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        <title>Slow German</title>
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        <description>In this podcast, German podcaster Annik Rubens talks slowly about topics of everyday German life, from beergardens to recycling. More information and Premium Podcast with learning materials on Slow German at www.slowgerman.com. You can read the complete transcript of each episode on this internet-site or in the ID3-Tags.</description>
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        <copyright>Annik Rubens</copyright>
        <managingEditor>podcast@slowgerman.com</managingEditor>
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        <pubDate>Tue, 09 May 2017 23:11:51 +0200</pubDate>
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        <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
        <itunes:subtitle>A podcast for all those who try to brush up their German and want to learn about German culture and everyday life.</itunes:subtitle>
        <itunes:summary><![CDATA[In this podcast, German podcaster Annik Rubens talks slowly about topics of everyday German life, from beergardens to recycling. More information and Premium Podcast with learning materials on Slow German at www.slowgerman.com. You can read the complete transcript of each episode on this internet-site or in the ID3-Tags.]]></itunes:summary>
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            <itunes:name>Annik Rubens</itunes:name>
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        <item>
            <title>SG Dialog #4: Ein Treffen alter Freunde</title>
            <link>http://slowgerman.com/2016/01/19/dialog-freunde/</link>
            <description><![CDATA[<p>Es wird dieses Jahr wieder einige Dialoge geben. Diesen hier habe ich mit meinem treuen Hörer <strong>Jack</strong> zusammen geschrieben. Wir haben uns überlegt, dass sich zwei alte Freunde wiedertreffen und dann einfach per eMail hin- und hergeschrieben, bis er fertig war. Es ist natürlich alles erfunden. Die neue Stimme hier ist <strong>Oliver</strong> vom <a href="http://explikator.de/" target="_blank">Explikator-Podcast</a> &#8211; den kann ich Euch wärmstens empfehlen!</p>

<p><strong>Hallo Jack! Lange nicht gesehen! Wie geht es Dir denn?</strong></p>

<p>Hallo Annik, mir geht es gut, danke! Es ist wirklich toll, dich wieder zu sehen. Wie geht&#8217;s Dir? Und was machst Du?</p>

<p><strong>Ach, ich bin zufrieden. Wie lange haben wir uns nicht gesehen? 15 Jahre? Stell Dir vor, ich arbeite immer noch in der gleichen Firma wie damals. Und Du? Lebst Du hier in Berlin?</strong></p>

<p>Du hast recht: Es ist mindestens 15 Jahre her, seit wir uns das letzte Mal gesehen haben. Ich bin gerade zu Besuch in Berlin, ich mache hier eine Weiterbildung. Ich weiß nicht, ob Du Dich daran erinnerst, dass ich ja für BASF arbeite. Die Firma hat mich nach Amerika versetzt, also bin ich umgezogen. Ich lebe jetzt in einer kleinen Stadt in Tennessee. Wir müssen unbedingt Essen gehen, während ich in Berlin bin. Hast du Zeit? Ich zahle!</p>

<p><strong>Da sage ich nicht nein! Ich erinnere mich noch dass Du damals schwer verliebt warst in eine blonde Studentin. Habt Ihr noch Kontakt?</strong></p>

<p>Ja, wir waren drei Jahren zusammen. Sie fehlt mir immer noch sehr. Aber sie hat mich nicht geliebt. Sie wollte reisen und keine Kinder haben. Also ist sie Flugbegleiterin geworden, stell Dir vor! Ich glaube, sie ist es immer noch. Aber mir hat das schon das Herz gebrochen, als wir uns getrennt haben. Es hat mich einige Jahre gekostet, über den Liebeskummer weg zu kommen.
<br />Jetzt ist das alles vorbei. Ist ja schon lange her. Und Du?</p>

<p><strong>Ich habe mittlerweile drei Kinder, zwei Mädchen und einen Jungen. Sie gehen alle schon in die Schule. Ich bin aber allein erziehend, ich habe mich vom Vater der Kinder getrennt. Aber wir sind noch befreundet und er kümmert sich um die Kleinen. Lebst Du gerne in den USA? Gibt es etwas, das Du vermisst oder das in Deutschland besser war?</strong></p>

<p>Ja, Das Leben in Amerika ist gut. Meistens sind die Leute nett und das Wetter ist dort, wo ich wohne, milder als in Deutschland. Da, wo ich wohne, herrscht sehr gutes Wetter &#8211; es gibt einen zu heißen Monat, einen zu kalten Monat aber die anderen Monate haben alle angenehme Temperaturen. Das Gebirge ist wunderschön, aber Schnee gibt&#8217;s im Winter nur selten. Da ist&#8217;s in den Alpen schon zuverlässiger. Mein größtes Problem ist die Sprache: Der Dialekt in der Gegend ist echt sehr schwer zu verstehen. Man nennt das &#8220;Hillbilly-Southern English&#8221;.
<br />Das Schlimmste ist aber: Keinerlei Nachtleben. Oder keine Kneipen, in denen man nach der Arbeit ein gutes Bier trinken kann. Klar, es gibt in Tennessee schon Bars, aber die Atmosphäre ist nicht die Gleiche wie hier in einer Kneipe. Na ja&#8230; Aber &#8216;mal eine persönliche Frage: Wie lange bist Du denn schon getrennt? Wie sind deine Kinder mit der Trennung umgegangen? Erzählst du mir mehr über deine Kinder?</p>

<p><strong>Wir haben uns vor vielen Jahren getrennt, als die Kinder noch klein waren. Sie kennen es also nicht anders &#8211; und da wir Freunde geblieben sind, ist es kein großes Problem. Aber es ist natürlich anstrengend! Meine jüngste Tochter ist 6 Jahre alt, sie wurde gerade eingeschult. Mein Sohn ist 9, er ist ein typischer Junge, liebt Dinosaurier und Piraten. Und meine älteste Tochter ist schon 14, sie ist also ein Teenager! Unglaublich, oder? Lebst du allein oder hast Du wieder eine Partnerin?</strong></p>

<p>Ich habe leider keine Kinder &#8211; obwohl ich gerne welche hätte. Vielleicht eines Tages. Aber momentan habe ich ja nicht einmal eine Partnerin. Ich würde aber schon gerne heitraten und Kinder haben, ich bin da echt altmodisch. Im Moment verbringe ich viel Zeit mit meinen Eltern, ihnen geht es gesundheitlich nicht gut.</p>

<p><strong>Oh, das tut mir leid! Aber ich merke schon, wir haben uns viel zu erzählen. Komm, lass uns gleich etwas essen gehen und in Ruhe weiterreden!</strong></p>

<p>Gerne.</p>

<p><strong>Super. Dann komm mit, da hinten ist mein Lieblings-Inder!</strong></p>]]></description>
            <pubDate>Tue, 19 Jan 2016 11:01:06 +0100</pubDate>
            <category>Dialog</category>
            <category domain="http://www.slowgerman.com/category/sg-podcast-episode/">SG Podcast-Episode</category>
            <category>alte freunde</category>
            <category>dialog</category>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
            <itunes:subtitle>Es wird dieses Jahr wieder einige Dialoge geben. Diesen hier habe ich mit meinem treuen Hörer Jack zusammen geschrieben. Wir haben uns überlegt, dass sich zwei alte Freunde wiedertreffen und dann einfach per eMail hin- und hergeschrieben,</itunes:subtitle>
            <itunes:summary><![CDATA[Es wird dieses Jahr wieder einige Dialoge geben. Diesen hier habe ich mit meinem treuen Hörer Jack zusammen geschrieben. Wir haben uns überlegt, dass sich zwei alte Freunde wiedertreffen und dann einfach per eMail hin- und hergeschrieben, bis er fertig war. Es ist natürlich alles erfunden. Die neue Stimme hier ist Oliver vom Explikator-Podcast – den kann ich Euch wärmstens empfehlen! Hallo Jack! Lange nicht gesehen! Wie geht es Dir denn? Hallo Annik, mir geht es gut, danke! Es ist wirklich toll, dich wieder zu sehen. Wie geht’s Dir? Und was machst Du? Ach, ich bin zufrieden. Wie lange haben Weiterlesen...]]></itunes:summary>
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        <item>
            <title>Getting dressed. Absolute Beginner #08</title>
            <link>http://slowgerman.com/2016/01/26/getting-dressed-absolute-beginner-08/</link>
            <description><![CDATA[<p>Let&#8217;s get dressed today! First of all, we need underwear. „Unterwäsche“. „Ein Unterhemd und eine Unterhose“. An undershirt and underpants. Or a bra, „einen BH“. „BH“ stands for „Büstenhalter“ – holding breasts&#8230; And socks, „Socken“. Or tights – „eine Strumpfhose“. What else? Maybe pants, „eine Hose“. Or a skirt, „einen Rock“. That&#8217;s easy, isn&#8217;t it? Or a „Kleid“. A dress. „Ein Kleid“. If the pants are too big, we can wear a belt, einen „Gürtel“.
<br />We borrowed the English word T-Shirt, and we also use the word Sweatshirt. A knitted sweater is called „ein Pulli“, I guess it&#8217;s the shortform of pullover. A T-Shirt with long sleeves for women can be simply an „Oberteil“.
<br />If you&#8217;re getting dressed to go to work you may want to put on a suit. For men it&#8217;s called „Anzug“. Women wear a „Kostüm“. That&#8217;s a jacket and a skirt. Or a „Hosenanzug“, meaning a jacket and dress pants. For men it&#8217;s just „der Anzug“. Of course they also need to wear a shirt, ein „Hemd“. And a tie, „eine Krawatte“. A more colloquial word for „Krawatte“ is „Schlips“. And if they want to wear a bow-tie, it&#8217;s called a „Fliege“, that&#8217;s the same word as for a fly.
<br />One thing is missing: We are still barefoot! So we need shoes. What kind of shoes? Tennis shoes are called „Turnschuhe“. High heels are „Stöckelschuhe“. Or maybe boots? They are called „Stiefel“.
<br />Is it cold outside? Then we need another layer of clothes. A warm jacket, eine „Daunenjacke“. Or just a „Winterjacke“, if it is not a down coat. Then maybe a scarf, „einen Schal“. A cap, „eine Mütze. And gloves, „Handschuhe“. That&#8217;s a funny word, isn&#8217;t it? „Handschuhe“. Hand-shoes.
<br />We are finally dressed! Wir sind angezogen! Let&#8217;s go!</p>]]></description>
            <pubDate>Tue, 26 Jan 2016 11:00:36 +0100</pubDate>
            <category>Absolute Beginner</category>
            <category domain="http://www.slowgerman.com/category/sg-podcast-episode/">SG Podcast-Episode</category>
            <category>anziehen</category>
            <category>get dressed</category>
            <category>getting dressed</category>
            <category>klamotten</category>
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            <category>kleidung</category>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
            <itunes:subtitle>Let’s get dressed today! First of all, we need underwear. „Unterwäsche“. „Ein Unterhemd und eine Unterhose“. An undershirt and underpants. Or a bra, „einen BH“. „BH“ stands for „Büstenhalter“ – holding breasts… And socks, „Socken“.</itunes:subtitle>
            <itunes:summary><![CDATA[Let’s get dressed today! First of all, we need underwear. „Unterwäsche“. „Ein Unterhemd und eine Unterhose“. An undershirt and underpants. Or a bra, „einen BH“. „BH“ stands for „Büstenhalter“ – holding breasts… And socks, „Socken“. Or tights – „eine Strumpfhose“. What else? Maybe pants, „eine Hose“. Or a skirt, „einen Rock“. That’s easy, isn’t it? Or a „Kleid“. A dress. „Ein Kleid“. If the pants are too big, we can wear a belt, einen „Gürtel“. We borrowed the English word T-Shirt, and we also use the word Sweatshirt. A knitted sweater is called „ein Pulli“, I guess it’s the shortform Weiterlesen...]]></itunes:summary>
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            <title>SG #115: Redewendungen</title>
            <link>http://slowgerman.com/2016/02/09/redewendungen/</link>
            <description><![CDATA[<p>Es ist höchste Zeit für <abbr style="cursor: help;" title="die Redenwendung - figure of speech">Redewendungen</abbr>! Redewendungen sind kurze Sätze, die eine andere Bedeutung haben als das, was sie wörtlich aussagen. Sie sind für Sprachenlerner schwer zu verstehen. Ich habe einige Redewendungen und umgangssprachliche Aussprüche für Euch gesammelt.</p>

<p><img class="alignleft size-medium wp-image-5477" src="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/02/hammer-682767_640-300x241.jpg" alt="hammer-682767_640" width="300" height="241" srcset="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/02/hammer-682767_640-300x241.jpg 300w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/02/hammer-682767_640-510x410.jpg 510w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/02/hammer-682767_640.jpg 640w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Wenn jemand sagt „Das ist der Hammer!“, dann hat das selten etwas mit <abbr style="cursor: help;" title="tools">Werkzeug</abbr> zu tun. Es ist vielmehr ein <abbr style="cursor: help;" title="der Ausdruck - expression">Ausdruck</abbr> des <abbr style="cursor: help;" title="das Erstaunen - amazement">Erstaunens</abbr>. Ich höre, dass es auf der Welt geschätzt 100.000 verschiedene Spinnenarten gibt. Also sage ich: „Das ist der Hammer!“</p>

<p>Wenn ich dann zum Bahnhof laufe und mein Zug fährt mir vor der Nase weg, ärgere ich mich. „Er fährt mir vor der Nase weg“ heißt, dass es sehr knapp war, dass ich den Zug beinahe noch <abbr style="cursor: help;" title="erwischen - to catch">erwischt</abbr> hätte, er dann aber wegfuhr. Wenn ich den Zug erwische, dann habe ich <abbr style="cursor: help;" title="das Schwein - pig">Schwein</abbr> gehabt. Das Schwein ist in Deutschland ein Symbol für <abbr style="cursor: help;" title="das Glück - luck">Glück</abbr> – wir schenken uns an Silvester kleine Schweine aus <abbr style="cursor: help;" title="das Marzipan - marzipan">Marzipan</abbr>. „Schwein gehabt!“ heißt also das gleiche wie „Glück gehabt!“.</p>

<p>Wenn ich merke, dass mein <abbr style="cursor: help;" title="der Magen - stomach">Magen</abbr> knurrt, habe ich <abbr style="cursor: help;" title="der Hunger - hunger">Hunger</abbr>. Wenn ich großen Hunger habe kann ich auch umgangssprachlich sagen: Ich habe Kohldampf. Kohl ist so etwas ähnliches wie ein kräftiger Salat, und Dampf ist eigentlich das, was aus dem <abbr style="cursor: help;" title="der Topf - pot">Topf</abbr> kommt, wenn Wasser beim <abbr style="cursor: help;" title="kochen - to cook ; das Wasser kocht - water is boiling">Kochen</abbr> verdunstet. Kohldampf. Ich bestelle mir dann eine große Portion im Restaurant, um den Hunger zu stillen. Und als die riesige Portion kommt, sagt mein Gegenüber: „Da waren aber die Augen größer als der Magen!“. Das bedeutet: Vor lauter Hunger haben die Augen die Portion falsch eingeschätzt, man hat sich zu viel bestellt.</p>

<p>Wenn im Restaurant dann die Rechnung kommt und ich merke, dass ich nicht genug <abbr style="cursor: help;" title="das Geld - money">Geld</abbr> dabei habe, kann ich zu meinem Freund sagen: Ich bin knapp bei Kasse. Das heißt: Ich habe nicht viel Geld.</p>

<p><img class="alignright wp-image-2603 size-medium" src="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2014/01/Herzlich_Willkommen20140116-300x225.jpg" alt="Herzlich_Willkommen20140116" width="300" height="225" srcset="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2014/01/Herzlich_Willkommen20140116-300x225.jpg 300w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2014/01/Herzlich_Willkommen20140116-768x576.jpg 768w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2014/01/Herzlich_Willkommen20140116-510x383.jpg 510w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2014/01/Herzlich_Willkommen20140116.jpg 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Wenn ich gerade mit einem scharfen Messer in der Hand durch die Gegend laufe, kann jemand zu mir sagen: „Pass auf, das kann ins Auge gehen!“ Damit meint er gar nicht, dass ich mir das <abbr style="cursor: help;" title="das Messer - knife">Messer</abbr> ins <abbr style="cursor: help;" title="das Auge - eye">Auge</abbr> stechen könnte. Sondern generell: Es könnte <abbr style="cursor: help;" title="schiefgehen - to go wrong">schief gehen</abbr>. Es könnte <abbr style="cursor: help;" title="something is happening">etwas passieren</abbr>.</p>

<p>Wenn jemand mich sieht und denkt: Sie ist aber dick geworden! Dann wird mir dieser Mensch das wahrscheinlich nicht direkt sagen. Er wird es mir indirekt sagen. Dafür gibt es eine Redewendung: Er sagt es mir durch die <abbr style="cursor: help;" title="die Blume - flower">Blume</abbr>.</p>

<p>Wenn wir eine <abbr style="cursor: help;" title="die Reise - journey">Reise</abbr> machen und uns wundern, dass in einer Gegend nichts los ist, dann sagen wir: Hier werden nachts die <abbr style="cursor: help;" title="der Gehsteig - sidewalk">Gehsteige</abbr> hochgeklappt. Das ist natürlich Unsinn, alle Gehsteige bleiben, wo sie sind. Da aber so wenige Menschen unterwegs sind, könnte man sie entfernen, ohne dass es jemanden stören würde.</p>

<p>Wenn ich mit jemandem verabredet bin und er taucht nicht auf, dann sage ich: Er hat mich versetzt. Er hat mich einfach dort stehengelassen und ist nicht gekommen. Vielleicht verstehe ich dann, dass er kein guter Mensch ist – und ich sage: Mir geht ein Licht auf! Das bedeutet einfach: Ich verstehe! Also: Geht Euch jetzt ein Licht auf?</p>]]></description>
            <pubDate>Tue, 09 Feb 2016 09:00:01 +0100</pubDate>
            <category domain="http://www.slowgerman.com/category/sg-podcast-episode/">SG Podcast-Episode</category>
            <category>Sprache</category>
            <category>Sprichwörter &amp; Redewendungen</category>
            <category>redewendung</category>
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            <itunes:subtitle>Es ist höchste Zeit für Redewendungen! Redewendungen sind kurze Sätze, die eine andere Bedeutung haben als das, was sie wörtlich aussagen. Sie sind für Sprachenlerner schwer zu verstehen. Ich habe einige Redewendungen und umgangssprachliche Aussprüche ...</itunes:subtitle>
            <itunes:summary><![CDATA[Es ist höchste Zeit für Redewendungen! Redewendungen sind kurze Sätze, die eine andere Bedeutung haben als das, was sie wörtlich aussagen. Sie sind für Sprachenlerner schwer zu verstehen. Ich habe einige Redewendungen und umgangssprachliche Aussprüche für Euch gesammelt. Wenn jemand sagt „Das ist der Hammer!“, dann hat das selten etwas mit Werkzeug zu tun. Es ist vielmehr ein Ausdruck des Erstaunens. Ich höre, dass es auf der Welt geschätzt 100.000 verschiedene Spinnenarten gibt. Also sage ich: „Das ist der Hammer!“ Wenn ich dann zum Bahnhof laufe und mein Zug fährt mir vor der Nase weg, ärgere ich mich. „Er fährt Weiterlesen...]]></itunes:summary>
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            <title>SG #116: Lindenstraße</title>
            <link>http://slowgerman.com/2016/02/16/sg-116-lindenstrasse/</link>
            <description><![CDATA[Die <abbr style="cursor: help;" title="die Linde - linden (tree)">Linde</abbr>nstraße ist die bekannteste Straße in Deutschland – obwohl es sie gar nicht gibt. Natürlich gibt es in einigen Städten eine Lindenstraße, aber die Lindenstraße, über die ich Euch heute etwas erzählen möchte, existiert nur im Fernsehen. „Lindenstraße“ heißt nämlich Deutschlands erste und älteste <abbr style="cursor: help;" title="die Seifenoper - soap opera">Seifenoper</abbr>. Sie wird in Köln <abbr style="cursor: help;" title="drehen - to film">gedreht</abbr> – spielt aber in München.
<br />
<div id="attachment_5743" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img class="size-medium wp-image-5743" src="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/02/Dreissig-Jahre-120_v-original-300x169.jpg" alt="© WDR/Lindenstrasse" width="300" height="169" srcset="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/02/Dreissig-Jahre-120_v-original-300x169.jpg 300w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/02/Dreissig-Jahre-120_v-original-768x432.jpg 768w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/02/Dreissig-Jahre-120_v-original-1024x576.jpg 1024w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/02/Dreissig-Jahre-120_v-original-510x287.jpg 510w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/02/Dreissig-Jahre-120_v-original.jpg 1250w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />
<br />Hans W. Geißendörfer
</div>
<p>1985 startete die Erfolgsgeschichte. Hans W. Geißendörfer <abbr style="cursor: help;" title="sich etwas ausdenken - to come up with something">dachte sich</abbr> eine <abbr style="cursor: help;" title="die Fernsehserie - TV series">Fernsehserie</abbr> aus. Sie sollte so sein wie eine Kindheitserinnerung: Geißendörfer war in einem Mehrfamilienhaus aufgewachsen. Außerdem war er <abbr style="cursor: help;" title="inspiriert sein - be inspired">inspiriert</abbr> durch die britische Fernsehserie „Coronation Street“. Seitdem läuft die Lindenstraße jeden Sonntagabend im Fernsehen, und zwar in „<a href="http://www.daserste.de" target="_blank">Das Erste</a>“, dem ersten Fernsehprogramm Deutschlands, in dem auch die <a href="http://slowgerman.com/2015/07/22/sg-105-die-tagesschau/">Tagesschau</a> und der <a href="http://slowgerman.com/2015/02/10/slow-german-097-tatort/">Tatort</a> laufen.</p>

Die Sendung dreht sich um die Menschen, die in der Lindenstraße leben und arbeiten. Es gibt ein griechisches Restaurant, das „Akropolis“, in der Lindenstraße. Und eine Arztpraxis. Es gibt Cafés, einen Bioladen, einen Friseur und eine Werkstatt. Meistens dreht sich aber alles um die Menschen, die in ihren <abbr style="cursor: help;" title="die Wohnung - apartment">Wohnungen</abbr> sind.
<br />
<div id="attachment_5744" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img class="size-medium wp-image-5744" src="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/02/Dreissig-Jahre-124_v-original-300x169.jpg" alt="© WDR/Lindenstrasse" width="300" height="169" srcset="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/02/Dreissig-Jahre-124_v-original-300x169.jpg 300w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/02/Dreissig-Jahre-124_v-original-768x432.jpg 768w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/02/Dreissig-Jahre-124_v-original-1024x576.jpg 1024w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/02/Dreissig-Jahre-124_v-original-510x287.jpg 510w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/02/Dreissig-Jahre-124_v-original.jpg 1250w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />
<br />Der erste Kuss zweier Männer in der Lindenstraße
</div>
<p>Es sind ganz normale Alltagsgeschichten. Es geht um Liebe, Krankheit, Tod. <abbr style="cursor: help;" title="die Schlagzeile - headline">Schlagzeilen</abbr> machte die Lindenstraße immer dann, wenn sie aktuelle Themen aus der <abbr style="cursor: help;" title="die Gesellschaft - society">Gesellschaft</abbr> aufgriff. Zum Beispiel gab es in der Lindenstraße sehr früh einen AIDS-kranken Mann. Auch Homosexualität war ein Thema. In der Lindenstraße sah man zum ersten Mal in einer deutschen Fernsehserie einen <abbr style="cursor: help;" title="der Kuss - Kiss">Kuss</abbr> zwischen zwei Männern. Das war 1987.</p>

Nach und nach tauchten die verschiedensten Themen in der Lindenstraße auf: Neonazis, Islamisten, Vegetarier, <abbr style="cursor: help;" title="die Arbeitslosigkeit - unemployment">Arbeitslosigkeit</abbr>, <abbr style="cursor: help;" title="die Drogen - drugs">Drogen</abbr>, Stalking, Scientology und viele andere.
<br />Da die Sendung sonntags <abbr style="cursor: help;" title="ausstrahlen - to air">ausgestrahlt</abbr> wird, <abbr style="cursor: help;" title="auf etwas Bezug nehmen - to refer to something">nimmt sie oft auch Bezug auf</abbr> Dinge, die am Sonntag in der realen Welt <abbr style="cursor: help;" title="to happen">passieren</abbr> – zum Beispiel <abbr style="cursor: help;" title="die Wahl, die Wahlen - election, elections">Wahlen</abbr>.
<br />
<div id="attachment_5745" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img class="size-medium wp-image-5745" src="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/02/Dreissig-Jahre-138_v-original-300x169.jpg" alt="© WDR/Lindenstrasse" width="300" height="169" srcset="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/02/Dreissig-Jahre-138_v-original-300x169.jpg 300w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/02/Dreissig-Jahre-138_v-original-768x432.jpg 768w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/02/Dreissig-Jahre-138_v-original-1024x576.jpg 1024w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/02/Dreissig-Jahre-138_v-original-510x287.jpg 510w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/02/Dreissig-Jahre-138_v-original.jpg 1250w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />
<br />Ein allein erziehender Vater in der Lindenstraße
</div>
<p>Da werden dann manchmal verschiedene Versionen <abbr style="cursor: help;" title="etwas aufzeichnen, die Aufzeichnung - to tape something, recording">aufgezeichnet</abbr> und <abbr style="cursor: help;" title="schneiden - to edit">geschnitten</abbr>, damit das <abbr style="cursor: help;" title="das Wahlergebnis - election result">Wahlergebnis</abbr> zur Lindenstraße passt. So <abbr style="cursor: help;" title="einen Eindruck bekommen - to get the impression">bekommt man den Eindruck</abbr>, als wäre die <abbr style="cursor: help;" title="fiktiv - ficticious">fiktive</abbr> Lindenstraße Teil der realen Welt. So ist es auch, wenn die Figuren in der Serie im Internet unterwegs sind – wenn sie dort Webseiten einrichten, existieren diese dann auch in der <abbr style="cursor: help;" title="die Wirklichkeit - reality">Wirklichkeit</abbr>.
<br />Viele <abbr style="cursor: help;" title="der Schauspieler - actor">Schauspieler</abbr> der Lindenstraße sind von Anfang an dabei. Man konnte beobachten, wie die Kinder der Lindenstraße <abbr style="cursor: help;" title="erwachsen werden - to grow up">erwachsen wurden</abbr> und ihre Eltern langsam älter. <a href="http://slowgerman.com/2016/01/08/til-schweiger/">Til Schweiger</a>, heute bekannt als Kino-Star und <a href="http://slowgerman.com/2015/02/10/slow-german-097-tatort/">Tatort</a>-Kommissar, fing bei der Lindenstraße mit der Fernsehschauspielerei an.</p>

&nbsp;
<br />
<div id="attachment_5746" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img class="size-medium wp-image-5746" src="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/02/Dreissig-Jahre-160_v-original-300x169.jpg" alt="© WDR/Lindenstrasse" width="300" height="169" srcset="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/02/Dreissig-Jahre-160_v-original-300x169.jpg 300w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/02/Dreissig-Jahre-160_v-original-768x432.jpg 768w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/02/Dreissig-Jahre-160_v-original-1024x576.jpg 1024w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/02/Dreissig-Jahre-160_v-original-510x287.jpg 510w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/02/Dreissig-Jahre-160_v-original.jpg 1250w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />
<br />30 Jahre Lindenstraße
</div>
<p>Im Dezember 2015 wurde die Lindenstraße 30 Jahre alt. Zur Feier dieses Jubiläums wurde die Folge live ausgestrahlt – vorher mussten die Schauspieler ausgiebig <abbr style="cursor: help;" title="to rehearse">proben</abbr>, damit alles klappt. Es war wie ein Theaterstück.</p>

<p>Hans W. Geißendörfers Produktionsfirma stellt die Lindenstraße seit 1985 her. Geißendörfers Tochter Hana ist mittlerweile Produzentin der Serie. Schaut doch mal rein – die Lindenstraße gibt es natürlich auch im Internet unter <a href="http://www.lindenstrasse.de" target="_blank">www.lindenstrasse.de</a>.</p>

<p>Ach, und die bekannte Musik aus der Lindenstraße könnt Ihr Euch hier anhören: <a href="http://www1.wdr.de/daserste/lindenstrasse/service/titel-melodie-100.html" target="_blank">http://www1.wdr.de/daserste/lindenstrasse/service/titel-melodie-100.html</a></p>]]></description>
            <pubDate>Tue, 16 Feb 2016 09:01:53 +0100</pubDate>
            <category>Deutsche Medien</category>
            <category domain="http://www.slowgerman.com/category/sg-podcast-episode/">SG Podcast-Episode</category>
            <category>fernsehen</category>
            <category>fernsehserie</category>
            <category>lindenstraße</category>
            <category>seifenoper</category>
            <category>serie</category>
            <category>soap</category>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
            <itunes:subtitle>Die Lindenstraße ist die bekannteste Straße in Deutschland – obwohl es sie gar nicht gibt. Natürlich gibt es in einigen Städten eine Lindenstraße, aber die Lindenstraße, über die ich Euch heute etwas erzählen möchte, existiert nur im Fernsehen.</itunes:subtitle>
            <itunes:summary><![CDATA[Die Lindenstraße ist die bekannteste Straße in Deutschland – obwohl es sie gar nicht gibt. Natürlich gibt es in einigen Städten eine Lindenstraße, aber die Lindenstraße, über die ich Euch heute etwas erzählen möchte, existiert nur im Fernsehen. „Lindenstraße“ heißt nämlich Deutschlands erste und älteste Seifenoper. Sie wird in Köln gedreht – spielt aber in München. 1985 startete die Erfolgsgeschichte. Hans W. Geißendörfer dachte sich eine Fernsehserie aus. Sie sollte so sein wie eine Kindheitserinnerung: Geißendörfer war in einem Mehrfamilienhaus aufgewachsen. Außerdem war er inspiriert durch die britische Fernsehserie „Coronation Street“. Seitdem läuft die Lindenstraße jeden Sonntagabend im Fernsehen, und Weiterlesen...]]></itunes:summary>
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        <item>
            <title>SG Dialog #5: Die Familie</title>
            <link>http://slowgerman.com/2016/02/23/sg-dialog-5-die-familie/</link>
            <description><![CDATA[<p>Diesen Dialog hat <strong>Oliver</strong> mit mir eingesprochen – er ist Podcaster und lebt auch hier in München. Hört doch mal rein in seinen <a href="http://explikator.de/" target="_blank">Explikator-Podcast</a>! Los geht’s:</p>

<p><strong>Hallo Oliver!
<br />
</strong>
<br />Hallo!</p>

<p><strong>Ich hab letzte Woche Deine Schwester getroffen. Sie sah gut aus!</strong></p>

<p>Ja, sie hat mir davon erzählt. Sie hat Dich erst gar nicht erkannt, weil Du jetzt kurze Haare hast.</p>

<p><strong>Wirklich? Das habe ich gar nicht gemerkt. Also, dass sie mich nicht erkannt hat. Dass meine Haare kurz sind, habe ich schon gemerkt&#8230;</strong></p>

<p>Scherzkeks.</p>

<p><strong>Wie war Euer Weihnachten?</strong></p>

<p>Schön! Erst waren wir bei meinen Eltern zu Besuch, und am zweiten Weihnachtsfeiertag dann bei den Schwiegereltern. Mein Schwager war leider krank, er konnte nicht kommen. Aber sonst waren alle da. Sogar meine Nichte und mein Neffe – sie studieren im Ausland und sind extra nach Hause gekommen über die Feiertage. Und wie war&#8217;s bei Dir?</p>

<p><strong>Sehr entspannt eigentlich. Meine Cousine hat mit uns gefeiert, also die Tochter meiner Tante aus Hamburg. Sie versteht sich nicht mit ihrem neuen Stiefvater und ist lieber zu uns gekommen.</strong></p>

<p>Verständlich.</p>

<p><strong>Am ersten Weihnachtsfeiertag haben wir dann noch meine Großeltern besucht. Meine Oma und mein Opa wohnen in einem Altersheim, leider ziemlich weit weg von hier. Sonst würde ich sie öfter besuchen.</strong></p>

<p>Das ist wirklich schade. Bekommen sie denn insgesamt nur selten Besuch?</p>

<p><strong>Nein, zum Glück wohnt ja mein Onkel in der Nähe, und mein Cousin arbeitet auch im gleichen Ort.</strong></p>

<p>Na dann ist es ja gut. Du, ich muss jetzt weiter – wir sehen uns sicher bald mal wieder, oder?</p>

<p><strong>Klar. Schönen Tag noch!</strong></p>

<p>Ciao!</p>]]></description>
            <pubDate>Tue, 23 Feb 2016 09:00:36 +0100</pubDate>
            <category>Dialog</category>
            <category>Freundschaft &amp; Familie</category>
            <category domain="http://www.slowgerman.com/category/sg-podcast-episode/">SG Podcast-Episode</category>
            <category>Familie</category>
            <category>verwandtschaft</category>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
            <itunes:subtitle>Diesen Dialog hat Oliver mit mir eingesprochen – er ist Podcaster und lebt auch hier in München. Hört doch mal rein in seinen Explikator-Podcast! Los geht’s: Hallo Oliver! Hallo! Ich hab letzte Woche Deine Schwester getroffen. Sie sah gut aus! Ja,</itunes:subtitle>
            <itunes:summary><![CDATA[Diesen Dialog hat Oliver mit mir eingesprochen – er ist Podcaster und lebt auch hier in München. Hört doch mal rein in seinen Explikator-Podcast! Los geht’s: Hallo Oliver! Hallo! Ich hab letzte Woche Deine Schwester getroffen. Sie sah gut aus! Ja, sie hat mir davon erzählt. Sie hat Dich erst gar nicht erkannt, weil Du jetzt kurze Haare hast. Wirklich? Das habe ich gar nicht gemerkt. Also, dass sie mich nicht erkannt hat. Dass meine Haare kurz sind, habe ich schon gemerkt… Scherzkeks. Wie war Euer Weihnachten? Schön! Erst waren wir bei meinen Eltern zu Besuch, und am zweiten Weihnachtsfeiertag Weiterlesen...]]></itunes:summary>
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        <item>
            <title>SG #117: BMW</title>
            <link>http://slowgerman.com/2016/03/01/sg-117-bmw/</link>
            <description><![CDATA[<p>Es wird Zeit, dass wir über BMW sprechen. Hier in München sieht man viele BMWs auf den Straßen. Das liegt einfach daran, dass BMW seinen <abbr style="cursor: help;" title="der Firmensitz - head office">Firmensitz</abbr> hier in München hat – und die <abbr style="cursor: help;" title="car brand">Automarke</abbr> feiert dieses Jahr am 7. März ihren 100. Geburtstag.
<br />
<img class="alignleft size-medium wp-image-5904" src="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/03/bmw-924885_640-300x199.jpg" alt="bmw-924885_640" width="300" height="199" srcset="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/03/bmw-924885_640-300x199.jpg 300w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/03/bmw-924885_640-130x86.jpg 130w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/03/bmw-924885_640-510x339.jpg 510w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/03/bmw-924885_640.jpg 640w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Wofür stehen die drei Buchstaben BMW? Sie stehen für <abbr style="cursor: help;" title="Bavarian">Bayerische</abbr> <abbr style="cursor: help;" title="der Motor - engine">Motoren</abbr>&#8211;<abbr style="cursor: help;" title="das Werk - factory">Werke</abbr>. Am Anfang hatte BMW noch gar nichts mit <abbr style="cursor: help;" title="das Auto - car">Autos</abbr> zu tun. Die Firma baute <abbr style="cursor: help;" title="das Flugzeug - plane">Flugzeug</abbr>-Motoren. Aber nach dem Ersten Weltkrieg war damit erstmal Schluss: der Friedensvertrag verbot es Deutschland für fünf Jahre, Flugzeugmotoren zu bauen. Also hatte BMW eine neue Idee: 1923 wurde das erste BMW-<abbr style="cursor: help;" title="das Motorrad - motorcycle">Motorrad</abbr> entwickelt, 1928 dann die ersten Autos. <img class="alignright size-medium wp-image-5906" src="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/03/oldtimer-1158639_640-300x239.png" alt="oldtimer-1158639_640" width="300" height="239" srcset="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/03/oldtimer-1158639_640-300x239.png 300w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/03/oldtimer-1158639_640-510x406.png 510w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/03/oldtimer-1158639_640.png 640w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Das erste <abbr style="cursor: help;" title="das Serienmodell - serial model">Serienmodell</abbr> wurde nicht in Bayern gebaut, sondern im benachbarten Thüringen. Als der Zweite Weltkrieg kam, <abbr style="cursor: help;" title="wachsen - to grow">wuchs</abbr> BMW immer weiter – natürlich wurden leistungsfähige Flugzeugmotoren gebraucht, aber auch kräftige Motorräder und <abbr style="cursor: help;" title="geländegängig - cross-country">geländegängige</abbr> Autos. Die dunkle Seite: Für den Bau wurden <abbr style="cursor: help;" title="der Zwangsarbeiter - forced laborer">Zwangsarbeiter</abbr> und <abbr style="cursor: help;" title="der KZ-Häftling - concentration camp prisoner">KZ-Häftlinge</abbr> eingesetzt.
<br />Nach dem <abbr style="cursor: help;" title="der Krieg - war">Krieg</abbr> war <abbr style="cursor: help;" title="main plant">das Stammwerk</abbr> <abbr style="cursor: help;" title="bombed">zerbombt</abbr>. BMW baute Fahrzeug<abbr style="cursor: help;" title="die Bremse - brakes">bremsen</abbr> und Kochtöpfe, um sich über Wasser zu halten. Es wurden auch wieder Motorräder produziert, aber kaum jemand kaufte sie. Ende der 50er-Jahre ging es BMW so schlecht, dass die Firma an die Daimler-Benz AG verkauft werden sollte. Die Mitarbeiter und BMW-<abbr style="cursor: help;" title="der Händler - dealer">Händler</abbr> waren aber dagegen – <abbr style="cursor: help;" title="acquisition">die Übernahme</abbr> wurde verhindert. Verkürzt gesagt kam ein <abbr style="cursor: help;" title="der Industrielle - industrialist">Industrieller</abbr> als <abbr style="cursor: help;" title="der Retter - savior">Retter</abbr> daher – Herbert Quandt übernahm viele Aktien. Der Quandt-Familie gehört heute noch ein großer Teil von BMW – 46,7%, um genau zu sein. Damit gehören die Quandts zu den reichsten Deutschen.
<br />
<img class="alignleft size-medium wp-image-5905" src="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/03/munich-953607_640-300x200.jpg" alt="munich-953607_640" width="300" height="200" srcset="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/03/munich-953607_640-300x200.jpg 300w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/03/munich-953607_640-130x86.jpg 130w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/03/munich-953607_640-510x339.jpg 510w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/03/munich-953607_640.jpg 640w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Die BMW-Autos wurden immer erfolgreicher in den darauffolgenden Jahren. Seit 2010 gehören die Luxusautos der Marke Rolls Royce zum BMW-<abbr style="cursor: help;" title="der Konzern - enterprise">Konzern</abbr>. Heute steht BMW für gute aber teure Autos – der BMW i ist sogar ein Elektro-Auto. Produziert werden BMWs vor allem in Bayern, es gibt aber auch Werke in USA, Südafrika, Großbritannien und China. Zu BMW gehört auch die Marke Mini, neue Minis sieht man hier in München zuhauf durch die Gegend flitzen.
<br />Mit 80,4 Milliarden Euro Umsatz und 116.000 Mitarbeitern ist BMW eines der größten Wirtschaftsunternehmen Deutschlands. Über 2 Millionen Fahrzeuge werden pro Jahr gebaut. Gefallen Euch die Autos?</p>]]></description>
            <pubDate>Tue, 01 Mar 2016 11:21:29 +0100</pubDate>
            <category>Bildung &amp; Wirtschaft</category>
            <category domain="http://www.slowgerman.com/category/sg-podcast-episode/">SG Podcast-Episode</category>
            <category>Verkehr und Reisen</category>
            <category>auto</category>
            <category>automarke</category>
            <category>bmw</category>
            <category>marke</category>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
            <itunes:subtitle>Es wird Zeit, dass wir über BMW sprechen. Hier in München sieht man viele BMWs auf den Straßen. Das liegt einfach daran, dass BMW seinen Firmensitz hier in München hat – und die Automarke feiert dieses Jahr am 7. März ihren 100. Geburtstag.</itunes:subtitle>
            <itunes:summary><![CDATA[Es wird Zeit, dass wir über BMW sprechen. Hier in München sieht man viele BMWs auf den Straßen. Das liegt einfach daran, dass BMW seinen Firmensitz hier in München hat – und die Automarke feiert dieses Jahr am 7. März ihren 100. Geburtstag. Wofür stehen die drei Buchstaben BMW? Sie stehen für Bayerische Motoren–Werke. Am Anfang hatte BMW noch gar nichts mit Autos zu tun. Die Firma baute Flugzeug-Motoren. Aber nach dem Ersten Weltkrieg war damit erstmal Schluss: der Friedensvertrag verbot es Deutschland für fünf Jahre, Flugzeugmotoren zu bauen. Also hatte BMW eine neue Idee: 1923 wurde das erste BMW-Motorrad Weiterlesen...]]></itunes:summary>
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        </item>
        
        
        <item>
            <title>SG Dialog #6: Das Konzert</title>
            <link>http://slowgerman.com/2016/03/29/sg-dialog-6-das-konzert/</link>
            <description><![CDATA[<p>Diesen Dialog hat Oliver mit mir eingesprochen – er ist Podcaster und lebt auch hier in München. Hört doch mal rein in seinen <a href="http://explikator.de/" target="_blank">Explikator-Podcast</a>! Los geht’s:</p>

<p><strong>Was für ein Sauwetter!</strong></p>

<p>Das kann man wohl sagen. Es regnet seit Stunden.
<br />
<strong>
<br />Wenn es wenigstens nur ein leichter Nieselregen wäre. Aber es schüttet ja regelrecht!</strong></p>

<p>Ich habe leider meinen Schirm verloren, ich bin pitschnass geworden als ich vorhin kurz beim Einkaufen war.
<br />
<strong>
<br />Wenn es ein paar Grad kälter wäre, würde es schneien. Das wäre gleich viel schöner.</strong></p>

<p>Stimmt. Aber dann wären auch die Straßen gleich wieder glatt – das kann ich gar nicht brauchen. Ich fahre heute Abend noch zu einem Konzert.
<br />
<strong>
<br />Ein Konzert?</strong></p>

<p>Ja, meine Lieblingsband spielt in der Olympiahalle.
<br />
<strong>
<br />Die Olympiahalle mag ich gar nicht. Viel schöner sind doch Konzerte im Olympiastadion. Oder gleich auf dem Königsplatz!</strong></p>

<p>Aber das geht doch nur im Sommer, wenn es schön warm ist und die Sonne erst spät untergeht. Jetzt im Winter würde ich erfrieren bei einem Open Air!
<br />
<strong>
<br />Stimmt ja. Wobei ich mal bei einem Open Air war mitten im Sommer, und da war es so neblig, dass man die Bühne fast nicht gesehen hat.</strong></p>

<p>Wirklich?
<br />
<strong>
<br />Ja! Und als der Nebel sich verzogen hatte, zog ein Gewitter auf. So richtig heftig mit starkem Wind, Blitz und Donner. Und Platzregen. Seitdem habe ich keine Konzertkarten mehr gekauft.</strong></p>

<p>Pessimist! Und was machst Du heute Abend?
<br />
<strong>
<br />Ich gehe erstmal in die Badewanne. Meine Zehen sind ganz kalt.</strong></p>

<p>Dann mal viel Spaß. Ich erzähl Dir nächstes Mal, wie das Konzert war!</p>]]></description>
            <pubDate>Tue, 29 Mar 2016 13:14:01 +0200</pubDate>
            <category>Dialog</category>
            <category domain="http://www.slowgerman.com/category/sg-podcast-episode/">SG Podcast-Episode</category>
            <category>dialog</category>
            <category>konzert</category>
            <comments>http://slowgerman.com/2016/03/29/sg-dialog-6-das-konzert/#comments</comments>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
            <itunes:subtitle>Diesen Dialog hat Oliver mit mir eingesprochen – er ist Podcaster und lebt auch hier in München. Hört doch mal rein in seinen Explikator-Podcast! Los geht’s: Was für ein Sauwetter! Das kann man wohl sagen. Es regnet seit Stunden.</itunes:subtitle>
            <itunes:summary><![CDATA[Diesen Dialog hat Oliver mit mir eingesprochen – er ist Podcaster und lebt auch hier in München. Hört doch mal rein in seinen Explikator-Podcast! Los geht’s: Was für ein Sauwetter! Das kann man wohl sagen. Es regnet seit Stunden. Wenn es wenigstens nur ein leichter Nieselregen wäre. Aber es schüttet ja regelrecht! Ich habe leider meinen Schirm verloren, ich bin pitschnass geworden als ich vorhin kurz beim Einkaufen war. Wenn es ein paar Grad kälter wäre, würde es schneien. Das wäre gleich viel schöner. Stimmt. Aber dann wären auch die Straßen gleich wieder glatt – das kann ich gar nicht Weiterlesen...]]></itunes:summary>
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            <title>SG #118: Die Gebrüder Grimm</title>
            <link>http://slowgerman.com/2016/04/04/sg-118-die-gebrueder-grimm/</link>
            <description><![CDATA[<p>Eigentlich muss diese Episode so anfangen: Es waren einmal zwei <abbr style="cursor: help;" title="der Bruder, die Brüder - brother, brothers">Brüder</abbr>. Sie hießen Jacob und Wilhelm. Doch das Volk nannte sie die Gebrüder Grimm&#8230;</p>

<p>Mit den Worten „<abbr style="cursor: help;" title="once upon a time">Es war einmal</abbr>“ beginnen in der deutschen Sprache viele <abbr style="cursor: help;" title="das Märchen - fairy tale">Märchen</abbr>. Und Märchen bringen wir in Zusammenhang mit den Gebrüdern Grimm. Aber wer waren diese beiden Männer?</p>

<p><img class="alignleft wp-image-6423 size-medium" src="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/04/grimm-277x300.jpg" alt="grimm" width="277" height="300" srcset="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/04/grimm-277x300.jpg 277w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/04/grimm-510x553.jpg 510w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/04/grimm.jpg 553w" sizes="(max-width: 277px) 100vw, 277px" />Sie wurden 1785 und 1786 in Hanau in Hessen geboren. Sie studierten Jura. Aber ihre wahre Leidenschaft galt den <abbr style="cursor: help;" title="die Geschichte - story">Geschichten</abbr>. Sie sprachen mit vielen so genannten Märchenbeiträgern, also Menschen, die alte Geschichten kannten. Aus vielen Fragmenten und aus alten <abbr style="cursor: help;" title="die (literarische) Quelle - source">literarischen Quellen</abbr> machten die Brüder dann fertige Märchen. So entstanden die noch heute berühmten Märchen-<abbr style="cursor: help;" title="die Sammlung - collection">Sammlungen</abbr>. Es waren Märchen, die die Menschen sich von Generation zu Generation erzählt hatten. Nachdem die Brüder Grimm sechs Jahre lang <abbr style="cursor: help;" title="eager">eifrig</abbr> <abbr style="cursor: help;" title="etwas sammeln - to collect something">gesammelt</abbr> hatten, erschien zu Weihnachten 1812 der erste <abbr style="cursor: help;" title="der Sammelband - anthology">Sammelband</abbr> mit Märchen. Er hieß „Kinder- und Hausmärchen“ und wurde gleich ein <abbr style="cursor: help;" title="der Erfolg - success">Erfolg</abbr>.</p>

<p>Die Grimms wollten aber nicht nur die Geschichten <abbr style="cursor: help;" title="to write down">aufschreiben</abbr>, sie wollten sie wissenschaftlich dokumentieren, damit das deutsche <abbr style="cursor: help;" title="das Kulturgut - cultural assets">Kulturgut</abbr> nicht verloren geht. 1816 erschien der zweite Sammelband. Insgesamt sammelten die Brüder 200 Märchen.</p>

<p>Ihr Leben war aber nicht einfach: Als Jacob 23 Jahre alt war, <abbr style="cursor: help;" title="sterben - to die">starb</abbr> die Mutter. Weil Jacob das älteste der 9 Kinder war, musste er sich von nun an um die Familie kümmern – der Vater war bereits früher gestorben.</p>

<p>Die Brüder arbeiteten als Sekretär und Bibliothekar des Königs. Als Professoren lebten und arbeiteten sie später in Kassel, dann nahmen sie aber am Protest der „Göttinger Sieben“ teil. Der König hatte das erst vier Jahre alte <abbr style="cursor: help;" title="das Grundgesetz - German Basic Law, federal constitution">Grundgesetz</abbr> des <abbr style="cursor: help;" title="der Staat - nation">Staates</abbr> außer Kraft gesetzt und wollte sich nicht daran halten. Dagegen protestierten viele Akademiker – einige von ihnen wurden <abbr style="cursor: help;" title="jemanden des Landes verweisen - to expel someone from the country">des Landes verwiesen</abbr>, unter anderem auch Jacob Grimm. Daraufhin zogen er und sein Bruder nach Berlin.</p>

<p>Übrigens waren die Brüder Grimm nicht nur wichtig, weil sie den Märchenschatz <abbr style="cursor: help;" title="etwas bewahren - to preserve something">bewahrten</abbr>. Die Märchensammlung gehört zu den erfolgreichsten Büchern der Weltliteratur. Jacob schrieb eine deutsche <abbr style="cursor: help;" title="die Grammatik - grammar">Grammatik</abbr> und beide Brüder <abbr style="cursor: help;" title="etwas erforschen - to research something">erforschten</abbr> ihr Leben lang die deutsche Sprache. Diese deutsche Grammatik war übrigens mehrere tausend Seiten dick. Und nicht nur das: Die Brüder begannen auch mit einem deutschen <abbr style="cursor: help;" title="das Wörterbuch - dictionary">Wörterbuch</abbr>, das bei ihrem Tod aber nur bis zum Buchstaben F reichte. 1960 wurde es fertiggestellt und umfasste 16 Bände. Die Grimms gelten also als Mitbegründer der <abbr style="cursor: help;" title="die Germanistik - German language and literature studies">Germanistik</abbr>. Jacob Grimm schrieb einmal: „unsere sprache ist auch unsere geschichte“. Übrigens verwendete er nur <abbr style="cursor: help;" title="der Kleinbuchstabe - lowercase letter">Kleinbuchstaben</abbr>, den ständigen Wechsel in der deutschen Schrift fand er <abbr style="cursor: help;" title="meticulous">pedantisch</abbr> und wollte ihn am liebsten <abbr style="cursor: help;" title="etwas abschaffen - to abolish something">abschaffen</abbr>. Das ist Euch jetzt sicher sympathisch, liebe Deutschlernende, oder?</p>

<p>Zum Schluss noch einige der Märchen, die die Gebrüder Grimm aufschrieben – einige davon gibt es bereits im Slow German-Shop zu kaufen: <a href="http://slowgerman.com/produkt/maerchen-hans-im-glueck/">Hans im Glück</a>, Rumpelstilzchen, Rotkäppchen, Rapunzel, Dornröschen, Hänsel und Gretel, <a href="http://slowgerman.com/produkt/maerchen-aschenputtel/">Aschenputtel</a>, Frau Holle, Schneewittchen, <a href="http://slowgerman.com/produkt/maerchen-der-froschkoenig/">Der Froschkönig</a>, Die Bremer Stadtmusikanten und Die Prinzessin auf der Erbse&#8230;</p>

<p>„Und wenn sie nicht gestorben sind, so leben sie noch heute“. So enden viele Märchen.</p>]]></description>
            <pubDate>Mon, 04 Apr 2016 12:20:24 +0200</pubDate>
            <category>Geschichte</category>
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            <category>gebrüder grimm</category>
            <category>grimms märchen</category>
            <category>märchen</category>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
            <itunes:subtitle>Eigentlich muss diese Episode so anfangen: Es waren einmal zwei Brüder. Sie hießen Jacob und Wilhelm. Doch das Volk nannte sie die Gebrüder Grimm… Mit den Worten „Es war einmal“ beginnen in der deutschen Sprache viele Märchen.</itunes:subtitle>
            <itunes:summary><![CDATA[Eigentlich muss diese Episode so anfangen: Es waren einmal zwei Brüder. Sie hießen Jacob und Wilhelm. Doch das Volk nannte sie die Gebrüder Grimm… Mit den Worten „Es war einmal“ beginnen in der deutschen Sprache viele Märchen. Und Märchen bringen wir in Zusammenhang mit den Gebrüdern Grimm. Aber wer waren diese beiden Männer? Sie wurden 1785 und 1786 in Hanau in Hessen geboren. Sie studierten Jura. Aber ihre wahre Leidenschaft galt den Geschichten. Sie sprachen mit vielen so genannten Märchenbeiträgern, also Menschen, die alte Geschichten kannten. Aus vielen Fragmenten und aus alten literarischen Quellen machten die Brüder dann fertige Märchen. Weiterlesen...]]></itunes:summary>
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            <title>SG #119: Das Bier</title>
            <link>http://slowgerman.com/2016/04/18/sg-119-das-bier/</link>
            <description><![CDATA[Ich habe hier schon über die <a href="http://slowgerman.com/2007/06/19/slow-german-008-ab-in-den-biergarten/">Biergärten</a> in München gesprochen und über das <a href="http://slowgerman.com/2015/10/28/sg-110-das-hofbraeuhaus/">Hofbräuhaus</a>, und natürlich über das <a href="http://slowgerman.com/2007/09/21/slow-german-014-das-oktoberfest/">Oktoberfest</a>. Aber habe ich schon über das <abbr style="cursor: help;" title="beer">Bier</abbr> gesprochen? Es wird höchste Zeit! Denn Bier ist das beliebteste alkoholische <abbr style="cursor: help;" title="das Getränk - drink">Getränk</abbr> der Deutschen, fast 110 Liter Bier <abbr style="cursor: help;" title="trinken - to drink">trinken</abbr> die Deutschen im Durchschnitt pro Jahr. 110 Liter! Ich trinke ungefähr einen Liter pro Jahr&#8230;
<br />
<div id="attachment_6528" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img class="wp-image-6528 size-medium" src="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/04/oktoberfest-927666_640-300x221.jpg" alt="oktoberfest-927666_640" width="300" height="221" srcset="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/04/oktoberfest-927666_640-300x221.jpg 300w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/04/oktoberfest-927666_640-510x375.jpg 510w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/04/oktoberfest-927666_640.jpg 640w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />
<br />Typische Weizen-Bier-Gläser
</div>
Bier ist ein Getränk, das Alkohol und <abbr style="cursor: help;" title="die Kohlensäure - carbon dioxide">Kohlensäure</abbr> enthält. Das wusstet Ihr sicher. Es besteht aus drei Grund<abbr style="cursor: help;" title="die Zutat - ingredient">zutaten</abbr>. Wasser, <abbr style="cursor: help;" title="das Malz - malt">Malz</abbr> und <abbr style="cursor: help;" title="der Hopfen - hop">Hopfen</abbr>. Damit überhaupt erst Alkohol entsteht, wird <abbr style="cursor: help;" title="die Stärke - starch">Stärke</abbr> vergoren. Dazu braucht man <abbr style="cursor: help;" title="das Getreide - grain, cereal">Getreide</abbr>, zum Beispiel <abbr style="cursor: help;" title="die Gerste - barley">Gerste</abbr>, <abbr style="cursor: help;" title="der Roggen - rye">Roggen</abbr>, <abbr style="cursor: help;" title="der Mais - corn">Mais</abbr> oder <abbr style="cursor: help;" title="der Weizen - wheat">Weizen</abbr>. Wir trinken Bier pur oder mit Limonade gemischt, dann heißt es Radler im Süden oder Alster im Norden.
<br />Die meisten Biersorten in Deutschland haben 4-6 Prozent Alkohol, es gibt aber auch alkoholfreies Bier. Das Bier ist natürlich keine deutsche Erfindung – schon die Ägypter kannten es, die Römer und Kelten auch. Aber ich möchte Euch trotzdem erzählen, was es mit dem Bier in Deutschland auf sich hat.
<br />In Deutschland gibt es das so genannte Reinheitsgebot seit dem 23. April 1516. Dieses Gebot besagt, dass Bier nur aus drei Zutaten bestehen darf – aus Wasser, Gerstenmalz und Hopfen. Es darf zum Beispiel kein Zucker zugegeben werden. Dieser Tag, der 23. April, wird übrigens seit 1995 als „Tag des Deutschen Bieres“ gefeiert – wobei das glaube ich kaum jemand weiß.
<br />Bier hat eine lange Tradition in Deutschland. Hier in München gab es 1363 schon eine Bieraufsicht – das waren Stadträte, also Politiker, die das Bier kontrollieren sollten. Wieso war Bier so wichtig? Zum einen, weil das Wasser in den Städten so dreckig war, dass es Krankheiten verursachte. Bier aber wurde durch den Herstellungsprozess fast <abbr style="cursor: help;" title="germ-free">keimfrei</abbr> – es war also <abbr style="cursor: help;" title="gesund - healthy ; gesünder - healthier">gesünder</abbr> als Wasser. Es enthielt übrigens damals weniger Alkohol als heute, und so tranken oft auch Kinder Bier.
<br />Bier wird <abbr style="cursor: help;" title="brauen - to brew">gebraut</abbr>. Es gibt in München viele Brauereien, bei einer kann man sogar von außen die großen Kupferkessel sehen, in denen das Bier gebraut wird. Nur die Brauereien, die auf Münchner Grund und Boden und mit dem Münchner Wasser ihr Bier brauen, dürfen übrigens auf dem Oktoberfest ihr Bier <abbr style="cursor: help;" title="etwas ausschenken - to pour something">ausschenken</abbr>. Und das Oktoberfestbier hat es in sich: Es ist ein spezielles Bier, das mehr Alkohol enthält. Also Vorsicht! Man wird davon schneller betrunken.
<br />Wer sich die Münchner Biersorten ansieht, wird feststellen, dass manchmal <abbr style="cursor: help;" title="der Mönch - monk">Mönche</abbr> darauf abgebildet sind. Warum? Die Mönche brauten ihr eigenes Bier, denn Bier galt als <abbr style="cursor: help;" title="nutritious">nahrhaft</abbr> und doch nicht als Nahrung – das heißt auch in der Fastenzeit durften die Mönche Bier trinken und damit ein bisschen ihren Hunger stillen. Und weil sie mehr brauten, als sie selber verbrauchten, konnten sie das Bier auch an Menschen außerhalb des Klosters ausschenken.
<br />Hier in München gibt es die Tradition der <abbr style="cursor: help;" title="der Biergarten - beer garden">Biergärten</abbr> – dazu gab es die allererste Folge von Slow German im Jahr 2007, Ihr könnt sie auf slowgerman.com gerne noch nachlesen und nachhören.
<br />
<div id="attachment_6527" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img class="wp-image-6527 size-medium" src="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/04/munich-1201581_640-300x213.jpg" alt="Zwei Maß Bier" width="300" height="213" srcset="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/04/munich-1201581_640-300x213.jpg 300w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/04/munich-1201581_640-510x363.jpg 510w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/04/munich-1201581_640.jpg 640w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />
<br />Der Maßkrug &#8211; hier passt ein ganzer Liter Bier rein!
</div>
<p>Aber Bier gibt es nicht nur in Bayern, wo wir das Bier gerne in Maßkrügen trinken, das ist gleich ein <abbr style="cursor: help;" title="das Glas - glass">Glas</abbr> für einen ganzen Liter. In Köln wird Bier in sehr kleinen Gläsern ausgeschenkt, die „Stange“ heißen und nur 0,2 Liter Bier fassen. So ein Bier nennt man „Kölsch“.
<br />In Berlin gibt es eine Spezialität, die seltsam aussieht: Hier wird Bier mit Waldmeister-oder Himbeer-Sirup vermischt, das nennt man dann „Berliner Weiße“ rot oder grün.
<br />Bier ist eine Wissenschaft für sich – Texte über Bier sind für Laien nur schwer zu verstehen. Klar ist aber: Auch wenn Bier zur deutschen Kultur gehört, ist es ein alkoholisches Getränk. Also: Vorsicht! Trinkt nicht zu viel davon. Vor allem das Bier in Süddeutschland ist stärker, als man denkt.</p>]]></description>
            <pubDate>Mon, 18 Apr 2016 17:12:10 +0200</pubDate>
            <category>Essen &amp; Trinken</category>
            <category domain="http://www.slowgerman.com/category/sg-podcast-episode/">SG Podcast-Episode</category>
            <category>bier</category>
            <category>bier brauen</category>
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            <category>oktoberfest</category>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
            <itunes:subtitle>Ich habe hier schon über die Biergärten in München gesprochen und über das Hofbräuhaus, und natürlich über das Oktoberfest. Aber habe ich schon über das Bier gesprochen? Es wird höchste Zeit! Denn Bier ist das beliebteste alkoholische Getränk der Deuts...</itunes:subtitle>
            <itunes:summary><![CDATA[Ich habe hier schon über die Biergärten in München gesprochen und über das Hofbräuhaus, und natürlich über das Oktoberfest. Aber habe ich schon über das Bier gesprochen? Es wird höchste Zeit! Denn Bier ist das beliebteste alkoholische Getränk der Deutschen, fast 110 Liter Bier trinken die Deutschen im Durchschnitt pro Jahr. 110 Liter! Ich trinke ungefähr einen Liter pro Jahr… Bier ist ein Getränk, das Alkohol und Kohlensäure enthält. Das wusstet Ihr sicher. Es besteht aus drei Grundzutaten. Wasser, Malz und Hopfen. Damit überhaupt erst Alkohol entsteht, wird Stärke vergoren. Dazu braucht man Getreide, zum Beispiel Gerste, Roggen, Mais oder Weiterlesen...]]></itunes:summary>
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            <title>SG #120: Die Trümmerfrauen</title>
            <link>http://slowgerman.com/2016/05/16/sg-120-die-truemmerfrauen/</link>
            <description><![CDATA[<p>Ich spreche in Slow German selten von der Vergangenheit. Warum das so ist, kann ich Euch erklären: Weil ich <abbr style="cursor: help;" title="present">die Gegenwart</abbr> so spannend finde! Aber natürlich ist die Geschichte wichtig, also heute mal ein Thema aus der <abbr style="cursor: help;" title="die Vergangenheit - past">Vergangenheit</abbr>.</p>

<p><a title="Deutsche Fotothek‎ [CC BY-SA 3.0 de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AFotothek_df_roe-neg_0001374_003_Gruppenbild_eines_Tr%C3%BCmmerbeseitigungstrupps.jpg"><img src="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1f/Fotothek_df_roe-neg_0001374_003_Gruppenbild_eines_Tr%C3%BCmmerbeseitigungstrupps.jpg" alt="Fotothek df roe-neg 0001374 003 Gruppenbild eines Trümmerbeseitigungstrupps" width="512" /></a></p>

<p>Nach dem Zweiten Weltkrieg lag Deutschland in <abbr style="cursor: help;" title="der Schutt - rubble">Schutt</abbr> und <abbr style="cursor: help;" title="die Asche - ashes">Asche</abbr>. Das sagt man so. Es bedeutet: Vieles war zerstört. Häuser waren kaputt, weil <abbr style="cursor: help;" title="die Bombe - bomb">Bomben</abbr> explodiert waren. Es hatte gebrannt, übrig blieben von vielen Gebäuden nur noch <abbr style="cursor: help;" title="die Trümmer - debris">Trümmer</abbr>. Trümmer sind die kaputten Einzelteile, also in diesem Fall zum Beispiel Teile von Mauern, Balken, kaputte Fenster. Der Krieg war vorbei, also war es Zeit, die Städte wieder bewohnbar zu machen. Alles musste wieder aufgebaut werden. Wer Fotos von damals ansieht, sieht meistens Frauen, die am <abbr style="cursor: help;" title="der Wiederaufbau - reconstruction">Wiederaufbau</abbr> arbeiten. Sie befreien <abbr style="cursor: help;" title="der Ziegelstein - brick">Ziegelsteine</abbr> von <abbr style="cursor: help;" title="der Mörtel - plaster">Mörtel</abbr> (das ist sozusagen der Klebstoff, der Ziegelsteine zu einer Mauer verbindet) und klopfen sie zurecht, so dass man aus ihnen neue Wände bauen kann. Sie ziehen <abbr style="cursor: help;" title="der Nagel - nail">Nägel</abbr> aus Balken, schaffen Müll beiseite. Diese Frauen nennt man Trümmerfrauen.</p>

<p>Stellt Euch vor, wie es damals in Deutschland aussah. Viele Männer waren <abbr style="cursor: help;" title="to be killed in the war">im Krieg gefallen</abbr> oder schwer verletzt – oder als Nazis verurteilt worden. Sie saßen im Gefängnis oder waren <abbr style="cursor: help;" title="hingerichtet werden - to be executed">hingerichtet worden</abbr>. 1945 gab es 7 Millionen mehr Frauen als Männer in Deutschland – normalerweise sind es ungefähr gleich viele Männer wie Frauen.</p>

<p><a title="Janczikowsky [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], via Wikimedia Commons" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ASteine_klopfen_janczikowsky.jpg"><img src="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/b/bf/Steine_klopfen_janczikowsky.jpg/256px-Steine_klopfen_janczikowsky.jpg" alt="Steine klopfen janczikowsky" width="256" align="left" /></a>Die Alliierten hatten Deutschland unter sich aufgeteilt. Sie hatten Befehle erteilt. Zum Beispiel mussten sich alle Frauen zwischen 15 und 50 Jahren zum Aufbaudienst zu melden. Natürlich bauten nicht nur Frauen Deutschland wieder auf: Ehemalige Nazis wurden von den Alliierten zum Wiederaufbau gezwungen – wer nicht mithalf, der bekam zum Beispiel keine <abbr style="cursor: help;" title="die Lebensmittelmarke - food stamp">Lebensmittelmarken</abbr>. Mit Lebensmittelmarken bekam man wichtige Lebensmittel von Brot bis Zucker.</p>

<p>Hier in Deutschland kennt jeder die Trümmerfrauen. Aber gab es sie wirklich? Natürlich gab es Frauen, die beim <abbr style="cursor: help;" title="aufbauen - to build something">Aufbau</abbr> halfen. Aber ob sie eine so wichtige Rolle gespielt haben wie wir denken, ist nicht sicher. Manche Forscher gehen davon aus, dass an dem Mythos der Trümmerfrauen auch vieles einfache Propaganda ist. Die Fotos der Trümmerfrauen sollen oft <abbr style="cursor: help;" title="staged">gestellt</abbr> gewesen sein – also nicht echt, sondern <abbr style="cursor: help;" title="etwas inszenieren - to stage something">inszeniert</abbr>. Warum? Um etwas Positives zu zeigen, um den Krieg und die Schuld am Krieg zu <abbr style="cursor: help;" title="to suppress something">verdrängen</abbr>, um die Frauen als <abbr style="cursor: help;" title="der Held, die Heldin - hero, heroine">Heldinnen</abbr> zu porträtieren und vom Grauen <abbr style="cursor: help;" title="ablenken - to deviate">abzulenken</abbr>, das der Krieg gebracht hat. Die Trümmerfrauen packen an, sie arbeiten hart, sie legen den Grundstein für eine bessere Zukunft. Wahrscheinlich wollen wir deswegen daran glauben. Wie auch immer die Wahrheit aussieht: Die Frauen waren sehr wichtig, um Deutschland wieder aufzubauen. Sie mussten härter arbeiten denn je, mussten ihre <abbr style="cursor: help;" title="often raise kids without the help of men">Kinder oft ohne die Hilfe von Männern aufziehen</abbr>, mussten vieles alleine schaffen. Es waren starke Frauen, die während des Krieges und danach gelebt haben. Ich habe <abbr style="cursor: help;" title="die Hochachtung - esteem">Hochachtung</abbr> vor ihnen und danke hiermit allen Frauen, die Deutschland wieder aufgebaut haben – ob aus Trümmern oder aus Träumen ist mir egal.</p>]]></description>
            <pubDate>Mon, 16 May 2016 11:12:45 +0200</pubDate>
            <category>Geschichte</category>
            <category domain="http://www.slowgerman.com/category/sg-podcast-episode/">SG Podcast-Episode</category>
            <category>trümmerfrau</category>
            <category>trümmerfrauen</category>
            <category>wiederaufbau</category>
            <category>zweiter weltkrieg</category>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
            <itunes:subtitle>Ich spreche in Slow German selten von der Vergangenheit. Warum das so ist, kann ich Euch erklären: Weil ich die Gegenwart so spannend finde! Aber natürlich ist die Geschichte wichtig, also heute mal ein Thema aus der Vergangenheit.</itunes:subtitle>
            <itunes:summary><![CDATA[Ich spreche in Slow German selten von der Vergangenheit. Warum das so ist, kann ich Euch erklären: Weil ich die Gegenwart so spannend finde! Aber natürlich ist die Geschichte wichtig, also heute mal ein Thema aus der Vergangenheit. Nach dem Zweiten Weltkrieg lag Deutschland in Schutt und Asche. Das sagt man so. Es bedeutet: Vieles war zerstört. Häuser waren kaputt, weil Bomben explodiert waren. Es hatte gebrannt, übrig blieben von vielen Gebäuden nur noch Trümmer. Trümmer sind die kaputten Einzelteile, also in diesem Fall zum Beispiel Teile von Mauern, Balken, kaputte Fenster. Der Krieg war vorbei, also war es Zeit, Weiterlesen...]]></itunes:summary>
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            <title>Going to the doctor. Absolute Beginner #09</title>
            <link>http://slowgerman.com/2016/05/24/going-to-the-doctor-absolute-beginner-09/</link>
            <description><![CDATA[<p>I hope you&#8217;ll never get sick when you&#8217;re travelling in Germany, but we&#8217;re going to the doctor today, ok? First, you might make a call to get an appointment. With an appointment, you don&#8217;t have to wait too long to see the doctor. So you call the „Praxis“, that&#8217;s what the doctor&#8217;s office is called, „Praxis“, and tell the Sprechstundenhilfe, that&#8217;s the woman answering the phone: „Ich möchte einen Termin vereinbaren.“ Or a little less polite: „Ich brauche einen Termin“, meaning: I need a doctor&#8217;s appointment. The woman might ask you: „Worum geht es denn?“, meaning: What&#8217;s this about? And you can tell her: „Ich habe Halsweh“, or „Ich habe Kopfweh“. You see: the syllable „weh“ means pain in this case. So you tell them where it&#8217;s hurting you. Der Hals is the throat, der Kopf is the head, der Bauch is the stomach.</p>

<p>When you have your apointment, you try to be there on time. When you enter the Praxis, you go to the counter and tell them your name. You say: „Guten Tag. Mein Name ist Miller. Ich habe einen Termin um drei Uhr.“ That means: „Hello, my name is Miller, I have an apointment at three o&#8217;clock.“ The woman then might ask for your insurance card, „Ihre Versichertenkarte bitte“. After everything is checked, she will tell you: „Gehen Sie schonmal vor ins Wartezimmer.“ The „Wartezimmer“ is the waiting room. When you enter it you can say „Guten Tag“ to the other patients waiting there. The doctor will call you into his Arztzimmer, the doctor&#8217;s office. Usually he comes into the waiting room (or sends his assistant), saying either your name or simply „Der nächste bitte!“ meaning: Next one, please.</p>

<p>You tell him where it hurts – if you don&#8217;t know how to say it, just show him with your hands. Maybe he says: „Machen Sie sich bitte frei.“ This is hard to understand, isn&#8217;t it? It means: Get undressed. Ususally just the upper part of your body. When he&#8217;s done examining your body, he will say: „Ich gebe Ihnen ein Rezept.“ The „Rezept“ is a piece of paper. With this, you go to the next pharmacy to get your medicine. Maybe the doc will also say: „Gute Besserung!“ meaning: Get well, soon!</p>]]></description>
            <pubDate>Tue, 24 May 2016 22:22:40 +0200</pubDate>
            <category>Absolute Beginner</category>
            <category domain="http://www.slowgerman.com/category/sg-podcast-episode/">SG Podcast-Episode</category>
            <category>arzt</category>
            <category>arztpraxis</category>
            <category>doc</category>
            <category>doctor</category>
            <category>doktor</category>
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            <category>krankheit</category>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
            <itunes:subtitle>I hope you’ll never get sick when you’re travelling in Germany, but we’re going to the doctor today, ok? First, you might make a call to get an appointment. With an appointment, you don’t have to wait too long to see the doctor.</itunes:subtitle>
            <itunes:summary><![CDATA[I hope you’ll never get sick when you’re travelling in Germany, but we’re going to the doctor today, ok? First, you might make a call to get an appointment. With an appointment, you don’t have to wait too long to see the doctor. So you call the „Praxis“, that’s what the doctor’s office is called, „Praxis“, and tell the Sprechstundenhilfe, that’s the woman answering the phone: „Ich möchte einen Termin vereinbaren.“ Or a little less polite: „Ich brauche einen Termin“, meaning: I need a doctor’s appointment. The woman might ask you: „Worum geht es denn?“, meaning: What’s this about? And Weiterlesen...]]></itunes:summary>
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            <title>SG #121: Die Rote Armee Fraktion RAF</title>
            <link>http://slowgerman.com/2016/06/10/raf/</link>
            <description><![CDATA[<p>Es wird Zeit für ein dunkles Kapitel der neueren deutschen Geschichte: Die RAF. RAF steht für Rote Armee Fraktion. Das war eine linksextremistische terroristische <abbr style="cursor: help;" title="die Vereinigung - association">Vereinigung</abbr> in Deutschland. Gerade jetzt, wo wir alle Angst vor dem <abbr style="cursor: help;" title="der Terror - terror">Terror</abbr> haben, der von Al Kaida oder IS ausgeht, müssen wir uns an die RAF erinnern.</p>

<p>Fast 3 Jahre lang <abbr style="cursor: help;" title="jemanden terrorisieren - to terrorize someone">terrorisierte</abbr> die RAF Deutschland. Sie <abbr style="cursor: help;" title="jemanden ermorden - to kill someone">ermordete</abbr> 34 Menschen, und zwar wichtige Menschen. Es waren Politiker, <abbr style="cursor: help;" title="die Führungskraft - manager, executive">Führungskräfte</abbr> aus der <abbr style="cursor: help;" title="die Wirtschaft - economy">Wirtschaft</abbr>, <abbr style="cursor: help;" title="der Polizist - police officer">Polizisten</abbr> oder sogar <abbr style="cursor: help;" title="der Richter - judge">Richter</abbr>. Aber fangen wir vorne an.</p>

<p><img class="alignleft size-full wp-image-6980" src="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/06/220px-RAF-Logo.svg_.png" alt="220px-RAF-Logo.svg" width="220" height="216" srcset="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/06/220px-RAF-Logo.svg_.png 220w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/06/220px-RAF-Logo.svg_-80x80.png 80w" sizes="(max-width: 220px) 100vw, 220px" />Wir schreiben das Jahr 1968. Es ist das Jahr der <abbr style="cursor: help;" title="die Studentenbewegung - student movement">Studentenbewegung</abbr>. Viele junge Menschen <abbr style="cursor: help;" title="to protest">protestieren</abbr> gegen den Vietnamkrieg. Auch Andreas Baader und Gudrun Ensslin. Sie <abbr style="cursor: help;" title="einen Brand legen - to set fire to something">legen Brände</abbr> in zwei Frankfurter <abbr style="cursor: help;" title="das Kaufhaus - department store">Kaufhäusern</abbr> und werden erwischt – drei Jahre lang sollen sie ins <abbr style="cursor: help;" title="das Gefängnis - prison">Gefängnis</abbr>. Beim <abbr style="cursor: help;" title="der Prozess - trial">Prozess</abbr> lernen sie einen <abbr style="cursor: help;" title="der Anwalt - lawyer">Anwalt</abbr> kennen und Ulrike Meinhof, eine Journalistin. Bei einer günstigen <abbr style="cursor: help;" title="die Gelegenheit - opportunity">Gelegenheit</abbr> <abbr style="cursor: help;" title="untertauchen - to go into hiding">tauchen sie unter</abbr>. Sie verschwinden. Sie gründen eine Stadtguerilla, so wie es sie in Südamerika gibt. 1970 <abbr style="cursor: help;" title="jemanden befreien - to free someone">befreien</abbr> sie Andreas Baader, der <abbr style="cursor: help;" title="jemanden verhaften - to arrest someone">verhaftet</abbr> worden war. Es klappt nicht so, wie es geplant war: Es gibt eine Schießerei und Verletzte. Die RAF ist geboren. 20 <abbr style="cursor: help;" title="das Mitglied - member">Mitglieder</abbr> hat sie am Anfang ungefähr. Sie lassen sich in Jordanien militärisch <abbr style="cursor: help;" title="to train someone">ausbilden</abbr>. Zu Beginn tun sie alles, um weiterhin im Untergrund leben zu können.</p>

<p>Sie überfallen Banken, stehlen Autos und Ausweise. 1971 gehören mittlerweile 50 Menschen zur RAF und die Polizei fahndet nach ihnen, sie sucht diese Menschen also. Wenn es eng wird und die Polizei der RAF zu nahe kommt, wird es gefährlich: drei Polizisten werden <abbr style="cursor: help;" title="erschießen - to shoot someone">erschossen</abbr>.</p>

<p><img class="alignleft size-medium wp-image-6979" src="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/06/JustizvollzugsanstaltStammheim-300x190.jpg" alt="JustizvollzugsanstaltStammheim" width="300" height="190" srcset="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/06/JustizvollzugsanstaltStammheim-300x190.jpg 300w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/06/JustizvollzugsanstaltStammheim-768x486.jpg 768w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/06/JustizvollzugsanstaltStammheim-510x323.jpg 510w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/06/JustizvollzugsanstaltStammheim.jpg 795w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Die RAF wird immer größer und stärker. Und die Taten größer. 1972 werden US-Militäreinrichtungen und staatliche Einrichtungen bombardiert, ebenso ein Verlagsgebäude. Viele Menschen sterben bei den Explosionen oder werden verletzt. Der Druck auf die Polizei wächst, und 1972 werden die fünf wichtigsten Terroristen der RAF verhaftet. Man baute extra ein sehr sicheres Gefängnisgebäude für sie in Stuttgart. Sie wurden <abbr style="cursor: help;" title="anklagen - to impeach">angeklagt</abbr> und nach einem langen Prozess verurteilt – zu <abbr style="cursor: help;" title="die lebenslange Haft - life imprisonment">lebenslanger Haft</abbr>. Vier Angeklagte begingen im Gefängnis <abbr style="cursor: help;" title="der Selbstmord - suicide">Selbstmord</abbr>.
<br />
<img class="alignleft wp-image-6978 size-medium" src="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/06/Bundesarchiv_B_145_Bild-F051866-0010_Landshut-Entführung_Rückkehr_GSG_9-300x221.jpg" width="300" height="221" srcset="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/06/Bundesarchiv_B_145_Bild-F051866-0010_Landshut-Entführung_Rückkehr_GSG_9-300x221.jpg 300w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/06/Bundesarchiv_B_145_Bild-F051866-0010_Landshut-Entführung_Rückkehr_GSG_9-768x565.jpg 768w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/06/Bundesarchiv_B_145_Bild-F051866-0010_Landshut-Entführung_Rückkehr_GSG_9-510x375.jpg 510w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/06/Bundesarchiv_B_145_Bild-F051866-0010_Landshut-Entführung_Rückkehr_GSG_9.jpg 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>

<p>War damit der Terror der RAF zu Ende? Nein. Es gab längst eine zweite Generation. Und sie war genauso furchteinflößend. Sie ermordete einen <abbr style="cursor: help;" title="der Generalbundesanwalt - Federal Prosecutor General">Generalbundesanwalt</abbr> in seinem Auto und den Vorstandssprecher der Dresdner Bank. Auch der Präsident des Bundesverbandes der Arbeitgeber wurde <abbr style="cursor: help;" title="jemanden entführen - to kidnap someone">entführt</abbr> und schließlich getötet. Die RAF entführte ein Lufthansa-Flugzeug – der Pilot wurde erschossen. Die Passagiere konnten zum Glück befreit werden. Bis in die 90er-Jahre gab es weitere Anschläge, bei denen viele Menschen getötet wurden. 1998 tauchte ein offizielles Schreiben auf – die RAF hatte sich aufgelöst. 25 RAF-Mitglieder waren lebenslänglich im Gefängnis – sie sind alle mittlerweile wieder frei. Viele andere wurden bis heute nicht gefasst und dadurch auch nicht <abbr style="cursor: help;" title="bestrafen - to punish">bestraft</abbr>. Manche werden heute noch gesucht.</p>

<p>Warum haben sie das alles getan? Alles begann in den 60er-Jahren. Nicht lange nach Ende des Zweiten Weltkrieges. Es gab immer noch viele Menschen, die Nazis waren. Viele von ihnen hatten wichtige Stellungen in Deutschlands Wirtschaft oder Politik. Die RAF war gegen dieses System. Sie kritisierte, dass Deutschland seine Nazivergangenheit nicht richtig <abbr style="cursor: help;" title="aufarbeiten - to process">aufgearbeitet</abbr> hatte. Menschen in Uniform waren für die RAF „keine Menschen“ &#8211; das traf auch auf Polizisten zu. Der Staat war der Feind. Die RAF wollte bei der kommunistischen Weltrevolution helfen.
<br />Auch wenn manch ein Kritikpunkt der RAF sicher richtig war, waren es die <abbr style="cursor: help;" title="die Tat - action">Taten</abbr> niemals. Es hätte andere Wege gegeben, um etwas zu verändern. Was hat sich durch die RAF in Deutschland geändert? Einiges. Es wurden Anti-Terror-Gesetze verabschiedet und die Rasterfahndung eingeführt. Mit Hilfe von verschiedenen Datenbanken werden so Menschen gesucht und gefunden – in erster Linie sollen so Terroristen gefasst werden.</p>

<p>Das dunkle Kapitel der RAF ist in Deutschland zum Glück vorbei. Terrorismus wird es aber wahrscheinlich immer geben. Leider.</p>]]></description>
            <pubDate>Fri, 10 Jun 2016 12:51:18 +0200</pubDate>
            <category>Aktuelles &amp; Politik</category>
            <category>Geschichte</category>
            <category domain="http://www.slowgerman.com/category/sg-podcast-episode/">SG Podcast-Episode</category>
            <category>andreas baader</category>
            <category>gudrun ensslin</category>
            <category>RAF</category>
            <category>rote armee fraktion</category>
            <category>stammheim</category>
            <category>terror</category>
            <category>terrorismus</category>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
            <itunes:subtitle>Es wird Zeit für ein dunkles Kapitel der neueren deutschen Geschichte: Die RAF. RAF steht für Rote Armee Fraktion. Das war eine linksextremistische terroristische Vereinigung in Deutschland. Gerade jetzt, wo wir alle Angst vor dem Terror haben,</itunes:subtitle>
            <itunes:summary><![CDATA[Es wird Zeit für ein dunkles Kapitel der neueren deutschen Geschichte: Die RAF. RAF steht für Rote Armee Fraktion. Das war eine linksextremistische terroristische Vereinigung in Deutschland. Gerade jetzt, wo wir alle Angst vor dem Terror haben, der von Al Kaida oder IS ausgeht, müssen wir uns an die RAF erinnern. Fast 3 Jahre lang terrorisierte die RAF Deutschland. Sie ermordete 34 Menschen, und zwar wichtige Menschen. Es waren Politiker, Führungskräfte aus der Wirtschaft, Polizisten oder sogar Richter. Aber fangen wir vorne an. Wir schreiben das Jahr 1968. Es ist das Jahr der Studentenbewegung. Viele junge Menschen protestieren gegen den Weiterlesen...]]></itunes:summary>
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            <title>SG #122: Der Sommer</title>
            <link>http://slowgerman.com/2016/06/22/sommer/</link>
            <description><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-7107" src="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/06/water-165219_640-300x200.jpg" alt="water-165219_640" width="300" height="200" srcset="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/06/water-165219_640-300x200.jpg 300w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/06/water-165219_640-130x86.jpg 130w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/06/water-165219_640-510x339.jpg 510w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/06/water-165219_640.jpg 640w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Es ist endlich <abbr style="cursor: help;" title="der Sommer - summer">Sommer</abbr>! Nach einem langen, kalten <abbr style="cursor: help;" title="der Winter - winter">Winter</abbr> freuen wir uns in Deutschland besonders wieder auf den Sommer. Endlich werden die <abbr style="cursor: help;" title="die Temperatur - temperature">Temperaturen</abbr> wieder <abbr style="cursor: help;" title="warmer">wärmer</abbr>, die Tage werden länger. Im Sommer sitzen wir draußen in <abbr style="cursor: help;" title="das Straßencafé - sidewalk café">Straßencafés</abbr> oder im <a href="http://slowgerman.com/2007/06/19/slow-german-008-ab-in-den-biergarten/"><abbr style="cursor: help;" title="der Biergarten - beer garden">Biergarten</abbr></a>. Wir trinken mit <abbr style="cursor: help;" title="der Eiswürfel - ice cube">Eiswürfeln</abbr> gekühlte <a href="http://slowgerman.com/2007/11/09/slow-german-016-getranke/"><abbr style="cursor: help;" title="das Getränk - drink">Getränke</abbr></a> oder kaltes Bier. Wir machen lange Spaziergänge oder gehen in einem See <abbr style="cursor: help;" title="to swim">baden</abbr>. Man kann auch mit dem <abbr style="cursor: help;" title="das Tretboot - paddleboat">Tretboot</abbr> oder <abbr style="cursor: help;" title="das Ruderboot - rowboat">Ruderboot</abbr> auf dem See fahren.</p>

<p>Wenn die Kinder Sommerferien haben, fahren wir in den <a href="http://slowgerman.com/2008/12/08/slow-german-039-urlaub/">Urlaub</a>, liegen irgendwo am Strand, bauen Sandburgen und genießen die Zeit. Wir cremen uns mit <abbr style="cursor: help;" title="die Sonnencreme - sun lotion">Sonnencreme</abbr> ein, damit wir keinen <abbr style="cursor: help;" title="der Sonnenbrand - sunburn">Sonnenbrand</abbr> bekommen. Zum Glück gibt es Sonnenschirme, unter denen wir uns verstecken können – im <abbr style="cursor: help;" title="der Schatten - shadow">Schatten</abbr> ist die <abbr style="cursor: help;" title="die Hitze - heat">Hitze</abbr> leichter zu ertragen.</p>

<p><img class="alignleft size-medium wp-image-7105" src="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/06/pink-lemonade-795029_640-300x200.jpg" alt="pink-lemonade-795029_640" width="300" height="200" srcset="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/06/pink-lemonade-795029_640-300x200.jpg 300w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/06/pink-lemonade-795029_640-130x86.jpg 130w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/06/pink-lemonade-795029_640-510x339.jpg 510w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/06/pink-lemonade-795029_640.jpg 640w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Im Sommer müssen wir uns endlich nicht mehr warm anziehen, um raus zu gehen. Ein T-Shirt, kurze Hosen und Sandalen genügen. Wenn es besonders heiß ist, bauen wir für die Kinder im Garten ein <abbr style="cursor: help;" title="das Plantschbecken - wading pool">Plantschbecken</abbr> auf, das ist ein aufblasbares Gummibecken mit Wasser gefüllt. Die wenigsten Wohnhäuser haben in Deutschland eine <abbr style="cursor: help;" title="die Klimaanlage - air condition">Klimaanlage</abbr> – bis jetzt war es nicht nötig. Aber die letzten Sommer waren sehr heiß. Wir haben <abbr style="cursor: help;" title="schwitzen - to sweat">geschwitzt</abbr> bei über 30 Grad. Für die Kinder ist der Sommer besonders schön: Sie essen Eis, <abbr style="cursor: help;" title="two scoops in a cone">zwei Kugeln in der Waffel</abbr>, Schokolade und Erdbeer oder Vanille und Nuss. Sie können sich mit Wasserpistolen nass spritzen oder Wasserbomben aus dem Fenster schmeißen.</p>

