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	<title>Pixelökonom</title>
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		<title>Die Opportunitätskosten des Fortschritts</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johannes Eber]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 May 2026 13:28:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[society]]></category>
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					<description><![CDATA[250 Jahre Industrielle Revolution haben uns unendlichen Fortschritt gebracht. Nur eines scheint immer knapper zu werden: Zeit. Vieles ist bequemer geworden. Aber weniger arbeiten tun die Wenigsten. Jeder Arbeitstag ist proppenvoll. Schert man die Studien zu diesem Thema über einen Kamm, lässt sich vereinfachend sagen, dass zu hohe Arbeitsbelastung ein globales Massenphänomen ist, das fast &#8230; <a href="https://pixeloekonom.wordpress.com/2026/05/26/die-opportunitatskosten-des-fortschritts/" class="more-link">Continue reading <span class="screen-reader-text">Die Opportunitätskosten des&#160;Fortschritts</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">250 Jahre Industrielle Revolution haben uns unendlichen Fortschritt gebracht. Nur eines scheint immer knapper zu werden: Zeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vieles ist bequemer geworden. Aber weniger arbeiten tun die Wenigsten. Jeder Arbeitstag ist proppenvoll. Schert man die Studien zu diesem Thema über einen Kamm, lässt sich vereinfachend sagen, dass zu hohe Arbeitsbelastung ein globales Massenphänomen ist, das fast jeden zweiten Beschäftigten betrifft. Und nach der Arbeit wird die Waschmaschine angeschmissen, die Steuererklärung gemacht und einkaufen gegangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie ist das möglich? Hätte uns der Fortschritt nicht nur reicher, sondern auch deutlich entspannter und mit weniger Arbeit versehen sollen? Warum ist es nicht so gekommen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Verhaltensökonomik bietet eine Erklärung an. Der Name dafür lautet: opportunity cost neglect.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Begriff beschreibt die kognitive Tendenz von Menschen, bei Entscheidungen die entgangenen Alternativen (= Opportunitätskosten) zu ignorieren oder zu unterschätzen.&nbsp;Vor allem übersehen wir jene Opportunitätskosten, die in Form von Zeit statt von Geld anfallen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir merken, dass wir Geld sparen, wenn wir keine Steuerberaterin beauftragen, stattdessen die Steuererklärung an mehreren Abenden am heimischen Wohnzimmertisch mit Software selbst erstellen. Wir wechseln täglich die Kleidung und stopfen sie in die Waschmaschine (Kleidung, die später aufgehängt, abgehängt und im Schrank verstaut werden muss). Wir scrollen durch unendlich viele Urlaubsangebote. Wir sparen Geld. Und geben Zeit. Zeit, die uns woanders fehlt. Für Familie. Hobby. Ruhe.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und jetzt &#8220;hilft&#8221; uns auch noch künstliche Intelligenz.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schritt in der Geschichte des technischen Fortschritts, der uns Arbeit machen wird, die früher andere erledigten. Der uns weiter von dem nimmt, was am limitiertesten in unserem Leben ist: Zeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ökonom <a href="https://www.linkedin.com/#">Carl Benedikt Frey</a> schrieb jüngst in der <a href="https://www.nytimes.com/2026/05/11/opinion/ai-jobs-chores-work.html?searchResultPosition=1">The New York Times</a>:&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8220;We have been told that A.I. will take people’s jobs. What no one mentions is that many of those jobs are landing on us. The A.I. revolution involves a huge transfer of labor — not from worker to machine but from worker to consumer.&#8221;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Künstliche Intelligenz als Jobverlagerer. Warum gibt es wenig Widerstand? Auch weil die Opportunitätskosten der Arbeitsverlagerung zunächst kaum ins Gewicht fallen. Jeder einzelne Schritt ist ein kleiner. Wenn wir beim Einkaufen an der Kasse die Waren selbst scannen. Wenn wir uns statt der Beratung durch eine Rechtsanwältin selbst mittels ChatGPT über einen möglichen Rechtsstreit schlau machen. Wenn wir uns unsere Nachrichten individuell zusammenstellen (oder das zumindest meinen), indem wir auf Social Media unterschiedlichen Anbietern folgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir können heute nicht nur viel selbst entscheiden, sondern vor allem viel selbst machen. Das klingt nach Selbstermächtigung. Wenn wir nicht lernen abzugeben, loszulassen und im Weniger das Mehr zu sehen, folgt auf Ermächtigung Ermattung.&nbsp;</p>
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		<title>Wie schmeckt italienisches Wasser? Nun, nach Wasser #dailyEconomics</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johannes Eber]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 May 2026 14:18:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[economics]]></category>
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					<description><![CDATA[Kaum ein italienisches Restaurant in Deutschland, das nicht S. Pellegrino serviert. Warum ein italienisches Produkt (S.Pellegrino ist ein Mineralwasser aus der Provinz Bergamo), das am allerwenigsten von allen Lebensmitteln nach Italien schmeckt? Tomaten aus Italien vielleicht. Salsiccia, ok. Parmigiano Reggiano, gerne. Aber Wasser aus Italien? Warum? Die naheliegende Antwort: weil es die Kundschaft will. Weil man &#8230; <a href="https://pixeloekonom.wordpress.com/2026/05/24/wie-schmeckt-italienisches-wasser-nun-nach-wasser-dailyeconomics/" class="more-link">Continue reading <span class="screen-reader-text">Wie schmeckt italienisches Wasser? Nun, nach Wasser&#160;#dailyEconomics</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
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<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/05/img_1133.jpg"><img width="768" height="1024" data-attachment-id="18063" data-permalink="https://pixeloekonom.wordpress.com/2026/05/24/wie-schmeckt-italienisches-wasser-nun-nach-wasser-dailyeconomics/img_1133/" data-orig-file="https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/05/img_1133.jpg" data-orig-size="2273,3031" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;2.4&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;iPod touch&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1779634798&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;3.3&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;25&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.0062111801242236&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;,&quot;alt&quot;:&quot;&quot;,&quot;latitude&quot;:&quot;52.542055555556&quot;,&quot;longitude&quot;:&quot;13.420530555556&quot;}" data-image-title="IMG_1133" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/05/img_1133.jpg?w=768" src="https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/05/img_1133.jpg?w=768" alt="" class="wp-image-18063" srcset="https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/05/img_1133.jpg?w=768 768w, https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/05/img_1133.jpg?w=1536 1536w, https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/05/img_1133.jpg?w=112 112w, https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/05/img_1133.jpg?w=225 225w, https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/05/img_1133.jpg?w=1440 1440w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Kaum ein italienisches Restaurant in Deutschland, das nicht S. Pellegrino serviert.<br /><br />Warum ein italienisches Produkt (S.Pellegrino ist ein Mineralwasser aus der Provinz Bergamo), das am allerwenigsten von allen Lebensmitteln nach Italien schmeckt? Tomaten aus Italien vielleicht. Salsiccia, ok. Parmigiano Reggiano, gerne. Aber Wasser aus Italien? Warum?<br /><br />Die naheliegende Antwort: weil es die Kundschaft will.<br /><br />Weil man das Etikett aus dem Italienurlaub kennt. Weil man ein Stück Italien nach Hause holen möchte. Weil man denkt, dass dann auch das Essen italienisch schmecken würde.<br /><br />Das ist natürlich kulinarischer Blödsinn. Rational betrachtet. Aber bekanntlich ist der Mensch nur in der ökonomischen Theorie ausschließlich rational (und seit dem Aufkommen der Verhaltensökonomik auch da nicht mehr).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das S.Pellegrino-Wasser hat es jedenfalls zum Monopolprodukt geschafft. Ein Produkt, das so austauschbar ist wie kein zweites. Vielleicht eine der größten Marketing-Leistungen ever.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/05/img_0629-2.jpg"><img width="768" height="1024" data-attachment-id="18062" data-permalink="https://pixeloekonom.wordpress.com/2026/05/24/wie-schmeckt-italienisches-wasser-nun-nach-wasser-dailyeconomics/img_0629-2/" data-orig-file="https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/05/img_0629-2.jpg" data-orig-size="1473,1965" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;,&quot;alt&quot;:&quot;&quot;}" data-image-title="IMG_0629" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/05/img_0629-2.jpg?w=768" src="https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/05/img_0629-2.jpg?w=768" alt="" class="wp-image-18062" srcset="https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/05/img_0629-2.jpg?w=768 768w, https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/05/img_0629-2.jpg?w=112 112w, https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/05/img_0629-2.jpg?w=225 225w, https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/05/img_0629-2.jpg?w=1440 1440w, https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/05/img_0629-2.jpg 1473w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><br /><br />Womit wir beim Thema wären. Marketing. Denn auf dem Rückseitenetikett wirbt das Unternehmen aktuell mit einem Thema, über das ich schon länger denke, dass es dem Unternehmen den Erfolg kosten könnte.<br /><br />Denn in Zeiten wachsenden Umweltbewusstseins (stimmt der Anfang dieses Satzes eigentlich noch?) wirkt es wie ein Anachronismus, dass wir unser Trinkwasser über die Alpen transportieren lassen. Trinkwasser, das es in gleicher Güte und gleichem Geschmack vor unserer Haustüre gibt.<br /><br />Man kann sich kaum ein schrägeres Umweltverhalten vorstellen, kann man?<br /><br />S.Pellegrino wirbt jedenfalls auf ihren Flaschen damit, dass 80 Prozent ihres Wassers per Zug transportiert werden. Dass man das den Trinkenden mitteilen muss, scheint mir ein Indiz dafür, dass das Unternehmen ein Imageproblem hat. Nein, es hat ein Problem. Zurecht, wie ich finde. Und ich denke ernsthaft darüber nach, meine (überschaubare, aber wenn viele mitmachen wirksame) Konsumentensouveränität in die Waagschale zu werfen und um jene italienische Restaurants in Zukunft einen Bogen zu machen, die Wasser ausschenken, das 1000 Kilometer Transportweg hinter sich hat.</p>
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		<title>Warum mein erstes Smartphone das beste war – Oder: Wie das Handy (wieder) glücklich macht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johannes Eber]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Apr 2026 08:39:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Happy Economy]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn ich mir in Erinnerung rufen will, wie glücklich ein Smartphone machen kann, denke ich an das Jahr 2004. Damals kaufte ich mir ein P800 von Sony Ericsson. Von einem Tag auf den anderen vergaß ich kaum noch, weil es einen Todo-Manager gab, mit dem Einlegen einer externen Speicherkarte hatte ich die vollständige Textversion von &#8230; <a href="https://pixeloekonom.wordpress.com/2026/04/18/warum-mein-erstes-smartphone-das-beste-war-oder-wie-das-handy-wieder-glucklich-macht/" class="more-link">Continue reading <span class="screen-reader-text">Warum mein erstes Smartphone das beste war – Oder: Wie das Handy (wieder) glücklich&#160;macht</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
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<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/04/screenshot-2026-04-17-at-15.14.33.png"><img width="1024" height="702" data-attachment-id="18054" data-permalink="https://pixeloekonom.wordpress.com/2026/04/18/warum-mein-erstes-smartphone-das-beste-war-oder-wie-das-handy-wieder-glucklich-macht/screenshot-2026-04-17-at-15-14-33/" data-orig-file="https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/04/screenshot-2026-04-17-at-15.14.33.png" data-orig-size="1970,1352" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;,&quot;alt&quot;:&quot;&quot;}" data-image-title="Screenshot 2026-04-17 at 15.14.33" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/04/screenshot-2026-04-17-at-15.14.33.png?w=1024" src="https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/04/screenshot-2026-04-17-at-15.14.33.png?w=1024" alt="" class="wp-image-18054" srcset="https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/04/screenshot-2026-04-17-at-15.14.33.png?w=1024 1024w, https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/04/screenshot-2026-04-17-at-15.14.33.png?w=150 150w, https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/04/screenshot-2026-04-17-at-15.14.33.png?w=300 300w, https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/04/screenshot-2026-04-17-at-15.14.33.png?w=768 768w, https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/04/screenshot-2026-04-17-at-15.14.33.png?w=1440 1440w, https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2026/04/screenshot-2026-04-17-at-15.14.33.png 1970w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ich mir in Erinnerung rufen will, wie glücklich ein Smartphone machen kann, denke ich an das Jahr 2004. Damals kaufte ich mir ein <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Sony_Ericsson_P800">P800 von Sony Ericsson</a>. Von einem Tag auf den anderen vergaß ich kaum noch, weil es einen Todo-Manager gab, mit dem Einlegen einer externen Speicherkarte hatte ich die vollständige Textversion von Wikipedia auf meinem Handy, und ein englischsprachiges Wörterbuch gab es ebenfalls. Und nachdem ich mir eine externe, minimalistische Klapptastatur gekauft hatte, fuhr ich zu Terminen (ich arbeitete damals als Wirtschaftsredakteur bei einer Regionalzeitung), schrieb danach einen Text in einem Café, schickte ihn an die Redaktion und ging daraufhin lecker essen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Kind hatte ich die <a href="https://www.egmont-shop.de/comics/lustiges-taschenbuch/">Lustigen Taschenbücher</a> verschlungen. Am liebsten waren mir die Geschichten von Donald Duck und seinen drei Neffen Tick, Trick und Track. &nbsp;Die besaßen das sogenannte Schlaue Buch. Darin standen Antworten auf fast alles. Von Naturkunde über Technik bis hin zu absurden Spezialfällen. Das Schlaue Buch hatte in jeder schwierigen Situation eine Lösung, zumindest einen Ratschlag. Plötzlich trug ich ein solches Buch in meiner Hosentasche mit. Nur noch kleiner. Und noch besser. Was habe ich mein P800 geliebt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann kam das iPhone – und die digitale Welt wurde noch vielfältiger. Jetzt konnte man im mobilen Browser alles nachschlagen, sich die Welt auf Karten ansehen und zielgerichtet dorthin gelangen, wohin man wollte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Man konnte irgendwie alles.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wahrscheinlich hat damit das Unglück angefangen. Dass alles möglich war. Und dieses Alles wurde immer mehr. Ich weiß nicht mehr, wann aus dem Glücksgefühl, ein Smartphone in der Tasche zu haben, eine Belastung wurde. Wahrscheinlich gibt es diesen einen Moment nicht, keinen Kipppunkt. Nichts, woran man festmachen kann, dass ein Tool mehr Last als Unterstützung geworden ist. Ich kann nur sagen, dass sich das iPhone in der Hosentasche zunehmend so anfühlte, zunehmend in den letzten Jahren so angefühlt hat. Als etwas, was ich loswerden will. Das stört. Das mich beengt. Beeinflusst. Mich in meiner Freiheit beschränkt. Meine Selbstbestimmtheit reduziert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Warum das so ist, ist mittlerweile gut erforscht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Smartphone ist ein Geschäftsmodell nicht nur für die Hersteller der Geräte. Viele Unternehmen leben davon, dass wir das Gerät so viel wie möglich nutzen. Dass wir so viel Musik wie möglich hören. So viele Videos wie möglich schauen. Durch so viele Posts wie möglich scrollen. In so vielen Chats wie möglich sprechen und schreiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Unternehmen wissen, wie sie Menschen dazu bringen. Durch Flatrates. Durch &nbsp;Bestätigung des Egos. Durch Verbreitung von Unterhaltung und Sorge. Durch Nachverfolgung und erneutes Ausspielen der Variation dessen, was einem am Tag zuvor in der App gehalten hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Folgen sind bekannt: Wir bingen, haben ständig Kopfhörer auf und schreiben und sprechen Nachrichten an Bekannte und Unbekannte. Stets sind App und Handy in Betrieb.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie viel Zeit verbringen Sie täglich damit, Dialoge mit Menschen zu führen, denen Sie gar nicht begegnen? Und noch wichtiger: Wie viel Zeit verbrauchen Sie, um sich Gedanken zu machen, was Sie schreiben und sprechen möchten, und wie viel Zeit damit, die Nachrichten, die Sie empfangen, zu interpretieren? &nbsp;Wie oft ärger Sie sich über Antworten von Familienmitgliedern, Freund:innen und Kolleg:innen? Wie viel Aufregung, Nerven und Gedankenzeit kostet es Sie, in solchen virtuellen Gesprächen zu sein? Und was ist der Trade-off dieses Aufwandes? Was könnten Sie stattdessen tun? Den Kopf heben, das Essen vor Ihnen schmecken, ein Buch lesen – und auch verstehen, weil kein Ping-Geräusch den Gedankengang unterbricht. Eine reale Begegnung und ein reales Gespräch haben. Einen Menschen kennenlernen. Mit Haut und Haaren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Stattdessen sitzen wir im Auto, im Bus und in der U-Bahn und starren auf Bildschirme. Dabei &nbsp;sieht es nur so &nbsp;aus, als hätten wir das Handy in der Hand. Es ist längst umgekehrt. Schlaue Köpfe in großen und kleinen Firmen &nbsp;haben es geschafft, dass beim Einstieg in die Tram 9 von 10 Fahrgästen (meine empirische Beobachtung und Zählung) wie von Geisterhand das Handy aus der Hosentasche ziehen, während sie sich setzen. Dann wird über Nachrichtenseiten gescrollt (nicht so oft), durch Insta gescrollt (sehr oft) oder in Whatsapp geschrieben (ebenso oft).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nichts davon ist per se schlecht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schlecht ist, dass wir in einer Welt versinken, die in Wahrheit nur auf einem Bildschirm angezeigt wird. Dass wir uns Gedanken machen, wie der Kollege wohl die Bemerkung über den eigenen Text gemeint haben könnte. Warum bei der Freundin das neue Kleid so viel besser aussieht wie an einem selbst. Wir uns aufregen über den x-ten bescheuerten Tweet von Donald Trump.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe neulich auf einer Zugfahrt von Hamburg nach Berlin beobachtet, wie ein junger Mann, schräg vor mir sitzend, die gesamte Fahrt über durch Insta gescrollt hat. Ich habe überschlagen: In der rund 2 1/2-stündigen Fahrt hat er rund 4000 Posts angeschaut. Sein Gehirn hat 4000 Informationen aufgenommen, offensichtlich ohne so erkennbar zu rebellieren, dass er das Handy weglegen musste. Weil Sucht mächtig ist. Aber Sucht hat auch einen hohen Preis. Der junge Mann hätte, ankommend in Berlin, erholt aus dem gepolsterten blauen Sitz aufstehen und entspannt aus dem Zug steigen können. Stattdessen rieb er sich beim Aufstehen heftig die Augen und schaute, als wäre er Soldat und am Bahnsteig würde die Front beginnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was können wir tun? Wir können zurück zur Smartphone-Euphorie der ersten Jahre. Als die Geräte vor allem das waren: Hilfsmittel. Als wir zum Smartphone griffen, weil wir was Konkretes von ihm wollten. Und nicht so wie heute, wo alle schon bei einer roten Fußgängerampel ihr Smartphone ziehen. Als gäbe es eine App, mit der man die Ampel auf Grün stellen könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir nehmen heute das Smartphone in die Hand, ohne zu wissen, warum eigentlich. Ist normal, denken wir. Dabei sind wir Abhängige werden. Nur dass die Drogen nicht illegal in Containerschiffen ins Land kommen, sondern über Datenkabel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch einmal: Was können wir tun? Nein, was MÜSSEN wir tun? Wir müssen all jene Apps von unseren Smartphones löschen, die uns in den Strudel immer mehr und immer tiefer hineinzuziehen drohen. Bei denen das nächste Versprechen nur eine minimale Bewegung unseres rechten Daumens entfernt ist. Bei denen wir ständig über die Worte von Menschen nachdenken, die gar nicht vor uns stehen, deren Worte aber im Minutentakt auf unseren Bildschirmen aufpoppen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir müssen stattdessen das echte Leben wieder zur Referenz für das digitale machen. Das heißt, dass wir unser Digitalgerät nur dann aus der Hosentasche ziehen, wenn im realen Leben Bedarf besteht. Um an der Kasse zu bezahlen, um bei der Diskussion mit Freunden den Faktencheck zu machen, um ein schönes Café in der Umgebung zu finden. Kommen wir zurück ins wahre Leben. Nicht indem wir das Handy wegwerfen, sondern indem wir mit Hilfe des Smartphones unser echtes Leben reicher, entspannter und erfüllender machen, als es der stetige Blick auf eine Glasscheibe je sein kann. Das Smartphone als Ermöglicher des realen Erlebens. Nicht als dessen Ersatz.</p>
