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    <title>CNA Deutsch</title>
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    <description>CNA Deutsch ist eine Nachrichtenagentur der ACI Gruppe — ein Service von EWTN News mit Hauptsitz in Washington, D.C.</description>
    <language>en</language>
    <copyright>Copyright © 2026, CNA Deutsch</copyright>
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      <title>CNA Deutsch</title>
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          <item>
        <title>Erzbischof Heße sieht Bedrohung durch „rechtsextremistische Parteien“</title>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Erzbischof Stefan Heße von Hamburg hat beim Sommerfest des Katholischen Büros in Schwerin vor einer Bedrohung der Menschenwürde und des gesellschaftlichen Zusammenhalts durch „rechtsextremistische Parteien“ gewarnt.</p>
<p>„Deswegen positionieren wir uns als Kirchen im aktuellen Wahlkampf sehr eindeutig“, <a href="https://erzbistum-hamburg.de/Predigten/index.php?we_objectID=5488">sagte Heße</a> und bezog sich damit auf die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern, die am 20. September stattfinden soll. In Umfragen liegt die AfD, die vielfach auch von Behörden als rechtsextremistisch charakterisiert wird – was die Partei aber zurückweist –, mit 34 bis 37 Prozent weit vorne. Die SPD, die derzeit mit Manuela Schwesig die Ministerpräsidentin stellt, liegt mit 23 bis 27 auf dem zweiten Platz, die CDU ähnlich wie die Linke bei zehn bis 13 Prozent. Ob Grüne und BSW in den Landtag einziehen werden, ist den Umfragen zufolge noch nicht klar. Scheitern wird wohl die FDP, sollte sie nicht noch deutlich aufholen.</p>
<p>„Rechtsextremistische Ideologien propagieren ein dualistisches Menschenbild, kennen Menschen erster und zweiter Klasse, Deutsche und Nichtdeutsche“, führte Heße in Schwerin aus. „Das widerspricht diametral unserer Überzeugung, dass alle Menschen von Gott gleich geschaffen sind. Als Kirche unterscheiden wir nicht zwischen Deutschen und Nichtdeutschen, Flüchtlingen und Arbeitskräften. Jeder Mensch in Not hat Anspruch auf Hilfe, Schutz, Heimat und Bildung.“</p>
<p>„Als Kirche bringen wir uns hier bewusst mit unseren Hilfswerken, der Caritas, den Dienst in den Gemeinden, den Schulen und Kitas ein“, sagte Heße. „Und wir haben als Kirche gelernt, die Meinung anderer wertzuschätzen und als Bereicherung zu sehen. Grundrechte, Glaubens- und Meinungsfreiheit sind für uns zentrale Rechte aller Bürger:innen und Bürger.“</p>
<p>Mit Blick auf das Thema Umwelt erklärte er: „Unsere Natur ist für uns keine Ressource, die wir unbegrenzt ausbeuten können, sondern sie ist uns anvertraute Schöpfung. Damit verträgt sich kein radikaler Marktliberalismus. Dieser Gedanke steht im Horizont der katholischen Schöpfungslehre, wie Papst Franziskus sie in <em>Laudato si’</em> entfaltet. Die Welt ist kein Besitz des Menschen, sondern ein gemeinsames Gut.“</p>
<p>„Darum kann die Schöpfung nicht als bloßes Objekt wirtschaftlicher Verwertung verstanden werden“, so der Erzbischof. „Wer die Welt ausschließlich unter dem Blick des Nutzens betrachtet, verfehlt damit auch den Menschen.“</p>
<p>„Wie gehen wir als Kirche mit diesen aktuellen politischen Herausforderungen unserer Gesellschaft um?“, fragte er schließlich, um dann zu antworten: „Indem wir politisch unsere Stimme erheben gegen Ungerechtigkeit und Nationalismus. Indem wir mit Ihnen, den anwesenden Politiker:innen und Aktivist:innen für die freiheitlich-demokratische Grundordnung kämpfen.“</p>
<p>In <a href="https://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/Zahlen%20und%20Fakten/Kirchliche%20Statistik/Bundesl%C3%A4nder_-_Eckdaten_des_Kirchlichen_Lebens/2025-Eckdaten_Bundeslaender.pdf">Mecklenburg-Vorpommern</a> leben nur rund 48.000 Katholiken, wovon nur etwa 4.000 ihren Glauben praktizieren und sonntags zur Messe gehen. Die Zahl der Taufen lag 2025 bei 169, die Zahl der Eintritte bzw. Wiederaufnahmen bei insgesamt 25. Vor diesem Hintergrund dürfte die Zahl der Katholiken in dem Bundesland weiter schrumpfen.</p>]]>
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          <![CDATA[<p>Erzbischof Stefan Heße von Hamburg hat beim Sommerfest des Katholischen Büros in Schwerin vor einer Bedrohung der Menschenwürde und des gesellschaftlichen Zusammenhalts durch „rechtsextremistische Parteien“ gewarnt.</p>
<p>„Deswegen positionieren wir uns als Kirchen im aktuellen Wahlkampf sehr eindeutig“, <a href="https://erzbistum-hamburg.de/Predigten/index.php?we_objectID=5488">sagte Heße</a> und bezog sich damit auf die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern, die am 20. September stattfinden soll. In Umfragen liegt die AfD, die vielfach auch von Behörden als rechtsextremistisch charakterisiert wird – was die Partei aber zurückweist –, mit 34 bis 37 Prozent weit vorne. Die SPD, die derzeit mit Manuela Schwesig die Ministerpräsidentin stellt, liegt mit 23 bis 27 auf dem zweiten Platz, die CDU ähnlich wie die Linke bei zehn bis 13 Prozent. Ob Grüne und BSW in den Landtag einziehen werden, ist den Umfragen zufolge noch nicht klar. Scheitern wird wohl die FDP, sollte sie nicht noch deutlich aufholen.</p>
<p>„Rechtsextremistische Ideologien propagieren ein dualistisches Menschenbild, kennen Menschen erster und zweiter Klasse, Deutsche und Nichtdeutsche“, führte Heße in Schwerin aus. „Das widerspricht diametral unserer Überzeugung, dass alle Menschen von Gott gleich geschaffen sind. Als Kirche unterscheiden wir nicht zwischen Deutschen und Nichtdeutschen, Flüchtlingen und Arbeitskräften. Jeder Mensch in Not hat Anspruch auf Hilfe, Schutz, Heimat und Bildung.“</p>
<p>„Als Kirche bringen wir uns hier bewusst mit unseren Hilfswerken, der Caritas, den Dienst in den Gemeinden, den Schulen und Kitas ein“, sagte Heße. „Und wir haben als Kirche gelernt, die Meinung anderer wertzuschätzen und als Bereicherung zu sehen. Grundrechte, Glaubens- und Meinungsfreiheit sind für uns zentrale Rechte aller Bürger:innen und Bürger.“</p>
<p>Mit Blick auf das Thema Umwelt erklärte er: „Unsere Natur ist für uns keine Ressource, die wir unbegrenzt ausbeuten können, sondern sie ist uns anvertraute Schöpfung. Damit verträgt sich kein radikaler Marktliberalismus. Dieser Gedanke steht im Horizont der katholischen Schöpfungslehre, wie Papst Franziskus sie in <em>Laudato si’</em> entfaltet. Die Welt ist kein Besitz des Menschen, sondern ein gemeinsames Gut.“</p>
<p>„Darum kann die Schöpfung nicht als bloßes Objekt wirtschaftlicher Verwertung verstanden werden“, so der Erzbischof. „Wer die Welt ausschließlich unter dem Blick des Nutzens betrachtet, verfehlt damit auch den Menschen.“</p>
<p>„Wie gehen wir als Kirche mit diesen aktuellen politischen Herausforderungen unserer Gesellschaft um?“, fragte er schließlich, um dann zu antworten: „Indem wir politisch unsere Stimme erheben gegen Ungerechtigkeit und Nationalismus. Indem wir mit Ihnen, den anwesenden Politiker:innen und Aktivist:innen für die freiheitlich-demokratische Grundordnung kämpfen.“</p>
<p>In <a href="https://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/Zahlen%20und%20Fakten/Kirchliche%20Statistik/Bundesl%C3%A4nder_-_Eckdaten_des_Kirchlichen_Lebens/2025-Eckdaten_Bundeslaender.pdf">Mecklenburg-Vorpommern</a> leben nur rund 48.000 Katholiken, wovon nur etwa 4.000 ihren Glauben praktizieren und sonntags zur Messe gehen. Die Zahl der Taufen lag 2025 bei 169, die Zahl der Eintritte bzw. Wiederaufnahmen bei insgesamt 25. Vor diesem Hintergrund dürfte die Zahl der Katholiken in dem Bundesland weiter schrumpfen.</p>]]>
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                  <category>Deutschland</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Fri, 19 Jun 2026 15:30:00 +0200</pubDate>
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          <item>
        <title>Würzburger Käppele wird für 5,8 Millionen Euro saniert</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/24801/wurzburger-kappele-wird-fur-58-millionen-euro-saniert</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Das Würzburger Käppele, die berühmte Wallfahrtskirche auf dem Nikolausberg direkt am Main, wird für rund 5,8 Millionen Euro saniert. Die Innenrenovierung des Gotteshauses soll Mitte September beginnen und wird bis Ende 2028 dauern.</p>
<p>„Aufgrund formaler Vorgaben muss das historische Bauwerk – bestehend aus dem von Balthasar Neumann errichteten Zentralbau und der älteren Gnadenkapelle – in einem einzigen Bauabschnitt saniert werden“, <a href="https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/es-geht-los/">teilte das Bistum am Donnerstag mit</a>. „Anders als ursprünglich geplant, wird die Kirche daher für voraussichtlich zweieinhalb Jahre komplett geschlossen.“</p>
<p>Zur Begründung für die Sanierungsarbeiten hieß es: „Seit der vorigen großen Gesamtinstandsetzung im Jahr 1975 sind sämtliche Oberflächen, Deckengemälde und Ausstattungsgegenstände stark verschmutzt.“</p>
<p>Damals waren die technischen Möglichkeiten noch beschränkter. Nun aber könne man mit Lasertechnik „eine möglichst vollständige Wiederherstellung der ursprünglichen, hellen und kühlen barocken Raumwirkung des 18. Jahrhunderts“ in Angriff nehmen.</p>
<p>„Nach dem Aufbau der Innengerüste im Oktober beginnen im November 2026 die eigentlichen, gewerkeübergreifenden Restaurierungsarbeiten“, so das Bistum. „Neben der sensiblen Reinigung und Konservierung der Raumschale, Stuckmarmoroberflächen und Altäre wird auch die komplette Elektro-, Heizungs- und Beleuchtungsanlage erneuert.“</p>
<p>Rund 1,5 Millionen Euro der Gesamtkosten will das Bistum Würzburg aufbringen. Vom Bund sowie vom Freistaat Bayern kommen jeweils rund eine Million Euro. Die Stadt Würzburg und der Bezirk Unterfranken steuern je 200.000 Euro bei. Andere Geldgeber gibt es ebenfalls. Schließlich ist die Kirchenstiftung Käppele für etwa 1,5 Millionen Euro verantwortlich.</p>
<p>Während der Renovierungsarbeiten werden die Franziskaner-Minoriten ihren Standort am Käppele aufgeben. Für die Seelsorge werde aber gesorgt sein – ab 2030 auch mit der Ansiedlung einer neuen Gemeinschaft: „Drei Patres der ‚Missionare vom heiligen Johannes dem Täufer‘ werden in den Wohnkomplex im oberen Gebäudeteil einziehen, um die Wallfahrtsseelsorge zu übernehmen. Bereits ab 2028 und damit nahtlos nach dem Weggang der Franziskaner-Minoriten wird Pater Bobin Joseph die Wallfahrtsseelsorge weiterführen.“</p>
<p>Die Wallfahrt am Käppele geht zurück auf den Dreißigjährigen Krieg. Lange Jahre waren die Kapuziner für die Betreuung der Pilger zuständig. Sie mussten ihre Niederlassung jedoch bereits 2014 aufgeben.</p>]]>
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          <![CDATA[<p>Das Würzburger Käppele, die berühmte Wallfahrtskirche auf dem Nikolausberg direkt am Main, wird für rund 5,8 Millionen Euro saniert. Die Innenrenovierung des Gotteshauses soll Mitte September beginnen und wird bis Ende 2028 dauern.</p>
<p>„Aufgrund formaler Vorgaben muss das historische Bauwerk – bestehend aus dem von Balthasar Neumann errichteten Zentralbau und der älteren Gnadenkapelle – in einem einzigen Bauabschnitt saniert werden“, <a href="https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/es-geht-los/">teilte das Bistum am Donnerstag mit</a>. „Anders als ursprünglich geplant, wird die Kirche daher für voraussichtlich zweieinhalb Jahre komplett geschlossen.“</p>
<p>Zur Begründung für die Sanierungsarbeiten hieß es: „Seit der vorigen großen Gesamtinstandsetzung im Jahr 1975 sind sämtliche Oberflächen, Deckengemälde und Ausstattungsgegenstände stark verschmutzt.“</p>
<p>Damals waren die technischen Möglichkeiten noch beschränkter. Nun aber könne man mit Lasertechnik „eine möglichst vollständige Wiederherstellung der ursprünglichen, hellen und kühlen barocken Raumwirkung des 18. Jahrhunderts“ in Angriff nehmen.</p>
<p>„Nach dem Aufbau der Innengerüste im Oktober beginnen im November 2026 die eigentlichen, gewerkeübergreifenden Restaurierungsarbeiten“, so das Bistum. „Neben der sensiblen Reinigung und Konservierung der Raumschale, Stuckmarmoroberflächen und Altäre wird auch die komplette Elektro-, Heizungs- und Beleuchtungsanlage erneuert.“</p>
<p>Rund 1,5 Millionen Euro der Gesamtkosten will das Bistum Würzburg aufbringen. Vom Bund sowie vom Freistaat Bayern kommen jeweils rund eine Million Euro. Die Stadt Würzburg und der Bezirk Unterfranken steuern je 200.000 Euro bei. Andere Geldgeber gibt es ebenfalls. Schließlich ist die Kirchenstiftung Käppele für etwa 1,5 Millionen Euro verantwortlich.</p>
<p>Während der Renovierungsarbeiten werden die Franziskaner-Minoriten ihren Standort am Käppele aufgeben. Für die Seelsorge werde aber gesorgt sein – ab 2030 auch mit der Ansiedlung einer neuen Gemeinschaft: „Drei Patres der ‚Missionare vom heiligen Johannes dem Täufer‘ werden in den Wohnkomplex im oberen Gebäudeteil einziehen, um die Wallfahrtsseelsorge zu übernehmen. Bereits ab 2028 und damit nahtlos nach dem Weggang der Franziskaner-Minoriten wird Pater Bobin Joseph die Wallfahrtsseelsorge weiterführen.“</p>
<p>Die Wallfahrt am Käppele geht zurück auf den Dreißigjährigen Krieg. Lange Jahre waren die Kapuziner für die Betreuung der Pilger zuständig. Sie mussten ihre Niederlassung jedoch bereits 2014 aufgeben.</p>]]>
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                  <category>Deutschland</category>
                          <category>Redaktion</category>
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                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Fri, 19 Jun 2026 14:15:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Papst Leo feiert Requiem für verstorbenen Kardinal Ruini</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/24807/papst-leo-feiert-requiem-fur-verstorbenen-kardinal-ruini</link>
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          <![CDATA[<p>Papst Leo XIV. hat am Donnerstag das Requiem für Kardinal Camillo Ruini gefeiert und diesen dabei als Diener der Kirche gewürdigt, der „es verstand, das Volk Gottes zu führen“.</p>
<p>Die Liturgie fand am Kathedra-Altar im Petersdom statt, zwei Tage nach Ruinis Tod am Dienstag. Mehrere Kardinäle, Erzbischöfe und Bischöfe waren anwesend, um von einer der herausragendsten Persönlichkeiten der italienischen Kirche Abschied zu nehmen.</p>
<p>„Viele Jahre lang diente er der Kirche und erfüllte mit derselben Hingabe sowohl die bescheidensten Aufgaben als auch jene, die mit der größten Verantwortung verbunden waren und die der Herr ihm anvertrauen wollte“, sagte Papst Leo in seiner Predigt.</p>
<p>Der Papst erinnerte an Ruinis langjährigen und einflussreichen kirchlichen Dienst und hob insbesondere jene Initiativen hervor, die „den Weg der kirchlichen Gemeinschaft und auch der Zivilgesellschaft tief geprägt haben“.</p>
<p>So erwähnte Leo Ruinis „Kulturprojekt“, seine Bemühungen zur Förderung des Beitrags der Katholiken zum religiösen, zivilen und politischen Leben in Italien, die Diözesansynode in Rom und deren Umsetzung sowie seine „aktive und dialogorientierte Präsenz auf den verschiedenen Ebenen des kirchlichen Lebens sowie der säkularen Welt und der Gesellschaft“.</p>
<p>In seiner Reflexion über die während der Liturgie vorgetragenen Lesungen zitierte der Papst die Worte des heiligen Paulus, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Gewalten noch Höhen noch Tiefen noch irgendein anderes Geschöpf „uns von der Liebe Gottes trennen kann“. Laut Papst Leo war dies „die Wahrheit, die auch Kardinal Ruini in seinem Dienst beseelte“.</p>
<p>„Die Liebe Gottes ist treu“, sagte der Papst. „Nichts kann sie besiegen oder uns von ihr trennen, denn sie ist sein Geschenk, sie kommt von ihm und wird über uns ausgegossen, unabhängig jeglichen Verdienstes unsererseits.“</p>
<p>Leo zitierte aus Ruinis geistlichem Testament, in dem der Kardinal, als er von den vielen Menschen sprach, denen er für das Gute, das er empfangen hatte, dankbar war, schrieb: „Von ihnen habe ich nicht weniger empfangen, als ich zu geben versucht habe.“</p>
<p>„Ich denke, das sind Worte, die auch uns helfen können, unsere Verantwortung und unsere verschiedenen Formen des Dienstes mit derselben Demut und demselben Vertrauen in Gott zu leben“, sagte der Papst.</p>
<p>Der Papst wandte sich dann einer weiteren Stelle aus der Liturgie zu, die dem Johannesevangelium entnommen war: „Vater, ich wünsche mir, dass auch sie, die du mir gegeben hast, bei mir sind, wo ich bin.“</p>
<p>In diesen Worten, so Papst Leo, liege die Zusammenfassung eines Lebensprogramms – „die Richtung und der letzte Zweck eines Lebens, das dem Wohl der Brüder und Schwestern gewidmet ist und in der ständigen Suche nach Gottes Plänen für das eigene Heil und das der anderen gelebt wird“.</p>
<p>Der Papst zitierte erneut Ruinis geistliches Testament und erinnerte an die Worte des Kardinals: „Ich hoffe, Herr, dass ich nicht aus persönlichem Interesse gehandelt habe, sondern für die Ziele, die mir anvertraut wurden und die ich von ganzem Herzen teilte.“</p>
<p>Leos Predigt war geprägt von Erinnerungen an die Päpste, denen Ruini gedient hatte, darunter Papst Paul VI. und insbesondere Papst Johannes Paul II., in denen – wie Ruini selbst in seinem geistlichen Testament schrieb – der Kardinal die Gegenwart des Herrn „erlebte“.</p>
<p>Am Ende der Predigt ging der Papst auf das bischöfliche Motto ein, das Ruini gewählt hatte: „Die Wahrheit wird uns befreien.“ Diese Worte, so Leo, „fassen das tiefe Verständnis des Menschen und der Freiheit zusammen, das Christus uns offenbart hat und das die Kirche lehrt: Wir sind für die Wahrheit und für das Gute geschaffen, und nur darin finden wir Einheit, Frieden und volle Erfüllung, im irdischen Leben und in der Ewigkeit.“</p>
<p><em>Übersetzt und redigiert aus dem Original von <a href="https://www.acistampa.com/story/35753/papa-leone-xiv-ruini-ha-saputo-guidare-il-popolo-di-dio">ACI Stampa</a>, der italienischen Partneragentur von CNA Deutsch.</em></p>]]>
