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    <title>CNA Deutsch</title>
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    <description>CNA Deutsch ist eine Nachrichtenagentur der ACI Gruppe — ein Service von EWTN News mit Hauptsitz in Washington, D.C.</description>
    <language>en</language>
    <copyright>Copyright © 2026, CNA Deutsch</copyright>
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      <title>CNA Deutsch</title>
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          <item>
        <title>„Blasphemische Farce“: Civitas Schweiz erwägt Strafanzeige gegen Genfer Queer-Festival</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/26243/blasphemische-farce-civitas-schweiz-erwagt-strafanzeige-gegen-genfer-queer-festival</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Die katholische Bewegung Civitas Schweiz hat eine Strafanzeige gegen das Genfer Queer-Filmfestival „Everybody’s Perfect“ in Erwägung gezogen. Anlass ist der Dokumentarfilm „Hunky Jesus“, den das Festival trotz der Forderung von Civitas nach einer Streichung im Programm behielt und am 17. Oktober zeigte. In den sozialen Netzwerken prangerte Civitas eine „abscheuliche, blasphemische Farce“ an.</p>
<p>„Dieses Festival ist eine öffentliche Veranstaltung. Wir sind in unseren religiösen Überzeugungen verletzt, die Meinungs- und Kunstfreiheit kann die Verachtung des Heiligen nicht in eine kulturelle Tugend verwandeln“, sagte Civitas-Präsident Alain Späth der Genfer Tageszeitung „<a href="https://www.tdg.ch/geneve-civitas-veut-porter-plainte-contre-un-festival-queer-393638056439">Tribune de Genève</a>“. Er berief sich darauf, dass das Festival den Film in seiner Programmbeschreibung selbst als blasphemisch bezeichne.</p>
<p>„Hunky Jesus“ handelt von einem Wettbewerb, bei dem jedes Jahr zu Ostern in einem Park in San Francisco der „sexieste Jesus-Doppelgänger“ <a href="https://www.kath.ch/newsd/civitas-protestiert-in-genf-gegen-blasphemischen-queer-film/">gewählt</a> wird. Organisiert wird er von den „Sisters of Perpetual Indulgence“, einer Gruppe als Nonnen verkleideter Männer.</p>
<p>„Ihre Bewegung entstand dort im Jahr 1979, gegründet von Schwulen, die der christlichen Botschaft zutiefst verbunden waren, um dem vorherrschenden religiösen Konservatismus entgegenzuwirken“, heißt es auf der Webseite des Festivals über die Gruppe. „Anschliessend verbreiteten sie sich über die ganze Welt, um soziale Gerechtigkeit, Menschenrechte und ‚universelle Freude‘ zu fördern.“</p>
<p>Über den Film selbst <a href="https://www.everybodysperfect.ch/events/hunky-jesus/">schrieben</a> die Veranstalter: „Der Film verwebt skurrile Reinkarnationen und blasphemische Kabarettnummern mit Chroniken der aufregenden und kämpferischen Geschichte der Schwestern. Er entführt mit Leichtigkeit und Scharfsinn mitten in eine andere Welt. Wo man ‚Scham und Schuld sühnt‘, wo man aufhört, zwischen seinem Glauben und seinen Wünschen hin- und hergerissen zu sein, und wo man fröhlich die Gemeinschaften feiert.“</p>
<p>Die Stadt Genf unterstützt das Festival nach Angaben der „Tribune de Genève“ mit 116.000 Franken. Civitas zeigte sich erstaunt, dass eine öffentliche Körperschaft eine Veranstaltung unterstütze, „die eine für Millionen von Gläubigen so bedeutende Gestalt wie Jesus Christus ins Lächerliche zieht“.</p>
<p>Nachdem das Festival eine Streichung des Films abgelehnt hatte, beantragte Civitas beim Kanton die Erlaubnis, während der Vorführung vor dem Kino Grütli den Rosenkranz zu beten. Laut dem französischen Portal Médias-Presse-Info hatten Civitas International und Civitas Suisse für den 17. Oktober um 16:30 Uhr zu einer Mobilisierung in Genf aufgerufen.</p>
<p>„Gegenstand dieser Mobilisierung wird es sein, die Vorführung eines angeblichen ‚Dokumentarfilms‘, der ausdrücklich blasphemisch ist, in der Maison des Arts du Grütli in Genf durch das Beten des Rosenkranzes öffentlich wiedergutzumachen“, schrieb das Portal.</p>
<p>Das kantonale Departement für Institutionen lehnte den Antrag von Civitas ab: In Genf müssten religiöse Veranstaltungen im privaten Bereich stattfinden und seien im öffentlichen Raum nur ausnahmsweise erlaubt. Zudem sei der Antrag zu spät gestellt worden.</p>
<p>Späth <a href="https://www.kath.ch/newsd/civitas-protestiert-in-genf-gegen-blasphemischen-queer-film/">kündigte</a> an, die Entscheidung zu respektieren, aber Rekurs einzulegen. „Das Beten des Rosenkranzes ist nicht der Kern der Veranstaltung, bei der es sich um eine politische Kundgebung handelt – ein vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte garantiertes Recht. Und wir haben erst vor einer Woche von dieser Vorführung erfahren“, sagte er.</p>
<p>Die Festivalleitung hat in einem Schreiben an Civitas erklärt: „Wir haben nicht die Absicht, die Vorführungen dieses Films abzusagen. Wir sind ein Festival, das alle Formen von Vielfalt verteidigt und für den Respekt gegenüber allen eintritt, aber auch für die Vielfalt der Standpunkte und Sichtweisen. Dieser Film erzählt eine für LGBTIQ+-Personen wesentliche Geschichte, den Einsatz von Menschen im Kampf gegen HIV/Aids, von Menschen, die ihrem Glauben und der christlichen Botschaft zutiefst verbunden sind.“</p>
<p>„Sie beurteilen einen Film, den Sie nicht gesehen haben. Niemand wird gezwungen, ihn sich anzusehen“, hieß es weiter. Dass ein Werk als beleidigend empfunden werde, reiche nicht aus, um eine Straftat zu begründen.</p>
<p>Nach katholischer Lehre ist Gotteslästerung „ein direkter Verstoß gegen das zweite Gebot“. Der Katechismus der Katholischen Kirche hält fest: „Das Verbot der Gotteslästerung erstreckt sich auch auf Worte gegen die Kirche Christi, die Heiligen oder heilige Dinge.“ Sie ist „in sich eine schwere Sünde“ (KKK 2148).</p>
<p>Laut „Tribune de Genève“ geht es Civitas um eine Verletzung religiöser Überzeugungen. Das Schweizer Strafgesetzbuch bestraft in Artikel 261 mit Geldstrafe, wer „öffentlich und in gemeiner Weise die Überzeugung anderer in Glaubenssachen, insbesondere den Glauben an Gott, beschimpft oder verspottet“.</p>
<p>Civitas wurde 1999 gegründet und steht der Priesterbruderschaft St. Pius X. nahe. In Frankreich wurde die Bewegung Anfang Oktober 2023 aufgelöst. Sie galt dort als Bedrohung für die Republik. In der Schweiz ist Civitas weiterhin aktiv.</p>]]>
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          <![CDATA[<p>Die katholische Bewegung Civitas Schweiz hat eine Strafanzeige gegen das Genfer Queer-Filmfestival „Everybody’s Perfect“ in Erwägung gezogen. Anlass ist der Dokumentarfilm „Hunky Jesus“, den das Festival trotz der Forderung von Civitas nach einer Streichung im Programm behielt und am 17. Oktober zeigte. In den sozialen Netzwerken prangerte Civitas eine „abscheuliche, blasphemische Farce“ an.</p>
<p>„Dieses Festival ist eine öffentliche Veranstaltung. Wir sind in unseren religiösen Überzeugungen verletzt, die Meinungs- und Kunstfreiheit kann die Verachtung des Heiligen nicht in eine kulturelle Tugend verwandeln“, sagte Civitas-Präsident Alain Späth der Genfer Tageszeitung „<a href="https://www.tdg.ch/geneve-civitas-veut-porter-plainte-contre-un-festival-queer-393638056439">Tribune de Genève</a>“. Er berief sich darauf, dass das Festival den Film in seiner Programmbeschreibung selbst als blasphemisch bezeichne.</p>
<p>„Hunky Jesus“ handelt von einem Wettbewerb, bei dem jedes Jahr zu Ostern in einem Park in San Francisco der „sexieste Jesus-Doppelgänger“ <a href="https://www.kath.ch/newsd/civitas-protestiert-in-genf-gegen-blasphemischen-queer-film/">gewählt</a> wird. Organisiert wird er von den „Sisters of Perpetual Indulgence“, einer Gruppe als Nonnen verkleideter Männer.</p>
<p>„Ihre Bewegung entstand dort im Jahr 1979, gegründet von Schwulen, die der christlichen Botschaft zutiefst verbunden waren, um dem vorherrschenden religiösen Konservatismus entgegenzuwirken“, heißt es auf der Webseite des Festivals über die Gruppe. „Anschliessend verbreiteten sie sich über die ganze Welt, um soziale Gerechtigkeit, Menschenrechte und ‚universelle Freude‘ zu fördern.“</p>
<p>Über den Film selbst <a href="https://www.everybodysperfect.ch/events/hunky-jesus/">schrieben</a> die Veranstalter: „Der Film verwebt skurrile Reinkarnationen und blasphemische Kabarettnummern mit Chroniken der aufregenden und kämpferischen Geschichte der Schwestern. Er entführt mit Leichtigkeit und Scharfsinn mitten in eine andere Welt. Wo man ‚Scham und Schuld sühnt‘, wo man aufhört, zwischen seinem Glauben und seinen Wünschen hin- und hergerissen zu sein, und wo man fröhlich die Gemeinschaften feiert.“</p>
<p>Die Stadt Genf unterstützt das Festival nach Angaben der „Tribune de Genève“ mit 116.000 Franken. Civitas zeigte sich erstaunt, dass eine öffentliche Körperschaft eine Veranstaltung unterstütze, „die eine für Millionen von Gläubigen so bedeutende Gestalt wie Jesus Christus ins Lächerliche zieht“.</p>
<p>Nachdem das Festival eine Streichung des Films abgelehnt hatte, beantragte Civitas beim Kanton die Erlaubnis, während der Vorführung vor dem Kino Grütli den Rosenkranz zu beten. Laut dem französischen Portal Médias-Presse-Info hatten Civitas International und Civitas Suisse für den 17. Oktober um 16:30 Uhr zu einer Mobilisierung in Genf aufgerufen.</p>
<p>„Gegenstand dieser Mobilisierung wird es sein, die Vorführung eines angeblichen ‚Dokumentarfilms‘, der ausdrücklich blasphemisch ist, in der Maison des Arts du Grütli in Genf durch das Beten des Rosenkranzes öffentlich wiedergutzumachen“, schrieb das Portal.</p>
<p>Das kantonale Departement für Institutionen lehnte den Antrag von Civitas ab: In Genf müssten religiöse Veranstaltungen im privaten Bereich stattfinden und seien im öffentlichen Raum nur ausnahmsweise erlaubt. Zudem sei der Antrag zu spät gestellt worden.</p>
<p>Späth <a href="https://www.kath.ch/newsd/civitas-protestiert-in-genf-gegen-blasphemischen-queer-film/">kündigte</a> an, die Entscheidung zu respektieren, aber Rekurs einzulegen. „Das Beten des Rosenkranzes ist nicht der Kern der Veranstaltung, bei der es sich um eine politische Kundgebung handelt – ein vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte garantiertes Recht. Und wir haben erst vor einer Woche von dieser Vorführung erfahren“, sagte er.</p>
<p>Die Festivalleitung hat in einem Schreiben an Civitas erklärt: „Wir haben nicht die Absicht, die Vorführungen dieses Films abzusagen. Wir sind ein Festival, das alle Formen von Vielfalt verteidigt und für den Respekt gegenüber allen eintritt, aber auch für die Vielfalt der Standpunkte und Sichtweisen. Dieser Film erzählt eine für LGBTIQ+-Personen wesentliche Geschichte, den Einsatz von Menschen im Kampf gegen HIV/Aids, von Menschen, die ihrem Glauben und der christlichen Botschaft zutiefst verbunden sind.“</p>
<p>„Sie beurteilen einen Film, den Sie nicht gesehen haben. Niemand wird gezwungen, ihn sich anzusehen“, hieß es weiter. Dass ein Werk als beleidigend empfunden werde, reiche nicht aus, um eine Straftat zu begründen.</p>
<p>Nach katholischer Lehre ist Gotteslästerung „ein direkter Verstoß gegen das zweite Gebot“. Der Katechismus der Katholischen Kirche hält fest: „Das Verbot der Gotteslästerung erstreckt sich auch auf Worte gegen die Kirche Christi, die Heiligen oder heilige Dinge.“ Sie ist „in sich eine schwere Sünde“ (KKK 2148).</p>
<p>Laut „Tribune de Genève“ geht es Civitas um eine Verletzung religiöser Überzeugungen. Das Schweizer Strafgesetzbuch bestraft in Artikel 261 mit Geldstrafe, wer „öffentlich und in gemeiner Weise die Überzeugung anderer in Glaubenssachen, insbesondere den Glauben an Gott, beschimpft oder verspottet“.</p>
<p>Civitas wurde 1999 gegründet und steht der Priesterbruderschaft St. Pius X. nahe. In Frankreich wurde die Bewegung Anfang Oktober 2023 aufgelöst. Sie galt dort als Bedrohung für die Republik. In der Schweiz ist Civitas weiterhin aktiv.</p>]]>
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                  <category>Schweiz</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[Alexander Folz ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Thu, 22 Oct 2026 16:00:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>DBK-Chef Wilmer gratuliert Chorverband Pueri Cantores zum 75-jährigen Bestehen</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/26239/dbk-chef-wilmer-gratuliert-chorverband-pueri-cantores-zum-75-jahrigen-bestehen</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Bischof Heiner Wilmer SCJ, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), hat dem Chorverband Pueri Cantores am 21. Oktober zum 75-jährigen Bestehen <a href="https://www.dbk.de/presse/aktuelles/meldung/75-jahre-pueri-cantores-deutschland">gratuliert</a>: „Ich gratuliere Euch und Ihnen, den 20.000 deutschen Pueri Cantores und ihren Chorpädagoginnen und -pädagogen, sehr herzlich zum Jubiläum.“</p>
<p>„Vor 75 Jahren führten die weitesten Chorreisen nach Rom; heute reichen die Chorpartnerschaften mit wechselseitigen Besuchen bis nach Kanada und Australien“, führte Wilmer aus. „Damals gönnten sich Chöre alle paar Jahre einmal eine Schallplattenaufnahme; heute hören und sehen wir Euch täglich in den Social Media, auf YouTube und den Streamingdiensten – und natürlich nach wie vor primär live in der Liturgie und im Kirchenkonzert.“</p>
<p>„Bei all den Veränderungen ist der Grundton niemals verstummt: dass sich Kultus und Kultur in der Kirchenmusik auf einzigartige Weise verbinden“, betonte der Bischof. „Und davon profitiert ganz klar nicht nur die Kirche, sondern die Gesamtgesellschaft. Liebe jugendliche Sängerinnen und Sänger, Ihr seid Teil einer lebendigen Weltkirche, die Euch wertschätzt und Euch dankt für Euer großartiges Wirken!“</p>
<p><a href="https://pueri-cantores.de/ueber-uns/">Nach eigenen Angaben</a> unterstützt der Verband „die kirchlichen Knaben-, Mädchen-, Kinder- und Jugendchöre, -kantoreien und -scholen in Deutschland in ihrer musikalischen, religiösen, liturgischen, kulturellen und erzieherischen Arbeit und fördert Austausch, Begegnungen und Partnerschaften zwischen Chören, ihren Leiter:innen und ihren Sänger:innen auf diözesaner, nationaler und internationaler Ebene“.</p>
<p>An der Spitze der Pueri Cantores steht Elisabeth Lehmann-Dronke, die festhielt, der Verband stehe „für viele junge Stimmen, das stimmt, aber der Mehrwert unserer Arbeit liegt bei Weitem nicht nur in der Musik: Wir sind eine weltweite Glaubensgemeinschaft, in der Kinder und Jugendliche über Grenzen und Kontinente hinweg miteinander in persönlichen Kontakt kommen.“</p>
<p>„Insbesondere bei unseren Chorfestivals wird spürbar, wie aus Chorgesang eine mitreißende Gemeinschaft wird“, fügte sie hinzu. „Pueri Cantores stehen für die Möglichkeit, den christlichen Glauben jung, dynamisch und lebendig zu erfahren und in die Welt zu tragen.“</p>]]>
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          <![CDATA[<p>Bischof Heiner Wilmer SCJ, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), hat dem Chorverband Pueri Cantores am 21. Oktober zum 75-jährigen Bestehen <a href="https://www.dbk.de/presse/aktuelles/meldung/75-jahre-pueri-cantores-deutschland">gratuliert</a>: „Ich gratuliere Euch und Ihnen, den 20.000 deutschen Pueri Cantores und ihren Chorpädagoginnen und -pädagogen, sehr herzlich zum Jubiläum.“</p>
<p>„Vor 75 Jahren führten die weitesten Chorreisen nach Rom; heute reichen die Chorpartnerschaften mit wechselseitigen Besuchen bis nach Kanada und Australien“, führte Wilmer aus. „Damals gönnten sich Chöre alle paar Jahre einmal eine Schallplattenaufnahme; heute hören und sehen wir Euch täglich in den Social Media, auf YouTube und den Streamingdiensten – und natürlich nach wie vor primär live in der Liturgie und im Kirchenkonzert.“</p>
<p>„Bei all den Veränderungen ist der Grundton niemals verstummt: dass sich Kultus und Kultur in der Kirchenmusik auf einzigartige Weise verbinden“, betonte der Bischof. „Und davon profitiert ganz klar nicht nur die Kirche, sondern die Gesamtgesellschaft. Liebe jugendliche Sängerinnen und Sänger, Ihr seid Teil einer lebendigen Weltkirche, die Euch wertschätzt und Euch dankt für Euer großartiges Wirken!“</p>
<p><a href="https://pueri-cantores.de/ueber-uns/">Nach eigenen Angaben</a> unterstützt der Verband „die kirchlichen Knaben-, Mädchen-, Kinder- und Jugendchöre, -kantoreien und -scholen in Deutschland in ihrer musikalischen, religiösen, liturgischen, kulturellen und erzieherischen Arbeit und fördert Austausch, Begegnungen und Partnerschaften zwischen Chören, ihren Leiter:innen und ihren Sänger:innen auf diözesaner, nationaler und internationaler Ebene“.</p>
<p>An der Spitze der Pueri Cantores steht Elisabeth Lehmann-Dronke, die festhielt, der Verband stehe „für viele junge Stimmen, das stimmt, aber der Mehrwert unserer Arbeit liegt bei Weitem nicht nur in der Musik: Wir sind eine weltweite Glaubensgemeinschaft, in der Kinder und Jugendliche über Grenzen und Kontinente hinweg miteinander in persönlichen Kontakt kommen.“</p>
<p>„Insbesondere bei unseren Chorfestivals wird spürbar, wie aus Chorgesang eine mitreißende Gemeinschaft wird“, fügte sie hinzu. „Pueri Cantores stehen für die Möglichkeit, den christlichen Glauben jung, dynamisch und lebendig zu erfahren und in die Welt zu tragen.“</p>]]>
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                  <category>Deutschland</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Thu, 22 Oct 2026 15:30:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Theologische Hochschule Chur: Professor „vorsorglich von seinen Aufgaben entbunden“</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/26231/theologische-hochschule-chur-professor-vorsorglich-von-seinen-aufgaben-entbunden</link>
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          <![CDATA[<p>Bischof Joseph Maria Bonnemain hat einen Professor der Theologischen Hochschule Chur freigestellt und eine externe Untersuchung gegen ihn in Auftrag gegeben. Laut dem <a href="https://www.blick.ch/schweiz/mobbing-vorwuerfe-in-chur-bischof-stellt-professor-frei/rnpdc47">Sonntagsblick</a> geht es um Mobbingvorwürfe und mutmaßlichen Machtmissbrauch.</p>
<p>„Um eine ungestörte Untersuchung möglich zu machen, wurde der Professor vorsorglich von seinen Aufgaben entbunden“, schrieb Rektorin Eva-Maria Faber dem Portal <a href="https://www.kath.ch/news/untersuchung-gegen-professor-an-theologischer-hochschule-chur/">kath.ch</a>. Aus demselben Grund nehme die Hochschule zu den erhobenen Vorwürfen keine Stellung.</p>
<p>Hochschule und Bistum bestätigten damit die Freistellung und die Untersuchung, über die der Sonntagsblick am vergangenen Sonntag berichtet hatte. Demnach fiel die Entscheidung bereits am 10. September.</p>
<p>„Der Bischof hat entschieden, Hinweise im Zusammenhang mit dem beruflichen Verhalten eines Professors der TH Chur durch eine externe und unabhängige Stelle abklären zu lassen“, teilte das Bistum Chur mit. Mit der Untersuchung ist eine Zürcher Rechtsanwältin beauftragt, wie Bistumssprecherin Nicole Büchel bestätigte.</p>
<p>Zu den Vorwürfen sagten Faber und Büchel nur: „Es handelt sich um Hinweise im Zusammenhang mit dem beruflichen Verhalten.“ Den Namen und die bisherige Funktion des Professors nannten beide nicht. Darauf „dürfen wir aufgrund des Datenschutzes und der Persönlichkeitsrechte der betroffenen Person nicht antworten“, schrieb Büchel.</p>
