„Ich bin für Sterbehilfe, weil ich selbst schon große Schmerzen erleiden musste. Werden diese so schlimm, dass sie nicht mehr auszuhalten sind, sollte eine Erlösung auch ohne Patientenverfügung möglich sein. Ich fände das gut.“
Reinhard Uhlig (83) aus Dresden: „Ich bin für Sterbehilfe, weil ich selbst schon große Schmerzen erleiden musste. Werden diese so schlimm, dass sie nicht mehr auszuhalten sind, sollte eine Erlösung auch ohne Patientenverfügung möglich sein. Ich fände das gut.“Irene Alt (75) aus Eppelborn (Saarland):„Sterbehilfe wäre für mich eine Todsünde und lässt sich nicht mit meinem Glauben vereinbaren. Seit der Patientenverfügung habe ich mir so meine Gedanken gemacht. Wenn das Leben nur noch an Apparaten hängt, ist es etwas anderes. Für manche Leute wäre es sicher eine Erlösung. Für die sollte die Entscheidung frei sein.“Ingemarie Hennig (67) aus Frankfurt:„Man kann das Thema Sterbehilfe nicht im Gesetz festlegen. Das halte ich für extrem problematisch, deshalb Jein zur Legalisierung. Es kommt auf die Krankheit, die Situation des Menschen an. Sterbehilfe ja, wenn es absolut keine Hoffnung mehr gibt. Dies sollten aber mehrere Ärzte und mindestens eine Person, die dem Kranken nahestehen, entscheiden.“Peter Ehlen (73) aus Eppelborn (Saarland): „Über Sterbehilfe habe ich mir schon oft Gedanken gemacht. Zweimal erlitt ich einen Schlaganfall, hatte den Tod vor Augen. Ich bin absolut gegen Sterbehilfe. Bei einer gesetzlichen Regelung sollte man sich Gedanken über die Konsequenzen machen. Wer weiß, wie die Rentenversicherung mit uns Alten irgendwann umgeht. Es soll aber jeder selbst frei entscheiden können.“Werner Zydatis (76) aus Berlin: „Meine Frau kam mit einem einfachen Oberschenkelhalsbruch in die Klinik. Danach hatte sie drei Schlaganfälle und vegetierte nur noch vor sich hin oder brüllte vor Schmerzen. Das hätte ich ihr sehr gerne erspart. Denn sie hätte es auch so gewollt.“Charlotte Egner (85) aus Berlin: „Ich bin für Sterbehilfe. Wenn jemand unwiderruflich dem Tod geweiht ist, leidet, sterben will, dann soll er sterben dürfen. Die Ärzte wollen mit diesen künstlichen Lebensverlängerungsmaßnahmen doch nur Geld verdienen.“Christel Liedtke (67) aus Hamburg: „Wenn jemand sein Leben noch selbst bestimmen kann, also fähig ist, selbst zu entscheiden, sollte er den Zeitpunkt für seinen Tod selbst wählen dürfen. Aber nur, wenn die Person bei vollem Bewusstsein ist.“Heinz Kräutle (76) aus München: „Nur im Fall einer unheilbaren Krankheit befürworte ich Sterbehilfe. Dass keine Heilung möglich ist, sollte aber auf jeden Fall vorher von mindestens drei Ärzten bestätigt werden! Dann sollte Sterbehilfe straffrei bleiben.“Katharina Kartes (80) aus Neunkirchen:„Der Gedanke an Sterbehilfe weckt in mir Erinnerungen an die Vernichtungslager der Nazis. Das darf nicht legalisiert werden. Niemand hat das Recht, über Leben und Tod zu entscheiden. Wenn jemand auf lebensverlängernde Maßnahmen verzichten will, ist das in Ordnung, aber direkte Sterbehilfe? Da bin ich dagegen.“Gerhard Schmidt (72) aus Frankfurt/Main: „Sterbehilfe ja, wenn ein Mensch sehr krank ist. Wenn die Person den ganzen Tag nur Schmerzen hat, sollte man den Wunsch des Kranken respektieren – und ausführen. Die Ärzte müssen sagen, wenn keine Hoffnung mehr auf Heilung besteht. Legalisieren sollte man es trotzdem nicht, das sind Entscheidungen, die man ganz individuell treffen muss.“Gerti Ahne (84) aus Dresden: „Ich bin absolut gegen die Legalisierung. Denn ich habe von meiner Oma gelernt, dass Gott mir das Leben gegeben hat und auch nur er es wieder nehmen darf. Nicht aber die Ärzte.“Rosine Waidt (71) aus Berlin: „Ich will nicht unwürdig künstlich am Leben erhalten werden. Und wenn ich, wie meine Schwester, todkrank an Krebs leide, dann hätte ich auch gerne einen Menschen, der mich davon erlöst.“