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	<title>Jenseits des täglichen Wahnsinns</title>
	
	<link>http://www.wildbits.de</link>
	<description>Wer kann heute noch von sich behaupten, nicht von allen guten und bösen Geistern verlassen worden zu sein? So wie sich die Welt zeigt, befinden wir uns längst Jenseits vom Wahnsinn. wildbits, ein Blog für alle, die nicht mehr ganz bei Trost sind, aber dennoch welchen gebrauchen könnten.</description>
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		<title>Wozu CDU wählen</title>
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		<pubDate>Tue, 22 May 2012 13:40:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tboley</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
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		<description><![CDATA[Als Mitglied der SPD stellt sich einem die Frage, wozu man die CDU wählen sollte, naturgemäß eher weniger. Anhänger der CDU jedoch werden sich zunehmen mit der Frage konfrontiert sehen. Das liegt nicht unbedingt am derzeitigen politischen Programm, sondern an den Person, die zu Wahl stehen oder standen. Wer vor neun Tagen aus Überzeugung CDU [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Als Mitglied der SPD stellt sich einem die Frage, wozu man die CDU wählen sollte, naturgemäß eher weniger. Anhänger der CDU jedoch werden sich zunehmen mit der Frage konfrontiert sehen. Das liegt nicht unbedingt am derzeitigen politischen Programm, sondern an den Person, die zu Wahl stehen oder standen.<span id="more-8556"></span></p>
<p>Wer vor neun Tagen aus Überzeugung CDU gewählt hat, kann nicht mit Sicherheit sagen, ob auch der von ihm favorisierte Kandidat (oder Kandidatin) tatsächlich im Landtag von Nordrhein-Westfalen sitzen wird. Zum einen deshalb, weil die Direktmandaten (Erststimme) in einem Wahlkreis immer nur an denjenigen mit den meisten Stimmen gehen &#8211; also mitunter eben auch an einen Kandidaten einer anderen Partei. In Köln gelang keinem Kandidaten der CDU über die Erststimme der Einzug in den Landtag. </p>
<p>Die Zweitstimme ist immer eine Stimme für die Liste der Partei. Ob einer der Kandidaten darauf in den Landtag einzieht, hängt von seiner Position auf der Liste (dem sogenannten Listenplatz) und dem prozentualen Stimmenanteil der Partei ab. Mit der Zweitstimme haben die Wählerinnen und Wähler demnach nur einen indirekten Einfluss darauf, ob ein von ihnen präferierter Kandidat Mitglied des Landtages wird oder nicht. Soweit das Wahltechnische. Kommen wir aber zum eigentlichen Problem. Heute war im Kölner Stadt-Anzeiger zu lesen, dass Ursula Heinen (CDU) in Berlin bleiben wird. Sie war einen der Kandidaten der CDU in Köln für die zurückliegende Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen gewesen. Ähnlich wie Röttgen verzichtet sie auf den Wechsel nach Düsseldorf auf die Oppositionsbank. In Berlin hat sie bisher als parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium gearbeitet. Das wird sie auch weiterhin tun, mit Rückendeckung von Bundeskanzlerin Angela Merkel &#8211; das ist bei ihr der Unterschied zu Röttgen, der heute von Bundespräsident Joachim Gauck seine Entlassungsurkunde erhalten hat.</p>
<p>Mit dem dritten Platz auf der Landesliste hatte Heinen einen Sitz im Nordrhein-Westfälischen Landtag erhalten. Auf diesen verzichtet sie jetzt. Vermutlich wäre das bei einem Wahlsieg der CDU nicht passiert. Wer seine Zweitstimme der CDU gegeben hat, konnte mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass Heinen im Landtag einziehen würde. Als Wählerinnen oder Wähler der CDU würde ich mich jetzt fragen, wozu ich diese Partei wähle, wenn ihre Kandidaten bzw. Mandatsträger letztendlich ihr Amt nicht antreten. </p>
<hr /><small>Dieser Feed ist nur für den persönlichen und nicht-kommerziellen Gebrauch bestimmt und unterliegt dem  Urheberrecht.</small><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/wildbits/~4/e8eRVWr3GKY" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Raum für Brandstifter</title>
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		<pubDate>Mon, 21 May 2012 19:58:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tboley</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Sarrazin]]></category>

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		<description><![CDATA[Thilo Sarrazin hat es wieder getan, ein Buch zu schreiben. An sich nichts verwerfliches. Wer das letzte von ihm noch in Erinnerung hat und ähnliches erneut erwartet, wird nicht enttäuscht werden. Auch wenn das Buch noch nicht erhältlich ist, so kann man sich ein Urteil über dessen Inhalt bilden. Möglich ist dies durch den Auftritt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Thilo Sarrazin hat es wieder getan, ein Buch zu schreiben. An sich nichts verwerfliches. Wer das letzte von ihm noch in Erinnerung hat und ähnliches erneut erwartet, wird nicht enttäuscht werden.<span id="more-8552"></span></p>