<p><img class="alignleft size-medium wp-image-7106" src="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/06/refreshment-833371_640-300x199.jpg" alt="refreshment-833371_640" width="300" height="199" srcset="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/06/refreshment-833371_640-300x199.jpg 300w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/06/refreshment-833371_640-130x86.jpg 130w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/06/refreshment-833371_640-510x339.jpg 510w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/06/refreshment-833371_640.jpg 640w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Wichtig ist im Sommer natürlich, dass wir auf die Pflanzen aufpassen. Wir <abbr style="cursor: help;" title="to mow the lawn">mähen den Rasen</abbr> und <abbr style="cursor: help;" title="den Rasen sprengen - to sprinkle/water the lawn">sprengen</abbr> ihn regelmäßig. Sprengen hat hier nichts mit einer Explosion zu tun – den Rasen sprengen wir mit einem Rasensprenger. Das ist ein kleines Gerät, das das Wasser aus dem Schlauch fein und gleichmäßig über die ganze Fläche verteilt. Die Pflanzen müssen bei Hitze besonders oft <abbr style="cursor: help;" title="gießen - to water">gegossen</abbr> werden. Wenn wir Glück haben, regnet es abends. Am schönsten ist es, wenn nachts die Sommer<abbr style="cursor: help;" title="das Gewitter - thunderstorm">gewitter</abbr> heraufziehen und wir zum Schlafen endlich die lang ersehnte Abkühlung bekommen. Wie ist der Sommer bei Euch?</p>]]></description>
            <pubDate>Wed, 22 Jun 2016 12:42:50 +0200</pubDate>
            <category domain="http://www.slowgerman.com/category/sg-podcast-episode/">SG Podcast-Episode</category>
            <category>Ferien</category>
            <category>hitze</category>
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            <category>sommer</category>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
            <itunes:subtitle>Es ist endlich Sommer! Nach einem langen, kalten Winter freuen wir uns in Deutschland besonders wieder auf den Sommer. Endlich werden die Temperaturen wieder wärmer, die Tage werden länger. Im Sommer sitzen wir draußen in Straßencafés oder im Biergarte...</itunes:subtitle>
            <itunes:summary><![CDATA[Es ist endlich Sommer! Nach einem langen, kalten Winter freuen wir uns in Deutschland besonders wieder auf den Sommer. Endlich werden die Temperaturen wieder wärmer, die Tage werden länger. Im Sommer sitzen wir draußen in Straßencafés oder im Biergarten. Wir trinken mit Eiswürfeln gekühlte Getränke oder kaltes Bier. Wir machen lange Spaziergänge oder gehen in einem See baden. Man kann auch mit dem Tretboot oder Ruderboot auf dem See fahren. Wenn die Kinder Sommerferien haben, fahren wir in den Urlaub, liegen irgendwo am Strand, bauen Sandburgen und genießen die Zeit. Wir cremen uns mit Sonnencreme ein, damit wir keinen Sonnenbrand Weiterlesen...]]></itunes:summary>
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            <title>SG #123 – Das Ehrenamt</title>
            <link>http://slowgerman.com/2016/07/07/sg-123-das-ehrenamt/</link>
            <description><![CDATA[<p>Wisst Ihr, was ein <abbr style="cursor: help;" title="das Ehrenamt - honorary post">Ehrenamt</abbr> ist? Es ist eine <abbr style="cursor: help;" title="die Aufgabe - assignment, duty">Aufgabe</abbr>, die Menschen übernehmen, ohne Geld dafür zu bekommen. Ein Mensch engagiert sich dadurch für die Gesellschaft. Ungefähr jeder vierte Deutsche hilft freiwillig mit. Und zu tun gibt es genug.</p>

<p><img class="alignleft size-medium wp-image-7224" src="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/07/help-164755_640-300x198.jpg" alt="help-164755_640" width="300" height="198" srcset="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/07/help-164755_640-300x198.jpg 300w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/07/help-164755_640-130x86.jpg 130w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/07/help-164755_640-510x337.jpg 510w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/07/help-164755_640.jpg 640w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />In kleineren <abbr style="cursor: help;" title="die Gemeinde - community">Gemeinden</abbr> gibt es <abbr style="cursor: help;" title="der Bürgermeister - mayor">Bürgermeister</abbr>, die <abbr style="cursor: help;" title="honorary, voluntary">ehrenamtlich</abbr> tätig sind. Das heißt: Sie haben einen richtigen Job, mit dem sie ihr <abbr style="cursor: help;" title="to earn money">Geld verdienen</abbr>, und haben zusätzlich noch das <abbr style="cursor: help;" title="function">Amt</abbr> des Bürgermeisters inne. Viele Gemeinden haben auch eine <abbr style="cursor: help;" title="freiwillig - voluntary">freiwillige</abbr> <abbr style="cursor: help;" title="die Feuerwehr - fire brigade">Feuerwehr</abbr> – auch hier arbeiten Menschen in ihren normalen <abbr style="cursor: help;" title="der Beruf - occupation, profession">Berufen</abbr>. Aber wenn es <abbr style="cursor: help;" title="brennen - to burn, to be on fire">brennt</abbr>, sausen sie los, um ihre Arbeit bei der Feuerwehr aufzunehmen. In vielen als <abbr style="cursor: help;" title="der Verein - association, club">Verein</abbr> geführten Kindergärten arbeiten auch viele <abbr style="cursor: help;" title="der Ehrenamtliche - volunteer">Ehrenamtliche</abbr>, sie <abbr style="cursor: help;" title="to clean">putzen</abbr> den Kindergarten, kümmern sich um Reparaturen und dergleichen.</p>

<p><img class="alignleft size-medium wp-image-7225" src="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/07/fire-1345265_640-300x200.jpg" alt="fire-1345265_640" width="300" height="200" srcset="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/07/fire-1345265_640-300x200.jpg 300w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/07/fire-1345265_640-130x86.jpg 130w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/07/fire-1345265_640-510x339.jpg 510w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/07/fire-1345265_640.jpg 640w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Es wird oft gesagt, dass Deutschland ohne das <abbr style="cursor: help;" title="commitment">Engagement</abbr> von Ehrenamtlichen nicht funktionieren würde. Sie kümmern sich um Kranke und Alte, um Kinder und die Natur, um Menschen in Not und <abbr style="cursor: help;" title="der Sträfling - convict">Sträflinge</abbr>. Manchmal gibt es eine kleine <abbr style="cursor: help;" title="die Entschädigung - compensation">Entschädigung</abbr> für die Menschen, also doch ein wenig Geld. Aber es ist nicht viel. Und den Ehrenamtlichen geht es auch nicht um das Geld. Sie möchten sich <abbr style="cursor: help;" title="useful">nützlich</abbr> machen. Sie möchten der <abbr style="cursor: help;" title="die Gesellschaft - society">Gesellschaft</abbr> <abbr style="cursor: help;" title="to serve">dienen</abbr>. Sie möchten etwas Gutes tun. Für viele Ehrenamtliche ist ihr <abbr style="cursor: help;" title="der Dienst - service">Dienst</abbr> daher so etwas wie eine <abbr style="cursor: help;" title="die Lebensaufgabe - life-task">Lebensaufgabe</abbr>.</p>

<p>In den vergangenen Monaten hat sich ein großer Bereich geöffnet, der ohne Ehrenamtliche ebenfalls nicht funktionieren würde: Die <abbr style="cursor: help;" title="refugee relief">Flüchtlingshilfe</abbr>. Viele Freiwillige helfen dabei, <abbr style="cursor: help;" title="die Kleiderspende - donation of clothes">Kleiderspenden</abbr> zu sortieren, Essen zu verteilen oder sich um die vielen Kinder zu <abbr style="cursor: help;" title="sich kümmern um - to take care of">kümmern</abbr>. Ehrenamtliche geben Deutschunterricht oder gehen mit Flüchtlingen zu den Behörden, um Anträge zu stellen. Wie ist das in Eurem Land? Seid Ihr vielleicht selber ehrenamtlich tätig? Schreibt gerne in die Kommentarfunktion!</p>]]></description>
            <pubDate>Thu, 07 Jul 2016 13:06:33 +0200</pubDate>
            <category>Gesundheit &amp; Soziales</category>
            <category domain="http://www.slowgerman.com/category/sg-podcast-episode/">SG Podcast-Episode</category>
            <category>ehrenamt</category>
            <category>freiwillig</category>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
            <itunes:subtitle>Wisst Ihr, was ein Ehrenamt ist? Es ist eine Aufgabe, die Menschen übernehmen, ohne Geld dafür zu bekommen. Ein Mensch engagiert sich dadurch für die Gesellschaft. Ungefähr jeder vierte Deutsche hilft freiwillig mit. Und zu tun gibt es genug.</itunes:subtitle>
            <itunes:summary><![CDATA[Wisst Ihr, was ein Ehrenamt ist? Es ist eine Aufgabe, die Menschen übernehmen, ohne Geld dafür zu bekommen. Ein Mensch engagiert sich dadurch für die Gesellschaft. Ungefähr jeder vierte Deutsche hilft freiwillig mit. Und zu tun gibt es genug. In kleineren Gemeinden gibt es Bürgermeister, die ehrenamtlich tätig sind. Das heißt: Sie haben einen richtigen Job, mit dem sie ihr Geld verdienen, und haben zusätzlich noch das Amt des Bürgermeisters inne. Viele Gemeinden haben auch eine freiwillige Feuerwehr – auch hier arbeiten Menschen in ihren normalen Berufen. Aber wenn es brennt, sausen sie los, um ihre Arbeit bei der Feuerwehr Weiterlesen...]]></itunes:summary>
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            <title>SG #124: Margarete Steiff</title>
            <link>http://slowgerman.com/2016/07/22/sg-124-margarete-steiff/</link>
            <description><![CDATA[<p>Ich erzähle Euch heute von einer Frau. Sie hieß Margarete Steiff und wurde 1847 geboren. Sie hatte es nicht leicht: Schon als Kind war sie teilweise <abbr style="cursor: help;" title="gelähmt sein - to be paralyzed">gelähmt</abbr> – ihre <abbr style="cursor: help;" title="die Bewegung - motion">Bewegungen</abbr> waren stark <abbr style="cursor: help;" title="limited">eingeschränkt</abbr>. Das Mädchen war aber fröhlich und <abbr style="cursor: help;" title="cooperative">hilfsbereit</abbr>. Margarete betreute die Kinder von Frauen, die arbeiten mussten. Und sie <abbr style="cursor: help;" title="nähen - to sew">nähte</abbr> gerne. Obwohl die Eltern dagegen waren, wurde sie <abbr style="cursor: help;" title="seamstress">Schneiderin</abbr>. Und der Vater sah schließlich ein, dass seine Tochter begabt war.</p>

<p><img class="alignleft size-medium wp-image-7332" src="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/07/cat-974469_640-300x199.jpg" alt="cat-974469_640" width="300" height="199" srcset="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/07/cat-974469_640-300x199.jpg 300w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/07/cat-974469_640-130x86.jpg 130w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/07/cat-974469_640-510x339.jpg 510w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/07/cat-974469_640.jpg 640w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Also richtete er für sie und ihre Schwester eine <abbr style="cursor: help;" title="tailor's shop">Schneiderei</abbr> ein. Dort bekamen die beiden jungen Frauen immer mehr Arbeit – anfangs nähten sie noch mit der Hand. Aber sie sparten ihre Einnahmen und kauften sich bald als erste in der Gegend eine <abbr style="cursor: help;" title="die Nähmaschine - sewing machine">Nähmaschine</abbr>. Margarete kaufte ein Filzgeschäft und hatte bald mehrere Angestellte. Sie hatte also Arbeiterinnen, die für sie nähten. Genäht wurde vor allem <abbr style="cursor: help;" title="die Kleidung - clothing">Kleidung</abbr>.</p>

<p>Durch <abbr style="cursor: help;" title="der Zufall - coincidence">Zufall</abbr> sah Margarete eines Tages in einer Zeitschrift eine Näh-Anleitung, man nennt das <abbr style="cursor: help;" title="das Schnittmuster - pattern for sewing">Schnittmuster</abbr>, für einen Elefanten. Also ließ sie <abbr style="cursor: help;" title="das Nadelkissen - pincushion">Nadelkissen</abbr> nähen – in Form von Elefanten. In ein Nadelkissen steckt man Nähnadeln, die man gerade nicht braucht – damit man sich nicht verletzen kann. Diese besonderen Nadelkissen verkauften sie auf dem Markt, und sie waren ein voller Erfolg. Also begann Margarete, auch andere Tiere zu nähen – aus <abbr style="cursor: help;" title="der Filz - felt">Filz</abbr>. 1892 gab es den ersten Steiff-Katalog, mit Katzen, Hunden und Pferden. Der Umsatz stieg, und schon 1901 wurde nach Amerika exportiert. Ab 1902 gab es im Sortiment auch einen Teddybären.</p>

<p><img class="alignleft size-medium wp-image-7333" src="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/07/steiff-340858_640-300x225.jpg" alt="steiff-340858_640" width="300" height="225" srcset="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/07/steiff-340858_640-300x225.jpg 300w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/07/steiff-340858_640-510x383.jpg 510w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/07/steiff-340858_640.jpg 640w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />1904 bekamen die <abbr style="cursor: help;" title="das Plüschtier - plush toy, stuffed animal">Plüschtiere</abbr> einen Metallknopf ins Ohr, daran eine kleine gelbe Stoff-Fahne mit dem Namen „Steiff“ darauf. Dieses Markenzeichen haben die Spielsachen noch heute.
<br />Margarete gab ihre Firma an ihre Neffen ab – bis 1907 waren fast eine Million Teddybären genäht worden. 400 Mitarbeiter hatte die Firma, dazu noch 1800 Näherinnen, die von zu Hause aus arbeiteten. Margarete Steiff starb 1909 im Alter von 61 Jahren. Ihre Firma und viele <abbr style="cursor: help;" title="das Spielzeug - toy">Spielzeuge</abbr> mit ihrem Namen gibt es noch heute. Und sie sind begehrt und teuer. Es gibt <abbr style="cursor: help;" title="der Sammler - collector">Sammler</abbr>, die die Steiff-Plüschtiere genau kennen und seltene Exemplare zu hohen Preisen kaufen. Seit 2005 gibt es auch „Die Welt von Steiff“ &#8211; ein kleines Museum, in dem man bei der Herstellung der berühmten Tiere zusehen kann. Heute stellt die Firma auch Kinderkleidung her, die sehr beliebt ist.</p>

<p>Das war sie, die Geschichte einer wichtigen deutschen Unternehmerin. Hattet Ihr schonmal etwas von Steiff-Tieren gehört?
<br />Schreibt in die Kommentarfunktion!</p>]]></description>
            <pubDate>Fri, 22 Jul 2016 10:49:42 +0200</pubDate>
            <category>Bildung &amp; Wirtschaft</category>
            <category>Geschichte</category>
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            <category>margarete steiff</category>
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            <category>steiff</category>
            <category>stofftier</category>
            <category>teddy</category>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
            <itunes:subtitle>Ich erzähle Euch heute von einer Frau. Sie hieß Margarete Steiff und wurde 1847 geboren. Sie hatte es nicht leicht: Schon als Kind war sie teilweise gelähmt – ihre Bewegungen waren stark eingeschränkt. Das Mädchen war aber fröhlich und hilfsbereit.</itunes:subtitle>
            <itunes:summary><![CDATA[Ich erzähle Euch heute von einer Frau. Sie hieß Margarete Steiff und wurde 1847 geboren. Sie hatte es nicht leicht: Schon als Kind war sie teilweise gelähmt – ihre Bewegungen waren stark eingeschränkt. Das Mädchen war aber fröhlich und hilfsbereit. Margarete betreute die Kinder von Frauen, die arbeiten mussten. Und sie nähte gerne. Obwohl die Eltern dagegen waren, wurde sie Schneiderin. Und der Vater sah schließlich ein, dass seine Tochter begabt war. Also richtete er für sie und ihre Schwester eine Schneiderei ein. Dort bekamen die beiden jungen Frauen immer mehr Arbeit – anfangs nähten sie noch mit der Hand. Weiterlesen...]]></itunes:summary>
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            <title>SG #125: Die Weißwurst</title>
            <link>http://slowgerman.com/2016/08/15/weisswurst/</link>
            <description><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-7509" src="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/08/white-sausage-59081_640-300x225.jpg" alt="white-sausage-59081_640" width="300" height="225" srcset="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/08/white-sausage-59081_640-300x225.jpg 300w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/08/white-sausage-59081_640-510x383.jpg 510w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/08/white-sausage-59081_640.jpg 640w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Bayerischer könnte ein Thema nicht sein – ich möchte Euch heute nämlich etwas über die Weißwurst erzählen. Habt Ihr schonmal davon gehört? Die Weißwurst ist eine Münchner <abbr style="cursor: help;" title="die Spezialität - specialty">Spezialität</abbr>. Es ist eine recht dicke <abbr style="cursor: help;" title="die Wurst - sausage">Wurst</abbr>, die tatsächlich weiß ist. Sie wird am Tisch in einem kleinen Porzellantöpfchen serviert und schwimmt in heißem Wasser. Denn eine kalte Weißwurst schmeckt überhaupt nicht.</p>

<p>Aber fangen wir vorne an. Angeblich wurde die Weißwurst 1857 erfunden. Und zwar mitten in München, in einem <abbr style="cursor: help;" title="das Gasthaus - tavern, inn, restaurant">Gasthaus</abbr> am Marienplatz. Dort gab es <abbr style="cursor: help;" title="die Bratwurst - fried sausage">Bratwürste</abbr>. Aber die <abbr style="cursor: help;" title="der Darm - intestine">Därme</abbr> gingen aus – der Darm ist sozusagen die <abbr style="cursor: help;" title="casing, wrap">Hülle</abbr> für die Wurst. Also musste ein Junge loslaufen, um neue Därme zu kaufen. Er kaufte die falschen – sie waren viel zu groß. Der <abbr style="cursor: help;" title="der Metzger / der Fleischer - butcher">Metzger</abbr> füllte sie trotzdem, aber er legte die Würste nicht auf den <abbr style="cursor: help;" title="der Grill - grill">Grill</abbr>, weil er Angst hatte, sie könnten platzen. Stattdessen legte er sie in heißes Wasser – er <abbr style="cursor: help;" title="brühen - to scald">brühte</abbr> sie. Und das ist heute die Weißwurst.</p>

<p><img class="alignleft size-medium wp-image-7508" src="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/08/white-sausage-668681_640-300x200.jpg" alt="white-sausage-668681_640" width="300" height="200" srcset="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/08/white-sausage-668681_640-300x200.jpg 300w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/08/white-sausage-668681_640-130x86.jpg 130w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/08/white-sausage-668681_640-510x339.jpg 510w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/08/white-sausage-668681_640.jpg 640w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Sie besteht aus feinem <abbr style="cursor: help;" title="das Kalb - calf">Kalb</abbr>fleisch, <abbr style="cursor: help;" title="das Schwein - pig">Schwein</abbr>efleisch, <abbr style="cursor: help;" title="der Speck - bacon">Speck</abbr> und <abbr style="cursor: help;" title="das Gewürz - spice">Gewürzen</abbr>. Man sieht zum Beispiel deutlich die grünen Punkte – das ist <abbr style="cursor: help;" title="die Petersilie - parsley">Petersilie</abbr>. Auch <abbr style="cursor: help;" title="die Zwiebel - onion">Zwiebeln</abbr> sind drin, manchmal sogar Ingwer und Kardamom.
<br />Hier in München sagt man, dass die Weißwurst das 12-Uhr-<abbr style="cursor: help;" title="das Läuten (der Kirchenglocken) - ringing (of church bells)">Läuten</abbr> nicht hören darf. Man soll sie also vor 12 Uhr mittags essen. Mittlerweile gibt es sie in Gasthäusern aber den ganzen Tag über zu kaufen, man kann sie auch abends essen. Komisch ist für Euch wahrscheinlich, dass es vor allem am Wochenende viele Münchner gibt, die Weißwürste sozusagen zum Brunch essen, also gegen elf Uhr.</p>

<p>Noch eine Sache ist anders als bei anderen Würsten: Während man Wiener Würstchen zum Beispiel immer als <abbr style="cursor: help;" title="das Paar - pair">Paar</abbr> bestellt, also 2, 4 oder 6 beziehungsweise 1, 2 oder 3 Paar, bestellt man die Weißwürste <abbr style="cursor: help;" title="single">einzeln</abbr>, also pro Stück. Das hängt natürlich damit zusammen, dass die Würste so groß sind.
<br />
<img class="alignleft size-medium wp-image-7535" src="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/08/pretzel-701810_640-300x200.jpg" alt="pretzel-701810_640" width="300" height="200" srcset="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/08/pretzel-701810_640-300x200.jpg 300w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/08/pretzel-701810_640-130x86.jpg 130w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/08/pretzel-701810_640-510x339.jpg 510w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/08/pretzel-701810_640.jpg 640w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Zur Weißwurst gibt es süßen <abbr style="cursor: help;" title="der Senf - mustard">Senf</abbr> – der ist besonders lecker! Und dann noch <abbr style="cursor: help;" title="die Breze - pretzel">Brezen</abbr>. Kennt Ihr bayerische Brezn? Sie sehen aus wie die kleinen knusprigen „Pretzels“, die Ihr vielleicht kennt. Aber sie sind außen knusprig und innen ganz weich. Wenn Ihr mal nach Bayern kommt, müsst Ihr unbedingt eine frische Brezel beim Bäcker kaufen. Aber zurück zur Weißwurst. Als Getränk gehört ein Weißbier zur Weißwurst. Es wird in einem hohen schönen Glas ausgeschenkt und schmeckt etwas nach <abbr style="cursor: help;" title="die Hefe - yeast">Hefe</abbr>.</p>

<p>So, jetzt liegt diese schöne Weißwurst also auf Eurem Teller. Was nun? Die Haut der Weißwurst kann man nicht essen! Wie kriegt man sie aber ab? Da gibt es verschiedene Techniken. Ihr könnt natürlich einzelne Stücke runterschneiden und jedes Mal die Haut ab<abbr style="cursor: help;" title="pulen - to pick">pulen</abbr>. Das ist schwierig. Einfacher ist es, die Weißwurst der Länge nach zu <abbr style="cursor: help;" title="to cut in half">halbieren</abbr> und dann die ganzen Hälfte aus der <abbr style="cursor: help;" title="die Pelle - skin">Pelle</abbr> zu schälen. Und wisst Ihr, was die Bayern machen? Sie zuzeln ihre Weißwurst. Das heißt, sie nehmen die ganze Wurst vorne in den Mund und saugen sozusagen die Wurst aus der Pelle. Das sieht nicht schön aus, glaubt mir. Jetzt wünsche ich Euch auf Bayerisch einen guten Appetit: An guadn!</p>]]></description>
            <pubDate>Mon, 15 Aug 2016 11:10:49 +0200</pubDate>
            <category>Essen &amp; Trinken</category>
            <category domain="http://www.slowgerman.com/category/sg-podcast-episode/">SG Podcast-Episode</category>
            <category>bayern</category>
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            <category>essen</category>
            <category>muenchen</category>
            <category>senf</category>
            <category>weißwurst</category>
            <category>wurst</category>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
            <itunes:subtitle>Bayerischer könnte ein Thema nicht sein – ich möchte Euch heute nämlich etwas über die Weißwurst erzählen. Habt Ihr schonmal davon gehört? Die Weißwurst ist eine Münchner Spezialität. Es ist eine recht dicke Wurst, die tatsächlich weiß ist.</itunes:subtitle>
            <itunes:summary><![CDATA[Bayerischer könnte ein Thema nicht sein – ich möchte Euch heute nämlich etwas über die Weißwurst erzählen. Habt Ihr schonmal davon gehört? Die Weißwurst ist eine Münchner Spezialität. Es ist eine recht dicke Wurst, die tatsächlich weiß ist. Sie wird am Tisch in einem kleinen Porzellantöpfchen serviert und schwimmt in heißem Wasser. Denn eine kalte Weißwurst schmeckt überhaupt nicht. Aber fangen wir vorne an. Angeblich wurde die Weißwurst 1857 erfunden. Und zwar mitten in München, in einem Gasthaus am Marienplatz. Dort gab es Bratwürste. Aber die Därme gingen aus – der Darm ist sozusagen die Hülle für die Wurst. Also Weiterlesen...]]></itunes:summary>
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            <title>SG #126: Abkürzungen</title>
            <link>http://slowgerman.com/2016/08/26/sg-126-abkuerzungen/</link>
            <description><![CDATA[<p>Egal wie gut man eine Sprache beherrscht – wer die wichtigsten <abbr style="cursor: help;" title="die Abkürzung - abbreviation">Abkürzungen</abbr> nicht kennt, der versteht nichts. Abkürzungen entstehen, wenn vor allem lange Wörter oder Phrasen schneller schreibbar werden sollen. Ich möchte Euch dazu eine schöne Geschichte erzählen. Unter Briefe und Mails schreiben wir oft MfG. Das bedeutet „Mit freundlichen Grüßen“. Es kann aber auch etwas anderes bedeuten – und so dachte ein netter Mensch, dessen <abbr style="cursor: help;" title="die Muttersprache - mother tongue">Muttersprache</abbr> nicht Deutsch ist, dass ich unter meine Mails immer „<abbr style="cursor: help;" title="die Mitfahrgelegenheit - lift, ride">Mitfahrgelegenheit</abbr>“ schreibe. Eine Mitfahrgelegenheit ist, wenn ich mit dem Auto irgendwo hinfahre und fremde Menschen mitnehme, die mir dafür etwas Geld für das Benzin geben. Ihr seht also – es kann zu <abbr style="cursor: help;" title="das Missverständnis - misunderstanding">Missverständnissen</abbr> kommen, wenn man die Abkürzungen nicht kennt.
<br />Vielleicht erinnert Ihr Euch an die Folge über Vereine hier bei Slow German – da gab es die Abkürzung „e.V.“, das steht für „eingetragener Verein“.</p>

<p><img class="alignleft size-medium wp-image-7644" src="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/08/lol-706869_640-300x150.jpg" alt="lol-706869_640" width="300" height="150" srcset="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/08/lol-706869_640-300x150.jpg 300w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/08/lol-706869_640-510x255.jpg 510w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/08/lol-706869_640.jpg 640w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Vor allem in <abbr style="cursor: help;" title="die Zeitungsanzeige - advertisement (newspaper)">Zeitungsanzeigen</abbr> kommen viele Abkürzungen vor, weil diese pro <abbr style="cursor: help;" title="der Buchstabe - letter">Buchstabe</abbr> bezahlt werden müssen. EG steht dann für <abbr style="cursor: help;" title="das Erdgeschoss - ground floor">Erdgeschoss</abbr>, OG für Obergeschoss, DG für Dachgeschoss, BLK für Balkon, DHH für <abbr style="cursor: help;" title="die Doppelhaushälfte - semidetached house">Doppelhaushälfte</abbr>, EBK für <abbr style="cursor: help;" title="die Einbauküche - fitted kitchen">Einbauküche</abbr>.
<br />Aber auch in Briefen findet Ihr Abkürzungen: evtl. steht für „eventuell“, usw. für „und so weiter“, z.B. für „zum Beispiel“, eigtl. für „eigentlich“. Noch mehr? Gerne. „bzw.“ heißt „beziehungsweise“, „allg.“ heißt „allgemein“. Sehr häufig ist auch „d. h.“ für „das heißt“ und „ggf.“ für „gegebenenfalls“.</p>

<p>Kann man sich durch Abkürzungen wirklich Zeit sparen? „u.U.“ schon. „u.U.“ steht für „unter Umständen“, also „manchmal“. „v.a.“ wenn man es eilig hat. „v.a.“ bedeutet „vor allem“. In Büchern werdet Ihr auch manchmal „vgl.“ sehen, das steht für „vergleiche“. Man soll also das was dort steht mit einem anderen Text auf einer anderen Seite oder in einem anderen Buch vergleichen.</p>

<p>Im Geschäftsleben gibt es ebenfalls einige Abkürzungen, die immer wieder auftauchen. Da ist die Geschäftsform der „<abbr style="cursor: help;" title="die GmbH - limited liability company">GmbH</abbr>“, einer „Gesellschaft mit beschränkter Haftung“. Das sind die meisten <abbr style="cursor: help;" title="die Firma - company">Firmen</abbr> hier. Und es gibt auch die „AG“, die <abbr style="cursor: help;" title="stock exchange">Aktiengesellschaft</abbr>. Das sind die Firmen, die an der Börse notiert sind, von denen man also <abbr style="cursor: help;" title="die Aktie - stock">Aktien</abbr> kaufen kann.</p>

<p>Vielleicht ist es Euch schon aufgefallen, dass manche Menschen, meist sind es Frauen, ihren Namen schreiben und dahinter „geb. Müller“ oder einen anderen Namen. Das „geb.“ steht dann für „geborene“ Müller. Das heißt, früher hieß die Frau Müller, dann heiratete sie und übernahm den Namen ihres Mannes.</p>

<p>Auch in der Zeitrechnung kommen Abkürzungen vor – wir schreiben Jahreszahlen zum Beispiel „2016 n. Chr.“, das wäre 2016 nach Christus. Oder natürlich „v. Chr.“, vor Christus.
<br />Und dann sind da natürlich noch die Abkürzungen, die sehr neu in unserer Sprache sind. In Mails wird auch oft vom „WE“ geschrieben – das steht für Wochenende. LG steht für „Liebe Grüße“, oder GLG für „Ganz liebe Grüße“. Durch Whatsapp und SMS werden wir einfach immer fauler!</p>

<p>Es gibt übrigens ein schönes Lied zu diesem Thema, und zwar von den „Fantastischen Vier“. Es heißt MfG. Und was das bedeutet, wisst Ihr jetzt. Oder? Hier ist es:</p>

<p><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/uUV3KvnvT-w" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>]]></description>
            <pubDate>Fri, 26 Aug 2016 11:15:28 +0200</pubDate>
            <category domain="http://www.slowgerman.com/category/sg-podcast-episode/">SG Podcast-Episode</category>
            <category>Sprache</category>
            <category>abkürzung</category>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
            <itunes:subtitle>Egal wie gut man eine Sprache beherrscht – wer die wichtigsten Abkürzungen nicht kennt, der versteht nichts. Abkürzungen entstehen, wenn vor allem lange Wörter oder Phrasen schneller schreibbar werden sollen.</itunes:subtitle>
            <itunes:summary><![CDATA[Egal wie gut man eine Sprache beherrscht – wer die wichtigsten Abkürzungen nicht kennt, der versteht nichts. Abkürzungen entstehen, wenn vor allem lange Wörter oder Phrasen schneller schreibbar werden sollen. Ich möchte Euch dazu eine schöne Geschichte erzählen. Unter Briefe und Mails schreiben wir oft MfG. Das bedeutet „Mit freundlichen Grüßen“. Es kann aber auch etwas anderes bedeuten – und so dachte ein netter Mensch, dessen Muttersprache nicht Deutsch ist, dass ich unter meine Mails immer „Mitfahrgelegenheit“ schreibe. Eine Mitfahrgelegenheit ist, wenn ich mit dem Auto irgendwo hinfahre und fremde Menschen mitnehme, die mir dafür etwas Geld für das Benzin Weiterlesen...]]></itunes:summary>
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        <item>
            <title>SG #127 – Das Abendbrot</title>
            <link>http://slowgerman.com/2016/09/14/sg-127-das-abendbrot/</link>
            <description><![CDATA[<p>Habt Ihr schonmal von dem Wort <abbr style="cursor: help;" title="das Abendbrot - dinner (cold)">Abendbrot</abbr> gehört? Viele Deutsche benutzen das Wort vor allem für das abendliche Essen. Auch wenn es gar kein <abbr style="cursor: help;" title="das Brot - bread">Brot</abbr> gibt, sondern ein warm gekochtes Essen. Früher war das traditionelle Familienessen das <abbr style="cursor: help;" title="das Mittagessen - lunch">Mittagessen</abbr>. Die Frau <abbr style="cursor: help;" title="kochen - to cook">kochte</abbr> das Essen, der Mann kam oft sogar von der <abbr style="cursor: help;" title="die Arbeit - work">Arbeit</abbr> nach Hause, um mit den Kindern und seiner Frau <abbr style="cursor: help;" title="zu Mittag essen - to have lunch">zu Mittag zu essen</abbr>. Heute ist das nur noch selten so. Die Erwachsenen sind in der Arbeit, die Kinder oft auch über Mittag in der Schule. Also ist das Abendessen zur warmen <abbr style="cursor: help;" title="die Mahlzeit - meal">Mahlzeit</abbr> geworden, zu der man sich am Esstisch trifft und sich über den Tag austauscht.
<br />
<img class="aligncenter wp-image-7824" src="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/09/cheese-bread-1227623_640.jpg" alt="Ein Brot mit Käse zum Abendbrot" width="580" height="386" srcset="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/09/cheese-bread-1227623_640.jpg 640w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/09/cheese-bread-1227623_640-130x86.jpg 130w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/09/cheese-bread-1227623_640-300x200.jpg 300w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/09/cheese-bread-1227623_640-510x339.jpg 510w" sizes="(max-width: 580px) 100vw, 580px" /> Im wahrsten Sinne des Wortes bezeichnet das Abendbrot aber eine kalte Mahlzeit. Da mittags warm gegessen wurde, verzichtete man abends auf eine <abbr style="cursor: help;" title="ausgiebig - extensive">ausgiebige</abbr> Mahlzeit. Vielmehr kam ein <abbr style="cursor: help;" title="der Laib Brot - loaf of bread">Laib Brot</abbr> auf den Tisch. Die Deutschen lieben ihr Brot – es ist selten ein helles Brot aus <abbr style="cursor: help;" title="der Weizen - wheat">Weizen</abbr>mehl, sondern oft ein Mischbrot aus verschiedenen Getreidearten. <img class="alignright wp-image-7823 size-medium" src="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/09/bread-1506129_640-300x200.jpg" alt="Die Deutschen essen zum Abendbrot am Liebsten dunkles Brot" width="300" height="200" srcset="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/09/bread-1506129_640-300x200.jpg 300w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/09/bread-1506129_640-130x86.jpg 130w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/09/bread-1506129_640-510x339.jpg 510w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/09/bread-1506129_640.jpg 640w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Es gibt auch <abbr style="cursor: help;" title="der Roggen - rye">Roggen</abbr>brot oder Vollkornbrot. Es ist ein sehr kräftiges Brot, und es gibt sehr viele verschiedene Arten. Manche Brotsorten sind stark gewürzt, zum Beispiel mit <abbr style="cursor: help;" title="der Kümmel - caraway">Kümmel</abbr>. In manchen Broten sind Sonnenblumenkerne eingebacken – sehr lecker. Dieses Brot jedenfalls kam oder kommt abends auf den Tisch. Dazu gibt es erstmal Butter – und ich muss Euch sagen, so eine <abbr style="cursor: help;" title="die Scheibe - slice die Scheibe Brot - slice of bread">Scheibe</abbr> frisches Brot mit Butter ist wunderbar. Da braucht man eigentlich gar nicht mehr. Aber viele essen trotzdem lieber ein Brot mit Wurst oder <abbr style="cursor: help;" title="der Käse - cheese">Käse</abbr>. Wurst nennt man auch <abbr style="cursor: help;" title="der Aufschnitt - cold cuts">Aufschnitt</abbr> – es gibt viele verschiedene Sorten, von Paprikawurst bis Salami. Ebenso natürlich beim Käse. Damit all das nicht so <abbr style="cursor: help;" title="dry">trocken</abbr> ist, gibt es noch eine Scheibe <abbr style="cursor: help;" title="die Gurke - cucumber">Gurke</abbr> obendrauf, oder auch ein <abbr style="cursor: help;" title="die Essiggurke - gherkin">Essiggürkchen</abbr>, oder Tomate. Manche essen auch gerne ein Brot mit <abbr style="cursor: help;" title="der Frischkäse - cream cheese">Frischkäse</abbr> und <abbr style="cursor: help;" title="das Radieschen - radish">Radieschen</abbr>-Scheiben. Die elegante Variante ist ein Brot mit <abbr style="cursor: help;" title="der Lachs - salmon">Lachs</abbr> und <abbr style="cursor: help;" title="der Meerrettich - horseradish">Meerrettich</abbr>.
<br />
<img class="alignleft wp-image-7825 size-medium" src="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/09/snack-1561578_640-300x169.jpg" alt="snack-1561578_640" width="300" height="169" srcset="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/09/snack-1561578_640-300x169.jpg 300w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/09/snack-1561578_640-510x287.jpg 510w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/09/snack-1561578_640.jpg 640w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Dazu gibt es dann für die Erwachsenen Bier oder Getränke ohne Alkohol, für die Kinder Limonade, Saft oder Wasser. Oft wird dieses Abendbrot auch Brotzeit oder Vesper genannt – das ist von Region zu Region unterschiedlich. Gegessen wird meist nicht von Tellern, sondern von Brotzeit<abbr style="cursor: help;" title="das Brettchen - slat">brettchen</abbr>. Das sind oft runde Bretter mit einer Rinne außenrum, damit zum Beispiel Flüssigkeit von der geschnittenen Tomate abfließen kann. Es gibt auch rechteckige Frühstücksbrettchen – die mag ich selber aber nicht besonders. Sie sind sehr dünn und eigentlich zu klein für ein richtiges Brot.
<br />Na, bekommt Ihr langsam Hunger? Könnt Ihr Euch vorstellen, abends kalt zu essen? Wie ist das in Eurem Land? Schreibt in die Kommentarfunktion, ich bin gespannt!</p>]]></description>
            <pubDate>Wed, 14 Sep 2016 19:24:39 +0200</pubDate>
            <category>Essen &amp; Trinken</category>
            <category domain="http://www.slowgerman.com/category/sg-podcast-episode/">SG Podcast-Episode</category>
            <category>Abendbrot</category>
            <category>abendessen</category>
            <category>brot</category>
            <category>brotzeit</category>
            <category>essen</category>
            <category>jause</category>
            <category>käse</category>
            <category>vesper</category>
            <category>wurst</category>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
            <itunes:subtitle>Habt Ihr schonmal von dem Wort Abendbrot gehört? Viele Deutsche benutzen das Wort vor allem für das abendliche Essen. Auch wenn es gar kein Brot gibt, sondern ein warm gekochtes Essen. Früher war das traditionelle Familienessen das Mittagessen.</itunes:subtitle>
            <itunes:summary><![CDATA[Habt Ihr schonmal von dem Wort Abendbrot gehört? Viele Deutsche benutzen das Wort vor allem für das abendliche Essen. Auch wenn es gar kein Brot gibt, sondern ein warm gekochtes Essen. Früher war das traditionelle Familienessen das Mittagessen. Die Frau kochte das Essen, der Mann kam oft sogar von der Arbeit nach Hause, um mit den Kindern und seiner Frau zu Mittag zu essen. Heute ist das nur noch selten so. Die Erwachsenen sind in der Arbeit, die Kinder oft auch über Mittag in der Schule. Also ist das Abendessen zur warmen Mahlzeit geworden, zu der man sich am Esstisch Weiterlesen...]]></itunes:summary>
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            <title>SG #128: Die Sendung mit der Maus</title>
            <link>http://slowgerman.com/2016/09/26/sg-128-die-sendung-mit-der-maus/</link>
            <description><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-7864" src="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/09/1_Der_Elefant_Die_Maus_und_die_Ente_2015-300x215.jpg" alt="Bild: WDR" width="300" height="215" />Es gibt eine <abbr style="cursor: help;" title="die Sendung - program">Sendung</abbr>, die kennt in Deutschland jedes Kind. Nicht nur jedes Kind, sondern auch jeder Erwachsene – denn es gibt sie schon sehr lange. Sie heißt: „Die Sendung mit der <abbr style="cursor: help;" title="die Maus - mouse">Maus</abbr>“. Sie kommt jeden Sonntag im <abbr style="cursor: help;" title="das Fernsehen - television">Fernsehen</abbr>, und zwar in der ARD, „Das Erste“ heißt der <abbr style="cursor: help;" title="broadcast station">Sender</abbr> genau gesagt. <abbr style="cursor: help;" title="produzieren - to produce">Produziert</abbr> wird sie vom WDR, dem Westdeutschen <abbr style="cursor: help;" title="der Rundfunk - broadcasting">Rundfunk</abbr>, in Köln.
<br />Alles fing an im Jahr 1970. Damals setzten sich vier Menschen zusammen und überlegten, wie man eine <abbr style="cursor: help;" title="die Kindersendung - childrens' program">Kindersendung</abbr> im Fernsehen machen könnte. 1971 lief sie dann zum ersten Mal im Fernsehen. Sie ist gedacht für Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter, also von ungefähr 3 bis 10. Aber auch Erwachsene können hier noch etwas lernen!</p>

<img class="alignleft size-medium wp-image-7865" src="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/09/1_Die_Maus_2015-206x300.jpg" alt="Bild: WDR" width="206" height="300" />Ich erzähle Euch mal, wie die Sendung mit der Maus aufgebaut ist. Sie beginnt mit einem gezeichneten <abbr style="cursor: help;" title="der Vorspann - opening credits">Vorspann</abbr>. Man sieht die orangefarbene Maus und ihren viel kleineren Freund, den blauen Elefanten. Sie spielen jedes Mal anders mit den <abbr style="cursor: help;" title="der Buchstabe - letter">Buchstaben</abbr> „Lach- und Sachgeschichten“. Dazu erklärt eine Stimme, um welche <abbr style="cursor: help;" title="das Thema - topic">Themen</abbr> es diesmal geht. Der Anfang dauert ungefähr eine halbe Minute. Danach kommt der genau gleiche Clip noch einmal, diesmal aber in einer anderen <abbr style="cursor: help;" title="die Sprache - language">Sprache</abbr> gesprochen. Das kann Englisch sein oder Französisch, oft sind es aber auch Sprachen wie Lettisch oder Urdu. Am Ende wird verraten, welche Sprache es war.
<br />Dann wechseln sich Lach- und Sachgeschichten ab. Lachgeschichten sind kurze <abbr style="cursor: help;" title="das Lied - song">Lieder</abbr>, Geschichten oder Animationsfilme, die die Kinder <abbr style="cursor: help;" title="to entertain">unterhalten</abbr> sollen. Manchmal haben sie eine <abbr style="cursor: help;" title="die Botschaft - message">Botschaft</abbr>, sie versuchen also über <abbr style="cursor: help;" title="die Angst - fear">Angst</abbr>, <abbr style="cursor: help;" title="die Wut - anger">Wut</abbr> oder andere <abbr style="cursor: help;" title="das Gefühl - feeling">Gefühle</abbr> zu sprechen. Oder über typische Situationen aus dem Alltag der Kinder.
<br />
<div id="attachment_7866" style="width: 301px" class="wp-caption alignright"><img class="wp-image-7866 size-medium" src="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/09/4_Armin_Maiwald_2002-291x300.jpg" alt="Bild: WDR" width="291" height="300" />
<br />Armin Maiwald
</div>
<p>Dann gibt es die Sachgeschichten – sie sind legendär für die Sendung mit der Maus. Hier versuchen die <abbr style="cursor: help;" title="der Filmemacher - filmmaker">Filmemacher</abbr>, den Kindern die Welt zu <abbr style="cursor: help;" title="to explain">erklären</abbr>. Sie beantworten Fragen wie „Warum ist der Himmel blau?“ oder „Wie kommen die Streifen in die Zahnpasta?“. Sie gehen in <abbr style="cursor: help;" title="die Fabrik - factory">Fabriken</abbr> und zeigen, wie Matratzen oder Legosteine <abbr style="cursor: help;" title="herstellen - to produce">hergestellt</abbr> werden. Hier geht es darum, etwas zu lernen.
<br />Am Ende der halbstündigen Sendung gibt es momentan entweder eine Folge von „Käptn Blaubär“, einem blauen Puppenbären, der seinen drei Enkeln lustige Geschichten erzählt, oder eine Folge „Shaun das Schaf“. Das kennt Ihr sicher, oder?
<br />
<img class="alignleft size-medium wp-image-7868" src="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/09/2_Christoph_Biemann_2008-202x300.jpg" alt="Bild: WDR" width="202" height="300" />„Die Sendung mit der Maus“ ist deswegen so toll, weil sie so liebevoll gemacht wird. Zwei Männer werden mit ihr in Verbindung gebracht, das sind Christoph und Armin. Christoph hat immer einen grünen Pulli an, und er macht meistens nur Pantomime. Das bedeutet, er spricht selten. Er zeigt mehr mit seinem Gesicht und mit seiner Gestik. Dann ist da noch Armin. Er ist von Anfang an dabei, also seit über 40 Jahren. Er hat eine tiefe, ruhige Stimme, und erklärt den Kindern vieles in den Sachgeschichten. Mittlerweile gibt es natürlich auch eine jüngere Generation, die an der Maus mitarbeitet – Ralph zum Beispiel.
<br />Besonders toll war es, als der deutsche Astronaut Alexander Gerst im Weltraum war. Er flog auf die ISS und nahm eine kleine Stoffmaus mit. Und dann durften ihm die Maus-Zuschauer Fragen stellen, die er in der <abbr style="cursor: help;" title="die Schwerelosigkeit - zero gravity">Schwerelosigkeit</abbr> beantwortete. Seit einigen Monaten begleitet ein Reporter-Team auch eine Flüchtlingsfamilie aus Syrien und zeigt, was die Kinder in ihrer neuen Heimat alles erleben.
<br />
<img class="alignleft size-medium wp-image-7871" src="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/09/1_Maus_spielt_Fussball_2010-300x179.jpg" alt="Bild: WDR" width="300" height="179" />Die Sendung hat sich natürlich über die Jahre verändert. Aber sie fühlt sich immer noch so an wie früher. Sie nimmt Kinder ernst und begegnet ihnen auf Augenhöhe. Das gefällt mir so gut daran. Auch schwierige Themen wie Krieg oder Tod kommen vor – aber natürlich immer <abbr style="cursor: help;" title="suitable for children">kindgerecht</abbr> aufbereitet.
<br />Ich verlinke Euch die offizielle Maus-Seite – dann könnt Ihr Euch mal eine Folge anschauen. Wie gesagt: Auch Erwachsene können noch etwas lernen!</p>

<p>Die Sendung mit der Maus beim WDR: <a href="http://wdrmaus.de" target="_blank">Internet-Seite</a> / <a href="http://www.wdrmaus.de/aktuelle-sendung/" target="_blank">Sendung</a>
<br /><a href="http://www.wdrmaus.de/extras/maus_international.php5" target="_blank">Die internationale Sendung mit der Maus</a> (Arabisch, Kurdisch, Dari, Englisch, Französisch)</p>]]></description>
            <pubDate>Mon, 26 Sep 2016 23:27:22 +0200</pubDate>
            <category>Deutsche Medien</category>
            <category domain="http://www.slowgerman.com/category/tipps/">Kultur</category>
            <category domain="http://www.slowgerman.com/category/sg-podcast-episode/">SG Podcast-Episode</category>
            <category>elefant</category>
            <category>fernsehen</category>
            <category>kinder</category>
            <category>kindersendung</category>
            <category>sendung mit der maus</category>
            <category>tv</category>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
            <itunes:subtitle>Es gibt eine Sendung, die kennt in Deutschland jedes Kind. Nicht nur jedes Kind, sondern auch jeder Erwachsene – denn es gibt sie schon sehr lange. Sie heißt: „Die Sendung mit der Maus“. Sie kommt jeden Sonntag im Fernsehen, und zwar in der ARD,</itunes:subtitle>
            <itunes:summary><![CDATA[Es gibt eine Sendung, die kennt in Deutschland jedes Kind. Nicht nur jedes Kind, sondern auch jeder Erwachsene – denn es gibt sie schon sehr lange. Sie heißt: „Die Sendung mit der Maus“. Sie kommt jeden Sonntag im Fernsehen, und zwar in der ARD, „Das Erste“ heißt der Sender genau gesagt. Produziert wird sie vom WDR, dem Westdeutschen Rundfunk, in Köln. Alles fing an im Jahr 1970. Damals setzten sich vier Menschen zusammen und überlegten, wie man eine Kindersendung im Fernsehen machen könnte. 1971 lief sie dann zum ersten Mal im Fernsehen. Sie ist gedacht für Kinder im Kindergarten- und Weiterlesen...]]></itunes:summary>
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            <title>SG #129: Der Führerschein</title>
            <link>http://slowgerman.com/2016/10/16/sg-129-der-fuehrerschein/</link>
            <description><![CDATA[<p>In meinem <abbr style="cursor: help;" title="der Geldbeutel - purse, wallet">Geldbeutel</abbr> ist ein gefaltetes Stück rosafarbenes Papier. Mein Foto ist darauf zu sehen – da war ich gerade mal 18 Jahre alt. Was das für ein Papier ist? Es ist mein <abbr style="cursor: help;" title="der Führerschein - driver's license">Führerschein</abbr>!
<br />Der Führerschein ist ein offizielles Dokument. Ich habe den Führerschein bekommen, nachdem ich meine <abbr style="cursor: help;" title="die Fahrprüfung - driving test">Fahrprüfung</abbr> gemacht hatte. Seitdem darf ich <abbr style="cursor: help;" title="das Auto - car">Auto</abbr> fahren. Ich erkläre Euch kurz, wie man in Deutschland zum <abbr style="cursor: help;" title="der Autofahrer - driver">Autofahrer</abbr> wird.</p>

<p><img class="alignleft size-medium wp-image-8155" src="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/10/road-sign-663362_1280-300x212.jpg" alt="road-sign-663362_1280" width="300" height="212" srcset="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/10/road-sign-663362_1280-300x212.jpg 300w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/10/road-sign-663362_1280-768x543.jpg 768w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/10/road-sign-663362_1280-1024x724.jpg 1024w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/10/road-sign-663362_1280-510x361.jpg 510w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/10/road-sign-663362_1280.jpg 1280w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Als ich 1994 meinen <abbr style="cursor: help;" title="den Führerschein machen - get the driver's license">Führerschein machte</abbr>, musste ich 18 Jahre alt sein. Heute ist das anders: Man kann schon ein Jahr früher Auto fahren. Ähnlich wie in den USA geht das aber nur in Verbindung mit dem <abbr style="cursor: help;" title="das begleitete Fahren - accompanied driving">begleiteten Fahren</abbr> – man darf nicht alleine Auto fahren lernen, sondern muss einen Erwachsenen mit dabei haben.</p>

<p>Wer lernen möchte, ein Auto zu fahren, geht in eine <abbr style="cursor: help;" title="die Fahrschule - driving school">Fahrschule</abbr>. <abbr style="cursor: help;" title="class, instruction">Der Unterricht</abbr> ist in zwei Teile unterteilt: <abbr style="cursor: help;" title="die Theorie - theory">Theorie</abbr> und <abbr style="cursor: help;" title="die Praxis - practice">Praxis</abbr>. Im Theorieunterricht sitzt man wie in der normalen Schule in einem Raum mit dem Fahrlehrer und lernt <abbr style="cursor: help;" title="traffic regulations">die Verkehrsregeln</abbr>. Eine Schulstunde dauert in Deutschland 45 Minuten – in der normalen Schule genau wie in der Fahrschule. 26 Theorie-Stunden lang muss man also <abbr style="cursor: help;" title="to go to school">die Schulbank drücken</abbr>, bis man die theoretische <abbr style="cursor: help;" title="die Prüfung ablegen - to take an exam, to take a test">Prüfung ablegen</abbr> kann. 80% der Fragen muss man richtig beantworten – sonst ist man <abbr style="cursor: help;" title="durchfallen - to fail">durchgefallen</abbr>.</p>

<p>Der praktische Unterricht erfolgt im <abbr style="cursor: help;" title="der Straßenverkehr - traffic">Straßenverkehr</abbr>: Gemeinsam mit dem Fahrlehrer oder der Fahrlehrerin sitzt man in einem speziellen Auto. Dieses Auto hat auch auf der Beifahrerseite <abbr style="cursor: help;" title="der Spiegel - mirror">Spiegel</abbr> und ein <abbr style="cursor: help;" title="das Bremspedal - brake pedal">Bremspedal</abbr>. So kann der Lehrer im Notfall <abbr style="cursor: help;" title="to intervene">eingreifen</abbr>. Es ist gesetzlich vorgeschrieben, wie viele Stunden man mindestens unterwegs sein muss – zum Beispiel 5 Fahrstunden auf einer <abbr style="cursor: help;" title="die Landstraße - country road, highway">Landstraße</abbr>, 4 auf der Autobahn und 3 in der Nacht. Der Fahrlehrer entscheidet dann, wann man gut genug ist, um an der Fahrprüfung teilzunehmen. Das ist aufregend, kann ich Euch sagen! Man bekommt einen Termin zur Prüfung, und da kommt dann ein fremder Mensch, ein so genannter Prüfer, und setzt sich mit dem Fahrlehrer und dem Schüler ins Auto. Er lässt den Schüler dann fahren, stellt ihm Fragen – und beobachtet alles ganz genau. Ich musste damals auch <abbr style="cursor: help;" title="to back into a parking space, to parallel park">rückwärts einparken</abbr> – gar nicht so leicht, wenn man nervös ist! 45 Minuten dauert diese Prüfung – dann weiß man, ob die <abbr style="cursor: help;" title="die Prüfung bestehen - to pass an exam, to pass a test">Prüfung bestanden</abbr> ist oder nicht. Wenn ja, bekommt man den Führerschein – wenn nicht, muss man nochmal in die Fahrschule zurück.</p>

<p><img class="alignleft size-medium wp-image-8156" src="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/10/DE_Licence_2013_Front-300x195.jpg" alt="de_licence_2013_front" width="300" height="195" srcset="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/10/DE_Licence_2013_Front-300x195.jpg 300w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/10/DE_Licence_2013_Front-130x86.jpg 130w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/10/DE_Licence_2013_Front-768x498.jpg 768w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/10/DE_Licence_2013_Front-1024x664.jpg 1024w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/10/DE_Licence_2013_Front-510x331.jpg 510w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Heute übrigens ist der Führerschein nicht mehr rosa. Die europäischen Länder haben sich auf einen einheitlichen Führerschein geeinigt, und dieser ist klein wie eine Kreditkarte und aus Plastik. Ich werde also bald meinen Führerschein umtauschen gegen diesen schöneren Karten-Führerschein – und dann bin ich auch das alte Foto endlich los&#8230;</p>

<p>Autofahrer unter 21 Jahren müssen übrigens <abbr style="cursor: help;" title="sober">nüchtern</abbr> Auto fahren – sie dürfen nur 0 Promille haben. Bei älteren Fahrern liegt diese Grenze bei 0,5 Promille. Wer gegen diese oder andere Verkehrsregeln <abbr style="cursor: help;" title="gegen etwas verstoßen - to infringe something">verstößt</abbr> und damit sich und andere in Gefahr bringt, bekommt Punkte in Flensburg – wer zu viele Punkte hat, der verliert seinen Führerschein. Um ihn wiederzubekommen, muss man erneut in die Fahrschule.
<br />Übrigens war der Führerschein in Deutschland ansonsten ewig gültig – man machte ihn mit 18 und konnte fahren, bis man starb. Heute ist das anders: Seit 2013 ist der Führerschein nur noch 15 Jahre gültig. Danach muss man ihn neu beantragen – und ein neues Foto machen lassen. Eine Fahrprüfung gibt es allerdings nicht.</p>

<p>Wie ist das in Eurem Land? Schreibt gerne in die Kommentarfunktion!</p>]]></description>
            <pubDate>Mon, 17 Oct 2016 00:14:32 +0200</pubDate>
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            <category>Verkehr und Reisen</category>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
            <itunes:subtitle>In meinem Geldbeutel ist ein gefaltetes Stück rosafarbenes Papier. Mein Foto ist darauf zu sehen – da war ich gerade mal 18 Jahre alt. Was das für ein Papier ist? Es ist mein Führerschein! Der Führerschein ist ein offizielles Dokument.</itunes:subtitle>
            <itunes:summary><![CDATA[In meinem Geldbeutel ist ein gefaltetes Stück rosafarbenes Papier. Mein Foto ist darauf zu sehen – da war ich gerade mal 18 Jahre alt. Was das für ein Papier ist? Es ist mein Führerschein! Der Führerschein ist ein offizielles Dokument. Ich habe den Führerschein bekommen, nachdem ich meine Fahrprüfung gemacht hatte. Seitdem darf ich Auto fahren. Ich erkläre Euch kurz, wie man in Deutschland zum Autofahrer wird. Als ich 1994 meinen Führerschein machte, musste ich 18 Jahre alt sein. Heute ist das anders: Man kann schon ein Jahr früher Auto fahren. Ähnlich wie in den USA geht das aber nur Weiterlesen...]]></itunes:summary>
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            <title>SG #130: Das Deutsche Museum</title>
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            <description><![CDATA[<p>Wie Ihr wahrscheinlich wisst, lebe ich in <abbr style="cursor: help;" title="Munich">München</abbr>. München liegt im Süden von Deutschland, genauer gesagt in <abbr style="cursor: help;" title="Bavaria">Bayern</abbr>. München ist die <abbr style="cursor: help;" title="state capitaldie Hauptstadt - capital">Landeshauptstadt</abbr> von Bayern. Hier leben 1,5 Millionen Menschen, und damit ist München nach Berlin und Hamburg die drittgrößte Stadt Deutschlands. Mitten durch die Stadt fließt ein <abbr style="cursor: help;" title="der Fluss - river">Fluss</abbr>, die Isar. Es ist ein recht kleiner Fluss, auf ihm können keine <abbr style="cursor: help;" title="das Schiff - ship">Schiffe</abbr> fahren, weil das Wasser zu <abbr style="cursor: help;" title="shallow">seicht</abbr> ist. Jedenfalls gibt es in diesem Fluss einige <abbr style="cursor: help;" title="die Insel - island">Inseln</abbr>. Und auf einer dieser Inseln steht das Deutsche Museum, über das ich Euch heute etwas erzählen möchte.</p>

<p><img class="alignleft size-medium wp-image-8396" src="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/11/800px-Museumsinsel_München-300x210.jpg" alt="By Max-k muc (Self-photographed) [CC BY-SA 2.0 de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons" width="300" height="210" srcset="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/11/800px-Museumsinsel_München-300x210.jpg 300w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/11/800px-Museumsinsel_München-768x539.jpg 768w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/11/800px-Museumsinsel_München-510x358.jpg 510w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/11/800px-Museumsinsel_München.jpg 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>

<p>Das Deutsche Museum wurde 1925 eröffnet. Es ist das größte naturwissenschaftlich-technische Museum der Welt. Es gibt dort 28.000 Objekte zu sehen! 1,5 Millionen Menschen kommen jedes Jahr als <abbr style="cursor: help;" title="der Besucher - visitor">Besucher</abbr> in dieses Museum. Einer dieser Menschen bin ich – unsere Familie hat eine <abbr style="cursor: help;" title="die Jahreskarte - annual ticket">Jahreskarte</abbr> für das Museum. Das bedeutet, wir haben uns eine teure Karte gekauft, die ein ganzes Jahr lang gilt, und mit der wir zu dritt ins Museum gehen können, wann immer wir möchten. Der große Vorteil davon, das habe ich letztes Wochenende gemerkt: Wir müssen nicht <abbr style="cursor: help;" title="Schlange stehen - to queue">in der Schlange anstehen</abbr>, um uns Karten an der Kasse zu kaufen. Wir können direkt ins Museum gehen. Und letztes Wochenende, als es regnete und kalt war, dauerte es über eine Stunde lang, bis man an der Kasse war! So viel <abbr style="cursor: help;" title="die Geduld - patience">Geduld</abbr> hätte ich wahrscheinlich nicht.
<br />Die wahrscheinlich berühmteste <abbr style="cursor: help;" title="die Abteilung - department">Abteilung</abbr> im Deutschen Museum ist das <abbr style="cursor: help;" title="das Bergwerk - mine">Bergwerk</abbr>. Erst geht man viele Stufen in den Keller hinunter, bis man im Bergwerk ankommt. Es ist natürlich kein echtes Bergwerk, sondern nachgebaut, aber die Atmosphäre ist bedrückend echt. Man sieht hier Pferde und Menschen aus Holz ihre Arbeit verrichten im dreckigen, dunklen <abbr style="cursor: help;" title="der Schacht - shaft">Schacht</abbr>. Als Kind hatte ich Angst davor, in diese Abteilung zu gehen. In den Kriegsjahren versteckten sich hier unten die Münchner Bürger vor den Bombenangriffen.
<br />
<img class="alignleft size-medium wp-image-8397" src="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/11/Faradayscher_Kaefig_Wameser-300x300.jpg" alt="Foto: Deutsches Museum / S. Wameser " width="300" height="300" srcset="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/11/Faradayscher_Kaefig_Wameser-300x300.jpg 300w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/11/Faradayscher_Kaefig_Wameser-768x768.jpg 768w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/11/Faradayscher_Kaefig_Wameser-1024x1024.jpg 1024w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/11/Faradayscher_Kaefig_Wameser-400x400.jpg 400w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/11/Faradayscher_Kaefig_Wameser-510x510.jpg 510w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/11/Faradayscher_Kaefig_Wameser-80x80.jpg 80w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/11/Faradayscher_Kaefig_Wameser.jpg 1417w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Es gibt viele andere Abteilungen, die ebenso interessant sind. Da sind die großen, alten Dampfmaschinen, die Abteilung für <abbr style="cursor: help;" title="die Raumfahrt - space flight">Raumfahrt</abbr> oder eine winzig kleine Ziegelei, also eine <abbr style="cursor: help;" title="die Fabrik - factory">Fabrik</abbr>, die <abbr style="cursor: help;" title="der Ziegel - brick">Ziegel</abbr> herstellt. Ziegel sind rechteckige Steine, mit denen man Häuser bauen kann. Es gibt eine Abteilung für Musikinstrumente, eine für Mathematik, eine für Starkstromtechnik. Hier gibt es regelmäßig Vorführungen – ein Besucher darf sich in einen Faradayschen Käfig setzen und wird dann mit einem <abbr style="cursor: help;" title="der Blitz - lightning">Blitz</abbr> „beschossen“. In einer anderen Abteilung steht ein komplettes U-Boot, das an einer Seite aufgeschnitten wurde, damit man auch den Motor, die Batterien und die Torpedos sehen kann.
<br />Um sich alles anzusehen, braucht man ungefähr drei Tage. Und auch dann hat man noch nicht alles verstanden und gelesen, was es hier zu sehen gibt.
<br />Früher standen hier auch noch Lokomotiven, Autos und Flugzeuge – die sind aber mittlerweile umgezogen. Es gibt zwei weitere Museen in München, die zum Deutschen Museum gehören. Die Flugwerft Schleißheim, wo jetzt alles zum Thema Fliegen zu besichtigen ist, und das Verkehrszentrum an der Theresienwiese, also in der Nähe des Oktoberfests.
<br />Während manche Abteilungen sehr neu gestaltet sind, mit gut verständlichen Tafeln, die uns Laien die Wissenschaft erklären, sind manch andere Abteilungen sehr veraltet. Diese werden nun nach und nach renoviert – Ihr könnt Euch vorstellen, wie teuer das ist!
<br />Für Kinder gibt es ein extra Kinderreich, hier können Kinder auf einer riesigen Gitarre spielen, Flaschenzüge ausprobieren und Kugelbahnen bauen. Falls Ihr mal nach München kommt und das Wetter ist schlecht: Geht unbedingt ins Deutsche Museum!
<br />&nbsp;</p>]]></description>
            <pubDate>Fri, 04 Nov 2016 12:36:00 +0100</pubDate>
            <category>Bildung &amp; Wirtschaft</category>
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            <category>deutsches museum</category>
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            <category>wissenschaft</category>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
            <itunes:subtitle>Wie Ihr wahrscheinlich wisst, lebe ich in München. München liegt im Süden von Deutschland, genauer gesagt in Bayern. München ist die Landeshauptstadt von Bayern. Hier leben 1,5 Millionen Menschen, und damit ist München nach Berlin und Hamburg die dritt...</itunes:subtitle>
            <itunes:summary><![CDATA[Wie Ihr wahrscheinlich wisst, lebe ich in München. München liegt im Süden von Deutschland, genauer gesagt in Bayern. München ist die Landeshauptstadt von Bayern. Hier leben 1,5 Millionen Menschen, und damit ist München nach Berlin und Hamburg die drittgrößte Stadt Deutschlands. Mitten durch die Stadt fließt ein Fluss, die Isar. Es ist ein recht kleiner Fluss, auf ihm können keine Schiffe fahren, weil das Wasser zu seicht ist. Jedenfalls gibt es in diesem Fluss einige Inseln. Und auf einer dieser Inseln steht das Deutsche Museum, über das ich Euch heute etwas erzählen möchte. Das Deutsche Museum wurde 1925 eröffnet. Es Weiterlesen...]]></itunes:summary>
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            <title>SG #131: Sankt Martin und der Laternenumzug</title>
            <link>http://slowgerman.com/2016/11/17/sg-131-sankt-martin-und-der-laternenumzug/</link>
            <description><![CDATA[<p>Der 11. November hat in Deutschland zwei Bedeutungen. Erstens fängt an diesem Tag der <a href="http://slowgerman.com/2014/03/04/sg-078-fasching-oder-karneval/">Fasching</a> an, und zweitens ist es der <abbr style="cursor: help;" title="der Gedenktag - memorial day">Gedenktag</abbr> für den Heiligen Sankt Martin. Das feiern vor allem Kindergartenkinder – aber dazu später mehr. Wer war Martin?
<br />Martin war ein römischer <abbr style="cursor: help;" title="der Soldat - soldier">Soldat</abbr>. Er wurde im Jahr 316 geboren, und zwar im heutigen Ungarn. Er wuchs in Italien auf.</p>

<p>Martin war ein sehr <abbr style="cursor: help;" title="hilfsbereit - cooperatve, helpful">hilfsbereiter</abbr> Mensch. Eines Tages war er im Winter auf seinem Pferd unterwegs, als er einen <abbr style="cursor: help;" title="der Bettler - beggar">Bettler</abbr> traf. Der Bettler <abbr style="cursor: help;" title="hungern - to starve">hungerte</abbr> und <abbr style="cursor: help;" title="frieren - to freeze">fror</abbr>. Martin schnitt kurzerhand seinen <abbr style="cursor: help;" title="der Mantel - coat">Mantel</abbr> in zwei Stücke und reichte dem Bettler eine Hälfte, damit dieser sich wärmen konnte. In der nächsten Nacht träumte Martin. Im Traum war der Bettler Jesus Christus. Bald darauf <abbr style="cursor: help;" title="sich taufen lassen - to get baptized">ließ Martin sich taufen</abbr>, verließ den Armeedienst und wurde Bischof.
<br />Soweit zur Geschichte.</p>

<p><img class="alignleft wp-image-8515 size-medium" src="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/11/saint-martin-1035703_1280-300x225.jpg" alt="saint-martin-1035703_1280" width="300" height="225" srcset="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/11/saint-martin-1035703_1280-300x225.jpg 300w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/11/saint-martin-1035703_1280-768x577.jpg 768w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/11/saint-martin-1035703_1280-1024x769.jpg 1024w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/11/saint-martin-1035703_1280-510x383.jpg 510w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/11/saint-martin-1035703_1280.jpg 1280w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Aber wie feiern wir St. Martin heute? Ganz einfach: Die Kinder <abbr style="cursor: help;" title="to do handicrafts">basteln</abbr> in den Wochen vor dem 11. November <abbr style="cursor: help;" title="die Laterne - lantern">Laternen</abbr>. Sie rollen bunte Pappe zu einem Zylinder, schneiden Löcher hinein und kleben buntes Papier dahinter. Sie stellen kleine Kerzen in diese Laternen und hängen sie an einen Holzstab, der wie eine kleine <abbr style="cursor: help;" title="die Angel - fishing rod">Angel</abbr> aussieht. Am 11. November dann gehen die Kinder gemeinsam zum Laternenumzug. Meistens reitet vorneweg ein als St. Martin verkleideter Mann auf einem weißen Pferd, einem Schimmel. Oder die Kinder spielen die Geschichte von St. Martin und dem Bettler selber nach. Dann werden Lieder gesungen: „Ich geh mit meiner Laterne, und meine Laterne mit mir. Da oben leuchten die Sterne, und unten leuchten wir.“ Oder: „Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne, brenne auf mein Licht, brenne auf mein Licht, aber nur meine liebe Laterne nicht!“</p>

<p>Ihr dürft nicht vergessen, dass es im November in Deutschland meistens schon sehr kalt ist. Und es wird früh <abbr style="cursor: help;" title="dark">dunkel</abbr>. Der Laternenumzug ist immer erst dann, wenn es richtig dunkel ist – damit man die Laternen auch schön sieht. Am Ende des Umzuges gibt es oft ein Martinsfeuer. <img class="alignleft wp-image-8514 size-medium" src="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/11/Weckmann-300x225.jpg" alt="By Flammingo (selbst gebacken) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], via Wikimedia Commons" width="300" height="225" srcset="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/11/Weckmann-300x225.jpg 300w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/11/Weckmann-510x383.jpg 510w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2016/11/Weckmann.jpg 640w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Gegessen werden kleine Martinsgänse, die aus <abbr style="cursor: help;" title="der - Teig pastry, dough">Teig</abbr> gebacken sind. Oder Weckmänner, das sind Männer mit <abbr style="cursor: help;" title="die Pfeife - pipe">Pfeife</abbr>, ebenfalls aus Teig gebacken (siehe Foto!).
<br />Ich finde, es ist ein schöner <abbr style="cursor: help;" title="der Brauch - custom, tradition">Brauch</abbr>. In unserem Kindergarten sind viele Kinder anderer Konfessionen, viele muslimische Kinder zum Beispiel. Und auch wenn das ein sehr deutscher und christlicher Brauch ist, finde ich ihn passend für alle. Denn was zeigt diese Geschichte den Kindern? Dass sie anderen helfen sollen, anstatt <abbr style="cursor: help;" title="selfish">egoistisch</abbr> zu sein. Und dass sie ihre Dinge mit anderen <abbr style="cursor: help;" title="to share">teilen</abbr> sollen. Eine schöne Lehre, findet Ihr nicht?</p>

<p>Hier wird die Geschichte von Sankt Martin erzählt:</p>

<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/CdJPDlO3m6s" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>]]></description>
            <pubDate>Thu, 17 Nov 2016 11:55:18 +0100</pubDate>
            <category>Feiertage &amp; Feste</category>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
            <itunes:subtitle>Der 11. November hat in Deutschland zwei Bedeutungen. Erstens fängt an diesem Tag der Fasching an, und zweitens ist es der Gedenktag für den Heiligen Sankt Martin. Das feiern vor allem Kindergartenkinder – aber dazu später mehr. Wer war Martin?</itunes:subtitle>
            <itunes:summary><![CDATA[Der 11. November hat in Deutschland zwei Bedeutungen. Erstens fängt an diesem Tag der Fasching an, und zweitens ist es der Gedenktag für den Heiligen Sankt Martin. Das feiern vor allem Kindergartenkinder – aber dazu später mehr. Wer war Martin? Martin war ein römischer Soldat. Er wurde im Jahr 316 geboren, und zwar im heutigen Ungarn. Er wuchs in Italien auf. Martin war ein sehr hilfsbereiter Mensch. Eines Tages war er im Winter auf seinem Pferd unterwegs, als er einen Bettler traf. Der Bettler hungerte und fror. Martin schnitt kurzerhand seinen Mantel in zwei Stücke und reichte dem Bettler eine Weiterlesen...]]></itunes:summary>
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            <title>SG #132: Adidas und Puma</title>
            <link>http://slowgerman.com/2016/12/19/sg-132-adidas-und-puma/</link>
            <description><![CDATA[<p>Kennt Ihr eigentlich die Geschichte von Adidas und Puma? Heute sind das zwei der größten <abbr style="cursor: help;" title="der Sportartikel - sporting goods die Sportartikelmarken - sporting goods brands">Sportartikelmarken</abbr> der ganzen Welt. Aber alles fing ganz, ganz klein an. Und zwar 1924.
<br />Damals lebten die Brüder Adolf und Rudolf Dassler in Herzogenaurach, einer kleinen Stadt mit 20.000 Einwohnern in Franken, also in Bayern. Sie hatten gute Ideen. Zum Beispiel machten sie Schuhe aus <abbr style="cursor: help;" title="das Leinen - linen">Leinen</abbr>. Ihr Vater war <abbr style="cursor: help;" title="der Weber - weaver">Weber</abbr>, also kannte er sich mit <abbr style="cursor: help;" title="der Stoff - cloth">Stoffen</abbr> aus. Und die jungen Männer, beide Anfang 20, experimentierten mit dem Stoff – sie fertigten sehr leichte Laufschuhe an und gründeten die Sportschuhfabrik „Gebrüder Dassler“.</p>

<p>Die Arbeit war klar aufgeteilt: Der introvertierte Adolf, kurz „Adi“ genannt, verbrachte seine Zeit in der <abbr style="cursor: help;" title="die Werkstatt - workshop">Werkstatt</abbr>, <abbr style="cursor: help;" title="entwerfen - to design">entwarf</abbr> und fertigte die Schuhe. Sein Bruder Rudolf war für&#8217;s Marketing <abbr style="cursor: help;" title="für etwas zuständig sein - to be in charge of sth.">zuständig</abbr>, er ging mit den Schuhen auf Sportplätze oder in Gasthäuser und verkaufte sie dort. Das Geschäft ging gut – sie entwickelten Sportschuhe für viele verschiedene <abbr style="cursor: help;" title="die Sportart - sport">Sportarten</abbr>. Lediglich ihre Frauen verstanden sich nicht so gut – es gab immer öfter Spannungen.</p>

<p>Dann beginnt die Zeit der Nationalsozialisten. Die Brüder treten der <abbr style="cursor: help;" title="die NSDAP - Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei = Nazi Party">NSDAP</abbr> bei. Doch dann gibt es Ärger: Adi macht einen Schuh für Jesse Owens, einen Afroamerikaner. Das gefällt den Nazis überhaupt nicht – und Rudolf auch nicht. Aber Adi macht es trotzdem, und Owens holt bei den Olympischen Spielen in Berlin vier Goldmedaillen.</p>

<p>Im <abbr style="cursor: help;" title="der Krieg - war">Krieg</abbr> wird die <abbr style="cursor: help;" title="factory">Fabrik</abbr> geschlossen, kein Mensch braucht im Krieg Sportschuhe. Wichtiger sind <abbr style="cursor: help;" title="die Waffe - weapon">Waffen</abbr>. Also produzieren die Brüder eine <abbr style="cursor: help;" title="die Panzerabwehrwaffe - antitank weapon">Panzerabwehrwaffe</abbr>. Rudolf muss in den Krieg ziehen – Adi nicht, er wird als zu wichtig eingestuft. Nicht gut für die Brüder. Er <abbr style="cursor: help;" title="desertieren - to desert">desertiert</abbr> und wird gefangen – zum Glück kommt er nur ins <abbr style="cursor: help;" title="das Gefängnis - prison">Gefängnis</abbr>, andere wurden sofort erschossen.</p>

<p>Dann ist der Krieg endlich vorbei – und die Amerikaner sind da. Sie wollen die Fabrik sprengen, immerhin wurden hier Waffen produziert – als sie aber von den Schuhen für Jesse Owens erfahren, lassen sie es sein. Glück gehabt. Die Brüder müssen dennoch in Gefangenschaft. Rudolf wird Spionage vorgeworfen. Warum? Rudolf ist sicher, dass ihn jemand <abbr style="cursor: help;" title="denunzieren - to inform on someone">denunziert</abbr> hat: Sein Bruder und dessen Frau. Das Verhältnis ist endgültig zerstört.</p>

<p>1948 ist die Trennung nicht mehr aufzuhalten: Die Brüder teilen die Firma auf. Adi bleibt in der Fabrik, er nennt die Firma nun „Adidas“, eine Abkürzung von Adi Dassler.</p>

<p>Rudolf „Rudi“ Dassler zieht mit 14 Mitarbeitern in eine alte <abbr style="cursor: help;" title="die Schreinerei - carpenter's shop">Schreinerei</abbr> auf der anderen Seite des Flusses Aurach. Dort gründet er seine eigene Firma, er nennt sie Puma.
<br />Beide sind zunächst sehr erfolgreich. Denn während andere Sportler noch mit Stiefeln mit schweren <abbr style="cursor: help;" title="die Schutzkappe - protecting cap">Schutzkappen</abbr> unterwegs sind, stellen die Dassler-Brüder leichte und flexible Schuhe her, mit denen man sich viel besser bewegen kann.
<br />Jetzt kämpfen die Brüder gegeneinander – und zwar mit den Waffen des Marketings. Rudolf klaut seinem Bruder eine Idee: Die der Schraubstollen für Fußballschuhe. Das bedeutet, dass man unten an die Schuhe <abbr style="cursor: help;" title="der Stollen - cleat">Stollen</abbr> anschrauben kann, und zwar unterschiedlicher Länge. Damit man beim Laufen nicht <abbr style="cursor: help;" title="rutschen - to slide">rutscht</abbr>.</p>

<p>Dennoch bleibt Adi erfolgreicher: Er erfindet das noch heute berühmte Adidas-Logo mit den drei <abbr style="cursor: help;" title="der Streifen - stripe">Streifen</abbr>. Und 1954 bei der Fußball-Weltmeisterschaft wird die Mannschaft mit seinen Schuhen Weltmeister. Wie es weiterging? Beide Brüder Dassler starben in den 70er-Jahren. Sie haben sich nie <abbr style="cursor: help;" title="sich versöhnen - to reconcile">versöhnt</abbr>. Ihre Kinder waren ebenfalls zerstritten und kämpften gegeneinander.</p>

<p>Heute hat die Adidas-Group über 55.000 Mitarbeiter und einen <abbr style="cursor: help;" title="der Umsatz - total revenue">Umsatz</abbr> von fast 17 Milliarden Euro pro Jahr. Puma hat 11.000 Mitarbeiter und einen Umsatz von 3 Milliarden Euro pro Jahr.</p>]]></description>
            <pubDate>Mon, 19 Dec 2016 18:07:37 +0100</pubDate>
            <category>Bildung &amp; Wirtschaft</category>
            <category domain="http://www.slowgerman.com/category/sg-podcast-episode/">SG Podcast-Episode</category>
            <category>adidas</category>
            <category>dassler</category>
            <category>fußball</category>
            <category>herzogenaurach</category>
            <category>puma</category>
            <category>sport</category>
            <category>sportschuhe</category>
            <category>turnschuhe</category>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
            <itunes:subtitle>Kennt Ihr eigentlich die Geschichte von Adidas und Puma? Heute sind das zwei der größten Sportartikelmarken der ganzen Welt. Aber alles fing ganz, ganz klein an. Und zwar 1924. Damals lebten die Brüder Adolf und Rudolf Dassler in Herzogenaurach,</itunes:subtitle>
            <itunes:summary><![CDATA[Kennt Ihr eigentlich die Geschichte von Adidas und Puma? Heute sind das zwei der größten Sportartikelmarken der ganzen Welt. Aber alles fing ganz, ganz klein an. Und zwar 1924. Damals lebten die Brüder Adolf und Rudolf Dassler in Herzogenaurach, einer kleinen Stadt mit 20.000 Einwohnern in Franken, also in Bayern. Sie hatten gute Ideen. Zum Beispiel machten sie Schuhe aus Leinen. Ihr Vater war Weber, also kannte er sich mit Stoffen aus. Und die jungen Männer, beide Anfang 20, experimentierten mit dem Stoff – sie fertigten sehr leichte Laufschuhe an und gründeten die Sportschuhfabrik „Gebrüder Dassler“. Die Arbeit war klar Weiterlesen...]]></itunes:summary>
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            <title>SG #133: Der Pumuckl</title>
            <link>http://slowgerman.com/2017/01/13/sg-133-der-pumuckl/</link>
            <description><![CDATA[<p>Kennt Ihr den Pumuckl? Der Pumuckl ist eine Figur aus Kinderbüchern. Er ist ein frecher kleiner <abbr style="cursor: help;" title="der Kobold - gremlin, leprechaun">Kobold</abbr>, der bei einem alten Mann lebt. Dieser Mann ist der <abbr style="cursor: help;" title="der Schreiner - carpenter der Meister - master">Schreinermeister</abbr> Eder. Die Geschichte geht so:</p>

<p>Eines Tages arbeitet der Schreinermeister Eder in seiner <abbr style="cursor: help;" title="die Werkstatt - workshop">Werkstatt</abbr>. Da fallen ihm plötzlich Dinge herunter. Seine Werkzeuge sind plötzlich <abbr style="cursor: help;" title="verschwinden - to disappear">verschwunden</abbr>. <abbr style="cursor: help;" title="glasses">Die Brille</abbr> auch. Eder <abbr style="cursor: help;" title="sich wundern - to wonder">wundert</abbr> sich sehr. Dann hört er ein <abbr style="cursor: help;" title="das Geräusch - noise, sound">Geräusch</abbr>. Er denkt, eine Maus ist in der Werkstatt. Doch diese Maus ist keine Maus, sondern ein Kobold: Also ein kleiner Mann, der <abbr style="cursor: help;" title="invisible">unsichtbar</abbr> ist. Dieser Kobold bleibt an Meister Eders <abbr style="cursor: help;" title="der Holzleim - wood glue">Holzleim</abbr> hängen. Und wird sichtbar. Aber nur für den Meister Eder. Und bei diesem muss er nun bleiben, das ist das Kobolds<abbr style="cursor: help;" title="das Gesetz - law, rule">gesetz</abbr>.</p>

<p>So werden die beiden Freunde. Der alte Meister Eder freut sich, dass er von nun an nicht mehr allein leben muss. Und der Pumuckl hat ein Zuhause gefunden. In den nächsten Geschichten erleben die beiden viele <abbr style="cursor: help;" title="das Abenteuer - adventure">Abenteuer</abbr>. Eigentlich beginnen alle damit, dass der Pumuckl etwas Verbotenes macht und dann Ärger bekommt. Nach und nach lernt er aber, dass man zum Beispiel nicht stehlen darf und Menschen nicht absichtlich ärgern soll.
<br />Die Kinder lieben Pumuckl natürlich. Er ist <abbr style="cursor: help;" title="cheeky">frech</abbr> und unangepasst. Er hält sich nicht an Regeln. Er macht all das, was Kinder nicht machen dürfen. Und er <abbr style="cursor: help;" title="dichten - to verse">dichtet</abbr> die ganze Zeit. Wunderbar, oder?</p>

<p>Ausgedacht hat sich diese Geschichten eine Münchner Autorin namens Ellis Kaut. Sie wurde 1920 geboren und ist leider 2015 gestorben. 1962 erfand sie den Pumuckl – zunächst als <abbr style="cursor: help;" title="das Hörspiel audio drama">Hörspiel</abbr> für den Bayerischen Rundfunk. Zwanzig Jahre später landete der Kobold dann im Fernsehen – 52 Folgen wurden produziert. Der berühmte bayerische Schauspieler Gustl Bayrhammer übernahm die Rolle des Meister Eder, und der Kobold wurde in mühevoller Handarbeit in den Film hineingezeichnet und animiert.
<br />Hier seht Ihr die erste Folge der Serie:</p>

<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/iayDZBhYojc" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>

<p>Die Stimme des Kobolds war die von Schauspieler Hans Clarin. Ohne ihn wäre die Fernsehserie wahrscheinlich nicht so erfolgreich gewesen: Er schrie und keifte heiser ins Mikrofon, sang aus Leibeskräften und strapazierte seine Stimme ungemein, um den Kobold zum Leben zu erwecken.</p>

<p>Heute kennt den Pumuckl immer noch jedes Kind in Deutschland. Leider gab es auch für ihn einen „Relaunch“ &#8211; er wurde neu gezeichnet und hatte plötzlich kein Bäuchlein mehr. Das sorgte im Internet für Ärger. Die Fans protestierten unter dem Hashtag #bringbackbäuchlein. Sie hatten Erfolg: Der Pumuckl durfte in den Zeichnungen wieder einen <abbr style="cursor: help;" title="der Bauch - belly">Bauch</abbr> haben. Eines hat sich nie geändert: Der Pumuckl ist ein frecher Kobold, der manchmal lernen muss, dass es Grenzen gibt. Und der ein riesengroßes Herz hat.</p>

<p>Hier seht Ihr, wie der Pumuckl im Fernsehen entstand:</p>

<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/OP1AhwuBxO4" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>]]></description>
            <pubDate>Fri, 13 Jan 2017 11:06:27 +0100</pubDate>
            <category domain="http://www.slowgerman.com/category//kunst-und-kultur/deutsche-filme/">Deutsche Filme</category>
            <category domain="http://www.slowgerman.com/category/tipps/">Kultur</category>
            <category domain="http://www.slowgerman.com/category//kunst-und-kultur/">Kunst und Kultur</category>
            <category domain="http://www.slowgerman.com/category/sg-podcast-episode/">SG Podcast-Episode</category>
            <category>ellis kaut</category>
            <category>fernsehen</category>
            <category>kind</category>
            <category>kindergeschichte</category>
            <category>kobold</category>
            <category>literatur</category>
            <category>pumuckl</category>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
            <itunes:subtitle>Kennt Ihr den Pumuckl? Der Pumuckl ist eine Figur aus Kinderbüchern. Er ist ein frecher kleiner Kobold, der bei einem alten Mann lebt. Dieser Mann ist der Schreinermeister Eder. Die Geschichte geht so: Eines Tages arbeitet der Schreinermeister Eder in ...</itunes:subtitle>
            <itunes:summary><![CDATA[Kennt Ihr den Pumuckl? Der Pumuckl ist eine Figur aus Kinderbüchern. Er ist ein frecher kleiner Kobold, der bei einem alten Mann lebt. Dieser Mann ist der Schreinermeister Eder. Die Geschichte geht so: Eines Tages arbeitet der Schreinermeister Eder in seiner Werkstatt. Da fallen ihm plötzlich Dinge herunter. Seine Werkzeuge sind plötzlich verschwunden. Die Brille auch. Eder wundert sich sehr. Dann hört er ein Geräusch. Er denkt, eine Maus ist in der Werkstatt. Doch diese Maus ist keine Maus, sondern ein Kobold: Also ein kleiner Mann, der unsichtbar ist. Dieser Kobold bleibt an Meister Eders Holzleim hängen. Und wird sichtbar. Weiterlesen...]]></itunes:summary>
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            <title>SG #134: Karl Valentin</title>
            <link>http://slowgerman.com/2017/02/10/sg-134-karl-valentin/</link>
            <description><![CDATA[<p>Heute stelle ich Euch wieder einen ganz besonderen Menschen vor, und zwar Karl Valentin. Er war ein Münchner <abbr style="cursor: help;" title="der Komiker - Comedian">Komiker</abbr>, der vor allem durch seine komischen Weisheiten und Sprachspiele berühmt geworden ist. Noch heute wird er oft <abbr style="cursor: help;" title="jemanden zitieren - to quote someone">zitiert</abbr>. Manche nennen ihn den Charlie Chaplin Deutschlands. Valentin wurde 1882 in München als Valentin Ludwig Fey geboren. Er machte eine Lehre zum Schreiner und Tischler, trat aber schon früh auf <abbr style="cursor: help;" title="die Bühne - stage">Bühnen</abbr> auf. Er war ein großer, <abbr style="cursor: help;" title="schlaksig - lanky">schlaksiger</abbr> Mann und sehr <abbr style="cursor: help;" title="gaunt">hager</abbr>. Auch daraus machte er ein <abbr style="cursor: help;" title="das Markenzeichen - trade mark">Markenzeichen</abbr>.</p>

<p>1911 traf er seine Bühnenpartnerin Liesl Karlstadt. Neben der Theaterbühne war Valentin auch der Film wichtig. Er drehte kurze <abbr style="cursor: help;" title="der Stummfilm - silent movie">Stummfilme</abbr> und Sketche in einem eigenen Filmstudio. Befreundet war er mit Bertolt Brecht, dem sehr bekannten deutschen Dramatiker. Immer wieder eröffnete er eigene Theaterbühnen, keine davon blieb lange offen.</p>

<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/F2s1vdzq2aY" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>

<p>Als das Nazi-Regime an der Macht war, hielt Valentin sich zurück. Einige Scherze wagte er aber dennoch. Beispielsweise: „Wie gut ist es doch, dass der Führer nicht „Kräuter“ heißt!“ Sonst wäre der Hitlergruß ja „<abbr style="cursor: help;" title="das Heilkraut, die Heilkräuter - medicinal herb(s)">Heil, Kräuter</abbr>“ gewesen.</p>

<p>In einem berühmten Valentin-Sketch geht es um einen Mann namens Wanninger. Er ist <abbr style="cursor: help;" title="der Buchbinder - bookbinder">Buchbinder</abbr>. Am Telefon versucht er, seinen <abbr style="cursor: help;" title="der Auftraggeber - employer">Auftraggeber</abbr> etwas zu fragen. Doch anstatt eine Antwort zu erhalten, wird er ständig <abbr style="cursor: help;" title="jemanden weiterverbinden - to put someone through (on the phone)">weiterverbunden</abbr>. Das kennt Ihr doch sicher auch, oder? Die Call-Center haben dieses Phänomen ja in unserer Zeit noch <abbr style="cursor: help;" title="etwas verstärken - to reinforce something">verstärkt</abbr>. Jedenfalls sagen wir in Süddeutschland mittlerweile dazu: Das war wie beim Buchbinder Wanninger. Wenn wir wieder ewig in einer Warteschleife hängen.</p>

