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    <title>CNA Deutsch</title>
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    <description>CNA Deutsch ist eine Nachrichtenagentur der ACI Gruppe — ein Service von EWTN News mit Hauptsitz in Washington, D.C.</description>
    <language>en</language>
    <copyright>Copyright © 2026, CNA Deutsch</copyright>
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      <title>CNA Deutsch</title>
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          <item>
        <title>Präsidentin von „Kirche in Not“: Lage in Venezuela nach Erdbeben ist „apokalyptisch“</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/25217/prasidentin-von-kirche-in-not-lage-in-venezuela-nach-erdbeben-ist-apokalyptisch</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Nach einem Besuch in den von den Erdbeben Ende Juni betroffenen Regionen Venezuelas hat die Geschäftsführende Präsidentin des katholischen Hilfswerks „Kirche in Not“ (ACN), Regina Lynch, die Situation als „apokalyptisch“ bezeichnet. Das Hilfswerk unterstützt die Ortskirche bereits mit Soforthilfe und bereitet weitere langfristige Hilfsmaßnahmen vor.</p>
<p>„Ich hatte nicht mit einem solchen Ausmaß der Zerstörung gerechnet“, erklärte Lynch nach ihrer Rückkehr aus Venezuela. „Wenn man überall die Trümmerberge sieht, wie schwere Baumaschinen sich durch die Schuttmassen arbeiten und wie ganze Wohnblocks unbewohnbar geworden sind, dann ist das sehr bedrückend.“</p>
<p>Trotz der dramatischen Lage zeigte sich die Präsidentin tief beeindruckt vom Einsatz der Kirche vor Ort. „Man erkennt, wie gut die Kirche in Venezuela organisiert ist. Überall arbeiten Freiwillige mit großem Einsatz zusammen. Es war wie in einem Bienenstock“, berichtete sie nach dem Besuch einer kirchlichen Verteilstelle für Hilfsgüter.</p><p>
<strong>Hilfe auch für seelische Wunden</strong>
</p>

<p>Neben der materiellen Not begegnete die Delegation von „Kirche in Not“ auch zahlreichen Menschen, die schwer traumatisiert sind. In einem katholischen Krankenhaus in La Guaira hatten Mitarbeiter selbst Angehörige und ihre Häuser verloren. Zwei Ärzte kamen bei der Katastrophe ums Leben. „Kirche in Not“ sagte deshalb Unterstützung auch bei der psychologischen und seelsorglichen Begleitung der Betroffenen zu.</p>
<p>Besonders bewegte die Delegation die Begegnung mit der 31-jährigen Gismely. Sie überlebte den Sturz aus dem zwölften Stock eines Wohnhauses, verlor jedoch ein Bein. Dank der Begleitung einer Pfarrei-Ehrenamtlichen habe sie neuen Lebensmut gefunden. „Ich weiß, dass es ohne mein Bein nicht einfach sein wird, aber mein Leben ist mehr als das“, sagte sie.</p><p>
<strong>„Zum Glück gibt es die Kirche in Venezuela“</strong>
</p>

<p>Die Zahl der Todesopfer liegt nach staatlichen Angaben mittlerweile bei über 5.000. Mitarbeiter von „Kirche in Not“ hatten mit einem Pfarrer gesprochen, in dessen Gemeinde 80 Prozent der Mitglieder durch die Erdbeben getötet wurden. Im Priesterseminar von La Guaira wurden mehrere Gebäudeteile zerstört. Bischof Pablo Modesto Gonzalez Perez und seine Seminaristen überlebten nur knapp. Dennoch richtet der Bischof den Blick nach vorn: „Wir sind hier, um dieses Land wieder aufzubauen. Ich glaube, dass dies derzeit eine der wichtigsten Aufgaben der Kirche ist.“</p>
<p>Bereits unmittelbar nach Bekanntwerden des Ausmaßes der Katastrophe hatte „Kirche in Not“ eine erste Soforthilfe in Höhe von 100.000 Euro auf den Weg gebracht. Mit den Mitteln werden derzeit Priester, Ordensschwestern und Ehrenamtliche unterstützt, die den Überlebenden beistehen und die pastorale sowie humanitäre Hilfe koordinieren. Gleichzeitig prüft das Hilfswerk weitere Projekte, darunter den Wiederaufbau kirchlicher Einrichtungen sowie Hilfen zur Traumabewältigung. „Zum Glück gibt es die Kirche in Venezuela“, bilanzierte Regina Lynch nach ihrer Reise. </p>]]>
        </description>
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          <![CDATA[<p>Nach einem Besuch in den von den Erdbeben Ende Juni betroffenen Regionen Venezuelas hat die Geschäftsführende Präsidentin des katholischen Hilfswerks „Kirche in Not“ (ACN), Regina Lynch, die Situation als „apokalyptisch“ bezeichnet. Das Hilfswerk unterstützt die Ortskirche bereits mit Soforthilfe und bereitet weitere langfristige Hilfsmaßnahmen vor.</p>
<p>„Ich hatte nicht mit einem solchen Ausmaß der Zerstörung gerechnet“, erklärte Lynch nach ihrer Rückkehr aus Venezuela. „Wenn man überall die Trümmerberge sieht, wie schwere Baumaschinen sich durch die Schuttmassen arbeiten und wie ganze Wohnblocks unbewohnbar geworden sind, dann ist das sehr bedrückend.“</p>
<p>Trotz der dramatischen Lage zeigte sich die Präsidentin tief beeindruckt vom Einsatz der Kirche vor Ort. „Man erkennt, wie gut die Kirche in Venezuela organisiert ist. Überall arbeiten Freiwillige mit großem Einsatz zusammen. Es war wie in einem Bienenstock“, berichtete sie nach dem Besuch einer kirchlichen Verteilstelle für Hilfsgüter.</p><p>
<strong>Hilfe auch für seelische Wunden</strong>
</p>

<p>Neben der materiellen Not begegnete die Delegation von „Kirche in Not“ auch zahlreichen Menschen, die schwer traumatisiert sind. In einem katholischen Krankenhaus in La Guaira hatten Mitarbeiter selbst Angehörige und ihre Häuser verloren. Zwei Ärzte kamen bei der Katastrophe ums Leben. „Kirche in Not“ sagte deshalb Unterstützung auch bei der psychologischen und seelsorglichen Begleitung der Betroffenen zu.</p>
<p>Besonders bewegte die Delegation die Begegnung mit der 31-jährigen Gismely. Sie überlebte den Sturz aus dem zwölften Stock eines Wohnhauses, verlor jedoch ein Bein. Dank der Begleitung einer Pfarrei-Ehrenamtlichen habe sie neuen Lebensmut gefunden. „Ich weiß, dass es ohne mein Bein nicht einfach sein wird, aber mein Leben ist mehr als das“, sagte sie.</p><p>
<strong>„Zum Glück gibt es die Kirche in Venezuela“</strong>
</p>

<p>Die Zahl der Todesopfer liegt nach staatlichen Angaben mittlerweile bei über 5.000. Mitarbeiter von „Kirche in Not“ hatten mit einem Pfarrer gesprochen, in dessen Gemeinde 80 Prozent der Mitglieder durch die Erdbeben getötet wurden. Im Priesterseminar von La Guaira wurden mehrere Gebäudeteile zerstört. Bischof Pablo Modesto Gonzalez Perez und seine Seminaristen überlebten nur knapp. Dennoch richtet der Bischof den Blick nach vorn: „Wir sind hier, um dieses Land wieder aufzubauen. Ich glaube, dass dies derzeit eine der wichtigsten Aufgaben der Kirche ist.“</p>
<p>Bereits unmittelbar nach Bekanntwerden des Ausmaßes der Katastrophe hatte „Kirche in Not“ eine erste Soforthilfe in Höhe von 100.000 Euro auf den Weg gebracht. Mit den Mitteln werden derzeit Priester, Ordensschwestern und Ehrenamtliche unterstützt, die den Überlebenden beistehen und die pastorale sowie humanitäre Hilfe koordinieren. Gleichzeitig prüft das Hilfswerk weitere Projekte, darunter den Wiederaufbau kirchlicher Einrichtungen sowie Hilfen zur Traumabewältigung. „Zum Glück gibt es die Kirche in Venezuela“, bilanzierte Regina Lynch nach ihrer Reise. </p>]]>
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                  <category>Deutschland</category>
                          <category>München</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[Kirche in Not ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Sat, 25 Jul 2026 09:00:00 +0200</pubDate>
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      </item>
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        <title>Jakobus der Ältere: Apostel, erster Märtyrer und Patron der Pilger</title>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Heute gedenkt die Kirche des heiligen Jakobus, des Apostels und ersten Märtyrers unter den Zwölf. Sein Fest am 25. Juli erinnert an einen der ersten Jünger Jesu, dessen Grab in Santiago de Compostela bis heute Ziel Hunderttausender Pilger ist.</p>
<p>Papst Benedikt XVI. beschrieb Jakobus in einer Generalaudienz am 21. Juni 2006 als einen der drei bevorzugten Jünger, „die Jesus an bedeutenden Augenblicken seines Lebens teilnehmen ließ“. „Er durfte, zusammen mit Petrus und Johannes, an der Stunde der Agonie Jesu im Garten Getsemani und am Ereignis der Verklärung Jesu teilhaben“, erklärte der damalige Pontifex.</p>
<p>Jakobus war der Sohn des Fischers Zebedäus und der Salome. Gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Johannes gehörte er zu den ersten Jüngern, die Jesus am See Gennesaret berief. Wegen ihres ungestümen Eifers gab ihnen Jesus den Beinamen „Boanerges“, „Donnersöhne“ (Mk 3,17).</p>
<p>Herodes Agrippa I. ließ Jakobus mit dem Schwert hinrichten (Apg 12,2). Benedikt XVI. datierte die Hinrichtung auf das Jahr 44 nach Christus, das Ökumenische Heiligenlexikon auf die Osterzeit des Jahres 43. Jakobus war damit der erste Märtyrer unter den Aposteln.</p>
<p>In Spanien ist die Überlieferung verbreitet, Jakobus habe dort bereits nach der Himmelfahrt Christi das Evangelium verkündet. Sein Grab soll in Vergessenheit geraten sein, bis es sich im neunten Jahrhundert dem Einsiedler Pelayo auf dem sogenannten „Sternenfeld“, spanisch „Compostela“, offenbart habe. Am 25. Juli 816 wurden die Reliquien des Jakobus in der neu errichteten Kirche beigesetzt – daher das Datum des heutigen Festes.</p>
<p>Santiago de Compostela entwickelte sich in der Folge zu einem der größten Wallfahrtszentren des Abendlandes und zog bis ins 15. Jahrhundert mehr Pilger an als Rom oder Jerusalem. 1993 nahm die UNESCO den Jakobsweg in Spanien mit 166 Ortschaften und 1.800 Bauwerken als Weltkulturerbe auf, 1998 folgten vier weitere Jakobswege in Frankreich.</p>
<p>Auch heute zieht der „Camino“ jährlich zahlreiche Pilger an. Im Heiligen Jahr 2004 durchschritten rund 12 Millionen Besucher die „Pforte der Vergebung“ an der Kathedrale.</p>
<p>Den Pilgerweg nach Santiago deutete Benedikt XVI. als Sinnbild für das christliche Leben: „Nicht nur der äußere, sondern vor allem der innere Weg, vom Berg der Verklärung zum Berg der Agonie, [symbolisiert] die ganze Pilgerschaft des christlichen Lebens, eine Pilgerschaft zwischen den Verfolgungen der Welt und den Tröstungen Gottes.“</p>
<p>„Vom heiligen Jakobus können wir also vieles lernen: die Bereitschaft, den Ruf des Herrn anzunehmen, auch wenn er uns auffordert, das ‚Boot‘ unserer menschlichen Sicherheiten zu verlassen; die Begeisterung, ihm auf den Wegen zu folgen, die er uns zeigt, jenseits all unserer illusorischen Anmaßung; die Bereitschaft, mutig für ihn Zeugnis abzulegen, wenn es sein muß, bis zum höchsten Opfer des Lebens“, fasste der Papst zusammen.</p>]]>
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          <![CDATA[<p>Heute gedenkt die Kirche des heiligen Jakobus, des Apostels und ersten Märtyrers unter den Zwölf. Sein Fest am 25. Juli erinnert an einen der ersten Jünger Jesu, dessen Grab in Santiago de Compostela bis heute Ziel Hunderttausender Pilger ist.</p>
<p>Papst Benedikt XVI. beschrieb Jakobus in einer Generalaudienz am 21. Juni 2006 als einen der drei bevorzugten Jünger, „die Jesus an bedeutenden Augenblicken seines Lebens teilnehmen ließ“. „Er durfte, zusammen mit Petrus und Johannes, an der Stunde der Agonie Jesu im Garten Getsemani und am Ereignis der Verklärung Jesu teilhaben“, erklärte der damalige Pontifex.</p>
<p>Jakobus war der Sohn des Fischers Zebedäus und der Salome. Gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Johannes gehörte er zu den ersten Jüngern, die Jesus am See Gennesaret berief. Wegen ihres ungestümen Eifers gab ihnen Jesus den Beinamen „Boanerges“, „Donnersöhne“ (Mk 3,17).</p>
<p>Herodes Agrippa I. ließ Jakobus mit dem Schwert hinrichten (Apg 12,2). Benedikt XVI. datierte die Hinrichtung auf das Jahr 44 nach Christus, das Ökumenische Heiligenlexikon auf die Osterzeit des Jahres 43. Jakobus war damit der erste Märtyrer unter den Aposteln.</p>
<p>In Spanien ist die Überlieferung verbreitet, Jakobus habe dort bereits nach der Himmelfahrt Christi das Evangelium verkündet. Sein Grab soll in Vergessenheit geraten sein, bis es sich im neunten Jahrhundert dem Einsiedler Pelayo auf dem sogenannten „Sternenfeld“, spanisch „Compostela“, offenbart habe. Am 25. Juli 816 wurden die Reliquien des Jakobus in der neu errichteten Kirche beigesetzt – daher das Datum des heutigen Festes.</p>
<p>Santiago de Compostela entwickelte sich in der Folge zu einem der größten Wallfahrtszentren des Abendlandes und zog bis ins 15. Jahrhundert mehr Pilger an als Rom oder Jerusalem. 1993 nahm die UNESCO den Jakobsweg in Spanien mit 166 Ortschaften und 1.800 Bauwerken als Weltkulturerbe auf, 1998 folgten vier weitere Jakobswege in Frankreich.</p>
<p>Auch heute zieht der „Camino“ jährlich zahlreiche Pilger an. Im Heiligen Jahr 2004 durchschritten rund 12 Millionen Besucher die „Pforte der Vergebung“ an der Kathedrale.</p>
<p>Den Pilgerweg nach Santiago deutete Benedikt XVI. als Sinnbild für das christliche Leben: „Nicht nur der äußere, sondern vor allem der innere Weg, vom Berg der Verklärung zum Berg der Agonie, [symbolisiert] die ganze Pilgerschaft des christlichen Lebens, eine Pilgerschaft zwischen den Verfolgungen der Welt und den Tröstungen Gottes.“</p>
<p>„Vom heiligen Jakobus können wir also vieles lernen: die Bereitschaft, den Ruf des Herrn anzunehmen, auch wenn er uns auffordert, das ‚Boot‘ unserer menschlichen Sicherheiten zu verlassen; die Begeisterung, ihm auf den Wegen zu folgen, die er uns zeigt, jenseits all unserer illusorischen Anmaßung; die Bereitschaft, mutig für ihn Zeugnis abzulegen, wenn es sein muß, bis zum höchsten Opfer des Lebens“, fasste der Papst zusammen.</p>]]>
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                  <category>Redaktion</category>
                                  <category>Vatikan</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[Alexander Folz ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Sat, 25 Jul 2026 08:00:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Die „Theologie des Leibes“ über den Liebesbund der Ehe</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/25153/die-theologie-des-leibes-uber-den-liebesbund-der-ehe</link>
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                          <category>Kabul</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Sat, 25 Jul 2026 07:00:00 +0200</pubDate>
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          <item>
        <title>Junge Katholiken in Brasilien wollen mehr Liturgie, weniger Politik in der Kirche</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/25213/junge-katholiken-in-brasilien-wollen-mehr-liturgie-weniger-politik-in-der-kirche</link>
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          <![CDATA[<p>Eine landesweite Befragung von 11.498 Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Brasilien hat ergeben, dass eine übermäßige Betonung sozialpolitischer Themen und eine vernachlässigte Liturgie zu den größten Hindernissen für die kirchliche Teilhabe junger Menschen zählen. Die Bischofskonferenz Brasiliens (CNBB) hatte die Ergebnisse der Studie „Jugendevangelisierung in Brasilien – 2025“ am 16. Juni im Ständigen Rat <a href="https://www.cnbb.org.br/comissao-para-a-juventude-da-cnbb-apresenta-o-relatorio-de-pesquisa-nacional-evangelizacao-da-juventude-no-brasil-2025/">vorgestellt</a>. Jetzt kam es zu einem größeren internationalen Medienecho.</p>
<p>„Wir haben eine Generation, die einer großen Menge oberflächlicher Inhalte ausgesetzt ist. Das erzeugt einen Durst nach tieferen Beziehungen, die dem Leben Sinn geben und den Glauben stärken“, sagte Patrícia Espíndola de Lima Teixeira, die Leiterin des Forschungsteams an der Päpstlichen Katholischen Universität Rio Grande do Sul (PUCRS), gegenüber <em><a href="https://gaudiumpress.org/content/jovens-catolicos-no-brasil-querem-uma-igreja-mais-fiel-a-sua-missao-espiritual-e-menos-politica/">Gaudium Press</a></em>.</p>
<p>Für die Studie wurden zwischen April und Juli 2025 Jugendliche und junge Erwachsene aus allen Regionen Brasiliens befragt, die dem religiösen Umfeld nahestehen. 55,6 Prozent der Teilnehmer waren weiblich, 44,4 Prozent männlich.</p>
<p>Die größte Gruppe – 64,8 Prozent – war zwischen 18 und 24 Jahren alt, 32,5 Prozent zwischen 25 und 29 und 2,7 Prozent zwischen 12 und 17 Jahren. Kardinal Jaime Spengler OFM, der Erzbischof von Porto Alegre und Präsident der CNBB, betonte nach der Präsentation die Notwendigkeit, die Ergebnisse vertieft zu reflektieren.</p>
<p>68,5 Prozent der Befragten gaben an, wöchentlich an der Heiligen Messe teilzunehmen. 98 Prozent bezeichneten sich als katholisch, 93 Prozent hatten die Sakramente der christlichen Initiation bereits empfangen.</p>
<p>Bei 61 Prozent führte die religiöse Erfahrung der Eltern oder Großeltern zum ersten Kontakt mit der Kirche. Im digitalen Raum suchten die Jugendlichen häufiger nach Religion und Spiritualität als nach Unterhaltung, Bildung oder Politik. Für 13,5 Prozent der Befragten war die Kirche die drittwichtigste Informationsquelle, noch vor Influencern und Youtubern mit 12,4 Prozent.</p>
<p>Nach eigenen Angaben interessierten sich die Teilnehmer der Studie am stärksten für Heiligkeit und den christlichen Glauben. Die Vernachlässigung der Liturgie und eine übermäßige Betonung sozialpolitischer Fragen nannten sie dagegen als die größten Hindernisse für ihre Teilhabe am kirchlichen Leben.</p>
<p>„Viele Jugendliche zeigen den Wunsch, das geistliche Leben zu vertiefen, mit Interesse an Heiligkeit, dem Wort Gottes, der Eucharistie, der christlichen Formation und einer gut gefeierten Liturgie. Sie suchen eine Kirche, die Jesus Christus klar verkündet und konkrete Wege der Formation und der Gottesbegegnung anbietet, die ihnen hilft, den Glauben in der heutigen Welt zu leben“, sagte Layla Kamila, Kommunikationskoordinatorin der Bischöflichen Jugendkommission der CNBB und Mitglied des Forschungsteams, gegenüber <em>Gaudium Press</em>.</p>
<p>Neben der kirchlichen Praxis erhob die Studie auch psychische Belastungen der jungen Generation. 50 Prozent der Befragten gaben an, sich nicht durchgehend wohlzufühlen. 37,6 Prozent berichteten von Konzentrationsschwierigkeiten durch ständige Bildschirmzeit, 36,7 Prozent fühlten sich die meiste Zeit unsicher.</p>
<p>Zugleich half der Glaube vielen im Alltag: 64 Prozent gaben an, dass ihnen die Spiritualität helfe, tägliche Probleme zu bewältigen, 55,8 Prozent fühlten sich durch pastorale Präsenz gestärkt, und 43,4 Prozent hielten trotz der Schwierigkeiten an der Hoffnung auf die Zukunft fest.</p>
