<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
     xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/">
  <channel>
    <title>CNA Deutsch</title>
    <link>https://de.catholicnewsagency.com/</link>
    <description>CNA Deutsch ist eine Nachrichtenagentur der ACI Gruppe — ein Service von EWTN News mit Hauptsitz in Washington, D.C.</description>
    <language>en</language>
    <copyright>Copyright © 2026, CNA Deutsch</copyright>
    <ttl>60</ttl>
    <image>
      <title>CNA Deutsch</title>
      <url>https://de.catholicnewsagency.com/assets/images/branding/CNA_Deutsch_RedBlk.png</url>
      <link>https://de.catholicnewsagency.com</link>
    </image>
          <item>
        <title>Papst Leo in Madrid: Fronleichnam ist „eine Rückkehr zu den Wurzeln des Glaubens“</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/24633/papst-leo-in-madrid-fronleichnam-ist-eine-ruckkehr-zu-den-wurzeln-des-glaubens</link>
        <guid isPermaLink="true">https://de.catholicnewsagency.com/news/24633/papst-leo-in-madrid-fronleichnam-ist-eine-ruckkehr-zu-den-wurzeln-des-glaubens</guid>
        <description>
          <![CDATA[<p>Papst Leo XIV. hat am Sonntag bei einer großen Messe in Madrid mit anschließender Prozession erklärt, Fronleichnam sei „eine Rückkehr zu den Wurzeln des Glaubens, um die Liebe und Treue zu Gott zu erneuern“. Rund 1,2 Millionen Menschen hatten sich zu diesem Anlass in Madrid versammelt. An vielen Orten in der Welt wird Fronleichnam vom Donnerstag auf den nächsten Sonntag verschoben – so auch in diesem Fall.</p>
<p>„Die feierlichen Prozessionen dieses Tages prägen seit Jahrhunderten die Frömmigkeit, die Kunst, die Musik, die Architektur und das Leben des spanischen Volkes und bringen auch heute noch die religiöse Gesinnung dieses Landes zum Ausdruck, unter anderem durch die Schönheit und Eleganz der Blumen-Teppiche, der Straßenaltäre, der kunstvoll gearbeiteten Monstranzen und Sakramentshäuschen, der Gesänge und der Ornamente“, erklärte Leo.</p>
<p>Es handle sich dabei „nicht um eine äußerliche Zurschaustellung, um ein folkloristisches Überbleibsel oder um bloße ästhetische Zierde: Hier geht es um den Glauben an die Gegenwart des auferstandenen Herrn, der lebt und weiter unter uns weilt, der zum Brot für unseren Hunger nach Leben wird und auch die dunkelsten Winkel unseres Herzens und unserer Geschichte besucht.“</p>
<p>https://www.youtube.com/watch?v=4WKNM71a6N0</p>
<p>„So wie Christus sich in der Eucharistiefeier zur Nahrung für uns macht, so zeigt die Prozession, dass er nicht im Gotteshaus eingeschlossen bleibt, sondern uns entgegenkommt. Jesus geht durch die Straßen, überquert die Plätze, besucht unsere Stadtviertel, wohnt an den Orten unseres Alltags“, erläuterte der Papst die Bedeutung der Prozession mit dem Allerheiligsten. „Er ist der Gott der Nähe, der mit seinem Volk geht, der Herr der Geschichte, Trost für die Schwachen, Licht für die Familien, Hoffnung für die Kranken, Frieden für die Leidenden.“</p>
<p>„Der Christus, der in der Monstranz durch die Straßen zieht, ist derselbe, der sich mit den Armen, den Niedergeschlagenen, den Einsamen und Hilflosen identifiziert“, fuhr er fort. „Es ist kein Zufall, dass hier in Spanien die Kirche seit Jahren das Fronleichnamsfest mit dem Tag der Nächstenliebe verbindet.“</p>
