archipel-im-pazifischem-ozean-262x262.jpg 262w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/07/anuanuraro-archipel-im-pazifischem-ozean-162x162.jpg 162w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/07/anuanuraro-archipel-im-pazifischem-ozean-100x100.jpg 100w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/07/anuanuraro-archipel-im-pazifischem-ozean-50x50.jpg 50w" sizes="(max-width: 375px) 100vw, 375px" />
<p class="beschriftung">Anuanuraro im Pazifischem Ozean aus der Luft | © NASA / gemeinfrei / <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Anuanuraro.JPG">Wikimedia Commons</a></p>
</div>
<p><span style="font-weight: 400;">Zu diesem Atoll, mit dem Namen </span><i><span style="font-weight: 400;">Anuanuraro</span></i><span style="font-weight: 400;">, das sich <strong>1500 km südöstlich von Tahiti</strong> befindet, reiste Crowley mit seinem französischem Forschungspartner <strong>Albert Mata</strong> zwischen 1997 und 2014 mehrmals.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Das Gebiet dort ist weitestgehend naturbelassen. Das Klima ist rau und unerbittlich. Haie tummeln sich in der Lagune. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Forschungsarbeiten für Crowley und Mata waren aufwendig und ermüdend, doch es gelang ihnen, einige Artefakte zu finden, die auf die <strong>Existenz eines Schiffswracks</strong> ganz in der Nähe des Atolls hindeuteten.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Einige dieser Artefakte waren kleine Teile aus </span><span style="font-weight: 400;"><strong>Muntzmetall</strong>, einer speziellen Messingsorte, die im 19. Jahrhundert oft als Legierung für den Schiffsrumpf benutzt wurde. Dies passt zu den von Crowley gefunden Aufzeichnungen über die </span><i><span style="font-weight: 400;">Madagascar</span></i><span style="font-weight: 400;">, die zeigen, dass das Schiff Anfang des Jahres 1853 eine derartige Legierung bekommen hat.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Desweiteren haben Crowley und sein Partner eine <strong>mundgeblasene Flasche</strong> entdeckt, die wahrscheinlich vor den 1860ern hergestellt wurde, da danach die meisten Flaschen maschinell produziert wurden.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Es gibt Aufzeichnungen einer US-Expedition in diese Gegend aus dem Jahr 1841, in denen kein Schiffswrack Erwähnung findet. Das lässt den Schluss zu, dass die Flasche wahrscheinlich zwischen den Jahren 1841 und 1860 an den Fundort gespült wurde.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">All die kleinen Dinge, die Crowley gefunden hat, ergeben zusammen ein größeres Bild. Dass irgendwo bei </span><i><span style="font-weight: 400;">Anuanuraro</span></i><span style="font-weight: 400;"> ein Schiffswrack liegen muss, scheint also sicher zu sein. Ob es aber die </span><i><span style="font-weight: 400;">Madagascar </span></i><span style="font-weight: 400;">ist, kann man erst mit Gewissheit sagen, wenn man das Wrack gefunden hat.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Um die Küste rund um das Atoll abzusuchen, fehlen Crowley die finanziellen Mittel – und so wird es wohl noch einige Zeit dauern, bis das Geheimnis der </span><i><span style="font-weight: 400;">Madagascar</span></i><span style="font-weight: 400;"> endgültig gelüftet wird.</span></p>
<div class="extrabox">Den ganzen Artikel über Gerald Crowleys Suche findest du <a href="https://www.illawarramercury.com.au/story/2271487/in-search-of-the-madagascar-frigates-treasure/" target="_blank" rel="noopener">hier</a>.</div>