<p>Die Ergebnisse aus Brasilien werfen ein Licht auf eine ähnliche Debatte in Deutschland. Dort verhandeln der Synodale Weg und sein Nachfolgegremium, der Synodale Ausschuss, seit Jahren vor allem Strukturfragen, die Weihe von Frauen zu Diakoninnen, Segnungsfeiern für homosexuelle Verbindungen und den Zölibat. Genau jene Prioritäten, für die der Synodale Weg steht, tauchten in der brasilianischen Befragung nicht als Wunsch der jungen Generation auf.</p>]]>
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          <![CDATA[<p>Eine landesweite Befragung von 11.498 Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Brasilien hat ergeben, dass eine übermäßige Betonung sozialpolitischer Themen und eine vernachlässigte Liturgie zu den größten Hindernissen für die kirchliche Teilhabe junger Menschen zählen. Die Bischofskonferenz Brasiliens (CNBB) hatte die Ergebnisse der Studie „Jugendevangelisierung in Brasilien – 2025“ am 16. Juni im Ständigen Rat <a href="https://www.cnbb.org.br/comissao-para-a-juventude-da-cnbb-apresenta-o-relatorio-de-pesquisa-nacional-evangelizacao-da-juventude-no-brasil-2025/">vorgestellt</a>. Jetzt kam es zu einem größeren internationalen Medienecho.</p>
<p>„Wir haben eine Generation, die einer großen Menge oberflächlicher Inhalte ausgesetzt ist. Das erzeugt einen Durst nach tieferen Beziehungen, die dem Leben Sinn geben und den Glauben stärken“, sagte Patrícia Espíndola de Lima Teixeira, die Leiterin des Forschungsteams an der Päpstlichen Katholischen Universität Rio Grande do Sul (PUCRS), gegenüber <em><a href="https://gaudiumpress.org/content/jovens-catolicos-no-brasil-querem-uma-igreja-mais-fiel-a-sua-missao-espiritual-e-menos-politica/">Gaudium Press</a></em>.</p>
<p>Für die Studie wurden zwischen April und Juli 2025 Jugendliche und junge Erwachsene aus allen Regionen Brasiliens befragt, die dem religiösen Umfeld nahestehen. 55,6 Prozent der Teilnehmer waren weiblich, 44,4 Prozent männlich.</p>
<p>Die größte Gruppe – 64,8 Prozent – war zwischen 18 und 24 Jahren alt, 32,5 Prozent zwischen 25 und 29 und 2,7 Prozent zwischen 12 und 17 Jahren. Kardinal Jaime Spengler OFM, der Erzbischof von Porto Alegre und Präsident der CNBB, betonte nach der Präsentation die Notwendigkeit, die Ergebnisse vertieft zu reflektieren.</p>
<p>68,5 Prozent der Befragten gaben an, wöchentlich an der Heiligen Messe teilzunehmen. 98 Prozent bezeichneten sich als katholisch, 93 Prozent hatten die Sakramente der christlichen Initiation bereits empfangen.</p>
<p>Bei 61 Prozent führte die religiöse Erfahrung der Eltern oder Großeltern zum ersten Kontakt mit der Kirche. Im digitalen Raum suchten die Jugendlichen häufiger nach Religion und Spiritualität als nach Unterhaltung, Bildung oder Politik. Für 13,5 Prozent der Befragten war die Kirche die drittwichtigste Informationsquelle, noch vor Influencern und Youtubern mit 12,4 Prozent.</p>
<p>Nach eigenen Angaben interessierten sich die Teilnehmer der Studie am stärksten für Heiligkeit und den christlichen Glauben. Die Vernachlässigung der Liturgie und eine übermäßige Betonung sozialpolitischer Fragen nannten sie dagegen als die größten Hindernisse für ihre Teilhabe am kirchlichen Leben.</p>
<p>„Viele Jugendliche zeigen den Wunsch, das geistliche Leben zu vertiefen, mit Interesse an Heiligkeit, dem Wort Gottes, der Eucharistie, der christlichen Formation und einer gut gefeierten Liturgie. Sie suchen eine Kirche, die Jesus Christus klar verkündet und konkrete Wege der Formation und der Gottesbegegnung anbietet, die ihnen hilft, den Glauben in der heutigen Welt zu leben“, sagte Layla Kamila, Kommunikationskoordinatorin der Bischöflichen Jugendkommission der CNBB und Mitglied des Forschungsteams, gegenüber <em>Gaudium Press</em>.</p>
<p>Neben der kirchlichen Praxis erhob die Studie auch psychische Belastungen der jungen Generation. 50 Prozent der Befragten gaben an, sich nicht durchgehend wohlzufühlen. 37,6 Prozent berichteten von Konzentrationsschwierigkeiten durch ständige Bildschirmzeit, 36,7 Prozent fühlten sich die meiste Zeit unsicher.</p>
<p>Zugleich half der Glaube vielen im Alltag: 64 Prozent gaben an, dass ihnen die Spiritualität helfe, tägliche Probleme zu bewältigen, 55,8 Prozent fühlten sich durch pastorale Präsenz gestärkt, und 43,4 Prozent hielten trotz der Schwierigkeiten an der Hoffnung auf die Zukunft fest.</p>
<p>Die Ergebnisse aus Brasilien werfen ein Licht auf eine ähnliche Debatte in Deutschland. Dort verhandeln der Synodale Weg und sein Nachfolgegremium, der Synodale Ausschuss, seit Jahren vor allem Strukturfragen, die Weihe von Frauen zu Diakoninnen, Segnungsfeiern für homosexuelle Verbindungen und den Zölibat. Genau jene Prioritäten, für die der Synodale Weg steht, tauchten in der brasilianischen Befragung nicht als Wunsch der jungen Generation auf.</p>]]>
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                  <category>Brasilien</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Welt</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[Alexander Folz ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Fri, 24 Jul 2026 16:00:00 +0200</pubDate>
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        <title>Homo-Segnungen: Kardinal Marx bleibt kritischen Priestern eine Antwort schuldig</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/25201/homo-segnungen-kardinal-marx-bleibt-kritischen-priestern-eine-antwort-schuldig</link>
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          <![CDATA[<p>26 Priester des Erzbistums München und Freising haben Kardinal Reinhard Marx wegen der von ihm angeordneten Segnungen für homosexuelle Verbindungen und wiederverheiratete Geschiedene kritische Fragen gestellt. Zehn Wochen nach ihrem Brief vom 12. Mai haben die Unterzeichner noch immer keine inhaltliche Antwort erhalten.</p>
<p>„Wie erklären wir den offenkundigen Widerspruch Ihrer Handreichung zu <em>Fiducia supplicans</em>, oder gilt <em>Fiducia supplicans</em> in unserer Erzdiözese nicht mehr?“, fragten die Priester in dem Schreiben vom 12. Mai, über das die katholische Wochenzeitung <a href="https://www.die-tagespost.de/kirche/aktuell/segensfeiern-priester-schicken-rueckfragen-an-marx-art-277178">„Die Tagespost“</a> in dieser Woche berichtete. An anderer Stelle des Briefes richteten sie eine weitere grundsätzliche Frage an den Kardinal: „Warum bitten Sie uns, gegen den wiederholt erklärten Willen des Heiligen Vaters zu handeln?“</p>
<p>Von den 26 Unterzeichnern des Briefes stehen nur zwei bereits im Ruhestand. Mehr als die Hälfte leitet einen Pfarrverband. Am Ende ihres Schreibens baten die Priester um Klärung: „Wir wünschen uns in echtem Dialog mit Ihnen eine Klärung, ob und wie die Lehre der Kirche in unserer Erzdiözese weiter in Einheit mit dieser gelehrt und gelebt werden soll.“ Sie schlossen mit den Worten: „Dankbar erwarten wir Ihre Klarstellungen, versprechen Ihnen unser Gebet und verbleiben mit freundlichem Gruß.“</p>
<p>Marx hatte die Priester und hauptamtlichen Seelsorger des Erzbistums bereits am 10. April in einem internen Schreiben angewiesen, die Handreichung „Segen gibt der Liebe Kraft“ als „Grundlage des seelsorglichen Handelns“ einzuführen, wie <a href="https://de.catholicnewsagency.com/news/24097/kardinal-marx-verpflichtet-priester-homosexuelle-segensfeiern-zu-ermoglichen">CNA Deutsch berichtete</a>.</p>
<p>Wer eine Segnung aus Gewissensgründen nicht selbst vornehmen wolle, solle die Paare an den Dekan oder einen anderen Seelsorger verweisen. Marx betonte, „dass es sich bei der Segnung nicht um die Feier einer sakramentalen Ehe handelt“.</p>
<p>In ihrem Brief wiesen die Priester darauf hin, dass Marx sie um die Umsetzung eines Synodalbeschlusses „ohne jede Rechtsverbindlichkeit“ bitte. Die fünfte Synodalversammlung hatte den zugrunde liegenden Text im März 2023 mit 92 Prozent der Stimmen angenommen. Im Frühjahr 2025 legte die Gemeinsame Konferenz aus Deutscher Bischofskonferenz (DBK) und Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) die endgültige Handreichung vor.</p>
<p>In der Kirche in Deutschland ist diese Handreichung höchst umstritten. Offizielle Empfehlungen gaben die Bistümer Limburg, Osnabrück, Rottenburg-Stuttgart und Trier heraus. Das Erzbistum Köln sowie die Bistümer Augsburg, Eichstätt, Passau und Regensburg haben die Anwendung jedoch abgelehnt und verwiesen zur Begründung auf die römische Erklärung <em>Fiducia supplicans</em>.</p>
<p>Erstunterzeichner Philipp Werner, Pfarrer von Prien am Chiemsee, führte im Juli statt des von den Priestern gewünschten offenen Dialogs ein privates Gespräch mit Marx, über das er keine Auskunft geben wollte.</p>
<p>Gegenüber seinen Mitstreitern hatte er im Juni erklärt: „Uns ist es gelungen, den Erzbischof nicht durch Medien oder Flurfunk unter Druck zu setzen.“ Ähnlich äußerte sich der Neuperlacher Pfarrer Bodo Windolf: „Es geht wirklich um die Sache, nicht gegen den Bischof.“ Zugleich vermisse er Loyalität auf Seiten des Erzbischofs: „Sonst müsste sich der Erzbischof den Fragen stellen.“</p>
<p>Auf Anfrage der Tagespost, wie Marx auf die Fragen seiner Priester reagieren wolle, erklärte der stellvertretende Pressesprecher Christoph Kappes lediglich: „Wir äußern uns nicht dazu.“ Ein Marx zugeschriebenes Zitat, wonach er die Unterzeichner bei einem Dekanetreffen als „jugendliche Störenfriede“ bezeichnet habe, wies Kappes als „frei erfunden“ zurück. Ob das Gespräch mit den Dekanen in dieser Form überhaupt stattfand, ließ das Ordinariat offen.</p>
<p>Nach zehn Wochen ohne inhaltliche Antwort ziehen die Priester nun in Betracht, ihre Fragen als <em>Dubia</em> nach Rom zu schicken. Als mögliche Adressaten gelten das vatikanische Staatssekretariat, das Dikasterium für den Klerus und das Dikasterium für die Gesetzestexte.</p>
<p>In der Handreichung wird auf <em>Fiducia supplicans</em> verwiesen, jene Erklärung des Dikasteriums für die Glaubenslehre vom 18. Dezember 2023, die Segnungen für Paare in irregulären Situationen grundsätzlich erlaubt, aber jede Ritualisierung ausschließt. Laut Nummer 31 des Dokuments dürfe ihre Form „von den kirchlichen Autoritäten nicht rituell festgelegt werden […], um keine Verwechslung mit dem dem Ehesakrament eigenen Segen hervorzurufen“. Nummer 38 hält zudem fest, man solle „die Segnung von Paaren, die sich in einer irregulären Situation befinden, weder fördern noch ein Ritual dafür vorsehen“.</p>
<p>Der Katechismus der Katholischen Kirche hält zugleich fest, homosexuelle Handlungen seien „in sich nicht in Ordnung“ und „in keinem Fall zu billigen“ (KKK 2357), homosexuellen Personen sei aber „mit Achtung, Mitleid und Takt zu begegnen“ (KKK 2358).</p>]]>
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          <![CDATA[<p>26 Priester des Erzbistums München und Freising haben Kardinal Reinhard Marx wegen der von ihm angeordneten Segnungen für homosexuelle Verbindungen und wiederverheiratete Geschiedene kritische Fragen gestellt. Zehn Wochen nach ihrem Brief vom 12. Mai haben die Unterzeichner noch immer keine inhaltliche Antwort erhalten.</p>
<p>„Wie erklären wir den offenkundigen Widerspruch Ihrer Handreichung zu <em>Fiducia supplicans</em>, oder gilt <em>Fiducia supplicans</em> in unserer Erzdiözese nicht mehr?“, fragten die Priester in dem Schreiben vom 12. Mai, über das die katholische Wochenzeitung <a href="https://www.die-tagespost.de/kirche/aktuell/segensfeiern-priester-schicken-rueckfragen-an-marx-art-277178">„Die Tagespost“</a> in dieser Woche berichtete. An anderer Stelle des Briefes richteten sie eine weitere grundsätzliche Frage an den Kardinal: „Warum bitten Sie uns, gegen den wiederholt erklärten Willen des Heiligen Vaters zu handeln?“</p>
<p>Von den 26 Unterzeichnern des Briefes stehen nur zwei bereits im Ruhestand. Mehr als die Hälfte leitet einen Pfarrverband. Am Ende ihres Schreibens baten die Priester um Klärung: „Wir wünschen uns in echtem Dialog mit Ihnen eine Klärung, ob und wie die Lehre der Kirche in unserer Erzdiözese weiter in Einheit mit dieser gelehrt und gelebt werden soll.“ Sie schlossen mit den Worten: „Dankbar erwarten wir Ihre Klarstellungen, versprechen Ihnen unser Gebet und verbleiben mit freundlichem Gruß.“</p>
<p>Marx hatte die Priester und hauptamtlichen Seelsorger des Erzbistums bereits am 10. April in einem internen Schreiben angewiesen, die Handreichung „Segen gibt der Liebe Kraft“ als „Grundlage des seelsorglichen Handelns“ einzuführen, wie <a href="https://de.catholicnewsagency.com/news/24097/kardinal-marx-verpflichtet-priester-homosexuelle-segensfeiern-zu-ermoglichen">CNA Deutsch berichtete</a>.</p>
<p>Wer eine Segnung aus Gewissensgründen nicht selbst vornehmen wolle, solle die Paare an den Dekan oder einen anderen Seelsorger verweisen. Marx betonte, „dass es sich bei der Segnung nicht um die Feier einer sakramentalen Ehe handelt“.</p>
<p>In ihrem Brief wiesen die Priester darauf hin, dass Marx sie um die Umsetzung eines Synodalbeschlusses „ohne jede Rechtsverbindlichkeit“ bitte. Die fünfte Synodalversammlung hatte den zugrunde liegenden Text im März 2023 mit 92 Prozent der Stimmen angenommen. Im Frühjahr 2025 legte die Gemeinsame Konferenz aus Deutscher Bischofskonferenz (DBK) und Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) die endgültige Handreichung vor.</p>
<p>In der Kirche in Deutschland ist diese Handreichung höchst umstritten. Offizielle Empfehlungen gaben die Bistümer Limburg, Osnabrück, Rottenburg-Stuttgart und Trier heraus. Das Erzbistum Köln sowie die Bistümer Augsburg, Eichstätt, Passau und Regensburg haben die Anwendung jedoch abgelehnt und verwiesen zur Begründung auf die römische Erklärung <em>Fiducia supplicans</em>.</p>
<p>Erstunterzeichner Philipp Werner, Pfarrer von Prien am Chiemsee, führte im Juli statt des von den Priestern gewünschten offenen Dialogs ein privates Gespräch mit Marx, über das er keine Auskunft geben wollte.</p>
<p>Gegenüber seinen Mitstreitern hatte er im Juni erklärt: „Uns ist es gelungen, den Erzbischof nicht durch Medien oder Flurfunk unter Druck zu setzen.“ Ähnlich äußerte sich der Neuperlacher Pfarrer Bodo Windolf: „Es geht wirklich um die Sache, nicht gegen den Bischof.“ Zugleich vermisse er Loyalität auf Seiten des Erzbischofs: „Sonst müsste sich der Erzbischof den Fragen stellen.“</p>
<p>Auf Anfrage der Tagespost, wie Marx auf die Fragen seiner Priester reagieren wolle, erklärte der stellvertretende Pressesprecher Christoph Kappes lediglich: „Wir äußern uns nicht dazu.“ Ein Marx zugeschriebenes Zitat, wonach er die Unterzeichner bei einem Dekanetreffen als „jugendliche Störenfriede“ bezeichnet habe, wies Kappes als „frei erfunden“ zurück. Ob das Gespräch mit den Dekanen in dieser Form überhaupt stattfand, ließ das Ordinariat offen.</p>
<p>Nach zehn Wochen ohne inhaltliche Antwort ziehen die Priester nun in Betracht, ihre Fragen als <em>Dubia</em> nach Rom zu schicken. Als mögliche Adressaten gelten das vatikanische Staatssekretariat, das Dikasterium für den Klerus und das Dikasterium für die Gesetzestexte.</p>
<p>In der Handreichung wird auf <em>Fiducia supplicans</em> verwiesen, jene Erklärung des Dikasteriums für die Glaubenslehre vom 18. Dezember 2023, die Segnungen für Paare in irregulären Situationen grundsätzlich erlaubt, aber jede Ritualisierung ausschließt. Laut Nummer 31 des Dokuments dürfe ihre Form „von den kirchlichen Autoritäten nicht rituell festgelegt werden […], um keine Verwechslung mit dem dem Ehesakrament eigenen Segen hervorzurufen“. Nummer 38 hält zudem fest, man solle „die Segnung von Paaren, die sich in einer irregulären Situation befinden, weder fördern noch ein Ritual dafür vorsehen“.</p>
<p>Der Katechismus der Katholischen Kirche hält zugleich fest, homosexuelle Handlungen seien „in sich nicht in Ordnung“ und „in keinem Fall zu billigen“ (KKK 2357), homosexuellen Personen sei aber „mit Achtung, Mitleid und Takt zu begegnen“ (KKK 2358).</p>]]>
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                  <category>Deutschland</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[Alexander Folz ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Fri, 24 Jul 2026 15:30:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Abkommen mit China: Papst Leo ernennt neuen chinesischen Bischof</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/25203/abkommen-mit-china-papst-leo-ernennt-neuen-chinesischen-bischof</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Papst Leo XIV. hat einen neuen chinesischen Bischof ernannt. Es handelt sich um Giuseppe Chang Yanfeng, der, wie der Vatikan mitteilte, am Mittwoch die Bischofsweihe als neuer Bischof von Chifeng in der Region Innere Mongolei (China) empfing, nachdem der Papst seine Ernennung am 15. Juni 2026 genehmigt hatte.</p>
<p>Wie der Heilige Stuhl mitteilte, erfolgte die Ernennung im Rahmen des vorläufigen Abkommens zwischen dem Heiligen Stuhl und der Volksrepublik China, durch das der Papst die für diese Diözese vorgeschlagene Kandidatur genehmigte.</p>
<p>Bischof Chang Yanfeng steht an der Spitze einer Ortskirche, die seit Oktober 2021 unter seiner Leitung stand, als er zum Diözesanadministrator ernannt wurde.</p>
<p>Der neue Bischof wurde am 4. April 1984 in Beizhen in der chinesischen Provinz Liaoning geboren. Von 2000 bis 2006 studierte er am Theologischen Seminar in Shenyang. Nach einer Zeit pastoraler Tätigkeit in der Pfarrei Lindong setzte er seine akademische Ausbildung an der Katholischen Universität Daejeon in Südkorea fort, wo er den Abschluss in biblischer Theologie erwarb. Am 18. November 2010 wurde er zum Priester für die Diözese Chifeng geweiht.</p>
<p>In den ersten Jahren seines Priesteramts übernahm er verschiedene Aufgaben in der Diözesankurie und betreute mehrere Pfarreien der Diözese. Von 2013 bis 2019 war er Pfarrer der Kathedrale von Chifeng. Anschließend übte er von 2019 bis 2021 seinen pastoralen Dienst in der Pfarrei Lindong aus. Am 15. Oktober 2021 wurde er zum Diözesanadministrator von Chifeng ernannt – eine Aufgabe, die er bis zu seiner Ernennung zum Bischof wahrnahm.</p><p>
<strong>Fortsetzung des Dialogs zwischen Rom und Peking</strong>
</p>

<p>Diese neue Ernennung wurde im Rahmen des Dialogs über die Umsetzung des 2018 unterzeichneten Abkommens zwischen dem Heiligen Stuhl und China möglich, das eine einvernehmliche Ernennung von Bischöfen ermöglicht – eine Zuständigkeit, die dem Papst obliegt und die Peking jahrzehntelang als Einmischung in seine inneren Angelegenheiten betrachtet hatte.</p>
<p>Beide Staaten unterhalten seit 1951, nach der Machtübernahme durch das kommunistische Regime von Mao Zedong, keine diplomatischen Beziehungen mehr. Seitdem sind die chinesischen Katholiken gespalten zwischen der von den Behörden in Peking kontrollierten Chinesischen Katholisch-Patriotischen Vereinigung und der Rom treu verbundenen Untergrundkirche.</p>
<p>Der vollständige Wortlaut des Abkommens von 2018 ist nach wie vor nicht bekannt. Das Abkommen wurde bis 2024 alle zwei Jahre verlängert, bis beide Seiten beschlossen, es um weitere vier Jahre bis 2028 zu verlängern.</p>
