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	<description>Das Blog des Fachinformationsdienstes</description>
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		<title>Papiere statt Abschiebung: Spaniens pragmatischer Weg in der Migrationspolitik</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Trapp]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 May 2026 08:56:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Spanien]]></category>
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					<description><![CDATA[In den Blättern für deutsche und internationale Politik analysiert die Journalistin Julia Macher Spaniens aktuellen migrationspolitischen Sonderweg: Ein Dekret der Linkskoalition aus PSOE und Sumar ermöglicht zwischen 500.000 und 800.000 irregulär im Land lebenden Menschen die Legalisierung ihres Aufenthaltsstatus – eine Maßnahme, die von der Katholischen Kirche über Gewerkschaften bis zu landwirtschaftlichen Arbeitgeberverbänden breit begrüßt &#8230; <a href="https://blog.fid-romanistik.de/2026/05/12/papiere-statt-abschiebung-spaniens-pragmatischer-weg-in-der-migrationspolitik/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Papiere statt Abschiebung: Spaniens pragmatischer Weg in der Migrationspolitik“</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" src="https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/05/blaetter.jpg" alt="Blätter für deutsche und internationale Politik" title="Blätter für deutsche und internationale Politik" width="300" height="112" class="alignright size-full wp-image-8796" /> In den <em>Blättern für deutsche und internationale Politik</em> analysiert die Journalistin Julia Macher Spaniens aktuellen migrationspolitischen Sonderweg: Ein Dekret der Linkskoalition aus PSOE und Sumar ermöglicht zwischen 500.000 und 800.000 irregulär im Land lebenden Menschen die Legalisierung ihres Aufenthaltsstatus – eine Maßnahme, die von der Katholischen Kirche über Gewerkschaften bis zu landwirtschaftlichen Arbeitgeberverbänden breit begrüßt wurde.<br />
<span id="more-8795"></span></p>
<p>Macher zeigt, dass hinter dieser Entscheidung weniger moralische Überzeugungen als wirtschaftliche Vernunft stecken: Spanien verzeichnet mit 2,8 Prozent eines der höchsten Wachstumsraten in der EU, und Migrant:innen füllen 90 Prozent der neu geschaffenen Stellen. Die Banco de España hat errechnet, dass das Land bis 2053 über 24 Millionen Zuwandernde benötigt, um das Rentensystem zu stabilisieren.</p>
<p>Der Beitrag beleuchtet zudem die historische Kontinuität solcher Regularisierungen in Spanien sowie den – bisher auf das rechte Spektrum beschränkten – politischen Widerstand. Ein lesenswerter Beitrag für alle, die sich für Migrationsdebatten im hispanophonen Raum interessieren.</p>
<p>→ Julia Macher: <a href="https://www.blaetter.de/ausgabe/2026/maerz/papiere-statt-abschiebung-spanien-und-die-migration">Papiere statt Abschiebung: Spanien und die Migration</a>, in: *Blätter für deutsche und internationale Politik* 3/2026, S. 33–36.</p>
<div class="wpcp">Zitieren Sie diesen Artikel bitte so: Markus Trapp, "Papiere statt Abschiebung: Spaniens pragmatischer Weg in der Migrationspolitik", in <em>Romanistik-Blog</em>, 12. Mai 2026, <a href="https://blog.fid-romanistik.de/2026/05/12/papiere-statt-abschiebung-spaniens-pragmatischer-weg-in-der-migrationspolitik/">https://blog.fid-romanistik.de/2026/05/12/papiere-statt-abschiebung-spaniens-pragmatischer-weg-in-der-migrationspolitik/</a>. </div>
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		<title>Rosalias Himmel und Hölle in Berlin</title>
		<link>https://blog.fid-romanistik.de/2026/05/03/rosalias-himmel-und-hoelle-in-berlin/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Trapp]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 May 2026 09:18:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Spanien]]></category>
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					<description><![CDATA[Rosalia ist wirklich ein Phänomen. Über ihre Bedeutung für die spanische Literaturwissenschaft haben wir bereits vor sieben Jahren im Artikel „El mal querer von Rosalía – Ein Pop-Album mit literaturwissenschaftlicher Relevanz“ berichtet. Einen guten Eindruck, wie bombastisch Konzertauftritte von Rosalia inszeniert werden, gibt das Video „ROSALÍA &#8211; Berghain (Live at The BRIT Awards 2026) ft. &#8230; <a href="https://blog.fid-romanistik.de/2026/05/03/rosalias-himmel-und-hoelle-in-berlin/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Rosalias Himmel und Hölle in Berlin“</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_0824.png" alt="" width="300" height="300" class="alignright size-full wp-image-8784" srcset="https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_0824.png 300w, https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/05/IMG_0824-150x150.png 150w" sizes="(max-width: 300px) 85vw, 300px" /> Rosalia ist wirklich ein Phänomen. Über ihre Bedeutung für die spanische Literaturwissenschaft haben wir bereits vor sieben Jahren im Artikel „<a href="https://blog.fid-romanistik.de/2019/05/22/el-mal-querer-von-rosalia-ein-pop-album-mit-literaturwissenschaftlicher-relevanz/">El mal querer von Rosalía – Ein Pop-Album mit literaturwissenschaftlicher Relevanz</a>“ berichtet. Einen guten Eindruck, wie bombastisch Konzertauftritte von Rosalia inszeniert werden, gibt das Video „<a href="https://youtu.be/7fyufPkXLbs?si=aOOYVXIbZsdVb5in">ROSALÍA &#8211; Berghain (Live at The BRIT Awards 2026) ft. Björk</a>“:<br />
<span id="more-8782"></span></p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe class="youtube-player" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/7fyufPkXLbs?version=3&#038;rel=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;fs=1&#038;hl=de-DE&#038;autohide=2&#038;wmode=transparent" allowfullscreen="true" style="border:0;" sandbox="allow-scripts allow-same-origin allow-popups allow-presentation allow-popups-to-escape-sandbox"></iframe></div>
<p>Am Freitag hat Rosalia ein Konzert in der Uber-Arena in Berlin gegeben, bei dem ihr gefeiertes Album <a href="https://es.wikipedia.org/wiki/Lux_(%C3%A1lbum_de_Rosal%C3%ADa)">Lux</a> im Mittelpunkt stand. Dabei hat sie sowohl das Publikum als auch die Kritik begeistert. Jens Balzer schwärmt in der <a href="https://www.zeit.de/feuilleton/musik/2026-04/rosalia-berlin-lux-konzert-uber-arena">ZEIT</a>: „Welch ein Abend. Welch ein Glück, dabei gewesen zu sein.“ Andreas Borcholte im <a href="https://www.spiegel.de/kultur/musik/rosalia-mit-lux-in-berlin-und-dann-schwang-das-stroboskop-wie-ein-weihrauchkelch-a-29b4d9cc-b464-4368-95da-d2af5af8cdd5">Spiegel</a>: „Selten war ein Popkonzert so sehr ein Gesamtkunstwerk.“.</p>
<p>Sehr lesenswert ist die Konzertkritik von Jagoda Marinić in ihrem gestern veröffentlichten Newsletter:</p>
<blockquote><p>Dieses Konzert zu beschreiben ist nicht einfach: Es will alles sein und alles zeigen, künstlerisch wie von den Motiven her: Den Himmel, die Hölle, die Oper, den Rave, die Burlesque, die Diva, die Teamspielerin, die Solistin, die Unschuldige, die Sünderin. …</p>
<p>Ich glaube, es ist diese Zumutung, in die man sich während dieses Konzertes verliebt, dieses quasireligiöse, in dem die Erde nicht genug ist, aber doch der einzige Ort, an dem man ein Steak kriegen kann, wie Woody Allen sagte, als er noch als cool galt, oder wie man heute sagen müsste: die einzige, in dem ich einen gebratenen Blumenkohl bekomme.</p></blockquote>
<p>Weiterlesen bei Jagoda Marinić: <a href="https://jagodamarinic.substack.com/p/rosalias-heaven-and-hell?r=5l8qfy&#038;utm_medium=ios&#038;triedRedirect=true">Rosalia‘s Heaven &#038; Hell</a></p>
<div class="wpcp">Zitieren Sie diesen Artikel bitte so: Markus Trapp, "Rosalias Himmel und Hölle in Berlin", in <em>Romanistik-Blog</em>, 3. Mai 2026, <a href="https://blog.fid-romanistik.de/2026/05/03/rosalias-himmel-und-hoelle-in-berlin/">https://blog.fid-romanistik.de/2026/05/03/rosalias-himmel-und-hoelle-in-berlin/</a>. </div>
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		<title>Call for Papers: „Intelectuales, poder y género en Centroamérica&#8220; (RedISCA, Hamburg, 9.–11. Dezember 2026)</title>
