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    <title>CNA Deutsch</title>
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    <description>CNA Deutsch ist eine Nachrichtenagentur der ACI Gruppe — ein Service von EWTN News mit Hauptsitz in Washington, D.C.</description>
    <language>en</language>
    <copyright>Copyright © 2026, CNA Deutsch</copyright>
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      <title>CNA Deutsch</title>
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      <link>https://de.catholicnewsagency.com</link>
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          <item>
        <title>Gründungskloster der Trappisten steht vor dem Ende, Aufhebung bis 2028 wird erwogen</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/23557/grundungskloster-der-trappisten-steht-vor-dem-ende-aufhebung-bis-2028-wird-erwogen</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Die Gemeinschaft der Mönche der Abtei La Trappe in Frankreich – das Gründungskloster der Trappisten – erwägt ihren „Wegzug bis 2028“, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht. Sowohl durch wirtschaftliche als auch durch personelle Gründe sehen sich die Mönche gezwungen, die Aufhebung ihres Klosters zu erwägen.</p>
<p>Noch im Jahr 2024 initiierten die Mönche ein umfangreiches Projekt, um die Abtei zu retten. Für die notwendige Restaurierung eines historischen Gebäudes sollten zwölf Millionen Euro investiert werden. Die Finanzierung scheiterte jedoch, sodass die vorgesehenen Maßnahmen 2025 eingestellt wurden. Seither werden wöchentliche öffentliche Führungen angeboten, bei denen die Besucher das Innere des Klosters besichtigen können. Die Mönche möchten so ihre heutige Lebensweise vorstellen und erhoffen sich das Interesse junger Männer für das Klosterleben.</p>
<p>Mit der Schließung des Gründungskloster der Trappisten würde ein neuer Höhepunkt des Niedergangs des Ordens in Europa erreicht. Vor allem sind es große und berühmte französische Abteien, die aus Mangel an Nachwuchs ihre Klöster aufgeben, etwa die Abteien Notre-Dame Port-du-Salut (2024), Notre-Dame d’Oelenberg (2024) und 2026 Notre-Dame de Bellefontaine. Auch die beiden deutschsprachigen Trappistenklöster Mariawald und Engelszell mussten ihre Pforten schließen (2018 bzw. 2025), ebenso berühmte niederländische und belgische Häuser des Ordens (z. B. Tegelen, Achel, Zundert).</p>
<p>Neben dem Mangel an klösterlichem Nachwuchs werden immer auch wirtschaftliche Gründe für die Klosterschließungen angeführt. Zumeist hängt dies mit notwendigen Restaurierungsarbeiten der historischen bis zu 900 Jahre alten Gebäude zusammen. Angesichts dieser Tatsache drängt sich die Frage auf, was der Orden mit den der erzielten Geldern aus dem Verkauf der Klöster unternimmt. CNA Deutsch berichtete im Dezember 2025 vom <a href="https://de.catholicnewsagency.com/news/22713/trappistenabtei-snowmass-in-den-usa-fur-120-millionen-dollar-verkauft">Verkauf des ehemaligen Klosters Snowmass</a> in den Vereinigten Staaten, bei dem der Orden 120 Millionen Dollar erwirtschaftete.</p>
<p>Frankreich ist das Stammland des Zisterzienserordens, aus dem im 17. Jahrhundert – als ein gewaltiger Niedergang den Orden des heiligen Bernhard von Clairvaux heimsuchte – der Trappistenorden als Zweig der Zisterzienser entstand.</p>
<p>Armand Jean Le Bouthillier de Rancé (1626–1700) gilt als Gründer. Er war Kommendatarabt mehrerer Klöster. Ein Kommendatarabt war oft ein Weltgeistlicher – manchmal auch ein Laie –, der nicht im Kloster lebte und nicht die Leitungsgewalt und die Amtspflichten eines Regularabtes innehatte. Die geistliche Leitung der Klostergemeinschaft oblag dem Prior des Klosters. Zu den Klöstern de Rancés gehörte auch La Trappe in der Normandie im heutigen Département de l’Orne.</p>
<p>Nach der Bekehrung des Priesters de Rancé, der als eine Art Lebemann von den Einkünften seiner Klöster lebte, wurde er Mönch und im Jahr 1664 residierender Abt von La Trappe. Als solcher erneuerte er bei seiner Gemeinschaft den ursprünglichen Geist der Mönchsregel des heiligen Benedikt. Dabei führte er eine noch darüber hinaus gehende Strenge ein. Aus dieser Klosterreform ging schließlich der Mönchsorden der Trappisten hervor, der 1678 von Papst Innozenz XI. anerkannt wurde. Später wurden Trappisten offiziell „Reformierten Zisterzienser“ (OCR) und heute „Zisterzienser von der strengeren Observanz“ (OCSO) genannt, doch der ursprüngliche Name hat sich bis heute gehalten.</p>
<p>Während der Trappistenorden in den Nachkriegsjahren seinen personellen Höhepunkt erreichte, machte mit dem Beginn des Zweiten Vatikanischen Konzils, als viele Mönche ihre Berufung aufgaben, ein gewaltiger Aderlass den Klöstern und dem Orden zu schaffen. Erst seit den 1980er Jahren ist eine gewisse Konsolidierung auf niedrigem Niveau eingetreten. Der Orden ist heute kaum noch vergleichbar mit dem früherer Generationen. Nachdem die heutigen Konstitutionen des Ordens in Kraft sind, stehen nicht mehr Gebet und Buße im Vordergrund, sondern Selbstfindung und Kontemplation.</p>
<p>Während in Europa und in den USA Klöster geschlossen werden, entstehen vor allem in Afrika und Asien neue Klöster. Dabei steigt weltweit zwar die Zahl der Klöster, doch die der Mönche und Nonnen sinkt. Ende 2024 gab es 104 Männerklöster mit 1450 Mönchen und 77 Frauenklöster mit 1400 Nonnen.</p>]]>
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          <![CDATA[<p>Die Gemeinschaft der Mönche der Abtei La Trappe in Frankreich – das Gründungskloster der Trappisten – erwägt ihren „Wegzug bis 2028“, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht. Sowohl durch wirtschaftliche als auch durch personelle Gründe sehen sich die Mönche gezwungen, die Aufhebung ihres Klosters zu erwägen.</p>
<p>Noch im Jahr 2024 initiierten die Mönche ein umfangreiches Projekt, um die Abtei zu retten. Für die notwendige Restaurierung eines historischen Gebäudes sollten zwölf Millionen Euro investiert werden. Die Finanzierung scheiterte jedoch, sodass die vorgesehenen Maßnahmen 2025 eingestellt wurden. Seither werden wöchentliche öffentliche Führungen angeboten, bei denen die Besucher das Innere des Klosters besichtigen können. Die Mönche möchten so ihre heutige Lebensweise vorstellen und erhoffen sich das Interesse junger Männer für das Klosterleben.</p>
<p>Mit der Schließung des Gründungskloster der Trappisten würde ein neuer Höhepunkt des Niedergangs des Ordens in Europa erreicht. Vor allem sind es große und berühmte französische Abteien, die aus Mangel an Nachwuchs ihre Klöster aufgeben, etwa die Abteien Notre-Dame Port-du-Salut (2024), Notre-Dame d’Oelenberg (2024) und 2026 Notre-Dame de Bellefontaine. Auch die beiden deutschsprachigen Trappistenklöster Mariawald und Engelszell mussten ihre Pforten schließen (2018 bzw. 2025), ebenso berühmte niederländische und belgische Häuser des Ordens (z. B. Tegelen, Achel, Zundert).</p>
<p>Neben dem Mangel an klösterlichem Nachwuchs werden immer auch wirtschaftliche Gründe für die Klosterschließungen angeführt. Zumeist hängt dies mit notwendigen Restaurierungsarbeiten der historischen bis zu 900 Jahre alten Gebäude zusammen. Angesichts dieser Tatsache drängt sich die Frage auf, was der Orden mit den der erzielten Geldern aus dem Verkauf der Klöster unternimmt. CNA Deutsch berichtete im Dezember 2025 vom <a href="https://de.catholicnewsagency.com/news/22713/trappistenabtei-snowmass-in-den-usa-fur-120-millionen-dollar-verkauft">Verkauf des ehemaligen Klosters Snowmass</a> in den Vereinigten Staaten, bei dem der Orden 120 Millionen Dollar erwirtschaftete.</p>
<p>Frankreich ist das Stammland des Zisterzienserordens, aus dem im 17. Jahrhundert – als ein gewaltiger Niedergang den Orden des heiligen Bernhard von Clairvaux heimsuchte – der Trappistenorden als Zweig der Zisterzienser entstand.</p>
<p>Armand Jean Le Bouthillier de Rancé (1626–1700) gilt als Gründer. Er war Kommendatarabt mehrerer Klöster. Ein Kommendatarabt war oft ein Weltgeistlicher – manchmal auch ein Laie –, der nicht im Kloster lebte und nicht die Leitungsgewalt und die Amtspflichten eines Regularabtes innehatte. Die geistliche Leitung der Klostergemeinschaft oblag dem Prior des Klosters. Zu den Klöstern de Rancés gehörte auch La Trappe in der Normandie im heutigen Département de l’Orne.</p>
<p>Nach der Bekehrung des Priesters de Rancé, der als eine Art Lebemann von den Einkünften seiner Klöster lebte, wurde er Mönch und im Jahr 1664 residierender Abt von La Trappe. Als solcher erneuerte er bei seiner Gemeinschaft den ursprünglichen Geist der Mönchsregel des heiligen Benedikt. Dabei führte er eine noch darüber hinaus gehende Strenge ein. Aus dieser Klosterreform ging schließlich der Mönchsorden der Trappisten hervor, der 1678 von Papst Innozenz XI. anerkannt wurde. Später wurden Trappisten offiziell „Reformierten Zisterzienser“ (OCR) und heute „Zisterzienser von der strengeren Observanz“ (OCSO) genannt, doch der ursprüngliche Name hat sich bis heute gehalten.</p>
<p>Während der Trappistenorden in den Nachkriegsjahren seinen personellen Höhepunkt erreichte, machte mit dem Beginn des Zweiten Vatikanischen Konzils, als viele Mönche ihre Berufung aufgaben, ein gewaltiger Aderlass den Klöstern und dem Orden zu schaffen. Erst seit den 1980er Jahren ist eine gewisse Konsolidierung auf niedrigem Niveau eingetreten. Der Orden ist heute kaum noch vergleichbar mit dem früherer Generationen. Nachdem die heutigen Konstitutionen des Ordens in Kraft sind, stehen nicht mehr Gebet und Buße im Vordergrund, sondern Selbstfindung und Kontemplation.</p>
<p>Während in Europa und in den USA Klöster geschlossen werden, entstehen vor allem in Afrika und Asien neue Klöster. Dabei steigt weltweit zwar die Zahl der Klöster, doch die der Mönche und Nonnen sinkt. Ende 2024 gab es 104 Männerklöster mit 1450 Mönchen und 77 Frauenklöster mit 1400 Nonnen.</p>]]>
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                  <category>Frankreich</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Europa</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Mon, 09 Mar 2026 10:00:00 +0100</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Umgang mit Missbrauch: Emeritierter Würzburger Bischof Hofmann nicht mehr Ehrendomherr</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/23549/umgang-mit-missbrauch-emeritierter-wurzburger-bischof-hofmann-nicht-mehr-ehrendomherr</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Der emeritierte Würzburger Bischof Friedhelm Hofmann ist nicht länger Ehrendomherr an der Kathedrale der Bistumsstadt am Main. Er zog damit die Konsequenzen aus der scharfen Kritik, die ihm nach seinen Äußerungen <a href="https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/das-ist-sehr-bitter-fuer-mich/">bei einer Veranstaltung am 2. März</a> auch vom amtierenden Würzburger Bischof Franz Jung entgegengeschlagen war.</p>
<p>Bei der Veranstaltung hatte ein „Prozessteam“ eine Untersuchung „der Geschehnisse und Versäumnisse rund um die Tatvorwürfe gegen den 2017 verstorbenen Pfarrer der Gemeinde“ in Höchberg vorgestellt. Das Bistum sei bereits 2010 erstmals über Vorwürfe gegen den Pfarrer informiert worden. Damals war Hofmann Bischof von Würzburg.</p>
<p>Hofmann selbst hatte sich im Rahmen der Veranstaltung am Montag in einem Video zu Wort gemeldet und dabei ausdrücklich erklärt: „Ich trage Verantwortung.“ Er habe sich „zu sehr auf die Bearbeitung durch meinen damaligen Generalvikar als Leiter der Bistumsverwaltung verlassen. Ich hätte als Bischof stärker nachfragen, genauer hinschauen und konsequenter handeln müssen. Viele von Ihnen fühlen sich nicht ausreichend informiert und nicht ernst genommen.“</p>
<p>„Auch wenn mir kein rechtswidriges Handeln angelastet werden kann, ist mir bewusst, dass meine Verantwortung nicht dort aufhört, wo juristische Verantwortlichkeit endet“, führte Hofmann aus. „Deshalb bitte ich aufrichtig um Entschuldigung.“ Er werde sich nun „persönlich darum kümmern, dass es im Bistum Würzburg eine Stiftung für Betroffene sexualisierter Gewalt geben wird“.</p>
<p>Jung hatte sich „enttäuscht“ gezeigt vom Verhalten seines unmittelbaren Vorgängers. Er hätte „erwartet, dass Bischof Friedhelm sich mutig der Situation stellt, sich zu seiner persönlichen Verantwortung bekennt und daraus auch Konsequenzen zieht – auch im Sinne der Betroffenen und der Gemeinde in Höchberg“.</p>
<p><a href="https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/bischof-hofmann-gibt-ehrentitel-zurueck/">Am Sonntag</a> teilte das Bistum Würzburg mit, Hofmann habe sich am Wochenende erneut an die Gemeinde in Höchberg gewandt. Der emeritierte Bischof sagte: „Sie haben bei der Informationsveranstaltung am vergangenen Montag ein sichtbares Zeichen meiner persönlichen Verantwortungsübernahme erwartet. Ich sehe, dass meine bisherige Stellungnahme nicht ausgereicht hat. Sie hat eine Lücke in der persönlichen Verantwortungsübernahme hinterlassen.“</p>
<p>Vor diesem Hintergrund ziehe er „eine klare Konsequenz“, so Hofmann. „Ich gebe den Titel des Ehrendomherrn an der Kathedrale von Würzburg zurück. Ich erkenne an, dass mein Handeln im Jahr 2010 im Bezug auf Ihren damaligen Pfarrer falsch war. Dafür bitte ich aufrichtig um Entschuldigung. Ich stelle nochmal fest, dass ich für mein Fehlverhalten die persönliche Verantwortung übernehme.“</p>]]>
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          <![CDATA[<p>Der emeritierte Würzburger Bischof Friedhelm Hofmann ist nicht länger Ehrendomherr an der Kathedrale der Bistumsstadt am Main. Er zog damit die Konsequenzen aus der scharfen Kritik, die ihm nach seinen Äußerungen <a href="https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/das-ist-sehr-bitter-fuer-mich/">bei einer Veranstaltung am 2. März</a> auch vom amtierenden Würzburger Bischof Franz Jung entgegengeschlagen war.</p>
<p>Bei der Veranstaltung hatte ein „Prozessteam“ eine Untersuchung „der Geschehnisse und Versäumnisse rund um die Tatvorwürfe gegen den 2017 verstorbenen Pfarrer der Gemeinde“ in Höchberg vorgestellt. Das Bistum sei bereits 2010 erstmals über Vorwürfe gegen den Pfarrer informiert worden. Damals war Hofmann Bischof von Würzburg.</p>
<p>Hofmann selbst hatte sich im Rahmen der Veranstaltung am Montag in einem Video zu Wort gemeldet und dabei ausdrücklich erklärt: „Ich trage Verantwortung.“ Er habe sich „zu sehr auf die Bearbeitung durch meinen damaligen Generalvikar als Leiter der Bistumsverwaltung verlassen. Ich hätte als Bischof stärker nachfragen, genauer hinschauen und konsequenter handeln müssen. Viele von Ihnen fühlen sich nicht ausreichend informiert und nicht ernst genommen.“</p>
<p>„Auch wenn mir kein rechtswidriges Handeln angelastet werden kann, ist mir bewusst, dass meine Verantwortung nicht dort aufhört, wo juristische Verantwortlichkeit endet“, führte Hofmann aus. „Deshalb bitte ich aufrichtig um Entschuldigung.“ Er werde sich nun „persönlich darum kümmern, dass es im Bistum Würzburg eine Stiftung für Betroffene sexualisierter Gewalt geben wird“.</p>
<p>Jung hatte sich „enttäuscht“ gezeigt vom Verhalten seines unmittelbaren Vorgängers. Er hätte „erwartet, dass Bischof Friedhelm sich mutig der Situation stellt, sich zu seiner persönlichen Verantwortung bekennt und daraus auch Konsequenzen zieht – auch im Sinne der Betroffenen und der Gemeinde in Höchberg“.</p>
<p><a href="https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/bischof-hofmann-gibt-ehrentitel-zurueck/">Am Sonntag</a> teilte das Bistum Würzburg mit, Hofmann habe sich am Wochenende erneut an die Gemeinde in Höchberg gewandt. Der emeritierte Bischof sagte: „Sie haben bei der Informationsveranstaltung am vergangenen Montag ein sichtbares Zeichen meiner persönlichen Verantwortungsübernahme erwartet. Ich sehe, dass meine bisherige Stellungnahme nicht ausgereicht hat. Sie hat eine Lücke in der persönlichen Verantwortungsübernahme hinterlassen.“</p>
<p>Vor diesem Hintergrund ziehe er „eine klare Konsequenz“, so Hofmann. „Ich gebe den Titel des Ehrendomherrn an der Kathedrale von Würzburg zurück. Ich erkenne an, dass mein Handeln im Jahr 2010 im Bezug auf Ihren damaligen Pfarrer falsch war. Dafür bitte ich aufrichtig um Entschuldigung. Ich stelle nochmal fest, dass ich für mein Fehlverhalten die persönliche Verantwortung übernehme.“</p>]]>
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                  <category>Deutschland</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Mon, 09 Mar 2026 09:00:00 +0100</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Iran-Krieg: Papst Leo betet, dass „das Donnern der Bomben verstumme“</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/23547/iran-krieg-papst-leo-betet-dass-das-donnern-der-bomben-verstumme</link>