<p>Auch wenn das Buch noch nicht erhältlich ist, so kann man sich ein Urteil über dessen Inhalt bilden. Möglich ist dies durch den Auftritt von Sarrazin in der Talkshow von Günther Jauch in der ARD, die sich auch <a href="http://www.ardmediathek.de/das-erste/guenther-jauch/brauchen-wir-den-euro-wirklich-thilo-sarrazin-gegen-peer?documentId=10579276">abrufbereit</a> in der Mediathek befindet. Im Vorfeld der Sendung gab es viel Kritik, da Bürgerinnen und Bürger als auch Vertreter unterschiedlicher Parteien der Meinung sind, man dürfe so einem wie Sarrazin keine Plattform zur Verbreitung seiner Thesen bieten. Peer Steinbrück, der sich auf eine Diskussion mit Sarrazin einließ, sah das anders. Seiner Meinung kann man sich durchaus anschließen, denn Sarrazin entzaubert sich selber. Wer wie das Saalpublikum im Gasometer über einen einigermaßen gesunden Verstand verfügt, erkennt in Sarrazin jemanden, der ausschließlich provozieren will. Der nicht in der Lage ist, einen fehlerfreien, verständlichen Satz zustande zu bekommen. Entsprechend gab es vom Publikum keinen Applaus für Sarrazin, dafür aber für den sich redlich bemühenden Steinbrück und Jauch. </p>
<blockquote><p>
[…] getrieben von jenem sehr deutschen Relfex, wonach die Buße für Holocaust und Weltkrieg erst endgültig getan ist, wenn wir alle unsere Belange, auch unser Geld, in europäische Hände gelegt haben.<br />
<small>Quelle: &#8220;Europa braucht den Euro nicht&#8221;, S. 203</small>
</p></blockquote>
<p>Zu den &#8220;Highlights&#8221; seines Buches gehört nicht nur das unsägliche Holocaust Zitat, sondern auch der Vergleich von Angela Merkel mit Erich Honecker und die Unterscheidung in einen &#8220;romanischen&#8221; und &#8220;germanischen&#8221; Finanzstil. Sarrazin flüchtete sich immer wieder in seine Zahlen, ohne auf die Einwände von Steinbrück einzugehen. Als Beispiel für Euro-Länder, die auch ohne den Euro zurecht kommen, führte er England und die Schweiz an. An dieser Stelle fällt auf, wie wenig sich Sarrazin wirklich auskennt.</p>
<p>Die Schweiz gehört nicht zur europäischen Union und mit Englands Wirtschaft steht es auch nicht zum Besten, ganz im Gegenteil zu dem, was Sarrazin behauptet. Daneben gibt es noch einige Betriebe und Unternehmer in der Schweiz, die es zutiefst bedauern, dass ihr Land nicht den Euro als Währung hat. So findet man im diesen Zusammenhang auch oft die Klagen der Käseproduzenten, deren Produkte auf Grund des Wechselkurses das Nachsehen haben.</p>
<p>An der gesamten Sendung fiel der hohe Redeanteil von Sarrazin unangenehm auf. Sarrazin hatte mehr Zeit für seine Aussagen als Jauch und Steinbruck zusammen geredet hatten. Das war auch einer der Hauptschwachpunkte der Sendung. Wenn man so jemanden wie Sarrazin öffentlich reden lässt, muss man auch dazwischen gehen. Weder Steinbrück noch Jauch ist das gelungen &#8211; hier hätte es sicherlich eines energischeren Moderators bedurft. </p>
<p>Das Steinbrück mehrmals davor war, vor Wut zu platzen, er aber Profi genug ist, es nicht zu tun, war ihm anzusehen. Auch wenn Steinbrück zu Beginn der Sendung klar machte, dass er Sarrazin nicht wie unter Parteigenossen üblich (Sarrazin ist immer noch in der SPD) duzen wird, hat er ihm dennoch am Schluss der Sendung die Hand gegeben. Es sind die kleinen Gesten, die Größe deutlich machen. </p>
<p>Gut beobachtet hat die Sendung auch <a href="http://www.derwesten.de/politik/steinbrueck-attackiert-sarrazin-bei-guenther-jauch-groesster-bullshit-id6677365.html">DERWESTEN</a>.</p>
<hr /><small>Dieser Feed ist nur für den persönlichen und nicht-kommerziellen Gebrauch bestimmt und unterliegt dem  Urheberrecht.</small><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/wildbits/~4/jpdLuE863kI" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Eiszauber</title>
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		<pubDate>Sun, 20 May 2012 16:01:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tboley</dc:creator>
				<category><![CDATA[Produkte]]></category>
		<category><![CDATA[Eis]]></category>

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		<description><![CDATA[Angeregt durch ein der Mitbewohner im Büro (genauer gesagt war es derjenige, der nicht nur die Miete zahlt) und sein SloPro Video haben DER CHEF und ich gestern einen eigenen Eisversuch gestartet. Mittels Eiszauber, so das Produktversprechen, gelingt es in kurzer Zeit ganz ohne Eismaschine, selber Eis zu machen. Nach drei Minuten rühren und einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Angeregt durch ein der Mitbewohner im Büro (genauer gesagt war es derjenige, der nicht nur die Miete zahlt) und sein <a href="http://www.youtube.com/watch?v=wlkH6sIkSXs">SloPro Video</a> haben DER CHEF und ich gestern einen eigenen Eisversuch gestartet. Mittels <a href="http://www.eiszauber.de/">Eiszauber</a>, so das Produktversprechen, gelingt es in kurzer Zeit ganz ohne Eismaschine, selber Eis zu machen.<span id="more-8550"></span></p>