		<link>https://blog.fid-romanistik.de/2026/04/28/call-for-papers-intelectuales-poder-y-genero-en-centroamerica-redisca-hamburg-9-11-dezember-2026/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Trapp]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Apr 2026 12:49:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Lateinamerika]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/04/coloquio-redisca-hamburgo-scaled.jpeg" rel="lightbox[8779]" title="Call for Papers: „Intelectuales, poder y género en Centroamérica" (RedISCA, Hamburg, 9.–11. Dezember 2026)"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/04/coloquio-redisca-hamburgo-212x300.jpeg" alt="" width="212" height="300" class="alignright size-medium wp-image-8781" srcset="https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/04/coloquio-redisca-hamburgo-212x300.jpeg 212w, https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/04/coloquio-redisca-hamburgo-724x1024.jpeg 724w, https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/04/coloquio-redisca-hamburgo-768x1086.jpeg 768w, https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/04/coloquio-redisca-hamburgo-1086x1536.jpeg 1086w, https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/04/coloquio-redisca-hamburgo-1448x2048.jpeg 1448w, https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/04/coloquio-redisca-hamburgo-1200x1697.jpeg 1200w, https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/04/coloquio-redisca-hamburgo-scaled.jpeg 1810w" sizes="auto, (max-width: 212px) 85vw, 212px" /></a>Die <em>Red Europea de Investigaciones sobre Centroamérica</em> (RedISCA) lädt zum XVI. Coloquio-Taller ein, der vom 9. bis 11. Dezember 2026 an der Universität Hamburg stattfindet. Das Thema lautet „Intelectuales, poder y género en Centroamérica&#8220; und richtet den Blick auf intellektuelle Subjektivitäten in Zentralamerika jenseits männlich dominierter Eliten – unter besonderer Berücksichtigung von Gender, Intersektionalität und politischem Positionierungen im öffentlichen Raum.<br />
<span id="more-8779"></span></p>
<p>Thematische Schwerpunkte sind u. a. intellektuelle Netzwerke und Debatten, Medien und Verlagswesen, autobiografische Schreibformen und visuelle Selbstdarstellung, religiöse Wissensordnungen sowie Raumnutzung aus Genderperspektive. Der Coloquio-Taller versteht sich als interdisziplinäres Forum und begrüßt Beiträge aus Literatur-, Geschichts- und Kulturwissenschaften.</p>
<p>Eingereicht werden können Panels, Einzelvorträge, Dissertationsprojekte sowie Projektvorstellungen und Publikationspräsentationen. Einsendeschluss ist der <strong>15. Mai 2026</strong>, Benachrichtigung bis 1. Juni 2026.</p>
<p>Kontakt und Einreichung: <a href="mailto:redisca2026@gmail.com">redisca2026@gmail.com</a> | Weitere Informationen: <a href="https://redisca.org/coloquio-hamburg/">redisca.org/coloquio-hamburg</a></p>
<p>Gastgeber sind neben der <a href="https://www.uni-hamburg.de/">Universität Hamburg</a> auch die <a href="https://www.sub.uni-hamburg.de/">Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg</a> sowie die <a href="https://www.sub.uni-hamburg.de/sammlungen/linga-bibliothek.html">Linga-Bibliothek für Lateinamerikaforschung</a>.</p>
<div class="wpcp">Zitieren Sie diesen Artikel bitte so: Markus Trapp, "Call for Papers: „Intelectuales, poder y género en Centroamérica&#8220; (RedISCA, Hamburg, 9.–11. Dezember 2026)", in <em>Romanistik-Blog</em>, 28. April 2026, <a href="https://blog.fid-romanistik.de/2026/04/28/call-for-papers-intelectuales-poder-y-genero-en-centroamerica-redisca-hamburg-9-11-dezember-2026/">https://blog.fid-romanistik.de/2026/04/28/call-for-papers-intelectuales-poder-y-genero-en-centroamerica-redisca-hamburg-9-11-dezember-2026/</a>. </div>
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		<title>Neuverfilmte Intersexualität: &#8222;Mi querida señorita&#8220;</title>
		<link>https://blog.fid-romanistik.de/2026/04/21/neuverfilmte-intersexualitaet-mi-querida-senorita/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Trapp]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Apr 2026 08:38:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kino]]></category>
		<category><![CDATA[Spanien]]></category>
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					<description><![CDATA[Wohl wissend, dass nicht alle durchgehend die Social-Media-Kanäle des FID Romanistik1 verfolgen können, greifen wir manchmal eine dort vorgestellte Information wieder hier auf, um im Romanistik-Blog etwas ausführlicher darüber berichten zu können. In dieser Woche geht es um jenes Posting zur aktuellen Neuverfilmung des spanischen Filmklassikers &#8222;Mi querida señorita&#8220;: Gespannt auf die Neuverfilmung des Filmklassikers &#8230; <a href="https://blog.fid-romanistik.de/2026/04/21/neuverfilmte-intersexualitaet-mi-querida-senorita/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Neuverfilmte Intersexualität: &#8222;Mi querida señorita&#8220;“</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/04/MV5BZmQ4YzQ0NDMtZGQ5Zi00NGI0LTk2YjAtZGNhYjdkZDBkNTVlXkEyXkFqcGc@._V1_.jpg" rel="lightbox[8775]" title="Filmplakat 'Mi querida señorita' (2026)"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/04/MV5BZmQ4YzQ0NDMtZGQ5Zi00NGI0LTk2YjAtZGNhYjdkZDBkNTVlXkEyXkFqcGc@._V1_-203x300.jpg" alt="Filmplakat 'Mi querida señorita' (2026)" title="Filmplakat 'Mi querida señorita' (2026)" width="203" height="300" class="alignright size-medium wp-image-8776" srcset="https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/04/MV5BZmQ4YzQ0NDMtZGQ5Zi00NGI0LTk2YjAtZGNhYjdkZDBkNTVlXkEyXkFqcGc@._V1_-203x300.jpg 203w, https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/04/MV5BZmQ4YzQ0NDMtZGQ5Zi00NGI0LTk2YjAtZGNhYjdkZDBkNTVlXkEyXkFqcGc@._V1_-691x1024.jpg 691w, https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/04/MV5BZmQ4YzQ0NDMtZGQ5Zi00NGI0LTk2YjAtZGNhYjdkZDBkNTVlXkEyXkFqcGc@._V1_-768x1138.jpg 768w, https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/04/MV5BZmQ4YzQ0NDMtZGQ5Zi00NGI0LTk2YjAtZGNhYjdkZDBkNTVlXkEyXkFqcGc@._V1_-1037x1536.jpg 1037w, https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/04/MV5BZmQ4YzQ0NDMtZGQ5Zi00NGI0LTk2YjAtZGNhYjdkZDBkNTVlXkEyXkFqcGc@._V1_-1383x2048.jpg 1383w, https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/04/MV5BZmQ4YzQ0NDMtZGQ5Zi00NGI0LTk2YjAtZGNhYjdkZDBkNTVlXkEyXkFqcGc@._V1_-1200x1778.jpg 1200w, https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/04/MV5BZmQ4YzQ0NDMtZGQ5Zi00NGI0LTk2YjAtZGNhYjdkZDBkNTVlXkEyXkFqcGc@._V1_.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 203px) 85vw, 203px" /></a> Wohl wissend, dass nicht alle durchgehend die Social-Media-Kanäle des FID Romanistik<sup class="modern-footnotes-footnote">1</sup> verfolgen können, greifen wir manchmal eine dort vorgestellte Information wieder hier auf, um im Romanistik-Blog etwas ausführlicher darüber berichten zu können. In dieser Woche geht es um jenes Posting zur aktuellen Neuverfilmung des spanischen Filmklassikers &#8222;Mi querida señorita&#8220;:<br />
<span id="more-8775"></span></p>
<blockquote class="bluesky-embed" data-bluesky-uri="at://did:plc:crst4w4qpwbwgulb4w6ns3ex/app.bsky.feed.post/3mjtmjsgfxk2l" data-bluesky-cid="bafyreierzitsbqaxoi6riatcznnhntcgvpkq37b2pfebp2vdwvgubrlx4e">
<p lang="de">Gespannt auf die Neuverfilmung des Filmklassikers „Mi querida señorita“ (ab 1.5. bei Netflix). Derweil: sowohl den Film von Jaime de Armiñan (discovery.fid-romanistik.de/vufind/Recor&#8230;) als auch „La mala costumbre“ von Alana S. Portero (discovery.fid-romanistik.de/vufind/Recor&#8230;) gibt‘s beim FID.</p>
<p>&mdash; <a href="https://bsky.app/profile/did:plc:crst4w4qpwbwgulb4w6ns3ex?ref_src=embed">FID Romanistik (@fidromanistik.bsky.social)</a> <a href="https://bsky.app/profile/did:plc:crst4w4qpwbwgulb4w6ns3ex/post/3mjtmjsgfxk2l?ref_src=embed">2026-04-19T09:15:28.555Z</a></p></blockquote>
<p><script async src="https://embed.bsky.app/static/embed.js" charset="utf-8"></script></p>