<p>„Es geht nicht nur darum, die Monstranz hinauszutragen, sondern darum, dass wir uns selbst aus dem Egoismus, der Gleichgültigkeit und einem bequemen, privaten Glauben herausführen lassen, um auf seine Einladung zur Umkehr zu antworten, unsere Sichtweise zu ändern und seine Gegenwart anzunehmen, die uns verwandelt und zu Baumeistern einer neuen Welt macht“, ermahnte der Papst die Gläubigen.</p>
<p>Der Pontifex verwahrte sich gegen eine Beschränkung von Fronleichnam „auf eine nostalgische Erinnerung“ und betonte: „Die Religiosität, die dieses Land seit Jahrhunderten belebt, soll kein Museum der Vergangenheit sein, das man besucht, sondern eine Schule des Glaubens, von der wir auch heute zehren können. Eine Schule, die uns lehrt, vor Gott und vor dem Nächsten die Knie zu beugen, denn niemand kann vor dem Herrn knien und gleichzeitig den Bruder und die Schwester verachten; eine Schule, die uns die Selbstlosigkeit der Liebe lehrt, die zur Gabe wird, damit sie unter uns weitergegeben wird und die Ketten jeglicher Selbstsucht sprengt; eine Schule, in der wir lernen, dass Gott wirklich gegenwärtig ist und dass auch wir berufen sind, in den Situationen und Herausforderungen der Gesellschaft präsent zu sein, nicht zu fliehen, sondern uns persönlich für den Aufbau des Gemeinwohls einzusetzen.“</p>
<p><em>EWTN überträgt alle öffentlichen Programmpunkte der Spanien-Reise von Papst Leo XIV. live im Fernsehen sowie online im Stream. Die Programmpunkte mit genauen Uhrzeiten sowie die entsprechenden Links für den Stream finden Sie <a href="https://ewtn.de/papst-leo-xiv-auf-reisen/">HIER</a>.</em></p>]]>
        </description>
        <content:encoded>
          <![CDATA[<p>Papst Leo XIV. hat am Sonntag bei einer großen Messe in Madrid mit anschließender Prozession erklärt, Fronleichnam sei „eine Rückkehr zu den Wurzeln des Glaubens, um die Liebe und Treue zu Gott zu erneuern“. Rund 1,2 Millionen Menschen hatten sich zu diesem Anlass in Madrid versammelt. An vielen Orten in der Welt wird Fronleichnam vom Donnerstag auf den nächsten Sonntag verschoben – so auch in diesem Fall.</p>
<p>„Die feierlichen Prozessionen dieses Tages prägen seit Jahrhunderten die Frömmigkeit, die Kunst, die Musik, die Architektur und das Leben des spanischen Volkes und bringen auch heute noch die religiöse Gesinnung dieses Landes zum Ausdruck, unter anderem durch die Schönheit und Eleganz der Blumen-Teppiche, der Straßenaltäre, der kunstvoll gearbeiteten Monstranzen und Sakramentshäuschen, der Gesänge und der Ornamente“, erklärte Leo.</p>
<p>Es handle sich dabei „nicht um eine äußerliche Zurschaustellung, um ein folkloristisches Überbleibsel oder um bloße ästhetische Zierde: Hier geht es um den Glauben an die Gegenwart des auferstandenen Herrn, der lebt und weiter unter uns weilt, der zum Brot für unseren Hunger nach Leben wird und auch die dunkelsten Winkel unseres Herzens und unserer Geschichte besucht.“</p>
<p>https://www.youtube.com/watch?v=4WKNM71a6N0</p>
<p>„So wie Christus sich in der Eucharistiefeier zur Nahrung für uns macht, so zeigt die Prozession, dass er nicht im Gotteshaus eingeschlossen bleibt, sondern uns entgegenkommt. Jesus geht durch die Straßen, überquert die Plätze, besucht unsere Stadtviertel, wohnt an den Orten unseres Alltags“, erläuterte der Papst die Bedeutung der Prozession mit dem Allerheiligsten. „Er ist der Gott der Nähe, der mit seinem Volk geht, der Herr der Geschichte, Trost für die Schwachen, Licht für die Familien, Hoffnung für die Kranken, Frieden für die Leidenden.“</p>