<p>Nach drei Minuten rühren und einer Nacht im Kühlschrank (nicht ich, sondern die Mischung) konnten wir uns selber Überzeugen. Ein selbstgemachtes Stracciatella-Eis. In Bezug auf die Cremigkeit kann das eigene Eis durchaus mit fertigen Produkten konkurrieren. Für meinen Geschmack hätte es etwas weniger süß sein können, aber das ist wohl auch der Tatsache geschuldet, womit der Hersteller sein Geld verdient &#8211; mit dem Verkauf von Zucker. Unschlagbarer Vorteil gegenüber den meisten Eissorten aus dem Supermarkt: das eigene Eis enthält genau die Zutaten, die man reingemischt hat. Der größte Bestandteil ist dabei frische Milch, wenn man &#8220;Eiszauber für Milch&#8221; verwendet. Nicht vergessen sind die Meldungen von kommerziellen Eisherstellern, die schon mal gerne billige Fette statt Milch verwenden. </p>
<p>Was im Eiszauber selber so alles drin ist, möchte man vielleicht gar nicht so genau wissen. Laut Inhaltsangabe ist das aber neben Zucker nichts, was besonders bedenklich wäre. Auch für Vegetarier ist das Produkt daher uneingeschränkt geeignet. </p>
<p>Für mich wird es auf jeden Fall nicht das letzte selbstgemachte Eis sein. Das Rezept des Monats, Rhabarber-Eis, sieht verlockend aus. Die Eissaison 2012 ist eröffnet.</p>
<hr /><small>Dieser Feed ist nur für den persönlichen und nicht-kommerziellen Gebrauch bestimmt und unterliegt dem  Urheberrecht.</small><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/wildbits/~4/dn7xNil2Ch8" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Rheinisches Sakrileg</title>
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		<pubDate>Sat, 19 May 2012 17:06:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tboley</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Ironie]]></category>
		<category><![CDATA[Köln]]></category>

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		<description><![CDATA[Bereits vor meinem Umzug nach Köln kannte ich das spezielle Verhältnis, welches die Ureinwohner zur nördlich gelegnen Nachbarstadt am Rhein haben. Dem Kölner an sich wird große Toleranz nachgesagt, bei Düsseldorf hört diese jedoch auf. Das der 1. FC Köln künftig in der zweiten Bundesliga spielen muss, während Fortuna Düsseldorf in der ersten Liga spielen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Bereits vor meinem Umzug nach Köln kannte ich das spezielle Verhältnis, welches die Ureinwohner zur nördlich gelegnen Nachbarstadt am Rhein haben. Dem Kölner an sich wird große Toleranz nachgesagt, bei Düsseldorf hört diese jedoch auf.<span id="more-8547"></span></p>
<p>Das der 1. FC Köln künftig in der zweiten Bundesliga spielen muss, während Fortuna Düsseldorf in der ersten Liga spielen darf, hat die Kölner härter getroffen, als sie vermutlich zugeben würden. Mit ein paar Stangen Kölsch kann man sich zur Not aber das Spielergebnis schöntrinken.</p>
<p>Wobei, wenn wir gerade von trinken reden. Mit gehörig Alkohol im Blut ist  ein Düsseldorfer am Donnerstag auf den Kölner Dom geklettert. Dabei wurden kostbare Monumente beschädigt. Anschließend hat er auch noch einen Domschweizer verprügelt. So was ist in Köln ein Sakrileg. Gestern gab es Gerüchten zu folge ein Treffen militanter Kölner, bei dem über eine entsprechende Gegenmaßnahme gesprochen wurde. In der Landeshauptstadt kann man trotzdem beruhigt sein. Es gibt einfach nichts vergleichbares wie den Kölner Dom in Düsseldorf oder andere schöne Bauwerke. </p>
<p>Offiziell nimmt man in Köln an, dass es nur ein verwirrter Einzeltäter gewesen war. Wo sich der 38-jährige zu Zeit allerdings aufhält, ist nicht bekannt. Nach dem ein Schweizer die Rheindurchquerung vergangenen Woche abgebrochen hat, währe eine Fortsetzung ganz anderer Art vorstellbar. In Düsseldorf sollte man sich bei der Strömung des Flusses mit dem Winken allerdings beeilen.</p>
<hr /><small>Dieser Feed ist nur für den persönlichen und nicht-kommerziellen Gebrauch bestimmt und unterliegt dem  Urheberrecht.</small><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/wildbits/~4/h0YJQ_uSkgA" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Fundstücke</title>
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		<pubDate>Fri, 18 May 2012 10:07:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tboley</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Köln]]></category>
		<category><![CDATA[Umzug]]></category>

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		<description><![CDATA[Mittlerweile dürfte es sich herumgesprochen haben, dass DER CHEF und ich dem nächsten Umzug entgegensehen. Gestern viel der Startschuss zum einpacken der ersten Umzugskartons. Das mag sich für den einen oder die andere früh anhören, da wir erst Ende Juni umziehen. So früh ist das aber nicht, da uns zum packen nur die (zum Teil [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Mittlerweile dürfte es sich herumgesprochen haben, dass DER CHEF und ich dem nächsten Umzug entgegensehen. Gestern viel der Startschuss zum einpacken der ersten Umzugskartons.<span id="more-8543"></span></p>