<p>Zum Interview mit Alana S. Portero (<a href="https://www.eldiario.es/cultura/cine/alana-s-portero-revisa-pone-luz-querida-senorita-hay-personas-intersexuales-pelirrojos_1_13150229.html">eldiario.es</a>, 18. April 2026): Portero schreibt das Drehbuch zu einer Neuverfilmung von &#8222;Mi querida señorita&#8220;, dem Klassiker von Jaime de Armiñán. Produziert wird der Film von Javier Calvo und Javier Ambrossi, Regie führt Fernando González Molina. Das Original von 1972 handelt von Adela, einer Figur, die als Frau aufgewachsen ist, aber entdeckt, dass sie biologisch ein Mann war. Damals existierte der Begriff Intersexualität kaum; das Drehbuch war so konstruiert, dass es die franquistische Zensur passieren konnte.</p>
<p>Die Neuverfilmung will das beleuchten, was im Original im Dunkeln blieb: die Intersexualität. Portero betont, dass es mehr intersexuelle Menschen gibt als Rothaarige – ein Zitat der Intersex-Aufklärerin Mer Gómez, die das Team begleitet hat. Portero vertritt die Haltung, dass Andeutungen beim Erzählen dieser Geschichte nicht ausreichen: Wer von Körpern erzählt, an denen Eingriffe vorgenommen werden, muss das direkt ansprechen – Verstümmelung lässt sich nicht nur andeuten. Die Hauptrolle spielt Elisabeth Martínez, selbst eine intersexuelle Person, die ihre eigene Erfahrung in die Figur einbringt.</p>
<p>In diesem Zusammenhang verweisen wir auf das Interview mit Hauptdarstellerin Elisabeth Martínez und Regisseur Fernando González Molina, das der Kino-Podcast Kinotico.es auf dem Filmfestival in Málaga im März 2026 geführt hat: <a href="https://kinotico.es/actualidad/2026-03-08/entrevista-fernando-gonzalez-molina-siempre-me-he-manifestado-como-gay-pero-no-habia-encontrado-historia-para-hablar-colectivo">González Molina: &#8222;Siempre me he manifestado como gay, pero no había encontrado la historia para hablar del colectivo&#8220;</a></p>
<p>Unfassbar, wie schnell der Regisseur in diesem Interview-Ausschnitt &#8211; auch bei Kinotico.es &#8211; spricht (zum Glück ist es transkribiert):</p>
<p><iframe loading="lazy" title="Entrevista a Fernando González Molina, director de &#039;Mi querida señorita&#039;, Kinótico 508" width="563" height="1000" src="https://www.youtube.com/embed/q7FEwaUDY-Q?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Wie im Social-Media-Post beschrieben: der Film läuft zur Zeit in spanischen Kinos und startet am 1. Mai auf <a href="https://www.netflix.com/de/title/81714543">Netflix</a>. Filme sollte man eigentlich im Kino sehen, denn dafür werden sie gemacht. Aber, wenn man keine Möglichkeit hat, ihn im Kino zu sehen, ist Netflix eine gute zweite Option. Die Drehbuchautorin Alana S. Portero ist sich dieser Problematik auch bewußt und schreibt auf <a href="https://openbiblio.social/@velvetmolotov@masto.es/116407910524665292">Mastodon</a>: &#8222;Solamente va a estar un par de semanas en cines antes de subirse a Netflix, comprendo que esto baja las ganas de ver las cosas en las salas…&#8220;.</p>
<p>Sowohl den Film von Jaime de Armiñan aus dem Jahr 1972 (<a href="https://discovery.fid-romanistik.de/vufind/Record/1024614999?sid=5463">https://discovery.fid-romanistik.de/vufind/Record/1024614999?sid=5463</a><img loading="lazy" decoding="async" src="/wp-includes/images/fid-mini.png" width="16" height="16" alt="FID Romanistik" title="FID Romanistik" /> ) als auch den Debut-Roman von Alana S. Portero „La mala costumbre“  (<a href="https://discovery.fid-romanistik.de/vufind/Record/1851246894?sid=5461">https://discovery.fid-romanistik.de/vufind/Record/1851246894?sid=5461</a><img loading="lazy" decoding="async" src="/wp-includes/images/fid-mini.png" width="16" height="16" alt="FID Romanistik" title="FID Romanistik" />) gibt‘s zur Ausleihe beim FID.</p>
<div class="wpcp">Zitieren Sie diesen Artikel bitte so: Markus Trapp, "Neuverfilmte Intersexualität: &#8222;Mi querida señorita&#8220;", in <em>Romanistik-Blog</em>, 21. April 2026, <a href="https://blog.fid-romanistik.de/2026/04/21/neuverfilmte-intersexualitaet-mi-querida-senorita/">https://blog.fid-romanistik.de/2026/04/21/neuverfilmte-intersexualitaet-mi-querida-senorita/</a>. </div>
<div>1&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Der FID berichtet täglich auf <a href="https://bsky.app/profile/fidromanistik.bsky.social/">Bluesky</a> und <a href="https://openbiblio.social/@fidromanistik">Mastodon</a> und mehrmals die Woche auf <a href="https://www.facebook.com/FIDRomanistik">Facebook</a> über Aktuelles aus der Romania. (Folgen Sie uns gerne auf einem dieser Kanäle, wenn Sie ihn in der eigenen Wissenschaftskommunikation nutzen.)</div>]]></content:encoded>
					
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		<title>KI-gestützte Literaturrecherche in der Romanistik – ein Erfahrungsbericht</title>
		<link>https://blog.fid-romanistik.de/2026/04/14/ki-gestuetzte-literaturrecherche-in-der-romanistik-ein-erfahrungsbericht/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Ursula Winter]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Apr 2026 05:02:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[KI]]></category>
		<category><![CDATA[Recherche]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Angebot wissenschaftlicher Suchwerkzeuge wurde in den letzten Jahren um eine neue Kategorie erweitert: Neben die Online-Kataloge der Bibliotheken, bibliographische Datenbanken und Fachportale wie das Suchportal des FID Romanistik sind zahlreiche Anbieter KI-gestützter Recherchetools getreten. Wissenschaftliche Recherchen erfordern dadurch nicht weniger Kompetenzen, aber zum Teil andere. Welche dazu derzeit zählen, zeichnet der vorliegende Erfahrungsbericht nach. &#8230; <a href="https://blog.fid-romanistik.de/2026/04/14/ki-gestuetzte-literaturrecherche-in-der-romanistik-ein-erfahrungsbericht/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„KI-gestützte Literaturrecherche in der Romanistik – ein Erfahrungsbericht“</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_8764" aria-describedby="caption-attachment-8764" style="width: 375px" class="wp-caption alignright"><a href="https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/04/SCR-Inciteful.jpg" rel="lightbox[8759]" title="incitefulmed"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-8764" title="incitefulmed" src="https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/04/SCR-Inciteful-kl.jpg" alt="incitefulmed" width="375" height="359" srcset="https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/04/SCR-Inciteful-kl.jpg 375w, https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/04/SCR-Inciteful-kl-300x287.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 375px) 85vw, 375px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8764" class="wp-caption-text">Quelle: <a href="https://incitefulmed.com/academic/p/W2004466836">incitefulmed.com</a></figcaption></figure>
<p>Das Angebot wissenschaftlicher Suchwerkzeuge wurde in den letzten Jahren um eine neue Kategorie erweitert: Neben die Online-Kataloge der Bibliotheken, bibliographische Datenbanken und Fachportale wie das <a href="https://discovery.fid-romanistik.de/vufind/">Suchportal des FID Romanistik</a> sind zahlreiche Anbieter KI-gestützter Recherchetools getreten. Wissenschaftliche Recherchen erfordern dadurch nicht weniger Kompetenzen, aber zum Teil andere. Welche dazu derzeit zählen, zeichnet der vorliegende Erfahrungsbericht nach. Er basiert auf der wiederholten Beschäftigung der Autorin mit KI-gestützten Recherchetools und ihrer zweifachen Perspektive auf die Thematik sowohl als Romanistin als auch als wissenschaftliche Bibliothekarin. Wie es in einem sich dynamisch entwickelnden Feld nicht anders sein kann, handelt es sich dabei um eine Momentaufnahme der bisher gewonnenen Eindrücke. Zukünftige Veränderungen der genutzten Suchwerkzeuge sind nicht nur wahrscheinlich, sondern auch wünschenswert. Die Besonderheiten von KI-gestützten Tools für die Literaturrecherche und damit einhergehende Nutzungsanforderungen werden im Folgenden gemäß der typischen drei Phasen einer Recherche von der Auswahl des Rechercheinstruments über die Formulierung der Suchanfrage bis zur Bewertung der Ergebnisse dargestellt.<br />
<span id="more-8759"></span></p>
<h5>1. Auswahl des Rechercheinstruments</h5>