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		<title>Warum Putin und Co. ein starkes Europa fürchten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johannes Eber]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Apr 2026 07:12:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[politics]]></category>
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					<description><![CDATA[Man stelle sich vor, Europa wäre bei der Verteidigung vereint. Die Europäische Union hat eine ähnliche Wirtschaftsleistung wie die USA. Und sie gibt für Verteidigung 60 Prozent der US-Militärausgaben aus. Hätte Europa eine gemeinsame Verteidigung, wäre der Kontinent de facto nach China und den USA militärisch die Nummer drei und potenziell, ob aktuell steigender Militärausgaben, &#8230; <a href="https://pixeloekonom.wordpress.com/2026/04/14/warum-putin-und-co-ein-starkes-europa-furchten/" class="more-link">Continue reading <span class="screen-reader-text">Warum Putin und Co. ein starkes Europa&#160;fürchten</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Man stelle sich vor, Europa wäre bei der Verteidigung vereint.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Union hat eine ähnliche Wirtschaftsleistung wie die USA. Und sie gibt für Verteidigung 60 Prozent der US-Militärausgaben aus. Hätte Europa eine gemeinsame Verteidigung, wäre der Kontinent de facto nach China und den USA militärisch die Nummer drei und potenziell, ob aktuell steigender Militärausgaben, militärische Weltmacht, auf Augenhöhe mit den USA und China.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tatsächlich ist Europa militärisch ein Zwerg. Aus einem einzigen Grund: weil jedes EU-Land sein eigenes Militär hat. Seine eigene Beschaffung. Seine eigenen Systeme. Seine eigenen Präferenzen für die heimische Industrie. Abschottung an allen Ecken. Vom gemeinsamen Binnenmarkt und seinen daraus resultierenden Vorteilen keine Spur. In der Folge wird militärisches Gerät in kleinen Stückzahlen produziert. Zu immensen Kosten. In der Folge ist Zusammenarbeit zwischen befreundeten demokratischen Armeen komplex bis unmöglich. In der Folge unterbleibt, ob des fehlenden Wettbewerbs, Fortschritt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">It&#8217;s the economy, stupid – auch bei der Frage, wie sich Demokratien erfolgreich militärisch verteidigen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was es daher – und vor allem jetzt – braucht, ist ein gemeinsamer europäischer Binnenmarkt für Militärtechnik. Und eine gemeinsame Beschaffung. Auch über gemeinsame Schulden. Denn Sicherheit ist – ökonomisch gesprochen – ein europäisches öffentliches Gut. Es wird, um effizient und wirksam zu sein, auf der höchstmöglichen Ebene bereitgestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diktatoren und autoritär regierende Herrscher wie Putin und Trump fürchten die Umsetzung dieser Ökonomik. Sie versuchen deshalb, die Europäische Union zu spalten. Wollen Zusammenarbeit in Europa verhindern. Wollen verhindern, dass Europa sich selbst verteidigen kann. Weil Europa dann nicht mehr erpressbar wäre. Weil Europa sich dann nicht mehr den Wünschen jener beugen müsste, denen die Demokratie nur eines ist: Mittel zum Zweck. Dem Zweck, selbst an die Macht zu kommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nie war die Zeit günstiger, um den Schritt zu einer gemeinsamen europäischen Verteidigung zu gehen. Der (politische) Druck, sich gegen den Aggressor Putin zu wehren, ist enorm, die finanziellen Mittel sind in vielen Staaten begrenzt (was eine Zusammenarbeit erstrebenswerter macht), und das Momentum mit der Abwahl Orbáns in Ungarn ist vorhanden. Und ob des schnellen technologischen Fortschritts auch in der Militärtechnik lässt sich mit Investitionen heute relativ schnell eine schlagkräftige Armee aufbauen, eine Armee, die der etablierten Technik vorhandener Armeen gleichwertig oder überlegen ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor nichts muss sich ein expansionistisches Russland mehr fürchten als vor einer gemeinsamen europäischen Verteidigung. Sorgen wir dafür, dass diese Furcht Wirklichkeit wird. Damit wir in Frieden leben können.</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Wie kann Deutschland zur Fortschrittsgesellschaft werden?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johannes Eber]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Dec 2025 08:50:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[economics]]></category>
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					<description><![CDATA[Das ist mindestens schwer, solange Parteien mit der ältesten Wählerschaft die Politik bestimmen. Und es wird nicht leichter, wenn bei Reformvorhaben in erster Linie die Interessen von Verbänden berücksichtigt werden. Verbände bündeln bekanntlich die Interessen ihrer Mitglieder. Die sind meist gesellschaftlich etabliert. Weil es oft Zeit, Macht und Geld braucht, um sich zu organisieren. Keiner &#8230; <a href="https://pixeloekonom.wordpress.com/2025/12/16/wie-kann-deutschland-zur-fortschrittsgesellschaft-werden/" class="more-link">Continue reading <span class="screen-reader-text">Wie kann Deutschland zur Fortschrittsgesellschaft werden?</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Das ist mindestens schwer, solange Parteien mit der ältesten Wählerschaft die Politik bestimmen. Und es wird nicht leichter, wenn bei Reformvorhaben in erster Linie die Interessen von Verbänden berücksichtigt werden. Verbände bündeln bekanntlich die Interessen ihrer Mitglieder. Die sind meist gesellschaftlich etabliert. Weil es oft Zeit, Macht und Geld braucht, um sich zu organisieren. Keiner bündelt wirkmächtiger Interessen als etablierte Unternehmen. Die wollen aber in erster Linie, dass die Dinge bleiben wie sie sind. Dass etablierte Unternehmen etabliert bleiben. Es ist kein Zufall, dass die Familienunternehmer eine stockkonservative Organisation ist. Mitglied werden kann nur, wer einen Umsatz von mindestens einer Million Euro erwirtschaftet. Bei den Familienunternehmern sammeln sich Macht und Geld. Die Veränderung ist ihr Feind. Mindestens jene Veränderung, die ihnen ihre Stellung im Markt kosten könnte.<br />Wohlstand entsteht aber aus Veränderung. Das Bessere als Feind des Guten. Die schöpferische Zerstörung als Basis für eine unbekannte Zukunft, die nur dadurch, dass sie unbekannt ist, mutmaßlich gut wird. Ein Paradox. Aber nur scheinbar. Denn wer die (bekannte) Gegenwart in die Zukunft überführen wird, wird eine schlechtere Zukunft haben, als es die Gegenwart ist.<br /><br />Wir wollen die Auto- und Chemieindustrie durch Erhalt-Politik retten, finanzieren weiterhin unsere Sozialversicherung über den Produktionsfaktor Arbeit, und wir bilden noch immer unsere Kinder in einem staatlichen Bildungsmonopol aus.<br /><br />Dabei geht es um so viel. Um mehr als Wohlstand.<br /><br />Denn Strukturkonservatismus bewahrt am Ende nicht. Er zerstört. Eine Technologie bewahren zu wollen, weil angenommen wird, dass darauf der Wohlstand des Landes beruhe, vernichtet Wohlstand. Weil man auf einem globalen Markt die Menschen nicht zwingen kann, eine Technologie zu kaufen, wenn sie einer anderen unterlegen ist. Oder Migration. Wir werden ohne eine Willkommenskultur nicht jene Menschen ins Land bekommen, die eine prosperierende Gesellschaft braucht, vor allem dann, wenn sie stark altert.<br /><br />Im Moment dominiert jedoch strukturkonservative Politik. Und weil eine solche Politik keinen neuen Wohlstand schafft, gibt sie jenen Kräften Auftrieb, die versprechen, dass alles wieder so wird, wie es früher war. Das ist der entscheidende Denkfehler der Strukturkonservativen: Sie argumentieren, jenen Menschen eine Heimat zu geben, die sonst Extremisten ihre Stimme geben würden; tatsächlich treiben die Folgen ihrer Politik die Menschen in die Arme von Extremisten.<br /><br />Wer dagegen die Erzählung fördert, dass im offenen Wettbewerb um Ideen und Köpfe unsere gemeinsame Zukunft liegt, trägt entscheidend dazu bei, dass den Feinden der Demokratie die Wählerschaft ausgeht.</p>
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		<title>Warum wir am Wohlstand leiden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johannes Eber]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Dec 2025 20:01:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[society]]></category>
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					<description><![CDATA[Warum sind Menschen in Wohlstandsgesellschaften oft nicht glücklicher als in weniger wohlhabenden Gesellschaften? Die Grundlagenökonomik hat eine Erklärung. Die beschäftigt sich bekanntlich mit relativen Knappheiten. Akteure setzen ihre verfügbaren Mittel so ein, dass sie ihren Nutzen maximieren. Der Homo oeconomicus eben. Auch aus der Ökonomik: Aus der zweitbesten Alternative, also jener, die man nicht wählt, &#8230; <a href="https://pixeloekonom.wordpress.com/2025/12/08/warum-wir-am-wohlstand-leiden/" class="more-link">Continue reading <span class="screen-reader-text">Warum wir am Wohlstand&#160;leiden</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Warum sind Menschen in Wohlstandsgesellschaften oft nicht glücklicher als in weniger wohlhabenden Gesellschaften?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grundlagenökonomik hat eine Erklärung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die beschäftigt sich bekanntlich mit relativen Knappheiten. Akteure setzen ihre verfügbaren Mittel so ein, dass sie ihren Nutzen maximieren. Der Homo oeconomicus eben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch aus der Ökonomik: Aus der zweitbesten Alternative, also jener, die man nicht wählt, ergeben sich die sogenannten Opportunitätskosten einer Entscheidung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Opportunitätskosten errechnen sich aus der Differenz zwischen dem Nutzen der (gewählten) besten und der (nicht gewählten) zweitbesten Alternative.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer ein neues Auto kauft, wird vielleicht keinen Winterurlaub machen können. Der eigentliche Nutzen des Autokaufs besteht folglich nicht aus dem Nutzen, den das neue Auto bringt, sondern liegt in der Differenz zum Nutzen eines Winterurlaub.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das klingt nach Ökonomik, ist aber Lebenswirklichkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir können uns eben immer nur für eine Sache entscheiden. Etwa weil finanzielle Möglichkeiten begrenzt sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wird nun eine Gesellschaft reicher, steigt nicht nur der Nutzen aus den verwirklichten Entscheidungen, sondern auch der potenzielle Nutzen aus den unverwirklichten. Karl Homann und Andreas Suchanek schreiben in &#8216;Ökonomik – Eine Einführung&#8217;:</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Überspitzt könnte man sagen, dass Knappheit in diesem Sinne, nämlich als relative Knappheit, kein Problem des Mangels, sondern des Überflusses ist.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit anderen Worten: Mit steigendem Wohlstand steigen auch die Opportunitätskosten – also alles, was wir nicht tun können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ergo: Der Wohlstandsanstieg hat eine offensichtliche Schattenseite. Wir bekommen zwar mehr, aber noch mehr bekommen wir nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Digitalisierung tut ihr Übriges. Stets wird uns vor Augen geführt, was wir nicht haben. Paragliding in den Alpen. Die neueste Playstation. Ein Leben auf der Alm. Strahlend weiße Zähne. Wir sehen, was wir machen könnten, wenn wir (noch) mehr Geld und Zeit hätten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Letztere betrifft selbst jene Reichen, die sich vermeintlich alles leisten können. Zeitknappheit führt uns die hohen Opportunitätskosten unseres Wohlstandslebens vielleicht am eklatantesten vor Augen. Wir könnten so viel machen, wenn wir doch mehr Zeit hätten!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Haben wir aber nicht. Tage und Leben sind begrenzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was tun?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den Fokus nicht auf die Opportunitätskosten legen, sondern auf das, was wir tatsächlich umsetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer ein Auto kauft, der erfreue sich am Autofahren und denke nicht an den ausgefallenen Skiurlaub. Wer sich ein Mittagessen im Restaurant gönnt, genieße es. Wer ins Kino geht, statt sich ein Buch zu kaufen, der trauere nicht dem Buch nach – selbst wenn der Film nicht gefällt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es bringt nichts, in der Welt der Opportunitätskosten zu leben, seine Gedanken um die Frage kreisen zu lassen: Was hätte ich machen können? Wer nach dem &#8220;hätte&#8221; fragt, leidet unter der Zunahme an Möglichkeiten. Wer dagegen darauf schaut, was ist, den wird Wohlstand glücklich machen.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Wie wir in Putins Gehirn gelangen</title>
		<link>https://pixeloekonom.wordpress.com/2025/11/22/interaktion-mit-putin/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Johannes Eber]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Nov 2025 07:14:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[politics]]></category>
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					<description><![CDATA[Es gibt eine simple Erkenntnis in der Ökonomik. Nämlich dass der Mensch mit seinen Handlungen nie vollständig die Folgen dieser seiner Handlungen bestimmen kann. Nicht jedenfalls, wenn andere Menschen involviert sind. Weil eben auch andere Menschen Wünsche und Motivationen haben, daraus Handlungen entstehen und diese Handlungen immer in Abhängigkeit von den Handlungen anderer Menschen entschieden &#8230; <a href="https://pixeloekonom.wordpress.com/2025/11/22/interaktion-mit-putin/" class="more-link">Continue reading <span class="screen-reader-text">Wie wir in Putins Gehirn&#160;gelangen</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Es gibt eine simple Erkenntnis in der Ökonomik. Nämlich dass der Mensch mit seinen Handlungen nie vollständig die Folgen dieser seiner Handlungen bestimmen kann. Nicht jedenfalls, wenn andere Menschen involviert sind. Weil eben auch andere Menschen Wünsche und Motivationen haben, daraus Handlungen entstehen und diese Handlungen immer in Abhängigkeit von den Handlungen anderer Menschen entschieden und durchgeführt werden.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ich etwa mein altes iPhone zu einem möglichst hohen Preis verkaufen will, ich aber nur jemanden finde, der mir  100 Euro bezahlt, dann stehe ich vor der Wahl, das Gerät entweder für 100€ zu verkaufen oder es zu behalten. Meine Handlung findet also unter Bedingungen statt (Kaufbereitschaft der anderen) und meine Handlung (verkaufen oder nicht) beeinflusst ebenfalls andere (jemand wird dadurch eventuell ein iPhone mehr und 100 Euro weniger haben). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Individuum handelt, aber es kontrolliert alleine weder die Handlungsbedingungen noch die Handlungsfolgen, heißt es in der Ökonomik, und diese Ökonomik verwendet dafür die Denkfigur der nicht-intendierten Folgen intentionaler Handlungen. <br /> <br />Warum dieser theoretische Vorlauf?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weil diese Logik für alle Menschen gilt. Für jene mit geringer Handlungsmacht bis zu Diktatoren wie Wladimir Putin.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Womit wir beim Thema wären.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gute Politik, Regeln und Gesetze zeichnen sich dadurch aus, dass möglichst viele jener Interaktionen zwischen Akteur:innen zustande kommen, die zum Vorteil aller ist, und möglichst wenige, bei denen Menschen geschädigt werden.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nirgendwo ist die Schädigung größer als im Krieg.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit guten Regeln, Kriege zu verhindern, ist deshalb vielleicht das wichtigste aller gesellschaftlichen Ziele.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie aber lässt sich ein Krieg verhindern? Oder, wenn er bereits begonnen hat, wieder beenden? Wie etwa der in der Ukraine.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Strategie der militärischen Unterstützung des Westens für die Ukraine bestand von Beginn des Krieges an darin, so viele Waffen zu liefern, dass, dass sich das überfallene Land wehren, aber nicht so viele Waffen, dass die Ukraine gewinnen kann. Man hatte, neben der Sorge vor sehr hohen Kosten einer Gewinn-Strategie, vor allem Angst, dass ein in die Ecke gedrängter Diktator Putin zu letzten Mitteln greift. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber einer Sich-Wehren-Strategie fehlt die langfristige Perspektive. Der Krieg findet schließlich in dem Land statt, das sich wehrt. Wenn dort über Jahre und stetig Infrastruktur zerstört und Menschen getötet werden, wird auf Dauer die Widerstandskraft sinken.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt, so scheint es, hat Putin dem US-Präsidenten <a href="https://www.tagesschau.de/ausland/europa/us-plan-ukraine-100.html">einen vermeintlichen Friedensplan diktiert</a>. Ob Trump den russischen Kriegszielen folgt, weil er glaubt, damit seine Geschichte vom Friedens-Präsident weitererzählen zu können, oder ob Putin Erpressungspotenzial gegenüber Trump hat, werden wir vielleicht nie erfahren. Was wir wissen ist: Die Annahme des vermeintlichen Friedensplans wäre im Kern eine Kapitulation der Ukraine. Abtretung selbst von Gebieten, die Putins Russland nicht besetzt hat, eine deutlich reduzierte ukrainische Armee, keine Waffen, die Russland bedrohen können, kein Beitritt zur NATO &#8211; ein solcher „Friedensplan“ wäre die Einladung an Putin, bei nächster Gelegenheit die ganze Ukraine zu erobern. Und es wäre die Einladung an Putin, dort nicht Halt zu machen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn die Handlungen des Westens signalisieren Putin, dass diese nicht nur keine wirkliche Gefahr für seine Macht sind, sondern dass er trotz eines gewissen Widerstands des Westens seine Kriegsziele in der langen Frist erreichen kann.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was wir daraus lernen können?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass man einen imperialistischen Diktator nicht dadurch beeindruckt, dass man sich lediglich gegen ihn wehren kann. Man beeindruckt ihn, wenn man in der Lage ist, die Existenz des Diktators zu gefährden. Nur dann wird dieser ganz am Anfang seiner kriegerischen Überlegungen ernsthaft darüber nachdenken, ob es sich lohnen wird, einen Krieg zu beginnen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch haben wir mit unseren Handlungen die Möglichkeit, Putins Gedankengänge und damit seine Handlungen zu beeinflussen. Vor allem dadurch, dass wir eine so ausgestattete Armee haben, dass eine Krieg gegen diese Armee die Existenzs Putins gefährden würde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob es reichen wird, einen weiteren Krieg zu verhindern? </p>