<p>Das mag sich für den einen oder die andere früh anhören, da wir erst Ende Juni umziehen. So früh ist das aber nicht, da uns zum packen nur die (zum Teil verlängerten) Wochenenden bleiben. Mit noch ein paar Veranstaltungen dazu schrumpf der Zeitvorrat schnell zusammen. </p>
<p>Bisher haben wir aus dem Keller 60 Kartons retten können. Das erspart den teuren Neukauf. Leider hat es aber mindestens genauso viele erwischt, die nass geworden sind. Es gab wohl vor ein paar Monaten einen leichten Wasserschaden im Keller, der doch mehr Spuren hinterlassen hat als gehofft. So was ist ärgerlich, vor allem wenn man es erst so spät merkt. Vorher hätte sich vermutlich was über die Versicherung machen lassen.</p>
<p>Beim Einpacken gibt es nicht nur die Momente, wo man sich fragt, warum man diesen oder jenen Gegenstand nicht schon längst weggeworfen hat, sondern auch Überraschungen positiver Art. Gestern fiel mir ein Krimi in die Hände, den ich bisher noch nicht gelesen habe. Entweder bekam ihn Nadine oder ich mal vor langer Zeit geschenkt, denn er stand in zweiter Reihe hinter anderen Büchern.</p>
<p>Lesen werde ich ihn vermutlich noch vor dem Umzug, daher liegt er auf dem noch nicht abgeräumten Schreibtisch. Viel erwarte ich leider nicht von &#8220;Die Schanz&#8221;. Das hängt mit dem mir bereits bekannten Autoren-Trio zusammen &#8211; wobei, Überraschungen sind immer möglich.</p>
<hr /><small>Dieser Feed ist nur für den persönlichen und nicht-kommerziellen Gebrauch bestimmt und unterliegt dem  Urheberrecht.</small><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/wildbits/~4/AWaf5zphL-E" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Kleine Biester</title>
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		<pubDate>Thu, 17 May 2012 16:09:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tboley</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lesen]]></category>
		<category><![CDATA[Krimi]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich hoffe, den nachfolgenden Satz muss ich nicht noch all zu oft wiederholen. Bisher dachte ich, beim Krimis schon den schlechtesten gelesen zu haben. Leider habe ich mich geirrt &#8211; mal wieder. Der sogenannte Kriminalroman &#8220;Kleine Biester&#8221; von Rob Alef ist bei genauerer Betrachtung gar kein Krimi. Den Zusatz &#8220;Roman&#8221; kann man ihm sogar abstreiten, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Ich hoffe, den nachfolgenden Satz muss ich nicht noch all zu oft wiederholen. Bisher dachte ich, beim Krimis schon den schlechtesten gelesen zu haben. Leider habe ich mich geirrt &#8211; mal wieder.<span id="more-8534"></span></p>
<p>Der sogenannte Kriminalroman &#8220;Kleine Biester&#8221; von  Rob Alef ist bei genauerer Betrachtung gar kein Krimi. Den Zusatz &#8220;Roman&#8221; kann man ihm sogar abstreiten, es sei denn, man bezieht so was nur auf den Umfang. Das Buchcover zeigt eine Sandgrube, was symptomatisch für das ist, was Alef vorgelegt hat. Die gesamte Handlung versandet nämlich. Es verwundert, wenn im Anhang davon geschrieben wird, dass Alef für den Roman &#8220;Das Magische Jahr&#8221; 2009 für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert wurde &#8211; sollte die Nominierung wirklich berechtigt gewesen sein, so müssen zwischen dem Werk und &#8220;Kleine Biester&#8221; Welten liegen. Im Klappentext wird davon gesprochen, der &#8220;Kriminalroman&#8221; wäre feinsinnig. Tatsächlich ist er das nicht, sondern haarsträubend mit einem deutlichen Hang dazu, einfach nur plump zu sein.</p>
<p>Die Handlung lässt sich kurz wie folgt zusammenfassen. Für die Schüler einer Grundschule in Berlin-Kreuzberg geht es im letzten Jahr vor dem Wechsel um alles. Schaffen sie es durch das Auswahlverfahren auf das Rosenhof-Gymnasium oder müssen sie mit einer anderen Schule Vorlieb nehmen? Gleich im ersten Kapitel verschwindet eine der Schülerinnen in einem Krater, der sich in einem Sandkasten auf dem Kinderspielplatz auftut. Nach und nach kommen weiterer Schüler aus ihrer Klasse bei Unfällen ums Leben, die sich als getarnte Morde herausstellen. Alef verfolgt dabei das Ziel, dem Leser glauben zu machen, einer der Schüler würde dahinter stecken. Am Ende stellt sich dann heraus, dass es Daniela Morgenitz, ein Mitglied der Auswahlkomission vom Rosenhof-Gymnasium war, die der Schule auf diese Weise unpassende Kandidaten ersparen wollte. Für den eingestürzten Sandkasten und einen weiteren war sie jedoch nicht verantwortlich, denn das war das Werk gigantischer Ameisenlöwen, die der 15-jährige Boris mittels Aufbaupräparate aus dem Fitnessstudio seiner Eltern gezüchtet hat &#8211; wir sehen, ein Krimi dicht an der Realität. Man könnte das als witzig oder lustig bezeichnen, was man aber nur machen würde wenn man über Sätze wie diesen</p>
<blockquote><p>
&#8220;Gibt es denn draußen im Rosenbeet auch Angela Merkel und Gerhard Schröder?&#8221;, fragte Pachulke.