<p>Grundlegend für die Auswahl eines KI-gestützten Rechercheinstruments ist zunächst natürlich die gewünschte Funktion: Möchte man Quellen klassisch als Trefferliste ausgegeben bekommen, eine mit Referenzen versehene Volltextantwort erhalten oder ausgehend von einer einschlägigen Publikation weitere, durch Zitation oder Ähnlichkeit damit verknüpfte Texte finden? Diese verschiedenen Funktionsweisen einzelner Tools weisen schon auf einen zweiten wichtigen Aspekt hin: Was bedeutet „KI-gestützt“ für das jeweilige Angebot genau? Wird ein Ranking oder ein Volltextabgleich mit KI-Unterstützung erstellt oder basiert die Ausgabe einer ausformulierten Antwort in erster Linie auf textgenerativer KI? In letztem Fall: Welches Sprachmodell wird dafür genutzt? Die Beantwortung dieser Fragen ist nicht bei allen Anbietern einfach zu bewerkstelligen. Technische Details werden oft nur sehr oberflächlich oder gar nicht offengelegt. Vor der Nutzung eines online angebotenen Recherchetools sollte man sich daher auch über die Themen (fehlende) Transparenz und Datenschutz Gedanken machen: Ist nachvollziehbar, was mit eingegebenen Daten geschieht, wo sie verarbeitet und wie sie ggf. nachgenutzt werden? Die Eingabe von Daten beginnt bei vielen Anbietern schon mit einer für die vollumfängliche Nutzung benötigten, kostenfreien oder kostenpflichtigen Registrierung. Der Schwerpunkt dieses Erfahrungsberichts wird auf Rechercheinstrumenten liegen, die kostenfrei und idealerweise komplett ohne Registrierung nutzbar sind. Datenschutzrechtliche Bedenken schließt das aber nicht aus. Während für die Nutzung generativer KI-Modelle viele Hochschulen mit der <a href="https://docs.hpc.gwdg.de/services/ai-services/index.html">GWDG KI-Cloud</a> (Chat-AI, Voice-AI und Image-AI) verschiedene Modelle – häufig jedoch nicht in deren allerneuester Version – in einer geschützten Umgebung anbieten, laufen beim Thema KI-gestützte Recherche zwar unterschiedliche Entwicklungen parallelNeben hauseigenen Entwicklungen von Verlagen und Datenbankanbietern ist speziell für den Bibliotheksbereich das ebenso wie die GWDG KI-Cloud in Göttingen angesiedelte DFG-Projekt „LibraryAI – Explorative Entwicklung und Erprobung einer virtuellen Bibliotheksassistenten-Anwendung“ zu nennen,<sup class="modern-footnotes-footnote">1</sup> ein fertig entwickeltes und gesichert DSGVO-konformes KI-Recherchetool ist mir aber bislang noch nicht bekannt.</p>
<p>Neben den genannten Aspekten ist es bei der Auswahl eines KI-gestützten Recherchetools zudem zentral, sich über die genutzte Datengrundlage zu informieren. Die große Mehrzahl der KI-gestützten Suchwerkzeuge greift auf die Datenbank von Semantic Scholar zurück. Andere von KI-gestützten Tools genutzte bibliographische Datenbanken sind u.a. Open Alex und Crossref. Da in diesen Quellen die Nachweise von – in der Mehrzahl englischsprachigen – Zeitschriftenartikeln sowie Open-Access-Publikationen überwiegen, bilden sie für viele geisteswissenschaftliche Fächer nicht das gesamte Spektrum relevanter Forschungsbeiträge ab. Als alleiniges Recherchewerkzeug erscheinen die KI-gestützten Suchinstrumente daher für Fächer wie die Romanistik bislang nicht ausreichend. Um die Anzahl passender Suchergebnisse zu erhöhen, kann die Wahl eines Recherchetools, das auf eine breitere Datenbasis zurückgreift, hilfreich sein. Im Bereich der Werkzeuge für Literaturnetzwerke kann somit zum Beispiel das Angebot von <a href="https://incitefulmed.com/academic/">Inciteful</a>, das neben Semantic Scholar, Open Alex und Crossref auch auf die Daten der Plattform Open Citations zugreift und zudem ohne Registrierung nutzbar ist, gegenüber dem vielleicht etwas bekannteren Angebot von <a href="https://app.researchrabbit.ai/">ResearchRabbit</a> punkten.<sup class="modern-footnotes-footnote">2</sup> Dass eine möglichst breite Datenbasis alleine aber nicht ausreicht, sondern für ein wirklich gutes Angebot auch die möglichst niedrigschwellige Nutzbarkeit sowie die Fähigkeiten der eingebundenen KI-Modelle überzeugen müssen, zeigen einige Suchexperimente mit den Plattformen <a href="https://discovery.researcher.life/">R Discovery</a> von Editage und <a href="https://asta.allen.ai/">Asta</a> des Allen Institute for Artificial Intelligence. Obwohl R Discovery im Vergleich zu Asta, das auf der Datenbasis von Semantic Scholar operiert,<sup class="modern-footnotes-footnote">3</sup> mit Crossref, Open Alex, Unpaywall, PubMed und Veröffentlichungen verschiedener Verlage<sup class="modern-footnotes-footnote">4</sup> auf eine diversere Datenbasis zurückgreift, erscheinen die Ergebnisse von Asta bei meinen Tests vielversprechender.</p>
<figure id="attachment_8762" aria-describedby="caption-attachment-8762" style="width: 750px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/04/SCR-Asta.jpg" rel="lightbox[8759]" title="Asta"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-8762" title="Asta" src="https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/04/SCR-Asta-kl.jpg" alt="Asta" width="750" height="418" srcset="https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/04/SCR-Asta-kl.jpg 750w, https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/04/SCR-Asta-kl-300x167.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 984px) 61vw, (max-width: 1362px) 45vw, 600px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8762" class="wp-caption-text">Quelle: <a href="https://asta.allen.ai">asta.allen.ai</a></figcaption></figure>
<h5>2. Formulierung der Suchanfrage</h5>
<p>Während man in Bibliothekskatalogen und Fachdatenbanken Suchanfragen bisher in der Regel in Form von Stichwörtern formulieren muss und sie mit Hilfe Boolescher Operatoren verfeinern kann, nimmt die Mehrzahl der KI-gestützten Recherchetools auch Anfragen in Satz- oder Textform entgegen. Um gute Ergebnisse zu erzielen, tritt somit die Beherrschung der Syntax einer formalisierten Recherchesprache hinter Kenntnisse im Prompt-Engineering zurück. Für Fächer wie die Romanistik, in denen mehr als eine Wissenschaftssprache die Regel ist, hat zudem der Umgang der Systeme mit Mehrsprachigkeit eine hohe Relevanz. Stärken und Schwächen der Recherchewerkzeuge R Discovery und Asta treten schon im Rahmen einer kleinen, nicht repräsentativen Testreihe mit Suchanfragen in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch zutage.</p>
<p>Der Bereich „Search Papers“ von R Discovery fordert zur Eingabe von „keyword, title or DOI“ auf, nimmt aber auch ausformulierte Suchanfragen entgegen. Anders als klassische Kataloge und Datenbanken, die in der Regel mit einer bevorzugten Such- und Erschließungssprache arbeiten, in der die verbale Inhaltserschließung der verzeichneten Dokumente erfolgt und durch die auch Publikationen in anderen Sprachen auffindbar gemacht werden, könnte man davon ausgehen, dass bei der KI-gestützten Auswertung von Eingaben die gewählte Sprache eine nachrangige Rolle spielt. Bei R Discovery ist dies jedoch nicht der Fall. Meine Testsuchen mit den Stichwörtern „Minderheitensprachen Rechte“, „Minderheitensprachen Rechte Spanien“ und „Frankreich Literatur Migration“ sowie deren wörtliche Übersetzungen in die oben genannten Sprachen liefern zwar alle am meisten englischsprachige Treffer, allerdings jeweils gefolgt von Treffern in der Sprache der Suchanfrage. Das kann man positiv als Orientierung der Suchergebnisse an den Interessen und Kenntnissen der suchenden Person bewerten, aber auch negativ, weil dadurch vermutlich der Recall leidet, also nicht die maximal mögliche Zahl der zur Suchanfrage passenden Quellen in der Datenbasis als Treffer ausgegeben wird. Die Ausgabe von bei allen Anfragen überwiegend englischsprachigen Publikationen dürfte einfach darauf zurückzuführen sein, dass diese wohl den größten Anteil der Datenbasis ausmachen. Insbesondere die deutschsprachigen Suchanfragen zeigen darüber hinaus Schwächen von R Discovery bei der Disambiguierung von Homonymen und der Zerlegung von Komposita auf. Bei der Suchanfrage „Minderheitensprache Rechte“ wird im Relevanzranking an dritter Stelle beispielsweise ein Treffer mit dem Titel „Rechte Gefühle“ angezeigt, der sich mit faschistischen Tendenzen der Gegenwart beschäftigt. Die Verwendung einer Pluralform in der Suche kann zwar kritisch hinterfragt werden. Andere Wege der Disambiguierung wie etwa der Rückgriff auf mit Homonymzusätzen versehene Normdaten finden bei R Discovery und anderen KI-gestützten Recherchetools bislang aber leider keine Anwendung. Um Minderheitensprachen geht es außerdem auch in den anderen am höchsten gerankten Treffern nicht. Das Kompositum scheint für das System ebenfalls eine Herausforderung darzustellen, denn bei den analogen Suchen nach „minority language rights“, „langue minoritaire droits“, „lingua minoritaria diritti“ und „lengua minoritaria derechos“ sind die Treffer mit der höchsten Relevanzbewertung besser passend. Der Bereich „Ask R Discovery“, bei dem eine Suche durch eine Volltextantwort mit Quellenverweisen beantwortet wird, erlaubt kostenfrei nur drei Anfragen ohne sowie drei weitere mit Registrierung und konnte daher nicht umfassend getestet werden.</p>