<p class="wp-block-paragraph">Fest steht, die Wahrscheinlichkeit eines Krieges wird umso größer sein, je eher Putin glaubt, mit einem solchen Krieg seine eigene Macht sichern und ausweiten zu können. Umgekehrt gilt: Nur wenn der russische Diktator die Gefahr sieht, dass ein weiterer Krieg eine Gefahr für seine Macht wird, eine größere Gefahr als keinen Krieg zu führen, nur dann wird er die Finger von einem solchen Krieg lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was auch immer Putin denkt, das sind die Fakten: </p>



<p class="wp-block-paragraph">Russland rüstet aktuell in einem Tempo auf, dass es einen weiteren Krieg eher früher als später wird führen können. Adolf Hitler hatte nur sechs Jahre gebraucht, um aus einem Land fast ohne Armee, eine Streitmacht zu schaffen, die fast ganz Europa unterjochen konnte. Wir sollten besser nicht darauf wetten, dass die aktuellen Rüstungsanstrengung in Putins Russland einem anderem Ziel dienen. </p>
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	</item>
		<item>
		<title>Die Kneipe ist tot, es lebe die Kneipe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johannes Eber]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Nov 2025 10:38:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[society]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich habe mich mit einem Freund in einer Kneipe getroffen.&#160; Am Ende des Abends zahlte ich 11,40 Euro. Ich hatte ein schlechtes Gewissen und gab deshalb reichlich Trinkgeld. Einen ganzen Abend in einer Kneipe sitzen und dann so viel zahlen wie für einen Kuchen und einen Flat White in einem schicken Berliner Café – das &#8230; <a href="https://pixeloekonom.wordpress.com/2025/11/15/die-kneipe-ist-tot-es-lebe-die-kneipe/" class="more-link">Continue reading <span class="screen-reader-text">Die Kneipe ist tot, es lebe die&#160;Kneipe</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ich habe mich mit einem Freund in einer Kneipe getroffen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Ende des Abends zahlte ich 11,40 Euro. Ich hatte ein schlechtes Gewissen und gab deshalb reichlich Trinkgeld. Einen ganzen Abend in einer Kneipe sitzen und dann so viel zahlen wie für einen Kuchen und einen Flat White in einem schicken Berliner Café – das kam mir unangemessen vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Warum der in meinen Augen niedrige Preis?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hatte ein kleines alkoholfreies Bier sowie ein kleines und ein großes alkoholisches Bier. Früher wäre ein solcher Abend doppelt so teuer gewesen. Fünf Bier, dazwischen ein Espresso und am Ende ein Sambuca. So in die Richtung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Problembewusstsein für Alkohol und das Alter haben meine Trinkgewohnheiten verändert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und nicht nur meine.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Pensionsbesitzern im Brandenburgischen, die ihre Eckkneipe im gleichen Haus vor Jahren aufgegeben hatte, erzählte mir einmal, dass in ihre Kneipe am Ende nur noch alte Männer gekommen seien. Die hätten ein Bier getrunken, dann eine Tablette geschluckt und noch maximal ein zweites Bier bestellt. Man könne so keine Kneipe wirtschaftlich betreiben, sagte sie mir, als sie mich durch die leerstehenden Räumlichkeiten im Erdgeschoss führte. Eine Kneipe ohne Menschen kann ziemlich deprimierend wirken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Anekdote ist exemplarisch. 2013 lag der durchschnittliche&nbsp;<a href="https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/kneipensterben-wie-einige-trotzdem-ueberleben">Bierkonsum in Deutschland</a>&nbsp;pro Kopf bei 106 Litern; zehn Jahre später waren es nur noch 88.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und das Kneipensterben hat ebenfalls&nbsp;<a href="https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/kneipensterben-wie-einige-trotzdem-ueberleben">Zahlen</a>: 2015 gab es noch 31.000 Kneipen in Deutschland. 2022 waren es nur noch 21.000.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Kneipe lässt sich halt nicht mit Wassertrinker:innen finanzieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei ist es so wichtig, dass Menschen sich begegnen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Öffentliche Orte des Austauschs sind essenziell für Gemeinschaft und Demokratie. Was, wenn wir uns alle das Essen nach Hause liefern lassen? Wenn wir nur noch Kaffee to go bestellen? Wir uns fast nur noch digital austauschen? Uns weniger in real begegnen? Weniger Auge in Auge streiten? Uns weniger wieder vertragen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Kneipen passiert das alles. Und der Alkohol ist die Grundlage dafür, dass das Business “Kneipe“ funktioniert.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und der Alkohol ist vielleicht noch mehr. Er verbindet die Menschen. Hemmungen sinken, wir werden offener. Verbrüdern und verschwestern uns.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ja ja, ich weiß: Der Alkohol hat seine Schattenseiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Chatty, bitte bremse meine “Alkohol rettet die Demokratie“-Euphorie!</p>