<p>Nach Recherchen des Sonntagsblicks im Umfeld der Hochschule geht es nicht um sexualisierte Gewalt. Der Professor soll Mitarbeiter unter Druck gesetzt haben, auch am Wochenende und außerhalb der Dienstzeit zu arbeiten. Mit Professorenkollegen soll er sich überworfen haben.</p>
<p>Für den Lehrbetrieb hat der Fall Folgen. „Im laufenden Semester fallen die Lehrveranstaltungen des Professors aus“, schrieb Faber. „Der reibungslose Studienverlauf der Studierenden wird gewährleistet.“</p>
<p>Wie lange die Untersuchung dauert, ist offen. „Einen Zeitplan gibt es nicht“, so die Bistumssprecherin. „Die unabhängige Untersuchung soll die Zeit beanspruchen können, die sie benötigt.“ Einen Wunschtermin nannte das Bistum dennoch: „Wir hoffen, dass dies bis Ende Jahr der Fall sein wird.“</p>]]>
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          <![CDATA[<p>Bischof Joseph Maria Bonnemain hat einen Professor der Theologischen Hochschule Chur freigestellt und eine externe Untersuchung gegen ihn in Auftrag gegeben. Laut dem <a href="https://www.blick.ch/schweiz/mobbing-vorwuerfe-in-chur-bischof-stellt-professor-frei/rnpdc47">Sonntagsblick</a> geht es um Mobbingvorwürfe und mutmaßlichen Machtmissbrauch.</p>
<p>„Um eine ungestörte Untersuchung möglich zu machen, wurde der Professor vorsorglich von seinen Aufgaben entbunden“, schrieb Rektorin Eva-Maria Faber dem Portal <a href="https://www.kath.ch/news/untersuchung-gegen-professor-an-theologischer-hochschule-chur/">kath.ch</a>. Aus demselben Grund nehme die Hochschule zu den erhobenen Vorwürfen keine Stellung.</p>
<p>Hochschule und Bistum bestätigten damit die Freistellung und die Untersuchung, über die der Sonntagsblick am vergangenen Sonntag berichtet hatte. Demnach fiel die Entscheidung bereits am 10. September.</p>
<p>„Der Bischof hat entschieden, Hinweise im Zusammenhang mit dem beruflichen Verhalten eines Professors der TH Chur durch eine externe und unabhängige Stelle abklären zu lassen“, teilte das Bistum Chur mit. Mit der Untersuchung ist eine Zürcher Rechtsanwältin beauftragt, wie Bistumssprecherin Nicole Büchel bestätigte.</p>
<p>Zu den Vorwürfen sagten Faber und Büchel nur: „Es handelt sich um Hinweise im Zusammenhang mit dem beruflichen Verhalten.“ Den Namen und die bisherige Funktion des Professors nannten beide nicht. Darauf „dürfen wir aufgrund des Datenschutzes und der Persönlichkeitsrechte der betroffenen Person nicht antworten“, schrieb Büchel.</p>
<p>Nach Recherchen des Sonntagsblicks im Umfeld der Hochschule geht es nicht um sexualisierte Gewalt. Der Professor soll Mitarbeiter unter Druck gesetzt haben, auch am Wochenende und außerhalb der Dienstzeit zu arbeiten. Mit Professorenkollegen soll er sich überworfen haben.</p>
<p>Für den Lehrbetrieb hat der Fall Folgen. „Im laufenden Semester fallen die Lehrveranstaltungen des Professors aus“, schrieb Faber. „Der reibungslose Studienverlauf der Studierenden wird gewährleistet.“</p>
<p>Wie lange die Untersuchung dauert, ist offen. „Einen Zeitplan gibt es nicht“, so die Bistumssprecherin. „Die unabhängige Untersuchung soll die Zeit beanspruchen können, die sie benötigt.“ Einen Wunschtermin nannte das Bistum dennoch: „Wir hoffen, dass dies bis Ende Jahr der Fall sein wird.“</p>]]>
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          <![CDATA[Alexander Folz ]]>
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        <pubDate>Thu, 22 Oct 2026 14:15:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Kandidatenliste für neuen Bischof im Bistum Hildesheim ist fertiggestellt</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/26237/kandidatenliste-fur-neuen-bischof-im-bistum-hildesheim-ist-fertiggestellt</link>
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          <![CDATA[<p>Die angekündigte Laienbeteiligung an der Auswahl des nächsten Bischofs im Bistum Hildesheim hat stattgefunden. Das Domkapitel hat eine Liste mit drei Kandidaten angefertigt. Im Vorfeld hatten die Gläubigen an acht Orten im Bistum die Gelegenheit, selbst Vorschläge zu machen, die in die Liste aufgenommen werden könnten.</p>
<p>„Insgesamt sind etwa 100 Eingaben erfolgt“, <a href="https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/kandidatenliste-fuer-neuen-hildesheimer-bischof-erstellt/">teilte das Bistum am 20. Oktober mit.</a> „Nach der Vorstellung der möglichen Kandidaten und einer intensiven Aussprache im Auswahlgremium wurden unter Gebet und in großer Übereinstimmung drei mögliche Kandidaten für das Bischofsamt im Bistum benannt.“</p>
<p>Das Auswahlgremium selbst bestand aus dem Domkapitel sowie aus Mitgliedern des ehemaligen Diözesanpastoralrates, also Laien.</p>
<p>Der emeritierte Weihbischof Heinz-Günter Bongartz sagte in seiner Funktion als Domdechant: „Alle Mitglieder des Auswahlgremiums waren sich ihrer hohen Verantwortung bewusst, haben den gemeinsamen Weg zu einer Liste als einen geistlichen Weg verstanden und haben entdeckt, wie sehr der synodale Gedanke auch auf diesem Weg Menschen mit unterschiedlichen Verantwortungen in der Kirche zusammenhält.“</p>
<p>Die Kandidatenliste soll im November dem Apostolischen Nuntius in Deutschland, Erzbischof Hubertus van Megen, offiziell überreicht werden.</p>
<p>Bischof von Hildesheim war bislang Heiner Wilmer SCJ, der in diesem Jahr nicht nur Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) wurde, sondern auf Ernennung von Papst Leo XIV. auch das Bistum Münster übernahm. Seither ist der Bischofsstuhl von Hildesheim vakant. Als Diözesanadministrator fungiert derweil Weihbischof Martin Marahrens, bis ein neuer Bischof geweiht bzw. ins Amt eingeführt wird.</p>]]>
        </description>
        <content:encoded>
          <![CDATA[<p>Die angekündigte Laienbeteiligung an der Auswahl des nächsten Bischofs im Bistum Hildesheim hat stattgefunden. Das Domkapitel hat eine Liste mit drei Kandidaten angefertigt. Im Vorfeld hatten die Gläubigen an acht Orten im Bistum die Gelegenheit, selbst Vorschläge zu machen, die in die Liste aufgenommen werden könnten.</p>
<p>„Insgesamt sind etwa 100 Eingaben erfolgt“, <a href="https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/kandidatenliste-fuer-neuen-hildesheimer-bischof-erstellt/">teilte das Bistum am 20. Oktober mit.</a> „Nach der Vorstellung der möglichen Kandidaten und einer intensiven Aussprache im Auswahlgremium wurden unter Gebet und in großer Übereinstimmung drei mögliche Kandidaten für das Bischofsamt im Bistum benannt.“</p>
<p>Das Auswahlgremium selbst bestand aus dem Domkapitel sowie aus Mitgliedern des ehemaligen Diözesanpastoralrates, also Laien.</p>
<p>Der emeritierte Weihbischof Heinz-Günter Bongartz sagte in seiner Funktion als Domdechant: „Alle Mitglieder des Auswahlgremiums waren sich ihrer hohen Verantwortung bewusst, haben den gemeinsamen Weg zu einer Liste als einen geistlichen Weg verstanden und haben entdeckt, wie sehr der synodale Gedanke auch auf diesem Weg Menschen mit unterschiedlichen Verantwortungen in der Kirche zusammenhält.“</p>
<p>Die Kandidatenliste soll im November dem Apostolischen Nuntius in Deutschland, Erzbischof Hubertus van Megen, offiziell überreicht werden.</p>
<p>Bischof von Hildesheim war bislang Heiner Wilmer SCJ, der in diesem Jahr nicht nur Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) wurde, sondern auf Ernennung von Papst Leo XIV. auch das Bistum Münster übernahm. Seither ist der Bischofsstuhl von Hildesheim vakant. Als Diözesanadministrator fungiert derweil Weihbischof Martin Marahrens, bis ein neuer Bischof geweiht bzw. ins Amt eingeführt wird.</p>]]>
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                  <category>Deutschland</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Thu, 22 Oct 2026 13:00:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Diözesanadministrator von Speyer bekommt einen Ständigen Vertreter</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/26235/diozesanadministrator-von-speyer-bekommt-einen-standigen-vertreter</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Der gegenwärtige Speyerer Diözesanadministrator Markus Magin bekommt ab November einen Ständigen Vertreter, nämlich Domkapitular Franz Vogelgesang. <a href="https://www.bistum-speyer.de/news/nachrichtenansicht/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=51853&amp;cHash=4c1f35bbe158f90c88cc847370f29a0b">Magin ist für die Geschicke des Bistums verantwortlich</a>, bis ein neuer Bischof geweiht bzw. in sein Amt eingeführt wird. Bischof Karl-Heinz Wiesemann war im August aus gesundheitlichen Gründen mit nur 66 Jahren zurückgetreten.</p>
<p><a href="https://www.bistum-speyer.de/news/nachrichtenansicht/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=52811&amp;cHash=1ca3a40d38faaa7ab5c450c94f81f2e5">Magin erklärte am 21. Oktober</a>: „Ich bin dankbar, dass Franz Vogelgesang diese Aufgabe angenommen hat und mich während der Sedisvakanz bei der Leitung unseres Bistums unterstützt.“</p>
<p>„Wir kennen uns seit vielen Jahren und haben bereits eng und vertrauensvoll zusammengearbeitet“, fügte der Diözesanadministrator hinzu. „Das ist auch für die kommenden Monate eine gute Grundlage.“</p>
<p>Vogelgesang ist 64 Jahre alt und seit 1989 Priester. Er ist seit 2023 der Regens des Priesterseminars im Bistum Speyer, was er auch bleibt, während er zusätzlich für die Verwaltung der Diözese gebraucht wird.</p>
<p>Magin war vor dem Rücktritt von Wiesemann seit 2022 der Generalvikar, aber wenn ein Bischof zurücktritt oder stirbt, endet auch diese Aufgabe. Magin war 1994 zum Priester geweiht worden. Jahrelang wirkte er als Kaplan und dann als Pfarrer in der Seelsorge. Außerdem war er von 2003 bis 2018 der Diözesanpräses der Kirchenchöre.</p>
<p>Von 2009 an war Magin Regens des Speyerer Priesterseminars. Die Arbeit des Generalvikars übernahm er von Andreas Sturm, der 2022 von allen Ämtern zurücktrat und altkatholisch wurde. <a href="https://www.bistum-speyer.de/news/nachrichtenansicht/?no_cache=1&amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=28533&amp;cHash=1859beca643fd7855ef16fb8e41e24e8">Damals gab Sturm an</a>, er habe „im Lauf der Jahre Hoffnung und Zuversicht verloren, dass die römisch-katholische Kirche sich wirklich wandeln kann“. Wenig später <a href="https://www.mannheimer-morgen.de/metropolregion_artikel,-metropolregion-speyerer-generalvikar-sturm-ich-habe-den-zoelibat-verletzt-_arid,1951288.html">gab er zu</a>, „dass es in meinem Leben schon Beziehungen gab und dass ich auch mein Zölibat verletzt habe“.</p>
<p>Wiesemann erklärte seinen eigenen Rücktritt <a href="https://www.bistum-speyer.de/fileadmin/user_upload/1-0-0/Bilder_fuer_alle/Bilder_zu_News/August_2026/2026-08-19_Brief-Bischof-Wiesemann-Amtsverzicht.pdf">im August</a> mit der Erinnerung daran, dass er sich „vor fünf Jahren in eine psychosomatische Klinik“ begeben musste, „mit einer, wie die Mediziner sagen, ‚rezidivierenden depressiven Störung‘“.</p>
<p>„Unmittelbarer Auslöser war damals die konkrete Situation in der Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs in unserer Diözese“, so der nun emeritierte Bischof weiter. „Von Anfang an habe ich die große Verantwortung, die auf dem Amt inmitten einer sich rasant verändernden Situation der Zeit und der Kirche liegt, insbesondere auf dem Hintergrund der Veröffentlichung der vielen Missbrauchsfälle in unserer Kirche nicht lange nach meinem Dienstantritt, als enormen und auch überfordernden Anspruch in mir getragen.“</p>
<p>Die „Last der umfänglichen Verantwortung“ habe in ihm körperlich und seelisch „schwerwiegende Spuren hinterlassen. Die psychische Belastung durch das Amt begleitet mich schon seit vielen Jahren. So wurde mir schon 2019 klar, dass ich professionelle Hilfe brauche und mich in psychotherapeutische Behandlung, die bis heute fortdauert, begeben muss. Aus dieser therapeutischen Begleitung heraus ist dann auch die Notwendigkeit des Klinikaufenthalt vor fünfeinhalb Jahren deutlich geworden, der mir sehr geholfen hat, mit meiner Erkrankung umgehen zu lernen, und den Wiederbeginn im Amt nach der Auszeit ermöglicht hat. Dennoch stellt der Abschlussbericht der Klinik deutlich fest, dass damit die Erkrankung nicht einfach überwunden ist, sondern die Belastungssituation auch weiterhin die Ausübung des Amtes beeinträchtigen und gefährden kann.“</p>
<p>Wegen der Erkrankung habe er nicht zu seiner „alten Leistungsfähigkeit zurückfinden können“, räumte Wiesemann ein. Daher kam es nun zum vorzeitigen Rücktritt. Normalerweise bieten Bischöfe erst mit 75 Jahren dem Papst ihren Rücktritt an, wie es das Kirchenrecht vorsieht.</p>]]>
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          <![CDATA[<p>Der gegenwärtige Speyerer Diözesanadministrator Markus Magin bekommt ab November einen Ständigen Vertreter, nämlich Domkapitular Franz Vogelgesang. <a href="https://www.bistum-speyer.de/news/nachrichtenansicht/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=51853&amp;cHash=4c1f35bbe158f90c88cc847370f29a0b">Magin ist für die Geschicke des Bistums verantwortlich</a>, bis ein neuer Bischof geweiht bzw. in sein Amt eingeführt wird. Bischof Karl-Heinz Wiesemann war im August aus gesundheitlichen Gründen mit nur 66 Jahren zurückgetreten.</p>
<p><a href="https://www.bistum-speyer.de/news/nachrichtenansicht/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=52811&amp;cHash=1ca3a40d38faaa7ab5c450c94f81f2e5">Magin erklärte am 21. Oktober</a>: „Ich bin dankbar, dass Franz Vogelgesang diese Aufgabe angenommen hat und mich während der Sedisvakanz bei der Leitung unseres Bistums unterstützt.“</p>
<p>„Wir kennen uns seit vielen Jahren und haben bereits eng und vertrauensvoll zusammengearbeitet“, fügte der Diözesanadministrator hinzu. „Das ist auch für die kommenden Monate eine gute Grundlage.“</p>
<p>Vogelgesang ist 64 Jahre alt und seit 1989 Priester. Er ist seit 2023 der Regens des Priesterseminars im Bistum Speyer, was er auch bleibt, während er zusätzlich für die Verwaltung der Diözese gebraucht wird.</p>
<p>Magin war vor dem Rücktritt von Wiesemann seit 2022 der Generalvikar, aber wenn ein Bischof zurücktritt oder stirbt, endet auch diese Aufgabe. Magin war 1994 zum Priester geweiht worden. Jahrelang wirkte er als Kaplan und dann als Pfarrer in der Seelsorge. Außerdem war er von 2003 bis 2018 der Diözesanpräses der Kirchenchöre.</p>
<p>Von 2009 an war Magin Regens des Speyerer Priesterseminars. Die Arbeit des Generalvikars übernahm er von Andreas Sturm, der 2022 von allen Ämtern zurücktrat und altkatholisch wurde. <a href="https://www.bistum-speyer.de/news/nachrichtenansicht/?no_cache=1&amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=28533&amp;cHash=1859beca643fd7855ef16fb8e41e24e8">Damals gab Sturm an</a>, er habe „im Lauf der Jahre Hoffnung und Zuversicht verloren, dass die römisch-katholische Kirche sich wirklich wandeln kann“. Wenig später <a href="https://www.mannheimer-morgen.de/metropolregion_artikel,-metropolregion-speyerer-generalvikar-sturm-ich-habe-den-zoelibat-verletzt-_arid,1951288.html">gab er zu</a>, „dass es in meinem Leben schon Beziehungen gab und dass ich auch mein Zölibat verletzt habe“.</p>
<p>Wiesemann erklärte seinen eigenen Rücktritt <a href="https://www.bistum-speyer.de/fileadmin/user_upload/1-0-0/Bilder_fuer_alle/Bilder_zu_News/August_2026/2026-08-19_Brief-Bischof-Wiesemann-Amtsverzicht.pdf">im August</a> mit der Erinnerung daran, dass er sich „vor fünf Jahren in eine psychosomatische Klinik“ begeben musste, „mit einer, wie die Mediziner sagen, ‚rezidivierenden depressiven Störung‘“.</p>
<p>„Unmittelbarer Auslöser war damals die konkrete Situation in der Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs in unserer Diözese“, so der nun emeritierte Bischof weiter. „Von Anfang an habe ich die große Verantwortung, die auf dem Amt inmitten einer sich rasant verändernden Situation der Zeit und der Kirche liegt, insbesondere auf dem Hintergrund der Veröffentlichung der vielen Missbrauchsfälle in unserer Kirche nicht lange nach meinem Dienstantritt, als enormen und auch überfordernden Anspruch in mir getragen.“</p>
<p>Die „Last der umfänglichen Verantwortung“ habe in ihm körperlich und seelisch „schwerwiegende Spuren hinterlassen. Die psychische Belastung durch das Amt begleitet mich schon seit vielen Jahren. So wurde mir schon 2019 klar, dass ich professionelle Hilfe brauche und mich in psychotherapeutische Behandlung, die bis heute fortdauert, begeben muss. Aus dieser therapeutischen Begleitung heraus ist dann auch die Notwendigkeit des Klinikaufenthalt vor fünfeinhalb Jahren deutlich geworden, der mir sehr geholfen hat, mit meiner Erkrankung umgehen zu lernen, und den Wiederbeginn im Amt nach der Auszeit ermöglicht hat. Dennoch stellt der Abschlussbericht der Klinik deutlich fest, dass damit die Erkrankung nicht einfach überwunden ist, sondern die Belastungssituation auch weiterhin die Ausübung des Amtes beeinträchtigen und gefährden kann.“</p>
<p>Wegen der Erkrankung habe er nicht zu seiner „alten Leistungsfähigkeit zurückfinden können“, räumte Wiesemann ein. Daher kam es nun zum vorzeitigen Rücktritt. Normalerweise bieten Bischöfe erst mit 75 Jahren dem Papst ihren Rücktritt an, wie es das Kirchenrecht vorsieht.</p>]]>
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                  <category>Deutschland</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Thu, 22 Oct 2026 11:00:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Angriff auf Christen: Kirchenführer in Jerusalem beklagen „Straflosigkeit“ für Täter</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/26211/angriff-auf-christen-kirchenfuhrer-in-jerusalem-beklagen-straflosigkeit-fur-tater</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>In einer <a href="https://www.lpj.org/en/news/patriarchs-and-heads-of-churches-in-jerusalem-condemn-settler-attack">gemeinsamen Erklärung</a> haben die Patriarchen und Kirchenoberhäupter in Jerusalem den Angriff vermummter Siedler auf das christliche Dorf Taybeh im Westjordanland verurteilt: „Dieser wilde Angriff auf das christliche Dorf Taybeh und auf seine friedliche Bevölkerung ist kein Einzelfall.“ Am vergangenen Samstag hatten Siedler dort während der Olivenernte Einwohner und europäische Diplomaten attackiert.</p>
<p>„In den vergangenen Wochen waren die palästinensischen Dörfer des Westjordanlands einem großflächigen Terror durch Siedler ausgesetzt“, hieß es in der Erklärung vom Montag, die das Lateinische Patriarchat von Jerusalem veröffentlichte. „Er erreicht in dieser Zeit der Olivenernte einen Höhepunkt, wenn Familien auf ihr Land gehen, um zu sammeln, was sie zum Leben brauchen, und ihre über Generationen gewachsene Bindung an ihr Land zu erneuern.“</p>
<p>Der Angriff richtete sich laut der Erklärung gegen Einwohner von Taybeh und gegen „die ausländischen Gäste, darunter Diplomaten und Amtsträger aus europäischen Ländern, die mit ihnen zu einem Solidaritätsbesuch in den Gebieten waren, die fortwährenden Angriffen ähnlicher Siedlergruppen ausgesetzt sind“. Taybeh ist eines der wenigen Dörfer in Palästina mit christlicher Mehrheit.</p>
<p>Nach Angaben des belgischen Außenministers Maxime Prévot hatten es die Angreifer auf den belgischen Generalkonsul, französische und polnische Diplomaten sowie katholische Vertreter abgesehen. „Die Straflosigkeit für gewalttätige Siedler muss enden“, sagte Prévot laut der Nachrichtenagentur <a href="https://www.clickondetroit.com/news/2026/10/17/masked-settlers-attack-european-diplomats-in-the-occupied-west-bank/">AP</a>.</p>