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		<title>Die »Death Valley Germans« – 4 deutsche Touristen verschwinden spurlos im kalifornischen Tal des Todes</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marco]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jun 2018 15:02:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tragische Vorfälle]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Vermisstenfall]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dies ist eine Geschichte von unglücklichen Fehlentscheidungen und mangelnder Vorbereitung in einer der lebensfeindlichsten Regionen der Erde. Im Juli 1996 verschwinden 4 deutsche Touristen in der unerbittlichen Wildnis des berüchtigten Death Valleys im US-Bundesstaat Kalifornien. Ihr Schicksal war lange Zeit unklar. Vor einigen Jahren konnte das Rätsel um das Verschwinden der 4-köpfigen Familie, die in [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="dropcap"><span style="font-weight: 400;">Dies ist eine Geschichte von unglücklichen Fehlentscheidungen und mangelnder Vorbereitung in einer der <strong>lebensfeindlichsten Regionen der Erde</strong>. Im Juli 1996 verschwinden 4 deutsche Touristen in der unerbittlichen Wildnis des berüchtigten </span><i><span style="font-weight: 400;">Death Valleys </span></i><span style="font-weight: 400;">im US-Bundesstaat Kalifornien. Ihr Schicksal war lange Zeit unklar. Vor einigen Jahren konnte das Rätsel um das Verschwinden der 4-köpfigen Familie, die in US-amerikanischen Medien als <strong>»Death Valley Germans«</strong> bekannt wurden, letztendlich doch noch gelöst werden.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Bei der Familie handelte es sich um den 34-jährigen Architekten <strong>Egbert Rimkus</strong>, seiner 28-jährigen Freundin <strong>Cornelia »Conny« Meyer</strong> sowie seinem 8-jährigen Sohn <strong>Georg Weber</strong> und Cornelias 4-jährigem Sohn <strong>Max Meyer</strong>, die einen 3-wöchigen Urlaub in den USA machten. Das frisch liierte Paar lebte in Dresden. Spätere Untersuchungen konnten Klarheit über die Tage vor ihrem Verschwinden schaffen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Sie starteten ihre Reise am Frankfurter Flughafen. Nach einem kurzen Zwischenstopp in Seattle, wo sie am 8. Juli landeten, flogen sie weiter Richtung Los Angeles. Vor Ort mieteten sich die 4 Deutschen einen Leihwagen und – wie Bilder ihrer gefundenen Kamera nahelegten – fuhren zur kalifornischen Küste, bevor sie das </span><i><span style="font-weight: 400;">Treasure Island Hotel </span></i><span style="font-weight: 400;">in Las Vegas aufsuchten. Am 22. Juli checkten sie wieder aus und brachen in Richtung </span><i><span style="font-weight: 400;">Death Valley </span></i><span style="font-weight: 400;">auf. Ihr Ausflugsziel war vermutlich der </span><i><span style="font-weight: 400;">Yosemite National Park</span></i><span style="font-weight: 400;">.</span></p>
<h2><b>Marathon im Death-Valley-Nationalpark und Verschwinden der Deutschen</b></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Das </span><i><span style="font-weight: 400;"><strong>Death Valley</strong> </span></i><span style="font-weight: 400;">– auf Deutsch </span><strong><i>Tal des Todes</i></strong><span style="font-weight: 400;"> – wurde 1994 Teil eines der größten Nationalparks der USA. Der </span><i><span style="font-weight: 400;">Death-Valley-Nationalpark</span></i><span style="font-weight: 400;">, der sich über eine Fläche von mehr als <strong>13.000 km²</strong> erstreckt und jährlich mehr als eine Million Besucher anlockt, ist eines der <strong>heißesten Orte der Welt</strong>. Als wäre das nicht schon genug, erlebte das Tal im Sommer 1996 eine 40-tägige rekordbrechende Hitzewelle mit Temperaturen bis zu <strong>55°C</strong>.