<p class="wp-block-paragraph">“Wichtig ist:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die durch Alkohol erzeugte Offenheit kann tiefer wirken, als sie tatsächlich ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">• Gespräche wirken bedeutungsvoller.</p>



<p class="wp-block-paragraph">• Emotionen wirken authentischer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">• Beziehungen wirken enger.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch vieles davon ist chemisch erzeugt, nicht real gewachsen.”</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ok. Point taken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht brauchen wir neue Geschäftsmodelle für Begegnungsorte, die nicht auf Alkohol basieren. Die aber dennoch Gemeinschaft und Austausch schaffen. Vielleicht denke ich darüber nach, wenn ich nachher in meinem Lieblingscafé bei Kaffee und Kuchen sitze.</p>
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		<title>Should the taxpayer fund orchestras?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johannes Eber]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Nov 2025 09:42:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[society]]></category>
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					<description><![CDATA[I recently attended a classical concert in Berlin. As expected, it was quite a bargain. Few tickets offer as much value for the price of a ticket as those for concerts featuring a large orchestra. Consider this: with personnel costs of 5,000 euros per musician per month and an orchestra of 80 people, the total &#8230; <a href="https://pixeloekonom.wordpress.com/2025/11/09/should-the-taxpayer-fund-orchestras/" class="more-link">Continue reading <span class="screen-reader-text">Should the taxpayer fund&#160;orchestras?</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">I recently attended a classical concert in Berlin. As expected, it was quite a bargain. Few tickets offer as much value for the price of a ticket as those for concerts featuring a large orchestra.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Consider this: with personnel costs of 5,000 euros per musician per month and an orchestra of 80 people, the total comes to 400,000 euros each month. If the orchestra plays 12 times a month, each concert costs over €30,000 just for the performers.</p>



<p class="wp-block-paragraph">That&#8217;s just personnel costs.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In fact, concerts require personnel not only on stage, but also behind the scenes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">That&#8217;s why large orchestras today almost always exist in a state context. Private funding just doesn&#8217;t add up.</p>



<p class="wp-block-paragraph">This situation was different in the past, back when income disparities were much greater. At that time, concert musicians were as poor as church mice—at least compared to concertgoers.</p>



<p class="wp-block-paragraph">When some earn much more than others, it’s easier for them to hire people. However, when most people earn similar amounts, expensive, labor-intensive work often falls away—unless, of course, the state steps in and makes it accessible to everyone through taxation.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So, does this arrangement have my approval?&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tough question.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">There are at least two pros:&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">First, orchestras provide access to high-quality music, educational programs, and community outreach, which might otherwise be inaccessible to many citizens.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Additionally, orchestras are a so-called public good (a public good is something that benefits not only those who pay for it); they often act as cultural anchors in their cities, attracting tourism, supporting local businesses, and enhancing community identity.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In any case, it lets me enjoy Mahler’s 4th Symphony, as I did this weekend—alongside many others.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beyond the music, concerts like this show what people can achieve together. It is what creates and values community. And it is something extraordinary.</p>
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		<title>Should a liberal society allow sex work?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johannes Eber]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Nov 2025 04:41:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[society]]></category>
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					<description><![CDATA[In the print NYT edition, I frequently see advertisements featuring expensive jewellery worn by beautiful women, and I think I know who purchases this jewellery for whom. &#8211; I ask myself, is it a form of prostitution if she marries him (or he marries her) solely for financial gain, to obtain wealth? And if one &#8230; <a href="https://pixeloekonom.wordpress.com/2025/11/07/should-a-liberal-society-allow-sex-work/" class="more-link">Continue reading <span class="screen-reader-text">Should a liberal society allow sex&#160;work?</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
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<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/11/img_2767.jpeg"><img loading="lazy" width="768" height="1024" data-attachment-id="17849" data-permalink="https://pixeloekonom.wordpress.com/2025/11/07/should-a-liberal-society-allow-sex-work/img_2767/" data-orig-file="https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/11/img_2767.jpeg" data-orig-size="4284,5712" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;1.78&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;iPhone 16 Pro Max&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1762420928&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;6.7649998656528&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;64&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.0082644628099174&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;,&quot;latitude&quot;:&quot;52.544883333333&quot;,&quot;longitude&quot;:&quot;13.422347222222&quot;}" data-image-title="IMG_2767" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/11/img_2767.jpeg?w=768" src="https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/11/img_2767.jpeg?w=768" alt="" class="wp-image-17849" srcset="https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/11/img_2767.jpeg?w=768 768w, https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/11/img_2767.jpeg?w=1536 1536w, https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/11/img_2767.jpeg?w=113 113w, https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/11/img_2767.jpeg?w=225 225w, https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/11/img_2767.jpeg?w=1440 1440w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">In the print NYT edition, I frequently see advertisements featuring expensive jewellery worn by beautiful women, and I think I know who purchases this jewellery for whom. &#8211; I ask myself, is it a form of prostitution if she marries him (or he marries her) solely for financial gain, to obtain wealth?</p>