<p>Der französische Bürgermeister Bernard Baudoux war nach Taybeh gereist, um eine Partnerschaft zwischen dem Dorf und seiner Gemeinde zu besiegeln. „Drei Fahrzeuge kamen an. Mehrere maskierte Personen, bewaffnet mit Metallstangen, stiegen aus und kamen mit äußerster Aggressivität auf uns zu“, schrieb er auf Facebook.</p>
<p>Er habe seine französische Trikolore-Schärpe angelegt, so Baudoux. „Das hielt sie nicht auf. Ich wurde mit Metallstangen geschlagen und getreten, bevor ich zu Boden geworfen wurde. Schließlich konnten wir zu unseren Fahrzeugen zurückkehren.“</p>
<p>Mit deutlichen Worten wandten sich die Kirchenoberhäupter auch gegen ein religiöses Rechtsgutachten, „das Juden erlaubt, die Oliven von Palästinensern zu nehmen“. Es sei „unbegründet, sehr besorgniserregend und gefährlich und absolut inakzeptabel“, schrieben sie. „Wir schätzen es sehr, dass mehrere Rabbiner und jüdische Stimmen es öffentlich zurückgewiesen haben.“</p>
<p>Ausdrücklich dankten die Kirchenführer dem israelischen Staatspräsidenten Jitzchak Herzog „für seine Worte der Verurteilung“. „Leider zeigen die Fakten vor Ort, dass diese Angriffe wegen der Straflosigkeit weitergehen, die ihre Täter genießen“, fuhren sie fort. „Wir erkennen das Vorgehen der israelischen Polizei und die Festnahmen nach diesem Angriff an und bringen unsere Hoffnung zum Ausdruck, dass dieses Durchgreifen ernsthaft und konsequent fortgesetzt wird und keine isolierte Maßnahme bleibt.“</p>
<p>Die israelische Polizei nahm am Montag nach eigenen Angaben zehn Personen im Zusammenhang mit der Welle der Siedlergewalt fest, wie das Portal <em>Crux</em> <a href="https://cruxnow.com/church-in-the-middle-east/2026/10/church-leaders-condemn-israeli-settler-attacks-on-palestinians/">berichtete</a>. Identität und Rolle der Verdächtigen nannte sie nicht. Bereits am Samstag hatte Israels Armee den Angriff auf die Diplomaten bestätigt und von einem „schweren Gewaltakt“ gesprochen. Das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte dagegen vor „voreiligen Schlussfolgerungen“ gewarnt.</p>
<p>„Wir fordern die zuständigen Behörden auf, die Verantwortlichen vor Gericht zu bringen, und wir drängen die internationale Gemeinschaft, ihre Anstrengungen zu verstärken, um den Schutz der Menschen in Taybeh und im Westjordanland zu gewährleisten, ebenso wie den Schutz all jener, die diese Gebiete besuchen, um ihre Solidarität zu bekunden“, hieß es in der Erklärung weiter.</p>
<p>Schließlich war zu lesen: „Wir erneuern unsere volle Unterstützung für die Gemeinde von Taybeh und ihre Kirchen, und wir werden wie in der Vergangenheit weiterhin alles Mögliche tun, um die christliche Präsenz dort zu bewahren.“</p>]]>
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          <![CDATA[<p>In einer <a href="https://www.lpj.org/en/news/patriarchs-and-heads-of-churches-in-jerusalem-condemn-settler-attack">gemeinsamen Erklärung</a> haben die Patriarchen und Kirchenoberhäupter in Jerusalem den Angriff vermummter Siedler auf das christliche Dorf Taybeh im Westjordanland verurteilt: „Dieser wilde Angriff auf das christliche Dorf Taybeh und auf seine friedliche Bevölkerung ist kein Einzelfall.“ Am vergangenen Samstag hatten Siedler dort während der Olivenernte Einwohner und europäische Diplomaten attackiert.</p>
<p>„In den vergangenen Wochen waren die palästinensischen Dörfer des Westjordanlands einem großflächigen Terror durch Siedler ausgesetzt“, hieß es in der Erklärung vom Montag, die das Lateinische Patriarchat von Jerusalem veröffentlichte. „Er erreicht in dieser Zeit der Olivenernte einen Höhepunkt, wenn Familien auf ihr Land gehen, um zu sammeln, was sie zum Leben brauchen, und ihre über Generationen gewachsene Bindung an ihr Land zu erneuern.“</p>
<p>Der Angriff richtete sich laut der Erklärung gegen Einwohner von Taybeh und gegen „die ausländischen Gäste, darunter Diplomaten und Amtsträger aus europäischen Ländern, die mit ihnen zu einem Solidaritätsbesuch in den Gebieten waren, die fortwährenden Angriffen ähnlicher Siedlergruppen ausgesetzt sind“. Taybeh ist eines der wenigen Dörfer in Palästina mit christlicher Mehrheit.</p>
<p>Nach Angaben des belgischen Außenministers Maxime Prévot hatten es die Angreifer auf den belgischen Generalkonsul, französische und polnische Diplomaten sowie katholische Vertreter abgesehen. „Die Straflosigkeit für gewalttätige Siedler muss enden“, sagte Prévot laut der Nachrichtenagentur <a href="https://www.clickondetroit.com/news/2026/10/17/masked-settlers-attack-european-diplomats-in-the-occupied-west-bank/">AP</a>.</p>
<p>Der französische Bürgermeister Bernard Baudoux war nach Taybeh gereist, um eine Partnerschaft zwischen dem Dorf und seiner Gemeinde zu besiegeln. „Drei Fahrzeuge kamen an. Mehrere maskierte Personen, bewaffnet mit Metallstangen, stiegen aus und kamen mit äußerster Aggressivität auf uns zu“, schrieb er auf Facebook.</p>
<p>Er habe seine französische Trikolore-Schärpe angelegt, so Baudoux. „Das hielt sie nicht auf. Ich wurde mit Metallstangen geschlagen und getreten, bevor ich zu Boden geworfen wurde. Schließlich konnten wir zu unseren Fahrzeugen zurückkehren.“</p>
<p>Mit deutlichen Worten wandten sich die Kirchenoberhäupter auch gegen ein religiöses Rechtsgutachten, „das Juden erlaubt, die Oliven von Palästinensern zu nehmen“. Es sei „unbegründet, sehr besorgniserregend und gefährlich und absolut inakzeptabel“, schrieben sie. „Wir schätzen es sehr, dass mehrere Rabbiner und jüdische Stimmen es öffentlich zurückgewiesen haben.“</p>
<p>Ausdrücklich dankten die Kirchenführer dem israelischen Staatspräsidenten Jitzchak Herzog „für seine Worte der Verurteilung“. „Leider zeigen die Fakten vor Ort, dass diese Angriffe wegen der Straflosigkeit weitergehen, die ihre Täter genießen“, fuhren sie fort. „Wir erkennen das Vorgehen der israelischen Polizei und die Festnahmen nach diesem Angriff an und bringen unsere Hoffnung zum Ausdruck, dass dieses Durchgreifen ernsthaft und konsequent fortgesetzt wird und keine isolierte Maßnahme bleibt.“</p>
<p>Die israelische Polizei nahm am Montag nach eigenen Angaben zehn Personen im Zusammenhang mit der Welle der Siedlergewalt fest, wie das Portal <em>Crux</em> <a href="https://cruxnow.com/church-in-the-middle-east/2026/10/church-leaders-condemn-israeli-settler-attacks-on-palestinians/">berichtete</a>. Identität und Rolle der Verdächtigen nannte sie nicht. Bereits am Samstag hatte Israels Armee den Angriff auf die Diplomaten bestätigt und von einem „schweren Gewaltakt“ gesprochen. Das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte dagegen vor „voreiligen Schlussfolgerungen“ gewarnt.</p>
<p>„Wir fordern die zuständigen Behörden auf, die Verantwortlichen vor Gericht zu bringen, und wir drängen die internationale Gemeinschaft, ihre Anstrengungen zu verstärken, um den Schutz der Menschen in Taybeh und im Westjordanland zu gewährleisten, ebenso wie den Schutz all jener, die diese Gebiete besuchen, um ihre Solidarität zu bekunden“, hieß es in der Erklärung weiter.</p>
<p>Schließlich war zu lesen: „Wir erneuern unsere volle Unterstützung für die Gemeinde von Taybeh und ihre Kirchen, und wir werden wie in der Vergangenheit weiterhin alles Mögliche tun, um die christliche Präsenz dort zu bewahren.“</p>]]>
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                  <category>Heiliges Land</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Welt</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[Alexander Folz ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Thu, 22 Oct 2026 09:00:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Papst Leo braucht nach Operation wegen Lungenkrebs keine weitere Behandlung</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/26233/papst-leo-braucht-nach-operation-wegen-lungenkrebs-keine-weitere-behandlung</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Das vatikanische Presseamt hat am Mittwochabend bestätigt, dass für Papst Leo XIV. nach seiner Operation wegen Lungenkrebs am 13. Oktober keine weitere Behandlung erforderlich ist. Die kurze Erklärung des Vatikans lieferte auch einige neue Informationen zum postoperativen Zustand des Papstes.</p>
<p>„Dr. Luigi Carbone und Prof. Stefano Margaritora berichten Folgendes über die postoperative Genesung des Papstes“, hieß es. „Heute wurden die abschließenden histologischen Untersuchungen und molekularbiologischen Tests des Gewebes abgeschlossen, das während der Operation des Heiligen Vaters entnommen wurde. Die Ergebnisse bestätigten, dass es sich um ein Lungenadenokarzinom handelte und dass die Erkrankung lokal begrenzt war. Eine anschließende onkologische Beurteilung bestätigte, dass keine weitere Behandlung erforderlich ist.“</p>
<p>Papst Leo war am 17. Oktober aus der römischen Gemelli-Klinik entlassen worden und kehrte daraufhin in den Vatikan zurück. Schon am nächsten Tag betete er den Angelus wie gewohnt vom Fenster seiner Wohnung im Apostolischen Palast oberhalb des Petersplatzes.</p>
<p>Am 21. Oktober hielt er dann seine erste Generalaudienz seit der Operation ab. Der Papst wirkte in bester Stimmung und ließ sich vom Regen in Rom nicht beirren. Er wollte den Gläubigen nahe sein und ihnen für ihre Gebete für seine Gesundheit danken.</p>
<p><em>Übersetzt und redigiert aus dem Original von <a href="https://www.acistampa.com/story/37341/per-papa-leone-xiv-non-e-necessaria-alcuna-ulteriore-terapia">ACI Stampa</a>, der italienischsprachigen Partneragentur von CNA Deutsch.</em></p>]]>
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          <![CDATA[<p>Das vatikanische Presseamt hat am Mittwochabend bestätigt, dass für Papst Leo XIV. nach seiner Operation wegen Lungenkrebs am 13. Oktober keine weitere Behandlung erforderlich ist. Die kurze Erklärung des Vatikans lieferte auch einige neue Informationen zum postoperativen Zustand des Papstes.</p>
<p>„Dr. Luigi Carbone und Prof. Stefano Margaritora berichten Folgendes über die postoperative Genesung des Papstes“, hieß es. „Heute wurden die abschließenden histologischen Untersuchungen und molekularbiologischen Tests des Gewebes abgeschlossen, das während der Operation des Heiligen Vaters entnommen wurde. Die Ergebnisse bestätigten, dass es sich um ein Lungenadenokarzinom handelte und dass die Erkrankung lokal begrenzt war. Eine anschließende onkologische Beurteilung bestätigte, dass keine weitere Behandlung erforderlich ist.“</p>
<p>Papst Leo war am 17. Oktober aus der römischen Gemelli-Klinik entlassen worden und kehrte daraufhin in den Vatikan zurück. Schon am nächsten Tag betete er den Angelus wie gewohnt vom Fenster seiner Wohnung im Apostolischen Palast oberhalb des Petersplatzes.</p>
<p>Am 21. Oktober hielt er dann seine erste Generalaudienz seit der Operation ab. Der Papst wirkte in bester Stimmung und ließ sich vom Regen in Rom nicht beirren. Er wollte den Gläubigen nahe sein und ihnen für ihre Gebete für seine Gesundheit danken.</p>
<p><em>Übersetzt und redigiert aus dem Original von <a href="https://www.acistampa.com/story/37341/per-papa-leone-xiv-non-e-necessaria-alcuna-ulteriore-terapia">ACI Stampa</a>, der italienischsprachigen Partneragentur von CNA Deutsch.</em></p>]]>
        </content:encoded>
                  <category>Vatikanstadt</category>
                                  <category>Vatikan</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[Antonio Tarallo ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Thu, 22 Oct 2026 07:00:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Polnisches Parlament stimmt für Lockerung des Lebensschutzes – Veto erwartet</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/26225/polnisches-parlament-stimmt-fur-lockerung-des-lebensschutzes-veto-erwartet</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Der polnische Sejm, das Unterhaus des polnischen Parlaments, hat am Dienstag zwei Gesetze verabschiedet, die den rechtlichen Schutz ungeborener Kinder lockern sollen. Damit sind sie jedoch noch nicht geltendes Recht: Zunächst muss der Senat dem zustimmen, dann Präsident Karol Nawrocki. Laut <a href="https://theprint.in/world/polish-lawmakers-vote-to-ease-abortion-ban-but-face-likely-presidential-veto/3077267/">Reuters</a> hat dieser bereits signalisiert, jede Lockerung zu blockieren.</p>
<p>„Als Mensch und Bischof der Kirche werde ich meine Meinung […] nicht ändern“, <a href="https://x.com/BpWazny/status/2112553792826687877?ref_src=twsrc%5Etfw%7Ctwcamp%5Etweetembed%7Ctwterm%5E2112553792826687877%7Ctwgr%5E1b453c089e914ca7e8113506f3505abd6e038dce%7Ctwcon%5Es1_&amp;ref_url=https%3A%2F%2Fpl.aleteia.org%2F2026%2F10%2F20%2Fbiskup-wazny-reaguje-na-zblizajaca-sie-eskalacje-w-sprawie-aborcji%2F">schrieb</a> der Bischof von Sosnowiec, Artur Ważny, am selben Tag in einem Eintrag zu den erneuten Versuchen, den Lebensschutz aufzuheben. Veröffentlicht hat ihn die polnische Ausgabe des Portals <em><a href="https://pl.aleteia.org/2026/10/20/biskup-wazny-reaguje-na-zblizajaca-sie-eskalacje-w-sprawie-aborcji/">Aleteia</a></em>. „Die Verteidigung des wehrlosen, insbesondere des ungeborenen Menschen ist für mich ein absolutes Fundament, das ich nicht aufgeben kann und will.“</p>
<p>Für eine Änderung des Strafgesetzbuchs stimmten nach Angaben der Nachrichtenagentur PAP 217 Abgeordnete. Dagegen waren 213, darunter neben der PiS auch 14 Abgeordnete der mitregierenden PSL. Die Änderung sieht vor, die Strafbarkeit einer Abtreibung mit Zustimmung der Frau aufzuheben. Bisher drohen dafür bis zu drei Jahre Haft. Straffrei werden sollen auch die Beihilfe und das Anstiften dazu.</p>
<p>Das zweite Gesetz erhielt 233 Stimmen bei 203 Gegenstimmen und einer Enthaltung. Es soll die Folgen eines Urteils des Verfassungsgerichts vom 22. Oktober 2020 rückgängig machen. Das Gericht hatte die Abtreibung wegen einer schweren Schädigung des ungeborenen Kindes als verfassungswidrig eingestuft. Seit der Veröffentlichung des Urteils im Januar 2021 ist sie in Polen nicht mehr möglich.</p>
<p>Erlaubt ist eine Abtreibung derzeit nur, wenn die Schwangerschaft Leben oder Gesundheit der Frau gefährdet. Zulässig ist sie außerdem bis zur zwölften Woche, wenn die Schwangerschaft Folge einer Straftat ist.</p>
<p>„Abtreibung ist Mord. Das Recht ist ein Werkzeug zur Formung der Gewissen“, kritisierte der PiS-Abgeordnete Marcin Warchoł laut dem Portal <em><a href="https://www.niedziela.pl/artykul/129089/Sejm-glosowal-w-sprawie-aborcji">Niedziela</a></em> die Regierungskoalition von Ministerpräsident Donald Tusk. „Die Koalition des 13. Dezember will eine seelenlose und amoralische Gesellschaft haben. Deshalb kehrt sie mit dem Projekt der Abtreibung auf Verlangen zurück.“</p>
<p>Reuters zufolge wird der Präsident die Gesetze „mit ziemlicher Sicherheit“ mit einem Veto belegen. Laut dem Portal <em><a href="https://natemat.pl/672334,aborcja-wraca-do-sejmu-w-koalicji-pachnie-awantura-psl-wyciaga-asa-z-rekawa">naTemat</a></em> fehlt der Koalition im Sejm die Drei-Fünftel-Mehrheit, die nötig wäre, um ein Veto zurückzuweisen.</p>
<p>Als Präsidentschaftskandidat hatte Nawrocki im Sender <em>Polsat News</em> <a href="https://www.pap.pl/aktualnosci/poslanki-ko-nawrocki-w-sprawie-aborcji-nie-zdal-testu-z-praw-kobiet">erklärt</a>, er würde kein Gesetz zur Rückkehr zum sogenannten Abtreibungskompromiss unterschreiben. Er könne nicht zulassen, dass Kinder mit Down-Syndrom abgetrieben würden, berichtete PAP damals.</p>
<p>„Das menschliche Leben ist vom Augenblick der Empfängnis an absolut zu achten und zu schützen“, lehrt der Katechismus der Katholischen Kirche (KKK 2270). „Mit der Petrus und seinen Nachfolgern von Christus verliehenen Autorität bestätige ich daher in Gemeinschaft mit den Bischöfen der katholischen Kirche, daß die direkte und freiwillige Tötung eines unschuldigen Menschen immer ein schweres sittliches Vergehen ist“, schrieb Papst Johannes Paul II. 1995 in der Enzyklika <em>Evangelium vitae</em>. Der Katechismus hält zur Abtreibung fest: „Die formelle Mitwirkung an einer Abtreibung ist ein schweres Vergehen“ (KKK 2272).</p>]]>
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          <![CDATA[<p>Der polnische Sejm, das Unterhaus des polnischen Parlaments, hat am Dienstag zwei Gesetze verabschiedet, die den rechtlichen Schutz ungeborener Kinder lockern sollen. Damit sind sie jedoch noch nicht geltendes Recht: Zunächst muss der Senat dem zustimmen, dann Präsident Karol Nawrocki. Laut <a href="https://theprint.in/world/polish-lawmakers-vote-to-ease-abortion-ban-but-face-likely-presidential-veto/3077267/">Reuters</a> hat dieser bereits signalisiert, jede Lockerung zu blockieren.</p>
<p>„Als Mensch und Bischof der Kirche werde ich meine Meinung […] nicht ändern“, <a href="https://x.com/BpWazny/status/2112553792826687877?ref_src=twsrc%5Etfw%7Ctwcamp%5Etweetembed%7Ctwterm%5E2112553792826687877%7Ctwgr%5E1b453c089e914ca7e8113506f3505abd6e038dce%7Ctwcon%5Es1_&amp;ref_url=https%3A%2F%2Fpl.aleteia.org%2F2026%2F10%2F20%2Fbiskup-wazny-reaguje-na-zblizajaca-sie-eskalacje-w-sprawie-aborcji%2F">schrieb</a> der Bischof von Sosnowiec, Artur Ważny, am selben Tag in einem Eintrag zu den erneuten Versuchen, den Lebensschutz aufzuheben. Veröffentlicht hat ihn die polnische Ausgabe des Portals <em><a href="https://pl.aleteia.org/2026/10/20/biskup-wazny-reaguje-na-zblizajaca-sie-eskalacje-w-sprawie-aborcji/">Aleteia</a></em>. „Die Verteidigung des wehrlosen, insbesondere des ungeborenen Menschen ist für mich ein absolutes Fundament, das ich nicht aufgeben kann und will.“</p>
<p>Für eine Änderung des Strafgesetzbuchs stimmten nach Angaben der Nachrichtenagentur PAP 217 Abgeordnete. Dagegen waren 213, darunter neben der PiS auch 14 Abgeordnete der mitregierenden PSL. Die Änderung sieht vor, die Strafbarkeit einer Abtreibung mit Zustimmung der Frau aufzuheben. Bisher drohen dafür bis zu drei Jahre Haft. Straffrei werden sollen auch die Beihilfe und das Anstiften dazu.</p>
<p>Das zweite Gesetz erhielt 233 Stimmen bei 203 Gegenstimmen und einer Enthaltung. Es soll die Folgen eines Urteils des Verfassungsgerichts vom 22. Oktober 2020 rückgängig machen. Das Gericht hatte die Abtreibung wegen einer schweren Schädigung des ungeborenen Kindes als verfassungswidrig eingestuft. Seit der Veröffentlichung des Urteils im Januar 2021 ist sie in Polen nicht mehr möglich.</p>
<p>Erlaubt ist eine Abtreibung derzeit nur, wenn die Schwangerschaft Leben oder Gesundheit der Frau gefährdet. Zulässig ist sie außerdem bis zur zwölften Woche, wenn die Schwangerschaft Folge einer Straftat ist.</p>
<p>„Abtreibung ist Mord. Das Recht ist ein Werkzeug zur Formung der Gewissen“, kritisierte der PiS-Abgeordnete Marcin Warchoł laut dem Portal <em><a href="https://www.niedziela.pl/artykul/129089/Sejm-glosowal-w-sprawie-aborcji">Niedziela</a></em> die Regierungskoalition von Ministerpräsident Donald Tusk. „Die Koalition des 13. Dezember will eine seelenlose und amoralische Gesellschaft haben. Deshalb kehrt sie mit dem Projekt der Abtreibung auf Verlangen zurück.“</p>
<p>Reuters zufolge wird der Präsident die Gesetze „mit ziemlicher Sicherheit“ mit einem Veto belegen. Laut dem Portal <em><a href="https://natemat.pl/672334,aborcja-wraca-do-sejmu-w-koalicji-pachnie-awantura-psl-wyciaga-asa-z-rekawa">naTemat</a></em> fehlt der Koalition im Sejm die Drei-Fünftel-Mehrheit, die nötig wäre, um ein Veto zurückzuweisen.</p>