<p>Auch andere Sprüche von Karl Valentin sind heute noch <abbr style="cursor: help;" title="in aller Munde sein - everybody talks about it">in aller Munde</abbr> und in der deutschen Sprache <abbr style="cursor: help;" title="verankert sein - to be deep-seated">verankert</abbr>. Auch wenn nicht jeder weiß, wen er da zitiert. Beispielsweise wird der <abbr style="cursor: help;" title="der Spruch - saying, slogan">Spruch</abbr> „Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen“ gerne zitiert, wenn es um aktuelle politische <abbr style="cursor: help;" title="die Debatte - debate">Debatten</abbr> geht, die kein Ende nehmen wollen und gleichzeitig keine neuen <abbr style="cursor: help;" title="die Erkenntnis - insight">Erkenntnisse</abbr> bringen.</p>

<p>Was mir persönlich an Karl Valentin so gut gefällt, ist seine Einstellung zum Leben. Er beobachtete seine Umgebung sehr genau und <abbr style="cursor: help;" title="auf den Punkt bringen - to put in a nutshell">brachte Erkenntnisse dann auf den Punkt</abbr>. Zum Beispiel durch Sätze wie „Ich freue mich wenn&#8217;s regnet, denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.“ Das ist genau die Lebenseinstellung, die wir <abbr style="cursor: help;" title="etwas verinnerlichen - to internalize">verinnerlichen</abbr> sollten: Keine unnötige Energie auf Dinge zu verwenden, die wir nicht ändern können. Stattdessen lieber die Dinge anpacken, die wir <abbr style="cursor: help;" title="etwas beeinflussen - to impact something">beeinflussen</abbr> können.</p>

<p>Gerade jetzt, in einer Zeit in der wir viel über <abbr style="cursor: help;" title="der Flüchtling - refugee">Flüchtlinge</abbr> lesen und hören, denke ich oft an einen Spruch von Karl Valentin. Er sagte damals: Fremd ist der Fremde nur in der Fremde. Das ist natürlich nicht neu – das wissen wir. Aber oft denken wir nicht daran, oder? Der Flüchtling, der heute bei uns hier ist, hat natürlich eine <abbr style="cursor: help;" title="die Heimat - homeland, native country">Heimat</abbr>, in der er nicht fremd ist. Oder nicht fremd war, bevor diese Heimat zerstört wurde.</p>

<p>Für mich zeigen diese Sprüche von Karl Valentin vieles. Zum einen, dass er ein ausgesprochen kluger Mann war. Zum anderen, dass er seiner Zeit voraus war, denn die Sprüche sind teilweise 100 Jahre alt und wirken immer noch modern. Zum dritten aber auch, dass sich manche Dinge nie ändern, zum Beispiel die Ressentiments der Menschen Fremden gegenüber.</p>

<p>1948 starb Valentin unterernährt an einer Lungenentzündung. Ausgerechnet am Rosenmontag, also im Fasching. Heute gibt es mitten in München, im Isartor, ein Valentin-Musäum. Es ist absichtlich falsch geschrieben – wundert Euch nicht.</p>

<p><em><strong>HINWEIS:</strong> Die Sprüche von Karl Valentin sind urheberrechtlich geschützt. Bitte verbreitet diese nicht ohne Genehmigung weiter! Ich habe eine Genehmigung der Valentin-Erben, die Sprüche hier zu verwenden. Alle Sprüche von Karl Valentin sind © Karl Valentin Erben, c/o RA Fette.</em></p>

<p><strong>HINWEIS 2:</strong> <em>Dieser Beitrag hat leider keine Fotos von Karl Valentin &#8211; ich hatte eines aus der Wikipedia verwendet, das unter Creative Commons-Lizenz stand, wurde daraufhin aber von der BSB Anwaltskanzlei München abgemahnt und musste 600 Euro bezahlen. Das Bild hatte offenbar jemand hochgeladen, der keine Nutzungsrechte daran hatte. </em></p>]]></description>
            <pubDate>Fri, 10 Feb 2017 13:26:34 +0100</pubDate>
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            <itunes:subtitle>Heute stelle ich Euch wieder einen ganz besonderen Menschen vor, und zwar Karl Valentin. Er war ein Münchner Komiker, der vor allem durch seine komischen Weisheiten und Sprachspiele berühmt geworden ist. Noch heute wird er oft zitiert.</itunes:subtitle>
            <itunes:summary><![CDATA[Heute stelle ich Euch wieder einen ganz besonderen Menschen vor, und zwar Karl Valentin. Er war ein Münchner Komiker, der vor allem durch seine komischen Weisheiten und Sprachspiele berühmt geworden ist. Noch heute wird er oft zitiert. Manche nennen ihn den Charlie Chaplin Deutschlands. Valentin wurde 1882 in München als Valentin Ludwig Fey geboren. Er machte eine Lehre zum Schreiner und Tischler, trat aber schon früh auf Bühnen auf. Er war ein großer, schlaksiger Mann und sehr hager. Auch daraus machte er ein Markenzeichen. 1911 traf er seine Bühnenpartnerin Liesl Karlstadt. Neben der Theaterbühne war Valentin auch der Film wichtig. Weiterlesen...]]></itunes:summary>
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            <title>Make-Up and Hair. Absolute Beginner #10</title>
            <link>http://slowgerman.com/2017/02/24/make-up-and-hair-absolute-beginner-10/</link>
            <description><![CDATA[<p>Many of my female listeners asked me to talk about make-up. So let&#8217;s start with what you say if you apply make-up. You say: „Ich schminke mich.“ Sich schminken. All the things you need for painting your face so to speak are „Schminke“. Die Schminke. Many words we use are the English words, for example „make-up“ means the foundation for your skin. „Das Make-Up“. Then there is „Lidschatten“. Der Lidschatten. „Lid“ is the upper part of your eye, and „schatten“ is shadow. Eye-shadow. Lidschatten. Then there&#8217;s „Wimperntusche“. „Wimpern“ are the eye-lashes and „Tusche“ is ink. Die Wimperntusche is mascara – but don&#8217;t worry, most people understand „Mascara“ as well. Your eyebrows are „Augenbrauen“ &#8211; die Augenbrauen. It&#8217;s the same word. And then we need lipstick, „Lippenstift“. „Lippen“ are your lips, „Stift“ is a pen. Der Lippenstift.</p>

<p>At the end of a long day, when you want to remove the make-up, we use the verb „abschminken“. Ab-schminken. The correct sentence would be: „Ich schminke mich ab.“</p>

<p>And what about your hair? For your hair you need „einen Kamm“ &#8211; a comb, „einen Kamm“. Der Kamm. Or a brush. Die Bürste. Die Bürste. In both cases you can say: „Ich kämme meine Haare“.</p>

<p>If you want to part your hair, you are wearing a „Scheitel“. Der Scheitel. If it&#8217;s parted in the middle of your head, it&#8217;s „der Mittelscheitel“. If it&#8217;s parted to the side, it&#8217;s „der Seitenscheitel“.</p>

<p>If you have long hair, you can wear it in a ponytail. „Ein Pferdeschwanz“. Der Pferdeschwanz. „Ich mache mir einen Pferdeschwanz.“ For a ponytail you need „einen Haargummi“ &#8211; a scrunchy. Der Haargummi. Oh, and talking about ponys: If a woman in Germany has a „Pony“ it means she wears bangs, so her hair is short on her forehead. Der Pony. Don&#8217;t misuse the article: „Der Pony“ is a hairstyle, „das Pony“ is a small horse.</p>]]></description>
            <pubDate>Fri, 24 Feb 2017 13:08:01 +0100</pubDate>
            <category>Absolute Beginner</category>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
            <itunes:subtitle>Many of my female listeners asked me to talk about make-up. So let’s start with what you say if you apply make-up. You say: „Ich schminke mich.“ Sich schminken. All the things you need for painting your face so to speak are „Schminke“. Die Schminke.</itunes:subtitle>
            <itunes:summary><![CDATA[Many of my female listeners asked me to talk about make-up. So let’s start with what you say if you apply make-up. You say: „Ich schminke mich.“ Sich schminken. All the things you need for painting your face so to speak are „Schminke“. Die Schminke. Many words we use are the English words, for example „make-up“ means the foundation for your skin. „Das Make-Up“. Then there is „Lidschatten“. Der Lidschatten. „Lid“ is the upper part of your eye, and „schatten“ is shadow. Eye-shadow. Lidschatten. Then there’s „Wimperntusche“. „Wimpern“ are the eye-lashes and „Tusche“ is ink. Die Wimperntusche is mascara – Weiterlesen...]]></itunes:summary>
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            <title>SG #135: Deutscher Wein</title>
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            <description><![CDATA[<p>Denkt mal an das, was Ihr über Deutschland wisst. Was trinken die Deutschen? <abbr style="cursor: help;" title="das Bier - beer">Bier</abbr>? Stimmt. Aber was trinken sie noch? <abbr style="cursor: help;" title="der Wein - wine">Wein</abbr> natürlich! Jeder Deutsche trinkt im Durchschnitt 105 Liter Bier und 20 Liter Wein pro Jahr. Das ist eine Menge, oder?</p>

<p><a href="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2017/02/grapes-1611089_1280.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-9859" src="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2017/02/grapes-1611089_1280-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" srcset="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2017/02/grapes-1611089_1280-300x200.jpg 300w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2017/02/grapes-1611089_1280-130x86.jpg 130w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2017/02/grapes-1611089_1280-768x512.jpg 768w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2017/02/grapes-1611089_1280-1024x682.jpg 1024w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2017/02/grapes-1611089_1280-510x340.jpg 510w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2017/02/grapes-1611089_1280-940x630.jpg 940w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2017/02/grapes-1611089_1280.jpg 1280w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>Deutschland ist ein Wein-Land, auch wenn es hier eigentlich nicht sehr warm ist. Die Menschen, die Wein anbauen und herstellen, nennt man <abbr style="cursor: help;" title="der Winzer - vintner, wine-maker">Winzer</abbr>. 80.000 Winzer gibt es in Deutschland, und wie in anderen Ländern auch gibt es hier bestimmte <abbr style="cursor: help;" title="die Region - region">Regionen</abbr>, in denen der Wein besonders gut <abbr style="cursor: help;" title="gedeihen - to crop, to flourish">gedeiht</abbr>. Da sind zum Beispiel Rheinhessen, Pfalz, Mosel, Franken und Baden. 13 <abbr style="cursor: help;" title="das Anbaugebiet - growing area">Anbaugebiet</abbr>e gibt es in Deutschland, aus denen besonders guter Wein kommt.</p>

<p>Der Wein wächst in Deutschland vor allem dort, wo er an einem vor Wind und Wetter geschützten <abbr style="cursor: help;" title="der Hang - slope, hillside">Hang</abbr> gedeihen kann. Ein Hang ist sozusagen ein steiler Hügelrand, <abbr style="cursor: help;" title="opposite">das Gegenteil</abbr> von einer Ebene. An so einem Hang kann die Sonne die <abbr style="cursor: help;" title="die Rebe - vine">Rebe</abbr>n besonders gut erreichen und <abbr style="cursor: help;" title="ground">der Boden</abbr> speichert <abbr style="cursor: help;" title="warmth">die Wärme</abbr>.</p>

<p>140 verschiedene <abbr style="cursor: help;" title="die Rebsorte - grape variety">Rebsorte</abbr>n werden in Deutschland angebaut. Die Weinrebe ist die Pflanze, aus der der Wein gemacht wird. Die einzelnen Früchte sind Weintrauben. Deutscher Wein ist vor allem Riesling, Müller-Thurgau und Spätburgunder.</p>

<p><a href="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2017/02/wine-1652455_1280.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-9861" src="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2017/02/wine-1652455_1280-300x218.jpg" alt="" width="300" height="218" srcset="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2017/02/wine-1652455_1280-300x218.jpg 300w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2017/02/wine-1652455_1280-768x557.jpg 768w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2017/02/wine-1652455_1280-1024x742.jpg 1024w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2017/02/wine-1652455_1280-510x370.jpg 510w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2017/02/wine-1652455_1280.jpg 1280w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>Und wie immer in Deutschland gibt es auch für den Wein genaue <abbr style="cursor: help;" title="die Regel - rule">Regel</abbr>n. Es gibt das Deutsche Weingesetz. Es unterteilt den Wein in vier verschiedene <abbr style="cursor: help;" title="die Güteklasse - quality class, grade">Güteklasse</abbr>n. Das bedeutet, dass nur die besten Weine „Prädikatswein“ heißen dürfen. Und auch was auf dem <abbr style="cursor: help;" title="das Etikett - label">Etikett</abbr> steht, also auf dem <abbr style="cursor: help;" title="der Aufkleber - sticker">Aufkleber</abbr> an der <abbr style="cursor: help;" title="die Flasche - bottle">Flasche</abbr>, ist genau festgelegt. Es gibt bestimmte <abbr style="cursor: help;" title="die Angabe - declaration">Angabe</abbr>n, die auf der Flasche stehen müssen, zum Beispiel wo der Wein herkommt und wieviel Alkohol er enthält.</p>

<p>Und dann gibt es noch eine Spezialität: Den Eiswein. Er wird aus <abbr style="cursor: help;" title="die Beere - berry">Beere</abbr>n gemacht, die bei der <abbr style="cursor: help;" title="die Lese - grape harvest">Lese</abbr>, so nennt man die Ernte, gefroren waren.</p>

<p>So eine Weinlese ist viel Arbeit, und vor allem sind hier noch vergleichsweise wenige Maschinen im Einsatz. Viel wird mit der Hand gemacht, was vor allem an der schwierigen Arbeit liegt und an den <abbr style="cursor: help;" title="steil - steep">steil</abbr>en Hängen, an denen der Wein oft <abbr style="cursor: help;" title="wachsen - to grow">wächst</abbr>. Ein Winzer braucht viel Wissen und vor allem <abbr style="cursor: help;" title="die Geduld - patience">Geduld</abbr>, um einen guten Wein zu machen. Und er braucht Glück mit dem Wetter.</p>

<p>Deutscher Wein wird nicht nur in Deutschland <abbr style="cursor: help;" title="trinken - to drink">getrunken</abbr>, sondern auch im Ausland. Er wird vor allem in die USA, in die Niederlande und nach Großbritannien exportiert.</p>

<p>Hier gibt es eine interessante Folge der &#8220;<a href="http://slowgerman.com/2016/09/26/sg-128-die-sendung-mit-der-maus/">Sendung mit der Maus</a>&#8221; über einen Winzer:</p>

<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/Q-312IWtJ7Q" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>]]></description>
            <pubDate>Fri, 03 Mar 2017 17:26:17 +0100</pubDate>
            <category>Essen &amp; Trinken</category>
            <category domain="http://www.slowgerman.com/category/sg-podcast-episode/">SG Podcast-Episode</category>
            <category>müller-thurgau</category>
            <category>riesling</category>
            <category>rotwein</category>
            <category>traube</category>
            <category>wein</category>
            <category>weinlese</category>
            <category>weißwein</category>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
            <itunes:subtitle>Denkt mal an das, was Ihr über Deutschland wisst. Was trinken die Deutschen? Bier? Stimmt. Aber was trinken sie noch? Wein natürlich! Jeder Deutsche trinkt im Durchschnitt 105 Liter Bier und 20 Liter Wein pro Jahr. Das ist eine Menge, oder?</itunes:subtitle>
            <itunes:summary><![CDATA[Denkt mal an das, was Ihr über Deutschland wisst. Was trinken die Deutschen? Bier? Stimmt. Aber was trinken sie noch? Wein natürlich! Jeder Deutsche trinkt im Durchschnitt 105 Liter Bier und 20 Liter Wein pro Jahr. Das ist eine Menge, oder? Deutschland ist ein Wein-Land, auch wenn es hier eigentlich nicht sehr warm ist. Die Menschen, die Wein anbauen und herstellen, nennt man Winzer. 80.000 Winzer gibt es in Deutschland, und wie in anderen Ländern auch gibt es hier bestimmte Regionen, in denen der Wein besonders gut gedeiht. Da sind zum Beispiel Rheinhessen, Pfalz, Mosel, Franken und Baden. 13 Anbaugebiete Weiterlesen...]]></itunes:summary>
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            <title>SG #136: Der deutsche Bundespräsident</title>
            <link>http://slowgerman.com/2017/03/19/sg-136-der-deutsche-bundespraesident/</link>
            <description><![CDATA[<div id="attachment_10342" style="width: 210px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2017/03/Offizielles-Portraet-Steinmeier-BundesregierungSteffen-Kugler.jpg"><img class="size-medium wp-image-10342" src="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2017/03/Offizielles-Portraet-Steinmeier-BundesregierungSteffen-Kugler-200x300.jpg" alt="Offizielles Porträt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier / Foto: Bundesregierung/Steffen Kugler" width="200" height="300" srcset="http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2017/03/Offizielles-Portraet-Steinmeier-BundesregierungSteffen-Kugler-200x300.jpg 200w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2017/03/Offizielles-Portraet-Steinmeier-BundesregierungSteffen-Kugler-768x1150.jpg 768w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2017/03/Offizielles-Portraet-Steinmeier-BundesregierungSteffen-Kugler-684x1024.jpg 684w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2017/03/Offizielles-Portraet-Steinmeier-BundesregierungSteffen-Kugler-510x764.jpg 510w, http://slowgerman.com/wp-content/uploads/2017/03/Offizielles-Portraet-Steinmeier-BundesregierungSteffen-Kugler.jpg 980w" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px" /></a>
<br />Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier / Foto: Bundesregierung/Steffen Kugler
</div>
<p>Deutschland hat einen neuen <abbr style="cursor: help;" title="der Bundespräsident - federal president">Bundespräsidenten</abbr>. Er heißt Frank-Walter Steinmeier. Der Bundespräsident ist <abbr style="cursor: help;" title="head of state">das Staatsoberhaupt</abbr> Deutschlands. Er ist also die wichtigste Person in Deutschland. Anders als in anderen Ländern ist er aber nicht derjenige, der sich mit der täglichen Politik des Landes beschäftigt – das macht bei uns der Bundeskanzler. Der Präsident ist eher derjenige, der das Land nach außen <abbr style="cursor: help;" title="repräsentieren - to represent">repräsentiert</abbr>. Er <abbr style="cursor: help;" title="empfangen - to welcome">empfängt</abbr> die <abbr style="cursor: help;" title="der Monarch - monarch">Monarchen</abbr> und Staatsoberhäupter anderer Länder und reist selber viel ins <abbr style="cursor: help;" title="das Ausland - abroad">Ausland</abbr>, um Gespräche zu führen. Er soll möglichst neutral sein und auch <abbr style="cursor: help;" title="above party lines">überparteilich</abbr>. Er hat aber auch andere, wichtige Aufgaben – dazu später mehr.</p>

<p>Der Bundespräsident muss mindestens 40 Jahre alt sein. Die Parteien schlagen verschiedene Kandidaten für das Amt vor. Der Präsident wird für fünf Jahre gewählt. Er wird nicht direkt vom Volk gewählt, sondern von der <abbr style="cursor: help;" title="die Bundesversammlung - Federal Convention">Bundesversammlung</abbr>. Die Bundesversammlung wird extra für diese eine <abbr style="cursor: help;" title="die Wahl - election">Wahl</abbr> zusammengestellt – sie besteht aus Politikern und Menschen aus dem <abbr style="cursor: help;" title="das Volk - people">Volk</abbr>. Das sind aber meist <abbr style="cursor: help;" title="der Schauspieler - actor">Schauspieler</abbr>, <abbr style="cursor: help;" title="der Sportler - athlete">Sportler</abbr> oder andere bekannte Menschen, die man zu dieser Versammlung einlädt. Diese Menschen kommen alle in Berlin zusammen und wählen aus einigen <abbr style="cursor: help;" title="der Vorschlag - proposal vorschlagen - to propose">Vorschlägen</abbr> ihren Präsidenten. Dieser kann ein Mal wiedergewählt werden, nicht öfter.</p>

<p>Der Bundespräsident ist <abbr style="cursor: help;" title="uncouth">flapsig</abbr> gesagt so etwas wie <abbr style="cursor: help;" title="solicitor">der Notar</abbr> und <abbr style="cursor: help;" title="king">der König</abbr> Deutschlands. Er muss repräsentieren und wichtige <abbr style="cursor: help;" title="die Unterschrift - signature">Unterschriften</abbr> leisten. Wenn beispielsweise ein neuer Bundeskanzler gewählt wurde, dann muss der Bundespräsident ihn offiziell <abbr style="cursor: help;" title="to appoint">ernennen</abbr>. Ebenso die Minister. Und die Bundes<abbr style="cursor: help;" title="der Richter - judge">richter</abbr> und Bundes<abbr style="cursor: help;" title="der Beamte - public officer">beamten</abbr>. Außerdem prüft der Präsident alle neuen <abbr style="cursor: help;" title="das Gesetz - law">Gesetze</abbr> und muss diese unterschreiben – erst dann sind sie gültig.</p>

<p>Wenn Menschen in Deutschland etwas Besonderes geleistet haben, dann bekommen sie das Bundesverdienstkreuz verliehen. Das ist eine <abbr style="cursor: help;" title="die Auszeichnung - award">Auszeichnung</abbr>, ein <abbr style="cursor: help;" title="der Orden - decoration">Orden</abbr>. Auch diese Aufgabe hat der Bundespräsident – er darf die Kreuze verleihen.
<br />Und noch eine Aufgabe hat er: Er kann <abbr style="cursor: help;" title="der Gefangene - prisoner">Gefangene</abbr> begnadigen, sie also frühzeitig aus der <abbr style="cursor: help;" title="die Haft - arrest">Haft</abbr> entlassen. Das kommt allerdings sehr selten vor.</p>

<p>Was hoffentlich noch seltener vorkommt, ist der Fall einer <abbr style="cursor: help;" title="die Kriegserklärung - declaration of war">Kriegserklärung</abbr>: auch diese darf allein der Bundespräsident aussprechen.</p>

<p>Der erste deutsche Bundespräsident war Theodor Heuss. Danach folgten Heinrich Lübke, Gustav Heinemann, Walter Scheel, Karl Carstens, Richard von Weizsäcker, Roman Herzog und Johannes Rau. Weiter ging es mit Horst Köhler, Christian Wulff und Joachim Gauck – und der neue Mann ist nun Frank-Walter Steinmeier. Vielleicht kennt Ihr den Mann mit den weißen Haaren und der Brille schon – er war vorher Außenminister und vielleicht auch schon einmal in Eurem Land zu Gast.</p>]]></description>
            <pubDate>Sun, 19 Mar 2017 13:06:19 +0100</pubDate>
            <category>Aktuelles &amp; Politik</category>
            <category domain="http://www.slowgerman.com/category/sg-podcast-episode/">SG Podcast-Episode</category>
            <category>bundespräsident</category>
            <category>gauck</category>
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            <category>steinmeier</category>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
            <itunes:subtitle>Deutschland hat einen neuen Bundespräsidenten. Er heißt Frank-Walter Steinmeier. Der Bundespräsident ist das Staatsoberhaupt Deutschlands. Er ist also die wichtigste Person in Deutschland. Anders als in anderen Ländern ist er aber nicht derjenige,</itunes:subtitle>
            <itunes:summary><![CDATA[Deutschland hat einen neuen Bundespräsidenten. Er heißt Frank-Walter Steinmeier. Der Bundespräsident ist das Staatsoberhaupt Deutschlands. Er ist also die wichtigste Person in Deutschland. Anders als in anderen Ländern ist er aber nicht derjenige, der sich mit der täglichen Politik des Landes beschäftigt – das macht bei uns der Bundeskanzler. Der Präsident ist eher derjenige, der das Land nach außen repräsentiert. Er empfängt die Monarchen und Staatsoberhäupter anderer Länder und reist selber viel ins Ausland, um Gespräche zu führen. Er soll möglichst neutral sein und auch überparteilich. Er hat aber auch andere, wichtige Aufgaben – dazu später mehr. Der Bundespräsident muss Weiterlesen...]]></itunes:summary>
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        <item>
            <title>SG #137: Das Bauhaus</title>
            <link>http://slowgerman.com/2017/04/02/sg-137-das-bauhaus/</link>
            <description><![CDATA[<p>Kennt Ihr den Begriff „Bauhaus“? Wir benutzen diesen Begriff in Deutschland gerne für moderne Architektur. Also zum Beispiel für <abbr style="cursor: help;" title="rechteckig - square">rechteckige</abbr> Häuser mit großen <abbr style="cursor: help;" title="das Fenster - window">Fenstern</abbr>, ohne <abbr style="cursor: help;" title="das Giebeldach - gable roof">Giebeldach</abbr>. Also ohne <abbr style="cursor: help;" title="spitz - pointed">spitzes</abbr> <abbr style="cursor: help;" title="das Dach - roof">Dach</abbr>. Für klare Konturen, ohne <abbr style="cursor: help;" title="der Schnörkel - scroll">Schnörkel</abbr>. Ohne Kitsch. Aber was steckt wirklich hinter diesem Begriff?</p>

<p>Dafür müssen wir eine Zeitreise machen. Und zwar in das Jahr 1919. Zu dieser Zeit gründete ein Mann namens Walter Gropius in Weimar eine Kunstschule. Sie hieß „Staatliches Bauhaus“ und war eine Hochschule für <abbr style="cursor: help;" title="die Gestaltung - design, configuration">Gestaltung</abbr>. Sie war anders als andere Kunstschulen, denn hier ging es nicht nur um die Kunst, sondern auch um <abbr style="cursor: help;" title="craft">das Handwerk</abbr> und um die Architektur. All das sollte zusammenfließen. <abbr style="cursor: help;" title="bauen - to build">Bauen</abbr> sollte zudem <abbr style="cursor: help;" title="billig - cheap">billiger</abbr> werden, indem man <abbr style="cursor: help;" title="das Fertigbauteil - prefabricated building material">Fertigbauteile</abbr> verwendete.</p>

<p>Die Namen einiger <abbr style="cursor: help;" title="der Lehrer - teacher">Lehrer</abbr> werdet Ihr kennen: Paul Klee, Lyonel Feininger und Wassily Kandinsky gaben hier ihr <abbr style="cursor: help;" title="das Wissen - knowledge">Wissen</abbr> weiter. Die <abbr style="cursor: help;" title="der Schüler - student">Schüler</abbr> verbrachten viel Zeit in den <abbr style="cursor: help;" title="die Werkstatt - workshop">Werkstätten</abbr>, experimentierten und <abbr style="cursor: help;" title="entwickeln - develop">entwickelten</abbr> neue Dinge. Es gab eine <abbr style="cursor: help;" title="die Druckerei - printing press">Druckerei</abbr>, man konnte <abbr style="cursor: help;" title="der Stoff - fabric">Stoffe</abbr> <abbr style="cursor: help;" title="weben - to weave">weben</abbr>, mit Metall arbeiten oder mit Glas und <abbr style="cursor: help;" title="die Keramik - pottery">Keramik</abbr>. Die Schüler lernten <abbr style="cursor: help;" title="die Wandmalerei - mural painting">Wandmalerei</abbr> und später auch Fotografie.
<br />1925 zog die Schule von Weimar nach Dessau um. Dessau war eine Industriestadt, und das hatte <abbr style="cursor: help;" title="der Einfluss - influence">Einfluss</abbr> auf die Schüler. Sie begannen, Alltagsprodukte neu zu gestalten. Und diese Produkte sind heute noch bekannt. Es waren Möbel aus Stahlrohr, die man heute noch in vielen Büros sieht, oder auch <abbr style="cursor: help;" title="die Tapete - wallpaper">Tapeten</abbr>.</p>

<p>Dritter Direktor wurde 1930 der Architekt Ludwig Mies van der Rohe – jetzt ging es in der Schule nicht mehr so sehr um die Werkstätten, sondern um Architektur. 1932 wurde das Bauhaus sozusagen aus Dessau rausgeworfen – es zog nach Berlin, doch auch dort hatte das politisch eher links geprägte Bauhaus keine Chance gegen die Nationalsozialisten. 1933 musste es schließen. Aber die Ideen lebten weiter: Viele Bauhaus-Schüler gingen ins Exil und arbeiteten dort weiter, und so verbreitete sich der Bauhaus-Gedanke in der ganzen Welt.</p>

<p>Bauhaus-Designklassiker: <a href="https://www.bauhaus100.de/de/damals/werke/designklassiker/index.html" target="_blank">https://www.bauhaus100.de/de/damals/werke/designklassiker/index.html</a>
<br />Bauhaus-Architektur: <a href="https://www.bauhaus100.de/de/damals/werke/architektur/index.html" target="_blank">https://www.bauhaus100.de/de/damals/werke/architektur/index.html</a></p>]]></description>
            <pubDate>Sun, 02 Apr 2017 18:35:03 +0200</pubDate>
            <category>Geschichte</category>
            <category domain="http://www.slowgerman.com/category/tipps/">Kultur</category>
            <category domain="http://www.slowgerman.com/category//kunst-und-kultur/">Kunst und Kultur</category>
            <category domain="http://www.slowgerman.com/category/sg-podcast-episode/">SG Podcast-Episode</category>
            <category>architektur</category>
            <category>bauhaus</category>
            <category>berlin</category>
            <category>design</category>
            <category>dessau</category>
            <category>feininger</category>
            <category>mies van der rohe</category>
            <category>weimar</category>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
            <itunes:subtitle>Kennt Ihr den Begriff „Bauhaus“? Wir benutzen diesen Begriff in Deutschland gerne für moderne Architektur. Also zum Beispiel für rechteckige Häuser mit großen Fenstern, ohne Giebeldach. Also ohne spitzes Dach. Für klare Konturen, ohne Schnörkel.</itunes:subtitle>
            <itunes:summary><![CDATA[Kennt Ihr den Begriff „Bauhaus“? Wir benutzen diesen Begriff in Deutschland gerne für moderne Architektur. Also zum Beispiel für rechteckige Häuser mit großen Fenstern, ohne Giebeldach. Also ohne spitzes Dach. Für klare Konturen, ohne Schnörkel. Ohne Kitsch. Aber was steckt wirklich hinter diesem Begriff? Dafür müssen wir eine Zeitreise machen. Und zwar in das Jahr 1919. Zu dieser Zeit gründete ein Mann namens Walter Gropius in Weimar eine Kunstschule. Sie hieß „Staatliches Bauhaus“ und war eine Hochschule für Gestaltung. Sie war anders als andere Kunstschulen, denn hier ging es nicht nur um die Kunst, sondern auch um das Handwerk und Weiterlesen...]]></itunes:summary>
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        <item>
            <title>SG #138: Das deutsche Grundgesetz</title>
            <link>http://slowgerman.com/2017/04/23/sg-138-das-deutsche-grundgesetz/</link>
            <description><![CDATA[<p>Stellt Euch einmal vor, Ihr müsstet <abbr style="cursor: help;" title="die Regel - rule">Regeln</abbr> für das Zusammenleben der Menschen aufstellen. Ihr müsst Euch überlegen, wie diese Regeln dafür sorgen, dass alle Menschen in Eurem Land <abbr style="cursor: help;" title="peaceful">friedlich</abbr> und <abbr style="cursor: help;" title="equal">gleichberechtigt</abbr> miteinander leben können. Es ist gar nicht so einfach, an alles zu denken, oder? Viele Regeln sollte der gesunde Menschenverstand ohnehin diktieren, aber leider funktioniert das nicht. Wenn es aber feste Regeln gibt, kann man diese <abbr style="cursor: help;" title="to teach">lehren</abbr> – und man kann diejenigen <abbr style="cursor: help;" title="jemanden bestrafen - to punish someone">bestrafen</abbr>, die sich nicht daran halten.</p>

<p>In Deutschland halten wir uns an <abbr style="cursor: help;" title="constitution">das Grundgesetz</abbr> für die Bundesrepublik Deutschland – abgekürzt heißt es GG. Das Grundgesetz ist unsere Grundordnung – hier stehen die rechtlichen und politischen Regeln unseres Landes. Daher ist das Grundgesetz unsere <abbr style="cursor: help;" title="die Verfassung - constitution">Verfassung</abbr>. Es ist die Bundesverfassung, sie gilt für das gesamte Land. Daneben gibt es noch die Länderverfassungen, die Bundesländer wie Bayern oder Nordrhein-Westfalen haben also ihre eigenen Regeln. Diese stehen aber unter dem Grundgesetz – dieses gilt also immer.</p>

<p>Das Grundgesetz wurde 1949 beschlossen und von den <abbr style="cursor: help;" title="die Alliierten - confederates">Alliierten</abbr> genehmigt. Ihr müsst Euch erinnern, dass Deutschland lange Zeit nach dem Krieg ein Land war, das unter dem starken <abbr style="cursor: help;" title="der Einfluss - influence">Einfluss</abbr> der Alliierten stand. Das Land war unterteilt in einen russischen, einen amerikanischen, einen französischen und einen britischen Sektor. Das Grundgesetz sollte aus den drei <abbr style="cursor: help;" title="die Besatzungszone - occupation zone">Besatzungszonen</abbr> der Amerikaner, Franzosen und Briten ein einheitliches <abbr style="cursor: help;" title="das Staatsgebiet - state territory">Staatsgebiet</abbr> machen. Westdeutschland war geboren, die Bundesrepublik Deutschland. Das Grundgesetz war nur <abbr style="cursor: help;" title="temporary">vorübergehend</abbr> gedacht, es wurde auch nicht vom Volk beschlossen. Man hoffte auf eine baldige <abbr style="cursor: help;" title="die Wiedervereinigung - reunification">Wiedervereinigung</abbr>. Heute wissen wir, dass es noch viele Jahrzehnte dauerte, bis es so weit war.</p>

<p>Aber zurück zum Grundgesetz.
<br />Was steht denn nun drin in diesem Grundgesetz? Erst einmal sind dort <abbr style="cursor: help;" title="human rights">die Menschenrechte</abbr> aufgeführt, die Grundrechte. Sie schützen den einzelnen <abbr style="cursor: help;" title="der Bürger - citizen">Bürger</abbr> und geben ihm Rechte und <abbr style="cursor: help;" title="die Freiheit - freedom">Freiheiten</abbr>.</p>

<p>Hier ist festgelegt, dass sich jeder Mensch frei entfalten darf, solange er damit nicht andere Menschen <abbr style="cursor: help;" title="verletzten - to hurt">verletzt</abbr> oder gegen das Recht verstößt. Jeder hat das Recht auf Leben und auf Freiheit. Wichtig ist auch Artikel 3: „Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich“. Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner <abbr style="cursor: help;" title="die Abstammung - descent">Abstammung</abbr>, seiner <abbr style="cursor: help;" title="die Rasse - race">Rasse</abbr>, seiner Sprache oder seines <abbr style="cursor: help;" title="der Glauben - faith">Glaubens</abbr> benachteiligt oder bevorzugt werden. Es gibt in Deutschland <abbr style="cursor: help;" title="die Religionsfreiheit - freedom of religion">Religionsfreiheit</abbr> und <abbr style="cursor: help;" title="die Meinungsfreiheit - freedom of opinion">Meinungsfreiheit</abbr> – und auch <abbr style="cursor: help;" title="die Pressefreiheit - freedom of the press">Pressefreiheit</abbr>. Im Grundgesetz steht auch <abbr style="cursor: help;" title="freedom of assembly">die Versammlungsfreiheit</abbr> – sie dürfen sich friedlich versammeln. Es gibt ein <abbr style="cursor: help;" title="das Briefgeheimnis - privacy of correspondence">Briefgeheimnis</abbr> und wir dürfen frei wählen, wo wir arbeiten möchten. Unsere Wohnungen dürfen nicht ohne Grund durchsucht werden. Ich bin sehr froh, dass ich in einem Land lebe, in dem ich so viele Freiheiten habe, und in dem der Staat dafür sorgt, dass diese Freiheiten auch tatsächlich existieren.</p>

<p>In der momentanen Zeit der Kriege und Flüchtlingsströme ist auch Artikel 16a wichtig: „Politisch Verfolgte genießen Asylrecht“. Ich habe all diese Sätze hier verkürzt – Ihr könnt das ganze Grundgesetz gerne nachlesen auf der Seite <a href="https://www.bundestag.de/grundgesetz" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://www.bundestag.de/grundgesetz</a>. Es ist wirklich interessant!</p>

<p>Was steht noch drin in dieser Verfassung der Deutschen? Hier wird unser gesamtes politisches System geregelt, wie die Länder funktionieren und was <abbr style="cursor: help;" title="Federal Assembly">der Bundesrat</abbr> und <abbr style="cursor: help;" title="Federal Parliament">der Bundestag</abbr> macht, dass wir einen <a href="http://slowgerman.com/2017/03/19/sg-136-der-deutsche-bundespraesident/">Bundespräsidenten</a> und eine <a href="http://slowgerman.com/2014/06/10/slow-german-082-angela-merkel/">Bundeskanzlerin</a> haben und wie die Gesetzgebung funktioniert. Es sind unsere Werte, die hier festgeschrieben sind. Nach ihnen handeln und leben wir.</p>

<p>Was passiert nun, wenn unsere Welt sich so sehr ändert, dass wir dieses Grundgesetz ändern müssen? Dann müssen sich Bundestag und Bundesrat dafür aussprechen. Zwei Artikel dürfen jedoch niemals geändert werden: <abbr style="cursor: help;" title="human dignity">Die Menschenwürde</abbr> bleibt unantastbar und ebenso Demokratie, Rechtsstaat und Sozialstaat.</p>

<p>Das Provisorium Grundgesetz wurde mit der Wiedervereinigung Deutschlands 1990 zur geltenden Verfassung Gesamtdeutschlands.</p>

<p>Erklärvideo Grundgesetz (<a href="https://youtu.be/db0XKo4J_18?t=37s" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://youtu.be/db0XKo4J_18?t=37s</a>):</p>

<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/db0XKo4J_18?t=37s" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>

<p>Erklärvideo Menschenrechte (<a href="https://youtu.be/T1VXkO3RrBs" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://youtu.be/T1VXkO3RrBs</a>):</p>

<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/T1VXkO3RrBs" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>]]></description>
            <pubDate>Sun, 23 Apr 2017 17:53:31 +0200</pubDate>
            <category>Aktuelles &amp; Politik</category>
            <category>Geschichte</category>
            <category domain="http://www.slowgerman.com/category/sg-podcast-episode/">SG Podcast-Episode</category>
            <category>1949</category>
            <category>alliierten</category>
            <category>bundesrat</category>
            <category>bundestag</category>
            <category>deutsches grundgesetz</category>
            <category>gesetze</category>
            <category>grundgesetz</category>
            <category>politik</category>
            <category>regeln</category>
            <category>verfassung</category>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
            <itunes:subtitle>Stellt Euch einmal vor, Ihr müsstet Regeln für das Zusammenleben der Menschen aufstellen. Ihr müsst Euch überlegen, wie diese Regeln dafür sorgen, dass alle Menschen in Eurem Land friedlich und gleichberechtigt miteinander leben können.</itunes:subtitle>
            <itunes:summary><![CDATA[Stellt Euch einmal vor, Ihr müsstet Regeln für das Zusammenleben der Menschen aufstellen. Ihr müsst Euch überlegen, wie diese Regeln dafür sorgen, dass alle Menschen in Eurem Land friedlich und gleichberechtigt miteinander leben können. Es ist gar nicht so einfach, an alles zu denken, oder? Viele Regeln sollte der gesunde Menschenverstand ohnehin diktieren, aber leider funktioniert das nicht. Wenn es aber feste Regeln gibt, kann man diese lehren – und man kann diejenigen bestrafen, die sich nicht daran halten. In Deutschland halten wir uns an das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland – abgekürzt heißt es GG. Das Grundgesetz ist unsere Weiterlesen...]]></itunes:summary>
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            <title>SG #008: Ab in den Biergarten!</title>
            <description><![CDATA[<p>Ich lebe in Bayern, genauer gesagt in München. Und hier gibt es eine Tradition, die Ihr vielleicht kennt – Biergärten. Ein typischer Biergarten hat orangefarbene Bänke und Tische. Der Boden ist mit kleinen Kieselsteinen bedeckt. Große Kastanienbäume spenden Schatten. Aber das ist noch nicht alles: Ein richtiger Biergarten in Bayern ist in zwei Bereiche unterteilt. In einem Bereich wird man von einem Kellner oder einer Kellnerin bedient. Diesen Teil erkennt man meistens daran, dass hier Tischdecken auf den Tischen zu sehen sind. Der andere Teil ist der wichtigere: Hier darf man sich sein Essen selber mitbringen! So sieht man also Einheimische, die ihre eigenen Tischdecken ausbreiten und aus Körben allerlei leckeres Essen zaubern. Das Bier und die anderen Getränke jedoch muss man an kleinen Ständen im Biergarten kaufen. Traditionelle Biergärten schenken Bier nur in Krügen aus, die für Nicht-Bayern riesig sind: Ein ganzer Liter Bier passt hier rein, und das Glas nennt man somit nicht mehr Glas, sondern Mass. Essen kann man auch kaufen, falls man nichts mitgebracht hat. Es gibt meistens gegrillte Würstchen, halbe Hähnchen, oft auch gebratenen Fisch, Steckerlfisch genannt. Lecker finde ich vor allem die kalten Brotzeiten: Käse mit einer riesigen Breze, Radi (das ist Rettich) mit Salz oder der berühmte Obazda. Obazda ist eine orangefarbene Masse, die man sich auf ein Brot oder eine Breze schmieren kann. Er besteht aus Camembert, Zwiebeln, Paprikapulver, Butter und ein wenig Weißbier.
<br />Es ist übrigens ganz normal, sich zu anderen, fremden Leuten an den Tisch zu setzen, denn ein Biergarten ist Zeichen für Geselligkeit. Und noch ein Hinweis, damit es keine Verwirrung gibt: Ein Biergarten bedeutet nicht, dass Männer dort hingehen, um sich zu betrinken. Ein Biergarten ist Kultur. Hier treffen sich Freunde, Familien gehen mit ihren Kindern hierher, Geschäftsmänner treffen sich mittags hier zum Essen. Es geht um Gemütlichkeit, nicht um Alkohol. Große Biergärten übrigens haben Platz für 7000 bis 8000 Menschen – und sie sind an schönen Sommertagen randvoll! Wer also in nächster Zeit nach München kommt – ich empfehle den traditionellen Augustiner Biergarten in der Nähe des Hauptbahnhofes! Und keine Angst: Natürlich gibt es hier auch nicht-alkoholische Getränke.</p>]]></description>
            <pubDate>Tue, 19 Jun 2007 11:15:00 +0200</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
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        <item>
            <title>SG #009: Bus und Bahn</title>
            <description><![CDATA[<p>Lernmaterial zu dieser Folge: www.slowgerman.com</p>

<p>Hallo und herzlich willkommen zu einer weiteren Folge von Slow German. Heute geht es mal um ein ganz praktisches Thema.</p>

<p>In den großen deutschen Städten wie München, Berlin, Hamburg, Stuttgart oder Köln braucht man kein Auto. Viele meiner Freunde haben kein Auto – denn diese Städte haben ein gutes so genanntes öffentliches Verkehrssystem. Öffentliche Verkehrsmittel sind zum Beispiel U-Bahnen oder Busse. Ich erkläre Euch jetzt einmal, wie das System in München funktioniert. Es ist leider ein wenig kompliziert, aber wir versuchen es trotzdem, ok?</p>

<p>In der Stadt selbst fahren unter der Erde die U-Bahnen. Sie halten sehr oft und fahren auch sehr häufig, man muss nie lange auf eine U-Bahn warten. Oben auf der Straße gibt es dazu noch ein gutes Bussystem und die Straßenbahnen. Beides kann ich übrigens auch empfehlen, wenn Ihr einfach mal eine Sightseeing-Tour machen wollt, ohne viel Geld zu bezahlen. Beides kostet gleich viel und ist auch ähnlich komfortabel. Die Straßenbahnen haben den Vorteil, dass sie die Ampeln auf grün schalten können und daher immer freie Fahrt haben.</p>

<p>Wer längere Strecken fahren möchte, zum Beispiel in die Vororte, der kann auch mit der S-Bahn fahren. Sie sieht eigentlich genauso aus wie die U-Bahn, fährt aber nicht nur unterirdisch, sondern auch über der Erde. Mit der S-Bahn könnt Ihr beispielsweise zum Flughafen fahren, der in München weit außerhalb liegt.</p>

<p>Gut, Ihr wisst nun also, wo Ihr hinfahren wollt. Also braucht ihr noch eine Fahrkarte. Die Systeme in den Städten sind meistens sehr kompliziert, es gibt Wochen-, Monats- und Jahreskarten für einheimische Pendler. Für Touristen ist es am Besten, wenn sie eine Touristenkarte kaufen. Diese ist günstig, mehrere Tage gültig und meistens kommt man mit ihr auch günstiger in Museen und andere Sehenswürdigkeiten. Dieses Ticket muss in Automaten abgestempelt werden, die in Bussen und Straßenbahnen im Fahrzeug befestigt sind, bei U- und S-Bahn allerdings noch am Bahnsteig stehen oder sogar noch oben vor der Rolltreppe. Diese Tickets werden von unauffällig gekleideten Menschen kontrolliert – aber nicht bei jeder Fahrt. Sie machen Stichproben. Wer kein Ticket hat, muss eine Strafe bezahlen. Drehkreuze wie in anderen internationalen Großstädten wie London oder New York gibt es in Deutschland nicht. Das Ticket müsst Ihr immer bei Euch haben, falls Ihr kontrolliert werdet. Ihr könnt es erst wegwerfen, wenn Ihr an Eurem Ziel angekommen seid und das Ticket nicht mehr gültig ist. Ihr könnt übrigens mit so einem Ticket problemlos von der Bahn in den Bus umsteigen oder andersrum, das ist gar kein Problem. </p>

<p>Es gibt in den Zügen und Bussen übrigens besondere Plätze für Behinderte und ältere Menschen. Diese sind mit einem speziellen Symbol gekennzeichnet und müssen freigemacht werden, wenn jemand sie braucht. Ansonsten gilt: Man darf in den Zügen und Bussen nicht rauchen. Wenn man aussteigen möchte, drückt man in Bus und Straßenbahn einen roten Knopf in der Nähe des Eingangs, bevor die Station erreicht wird. S- und U-Bahnen halten immer automatisch an jeder Station. </p>

<p>In München wurde das U-Bahn-System übrigens extra wegen der Olympischen Spiele 1972 gebaut! Die S-Bahnen sind mittlerweile alle neu und klimatisiert, die U-Bahnen sind teilweise neu und klimatisiert, teilweise aber auch alt und eigentlich lustig, man hat nämlich den Innenraum so verkleidet, dass er aussieht als wäre er aus Holz. Natürlich ist es aber Plastik und Metall.</p>

<p>Wenn Ihr als Touristen unterwegs seid, empfehle ich Euch, die Hauptverkehrszeit zu meiden. Das ist die Zeit, in der die Menschen morgens zwischen 7 und 9 Uhr und abends zwischen 17 und 19 Uhr in die Arbeit fahren oder nach Hause möchten. Die Züge und Busse sind dann oft überfüllt und es macht keinen Spaß, mitzufahren. Genauso ist es am Samstag Nachmittag, wenn die Fans ins Fußballstadion fahren. </p>

<p>Und Vorsicht: Die Züge fahren nicht die ganze Nacht! Schaut lieber vorher in einen Fahrplan, damit ihr kein teures Taxi nehmen müsst. Angst müsst Ihr in München in den öffentlichen Verkehrsmitteln übrigens nicht haben, sie sind sehr sicher, auch nachts und für Frauen.</p>

<p>Soviel zum heutigen Thema. Ich werde versuchen, mehr Deutsch zu sprechen, ich hoffe, Ihr versteht mich!</p>

<p>Ich habe viele e-mails bekommen diese Woche. Zum Beispiel von Jessica: Sie hat acht Jahre in der Schweiz gelebt und ist nun zurück in den USA. Ihre Kinder haben ihr geholfen, wenn sie das Schweizerdeutsch nicht verstanden hat. Liebe Jessica – keine Sorge – Schweizerdeutsch ist wirklich schwer bis fast gar nicht zu verstehen für Deutsche! </p>

<p>Paula hat mir auch geschrieben, sie muss Deutsch lernen, weil sie in Berlin lebt und ein wenig Schwierigkeiten hat, die schnell sprechenden Leute dort zu verstehen. Berlin ist auch so ein Fall, dort sagt man „icke“ statt „ich“ und „kieken“ statt sehen... Hab Geduld, das lernst Du schon!</p>

<p>Alan hat mir noch einmal geschrieben, und er hat mir ein paar Themen vorgeschlagen, auch das aus der heutigen Folge, vielen Dank dafür! Er fand das Biergartenthema interessant weil er meint, die Hörer sind bestimmt alle neugierig auf „touristische Themen“. Falls Ihr noch Ideen habt, über die ich hier sprechen kann, lasst es mich wissen! Entweder per e-mail an podcast@slowgerman.com, oder sprecht in Englisch oder Deutsch auf meinen Anrufbeantworter +49-89 23 513 085. </p>

<p>Es gibt seit dieser Woche noch eine dritte Möglichkeit für die Interaktion: Meine Internetseite www.slowgerman.com. Dort ist der ganze Text jeder Folge und manchmal auch ein passendes Foto dazu abgebildet. Hier könnt Ihr Kommentare abgeben. Der erste Kommentar kommt von Dave aus Pittsburgh, er hat sich eine Übersetzung der Texte gewünscht, weil er viele Wörter im Wörterbuch nachsehen muss. Eine komplette Übersetzung kostet mich leider zu viel Zeit, aber ich habe wichtige oder schwierige Wörter unterstrichen und wenn Ihr mit der Maus darüber fahrt, seht Ihr das englische Wort dazu. Bitte sagt mir, ob Euch das eine Hilfe ist oder ob Ihr mehr Wörter übersetzt braucht.</p>

<p>Viel Spaß beim Deutsch lernen!
<br />Eure Annik</p>]]></description>
            <pubDate>Mon, 02 Jul 2007 21:39:29 +0200</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
        </item>
        
        
        <item>
            <title>SG #010: Die Litfaßsäule</title>
            <description><![CDATA[Ich möchte Euch heute von einer Erfindung erzählen, die man hier in Deutschland überall sieht. Mittlerweile gibt es sie auch in anderen Städten auf der ganzen Welt. Ich rede von der Litfaßsäule.
<br />Falls Ihr nicht wisst, wovon ich rede – eine Litfaßsäule ist eine hohe Rolle, die mit Plakaten beklebt ist. Ein Foto von einer solchen Säule stelle ich Euch auf meine Internetseite www.slowgerman.com. Vielleicht wusstet Ihr nicht, dass die Litfaßsäule eine deutsche Erfindung ist. Aber sie wurde erfunden von Ernst Litfaß. Er wurde 1816 in Berlin geboren und war von Beruf Drucker. Ihm fiel auf, dass die Berliner überall Plakate anbrachten. Und das war hässlich. Also schlug er vor, Säulen aufzustellen, damit die Bürger einen Platz für ihre Plakate hatten.
<br />Jahrelang musste er verhandeln, bis er 1854 die Genehmigung bekam. Kurz darauf wurden die ersten hundert Säulen in Berlin aufgestellt. Darauf waren auch die neuesten Nachrichten der Stadt zu lesen und während des Krieges konnten sich die Bürger hier schnell informieren. Zehn Jahre lang durfte nur Ernst Litfaß diese Säulen aufstellen, deswegen trägt sie heute auch seinen Namen.
<br />Heute stehen Litfaßsäulen in jeder deutschen Stadt. Man kann hier Werbung sehen für Konzerte oder Theaterstücke, oft werden ganze Spielpläne abgedruckt oder man wird informiert über die Öffnungszeiten des Zoos oder man erfährt, in welchem Freibad man schwimmen gehen kann. Viele Plakate sind so bunt und interessant, dass man unweigerlich stehen bleibt, um sie zu lesen. Natürlich gibt es in Deutschland auch Plakatwände, aber Litfaßsäulen nehmen viel weniger Platz weg. Ich habe sogar schon kleine Säulen gesehen, die sich drehen oder beleuchtet sind, und es gibt auch Säulen, in deren Innerem Telefone untergebracht sind.
<br />Das war das heutige Slow German-Thema. Nun zu Euren Kommentaren:
<br /> 
<p>Auf der Internetseite www.slowgerman.com tauchen immer neue Kommentare auf. Guillaume hat mir geschrieben, er ist Franzose und will Deutsch üben. Ornella auch, sie ist Studentin aus Italien. Jorge lernt Deutsch, weil seine Frau Deutsche ist und sein dreijähriges Kind auch Deutsch spricht. Und Steve bereitet sich auf den Besuch eines 15-jährigen Schülers aus Aachen vor, der ihn bald in Amerika besucht. Vor 30 Jahren hat Steve selbst in der Schule Deutsch gelernt und jetzt poliert er es ein wenig auf.
<br />Ich freue mich sehr, dass Ihr mich hört! Die meisten Menschen hören mich aus Deutschland, USA oder Großbritannien, aber es gibt auch Hörer aus Mexiko, Marokko, Japan, Schweden oder Ungarn.
<br />Mir ist übrigens aufgefallen, dass man im Internet Explorer die Wortbeschreibungen nicht unterstrichen sieht. Ihr könnt aber trotzdem mit der Maus über den Text fahren, dann seht Ihr manche Wörter erklärt!</p>

<p>Ich habe auch E-Mails von Euch bekommen. Zum Beispiel ein nettes Lob von Dianne, und Bill aus Arizona ist auch neugierig auf neue Themen. Mir sind einige Themen eingefallen, zum Beispiel würde ich Euch gerne von deutschen Filmen und Büchern, berühmten deutschen Menschen und natürlich auch von Feiertagen erzählen. Guillaume hat mir zudem die Themen Haustiere, Umweltschutz und Gastronomie vorgeschlagen. Danke schön!
<br />Und dann hat mir noch Nicholas geschrieben, er ist Englischlehrer in Japan und lernt Deutsch, damit er in ein paar Jahren in Deutschland Tauchunterricht geben kann.</p>

<p>Also – schreibt mir eine Mail an podcast@slowgerman.com, entweder in Deutsch oder in Englisch. Sagt mir, wo ihr wohnt und vielleicht fällt Euch auch ein Thema ein, über das ich reden soll. Ich freue mich über Euer Feedback – und ja, wir benutzen viele englische Wörter in Deutschland!</p>

<p>Bis zum nächsten Mal, viel Spaß beim Deutsch lernen!</p>

<p>Eure Annik</p>]]></description>
            <pubDate>Wed, 11 Jul 2007 23:07:13 +0200</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
        </item>
        
        
        <item>
            <title>SG #011: Denglisch</title>
            <description><![CDATA[<p>Ich weiß, Ihr wollt Deutsch lernen. Aber für all die von Euch, die sowieso schon Englisch sprechen, ist das gar nicht nötig. Denn viele unserer deutschen Begriffe sind gar nicht Deutsch, sondern Englisch. Wir finden Dinge cool und ziehen zum Fitnesstraining gerne ein stylishes T-Shirt an. Manchmal werden Trainingsstunden gecancelt, aber das kann auch passend sein, wenn man sowieso zu einem Meeting muss, weil man gerade ein Startup gelaunched hat. 
<br />Englische Wörter zu benutzen und sie mit der deutschen Sprache zu verbinden, finden viele vor allem junge Deutsche toll. Man nennt das Denglisch. 
<br />In den vergangenen Jahren hat sich die deutsche Sprache insgesamt sehr verändert. Wenn das Telefon kaputt ist, hat man früher den Kundendienst angerufen. Heute ruft man den Service oder Support an oder gleich die Hotline. 
<br />Viel lustiger finde ich allerdings, dass es auch Scheinanglizismen gibt. Das sind Begriffe, die zwar Englisch klingen, die aber kein Engländer oder Amerikaner versteht. Das bekannteste Wort ist das Wort Handy. In Deutschland ist das Handy ein Mobiltelefon. Und ein Beamer ist bei uns nicht etwa ein Auto, sondern ein Projektor, um beispielsweise Powerpoint-Präsentationen auf der Leinwand zu zeigen. Ein Dressman ist für uns hier ein schöner Mann, also ein männliches Model. Und ein Oldtimer ist ein sehr altes Auto. Ein Showmaster ist ein Moderator, jemand, der eine Fernsehshow präsentiert. Und in Deutschland gibt es auch nicht nur Teenager, sondern auch Twens. Das sind dann die Leute zwischen 20 und 30. 
<br />Seid Ihr jetzt komplett verwirrt? Müsst Ihr nicht sein. Denn jede Sprache ist ein Gemisch aus verschiedenen Einflüssen. Wir haben ein Rendezvous, trinken gerne Capuccino und machen danach eine Siesta. Oder? Trotzdem - ich freue mich, dass Ihr Deutsch lernt und werde auch in den nächsten Wochen versuchen, Euch dabei zu helfen.</p>

<p>So, jetzt zum Feedback - noch ein englisches Wort, das wir hier in Deutschland verwenden! </p>

<p>Tamara hat mir geschrieben, sie ist High School Lehrerin in Claremont bei Los Angeles. Sie hört schon seit einem Jahr meinen Schlaflos in München Podcast. Als Thema hat sie Müll vorgeschlagen, das kommt dann nächstes Mal.</p>

<p>John ist Rentner und lebt in Kent, England. Er war als junger Soldat in Deutschland und hat mir viel geschrieben über Renate Müller, eine Schauspielerin und Sängerin. Ich werde mal sehen, was ich noch herausfinden kann über sie!</p>

<p>Louise aus Melbourne hat letztes Jahr in Bayern Kunstgeschichte studiert und hört jetzt gerne deutsche Podcasts.</p>

<p>Und Brendan aus Utah ist in Deutschland aufgewachsen, bis er 9 Jahre alt war. Bevor er wieder nach Deutschland kommt, um hier Ferien zu machen, will er durch Podcasts etwas Deutsch üben. Er möchte, dass Slow German 10-20 Minuten lang wird.</p>

<p>Mal sehen, Brendan!</p>

<p>Ich versuche jetzt erstmal, wirklich eine Folge pro Woche online zu stellen. Das ist mein Ziel. </p>

<p>Wenn Ihr Fragen habt oder Themenvorschläge, oder wenn Ihr mir einfach sagen wollt, wer Ihr seid, dann schreibt mir eine e-Mail an podcast@slowgerman.com. Ich freue mich immer, von Euch zu lesen, egal in welcher Sprache. </p>

<p>Bis nächste Woche!
<br />Eure Annik</p>]]></description>
            <pubDate>Thu, 26 Jul 2007 16:03:36 +0200</pubDate>
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        <item>
            <title>SG #012: Recycling</title>
            <description><![CDATA[Was ist typisch Deutsch?  Pünktlichkeit ? Zuverlässigkeit ?  Rauhaardackel ? Dirndl? Oder doch eher das Müll-Recycling? Ich weiß, für viele Menschen aus anderen Ländern wirkt es seltsam, was wir mit unserem Müll machen. Seit vielen Jahren wandert immer weniger davon in die  Mülltonne, und immer mehr davon wird von uns  gesammelt. Es gibt viele verschiedene Systeme, in jedem  Bundesland ist das anders, manchmal sogar von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich. Ich erzähle Euch jetzt mal, wie ich hier in München mit meinem Müll umgehe. Zunächst einmal gibt es die Möglichkeit, direkt im Supermarkt zum Beispiel die Cornflakes-Tüte aus der Karton-Verpackung zu nehmen und den Karton gleich dort wegzuschmeissen. Ich kann auch die Folie von der  Gurke direkt dort lassen oder andere Verpackungen. Wenn ich diese lieber mit nach Hause nehme, kann ich sie zu Hause sammelnsammeln. Ich selber sammele vor allem Papier. Vor meiner Haustür ist ein großer Container, in den ich das Papier werfen kann. Einmal pro Woche wird diese Tonne geleert. Dann gibt es in meinem Haus noch eine braune Tonne für Biomüll. Das sind Bananenschalen, Teebeutel oder anderer biologischer Müll. Dieser Müll wandert in den Kompost und wird wieder zu Erde. Natürlich gibt es in meinem Haus auch noch eine so genannte Restmülltonne, aber da landet nicht mehr viel drin. Denn ich sammle zum Beispiel Dosen aus Aluminium und bringe sie zu einem Wertstoffcontainer um die Ecke. Dort kann ich auch alle Folien und Plastikbehälter hinbringen, oder grünes, weißes und braunes Glas. Um den Überblick nicht zu verlieren, haben viele Küchen verschiedene Müllbehälter, damit man das gleich dort sortieren kann. Holz, Halogenlampen, Metallreste oder alte Möbel kann ich zu einem Wertstoffhof bringen, also einem Platz, wo diese Dinge dann entsorgt werden. Für manche Geräte muss man Geld bezahlen, um sie dort hinzubringen. Und dann gibt es natürlich noch Second-Hand-Läden, wo man alte Bücher, CDs oder ähnliches hinbringen kann. Und die Dropshops, wo andere Menschen für einen Gegenstände bei eBay verkaufen. Aber das kennt Ihr bestimmt aus Eurer Heimat auch. Sind wir Deutschen also verrückt? Ich weiß es nicht. Immer wieder hört man, dass es hier mittlerweile zu wenig "normalen" Müll gibt, die Heizkraftwerke, das sind große Kraftwerke, in denen Müll verbrannt wird, bleiben also leer. Manche Deutsche recyceln daher mittlerweile keinen Müll mehr. Ich selber habe das schon in der Grundschule gelernt und kann nicht anders - mir tut es in der Seele weh, wenn ich Glas oder Papier in die normale Mülltonne werfe.]]></description>
            <pubDate>Tue, 14 Aug 2007 20:50:06 +0200</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
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            <title>SG #013: Stumme Verkäufer</title>
            <description><![CDATA[<p>Heute möchte ich Euch etwas über stumme Verkäufer erzählen. Was ein Verkäufer ist, wisst Ihr sicher: Er arbeitet in einem Laden und verkauft Waren. Das kann eine Bäckerei sein oder eine Metzgerei, ein Kiosk oder ein Supermarkt. Was aber ist ein stummer Verkäufer?</p>

<p>Ganz einfach: Ein stummer Verkäufer ist ein Kasten aus Metall, der auf vier Füßen steht. In diesem Kasten sind Zeitungen. Aktuelle Tageszeitungen. Oben ist dann noch eine Schlagzeile zu lesen, die neugierig machen soll auf die Zeitung. Diese Kästen nennt man in Deutschland stumme Verkäufer. </p>

<p>Ich weiß, dass es Zeitungskästen natürlich auch in anderen Ländern gibt. Aber in Amerika zum Beispiel muss man erst Geld einwerfen, bevor man sie öffnen kann um eine Zeitung zu entnehmen. In München kann man einfach den Deckel anheben und sich eine Zeitung nehmen. Natürlich soll man Geld einwerfen, aber die Kästen sind keine Automaten. Man vertraut auf die Ehrlichkeit der Kunden.</p>

<p>Da die Münchner aber genauso unehrlich sind wie alle anderen Menschen, werden hin und wieder Kontrollen gemacht. Das Prinzip ist so ähnlich wie bei der U-Bahn: Während in anderen Städten wie Paris, London oder New York ein Zutritt zur U-Bahn nur mit einem Ticket möglich ist, kann man in München oder Berlin einfach in den Zug einsteigen. Kontrolliert wird nur in Stichproben – auch hier vertraut man auf die Ehrlichkeit der Bürger.</p>

<p>Zur Zeitungslandschaft in Deutschland kann man viel sagen, ich möchte Euch aber nur einige Zeitungen vorstellen. Die am meisten verkaufte Zeitung in Deutschland ist die BILD-Zeitung. Sie ist eine Boulevardzeitung, zu erkennen an riesigen Überschriften, nackten Frauen auf dem Cover und Skandal-Geschichten über Prominente. In Städten wie München gibt es zusätzlich noch weitere kleine Boulevardzeitungen wie die Abendzeitung, diese sind aber etwas seriöser. </p>

<p>Neben regionalen Zeitungen gibt es auch überregionale Zeitungen. Diese werden nicht nur in einer bestimmten Stadt oder einer bestimmten Region verkauft, sondern in ganz Deutschland. Ein Beispiel ist die Süddeutsche Zeitung oder die Frankfurter Allgemeine Zeitung. </p>

<p>Übrigens nennen wir Magazine in Deutschland Zeitschriften. Gemeint sind farbig gedruckte Zeitschriften in Heftform. Am bekanntesten ist hier der Spiegel, der einen sehr guten journalistischen Ruf hat und jeden Montag erscheint.</p>

<p>Alle diese Zeitungen und Zeitschriften haben übrigens mittlerweile eigene Internetseiten. Schmökert doch ein wenig herum! Den Spiegel gibt es auch auf Englisch zu lesen, falls das für Euch einfacher ist.</p>

<p>So, das war mein Thema für heute. Ein Foto von einem stummen Verkäufer stelle ich Euch ins Internet, und zwar auf slowgerman.com und natürlich auch zu Flickr. </p>

<p>podcast@slowgerman.com</p>]]></description>
            <pubDate>Thu, 13 Sep 2007 11:25:25 +0200</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
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            <title>SG #014: Das Oktoberfest</title>
            <description><![CDATA[<p>Heute möchte ich Euch aus aktuellem Anlass etwas über das Oktoberfest erzählen. Denn das beginnt morgen hier in München. Ihr kennt es sicher alle, denn das Oktoberfest ist das größte Volksfest der Welt. Jedes Jahr besuchen rund sechs Millionen Menschen das Oktoberfest!</p>

<p>Alles begann im Jahr 1810. Kronprinz Ludwig heiratete Prinzessin Therese damals im Oktober. Auf einer Wiese außerhalb der Stadt veranstalteten sie zur Feier des Tages ein Pferderennen. Seitdem heißt die Wiese Theresienwiese. Mittlerweile ist die Stadt so sehr gewachsen, dass die Wiese nicht mehr am Rand der Stadt liegt, sondern mittendrin. Mittlerweile haben wir hier auch so etwas ähnliches wie die Freiheitsstatue in New York: Die Bavaria wacht mit einem Löwen an ihrer Seite über die Wiese. Man kann in ihren Kopf klettern und hat von dort einen wunderbaren Ausblick über die Stadt.</p>

<p>Jedes Jahr fand das Oktoberfest statt, es sei denn es fand ein Krieg statt oder die Stadt wurde von einer Cholera-Epidemie befallen. Weil es in München aber im Oktober manchmal schon sehr kalt ist, beschloss man, das Fest vorzuverlegen. Jetzt findet es im September statt – nur das letzte Wochenende ist im Oktober. Das Oktoberfest dauert immer drei Wochenenden, manchmal wird es etwas verlängert. Es dauert also immer 16 bis 18 Tage lang.</p>

<p>Die Gäste sind international. Die Münchner selbst gehen oft mit ihren Firmenkollegen auf das Oktoberfest, es kommen aber auch viele Australier und Japaner zum Feiern und Trinken hierher. Typisch ist, dass schon einige Wochen vor dem Beginn des Oktoberfests Italiener mit ihren Wohnwagen hier auftauchen. Sie parken die Wohnwägen am Rand der Theresienwiese und haben so ein perfektes Quartier – auch betrunken können sie so noch in ihr Bett wanken. Während des Wochenendes, an dem die meisten Italiener in München sind, werden übrigens im Radio auch die Verkehrsdurchsagen auf italienisch gemacht. </p>

<p>Eröffnet wird das Oktoberfest immer am Samstagmittag vom Oberbürgermeister. Das ist in München derzeit Christian Ude. Er steht dann vor einem riesigen Fass Bier und muss es anzapfen. Also das erste Bier ausschenken. Er ruft dann „Ozapft is“, und die Wies’n ist eröffnet. </p>

<p>Ich fahre am liebsten mit dem Riesenrad. Es wurde 1880 zum ersten Mal aufgestellt und war damals zwölf Meter hoch. Heute ist es 48 Meter hoch und man hat einen wunderbaren Blick auf die Stadt. </p>

<p>Neben Geisterbahnen, Autoscootern, Achterbahnen und ähnlichen Vergnügungsständen gibt es natürlich vor allem viele riesige Bierzelte auf der Wies’n. Man wird hier aber kein Heineken- oder Guiness-Zelt finden – auf dem Oktoberfest dürfen nur Münchner Traditionsbrauereien ihr Bier verkaufen. Das sind beispielsweise Löwenbräu, Paulaner, Augustiner oder Hacker-Pschorr. Das Hofbräu-Festzelt ist das größte und fasst 10.000 Besucher. Wenn eines der 14 großen Zelte voll ist, werden die Türen geschlossen. Erst wenn wieder einige Besucher gegangen sind, werden sie wieder geöffnet. Manchmal schließen die Zelte schon gegen elf Uhr vormittags ihre Türen, so viele Besucher sind hier.</p>

<p>Im Zelt trinkt man Bier in Literkrügen, den so genannten Maßkrügen. Dazu isst man Riesenbrezen mit Käse, Rettich (der in Bayern Radi heißt), gebratene Hähnchen oder sogar Ochsen. Ganze Ochsen drehen sich in einem Zelt um einen riesigen Grillspieß.</p>

<p>Immer mehr Münchner übrigens gehen wieder in traditionellen Trachten auf die Wies’n. Das heißt dass die Frauen ein Dirndl tragen, also ein Kleid mit Schürze, und die Männer eine Lederhose. Zwei Monate vor dem Oktoberfest eröffnen in München dann plötzlich überall Geschäfte, die diese Trachten verkaufen – danach sind sie wieder verschwunden. </p>

<p>Das Oktoberfest soll ein traditionelles Volksfest bleiben, das ist den Münchnern sehr wichtig. Es soll nicht nur um Alkoholexzesse gehen, sondern ruhig und familienfreundlich sein. Deswegen dürfen die Blaskapellen in den Zelten seit einiger Zeit nur noch relativ leise spielen, bis 18 Uhr abends müssen sie traditionelle Blasmusik spielen. Erst abends dürfen sie dann Pop und Schlagermusik anstimmen. </p>

<p>Ich wohne zum Glück nicht in der Nähe des Oktoberfestes. Meistens gehe ich auch nicht hin, es sind mir zu viele Menschen dort, es ist zu laut. Aber ich merke trotzdem, dass gerade Wiesn-Zeit ist: Denn auch hier, wo ich wohne, laufen viele Menschen in Tracht rum und gehen sogar so zur Arbeit. </p>

<p>So, das war mein Thema für heute. Ich werde am Sonntag zum Trachtenumzug gehen – da marschieren viele Gruppen aus ganz Europa in ihren Trachten durch München, mit Pferdekutschen und Musikkapellen.</p>

<p>podcast@slowgerman.com</p>]]></description>
            <pubDate>Fri, 21 Sep 2007 00:00:00 +0200</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
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            <title>SG #015: Allerheiligen</title>
            <description><![CDATA[<p>Der erste Schnee ist hier in München schon letzte Woche gefallen. Immer wenn es langsam kalt wird und der Winter beginnt, freue ich mich. Denn das bedeutet, dass Allerheiligen bevorsteht. Ich gebe zu, nicht viele Menschen hier in Deutschland freuen sich auf diesen Tag. Es ist ein katholischer Feiertag, der immer am 1. November begangen wird. Und eigentlich steckt dahinter ein sehr trauriger Anlass: Man denkt an die Toten.</p>

<p>Ich möchte Euch nun aber mal erzählen, wie das in meiner Familie aussieht. Vor über 25 Jahren ist mein Opa gestorben. Ich war damals ein kleines Kind. Wie es der Brauch und die Tradition will, sind meine Eltern und ich damals am 1. November an das Grab meines Opas gefahren. Und so machen wir es seitdem jedes Jahr.</p>

<p>Der Tag beginnt bei uns damit, dass wir uns im Elternhaus meiner Mutter treffen. Dort kommt die ganze Familie zusammen, drei Generationen, aus ganz Deutschland. Wir gehen zusammen Mittag essen, und danach ziehen wir uns besonders warm an. Wir spazieren hinüber zum alten Friedhof und besuchen erst einmal andere Gräber. Die Gräber von Verwandten oder Freunden. Dort stehen jeweils deren Familien, und man spricht kurz miteinander. Dann stellt man sich an das eigene Familiengrab. In katholischen bayerischen Gemeinden wie der, in die ich immer fahre, steht beinahe an jedem Grab jemand. Dann beginnt ein Gottesdienst. Ein Pfarrer spricht und betet, eine Blaskapelle spielt traurige Lieder. Dann werden die Gräber gesegnet, der Pfarrer geht mit Weihwasser über den Friedhof.</p>

<p>Nach einer Stunde ist man durchgefroren. Man geht nach Hause und wir sitzen dann noch bis spät abends beisammen. Wir trinken Kaffee, essen Kuchen und essen später zu Abend. Es ist für mich ein wunderschöner Tag, denn zum einen finde ich es wichtig, an die Toten zu denken, zum anderen ist es der einzige Tag im Jahr, an dem die ganze Familie zusammen ist.</p>

<p>In Bayern hat man an diesem Tag übrigens frei. Man muss nicht arbeiten. Wir haben viele religiöse Feiertage hier.</p>]]></description>
            <pubDate>Wed, 31 Oct 2007 11:12:46 +0100</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
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            <title>SG #016: Getränke</title>
            <description><![CDATA[<p>Was trinken die Deutschen eigentlich? Darüber habe ich mir für Euch Gedanken gemacht. Der Tag beginnt für die Deutschen entweder mit Kaffee oder mit Tee. Zum Essen am Mittag oder Abend trinken sie gerne Mischgetränke. Ein Modegetränk ist die Apfelschorle. Das ist Apfelsaft gemischt mit Sprudel. Sprudel ist Mineralwasser mit Kohlensäure. Mittlerweile gibt es alle möglichen Fruchtsäfte, gemischt mit Sprudel. Maracujaschorle, Ananas-Schorle, Kirschsaftschorle. Der Vorteil: Schorle hat weniger Kalorien, ist nicht so süß, leichter verträglich und erfrischender als purer Saft.</p>

<p>Natürlich trinken die Deutschen auch gerne Cola oder Sprite. Aber auch hier mischen sie gerne: Ein typisches Getränk ist Spezi. Spezi besteht aus Cola, gemischt mit Orangenlimonade. Spezi gibt es fertig gemischt in Flaschen. Komisch, oder?</p>

<p>Wenn die Deutschen Alkohol trinken, dann am Liebsten Wein oder Bier. Je nach Region ist das unterschiedlich. Es gibt auch Cocktailbars, das ist klar. Aber wenn wir schon bei Mischgetränken sind, dann erinnere ich Euch an das Radler. Ein Bier gemischt mit Zitronenlimonade. Es gibt viele solche Getränke.</p>

<p>Früher hat man in Deutschland hauptsächlich schwarzen Filterkaffee getrunken. Mittlerweile haben sich die italienischen Einflüsse durchgesetzt und die Coffeeshops wie Starbucks sind auch hierher gekommen. Deswegen trinkt man jetzt am Liebsten Espresso, Capuccino oder Latte Macchiato. Latte Macchiato ist ein großes Glas heißer Milch mit Milchschaum, in die man einen Espresso kippt. In Italien trinken das Kinder – bei uns die Erwachsenen.</p>

<p>Habt Ihr jetzt Durst bekommen? Dann sage ich: Prost!</p>]]></description>
            <pubDate>Fri, 09 Nov 2007 00:00:00 +0100</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
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            <title>SG #017: Vereine</title>
            <description><![CDATA[<p>In Deutschland gibt es unzählige Vereine. Ein Verein ist eine Gruppe von Menschen, die ein gemeinsames Hobby oder Interesse haben. Sie organisieren sich in einer hierarchischen Struktur. Sie treffen sich regelmäßig und sie machen verschiedene Veranstaltungen. Es gibt zu allen möglichen Interessen Vereine. Zum Beispiel Sportvereine. Die sind manchmal so groß, dass sie sogar profitabel sind. Aber es gibt auch ganz kleine Vereine. Wenn man im Deutschen zum Beispiel negativ über Lokaljournalismus redet, dann sagt man, diese Journalisten würden nur über Kaninchenzüchtervereine schreiben. Insgesamt wird die Liebe der Deutschen zu ihren Vereinen abschätzig auch gerne Vereinsmeierei genannt.</p>

<p>Ein Verein muss in Deutschland mindestens sieben Mitglieder haben, und er muss bei einem Gericht eingetragen werden. Dann bekommt er die Abkürzung „e.V.“, eingetragener Verein. Es gibt auch gemeinnützige Vereine. Das bedeutet, dass der Verein Geld sammelt, das er einem guten Zweck zur Verfügung stellt. Er darf keinen Gewinn erwirtschaften.</p>

<p>An der Spitze eines Vereines steht der Vereinsvorsitzende. Er hat einen Stellvertreter, falls er mal keine Zeit hat oder verhindert ist. Dann gibt es noch einen Schriftführer, der die Protokolle der Sitzungen anfertigt. Und einen Schatzmeister oder Kassier, der für die Finanzen zuständig ist. Einmal im Jahr treffen sich alle Mitglieder zur Jahreshauptversammlung. Hier werden wichtige Dinge besprochen, und alle zwei Jahre wird ein neuer Vorstand gewählt. Dies muss heimlich geschehen, also wie bei politischen Wahlen mit Stimmzetteln. So wird verhindert, dass ein Betrug stattfindet oder Mitglieder zu einem Ergebnis gezwungen werden. Die Wahlen sollen demokratisch stattfinden.</p>

<p>Ich selber bin in einem Verein, der sich für die Lakota-Indianer in den USA einsetzt, und natürlich gibt es mittlerweile in Deutschland auch einen Podcastverein. Ich selber bin kein großer Freund von Vereinen. Ich finde, man kann die Zeit, die man hier für Bürokratie verwendet, sinnvoller gestalten. Was meint Ihr?</p>]]></description>
            <pubDate>Sat, 17 Nov 2007 00:00:00 +0100</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
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            <title>SG #018: Advent</title>
            <description><![CDATA[<p>Am vergangenen Sonntag, dem 2. Dezember, war der erste Advent. Die vier Sonntage vor Weihnachten sind die vier Adventssonntage. Das bedetuet, dass wir hier in Deutschland einen Kranz aus Tannenzweigen auf dem Esstisch aufstellen. Auf dem Kranz, der manchmal ganz schlicht ist, manchmal aufwändig geschmückt, stecken vier große, dicke Kerzen. Am ersten Advent wird eine Kerze angezündet. Am zweiten Advent zwei Kerzen. So sieht man, wie nah oder fern Weihnachten ist.</p>

<p>Für die Kinder git es zudem den Adventskalender. Dieser Kalender kann ganz unterschiedlich aussehen. Entweder es ist ein dünner Pappkarton mit 24 kleinen Türchen, hinter denen sich kleine Schokolade-Stücke befinden. Oder es gibt Adventskalender, die aus 24 kleinen Säckchen bestehen. Eigentlich ist es auch egal, es geht einfach darum, 24 kleine Geschenke mit den Nummern 1-24 zu beschriften. Und Kinder dürfen dann jeden Tag ein Geschenk öffnen. Manche Freunde oder besser gesagt Freundinnen schenken sich auch im erwachsenen Alter noch Adventskalender, um sich gegenseitig eine Freude zu machen.</p>

<p>Diese Woche ist dann am 6. Dezember auch Nikolaus. Da stellen die Kinder ihre Stiefel vor die Tür und der Nikolaus befüllt sie mit Nüssen, Obst und Süßigkeiten. Bei manchen Kindern kommt der Nikolaus auch vorbei und lobt sie, falls sie während des Jahres nett waren. Falls sie frech waren oder die Eltern dem Nikolaus etwas anderes erzählen, für das die Kinder gerügt werden sollen, übernimmt der Nikolaus das auch. Oft hat er einen düsteren Gesellen dabei, den Knecht Ruprecht. Er übernimmt es, den Kindern ein wenig Angst einzujagen.</p>

<p>Vorsicht übrigens, falls Ihr in Deutschland lebt: Am Abend vor Nikolaus ist es üblich, dass Männer durch die Gegend ziehen und Streiche spielen. </p>

<p>Das Schöne jetzt in der Vorweihnachtszeit sind übrigens die Christkindlmärkte. In Norddeutschland Weihnachtsmärkte genannt. Da werden kleine öffentliche Plätze geschmückt und es werden kleine Buden aufgebaut aus Holz. Da gibt es dann kleine Geschenke zu kaufen, man kann Glühwein trinken und Flammbrot essen und sich mit Freunden treffen. Ich war an diesem Wochenende schon auf zwei Christkindlmärkten hier in München, aber eigentlich ist es dafür noch zu warm. Das macht mehr Spaß, wenn Schnee liegt.</p>

<p>Jetzt werde ich erstmal überlegen, welche Geschenke ich für Weihnachten kaufen werde. Mehr zu Weihnachten in Deutschland erzähle ich Euch bald.</p>]]></description>
            <pubDate>Mon, 03 Dec 2007 17:58:50 +0100</pubDate>
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        <item>
            <title>SG #019: Sternsinger</title>
            <description><![CDATA[<p>Ich möchte Euch heute etwas über die Sternsinger erzählen. Das ganze ist eine sehr alte Tradition. Am 6. Januar finden viele verschiedene Dinge statt. Die orthodoxen Christen feiern an diesem Tag Weihnachten beziehungsweise Christi Geburt. Es ist aber auch das Dreikönigsfest. In Süddeutschland, Österreich und Sachsen-Anhalt ist dieser Tag ein gesetzlicher Feiertag, wir müssen also nicht arbeiten. Es ist aber auch ein besonderes Fest: An diesem Tag gehen Kinder von Haus zu Haus und singen. Dafür bekommen sie dann Geld, und dieses Geld wird gesammelt und für Hilfsprojekte gespendet.</p>

<p>Die Kinder sind verkleidet als die heiligen drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar. Mit geweihter Kreide zeichnen sie dann an die Türe oder über die Türe die Botschaft „20* C+M+B 08“. Das steht angeblich nicht für die Anfangsbuchstaben der drei Könige, sondern für den lateinischen Spruch „Christus mansionem benedicat“, also „Christus segne dieses Haus“. Das Haus soll also geschützt sein vor Unglück – ebenso natürlich die Bewohner.</p>

<p>In Deutschland sind die Sternsinger die weltweit größte organisierte Hilfsaktion von Kindern für Kinder. Dieses Jahr haben eine halbe Million Kinder mitgemacht. Im vergangenen Jahr wurden bei der Aktion 38,8 Millionen Euro gesammelt. Die Hälfte des Geldes wird für die Bildung ausgegeben, ein Fünftel ungefähr für die Rehabilitation von Kindern, und acht  Prozent immerhin an die Evangelisierung von Kindern in der ganzen Welt. Denn ich darf natürlich nicht vergessen zu sagen, dass die Sternsinger im Namen der katholischen Kirche unterwegs sind. Sie wurden sogar von Papst Benedikt gesegnet. Sogar ans Schloss Bellevue, dem Sitz des deutschen Bundespräsidenten Horst Köhler, wurden die Kreidezeichnungen angebracht. </p>

<p>Dieses Jahr ist das Motto der Sternsinger „Sternsinger für die Eine Welt“.</p>]]></description>
            <pubDate>Thu, 10 Jan 2008 15:54:07 +0100</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
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            <title>SG #020: Lotto</title>
            <description><![CDATA[<p>In Deutschland gibt es ein Lotteriemonopol. Das bedeutet, dass in Deutschland nur der Staat, oder besser gesagt die einzelnen Bundesländer, Lotto als Glücksspiel anbieten darf. Private Anbieter gibt es zwar auch, aber auch die müssen wiederum beim Staat spielen. Der Grund dafür ist, dass man den Bürger vor der Spielsucht schützen möchte. Außerdem fließt vieles von dem Geld, das die Bürger verspielen, gemeinnützigen Zwecken zu. Das bedeutet, es wird vom Staat für gute soziale Zwecke ausgegeben. Die Hälfte des Geldes geht direkt an die Gewinner, der Rest wird beispielsweise für Sport, Kunst, Umwelt oder Jugendprojekte ausgegeben. Lotto spielt man in Deutschland seit fast 400 Jahren.</p>

<p>In Schweden spielt man „7 aus 35“. Hier bei uns wird „6 aus 49“ gespielt. Man kauft beispielsweise an einem Kiosk einen Lottoschein. Dieser ist so groß wie eine Postkarte. Darauf sind einzelne Quadrate. Jedes dieser Quadrate hat 7 Reihen und 7 Spalten, also insgesamt 49 Felder. Man macht jetzt Kreuze bei sechs Zahlen und hofft, dass diese Zahlen gewinnen. Mathematisch kann man ausrechnen, dass bei „6 aus 49“ fast 14 Millionen Möglichkeiten bestehen, seine Kreuzchen zu setzen. In Schweden sind es nur 6 Millionen.</p>

<p>Dazu gibt es noch die Superzahl. Das ist die letzte Zahl der Nummer des Lottoscheins. Man kann sie also nicht aussuchen oder beeinflussen. Man hat die Superzahl eingeführt, damit es noch schwieriger wird, zu gewinnen. </p>

<p>Am Mittwoch und am Samstag gibt es abends im Fernsehen die Ziehung der Lottozahlen. In einem großen Glasball werden die 49 Ziffern auf kleinen Kugeln durcheinandergewirbelt. Dann fällt eine Kugel aus dem Ball und wird vorgelesen. Nach den 6 Zahlen gibt es noch eine siebte, die so genannte Zusatzzahl. Wer also nur drei richtige Zahlen hat, gewinnt nicht viel. Wer aber drei richtige Zahlen und die Zusatzzahl richtig hat, gewinnt ein bißchen mehr.</p>

<p>Ich gewinne nie im Lotto. Wenn ich spiele, spiele ich online. Aber ich habe gerade nachgesehen: 98,1 Prozent beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass ich eine Niete ziehe. Das bedeutet, dass nur 1,9 Prozent etwas gewinnen. </p>

<p>Den größten Jackpot in der deutschen Lottogeschichte gab es übrigens vor einem Monat, und zwar letzten Dezember. Da waren 45,3 Millionen Euro im Jackpot. Drei Spieler haben ihn sich geteilt, sie hatten alle die gleichen Gewinnzahlen und die passende Superzahl 3. </p>

<p>Noch ein Jahr früher, und zwar 2006, hat ein Spieler mit über 37 Millionen Euro den höchsten Einzelgewinn geschafft. 37 Millionen für einen einzigen Menschen! Noch dazu ist er Krankenpfleger, also wirklich jemand, der Geld brauchen könnte und schon viel Gutes getan hat für die Gesellschaft. Wer nur sechs Richtige hat, ohne Superzahl, hat bislang höchstens 4 Millionen Euro gewonnen. Gemein, oder? Wenn zu viele Tipper die gleichen Zahlen haben und gewinnen, dann kann es noch gemeiner werden: So war 1984 ein Sechser im Lotto nur knapp 8000 Euro wert. </p>

<p>Aber ich weiß, das ist alles nichts im Vergleich zu den USA – denn da gab es letztes Jahr einen Jackpot von 390 Millionen Dollar.</p>]]></description>
            <pubDate>Sun, 20 Jan 2008 00:00:00 +0100</pubDate>
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            <title>SG #021: Aschermittwoch</title>
            <description><![CDATA[<p>Heute ist Aschermittwoch, ein christlicher Feiertag. Wir müssen aber trotzdem an diesem Tag arbeiten, sogar im katholischen Bayern.</p>

<p>Der Aschermittwoch ist der Beginn der Fastenzeit. Ab heute werden die gläubigen Christen und auch einige andere Menschen 40 Tage lang fasten. Also nichts essen. Das soll sie daran erinnern, dass Jesus 40 Tage in der Wüste verbracht hat. Bis Ostern dauert diese Fastenzeit, genauer gesagt bis zum Karsamstag.</p>

<p>Gläubige Christen gehen heute in die Kirche und bekommen vom Pfarrer ein Kreuz aus Asche auf die Stirn gemalt. Ich selber bin kein religiöser Mensch, daher kann ich Euch darüber nicht mehr erzählen. </p>

<p>Interessant ist der Aschermittwoch aber auch für mich, und zwar weil es den so genannten politischen Aschermittwoch gibt. Das ist eine bayerische Erfindung, denn schon vor 500 Jahren haben sich die Bauern an diesem Tag getroffen und über Politik geredet. Später gab es Kundgebungen, und heute haben alle politischen Parteien heute eine große Veranstaltung. Da kommen alle wichtigen Politiker zusammen, und es werden flammende Reden gehalten. Das wird sogar im Fernsehen übertragen.</p>