<p>„Der Christus, der in der Monstranz durch die Straßen zieht, ist derselbe, der sich mit den Armen, den Niedergeschlagenen, den Einsamen und Hilflosen identifiziert“, fuhr er fort. „Es ist kein Zufall, dass hier in Spanien die Kirche seit Jahren das Fronleichnamsfest mit dem Tag der Nächstenliebe verbindet.“</p>
<p>„Es geht nicht nur darum, die Monstranz hinauszutragen, sondern darum, dass wir uns selbst aus dem Egoismus, der Gleichgültigkeit und einem bequemen, privaten Glauben herausführen lassen, um auf seine Einladung zur Umkehr zu antworten, unsere Sichtweise zu ändern und seine Gegenwart anzunehmen, die uns verwandelt und zu Baumeistern einer neuen Welt macht“, ermahnte der Papst die Gläubigen.</p>
<p>Der Pontifex verwahrte sich gegen eine Beschränkung von Fronleichnam „auf eine nostalgische Erinnerung“ und betonte: „Die Religiosität, die dieses Land seit Jahrhunderten belebt, soll kein Museum der Vergangenheit sein, das man besucht, sondern eine Schule des Glaubens, von der wir auch heute zehren können. Eine Schule, die uns lehrt, vor Gott und vor dem Nächsten die Knie zu beugen, denn niemand kann vor dem Herrn knien und gleichzeitig den Bruder und die Schwester verachten; eine Schule, die uns die Selbstlosigkeit der Liebe lehrt, die zur Gabe wird, damit sie unter uns weitergegeben wird und die Ketten jeglicher Selbstsucht sprengt; eine Schule, in der wir lernen, dass Gott wirklich gegenwärtig ist und dass auch wir berufen sind, in den Situationen und Herausforderungen der Gesellschaft präsent zu sein, nicht zu fliehen, sondern uns persönlich für den Aufbau des Gemeinwohls einzusetzen.“</p>
<p><em>EWTN überträgt alle öffentlichen Programmpunkte der Spanien-Reise von Papst Leo XIV. live im Fernsehen sowie online im Stream. Die Programmpunkte mit genauen Uhrzeiten sowie die entsprechenden Links für den Stream finden Sie <a href="https://ewtn.de/papst-leo-xiv-auf-reisen/">HIER</a>.</em></p>]]>
        </content:encoded>
                  <category>Spanien</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Europa</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Sun, 07 Jun 2026 12:50:00 +0200</pubDate>
        <enclosure length="90868" type="image/webp" url="https://de.catholicnewsagency.com/image/whatsapp-image-2026-06-07-at-06_1780829340.jpeg?w=640" />
        <media:content fileSize="90868" medium="image" type="image/webp"
                       url="https://de.catholicnewsagency.com/image/whatsapp-image-2026-06-07-at-06_1780829340.jpeg?w=640" />
        <media:thumbnail fileSize="11792" height="150" medium="image" type="image/webp"
                         url="https://de.catholicnewsagency.com/image/whatsapp-image-2026-06-07-at-06_1780829340.jpeg?w=150&amp;h=150" width="150" />
      </item>
          <item>
        <title>Papst Leo hält Gebetswache mit Jugendlichen in Madrid, weist auf Bedeutung der Stille hin</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/24631/papst-leo-halt-gebetswache-mit-jugendlichen-in-madrid-weist-auf-bedeutung-der-stille-hin</link>
        <guid isPermaLink="true">https://de.catholicnewsagency.com/news/24631/papst-leo-halt-gebetswache-mit-jugendlichen-in-madrid-weist-auf-bedeutung-der-stille-hin</guid>
        <description>