<p>Als Präsidentschaftskandidat hatte Nawrocki im Sender <em>Polsat News</em> <a href="https://www.pap.pl/aktualnosci/poslanki-ko-nawrocki-w-sprawie-aborcji-nie-zdal-testu-z-praw-kobiet">erklärt</a>, er würde kein Gesetz zur Rückkehr zum sogenannten Abtreibungskompromiss unterschreiben. Er könne nicht zulassen, dass Kinder mit Down-Syndrom abgetrieben würden, berichtete PAP damals.</p>
<p>„Das menschliche Leben ist vom Augenblick der Empfängnis an absolut zu achten und zu schützen“, lehrt der Katechismus der Katholischen Kirche (KKK 2270). „Mit der Petrus und seinen Nachfolgern von Christus verliehenen Autorität bestätige ich daher in Gemeinschaft mit den Bischöfen der katholischen Kirche, daß die direkte und freiwillige Tötung eines unschuldigen Menschen immer ein schweres sittliches Vergehen ist“, schrieb Papst Johannes Paul II. 1995 in der Enzyklika <em>Evangelium vitae</em>. Der Katechismus hält zur Abtreibung fest: „Die formelle Mitwirkung an einer Abtreibung ist ein schweres Vergehen“ (KKK 2272).</p>]]>
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                  <category>Polen</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Europa</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[Alexander Folz ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Wed, 21 Oct 2026 15:30:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>EU-Bischöfe: Künstliche Intelligenz muss „Werkzeug im Dienste des Menschen“ sein</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/26217/eu-bischofe-kunstliche-intelligenz-muss-werkzeug-im-dienste-des-menschen-sein</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Die europäischen Bischöfe haben gefordert, künstliche Intelligenz (KI) müsse „ein Werkzeug im Dienste des Menschen“ sein, aber auch „des Gemeinwohls und des Friedens“.</p>
<p>Die Zukunft der KI dürfe „nicht nur davon geprägt sein, was die Technologie leisten kann, sondern auch davon, was menschliche Würde, Verantwortung, Solidarität und Brüderlichkeit erfordern“, hielt die Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Union (COMECE) in der am Montag veröffentlichten <a href="https://www.comece.eu/declaration-comece-assembly-eu-bishops-call-for-ai-to-remain-at-the-service-of-the-human-person/">Erklärung</a> fest. „Die katholische Kirche wird die Europäische Union weiterhin auf einem Weg begleiten, der die menschliche Person im Zeitalter der künstlichen Intelligenz schützt.“</p>
<p>„Angesichts der von vielen geäußerten Sorgen und Ängste erkennen wir, die Bischöfe, die die Bischofskonferenzen der EU vertreten, die bereits unternommenen Anstrengungen zur Regulierung des Einsatzes von KI an und ermutigen die Europäische Union, in diesem Bereich im Einklang mit ihren Gründungswerten und ihrem Auftrag eine Führungsrolle zu übernehmen“, hieß es.</p>
<p>Europa sei „aufgerufen, mit Dringlichkeit, Ehrgeiz und Verantwortung zu handeln, um seine digitalen Kapazitäten zu stärken und die Forschung, Konzeption und Entwicklung dieser Technologien mitzugestalten, wobei eine wahrhaft menschenzentrierte Vision gefördert werden muss“.</p>
<p>„Europa muss eine positive und führende Rolle übernehmen, um zu einer internationalen Zusammenarbeit und Governance beizutragen, die die Menschenrechte achtet, den schädlichen Einsatz von Technologie verhindert und einen gerechten Zugang zu deren Vorteilen unterstützt sowie den Frieden und unser gemeinsames Zuhause schützt“, so die Bischöfe. „Dies muss mit einem kollektiven Verantwortungsbewusstsein erreicht werden, unter Einbeziehung von Institutionen, Unternehmen, zivilgesellschaftlichen Organisationen, Bildungsgemeinschaften und Bürgern.“</p>
<p>Die erste der acht von der COMECE formulierten Forderungen lautet: „Die Menschenwürde und die Handlungsfähigkeit des Menschen müssen oberste Priorität behalten.“ Auch dürfe KI „die Einzigartigkeit des Menschen nicht minimieren oder verdrängen, und Menschen dürfen nicht auf Daten oder Waren reduziert werden“.</p>
<p>Papst Leo XIV. hatte vor einigen Monaten seine umfangreiche Enzyklika <a href="https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/encyclicals/documents/20260515-magnifica-humanitas.html"><em>Magnifica humanitas</em></a> veröffentlicht, die sich ausführlich mit KI befasst. Seither ist er wiederholt auf das Thema eingegangen und erklärte etwa, dass echte Kunst nicht mit KI erstellt und menschliche Arbeit nicht durch KI ersetzt werden könne.</p>]]>
        </description>
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          <![CDATA[<p>Die europäischen Bischöfe haben gefordert, künstliche Intelligenz (KI) müsse „ein Werkzeug im Dienste des Menschen“ sein, aber auch „des Gemeinwohls und des Friedens“.</p>
<p>Die Zukunft der KI dürfe „nicht nur davon geprägt sein, was die Technologie leisten kann, sondern auch davon, was menschliche Würde, Verantwortung, Solidarität und Brüderlichkeit erfordern“, hielt die Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Union (COMECE) in der am Montag veröffentlichten <a href="https://www.comece.eu/declaration-comece-assembly-eu-bishops-call-for-ai-to-remain-at-the-service-of-the-human-person/">Erklärung</a> fest. „Die katholische Kirche wird die Europäische Union weiterhin auf einem Weg begleiten, der die menschliche Person im Zeitalter der künstlichen Intelligenz schützt.“</p>
<p>„Angesichts der von vielen geäußerten Sorgen und Ängste erkennen wir, die Bischöfe, die die Bischofskonferenzen der EU vertreten, die bereits unternommenen Anstrengungen zur Regulierung des Einsatzes von KI an und ermutigen die Europäische Union, in diesem Bereich im Einklang mit ihren Gründungswerten und ihrem Auftrag eine Führungsrolle zu übernehmen“, hieß es.</p>
<p>Europa sei „aufgerufen, mit Dringlichkeit, Ehrgeiz und Verantwortung zu handeln, um seine digitalen Kapazitäten zu stärken und die Forschung, Konzeption und Entwicklung dieser Technologien mitzugestalten, wobei eine wahrhaft menschenzentrierte Vision gefördert werden muss“.</p>
<p>„Europa muss eine positive und führende Rolle übernehmen, um zu einer internationalen Zusammenarbeit und Governance beizutragen, die die Menschenrechte achtet, den schädlichen Einsatz von Technologie verhindert und einen gerechten Zugang zu deren Vorteilen unterstützt sowie den Frieden und unser gemeinsames Zuhause schützt“, so die Bischöfe. „Dies muss mit einem kollektiven Verantwortungsbewusstsein erreicht werden, unter Einbeziehung von Institutionen, Unternehmen, zivilgesellschaftlichen Organisationen, Bildungsgemeinschaften und Bürgern.“</p>
<p>Die erste der acht von der COMECE formulierten Forderungen lautet: „Die Menschenwürde und die Handlungsfähigkeit des Menschen müssen oberste Priorität behalten.“ Auch dürfe KI „die Einzigartigkeit des Menschen nicht minimieren oder verdrängen, und Menschen dürfen nicht auf Daten oder Waren reduziert werden“.</p>
<p>Papst Leo XIV. hatte vor einigen Monaten seine umfangreiche Enzyklika <a href="https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/encyclicals/documents/20260515-magnifica-humanitas.html"><em>Magnifica humanitas</em></a> veröffentlicht, die sich ausführlich mit KI befasst. Seither ist er wiederholt auf das Thema eingegangen und erklärte etwa, dass echte Kunst nicht mit KI erstellt und menschliche Arbeit nicht durch KI ersetzt werden könne.</p>]]>
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                  <category>Belgien</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Europa</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Wed, 21 Oct 2026 14:15:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Papst Leo widmet sich bei Generalaudienz den Themen Ehe und Familie</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/26227/papst-leo-widmet-sich-bei-generalaudienz-den-themen-ehe-und-familie</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Papst Leo hat am Mittwochvormittag seine erste Generalaudienz nach der Lungenoperation am 13. Oktober abgehalten und dabei seine <a href="https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2026-10/papst-leo-xiv-generalaudienz-katechese-gaudium-et-spes.html">Katechese</a> zum Zweiten Vatikanischen Konzil fortgesetzt. Er sprach über Ehe und Familie im Lichte des Konzilstextes <em>Gaudium et spes</em>.</p>
<p>Das Konzil habe „eine erneuerte Auffassung der Ehe als ‚innige Gemeinschaft des Lebens und der ehelichen Liebe‘ aufgezeigt“, so Leo. „Die gegenseitige Hingabe von Mann und Frau, durch die ‚sie nicht mehr zwei sind, sondern ein Fleisch‘, begründet das Erfordernis der ‚vollkommenen Treue‘ und der ‚unauflöslichen Einheit‘ der Ehegatten und findet ihren lebendigen Ausdruck in der Zeugung und Erziehung der Kinder.“</p>
<p>„Als Spiegelbild der göttlichen Dreifaltigkeit wird die eheliche und elterliche Liebe durch das Sakrament der Ehe ‚von der erlösenden Kraft Christi gestützt und bereichert‘, damit die Ehepartner einander so lieben können, ‚wie er selbst die Kirche geliebt und sich für sie hingegeben hat‘“, fügte der Papst hinzu.</p>
<p>Dann fuhr er fort: „Die eheliche Liebe beschränkt sich nicht auf die erotische Anziehungskraft, die sie zwar in sich vereint, sondern umfasst den gesamten Willen der Eheleute, belebt ihre seelischen Regungen und drückt sich durch Gefühle und Gesten der Zärtlichkeit aus.“</p>
<p>„Diese Liebe, die das Wohl der ganzen Person von Mann und Frau umfasst, die in ihrer Würde gleich sind, durchdringt das gesamte Leben der Ehegatten und findet ihren Ausdruck in den Handlungen, die ausschließlich der Ehe eigen sind“, erklärte Papst Leo. „Da sie die ganzheitliche Liebe von Mensch zu Mensch bedeutet, fördert die einzigartige Intimität der Ehepartner ihre gegenseitige Hingabe und bereichert ihre gegenseitige Freude.“</p>
<p>„Die Fruchtbarkeit der ehelichen Liebe drückt sich zudem in der Zeugung von Kindern aus, ‚dem erlesensten Geschenk der Ehe‘“, betonte Leo. „Indem sie das menschliche Leben, das niemals verworfen werden darf, weitergeben und erziehen, werden die Eheleute zu ‚Mitarbeitern der Liebe Gottes, des Schöpfers, und gewissermaßen zu deren Deutern‘.“</p>
<p>Ein Urteil über die Zahl der Kinder müssten die Eheleute letztlich „selbst vor Gott fällen“, was erfordere, „dass sich ihr Gewissen am göttlichen Gesetz ausrichtet, wie es vom kirchlichen Lehramt im Lichte des Evangeliums ausgelegt wird“.</p>
<p>Die Lehre von <em>Gaudium et spes</em> über die eheliche und familiäre Gemeinschaft hebe „die soziale Funktion der Familie hervor, die als ‚eine Schule reichhaltigerer Menschlichkeit‘ und als ‚das Fundament der Gesellschaft‘ bezeichnet wird, und ruft alle, die gesellschaftliche Verantwortung tragen, insbesondere im politischen und kulturellen Bereich, dazu auf, ihrer Pflicht nachzukommen, ‚wirksam an der Förderung von Ehe und Familie mitzuwirken‘“.</p>]]>
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          <![CDATA[<p>Papst Leo hat am Mittwochvormittag seine erste Generalaudienz nach der Lungenoperation am 13. Oktober abgehalten und dabei seine <a href="https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2026-10/papst-leo-xiv-generalaudienz-katechese-gaudium-et-spes.html">Katechese</a> zum Zweiten Vatikanischen Konzil fortgesetzt. Er sprach über Ehe und Familie im Lichte des Konzilstextes <em>Gaudium et spes</em>.</p>
<p>Das Konzil habe „eine erneuerte Auffassung der Ehe als ‚innige Gemeinschaft des Lebens und der ehelichen Liebe‘ aufgezeigt“, so Leo. „Die gegenseitige Hingabe von Mann und Frau, durch die ‚sie nicht mehr zwei sind, sondern ein Fleisch‘, begründet das Erfordernis der ‚vollkommenen Treue‘ und der ‚unauflöslichen Einheit‘ der Ehegatten und findet ihren lebendigen Ausdruck in der Zeugung und Erziehung der Kinder.“</p>
<p>„Als Spiegelbild der göttlichen Dreifaltigkeit wird die eheliche und elterliche Liebe durch das Sakrament der Ehe ‚von der erlösenden Kraft Christi gestützt und bereichert‘, damit die Ehepartner einander so lieben können, ‚wie er selbst die Kirche geliebt und sich für sie hingegeben hat‘“, fügte der Papst hinzu.</p>
<p>Dann fuhr er fort: „Die eheliche Liebe beschränkt sich nicht auf die erotische Anziehungskraft, die sie zwar in sich vereint, sondern umfasst den gesamten Willen der Eheleute, belebt ihre seelischen Regungen und drückt sich durch Gefühle und Gesten der Zärtlichkeit aus.“</p>
<p>„Diese Liebe, die das Wohl der ganzen Person von Mann und Frau umfasst, die in ihrer Würde gleich sind, durchdringt das gesamte Leben der Ehegatten und findet ihren Ausdruck in den Handlungen, die ausschließlich der Ehe eigen sind“, erklärte Papst Leo. „Da sie die ganzheitliche Liebe von Mensch zu Mensch bedeutet, fördert die einzigartige Intimität der Ehepartner ihre gegenseitige Hingabe und bereichert ihre gegenseitige Freude.“</p>
<p>„Die Fruchtbarkeit der ehelichen Liebe drückt sich zudem in der Zeugung von Kindern aus, ‚dem erlesensten Geschenk der Ehe‘“, betonte Leo. „Indem sie das menschliche Leben, das niemals verworfen werden darf, weitergeben und erziehen, werden die Eheleute zu ‚Mitarbeitern der Liebe Gottes, des Schöpfers, und gewissermaßen zu deren Deutern‘.“</p>
<p>Ein Urteil über die Zahl der Kinder müssten die Eheleute letztlich „selbst vor Gott fällen“, was erfordere, „dass sich ihr Gewissen am göttlichen Gesetz ausrichtet, wie es vom kirchlichen Lehramt im Lichte des Evangeliums ausgelegt wird“.</p>
<p>Die Lehre von <em>Gaudium et spes</em> über die eheliche und familiäre Gemeinschaft hebe „die soziale Funktion der Familie hervor, die als ‚eine Schule reichhaltigerer Menschlichkeit‘ und als ‚das Fundament der Gesellschaft‘ bezeichnet wird, und ruft alle, die gesellschaftliche Verantwortung tragen, insbesondere im politischen und kulturellen Bereich, dazu auf, ihrer Pflicht nachzukommen, ‚wirksam an der Förderung von Ehe und Familie mitzuwirken‘“.</p>]]>
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                  <category>Vatikanstadt</category>
                                  <category>Vatikan</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Wed, 21 Oct 2026 13:00:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Niederländischer Ministerpräsident bedient sich altruistischer Leihmutterschaft</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/26219/niederlandischer-ministerprasident-bedient-sich-altruistischer-leihmutterschaft</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Der homosexuelle niederländische Ministerpräsident Rob Jetten bedient sich mit seinem Partner Nicolás Keenan der sogenannten altruistischen Leihmutterschaft, um an ein Kind zu kommen. Die kommerzielle Leihmutterschaft, die gegen Bezahlung durchgeführt wird, ist in dem Land verboten. Hier aber sind sowohl die Leihmutter als auch die Frau, deren Eizellen für die Schaffung des Kindes dienten, <a href="https://www.die-tagespost.de/politik/der-naechste-leihmutterschaftsfall-art-279745">offenbar</a> persönliche Bekannte von Jetten und Keenan.</p>
<p>Die Regierungskoalition von Jetten besteht neben seiner eigenen Partei, den Democraten 66 (D66), aus Volkspartij voor Vrijheid en Democratie (VVD) und Christen-Democratisch Appèl (CDA). Die Christdemokraten hatten bei der Wahl 2025 knapp zwölf Prozent der Stimmen bekommen, während D66 als stärkste Kraft auf rund 17 Prozent kam. Jetten wuchs <a href="https://www.thetimes.com/world/europe/article/who-is-rob-jetten-netherlands-dutch-prime-minister-520rv9qtq">laut Medienberichten</a> in einer katholischen Familie auf.</p>
<p>Die Kirche verurteilt die Praxis der Leihmutterschaft ausdrücklich. In der Erklärung <a href="https://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_ddf_doc_20240402_dignitas-infinita_ge.html"><em>Dignitas infinita</em></a> des Dikasteriums für die Glaubenslehre aus dem Jahr 2024 heißt es: „Die Kirche wendet sich auch gegen die Praxis der Leihmutterschaft, durch die das unermesslich wertvolle Kind zu einem bloßen Objekt wird.“</p>
<p>„Die Praxis der Leihmutterschaft verletzt in erster Linie die Würde des Kindes“, so das Glaubens-Dikasterium. „Jedes Kind besitzt nämlich vom Moment der Empfängnis, der Geburt und dann in seinem Heranwachsen als Junge oder Mädchen bis hin zum Erwachsenwerden eine unantastbare Würde, die in jeder Phase seines Lebens deutlich zum Ausdruck kommt, wenn auch in einzigartiger und differenzierter Weise.“</p>
<p>„Das Kind hat daher kraft seiner unveräußerlichen Würde das Recht auf eine vollständig menschliche und nicht künstlich herbeigeführte Herkunft und auf das Geschenk eines Lebens, das zugleich die Würde des Gebers und des Empfängers zum Ausdruck bringt“, wie aus der kirchlichen Lehre hervorgeht. „Die Anerkennung der Würde der menschlichen Person schließt auch die Anerkennung der Würde der ehelichen Vereinigung und der menschlichen Fortpflanzung in all ihren Dimensionen ein. In diesem Sinne kann der legitime Wunsch, ein Kind zu bekommen, nicht in ein ‚Recht auf ein Kind‘ umgewandelt werden, das die Würde des Kindes selbst als Empfänger der freien Gabe des Lebens nicht respektiert.“</p>
<p>„Die Praxis der Leihmutterschaft verletzt zugleich die Würde der Frau selbst, die dazu gezwungen wird oder sich aus freien Stücken dazu entschließt, sich ihr zu unterwerfen“, argumentierte das Glaubens-Dikasterium. „Durch eine solche Praxis wird die Frau von dem Kind, das in ihr heranwächst, losgelöst und zu einem bloßen Mittel, das dem Profit oder dem willkürlichen Wunsch anderer unterworfen ist. Dies widerspricht in jeder Hinsicht der grundlegenden Würde eines jeden Menschen und seinem Recht, immer als er selbst und niemals als Instrument für etwas Anderes anerkannt zu werden.“</p>
<p>In Deutschland hatten zuletzt die Leihmuttergeschäfte des homosexuellen damaligen Fraktionsvorsitzenden von CDU und CSU im Bundestag, Jens Spahn, für massive Kritik gesorgt. Er hatte sich mit seinem Partner ein Kind in den USA gekauft.</p>]]>
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          <![CDATA[<p>Der homosexuelle niederländische Ministerpräsident Rob Jetten bedient sich mit seinem Partner Nicolás Keenan der sogenannten altruistischen Leihmutterschaft, um an ein Kind zu kommen. Die kommerzielle Leihmutterschaft, die gegen Bezahlung durchgeführt wird, ist in dem Land verboten. Hier aber sind sowohl die Leihmutter als auch die Frau, deren Eizellen für die Schaffung des Kindes dienten, <a href="https://www.die-tagespost.de/politik/der-naechste-leihmutterschaftsfall-art-279745">offenbar</a> persönliche Bekannte von Jetten und Keenan.</p>
<p>Die Regierungskoalition von Jetten besteht neben seiner eigenen Partei, den Democraten 66 (D66), aus Volkspartij voor Vrijheid en Democratie (VVD) und Christen-Democratisch Appèl (CDA). Die Christdemokraten hatten bei der Wahl 2025 knapp zwölf Prozent der Stimmen bekommen, während D66 als stärkste Kraft auf rund 17 Prozent kam. Jetten wuchs <a href="https://www.thetimes.com/world/europe/article/who-is-rob-jetten-netherlands-dutch-prime-minister-520rv9qtq">laut Medienberichten</a> in einer katholischen Familie auf.</p>
<p>Die Kirche verurteilt die Praxis der Leihmutterschaft ausdrücklich. In der Erklärung <a href="https://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_ddf_doc_20240402_dignitas-infinita_ge.html"><em>Dignitas infinita</em></a> des Dikasteriums für die Glaubenslehre aus dem Jahr 2024 heißt es: „Die Kirche wendet sich auch gegen die Praxis der Leihmutterschaft, durch die das unermesslich wertvolle Kind zu einem bloßen Objekt wird.“</p>