<p class="wp-block-paragraph">And if one accepts this form of coexistence, that is, relationships in which one side offers beauty and sex and the other offers wealth and power in exchange, then in such a society, the debate about whether to allow prostitution would have to be conducted differently.</p>



<p class="wp-block-paragraph">I ask for reasons. In Germany, the conservative government wants to ban sex work. And I cannot shake the suspicion that this is a case of double standards.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Takeaway thought: In a liberal society where people decide for themselves what relationships and exchanges they enter into, where the role of the state is to enable these exchanges, but also to prevent harm, shouldn&#8217;t all people in such a society be allowed to decide for themselves what they do?</p>
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		<title>Suchaneks Missing Link der Ordnungsökonomik</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johannes Eber]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Nov 2025 10:02:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[economics]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie steigen Sie in den Zug ein, wenn der Bahnsteig proppenvoll ist? Drängeln Sie oder lassen Sie anderen den Vortritt – auf die Gefahr hin, die Fahrt über zu stehen? Allgemeiner: Wie handeln Sie, wenn der eigene Vorteil zum Nachteil anderer wird? Mindestens in dieser Allgemeinheit lässt sich die Frage nicht beantworten.&#160; Sie hängt von &#8230; <a href="https://pixeloekonom.wordpress.com/2025/11/01/suchaneks-missing-link-der-ordnungsokonomik/" class="more-link">Continue reading <span class="screen-reader-text">Suchaneks Missing Link der Ordnungsökonomik</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Wie steigen Sie in den Zug ein, wenn der Bahnsteig proppenvoll ist? Drängeln Sie oder lassen Sie anderen den Vortritt – auf die Gefahr hin, die Fahrt über zu stehen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Allgemeiner: Wie handeln Sie, wenn der eigene Vorteil zum Nachteil anderer wird?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mindestens in dieser Allgemeinheit lässt sich die Frage nicht beantworten.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie hängt von der Situation ab. Bei der Abwehr eines Angriffs kann die Schädigung des Angreifenden legitim sein. Spiegelbildlich: Wer sich nimmt, worauf kein Anspruch besteht, wird wenig Zustimmung finden.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Warum ich das schreibe?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gesellschaften funktionieren und gedeihen, wenn Gesetze, Regeln, Institutionen nach einem einfachen Prinzip gebaut sind. Sie sollen stets so sein, dass wer sich an sie hält, während er/sie nach dem eigenen Vorteil strebt, dem geht es nicht nur selbst besser, sondern der &#8220;verursacht&#8221;, quasi beiläufig, auch Vorteile für seine Mitmenschen. Der Bäcker, im Wettbewerb mit anderen Bäckern, backt leckere, gesunde und zugleich günstige Brötchen, und er tut dies, weil er seinen Lebensunterhalt verdienen will. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eigenes Vorteilsstreben zum Vorteil anderer.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was aber, wenn nicht? Wenn ein Bäcker billiges, weil verunreinigtes Mehl verwendet? Dann müssen die Regeln und Institutionen geändert werden, antwortet die Ökonomik. Mehr Lebensmittelkontrollen, härtere Strafen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ziel ist eine Gesellschaft zum gegenseitigen Vorteil, wie es bereits der Philosoph John Rawls formulierte. Die Mittel: Institutionen, Regeln, Gesetze.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">So weit die Basics aus dem Ökonomik-Lehrbuch (Kapitel: Ordnungspolitik). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Was aber, wenn sich viele menschliche Interaktionen mit solchen Mitteln nicht regeln lassen? Weil ein Großteil des Zusammenlebens im kleinteiligen Alltag stattfindet? Zum Beispiel beim Einsteigen in den Zug.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ökonomische Modelle lehren, dass der Mensch egoistisch sein kann, wenn gute Regeln dafür sorgen, dass eigenes Vorteilsstreben zum Vorteil der Mitmenschen ist. Wenn aber viele Interaktionen gar nicht von Gesetzen und Regeln erfasst werden, wie kann dann verhindert werden, dass Menschen andere schädigen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann braucht es eben doch, anders als gängige Ökonomik weismacht, den ethisch handelnden Menschen beziehungsweise die Erziehung zu solchen. Menschen, die sich zurücknehmen, die zum Beispiel nicht handeln, wenn es zum Schaden anderer ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Andreas Suchanek vom <a href="https://www.linkedin.com/#">Wittenberg Center for Global Ethics</a>, der Philosophie mit ökonomischer Methode betreibt, <a href="https://www.nomos-elibrary.de/en/document/view/detail/uuid/fb24bbb8-9af1-3dcd-b24a-cfd942de197a">schreibt</a> in Bezug auf diese nicht von offiziellen Regeln erfassten Interaktionen: &#8220;Oft handelt es sich um Hintergrundbedingungen, die gar nicht ins Bewusstsein treten, und wahrscheinlich liegt in solchem Gewohnheitsverhalten ein weit wichtigerer Teil der Stabilität gesellschaftlicher Kooperation, als in ökonomischen Modellen widergespiegelt wird.&#8221;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für mich ist die Arbeit von Suchanek jener <strong>Missing Link</strong>, der Ordnungspolitik mit eigener Verantwortung verknüpft. Eine Gesellschaft von Egoisten wird keine gute sein. Eigentlich klar, oder?</p>
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		<item>
		<title>Im Herbst der Demokratie?</title>
		<link>https://pixeloekonom.wordpress.com/2025/09/15/im-herbst-der-demokratie/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Johannes Eber]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Sep 2025 13:23:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[politics]]></category>
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					<description><![CDATA[Rechts und links der Mitte ging schon immer die Welt unter. Bei den Konservativen, weil sie glauben, dass früher alles besser war; bei den Linken, weil sie mit ihrem Kulturpessimismus ihr politisches Dasein legitimieren.  Zeigen wir es beiden Seiten!&#160; Die Demokratie in Deutschland ist nur dann im Herbst angekommen, wie die FAZ heute schreibt, wenn &#8230; <a href="https://pixeloekonom.wordpress.com/2025/09/15/im-herbst-der-demokratie/" class="more-link">Continue reading <span class="screen-reader-text">Im Herbst der&#160;Demokratie?</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
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<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/09/screenshot-2025-09-15-at-14.37.15.png"><img loading="lazy" width="973" height="1024" data-attachment-id="17787" data-permalink="https://pixeloekonom.wordpress.com/2025/09/15/im-herbst-der-demokratie/screenshot-2025-09-15-at-14-37-15/" data-orig-file="https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/09/screenshot-2025-09-15-at-14.37.15.png" data-orig-size="1254,1320" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="Screenshot 2025-09-15 at 14.37.15" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/09/screenshot-2025-09-15-at-14.37.15.png?w=973" src="https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/09/screenshot-2025-09-15-at-14.37.15.png?w=973" alt="" class="wp-image-17787" srcset="https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/09/screenshot-2025-09-15-at-14.37.15.png?w=973 973w, https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/09/screenshot-2025-09-15-at-14.37.15.png?w=143 143w, https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/09/screenshot-2025-09-15-at-14.37.15.png?w=285 285w, https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/09/screenshot-2025-09-15-at-14.37.15.png?w=768 768w, https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/09/screenshot-2025-09-15-at-14.37.15.png 1254w" sizes="(max-width: 973px) 100vw, 973px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Rechts und links der Mitte ging schon immer die Welt unter. Bei den Konservativen, weil sie glauben, dass früher alles besser war; bei den Linken, weil sie mit ihrem Kulturpessimismus ihr politisches Dasein legitimieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zeigen wir es beiden Seiten!&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Demokratie in Deutschland ist nur dann im Herbst angekommen, wie die FAZ heute schreibt, wenn zu viele glauben, dass es so ist. Wenn zu viele der Überzeugung sind, dass sich Gesellschaftssysteme wie Jahreszeiten verhalten. Dass es früher oder später so kommen muss. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vorstellung von Zyklen menschlicher Gesellschaften ist nicht nur von der Geschichtsforschung längst widerlegt. Sie ist auch gefährlich. Sie wird als Narrative von Traditionalisten und Extremisten verwendet.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">In deren Sicht ist gesellschaftliche Vielfalt keine Stärke, sondern Wurzel von Gewalt und Chaos; Wissenschaft verbessert nicht die Welt, sondern verursacht seelische Entwurzelung; und Demokratie macht Gesellschaft nicht gerechter, sondern widerspricht der von Gott gegebenen Ordnung. Vor allem aber, so glauben sie, würden Gesellschaften sich nach einer gewissen Zwangsläufigkeit entwickeln &#8211; und vergehen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was daran so gefährlich ist?&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit diesen Erzählungen lässt sich die Abschaffung der bestehenden Gesellschaftsordnung begründen. In unserem Fall der Demokratie. Denn was sich im Herbst befindet, hat keine Zukunft. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und: Sie braucht einen Retter. Einen Retter, der die Menschen aus ihrem Elend befreit. Adolf Hitler hat die Geschichte vom Niedergang erzählt und sich als Heilsbringer angeboten. Wladimir Putin macht das. Und auch Donald Trump. Nicht weil sie es glauben. Sondern weil sie damit ihre Macht sichern können.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber die Welt ist nicht so. Es gibt keine gesellschaftlichen Zyklen. Auch kein stetiges Bergauf, wie die Aufklärung uns weiß machen wollte .&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nichts ist vorherbestimmt. Alles ist möglich. Es liegt an uns, eine blühende Demokratie zu schaffen. Nur an uns.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Herbst dagegen ist vor allem das: eine wunderschöne Jahreszeit.&nbsp;</p>
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		<title>Wer bestimmt die Regeln gesellschaftlichen Zusammenlebens?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johannes Eber]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Sep 2025 10:15:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[society]]></category>
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					<description><![CDATA[Wird es die Demokratie in 100 Jahren noch geben? Fest steht: Die Demokratie ist zunehmend unter Druck (in 94 Ländern gibt es aktuell Rückschritte). Zur Beantwortung der Frage kann eine Definition helfen. Hier eine simple: Demokratie meint, dass die Menschen sich selbst die Regeln ihres Zusammenlebens geben. Solche Regeln des Zusammenlebens hat es in der &#8230; <a href="https://pixeloekonom.wordpress.com/2025/09/12/wer-bestimmt-die-regeln-gesellschaftlichen-zusammenlebens/" class="more-link">Continue reading <span class="screen-reader-text">Wer bestimmt die Regeln gesellschaftlichen Zusammenlebens?</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Wird es die Demokratie in 100 Jahren noch geben?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fest steht: Die Demokratie ist zunehmend unter Druck (<a href="https://interactive.idea.int/gsod-2025">in 94 Ländern gibt es aktuell Rückschritte</a>).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Beantwortung der Frage kann eine Definition helfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier eine simple:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Demokratie meint, dass die Menschen sich selbst die Regeln ihres Zusammenlebens geben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Solche Regeln des Zusammenlebens hat es in der Geschichte der Menschheit stets gegeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nur die Begründungen haben gewechselt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mal kam die Begründung von Gott (10 Gebote), lag in der menschlichen Natur (Soziobiologie), folgten Gesetzmäßigkeiten in&nbsp;der Geschichte (Karl Marx) oder hatte seine Ursache in der menschlichen Struktur (Frankfurter Schule).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ziel dieser Begründungen war und ist, so hat der wunderbare Ökonom Karl Homann (in &#8220;<a href="https://www.mohrsiebeck.com/buch/oekonomik-eine-einfuehrung-9783161612657/">Ökonomik &#8211; Eine Einführung</a>&#8220;) geschrieben, &#8220;das unstete Meinen und Wollen der Menschen unter verbindliche Regeln zu zwingen, damit die soziale Ordnung, die Verlässlichkeit wechselseitiger Verhaltenserwartungen erhalten bleibt.&#8221;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gibt es in einer pluralen Weltgesellschaft aber noch solche Begründungen, auf die sich die Menschen einigen können?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mindestens die Religion hat als Erklärungs- und Integrationsansatz ausgedient. Wir können uns folglich nicht mehr auf eine externe Instanz berufen. Vielmehr müssen wir Menschen selbst und gemeinsam bestimmen, nach welchen Regeln wir miteinander umgehen wollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Welche Regeln wir uns in einer Demokratie setzen, ist also offen.&nbsp;Entscheidend ist, dass es demokratisch zugeht, dass also Regeln selbstbestimmt von allen verhandelt und entschieden werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dafür, dass dieser Wunsch auf ein solches selbstbestimmtes Leben verschwinden wird, sehe ich keine Anzeichen. Im Gegenteil: Der Wunsch nach (individueller) Verwirklichung war vielleicht nie größer. Mindestens waren die Möglichkeiten, ein solches Leben zu führen, nie umfangreicher.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Insofern müsste man sich um die Demokratie keine Sorgen machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gefahr lauert aber an anderer Stelle. Dass es nämlich einer Gruppe gelingt, die Regeln der selbstbestimmten Gesellschaft außer Kraft zu setzen. Putin fragt eben nicht (mehr) das Volk, was es sich wünscht (schon gar nicht, wen es sich wünscht). Er hat die Demokratie(-Ansätze) in Russland (mit den Mitteln der Demokratie) abgeschafft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist die eigentliche Gefahr: dass es zu wenig Aufmerksamkeit und Bewusstsein für den Erhalt der Demokratie gibt. Dass zu viele den Heilsversprechungen von Populisten:innen glauben. Und dass diese Vielen zu spät merken, dass sie nur dazu benutzt wurden, damit andere die Macht erklimmen (und dann nie mehr gefragt werden, ob sie die Mächtigen wieder loswerden wollen).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob es die Demokratie in 100 Jahren noch geben wird, hängt also weniger davon ab, ob sich die Menschen Demokratie (ein selbstbestimmtes Leben) wünschen; es hängt vielmehr davon ab, wie gut es uns allen gelingt, jene von der Macht fernzuhalten (oder wieder zu vertreiben), welche die Spielregeln der Demokratie nur so lange mitspielen, bis sie an diese Macht gekommen sind.</p>
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		<title>Nicht jeder Fortschritt wird gemessen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johannes Eber]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Sep 2025 06:58:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[economics in the margins]]></category>
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					<description><![CDATA[Fortschritt ist ein zentraler Begriff der Ökonomik. Er bezieht sich aber in der Regel auf technischen Fortschritt. Beispiele sind die Erfindung des Flugzeugs oder Fortschritte in der Medizin. Aber versucht oder kann die Ökonomik auch so etwas wie gesellschaftlichen Fortschritt erfassen? Etwa die Umbenennung der Mohrenstraße in Berlin in Anton-Wilhelm-Amo-Straße. Und wäre ein solcher Fortschritt &#8230; <a href="https://pixeloekonom.wordpress.com/2025/09/02/die-mohrenstrase-ist-nich-mehr/" class="more-link">Continue reading <span class="screen-reader-text">Nicht jeder Fortschritt wird&#160;gemessen</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
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<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/09/fullsizerender-11.jpg"><img loading="lazy" width="768" height="1024" data-attachment-id="17774" data-permalink="https://pixeloekonom.wordpress.com/2025/09/02/die-mohrenstrase-ist-nich-mehr/fullsizerender-11/" data-orig-file="https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/09/fullsizerender-11.jpg" data-orig-size="2842,3790" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;1.78&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;iPhone 16 Pro Max&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1756557888&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;6.7649998656528&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;250&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.01&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;,&quot;latitude&quot;:&quot;52.509338888889&quot;,&quot;longitude&quot;:&quot;13.384077777778&quot;}" data-image-title="FullSizeRender (11)" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/09/fullsizerender-11.jpg?w=768" src="https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/09/fullsizerender-11.jpg?w=768" alt="" class="wp-image-17774" srcset="https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/09/fullsizerender-11.jpg?w=768 768w, https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/09/fullsizerender-11.jpg?w=1536 1536w, https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/09/fullsizerender-11.jpg?w=112 112w, https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/09/fullsizerender-11.jpg?w=225 225w, https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/09/fullsizerender-11.jpg?w=1440 1440w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Fortschritt ist ein zentraler Begriff der Ökonomik. Er bezieht sich aber in der Regel auf technischen Fortschritt. Beispiele sind die Erfindung des Flugzeugs oder Fortschritte in der Medizin. Aber versucht oder kann die Ökonomik auch so etwas wie gesellschaftlichen Fortschritt erfassen? Etwa die <a href="https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/berliner-mohrenstrasse-umbenennung-100.html#:~:text=Mehrere%20Hundert%20Menschen%20haben%20am,wiederholt%20mit%20großem%20Applaus%20bedacht.">Umbenennung der Mohrenstraße</a> in Berlin in Anton-Wilhelm-Amo-Straße. Und wäre ein solcher Fortschritt messbar? Und wenn er messbar wäre, wie hoch wäre dann die Wachstumsrate?</p>
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		<title>Wo sind die Konservativen, wenn man sie braucht?</title>
		<link>https://pixeloekonom.wordpress.com/2025/06/14/wo-sind-die-konservativen-wenn-man-sie-braucht/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Johannes Eber]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Jun 2025 17:43:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[politics]]></category>
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					<description><![CDATA[Es sieht so aus, als sei Kalifornien das Testgebiet für Donald Trumps Zementierung der Macht mittels Gewalt. Welche Truppen folgen ihm, welche könnten abtrünnig werden? Solche Fragen werden Trump und seine Gefolgsleute zur Zeit mutmaßlich intensiv beschäftigen. Man muss wenig Zweifel daran haben, dass Trump den Weg der Gewalt bereits gerne nach der verlorenen Wahl &#8230; <a href="https://pixeloekonom.wordpress.com/2025/06/14/wo-sind-die-konservativen-wenn-man-sie-braucht/" class="more-link">Continue reading <span class="screen-reader-text">Wo sind die Konservativen, wenn man sie&#160;braucht?</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Es sieht so aus, als sei <a href="https://edition.cnn.com/2025/06/13/politics/trump-padilla-ice-protests-analysis">Kalifornien das Testgebiet für Donald Trumps Zementierung der Macht</a> mittels Gewalt. Welche Truppen folgen ihm, welche könnten abtrünnig werden? Solche Fragen werden Trump und seine Gefolgsleute zur Zeit mutmaßlich intensiv beschäftigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Man muss wenig Zweifel daran haben, dass Trump den Weg der Gewalt bereits gerne nach der verlorenen Wahl am Ende seiner ersten Präsidentschaft gegangen wäre. Er konnte es nicht. Er hatte zu wenig Truppen hinter sich. Genauer gesagt, waren es nur ein paar hundert Verrückte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Situation jetzt ist eine ziemlich andere. Trump kreiert bereits am Anfang seiner zweiten Präsidentschaft Situationen, die ihm den Einsatz von Gewalt ermöglichen, und man braucht mal so gar keine Fantasie um sich auszumalen, dass, wenn das Trump-Regime die Gefahr sieht, die Macht zu verlieren, es ein Narrativ finden wird, um den Einsatz von Gewalt zum Machterhalt zu befehligen. Als rechtliche Grundlage wird der Insurrection Act von 1807 dienen, der es erlaubt, bei einem Umsturzversuch die Armee im Inland einzusetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An dieser Stelle werden mutmaßlich auch keine Gerichte mehr helfen können. Vielleicht ist dann die letzte Hoffnung die föderale Struktur der USA: Dass sich die Gouverneur:innen und ihre Bundesstaaten mit ihren wenn auch begrenzten militärischen Möglichkeiten gegen die illegale Machtsicherung Trumps erfolgreich wehren werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das wäre ein Treppenwitz der Geschichte. Denn es waren die amerikanischen Konservativen, die über Jahrzehnte hinweg immer vor einer tyrannischen Bundesregierung gewarnt und sich für die Rechte der Bundesstaaten eingesetzt hatten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was ist von diesen Konservativen jetzt zu hören? Nur dröhnendes Schweigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch kann man sich nicht vorstellen, dass amerikanische Soldaten einmal auf Bürger:innen im eigenen Land schießen werden. Es wäre nicht das erste Mal, dass unsere Vorstellungskraft zu klein ist.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity" />