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          <![CDATA[<p>Angesichts des Iran-Kriegs, der nach den Angriffen durch die USA und den Staat Israel vor mehr als einer Woche weiter wütet, hat Papst Leo XIV. zum Gebet aufgefordert. Am Sonntag sagte er den Gläubigen zum Angelusgebet: „Richten wir unser demütiges Gebet an den Herrn, damit das Donnern der Bomben verstumme, die Waffen schweigen und ein Raum für Dialog entstehe, in dem die Stimme der Völker gehört werden kann.“</p>
<p>„Ich vertraue diese Bitte Maria an, der Königin des Friedens“, fuhr der Pontifex fort: „Dass sie für diejenigen Fürsprache einlege, die aufgrund des Krieges leiden, und dass sie die Herzen auf Wege der Versöhnung und der Hoffnung führe.“</p>
<p>Leo hielt fest, dass aus dem Iran, aber auch aus dem gesamten Nahen Osten, weiterhin Nachrichten an die Öffentlichkeit kommen, „die tiefe Bestürzung hervorrufen“.</p>
<p>„Zu den Akten der Gewalt und Zerstörung und zum weit verbreiteten Klima des Hasses und der Angst kommt noch die Besorgnis hinzu, dass sich der Konflikt ausweitet und weitere Länder der Region, darunter auch der teure Libanon, erneut in Instabilität versinken können“, <a href="https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/angelus/2026/documents/20260308-angelus.html">sagte der Papst</a>.</p>
<p>Derzeit konzentrieren sich die <a href="https://www.tagesschau.de/ausland/asien/iran-oellager-angriff-100.html">Kampfhandlungen</a> besonders auf die iranische Hauptstadt Teheran sowie auf den Libanon. Die Luftangriffe gehen von den USA und vom Staat Israel aus. Der Iran wiederum versucht, Schläge gegen den Staat Israel sowie gegen arabische Staaten zu verüben, in denen die USA militärische Stützpunkte haben. Dazu gehören fast alle Staaten auf der arabischen Halbinsel.</p>
<p>Vertreter der Regierungen in den USA und im Staat Israel haben erklärt, dass es sich um einen <a href="https://www.bbc.com/news/articles/cx2dyz6p3weo">Präventivkrieg</a> gegen den Iran handelt. Bereits im Juni 2025 hatten mehrtägige Angriffe der beiden Regierungen das Atomprogramm des Iran zerstört.</p>
<p>US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt eine „bedingungslose Kapitulation des Iran“ <a href="https://truthsocial.com/@realDonaldTrump/posts/116182551337254643">gefordert</a>. In diesem Zusammenhang <a href="https://www.axios.com/2026/03/06/trump-iran-war-unconditional-surrender">erläuterte</a> er: „Eine bedingungslose Kapitulation könnte darin bestehen, dass [die Iraner] sie verkünden. Es könnte aber auch sein, dass sie nicht mehr weiterkämpfen können, weil sie niemanden und nichts mehr haben, womit sie kämpfen könnten.“</p>]]>
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          <![CDATA[<p>Angesichts des Iran-Kriegs, der nach den Angriffen durch die USA und den Staat Israel vor mehr als einer Woche weiter wütet, hat Papst Leo XIV. zum Gebet aufgefordert. Am Sonntag sagte er den Gläubigen zum Angelusgebet: „Richten wir unser demütiges Gebet an den Herrn, damit das Donnern der Bomben verstumme, die Waffen schweigen und ein Raum für Dialog entstehe, in dem die Stimme der Völker gehört werden kann.“</p>
<p>„Ich vertraue diese Bitte Maria an, der Königin des Friedens“, fuhr der Pontifex fort: „Dass sie für diejenigen Fürsprache einlege, die aufgrund des Krieges leiden, und dass sie die Herzen auf Wege der Versöhnung und der Hoffnung führe.“</p>
<p>Leo hielt fest, dass aus dem Iran, aber auch aus dem gesamten Nahen Osten, weiterhin Nachrichten an die Öffentlichkeit kommen, „die tiefe Bestürzung hervorrufen“.</p>
<p>„Zu den Akten der Gewalt und Zerstörung und zum weit verbreiteten Klima des Hasses und der Angst kommt noch die Besorgnis hinzu, dass sich der Konflikt ausweitet und weitere Länder der Region, darunter auch der teure Libanon, erneut in Instabilität versinken können“, <a href="https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/angelus/2026/documents/20260308-angelus.html">sagte der Papst</a>.</p>
<p>Derzeit konzentrieren sich die <a href="https://www.tagesschau.de/ausland/asien/iran-oellager-angriff-100.html">Kampfhandlungen</a> besonders auf die iranische Hauptstadt Teheran sowie auf den Libanon. Die Luftangriffe gehen von den USA und vom Staat Israel aus. Der Iran wiederum versucht, Schläge gegen den Staat Israel sowie gegen arabische Staaten zu verüben, in denen die USA militärische Stützpunkte haben. Dazu gehören fast alle Staaten auf der arabischen Halbinsel.</p>
<p>Vertreter der Regierungen in den USA und im Staat Israel haben erklärt, dass es sich um einen <a href="https://www.bbc.com/news/articles/cx2dyz6p3weo">Präventivkrieg</a> gegen den Iran handelt. Bereits im Juni 2025 hatten mehrtägige Angriffe der beiden Regierungen das Atomprogramm des Iran zerstört.</p>
<p>US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt eine „bedingungslose Kapitulation des Iran“ <a href="https://truthsocial.com/@realDonaldTrump/posts/116182551337254643">gefordert</a>. In diesem Zusammenhang <a href="https://www.axios.com/2026/03/06/trump-iran-war-unconditional-surrender">erläuterte</a> er: „Eine bedingungslose Kapitulation könnte darin bestehen, dass [die Iraner] sie verkünden. Es könnte aber auch sein, dass sie nicht mehr weiterkämpfen können, weil sie niemanden und nichts mehr haben, womit sie kämpfen könnten.“</p>]]>
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                  <category>Vatikanstadt</category>
                                  <category>Vatikan</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Mon, 09 Mar 2026 07:00:00 +0100</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Papst Leo: „Jesus ist Gottes Antwort auf unseren Durst“</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/23545/papst-leo-jesus-ist-gottes-antwort-auf-unseren-durst</link>
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          <![CDATA[<p>Papst Leo XIV. hat am Sonntagmittag beim Angelusgebet betont: „Jesus ist Gottes Antwort auf unseren Durst.“ Er bezog sich damit auf das <a href="https://schott.erzabtei-beuron.de/fastenzeit/woche3/SonntagA.htm?datum=2026-03-08&amp;r=1">Evangelium vom dritten Fastensonntag</a>.</p>
<p>„Wie er der Samariterin sagt, wird die Begegnung mit ihm in jedem Menschen ‚zu einer Quelle werden, deren Wasser ins ewige Leben fließt‘“, erläuterte der Pontifex. „Wie viele Menschen auf der ganzen Welt suchen auch heute noch nach dieser geistlichen Quelle!“</p>
<p>„Liebe Freunde, wir können unsere Energie nicht besser einsetzen als für die Befreiung unserer Herzen“, so Leo. „Aus diesem Grund ist die Fastenzeit ein Geschenk: Wir beginnen die dritte Woche und können unseren Weg nunmehr entschlossener fortsetzen.“</p>
<p>„Die Ernte ist groß“, fuhr der Papst fort. „Vielleicht gibt es nur wenige Arbeiter, weil sie durch andere Tätigkeiten abgelenkt sind. Jesus hingegen ist aufmerksam. Gemäß den Gepflogenheiten hätte er jene Frau aus Samarien schlicht ignorieren müssen; doch Jesus spricht mit ihr, hört ihr zu, nimmt sie ohne Hintergedanken und ohne Geringschätzung ernst.“</p>
<p>„Wie viele Menschen suchen in der Kirche genau dieses Feingefühl, diese Offenheit!“, sagte er weiter. „Und wie schön ist es, wenn wir die Zeit vergessen, um den Menschen, denen wir begegnen, so wie sie sind, unsere Aufmerksamkeit zu schenken. Jesus vergaß sogar zu essen, so sehr nährte ihn der Wille Gottes, alle in ihrem Innersten zu erreichen.“</p>
<p>So werde die samaritanische Frau „zur ersten von vielen Verkünderinnen des Evangeliums. Aus ihrem Dorf der Verachteten und Ausgestoßenen begeben sich viele aufgrund ihres Zeugnisses zu Jesus, und auch in ihnen strömt der Glaube wie reines Wasser.“</p>
<p>Papst Leo schloss mit dem Aufruf: „Liebe Brüder und Schwestern, bitten wir heute Maria, die Mutter der Kirche, dass wir zusammen mit Jesus und wie Jesus der Menschheit dienen dürfen, die nach Wahrheit und Gerechtigkeit dürstet. Dies ist nicht die Zeit für Tempelstreitigkeiten, zwischen ‚uns‘ und den ‚anderen‘: Die Verehrer, die Gott sucht, sind Männer und Frauen des Friedens, die ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.“</p>]]>
        </description>
        <content:encoded>
          <![CDATA[<p>Papst Leo XIV. hat am Sonntagmittag beim Angelusgebet betont: „Jesus ist Gottes Antwort auf unseren Durst.“ Er bezog sich damit auf das <a href="https://schott.erzabtei-beuron.de/fastenzeit/woche3/SonntagA.htm?datum=2026-03-08&amp;r=1">Evangelium vom dritten Fastensonntag</a>.</p>
<p>„Wie er der Samariterin sagt, wird die Begegnung mit ihm in jedem Menschen ‚zu einer Quelle werden, deren Wasser ins ewige Leben fließt‘“, erläuterte der Pontifex. „Wie viele Menschen auf der ganzen Welt suchen auch heute noch nach dieser geistlichen Quelle!“</p>
<p>„Liebe Freunde, wir können unsere Energie nicht besser einsetzen als für die Befreiung unserer Herzen“, so Leo. „Aus diesem Grund ist die Fastenzeit ein Geschenk: Wir beginnen die dritte Woche und können unseren Weg nunmehr entschlossener fortsetzen.“</p>
<p>„Die Ernte ist groß“, fuhr der Papst fort. „Vielleicht gibt es nur wenige Arbeiter, weil sie durch andere Tätigkeiten abgelenkt sind. Jesus hingegen ist aufmerksam. Gemäß den Gepflogenheiten hätte er jene Frau aus Samarien schlicht ignorieren müssen; doch Jesus spricht mit ihr, hört ihr zu, nimmt sie ohne Hintergedanken und ohne Geringschätzung ernst.“</p>
<p>„Wie viele Menschen suchen in der Kirche genau dieses Feingefühl, diese Offenheit!“, sagte er weiter. „Und wie schön ist es, wenn wir die Zeit vergessen, um den Menschen, denen wir begegnen, so wie sie sind, unsere Aufmerksamkeit zu schenken. Jesus vergaß sogar zu essen, so sehr nährte ihn der Wille Gottes, alle in ihrem Innersten zu erreichen.“</p>
<p>So werde die samaritanische Frau „zur ersten von vielen Verkünderinnen des Evangeliums. Aus ihrem Dorf der Verachteten und Ausgestoßenen begeben sich viele aufgrund ihres Zeugnisses zu Jesus, und auch in ihnen strömt der Glaube wie reines Wasser.“</p>
<p>Papst Leo schloss mit dem Aufruf: „Liebe Brüder und Schwestern, bitten wir heute Maria, die Mutter der Kirche, dass wir zusammen mit Jesus und wie Jesus der Menschheit dienen dürfen, die nach Wahrheit und Gerechtigkeit dürstet. Dies ist nicht die Zeit für Tempelstreitigkeiten, zwischen ‚uns‘ und den ‚anderen‘: Die Verehrer, die Gott sucht, sind Männer und Frauen des Friedens, die ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.“</p>]]>
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                  <category>Vatikanstadt</category>
                                  <category>Vatikan</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Sun, 08 Mar 2026 12:10:00 +0100</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Kölner Weihbischof Schwaderlapp warnt vor Sport als Ersatzreligion</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/23521/kolner-weihbischof-schwaderlapp-warnt-vor-sport-als-ersatzreligion</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Weihbischof Dominikus Schwaderlapp hat davor gewarnt, körperliche Fitness spirituell zu überhöhen. In einem aktuellen EWTNPodcast betonte er die christliche Freiheit im Umgang mit Sport, zog jedoch eine klare Grenze bei der sonntäglichen Messfeier.</p>
<p>Im <a href="https://www.youtube.com/watch?v=4W_PwSa8PhQ">EWTN-Podcast „Himmel, Herz &amp; Hirn“</a> diskutierte der Kölner Weihbischof die Frage, ob gläubige Christen Sport treiben sollten. Ausgangspunkt des Gesprächs war die theologische Überlegung, inwiefern Körper, Geist und Seele zusammengehören und ob es eine körperliche Heiligkeit gibt.</p>
<p>https://www.youtube.com/watch?v=4W_PwSa8PhQ</p>
<p>Dabei verwies der Geistliche auf historische Beispiele wie den heiligen Pfarrer von Ars oder den heiligen Philipp Neri. Diese seien mit ihrem Leib jeweils extreme, aber stark unterschiedliche Wege der Hingabe an Gott gegangen.</p>
<p>Grundsätzlich betonte Schwaderlapp, der menschliche Leib müsse geachtet werden. Er sei Teil der Persönlichkeit, zudem glauben Christen an die Auferstehung mit Leib und Seele. Zugleich warnte der Weihbischof davor, das Thema zu stark zu moralisieren und in den Lebensmittelpunkt zu rücken.</p>
<p>Nach Ansicht des Weihbischofs birgt die moderne Fokussierung auf Fitness gewisse Gefahren. Er begründete dies mit dem schwindenden Glauben an ein ewiges Leben. Er sagte: „Ich habe eher so ein bisschen die Sorge, dass wir so in einer Gesellschaft leben, in der der Sport Ersatzreligion wird.“</p>
<p>Wenn der Bezug zu Gott fehle, versuchten Menschen, das irdische Leben so lang und gesund wie möglich zu erhalten. Daraufhin gewinne der körperliche Ausgleich laut Schwaderlapp „plötzlich mal eine fast götzendienerische Bedeutung“.</p>
<p>Stattdessen sei die sportliche Betätigung in das eigene Ermessen gestellt. Es gebe aus Sicht des Christentums weder eine Pflicht noch ein striktes Verbot mit Blick auf derartige Dinge. Schwaderlapp betonte: „Das ist in die Freiheit der Kinder Gottes gestellt.“</p>
<p>Dennoch räumte er im Gesprächsverlauf ein, dass regelmäßige Bewegung dabei helfen könne, Trägheit abzubauen und das allgemeine Wohlbefinden zu stärken, was sich wiederum positiv auf das geistliche Leben auswirken könne.</p>
<p>Eine deutliche Grenze zog der Weihbischof bei terminlichen Konflikten zwischen sportlichen Wettkämpfen im Verein und dem Gottesdienst. Auch wenn seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil die Vorabendmesse Alternativen biete, dürfe die sonntägliche Eucharistiefeier nicht vernachlässigt werden.</p>
<p>„Man kann jetzt nicht die Messe aufgeben“, stellte Schwaderlapp klar. Wenn der Sport den Kirchgang unmöglich mache, sei für ihn eine rote Linie erreicht.</p>]]>
        </description>
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          <![CDATA[<p>Weihbischof Dominikus Schwaderlapp hat davor gewarnt, körperliche Fitness spirituell zu überhöhen. In einem aktuellen EWTNPodcast betonte er die christliche Freiheit im Umgang mit Sport, zog jedoch eine klare Grenze bei der sonntäglichen Messfeier.</p>
<p>Im <a href="https://www.youtube.com/watch?v=4W_PwSa8PhQ">EWTN-Podcast „Himmel, Herz &amp; Hirn“</a> diskutierte der Kölner Weihbischof die Frage, ob gläubige Christen Sport treiben sollten. Ausgangspunkt des Gesprächs war die theologische Überlegung, inwiefern Körper, Geist und Seele zusammengehören und ob es eine körperliche Heiligkeit gibt.</p>
<p>https://www.youtube.com/watch?v=4W_PwSa8PhQ</p>
<p>Dabei verwies der Geistliche auf historische Beispiele wie den heiligen Pfarrer von Ars oder den heiligen Philipp Neri. Diese seien mit ihrem Leib jeweils extreme, aber stark unterschiedliche Wege der Hingabe an Gott gegangen.</p>
<p>Grundsätzlich betonte Schwaderlapp, der menschliche Leib müsse geachtet werden. Er sei Teil der Persönlichkeit, zudem glauben Christen an die Auferstehung mit Leib und Seele. Zugleich warnte der Weihbischof davor, das Thema zu stark zu moralisieren und in den Lebensmittelpunkt zu rücken.</p>
<p>Nach Ansicht des Weihbischofs birgt die moderne Fokussierung auf Fitness gewisse Gefahren. Er begründete dies mit dem schwindenden Glauben an ein ewiges Leben. Er sagte: „Ich habe eher so ein bisschen die Sorge, dass wir so in einer Gesellschaft leben, in der der Sport Ersatzreligion wird.“</p>
<p>Wenn der Bezug zu Gott fehle, versuchten Menschen, das irdische Leben so lang und gesund wie möglich zu erhalten. Daraufhin gewinne der körperliche Ausgleich laut Schwaderlapp „plötzlich mal eine fast götzendienerische Bedeutung“.</p>
<p>Stattdessen sei die sportliche Betätigung in das eigene Ermessen gestellt. Es gebe aus Sicht des Christentums weder eine Pflicht noch ein striktes Verbot mit Blick auf derartige Dinge. Schwaderlapp betonte: „Das ist in die Freiheit der Kinder Gottes gestellt.“</p>
<p>Dennoch räumte er im Gesprächsverlauf ein, dass regelmäßige Bewegung dabei helfen könne, Trägheit abzubauen und das allgemeine Wohlbefinden zu stärken, was sich wiederum positiv auf das geistliche Leben auswirken könne.</p>
<p>Eine deutliche Grenze zog der Weihbischof bei terminlichen Konflikten zwischen sportlichen Wettkämpfen im Verein und dem Gottesdienst. Auch wenn seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil die Vorabendmesse Alternativen biete, dürfe die sonntägliche Eucharistiefeier nicht vernachlässigt werden.</p>
<p>„Man kann jetzt nicht die Messe aufgeben“, stellte Schwaderlapp klar. Wenn der Sport den Kirchgang unmöglich mache, sei für ihn eine rote Linie erreicht.</p>]]>
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                  <category>Deutschland</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[Alexander Folz ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Sun, 08 Mar 2026 08:00:00 +0100</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Wenn der Krieg die Kindheit raubt: Malteser im Kampf gegen Menschenhandel</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/23527/wenn-der-krieg-die-kindheit-raubt-malteser-im-kampf-gegen-menschenhandel</link>
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                  <category>Afghanistan</category>