<p>Nach den bekannten Bestimmungen des Abkommens behält der Papst das letzte Wort bei Bischofsernennungen in China, das heißt, er verfügt über ein Vetorecht gegenüber den von Peking vorgeschlagenen Kandidaten. Der Heilige Stuhl hat sich seinerseits verpflichtet, keine Bischofsernennungen vorzunehmen, ohne zuvor die Zustimmung der chinesischen Regierung einzuholen.</p><p>
<strong>Spannungen während der Sedisvakanz</strong>
</p>

<p>Während der Zeit der Sedisvakanz zwischen dem Tod von Franziskus und der Wahl von Leo wählten die chinesischen Behörden jedoch einseitig zwei Bischöfe aus, darunter einen für eine Diözese, die bereits von einem vom Vatikan anerkannten Bischof geleitet wurde.</p>
<p>Am 28. April wurde Wu Jianlin von den vom chinesischen Staat kontrollierten kirchlichen Gremien zum Weihbischof in Shanghai gewählt. Am folgenden Tag wurde Li Jianlin zum Bischof von Xinxiang in der Provinz Henan ernannt.</p>
<p>Diese letzte Ernennung sorgte für Kontroversen, da der Heilige Stuhl bereits Joseph Zhang Weizhu als legitimen Bischof dieser Diözese anerkannte.</p>
<p>Auch wenn diese Ernennungen möglicherweise bereits vor dem Tod von Papst Franziskus geplant waren, zog ihr zeitliches Zusammentreffen die Aufmerksamkeit zahlreicher Beobachter auf sich. Wie <em>AsiaNews</em> berichtete, vermittelten die Entscheidungen eine klare Botschaft der Kommunistischen Partei Chinas: Der vakante Papstthron im Vatikan hat keinen Einfluss auf die Funktionsweise der katholischen Kirche in China.</p>
<p>Mit der Ernennung von Giuseppe Chang Yanfeng und seiner Bischofsweihe am Mittwoch sind es nun bereits 15 chinesische katholische Bischöfe, die im Rahmen des während des Pontifikats von Franziskus zwischen China und dem Heiligen Stuhl unterzeichneten vorläufigen Abkommens geweiht wurden.</p><p>
<strong>Ernennungen chinesischer Bischöfe unter Leo XIV.</strong>
</p>

<p>Der Prozess, der zur Ernennung und Bischofsweihe von Chang Yanfeng führte, vollzog sich vollständig unter dem Pontifikat von Leo XIV., was den Willen des neuen Papstes bestätigt, den Weg des Dialogs zwischen Rom und Peking offen zu halten.</p>
<p>Der derzeitige Papst verfolgt die Ernennungen und Weihen chinesischer Bischöfe aufmerksam und zeigt ein besonderes Interesse daran, dass die chinesischen Katholiken ihren Glauben in Frieden leben, das Evangelium verkünden und zur Heilung der noch immer bestehenden Wunden in der Ortskirche beitragen können. Zudem hat er betont, wie wichtig es ist, die kirchliche Gemeinschaft und die Einheit mit dem Nachfolger Petri zu bewahren, der ein sichtbares Zeichen für die Gemeinschaft unter den Bischöfen und mit der Weltkirche ist.</p>
<p>Seit Beginn seines Pontifikats hat Leo XIV. mehrere Bischofsernennungen in China vorangetrieben und einigen Würdenträgern, die bereits die Bischofsweihe empfangen hatten, neue Aufgaben übertragen.</p>
<p>Am 11. Juni 2025 gab der Vatikan die zivilrechtliche Anerkennung und die Amtseinführung von Giuseppe Lin Yuntuan als Weihbischof von Fuzhou in der Provinz Fujian bekannt. Die Ernennung erfolgte durch Leo am 5. Juni desselben Jahres. Der Geistliche selbst nahm die Entscheidung an und bekundete seine Bereitschaft, an der pastoralen Mission der Diözese mitzuwirken.</p>
<p>Anschließend, am 8. Juli 2025, hob Leo die 1946 von Papst Pius XII. errichteten Diözesen Xuanhua und Xiwanzi auf, um die neue Diözese Zhangjiakou zu gründen, eine Suffragan-Diözese von Peking. Zwei Monate später, am 10. September, empfing der Priester Giuseppe Wang Zhengui, der vom Papst mit der Leitung des neuen kirchlichen Bezirks betraut worden war, die Bischofsweihe.</p>
<p>Am 15. Oktober 2025 wurde Ignacio Wu Jianlin, den Leo XIV. am 11. August desselben Jahres ernannt hatte, zum Weihbischof in Shanghai geweiht.</p>
<p>Ebenso fand am 5. Dezember 2025 die Bischofsweihe von Francisco Li Jianlin zum Bischof der Apostolischen Präfektur Xinxiang in der Provinz Henan statt, nachdem er am 11. August 2025 vom Papst ernannt worden war.</p>
<p><em>Übersetzt und redigiert aus dem Original von <a href="https://www.aciprensa.com/noticias/127057/papa-leon-xiv-nombra-obispo-chino-en-el-marco-del-acuerdo-con-pekin">ACI Prensa</a>, der spanischsprachigen Partneragentur von CNA Deutsch.</em></p>]]>
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          <![CDATA[<p>Papst Leo XIV. hat einen neuen chinesischen Bischof ernannt. Es handelt sich um Giuseppe Chang Yanfeng, der, wie der Vatikan mitteilte, am Mittwoch die Bischofsweihe als neuer Bischof von Chifeng in der Region Innere Mongolei (China) empfing, nachdem der Papst seine Ernennung am 15. Juni 2026 genehmigt hatte.</p>
<p>Wie der Heilige Stuhl mitteilte, erfolgte die Ernennung im Rahmen des vorläufigen Abkommens zwischen dem Heiligen Stuhl und der Volksrepublik China, durch das der Papst die für diese Diözese vorgeschlagene Kandidatur genehmigte.</p>
<p>Bischof Chang Yanfeng steht an der Spitze einer Ortskirche, die seit Oktober 2021 unter seiner Leitung stand, als er zum Diözesanadministrator ernannt wurde.</p>
<p>Der neue Bischof wurde am 4. April 1984 in Beizhen in der chinesischen Provinz Liaoning geboren. Von 2000 bis 2006 studierte er am Theologischen Seminar in Shenyang. Nach einer Zeit pastoraler Tätigkeit in der Pfarrei Lindong setzte er seine akademische Ausbildung an der Katholischen Universität Daejeon in Südkorea fort, wo er den Abschluss in biblischer Theologie erwarb. Am 18. November 2010 wurde er zum Priester für die Diözese Chifeng geweiht.</p>
<p>In den ersten Jahren seines Priesteramts übernahm er verschiedene Aufgaben in der Diözesankurie und betreute mehrere Pfarreien der Diözese. Von 2013 bis 2019 war er Pfarrer der Kathedrale von Chifeng. Anschließend übte er von 2019 bis 2021 seinen pastoralen Dienst in der Pfarrei Lindong aus. Am 15. Oktober 2021 wurde er zum Diözesanadministrator von Chifeng ernannt – eine Aufgabe, die er bis zu seiner Ernennung zum Bischof wahrnahm.</p><p>
<strong>Fortsetzung des Dialogs zwischen Rom und Peking</strong>
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<p>Diese neue Ernennung wurde im Rahmen des Dialogs über die Umsetzung des 2018 unterzeichneten Abkommens zwischen dem Heiligen Stuhl und China möglich, das eine einvernehmliche Ernennung von Bischöfen ermöglicht – eine Zuständigkeit, die dem Papst obliegt und die Peking jahrzehntelang als Einmischung in seine inneren Angelegenheiten betrachtet hatte.</p>
<p>Beide Staaten unterhalten seit 1951, nach der Machtübernahme durch das kommunistische Regime von Mao Zedong, keine diplomatischen Beziehungen mehr. Seitdem sind die chinesischen Katholiken gespalten zwischen der von den Behörden in Peking kontrollierten Chinesischen Katholisch-Patriotischen Vereinigung und der Rom treu verbundenen Untergrundkirche.</p>
<p>Der vollständige Wortlaut des Abkommens von 2018 ist nach wie vor nicht bekannt. Das Abkommen wurde bis 2024 alle zwei Jahre verlängert, bis beide Seiten beschlossen, es um weitere vier Jahre bis 2028 zu verlängern.</p>
<p>Nach den bekannten Bestimmungen des Abkommens behält der Papst das letzte Wort bei Bischofsernennungen in China, das heißt, er verfügt über ein Vetorecht gegenüber den von Peking vorgeschlagenen Kandidaten. Der Heilige Stuhl hat sich seinerseits verpflichtet, keine Bischofsernennungen vorzunehmen, ohne zuvor die Zustimmung der chinesischen Regierung einzuholen.</p><p>
<strong>Spannungen während der Sedisvakanz</strong>
</p>

<p>Während der Zeit der Sedisvakanz zwischen dem Tod von Franziskus und der Wahl von Leo wählten die chinesischen Behörden jedoch einseitig zwei Bischöfe aus, darunter einen für eine Diözese, die bereits von einem vom Vatikan anerkannten Bischof geleitet wurde.</p>
<p>Am 28. April wurde Wu Jianlin von den vom chinesischen Staat kontrollierten kirchlichen Gremien zum Weihbischof in Shanghai gewählt. Am folgenden Tag wurde Li Jianlin zum Bischof von Xinxiang in der Provinz Henan ernannt.</p>
<p>Diese letzte Ernennung sorgte für Kontroversen, da der Heilige Stuhl bereits Joseph Zhang Weizhu als legitimen Bischof dieser Diözese anerkannte.</p>
<p>Auch wenn diese Ernennungen möglicherweise bereits vor dem Tod von Papst Franziskus geplant waren, zog ihr zeitliches Zusammentreffen die Aufmerksamkeit zahlreicher Beobachter auf sich. Wie <em>AsiaNews</em> berichtete, vermittelten die Entscheidungen eine klare Botschaft der Kommunistischen Partei Chinas: Der vakante Papstthron im Vatikan hat keinen Einfluss auf die Funktionsweise der katholischen Kirche in China.</p>
<p>Mit der Ernennung von Giuseppe Chang Yanfeng und seiner Bischofsweihe am Mittwoch sind es nun bereits 15 chinesische katholische Bischöfe, die im Rahmen des während des Pontifikats von Franziskus zwischen China und dem Heiligen Stuhl unterzeichneten vorläufigen Abkommens geweiht wurden.</p><p>
<strong>Ernennungen chinesischer Bischöfe unter Leo XIV.</strong>
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<p>Der Prozess, der zur Ernennung und Bischofsweihe von Chang Yanfeng führte, vollzog sich vollständig unter dem Pontifikat von Leo XIV., was den Willen des neuen Papstes bestätigt, den Weg des Dialogs zwischen Rom und Peking offen zu halten.</p>
<p>Der derzeitige Papst verfolgt die Ernennungen und Weihen chinesischer Bischöfe aufmerksam und zeigt ein besonderes Interesse daran, dass die chinesischen Katholiken ihren Glauben in Frieden leben, das Evangelium verkünden und zur Heilung der noch immer bestehenden Wunden in der Ortskirche beitragen können. Zudem hat er betont, wie wichtig es ist, die kirchliche Gemeinschaft und die Einheit mit dem Nachfolger Petri zu bewahren, der ein sichtbares Zeichen für die Gemeinschaft unter den Bischöfen und mit der Weltkirche ist.</p>
<p>Seit Beginn seines Pontifikats hat Leo XIV. mehrere Bischofsernennungen in China vorangetrieben und einigen Würdenträgern, die bereits die Bischofsweihe empfangen hatten, neue Aufgaben übertragen.</p>
<p>Am 11. Juni 2025 gab der Vatikan die zivilrechtliche Anerkennung und die Amtseinführung von Giuseppe Lin Yuntuan als Weihbischof von Fuzhou in der Provinz Fujian bekannt. Die Ernennung erfolgte durch Leo am 5. Juni desselben Jahres. Der Geistliche selbst nahm die Entscheidung an und bekundete seine Bereitschaft, an der pastoralen Mission der Diözese mitzuwirken.</p>
<p>Anschließend, am 8. Juli 2025, hob Leo die 1946 von Papst Pius XII. errichteten Diözesen Xuanhua und Xiwanzi auf, um die neue Diözese Zhangjiakou zu gründen, eine Suffragan-Diözese von Peking. Zwei Monate später, am 10. September, empfing der Priester Giuseppe Wang Zhengui, der vom Papst mit der Leitung des neuen kirchlichen Bezirks betraut worden war, die Bischofsweihe.</p>
<p>Am 15. Oktober 2025 wurde Ignacio Wu Jianlin, den Leo XIV. am 11. August desselben Jahres ernannt hatte, zum Weihbischof in Shanghai geweiht.</p>
<p>Ebenso fand am 5. Dezember 2025 die Bischofsweihe von Francisco Li Jianlin zum Bischof der Apostolischen Präfektur Xinxiang in der Provinz Henan statt, nachdem er am 11. August 2025 vom Papst ernannt worden war.</p>
<p><em>Übersetzt und redigiert aus dem Original von <a href="https://www.aciprensa.com/noticias/127057/papa-leon-xiv-nombra-obispo-chino-en-el-marco-del-acuerdo-con-pekin">ACI Prensa</a>, der spanischsprachigen Partneragentur von CNA Deutsch.</em></p>]]>
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                  <category>Vatikanstadt</category>
                                  <category>Vatikan</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[Victoria Cardiel ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Fri, 24 Jul 2026 14:15:00 +0200</pubDate>
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          <item>
        <title>Neuer Nuntius in Deutschland, Erzbischof Hubertus van Megen, offiziell im Amt</title>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Der neue Apostolische Nuntius in Deutschland, Erzbischof Hubertus van Megen, hat am Donnerstag sein Amt offiziell angetreten. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier <a href="https://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Berichte/DE/Frank-Walter-Steinmeier/2026/07/260723-Botschafter-Akkreditierungen.html">empfing</a> van Megen in der Villa Borsig zur Akkreditierung, ebenso wie die neuen Botschafter aus mehreren anderen Ländern.</p>
<p>Die Katholische Nachrichten-Agentur (<a href="https://www.domradio.de/artikel/neuer-papst-botschafter-deutschland-offiziell-im-amt">KNA</a>) berichtete noch: „Am Donnerstag überreichte der Apostolische Nuntius das päpstliche Beglaubigungsschreiben an Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in der Villa Borsig in Berlin. Anschließend zogen sich van Megen und Steinmeier zu einem kurzen persönlichen Gespräch zurück.“</p>
<p>Der neue Nuntius wurde im niederländischen Eygelshoven geboren, einem direkt an der deutschen Grenze gelegenen Ort im Bistum Roermond. Ins nahegelegene Herzogenrath im Bistum Aachen sind es weniger als fünf Kilometer. Für das Bistum Roermond wurde van Megen dann auch 1987 zum Priester geweiht.</p>
<p>Bald trat er in den Diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhls ein. 2014 machte Papst Franziskus ihn zum Apostolischen Nuntius im Sudan und kurze Zeit später auch in Eritrea. Die Bischofsweihe empfing van Megen aus den Händen von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin.</p>
<p>2019 versetzte Franziskus ihn als Nuntius nach Kenia. Im selben Jahr übertrug der Pontifex ihm auch die Nuntiatur im Südsudan. Gleichzeitig hatte van Megen verschiedene Positionen innerhalb von Institutionen der Vereinten Nationen.</p>
<p>Bei seinem Abschied aus Kenia sagte van Megen im Mai, die Kirche in Deutschland sei „alt und grau“ – wie er selbst, und wie die Kirche in seiner niederländischen Heimat. Er sei „nicht sicher“, wo sich „die jungen Leute“ befänden, aber „sie sind nicht in der Kirche, das kann ich Ihnen sagen. Und das wird die Herausforderung in Deutschland sein.“</p>]]>
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          <![CDATA[<p>Der neue Apostolische Nuntius in Deutschland, Erzbischof Hubertus van Megen, hat am Donnerstag sein Amt offiziell angetreten. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier <a href="https://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Berichte/DE/Frank-Walter-Steinmeier/2026/07/260723-Botschafter-Akkreditierungen.html">empfing</a> van Megen in der Villa Borsig zur Akkreditierung, ebenso wie die neuen Botschafter aus mehreren anderen Ländern.</p>
<p>Die Katholische Nachrichten-Agentur (<a href="https://www.domradio.de/artikel/neuer-papst-botschafter-deutschland-offiziell-im-amt">KNA</a>) berichtete noch: „Am Donnerstag überreichte der Apostolische Nuntius das päpstliche Beglaubigungsschreiben an Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in der Villa Borsig in Berlin. Anschließend zogen sich van Megen und Steinmeier zu einem kurzen persönlichen Gespräch zurück.“</p>
<p>Der neue Nuntius wurde im niederländischen Eygelshoven geboren, einem direkt an der deutschen Grenze gelegenen Ort im Bistum Roermond. Ins nahegelegene Herzogenrath im Bistum Aachen sind es weniger als fünf Kilometer. Für das Bistum Roermond wurde van Megen dann auch 1987 zum Priester geweiht.</p>
<p>Bald trat er in den Diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhls ein. 2014 machte Papst Franziskus ihn zum Apostolischen Nuntius im Sudan und kurze Zeit später auch in Eritrea. Die Bischofsweihe empfing van Megen aus den Händen von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin.</p>
<p>2019 versetzte Franziskus ihn als Nuntius nach Kenia. Im selben Jahr übertrug der Pontifex ihm auch die Nuntiatur im Südsudan. Gleichzeitig hatte van Megen verschiedene Positionen innerhalb von Institutionen der Vereinten Nationen.</p>
<p>Bei seinem Abschied aus Kenia sagte van Megen im Mai, die Kirche in Deutschland sei „alt und grau“ – wie er selbst, und wie die Kirche in seiner niederländischen Heimat. Er sei „nicht sicher“, wo sich „die jungen Leute“ befänden, aber „sie sind nicht in der Kirche, das kann ich Ihnen sagen. Und das wird die Herausforderung in Deutschland sein.“</p>]]>
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                  <category>Deutschland</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Fri, 24 Jul 2026 13:00:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Neue Studie zeigt dramatisches Sterben kontemplativer Klöster in Frankreich</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/25209/neue-studie-zeigt-dramatisches-sterben-kontemplativer-kloster-in-frankreich</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Eine neue Studie zeigt das dramatische Sterben kontemplativer Klöster in Frankreich in den letzten zwei Jahrzehnten. Die Soziologin Isabelle Jonveaux stellte die Ergebnisse ihrer Forschungen in dieser Woche im französischen Magazin <em><a href="https://www.lavie.fr/actualite/societe/il-y-a-une-acceleration-des-fermetures-de-monasteres-une-etude-inedite-dresse-un-etat-des-lieux-pour-la-france-104616.php">La Vie</a></em> vor: „In den letzten 20 Jahren wurde fast ein Drittel der Klöster (rund 30 Prozent) geschlossen.“</p>
<p>„Frauenklöster sind überproportional stark betroffen“, fuhr Jonveaux fort. „32 Prozent von ihnen wurden geschlossen, verglichen mit 21 Prozent der Männerklöster. Dabei ist zu beachten, dass es in den vergangenen Jahrhunderten weitaus mehr Frauenklöster gab (die Datenbank von 2007 verzeichnete 249 Frauenklöster gegenüber 56 Männerklöstern).“</p>
<p>„Besonders hart getroffen sind die Karmelitinnenklöster mit einer Schließungsquote von 40 Prozent innerhalb von 20 Jahren (34 von 85 Klöstern wurden geschlossen)“, erklärte die Soziologin. „Ähnliche Quoten zeigen sich bei den Klarissen (rund 40 Prozent Schließungen) und den Visitantinnen (30 Prozent). Auch bei den Trappistinnen ist die Quote hoch (36,4 Prozent). Weniger stark betroffen sind hingegen die Dominikanerinnen (8 Prozent) und die Benediktiner (Männer und Frauen zusammen: 18 Prozent).“</p>
<p>Zudem konnte Jonveaux feststellen: „Von den Klöstern, in denen das Stundengebet 2007 auf Französisch abgehalten wurde, sind seither 34 Prozent geschlossen worden. Dieser Anteil sinkt auf 19 Prozent bei jenen, die sowohl Französisch als auch Latein verwendeten, und auf 0 Prozent bei jenen, die ausschließlich Latein nutzten. Dies zeigt, dass Gemeinschaften, die eine bestimmte Tradition pflegen, heute ein spezifisches Publikum ansprechen.“</p>