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          <![CDATA[<p>Papst Leo XIV. hat am Donnerstag das Requiem für Kardinal Camillo Ruini gefeiert und diesen dabei als Diener der Kirche gewürdigt, der „es verstand, das Volk Gottes zu führen“.</p>
<p>Die Liturgie fand am Kathedra-Altar im Petersdom statt, zwei Tage nach Ruinis Tod am Dienstag. Mehrere Kardinäle, Erzbischöfe und Bischöfe waren anwesend, um von einer der herausragendsten Persönlichkeiten der italienischen Kirche Abschied zu nehmen.</p>
<p>„Viele Jahre lang diente er der Kirche und erfüllte mit derselben Hingabe sowohl die bescheidensten Aufgaben als auch jene, die mit der größten Verantwortung verbunden waren und die der Herr ihm anvertrauen wollte“, sagte Papst Leo in seiner Predigt.</p>
<p>Der Papst erinnerte an Ruinis langjährigen und einflussreichen kirchlichen Dienst und hob insbesondere jene Initiativen hervor, die „den Weg der kirchlichen Gemeinschaft und auch der Zivilgesellschaft tief geprägt haben“.</p>
<p>So erwähnte Leo Ruinis „Kulturprojekt“, seine Bemühungen zur Förderung des Beitrags der Katholiken zum religiösen, zivilen und politischen Leben in Italien, die Diözesansynode in Rom und deren Umsetzung sowie seine „aktive und dialogorientierte Präsenz auf den verschiedenen Ebenen des kirchlichen Lebens sowie der säkularen Welt und der Gesellschaft“.</p>
<p>In seiner Reflexion über die während der Liturgie vorgetragenen Lesungen zitierte der Papst die Worte des heiligen Paulus, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Gewalten noch Höhen noch Tiefen noch irgendein anderes Geschöpf „uns von der Liebe Gottes trennen kann“. Laut Papst Leo war dies „die Wahrheit, die auch Kardinal Ruini in seinem Dienst beseelte“.</p>
<p>„Die Liebe Gottes ist treu“, sagte der Papst. „Nichts kann sie besiegen oder uns von ihr trennen, denn sie ist sein Geschenk, sie kommt von ihm und wird über uns ausgegossen, unabhängig jeglichen Verdienstes unsererseits.“</p>
<p>Leo zitierte aus Ruinis geistlichem Testament, in dem der Kardinal, als er von den vielen Menschen sprach, denen er für das Gute, das er empfangen hatte, dankbar war, schrieb: „Von ihnen habe ich nicht weniger empfangen, als ich zu geben versucht habe.“</p>
<p>„Ich denke, das sind Worte, die auch uns helfen können, unsere Verantwortung und unsere verschiedenen Formen des Dienstes mit derselben Demut und demselben Vertrauen in Gott zu leben“, sagte der Papst.</p>
<p>Der Papst wandte sich dann einer weiteren Stelle aus der Liturgie zu, die dem Johannesevangelium entnommen war: „Vater, ich wünsche mir, dass auch sie, die du mir gegeben hast, bei mir sind, wo ich bin.“</p>
<p>In diesen Worten, so Papst Leo, liege die Zusammenfassung eines Lebensprogramms – „die Richtung und der letzte Zweck eines Lebens, das dem Wohl der Brüder und Schwestern gewidmet ist und in der ständigen Suche nach Gottes Plänen für das eigene Heil und das der anderen gelebt wird“.</p>
<p>Der Papst zitierte erneut Ruinis geistliches Testament und erinnerte an die Worte des Kardinals: „Ich hoffe, Herr, dass ich nicht aus persönlichem Interesse gehandelt habe, sondern für die Ziele, die mir anvertraut wurden und die ich von ganzem Herzen teilte.“</p>
<p>Leos Predigt war geprägt von Erinnerungen an die Päpste, denen Ruini gedient hatte, darunter Papst Paul VI. und insbesondere Papst Johannes Paul II., in denen – wie Ruini selbst in seinem geistlichen Testament schrieb – der Kardinal die Gegenwart des Herrn „erlebte“.</p>
<p>Am Ende der Predigt ging der Papst auf das bischöfliche Motto ein, das Ruini gewählt hatte: „Die Wahrheit wird uns befreien.“ Diese Worte, so Leo, „fassen das tiefe Verständnis des Menschen und der Freiheit zusammen, das Christus uns offenbart hat und das die Kirche lehrt: Wir sind für die Wahrheit und für das Gute geschaffen, und nur darin finden wir Einheit, Frieden und volle Erfüllung, im irdischen Leben und in der Ewigkeit.“</p>
<p><em>Übersetzt und redigiert aus dem Original von <a href="https://www.acistampa.com/story/35753/papa-leone-xiv-ruini-ha-saputo-guidare-il-popolo-di-dio">ACI Stampa</a>, der italienischen Partneragentur von CNA Deutsch.</em></p>]]>
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                  <category>Vatikanstadt</category>
                                  <category>Vatikan</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[Antonio Tarallo ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Fri, 19 Jun 2026 13:00:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Theologin Westerhorstmann: kfd-Papier zu Abtreibung „sicher nicht katholisch“</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/24797/theologin-westerhorstmann-kfd-papier-zu-abtreibung-sicher-nicht-katholisch</link>
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          <![CDATA[<p>Die Theologin Katharina Westerhorstmann hat das Positionspapier der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) zu Abtreibungen scharf kritisiert.</p>
<p>„Dass sich die kfd vom eindeutigen Schutz des menschlichen Lebens an dessen Anfang verabschiedet, ist erschütternd – und ist sicher nicht ‚katholisch‘“, schrieb sie in einem Beitrag für die Zeitschrift <em><a href="https://www.herder.de/communio/gesellschaft/katholische-frauengemeinschaft-zu-paragraf-218-position-ohne-hoffnung/">Communio</a></em>. Westerhorstmann lehrt Theologie und Medizinische Ethik an der Franciscan University of Steubenville,  konkret am Campus Gaming in Österreich.</p>
<p>Ihre Kritik richtete sich gegen ein elfseitiges Papier, das die kfd am vergangenen Wochenende auf ihrer Bundesversammlung in Mainz mit großer Mehrheit beschlossen hatte. Es trägt den Titel „Zwischen Lebensschutz und Selbstbestimmung: Positionen und Perspektiven der kfd zu § 218 StGB“ und <a href="https://de.catholicnewsagency.com/news/24679/katholischer-frauenverband-fordert-abtreibungen-auch-in-katholischen-krankenhausern">enthält</a> die Forderung, „dass Schwangerschaftsabbrüche auch in katholischen Krankenhäusern möglich sein müssen“.</p>
<p>Westerhorstmann kritisierte die Richtung des Papiers scharf. „Es geht um die Wiederbelebung eines sozialistischen Verständnisses des Schwangerschaftsabbruches als legitimer Selbstbestimmung der Frau (bei gleichzeitigem Anspruch auf soziale Unterstützungsleistungen)“, schrieb die Theologin.</p>
<p>Gerade darin liege der Widerspruch des Papiers, so Westerhorstmann weiter. „Trotz der Ablehnung von Autorität und Hierarchie (hier der männlichen), offenbart das Papier letztlich eine rücksichtslose Dominanz der Geborenen über die Ungeborenen.“</p>
<p>Auch den Umgang der kfd mit der Lebensschutzbewegung kritisierte die Theologin. Der Text belege christliche Lebensschützer mit dem Verdacht, sich in der Nähe zur politischen extremen Rechten zu befinden.</p>
<p>„Obwohl man die Forderung erhebt, Polarisierungen sollen vermieden werden, verfällt man immer wieder in genau diese. So hält man Lebensschutzverbänden vor, sich einseitig nur gegen den Abbruch und für das Austragen des Kindes [einzusetzen], jedoch [übersieht man], dass Lebensschutz das ganze menschliche Leben umfassen müsse“, schrieb Westerhorstmann.</p>
<p>Auch der emeritierte Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen hatte das Abtreibungs-Papier scharf kritisiert und gesagt das Dokument sei Vieles, aber „katholisch ist es nicht“, wie <a href="https://de.catholicnewsagency.com/news/24707/katholisch-ist-es-nicht-bischof-algermissen-uber-abtreibungs-papier-von-frauenverband">CNA Deutsch berichtete</a>.</p>
<p>Unter der aktuellen Gesetzeslage werden in Deutschland jährlich mehr als 100.000 ungeborene Kinder straffrei im Mutterleib getötet. Zwischen 1996 und 2023 wurden Schätzungen zufolge rund 1,8 Millionen Kinder abgetrieben.</p>
<p>Menschliches Leben steht nach kirchlicher Lehre von der Empfängnis an unter dem besonderen Schutz Gottes. „Mit der Petrus und seinen Nachfolgern von Christus verliehenen Autorität bestätige ich daher in Gemeinschaft mit den Bischöfen der katholischen Kirche, daß die direkte und freiwillige Tötung eines unschuldigen Menschen immer ein schweres sittliches Vergehen ist“, hielt Papst Johannes Paul II. in der Enzyklika <a href="https://www.vatican.va/content/john-paul-ii/de/encyclicals/documents/hf_jp-ii_enc_25031995_evangelium-vitae.html"><em>Evangelium vitae</em></a> (1995) fest.</p>]]>
        </description>
        <content:encoded>
          <![CDATA[<p>Die Theologin Katharina Westerhorstmann hat das Positionspapier der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) zu Abtreibungen scharf kritisiert.</p>
<p>„Dass sich die kfd vom eindeutigen Schutz des menschlichen Lebens an dessen Anfang verabschiedet, ist erschütternd – und ist sicher nicht ‚katholisch‘“, schrieb sie in einem Beitrag für die Zeitschrift <em><a href="https://www.herder.de/communio/gesellschaft/katholische-frauengemeinschaft-zu-paragraf-218-position-ohne-hoffnung/">Communio</a></em>. Westerhorstmann lehrt Theologie und Medizinische Ethik an der Franciscan University of Steubenville,  konkret am Campus Gaming in Österreich.</p>
<p>Ihre Kritik richtete sich gegen ein elfseitiges Papier, das die kfd am vergangenen Wochenende auf ihrer Bundesversammlung in Mainz mit großer Mehrheit beschlossen hatte. Es trägt den Titel „Zwischen Lebensschutz und Selbstbestimmung: Positionen und Perspektiven der kfd zu § 218 StGB“ und <a href="https://de.catholicnewsagency.com/news/24679/katholischer-frauenverband-fordert-abtreibungen-auch-in-katholischen-krankenhausern">enthält</a> die Forderung, „dass Schwangerschaftsabbrüche auch in katholischen Krankenhäusern möglich sein müssen“.</p>
<p>Westerhorstmann kritisierte die Richtung des Papiers scharf. „Es geht um die Wiederbelebung eines sozialistischen Verständnisses des Schwangerschaftsabbruches als legitimer Selbstbestimmung der Frau (bei gleichzeitigem Anspruch auf soziale Unterstützungsleistungen)“, schrieb die Theologin.</p>
<p>Gerade darin liege der Widerspruch des Papiers, so Westerhorstmann weiter. „Trotz der Ablehnung von Autorität und Hierarchie (hier der männlichen), offenbart das Papier letztlich eine rücksichtslose Dominanz der Geborenen über die Ungeborenen.“</p>
<p>Auch den Umgang der kfd mit der Lebensschutzbewegung kritisierte die Theologin. Der Text belege christliche Lebensschützer mit dem Verdacht, sich in der Nähe zur politischen extremen Rechten zu befinden.</p>
<p>„Obwohl man die Forderung erhebt, Polarisierungen sollen vermieden werden, verfällt man immer wieder in genau diese. So hält man Lebensschutzverbänden vor, sich einseitig nur gegen den Abbruch und für das Austragen des Kindes [einzusetzen], jedoch [übersieht man], dass Lebensschutz das ganze menschliche Leben umfassen müsse“, schrieb Westerhorstmann.</p>
<p>Auch der emeritierte Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen hatte das Abtreibungs-Papier scharf kritisiert und gesagt das Dokument sei Vieles, aber „katholisch ist es nicht“, wie <a href="https://de.catholicnewsagency.com/news/24707/katholisch-ist-es-nicht-bischof-algermissen-uber-abtreibungs-papier-von-frauenverband">CNA Deutsch berichtete</a>.</p>
<p>Unter der aktuellen Gesetzeslage werden in Deutschland jährlich mehr als 100.000 ungeborene Kinder straffrei im Mutterleib getötet. Zwischen 1996 und 2023 wurden Schätzungen zufolge rund 1,8 Millionen Kinder abgetrieben.</p>
<p>Menschliches Leben steht nach kirchlicher Lehre von der Empfängnis an unter dem besonderen Schutz Gottes. „Mit der Petrus und seinen Nachfolgern von Christus verliehenen Autorität bestätige ich daher in Gemeinschaft mit den Bischöfen der katholischen Kirche, daß die direkte und freiwillige Tötung eines unschuldigen Menschen immer ein schweres sittliches Vergehen ist“, hielt Papst Johannes Paul II. in der Enzyklika <a href="https://www.vatican.va/content/john-paul-ii/de/encyclicals/documents/hf_jp-ii_enc_25031995_evangelium-vitae.html"><em>Evangelium vitae</em></a> (1995) fest.</p>]]>
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                  <category>Deutschland</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[Alexander Folz ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Fri, 19 Jun 2026 11:00:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Rund 300.000 Menschen in Deutschland sind Ministranten</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/24799/rund-300000-menschen-in-deutschland-sind-ministranten</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Informationen der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) zufolge sind in Deutschland rund 300.000 „Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene“ als Ministranten tätig. Der Anteil von Mädchen und Frauen liegt bei 54 Prozent. Bis nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil war weibliche Assistenz im Altarraum undenkbar.</p>
<p>Das Bistum Rottenburg-Stuttgart weise „mit 21.290 Ministrantinnen und Ministranten die höchste absolute Zahl“ auf, so die <a href="https://www.dbk.de/presse/aktuelles/meldung/neue-zahlen-zur-ministrantenpastoral-rund-300000-junge-menschen-engagieren-sich-bundesweit">DBK</a>. „Das Erzbistum Paderborn erreicht mit 55 Prozent den höchsten Anteil weiblicher Ministrantinnen.“</p>
<p>„Im Bistum Dresden-Meißen engagieren sich 3.400 Ministrantinnen und Ministranten“, hieß es außerdem. „Bezogen auf die Katholikenzahlen des Bistums entspricht dies rund 2,7 Prozent. Gerade in einem Diaspora-Bistum macht diese Zahl deutlich, welche Bedeutung der Ministrantendienst für die Sichtbarkeit jungen kirchlichen Lebens hat.“</p>
<p>Weihbischof Johannes Wübbe von Osnabrück, der Vorsitzende der DBK-Jugendkommission, sagte: „Die Ministrantinnen und Ministranten gehören zu einer der stärksten und sichtbarsten Formen kirchlicher Jugendarbeit in Deutschland.“</p>
<p>„Wer ministriert, weiß nicht nur um Abläufe von Gottesdiensten“, fuhr er fort. „Junge Menschen gestalten ihr religiöses Leben aktiv und machen dabei ganz eigene Glaubenserfahrungen. Das ist Jugendpastoral im besten Sinn: nah an den jungen Menschen und verbunden mit dem Leben der Kirche vor Ort.“</p>
<p>Bischof Klaus Krämer von Rottenburg-Stuttgart sagte in seiner Funktion als Präsident des internationalen Ministrantenbundes CIM: „Ministrantinnen und Ministranten zeigen, dass junge Menschen nicht nur Gäste in der Kirche sind. Sie gestalten Liturgie mit und übernehmen Verantwortung. Der Dienst am Altar verbindet junge Menschen über Grenzen, Sprachen und Kulturen hinweg.“</p>]]>
        </description>
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          <![CDATA[<p>Informationen der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) zufolge sind in Deutschland rund 300.000 „Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene“ als Ministranten tätig. Der Anteil von Mädchen und Frauen liegt bei 54 Prozent. Bis nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil war weibliche Assistenz im Altarraum undenkbar.</p>
<p>Das Bistum Rottenburg-Stuttgart weise „mit 21.290 Ministrantinnen und Ministranten die höchste absolute Zahl“ auf, so die <a href="https://www.dbk.de/presse/aktuelles/meldung/neue-zahlen-zur-ministrantenpastoral-rund-300000-junge-menschen-engagieren-sich-bundesweit">DBK</a>. „Das Erzbistum Paderborn erreicht mit 55 Prozent den höchsten Anteil weiblicher Ministrantinnen.“</p>
<p>„Im Bistum Dresden-Meißen engagieren sich 3.400 Ministrantinnen und Ministranten“, hieß es außerdem. „Bezogen auf die Katholikenzahlen des Bistums entspricht dies rund 2,7 Prozent. Gerade in einem Diaspora-Bistum macht diese Zahl deutlich, welche Bedeutung der Ministrantendienst für die Sichtbarkeit jungen kirchlichen Lebens hat.“</p>
<p>Weihbischof Johannes Wübbe von Osnabrück, der Vorsitzende der DBK-Jugendkommission, sagte: „Die Ministrantinnen und Ministranten gehören zu einer der stärksten und sichtbarsten Formen kirchlicher Jugendarbeit in Deutschland.“</p>
<p>„Wer ministriert, weiß nicht nur um Abläufe von Gottesdiensten“, fuhr er fort. „Junge Menschen gestalten ihr religiöses Leben aktiv und machen dabei ganz eigene Glaubenserfahrungen. Das ist Jugendpastoral im besten Sinn: nah an den jungen Menschen und verbunden mit dem Leben der Kirche vor Ort.“</p>
<p>Bischof Klaus Krämer von Rottenburg-Stuttgart sagte in seiner Funktion als Präsident des internationalen Ministrantenbundes CIM: „Ministrantinnen und Ministranten zeigen, dass junge Menschen nicht nur Gäste in der Kirche sind. Sie gestalten Liturgie mit und übernehmen Verantwortung. Der Dienst am Altar verbindet junge Menschen über Grenzen, Sprachen und Kulturen hinweg.“</p>]]>
        </content:encoded>
                  <category>Deutschland</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Fri, 19 Jun 2026 09:00:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Papst Leo besucht im November wohl fünf Städte in Peru</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/24805/papst-leo-besucht-im-november-wohl-funf-stadte-in-peru</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Der peruanische Präsident José María Balcázar hat erklärt, Papst Leo XIV. habe ihm die „Erlaubnis“ erteilt, vor Journalisten seine Absicht zu bekräftigen, in der ersten Novemberhälfte fünf Städte des Landes – Lima, Chiclayo, Piura, Pucallpa und Cusco – zu besuchen.</p>
<p>„Er hat uns bestätigt, dass er in der ersten Novemberhälfte in Peru sein wird. Von Lima aus wird er nach Chiclayo reisen, von Chiclayo nach Piura, von Piura nach Pucallpa, in den Dschungel, und er würde auch Cusco besuchen“, sagte er. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass letztendlich das für die Organisation der päpstlichen Reisen zuständige Team die Route festlegen werde.</p>
<p>In diesem Zusammenhang schloss er einen möglichen Zwischenstopp in Arequipa nicht aus: „Da er und sein Kardinalteam alles selbst planen, könnte es sein, dass er auch in Arequipa sein wird.“</p>
<p>Balcázar wies zudem darauf hin, dass er dem Papst einige Vorschläge unterbreitet habe, etwa, dass er nach seinem Besuch in Chiclayo mit dem Hubschrauber „in die Andenregion von Incahuasi und Cañaris fliegen könnte, eine sehr arme, Quechua sprechende Gegend, die er sehr gut kennt“.</p>