<p>„Die Praxis der Leihmutterschaft verletzt in erster Linie die Würde des Kindes“, so das Glaubens-Dikasterium. „Jedes Kind besitzt nämlich vom Moment der Empfängnis, der Geburt und dann in seinem Heranwachsen als Junge oder Mädchen bis hin zum Erwachsenwerden eine unantastbare Würde, die in jeder Phase seines Lebens deutlich zum Ausdruck kommt, wenn auch in einzigartiger und differenzierter Weise.“</p>
<p>„Das Kind hat daher kraft seiner unveräußerlichen Würde das Recht auf eine vollständig menschliche und nicht künstlich herbeigeführte Herkunft und auf das Geschenk eines Lebens, das zugleich die Würde des Gebers und des Empfängers zum Ausdruck bringt“, wie aus der kirchlichen Lehre hervorgeht. „Die Anerkennung der Würde der menschlichen Person schließt auch die Anerkennung der Würde der ehelichen Vereinigung und der menschlichen Fortpflanzung in all ihren Dimensionen ein. In diesem Sinne kann der legitime Wunsch, ein Kind zu bekommen, nicht in ein ‚Recht auf ein Kind‘ umgewandelt werden, das die Würde des Kindes selbst als Empfänger der freien Gabe des Lebens nicht respektiert.“</p>
<p>„Die Praxis der Leihmutterschaft verletzt zugleich die Würde der Frau selbst, die dazu gezwungen wird oder sich aus freien Stücken dazu entschließt, sich ihr zu unterwerfen“, argumentierte das Glaubens-Dikasterium. „Durch eine solche Praxis wird die Frau von dem Kind, das in ihr heranwächst, losgelöst und zu einem bloßen Mittel, das dem Profit oder dem willkürlichen Wunsch anderer unterworfen ist. Dies widerspricht in jeder Hinsicht der grundlegenden Würde eines jeden Menschen und seinem Recht, immer als er selbst und niemals als Instrument für etwas Anderes anerkannt zu werden.“</p>
<p>In Deutschland hatten zuletzt die Leihmuttergeschäfte des homosexuellen damaligen Fraktionsvorsitzenden von CDU und CSU im Bundestag, Jens Spahn, für massive Kritik gesorgt. Er hatte sich mit seinem Partner ein Kind in den USA gekauft.</p>]]>
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                  <category>Deutschland</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Wed, 21 Oct 2026 11:00:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Rudolf Gehrig wird neuer Chefredakteur des Vatican-Magazins</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/26223/rudolf-gehrig-wird-neuer-chefredakteur-des-vatican-magazins</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Rudolf Gehrig, der lange Jahre für EWTN in Deutschland und im Vatikan sowie für CNA Deutsch gearbeitet hatte, wird neuer Chefredakteur des Vatican-Magazins. Gleichzeitig wird er stellvertretender Geschäftsführer des herausgebenden fe-Medienverlags.</p>
<p>Gehrig wird der bislang dritte Chefredakteur in der 20-jährigen Geschichte des Vatican-Magazins und folgt in dieser Rolle auf Bernhard Müller, der weiter Geschäftsführer des fe-Medienverlags bleibt. Das Magazin wurde gegründet von Paul Badde, der 2025 verstarb und viele Jahre lang der Romkorrespondent der Zeitung „Welt“ war, sowie von Guido Horst, der von der katholischen Wochenzeitung „Die Tagespost“ bekannt ist.<br /> <br />„Es ist eine gewaltige Aufgabe und eine große Ehre, in die Fußstapfen meiner beiden Vorgänger Guido Horst und Bernhard Müller zu treten“, so Gehrig in einer ersten Wortmeldung. „Die digitalisierte Welt ist voller Hektik und Lärm, aber Jesus Christus klopft weiterhin geduldig an die Tür der Menschen. Ich will mit dem VATICAN magazin und dem fe-Medienverlag die Türen weit öffnen für die Frohe Botschaft.“<br /> <br />Müller erklärte seinerseites: „Ich freue mich, dass sowohl das VATICAN magazin wie auch der fe-Medienverlag von Rudolf Gehrigs römischen Weitblick profitieren werden.“<br /> <br />Nun gehe es darum, die Weichen für die Weiterentwicklung des Verlags zu stellen, hieß es. „Der fe-Verlag unterstützt mit seinem Medienangebot Menschen, die sich nach christlicher Orientierung sehnen und Fragen über Gott und den Sinn des Lebens stellen“, so Müller, der mit seinem Bruder Martin den Verlag im Jahr 1991 gegründet hatte.<br /> <br />In einem <a href="https://rudolf-gehrig.de/mein-neuer-job/">Beitrag</a> auf seiner eigenen Internetseite schrieb Gehrig am Mittwoch: „Über die Jahre hat sich eine tiefe Freundschaft mit Bernhard Müller entwickelt. Dass er mir zutraut, gemeinsam mit ihm und seinem hervorragenden Team den fe-Medienverlag weiterzuentwickeln, beschämt und motiviert mich im gleichen Maße.“</p>
<p>„Wir werden als fe-Medienverlag auf die sich verändernde Medienlandschaft reagieren und bestimmt auch neue Wege gehen müssen“, führte er aus. „Aber weder der Verlag, noch das Magazin dürfen dabei ihre Identität verlieren.“</p>]]>
        </description>
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          <![CDATA[<p>Rudolf Gehrig, der lange Jahre für EWTN in Deutschland und im Vatikan sowie für CNA Deutsch gearbeitet hatte, wird neuer Chefredakteur des Vatican-Magazins. Gleichzeitig wird er stellvertretender Geschäftsführer des herausgebenden fe-Medienverlags.</p>
<p>Gehrig wird der bislang dritte Chefredakteur in der 20-jährigen Geschichte des Vatican-Magazins und folgt in dieser Rolle auf Bernhard Müller, der weiter Geschäftsführer des fe-Medienverlags bleibt. Das Magazin wurde gegründet von Paul Badde, der 2025 verstarb und viele Jahre lang der Romkorrespondent der Zeitung „Welt“ war, sowie von Guido Horst, der von der katholischen Wochenzeitung „Die Tagespost“ bekannt ist.<br /> <br />„Es ist eine gewaltige Aufgabe und eine große Ehre, in die Fußstapfen meiner beiden Vorgänger Guido Horst und Bernhard Müller zu treten“, so Gehrig in einer ersten Wortmeldung. „Die digitalisierte Welt ist voller Hektik und Lärm, aber Jesus Christus klopft weiterhin geduldig an die Tür der Menschen. Ich will mit dem VATICAN magazin und dem fe-Medienverlag die Türen weit öffnen für die Frohe Botschaft.“<br /> <br />Müller erklärte seinerseites: „Ich freue mich, dass sowohl das VATICAN magazin wie auch der fe-Medienverlag von Rudolf Gehrigs römischen Weitblick profitieren werden.“<br /> <br />Nun gehe es darum, die Weichen für die Weiterentwicklung des Verlags zu stellen, hieß es. „Der fe-Verlag unterstützt mit seinem Medienangebot Menschen, die sich nach christlicher Orientierung sehnen und Fragen über Gott und den Sinn des Lebens stellen“, so Müller, der mit seinem Bruder Martin den Verlag im Jahr 1991 gegründet hatte.<br /> <br />In einem <a href="https://rudolf-gehrig.de/mein-neuer-job/">Beitrag</a> auf seiner eigenen Internetseite schrieb Gehrig am Mittwoch: „Über die Jahre hat sich eine tiefe Freundschaft mit Bernhard Müller entwickelt. Dass er mir zutraut, gemeinsam mit ihm und seinem hervorragenden Team den fe-Medienverlag weiterzuentwickeln, beschämt und motiviert mich im gleichen Maße.“</p>
<p>„Wir werden als fe-Medienverlag auf die sich verändernde Medienlandschaft reagieren und bestimmt auch neue Wege gehen müssen“, führte er aus. „Aber weder der Verlag, noch das Magazin dürfen dabei ihre Identität verlieren.“</p>]]>
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                  <category>Deutschland</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Wed, 21 Oct 2026 10:15:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Internationale Theologische Kommission wird sich wohl mit Begriff der Tradition befassen</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/26215/internationale-theologische-kommission-wird-sich-wohl-mit-begriff-der-tradition-befassen</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Die Internationale Theologische Kommission wird sich in den nächsten fünf Jahren wohl mit dem Begriff der Tradition befassen, wie Quellen im Dikasterium für die Glaubenslehre gegenüber EWTN News Español sagten.</p>
<p>Die Kommission untersteht dem vatikanischen Glaubens-Dikasterium und berät dieses. Die Mitglieder werden vom Papst für eine Amtszeit von fünf Jahren ernannt. In dieser Zeit werden bestimmte theologische Fragen untersucht und die Ergebnisse veröffentlicht.</p>
<p>Die erste thematische Unterkommission werde sich mit der Erforschung der Tradition der Kirche befassen, einem zentralen Thema für die katholische Theologie und für das Verständnis der Weitergabe des Glaubens, so die Quellen im Glaubens-Dikasterium.</p>
<p>Es gehe darum, „zu klären, was die Tradition mit großem ‚T‘ ist, wo sie zu finden ist, wie festgestellt wird, dass etwas zur Tradition gehört, usw.“ Dazu werde man auf biblische, patristische, historische, philosophische und anderweitige wissenschaftliche Beiträge zurückgreifen.</p>
<p>Darüber hinaus werde die Unterkommission die Entwicklung der lehramtlichen Reflexion zu diesem Thema untersuchen und „sich bemühen, die Aussagen der verschiedenen Päpste zu diesem Thema – von Paul VI. bis hin zu <em>Magnifica </em><em>h</em><em>umanitas</em> – reflektiert aufzunehmen“, fügten die Quellen im Glaubens-Dikasterium hinzu.</p>
<p>Die zweite Unterkommission werde sich auf die kulturellen Formen der Glaubensvermittlung konzentrieren, also auf die Art und Weise, wie sich die lebendige Tradition der Kirche in den verschiedenen Kulturen ausdrückt und wie sie weitergegeben wird.</p>
<p>Man werde „diese lebendige Tradition untersuchen, die sich durch die Glaubensbekundungen des Volkes Gottes in seinen verschiedenen kulturellen Formen zieht“, erklärten die Quellen im Glaubens-Dikasterium.</p>
<p>Die Arbeit werde eine vertiefte Auseinandersetzung mit Themen wie Inkulturation, Volksfrömmigkeit und den verschiedenen Sprachen umfassen, durch die sich der christliche Glaube in unterschiedlichen kulturellen Kontexten ausdrückt.</p>
<p>Papst Leo XIV. hat am Montag die Mitglieder für die bis 2031 dauernde neue Amtszeit der Internationalen Theologischen Kommission ernannt. Darunter befinden sich auch zwei deutsche Dogmatiker, nämlich der in Wien lehrende vierfache Vater Jan-Heiner Tück und der in Sankt Georgen lehrende Jesuit Bernhard Knorn.</p>
<p><em>Übersetzt und redigiert aus dem Original von <a href="https://www.ewtnnews.com/es/vaticano/leon-xiv-encarga-a-sus-teologos-redefinir-que-es-la-tradicion-de-la-iglesia">EWTN News Español</a>.</em></p>]]>
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          <![CDATA[<p>Die Internationale Theologische Kommission wird sich in den nächsten fünf Jahren wohl mit dem Begriff der Tradition befassen, wie Quellen im Dikasterium für die Glaubenslehre gegenüber EWTN News Español sagten.</p>
<p>Die Kommission untersteht dem vatikanischen Glaubens-Dikasterium und berät dieses. Die Mitglieder werden vom Papst für eine Amtszeit von fünf Jahren ernannt. In dieser Zeit werden bestimmte theologische Fragen untersucht und die Ergebnisse veröffentlicht.</p>
<p>Die erste thematische Unterkommission werde sich mit der Erforschung der Tradition der Kirche befassen, einem zentralen Thema für die katholische Theologie und für das Verständnis der Weitergabe des Glaubens, so die Quellen im Glaubens-Dikasterium.</p>
<p>Es gehe darum, „zu klären, was die Tradition mit großem ‚T‘ ist, wo sie zu finden ist, wie festgestellt wird, dass etwas zur Tradition gehört, usw.“ Dazu werde man auf biblische, patristische, historische, philosophische und anderweitige wissenschaftliche Beiträge zurückgreifen.</p>
<p>Darüber hinaus werde die Unterkommission die Entwicklung der lehramtlichen Reflexion zu diesem Thema untersuchen und „sich bemühen, die Aussagen der verschiedenen Päpste zu diesem Thema – von Paul VI. bis hin zu <em>Magnifica </em><em>h</em><em>umanitas</em> – reflektiert aufzunehmen“, fügten die Quellen im Glaubens-Dikasterium hinzu.</p>
<p>Die zweite Unterkommission werde sich auf die kulturellen Formen der Glaubensvermittlung konzentrieren, also auf die Art und Weise, wie sich die lebendige Tradition der Kirche in den verschiedenen Kulturen ausdrückt und wie sie weitergegeben wird.</p>
<p>Man werde „diese lebendige Tradition untersuchen, die sich durch die Glaubensbekundungen des Volkes Gottes in seinen verschiedenen kulturellen Formen zieht“, erklärten die Quellen im Glaubens-Dikasterium.</p>
<p>Die Arbeit werde eine vertiefte Auseinandersetzung mit Themen wie Inkulturation, Volksfrömmigkeit und den verschiedenen Sprachen umfassen, durch die sich der christliche Glaube in unterschiedlichen kulturellen Kontexten ausdrückt.</p>
<p>Papst Leo XIV. hat am Montag die Mitglieder für die bis 2031 dauernde neue Amtszeit der Internationalen Theologischen Kommission ernannt. Darunter befinden sich auch zwei deutsche Dogmatiker, nämlich der in Wien lehrende vierfache Vater Jan-Heiner Tück und der in Sankt Georgen lehrende Jesuit Bernhard Knorn.</p>
<p><em>Übersetzt und redigiert aus dem Original von <a href="https://www.ewtnnews.com/es/vaticano/leon-xiv-encarga-a-sus-teologos-redefinir-que-es-la-tradicion-de-la-iglesia">EWTN News Español</a>.</em></p>]]>
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                  <category>Vatikanstadt</category>
                                  <category>Vatikan</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[Victoria Cardiel ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Wed, 21 Oct 2026 09:00:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Bischof Varden verfasst schonungslose Analyse zu Ehe und Familie in der heutigen Zeit</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/26221/bischof-varden-verfasst-schonungslose-analyse-zu-ehe-und-familie-in-der-heutigen-zeit</link>
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          <![CDATA[<p>Bischof Erik Varden OCSO aus Norwegen hat eine schonungslose Analyse zu Ehe und Familie in der heutigen Zeit verfasst. Gleichzeitig sprach der Trappist einige Punkte an, um die Lage zu verbessern.</p>
<p>„Das Familienleben steht heute aus vielerlei Gründen unter Druck – aus soziologischen, finanziellen und kulturellen“, schrieb Varden in einem von <em><a href="https://www.herder.de/communio/theologie/eine-nachlese-zum-amoris-laetitia-treffen-im-vatikan-damit-familien-hoffnungsorte-werden-koennen/">Communio</a></em> in deutscher Übersetzung veröffentlichten Beitrag. „Der anhaltendste Druck liegt jedoch tiefer. In bemerkenswert kurzer Zeit haben wir unser gemeinsames Verständnis dessen verloren, was Menschsein bedeutet. Außerhalb bestimmter Interessensgruppen ist es heute schwer, eine gemeinsame Sprache zu finden, um zu beschreiben, was ein Mensch ist. Wir sind uns nicht mehr einig darüber, was eine Frau, einen Mann oder ein Kind ausmacht.“</p>
<p>Die Familie könne unter den Bedingungen der heutigen Zeit „als grundlegende Einheit der menschlichen Gesellschaft nur zerfallen“, so der Bischof. „Es scheint nicht länger selbstverständlich, dass Familien stabile Verbände auf Basis einer lebenslangen Bindung zwischen einer Frau und einem Mann sein sollten, die darauf hoffen, Kinder zu zeugen.“</p>
<p>„Der Glaube an Gott als den wohlwollenden Schöpfer ist weitgehend verloren gegangen“, fuhr Varden fort. „Wir glauben nicht mehr, dass wir ins Dasein ‚gewollt‘ wurden. Wie sollen wir da unser eigenes Leben weiterhin als Geschenk betrachten, das wir wiederum einander schenken, ja, weihen können? Die unsrige ist eine Zeit der Entweihung, die der buchstäblichen Hoffnungslosigkeit erwächst – daraus, dass sogar die bloße Möglichkeit von Hoffnung ausgeschlossen wird.“</p>
<p>Nichtsdestotrotz gebe es eine Gegenbewegung: „Ich begegne vielen jungen und auch nicht mehr so jungen Menschen, die das Kurzlebige satthaben. Sie weigern sich, die ‚Hoffnung‘ aufzugeben. Sie wagen den Gedanken, dass es so etwas wie ‚Wahrheit‘ geben könnte, auf der sie ihr Leben aufbauen können. Indem wir solche Menschen stärken und unterstützen und ihnen beim Aufblühen helfen, können wir eine Erneuerung der Familienkultur zustande bringen.“</p>
<p>„Viele junge Menschen lassen sich keineswegs von hypersexualisierten Ersatzformen von Beziehungen verführen, sondern sind ihrer überdrüssig“, schrieb Varden später. „Sie suchen Freundschaft und beständige Liebe. Ich behaupte nicht, dass sie die Mehrheit repräsentieren. Aber es sind genug, um einen Trend festzustellen. Wenn wir jungen Menschen helfen wollen, den Wert der Ehe zu erkennen, müssen wir in diese Suchbewegung hineinsprechen.“</p>
<p>Die Schwierigkeiten in Ehe und Familie, die einfach dazugehören, ordnete der Trappist mit den Worten ein: „Auf die Frage ‚Wollt ihr einander lieben und achten und die Kinder, die Gott euch schenken will, in Liebe annehmen?‘ mit Ja zu antworten, bedeutet, am Kreuz Anteil zu nehmen. Jede eheliche und elterliche Liebe ist mit Leid verbunden. Sie wird das Herz durchbohren. Sie wird verlangen, dass man das eigene Leben hingibt, damit andere leben können.“</p>
<p>„Diese Wirklichkeit von Anfang an bewusst anzunehmen und dieser Teilhabe am lebensspendenden Kreuz Christi zuzustimmen, wird Eheleuten Kraft verleihen, ihre Lasten zu tragen, sodass selbst Schweres leicht erscheinen kann“, erklärte er. „Die horizontale Beziehung zwischen Ehemann und Ehefrau, zwischen Eltern und Kindern, wird von einer festen, verlässlichen vertikalen Achse getragen.“</p>
<p>Als Mönch machte Varden einige Anmerkungen zur Beziehung zwischen dem monastischen Leben und dem Leben in Ehe und Familie. Beide „setzen einander voraus und spiegeln einander wider. Ich glaube und stelle fest, dass Familien durch die überlieferte Weisheit und Erfahrung des monastischen Lebens Unterstützung erfahren können.“</p>
<p>„Mönche und Nonnen leben nach einer Regel, die den Bund des gemeinsamen Lebens festschreibt und dessen Zweck und Ziel ausdrücklich benennt“, führte er aus. „Wenn die Ehegatten sich über das Ziel ihrer Verbindung verständigen, werden sie Hindernisse besser bewältigen können, als wenn sie ihren Bund nicht als Aufgabe formuliert haben. Das gilt besonders dann, wenn dieses gemeinsame Ziel transzendenter Natur ist. Dann werden sie Gott in sich wirken lassen. Sie werden Schwierigkeiten als Gelegenheiten zur Umkehr verstehen, als Anlässe, aus der muffigen Zelle des eigenen Ichs herauszutreten.“</p>
<p>Schließlich forderte Varden „ein Zeugnis der Fruchtbarkeit“ von Familien: „Die katholische Familienpastoral muss sich heute darauf konzentrieren, es Familien zu ermöglichen, Ja zu Kindern zu sagen. Dafür braucht es konkrete Maßnahmen: erschwinglichen Wohnraum, Kinderbetreuung und Schulen – diese Mission hat einen politischen Aspekt. Vor allem aber geht es um die Umkehr der Herzen. Eine fruchtbare Familie gründen zu wollen, ist heute ein Gegenentwurf zur vorherrschenden Kultur – ungefähr so, als hätte man in den aufgeladenen 1970er-Jahren ein Punk sein wollen. Die Kirche ist dazu berufen, diese gesunde Revolution zu unterstützen und junge Menschen in die Lage zu versetzen, sich für das Leben zu entscheiden und sich ihm verbindlich zu widmen.“</p>]]>
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          <![CDATA[<p>Bischof Erik Varden OCSO aus Norwegen hat eine schonungslose Analyse zu Ehe und Familie in der heutigen Zeit verfasst. Gleichzeitig sprach der Trappist einige Punkte an, um die Lage zu verbessern.</p>
<p>„Das Familienleben steht heute aus vielerlei Gründen unter Druck – aus soziologischen, finanziellen und kulturellen“, schrieb Varden in einem von <em><a href="https://www.herder.de/communio/theologie/eine-nachlese-zum-amoris-laetitia-treffen-im-vatikan-damit-familien-hoffnungsorte-werden-koennen/">Communio</a></em> in deutscher Übersetzung veröffentlichten Beitrag. „Der anhaltendste Druck liegt jedoch tiefer. In bemerkenswert kurzer Zeit haben wir unser gemeinsames Verständnis dessen verloren, was Menschsein bedeutet. Außerhalb bestimmter Interessensgruppen ist es heute schwer, eine gemeinsame Sprache zu finden, um zu beschreiben, was ein Mensch ist. Wir sind uns nicht mehr einig darüber, was eine Frau, einen Mann oder ein Kind ausmacht.“</p>