<p>Gefragt, ob es eine Beschleunigung des Klostersterbens kontemplativer Gemeinschaften in Frankreich gebe, antwortete Jonveaux, dass dies seit einigen Jahren tatsächlich feststellbar ist. „Bis 2015 gab es im Allgemeinen weniger als vier Schließungen pro Jahr“, sagte sie. „Heute liegt der Durchschnitt bei etwa zehn pro Jahr. Frankreich nimmt eine gewisse Sonderstellung ein, da es über eine riesige Anzahl von Klöstern verfügte – vergleichbar mit Italien –, sodass nun ein erhebliches Überangebot im Verhältnis zur Zahl der Interessenten besteht.</p>]]>
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          <![CDATA[<p>Eine neue Studie zeigt das dramatische Sterben kontemplativer Klöster in Frankreich in den letzten zwei Jahrzehnten. Die Soziologin Isabelle Jonveaux stellte die Ergebnisse ihrer Forschungen in dieser Woche im französischen Magazin <em><a href="https://www.lavie.fr/actualite/societe/il-y-a-une-acceleration-des-fermetures-de-monasteres-une-etude-inedite-dresse-un-etat-des-lieux-pour-la-france-104616.php">La Vie</a></em> vor: „In den letzten 20 Jahren wurde fast ein Drittel der Klöster (rund 30 Prozent) geschlossen.“</p>
<p>„Frauenklöster sind überproportional stark betroffen“, fuhr Jonveaux fort. „32 Prozent von ihnen wurden geschlossen, verglichen mit 21 Prozent der Männerklöster. Dabei ist zu beachten, dass es in den vergangenen Jahrhunderten weitaus mehr Frauenklöster gab (die Datenbank von 2007 verzeichnete 249 Frauenklöster gegenüber 56 Männerklöstern).“</p>
<p>„Besonders hart getroffen sind die Karmelitinnenklöster mit einer Schließungsquote von 40 Prozent innerhalb von 20 Jahren (34 von 85 Klöstern wurden geschlossen)“, erklärte die Soziologin. „Ähnliche Quoten zeigen sich bei den Klarissen (rund 40 Prozent Schließungen) und den Visitantinnen (30 Prozent). Auch bei den Trappistinnen ist die Quote hoch (36,4 Prozent). Weniger stark betroffen sind hingegen die Dominikanerinnen (8 Prozent) und die Benediktiner (Männer und Frauen zusammen: 18 Prozent).“</p>
<p>Zudem konnte Jonveaux feststellen: „Von den Klöstern, in denen das Stundengebet 2007 auf Französisch abgehalten wurde, sind seither 34 Prozent geschlossen worden. Dieser Anteil sinkt auf 19 Prozent bei jenen, die sowohl Französisch als auch Latein verwendeten, und auf 0 Prozent bei jenen, die ausschließlich Latein nutzten. Dies zeigt, dass Gemeinschaften, die eine bestimmte Tradition pflegen, heute ein spezifisches Publikum ansprechen.“</p>
<p>Gefragt, ob es eine Beschleunigung des Klostersterbens kontemplativer Gemeinschaften in Frankreich gebe, antwortete Jonveaux, dass dies seit einigen Jahren tatsächlich feststellbar ist. „Bis 2015 gab es im Allgemeinen weniger als vier Schließungen pro Jahr“, sagte sie. „Heute liegt der Durchschnitt bei etwa zehn pro Jahr. Frankreich nimmt eine gewisse Sonderstellung ein, da es über eine riesige Anzahl von Klöstern verfügte – vergleichbar mit Italien –, sodass nun ein erhebliches Überangebot im Verhältnis zur Zahl der Interessenten besteht.</p>]]>
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                  <category>Frankreich</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Europa</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Fri, 24 Jul 2026 11:00:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Universitäten von Bochum und Duisburg-Essen wollen gemeinsame Theologische Fakultät</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/25207/universitaten-von-bochum-und-duisburg-essen-wollen-gemeinsame-theologische-fakultat</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Die Universitäten von Bochum und Duisburg-Essen, beide im Ruhrgebiet gelegen, wollen einem Bericht der katholischen Wochenzeitung „Die Tagespost“ zufolge eine gemeinsame Katholisch-Theologische Fakultät gründen.</p>
<p>Während die Universität Bochum eine solche Fakultät bereits hat – der Neutestamentler Thomas Söding war über Jahre hinweg der wohl bekannteste Lehrstuhlinhaber –, gibt es an der Universität Duisburg-Essen lediglich ein Institut für Katholische Theologie.</p>
<p>Zu den Hintergründen für die gemeinsame Fakultät sagte ein Sprecher des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen gegenüber der Tagespost, die Zahl der Studenten der katholischen Theologie sei in den letzten acht Jahren um 45 Prozent gesunken – in Bochum um 63 Prozent, in Duisburg-Essen immerhin um 42 Prozent. Noch deutlicher seien die Zahlen, wenn man nur auf die Erstsemester schaue.</p>
<p>Unterstützt werde das Vorhaben einer von zwei Universitäten getragenen Theologischen Fakultät auch von Bischof Franz-Josef Overbeck, der für das Bistum Essen zuständig ist, auf dessen Gebiet beide Universitäten liegen.</p>
<p>Die Ruhr-Universität Bochum geht auf das Jahr 1962 zurück. Die Universität Duisburg-Essen ging 2003 aus zwei eigenständigen Hochschulen hervor. Welche praktischen Konsequenzen eine gemeinsame Theologische Fakultät hat, ist noch unklar, zumal Bochum weiterhin Sitz der Fakultät bleiben soll.</p>]]>
        </description>
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          <![CDATA[<p>Die Universitäten von Bochum und Duisburg-Essen, beide im Ruhrgebiet gelegen, wollen einem Bericht der katholischen Wochenzeitung „Die Tagespost“ zufolge eine gemeinsame Katholisch-Theologische Fakultät gründen.</p>
<p>Während die Universität Bochum eine solche Fakultät bereits hat – der Neutestamentler Thomas Söding war über Jahre hinweg der wohl bekannteste Lehrstuhlinhaber –, gibt es an der Universität Duisburg-Essen lediglich ein Institut für Katholische Theologie.</p>
<p>Zu den Hintergründen für die gemeinsame Fakultät sagte ein Sprecher des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen gegenüber der Tagespost, die Zahl der Studenten der katholischen Theologie sei in den letzten acht Jahren um 45 Prozent gesunken – in Bochum um 63 Prozent, in Duisburg-Essen immerhin um 42 Prozent. Noch deutlicher seien die Zahlen, wenn man nur auf die Erstsemester schaue.</p>
<p>Unterstützt werde das Vorhaben einer von zwei Universitäten getragenen Theologischen Fakultät auch von Bischof Franz-Josef Overbeck, der für das Bistum Essen zuständig ist, auf dessen Gebiet beide Universitäten liegen.</p>
<p>Die Ruhr-Universität Bochum geht auf das Jahr 1962 zurück. Die Universität Duisburg-Essen ging 2003 aus zwei eigenständigen Hochschulen hervor. Welche praktischen Konsequenzen eine gemeinsame Theologische Fakultät hat, ist noch unklar, zumal Bochum weiterhin Sitz der Fakultät bleiben soll.</p>]]>
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                  <category>Deutschland</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Fri, 24 Jul 2026 09:00:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Erzbischof Koch: „Ich erlebe, dass der Glaube Menschen reich machen kann“</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/25205/erzbischof-koch-ich-erlebe-dass-der-glaube-menschen-reich-machen-kann</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>In einem langen Interview hat Erzbischof Heiner Koch über seine Haltung gegenüber Menschen gesprochen, die nicht katholisch oder christlich sind. Auch über seinen eigenen Zugang zum Glauben sprach der Berliner Erzbischof.</p>
<p>„Mein Glaube ist zunächst einmal in meiner Familie und meiner Heimatgemeinde gewachsen“, sagte er im Gespräch mit <a href="https://katholisch.de/artikel/69494-erzbischof-koch-ich-bin-dankbar-glauben-zu-duerfen">katholisch.de</a> am Donnerstag. „Ich bin in der Kirche groß geworden und habe dort Heimat gefunden. Später haben mich intensive Diskussionen über Glaubensfragen während meiner Schulzeit geprägt. Und sehr wichtig war für mich auch der frühe Tod meines Schwagers. Er starb mit nur 29 Jahren an Krebs. Die Gespräche mit ihm und sein hoffnungsvolles Sterben haben meinen eigenen Glauben und auch meine Entscheidung, Priester zu werden, tief beeinflusst.“</p>
<p>„Heute erfahre ich den Glauben immer wieder neu – im Gottesdienst, im Gebet und in den Begegnungen mit Menschen“, fügte Koch hinzu. „Ich erlebe, dass der Glaube Menschen reich machen kann. Deshalb bin ich oft einfach dankbar, glauben zu dürfen. Für mich ist das ein Geschenk und eine Gnade.“</p>
<p>Im Hinblick auf den Dialog mit nichtreligiösen Menschen sagte er, entscheidend sei für ihn „zunächst die gemeinsame Einsicht, dass wir vieles eben nicht wissen. Das gilt für Christen genauso wie für Atheisten.“</p>
<p>„Auch wir Christen können Gott nicht erklären oder begreifen“, fuhr der Erzbischof fort. „Wir glauben an einen Gott, der immer größer ist als unser Denken. Gerade deshalb braucht jeder Mensch Vertrauen. Das erleben wir ja auch außerhalb der Religion: Wer einen anderen Menschen liebt, braucht Vertrauen. Man muss sich auf die andere Person voll und ganz einlassen. Ähnlich ist es mit der Gottesfrage. Wer sich auf die Suche nach Gott macht, braucht die Bereitschaft, diesen Schritt des Vertrauens überhaupt zu wagen.“</p>
<p>Gefragt, welche Themen im Gespräch mit nichtreligiösen Menschen besonders häufig aufkämen, sagte Koch: „Ganz eindeutig die Frage nach dem Leid. Wie kann Leid einen Sinn haben? Wie kann ein guter Gott so viel Leid zulassen? Das ist letztlich die alte Frage des Hiob, und sie beschäftigt Menschen bis heute.“</p>]]>
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          <![CDATA[<p>In einem langen Interview hat Erzbischof Heiner Koch über seine Haltung gegenüber Menschen gesprochen, die nicht katholisch oder christlich sind. Auch über seinen eigenen Zugang zum Glauben sprach der Berliner Erzbischof.</p>
<p>„Mein Glaube ist zunächst einmal in meiner Familie und meiner Heimatgemeinde gewachsen“, sagte er im Gespräch mit <a href="https://katholisch.de/artikel/69494-erzbischof-koch-ich-bin-dankbar-glauben-zu-duerfen">katholisch.de</a> am Donnerstag. „Ich bin in der Kirche groß geworden und habe dort Heimat gefunden. Später haben mich intensive Diskussionen über Glaubensfragen während meiner Schulzeit geprägt. Und sehr wichtig war für mich auch der frühe Tod meines Schwagers. Er starb mit nur 29 Jahren an Krebs. Die Gespräche mit ihm und sein hoffnungsvolles Sterben haben meinen eigenen Glauben und auch meine Entscheidung, Priester zu werden, tief beeinflusst.“</p>
<p>„Heute erfahre ich den Glauben immer wieder neu – im Gottesdienst, im Gebet und in den Begegnungen mit Menschen“, fügte Koch hinzu. „Ich erlebe, dass der Glaube Menschen reich machen kann. Deshalb bin ich oft einfach dankbar, glauben zu dürfen. Für mich ist das ein Geschenk und eine Gnade.“</p>
<p>Im Hinblick auf den Dialog mit nichtreligiösen Menschen sagte er, entscheidend sei für ihn „zunächst die gemeinsame Einsicht, dass wir vieles eben nicht wissen. Das gilt für Christen genauso wie für Atheisten.“</p>
<p>„Auch wir Christen können Gott nicht erklären oder begreifen“, fuhr der Erzbischof fort. „Wir glauben an einen Gott, der immer größer ist als unser Denken. Gerade deshalb braucht jeder Mensch Vertrauen. Das erleben wir ja auch außerhalb der Religion: Wer einen anderen Menschen liebt, braucht Vertrauen. Man muss sich auf die andere Person voll und ganz einlassen. Ähnlich ist es mit der Gottesfrage. Wer sich auf die Suche nach Gott macht, braucht die Bereitschaft, diesen Schritt des Vertrauens überhaupt zu wagen.“</p>
<p>Gefragt, welche Themen im Gespräch mit nichtreligiösen Menschen besonders häufig aufkämen, sagte Koch: „Ganz eindeutig die Frage nach dem Leid. Wie kann Leid einen Sinn haben? Wie kann ein guter Gott so viel Leid zulassen? Das ist letztlich die alte Frage des Hiob, und sie beschäftigt Menschen bis heute.“</p>]]>
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                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Fri, 24 Jul 2026 07:00:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>16-Jähriger aus Hamm plante offenbar Anschlag auf Kirche: Polizei ermittelt</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/25199/16-jahriger-aus-hamm-plante-offenbar-anschlag-auf-kirche-polizei-ermittelt</link>
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          <![CDATA[<p>Ein 16-Jähriger aus Hamm ist unter dem Verdacht festgenommen worden, im Auftrag der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) einen Anschlag auf eine Kirche geplant zu haben. Die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf ermittelt gegen den Jugendlichen wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung.</p>
<p>„Hinweise auf die konkreten Anschlagspläne haben sich erst Anfang April diesen Jahres ergeben“, sagte Alexandra Wiese, Pressesprecherin der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf, der <a href="https://www.kirche-und-leben.de/artikel/anschlag-plan-terror-kirche-hamm-jugendlicher-festnahme-polizei-kriminalitaet-nordrhein-westfalen-islamismus-islamischer-staat">Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA)</a>.</p>
<p>Die Behörden ermittelten den Angaben zufolge bereits seit Anfang 2025 gegen den Jugendlichen. Zunächst hätten sich die Vorwürfe auf Beiträge in sozialen Netzwerken sowie auf einen möglichen Kontakt zu einem IS-Mitglied beschränkt. Der Schüler wurde am 2. April festgenommen. Erst jetzt wurde der Fall öffentlich.</p>
<p>„Wir ermitteln unter anderem wegen der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung gegen den Beschuldigten“, sagte die Sprecherin der Generalstaatsanwaltschaft der <a href="https://www.bild.de/regional/nordrhein-westfalen/kontakt-zu-islamisten-schueler-16-plante-terror-anschlag-auf-kirche-6a59fc1229b150f031b160e5">Boulevardzeitung „Bild“</a>. „Es besteht dringender Tatverdacht.“</p>
<p>Der Jugendliche soll die Kirche bereits beobachtet haben, wie Wiese bestätigte. Um welches Gotteshaus es sich handelt, gab die Behörde wegen der laufenden Ermittlungen und schutzwürdiger Interessen nicht bekannt.</p>
<p>Nach Informationen der „Bild“-Zeitung soll es sich um die Kirche einer unabhängigen christlichen Gemeinde handeln, die als Ziel für einen Brandanschlag ausgekundschaftet worden sei.</p>
<p>Bereits im März hatte der Schüler demnach versucht, mit einer Silvesterrakete einen Hochsitz in Brand zu setzen, der Versuch blieb aber erfolglos. Ob es sich dabei um eine Vorbereitung auf den geplanten Anschlag handelte, werde noch ermittelt, teilte die Sprecherin der Generalstaatsanwaltschaft mit.</p>
<p>Bereits 2023 habe der Schüler begonnen, sich islamistisch zu radikalisieren. „Er stand in Kontakt mit einer Person, die dem IS nahesteht“, sagte die Sprecherin der Generalstaatsanwaltschaft der „Bild“-Zeitung.</p>
<p>Der Schüler habe ursprünglich in das Gebiet des IS reisen und sich dem bewaffneten Dschihad anschließen wollen. Ein Mittelsmann habe den Schüler jedoch überredet, stattdessen zunächst in seiner Heimatstadt einen Anschlag zu verüben.</p>
<p>Der 16-Jährige befindet sich derzeit in einer jugendforensischen Einrichtung. Ein Richter hatte diese Unterbringung wegen einer psychiatrischen Erkrankung angeordnet. Einem Gutachten zufolge ist er eingeschränkt schuldfähig.</p>
<p>Der Fall aus Hamm ist kein Einzelfall, sondern spiegelt einen bundesweiten <a href="https://mediendienst-integration.de/extremismus/extremistischer-islamismus/">Trend</a> wider: Laut dem aktuellen Verfassungsschutzbericht 2025 stieg das islamistische Personenpotenzial in Deutschland auf 28.645 Personen. Das gewaltorientierte islamistische Potenzial <a href="https://www.verfassungsschutz.de/DE/verfassungsschutz/der-bericht/vsb-islamismus-und-islamistischer-terrorismus/vsb-islamismus-und-islamistischer-terrorismus_node.html#doc2146444bodyText1">liegt</a> bei rund 9.110 Personen, und Sicherheitsbehörden warnen zunehmend vor einer Radikalisierung immer jüngerer Personen.</p>]]>
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          <![CDATA[<p>Ein 16-Jähriger aus Hamm ist unter dem Verdacht festgenommen worden, im Auftrag der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) einen Anschlag auf eine Kirche geplant zu haben. Die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf ermittelt gegen den Jugendlichen wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung.</p>
<p>„Hinweise auf die konkreten Anschlagspläne haben sich erst Anfang April diesen Jahres ergeben“, sagte Alexandra Wiese, Pressesprecherin der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf, der <a href="https://www.kirche-und-leben.de/artikel/anschlag-plan-terror-kirche-hamm-jugendlicher-festnahme-polizei-kriminalitaet-nordrhein-westfalen-islamismus-islamischer-staat">Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA)</a>.</p>
<p>Die Behörden ermittelten den Angaben zufolge bereits seit Anfang 2025 gegen den Jugendlichen. Zunächst hätten sich die Vorwürfe auf Beiträge in sozialen Netzwerken sowie auf einen möglichen Kontakt zu einem IS-Mitglied beschränkt. Der Schüler wurde am 2. April festgenommen. Erst jetzt wurde der Fall öffentlich.</p>
<p>„Wir ermitteln unter anderem wegen der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung gegen den Beschuldigten“, sagte die Sprecherin der Generalstaatsanwaltschaft der <a href="https://www.bild.de/regional/nordrhein-westfalen/kontakt-zu-islamisten-schueler-16-plante-terror-anschlag-auf-kirche-6a59fc1229b150f031b160e5">Boulevardzeitung „Bild“</a>. „Es besteht dringender Tatverdacht.“</p>
<p>Der Jugendliche soll die Kirche bereits beobachtet haben, wie Wiese bestätigte. Um welches Gotteshaus es sich handelt, gab die Behörde wegen der laufenden Ermittlungen und schutzwürdiger Interessen nicht bekannt.</p>
<p>Nach Informationen der „Bild“-Zeitung soll es sich um die Kirche einer unabhängigen christlichen Gemeinde handeln, die als Ziel für einen Brandanschlag ausgekundschaftet worden sei.</p>
<p>Bereits im März hatte der Schüler demnach versucht, mit einer Silvesterrakete einen Hochsitz in Brand zu setzen, der Versuch blieb aber erfolglos. Ob es sich dabei um eine Vorbereitung auf den geplanten Anschlag handelte, werde noch ermittelt, teilte die Sprecherin der Generalstaatsanwaltschaft mit.</p>
<p>Bereits 2023 habe der Schüler begonnen, sich islamistisch zu radikalisieren. „Er stand in Kontakt mit einer Person, die dem IS nahesteht“, sagte die Sprecherin der Generalstaatsanwaltschaft der „Bild“-Zeitung.</p>
<p>Der Schüler habe ursprünglich in das Gebiet des IS reisen und sich dem bewaffneten Dschihad anschließen wollen. Ein Mittelsmann habe den Schüler jedoch überredet, stattdessen zunächst in seiner Heimatstadt einen Anschlag zu verüben.</p>
<p>Der 16-Jährige befindet sich derzeit in einer jugendforensischen Einrichtung. Ein Richter hatte diese Unterbringung wegen einer psychiatrischen Erkrankung angeordnet. Einem Gutachten zufolge ist er eingeschränkt schuldfähig.</p>