<p>Traditionell gibt es am Aschermittwoch ein großes Fischessen, das auf die Fastenzeit einstimmen soll. Man könnte aber auch sagen, der Aschermittwoch hat eher was mit einem Kater zu tun als mit einem Fisch. Denn bis heute wurde in Deutschland Fasching gefeiert. Das fing offiziell am 11.11., also am 11. November, um 11 Uhr 11 an. Der richtige Start war dann am 6. Januar, dem Dreikönigstag. Und seitdem haben sich die Menschen verkleidet und gefeiert. Das hängt zusammen mit der heidnischen Winteraustreibung. Da hat man versucht, die Wintergeister zu vertreiben, damit es endlich Sommer wird. Heute feiert man das auch noch, und vor allem in katholischen Gegenden geht es hoch her. In Bayern allerdings weniger, die Hochburgen sind zum Beispiel Köln und Mainz. Eine Woche lang ist es bunt und laut. Es beginnt am unsinnigen Donnerstag, auch schmutziger Donnerstag oder Weiberfasching genannt. Dann kommt der Rosenmontag und der Faschingsdienstag. Da ziehen die Menschen mit lauten Musikkapellen durch die Gegend. Und sie trinken eine Menge Alkohol. Davon bekommt man bekanntlich einen Kater, also böses Kopfweh. In manchen Gegenden Deutschlands heißt der Fasching übrigens auch Fastnacht oder Karneval.</p>]]></description>
            <pubDate>Wed, 06 Feb 2008 19:13:01 +0100</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
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            <title>SG #022: Umzug</title>
            <description><![CDATA[<p>Hallo und herzlich willkommen zu Slow German. Heute möchte ich Euch etwas über einen Umzug erzählen. Denn ich ziehe um, von meiner alten Wohnung in München-Schwabing in eine neue Wohnung, gar nicht weit entfernt.</p>

<p>Wenn man umziehen möchte, dann herrscht das Chaos. Es gibt so viel zu tun! Zunächst muss man eine neue Wohnung finden, das geht in Städten wie München meistens nur mit einem Makler. Dieser Makler ist der Vermittler zwischen Vermieter und Mieter. Dafür muss der Mieter ihn bezahlen, meistens mit zwei Monatsmieten der neuen Wohnung. Man nennt das Provision oder Courtage. Das ist eine Menge Geld, aber es ist noch nicht alles. Wenn man in eine neue Wohnung einzieht, muss man eine Kaution hinterlegen. Das bedeutet, dass man dem Vermieter Geld gibt, das dieser auf einem separaten Konto aufbewahrt. Meistens sind dies bei einer großen Wohnung rund 3000 Euro. Dieses Geld bekommt man wieder, wenn man auszieht. Falls man in der Wohnung aber etwas zerstört hat, kann der Vermieter das Geld behalten, um den Schaden zu reparieren.</p>

<p>In München kostet eine Wohnung ungefähr zehn Euro pro Quadratmeter und pro Monat. 100 Quadratmeter kosten also mindestens 1000 Euro im Monat. Wenn die Lage der Wohnung besonders gut ist, kann es auch mal doppelt so teuer werden. Dazu kommen dann noch die Heiz- und Stromkosten und viele andere Gebühren, zum Beispiel für Kabelfernsehen. Eine Wohnung zu finden ist gar nicht so einfach. Das Internet und Kleinanzeigen in Zeitungen helfen bei der Suche. Dann muss man auf viele Dinge achten. Ist die Lage gut? Gibt es in der Nähe eine S-Bahn oder U-Bahn oder einen Bus? Gibt es Parkplätze? Hat die Wohnung eine Küche oder muss man erst selber eine kaufen? Ist es ein Altbau oder Neubau? Ist es laut in der Wohnung, weil sie an einer großen Straße liegt? Darf man Haustiere halten?</p>

<p>Wenn man dann in die neue Wohnung einziehen möchte, kann man sich Hilfe holen. Zum Beispiel bei einer Spedition. Da kann man Möbelpacker damit beauftragen, die schweren Kisten zu tragen. In meinem Fall ist das praktisch, denn ich ziehe in den dritten Stock, ohne Lift. Aber auch das kostet natürlich Geld.</p>

<p>Und dann ist da noch der Papierkram. Also die offizielle Seite des Umzugs. Man muss sich beim Einwohnermeldeamt melden und hier Bescheid geben, dass man umzieht. Das Einwohnermeldeamt ist eine große Behörde, die alle deutschen Bürger und deren Wohnsitz festhält. Dann muss die Post benachrichtigt werden. Man kann einen Nachsendeauftrag stellen. Dadurch bekommt man noch ein halbes Jahr nach dem Umzug die Post, die bei der alten Adresse landet, automatisch an die neue Anschrift weitergeleitet. Auch das kostet natürlich Geld. Und dann ist da noch das Telefon, man möchte in der neuen Wohnung ja schließlich auch Telefon und Internet haben. Dann wollen Versicherungen neu abgeschlossen werden, Freunde und Familie müssen die neue Adresse erfahren, die alte Wohnung muss frisch gestrichen und geputzt werden, die Bank muss Bescheid wissen, dass die Miete ab sofort auf das Konto eines anderen Vermieters überwiesen wird, und so weiter, und so fort. Ich habe eine lange Liste mit Dingen hier, die ich noch erledigen muss. Ich ziehe nämlich Mitte März um. Drückt mir die Daumen, dass alles gut geht!</p>]]></description>
            <pubDate>Thu, 28 Feb 2008 14:39:18 +0100</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
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            <title>SG #023: Rauchverbot</title>
            <description><![CDATA[<p>Hallo und herzlich willkommen bei Slow German. Heute ist mein Thema das Rauchverbot, weil einige von Euch danach gefragt haben. Ich selber rauche nicht, daher freue ich mich besonders darüber, dass es in Deutschland immer mehr Verbote gibt und daher die Luft für Nichtraucher immer besser wird.</p>

<p>Früher durfte man überall rauchen. 1975 wurde in Deutschland dann aber verboten, im Radio oder Fernsehen Werbung für Zigaretten zu machen. Im Kino gibt es allerdings weiterhin Werbung für Marlboro und Co, ebenso auf Plakaten in der Stadt. </p>

<p>In den 80er-Jahren kam ein wichtiges Verbot: Man durfte im Flugzeug und später auch in Flughäfen nicht mehr rauchen. Seit September 2007 darf man auch auf Bahnhöfen nicht mehr rauchen, das ist gesetzlich verboten. Nur kleine Flächen sind auf dem Boden eingezeichnet, und hier dürfen die Raucher sich um einen Aschenbecher scharen. Auch in Zügen darf nicht mehr gequalmt werden. </p>

<p>Schon seit einigen Jahren ist in Deutschland das Rauchen in vielen öffentlichen Gebäuden verboten.  Zum Beispiel auch an Schulen. Das gilt aber nicht für alle Bundesländer. Auch in den meisten Büros oder an den Arbeitsplätzen der Menschen darf kaum noch geraucht werden. Hier gibt es dann meistens im Freien eine Möglichkeit, zu rauchen. Ich habe ein Jahr lang neben einem Kettenraucher gearbeitet, ich hatte ständig Halsweh.  </p>

<p>All diese Verbote wurde meistens ohne große Proteste hingenommen. In diesem Jahr aber gab es Ärger. Denn da trat ein Gesetz in Kraft, das auch das Rauchen in der Gastronomie verbietet. Dadurch sollen Nichtraucher geschützt werden, unter anderem auch die Menschen, die in der Gastronomie arbeiten und dadurch Passivraucher sind. Seither kann man ohne Geruchsbelästigung durch Rauch sein Schnitzel essen. Die Raucher gehen zum Rauchen nach draußen und stehen dann in der Kälte. Einige Clubs haben sich nun allerdings auch zu Raucherclubs umgewandelt, denn in geschlossenen Gesellschaften darf weiterhin öffentlich geraucht werden.</p>

<p>Für Bayern gilt: Rauchen darf man nicht mehr in öffentlichen Gebäuden, nicht in Behörden, in Einrichtungen für Kinder und Jugendliche, in Hochschulen, Krankenhäusern, Alten- oder Pflegeheimen und auf den Flughäfen, sowie in der Gastronomie. Wir sind nun gespannt, wie das Oktoberfest ohne Rauch sein wird. Ich freue mich schon darauf. Ach, übrigens: Wer rauchen will, der kann in Bayern in ein Einkaufszentrum gehen oder ins Gefängnis. Dort ist es erlaubt. Und natürlich in der eigenen Wohnung oder im Freien.</p>]]></description>
            <pubDate>Mon, 10 Mar 2008 14:36:06 +0100</pubDate>
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            <title>SG #024: Deutsche Musik</title>
            <description><![CDATA[<p>Lange Zeit gab es in Deutschland fast nur Bands, die englisch gesungen haben. Es galt als cool, als modern, als besonders international. Dann kam 1976 die so genannte Neue Deutsche Welle. Die Musiker fingen an, wieder deutsch zu singen. Sehr berühmt wurden auch international Nena, die Gruppe Trio, und natürlich Falco. Keine Angst, wenn Ihr hier nichts verstanden habt – Falco singt österreichisch.</p>

<p>Ich selber bin 1976 geboren, das heißt von der Neuen Deutschen Welle habe ich nicht viel mitbekommen. Aber die Lieder kenne ich natürlich trotzdem – denn auch heute noch werden viele davon auf Parties gespielt. Ach, wenn wir gerade dabei sind, spiele ich Euch kurz auch noch ein Lied vor, das auf keiner Party fehlt: Marmor, Stein und Eisen bricht. Das war ein Lied von 1965, gesungen von Drafi Deutscher. Ich habe als Kind durch meine Eltern aber andere Musik gehört, zum Beispiel Reinhard Mey. Sein berühmtestes Lied ist wohl "Über den Wolken". Darin geht es um das Gefühl, in einem Flugzeug zu sitzen und zu fliegen. Reinhard Mey macht auch heute noch Musik und geht auf Tournee. Das Besondere an ihm ist, dass er sehr poetische Texte schreibt, die oft sehr anspruchsvoll sind. Und er singt sehr, sehr deutlich, aber manchmal auch sehr schnell...</p>

<p>Wir bleiben bei den älteren Herren, denn einer von ihnen macht jetzt gerade in Deutschland Schlagzeilen. Es ist Udo Lindenberg. Udo kennt in Deutschland jeder. Er hat eine Lippe wie Silvester Stallone, trägt immer einen Hut und eine Sonnenbrille und lebt in Hamburg in einem Hotel. Jetzt hat er gerade ein neues Album herausgebracht, aber ich fürchte, Ihr werdet nicht verstehen, was er singt, denn Udos Nuscheln ist sein Markenzeichen.</p>

<p>Ebenso schwer zu verstehen – übrigens auch für Deutsche, ist Herbert Grönemeyer, aber ich möchte ja nicht, dass Ihr frustriert seid. Also gehen wir jetzt zu neuerer Musik. Wir schauen in die Hitparaden, das ist der deutsche Begriff für Charts oder Top Ten. Dort findet man momentan eine Band namens „Ich + Ich“. Das ist ein Duo, das melancholische Popmusik produziert. Noch ein bekanntes Duo: Rosenstolz. Und noch ein Duo: 2Raumwohnung. Übrigens sind die weiblichen Mitglieder von 2Raumwohnung und „Ich + ich“ Schwestern und in Deutschland sehr bekannt: Inga und Annette Humpe.</p>

<p>Jetzt habe ich noch drei Bands für Euch, die ich selber ehrlich gesagt oft verwechsle. Alle haben eine weibliche Sängerin, vielleicht ist es das, was mich verwirrt. Und alle haben große Hits geschrieben. Da ist zum einen die Band Juli aus Hessen, dann gibt es da noch die Band Silbermond aus Sachsen, und zu guter letzt die vier Bandmitglieder aus Berlin von „Wir sind Helden“.</p>

<p>Wenn Ihr auf dem Münchner Oktoberfest wart oder nach dem Skifahren in den Bergen in einer Hütte feiert, dann kennt Ihr bestimmt auch DJ Ötzi. Er ist Österreicher und macht Partymusik wie diese hier, ebenfalls wochenlang in den Charts. Und falls Ihr Teenager seid und in Deutschland lebt, dann wärt Ihr wahrscheinlich Fans von vier Jungs aus Magdeburg namens Tokio Hotel.</p>

<p>Aber ich will Euch ja eigentlich auch Musik vorstellen, die ich selber gut finde. Da gibt es zum Beispiel Roger Cicero, der deutsche Swing-Musik mit BigBand macht und wunderbar humorvolle Texte singt. Der gleiche Autor schreibt übrigens auch die Texte für Annett Louisan.</p>

<p>Schlager aus den 20er-Jahren singt Max Raabe, der mit seinem Palastorchester um die ganze Welt auf Tournee geht und ebenfalls sehr lustige Texte mit im Gepäck hat. Es gibt noch viele andere deutsche Musiker, die deutsch singen, eigentlich in jedem musikalischen Genre. Für die Soul-Ecke ist Joy Denalane zuständig, wobei sie auch englisch singt.</p>

<p>Dann gibt es natürlich mittlerweile etwas braver gewordene Rocker oder Punker wie die Toten Hosen, und selbstverständlich gibt es auch in Deutschland Wettbewerbe wie „Deutschland sucht den Superstar“ oder „Popstars“, also Castingshows, wo neue Talente gesucht werden. In Österreich wurde bei einer derartigen Show Christina Stürmer entdeckt, ein wirkliches Talent.</p>

<p>Und zum Spaß und zum Schluss noch die Band Fettes Brot mit einem Ohrwurm. Wisst Ihr, was ein Ohrwurm ist? Das ist ein Lied oder eine Melodie, die man ständig im Kopf hat und die nicht mehr verschwinden will. Ein schönes Wort, oder?</p>

<p>Ach ja, Hip Hop oder Rap haben wir in Deutschland natürlich auch, die bekanntesten Vertreter sind da die Fantastischen Vier. Aber sie rappen so schnell, dass ich Euch das nicht antun wollte. </p>

<p>Alle Links zur Musik findet Ihr auf slowgerman.com, Mails an podcast@slowgerman.com</p>]]></description>
            <pubDate>Wed, 16 Apr 2008 22:32:40 +0200</pubDate>
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        </item>
        
        
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            <title>SG #025: Das Schulsystem</title>
            <description><![CDATA[<p>Zunächst muss ich sagen, dass es in Deutschland eine Schulpflicht gibt. Jedes Kind muss also eine Schule besuchen. In jedem Bundesland ist die Schulpflicht geregelt. Meistens sind es neun Jahre, die ein Kind in die Schule gehen muss.</p>

<p>In Deutschland gibt es ungefähr 36000 öffentliche Schulen und nur 2600 private Schulen. Private Schulen sind solche Schulen, für die die Eltern etwas zahlen müssen. Öffentliche Schulen werden vom Staat oder Bundesland betrieben und sind kostenlos.</p>

<p>Mit sechs Jahren kommt ein deutsches Kind in die Schule. Vorher war es meistens im Kindergarten. Die erste Klasse besucht es dann in einer Grundschule. Meistens dauert die Grundschule vier Jahre lang, in einigen Fällen aber auch sechs Jahre lang.</p>

<p>Danach müssen die Eltern entscheiden, wie es für das Kind weitergeht. Sind die Noten sehr gut? Oder eher nicht? Die Noten werden in Deutschland von 1 bis 6 vergeben. Eine eins ist die beste Note, eine sechs die schlechteste. Nach der vierten Klasse können Kinder weiter in die Hauptschule gehen. Diese dauert bis zur neunten Klasse und ist die Schulart mit dem niedrigsten Abschluss. Wer auf einer Hauptschule war, macht danach meistens eine Lehre, also einen handwerklichen Beruf, wie Maler, Schreiner oder ähnliches. </p>

<p>Man kann aber auch auf die Realschule gehen. Als ich zur Schule ging, war das für Kinder ab der sechsten Klasse möglich. Wer zum Beispiel gemerkt hat, dass die Hauptschule zu leicht ist, der ging auf die Realschule. Hier wird man sehr praktisch auf das Leben vorbereitet, man lernt beispielsweise neben den normalen Fächern wie Mathematik und Deutsch oder Englisch auch mit zehn Fingern auf einer Tastatur zu tippen oder Buchführung. Die Realschule wird mit der „Mittleren Reife“ abgeschlossen und dauert bis zur 10. Klasse.</p>

<p>Mit sehr guten oder guten Noten kann man nach der vierten Klasse auch ins Gymnasium gehen. Im Gymnasium lernen die Kinder Fremdsprachen, Chemie, Physik und ähnliche Fächer. Das Gymnasium dauert bis zur 13. Klasse, mittlerweile nur noch bis zur 12. Klasse. Man spezialisiert sich immer mehr auf die eigenen Interessen. Die letzten zwei Jahre auf dem Gymnasium bezeichnet man als Kollegstufe. Hier hat man so genannte Leistungskurse und Grundkurse. Ich hatte zum Beispiel als Leistungskurse Deutsch und Englisch, jeweils 6 Stunden pro Woche. Fächer, die man überhaupt nicht mag, kann man abwählen. Das heißt, man muss sie nicht mehr machen. Das geht aber natürlich nur begrenzt. Ich hatte Glück und konnte Chemie abwählen. </p>

<p>In der Kollegstufe schreibt man eine Facharbeit, also eine ungefähr 30 Seiten lange wissenschaftliche Arbeit zu einem bestimmten Thema. Dies soll eine Vorbereitung auf das Studium sein, denn wer das Gymnasium mit dem so genannten Abitur abschließt, darf an einer Universität studieren. Das Abitur machen die deutschen Jugendlichen mit 18 oder 19. Danach müssen die Jungen noch zum Militärdienst, zum Bund, wie wir sagen. Oder sie können Zivildienst leisten, also beispielsweise in einem Altenheim arbeiten oder in einem Kindergarten. Eines von beidem ist Pflicht. Nur wer körperlich Probleme hat, wird von dieser Pflicht befreit. Mit 19 oder 20 fangen die Abiturienten dann an zu studieren. </p>

<p>Über das Schulsystem wird in Deutschland viel diskutiert. Kritisiert wird oft, dass die Kinder schon im Alter von zehn Jahren gezwungen werden, sich für Hauptschule, Realschule oder Gymnasium zu entscheiden. Das sei viel zu früh, sagen Experten. Kritisiert wurde auch oft, dass das Gymnasium bis zur 13. Klasse dauert. In Europa ist das zu lang. Daher wird die Zeit nun um ein Jahr verkürzt. </p>

<p>Die Kinder gehen übrigens in Deutschland meist nur am Vormittag in die Schule. Sie beginnt gegen acht Uhr morgens und endet um eins. Im Gymnasium kommt manchmal Nachmittagsunterricht dazu, also zwei Stunden Sport oder im höchsten Fall vier Stunden Unterricht. Wenn die Eltern allerdings den ganzen Tag arbeiten müssen gibt es einen Kinderhort, wo die Kinder nach der Schule hingehen können. Dort bekommen sie Essen und sie können ihre Hausaufgaben machen.</p>]]></description>
            <pubDate>Tue, 29 Apr 2008 20:09:10 +0200</pubDate>
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        <item>
            <title>SG #026: Haustiere</title>
            <description><![CDATA[<p>Christa hat mich gebeten, über Haustiere zu sprechen. Die Deutschen haben viele Haustiere! 23 Millionen Vierbeiner leben bei 83 Millionen Menschen. 5,3 Millionen Hunde gibt es in Deutschland. Wenn man hier in München beispielsweise in den Englischen Garten geht, also in einen großen Park, sieht man viele Hunde mit ihren Herrchen. In vielen Gemeinden und Städten gibt es eine gesetzliche Leinenpflicht. Hunde dürfen dort nicht frei laufen. Ich finde das richtig, denn ich wurde als Kind einmal von einem Hund angegriffen und verletzt. So etwas passiert nunmal schnell, auch wenn ein Hund nur spielen möchte. Kinder reagieren dann eben oft falsch – und schon sind sie verletzt. </p>

<p>Gefährliche Hunde müssen zudem in Deutschland einen Maulkorb tragen. Kampfhunde müssen genehmigt werden. In Parks sieht man die Hunde aber oft frei laufen. Mein Eindruck ist, dass es zumindest in München hauptsächlich große Hunde gibt, also zum Beispiel Golden Retriever oder den schönen Labrador. Der berühmte Deutsche Schäferhund ist nicht so häufig zu sehen. Und natürlich gibt es auch kleine Hunde wie den Rauhhaardackel. In München nennt man gerade diese kleinen, eigensinnigen Hunde „Zamperl“. In vielen Gaststätten und Biergärten gibt es extra für Hunde einen Napf mit Wasser, damit sie im Sommer etwas zu trinken haben. </p>

<p>Ich selber bin kein großer Hundefreund. Sie sind mir zu sehr domestiziert und ich hätte keine Lust, jeden Tag mehrmals mit dem Hund Gassi zu gehen. Das bedeutet, spazieren zu gehen. </p>

<p>Ich habe daher eine Katze. Es gibt 7,8 Millionen Katzen in Deutschland, das heißt fast jeder zehnte Deutsche hat eine Katze. Ich finde, Katzen sind gut für die Psyche. Wenn sich eine Katze auf meinen Schoß legt und anfängt zu schnurren, wenn ich sie streichle, ist das wunderbar. Bei uns ist es verboten, den Katzen ihre Krallen zu entfernen. In den USA wird das ja oft gemacht, damit die Katzen keine Möbel oder Tapeten beschädigen und zerkratzen. Damit mein Kater das nicht macht, hat er einen Kratzbaum, also einen ein Meter großen Turm, an dem er sich austoben kann. Außerdem hat er natürlich ein Katzenklo, das jeden Tag sauber gemacht werden muss. </p>

<p>Einmal im Jahr muss ich mit meinem Kater zum Tierarzt zur Kontrolle. Dieser schaut ihm in die Ohren und in die Augen, kratzt ihm Zahnstein von den Zähnen und kontrolliert sein Maul und sieht nach, ob das Fell in Ordnung ist. Dann bekommt er eine Spritze. Darin sind verschiedene Impfungen enthalten, damit er keine Krankheiten bekommt. Mein Kater ist immer in der Wohnung, daher ist es für ihn nicht sehr gefährlich, aber wildere Katzen können auch Tollwut bekommen oder Zecken mit nach Hause bringen. </p>

<p>Natürlich gibt es noch andere Haustiere in deutschen Haushalten. Zum Beispiel Hamster oder Mäuse, Ratten oder Vögel. Wichtig ist, dass sie alle artgerecht gehalten werden. Dass sie also genug Platz haben, um sich auszutoben oder zu verstecken, genug gutes Futter und frisches Wasser, und natürlich auch Zuwendung, damit sie nicht einsam sind. </p>

<p>Noch ein paar Wörter für Euch, wenn Ihr über Tiere sprecht: Tiere haben in den meisten Fällen Pfoten, keine Beine oder Füße. Ein Hund oder eine Katze haben also vier Pfoten. Wenn Hunden zu heiß wird, hecheln sie. Sie hängen also ihre Zunge aus dem Maul und atmen so die Luft ein. Katzen haben sehr empfindliche Schnurrbarthaare, das sind die langen Haare, die sie um das Maul herum haben. Ach ja, man sagt bei Tieren auch Maul und nicht Mund. Katzen können schnurren, miauen und natürlich auch fauchen, wenn sie sich bedroht fühlen.</p>]]></description>
            <pubDate>Fri, 09 May 2008 06:33:19 +0200</pubDate>
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        <item>
            <title>SG #027: Deutscher Alltag</title>
            <description><![CDATA[<p>Robert hat gefragt, wie der typische Tag eines Deutschen aussieht. Das ist schwer zu sagen, aber ich werde es einmal versuchen! Der Tag beginnt für viele Deutsche erst einmal mit dem Wecker. Der läutet ziemlich früh, meist so gegen sieben Uhr. Dann wird geduscht, man zieht sich an. Weiter geht es mit einem Frühstück. Auf dem Tisch stehen Kaffee oder Tee, Müsli oder Brötchen mit Marmelade. Wer Zeit hat, liest noch ein wenig Zeitung oder hört Radio nebenbei, dann geht es entweder ins Auto oder in den Bus oder Zug. Damit fährt man in die Arbeit, und die meisten Deutschen fangen gegen acht Uhr an zu arbeiten. Natürlich gibt es Berufe, bei denen man später anfängt, zum Beispiel in den Medien. Auch die Geschäfte machen erst gegen zehn Uhr auf. Und natürlich gibt es auch Berufe, bei denen man früher anfangen muss – Bäckereien beispielsweise öffnen meist schon gegen sieben Uhr ihre Türen.</p>

<p>Gearbeitet wird dann im Normalfall bis zwölf Uhr. Um zwölf Uhr ist Mittagszeit und man geht in eine Kantine, um etwas zu essen. Kantinen sind in großen Firmen Restaurants für die Mitarbeiter, die billiger sind als normale Restaurants. Oder man holt sich irgendwo einen Snack. Manche Menschen nehmen sich auch von zu Hause Essen mit. Die Mittagspause dauert eine halbe bis eine Stunde lang. Danach geht es weiter in der Arbeit, und um sechs Uhr abends haben viele Leute dann Feierabend und fahren nach Hause. Auch hier gibt es natürlich wieder Unterschiede, manche arbeiten auch bis spät nachts.</p>

<p>Zum Alltag der meisten Deutschen gehört es auch, im Stau zu stehen. Denn weil viele Leute zur gleichen Zeit anfangen zu arbeiten, verstopfen die Autos die Straßen. Also braucht man viel Geduld. Dieses Problem haben natürlich jene Pendler nicht, die mit dem Zug oder dem Bus in die Arbeit fahren, aber auch die öffentlichen Verkehrsmittel sind zu bestimmten Stoßzeiten völlig überfüllt.</p>

<p>Abends wird in den meisten deutschen Familien eher kalt gegessen, also beispielsweise belegte Brote. Deswegen heißt das Abendessen im Deutschen auch Abendbrot. Manche Deutsche gehen gleich nach der Arbeit noch in ein Fitnessstudio oder machen draußen Sport, gehen beispielsweise Joggen oder Schwimmen. Um acht Uhr abends kommt dann die Tagesschau, die berühmteste deutsche Nachrichtensendung im Fernsehen. Viele Deutsche informieren sich so darüber, was während des Tages passiert ist. Und dann geht es nach ein bißchen Fernsehen auch schon ab ins Bett.</p>

<p>Am Samstag erledigen viele Deutsche dann die Dinge, die sie während der Woche nicht geschafft haben. Da die Geschäfte um 20 Uhr schließen, also um acht Uhr abends, schaffen es viele Deutsche nicht, während der Woche beispielsweise zur Reinigung zu gehen. Das machen sie am Wochenende. Oder sie putzen das Auto, oder sie gehen einkaufen. Der Sonntag ist der klassische Familientag, man trifft Freunde oder Verwandte, isst Kuchen am Nachmittag und trinkt Kaffee, oder man macht einen Ausflug. </p>

<p>Das war jetzt mal ein Standard-Tag, oder eine Standard-Woche. Aber es kann auch anders aussehen. Ich zum Beispiel bin Freiberufler, ich arbeite zu Hause und habe keine festen Arbeitszeiten. Das bedeutet, ich stehe erst zwischen acht und neun Uhr auf, erledige tagsüber den Haushalt und arbeite an verschiedenen Aufträgen. Abends koche ich, und dann gehe ich oft mit Freunden ins Kino. Oft arbeite ich danach noch weiter, manchmal bis drei Uhr früh. Auch am Wochenende arbeite ich oft, aber das stört mich nicht. Dafür kann ich flexibel sein und beispielsweise am Dienstag tagsüber auch mal ins Yoga gehen. Oder für Euch eine neue Folge Slow German machen...</p>]]></description>
            <pubDate>Wed, 21 May 2008 09:34:19 +0200</pubDate>
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        </item>
        
        
        <item>
            <title>SG #028: Kleidung</title>
            <description><![CDATA[<p>Barbara hat mir eine Mail geschrieben. Sie reist im Juli nach Deutschland und möchte nicht als Touristin auffallen. Sie ist 50 Jahre alt und fragt, ob sie Jeans tragen kann, oder ob sie einen Rock anziehen soll. Ich finde es toll, dass sie sich über so etwas Gedanken macht! Also werde ich in dieser Folge über Kleidung sprechen. In der Umgangssprache kann man Kleidung auch Klamotten nennen.</p>

<p>Früher gab es einen großen Unterschied zwischen Ost- und Westdeutschland, was Kleidung angeht.  Heute ist dieser Unterschied viel kleiner geworden. Überhaupt werden die Unterschiede immer kleiner, weil es in jeder Stadt die gleichen Geschäfte gibt. Der Grund dafür ist die Globalisierung – viele Läden sind Ladenketten. Also gibt es in jeder Stadt einen C&A, H&M, Benetton oder Esprit. Weil viele Deutsche ihre Kleidung über das Internet bestellen, sehen auch die meisten Deutschen ähnlich aus. </p>

<p>Generell gibt es wenige Regeln, was die Kleidung angeht. Schuluniformen gibt es in Deutschland nicht, Kinder können anziehen, was sie wollen. Teenager tragen natürlich sehr modische Kleidung – die Jungs mögen Baggy Pants, momentan tragen alle auch wieder Chucks an ihren Füßen. Das sind diese Basketball-Schuhe von Converse. Auch Leggings sind wieder in Mode. Es sieht momentan alles so aus wie in den 80er-Jahren.</p>

<p>Junge Erwachsene kleiden sich unterschiedlich, je nachdem ob sie auf dem Land wohnen oder in der Stadt. Es spielt auch eine Rolle, was sie beruflich machen. Wer im Büro arbeitet, trägt natürlich sehr offizielle Kleidung. Männer tragen einen Anzug, Frauen entweder einen Hosenanzug oder ein Kostüm (also ein Jackett und einen Rock). Zu Jackett kann man übrigens auch Blazer oder Sakko sagen. In den Großstädten sind viele Menschen modisch gekleidet. In Berlin sieht man viele sehr „schräge“ Outfits, die Frauen haben dort oft einen sehr individuellen, kreativen Stil. Ansonsten haben sehr viele Menschen einfach Jeans und T-Shirts an, das ist immer in Ordnung im Alltag. </p>

<p>Ich kann aber sagen, was hier eher unüblich ist und was die Deutschen zum Beispiel von Amerikanern unterscheidet. Fangen wir an mit alten Menschen. In den USA haben viele alte Menschen Jeans an und tragen Baseball-Kappen. Das macht in Deutschland niemand. Alte deutsche Frauen – und damit meine ich Frauen ungefähr ab 75, tragen in den meisten Fällen Röcke. Junge Frauen seltener. Hosen sind praktischer, deswegen tragen viele junge Frauen Hosen. </p>

<p>Mir fallen amerikanische Touristen oft dadurch auf, dass sie weiße Socken tragen. Tennissocken. Und dazu weiße Turnschuhe. Das macht kaum ein Deutscher. Hier trägt man eher dunkle Schuhe. Viele Touristen fallen auch durch ihre Taschen auf, oder durch ihre Fotoapparate. Und sie kaufen gerne Sweatshirts, wo groß „University of Harvard“ draufsteht oder „Hofbräuhaus München“. Aber das ist alles nicht schlimm. Was mich stört: Touristen benehmen sich oft sehr laut – das trifft aber auch auf Deutsche im Ausland zu. Mein Tipp daher: Jeans und T-Shirt ist tagsüber in Ordnung, im Sommer wenn es heiß ist auch gerne ein Kleid oder ein Rock. Aber auch dazu darf man bequeme Schuhe tragen, denn als Tourist in Deutschland muss man viel zu Fuß gehen. </p>

<p>Der Sommer kann in Deutschland sehr wechselhaft sein. Mal ist es kalt und es regnet, dann scheint wieder die Sonne und es ist heiß. Daher empfehle ich allen Besuchern den so genannten Zwiebellook. Ein T-Shirt, einen Pullover, eine leichte Jacke und eventuell noch ein Regencape dabeihaben. Das ist das perfekte Touristenoutfit. So kann man auch in Museen gehen oder in Kirchen, und es ist kein Problem. Und immer dran denken: In Deutschland gibt es noch nicht so viele Gebäude mit Klimaanlage wie in den USA! Es kann also auch drinnen richtig warm werden. </p>

<p>Einen Unterschied gibt es allerdings noch zwischen USA und Deutschland: Während es in Amerika niemanden stört, dass man in Bermuda-Shorts in ein Fünf-Sterne-Hotel geht, wäre das in Deutschland undenkbar. Wer hier in ein teures Hotel oder ein teures Restaurant geht, sollte sich entsprechend elegant und teuer kleiden. </p>

<p>Ich finde es wichtig, dass man sich in seiner Kleidung wohl fühlt. Dann hat man eine selbstsichere Ausstrahlung und andere Menschen werden solch einen Touristen bestimmt sympathisch finden. Und falls Du gerne einkaufen gehst, liebe Barbara, dann geh doch in Deutschland shoppen und suche Dir typisch europäische Kleidung! Viel Spaß wünsche ich Dir auf Deiner Reise!</p>

<p>Musik habe ich auch wieder mit dabei, und zwar diesmal von Simon Saiz das Stück „Echte Liebe – wenn der Mond lacht“ vom Podsafe Music Network.</p>]]></description>
            <pubDate>Mon, 16 Jun 2008 22:41:24 +0200</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
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        <item>
            <title>SG #029: Film "Das Leben der Anderen"</title>
            <description><![CDATA[<p>Ich möchte Euch heute ausnahmsweise mal einen deutschen Film vorstellen, den Ihr Euch anschauen solltet. Er heißt „Das Leben der Anderen“, und wurde mit einem Oscar ausgezeichnet. Ich möchte Euch deswegen von ihm erzählen, weil er einen wichtigen Teil der deutschen Geschichte zeigt. </p>

<p>Im Mittelpunkt des Dramas steht Gerd Wiesler. Er ist Hauptmann bei der Stasi. Die Stasi war das Ministerium für Staatssicherheit in der DDR, der Deutschen Demokratischen Republik. 1984 bekommt Gerd Wiesler in Ost-Berlin den Auftrag, einen Theaterschriftsteller zu bespitzeln. Er soll ihn also belauschen wie ein Spion. Wiesler sitzt also auf dem Dachboden, hat Kopfhörer auf und hört, was in der Wohnung des Schriftstellers alles passiert. Was führt dieser im Schilde? Plant er  Aktivitäten gegen das DDR-System? </p>

<p>Je länger Wiesler den Schriftsteller und seine Freundin belauscht, desto mehr verwandelt er sich. Er empfindet Sympathie für diese Menschen, er will sie schützen und ihnen nicht schaden. Dadurch begibt er sich selbst in Gefahr. Wie der Film ausgeht, erzähle ich Euch nicht. Aber ich kann Euch sagen, dass es einer der besten Filme ist, die ich gesehen habe. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die besten deutschen Schauspieler in diesem Film spielen. In der Hauptrolle des Gerd Wiesler ist Ulrich Mühe zu sehen, der leider kurz nach der Oscarverleihung an Krebs gestorben ist. Sebastian Koch und Martina Gedeck sind das bespitzelte Paar. </p>

<p>Der Film ist spannend und emotional erzählt, und hinter der Geschichte steckt ein Mann namens Florian Henckel von Donnersmarck. Er hat das Drehbuch geschrieben. Die Idee dazu hatte er bereits auf der Filmhochschule, um es dann aber zu schreiben zog er sich in ein Kloster zurück, damit er völlige Ruhe hatte. Donnersmarck führte auch Regie bei diesem Film, der 2006 in Deutschland in die Kinos kam. Obwohl der Film nur 1,8 Millionen Euro gekostet hat und somit ein Low-Budget Film war, hatte er enormen internationalen Erfolg. Mehr als zwei Millionen Menschen haben ihn allein in Deutschland im Kino gesehen. </p>

<p>Link zum Trailer: http://de.youtube.com/watch?v=n3_iLOp6IhM
<br />Oder: http://de.youtube.com/watch?v=r7rK_bfsQbs</p>

<p>Den Link zu diesem Film und zu zwei Trailern stelle ich Euch auf slowgerman.com.</p>

<p>So, jetzt gibt es wieder Musik, und zwar von Brackwasser „Salz in deinen Augen“. Gefunden im Podsafe Music Network.</p>]]></description>
            <pubDate>Wed, 25 Jun 2008 22:40:03 +0200</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
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            <title>SG #030: Hochzeit</title>
            <description><![CDATA[<p>Im Sommer heiraten besonders viele Paare. Deswegen habe ich mir gedacht ich erzähle Euch heute etwas über Hochzeiten in Deutschland. Die beliebtesten Monate sind Mai und Juni, aber auch in den anderen Monaten finden viele Hochzeiten statt. Vor der Heirat steht die Verlobung. Sie ist in Deutschland viel weniger wichtig als beispielsweise in den USA. Es gibt weder einen großen Diamantring, noch eine große Feier. </p>

<p>Wer in Deutschland heiraten möchte, der muss in erster Linie eine Menge Papierkram erledigen. Also Dokumente vorweisen bei den staatlichen Behörden. Wenn das erledigt ist, kann man standesamtlich heiraten. Man geht also an einem vereinbarten Termin zum Standesamt, und dort wird man vom Staat verheiratet. Meist geht das sehr schnell. Der Standesbeamte, der die Zeremonie leitet, spricht aber dennoch einige Worte, um das Paar auf eine gemeinsame Zukunft einzustimmen. </p>

<p>Es gibt verschiedene Standesämter. Manchmal sind das nur relativ offizielle Büroräume, ohne Schmuck. Manchmal sind es aber auch alte Rathaussäle, kleine Schlösser oder man kann auch auf Burgen oder auf Inseln heiraten. Deutsche heiraten aber fast immer in Gebäuden. Hochzeiten im Freien, wie sie in Amerika üblich sind, gibt es hier kaum. Das liegt wahrscheinlich daran, dass das Wetter einfach zu schlecht ist. </p>

<p>Zur Heirat im Standesamt braucht man nur als Paar anwesend sein. Früher war es Pflicht, Trauzeugen zu haben. Das waren zwei Menschen, die dem Paar nahe standen und die als Zeuge bei der Trauung anwesend waren. Heute ist das gesetzlich nicht mehr vorgeschrieben. Wer möchte, kann nach der standesamtlichen Trauung auch noch einmal kirchlich heiraten. Wer zum Beispiel katholisch ist, der heiratet dann in einer katholischen Kirche noch einmal. Da die meisten Deutschen aber nicht sehr religiös sind, ist ihnen die kirchliche Trauung eher wichtig, weil es hier um ein feierliches Ritual geht. In der Kirche gibt es festliche Musik, die Braut trägt ein schönes weißes Kleid, und alle Freunde und Verwandten können dabei sein. </p>

<p>Wie groß eine Hochzeit ist, bleibt dem Brautpaar überlassen. Natürlich gibt es Feiern mit über 100 Gästen, aber viele Paare ziehen es vor, in kleinem Kreis zu feiern. Häufig ist es auch so, dass man nur mit wenigen Gästen die eigentliche Hochzeit feiert – und später dann ein großes Fest feiert mit allen anderen Freunden und Verwandten.</p>

<p>Oft ist es so, dass am Samstag Vormittag im Standesamt geheiratet wird, und danach in der Kirche. Es gibt aber auch viele Paare, die zwischen beiden Trauungen Monate oder sogar Jahre vergehen lassen. Völlig unüblich ist es, mehrere Trauzeugen zu haben, so wie in den USA. Auch das „Rehearsal Dinner“ gibt es nicht. Stattdessen gibt es einen Polterabend, bei dem man den letzten Single-Abend des Paares feiert. Dabei wird Geschirr zerbrochen, das das Paar dann zusammenkehren und aufräumen muss. Scherben sollen Glück bringen.</p>

<p>Nach der Eheschließung im Standesamt oder in der Kirche wird natürlich noch gefeiert. Man isst zusammen, tanzt und freut sich mit dem Brautpaar. Wichtig ist der erste Tanz von Braut und Bräutigam, der erste Walzer, den sie gemeinsam tanzen. Dabei sehen ihnen alle zu, um danach aber mitzutanzen. Ein Brauch ist es auch, gemeinsam die Hochzeitstorte anzuschneiden. Es gibt viele verschiedene Rituale und Bräuche. Manchmal sägen Braut und Bräutigam gemeinsam einen Baumstumpf ab – Teamwork sozusagen. Viele Feiern gehen bis weit nach Mitternacht, und wenn das Brautpaar nicht gleich in die Flitterwochen fährt, feiern sie bis zum Ende mit. </p>

<p>Die Deutschen heiraten sehr spät. 2004 war ein deutscher Mann statistisch gesehen im Durchschnitt 36 Jahre alt bei der Heirat. Die Frau war 33 Jahre alt. Übrigens scheitert in Deutschland ungefähr jede dritte Ehe. Das heißt, dass von drei Ehepaaren sich eines scheiden lässt. </p>

<p>Passend dazu habe ich Euch heute Musik mitgebracht, und zwar „Die große Liebe ist vorbei“ von Marc Loehrwald, gefunden im Podsafe Music Network.</p>]]></description>
            <pubDate>Sun, 06 Jul 2008 22:40:26 +0200</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
        </item>
        
        
        <item>
            <title>SG #031: Das politische System Deutschlands</title>
            <description><![CDATA[<p>Fernando aus Brasilien interessiert das politische System der Bundesrepublik Deutschland. Ich werde versuchen, es so einfach wie möglich zu erklären. Dennoch wird diese Folge von Slow German sehr kompliziert und schwer zu verstehen. Aber glaubt mir: Auch viele Deutsche kennen das politische System nicht! </p>

<p>Zunächst einmal zur Struktur von Deutschland: Deutschland besteht aus 16 Bundesländern. Die Bundeshauptstadt ist Berlin. Gegründet wurde die Bundesrepublik am 24. Mai 1949, also vier Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Es war aufgeteilt worden: Im Oktober wurde die Verfassung der Deutschen Demokratischen Republik, also der DDR, in Kraft gesetzt. Seit dem 3. Oktober 1990 ist Deutschland wiedervereinigt, also wieder ein Land. An diesem Tag wird daher jedes Jahr der „Tag der deutschen Einheit“ gefeiert. </p>

<p>Folgende wichtige Begriffe werde ich nun erklären: Bundestag, Bundesrat, Kanzler, Präsident. </p>

<p>Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer, sozialer Bundesstaat, genauer gesagt eine parlamentarische Demokratie. Sie ist auch ein föderaler Rechtsstaat. Es gibt die Bundesebene und die Landesebene. Die einzelnen Bundesländer haben eigene Verfassungen. Wobei die Verfassung der BRD das Grundgesetz ist. Das heißt: Jedes Bundesland hat zwar eigene Gesetze, das Grundgesetz ist aber im Zweifelsfall das entscheidende. Ein einfaches Beispiel: In manchen Bundesländern steht in der alten Verfassung noch drin, dass es die Todesstrafe gibt. Laut der deutschen Verfassung gibt es sie aber nicht mehr. Also existiert sie in Deutschland nicht.</p>

<p>Das Staatsoberhaupt ist der Bundespräsident. Er hat aber vor allem repräsentative Aufgaben, politisch gesehen ist er also nicht sehr wichtig. Gewählt wird er alle fünf Jahre, und zwar von der Bundesversammlung. Dies ist die einzige Aufgabe der Bundesversammlung. Die Bundesversammlung setzt sich zusammen aus Mitgliedern des Deutschen Bundestages und einer gleichen Zahl von anderen Mitgliedern aus dem ganzen Land. Bei der letzten Wahl waren es 1205 Mitglieder. Ein einziges Mal darf der Bundespräsident wiedergewählt werden, dann wäre er also 10 Jahre im Amt. Die nächste Wahl findet am 23. Mai 2009 statt. Der momentane Bundespräsident heißt Horst Köhler, und eine weitere Kandidatin ist eine Frau – Gesine Schwan. Angeblich verdient der Bundespräsident 199.000 Euro pro Jahr (2007).</p>

<p>Der Regierungschef ist der Bundeskanzler. Er wird vom Bundestag gewählt. Vorher hat ihn der Bundespräsident vorgeschlagen. Der Kanzler – oder wie momentan die Kanzlerin, denn unsere Chefin ist Angela Merkel – schlägt dann die Bundesminister vor. Kanzler und Minister sind dann die Bundesregierung. Manchmal wird die Bundesrepublik Deutschland auch als Kanzlerdemokratie bezeichnet, weil der Kanzler eine sehr starke Stellung hat. Ein Kanzler kann beliebig oft wiedergewählt werden. Helmut Kohl war am längsten deutscher Kanzler: Von 1982 bis 1998, also 16 Jahre lang. Die Kanzlerin verdient angeblich rund 240.000 Euro im Jahr. </p>

<p>Zwei wichtige Institutionen muss ich noch erklären – manchmal werden sie von vielen Deutschen verwechselt. Es gibt den Bundestag und den Bundesrat. Der Bundestag ist das Parlament. Er wird direkt vom Volk gewählt. Eine so genannte Legislaturperiode, also die Zeit, in der der Bundestag in mehr oder weniger gleicher Zusammensetzung Politik macht, dauert in der Regel vier Jahre. Momentan gibt es im Bundestag 612 Abgeordnete aus allen Bundesländern. Der Bundestagspräsident ist momentan Norbert Lammert. Der Bundestag schafft das Bundesrecht und ändert die Verfassung. Er kann auch internationale Verträge mit anderen Staaten genehmigen und beschließt den Bundeshaushalt, also die Finanzen des Landes. Er wählt wie vorhin schon gesagt den Bundeskanzler und kontrolliert den Einsatz der Bundeswehr, also des Militärs. </p>

<p>Der Bundesrat dagegen hat andere Aufgaben: Hier sind Mitglieder aller Bundesländer vertreten. Jedes Bundesland hat drei bis sechs Sitzplätze, je nach Einwohnerzahl. Sie können so bei der Gesetzgebung auf Bundesebene mitwirken. Der Bundesrat hat momentan 69 Mitglieder und kann nicht abgeschafft werden. </p>

<p>Zum Schluss, auch wenn es bis hierhin schon sehr kompliziert war, noch ein Wort zu den deutschen Parteien. Die größten Parteien in Deutschland sind die SPD und die CDU/CSU. Die SPD ist die  Sozialdemokratische Partei Deutschlands. Der letzte Kanzler, Gerhard Schröder, war von der SPD. Die Farbe der SPD ist Rot. Die CSU gibt es nur in Bayern, sie hat sich mit ihrer Schwesterpartei CDU zusammengetan. Die Farbe der CDU/CSU ist Schwarz, die Abkürzung steht für Christlich-Demokratische Union beziehungsweise Christlich-Soziale Union. Die beiden großen Parteien haben eine Koalition gebildet und regieren momentan gemeinsam. Kleinere Parteien sind die FDP (gelb), die oft als Liberale bezeichnet werden, und Die Grünen (grün), die es erst seit 1980 gibt und die sich zu Beginn ihrer Zeit vor allem für die Umwelt eingesetzt haben. Erst seit einem Jahr gibt es „Die Linke“, eine sehr umstrittene Partei.</p>

<p>So, das war also das komplizierte Thema Politik, besser gesagt das politische System von Deutschland. Im Alltag merkt man das als Deutscher so: Man darf wählen gehen und wählt Mitglieder des Bundestages oder des Landtages. Dann wartet man, bis der Kanzler gewählt wird. Oft wird kritisiert, dass wir den Kanzler nicht direkt wählen dürfen – aber das ist ja in vielen Ländern so. </p>

<p>Zum Abschluss noch etwas Musik, und zwar von Markus Kaes, gesungen von Judith Jahn. Der Song heißt „Schon wieder.“ Übrigens gibt es ein neues Tool auf slowgerman.com. Wenn Ihr mit der Maus doppelklickt auf irgendein Wort, also zwei Mal klicken, dann seht Ihr die englische Übersetzung. Danke an Stan für dieses Widget!</p>]]></description>
            <pubDate>Wed, 16 Jul 2008 23:14:50 +0200</pubDate>
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        </item>
        
        
        <item>
            <title>SG #032: Wohnungen mieten</title>
            <description><![CDATA[<p>Timo aus Finnland zieht im Herbst nach Deutschland. Er hat mich gefragt, wie man hier eine Wohnung findet. Ich bin ja selber gerade erst umgezogen, daher werde ich versuchen, es zu erklären. </p>

<p>Am einfachsten ist es natürlich über Mundpropaganda. Das heißt man hört über Freunde oder die Familie, dass irgendwo eine Wohnung frei wird. Aber so funktioniert das eben nicht immer. Also muss man entweder in Tageszeitungen eine Anzeige aufgeben oder die Anzeigen im Immobilienmarkt lesen, also in dem Teil der Zeitung, in dem es um Wohnungen und Häuser geht. Oder man sucht im Internet, die größte Börse ist hier immobilienscout24.de. </p>

<p>In Deutschland misst man die Größe einer Wohnung erstmal in Zimmern. Eine 2-Zimmer-Wohnung heißt also, man hat Küche, Bad und zwei Zimmer. Bei einer 4-Zimmer-Wohnung hat man Küche, Bad und vier Zimmer. Aber Vorsicht: Oft ist die Küche leer. Das bedeutet, es gibt zwar einen Raum für die Küche, aber es gibt dort keine Möbel, keine Geräte. Der Raum ist leer. Man muss also oft noch viel Geld investieren und eine komplette neue Küche kaufen, wenn man eine Wohnung mieten will. Ihr werdet oft die Abkürzung EBK sehen, das bedeutet Einbauküche. Wenn das also bei einer Anzeige dabeisteht, bedeutet das, die Wohnung hat eine Küche.</p>

<p>Die Größe einer Wohnung wird natürlich auch in Quadratmetern gemessen. Wobei es einen Unterschied gibt: Wenn zum Beispiel ein großer Balkon oder eine Terrasse dabei sind, dann werden diese Flächen nicht ganz mitgezählt. Wer also 30 Quadratmeter Terrasse hat, bei dem wird das als 15 Quadratmeter Nutzfläche berechnet. Kompliziert, oder? </p>

<p>Noch zwei wichtige Unterschiede: Kaltmiete und Warmmiete. Bei der Warmmiete ist alles inklusive. Das ist also der Betrag, den man wirklich an den Vermieter zahlen muss. Normalerweise steht in Anzeigen aber nur die Kaltmiete. Zur Kaltmiete hinzu kommen die so genannten Nebenkosten. Das sind Kosten für die Müllabfuhr, das Wasser, die Heizung, manchmal auch für die Beleuchtung des Hauses oder den Kabelanschluss. Stromkosten und Telefonkosten zahlt man normalerweise direkt an die Strom- oder Telefonkonzerne, das hat mit dem Vermieter nichts zu tun.</p>

<p>Wenn man dann im Internet oder in einer Zeitung eine Wohnung gefunden hat, macht man einen Besichtigungstermin. Manchmal organisiert diese Termine der Vermieter selber. Normalerweise aber übernimmt das ein Makler. Man darf sich also die Wohnung ansehen und Fragen stellen. Oft ist die Konkurrenz groß, vor allem in Städten wie München. Viele Menschen wollen die Wohnung haben, und der Vermieter kann sich für einen Mieter entscheiden. Damit ihm diese Entscheidung leichter fällt, verlangt er meist eine so genannte Selbstauskunft. Das ist ein Blatt Papier, ein Formular, auf dem der potenzielle Mieter Informationen über sich selbst ausfüllt. Welchen Beruf er hat, wieviel Geld er verdient, wo er vorher gewohnt hat, manchmal sogar ob er ein Instrument spielt (wegen der Lautstärke) oder nicht. Wenn dann alles in Ordnung ist, kann man den Mietvertrag unterschreiben. </p>

<p>All das ist natürlich mit Kosten verbunden. Der Makler verlangt eine so genannte Provision. Diese darf bis zu 2,38 Monatsmieten hoch sein. Das heißt, angenommen die Miete kostet 1000 Euro Miete, dann zahlt man 2380 Euro an den Makler. Der Vermieter verlangt dann noch eine Kaution. Meistens sind das auch drei Mal die Kaltmiete – also in unserem Fall auch rund 3000 Euro. Wenn dann noch eine Küche bereits eingebaut ist, oder zum Beispiel ein Einbauschrank, verlangt der Vormieter eine Ablöse. Man kauft ihm also die Küche und den Schrank ab. Kein Wunder, dass die Deutschen nicht so gerne umziehen, oder?</p>

<p>Damit man versteht, was in Wohnungsanzeigen steht, ist diese Liste aus der Wikipedia sehr nützlich, mit allen Abkürzungen: http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Abk%C3%BCrzungen_(Wohnungsanzeigen)</p>

<p>Und wieder deutsche Musik zum Schluss, diesmal von Störte Priester das Stück „Heiliges Kind“, die neue CD der Band ist ab 1. August auf dem Markt.</p>]]></description>
            <pubDate>Fri, 25 Jul 2008 23:09:27 +0200</pubDate>
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        </item>
        
        
        <item>
            <title>SG #033: Die Autobahn</title>
            <description><![CDATA[<p>Alle Folgen und mehr Informationen unter www.slowgerman.com 
<br />Mail an podcast@slowgerman.com</p>

<p>Die heutige Folge:</p>

<p>Ralph ist Kanadier in der ersten Generation, das heißt seine Eltern kamen aus Deutschland nach Kanada und er ist dort aufgewachsen. Ihn interessiert, wie das in Deutschland mit der Fahrschule funktioniert und mit den Autobahnen. </p>

<p>Wir fangen an mit der deutschen Autobahn, die ja weltweit bekannt ist. Die erste offizielle Autobahn wurde 1932 eingeweiht. Die meisten Amerikaner sind enttäuscht, wenn sie das erste Mal eine Autobahn sehen. Denn verglichen mit den Freeways oder den großen, zehnspurigen Straßen in Los Angeles sind Autobahnen eher winzig. </p>

<p>Eine Autobahn ist eine Straße in beide Richtungen. Jede Richtung hat mindestens zwei Spuren. In der Mitte sind die beiden Richtungen getrennt, entweder durch Betonmauern oder durch Leitplanken aus Stahl. Wenn ein Auto übrigens trotzdem auf der falschen Seite in die falsche Richtung fährt, meistens geschieht das aus Absicht als Mutprobe, oder als Selbstmordversuch, manchmal sind es aber auch einfach verwirrte Menschen, dann nennt man diese Fahrer Geisterfahrer. Autobahnen sind meistens so konstruiert, dass man weder enge Kurven hat noch große Höhenunterschiede, sofern sich das machen ließ. Wenn zu viel los ist, vor allem in der Urlaubszeit, dann ist Stau auf der Autobahn. Dann stehen die Autos mehr als dass sie fahren.</p>

<p>Auf einer Autobahn gibt es eine Mindestgeschwindigkeit. Man muss also mindestens ein Fahrzeug haben, das 60 Kilometer pro Stunde oder schneller fahren kann. Radfahrer dürfen also selbstverständlich nicht auf die Autobahn, kleine Vesparoller oder ähnliches auch nicht. Ursprünglich hatte die Autobahn kaum eine Geschwindigkeitsbegrenzung. Man durfte also so schnell fahren, wie man wollte. Mittlerweile hat sich das an vielen Stellen geändert, die Geschwindigkeit ist dort festgelegt und man darf nicht schneller als zum Beispiel 120 km/h fahren. Grund für die Begrenzung ist die Sicherheit – wenn ein Auto 210 fährt und das andere 100, dann kann es leichter zu Unfällen kommen als wenn beide ungefähr gleich schnell – oder langsam – fahren. Ein Drittel des deutschen Verkehrs läuft über die Autobahn. Hier sind auch die meisten Lastwagen unterwegs. Sie müssen bezahlen, um auf der Autobahn fahren zu dürfen. Selten hat eine Autobahn mehr als drei Spuren. </p>

<p>Da die Autobahn auch viel für den Fernverkehr genutzt wird, also für Menschen, die weite Strecken zurücklegen müssen, gibt es Raststätten. Man fährt also kurz neben die Autobahn um etwas zu Essen oder zu Tanken. Es gibt sogar Autobahnkirchen. Und wisst Ihr, was der Bau einer Autobahn kostet? Pro Kilometer 26,8 Millionen Euro. Am teuersten ist die Planung, die normalerweise rund 20 Jahre lang dauert. Dann braucht man Ingenieure, die mithelfen und beraten, und der Bau selbst kostet 6,7 Millionen Euro. Wenn Ihr mal in Deutschland seid und Ihr sucht eine Autobahn, sucht nach blauen Schildern mit weißer Schrift. </p>

<p>Zum Schluss wie immer ein wenig Musik, diesmal der Gema-Song von den Reeperboys.</p>]]></description>
            <pubDate>Mon, 04 Aug 2008 23:09:43 +0200</pubDate>
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        </item>
        
        
        <item>
            <title>SG #034: Das R</title>
            <description><![CDATA[<p>Alle Folgen und mehr Informationen unter www.slowgerman.com 
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<p>Die heutige Folge:</p>

<p>Dorothy aus Peking hat mich gefragt, wie man das "R" im Deutschen richtig ausspricht. Es ist schwer, das zu erklären. Ich versuche es trotzdem.</p>

<p>Im Süden Deutschlands spricht man das "R" gerollt aus. Es klingt dann so wie in der spanischen oder italienischen Sprache. Dabei legt man die Zungenspitze an die Zähne und stößt Luft aus - so dass die Zunge leicht vibriert. Ich selber kann Euch das leider nicht vormachen - meine Mutter ist zwar aus Bayern und kann das "R" rollen, aber ich bin nicht in Bayern aufgewachsen und habe es daher nicht gelernt.</p>

<p>Im Norden Deutschlands und vor allem im Hochdeutschen spricht man das "R" anders aus. Hier wird es zwar auch gerollt, aber weiter hinten, fast schon im Hals. So spreche ich es auch aus: RRRRRRRR. Das ist auch das R, wie es im Französischen ausgesprochen wird.</p>

<p>Wenn Ihr also eine perfekte deutsche Aussprache haben wollt, müsst Ihr dieses zweite R lernen. Aber auch wenn Ihr das R rollt, wird Euch jeder verstehen - und vielleicht denken, Ihr wärt aus Bayern.</p>

<p>Den Unterschied beider Varianten möchte ich Euch noch demonstrieren. Dafür habe ich mir Verstärkung geholt. Ein Freund von mir, Hartmut, kann beide Varianten aussprechen. Ich habe ihn einige Wörter sagen lassen, und das hört Ihr jetzt:</p>

<p>XXX</p>

<p>Musik habe ich Euch heute extra passend zum Thema herausgesucht. Denn das Elisabeth Lohninger Quartett lässt beim Lied “Ob ich dich liebe” ganz schön das R rollen! Gefunden habe ich es beim Podsafe Music Network.</p>]]></description>
            <pubDate>Thu, 11 Sep 2008 10:34:04 +0200</pubDate>
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        </item>
        <item>
            <title>SG #035: Religion</title>
            <description><![CDATA[<p>Alle Folgen und mehr Informationen unter www.slowgerman.com 
<br />Mail an podcast@slowgerman.com</p>

<p>Die heutige Folge:</p>

<p>Ich wurde gebeten, über Religion zu sprechen. Religion in Deutschland. Wie so oft muss man bei diesem Thema unterscheiden zwischen Ostdeutschland und Westdeutschland. Denn in Ostdeutschland, also in der ehemaligen DDR, hatte die Regierung eine antikirchliche Haltung. Daher sind noch heute 68 Prozent der Ostdeutschen nicht religiös. Genauer gesagt: Sie gehören keiner Kirche an. Ob sie für sich einen Glauben haben, ist schwer zu erforschen. In Westdeutschland sieht diese Zahl ganz anders aus: Hier sind es nur 15 Prozent, die keiner Religionsgemeinschaft angehören. Ich gehöre dazu. </p>

<p>Die meisten Deutschen sind Christen. Ein Drittel der Deutschen sind Katholiken, ein Drittel sind evangelisch, also Protestanten. Der Rest gehört zu keiner dieser Gemeinschaften. Man kann eine regionale Unterteilung erkennen: Der Norden von Deutschland ist eher protestantisch, der Süden katholisch.</p>

<p>Natürlich gibt es noch andere Konfessionen in Deutschland, es gibt Juden oder orthodoxe Christen, Baptisten und Zeugen Jehovas,  allerdings ist ihre Zahl sehr klein. Nach den Katholiken und Protestanten gibt es vor allem Muslime in Deutschland, sie machen vier Prozent der Bevölkerung aus. Das kommt daher, weil in den 60er-Jahren viele Gastarbeiter aus der Türkei nach Deutschland kamen und hier geblieben sind. </p>

<p>Die christlichen Kirchen in Deutschland haben große Sorgen. Immer mehr Menschen treten aus der Kirche aus, das heißt sie wollen offiziell nicht mehr zu dieser Religionsgemeinschaft gehören. Das bringt nicht nur spirituelle Probleme für die Kirche, sondern auch finanzielle. Denn jeder Gläubige in Deutschland zahlt die so genannte Kirchensteuer. Sie wird vom Staat mit den anderen Steuern eingezogen und an die Kirchen weitergegeben. Von diesem Geld werden vor allem soziale Einrichtungen finanziert, wie kirchliche Kindergärten, Altenheime und andere Betreuungsangebote. Je mehr Menschen aus der Kirche austreten, desto weniger Menschen zahlen Kirchensteuer. </p>

<p>Wichtig ist der Kirchenbesuch für die meisten Christen an Weihnachten oder Ostern. Hier wird dann das jeweilige Fest groß gefeiert. Die wenigsten Deutschen aber gehen jeden Sonntag in die Kirche. </p>

<p>In einer katholischen Stadt wie München ist die Kirche allgegenwärtig. Das bedeutet, sie ist überall. Vor allem in der Altstadt stehen zahlreiche katholische Kirchen, alte Bauwerke, die sehr prunkvoll sind. Auch das Wahrzeichen von München, die Frauenkirche, ist eine Kirche mit zwei Türmen. Zur vollen Stunde hört man überall Kirchenglocken läuten. Für mich ist das ein schöner Klang, obwohl ich nicht gläubig bin. Die Religion ist zwar seit 1919 in der deutschen Verfassung vom Staat getrennt worden, sie spielt aber immer wieder eine Rolle. Zum Beispiel gibt es viele religiöse Feiertage in Deutschland, wie zum Beispiel Allerheiligen, von dem ich Euch ja schon erzählt habe. </p>

<p>In vielen Gerichtssälen und Schulen hängen Kreuze an der Wand. Das löste vor einigen Jahren den so genannten Kruzifix-Beschluss aus. Wenn sich ein Kind in seinem Klassenzimmer von dem Kreuz gestört fühlt, muss das Kreuz entfernt werden. Einen weiteren Streit vor Gericht gab es darüber, ob Lehrer und Schüler in der Schule Kopftücher tragen dürfen, also ein deutliches Zeichen ihrer muslimischen Religion.</p>

<p>In der Schule gibt es zudem Religionsunterricht, der Pflicht für alle Schüler ist. Wer nicht in den katholischen oder evangelischen Unterricht gehen möchte, der geht stattdessen heute in einen Ethikunterricht. </p>

<p>Heute mal Musik von Kat-Musik, http://www.kat-musik.de/, der Song heißt Kopf Kino. Gefunden im Podsafe Music Network.</p>]]></description>
            <pubDate>Sun, 21 Sep 2008 10:35:28 +0200</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
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        <item>
            <title>SG #036: Kinderlieder</title>
            <description><![CDATA[<p>Alle Folgen und mehr Informationen unter www.slowgerman.com 
<br />Mail an podcast@slowgerman.com</p>

<p>Die heutige Folge:</p>

<p>Heute möchte ich Euch etwas über Kinderlieder erzählen, denn ich weiß, dass viele meiner Hörer Eltern sind und selber kleine Kinder haben. Es gibt eine Menge Lieder, und später werde ich Euch auch einige vorsingen lassen. Meine Podcast-Kolleginnen Rickie und Tina haben extra ein Medley eingesungen.</p>

<p>Die meisten Kinderlieder in Deutschland stammen aus dem 19. Jahrhundert. Manche Autoren haben bis zu 500 Texte für Kinderlieder geschrieben. Kinderlieder werden Kindern vor allem von den Eltern vorgesungen. Kinder lernen durch die Musik und den Text viel Neues dazu. Die ständigen Wiederholungen mancher Zeilen machen ihnen Spaß. Und für viele Kinderlieder gibt es auch Handbewegungen oder ähnliches. Jedes Kind in Deutschland kenn das Lied "Hoppe, hoppe, Reiter". Da sitzt das Kind auf dem Knie eines Erwachsenen, als wäre es ein Reiter auf einem Pferd. An einer Stelle im Lied fällt der Reiter aber vom Pferd hinunter - der Erwachsene simuliert das mit dem Kind, hält es dabei aber natürlich fest, damit es sich nicht verletzt. Für Kinder ist das ein großer Spaß.</p>

<p>Auch im Kindergarten oder in der Grundschule werden die alten Lieder immer wieder gesungen. Die Lieder haben mehrere Strophen, und ich muss gestehen, dass ich meistens nur noch die erste auswendig kann - wenn überhaupt. Das einfachste Kinderlied ist wohl "Alle meine Entchen", das man auch sehr leicht auf dem Klavier spielen kann. Dann gibt es noch "Hänschen Klein", "Ein Vogel wollte Hochzeit machen", "Alle Vögel sind schon da" oder "Kommt ein Vogel geflogen" oder "Häschen in der Grube". Ihr merkt schon - in vielen Liedern geht es um Tiere und um die Natur.</p>

<p>Oft merkt man aber, dass die Lieder schon sehr alt sind. So beginnt ein Lied mit der Zeile "es klappert die Mühle am rauschenden Bach, klipp-klapp". Kinder in unserer heutigen Welt werden nicht wissen, was eine Mühle ist - dass dort früher Mehl gemahlen wurde und es einen Müller gab. Viele Lieder widmen sich besonderen Anlässen. "Ich geh mit meiner Laterne" singen die Kinder im Herbst, am St. Martinstag. Ich werde Euch bald davon erzählen.</p>

<p>Wichtig sind vor allem auch die Schlaflieder, also Lieder, die man Kindern vorsingt, wenn sie schon im Bett liegen und einschlafen sollen. Das sind beruhigende, schöne Lieder. Das bekannteste ist bestimmt "Schlaf, Kindlein, schlaf" oder "Weißt Du, wie viel sternlein stehen". Einen Link zu einer guten Internetseite mit deutschen Kinderliedern und dem Text dazu stelle ich Euch auf meine Seite slowgerman.com. Oder Ihr schaut jetzt auf Euren iPod und drückt auf die mittlere Taste, bis der Text kommt. Am Ende des Textes steht der Link.</p>

<p>http://www.spiellieder.de/kinderlied-standards/kinderlied-standards.htm</p>

<p>Jetzt hören wir aber Rickie und Tina mit ihrem Kinderliedermedley. Die beiden wohnen hier in München und sind professionelle Sängerinnen. Sie machen auch einen Podcast, er heißt "Chicks on Tour".</p>

<p>XXX</p>

<p>Zum Schluss noch eine Empfehlung von meinem Hörer Jaume aus Brasilien. Er empfiehlt das Magazin "Deutsch Perfekt" (www.deutsch-perfekt.com), den Link findet Ihr auf meiner Homepage.</p>]]></description>
            <pubDate>Thu, 02 Oct 2008 07:36:53 +0200</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
        </item>
        
        
        <item>
            <title>SG #037: Zeitungen</title>
            <description><![CDATA[<p>Einen schönen Gruss an Tessa - sie hat mich so geschimpft, dass ich
<br />keine neue Episode mehr gemacht habe, dass ich sofort eine aufgenommen
<br />habe!</p>

<p>Anna lebt in Berlin und würde gerne eine Zeitung lesen. Sie hat mich
<br />gefragt, welche deutschen Zeitungen es auf dem Markt gibt. Natürlich
<br />kann ich Euch nicht alle Zeitungen vorstellen, aber ich hoffe, dass
<br />ich die wichtigsten nennen kann und ihre Unterschiede.</p>

<p>Zunächst einmal gibt es einen Unterschied in der deutschen Sprache
<br />zwischen Zeitung und Zeitschrift. Eine Zeitschrift ist ein Magazin,
<br />also ein kleines, buntes Heft. Meistens erscheint es nur ein Mal pro
<br />Woche oder pro Monat. Eine Zeitung ist viel größer und kann auch
<br />täglich erscheinen.</p>

<p>Ich spreche erst einmal über die Zeitungen. Da gibt es einen
<br />Unterschied: Es gibt regionale und überregionale Zeitungen. Regionale
<br />Zeitungen erscheinen in einem kleinen Gebiet, sie berichten
<br />hauptsächlich über dieses Gebiet. Also zum Beispiel gibt es das
<br />Göttinger Tageblatt oder die Berliner Morgenpost. In diesen Zeitungen
<br />kann man viele Informationen lesen über Göttingen oder Berlin. Das ist
<br />für Menschen, die dort leben, sehr interessant. Für mich in München
<br />allerdings bringt das wenig. Außerdem gibt es die meisten dieser
<br />Zeitungen nur in der jeweiligen Region zu kaufen.</p>

<p>Mich interessieren überregionale Zeitungen, also Zeitungen, in denen
<br />viele Nachrichten aus aller Welt stehen. Diese Zeitungen gibt es in
<br />ganz Deutschland zu kaufen. Man kauft Zeitungen entweder am Kiosk oder
<br />im Supermarkt, oder auch an Tankstellen. Und es gibt stumme Verkäufer,
<br />also Zeitungsautomaten, wie ich in Folge 13 erklärt habe.</p>

<p>Die wohl bekannteste überregionale Zeitung in Deutschland ist die
<br />Bild-Zeitung. Sie ist eine Boulevardzeitung. Im englischen Raum nennt
<br />man das Yellow Press. Sie kostet nicht viel, ist dünn und schnell auf
<br />dem Weg zur Arbeit durchgeblättert. Die Bild-Zeitung gibt es seit 1952
<br />und sie ist die Zeitung mit der größten Auflage in ganz Europa. 3,3
<br />Millionen Exemplare werden von ihr jeden Tag gedruckt. Oft geht es
<br />hier um Skandale von Prominenten oder ähnliches. Im gleichen Verlag,
<br />dem berühmten Axel-Springer-Verlag, erscheint auch die Welt.</p>

<p>Mehr Niveau hat die Süddeutsche Zeitung. Sie wird in München
<br />hergestellt und existiert seit 1945. Jede Zeitung ist in verschiedene
<br />Ressorts unterteilt, so auch die SZ. Es gibt die Nachrichten, den
<br />Sport-Teil, das Feuilleton, also die Kultur, einen Serviceteil mit
<br />Hinweisen auf Kulturveranstaltungen und ähnlichem und natürlich auch
<br />den Wirtschaftsteil mit aktuellen Börsenkursen. Die Süddeutsche
<br />Zeitung gilt als politisch linksliberal und kritisch.</p>

<p>Sehr bekannt ist auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung, deren
<br />Berichterstattung eher konservativ ist. Besonders ist dagegen die taz
<br />aus Berlin. Die Abkürzung taz steht für "Tageszeitung". Von ihr werden
<br />nur rund 50.000 Exemplare gedruckt. Sie ist etwas kleiner als andere
<br />Tageszeitungen und gilt als politisch links-alternativ.</p>

<p>Was die Zeitschriften angeht, also die Magazine, so gibt es vor allem
<br />drei, die in Deutschland eine Rolle spielen. Der Spiegel erscheint
<br />jeden Montag. Er wurde 1947 gegründet. Seine Journalisten sind sehr
<br />angesehen, und die Schwerpunkte Politik, Wirtschaft und Wissenschaft
<br />sind fundiert recherchiert. Der Stern ist etwas bunter, hier geht es
<br />oft auch um Fotostrecken oder weniger brisante und intellektuelle
<br />Themen. Relativ neu dazugekommen ist 1993 der Focus. Er sollte eine
<br />Konkurrenz zum Spiegel sein und ist weitaus konservativer. Nach wie
<br />vor lesen mehr Deutsche den Spiegel als den Focus.</p>

<p>So, das waren natürlich nicht alle deutschen Zeitungen. Es gibt auch
<br />noch die Frankfurter Rundschau und die sehr gute, einmal in der Woche
<br />am Donnerstag erscheinende "Zeit", die ich sehr empfehlen kann. Aber
<br />ich glaube, Ihr habt einen guten Überblick bekommen. Übrigens gibt es
<br />in großen Städten nochmal eigene Regionalzeitungen, wie vorher
<br />angedeutet. In München zum Beispiel gibt es die tz, die Abendzeitung
<br />und den Münchner Merkur. Jede Zeitung hat ihre eigene Ausrichtung, und
<br />daher kann man an den Lesern jeweils ungefähr abschätzen, welche
<br />politische oder gesellschaftliche Ausrichtung sie haben.</p>

<p>Kontakt: podcast@slowgerman.com
<br />Homepage: www.slowgerman.com</p>]]></description>
            <pubDate>Mon, 24 Nov 2008 12:52:38 +0100</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
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        <item>
            <title>SG #038: Einkaufen</title>
            <description><![CDATA[<p>Julio hat mich gefragt, wo wir Deutschen einkaufen und was wir als Geschenk mitnehmen, wenn wir irgendwo eingeladen sind. Da bald Weihnachten ist, erzähle ich es Euch gerne. </p>

<p>In Deutschland ist es wie in vielen anderen Ländern: Früher gab es viele sehr kleine Geschäfte in der Innenstadt oder in Dörfern. Heute verschwinden diese kleinen Läden immer mehr. Die Läden, in denen man alles mögliche kaufen konnte, von Lebensmitteln bis hin zu Babywindeln oder ähnlichem nennt man in Deutschland übrigens "Tante-Emma-Laden". Aber wie gesagt: Es gibt nicht mehr viele davon.</p>

<p>Heute orientieren sich die Deutschen am amerikanischen Vorbild. Es gibt immer mehr Malls, also Einkaufszentren, in denen viele Geschäfte unter einem Dach zu finden sind. Vor allem in Deutschland hat dies einen Vorteil: Denn hier ist das Wetter oft sehr schlecht und es regnet viel, da ist es natürlich schön, wenn man trockenen Fußes von einem Laden in den nächsten gehen kann. Schade daran ist, dass diese Einkaufszentren überall sehr ähnlich sind. Hier gibt es keine kleinen netten Läden zu entdecken, sondern meistens findet man hier nur die großen Ketten. Eine Kette ist in diesem Fall eine Ladenkette. Also zum Beispiel H&M, C&A, Starbucks oder McDonald's. Ich finde es daher langweilig, in anderen Städten in solche Malls zu gehen - denn sie sehen überall gleich aus.</p>

<p>Viel interessanter sind die vielen kleinen Boutiquen und Geschäfte, die es in manchen Straßen in der Innenstadt noch zu finden gibt. Zudem hat nahezu jede deutsche Stadt eine Fußgängerzone, also eine große Straße voller Geschäfte, die nur für Fußgänger offen ist. Autos, Busse oder Taxen dürfen hier nicht fahren, auch keine Fahrräder. Gerade in der Vorweihnachtszeit sind diese Fußgängerzonen aber meistens sehr überfüllt. Es sind einfach zu viele Menschen unterwegs.</p>

<p>Die Öffnungszeiten sind in Deutschland sehr streng geregelt. In München schließen nahezu alle Geschäfte abends um acht Uhr. Am Sonntag bleiben alle Geschäfte geschlossen. Auch die Supermärkte. Man kann dann Lebensmittel wie Milch oder Toastbrot nur bei einer Tankstelle kaufen - meistens zu hohen Preisen. Ausnahmen gibt es natürlich schon: In Berlin zum Beispiel haben die Geschäfte oft länger offen, manchmal auch am Sonntag. Ich finde es schade, dass man abends nicht länger einkaufen kann. Jeden Sommer wird darüber diskutiert, ob man diese Öffnungszeiten nicht ausweiten könnte. Aber wenn ich mich daran erinnere, als ich ein Kind war, haben wir heute paradiesische Verhältnisse. Als Kind hatten die Geschäfte nur bis sechs Uhr abends geöffnet, und in der kleinen Stadt, in der ich aufgewachsen bin, hatten die meisten Läden am Mittwoch Nachmittag zu. </p>

<p>Lebensmittel gibt es entweder im Supermarkt, oder in kleineren Geschäften. Es gibt zumindest in Großstädten meistens spezielle Geschäfte für asiatische oder türkische Lebensmittel. Im Sommer gibt es an vielen Straßen Obst-Stände, wo man sich also Obst und Gemüse direkt frisch kaufen kann. Und es gibt viele Wochenmärkte. Das bedeutet, dass einmal pro Woche viele Händler ihre Ware auf einem Dorfplatz präsentieren und verkaufen. Käse, Fisch, Blumen, Obst und Gemüse - einfach alles. Hier in München gibt es noch so einen Markt, der sehr berühmt ist: Den Viktualienmarkt. Es gibt ihn seit vielen, vielen Jahrzehnten und hier kann man im Freien bei kleinen Ständen einkaufen, egal, wie schlecht das Wetter ist. Der Viktualienmarkt ist eine Touristenattraktion, aber auch die Münchner selber kaufen hier gerne ein. Die Ware gilt als besonders frisch - aber manches ist hier auch sehr teuer.</p>

<p>Was wir anderen schenken, wenn wir eingeladen sind? Angenommen, jemand lädt mich zum Abendessen zu sich nach Hause ein. Dann bringe ich einer Frau eventuell Blumen mit oder etwas Süßes, oder irgendetwas Nettes, das ich gesehen habe. Eine schöne Kerze, einen netten Bilderrahmen oder so etwas. Für einen Mann bringe ich dann doch eher eine Flasche Rotwein mit, wenn er das mag. Oft kann man sich unter Freunden natürlich auch absprechen, und bringt beispielsweise einen Kuchen mit, als Dessert. </p>

<p>Weil Weihnachten vor der Tür steht, überlege ich natürlich auch schon wieder, was ich meinen Freunden und Verwandten schenken könnte. Das ist gar nicht so leicht! Manche Menschen geben hier in Deutschland sehr viel Geld für Weihnachtsgeschenke aus. Ich versuche, Menschen auch mit kleinen Geschenken eine Freude zu machen. Und dann muss ich natürlich auch selber noch einen Wunschzettel schreiben, wie die Kinder es tun...</p>

<p>Zum Schluss noch das Lied "Fein sein" vom Konservenfabrikant Köberle, übrigens auch ein Podcaster aus Bayern, den Link zu seinem Podcast findet Ihr auf slowgerman.com bei der heutigen Folge.</p>

<p>Kontakt: podcast@slowgerman.com
<br />Homepage: www.slowgerman.com</p>]]></description>
            <pubDate>Mon, 01 Dec 2008 00:00:12 +0100</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
        </item>
        
        
        <item>
            <title>SG #039: Urlaub</title>
            <description><![CDATA[<p>Chris aus Oklahoma hat mich gefragt, wo die Deutschen gerne im Urlaub hinfahren. Ich habe mir jetzt eine aktuelle Statistik angeschaut, und das ist wirklich erstaunlich. 23 Prozent der Deutschen bleiben im Urlaub in ihrem eigenen Land. Ich kann das schon verstehen, denn in Deutschland gibt es viele schöne Dinge zu sehen. Man kann an die Nord- oder Ostsee fahren und Urlaub am Strand machen, oder man kann in die bayerischen Alpen fahren und sich die Berge und Seen dort anschauen. Oder man kann natürlich auch eine schöne Städtereise machen, zum Beispiel nach Berlin.</p>

<p>Aber für mich gehört zum Urlaub auch dazu, eine andere Kultur und eine andere Sprache zu erleben. Acht Prozent der Deutschen fahren zum Beispiel gerne nach Spanien. Vor allem aber nach Mallorca. Mallorca ist die liebste Urlaubsinsel der Deutschen. Mittlerweile fahren so viele Menschen nach Malle, wie viele es nennen, dass die Menschen dort schon angefangen haben, Deutsch zu sprechen. Es gibt deutsche Restaurants und Kneipen dort - ich finde das schade.</p>

<p>Gleich nach Spanien kommt Italien. Fast sieben Prozent der Deutschen fahren am Liebsten nach Italien. Als ich ein Kind war, sind meine Eltern mit mir mit dem Auto jeden Sommer nach Italien gefahren. Gerade für Familien ist das optimal. Das Essen schmeckt allen Kindern, es gibt schöne Strände, die Menschen sind sehr nett und familienfreundlich und vor allem: Es ist nicht weit weg. Mit dem Auto sind wir von Süddeutschland aus nur sieben oder acht Stunden unterwegs gewesen.</p>

<p>Viele Deutsche reisen auch gerne nach Ungarn, Tschechien oder Österreich. Oder in den hohen Norden, nach Skandinavien. Und immerhin 3 Prozent träumen von Frankreich. Dort würde ich gerne nächstes Jahr Urlaub machen, mal sehen, ob es klappt. Griechenland und Kroatien sind ebenfalls beliebt, und natürlich fliegen auch viele Deutsche - rund 3 Prozent - nach Nordamerika. Die meisten meiner Freunde waren auch schon in Thailand, es ist das wahrscheinlich beliebteste Reiseziel in Asien für Deutsche. In meiner Familie ist derzeit noch ein Trend zu erkennen: Sie fahren alle nach Ägypten und machen dort eine Nil-Kreuzfahrt.</p>

<p>Natürlich gibt es verschiedene Möglichkeiten, Urlaub zu machen. Man kann mit dem Flugzeug in den Urlaub fliegen oder man fährt mit dem Auto oder dem Zug. Und man kann natürlich auch mit dem Campingwagen in den Urlaub fahren, dort dann einfach auf einem Campingplatz parken und die Zeit dort verbringen. Man hat eine kleine Küche mit dabei und ein Bett. Viele Camper fahren jedes Jahr an den gleichen Campingplatz, und treffen dort jedes Jahr die gleichen Menschen.</p>

<p>Für viele Deutsche bedeutet Urlaub einfach warmes Wetter, viel Sonne, Strand und gutes Essen. Daher sind die südlichen Länder beliebter als die nördlichen. Ich finde es allerdings langweilig, den ganzen Tag am Strand zu liegen. Ich möchte im Urlaub etwas erleben, ich möchte viel sehen, viel zu Fuß herumlaufen und neue Eindrücke sammeln. Ich möchte versuchen, die Menschen zu beobachten und zu verstehen, und so viel von ihrem Essen zu probieren wie möglich. Denn andere Länder sind spannend, findet Ihr nicht auch? Bestimmt. Sonst würdet Ihr nicht Deutsch lernen...</p>

<p>So, jetzt wieder Musik am Schluss, und zwar von "The Golden Kissers" das Stück "Der weiße Matrose". Viel Spaß!</p>]]></description>
            <pubDate>Mon, 08 Dec 2008 11:06:26 +0100</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
        </item>
        
        
        <item>
            <title>SG #040: Beruf und Karriere</title>
            <description><![CDATA[<p>Vicki aus den USA möchte, dass ich über Beruf und Karriere spreche.
<br />Ich werde es versuchen.</p>

<p>Alles beginnt natürlich mit einer guten Ausbildung. Man kann zum
<br />Beispiel an einer Universität studieren. Oder man macht ein Praktikum,
<br />man arbeitet also einige Zeit bei einer Firma, um dort etwas zu
<br />lernen. Danach fängt eine schwierige Zeit an: Man muss sich nämlich
<br />bei verschiedenen Firmen bewerben. Dazu sucht man zum Beispiel im
<br />Internet oder im Stellenmarkt der Tageszeitung nach Anzeigen. Viele
<br />Firmen suchen durch Anzeigen neue Mitarbeiter.</p>

<p>Wenn man dieser Firma dann schreiben möchte, muss man ihnen eine
<br />Bewerbungsmappe schicken. In der Mappe enthalten sind ein Lebenslauf,
<br />meistens auch ein Foto, dazu noch Zeugnisse oder Arbeitsproben. Wenn
<br />die Personalabteilung der Firma diese Mappe gut findet, wird man zu
<br />einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Hier versucht man sich
<br />möglichst positiv zu präsentieren. Denn wenn das Gespräch gut läuft,
<br />hat man den Job. Wenn nicht, dann bekommt ihn ein anderer Bewerber.</p>

<p>Bevor man allerdings anfängt zu arbeiten, muss man meistens erst einen
<br />Arbeitsvertrag unterschreiben. In diesem Vertrag wird festgehalten,
<br />wie viele Stunden man arbeiten muss und wieviel Geld man verdient.
<br />Manchmal ist dieser Vertrag Verhandlungssache - das heißt, man kann in
<br />einem Gespräch festlegen, wie hoch die Summen sind. Manchmal aber, vor
<br />allem in bestimmten Branchen, sind die Preise bereits festgelegt. Das
<br />nennt man Tarifverträge. Diese Tarife wurden bereits in der
<br />Vergangenheit ausgehandelt und gelten dann für alle in diesem Bereich
<br />tätigen Menschen. Zum Beispiel: Wenn ich einen Workshop halte bei
<br />einer Firma, dann kann ich sagen, wie teuer das ist, und die Firma
<br />entscheidet dann, ob sie diesen Preis zahlen möchte. Wenn ich aber für
<br />einen Radiosender wie den Bayerischen Rundfunk arbeite, dann bekomme
<br />ich genau das gleiche Geld wie meine Kollegen. Ich kann nicht
<br />verhandeln oder mehr verlangen.</p>

<p>Wer gerne immer mehr Geld verdienen möchte und immer wichtiger sein
<br />will in seiner Firma, den nennt man in Deutschland einen Karrieristen.
<br />Er möchte die Karriereleiter emporklettern. Oft sind das sehr
<br />ehrgeizige Menschen. Und viele Firmen haben eine klare Hierarchie, bei
<br />der man Stufe um Stufe erklimmen kann. Wichtig ist den meisten
<br />Menschen natürlich, wieviel Geld sie verdienen. Diesen Betrag nennt
<br />man Gehalt. Oft redet man vom Nettogehalt. Das ist dann das Geld, das
<br />man tatsächlich vom Arbeitgeber bekommt. Denn der zieht schon Beträge
<br />ab, zum Beispiel für Kranken- oder Rentenversicherung. Auch die Steuer
<br />wird gleich an das Finanzamt abgeführt. Ein Angestellter bekommt dafür
<br />jedes Jahr vom Finanzamt eine Lohnsteuerkarte. Diese Karte gibt er bei
<br />seinem Arbeitgeber ab. Am Ende des Jahres wird auf dieser Karte
<br />eingetragen, wie viele Steuern der Arbeiter gezahlt hat.</p>

<p>Bei mir ist es anders. Ich bin kein Angestellter. Ich bin
<br />freiberuflich und selbständig. Das bedeutet, ich muss mich selber um
<br />alles kümmern, um die Krankenversicherung und die Rentenversicherung
<br />und auch um die Steuer. Dafür kann ich aber für viele verschiedene
<br />Firmen arbeiten und bin flexibel. Ich habe keine festen Arbeitszeiten,
<br />wie andere Menschen. Viele Menschen, die als Verkäufer arbeiten,
<br />arbeiten übrigens auf Provision. Sie bekommen also einen Anteil an
<br />dem, was sie verkauft haben, für sich.</p>

<p>So, ich hoffe, ich konnte Euch viele neue Wörter beibringen. Ihr wisst
<br />ja: Wenn ihr etwas nicht versteht, einfach auf der Internetseite
<br />www.slowgerman.com auf das Wort mit der Maus klicken, zwei Mal, dann
<br />seht Ihr die englische Übersetzung. Oder Ihr lasst Euch den ganzen
<br />Text in Eure Muttersprache übersetzen, indem Ihr in der rechten Spalte
<br />auf die Fahne Eures Landes klickt. Aber Vorsicht: Dann stimmt
<br />natürlich die Grammatik nicht mehr!</p>

<p>Kontakt: podcast@slowgerman.com
<br />Homepage: www.slowgerman.com</p>]]></description>
            <pubDate>Mon, 15 Dec 2008 00:00:06 +0100</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
        </item>
        
        
        <item>
            <title>SG #041: Weihnachten</title>
            <description><![CDATA[<p>Ich kann es selber kaum glauben - aber ich habe Euch noch gar nichts von Weihnachten erzählt! Also hole ich das heute nach. In Deutschland ist Weihnachten das wahrscheinlich wichtigste Fest des Jahres. Ich weiß, Ostern ist für die Christen noch viel wichtiger, aber Weihnachten ist auch für weniger religiöse Menschen wie mich ein großes Datum.</p>

<p>Ich habe Euch ja schon erzählt, dass es in Deutschland den Advent gibt. Die vier Sonntage vor Weihnachten wird also jeweils eine Kerze angezündet auf einem Adventskranz. Und man hat einen Adventskalender, hinter dessen Türchen jeden Tag Schokolade oder etwas anderes zu finden ist. Ist diese Wartezeit endlich vorbei, dann ist Weihnachten. Wir feiern schon am 24. Dezember. In meiner Familie beginnt der Tag nach einem schönen Frühstück und Mittagessen damit, dass wir den Tannenbaum von draußen hereinholen, ihn in der Wohnung aufstellen und gemeinsam schmücken. Das macht aber jede Familie anders. Dann ziehen wir uns festlich an, versammeln uns wenn es dunkel ist um den schönen Baum, hören Weihnachtsmusik und zünden die Kerzen an. Und dann ist die Bescherung. Wir überreichen einander die Geschenke und packen sie aus. Danach gibt es ein festliches Essen. In vielen Familien gibt es am Heiligabend selber nichts Besonderes zu essen, sondern erst am ersten Weihnachts-Feiertag, also am 25. Dezember. Bei uns aber gibt es schon am 24. abends ein leckeres Fondue.</p>