<p class="wp-block-paragraph">Lesenswert: <a href="https://lnkd.in/dVMbprXv">tagesschau.de Interview mit dem Historiker Manfred Berg</a> </p>
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	</item>
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		<title>Steuersenkung für gutes Essen und Geselligkeit</title>
		<link>https://pixeloekonom.wordpress.com/2025/06/14/steuersenkung-fur-gutes-essen-und-geselligkeit/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Johannes Eber]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Jun 2025 17:41:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[economics]]></category>
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					<description><![CDATA[Es gibt wenige Ökonom:innen, die der geplanten Absenkung der Umsatzsteuer in der Gastronomie (von 19 auf 7 Prozent zum 1. Januar 2026) etwas Gutes abgewinnen können. Ich verstehe das nicht. Warum soll für die frische Zubereitung von Speisen 12 Prozentpunkte mehr Steuer abgeführt werden als für hochverarbeitetes Convenient-Food aus dem Supermarkt? Warum muss mehr an &#8230; <a href="https://pixeloekonom.wordpress.com/2025/06/14/steuersenkung-fur-gutes-essen-und-geselligkeit/" class="more-link">Continue reading <span class="screen-reader-text">Steuersenkung für gutes Essen und&#160;Geselligkeit</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
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<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/06/1749804061569.jpeg"><img loading="lazy" width="800" height="968" data-attachment-id="17500" data-permalink="https://pixeloekonom.wordpress.com/2025/06/14/steuersenkung-fur-gutes-essen-und-geselligkeit/attachment/1749804061569/" data-orig-file="https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/06/1749804061569.jpeg" data-orig-size="800,968" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="1749804061569" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/06/1749804061569.jpeg?w=800" src="https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/06/1749804061569.jpeg?w=800" alt="" class="wp-image-17500" srcset="https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/06/1749804061569.jpeg 800w, https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/06/1749804061569.jpeg?w=124 124w, https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/06/1749804061569.jpeg?w=248 248w, https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/06/1749804061569.jpeg?w=768 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Photo by Luwadlin Bosman on Unsplash</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt wenige Ökonom:innen, die der geplanten Absenkung der Umsatzsteuer in der Gastronomie (von 19 auf 7 Prozent zum 1. Januar 2026) etwas Gutes abgewinnen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich verstehe das nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Warum soll für die frische Zubereitung von Speisen 12 Prozentpunkte mehr Steuer abgeführt werden als für hochverarbeitetes Convenient-Food aus dem Supermarkt?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Warum muss mehr an den Staat zahlen, wer Essen in Gemeinschaft einnimmt als wer es sich nach Hause liefern lässt um dort alleine zu essen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich ist nicht jede Gemeinschaft gewinnbringend und nicht jede Gastronomie verhilft zu besserer Gesundheit. Aber im Prinzip eben schon. Die Gastronomie hat Küchen für die Zubereitung frischer Speisen und sie hat Tische und Stühle, wo sich Menschen niederlassen und begegnen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir sollten beides nicht erschweren, mindestens gleich behandeln, vielleicht sogar aktiv fördern. Denn die gesamte Gesellschaft profitiert davon, wenn Menschen gesünder, geselliger und in der Folge verständnisvoller sind. In der Ökonomie nennt man solche Folgen positive externe Effekte. Ich vermute diese sind reichlich. Denn was braucht unsere gegenwärtige verbubbelte Gesellschaft mehr als echte Begegnung? Und gibt es einen schöneren Begegnungsort als einen gedeckten Tisch?</p>
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		<title>Der Nazi meiner Kindheit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johannes Eber]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Apr 2025 11:55:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[society]]></category>
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					<description><![CDATA[Richard Trunk, Bürger meiner Heimatstadt Tauberbischofsheim, war nicht nur Komponist, sondern ein &#8220;glasklarer Nationalsozialist&#8220;, weiß die Forschung. Schlimmer: Seine gesamte Karriere fußte darauf, dass er ein glühender Anhänger Hitlers war. Und dennoch ist die Musikschule der nordbadischen Kreisstadt nach ihm benannt, die Richard-Trunk-Musikschule. Und eine Straße auch, und Ehrenbürger der Stadt war Trunk ebenfalls. In &#8230; <a href="https://pixeloekonom.wordpress.com/2025/04/25/der-nazi-meiner-kindheit/" class="more-link">Continue reading <span class="screen-reader-text">Der Nazi meiner&#160;Kindheit</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
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<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/04/2335305_3_teaser640r132force_68023107d07ed.jpg"><img loading="lazy" width="836" height="850" data-attachment-id="17471" data-permalink="https://pixeloekonom.wordpress.com/2025/04/25/der-nazi-meiner-kindheit/2335305_3_teaser640r132force_68023107d07ed/" data-orig-file="https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/04/2335305_3_teaser640r132force_68023107d07ed.jpg" data-orig-size="836,850" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;3.8&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;Heike von Brandenstein&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;NIKON D7200&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1744816015&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;26&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;1600&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.04&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="2335305_3_teaser640r132force_68023107d07ed" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/04/2335305_3_teaser640r132force_68023107d07ed.jpg?w=836" src="https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/04/2335305_3_teaser640r132force_68023107d07ed.jpg?w=836" alt="" class="wp-image-17471" srcset="https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/04/2335305_3_teaser640r132force_68023107d07ed.jpg 836w, https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/04/2335305_3_teaser640r132force_68023107d07ed.jpg?w=148 148w, https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/04/2335305_3_teaser640r132force_68023107d07ed.jpg?w=295 295w, https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/04/2335305_3_teaser640r132force_68023107d07ed.jpg?w=768 768w" sizes="(max-width: 836px) 100vw, 836px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="http://Richard Trunk">Richard Trunk</a>, Bürger meiner Heimatstadt Tauberbischofsheim, war nicht nur Komponist, sondern ein &#8220;<a href="https://www.br.de/mediathek/podcast/klassik-aktuell/der-ns-komponist-richard-trunk-und-seine-spuren-heute/2103731">glasklarer Nationalsozialist</a>&#8220;, weiß die Forschung. Schlimmer: Seine gesamte Karriere fußte darauf, dass er ein glühender Anhänger Hitlers war. Und dennoch ist die Musikschule der nordbadischen Kreisstadt nach ihm benannt, die Richard-Trunk-Musikschule. Und eine Straße auch, und Ehrenbürger der Stadt war Trunk ebenfalls.<br /><br />In keiner Minute meiner Kindheit und Jugend kam bei mir ein Wort der Kritik über Trunk an. Noch vor wenigen Wochen erklärte die Tauberbischofsheimer Bürgermeisterin <a href="https://www.linkedin.com/in/ACoAACpx4NgBS6dY5eijxzVCwKfhJ423EYyUO2c"></a><a href="https://www.linkedin.com/in/anette-schmidt-5b459617a/">Anette Schmidt</a> in einer <a href="https://www.br.de/mediathek/podcast/klassik-aktuell/der-ns-komponist-richard-trunk-und-seine-spuren-heute/2103731">Radiosendung des Bayerischer Rundfunks</a>, man habe andere Sorgen, als die Musikschule umzubenennen. Jetzt hat man sich anders entschieden, lese ich in der Zeitung (siehe unten). Vermutlich war der Druck gestiegen. Selbstbestimmtes Handeln sieht jedenfalls anders aus.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/04/1745566283311.jpeg"><img loading="lazy" width="685" height="1024" data-attachment-id="17467" data-permalink="https://pixeloekonom.wordpress.com/2025/04/25/der-nazi-meiner-kindheit/attachment/1745566283311/" data-orig-file="https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/04/1745566283311.jpeg" data-orig-size="800,1196" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="1745566283311" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/04/1745566283311.jpeg?w=685" src="https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/04/1745566283311.jpeg?w=685" alt="" class="wp-image-17467" srcset="https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/04/1745566283311.jpeg?w=685 685w, https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/04/1745566283311.jpeg?w=100 100w, https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/04/1745566283311.jpeg?w=201 201w, https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/04/1745566283311.jpeg?w=768 768w, https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/04/1745566283311.jpeg 800w" sizes="(max-width: 685px) 100vw, 685px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Warum hat es 80 Jahre gebraucht, um eine Nazi-Größe meiner Heimatstadt von Thron und Sockel zu stoßen? Wo doch erinnern so wichtig ist. Weil sich autoritäre Systeme, bis hin zur Diktatur, dann am besten verhindern lassen, wenn wir ihre Schrecken kennen, sie erinnern.<br /><br />Warum also? Ich vermute, weil in Tauberbischofsheim, und natürlich nicht nur dort, man dieses Erinnern von Anfang an kaum zugelassen hatte. Wer stellt sich gerne der eigenen Schuld und Scham? Vor allem, wenn sie so schwer wiegt.<br /><br />Ich erinnere mich gut: Wurde des Zweiten Weltkriegs gedacht, so wurde in meiner Kindheit und Jugend vor allem der &#8220;gefallenen Soldaten&#8221; erinnert, der eigenen gefallenen Soldaten natürlich. Nie gab es in in meiner Geburtsstadt so etwas wie ein Fest der Demokratie, ein institutionalisiertes Freudenfest darüber, von Hitler befreit und die Demokratie (zurück)bekommen zu haben. Demokratie war das Ergebnis einer Niederlage.<br /><br />Deswegen wurde Richard Trunk Namensgeber der örtlichen Musikschule (in der ich einige Jahre erfolglos Akkordeonunterricht erhielt). Man hielt an seinen (gefallenen) Helden fest. Das ist schlimm. Schlimmer scheint mir, dass es drei Generationen braucht, um den Fehler einzugestehen und zu ändern. Es zeigt mir, dass die Demokratie, in der wir Deutschen heute leben, möglicherweise auf einem brüchigeren Fundament steht als wir denken. Auch weil sich das Muster wiederholt. Wieder schämt man sich. Wieder fühlt man sich schuldig. Diesmal, weil man lange wartet bis man sich von vermeintlichen Vorbildern löst. So lange bis es mindestens das wird: peinlich. Erinnerung bleibt so weiter schambehaftet &#8211; und wird erneut verdrängt.<br /><br />Meine Hoffnung ist dennoch, dass die Dinge sich ändern. Die Täter sind nicht mehr. Wer heute lebt, hat Hitler nie zugejubelt. Hat keine Mitschuld an der Machtergreifung 1933 und allem was danach kam. Wir können deshalb leichter erinnern. Und die Umbenennung einer Musikschule zu einem Tag der Freude machen. Zu einem Fest der Demokratie. Es ist noch nicht zu spät.</p>
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		<title>Wie gerecht ist die Gegenwart? &#8211; Ein Versuch, in den Rückspiegel der Zukunft zu schauen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johannes Eber]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Mar 2025 16:19:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[society]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Mensch ist ein soziales Wesen. Das klingt sozialer als es bisweilen ist. Denn es bedeutet auch Gerangel um Positionen in Hierarchien, letztendlich um Macht, und damit um Zugang zu Ressourcen. Einen Platz in der Gesellschaft zu finden, gehört zur Natur des Menschen. Ist gewissermaßen eine Konstante menschlichen Zusammenlebens. Anders ist es mit der Frage, &#8230; <a href="https://pixeloekonom.wordpress.com/2025/03/27/wie-gerecht-ist-die-gegenwart-ein-versuch-in-den-ruckspiegel-der-zukunft-zu-schauen/" class="more-link">Continue reading <span class="screen-reader-text">Wie gerecht ist die Gegenwart? &#8211; Ein Versuch, in den Rückspiegel der Zukunft zu&#160;schauen</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
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<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/03/1742979592928.jpeg"><img loading="lazy" width="1024" height="576" data-attachment-id="17433" data-permalink="https://pixeloekonom.wordpress.com/2025/03/27/wie-gerecht-ist-die-gegenwart-ein-versuch-in-den-ruckspiegel-der-zukunft-zu-schauen/attachment/1742979592928/" data-orig-file="https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/03/1742979592928.jpeg" data-orig-size="1200,675" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="1742979592928" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/03/1742979592928.jpeg?w=1024" src="https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/03/1742979592928.jpeg?w=1024" alt="" class="wp-image-17433" srcset="https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/03/1742979592928.jpeg?w=1024 1024w, https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/03/1742979592928.jpeg?w=150 150w, https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/03/1742979592928.jpeg?w=300 300w, https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/03/1742979592928.jpeg?w=768 768w, https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/03/1742979592928.jpeg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph" id="ember1432">Der Mensch ist ein soziales Wesen. Das klingt sozialer als es bisweilen ist. Denn es bedeutet auch Gerangel um Positionen in Hierarchien, letztendlich um Macht, und damit um Zugang zu Ressourcen.</p>