<p>Der Fall aus Hamm ist kein Einzelfall, sondern spiegelt einen bundesweiten <a href="https://mediendienst-integration.de/extremismus/extremistischer-islamismus/">Trend</a> wider: Laut dem aktuellen Verfassungsschutzbericht 2025 stieg das islamistische Personenpotenzial in Deutschland auf 28.645 Personen. Das gewaltorientierte islamistische Potenzial <a href="https://www.verfassungsschutz.de/DE/verfassungsschutz/der-bericht/vsb-islamismus-und-islamistischer-terrorismus/vsb-islamismus-und-islamistischer-terrorismus_node.html#doc2146444bodyText1">liegt</a> bei rund 9.110 Personen, und Sicherheitsbehörden warnen zunehmend vor einer Radikalisierung immer jüngerer Personen.</p>]]>
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                  <category>Deutschland</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[Alexander Folz ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Thu, 23 Jul 2026 16:00:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Juristin Frauke Brosius-Gersdorf: Verbot von Leihmutterschaft ist „Grundrechtseingriff“</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/25197/juristin-frauke-brosius-gersdorf-verbot-von-leihmutterschaft-ist-grundrechtseingriff</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Die verhinderte Verfassungsrichterin Frauke Brosius-Gersdorf hat gesagt, ein Verbot von Leihmutterschaft sei ein „Grundrechtseingriff“, für den sie „keine sachliche Rechtfertigung“ sehe.</p>
<p>Die Wahl der SPD-Kandidatin Brosius-Gersdorf ins Bundesverfassungsgericht war im Juli 2025 verhindert worden, nachdem es in der Öffentlichkeit deutlichen Widerstand gegen die Nominierung gegeben hatte, sodass auch die CDU/CSU-Fraktion nicht mehr geschlossen für sie gestimmt hätte, auch wenn Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) die befürwortet hatte. Zum Stolperstein war Brosius-Gersdorf ihre Positionierung zur Abtreibung geworden. Auch mehrere Bischöfe hatten sich gegen eine Wahl der Juristin ins Bundesverfassungsgericht ausgesprochen.</p>
<p>„Ich habe kein feministisches Verfassungsverständnis, sondern ein freiheitliches, das vom Menschen her denkt“, sagte Brosius-Gersdorf am Montag im Gespräch mit der Wochenzeitung „<a href="https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026-07/frauke-brosius-gersdorf-leihmutterschaft-jens-spahn-ruecktritt-cdu">Die Zeit</a>“. „Eines, bei dem der Staat für den Menschen da ist und nicht umgekehrt der Mensch für den Staat. Es mag sein, dass Feministinnen das so sehen, auch linke und rechte Positionen scheinen sich hier gelegentlich zu überlappen. Aber entscheidend ist doch, dass ein staatliches Verbot der Leihmutterschaft ein Eingriff in die Grundrechte der betroffenen Paare ist, die zur Familiengründung auf eine Leihmutterschaft angewiesen sind.“</p>
<p>„Weder dürfen die Leihmütter vor sich selbst geschützt werden, noch ist es ein Argument, die Schutzpflicht des Staates gegenüber den Kindern heranzuziehen, die aus Leihmutterschaften hervorgehen“, fuhr sie fort. „Denn die haben eine völlig normale Entwicklung und zeigen weder körperliche noch psychosoziale Auffälligkeiten. Das belegen viele Untersuchungen.“</p>
<p>Brosius-Gersdorf argumentierte: „Mir tun die Paare leid, die sich wegen Homosexualität oder aufgrund biologisch-genetischer Gründe einen Kinderwunsch nur im Ausland erfüllen können. Das liegt an unseren Gesetzen. Wie kann man diesen Menschen vor diesem Hintergrund vorwerfen, die rechtlich legalen Möglichkeiten im Ausland für sich zu nutzen? Damit machen sie sich weder im Ausland strafbar noch bei uns.“</p>
<p>Die Debatte um Leihmuttergeschäfte war ausgebrochen, weil der inzwischen zurückgetretene Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jens Spahn, mit seinem homosexuellen Partner ein Kind über eine Leihmutter in den USA gekauft hatte. Bereits nach wenigen Tagen musste er wegen des gesellschaftlichen Aufschreis sein Amt niederlegen.</p>
<p>Deutliche Kritik übte Brosius-Gersdorf an der Position der CDU und der CSU: „Die Union spricht mit dem Verbot der Leihmutterschaft und übrigens auch der Eizellspende in Deutschland Frauen ihr Recht auf Selbstbestimmung ab. Sie will einen paternalistischen Staat, der am besten weiß, was für Frauen und auch für potentielle Leihmütter gut ist.“</p>
<p>„Unser Grundgesetz ist aber eine freiheitliche Verfassung, die auf dem Menschenbild des selbstbestimmt und autonom handelnden Individuums beruht“, sagte sie demgegenüber. „Und das gilt selbstverständlich auch für Frauen. Deswegen ist es wirklich schade, dass Herr Spahn nicht die Kraft und den Mut aufgebracht hat, seine Haltung zur Leihmutterschaft nun öffentlich zu korrigieren.“</p>
<p>Alexandra Linder, die Vorsitzende des Bundesverbands Lebensrecht, hatte vor wenigen Tagen ausführlich das Geschäft rund um die Leihmutterschaft <a href="https://bundesverband-lebensrecht.de/kinder-werden-zu-objekten-und-frauen-zu-gebaermaschinen-gemacht/">erläutert</a>: „Kinder werden zu Objekten und Frauen zu Gebärmaschinen. Es geht letztendlich um eine Art Werklieferungsvertrag. Jemand will ein Kind. Es soll ein bestimmtes Geschlecht haben, zu einem bestimmten Zeitpunkt in einer bestimmten Qualität geliefert werden. Hierfür wird eine Firma ausgesucht, die Kataloge von Eizellspenderinnen und Kataloge von austragenden Frauen bereithält. Aus diesen Katalogen suchen die Kunden sich die passenden Frauen heraus: Rasse, Herkunft, Augen- und Haarfarbe, Intelligenzquotient, Talente, Beruf, gesundheitliche Eignung (so müssen die austragenden Frauen mindestens ein gesundes Kind geboren haben) und vieles mehr.“</p>
<p>„Die der ausgewählten, unter Gesundheitsrisiko hormonell stimulierten Frau entnommenen Eizellen werden mit dem Samen der Kunden oder fremdem Samen künstlich befruchtet, am besten entstehen mindestens zehn Embryonen“, so Linder weiter. „Denn die produzierten Kinder werden sortiert, um den Geschlechtswunsch der Kunden zu erfüllen, und einer Qualitätskontrolle unterzogen. Minderwertige und unerwünschte Embryonen werden ‚verworfen‘. Von den besten Exemplaren wird eines der ‚Leihmutter‘ eingesetzt, der Rest für weitere Kinderwünsche oder den Fall einer Fehlgeburt tiefgekühlt.“</p>
<p>Schließlich erklärte die Vorsitzende des Bundesverbands Lebensrecht: „Da die Schwangerschaft (vor allem aufgrund der fremden Gene) gesundheitlich sehr gefährlich ist, muss die ‚Leihmutter‘ bis zur Geburt engmaschig kontrolliert werden (Bluthochdruck, Präeklampsie, Frühgeburt sind nur einige der Gefahren). Wenn die Kinder nicht den Qualitätskriterien entsprechen, zum Beispiel das Down-Syndrom oder eine Krankheit haben, ist die Frau vertraglich zur Abtreibung verpflichtet. Nach der Geburt wird das Kind, das nur eine Person als Mama kennt, dieser weggenommen und an die Kunden geliefert. Für das Kind eine hochtraumatische Schädigung.“</p>
<p>Die Kosten für Geschäfte mit der Leihmutterschaft seien in den USA „im sechsstelligen Bereich“, so Linder. „Nachdem Indien und Thailand diese Form der Ausbeutung ihrer Frauen beendet hatten, verlagerte sich der Markt, zum Beispiel in die Ukraine, wo er trotz Krieg weiterläuft. Dort ist es deutlich billiger, aber vermutlich hätte es Kritik gegeben. Also kaufen CDU-Politiker ihre Kinder in den USA.“</p>
<p>Vonseiten kirchlicher Amtsträger hatte sich lediglich Bischof Stefan Oster SDB zu der Debatte um das Thema Leihmutterschaft <a href="https://stefan-oster.de/ware-gegen-wuerde/">geäußert</a>. Er kenne „weder die persönlichen Motive noch die näheren Umstände der Geburt“, stellte der Bischof von Passau klar, aber es habe „gute Gründe, dass Leihmutterschaft in unserem Land verboten ist“.</p>
<p>„Der wesentlichste Grund ist aus meiner Sicht ein Verstoß gegen die Menschenwürde“, erklärte der Bischof. „In aller Regel empfinden Eltern die Geburt eines gemeinsamen Kindes als Geschenk, als eine Gabe, die nicht zur Verfügung steht – und die deshalb auch nicht gekauft werden kann oder gekauft werden darf. Als Christen glauben wir, dass Kinder ein Geschenk Gottes sind – und ihre Würde als Personen auf Gott zurückgeht.“</p>
<p>„Menschen empfinden es aber auch deshalb als Geschenk, weil Kinder auch wieder – in aller Regel – aus der Liebesverbindung der Eltern hervorgehen“, betonte Oster außerdem. „Und weil auch die Erfahrung der Liebe selbst ein Geschenk ist, dass ich nicht kaufen kann. Es ist unverdient, wenn mich jemand liebt. Aber ich habe Verantwortung, insofern ich mich auf diese Liebe einlasse. So genannte käufliche Liebe ist deshalb genau das Gegenteil von Liebe: ein Geschäft.“</p>
<p>„Ich bin völlig überzeugt, dass jedes Kind vor allen anderen Rechten zunächst ein Recht auf seine natürlichen Eltern hat – und zwar vielmehr als dass potentielle Eltern ein Recht hätten, sich ein Kind ‚anzuschaffen‘ oder ‚machen zu lassen‘ oder gar ‚einzukaufen‘“, bekräftigte der Bischof von Passau, der sich immer wieder zu anthropologischen Themen zu Wort meldet.</p>]]>
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          <![CDATA[<p>Die verhinderte Verfassungsrichterin Frauke Brosius-Gersdorf hat gesagt, ein Verbot von Leihmutterschaft sei ein „Grundrechtseingriff“, für den sie „keine sachliche Rechtfertigung“ sehe.</p>
<p>Die Wahl der SPD-Kandidatin Brosius-Gersdorf ins Bundesverfassungsgericht war im Juli 2025 verhindert worden, nachdem es in der Öffentlichkeit deutlichen Widerstand gegen die Nominierung gegeben hatte, sodass auch die CDU/CSU-Fraktion nicht mehr geschlossen für sie gestimmt hätte, auch wenn Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) die befürwortet hatte. Zum Stolperstein war Brosius-Gersdorf ihre Positionierung zur Abtreibung geworden. Auch mehrere Bischöfe hatten sich gegen eine Wahl der Juristin ins Bundesverfassungsgericht ausgesprochen.</p>
<p>„Ich habe kein feministisches Verfassungsverständnis, sondern ein freiheitliches, das vom Menschen her denkt“, sagte Brosius-Gersdorf am Montag im Gespräch mit der Wochenzeitung „<a href="https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026-07/frauke-brosius-gersdorf-leihmutterschaft-jens-spahn-ruecktritt-cdu">Die Zeit</a>“. „Eines, bei dem der Staat für den Menschen da ist und nicht umgekehrt der Mensch für den Staat. Es mag sein, dass Feministinnen das so sehen, auch linke und rechte Positionen scheinen sich hier gelegentlich zu überlappen. Aber entscheidend ist doch, dass ein staatliches Verbot der Leihmutterschaft ein Eingriff in die Grundrechte der betroffenen Paare ist, die zur Familiengründung auf eine Leihmutterschaft angewiesen sind.“</p>
<p>„Weder dürfen die Leihmütter vor sich selbst geschützt werden, noch ist es ein Argument, die Schutzpflicht des Staates gegenüber den Kindern heranzuziehen, die aus Leihmutterschaften hervorgehen“, fuhr sie fort. „Denn die haben eine völlig normale Entwicklung und zeigen weder körperliche noch psychosoziale Auffälligkeiten. Das belegen viele Untersuchungen.“</p>
<p>Brosius-Gersdorf argumentierte: „Mir tun die Paare leid, die sich wegen Homosexualität oder aufgrund biologisch-genetischer Gründe einen Kinderwunsch nur im Ausland erfüllen können. Das liegt an unseren Gesetzen. Wie kann man diesen Menschen vor diesem Hintergrund vorwerfen, die rechtlich legalen Möglichkeiten im Ausland für sich zu nutzen? Damit machen sie sich weder im Ausland strafbar noch bei uns.“</p>
<p>Die Debatte um Leihmuttergeschäfte war ausgebrochen, weil der inzwischen zurückgetretene Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jens Spahn, mit seinem homosexuellen Partner ein Kind über eine Leihmutter in den USA gekauft hatte. Bereits nach wenigen Tagen musste er wegen des gesellschaftlichen Aufschreis sein Amt niederlegen.</p>
<p>Deutliche Kritik übte Brosius-Gersdorf an der Position der CDU und der CSU: „Die Union spricht mit dem Verbot der Leihmutterschaft und übrigens auch der Eizellspende in Deutschland Frauen ihr Recht auf Selbstbestimmung ab. Sie will einen paternalistischen Staat, der am besten weiß, was für Frauen und auch für potentielle Leihmütter gut ist.“</p>
<p>„Unser Grundgesetz ist aber eine freiheitliche Verfassung, die auf dem Menschenbild des selbstbestimmt und autonom handelnden Individuums beruht“, sagte sie demgegenüber. „Und das gilt selbstverständlich auch für Frauen. Deswegen ist es wirklich schade, dass Herr Spahn nicht die Kraft und den Mut aufgebracht hat, seine Haltung zur Leihmutterschaft nun öffentlich zu korrigieren.“</p>
<p>Alexandra Linder, die Vorsitzende des Bundesverbands Lebensrecht, hatte vor wenigen Tagen ausführlich das Geschäft rund um die Leihmutterschaft <a href="https://bundesverband-lebensrecht.de/kinder-werden-zu-objekten-und-frauen-zu-gebaermaschinen-gemacht/">erläutert</a>: „Kinder werden zu Objekten und Frauen zu Gebärmaschinen. Es geht letztendlich um eine Art Werklieferungsvertrag. Jemand will ein Kind. Es soll ein bestimmtes Geschlecht haben, zu einem bestimmten Zeitpunkt in einer bestimmten Qualität geliefert werden. Hierfür wird eine Firma ausgesucht, die Kataloge von Eizellspenderinnen und Kataloge von austragenden Frauen bereithält. Aus diesen Katalogen suchen die Kunden sich die passenden Frauen heraus: Rasse, Herkunft, Augen- und Haarfarbe, Intelligenzquotient, Talente, Beruf, gesundheitliche Eignung (so müssen die austragenden Frauen mindestens ein gesundes Kind geboren haben) und vieles mehr.“</p>
<p>„Die der ausgewählten, unter Gesundheitsrisiko hormonell stimulierten Frau entnommenen Eizellen werden mit dem Samen der Kunden oder fremdem Samen künstlich befruchtet, am besten entstehen mindestens zehn Embryonen“, so Linder weiter. „Denn die produzierten Kinder werden sortiert, um den Geschlechtswunsch der Kunden zu erfüllen, und einer Qualitätskontrolle unterzogen. Minderwertige und unerwünschte Embryonen werden ‚verworfen‘. Von den besten Exemplaren wird eines der ‚Leihmutter‘ eingesetzt, der Rest für weitere Kinderwünsche oder den Fall einer Fehlgeburt tiefgekühlt.“</p>
<p>Schließlich erklärte die Vorsitzende des Bundesverbands Lebensrecht: „Da die Schwangerschaft (vor allem aufgrund der fremden Gene) gesundheitlich sehr gefährlich ist, muss die ‚Leihmutter‘ bis zur Geburt engmaschig kontrolliert werden (Bluthochdruck, Präeklampsie, Frühgeburt sind nur einige der Gefahren). Wenn die Kinder nicht den Qualitätskriterien entsprechen, zum Beispiel das Down-Syndrom oder eine Krankheit haben, ist die Frau vertraglich zur Abtreibung verpflichtet. Nach der Geburt wird das Kind, das nur eine Person als Mama kennt, dieser weggenommen und an die Kunden geliefert. Für das Kind eine hochtraumatische Schädigung.“</p>
<p>Die Kosten für Geschäfte mit der Leihmutterschaft seien in den USA „im sechsstelligen Bereich“, so Linder. „Nachdem Indien und Thailand diese Form der Ausbeutung ihrer Frauen beendet hatten, verlagerte sich der Markt, zum Beispiel in die Ukraine, wo er trotz Krieg weiterläuft. Dort ist es deutlich billiger, aber vermutlich hätte es Kritik gegeben. Also kaufen CDU-Politiker ihre Kinder in den USA.“</p>
<p>Vonseiten kirchlicher Amtsträger hatte sich lediglich Bischof Stefan Oster SDB zu der Debatte um das Thema Leihmutterschaft <a href="https://stefan-oster.de/ware-gegen-wuerde/">geäußert</a>. Er kenne „weder die persönlichen Motive noch die näheren Umstände der Geburt“, stellte der Bischof von Passau klar, aber es habe „gute Gründe, dass Leihmutterschaft in unserem Land verboten ist“.</p>
<p>„Der wesentlichste Grund ist aus meiner Sicht ein Verstoß gegen die Menschenwürde“, erklärte der Bischof. „In aller Regel empfinden Eltern die Geburt eines gemeinsamen Kindes als Geschenk, als eine Gabe, die nicht zur Verfügung steht – und die deshalb auch nicht gekauft werden kann oder gekauft werden darf. Als Christen glauben wir, dass Kinder ein Geschenk Gottes sind – und ihre Würde als Personen auf Gott zurückgeht.“</p>
<p>„Menschen empfinden es aber auch deshalb als Geschenk, weil Kinder auch wieder – in aller Regel – aus der Liebesverbindung der Eltern hervorgehen“, betonte Oster außerdem. „Und weil auch die Erfahrung der Liebe selbst ein Geschenk ist, dass ich nicht kaufen kann. Es ist unverdient, wenn mich jemand liebt. Aber ich habe Verantwortung, insofern ich mich auf diese Liebe einlasse. So genannte käufliche Liebe ist deshalb genau das Gegenteil von Liebe: ein Geschäft.“</p>
<p>„Ich bin völlig überzeugt, dass jedes Kind vor allen anderen Rechten zunächst ein Recht auf seine natürlichen Eltern hat – und zwar vielmehr als dass potentielle Eltern ein Recht hätten, sich ein Kind ‚anzuschaffen‘ oder ‚machen zu lassen‘ oder gar ‚einzukaufen‘“, bekräftigte der Bischof von Passau, der sich immer wieder zu anthropologischen Themen zu Wort meldet.</p>]]>
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                  <category>Deutschland</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Thu, 23 Jul 2026 15:30:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Vatikan und Deutsche Bundesbank unterzeichnen Abkommen zur Stärkung der Finanzaufsicht</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/25191/vatikan-und-deutsche-bundesbank-unterzeichnen-abkommen-zur-starkung-der-finanzaufsicht</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Die vatikanische Aufsichts- und Finanzermittlungsbehörde (ASIF), die 2010 von Papst Benedikt XVI. ins Leben gerufen wurde, um Unregelmäßigkeiten zu unterbinden, und die Deutsche Bundesbank, also die Zentralbank Deutschlands, haben am 17. Juli eine Vereinbarung unterzeichnet.</p>
<p>Die Vereinbarung – die im Palazzo San Carlo im Vatikan vom Direktor der ASIF, Federico Antellini Russo, und von Burkhard Balz, Mitglied des Vorstands der Deutschen Bundesbank, unterzeichnet wurde – zielt darauf ab, die technische Zusammenarbeit zwischen beiden Institutionen in den Bereichen Finanzaufsicht, Ausbildung und Austausch von Fachwissen zu stärken.</p>
<p>Wie der Heilige Stuhl mitteilte, stellt die Vereinbarung einen weiteren Schritt zur Stärkung der Beziehungen zwischen der Aufsichtsbehörde seines Finanzsektors und der deutschen Zentralbank dar.</p>
<p>In einer von <em>Vatican News</em> veröffentlichten Mitteilung betonte der Vatikan, dass diese Zusammenarbeit dank des Engagements des Heiligen Stuhls für die Stärkung seiner Finanzarchitektur gemäß internationalen Standards möglich wurde. Zudem betonte er, die Fortschritte in den Bereichen Transparenz, Rechenschaftspflicht und Professionalität hätten dazu beigetragen, die Glaubwürdigkeit seiner Wirtschafts- und Finanzinstitutionen gegenüber der internationalen Gemeinschaft zu festigen.</p>
<p>Die Vereinbarung zielt darauf ab, die gemeinsamen Bemühungen beider Institutionen im Bereich der Finanzaufsicht zu festigen und auszuweiten. Zu diesem Zweck sind Fortbildungsinitiativen sowie der Austausch von Erfahrungen und bewährten Aufsichtsverfahren vorgesehen. Das gemeinsame Ziel besteht darin, zu mehr Transparenz und Stabilität des internationalen Finanzsystems beizutragen.</p>