                          <category>Kabul</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Sun, 08 Mar 2026 07:00:00 +0100</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Sagrada Família in Barcelona erreicht 172,5 Meter und ist damit höchste Kirche der Welt</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/23519/sagrada-familia-in-barcelona-erreicht-1725-meter-und-ist-damit-hochste-kirche-der-welt</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Nach über 140 Jahren Bauzeit hat die Basílica de la Sagrada Família in Barcelona am 20. Februar ihre endgültige Höhe von 172,5 Metern erreicht. Damit löst das katholische Gotteshaus offiziell das protestantische Ulmer Münster als höchste Kirche der Welt ab, wie <em><a href="https://abcnews.com/International/wireStory/barcelonas-sagrada-familia-reach-peak-completion-soaring-central-130331254">ABC News</a> </em>berichtete.</p>
<p>Die entscheidenden letzten Meter lieferte ein Kreuz aus dem bayerischen Gundelfingen. Das 17 Meter hohe und 13,5 Meter breite Bauteil aus Keramik und Glas wurde in mehreren Phasen auf dem Turm Jesu Christi montiert.</p>
<p>Bereits im Oktober 2025 hatte die Montage des ersten Kreuzarms begonnen, wodurch die Kirche auf 162,91 Meter wuchs. Der obere Arm wurde schließlich am 20. Februar mit einem Kran aufgesetzt und vollendete damit die Außenkonstruktion des Hauptturms.</p>
<p>Durch diesen Baufortschritt verliert das Ulmer Münster seinen Titel als höchster Kirchturm der Welt. Diesen hatte der Sakralbau in Baden-Württemberg seit 1890 und damit 135 Jahre lang mit einer Höhe von 161,5 Metern gehalten. Die Sagrada Família überragt das Münster nun um rund elf Meter.</p>
<p>Die finale Höhe der Basilika ist das Ergebnis einer bewussten architektonischen Entscheidung ihres Schöpfers Antoni Gaudí (1852–1926). Die Turmspitze liegt absichtlich einen halben Meter unter dem 173 Meter hohen Montjuïc-Hügel in Barcelona.</p>
<p>Nach Überzeugung des Architekten sollte sein Bauwerk die Schöpfung Gottes nicht übertreffen. Der nun vollendete Turm Jesu Christi ist der höchste von insgesamt 18 geplanten Türmen der Kirche, von denen weitere den zwölf Aposteln, den vier Evangelisten und der Gottesmutter Maria gewidmet sind.</p>
<p>Für den Architekten war das Projekt ein Instrument der Glaubensvermittlung. Gaudí lebte in seinen späten Jahren in strenger Askese direkt neben der Kirche, empfing täglich die Sakramente und verstand die gesamte Architektur als in Stein gebaute christliche Lehre.</p>
<p>Nach einem Straßenbahnunfall war der Architekt gestorben und mit einer Ausnahmegenehmigung von Papst Pius XI. in der Krypta seiner unvollendeten Kirche beigesetzt worden.</p>
<p>Im April 2025 erkannte Papst Franziskus offiziell Gaudís heroischen Tugendgrad an und verlieh ihm den Titel „Ehrwürdiger Diener Gottes“. Dies ist eine entscheidende Vorstufe im seit dem Jahr 2000 laufenden Seligsprechungsverfahren, für dessen Abschluss nun zwei anerkannte Wunder benötigt werden.</p>
<p>Planmäßig soll der Hauptturm am 10. Juni dieses Jahres, dem 100. Todestag Gaudís, feierlich eingeweiht werden. Die Innenarbeiten am Turm werden bis in die Jahre 2027/28 andauern, der Gesamtbau der Basilika wird voraussichtlich noch rund zehn weitere Jahre in Anspruch nehmen. Papst Leo wird sich zu dem Zeitpunkt in Spanien befinden, aber das genaue Programm steht noch nicht offiziell fest.</p>]]>
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          <![CDATA[<p>Nach über 140 Jahren Bauzeit hat die Basílica de la Sagrada Família in Barcelona am 20. Februar ihre endgültige Höhe von 172,5 Metern erreicht. Damit löst das katholische Gotteshaus offiziell das protestantische Ulmer Münster als höchste Kirche der Welt ab, wie <em><a href="https://abcnews.com/International/wireStory/barcelonas-sagrada-familia-reach-peak-completion-soaring-central-130331254">ABC News</a> </em>berichtete.</p>
<p>Die entscheidenden letzten Meter lieferte ein Kreuz aus dem bayerischen Gundelfingen. Das 17 Meter hohe und 13,5 Meter breite Bauteil aus Keramik und Glas wurde in mehreren Phasen auf dem Turm Jesu Christi montiert.</p>
<p>Bereits im Oktober 2025 hatte die Montage des ersten Kreuzarms begonnen, wodurch die Kirche auf 162,91 Meter wuchs. Der obere Arm wurde schließlich am 20. Februar mit einem Kran aufgesetzt und vollendete damit die Außenkonstruktion des Hauptturms.</p>
<p>Durch diesen Baufortschritt verliert das Ulmer Münster seinen Titel als höchster Kirchturm der Welt. Diesen hatte der Sakralbau in Baden-Württemberg seit 1890 und damit 135 Jahre lang mit einer Höhe von 161,5 Metern gehalten. Die Sagrada Família überragt das Münster nun um rund elf Meter.</p>
<p>Die finale Höhe der Basilika ist das Ergebnis einer bewussten architektonischen Entscheidung ihres Schöpfers Antoni Gaudí (1852–1926). Die Turmspitze liegt absichtlich einen halben Meter unter dem 173 Meter hohen Montjuïc-Hügel in Barcelona.</p>
<p>Nach Überzeugung des Architekten sollte sein Bauwerk die Schöpfung Gottes nicht übertreffen. Der nun vollendete Turm Jesu Christi ist der höchste von insgesamt 18 geplanten Türmen der Kirche, von denen weitere den zwölf Aposteln, den vier Evangelisten und der Gottesmutter Maria gewidmet sind.</p>
<p>Für den Architekten war das Projekt ein Instrument der Glaubensvermittlung. Gaudí lebte in seinen späten Jahren in strenger Askese direkt neben der Kirche, empfing täglich die Sakramente und verstand die gesamte Architektur als in Stein gebaute christliche Lehre.</p>
<p>Nach einem Straßenbahnunfall war der Architekt gestorben und mit einer Ausnahmegenehmigung von Papst Pius XI. in der Krypta seiner unvollendeten Kirche beigesetzt worden.</p>
<p>Im April 2025 erkannte Papst Franziskus offiziell Gaudís heroischen Tugendgrad an und verlieh ihm den Titel „Ehrwürdiger Diener Gottes“. Dies ist eine entscheidende Vorstufe im seit dem Jahr 2000 laufenden Seligsprechungsverfahren, für dessen Abschluss nun zwei anerkannte Wunder benötigt werden.</p>
<p>Planmäßig soll der Hauptturm am 10. Juni dieses Jahres, dem 100. Todestag Gaudís, feierlich eingeweiht werden. Die Innenarbeiten am Turm werden bis in die Jahre 2027/28 andauern, der Gesamtbau der Basilika wird voraussichtlich noch rund zehn weitere Jahre in Anspruch nehmen. Papst Leo wird sich zu dem Zeitpunkt in Spanien befinden, aber das genaue Programm steht noch nicht offiziell fest.</p>]]>
        </content:encoded>
                  <category>Spanien</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Europa</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[Alexander Folz ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Sat, 07 Mar 2026 09:00:00 +0100</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Der Leidensweg Jesu nach Golgotha aus medizinischer und historischer Perspektive</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/23525/der-leidensweg-jesu-nach-golgotha-aus-medizinischer-und-historischer-perspektive</link>
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                  <category>Afghanistan</category>
                          <category>Kabul</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Sat, 07 Mar 2026 08:00:00 +0100</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Die „Theologie des Leibes“ über Sakrament und Ehe</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/23523/die-theologie-des-leibes-uber-sakrament-und-ehe</link>
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                  <category>Afghanistan</category>
                          <category>Kabul</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Sat, 07 Mar 2026 07:00:00 +0100</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Kardinal Woelki und Bischof Oster unterstützen Münchner Marsch fürs Leben mit Grußworten</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/23539/kardinal-woelki-und-bischof-oster-unterstutzen-munchner-marsch-furs-leben-mit-grussworten</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Am 18. April versammeln sich auf dem Königsplatz erneut Lebensrechtler zum Münchner Marsch fürs Leben, der inzwischen zum sechsten Mal stattfindet. Im Vorfeld der Kundgebung <a href="https://www.marschfuersleben.de/marsch-2026/">würdigten</a> der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki und der Passauer Bischof Stefan Oster SDB das Engagement der Teilnehmer.</p>
<p>Laut dem Veranstalter, „Stimme der Stillen e. V.“, beginnt der Marsch um 13 Uhr. Er gilt als eine der größten Lebensschutz-Veranstaltungen im deutschsprachigen Raum.</p>
<p>Hintergrund der diesjährigen Versammlung sind aktuelle gesellschaftliche Debatten, wie die Organisatoren mitteilten. Dazu zählen Diskussionen über eine mögliche Streichung des Paragrafen 218 aus dem Strafgesetzbuch sowie die jüngst beschlossene Finanzierung grenzüberschreitender Abtreibungen durch den Europäischen Sozialfonds.</p>
<p>In Deutschland werden nach aktueller Rechtslage jährlich mehr als 100.000 ungeborene Kinder im Mutterleib getötet. Von 1996 bis 2023 wurden ungefähr 1,8 Millionen Kinder <a href="https://de.statista.com/statistik/daten/studie/232/umfrage/anzahl-der-schwangerschaftsabbrueche-in-deutschland/">abgetrieben</a>.</p>
<p>In seinem Grußwort betonte Woelki, die Teilnehmer setzten „ein lebendiges und hoffnungsvolles Zeichen für den Schutz und die Würde jedes Menschen vom ersten Augenblick seiner Existenz bis zu seinem natürlichen Ende“.</p>
<p>Politik, Gesellschaft und Kirche stünden gemeinsam in der Verantwortung, für das Leben einzutreten und Menschen in schwierigen Situationen nicht allein zu lassen. Er hob hervor, dass jeder Mensch „ein geliebtes Kind Gottes ist unabhängig von Alter, Gesundheit oder Lebenssituation“.</p>
<p>Bischof Oster erklärte in seiner Botschaft, der katholische Lebensschutz setze die Überzeugung voraus, dass das menschliche Leben „immer etwas Heiliges und Unantastbares ist: ein kostbares Geschenk aus der Hand unseres Schöpfers selbst“.</p>
<p>Daraus ergebe sich die „unumstößliche Verpflichtung“, das Leben in allen Stadien und Umständen zu schützen. Oster verwies ausdrücklich auf die Nöte von Frauen in Konfliktsituationen: „Auch ihre Unterstützung muss ein wesentlicher Teil unserer Sorge um das Leben sein.“</p>
<p>Organisatorin Silja Fichtner betonte gegenüber CNA Deutsch das Anliegen der Veranstaltung: „Wir geben denen eine Stimme, die noch keine oder keine mehr haben.“ Deutschland benötige nicht mehr Abtreibungszentren, sondern eine bessere Unterstützung für junge Familien und insbesondere für Frauen während der Schwangerschaft.</p>
<p>Als internationale Hauptrednerin wird die nigerianische Biomedizinerin und Gründerin von „Culture of Life Africa“, Obianuju Ekeocha, erwartet, die sich gegen die internationale Förderung von Abtreibungen in Afrika engagiert. Zudem spricht der deutsche Publizist Mathias von Gersdorff, der sich für eine Stärkung von Familien und Elternrechten einsetzt.</p>]]>
        </description>
        <content:encoded>
          <![CDATA[<p>Am 18. April versammeln sich auf dem Königsplatz erneut Lebensrechtler zum Münchner Marsch fürs Leben, der inzwischen zum sechsten Mal stattfindet. Im Vorfeld der Kundgebung <a href="https://www.marschfuersleben.de/marsch-2026/">würdigten</a> der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki und der Passauer Bischof Stefan Oster SDB das Engagement der Teilnehmer.</p>
<p>Laut dem Veranstalter, „Stimme der Stillen e. V.“, beginnt der Marsch um 13 Uhr. Er gilt als eine der größten Lebensschutz-Veranstaltungen im deutschsprachigen Raum.</p>
<p>Hintergrund der diesjährigen Versammlung sind aktuelle gesellschaftliche Debatten, wie die Organisatoren mitteilten. Dazu zählen Diskussionen über eine mögliche Streichung des Paragrafen 218 aus dem Strafgesetzbuch sowie die jüngst beschlossene Finanzierung grenzüberschreitender Abtreibungen durch den Europäischen Sozialfonds.</p>
<p>In Deutschland werden nach aktueller Rechtslage jährlich mehr als 100.000 ungeborene Kinder im Mutterleib getötet. Von 1996 bis 2023 wurden ungefähr 1,8 Millionen Kinder <a href="https://de.statista.com/statistik/daten/studie/232/umfrage/anzahl-der-schwangerschaftsabbrueche-in-deutschland/">abgetrieben</a>.</p>
<p>In seinem Grußwort betonte Woelki, die Teilnehmer setzten „ein lebendiges und hoffnungsvolles Zeichen für den Schutz und die Würde jedes Menschen vom ersten Augenblick seiner Existenz bis zu seinem natürlichen Ende“.</p>
<p>Politik, Gesellschaft und Kirche stünden gemeinsam in der Verantwortung, für das Leben einzutreten und Menschen in schwierigen Situationen nicht allein zu lassen. Er hob hervor, dass jeder Mensch „ein geliebtes Kind Gottes ist unabhängig von Alter, Gesundheit oder Lebenssituation“.</p>
<p>Bischof Oster erklärte in seiner Botschaft, der katholische Lebensschutz setze die Überzeugung voraus, dass das menschliche Leben „immer etwas Heiliges und Unantastbares ist: ein kostbares Geschenk aus der Hand unseres Schöpfers selbst“.</p>
<p>Daraus ergebe sich die „unumstößliche Verpflichtung“, das Leben in allen Stadien und Umständen zu schützen. Oster verwies ausdrücklich auf die Nöte von Frauen in Konfliktsituationen: „Auch ihre Unterstützung muss ein wesentlicher Teil unserer Sorge um das Leben sein.“</p>
<p>Organisatorin Silja Fichtner betonte gegenüber CNA Deutsch das Anliegen der Veranstaltung: „Wir geben denen eine Stimme, die noch keine oder keine mehr haben.“ Deutschland benötige nicht mehr Abtreibungszentren, sondern eine bessere Unterstützung für junge Familien und insbesondere für Frauen während der Schwangerschaft.</p>
<p>Als internationale Hauptrednerin wird die nigerianische Biomedizinerin und Gründerin von „Culture of Life Africa“, Obianuju Ekeocha, erwartet, die sich gegen die internationale Förderung von Abtreibungen in Afrika engagiert. Zudem spricht der deutsche Publizist Mathias von Gersdorff, der sich für eine Stärkung von Familien und Elternrechten einsetzt.</p>]]>
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                  <category>Deutschland</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[Alexander Folz ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Fri, 06 Mar 2026 15:30:00 +0100</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Luxemburg wird „Freiheit zur Abtreibung“ wohl in der Verfassung verankern</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/23541/luxemburg-wird-freiheit-zur-abtreibung-wohl-in-der-verfassung-verankern</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Luxemburgs Abgeordnetenkammer hat am Dienstag mit großer Mehrheit dafür gestimmt, die „Freiheit zur Abtreibung“ in der Verfassung des Großherzogtums zu verankern. Damit würde Luxemburg nach Frankreich das zweite Land weltweit, das diesen Schritt auf Verfassungsebene vollzieht.</p>
<p>Da es sich um eine Verfassungsänderung handelt, schreibt das luxemburgische Recht zwingend ein zweites Votum vor. Diese Abstimmung muss innerhalb von drei Monaten stattfinden. Die luxemburgische Zeitung „<a href="https://www.tageblatt.lu/Nachrichten/Freiheit-auf-Schwangerschaftsabbruch-steht-vor-entscheidender-Abstimmung-25547.html#:~:text=La%20libert%C3%A9%20d%E2%80%99avoir%20recours%20%C3%A0%20l%E2%80%99interruption%20volontaire%20de%20grossesse%20est%20garantie">Tageblatt</a>“ bewertet diesen zweiten Durchgang in einem Bericht jedoch als „reine Formalität“.</p>
<p>Mit dem Votum vollzieht das historisch katholisch geprägte Großherzogtum einen weiteren Schritt in der Säkularisierung seiner Rechtsordnung. Nach Angaben der Behörden wurden im Jahr 2023 in Luxemburg 713 Abtreibungen durchgeführt. Gleichzeitig zählt das Land mit einer Fertilitätsrate von 1,25 Kindern pro Frau zu den Staaten mit der niedrigsten Geburtenrate in Europa.</p>
<p>Hinter der Gesetzesinitiative steht ein Vorschlag des Abgeordneten Marc Baum von der Partei „Déi Lénk“ aus dem Jahr 2024. Nach politischen Debatten einigten sich die Mehrheitsparteien auf einen Kompromiss bei der Formulierung.</p>
<p>Auf Drängen der Christlich-Sozialen Volkspartei (CSV) unter Premierminister Luc Frieden wurde der Begriff „Recht“ durch „Freiheit“ ersetzt. Dies soll verhindern, dass aus dem Verfassungstext eine staatliche Pflicht zur vorgeburtlichen Kindstötung abgeleitet werden kann.</p>
<p>Bereits im Sommer 2025 hatte der Staatsrat, ein Kontrollorgan der luxemburgischen Gesetzgebung, das Vorhaben einstimmig gebilligt, wie <a href="https://de.catholicnewsagency.com/news/21463/luxemburg-kardinal-hollerich-warnt-vor-recht-auf-abtreibung-in-verfassung">CNA Deutsch berichtete</a>.</p>
<p>Bei der Abstimmung am Dienstag votierten 48 der 56 anwesenden Abgeordneten für die Änderung. Sechs Parlamentarier der Alternativen Demokratischen Reformpartei (ADR) stimmten dagegen, zwei Abgeordnete enthielten sich. Damit wurde die erforderliche Zweidrittelmehrheit deutlich übertroffen.</p>
<p>21 Abgeordnete gehören der Christlich-Sozialen Volkspartei an. Bei einem Parlament mit 60 Sitzen hätten die Fraktion eine Verfassungsänderung, die eine Zweidrittelmehrheit braucht, blockieren können.</p>