          <![CDATA[<p>Die im Fernsehen ausgestrahlten Bilder, auf denen junge Menschen vor Freude in die Luft sprangen, als Papst Leo XIV. am Samstagabend auf der Plaza de Lima in Madrid erschien, waren spektakulär, konnten jedoch die wahrhaft festliche Stimmung, die das Treffen prägte, nicht vollständig wiedergeben.</p>
<p>Der Empfang war überwältigend. Einige weinten vor Rührung; andere skandierten, fast ohne Stimme: „Das ist die Jugend des Papstes!“</p>
<p>Was die Besucherzahlen angeht, spricht der Vergleich für sich: Während das Konzert des puertoricanischen Künstlers Bad Bunny an diesem Samstag 60.000 Menschen anzog, versammelte das Treffen mit dem Papst laut Behördenangaben mehr als 600.000 junge Menschen.</p>
<p>https://www.youtube.com/watch?v=a1E5CDhMj5I</p>
<p>Der Papst zeigte sich besonders nahbar und sicher im Spanischen, einer Sprache, in der er mehrfach improvisierte. Tatsächlich entstand einer der markantesten Sätze seiner Ansprache gerade in einem spontanen Moment: „Ihr könnt die Geschichte verändern, tut es mit Liebe.“</p>
<p>An anderer Stelle ermutigte er die Jugendlichen unverblümt, keine Angst vor der Berufung zu haben: „Habt niemals Angst davor, eine Berufung zum Priesterleben oder zum Ordensleben zu haben.“ Und er fügte hinzu: „Ihr müsst keine Angst davor haben, zu heiraten und eine Familie zu gründen.“</p>
<p>Seine Rede war als Antwort auf die Fragen mehrerer junger Menschen aufgebaut. In einem dieser Beiträge fasste er zusammen, was er als sein Vermächtnis darstellte: „Die Jünger Jesu sind immer Zeitgenossen, aber niemals Gefangene der vergehenden Zeit. Wir sind frei in Christus!“</p>
<p>Der Papst betonte, Christus befreie „durch seine Liebe“, eine Liebe, die den Menschen „immer frei von jeglichem Zwang und jeder Täuschung“ lässt. „Wir sind frei von Modetrends, denn wir sind Jünger der Wahrheit; wir sind offen für die Zukunft, denn wir wissen, dass uns der Tod nicht erwartet“, erklärte er.</p>
<p>Zudem vertraute er den Jugendlichen eine große „Mission“ an: „Seid Menschen! Männer und Frauen aus Fleisch und Blut. Keine Fassaden, sondern vertrauenswürdige Gesichter. Menschen, die nach Gerechtigkeit suchen, weil sie nach ihr hungern wie nach dem täglichen Brot.“</p>
<p>„Seid Menschen, wie es Christus ist, der vollkommene Mensch, der Auferstandene, der zu jeder Zeit die Geschichte mit uns teilt. Pflegt dieses Engagement und schaut auf die Apostel, auf die ersten Christen, Bewohner einer heidnischen Welt“, fügte er hinzu.</p>
<p>Der Kontext, in dem dieser Besuch in Spanien stattfindet, lädt zu einem historischen Vergleich ein. Als Benedikt XVI. vor 15 Jahren Spanien besuchte, erlebte das Land starke soziale Unruhen. Heute jedoch sieht das Bild anders aus. Leo XIV. kommt zu einem Zeitpunkt nach Spanien, der durch das Wiederaufleben des Katholizismus unter jungen Menschen geprägt ist. In nur fünf Jahren ist der Anteil der Katholiken im Alter von 15 bis 29 Jahren von 31,6 % auf 45 % gestiegen, wie aus dem im vergangenen April veröffentlichten Bericht „Jóvenes Españoles 2026“ der Fundación SM hervorgeht.</p>
<p>Diese Zahlen spiegelten sich deutlich in der Atmosphäre wider. Die Veranstaltung nahm den Charakter eines echten Festes des Glaubens an, bei dem sich das Rosenkranzgebet mit musikalischen Darbietungen und Zeugnissen abwechselte.</p>
<p>Bei seinem Treffen mit den Jugendlichen legte Leo besonderen Wert auf die Stille, die notwendig sei, „um die Stimme Gottes zu erkennen“.</p>