</p></blockquote>
<p>wirklich lachen kann. Aber auch in anderer Hinsicht glänzt &#8220;Kleine Biester&#8221; mit Schwächen. Schon zu Beginn werden einem die Namen von Figuren nur so um die Ohren gehauen, so dass einem schwindelig davon wird. Kaum hat man sich die Personen einigermaßen gemerkt, führt Alef wieder Unmengen von neuen Figuren ein. Alef genießt es dabei auch, den Leser immer wieder aufs Glatteis zu locken. Während man noch glaubt, zwei Schülerinnen hätten sich im Park bei einem Dealer Drogen besorgt, wird das so aufgeklärt:</p>
<blockquote><p>
Frau Schmitt, Ihnen und Frau Morgenitz wird zur Last gelegt, bei einem Dealer im Siegespark gepanschte Lateinvokabeln und chemische Formeln ohne Lizenz gekauft zu haben.
</p></blockquote>
<p>Es folgt der Schwarzhandel mit Lehrbüchern inklusive die Razzia bei einem Buchhändler. Dick aufgetragen, aber richtig dick kommt es für die katholische Kirche, denn natürlich gibt es auch einen Priester. Dieser ist selbstvertständlich pädophile und steht auf kleine Jungs, was immer wieder genüsslich ausgebreitet wird. Alef steigert sich sogar richtig rein in das Thema und lässt die anderen Figuren tatenlos zuschauen, während Elmar Sutter frei heraus von seinem Treiben erzählt.<br />
Sutter ist Mitglied der Auswahlkomission, die über die Aufnahme von neuen Schülern entscheidet. Seine Kriterien erläutert er den anderen Mitgliedern wie folgt:</p>
<blockquote><p>
&#8220;Deshalb rege ich an&#8221;, fuhr der Seelsorger fort, &#8220;dass jedes Kind in Zukunft auch ein Attest über das Nichtvorliegen von Geschlechtskrankheiten vorzulegen hat, zumindest die Jungen.&#8221;
</p></blockquote>
<p>Später äußert sich Sutter gegenüber Kriminalpolizist Pachulke wie folgt:</p>
<blockquote><p>
&#8220;Wenn wir übernachten. Es gibt dort Matratzen, Spiegel an der Decke, Seidenpyjamas, Massageöl. Alles, was man für eine Jugendfreizeit braucht.&#8221;
</p></blockquote>
<p>Das ist weder lustig noch komisch, sondern führt einfach nur dazu, dass einem schlecht wird. Folgen für den Geistlichen hat es keine.</p>
<p>Widersprüche in den Figuren und Handlungen scheinen Alef auch nichts auszumachen. So spricht sich Direktor Vogler zuerst vehement dafür aus, an zwei siebte Klassen festzuhalten, während er nur ein paar Sätze weiter ohne erkennbaren Wandel von der Idee seiner ärgsten Gegnerin in der Auswahlkommission angetan ist.<br />
Diese Auswahlkommission besteht aus dem Schuldirektor Vogler, der Biologielehrerin Kellinghausen, dem Hausmeister Jablonka (der natürlich ein Ex-Knacki ist), dem bereits erwähnten Sutter und als Vertreterin der Eltern Daniela Morgenitz &#8211; die sich am Ende als die Mörderin der Kinder herausstellt, weil ihr die Auswahlkommission zu lasch ist.</p>
<p>Mehrfach wirft Alef mit Szenen um sich, die nur einem Zweck zu erfüllen scheinen: Füllmaterial. Eine Musikstunde, in der die Titelmelodie von Pipi Langstrumpf einstudiert wird, zelebriert Alef über fünf Seiten hinweg in einer ermüdenden Detailfülle:</p>
<blockquote Ab Takt achtundvierzig. Ihr seid unbeschwert. Ihr habt Spielfreude. Eins, zwei. Eins, zwei, drei vier.<br />
</blockquote>
<p>Die eingeführte Musiklehrerin Frau Retzkow taucht später nicht mehr auf.</p>
<p>Zeitlich weiss der Autor auch nicht, wo er die Handlung genau verorten soll. Mal im Herbst, dann wieder im Sommer. Mal trifft Fred spät nachmittags auf den Polizisten Dorfner, nur um ein paar Seiten weiter den ganzen Tag mit ihm mit der Suche nach ihrer Freundin verbracht zu haben:</p>
<blockquote><p>
Dorfner und Fred verbrachten den Tag damit, den Gang […] von Geröll und Schutt zu befreien.