<p>Der beschlossene französische Verfassungstext lautet: „La liberté d'avoir recours à l'interruption volontaire de grossesse est garantie. La loi détermine les conditions dans lesquelles s'exerce cette liberté“ (Auf Deutsch: „Die Freiheit, eine Abtreibung vornehmen zu lassen, ist garantiert. Das Gesetz legt die Bedingungen fest, unter denen diese Freiheit ausgeübt werden kann“).</p>
<p>Aktuell ist eine Abtreibung in Luxemburg bis zur zwölften Woche legal. Im Juli 2025 hatte das Parlament die bis dahin verpflichtende dreitägige Bedenkzeit sowie eine vorgeschriebene Beratung vor der vorgeburtlichen Kindstötung abgeschafft.</p>
<p>Spätere Abtreibungen sind laut Gesetz nur erlaubt, wenn eine tödliche Anomalie beim ungeborenen Kind diagnostiziert wird. Ein Antrag, die generelle Frist auf 14 Wochen zu verlängern, fand in der aktuellen Parlamentsdebatte keine Mehrheit.</p>
<p>Die katholische Kirche des Landes kritisierte die Entscheidung scharf. Kardinal Jean-Claude Hollerich SJ aus Luxemburg hatte im Vorfeld eindringlich vor der Verfassungsänderung gewarnt.</p>
<p>In einem Interview mit „RTL Radio“ sagte er, eine mögliche Verankerung von Abtreibung in der Verfassung wäre „ein trauriger Tag in der Luxemburger Geschichte“. Er äußerte die Befürchtung, dies könne Menschen „ins rechte und extreme Lager“ treiben.</p>
<p>Der Kardinal argumentierte, eine Verfassungsverankerung komme einer „Zwangsmeinung“ gleich. Diese werde der Bevölkerung „aufgestülpt“. Hollerich warnte: „Wenn man nicht mehr frei ist, sich zu äußern, […] dann haben wir eine liberale Demokratie, die die Züge eines totalitären Systems angenommen hat.“</p>]]>
        </description>
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          <![CDATA[<p>Luxemburgs Abgeordnetenkammer hat am Dienstag mit großer Mehrheit dafür gestimmt, die „Freiheit zur Abtreibung“ in der Verfassung des Großherzogtums zu verankern. Damit würde Luxemburg nach Frankreich das zweite Land weltweit, das diesen Schritt auf Verfassungsebene vollzieht.</p>
<p>Da es sich um eine Verfassungsänderung handelt, schreibt das luxemburgische Recht zwingend ein zweites Votum vor. Diese Abstimmung muss innerhalb von drei Monaten stattfinden. Die luxemburgische Zeitung „<a href="https://www.tageblatt.lu/Nachrichten/Freiheit-auf-Schwangerschaftsabbruch-steht-vor-entscheidender-Abstimmung-25547.html#:~:text=La%20libert%C3%A9%20d%E2%80%99avoir%20recours%20%C3%A0%20l%E2%80%99interruption%20volontaire%20de%20grossesse%20est%20garantie">Tageblatt</a>“ bewertet diesen zweiten Durchgang in einem Bericht jedoch als „reine Formalität“.</p>
<p>Mit dem Votum vollzieht das historisch katholisch geprägte Großherzogtum einen weiteren Schritt in der Säkularisierung seiner Rechtsordnung. Nach Angaben der Behörden wurden im Jahr 2023 in Luxemburg 713 Abtreibungen durchgeführt. Gleichzeitig zählt das Land mit einer Fertilitätsrate von 1,25 Kindern pro Frau zu den Staaten mit der niedrigsten Geburtenrate in Europa.</p>
<p>Hinter der Gesetzesinitiative steht ein Vorschlag des Abgeordneten Marc Baum von der Partei „Déi Lénk“ aus dem Jahr 2024. Nach politischen Debatten einigten sich die Mehrheitsparteien auf einen Kompromiss bei der Formulierung.</p>
<p>Auf Drängen der Christlich-Sozialen Volkspartei (CSV) unter Premierminister Luc Frieden wurde der Begriff „Recht“ durch „Freiheit“ ersetzt. Dies soll verhindern, dass aus dem Verfassungstext eine staatliche Pflicht zur vorgeburtlichen Kindstötung abgeleitet werden kann.</p>
<p>Bereits im Sommer 2025 hatte der Staatsrat, ein Kontrollorgan der luxemburgischen Gesetzgebung, das Vorhaben einstimmig gebilligt, wie <a href="https://de.catholicnewsagency.com/news/21463/luxemburg-kardinal-hollerich-warnt-vor-recht-auf-abtreibung-in-verfassung">CNA Deutsch berichtete</a>.</p>
<p>Bei der Abstimmung am Dienstag votierten 48 der 56 anwesenden Abgeordneten für die Änderung. Sechs Parlamentarier der Alternativen Demokratischen Reformpartei (ADR) stimmten dagegen, zwei Abgeordnete enthielten sich. Damit wurde die erforderliche Zweidrittelmehrheit deutlich übertroffen.</p>
<p>21 Abgeordnete gehören der Christlich-Sozialen Volkspartei an. Bei einem Parlament mit 60 Sitzen hätten die Fraktion eine Verfassungsänderung, die eine Zweidrittelmehrheit braucht, blockieren können.</p>
<p>Der beschlossene französische Verfassungstext lautet: „La liberté d'avoir recours à l'interruption volontaire de grossesse est garantie. La loi détermine les conditions dans lesquelles s'exerce cette liberté“ (Auf Deutsch: „Die Freiheit, eine Abtreibung vornehmen zu lassen, ist garantiert. Das Gesetz legt die Bedingungen fest, unter denen diese Freiheit ausgeübt werden kann“).</p>
<p>Aktuell ist eine Abtreibung in Luxemburg bis zur zwölften Woche legal. Im Juli 2025 hatte das Parlament die bis dahin verpflichtende dreitägige Bedenkzeit sowie eine vorgeschriebene Beratung vor der vorgeburtlichen Kindstötung abgeschafft.</p>
<p>Spätere Abtreibungen sind laut Gesetz nur erlaubt, wenn eine tödliche Anomalie beim ungeborenen Kind diagnostiziert wird. Ein Antrag, die generelle Frist auf 14 Wochen zu verlängern, fand in der aktuellen Parlamentsdebatte keine Mehrheit.</p>
<p>Die katholische Kirche des Landes kritisierte die Entscheidung scharf. Kardinal Jean-Claude Hollerich SJ aus Luxemburg hatte im Vorfeld eindringlich vor der Verfassungsänderung gewarnt.</p>
<p>In einem Interview mit „RTL Radio“ sagte er, eine mögliche Verankerung von Abtreibung in der Verfassung wäre „ein trauriger Tag in der Luxemburger Geschichte“. Er äußerte die Befürchtung, dies könne Menschen „ins rechte und extreme Lager“ treiben.</p>
<p>Der Kardinal argumentierte, eine Verfassungsverankerung komme einer „Zwangsmeinung“ gleich. Diese werde der Bevölkerung „aufgestülpt“. Hollerich warnte: „Wenn man nicht mehr frei ist, sich zu äußern, […] dann haben wir eine liberale Demokratie, die die Züge eines totalitären Systems angenommen hat.“</p>]]>
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                  <category>Luxemburg</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Europa</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[Alexander Folz ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Fri, 06 Mar 2026 15:00:00 +0100</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>60 Jahre Bistum Nouakchott: Kirche in Mauretanien leistet „Sisyphos-Arbeit“</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/23537/60-jahre-bistum-nouakchott-kirche-in-mauretanien-leistet-sisyphos-arbeit</link>
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          <![CDATA[<p>Die Diözese Nouakchott, die einzige katholische Diözese im westafrikanischen Mauretanien, hat Ende vergangenen Jahres ihr 60-jähriges Bestehen gefeiert. In einem Land, das stark von Migration geprägt ist und in dem Christen nur eine sehr kleine Minderheit bilden, beschreibt Bischof Victor Ndione seine Aufgabe im Gespräch mit dem päpstlichen Hilfswerk „Kirche in Not“ (ACN): „Ich vergleiche mich mit Sisyphos. Ich beginne immer wieder von Neuem: Ausbildung von Gemeindeleitern, Katecheten, Lehrern – im Wissen, dass sie vielleicht in sechs Monaten nicht mehr da sind.“</p>
<p>Die Diözese Nouakchott wurde im Dezember 1965 errichtet. Von 1995 bis 2024 wurde sie vom deutschen Afrikamissionar und gebürtigen Münsterländer Martin Happe geleitet. Heute zählt die Diözese rund 6000 Gläubige – ausschließlich Ausländer, vor allem aus Senegal, Gambia, Mali und Guinea-Bissau. Die Zahl der Christen in Mauretanien liegt bei weniger als ein Prozent der Gesamtbevölkerung; der Islam ist Staatsreligion.</p><p>
<strong><strong>Zwischen Anerkennung und importiertem Islamismus</strong></strong>
</p>

<p>Dank ihrer sozialen und karitativen Aktivitäten genieße die katholische Kirche das Wohlwollen der mauretanischen Behörden und der Bevölkerung, sagte der Bischof. Seit 2016 bestehen diplomatische Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und Mauretanien. Ein Verfahren zur formellen staatlichen Anerkennung der Kirche ist eingeleitet und soll bald abgeschlossen werden, hofft Ndione.</p>
<p>Muslime in Mauretanien seien „traditionell gemäßigt“, betonte er: „Allerdings beobachten wir das Anwachsen eines salafistischen Islam, der zunehmend Fuß fasst und weder der katholischen Kirche noch gemäßigten Muslimen gegenüber wohlgesinnt ist.“</p><p>
<strong><strong>Kirche in einem Land des Aufbruchs – und Abschieds</strong></strong>
</p>

<p>Mauretanien ist für viele Menschen aus Subsahara-Afrika eine Zwischenstation auf dem Weg nach Europa. Immer wieder kommt es zu tödlichen Unglücken unter Migranten, berichtete der Bischof.  </p>
<p>Die ständige Bewegung prägt auch das kirchliche Leben. Viele Gläubige bleiben nur kurze Zeit im Land. Gemeinden wachsen – und schrumpfen wieder. Auch die Seelsorger sind fast ausschließlich Ausländer: Von 13 Priestern gehören nur zwei dem Diözesanklerus an, alle Ordensschwestern stammen ebenfalls aus dem Ausland. Kürzlich habe sich zudem eine Ordensgemeinschaft aus der Diözese zurückgezogen. „Das ist eine echte Sorge“, sagt Ndione.</p>
<p>In diesem Umfeld versteht sich die Kirche als Ansprechpartnerin für Menschen in schwierigen Lebenslagen. Sie unterstützt Migranten ebenso wie Einheimische – unabhängig von Herkunft oder Religion. Im Mittelpunkt stehen praktische Hilfen: Lebensmittel, medizinische Versorgung, Bildungsangebote und Unterkünfte.</p>
<p>Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf beruflicher Qualifizierung. In der Hauptstadt Nouakchott betreibt die Kirche ein Ausbildungszentrum. Andernorts werden Kurse für Bäcker-, Schreiner- und Elektrohandwerk angeboten. Damit sollen Perspektiven vor Ort geschaffen werden, betonte der Bischof.</p><p>
<strong><strong>Unterstützung durch die Weltkirche</strong></strong>
</p>

<p>Da die Kirche in Mauretanien bislang nicht als juristische Person anerkannt ist, hat sie keine Einnahmemöglichkeiten; die wenigen Gläubigen, selbst bitterarm, können nichts zur Arbeit der Kirche beitragen.</p>
<p>Eine wichtige Stütze sind daher Messstipendien und Projektförderungen von „Kirche in Not“. Durch das Hilfswerk konnte unter anderem ein Pastoralzentrum in Nouakchott gebaut werden, das Platz für 200 Personen bietet. Dort finden Jugendtreffen, Ehevorbereitungskurse und geistliche Angebote statt – die Wirkung für die kleine christliche Gemeinschaft Mauretaniens sei groß, betonte Bischof Ndione: „Die Solidarität der Weltkirche und die Unterstützung von Organisationen wie ‚Kirche in Not‘ sind wie Balsam und frischer Wind für uns.“</p>]]>
        </description>
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          <![CDATA[<p>Die Diözese Nouakchott, die einzige katholische Diözese im westafrikanischen Mauretanien, hat Ende vergangenen Jahres ihr 60-jähriges Bestehen gefeiert. In einem Land, das stark von Migration geprägt ist und in dem Christen nur eine sehr kleine Minderheit bilden, beschreibt Bischof Victor Ndione seine Aufgabe im Gespräch mit dem päpstlichen Hilfswerk „Kirche in Not“ (ACN): „Ich vergleiche mich mit Sisyphos. Ich beginne immer wieder von Neuem: Ausbildung von Gemeindeleitern, Katecheten, Lehrern – im Wissen, dass sie vielleicht in sechs Monaten nicht mehr da sind.“</p>
<p>Die Diözese Nouakchott wurde im Dezember 1965 errichtet. Von 1995 bis 2024 wurde sie vom deutschen Afrikamissionar und gebürtigen Münsterländer Martin Happe geleitet. Heute zählt die Diözese rund 6000 Gläubige – ausschließlich Ausländer, vor allem aus Senegal, Gambia, Mali und Guinea-Bissau. Die Zahl der Christen in Mauretanien liegt bei weniger als ein Prozent der Gesamtbevölkerung; der Islam ist Staatsreligion.</p><p>
<strong><strong>Zwischen Anerkennung und importiertem Islamismus</strong></strong>
</p>

<p>Dank ihrer sozialen und karitativen Aktivitäten genieße die katholische Kirche das Wohlwollen der mauretanischen Behörden und der Bevölkerung, sagte der Bischof. Seit 2016 bestehen diplomatische Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und Mauretanien. Ein Verfahren zur formellen staatlichen Anerkennung der Kirche ist eingeleitet und soll bald abgeschlossen werden, hofft Ndione.</p>
<p>Muslime in Mauretanien seien „traditionell gemäßigt“, betonte er: „Allerdings beobachten wir das Anwachsen eines salafistischen Islam, der zunehmend Fuß fasst und weder der katholischen Kirche noch gemäßigten Muslimen gegenüber wohlgesinnt ist.“</p><p>
<strong><strong>Kirche in einem Land des Aufbruchs – und Abschieds</strong></strong>
</p>

<p>Mauretanien ist für viele Menschen aus Subsahara-Afrika eine Zwischenstation auf dem Weg nach Europa. Immer wieder kommt es zu tödlichen Unglücken unter Migranten, berichtete der Bischof.  </p>
<p>Die ständige Bewegung prägt auch das kirchliche Leben. Viele Gläubige bleiben nur kurze Zeit im Land. Gemeinden wachsen – und schrumpfen wieder. Auch die Seelsorger sind fast ausschließlich Ausländer: Von 13 Priestern gehören nur zwei dem Diözesanklerus an, alle Ordensschwestern stammen ebenfalls aus dem Ausland. Kürzlich habe sich zudem eine Ordensgemeinschaft aus der Diözese zurückgezogen. „Das ist eine echte Sorge“, sagt Ndione.</p>
<p>In diesem Umfeld versteht sich die Kirche als Ansprechpartnerin für Menschen in schwierigen Lebenslagen. Sie unterstützt Migranten ebenso wie Einheimische – unabhängig von Herkunft oder Religion. Im Mittelpunkt stehen praktische Hilfen: Lebensmittel, medizinische Versorgung, Bildungsangebote und Unterkünfte.</p>
<p>Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf beruflicher Qualifizierung. In der Hauptstadt Nouakchott betreibt die Kirche ein Ausbildungszentrum. Andernorts werden Kurse für Bäcker-, Schreiner- und Elektrohandwerk angeboten. Damit sollen Perspektiven vor Ort geschaffen werden, betonte der Bischof.</p><p>
<strong><strong>Unterstützung durch die Weltkirche</strong></strong>
</p>

<p>Da die Kirche in Mauretanien bislang nicht als juristische Person anerkannt ist, hat sie keine Einnahmemöglichkeiten; die wenigen Gläubigen, selbst bitterarm, können nichts zur Arbeit der Kirche beitragen.</p>
<p>Eine wichtige Stütze sind daher Messstipendien und Projektförderungen von „Kirche in Not“. Durch das Hilfswerk konnte unter anderem ein Pastoralzentrum in Nouakchott gebaut werden, das Platz für 200 Personen bietet. Dort finden Jugendtreffen, Ehevorbereitungskurse und geistliche Angebote statt – die Wirkung für die kleine christliche Gemeinschaft Mauretaniens sei groß, betonte Bischof Ndione: „Die Solidarität der Weltkirche und die Unterstützung von Organisationen wie ‚Kirche in Not‘ sind wie Balsam und frischer Wind für uns.“</p>]]>
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                  <category>Deutschland</category>
                          <category>München</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[Kirche in Not ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Fri, 06 Mar 2026 14:15:00 +0100</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Fastenpredigten im Vatikan drehen sich 2026 um den heiligen Franziskus</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/23535/fastenpredigten-im-vatikan-drehen-sich-2026-um-den-heiligen-franziskus</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Der Vatikan hat das Thema der Fastenpredigten bekanntgegeben, die während der vorösterlichen Bußzeit in diesem Jahr jeweils freitags in der vatikanischen Audienzhalle gehalten werden. Der Prediger des Päpstlichen Hauses – der Franziskanerpater Roberto Pasolini – ist traditionell für die Fastenpredigten verantwortlich.</p>
<p>Das Thema der Predigten, an denen der Papst regelmäßig teilnimmt, lautet „Wenn also jemand in Christus ist, dann ist er eine neue Schöpfung (2 Kor 5,17). Die Bekehrung zum Evangelium gemäß dem heiligen Franziskus“. Es fügt sich ein in den Rahmen des 800. Todestages des Gründers der Franziskaner.</p>
<p>In Erinnerung an dieses Jubiläum schrieb der Priester, dass „die Erfahrung des Poverello von Assisi nach wie vor ein leuchtendes Zeugnis einer neuen Menschheit ist, die aus der Begegnung mit Christus hervorgegangen ist“.</p>
<p>Pasolini betonte, dass der „evangelische Weg“ des heiligen Franz von Assisi „zur vollkommenen Freude führt, die in Prüfungen und Leiden gereift ist“, so dass er den Tod „wie eine Schwester ohne Furcht und Scham annimmt und sein ganzes Leben der Treue Gottes anvertraut“, wie <em>Vatican News</em> berichtete.</p>
<p>Demnach sprach der Franziskaner am Freitagmorgen zunächst über das Thema „Bekehrung: Dem Herrn Jesus auf dem Weg der Demut folgen“. Am nächsten Freitag, dem 13. März, steht die Predigt unter dem Motto „Brüderlichkeit. Die Gnade und Verantwortung der brüderlichen Gemeinschaft“.</p>
<p>Die letzten beiden Fastenpredigten, am 20. und 27. März, haben die Titel „Mission. Das Evangelium allen Geschöpfen verkünden“ sowie „Die Freiheit der Kinder Gottes: Vollkommene Freude und der Tod als Schwester“.</p>