<p>Bei Asta wird die Suchanfrage immer zunächst automatisiert auf Englisch übersetzt und ihr semantischer Gehalt analysiert, woraufhin die offenbar maximal 75 relevantesten Treffer ermittelt und angezeigt werden. Die Ergebnisse sind dadurch unabhängig von der Sprache der Suchanfrage sehr ähnlich, allerdings überwiegt auch hier deutlich die Anzahl englischsprachiger Quellen, die in der Datenbank von Semantic Scholar die große Mehrzahl der Inhalte auszumachen scheinen. Auch der Bereich „Generate a report“ von Asta arbeitet mit einer Übersetzung der Suchanfrage ins Englische. Die darauf aufbauend erstellte Volltextantwort ist teils in der Sprache der Suche abgefasst, bei Anfragen auf Deutsch und Italienisch jedoch auf Englisch. Die verlinkten Quellen sind wiederum jeweils fast ausschließlich englischsprachig. Versuche, dies durch eine Erweiterung des Prompts um die Bitte nach Quellen in einer bestimmten Sprache zu ändern, bleiben erfolglos. Im Bereich „Find papers“, wo eine Suchanfrage mit einer reinen Trefferliste beantwortet wird, ist dies jedoch anders. Gibt man dort eine vollständige Frage als Suche ein und ergänzt sie um die Bitte, wissenschaftliche Artikel in einer bestimmten Sprache zu finden, funktioniert es gut, dass die Mehrzahl der Treffer in der genannten Sprache abgefasst ist und nur noch ein kleinerer Teil englischsprachiger Publikationen angezeigt wird. Als freies und unbegrenzt ohne Registrierung nutzbares Tool ist Asta zur Auswertung der Datenbank von Semantic Scholar nicht uninteressant. Für umfassende Recherchen erweist sich das Suchportal des FID Romanistik bislang aber als die ergiebigste Quelle für fachlich einschlägige Publikationen und sollte daher nicht durch die Nutzung KI-gestützter Recherchetools ersetzt werden. Wünschenswert und durchaus nicht unrealistisch ist zudem, dass die beiden Welten der wissenschaftlichen Recherche sich in den nächsten Jahren einander weiter annähern und bestehende Suchinstrumente mit von Bibliotheken kuratierten Metadaten um Recherchefunktionen mit KI-Unterstützung erweitert werden.</p>
<h5>3. Bewertung der Ergebnisse</h5>
<p>Die Beurteilung von Treffern hinsichtlich zentraler Kriterien wie Aktualität, Vertrauenswürdigkeit und Passgenauigkeit zum Thema der Recherche liegt natürlich auch bei bibliographischen Referenzen aus KI-unterstützten Suchen weiterhin im Zuständigkeitsbereich der anfragenden Person. Ebenso führt bei KI-generierten Volltextantworten kein Weg daran vorbei zu überprüfen, aus welchem Kontext Zitate ursprünglich stammen und ob sie von der KI adäquat wiedergegeben wurden.</p>
<p>Im Hinblick auf die ausgewertete Datenbasis erscheinen KI-gestützte Suchwerkzeuge für Literaturrecherchen in der Romanistik bislang nur als Ergänzung zu bestehenden Angeboten wie Bibliothekskatalogen, Fachdatenbanken und dem Suchportal des FID Romanistik empfehlenswert, etwa um gezielt die Datenbank von Semantic Scholar zu durchsuchen. Die bisherigen Erfahrungen zeigen darüber hinaus, dass auch mit zunehmender Integration von KI in Suchprozesse sowohl Recherche- als auch Fachkompetenzen unabdingbar bleiben, um brauchbare Ergebnisse zu erzielen und zu erkennen. Insofern erscheint eine enge Zusammenarbeit von Fachwissenschaft und Universitätsbibliotheken ideal, da die Sinnhaftigkeit von Recherchekompetenzen an fachlich konkret behandelten Themen am besten nachvollziehbar wird. Beim Formulieren von Prompts, aber auch bei der Auswertung KI-generierter Texte stellt ein kompetenter Umgang mit Sprache(n) und Text(en) einen großen Mehrwert dar. Philologische Disziplinen wie die Romanistik dürften vor dem Hintergrund textgenerativer KI-Systeme also gerade nicht ausgedient haben, sondern können neue Relevanz erlangen.</p>
<p>Bei allen Chancen, die KI-gestützte Prozesse heute und in Zukunft bieten können, sollten neben den in Bezug auf den Datenschutz bereits angesprochenen rechtlichen Aspekten auch ethische Fragen bei der Entscheidung für oder gegen die Nutzung eines KI-gestützten Instruments für bestimmte (Teil-)Aufgaben nicht unbeachtet bleiben. Ausbeuterische Strukturen beim Training von KI-Modellen oder negative Konsequenzen für die Umwelt infolge des sehr hohen Energieverbrauchs generativer KI-Anwendungen<sup class="modern-footnotes-footnote">5</sup> dürfen nicht als vermeintlich notwendiges Übel des technologischen Fortschritts hingenommen werden. Als User können wir durch unsere Wahl beispielsweise des genutzten Large Language Models mit darauf hinwirken, die Nachfrage nach KI-Produkten, welche unseren Wertvorstellungen nicht entsprechen, gering zu halten und Entscheidungsträger*innen in Politik und Wirtschaft dazu zu bewegen, die Rahmenbedingungen für KI-Anwendungen so zu gestalten, dass die Achtung fundamentaler Werte gewahrt bleibt.</p>
<div class="wpcp">Zitieren Sie diesen Artikel bitte so: Ursula Winter, "KI-gestützte Literaturrecherche in der Romanistik – ein Erfahrungsbericht", in <em>Romanistik-Blog</em>, 14. April 2026, <a href="https://blog.fid-romanistik.de/2026/04/14/ki-gestuetzte-literaturrecherche-in-der-romanistik-ein-erfahrungsbericht/">https://blog.fid-romanistik.de/2026/04/14/ki-gestuetzte-literaturrecherche-in-der-romanistik-ein-erfahrungsbericht/</a>. </div>
<div>1&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Vgl. <a href="https://gepris.dfg.de/gepris/projekt/559325635">https://gepris.dfg.de/gepris/projekt/559325635</a> (9.4.2026).</div><div>2&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Die Informationen zu den Datenquellen sind folgenden Webseiten entnommen:<a href="https://incitefulmed.com/academic/data"> https://incitefulmed.com/academic/data</a> (9.4.2026) und <a href="https://learn.researchrabbit.ai/en/articles/13158099-using-researchrabbit-alongside-library-databases">https://learn.researchrabbit.ai/en/articles/13158099-using-researchrabbit-alongside-library-databases</a> (9.4.2026).</div><div>3&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Vgl. Ken Yeung: „Ai2’s Asta Launches as an Open Framework to Bring Rigor to Scientific AI“, 26.8.2025, <a href="https://thelettertwo.com/2025/08/26/ai2-asta-open-science-ai-framework/">https://thelettertwo.com/2025/08/26/ai2-asta-open-science-ai-framework/</a> (9.4.2026).</div><div>4&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Vgl. <a href="https://discovery.researcher.life/">https://discovery.researcher.life/</a> (9.4.2026).</div><div>5&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Vgl. Argie Kasprzik: „Die KI(rche) im Dorf lassen. Plädoyer für eine klima- und sozialverträgliche Nutzung von Künstlicher Intelligenz“, in: o-bib 12/4 (2025), <a href="https://doi.org/10.5282/o-bib/6201">https://doi.org/10.5282/o-bib/6201</a> (9.4.2026).</div>]]></content:encoded>
					
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		<title>Ramón y Cajal, Dalí, Lorca: Die Neuronen, die den Surrealismus inspirierten</title>
		<link>https://blog.fid-romanistik.de/2026/04/09/ramon-y-cajal-dali-lorca-die-neuronen-die-den-surrealismus-inspirierten/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Trapp]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Apr 2026 09:55:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kino]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Spanien]]></category>