<p>Ich habe Euch ja schon erzählt, dass ich nicht religiös bin. Für mich ist Weihnachten ein Familienfest, ein Ritual, auf das ich mich freue. Aber natürlich respektiere ich es, wenn die Christen in meiner Umgebung an diesem Tag die Geburt von Jesus feiern möchten. Viele von ihnen gehen am 24. Dezember in die Kirche. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das zu tun. Man kann schon am Nachmittag in die Kirche gehen - dann gibt es meist eine Kindermette mit Krippenspiel, oder man geht spät abends, gegen Mitternacht. Dann ist die Kirche festlich erleuchtet, am Altar steht ein geschmückter Baum mit Kerzen und man sieht eine geschnitzte Krippe mit den Figuren von Maria und Josef und dem Neugeborenen. Bei dieser Christmette, wie der Gottesdienst genannt wird, sind die Kirchen in Deutschland voll. Auch viele der Menschen, die sonst nie in die Kirche gehen, möchten sich diesen besonderen Abend nicht entgehen lassen.</p>

<p>Am 25. und 26. Dezember ist in Deutschland gesetzlicher Feiertag, die meisten Menschen müssen also nicht arbeiten. Diese Zeit wird oft genutzt, um die Familie zu besuchen und mit ihnen noch einmal zu feiern. Ich wünsche Euch jetzt auch: Frohe Weihnachten! Und einen guten Rutsch ins Neue Jahr.</p>]]></description>
            <pubDate>Mon, 22 Dec 2008 00:15:49 +0100</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
        </item>
        
        
        <item>
            <title>SG #042: Finns Reise im Schlafanzug</title>
            <description><![CDATA[<p>Kuck mal, was ich gefunden habe!“, ruft Hannibal die Weltenbummler-Maus. Mit einem großen Satz hüpft er auf die Bettdecke und läuft so schnell es geht zu Finns Gesicht.
<br />In seiner Hand hält er ein Stück Seil aus dickem, festem Draht. Stolz hält er es vor Finns Augen. 
<br />Finn reibt sich die Augen, denn eigentlich war er gerade eingeschlafen. Noch etwas müde setzt er sich auf und sieht seinen kleinen Freund Hannibal neugierig an. 
<br />„Was ist denn das?“, fragt Finn und schaut sich das silberfarbene Teil in Hannibals Hand etwas genauer an.
<br />„Na was schon“, sagt Hannibal ungeduldig. Aber Finn kommt nicht drauf. 
<br />„Ein Drahtseil, natürlich!“, ruft Hannibal und drückt Finn das Stück Seil in die Hand. 
<br />Kaum hat Finn es berührt, hört er auch schon ein lautes Knistern. Er fühlt sich, als würde er auf bunten Wolken schweben. Doch im nächsten Augenblick plumpst er auf den Boden. Ist er etwa aus seinem Bett gefallen? 
<br />Nein, denn der Boden um ihn herum ist kräftiges grünes Gras, es fühlt sich ganz anders an als der flauschige blaue Teppichboden in seinem Kinderzimmer. Seine Reise im Schlafanzug hat begonnen. Aber wo er und Hannibal gelandet sind, das muss er erst noch herausfinden.</p>

<p>Finn steht auf und sieht an sich herunter. Ein paar grüne Blätter kleben an seiner Schlafanzugshose. Um ihn herum sind lauter Pflanzen, mit riesigen grünen Blättern und bunten Blüten, die süßlich duften. Von überall her ist Vogelgezwitscher zu hören und ein großer Käfer krabbelt über den Boden.
<br /> „Komm schnell“, ruft Hannibal, der ungeduldig an Finns Hosenbein zupft. „Wir müssen uns beeilen, die Schule beginnt bald.“ 
<br />Finn schaut seinen kleinen Freund ungläubig an: „Welche Schule denn?“ 
<br />Hannibal zeigt ins Tal hinunter. Erst jetzt bemerkt Finn, dass sie sich auf einem hohen Berg befinden. Und auch um die beiden herum kann Finn nur Berge erkennen. Einer neben dem anderen, und alle sind mit großen grünen Bäumen bewachsen. 
<br />Als Finn noch einmal ins Tal schaut, wird ihm ganz mulmig. 
<br />„Da müssen wir runter?“, fragt er etwas ängstlich. „Und wie sollen wir das machen?“ </p>

<p>Hannibal lächelt und zeigt seinem Freund eine Rolle aus Eisen. So eine Rolle hat er schon einmal gesehen, auf einem Abenteuer-Spielplatz. Da konnte er sich an ein Seil hängen und von einem Mast zum anderen schwingen. Das hatte ihm Spaß gemacht und er hatte sich wie Tarzan im Dschungel gefühlt. Doch was hatte solch eine Rolle mit der Schule im Tal zu tun? 
<br />„Was sollen wir denn damit machen?“, fragt er. 
<br />„Na, wir machen es wie alle anderen auch“, antwortet Hannibal und zeigt auf drei kolumbianische Kinder, die bei einem dicken Mast stehen. Von dort führt ein starkes Drahtseil zu einem der gegenüberliegenden Berge. Jetzt bemerkt Finn auch auf den anderen Bergen weitere Seile. Diese hängen hoch über den Tälern, es würde sogar ein Hochhaus unter sie passen. Den breiten und wilden Fluss im Tal kann man kaum noch erkennen. </p>

<p>„Das glaube ich nicht! Du machst doch einen Scherz, Hannibal. Oder?“, fragt Finn seinen Freund.
<br />Hannibal lacht und antwortet nur: „Nein, wir schauen uns das nur an. Das ist nämlich ganz schön schwierig und sehr gefährlich.“ 
<br />Finn und Hannibal schauen die drei Kinder erwartungsvoll an. Alle haben eine Art Gürtel mit einem verlängerten Riemen. Damit machen sie sich an der Rolle und am Seil fest. Die Kinder zeigen Finn eine Holzgabel. 
<br />„Wenn sie bremsen möchten, drücken sie die Gabel gegen das Seil“, erklärt Hannibal.  
<br />Finn dreht sich zu den Kindern um. Eines hat sich bereits an das Seil gehängt, stößt sich kräftig vom Boden ab und gleitet wie ein Trapezkünstler in Richtung des gegenüberliegenden Berges. 
<br />„Warum gibt es hier denn keine Straßen oder keine Brücken?“, fragt Finn nachdenklich. „Das wäre doch viel sicherer.“ 
<br />Hannibal nickt. „Das stimmt wohl“, antwortet er. „Aber Straßen und Brücken sind sehr teuer und die Menschen hier in Kolumbien sind sehr arm.“ Finn nickt und traut seinen Augen nicht. Am Seil vom gegenüberliegenden Berg kommt eine Kuh an. Ungläubig starrt er Hannibal an. 
<br />„Das Seil transportiert nicht nur Menschen, sondern auch Tiere und wenn es sein muss, dann auch ein Möbelstück“, erklärt Hannibal, der inzwischen auf Finns Schulter sitzt und ungeduldig an seinem Ohr zieht. 
<br />„Komm, wir müssen gehen. Es ist schon spät!“, flüstert er ihm ins Ohr. 
<br />„Was? Jetzt schon?“, fragt Finn. „Ich wollte doch noch einen fliegenden Teppich oder einen fliegenden Schrank sehen“, sagt Finn enttäuscht. 
<br />„Das nächste Mal vielleicht“, antwortet Hannibal. </p>

<p>Und als Finn das Stück Seil in seiner Hand zu Boden fallen lässt, hört er wieder das laute Knistern und schwebt auf den bunten Wolken, die ihn schnell nach Hause in sein weiches warmes Bett tragen. Er ist müde geworden und kuschelt sich mit Hannibal ganz tief in seine Daunendecke ein. „Bin ich froh, dass wir Straßen und Gehwege haben, auf denen ich zur Schule gehen kann“, denkt er sich und schläft, von der Reise ganz erschöpft, ein.</p>]]></description>
            <pubDate>Wed, 24 Dec 2008 00:00:19 +0100</pubDate>
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            <title>SG #043: Stauffenberg</title>
            <description><![CDATA[<p>Gerade ist im Kino der Film „Operation Walküre – Das Stauffenberg-Attentat“ angelaufen. Tom Cruise spielt darin die Hauptrolle. Gedreht wurde der Film hauptsächlich in Berlin. Viele der Schauspieler sind bekannte Deutsche. Ich selber werde ihn mir nicht ansehen – und zwar weil Tom Cruise die Hauptrolle spielt. Das ärgert mich. Denn eigentlich sollte der wunderbare deutsche Schauspieler Thomas Kretschmann die Hauptrolle spielen. Doch dann meldete sich Tom Cruise aus Hollywood und schnappte ihm die Rolle weg. </p>

<p>Aber vielleicht ist Thomas Kretschmann heute froh darüber, dass er die Rolle nicht gespielt hat. Denn ich habe viele schlechte Kritiken über den Film gelesen. Dort wird vor allem kritisiert, dass der Film viele Tatsachen falsch darstellt. Historisch ist der Film also nicht korrekt. Außerdem scheint es ein typischer Hollywoodfilm zu sein mit vielen Explosionen, Spannung, Action und aufregender Musik. Ich finde in diesem Fall wäre es sinnvoller, eine Charakterstudie zu machen. Also genauer darauf einzugehen, was Stauffenberg gefühlt, gedacht und geplant hat. Was für ein Mensch er war. Ein paar Fakten will ich Euch hier erzählen.</p>

<p>Sein voller Name war Claus Philipp Maria Schenk Graf von Stauffenberg. Daran merkt man also schon, dass er ein Adeliger war. Nach dem Abitur ging er zum Militär und machte dort Karriere. Er wurde Leutnant, Offizier und Oberst. Er heiratete 1933 seine Frau Nina und sie bekamen fünf Kinder. Politisch war Stauffenberg eher auf der konservativen Seite, war aber nicht gegen alles, was die Nationalsozialisten und der neue Reichskanzler Hitler beschlossen.</p>

<p>Als der Zweite Weltkrieg begann, hatte er verschiedene Aufgaben. 1943 wurde er bei einem Angriff von Tieffliegern schwer verletzt – er verlor ein Auge, eine Hand und zwei Finger der anderen Hand. Immer mehr wächst in ihm der Wunsch, dem Nazi-Regime ein Ende zu machen. Angeblich schon seit 1941. Es gibt unterschiedliche Gründe, die immer wieder genannt werden. Nicht alle waren heldenhaft. Stauffenberg war offenbar gegen eine parlamentarische Demokratie und hatte wohl auch keine wirklich zukunftsweisenden Visionen. </p>

<p>Dennoch arbeitete er mit weiteren hohen Militärs, die meisten von ihnen ebenfalls adelig, einen Plan aus, den Operationsplan Walküre. Mit diesem Plan wollte man gegen innere Unruhen kämpfen. Das war die offizielle Version. Aber in diesem Plan steckte ein Staatsstreich: Hitler sollte ermordet werden, wichtige Befehlshaber verhaftet. Stauffenberg selbst sollte das Attentat ausüben, dann aber eine andere Gruppe dafür verantwortlich machen.</p>

<p>Zwei Mal versuchte Stauffenberg, Hitler zu töten – beide Male musste er sein Vorhaben abbrechen. Beim dritten Versuch deponierte Stauffenberg Sprengstoff in der Nähe von Hitler – bei der Explosion wurden vier Menschen getötet – Hitler und 19 weitere überlebten. Die Operation Walküre scheiterte, Stauffenberg und die anderen wurden verhaftet und erschossen. </p>

<p>Hier in Deutschland wird viel über den Film mit Tom Cruise diskutiert. Zum einen wird kritisiert, dass ein Schauspieler, der offen Scientologe ist, den Hitler-Attentäter spielt. Zum anderen wird aber auch gelobt, dass durch diesen Film auf der ganzen Welt bekannt wird, dass es mutige Menschen wie Stauffenberg gab. Ihr kennt bestimmt auch die Geschichte der Geschwister Scholl, die hier in München Widerstand gegen die Nazis geleistet haben. Wenn Euch Graf Stauffenberg und der Widerstand gegen Hitler interessiert, dann habe ich einen Tipp für Euch:</p>

<p>Es gibt eine gute Seite des ZDF im Internet, also des Zweiten Deutschen Fernsehens, in dem man noch mehr über dieses Thema lesen kann. Den Link (http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/3/0,1872,7504547,00.html) findet Ihr auf meiner Seite slowgerman.com.</p>

<p>Kontakt: podcast@slowgerman.com 
<br />Homepage: www.slowgerman.com
<br />Twitter: twitter.com/slowgerman</p>]]></description>
            <pubDate>Thu, 29 Jan 2009 13:21:26 +0100</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
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        <item>
            <title>SG #044: Essen</title>
            <description><![CDATA[<p>Leah aus Kalifornien hat mich gebeten, über das Essen zu schreiben. Da bekomme ich ja sofort Hunger! Man sagt auch: Da läuft mir das Wasser im Munde zusammen. Also, legen wir los!</p>

<p>Was essen wir hier in Deutschland? Kartoffeln und Sauerkraut? Das sind die Vorurteile, die man in der Welt hat. Die Realität sieht anders aus. Die Deutschen lieben gutes Essen, und sie lieben internationales Essen. Ein scharfes Curry oder ein süß-saures chinesisches Essen, ein süßer italienischer Nachtisch hinterher – das ist wunderbar!</p>

<p>Essen ist Mode. Daher gibt es Trends, die sich verändern. Als ich ein Kind war, ging man meistens zum Griechen zum Essen oder zum Jugoslawen. Dort gab es dann meistens sehr viel Fleisch mit viel Knoblauch zu essen. Heute isst man lieber italienisch oder indisch. Nicht ganz so fettig, nicht ganz so viel Fleisch.</p>

<p>Ein typisches Modeessen für alle, die nicht dick werden wollen, ist Salat mit Putenbruststreifen. Das gibt es wirklich in jedem Lokal auf der Speisekarte. Dazu eine Apfelschorle, das Modegetränk der Deutschen.</p>

<p>Wenn man zum Essen geht, muss man zunächst oft telefonisch einen Tisch reservieren. Gerade bei beliebten Restaurants sind sonst alle Tische besetzt. Hat man seinen Platz gefunden, bekommt man eine Speisekarte und kann sich etwas aussuchen. Vielleicht zunächst eine Vorspeise? Oder ein kleiner Salat zum Hauptgericht? Und natürlich danach noch eine Nachspeise, ein Dessert. Und einen Kaffee, einen Espresso oder Capucchino.</p>

<p>Wenn man möchte, kann man so lange man will am Tisch sitzenbleiben. Anders als in Amerika. Dort wird man nach dem Essen höflich aufgefordert, die Rechnung zu bezahlen und zu gehen. In Deutschland passiert es oft, dass man nach dem Essen noch sitzen bleibt, einen Kaffee trinkt oder eine Flasche Wein bestellt, und lange einfach nur redet. </p>

<p>Irgendwann ist jedoch auch der schönste Restaurantbesuch zu Ende und man bestellt beim Kellner oder der Bedienung die Rechnung. Man gibt gute zehn Prozent Trinkgeld, bezahlt die Rechnung und geht nach Hause.</p>

<p>Momentan ist in Deutschland allerdings das Kochfieber ausgebrochen. Während es früher schick war, Essen zu gehen, isst man heute in der eigenen Wohnung. Im Fernsehen gibt es zahllose Kochshows, viele Köche sind zu Fernsehstars geworden. Was in England Jamie Oliver ist, ist bei uns Tim Mälzer. Ich finde diesen Trend super. Vor zwei Jahren habe ich selber angefangen zu kochen. Aber ich koche nicht gerne allein. Am meisten Spaß macht es, wenn zwei oder drei Freunde zusammen kochen. Dann ist es auch nicht so schlimm, wenn etwas mal nicht schmeckt – denn dann sind alle drei Köche schuld daran! </p>

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            <pubDate>Thu, 05 Feb 2009 09:57:24 +0100</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
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        <item>
            <title>SG #045: Deutsche Literatur</title>
            <description><![CDATA[<p>Ivan aus Bulgarien interessiert sich für deutsche Literatur. Es ist schwer, so ein Thema in eine einzige Podcastfolge zu packen – ich versuche es dennoch. Wie immer sage ich Euch einfach, was ich persönlich gerne lese. Eine vollständige Liste aller deutschen Autoren wird das hier jedenfalls nicht werden!</p>

<p>Natürlich kennt jedes Kind hier in Deutschland Schiller und Goethe. In der Schule lernt man viel über diese großen deutschen Dichter. Ich selbst hatte im Gymnasium in den letzten zwei Jahren meiner Ausbildung Deutsch als Leistungskurs. Das bedeutet: Man sucht sich in den letzten zwei Jahren der Schulzeit zwei Fächer aus, auf die man sich konzentriert. Man verbringt mehr Zeit mit diesen beiden Fächern. Natürlich gibt es bestimmte Regeln, welche Fächer das sein können. Bei mir waren es Englisch und Deutsch – und im Deutsch-Leistungskurs haben wir sehr viel über Goethe gelernt. Viele Wochen lang haben wir uns nur mit „Faust“ beschäftigt. Wir haben es gelesen, besprochen und drei verschiedene Theatervorstellungen von „Faust“ angesehen. Aber ich gebe zu: Für einen Deutschlernenden und auch für viele Deutsche ist das schwere Kost. Also schwer zu verstehen. Damals sind wir übrigens auch mit der ganzen Klasse nach Weimar gefahren – dort hat Goethe lange Zeit gelebt.</p>

<p>Wenn es um alte Bücher geht, dann stehen in meinem Regal allerdings nicht Schiller und Goethe, sondern Heinrich Heine. Er galt als revolutionär und sehr modern und daher hatte er auch viele Kritiker. Ich habe viele alte Bücher von ihm. Am Liebsten mag ich aber drei dicke Bände, die seine Briefe zusammenfassen. Heine hat wunderbare Briefe geschrieben! Aus solchen Briefen kann man sehr gut herauslesen, was für ein Mensch er wohl war. </p>

<p>Aber wandern wir weiter in die Zukunft. Gerade war ein Film in den deutschen Kinos namens „Buddenbrooks“. Das ist ein berühmtes Buch von Thomas Mann, in dem es um eine Kaufmannsfamilie geht. Ich finde man kann es ein wenig vergleichen mit „Jenseits von Eden“ von John Steinbeck. Ich habe das Buch erst diesen Sommer gelesen und fand es gut – es ist allerdings fast 700 Seiten dick. </p>

<p>Noch weiter in die Zukunft! Bertolt Brecht und Erich Kästner überspringe ich. Sie sind aber natürlich sehr wichtig! Nächste Station: Hermann Hesse. Seine Bücher „Siddharta“ und „Der Steppenwolf“ habe ich sehr gemocht. Immer geht es eigentlich um die Suche nach dem eigenen Ich und nach dem Sinn des Lebens. Wahrscheinlich lesen deswegen so viele junge Deutsche gerne Hesse. Gerade habe ich von Stefan Zweig die „Schachnovelle“ gelesen, ein sehr dünnes Buch über einen Schachspieler an Bord eines Schiffes. Ich fand es sehr interessant!</p>

<p>So, und schon sind wir in der Gegenwart. Hier überspringe ich Günter Grass und Martin Walser und widme mich den jüngeren Autoren. Walter Moers schreibt wunderbare Bücher, die wie Märchen für Erwachsene sind. Allen voran natürlich „Die 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär“. Andreas Eschbach und Frank Schätzing sind Bestsellerautoren, die Science-Fiction schreiben. </p>

<p>Mein guter Freund Richard liest selber gerne deutsche Bücher, und er empfiehlt Euch allen „Herr Lehmann“ von Sven Regener, „Die Entdeckung der Currywurst“ von Uwe Timm – wobei ich das für sprachlich sehr anspruchsvoll halte, „Momo“ von Michael Ende und noch einige mehr. Links gibt es auf meiner Seite.</p>

<p>Wenn ich Euch gute deutsche Bücher empfehlen soll, dann lege ich Euch Patrick Süskind ans Herz. Sein wohl berühmtestes Buch ist „Das Parfum“, aber ich habe gerade „Die Geschichte von Herrn Sommer“ gelesen und es hat mich gerührt. Besonders schön zu lesen sind auch Glossen und Kolumnen der bekanntesten deutschen Kolumnisten Max Goldt, Harald Martenstein, Axel Hacke oder Harry Rowohlt. </p>

<p>Habt Ihr Buchempfehlungen? Dann schreibt in die Kommentarfunktion auf slowgerman.com! Ich bin sicher, ich habe die Hälfte meiner Lieblingsbücher hier vergessen. Dann gibt es eben irgendwann noch einmal eine Folge über Literatur.</p>

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            <pubDate>Thu, 12 Feb 2009 08:59:09 +0100</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
        </item>
        
        
        <item>
            <title>SG #046: Deutsche Kunst</title>
            <description><![CDATA[<p>Vor einiger Zeit war ich im Franz-Marc-Museum in Kochel. Weil Sara mich gebeten hat, über deutsche Kunst zu sprechen, werde ich das heute tun. Ich werde Euch etwas erzählen vom Blauen Reiter.</p>

<p>Der Blaue Reiter war ein Künstlerkreis in München. Gegründet wurde er von Franz Marc und Wassily Kandinsky 1911. Sie wollten die festgefahrenen Traditionen der akademischen Malerei befreien. Mit dabei waren auch August Macke, Alexej von Jawlensky und Kandinskys Lebensgefährtin Gabriele Münter. Sie alle sind bis heute berühmte Künstler, deren Werke in vielen Museen weltweit zu sehen sind. Gemeinsam brachten sie einen Almanach heraus und organisierten Ausstellungen.</p>

<p>Die abstrakten, farbenfrohen und oft grafisch wirkenden Bilder von Wassily Kandinsky sind bis heute auf Postern, Postkarten und allen möglichen anderen Gegenständen zu sehen. Er ist eigentlich schon fast ein Pop-Art-Künstler, auch wenn er natürlich offiziell nicht zu dieser Gruppe gehört. Franz Marc ist berühmt geworden durch seine immer weiter verfremdeten Bilder von Pferden und anderen Tieren. </p>

<p>Besonders interessant ist es, wenn man in Bayern nach den Spuren dieser Künstler sucht. Zum Beispiel lebten sie lange in Schwabing, genauer gesagt in der Ainmillerstraße. Schwabing ist ein Stadtteil von München, der in den 20er-Jahren berühmt war für seine Künstlerateliers. Hier in den Kneipen trafen sich berühmte Autoren und Maler. Wenn die Künstler genug hatten von der Stadt, gingen sie aufs Land. Franz Marc und Kandinsky ließen sich in Murnau nieder, am Kochelsee. Es ist wunderschön dort – man fährt von München aus gut eine Stunde mit dem Auto Richtung Süden und in die Alpen hinein. Und dort steht dann zum einen das so genannte Russenhaus, in dem Kandinsky und Münter lebten, und das gerade modernisierte und erweiterte Franz-Marc-Museum.</p>

<p>Es ist tragisch, dass einige dieser interessanten Künstler so jung gestorben sind. Franz Marc und August Macke fielen im Ersten Weltkrieg, Marc war gerade mal 36 Jahre alt. Kandinsky ging zurück nach Rußland und lebte später in Paris, wo er 1944 starb. Der Blaue Reiter existierte nicht mehr, und München war nicht länger eine internationale Kunst- und Kulturhauptstadt.</p>

<p>Wenn Ihr nach München kommt, dann müsst Ihr unbedingt in das Lenbachhaus gehen. Das Lenbachhaus ist mein Lieblingsmuseum. Es ist eine schöne Villa, die beinahe so aussieht, als stünde sie in der Toskana. Dabei liegt sie mitten in München, gleich in der Nähe des Königsplatzes. Hier sind viele Bilder des Blauen Reiter zu sehen, viele davon wurden von Gabriele Münter der Stadt München geschenkt. Im Moment ist eine Kandinsky-Sonderausstellung hier zu sehen, die später in diesem Jahr nach Paris weiterzieht und nach New York. </p>

<p>Was die deutsche Kunstszene heute macht? Sie ist weiterhin lebendig. Es gibt einige große Namen, hauptsächlich allerdings sind es Männer. Zum Beispiel Jörg Immendorff und Georg Baselitz. Ich empfehle Euch die Werke von Gerhard Richter, vor allem die älteren Gemälde von ihm. Den Link zu seiner Homepage (http://www.gerhard-richter.com/) gibt es unter slowgerman.com.</p>

<p>Kontakt: podcast@slowgerman.com 
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<br />Twitter: twitter.com/slowgerman</p>]]></description>
            <pubDate>Thu, 19 Feb 2009 08:55:35 +0100</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
        </item>
        
        
        <item>
            <title>SG #047: Unregelmäßige Verben</title>
            <description><![CDATA[Alessio hat sich gewünscht, dass ich die unregelmäßigen Verben spreche. Das tue ich in dieser Folge. Nach den Verben ist immer etwas Pause, so dass Ihr mitsprechen könnt. Die Liste der Verben könnt Ihr als PDF auf slowgerman.com herunterladen.]]></description>
            <pubDate>Thu, 26 Feb 2009 10:44:51 +0100</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
        </item>
        <item>
            <title>SG #048: Die Bundeswehr</title>
            <description><![CDATA[<p>In Deutschland gibt es ein Gesetz, nach dem alle männlichen deutschen Staatsbürger wehrpflichtig sind, sobald sie 18 Jahre alt werden. Das bedeutet: Sie müssen Wehrdienst leisten. Wie lange, das ändert sich immer wieder. Früher waren es 18 Monate, mittlerweile nur noch halb so lang. Wenn man am Freitag oder Sonntag in Deutschland mit dem Zug fährt, sieht man viele sehr junge Männer in Tarnuniform. Ich finde das meistens ein häßliches und erschreckendes Bild, denn man denkt dann sofort an Krieg. Die Jungs sitzen dann aber friedlich im Zug und fahren für das Wochenende nach Hause zu ihren Familien. Am Montag müssen sie dann wieder lernen, ihr Land zu verteidigen. Es gibt aber auch eine Alternative zum Wehrdienst, dazu am Ende dieser Episode mehr.</p>

<p>Erst müssen alle Wehrdienstleistenden drei Monate lang in die Grundausbildung. Dort lernen sie zum Beispiel zu schießen und auch wie man anderen hilft. Nach einer Prüfung geht es weiter zu einer Spezialisierung. Man kann Fallschirmjäger werden oder zur Marine gehen. Bei der Bundeswehr kann man verschiedene Ausbildungen machen, man kann den Führerschein für Lastwagen machen und ähnliches. Also auch einige Dinge, die man später im zivilen Leben brauchen kann. Es gibt auch Bundeswehr-Universitäten für spätere Offiziere. </p>

<p>Man kann sich auch freiwillig länger verpflichten als neun Monate. Dann bleibt man als Soldat auf Zeit mehrere Jahre bei der Bundeswehr. Das können zwei Jahre sein, es können aber auch zwölf Jahre oder mehr werden. Viele Männer machen dies, um bei der Bundeswehr eine teure Ausbildung machen zu können und später im zivilen Leben in einem neuen Beruf zu arbeiten. Angeblich sind das 85 Prozent der Zeitsoldaten. Es gibt aber noch eine Möglichkeit: Man kann in Deutschland auch Berufssoldat werden und somit also von Berufs wegen Soldat sein.</p>

<p>Die Bundeswehr besteht grob gesagt aus drei Bereichen. Es gibt das Heer, dazu gehören die Truppen an Land. Es gibt die Luftwaffe, die sich wie der Name schon sagt um die Luft kümmert, und es gibt die Marine, die zur See fährt. Der Chef des Militärs ist der Bundesverteidigungsminister. Er ist übrigens kein Militär, sondern ein Zivilist – und darf den Militärs trotzdem Befehle erteilen. Falls wieder Krieg wäre oder Deutschland sich irgendwie verteidigen müsste, wäre der Oberchef allerdings der Bundeskanzler. </p>

<p>Wie viele Soldaten es in Deutschland gibt, wird immer wieder neu festgelegt. Während des Kalten Krieges waren es fast eine halbe Million Männer. Nach dem Fall der Mauer und der Wiedervereinigung Deutschlands waren es 370.000. Bis nächstes Jahr sollen es 250.000 sein. Übrigens gibt es seit 2001 auch Frauen bei der Bundeswehr, sie müssen allerdings keinen Wehrdienst leisten, sondern können rein freiwillig zur Bundeswehr gehen. Ungefähr 15 Prozent der deutschen Soldaten sind Frauen.</p>

<p>Ein funktionierendes Militär zu haben kostet viel Geld. 2009 sollen in Deutschland 31 Milliarden Euro ausgegeben werden. Es gibt immer wieder Diskussionen im Land, ob dieses Geld richtig investiert ist und ob man es nicht lieber für Bereiche wie die Bildung ausgeben sollte. </p>

<p>Wie kommt man als junger Mann zur Bundeswehr? Man muss zur so genannten Musterung. Das ist eine Untersuchung bei einem speziellen Arzt. Hier wird er gemessen, gewogen und befragt. Dann muss er eine Urinprobe abgeben, einen Seh- und Hörtest machen und dann werden ihm Puls und Blutdruck gemessen. Nach weiteren Kontrollen entscheidet der Arzt, ob der Bewerber fit genug ist für das Militär. Zwei Drittel werden in der Regel als fit genug eingestuft, der Rest wird ausgemustert und muss nicht zum Wehrdienst. Wer die körperliche Prüfung bestanden hat und trotzdem nicht zum Militär möchte, der kann den Kriegsdienst verweigern. Dieses Recht ist sogar in der Verfassung verankert. Dazu muss man einen schriftlichen Antrag stellen in dem man mitteilt, dass man aus Gewissensgründen nicht am Wehrdienst teilnehmen kann. Die Begründung lautet einfach, dass man es nicht ertragen kann, eine Waffe zu benutzen. Wird dem Antrag stattgegeben, kann man einen sogenannten zivilen Ersatzdienst leisten. In der Umgangssprache wird er einfach Zivildienst genannt.</p>

<p>Ein Zivildienstleistender, kurz Zivi, verrichtet neun Monate in einer sozialen Einrichtung, also genauso lang wie seine Kollegen beim Militär. Zivis arbeiten zum Beispiel in der Kranken- oder Altenpflege, sie fahren Krankenwagen oder helfen in Kindergärten aus. Oft betreuen sie auch behinderte Menschen. </p>

<p>So, das waren jetzt einige Informationen zum Bereich Militär und Zivildienst. Das ist natürlich mal wieder ein Thema, zu dem man noch viel mehr erzählen könnte, zum Beispiel auch über die Geschichte des Militärs. Aber das könnt Ihr alles im Internet nachlesen.</p>

<p>Zum Schluss mal wieder deutsche Musik, und zwar von der Band BILK das Lied Phänomenal.</p>

<p>Mehr Informationen auf www.slowgerman.com</p>]]></description>
            <pubDate>Fri, 13 Mar 2009 11:01:35 +0100</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
        </item>
        
        
        <item>
            <title>SG #049: Radfahren</title>
            <description><![CDATA[<p>Endlich ist der Frühling da. Und das bedeutet für mich: Ich hole mein Fahrrad aus dem Keller. Viele Deutsche fahren zwar auch im Winter mit ihrem Rad, aber ich nicht. Mir macht das nur Spaß, wenn es warm ist.</p>

<p>Im Frühling muss ich das Fahrrad erst einmal putzen und die Kette neu ölen. Dann muss ich die Reifen aufpumpen, weil sie sonst zu wenig Luft haben. Noch ein kurzer Bremsen-Check – und schon kann es losgehen. </p>

<p>Ein Fahrrad besteht aus zwei Reifen, die mit Speichen bestückt sind. Man setzt sich auf den Sattel und tritt in die Pedale. Mit dem Lenker kann man die Richtung bestimmen, und eine Klingel haben die meisten Fahrräder auch, um zu warnen. Damit man auch nachts gesehen wird, hat das Rad vorne und hinten ein Licht und zwischen den Speichen orangefarbene Reflektoren, Katzenaugen genannt. Man kann entweder mit einer Bremse am Lenker bremsen oder mit einer Rücktrittbremse durch die Pedale. Viele Räder haben eine Gangschaltung, damit man mal schneller und mal langsamer treten kann und so leichter vorwärtskommt. Wenn man jemanden mitnehmen möchte, kann sich dieser entweder auf die Lenkerstange setzen oder hinten auf den Gepäckträger.</p>

<p>Viele Deutsche fahren Fahrrad. Manche von ihnen sehen das Radfahren als Sport, sie tragen enge Trikots und einen Helm und brausen so schnell es geht durch das Land. Andere fahren lieber gemütlich herum und sehen sich die Landschaft an. Zu denen gehöre ich auch.</p>

<p>München ist ein wahres Radfahr-Paradies. Radfahrer haben ihre eigenen Radwege, die von den Autostraßen getrennt sind. An manchen Kreuzungen gibt es sogar kleine Ampeln nur für Radfahrer. Und eigene Straßenschilder, die die Entfernung zu bestimmten Orten anzeigen. So kann man schöne Radtouren machen.</p>

<p>Für mich ist das Fahrrad eine Möglichkeit, mich sehr schnell in der Stadt zu bewegen. Wenn ich von meiner Wohnung aus zu meinem Arbeitsplatz fahren möchte, brauche ich mit dem Auto 20 Minuten – und muss dann einen Parkplatz suchen. Mit der Straßenbahn brauche ich zwar nur 11 Minuten, aber oft muss ich lange warten, bis eine Bahn kommt. Mit dem Fahrrad bin ich in 15 Minuten dort – und habe gleichzeitig ein wenig Sport gemacht.</p>

<p>Letztes Jahr habe ich von meinen Eltern einen Fahrradhelm geschenkt bekommen. Kinder sind es in Deutschland gewöhnt, einen solchen Helm zu tragen. Ich bin es noch nicht – aber ich versuche ihn so oft wie möglich aufzusetzen. So ist die Verletzungsgefahr bei einem Unfall viel kleiner.</p>

<p>Übrigens lernen die Kinder in Deutschland sehr früh, Fahrrad zu fahren. Manche benützen dafür so genannte Stützräder. Das sind kleine Räder, die man rechts und links an das Fahrrad montiert. So wird aus dem Fahrrad ein Rad mit vier Rädern, das nicht umfallen kann. In der Grundschule gibt es dann einen speziellen Unterricht bei der Polizei. Sie zeigen auf einem Verkehrsübungsplatz, welche Regeln man als Fahrradfahrer beachten muss. </p>

<p>Bis zum achten Lebensjahr dürfen Kinder mit ihrem Fahrrad auf dem Gehweg fahren. Danach müssen sie auf der Straße bei den Autos fahren. Normalerweise nehmen Autofahrer Rücksicht auf die Fahrradfahrer – aber leider nicht immer. </p>

<p>In großen Städten gibt es meistens auch Sightseeing mit dem Fahrrad. Da kann man sich dann ein Fahrrad ausleihen und mit einer Gruppe von Touristen durch die Stadt fahren und sich alles zeigen lassen.</p>

<p>Wer kein eigenes Fahrrad hat und trotzdem gerne radeln möchte, der kann sich ein Fahrrad mieten. Die Deutsche Bahn bietet diesen Service an, er heißt „Call a Bike“. Diese silbern-orangefarbenen Fahrräder stehen überall herum, und man kann sie mit einem Telefonanruf freischalten. Nach der Benutzung sperrt man das Fahrrad wieder ab und gibt Bescheid, wo es steht. Dieser Service ist aber leider nicht kostenlos.</p>

<p>Begeisterte Radfahrer radeln übrigens auch gerne mehrere Tage lang in ihrem Urlaub. Zum Beispiel kann man einmal um den Bodensee fahren, oder bis nach Venedig. Dafür braucht man aber ordentlich Kondition, um so lange in die Pedale zu treten!</p>

<p>So, genug geradelt! Jetzt erstmal Musik, und zwar „Kleine Geschichten“ von Phil und Pete.</p>

<p>Alle Infos unter www.slowgerman.com
<br />Kontakt: podcast@slowgerman.com</p>]]></description>
            <pubDate>Wed, 08 Apr 2009 17:33:39 +0200</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
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            <title>SG #050: Gesundheitssystem</title>
            <description><![CDATA[<p>Marcelo, Ekaette und einige andere haben mich gebeten, über das deutsche Gesundheitssystem zu sprechen. Das ist gar nicht so einfach, weil es ein sehr komplexes Thema ist. Ich werde versuchen, Euch die Grundzüge zu erklären.</p>

<p>In Deutschland sind die meisten Menschen versichert. Es gibt zwei Arten von Krankenkassen: gesetzliche und private Krankenkassen. In der gesetzlichen Krankenversicherung zahlt man jeden Monat einen bestimmten Beitrag. Dieser richtet sich danach, wieviel man verdient. Wer viel verdient, muss auch mehr für seine Krankenversicherung bezahlen. Wer wenig verdient, zahlt weniger. Die meisten deutschen Bürger sind bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert. Ich auch. Nur ungefähr 10 Prozent der Deutschen sind privat versichert. Hier zahlt man auch regelmäßig Beiträge, diese sind aber von anderen Faktoren abhängig, zum Beispiel davon, wie alt man ist und ob man eine Frau ist oder ein Mann. </p>

<p>In Deutschland gibt es eine Versicherungspflicht. Das heißt, dass fast jeder versichert sein muss. Nur zum Beispiel Beamte, Soldaten oder Selbständige müssen sich nicht versichern. Alle anderen schon. </p>

<p>Bei mir sieht das so aus: Ich habe eine kleine Plastikkarte, die aussieht wie eine Kreditkarte. Auf ihr sind meine persönlichen Daten gespeichert, also wo ich wohne und bei wem ich versichert bin. Wenn ich zum Arzt komme, gebe ich diese Karte dort ab. Sie wird eingelesen und die Informationen überprüft. Dadurch weiß der Arzt, wem er seine Leistungen in Rechnung stellen muss, wer also für seine Arbeit bezahlt. </p>

<p>Zusätzlich muss ich zehn Euro bezahlen. Das ist eine so genannte Praxisgebühr. Sie wurde vor einigen Jahren neu eingeführt. Dann kann ich auch schon im Wartezimmer Platz nehmen und darauf warten, dass der Arzt Zeit für mich hat. Wieviel meine Behandlung kostet und wer sie bezahlt, das erfahre ich als Patient gar nicht. Das läuft dann alles zwischen Arzt und Versicherung ab. </p>

<p>Aber die Versicherung zahlt nicht alles. Wenn ich zum Beispiel meine Zähne professionell reinigen lassen möchte, muss ich das selber bezahlen. Bei meinen Kontaktlinsen übernimmt die Krankenkasse wenigstens einen kleinen Teil der Kosten – den Rest muss ich zahlen. Wenn ich beim Frauenarzt bestimmte Vorsorgeuntersuchungen machen möchte, beispielsweise Ultraschall zur Krebsvorsorge, muss ich das auch selber zahlen. Den Begriff Vorsorge muss ich vielleicht erklären: Bei der Vorsorge geht es darum, dass man zum Arzt geht, obwohl man noch nicht krank ist oder sich noch nicht krank fühlt. Man versucht also zu verhindern, dass man krank wird. Oder man versucht, bestimmte Krankheiten möglichst früh zu entdecken, damit man sie dann leichter bekämpfen kann. Bei der Vorsorge sorgt man also frühzeitig für seinen Körper.</p>

<p>Auch wenn man nicht alles bezahlt bekommt, ist das System verglichen mit vielen anderen Ländern sehr gut. Wer krank ist oder einen Unfall hatte, wird ärztlich versorgt, dafür sorgt seine Krankenkasse. Das ist auch bei schwangeren Frauen so, die vor der Geburt regelmäßig untersucht werden.</p>

<p>In Deutschland gibt es aber immer wieder Diskussionen über das Gesundheitssystem. Da die Ärzte an Privatpatienten mehr verdienen als an gesetzlich versicherten Patienten, ist es oft schwieriger, als gesetzlich versicherter Patient einen Termin zu bekommen. Für teure Untersuchungen muss man dann länger warten. Das ist aber nicht immer so – manche Ärzte machen keinen Unterschied.</p>

<p>Nach der Untersuchung bekommt man vom Arzt meistens ein Rezept. Das ist ein kleines Blatt Papier, auf dem der Arzt notiert hat, welche Medikamente man braucht. Damit geht man zu einer Apotheke und bekommt dort die verschriebenen Pillen. </p>

<p>Musik ist übrigens auch eine gute Medizin, deswegen gibt es heute für Euch die Gruppe „Maximal egal“ mit ihrem Song „Es geht vorbei“.</p>

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<br />Kontakt: podcast@slowgerman.com</p>]]></description>
            <pubDate>Fri, 17 Apr 2009 17:33:29 +0200</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
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            <title>SG #051: Good Bye, Lenin!</title>
            <description><![CDATA[<p>Heute mal wieder ein Filmtipp von mir. Er ist aus dem Jahr 2003 und heißt „Good Bye, Lenin!“ </p>

<p>Im Film geht es um eine Familie in Ostdeutschland. Der Vater hat die Familie verlassen und ist in den Westen geflüchtet. Die Mutter bleibt mit ihren beiden Kindern in der DDR zurück. Sie setzt sich für den Sozialismus ein. Eines Tages sieht sie, wie ihr Sohn Alexander bei einer Demonstration festgenommen wird. Der Schock ist für sie so groß, dass sie einen Herzinfarkt bekommt und ins Koma fällt. Es ist das Jahr 1989, und die Mauer fällt. Aber Christiane Kerner bekommt davon nichts mit, weil sie im Koma liegt. </p>

<p>Erst ein halbes Jahr später wacht sie wieder auf. Ihr Körper ist noch schwach, sie darf sich nicht aufregen, das wäre schlecht für ihr Herz. Aber es ist viel passiert. Die DDR gibt es nicht mehr. Wäre das nicht ein lebensgefährlicher Schock für die Frau?</p>

<p>Deswegen hat ihr Sohn Alexander die Idee, es ihr einfach nicht zu erzählen. In ihrer Wohnung lässt er die DDR wieder aufleben. Gemeinsam mit einem Freund nimmt er sogar eine Nachrichtensendung auf, die die Mutter dann im Fernsehen sieht. Es ist rührend zu sehen, wie viel Mühe sich der Sohn macht, um seine Mutter vor der Aufregung zu schützen. Er hat selber Spaß daran, sich seine eigene DDR zu erfinden.</p>

<p>Wie der Film ausgeht, verrate ich hier nicht. Die Hauptrolle des jungen Alexander wird gespielt von Daniel Brühl, der einer der bekanntesten deutschen Schauspieler seiner Generation ist. Die Regie führte Wolfgang Becker. Der Film war ein großer Erfolg in Deutschland, sechs Millionen Menschen haben ihn im Kino gesehen. Er bekam neun Deutsche Filmpreise und den Europäischen Filmpreis Felix. </p>

<p>Mir hat der Film damals sehr gut gefallen, weil er zum einen die Charaktere sehr warmherzig und humorvoll porträtiert. Zum anderen zeigt er die Suche eines jungen Mannes danach, was die DDR eigentlich war. Schaut Euch diesen Film an, wenn Ihr ihn noch nicht gesehen habt!</p>

<p>Musik gibt es diesmal auch wieder, und zwar von Ewa Firsowicz das Lied „Kennst Du nicht auch“.</p>

<p>Alle Infos unter www.slowgerman.com
<br />Kontakt: podcast@slowgerman.com</p>]]></description>
            <pubDate>Mon, 27 Apr 2009 17:41:53 +0200</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
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        <item>
            <title>SG #052: Automobile</title>
            <description><![CDATA[<p>Wer momentan in Deutschland Nachrichten liest, sieht oder hört, dem begegnet ein Thema besonders häufig: Die Finanzkrise. Am stärksten betroffen ist in Deutschland derzeit die Automobilindustrie. Victor aus Mexiko hat mich gebeten, darüber zu sprechen.</p>

<p>In Deutschland arbeiten rund 800.000 Menschen in der Automobilindustrie. Sie stellen Autos her. Es gibt viele bekannte Automarken, die aus Deutschland stammen. Wer in Deutschland mal die Autos anschaut, der sieht vor allem Volkswagen, Mercedes Benz (also Daimler), Opel, BMW und Audi. Gut, ein paar Porsches gibt es natürlich auch noch, und viele andere Automarken, die nicht aus Deutschland stammen. Am erfolgreichsten sind Daimler und Volkswagen. In Deutschland gibt es ungefähr 41 Millionen PKW, das steht für Personenkraftwagen, also normale Autos. Die größeren Lastwagen nennt man LKW für Lastkraftwagen. Das bedeutet, dass ungefähr jeder zweite Deutsche ein Auto hat.</p>

<p>Die Automobilindustrie hat eine lange Tradition in Deutschland, und das ist kein Wunder. Denn das Auto wurde 1885 erfunden – von Carl Benz, einem Deutschen.</p>

<p>Es gibt viele Begriffe, die Ihr vielleicht noch nicht kennt. Wisst Ihr zum Beispiel, wie wir ein offenes Auto nennen? Das ist ein Cabrio. Ein Auto, in dem zwei Menschen Platz haben, nennen wir einen Zweisitzer. Das bekannteste deutsche Auto in dem nur zwei Menschen sitzen können, ist wohl der Smart, ein tolles, kleines Auto! </p>

<p>Ein sehr beliebtes Auto der Deutschen ist der VW Golf. Wenn man sich ein Auto kaufen möchte, kann man entweder ein neues Auto kaufen oder ein gebrauchtes. Beim Verkauf bekommt man die Papiere – den Fahrzeugschein und den Fahrzeugbrief. Wer diese beiden Papiere offiziell besitzt, dem gehört das Auto.</p>

<p>Ein Auto darf aber nicht sofort auf die Straße: Erst muss es zugelassen werden. Dazu geht man zu einer speziellen Behörde, der Zulassungsstelle. Dort meldet man das Auto an, und dann bekommt man Kennzeichen, also Nummernschilder. Das sind zwei längliche Metallschilder, die man vorne und hinten am Auto montiert. Daran kann es erkannt werden. In Deutschland beginnt das Kennzeichen immer mit einem, zwei oder drei Buchstaben. Diese Buchstaben stehen für eine Stadt oder eine Region. Je weniger Buchstaben, desto größer die Stadt. M steht für München, B für Berlin, S für Stuttgart, K für Köln. </p>

<p>Auf dem Nummernschild steht nach diesem Buchstaben ein kleiner Strich – und darüber und darunter sind zwei bunte Aufkleber zu sehen, so genannte Plaketten. Diese Plaketten bekommt man vom TÜV. Der TÜV ist eine Institution, die kontrolliert, ob das Auto in Ordnung ist. Ob es sicher ist und funktioniert. Alle zwei Jahre muss man das Auto zur Kontrolle bringen und bekommt dann eine neue Plakette. </p>

<p>Ist das Auto dann endlich zugelassen, kann man damit fahren. Es gibt zwei Arten von Autos: Autos mit Automatikgetriebe und Autos mit manueller Gangschaltung. Als ich ein Kind war, hatten alle Autos in Deutschland eine manuelle Gangschaltung. Heute hat sich das geändert: Immer mehr Deutsche kaufen Automatik-Autos. Ich kann das gut verstehen, es ist bequemer. Mein kleines Auto hat aber nach wie vor eine manuelle Gangschaltung.</p>

<p>Bevor man sich hinter das Steuer eines Autos setzen darf, muss man einen Führerschein machen. Dazu geht man in die Fahrschule. Hier bezahlt man Geld dafür, damit ein Fahrlehrer einem beibringt, Auto zu fahren. Man lernt wie die Gangschaltung funktioniert, wo der Blinker ist, wie man einparkt und so weiter. Und natürlich muss man auch die Verkehrsregeln beachten. Daher ist der Unterricht in der Fahrschule in einen Theorie- und einen Praxisteil gegliedert. Am Ende muss man eine theoretische und eine praktische Prüfung machen. Wenn man sie beide besteht, bekommt man den Führerschein, der aussieht wie eine Kreditkarte aus Plastik.</p>

<p>Übrigens müssen Autos in Deutschland versichert sein! Das ist Pflicht. Falls man einen Unfall baut, an dem man nicht schuld ist, kann man also sicher sein, dass man unterstützt wird. </p>

<p>Vor allem wenn man ein altes Auto hat, kann es passieren, dass man eine Autopanne hat. Das Auto ist kaputt und fährt einfach nicht mehr. Dann rufe ich den ADAC an, das ist ein Club, bei dem man Mitglied werden kann. Es gibt natürlich noch andere Clubs wie den ADAC, ich nehme ihn nur als Beispiel. Jedenfalls kommt der ADAC dann mit einem seiner gelben Autos zu mir und versucht, mein Auto vor Ort zu reparieren, wenn es nur eine Kleinigkeit ist. Wenn es schlimmer ist, muss das Auto abgeschleppt werden. Dann zieht es ein Abschleppwagen bis zur nächsten Werkstatt. Mir ist das letztes Jahr passiert, es war sehr aufregend! </p>

<p>Ich merke, ich könnte Euch noch viel zum Thema Autos erzählen – es ist ein sehr wichtiges Thema in Deutschland! Momentan gibt es zum Beispiel eine so genannte Abwrackprämie – wer sein altes Auto verschrottet, also zu Müll macht, der bekommt Geld vom Staat, wenn er sich dafür ein neues Auto kauft. So soll die Automobilindustrie angekurbelt werden, angekurbelt bedeutet in diesem Fall, sie soll unterstützt werden.</p>

<p>Jetzt noch Musik, und zwar von Hans Dampf „Dabei dachten wir“.</p>]]></description>
            <pubDate>Tue, 05 May 2009 11:22:45 +0200</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
        </item>
        
        
        <item>
            <title>SG #053: Arztbesuch</title>
            <description><![CDATA[<p>Lernmaterial zu dieser Folge: www.slowgerman.com</p>

<p>Courtenay aus Tennessee möchte gerne etwas über einen Arztbesuch in Deutschland erfahren. Ich habe Euch ja schon erzählt, dass man in der Regel zunächst einen Termin beim Arzt vereinbart. Die Koordination übernimmt die Sprechstundenhilfe. Das ist meistens eine Frau, die in der Arztpraxis am Telefon die Termine annimmt und einträgt. Sie hat noch weitere Aufgaben, die meisten davon sind Bürotätigkeiten. Dann nimmt man im Wartezimmer Platz und wartet, bis man an die Reihe kommt.</p>

<p>Der Arzt oder eine Arzthelferin kommen dann ins Wartezimmer und rufen entweder den Namen auf oder sagen „Der Nächste, bitte“. Der Arzt hat eine Karteikarte, auf der die Krankengeschichte des Patienten steht. Also zum Beispiel wie alt er ist, wieviel er wiegt, wie groß er ist, welche Krankheiten er bereits hatte, wann er zuletzt beim Arzt war oder welche Medikamente ihm verschrieben wurden.</p>

<p>Dann fragt der Arzt den Patienten, was ihm fehlt. Der Patient kann dann beschreiben, dass ihm zum Beispiel der Bauch weh tut. Oder dass er Halsschmerzen hat. Er kann berichten, dass er seit ein paar Tagen Fieber hat, Husten oder Schnupfen. Oder falls er sich verletzt hat kann er erklären, wie alles passiert ist – wenn er zum Beispiel vom Fahrrad gestürzt ist und sich dabei ein Bein gebrochen hat oder ähnliches.</p>

<p>Der Arzt stellt dabei weitere Fragen. Er fragt, wie lange die Schmerzen schon anhalten. Er fragt, ob die Schmerzen nur manchmal existieren oder immer da sind. Er fragt, ob es zum Beispiel in der Familie ähnliche Probleme gibt, ob man eventuell eine Krankheit geerbt hat. Und ob es Medikamente gibt, die man nicht verträgt oder gegen die man allergisch ist. Er versucht, aus den Symptomen eine Diagnose zu ziehen. Das bedeutet: Er setzt die verschiedenen Schmerzen zusammen und versucht herauszufinden, was die Ursache ist.</p>

<p>Der Arzt hat verschiedene Möglichkeiten, den Patienten zu untersuchen. Zunächst wird er oft den Patienten bitten, sich freizumachen. „Machen Sie sich bitte frei!“ bedeutet in diesem Fall: Die Kleidung ausziehen. Meistens aber nur an der Stelle, die Schmerzen bereitet, also zum Beispiel das T-Shirt ausziehen, damit der Arzt die Lunge abhören kann oder den Bauch abtasten. Oft wird er dann Maschinen benutzen, um den Patienten weiter zu untersuchen. Er kann zum Beispiel mit einem Ultraschallgerät arbeiten. Das passiert zum Beispiel bei Schwangeren. Dabei trägt er erst ein kühles Gel auf die entsprechende Stelle auf und fährt dann mit einem Ultraschallkopf darüber. Auf einem Monitor sieht er dann in den Bauch. Wenn man sich ein Bein gebrochen hat, dann muss man den Bruch röntgen, um genau zu sehen, was gebrochen ist. Mit einem Röntgengerät kann man Knochen abbilden.</p>

<p>Wenn der Arzt die Symptome richtig erkannt hat, kann er eine Diagnose stellen. Er kann dem Patienten dann sagen, an welcher Krankheit er leidet oder welche Ursache die Schmerzen haben.</p>

<p>Normalerweise bekommt man dann ein Rezept vom Arzt. Auf diesem Blatt Papier stehen Angaben für einen Apotheker. Dort bekommt man die Medizin, die der Arzt verschrieben hat. Oft bekommt man Antibiotika verschrieben, wenn man zum Beispiel eine Lungenentzündung hat. Wer sich dagegen ein Bein gebrochen hat, der bekommt wahrscheinlich einen Gips, damit wird der Bruch ruhig gestellt, damit er wieder heilen kann. Manche Patienten werden auch ins Krankenhaus eingewiesen, um dort weiterbehandelt oder operiert zu werden, wenn sie schwer krank sind.</p>

<p>Zum Arzt kann man aber auch gehen, wenn man gar nicht krank ist. Ich werde demnächst dorthin gehen, um meinen Impfschutz zu erneuern. Ich habe ein gelbes Heft, das ich bei meiner Geburt bekommen habe. Darin stehen alle Impfungen, die ich bis jetzt bekommen habe. Impfungen sind in der Regel Injektionen. Man bekommt also zum Beispiel eine Spritze, damit man in Zukunft keine Masern, Röteln oder Windpocken bekommen kann.</p>

<p>Man kann auch zu einem Check-Up gehen. Dann macht der Arzt verschiedene Tests. Er lässt einen zum Beispiel auf einem Hometrainer fahren. Ein Hometrainer ist bei uns ein Fahrrad, das in der Wohnung steht und stabil befestigt ist. Man kann damit nicht wirklich fahren, sondern nur in die Pedale treten. Während dieses Tests ist man an eine Maschine angeschlossen, die zum Beispiel misst, wie stark das Herz klopft. Der Arzt kann dann auch den Blutdruck messen oder Blut abnehmen und es im Labor untersuchen. So weiß man, ob man gesund ist.</p>

<p>Heute passenderweise der Song „Schmerzfrei“ von Max Passion.</p>]]></description>
            <pubDate>Fri, 29 May 2009 15:46:16 +0200</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
        </item>
        
        
        <item>
            <title>SG #054: Banken</title>
            <description><![CDATA[<p>Lernmaterial zu dieser Folge: www.slowgerman.com</p>

<p>Momentan ist eines der größten Themen die Finanz- und Wirtschaftkrise. Fan hat mich nun gebeten, über das deutsche Bankwesen zu sprechen, und das werde ich gerne tun.</p>

<p>Es gibt viele sehr bekannte deutsche Banken, zum Beispiel die Deutsche Bank oder die Commerzbank. In Deutschland gibt es sehr wenige Privatbanken, dafür aber viele öffentlich-rechtliche oder genossenschaftliche Banken. Das ist alles etwas kompliziert, im Grunde kann man sagen, es gibt drei verschiedene Arten von Banken in Deutschland. Zum einen gibt es die Genossenschaftsbank – eine Genossenschaft ist eine bestimmte Rechtsform. Die bekannteste Genossenschaftsbank in Deutschland ist wohl die Volks- und Raiffeisenbank. Die zweite Art ist eine öffentlich-rechtliche Bank, zum Beispiel eine Sparkasse. Das Hauptziel der Sparkassen ist nicht, Gewinne zu erzielen. Vereinfacht gesagt geht es ihnen mehr um den Bürger als um das Geld. So sollte es zumindest sein. Die dritte Bankenart ist die Privatbank.</p>

<p>Was kann man bei einer Bank alles machen? Zunächst mal hat man oft schon als Kind die Möglichkeit, das ersparte Geld zur Bank zu bringen. Ich erinnere mich, dass ich ein Sparschwein hatte – das war ein Schwein aus Porzellan, das oben einen Schlitz hatte. Dort konnte man Münzen hineinwerfen. Wenn das Schwein voll war, wurde es zur Bank gebracht und das Geld auf ein Sparkonto eingezahlt. So haben viele deutsche Kinder gelernt, zu sparen. </p>

<p>Später eröffnet man bei der Bank ein Girokonto. Das passiert meist dann, wenn man anfängt zu arbeiten und regelmäßige Einnahmen hat. Ein Girokonto ist sehr praktisch. Man kann viele Zahlungen automatisieren, das nennt man dann einen Dauerauftrag. Ich habe es zum Beispiel so eingerichtet, dass an jedem ersten Tag im Monat das Geld für die Miete automatisch von meinem Konto auf das Konto meiner Vermieterin überwiesen wird. </p>

<p>Schecks werden in Deutschland nur noch sehr selten von Privatpersonen verwendet. Stattdessen gibt es so genannte Einzugsermächtigungen. Ich habe zum Beispiel einen Vertrag unterschrieben, und dieser Vertrag erlaubt meinem Stromanbieter, dass er jeden Monat oder jedes Quartal Geld von meinem Konto abbuchen darf. Er holt sich also das Geld selber, das der Strom kostet. Das gleiche gilt für die Heizung, das Wasser, Versicherungen und ähnliches. Daher muss ich mich um nichts mehr kümmern, alles ist automatisiert.</p>

<p>Wenn ich einer anderen Person Geld schicken möchte, weil ich zum Beispiel bei eBay etwas gekauft habe, dann kann ich das Geld überweisen. Eine Überweisung ist ein Blatt Papier, ein Formular. Dort trage ich meinen Namen ein und meine Kontonummer, und den Namen und die Kontonummer des Menschen, bei dem ich etwas gekauft habe. Dann noch den Geldbetrag, und einen so genannten Verwendungszweck, also ein Stichwort, damit der Verkäufer weiß, wofür das Geld gedacht ist. Diese Überweisung gebe ich dann bei der Bank ab, und das Geld wird überwiesen. Noch einfacher ist es online – die meisten Banken bieten mittlerweile in Deutschland Online-Banking an. Hier kann ich online ausfüllen, wem ich Geld schicken möchte, und alles geht ganz schnell. Damit die Bank weiß, dass nur ich Zugriff auf das Konto habe, hat sie mir einen Online-Zugang eingerichtet, der mit einem Passwort geschützt ist. Dieses Passwort habe ich per Post zugeschickt bekommen. Außerdem muss ich jede Transaktion, also zum Beispiel jede Überweisung, mit einer TAN-Nummer bestätigen. Diese TAN-Nummern bekommt man ebenfalls per Post geschickt. </p>

<p>Natürlich kann man auch in Deutschland längst mit Plastik bezahlen. Das bedeutet, man kann Plastikkarten benutzen, um zu bezahlen. Am weitesten verbreitet sind ec-Karten. EC steht dabei für Electronic Cash. Mit so einer Karte kann ich auf mein Girokonto zugreifen. Zum Beispiel kann ich an einem Bankautomaten Geld abheben. Dafür muss ich die ec-Karte in den Automaten einführen, dann meine PIN-Nummer eingeben, das sind vier Zahlen, und dann kann ich Bargeld abheben. Ich kann mit der ec-Karte auch einkaufen. Im Supermarkt fragt mich die Kassiererin dann entweder nach meiner PIN-Nummer, die man dann selber eintippen muss, oder man muss einen Bon unterschreiben, also einen Kassenzettel. Das geht einfach und schnell. Praktisch ist auch, dass man mit der ec-Karte oft auch in ganz Europa bezahlen kann, und zwar immer dann, wenn auf der Karte auch das „Maestro“-Zeichen abgedruckt ist.</p>

<p>Kreditkarten sind in Deutschland auch verbreitet, aber es ist noch nicht üblich, dass man kleine Beträge mit der Kreditkarte bezahlt. Vor allem amerikanische Ketten wie Starbucks akzeptieren zwar Kreditkarten auch für einen Kaffee, oft aber ist es nicht so. Das hängt vor allem damit zusammen, dass die Kreditkartengesellschaften wie VISA oder Mastercard Gebühren vom Verkäufer verlangen. Sein Gewinn ist also geringer, wenn der Kunde mit Karte bezahlt. Vor allem in Tankstellen oder Restaurants und in Kaufhäusern kann man aber ohne Probleme mit der Kreditkarte bezahlen.</p>

<p>Natürlich gibt es noch viele weitere Funktionen einer Bank. Man kann Geld auf so genannte Festgeldkontos legen, bei denen man dann höhere Zinsen bekommt. Man kann Aktien kaufen oder in Fonds investieren, man kann Kredite aufnehmen und vieles mehr – aber das führt jetzt zu weit. Wir hören lieber Musik – und zwar diesmal von Trashure „Die Frau die mich nicht sieht“.</p>

<p>Links und Material: www.slowgerman.com</p>]]></description>
            <pubDate>Fri, 12 Jun 2009 15:58:27 +0200</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
        </item>
        
        
        <item>
            <title>Yes, no, hello! Absolute Beginner #1</title>
            <description><![CDATA[<p>Hello and welcome to a new series here at Slow German. There will be new episodes as before, but I will include a few episodes for absolute beginners. They are meant for people who for example are travelling to Germany and who want to speak a few words in the native language...</p>

<p>First of all, you want to be able to say yes and no. That's the easy part. If you want to say yes, say „Ja“. „Ja“. If you want to say no, say „nein“. Nein. </p>

<p>When travelling in a foreign country, it is important to be nice to the people you meet. After all, everything you do will reflect on your own country. If you're an American and you're acting loud the Germans will say: Americans are loud! So be careful what you do! </p>

<p>Our next words are please, thank you and sorry or pardon. If you want to thank somebody for something, you simply say „Danke“. Danke. In reply to that, the other person will answer „bitte“. Bitte. If you want to attract the attention of somebody, for example a person working in a store, or if you bump into somebody, you say „Entschuldigung“. I know this is a hard word to say and everybody will understand if you say „sorry“, but the correct German word is Entschuldigung. Ent-schul-di-gung.</p>

<p>Alright, very good so far! Now let's get to four words that you can use for directions. There is left and right. Left is links, links, and right is rechts, rechts. It's easy to memorize, because the first letter of the words is the same. Links and rechts. In rechts you have a sound that is not common in many other languages, the „ch“-Sound. Your mouth forms a wide grin, like if you want to say „eeeee“. Now if you lift the middle part of your tongue a little bit, you will get this sound. „Ch“. Two more words for directions: Up and down. Up is „oben“, oben, and down is „unten“, unten. </p>

<p>Let's get to different greeting formulas. You can always say „Guten Tag“, no matter what time it is. It jus means „A good day to you“. If you want to specify, you can wish a good morning or good evening. Then it is „Guten Morgen!“ or „Guten Abend“. Guten Morgen. Guten Abend. The more colloquial form is „Hallo“. Hallo. If you are in Southern Germany, in Bavaria or even in our neighbor-country Austria, you will often hear „Grüß Gott“. This means „God is greeting you“, meaning „God bless you“. I am not a Christian and I say it anyway – it is very common in Southern Germany. Grüß Gott.</p>

<p>If you want to leave, there are also different possibilities. You can say „Auf Wiedersehen“, auf Wiedersehen, meaning „until we see us again“. The more colloquial form is „Tschüss“ or the Italian „ciao“. Tschüss. Ciao. Auf Wiedersehen!</p>

<p>Four more words to go, then we are through with this first episode of Slow German for Absolute Beginners. Let's say you enter a hotel, or you want to introduce yourself to somebody. Then you say  „Ich heiße...“ and then your name. I would say „Ich heiße Annik“. In a hotel, you would follow up with something like „Ich habe eine Reservierung“, if you have a reservation for a room. We also copied the English form of that sentence, so you can also introduce yourself by saying „Mein Name ist...“. Mein Name ist Annik.</p>

<p>Ok, now three important places for every traveler. If you travel by train, you need the trainstation. Bahnhof. Bahnhof. If you fly to Germany, you will arrive at the airport, the Flughafen. Flughafen. And if you need a taxi, guess what? You can call a Taxi! I guess that word is the same in almost every language. We just pronounce it a little differently. Taxi. Taxi.</p>

<p>That's it for now, in the next easy episode I will tell you what to say if you're in a restaurant. If you have questions or ideas what to teach next, write me an e-mail at podcast@slowgerman.com . You can find the text and the vocabulary to this episode as well as many infos on slowgerman.com. Auf Wiedersehen! Or better: Auf Wiederhören!</p>]]></description>
            <pubDate>Mon, 06 Jul 2009 18:05:52 +0200</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
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        <item>
            <title>SG #055: Fernsehen</title>
            <description><![CDATA[<p>Lernmaterial zu dieser Folge: www.slowgerman.com</p>

<p>Toshada und viele andere von Euch haben mich gebeten, über das Thema Fernsehen in Deutschland zu sprechen. Gerne!</p>

<p>Könnt Ihr Euch vorstellen, dass schon 1929 ein regelmäßiges Fernsehprogramm ausgestrahlt wurde? Zwar noch in schlechter Auflösung, aber immerhin! 1936 wurden die Olympischen Sommerspiele im Fernsehen gezeigt, ein großes Ereignis für das Dritte Reich. Natürlich war damals noch alles schwarz-weiß zu sehen. Das Farbfernsehen gab es in Deutschland erst ab 1967 für alle Zuschauer, die ein passendes Gerät hatten. Heute haben 95% der deutschen Haushalte ein Fernsehgerät.</p>

<p>Zu Beginn war Fernsehen Luxus – und eher langweilig. Denn es gab nur wenige Fernsehsender und diese sendeten auch nur kurze Zeit. Sogar als ich ein Kind war, war das Fernsehen noch ganz anders als heute. Nachts gab es nur ein Testbild zu sehen, eine bunte Grafik, und die Sender haben sich ausgeschaltet. Es gab die beiden großen öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF, die dritten Programme, das sind Regionalsender für jedes Bundesland, und erst ab 1984 gab es auch private Fernsehsender in Deutschland. Am bekanntesten sind hier RTL, SAT1 und ProSieben. Weil es am Anfang so wenige Sender gab, wurden sie von den Zuschauern nummeriert – und dieses Phänomen gibt es noch heute. Die ARD heißt „Das Erste“, mit dem Zweiten meint man das ZDF, das Zweite Deutsche Fernsehen, und die Dritten sind die Regionalprogramme.</p>

<p>ARD und ZDF sowie die Dritten finanzieren sich größtenteils aus Rundfunkgebühren. Jeder Deutsche, der Geld verdient und einen Fernseher hat, zahlt dafür Gebühren an die so genannte GEZ. Abends ab 20 Uhr dürfen diese Sender keine Werbung mehr zeigen. Die öffentlich-rechtlichen Sender haben einen Bildungsauftrag, sie sollen vor allem Information bieten. Heute leisten sie aber auch einen Beitrag zur Unterhaltung. Am Freitagabend gibt es in den Dritten gute Talkshows wie „3 nach 9“ oder die „NDR Talkshow“, am Samstagabend gibt es Unterhaltungsshows und am Sonntag Abend in der ARD den „Tatort“, den wohl berühmtesten deutschen Krimi nach „Derrick“. Am Sonntag läuft auch die „Lindenstrasse“, eine wöchentliche Serie, die seit 1985 läuft. Es gibt drei große deutsche Talkerinnen, sie sind allesamt sehr gute Journalistinnen: Anne Will, Maybrit Illner und Sandra Maischberger. Für Kinder produziert die ARD auch wunderbare Sendungen, zum Beispiel die berühmte „Sendung mit der Maus“, eine Wissenssendung, die auch viele Erwachsene sehen.</p>

<p>Die privaten Sender finanzieren sich ausschließlich aus Werbeeinnahmen. Es gibt vor allem zwei große Konzerne in Deutschland, die Fernsehen machen: Die ProSiebenSat1 Media AG hat ihren Sitz in München, und zu ihr gehören vier Fernsehsender. Wie der Titel schon sagt sind das ProSieben, Sat1, dazu noch kabel eins wo viele amerikanische Sitcoms laufen und N24, ein Nachrichtensender.</p>

<p>Die zweite große Firma ist die RTL Group in Köln, zu ihr gehören der Sender RTL, der Nachrichtensender n-tv und Teile von RTL2, VOX und Super RTL. RTL startete 1992 die erste deutsche Seifenoper, also eine Soap. Sie heißt „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“, und läuft täglich im Fernsehen. Seit einigen Jahren gibt es auch Telenovelas in Deutschland. Abends laufen aber meistens die großen amerikanischen Serien wie „Dr. House“, „Desperate Housewives“ und so weiter, sie sind alle ins Deutsche übersetzt und synchronisiert.</p>

<p>Es gibt noch viele andere Sender, zum Beispiel Musiksender wie MTV oder VIVA, wir empfangen CNN und in manchen Gegenden die BBC. Ich selber habe Kabelfernsehen, mein Fernsehprogramm kommt also aus der Steckdose. Ich habe 34 Sender zur Auswahl, das meiste davon ist Quatsch, wie zum Beispiel Shoppingsender. Man kann aber auch eine Satellitenschüssel installieren, dann hat man eine größere Auswahl an weltweiten Angeboten. Oder man nutzt Pay-TV und bezahlt für eine Settop-Box, dann kann man ebenfalls weitere Kanäle sehen. In Deutschland hieß der Pay-TV-Anbieter bis vor kurzem Premiere, jetzt heißt er Sky.</p>

<p>Rein subjektiv kann ich euch sagen, dass ARD und ZDF qualitativ meistens gute Sendungen machen, allerdings oft für ein älteres Publikum. Dort laufen also auch Volksmusiksendungen am Abend. Die beste Sendezeit beginnt bei uns übrigens um 20.15 Uhr, denn um 20 Uhr läuft die bekannteste Nachrichtensendung Deutschlands, die Tagesschau, die es übrigens auch als Podcast gibt. RTL macht hauptsächlich Unterhaltung, dort laufen Spielfilme und die Sendungen „Wer wird Millionär“ oder „Deutschland sucht den Superstar“, die aus dem amerikanischen kopiert wurden. „Deutschland sucht den Superstar“ heißt im Original „American Idol“. Sat1 und ProSieben liefern ebenfalls Spielfilme und Unterhaltungsshows, momentan ist ProSieben bekannt dafür, Formate wie „Popstars“ oder Heidi Klums Topmodel-Show auszustrahlen. Derzeit sind überhaupt Casting-Formate der große Renner in Deutschland. Sie machen Quote, das bedeutet: Die Einschaltquote ist hoch, viele Menschen sehen diese Sendungen. </p>

<p>Die wohl bekannteste deutsche Sendung ist allerdings keine amerikanische Kopie, sondern eine rein deutsche Idee: „Wetten, dass...?“. Es gibt sie seit 1981. In der Sendung schließen Menschen Wetten ab. Das sind oft kuriose Dinge. Zum Beispiel hat ein Mann gewettet, dass er schneller eine Schüssel Wasser austrinken kann als sein Hund. Als Wettpaten werden Prominente eingeladen. Sie sagen dann: Ja, der Mann schafft das. Oder: Nein, er schafft es nicht. Wenn sie verlieren, müssen sie etwas tun – zum Beispiel in Frauenkleidern auftreten oder durch einen brennenden Reifen springen. Thomas Gottschalk moderiert diese Sendung seit 1987. Er ist damit der bekannteste Showmaster Deutschlands. Welche wichtigen Menschen gibt es in der deutschen Fernsehlandschaft noch? Zum Beispiel Günther Jauch. Er moderiert „Wer wird Millionär“ und „Stern.TV“, ein journalistisches Magazin. Er ist so beliebt in Deutschland, dass er bei Umfragen immer zum Bundespräsidenten gewählt wird. Frech und sarkastisch ist Harald Schmidt, der  lange als Nighttalker aktiv war in der Rolle, die in den USA Jay Leno und David Letterman innehaben. Es gibt noch viele andere, Stefan Raab, Johannes B. Kerner, Jörg Pilawa, Oliver Pocher, Reinhold Beckmann. Aber für heute habe ich genug erzählt. Ihr merkt schon, man kann viel zu diesem Thema sagen! Wenn Ihr Lust auf deutsches Fernsehen habt: ARD und ZDF haben eine Mediathek, in der man im Internet stöbern kann. Und alle Sender haben mittlerweile eigene Sendungen oder Teile davon als Podcast ins Internet gestellt. Die Sendung mit der Maus kann ich Euch wärmstens empfehlen!</p>

<p>Jetzt aber wieder Musik, und zwar von den Liedermachern „Simon & Jan“. Das Stück heißt „Die Tafel“ und ist auf MySpace zu finden: http://www.myspace.com/simonundjan</p>]]></description>
            <pubDate>Fri, 10 Jul 2009 14:49:29 +0200</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
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        <item>
            <title>SG #056: Jugendherberge</title>
            <description><![CDATA[<p>Lernmaterial und mehr Infos unter www.slowgerman.com</p>

<p>Eine Herberge ist eine Unterkunft, also ein Platz, wo man schlafen kann. Es ist so etwas ähnliches wie ein Hotel. Eine Jugendherberge ist wie der Name schon sagt ein Hotel für Jugendliche. Der Unterschied zu einem Hotel ist vor allem der Preis für ein Zimmer. Meistens sind Jugendherbergen viel billiger. Oft gibt es Mehrbettzimmer, also Zimmer mit mehreren Betten darin. Es gibt einen Speisesaal und meistens auch schöne Angebote für Familien, also zum Beispiel einen Spielplatz oder ein Schwimmbad. Noch ein Unterschied zum Hotel: Die Gäste müssen ihre Betten selbst mit Bettwäsche beziehen und vor Abreise wieder abziehen. Das macht im Hotel ein Zimmermädchen. Handtücher muss der Gast selber mitbringen oder in der Jugendherberge mieten. </p>

<p>Wie ist dieses Konzept entstanden? Die erste Jugendherberge entstand vor genau 100 Jahren, und zwar am 26. August 1909. Der Lehrer Richard Schirrmann war damals mit einer Schulklasse unterwegs. Er wollte acht Tage lang mit den Kindern wandern. In der ersten Nacht schliefen sie in der Scheune eines netten Bauern. In der zweiten Nacht allerdings tobte ein Gewitter und sie fanden lange keine Unterkunft. Schließlich kamen sie endlich in der Dorfschule unter. Der Lehrer konnte nicht schlafen – also kam ihm die Idee, für andere Wanderer eigene Herbergen einzurichten. Wenig später richtete er die erste  Jugendherberge ein. </p>

<p>Die Idee setzte sich schnell durch: Schon 1932 gab es über 2100 Jugendherbergen. Damals hatten sie noch große Schlafsäle, in denen viele Kinder und Jugendliche zusammen in einem Raum schliefen. International werden die Jugendherbergen "Youth Hostels" genannt. Weltweit gibt es mittlerweile 4500 Jugendherbergen, in Deutschland sind es noch 550. Diese Jugendherbergen haben unterschiedliche Standards: Jugendherbergen der Kategorie 1 sind eher einfach eingerichtet, die Herbergen der Kategorie 4 bieten gehobenen Komfort, sind also besser eingerichtet und ausgestattet. </p>

<p>Wichtig ist den Jugendherbergen, dass sie nicht nur eine Unterkunft sind. Sie stehen für Frieden. Sie wollen, dass Jugendliche und Kinder viel reisen, um andere Länder und andere Menschen kennenzulernen und dadurch Toleranz zu lernen. In einer solchen Herberge verbringt man oft Zeit mit anderen Gästen und lernt sich näher kennen. Oft werden Jugendherbergen genutzt, um mit einer ganzen Schulklasse zu reisen. Die Kinder dürfen zum Beispiel eine Woche lang Urlaub in einer Jugendherberge machen, anstatt in die Schule zu gehen. Dafür lernen sie vor Ort in der Jugendherberge mit ihrem Lehrer andere Dinge, zum Beispiel über die Umwelt und Natur. Der Leiter der Jugendherberge wird auch heute noch oft "Herbergsvater" genannt. Und ein Klischee für Jugendherbergen, das oft wahr ist, ist der ständig aus einer großen Kanne ausgeschenkte Tee.</p>

<p>Wer in einer Jugendherberge übernachten möchte, muss nicht unbedingt ein Kind sein. Mittlerweile ist es möglich, auch als Erwachsener dort zu übernachten. Wichtig ist aber, ein Mitglied des Deutschen Jugendherbergswerk zu sein. Das ist die Organisation, zu der alle Jugendherbergen gehören. Das Deutsche Jugendherbergswerk, kurz DJH, ist übrigens ein eingetragener Verein. Über Vereine gab es schon eine Slow German-Folge, Ihr könnt sie gerne nachhören. Wer also in einer Jugendherberge übernachten möchte, muss Mitglied in dieser Organisation werden, und das kostet Geld, aber nicht viel. Momentan liegen die Beträge zwischen 12,50 Euro und 21 Euro für ein ganzes Jahr. Dazu kommt dann natürlich der Preis für eine Übernachtung, das Frühstück ist immer mit dabei.</p>]]></description>
            <pubDate>Tue, 22 Sep 2009 10:01:41 +0200</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
        </item>
        
        
        <item>
            <title>SG #057: Halloween</title>
            <description><![CDATA[<p>Die Deutschen feiern gern. Das merkt man auch daran, dass sie Feste aus anderen Ländern gerne übernehmen. Ein Beispiel dafür ist Halloween. Halloween ist kein deutscher Brauch. Es wurde ursprünglich in Irland gefeiert und von den Iren nach Amerika gebracht. Dort ist es mittlerweile ein sehr wichtiges Fest geworden.</p>

<p>Hier in Deutschland gibt es keine Halloween-Tradition. Dennoch wird Halloween von vielen Deutschen seit den 90er-Jahren gefeiert. Manche Deutsche veranstalten Halloween-Parties. Und manche Kinder gehen tatsächlich von Haus zu Haus und sammeln Süßigkeiten. Manche Bars und Restaurants veranstalten ebenfalls Halloween-Parties, sie schmücken ihre Räume mit künstlichen Spinnweben und Skeletten.</p>

<p>Halloween gehört einfach zum Herbst dazu, das merkt man auch an der Dekoration. Im Herbst machen wir eine Kürbissuppe und stellen kleine Zier-Kürbisse auf den Tisch, als Deko. Wir sammeln Kastanien und rote und gelbe Blätter von Bäumen und arrangieren sie zu einem schönen Bild. Manche Deutsche höhlen auch Kürbisse aus und stellen eine Kerze hinein – genauso wie in Amerika. </p>

<p>Dennoch ist die Bedeutung von Halloween nicht groß in Deutschland. Wir haben andere Bräuche, die alt sind und aus unserer Region stammen. Ein Brauch ist das Martinssingen. Am 11. November ziehen Kinder von Haus zu Haus und singen Lieder – als Belohnung bekommen sie Süßigkeiten oder Früchte. Das ist ein katholischer Brauch, der dem von Halloween sehr nahe kommt – außer dass die Kinder an Halloween "Süßes oder Saures" rufen, anstatt zu singen. Beim Martinssingen tragen die Kinder selbstgebastelte bunte Laternen mit Lichtern darin. Das sieht im Dunkeln besonders schön aus. Das bekannteste Lied ist "Ich geh mit meiner Laterne – und meine Laterne mit mir. Da oben leuchten die Sterne und unten leuchten wir". Zum Martinstag am 11. November gehört eine Geschichte, die an den Heiligen Martin erinnert. Er hatte seinen Mantel mit einem frierenden Bettler geteilt. </p>

<p>Ein anderer wichtiger Brauch ist Allerheiligen am 1. November. Aber davon habe ich Euch schon in einer anderen Folge erzählt. An Allerheiligen gedenkt man der Toten, daher ist es ein eher trauriger Feiertag. Deswegen sind Tanzveranstaltungen in katholischen Regionen verboten – ab Mitternacht. Halloween-Parties müssen also ab Mitternacht ganz still sein.</p>

<p>Ich selber bin zwar auf zwei Halloween-Parties eingeladen, werde aber nicht hingehen. Ich werde mich an Halloween nicht verkleiden und keine Süßigkeiten an Kinder verteilen. Ich werde mich aber auf den nächsten Tag freuen und darauf, an Allerheiligen meine Familie zu sehen.</p>

<p>Wie macht Ihr es? Wie feiert man Halloween in Eurem Land? Wenn Ihr Lust habt, schreibt in die Kommentarfunktion auf slowgerman.com – in Deutsch oder Englisch.</p>]]></description>
            <pubDate>Fri, 30 Oct 2009 20:17:14 +0100</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
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        <item>
            <title>SG #058: Humor</title>
            <description><![CDATA[<p>Alles unter www.slowgerman.com</p>

<p>Andrew und Xavi aus Barcelona haben mich gebeten, über deutschen Humor zu sprechen. Darum geht es also in der heutigen Folge.</p>

<p>Das erste, woran ich beim Thema Humor denke, sind Witze. Witze sind kurze Geschichten, die sich Menschen erzählen, und die ein lustiges Ende haben. Diese Witze verbreiten sich von Mensch zu Mensch wie eine Lawine, und manche von ihnen kennt fast jeder. Es gibt interessanterweise immer Phasen, in denen eine bestimmte Art von Witzen sehr beliebt ist. Als ich ein Kind war, waren das die Häschen-Witze. Ein Häschen ist ein kleiner Hase. Wir haben uns also immer Witze erzählt, in denen ein kleiner Hase in ein Geschäft kommt, um etwas zu kaufen. Ich werde jetzt keinen dieser Witze erzählen, aber Ihr könnt sie euch wahrscheinlich vorstellen. Aus heutiger Sicht waren sie nicht sehr lustig.</p>

<p>Eine andere Phase waren unter Erwachsenen die Blondinenwitze. Darin machte man sich über blonde Frauen lustig und stellte sie als besonders dumm dar. Auch Menschen aus verschiedenen Regionen machen sich gerne über andere Regionen lustig. In Deutschland veräppelt man oft Ostfriesen, das sind Menschen die ganz weit im Norden leben. Veräppeln ist übrigens ein anderes Wort für "sich über jemanden lustig machen". Man kann auch sagen: Veralbern.</p>

<p>Natürlich gibt es auch in Deutschland Menschen, die davon leben, lustig zu sein. Ich meine jetzt nicht Clowns, sondern Comedians und Kabarettisten. In Deutschland wird gerne eine Grenze gezogen zwischen diesen beiden Berufen. Comedians gibt es eigentlich erst seit gut 20 Jahren in Deutschland – das sind Menschen, die sich meist ganz alleine auf eine Bühne stellen und lustige Dinge erzählen. Kabarettisten gibt es schon viel länger hier – sie haben meistens einen politischen Hintergrund oder sind sehr gesellschaftskritisch. Daher ist es oft schwer, ihren Humor zu verstehen – wenn man die Hintergründe nicht genau kennt. </p>

<p>Ich möchte Euch heute einige Spaßmacher vorstellen. Im Moment ist ein Mann in Deutschland regelrecht berühmt, weil er unglaublich viele Zuschauer hat. Er hat es sogar geschafft, 70.000 Menschen in das Berliner Olympiastadion zu locken, um ihnen seine Geschichten zu erzählen. Damit steht er jetzt sogar im Guinness-Buch der Rekorde. Sein Name ist Mario Barth. Er stammt aus Berlin und macht vor allem Witze über die Beziehung zwischen Männern und Frauen. Ich muss gestehen, dass ich über seine eher primitive Art von Humor überhaupt nicht lachen kann – aber er wird von vielen Deutschen gemocht.</p>

<p>Es gibt einige lustige Menschen, die jeder Deutsche kennt, weil sie schon so lange in Deutschland aktiv sind. Otto zum Beispiel, oder Mike Krüger, oder Karl Dall. Sie alle mag ich auch nicht – es tut mir leid! Ich kann Euch aber auch Menschen nennen, die ich lustig finde. Von den Pionieren ist das zum Beispiel Loriot. Loriot ist ein Mann, der eigentlich Vicco von Bülow heißt. Vor vielen Jahrzehnten fing er an, die Menschen genau zu beobachten. Dann hat er Szenen aus dem Alltag aufgeschrieben und sie so bearbeitet, dass sie lustig wurden. Sie sind lustig, weil jeder schon einmal etwas ähnliches erlebt hat. Zum Beispiel wie es ist, wenn dem Menschen im Restaurant gegenüber eine Nudel im Gesicht klebt – und man sich nicht mehr auf das Gespräch konzentrieren kann. Schaut Euch mal Loriot-Sketche bei YouTube an, ich bin gespannt, ob sie Euch gefallen.</p>

<p>Welche Comedians ich empfehlen kann? Da gibt es viele. Zum Beispiel Dieter Nuhr oder Michael Mittermeier. Momentan ist auch Eckart von Hirschhausen sehr beliebt – er ist ein Arzt, der zum Beispiel sehr amüsant darüber spricht, was das Glück für die Menschen bedeutet. Und Kaya Janar hat sich als Thema vor allem die multikulturelle Gesellschaft ausgesucht – wie also zum Beispiel Deutsche mit Türken im Alltag umgehen.</p>

<p>Zu den großen Kabarettisten gehört Dieter Hildebrandt, der mittlerweile über 80 Jahre alt ist und immer noch sehr aktiv. Ich fürchte aber, dass er für Euch schwer zu verstehen ist, weil er sehr schnell spricht. </p>

<p>Mein großer Liebling ist aber Hagen Rether. Ich habe ihn schon zwei Mal live gesehen und im Juni werde ich ihn wieder sehen. Er ist groß und dünn, hat einen Pferdeschwanz und sitzt immer an einem Flügel, also an einem großen Klavier. Sein Auftritt dauert drei Stunden – und jede Sekunde ist kostbar. Er kritisiert die derzeitige politische Situation sehr genau. Nach der Vorstellung denke ich noch viel über seine Worte nach. </p>

<p>Es gibt im Deutschen eine Redewendung, die sehr gut zu Hagen Rether passt. Da bleibt einem das Lachen im Halse stecken. Das bedeutet, dass man im ersten Moment anfängt zu lachen, dann aber merkt, dass es eigentlich schockierend ist, was er gerade gesagt hat. Es ist eine eher sarkastische Art von Humor. </p>

<p>Wenn es Euch interessiert – es gibt zwei Kabarettsendungen im deutschen Fernsehen. Die eine heißt Satiregipfel, die andere "Neues aus der Anstalt". Ich fürchte aber, dass das noch zu kompliziert für Euch ist. Vielleicht habt Ihr auch Lust auf deutsche Comedy, dann schaltet doch den "Quatsch Comedy Club" ein. </p>

<p>Zum Schluss noch Musik von einer deutschen Band namens "ich und mein Tiger". Der Song heißt "Bahnhof" – mehr davon unter: 
<br />www.ichundmeintiger.de.</p>]]></description>
            <pubDate>Wed, 20 Jan 2010 17:11:29 +0100</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
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        <item>
            <title>In a restaurant. Absolute Beginner #2</title>
            <description><![CDATA[<p>Hello and welcome to the series "Absolute Beginners" here at Slow German. There will be new episodes as before, but I will include a few episodes for absolute beginners. They are meant for people who for example are travelling to Germany and who want to speak a few words in the native language... The first one of these was published some time ago, and today I want to give you all the vocabulary you need to go to a restaurant and eat something. After all, I don‘t want you to starve here in Germany!</p>

<p>At first if you enter the restaurant, you might be greeted by a waiter. This is not at all common in Germany – most people just seat themselves. So if you don't see somebody steering towards you, feel free to choose yourself where you want to sit. In case a waiter welcomes you, he might ask „Haben Sie reserviert?“ or „Haben Sie eine Reservierung?“. He wants to know if you have made a reservation in advance. You can say, „Nein, tut mir leid“, meaning „No, I'm sorry“, or „Ja, auf den Namen Schmidt“. Of course you have to replace the name Schmidt with your own name.</p>

<p>The waiter might also ask you: „Für zwei?“, meaning „For two?“, if he sees that there are two people in your party. Or „Für vier?“ if there are four. He will then show you to a table that's big enough for all of you.</p>