<p>„Wir haben ihm den Hubschrauber für jeden Ort angeboten, den er schnell erreichen möchte, denn er möchte so viele kleine Dörfer wie möglich im Norden, aber auch im Regenwald und in Cuzco besuchen“, erklärte er vor der Gruppe von Journalisten, die nach der Audienz bei Papst Leo auf ihn wartete.</p>
<p>Der Politiker beschrieb das Treffen mit Leo als „großartig und freundschaftlich“. Als bedeutendes Detail hob er hervor, dass er „Abgeordneter für Lambayeque, Chiclayo“ sei – die Stadt, in der der Papst von 2015 bis 2023 lebte. „Wir kannten uns bereits“, erklärte er und spielte damit auf den Grund an, warum die private Audienz, die in der Apostolischen Bibliothek des Vatikans stattfand, „fast zwei Stunden“ dauerte.</p>
<p>Balcázars Besuch fiel mit der Auszählung der Stimmen der Stichwahl bei den Präsidentschaftswahlen in Peru zusammen. Wie der Präsident selbst berichtete, sprachen sie während des Treffens über die politische Lage des Landes, insbesondere über die Notwendigkeit, dass der Machtwechsel nach den Wahlen „so geordnet wie möglich verläuft, dass es keine größeren Konflikte gibt und dass der Verlierer den Gewinner anerkennt“. Außerdem fügte er hinzu, dass der Papst „besorgt ist, dass wir diese Wahl noch immer ausstehen haben“. Die offizielle Bekanntgabe des Gewinners ist erst für Mitte Juli vorgesehen.</p>
<p>Bei dem Treffen wurde die im Mai veröffentlichte Enzyklika <em>Magnifica humanitas</em> thematisiert, in deren Mittelpunkt Themen wie Künstliche Intelligenz und Menschenrechte stehen: „Wir haben die gesamte Enzyklika durchgesprochen, die ich natürlich gelesen habe und die wie ein eindringlicher Aufruf zum Gemeinwohl klingt.“</p>
<p>Zudem führten beide Seiten einen Dialog über Migration. Der Papst, so erklärte Balcázar, sei sich „bewusst, dass es Kriminelle gibt, die von einem Land in ein anderes migrieren“, aber gleichzeitig sei er sich „noch bewusster, dass wir Migranten nicht von einem Land in ein anderes verfolgen dürfen, denn die Menschen sind schon immer überallhin gewandert, und diesen Migranten muss das Recht auf Leben gewährt werden, vor allem, wie es in einem ganz besonderen Kapitel über die Menschenrechte dargelegt wird“.</p>
<p>„Diese Menschenrechte müssen einen konkreten Inhalt haben; sie dürfen nicht nur eine lyrische Erklärung sein, sondern müssen sich in materiellen und objektiven Taten niederschlagen“, fügte er hinzu.</p>
<p>Nach seinem Verlassen des Apostolischen Palasts begab sich der Präsident in die Vatikanischen Gärten, wo er vor dem Bildnis der heiligen Rosa von Lima, das im Januar in einer historischen Zeremonie unter Vorsitz des Papstes inthronisiert worden war, inne hielt, um zu beten.</p>
<p>Wie der Vatikan mitteilte, wurde bei dem anschließenden Treffen mit Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin und dem Sekretär für die Beziehungen zu Staaten und internationalen Organisationen, Erzbischof Paul Richard Gallagher, „Zufriedenheit“ über die guten Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und Peru sowie der Wille zu deren Stärkung zum Ausdruck gebracht.</p>
<p>Zudem „wurden Themen von gemeinsamem Interesse angesprochen, darunter die sozioökonomische Entwicklung, der illegale Bergbau, die Förderung des Gemeinwohls und des Dialogs sowie das Engagement für den sozialen Zusammenhalt“.</p>
<p>Ebenso habe „ein Meinungsaustausch über die regionale und internationale soziopolitische Lage“ stattgefunden, „wobei dem Phänomen der Migration, der organisierten Kriminalität und den Auswirkungen von Konflikten besondere Aufmerksamkeit gewidmet wurde“.</p>
<p>Anfang Juni hatte Balcázar bereits erklärt, dass Papst Leo am kommenden 10. November Peru besuchen werde, auch wenn bis zur Reise noch mehrere Monate verbleiben und der Heilige Stuhl den endgültigen Reiseplan noch nicht offiziell bekannt gegeben hat.</p>
<p><em>Übersetzt und redigiert aus dem Original von <a href="https://www.aciprensa.com/noticias/126153/presidente-balcazar-papa-leon-xiv-planea-visitar-cinco-ciudades-del-peru-en-noviembre">ACI Prensa</a>, der spanischsprachigen Partneragentur von CNA Deutsch.</em></p>]]>
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          <![CDATA[<p>Der peruanische Präsident José María Balcázar hat erklärt, Papst Leo XIV. habe ihm die „Erlaubnis“ erteilt, vor Journalisten seine Absicht zu bekräftigen, in der ersten Novemberhälfte fünf Städte des Landes – Lima, Chiclayo, Piura, Pucallpa und Cusco – zu besuchen.</p>
<p>„Er hat uns bestätigt, dass er in der ersten Novemberhälfte in Peru sein wird. Von Lima aus wird er nach Chiclayo reisen, von Chiclayo nach Piura, von Piura nach Pucallpa, in den Dschungel, und er würde auch Cusco besuchen“, sagte er. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass letztendlich das für die Organisation der päpstlichen Reisen zuständige Team die Route festlegen werde.</p>
<p>In diesem Zusammenhang schloss er einen möglichen Zwischenstopp in Arequipa nicht aus: „Da er und sein Kardinalteam alles selbst planen, könnte es sein, dass er auch in Arequipa sein wird.“</p>
<p>Balcázar wies zudem darauf hin, dass er dem Papst einige Vorschläge unterbreitet habe, etwa, dass er nach seinem Besuch in Chiclayo mit dem Hubschrauber „in die Andenregion von Incahuasi und Cañaris fliegen könnte, eine sehr arme, Quechua sprechende Gegend, die er sehr gut kennt“.</p>
<p>„Wir haben ihm den Hubschrauber für jeden Ort angeboten, den er schnell erreichen möchte, denn er möchte so viele kleine Dörfer wie möglich im Norden, aber auch im Regenwald und in Cuzco besuchen“, erklärte er vor der Gruppe von Journalisten, die nach der Audienz bei Papst Leo auf ihn wartete.</p>
<p>Der Politiker beschrieb das Treffen mit Leo als „großartig und freundschaftlich“. Als bedeutendes Detail hob er hervor, dass er „Abgeordneter für Lambayeque, Chiclayo“ sei – die Stadt, in der der Papst von 2015 bis 2023 lebte. „Wir kannten uns bereits“, erklärte er und spielte damit auf den Grund an, warum die private Audienz, die in der Apostolischen Bibliothek des Vatikans stattfand, „fast zwei Stunden“ dauerte.</p>
<p>Balcázars Besuch fiel mit der Auszählung der Stimmen der Stichwahl bei den Präsidentschaftswahlen in Peru zusammen. Wie der Präsident selbst berichtete, sprachen sie während des Treffens über die politische Lage des Landes, insbesondere über die Notwendigkeit, dass der Machtwechsel nach den Wahlen „so geordnet wie möglich verläuft, dass es keine größeren Konflikte gibt und dass der Verlierer den Gewinner anerkennt“. Außerdem fügte er hinzu, dass der Papst „besorgt ist, dass wir diese Wahl noch immer ausstehen haben“. Die offizielle Bekanntgabe des Gewinners ist erst für Mitte Juli vorgesehen.</p>
<p>Bei dem Treffen wurde die im Mai veröffentlichte Enzyklika <em>Magnifica humanitas</em> thematisiert, in deren Mittelpunkt Themen wie Künstliche Intelligenz und Menschenrechte stehen: „Wir haben die gesamte Enzyklika durchgesprochen, die ich natürlich gelesen habe und die wie ein eindringlicher Aufruf zum Gemeinwohl klingt.“</p>
<p>Zudem führten beide Seiten einen Dialog über Migration. Der Papst, so erklärte Balcázar, sei sich „bewusst, dass es Kriminelle gibt, die von einem Land in ein anderes migrieren“, aber gleichzeitig sei er sich „noch bewusster, dass wir Migranten nicht von einem Land in ein anderes verfolgen dürfen, denn die Menschen sind schon immer überallhin gewandert, und diesen Migranten muss das Recht auf Leben gewährt werden, vor allem, wie es in einem ganz besonderen Kapitel über die Menschenrechte dargelegt wird“.</p>
<p>„Diese Menschenrechte müssen einen konkreten Inhalt haben; sie dürfen nicht nur eine lyrische Erklärung sein, sondern müssen sich in materiellen und objektiven Taten niederschlagen“, fügte er hinzu.</p>
<p>Nach seinem Verlassen des Apostolischen Palasts begab sich der Präsident in die Vatikanischen Gärten, wo er vor dem Bildnis der heiligen Rosa von Lima, das im Januar in einer historischen Zeremonie unter Vorsitz des Papstes inthronisiert worden war, inne hielt, um zu beten.</p>
<p>Wie der Vatikan mitteilte, wurde bei dem anschließenden Treffen mit Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin und dem Sekretär für die Beziehungen zu Staaten und internationalen Organisationen, Erzbischof Paul Richard Gallagher, „Zufriedenheit“ über die guten Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und Peru sowie der Wille zu deren Stärkung zum Ausdruck gebracht.</p>
<p>Zudem „wurden Themen von gemeinsamem Interesse angesprochen, darunter die sozioökonomische Entwicklung, der illegale Bergbau, die Förderung des Gemeinwohls und des Dialogs sowie das Engagement für den sozialen Zusammenhalt“.</p>
<p>Ebenso habe „ein Meinungsaustausch über die regionale und internationale soziopolitische Lage“ stattgefunden, „wobei dem Phänomen der Migration, der organisierten Kriminalität und den Auswirkungen von Konflikten besondere Aufmerksamkeit gewidmet wurde“.</p>
<p>Anfang Juni hatte Balcázar bereits erklärt, dass Papst Leo am kommenden 10. November Peru besuchen werde, auch wenn bis zur Reise noch mehrere Monate verbleiben und der Heilige Stuhl den endgültigen Reiseplan noch nicht offiziell bekannt gegeben hat.</p>
<p><em>Übersetzt und redigiert aus dem Original von <a href="https://www.aciprensa.com/noticias/126153/presidente-balcazar-papa-leon-xiv-planea-visitar-cinco-ciudades-del-peru-en-noviembre">ACI Prensa</a>, der spanischsprachigen Partneragentur von CNA Deutsch.</em></p>]]>
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                  <category>Vatikanstadt</category>
                                  <category>Vatikan</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[Victoria Cardiel ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Fri, 19 Jun 2026 07:00:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Erstmals seit 2000 weniger als 200 Neupriester in Polen</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/24795/erstmals-seit-2000-weniger-als-200-neupriester-in-polen</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>In Polen werden in diesem Jahr 196 neue Priester geweiht. Damit unterschreitet das Land erstmals im 21. Jahrhundert die Marke von 200 Weihen in einem Jahr.</p>
<p>„Die systematisch sinkende Zahl der neu geweihten Priester wird dadurch verursacht, dass wir uns gerade vom Höhepunkt der Berufungen in der gesamten 1060-jährigen Geschichte der Kirche in Polen entfernen“, sagte der Priester Jan Frąckowiak, der Rektor des Erzbischöflichen Priesterseminars in Posen, gegenüber der polnischen katholischen Nachrichtenagentur <a href="https://www.ekai.pl/kosciol-w-polsce-bedzie-mial-196-nowych-ksiezy-diecezjalnych-i-zakonnych/">KAI</a>.</p>
<p>Nach Angaben von KAI werden von den 196 Neupriestern 130 als Diözesanpriester und 66 in Ordensgemeinschaften wirken. Im Vorjahr waren es noch 208 Weihen, 2024 sogar 235. Sieben der 42 Diözesen Polens werden in diesem Jahr keinen einzigen Neupriester haben, ein Jahr zuvor waren es sechs.</p>
<p>Frąckowiak nannte gegenüber KAI mehrere Gründe für die Entwicklung. „Ich würde zum Beispiel auf den demografischen Rückgang, einen geringeren Anteil von Gläubigen und praktizierenden Katholiken in der Gesellschaft und eine verminderte Fähigkeit der jüngeren Generation zu endgültigen Bindungen hinweisen“, sagte er.</p>
<p>Polens Geburtenrate sank 2025 auf einen neuen Tiefstand von 1,068, weit unter dem Bestandserhaltungsniveau von 2,1. Die staatliche Statistikbehörde rechnete damit, dass die Bevölkerung von derzeit rund 37,3 Millionen bis 2060 auf 29,4 Millionen sinken könnte – ein Rückgang von mehr als 20 Prozent.</p>
<p>Trotz des Rückgangs bleibt Polen das europäische Land mit den meisten Priesterberufungen. In Frankreich gab es 2025 90 Neupriester, in Deutschland waren es 25. Polen hat zwar eine kleinere Gesamtbevölkerung als Frankreich oder Deutschland, weist aber eine deutlich höhere Zahl getaufter Katholiken und eine wesentlich höhere Gottesdienstbeteiligung auf als beide Länder.</p>
<p>In Deutschland <a href="https://fowid.de/meldung/priesterweihen-1962-2025">gab</a> es zuletzt 1994 mehr als 200 Priesterweihen in einem Jahr. Bereits ein Jahr später fiel die Zahl auf 186, seither blieb sie durchgehend unter der 200er-Marke. 2025 erreichten die Weihen in Deutschland mit 26 einen historischen Tiefstand, wobei noch sechs neue Ordenspriester hinzukommen.</p>
<p>Laut dem <em><a href="https://iskk.pl/wp-content/uploads/2026/03/Annuuarium_za_24_ENG_3.03.2026.pdf">Annuarium Statisticum Ecclesiae in Polonia</a></em>, der jährlichen Statistik des Instituts für kirchliche Statistik, sank auch die Gesamtzahl der Diözesanpriester in Polen zwischen 2018 und 2024 um 6,4 Prozent.</p>]]>
        </description>
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          <![CDATA[<p>In Polen werden in diesem Jahr 196 neue Priester geweiht. Damit unterschreitet das Land erstmals im 21. Jahrhundert die Marke von 200 Weihen in einem Jahr.</p>
<p>„Die systematisch sinkende Zahl der neu geweihten Priester wird dadurch verursacht, dass wir uns gerade vom Höhepunkt der Berufungen in der gesamten 1060-jährigen Geschichte der Kirche in Polen entfernen“, sagte der Priester Jan Frąckowiak, der Rektor des Erzbischöflichen Priesterseminars in Posen, gegenüber der polnischen katholischen Nachrichtenagentur <a href="https://www.ekai.pl/kosciol-w-polsce-bedzie-mial-196-nowych-ksiezy-diecezjalnych-i-zakonnych/">KAI</a>.</p>
<p>Nach Angaben von KAI werden von den 196 Neupriestern 130 als Diözesanpriester und 66 in Ordensgemeinschaften wirken. Im Vorjahr waren es noch 208 Weihen, 2024 sogar 235. Sieben der 42 Diözesen Polens werden in diesem Jahr keinen einzigen Neupriester haben, ein Jahr zuvor waren es sechs.</p>
<p>Frąckowiak nannte gegenüber KAI mehrere Gründe für die Entwicklung. „Ich würde zum Beispiel auf den demografischen Rückgang, einen geringeren Anteil von Gläubigen und praktizierenden Katholiken in der Gesellschaft und eine verminderte Fähigkeit der jüngeren Generation zu endgültigen Bindungen hinweisen“, sagte er.</p>
<p>Polens Geburtenrate sank 2025 auf einen neuen Tiefstand von 1,068, weit unter dem Bestandserhaltungsniveau von 2,1. Die staatliche Statistikbehörde rechnete damit, dass die Bevölkerung von derzeit rund 37,3 Millionen bis 2060 auf 29,4 Millionen sinken könnte – ein Rückgang von mehr als 20 Prozent.</p>
<p>Trotz des Rückgangs bleibt Polen das europäische Land mit den meisten Priesterberufungen. In Frankreich gab es 2025 90 Neupriester, in Deutschland waren es 25. Polen hat zwar eine kleinere Gesamtbevölkerung als Frankreich oder Deutschland, weist aber eine deutlich höhere Zahl getaufter Katholiken und eine wesentlich höhere Gottesdienstbeteiligung auf als beide Länder.</p>
<p>In Deutschland <a href="https://fowid.de/meldung/priesterweihen-1962-2025">gab</a> es zuletzt 1994 mehr als 200 Priesterweihen in einem Jahr. Bereits ein Jahr später fiel die Zahl auf 186, seither blieb sie durchgehend unter der 200er-Marke. 2025 erreichten die Weihen in Deutschland mit 26 einen historischen Tiefstand, wobei noch sechs neue Ordenspriester hinzukommen.</p>
<p>Laut dem <em><a href="https://iskk.pl/wp-content/uploads/2026/03/Annuuarium_za_24_ENG_3.03.2026.pdf">Annuarium Statisticum Ecclesiae in Polonia</a></em>, der jährlichen Statistik des Instituts für kirchliche Statistik, sank auch die Gesamtzahl der Diözesanpriester in Polen zwischen 2018 und 2024 um 6,4 Prozent.</p>]]>
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                  <category>Polen</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Europa</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[Alexander Folz ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Thu, 18 Jun 2026 16:00:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Kardinal Marx würdigt verstorbenen ehemaligen ZdK-Chef Maier</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/24791/kardinal-marx-wurdigt-verstorbenen-ehemaligen-zdk-chef-maier</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Kardinal Reinhard Marx hat am Mittwoch das Requiem für Hans Maier, den ehemaligen Präsidenten des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), gefeiert. Maier war am 8. Juni mit 94 Jahren gestorben und stand von 1976 bis 1988 an der Spitze des ZdK.</p>
<p>Marx <a href="https://www.erzbistum-muenchen.de/ueber-das-erzbistum/aktuelles/kardinal-reinhard-marx-wuerdigt-hans-maier-ein-freier-mensch">charakterisierte</a> den einstigen ZdK-Chef als „offenen, neugierigen Menschen, in alle Bereiche hinein, ein Professor und Politiker, der aber auch wusste, was das Evangelium sagt: dass wir immer wieder neu aufbrechen müssen“.</p>
<p>Maier sei ein liberaler Katholik gewesen, aber „nicht im parteipolitischen Sinne, sondern ein freier Mensch, wenn auch nicht ungebunden, immer wieder hineingestellt in den Weg der Kirche, ringend, auch mit dem Weg der Kirche. Aber doch ein freier Mensch.“</p>
<p>Der seinerzeitige ZdK-Präsident setzte sich für den Verein „donum vitae“ ein, der Teil der staatlich sanktionierten sogenannten Schwangerschaftkonfliktberatung ist und durch das Ausstellen eines Beratungsscheins legale vorgeburtliche Kindstötungen ermöglicht. Auf vatikanische Anweisung stieg die Kirche in Deutschland in den 1990er Jahren aus diesem System aus, <a href="https://www.zdk.de/presse/2026/die-kirche-muss-demokratische-wege-gehen">woraufhin eine Reihe von ZdK-Mitgliedern, darunter Maier, den Verein „donum vitae“ gründeten</a>.</p>
<p>Marx ging darauf ein, was es bedeute, „mit einer solchen Weite und Tiefe, mit einem solchen Engagement, mit einer solchen inneren Unruhe, aber auch Beständigkeit unermüdlich daran zu arbeiten, dass die Welt die Wohnung Gottes bleibt“. Maier habe immer darauf gehofft und daran geglaubt, dass die Fülle des Lebens jetzt beginne: „Dafür hat er immer hart gearbeitet – im Bereich der Politik, der Gesellschaft, der Kultur, der Kirche und der Musik.“</p>
<p>Bischof Heiner Wilmer SCJ <a href="https://www.dbk.de/presse/aktuelles/meldung/frueherer-praesident-des-zdk-hans-maier-verstorben">erklärte</a> als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) nach Bekanntwerden des Todes von Maier, er habe mit „Überzeugungstalent, politischer Argumentationskraft und dem höflichen Respekt einem jeden Menschen gegenüber […] auch schwierige Situationen zwischen dem Zentralkomitee und der Deutschen Bischofskonferenz in bewundernswerter Weise zu meistern gewusst“, wozu auch die Initiative zur Gründung von „donum vitae“ gehöre.</p>]]>