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Zur gleichen Zeit, als Egbert Rimkus und seine kleine Familie das </span><i><span style="font-weight: 400;">Death Valley </span></i><span style="font-weight: 400;">erreichten, fand dort der jährliche Ultramarathon </span><strong><i>Badwater 135</i></strong><span style="font-weight: 400;"> statt. Bei diesem Ultramarathon laufen die Athleten <strong>135 Meilen ( 217 km )</strong> quer durch das </span><i><span style="font-weight: 400;">Death Valley </span></i><span style="font-weight: 400;">bis hoch zum </span><i><span style="font-weight: 400;">Whitney Portal </span></i><span style="font-weight: 400;">am</span><i><span style="font-weight: 400;"> Mount Whitney</span></i><span style="font-weight: 400;">. Er gilt als eines der härtesten Wettläufe der Welt.</span></p>
<div class="image-background">
<img class="aligncenter wp-image-1711 size-full" src="http://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/07/death-valley-germans-badwater-basin.jpg" alt="" width="750" height="310" srcset="https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/07/death-valley-germans-badwater-basin.jpg 750w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/07/death-valley-germans-badwater-basin-300x124.jpg 300w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/07/death-valley-germans-badwater-basin-150x62.jpg 150w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/07/death-valley-germans-badwater-basin-360x149.jpg 360w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/07/death-valley-germans-badwater-basin-262x108.jpg 262w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/07/death-valley-germans-badwater-basin-162x67.jpg 162w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/07/death-valley-germans-badwater-basin-100x41.jpg 100w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" />
<p class="beschriftung">Badwater Becken <span style="font-weight: 400;">– </span>Austragungsort des Badwater 135 Ultramarathons | © Alexander Migl / <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0">CC BY-SA 4.0</a> / <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Death_Valley_Badwater_Basin_P4240757.jpg">Wikimedia Commons</a></p>
</div>
<p><span style="font-weight: 400;">Im Gegensatz zu den 4 Deutschen hatten sich die Marathonläufer auf die Tortur durch das kalifornische Tal monatelang vorbereitet. Darüber hinaus wurden sie auf dem Weg durch das brütend heiße </span><i><span style="font-weight: 400;">Tal des Todes </span></i><span style="font-weight: 400;">auf Schritt und Tritt von Unterstützungsteams begleitet. Egbert Rimkus, seine Freundin Conny und ihre 2 Kinder waren dagegen ganz auf sich alleine gestellt, lediglich mit zwei vereinfachten Touristenkarten und viel zu wenig Proviant ausgestattet. Dies sollte ihnen zum Verhängnis werden.</span></p>
<h2><b>Keine Spur von Egbert Rimkus und seiner Familie</b></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Mietwagenfirma </span><i><span style="font-weight: 400;">Dollar car rentals </span></i><span style="font-weight: 400;">hatte den Wagen, der am 26. Juli zurückgegeben werden sollte, am 10. September als gestohlen gemeldet. Sie wartete üblicherweise 30 Tage nach Ablauf der Rückgabefrist, bis sie ein Leihfahrzeug der Polizei meldete.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Egbert Rimkus&#8216; Ex-Frau <strong>Heike Weber</strong> begann sich Sorgen zu machen, als ihr Sohn Georg am 27. Juli nicht nach Hause kam und wandte sich an die Reiseagentur ihres Ex-Mannes. Die deutsche Reiseagentur fragte bei </span><i><span style="font-weight: 400;">Dollar car rentals </span></i><span style="font-weight: 400;">nach Informationen über die 4 Deutschen, doch dort konnte kein Mitarbeiter weiterhelfen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Heike Weber befürchtete, dass sich ihr Ex-Mann mit ihrem Sohn ins Ausland absetzen wollte. Sie beschrieb ihn als einen Abenteurer und Draufgänger und hielt ihn für clever genug, einen Plan auszuarbeiten, um mit ihrem Sohn unterzutauchen. Am 14. August meldeten die deutsche Reiseagentur und die Mietwagenfirma die deutschen Touristen bei </span><i><span style="font-weight: 400;">Interpol</span></i><span style="font-weight: 400;"> als vermisst. Eine heiße Spur gab es zu dem Zeitpunkt nicht.</span></p>