</p></blockquote>
<p>Fred und Dorfner reden bei ihre Suche über Sutter, der im Keller der Kirche eine Sauna hat einbauen lassen &#8211; für sich und seine Jungs.</p>
<p>Gegen Ende merkt man, dass Alef die Lust ausgegangen ist. Einzelnen Szenen werden nur noch angerissen. Die knapp 350 Seiten sind schließlich voll, da muss man nicht mehr schreiben.</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Selten so einen schlechten Roman gelesen. Ein Krimi ist das, was sich auf dem Niveau von Groschenromanen bewegt, bei weitem nicht.<br />
Es sei denn, Rob Alef wollte mal zeigen, wo der Krimi ursprünglich herkommt. Alle Bemühungen, den Krimi als ernstzunehmendes Genre zu etablieren, werden auf diese Weise zunichte gemacht.</p></blockquote>
<hr /><small>Dieser Feed ist nur für den persönlichen und nicht-kommerziellen Gebrauch bestimmt und unterliegt dem  Urheberrecht.</small><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/wildbits/~4/HjHKTmf_V6c" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Röttgens Ende</title>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 19:18:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tboley</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Röttgen]]></category>

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		<description><![CDATA[Drei Tage. Drei Tage hat Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) gebraucht, um auch noch dieses Amt hinzuschmeißen. Nach dem Wahldebakel am Sonntag, bei dem es der CDU und besonders ihm gelungen war, die Partei in dem Bundesland auf das bisher schlechteste Ergebnis zu bringen, war es wohl ein überfälliger Schritt. Zuletzt hatte er nichtmal mehr in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Drei Tage. Drei Tage hat Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) gebraucht, um auch noch dieses Amt hinzuschmeißen. Nach dem Wahldebakel am Sonntag, bei dem es der CDU und besonders ihm gelungen war, die Partei in dem Bundesland auf das bisher schlechteste Ergebnis zu bringen, war es wohl ein überfälliger Schritt.<span id="more-8531"></span></p>
<p>Zuletzt hatte er nichtmal mehr in seiner eigenen Partei genügend Freunde, die ihm den Rücken hätten stärken können. Man kann ihn vielleicht sogar etwas bedauern. Erst zerstob am Sonntag seine Hoffnung, sofern er die noch hatte, Ministerpräsident zu werden. Dann nahm er zurecht jegliche  Verantwortung auf sich und trat als Vorsitzender der CDU zurück.</p>
<p>Spulen wir noch mal die Zeit etwas zurück. Röttgen vermied es im gesamten Wahlkampf, sich festzulegen. Hielt sich beide Optionen offen. Bei einem Wahlsieg der CDU als Spitzenkandidat Ministerpräsident werden und im negativen Fall einfach wieder zurück nach Berlin, zu seinem Amt als Bundesumweltminister. Das hätte bei einer respektablen Niederlage vielleicht funktionieren können. Bei einem Wahlergebnis, welches den historischen Tiefpunkt der CDU in NRW markiert, jedoch nicht. </p>
<p>Am Montag war Röttgen nicht nur angeschlagen, sondern angezählt. Wenn man dann noch Parteifreunde wie Horst Seehofer hat, braucht keine Feinde mehr. Öffentlich zog Seehofer über Röttgen her. Nach einer Sendung im ZDF nahm er kein Blatt vor den Mund und gab mit dem Ausspruch</p>
<blockquote><p>
Sie können das alles senden.
</p></blockquote>
<p>dem ZDF die Erlaubnis, die Munition gegen Röttgen auch einzusetzen &#8211;  wer davon profitierte, dürfte klar sein. </p>
<p>Da in Groleben nur Atommüll gelagerte wird, muss sich die CDU anderweitig umsehen. Den für eine Abwrackprämie ist Röttgen noch zu jung.</p>
<hr /><small>Dieser Feed ist nur für den persönlichen und nicht-kommerziellen Gebrauch bestimmt und unterliegt dem  Urheberrecht.</small><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/wildbits/~4/-pYUB3C7mrc" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Fatwa gegen Künstler</title>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 20:31:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tboley</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Fatwa]]></category>
		<category><![CDATA[Urheber]]></category>

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		<description><![CDATA[Unter der Überschrift &#8220;Tod dem Ketzer&#8221; brachte die Süddeutsche Zeitung heute einen Artikel, in dem es um den Kölner Musiker Sharin Najafi ging. Seine Auseinandersetzung mit dem Iran und dem Islam haben dazu geführt, dass mittlerweile zwei Ayatholla ihn mittels eines Rechtsgutachten (Fatwa) quasi für vogelfrei erklärt haben, wie die SZ schreibt. Künstler, die auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Unter der Überschrift &#8220;<a href="http://www.sueddeutsche.de/panorama/musiker-nach-fatwa-in-lebensgefahr-tod-dem-ketzer-1.1357439">Tod dem Ketzer</a>&#8221; brachte die <em>Süddeutsche Zeitung</em> heute einen Artikel, in dem es um den Kölner Musiker Sharin Najafi ging. <span id="more-8528"></span>Seine Auseinandersetzung mit dem Iran und dem Islam haben dazu geführt, dass mittlerweile zwei Ayatholla ihn mittels eines Rechtsgutachten (Fatwa) quasi für vogelfrei erklärt haben, wie die <em>SZ</em> schreibt.</p>