<p>Die Familie könne unter den Bedingungen der heutigen Zeit „als grundlegende Einheit der menschlichen Gesellschaft nur zerfallen“, so der Bischof. „Es scheint nicht länger selbstverständlich, dass Familien stabile Verbände auf Basis einer lebenslangen Bindung zwischen einer Frau und einem Mann sein sollten, die darauf hoffen, Kinder zu zeugen.“</p>
<p>„Der Glaube an Gott als den wohlwollenden Schöpfer ist weitgehend verloren gegangen“, fuhr Varden fort. „Wir glauben nicht mehr, dass wir ins Dasein ‚gewollt‘ wurden. Wie sollen wir da unser eigenes Leben weiterhin als Geschenk betrachten, das wir wiederum einander schenken, ja, weihen können? Die unsrige ist eine Zeit der Entweihung, die der buchstäblichen Hoffnungslosigkeit erwächst – daraus, dass sogar die bloße Möglichkeit von Hoffnung ausgeschlossen wird.“</p>
<p>Nichtsdestotrotz gebe es eine Gegenbewegung: „Ich begegne vielen jungen und auch nicht mehr so jungen Menschen, die das Kurzlebige satthaben. Sie weigern sich, die ‚Hoffnung‘ aufzugeben. Sie wagen den Gedanken, dass es so etwas wie ‚Wahrheit‘ geben könnte, auf der sie ihr Leben aufbauen können. Indem wir solche Menschen stärken und unterstützen und ihnen beim Aufblühen helfen, können wir eine Erneuerung der Familienkultur zustande bringen.“</p>
<p>„Viele junge Menschen lassen sich keineswegs von hypersexualisierten Ersatzformen von Beziehungen verführen, sondern sind ihrer überdrüssig“, schrieb Varden später. „Sie suchen Freundschaft und beständige Liebe. Ich behaupte nicht, dass sie die Mehrheit repräsentieren. Aber es sind genug, um einen Trend festzustellen. Wenn wir jungen Menschen helfen wollen, den Wert der Ehe zu erkennen, müssen wir in diese Suchbewegung hineinsprechen.“</p>
<p>Die Schwierigkeiten in Ehe und Familie, die einfach dazugehören, ordnete der Trappist mit den Worten ein: „Auf die Frage ‚Wollt ihr einander lieben und achten und die Kinder, die Gott euch schenken will, in Liebe annehmen?‘ mit Ja zu antworten, bedeutet, am Kreuz Anteil zu nehmen. Jede eheliche und elterliche Liebe ist mit Leid verbunden. Sie wird das Herz durchbohren. Sie wird verlangen, dass man das eigene Leben hingibt, damit andere leben können.“</p>
<p>„Diese Wirklichkeit von Anfang an bewusst anzunehmen und dieser Teilhabe am lebensspendenden Kreuz Christi zuzustimmen, wird Eheleuten Kraft verleihen, ihre Lasten zu tragen, sodass selbst Schweres leicht erscheinen kann“, erklärte er. „Die horizontale Beziehung zwischen Ehemann und Ehefrau, zwischen Eltern und Kindern, wird von einer festen, verlässlichen vertikalen Achse getragen.“</p>
<p>Als Mönch machte Varden einige Anmerkungen zur Beziehung zwischen dem monastischen Leben und dem Leben in Ehe und Familie. Beide „setzen einander voraus und spiegeln einander wider. Ich glaube und stelle fest, dass Familien durch die überlieferte Weisheit und Erfahrung des monastischen Lebens Unterstützung erfahren können.“</p>
<p>„Mönche und Nonnen leben nach einer Regel, die den Bund des gemeinsamen Lebens festschreibt und dessen Zweck und Ziel ausdrücklich benennt“, führte er aus. „Wenn die Ehegatten sich über das Ziel ihrer Verbindung verständigen, werden sie Hindernisse besser bewältigen können, als wenn sie ihren Bund nicht als Aufgabe formuliert haben. Das gilt besonders dann, wenn dieses gemeinsame Ziel transzendenter Natur ist. Dann werden sie Gott in sich wirken lassen. Sie werden Schwierigkeiten als Gelegenheiten zur Umkehr verstehen, als Anlässe, aus der muffigen Zelle des eigenen Ichs herauszutreten.“</p>
<p>Schließlich forderte Varden „ein Zeugnis der Fruchtbarkeit“ von Familien: „Die katholische Familienpastoral muss sich heute darauf konzentrieren, es Familien zu ermöglichen, Ja zu Kindern zu sagen. Dafür braucht es konkrete Maßnahmen: erschwinglichen Wohnraum, Kinderbetreuung und Schulen – diese Mission hat einen politischen Aspekt. Vor allem aber geht es um die Umkehr der Herzen. Eine fruchtbare Familie gründen zu wollen, ist heute ein Gegenentwurf zur vorherrschenden Kultur – ungefähr so, als hätte man in den aufgeladenen 1970er-Jahren ein Punk sein wollen. Die Kirche ist dazu berufen, diese gesunde Revolution zu unterstützen und junge Menschen in die Lage zu versetzen, sich für das Leben zu entscheiden und sich ihm verbindlich zu widmen.“</p>]]>
        </content:encoded>
                  <category>Norwegen</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Europa</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Wed, 21 Oct 2026 07:00:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Schönstatt-Bewegung bittet um Hinweise zu möglichem Missbrauch durch Gründer Kentenich</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/26197/schonstatt-bewegung-bittet-um-hinweise-zu-moglichem-missbrauch-durch-grunder-kentenich</link>
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          <![CDATA[<p>Die Schönstatt-Bewegung hat Personen, die ihren Gründer Pater Josef Kentenich SAC persönlich kannten, um Hinweise zu möglichem Missbrauch durch ihn gebeten. Ausdrücklich gelte die Bitte „für eventuelle Erfahrungen, die als grenzverletzend, oder missbräuchlich erlebt wurden“, hieß es in einer am vergangenen Donnerstag veröffentlichten <a href="https://www.schoenstatt.de/de/news/7451/112/Aufarbeitung-der-Causa-Josef-Kentenich-Offen-fuer-die-Wahrheit.htm">Mitteilung</a>.</p>
<p>„Die historische Forschung zur Aufarbeitung der Vorwürfe gegen Pater Josef Kentenich ist in vollem Gang und längst nicht abgeschlossen“, schrieb die Schönstatt-Bewegung Deutschland. „Offenheit der Forschung gilt für verschiedene Richtungen: Es kann sich Belastendes erhärten; ebenso kann sich zeigen, dass Vorwürfe anders einzuordnen sind und eine vermutete Täterschaft nicht begründet werden kann.“</p>
<p>„Bisher bekannte Quellen, die teilweise auch belastende Zeugnisse enthalten, werden erhoben und zugänglich gemacht. Ihre historische Einordnung ist in wesentlichen Punkten weiterhin Gegenstand unterschiedlicher Interpretationen“, hieß es zudem. „Da die Gesamtforschung noch Jahre in Anspruch nehmen wird, sind aus Sicht der Schönstatt-Bewegung vorschnelle Urteile zu vermeiden.“</p>
<p>Bischof Stephan Ackermann von Trier hatte 2022 das 1975 eröffnete Seligsprechungsverfahren für Kentenich in Absprache mit dem Vatikan ausgesetzt. Grund waren Vorwürfe gegen den Gründer, unter anderem wegen sexueller Übergriffe, die 2020 öffentlich geworden waren.</p>
<p>Die jüngsten Diskussionen sowie neu verfügbare Dokumente hätten gezeigt, „dass wir noch nicht am Ende sind mit dem, was es über Leben, Wirken und Spiritualität von Pater Kentenich zu sagen gibt“, erklärte Ackermann damals laut der Katholischen Nachrichten-Agentur (<a href="https://www.kirche-und-leben.de/artikel/bistum-trier-setzt-seligsprechung-von-schoenstatt-gruender-kentenich-aus">KNA</a>). Er könne aber keinen Seligsprechungsprozess für eine Person fortführen, „gegen die Anschuldigungen vorliegen, die derzeit nicht sicher entkräftet werden können“.</p>
<p>Die in Rom lebende Kirchenhistorikerin Alexandra von Teuffenbach hatte Kentenich 2020 systematische Manipulation, Machtmissbrauch und sexuelle Übergriffe vorgeworfen.</p>
<p>In einer Erklärung von 2022 hielt das Generalpräsidium des Internationalen Schönstatt-Werkes fest, ihre Anschuldigungen hätten den bereits im Seligsprechungsverfahren bekannten Vorwürfen „nichts substanziell Neues hinzuzufügen“.</p>
<p>„Wo bisher aus Rücksicht auf das laufende Seligsprechungsverfahren Zurückhaltung und Diskretion geboten waren, können Fragen und Erkenntnisse nun mit der gebotenen Offenheit behandelt und kommuniziert werden“, hieß es in der Erklärung.</p>
<p>Hinzu kam der Vorwurf eines US-Amerikaners, Kentenich habe ihn Ende der 1950er Jahre in Milwaukee wiederholt sexuell missbraucht. Die Erzdiözese Milwaukee hatte den Vorwurf in den 1990er Jahren als nicht glaubwürdig eingestuft. Ackermann ließ den Vorwurf von einem US-Juristen neu prüfen.</p>
<p>„Das anwaltliche Gutachten kommt zu keinem eindeutigen Ergebnis“, <a href="https://www.kirche-und-leben.de/artikel/bistum-trier-gibt-neues-dokument-zu-schoenstatt-gruender-kentenich-heraus">teilte das Bistum Trier 2022 mit</a>. Laut einer im selben Jahr veröffentlichten Zusammenfassung gebe es „keine direkten Beweise“ aus der fraglichen Zeit, welche die Anschuldigungen schlüssig stützten oder widerlegten.</p>
<p>Zum Umgang mit historischen Quellen hieß es in der neuen Mitteilung: „Zeugnisse lassen sich nicht ohne jeden Kontext bewerten: Sie entstehen in einem Lebenszusammenhang, werden überliefert, gedeutet und oft erst Jahre nach den beschriebenen Ereignissen schriftlich festgehalten. Verlässliche Aufarbeitung verlangt, dass Befund und Deutung unterschieden werden, dass Entstehungsgeschichte, zeitliche Abstände und Überlieferungswege transparent dargestellt und eingeordnet werden – und dass dieses Verfahren für alle Seiten gilt.“</p>
<p>„Keine Angst vor der Wahrheit“ gehöre dabei zur Grundhaltung der Bewegung. „Für viele Menschen in Schönstatt gehört Pater Kentenich zu den prägenden geistlichen Gestalten ihres Lebens und diese Verbundenheit wird durch offene Forschung nicht entwertet – so wenig wie sie negative Erfahrungen aus dem Weg räumen könnte“, so die Mitteilung.</p>
<p>„Die bisherigen Forschungsarbeiten erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Möglicherweise existieren noch weitere Quellen und Erinnerungen, die bislang nicht zugänglich gewesen sind oder nicht im Blick waren“, begründete die Bewegung ihren Aufruf. „Deshalb werden alle Personen, die eigene Erfahrungen mit Pater Josef Kentenich gemacht haben oder die über bislang nicht zugängliche Briefe, Aufzeichnungen oder Dokumente verfügen, eingeladen, sich zu melden.“</p>
<p>„Entsprechende Hinweise werden gesammelt, vertraulich behandelt und nicht vorab bewertet“, hieß es.</p>
<p>„An dieser Aufarbeitung sind mehrere Stellen beteiligt – etwa die Herausgeber der seit 2021 erscheinenden Studienausgaben „Dokumente zur Geschichte der Schönstatt-Bewegung“ (inzwischen 10 Teilbände mit insgesamt über 3.000 Seiten), Forschende an Universitäten sowie interne Arbeitskreise der Schönstatt-Gemeinschaften, die in ihren Archiven die Erschließung der Quellen leisten“, so die Mitteilung.</p>
<p>Kentenich (1885–1968) war Pallottinerpater. Er gründete die Bewegung 1914 in Schönstatt, einem Stadtteil von Vallendar bei Koblenz. Weltweit unterhält sie nach eigenen Angaben etwa 200 Zentren in rund 110 Ländern.</p>]]>
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          <![CDATA[<p>Die Schönstatt-Bewegung hat Personen, die ihren Gründer Pater Josef Kentenich SAC persönlich kannten, um Hinweise zu möglichem Missbrauch durch ihn gebeten. Ausdrücklich gelte die Bitte „für eventuelle Erfahrungen, die als grenzverletzend, oder missbräuchlich erlebt wurden“, hieß es in einer am vergangenen Donnerstag veröffentlichten <a href="https://www.schoenstatt.de/de/news/7451/112/Aufarbeitung-der-Causa-Josef-Kentenich-Offen-fuer-die-Wahrheit.htm">Mitteilung</a>.</p>
<p>„Die historische Forschung zur Aufarbeitung der Vorwürfe gegen Pater Josef Kentenich ist in vollem Gang und längst nicht abgeschlossen“, schrieb die Schönstatt-Bewegung Deutschland. „Offenheit der Forschung gilt für verschiedene Richtungen: Es kann sich Belastendes erhärten; ebenso kann sich zeigen, dass Vorwürfe anders einzuordnen sind und eine vermutete Täterschaft nicht begründet werden kann.“</p>
<p>„Bisher bekannte Quellen, die teilweise auch belastende Zeugnisse enthalten, werden erhoben und zugänglich gemacht. Ihre historische Einordnung ist in wesentlichen Punkten weiterhin Gegenstand unterschiedlicher Interpretationen“, hieß es zudem. „Da die Gesamtforschung noch Jahre in Anspruch nehmen wird, sind aus Sicht der Schönstatt-Bewegung vorschnelle Urteile zu vermeiden.“</p>
<p>Bischof Stephan Ackermann von Trier hatte 2022 das 1975 eröffnete Seligsprechungsverfahren für Kentenich in Absprache mit dem Vatikan ausgesetzt. Grund waren Vorwürfe gegen den Gründer, unter anderem wegen sexueller Übergriffe, die 2020 öffentlich geworden waren.</p>
<p>Die jüngsten Diskussionen sowie neu verfügbare Dokumente hätten gezeigt, „dass wir noch nicht am Ende sind mit dem, was es über Leben, Wirken und Spiritualität von Pater Kentenich zu sagen gibt“, erklärte Ackermann damals laut der Katholischen Nachrichten-Agentur (<a href="https://www.kirche-und-leben.de/artikel/bistum-trier-setzt-seligsprechung-von-schoenstatt-gruender-kentenich-aus">KNA</a>). Er könne aber keinen Seligsprechungsprozess für eine Person fortführen, „gegen die Anschuldigungen vorliegen, die derzeit nicht sicher entkräftet werden können“.</p>
<p>Die in Rom lebende Kirchenhistorikerin Alexandra von Teuffenbach hatte Kentenich 2020 systematische Manipulation, Machtmissbrauch und sexuelle Übergriffe vorgeworfen.</p>
<p>In einer Erklärung von 2022 hielt das Generalpräsidium des Internationalen Schönstatt-Werkes fest, ihre Anschuldigungen hätten den bereits im Seligsprechungsverfahren bekannten Vorwürfen „nichts substanziell Neues hinzuzufügen“.</p>
<p>„Wo bisher aus Rücksicht auf das laufende Seligsprechungsverfahren Zurückhaltung und Diskretion geboten waren, können Fragen und Erkenntnisse nun mit der gebotenen Offenheit behandelt und kommuniziert werden“, hieß es in der Erklärung.</p>
<p>Hinzu kam der Vorwurf eines US-Amerikaners, Kentenich habe ihn Ende der 1950er Jahre in Milwaukee wiederholt sexuell missbraucht. Die Erzdiözese Milwaukee hatte den Vorwurf in den 1990er Jahren als nicht glaubwürdig eingestuft. Ackermann ließ den Vorwurf von einem US-Juristen neu prüfen.</p>
<p>„Das anwaltliche Gutachten kommt zu keinem eindeutigen Ergebnis“, <a href="https://www.kirche-und-leben.de/artikel/bistum-trier-gibt-neues-dokument-zu-schoenstatt-gruender-kentenich-heraus">teilte das Bistum Trier 2022 mit</a>. Laut einer im selben Jahr veröffentlichten Zusammenfassung gebe es „keine direkten Beweise“ aus der fraglichen Zeit, welche die Anschuldigungen schlüssig stützten oder widerlegten.</p>
<p>Zum Umgang mit historischen Quellen hieß es in der neuen Mitteilung: „Zeugnisse lassen sich nicht ohne jeden Kontext bewerten: Sie entstehen in einem Lebenszusammenhang, werden überliefert, gedeutet und oft erst Jahre nach den beschriebenen Ereignissen schriftlich festgehalten. Verlässliche Aufarbeitung verlangt, dass Befund und Deutung unterschieden werden, dass Entstehungsgeschichte, zeitliche Abstände und Überlieferungswege transparent dargestellt und eingeordnet werden – und dass dieses Verfahren für alle Seiten gilt.“</p>
<p>„Keine Angst vor der Wahrheit“ gehöre dabei zur Grundhaltung der Bewegung. „Für viele Menschen in Schönstatt gehört Pater Kentenich zu den prägenden geistlichen Gestalten ihres Lebens und diese Verbundenheit wird durch offene Forschung nicht entwertet – so wenig wie sie negative Erfahrungen aus dem Weg räumen könnte“, so die Mitteilung.</p>
<p>„Die bisherigen Forschungsarbeiten erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Möglicherweise existieren noch weitere Quellen und Erinnerungen, die bislang nicht zugänglich gewesen sind oder nicht im Blick waren“, begründete die Bewegung ihren Aufruf. „Deshalb werden alle Personen, die eigene Erfahrungen mit Pater Josef Kentenich gemacht haben oder die über bislang nicht zugängliche Briefe, Aufzeichnungen oder Dokumente verfügen, eingeladen, sich zu melden.“</p>
<p>„Entsprechende Hinweise werden gesammelt, vertraulich behandelt und nicht vorab bewertet“, hieß es.</p>
<p>„An dieser Aufarbeitung sind mehrere Stellen beteiligt – etwa die Herausgeber der seit 2021 erscheinenden Studienausgaben „Dokumente zur Geschichte der Schönstatt-Bewegung“ (inzwischen 10 Teilbände mit insgesamt über 3.000 Seiten), Forschende an Universitäten sowie interne Arbeitskreise der Schönstatt-Gemeinschaften, die in ihren Archiven die Erschließung der Quellen leisten“, so die Mitteilung.</p>
<p>Kentenich (1885–1968) war Pallottinerpater. Er gründete die Bewegung 1914 in Schönstatt, einem Stadtteil von Vallendar bei Koblenz. Weltweit unterhält sie nach eigenen Angaben etwa 200 Zentren in rund 110 Ländern.</p>]]>
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                  <category>Deutschland</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[Alexander Folz ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Tue, 20 Oct 2026 15:30:00 +0200</pubDate>
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          <item>
        <title>Katholische Frauenbewegung Österreichs: Thema Frauenordination war „noch nie so heiß“</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/26207/katholische-frauenbewegung-osterreichs-thema-frauenordination-war-noch-nie-so-heiss</link>
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          <![CDATA[<p>Der scheidenden Vorsitzenden der Katholischen Frauenbewegung Österreichs (KFBÖ) zufolge war das Thema Frauenordination „noch nie so heiß“ wie heute. Angelika Ritter-Grepl verwies gegenüber <a href="https://www.kathpress.at/goto/meldung/2622016/scheidende-kfboe-vorsitzende-ritter-grepl-kirche-verliert-engagierte-frauen">Kathpress</a> am Freitag auf das „weggefallene vatikanische Redeverbot“ zur Frauenordination.</p>
<p>Vor diesem Hintergrund zeigte sich Ritter-Grepl überzeugt: „Das Thema verschwindet nicht mehr.“ Laut Kathpress ist die entscheidende Frage für die bisherige KFBÖ-Vorsitzende „aber nicht allein, ob es künftig überhaupt noch Frauen geben wird, die eine Berufung zum Priesteramt wahrnehmen, sondern wie die Kirche mit Berufungen von Frauen wie Männern generell umgeht“.</p>
<p>In ihren <a href="https://kfb.at/ueberuns#leitlinien">Leitlinien</a> schreibt die 1947 gegründete KFBÖ: „Wir engagieren uns für die gleichberechtigte und partnerschaftliche Gestaltung des Kirchenlebens auf allen Ebenen – in Verkündigung, Liturgie, Diakonie und Communio, die Zulassung von Frauen zu allen Diensten der Kirche sowie ihre Berufung an theologische Fakultäten und Hochschulen.“</p>
<p>Mit höchster Verbindlichkeit hatte Papst Johannes Paul II. im Jahr 1994 in seinem Apostolischen Schreiben <em><a href="https://www.vatican.va/content/john-paul-ii/de/apost_letters/1994/documents/hf_jp-ii_apl_19940522_ordinatio-sacerdotalis.html">Ordinatio sacerdotalis</a></em> festgehalten: „Damit also jeder Zweifel bezüglich der bedeutenden Angelegenheit, die die göttliche Verfassung der Kirche selbst betrifft, beseitigt wird, erkläre ich kraft meines Amtes, die Brüder zu stärken, daß die Kirche keinerlei Vollmacht hat, Frauen die Priesterweihe zu spenden, und daß sich alle Gläubigen der Kirche endgültig an diese Entscheidung zu halten haben.“</p>
<p>In diesem Text zitierte der Papst seinen Vorgänger, Paul VI., der seinerseits betont hatte, dass die Kirche daran festhalte, „daß es aus prinzipiellen Gründen nicht zulässig ist, Frauen zur Priesterweihe zuzulassen. Zu diesen Gründen gehören: das in der Heiligen Schrift bezeugte Vorbild Christi, der nur Männer zu Aposteln wählte, die konstante Praxis der Kirche, die in der ausschließlichen Wahl von Männern Christus nachahmte, und ihr lebendiges Lehramt, das beharrlich daran festhält, daß der Ausschluß von Frauen vom Priesteramt in Übereinstimmung steht mit Gottes Plan für seine Kirche.“</p>