<p class="wp-block-paragraph" id="ember1433">Einen Platz in der Gesellschaft zu finden, gehört zur Natur des Menschen. Ist gewissermaßen eine Konstante menschlichen Zusammenlebens. Anders ist es mit der Frage, wie wir damit umgehen. Was wir daraus machen. Welche Regeln geben wir uns als Gesellschaft, damit etwa die Menschen gleiche Chancen haben etwas zu werden? Damit die Frage, wo wir in der Hierarchie landen, nicht vorherbestimmt ist. Damit wir nicht davon abhängen, was unsere Eltern waren, woher sie kamen, was sie wurden, oder welches Geschlecht wir selbst sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph" id="ember1434">Es ist nicht lange her, da war klar definiert, wer was wurde. Die Kinder von Adeligen wurden Adelige, die Kinder von Leibeigenen Leibeigene, und die Töchter von rechtlosen Frauen wurden rechtlose Frauen. Die Welt hat sich gewandelt. Der Wunsch nach gleichen Rechten für alle hat erst die Demokratiebewegung hervorgebracht und dann die Demokratie selbst.</p>



<p class="wp-block-paragraph" id="ember1435">Das ist ein großes Glück.</p>



<p class="wp-block-paragraph" id="ember1436">Aber wie weit sind wir gekommen?</p>



<p class="wp-block-paragraph" id="ember1437">Wir schauen in den Rückspiegel und sind stolz. Unsere Welt ist gerechter geworden. Zumindest für jene, die in einem Rechtsstaat leben. Aber was werden zukünftige Generationen sagen, wenn diese in den Rückspiegel schauen und unser Leben bewerten?</p>



<p class="wp-block-paragraph" id="ember1438">Denn der Punkt ist doch: Wir erkennen Ungerechtigkeiten vor allem dann, wenn sie in der Vergangenheit liegen. Die Gegenwart erscheint uns oft ziemlich gerecht. Mindestens normal. Weil wir in ihr aufgewachsen sind. Weil was wir kennen, der Ist-Zustand ist. Wer in einem Haushalt groß wird, indem Sklaven die Haus- und Feldarbeit verrichten, für den kann Sklavenhaltung das Normalste der Welt sein. Und noch vor 200 Jahren war es hierzulande selbstverständlich, dass in Politik und Militär nur was wurde, wer adeliger Abstammung war. Und noch vor gut 100 Jahren war die Mehrheit in Deutschland der Ansicht, dass das Wahlrecht für Frauen Blödsinn ist. Wir denken heute, wie dumm die Menschen damals waren. Weil sie nicht sahen, in welch schreiend ungerechter Welt sie lebten. Aber sie waren halt auch das: Kinder ihrer Zeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph" id="ember1439">So wie wir Kinder unserer Zeit sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph" id="ember1440">Was wird in zwei Generationen über die Zeit nach der Jahrtausendwende gesagt werden? Wird man sie sich zurückwünschen (vermutlich eher nicht, da man selten tatsächlich in der Vergangenheit leben möchte)? Oder wird man diese Vergangehnehit und damit uns verachten? Ganz sicher wird man sich über manches wundern. Warum wir so waren wie wir waren. Warum wir nicht diese und jene Ungerechtigkeit erkannt haben, es nicht geändert haben, werden sie sich fragen. Es sei doch sowas von offensichtlich gewesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph" id="ember1441">Aber was genau wird es sein? Es ist in der Gegenwart so viel schwerer den Blick dafür zu haben. Wir sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph" id="ember1442">Ich wage dennoch den Versuch.</p>