<p>„Oft laufen wir mit Kopfhörern herum, hören Musik“, anstatt zuzuhören, stellte er in einer seiner spontanen Äußerungen fest. Demgegenüber bedeute die Suche nach der Stille, „zu entscheiden, was wir nicht hören wollen und von welchen Geräuschen wir uns nicht ablenken lassen“.</p>
<p>„Oft täuschen uns die sozialen Netzwerke, doch Gott ist die Wahrheit. Wenn uns etwas von Gott entfernt, ist es nicht wahr“, warnte er. „In der Stille begreifen wir, dass Ideologien vergehen, während die Wahrheit bleibt.“</p>
<p>Der Papst erklärte, dass der innere Dialog zu „Gebet, Lobpreis und Fürbitte“ werde, „wenn er dem Einzigen anvertraut wird, der ihn hören kann“. Er definierte das Gebet als eine „freie Stimme“, die nicht rechtfertigen oder etwas vortäuschen, sondern sich Gott öffnen wolle.</p>
<p>In diesem Sinne lud er die Jugendlichen ein, dem Beispiel Christi zu folgen und als „Hirten, Erzieher und Freunde“ zu handeln. „Wenn ihr mit Liebe betet, werden die jungen Menschen die Bedeutung des Gebets erkennen. Wenn ihr im Glauben brennt, werdet ihr dessen lebendiges Feuer weitergeben. Wenn ihr eurer Berufung treu bleibt, werdet ihr dessen anziehende Gnade widerspiegeln“, erklärte er.</p>
<p>Er betonte, dass sich die Nähe Jesu sogar in der Schwäche offenbart, „wenn wir zu einer ausgestreckten Hand und einer brüderlichen Umarmung werden, um uns gegenseitig auf dem Weg zu stützen“.</p>
<p><em>EWTN überträgt alle öffentlichen Programmpunkte der Spanien-Reise von Papst Leo XIV. live im Fernsehen sowie online im Stream. Die Programmpunkte mit genauen Uhrzeiten sowie die entsprechenden Links für den Stream finden Sie <a href="https://ewtn.de/papst-leo-xiv-auf-reisen/">HIER</a>.</em></p>
<p><em>Übersetzt und redigiert aus dem Original von ACI Prensa, der spanischsprachigen Partneragentur von CNA Deutsch.</em></p>]]>
        </description>
        <content:encoded>
          <![CDATA[<p>Die im Fernsehen ausgestrahlten Bilder, auf denen junge Menschen vor Freude in die Luft sprangen, als Papst Leo XIV. am Samstagabend auf der Plaza de Lima in Madrid erschien, waren spektakulär, konnten jedoch die wahrhaft festliche Stimmung, die das Treffen prägte, nicht vollständig wiedergeben.</p>
<p>Der Empfang war überwältigend. Einige weinten vor Rührung; andere skandierten, fast ohne Stimme: „Das ist die Jugend des Papstes!“</p>
<p>Was die Besucherzahlen angeht, spricht der Vergleich für sich: Während das Konzert des puertoricanischen Künstlers Bad Bunny an diesem Samstag 60.000 Menschen anzog, versammelte das Treffen mit dem Papst laut Behördenangaben mehr als 600.000 junge Menschen.</p>
<p>https://www.youtube.com/watch?v=a1E5CDhMj5I</p>
<p>Der Papst zeigte sich besonders nahbar und sicher im Spanischen, einer Sprache, in der er mehrfach improvisierte. Tatsächlich entstand einer der markantesten Sätze seiner Ansprache gerade in einem spontanen Moment: „Ihr könnt die Geschichte verändern, tut es mit Liebe.“</p>
<p>An anderer Stelle ermutigte er die Jugendlichen unverblümt, keine Angst vor der Berufung zu haben: „Habt niemals Angst davor, eine Berufung zum Priesterleben oder zum Ordensleben zu haben.“ Und er fügte hinzu: „Ihr müsst keine Angst davor haben, zu heiraten und eine Familie zu gründen.“</p>