        </description>
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          <![CDATA[<p>Kardinal Reinhard Marx hat am Mittwoch das Requiem für Hans Maier, den ehemaligen Präsidenten des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), gefeiert. Maier war am 8. Juni mit 94 Jahren gestorben und stand von 1976 bis 1988 an der Spitze des ZdK.</p>
<p>Marx <a href="https://www.erzbistum-muenchen.de/ueber-das-erzbistum/aktuelles/kardinal-reinhard-marx-wuerdigt-hans-maier-ein-freier-mensch">charakterisierte</a> den einstigen ZdK-Chef als „offenen, neugierigen Menschen, in alle Bereiche hinein, ein Professor und Politiker, der aber auch wusste, was das Evangelium sagt: dass wir immer wieder neu aufbrechen müssen“.</p>
<p>Maier sei ein liberaler Katholik gewesen, aber „nicht im parteipolitischen Sinne, sondern ein freier Mensch, wenn auch nicht ungebunden, immer wieder hineingestellt in den Weg der Kirche, ringend, auch mit dem Weg der Kirche. Aber doch ein freier Mensch.“</p>
<p>Der seinerzeitige ZdK-Präsident setzte sich für den Verein „donum vitae“ ein, der Teil der staatlich sanktionierten sogenannten Schwangerschaftkonfliktberatung ist und durch das Ausstellen eines Beratungsscheins legale vorgeburtliche Kindstötungen ermöglicht. Auf vatikanische Anweisung stieg die Kirche in Deutschland in den 1990er Jahren aus diesem System aus, <a href="https://www.zdk.de/presse/2026/die-kirche-muss-demokratische-wege-gehen">woraufhin eine Reihe von ZdK-Mitgliedern, darunter Maier, den Verein „donum vitae“ gründeten</a>.</p>
<p>Marx ging darauf ein, was es bedeute, „mit einer solchen Weite und Tiefe, mit einem solchen Engagement, mit einer solchen inneren Unruhe, aber auch Beständigkeit unermüdlich daran zu arbeiten, dass die Welt die Wohnung Gottes bleibt“. Maier habe immer darauf gehofft und daran geglaubt, dass die Fülle des Lebens jetzt beginne: „Dafür hat er immer hart gearbeitet – im Bereich der Politik, der Gesellschaft, der Kultur, der Kirche und der Musik.“</p>
<p>Bischof Heiner Wilmer SCJ <a href="https://www.dbk.de/presse/aktuelles/meldung/frueherer-praesident-des-zdk-hans-maier-verstorben">erklärte</a> als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) nach Bekanntwerden des Todes von Maier, er habe mit „Überzeugungstalent, politischer Argumentationskraft und dem höflichen Respekt einem jeden Menschen gegenüber […] auch schwierige Situationen zwischen dem Zentralkomitee und der Deutschen Bischofskonferenz in bewundernswerter Weise zu meistern gewusst“, wozu auch die Initiative zur Gründung von „donum vitae“ gehöre.</p>]]>
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                  <category>Deutschland</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Thu, 18 Jun 2026 15:30:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Papst Leo begrüßt Iran-Abkommen „mit Zufriedenheit“</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/24789/papst-leo-begrusst-iran-abkommen-mit-zufriedenheit</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Papst Leo XIV. hat das Abkommen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten von Amerika, das für ein Ende des Krieges sorgen soll, „mit Zufriedenheit“ begrüßt. Die USA und der Staat Israel hatten den Krieg gegen den Iran Ende Februar begonnen.</p>
<p>Leo sagte am Mittwoch am Ende der Generalaudienz, er sehe das Abkommen „als ermutigendes Ergebnis geduldiger Dialog- und Verhandlungsbemühungen“.</p>
<p>„Ich spreche den Ländern meinen Dank aus, die sich dafür eingesetzt haben, das Zusammentreffen der Parteien zu fördern und diese Einigung zu ermöglichen“, fügte er hinzu. „Ich hoffe, dass dieses Abkommen dazu beitragen kann, das gegenseitige Vertrauen, die Sicherheit und die Stabilität im Nahen Osten zu stärken und Wege des Dialogs und der Zusammenarbeit zwischen den Völkern zu fördern.“</p>
<p>Am Mittwoch drohte US-Präsident Donald Trump mit Blick auf den Iran trotz des Abkommens, das bald offiziell unterzeichnet werden soll: „Wenn sie sich nicht benehmen, werden wir direkt wieder damit beginnen, Bomben mitten auf ihre Köpfe zu werfen.“</p>
<p>Medienberichten zufolge hätten sich „Washington und Teheran in dem ‚Memorandum of Understanding‘ unter anderem auf ein ‚sofortiges und dauerhaftes Ende des Kriegs an allen Fronten, auch im Libanon‘ sowie die Freigabe der Straße von Hormus geeinigt“, berichtete die <a href="https://www.tagesschau.de/ausland/trump-iran-abkommen-100.html">Tagesschau</a>. „Danach soll innerhalb von 60 Tagen eine endgültige Vereinbarung ausgehandelt werden. Dieser Zeitraum ist, wenn beide Seiten zustimmen, verlängerbar.“</p>
<p>„Konkret sieht das Abkommen demnach vor, dass die USA umgehend nach Unterzeichnung am Freitag ihre Seeblockade gegen iranische Häfen im Persischen Golf aufheben und den Schiffsverkehr innerhalb von 30 Tagen auf die ‚volle Kapazität wiederherstellen‘ sollen“, hieß es. „30 Tage nach einer endgültigen Vereinbarung sollen die USA ihre Truppen zudem aus den ‚umliegenden Gebieten‘ abziehen.“</p>
<p>Offiziell wurde der Text allerdings „bisher nicht veröffentlicht – die darin genannten Punkte und Formulierungen könnten sich noch ändern. Die iranische Nachrichtenagentur <em>Tasnim</em> etwa wies die Darstellung des Abkommenstextes von Bloomberg zurück.“</p>]]>
        </description>
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          <![CDATA[<p>Papst Leo XIV. hat das Abkommen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten von Amerika, das für ein Ende des Krieges sorgen soll, „mit Zufriedenheit“ begrüßt. Die USA und der Staat Israel hatten den Krieg gegen den Iran Ende Februar begonnen.</p>
<p>Leo sagte am Mittwoch am Ende der Generalaudienz, er sehe das Abkommen „als ermutigendes Ergebnis geduldiger Dialog- und Verhandlungsbemühungen“.</p>
<p>„Ich spreche den Ländern meinen Dank aus, die sich dafür eingesetzt haben, das Zusammentreffen der Parteien zu fördern und diese Einigung zu ermöglichen“, fügte er hinzu. „Ich hoffe, dass dieses Abkommen dazu beitragen kann, das gegenseitige Vertrauen, die Sicherheit und die Stabilität im Nahen Osten zu stärken und Wege des Dialogs und der Zusammenarbeit zwischen den Völkern zu fördern.“</p>
<p>Am Mittwoch drohte US-Präsident Donald Trump mit Blick auf den Iran trotz des Abkommens, das bald offiziell unterzeichnet werden soll: „Wenn sie sich nicht benehmen, werden wir direkt wieder damit beginnen, Bomben mitten auf ihre Köpfe zu werfen.“</p>
<p>Medienberichten zufolge hätten sich „Washington und Teheran in dem ‚Memorandum of Understanding‘ unter anderem auf ein ‚sofortiges und dauerhaftes Ende des Kriegs an allen Fronten, auch im Libanon‘ sowie die Freigabe der Straße von Hormus geeinigt“, berichtete die <a href="https://www.tagesschau.de/ausland/trump-iran-abkommen-100.html">Tagesschau</a>. „Danach soll innerhalb von 60 Tagen eine endgültige Vereinbarung ausgehandelt werden. Dieser Zeitraum ist, wenn beide Seiten zustimmen, verlängerbar.“</p>
<p>„Konkret sieht das Abkommen demnach vor, dass die USA umgehend nach Unterzeichnung am Freitag ihre Seeblockade gegen iranische Häfen im Persischen Golf aufheben und den Schiffsverkehr innerhalb von 30 Tagen auf die ‚volle Kapazität wiederherstellen‘ sollen“, hieß es. „30 Tage nach einer endgültigen Vereinbarung sollen die USA ihre Truppen zudem aus den ‚umliegenden Gebieten‘ abziehen.“</p>
<p>Offiziell wurde der Text allerdings „bisher nicht veröffentlicht – die darin genannten Punkte und Formulierungen könnten sich noch ändern. Die iranische Nachrichtenagentur <em>Tasnim</em> etwa wies die Darstellung des Abkommenstextes von Bloomberg zurück.“</p>]]>
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                  <category>Vatikanstadt</category>
                                  <category>Vatikan</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Thu, 18 Jun 2026 14:15:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>AfD versucht laut Bischof Feige, Kirche „verbal niederzuknüppeln“</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/24787/afd-versucht-laut-bischof-feige-kirche-verbal-niederzuknuppeln</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Beim „Ökumenischen Jahresempfang der Kirchen“ in Magdeburg hat Bischof Gerhard Feige behauptet, die AfD versuche, die Kirche „verbal niederzuknüppeln“. Der Bischof von Magdeburg hat sich in den letzten Monaten und Jahren mit besonderer Schärfe gegen die AfD geäußert.</p>
<p>„Ich hoffe, dass das nicht unser letzter derartiger Empfang unter freiheitlich-pluralistischen Bedingungen gewesen ist“, sagte Feige nun am Dienstag. Die AfD werbe in Sachsen-Anhalt mit dem Motto „Wieder sagen, was man denkt“, was der Bischof zum Anlass nahm, zu konstatieren: „Absurderweise versucht dieselbe Partei, uns dafür aber schon länger verbal niederzuknüppeln.“</p>
<p>Erst <a href="https://www.sueddeutsche.de/politik/kirche-afd-sachsen-anhalt-bischof-feige-magdeburg-interview-li.3484909">Ende Mai</a> hatte Feige gesagt: „Wir als Kirchen werden von der AfD als Teil des Establishments bekämpft, wir seien der ‚Queer-Transgender-Regenbogenideologie‘ verfallen, heißt es, wir machten mit dem Staat gemeinsame Sache und müssten abgeschafft werden.“</p>
<p>Die AfD versuche, „christliche Werte zu vereinnahmen und zu instrumentalisieren“, sagte der Bischof, während sie „gleichzeitig uns Kirchen als von Gott abgefallen diffamiert“.</p>
<p>„Die Menschen suchen Halt und folgen deshalb markigen Parolen. Die AfD schafft es, den Bauch anzusprechen, die Instinkte und die Ängste“, sagte Feige, um sich dann davon abzugrenzen: „Wir hingegen versuchen, dem mit rationalen Argumenten beizukommen, aber Hirn und Bauch, das trifft sich dann nicht.“</p>
<p>„Ich hatte vor einigen Jahren einmal ein Gespräch mit Ulrich Siegmund, dem heutigen AfD-Spitzenkandidaten, auf seinen Wunsch hin, von Katholik zu Katholik“, erinnerte Feige. „Aber schon damals waren unsere Positionen nicht versöhnlich. Vermutlich habe ich ihn als Jugendlichen sogar gefirmt. Inzwischen ist er aber aus der katholischen Kirche ausgetreten.“</p>
<p>Der Landtag von Sachsen-Anhalt wird am 6. September gewählt. <a href="https://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/sachsen-anhalt.htm">Den jüngsten Umfragen zufolge</a> würde die AfD über 40 Prozent der Stimmen gewinnen, während die CDU zwischen 24 und 26 Prozent liegt. Grüne, FDP und BSW kämpfen darum, überhaupt die Fünf-Prozent-Hürde zu überspringen und im Landtag vertreten zu sein. Auch die Umfragewerte der SPD bewegen sich im niedrigen einstelligen Bereich. Je nach Wahlergebnis könnte die AfD also auch mit nur wenig mehr als 40 Prozent der Stimmen im Landtag eine absolute Mehrheit haben.</p>
<p>In ihrem <a href="https://afd-regierungsprogramm.de/">Wahlprogramm</a> vertritt die AfD eine Reihe von Positionen, die noch unter Papst Benedikt XVI. ganz allgemein von Kirchenvertretern unterstützt wurden, darunter der Schutz des ungeborenen Lebens und die Förderung der Familie, bestehend aus Ehemann und Ehefrau sowie den Kindern.</p>
<p>Zum Stichwort „Frühsexualisierung“ heißt es im Programm: „Unter dem Deckmantel der Toleranz nehmen pervers-linke Fanatiker die Seelen unserer Kinder ins Visier. […] Ziel dieser Kampagnen ist nicht nur, mehr Akzeptanz für jede Form ‚alternativer Lebensentwürfe‘ zu erreichen. Vielmehr werden die verschiedensten Ausprägungen nicht-normaler Geschlechtsidentitäten oder abseitiger sexueller Vorlieben geradezu beworben und bei Kindern im Kindergarten- oder Grundschulalter ins Bewusstsein gerückt. Das ist übergriffig und geht zu weit!“</p>
<p>„Sexualerziehung ist eine Domäne der Eltern“, so die AfD weiter. „In der Kita ist die Familie aus Mann und Frau zwanglos als Normalform des Zusammenlebens vorauszusetzen und die Zweigeschlechtlichkeit des Menschen als biologische Tatsache zu achten. Die AfD lehnt jede Form der staatlichen Frühsexualisierung und jedwede Indoktrination von Kleinkindern und Grundschülern im Sinne devianter Formen von Sexualität ab. Wir werden alle staatlichen Kampagnen und Programme einstellen, die Kinder vor der Pubertät mit sexuellen Themen konfrontieren.“</p>
<p>Die „großen Kirchensteuerkirchen“ will die AfD nicht weiter speziell fördern: „Bei gleichbleibendem Gesamtvolumen sollen die Staatsleistungen allen christlichen Kirchen proportional zu ihrer Mitgliederzahl zugutekommen. Ihre Verwendung soll auf Kosten für geistliches Personal und den Erhalt der Gebäude beschränkt bleiben. Kirchen, die Staatsleistungen in Anspruch nehmen wollen, haben über die Verwendung der Mittel Rechenschaft abzulegen und ihren Gesamthaushalt offen zu legen.“</p>
<p>„Dass wir die Privilegien der Kirchensteuerkirchen abschaffen wollen, bedeutet nicht, dass wir den christlichen Glauben ablehnen – im Gegenteil“, so die Partei. „Erst wenn die Kirchen unabhängig von staatlichen Geldzahlungen sind, können sie ihre positive Wirkung entfalten.“</p>
<p>Den „Schulzwang“ lehnt die AfD ab. Stattdessen spricht sie von einer Bildungspflicht. Damit wäre Homeschooling – unter staatlicher Aufsicht – in einem deutschen Bundesland erstmals grundsätzlich möglich.</p>]]>
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          <![CDATA[<p>Beim „Ökumenischen Jahresempfang der Kirchen“ in Magdeburg hat Bischof Gerhard Feige behauptet, die AfD versuche, die Kirche „verbal niederzuknüppeln“. Der Bischof von Magdeburg hat sich in den letzten Monaten und Jahren mit besonderer Schärfe gegen die AfD geäußert.</p>
<p>„Ich hoffe, dass das nicht unser letzter derartiger Empfang unter freiheitlich-pluralistischen Bedingungen gewesen ist“, sagte Feige nun am Dienstag. Die AfD werbe in Sachsen-Anhalt mit dem Motto „Wieder sagen, was man denkt“, was der Bischof zum Anlass nahm, zu konstatieren: „Absurderweise versucht dieselbe Partei, uns dafür aber schon länger verbal niederzuknüppeln.“</p>
<p>Erst <a href="https://www.sueddeutsche.de/politik/kirche-afd-sachsen-anhalt-bischof-feige-magdeburg-interview-li.3484909">Ende Mai</a> hatte Feige gesagt: „Wir als Kirchen werden von der AfD als Teil des Establishments bekämpft, wir seien der ‚Queer-Transgender-Regenbogenideologie‘ verfallen, heißt es, wir machten mit dem Staat gemeinsame Sache und müssten abgeschafft werden.“</p>
<p>Die AfD versuche, „christliche Werte zu vereinnahmen und zu instrumentalisieren“, sagte der Bischof, während sie „gleichzeitig uns Kirchen als von Gott abgefallen diffamiert“.</p>
<p>„Die Menschen suchen Halt und folgen deshalb markigen Parolen. Die AfD schafft es, den Bauch anzusprechen, die Instinkte und die Ängste“, sagte Feige, um sich dann davon abzugrenzen: „Wir hingegen versuchen, dem mit rationalen Argumenten beizukommen, aber Hirn und Bauch, das trifft sich dann nicht.“</p>
<p>„Ich hatte vor einigen Jahren einmal ein Gespräch mit Ulrich Siegmund, dem heutigen AfD-Spitzenkandidaten, auf seinen Wunsch hin, von Katholik zu Katholik“, erinnerte Feige. „Aber schon damals waren unsere Positionen nicht versöhnlich. Vermutlich habe ich ihn als Jugendlichen sogar gefirmt. Inzwischen ist er aber aus der katholischen Kirche ausgetreten.“</p>
<p>Der Landtag von Sachsen-Anhalt wird am 6. September gewählt. <a href="https://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/sachsen-anhalt.htm">Den jüngsten Umfragen zufolge</a> würde die AfD über 40 Prozent der Stimmen gewinnen, während die CDU zwischen 24 und 26 Prozent liegt. Grüne, FDP und BSW kämpfen darum, überhaupt die Fünf-Prozent-Hürde zu überspringen und im Landtag vertreten zu sein. Auch die Umfragewerte der SPD bewegen sich im niedrigen einstelligen Bereich. Je nach Wahlergebnis könnte die AfD also auch mit nur wenig mehr als 40 Prozent der Stimmen im Landtag eine absolute Mehrheit haben.</p>
<p>In ihrem <a href="https://afd-regierungsprogramm.de/">Wahlprogramm</a> vertritt die AfD eine Reihe von Positionen, die noch unter Papst Benedikt XVI. ganz allgemein von Kirchenvertretern unterstützt wurden, darunter der Schutz des ungeborenen Lebens und die Förderung der Familie, bestehend aus Ehemann und Ehefrau sowie den Kindern.</p>
<p>Zum Stichwort „Frühsexualisierung“ heißt es im Programm: „Unter dem Deckmantel der Toleranz nehmen pervers-linke Fanatiker die Seelen unserer Kinder ins Visier. […] Ziel dieser Kampagnen ist nicht nur, mehr Akzeptanz für jede Form ‚alternativer Lebensentwürfe‘ zu erreichen. Vielmehr werden die verschiedensten Ausprägungen nicht-normaler Geschlechtsidentitäten oder abseitiger sexueller Vorlieben geradezu beworben und bei Kindern im Kindergarten- oder Grundschulalter ins Bewusstsein gerückt. Das ist übergriffig und geht zu weit!“</p>
<p>„Sexualerziehung ist eine Domäne der Eltern“, so die AfD weiter. „In der Kita ist die Familie aus Mann und Frau zwanglos als Normalform des Zusammenlebens vorauszusetzen und die Zweigeschlechtlichkeit des Menschen als biologische Tatsache zu achten. Die AfD lehnt jede Form der staatlichen Frühsexualisierung und jedwede Indoktrination von Kleinkindern und Grundschülern im Sinne devianter Formen von Sexualität ab. Wir werden alle staatlichen Kampagnen und Programme einstellen, die Kinder vor der Pubertät mit sexuellen Themen konfrontieren.“</p>
<p>Die „großen Kirchensteuerkirchen“ will die AfD nicht weiter speziell fördern: „Bei gleichbleibendem Gesamtvolumen sollen die Staatsleistungen allen christlichen Kirchen proportional zu ihrer Mitgliederzahl zugutekommen. Ihre Verwendung soll auf Kosten für geistliches Personal und den Erhalt der Gebäude beschränkt bleiben. Kirchen, die Staatsleistungen in Anspruch nehmen wollen, haben über die Verwendung der Mittel Rechenschaft abzulegen und ihren Gesamthaushalt offen zu legen.“</p>
<p>„Dass wir die Privilegien der Kirchensteuerkirchen abschaffen wollen, bedeutet nicht, dass wir den christlichen Glauben ablehnen – im Gegenteil“, so die Partei. „Erst wenn die Kirchen unabhängig von staatlichen Geldzahlungen sind, können sie ihre positive Wirkung entfalten.“</p>