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					<description><![CDATA[Ab heute läuft in spanischen Kinos die Dokumentation „Ramón y Cajal: dibujos en la retina“ – ein guter Anlass, an eine faszinierende Verbindung zwischen Wissenschaft und Kunst zu erinnern. Santiago Ramón y Cajal entdeckte 1888 die Neuronen als unabhängige Zellen des Nervensystems. Seine präzisen, kunstvoll gestalteten Zeichnungen dieser „Schmetterlinge der Seele” gingen weit über die &#8230; <a href="https://blog.fid-romanistik.de/2026/04/09/ramon-y-cajal-dali-lorca-die-neuronen-die-den-surrealismus-inspirierten/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Ramón y Cajal, Dalí, Lorca: Die Neuronen, die den Surrealismus inspirierten“</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ab heute läuft in spanischen Kinos die Dokumentation „Ramón y Cajal: dibujos en la retina“ – ein guter Anlass, an eine faszinierende Verbindung zwischen Wissenschaft und Kunst zu erinnern.</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe loading="lazy" class="youtube-player" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/NTTA-oYcJ3Q?version=3&#038;rel=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;fs=1&#038;hl=de-DE&#038;autohide=2&#038;wmode=transparent" allowfullscreen="true" style="border:0;" sandbox="allow-scripts allow-same-origin allow-popups allow-presentation allow-popups-to-escape-sandbox"></iframe></div>
<p>Santiago Ramón y Cajal entdeckte 1888 die Neuronen als unabhängige Zellen des Nervensystems. Seine präzisen, kunstvoll gestalteten Zeichnungen dieser „Schmetterlinge der Seele” gingen weit über die Wissenschaft hinaus: Kunsthistoriker Jaime Brihuega nennt Cajal „einen Grundstein des spanischen Surrealismus”. In der von Cajal mitgegründeten Residencia de Estudiantes in Madrid lernten sich Federico García Lorca und Salvador Dalí kennen – und sahen dort die neurologischen Zeichnungen des Nobelpreisträgers. Motivisch schlugen sich diese in Lorcas und Dalís Werken nieder: Wurzelstrukturen, freigelegte Nerven, eine „ästética fisiológica”, wie Lorca es selbst nannte. Auch Luis Buñuels surrealistisches Frühwerk Un perro andaluz trägt Spuren von Cajals Laborarbeit.<br />
Bitter-ironisch: Ramón y Cajal selbst verachtete den Surrealismus als „barbarische Entartung” – und inspirierte ihn doch entscheidend.<br />
<span id="more-8748"></span></p>
<figure id="attachment_8749" aria-describedby="caption-attachment-8749" style="width: 840px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_0773.jpeg" rel="lightbox[8748]" title="Federico García Lorca"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_0773-1024x650.jpeg" alt="Federico García Lorca" title="Federico García Lorca"  width="840" height="533" class="size-large wp-image-8749" srcset="https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_0773-1024x650.jpeg 1024w, https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_0773-300x191.jpeg 300w, https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_0773-768x488.jpeg 768w, https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_0773.jpeg 1200w" sizes="auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8749" class="wp-caption-text">Federico García Lorca, en el laboratorio de Pío del Río Hortega en la Residencia de Estudiantes, hacia 1923. ARCHIVO RESIDENCIA DE ESTUDIANTES</figcaption></figure>
<p>Lesen Sie dazu auch den sehr guten <em>El País</em>-Artikel von Manuel Ansede „<a href="https://elpais.com/ciencia/2026-04-08/de-cajal-a-dali-y-lorca-los-dibujos-que-revelaron-la-sustancia-de-la-mente-humana-e-inspiraron-el-surrealismo-espanol.html">De Cajal a Dalí y Lorca: los dibujos que revelaron la sustancia de la mente humana e inspiraron el surrealismo español</a>“ </p>
<p>(Falls Sie keinen Zugriff auf <em>El País</em> haben, hier noch einmal der Hinweis, dass Romanist:innen in Deutschland über den FID Romanistik <a href="https://blog.fid-romanistik.de/2025/10/01/neues-angebot-des-fid-bibliotheksausweise-der-cervantes-institute-fuer-romanistinnen/">Zugang zur Biblioteca Electrónica der Cervantes Institute</a> bekommen können, die den Zugriff auf <em>El País</em> beinhaltet.)</p>
<div class="wpcp">Zitieren Sie diesen Artikel bitte so: Markus Trapp, "Ramón y Cajal, Dalí, Lorca: Die Neuronen, die den Surrealismus inspirierten", in <em>Romanistik-Blog</em>, 9. April 2026, <a href="https://blog.fid-romanistik.de/2026/04/09/ramon-y-cajal-dali-lorca-die-neuronen-die-den-surrealismus-inspirierten/">https://blog.fid-romanistik.de/2026/04/09/ramon-y-cajal-dali-lorca-die-neuronen-die-den-surrealismus-inspirierten/</a>. </div>
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		<title>Renoir in Love</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Trapp]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Apr 2026 11:33:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
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					<description><![CDATA[Auf Arte ist eine aktuelle Dokumentation über Pierre-Auguste Renoir von Camille Ménager (F 2025) zu sehen: Renoir in Love. Schon im 19. Jahrhundert, als die industrielle Revolution die Gesellschaft grundlegend veränderte, beobachtete der Maler Pierre-Auguste Renoir mit wachem Blick die Folgen dieses Wandels. Seine größte Sorge galt dabei der Qualität zwischenmenschlicher Beziehungen. Seine Antwort: Bilder &#8230; <a href="https://blog.fid-romanistik.de/2026/04/02/renoir-in-love/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Renoir in Love“</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/04/renoir0.jpg" rel="lightbox[8745]" title="Bal du moulin de la Galette (Tanz im Moulin de la Galette) von Pierre-Auguste Renoir (1876)"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/04/renoir0-1024x579.jpg" alt="Bal du moulin de la Galette (Tanz im Moulin de la Galette) von Pierre-Auguste Renoir (1876)" title="Bal du moulin de la Galette (Tanz im Moulin de la Galette) von Pierre-Auguste Renoir (1876)" width="840" height="475" class="alignnone size-large wp-image-8746" srcset="https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/04/renoir0-1024x579.jpg 1024w, https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/04/renoir0-300x170.jpg 300w, https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/04/renoir0-768x434.jpg 768w, https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/04/renoir0-1536x868.jpg 1536w, https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/04/renoir0-1200x678.jpg 1200w, https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/04/renoir0.jpg 1652w" sizes="auto, (max-width: 709px) 85vw, (max-width: 909px) 67vw, (max-width: 1362px) 62vw, 840px" /></a></p>
<p>Auf <em>Arte</em> ist eine aktuelle Dokumentation über Pierre-Auguste Renoir von Camille Ménager (F 2025) zu sehen: <strong>Renoir in Love</strong>.</p>
<p>Schon im 19. Jahrhundert, als die industrielle Revolution die Gesellschaft grundlegend veränderte, beobachtete der Maler Pierre-Auguste Renoir mit wachem Blick die Folgen dieses Wandels. Seine größte Sorge galt dabei der Qualität zwischenmenschlicher Beziehungen. Seine Antwort: Bilder voller Wärme – Freundschaft, Zärtlichkeit und erotischer Nähe.<br />
<span id="more-8745"></span></p>
<div>
<iframe title="Renoir&#x20;in&#x20;Love" allowfullscreen="true" style="border:none;width:100%;height:100%;transition-duration:0;transition-property:no;margin:0 auto;position:relative;display:block;background-color:#000000;" src="https://www.arte.tv/embeds/de/127035-000-A?autoplay=false&#038;mute=0"></iframe>
</div>
<p> </p>
<blockquote><p>1915: Der junge Jean Renoir wird im Krieg verwundet und verbringt seine Genesung bei seinem Vater, Pierre-Auguste Renoir, auf dem Familienanwesen. Der 74-jährige Maler, auf dem Höhepunkt seines Ruhms, ist einsam – seine Frau Aline ist verstorben, der Krieg hält Besucher fern. Doch in der Gegenwart seines Sohnes findet er zurück zu innerer Ruhe: Tagsüber malt er, abends sitzen beide am Kamin und plaudern.</p>
<p>Der Film &#8222;Renoir in Love&#8220; zeichnet ein intimes Porträt des Künstlers – inspiriert von Jeans Erinnerungen an diese Zeit, die er 1962 in seiner Biografie verarbeitete. Fiktionalisierte Dialoge zwischen Vater und Sohn wechseln mit Rückblenden auf Renoirs Werk, begleitet von kunsthistorischen Analysen. So entsteht das Bild eines Malers, der in einer Zeit des Umbruchs nach Harmonie sucht.</p>
<p>Renoir spürte früh, wie die Moderne mit der industriellen Revolution und rasant anwachsenden Städten zwischenmenschliche Bindungen bedrohte. Für ihn waren Nähe und Verbundenheit der Schlüssel zum Glück – in seiner Kunst wie im Leben. Seine Bilder feiern Licht, Farbe und die Beziehung zwischen Künstler und Modell.<br />