<h3><b>Fund des Leihwagens und die anschließende Suche nach den Vermissten</b></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Dies änderte sich fast 3 Monate später, am 21. Oktober 1996, als der </span><i><span style="font-weight: 400;">Death Valley National Park Ranger</span></i><span style="font-weight: 400;"><strong> Dave Brenner</strong> in einem Hubschrauber über den südlichen Teil des </span><i><span style="font-weight: 400;">Death Valleys </span></i><span style="font-weight: 400;">flog. Der Nationalpark-Ranger war nicht auf der Suche nach den 4 Deutschen, sondern auf einer Mission zum Aufspüren von Drogenlaboren. Doch er war es, der den <strong>grünen Plymouth</strong> im </span><i><span style="font-weight: 400;">Anvil Canyon</span></i><span style="font-weight: 400;">, abseits jeder offiziellen Straße, als erstes entdeckte. Brenner wunderte sich, was der Familienwagen, der für dieses Gelände völlig ungeeignet war, dort zu suchen hatte.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Er landete mit seinem Hubschrauber und untersuchte den offenbar schon länger verlassenen Plymouth. Er fand Anzeichen dafür, dass die 4 Deutschen sich einige Zeit an dieser Stelle aufhielten. Nahrungsmittelverpackungen, Toilettenpapier sowie Fäkalien befanden sich in der Nähe des staubbedeckten Plymouths.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Anhand des Nummernschildes waren die 4 Touristen aus Deutschland schnell identifiziert und so begann in den darauffolgenden Tagen eine mit 250 Personen groß angelegte Suchaktion nach Egbert Rimkus, Cornelia Meyer, Georg Weber und Max Meyer. Die involvierten Suchmannschaften durchkämmten tagelang das Gebiet, in dem sie die Vermissten vermuteten. Sie fanden lediglich eine leere Bierflasche im Sand, die sie den Deutschen zuschreiben konnten, ansonsten fehlte jede Spur.</span></p>
<h2><b>Tom Mahood und seine Theorie, die zum Durchbruch führt</b></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Jahre danach folgten weitere sowohl offizielle als auch private Suchaktionen, doch der Erfolg blieb aus. Erst im <strong>Jahr 2009</strong>, als der Such- und Rettungsarbeiter für das </span><i><span style="font-weight: 400;">Los Angeles County </span></i><span style="font-weight: 400;"><strong>Tom Mahood</strong> auf den Fall aufmerksam wurde, gelang der Durchbruch und das Schicksal von Egbert Rimkus, Cornelia Meyer und ihren Söhnen konnte nach 13 Jahren letztendlich doch noch geklärt werden.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Tom Mahood stellte eine <strong>Theorie</strong> auf, wie es zu dem tragischen Unglück gekommen sein könnte:</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<div class="absatz-hintergrund">
<p style="padding-left: 30px;"><i><span style="font-weight: 400;"><img class="aligncenter wp-image-1997" src="http://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/08/anfuehrungszeichen-in-blau.png" alt="" width="50" height="50" srcset="https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/08/anfuehrungszeichen-in-blau.png 68w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/08/anfuehrungszeichen-in-blau-50x50.png 50w" sizes="(max-width: 50px) 100vw, 50px" />»Das wahrscheinlichste Szenario ist, dass sie am Morgen des 23. Julis Hanaupah Canyon verlassen haben und Richtung Süden zur Warm Spring Road gefahren sind, um dann weiter Richtung Westen zu gelangen. An diesem Punkt müssten sie eine schmale Schotterstraße vorgefunden haben. Am Warm Spring Camp machten sie wahrscheinlich Halt, weil sie dachten, dass sie sich dort nach dem Straßenzustand weiter westlich erkundigen könnten. Stattdessen fanden sie das Warm Spring Camp verlassen vor und schrieben dort einen Eintrag ins Gästebuch, der vermuten ließ, dass sie Richtung Mengle Pass weiterfuhren.</span></i></p>