<p>Den „Schulzwang“ lehnt die AfD ab. Stattdessen spricht sie von einer Bildungspflicht. Damit wäre Homeschooling – unter staatlicher Aufsicht – in einem deutschen Bundesland erstmals grundsätzlich möglich.</p>]]>
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                  <category>Deutschland</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Thu, 18 Jun 2026 13:00:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Geistliche Leiterin des BDKJ unterstellt Kirche „strukturelle Diskriminierung“</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/24781/geistliche-leiterin-des-bdkj-unterstellt-kirche-strukturelle-diskriminierung</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Die geistliche Leiterin des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), Lisa Quarch, hat der katholischen Kirche strukturelle Diskriminierung von Frauen und Personen, die sich als LGBT bezeichnen, unterstellt. Zugleich bekräftigte sie in einem am Dienstag veröffentlichten Interview, die Kirche solle sich verändern.</p>
<p>„Ich kann verstehen, wenn eine Person das Gefühl hat, dass dieses System, in dem es auch strukturelle Diskriminierung von Frauen oder von queeren Personen gibt, nicht der Ort ist, an dem sie glauben und leben kann und der sie freier macht“, sagte Quarch im Podcast „Himmelklar“ von <a href="https://www.domradio.de/artikel/warum-lisa-quarch-als-feministin-der-katholischen-kirche-bleibt">Domradio</a>.</p>
<p>Quarch ist seit dem 1. Januar als erste Frau überhaupt geistliche Leiterin des BDKJ. Zuvor war die Theologin als Pastoralreferentin im Bistum Limburg für digitale Glaubenskommunikation zuständig.</p>
<p>„Wenn ein komplexes System wie die katholische Kirche sich verändern muss – und ich glaube, dass sie sich verändern sollte – braucht es auf der einen Seite Menschen, die gehen und dadurch Druck erzeugen“, sagte sie. „Es braucht auf der anderen Seite aber auch Menschen, die bleiben. Ich möchte ganz bewusst eine von denen sein, die bleiben.“</p>
<p>Quarch bezeichnet sich selbst als „Feministin und Katholikin“. „Für mich ist es aber überhaupt kein Widerspruch, denn meine spirituelle Heimat ist die katholische Kirche. Auch meine Theologie ist in der katholischen Kirche verwurzelt“, sagte sie. „Ich interpretiere das so: Gott möchte, dass wir immer freier werden, dass wir wir selbst sind und alle zu den Personen werden können, als die Gott uns gedacht hat. Das heißt für mich, frei zu sein. Das ist für mich emanzipatorisch und auch feministisch.“</p>
<p>Das kirchliche Lehramt verfolgt zur Frauenfrage eine andere Linie. Papst Johannes Paul II. hob in seinem Apostolischen Schreiben <a href="https://www.vatican.va/content/john-paul-ii/de/apost_letters/1988/documents/hf_jp-ii_apl_19880815_mulieris-dignitatem.html"><em>Mulieris dignitatem</em></a> (1988) die Würde und Berufung der Frau hervor und forderte einen „neuen Feminismus“, der die gegenseitige Ergänzung von Mann und Frau betone. Zugleich lehnte er Denkweisen ab, die die Geschlechterdifferenz als bloßes soziales Konstrukt verstehen.</p>
<p>Das Lehramt erkennt die Bedeutung der Frau in der Kirche an, hält dabei aber an der Schöpfungsordnung und der natürlichen Unterscheidung der Geschlechter fest.</p>
<p>Nach ihrer Wahl erhielt Quarch nach eigenen Angaben aus den Verbandsstrukturen des BDKJ ausschließlich positive Rückmeldungen. „Aber natürlich gab es auch negative Reaktionen - fast alles Facebook-Kommentare, Instagram-Kommentare, auch einige Instagram-Nachrichten und E-Mails“, sagte sie. Diese seien von Personen gekommen, für die ihre Wahl „eine sehr große Herausforderung“ gewesen sei.</p>]]>
        </description>
        <content:encoded>
          <![CDATA[<p>Die geistliche Leiterin des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), Lisa Quarch, hat der katholischen Kirche strukturelle Diskriminierung von Frauen und Personen, die sich als LGBT bezeichnen, unterstellt. Zugleich bekräftigte sie in einem am Dienstag veröffentlichten Interview, die Kirche solle sich verändern.</p>
<p>„Ich kann verstehen, wenn eine Person das Gefühl hat, dass dieses System, in dem es auch strukturelle Diskriminierung von Frauen oder von queeren Personen gibt, nicht der Ort ist, an dem sie glauben und leben kann und der sie freier macht“, sagte Quarch im Podcast „Himmelklar“ von <a href="https://www.domradio.de/artikel/warum-lisa-quarch-als-feministin-der-katholischen-kirche-bleibt">Domradio</a>.</p>
<p>Quarch ist seit dem 1. Januar als erste Frau überhaupt geistliche Leiterin des BDKJ. Zuvor war die Theologin als Pastoralreferentin im Bistum Limburg für digitale Glaubenskommunikation zuständig.</p>
<p>„Wenn ein komplexes System wie die katholische Kirche sich verändern muss – und ich glaube, dass sie sich verändern sollte – braucht es auf der einen Seite Menschen, die gehen und dadurch Druck erzeugen“, sagte sie. „Es braucht auf der anderen Seite aber auch Menschen, die bleiben. Ich möchte ganz bewusst eine von denen sein, die bleiben.“</p>
<p>Quarch bezeichnet sich selbst als „Feministin und Katholikin“. „Für mich ist es aber überhaupt kein Widerspruch, denn meine spirituelle Heimat ist die katholische Kirche. Auch meine Theologie ist in der katholischen Kirche verwurzelt“, sagte sie. „Ich interpretiere das so: Gott möchte, dass wir immer freier werden, dass wir wir selbst sind und alle zu den Personen werden können, als die Gott uns gedacht hat. Das heißt für mich, frei zu sein. Das ist für mich emanzipatorisch und auch feministisch.“</p>
<p>Das kirchliche Lehramt verfolgt zur Frauenfrage eine andere Linie. Papst Johannes Paul II. hob in seinem Apostolischen Schreiben <a href="https://www.vatican.va/content/john-paul-ii/de/apost_letters/1988/documents/hf_jp-ii_apl_19880815_mulieris-dignitatem.html"><em>Mulieris dignitatem</em></a> (1988) die Würde und Berufung der Frau hervor und forderte einen „neuen Feminismus“, der die gegenseitige Ergänzung von Mann und Frau betone. Zugleich lehnte er Denkweisen ab, die die Geschlechterdifferenz als bloßes soziales Konstrukt verstehen.</p>
<p>Das Lehramt erkennt die Bedeutung der Frau in der Kirche an, hält dabei aber an der Schöpfungsordnung und der natürlichen Unterscheidung der Geschlechter fest.</p>
<p>Nach ihrer Wahl erhielt Quarch nach eigenen Angaben aus den Verbandsstrukturen des BDKJ ausschließlich positive Rückmeldungen. „Aber natürlich gab es auch negative Reaktionen - fast alles Facebook-Kommentare, Instagram-Kommentare, auch einige Instagram-Nachrichten und E-Mails“, sagte sie. Diese seien von Personen gekommen, für die ihre Wahl „eine sehr große Herausforderung“ gewesen sei.</p>]]>
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                  <category>Deutschland</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[Alexander Folz ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Thu, 18 Jun 2026 12:00:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Papst Leo trauert um Kardinal Camillo Ruini</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/24785/papst-leo-trauert-um-kardinal-camillo-ruini</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Papst Leo XIV. trauert um den am Dienstag mit 95 Jahren gestorbenen Kardinal Camillo Ruini. Er war langjähriger Präsident der italienischen Bischofskonferenz, Kardinalvikar der Diözese Rom und Erzpriester der Lateranbasilika.</p>
<p>Der Tod des Kardinals „weckt in meinem Herzen tiefe Anteilnahme sowie Dankbarkeit gegenüber dem Herrn für das Geschenk dieses geschätzten Mannes der Kirche, der seinen Dienst großzügig ausgeübt hat, zunächst in der Diözese Reggio Emilia-Guastalla in verschiedenen Bereichen des Apostolats, dann als Weihbischof und für den Rest seines langen Lebens zum Wohle dieser Diözese und der italienischen Kirche“, schrieb Leo in einem Telegramm.</p>
<p>„Wenn wir an diesen erfahrenen und weisen Bruder zurückdenken, der durch tiefen Glauben, scharfen Verstand und Weitsicht gestärkt war und mit Besonnenheit und Selbstlosigkeit diente, denke ich an sein fruchtbares Wirken für die italienische Bischofskonferenz und für einen fruchtbaren Dialog mit der Welt der Kultur“, fuhr er fort.</p>
<p>Der Papst bat „den Herrn, ihn auf die Fürsprache der Jungfrau Maria im himmlischen Jerusalem aufzunehmen“, und erteilte „allen, die um ihn trauern, von ganzem Herzen den apostolischen Segen, verbunden mit einem dankbaren Gedanken an diejenigen, die sich mit solcher Hingabe um ihn gekümmert haben“.</p>
<p>Ruini, geboren 1931, wurde 1954 zum Priester geweiht. Schon in den 1950er Jahren begann er mit einer Lehrtätigkeit an einem Priesterseminar, was später in die Arbeit an theologischen Hochschulen mündete.</p>
<p>Papst Johannes Paul II. ernannte ihn 1983 zum Weihbischof, bevor er ihn 1991 als Kardinalvikar nach Rom berief. Seit 1991 bis zu seinem Rücktritt im Jahr 2007 war Ruini gleichzeitig Präsident der italienischen Bischofskonferenz. Vom Amt des Kardinalvikars trat er ein Jahr später zurück.</p>]]>
        </description>
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          <![CDATA[<p>Papst Leo XIV. trauert um den am Dienstag mit 95 Jahren gestorbenen Kardinal Camillo Ruini. Er war langjähriger Präsident der italienischen Bischofskonferenz, Kardinalvikar der Diözese Rom und Erzpriester der Lateranbasilika.</p>
<p>Der Tod des Kardinals „weckt in meinem Herzen tiefe Anteilnahme sowie Dankbarkeit gegenüber dem Herrn für das Geschenk dieses geschätzten Mannes der Kirche, der seinen Dienst großzügig ausgeübt hat, zunächst in der Diözese Reggio Emilia-Guastalla in verschiedenen Bereichen des Apostolats, dann als Weihbischof und für den Rest seines langen Lebens zum Wohle dieser Diözese und der italienischen Kirche“, schrieb Leo in einem Telegramm.</p>
<p>„Wenn wir an diesen erfahrenen und weisen Bruder zurückdenken, der durch tiefen Glauben, scharfen Verstand und Weitsicht gestärkt war und mit Besonnenheit und Selbstlosigkeit diente, denke ich an sein fruchtbares Wirken für die italienische Bischofskonferenz und für einen fruchtbaren Dialog mit der Welt der Kultur“, fuhr er fort.</p>
<p>Der Papst bat „den Herrn, ihn auf die Fürsprache der Jungfrau Maria im himmlischen Jerusalem aufzunehmen“, und erteilte „allen, die um ihn trauern, von ganzem Herzen den apostolischen Segen, verbunden mit einem dankbaren Gedanken an diejenigen, die sich mit solcher Hingabe um ihn gekümmert haben“.</p>
<p>Ruini, geboren 1931, wurde 1954 zum Priester geweiht. Schon in den 1950er Jahren begann er mit einer Lehrtätigkeit an einem Priesterseminar, was später in die Arbeit an theologischen Hochschulen mündete.</p>
<p>Papst Johannes Paul II. ernannte ihn 1983 zum Weihbischof, bevor er ihn 1991 als Kardinalvikar nach Rom berief. Seit 1991 bis zu seinem Rücktritt im Jahr 2007 war Ruini gleichzeitig Präsident der italienischen Bischofskonferenz. Vom Amt des Kardinalvikars trat er ein Jahr später zurück.</p>]]>
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                  <category>Vatikanstadt</category>
                                  <category>Vatikan</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Thu, 18 Jun 2026 11:00:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Pasta-Mahlzeit bringt 800 Gäste in Innsbrucker Dom</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/24783/pasta-mahlzeit-bringt-800-gaste-in-innsbrucker-dom</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Zu einer Pasta-Mahlzeit sind am Sonntag rund 800 Gäste in den Innsbrucker Dom geströmt und haben an im Mittelgang aufgebauten Tischen ihre Nudeln gegessen. Das Bistum charakterisierte die Veranstaltung als Franziskus-Mahl.</p>
<p>Bischof Hermann Glettler, der selbst mitaß, sagte: „Wie sollten wir dieses Franziskusjahr besser begehen als ,franziskanisch‘? Wir wollen den Tisch mit denen teilen, die es schwieriger haben.“</p>
<p><a href="https://www.dibk.at/meldungen/grosse-tischgemeinschaft-im-dom-bei-pasta-per-tutti">Das Bistum teilte mit</a>: „Im Zentrum stand bei der Veranstaltung nicht nur das Teilen von Speisen, sondern die bewusste Gestaltung von Begegnung über soziale, kulturelle und religiöse Grenzen hinweg.“</p>
<p>Glettler sagte vor diesem Hintergrund: „Auch deshalb dieses Mahl in der Kirche: Miteinander ins Gespräch kommen – neugierig und aufmerksam auf ein Du, für eine Tischnachbarschaft, die man sich nicht ausgesucht hat. Ganz im Stil der Initiative ,Österreich der runden und eckigen Tische‘.“</p>
<p>Von Seiten der Diözese hieß es: „Die besondere Atmosphäre im Dom – geprägt von Offenheit, Respekt vor dem heiligen Raum und gemeinsamer Verantwortung – machte den Abend für viele Beteiligte zu einem nachhaltigen Erlebnis.“</p>
<p>Das Kirchenrecht bestimmt (can. 1210): „An einem heiligen Ort darf nur das zugelassen werden, was der Ausübung oder Förderung von Gottesdienst, Frömmigkeit und Gottesverehrung dient, und ist das verboten, was mit der Heiligkeit des Ortes unvereinbar ist. Der Ordinarius kann aber im Einzelfall einen anderen, der Heiligkeit des Ortes jedoch nicht entgegenstehenden Gebrauch gestatten.“ Dieser Einzelfall lag für Glettler offenbar vor.</p>
<p>Gemeinsam mit dem Bistum war das Italienische Kulturinstitut Dante Alighieri für die Veranstaltung verantwortlich. Der Präsident dieser Institution, Piero Salituri, sagte: „Abseits der Zahlen, die uns natürlich mit Stolz erfüllen, lag der wahre Erfolg der Veranstaltung auf einer anderen Ebene.“</p>
<p>„Das Hauptziel war es, Barrieren abzubauen und Menschen zu einem authentischen, geschwisterlichen Austausch zusammenzubringen, um die Schönheit des Miteinanders an einem gemeinsamen Tisch neu zu entdecken“, fügte er hinzu.</p>]]>
        </description>
        <content:encoded>
          <![CDATA[<p>Zu einer Pasta-Mahlzeit sind am Sonntag rund 800 Gäste in den Innsbrucker Dom geströmt und haben an im Mittelgang aufgebauten Tischen ihre Nudeln gegessen. Das Bistum charakterisierte die Veranstaltung als Franziskus-Mahl.</p>
<p>Bischof Hermann Glettler, der selbst mitaß, sagte: „Wie sollten wir dieses Franziskusjahr besser begehen als ,franziskanisch‘? Wir wollen den Tisch mit denen teilen, die es schwieriger haben.“</p>
<p><a href="https://www.dibk.at/meldungen/grosse-tischgemeinschaft-im-dom-bei-pasta-per-tutti">Das Bistum teilte mit</a>: „Im Zentrum stand bei der Veranstaltung nicht nur das Teilen von Speisen, sondern die bewusste Gestaltung von Begegnung über soziale, kulturelle und religiöse Grenzen hinweg.“</p>
<p>Glettler sagte vor diesem Hintergrund: „Auch deshalb dieses Mahl in der Kirche: Miteinander ins Gespräch kommen – neugierig und aufmerksam auf ein Du, für eine Tischnachbarschaft, die man sich nicht ausgesucht hat. Ganz im Stil der Initiative ,Österreich der runden und eckigen Tische‘.“</p>
<p>Von Seiten der Diözese hieß es: „Die besondere Atmosphäre im Dom – geprägt von Offenheit, Respekt vor dem heiligen Raum und gemeinsamer Verantwortung – machte den Abend für viele Beteiligte zu einem nachhaltigen Erlebnis.“</p>
<p>Das Kirchenrecht bestimmt (can. 1210): „An einem heiligen Ort darf nur das zugelassen werden, was der Ausübung oder Förderung von Gottesdienst, Frömmigkeit und Gottesverehrung dient, und ist das verboten, was mit der Heiligkeit des Ortes unvereinbar ist. Der Ordinarius kann aber im Einzelfall einen anderen, der Heiligkeit des Ortes jedoch nicht entgegenstehenden Gebrauch gestatten.“ Dieser Einzelfall lag für Glettler offenbar vor.</p>
<p>Gemeinsam mit dem Bistum war das Italienische Kulturinstitut Dante Alighieri für die Veranstaltung verantwortlich. Der Präsident dieser Institution, Piero Salituri, sagte: „Abseits der Zahlen, die uns natürlich mit Stolz erfüllen, lag der wahre Erfolg der Veranstaltung auf einer anderen Ebene.“</p>
<p>„Das Hauptziel war es, Barrieren abzubauen und Menschen zu einem authentischen, geschwisterlichen Austausch zusammenzubringen, um die Schönheit des Miteinanders an einem gemeinsamen Tisch neu zu entdecken“, fügte er hinzu.</p>]]>
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                  <category>Österreich</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Thu, 18 Jun 2026 09:00:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Neuer Abt von Stift Melk will kein „Superboss“ sein</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/24779/neuer-abt-von-stift-melk-will-kein-superboss-sein</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Abt Ludwig Wenzl OSB hat im Herbst 2025 die Leitung des niederösterreichischen Benediktinerstifts Melk übernommen. Im Interview mit <a href="https://katholisch.de/artikel/68414-junger-abt-von-stift-melk-will-kein-superboss-sein">katholisch.de</a> sprach der 41-Jährige über seinen Führungsstil als Oberer von 20 Mönchen, von denen viele älter sind als er.</p>
<p>„So ein Superboss, das will ich nicht sein“, sagte Abt Ludwig in dem am Montag veröffentlichten Gespräch. Ihm sei der Dialog mit seinen Mitbrüdern wichtig. „Natürlich gibt es Meinungsverschiedenheiten, aber die gibt es in jedem Zusammenleben. Mich stört es deswegen, wenn jemand den Dialog verweigert.“</p>
<p>Das Konventkapitel hatte ihn am 11. September 2025 zum 68. Abt von Melk gewählt. Er folgte auf Abt Georg Wilfinger OSB, der dem Kloster 24 Jahre lang vorgestanden hatte. Seine offizielle Amtsübernahme erfolgte am 7. November 2025. „Mir ist in dem Moment die Luft weggeblieben“, <a href="https://www.katholisch.at/aktuelles/156335/neuer-abt-wenzl-stift-melk-ist-kein-disneyland">beschrieb</a> Ludwig seine Reaktion auf die Wahl gegenüber dem ORF Niederösterreich im Dezember 2025.</p>
<p>Vor seinem Klostereintritt arbeitete Wenzl als Kellner in einem Gastbetrieb. Er hatte zuvor eine Ausbildung zum Hotel- und Touristikkaufmann in Weyer und Bad Ischl abgeschlossen und 2005 maturiert. „Ich fand es immer gut, mein eigenes Geld zu haben und nicht dauernd meine Eltern darum bitten zu müssen“, erinnerte er sich.</p>
<p>Während seines Theologiestudiums in Salzburg lernte er 2010 Mönche aus Melk kennen, die ihn einluden. „Da bist du jetzt daheim“, habe er bei seinem ersten Besuch im Kreuzgang gedacht, sagte Wenzl. Mit 23 Jahren trat er damals ins Kloster ein. Seine Einkleidung erfolgte am 21. Februar 2010, die Ewige Profess am 22. Februar 2014 und die Priesterweihe am 21. November 2021 in der Stiftskirche.</p>