<p>Während der Unterzeichnungszeremonie betonte Balz, die Vereinbarung spiegle das „gemeinsame Bekenntnis zu den Grundsätzen der Integrität, Transparenz und internationalen Zusammenarbeit“ wider.</p>
<p>Russo seinerseits wies darauf hin, dass die Unterzeichnung des Abkommens mit einem besonders bedeutsamen Zeitpunkt für die Organisation zusammenfällt, die in diesem Jahr ihr 15-jähriges Bestehen feiert und die neuen, von Papst Leo XIV. erlassenen Statuten in Kraft setzt.</p>
<p>Die Unterzeichnung der Vereinbarung erfolgte, nachdem Leo am 25. Juni die neuen Statuten der ASIF genehmigt hatte, welche die seit dem Pontifikat von Papst Franziskus geltenden Vorschriften ersetzen.</p>
<p>Die Behörde ist für die Aufsicht über den Finanzsektor des Heiligen Stuhls und des Staates der Vatikanstadt sowie für die Prävention und Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zuständig.</p>
<p>Die ASIF wurde 2010 von Papst Benedikt im Rahmen des vom Heiligen Stuhl vorangetriebenen Finanzreformprozesses gegründet. Später führte Papst Franziskus weitere Reformen und Satzungen ein, und im Jahr 2020 nahm die Behörde ihren heutigen Namen „Aufsichts- und Finanzinformationsbehörde“ an.</p>
<p>Die von Leo verkündete neue Satzung stellt den jüngsten Schritt in der Entwicklung der vatikanischen Aufsichtsbehörde dar, die ihre internen Kontrollmechanismen im Einklang mit internationalen Standards gestärkt hat.</p>
<p><em>Übersetzt und redigiert aus dem Original von <a href="https://www.aciprensa.com/noticias/127053/vaticano-y-bundesbank-aleman-firman-acuerdo-para-reforzar-supervision-financiera">ACI Prensa</a>, der spanischsprachigen Partneragentur von CNA Deutsch.</em></p>]]>
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          <![CDATA[<p>Die vatikanische Aufsichts- und Finanzermittlungsbehörde (ASIF), die 2010 von Papst Benedikt XVI. ins Leben gerufen wurde, um Unregelmäßigkeiten zu unterbinden, und die Deutsche Bundesbank, also die Zentralbank Deutschlands, haben am 17. Juli eine Vereinbarung unterzeichnet.</p>
<p>Die Vereinbarung – die im Palazzo San Carlo im Vatikan vom Direktor der ASIF, Federico Antellini Russo, und von Burkhard Balz, Mitglied des Vorstands der Deutschen Bundesbank, unterzeichnet wurde – zielt darauf ab, die technische Zusammenarbeit zwischen beiden Institutionen in den Bereichen Finanzaufsicht, Ausbildung und Austausch von Fachwissen zu stärken.</p>
<p>Wie der Heilige Stuhl mitteilte, stellt die Vereinbarung einen weiteren Schritt zur Stärkung der Beziehungen zwischen der Aufsichtsbehörde seines Finanzsektors und der deutschen Zentralbank dar.</p>
<p>In einer von <em>Vatican News</em> veröffentlichten Mitteilung betonte der Vatikan, dass diese Zusammenarbeit dank des Engagements des Heiligen Stuhls für die Stärkung seiner Finanzarchitektur gemäß internationalen Standards möglich wurde. Zudem betonte er, die Fortschritte in den Bereichen Transparenz, Rechenschaftspflicht und Professionalität hätten dazu beigetragen, die Glaubwürdigkeit seiner Wirtschafts- und Finanzinstitutionen gegenüber der internationalen Gemeinschaft zu festigen.</p>
<p>Die Vereinbarung zielt darauf ab, die gemeinsamen Bemühungen beider Institutionen im Bereich der Finanzaufsicht zu festigen und auszuweiten. Zu diesem Zweck sind Fortbildungsinitiativen sowie der Austausch von Erfahrungen und bewährten Aufsichtsverfahren vorgesehen. Das gemeinsame Ziel besteht darin, zu mehr Transparenz und Stabilität des internationalen Finanzsystems beizutragen.</p>
<p>Während der Unterzeichnungszeremonie betonte Balz, die Vereinbarung spiegle das „gemeinsame Bekenntnis zu den Grundsätzen der Integrität, Transparenz und internationalen Zusammenarbeit“ wider.</p>
<p>Russo seinerseits wies darauf hin, dass die Unterzeichnung des Abkommens mit einem besonders bedeutsamen Zeitpunkt für die Organisation zusammenfällt, die in diesem Jahr ihr 15-jähriges Bestehen feiert und die neuen, von Papst Leo XIV. erlassenen Statuten in Kraft setzt.</p>
<p>Die Unterzeichnung der Vereinbarung erfolgte, nachdem Leo am 25. Juni die neuen Statuten der ASIF genehmigt hatte, welche die seit dem Pontifikat von Papst Franziskus geltenden Vorschriften ersetzen.</p>
<p>Die Behörde ist für die Aufsicht über den Finanzsektor des Heiligen Stuhls und des Staates der Vatikanstadt sowie für die Prävention und Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zuständig.</p>
<p>Die ASIF wurde 2010 von Papst Benedikt im Rahmen des vom Heiligen Stuhl vorangetriebenen Finanzreformprozesses gegründet. Später führte Papst Franziskus weitere Reformen und Satzungen ein, und im Jahr 2020 nahm die Behörde ihren heutigen Namen „Aufsichts- und Finanzinformationsbehörde“ an.</p>
<p>Die von Leo verkündete neue Satzung stellt den jüngsten Schritt in der Entwicklung der vatikanischen Aufsichtsbehörde dar, die ihre internen Kontrollmechanismen im Einklang mit internationalen Standards gestärkt hat.</p>
<p><em>Übersetzt und redigiert aus dem Original von <a href="https://www.aciprensa.com/noticias/127053/vaticano-y-bundesbank-aleman-firman-acuerdo-para-reforzar-supervision-financiera">ACI Prensa</a>, der spanischsprachigen Partneragentur von CNA Deutsch.</em></p>]]>
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                  <category>Vatikanstadt</category>
                                  <category>Vatikan</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[Victoria Cardiel ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Thu, 23 Jul 2026 14:15:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Vatikan dementiert Berichte über Freispruch für mutmaßlichen Missbrauchstäter Rupnik</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/25189/vatikan-dementiert-berichte-uber-freispruch-fur-mutmasslichen-missbrauchstater-rupnik</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Der Leiter des vatikanischen Presseamtes, Matteo Bruni, hat die in einigen Blogs und sozialen Netzwerken verbreiteten Berichte zurückgewiesen, in denen die Freisprechung des slowenischen Ex-Jesuiten Marko Rupnik, der von mehreren Ordensschwestern des sexuellen Missbrauchs beschuldigt wird, als beschlossene Sache dargestellt wurde. Er versicherte, das Verfahren laufe weiterhin.</p>
<p>In einer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung bezeichnete Bruni die Meldungen, die auf eine endgültige Entscheidung der mit dem Fall betrauten Richter hindeuteten, als „völlig unbegründet“.</p>
<p>Wie er präzisierte, läuft das kirchenrechtliche Verfahren weiter, und das Gericht „prüft derzeit die Unterlagen der beteiligten Diözesen, der Gesellschaft Jesu, der betroffenen Personen sowie die in den Medien veröffentlichten Informationen“.</p>
<p>Bruni betonte zudem, dass während der Dauer des Verfahrens keine Informationen zu dem Fall veröffentlicht werden dürfen. Diese Zurückhaltung diene sowohl der Wahrung eines ordnungsgemäßen Verfahrens als auch der Notwendigkeit, den von dem Fall betroffenen Personen weiteren Schaden zu ersparen.</p>
<p>Zudem stellte er klar, dass, sollten die Richter es für notwendig erachten, zusätzliche Informationen einzuholen, das Gericht selbst die entsprechenden Maßnahmen ergreifen werde, um diese zu beschaffen.</p>
<p>Bruni erinnerte zudem daran, dass es sich bei den gegen den Priester Rupnik eingeleiteten Ermittlungen um ein kirchenrechtliches Strafverfahren handelt, das dank einer Aufhebung der Verjährungsfrist für die möglicherweise untersuchten Straftaten durchgeführt wird. Daher kann das Gericht gemäß den Vorschriften des Kirchenrechts über eine eventuelle Schuld oder Unschuld entscheiden.</p>
<p>Dem bekannten Ex-Jesuiten wird vorgeworfen, in den 1990er Jahren in einer Ordensgemeinschaft in Ljubljana (Slowenien) psychischen und sexuellen Missbrauch begangen zu haben. Diese Gemeinschaft war von einer Ordensschwester gegründet worden, mit der Rupnik befreundet und deren geistlicher Begleiter er war.</p>
<p>Das Dikasterium für die Glaubenslehre erhielt die Anzeige im Jahr 2021. Das Dikasterium – dessen Präfekt Kardinal Víctor Manuel Fernández ist – forderte daraufhin die Gesellschaft Jesu auf, eine Untersuchung der Vorfälle einzuleiten, jedoch unter der Leitung eines externen Prüfers, bei dem es sich schließlich um einen Dominikaner handelte.</p>
<p>Die Gesellschaft legte das Ergebnis der Glaubenskongregation vor, die ihrerseits im Oktober 2022 feststellte, dass der Fall verjährt sei. Im folgenden Jahr ordnete Papst Franziskus jedoch die Wiederaufnahme des Verfahrens an.</p>
<p>Als die Vorwürfe ans Licht kamen, räumten die Jesuiten ein, dass Rupnik im Jahr 2020 exkommuniziert worden war, weil er den Beichtstuhl genutzt habe, um einer Frau die Absolution zu erteilen, mit der er selbst sexuelle Beziehungen unterhalten hatte. Gleichzeitig wurde berichtet, er habe Reue gezeigt, weshalb die Strafe rasch aufgehoben worden sei. 2021 wurde Rupnik von neun Frauen beschuldigt, sie sexuell, psychisch und geistlich missbraucht zu haben.</p>
<p>In der Erklärung betonte Bruni, dass sich die Zuständigkeit der kirchlichen Justiz auf den internen Bereich der Kirche beschränkt. Folglich hängt eine mögliche strafrechtliche Verantwortung des Priesters nach zivilrechtlichem Recht von den Behörden der Länder ab, in denen die Taten mutmaßlich begangen wurden, sowie von den jeweiligen Verjährungsfristen, die in den einzelnen Rechtsordnungen festgelegt sind.</p>
<p>Die Wortmeldung des Vatikans erfolgte, nachdem die Anwältin der fünf Beschwerdeführerinnen, Laura Sgrò, öffentlich ihr Unbehagen über die Langsamkeit und den Mangel an Informationen über den Verlauf des kirchlichen Verfahrens gegen den slowenischen Ex-Jesuiten zum Ausdruck gebracht hatte.</p>
<p>Wie sie gegenüber ACI Prensa, der Partneragentur von CNA Deutsch, bestätigte, hatte sie am Dienstag einen Brief an Kardinal Víctor Manuel Fernández, den Präfekten des Dikasteriums für die Glaubenslehre, gerichtet, in dem sie beklagte, dass sich ihre Mandantinnen angesichts der mangelnden Transparenz in diesem Fall „zutiefst entmutigt und verzweifelt“ fühlten. Im November letzten Jahres bat Papst Leo XIV. die Beschwerdeführerinnen um Geduld und versicherte, dass „die Kirche die Rechte aller Menschen respektieren muss“. Die Anwältin wollte die Antwort des Vatikans, die sie lediglich als „Pflichtantwort“ betrachtete, nicht bewerten.</p>
<p><em>Übersetzt und redigiert aus dem Original von <a href="https://www.aciprensa.com/noticias/127059/el-vaticano-desmiente-la-absolucion-del-sacerdote-marko-rupnik">ACI Prensa</a>, der spanischsprachigen Partneragentur von CNA Deutsch.</em></p>]]>
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          <![CDATA[<p>Der Leiter des vatikanischen Presseamtes, Matteo Bruni, hat die in einigen Blogs und sozialen Netzwerken verbreiteten Berichte zurückgewiesen, in denen die Freisprechung des slowenischen Ex-Jesuiten Marko Rupnik, der von mehreren Ordensschwestern des sexuellen Missbrauchs beschuldigt wird, als beschlossene Sache dargestellt wurde. Er versicherte, das Verfahren laufe weiterhin.</p>
<p>In einer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung bezeichnete Bruni die Meldungen, die auf eine endgültige Entscheidung der mit dem Fall betrauten Richter hindeuteten, als „völlig unbegründet“.</p>
<p>Wie er präzisierte, läuft das kirchenrechtliche Verfahren weiter, und das Gericht „prüft derzeit die Unterlagen der beteiligten Diözesen, der Gesellschaft Jesu, der betroffenen Personen sowie die in den Medien veröffentlichten Informationen“.</p>
<p>Bruni betonte zudem, dass während der Dauer des Verfahrens keine Informationen zu dem Fall veröffentlicht werden dürfen. Diese Zurückhaltung diene sowohl der Wahrung eines ordnungsgemäßen Verfahrens als auch der Notwendigkeit, den von dem Fall betroffenen Personen weiteren Schaden zu ersparen.</p>
<p>Zudem stellte er klar, dass, sollten die Richter es für notwendig erachten, zusätzliche Informationen einzuholen, das Gericht selbst die entsprechenden Maßnahmen ergreifen werde, um diese zu beschaffen.</p>
<p>Bruni erinnerte zudem daran, dass es sich bei den gegen den Priester Rupnik eingeleiteten Ermittlungen um ein kirchenrechtliches Strafverfahren handelt, das dank einer Aufhebung der Verjährungsfrist für die möglicherweise untersuchten Straftaten durchgeführt wird. Daher kann das Gericht gemäß den Vorschriften des Kirchenrechts über eine eventuelle Schuld oder Unschuld entscheiden.</p>
<p>Dem bekannten Ex-Jesuiten wird vorgeworfen, in den 1990er Jahren in einer Ordensgemeinschaft in Ljubljana (Slowenien) psychischen und sexuellen Missbrauch begangen zu haben. Diese Gemeinschaft war von einer Ordensschwester gegründet worden, mit der Rupnik befreundet und deren geistlicher Begleiter er war.</p>
<p>Das Dikasterium für die Glaubenslehre erhielt die Anzeige im Jahr 2021. Das Dikasterium – dessen Präfekt Kardinal Víctor Manuel Fernández ist – forderte daraufhin die Gesellschaft Jesu auf, eine Untersuchung der Vorfälle einzuleiten, jedoch unter der Leitung eines externen Prüfers, bei dem es sich schließlich um einen Dominikaner handelte.</p>
<p>Die Gesellschaft legte das Ergebnis der Glaubenskongregation vor, die ihrerseits im Oktober 2022 feststellte, dass der Fall verjährt sei. Im folgenden Jahr ordnete Papst Franziskus jedoch die Wiederaufnahme des Verfahrens an.</p>
<p>Als die Vorwürfe ans Licht kamen, räumten die Jesuiten ein, dass Rupnik im Jahr 2020 exkommuniziert worden war, weil er den Beichtstuhl genutzt habe, um einer Frau die Absolution zu erteilen, mit der er selbst sexuelle Beziehungen unterhalten hatte. Gleichzeitig wurde berichtet, er habe Reue gezeigt, weshalb die Strafe rasch aufgehoben worden sei. 2021 wurde Rupnik von neun Frauen beschuldigt, sie sexuell, psychisch und geistlich missbraucht zu haben.</p>
<p>In der Erklärung betonte Bruni, dass sich die Zuständigkeit der kirchlichen Justiz auf den internen Bereich der Kirche beschränkt. Folglich hängt eine mögliche strafrechtliche Verantwortung des Priesters nach zivilrechtlichem Recht von den Behörden der Länder ab, in denen die Taten mutmaßlich begangen wurden, sowie von den jeweiligen Verjährungsfristen, die in den einzelnen Rechtsordnungen festgelegt sind.</p>
<p>Die Wortmeldung des Vatikans erfolgte, nachdem die Anwältin der fünf Beschwerdeführerinnen, Laura Sgrò, öffentlich ihr Unbehagen über die Langsamkeit und den Mangel an Informationen über den Verlauf des kirchlichen Verfahrens gegen den slowenischen Ex-Jesuiten zum Ausdruck gebracht hatte.</p>
<p>Wie sie gegenüber ACI Prensa, der Partneragentur von CNA Deutsch, bestätigte, hatte sie am Dienstag einen Brief an Kardinal Víctor Manuel Fernández, den Präfekten des Dikasteriums für die Glaubenslehre, gerichtet, in dem sie beklagte, dass sich ihre Mandantinnen angesichts der mangelnden Transparenz in diesem Fall „zutiefst entmutigt und verzweifelt“ fühlten. Im November letzten Jahres bat Papst Leo XIV. die Beschwerdeführerinnen um Geduld und versicherte, dass „die Kirche die Rechte aller Menschen respektieren muss“. Die Anwältin wollte die Antwort des Vatikans, die sie lediglich als „Pflichtantwort“ betrachtete, nicht bewerten.</p>
<p><em>Übersetzt und redigiert aus dem Original von <a href="https://www.aciprensa.com/noticias/127059/el-vaticano-desmiente-la-absolucion-del-sacerdote-marko-rupnik">ACI Prensa</a>, der spanischsprachigen Partneragentur von CNA Deutsch.</em></p>]]>
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                  <category>Vatikanstadt</category>
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                <dc:creator>
          <![CDATA[Victoria Cardiel ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Thu, 23 Jul 2026 13:00:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>„Humanitär problematisch“: Caritas NRW fordert Ende der Aussetzung des Familiennachzugs</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/25185/humanitar-problematisch-caritas-nrw-fordert-ende-der-aussetzung-des-familiennachzugs</link>
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          <![CDATA[<p>Die Caritas in Nordrhein-Westfalen hat ein Jahr nach Inkrafttreten des Gesetzes zur Aussetzung des Familiennachzugs zu subsidiär Schutzberechtigten einen Kurswechsel in der deutschen Migrationspolitik <a href="https://www.caritas-nrw.de/pressemitteilungen/familien-gehoeren-zusammen-caritas-in-nrw-fordert-/3329618/">gefordert</a>. Spätestens zur gesetzlichen Frist am 23. Juli 2027 müsse die Aussetzung auslaufen, teilte der Verband am Montag mit.</p>
<p>„Die Aussetzung des Familiennachzugs ist nicht nur humanitär problematisch, sondern auch integrationspolitisch falsch. Menschen können kaum ankommen, wenn sie dauerhaft um Ehepartner, Kinder oder Eltern bangen. Angst, Schuldgefühle und Ungewissheit erschweren Spracherwerb, Ausbildung, Arbeit, psychische Stabilisierung und gesellschaftliche Teilhabe“, erklärte Stefanie Siebelhoff, Sprecherin der Caritas in Nordrhein-Westfalen für den Bereich Migration und Integration.</p>
<p>Der Bundestag hatte das Gesetz zur Aussetzung des Familiennachzugs zu subsidiär Schutzberechtigten am 27. Juni 2025 mit 444 Ja-Stimmen beschlossen. Am 24. Juli 2025 trat es in Kraft. Seither wird bis einschließlich 23. Juli 2027 kein Familiennachzug zu Personen mit subsidiärem Schutzstatus gewährt, Härtefälle ausgenommen.</p>
<p>Bis Mitte Mai habe eine Zwischenbilanz des Deutschen Caritasverbandes und des International Refugee Assistance Project bundesweit lediglich sieben erteilte Visa gezeigt, fünf davon aufgrund gerichtlicher Entscheidungen.</p>
<p>Der Mediendienst Integration, eine auf Migrationszahlen spezialisierte Fachredaktion, bezifferte die Zahl der seit der Aussetzung gestellten Härtefallanträge auf rund 5.000, von denen bis zum 19. Juni nur zehn bewilligt worden seien.</p>
<p>„Es ist politisch widersprüchlich, Integration einzufordern und zugleich familiären Halt zu verwehren. Unsere Beratungsdienste und die vielen Ehrenamtlichen erleben jeden Tag, was Trennung bedeutet: Angst, Verzweiflung und das Gefühl, die eigene Familie im Stich lassen zu müssen. Familiennachzug ist kein Zugeständnis, sondern eine Voraussetzung für gelingende Integration und Vertrauen in den Rechtsstaat“, so Siebelhoff weiter.</p>
<p>Die Bundesregierung begründete die Aussetzung damals mit der Belastung von Kommunen und dem Ziel, die irreguläre Migration einzudämmen. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt erklärte in einer <a href="https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/pressemitteilungen/DE/2025/05/kabinett.html">Mitteilung</a> seines Ministeriums vom 28. Mai 2025: „Die heutigen Entscheidungen im Bundeskabinett dienen der Reduzierung der illegalen Migration. Ziel ist es, Pull-Faktoren zu senken, mehr Ordnung in das Migrationsgeschehen zu bringen und dem Leitsatz der Humanität und Ordnung gleichermaßen gerecht zu werden.“</p>