<p style="padding-left: 30px;"><i><span style="font-weight: 400;">Dann fuhren sie westlich Richtung Butte Valley. Sie mussten auch dort schlechte Straßenzustände vorgefunden haben, bevor sie die sogenannte Stone Cabin entdeckten. An der Stone Cabin haben sie wahrscheinlich erneut einen Versuch unternommen, nach den Straßenzuständen auf ihrem weiteren Weg zu fragen. Doch auch dort war es menschenleer. Sie entschieden sie sich aus der Stone Cabin eine Flagge als Souvenir mitzunehmen und dann Richtung Mengle Pass zu fahren.</span></i></p>
<p style="padding-left: 30px;"><i><span style="font-weight: 400;">Als sie den Mengle Pass erreichten, wurde ihnen schnell klar, dass sie dort unmöglich mit ihrem Wagen weiterkamen. In ihrem Reiseführer war der Mengle Pass nicht anders gekennzeichnet als jene Straßen, die sie zuvor schon befahren hatten, und deshalb gab es für die Gruppe keinen Grund zu glauben, dass der Mengle Pass nicht befahrbar wäre.</span></i></p>
<p style="padding-left: 30px;"><i><span style="font-weight: 400;">Sie mussten also umkehren. Egbert schaute im Reiseführer nach dem schnellsten Weg zurück. Er fand eine alternative, kürzere Route zurück ins Tal und so machten sie sich auf den Weg herunter zum Anvil Canyon. Natürlich war das keine gute Route; besonders am späten Nachmittag, wenn das Tageslicht schon schwindet.</span></i></p>
<p style="padding-left: 30px;"><i><span style="font-weight: 400;">Die Deutschen kehrten zur Straßenkreuzung an der Stone Cabin zurück und bogen auf die Anvil Canyon Road ab. Wahrscheinlich hatten sie es mittlerweile ziemlich eilig und wollten den Yosemite National Park so früh wie möglich erreichen. Deshalb fuhren sie für die schlechten Straßenbedingungen viel zu schnell und große Steine zerstörten 3 ihrer Reifen. Mit 3 platten Reifen war es für sie unmöglich weiterzufahren.</span></i></p>
<p style="padding-left: 30px;"><i><span style="font-weight: 400;">Möglicherweise sah Egbert auf der Touristenkarte die nördliche Grenze des China Lake Naval Weapons Center (NWC), die nur 8 oder 9 Meilen südlich von ihnen lag. Man kann sich leicht vorstellen, wie er die umgebenden Hügel hochkletterte und Richtung Süden schaute, um in der Ferne die Sicherheit versprechende Militäreinrichtung zu entdecken.</span></i></p>
<p style="padding-left: 30px;"><i><span style="font-weight: 400;">Die Gruppe verbrachte dann wahrscheinlich eine Nacht in dem Leihwagen und brach früh am nächsten Morgen auf der Suche nach Hilfe Richtung China Lake NWC auf.«</span></i></p>
</div>
<p><span style="font-weight: 400;">Rettungsteams in den vorherigen Jahren schlossen die Möglichkeit aus, dass sich Egbert Rimkus und Cornelia Meyer in diese Richtung begaben und deshalb wurde auch nie offiziell in der Nähe des </span><i><span style="font-weight: 400;">China Lake Naval Weapon Centers </span></i><span style="font-weight: 400;">gesucht.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Tom Mahood folgerte, dass es die wahrscheinlichste Route der Deutschen war. Egbert und Cornelia dachten wahrscheinlich, dass die Militäreinrichtung mit Soldaten und Mitarbeitern besetzt war. Doch dies war nicht der Fall.</span></p>
<h3><span class="testüberschrift" style="color: #000000;"><strong>13 Jahre nach Verschwinden – Tom Mahood und Les Walker finden Überreste der »Death Valley Germans«</strong></span></h3>