<p>In <em>Ordinatio sacerdotalis</em> verwies Johannes Paul II. ferner auf sein Apostolisches Schreiben <em><a href="https://www.vatican.va/content/john-paul-ii/de/apost_letters/1988/documents/hf_jp-ii_apl_19880815_mulieris-dignitatem.html">Mulieris dignitatem</a></em> von 1988, das sich mit „Würde und Berufung der Frau“ befasste. Dort argumentierte er: „Wenn Christus nur Männer zu seinen Aposteln berief, tat er das völlig frei und unabhängig. Er tat es mit derselben Freiheit, mit der er in seinem Gesamtverhalten die Würde und Berufung der Frau betonte, ohne sich nach den herrschenden Sitten und nach der auch von der Gesetzgebung der Zeit gebilligten Tradition zu richten. Daher entspricht die Hypothese, er habe Männer zu Aposteln berufen, indem er der damals verbreiteten Mentalität folgte, ganz und gar nicht der Handlungsweise Christi.“</p>
<p>Der Papst fuhr in <em>Ordinatio sacerdotalis</em> fort: „In der Tat bekunden die Evangelien und die Apostelgeschichte, daß diese Berufung gemäß dem ewigen Plan Gottes erfolgte: Christus erwählte die, die er wollte, und er tat das zusammen mit dem Vater ‚durch den Heiligen Geist‘, nachdem er die Nacht im Gebet verbracht hatte. Darum hat die Kirche bei der Zulassung zum Amtspriestertum stets als feststehende Norm die Vorgehensweise ihres Herrn bei der Erwählung der zwölf Männer anerkannt, die er als Grundsteine seiner Kirche gelegt hatte.“</p>
<p>Die Priester „übernahmen in der Tat nicht nur eine Funktion, die dann von jedem beliebigen Mitglied der Kirche hätte ausgeübt werden können, sondern sie wurden in besonderer Weise und zutiefst mit der Sendung des fleischgewordenen Wortes selbst verbunden. Die Apostel taten das gleiche, als sie Mitarbeiter wählten, die ihnen in ihrem Amt nachfolgen sollten. In diese Wahl waren auch jene eingeschlossen, die durch die Zeiten der Geschichte der Kirche hindurch die Sendung der Apostel fortführen sollten, Christus, den Herrn und Erlöser, zu vergegenwärtigen.“</p>
<p>„Im übrigen zeigt die Tatsache, daß Maria, die Mutter Gottes und Mutter der Kirche, nicht den eigentlichen Sendungsauftrag der Apostel und auch nicht das Amtspriestertum erhalten hat, mit aller Klarheit, daß die Nichtzulassung der Frau zur Priesterweihe keine Minderung ihrer Würde und keine Diskriminierung ihr gegenüber bedeuten kann, sondern die treue Beachtung eines Ratschlusses, der der Weisheit des Herrn des Universums zuzuschreiben ist“, erklärte Johannes Paul II.</p>
<p>Bereits 1976 hatte sich die Kongregation für die Glaubenslehre ausführlich zum Thema Frauenordination geäußert. Diese Erklärung, <em><a href="https://www.vatican.va/content/john-paul-ii/de/apost_letters/1994/documents/hf_jp-ii_apl_19940522_ordinatio-sacerdotalis.html">Inter insigniores</a></em>, verwies auf zahlreiche Bibelstellen und hielt dann fest: „Gewiß, diese Feststellungen bieten keine unmittelbare Evidenz. Man sollte sich darüber aber nicht wundern, denn die Fragen, die sich aus dem Worte Gottes ergeben, übersteigen die Evidenz. Um den letzten Sinn der Sendung Jesu und den der Schrift zu verstehen, kann die rein historische Exegese der Texte nicht genügen. Man muß jedoch anerkennen, daß es hier eine Anzahl von konvergierenden Fakten gibt, die die bemerkenswerte Tatsache unterstreichen, daß Jesus den Auftrag der Zwölf keinen Frauen anvertraut hat.“</p>
<p>„Nicht einmal seine Mutter, die so eng mit seinem Geheimnis verbunden ist und deren erhabene Funktion in den Evangelien von Lukas und Johannes hervorgehoben wird, war mit dem apostolischen Amt betraut“, so die damalige Glaubenskongregation. „Das veranlaßt die Kirchenväter, sie als das Beispiel für den Willen Christi in dieser Frage hinzustellen. Dieselbe Lehre hat noch am Anfang des 13. Jh. Papst Innozenz III. wiederholt, indem er schrieb: ‚Obwohl die allerseligste Jungfrau Maria alle Apostel an Würde und Erhabenheit übertroffen hat, hat der Herr nicht ihr, sondern jenen die Schlüssel des Himmelreiches anvertraut.‘“</p>]]>
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          <![CDATA[<p>Der scheidenden Vorsitzenden der Katholischen Frauenbewegung Österreichs (KFBÖ) zufolge war das Thema Frauenordination „noch nie so heiß“ wie heute. Angelika Ritter-Grepl verwies gegenüber <a href="https://www.kathpress.at/goto/meldung/2622016/scheidende-kfboe-vorsitzende-ritter-grepl-kirche-verliert-engagierte-frauen">Kathpress</a> am Freitag auf das „weggefallene vatikanische Redeverbot“ zur Frauenordination.</p>
<p>Vor diesem Hintergrund zeigte sich Ritter-Grepl überzeugt: „Das Thema verschwindet nicht mehr.“ Laut Kathpress ist die entscheidende Frage für die bisherige KFBÖ-Vorsitzende „aber nicht allein, ob es künftig überhaupt noch Frauen geben wird, die eine Berufung zum Priesteramt wahrnehmen, sondern wie die Kirche mit Berufungen von Frauen wie Männern generell umgeht“.</p>
<p>In ihren <a href="https://kfb.at/ueberuns#leitlinien">Leitlinien</a> schreibt die 1947 gegründete KFBÖ: „Wir engagieren uns für die gleichberechtigte und partnerschaftliche Gestaltung des Kirchenlebens auf allen Ebenen – in Verkündigung, Liturgie, Diakonie und Communio, die Zulassung von Frauen zu allen Diensten der Kirche sowie ihre Berufung an theologische Fakultäten und Hochschulen.“</p>
<p>Mit höchster Verbindlichkeit hatte Papst Johannes Paul II. im Jahr 1994 in seinem Apostolischen Schreiben <em><a href="https://www.vatican.va/content/john-paul-ii/de/apost_letters/1994/documents/hf_jp-ii_apl_19940522_ordinatio-sacerdotalis.html">Ordinatio sacerdotalis</a></em> festgehalten: „Damit also jeder Zweifel bezüglich der bedeutenden Angelegenheit, die die göttliche Verfassung der Kirche selbst betrifft, beseitigt wird, erkläre ich kraft meines Amtes, die Brüder zu stärken, daß die Kirche keinerlei Vollmacht hat, Frauen die Priesterweihe zu spenden, und daß sich alle Gläubigen der Kirche endgültig an diese Entscheidung zu halten haben.“</p>
<p>In diesem Text zitierte der Papst seinen Vorgänger, Paul VI., der seinerseits betont hatte, dass die Kirche daran festhalte, „daß es aus prinzipiellen Gründen nicht zulässig ist, Frauen zur Priesterweihe zuzulassen. Zu diesen Gründen gehören: das in der Heiligen Schrift bezeugte Vorbild Christi, der nur Männer zu Aposteln wählte, die konstante Praxis der Kirche, die in der ausschließlichen Wahl von Männern Christus nachahmte, und ihr lebendiges Lehramt, das beharrlich daran festhält, daß der Ausschluß von Frauen vom Priesteramt in Übereinstimmung steht mit Gottes Plan für seine Kirche.“</p>
<p>In <em>Ordinatio sacerdotalis</em> verwies Johannes Paul II. ferner auf sein Apostolisches Schreiben <em><a href="https://www.vatican.va/content/john-paul-ii/de/apost_letters/1988/documents/hf_jp-ii_apl_19880815_mulieris-dignitatem.html">Mulieris dignitatem</a></em> von 1988, das sich mit „Würde und Berufung der Frau“ befasste. Dort argumentierte er: „Wenn Christus nur Männer zu seinen Aposteln berief, tat er das völlig frei und unabhängig. Er tat es mit derselben Freiheit, mit der er in seinem Gesamtverhalten die Würde und Berufung der Frau betonte, ohne sich nach den herrschenden Sitten und nach der auch von der Gesetzgebung der Zeit gebilligten Tradition zu richten. Daher entspricht die Hypothese, er habe Männer zu Aposteln berufen, indem er der damals verbreiteten Mentalität folgte, ganz und gar nicht der Handlungsweise Christi.“</p>
<p>Der Papst fuhr in <em>Ordinatio sacerdotalis</em> fort: „In der Tat bekunden die Evangelien und die Apostelgeschichte, daß diese Berufung gemäß dem ewigen Plan Gottes erfolgte: Christus erwählte die, die er wollte, und er tat das zusammen mit dem Vater ‚durch den Heiligen Geist‘, nachdem er die Nacht im Gebet verbracht hatte. Darum hat die Kirche bei der Zulassung zum Amtspriestertum stets als feststehende Norm die Vorgehensweise ihres Herrn bei der Erwählung der zwölf Männer anerkannt, die er als Grundsteine seiner Kirche gelegt hatte.“</p>
<p>Die Priester „übernahmen in der Tat nicht nur eine Funktion, die dann von jedem beliebigen Mitglied der Kirche hätte ausgeübt werden können, sondern sie wurden in besonderer Weise und zutiefst mit der Sendung des fleischgewordenen Wortes selbst verbunden. Die Apostel taten das gleiche, als sie Mitarbeiter wählten, die ihnen in ihrem Amt nachfolgen sollten. In diese Wahl waren auch jene eingeschlossen, die durch die Zeiten der Geschichte der Kirche hindurch die Sendung der Apostel fortführen sollten, Christus, den Herrn und Erlöser, zu vergegenwärtigen.“</p>
<p>„Im übrigen zeigt die Tatsache, daß Maria, die Mutter Gottes und Mutter der Kirche, nicht den eigentlichen Sendungsauftrag der Apostel und auch nicht das Amtspriestertum erhalten hat, mit aller Klarheit, daß die Nichtzulassung der Frau zur Priesterweihe keine Minderung ihrer Würde und keine Diskriminierung ihr gegenüber bedeuten kann, sondern die treue Beachtung eines Ratschlusses, der der Weisheit des Herrn des Universums zuzuschreiben ist“, erklärte Johannes Paul II.</p>
<p>Bereits 1976 hatte sich die Kongregation für die Glaubenslehre ausführlich zum Thema Frauenordination geäußert. Diese Erklärung, <em><a href="https://www.vatican.va/content/john-paul-ii/de/apost_letters/1994/documents/hf_jp-ii_apl_19940522_ordinatio-sacerdotalis.html">Inter insigniores</a></em>, verwies auf zahlreiche Bibelstellen und hielt dann fest: „Gewiß, diese Feststellungen bieten keine unmittelbare Evidenz. Man sollte sich darüber aber nicht wundern, denn die Fragen, die sich aus dem Worte Gottes ergeben, übersteigen die Evidenz. Um den letzten Sinn der Sendung Jesu und den der Schrift zu verstehen, kann die rein historische Exegese der Texte nicht genügen. Man muß jedoch anerkennen, daß es hier eine Anzahl von konvergierenden Fakten gibt, die die bemerkenswerte Tatsache unterstreichen, daß Jesus den Auftrag der Zwölf keinen Frauen anvertraut hat.“</p>
<p>„Nicht einmal seine Mutter, die so eng mit seinem Geheimnis verbunden ist und deren erhabene Funktion in den Evangelien von Lukas und Johannes hervorgehoben wird, war mit dem apostolischen Amt betraut“, so die damalige Glaubenskongregation. „Das veranlaßt die Kirchenväter, sie als das Beispiel für den Willen Christi in dieser Frage hinzustellen. Dieselbe Lehre hat noch am Anfang des 13. Jh. Papst Innozenz III. wiederholt, indem er schrieb: ‚Obwohl die allerseligste Jungfrau Maria alle Apostel an Würde und Erhabenheit übertroffen hat, hat der Herr nicht ihr, sondern jenen die Schlüssel des Himmelreiches anvertraut.‘“</p>]]>
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                  <category>Österreich</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Tue, 20 Oct 2026 14:15:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Bonner Moraltheologe Sautermeister: „Amoris laetitia“ war „pastoraler Paradigmenwechsel“</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/26205/bonner-moraltheologe-sautermeister-amoris-laetitia-war-pastoraler-paradigmenwechsel</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Der Bonner Moraltheologe Jochen Sautermeister hat das vor zehn Jahren von Papst Franziskus veröffentlichte Apostolische Schreiben <em>Amoris laetitia</em> mit den Worten „ein pastoraler Paradigmenwechsel“ charakterisiert. Man sei weggegangen „von einer Defizitorientierung“ und „hin zur Würdigung von Wertvollem und Gutem“, sagte er dem Kölner <a href="https://www.domradio.de/artikel/moraltheologe-sieht-amoris-laetitia-einen-perspektivwechsel">Domradio</a> am Montag.</p>
<p>Es sollte „eine Defizitperspektive auf Einzelne, Paare und Familien überwunden werden“, so Sautermeister, „die Abweichungen von der kirchlichen Sexual- und Ehemoral kritisiert, verurteilt oder gar diszipliniert“.</p>
<p>Mit <em>Amoris laetitia</em> ändere sich die Perspektive: „Wo lässt sich in den jeweiligen Lebensumständen etwas Gutes finden? Wo kommen Wertvolles, Hoffnungen und Sehnsüchte zum Vorschein, die zu würdigen sind?“</p>
<p>„<em>Amoris laetita</em> betont, dass das Gewissen zu bilden und nicht zu ersetzen ist“, führte der Moraltheologe aus. „Franziskus moniert, dass die Kirche oft nicht auf das Gewissen und die Erfahrung der Menschen und Gläubigen gehört habe“, was auch für die Erfahrungen von zivil geschiedenen und wiederverheirateten Personen gelte. „Es ist im Sinne von <em>Amoris laetitia</em>, das Gewissen der Menschen ernst zu nehmen und sie nicht einfach durch Normen oder Regularien in den Hintergrund zu rücken.“</p>
<p>Es gehe also „um die Wahrnehmungen der Lebenserfahrungen und Lebenswirklichkeiten von Menschen. Denn in diesen Lebenswirklichkeiten ist Gott auch anwesend.“</p>
<p>„Was dieser Wandel bedeuten könnte, kann man am Beispiel der Segnung gleichgeschlechtlicher Paare sehen“, sagte Sautermeister. So habe das Dokument <em>Fiducia supplicans</em> Ende 2023 „für große Kontroversen in der Weltkirche gesorgt“.</p>
<p>„Bezüglich der Segnungsfeiern gibt es in der Weltkirche noch sehr viele unterschiedliche Vorstellungen davon, ob das mit der katholischen Lehre vereinbar ist oder nicht“, so der Moraltheologe weiter. „Kontinentale Unterschiede zeigen sich etwa darin: Was bei uns in Europa das Thema gleichgeschlechtliche Paare ist, das ist in Afrika das Thema Polygamie.“</p>
<p>Bei der Konferenz zu <em>Amoris laetitia</em> vor wenigen Tagen im Vatikan „ging es darum, wirklich wahrzunehmen, dass es in den unterschiedlichen Teilen der Welt unterschiedliche Fragen und Herausforderungen gibt. Dabei eröffnet das wechselseitige Hören die Möglichkeit, in den besonderen Herausforderungen Gutes zu entdecken.“</p>
<p>Die größte innerkirchliche und weltweite Resonanz fand <em>Amoris laetitia</em> vor zehn Jahren deshalb, weil Papst Franziskus in einer Fußnote den Weg für zivil geschiedene und wiederverheiratete Personen freimachte, die Kommunion zu empfangen. Gemäß überlieferter und biblisch begründeter katholischer Lehre bedeutet das Verlassen eines Ehepartners und das Zusammenleben mit einer anderen Person letztlich Ehebruch, was objektiv ein schwer sündhafter Zustand ist. Davon nahm Franziskus ausdrücklich Abstand.</p>]]>
        </description>
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          <![CDATA[<p>Der Bonner Moraltheologe Jochen Sautermeister hat das vor zehn Jahren von Papst Franziskus veröffentlichte Apostolische Schreiben <em>Amoris laetitia</em> mit den Worten „ein pastoraler Paradigmenwechsel“ charakterisiert. Man sei weggegangen „von einer Defizitorientierung“ und „hin zur Würdigung von Wertvollem und Gutem“, sagte er dem Kölner <a href="https://www.domradio.de/artikel/moraltheologe-sieht-amoris-laetitia-einen-perspektivwechsel">Domradio</a> am Montag.</p>
<p>Es sollte „eine Defizitperspektive auf Einzelne, Paare und Familien überwunden werden“, so Sautermeister, „die Abweichungen von der kirchlichen Sexual- und Ehemoral kritisiert, verurteilt oder gar diszipliniert“.</p>
<p>Mit <em>Amoris laetitia</em> ändere sich die Perspektive: „Wo lässt sich in den jeweiligen Lebensumständen etwas Gutes finden? Wo kommen Wertvolles, Hoffnungen und Sehnsüchte zum Vorschein, die zu würdigen sind?“</p>
<p>„<em>Amoris laetita</em> betont, dass das Gewissen zu bilden und nicht zu ersetzen ist“, führte der Moraltheologe aus. „Franziskus moniert, dass die Kirche oft nicht auf das Gewissen und die Erfahrung der Menschen und Gläubigen gehört habe“, was auch für die Erfahrungen von zivil geschiedenen und wiederverheirateten Personen gelte. „Es ist im Sinne von <em>Amoris laetitia</em>, das Gewissen der Menschen ernst zu nehmen und sie nicht einfach durch Normen oder Regularien in den Hintergrund zu rücken.“</p>
<p>Es gehe also „um die Wahrnehmungen der Lebenserfahrungen und Lebenswirklichkeiten von Menschen. Denn in diesen Lebenswirklichkeiten ist Gott auch anwesend.“</p>
<p>„Was dieser Wandel bedeuten könnte, kann man am Beispiel der Segnung gleichgeschlechtlicher Paare sehen“, sagte Sautermeister. So habe das Dokument <em>Fiducia supplicans</em> Ende 2023 „für große Kontroversen in der Weltkirche gesorgt“.</p>
<p>„Bezüglich der Segnungsfeiern gibt es in der Weltkirche noch sehr viele unterschiedliche Vorstellungen davon, ob das mit der katholischen Lehre vereinbar ist oder nicht“, so der Moraltheologe weiter. „Kontinentale Unterschiede zeigen sich etwa darin: Was bei uns in Europa das Thema gleichgeschlechtliche Paare ist, das ist in Afrika das Thema Polygamie.“</p>
<p>Bei der Konferenz zu <em>Amoris laetitia</em> vor wenigen Tagen im Vatikan „ging es darum, wirklich wahrzunehmen, dass es in den unterschiedlichen Teilen der Welt unterschiedliche Fragen und Herausforderungen gibt. Dabei eröffnet das wechselseitige Hören die Möglichkeit, in den besonderen Herausforderungen Gutes zu entdecken.“</p>
<p>Die größte innerkirchliche und weltweite Resonanz fand <em>Amoris laetitia</em> vor zehn Jahren deshalb, weil Papst Franziskus in einer Fußnote den Weg für zivil geschiedene und wiederverheiratete Personen freimachte, die Kommunion zu empfangen. Gemäß überlieferter und biblisch begründeter katholischer Lehre bedeutet das Verlassen eines Ehepartners und das Zusammenleben mit einer anderen Person letztlich Ehebruch, was objektiv ein schwer sündhafter Zustand ist. Davon nahm Franziskus ausdrücklich Abstand.</p>]]>
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                  <category>Deutschland</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Tue, 20 Oct 2026 13:00:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Frankreichs Bischöfe zu Ausschreitungen: „Unser Land verdient Besseres als das“</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/26209/frankreichs-bischofe-zu-ausschreitungen-unser-land-verdient-besseres-als-das</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Das Präsidium der französischen Bischofskonferenz um Kardinal Jean-Marc Aveline hat die Ausschreitungen und Plünderungen vom Samstag in Frankreich <a href="https://eglise.catholique.fr/espace-presse/communiques-de-presse/573553-17-octobre-2026-reaction-presidence-cef/">verurteilt</a>: „Unser Land verdient Besseres als das.“</p>
<p>„Am Samstag, dem 17. Oktober, ist unser Land inakzeptabler Gewalt zum Opfer gefallen“, schrieben die drei Bischöfe. „Am Rande der geplanten und genehmigten Demonstrationen kam es zu schweren Unruhen: Angehörige der Sicherheitskräfte wurden angegriffen und verletzt, Geschäfte wurden geplündert, öffentliche Einrichtungen beschädigt, repräsentative Gebäude der staatlichen Institutionen verwüstet.“</p>
<p>„Diese Krawallszenen haben das Land in Fassungslosigkeit, Angst und Trostlosigkeit gestürzt und vielfältige Fragen nach den tieferen Ursachen dieser Krise aufgeworfen“, hieß es weiter. Neben Aveline, dem Erzbischof von Marseille, unterzeichneten die beiden Vizepräsidenten der Bischofskonferenz, Erzbischof Vincent Jordy von Tours und Bischof Benoît Bertrand von Pontoise.</p>
<p>„Wir möchten allen Menschen, die Verletzungen erlitten haben, sowie den zahlreichen Geschäftsleuten, die Opfer dieses Vandalismus geworden sind, unsere Unterstützung und Solidarität aussprechen“, so die Bischöfe. „Wir rufen jeden dazu auf, sich nicht in die Spirale dieser todbringenden Gewalt hineinziehen zu lassen: Unser Land verdient Besseres als das. Mit allen Gläubigen beten wir dafür, dass diese Unruhen aufhören, dass die berechtigten Forderungen gehört und berücksichtigt werden und dass durch die Praxis des Dialogs und die Achtung der Gerechtigkeit der Friede zurückkehren kann.“</p>