<p>Künstler, die auf Grund ihrer Arbeit und Haltung entrechtet werden. Die direkt oder indirekt von Verfolgung oder sogar Tod bedroht sind &#8211; so was ist schlimm, ganz schlimm. Man könnte das, vorurteilsbehaftet wie wir sind, in die Schublade &#8220;Islam&#8221; packen und den Vorfall zu den Akten legen. Damit ist Sharin Najafi nicht geholfen. Das ist das eine. Das Andere ist die erschreckende Parallel zu einer weiteren Meldung in der Presse.</p>
<p>Autoren und anderen Künstler haben den Aufruf &#8220;<a href="http://wir-sind-die-urheber.de/">Wir sind Urheber</a>&#8221; unterzeichnet. Unabhängig davon, wie man vielleicht selber zum Thema steht, ist das ihr gutes Recht. Wie leben in einer Demokratie und hierzulande gilt das Recht der freien Meinungsäußerungen &#8211; zudem haben die Unterzeichner recht, was aber erstmal nichts zur Sache tut.</p>
<p>Ganz und gar nicht im Recht befinden sich dagegen diejenigen, die unter dem Deckmantel der Anonymität private Daten der Unterzeichner veröffentlicht haben. So was ist völlig inakzeptable und sollte auf jeden Fall strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Es kann und darf nicht sein, dass auf diese Weise ganz bewusst auf Einschüchterung gesetzt und ein Klima der Angst geschaffen wird. Das hat mit einer sachlichen Diskussion nichts mehr zu tun. Dieses an den Pranger stellen hat für mich die gleiche Qualität wie die Verfassung der einleitend erwähnten Fatwa.</p>
<p>Wenn wir schon so weit gekommen sind, bleibt eigentlich nur eins. Als Blogger, Autor und Mensch, der sich seit über 15 Jahren im Internet tummelt, bekenne ich mich ganz klar dazu: Auch ich bin Urheber.</p>
<hr /><small>Dieser Feed ist nur für den persönlichen und nicht-kommerziellen Gebrauch bestimmt und unterliegt dem  Urheberrecht.</small><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/wildbits/~4/Jke6ScLiMoE" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Wahltraum</title>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 08:01:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tboley</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahl 2012]]></category>
		<category><![CDATA[NRW]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute Nacht hatte ich einen seltsamen Traum. Ein Einkauf im Supermarkt. An der Kasse saß zu meiner Überraschung Hannelore Kraft. Während sie die Waren über den Scanner zog, unterhielt ich mich mit ihr. Sie würde stundenweise im Supermarkt aushelfen, um den Menschen nah zu sein, für die sie verantwortlich ist als Ministerpräsidentin. Dieser Traum scheint [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Heute Nacht hatte ich einen seltsamen Traum. Ein Einkauf im Supermarkt. An der Kasse saß zu meiner Überraschung Hannelore Kraft. Während sie die Waren über den Scanner zog, unterhielt ich mich mit ihr.<span id="more-8523"></span> Sie würde stundenweise im Supermarkt aushelfen, um den Menschen nah zu sein, für die sie verantwortlich ist als Ministerpräsidentin. </p>
<p>Dieser Traum scheint mit symptomatisch für die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen und das Wahlergebnis zu sein. </p>
<h5>Vorläufiges amtliches Endergebnis</h5>
<ul>
<li>SPD 39,1% (+4,6)</li>
<li>CDU 26,3% (-8,3)</li>
<li>Grüne 11,3% (-0,8)</li>
<li>FDP 8,6% (+1,9)</li>
<li>Linke 2,5% (-3,1)</li>
<li>Piraten 7,8% (+6,2)</li>
</ul>
<p>Die SPD in NRW hat nicht etwa gewonnen, weil sie unbedingt das bessere Wahlprogramm hatte, sondern hauptsächlich wegen Hannelore Kraft, die zusammen mit Silvia Löhrmann von den Grünen in den letzten zwei Jahren hervorragende Arbeit geleistet hat. Der Wahlkampf der SPD war überwiegend ein personeller Wahlkampf, zugeschnitten auf Kraft, die ihre Rolle als fürsorgende &#8220;Landesmutter&#8221;, mustergültig ausfüllte. Die Menschen im Land hat das überzeugt. Dagegen konnte Norbert Röttgen, der kühl kalkulierende Bundesumweltminister, nicht punkten. Nicht nur, weil er sich die Option für eine Rückkehr nach Berlin offen gehalten hat, nie aus vollem Herzen ja zu NRW gesagt hat. Sondern auch, weil er einsparen wollte, ohne konkret sagen zu können, an welcher Stelle. Seine Ideenlosigkeit, die zuletzt sogar in Mutlosigkeit umgeschlagen war, konnte man ihm deutlich anmerken. Im Ergebnis hat er es mit 16 Prozent der Erststimmen nicht mal geschafft, seinen eigenen Wahlkreis zu holen.</p>