<p>Dazu berichtete die <a href="https://www.bild.de/politik/inland/was-kostet-migration-den-staat-die-fluechtlinge-und-das-liebe-geld-690f571e6979a0b484060c42">Bild-Zeitung</a> Mitte November 2025: „Unterbringung, Versorgung und Betreuung stellen Bund, Länder und Kommunen weiter vor enorme Herausforderungen. Die flüchtlingsbezogenen Ausgaben im Bundeshaushalt stiegen seit 2014 um gut 40 Prozent auf 28,4 Milliarden Euro im Jahr 2024. Auch die Länder zahlen mehr: 6,7 Milliarden Euro für Asylbewerberleistungen – 179 Prozent mehr als 2014.“</p>
<p>„Die Flüchtlingsmigration aus Syrien und Afghanistan habe Deutschland bislang wirtschaftlich kaum vorangebracht“, so die Zeitung unter Berufung auf den Ökonom Wido Geis-Thöne vom Institut der deutschen Wirtschaft, der sagte: „Viele der Geflüchteten kamen ohne die nötige Qualifikation; die Integration in den Arbeitsmarkt verläuft sehr langsam.“</p>]]>
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          <![CDATA[<p>Die Caritas in Nordrhein-Westfalen hat ein Jahr nach Inkrafttreten des Gesetzes zur Aussetzung des Familiennachzugs zu subsidiär Schutzberechtigten einen Kurswechsel in der deutschen Migrationspolitik <a href="https://www.caritas-nrw.de/pressemitteilungen/familien-gehoeren-zusammen-caritas-in-nrw-fordert-/3329618/">gefordert</a>. Spätestens zur gesetzlichen Frist am 23. Juli 2027 müsse die Aussetzung auslaufen, teilte der Verband am Montag mit.</p>
<p>„Die Aussetzung des Familiennachzugs ist nicht nur humanitär problematisch, sondern auch integrationspolitisch falsch. Menschen können kaum ankommen, wenn sie dauerhaft um Ehepartner, Kinder oder Eltern bangen. Angst, Schuldgefühle und Ungewissheit erschweren Spracherwerb, Ausbildung, Arbeit, psychische Stabilisierung und gesellschaftliche Teilhabe“, erklärte Stefanie Siebelhoff, Sprecherin der Caritas in Nordrhein-Westfalen für den Bereich Migration und Integration.</p>
<p>Der Bundestag hatte das Gesetz zur Aussetzung des Familiennachzugs zu subsidiär Schutzberechtigten am 27. Juni 2025 mit 444 Ja-Stimmen beschlossen. Am 24. Juli 2025 trat es in Kraft. Seither wird bis einschließlich 23. Juli 2027 kein Familiennachzug zu Personen mit subsidiärem Schutzstatus gewährt, Härtefälle ausgenommen.</p>
<p>Bis Mitte Mai habe eine Zwischenbilanz des Deutschen Caritasverbandes und des International Refugee Assistance Project bundesweit lediglich sieben erteilte Visa gezeigt, fünf davon aufgrund gerichtlicher Entscheidungen.</p>
<p>Der Mediendienst Integration, eine auf Migrationszahlen spezialisierte Fachredaktion, bezifferte die Zahl der seit der Aussetzung gestellten Härtefallanträge auf rund 5.000, von denen bis zum 19. Juni nur zehn bewilligt worden seien.</p>
<p>„Es ist politisch widersprüchlich, Integration einzufordern und zugleich familiären Halt zu verwehren. Unsere Beratungsdienste und die vielen Ehrenamtlichen erleben jeden Tag, was Trennung bedeutet: Angst, Verzweiflung und das Gefühl, die eigene Familie im Stich lassen zu müssen. Familiennachzug ist kein Zugeständnis, sondern eine Voraussetzung für gelingende Integration und Vertrauen in den Rechtsstaat“, so Siebelhoff weiter.</p>
<p>Die Bundesregierung begründete die Aussetzung damals mit der Belastung von Kommunen und dem Ziel, die irreguläre Migration einzudämmen. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt erklärte in einer <a href="https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/pressemitteilungen/DE/2025/05/kabinett.html">Mitteilung</a> seines Ministeriums vom 28. Mai 2025: „Die heutigen Entscheidungen im Bundeskabinett dienen der Reduzierung der illegalen Migration. Ziel ist es, Pull-Faktoren zu senken, mehr Ordnung in das Migrationsgeschehen zu bringen und dem Leitsatz der Humanität und Ordnung gleichermaßen gerecht zu werden.“</p>
<p>Dazu berichtete die <a href="https://www.bild.de/politik/inland/was-kostet-migration-den-staat-die-fluechtlinge-und-das-liebe-geld-690f571e6979a0b484060c42">Bild-Zeitung</a> Mitte November 2025: „Unterbringung, Versorgung und Betreuung stellen Bund, Länder und Kommunen weiter vor enorme Herausforderungen. Die flüchtlingsbezogenen Ausgaben im Bundeshaushalt stiegen seit 2014 um gut 40 Prozent auf 28,4 Milliarden Euro im Jahr 2024. Auch die Länder zahlen mehr: 6,7 Milliarden Euro für Asylbewerberleistungen – 179 Prozent mehr als 2014.“</p>
<p>„Die Flüchtlingsmigration aus Syrien und Afghanistan habe Deutschland bislang wirtschaftlich kaum vorangebracht“, so die Zeitung unter Berufung auf den Ökonom Wido Geis-Thöne vom Institut der deutschen Wirtschaft, der sagte: „Viele der Geflüchteten kamen ohne die nötige Qualifikation; die Integration in den Arbeitsmarkt verläuft sehr langsam.“</p>]]>
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                  <category>Deutschland</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[Alexander Folz ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Thu, 23 Jul 2026 11:00:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Vallepietra und Subiaco: Papst Leo macht weiteren Tagesausflug während Sommerurlaub</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/25195/vallepietra-und-subiaco-papst-leo-macht-weiteren-tagesausflug-wahrend-sommerurlaub</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Am Mittwoch hat Papst Leo XIV. während seines Sommerurlaubs in Castel Gandolfo einen weiteren privaten Tagesausflug unternommen. Diesmal ging es ins Heiligtum der Santissima Trinità in Vallepietra, östlich von Rom gelegen, sowie nach Subiaco, wo der heilige Benedikt mehrere Jahre als Einsiedler lebte.</p>
<p>Erst kurz zuvor, am Montag, war Leo nach Montecassino gereist und hatte dort die berühmte Benediktinerabtei besucht. Auch dieser Ausflug war im Vorhinein nicht angekündigt worden.</p>
<p><em><a href="https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2026-07/papst-leo-xiv-besuch-wallfahrtsort-vallepietra-subiaco.html">Vatican News</a></em> berichtete am Mittwoch: „Der Pressesaal des Heiligen Stuhls teilte im Anschluss an den Besuch in einer kurzen Erklärung mit, dass der Papst vor dem dortigen Fresko gebetet und anschließend einige Gläubige sowie Ordensleute begrüßt habe.“</p>
<p>„Während seines Aufenthalts verweilte Leo XIV. auch vor einem Bild des heiligen Johannes Paul II., der den Wallfahrtsort Vallepietra am 3. Oktober 2000 im Heiligen Jahr besucht hatte“, hieß es weiter. „Ein auf der Internetseite des Heiligtums veröffentlichtes Video zeigt den Papst, wie er die Anwesenden von einem Balkon aus grüßt.“</p>
<p>Beim Heiligtum der Santissima Trinità in Vallepietra handelt es sich um eine Felskirche aus dem fünften Jahrhundert, gelegen im Vorgebirge der Abruzzen.</p>
<p>Bekannt ist der Wallfahrtsort für ein Fresko aus dem zwölften Jahrhundert, das die Dreifaltigkeit als drei identische Personen zeigt. Anders als Darstellungen, welche die Dreiheit der göttlichen Personen betonen – etwa, indem der Vater als älterer Mann, der Sohn als jüngerer Mann und der Heilige Geist als Taube dargestellt werden –, wird in Vallepietra die Einheit der drei göttlichen Personen hervorgehoben, weil sie gleich dargestellt sind.</p>
<p>Über die zweite Station des Tagesausflugs am Mittwoch berichtete <em><a href="https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2026-07/papst-leo-xiv-besuch-wallfahrtsort-vallepietra-subiaco.html">Vatican News</a></em>: „Anschließend an seinen Besuch in Vallepietra begab sich der Papst zum Kloster San Benedetto in Subiaco. Bei seinem Rundgang durch die Anlage verweilte er in stiller Andacht vor dem Fresko des Heiligen Franziskus aus dem 13. Jahrhundert und küsste im ‚Sacro Speco‘ – der Höhle, in der der Überlieferung zufolge der heilige Benedikt von Nursia um das Jahr 500 drei Jahre als Einsiedler verbrachte – traditionsgemäß das Knie der Statue des Heiligen. Gemeinsam mit den Anwesenden sprach er auch das Vaterunser.“</p>
<p>„Danach begab er sich zum Kloster Santa Scolastica, wo er mit der Benediktinergemeinschaft zu Mittag aß und die Kreuzgänge sowie das Kloster besichtigte, bevor er sich gemeinsam mit seinen Begleitern auf den Rückweg nach Castel Gandolfo begab“, hieß es.</p>]]>
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          <![CDATA[<p>Am Mittwoch hat Papst Leo XIV. während seines Sommerurlaubs in Castel Gandolfo einen weiteren privaten Tagesausflug unternommen. Diesmal ging es ins Heiligtum der Santissima Trinità in Vallepietra, östlich von Rom gelegen, sowie nach Subiaco, wo der heilige Benedikt mehrere Jahre als Einsiedler lebte.</p>
<p>Erst kurz zuvor, am Montag, war Leo nach Montecassino gereist und hatte dort die berühmte Benediktinerabtei besucht. Auch dieser Ausflug war im Vorhinein nicht angekündigt worden.</p>
<p><em><a href="https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2026-07/papst-leo-xiv-besuch-wallfahrtsort-vallepietra-subiaco.html">Vatican News</a></em> berichtete am Mittwoch: „Der Pressesaal des Heiligen Stuhls teilte im Anschluss an den Besuch in einer kurzen Erklärung mit, dass der Papst vor dem dortigen Fresko gebetet und anschließend einige Gläubige sowie Ordensleute begrüßt habe.“</p>
<p>„Während seines Aufenthalts verweilte Leo XIV. auch vor einem Bild des heiligen Johannes Paul II., der den Wallfahrtsort Vallepietra am 3. Oktober 2000 im Heiligen Jahr besucht hatte“, hieß es weiter. „Ein auf der Internetseite des Heiligtums veröffentlichtes Video zeigt den Papst, wie er die Anwesenden von einem Balkon aus grüßt.“</p>
<p>Beim Heiligtum der Santissima Trinità in Vallepietra handelt es sich um eine Felskirche aus dem fünften Jahrhundert, gelegen im Vorgebirge der Abruzzen.</p>
<p>Bekannt ist der Wallfahrtsort für ein Fresko aus dem zwölften Jahrhundert, das die Dreifaltigkeit als drei identische Personen zeigt. Anders als Darstellungen, welche die Dreiheit der göttlichen Personen betonen – etwa, indem der Vater als älterer Mann, der Sohn als jüngerer Mann und der Heilige Geist als Taube dargestellt werden –, wird in Vallepietra die Einheit der drei göttlichen Personen hervorgehoben, weil sie gleich dargestellt sind.</p>
<p>Über die zweite Station des Tagesausflugs am Mittwoch berichtete <em><a href="https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2026-07/papst-leo-xiv-besuch-wallfahrtsort-vallepietra-subiaco.html">Vatican News</a></em>: „Anschließend an seinen Besuch in Vallepietra begab sich der Papst zum Kloster San Benedetto in Subiaco. Bei seinem Rundgang durch die Anlage verweilte er in stiller Andacht vor dem Fresko des Heiligen Franziskus aus dem 13. Jahrhundert und küsste im ‚Sacro Speco‘ – der Höhle, in der der Überlieferung zufolge der heilige Benedikt von Nursia um das Jahr 500 drei Jahre als Einsiedler verbrachte – traditionsgemäß das Knie der Statue des Heiligen. Gemeinsam mit den Anwesenden sprach er auch das Vaterunser.“</p>
<p>„Danach begab er sich zum Kloster Santa Scolastica, wo er mit der Benediktinergemeinschaft zu Mittag aß und die Kreuzgänge sowie das Kloster besichtigte, bevor er sich gemeinsam mit seinen Begleitern auf den Rückweg nach Castel Gandolfo begab“, hieß es.</p>]]>
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                  <category>Vatikanstadt</category>
                                  <category>Vatikan</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Thu, 23 Jul 2026 09:00:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Nuntius Gänswein über Diplomatie von Papst Leo: „Friede ist das Schlüsselwort“</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/25193/nuntius-ganswein-uber-diplomatie-von-papst-leo-friede-ist-das-schlusselwort</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Erzbischof Georg Gänswein, der Apostolische Nuntius im Baltikum, hat im Zusammenhang mit der Diplomatie von Papst Leo XIV. erklärt: „Friede ist das Schlüsselwort.“</p>
<p>„Schon bei seiner ersten Ansprache hat Papst Leo den Frieden des Auferstandenen in den Mittelpunkt gestellt“, erinnerte der langjährige Privatsekretär von Papst Benedikt XVI. in einem Interview mit dem Kölner <a href="https://www.domradio.de/artikel/erzbischof-gaenswein-blickt-im-domradiode-interview-auf-sein-leben">Domradio</a> am Mittwoch. „Das ist das Zauberwort, das die Herzen der Balten entfacht hat, unabhängig von der Konfession.“</p>
<p>„Und dieses Zauberwort ist verbunden mit dem Gesicht von Leo“, fuhr er fort. „Es hat die Stimmung von Gegenwind zu einem Rückenwind umschwingen lassen. Ob sich dieser Wind wieder dreht, ist nicht vorhersehbar.“</p>
<p>Gleichzeitig betonte Gänswein: „Der Papst bestimmt nicht alleine die Diplomatie. Der neue Papst kommt in eine Situation hinein, in der bereits diplomatische Beziehungen – bleiben wir mal im Baltikum – vorhanden waren.“</p>
<p>„Aber ich nehme auch wahr, dass durch die Persönlichkeit Leos tatsächlich ein neues Aufatmen und eine neue Dynamik hineingekommen sind“, fügte er hinzu. „Wie weit sich diese Dynamik jetzt auch in konkreten Initiativen und in ‚Erfolgen‘ widerspiegeln wird, lässt sich im Augenblick noch nicht absehen.“</p>
<p>Mit Blick auf die Situation im Baltikum sagte der Nuntius, der Vatikan habe „schon über 100 Jahre diplomatische Beziehungen mit den drei baltischen Ländern. Und obgleich die baltischen Länder klein sind, spielt die Präsenz der katholischen Kirche eine große Rolle. Gerade auch deshalb, weil sie eben an der Nord-Ost-Flanke Europas und mitten in diesem Konflikt, beziehungsweise an dieser Konfliktgrenze, liegen. Das kann ich Tag für Tag mit Händen greifen. Das prägt die Mentalität der Menschen und setzt sie unter Druck.“</p>
<p>Der Heilige Stuhl sei „Symbol einer Universalkirche“, erklärte Gänswein. „Das ist der große Vorteil, das große Plus. Von Seiten des Heiligen Stuhls und des Papstes kommen außerdem sehr viele Impulse. Und auch durch die Diplomatie wird im Verborgenen viel mehr getan, als das, was offen möglich wäre. Das kann ich jetzt selber bestätigen, weil ich einer der Mitarbeiter auf diesem Gebiet bin.“</p>]]>
        </description>
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          <![CDATA[<p>Erzbischof Georg Gänswein, der Apostolische Nuntius im Baltikum, hat im Zusammenhang mit der Diplomatie von Papst Leo XIV. erklärt: „Friede ist das Schlüsselwort.“</p>
<p>„Schon bei seiner ersten Ansprache hat Papst Leo den Frieden des Auferstandenen in den Mittelpunkt gestellt“, erinnerte der langjährige Privatsekretär von Papst Benedikt XVI. in einem Interview mit dem Kölner <a href="https://www.domradio.de/artikel/erzbischof-gaenswein-blickt-im-domradiode-interview-auf-sein-leben">Domradio</a> am Mittwoch. „Das ist das Zauberwort, das die Herzen der Balten entfacht hat, unabhängig von der Konfession.“</p>
<p>„Und dieses Zauberwort ist verbunden mit dem Gesicht von Leo“, fuhr er fort. „Es hat die Stimmung von Gegenwind zu einem Rückenwind umschwingen lassen. Ob sich dieser Wind wieder dreht, ist nicht vorhersehbar.“</p>
<p>Gleichzeitig betonte Gänswein: „Der Papst bestimmt nicht alleine die Diplomatie. Der neue Papst kommt in eine Situation hinein, in der bereits diplomatische Beziehungen – bleiben wir mal im Baltikum – vorhanden waren.“</p>
<p>„Aber ich nehme auch wahr, dass durch die Persönlichkeit Leos tatsächlich ein neues Aufatmen und eine neue Dynamik hineingekommen sind“, fügte er hinzu. „Wie weit sich diese Dynamik jetzt auch in konkreten Initiativen und in ‚Erfolgen‘ widerspiegeln wird, lässt sich im Augenblick noch nicht absehen.“</p>
<p>Mit Blick auf die Situation im Baltikum sagte der Nuntius, der Vatikan habe „schon über 100 Jahre diplomatische Beziehungen mit den drei baltischen Ländern. Und obgleich die baltischen Länder klein sind, spielt die Präsenz der katholischen Kirche eine große Rolle. Gerade auch deshalb, weil sie eben an der Nord-Ost-Flanke Europas und mitten in diesem Konflikt, beziehungsweise an dieser Konfliktgrenze, liegen. Das kann ich Tag für Tag mit Händen greifen. Das prägt die Mentalität der Menschen und setzt sie unter Druck.“</p>
<p>Der Heilige Stuhl sei „Symbol einer Universalkirche“, erklärte Gänswein. „Das ist der große Vorteil, das große Plus. Von Seiten des Heiligen Stuhls und des Papstes kommen außerdem sehr viele Impulse. Und auch durch die Diplomatie wird im Verborgenen viel mehr getan, als das, was offen möglich wäre. Das kann ich jetzt selber bestätigen, weil ich einer der Mitarbeiter auf diesem Gebiet bin.“</p>]]>
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                  <category>Deutschland</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Thu, 23 Jul 2026 07:00:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Nach Spahn-Affäre: Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/25187/nach-spahn-affare-mehrheit-der-deutschen-lehnt-leihmutterschaft-ab</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Nach dem Rücktritt von Unionsfraktionschef Jens Spahn wegen der Leihmutterschaft seines Sohnes hat eine relative Mehrheit der Deutschen in einer Umfrage ihre Ablehnung von Leihmutterschaft zum Ausdruck gebracht.</p>
<p>Eine relative Mehrheit von 41 Prozent erklärte, der Wunsch nach einem eigenen Kind rechtfertige keine Leihmutterschaft, wie eine Erhebung des Markt- und Sozialforschungsinstituts INSA-Consulere im Auftrag der Evangelischen Nachrichtenagentur <a href="https://www.idea.de/mehrheit-sagt-kinderwunsch-rechtfertigt-keine-leihmutterschaft/">IDEA</a> ergab.</p>
<p>Für die Erhebung im Zeitraum vom 17. bis zum 20. Juli befragte INSA 2.005 Bundesbürger online zu der Aussage, der Wunsch nach einem eigenen Kind rechtfertige keine Leihmutterschaft. 36 Prozent stimmten der Aussage nicht zu. 19 Prozent antworteten mit „Weiß nicht“, fünf Prozent machten keine Angabe.</p>
<p>Die Ergebnisse waren nach Angaben des Instituts repräsentativ für die volljährige Bevölkerung in Deutschland nach Geschlecht, Alter und Region.</p>
<p>Bei den befragten Männern waren die erklärten Gegner der Leihmutterschaft mit 44 Prozent deutlich in der Mehrheit, während 34 Prozent anderer Ansicht waren. Der Vorsprung der Ablehnung fiel bei den Frauen mit 39 zu 38 Prozent knapp aus. Ostdeutsche lehnten Leihmutterschaft mit 42 zu 32 Prozent etwas stärker ab als Westdeutsche mit 41 zu 37 Prozent.</p>
<p>Unter den Altersgruppen war die Ablehnung bei den 30- bis 39-Jährigen mit 46 zu 34 Prozent am deutlichsten. Bei den 40- bis 49-Jährigen befanden sich die Gegner der Leihmutterschaft dagegen mit 36 zu 42 Prozent in der Minderheit.</p>
<p>Nach Konfession sprachen sich Freikirchler mit 62 zu 31 Prozent am häufigsten gegen Leihmutterschaft aus, gefolgt von Katholiken mit 44 zu 35 Prozent und Angehörigen der evangelischen Landeskirchen mit 41 zu 38 Prozent.</p>