<p>Seine Rede war als Antwort auf die Fragen mehrerer junger Menschen aufgebaut. In einem dieser Beiträge fasste er zusammen, was er als sein Vermächtnis darstellte: „Die Jünger Jesu sind immer Zeitgenossen, aber niemals Gefangene der vergehenden Zeit. Wir sind frei in Christus!“</p>
<p>Der Papst betonte, Christus befreie „durch seine Liebe“, eine Liebe, die den Menschen „immer frei von jeglichem Zwang und jeder Täuschung“ lässt. „Wir sind frei von Modetrends, denn wir sind Jünger der Wahrheit; wir sind offen für die Zukunft, denn wir wissen, dass uns der Tod nicht erwartet“, erklärte er.</p>
<p>Zudem vertraute er den Jugendlichen eine große „Mission“ an: „Seid Menschen! Männer und Frauen aus Fleisch und Blut. Keine Fassaden, sondern vertrauenswürdige Gesichter. Menschen, die nach Gerechtigkeit suchen, weil sie nach ihr hungern wie nach dem täglichen Brot.“</p>
<p>„Seid Menschen, wie es Christus ist, der vollkommene Mensch, der Auferstandene, der zu jeder Zeit die Geschichte mit uns teilt. Pflegt dieses Engagement und schaut auf die Apostel, auf die ersten Christen, Bewohner einer heidnischen Welt“, fügte er hinzu.</p>
<p>Der Kontext, in dem dieser Besuch in Spanien stattfindet, lädt zu einem historischen Vergleich ein. Als Benedikt XVI. vor 15 Jahren Spanien besuchte, erlebte das Land starke soziale Unruhen. Heute jedoch sieht das Bild anders aus. Leo XIV. kommt zu einem Zeitpunkt nach Spanien, der durch das Wiederaufleben des Katholizismus unter jungen Menschen geprägt ist. In nur fünf Jahren ist der Anteil der Katholiken im Alter von 15 bis 29 Jahren von 31,6 % auf 45 % gestiegen, wie aus dem im vergangenen April veröffentlichten Bericht „Jóvenes Españoles 2026“ der Fundación SM hervorgeht.</p>
<p>Diese Zahlen spiegelten sich deutlich in der Atmosphäre wider. Die Veranstaltung nahm den Charakter eines echten Festes des Glaubens an, bei dem sich das Rosenkranzgebet mit musikalischen Darbietungen und Zeugnissen abwechselte.</p>
<p>Bei seinem Treffen mit den Jugendlichen legte Leo besonderen Wert auf die Stille, die notwendig sei, „um die Stimme Gottes zu erkennen“.</p>
<p>„Oft laufen wir mit Kopfhörern herum, hören Musik“, anstatt zuzuhören, stellte er in einer seiner spontanen Äußerungen fest. Demgegenüber bedeute die Suche nach der Stille, „zu entscheiden, was wir nicht hören wollen und von welchen Geräuschen wir uns nicht ablenken lassen“.</p>
<p>„Oft täuschen uns die sozialen Netzwerke, doch Gott ist die Wahrheit. Wenn uns etwas von Gott entfernt, ist es nicht wahr“, warnte er. „In der Stille begreifen wir, dass Ideologien vergehen, während die Wahrheit bleibt.“</p>
<p>Der Papst erklärte, dass der innere Dialog zu „Gebet, Lobpreis und Fürbitte“ werde, „wenn er dem Einzigen anvertraut wird, der ihn hören kann“. Er definierte das Gebet als eine „freie Stimme“, die nicht rechtfertigen oder etwas vortäuschen, sondern sich Gott öffnen wolle.</p>
<p>In diesem Sinne lud er die Jugendlichen ein, dem Beispiel Christi zu folgen und als „Hirten, Erzieher und Freunde“ zu handeln. „Wenn ihr mit Liebe betet, werden die jungen Menschen die Bedeutung des Gebets erkennen. Wenn ihr im Glauben brennt, werdet ihr dessen lebendiges Feuer weitergeben. Wenn ihr eurer Berufung treu bleibt, werdet ihr dessen anziehende Gnade widerspiegeln“, erklärte er.</p>
<p>Er betonte, dass sich die Nähe Jesu sogar in der Schwäche offenbart, „wenn wir zu einer ausgestreckten Hand und einer brüderlichen Umarmung werden, um uns gegenseitig auf dem Weg zu stützen“.</p>