<p><span style="font-weight: 400;">Mahood und sein Suchpartner<strong> Les Walker</strong> durchforsteten stundenlang das unwirtliche Gebiet rund um das </span><i><span style="font-weight: 400;">China Lake NWC</span></i><span style="font-weight: 400;">. Schließlich wurden sie südöstlich der Militäreinrichtung und 8 Meilen von dem Plymouth entfernt in einem abgelegenen Gebiet namens </span><i><span style="font-weight: 400;">Goler Wash </span></i><span style="font-weight: 400;">fündig. Die gefundenen Knochen konnten als Egbert Rimkus und Cornelia Meyer identifiziert werden. Neben ihren Überresten lagen der Reiseführer, leere Bierflaschen und 2 leere Wasserbehälter. Es wurden weitere Knochen gefunden, die wahrscheinlich den Kindern zuzuordnen sind, jedoch konnte nicht mehr genug DNS extrahiert werden, um eine Identifizierung durchzuführen.</span></p>
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<p class="beschriftung">Bericht über Tom Mahood und Les Walker, die nach 13 Jahren Überreste der Familie gefunden haben</p>
</div>
<p><span style="font-weight: 400;">Nach 13 Jahren der Ungewissheit erfuhren die Angehörigen letztendlich doch noch, welches Schicksal die Dresdner Familie ereilte. Egbert Rimkus und Cornelia Meyer unterschätzen die unerbittliche Wildnis des </span><i><span style="font-weight: 400;">Death Valleys </span></i><span style="font-weight: 400;">und bereiteten sich nicht angemessen auf die Durchfahrt, die nur ortskundigen Fahrern mit Geländefahrzeugen empfohlen wird, vor. Dazu kamen dann noch unglückliche Fehlentscheidungen, wie die Fahrt zum unpassierbaren </span><i><span style="font-weight: 400;">Mengle Pass </span></i><span style="font-weight: 400;">und der Fußmarsch zum menschenleeren </span><i><span style="font-weight: 400;">China Lake NWC</span></i><span style="font-weight: 400;">, die unter anderem auch durch einen vereinfachten Reiseführer begünstigt wurden.</span></p>
<p class="letzter-absatz"><span style="font-weight: 400;">Die 4 Deutschen waren nicht die einzigen Touristen, die dieses schreckliche Schicksal im </span><i><span style="font-weight: 400;">Death Valley</span></i><span style="font-weight: 400;"> erlitten. In den letzten 20 Jahren alleine kam es im Tal des Todes mindestens zu <strong>einem Dutzend hitzebedingten Todesfällen</strong> und vielen weiteren Zwischenfällen, die beinahe zum Tod geführt hätten.</span></p>
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		<title>8-jährige Katherine van Alst übersteht 6 Tage in der Wildnis unbeschadet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marco]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Jun 2018 16:47:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unerklärliche Ereignisse]]></category>
		<category><![CDATA[Überleben in der Wildnis]]></category>
		<category><![CDATA[Vermisstenfall]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Katherine van Alst war ein 8-jähriges Mädchen aus der US-amerikanischen Stadt Kansas City im Bundesstaat Missouri, das im Juni 1946 mit ihren Eltern und Geschwistern zum ersten Mal die Berge des Devil&#8217;s Den State Parks besuchte. Der Devil&#8217;s Den State Park im US-Bundesstaat Arkansas erstreckt sich über ca. 10km² und ist ein beliebtes Ausflugsziel für [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="dropcap">Katherine van Alst war ein 8-jähriges Mädchen aus der US-amerikanischen Stadt Kansas City im Bundesstaat Missouri, das im Juni 1946 mit ihren Eltern und Geschwistern zum ersten Mal die Berge des <em>Devil&#8217;s Den State Parks</em> besuchte.</p>
<p>Der<em> Devil&#8217;s Den State Park</em> im US-Bundesstaat Arkansas erstreckt sich über <strong>ca. 10km²</strong> und ist ein beliebtes Ausflugsziel für Familien und Wanderer.</p>