<p>Unter den Anhängern politischer Parteien lehnten AfD-Befürworter Leihmutterschaft mit 48 zu 33 Prozent am deutlichsten ab, gefolgt von CDU/CSU-Anhängern mit 46 zu 35 Prozent. Bei SPD-Anhängern fiel die Ablehnung mit 42 zu 39 Prozent knapper aus, bei der Linken mit 43 zu 40 Prozent. Bei den Grünen lagen Gegner und Befürworter mit jeweils 41 Prozent gleichauf.</p>
<p>Auslöser der neu entfachten Debatte war der Rückzug Spahns vom Amt des Unionsfraktionsvorsitzenden am vergangenen Samstag. Spahn und sein Partner Daniel Funke hatten zuvor bekanntgegeben, dass eine Leihmutter in den USA ihren gemeinsamen Sohn Georg zur Welt gebracht hatte. Damit umging er ein in Deutschland geltendes Verbot, das Spahn als CDU-Politiker mitgetragen hatte.</p>
<p>In der Union hatte dies einen Sturm der Empörung ausgelöst. Bundeskanzler Friedrich Merz, der gleichzeitig auch CDU-Vorsitzender ist, forderte Spahn daraufhin zum Rücktritt vom Fraktionsvorsitz auf, dem sich Spahn schließlich fügte.</p>
<p>Die katholische Kirche lehnt Leihmutterschaft als schwere Verletzung der Würde von Kind und Frau ab. Laut Katechismus der Katholischen Kirche (2376 und 2377) verletzen Verfahren, die einen Dritten in die eheliche Fortpflanzung einbeziehen – etwa durch eine Leihmutter –, das Recht des Kindes, von einem Vater und einer Mutter geboren zu werden, die einander kennen und durch die Ehe miteinander verbunden sind.</p>
<p>Das im April 2024 vom Dikasterium für die Glaubenslehre veröffentlichte und von Papst Franziskus approbierte Dokument <em>Dignitas infinita</em> verurteilte Leihmutterschaft ausdrücklich als schwere Verletzung der Würde von Kind und austragender Frau.</p>]]>
        </description>
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          <![CDATA[<p>Nach dem Rücktritt von Unionsfraktionschef Jens Spahn wegen der Leihmutterschaft seines Sohnes hat eine relative Mehrheit der Deutschen in einer Umfrage ihre Ablehnung von Leihmutterschaft zum Ausdruck gebracht.</p>
<p>Eine relative Mehrheit von 41 Prozent erklärte, der Wunsch nach einem eigenen Kind rechtfertige keine Leihmutterschaft, wie eine Erhebung des Markt- und Sozialforschungsinstituts INSA-Consulere im Auftrag der Evangelischen Nachrichtenagentur <a href="https://www.idea.de/mehrheit-sagt-kinderwunsch-rechtfertigt-keine-leihmutterschaft/">IDEA</a> ergab.</p>
<p>Für die Erhebung im Zeitraum vom 17. bis zum 20. Juli befragte INSA 2.005 Bundesbürger online zu der Aussage, der Wunsch nach einem eigenen Kind rechtfertige keine Leihmutterschaft. 36 Prozent stimmten der Aussage nicht zu. 19 Prozent antworteten mit „Weiß nicht“, fünf Prozent machten keine Angabe.</p>
<p>Die Ergebnisse waren nach Angaben des Instituts repräsentativ für die volljährige Bevölkerung in Deutschland nach Geschlecht, Alter und Region.</p>
<p>Bei den befragten Männern waren die erklärten Gegner der Leihmutterschaft mit 44 Prozent deutlich in der Mehrheit, während 34 Prozent anderer Ansicht waren. Der Vorsprung der Ablehnung fiel bei den Frauen mit 39 zu 38 Prozent knapp aus. Ostdeutsche lehnten Leihmutterschaft mit 42 zu 32 Prozent etwas stärker ab als Westdeutsche mit 41 zu 37 Prozent.</p>
<p>Unter den Altersgruppen war die Ablehnung bei den 30- bis 39-Jährigen mit 46 zu 34 Prozent am deutlichsten. Bei den 40- bis 49-Jährigen befanden sich die Gegner der Leihmutterschaft dagegen mit 36 zu 42 Prozent in der Minderheit.</p>
<p>Nach Konfession sprachen sich Freikirchler mit 62 zu 31 Prozent am häufigsten gegen Leihmutterschaft aus, gefolgt von Katholiken mit 44 zu 35 Prozent und Angehörigen der evangelischen Landeskirchen mit 41 zu 38 Prozent.</p>
<p>Unter den Anhängern politischer Parteien lehnten AfD-Befürworter Leihmutterschaft mit 48 zu 33 Prozent am deutlichsten ab, gefolgt von CDU/CSU-Anhängern mit 46 zu 35 Prozent. Bei SPD-Anhängern fiel die Ablehnung mit 42 zu 39 Prozent knapper aus, bei der Linken mit 43 zu 40 Prozent. Bei den Grünen lagen Gegner und Befürworter mit jeweils 41 Prozent gleichauf.</p>
<p>Auslöser der neu entfachten Debatte war der Rückzug Spahns vom Amt des Unionsfraktionsvorsitzenden am vergangenen Samstag. Spahn und sein Partner Daniel Funke hatten zuvor bekanntgegeben, dass eine Leihmutter in den USA ihren gemeinsamen Sohn Georg zur Welt gebracht hatte. Damit umging er ein in Deutschland geltendes Verbot, das Spahn als CDU-Politiker mitgetragen hatte.</p>
<p>In der Union hatte dies einen Sturm der Empörung ausgelöst. Bundeskanzler Friedrich Merz, der gleichzeitig auch CDU-Vorsitzender ist, forderte Spahn daraufhin zum Rücktritt vom Fraktionsvorsitz auf, dem sich Spahn schließlich fügte.</p>
<p>Die katholische Kirche lehnt Leihmutterschaft als schwere Verletzung der Würde von Kind und Frau ab. Laut Katechismus der Katholischen Kirche (2376 und 2377) verletzen Verfahren, die einen Dritten in die eheliche Fortpflanzung einbeziehen – etwa durch eine Leihmutter –, das Recht des Kindes, von einem Vater und einer Mutter geboren zu werden, die einander kennen und durch die Ehe miteinander verbunden sind.</p>
<p>Das im April 2024 vom Dikasterium für die Glaubenslehre veröffentlichte und von Papst Franziskus approbierte Dokument <em>Dignitas infinita</em> verurteilte Leihmutterschaft ausdrücklich als schwere Verletzung der Würde von Kind und austragender Frau.</p>]]>
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                  <category>Deutschland</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[Alexander Folz ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Wed, 22 Jul 2026 16:00:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Verheirateter griechisch-katholischer Priester würdigt Bedeutung des Zölibats</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/25183/verheirateter-griechisch-katholischer-priester-wurdigt-bedeutung-des-zolibats</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Ein verheirateter Priester der ukrainischen griechisch-katholischen Kirche hat in einem Interview mit <a href="https://katholisch.de/artikel/69399-priester-vater-zu-sein-erfuellt-mich-sehr">katholisch.de</a> die Bedeutung des Zölibats gewürdigt. Der in München wirkende Pfarrer Andrii Vytivskyi sagte: „Ein Priester, der ehelos lebt, gibt ein starkes Zeugnis für seinen Glauben.“</p>
<p>„Der Zölibat hat eine lange Tradition und einen tiefen geistlichen Wert in der katholischen Kirche“, betonte er. In der ukrainischen griechisch-katholischen Kirche, die anders als die verschiedenen orthodoxen Kirchen mit dem Papst verbunden ist, sei der Zölibat indes freiwillig, weshalb „sowohl der ehelose als auch der verheiratete Weg zum Priestertum möglich sind“.</p>
<p>„Ich empfinde es als bereichernd, dass diese Wahlmöglichkeit in unserer Tradition besteht“, sagte Vytivskyi. „Ich selbst komme aus einer Priesterfamilie. Mein Vater ist Priester und meine beiden Brüder bereiten sich darauf vor, als verheiratete Männer Priester zu werden. Für uns ist es daher nichts Ungewöhnliches, dass ein Priester verheiratet ist.“</p>
<p>Grundsätzlich gelte, „dass eine Berufung von Gott kommt und sich unserem Einfluss entzieht. Wichtig ist jedoch, dass es gute Vorbilder von Geistlichen gibt. Für meine Brüder und mich ist mein Vater ein solches Vorbild, bis heute. Mein Vater ist Priester in der Ukraine und dort sehr engagiert. Er ist über 60 Jahre alt und könnte daher ausreisen und nach Deutschland kommen. Aber das möchte er nicht, weil er lieber bei seiner Gemeinde sein möchte.“</p>
<p>In den mit Rom verbundenen Ostkirchen wie auch in den orthodoxen Kirchen können verheiratete Männer zu Priestern geweiht werden. Der umgekehrte Weg ist indes nicht möglich: Ein Priester kann nicht noch nach seiner Priesterweihe heiraten. Wenn also die Ehefrau des Priesters bereits in jungen Jahren stirbt, so muss der Priester in den verbleibenden Jahrzehnten seines Lebens ehelos bleiben. Zu Bischöfen können nur unverheiratete Priester geweiht werden.</p>
<p>Angesprochen auf die Rolle der Familie im Leben eines verheirateten Priesters sagte Vytivskyi: „Meine Mutter war Katechetin, mein Vater war der Pfarrer und wir Kinder waren immer in der Gemeinde engagiert und sind durch die beiden in den Glauben hineingewachsen.“ Die Mutter habe sich „nie darüber beklagt, dass mein Vater wegen der Gemeinde viel unterwegs war. Sie hat immer die Bedeutung seines Dienstes hervorgehoben, die er für die Kirche, für die Menschen und zugleich für unsere Familie übernommen hat.“</p>
<p>In der Regel sei es bei vielen Priestern in griechisch-katholischen Gemeinden so, „dass ihre Familien Teil der Gemeinde sind. Die Frauen singen im Chor, helfen bei Veranstaltungen mit, die Kinder sind Ministranten und bringen sich in der Jugendarbeit ein.“</p>
<p>„Darüber hinaus genießen Ehefrauen der Priester häufig ein besonderes Vertrauen in der Gemeinde“, fuhr er fort. „Gerade bei Themen, die vor allem Frauen betreffen und über die man mit einem Priester nicht so leicht spricht, sind sie für viele eine wichtige Ansprechpartnerin.“</p>
<p>„Meiner Meinung nach bedeutet Familie nicht weniger Hingabe an die Kirche“, fasste Vytivskyi zusammen. „Oft bedeutet sie eine andere Form von Verantwortung, mehr Geduld und konkret gelebte Liebe im Alltag.“</p>]]>
        </description>
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          <![CDATA[<p>Ein verheirateter Priester der ukrainischen griechisch-katholischen Kirche hat in einem Interview mit <a href="https://katholisch.de/artikel/69399-priester-vater-zu-sein-erfuellt-mich-sehr">katholisch.de</a> die Bedeutung des Zölibats gewürdigt. Der in München wirkende Pfarrer Andrii Vytivskyi sagte: „Ein Priester, der ehelos lebt, gibt ein starkes Zeugnis für seinen Glauben.“</p>
<p>„Der Zölibat hat eine lange Tradition und einen tiefen geistlichen Wert in der katholischen Kirche“, betonte er. In der ukrainischen griechisch-katholischen Kirche, die anders als die verschiedenen orthodoxen Kirchen mit dem Papst verbunden ist, sei der Zölibat indes freiwillig, weshalb „sowohl der ehelose als auch der verheiratete Weg zum Priestertum möglich sind“.</p>
<p>„Ich empfinde es als bereichernd, dass diese Wahlmöglichkeit in unserer Tradition besteht“, sagte Vytivskyi. „Ich selbst komme aus einer Priesterfamilie. Mein Vater ist Priester und meine beiden Brüder bereiten sich darauf vor, als verheiratete Männer Priester zu werden. Für uns ist es daher nichts Ungewöhnliches, dass ein Priester verheiratet ist.“</p>
<p>Grundsätzlich gelte, „dass eine Berufung von Gott kommt und sich unserem Einfluss entzieht. Wichtig ist jedoch, dass es gute Vorbilder von Geistlichen gibt. Für meine Brüder und mich ist mein Vater ein solches Vorbild, bis heute. Mein Vater ist Priester in der Ukraine und dort sehr engagiert. Er ist über 60 Jahre alt und könnte daher ausreisen und nach Deutschland kommen. Aber das möchte er nicht, weil er lieber bei seiner Gemeinde sein möchte.“</p>
<p>In den mit Rom verbundenen Ostkirchen wie auch in den orthodoxen Kirchen können verheiratete Männer zu Priestern geweiht werden. Der umgekehrte Weg ist indes nicht möglich: Ein Priester kann nicht noch nach seiner Priesterweihe heiraten. Wenn also die Ehefrau des Priesters bereits in jungen Jahren stirbt, so muss der Priester in den verbleibenden Jahrzehnten seines Lebens ehelos bleiben. Zu Bischöfen können nur unverheiratete Priester geweiht werden.</p>
<p>Angesprochen auf die Rolle der Familie im Leben eines verheirateten Priesters sagte Vytivskyi: „Meine Mutter war Katechetin, mein Vater war der Pfarrer und wir Kinder waren immer in der Gemeinde engagiert und sind durch die beiden in den Glauben hineingewachsen.“ Die Mutter habe sich „nie darüber beklagt, dass mein Vater wegen der Gemeinde viel unterwegs war. Sie hat immer die Bedeutung seines Dienstes hervorgehoben, die er für die Kirche, für die Menschen und zugleich für unsere Familie übernommen hat.“</p>
<p>In der Regel sei es bei vielen Priestern in griechisch-katholischen Gemeinden so, „dass ihre Familien Teil der Gemeinde sind. Die Frauen singen im Chor, helfen bei Veranstaltungen mit, die Kinder sind Ministranten und bringen sich in der Jugendarbeit ein.“</p>
<p>„Darüber hinaus genießen Ehefrauen der Priester häufig ein besonderes Vertrauen in der Gemeinde“, fuhr er fort. „Gerade bei Themen, die vor allem Frauen betreffen und über die man mit einem Priester nicht so leicht spricht, sind sie für viele eine wichtige Ansprechpartnerin.“</p>
<p>„Meiner Meinung nach bedeutet Familie nicht weniger Hingabe an die Kirche“, fasste Vytivskyi zusammen. „Oft bedeutet sie eine andere Form von Verantwortung, mehr Geduld und konkret gelebte Liebe im Alltag.“</p>]]>
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                  <category>Deutschland</category>
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                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Wed, 22 Jul 2026 15:30:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Prozess gegen australischen Bischof beginnt nach Vorwürfen von Missbrauch</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/25177/prozess-gegen-australischen-bischof-beginnt-nach-vorwurfen-von-missbrauch</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Der Prozess gegen einen australischen Bischof hat in dieser Woche vor dem Bezirksgericht von Westaustralien in Perth begonnen. Der 76-Jährige muss sich wegen 26 Anklagepunkten im Zusammenhang mit Sexualdelikten an drei jungen Aborigines verantworten.</p>
<p>Bischof Christopher Saunders leitete von 1996 bis zu seinem Rücktritt im Jahr 2021 die abgelegene Diözese Broome im Nordwesten Australiens. Er hat sich in allen Anklagepunkten, die von unsittlicher Berührung bis hin zu sexueller Penetration ohne Einwilligung reichen, für nicht schuldig erklärt, berichtete die Zeitung <em>The West Australian</em>.</p>
<p>Die Vorfälle sollen sich zwischen 2008 und 2017 ereignet haben, also während der Zeit, als er Bischof war. Saunders hat stets seine Unschuld beteuert.</p>
<p>In seinem Eröffnungsplädoyer sagte Staatsanwalt Adam Ebell, Saunders habe auf kircheneigenen Grundstücken in der gesamten Kimberley-Region Partys für junge Aborigines veranstaltet und dabei, wie er es beschrieb, „einen scheinbar unerschöpflichen Vorrat an Alkohol und Zigaretten“ bereitgestellt, der mit kirchlichen Mitteln gekauft worden sei, wie aus der Berichterstattung von <em>ABC</em> und <em>WAtoday</em> hervorgeht.</p>
<p>Vor Gericht wurde dargelegt, dass der erste Beschwerdeführer 16 Jahre alt war, als er Saunders kennenlernte, und dass der Bischof ihn angeblich mit Geschenken umgarnt habe, bevor er ihn an verschiedenen Orten missbrauchte, darunter in der Bischofsresidenz in Broome, in einem Hotel in Kununurra und in der Kalumburu-Mission, bis der junge Mann 19 Jahre alt wurde. Die drei Beschwerdeführer sind mittlerweile Anfang 30.</p>
<p>Es wird erwartet, dass ehemalige Mitarbeiter der Diözese aussagen, ebenso wie Bischof Michael Morrissey von Geraldton, der nach Saunders’ Rücktritt als Apostolischer Administrator von Broome fungierte. Saunders zog sich 2020 von der Leitung der Diözese zurück, nachdem die Polizei Ermittlungen aufgenommen hatte, aber sein Rücktritt wurde von Papst Franziskus erst 2021 offiziell angenommen.</p>
<p>Eine vom Vatikan im Rahmen von „Vos Estis Lux Mundi“ angeordnete Untersuchung – die erste dieser Art in Australien – führte zu einem 200-seitigen Bericht, der 2023 an die Öffentlichkeit gelangte und der Polizei übergeben wurde, was im Februar 2024 zu Saunders’ Festnahme führte.</p>
<p><em>Übersetzt und redigiert aus dem Original von <a href="https://www.ewtnnews.com/world/asia-pacific/trial-opens-for-australian-bishop-accused-of-abusing-young-aboriginal-men">EWTN News English</a>, dem Nachrichtenpartner von CNA Deutsch.</em></p>]]>
        </description>
        <content:encoded>
          <![CDATA[<p>Der Prozess gegen einen australischen Bischof hat in dieser Woche vor dem Bezirksgericht von Westaustralien in Perth begonnen. Der 76-Jährige muss sich wegen 26 Anklagepunkten im Zusammenhang mit Sexualdelikten an drei jungen Aborigines verantworten.</p>
<p>Bischof Christopher Saunders leitete von 1996 bis zu seinem Rücktritt im Jahr 2021 die abgelegene Diözese Broome im Nordwesten Australiens. Er hat sich in allen Anklagepunkten, die von unsittlicher Berührung bis hin zu sexueller Penetration ohne Einwilligung reichen, für nicht schuldig erklärt, berichtete die Zeitung <em>The West Australian</em>.</p>
<p>Die Vorfälle sollen sich zwischen 2008 und 2017 ereignet haben, also während der Zeit, als er Bischof war. Saunders hat stets seine Unschuld beteuert.</p>
<p>In seinem Eröffnungsplädoyer sagte Staatsanwalt Adam Ebell, Saunders habe auf kircheneigenen Grundstücken in der gesamten Kimberley-Region Partys für junge Aborigines veranstaltet und dabei, wie er es beschrieb, „einen scheinbar unerschöpflichen Vorrat an Alkohol und Zigaretten“ bereitgestellt, der mit kirchlichen Mitteln gekauft worden sei, wie aus der Berichterstattung von <em>ABC</em> und <em>WAtoday</em> hervorgeht.</p>
<p>Vor Gericht wurde dargelegt, dass der erste Beschwerdeführer 16 Jahre alt war, als er Saunders kennenlernte, und dass der Bischof ihn angeblich mit Geschenken umgarnt habe, bevor er ihn an verschiedenen Orten missbrauchte, darunter in der Bischofsresidenz in Broome, in einem Hotel in Kununurra und in der Kalumburu-Mission, bis der junge Mann 19 Jahre alt wurde. Die drei Beschwerdeführer sind mittlerweile Anfang 30.</p>
<p>Es wird erwartet, dass ehemalige Mitarbeiter der Diözese aussagen, ebenso wie Bischof Michael Morrissey von Geraldton, der nach Saunders’ Rücktritt als Apostolischer Administrator von Broome fungierte. Saunders zog sich 2020 von der Leitung der Diözese zurück, nachdem die Polizei Ermittlungen aufgenommen hatte, aber sein Rücktritt wurde von Papst Franziskus erst 2021 offiziell angenommen.</p>
<p>Eine vom Vatikan im Rahmen von „Vos Estis Lux Mundi“ angeordnete Untersuchung – die erste dieser Art in Australien – führte zu einem 200-seitigen Bericht, der 2023 an die Öffentlichkeit gelangte und der Polizei übergeben wurde, was im Februar 2024 zu Saunders’ Festnahme führte.</p>
<p><em>Übersetzt und redigiert aus dem Original von <a href="https://www.ewtnnews.com/world/asia-pacific/trial-opens-for-australian-bishop-accused-of-abusing-young-aboriginal-men">EWTN News English</a>, dem Nachrichtenpartner von CNA Deutsch.</em></p>]]>
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                  <category>Australien</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Welt</category>
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          <![CDATA[EWTN News ]]>
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        <pubDate>Wed, 22 Jul 2026 14:15:00 +0200</pubDate>
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