<p><em>EWTN überträgt alle öffentlichen Programmpunkte der Spanien-Reise von Papst Leo XIV. live im Fernsehen sowie online im Stream. Die Programmpunkte mit genauen Uhrzeiten sowie die entsprechenden Links für den Stream finden Sie <a href="https://ewtn.de/papst-leo-xiv-auf-reisen/">HIER</a>.</em></p>
<p><em>Übersetzt und redigiert aus dem Original von ACI Prensa, der spanischsprachigen Partneragentur von CNA Deutsch.</em></p>]]>
        </content:encoded>
                  <category>Spanien</category>
                          <category>Madrid</category>
                          <category>Europa</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[Victoria Cardiel ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Sun, 07 Jun 2026 08:00:00 +0200</pubDate>
        <enclosure length="77974" type="image/webp" url="https://de.catholicnewsagency.com/image/_eli1218_1780786788.JPG?w=640" />
        <media:content fileSize="77974" medium="image" type="image/webp"
                       url="https://de.catholicnewsagency.com/image/_eli1218_1780786788.JPG?w=640" />
        <media:thumbnail fileSize="9202" height="150" medium="image" type="image/webp"
                         url="https://de.catholicnewsagency.com/image/_eli1218_1780786788.JPG?w=150&amp;h=150" width="150" />
      </item>
          <item>
        <title>Österreichischer Verlag beginnt Neuauflage der Dogmatik von Scheffczyk und Ziegenaus</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/24623/osterreichischer-verlag-beginnt-neuauflage-der-dogmatik-von-scheffczyk-und-ziegenaus</link>
        <guid isPermaLink="true">https://de.catholicnewsagency.com/news/24623/osterreichischer-verlag-beginnt-neuauflage-der-dogmatik-von-scheffczyk-und-ziegenaus</guid>
        <description>
          <![CDATA[]]>
        </description>
        <content:encoded>
          <![CDATA[]]>
        </content:encoded>
                  <category>Afghanistan</category>
                          <category>Kabul</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Sun, 07 Jun 2026 07:00:00 +0200</pubDate>
        <enclosure length="27430" type="image/webp" url="https://de.catholicnewsagency.com/image/scheffczyk_1780705408.jpg?w=640" />
        <media:content fileSize="27430" medium="image" type="image/webp"
                       url="https://de.catholicnewsagency.com/image/scheffczyk_1780705408.jpg?w=640" />
        <media:thumbnail fileSize="5136" height="150" medium="image" type="image/webp"
                         url="https://de.catholicnewsagency.com/image/scheffczyk_1780705408.jpg?w=150&amp;h=150" width="150" />
      </item>
          <item>
        <title>Papst Leo betont in Madrid „Verantwortung gegenüber den Notleidenden“</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/24629/papst-leo-betont-in-madrid-verantwortung-gegenuber-den-notleidenden</link>
        <guid isPermaLink="true">https://de.catholicnewsagency.com/news/24629/papst-leo-betont-in-madrid-verantwortung-gegenuber-den-notleidenden</guid>
        <description>
          <![CDATA[<p>Am frühen Samstagabend hat sich Papst Leo XIV. in Madrid mit den Mitarbeitern und den vom Sozialprojekt „Cedia 24 Horas“ betreuten Personen getroffen. Das Projekt gehe „den Weg des Evangeliums“ und folge „den Spuren Jesu, des Sohnes Gottes, der Mensch wurde“, sagte Leo – „nicht nur, um unsere Krankheiten und unser Elend zu heilen, sondern um sie auf sich zu nehmen – außer der Sünde –, der in Schwachheit als einer von uns lebte und sich mit jedem leidenden Menschen identifizierte“.</p>