<p>Die landesweiten Demonstrationen am Samstag waren von schweren Ausschreitungen geprägt. Wie der Sender <a href="https://www.ici.fr/infos/faits-divers-justice/mobilisation-du-17-octobre-1-800-interpellations-en-france-indique-le-ministre-de-l-interieur-laurent-nunez-6459330">ICI</a> unter Berufung auf Innenminister Laurent Nuñez berichtete, wurden 2.397 Menschen festgenommen. Insgesamt wurden 997 Polizisten verletzt, sieben davon schwer.</p>
<p>Die Pariser Polizeipräfektur meldete allein in der Hauptstadt 855 Festnahmen, einen „Rekordwert“. In Paris seien „ganze Straßen methodisch verwüstet worden“, beklagte Bürgermeister Emmanuel Grégoire laut dem Sender <em><a href="https://www.cnews.fr/france/2026-10-18/mobilisation-du-17-octobre-voici-les-quartiers-les-plus-touches-par-les-pillages">CNews</a></em>.</p>
<p>„Ein Ausmaß an Gewalt, wie wir es noch nie gesehen haben“, sagte seine Erste Beigeordnete Lamia El Aaraje laut <em><a href="https://fr.aleteia.org/2026/10/18/face-aux-violences-des-manifestations-leglise-appelle-a-la-paix/">Aleteia</a></em> am Sonntag. Landesweit wurden nach Schätzung des Handelsverbands FCD mindestens 1.500 Geschäfte angegriffen. Verbandspräsident Alexandre Bompard bezifferte die Schäden auf „mehrere hundert Millionen Euro“.</p>
<p>In Limoges setzten Randalierer das Rathaus in Brand. In Marseille wurden laut der Industrie- und Handelskammer fast 500 Geschäfte im Stadtzentrum beschädigt, die große Mehrheit davon geplündert. Die Präfektur zählte dort laut <em>CNews</em> mehr als 30.000 Plünderer, darunter 8.000 Randalierer.</p>
<p>Innenminister Nuñez sprach laut ICI mit Blick auf Marseille von „Übergriffen, begangen von mehreren tausend Personen der Ultralinken“, denen sich „Kriminelle angeschlossen haben, die zahlreiche Geschäfte geplündert und verwüstet haben“.</p>
<p>„Demonstrieren ist ein Grundrecht. Mit Gewalt und abgestimmt Unordnung zu stiften, ist keines“, schrieb Nuñez am Sonntag auf X.</p>]]>
        </description>
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          <![CDATA[<p>Das Präsidium der französischen Bischofskonferenz um Kardinal Jean-Marc Aveline hat die Ausschreitungen und Plünderungen vom Samstag in Frankreich <a href="https://eglise.catholique.fr/espace-presse/communiques-de-presse/573553-17-octobre-2026-reaction-presidence-cef/">verurteilt</a>: „Unser Land verdient Besseres als das.“</p>
<p>„Am Samstag, dem 17. Oktober, ist unser Land inakzeptabler Gewalt zum Opfer gefallen“, schrieben die drei Bischöfe. „Am Rande der geplanten und genehmigten Demonstrationen kam es zu schweren Unruhen: Angehörige der Sicherheitskräfte wurden angegriffen und verletzt, Geschäfte wurden geplündert, öffentliche Einrichtungen beschädigt, repräsentative Gebäude der staatlichen Institutionen verwüstet.“</p>
<p>„Diese Krawallszenen haben das Land in Fassungslosigkeit, Angst und Trostlosigkeit gestürzt und vielfältige Fragen nach den tieferen Ursachen dieser Krise aufgeworfen“, hieß es weiter. Neben Aveline, dem Erzbischof von Marseille, unterzeichneten die beiden Vizepräsidenten der Bischofskonferenz, Erzbischof Vincent Jordy von Tours und Bischof Benoît Bertrand von Pontoise.</p>
<p>„Wir möchten allen Menschen, die Verletzungen erlitten haben, sowie den zahlreichen Geschäftsleuten, die Opfer dieses Vandalismus geworden sind, unsere Unterstützung und Solidarität aussprechen“, so die Bischöfe. „Wir rufen jeden dazu auf, sich nicht in die Spirale dieser todbringenden Gewalt hineinziehen zu lassen: Unser Land verdient Besseres als das. Mit allen Gläubigen beten wir dafür, dass diese Unruhen aufhören, dass die berechtigten Forderungen gehört und berücksichtigt werden und dass durch die Praxis des Dialogs und die Achtung der Gerechtigkeit der Friede zurückkehren kann.“</p>
<p>Die landesweiten Demonstrationen am Samstag waren von schweren Ausschreitungen geprägt. Wie der Sender <a href="https://www.ici.fr/infos/faits-divers-justice/mobilisation-du-17-octobre-1-800-interpellations-en-france-indique-le-ministre-de-l-interieur-laurent-nunez-6459330">ICI</a> unter Berufung auf Innenminister Laurent Nuñez berichtete, wurden 2.397 Menschen festgenommen. Insgesamt wurden 997 Polizisten verletzt, sieben davon schwer.</p>
<p>Die Pariser Polizeipräfektur meldete allein in der Hauptstadt 855 Festnahmen, einen „Rekordwert“. In Paris seien „ganze Straßen methodisch verwüstet worden“, beklagte Bürgermeister Emmanuel Grégoire laut dem Sender <em><a href="https://www.cnews.fr/france/2026-10-18/mobilisation-du-17-octobre-voici-les-quartiers-les-plus-touches-par-les-pillages">CNews</a></em>.</p>
<p>„Ein Ausmaß an Gewalt, wie wir es noch nie gesehen haben“, sagte seine Erste Beigeordnete Lamia El Aaraje laut <em><a href="https://fr.aleteia.org/2026/10/18/face-aux-violences-des-manifestations-leglise-appelle-a-la-paix/">Aleteia</a></em> am Sonntag. Landesweit wurden nach Schätzung des Handelsverbands FCD mindestens 1.500 Geschäfte angegriffen. Verbandspräsident Alexandre Bompard bezifferte die Schäden auf „mehrere hundert Millionen Euro“.</p>
<p>In Limoges setzten Randalierer das Rathaus in Brand. In Marseille wurden laut der Industrie- und Handelskammer fast 500 Geschäfte im Stadtzentrum beschädigt, die große Mehrheit davon geplündert. Die Präfektur zählte dort laut <em>CNews</em> mehr als 30.000 Plünderer, darunter 8.000 Randalierer.</p>
<p>Innenminister Nuñez sprach laut ICI mit Blick auf Marseille von „Übergriffen, begangen von mehreren tausend Personen der Ultralinken“, denen sich „Kriminelle angeschlossen haben, die zahlreiche Geschäfte geplündert und verwüstet haben“.</p>
<p>„Demonstrieren ist ein Grundrecht. Mit Gewalt und abgestimmt Unordnung zu stiften, ist keines“, schrieb Nuñez am Sonntag auf X.</p>]]>
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                  <category>Frankreich</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Europa</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[Alexander Folz ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Tue, 20 Oct 2026 12:00:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Papst Leo beruft zwei Deutsche in Internationale Theologische Kommission</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/26203/papst-leo-beruft-zwei-deutsche-in-internationale-theologische-kommission</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Papst Leo XIV. hat zwei deutsche Dogmatiker in die Internationale Theologische Kommission berufen, nämlich Jan-Heiner Tück, der in Wien lehrt, und den Jesuiten Bernhard Knorn von der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen.</p>
<p>Die Internationale Theologische Kommission untersteht dem vatikanischen Dikasterium für die Glaubenslehre und berät dieses. Die Mitglieder werden vom Papst für eine Amtszeit von fünf Jahren ernannt. In dieser Zeit werden bestimmte theologische Fragen untersucht und die Ergebnisse veröffentlicht.</p>
<p>Zuletzt veröffentlichte die Kommission, die von Papst Paul VI. im Jahr 1969 nach Abschluss des Zweiten Vatikanischen Konzils gegründet worden war, einen Text mit dem Titel „<a href="https://www.vaticannews.va/de/vatikan/news/2026-09/theologie-vatikan-kommission-schoepfung-glaube-klima-krise-gott.html">Sorge für unser gemeinsames Haus</a>“, der eine „verantwortungsvolle und geschwisterliche Antwort auf den dreifaltigen Gott“ liefern sollte. Zuvor beschäftigte sich die Kommission mit Themen wie der künstlichen Intelligenz, wobei die Überlegungen in einem Dokument unter dem Titel „<a href="https://www.vaticannews.va/de/vatikan/news/2026-03/theologie-dokument-vatikan-kuenstliche-intelligenz-digital.html">Wohin gehst du, Menschheit?</a>“ zusammengefasst wurden.</p>
<p>Neben den beiden deutschen Dogmatikern <a href="https://press.vatican.va/content/salastampa/it/bollettino/pubblico/2026/10/19/0821/01528.html">berief Papst Leo</a> am Montag 22 weitere Theologen in das Gremium. Unter den Theologen, deren Amtszeit bis 2031 dauert, sind auch fünf Frauen.</p>
<p>Tück, der Wiener Dogmatiker, stammt ursprünglich vom Niederrhein. Er studierte Theologie und Germanistik in Tübingen und München. 1998 promovierte er bei Peter Hünermann in Tübingen, 2007 folgte die Habilitation bei Helmut Hoping in Freiburg. Seit 2010 ist der vierfache Vater als Professor für Dogmatik und Dogmengeschichte in Wien tätig. Außerdem ist er Schriftleiter der theologischen Publikation <em>Communio</em>, die von Joseph Ratzinger, dem späteren Papst Benedikt XIV., und einigen anderen Theologen gegründet worden war.</p>
<p>Knorn, der Dogmatiker in Sankt Georgen, wuchs in Bayern auf. Er studierte in München und Rom, bevor er 2005 in die Gesellschaft Jesu (Jesuiten) eintrat. Sein Noviziat machte er in Nürnberg. Später arbeitete er einige Zeit im Südsudan und wurde schließlich 2011 zum Priester geweiht. Im Jahr 2015 promovierte er in Mainz. 2022 schloss er seine Habilitation in Freiburg ab. Seit 2018 hat er den Lehrstuhl für Dogmatik und Ökumenik in Sankt Georgen inne.</p>]]>
        </description>
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          <![CDATA[<p>Papst Leo XIV. hat zwei deutsche Dogmatiker in die Internationale Theologische Kommission berufen, nämlich Jan-Heiner Tück, der in Wien lehrt, und den Jesuiten Bernhard Knorn von der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen.</p>
<p>Die Internationale Theologische Kommission untersteht dem vatikanischen Dikasterium für die Glaubenslehre und berät dieses. Die Mitglieder werden vom Papst für eine Amtszeit von fünf Jahren ernannt. In dieser Zeit werden bestimmte theologische Fragen untersucht und die Ergebnisse veröffentlicht.</p>
<p>Zuletzt veröffentlichte die Kommission, die von Papst Paul VI. im Jahr 1969 nach Abschluss des Zweiten Vatikanischen Konzils gegründet worden war, einen Text mit dem Titel „<a href="https://www.vaticannews.va/de/vatikan/news/2026-09/theologie-vatikan-kommission-schoepfung-glaube-klima-krise-gott.html">Sorge für unser gemeinsames Haus</a>“, der eine „verantwortungsvolle und geschwisterliche Antwort auf den dreifaltigen Gott“ liefern sollte. Zuvor beschäftigte sich die Kommission mit Themen wie der künstlichen Intelligenz, wobei die Überlegungen in einem Dokument unter dem Titel „<a href="https://www.vaticannews.va/de/vatikan/news/2026-03/theologie-dokument-vatikan-kuenstliche-intelligenz-digital.html">Wohin gehst du, Menschheit?</a>“ zusammengefasst wurden.</p>
<p>Neben den beiden deutschen Dogmatikern <a href="https://press.vatican.va/content/salastampa/it/bollettino/pubblico/2026/10/19/0821/01528.html">berief Papst Leo</a> am Montag 22 weitere Theologen in das Gremium. Unter den Theologen, deren Amtszeit bis 2031 dauert, sind auch fünf Frauen.</p>
<p>Tück, der Wiener Dogmatiker, stammt ursprünglich vom Niederrhein. Er studierte Theologie und Germanistik in Tübingen und München. 1998 promovierte er bei Peter Hünermann in Tübingen, 2007 folgte die Habilitation bei Helmut Hoping in Freiburg. Seit 2010 ist der vierfache Vater als Professor für Dogmatik und Dogmengeschichte in Wien tätig. Außerdem ist er Schriftleiter der theologischen Publikation <em>Communio</em>, die von Joseph Ratzinger, dem späteren Papst Benedikt XIV., und einigen anderen Theologen gegründet worden war.</p>
<p>Knorn, der Dogmatiker in Sankt Georgen, wuchs in Bayern auf. Er studierte in München und Rom, bevor er 2005 in die Gesellschaft Jesu (Jesuiten) eintrat. Sein Noviziat machte er in Nürnberg. Später arbeitete er einige Zeit im Südsudan und wurde schließlich 2011 zum Priester geweiht. Im Jahr 2015 promovierte er in Mainz. 2022 schloss er seine Habilitation in Freiburg ab. Seit 2018 hat er den Lehrstuhl für Dogmatik und Ökumenik in Sankt Georgen inne.</p>]]>
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                  <category>Vatikanstadt</category>
                                  <category>Vatikan</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Tue, 20 Oct 2026 11:00:00 +0200</pubDate>
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        <title>Papst Leo spricht mit ukrainischem Präsidenten Selenskyj – kurz nach Telefonat mit Putin</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/26201/papst-leo-spricht-mit-ukrainischem-prasidenten-selenskyj-kurz-nach-telefonat-mit-putin</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Papst Leo XIV. hat am Montag ein Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj geführt – wenige Tage nach einem ähnlichen Gespräch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin.</p>
<p>Während des Telefonats mit Putin am Donnerstag forderte Leo XIV. einen humanitären Waffenstillstand in Oleshky, einer Stadt in der ukrainischen Region Cherson, die seit Langem unter einer humanitären Krise leidet. Moskau machte jedoch laut einer nach dem Gespräch veröffentlichten Erklärung des Kremls Kiew für die Situation verantwortlich.</p>
<p>Auch während des Telefonats mit Selenskyj am Montag wurde der humanitäre Waffenstillstand thematisiert. Laut einer Erklärung des vatikanischen Presseamtes „erinnerte der Heilige Vater im Verlauf des Gesprächs an die ernste Lage in der Stadt Oleshky in der Region Cherson und verwies auf die Bitte um einen humanitären Waffenstillstand, die er dem Präsidenten der Russischen Föderation vorgetragen hatte“.</p>
<p>In der Erklärung hieß es weiter: „Seine Heiligkeit brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass die Zusammenarbeit beider Seiten die Lieferung von Lebensmitteln und medizinischer Hilfe sowie die freiwillige und sichere Evakuierung der Zivilbevölkerung ermöglichen werde.“</p>
<p>„Abschließend bekräftigte der Heilige Vater das Engagement des Heiligen Stuhls für die Förderung von Dialog und Frieden“, so die Erklärung.</p>
<p>Das Telefongespräch mit dem ukrainischen Präsidenten markiert einen weiteren Schritt in den diplomatischen Bemühungen unter Beteiligung von Kiew, Moskau und dem Heiligen Stuhl, die mit den Besuchen von Kardinal Matteo Zuppi, dem Sondergesandten des Papstes, zunächst in Kiew und anschließend in Moskau begonnen hatten.</p>
<p>Während seines Besuchs in der Ukraine im Juni wurde Zuppi gefragt, ob der Papst bereit wäre, sich für humanitäre Hilfe für die Einwohner von Cherson und Oleshky einzusetzen. Leo stimmte zu, und Zuppi übermittelte während seines Besuchs in Moskau vom 28. bis zum 30. September die Bereitschaft des Papstes, in dieser humanitären Angelegenheit zu intervenieren.</p>
<p>Während <em>Vatican News</em>, das offizielle Kommunikationsorgan des Vatikans, nach Zuppis Besuch in der Ukraine einen Bericht veröffentlichte, gab es nach der Reise des Kardinals nach Russland keine ähnliche Mitteilung.</p>
<p>Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin erklärte, das jüngste Telefongespräch mit Putin sei dem Wunsch des Papstes nach Dialog zu verdanken. „Es war der Heilige Vater, der die Initiative ergriff, um sich für diese belagerte Stadt einzusetzen“, sagte Parolin am Freitag gegenüber Reportern. Russische Quellen haben jedoch angemerkt, dass Putin besonders daran interessiert war, nach ihrem ersten Gespräch im Juni 2025 ein zweites Gespräch mit dem Papst zu führen.</p>
<p>Das Gespräch am Montag war das dritte Telefongespräch zwischen Papst Leo und Selenskyj seit Beginn des Pontifikats. Die beiden Staatschefs sind zudem bereits dreimal persönlich zusammengetroffen.</p>
<p><em>Übersetzt </em><em>und redigiert aus dem Original von <a href="https://www.acistampa.com/story/37305/leone-xiv-e-il-presidente-ucraino-zelensky-a-colloquio-telefonico">ACI Stampa</a>, der italienischsprachigen Partneragentur von CNA Deutsch.</em></p>]]>
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          <![CDATA[<p>Papst Leo XIV. hat am Montag ein Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj geführt – wenige Tage nach einem ähnlichen Gespräch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin.</p>
<p>Während des Telefonats mit Putin am Donnerstag forderte Leo XIV. einen humanitären Waffenstillstand in Oleshky, einer Stadt in der ukrainischen Region Cherson, die seit Langem unter einer humanitären Krise leidet. Moskau machte jedoch laut einer nach dem Gespräch veröffentlichten Erklärung des Kremls Kiew für die Situation verantwortlich.</p>
<p>Auch während des Telefonats mit Selenskyj am Montag wurde der humanitäre Waffenstillstand thematisiert. Laut einer Erklärung des vatikanischen Presseamtes „erinnerte der Heilige Vater im Verlauf des Gesprächs an die ernste Lage in der Stadt Oleshky in der Region Cherson und verwies auf die Bitte um einen humanitären Waffenstillstand, die er dem Präsidenten der Russischen Föderation vorgetragen hatte“.</p>
<p>In der Erklärung hieß es weiter: „Seine Heiligkeit brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass die Zusammenarbeit beider Seiten die Lieferung von Lebensmitteln und medizinischer Hilfe sowie die freiwillige und sichere Evakuierung der Zivilbevölkerung ermöglichen werde.“</p>
<p>„Abschließend bekräftigte der Heilige Vater das Engagement des Heiligen Stuhls für die Förderung von Dialog und Frieden“, so die Erklärung.</p>
<p>Das Telefongespräch mit dem ukrainischen Präsidenten markiert einen weiteren Schritt in den diplomatischen Bemühungen unter Beteiligung von Kiew, Moskau und dem Heiligen Stuhl, die mit den Besuchen von Kardinal Matteo Zuppi, dem Sondergesandten des Papstes, zunächst in Kiew und anschließend in Moskau begonnen hatten.</p>
<p>Während seines Besuchs in der Ukraine im Juni wurde Zuppi gefragt, ob der Papst bereit wäre, sich für humanitäre Hilfe für die Einwohner von Cherson und Oleshky einzusetzen. Leo stimmte zu, und Zuppi übermittelte während seines Besuchs in Moskau vom 28. bis zum 30. September die Bereitschaft des Papstes, in dieser humanitären Angelegenheit zu intervenieren.</p>
<p>Während <em>Vatican News</em>, das offizielle Kommunikationsorgan des Vatikans, nach Zuppis Besuch in der Ukraine einen Bericht veröffentlichte, gab es nach der Reise des Kardinals nach Russland keine ähnliche Mitteilung.</p>
<p>Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin erklärte, das jüngste Telefongespräch mit Putin sei dem Wunsch des Papstes nach Dialog zu verdanken. „Es war der Heilige Vater, der die Initiative ergriff, um sich für diese belagerte Stadt einzusetzen“, sagte Parolin am Freitag gegenüber Reportern. Russische Quellen haben jedoch angemerkt, dass Putin besonders daran interessiert war, nach ihrem ersten Gespräch im Juni 2025 ein zweites Gespräch mit dem Papst zu führen.</p>
<p>Das Gespräch am Montag war das dritte Telefongespräch zwischen Papst Leo und Selenskyj seit Beginn des Pontifikats. Die beiden Staatschefs sind zudem bereits dreimal persönlich zusammengetroffen.</p>
<p><em>Übersetzt </em><em>und redigiert aus dem Original von <a href="https://www.acistampa.com/story/37305/leone-xiv-e-il-presidente-ucraino-zelensky-a-colloquio-telefonico">ACI Stampa</a>, der italienischsprachigen Partneragentur von CNA Deutsch.</em></p>]]>
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                  <category>Vatikanstadt</category>
                                  <category>Vatikan</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[Andrea Gagliarducci ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Tue, 20 Oct 2026 09:00:00 +0200</pubDate>
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