<p>Usually, the waiter should present you with the menu without being asked for it. If he's having a busy day or simply forgot his duty, you might remind him with „Die Speisekarte, bitte.“ meaning „The menu, please“. You can also say: „Kann ich die Karte haben?“, „Can I have the menu?“</p>

<p>Most waiters are not very talkative, so don't expect them to introduce themselves and ask things like „What would you like to drink today?“. They most simply say: „Zum Trinken?“, meaning „To drink?“. Then they wait for you to answer. Now I don't know what you would like to order, but I have a few alternatives for you:</p>

<p>„Eine Apfelschorle, bitte.“. Apfelschorle is the favorite non-alcoholic drink of Germans, it is a mix of mineral water and apple juice. „Eine Apfelschorle, bitte.“
<br />„Einen Orangensaft, bitte.“. An orange-juice, please.
<br />„Eine Cola, bitte.“ A coca-cola, please.
<br />„Ein Mineralwasser, bitte.“ Sparkling mineral water, please.
<br />„Ein stilles Wasser, bitte.“
<br />Or, of course, „Ein Bier bitte.“. I guess I don't have to translate that.</p>

<p>Now let's think about food. You pick something from the menu and say „Ich hätte gerne...“, and then you say what you would like to eat. If you can pronounce it, I am very proud of you. For example you can order a Schnitzel and say „Ich hätte gerne das Wiener Schnitzel“. If you are a little shy, just say „Ich hätte gerne das hier“, and point to what you would like to have on the menu. If you want something special that you can't find on the menu, just ask: „Haben Sie ...?“. For example: „Haben Sie ein Wiener Schnitzel?“. It simply means: Do you have a Wiener Schnitzel?</p>

<p>Let's hope everything worked out fine and you're sitting there with your drink and your food. The waiter will wish you „Guten Appetit“, literally meaning he wishes you a healthy appetite. But something is missing. Just call the waiter by establishing eye-contact, maybe raising your hand and saying „Entschuldigung“, meaning simply „Excuse me“. Then wait until he or she comes to your table. In former times people said „Herr Ober“ or „Fräulein“, but that is thought to be old-fashioned today and some waiters and waitresses even consider it to be rude.</p>

<p>Finally, just ask: „Könnte ich bitte Salz haben?“ if you want to have salt. I give you some more examples:</p>

<p>„Könnte ich bitte eine Gabel haben?“ means „Could I have a fork, please?“
<br />„Könnte ich bitte ein Messer haben?“ means „Could I have a knife, please?“
<br />„Könnte ich bitte einen Löffel haben?“ means „Could I have a spoon, please?“
<br />„Könnte ich bitte einen Aschenbecher haben?“ means „Could I have an ashtray, please?“ But be careful: Most restaurants nowadays are smoke-free.</p>

<p>If you have to use the bathroom, you can ask: „Entschuldigung, wo ist die Toilette?“. </p>

<p>At the end of your meal, the waiter will clear the table and say something like „Hat's geschmeckt?“, he wants to know if you enjoyed your meal. You can simply answer by saying „Ja, danke.“, or if you really liked it, say „Sehr gut, danke.“. </p>

<p>You can then order some coffee or dessert, and if you're done, ask for the cheque by saying „Die Rechnung, bitte.“ or „Ich möchte zahlen, bitte!“. Remember, there's one big difference between dining in Germany and dining in the US. In Germany, you can usually sit at a table as long as you want. After your meal, you can just sit there and enjoy your coffee or drink some more wine or beer and just talk for hours. You don't have to rush out of the restaurant as soon as you're done eating. But it is polite to not sit at an empty table, but order some drinks. </p>

<p>That's it for now – for more information on this podcast visit www.slowgerman.com or check out the new iPhone app. You can also follow Slow German on Twitter and Facebook. Have fun learning German and Auf Wiederhören!</p>]]></description>
            <pubDate>Mon, 17 May 2010 10:03:33 +0200</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
        </item>
        <item>
            <title>SG #059: Studieren in Deutschland</title>
            <description><![CDATA[<p>Joanne und viele andere von Euch haben gefragt, ob ich etwas über die deutschen Universitäten erzählen kann und darüber wie es ist, in Deutschland zu studieren. Das werde ich heute machen!</p>

<p>Wer in Deutschland studieren möchte, der braucht zunächst einmal die so genannte Hochschulreife. Das bedeutet, dass man einen guten Schulabschluss braucht und eine bestimmte Anzahl an Jahren in die Schule gegangen sein muss. Die allgemeine Hochschulreife ist in Deutschland das Abitur, es gibt aber auch die Fachhochschulreife. Es gibt feste Regeln, was man mitbringen muss, um studieren zu dürfen. Das ist unterschiedlich von Fach zu Fach und von Universität zu Universität. Außerdem ändert sich derzeit das gesamte System in Deutschland: Es wird umgestellt auf die international anerkannten Abschlüsse des Bachelor und Master. Daher ist es gerade alles etwas chaotisch.</p>

<p>Angenommen, ich habe also das Abitur. Und ich möchte studieren. Dann gibt es trotzdem noch ein Problem: Manche Fächer sind so beliebt, dass zu viele junge Menschen diese Fächer studieren möchten. Dann kann die Universität einen so genannten Numerus Clausus einführen. Das ist Lateinisch. Es bedeutet: Nur wenn ich einen bestimmten Abitur-Notendurchschnitt habe – also besonders gute Noten im Abschlusszeugnis, darf ich studieren. </p>

<p>Jetzt sage ich Euch kurz, wie es früher war und heute manchmal noch ist – da gab es nämlich das Diplom. Diese Diplomstudiengänge werden fast alle verschwinden, weil sie durch den Bachelor und Master abgeschafft werden. Aber ich sage Euch trotzdem, was das war: Zunächst mal hat man zwei bis vier Semester studiert, das war das Grundstudium. Ein Semester ist ungefähr ein halbes Jahr lang. Dann gab es eine Vorprüfung, das so genannte Vordiplom. Danach hat man nochmal vier bis sechs Semester studiert im Hauptstudium, und am Ende gab es die Diplomprüfung. Ein Diplom ist eine Urkunde, also ein wichtiges Zeugnis. In vier bis fünf Jahren konnte man also ein Diplom machen. Ihr habt das vielleicht schon einmal auf Visitenkarten gesehen: Es gibt in Deutschland viele Diplom-Ingenieure.</p>

<p>Ich selber habe einen Magister Artium. Das ist so etwas ähnliches wie ein Diplom. Aber einen Magister gibt es nur in geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächern. Dabei studiert man meistens ein Hauptfach und zwei Nebenfächer. Ich hatte als Hauptfach Amerikanische Kulturgeschichte gewählt, als Nebenfächer Politik und Völkerkunde. Der Magister-Studiengang ist sehr frei, man kann sich seinen Stundenplan frei zusammenstellen, und das hat wirklich Spaß gemacht. Am Ende musste ich Prüfungen ablegen, mündlich und schriftlich, und ich musste eine Magisterarbeit schreiben, also ein Dokument zu einem bestimmten Thema, 120 Seiten lang.</p>

<p>Es gibt auch unterschiedliche Arten von Veranstaltungen in einem Studium. Typisch sind Vorlesungen. Das bedeutet: In einem meist sehr großen Saal steht ein Professor oder Dozent vorne an der Tafel und erzählt eineinhalb Stunden lang etwas über sein Thema. Die Studenten schreiben die Informationen mit und lernen sie später zu Hause. Manche Vorlesungen sind Pflicht – es muss also jeder Student dieser Fachrichtung in diese Vorlesung gehen. Das wird kontrolliert. Oft gibt es auch am Ende eine Prüfung. Andere Vorlesungen sind freiwillige Angebote – der Student kann hingehen, muss aber nicht. Dann gibt es noch Seminare – das sind dann Veranstaltungen mit weniger Studenten. Während in Vorlesungen oft gleich hunderte von Studenten in einem Saal sitzen, sind in manchen Seminaren nur zehn Studenten anwesend. Hier wird Wissen vertieft und genauer auf ein Thema eingegangen. Die Studenten müssen auch oft Referate halten – sich also auf ein Thema besonders gut vorbereiten und dann vor den anderen Studenten darüber einen Vortrag halten. Studenten untereinander nennen sich übrigens Kommilitonen. Wenn das Semester vorbei ist, hat man als Student aber noch keine Ferien, denn zunächst beginnt die vorlesungsfreie Zeit. In dieser Zeit soll man zum Beispiel Hausarbeiten schreiben – Arbeiten zu einem bestimmten Thema über ungefähr 20-30 Seiten. Referate und Hausarbeiten werden benotet. Und dann sind endlich Semesterferien.</p>

<p>Wer Hilfe braucht, der kann bei seinem Prof – das ist die Kurzform für Professor – in die Sprechstunde gehen. Die meisten Dozenten haben eine bestimmte Zeit in der Woche, in der sie für die Studenten zur Verfügung stehen. Dann kann man Fragen stellen und sich Hilfe holen.</p>

<p>Jetzt nochmal kurz zur derzeitigen Situation: Diplom und Magister wird es also nicht mehr lange geben. Stattdessen den Bachelor – der also ähnlich dem Grundstudium ist, und den Master, der das Hauptstudium beinhaltet. </p>

<p>Es gibt noch eine Besonderheit in Deutschland: Das Staatsexamen. Wer zum Beispiel Jura oder Medizin studiert, der muss am Ende staatliche Prüfungen ablegen. Dies soll dafür sorgen, dass die Qualität unabhängig und gleichbleibend ist.</p>

<p>Was kann ich Euch noch zum Thema Universität und Studieren in Deutschland erzählen? Es gibt einige sehr große Universitäten, wie zum Beispiel die in München. Hier habe ich studiert. Ich habe in einer eigenen Wohnung gelebt – andere leben im Studentenheim oder in Wohngemeinschaften, so genannten WGs. Ein Campusleben gibt es in München nicht, weil jedes Institut in einem anderen Gebäude untergebracht ist, und viele dieser Gebäude sind über die Stadt verteilt. Es gibt also keinen zentralen Platz für alle Studenten. Andere Universitäten wie Tübingen sind kleiner und daher vielleicht auch besser geeignet für internationale Studenten. Denn hier lernt man die anderen Studenten eher kennen. In großen Universitäten ist es oft sehr anonym. </p>

<p>Ich werde oft von Euch gefragt, was Ihr tun sollt, wenn Ihr in Deutschland studieren wollt. Ich kann es Euch leider nicht sagen, weil ich selber nie in der Situation war! Ich empfehle Euch daher, im Internet zu stöbern und gute Tipps gerne auch bei SlowGerman.com auf die Homepage zu schreiben. Jede Universität hat eine Studienberatung und diese kann Euch genau sagen, welche Voraussetzungen Ihr für ein Studium in Deutschland braucht. Ich wünsche Euch dafür jedenfalls viel Erfolg!</p>]]></description>
            <pubDate>Fri, 17 Sep 2010 09:30:53 +0200</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
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            <title>The German ABC. Absolute Beginner #3</title>
            <description><![CDATA[<p>Hello and welcome to the third episode for beginners – the long summer break is finally over and I hope I can produce more shows for you these coming weeks. Not only episodes for beginners, but also for advances learners. </p>

<p>Today, I want to pick up a topic that listener Burt asked me to cover: The German alphabet. I will go through the 26 letters now slowly so that you can hear how they are pronounced.</p>

<p>A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z</p>

<p>Then there are the „Umlaute“: Ä Ö Ü and we have a special „s“-sound, the ß. You don't hear a big difference, I know. Don't worry about that now.</p>

<p>While we are at the topic of pronounciation: JJ from New Zealand asked me to tell him the difference between Z and S. There's a big difference there! For example: We say Sahne, meaning cream, but Zucker, meaning sugar. The Z is pronounced like a t and a s. TS. More word with Z? Let me think. How about Zahn for tooth, Zeppelin, Zimt for cinnamon or also words with the Z in the middle like Beziehung for relationship or Katze for cat. </p>

<p>And one last thing: We have another sound in the German language, that is quite hard for beginners to pronounce. The CH-sound. It is either ch or ch. I'll give you some examples: Koch for cook, Buch for book, wach for awake. Or kichern for to giggle, Becher for cup and seicht for shallow.</p>

<p>So much for this quick lesson in German pronounciation – we'll end with a repetition of the alphabet. Hope you tune in next time and tell your friends about this podcast! Bis bald, Eure Annik.</p>

<p>A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z</p>]]></description>
            <pubDate>Fri, 10 Sep 2010 10:04:17 +0200</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
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        <item>
            <title>SG #060: Schwangerschaft und Geburt</title>
            <description><![CDATA[<p>Herzlich willkommen bei Slow German! Ich habe eine lange Pause gemacht, und das hat einen Grund. Ich habe nämlich einen kleinen Sohn bekommen. Daher heute mal das Thema: Kinder bekommen in Deutschland.</p>

<p>Nach dem Schwangerschaftstest hat eine Frau viel zu tun: Sie sollte jeden Monat zu ihrem Frauenarzt gehen und kontrollieren lassen, ob mit dem Baby alles in Ordnung ist. Baby ist eigentlich ein englisches Wort, wir verwenden es aber auch in Deutschland. Der korrekte Ausdruck für ein Neugeborenes ist eigentlich Säugling. Später ist das Kind dann ein Kleinkind. </p>

<p>Bei den regelmäßigen Untersuchungen wird das Gewicht der schwangeren Frau gemessen. Oft wird ihr Blut abgenommen, um verschiedene Werte zu kontrollieren. Sie muss auch eine Urinprobe abgeben. All das ist nicht besonders angenehm, aber die Belohnung ist dann eine Ultraschall-Untersuchung. Bei dieser Untersuchung können Arzt und Patientin sozusagen in den Bauch sehen und das ungeborene Kind beobachten. Recht früh kann man dabei auch schon das Geschlecht des Kindes feststellen – wenn man das möchte. Gegen Ende der Schwangerschaft wird man an ein CTG angeschlossen, das ist ein Wehenschreiber. Das sind zwei Gurte um den Bauch der Schwangeren – angeschlossen an einen Monitor. Dort sieht man dann, wie das Herz des Babys schlägt – und ob die Frau bereits Wehen hat.</p>

<p>Neben den ärztlichen Untersuchungen nehmen viele Frauen die Hilfe einer Hebamme in Anspruch. Sie nimmt sich viel Zeit, beantwortet Fragen und hilft der schwangeren Frau in dieser Zeit. Um zu wissen, was bei der Geburt alles passiert und welche Möglichkeiten es gibt, werden viele Geburtsvorbereitungskurse angeboten. Sie sind keine Pflicht, aber ein freiwilliges Angebot. Hier lernt man zum Beispiel verschiedene Atemtechniken. Viele Kurse werden von der Krankenkasse unterstützt, das heißt man muss nicht den vollen Betrag bezahlen.</p>

<p>Ab sechs Wochen vor der Geburt beginnt der Mutterschutz. In dieser Zeit kann die Frau arbeiten, sie muss es aber nicht mehr. In den acht Wochen nach der Geburt darf sie nicht arbeiten, wenn sie sich an diesen Mutterschutz hält. Damit sie trotzdem Geld bekommt, bezahlt ihr die Krankenkasse rund drei Viertel ihres Gehaltes weiter. So kann sie sich voll und ganz auf ihr neugeborenes Kind konzentrieren und gleichzeitig selber wieder fit werden.</p>

<p>Davor aber kommt die Geburt. Sie kündigt sich mit Wehen an. Das sind große Schmerzen, die regelmäßig auftreten und immer stärker werden. Die Mutter entscheidet sich schon vor der Geburt, wo sie ihr Kind bekommen möchte. Es gibt die so genannte Hausgeburt, da bleibt die Frau bei sich zu Hause und wird von einer Hebamme unterstützt. Dann gibt es noch Geburtshäuser, auch hier hilft eine Hebamme, aber die meisten Frauen bekommen ihr Kind in einem Krankenhaus. In der so genannten Entbindungsklinik. Denn ein Kind zu bekommen heißt auch, zu entbinden. </p>

<p>Im Krankenhaus hat die Schwangere auch Unterstützung von einer Hebamme. Wenn die Frau das möchte, bekommt sie eine PDA, das ist eine Spritze, die ihr die Schmerzen nimmt. Es gibt in vielen Kliniken auch die Möglichkeit einer Wassergeburt. Dafür ist die Frau dann in einer großen Badewanne, das warme Wasser soll entspannend wirken. Eine normale Geburt nennt man in Deutschland Spontangeburt. Auch wenn sie oft viele Stunden lang dauert. </p>

<p>Wenn es Komplikationen gibt, kann das Kind entweder mit einer Saugglocke oder mit einer Zange auf die Welt geholt werden. Oder mit einem Kaiserschnitt. Der Kaiserschnitt wird immer häufiger angewendet – dabei wird das Kind durch eine Operation aus dem Bauch der Frau geholt. </p>

<p>Wenn ein Kind übrigens zu früh geboren wird, wird es Frühchen genannt. Zum Glück ist die Medizin mittlerweile so weit, dass viele zu früh geborene Kinder trotzdem eine große Überlebens-Chance haben.</p>

<p>Gleich nach der Geburt darf das Kind bereits an die Brust der Mutter – wenn diese das möchte. Sie kann das Kind stillen. </p>

<p>Falls sich die Frau für eine ambulante Geburt entschieden hat, darf sie wenige Stunden nach der Geburt nach Hause. Wenn nicht, bleibt sie einige Tage in der Klinik. Die Kinder werden nach der Geburt ausführlich untersucht, und der Papa darf die Nabelschnur durchschneiden. </p>

<p>In den ersten Wochen zu Hause hat man die Möglichkeit, eine Nachsorge-Hebamme in Anspruch zu nehmen. Diese Hebamme hilft der jungen Familie und zeigt ihr auch, wie man das Baby wickelt und badet. Das Angebot wird von der Krankenkasse bezahlt. </p>

<p>Die ersten sechs Wochen nach der Geburt nennt man das Wochenbett. Auch danach stehen für das Baby viele Untersuchungen beim Kinderarzt an – die U-Untersuchungen. Sie sind durchnummeriert. U1 ist gleich nach der Geburt, U2 wenige Tage danach, U3, U4 und so weiter. Beim Kinderarzt wird das kleine Kind auch geimpft, damit es keine schlimmen Krankheiten bekommt. Eine Impfung ist in Deutschland allerdings nicht Pflicht, die Eltern dürfen entscheiden, ob ihr Kind geimpft werden soll oder nicht. </p>

<p>So, ich hoffe Ihr habt wieder viele neue Wörter gelernt! Ich hoffe, dass ich wieder häufiger Slow German-Episoden aufnehmen kann. Wenn Ihr Lust habt, folgt Slow German auf Facebook oder Twitter. PDFs zu den älteren Folgen gibt es auf slowgerman.com, dort findet Ihr auch noch viele andere Informationen. Und es gibt eine App für‘s iPhone.</p>]]></description>
            <pubDate>Fri, 18 Feb 2011 19:22:33 +0100</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
        </item>
        
        
        <item>
            <title>SG #061: Dating</title>
            <link>http://www.slowgerman.com/2011/03/13/slow-german-061-dating/</link>
            <description><![CDATA[<p>Dating</p>

<p>Herzlich willkommen bei Slow German. Nanci hat sich das heutige Thema gewünscht. Tja, und ich habe diese Folge Dating genannt – obwohl das ein englisches Wort ist. Wir verwenden es auch in Deutschland. Aber es gibt natürlich auch deutsche Begriffe. "Sich verabreden" zum Beispiel – aber das kann viel mehr bedeuten. Ich kann mich auch mit meinem Vater verabreden oder mit einem Arbeitskollegen – das ist dann noch lange kein Date. Bleiben wir also beim romantischen Date.</p>

<p>In Deutschland gibt es keine so festgelegten Rituale des Datings wie beispielsweise in Amerika. Hier lernt man jemanden kennen – beispielsweise auf einer Feier oder bei Freunden – und verabredet sich. Mutige Menschen gehen gleich beim ersten Date zum Abendessen aus. Mutig deswegen, weil man beim Abendessen natürlich viel reden muss – und das ist schwierig falls man merkt, dass der andere Mensch gar nicht sympathisch ist. Besser ist daher ein Kinobesuch – da redet man kurz vorher, und dann schaut man in Ruhe den Film an. Wenn man danach noch Lust hat, geht man etwas trinken – wenn nicht, geht man nach Hause. Unverbindlicher ist auch eine Verabredung zum Kaffee trinken. Das dauert höchstens eine Stunde und man kann sich beschnuppern. Das heißt nicht etwa, dass man schnüffelt, ob der andere gut riecht – sondern ob man sich mag. </p>

<p>Viele Menschen versuchen mittlerweile auch, die große Liebe im Internet zu finden. Es gibt Kontaktbörsen, bei denen Singles – wir sagen Alleinstehende – Beziehungen suchen. Oder Flirts. Oder Blind-Dates. Ihr merkt schon, beim Thema Liebe haben wir viele Wörter von den Amerikanern und Engländern geklaut! Natürlich gibt es auch bei uns mittlerweile das so genannte Speed Dating. Das sind Veranstaltungen, bei denen an kleinen Tischen jeweils eine Frau sitzt. Die Männer haben jeweils fünf Minuten Zeit, mit jeder Frau zu sprechen. Am Ende können die Männer und die Frauen auf einem Zettel ankreuzen, wen sie sympathisch fanden – wenn beide sich nett fanden, bekommen sie ihre Telefonnummern von der Organisation. Es gibt übrigens einen schönen deutschen Film, der genau diese Sache thematisiert, er heißt "Shoppen". </p>

<p>Nach einigen Dates ist es dann beschlossene Sache: Man beginnt eine Beziehung. Teenager sagen dann: Wir gehen miteinander. Später sagt man nur: Ich habe einen Freund. Das ist natürlich missverständlich, denn "ein Freund" kann natürlich auch einfach nur ein guter Freund sein. "Mein Freund" ist dann aber immer der Mann, mit dem ich in einer Beziehung bin. Leider haben wir keine Begriffe wie "Girl-Friend" oder "Boy-Friend". </p>

<p>Viel mehr kann ich zum Dating gar nicht sagen – es gibt keine festen Regeln, es gibt kein festgelegtes Vorgehen. Und das finde ich auch gut so. So bleibt es spannend, die große Liebe zu suchen!</p>

<p>So, ich hoffe Ihr habt wieder viele neue Wörter gelernt! Wenn Ihr Lust habt, folgt Slow German auf Facebook oder Twitter. PDFs zu allen Folgen gibt es auf slowgerman.com, dort findet Ihr auch noch viele andere Informationen und die Links zum Lernmaterial. Und es gibt eine App für‘s iPhone.</p>]]></description>
            <pubDate>Sun, 13 Mar 2011 10:12:10 +0100</pubDate>
            <category domain="http://www.slowgerman.com/category/allgemein/">Allgemein</category>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
        </item>
        
        
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            <title>SG #062: Umgangssprache</title>
            <link>http://www.slowgerman.com/2011/06/20/slow-german-062-umgangssprache/</link>
            <description><![CDATA[<p>Ich habe auf der Facebook-Seite von Slow German eine Umfrage gemacht. Dort habe ich Euch gefragt, welches Thema ich als nächstes behandeln soll. Mit großer Mehrheit habt Ihr Euch für die Umgangssprache entschieden. </p>

<p>Ich muss aber sagen, dass es gar nicht leicht ist, über die Umgangssprache zu sprechen! Was ist eigentlich Umgangssprache? Natürlich hat jede Region bestimmte Wörter, die man nie geschrieben sieht, sondern nur gesprochen hört. Aber das ist doch dann eher ein Dialekt, oder? Das wollte ich hier also eigentlich nicht zum Thema machen, um Dialekte wird es in einer anderen Episode gehen. Dann gibt es Anglizismen, die auch in der Umgangssprache vorkommen – aber dafür gibt es ja schon die Folge über Denglisch. </p>

<p>Nach langem Überlegen dachte ich mir, ich werde Euch einfach ein paar Beispiele für Umgangssprache nennen. Also für Wörter, Sätze oder Formulierungen, die in der Schriftsprache eigentlich nie auftauchen, die man aber hört, wenn man in Deutschland Menschen belauscht. Angenommen, wir sind in einer U-Bahn. Es ist Samstag, später Abend, und viele Leute sind unterwegs. Da sagt eine junge Frau: „Ich werde heute nicht mehr alt.“ Das klingt eigentlich so, als würde sie Selbstmord begehen, oder? Aber nein, keine Angst. Was sie sagen will ist: Ich bin müde, ich gehe bald ins Bett, ich halte nicht mehr lange durch heute. </p>

<p>Dann hören wir zwei Teenagern zu. Einer sagt: „Willst Du noch eine Runde daddeln?“ Damit will er seinen Kumpel fragen, ob er noch ein wenig computerspielen möchte. Der andere sagt: „Nee. Was kommt denn heute in der Glotze?“ Nee ist umgangssprachlich für Nein. Und die Glotze ist der Fernseher. „Ich will heute Abend glotzen“ heißt also: „ich will heute Abend fernsehen“. In manchen Regionen sagen die Menschen übrigens nicht fernsehen, sondern fernschauen. Oder noch schlimmer: Fernsehen schauen. </p>

<p>Wir lauschen weiter den Menschen in der U-Bahn. Ein Mann sitzt betrunken in einer Ecke. Da hören wir eine junge Frau zu ihrer Freundin sagen: „Schau mal, der ist total blau“. Obwohl seine Gesichtsfarbe natürlich ganz normal aussieht. Wenn die Freundin nicht versteht, was das bedeuten soll, sagt die junge Frau: „Du stehst aber ganz schön auf dem Schlauch“. Das heißt, es dauert zu lange, bis sie es versteht. Die Frau findet das nicht nett, sie hält ihre Freundin für verrückt und sagt: „Du hast eine Meise“. Wenn sie aber nur schlechte Laune hat, ohne Grund, dann ist sie vielleicht mit dem falschen Fuß aufgestanden. Das sagt man so. Das ist eine Redewendung – aber auch darüber müssen wir in einer anderen Folge mal ausführlicher sprechen.</p>

<p>Es gibt einige Ausrufe, die typisch sind für die Umgangssprache. Boah ey zum Beispiel. Das ist ein Ausdruck des Erstaunens, der hauptsächlich von Jugendlichen zu hören ist. Sehr gebildet oder klug klingt das übrigens nicht. Als Bestärkung kann man sagen: „Das gefällt mir eh nicht“. Das „eh“ steht dabei für sowieso. Oder ein Fragewort, das vor allem in Süddeutschland oft gebraucht wird: „Es ist schön heute, gell?“ Das „gell“ heißt so viel wie „nicht wahr?“ oder „meinst Du nicht auch?“. </p>

<p>Typisch in der Umgangssprache ist es natürlich auch, neue Wörter zu finden. Aus dem Hund wird ein Köter oder eine Fußhupe. Aus der Katze ein Stubentiger. Aus Brüsten werden Möpse, aus Geld wird Kohle. Wer lernen muss, der paukt. Obwohl das nichts mit der Pauke, also einer großen Trommel, zu tun hat. Wer schnell viel isst, der mampft. Das ist ein schönes Wort, finde ich, da es sich so anhört wie jemand, der mit vollen Backen kaut. Mampfen.</p>

<p>Und weil man in der Umgangssprache zu faul ist, lange Wörter auszusprechen, werden sie einfach abgekürzt. Die Lokomotive wird zur Lok, das Abitur zum Abi und die Mathematik wird zu Mathe.</p>

<p>Natürlich verändert sich die Umgangssprache über die Jahre. Wer früher, also vor 50 Jahren, etwas gut fand, der sagte dazu dufte, prima oder famos. All diese Wörter verwendet heute leider niemand mehr. Ein Teenager war damals ein Backfisch. Schön, oder? Heute ist etwas eher cool oder toll. Oder geil. Das ist ein Wort, das die Jugendlichen alle benutzen – die älteren aber zucken zusammen, weil es früher einen sexuellen Kontext hatte. Welchen? Das müsst Ihr selber nachlesen. </p>

<p>Das war Slow German für heute. Weitere Informationen findet Ihr unter www.slowgerman.com, dort könnt Ihr die Texte zu den Folgen als PDF herunterladen, dazu noch Lernmaterial, und alle alten Folgen, und dort findet Ihr auch die Links zu Facebook und Twitter – und Informationen, wie Ihr diesen Podcast unterstützen könnt, damit ich noch mehr Episoden produzieren kann. Viel Spaß beim Deutsch lernen! Eure Annik</p>]]></description>
            <pubDate>Mon, 20 Jun 2011 18:16:13 +0200</pubDate>
            <category domain="http://www.slowgerman.com/category/allgemein/">Allgemein</category>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
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        <item>
            <title>Furniture. Absolute Beginner #4</title>
            <description><![CDATA[<p>Jacqueline asked me to produce this beginner's show. She wanted to know what the furniture in a room is called in German. So let's start our tour through a virtual apartment. If you enter a typical German apartment, you open the door, die Türe, die Türe, and get into a corridor. It is called Flur. Here you can take your shoes off and put your coat on a hanger. The place to store your shoes and coat is called Garderobe. Garderobe. It is the cloakroom. But now off on our tour!</p>

<p>We start with the living-room. It is called Wohnzimmer in German. Wohnzimmer. In the living-room there's usually a place to sit, for example a couch. We also call it a couch in German. Or sofa. If you sit on a sofa and want to drink something, you put it in front of you on a small table. That table is called Couchtisch. Couch-Tisch. </p>

<p>In some living-rooms there's also a space for dining. But many homes have a separate area that is called Esszimmer. Dining room. Ess-Zimmer. The main piece of furniture here is a table. It is called Tisch in German. Tisch. You sit at a table. And you sit on chairs. Chairs are called Stühle. One chair is a Stuhl. More chairs are Stühle. Stühle. </p>

<p>We go through to the bedroom. It is called Schlafzimmer in German. Schlafzimmer. The main thing in a bedroom is the bed, of course. And that one is easy to remember, it is called Bett in German. Bett. Beside the bed there is a small table to put books on. It is called a Nachttisch. Nacht-Tisch. On it there is a lamp. The Nachttischlampe. Nacht-Tisch-Lampe. You put your clothes in a wardrobe, it is called Schrank in German. Schrank.</p>

<p>What more is there to tell you? If you want to store your books somewhere, you put them on a shelf. A shelf is a Regal. Regal. I think that's enough for today. Have fun learning German!</p>]]></description>
            <pubDate>Sun, 03 Jul 2011 10:47:02 +0200</pubDate>
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        <item>
            <title>SG #063: Kinderarzt</title>
            <description><![CDATA[<p>Heute werde ich über Kinder sprechen. Jack lebt in New York und ist Kinderarzt. Ihn interessiert, wie es in Deutschland den kranken Kindern geht. </p>

<p>Fangen wir mit den ganz kleinen Kindern an. In der Regel werden Kinder in Deutschland im Krankenhaus geboren. Kaum sind sie wenige Tage alt, bekommen sie auch schon ihre eigene Versichertenkarte. Eine Versichertenkarte sieht aus wie eine Kreditkarte. Sie ist klein und aus Plastik. Auf ihr sind viele Informationen gespeichert. In diesem Fall geht es darum, dass das Kind ab der Geburt krankenversichert ist. Wenn es also krank wird oder sogar ins Krankenhaus muss, zeigt man diese Karte, und die Ärzte wissen, wer die Untersuchungen bezahlt. Natürlich muss nicht das Kind bezahlen, sondern die Eltern. Sie bezahlen jeden Monat einen Geldbetrag an die Krankenkasse. Dafür sind viele Untersuchungen und Operationen dann kostenlos. </p>

<p>Natürlich hoffen alle Eltern, dass ihre Kinder nie krank werden. Wenn es aber doch passiert, oder sich das Kind verletzt, gibt es spezielle Kinderärzte. Ihre Praxen sind meistens so eingerichtet, dass Kinder sich dort wohl fühlen und keine Angst vor der fremden Umgebung haben. Alles ist bunt und es gibt viel Spielzeug dort. Auch die Ärzte haben meistens keinen weißen Kittel an, wie sonst, sondern bunte Hemden. </p>

<p>Jedes Baby und jedes Kind muss regelmäßig zum Arzt. Denn es wird dort bei den U-Untersuchungen kontrolliert. Die Ergebnisse dieser Kontrollen werden in ein kleines Heft eingetragen. So sieht der Arzt, ob sich das Kind gut entwickelt, ob es groß genug und schwer genug ist und ob es gesund ist. Die Kinder werden beim Arzt natürlich auch geimpft. Die Impfungen erfolgen in einem vorgegebenen Zeitrahmen, also in bestimmten Abständen. In den ersten Lebensmonaten wird das Kind sehr oft geimpft, später dann weniger. So soll es geschützt sein vor vielen Krankheiten wie Mumps, Masern oder Röteln.</p>

<p>Wer Kinderarzt werden möchte, muss zunächst Medizin studieren. Das dauert meistens sechs Jahre, also zwölf Semester lang. Das letzte Jahr ist allerdings ein Praktikum in einem Krankenhaus. Hier arbeiten die jungen auszubildenden Ärzte also schon mit. Nach dem Studium geht die Ausbildung weiter mit der Facharztausbildung. Das bedeutet, dass sich die Studenten auf ein Fachgebiet spezialisieren. Diese Ausbildung zum Kinderarzt zum Beispiel dauert noch einmal fünf Jahre lang. In dieser Zeit verdient man allerdings schon Geld und wird Assistenzarzt genannt. Nach der Ausbildung hat man zwei Möglichkeiten: Man arbeitet entweder weiter in einem Krankenhaus, oder man arbeitet in einer Praxis. Eine Praxis ist sozusagen das Büro eines Arztes.</p>

<p>Wenn ein Kind sehr krank ist, muss es in eine Kinderklinik. Das sind Krankenhäuser speziell für Kinder. Kinderkliniken gibt es vor allem in größeren Städten. Meistens können die Eltern bei ihren kranken Kindern bleiben – es gibt auch Stiftungen wie die Ronald McDonald-Stiftung, die spezielle Häuser für die Eltern gebaut haben, damit diese auch bei ihren Kindern bleiben können, wenn diese schwer krank sind und lange im Krankenhaus bleiben müssen.</p>]]></description>
            <pubDate>Wed, 20 Jul 2011 10:48:16 +0200</pubDate>
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            <title>SG #064: Ferienjob</title>
            <description><![CDATA[<p>Marie-Françoise ist Lehrerin aus Belgien. Sie hat mich gebeten, über Ferienjobs zu sprechen. Also werde ich das heute machen.</p>

<p>Viele Schüler und Studenten arbeiten in ihren Ferien. So verdienen sie Geld und machen neue Erfahrungen. Schüler unter 15 Jahren dürfen in Deutschland nicht wie ein Erwachsener arbeiten. Es gibt ein Gesetz, das Kinderarbeit verbietet. Eine Ausnahme gibt es aber: Wenn es die Eltern erlauben, dürfen Kinder schon ab 13 Jahren arbeiten. Aber nur zwei Stunden pro Tag und nur tagsüber. Und natürlich nicht während der Schulzeit. Anders ist es in den Ferien. Hier dürfen Schüler zwischen 15 und 18 Jahren maximal vier Wochen im Jahr arbeiten, höchstens aber acht Stunden pro Tag.</p>

<p>Beliebte Jobs für Schüler sind zum Beispiel Babysitten, Zeitungen austragen oder Nachhilfe geben. Babysitten ist klar – da passt der Schüler auf ein kleineres Kind auf und bekommt von dessen Eltern Geld dafür. Zeitungen austragen bedeutet, dass Schüler mit dem Fahrrad oder zu Fuß von Haus zu Haus gehen, und kostenlose Blätter für einen Verlag ausliefern. Sie stecken also in jeden Briefkasten ein Exemplar und werden dafür bezahlt. Wenn ein Schüler Nachhilfe gibt bedeutet das, dass er einem anderen Schüler hilft, der in einem Schulfach schlechter ist. Sie lernen also zusammen, und die Eltern bezahlen den Nachhilfelehrer dafür. In der Regel gibt ein älterer Schüler einem jüngeren Schüler Nachhilfeunterricht in einem Fach, also zum Beispiel in Mathematik oder Englisch.</p>

<p>Wer nur in den Ferien arbeitet, der macht meistens einfache Saison-Arbeit. Zum Beispiel kann ein Schüler als Eisverkäufer arbeiten. Dann verkauft er Eis an Kinder und Erwachsene. Er kann auch als Pizzabote arbeiten. Dann liefert er Pizza an Menschen, die diese per Telefon bestellt haben. Wer sportlich ist und gut schwimmen kann, kann nach einer speziellen Ausbildung auch als Rettungsschwimmer arbeiten. Dann sitzt er an einem See oder in einem Schwimmbad und passt auf, damit niemand ertrinkt. </p>

<p>Studenten arbeiten im Sommer gerne als Animateur in einer Hotelanlage. Das heißt, sie leben selber im Ausland, in Spanien oder Italien zum Beispiel, und arbeiten im Hotel. Sie machen mit den Gästen spezielle Programme, meistens ist das Sport. Sie arbeiten oft aber auch in Restaurants oder Cafés als Kellner oder Kellnerin. Sie bringen also Getränke und Essen zu den Gästen.</p>

<p>Warum Schüler und Studenten arbeiten? Natürlich denkt man bei dieser Frage sofort an Geld. Und das ist bestimmt für viele die Hauptmotivation. Mit etwas mehr Taschengeld kann sich ein Schüler vielleicht die Computerspiele, Bücher oder Musik kaufen, die er sich sonst nicht leisten könnte. Ein Student kann mit dem zusätzlichen Geld vielleicht hin und wieder einen Cocktail trinken gehen oder mit Freunden ins Kino. Es gibt aber noch einen Grund, warum Ferienarbeit sehr gut ist: Schüler lernen dadurch, was es bedeutet, zu arbeiten. Sie müssen pünktlich am Arbeitsplatz sein, sie müssen eine Aufgabe erfüllen und viele Stunden etwas tun, was ihnen wahrscheinlich nicht so viel Spaß macht, wie mit den Freunden Zeit zu verbringen. Und bei manchen Ferienjobs lernen die Schüler und vor allem Studenten schon etwas für ihren späteren Beruf. Ich selber habe in den Ferien und nach der Schule immer bei einem Radiosender gearbeitet und dort viel gelernt. Vielleicht hätte ich ohne diesen Ferienjob nie angefangen, zu podcasten!</p>]]></description>
            <pubDate>Tue, 02 Aug 2011 11:49:27 +0200</pubDate>
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        <item>
            <title>SG #065: Senioren</title>
            <description><![CDATA[<p>Tam aus Pennsylvania hat mich gefragt, wie es den alten Menschen in Deutschland geht. Ich werde versuchen, einige Antworten zu geben.</p>

<p>Alte Menschen nennt man in Deutschland Senioren. Sie bekommen Ermäßigungen bei verschiedenen Einrichtungen. Das heißt, sie können zum Beispiel ins Museum gehen und müssen weniger Eintritt bezahlen. Alte Menschen sind in Deutschland in der Regel noch sehr fit, sie sind gesundheitlich im Vergleich zu vielen anderen Ländern gut versorgt, aber natürlich gibt es auch hier Probleme.</p>

<p>In Deutschland hören ältere Menschen normalerweise auf zu arbeiten. Man sagt dann, jemand geht in Rente oder er geht in Pension. Die meisten Menschen hören auf zu arbeiten, wenn sie zwischen 60 und 65 Jahre alt sind. Angenommen, ein Mensch arbeitet 45 Jahre lang in Deutschland. Dann zahlt er jeden Monat Geld an die gesetzliche Rentenversicherung. Und die Firma, bei der er arbeitet, tut das auch für ihn. Wenn er dann zum Beispiel 45 Jahre lang gearbeitet hat, dann kann er aufhören zu arbeiten – und bekommt trotzdem weiterhin Geld. Er bekommt seine Rente jeden Monat ausbezahlt. </p>

<p>Das ist vor allem deswegen wichtig, weil die Struktur der Gesellschaft sich verändert hat. Früher lebte man in einer Großfamilie. Mehrere Generationen lebten unter einem Dach. Also lebte die Oma gemeinsam mit ihrer Tochter, dem Enkel, der Tante oder den Onkeln oder anderen Familienmitgliedern zusammen. Das hatte viele Vorteile. Die Oma konnte beispielsweise auf die Enkel aufpassen, wenn die Eltern arbeiten gingen. Dafür versorgten die Eltern die Oma, wenn sie alt wurde und Pflege brauchte. Heute leben aber nur noch wenige Deutsche in einer Großfamilie. Vor allem in den Großstädten. Durch die Rente können sie sich auch im Alter das Leben finanzieren.</p>

<p>Wer gesund bleibt, der kann auch im hohen Alter alleine leben. Weil das natürlich alles schwerer wird, wenn der Körper langsam alt wird, kann man sich Hilfe holen. Man kann sich zum Beispiel Essen liefern lassen, zum Beispiel über einen Dienst, der „Essen auf Rädern“ heißt. Oder Zivildienstleistende helfen der alten Person im Alltag. Zivildienstleistende sind junge Männer, die nach der Schulzeit einige Monate bei sozialen Diensten arbeiten.</p>

<p>Es gibt auch das so genannte Betreute Wohnen. Hier hat der alte Mensch seinen eigenen Lebensbereich gekauft oder gemietet, ein Zimmer oder eine Wohnung. Je nachdem, welche Hilfe er im Laufe der Zeit braucht, wird ihm diese gewährt. Das kostet natürlich Geld. Eine andere Alternative sind Altenheime. Hier leben alte Menschen zusammen und werden betreut, jeder von ihnen hat aber weiterhin sein eigenes Zimmer. Auch in Deutschland werden die Menschen immer älter, und viele von ihnen haben Krankheiten wie Alzheimer. Gerade diese Personen können oft nicht mehr in ihrer eigenen Familie betreut werden, sondern brauchen Fachpersonal, das sich um sie kümmert. Es gibt verschiedene Versicherungen, die die Kosten für diese Betreuung übernehmen. Fast jeder Deutsche zahlt in die Rentenversicherung ein und in die Pflegeversicherung. Gepflegt wird man, wenn man alt und krank ist. In Pflegeheimen sieht es eher aus wie in einem Krankenhaus – oft liegen hier mehrere Menschen in einem Zimmer.</p>

<p>Wir wünschen uns jedenfalls, dass wir alle möglichst gesund alt werden und das Leben genießen können. Oder? Und die deutschen Senioren scheinen ziemlich fit zu sein – zumindest sind viele von ihnen im Internet – man nennt sie auf Englisch Silver Surfer.</p>]]></description>
            <pubDate>Sat, 20 Aug 2011 11:50:12 +0200</pubDate>
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            <title>SG #066: Kosenamen</title>
            <description><![CDATA[<p>Monica aus den USA hat mich gefragt, welche Kosenamen wir in Deutschland verwenden. Dazu muss ich erstmal erklären, was ein Kosename ist. Wenn Menschen sich sehr gern haben oder sich lieben, dann verwenden sie oft andere Namen für einander. Das nennt man dann Kosenamen.</p>

<p>Der häufigste Kosename in Deutschland ist Schatz. Ein Schatz ist etwas sehr wertvolles. In Geschichten über Piraten gibt es meistens eine Schatzkiste, also eine Kiste voller Gold oder Geld, der irgendwo versteckt war. Ein Schatz ist etwas, das einem Menschen sehr wichtig ist. Kein Wunder also, dass sowohl Frauen ihre Männer gerne Schatz nennen, als auch Männer ihre Frauen.</p>

<p>Oft verwenden Liebende auch Tiernamen als Kosenamen. Ein eher dicker, kuscheliger Mann wird zum Beispiel gerne „Bärchen“ genannt, oder auch Männer mit Bart zum Beispiel. Frauen dagegen werden „Hase“ oder „Maus“ genannt. Oder Spatz, das ist ein kleiner Vogel. Man verwendet auch gerne die Verniedlichungsform, also Häschen oder Mäuschen. Oder Spätzchen. Schwer auszusprechen, oder?</p>

<p>Frauen werden von ihren Männern auch gerne Engel genannt, ein Engel ist ja normalerweise ein göttliches Wesen, mit blondem Haar und Flügeln.</p>

<p>Oder einfach Süße. So wie es in Amerika „Sweetie“ ist.</p>

<p>Oder Sonnenschein – aber das geht nur bei fröhlichen Frauen, oder? </p>

<p>Man sagt auch gerne Liebste oder meine Liebe zu der geliebten Frau. Oder englisch „Baby“. </p>

<p>Für Männer gibt es die männlichen Formen, Liebster oder Süßer. Oder man sagt Liebling zueinander. Ein sehr netter Kosename ist „Herzblatt“. Das ist eigentlich eine kleine Blume.</p>

<p>Und natürlich geben nicht nur Liebende sich Kosenamen. Vor allem Eltern haben für ihre Kinder verschiedene Kosenamen. Oder man gibt den eigenen Haustieren Kosenamen. Mein Kater heißt eigentlich Tiger, aber ich nenne ihn zum Beispiel oft Schnitzel. Oder auch Mäuschen. Komisch, oder?</p>]]></description>
            <pubDate>Mon, 12 Sep 2011 19:51:11 +0200</pubDate>
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            <title>SG #067: Radiosender</title>
            <description><![CDATA[<p>Pál aus Rumänien und Miranda aus England interessieren sich für die Radiosender in Deutschland. Radio ist für Euch alle wichtig: Wenn Ihr Deutsch lernt, ist es eine gute Möglichkeit, Euer Hörverständnis zu verbessern. In Deutschland gibt es viele verschiedene Radiosender. Ich werde versuchen, Euch das System zu erklären.</p>

<p>Zunächst einmal gibt es die so genannten öffentlich-rechtlichen Radiosender. Das bedeutet, dass sie durch Gebühren finanziert werden. Jeder Deutsche, der ein Radiogerät hat, zahlt dafür Gebühren. Auch, wenn er zum Beispiel ein Autoradio besitzt. Von diesem Geld werden die öffentlich-rechtlichen Radiosender finanziert. Diese Sender haben einen so genannten Bildungsauftrag. Sie sollen die Hörer also nicht nur unterhalten, sondern auch informieren. </p>

<p>Die öffentlich-rechtlichen Sender strahlen ihr Programm landesweit aus. Fast jedes Bundesland hat seine eigenen Sender. Hier in Bayern gibt es zum Beispiel den Bayerischen Rundfunk. Er ist unterteilt in fünf verschiedene Radiosender. Jeder Sender hat andere Inhalte. Bayern1 spielt zum Beispiel eher Musik aus den 60er-Jahren. Bayern2 sendet viele gesprochene Inhalte und auch Hörspiele. Bayern3 ist die Massenwelle, die meisten Menschen hören diesen Sender. Dort wird ein typisches Programm gemacht, aktuelle Musik aus der Hitparade, also aus den Top Ten, aus den Charts, viele Witze und lustige Moderatoren. Ich mag diese Art von Radio nicht so gerne. Bayern4 sendet den ganzen Tag klassische Musik, also Mozart und Beethoven und so weiter. Und Bayern5 ist ein reiner Info-Sender, hier laufen die ganze Zeit Nachrichten und Magazine mit journalistischem Inhalt. </p>

<p>Ähnlich ist es in anderen Bundesländern. Es gibt den SWR in Baden-Württemberg, den WDR in Nordrhein-Westfalen, den RBB in Berlin-Brandenburg und so weiter. Übrigens: All diese Sender haben auch Podcasts! Googelt einfach mal danach oder schaut bei iTunes. Ich empfehle Euch an dieser Stelle zum Beispiel den Interview-Podcast SWR1 Leute. </p>

<p>Neben den öffentlich-rechtlichen Radiosendern gibt es auch private Sender. Diese Sender finanzieren sich nicht über Gebühren, sondern über Werbung. Privatradios existieren in Deutschland seit fast 30 Jahren. Diese Sender sind in der Regel mehr auf Unterhaltung spezialisiert, hier gibt es oft Gewinnspiele zu hören und viel Musik, weniger gesprochene Texte. </p>

<p>Noch ein paar Begriffe, die Ihr im Zusammenhang mit dem Rundfunk kennen solltet. Die Menschen, die im Radio sprechen, nennt man Moderatoren. Wichtige Elemente einer Radiosendung sind meistens die Nachrichten zur vollen oder halben Stunde, die Wettervorhersage und Verkehrsmeldungen – also wo gerade Staus sind oder Unfälle passiert sind. Um einen bestimmten Radiosender zu finden, sollte man seine Frequenz kennen, dann ist die Suche einfacher.  Denn jeder Sender sendet sein Programm auf einer bestimmten Frequenz, und zwar zum Beispiel auf 97,3 UKW, das steht für Ultrakurzwelle, im Amerikanischen ist das FM. </p>

<p>Mittlerweile empfängt man die meisten Radiosender auch im Internet oder kann Podcasts von einzelnen Sendungen herunterladen. Wenn Ihr einen guten Radiopodcast findet, der auch für Deutschlernende geeignet ist, dann schreibt doch bitte in die Kommentarfunktion auf slowgerman.com, dann freuen sich die anderen Hörer.</p>

<p>Das war's schon wieder für heute, ich danke Euch für's Zuhören! Demnächst wird es einige Neuerungen auf slowgerman.com geben, also haltet die Augen offen. Wenn Ihr Themenvorschläge für mich habt, schreibt an podcast@slowgerman.com und ich bedanke mich an dieser Stelle bei allen von Euch, die mich unterstützt haben! Schöne Grüße aus Deutschland, Eure Annik.</p>]]></description>
            <pubDate>Sat, 03 Dec 2011 12:28:37 +0100</pubDate>
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        <item>
            <title>SG #068: Versicherungen</title>
            <link>http://www.slowgerman.com/2012/01/02/slow-german-068-versicherungen-2/</link>
            <description><![CDATA[<p>Thu Thuy hat sich ein schwieriges Thema gewünscht, und zwar möchte er etwas über Versicherungen wissen. Jeder Mensch in Deutschland hat irgendeine Versicherung. Das behaupte ich jetzt einfach mal. Die meisten Menschen haben zum Beispiel eine Krankenversicherung. Das bedeutet, sie bezahlen jeden Monat Geld, und ihr Arbeitgeber zahlt ebenfalls Geld. Falls man dann einmal krank wird, bezahlt die Krankenversicherung zum Beispiel die Arztrechnung oder einen Krankenhausaufenthalt oder eine Operation. </p>

<p>Viele Menschen haben auch eine Rentenversicherung. Sie funktioniert ähnlich: Arbeitnehmer, also der Mensch der arbeitet, und Arbeitgeber, also die Firma, bei der man arbeitet, bezahlen jeden Monat Geld. Wenn der Mensch dann in Rente geht, also nicht mehr arbeitet, bekommt er trotzdem jeden Monat Geld aus dieser Versicherung. Auch bei einer Lebensversicherung bezahlt man jeden Monat Geld ein – ab einem bestimmten Alter bekommt man dieses Geld dann sozusagen wieder. Oder, falls man zu früh stirbt, bekommen die Angehörigen, also beispielsweise die Ehefrau und die Kinder, Geld. Das ist eine freiwillige Absicherung.</p>

<p>Jeder Mensch, der in Deutschland ein Auto hat, muss ebenfalls eine Versicherung abschließen. Diese bezahlt man in der Regel ein Mal pro Jahr. Wenn ich zum Beispiel einen Unfall verursache, dann zahlt die Versicherung den Schaden. Das muss ich genauer erklären, fürchte ich. Angenommen, ich fahre mit meinem Auto und bremse zum Beispiel an einer Ampel zu spät. Dann beschädige ich das Auto vor mir. Die Versicherung bezahlt dann dem anderen Autofahrer den Schaden an seinem Auto. Es gibt verschiedene Arten von Autoversicherungen. Wenn ich ein neues Auto habe, dann habe ich meistens eine Vollkasko-Versicherung. Die Versicherung zahlt dann also fast alle Schäden an meinem Auto. Diese Versicherung ist aber sehr teuer. Bei einem älteren Auto lohnt sie sich nicht. Dann hat man meistens eine Teilkasko-Versicherung. Das bedeutet: Bei einem Schaden zahle ich als Autobesitzer einen Teil selber, den Rest übernimmt die Versicherung. Meinen Teil nennt man dann Selbstbeteiligung.</p>

<p>Was gibt es noch für Versicherungen? Jede Menge! Zum Beispiel eine Haftpflichtversicherung. Wenn ich einen Schaden verursache, weil ich zum Beispiel bei einem Freund ein Glas Wasser über den Laptop geschüttet habe oder mir eine Vase heruntergefallen ist, dann bezahlt das die Haftpflichtversicherung. Es gibt auch eine Hausratversicherung – diese versichert alles, was in meiner Wohnung oder in meinem Haus ist. Wenn ich sehr teure Möbel habe oder eine große Elektronik-Ausstattung, dann lohnt sich so eine Versicherung. Wenn dann zum Beispiel Diebe in meine Wohnung einbrechen und alles stehlen, dann zahlt die Versicherung. Oder wenn es brennt. </p>

<p>Bei einer Rechtsschutzversicherung hilft die Versicherung, wenn man einen Rechtsanwalt braucht und vor Gericht steht. Ihr merkt schon, ich kann nicht alle Versicherungen erklären – aber sie funktionieren alle nach dem gleichen Prinzip. Man bezahlt Geld ein, das man dann in bestimmten Fällen wiederbekommt – meistens zahlt man wenig ein und bekommt dann mehr Geld, falls man es wirklich braucht. Zumindest in der Theorie. In der Praxis ist es so, dass viele Deutsche zu viele Versicherungen abgeschlossen haben und diese nie brauchen. Sie bezahlen also jeden Monat eine Menge Geld für Versicherungen. </p>

<p>Das war's für diese Episode von Slow German – mehr Informationen wie immer unter slowgerman.com, dort gibt es Lernmaterial und alle alten Folgen und natürlich auch die Links zu Twitter und Facebook.</p>]]></description>
            <pubDate>Mon, 02 Jan 2012 12:47:35 +0100</pubDate>
            <category domain="http://www.slowgerman.com/category/allgemein/">Allgemein</category>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
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        </item>
        
        
        <item>
            <title>SG #069: Tierparks</title>
            <description><![CDATA[<p><img src="http://vg01.met.vgwort.de/na/7467759dcbcf452288d24678ca144dae" width="1" height="1" alt="">Trina aus Kalifornien hat viele Ideen für neue Episoden von Slow German. Sie möchte zum Beispiel gerne mehr über Zoos erfahren. Zoo ist die Abkürzung für Zoologischer Garten. Wir sagen auch Tiergarten oder Tierpark dazu – darunter könnt Ihr Euch sicher etwas vorstellen, oder? Die Menschen haben verschiedene Tiere in Zoos gehalten, und das aus unterschiedlichen Gründen. Zum Beispiel sind die Menschen vor über 100 Jahren noch nicht viel gereist, sie hatten natürlich auch noch keinen Fernseher, sie wussten also nicht, wie ein Löwe oder Tiger in der Natur aussieht. Im Zoo konnten diese Menschen exotische Tiere betrachten. Die Tiere wurden auch von Wissenschaftlern untersucht und beobachtet. Und auch heute noch steht ein weiterer Gedanke oft in Verbindung zu Zoos: Seltene Tiere werden hier vor Schaden bewahrt und gezüchtet. Zoos dienen also der Art-Erhaltung, das heißt, sie sorgen dafür, dass seltene Tiere nicht aussterben. </p>

<p>In Deutschland gibt es einige sehr bekannte Tierparks. Zum Beispiel Hagenbecks Tierpark in Hamburg. Er wurde von Carl Hagenbeck 1896 gegründet. Dieser Mann hatte eine außergewöhnliche Idee: Einen Zoo ohne Gitter. Er wollte Tiere nicht in Käfige einsperren. Durch Wassergräben oder steile Felsen wurden Gehege gebaut, aus denen die Tiere zwar nicht flüchten können, in denen sie sich aber dennoch nicht eingesperrt fühlen sollen. Die meisten Zoos halten sich heute an diese gitterlose Tierhaltung. In Stuttgart ist die Wilhelma sehr bekannt, in München gibt es den Tierpark Hellabrunn. Der Zoologische Garten Berlin ist sogar der artenreichste Zoo der Welt, hier leben also besonders viele verschiedene Tiere. </p>

<p>Jede größere Stadt in Deutschland hat einen Zoo. Meistens erstrecken die Tierparks sich über große Flächen, sie sehen aus wie große Parks, in denen Tiere gehalten werden. Viele Familien gehen am Wochenende gemeinsam in den Zoo, hier gibt es natürlich auch Restaurants und oft auch Spielplätze für die Kinder. Man kann also leicht einen ganzen Tag dort verbringen.</p>

<p>So schön die Idee eines Zoos auch ist – es gibt immer wieder Kritiker, die ihre Abschaffung fordern. Tierschützer weisen darauf hin, dass viele Tiere nicht artgerecht gehalten werden können. Wildtiere zum Beispiel wie Tiger haben in der Freiheit ein großes Revier, das sich über mehrere hundert Kilometer erstreckt. Im Tierpark müssen sie auf einer sehr kleinen Fläche leben. Außerdem werden oft noch wilde Tiere für die Haltung in Zoos gefangen.</p>

<p>In Deutschland versuchen die meisten Tierparks, die Tiere möglichst gut zu behandeln und ihnen viel Platz zu geben. Sehr beliebt sind regelmäßige Sendungen im Fernsehen, bei denen man hinter die Kulissen eines Tierparks schauen kann. In diesen Sendungen werden Tierpfleger bei ihrer Arbeit gezeigt, oder wie es ist, wenn der Tierarzt einen Elefanten untersucht. </p>

<p>Große Schlagzeilen in den Zeitungen gibt es auch immer wieder, wenn im Zoo ein Tier geboren wird. Zum Beispiel wurde in München gerade ein kleiner Elefant geboren. Noch berühmter war ein kleiner Eisbär, der in Berlin geboren wurde: Knut. Er wurde von einem Menschen aufgezogen und alle liefen in den Zoo, um den süßen Knut zu sehen. Es gab sogar Merchandising von Knut, kleine Stoff-Eisbären für die Kinder zum Beispiel. Leider ist Knut aber mittlerweile tot. </p>

<p>Was haltet Ihr von Tierparks? Gibt es in Eurer Heimat auch Tierparks? Schreibt gerne in die Kommentarfunktion auf www.slowgerman.com oder auf Facebook. Bis zum nächsten Mal, Eure Annik.</p>]]></description>
            <pubDate>Mon, 16 Jan 2012 13:09:33 +0100</pubDate>
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        </item>
        
        
        <item>
            <title>SG #070: Soziale Netzwerke</title>
            <description><![CDATA[<p><img src="http://vg01.met.vgwort.de/na/1211f42e76aa4bb0a988a178f4bdf314" width="1" height="1" alt="">Inge aus China möchte wissen, welche sozialen Netzwerke wir hier in Deutschland benutzen. Seit einigen Jahren spielen soziale Netzwerke in Deutschland eine große Rolle – so wie in vielen anderen Ländern auch.</p>

<p>Mittlerweile sind fast drei Viertel der Bevölkerung (73,3%) online. 43% der deutschen Internetnutzer haben ein eigenes Profil in einem sozialen Netzwerk angelegt. Das sind übrigens Zahlen aus der aktuellen ARD-ZDF-Onlinestudie, also einer Studie, die von den öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern in Auftrag gegeben wurde.</p>

<p>Das beliebteste Netzwerk ist in Deutschland derzeit Facebook. Früher war das anders. Denn in Deutschland gibt es einige Netzwerke, die es in anderen Ländern nicht gibt. Zum Beispiel StudiVZ. VZ steht für Verzeichnis, und es gibt eine ganze Gruppe solcher Verzeichnisse. StudiVZ ist ein soziales Netzwerk für Studenten, SchülerVZ ist ein Netzwerk für Schüler, und wer weder Schüler noch Student ist, der kann sich bei MeinVZ eintragen. Ein anderes deutsches Netzwerk ist „Wer kennt wen?“. Und für alle, die sich beruflich vernetzen wollen, gibt es Xing – in Amerika heißt ein ähnliches Netzwerk LinkedIn. </p>

<p>Jugendliche haben auch gerne MySpace genutzt, mittlerweile dient es aber weniger als normales Netzwerk, als als Musik-Netzwerk, in dem sich Bands präsentieren können. Und Twitter spielt natürlich auch eine große Rolle! Zum Beispiel, wenn im Fernsehen eine Sendung läuft, die für Teenager interessant ist. Das sind meistens Sendungen wie „Deutschland sucht den Superstar“ (in USA „American Idol“), „Germany's Next Topmodel“ oder ähnliche. Dann sitzen Teenager und junge Erwachsene vor dem Fernseher, haben ihren Laptop auf den Knien oder ein Smartphone in der Hand und twittern. Es macht Spaß, diese Tweets zu lesen!</p>

<p>Übrigens benutzen wir hier meistens die englischen Begriffe, wenn es um soziale Netzwerke geht. Wir sagen also „Follower“ für die Mitleser bei Twitter, und nicht „Verfolger“. Wir sagen auch, dass wir etwas auf Facebook „gepostet“ haben. Das ist also das englische Wort „to post“ eingedeutscht. Manche Wörter benutzen wir auch auf Deutsch, zum Beispiel haben wir bei Facebook „Freunde“, und wir klicken auf den „Gefällt mir“-Button, der im Englischen „Like“ heißt. </p>

<p>Noch ein bißchen mehr zu der Sprache, die mit sozialen Netzwerken zusammenhängt. Wer zum ersten Mal ein soziales Netzwerk wie Facebook besucht, der muss sich zunächst registrieren. Er legt einen Benutzernamen und ein Passwort fest. Und er braucht meistens eine gültige E-Mail-Adresse, um sich anzumelden. Wenn die Anmeldung geklappt hat, dann kann er sich sein Profil anlegen. Er füttert Facebook also mit Informationen über seine Person. Er kann sein Geburtsdatum angeben und den aktuellen Wohnort, seine Hobbies und seine liebsten Kinofilme, welche Musik er gerne hört und welche anderen Facebook-Seiten ihm gefallen. Und er kann Fotos oder Videos hochladen. Wichtig ist, dass die Kontoeinstellungen und vor allem die Privatsphäreneinstellungen beachtet werden. In Deutschland wird Facebook stark kritisiert, weil die Deutschen großen Wert auf den Datenschutz legen und Facebook oft dagegen verstößt.</p>]]></description>
            <pubDate>Tue, 31 Jan 2012 15:28:49 +0100</pubDate>
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        <item>
            <title>SG #071: Verben mit Präpositionen</title>
            <description><![CDATA[<p>Heute eine Bitte von Olga - sie wollte die Verben mit Präpositionen hören. Bitte schön.</p>

<p>Mit Dativ:</p>

<p>abhängen von / abgeben von / ändern an / anfangen mit / auffordern zu / aufhören mit / sich auseinandersetzen mit / beginnen mit / sich beschäftigen mit / bestehen aus / einladen zu / sich entschließen zu / sich entwickeln zu / sich erholen von / sich erkundigen nach / erzählen von / erziehen zu / fehlen an / folgen aus / fragen nach / führen zu / sich fürchten vor / gehören zu / gratulieren zu / halten von / handeln mit / handeln von / hindern an / hören von / sich hüten vor / sich irren in / kommen zu / leben von / leiden an / leiden unter / liegen an / meinen zu / sich melden bei / passen zu / profitieren von / rechnen mit / reden von / sich richten nach / riechen nach / rufen nach / schimpfen mit / schließen aus / schmecken nach / sich schützen vor / sehen nach / sich sehnen nach / sprechen mit / sprechen von / sich streiten mit / teilnehmen an / telefonieren mit / träumen von / sich treffen mit / sich trennen von / überreden zu / sich unterhalten mit / sich unterscheiden von / sich verabreden mit / verbinden mit / vergleichen mit / sich verloben mit / verstehen von / sich verstehen mit / verwechseln mit / wählen zu / wählen zwischen / warnen vor / werden zu / wissen von / zweifeln an / zwingen zu</p>

<p>Mit Akkusativ:</p>

<p>abstimmen über / achten auf / ankommen auf / antworten auf / sich ärgern über / aufpassen auf / sich aufregen über / ausgeben für / sich bedanken für / sich bemühen um / beraten über / berichten über / beschließen über / sich beschweren über / sich bewerben um / sich beziehen auf / bitten um / danken für / denken an / diskutieren über / sich drehen um / sich eignen für / sich entscheiden für / sich entschuldigen für / erinnern an / sich erinnern an / ersetzen durch / folgen auf / sich freuen auf / sich freuen über / gehen um / sich gewöhnen an / glauben an / halten für / sich halten an / sich handeln um / hören auf / hoffen auf / informieren über / sich informieren über / sich interessieren für / kämpfen für / kämpfen gegen / kämpfen um / klagen über / kommen auf / sich kümmern um / lächeln über / lachen über / nachdenken über / protestieren gegen / reagieren auf / reden über / schimpfen über / sein für / sein gegen / sorgen für / sich sorgen um / sprechen über / stehen auf / stimmen für / stimmen gegen / streiten über / tun für / sich unterhalten über / unterrichten über / sich verlassen auf / sich verlieben in / vermieten an / verzichten auf / sich vorbereiten auf / wählen in / warten auf / sich wenden an / sich wundern über</p>]]></description>
            <pubDate>Tue, 13 Mar 2012 16:25:31 +0100</pubDate>
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            <title>SG #072: Tag der Deutschen Einheit</title>
            <link>http://www.slowgerman.com/2012/10/03/slow-german-072-tag-der-deutschen-einheit/</link>
            <description><![CDATA[<p>Am 3. Oktober feiern wir in Deutschland den Tag der Deutschen Einheit. Dieser Tag ist der deutsche Nationalfeiertag. Und zwar seit 1990. Es ist also ein relativ junger Feiertag. Er markiert die Wiedervereinigung der Bundesrepublik Deutschland und der DDR, also von Ost- und West-Deutschland. Dieser 3. Oktober ist übrigens auch der einzige staatliche Feiertag – alle anderen Feiertage sind von den Bundesländern festgelegt. Das bedeutet: Den 3. Oktober feiert man in ganz Deutschland – viele andere Feiertage beispielsweise nur in Bayern und Baden-Württemberg oder in anderen Bundesländern.</p>

<p>Für mich persönlich hat dieser Tag eine besondere Bedeutung. Denn ich habe am 17. Juni Geburtstag. Und der 17. Juni war von 1954 bis 1990 der Tag der deutschen Einheit. Als Kind hatte ich also immer an meinem Geburtstag frei, ich musste nicht in die Schule gehen.</p>

<p>Es gibt aber noch ein Datum, das mit dem Tag der Deutschen Einheit in Verbindung gebracht wird. Der 9. November. Denn am 9. November 1989 fiel die Berliner Mauer. Also überlegte man, diesen Tag zum Nationalfeiertag zu machen. Aber: Das Datum war das gleiche wie das der Reichspogromnacht. Am 9. November 1938 wurden über 1400 Synagogen, Geschäfte und Wohnungen von Juden und sogar Friedhöfe zerstört, viele Juden wurden umgebracht. Daher ist der 9. November kein Datum, das man feiern möchte. Also einigte man sich auf den 3. Oktober.</p>

<p>Aber auch diesen 3. Oktober fanden nicht alle Politiker gut. Denn ein neuer Feiertag bedeutet auch, dass an diesem Tag fast niemand arbeitet – und dadurch für diesen Tag keine Steuer an den Staat bezahlt wird. 500 Millionen Euro sollen dem Staat durch diesen einen Feiertag fehlen. Also überlegte die Regierung, den Tag der Deutschen Einheit zu verlegen – und zwar auf den ersten Sonntag im Monat Oktober. Aber dieser Plan wurde nicht umgesetzt.</p>

<p>Wie feiern wir Deutschen diesen Tag? Es gibt in einer Stadt in Deutschland ein so genanntes Bürgerfest. Dieses Jahr findet dieses Bürgerfest in München statt, zeitgleich übrigens mit dem Oktoberfest. Auch in Berlin wird an diesem Tag gefeiert. Ich kenne aber niemanden, der diesen Feiertag wirklich feiert. Wir freuen uns, dass wir an diesem Tag nicht arbeiten müssen – aber mehr auch nicht. Vielleicht ist das bei manchen Deutschen anders, aber hier im Süden ist es eben so. </p>

<p>Das war es schon wieder für heute – bald gibt es aber wieder neue Folgen, versprochen!</p>]]></description>
            <pubDate>Wed, 03 Oct 2012 12:13:35 +0200</pubDate>
            <category domain="http://www.slowgerman.com/category/allgemein/">Allgemein</category>
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        <item>
            <title>SG #073: Die Berliner Mauer</title>
            <description><![CDATA[<p>José Antonio hat mich gebeten, über den Mauerfall zu sprechen. Dazu müssen wir erst einmal wissen, um welche Mauer es geht, oder?</p>

<p>1945 war der Zweite Weltkrieg vorbei. Deutschland hatte den Krieg verloren. Also wurde Deutschland in vier Teile aufgeteilt, die so genannten Besatzungszonen. Ein Viertel wurde von den USA verwaltet, ein Viertel von der UdSSR, ein Viertel von Frankreich und eines von Großbritannien. Auch Berlin, damals die Hauptstadt, wurde in Sektoren geteilt. 1949 wurde die Bundesrepublik Deutschland gegründet – sie umfasste den amerikanischen, französischen und britischen Sektor Deutschlands. Auf dem sowjetischen Sektor wurde die DDR gegründet. Der neuen BRD ging es durch den Marshall-Plan der Amerikaner wirtschaftlich gut – im Gegensatz zur DDR. Außerdem gab es in der sozialistischen DDR strenge Regeln, beispielsweise was die Reisefreiheit anging. Immer mehr Menschen flüchteten aus der neuen DDR in die Bundesrepublik Deutschland. Bis 1961 sollen es 3,1 Millionen Menschen gewesen sein. Also wurden Zäune errichtet, um sie zu stoppen. Das war aber nicht genug. 
<br />Im August 1961 begann der Mauerbau. Man baute eine Mauer, damit niemand mehr die Grenze überwinden konnte. Die Grenze verlief um den französischen, britischen und amerikanischen Sektor von Berlin – das wurde zu „West-Berlin“. Der sowjetische Sektor wurde „Ost-Berlin“. Die Mauer verlief mitten durch die Stadt, auf ungefähr 45 Kilometern Länge. Teilweise war sie so nah an den Häusern, dass die Türen und Fenster zugemauert wurden, um Fluchtversuche zu verhindern – die Bewohner konnten nur durch die Hintertüren in ihre Häuser kommen.
<br />Die Grenze wurde von Soldaten bewacht – sie hatten den Befehl zu schießen, wenn jemand versuchen sollte, zu flüchten. Bis zu 245 Menschen sollen getötet worden sein – die genaue Zahl kennt niemand. Über 5000 Menschen schafften es, in den Westen zu fliehen.
<br />Zwei Jahre nach dem Mauerbau kam der damalige US-Präsident John F. Kennedy nach Berlin. Er hielt eine Rede, in der die Worte „Ich bin ein Berliner“ vorkamen. Kennedy sprach diese Worte auf Deutsch und erntete dafür großen Jubel. Noch heute kennen diesen Satz die meisten Deutschen. 
<br />Fast 30 Jahre lang existierte die Mauer in Berlin. Sie wurde für die Berliner zur Normalität. Aber in der DDR passierte immer mehr: Menschen flohen in den Westen und forderten Reisefreiheit. Sie wollten nicht eingesperrt leben. Es gab Massenkundgebungen, also große Demonstrationen. Ein neues Reisegesetz sollte die Menschen beruhigen. Nachdem es durch Zufall am 9. November 1989 zu früh verkündet wurde, jubelten die Menschen und viele gingen zur Grenze – sie wollten ausreisen. Die Grenzbeamten wussten nicht, was sie machen sollten – und öffneten schließlich die Grenze. Viele tausend Menschen kamen so nach West-Berlin. Die Menschen hier feierten natürlich auch. Für jeden Übersiedler – also einen Menschen, der von Ost nach West zog, gab es 100 D-Mark Begrüßungsgeld. 
<br />Die Mauer und somit die Grenze wurde weiterhin kontrolliert – bis zum 1. Juli 1990. Ein halbes Jahr lang wurde die Mauer abgerissen – nur sechs Abschnitte blieben stehen. Sie sollen an die Teilung erinnern. Und die so genannten Mauerspechte klopften mit Meißeln und Hämmern auf die Mauer ein und verkauften die kleine Stücke – oder nahmen sie mit nach Hause, zur Erinnerung. Ein Specht ist übrigens eigentlich ein Vogel, der mit seinem spitzen Schnabel Löcher in Bäume bohrt, um dort nach Nahrung zu suchen. Auch hier in München steht ein Stück der Berliner Mauer als Denkmal!
<br />Wer heute nach Berlin fährt, sieht kaum noch etwas von der ehemaligen Trennung. Es gibt noch einige leere Grundstücke, die auffallen, und einige Denkmäler, die an die Mauer erinnern. Besonders gut finde ich die Idee, den Verlauf der Mauer auf dem Boden durch Pflastersteine zu kennzeichnen. Das ist zum Beispiel am Brandenburger Tor gut zu sehen. Aber sonst wirkt die Stadt so, als wäre sie wieder zusammengewachsen. Dennoch kenne ich Menschen, die in Berlin leben – und die machen noch einen großen Unterschied zwischen Ost und West. Hier wird man auf die junge Generation warten müssen, die keine Erinnerung mehr an die Mauer hat. 
<br />Am berühmten Checkpoint Charlie, an dem sich einst Panzer gegenüberstanden, gibt es übrigens ein Mauermuseum – falls Ihr in nächster Zeit einmal nach Berlin kommt, müsst Ihr unbedingt hingehen.
<br />So, das war stark verkürzt die Geschichte der Mauer – es ist sehr interessant, was sich in dieser Zeit in Deutschland ereignet hat. Im Internet gibt es die Seite http://www.die-berliner-mauer.de, die Ihr Euch ansehen könnt.
<br />Das war Slow German für heute – ich nehme gerade übrigens alle Folgen noch einmal auf, diesmal normal schnell gelesen. Ihr findet den Link auf www.slowgerman.com. Außerdem gibt es bald weitere Absolute Beginner-Folgen und neue Slow-German-Folgen. Und ich gehe gerade auf Sponsorensuche, damit ich mehr Zeit in die Produktion dieses Podcasts stecken kann. Also keine Angst, Slow German ist nicht tot! Ich hoffe, Euch macht es genau so viel Spaß wie mir!</p>]]></description>
            <pubDate>Thu, 04 Apr 2013 17:57:01 +0200</pubDate>
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            <title>SG #074: Deutsche Autos</title>
            <description><![CDATA[<p>Frank hat mich gebeten, über die deutsche Automobilindustrie zu sprechen. Auch wenn ich selber mich nicht sehr für Autos interessiere, erzähle ich Euch gerne alles, was ich zu diesem Thema weiss. 
<br />1885 wurde das Auto erfunden. Der Erfinder war Carl Benz, ein deutscher Ingenieur. Das erste Auto hiess "Benz Patent-Motorwagen Nummer 1". Bis heute spielt die Automobilindustrie in Deutschland eine sehr große Rolle. 2011 wurden 6 Millionen Autos in Deutschland gebaut, weitere 7 Millionen deutsche Autos wurden im Ausland gebaut. Drei Viertel der in Deutschland gebauten Autos werden in das Ausland verkauft, also exportiert. Nur China und die USA bauen mehr Autos als Deutschland. 730.000 Menschen arbeiten in der Automobilindustrie in Deutschland. Somit ist die Automobilindustrie der wichtigste Industriezweig in Deutschland. Interessiert Euch, wie viel Geld damit verdient wurde? 351 Milliarden Euro in 2011. 11 Prozent mehr als 2010.
<br />Kommen wir zu den wichtigsten deutschen Automarken. Fangen wir bei A an wie Audi. Die Firma wurde 1909 gegründet und befindet sich heute in Ingolstadt, also in Bayern. Seit zehn Jahren gehört Audi zum Volkswagen-Konzern, das heißt 99,55 % der Aktien gehören der Volkswagen AG.
<br />Ebenfalls in Bayern, genauer gesagt in München, befindet sich die bekannte Automarke BMW. Es gibt sie seit 1916, und BMW steht für Bayerische Motoren Werke. Zu Beginn produzierte die Firma Flugmotoren, später Motorräder, dann Autos. Heute gehören auch Rolls Royce und Mini zu BMW.
<br />Weiter geht‘s mit Daimler. 1891 wurde die Daimler-Motoren-Gesellschaft gegründet. Ab 1899 tauchte auch der Name Mercedes auf. Später dann Mercedes-Benz. Die Firma hat ihren Sitz in Stuttgart, also in Baden-Württemberg. Oft sieht man in deutschen Städten den kleinen Smart, er gehört ebenfalls zu Daimler. Mittlerweile gibt es ihn auch als e-smart zu kaufen, also mit Elektro-Antrieb.
<br />Ebenfalls in Stuttgart sitzt die Porsche AG, die es seit 1931 gibt. Ferdinand Porsche machte sich in diesem Jahr selbständig – und baute fortan Sportwagen. Seit 2012 gehört die Porsche AG komplett dem Volkswagen Konzern.
<br />Zwei Marken fehlen noch. Da wäre die Firma Opel aus Rüsselsheim in Hessen, gegründet schon 1862 – damals wurden aber natürlich noch keine Autos gebaut, sondern Nähmaschinen und später Fahrräder. Opel wurde von General Motors gekauft und stürzte in die Finanzkrise.
<br />Zuletzt noch Volkswagen. Während die anderen Konzerne im Süden Deutschlands beheimatet sind (und Opel in Hessen, also in der Mitte), sitzt der VW-Konzern in Wolfsburg, also in Niedersachsen, im Norden Deutschlands. Er wurde 1937 gegründet. Zum Konzern gehören heute Marken wie Audi, Bentley, Ducati, Lamborghini, MAN, Seat und noch einige andere. Damit ist die VW AG (Ag steht für Aktiengesellschaft) der größte Automobilhersteller Europas. Und wie fing alles an? Leider mit Adolf Hitler. Der wollte ein Auto haben, das sich nicht nur die Reichen leisten konnten, sondern viele Deutsche. Ferdinand Porsche, Ingenieur in Stuttgart, sollte einen Prototyp entwickeln. Daraus wurde der Volkswagen, ein Wagen für das Volk.
<br />Audi, Mercedes, BMW – das sind vor allem große Autos. Und sie werden derzeit leider immer größer. Den Deutschen gefällt der amerikanische Trend der SUVs. Auch wenn unsere Innenstädte klein und eng sind und es wenig Parkplätze gibt – die Autos werden immer größer. Mich persönlich ärgert das sehr. Mich ärgert auch, dass nach wie vor kaum auf alternative Energien gesetzt wird. Natürlich forschen alle großen Konzerne in diesem Bereich – sie versuchen das Rätsel zu lösen, wie wir auch ohne Benzin existieren können. Aber erst jetzt kam beispielsweise der e-smart auf den Markt – und er ist noch sehr, sehr teuer. Ich finde es schade, dass die großen deutschen Automobilhersteller nicht modern und innovativ sind und führend in der Herstellung von umweltfreundlichen Autos.
<br />Das beliebteste Auto in Deutschland ist übrigens der VW Golf. Und das seit über 30 Jahren. Auf Platz zwei ist der VW Passat, auf Platz 3 der kleine VW Polo. Erst danach kommen Mercedes und Opel.
<br />Die Deutschen haben fast 52 Millionen Autos. Die meisten davon sind Volkswagen, danach kommen Opel, Mercedes, Ford, BMW, Audi und dann Renault, Toyota, Peugeot und Skoda.
<br />Jetzt fragt Ihr Euch vielleicht, was für ein Auto ich selber fahre – ich fahre einen Ford. Einen winzig kleinen Ford namens Ford-Ka. Damit bekomme ich auch in der Stadt meistens einen Parkplatz, und ich muss nicht viel Geld für Benzin ausgeben. Und zum Glück kann man in den deutschen Städten auch gut ohne Auto leben – man fährt mit dem Fahrrad oder mit Bus, U- und S-Bahn oder der Straßenbahn.
<br />So, ich hoffe nun wisst Ihr mehr über das Thema Autos in Deutschland.</p>]]></description>
            <pubDate>Tue, 23 Apr 2013 16:38:09 +0200</pubDate>
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        <item>
            <title>SG #075: Der Nikolaus</title>
            <link>http://www.slowgerman.com/2013/12/03/sg-075-der-nikolaus/</link>
            <description><![CDATA[<p>Alex aus Kanada hat mich gebeten, über den Nikolaus zu sprechen. Ich kann gar nicht glauben, dass ich das noch nicht getan habe! Natürlich mache ich es gerne. Also:</p>

<p>In Deutschland kennt jedes Kind den Nikolaus. Allerdings gibt es zwei verschiedene Nikoläuse: Einen traditionellen und einen kommerziellen. Der kommerzielle Nikolaus sieht aus wie der amerikanische Santa Claus. Er hat einen roten Mantel mit weißem Rand, eine Mütze auf dem Kopf und einen weißen Bart. Der traditionelle Nikolaus sieht aus wie ein katholischer Bischof – denn beim Nikolaus geht es um eine alte Geschichte. Ich erzähle sie Euch kurz.</p>

<p>Nikolaus war der Bischof von Myra. Und zwar vor 1700 Jahren. Myra liegt in der heutigen Türkei. Damals hatten die Menschen dort Hunger. Es gab nicht genug zu Essen. Aber im Hafen lag ein Schiff mit Getreide für einen Kaiser. Der Bischof bat die Seeleute, einen Teil des Getreides an die hungernden Menschen zu geben. Er versprach ihnen, dass ihnen dadurch nichts schlechtes passieren würde. Die Seeleute gaben den Menschen also einen Teil des Korns. Und – welch ein Wunder – als das Schiff beim Kaiser ankam, fehlte nichts. Es gibt viele Legenden wie diese – schön, oder?</p>

<p>Bei uns jedenfalls ist der Namenstag des Nikolaus ein Feiertag für die Kinder. Sie stellen am Vorabend des Tages, also am 5. Dezember, abends ihre Stiefelchen vor die Türe. Am nächsten Morgen sind im Stiefel Nüsse, Orangen und Schokolade oder Lebkuchen. Mittlerweile sind auch manchmal Geschenke drin. </p>

<p>Ein anderer Brauch ist, dass am 5. Dezember der Nikolaus mit seinem Knecht Ruprecht von Haus zu Haus geht und die Kinder besucht. Er weiß, welche Kinder brav waren und welche nicht. Das steht in seinem goldenen Buch. Die braven Kinder bekommen Geschenke, die bösen Kinder werden vom Knecht Ruprecht geschimpft – früher wohl auch mit einer Rute verprügelt. Heute läuft das so ab, dass Eltern beispielsweise einen Studenten engagieren, der dann als Nikolaus verkleidet nach Hause kommt und den Kindern eine kleine Predigt hält – damit diese auch immer gut und brav sein sollen. </p>

<p>Hier in Bayern und in einigen anderen Regionen sollte man am Abend des 5. Dezember besser nicht allein vor die Tür gehen – dann ziehen schauerlich verkleidete Männer durch die Gegend und rasseln mit ihren Ketten. Sie heißen „Krampus“ und spielen Streiche, die nicht immer harmlos sind.</p>

<p>Die Kinder jedenfalls freuen sich schon auf den Nikolaus – und vielleicht wollt Ihr Euren Kindern auch eine Freude machen und stellt einen Stiefel vor die Tür? Vielleicht kommt der Nikolaus ja auch zu Euch!</p>]]></description>
            <pubDate>Tue, 03 Dec 2013 12:02:29 +0100</pubDate>
            <category domain="http://www.slowgerman.com/category//feiertage/">Feiertage &amp;amp; Feste</category>
            <category>nikolaus</category>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
        </item>
        
        
        <item>
            <title>SG #076: Deutsche Marken</title>
            <link>http://www.slowgerman.com/2014/01/28/sg-076-deutsche-marken/</link>
            <description><![CDATA[<p>Irena aus Prag hat mich gebeten, über deutsche Marken zu sprechen. Und was fällt mir als Erstes ein? Schokolade natürlich. Milka und Ritter Sport. Milka ist die Schokolade mit der lila Kuh als Symbol. Und Ritter Sport sind kleine quadratische Schokoladentafeln. Gut, die Marke Milka an sich ist nicht deutsch – aber die Schokolade wird in Deutschland hergestellt. Und sie ist lecker. </p>

<p>Was gibt es noch für Marken? Über deutsche Automarken habe ich schon in Folge 74 gesprochen. Kommen wir zur Mode. Hugo Boss ist eine deutsche Marke, Joop ebenso und auch Karl Lagerfeld ist Deutscher. Man könnte also durchaus sagen, die Deutschen haben Geschmack, was Mode angeht, oder?</p>

<p>Auch wenn ich mich in meiner Küche umsehe, sehe ich deutsche Marken – oder zumindest Marken, die früher mal deutsch waren. Da ist die Spülmaschine von Siemens, die Waschmaschine von AEG, der Kühlschrank von Bosch. </p>

<p>Interessant finde ich vor allem, wenn Markennamen sich verselbständigen. Das bekannteste Beispiel ist die Marke Tempo. Tempo wurde 1929 in Nürnberg als Marke angemeldet – für ein Papier-Taschentuch. Heute sagt man gerne: „Hast Du ein Tempo für mich?“ - auch wenn es natürlich viele andere Marken gibt. Tempo ist also ein Wort geworden, das generell für Papiertaschentücher verwendet wird. Und das Wort Tesa steht für durchsichtigen Klebefilm. Ähnlich ist es mit dem Labello – das ist ein Fettstift für die Lippen. Und auch dieses Wort wird mittlerweile synonym für farblose Lippenstifte verwendet. Ach, und die Nivea-Creme kennt Ihr sicherlich auch, oder?</p>

<p>Lustig finde ich auch immer zu sehen, wie die Markennamen entstanden sind. Milka steht beispielsweise für Milch und Kakao. Mil-Ka. Oder Gummibärchen der Marke Haribo – Haribo steht für Hans Riegel, Bonn. Also die Firma, die die Gummibärchen herstellt. Genauso ist es bei den bekannten Sportartikeln von Adidas. Dahinter verbirgt sich der Name des Firmenchefs, Adolf Dassler. Kennt Ihr übrigens die Geschichte von Adi Dassler? Er hatte einen Bruder namens Rudolf. Und diese beiden Brüder haben sich so zerstritten, dass sie eigene Firmen gründeten, anstatt weiter zusammen zu arbeiten. Adolf war fortan der Chef von Adidas, Rudolf der von Puma. Und beide Schuhmarken kennt man auch heute noch.</p>

<p>Oft stehen einzelne Menschen hinter großen Marken. In Deutschland füttert man Kleinkinder zum Beispiel gerne mit Brei aus kleinen Gläschen. Sehr bekannt sind die Gläschen der Marke Hipp. Dahinter steckt das Familienunternehmen von Claus Hipp, der auch in der Fernsehwerbung noch auftaucht. </p>

<p>Eine Marke muss ich Euch noch mit auf den Weg geben: Steiff. Kennt Ihr die berühmten Steiff-Stofftiere? Sie sind zu erkennen an einem goldenen Knopf im Ohr, an dem ein gelber Zettel hängt. Steiff-Stofftiere sind sehr teuer, und früher mochte ich sie nicht, weil sie nicht besonders kuschelig waren. Aber noch heute ist diese Marke sehr bekannt und es gibt Menschen, die Steiff-Tiere sammeln.</p>

<p>Die Logos von vielen deutschen Marken habe ich übrigens auf einer Internetseite gefunden – ich verlinke sie hier: http://www.marken-des-jahrhunderts.de/marken. Welche deutschen Marken kennt Ihr noch? Begegnen sie Euch im Ausland?</p>]]></description>
            <pubDate>Tue, 28 Jan 2014 12:31:43 +0100</pubDate>
            <category domain="http://www.slowgerman.com/category/sg-podcast-episode/">SG Podcast-Episode</category>
            <category domain="http://www.slowgerman.com/category//bildung-wirtschaft/">Bildung &amp;amp; Wirtschaft</category>
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        </item>
        
        
        <item>
            <title>SG #077: Deutsche Serien und Filme</title>
            <description><![CDATA[<p>Cemal aus der Türkei hat mich gefragt, wie es in Deutschland mit Filmen und Serien aussieht. Das ist ein schwieriges Thema, weil es da natürlich sehr viel zu erzählen gibt!</p>

<p>Fangen wir mit den Filmen an. Es gibt eine sehr lebendige deutsche Filmszene. Ich werde Euch in nächster Zeit auch immer wieder deutsche Filme hier vorstellen. „Good Bye Lenin“ und „Das Leben der Anderen“ habe ich Euch ja schon vorgestellt. </p>

