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Wirtschaftsexperten schlagen vor

Beamte sollen bis 68 arbeiten!

Von DIRK HOEREN und JAN W. SCHÄFER

Hamburg – Nach den Arbeitnehmern sollen nun auch die Beamten deutlich länger arbeiten!

Erste Wirtschaftsexperten fordern: Schickt die rund zwei Millionen Staatsdiener künftig drei Jahre später als bisher in Pension – mit 68! Der Rentenexperte Bernd Raffelhüschen (Uni Freiburg) zu BILD: „Beamte leben im Schnitt drei Jahre länger als die gesetzlich Rentenversicherten. Es wäre daher gerechtfertigt, wenn das Pensions-Eintrittsalter von 65 auf 68 Jahre angehoben wird.“

Grund für die Forderung: die dramatisch steigenden Pensionsausgaben des Staates. In diesem Jahr zahlen Bund, Länder und Gemeinden den 914 000 Beamten und Soldaten im Ruhestand 25 Milliarden Euro Pensionen. Das sind rund 70 Millionen Euro pro Tag!

Bis 2050 werden die Ausgaben laut Schätzungen der Bundesregierung um fast das Vierfache explodieren: auf 91,4 Milliarden Euro/Jahr!

Das will Raffelhüschen verhindern. Neben der Pension mit 68 soll zudem ein sogenannter Nachhaltigkeitsfaktor (gibt es auch schon bei der Rente) den Anstieg der Pensionen drosseln.

Raffelhüschen: „Was bei der gesetzlichen Rente gemacht wurde, muss auch bei den Beamten wirkungsgleich geschehen.“

Unterstützung kommt aus der Politik. FDP-Fachmann Max Stadler zu BILD: „Wer Änderungen bei den Rentnern durchführt, muss auch an die Pensionen ran. Wir wollen, dass Beamte künftig selbst flexibel wählen können, wann sie in Ruhestand gehen – und zwar zwischen 60 und 68 Jahren.“

PS: Auf dem Gewerkschaftstag in Berlin forderte der Deutsche Beamtenbund gestern ein kräftiges Einkommensplus. Drei Prozent mehr für 2008 im öffentlichen Dienst!


25.11.2007
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