<p>Katherine verschwand am Sonntag, den <strong>16. Juni 1946</strong>, als sie sich mit ihren Brüdern in der Nähe des Campingplatzes herumtrieb und im dichten Wald verirrte.</p>
<p>Suchkräfte durchkämmten tagelang den Wald und versuchten mit lauten Rufen die Aufmerksamkeit des Mädchens zu erlangen. Als die Hoffnung auf ein Überleben der kleinen Katherine schon zu schwinden begann, antwortete am 6. Tag der Suche, Samstag, dem <strong>22. Juni 1946</strong>, eine Stimme auf die Rufe.</p>
<h2>Suchkräfte finden die kleine Katherine van Alst</h2>
<div class="image-background-right">
<img class="wp-image-1929 size-full alignnone" src="http://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/08/katherine-van-alst-zeitungsartikelbild-nach-auffinden.jpg" alt="Katherine van Alst Zeitungsartikelbild" width="375" height="555" srcset="https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/08/katherine-van-alst-zeitungsartikelbild-nach-auffinden.jpg 375w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/08/katherine-van-alst-zeitungsartikelbild-nach-auffinden-203x300.jpg 203w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/08/katherine-van-alst-zeitungsartikelbild-nach-auffinden-150x222.jpg 150w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/08/katherine-van-alst-zeitungsartikelbild-nach-auffinden-360x533.jpg 360w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/08/katherine-van-alst-zeitungsartikelbild-nach-auffinden-262x388.jpg 262w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/08/katherine-van-alst-zeitungsartikelbild-nach-auffinden-162x240.jpg 162w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/08/katherine-van-alst-zeitungsartikelbild-nach-auffinden-100x148.jpg 100w" sizes="(max-width: 375px) 100vw, 375px" />
<p class="beschriftung">Zeitungsbild von Katherine van Alst nach ihrem Auffinden | © <a href="https://news.google.com/newspapers?nid=gL9scSG3K_gC&amp;dat=19460624&amp;printsec=frontpage&amp;hl=en">Google News Archive</a></p>
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<p>»Hier bin ich.« Das 8-jährige Mädchen kam mit einem blassen Lächeln aus einer Höhle hervor. Sie war in<br />
Anbetracht der Lage fast schon gespenstisch ruhig und – abgesehen von einigen Insektenbissen – völlig unverletzt. Dies erzählte <strong>Porter Chadwick</strong>, ein Student der Universität von Arkansas und Teil der Suchmannschaft. Er war es auch, der Katherine fand.</p>
<p>Die 8-Jährige wurde <strong>ca. 48 km</strong> entfernt von dem Campingplatz, wo sie verschwand, gefunden. Die Höhle, in der Katherine 3 Nächte verbrachte, befand sich nahe eines Berggipfels in direkter Umgebung der Stadt Fayetteville, Arkansas.</p>
<p>Das Mädchen trug bei ihrer Rettung noch denselben Badeanzug wie bei ihrem Verschwinden. Sie wanderte tagelang abseits der Pfade durch den <em>Devil&#8217;s Den State Park</em>. Da Katherine nach eigenen Angaben die letzten 3 Tage bis zu ihrer Rettung in der Höhle nahe Fayetteville verbrachte, muss sie in den ersten 3 Tagen ihres ungewollten Abenteuers im Durchschnitt beachtliche <strong>16 km pro Tag</strong> gelaufen sein.</p>
<h2>Andere kamen nicht mit dem Schrecken davon</h2>
<p>Die Tageszeitung <em>Pittsburgh Press</em>, die von 1884 bis 1992 existierte, berichtete am <strong>24. Juni 1946</strong>, kurz nach dem Auffinden der kleinen Katherine, über den Fall und erwähnte dabei in dem Artikel, dass sich auch schon vor dem Verschwinden des 8-jährigen Mädchens einige Personen in dem unwegsamen Gebiet verirrt hatten. Im Gegensatz zu Katherine konnten diese Personen aber nur noch tot aufgefunden werden. Sie sind laut Angaben der <em>Pittsburgh Press</em> an »Erschöpfung, Hunger und Schrecken« gestorben.</p>