<p>Ich habe mal nachgesehen, welche deutschen Filme in den deutschen Kinos in den vergangenen 50 Jahren am meisten Besucher angelockt haben. Interessant fand ich, dass es sich fast ausschließlich um Komödien handelt. Der erfolgreichste deutsche Film aller Zeiten ist „Der Schuh des Manitu“. Das ist eine Parodie auf alte Westernfilme, vor allem auf die alten Karl May-Filme. Es geht also um Cowboys und Indianer. Wer diesen Film gemacht hat? Eine Truppe um den deutschen Comedian Michael „Bully“ Herbig. Das ist ein Münchner Regisseur, Drehbuchautor, Schauspieler und Comedian. Gemeinsam mit seinen Kumpels Christian Tramitz und Rick Kavanian hat er viele Filme und Fernsehsendungen gemacht – alle lustig. Auch der zweit-erfolgreichste Film aller Zeiten ist von diesem Trio: „(T)Raumschiff Surprise“. Wieder eine Parodie – diesmal wird „Raumschiff Enterprise“ auf die Schippe genommen. </p>

<p>http://youtu.be/W6pn_y6a98E</p>

<p>Noch einer hat es gleich zwei Mal in die Top Ten geschafft: Otto. Otto ist ein Komiker der älteren Generation – ihn kennt in Deutschland jedes Kind. Und das seit Generationen. Ganz neu in den Top Ten ist ein Film, der jetzt gerade noch in den Kinos läuft. Er heißt „Fack Ju Göhte“. Wieder eine Komödie. Darin geht es um Lehrer und Schüler. Der Star des Films ist ein Schauspieler namens Elyas M'Barek – er hat derzeit eine Menge Fans. Eine weitere wichtige Figur – ob man ihn mag oder nicht – ist Til Schweiger. Er wurde als Schauspieler mit dem Film „Der bewegte Mann“ berühmt. Mittlerweile macht er selber Filme, die viele Deutsche ins Kino locken. Beispielsweise „Keinohrhasen“. Natürlich auch wieder eine Komödie. </p>

<p>http://youtu.be/X0PCh31Rlcg</p>

<p>Til Schweiger ist neuerdings auch Kommissar in der Reihe „Tatort“. Der Tatort ist eine Krimi-Sendung, die fast jeden Sonntagabend im Fernsehen läuft. Und das seit 1970. Der Tatort ist Kult – er hat viele Fans. Diese treffen sich oft auch in Kneipen, um gemeinsam den Tatort zu sehen. Oder sie quatschen bei Twitter unter dem Hashtag #tatort. Jeden Sonntag ist ein anderes Team im Einsatz – aus einer anderen deutschen Stadt. Sehr beliebt ist der Tatort aus Münster – er ist eher lustig als spannend. Viele Kommissarenteams sind schon seit vielen Jahren im Einsatz. Das Team aus München beispielsweise hat schon über 60 Fälle gelöst. </p>

<p>http://youtu.be/Wlba_7C4xrs</p>

<p>Krimis sehen die Deutschen ohnehin sehr gerne. Aber es gibt auch andere Serien, die seit vielen Jahren sehr beliebt sind. Die „Lindenstraße“ zum Beispiel. Das ist die erste deutsche Seifenoper – es gibt sie seit 1985. Jeden Sonntagabend kommt eine neue Folge – es geht um die Bewohner der Lindenstraße, wie der Titel schon sagt. Die Fernsehserie ist bekannt dafür, aktuelle Geschehnisse aus Deutschland in die Handlung einzubauen – oft ist sie sogar gesellschaftskritisch.</p>

<p>http://youtu.be/dO_vSVeV4NU</p>

<p>Die Hauptsendezeit ist in Deutschland um 20.15 Uhr. Dann kommen die großen Filme und so weiter. Um 20 Uhr kommt die Tagesschau, die Nachrichtensendung. Und vorher kommen die Vorabendserien. Da geht es um Landärzte, Förster oder Polizisten. Es gibt eine Serie, die ich Euch empfehlen kann, weil sie sehr schräg ist: „Der Tatortreiniger“. Es geht um Schrotty, einen Mann, der engagiert wird, wenn ein Mord passiert ist. Oder etwas ähnliches. Er wird dann gerufen, um zu putzen – und führt dabei gerne kuriose Gespräche mit den Nachbarn oder anderen Menschen in er Umgebung. </p>

<p>http://youtu.be/coghUoGnnI4</p>

<p>Ich persönlich sehe lieber amerikanische Serien als deutsche Serien. Aber wenn ich deutsche Serien sehe, dann die von Franz Xaver Bogner. Das ist ein bayerischer Fernsehmacher, der in den vergangenen 40 Jahren zahllose Serien produziert hat. Er beobachtet dabei die Menschen sehr genau und hat einen guten Sinn für Humor. Aber ich fürchte, für Deutschlernende sind die bayerischen Episoden schwer zu verstehen. </p>

<p>Um zu Cemal vom Anfang zurückzukommen: Es gibt auch eine deutsche Serie, die sehr beliebt war, die zu ihm passen könnte: „Türkisch für Anfänger“. Darin geht es um die Annäherung von Deutschen und Türken. Klingt gut, oder?</p>]]></description>
            <pubDate>Tue, 11 Feb 2014 12:32:06 +0100</pubDate>
            <category domain="http://www.slowgerman.com/category/sg-podcast-episode/">SG Podcast-Episode</category>
            <category domain="http://www.slowgerman.com/category/tipps/">Kultur</category>
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        <item>
            <title>SG #078: Fasching oder Karneval</title>
            <description><![CDATA[<p>Ludo aus Belgien hat mich daran erinnert, dass ich noch keine Folge zum Thema Karneval gemacht habe. Also wird es höchste Zeit!</p>

<p>Erstmal zum Begriff Karneval: Hier in Bayern sagen wir Fasching dazu, in Baden-Württemberg Fastnacht. Und dieser Begriff sagt am Besten, worum es geht: Um die Zeit vor der Fastenzeit. Diese beginnt am Aschermittwoch, und die Fastenzeit ist vor allem in katholisch geprägten Gegenden nach wie vor wichtig. </p>

<p>Während also in der Fastenzeit um Entbehrungen geht, während wir in dieser Zeit weniger oder gar nichts essen sollten oder auf bestimmte Genüsse verzichten sollten, geht es in der Zeit davor um ausgelassenes Feiern. </p>

<p>Die Menschen verkleiden sich. In Städten wie Köln gibt es riesige Karnevalsumzüge – dann ziehen die verkleideten Menschen mit Musikkapellen und riesigen Wagen durch die Stadt. Sie werfen Kamelle – also Bonbons – in die Menge und rufen „Alaaf!“. Andernorts ruft man „Helau!“. Die Karnevalshochburg Köln ist in dieser närrischen Zeit im Ausnahmezustand. Es wird gefeiert und getrunken, das normale Leben steht still. </p>

<p>Letztes Jahr war ich in Konstanz am Bodensee – dort wird die alemannische Fasnacht gefeiert. Es hat mir sehr gut gefallen. Es war traditioneller als in Köln. Die Menschen haben alte und sehr wertvolle Kostüme und Masken getragen, die so genannte Guggemusik war überall zu hören – das müsst Ihr Euch bei YouTube mal anschauen! Es war einfach wunderbar. </p>

<p>Auch im Fernsehen wird man vom Fasching nicht verschont – die so genannten Prunksitzungen werden manchmal sogar live übertragen. Dort stehen erwachsene Menschen verkleidet am Mikrofon und erzählen Witze. Ich finde das ehrlich gesagt überhaupt nicht lustig. Es gibt übrigens viele Vereine, die sich mit dem Fasching oder Karneval beschäftigen. Und diese Vereine wählen dann auch gerne ein Prinzenpaar – also einen Faschingsprinzen und eine Faschingsprinzessin – die dann für kurze Zeit die Stadt „regieren“. </p>

<p>Was passiert an den einzelnen Tagen? Los geht’s am Donnerstag. Das ist ein Tag, der Gründonnerstag genannt wird, oder auch „schmutziger Donnerstag“ oder „unsinniger Donnerstag“ oder auch Weiberfastnacht. In Konstanz, wo ich aufgewachsen bin, zogen die Frauen durch die Büros, schnitten den Männern die Krawatten ab und holten sie aus der Arbeit. Nach dem Wochenende kommen dann noch Rosenmontag und Faschingsdienstag – bis der Aschermittwoch alles beendet. </p>

<p>Hier in München gibt es beispielsweise auf dem Viktualienmarkt, einem sehr großen Obst- und Gemüsemarkt mitten in der Altstadt, den „Tanz der Marktweiber“. Sonst bleibt München in der Faschingszeit eher ruhig. Und das finde ich auch gut so. Dass Fasching ist, merke ich vor allem beim Bäcker: In der Zeit vor dem Aschermittwoch gibt es überall Krapfen zu kaufen – also in Fett ausgebackene runde Kugeln, die mit Marmelade oder Creme gefüllt sind. In anderen Teilen Deutschlands heißen sie Berliner. </p>

<p>In diesem Sinne: Alaaf und Helau!</p>]]></description>
            <pubDate>Mon, 24 Feb 2014 20:37:46 +0100</pubDate>
            <category domain="http://www.slowgerman.com/category/sg-podcast-episode/">SG Podcast-Episode</category>
            <category domain="http://www.slowgerman.com/category//feiertage/">Feiertage &amp;amp; Feste</category>
            <category>fasching</category>
            <category>fastnacht</category>
            <category>karneval</category>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
        </item>
        
        
        <item>
            <title>SG Dialog #1: Im Café</title>
            <description><![CDATA[<p>Hallo! </p>

<p>Hallo!</p>

<p>Na, wie geht’s?</p>

<p>Ach, ganz gut. Ich hab Halsweh. Hoffentlich werde ich nicht krank.</p>

<p>Oh, das tut mir leid. Na dann gute Besserung. Setz Dich doch erstmal.</p>

<p>Danke. Bist Du schon lange hier?</p>

<p>Nein, eben erst gekommen. Hab zum Glück gleich einen Parkplatz gefunden.</p>

<p>Glück gehabt. Hast Du schon bestellt?</p>

<p>Nein, die Kellnerin ist noch nicht aufgetaucht.</p>

<p>Ok. Und, was gibt’s Neues?</p>

<p>Nicht viel. Aber ich war im Kino. Vorgestern. </p>

<p>Was hast Du Dir angeschaut?</p>

<p>Den Neuen von den Coen-Brüdern.</p>

<p>Von dem hab ich noch gar nichts gehört.</p>

<p>Solltest Du Dir anschauen! Ist wirklich ein schöner Film.</p>

<p>Danke für den Tipp! Ich muss aber erst noch mein Buch zu Ende lesen, das ist gerade so spannend, dass ich gar keine Lust habe, etwas anderes zu machen.</p>

<p>Wirklich? Das klingt gut! Kenn ich den Autor?</p>

<p>Glaube ich nicht. Das ist ein ganz unbekannter japanischer Schriftsteller.</p>

<p>Und wie bist Du auf das Buch gekommen?</p>

<p>Das hat mir eine Kollegin empfohlen.</p>

<p>Praktisch, wenn man solche Kolleginnen hat. Wie ist es bei Dir gerade in der Arbeit?</p>

<p>Eigentlich ziemlich ruhig. Nicht viel los. Der Chef ist im Urlaub, und wir können mehr oder weniger machen, was wir wollen.</p>

<p>Soso... </p>

<p>Naja, ganz so ist es natürlich nicht. Ich mache schon die wichtigsten Sachen. Aber ich lasse mich halt nicht stressen.</p>

<p>Hast Recht. Sollen wir mal was bestellen? Da hinten ist die Kellnerin.</p>

<p>Ja, klar. Wink ihr mal.</p>

<p>Entschuldigung? Guten Tag! Wir hätten gerne zwei Kännchen Milchkaffee, bitte. Und ich hätte gerne ein Stück Himbeerkuchen dazu,</p>

<p>Oh ja, ich auch. Danke schön!</p>

<p>Warst Du eigentlich schonmal in diesem neuen Café da vorne an der Ecke?</p>

<p>Nein, ist da ein neues Café? Ist mir gar nicht aufgefallen.</p>

<p>Doch, das hat erst vor ein paar Wochen aufgemacht.</p>

<p>Und, lohnt es sich?</p>

<p>Ich finde schon, die haben selbstgebackene Kuchen und die Bedienung war wirklich sehr freundlich, als ich dort war.</p>

<p>Klingt gut. Wir können uns ja nächstes Mal dort treffen.</p>

<p>Warum nicht?</p>]]></description>
            <pubDate>Tue, 25 Mar 2014 10:26:45 +0100</pubDate>
            <category>café</category>
            <category>dialog</category>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
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            <title>SG #079: Fußball</title>
            <description><![CDATA[<p>Slow German existiert seit 2007. Seit sieben Jahren also drücke ich mich vor diesem Thema. Aber jetzt muss ich es machen: Ich muss Euch über Fußball in Deutschland erzählen. Denn Fußball ist der wichtigste Sport der Deutschen – und deswegen darf ich ihn hier nicht länger ignorieren. Auch wenn mich persönlich dieses Hobby überhaupt nicht interessiert. Aber egal. Bitte schön:</p>

<p>Worum geht es beim Fußball? Zunächst einmal spielen zwei Mannschaften gegeneinander. Jede Mannschaft hat 11 Spieler. Zehn davon sind sogenannte Feldspieler, einer ist der Torwart. Der Ball darf nur mit dem Fuß oder dem Kopf berührt werden, nicht mit den Händen. Dann wird gespielt – 45 Minuten lang. Nach einer kurzen Pause geht es weiter – nochmal 45 Minuten lang. Das nennt man Halbzeit. Die erste Halbzeit und die zweite Halbzeit. Gespielt wird meistens auf grünem Rasen, auf einem rechteckigen Spielfeld mit zwei Toren an den kürzeren Seiten des Spielfelds. Tja, und das Ziel dieses Spiels? Einen Ball in das gegnerische Tor zu treten oder zu köpfen. Klingt doch eigentlich ganz simpel, oder? Ist es aber nicht, weil natürlich der Torwart und alle anderen Spieler der gegnerischen Mannschaft versuchen, das zu verhindern. Gewonnen hat die Mannschaft, die am meisten Tore geschossen hat. Wenn beide gleich viele Tore schießen, heißt das Unentschieden. Der Torwart darf den Ball übrigens mit den Händen berühren.</p>

<p>Jetzt erstmal zur Geschichte. Fußball ist kein deutsches Spiel. Erfunden wurde es in Großbritannien. Und zwar vor ungefähr 150 Jahren. Damals haben Studenten der Universität Cambridge sich Regeln ausgedacht für den Fußball, den es natürlich schon viel länger gab. Dann hat sich das Spiel verbreitet – und kam auch nach Deutschland, und zwar 1874. Ein Lehrer brachte das Spiel an eine Schule. Im gleichen Jahr wurde von Engländern der „Dresden English Football Club“ gegründet. Im Jahr 1900 wurde es dann typisch Deutsch: Der Deutsche Fußball-Bund DFB wurde gegründet. 1908 wurde Fußball olympische Disziplin. 1930 gab es die erste Fußball-Weltmeisterschaft. Seit 50 Jahren gibt es in Deutschland die Fußball-Bundesliga. In jeder Saison muss jeder Verein gegen jeden anderen Verein der Liga antreten – und daraus ergibt sich, wer am Besten spielt. Die schlechtesten zwei Mannschaften steigen in die Zweite Bundesliga ab. Beste Mannschaft ist derzeit der FC Bayern München. Vorher war es Borussia Dortmund.</p>

<p>Rund um den Fußball gibt es viele Begriffe, die man nicht sofort versteht. Da ist der Strafraum – das ist der Bereich vor dem Tor. Er ist mit Linien eingezeichnet. Hier gelten andere Regeln als im Rest des Fußballfeldes. Dann gibt es die gelbe und rote Karte – der Schiedsrichter, der also aufpasst, dass sich alle an die Regeln halten, kann diese als Strafe vergeben. Als Ermahnung für Fehlverhalten gibt es die gelbe Karte, und die rote Karte bedeutet, dass der Spieler das Spielfeld verlassen muss. Das nennt man Platzverweis. Und dann gibt es noch das „Abseits“ - aber das erkläre ich hier nicht. Wenn in Deutschland die Männer den Frauen zeigen wollen, dass diese Fußball nicht verstehen, fragen sie immer nach der Abseitsregel. Das ist mir hier zu gefährlich. Und ehrlich gesagt auch zu egal...</p>

<p>Nicht egal ist Fußball aber den zahlreichen Fans. Schon viele kleine Kinder, meistens Jungs, sind begeisterte Fußballfans. Sie kaufen sich die Trikots ihrer Stars, gehen natürlich selber in den Fußballverein und am Samstag ins Stadion. Das größte Stadion in Deutschland ist der Signal Iduna Park in Dortmund, da passen über 80.000 Menschen rein. Viele Fans haben eine Dauerkarte, gehen also die ganze Saison lang zu jedem Spiel. Sie hängen sich Schals um den Hals und kleiden sich in den Farben ihrer Mannschaft. Es gibt bestimmte Fan-Gesänge, und die Stimmung im Stadion ist wie bei einem Fest. Natürlich gibt es auch Schattenseiten, Ihr kennt sicher das Phänomen der Hooligans – aber das ist ein anderes Thema. Wir wollen heute den Sport und die Freude an diesem Hobby in den Mittelpunkt stellen. </p>

<p>Wobei – als Hobby darf man das alles gar nicht mehr bezeichnen. Denn es geht  beim Fußball in erster Linie auch um Geld. Allein die Bundesliga hatte in der Saison 2011/2012 Einnahmen von über 2 Milliarden Euro. Da geht es natürlich auch um Werbung und um Merchandising. Dazu gibt es natürlich auch Ausgaben - der Einkauf von neuen Spielern ist teuer, mittlerweile werden gerne Millionen bezahlt, damit ein Spieler von einem Verein zum anderen wechselt.</p>

<p>Der große Fußballtag ist in Deutschland übrigens der Samstag – nachmittags finden die wichtigen Spiele statt, und am Abend kann man sich die Ergebnisse in der Sportschau im Fernsehen anschauen.</p>

<p>So, hätten wir dieses Thema also auch erledigt. Bis zum nächsten Mal! Dann wieder eine Premium Content Folge. Ich erzähle Euch, was uns in Deutschland gerade beschäftigt. Und ich freue mich, wenn Ihr diese Arbeit unterstützt und die Episode für einen Euro kauft. Danke schön! Eure Annik</p>]]></description>
            <pubDate>Tue, 01 Apr 2014 13:15:01 +0200</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
        </item>
        
        
        <item>
            <title>SG #080: Der 1. Mai und der Maibaum</title>
            <description><![CDATA[<p>Mehr wie immer unter www.slowgerman.com</p>

<p>Heute ist der 1. Mai. In Deutschland ist der 1. Mai ein gesetzlicher Feiertag – die Geschäfte bleiben geschlossen, die meisten Menschen müssen nicht zur Arbeit. Warum dieser Tag ein Feiertag ist? Es ist der Tag der Arbeit, wie in vielen anderen Ländern auch. </p>

<p>Die Geschichte dieses Tages ist alt: Am 1. Mai 1856 gab es in Australien Massendemonstrationen. Die Menschen forderten den Achtstundentag. Also dass sie pro Tag nur noch acht Stunden arbeiten wollten. Zwölf Stunden Arbeit pro Tag waren damals normal. 1886 gab es wegen des gleichen Themas einen Streik in den USA, auf dem Haymarket in Chicago. Demonstranten und Polizei kämpften gegeneinander, die Gewalt eskalierte. Eine Bombe tötete sieben Polizisten – anschließend wurden bei Kämpfen 200 Arbeiter verletzt und einige getötet. Drei Jahre später wurde der 1. Mai als „Kampftag der Arbeiterbewegung“ ausgerufen, um der Opfer zu gedenken.</p>

<p>Wie sieht nun der 1. Mai in Deutschland aus? In Berlin, genauer gesagt im Stadtteil Kreuzberg, gibt es Straßenfeste und Demonstrationen. Oft kommt es dort zu Ausschreitungen und zu Gewalt.</p>

<p>Die Nacht zum ersten Mai, also die Nacht vom 30. April auf den 1. Mai, wird Walpurgisnacht genannt. Walburga war eine Heilige aus England. Bei der Walpurgisnacht denkt man aber nicht an eine Heilige, sondern an Hexen: Angeblich feiern die Hexen in dieser Nacht ein Fest auf Bergen und Hügeln, vor allem auf dem Blocksberg, der eigentlich Brocken heißt und im Harz-Gebirge liegt. In der Mainacht werden große Maifeuer entfacht, um die bösen Geister zu vertreiben. Dazu gibt es dann ein großes Fest, den „Tanz in den Mai“. Die Mainacht ist für junge Männer auch die Zeit, in der sie losziehen um Streiche zu spielen: Sie wickeln Klopapier um Autospiegel oder bewerfen Häuser und Autos mit Eiern und sprühen sie mit Rasierschaum ein.</p>

<p>Hier in Bayern werden am 1. Mai die Maibäume aufgestellt. Fast jede Gemeinde und auch manche Stadtteile haben einen Maibaum. Das ist der Stamm eines hohen Baumes, dem die Äste entfernt werden. Dann wird er in Handarbeit über mehrere Wochen geschliffen und mit weiß-blauen Streifen bemalt. Am 1. Mai gibt es dann ein großes Fest, und der neue Baum wird in der Ortsmitte aufgestellt. Heutzutage geschieht dies meist durch einen Kran. Aber manche Gemeinden sind stolz darauf, den riesigen Baum auch heute noch per Hand aufzustellen – mit langen, zusammengebundenen Holzstangen. Das dauert ganz schön lange! Die Besucher sitzen solange zusammen, essen und trinken und tanzen zur Blasmusik. Der Maibaum gilt wahrscheinlich als Fruchtbarkeitssymbol – ganz genau weiß man das nicht. Aber immerhin haben schon die Wikinger am 1. Mai Bäume aufgestellt. </p>

<p>In manchen Regionen stellen junge Männer den Frauen, die sie lieben, einen kleinen geschmückten Maibaum heimlich in den Garten.</p>

<p>Es gibt übrigens noch einen Brauch, den ich in diesem Zusammenhang sehr lustig finde: Der Versuch, einen Maibaum zu stehlen. Alles beginnt damit, dass ein großer Baum in einem Schuppen oder einer Scheune aufgestellt wird. Dann wird er dort bearbeitet und zum prächtig geschmückten Maibaum. In dieser Zeit versuchen Gruppen aus den umliegenden Gemeinden, den Baum zu stehlen. Wenn sie es schaffen, müssen die Maibaumbesitzer meist Bier und Essen bezahlen, um ihren Baum wiederzubekommen. Und dann wird gemeinsam gefeiert – mit den Dieben. Damit der Baum also nicht geklaut werden kann, bewachen ihn die Menschen bei der so genannten Maibaumwache. Sie sitzen also die ganze Nacht bei ihrem Maibaum, damit er nicht gestohlen wird. Und dennoch schaffen es schlaue Gruppen immer wieder, den riesigen Baum zu klauen! </p>

<p>Ich wünsche euch jetzt einen schönen 1. Mai – und gehe erstmal zu einer schönen Maifeier. Bis zum nächsten Mal! Eure Annik</p>]]></description>
            <pubDate>Thu, 01 May 2014 10:38:23 +0200</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
        </item>
        
        
        <item>
            <title>SG #081: Der Dialekt</title>
            <description><![CDATA[<p>Wer die deutsche Sprache lernt, der lernt das so genannte Hochdeutsch. Dieses Hochdeutsch wird in ganz Deutschland verstanden. Es wird auch Standarddeutsch genannt. Ich mag den Begriff Hochdeutsch nicht, da man dann vermutet, Hochdeutsch sei höher, also besser, als andere Sprachvarianten. Dabei handelt es sich bei dem Begriff Hochdeutsch eigentlich eher um eine geografische Einordnung: Hochdeutsch spricht man in Mitteldeutschland, im Gegensatz zu Niederdeutsch im Norden.</p>

<p>Ihr merkt schon – hier geht es vor allem um die Aussprache. Das angeblich reinste Hochdeutsch spricht man in Hannover. Das bedeutet, dass man in Hannover fast so spricht, wie man auch schreibt. Genau so ist Hochdeutsch auch entstanden. Früher sprach jeder so, wie er wollte. Und als dann mehr Menschen anfingen zu schreiben, musste man sich früher oder später auf eine gemeinsame Schriftsprache einigen – sonst hätte niemand mehr etwas verstanden. Ein heute noch wichtiges Buch ist daher der Duden – benannt nach Konrad Duden. Er gab 1880 das „Orthographische Wörterbuch der deutschen Sprache“ heraus. Dieses Buch wurde sozusagen zur Rechtschreib-Bibel der Ämter. Alle öffentlichen Ämter sollten sich daran halten. Und so verbreitete sich das Hochdeutsch.</p>

<p>Wir wollen uns heute aber mal um die Dialekte kümmern. In jeder Region Deutschlands wird ein anderer Dialekt gesprochen. Hier in München, das liegt in Bayern, wird Bayerisch gesprochen. Das hört sich so an:</p>

<p>XX</p>

<p>Bayerisch ist ein Dialekt, der sehr schwer verständlich ist für jemanden, der gerade Deutsch lernt. Ihr könnt mal versuchen, Musik von bayerischen Bands und Musikern anzuhören, beispielsweise von den Sportfreunden Stiller, von Django 3000 oder von Konstantin Wecker. Sie habe ich alle schon auf slowgerman.com vorgestellt – mit Links zu ihrer Musik. Versteht Ihr, was da gesungen wird?</p>

<p>Wenn nicht, seid bitte nicht frustriert. Auch Menschen aus Norddeutschland verstehen es nicht. Denn die Dialekte sind in Deutschland manchmal wirklich weit vom so genannten Hochdeutschen entfernt. Das heißt: Nicht nur die Aussprache ist anders, sondern auch die Wörter. Und wenn man die nicht kennt, versteht man nichts. Auch der Satzbau ist oft ganz anders. Eigentlich ist ein Dialekt fast schon eine andere Sprache, findet Ihr nicht? In Bayern sagt man beispielsweise „dahoam“ und nicht „daheim“. Und der Dreck oder Schlamm ist der „Baz“. </p>

<p>Manche sagen zu Dialekt übrigens auch Mundart, das ist das deutsche Wort für Dialekt. Das Bayerische hatten wir schon – es gibt aber noch viele andere Dialekte. Sächsisch wird zum Beispiel in Sachsen gesprochen, Hessisch in Hessen, und Schwäbisch in Baden-Württemberg. Besser gesagt: In Teilen von Baden-Württemberg. Denn in manchen Bundesländern gibt es gleich mehrere Dialekte. In Baden-Württemberg gibt es Schwäbisch und Badisch. Wir hören uns mal an, wie Schwäbisch klingt:</p>

<p>XX</p>

<p>Manche Dialekte klingen sehr tief, sehr kehlig. Sie verschlucken oft Buchstaben oder ganze Silben, lassen diese also weg. Andere Dialekte betonen manche Buchstaben extrem. Oder – wie im Fränkischen – sprechen alles sehr weich aus. Da wird aus dem T ein D und aus dem P ein B. Im Süden wird zudem das R gerollt, im Norden eher nicht. </p>

<p>In Deutschland sind manche Dialekte als sympathisch eingestuft, andere als unsympathisch. Bayerisch wird oft gerne als bäuerlich gesehen, also als nicht intellektuell, nicht klug. Das ist natürlich gemein, denn in Bayern gibt es sicherlich nicht weniger kluge Menschen als in anderen Teilen Deutschlands. Ich selber mag den sächsischen Dialekt überhaupt nicht, den schwäbischen dafür sehr gerne. Das hängt oft auch einfach von den Leuten ab, die man kennt – oder von den Regionen selber. Wer gerne in Stuttgart Urlaub macht, der mag sicher auch den dort gesprochenen Dialekt. </p>

<p>Einen letzten Dialekt habe ich noch für Euch: Westpfälzisch. Denn, wie Ihr hier schon merkt – es gibt nicht nur Dialekte, sondern jeder Dialekt hat dann auch nochmal kleine Unterschiede. Manchmal spricht man in einer Ortschaft einen Dialekt, in der fünf Kilometer entfernten Nachbar-Gemeinde schon einen leicht abgeänderten Dialekt. Seltsam, oder? Aber so sind die Menschen nunmal. Mal hören, wie Westpfälzisch klingt:</p>

<p>XX</p>

<p>Wenn Ihr jetzt noch wissen wollt, was meine drei Sprecher hier jeweils gesagt haben – ich sage es nochmal auf Hochdeutsch. Erstmal „hallo“, oder „guten Tag“. Also eine Begrüßung. Und dann „Ich habe keine Ahnung“. Das bedeutet: Ich weiß es nicht. Ich selber spreche leider keinen Dialekt, ich habe es nicht gelernt. Aber ein Norddeutscher wird durchaus an meiner Sprachmelodie hören, dass ich aus Süddeutschland stamme. Euch wünsche ich jetzt weiterhin viel Spaß beim Deutschlernen – beim Hochdeutsch lernen. Schaut mal bei slowgerman.com vorbei – dort gibt es noch viel mehr zu entdecken für Euch. Tschüss, Eure Annik.</p>]]></description>
            <pubDate>Tue, 20 May 2014 16:09:56 +0200</pubDate>
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        </item>
        
        
        <item>
            <title>SG Dialog #2: Das Wetter</title>
            <description><![CDATA[<p>Das ist ja mal wieder typisches Aprilwetter!</p>

<p>Wieso, was meinst Du?</p>

<p>Na gestern habe ich gefroren, obwohl ich einen dicken Pulli anhatte. Und heute schwitze ich.</p>

<p>Du hast ja auch eine Winterjacke an! Zieh sie doch einfach aus.</p>

<p>Hast ja recht. Aber mich nervt dieses Wetter trotzdem.</p>

<p>Warum? Ärgere Dich doch nicht über Dinge, die man nicht ändern kann.</p>

<p>Ich könnte es ändern. Ich könnte nach Kalifornien ziehen.</p>

<p>Aber das wäre doch langweilig. Immer nur schönes Wetter ist langweilig.</p>

<p>Stimmt. Ich glaube ich würde den Winter vermissen.</p>

<p>Schnee ist schon was Schönes, oder?</p>

<p>Absolut! Aber diesen Winter hat es hier nur zwei Mal geschneit. So etwas habe ich noch nie erlebt.</p>

<p>Oh, schau mal, jetzt regnet es wieder.</p>

<p>Ich sag doch: Aprilwetter! Ist aber irgendwie ganz gemütlich. Zum Glück sind wir hier drin und müssen nicht raus.</p>

<p>Vielleicht sehen wir ja noch einen Regenbogen, das wär doch super!</p>

<p>Ich hab schon lange keinen Regenbogen mehr gesehen.</p>

<p>Unsere Chancen stehen nicht schlecht. Da hinten reißt die Wolkendecke auf. </p>

<p>Ja, die Sonne scheint wieder! Aber kein Regenbogen in Sicht.</p>

<p>Ich glaube diese Regenlücke sollten wir nutzen und schnell rübersausen in das Café an der Ecke. Was meinst Du?</p>

<p>Alles klar. Und dann kaufe ich mir noch schnell bei der Drogerie einen Regenschirm, ich glaube das ist eine gute Investition...</p>

<p>Wenn das so weitergeht in den nächsten Tagen auf jeden Fall. Hast Du den Wetterbericht gehört?</p>

<p>Ich hab ihn sogar gesehen! Kam im Fernsehen. Angeblich steigen die Temperaturen die nächsten Tage über und es wird wieder schöner.</p>

<p>Na das klingt doch gut. Dann spar Dir die paar Euro für den Regenschirm lieber und wir essen von dem Geld ein Eis, wenn es wärmer wird.</p>

<p>Abgemacht! Jetzt aber los.</p>]]></description>
            <pubDate>Tue, 27 May 2014 21:18:27 +0200</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
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        <item>
            <title>At the hotel reception. Absolute Beginner #05</title>
            <description><![CDATA[Time for a new absolute beginner episode! This time, we're going to a hotel, ok? Let's say, you arrive at the front desk of a hotel. What do you say? First of all, you say „Guten Tag“, or simply „Hallo!“. The receptionist will ask you something along the lines of „Wie kann ich Ihnen behilflich sein?“ meaning „How can I help you?“ and now it's your turn. Usually you want to check into your room, right? So you say: „Ich habe ein Zimmer reserviert“, meaning: I have a reservation for a room. You can also tell them your name: „Mein Name ist Annik“. The receptionist will look for your name on her list and then say something like: „Ein Doppelzimmer für 3 Nächte?“ meaning „A double-rooom for 3 nights?“ and you can either answer: „Ja, genau“, or „Nein, das ist falsch“.  What's wrong with the room? You can tell her you want it only for 2 nights. „Ich habe nur zwei Nächte gebucht“. I only booked two nights. Or you are travelling by yourself, in which case you don't need a double. „Ich brauche nur ein Einzelzimmer“. She might give you a form to fill out and ask for your passport. „Bitte füllen Sie dieses Formular aus und dann bräuchte ich noch Ihren Pass oder Ausweis“. You can ask whether breakfast is included in the rate. „Ist das Frühstück inklusive?“ and the receptionist will either say „Nein, leider nicht“ or „Ja, natürlich!“. After all this is sorted out, the receptionist will give you directions to your room. Something like „Dort drüben ist der Aufzug. Ihr Zimmer ist im zweiten Stock auf der linken Seite“. You take the elevator to the second floor and your room is on the left. She will then wish you a nice stay „Ich wünsche Ihnen einen schönen Aufenthalt“. Of course you reply: „Danke!“. Let's say you checked into your room and notice somebody smoked in there. Then you call reception or go down and say: „Mein Zimmer ist ein Raucherzimmer.“ or „In meinem Zimmer riecht es nach Rauch“, meaning it smells of smoke. If you want another room, say „Ich möchte ein anderes Zimmer, bitte“. You can ask all sorts of things from the receptionist. Like: „Ich brauche frische Handtücher, bitte“, if you need fresh towels. Or you can ask for directions to the nearest restaurant: „Wo ist hier in der Nähe ein gutes Restaurant?“. You can ask them to call a cab for you: „Könnten Sie mir bitte ein Taxi rufen?“ or ask where the nearest public transportation is: „Gibt es hier in der Nähe eine Bushaltestelle oder eine U-Bahn-Station?“. On the day you're leaving, you can ask them to store your luggage for you. „Kann ich mein Gepäck hier lassen?“ And finally you can say goodbye and tell them you enjoyed your stay: „Vielen Dank, es hat uns hier sehr gut gefallen!“ Well, I now wish you „Gute Reise!“ which means have a good trip.]]></description>
            <pubDate>Tue, 03 Jun 2014 10:26:03 +0200</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
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        <item>
            <title>SG #082: Angela Merkel</title>
            <description><![CDATA[<p>Es wird Zeit, dass wir über Angela Merkel sprechen. Sie ist seit 2005 die deutsche Bundeskanzlerin. Geboren wurde sie 1954 in Hamburg, ihr Vater war Theologe, ihre Mutter Lehrerin. Mit dem Baby zogen die Eltern in die damalige DDR – dort wuchs Angela Merkel also auf. Sie studierte in Leipzig Physik und heiratete 1977, also mit 23 Jahren, einen Physikstudenten. Er hieß Merkel. Fünf Jahre später waren sie wieder geschieden – aber den Namen trägt sie bis heute. 1984, also mit 30 Jahren, lernte sie Joachim Sauer kennen, den sie 15 Jahre später heiratete und mit dem sie auch heute noch zusammen ist. Er ist Quantenchemiker.</p>

<p>Aber weiter zum beruflichen Werdegang unserer Kanzlerin: 1986 bekam sie ihren Doktortitel. Politisch engagierte sie sich einige Jahre später beim neu gegründeten „Demokratischen Aufbruch“. Nach der Wende fusionierte diese Partei mit der westdeutschen CDU. Nach der Wiedervereinigung 1990 wurde sie Ministerialrätin im Bundespresse- und Informationsamt. Ihre politische Karriere begann. Im Dezember wurde sie Abgeordnete des Deutschen Bundestages. Dann ging es schnell weiter: Sie wurde Bundesministerin für Frauen und Jugend. Bundeskanzler Helmut Kohl hatte sie nominiert. Er protegierte sie, und noch heute wird Angela Merkel gerne als „Kohls Mädchen“ bezeichnet. 1994 wurde Merkel Bundesumweltministerin, 1998 CDU-Generalsekretärin, zwei Jahre später CDU-Vorsitzende. 2005 wurde sie dann zur Kanzlerin gewählt. Damit war sie die erste Frau in diesem Amt, und die jüngste in diesem Amt – sie war 51 Jahre alt, als sie Kanzlerin wurde. Außerdem war sie auch die erste Naturwissenschaftlerin in diesem Amt und die erste Person aus den so genannten neuen Bundesländern, also aus Ost-Deutschland.</p>

<p>Seither ist Angela Merkel also unsere Bundeskanzlerin. Sie tritt meist in einer Art Uniform auf: Schwarze Hose und buntes Sakko, dazu auffällige Halsketten. Sie ist eine mächtige Politikerin, die meist die einzige Frau unter vielen Männern ist. In Deutschland macht man sich gerne über sie lustig, beispielsweise über die so genannte Merkel-Raute: Angela Merkel legt in ihren Reden immer die Fingerspitzen beider Hände aneinander, so dass ihre Hände eine Raute formen. Kritisiert wird ebenso, dass Merkel nicht viel tut, dass sie versucht, möglichst unauffällig zu sein und sich dadurch „durchzumogeln“. Diese Strategie hat auch Helmut Kohl schon geholfen. Angela Merkel scheint ihr Handy sehr zu lieben, sie schickt viele SMSen und die Empörung war natürlich groß als bekannt wurde, dass ihr Mobiltelefon von der amerikanischen NSA abgehört wurde.</p>

<p>Seit 2006 steht Angela Merkel übrigens jede Woche vor der Kamera, um einen Videopodcast aufzuzeichnen. Im Moment wird sie sehr gelobt, weil sie im Konflikt zwischen Russland und der Ukraine offene Worte gefunden hat und einer der wenigen Menschen ist, die durchaus auch kritisch mit Vladimir Putin sprechen. Übrigens spricht sie gut Russisch – ein Vorteil ihrer ostdeutschen Schulbildung.</p>]]></description>
            <pubDate>Tue, 10 Jun 2014 21:38:04 +0200</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
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        <item>
            <title>SG #083: Modernes Deutsch</title>
            <description><![CDATA[<p>Schulbücher haben einen Nachteil: Sie sind meist nicht neu. Was in ihnen steht ist zwar richtig, aber oft veraltet. Auch, wenn es um die Sprache geht. Wenn Ihr gerade Deutsch lernt, kann es sein, dass Ihr von der deutschen Sprache, wie wir sie gerade sprechen, nicht viel wisst. Fangen wir mit dem Handy an. Es ist natürlich bei Teenagern sehr wichtig – aber auch viele Erwachsene haben ständig ihr Mobiltelefon in der Hand. Was tun wir mit dem Handy? Wir surfen im Internet, wir telefonieren, wir mailen oder wir schreiben eine SMS. Das nennen wir kurz „simsen“. Wir laden uns Apps herunter.
<br />Natürlich benutzen wir auch die sozialen Netzwerke – wir „facebooken“ oder „twittern“. Wir „skypen“ gerne und wir „googeln“ natürlich, wenn wir etwas im Internet suchen. Wenn wir etwas gefunden haben, das wir mögen, können wir es im Internet „herunterladen“, das Gegenteil ist das „hochladen“ von Dateien. Ich lege Dateien gerne in die Dropbox, oder ich lege sie auf meinen Server. Dann gebe ich jemandem den Link, ich maile ihm den Link, und er kann auf die Datei zugreifen. Viele Begriffe haben wir aus dem Englischen übernommen, zum Beispiel machen wir ein Backup von unseren wichtigen Daten auf einer externen Festplatte oder in der Cloud. Wir schließen unser Smartphone per USB-Kabel an, oder verbinden es über Bluetooth mit dem Computer. Dann sehen wir, ob das W-LAN funktioniert. Wenn es zu schwach ist, brauchen wir einen Repeater im Haus, der das Signal verstärkt. Erinnert Ihr Euch noch an die Denglisch-Folge von Slow German? Das hier ist gerade die Fortsetzung, glaube ich...
<br />Mit meinem Laptop oder Notebook gehe ich ins Internet, wenn ich auf Reisen bin. Dann muss ich darauf achten, dass der Akku voll ist – sonst habe ich keinen Strom mehr. Wenn der Akku leer ist, muss ich das Netzteil dabei haben und es in eine Steckdose stecken. So kann ich den Akku wieder aufladen. Das gilt natürlich auch für mein Handy. Es ist ständig leer. 
<br />Damit meine Kollegen auch auf wichtige Daten zugreifen können, müssen die Zugangsdaten stimmen. Die Zugangsdaten setzen sich zusammen aus  Benutzername und Passwort. Wenn beides stimmt, kann sich mein Kollege „einloggen“ - auch englisch, wie Ihr merkt. Wichtig ist uns in Deutschland der Datenschutz und unsere Privatsphäre in sozialen Netzwerken. Viele von uns wollen, dass unsere Daten im Internet verschlüsselt sind und sie so nicht von Fremden gelesen werden können. Es war ein großer Skandal als bekannt wurde, dass das Handy von Bundeskanzlerin Angela Merkel von der amerikanischen NSA abgehört wurde.
<br />Natürlich müssen auch wir uns oft ärgern – zum Beispiel über Spam. Auch hier haben wir das englische Wort übernommen. Es nervt, wenn wir unsere Mails abrufen und die Hälfte davon ist Spam! Wenn wichtige E-Mails kommen, können wir diese ausdrucken – aber das ist nicht gut für die Umwelt, wie wir wissen. Deswegen versuchen wir gerne, ein so genanntes papierloses Büro zu haben – Dokumente die per Post kommen, werden eingescannt und liegen dann als digitale Kopie vor. Das Original wandert in den Aktenvernichter. Das ist eine Maschine, die das Papier zerschneidet, damit es nicht mehr gelesen werden kann. Fallen Euch noch weitere moderne deutsche Begriffe ein oder habt Ihr Fragen? Dann geht auf Slowgerman.com und schreibt in die Kommentarfunktion. Dort gibt es auch wie immer Premium Content: Lernmaterial zu dieser Folge und die normal schnell gesprochene Episode. Bis zum nächsten Mal! Eure Annik.</p>]]></description>
            <pubDate>Tue, 24 Jun 2014 20:37:33 +0200</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
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        <item>
            <title>SG #084: Sophie Scholl und "Die weiße Rose"</title>
            <description><![CDATA[<p>Ich habe in Folge #043 von Slow German über Graf von Stauffenberg gesprochen. Er versuchte zwei Mal, Adolf Hitler zu töten – leider gelang es ihm nicht. Viele von Euch haben mich jetzt nach weiteren Geschichten über den deutschen Widerstand im Zweiten Weltkrieg gefragt, und hier in München denke ich da natürlich sofort an Sophie Scholl und die Gruppe „Die weiße Rose“. Ich werde Euch davon erzählen.
<br />Es fing alles an mit zwei Freunden. Christoph Probst und Alexander Schmorell kannten sich schon aus der Schule. Sie fingen an, Medizin in München zu studieren – und lernten dort Willi Graf und Hans Scholl kennen. Die Schwester von Hans war Sophie Scholl – sie begann 1942 ebenfalls zu studieren, allerdings nicht Medizin, sondern Biologie und Philosophie. Die Studentengruppe traf sich um zu diskutieren, besuchte aber auch Vorlesungen zusammen.
<br />Die Geschwister Scholl fanden den Nationalsozialismus am Anfang noch gut. Immerhin konnte man mit der Hitlerjugend gemeinsame Ausflüge machen, es wurde ein Gemeinschaftsgefühl geprägt. Doch je mehr sie sich mit Philosophen wie Kierkegaard oder den Schriften von Thomas von Aquin auseinandersetzten, desto kritischer wurden sie. Es ging ihnen um christliche Wertvorstellungen, die sie nicht mehr gewahrt sahen. Werte wie Freiheit und Gerechtigkeit. Immer häufiger hörten sie von den Greueltaten der Nazis. Von verschleppten behinderten Kindern, vertriebenen Juden, gequälten Strafgefangenen. Einige der jungen Männer waren an der Front in Polen und sahen das Elend im Warschauer Ghetto.
<br />Sie begannen, Flugblätter zu schreiben. Flugblätter sind bedruckte Papiere, die an die Menschen verteilt werden. In den Flugblättern riefen sie zu passivem Widerstand auf. Die ersten Flugblätter wurden anonym per Post verschickt, und zwar an Intellektuelle in Bayern. Später verteilten sie die Blätter in verschiedenen Städten.
<br />Sie vernetzten sich mit anderen Widerstandsgruppen – ihre Flugblätter haben mittlerweile eine Auflage von bis zu 9000 Stück. Ihr müsst Euch das vorstellen – das war natürlich lange vor der Zeit, als jeder einen Drucker zu Hause stehen hatte! Stellt euch vor, damals hätte es schon Facebook gegeben und Twitter – wieviel einfacher hätten es die Geschwister Scholl gehabt!
<br />Die Gruppe, die sich „Die weiße Rose“ nannte, wurde immer aktiver. Die Studenten zogen nachts los und malten auf Hausfassaden Sprüche wie „Nieder mit Hitler“. Dann schrieb Professor Kurt Hubert, ein Mentor der Studenten, den Text für ein weiteres Flugblatt. Natürlich gegen Hitler. Als die Freunde es im Hauptgebäude ihrer Universität verteilten, wurden sie vom Hausmeister erwischt und an die Gestapo übergeben. Vier Tage später wurden sie zum Tode verurteilt und hingerichtet. Wenig später wurden weitere Mitglieder der Widerstandsgruppe vor Gericht gestellt, viele inhaftiert, einige zum Tode verurteilt. 
<br />Aber der Kampf gegen die Nazis ging weiter. Es wurden weiterhin Flugblätter verteilt, unter anderem auch in Hamburg. Das letzte, sechste Flugblatt, wurde 1943 sogar von britischen Kampfjets über Deutschland abgeworfen. Und zwar hunderttausende Kopien. 
<br />Sophie Scholl starb im Alter von 21 Jahren. Zum Glück hat es sie und ihre Freunde und ihren Bruder gegeben. Ich freue mich, dass es während der Nazizeit solche Menschen gab. Leider zu wenige. Besonders hier in München sind die Geschwister Scholl nicht vergessen. Der Platz vor der Universität wurde nach ihnen benannt, das Politikinstitut an dem ich studiert habe heißt „Geschwister Scholl Institut“, es gibt in der Uni eine Gedenkstätte mit einem kleinen Museum, und im Justizpalast wurde der Gerichtssaal, in dem die Mitglieder verurteilt wurden, ebenfalls zur Gedenkstätte gemacht. 
<br />Es gibt übrigens einen guten, wenn auch natürlich sehr traurigen, Film über diese Widerstandsgeschichte. Die Links gibt es auf slowgerman.com.</p>]]></description>
            <pubDate>Thu, 17 Jul 2014 13:09:24 +0200</pubDate>
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            <title>SG #085: Öko und Bio</title>
            <description><![CDATA[<p>Wenn Ihr in Deutschland einkaufen geht, werdet Ihr sehr oft das Wort „Bio“ sehen. Es ist derzeit im Trend. Es gibt ganze Abteilungen in Supermärkten, in denen alles „bio“ ist. Und nicht nur das: Es gibt ganze Supermärkte, in denen alles „bio“ ist. Es gibt kleine Aufkleber oder so genannte Siegel, die dem Käufer versichern, dass das Produkt wirklich aus ökologischem Anbau stammt. Was bedeutet das? 
<br />Es gibt eine gesetzliche Definition dafür, was in Europa ökologisch ist. Unter anderem gehört zu dieser Definition, dass die Produkte nicht gentechnisch verändert sein dürfen. Bei Mais ist das ja zum Beispiel ein Thema. Außerdem dürfen keine Pestizide, also Gifte zur Bekämpfung von Schädlingen, eingesetzt werden, ebensowenig wie Kunstdünger. Bei Fleisch geht es natürlich darum, dass die Tiere artgerecht gehalten werden sollen und weniger Antibiotika und Wachstumshormone bekommen. Achtet mal darauf, wenn Ihr in Deutschland einkauft – entweder steht „Bio“ drauf oder es ist eine kleine grüne Fahne abgebildet mit einem Blatt, das aus Sternchen besteht...
<br />Viele Bio-Produkte sind teurer als die herkömmlich hergestellten Lebensmittel. Aber das nehmen einige Deutsche in Kauf, um gesünder zu leben. Ich kann Euch mal erzählen, wie ich das selber mache. Jeden Dienstag gehe ich ins Internet. Dort gibt es einen Service, der nennt sich Ökokiste. Das ist ein Online-Shop für ökologische Lebensmittel. Dort bestelle ich Brot, Joghurt, Milch, Käse, Wurst, Obst und Gemüse. Am Donnerstag stehen dann morgens bei mir vor der Tür große Kisten mit den bestellten Lebensmitteln. In der nächsten Woche kommen dann neue Kisten, und die alten werden wieder mitgenommen. So habe ich keinen Müll durch Plastiktüten. Praktisch, oder?
<br />Ich achte beim Einkauf darauf, dass ich auch regionale Lebensmittel kaufe. Wenn ich Äpfel kaufen möchte, steht genau dabei, aus welchem Land sie kommen. Wenn es möglich ist, kaufe ich dann deutsche oder österreichische Äpfel, keine aus Neuseeland. Ich finde es wichtig, regionale Produkte zu kaufen. Damit unterstützt man die Bauern aus der eigenen Region. 
<br />Die Produkte, die es bei der Ökokiste nicht gibt, oder die mir dort schlicht zu teuer sind, kaufe ich dann im normalen Supermarkt ein. Dort schaue ich auch zuerst in die Bio-Abteilung, und erst wenn dort nichts ist, nehme ich ein „normales“ Produkt. Diese Woche ging es mir bei Himbeeren so – eine Schale mit 125 Gramm hat über 5 Euro gekostet! Das wollte ich nicht zahlen.
<br />Mit dem Einkauf kann man die Welt verändern – das glaube ich und das glauben viele Deutsche. Aber es ist schwierig, immer das Richtige zu tun. Es gibt so viele Faktoren, auf die man achten muss! Ich möchte, dass die Tiere nicht gequält werden, also kaufe ich beispielsweise Bio-Eier, da werden die Tiere mit etwas mehr Platz auf dem Boden und draußen gehalten und nicht im Käfig wie in anderen Ländern. Jedes Ei hat einen Aufdruck – da kann man lesen, wo es herkommt und wie das Tier gehalten wurde. Ich kaufe nur Bio-Eier, also die Eier auf denen eine „0“ steht.
<br />Dann geht es natürlich noch um Gifte oder Zusatzstoffe, die wir in unserem Essen nicht haben wollen. Und um die Arbeitsbedingungen für die Menschen, die unsere Lebensmittel herstellen. Auch bei Kleidung sollte man auf so etwas achten – aber das tun leider wenige Menschen. Was noch? Die Transportwege habe ich schon angesprochen, lieber Produkte aus der Region kaufen, die jetzt gerade Saison haben. Saison haben bedeutet, dass sie jetzt gerade auf dem Feld wachsen – und nicht im Gewächshaus geerntet wurden. Niemand braucht Erdbeeren im Dezember! 
<br />Und dann sollten wir alle viel weniger Fleisch essen – auch das ist ein Trend in Deutschland. Früher, also zu Zeiten meiner Großeltern, gab es nur einmal pro Woche Fleisch. Fleisch war wertvoll, es war etwas Besonderes. Mittlerweile ist es normal geworden, jeden Tag Fleisch zu essen. Aber das ist weder gesund noch gut für unsere Erde. Die Fleischherstellung braucht viel Wasser, die Tiere werden oft nicht gut gehalten und mit Medikamenten und Hormonen behandelt – und es ist besser für uns, wenn wir viele verschiedene Dinge essen. Ein schwieriges Thema.
<br />Ich finde es wichtig, dass man sich wenigstens Gedanken über diese Themen macht und versucht, das eigene Verhalten zu überdenken. Lebensmittel sollten nicht gekauft werden, weil sie besonders billig sind, sondern weil sie besonders gut sind! Die Deutschen geben mit am wenigsten Geld für Lebensmittel aus – unsere europäischen Nachbarn geben viel mehr aus. Es ist wichtig, dass wir wieder lernen, das Essen zu genießen, anstatt möglichst große Mengen zu essen. Oder? Wie ist das in Eurem Land? Schreibt gerne in die Kommentarfunktion, ich bin gespannt!</p>]]></description>
            <pubDate>Wed, 30 Jul 2014 21:51:29 +0200</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
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        <item>
            <title>SG Dialog #3: Im Supermarkt</title>
            <description><![CDATA[<p>Dialog: Im Supermarkt</p>

<p>Entschuldigung, wo sind denn hier die Tomaten?</p>

<p>Da vorne, in der Gemüseabteilung.</p>

<p>Da habe ich schon nachgeschaut, aber ich habe sie nicht gesehen.</p>

<p>Doch, sie sind vorne links, gleich am Eingang.</p>

<p>Danke, ich geh nochmal nachsehen. Ist denn momentan irgendwas im Angebot?</p>

<p>Wir haben frischen Spargel, da kostet das Pfund nur 5 Euro. </p>

<p>Oh, das klingt gut. Ist der Spargel denn aus Deutschland oder wurde er importiert?</p>

<p>Das ist deutscher Spargel. Bayerischer, um genau zu sein.</p>

<p>Schön, da nehme ich ein Pfund mit. Oder besser gleich zwei.</p>

<p>Sie haben wohl Hunger?</p>

<p>Und wie! Ich weiß, man sollte nicht hungrig einkaufen gehen, sonst kauft man noch mehr ein als man braucht.</p>

<p>Tja, mich würde es freuen. Kann ich Ihnen noch etwas anbieten?</p>

<p>Zum Spargel bräuchte ich noch Kartoffeln. </p>

<p>Die sind dort drüben, neben den Zwiebeln. Wir haben ganz junge, zarte Kartoffeln, die muss man nicht schälen.</p>

<p>Gut, dann ist der Abend also gerettet. Spargel mit Kartoffeln. Schinken hole ich noch hinten an der Fleischtheke. Und ein bisschen Butter als Sauce habe ich noch daheim.</p>

<p>Wie sieht's mit einer Nachspeise dazu aus?</p>

<p>Nachspeise? Was passt denn zu Spargel?</p>

<p>Natürlich der Klassiker: Erdbeeren. Frische Erdbeeren. Mit etwas Vanilleeis vielleicht.</p>

<p>Oh ja! Gute Idee. Und dann bräuchte ich noch etwas Weißwein zum Spargel. Ich habe sonst nur Leitungswasser daheim.</p>

<p>Stimmt, habe ich vergessen zu fragen... Sonst noch einen Wunsch?</p>

<p>Naja... Ich weiß nicht wie ich das jetzt sagen soll...</p>

<p>Was denn?</p>

<p>Ich hab ehrlich gesagt gar keine Lust, das schöne Essen alleine zu essen. Haben Sie nicht Lust, mitzuessen?</p>

<p>Na da sag ich nicht nein. Sehr gerne!</p>

<p>Dann bis später – sagen wir um 8? Ich schreib Ihnen meine Adresse auf...</p>

<p>Super. Bis dann!</p>

<p>Ciao!</p>]]></description>
            <pubDate>Tue, 12 Aug 2014 13:13:05 +0200</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
        </item>
        
        <item>
            <title>SG #086: Stolpersteine</title>
            <description><![CDATA[<p>Ich war dieses Jahr zwei Mal in Berlin. Ich mag die Stadt. Sie ist groß und doch klein, wenn Ihr versteht was ich meine. Berlin ist Deutschlands größte Stadt – aber sie ist in viele Stadtviertel unterteilt, die dann doch den Charme von einer Kleinstadt haben. Was ich Euch aber eigentlich erzählen möchte ist die Geschichte der Stolpersteine. Wenn Ihr in Berlin unterwegs seid und mal auf den Boden blickt, dann werdet Ihr sie schnell entdecken. 
<br />Stolpersteine sind golden glänzende Pflastersteine auf dem Gehweg. Der Gehweg ist der Streifen auf der Straße neben der Fahrbahn, auf dem sich die Fußgänger ungestört bewegen können. Aber das wisst Ihr sicher, oder? Wird auch Bürgersteig genannt, oder bei uns in Bayern gerne auch mal französisch „Trottoir“. Zurück zu den Stolpersteinen. Dahinter steckt ein Künstler namens Gunter Demnig. 1995 begann er mit der Aktion in Köln, danach kam Berlin dran. Die Behörden wurden zunächst nicht um Erlaubnis gebeten. Später schon.
<br />Was steht auf den Stolpersteinen? Es sind die Namen von NS-Opfern. Verlegt vor den Häusern, in denen sie beispielsweise vor ihrer Deportation in Konzentrationslager lebten. Darunter meist das Geburtsdatum der Personen, das Datum ihrer Deportation und ihrer Ermordung in Konzentrationslagern. Einige haben den Freitod gewählt, wie man so schön sagt – sich also selber umgebracht. Es sind die Namen von Frauen, Männern und Kindern, von alten Menschen und jungen.
<br />Finanziert wird das Projekt durch Spenden, denn immerhin kostet ein Stein mit Messingplatte rund 120 Euro. 48000 Steine wurden bislang in ganz Europa verlegt.
<br />Hier in München ist die Verlegung auf öffentlichem Grund nicht erlaubt – daher gibt es nur einige Stolpersteine auf privaten Grundstücken. Im Internet kann man sich in Ruhe alle Stolpersteine ansehen und lesen, was über die erwähnten Personen bekannt ist. Es sind meist schreckliche Geschichten, die sich aus den wenigen Daten ablesen lassen. Daher finde ich diese Art des Gedenkens an den Holocaust viel wirksamer als ein riesiges Mahnmal wie jenes in Berlin, das gerade bröckelt. Denn man kommt um die Stolpersteine nicht herum – sie sind überall. Das zeigt, wie riesig das Ausmaß der Gräueltaten war. Es traf in jeder Straße jemanden, in vielen Häusern ganze Familien. 
<br />Stellt Euch die Straße vor, in der Ihr lebt – und blickt auf die Häuser dort. Seht Ihr das Haus an der Ecke? Da wäre vielleicht die ganze Familie abgeführt und ermordet worden. Die Bewohner des gelben Hauses weiter vorne auch. Und der Herr mit dem Hund, der immer zur gleichen Zeit spazieren ging. Schrecklich, oder? 
<br />Ich hoffe, Ihr lebt in friedlichen Zeiten und Ländern – wenn nicht, wünsche ich Euch viel Kraft und Energie und Gesundheit. 
<br />Damit möchte ich heute schließen und noch kurz auf eine Neuerung aufmerksam machen: Seit heute gibt es einen Premium Podcast von Slow German. Wenn Ihr diesen abonniert, bekommt Ihr automatisch zur MP3-Datei auch eine Vokabelliste und Lernmaterial als PDF. Mehr dazu auf www.slowgerman.com. Danke für Eure Unterstützung!</p>]]></description>
            <pubDate>Thu, 18 Sep 2014 23:06:18 +0200</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
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        <item>
            <title>SG #087: Kinderliteratur</title>
            <description><![CDATA[<p>Jeden Abend lese ich meinem Sohn etwas vor. Das gehört dazu. Und es freut mich immer wieder, wie viele schöne Geschichten es für Kinder gibt. Einige davon möchte ich Euch heute vorstellen – vielleicht habt Ihr auch Lust, sie zu lesen? Ich habe deutsche Autoren und Geschichten für Euch ausgesucht.
<br />Natürlich gibt es ganz neue Literatur für Kinder, aber ich möchte mit den Klassikern beginnen, mit den Büchern und Autoren, mit denen ich selbst aufgewachsen bin und die heute noch sehr beliebt sind. Ein großer deutscher Autor war Otfried Preußler. Er schrieb Geschichten wie „Das kleine Gespenst“ oder „Der Räuber Hotzenplotz“. Das sind freche Figuren, die man sofort ins Herz schließt. 
<br />Auch wichtig ist natürlich Ellis Kaut – sie schuf eine Figur, die jedes deutsche Kind kennt: Den Pumuckl. Der Pumuckl ist ein Kobold, also ein kleines Wesen, das unsichtbar ist und ständig Scherze macht. Dieser Pumuckl bleibt bei einem Schreinermeister am Holzleim kleben – und wird für diesen sichtbar. Die vielen Abenteuer von Pumuckl und dem Meister Eder sind besonders deswegen beliebt, weil der Pumuckl mutig ist, frech und witzig. Es gibt den Pumuckl auch als Fernsehserie aus den 80er-Jahren und als Hörspiel.
<br />In meiner Liste darf ich auch Erich Kästner nicht vergessen. Er schrieb weltbekannte Bücher wie „Das doppelte Lottchen“, „Emil und die Detektive“ oder „Das fliegende Klassenzimmer“. Bücher voller Wortwitz und Klugheit.
<br />Fantastische Geschichten – im wahrsten Sinne des Wortes – hat Michael Ende geschrieben. Seine „Unendliche Geschichte“ ist poetisch und fast schon philosophisch zu sehen. Es geht um die Menschen, die keine Bücher mehr lesen und daher ihre Fantasie verlieren. In diesem Buch kommen märchenhafte Figuren vor wie ein Glücksdrache, ein Riese aus Stein und eine uralte Riesen-Schildkröte. Das Beste daran aber: Der Held der Geschichte ist ein kleiner, unscheinbarer Junge, der von den anderen Kindern gehänselt wird. Er rettet die Welt der Fantasie. Kurz gesagt. Aber lest lieber selbst! Michael Ende hat noch eine Figur erschaffen, die die deutschen Kinder lieben: Lukas, den Lokomotivführer. Zusammen mit Jim Knopf, einem kleinen Jungen mit schwarzer Hautfarbe, erlebt er viele Abenteuer auf der ganzen Welt.
<br />Und dann sind da noch die Bücher von Janosch. Wie wunderbar! Die bekanntesten Figuren sind der kleine Tiger und der kleine Bär, die sich beispielsweise auf den Weg nach Panama machen nur um am Ende festzustellen, dass es zu Hause doch am schönsten ist. 
<br />Es gibt aber wie anfangs erwähnt auch moderne Kinderbücher, die sehr beliebt sind. Zum Beispiel die Bücher von Ingo Siegner über den Drachen Kokosnuss. Das ist ein kleiner, mutiger Feuerdrache, der mit seiner Freundin Mathilda, dem Stachelschwein zum Beispiel eine Rakete baut, um zum Mond zu fliegen.
<br />Etwas sanfter geht Nele Moost ihre Geschichten vom kleinen Raben Socke an. Der Rabe trägt immer eine rot-geringelte Socke und lernt, dass man nicht lügen soll, dass man mit anderen teilen soll und andere Lektionen.
<br />Besonders schön finde ich für kleine Kinder die Bücher über die Kuh Lieselotte. Lieselotte ist eine Postkuh und sie erlebt kleine, unspektakuläre Geschichten. Diese sind aber mit so viel Liebe erzählt und vor allem so schön bebildert, dass sie wirklich Spaß machen. 
<br />Ich könnte noch ewig so weitermachen – unser Bücherschrank ist bis zum Rand voll! Aber ich fände es viel schöner, wenn Ihr in die Kommentarfunktion Eure Lieblings-Kinderbücher schreibt – ich bin gespannt auf Eure Vorschläge!
<br />Das war's wieder für heute – nochmal kurz der Hinweis, dass es jetzt auch  einen Premium Podcast von Slow German gibt. Wenn Ihr diesen abonniert, bekommt Ihr automatisch zur MP3-Datei auch eine Vokabelliste und Lernmaterial als PDF. Mehr dazu auf www.slowgerman.com. Danke für Eure Unterstützung!</p>]]></description>
            <pubDate>Fri, 03 Oct 2014 12:47:10 +0200</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
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        <item>
            <title>SG #088: Der deutsche Schlager</title>
            <description><![CDATA[<p>Seit sieben Jahren mache ich diesen Podcast. Sieben Jahre lang habe ich mich um das Thema Fußball gedrückt, bis ich es endlich angepackt habe. Das andere Thema, das ich viele Jahre vor mir hergeschoben habe, ist der Deutsche Schlager. David aus Sacramento hat mich gebeten, darüber zu sprechen.
<br />Was ist ein Schlager? Ein Schlager ist ein Lied. Ein deutsch gesungenes Lied, meistens ein Lied mit sehr leicht auswendig zu lernendem Text, den jeder mitsingen kann. Musikalisch sind diese Lieder auch nicht sehr anspruchsvoll – und in der Regel sind die Texte unkritisch. Meist sind es Liebeslieder.
<br />Fangen wir in den 60er-Jahren an. Da fallen mir Namen ein wie Freddy Quinn, der mit tiefer Stimme seine Seemannslieder trällerte. Oder Bill Ramsey, der Amerikaner, der mit starkem Akzent deutsche Lieder sang. Oder die Dänin Gitte Haenning und ihr Ohrwurm „Ich will 'nen Cowboy als Mann“. Ich werde versuchen, Euch ein paar YouTube-Videos zu verlinken – schaut also auf slowgerman.com vorbei, dann hört Ihr die Lieder alle. Hier darf ich sie aus rechtlichen Gründen nicht spielen.
<br />Irgendwie schienen die Deutschen in den 60er-Jahren es besonders schön zu finden, wenn Nicht-Deutsche Lieder gesungen haben und einen starken Akzent dabei hatten. Sehr beliebt war in Deutschland die Französin Mireille Mathieu, die Griechin Nana Mouskouri oder der Engländer Cliff Richard. Heute singen alle Deutschen gerne englische Lieder – andersrum wagt sich keiner mehr an deutsche Songs heran, oder?
<br />Was kam danach? Danach kamen Roy Black und Drafi Deutscher. Roy Black war ein deutscher Schönling, Schauspieler und Sänger und bei den Frauen sehr beliebt. Drafi Deutscher war äußerlich eher das Gegenteil: Unscheinbar und nicht besonders attraktiv. Aber sein Song „Marmor, Stein und Eisen bricht (aber unsere Liebe nicht)“ wird heute noch bei jeder Party gespielt und alle singen mit!
<br />Udo Jürgens dürfen wir hier natürlich nicht vergessen, ihn haben wir schon ausführlicher vorgestellt auf der Slow German-Seite.
<br />Überspringen wir die Neue Deutsche Welle der 80er-Jahre, und kommen wir in die Gegenwart. Heute feiert die Schlagermusik eine interessante Renaissance. Während vor einem Jahrzehnt eher Senioren Schlager hörten, sind es heute auch die jungen Leute. Seit Jahren ist Andrea Berg ein Kassenschlager. Helene Fischer (auch sie haben wir schon vorgestellt) ist eine sehr attraktive junge Sängerin, die derzeit omnipräsent ist, also überall auftaucht. Sie ist sehr erfolgreich. Und ein junger Österreicher in Lederhosen, Andreas Gabalier, füllt derzeit große Konzerthallen mit seiner Musik.
<br />Was gibt es Gutes zu sagen zu Schlagermusik? Sie macht gute Laune, sie ist positiv und optimistisch. Trotzdem kann ich damit nichts anfangen. Sie ist mir zu seicht, zu oberflächlich, zu langweilig. Natürlich hat jedes Genre sein eigenes Strickmuster und vieles wiederholt sich – aber beim Schlager ist mir das alles zu einfach. Aber – es funktioniert. Die Menschen kaufen die Musik, gehen in die Konzerte – und das ist auch gut so. 
<br />Für Euch da draußen sind Schlager sicher eine gute Möglichkeit, um Deutsch zu lernen – denn in der Regel wird sehr deutlich gesungen und vieles wiederholt sich. Also: Hört Euch mal einige Lieder an und schreibt gerne in die Kommentarfunktion auf Slow German, was Ihr von deutscher Schlagermusik haltet!
<br />Das war's wieder für heute – nochmal kurz der Hinweis, dass es jetzt auch  einen Premium Podcast von Slow German gibt. Wenn Ihr diesen abonniert, bekommt Ihr automatisch zur MP3-Datei auch eine Vokabelliste und Lernmaterial als PDF. Mehr dazu auf www.slowgerman.com. Danke für Eure Unterstützung!</p>]]></description>
            <pubDate>Tue, 14 Oct 2014 11:35:19 +0200</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
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            <title>SG #089: Die Bewerbung</title>
            <description><![CDATA[<p>Prabhu aus Indien hat mich gebeten, über die Bewerbung in Deutschland zu sprechen. Das ist gar nicht so einfach – aber ich werde es versuchen! Also – wie läuft eine Bewerbung in Deutschland ab? Zunächst einmal sucht man nach Stellenangeboten. Die gibt es im Internet und Zeitungen. Das sind Anzeigen, in denen Firmen nach neuen Mitarbeitern suchen. Es wird genau aufgeschrieben, welche Qualifikationen der Bewerber haben sollte. Was er also können muss. Welchen Studienabschluss er haben sollte oder welche Ausbildung. Welche Sprachkenntnisse er braucht für den Job. Oder auch welche Computerprogramme er beherrschen muss. 
<br />Auf so eine Stellenanzeige kann man sich dann bewerben. Früher war es üblich, sich schriftlich zu bewerben. Man stellte eine Bewerbungsmappe zusammen. Das war ein dünner Ordner aus Pappe, in dem man alle wichtigen Unterlagen abgeheftet hatte. Den eigenen Lebenslauf, Zeugnisse, Arbeitsproben und ein Foto von sich selbst.
<br />Heute ist es in den meisten Branchen üblich, sich online zu bewerben. Man schickt also diese Unterlagen per E-Mail oder man bewirbt sich in einem speziellen Online-Bewerbungscenter der Firma. Dort kann man dann seine Daten eintragen und landet so automatisch im Computersystem der Firma, bei der man sich bewirbt. Praktisch, oder?
<br />Wenn man Glück hat, wird man nach der schriftlichen Bewerbung zum so genannten Bewerbungsgespräch eingeladen. Wichtig ist bei so einem Gespräch zum einen, gepflegt und gut gekleidet aufzutreten. Das äußere Erscheinungsbild und der so genannte erste Eindruck sind wichtig. Zum anderen sollte man in so einem Gespräch zwar natürlich vor allem auf die positiven Seiten der eigenen Person hinweisen, aber auch nichts versprechen, was man nicht halten kann! Also: Ehrlich sein. Sonst wird man später keinen Spaß im Job haben – und der neue Arbeitgeber auch nicht.
<br />Im Bewerbungsgespräch wird beispielsweise gerne gefragt, wo man sich in fünf oder zehn Jahren sieht, ob man also Zukunftspläne hat und ehrgeizig ist. 
<br />Manchmal gibt es auch so genannte Assessment Center, in denen Bewerber Aufgaben am Computer zu erfüllen haben, die wie Rätsel wirken. Anhang dieser „Rätsel“ soll herausgefunden werden, ob der Bewerber bestimmte Fähigkeiten besitzt, die für den Job wichtig sind.
<br />Nach dem Bewerbungsgespräch ist üblicherweise Warten angesagt. Man wartet auf den Anruf, ob man den Job hat oder nicht. Wer Glück hat und in der neuen Firma anfangen darf zu arbeiten, unterschreibt zunächst einen Arbeitsvertrag. Wenn alle juristischen Aufgaben erledigt sind, beginnt die eigentliche Arbeit. Doch das bedeutet noch nicht, dass man jetzt für immer dort arbeitet – es gibt die so genannte Probezeit. In dieser Zeit – meist sind es drei Monate – können sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer den Vertrag ganz einfach auflösen. Man probiert also aus, ob man zueinander passt. 
<br />Falls Ihr gerade einen Job sucht drücke ich Euch fest die Daumen, dass es klappt!
<br />Das war's wieder für heute – Slow German ist sozusagen eine One-Woman-Show, ich mache diesen Podcast alleine. Daher freue ich mich über Eure Unterstützung! Wenn Ihr Lust habt, schaut Euch doch mal den neuen Premium Podcast von Slow German an. Wenn Ihr diesen abonniert, bekommt Ihr automatisch zur MP3-Datei auch eine Vokabelliste und Lernmaterial als PDF. Mehr dazu auf www.slowgerman.com.</p>]]></description>
            <pubDate>Tue, 28 Oct 2014 14:07:38 +0100</pubDate>
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            <title>SG #090: Klassische Musik</title>
            <description><![CDATA[<p>Klassische Musik</p>

<p>Ich weiß nicht warum, aber im Winter höre ich gerne klassische Musik. Das hängt wahrscheinlich damit zusammen, dass mein Vater mir als Kind oft zur Weihnachtszeit den „Nussknacker“ vorgespielt hat und andere Werke von Tschaikowsky. Seitdem jedenfalls gehören Kälte und Schnee für mich zu Geige, Kontrabass und Klavier. 
<br />Und nachdem ich vor kurzem über den Deutschen Schlager gesprochen habe, dachte ich mir, es wird Zeit über klassische Musik zu sprechen. Denn es gibt natürlich viele Begriffe, die mit diesem Thema zusammenhängen und die für Euch interessant sein könnten!
<br />Zunächst mal ist es natürlich am schönsten, wenn man klassische Musik in einem Konzert erlebt. Also vor Ort. Dort sieht man dann die einzelnen Musiker des Orchesters, man sieht die Instrumente und den Dirigenten, die Notenblätter und natürlich auch das Publikum, das immer in den unpassendsten Momenten hustet. 
<br />Aber auch zu Hause kann man klassische Musik genießen – bei einer schönen Tasse Tee zum Beispiel. Die Deutschen können sich freuen, dass sie so viele gute klassische Komponisten hervorgebracht haben, oder? 
<br />Da ist zum Beispiel Johann Sebastian Bach. Der Mann mit der Lockenperücke, der 1685 geboren wurde. Wenn ich an Bach denke, denke ich an schwere, düstere Orgelmusik. Natürlich schrieb er auch viele andere Werke, aber er lebte nunmal in der Zeit des Barock. Sehr festlich und auch sehr barock ist die Musik von Georg Friedrich Händel. Mich nervt das leider eher, aber hin und wieder höre ich gerne seine Feuerwerksmusik.
<br />Ich mag Ludwig van Beethoven viel lieber als seine barocken Vorgänger. Sein Name klingt zwar niederländisch, aber er wurde in Bonn geboren und hatte deutsche Eltern – lediglich seine Vorfahren waren Flamen. Weltweit bekannt ist natürlich Beethovens 9. Sinfonie, 1824 vollendet und berühmt durch das furiose Ende – ein Chor singt die Worte von Friedrich Schiller: Freude, schöner Götterfunken. Diese Stelle wurde sogar zur Europahymne gemacht. Ebenfalls bekannt ist, dass Beethoven in den letzten Jahren seines Lebens taub war – er konnte nichts mehr hören. Dennoch komponierte er weiter.
<br />Kennt Ihr Johannes Brahms? Er wurde 1833 in Hamburg geboren. Hört Euch mal seine ungarischen Tänze an, sie sind richtige Ohrwürmer! Als er sie schrieb, gab es aber mächtigen Ärger. Denn die Grundlage dieser Musik sind so genannte Zigeunerweisen, also Volksmelodien. Der politisch korrektere Begriff für Zigeuner wäre heute wahrscheinlich Sinti oder Roma – aber das ist ein anderes Thema. Jedenfalls behaupteten damals andere Komponisten  auch, diese Stücke geschrieben zu haben. Also ein Urheberrechtsstreit, wie es ihn auch heute noch oft gibt. 
<br />Zwei Richards darf ich nicht vergessen: Richard Wagner und Richard Strauss. Richard Strauss wurde hier in München geboren, und zwar 1864. Hier wurde daher eine Straße nach ihm benannt. Die Nazis suchten sich die drei wichtigsten Musiker des Dritten Reiches aus: Hans Pfitzner, Wilhelm Furtwängler und – Richard Strauss. Dieser wird aber als apolitisch bezeichnet und wurde später nach dem Entnazifizierungsgesetz freigesprochen. Der andere Richard ist Richard Wagner, und der wird auch immer mit den Nazis in Verbindung gebracht. Der Komponist lebte zwar nur bis 1883, äußerte sich aber explizit gegen die Juden und kann als Antisemit bezeichnet werden. Hitler jedenfalls wurde zum Wagner-Fan. Die Wagner-Festspiele in Bayreuth existieren heute noch und ziehen alljährlich viele wichtige Politiker an, auch Kanzlerin Angela Merkel.  
<br />Einer noch, oder? Wie wäre es mit Felix Mendelssohn Bartholdy? Er starb 1847 mit nur 38 Jahren in Leipzig. Was, Ihr kennt ihn nicht? Natürlich, sein Name ist nicht so berühmt wie der von Bach oder Beethoven, aber seine Musik kennt Ihr, da bin ich sicher. Zum Beispiel seinen Hochzeitsmarsch, der immer gespielt wird, wenn eine Braut die Kirche betritt. Auch in Hollywoodfilmen. 
<br />Also: Hört Euch doch mal wieder ein paar klassische Stücke an, eine Sinfonie, einen Marsch, ein Adagio – macht die Augen zu und entspannt Euch. Das werde ich jetzt auch machen, und wir hören uns dann hoffentlich bald wieder.
<br />Wenn Ihr Lust habt, geht auf www.slowgerman.com – dort werde ich einige klassische Stücke bei YouTube verlinken und auch iTunes-Links setzen, mit denen Ihr mich unterstützen könnt. Ich würde mich auch über weitere Abonnenten freuen beim neuen Premium Podcast – dort bekommt Ihr zu dieser Folge Lernmaterial und eine schneller gesprochene Variante. Und es kostet nur 2 Dollar pro Monat. Bis bald! Eure Annik.</p>]]></description>
            <pubDate>Tue, 11 Nov 2014 11:47:51 +0100</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
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        <item>
            <title>SG #091: Weihnachtsmarkt</title>
            <description><![CDATA[<p>Wenn Ihr in diesen Tagen durch deutsche Städte lauft, werdet Ihr bemerken, dass hier einiges los ist. Denn überall werden gerade kleine Holzhäuser aufgebaut. Warum? Diese Holzhäuser nennt man Weihnachtsmarkt. In Bayern auch Christkindlmarkt oder in Franken, also Nordbayern, auch Christkindlesmarkt. </p>

<p>In der Vorweihnachtszeit, also meist ab dem ersten Advent oder Ende November, freuen wir uns auf diese Märkte. Dort gibt es kleine Weihnachtsgeschenke zu kaufen, zum Beispiel schöne Kerzen, Spielzeug aus Holz, Schmuck oder auch Christbaumschmuck für den Weihnachtsbaum. An anderen Ständen gibt es heiße Getränke. Wir trinken in dieser Zeit gerne Glühwein, das ist heißer Rotwein mit Gewürzen wie Zimt und Nelken gemischt. Wer keinen Alkohol trinken möchte, der trinkt Kinderpunsch – schmeckt eigentlich sogar besser.</p>

<p>Zu essen gibt es natürlich auch eine Menge – Bratwürste im Brötchen, Flammkuchen, Crêpes, Schoko-Früchte und Lebkuchen. Wenn ich das hier erzähle bekomme ich schon Hunger! Man kauft sich also etwas zu essen und zu trinken, steht gemütlich beisammen und freut sich auf Weihnachten. Viele Deutsche gehen auch mit ihren Kollegen aus der Arbeit auf den Weihnachtsmarkt. Oft gibt es hier auch ein Programm, zum Beispiel singen Chöre oder spielen Musikanten. </p>

<p>Seit einigen Jahren gibt es in der Vorweihnachtszeit auch Mittelaltermärkte. Hier in München ist ein sehr schöner Mittelaltermarkt. Dort sieht alles so aus, als wäre es im Mittelalter. Die Menschen tragen alte Gewänder, es gibt Honigmet zu trinken und natürlich sind auch die Darbietungen mittelalterlich.</p>

<p>Ich mag Weihnachtsmärkte sehr. Das einzige Problem ist, dass sie so schnell wieder vorbei sind. Gerade vor Weihnachten hat man so viel zu tun! Geschenke besorgen, Plätzchen backen, das Haus schmücken, Karten schreiben... Wenn ich das alles erledigt habe, sind die Weihnachtsmärkte meistens schon wieder vorbei. Denn sie enden an Weihnachten – danach ist Schluss. Schade. Ich würde mich freuen, wenn ich im langweiligen, grauen Januar noch einen Glühwein trinken könnte. Oder einen Kinderpunsch.</p>

<p>Wie ist das in Eurem Land – gibt es da Weihnachtsmärkte oder etwas ähnliches? Schreibt in die Kommentarfunktion. Ich freue mich über Post! Lernmaterial zu dieser Folge und alles nochmal normal schnell gesprochen gibt es einzeln zu kaufen auf slowgerman.com. Oder Ihr bestellt das Abo auf slowgerman.libsyn.com – dann bekommt Ihr beides automatisch für zwei Dollar pro Monat dazu und unterstützt mich bei der Produktion dieses Podcasts. Feel free to subscribe to the Slow German Premium Podcast and help me to keep on producing this show! Bis bald, Eure Annik.</p>]]></description>
            <pubDate>Tue, 25 Nov 2014 14:19:54 +0100</pubDate>
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            <title>SG #092: Schrebergarten</title>
            <description><![CDATA[<p>Wisst Ihr, was ein Schrebergarten ist? Man kann auch Kleingarten dazu sagen oder Laube. Ich werde Euch heute erzählen, was sich dahinter verbirgt.
<br />Viele Deutsche leben in Mietwohnungen. Irgendwo in der Stadt. Sie haben manchmal einen Balkon – aber viele haben nicht einmal das. Auch die Straßen sind oft sehr trist – da steht kein Baum, kein Strauch, nirgendwo ist Grün zu sehen. Was tun die Bewohner also? Sie flüchten in einen Schrebergarten.
<br />Mitten in der Stadt gibt es große Grundstücke, die von der Stadt in kleine Parzellen aufgeteilt werden, also in kleine Teile. Vereine verwalten diese Grundstücke und verpachten die einzelnen kleineren Teile an ihre Mitglieder. So kann sich ein Mieter beispielsweise einen kleinen Garten mieten, wo er am Wochenende oder nach Feierabend seine Zeit im Grünen verbringen kann. Im Schnitt sind diese Parzellen 370 Quadratmeter groß.
<br />Eine Kollegin von mir hat sich gerade einen Schrebergarten gemietet. Normalerweise muss man hier in München lange auf einer Warteliste stehen, bis man eine Parzelle bekommt – es gibt viel mehr Leute, die einen Schrebergarten haben möchten als Plätze dafür. Aber meine Kollegin hatte Glück. Sie muss nun ein Drittel des Gartens mit Nutzpflanzen bepflanzen, also mit Obst und Gemüse, ein Drittel mit Rasen und ein Drittel kann sie mit Blumen und ähnlichem bepflanzen. Das ist dort alles geregelt. Jeder Verein hat seine eigenen Regeln, wichtig ist aber meistens, dass alle mithelfen, den Schrebergarten sauber und schön zu halten. Meine Kollegin hat jetzt plötzlich 35 Apfelbäume – und muss sehen, was sie mit all den Äpfeln macht!
<br />Schrebergärten werden oft von Senioren gepflegt, aber auch viele Familien freuen sich über eine kleine grüne Oase. Meist befindet sich auf dem kleinen Grundstück eine so genannte Laube, also ein kleines Haus oder besser gesagt eine Holzhütte. Manchmal sind diese geheizt und wirklich bewohnbar – aber richtig wohnen darf man hier nicht. 
<br />Die meisten Laubenpieper – so nennt man die Kleingärtner scherzhaft – sind sehr umweltbewusst. Sie gießen ihren Garten mit Regenwasser und kompostieren ihren Gartenabfall. Was meint Ihr, wie viele Kleingärtner es in Deutschland gibt? Knapp eine Million! Teuer ist es nicht, so einen kleinen Garten zu haben – es kostet ungefähr einen Euro pro Tag. Die meisten Schrebergärten gibt es in Berlin, Hamburg und München, also in den Großstädten. Klar, dass die Bewohner hier eine besonders große Sehnsucht nach grüner Idylle haben. 
<br />Etwas ähnliches gab es übrigens in der DDR – die Datschen. Eine Datsche war  ein Grundstück von 600 Quadratmetern Größe, auf dem ein Sommerhaus stand. Meist standen diese Ferienhäuser am Ufer von Seen, und auch sie dienten wie die Kleingärten der Erholung der Bürger. Gibt es so etwas auch in Eurem Land? Schreibt gerne in die Kommentarfunktion auf slowgerman.com, ich bin gespannt!
<br />Lernmaterial zu dieser Folge und diese Folge noch einmal normal schnell gesprochen gibt es wie immer auf slowgerman.com zu kaufen oder im günstigeren Premium-Abo auf slowgerman.libsyn.com. Danke für Eure Unterstützung und bis zum nächsten Mal! Eure Annik</p>]]></description>
            <pubDate>Wed, 10 Dec 2014 11:36:52 +0100</pubDate>
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        </item>
        
        
        <item>
            <title>SG #093: Christkind und Weihnachtsmann</title>
            <description><![CDATA[<p>In Deutschland gibt es ein Dilemma für Eltern: Kommt denn nun der Weihnachtsmann und bringt die Geschenke, oder ist es das Christkind? Ich habe mir beide Figuren für Euch genauer angeschaut und werde sie hier vorstellen.</p>

<p>Fangen wir mit dem Weihnachtsmann an – er bringt den Kindern in Norddeutschland die Geschenke und auch in vielen anderen Ländern der Welt. Vor allem in evangelisch geprägten Regionen. Der Weihnachtsmann ist ein freundlicher alter Mann mit einem langen weißen Bart. Er hat einen roten Mantel an und eine rote Mütze, und er trägt die Geschenke in einem großen Sack mit sich herum. Diese Geschenke bringt er den Kindern an Heiligabend, also am 24. Dezember. Und ganz klar: Nur brave Kinder bekommen ein Geschenk! Wie genau der Weihnachtsmann sich in Deutschland fortbewegt, weiß ich leider nicht – ich habe ihn noch nie gesehen. Aber angeblich hat er auch hier einen Schlitten, der von Rentieren durch die Lüfte gezogen wird. Das ist ein weiter Weg vom Nordpol bis nach Deutschland! </p>

<p>Ihr merkt schon, mit dem Weihnachtsmann kenne ich mich nicht besonders gut aus – denn er hat mir noch nie ein Geschenk gebracht. Zu mir kam immer das Christkind, das hat hier in Bayern das Beschenken übernommen. Es muss aber auch die Kinder in Österreich, der Schweiz, in Ungarn, Tschechien und anderen katholischen Regionen beschenken. Viel zu tun! Das Christkind kenne ich als blondes Kind mit Locken und Flügeln. Sieht also aus wie ein kleiner Engel. Leider habe ich auch das Christkind noch nie gesehen – es ist immer so schnell wieder weg! An Heiligabend hört man lediglich ein Glöckchen klingeln – und dann rennt man schnell ins Wohnzimmer zum Weihnachtsbaum, unter dem dann plötzlich Geschenke liegen, die vorher noch nicht da waren. Manchmal sieht man noch die Fußspuren vom Christkind oder Goldstaub, den es hinterlassen hat. </p>

<p>Ich freue mich schon sehr auf Weihnachten – wir feiern hier in Deutschland ja am 24. Dezember abends. Ich bin gespannt, was das Christkind dieses Jahr unter den Baum legt! Meinen Wunschzettel hatte ich natürlich längst geschrieben – den kann man hier in München im Rathaus am Marienplatz einem schönen jungen Engel geben, der die Wunschzettel dann an das Christkind weiterleitet. Und man bekommt natürlich auch eine schriftliche Antwort vom Christkind! Kein Grund also, an seiner Existenz zu zweifeln. Und ich bin sicher, dass auch der Weihnachtsmann froh ist, dass ihm jemand bei der Arbeit hilft.</p>

<p>Jetzt wünsche ich Euch erstmal frohe Weihnachten! Feiert schön im Kreis Eurer Familie, falls Ihr in einer christlichen Region lebt. Für alle anderen: Habt Geduld mit uns, in der Weihnachtszeit sind wir alle ein bisschen verrückt...</p>