<p class="wp-block-paragraph" id="ember1443">Wir haben einigermaßen erfolgreich die Ständegesellschaft abgeschafft. Und wir sind stolz darauf. Zumindest theoretisch kann heute jeder und jede alles werden. Wir haben aber die Ständegesellschaft durch die Leistungsgesellschaft ersetzt. In der Hierarchie steigt heute auf, wer etwas für andere leistet. Wer dafür entlohnt wird, und wer für diese Entlohnung Zugang zu Ressourcen bekommt. In den Urlaub in ferne Länder fahren kann. Sich eine Krankenzusatzversicherung kauft. Oder sich ein größeres Haus für mehr Familiennachkommen leisten kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph" id="ember1444">Hierarchie entsteht heute durch entlohnte Leistung.</p>



<p class="wp-block-paragraph" id="ember1445">Wir empfinden das als gerecht. Wenn also Hierarchie stark vom individuellen Engagement abhängt. Möglicherweise wird man im Rückblick irritiert auf die Ausprägungen dieses Grundverständnisses schauen. Also dass alles von den eigenen Talenten Taten abhängen soll. Kaum etwas von den Bedingungen, die uns umgeben, die uns ausmachen. Zum Beispiel werden Menschen auch heute unter ganz unterschiedlichen Voraussetzungen in die Welt geboren. Man denke nur an die genetischen Unterschiede. In einer Leistungsgesellschaft aber werden aus kleinen Unterschiede große. Nach der Grundschule werden die Heranwachsende in verschiedene Schulzweige separiert. Noten bestimmen über den Zugang zur Hochschulbildung. Und von den Eltern erlernte Verhaltensmuster entscheiden darüber, ob jemand den Grip hat zu promovieren. Am Ende ist die eine Professorin und die andere bittet um Sozialhilfe. Inwieweit aber sind die unterschiedlichen Lebensläufe tatsächlich Ergebnis von Selbstverantwortung? Oder eben (auch) Folge äußerer Bedingungen?</p>



<p class="wp-block-paragraph" id="ember1446">Wir tendieren heute dazu, so ziemlich alles in die Verantwortung jedes Einzelnen zu legen. Ich vermute, dass wir im Rückblick sagen werden, dass dies zu viel des Guten war. Dass wir für Ungleichheit und Ungerechtigkeiten deshalb blind waren, weil wir diese als Ergebnis eigenen Handelns beziehungsweise Nichthandelns interpretiert haben. Und wir deshalb diese Ungerechtigkeiten als legitim angesehen haben. Zumindest stillschweigend akzeptiert haben. Weil selbst verschuldet.</p>



<p class="wp-block-paragraph" id="ember1447">Wenn jeder seines Glückes Schmied ist, dann ist jeder auch seines Unglückes Schmied. Und deshalb unternehmen wir wenig gegen solches &#8220;Unglück&#8221;. Hinzu kommt: Diese Sicht ist auch deswegen so bestimmend, weil sie von denen, die mächtig und reich sind, die also weit oben in der Hierarchie stehen, vertreten werden, verständlicherweise vertreten werden. Weil sie die Profiteure dieser Sichtweise sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph" id="ember1448">Was uns heute also als selbstverständlich und gerecht erscheint, nämlich Ungleichheit in Folge unterschiedlicher Ergebnisse der Leistungsgesellschaft, wird möglicherweise in der Zukunft nicht verstanden werden. Zurecht nicht verstanden werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph" id="ember1449">Es gibt am Hauptbahnhof in Berlin, oben im ersten Stock Richtung Ausgang zu Bundeskanzleramt und Bundestag, die sogenannte „DB Lounge Premium“. Zutritt haben nur Zugfahrende der 1. Klasse (Fernzugreisende mit 2.Klasse Ticket verweilen im gleichen Stock gegenüber, in der „DB Lounge“). Neben der Türe zur Premium-Lounge jedenfalls gibt es links daneben eine weitere Türe, die Türe zur Bahnhofsmission. Zu beiden Türen führt ein schmaler kurzer Gang. Auf dem begegnen sich jeden Tag die tendenziell Reichsten und Ärmsten unserer Gesellschaft. Sie laufen für kurze Zeit den gleichen Weg, berühren sich vielleicht, dann trennen sich ihre Wege wieder. Jeder weiß genau, welche Türe er und sie zu nehmen hat. Ich vemute hier hat sich noch keiner vertan. Und wenn, wird den einen der Zutritt verwehrt und die anderen kehren freiwillig wieder um. Hinter der einen Tür gibt es Neonlicht und Tee, hinter der anderen junge, attraktive Menschen hinter einem Tresen und ein Panoramablick auf das Zentrum der Macht.</p>



<p class="wp-block-paragraph" id="ember1450">Vielleicht würde es uns gut tun, bei Fragen der Gerechtigkeit öfters mal die Perspektive zu wechseln.</p>
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		<title>Das schlechte Fischstäbchen &#8211; oder: Was ich als Content Producer gelernt habe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johannes Eber]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Mar 2025 08:33:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[media]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich bin Content Producer. Inhalte-Ersteller. Von Anfang meines Berufsweges an gewesen. Bisweilen habe ich eigene Inhalte erstellt. Meist die Inhalte anderer versucht zu verbessern. Ich bin dabei geworden, was ich einen pragmatischen Perfektionisten nenne. Ich meine die Frage, wie lange man an einem Text, einer Grafik, einem Video arbeitet, bis man sagt: gut, es reicht, &#8230; <a href="https://pixeloekonom.wordpress.com/2025/03/25/das-schlechte-fischstabchen-oder-was-ich-als-content-producer-gelernt-habe/" class="more-link">Continue reading <span class="screen-reader-text">Das schlechte Fischstäbchen &#8211; oder: Was ich als Content Producer gelernt&#160;habe</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
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<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/03/img_2259-2.jpg"><img loading="lazy" width="1000" height="666" data-attachment-id="17428" data-permalink="https://pixeloekonom.wordpress.com/2025/03/25/das-schlechte-fischstabchen-oder-was-ich-als-content-producer-gelernt-habe/modern-empty-blank-advertising-billboard-at-a-railroad-station-mockup-for-your-advertising-project/" data-orig-file="https://pixeloekonom.wordpress.com/wp-content/uploads/2025/03/img_2259-2.jpg" data-orig-size="1000,666" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;4&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;Getty Images&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;Canon EOS 5D Mark III&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;Modern empty blank advertising billboard at a railroad station. Mockup for your advertising project&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1552216979&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;93&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;320&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.01&quot;,&quot;title&quot;:&quot;Modern empty blank advertising billboard at a railroad station. Mockup for your advertising project.&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="Modern empty blank advertising billboard at a railroad station. Mockup for your advertising project." data-image-description="" data-image-caption="&lt;p&gt;Modern empty blank advertising billboard at a railroad station. Mockup for your advertising project&lt;/p&gt;
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<p class="wp-block-paragraph">Ich bin Content Producer. Inhalte-Ersteller. Von Anfang meines Berufsweges an gewesen. Bisweilen habe ich eigene Inhalte erstellt. Meist die Inhalte anderer versucht zu verbessern. Ich bin dabei geworden, was ich einen pragmatischen Perfektionisten nenne. Ich meine die Frage, wie lange man an einem Text, einer Grafik, einem Video arbeitet, bis man sagt: gut, es reicht, dieses Ergebnis darf ans Licht der Welt.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Punkt ist: Ein Inhalt lässt sich immer verbessern, ist nie perfekt.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn 5000 Zeichen einen Text bilden, wie kann man da auf die Idee kommen, die Anordnung dieser Zeichen sei die beste aller möglichen. Es wäre&nbsp;Hybris. Die Frage ist folglich: An welcher Stelle lässt man es gut sein? Wann soll die Suche nach Worten und Wendungen enden? Welche Korrekturlesung ist die letzte?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Antwort liegt in den Umständen. Und den Menschen. Jeder tickt anders. Hat andere Präferenzen. Andere Erfahrungen. Ich wurde im Tageszeitungsjournalismus groß. Mit täglichen Deadlines. Der Pragmatismus musste den Perfektionismus im Zaum halten.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber es war eben immer eine Abwägung. Wie viel Annäherung an den Perfektionismus können wir uns erlauben?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was mich dagegen stets abgestoßen hat: Wenn es nicht wenigstens versucht wurde. Wenn nicht bis zur letzten Minute geschliffen, noch eine Quelle gecheckt wurde, weil die Zeit noch da war. Ich bin eigentlich in ziemlich vielen Bereichen ein ziemlicher Schluffi, nie wurde mir übermäßiger Ehrgeiz attestiert, aber bei der Suche nach dem bestmöglichen Text tat ich mir mit Kompromissen stets schwer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weil ich weiß, was schlechte Texte anrichten. Weil die Überzeugung reifte, dass zum respektvollen Umgang mit Mitmenschen auch gehört, dass man deren Zeit nicht verschwendet. Weil ich erfahren habe, was passiert, wenn jemand sagt, &#8220;ja, der Text ist schlecht, deshalb verstecken wird ihn im Blatt&#8221;. Weil der Text dann eben doch gelesen wird. Wenn auch nur von wenigen. Wer aber&nbsp;Zeitverschwendung erfährt, reagiert darauf häufig ziemlich rigoros. Mit der Kündigung von Loyalität. Gegenüber einer Person. Oder der Publikation als Ganzes.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das liegt vor allem daran, dass schlechte Erfahrungen nachhaltiger wirken als positive. Wer eine Packung mit zehn Fischstäbchen kauft und den Packungsinhalt isst, und wenn dann eines von den Fischstäbchen schlecht ist, der wird nicht in Erfahrung behalten, neun leckere Fischstäbchen gegessen zu haben.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">So ist es auch mit Inhalten: ein schlechter wirkt nachhaltiger als neun gute.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das heißt nicht, nichts riskieren zu sollen. Perfektionismus darf nicht am Publizieren hindern. Schließlich ist gar kein Inhalt vor allem gar kein Inhalt. Schlechter als ein halbwegs guter. Aber es heißt, den Job ernst zu nehmen. Vor allem den/die Gegenüber ernst zu nehmen. Jene, für die Kommunikation gedacht ist.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer Respekt vor diesen Menschen hat, wird viel dafür tun, Inhalte verständlich, packend, überzeugend, informativ, was auch immer zu machen. Perfekt werden diese Inhalte nie werden. Best-möglich schon.&nbsp;</p>
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		<title>Warum die Politik das Klimageld nicht mag</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johannes Eber]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Mar 2025 07:59:53 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Es ist vielleicht das beste Instrument für die Akzeptanz von Klimapolitik: das Klimageld. Denn es macht deutlich, dass steigende Preise für fossile Energie vor allem eines sind: ein Lenkungsinstrument für mehr Klimaschutz, nicht eine weitere Einnahmequelle des Staates. Denn mit dem Klimageld gibt der Staat, was er nimmt, wieder seinen Bürger:innen zurück. Und zwar am &#8230; <a href="https://pixeloekonom.wordpress.com/2025/03/24/warum-die-politik-das-klimageld-nicht-mag/" class="more-link">Continue reading <span class="screen-reader-text">Warum die Politik das Klimageld nicht&#160;mag</span> <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Es ist vielleicht das beste Instrument für die Akzeptanz von Klimapolitik: das Klimageld. Denn es macht deutlich, dass steigende Preise für fossile Energie vor allem eines sind: ein Lenkungsinstrument für mehr Klimaschutz, nicht eine weitere Einnahmequelle des Staates. Denn mit dem Klimageld gibt der Staat, was er nimmt, wieder seinen Bürger:innen zurück. Und zwar am besten vollständig. Die CDU hatte im Wahlkampf für das Klimageld geworben. Es wird wohl dennoch nicht kommen (siehe heutige FAZ). Warum? Politik verteilt staatliche Einnahmen lieber nach politischen Motiven. Vornehmlich an ihr Klientel. Die Akzeptanz für den Klimaschutz wird so nicht erhöht. Und ohne Akzeptanz gibt es nicht genügend Klimaschutz. Das ist nicht nur schlecht für unser Klima, somdern wird auch jenen Kräfte in unserer Gesellschaft weiter stärken, die von Demokratie wenig halten.</p>
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