<p>Eine dieser Personen war eine Frau, die sich 2 Jahre zuvor im <em>Devil&#8217;s Den State Park</em> verlief. Sie wanderte <strong>17 Tage</strong> durch die Weiten des Parks, bevor ihre Leiche gefunden wurde. Tragischerweise verstarb sie lediglich<strong> 50 m</strong> von einer rettenden Straße entfernt. Die Vegetation war so dicht, dass sie die Straße nicht erkennen konnte.</p>
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<img class="alignnone wp-image-1911 size-full" src="http://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/06/katherine-van-alst-wald-des-devils-den-state-parks.jpg" alt="Katherine van Alst Wald des Devil's Den State Parks" width="750" height="400" srcset="https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/06/katherine-van-alst-wald-des-devils-den-state-parks.jpg 750w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/06/katherine-van-alst-wald-des-devils-den-state-parks-300x160.jpg 300w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/06/katherine-van-alst-wald-des-devils-den-state-parks-150x80.jpg 150w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/06/katherine-van-alst-wald-des-devils-den-state-parks-360x192.jpg 360w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/06/katherine-van-alst-wald-des-devils-den-state-parks-262x140.jpg 262w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/06/katherine-van-alst-wald-des-devils-den-state-parks-162x86.jpg 162w, https://unexplainable-world.com/wp-content/uploads/2018/06/katherine-van-alst-wald-des-devils-den-state-parks-100x53.jpg 100w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" />
<p class="beschriftung">In dem dichten Wald des <em>Devil&#8217;s Den State Parks</em> verirrte sich das 8-jährige Mädchen | © Alejandro Forero Cuervo / <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0">CC BY 2.0 </a> / <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Devil%27s_Den_State_Park_on_the_rocks.jpg">Wikimedia Commons</a></p>
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<h3>Auch in der heutigen Zeit verschwinden noch Besucher im Devil’s Den State Park</h3>
<p>Im August 2017 hat ein weiterer Vermisstenfall im <em>Devil&#8217;s Den State Park</em> für lokale Schlagzeilen gesorgt. Der 33-jährige <strong>Rodney Letterman</strong> verschwand beim Wandern mit einem Freund spurlos. Rodneys Freund ging nur kurz zu ihrem Truck zurück, um Rodneys Medikamente zu holen. Der 33-Jährige wartete währenddessen auf dem Wanderpfad. Als Rodneys Wanderpartner vom Truck zurückkehrte, war Rodney Letterman verschwunden und ist seitdem nicht mehr aufgetaucht.</p>
<div class="video-background">
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<p class="beschriftung">Nachrichtensendung berichtet über Rodney Lettermans Verschwinden</p>
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<p>Nachdem man all das weiß, ist es umso erstaunlicher, dass die kleine Katherine van Alst die 6 Tage in der Wildnis Arkansas&#8216; nahezu unverletzt überlebte. Da sie in einer Großstadt lebte, sollte man annehmen, dass sie mit dem Leben und Überleben in der trostlosen Wildnis nicht sonderlich vertraut war.<br />
Als man Katherine im Krankenhaus befragte, sagte sie: »Als sie mich in den ersten ein oder zwei Tagen nicht gefunden hatten, wusste ich, dass ich sterben würde. Aber ich hatte trotzdem keine Angst.«</p>
<p>Sie wusste also schon relativ früh, dass ihre Chancen auf ein Überleben nicht gut standen. In so einer aussichtslosen Situation keine Angst zu haben, ist nicht nur für ein Kind, sondern auch für einen Erwachsenen alles andere als gewöhnlich.</p>
<p class="letzter-absatz">Weitere Einzelheiten über die Odyssee von Katherine van Alst wurden nicht bekannt und deshalb kann wohl nie restlos geklärt werden, wie das 8-jährige Mädchen es schaffte, die 6 Tage so unbeschadet zu überstehen.</p>
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