<p>Ring, Brustkreuz und Krummstab übernahm Abt Ludwig von seinem verstorbenen Vorvorgänger im Amt, der zugleich sein früherer Novizenmeister war. „Wenn ich nun seinen Ring trage, erinnere ich mich an ihn“, sagte er. „Das ist für mich eine Art von Treue zu meinem Orden.“</p>
<p>Dreimal im Jahr höre der Konvent die gesamte Ordensregel des heiligen Benedikt vollständig. Manche Passagen seien heute überholt, sagte der Abt, etwa jene über die Prügelstrafe, nach der ein Abt Mönche früher züchtigen durfte. „Ich kann so eine Gewalt nicht mehr befürworten“, betonte er.</p>
<p>Mit Blick auf mögliche Nachwuchssorgen sagte Abt Ludwig, er könne sich eine Schließung des Klosters nicht vorstellen. „Gott wird einen Weg finden, dass es hier weitergeht“, sagte er. Seinen Wahlspruch „Gaudium et Spes“, lateinisch für „Freude und Hoffnung“, entlehnte er dem Titel der Pastoralkonstitution des Zweiten Vatikanischen Konzils.</p>
<p>Für seine zwölfjährige Amtsperiode kündigte er die Restaurierung der Stiftsbibliothek sowie eine engere Verbindung zu den Pfarren an, in denen viele Mitbrüder als Seelsorger wirken.</p>]]>
        </description>
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          <![CDATA[<p>Abt Ludwig Wenzl OSB hat im Herbst 2025 die Leitung des niederösterreichischen Benediktinerstifts Melk übernommen. Im Interview mit <a href="https://katholisch.de/artikel/68414-junger-abt-von-stift-melk-will-kein-superboss-sein">katholisch.de</a> sprach der 41-Jährige über seinen Führungsstil als Oberer von 20 Mönchen, von denen viele älter sind als er.</p>
<p>„So ein Superboss, das will ich nicht sein“, sagte Abt Ludwig in dem am Montag veröffentlichten Gespräch. Ihm sei der Dialog mit seinen Mitbrüdern wichtig. „Natürlich gibt es Meinungsverschiedenheiten, aber die gibt es in jedem Zusammenleben. Mich stört es deswegen, wenn jemand den Dialog verweigert.“</p>
<p>Das Konventkapitel hatte ihn am 11. September 2025 zum 68. Abt von Melk gewählt. Er folgte auf Abt Georg Wilfinger OSB, der dem Kloster 24 Jahre lang vorgestanden hatte. Seine offizielle Amtsübernahme erfolgte am 7. November 2025. „Mir ist in dem Moment die Luft weggeblieben“, <a href="https://www.katholisch.at/aktuelles/156335/neuer-abt-wenzl-stift-melk-ist-kein-disneyland">beschrieb</a> Ludwig seine Reaktion auf die Wahl gegenüber dem ORF Niederösterreich im Dezember 2025.</p>
<p>Vor seinem Klostereintritt arbeitete Wenzl als Kellner in einem Gastbetrieb. Er hatte zuvor eine Ausbildung zum Hotel- und Touristikkaufmann in Weyer und Bad Ischl abgeschlossen und 2005 maturiert. „Ich fand es immer gut, mein eigenes Geld zu haben und nicht dauernd meine Eltern darum bitten zu müssen“, erinnerte er sich.</p>
<p>Während seines Theologiestudiums in Salzburg lernte er 2010 Mönche aus Melk kennen, die ihn einluden. „Da bist du jetzt daheim“, habe er bei seinem ersten Besuch im Kreuzgang gedacht, sagte Wenzl. Mit 23 Jahren trat er damals ins Kloster ein. Seine Einkleidung erfolgte am 21. Februar 2010, die Ewige Profess am 22. Februar 2014 und die Priesterweihe am 21. November 2021 in der Stiftskirche.</p>
<p>Ring, Brustkreuz und Krummstab übernahm Abt Ludwig von seinem verstorbenen Vorvorgänger im Amt, der zugleich sein früherer Novizenmeister war. „Wenn ich nun seinen Ring trage, erinnere ich mich an ihn“, sagte er. „Das ist für mich eine Art von Treue zu meinem Orden.“</p>
<p>Dreimal im Jahr höre der Konvent die gesamte Ordensregel des heiligen Benedikt vollständig. Manche Passagen seien heute überholt, sagte der Abt, etwa jene über die Prügelstrafe, nach der ein Abt Mönche früher züchtigen durfte. „Ich kann so eine Gewalt nicht mehr befürworten“, betonte er.</p>
<p>Mit Blick auf mögliche Nachwuchssorgen sagte Abt Ludwig, er könne sich eine Schließung des Klosters nicht vorstellen. „Gott wird einen Weg finden, dass es hier weitergeht“, sagte er. Seinen Wahlspruch „Gaudium et Spes“, lateinisch für „Freude und Hoffnung“, entlehnte er dem Titel der Pastoralkonstitution des Zweiten Vatikanischen Konzils.</p>
<p>Für seine zwölfjährige Amtsperiode kündigte er die Restaurierung der Stiftsbibliothek sowie eine engere Verbindung zu den Pfarren an, in denen viele Mitbrüder als Seelsorger wirken.</p>]]>
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                  <category>Österreich</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[Alexander Folz ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Thu, 18 Jun 2026 08:00:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Priester im Bistum Erfurt wegen Kinderpornografie auf Bewährung verurteilt</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/24761/priester-im-bistum-erfurt-wegen-kinderpornografie-auf-bewahrung-verurteilt</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Das Amtsgericht Duderstadt hat am Dienstag einen Priester des Bistums Erfurt im Zusammenhang mit Kinderpornografie zu einer Bewährungsstrafe und einer Geldstrafe verurteilt.</p>
<p>Wie das Bistum mitteilte, wurde der Priester „zu einem Jahr Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt sowie zur Zahlung von 3.000 € an den Kinderschutzbund Göttingen und zur Fortsetzung seiner Therapie“. Konkret ging es um den Besitz und die Weitergabe von kinder- und jugendpornografischen Dateien.</p>
<p>„Sofern keine Berufung eingelegt wird, ist das Urteil in einer Woche rechtskräftig“, so das Bistum außerdem.</p>
<p>Zum Hintergrund hieß es: „Nachdem die Polizeiinspektion Göttingen die Bistumsleitung am 30. März 2022 über die Beschlagnahme elektronischer Geräte des Angeklagten informiert hatte, wurde dieser umgehend bis zur Klärung der Vorwürfe von Bischof Ulrich Neymeyr vom geistlichen Dienst freigestellt. Außerdem wurde ihm jegliche kirchliche Amtshandlung untersagt.“</p>
<p>Als nächster Schritt steht nun das kirchenrechtliche Verfahren an, „welches bereits im Mai 2022 eingeleitet wurde“. Nach Abschluss der entsprechenden Untersuchungen auf Bistumsebene „werden die Akten an den Vatikan übermittelt. Die endgültige kirchenrechtliche Entscheidung in Bezug auf den Angeklagten wird in Rom getroffen.“</p>]]>
        </description>
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          <![CDATA[<p>Das Amtsgericht Duderstadt hat am Dienstag einen Priester des Bistums Erfurt im Zusammenhang mit Kinderpornografie zu einer Bewährungsstrafe und einer Geldstrafe verurteilt.</p>
<p>Wie das Bistum mitteilte, wurde der Priester „zu einem Jahr Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt sowie zur Zahlung von 3.000 € an den Kinderschutzbund Göttingen und zur Fortsetzung seiner Therapie“. Konkret ging es um den Besitz und die Weitergabe von kinder- und jugendpornografischen Dateien.</p>
<p>„Sofern keine Berufung eingelegt wird, ist das Urteil in einer Woche rechtskräftig“, so das Bistum außerdem.</p>
<p>Zum Hintergrund hieß es: „Nachdem die Polizeiinspektion Göttingen die Bistumsleitung am 30. März 2022 über die Beschlagnahme elektronischer Geräte des Angeklagten informiert hatte, wurde dieser umgehend bis zur Klärung der Vorwürfe von Bischof Ulrich Neymeyr vom geistlichen Dienst freigestellt. Außerdem wurde ihm jegliche kirchliche Amtshandlung untersagt.“</p>
<p>Als nächster Schritt steht nun das kirchenrechtliche Verfahren an, „welches bereits im Mai 2022 eingeleitet wurde“. Nach Abschluss der entsprechenden Untersuchungen auf Bistumsebene „werden die Akten an den Vatikan übermittelt. Die endgültige kirchenrechtliche Entscheidung in Bezug auf den Angeklagten wird in Rom getroffen.“</p>]]>
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                  <category>Deutschland</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Thu, 18 Jun 2026 07:00:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Eine Ordensfrau im Wilden Westen: Neuer Spielfilm zu Schwester Blandina Segale</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/article/3209/eine-ordensfrau-im-wilden-westen-neuer-spielfilm-zu-schwester-blandina-segale</link>
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          <![CDATA[<p><em>Eine katholische Ordensfrau im Wilden Westen, Begegnungen mit Billy the Kid, gefährliche Reisen entlang des Santa-Fe-Trails und ein unerschütterliches Vertrauen auf Gottes Vorsehung: Die Lebensgeschichte von Schwester Blandina Segale (1850–1941) liest sich wie ein Abenteuerroman – und ist doch historische Tatsache.</em></p>
<p><em>Der neue Spielfilm „At the End of the Santa Fe Trail“ von Regisseur Tomas Sanchez erzählt die außergewöhnliche Geschichte der italienischstämmigen Schwester der Barmherzigkeit, deren Seligsprechungsprozess in den vergangenen Tagen einen wichtigen Schritt vorangekommen ist. In Rom wurde ihre heroische Tugendhaftigkeit anerkannt.</em></p>
<p><em>Für CNA Deutsch sprach Christian Peschken (EWTN) mit der Hauptdarstellerin Alma Sisneros, die Schwester Blandina verkörpert, sowie mit Regisseur Tomas Sanchez über Glauben, Berufung, die Rolle von Film und Storytelling in einer zunehmend säkularen Kultur und die bleibende Aktualität einer Frau, die selbst unter den rauen Bedingungen des amerikanischen Westens das Evangelium lebte.</em></p>
<p><strong>Frau Sisneros, was hat Sie ursprünglich an der Rolle von Schwester Blandina fasziniert, und gab es einen bestimmten Moment in ihrem Leben oder in ihren Tagebüchern, der Sie davon überzeugt hat, dass diese Geschichte verfilmt werden sollte?</strong></p>
<p><strong>Alma Sisneros:</strong> Von Schwester Blandina hatte ich noch nie gehört, bis meine Agentin mir das Drehbuch-Casting zuschickte. Als ich begann, ihr Buch „At the End of the Santa Fe Trail“ zu lesen, fühlte ich mich schnell mit ihr verbunden, weil es einige Parallelen zu meinem eigenen Leben gibt. Wir sind beide katholisch, beide Lehrerinnen, und wir haben beide indigene, hispanische und eingewanderte Kinder unterrichtet. Außerdem wirkte sie in derselben Region, in der ich geboren wurde und aufgewachsen bin.</p>
<p>Ich hatte das Gefühl, dass ihre Lebensgeschichte Menschen unterschiedlichster Hintergründe ansprechen kann, denn sie war Heilerin, Pädagogin, Vermittlerin und Abenteurerin zugleich. Ihr Leben enthält alle Elemente für eine großartige Fernsehserie oder einen beeindruckenden Film.</p>
<p><strong>Viele Zuschauer werden „At the End of the Santa Fe Trail“ zunächst als Western-Abenteuer sehen. Doch unter der Oberfläche erzählt der Film die Geschichte einer Frau, die unter schwierigen Umständen versucht, das Evangelium zu leben. Hat die Darstellung von Schwester Blandina Ihr eigenes Verständnis davon verändert, wie christliche Nachfolge heute aussehen kann?</strong></p>
<p><strong>Alma Sisneros:</strong> Die Grundwerte von Schwester Blandina waren Mut, Mitgefühl, Gerechtigkeit, der Dienst an den Ausgegrenzten und eine tiefe spirituelle Hingabe. Ich glaube, dass ihr Verständnis von christlicher Nachfolge auch in der heutigen Welt noch eine große Wirkung entfalten würde.</p>
<p><strong>Schwester Blandina begegnete Persönlichkeiten wie Billy the Kid und entschied sich oft für Barmherzigkeit statt Verurteilung. In einer Zeit, in der Menschen schnell abgestempelt oder verurteilt werden – was kann uns ihr Beispiel der Vergebung heute lehren?</strong></p>
<p><strong>Alma Sisneros:</strong> Ich denke, ihr Beispiel zeigt uns, dass Mut und Barmherzigkeit Konflikte entschärfen können. Sie hatte die besondere Fähigkeit, angespannte Situationen zu beruhigen und Lösungen für schwierige Probleme zu finden.</p>
<p><strong>Viele glaubensbasierte Filme werden ausdrücklich als „christliche“ oder „religiöse“ Filme vermarktet. Gleichzeitig kann die Botschaft des Evangeliums auch durch starke Geschichten und authentische Charaktere vermittelt werden – ganz im Sinne des oft Franz von Assisi zugeschriebenen Wortes: „Verkündet das Evangelium zu jeder Zeit; wenn nötig, auch mit Worten.“ Glauben Sie, dass Filme wie „At the End of the Santa Fe Trail“ Menschen besonders dann erreichen, wenn sie zunächst eine gute menschliche Geschichte erzählen und die Glaubensbotschaft auf natürliche Weise daraus hervorgeht?</strong></p>
<p><strong>Alma Sisneros:</strong> Ja, ich glaube, dass Filme wie „At the End of the Santa Fe Trail“ Menschen wirksamer erreichen können, wenn sie zuerst eine starke menschliche Geschichte erzählen. Gleichzeitig ist ihr Glaube und die Art, wie sie die Botschaft Christi weitergibt, keineswegs ein störendes Element – ganz im Gegenteil.</p>
<p>Schwester Blandina war humorvoll, mitfühlend, mutig und geduldig in all ihren Begegnungen. Sie vertraute in jeder Situation auf ihren starken Glauben. Ihre kleine Statur und die Tatsache, dass sie als Frau in den rauen Tagen des amerikanischen Wilden Westens wirkte, machen ihre Geschichte zusätzlich spannend und unterhaltsam. Ich denke, dass Menschen unterschiedlichster Herkunft daran Gefallen finden können.</p>
<p><strong>Viele Schauspieler trennen ihre persönlichen Überzeugungen von ihrer beruflichen Arbeit. In welchem Maße beeinflusst Ihr katholischer Glaube die Rollen, die Sie auswählen, und die Geschichten, die Sie als Schauspielerin erzählen möchten?</strong></p>
<p><strong>Alma Sisneros:</strong> Glücklicherweise habe ich bisher keine Rolle gespielt, die mit meinen persönlichen Überzeugungen in Konflikt geraten wäre. Ich fühle mich besonders zu Rollen hingezogen, die wahre Geschichten und echte menschliche Erfahrungen erzählen. Mein Glaube führt mich ganz natürlich zu solchen Stoffen.</p>
<p>Es war eine Ehre und zugleich eine demütigende Erfahrung, für die Rolle von Schwester Blandina ausgewählt zu werden. Seit ich mehr über sie erfahren habe, bin ich ein besserer Mensch geworden.</p>
<p><em>Regisseur Tomas Sanchez hat die Geschichte von Schwester Blandina über viele Jahre hinweg entwickelt und sich dabei eng an ihre Tagebücher und historischen Aufzeichnungen gehalten. Er spricht über die spirituellen Lehren, die ihn bei der Verfilmung geprägt haben, über den Einfluss ihres Glaubens auf sein Werk und darüber, warum er Schwester Blandina als eine wahre „Superheldin des echten Lebens“ sieht.</em></p>
<p><strong>Herr Sanchez, die Seligsprechungs- und Heiligsprechungsverfahren von Schwester Blandina haben in Rom gerade einen wichtigen Schritt nach vorne gemacht. Wie hat sich Ihr Verständnis ihrer heroischen Tugenden während der Arbeit an diesem Film verändert, und sehen Sie den Film als Beitrag zu ihrem geistlichen Vermächtnis in diesem entscheidenden Moment ihres Weges zur Heiligkeit?</strong></p>
<p><strong>Tomas Sanchez:</strong> Während das Verfahren von Schwester Blandina in Rom weiter voranschreitet, sehe ich ihre heroischen Tugenden nur noch stärker bestätigt. Mein Verständnis davon hat sich nicht verändert – vielmehr haben ihre Taten immer wieder gezeigt, wie groß ihre Liebe zu allen Menschen war. Sie konnte selbst in den härtesten Verbrechern, einschließlich Billy the Kid, noch das Gute erkennen.</p>
<p><strong>Sie haben mehrfach betont, dass Sie den eigenen Aufzeichnungen von Schwester Blandina treu bleiben wollten. Welche Episode aus ihrem Tagebuch hat Sie persönlich am meisten berührt, und wie hat sie Ihre Regiearbeit beeinflusst?</strong></p>
<p><strong>Tomas Sanchez:</strong> Unser Ziel war es immer, ihren Schriften treu zu bleiben. Ursprünglich hatte ich die Geschichte als Fernsehserie konzipiert – mit Material für etwa fünf Staffeln. Nachdem die Studios den Pilotfilm abgelehnt hatten und dann die Covid-Pandemie kam, entschied ich mich, daraus einen Spielfilm zu machen.</p>
<p>Dabei habe ich einzelne Elemente des ursprünglichen Pilotfilms übernommen und zusätzliche starke Szenen eingebaut, etwa die Geschichte, wie Schwester Blandina eine rund neun Meter hohe Mauer erklimmt, um den Garten des Bischofs zu erreichen und Nahrung für die Hungernden zu beschaffen. Sie ließ sich niemals von Hindernissen aufhalten, wenn es darum ging, den Armen zu helfen.</p>
<p><strong>Der Mut von Schwester Blandina an der Grenze des amerikanischen Westens war tief in ihrem katholischen Glauben und ihrem Vertrauen auf Gottes Vorsehung verwurzelt. Welche geistlichen Lehren aus ihrem Leben haben Sie besonders angesprochen und Ihre Vision für den Film geprägt?</strong></p>
<p><strong>Tomas Sanchez:</strong> Mehrere geistliche Lehren aus ihrem Leben haben mich tief beeindruckt und meine Vision für den Film beeinflusst. Vor allem ihr ständiges Vertrauen auf Gottes Willen. Auf mehreren gefährlichen Reisen entlang des Santa-Fe-Trails sagte sie: „Wenn es Gottes Wille ist, dass wir unsere Reise vollenden, dann werden wir unser Ziel unversehrt erreichen.“</p>
<p>Außerdem fand sie stets das Gute in jedem Menschen. Wir alle machen Fehler, niemand ist vollkommen. Doch wir können Gott um Vergebung bitten, und durch seine Barmherzigkeit können wir bei ihm im Himmel sein.</p>
<p><strong>Über seine historischen und klassischen Western-Elemente hinaus erzählt dieser Film die Geschichte einer Frau, die das Evangelium durch Barmherzigkeit, Vergebung und den Dienst am Nächsten lebte. Was wünschen Sie sich, dass katholische Zuschauer – aber auch Menschen anderer Glaubensrichtungen – aus dem Beispiel von Schwester Blandina mitnehmen?</strong></p>
<p><strong>Tomas Sanchez:</strong> Ich wünsche mir, dass die Zuschauer etwas über die Geschichte des Glaubens erfahren und erkennen, welchen Einfluss eine einzige Frau, ein Rosenkranz und die Treue zu Gottes Plan auf den Südwesten der Vereinigten Staaten haben konnten.</p>
<p>Ich hoffe, dass Katholiken und Menschen aller Glaubensrichtungen erkennen, mit welcher Würde Schwester Blandina jedem Menschen begegnete. Diener Gottes zu sein bedeutet nicht nur zu beten, sondern auch entsprechend zu handeln.</p>
<p>Ich hoffe, dass die Zuschauer eine Geschichte der Liebe entdecken und den Wunsch verspüren, für andere Menschen zu leben und Gottes Werk auch unter scheinbar unmöglichen Umständen zu tun.<br />Vor allem aber hoffe ich, dass die Menschen erkennen: „Schwester Blandina war eine echte Superheldin des wirklichen Lebens.“</p>