<p><em>Übersetzt und redigiert aus dem Original von <a href="https://www.aciprensa.com/noticias/122767/vaticano-la-conversion-segun-san-francisco-es-el-tema-de-las-predicas-de-los-viernes-de-cuaresma-2026">ACI Prensa</a>, der spanischsprachigen Partneragentur von CNA Deutsch.</em></p>]]>
        </description>
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          <![CDATA[<p>Der Vatikan hat das Thema der Fastenpredigten bekanntgegeben, die während der vorösterlichen Bußzeit in diesem Jahr jeweils freitags in der vatikanischen Audienzhalle gehalten werden. Der Prediger des Päpstlichen Hauses – der Franziskanerpater Roberto Pasolini – ist traditionell für die Fastenpredigten verantwortlich.</p>
<p>Das Thema der Predigten, an denen der Papst regelmäßig teilnimmt, lautet „Wenn also jemand in Christus ist, dann ist er eine neue Schöpfung (2 Kor 5,17). Die Bekehrung zum Evangelium gemäß dem heiligen Franziskus“. Es fügt sich ein in den Rahmen des 800. Todestages des Gründers der Franziskaner.</p>
<p>In Erinnerung an dieses Jubiläum schrieb der Priester, dass „die Erfahrung des Poverello von Assisi nach wie vor ein leuchtendes Zeugnis einer neuen Menschheit ist, die aus der Begegnung mit Christus hervorgegangen ist“.</p>
<p>Pasolini betonte, dass der „evangelische Weg“ des heiligen Franz von Assisi „zur vollkommenen Freude führt, die in Prüfungen und Leiden gereift ist“, so dass er den Tod „wie eine Schwester ohne Furcht und Scham annimmt und sein ganzes Leben der Treue Gottes anvertraut“, wie <em>Vatican News</em> berichtete.</p>
<p>Demnach sprach der Franziskaner am Freitagmorgen zunächst über das Thema „Bekehrung: Dem Herrn Jesus auf dem Weg der Demut folgen“. Am nächsten Freitag, dem 13. März, steht die Predigt unter dem Motto „Brüderlichkeit. Die Gnade und Verantwortung der brüderlichen Gemeinschaft“.</p>
<p>Die letzten beiden Fastenpredigten, am 20. und 27. März, haben die Titel „Mission. Das Evangelium allen Geschöpfen verkünden“ sowie „Die Freiheit der Kinder Gottes: Vollkommene Freude und der Tod als Schwester“.</p>
<p><em>Übersetzt und redigiert aus dem Original von <a href="https://www.aciprensa.com/noticias/122767/vaticano-la-conversion-segun-san-francisco-es-el-tema-de-las-predicas-de-los-viernes-de-cuaresma-2026">ACI Prensa</a>, der spanischsprachigen Partneragentur von CNA Deutsch.</em></p>]]>
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                  <category>Vatikanstadt</category>
                                  <category>Vatikan</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[Walter Sánchez Silva ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Fri, 06 Mar 2026 13:00:00 +0100</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Dogmatiker Hoping: Deutsche Bischöfe setzen auf „normierende Kraft des Faktischen“</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/23533/dogmatiker-hoping-deutsche-bischofe-setzen-auf-normierende-kraft-des-faktischen</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Der Freiburger Dogmatiker Helmut Hoping hat erklärt, eine Mehrheit der deutschen Bischöfe setze bei Vorstößen wie nun der Predigt durch Laien bei Messfeiern „auf die normierende Kraft des Faktischen“.</p>
<p>„Diese Strategie scheint man auch bei Segensfeiern für gleichgeschlechtliche Paare zu verfolgen, obschon solche Segensfeiern durch die Erklärung <em>Fiducia Supplicans</em> (2023) des Dikasteriums für die Glaubenslehre ausdrücklich untersagt sind, was Kardinal Fernández, Präfekt des Dikasteriums, mehrfach deutlich gemacht hat“, sagte Hoping der katholischen Wochenzeitung „<a href="https://www.die-tagespost.de/kirche/aktuell/laienpredigt-kirchenpolitisch-motiviert-art-272678">Die Tagespost</a>“.</p>
<p>Tatsächlich hieß es <a href="https://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_ddf_doc_20231218_fiducia-supplicans_ge.html">in dem Dokument von 2023</a>, das zahlreiche Bischöfe – <a href="https://www.die-tagespost.de/kirche/weltkirche/afrikanische-bischoefe-segnungen-fuer-homosexuelle-nicht-umsetzbar-art-246848">darunter faktisch der gesamte afrikanische Episkopat</a> – abgelehnt hatten, unter der Überschrift „Segnungen von Paaren in irregulären Situationen und gleichgeschlechtlichen Paaren“: „In dem hier umrissenen Horizont liegt die Möglichkeit der Segnung von Paaren in irregulären Situationen und von gleichgeschlechtlichen Paaren, deren Form von den kirchlichen Autoritäten nicht rituell festgelegt werden darf, um keine Verwechslung mit dem dem Ehesakrament eigenen Segen hervorzurufen. In diesen Fällen wird ein Segen gespendet, der nicht nur einen aufsteigenden Wert hat, sondern auch die Anrufung eines herabsteigenden Segens von Gott selbst für diejenigen ist, die sich als mittellos und seiner Hilfe bedürftig erkennen und nicht die Legitimation ihres eigenen <em>Status</em> beanspruchen, sondern darum bitten, dass alles, was in ihrem Leben und ihren Beziehungen wahr, gut und menschlich gültig ist, durch die Gegenwart des Heiligen Geistes bereichert, geheilt und erhöht wird.“</p>
<p>Gegenüber der Tagespost legte Hoping unter Verweis auf zahlreiche kirchliche Dokumente der letzten 50 Jahre dar, warum die Predigt durch Laien bei Messfeiern nicht möglich ist. „Offiziell eingeführt wurde die Laienpredigt in der Messfeier in keinem deutschen Bistum“, hielt der Dogmatiker vor diesem Hintergrund ausdrücklich fest. Aber: „Wenn Bischöfe diese dennoch dulden oder gar erlauben, wirft dies einige Fragen hinsichtlich ihres Rechtsverständnisses auf.“</p>
<p>Auf die Frage, ob sich denn die Gläubigen überhaupt Laien als Prediger wünschen, sagte Hoping, ihm sei „keine repräsentative Umfrage dazu“ bekannt, „wie viele der gottesdienstlich praktizierenden Katholiken sich Predigten von Laien bei der Messfeier wünschen“.</p>
<p>„Wenn nun der Heilige Stuhl darum gebeten werden soll, die Laienpredigt in der Feier der Messe durch ein Indult für die katholische Kirche in Deutschland zu erlauben, so scheint mir das kirchenpolitisch motiviert zu sein“, betonte er. „Nachdem man mit den zentralen Forderungen der Agenda des Synodalen Weges nicht durchgedrungen ist, will man am Ende wohl nicht mit leeren Händen dastehen.“</p>
<p>Ende Februar hatte die Deutsche Bischofskonferenz (DBK), vertreten durch ihren neuen Vorsitzenden Bischof Heiner Wilmer SCJ, angekündigt, in Rom formal um die Zulassung der Predigt durch Laien innerhalb der Messe zu bitten. Auch wenn diese Praxis in Deutschland an manchen Orten existiert, ist sie eigentlich untersagt.</p>
<p>„Die Synodalversammlung 2023 hatte mit großer Mehrheit insgesamt und auch von uns Bischöfen im Handlungstext <em>Verkündigung des Evangeliums durch beauftragte Getaufte und Gefirmte in Wort und Sakrament</em> beschlossen, dass die deutschen Bischöfe beim Heiligen Stuhl eine Erlaubnis dafür beantragen, dass auch in Eucharistiefeiern nicht nur Priester, sondern auch andere geistlich qualifizierte Männer und Frauen, die vom Bischof beauftragt sind, predigen dürfen“, erinnerte Wilmer in seinem Pressebericht am Ende der Frühjahrs-Vollversammlung der deutschen Bischöfe in Würzburg.</p>
<p>„Wir haben dies jetzt aufgenommen, ausführlich beraten und in dieser Vollversammlung das Ziel des Handlungstextes umgesetzt, indem eine Ordnung des Predigtdienstes beschlossen wurde, die dies ermöglichen soll“, fügte er hinzu. „Für diese Ordnung wollen wir nun in Rom um Zustimmung bitten. Wir haben vereinbart, dass ich dies bei meinem nächsten Besuch in Rom mitnehmen und auch noch einmal vor Ort im Gespräch erläutern und dafür werben werde.“</p>
<p>Kardinal Arthur Roche, der Präfekt des Dikasteriums für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, hatte sich Ende März 2023 – rund <a href="https://www.synodalerweg.de/fileadmin/Synodalerweg/Dokumente_Reden_Beitraege/beschluesse-broschueren/SW12-Handlungstext_Verkuendigung_des_Evangeliums_durch_beauftragte_Getaufte_NEU.pdf">zwei Wochen nach dem Beschluss des Handlungstextes</a> durch den Synodalen Weg – in einem <a href="https://www.synodale-beitraege.de/de/veto-zu-predigt-und-taufspendung-durch-laien">Schreiben</a> an den damaligen Vorsitzenden der DBK gewandt, Bischof Georg Bätzing. Er hielt fest: „Dies ist kein Ausschluss der Laien und natürlich auch keine Leugnung des Rechts und der Pflicht eines jeden Getauften, ob Mann oder Frau, das Evangelium zu verkünden, sondern vielmehr eine Bestätigung der Besonderheit dieser Form der Verkündigung, die die Homilie ist (vgl. CIC can. 767 § 1).“</p>
<p>In der Instruktion <em><a href="https://www.vatican.va/roman_curia/congregations/ccdds/documents/rc_con_ccdds_doc_20040423_redemptionis-sacramentum_ge.html#Kapitel%20IV">Redemptionis sacramentum</a></em> hatte die vatikanische Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung im Jahr 2004 bereits eindeutig klargestellt: „Die Homilie, die während der Feier der heiligen Messe gehalten wird und Teil der Liturgie selbst ist, ‚wird in der Regel vom zelebrierenden Priester gehalten oder von ihm einem konzelebrierenden Priester oder manchmal, wenn dies angebracht erscheint, auch einem Diakon übertragen, niemals aber einem Laien. In besonderen Fällen kann die Homilie aus einem gerechten Grund auch von einem Bischof oder einem Priester gehalten werden, der an der Feier teilnimmt, ohne konzelebrieren zu können.‘“</p>
<p>„Es muß daran erinnert werden, daß jedwede frühere Norm, die nichtgeweihten Gläubigen die Homilie innerhalb der Meßfeier gestattet hatte, aufgrund der Vorschrift von can. 767 § 1 als aufgehoben anzusehen ist“, hieß es dort außerdem. „Diese Praxis ist verworfen und kann deshalb nicht aufgrund irgendeiner Gewohnheit gestattet werden.“</p>
<p>Schließlich gelte: „Das Verbot der Zulassung von Laien zur Predigt innerhalb der Meßfeier gilt auch für die Alumnen der Seminare, für Studenten der theologischen Disziplinen und für jene, die als sogenannte ‚Pastoralassistenten‘ eingesetzt sind, sowie für jedwede Art, Gruppe, Gemeinschaft oder Vereinigung von Laien.“</p>
<p>Kardinal Roche vertiefte in seinem Schreiben im Jahr 2023 das Nein der Kirche zur Laien-Predigt: „Ich halte es für unzulässig, dass im Bewusstsein der christlichen Gemeinde Missverständnisse über die Gestalt und Identität des Priesters entstehen, der als Einziger kraft des Sakraments ‚in persona Christi capitis‘ handeln kann. Der geweihte Amtsträger vertritt sakramental Christus, das Haupt, kraft der ‚sacra potestas‘, die ihm bei der Weihe verliehen wurde, d. h. kraft der Fähigkeit, die ihm durch die besondere Beziehung zum Heiligen Geist aufgrund der Weihe verliehen wurde.“</p>
<p>„Es geht nicht darum, Ungleichheiten zwischen den Getauften zu schaffen, sondern anzuerkennen, dass es Unterscheidungen gibt, die vom Geist gemacht werden, der verschiedene Charismen hervorbringt, die unterschiedlich sind und sich ergänzen“, so Roche. „Kraft des Weihesakraments ist der geweihte Amtsträger für die Verkündigung des Wortes und die Danksagung über Brot und Wein verantwortlich: Wort und Sakrament sind untrennbare Realitäten, und insofern sie nicht nur formaler Ausdruck der Ausübung der ‚sacra potestas‘ sind, sind sie weder trennbar noch können sie delegiert werden.“</p>
<p>Er fügte hinzu: „Die Exklusivität der homiletischen Rede bei der Feier aller Sakramente ist auf einer sakramentalen Ebene zu verstehen und nicht nur funktional, was unweigerlich dazu führen würde, dass der geweihte Dienst seine Besonderheit verliert: sie ist eine Handlung, die strukturgemäß und untrennbar mit der sakramentalen Handlung verbunden ist, die, immer kraft des Weihesakraments, in der Verantwortung des geweihten Amtsträgers liegt.“</p>
<p>Eine „bessere theologische Vorbereitung oder eine bessere Kommunikationsfähigkeit von Laien (Männern oder Frauen) gegenüber den geweihten Amtsträgern“ könne „nicht als gültiges Kriterium dafür angesehen werden, ihnen die Homilie anzuvertrauen“, schrieb Roche vor etwa drei Jahren.</p>]]>
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          <![CDATA[<p>Der Freiburger Dogmatiker Helmut Hoping hat erklärt, eine Mehrheit der deutschen Bischöfe setze bei Vorstößen wie nun der Predigt durch Laien bei Messfeiern „auf die normierende Kraft des Faktischen“.</p>
<p>„Diese Strategie scheint man auch bei Segensfeiern für gleichgeschlechtliche Paare zu verfolgen, obschon solche Segensfeiern durch die Erklärung <em>Fiducia Supplicans</em> (2023) des Dikasteriums für die Glaubenslehre ausdrücklich untersagt sind, was Kardinal Fernández, Präfekt des Dikasteriums, mehrfach deutlich gemacht hat“, sagte Hoping der katholischen Wochenzeitung „<a href="https://www.die-tagespost.de/kirche/aktuell/laienpredigt-kirchenpolitisch-motiviert-art-272678">Die Tagespost</a>“.</p>
<p>Tatsächlich hieß es <a href="https://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_ddf_doc_20231218_fiducia-supplicans_ge.html">in dem Dokument von 2023</a>, das zahlreiche Bischöfe – <a href="https://www.die-tagespost.de/kirche/weltkirche/afrikanische-bischoefe-segnungen-fuer-homosexuelle-nicht-umsetzbar-art-246848">darunter faktisch der gesamte afrikanische Episkopat</a> – abgelehnt hatten, unter der Überschrift „Segnungen von Paaren in irregulären Situationen und gleichgeschlechtlichen Paaren“: „In dem hier umrissenen Horizont liegt die Möglichkeit der Segnung von Paaren in irregulären Situationen und von gleichgeschlechtlichen Paaren, deren Form von den kirchlichen Autoritäten nicht rituell festgelegt werden darf, um keine Verwechslung mit dem dem Ehesakrament eigenen Segen hervorzurufen. In diesen Fällen wird ein Segen gespendet, der nicht nur einen aufsteigenden Wert hat, sondern auch die Anrufung eines herabsteigenden Segens von Gott selbst für diejenigen ist, die sich als mittellos und seiner Hilfe bedürftig erkennen und nicht die Legitimation ihres eigenen <em>Status</em> beanspruchen, sondern darum bitten, dass alles, was in ihrem Leben und ihren Beziehungen wahr, gut und menschlich gültig ist, durch die Gegenwart des Heiligen Geistes bereichert, geheilt und erhöht wird.“</p>
<p>Gegenüber der Tagespost legte Hoping unter Verweis auf zahlreiche kirchliche Dokumente der letzten 50 Jahre dar, warum die Predigt durch Laien bei Messfeiern nicht möglich ist. „Offiziell eingeführt wurde die Laienpredigt in der Messfeier in keinem deutschen Bistum“, hielt der Dogmatiker vor diesem Hintergrund ausdrücklich fest. Aber: „Wenn Bischöfe diese dennoch dulden oder gar erlauben, wirft dies einige Fragen hinsichtlich ihres Rechtsverständnisses auf.“</p>
<p>Auf die Frage, ob sich denn die Gläubigen überhaupt Laien als Prediger wünschen, sagte Hoping, ihm sei „keine repräsentative Umfrage dazu“ bekannt, „wie viele der gottesdienstlich praktizierenden Katholiken sich Predigten von Laien bei der Messfeier wünschen“.</p>
<p>„Wenn nun der Heilige Stuhl darum gebeten werden soll, die Laienpredigt in der Feier der Messe durch ein Indult für die katholische Kirche in Deutschland zu erlauben, so scheint mir das kirchenpolitisch motiviert zu sein“, betonte er. „Nachdem man mit den zentralen Forderungen der Agenda des Synodalen Weges nicht durchgedrungen ist, will man am Ende wohl nicht mit leeren Händen dastehen.“</p>
<p>Ende Februar hatte die Deutsche Bischofskonferenz (DBK), vertreten durch ihren neuen Vorsitzenden Bischof Heiner Wilmer SCJ, angekündigt, in Rom formal um die Zulassung der Predigt durch Laien innerhalb der Messe zu bitten. Auch wenn diese Praxis in Deutschland an manchen Orten existiert, ist sie eigentlich untersagt.</p>
<p>„Die Synodalversammlung 2023 hatte mit großer Mehrheit insgesamt und auch von uns Bischöfen im Handlungstext <em>Verkündigung des Evangeliums durch beauftragte Getaufte und Gefirmte in Wort und Sakrament</em> beschlossen, dass die deutschen Bischöfe beim Heiligen Stuhl eine Erlaubnis dafür beantragen, dass auch in Eucharistiefeiern nicht nur Priester, sondern auch andere geistlich qualifizierte Männer und Frauen, die vom Bischof beauftragt sind, predigen dürfen“, erinnerte Wilmer in seinem Pressebericht am Ende der Frühjahrs-Vollversammlung der deutschen Bischöfe in Würzburg.</p>
<p>„Wir haben dies jetzt aufgenommen, ausführlich beraten und in dieser Vollversammlung das Ziel des Handlungstextes umgesetzt, indem eine Ordnung des Predigtdienstes beschlossen wurde, die dies ermöglichen soll“, fügte er hinzu. „Für diese Ordnung wollen wir nun in Rom um Zustimmung bitten. Wir haben vereinbart, dass ich dies bei meinem nächsten Besuch in Rom mitnehmen und auch noch einmal vor Ort im Gespräch erläutern und dafür werben werde.“</p>
<p>Kardinal Arthur Roche, der Präfekt des Dikasteriums für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, hatte sich Ende März 2023 – rund <a href="https://www.synodalerweg.de/fileadmin/Synodalerweg/Dokumente_Reden_Beitraege/beschluesse-broschueren/SW12-Handlungstext_Verkuendigung_des_Evangeliums_durch_beauftragte_Getaufte_NEU.pdf">zwei Wochen nach dem Beschluss des Handlungstextes</a> durch den Synodalen Weg – in einem <a href="https://www.synodale-beitraege.de/de/veto-zu-predigt-und-taufspendung-durch-laien">Schreiben</a> an den damaligen Vorsitzenden der DBK gewandt, Bischof Georg Bätzing. Er hielt fest: „Dies ist kein Ausschluss der Laien und natürlich auch keine Leugnung des Rechts und der Pflicht eines jeden Getauften, ob Mann oder Frau, das Evangelium zu verkünden, sondern vielmehr eine Bestätigung der Besonderheit dieser Form der Verkündigung, die die Homilie ist (vgl. CIC can. 767 § 1).“</p>