<p>Wenn Ihr mir übrigens ein kleines Geschenk machen möchtet, dann abonniert doch den Premium Podcast unter slowgerman.libsyn.com – das kostet nur zwei Dollar pro Monat, hilft mir aber, diesen Podcast zu finanzieren und noch mehr Material für Euch zu produzieren. Frohe Weihnachten! Eure Annik Rubens.</p>]]></description>
            <pubDate>Tue, 23 Dec 2014 22:34:17 +0100</pubDate>
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        <item>
            <title>SG #094: Silvester und Neujahr</title>
            <description><![CDATA[<p>Schon wieder ist ein Jahr vorbei! Ich hoffe, Ihr habt Weihnachten und die Feiertage gut überstanden. Und jetzt steht schon wieder das nächste Fest auf dem Kalender: Silvester! Am letzten Tag des Jahres, also am 31. Dezember, feiern alle Menschen den Übergang in ein neues Jahr. Wir in Deutschland natürlich auch. Nicht alle Deutschen feiern genau gleich, aber ich versuche Euch zu erzählen, was wir an diesem Tag machen.
<br />Bis Mittag haben die Geschäfte noch offen, so lange kann man also noch einkaufen. Und dann ist die Frage, ob man an Silvester zu Hause feiert oder ausgeht. Wer zu Hause feiert kocht üblicherweise ein festliches Essen mit mehreren Gängen, lädt auch gerne Freunde oder Familie zu sich ein und feiert gemeinsam. Das bedeutet dann, dass man einen langen Abend hinter sich bringen muss – und damit es nicht langweilig wird, gibt es einige Routinen, die sich über die Jahre und Jahrzehnte eingebürgert haben. 
<br />Da ist zum Beispiel eine Sendung im Fernsehen, die viele Deutsche an Silvester sehen: „Dinner for One“. Das ist ein uralter Sketch, gespielt von britischen Schauspielern in den 60er-Jahren. Es geht um eine alte Dame und ihren Diener. Sie feiert ihren 90. Geburtstag – und hätte das gerne mit ihren vier männlichen Freunden getan, doch die sind allesamt schon gestorben. Also feiert sie allein und tut so, als wären diese Freunde da. Butler James muss die Herren spielen – und wird natürlich im Laufe des Abendessens immer betrunkener. Auf www.slowgerman.com stelle ich Euch einen YouTube-Clip von diesem Sketch: http://youtu.be/NDqD0Dz_J-M. Ansonsten laufen im Fernsehen noch einige gute und weniger gute Programme, aber es gibt auch Alternativen.
<br />Zum Beispiel das Bleigießen. Man erhitzt kleine Mengen Blei und gießt das dann in kaltes Wasser – es härtet aus und man kann es anfassen. In einem kleinen Buch kann man dann nachlesen, was das gegossene Blei bedeutet. Sieht es aus wie ein Schwein, wie ein Bart, wie eine Leiter? Alles bedeutet etwas und sagt voraus, ob das kommende Jahr gut wird oder nicht. Ein schöner Aberglaube, oder?
<br />Noch mehr Aberglaube gefällig? Man soll in der Silvesternacht keine Wäsche waschen und auch nicht arbeiten. Aber kochen darf man. Typische Silvester-Essen sind Fondue oder Raclette. Da sitzt man gemütlich am Tisch zusammen und jeder „kocht“ sein Essen selber. Und es dauert schön lange.
<br />Wer nicht zu Hause feiert, der geht entweder schön essen, in ein Konzert oder ins Theater, oder auf eine Party. All das kostet in dieser Nacht mehr als während des restlichen Jahres – aber das nehmen viele Deutsche gern in Kauf, um einen unvergesslichen Silvesterabend zu haben. 
<br />Ist dann endlich Mitternacht, gehen wir auf die Straße – warm angezogen, denn es ist eisig kalt in dieser Nacht. Wir stoßen mit einem Glas Sekt auf das neue Jahr an, küssen uns, und bewundern das Feuerwerk. Und dann durchgefroren und müde ab ins Bett. Oder? Wie ist das bei Euch – wie feiert Ihr den Beginn des neuen Jahres? Schreibt gerne in die Kommentarfunktion, oder auf Facebook. Habt Ihr gute Vorsätze für das neue Jahr? Noch fleißiger Deutsch lernen vielleicht? Oder meinen Premium Podcast zu abonnieren, damit Ihr zu jeder Folge Lernmaterial und die normal gesprochenen Folgen bekommt? Würde ich natürlich freuen! Ich wünsche Euch jetzt erstmal einen guten Rutsch ins neue Jahr! Bis bald, Eure Annik.</p>]]></description>
            <pubDate>Tue, 30 Dec 2014 21:20:48 +0100</pubDate>
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        <item>
            <title>SG #095: Vegetarier</title>
            <description><![CDATA[<p>Häufig fragt Ihr mich, ob alle Deutschen Fleisch essen. Die Antwort ist ganz klar: Nein. Früher war Fleisch ein teures Lebensmittel, das Reichtum suggerierte. Heute kostet das Fleisch oft weniger als gutes Obst oder Gemüse. Die Fleischmenge stieg also stark an. 
<br />Mittlerweile haben sich aber viele Menschen Gedanken darüber gemacht, ob es richtig ist, so viel Fleisch zu essen.
<br />Es gibt verschiedene Gründe, zum Vegetarier zu werden. Ich kenne viele Menschen, meist Frauen, die schon als Kind oder Teenager beschlossen haben, kein Fleisch mehr zu essen. Meistens hing die Entscheidung mit ethischen Bedenken zusammen: Kann man guten Gewissens Fleisch essen, wenn die Tiere für uns sterben mussten? Wenn die Tiere gar unter schrecklichen Bedingungen leben und sterben mussten? Bilder von Massentierhaltungen sorgen oft dafür, dass kein Fleisch mehr gegessen wird. Kann ich sehr gut verstehen.
<br />Ein anderer Faktor ist die Frage, ob es überhaupt gesund ist, Fleisch zu essen. Oder ob es gesund ist, viel Fleisch zu essen. Soweit ich weiß, soll man 2 Mal pro Woche Fleisch essen – öfter nicht. Denn wer viel Fleisch ist, vor allem rotes Fleisch, also Schweine- und Rindfleisch, für den steigt das Risiko von koronaren Herzerkrankungen, Diabetes mellitus und Krebs..
<br />Und dann ist da noch die Frage nach der Umweltverträglichkeit: Es kostet eine Menge Wasser und Futter, um Tiere aufzuziehen – eine vegetarische Ernährung ist also besser für die Umwelt und schont die Ressourcen. In Deutschland gibt es heute doppelt so viele Vegetarier wie 2007 – immerhin sind es mindestens zwei Prozent der Bevölkerung. Und es werden immer mehr. Dennoch essen die Deutschen weiterhin viel Fleisch – pro Kopf sind es 60 Kilogramm pro Jahr. Wahnsinn, oder?.
<br />Hier in München ist es fast schon ein Mode-Trend, vegetarisch zu leben, Yoga zu machen und ein gesundes, glückliches Leben führen zu wollen. Viele leben sogar vegan – sie essen also gar keine tierischen Produkte, auch keine Eier, keine Milch, keinen Käse, keinen Honig. Sie tragen natürlich auch keine Lederschuhe..
<br />Was bin ich? Ich glaube ich bin Flexitarier. Ich esse Fleisch, ich esse Fisch, aber nur von guter Qualität und nicht zu oft. Ich versuche, wenig Milch zu trinken. Wie ist es in Eurem Land? Esst Ihr selber viel Fleisch oder seid Ihr Vegetarier? Schreibt in die Kommentarfunktion, ich freue mich über Post! .</p>

<p>Lernmaterial zu dieser Folge findet Ihr unter www.slowgerman.com unter der aktuellen Folge – dort findet Ihr auch den Link zum Premium Podcast. Bis zum nächsten Mal! Eure Annik.</p>]]></description>
            <pubDate>Mon, 12 Jan 2015 14:22:42 +0100</pubDate>
            <category domain="http://www.slowgerman.com/category/sg-podcast-episode/">SG Podcast-Episode</category>
            <category domain="http://www.slowgerman.com/category//essen-trinken/">Essen &amp;amp; Trinken</category>
            <category domain="http://www.slowgerman.com/category/essen-trinken/">Essen und Trinken</category>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
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        <item>
            <title>SG #096: PEGIDA</title>
            <description><![CDATA[<p>Wer momentan in Deutschland Nachrichten liest, sieht oder hört, dem begegnet ein Wort besonders häufig: Pegida. Dahinter steckt ein Verein aus Dresden. PEGIDA ist eine Abkürzung, sie steht für „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“. 
<br />Was macht dieser Verein? Er organisiert seit Oktober 2014 jeden Montag Demonstrationen in Dresden. Die Menschen gehen auf die Straße und protestieren gegen eine angeblich falsche Asylpolitik und Flüchtlingspolitik. Auch in anderen Städten gibt es mittlerweile derartige Demonstrationen, sie sind aber nicht so groß wie in Dresden. Und: Es gibt Gegendemonstrationen – viele Deutsche wehren sich gegen das, was PEGIDA behauptet.
<br /> Was steckt dahinter? Zunächst einmal wahrscheinlich Angst. Wie so oft. Die Angst vor Dingen, die fremd sind. Und vor fremden Menschen. Vor fremden Kulturen, die man nicht versteht. Und neben der Angst steckt sicher auch Unwissenheit hinter den Demonstrationen. Denn von einer Islamisierung kann nicht die Rede sein – die Zahlen der in Deutschland lebenden Moslems sind gering, geschätzt sind es fünf Prozent der Bevölkerung. In Sachsen, dem Bundesland, in dem Dresden liegt, sind es sogar nur geschätzt 0,5%. Deutschland nimmt zudem im Vergleich zu anderen Ländern sehr wenige Flüchtlinge auf – aber das ist ein anderes Thema. 
<br />Eines ist jedenfalls klar: Die Rechtsextremen in Deutschland freuen sich sicher über den Erfolg von PEGIDA. Neonazis und auch Hooligans laufen gerne bei den Demonstrationen mit, und PEGIDA distanziert sich nicht von ihnen. Die Zahl der Demonstranten in Dresden ist seit Oktober 2014 gestiegen – von anfangs wenigen Hundert auf jetzt ungefähr 20.000. Erfreulicherweise stieg auch die Zahl der Gegendemonstranten: Fast 100.000 waren es am 12. Januar in ganz Deutschland, allein 20.000 in München. Einige Städte ließen sogar die Beleuchtung großer Gebäude abschalten – zum Beispiel war der Kölner Dom dunkel, als PEGIDA demonstrierte, ebenso das Brandenburger Tor in Berlin. Auch Vertreter der Kirchen fordern Toleranz und warnen vor PEGIDA. Ebenso viele deutsche Politiker. 
<br />Was will PEGIDA? Gefordert werden unter anderem eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Zuwanderern, die straffällig geworden sind. Ebenso eine gesteuerte Zuwanderung über ein Punktesystem, so wie es in Kanada üblich ist. Und eine konsequente Abschiebepolitik. Kriegsflüchtlinge sollten zwar aufgenommen werden, Wirtschaftsflüchtlinge aber nicht. 
<br />Vieles ist bereits per Gesetz geregelt und gilt für alle – für Deutsche ebenso wie für gerade erst angekommene Flüchtlinge. Und ich frage mich in diesem Zusammenhang oft, wo die Empathie anderen Menschen gegenüber bleibt? Über Weihnachten waren in dem Ort, in dem meine Eltern leben, viele Flüchtlinge in einer Turnhalle untergebracht – darunter drei hochschwangere Frauen. Muss man vor ihnen Angst haben? Soll man sie so schnell wie möglich aus dem Land schmeißen? Oder hat man Verständnis, dass diese Menschen genau wie wir ein friedliches Leben ohne Armut haben möchten? Noch unverständlicher wird all das wenn man bedenkt, dass sehr viele Deutsche ebenfalls eine 
<br />Flüchtlingsgeschichte hinter sich haben – der Zweite Weltkrieg ist noch nicht so lange her, oder? Aber manche haben eben doch nichts daraus gelernt. 
<br />Mich hat jedenfalls sehr gefreut, dass Pegida unter anderem mit viel Humor und Satire begegnet wurde. Plötzlich gab es Aufrufe „Gegen eine Salamisierung des Abendbrotes“, eine Satiresendung schleuste einen verkleideten Moslem auf eine Pegida-Demonstration ein, und in München gab es eine Anti-Pegida-Demonstration mit dem Motto „Tanz den Pegida“. Viele Musiker machen die Anti-Pegida-Demonstrationen zu Open-Air-Konzerten in der Kälte – und locken noch mehr Leute an. </p>

<p>Schade finde ich, dass Deutschland durch Aktionen wie diese im Ausland wieder als ausländerfeindlich und Nazi-Land gesehen wird. Ich hoffe Ihr wisst, dass nicht alle Deutschen so denken wie Pegida.</p>]]></description>
            <pubDate>Wed, 28 Jan 2015 09:46:02 +0100</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
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            <title>SG #097: Tatort</title>
            <description><![CDATA[<p>Wisst Ihr, was ein Straßenfeger ist? Ich meine das nicht im wörtlichen Sinne, da steht kein Mann auf der Straße mit einem Besen in der Hand. Aber im übertragenen Sinne ist es genau so: Am Sonntag Abend gibt es den letzten Straßenfeger im öffentlich-rechtlichen deutschen Fernsehen: Den Tatort. Ein Straßenfeger ist also eine Fernsehsendung, die so viele Menschen sehen wollen, dass die Straßen wie leergefegt sind. Rund 10 Millionen Menschen in Deutschland sehen den Tatort jeden Sonntag Abend – und die Zahlen steigen.
<br />Der Tatort ist eine Krimi-Reihe. Der erste Tatort lief am 29. November 1970, mittlerweile gab es über 900 Folgen. Jeder Tatort ist 90 Minuten lang und beginnt am Sonntag um 20.15 Uhr im Ersten Deutschen Fernsehen, „Das Erste“. Auch die Schweiz und Österreich gehören zum Tatort-Gebiet, auch sie produzieren eigene Filme.
<br />Jede Woche ist ein anderes Team an der Reihe – es gibt viele verschiedene Tatort-Ermittler in verschiedenen Städten. 21 Teams sind es zur Zeit. Hier in München ermitteln zwei ältere Herren, Batic und Leitmayr heißen sie im Film. Über 60 Fälle haben sie schon miteinander gelöst. Andere Teams kommen nicht so gut an und werden nach wenigen Folgen wieder abgesetzt. Am längsten dabei ist Kriminalhauptkommissarin Lena Odenthal, die in Ludwigshafen am Rhein ermittelt – und zwar seit 1989. Gespielt wird sie von der Schauspielerin Ulrike Folkerts. Sehr beliebt ist das Team aus Münster, gespielt von Jan Josef Liefers und Axel Prahl. Die Tatort-Episoden aus Münster sind sehr lustig und kommen daher gut an. Mit der Zeit kennt man die verschiedenen Teams gut, man kennt ihre Familiengeschichte und ihre Macken, und das macht sie sympathisch. Und man erkennt natürlich die Drehorte, wenn der Tatort in der eigenen Stadt spielt.
<br />Genau diese Zusammensetzung aus verschiedenen Teams ist es wahrscheinlich, die den Tatort so erfolgreich macht. Jeder hat ein Lieblings-Team, und für jeden Geschmack ist etwas dabei. Es gibt alte Ermittler und junge, es gibt natürlich Männer und Frauen als Hauptdarsteller, es gibt düstere und traurige Folgen und auch komische und schräge Folgen. Oft werden aktuelle Themen aufgegriffen. Es geht also nicht nur um einfache Morde und die Suche nach dem Täter, sondern oft auch um Bandenkriminalität, Menschenhandel, Rechtsextremismus, Drogen und ähnliches. 
<br />Rund 35 Folgen gibt es pro Jahr, im Sommer laufen Wiederholungen. Da der Tatort so gut ankommt, laufen auch in den Dritten Progammen fast täglich Wiederholungen alter Fälle. Über eine Million Euro kostet die Produktion eines Tatorts, einen knappen Monat lang wird gedreht. </p>

<p>Die meisten Zuschauer hatte bislang übrigens eine Folge aus Münster: Fast 13 Millionen Menschen sahen „Summ, Summ, Summ“ 2013. Gleich danach kam eine Folge aus Hamburg: Dort ermittelte Nick Tschiller vor 12,57 Millionen Menschen. Gespielt wird er von Til Schweiger, einem deutschen Schauspieler und Regisseur, dessen Kinofilme regelmäßig auf Platz eins der Kinocharts landen – so wie jetzt gerade der aktuelle Film „Honig im Kopf“.
<br />Mit wachsender Begeisterung steigen die Tatort-Fans übrigens auch auf den so genannten Second Screen um: Während der Ausstrahlung wird unter dem Hashtag #Tatort getwittert, es werden Kommentare auf Facebook geschrieben und viele Landesrundfunkanstalten bieten nach der Ausstrahlung oder währenddessen einen Chat an, damit man dem Regisseur oder den Schauspielern Fragen stellen kann. Social TV heißt das dann. Habt Ihr schonmal Tatort geschaut? Mich würde sehr interessieren, was Ihr davon haltet.</p>]]></description>
            <pubDate>Tue, 10 Feb 2015 14:42:55 +0100</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
        </item>
        
        
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            <title>SG #098: Frühling</title>
            <description><![CDATA[<p>Hier in München liegt noch Schnee. Seit November frieren wir hier, laufen mit dicken Jacken und Schals umher und stapfen mit Stiefeln durch den Schnee. Wir warten alle sehnsüchtig auf den Frühling. Noch wenige Tage, dann wird es so weit sein!</p>

<p>Der Frühling ist die Lieblings-Jahreszeit vieler Menschen. Vor allem in Regionen wie unserer, wo der Winter recht lang und kalt ist, freut man sich auf die ersten warmen Sonnenstrahlen. Hier in München ist das besonders extrem: Auch wenn es nur wenige Grad über Null ist, sitzen die Münchner schon draußen auf den Terrassen der Cafés oder am Straßenrand, trinken Kaffee und genießen die ersten Sonnenstrahlen. Die Cafés kennen das schon – die Betreiber legen extra warme Decken auf die Stühle, mit denen man sich die Beine zudecken kann.</p>

<p>Meistens kommt der Frühling dann doch ziemlich schnell: Von heute auf morgen wird es warm und freundlich, die Sonne scheint, der Schnee schmilzt und die Tage werden merklich länger. Die ersten Frühlingsboten sind die Krokusse, das sind kleine Blumen, die sich durch den kalten und harten Boden kämpfen, sobald die ersten Sonnenstrahlen den Frühling ankündigen. Auch die Schneeglöckchen kommen dann hervor. Etwas später folgen Tulpen, die fast jeder Gartenbesitzer in seinem Garten gepflanzt hat, und gelbe Narzissen, die die typischen Frühlingspflanzen sind und auch „Osterglocken“ genannt werden.</p>

<p>Ich finde es immer wieder erstaunlich, wenn die Natur im Frühling zum Leben erwacht. Den ganzen Winter über wirken Blumen und Bäume wie tot, als wären sie abgestorben. Wenn die Temperaturen steigen, sprießen die Blätter und Blüten und man hat den Eindruck, man könnte sie dabei beobachten, so schnell geht das. Die braunen und gelben Wiesen und Felder werden saftig grün, und hier in München kann man vor allem sehen, wie die Kastanienbäume ihre riesigen Blätter entfalten.</p>

<p>Schön ist es auch, die Vögel zu beobachten: Eifrig sammeln sie kleine Stöcke und Grashalme, um Nester zu bauen und ihre Eier auszubrüten. Dann sieht man die jungen Vögel bei ihren ersten Flugversuchen, und das Gezwitscher draußen ist ein wunderbares Konzert. </p>

<p>Im Nu ist Ostern, und dann steht auch schon der Sommer vor der Tür. Ich genieße es, vier ausgeprägte Jahreszeiten zu haben. Natürlich nervt mich der Winter manchmal, aber ich würde nicht in einem Land wohnen wollen, wo es immer warm ist. Jede Jahreszeit hat ihren Vorteil. Im Winter ist es hier bei uns besonders kuschelig, man verbringt gerne Zeit zu Hause im Warmen, trinkt Tee und zündet Kerzen an. Im Frühling freut man sich über die Wärme, über die Blütenpracht, verbringt wieder mehr Zeit im Freien. Im Sommer sind die Deutschen ohnehin jede Minute draußen, und im Herbst wird es dann langsam wieder gemütlicher und man verabschiedet sich vom Sommer. </p>

<p>Wie ist das bei Euch? Lebt Ihr in einem Land, in dem es alle vier Jahreszeiten gibt? Welche mögt Ihr am Liebsten?</p>]]></description>
            <pubDate>Tue, 03 Mar 2015 20:10:46 +0100</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
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            <title>At the train station. Absolute Beginner #06</title>
            <description><![CDATA[<p>Welcome to a German train-station! We're at a „Bahnhof“ today, talking about different words you might need there. First of all, you need to check the „Fahrplan“, that's the schedule of the trains. Fahrplan. On this „Fahrplan“, there are two categories: Trains arriving and trains leaving the station. The arrival is called „Ankunft“, the departure is called „Abfahrt“. Ankunft and Abfahrt. </p>

<p>On this schedule you look for the train you want to take. You check the time it is leaving – the „Abfahrtszeit“. Zeit is the time, Abfahrt the departure. So the time of departure. Abfahrts-Zeit. The next information you need is the right track, so you can find your train. The track is called „Gleis“. So maybe your train to Berlin is „auf Gleis 4“. On track 4. Auf Gleis 4. </p>

<p>Let's say there is no schedule and you have to ask somebody. Then you can say: „Entschuldigung“, to catch their attention. Entschuldigung. It essentially means „sorry“ or „excuse me“. Then you can ask: Where do I find the next train to Berlin? „Wo finde ich den nächsten Zug nach Berlin?“ </p>

<p>Or you go to a ticket booth and say: I need a ticket to Berlin, please. „Ich brauche bitte eine Fahrkarte nach Berlin.“ The person then will maybe ask: „Einfache Fahrt oder hin und zurück?“, meaning do you need a single ticket or a return ticket? So you say: „Einfache Fahrt, bitte.“ or „Hin und zurück, bitte“. Maybe they also ask if you want to travel first class or second. „Erste Klasse oder zweite?“ Most of the time you answer „Zweite Klasse, bitte“, but sometimes first class is cheaper than second! Don't ask me why... The next question is: „Soll ich einen Sitzplatz für Sie reservieren?“ The „Sitzplatz“ is simply the seat. You can make a reservation for a certain seat on the train. This costs extra, but it guarantees you have a seat – when it's crowded you sometimes will need to stand the whole way. You can decide if you want a seat on the aisle or at the window – it's a „Fensterplatz“ near the window, „am Gang“ near the aisle. You can also choose between „im Großraumwagen“ or „im Abteil“ on certain trains. The „Großraumwagen“ is just one long carriage with seats, like a bus. Other areas of the train are compartmentalized, „Abteile“.</p>

<p>If you have your ticket, your „Fahrkarte“, you run to catch your train. At least that's what I always have to do. You look for the right carriage number, the „Wagennummer“, and jump in. When the train has departed, the „Schaffner“ will come and will want to see your ticket. </p>

<p>Sometimes the train is delayed, it has „Verspätung“. Relax – there's nothing you can do about it. Have a safe trip! Gute Fahrt!?</p>]]></description>
            <pubDate>Tue, 17 Mar 2015 20:47:35 +0100</pubDate>
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            <title>SG #099: Migration</title>
            <description><![CDATA[<p>Viele von Euch haben mich gefragt, wie es in Deutschland mit Ausländern aussieht. Zunächst einmal hat es in den vergangenen Jahren einen sprachlichen Wandel gegeben: Kaum jemand sagt noch Ausländer, da dieses Wort mittlerweile negativ belegt ist. Politisch korrekt heißt es jetzt „Menschen mit Migrationshintergrund“. Darüber haben sich viele schon lustig gemacht. Ich erzähle Euch jetzt mal, wie viele verschiedene Kulturen in Deutschland leben und wie sich das im Alltag darstellt.</p>

<p>In Deutschland leben Menschen aus 194 Ländern. Wenn ich mal ganz subjektiv meine Umgebung betrachte, leben hier vor allem Türken, die in den 60er-Jahren als Gastarbeiter nach Deutschland kamen und hier ihre Familien gründeten. Das bedeutet, dass viele junge Leute türkische Namen haben und türkische Eltern oder Großeltern, selber aber hier geboren sind und perfekt Deutsch und Türkisch sprechen. Man nennt sie oft die „dritte Generation“. 1,6 Mio. Menschen hier in Deutschland haben die türkische Staatsangehörigkeit. Gefolgt von einer Million aus Ex-Jugoslawien, einer halben Million Italienern, 400.000 Polen und 276.000 Griechen. Das sind aber nur die Menschen mit einem nicht-deutschen Pass.</p>

<p>Insgesamt haben fast 20 Mio. Menschen in Deutschland einen Migrationshintergrund – also ein Fünftel der Bevölkerung. München gehört zu den Städten in Deutschland, die am schönsten gemischt sind – so nenne ich das jetzt einfach mal. Dennoch wirkt es im Straßenbild nicht so. Denn ein junger türkischer Münchner sieht oft eigentlich genauso aus wie ein deutscher Münchner, und auch jemand aus Ex-Jugoslawien, also aus Bosnien oder Kroatien, macht optisch kaum einen Unterschied. Was ich damit sagen möchte: in anderen Großstädten wie Paris oder London sieht man die kulturellen Unterschiede stärker, weil dort zum Beispiel Inder leben, die sich traditionell kleiden, oder Chinesen, oder Afrikaner. Diese Gruppen sind hier in Deutschland eher klein. Manche türkische oder arabische Frauen tragen ein Kopftuch, aber das ist schon der einzige Unterschied in der Kleidung.</p>

<p>In Deutschland gibt es auch keine ausgeprägten ethnischen Stadtviertel. Während es in USA beispielsweise in größeren Städten ein „Chinatown“ gibt, ist das hier nicht so. Natürlich gibt es einige Straßen, in denen beispielsweise mehr Asia-Läden sind, oder hier in München gibt es rund um den Hauptbahnhof viele türkische Lebensmittelgeschäfte, aber mehr auch nicht. Ich wohne in einem Stadtteil von München, in dem es sehr viele verschiedene Kulturen gibt. Im Kindergarten sind Rumänen, Ungarn, Engländer, Araber und Griechen. Ich freue mich, dass mein Kind so aufwächst und hoffe, dass es sein Verständnis für andere Kulturen stärkt und er ein toleranter, neugieriger Mensch wird. </p>

<p>Gibt es in Deutschland Ausländerfeindlichkeit? Natürlich. Wie in jedem Land der Welt. Es gibt leider immer Menschen, die sich für etwas besseres halten. Oder die vor anderen Menschen Angst haben. Oder die Befürchtung, diese könnten ihnen etwas wegnehmen. Kurz gesagt: Es gibt immer Idioten. Ich selber bin nur halb Deutsche – aber ich habe noch nie Fremdenfeindlichkeit erfahren. Ich hatte noch nie Angst hier, obwohl ich einen ausländischen Namen habe und dunkle Haare und dunkle Augen. Die meisten Deutschen haben aus der Vergangenheit des Landes gelernt – und sie machen hoffentlich nicht wieder die gleichen Fehler. Ich bin zuversichtlich.</p>]]></description>
            <pubDate>Tue, 31 Mar 2015 14:00:23 +0200</pubDate>
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            <title>SG #100: Sissi und König Ludwig II.</title>
            <description><![CDATA[<p>Heute möchte ich Euch von zwei Adeligen erzählen. Kennt Ihr Sissi? Hier in Deutschland kennt sie jeder. Sissi war eine Frau, die von 1837 bis 1898 gelebt hat. Sie wurde Kaiserin von Österreich. Aber langsam, ich erzähle Euch kurz ihre Geschichte.</p>

<p>Sissi hieß eigentlich Elisabeth. Sie wurde am Heiligabend 1837 geboren, und zwar in München. Bayern war damals ein Königreich, und Sissi war eine Prinzessin. Ihr Opa war der König von Bayern. Als Sissi 15 Jahre alt war, lernte sie den Kaiser von Österreich kennen, der eigentlich ihr Cousin war und ihre ältere Schwester heiraten sollte. Tja, so war das in Adelskreisen. Der Kaiser Franz-Josef entschied sich für Elisabeth und sie heirateten. Elisabeth wurde Kaiserin von Österreich und später auch Königin von Ungarn.</p>

<p>Das Paar bekam drei Töchter, von denen eine noch als Kleinkind starb, und einen Sohn. Das war natürlich wichtig für den Kaiser, denn nur ein Sohn konnte Thronfolger werden. Rudolf und seine Schwester wurden hauptsächlich von der Oma und natürlich von Dienstmädchen aufgezogen und betreut. Ihr Sohn Rudolf nahm sich als junger Mann das Leben. Elisabeth wurde von einem Anarchisten getötet – er stieß ihr auf einer Reise eine Feile ins Herz. </p>

<p>Warum nun kennt jeder die Geschichte der Sissi? Nicht wegen ihrer legendären Haarpracht, nicht wegen ihrem modernen Fitness-Kult, auch nicht wegen ihrer tragischen Geschichte. Sondern, weil ihr Leben in den 50er-Jahren verfilmt wurde. Die wunderbare Schauspielerin Romy Schneider spielte Sissi, und zwar in drei aufwändig gedrehten Kostümfilmen. Mit der Realität hatten diese Filme wenig zu tun, aber sie waren romantische Märchen, und diese Filme kennt noch heute zumindest fast jede Frau. Schaut mal bei YouTube nach, vielleicht findet Ihr Ausschnitte aus dem Film. Ich stelle Euch auch einen Link auf slowgerman.com. (http://www.dailymotion.com/video/x20p7yh_sissi-1955_shortfilms)</p>

<p>Die zweite Figur, die ich Euch heute vorstellen möchte, ist König Ludwig II. Er war ein Cousin von Sissi und wurde 1845 in einem Schloss geboren, das heute zu München gehört. Um Ludwig ranken sich viele Geschichten. Er soll homosexuell gewesen sein, was natürlich damals für einen König unmöglich war. Psychische Probleme sollen ihn gequält haben, er wurde sogar zwei Jahre vor seinem Tod entmündigt, weil er angeblich nicht mehr in der Lage war, die Amtsgeschäfte zu führen. Sein Tod selbst gibt die meisten Rätsel auf: Er ertrank mit seinem Arzt in einem See. An einer sehr seichten Stelle. </p>

<p>König Ludwig II. gilt als Märchenkönig. Der Wagner-Fan muss ein Träumer gewesen sein, ein Mensch der in unserer Zeit wahrscheinlich ein viel schöneres und freieres Leben geführt hätte als damals. Hier in Bayern sieht man sein Bild nach wie vor auf Postkarten und Gemälden. König Ludwig II. ist beliebt bei den Leuten.</p>

<p>Aber woher kennt Ihr ihn? Ganz einfach: König Ludwig ließ viele Schlösser bauen, zum Beispiel auch das weltberühmte Schloss Neuschwanstein. 1,3 Millionen Touristen besuchen dieses Schloss jedes Jahr. Durch König Ludwig ist Bayern zum Touristenmagneten geworden, und dafür sind wir ihm natürlich sehr dankbar. Nur mit dem Oktoberfest hat er nichts zu tun – aber er war fünf Mal dort zu Gast.</p>]]></description>
            <pubDate>Tue, 14 Apr 2015 13:37:04 +0200</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
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        <item>
            <title>SG #101: Erneuerbare Energien</title>
            <description><![CDATA[<p>Kann man Energie wirklich erneuern? Nein. Natürlich nicht. Aber es gibt Energiequellen, die begrenzt sind. Zum Beispiel Erdöl und Erdgas. Andere Energiequellen sind nicht begrenzt: Die Sonne wird scheinen, so lange es die Menschen gibt. Deswegen nennt man derartige Energiequellen „erneuerbare Energien“. Was gehört noch dazu, außer der Sonnenenergie? Zum Beispiel Erdwärme, Wasserkraft oder Windenergie. 
<br />Wir müssen auch überlegen, wofür wir Energie eigentlich brauchen. Wir brauchen sie zum Beispiel, um unsere Häuser zu heizen. Und natürlich brauchen wir Strom, um unseren Alltag zu meistern: Was wären wir ohne elektrisches Licht, eine Waschmaschine, einen Backofen, einen Staubsauger, einen Fernseher oder das Internet? Der dritte Faktor neben Strom und Wärme ist die Mobilität – bislang verfeuern unsere Autos Treibstoff, aber es fahren schon die ersten Elektroautos durch die Städte. 
<br />In Deutschland decken die erneuerbaren Energien noch nichtmal ein Drittel der Stromproduktion ab. Das heißt: Mehr als zwei Drittel der Energie kommt in Deutschland noch von „alten“ Methoden wie der Atomkraft oder Kohle. Aber die Zahl der Windkraftwerke und Solaranlagen wächst. Rein theoretisch könnte Deutschland seinen Strom zu 100% aus Wind, Sonne und ähnlichen Quellen erzeugen, aber in der Praxis dauert das noch. 
<br />Es gibt ein Wort für den Übergang von der alten auf die neuen Energien: Energiewende. Die Energiewende ist ein großes politisches Thema. Deutschland möchte bis zum Jahr 2050 gut 80 Prozent seiner Energie aus erneuerbaren Quellen erzeugen. Die Reaktorkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima haben Deutschland schließlich dazu gebracht, den Atomausstieg zu beschließen. Die Hälfte der Atomkraftwerke ist bereits abgeschaltet, der Rest soll bis 2022 abgeschaltet werden. Alle Parteien haben dafür gestimmt.
<br />Auch im Kleinen sieht man, dass sich etwas verändert. Wenn Ihr durch Deutschland fahrt, seht Ihr auf vielen Dächern bereits Sonnenkollektoren. Diese liefern für den Haushalt entweder Strom oder warmes Wasser. Neue Häuser wie das in dem ich lebe, haben im Keller keinen großen Tank mit Heizöl wie alte Häuser, sondern eine Wärmepumpe. Diese nutzt die Wärme der Erde in einigen Metern Tiefe und sorgt so dafür, dass unser Haus immer schön warm ist, auch im Winter. Die Heizkosten sind dadurch enorm gering – wir bezahlen lediglich die Stromkosten für die Pumpe und verfeuern keine fossilen Brennstoffe. 
<br />Der nächste Punkt sind Elektroautos – bis jetzt sieht man sie nur sehr selten auf deutschen Straßen. Das liegt vor allem daran, dass die Autos noch sehr teuer sind: Ein Smart mit Elektroantrieb kostet mit Batterie mindestens 23.000 Euro – und Ihr wisst, wie winzig ein Smart ist. Dafür spart man sich aber die Benzinkosten. Für viele ist aber auch noch ein Punkt, dass die Batterie nicht lange hält: Wer nur ein paar Kilometer pro Tag fährt, hat kein Problem. Für Langstreckenfahrer ist das Elektroauto aber noch nicht geeignet. 
<br />Der letzte Punkt, der noch gegen diese neue Art von Auto spricht, ist die Verfügbarkeit von Ladestationen. Wer auf dem Land wohnt und seine Garage mit einer Steckdose ausstattet, oder sogar auf dem Dach der Garage eine Sonnenstrom-Anlage aufbaut, hat kein Problem mit dem Auftanken. Aber was tun, wenn man in der Stadt wohnt und keinen eigenen Parkplatz hat? „Tankstellen“ für Elektroautos sind sehr selten. Aber ich bin sicher, diese Probleme werden sich in den nächsten Jahren lösen. Und dann werde ich mir sicher ein Elektroauto kaufen.
<br />Atomausstieg, Elektroautos, Energiewende – ein Punkt ist derzeit auch oft im Gespräch, vor allem hier in Bayern. Und zwar die Windräder. Anwohner beschweren sich über den Lärm von Windkraft-Anlagen. Andere finden sie schlichtweg hässlich. Manche fürchten gar, dass die Anlagen schlecht für die Gesundheit sind. Die Akzeptanz in der Bevölkerung muss noch wachsen – ich jedenfalls hätte lieber ein Windrad vor der Tür als ein Kernkraftwerk...</p>]]></description>
            <pubDate>Tue, 12 May 2015 13:27:49 +0200</pubDate>
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        </item>
        
        
        <item>
            <title>SG #102: Gewerkschaften und Streiks</title>
            <description><![CDATA[<p>Deutschland ist derzeit im Chaos versunken. Naja, ganz so schlimm ist es nicht – aber dieses Jahr haben besonders viele Streiks stattgefunden. Darüber möchte ich Euch heute etwas erzählen.
<br />Es gibt in Deutschland viele Gewerkschaften. In einer Gewerkschaft tun sich Menschen zusammen, um ihre Arbeitssituation zu sichern und zu verbessern. Es gibt beispielsweise eine Gewerkschaft, die die Lokführer vertritt. Eine Gewerkschaft, die Dienstleistungsberufe vertritt. Eine Gewerkschaft für Ärzte, eine für Landwirte, eine für die Polizei und so weiter. 
<br />Eine Mitgliedschaft ist keine Pflicht – aber man kann sich in einer Gewerkschaft engagieren. Dazu wird man Mitglied und zahlt einen jährlichen Beitrag. Dafür bekommt man dann unterschiedliche Leistungen. Ich bin beispielsweise in einer Gewerkschaft, die mir rechtlichen Beistand gibt, wenn ich ein berufliches Problem habe. Sie bezahlt mir sozusagen einen Rechtsanwalt.
<br />Die ersten deutschen Gewerkschaften gab es vor ungefähr 150 Jahren. Damals gab es Streiks und Arbeitskämpfe, weil die Arbeiterklasse am Existenzminimum lebte, während es den Unternehmern und Herrschenden so gut ging wie noch nie. 
<br />Heute sind die Forderungen ähnlich. Die Arbeiter wollen gerechte Löhne. Sie wollen genug Geld verdienen, um ihren Job gut machen zu können und gut leben zu können. In Deutschland streiken derzeit zwei Berufsgruppen: Die Lokführer und die Erzieher. Das bedeutet: Der Eisenbahnverkehr ist momentan sehr eingeschränkt, und die Kindergärten haben geschlossen. Eltern müssen Lösungen finden, wie ihre Kinder dennoch betreut werden können, damit sie weiter arbeiten können. Wer Großeltern in der Nähe hat, hat Glück. Viele andere nehmen die Kinder mit in die Arbeit, nehmen Urlaub oder wechseln sich mit der Kinderbetreuung ab. Eine schwierige Situation. Die Erzieher rufen währenddessen zu Demonstrationen auf und machen ihren Kampf sichtbar.
<br />Oft geht es bei Streiks um die Tarifverträge. Diese Verträge sind für die ganze Branche vereinbart und legen beispielsweise das Gehalt von Erziehern fest. Tarifverträge müssen immer wieder an die aktuelle Situation des Landes angepasst werden. Man streitet also um Geld, um Arbeitszeiten, um Urlaubsansprüche, um Rentenansprüche – und wenn sich die Parteien (in diesem Fall die Gewerkschaft und die Arbeitgeber) nicht einig werden, streiken die Erzieher. Dies baut einen enormen Druck auf die Verhandlungen auf, ist aber das gute Recht von den Angestellten. Auch wenn die Bevölkerung selbst dann darunter leidet.
<br />Im Fall der Erzieher ist das Verständnis für die Streiks in der Bevölkerung recht hoch. Jeder weiß, wie wichtig der Job der Erzieher ist, und wie schlecht sie bezahlt werden. Hier in München können sich viele Erzieher nicht leisten, die Miete einer Wohnung zu bezahlen. Sie wohnen daher oft weit außerhalb und fahren zum Arbeiten in die Stadt. 
<br />Weniger Verständnis haben die Menschen, wenn beispielsweise die Piloten streiken. Sie gehören zu einer privilegierten Berufsgruppe, sie verdienen viel Geld und haben eine gesicherte Altersversorgung. Dennoch haben natürlich auch sie das Recht, zu streiken und ihre Interessen zu vertreten. Wenn aber Flüge annulliert werden und die Menschen nicht in den Urlaub fliegen können, fehlt oft das Verständnis.
<br />Ähnlich ist es, wenn die Lokführer streiken – dann fahren keine Züge, die Menschen kommen nicht zur Arbeit, die Straßen sind verstopft weil es überall Staus gibt, die Menschen sind sauer. Ihr seht also – Arbeitskämpfe sind schwierig. Wie ist das in Eurem Land? Schreibt doch unter slowgerman.com in die Kommentarfunktion, es würde mich sehr interessieren! 
<br />Übrigens: Für Premium Abonnenten gibt es jetzt auch Episoden, in denen ich Märchen vorlese. Viel Spaß damit!</p>]]></description>
            <pubDate>Tue, 26 May 2015 13:05:31 +0200</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
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            <title>SG #103: Spargel</title>
            <description><![CDATA[<p>Gerade ist in Deutschland Spargelzeit. Spargel ist ein Gemüse, auf das sich die Deutschen das ganze Jahr freuen – es gibt ihn nur im Frühjahr. Kein Gemüse wird in Deutschland auf so großen Flächen angebaut wie Spargel. Deutschland ist von allen europäischen Ländern der fleißigste Spargel-Lieferant. Ich werde Euch heute etwas darüber erzählen.
<br />Es gibt in Deutschland viele Regionen, die für ihren Spargel berühmt sind. Hier in Bayern sind das beispielsweise Schrobenhausen und Abensberg. Wer im Frühjahr durch diese Gegenden fährt, der sieht auf den Feldern die typischen Spargelanbauten: Das sind ungefähr kniehohe aufgeschüttete Hügel, die oben flach sind. Man kann diese Hügel auch Wall nennen. Viele derartige Reihen haben auf einem Feld Platz. 
<br />Unter der sandigen Erde wächst der Spargel heran – und sobald er oben aus der Erde guckt, wird die Wurzel abgeschnitten. Man nennt das Spargel stechen – denn dazu wird ein spezielles Messer verwendet, das den Spargel unter der Erde absticht. Eine anstrengende Arbeit auf dem Feld – da alles recht schnell gehen muss, werden meistens Erntehelfer aus dem Ausland dafür engagiert. Zweimal am Tag, morgens und abends, gehen die Erntehelfer über das Feld und sehen nach, ob neuer Spargel durch die Erde gewachsen ist.
<br />Bereits im März kann man den ersten Spargel aus Deutschland kaufen – dieser ist dann jedoch sehr teuer und stammt von Feldern, die sozusagen eine Heizung eingebaut haben, damit er schneller wächst. Während in vielen anderen Ländern vor allem der grüne Spargel gegessen wird, essen wir gerne weißen Spargel. Er ist dicker und muss unbedingt geschält werden, sonst schmeckt er nicht. 
<br />Ein traditionelles Essen besteht aus gekochtem Spargel mit einer sehr fetten Sauce Hollandaise oder zerlassener Butter und Kartoffeln. Dazu gibt es entweder gekochten Schinken, ein kleines Schnitzel oder Steak. Ich habe ein Saucenrezept von meiner Mama, das ich lieber mag: Frischkäse mit Orangensaft und Kresse gekocht – das schmeckt frisch und ist nicht so fettig.
<br />Natürlich kann man aus Spargel auch eine wunderbare Spargel-Cremesuppe kochen. Oder man lässt den Spargel abkühlen und isst ihn mit Essig und Öl als Salat. 
<br />Ihr merkt schon: Die Deutschen sind süchtig nach Spargel. Wir lieben dieses Gemüse. Zum Glück ist es gesund, Spargel zu essen. Am 24. Juni ist die Spargelzeit vorbei – dann essen wir wieder andere Gemüse. Aber bis dahin wünsche ich Euch guten Appetit!</p>]]></description>
            <pubDate>Tue, 09 Jun 2015 12:43:18 +0200</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
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            <title>SG #104: Halligen und Watt</title>
            <description><![CDATA[<p>Ich lebe in Süddeutschland, genauer gesagt in Bayern. Ganz am anderen Ende von Deutschland gibt es etwas, von dem ich Euch heute erzählen möchte: das Watt. Das gibt es zum Beispiel an der Nordsee.
<br />Ein Watt ist eine Fläche an der Küste. Wenn das Meer sich bei Ebbe zurückzieht, wird diese Fläche trocken – zumindest mehr oder weniger. Es wird eher eine matschige Ebene. Dabei handelt es sich nicht nur um wenige Meter, sondern wirklich breite Abschnitte. 
<br />Wenn Ebbe ist, kann man wunderbare Wattwanderungen machen. Denn es gibt viel zu sehen: Zum Beispiel wuseln Strandkrabben hin und her, man sieht Wattwürmer und Schnecken. Kinder spielen gerne im Watt, man kann auch mit Pferden durch das Watt reiten. Aber man muss vorsichtig sein – denn zwei Mal in 24 Stunden kommt die Flut, und das kann mitunter sehr schnell gehen. Wer dann zu weit vom Festland entfernt ist, für den wird es gefährlich.
<br />Wenn wir schon über die Küste reden, muss ich natürlich auch die Halligen erwähnen. Die Halligen sind kleine Inseln an der Nordseeküste. Es gibt zehn Halligen, sieben davon sind bewohnt. Die Halligen sind sehr flach, sie ragen nur wenige Meter aus dem Meer heraus – wenn eine starke Flut kommt oder ein Sturm, dann werden sie überschwemmt. Deswegen müssen die Pflanzen hier Salzwasser vertragen – und das tun sie auch. Die Häuser stehen auf künstlich aufgeschütteten Hügeln, damit sie trocken bleiben. 
<br />Rund 230 Menschen leben auf den sieben deutschen Halligen. Auf der größten Hallig leben 100 Menschen, auf den kleinen nur 2. Alles, was sie zum Leben brauchen, muss vom Festland entweder per Boot oder mit einer Lore zu den Inseln gebracht werden. Das ist ein kleines Fahrzeug auf Schienen. So wird auch die Post geliefert. Wenn es stürmt sind die Halligen vom Festland abgeschnitten, dann müssen sie auf besseres Wetter warten, bis der Postbote sich wieder auf den Weg machen kann. 
<br />Mittlerweile leben die meisten Menschen auf den Halligen vom Tourismus. Es ist eine ganz andere Art von Leben, ohne Autos, ohne Komfort. Schwierig wird es nur für die Kinder, die auf den Halligen heranwachsen – sie müssen irgendwann zum Studium oder für die Berufsausbildung aufs Festland umziehen.</p>]]></description>
            <pubDate>Tue, 23 Jun 2015 13:40:13 +0200</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
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            <title>SG #105: Die Tagesschau</title>
            <description><![CDATA[<p>Natürlich ändert sich das Fernsehprogramm ständig. Mal sind Talkshows gefragt, mal Spiele-Sendungen, mal Reality-Shows. Ihr merkt mal wieder: Auch hier hat das Denglisch bei uns Einzug gehalten. Jedenfalls gibt es einige wenige Sendungen, die es schon sehr lange gibt. Eine davon – wahrscheinlich die bekannteste – ist die „Tagesschau“.
<br />Die Tagesschau ist eine klassische Nachrichtensendung. Sie läuft in „Das Erste“, dem ersten deutschen Fernsehprogramm. Die Tagesschau beginnt um 20 Uhr, also um acht Uhr abends. Und weil sie schon immer zu dieser Zeit beginnt, haben sich alle anderen Sendungen an ihr orientiert. Deswegen fängt bei uns das so genannte Hauptabendprogramm um 20.15 Uhr an – nach der Tagesschau. Das muss ich glaube ich noch einmal betonen: Nicht nur in „Das Erste“ fängt das Abendprogramm um 20.15 Uhr an, sondern in allen deutschen Fernsehprogrammen! 
<br />Früher war es sogar so, dass man niemanden zwischen 20 Uhr und 20.15 Uhr angerufen hat – man telefonierte in dieser Zeit nicht, weil jeder die Tagesschau guckte. Heute ist das etwas entspannter geworden...
<br />Die Tagesschau gibt es seit dem 26. Dezember 1952. Damals hatte sie ungefähr 1000 Zuschauer. Heute sind es bis zu zehn Millionen. Gesendet wurde damals aus einem Bunker. 
<br />Die Tagesschau wird in Hamburg produziert, und zwar vom öffentlich-rechtlichen Sender NDR, also dem Norddeutschen Rundfunk. Es gibt nicht mehr nur die Hauptausgabe um 20 Uhr, sondern viele weitere Nachrichtensendungen der Tagesschau über den Tag verteilt. Natürlich ist die Sendung über die Jahre moderner geworden, aber das Grundgerüst hat sich nicht verändert. Die Tagesschau beginnt mit einem Gongschlag und mit einer Erkennungsmelodie. Dann begrüßt ein Nachrichtensprecher oder eine Nachrichtensprecherin das Publikum – er oder sie steht hinter einem Pult und liest die Nachrichten zwar von einem Teleprompter ab, hat aber dennoch die Texte auf Papier ausgedruckt noch einmal vor sich. Die Tagesschau strahlt Seriosität aus, das soll sich auch im Erscheinungsbild zeigen. Hier wird klassischer Journalismus gemacht: Das Wichtigste kommt zuerst, dabei geht es nicht nur um Nachrichten aus Deutschland, sondern um das Wichtigste aus aller Welt. Die Tagesschau-Redaktion kann sich auf ein Netz aus Korrespondenten auf der ganzen Welt verlassen. Während andere deutsche Nachrichtensendungen gerne auch mal Meldungen aus der Welt des Boulevards verkünden, hält sich die Tagesschau damit sehr zurück. Am Ende der Sendung kommt der Wetterbericht, es werden auch die Lottozahlen verkündet oder die aktuellen Börsenwerte. 
<br />Der größte Konkurrent der Tagesschau ist „heute“, die Nachrichtensendung vom Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF). Beide Sendungen haben einen großen Bruder. Später am Abend kommen die „Tagesthemen“, eine längere Nachrichtensendung, die angereichert ist mit Interviews und Kommentaren. Im ZDF gibt es das „heute journal“, das ähnlich gestrickt ist. 
<br />Es gibt übrigens auch eine gute Tagesschau-App für das Smartphone, die Eilmeldungen blitzschnell per Push-Nachricht vermeldet. So weiß man immer, was in der Welt gerade geschieht. </p>

<p>Das war es für heute – schaut Euch doch die Tagesschau einmal an, es gibt sie auch als Podcast! Und ich danke Euch sehr für die lieben Geschenke – drei von Euch hatten mir Wünsche von meinem Amazon-Wunschzettel erfüllt, das hat mich sehr gefreut. Danke auch für Eure Unterstützung in Form von PayPal-Spenden! Schöne Grüße aus dem heißen Deutschland, Eure Annik.</p>]]></description>
            <pubDate>Wed, 22 Jul 2015 21:21:53 +0200</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
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            <title>SG #106: Die Schultüte</title>
            <description><![CDATA[<p>Derzeit sind in Deutschland Sommerferien. Die Schulkinder haben frei, und zwar sechs Wochen lang. Auch viele Kindergärten schließen ihre Türen, dann aber meistens nur zwei bis drei Wochen lang. 
<br />Viele deutsche Kinder gehen in den Kindergarten. Sie beginnen ihre Zeit im Kindergarten, wenn sie drei Jahre alt sind, und gehen bis zum Schuleintritt in den Kindergarten. Wenn sie dann vom Kindergarten in die Schule wechseln, ist das natürlich ein großer Schritt. Aus Kindergartenkinder werden Schulkinder. Jetzt wird nicht mehr nur gespielt, sondern auch gelernt. Die Schulanfänger nennt man ABC-Schützen. Der erste Schultag spielt in ihrem Leben natürlich eine große Rolle. 
<br />Der erste Schultag wird gefeiert, und zwar meistens mit der ganzen Familie. Das Schulkind wird schick angezogen und bekommt eine Schultüte, und über diese Schultüte möchte ich Euch heute mehr erzählen. Die Schultüte oder auch Zuckertüte genannt ist rund 70-80 Zentimeter lang, also fast so groß wie das Kind selbst. Sie läuft spitz zu und hat oben meist einen Verschluss. Man kann Schultüten natürlich kaufen, aber viele Kindergartenkinder basteln ihre eigene Schultüte im Kindergarten. Sie rollen dazu festen Karton zu einer Tüte und kleben ihn fest. Dann verzieren sie die Schultüte mit all dem, was sie gerne mögen: mit Glitzeraufklebern, aus Katalogen ausgeschnittenen Bildern, kleinen Steinen oder anderen Dingen. 
<br />Die Schultüte wird dann von den Eltern gefüllt. Diese Tradition gibt es schon seit 1810. Damals bekamen die Kinder Nüsse, Früchte und Süßes in ihre Schultüten. Als ich ein Kind war bekam ich in der Schultüte Süßigkeiten geschenkt und ein Federmäppchen mit Stiften für die Schule. Heute werden die Inhalte immer teurer, es sind Spielsachen in den Schultüten und kleine Überraschungen. Die Kinder bekommen ihre Schultüte am Morgen des ersten Schultages. Dann gehen sie mit ihren Eltern in die neue Schule, werden dort von den Lehrern begrüßt und gefeiert. Nach dem ersten Schultag dürfen die Kinder dann endlich ihre Schultüten auspacken. So wird der erste Schultag fast zu einer Art Weihnachten – die Kinder sollen den Schulstart positiv in Erinnerung behalten. 
<br />Damit diese Erinnerung auch Jahrzehnte später noch funktioniert gehört es natürlich dazu, das Kind mit der Schultüte zu fotografieren. Wenn Ihr neugierig seid, wie ich mit meiner Schultüte aussah, dann geht auf slowgerman.com – dort werde ich ein Foto veröffentlichen. Ihr dürft gerne darüber lachen... Wenn Ihr auch ähnliche Fotos von Eurem ersten Schultag habt, würde es mich freuen, wenn Ihr sie bei Facebook postet oder per Twitter!</p>]]></description>
            <pubDate>Tue, 04 Aug 2015 14:30:23 +0200</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
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            <title>SG #107: Kaffee und Kuchen</title>
            <description><![CDATA[<p>Die Deutschen sind nicht gerade als Gourmets bekannt. Für viele von uns  ist  Essen nur Nahrungsaufnahme – kein Genuss. Aber was gibt es Schöneres auf der Welt, als etwas Leckeres zu trinken und zu essen? Deswegen möchte ich Euch heute eine typisch deutsche Angewohnheit näherbringen: Kaffee und Kuchen. 
<br />Die klassische Zeit für Kaffee und Kuchen ist der Sonntag. Man schläft länger als sonst, steht dann langsam auf, frühstückt ausgiebig, liest vielleicht eine Zeitung, isst lecker zu Mittag und geht dann spazieren. Das natürlich alles am Besten mit Freunden und der Familie. Gerne auch mit mehreren Generationen. Geht mal am Sonntag in einen deutschen Park – Ihr werdet sehen, wie viele Menschen sich dort tummeln. Sie gehen spazieren, unterhalten sich, besehen sich die Landschaft und freuen sich, dass sie nicht arbeiten müssen.
<br />Wer dann ein paar Kilometer hinter sich gebracht hat, der braucht natürlich eine Belohnung. Und diese Belohnung ist Kaffee und Kuchen. Hier gibt es zwei Varianten: Entweder man geht in ein Café und bestellt dort, oder man backt selbst und isst zu Hause. 
<br />Klassische Kuchen für den Sonntagnachmittag sind beispielsweise Käsekuchen mit Sahne oder Marmorkuchen in Gugelhupf-Form oder auch verschiedene Varianten von Apfelkuchen. Ein Foto von einem Gugelhupf stelle ich Euch auf slowgerman.com, damit Ihr wisst, was das ist. Es gibt auch Kuchen, die in verschiedenen Regionen von Deutschland ihren Ursprung haben: Die Schwarzwälder Kirschtorte zum Beispiel oder der Frankfurter Kranz. Rezepte verlinke ich Euch natürlich auch auf slowgerman.com.
<br />Wer es traditionell mag, der hat sogar ein bestimmtes Sonntagsgeschirr – ein besonders schönes oder teures Service, das nur am Sonntag benutzt wird. Manche essen während der Woche am Küchentisch – und nur am Sonntag dann am schönen Esstisch im Esszimmer. Die jüngeren Deutschen machen das beides nicht mehr – weil sie meistens gar kein Esszimmer haben in ihren kleineren Wohnungen. Aber die Tradition von Kaffee und Kuchen gibt es weiterhin. Bei uns auch – wobei das Lustige ist, dass wir meistens Tee trinken und Kuchen essen, es aber trotzdem Kaffee und Kuchen nennen. Das ist einfach ein feststehender Begriff.
<br />Wer sich aber für Kaffee entscheidet, der trinkt heute meistens moderne italienische Kaffee-Varianten wie Cappuccino oder Latte Macchiato, während es früher eher der klassische Filterkaffee war.  
<br />Es gibt übrigens noch eine Variante dieser Zwischenmahlzeit am Sonntag: Das Kaffeekränzchen oder den Kaffeeklatsch. Dazu treffen sich meist Frauen während der Woche am Nachmittag. Sie essen ebenfalls Kuchen, trinken Kaffee und reden. Wenn sie über andere Leute reden, nennt man das tratschen. Die Frauen wechseln sich mit dem Kuchenbacken ab, so dass Jede Mal die Gastgeberin ist. Wer tagsüber arbeitet, der hat für diese Treffen natürlich keine Zeit. Aber dafür gibt es ja Kaffee und Kuchen am Sonntag.
<br />Gibt es so eine Tradition auch in Eurem Land? Erzählt gerne davon in der Kommentarfunktion auf slowgerman.com, bei Facebook oder Twitter. Ich bin gespannt!</p>]]></description>
            <pubDate>Tue, 15 Sep 2015 20:53:29 +0200</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
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        <item>
            <title>SG #108: München</title>
            <description><![CDATA[<p>Die Sommerpause ist vorbei – jetzt geht es endlich weiter! Danke für Eure Geduld. 
<br />Das kann doch gar nicht wahr sein, dass ich noch keine Episode über meine Heimatstadt München gemacht habe! Ich lebe hier schon fast mein ganzes Leben lang und ich liebe diese Stadt. Es ist nicht einfach, eine Stadt in fünf Minuten zu beschreiben, aber ich werde es versuchen. Ich möchte Euch jetzt einfach alles erzählen, was mir spontan dazu einfällt, ok?
<br />München ist bekannt als „großes Dorf“. Es fühlt sich nicht an wie eine Stadt, sondern alles ist eher klein und gemütlich. Das hat mehrere Gründe. Zum einen ist München wirklich eine eher kleine Stadt – 1,4 Millionen Menschen leben hier. Zum anderen gibt es eine Regel, nach der in München keine Hochhäuser gebaut werden dürfen – nichts darf in der Innenstadt höher sein als die Frauenkirche, das Wahrzeichen Münchens. Die Frauenkirche ist eine große Kirche in der Nähe des Marienplatzes, mitten im Zentrum von München. Sie hat zwei Türme.
<br />Wenn ich an München denke, denke ich an die Isar. Die Isar ist ein recht kleiner Fluss, der durch die Stadt fließt. Hier fahren keine Schiffe, aber es gibt ein breites, steiniges Ufer. Hier gehen viele Menschen im Sommer gerne spazieren oder sie legen sich ans Wasser – oder sie grillen. An einer Stelle kann man in München übrigens sogar surfen – es gibt einen kleinen Bach, den Eisbach in der Nähe des Haus der Kunst, der eine künstliche Welle hat. Und hier sieht man bei jedem Wetter Männer und Frauen in Neoprenanzügen surfen.
<br />Ich denke an den riesigen Englischen Garten, den Park mitten in München, Münchens „grüne Lunge“. Ich denke an das Olympiazentrum, in dem 1972 die olympischen Spiele stattfanden – und leider auch das Olympia-Attentat einer palästinensischen Terrorgruppe.
<br />Zurück zu den schönen Seiten: München wird gerne „die nördlichste Stadt Italiens“ genannt, weil die Lebensart eher südländisch ist. Natürlich gehört das Oktoberfest zu München – jedes Jahr kommen sechs Millionen Besucher auf das größte Volksfest der Welt. Die Einheimischen tragen dann gerne Dirndl und Lederhosen, also Tracht. Das tun sie auch gerne, wenn sie in den Biergarten gehen. In München gibt es noch viele alte, traditionelle Brauereien, wie beispielsweise Augustiner. Was noch? BMW natürlich. München ist die Stadt der BMWs, nirgendwo auf der Welt fahren so viele BMWs durch die Gegend wie hier. 
<br />Politisch gesehen ist München rot. Während der Rest Bayerns größtenteils von der CSU regiert wird, also von den so genannten „Christsozialen“, den „Schwarzen“, ist München schon seit vielen, vielen Jahren in der Hand der SPD, der Sozialdemokraten, deren Farbe Rot ist. Das heißt, es gibt hier einen SPD-Bürgermeister. Und auch sonst ist München zwar die Landeshauptstadt von Bayern, aber auch irgendwie eine Insel. Vieles ist hier anders. Die Menschen sprechen zum Beispiel ein eher sanftes Bayerisch, wenn überhaupt. 
<br />Wenn ich an München denke, denke ich an die vielen Kunstmuseen, an das Deutsche Museum, das größte Technikmuseum der Welt. Aber ich denke auch an die düsteren Kapitel der Stadt. Adolf Hitler liebte München, und er lebte hier. Er nannte München die „Hauptstadt der Bewegung“. Im zweiten Weltkrieg wurden 90 Prozent der Altstadt zerstört. Noch heute gibt es viele Zeichen dafür, was der Krieg hier angerichtet hat. Und viele Denkmäler und Mahnmale. Das ist richtig und wichtig. Es gehört zur Stadt dazu.
<br />Ich lebe gerne in München. München ist gemütlich und sicher, sauber und bequem. Und ich bin stolz darauf, wie die Münchner die vielen Flüchtlinge aus Syrien und anderen Ländern in den vergangenen Wochen und Monaten aufgenommen haben. Sie waren hilfsbereit und warmherzig. 
<br />Wart Ihr schon einmal in München? Was fällt Euch ein, wenn Ihr an meine Stadt denkt? Ich freue mich auf Eure Kommentare!
<br />Die schneller gesprochene Version dieser Folge findet Ihr übrigens wie immer im Premium Podcast. Ebenso Lernmaterial. Näheres dazu auf www.slowgerman.com.</p>]]></description>
            <pubDate>Tue, 29 Sep 2015 14:02:55 +0200</pubDate>
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        <item>
            <title>SG #109: FKK</title>
            <description><![CDATA[<p>Wisst Ihr, was FKK ist? Die Abkürzung steht für Freikörperkultur. Ihr kennt das vielleicht als Nudismus. Es geht kurz und knapp um nackte Menschen. 1898 gab es in Essen den ersten FKK-Verein. Während man früher oft nackt gebadet hatte, wurde das immer mehr ein Tabu. Man zeigte sich nicht mehr nackt in der Öffentlichkeit, das galt als unmoralisch. Die FKK-Vereine wollten aber wieder zurück zur Natur. Für sie war Nacktheit nichts unmoralisches oder verwerfliches, sondern etwas ganz natürliches. 
<br />Vor allem in der DDR setzte sich die Freikörperkultur durch. An vielen Badeseen und am Meer gab es eigene FKK-Bereiche. Nacktheit wurde von vielen Bürgern toleriert. 
<br />Es gibt sogar eine Studie, die besagt, dass Deutschland weltweit die größte Akzeptanz von Nacktheit hat – angeblich waren ein Drittel der befragten Deutschen schon einmal nackt in der Öffentlichkeit unterwegs. Die meisten von ihnen haben wahrscheinlich nackt in einem See gebadet.
<br />Verboten ist es jedenfalls nicht, in Deutschland an einem See oder am Meer nackt zu sein. Hier in München ist es sogar eine touristische Attraktion: An einem bestimmten Ort in München sieht man nämlich bei schönem Wetter immer nackte Menschen. Im Englischen Garten, dem größten Park Münchens, gibt es einen kleinen Bach, der mitten durch das Gelände verläuft. An diesem Bach liegen im Sommer viele Menschen, und in einem bestimmten Bereich eben auch nackte Menschen. Die Münchner nennen sie „die Nackerten“. Es wirkt irgendwie ganz normal und natürlich, wenn die Menschen sich dort nicht anziehen, sondern so wie sie sind herumliegen. Man sagt dazu übrigens auch „so wie Gott sie schuf“. Also unbekleidet. Komisch ist es immer nur, wenn man selbst dort vollständig bekleidet spazieren geht – das wirkt immer, als wäre man ein Spanner. Ein Spanner ist ein Mensch, der nackte Menschen anglotzt, und zwar mit eindeutigem sexuellem Hintergrund. 
<br />Und nur um das noch einmal klarzustellen: FKK hat nichts mit Sexualität zu tun, es bedeutet nicht, dass hier Orgien stattfinden oder dass die Männer hier sofort über jede Frau herfallen. Nackt sind hier alte Menschen genau wie junge, Senioren wie Kinder, Männer und Frauen. Und es stört niemanden.
<br />Wie ist das in Eurem Land? Darf man sich nackt in der Öffentlichkeit aufhalten? Wie steht Ihr dazu? Ich freue mich über Eure Kommentare! 
<br />Die schneller gesprochene Version dieser Folge findet Ihr übrigens wie immer im Premium Podcast. Ebenso Lernmaterial. 
<br />Näheres dazu auf www.slowgerman.com.</p>]]></description>
            <pubDate>Tue, 13 Oct 2015 23:29:38 +0200</pubDate>
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        <item>
            <title>SG #110: Hofbräuhaus</title>
            <description><![CDATA[<p>Es gab einmal einen Herzog in Bayern, er hieß Wilhelm V. Ein Herzog ist ein hohes Mitglied des Adels, in England wäre das ein Duke. Dieser Herzog jedenfalls wollte am Wittelsbacher Hof, also dem Sitz seiner Familie, immer genügend Bier zur Verfügung haben. Das Bier musste er von kleinen privaten Brauereien kaufen – oder sogar aus anderen Bundesländern importieren. Das wollte er nicht mehr, weil es zu teuer war. Er wollte lieber, dass in München selber Bier gebraut wurde. Also gab er den Auftrag, ein Hofbräuhaus zu bauen. Das war 1589. Und diese Geschichte ist kein Märchen, sondern wahr. 
<br />Jetzt wisst Ihr also schon einmal, woher das Hofbräuhaus seinen Namen hat: Hof, weil es den Hof beliefern sollte, also die Adeligen. Bräu weil hier Bier gebraut wurde – und Haus ist klar, oder? 
<br />Im Hofbräuhaus wurde Braunbier gebraut. Etwas anderes durfte man hier nicht brauen, denn Weißbier durfte nur eine Familie im Bayerischen Wald brauen. Als der letzte Nachkomme dieser Familie starb, sicherte sich der Sohn des Herzogs dieses Recht. Somit durfte im Hofbräuhaus auch Weißbier gebraut werden. Schnell wurde das Bier beliebt und das Hofbräuhaus wurde zu klein, also musste ein Neubau her – am heutigen „Platzl“. Ab 1608 wurden hier Braunbier und Weißbier gebraut. Ab 1610 durften auch Wirte und normale Bürger das Bier kaufen. 
<br />1828 erlaubte dann König Ludwig I., dass im Hofbräuhaus auch gleich getrunken werden durfte – vorher war es sozusagen nur die Fabrik für Bier. Bald kamen die ersten Touristen. Das Hofbräuhaus wurde dann verlegt, und zwar in die Innere Wiener Straße – dort ist auch heute noch der Hofbräukeller ein beliebter Gasthof mit großem Biergarten. Hier wurde von nun an das Bier gebraut. Nach einigen Umbau- und Neubauarbeiten wurde das Hofbräuhaus am Platzl 1897 zum Gasthof ohne Brauerei – so wie wir es heute kennen. Im Hofbräuhaus wurde nicht nur Bier gemacht, sondern auch Politik: Hier wurde 1919 die Münchner Räterepublik ausgerufen und die Brauerei gehörte von nun an dem Staat. Noch etwas passierte hier – leider mit weitreichenden Folgen: 1920 wurde im Hofbräuhaus die NSDAP gegründet. 1945, also gegen Ende des Zweiten Weltkrieges, wurde das Hofbräuhaus zerstört – danach wieder aufgebaut. Täglich kommen nun bis zu 35.000 Besucher hierher.
<br />Heute ist das Hofbräuhaus eine große Gaststätte, die natürlich für Touristen weiterhin interessant ist. Aber auch viele Einheimische kommen regelmäßig hierher, es gibt Stammtische für die Stammgäste, sie haben hier sogar ihre eigenen Bierkrüge „geparkt“. Meistens gibt es zum Essen und dem Bier traditionelle bayerische Blasmusik. Und im Sommer kann man wunderbar im Innenhof im Biergarten sitzen. Insgesamt haben 3500 Menschen Platz im Münchner Hofbräuhaus. 
<br />Auf dem Oktoberfest gibt es ein Hofbräu-Festzelt – es gehört zu den größten Zelten auf der Wiesn. Hier können 10.000 Menschen gleichzeitig feiern! Seit 1987 wird nicht mehr in der Innenstadt das Bier gebraut, sondern am Stadtrand, in München-Riem. Hier im Osten der Stadt ist auch die Messe München angesiedelt. 
<br />Wenn Ihr in den USA lebt, könnt Ihr übrigens auch in ein echtes Hofbräuhaus gehen: Es wurde 2004 in Las Vegas eröffnet. Auch in Tokio steht eines, in Dubai und in Seoul. Hofbräu ist zum Franchise-System geworden. In diesem Sinne: Prost!</p>]]></description>
            <pubDate>Wed, 28 Oct 2015 23:25:14 +0100</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
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            <title>Going shopping. Absolute Beginner #07</title>
            <description><![CDATA[<p>Welcome to Absolute Beginner Nr. 7. Let's go shopping today! First of all there's a difference. We use the word „shopping“ when it's buying something for fun, like clothes or DVDs. But we use the German word „Einkaufen“ if we want to go grocery shopping. Let's start with that. Imagine we are in a supermarket. You need a shopping cart for all the things you want to buy. You don't see them so you ask somebody: „Entschuldigung, wo sind die Einkaufswagen?“ If you want to buy only a few things, you don't need a shopping cart, but a small basket. You ask: „Entschuldigung, wo sind die Einkaufskörbe“?</p>

<p>Then you go and pick up the things you need. Let's say you can't find mustard. Then you ask: „Entschuldigung, wo finde ich den Senf?“ Or „Entschuldigung, wo ist der Senf?“. You see, all these questions start with „Entschuldigung“. It just means „excuse me“ and is a polite way to catch somebody's attention. „Entschuldigung“.</p>

<p>You then go to the „Kasse“ to pay. Maybe the cashier asks you: „Brauchen Sie eine Tüte?“ If you want to have a bag to put your groceries in, you say: „Ja, bitte“. If not you say: „Nein, danke“. Usually these bags cost money in supermarkets, but not in clothing stores. If you want to pay cash, then please go ahead. If not, you say: „Ich möchte bitte mit Karte zahlen“. Or shorter: „Mit Karte bitte“. Then you can pay with debit card, sometimes even with credit card, although they are not as common in Germany as in some other countries. Before you leave the store you can say „Auf Wiedersehen“ to the cashier.</p>

<p>Let's go shopping now, to a clothing store. You want to try on a pair of jeans, but can't find the dressing room. You ask somebody working there: „Entschuldigung, wo sind die Umkleiden?“ If you are in the dressing room, maybe somebody will ask you: „Passt alles?“ meaning something like: „Does it fit well?“ You can answer with: „Ja, danke“ or with: „Nein, die Hose ist zu klein“ or „Nein, die Hose ist zu groß“ or „Nein, die Hose ist zu eng“ or „Nein, die Hose ist zu lang“. You see, there's many things that can be wrong with a pair of pants. „Klein“ means small, „groß“ means big, „eng“ means tight and „lang“ means long. Oh, I almost forgot the pants can be too short, too. „Nein, die Hose ist zu kurz“. That never happens to me. ;-)</p>

<p>Maybe you see something but you can't decide whether to buy it or not. You want them to hold on to it for you until you make your decision. You say: „Können Sie mir das bitte zurücklegen?“ or „Kann ich das bitte zurücklegen lassen?“ </p>

<p>Or did you buy something and realized it was too small? Then take it back and say: „Ich möchte das bitte umtauschen“, to exchange it for the right size. </p>

<p>Well, that's it for today. Viel Spaß beim Einkaufen! Have fun shopping!</p>]]></description>
            <pubDate>Mon, 09 Nov 2015 20:46:07 +0100</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
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            <title>SG #111: Lufthansa</title>
            <description><![CDATA[<p>Die Lufthansa ist eine der größten Fluggesellschaften der Welt. Sie wurde 1926 gegründet, als zwei Fluggesellschaften zusammengefasst wurden. 162 Flugzeuge hatte die Firma damals, viele davon waren Militärflugzeuge aus dem Ersten Weltkrieg. Die Heimat der Lufthansa war Berlin, genauer gesagt der Flughafen Tempelhof, der heute nicht mehr in Betrieb ist, aber den Berlinern als Park dient. Wenn Ihr Berlin besucht, könnt Ihr auf dem Rollfeld spazieren gehen!
<br />Zu Beginn der Fliegerei flog man wenn möglich nur bei Tageslicht und gutem Wetter – erst später lernten die Piloten etwas Neues: Den so genannten Instrumentenflug. Anstatt auf die eigenen Augen konnten sie sich nun auf die Instrumente im Cockpit verlassen – und somit auch im Dunkeln fliegen, oder bei schlechtem Wetter. Instrumente sind in diesem Fall natürlich keine Musikinstrumente, sondern Anzeigen über die Höhe oder Richtung des Fluges.
<br />Die Lufthansa führte sehr früh Linienflüge ein: Der erste startete 1926 von Berlin über Halle, Erfurt und Stuttgart nach Zürich. Die extra für Passagiere ausgestattete Maschine hatte übrigens schon das weltberühmte Logo auf der Heckflosse: Einen gelben Kranich auf blauem Grund. Ein Linienflug ist ein Flug, der nach einem bestimmten Flugplan verkehrt. Er fliegt beispielsweise immer am Montag um 15 Uhr von London nach München. Das Gegenteil sind Charterflüge – sie werden zum Beispiel extra vom Reiseveranstalter für Urlauber gebucht, die nach Mallorca fliegen möchten.
<br />Auch die Flug-Strecken wurden immer weiter – während die Lufthansa am Anfang noch von einer deutschen Stadt zur anderen flog, machte man sich nun auf den Weg nach Südamerika und in ähnlich weit entfernte Regionen. Schon 1928 flog eine Maschine von Berlin nach Tokio.
<br />Der Zweite Weltkrieg bedeutete natürlich auch für die Lufthansa große Veränderungen. Adolf Hitler bekam im Wahlkampf ein Flugzeug zur Verfügung gestellt – kostenlos. Dann wurden fast alle Lufthansa-Flugzeuge in die deutsche Luftwaffe integriert – die Lufthansa wurde zum Transportunternehmen. Sie beschäftigte übrigens auch Zwangsarbeiter – wie viele Firmen, die heute noch existieren. Nach Kriegsende wurde die Lufthansa von den Alliierten aufgelöst. Genauer gesagt war das damals die alte „Deutsche Lufthansa AG“.
<br />1953 wurde dann die neue Lufthansa gegründet – sie war zunächst in staatlichem Besitz. 1966 konnte man dann Lufthansa-Aktien kaufen. 1997 wurde die Lufthansa privatisiert. Sie hat ihren Sitz in Köln und hat weltweit fast 119.000 Mitarbeiter. 106 Millionen Menschen fliegen pro Jahr mit der Lufthansa und den Fluggesellschaften, die mittlerweile zu ihr gehören, wie beispielsweise Austrian Airlines oder Germanwings. 
<br />Die Lufthansa selbst hat 272 Passagiermaschinen im Einsatz, davon 14 Airbus A380, also die fliegenden Riesen. Ihre Tochtergesellschaften haben noch einmal 376 Flugzeuge. Die Maschinen der Lufthansa sind im Schnitt zehn Jahre alt – da kann man beruhigt einsteigen, oder? Neben dem Geschäft mit den Passagieren gibt es auch die Fracht – die Lufthansa transportiert verschiedenste Güter von A nach B, soweit ich weiß sogar Rennpferde. 
<br />Leider hatte die Lufthansa schon einige Unfälle – zum Glück aber seit 1993 keinen mehr. Im Gedächtnis sind dagegen noch die Entführungen, die es vor allem in den 70er-Jahren gab: 1977 wurde beispielsweise die Lufthansa-Maschine „Landshut“ auf dem Weg von Palma de Mallorca nach Frankfurt entführt, der Pilot wurde ermordet. Es gibt bedrückende Spielfilme, die diesen Vorfall thematisieren. Im neuen Jahrtausend gab es zum Glück noch keine Lufthansa-Entführungen – hoffen wir, dass es so bleibt. Allerdings machte  Germanwings traurige Schlagzeilen, als ein Pilot mitsamt der Maschine und allen Menschen an Bord Selbstmord beging. Das war erst vor wenigen Monaten. Die Lufthansa sagte daraufhin ihre Jubiläumsfeier ab – aus Rücksicht auf die Hinterbliebenen der Opfer.
<br />Somit nimmt diese Folge über die Lufthansa ein trauriges Ende. Ich wünsche Euch aber dennoch einen guten Flug!</p>]]></description>
            <pubDate>Tue, 24 Nov 2015 12:11:51 +0100</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
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            <title>SG #112: Winter</title>
            <description><![CDATA[<p>Es ist kaum zu glauben: Am Wochenende war es hier in München so warm, dass die Menschen draußen in den Biergärten saßen. Das ist für unsere Region hier sehr untypisch – normalerweise ist der Dezember sehr kalt. Oft schneit es schon Anfang November, und erst im April werden wir es wieder wärmer haben. Ein halbes Jahr Winter – das ist normal in Deutschland. Aber wir haben uns an die vier Jahreszeiten gewöhnt und genießen es – mal mehr und mal weniger. Natürlich nervt es manchmal, dass es immer kalt ist. Aber es hat auch seine schönen Seiten.
<br />Wenn der Herbst langsam zu Ende geht müssen wir hier in Süddeutschland erstmal in die Autowerkstatt: Reifen wechseln. Die Sommerreifen werden abmontiert, die Winterreifen aufgezogen. Ich mache das nicht in der Werkstatt, sondern mit meinem Papa zusammen. Das macht richtig Spaß, auch wenn es sehr anstrengend ist. Was nervt ist, dass man sein Auto morgens ausgraben muss, wenn über Nacht Schnee gefallen ist. Die Scheibe muss freigekratzt werden, damit man wieder durchsehen kann. Das dauert ganz schön lange!
<br />Im Winter werden die Kerzen aus dem Keller geholt und wir zünden sie an. Vor Weihnachten stellen wir den Adventskranz aus Tannenzweigen mit seinen vier großen Kerzen auf den Tisch. Jede Woche zünden wir eine neue Kerze an – bis Weihnachten ist. Am Ende brennen also alle vier Kerzen. Dann trinken wir Tee, Kaffee und essen dazu selbstgebackene Plätzchen. Plätzchen, so heißen die kleinen Gebäckstücke hier im Süden – im Norden sagt man Kekse dazu. Es gibt viele Rezepte für Plätzchen – Kokosmakronen, Vanillekipferl, Zimtsterne oder Spitzbuben zum Beispiel. Und natürlich Lebkuchen. Süßes gehört zur Vorweihnachtszeit dazu, genauso wie Gewürze wie Zimt, Vanille oder Orangenduft.
<br />Am schönsten ist es natürlich, wenn draußen Schnee liegt und trotzdem die Sonne scheint. Dann können wir einen Spaziergang im Schnee machen. Wir können einen Schneemann bauen oder eine Schneeballschlacht machen – dazu bewerfen wir uns mit Kugeln aus Schnee. Wer selber ein Haus hat, der muss früh morgens den Bürgersteig freiräumen – hier darf kein Schnee mehr liegen, wenn die Leute zur Arbeit gehen. Das kann ganz schön anstrengend sein!
<br />Natürlich können wir im Winter auch Skifahren oder mit dem Schlitten die Hügel hinuntersausen. Für Kinder ein großer Spaß – und für die Erwachsenen natürlich auch. Viele gehen im Winter auch gerne Schlittschuhlaufen. Sie fahren mit ihren Schlittschuhen auf der Eisfläche im Kreis.
<br />Wichtig ist im Winter vor allem gute Kleidung. Männer tragen dann lange Unterhosen, die sehen aus wie Leggings. Frauen und Kinder tragen eher Strumpfhosen. Dann am Besten Zwiebel-Look: Also viele verschiedene Lagen übereinander. Ein T-Shirt, darüber ein Hemd und noch ein Wollpulli. So bleibt einem schön warm und man kann trotzdem eine Schicht ausziehen, wenn man in ein Café geht. Und dann natürlich Mütze, Schal und Handschuhe! Und ein dicker Daunen-Anorak, also eine dicke Jacke, die mit Federn gefüllt ist. Das hält warm.
<br />Vor Weihnachten gehen wir gerne auf den Christkindlmarkt – er heißt im Norden Weihnachtsmarkt. Dort kann man an kleinen Buden Geschenke kaufen und Christbaumschmuck, aber auch und vor allem leckere Dinge essen und trinken. Hier trinken wir Glühwein oder Kinderpunsch – das ist die Variante ohne Alkohol. Das sind heiße Getränke mit vielen weihnachtlichen Gewürzen drin. Wir stehen zusammen in der Kälte und unterhalten uns. Ist das komisch für Euch? Wie sieht Euer Winter aus? Schreibt gerne in die Kommentarfunktion!</p>]]></description>
            <pubDate>Wed, 09 Dec 2015 20:08:45 +0100</pubDate>
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            <itunes:author>Annik Rubens</itunes:author>
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            <title>SG #113: Kochen und Backen</title>
            <description><![CDATA[<p>Die Weihnachtszeit ist immer auch eine Zeit des Kochens und Backens. Denn gutes Essen verkürzt den langen Winter und macht einfach Spaß! 
<br />Im Advent, also in den vier Wochen vor Weihnachten, backen viele Deutsche Plätzchen. Das sind kleine Kekse, die es nur in der Vorweihnachtszeit gibt. Ich habe Euch schon davon erzählt – wir backen Vanillekipferl, Zimtsterne, Engelsaugen und ähnliches. Um die Rezepte zu verstehen, muss man einiges lernen. Wir messen unsere Zutaten auf einer Küchenwaage ab. Wir brauchen also 200 Gramm Mehl oder 150 Gramm Zucker. Die Zutaten werden in einer Schüssel vermischt. Dann muss man beispielsweise noch ein Ei trennen – es also aufteilen zwischen Eiweiß und Eigelb. Oder das Eiweiß zu Eischnee schlagen. Also so lange mit dem Rührgerät rühren, bis das Eiweiß fest wird. Und diesen Eischnee dann unterheben – also vorsichtig unter die anderen Zutaten rühren.
<br />Andere Maßeinheiten sind für uns noch Esslöffel und Teelöffel. Das sind also die kleinen und großen Löffel, mit denen wir auch essen – normales Besteck. Und es gibt noch die Prise – eine Prise Salz ist zum Beispiel genau das, was zwischen Daumen und Zeigefinger passt. Flüssigkeiten messen wir mit einem Messbecher ab, und zwar in Millilitern. Wenn der Teig fertig ist, schieben wir den Kuchen in den Backofen und backen ihn, bis er fertig ist. 
<br />Beim Kochen verwenden wir die gleichen Maßeinheiten. Also Gramm, Esslöffel und Teelöffel oder Prise. Wir stellen einen Topf auf den Herd, oder eine Pfanne. In einem Topf wird eher gekocht, in einer Pfanne gebraten. Wir braten also in etwas Öl Fleisch in einer Pfanne an und kochen im Topf eine Suppe. Dann brauchen wir etwas, damit das Essen auch schmeckt. Dazu nehmen wir entweder Gewürze wie Curry und Paprika oder Kräuter wie Oregano und Basilikum. 
<br />Wir salzen und pfeffern unser Essen, rühren mit dem Kochlöffel um und müssen die Sauce am Ende vielleicht noch aufkochen, also kochen bis sie Blasen wirft. Am Ende können wir unser Essen noch mit Käse überbacken – zum Beispiel wenn wir Nudeln gekocht haben. Dann streuen wir geriebenen Käse über die Nudeln, die in einer Auflaufform sind. Die Auflaufform stellen wir dann noch einige Minuten in den Backofen, damit der Käse schmilzt. 
<br />Bevor wir das Essen servieren können, müssen wir den Tisch decken. Wir stellen Teller auf den Esstisch, legen Besteck dazu und eine Serviette. Gläser dürfen auch nicht fehlen und Getränke. Manche stellen einfach die Töpfe auf den Tisch, damit sich jeder bedienen kann. Andere richten schöne Portionen in der Küche an und servieren die fertigen Teller mit dem Essen am Tisch. 
<br />Gerade an Feiertagen wie an Weihnachten gibt es mehrere Gänge, also eine Vorspeise, eine Hauptspeise und eine Nachspeise. Und bevor wir anfangen zu essen wünschen wir uns einen guten Appetit! 
<br />Danach müssen wir noch den Tisch abräumen, das Geschirr spülen oder in die Spülmaschine einräumen und die Reste in den Kühlschrank stellen. Fertig.</p>]]></description>
            <pubDate>Tue, 22 Dec 2015 12:50:00 +0100</pubDate>
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            <title>SG #114: Til Schweiger</title>
            <description><![CDATA[<p>Deutschland redet momentan über Til Schweiger. Til Schweiger ist ein Schauspieler. Er wurde 1963 in Freiburg geboren, also im Süden Deutschlands. </p>

<p>Er wurde bekannt, als er in den 90er-Jahren in der Fernsehserie „Lindenstraße“ mitspielte und im Kinofilm „Manta, Manta“. Viele machten sich über ihn lustig – er nuschelt sehr, das heißt er spricht sehr undeutlich, und seine Stimme klingt nasal, also als wäre seine Nase zu.</p>

<p>Es folgten weitere Filme wie die Komödie „Der bewegte Mann“ oder „Knocking on Heaven's Door“. Er machte auch Ausflüge nach Hollywood und spielte mit Keira Knightley und Angelina Jolie. Auch in „Inglorious Basterds“ war er zu sehen.</p>

<p>Soweit, so gut. Das klingt alles nach einem normalen, erfolgreichen Schauspieler-Lebenslauf. Aber es ging weiter. Til Schweiger machte den Film „Keinohrhasen“, eine harmlose kleine Komödie, die im Kino lief. Er schrieb das Drehbuch, führte Regie, spielte selber mit und seine vier Kinder waren ebenfalls mit dabei. Und er war der Produzent. Also eine One-Man-Show. Fast 6,3 Millionen Deutsche sahen den Film. Die Fortsetzung „Zweiohrküken“ funktionierte genauso – 4,2 Millionen Menschen sahen ihn im Kino. </p>

<p>Das Erfolgsrezept war gefunden – Til Schweiger machte weiter. 2011 brachte er eine weitere Komödie ins Kino, „Kokowääh“. Wieder 4,3 Millionen Zuschauer. Auch hier gab es wieder eine Fortsetzung. 2015 war sein neuer Film im Kino, „Honig im Kopf“. Darin geht es um einen alten, dementen Mann (gespielt von Dieter Hallervorden, einem beliebten deutschen Komiker) und ein kleines Mädchen. Der Film lockte 7,19 Mio. Menschen ins Kino und ist damit auf Platz 6 der erfolgreichsten deutschen Filme seit 1968.</p>

<p>Ist Til Schweiger in Deutschland beliebt? Schwer zu sagen. Die Menschen sehen gerne seine Filme, aber viele mögen ihn als Person nicht. Seine Filme sind Familienfilme mit viel Gefühl, nicht sehr kompliziert, massentauglich könnte man auch sagen. Er selbst scheint ein Problem mit Kritik zu haben – da Journalisten seine Filme oft nicht mögen, dürfen sie die Filme vor Kinostart nicht mehr sehen. </p>

<p>Einen Coup landete Til Schweiger, als er Tatort-Kommissar wurde. Der Tatort ist die älteste Krimi-Reihe in Deutschland, die jeden Sonntagabend im Fernsehen läuft. Til Schweigers Tatort-Fälle sind anders als andere. Sie sind brutaler. Der erste Fall knackte Rekorde – 12 Millionen Menschen schalteten den Fernseher ein, um ihn zu sehen. Gerade liefen zwei weitere Folgen im Fernsehen – allerdings nicht sehr erfolgreich. Und am nächsten Tag machte Til Schweiger Schlagzeilen, weil er bei Facebook einen Post absetzte, der viele verwunderte. Darin beschimpfte er Kritiker und andere Tatort-Kommissare. Nicht sehr professionell und kollegial. Hatte er Alkohol getrunken? Weiß man nicht. Ich finde, es klingt so. Til Schweiger macht gerne derartige Schlagzeilen – vor einiger Zeit ohrfeigte er einen anderen erfolgreichen deutschen Schauspieler in der Öffentlichkeit...</p>

<p>Bildet Euch selbst Eure Meinung – alle vier Tatort-Folgen sind derzeit in der Mediathek zu sehen – das gilt aber leider nur im Januar 2015. Den Link seht Ihr auf www.slowgerman.com.
<br />http://www.daserste.de/unterhaltung/krimi/tatort/videos/index.html</p>]]></description>
            <pubDate>Fri, 08 Jan 2016 14:05:02 +0100</pubDate>
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