Personensuchmaschine yasni.de und ReputationDefender kooperieren

yasni.de, ReputationDefender

Die deutsche Personensuchmaschine yasni.de und der international agierende Online-Repotationsmanagement-Dienstleister ReputationDefender gaben am 31. März eine Kooperation bekannt. Künftig können angemeldete Yasni-Nutzer die ReputationDefender-Dienstleistungen direkt aus der yasni-Website heraus nutzen.

Steffen Rühl, yasni-Geschäftsführer sagt dazu:

„Wir freuen uns über die Zusammenarbeit mit dem führenden Online-Schutzdienst ReputationDefender. Mit dieser Kooperation haben die Nutzer unserer Personensuchmaschine yasni.de endlich die Möglichkeit, ihre ‚digitale Persönlichkeit‘ umfassend zu managen und dabei auch peinliche Bilder, spontane Postings oder unbedachte Blogeinträge entfernen zu lassen.“
Quelle: yasni

Ich persönlich bin nach wie vor nicht wirklich überzeugt von dem Versprechen, das ReputationDefender gibt: Gegen Bezahlung versucht das Unternehmen, nicht mehr erwünschte Inhalte zu beseitigen. Ob sich Jugendsünden auf diese Weise wirklich effektiv entfernen lassen, kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Eine Garantie gibt ReputationDefender meines Wissens nach nicht. Bezahlt wird demnach auch nicht für das Ergebnis, sondern für den Arbeitsaufwand, den das ReputationDefender-Team für den Versuch, die Löschung der unerwünschten Inhalte zu erreichen, aufwendet.

Meiner Einschätzung nach dürfte es in vielen Fällen nicht möglich sein, alte Inhalte nachträglich löschen zu lassen, vor allem in Foren und ähnlichen Strukturen. Wenn es um die Sichtbarkeit in Suchmaschinen geht, wenn nach dem eigenen Namen gesucht wird, ist eine Verdrängungsstrategie mittels Suchmaschinenoptimierung wahrscheinlich der bessere Weg.


Kommentare

  1. Frederic

    … schätze die lage genauso ein wie Michael, genau deswegen halte ich den Ansatz von myON-ID für deutlich besser und effizienter, weil nachhaltiger.

  2. Eva | Online-Recruiting.net

    Der Anbieter ReputationDefender überzeugt mich ebenfalls nicht. Ein französischer Blogger berichtete Ende 2007 (hier die deutsche Version), dass sich hinter der US-amerikanischen Firma eine Reihe von Juristen verbergen, die per Urteil und Druck ungewünschte Spuren aus dem Netz entfernen lassen.
    Der Brite Julian Stopps von BORN Podcast hat vor einigen Monaten ein Interview mit dem ReputationDefender CEO geführt: http://www.bornpodcast.com/shownote.php?cp=episode&sn=169&ep=21

    Viele Grüsse aus Lyon

  3. Michael van Laar

    @Frederic: Und jetzt bewirbt myON-ID die ReputationDefender-Dienstleistungen ganz dick auf der eigenen Website… Ein Schelm, wer Böses dabei denkt – doch man könnte meinen, aufgrund der wirtschaftlichen Gründe sehen diese Überzeugungen jetzt ein wenig anders aus.

  4. ReputationDefender kooperiert schon wieder, diesmal mit myON-ID « Reputationsmanagement, Reputation Management, Imagepflege « Selbstmarketing-Praxis

    […] ich persönlich über das Angebot von ReputationDefender denke, habe ich an anderer Stelle bereits geschildert. Ich bleibe dabei: Mich überzeugen die Anpreisungen […]

  5. Pelle Boese

    Ich finde es irgendwie paradox, wenn Klitschen wie Yasni sich Buzzwords wie „Reputationsmanagement“ auf die Kappe schreiben. Denn bei Yasni selbst wird keinerlei Wert auf die Wünsche der User gelegt.

    Ich hatte mehrfach mit dem Geschäftsführer Kontakt per E-Mail, weil ich wollte, dass mein (IMHO einzigartiger Name) aus der Datenbank von Yasni gelöscht wird und somit dort nicht mehr aufzufinden ist. Aber Pustekuchen. Herr Reputationsmanagement himself, Steffen Rühl, schreibt mir ganz dreist, dass mein Name auf keinen Fall bei Yasni entfernt wird und das ganze doch rechtens sei. So geht man dort also mit die Privatspähre betreffenden Wünschen um.

    Wenn es stimmen würde, dass Yasni KEINERLEI personenbezogene Daten speichert, dann frage ich mich doch, wie mein Name in eine URL bei denen kommt. Den hat bestimmt nicht der liebe Gott oder seine Mutter da rein geschrieben.

  6. lukas

    Gleich vorweg: ich bin im Team von http://www.123people.de, quasi der yasni.de Alterantive.

    Auch uns ist das Thema Datenschutz ein anliegen weshalb die User über assoziierte Portal-logins (z.b. via XING) ihre Personendaten editieren und schützen können. D.h. wir haben dieses System bereits implementiert – auch ohne Konkurrenz ;)

    Liebe Grüsse aus Wien!
    Lukas


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