&#8222;Renoir in Love&#8220; hinterfragt seine Darstellung des Weiblichen, seine Vision einer Malerei als utopischer Gegenwelt und seine Sehnsucht nach einer Gesellschaft, in der Schönheit, Freiheit und Zärtlichkeit im Mittelpunkt stehen. Das Publikum wird mit diesem Film dazu eingeladen, Renoirs Werk neu zu entdecken – lebendig, leuchtend und voller Menschlichkeit.</p></blockquote>
<p>Noch bis zum 18. Juli 2026 in der Mediathek von Arte: <a href="https://www.arte.tv/de/videos/127035-000-A/renoir-in-love/">https://www.arte.tv/de/videos/127035-000-A/renoir-in-love/</a></p>
<div class="wpcp">Zitieren Sie diesen Artikel bitte so: Markus Trapp, "Renoir in Love", in <em>Romanistik-Blog</em>, 2. April 2026, <a href="https://blog.fid-romanistik.de/2026/04/02/renoir-in-love/">https://blog.fid-romanistik.de/2026/04/02/renoir-in-love/</a>. </div>
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		<title>Zwei Empfehlungen für Serien von Isabel Coixet</title>
		<link>https://blog.fid-romanistik.de/2026/03/26/zwei-empfehlungen-fuer-serien-von-isabel-coixet/</link>
					<comments>https://blog.fid-romanistik.de/2026/03/26/zwei-empfehlungen-fuer-serien-von-isabel-coixet/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Markus Trapp]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Mar 2026 13:50:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Spanien]]></category>
		<category><![CDATA[serien]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute möchten wir auf eine spanische und eine französische Serie der spanischen Regisseurin Isabel Coixet hinweisen, die in beiden Fällen neben der Regie auch für das Drehbuch verantwortlich zeichnet: Quelqu&#8217;un devrait interdire les dimanches après-midi Nachdem wir die wunderbare französische Serie “Quelqu&#8217;un devrait interdire les dimanches après-midi“ (&#8222;Sonntagnachmittagsblues&#8220;) bereits letzte Woche in unseren Social-Media-Kanälen auf &#8230; <a href="https://blog.fid-romanistik.de/2026/03/26/zwei-empfehlungen-fuer-serien-von-isabel-coixet/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Zwei Empfehlungen für Serien von Isabel Coixet“</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute möchten wir auf eine spanische und eine französische Serie der spanischen Regisseurin Isabel Coixet hinweisen, die in beiden Fällen neben der Regie auch für das Drehbuch verantwortlich zeichnet:</strong></p>
<h3> Quelqu&#8217;un devrait interdire les dimanches après-midi</h3>
<p>Nachdem wir die wunderbare französische Serie “Quelqu&#8217;un devrait interdire les dimanches après-midi“ (&#8222;Sonntagnachmittagsblues&#8220;) bereits letzte Woche in unseren Social-Media-Kanälen auf Bluesky und <a href="https://openbiblio.social/@fidromanistik/116232154484770940">Mastodon</a> empfohlen hatten:<br />
<span id="more-8742"></span></p>
<blockquote class="bluesky-embed" data-bluesky-uri="at://did:plc:crst4w4qpwbwgulb4w6ns3ex/app.bsky.feed.post/3mh3hozycjs2z" data-bluesky-cid="bafyreidhbnhqqnn3snsxvrtieoiq4l4roaalinkb66kv625ghppzp2h3fi">
<p lang="de">„Louise zieht von Limoges nach Paris, um mithilfe eines berühmten Drehbuchautors ihren ersten  eigenen Film über eine ungewöhnliche Liebesgeschichte zu entwickeln.“ @artede.bsky.social www.arte.tv/de/videos/11&#8230;Eine französische Serienempfehlung von @nminkmar.bsky.social, 7. Tag: t1p.de/223iw</p>
<p>&mdash; <a href="https://bsky.app/profile/did:plc:crst4w4qpwbwgulb4w6ns3ex?ref_src=embed">FID Romanistik (@fidromanistik.bsky.social)</a> <a href="https://bsky.app/profile/did:plc:crst4w4qpwbwgulb4w6ns3ex/post/3mh3hozycjs2z?ref_src=embed">2026-03-15T07:54:38.570Z</a></p></blockquote>
<p><script async src="https://embed.bsky.app/static/embed.js" charset="utf-8"></script></p>
<p>…sei sie nun auch im Romanistik-Blog empfohlen. Acht Folgen à jeweils 30 Minuten stehen wahleise synchronsiert oder in der französischen Originalversion <strong>bis 11.09.2026</strong> in der <a href="https://www.arte.tv/de/videos/119365-001-A/sonntagnachmittagsblues-1-8/">Arte-Mediathek</a> bereit:</p>
<blockquote><p>Louise zieht von Limoges nach Paris, um mithilfe eines berühmten Drehbuchautors ihren ersten  eigenen Film über eine ungewöhnliche Liebesgeschichte zu entwickeln. Auf der verzweifelten Suche nach einem Zimmer, trifft sie auf Charlie und Nelson, die in ihrer WG eine Tradition pflegen, um dem sonntäglichen Nachmittagsblues zu entkommen. Eine feinfühlige Serie von Isabel Coixet.  </p></blockquote>
<h3> Foodie Love</h3>
<p><a href="https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/03/Foodie-Love.jpg" rel="lightbox[8742]" title="Foodie Love"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/03/Foodie-Love-210x300.jpg" alt="Foodie Love" title="Foodie Love" width="210" height="300" class="alignright size-medium wp-image-8743" srcset="https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/03/Foodie-Love-210x300.jpg 210w, https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/03/Foodie-Love.jpg 718w" sizes="auto, (max-width: 210px) 85vw, 210px" /></a> Und wer Gefallen an &#8222;Sonntagnachmittagsblues&#8220; gefunden hat, dem dürfte auch diese spanische Serie von Isabel Coixet aus dem Jahr 2019 zusagen:</p>
<blockquote><p>In Barcelona treffen sich zwei alleinstehende Mittdreißiger dank ihrer gemeinsamen Vorliebe für die Gastronomie. Mit unverhohlener Gier verbindet Isabel Coixet (The Bookshop) einen kulinarischen Spaziergang mit einer Erkundung von Gefühlen, um die Geschichte von den Anfängen einer Liebesbeziehung zu erzählen. </p></blockquote>
<p>Acht Folgen à jeweils 35 Minuten stehen wahleise synchronsiert oder in der spanischen Originalversion <strong>bis 19.03.2027</strong> in der <a href="https://www.arte.tv/de/videos/100652-001-A/foodie-love-1-8/">Arte-Mediathek</a> bereit:</p>
<p>Der <a href="http://<a href=">https://www.filmdienst.de/artikel/49394/foodie-love-tv-programm-arte</a>&#8222;>Filmdienst</a> schreibt dazu:</p>
<blockquote><p>Feel-Good-Serie aus Spanien: Ein Mann, eine Frau und jede Menge kulinarische Erlebnisse &#8211; bis 19.3.2027 in der arte-Mediathek</p></blockquote>
<div class="wpcp">Zitieren Sie diesen Artikel bitte so: Markus Trapp, "Zwei Empfehlungen für Serien von Isabel Coixet", in <em>Romanistik-Blog</em>, 26. März 2026, <a href="https://blog.fid-romanistik.de/2026/03/26/zwei-empfehlungen-fuer-serien-von-isabel-coixet/">https://blog.fid-romanistik.de/2026/03/26/zwei-empfehlungen-fuer-serien-von-isabel-coixet/</a>. </div>
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		<title>Marshall McLuhan und die Künstliche Intelligenz: „Das Medium ist die Botschaft”</title>
		<link>https://blog.fid-romanistik.de/2026/03/20/marshall-mcluhan-und-die-kuenstliche-intelligenz-das-medium-ist-die-botschaft/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Trapp]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Mar 2026 14:50:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[KI]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Denkanstoß zum Wochenende: Im Blog Red de Humanidades Digitales hat Jaime Ricardo Huesca (Universidad Veracruzana, México) einen interessanten Artikel unter dem Titel ¿La IA es el mensaje? veröffentlicht. Der Kommunikationssoziologe Marshall McLuhan prägte Mitte der 1960er Jahre mit seinem Werk Understanding Media den Satz „Das Medium ist die Botschaft”. Seine These: Nicht allein die &#8230; <a href="https://blog.fid-romanistik.de/2026/03/20/marshall-mcluhan-und-die-kuenstliche-intelligenz-das-medium-ist-die-botschaft/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Marshall McLuhan und die Künstliche Intelligenz: „Das Medium ist die Botschaft”“</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://humanidadesdigitales.net/la-ia-es-el-mensaje/"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/03/rdh-ia2-300x180.png" alt="Red de Humanidades Digitales: ¿La IA es el mensaje?" title="Red de Humanidades Digitales: ¿La IA es el mensaje?" width="300" height="180" class="alignright size-medium wp-image-8741" srcset="https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/03/rdh-ia2-300x180.png 300w, https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/03/rdh-ia2.png 450w" sizes="auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px" /></a> Ein Denkanstoß zum Wochenende: Im Blog <em>Red de Humanidades Digitales</em> hat Jaime Ricardo Huesca (Universidad Veracruzana, México) einen interessanten Artikel unter dem Titel <em><a href="https://humanidadesdigitales.net/la-ia-es-el-mensaje/">¿La IA es el mensaje?</a></em> veröffentlicht.</p>