<p><em>Der Produzent des Films, Frank Mayor, führt derzeit Gespräche mit verschiedenen internationalen Vertriebsunternehmen sowie christlichen Fernsehsendern und Medienpartnern. Eine Veröffentlichung des Films wird in naher Zukunft erwartet.</em></p>
<p><em>Hinweis: Interviews wie dieses spiegeln die Ansichten der jeweiligen Gesprächspartner wider, nicht notwendigerweise jene der Redaktion von CNA Deutsch.</em></p>]]>
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          <![CDATA[<p><em>Eine katholische Ordensfrau im Wilden Westen, Begegnungen mit Billy the Kid, gefährliche Reisen entlang des Santa-Fe-Trails und ein unerschütterliches Vertrauen auf Gottes Vorsehung: Die Lebensgeschichte von Schwester Blandina Segale (1850–1941) liest sich wie ein Abenteuerroman – und ist doch historische Tatsache.</em></p>
<p><em>Der neue Spielfilm „At the End of the Santa Fe Trail“ von Regisseur Tomas Sanchez erzählt die außergewöhnliche Geschichte der italienischstämmigen Schwester der Barmherzigkeit, deren Seligsprechungsprozess in den vergangenen Tagen einen wichtigen Schritt vorangekommen ist. In Rom wurde ihre heroische Tugendhaftigkeit anerkannt.</em></p>
<p><em>Für CNA Deutsch sprach Christian Peschken (EWTN) mit der Hauptdarstellerin Alma Sisneros, die Schwester Blandina verkörpert, sowie mit Regisseur Tomas Sanchez über Glauben, Berufung, die Rolle von Film und Storytelling in einer zunehmend säkularen Kultur und die bleibende Aktualität einer Frau, die selbst unter den rauen Bedingungen des amerikanischen Westens das Evangelium lebte.</em></p>
<p><strong>Frau Sisneros, was hat Sie ursprünglich an der Rolle von Schwester Blandina fasziniert, und gab es einen bestimmten Moment in ihrem Leben oder in ihren Tagebüchern, der Sie davon überzeugt hat, dass diese Geschichte verfilmt werden sollte?</strong></p>
<p><strong>Alma Sisneros:</strong> Von Schwester Blandina hatte ich noch nie gehört, bis meine Agentin mir das Drehbuch-Casting zuschickte. Als ich begann, ihr Buch „At the End of the Santa Fe Trail“ zu lesen, fühlte ich mich schnell mit ihr verbunden, weil es einige Parallelen zu meinem eigenen Leben gibt. Wir sind beide katholisch, beide Lehrerinnen, und wir haben beide indigene, hispanische und eingewanderte Kinder unterrichtet. Außerdem wirkte sie in derselben Region, in der ich geboren wurde und aufgewachsen bin.</p>
<p>Ich hatte das Gefühl, dass ihre Lebensgeschichte Menschen unterschiedlichster Hintergründe ansprechen kann, denn sie war Heilerin, Pädagogin, Vermittlerin und Abenteurerin zugleich. Ihr Leben enthält alle Elemente für eine großartige Fernsehserie oder einen beeindruckenden Film.</p>
<p><strong>Viele Zuschauer werden „At the End of the Santa Fe Trail“ zunächst als Western-Abenteuer sehen. Doch unter der Oberfläche erzählt der Film die Geschichte einer Frau, die unter schwierigen Umständen versucht, das Evangelium zu leben. Hat die Darstellung von Schwester Blandina Ihr eigenes Verständnis davon verändert, wie christliche Nachfolge heute aussehen kann?</strong></p>
<p><strong>Alma Sisneros:</strong> Die Grundwerte von Schwester Blandina waren Mut, Mitgefühl, Gerechtigkeit, der Dienst an den Ausgegrenzten und eine tiefe spirituelle Hingabe. Ich glaube, dass ihr Verständnis von christlicher Nachfolge auch in der heutigen Welt noch eine große Wirkung entfalten würde.</p>
<p><strong>Schwester Blandina begegnete Persönlichkeiten wie Billy the Kid und entschied sich oft für Barmherzigkeit statt Verurteilung. In einer Zeit, in der Menschen schnell abgestempelt oder verurteilt werden – was kann uns ihr Beispiel der Vergebung heute lehren?</strong></p>
<p><strong>Alma Sisneros:</strong> Ich denke, ihr Beispiel zeigt uns, dass Mut und Barmherzigkeit Konflikte entschärfen können. Sie hatte die besondere Fähigkeit, angespannte Situationen zu beruhigen und Lösungen für schwierige Probleme zu finden.</p>
<p><strong>Viele glaubensbasierte Filme werden ausdrücklich als „christliche“ oder „religiöse“ Filme vermarktet. Gleichzeitig kann die Botschaft des Evangeliums auch durch starke Geschichten und authentische Charaktere vermittelt werden – ganz im Sinne des oft Franz von Assisi zugeschriebenen Wortes: „Verkündet das Evangelium zu jeder Zeit; wenn nötig, auch mit Worten.“ Glauben Sie, dass Filme wie „At the End of the Santa Fe Trail“ Menschen besonders dann erreichen, wenn sie zunächst eine gute menschliche Geschichte erzählen und die Glaubensbotschaft auf natürliche Weise daraus hervorgeht?</strong></p>
<p><strong>Alma Sisneros:</strong> Ja, ich glaube, dass Filme wie „At the End of the Santa Fe Trail“ Menschen wirksamer erreichen können, wenn sie zuerst eine starke menschliche Geschichte erzählen. Gleichzeitig ist ihr Glaube und die Art, wie sie die Botschaft Christi weitergibt, keineswegs ein störendes Element – ganz im Gegenteil.</p>
<p>Schwester Blandina war humorvoll, mitfühlend, mutig und geduldig in all ihren Begegnungen. Sie vertraute in jeder Situation auf ihren starken Glauben. Ihre kleine Statur und die Tatsache, dass sie als Frau in den rauen Tagen des amerikanischen Wilden Westens wirkte, machen ihre Geschichte zusätzlich spannend und unterhaltsam. Ich denke, dass Menschen unterschiedlichster Herkunft daran Gefallen finden können.</p>
<p><strong>Viele Schauspieler trennen ihre persönlichen Überzeugungen von ihrer beruflichen Arbeit. In welchem Maße beeinflusst Ihr katholischer Glaube die Rollen, die Sie auswählen, und die Geschichten, die Sie als Schauspielerin erzählen möchten?</strong></p>
<p><strong>Alma Sisneros:</strong> Glücklicherweise habe ich bisher keine Rolle gespielt, die mit meinen persönlichen Überzeugungen in Konflikt geraten wäre. Ich fühle mich besonders zu Rollen hingezogen, die wahre Geschichten und echte menschliche Erfahrungen erzählen. Mein Glaube führt mich ganz natürlich zu solchen Stoffen.</p>
<p>Es war eine Ehre und zugleich eine demütigende Erfahrung, für die Rolle von Schwester Blandina ausgewählt zu werden. Seit ich mehr über sie erfahren habe, bin ich ein besserer Mensch geworden.</p>
<p><em>Regisseur Tomas Sanchez hat die Geschichte von Schwester Blandina über viele Jahre hinweg entwickelt und sich dabei eng an ihre Tagebücher und historischen Aufzeichnungen gehalten. Er spricht über die spirituellen Lehren, die ihn bei der Verfilmung geprägt haben, über den Einfluss ihres Glaubens auf sein Werk und darüber, warum er Schwester Blandina als eine wahre „Superheldin des echten Lebens“ sieht.</em></p>
<p><strong>Herr Sanchez, die Seligsprechungs- und Heiligsprechungsverfahren von Schwester Blandina haben in Rom gerade einen wichtigen Schritt nach vorne gemacht. Wie hat sich Ihr Verständnis ihrer heroischen Tugenden während der Arbeit an diesem Film verändert, und sehen Sie den Film als Beitrag zu ihrem geistlichen Vermächtnis in diesem entscheidenden Moment ihres Weges zur Heiligkeit?</strong></p>
<p><strong>Tomas Sanchez:</strong> Während das Verfahren von Schwester Blandina in Rom weiter voranschreitet, sehe ich ihre heroischen Tugenden nur noch stärker bestätigt. Mein Verständnis davon hat sich nicht verändert – vielmehr haben ihre Taten immer wieder gezeigt, wie groß ihre Liebe zu allen Menschen war. Sie konnte selbst in den härtesten Verbrechern, einschließlich Billy the Kid, noch das Gute erkennen.</p>
<p><strong>Sie haben mehrfach betont, dass Sie den eigenen Aufzeichnungen von Schwester Blandina treu bleiben wollten. Welche Episode aus ihrem Tagebuch hat Sie persönlich am meisten berührt, und wie hat sie Ihre Regiearbeit beeinflusst?</strong></p>
<p><strong>Tomas Sanchez:</strong> Unser Ziel war es immer, ihren Schriften treu zu bleiben. Ursprünglich hatte ich die Geschichte als Fernsehserie konzipiert – mit Material für etwa fünf Staffeln. Nachdem die Studios den Pilotfilm abgelehnt hatten und dann die Covid-Pandemie kam, entschied ich mich, daraus einen Spielfilm zu machen.</p>
<p>Dabei habe ich einzelne Elemente des ursprünglichen Pilotfilms übernommen und zusätzliche starke Szenen eingebaut, etwa die Geschichte, wie Schwester Blandina eine rund neun Meter hohe Mauer erklimmt, um den Garten des Bischofs zu erreichen und Nahrung für die Hungernden zu beschaffen. Sie ließ sich niemals von Hindernissen aufhalten, wenn es darum ging, den Armen zu helfen.</p>
<p><strong>Der Mut von Schwester Blandina an der Grenze des amerikanischen Westens war tief in ihrem katholischen Glauben und ihrem Vertrauen auf Gottes Vorsehung verwurzelt. Welche geistlichen Lehren aus ihrem Leben haben Sie besonders angesprochen und Ihre Vision für den Film geprägt?</strong></p>
<p><strong>Tomas Sanchez:</strong> Mehrere geistliche Lehren aus ihrem Leben haben mich tief beeindruckt und meine Vision für den Film beeinflusst. Vor allem ihr ständiges Vertrauen auf Gottes Willen. Auf mehreren gefährlichen Reisen entlang des Santa-Fe-Trails sagte sie: „Wenn es Gottes Wille ist, dass wir unsere Reise vollenden, dann werden wir unser Ziel unversehrt erreichen.“</p>
<p>Außerdem fand sie stets das Gute in jedem Menschen. Wir alle machen Fehler, niemand ist vollkommen. Doch wir können Gott um Vergebung bitten, und durch seine Barmherzigkeit können wir bei ihm im Himmel sein.</p>
<p><strong>Über seine historischen und klassischen Western-Elemente hinaus erzählt dieser Film die Geschichte einer Frau, die das Evangelium durch Barmherzigkeit, Vergebung und den Dienst am Nächsten lebte. Was wünschen Sie sich, dass katholische Zuschauer – aber auch Menschen anderer Glaubensrichtungen – aus dem Beispiel von Schwester Blandina mitnehmen?</strong></p>
<p><strong>Tomas Sanchez:</strong> Ich wünsche mir, dass die Zuschauer etwas über die Geschichte des Glaubens erfahren und erkennen, welchen Einfluss eine einzige Frau, ein Rosenkranz und die Treue zu Gottes Plan auf den Südwesten der Vereinigten Staaten haben konnten.</p>
<p>Ich hoffe, dass Katholiken und Menschen aller Glaubensrichtungen erkennen, mit welcher Würde Schwester Blandina jedem Menschen begegnete. Diener Gottes zu sein bedeutet nicht nur zu beten, sondern auch entsprechend zu handeln.</p>
<p>Ich hoffe, dass die Zuschauer eine Geschichte der Liebe entdecken und den Wunsch verspüren, für andere Menschen zu leben und Gottes Werk auch unter scheinbar unmöglichen Umständen zu tun.<br />Vor allem aber hoffe ich, dass die Menschen erkennen: „Schwester Blandina war eine echte Superheldin des wirklichen Lebens.“</p>
<p><em>Der Produzent des Films, Frank Mayor, führt derzeit Gespräche mit verschiedenen internationalen Vertriebsunternehmen sowie christlichen Fernsehsendern und Medienpartnern. Eine Veröffentlichung des Films wird in naher Zukunft erwartet.</em></p>
<p><em>Hinweis: Interviews wie dieses spiegeln die Ansichten der jeweiligen Gesprächspartner wider, nicht notwendigerweise jene der Redaktion von CNA Deutsch.</em></p>]]>
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          <![CDATA[Christian Peschken / EWTN ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Wed, 17 Jun 2026 15:30:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>„Hoffnung auf ein gelingendes Miteinander“: Bischof Meier zum Muharrem-Fasten der Aleviten</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/24767/hoffnung-auf-ein-gelingendes-miteinander-bischof-meier-zum-muharrem-fasten-der-aleviten</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Bischof Bertram Meier hat in einem <a href="https://www.dbk.de/presse/aktuelles/meldung/muharrem-fasten-und-asure-fest-2026">Grußwort</a> zum Muharrem-Fasten bzw. zum Aşure-Fest der Aleviten seine „Hoffnung auf ein gelingendes Miteinander“ zum Ausdruck gebracht. Die Aleviten gehören einem dem Islam zumindest nahestehendem Bekenntnis an, wobei oft auch von einer eigenständigen Religion die Rede ist.</p>
<p>„Die Tage des Muharrem-Fastens sind von Stille, Erinnerung und innerer Sammlung geprägt“, schrieb der Augsburger Bischof in seiner Funktion als Vorsitzender der Unterkommission der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) für den Interreligiösen Dialog. „Sie rufen Ihrer Gemeinschaft erneut in Erinnerung, dass Glaube stets mit Gerechtigkeit verbunden ist und das Leiden Unschuldiger niemals ohne Widerspruch hingenommen werden darf.“</p>
<p>„Für Sie ist das Gedenken an Kerbela nicht nur ein Blick in die Vergangenheit, sondern ein bleibender Auftrag“, fuhr er fort. „Es geht darum, sich dem Unrecht entgegenzustellen und die Würde jedes Menschen zu schützen.“</p>
<p>Meier betonte die Bedeutung des interreligiösen Dialogs: „Wir leben in Zeiten, die von Unsicherheiten und Polarisierung, Spannungen und Krieg geprägt sind. Religiöse Zugehörigkeiten werden dabei nicht selten instrumentalisiert, um Gräben zu vertiefen, statt Brücken zu bauen. Gerade deshalb kommt dem Dialog zwischen den Religionen eine hohe Bedeutung zu. Dialog ist nichts Optionales, sondern bildet eine wesentliche Voraussetzung für ein friedliches Zusammenleben in unserer Welt.“</p>
<p>„Friede wächst von innen nach außen“, erläuterte der Bischof. „Es kommt darauf an, die Anderen wirklich als unsere Mitmenschen anzuerkennen – als Geschöpfe Gottes wie wir selbst. Gerade in dieser Haltung gibt es bedeutsame Berührungspunkte zwischen der christlichen und der alevitischen Spiritualität.“</p>
<p>In Deutschland stellen Aleviten das viertgrößte Bekenntnis. Die <a href="https://www.dw.com/de/aleviten-sind-viertgroesste-glaubensgemeinschaft-in-deutschland-muslime-islam-glaube-kultur-tuerkei/a-77312707">Deutsche Welle</a> berichtete im Mai: „Heute existieren in der Bundesrepublik rund 200 lokale alevitische Organisationen. Ein Großteil von ihnen gehört der Dachorganisation Alevitische Gemeinde Deutschland (AABF, Almanya Alevi Birlikleri Federasyonu) an, die in Nordrhein-Westfalen und Berlin als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt ist.“</p>]]>
        </description>
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          <![CDATA[<p>Bischof Bertram Meier hat in einem <a href="https://www.dbk.de/presse/aktuelles/meldung/muharrem-fasten-und-asure-fest-2026">Grußwort</a> zum Muharrem-Fasten bzw. zum Aşure-Fest der Aleviten seine „Hoffnung auf ein gelingendes Miteinander“ zum Ausdruck gebracht. Die Aleviten gehören einem dem Islam zumindest nahestehendem Bekenntnis an, wobei oft auch von einer eigenständigen Religion die Rede ist.</p>
<p>„Die Tage des Muharrem-Fastens sind von Stille, Erinnerung und innerer Sammlung geprägt“, schrieb der Augsburger Bischof in seiner Funktion als Vorsitzender der Unterkommission der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) für den Interreligiösen Dialog. „Sie rufen Ihrer Gemeinschaft erneut in Erinnerung, dass Glaube stets mit Gerechtigkeit verbunden ist und das Leiden Unschuldiger niemals ohne Widerspruch hingenommen werden darf.“</p>
<p>„Für Sie ist das Gedenken an Kerbela nicht nur ein Blick in die Vergangenheit, sondern ein bleibender Auftrag“, fuhr er fort. „Es geht darum, sich dem Unrecht entgegenzustellen und die Würde jedes Menschen zu schützen.“</p>
<p>Meier betonte die Bedeutung des interreligiösen Dialogs: „Wir leben in Zeiten, die von Unsicherheiten und Polarisierung, Spannungen und Krieg geprägt sind. Religiöse Zugehörigkeiten werden dabei nicht selten instrumentalisiert, um Gräben zu vertiefen, statt Brücken zu bauen. Gerade deshalb kommt dem Dialog zwischen den Religionen eine hohe Bedeutung zu. Dialog ist nichts Optionales, sondern bildet eine wesentliche Voraussetzung für ein friedliches Zusammenleben in unserer Welt.“</p>
<p>„Friede wächst von innen nach außen“, erläuterte der Bischof. „Es kommt darauf an, die Anderen wirklich als unsere Mitmenschen anzuerkennen – als Geschöpfe Gottes wie wir selbst. Gerade in dieser Haltung gibt es bedeutsame Berührungspunkte zwischen der christlichen und der alevitischen Spiritualität.“</p>
<p>In Deutschland stellen Aleviten das viertgrößte Bekenntnis. Die <a href="https://www.dw.com/de/aleviten-sind-viertgroesste-glaubensgemeinschaft-in-deutschland-muslime-islam-glaube-kultur-tuerkei/a-77312707">Deutsche Welle</a> berichtete im Mai: „Heute existieren in der Bundesrepublik rund 200 lokale alevitische Organisationen. Ein Großteil von ihnen gehört der Dachorganisation Alevitische Gemeinde Deutschland (AABF, Almanya Alevi Birlikleri Federasyonu) an, die in Nordrhein-Westfalen und Berlin als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt ist.“</p>]]>
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                  <category>Deutschland</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Wed, 17 Jun 2026 14:15:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Pakistanisches Gericht verweigert entführter Christin die Rückkehr zur Familie</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/24777/pakistanisches-gericht-verweigert-entfuhrter-christin-die-ruckkehr-zur-familie</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Ein Gericht in der pakistanischen Stadt Lahore hat die Rückführung der 18 Jahre alten Christin Neha Faqir zu ihrer Familie abgelehnt. Die junge Frau wurde im März in der pakistanischen Provinz Punjab entführt und zum Islam zwangskonvertiert, wie die Hilfsorganisation <a href="https://csi-de.de/artikel/fall-neha-gericht-verhindert-rueckfuehrung-der-entfuehrten-christin-zu-ihrer-familie/">Christian Solidarity International</a> (CSI) berichtete.</p>
<p>Am 24. März brachte Rasoola Bibi ihre Tochter Neha zu einem Nähkurs im Ort Kot Radha Kishan in der Provinz Punjab. Die Familie lebte laut CSI seit rund 20 Jahren in Schuldknechtschaft als Ziegelsklaven. Am Abend kehrte Neha nicht mehr zurück. Ihr Vater, Faqir Masih, erstattete am 1. April Anzeige gegen den Betreiber des Nähzentrums, den islamischen Geistlichen Muhammad Sajid, und dessen zwei Frauen.</p>
<p>Nach der Anzeige berichtete die Familie von Einschüchterungen und Drohungen. Aus ihrer Sicht ermittelte die Polizei nicht mit der gebotenen Dringlichkeit, teilte CSI mit. Die Organisation beauftragte daraufhin einen Anwalt, der beim Obersten Gerichtshof von Lahore einen Antrag auf Haftprüfung wegen Entführung einreichte.</p>