<p>In der Instruktion <em><a href="https://www.vatican.va/roman_curia/congregations/ccdds/documents/rc_con_ccdds_doc_20040423_redemptionis-sacramentum_ge.html#Kapitel%20IV">Redemptionis sacramentum</a></em> hatte die vatikanische Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung im Jahr 2004 bereits eindeutig klargestellt: „Die Homilie, die während der Feier der heiligen Messe gehalten wird und Teil der Liturgie selbst ist, ‚wird in der Regel vom zelebrierenden Priester gehalten oder von ihm einem konzelebrierenden Priester oder manchmal, wenn dies angebracht erscheint, auch einem Diakon übertragen, niemals aber einem Laien. In besonderen Fällen kann die Homilie aus einem gerechten Grund auch von einem Bischof oder einem Priester gehalten werden, der an der Feier teilnimmt, ohne konzelebrieren zu können.‘“</p>
<p>„Es muß daran erinnert werden, daß jedwede frühere Norm, die nichtgeweihten Gläubigen die Homilie innerhalb der Meßfeier gestattet hatte, aufgrund der Vorschrift von can. 767 § 1 als aufgehoben anzusehen ist“, hieß es dort außerdem. „Diese Praxis ist verworfen und kann deshalb nicht aufgrund irgendeiner Gewohnheit gestattet werden.“</p>
<p>Schließlich gelte: „Das Verbot der Zulassung von Laien zur Predigt innerhalb der Meßfeier gilt auch für die Alumnen der Seminare, für Studenten der theologischen Disziplinen und für jene, die als sogenannte ‚Pastoralassistenten‘ eingesetzt sind, sowie für jedwede Art, Gruppe, Gemeinschaft oder Vereinigung von Laien.“</p>
<p>Kardinal Roche vertiefte in seinem Schreiben im Jahr 2023 das Nein der Kirche zur Laien-Predigt: „Ich halte es für unzulässig, dass im Bewusstsein der christlichen Gemeinde Missverständnisse über die Gestalt und Identität des Priesters entstehen, der als Einziger kraft des Sakraments ‚in persona Christi capitis‘ handeln kann. Der geweihte Amtsträger vertritt sakramental Christus, das Haupt, kraft der ‚sacra potestas‘, die ihm bei der Weihe verliehen wurde, d. h. kraft der Fähigkeit, die ihm durch die besondere Beziehung zum Heiligen Geist aufgrund der Weihe verliehen wurde.“</p>
<p>„Es geht nicht darum, Ungleichheiten zwischen den Getauften zu schaffen, sondern anzuerkennen, dass es Unterscheidungen gibt, die vom Geist gemacht werden, der verschiedene Charismen hervorbringt, die unterschiedlich sind und sich ergänzen“, so Roche. „Kraft des Weihesakraments ist der geweihte Amtsträger für die Verkündigung des Wortes und die Danksagung über Brot und Wein verantwortlich: Wort und Sakrament sind untrennbare Realitäten, und insofern sie nicht nur formaler Ausdruck der Ausübung der ‚sacra potestas‘ sind, sind sie weder trennbar noch können sie delegiert werden.“</p>
<p>Er fügte hinzu: „Die Exklusivität der homiletischen Rede bei der Feier aller Sakramente ist auf einer sakramentalen Ebene zu verstehen und nicht nur funktional, was unweigerlich dazu führen würde, dass der geweihte Dienst seine Besonderheit verliert: sie ist eine Handlung, die strukturgemäß und untrennbar mit der sakramentalen Handlung verbunden ist, die, immer kraft des Weihesakraments, in der Verantwortung des geweihten Amtsträgers liegt.“</p>
<p>Eine „bessere theologische Vorbereitung oder eine bessere Kommunikationsfähigkeit von Laien (Männern oder Frauen) gegenüber den geweihten Amtsträgern“ könne „nicht als gültiges Kriterium dafür angesehen werden, ihnen die Homilie anzuvertrauen“, schrieb Roche vor etwa drei Jahren.</p>]]>
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                  <category>Deutschland</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Fri, 06 Mar 2026 11:00:00 +0100</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Österreichischer Bundespräsident Van der Bellen besucht Papst Leo</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/23531/osterreichischer-bundesprasident-van-der-bellen-besucht-papst-leo</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Der österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat am Donnerstag Papst Leo XIV. im Vatikan besucht. Nach der Audienz zeigte sich der Wirtschaftswissenschaftler, der bis zu seiner Kandidatur für das höchste Amt im Staat ein Mitglied der Grünen war, „dankbar“ für „eine Begegnung im Zeichen von Dialog, Respekt und gemeinsamer Verantwortung für das Miteinander und den Frieden in unserer Welt“.</p>
<p>„Die Stimme des Papstes hat großes Gewicht“, betonte Van der Bellen <a href="https://x.com/vanderbellen/status/2029508269245358215">via X</a>. „Sie kann Gegengewicht sein zu Hass und Diskriminierung, zu Krieg und Gewalt. Auch wir alle haben gewichtige Stimmen. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass die Waage sich in Richtung Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit neigt.“</p>
<p><a href="https://press.vatican.va/content/salastampa/it/bollettino/pubblico/2026/03/05/0175/00336.html">Aus dem Vatikan hieß es in einer kurzen Stellungnahme</a>, der österreichische Bundespräsident habe nach seiner Audienz bei Papst Leo auch Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin sowie Erzbischof Paul Richard Gallagher, den Sekretär für die Beziehungen zu den Staaten und internationalen Organisationen, getroffen.</p>
<p>„Im Rahmen der freundschaftlichen Gespräche im Staatssekretariat wurden die guten Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und Österreich gewürdigt und der positive Beitrag der katholischen Kirche zum Wohl der Gesellschaft hervorgehoben“, so das vatikanische Presseamt. „Zudem wurden einige besonders aktuelle Themen wie etwa die Migration und das Verhältnis zwischen den Religionen angesprochen.“</p>
<p>Schließlich sei es auch „um aktuelle internationale Themen“ gegangen, „insbesondere um die Konfliktsituationen, wobei dem Wunsch nach einer stärkeren Rolle der internationalen Gemeinschaft bei der Suche nach friedlichen Lösungen Ausdruck gegeben wurde“.</p>]]>
        </description>
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          <![CDATA[<p>Der österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat am Donnerstag Papst Leo XIV. im Vatikan besucht. Nach der Audienz zeigte sich der Wirtschaftswissenschaftler, der bis zu seiner Kandidatur für das höchste Amt im Staat ein Mitglied der Grünen war, „dankbar“ für „eine Begegnung im Zeichen von Dialog, Respekt und gemeinsamer Verantwortung für das Miteinander und den Frieden in unserer Welt“.</p>
<p>„Die Stimme des Papstes hat großes Gewicht“, betonte Van der Bellen <a href="https://x.com/vanderbellen/status/2029508269245358215">via X</a>. „Sie kann Gegengewicht sein zu Hass und Diskriminierung, zu Krieg und Gewalt. Auch wir alle haben gewichtige Stimmen. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass die Waage sich in Richtung Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit neigt.“</p>
<p><a href="https://press.vatican.va/content/salastampa/it/bollettino/pubblico/2026/03/05/0175/00336.html">Aus dem Vatikan hieß es in einer kurzen Stellungnahme</a>, der österreichische Bundespräsident habe nach seiner Audienz bei Papst Leo auch Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin sowie Erzbischof Paul Richard Gallagher, den Sekretär für die Beziehungen zu den Staaten und internationalen Organisationen, getroffen.</p>
<p>„Im Rahmen der freundschaftlichen Gespräche im Staatssekretariat wurden die guten Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und Österreich gewürdigt und der positive Beitrag der katholischen Kirche zum Wohl der Gesellschaft hervorgehoben“, so das vatikanische Presseamt. „Zudem wurden einige besonders aktuelle Themen wie etwa die Migration und das Verhältnis zwischen den Religionen angesprochen.“</p>
<p>Schließlich sei es auch „um aktuelle internationale Themen“ gegangen, „insbesondere um die Konfliktsituationen, wobei dem Wunsch nach einer stärkeren Rolle der internationalen Gemeinschaft bei der Suche nach friedlichen Lösungen Ausdruck gegeben wurde“.</p>]]>
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                  <category>Vatikanstadt</category>
                                  <category>Vatikan</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Fri, 06 Mar 2026 09:00:00 +0100</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Besuch des Kölner Doms soll bald Geld kosten, weil der Unterhalt teurer wird</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/23529/besuch-des-kolner-doms-soll-bald-geld-kosten-weil-der-unterhalt-teurer-wird</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Der Besuch des weltberühmten Kölner Doms soll – abgesehen von Gottesdiensten und stillem Gebet – bald Geld kosten, weil der Unterhalt teurer wird. Man werde „ab der 2. Jahreshälfte 2026 eine Besichtigungsgebühr für touristische Besucherinnen und Besucher“ einführen, <a href="https://www.koelner-dom.de/aktuelles/metropolitankapitel-stellt-domfinanzierung-auf-neue-grundlage-1">teilte das Metropolitankapitel am Mittwoch mit</a>.</p>
<p>Der Unterhalt des Gebäudes koste in diesem Jahr etwa 16 Millionen Euro, was 44.000 Euro pro Tag entspreche, sagte Dompropst Guido Assmann, der auch Generalvikar der Erzdiözese Köln ist.</p>
<p>Nun aber gilt laut Metropolitankapitel: „Allgemeine Preissteigerungen und gestiegene Personalkosten haben in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass die Kosten für den Unterhalt des Kölner Domes stetig gestiegen sind.“</p>
<p>Rücklagen, „aus denen bisherige Jahresfehlbeträge ausgeglichen werden konnten“, seien nicht mehr vorhanden. „Vor allem die Coronazeit, in der die Turmbesteigung und Schatzkammer des Domes lange geschlossen bleiben mussten und die üblichen Besucherzahlen am Dom ausblieben, habe man diese Rücklagen bemühen müssen, um Einnahmeausfälle zu kompensieren.“</p>
<p>Vor der Entscheidung zur Einführung einer Besichtigungsgebühr habe man „etwa die Eintrittspreise für die Turmbesteigung und die Schatzkammer des Kölner Domes erhöht“, und auch Konzerte seien inzwischen häufig kostenpflichtig.</p>
<p>„In den Morgen- und Abendstunden sei der Dom nur noch über das Nordportal zugänglich, um Aufsichtspersonal einzusparen“, berichtete das Metropolitankapitel unter Berufung auf Assmann. „In der Turmhalle und an den Zugängen zum Chorumgang habe man zusätzliche Opferstöcke aus Plexiglas aufgestellt, um Spenden zu erbitten.“</p>
<p>Unklar ist noch, wie hoch der Eintrittspreis für den Kölner Dom sein wird. Assmann sagte jedenfalls, man gehe davon aus, „dass sich die neue Gebühr nach einer gewissen Eingewöhnungszeit relativ bald etablieren wird“. Man gehe letztlich nur „einen Schritt, der an vielen anderen Kirchen und Kathedralen ähnlicher Prominenz längst üblich ist“.</p>
<p>Der Besuch von Gottesdiensten sowie das Aufsuchen des Doms als Gotteshaus – also zum Gebet oder zur Beichte – wird weiterhin möglich sein. Es ist davon auszugehen, dass zumeist nur ein Teil des Doms für die Gläubigen zugänglich ist, während die anderen Bereiche zahlenden Besuchern vorbehalten bleiben.</p>
<p>Bereits jetzt räumt Dompropst Assmann ein, dass die Besichtigungsgebühr dazu führen könnte, das weniger Menschen den Dom besuchen. Das könne jedoch auch positive Effekte haben, zeigte er sich überzeugt: „Uns erreichen immer wieder Beschwerden von Menschen, die die permanente Geräuschkulisse und den großen Andrang im Dom kritisieren.“ Man gehe davon aus, „dass die neue Besichtigungsgebühr den ‚Tagesbetrieb‘ im Dom deutlich beruhigt und dabei hilft, den Dom wieder stärker als Gotteshaus und sakralen Raum erfahrbar zu machen“.</p>
<p>Der Bau des Kölner Doms begann bereits 1248 im Mittelalter, wurde aber nach langer Bauunterbrechung erst im 19. Jahrhundert als neugotisches architektonisches Kunstwerk vollendet.</p>]]>
        </description>
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          <![CDATA[<p>Der Besuch des weltberühmten Kölner Doms soll – abgesehen von Gottesdiensten und stillem Gebet – bald Geld kosten, weil der Unterhalt teurer wird. Man werde „ab der 2. Jahreshälfte 2026 eine Besichtigungsgebühr für touristische Besucherinnen und Besucher“ einführen, <a href="https://www.koelner-dom.de/aktuelles/metropolitankapitel-stellt-domfinanzierung-auf-neue-grundlage-1">teilte das Metropolitankapitel am Mittwoch mit</a>.</p>
<p>Der Unterhalt des Gebäudes koste in diesem Jahr etwa 16 Millionen Euro, was 44.000 Euro pro Tag entspreche, sagte Dompropst Guido Assmann, der auch Generalvikar der Erzdiözese Köln ist.</p>
<p>Nun aber gilt laut Metropolitankapitel: „Allgemeine Preissteigerungen und gestiegene Personalkosten haben in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass die Kosten für den Unterhalt des Kölner Domes stetig gestiegen sind.“</p>
<p>Rücklagen, „aus denen bisherige Jahresfehlbeträge ausgeglichen werden konnten“, seien nicht mehr vorhanden. „Vor allem die Coronazeit, in der die Turmbesteigung und Schatzkammer des Domes lange geschlossen bleiben mussten und die üblichen Besucherzahlen am Dom ausblieben, habe man diese Rücklagen bemühen müssen, um Einnahmeausfälle zu kompensieren.“</p>
<p>Vor der Entscheidung zur Einführung einer Besichtigungsgebühr habe man „etwa die Eintrittspreise für die Turmbesteigung und die Schatzkammer des Kölner Domes erhöht“, und auch Konzerte seien inzwischen häufig kostenpflichtig.</p>
<p>„In den Morgen- und Abendstunden sei der Dom nur noch über das Nordportal zugänglich, um Aufsichtspersonal einzusparen“, berichtete das Metropolitankapitel unter Berufung auf Assmann. „In der Turmhalle und an den Zugängen zum Chorumgang habe man zusätzliche Opferstöcke aus Plexiglas aufgestellt, um Spenden zu erbitten.“</p>
<p>Unklar ist noch, wie hoch der Eintrittspreis für den Kölner Dom sein wird. Assmann sagte jedenfalls, man gehe davon aus, „dass sich die neue Gebühr nach einer gewissen Eingewöhnungszeit relativ bald etablieren wird“. Man gehe letztlich nur „einen Schritt, der an vielen anderen Kirchen und Kathedralen ähnlicher Prominenz längst üblich ist“.</p>
<p>Der Besuch von Gottesdiensten sowie das Aufsuchen des Doms als Gotteshaus – also zum Gebet oder zur Beichte – wird weiterhin möglich sein. Es ist davon auszugehen, dass zumeist nur ein Teil des Doms für die Gläubigen zugänglich ist, während die anderen Bereiche zahlenden Besuchern vorbehalten bleiben.</p>
<p>Bereits jetzt räumt Dompropst Assmann ein, dass die Besichtigungsgebühr dazu führen könnte, das weniger Menschen den Dom besuchen. Das könne jedoch auch positive Effekte haben, zeigte er sich überzeugt: „Uns erreichen immer wieder Beschwerden von Menschen, die die permanente Geräuschkulisse und den großen Andrang im Dom kritisieren.“ Man gehe davon aus, „dass die neue Besichtigungsgebühr den ‚Tagesbetrieb‘ im Dom deutlich beruhigt und dabei hilft, den Dom wieder stärker als Gotteshaus und sakralen Raum erfahrbar zu machen“.</p>
<p>Der Bau des Kölner Doms begann bereits 1248 im Mittelalter, wurde aber nach langer Bauunterbrechung erst im 19. Jahrhundert als neugotisches architektonisches Kunstwerk vollendet.</p>]]>
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                  <category>Deutschland</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Fri, 06 Mar 2026 07:00:00 +0100</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Christen im Iran nach Kriegsbeginn laut Hilfswerk Open Doors stärker bedroht</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/23517/christen-im-iran-nach-kriegsbeginn-laut-hilfswerk-open-doors-starker-bedroht</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Angesichts der Eskalation des Konflikts zwischen den USA, Israel und dem Iran warnt das überkonfessionelle Hilfswerk Open Doors gegenüber CNA Deutsch vor einer akuten Bedrohung der christlichen Minderheit. Das iranische Regime stuft Christen demnach zunehmend als Sicherheitsrisiko ein und missbraucht sie in der aktuellen Lage als Sündenböcke.</p>
<p>Hintergrund der Entwicklung sind die laufenden militärischen Auseinandersetzungen. Bereits am ersten Tag des Krieges wurde der geistliche und politische Führer der Islamischen Republik, Ayatollah Ali Khamenei, getötet.</p>
<p>Ein namentlich nicht genannter iranischer Christ und Experte von Open Doors ordnete die Lage ein. Er sagte: „Der Tod von Ayatollah Ali Khamenei markiert einen bedeutenden Moment in der Geschichte des Iran. Unter seiner Führung stand die Kirche im Iran jahrzehntelang unter extremem Druck.“</p>
<p>Laut Open Doors steht für die iranischen Christen derzeit besonders viel auf dem Spiel. Die staatlich angeordnete Abschaltung des Internets stellt die Untergrundgemeinden vor massive Hürden.</p>