<p>Vom Bundesvorstand der SPD wurde recht schnell nach Schließung der Wahllokale und Bekanntgabe der ersten Prognosen Hannelore Kraft als mögliche Kanzlerkandidatin der SPD für die Bundestagswahl 2013 ins Spiel gebracht. Kraft selber lehnt dies ab, weil sie sich den Menschen in Nordrhein-Westfalen verpflichtet fühlt. Das ist ehrlich und sie wird das auch genau so meinen. Allerdings ist sie tatsächlich die beste Karte im Spiel. Betrachtet man das derzeitige Trio aus möglichen Kandidaten in der SPD, so besteht es mit Gabriel, Steinmeier und Steinbrück ausschließlich aus Wahlverlierer. Zudem würde es keiner der drei genannten schaffen, die breite Bevölkerung für sich zu gewinnen. Jeder für sich hat klare Stärken, spricht aber nur einen Teil der Wählerinnen und Wähler an. Kraft hätte als einzige die Chance, die notwendige Stimmen auf sich zu vereinen. Sie wäre eine hervorragendes Gegenkandidatin zur derzeitigen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Das Problem der SPD ist eine Merkel, die in weiten Teile viel zu sozialdemokratisch rüber kommt. Auch wenn es der CDU nicht gefällt, ist es es doch genau die Gewinnoption für 2013. Mit Kraft als Kanzlerkandidatin würde Merkel ernsthafte Schwierigkeiten bekommen und letztendlich die Wahl verlieren. Die Menschen bevorzugen im Zweifelsfall das Original &#8211; und das heisst Hannelore Kraft, die nicht nur authentisch, sondern wirklich sozialdemokratisch ist.</p>
<p>Von den Optionen in der Bundespolitik wieder zurück in die Landespolitik, genauer gesagt nach Köln. Die SPD hier ist in den Wahlkampf gezogen mit dem Spruch &#8220;Sieben für Köln&#8221; und dem erklärten Ziel, alle sieben Direktmandate im Wahlkreis zu holen. Das ist ihr zum großen Entsetzen der CDU gelungen. Ein Stück weit lag das wohl auch an der CDU in Köln selber, die es mit internen Querelen geschafft hat, sich selbst zu entleiben. Der Wahlkreis Köln I von Andrea Verpoorten (CDU) ging wieder zurück an Ingrid Hack (SPD).</p>
<p>Überrascht hat viele auch das gute Abschneiden der FDP. Von prognostizierten zwei Prozent am Anfang des Jahres haben sie es auf 8,6 Prozent geschafft. Auch hier war es wohl vor allem eine Person, der die Liberalen das Ergebnis zu verdanken haben: Christian Lindner. Von ihm und Phillip Rösler habe ich auch geträumt. Sie standen im Wahlstudio des WDR zusammen mit einem von den Jungliberalen, vor sich ein volles Glas Sambuca. Während Linder sich zum gehen wandte, erklärte Rösler dem Nachwuchsliberalen, wie man Sambuca richtig trinkt. Dazu müsse der Alkohol entzündet werden. Rösler zog ein rotes SPD-Feuerzeug hervor und entzündete den Sambuca im Glas. Keine Ahnung, was sich mein Gehirn da ausgedacht hat. Mit Sicherheit aber dürfte nicht Lindner, sondern Rösler derjenige sein, der jetzt gehen wird.</p>
<hr /><small>Dieser Feed ist nur für den persönlichen und nicht-kommerziellen Gebrauch bestimmt und unterliegt dem  Urheberrecht.</small><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/wildbits/~4/uRNavbRTXmg" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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		<title>Hochrechnung 21:45</title>
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		<pubDate>Sun, 13 May 2012 20:11:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tboley</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zumindest für mich neigt sich ein spannender (Wahl-)abend dem Ende entgegen. Morgen früh heisst es wieder um 5:30 Uhr aufstehen &#8211; mit dem guten Gefühl einer stabilen Mehrheit in Nordrhein-Westfalen. SPD 39% CDU 26,3% Grüne 11,4% FDP 8,5% Piraten 7,8% Linke 2,5% Quell: tagesschau.de Dieser Feed ist nur für den persönlichen und nicht-kommerziellen Gebrauch bestimmt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Zumindest für mich neigt sich ein spannender (Wahl-)abend dem Ende entgegen. Morgen früh heisst es wieder um 5:30 Uhr aufstehen &#8211; mit dem guten Gefühl einer stabilen Mehrheit in Nordrhein-Westfalen.<span id="more-8520"></span></p>
<ul>
<li>SPD 39%</li>
<li>CDU 26,3%</li>
<li>Grüne 11,4%
</li>
<li>FDP 8,5%</li>
<li>Piraten 7,8%</li>
<li>Linke 2,5%</li>
</ul>
<p><small>Quell: tagesschau.de</small></p>
<hr /><small>Dieser Feed ist nur für den persönlichen und nicht-kommerziellen Gebrauch bestimmt und unterliegt dem  Urheberrecht.</small><img src="http://feeds.feedburner.com/~r/wildbits/~4/EEcUqYm83_M" height="1" width="1"/>]]></content:encoded>
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