<p>Auf gerichtliche Anweisung suchte der Bezirkspolizeichef von Kasur nach Neha. Die Polizei fand sie schließlich in einer staatlich geführten Unterkunft im Verwaltungsbezirk Lahore, wodurch sich die Rückführung wegen eines Zuständigkeitskonflikts erheblich verzögerte. Zuvor war Neha CSI-Angaben zufolge in einer Madrasa untergebracht worden, mutmaßlich um die tatsächlichen Umstände ihres Verschwindens zu verschleiern.</p>
<p>Am vergangenen Dienstag brachte die Polizei Neha auf gerichtliche Anordnung vor den Obersten Gerichtshof von Lahore. Die Familie sah die junge Frau dort zum ersten Mal nach rund zwei Monaten. Sie erschien in einer schwarzen Burka, begleitet von einer ebenso verhüllten Frau und muslimischen Vertretern. Der Richter untersagte Mutter und Schwester jedes Gespräch mit Neha und lehnte die Rückführung zur Familie ab.</p>
<p>Nach der Entscheidung erwogen Neha Faqirs Familie und ihr Anwalt eine Berufung vor dem Zweiergremium des Obersten Gerichtshofs von Lahore. Ein weiteres Verfahren würde laut CSI zusätzliche Kosten verursachen, die die Familie kaum aufbringen könnte. Ob die Familie Berufung einlege, ist nach CSI-Angaben noch offen.</p>
<p>CSI bezeichnete den Fall als Teil eines wiederkehrenden Musters. Laut einem BBC-Bericht aus dem Jahr 2021 unter Berufung auf lokale Menschenrechtsgruppen werden jährlich rund 1.000 Mädchen religiöser Minderheiten in Pakistan entführt, viele von ihnen zur Zwangskonversion.</p>]]>
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          <![CDATA[<p>Ein Gericht in der pakistanischen Stadt Lahore hat die Rückführung der 18 Jahre alten Christin Neha Faqir zu ihrer Familie abgelehnt. Die junge Frau wurde im März in der pakistanischen Provinz Punjab entführt und zum Islam zwangskonvertiert, wie die Hilfsorganisation <a href="https://csi-de.de/artikel/fall-neha-gericht-verhindert-rueckfuehrung-der-entfuehrten-christin-zu-ihrer-familie/">Christian Solidarity International</a> (CSI) berichtete.</p>
<p>Am 24. März brachte Rasoola Bibi ihre Tochter Neha zu einem Nähkurs im Ort Kot Radha Kishan in der Provinz Punjab. Die Familie lebte laut CSI seit rund 20 Jahren in Schuldknechtschaft als Ziegelsklaven. Am Abend kehrte Neha nicht mehr zurück. Ihr Vater, Faqir Masih, erstattete am 1. April Anzeige gegen den Betreiber des Nähzentrums, den islamischen Geistlichen Muhammad Sajid, und dessen zwei Frauen.</p>
<p>Nach der Anzeige berichtete die Familie von Einschüchterungen und Drohungen. Aus ihrer Sicht ermittelte die Polizei nicht mit der gebotenen Dringlichkeit, teilte CSI mit. Die Organisation beauftragte daraufhin einen Anwalt, der beim Obersten Gerichtshof von Lahore einen Antrag auf Haftprüfung wegen Entführung einreichte.</p>
<p>Auf gerichtliche Anweisung suchte der Bezirkspolizeichef von Kasur nach Neha. Die Polizei fand sie schließlich in einer staatlich geführten Unterkunft im Verwaltungsbezirk Lahore, wodurch sich die Rückführung wegen eines Zuständigkeitskonflikts erheblich verzögerte. Zuvor war Neha CSI-Angaben zufolge in einer Madrasa untergebracht worden, mutmaßlich um die tatsächlichen Umstände ihres Verschwindens zu verschleiern.</p>
<p>Am vergangenen Dienstag brachte die Polizei Neha auf gerichtliche Anordnung vor den Obersten Gerichtshof von Lahore. Die Familie sah die junge Frau dort zum ersten Mal nach rund zwei Monaten. Sie erschien in einer schwarzen Burka, begleitet von einer ebenso verhüllten Frau und muslimischen Vertretern. Der Richter untersagte Mutter und Schwester jedes Gespräch mit Neha und lehnte die Rückführung zur Familie ab.</p>
<p>Nach der Entscheidung erwogen Neha Faqirs Familie und ihr Anwalt eine Berufung vor dem Zweiergremium des Obersten Gerichtshofs von Lahore. Ein weiteres Verfahren würde laut CSI zusätzliche Kosten verursachen, die die Familie kaum aufbringen könnte. Ob die Familie Berufung einlege, ist nach CSI-Angaben noch offen.</p>
<p>CSI bezeichnete den Fall als Teil eines wiederkehrenden Musters. Laut einem BBC-Bericht aus dem Jahr 2021 unter Berufung auf lokale Menschenrechtsgruppen werden jährlich rund 1.000 Mädchen religiöser Minderheiten in Pakistan entführt, viele von ihnen zur Zwangskonversion.</p>]]>
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                  <category>Pakistan</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Welt</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[Alexander Folz ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Wed, 17 Jun 2026 13:00:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Papst Leo blickt bei Generalaudienz zurück auf Spanienreise</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/24775/papst-leo-blickt-bei-generalaudienz-zuruck-auf-spanienreise</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Papst Leo hat bei der Generalaudienz am Mittwochvormittag auf seine Spanienreise zurückgeblickt, die ihn in der vergangenen Woche nach Madrid, nach Barcelona und auf die Kanarischen Inseln geführt hatte.</p>
<p>„Das Volk Gottes hat mir durch den freudigen Ausdruck seines Glaubens und seiner Zuneigung großen Trost gespendet“, sagte er. „Meinerseits habe ich die Gläubigen in ihrem Glauben bestärkt und sie als Bischof von Rom ermutigt, jede Form von Spaltung und Konflikt zu überwinden, indem sie stets die Gemeinschaft, den Dialog und die Einheit in der Vielfalt fördern.“</p>
<p>„Darin besteht der eigentliche Dienst des Nachfolgers Petri, ein Dienst, der in den Apostolischen Reisen seinen besonderen Ausdruck findet, die jeweils an die kirchlichen und gesellschaftlichen Gegebenheiten der besuchten Länder angepasst sind“, betonte Leo.</p>
<p>https://www.youtube.com/watch?v=D9DEEw2QDrE</p>
<p>Er sei in Spanien überall auf Menschenmengen getroffen, „die mich mit großer Herzlichkeit empfingen“, fuhr er fort. „Diese Tatsache war keineswegs selbstverständlich und gibt Anlass zum Nachdenken. Natürlich drückt eine solche Beteiligung, wie ich bereits sagte, in erster Linie den Glauben des spanischen Volkes aus; zugleich glaube ich, dass sie ein weit verbreitetes Bedürfnis offenbart, Einheit auf einer wahren und tiefen Grundlage zu finden, die weder ideologischer Natur ist noch auf Partikularinteressen beruht; diese Grundlage, die letztlich nur Christus gewährleisten kann und die das Evangelium durch die notwendige ‚Inkulturation‘ in das Leben der Völker einbringen kann.“</p>
<p>Das Evangelium werde „beiden Bedürfnissen voll und ganz gerecht“, so Leo, nämlich „der Suche nach der Wahrheit und dem Durst nach Gerechtigkeit“.</p>
<p>Der Papst verwies auf eine Begegnung „zwischen Antike und Moderne, zwischen katholischer Tradition und zeitgenössischer Kultur“, die es ihm ermöglicht habe, „den eigentlichen Charakter Europas, seinen unschätzbaren Reichtum, aus erster Hand als lebendige Realität und nicht als etwas der Vergangenheit wahrzunehmen“.</p>
<p>„Es ist ein Erbe, das sorgfältig bewahrt werden muss, damit es in die heutige globalisierte Welt mit ihren gewaltigen Herausforderungen einfließen kann“, sagte er: „Frieden, ganzheitliche Ökologie, gerechte und nachhaltige Entwicklung sowie die Achtung der Menschenwürde.“</p>
<p>Mit Blick auf den Aufenthalt auf den Kanarischen Inseln sagte Leo, ihm sei dort „ein umfassender Einblick“ gewährt worden. „Dieser ergab sich einerseits aus der geografischen Lage dieses Archipels selbst und andererseits aus der Realität einer Ortskirche, die eine große Zahl von Zwangsmigranten aufnimmt, die hauptsächlich aus Afrika kommen.“</p>
<p>„Wir wissen, dass das Phänomen der Migration komplex ist und ganzheitliche sowie koordinierte Handlungspläne erfordert“, führte er aus. „Doch diese Sichtweise eröffnet eine andere, umfassendere Perspektive: Sie ermöglicht es uns zu verstehen, wie wir dazu aufgerufen sind, das Evangelium in der heutigen Welt neu zu lesen, indem wir die Gaben unserer jeweiligen Kulturen miteinander austauschen, insbesondere die Ergebnisse, die in ihnen durch die Fruchtbarkeit der Botschaft Christi hervorgebracht wurden.“</p>
<p>„Und eine dieser Früchte ist gerade der Dialog zwischen Menschen und Völkern, die Begegnung im Geist der Geschwisterlichkeit, die es uns ermöglicht, die Werte des anderen zu entdecken und zu schätzen“, fügte er hinzu. „Dieser Weg ist nicht einfach; er erfordert guten Willen und Gottes Hilfe, aber er ist der Weg, der zur Zivilisation der Liebe führt.“</p>]]>
        </description>
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          <![CDATA[<p>Papst Leo hat bei der Generalaudienz am Mittwochvormittag auf seine Spanienreise zurückgeblickt, die ihn in der vergangenen Woche nach Madrid, nach Barcelona und auf die Kanarischen Inseln geführt hatte.</p>
<p>„Das Volk Gottes hat mir durch den freudigen Ausdruck seines Glaubens und seiner Zuneigung großen Trost gespendet“, sagte er. „Meinerseits habe ich die Gläubigen in ihrem Glauben bestärkt und sie als Bischof von Rom ermutigt, jede Form von Spaltung und Konflikt zu überwinden, indem sie stets die Gemeinschaft, den Dialog und die Einheit in der Vielfalt fördern.“</p>
<p>„Darin besteht der eigentliche Dienst des Nachfolgers Petri, ein Dienst, der in den Apostolischen Reisen seinen besonderen Ausdruck findet, die jeweils an die kirchlichen und gesellschaftlichen Gegebenheiten der besuchten Länder angepasst sind“, betonte Leo.</p>
<p>https://www.youtube.com/watch?v=D9DEEw2QDrE</p>
<p>Er sei in Spanien überall auf Menschenmengen getroffen, „die mich mit großer Herzlichkeit empfingen“, fuhr er fort. „Diese Tatsache war keineswegs selbstverständlich und gibt Anlass zum Nachdenken. Natürlich drückt eine solche Beteiligung, wie ich bereits sagte, in erster Linie den Glauben des spanischen Volkes aus; zugleich glaube ich, dass sie ein weit verbreitetes Bedürfnis offenbart, Einheit auf einer wahren und tiefen Grundlage zu finden, die weder ideologischer Natur ist noch auf Partikularinteressen beruht; diese Grundlage, die letztlich nur Christus gewährleisten kann und die das Evangelium durch die notwendige ‚Inkulturation‘ in das Leben der Völker einbringen kann.“</p>
<p>Das Evangelium werde „beiden Bedürfnissen voll und ganz gerecht“, so Leo, nämlich „der Suche nach der Wahrheit und dem Durst nach Gerechtigkeit“.</p>
<p>Der Papst verwies auf eine Begegnung „zwischen Antike und Moderne, zwischen katholischer Tradition und zeitgenössischer Kultur“, die es ihm ermöglicht habe, „den eigentlichen Charakter Europas, seinen unschätzbaren Reichtum, aus erster Hand als lebendige Realität und nicht als etwas der Vergangenheit wahrzunehmen“.</p>
<p>„Es ist ein Erbe, das sorgfältig bewahrt werden muss, damit es in die heutige globalisierte Welt mit ihren gewaltigen Herausforderungen einfließen kann“, sagte er: „Frieden, ganzheitliche Ökologie, gerechte und nachhaltige Entwicklung sowie die Achtung der Menschenwürde.“</p>
<p>Mit Blick auf den Aufenthalt auf den Kanarischen Inseln sagte Leo, ihm sei dort „ein umfassender Einblick“ gewährt worden. „Dieser ergab sich einerseits aus der geografischen Lage dieses Archipels selbst und andererseits aus der Realität einer Ortskirche, die eine große Zahl von Zwangsmigranten aufnimmt, die hauptsächlich aus Afrika kommen.“</p>
<p>„Wir wissen, dass das Phänomen der Migration komplex ist und ganzheitliche sowie koordinierte Handlungspläne erfordert“, führte er aus. „Doch diese Sichtweise eröffnet eine andere, umfassendere Perspektive: Sie ermöglicht es uns zu verstehen, wie wir dazu aufgerufen sind, das Evangelium in der heutigen Welt neu zu lesen, indem wir die Gaben unserer jeweiligen Kulturen miteinander austauschen, insbesondere die Ergebnisse, die in ihnen durch die Fruchtbarkeit der Botschaft Christi hervorgebracht wurden.“</p>
<p>„Und eine dieser Früchte ist gerade der Dialog zwischen Menschen und Völkern, die Begegnung im Geist der Geschwisterlichkeit, die es uns ermöglicht, die Werte des anderen zu entdecken und zu schätzen“, fügte er hinzu. „Dieser Weg ist nicht einfach; er erfordert guten Willen und Gottes Hilfe, aber er ist der Weg, der zur Zivilisation der Liebe führt.“</p>]]>
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                  <category>Vatikanstadt</category>
                                  <category>Vatikan</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Wed, 17 Jun 2026 12:30:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Mit 6,5 Millionen Euro ausgestatteter Klimafonds des Bistums Münster geht an den Start</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/24765/mit-65-millionen-euro-ausgestatteter-klimafonds-des-bistums-munster-geht-an-den-start</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Ein mit rund 6,5 Millionen Euro ausgestatteter sogenannter Klimafonds geht im Bistum Münster zum 1. Juli an den Start. Es gehe darum, „gezielt Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels im nordrhein-westfälischen Teil des Bistums“ zu fördern, <a href="https://www.bistum-muenster.de/startseite_aktuelles/newsuebersicht/news_detail/foerderung_fuer_klimaschutzprojekte_vor_ort">hieß es am Dienstag.</a></p>
<p>„Der Klimafonds unterstützt sowohl gebäudebezogene als auch gebäudeunabhängige Projekte“, so das Bistum weiter. „Ziel ist es, bestehendes Engagement zu stärken und zu verstetigen sowie weitere Initiativen anzustoßen.“</p>
<p>Weihbischof Rolf Lohmann, der innerhalb der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) für ökologische Fragen zuständig ist und deshalb oft als Umwelt-Bischof bezeichnet wird, sagte: „Verantwortungsvoll mit der Umwelt umzugehen ist unsere Aufgabe als Christinnen und Christen, nicht nur im eigenen Interesse, sondern auch im Blick auf alle Menschen weltweit und auf künftige Generationen.“</p>
<p>Dazu gehöre auch der Klimaschutz, weshalb das Bistum entsprechende Schritte vor Ort unterstütze. „Gleichzeitig danken wir damit allen, die sich in unserem Bistum für Klimaschutz einsetzen, und möchten weitere Aktive dazu ermutigen“, fügte Lohmann hinzu.</p>
<p>Laut Bistum Münster gehören zu den gebäudebezogenen Maßnahmen, die durch den Klimafonds gefördert werden können, „beispielsweise Energieberatungen für kirchliche Gebäude“. Bei gebäudeunabhängigen Vorhaben gebe es Förderungen etwa für „klimabezogene Bildungsprojekte oder Initiativen zur Bewusstseinsbildung“.</p>
<p>„Antragsberechtigt sind katholische Pfarreien im NRW-Teil des Bistums Münster für beide Förderbereiche“, hieß es. „Alle weiteren katholischen Träger der Pastoral können Mittel für gebäudeunabhängige Maßnahmen beantragen.“</p>
<p>Während der Klimaschutz damit im Bistum Münster zu neuer Aufmerksamkeit kommt, spricht die kirchliche <a href="https://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/Zahlen%20und%20Fakten/Kirchliche%20Statistik/Bist%C3%BCmer_-_Eckdaten_des_Kirchlichen_Lebens/2025-Eckdatenvergleich-2005-2025.pdf">Statistik</a> eine eher düstere Sprache. Zwar ist Münster mit offiziell 1,59 Millionen Katholiken das größte Bistum in Deutschland, aber davon praktizieren nur 5,5 Prozent den Glauben durch den sonntäglichen Messbesuch, was weniger als 90.000 Menschen entspricht. Vor 20 Jahren lebten im Bistum Münster noch 2,042 Millionen Katholiken, von denen 13,6 Prozent regelmäßig zur Messe gingen, also über 275.000 Personen. Die Anzahl der Pfarreien ist im selben Zeitraum von 622 auf 208 gesunken.</p>]]>
        </description>
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          <![CDATA[<p>Ein mit rund 6,5 Millionen Euro ausgestatteter sogenannter Klimafonds geht im Bistum Münster zum 1. Juli an den Start. Es gehe darum, „gezielt Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels im nordrhein-westfälischen Teil des Bistums“ zu fördern, <a href="https://www.bistum-muenster.de/startseite_aktuelles/newsuebersicht/news_detail/foerderung_fuer_klimaschutzprojekte_vor_ort">hieß es am Dienstag.</a></p>
<p>„Der Klimafonds unterstützt sowohl gebäudebezogene als auch gebäudeunabhängige Projekte“, so das Bistum weiter. „Ziel ist es, bestehendes Engagement zu stärken und zu verstetigen sowie weitere Initiativen anzustoßen.“</p>
<p>Weihbischof Rolf Lohmann, der innerhalb der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) für ökologische Fragen zuständig ist und deshalb oft als Umwelt-Bischof bezeichnet wird, sagte: „Verantwortungsvoll mit der Umwelt umzugehen ist unsere Aufgabe als Christinnen und Christen, nicht nur im eigenen Interesse, sondern auch im Blick auf alle Menschen weltweit und auf künftige Generationen.“</p>
<p>Dazu gehöre auch der Klimaschutz, weshalb das Bistum entsprechende Schritte vor Ort unterstütze. „Gleichzeitig danken wir damit allen, die sich in unserem Bistum für Klimaschutz einsetzen, und möchten weitere Aktive dazu ermutigen“, fügte Lohmann hinzu.</p>
<p>Laut Bistum Münster gehören zu den gebäudebezogenen Maßnahmen, die durch den Klimafonds gefördert werden können, „beispielsweise Energieberatungen für kirchliche Gebäude“. Bei gebäudeunabhängigen Vorhaben gebe es Förderungen etwa für „klimabezogene Bildungsprojekte oder Initiativen zur Bewusstseinsbildung“.</p>
<p>„Antragsberechtigt sind katholische Pfarreien im NRW-Teil des Bistums Münster für beide Förderbereiche“, hieß es. „Alle weiteren katholischen Träger der Pastoral können Mittel für gebäudeunabhängige Maßnahmen beantragen.“</p>
<p>Während der Klimaschutz damit im Bistum Münster zu neuer Aufmerksamkeit kommt, spricht die kirchliche <a href="https://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/Zahlen%20und%20Fakten/Kirchliche%20Statistik/Bist%C3%BCmer_-_Eckdaten_des_Kirchlichen_Lebens/2025-Eckdatenvergleich-2005-2025.pdf">Statistik</a> eine eher düstere Sprache. Zwar ist Münster mit offiziell 1,59 Millionen Katholiken das größte Bistum in Deutschland, aber davon praktizieren nur 5,5 Prozent den Glauben durch den sonntäglichen Messbesuch, was weniger als 90.000 Menschen entspricht. Vor 20 Jahren lebten im Bistum Münster noch 2,042 Millionen Katholiken, von denen 13,6 Prozent regelmäßig zur Messe gingen, also über 275.000 Personen. Die Anzahl der Pfarreien ist im selben Zeitraum von 622 auf 208 gesunken.</p>]]>
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                  <category>Deutschland</category>
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                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Wed, 17 Jun 2026 11:00:00 +0200</pubDate>
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