<p>Da persönliche Treffen in sogenannten Hauskirchen aufgrund der prekären Sicherheitslage fast unmöglich sind, fallen wichtige Kommunikationswege für gegenseitigen Trost und für Absprachen weg.</p>
<p>Besonders im Fokus der Behörden stehen Konvertiten, die sich vom Islam zum Christentum bekehrt haben. Während traditionelle armenische und assyrische Kirchen im Iran offiziell anerkannt sind, aber streng überwacht werden, gelten Konvertiten laut iranischem Recht als Abtrünnige.</p>
<p>Open Doors geht von mehreren Hunderttausend Konvertiten im Land aus. Die Gefahr, als „Kollaborateure des Westens“ diffamiert zu werden, ist hoch. Bereits im vergangenen Jahr wurden nach einem zwölftägigen Konflikt mit Israel mindestens 50 Christen inhaftiert und im Staatsfernsehen der Zusammenarbeit mit westlichen Geheimdiensten beschuldigt.</p>
<p>Viele Konvertiten haben das Land in den vergangenen Jahren aufgrund der Verfolgung verlassen. Ein von Open Doors zitierter Flüchtling äußerte angesichts der jüngsten Entwicklungen die Hoffnung auf eine Rückkehr in die Heimat: „Wir sind christliche Konvertiten, die wegen der Verfolgung aus dem Iran geflohen sind. Da wir keine Freiheit hatten, unseren Glauben zu leben und weiterzugeben, mussten wir jahrelang als Flüchtlinge leben. Wir hoffen so sehr, dass wir in unsere Heimat zurückkehren können.“</p>
<p>Menschenrechtsorganisationen dokumentieren seit Jahren eine zunehmende Repression gegen Christen im Iran. Im Jahr 2025 wurden nach Angaben der Organisation <a href="https://articleeighteen.com/wp-content/uploads/2024/02/Annual-Report-2024.pdf">Article 18</a> mindestens 254 Christen aufgrund ihres Glaubens festgenommen.</p>
<p>Im aktuellen <a href="https://www.opendoors.de/christenverfolgung/weltverfolgungsindex">Weltverfolgungsindex 2026</a> von Open Doors belegt der Iran den zehnten Platz. Missionsversuche bei Muslimen werden von den iranischen Behörden oft als „Propaganda gegen die heilige Religion des Islam“ geahndet und mit langjährigen Haftstrafen belegt.</p>
<p>Die zukünftige Entwicklung im Iran bleibt ungewiss. Markus Rode, der Leiter von Open Doors Deutschland, erklärte zur Perspektive der christlichen Gemeinden: „Wie der Iran nach diesem Krieg aussehen wird, lässt sich noch nicht absehen. Aber wir beobachten seit Jahren, wie Gott unter dem persischen Volk in besonderer Weise wirkt, und wollen alles daransetzen, dass die Gemeinde Jesu im Iran trotz Verfolgung weiter aufblüht.“</p>]]>
        </description>
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          <![CDATA[<p>Angesichts der Eskalation des Konflikts zwischen den USA, Israel und dem Iran warnt das überkonfessionelle Hilfswerk Open Doors gegenüber CNA Deutsch vor einer akuten Bedrohung der christlichen Minderheit. Das iranische Regime stuft Christen demnach zunehmend als Sicherheitsrisiko ein und missbraucht sie in der aktuellen Lage als Sündenböcke.</p>
<p>Hintergrund der Entwicklung sind die laufenden militärischen Auseinandersetzungen. Bereits am ersten Tag des Krieges wurde der geistliche und politische Führer der Islamischen Republik, Ayatollah Ali Khamenei, getötet.</p>
<p>Ein namentlich nicht genannter iranischer Christ und Experte von Open Doors ordnete die Lage ein. Er sagte: „Der Tod von Ayatollah Ali Khamenei markiert einen bedeutenden Moment in der Geschichte des Iran. Unter seiner Führung stand die Kirche im Iran jahrzehntelang unter extremem Druck.“</p>
<p>Laut Open Doors steht für die iranischen Christen derzeit besonders viel auf dem Spiel. Die staatlich angeordnete Abschaltung des Internets stellt die Untergrundgemeinden vor massive Hürden.</p>
<p>Da persönliche Treffen in sogenannten Hauskirchen aufgrund der prekären Sicherheitslage fast unmöglich sind, fallen wichtige Kommunikationswege für gegenseitigen Trost und für Absprachen weg.</p>
<p>Besonders im Fokus der Behörden stehen Konvertiten, die sich vom Islam zum Christentum bekehrt haben. Während traditionelle armenische und assyrische Kirchen im Iran offiziell anerkannt sind, aber streng überwacht werden, gelten Konvertiten laut iranischem Recht als Abtrünnige.</p>
<p>Open Doors geht von mehreren Hunderttausend Konvertiten im Land aus. Die Gefahr, als „Kollaborateure des Westens“ diffamiert zu werden, ist hoch. Bereits im vergangenen Jahr wurden nach einem zwölftägigen Konflikt mit Israel mindestens 50 Christen inhaftiert und im Staatsfernsehen der Zusammenarbeit mit westlichen Geheimdiensten beschuldigt.</p>
<p>Viele Konvertiten haben das Land in den vergangenen Jahren aufgrund der Verfolgung verlassen. Ein von Open Doors zitierter Flüchtling äußerte angesichts der jüngsten Entwicklungen die Hoffnung auf eine Rückkehr in die Heimat: „Wir sind christliche Konvertiten, die wegen der Verfolgung aus dem Iran geflohen sind. Da wir keine Freiheit hatten, unseren Glauben zu leben und weiterzugeben, mussten wir jahrelang als Flüchtlinge leben. Wir hoffen so sehr, dass wir in unsere Heimat zurückkehren können.“</p>
<p>Menschenrechtsorganisationen dokumentieren seit Jahren eine zunehmende Repression gegen Christen im Iran. Im Jahr 2025 wurden nach Angaben der Organisation <a href="https://articleeighteen.com/wp-content/uploads/2024/02/Annual-Report-2024.pdf">Article 18</a> mindestens 254 Christen aufgrund ihres Glaubens festgenommen.</p>
<p>Im aktuellen <a href="https://www.opendoors.de/christenverfolgung/weltverfolgungsindex">Weltverfolgungsindex 2026</a> von Open Doors belegt der Iran den zehnten Platz. Missionsversuche bei Muslimen werden von den iranischen Behörden oft als „Propaganda gegen die heilige Religion des Islam“ geahndet und mit langjährigen Haftstrafen belegt.</p>
<p>Die zukünftige Entwicklung im Iran bleibt ungewiss. Markus Rode, der Leiter von Open Doors Deutschland, erklärte zur Perspektive der christlichen Gemeinden: „Wie der Iran nach diesem Krieg aussehen wird, lässt sich noch nicht absehen. Aber wir beobachten seit Jahren, wie Gott unter dem persischen Volk in besonderer Weise wirkt, und wollen alles daransetzen, dass die Gemeinde Jesu im Iran trotz Verfolgung weiter aufblüht.“</p>]]>
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                  <category>Iran</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Welt</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[Alexander Folz ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Thu, 05 Mar 2026 16:00:00 +0100</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Internationale Theologische Kommission warnt vor Gefahren durch Künstliche Intelligenz</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/23515/internationale-theologische-kommission-warnt-vor-gefahren-durch-kunstliche-intelligenz</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Die Internationale Theologische Kommission hat ein neues Dokument veröffentlicht, in dem sie argumentiert, das Leben des Menschen sei „eine Berufung“, aber gleichzeitig davor warnt, dass beispiellose wissenschaftliche und technologische Entwicklungen mit einem entsprechenden Wachstum an Verantwortung einhergehen müssen, damit der Fortschritt auf das Wohl des Menschen ausgerichtet ist.</p>
<p>Der Text mit dem Titel „Quo vadis, humanitas? Überlegungen zur christlichen Anthropologie angesichts einiger Szenarien zur Zukunft des Menschen“ wurde am Mittwoch veröffentlicht. Er stammt von der Internationalen Theologischen Kommission unter dem Vorsitz von Kardinal Víctor Manuel Fernández, dem Präfekten des vatikanischen Dikasteriums für die Glaubenslehre. Das Dokument wurde von Papst Leo XIV. genehmigt und <a href="https://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/cti_documents/rc_cti_doc_20260304_quo-vadis-humanits_it.html">liegt bislang nur in italienischer Sprache vor</a>.</p>
<p>„In diesem Moment des 21. Jahrhunderts sieht sich die Menschheitsfamilie mit Fragen konfrontiert, die so radikal sind, dass sie sogar ihre Existenz, wie wir sie bisher kannten, bedrohen“, so das Dokument. Die Menschen seien heute Risiken ausgesetzt, „die zuvor unvorstellbar waren“.</p><p>
<strong>Künstliche Intelligenz und der Mensch</strong>
</p>

<p>In Bezug auf die Künstliche Intelligenz (KI) warnte die Kommission, dass Formen des Wissens und der Berechnung, die losgelöst sind von der verkörperten, situativen menschlichen Intelligenz – und von relationalem Wissen, das über Generationen hinweg durch Bildung weitergegeben wird –, zu einer Bedrohung für das wahre Wohl der Menschheit werden können.</p><p>
<strong>Soziale Medien, Polarisierung und „digitale Religionen“</strong>
</p>

<p>Mit Blick auf die sozialen Medien führte das Dokument aus, Online-Plattformen könnten „starke Polarisierungen“ zwischen Gruppen verstärken und den sozialen Austausch „tribalisieren“, wodurch die Gesellschaft in gleichgesinnte Meinungsblöcke fragmentiert werde, die durch sogenannte Likes geprägt sind. Die Kommission warnte davor, dass soziale Plattformen zu einem „Territorium der Einsamkeit, Manipulation, Ausbeutung und Gewalt“ werden könnten.</p>
<p>Das Dokument äußerte Bedenken hinsichtlich dessen, was als „gigantischer religiöser Marktplatz“ im Internet bezeichnet wurde, auf dem eine Vielzahl von „digitalen Religionen“ eine Spiritualität à la carte anbieten könnten, die eher von individuellen Interessen als von echten Bindungen oder Gemeinschaftszugehörigkeit geprägt ist. Es stellte auch den genuin kirchlichen Charakter einiger christlicher Kommunikation in sozialen Netzwerken in Frage, insbesondere wenn diese dazu genutzt werde, Polemiken anzuheizen, Spaltungen zu fördern oder den Ruf anderer zu schädigen.</p><p>
<strong>„Der Mensch ist Berufung“</strong>
</p>

<p>Die Kommission bekräftigte, Berufung sei nicht nur ein Thema für bestimmte Lebensbereiche in der Kirche, sondern auch in dem verwurzelt, was den Menschen selbst ausmacht. Sie fügte hinzu, dass im Westen oft eine „Kultur der Nicht-Berufung“ gefördert wird, welche die aktuellen anthropologischen Herausforderungen prägt – insbesondere in der Erziehung der Jugend.</p>
<p>Der Text erklärte, vielen jungen Menschen werde beigebracht, ihre Zukunft in erster Linie unter dem Gesichtspunkt der Berufswahl, der wirtschaftlichen Stabilität oder der Befriedigung bestimmter Bedürfnisse zu betrachten, ohne Offenheit für einen letzten Sinn und die grundlegenden Beziehungen, die Identität und Schicksal prägen.</p><p>
<strong>Warnung in Bezug auf Tiere und Menschen</strong>
</p>

<p>In einer abschließenden Warnung betonte die Kommission, dass Gesellschaften – insbesondere im Westen – es vermeiden sollten, einige Tiere, insbesondere Haustiere, „fast wie Personen“ zu behandeln, während sie gleichzeitig der gegenteiligen Versuchung widerstehen sollten, Menschen auf bloße Tiere zu reduzieren.</p>
<p><em>Übersetzt und redigiert aus dem Original von <a href="https://www.acistampa.com/story/34091/la-commissione-teologica-internazionale-la-vita-dellessere-umano-e-vocazione">ACI Stampa</a>, der italienischen Partneragentur von CNA Deutsch.</em></p>]]>
        </description>
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          <![CDATA[<p>Die Internationale Theologische Kommission hat ein neues Dokument veröffentlicht, in dem sie argumentiert, das Leben des Menschen sei „eine Berufung“, aber gleichzeitig davor warnt, dass beispiellose wissenschaftliche und technologische Entwicklungen mit einem entsprechenden Wachstum an Verantwortung einhergehen müssen, damit der Fortschritt auf das Wohl des Menschen ausgerichtet ist.</p>
<p>Der Text mit dem Titel „Quo vadis, humanitas? Überlegungen zur christlichen Anthropologie angesichts einiger Szenarien zur Zukunft des Menschen“ wurde am Mittwoch veröffentlicht. Er stammt von der Internationalen Theologischen Kommission unter dem Vorsitz von Kardinal Víctor Manuel Fernández, dem Präfekten des vatikanischen Dikasteriums für die Glaubenslehre. Das Dokument wurde von Papst Leo XIV. genehmigt und <a href="https://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/cti_documents/rc_cti_doc_20260304_quo-vadis-humanits_it.html">liegt bislang nur in italienischer Sprache vor</a>.</p>
<p>„In diesem Moment des 21. Jahrhunderts sieht sich die Menschheitsfamilie mit Fragen konfrontiert, die so radikal sind, dass sie sogar ihre Existenz, wie wir sie bisher kannten, bedrohen“, so das Dokument. Die Menschen seien heute Risiken ausgesetzt, „die zuvor unvorstellbar waren“.</p><p>
<strong>Künstliche Intelligenz und der Mensch</strong>
</p>

<p>In Bezug auf die Künstliche Intelligenz (KI) warnte die Kommission, dass Formen des Wissens und der Berechnung, die losgelöst sind von der verkörperten, situativen menschlichen Intelligenz – und von relationalem Wissen, das über Generationen hinweg durch Bildung weitergegeben wird –, zu einer Bedrohung für das wahre Wohl der Menschheit werden können.</p><p>
<strong>Soziale Medien, Polarisierung und „digitale Religionen“</strong>
</p>

<p>Mit Blick auf die sozialen Medien führte das Dokument aus, Online-Plattformen könnten „starke Polarisierungen“ zwischen Gruppen verstärken und den sozialen Austausch „tribalisieren“, wodurch die Gesellschaft in gleichgesinnte Meinungsblöcke fragmentiert werde, die durch sogenannte Likes geprägt sind. Die Kommission warnte davor, dass soziale Plattformen zu einem „Territorium der Einsamkeit, Manipulation, Ausbeutung und Gewalt“ werden könnten.</p>
<p>Das Dokument äußerte Bedenken hinsichtlich dessen, was als „gigantischer religiöser Marktplatz“ im Internet bezeichnet wurde, auf dem eine Vielzahl von „digitalen Religionen“ eine Spiritualität à la carte anbieten könnten, die eher von individuellen Interessen als von echten Bindungen oder Gemeinschaftszugehörigkeit geprägt ist. Es stellte auch den genuin kirchlichen Charakter einiger christlicher Kommunikation in sozialen Netzwerken in Frage, insbesondere wenn diese dazu genutzt werde, Polemiken anzuheizen, Spaltungen zu fördern oder den Ruf anderer zu schädigen.</p><p>
<strong>„Der Mensch ist Berufung“</strong>
</p>

<p>Die Kommission bekräftigte, Berufung sei nicht nur ein Thema für bestimmte Lebensbereiche in der Kirche, sondern auch in dem verwurzelt, was den Menschen selbst ausmacht. Sie fügte hinzu, dass im Westen oft eine „Kultur der Nicht-Berufung“ gefördert wird, welche die aktuellen anthropologischen Herausforderungen prägt – insbesondere in der Erziehung der Jugend.</p>
<p>Der Text erklärte, vielen jungen Menschen werde beigebracht, ihre Zukunft in erster Linie unter dem Gesichtspunkt der Berufswahl, der wirtschaftlichen Stabilität oder der Befriedigung bestimmter Bedürfnisse zu betrachten, ohne Offenheit für einen letzten Sinn und die grundlegenden Beziehungen, die Identität und Schicksal prägen.</p><p>
<strong>Warnung in Bezug auf Tiere und Menschen</strong>
</p>

<p>In einer abschließenden Warnung betonte die Kommission, dass Gesellschaften – insbesondere im Westen – es vermeiden sollten, einige Tiere, insbesondere Haustiere, „fast wie Personen“ zu behandeln, während sie gleichzeitig der gegenteiligen Versuchung widerstehen sollten, Menschen auf bloße Tiere zu reduzieren.</p>
<p><em>Übersetzt und redigiert aus dem Original von <a href="https://www.acistampa.com/story/34091/la-commissione-teologica-internazionale-la-vita-dellessere-umano-e-vocazione">ACI Stampa</a>, der italienischen Partneragentur von CNA Deutsch.</em></p>]]>
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                  <category>Vatikanstadt</category>
                                  <category>Vatikan</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[Marco Mancini ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Thu, 05 Mar 2026 15:30:00 +0100</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Bischof Overbeck sieht „fragwürdiges Handeln der USA“ im Iran-Krieg</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/23513/bischof-overbeck-sieht-fragwurdiges-handeln-der-usa-im-iran-krieg</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Bischof Franz-Josef Overbeck, der neben der Diözese Essen auch für die Bundeswehr zuständig ist, hat „ein fragwürdiges Handeln der USA“ im Iran-Krieg verortet.</p>
<p>Am Samstag hatten die Vereinigten Staaten von Amerika und der Staat Israel eine militärische Aktion gegen den Iran gestartet. Das Land <a href="https://www.cbsnews.com/news/map-iran-strike-locations/">antwortete mit Angriffen auf zahlreiche weitere Länder</a> in der Region, wobei es um <a href="https://www.nytimes.com/2026/02/28/world/middleeast/us-israel-iran-attack-maps.html">Ziele</a> geht, die mit den USA und Israel <a href="https://apnews.com/article/amazon-aws-data-center-uae-iran-bahrain-71066b0a822c4cfd88b61e3fe79af917">in Verbindung</a> stehen.</p>
<p>Bei einer Veranstaltung mit Schülern des Mariengymnasiums in Essen sagte Overbeck am Dienstag, der Iran sei ein Unrechtsstaat. Dennoch gelte: „Einen Krieg anzufangen, der nicht rechtlich abgesichert ist, bleibt Unrecht.“</p>