<p>Der Kommunikationssoziologe Marshall McLuhan prägte Mitte der 1960er Jahre mit seinem Werk <em>Understanding Media</em> den Satz „Das Medium ist die Botschaft”. Seine These: Nicht allein die Inhalte, sondern die jeweils dominanten Medien und Technologien formen unser Denken, unsere Wahrnehmung und unsere gesellschaftliche Wirklichkeit. Jede Epoche wird von einem Leitmedium geprägt – vom Fernsehen über das Internet bis hin zu Streaming und Podcast.<br />
<span id="more-8739"></span></p>
<p>Vor diesem Hintergrund stellt der Artikel die Frage, welche Rolle die Künstliche Intelligenz &#8211; falls sie das überhaupt schon ist &#8211; als neues Leitmedium spielt. KI-generierte Inhalte sind in sozialen Netzwerken und digitalen Räumen längst alltäglich. McLuhan zufolge ist Technologie stets eine Erweiterung des menschlichen Körpers – die KI wäre demnach eine Erweiterung unserer Kognition und unserer Fähigkeit, Wissen zu speichern und anzuwenden.</p>
<p>Wie jedes dominante Medium birgt auch die KI Risiken: McLuhan warnte vor einer „Narkose” gegenüber dem herrschenden Medium – einem Zustand der Abhängigkeit und kognitiven Betäubung. Im akademischen Bereich zeigt sich dies etwa in der zunehmenden Delegation von Recherche, Textproduktion und kritischem Denken an KI-Systeme. Wer kontrolliert das Medium, kontrolliert auch die Narrative und Wissensformen, die es erzeugt.</p>
<p>Der Artikel von Huesca plädiert für eine bewusste, kritisch-reflektierte Nutzung der KI, um kognitiver Passivität und einem Verlust intellektueller Autonomie entgegenzuwirken – eine Mahnung, die angesichts der rasanten Verbreitung generativer KI aktueller denn je erscheint.</p>
]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Neuer Wikipedia-Artikel Öffentliche Comicsammlungen in Deutschland</title>
		<link>https://blog.fid-romanistik.de/2026/03/11/neuer-wikipedia-artikel-oeffentliche-comicsammlungen-in-deutschland/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Markus Trapp]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Mar 2026 13:45:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Comic]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://blog.fid-romanistik.de/?p=8735</guid>

					<description><![CDATA[Es gibt einen neuen Wikipedia-Artikel zum Thema &#8222;Öffentliche Comicsammlungen in Deutschland&#8222;. Hiermit möchten wir sowohl alle Forschende, die zu Graphic Novels und Comics arbeiten, darüber informieren, als auch alle Bibiotheken und Fachinformationsdienste aufrufen am Ausbau dieses Artikels mitzuwirken, wie wir es im Vorfeld bereits vonseiten des FID Romanistik gemacht haben: Deutschlandweit finden sich Comicsammlungen mit &#8230; <a href="https://blog.fid-romanistik.de/2026/03/11/neuer-wikipedia-artikel-oeffentliche-comicsammlungen-in-deutschland/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Neuer Wikipedia-Artikel Öffentliche Comicsammlungen in Deutschland“</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/03/wikipedia-comicsammlungen.jpg" rel="lightbox[8735]" title="Neuer Wikipedia-Artikel Öffentliche Comicsammlungen in Deutschland"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/03/wikipedia-comicsammlungen-300x171.jpg" alt="" width="300" height="171" class="alignright size-medium wp-image-8734" srcset="https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/03/wikipedia-comicsammlungen-300x171.jpg 300w, https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/03/wikipedia-comicsammlungen-768x439.jpg 768w, https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/03/wikipedia-comicsammlungen.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px" /></a> Es gibt einen neuen Wikipedia-Artikel zum Thema &#8222;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Öffentliche_Comicsammlungen_in_Deutschland">Öffentliche Comicsammlungen in Deutschland</a>&#8222;. Hiermit möchten wir sowohl alle Forschende, die zu Graphic Novels und Comics arbeiten, darüber informieren, als auch alle Bibiotheken und Fachinformationsdienste aufrufen am Ausbau dieses Artikels mitzuwirken, wie wir es im Vorfeld bereits vonseiten des FID Romanistik gemacht haben:<br />
<span id="more-8735"></span></p>
<blockquote><p>Deutschlandweit finden sich Comicsammlungen mit unterschiedlichen Inhalten und Nutzungsmöglichkeiten vor allem in wissenschaftlichen Bibliotheken aber auch an weiteren Sammlungsorten. Da sich erst seit dem 21. Jahrhundert ein erkennbar starkes Forschungsinteresse an dieser Literaturform entwickelt hat, wurden diese Sammlungen vordem zum Teil nur unzulänglich in den jeweiligen Bibliotheks- oder Sammlungskatalogen abgebildet. Daraus erwirkte sich das Problem der Sichtbarkeit für interessierte Forschende und für andere wissenschaftliche Bibliotheken und Sammlungen. Erstgenannte können zum Teil nur schwer ermitteln, welche Sammlungen, Hefte und Ausgaben an deutschen Hochschulbibliotheken zu finden sind und unter welchen Voraussetzungen diese für die Forschung genutzt werden können, zweitgenannte haben das Problem, dass durch die unbekannte Bestandslage kein sinnvoll ergänzender Bestandsaufbau erfolgen kann. Das Thema der wissenschaftlichen Comic-Sammlungen und die Möglichkeiten der Vernetzung wurden auch im Frühjahr 2025 in einem DFG-Rundgespräch<sup class="modern-footnotes-footnote">1</sup> behandelt.</p></blockquote>
<p><a href="https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/01/comics-in-der-romanistik0.jpg" rel="lightbox[8735]" title="Comic-Sammlungen in den FIDs"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/01/comics-in-der-romanistik0-300x183.jpg" alt="Comic-Sammlungen in den FIDs" title="Comic-Sammlungen in den FIDs" width="300" height="183" class="alignright size-medium wp-image-8657" srcset="https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/01/comics-in-der-romanistik0-300x183.jpg 300w, https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/01/comics-in-der-romanistik0-1024x624.jpg 1024w, https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/01/comics-in-der-romanistik0-768x468.jpg 768w, https://blog.fid-romanistik.de/wp-content/uploads/2026/01/comics-in-der-romanistik0.jpg 1181w" sizes="auto, (max-width: 300px) 85vw, 300px" /></a> Bei der Gelegenheit möchten wir auch noch einmal auf zwei Punkte zum Thema Comics hinweisen (wie bereits im Januar hier im <a href="https://blog.fid-romanistik.de/2026/01/06/cfp-21-comfor-jahrestagung-2026-in-giessen-figuren-und-figurationen-des-heroischen-im-comic/">Romanistik-Blog</a> berichtet):</p>
<ul>
<li><a href="https://www.comicgesellschaft.de/2025/12/25/cfp-21-comfor-jahrestagung-2026-in-giessen-figuren-und-figurationen-des-heroischen-im-comic/">CfP</a>: Bis zum 15.03.2026 sind alle Interessierten aufgerufen, Abstracts zum Thema „Figuren und Figurationen des Heroischen im Comic“ einzureichen Die Tagung wird vom 30.09. bis zum 02.10.2026 an der Justus-Liebig-Universität Gießen stattfinden.</li>
<li>Auf der Website des FID Romanistik gibt es eine im Aufbau befindliche Website mit Informationen zur Auffindbarkeit von Comics und Graphic Novels: <a href="https://fid-romanistik.de/recherchewerkzeuge/comics-graphic-novels-co">Comics, Graphic Novels &#038; Co</a>.</li>
</ul>
<div class="wpcp">Zitieren Sie diesen Artikel bitte so: Markus Trapp, "Neuer Wikipedia-Artikel Öffentliche Comicsammlungen in Deutschland", in <em>Romanistik-Blog</em>, 11. März 2026, <a href="https://blog.fid-romanistik.de/2026/03/11/neuer-wikipedia-artikel-oeffentliche-comicsammlungen-in-deutschland/">https://blog.fid-romanistik.de/2026/03/11/neuer-wikipedia-artikel-oeffentliche-comicsammlungen-in-deutschland/</a>. </div>
<div>1&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <a href="https://www.comicgesellschaft.de/2026/01/26/bericht-netzwerk-comics-in-bibliotheken-dfg-rundgespraech-februar-2025/">Bericht Netzwerk „Comics in Bibliotheken“, DFG-Rundgespräch Februar 2025</a>. In: ComFor: Gesellschaft für Comicforschung. 26. Januar 2026, abgerufen am 2. Februar 2026.</div>]]></content:encoded>
					
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