<p>„Ich habe gleich nach den ersten Meldungen am Wochenende unsere Militärseelsorgerinnen und -seelsorger kontaktiert, die mit Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr derzeit in Jordanien und im nordirakischen Erbil sind“, betonte Overbeck. „Und ich war sehr froh, als sie mir berichten konnten, dass beide Einheiten in Sicherheit sind.“</p>
<p>Das Bistum Essen <a href="https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bischof-im-mariengymnasium-wehrdienst-militaerseelsorge-und-der-krieg-im-iran">berichtete</a> über die Veranstaltung: „Dass sich der Bischof deutlich für einen Wehrdienst aussprach, der in gleichem Maße Männer und Frauen betreffen solle, regte Widerspruch im jungen Publikum.“</p>
<p>Eine Schülerin habe gesagt: „Ich würde mir wünschen, dass die Gleichberechtigung nicht dort anfängt, sondern in vielen anderen ‎Bereichen der Gesellschaft.“ Overbeck reagierte darauf mit den Worten: „Gerade bei den existenziellen Fragen sollte ,Gleiches Recht für alle‘ gelten.“ Dies gelte allerdings auch für die Kirche.</p>
<p>Am Mittwoch meldete die Deutsche Presse-Agentur (<a href="https://de.finance.yahoo.com/nachrichten/roundup-kein-ende-angriffe-iran-135013575.html">dpa</a>) zum Iran-Krieg: „Die Zahl der Todesopfer im Iran ist einer staatsnahen Stiftung zufolge auf mehr als 1.000 gestiegen.“</p>
<p>Am Dienstag hatte die <a href="https://www.tagesschau.de/ausland/iran-krieg-teheran-100.html">Tagesschau</a> berichtet: „Die Menschen in Iran haben keine Schutzräume, keine unterirdischen Bunker. Sie sind den Angriffen schutzlos ausgeliefert. Der Rote Halbmond berichtet von mehr als 780 Toten. Die Menschenrechtsorganisation HRANA hat seit Kriegsbeginn bislang 225 Fälle von getöteten Zivilisten verifizieren können. Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben nicht.“</p>
<p>Bei der Militäraktion gegen den Iran wurde auch Ajatollah Ali Chamenei getötet, der das Land jahrzehntelang als wichtigster islamischer Führer sowie als Staatsoberhaupt prägte. „Chameneis Außenpolitik war geprägt vom Kampf gegen die Erzfeinde Israel und USA“, <a href="https://www.tagesschau.de/ausland/asien/iran-fragen-antworten-102.html">so die Tagesschau</a>. „Darüber hinaus trieb Chamenei das umstrittene Atomprogramm und die Produktion ballistischer Raketen voran. Über eine Atombombe verfügte der Iran bis zuletzt allerdings nicht.“</p>
<p>Bereits im Juni 2025 hatten die USA unter Präsident Donald Trump militärische Schläge gegen den Iran durchgeführt. <a href="https://www.whitehouse.gov/articles/2025/06/irans-nuclear-facilities-have-been-obliterated-and-suggestions-otherwise-are-fake-news/">Damals behauptete er</a>: „Satellitenbilder zeigen, dass alle Nuklearstandorte im Iran monumentale Schäden davongetragen haben. ‚Vernichtung‘ ist hier das richtige Wort!“</p>
<p>Nun – weniger als ein Jahr später – war offenbar erneut ein Angriff nötig, der wiederum mit dem Streben des Iran nach Atomwaffen <a href="https://apnews.com/article/donald-trump-transcript-state-of-union-2026-c13e2a07df999b464b733f4a6e84dbd4">begründet</a> wurde. Iranische Gegenschläge haben auch <a href="https://www.bild.de/politik/ausland-und-internationales/bericht-us-soldaten-starben-bei-iran-attacke-gegen-kaum-gesicherten-container-69a6a6f4591973eb82a38d3a">mehrere US-amerikanische Todesopfer</a> gefordert. Israelische Angriffe <a href="https://www.deutschlandfunk.de/offenbar-mehr-als-30-tote-bei-israelischen-angriffen-im-libanon-100.html">forderten unterdessen im Libanon dutzende Menschenleben</a>.</p>]]>
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          <![CDATA[<p>Bischof Franz-Josef Overbeck, der neben der Diözese Essen auch für die Bundeswehr zuständig ist, hat „ein fragwürdiges Handeln der USA“ im Iran-Krieg verortet.</p>
<p>Am Samstag hatten die Vereinigten Staaten von Amerika und der Staat Israel eine militärische Aktion gegen den Iran gestartet. Das Land <a href="https://www.cbsnews.com/news/map-iran-strike-locations/">antwortete mit Angriffen auf zahlreiche weitere Länder</a> in der Region, wobei es um <a href="https://www.nytimes.com/2026/02/28/world/middleeast/us-israel-iran-attack-maps.html">Ziele</a> geht, die mit den USA und Israel <a href="https://apnews.com/article/amazon-aws-data-center-uae-iran-bahrain-71066b0a822c4cfd88b61e3fe79af917">in Verbindung</a> stehen.</p>
<p>Bei einer Veranstaltung mit Schülern des Mariengymnasiums in Essen sagte Overbeck am Dienstag, der Iran sei ein Unrechtsstaat. Dennoch gelte: „Einen Krieg anzufangen, der nicht rechtlich abgesichert ist, bleibt Unrecht.“</p>
<p>„Ich habe gleich nach den ersten Meldungen am Wochenende unsere Militärseelsorgerinnen und -seelsorger kontaktiert, die mit Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr derzeit in Jordanien und im nordirakischen Erbil sind“, betonte Overbeck. „Und ich war sehr froh, als sie mir berichten konnten, dass beide Einheiten in Sicherheit sind.“</p>
<p>Das Bistum Essen <a href="https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/bischof-im-mariengymnasium-wehrdienst-militaerseelsorge-und-der-krieg-im-iran">berichtete</a> über die Veranstaltung: „Dass sich der Bischof deutlich für einen Wehrdienst aussprach, der in gleichem Maße Männer und Frauen betreffen solle, regte Widerspruch im jungen Publikum.“</p>
<p>Eine Schülerin habe gesagt: „Ich würde mir wünschen, dass die Gleichberechtigung nicht dort anfängt, sondern in vielen anderen ‎Bereichen der Gesellschaft.“ Overbeck reagierte darauf mit den Worten: „Gerade bei den existenziellen Fragen sollte ,Gleiches Recht für alle‘ gelten.“ Dies gelte allerdings auch für die Kirche.</p>
<p>Am Mittwoch meldete die Deutsche Presse-Agentur (<a href="https://de.finance.yahoo.com/nachrichten/roundup-kein-ende-angriffe-iran-135013575.html">dpa</a>) zum Iran-Krieg: „Die Zahl der Todesopfer im Iran ist einer staatsnahen Stiftung zufolge auf mehr als 1.000 gestiegen.“</p>
<p>Am Dienstag hatte die <a href="https://www.tagesschau.de/ausland/iran-krieg-teheran-100.html">Tagesschau</a> berichtet: „Die Menschen in Iran haben keine Schutzräume, keine unterirdischen Bunker. Sie sind den Angriffen schutzlos ausgeliefert. Der Rote Halbmond berichtet von mehr als 780 Toten. Die Menschenrechtsorganisation HRANA hat seit Kriegsbeginn bislang 225 Fälle von getöteten Zivilisten verifizieren können. Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben nicht.“</p>
<p>Bei der Militäraktion gegen den Iran wurde auch Ajatollah Ali Chamenei getötet, der das Land jahrzehntelang als wichtigster islamischer Führer sowie als Staatsoberhaupt prägte. „Chameneis Außenpolitik war geprägt vom Kampf gegen die Erzfeinde Israel und USA“, <a href="https://www.tagesschau.de/ausland/asien/iran-fragen-antworten-102.html">so die Tagesschau</a>. „Darüber hinaus trieb Chamenei das umstrittene Atomprogramm und die Produktion ballistischer Raketen voran. Über eine Atombombe verfügte der Iran bis zuletzt allerdings nicht.“</p>
<p>Bereits im Juni 2025 hatten die USA unter Präsident Donald Trump militärische Schläge gegen den Iran durchgeführt. <a href="https://www.whitehouse.gov/articles/2025/06/irans-nuclear-facilities-have-been-obliterated-and-suggestions-otherwise-are-fake-news/">Damals behauptete er</a>: „Satellitenbilder zeigen, dass alle Nuklearstandorte im Iran monumentale Schäden davongetragen haben. ‚Vernichtung‘ ist hier das richtige Wort!“</p>
<p>Nun – weniger als ein Jahr später – war offenbar erneut ein Angriff nötig, der wiederum mit dem Streben des Iran nach Atomwaffen <a href="https://apnews.com/article/donald-trump-transcript-state-of-union-2026-c13e2a07df999b464b733f4a6e84dbd4">begründet</a> wurde. Iranische Gegenschläge haben auch <a href="https://www.bild.de/politik/ausland-und-internationales/bericht-us-soldaten-starben-bei-iran-attacke-gegen-kaum-gesicherten-container-69a6a6f4591973eb82a38d3a">mehrere US-amerikanische Todesopfer</a> gefordert. Israelische Angriffe <a href="https://www.deutschlandfunk.de/offenbar-mehr-als-30-tote-bei-israelischen-angriffen-im-libanon-100.html">forderten unterdessen im Libanon dutzende Menschenleben</a>.</p>]]>
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                  <category>Deutschland</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Thu, 05 Mar 2026 14:15:00 +0100</pubDate>
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          <item>
        <title>Irakischer Erzbischof: Kommunikation mit einzigem Kardinal im Iran abgebrochen</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/23511/irakischer-erzbischof-kommunikation-mit-einzigem-kardinal-im-iran-abgebrochen</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Ein irakischer Erzbischof hat erklärt, die Kommunikation mit dem Erzbischof von Teheran, Kardinal Dominique Mathieu OFMConv, sei aufgrund der Eskalation des Iran-Kriegs unmöglich. Die Gläubigen in seiner Region im Irak – einem Nachbarland des Iran – seien verängstigt.</p>
<p>Erzbischof Bashar Matti Warda aus Erbil in der Region Kurdistan im Norden des Irak sagte gegenüber EWTN News Nightly, die Situation sei „ziemlich beängstigend“, da sich die christliche Gemeinschaft erneut frage: „Wird es uns erreichen? Müssen wir wirklich wieder wegziehen? Werden unsere Kinder eine Zukunft haben?“</p>
<p>Warda sagte, die Situation sei für die christliche Bevölkerung des Irak besonders heikel, da sie „fast 50 Jahre lang unter anhaltender Gewalt“ gelitten habe, darunter acht Jahre Krieg mit dem Iran, gefolgt vom ersten und zweiten Golfkrieg sowie religiös motivierter Gewalt: „All diese Erinnerungen sind noch immer präsent.“</p>
<p>Laut Warda sind die Schulen und Universitäten in der Region seit fast einer Woche geschlossen. Die Wirtschaft breche zusammen. Gleichzeitig bestehe die Angst, dass Erbil „etwa alle drei, vier Stunden von Raketen oder Drohnen getroffen wird“.</p>
<p>„Die Angst ist da“, sagte er. „Und das Ausmaß der Gewalt wird immer größer, denn wenn wir die Nachrichten verfolgen, sehen wir, dass neue Länder und neue Orte angegriffen werden.“</p>
<p>„Erbil wurde bisher schon einige Male angegriffen“, sagte er. Man wisse, „dass sich die größte irakische christliche Gemeinde in Erbil befindet, und das könnte ein weiterer Grund für die Christen sein, zu sagen: ‚Es gibt keine Zukunft.‘“</p>
<p>Im Irak berichteten regionale und lokale Medien, Drohnen hätten versucht, den internationalen Flughafen von Erbil anzugreifen, seien aber abgefangen worden.</p>
<p>Wardas „größte Befürchtung“ ist, dass christliche Familien, die zuvor entschlossen waren, im Irak zu bleiben, aufgrund der anhaltenden Instabilität beschließen könnten, aus der Region zu fliehen. „Diese Art von Kriegen und Konflikten wird alles erschüttern“, sagte er – unabhängig davon, was getan wurde, um „wirklich etwas aufzubauen, damit die christliche Gemeinschaft bleiben kann“.</p>
<p>Zu den Bemühungen, mit Kardinal Mathieu in Teheran, der iranischen Hauptstadt, in Kontakt zu treten, sagte Warda: „Wir haben es mehrmals versucht. Aber es gibt keinerlei Kommunikation.“</p>
<p>Das Portal <a href="https://katholisch.de/artikel/67509-sorge-um-kardinal-seit-tagen-kein-kontakt">katholisch.de</a> berichtete am Mittwoch, die Mitbrüder der Franziskaner-Minoriten hätten bislang ebenfalls keinen Kontakt herstellen können. „Die letzten Mitteilungen, die wir von Kardinal Mathieu erhalten haben, stammen vom Tag, an dem der Konflikt begann“, sagte ein Sprecher der Ordensleitung der Franziskaner-Minoriten auf Anfrage des Portals. „Seitdem ist jegliche Kommunikation abgebrochen, da die Kommunikationsinfrastruktur – einschließlich Internet- und Telefonverbindungen – derzeit nicht funktioniert.“</p>
<p>Warda sagte, er habe auch eine der chaldäischen Ordensschwestern, die derzeit in seiner Diözese tätig ist, nach ihrer Familie gefragt, die im Iran lebt, aber sie habe keinen Kontakt zu ihnen herstellen können.</p>
<p>„Leider gibt es keinerlei Kommunikation mit diesem Teil der Welt“, sagte er und verwies auf den Ausfall der Stromversorgung und der Kommunikationsleitungen im Iran. „Wir beten für die Gemeinschaft dort.“</p>
<p>Inmitten des Konflikts sei die Teilnahme an der Morgenmesse und dem Abendgebet der Gemeinde in Erbil „wirklich großartig“ gewesen, so Warda. Man habe jedoch die wöchentlichen Katechismuskurse sowie das jährliche Ankawa-Jugendtreffen, die größte Versammlung junger Menschen im Irak, abgesagt.</p>
<p><em>Übersetzt und redigiert aus dem Original von <a href="https://www.ewtnnews.com/world/middle-east/iraqi-archbishop-laments-spread-of-iran-conflict-communication-barrier-with-tehran-s-archbishop">EWTN News</a>, dem englischsprachigen Nachrichtenpartner von CNA Deutsch.</em></p>]]>
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          <![CDATA[<p>Ein irakischer Erzbischof hat erklärt, die Kommunikation mit dem Erzbischof von Teheran, Kardinal Dominique Mathieu OFMConv, sei aufgrund der Eskalation des Iran-Kriegs unmöglich. Die Gläubigen in seiner Region im Irak – einem Nachbarland des Iran – seien verängstigt.</p>
<p>Erzbischof Bashar Matti Warda aus Erbil in der Region Kurdistan im Norden des Irak sagte gegenüber EWTN News Nightly, die Situation sei „ziemlich beängstigend“, da sich die christliche Gemeinschaft erneut frage: „Wird es uns erreichen? Müssen wir wirklich wieder wegziehen? Werden unsere Kinder eine Zukunft haben?“</p>
<p>Warda sagte, die Situation sei für die christliche Bevölkerung des Irak besonders heikel, da sie „fast 50 Jahre lang unter anhaltender Gewalt“ gelitten habe, darunter acht Jahre Krieg mit dem Iran, gefolgt vom ersten und zweiten Golfkrieg sowie religiös motivierter Gewalt: „All diese Erinnerungen sind noch immer präsent.“</p>
<p>Laut Warda sind die Schulen und Universitäten in der Region seit fast einer Woche geschlossen. Die Wirtschaft breche zusammen. Gleichzeitig bestehe die Angst, dass Erbil „etwa alle drei, vier Stunden von Raketen oder Drohnen getroffen wird“.</p>
<p>„Die Angst ist da“, sagte er. „Und das Ausmaß der Gewalt wird immer größer, denn wenn wir die Nachrichten verfolgen, sehen wir, dass neue Länder und neue Orte angegriffen werden.“</p>
<p>„Erbil wurde bisher schon einige Male angegriffen“, sagte er. Man wisse, „dass sich die größte irakische christliche Gemeinde in Erbil befindet, und das könnte ein weiterer Grund für die Christen sein, zu sagen: ‚Es gibt keine Zukunft.‘“</p>
<p>Im Irak berichteten regionale und lokale Medien, Drohnen hätten versucht, den internationalen Flughafen von Erbil anzugreifen, seien aber abgefangen worden.</p>
<p>Wardas „größte Befürchtung“ ist, dass christliche Familien, die zuvor entschlossen waren, im Irak zu bleiben, aufgrund der anhaltenden Instabilität beschließen könnten, aus der Region zu fliehen. „Diese Art von Kriegen und Konflikten wird alles erschüttern“, sagte er – unabhängig davon, was getan wurde, um „wirklich etwas aufzubauen, damit die christliche Gemeinschaft bleiben kann“.</p>
<p>Zu den Bemühungen, mit Kardinal Mathieu in Teheran, der iranischen Hauptstadt, in Kontakt zu treten, sagte Warda: „Wir haben es mehrmals versucht. Aber es gibt keinerlei Kommunikation.“</p>
<p>Das Portal <a href="https://katholisch.de/artikel/67509-sorge-um-kardinal-seit-tagen-kein-kontakt">katholisch.de</a> berichtete am Mittwoch, die Mitbrüder der Franziskaner-Minoriten hätten bislang ebenfalls keinen Kontakt herstellen können. „Die letzten Mitteilungen, die wir von Kardinal Mathieu erhalten haben, stammen vom Tag, an dem der Konflikt begann“, sagte ein Sprecher der Ordensleitung der Franziskaner-Minoriten auf Anfrage des Portals. „Seitdem ist jegliche Kommunikation abgebrochen, da die Kommunikationsinfrastruktur – einschließlich Internet- und Telefonverbindungen – derzeit nicht funktioniert.“</p>
<p>Warda sagte, er habe auch eine der chaldäischen Ordensschwestern, die derzeit in seiner Diözese tätig ist, nach ihrer Familie gefragt, die im Iran lebt, aber sie habe keinen Kontakt zu ihnen herstellen können.</p>
<p>„Leider gibt es keinerlei Kommunikation mit diesem Teil der Welt“, sagte er und verwies auf den Ausfall der Stromversorgung und der Kommunikationsleitungen im Iran. „Wir beten für die Gemeinschaft dort.“</p>
<p>Inmitten des Konflikts sei die Teilnahme an der Morgenmesse und dem Abendgebet der Gemeinde in Erbil „wirklich großartig“ gewesen, so Warda. Man habe jedoch die wöchentlichen Katechismuskurse sowie das jährliche Ankawa-Jugendtreffen, die größte Versammlung junger Menschen im Irak, abgesagt.</p>
<p><em>Übersetzt und redigiert aus dem Original von <a href="https://www.ewtnnews.com/world/middle-east/iraqi-archbishop-laments-spread-of-iran-conflict-communication-barrier-with-tehran-s-archbishop">EWTN News</a>, dem englischsprachigen Nachrichtenpartner von CNA Deutsch.</em></p>]]>
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                  <category>Irak</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Welt</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[Madalaine Elhabbal ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Thu, 05 Mar 2026 13:00:00 +0100</pubDate>
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