<p>https://www.youtube.com/watch?v=A-WU-BopypE</p>
<p>Madrid sei, so der Pontifex, „für die Krippen bekannt, die die Stadt in der Weihnachtszeit schmücken. Ihre Schönheit ist allerdings nur ein blasser Abglanz eines noch größeren und tieferen Wunders, das wir heute hier erleben.“</p>
<p>„Die Lichter, die Stimmen und die Klänge, die uns während der Weihnachtsfeiertage bewegen und uns zu Tränen rühren, sind in Wirklichkeit das ganze Jahr über in uns und mit uns und unter uns, und heute sind sie lebendiger und strahlender denn je in diesen Räumen, rund um diese schlichte und einladende ‚Krippe‘, die ihr mit Gottes Hilfe Tag für Tag – ja, buchstäblich Tag und Nacht – für Jesus vorbereitet, der in den Menschen gegenwärtig ist, die auf der Suche nach Hilfe an die Tür des Zentrums klopfen“, erläuterte er seine Aussage.</p>
<p>„Wenn man nicht erntet, wenn der Weizen reif ist, geht die Ernte verloren, und das ist unsere Verantwortung gegenüber den Notleidenden“, sagte der Papst, „eine Verantwortung, die jede Begegnung mit dem anderen zu einem <em>kairos</em> erhebt, zu einem einzigartigen und unwiederholbaren Moment der Gnade, der Liebe, den man weder verpassen noch aufschieben darf. Die Liebe Christi drängt uns, uns unseren Brüdern und Schwestern zuzuwenden, und die Nächstenliebe und Fürsorge, mit denen wir auf dieses Drängen reagieren, sind der Beweis für unseren Glauben.“</p>
<p>Es gelte, „unser Herz so zu bilden, dass es für die Nöte der anderen empfänglich ist, und in uns den Wunsch nach dem Guten lebendig zu halten, den Gott in unsere Menschennatur hineingelegt hat und den der Glaube freisetzt und festigt“.</p>
<p><em>EWTN überträgt alle öffentlichen Programmpunkte der Spanien-Reise von Papst Leo XIV. live im Fernsehen sowie online im Stream. Die Programmpunkte mit genauen Uhrzeiten sowie die entsprechenden Links für den Stream finden Sie <a href="https://ewtn.de/papst-leo-xiv-auf-reisen/">HIER</a>.</em></p>]]>
        </description>
        <content:encoded>
          <![CDATA[<p>Am frühen Samstagabend hat sich Papst Leo XIV. in Madrid mit den Mitarbeitern und den vom Sozialprojekt „Cedia 24 Horas“ betreuten Personen getroffen. Das Projekt gehe „den Weg des Evangeliums“ und folge „den Spuren Jesu, des Sohnes Gottes, der Mensch wurde“, sagte Leo – „nicht nur, um unsere Krankheiten und unser Elend zu heilen, sondern um sie auf sich zu nehmen – außer der Sünde –, der in Schwachheit als einer von uns lebte und sich mit jedem leidenden Menschen identifizierte“.</p>
<p>https://www.youtube.com/watch?v=A-WU-BopypE</p>
<p>Madrid sei, so der Pontifex, „für die Krippen bekannt, die die Stadt in der Weihnachtszeit schmücken. Ihre Schönheit ist allerdings nur ein blasser Abglanz eines noch größeren und tieferen Wunders, das wir heute hier erleben.“</p>
<p>„Die Lichter, die Stimmen und die Klänge, die uns während der Weihnachtsfeiertage bewegen und uns zu Tränen rühren, sind in Wirklichkeit das ganze Jahr über in uns und mit uns und unter uns, und heute sind sie lebendiger und strahlender denn je in diesen Räumen, rund um diese schlichte und einladende ‚Krippe‘, die ihr mit Gottes Hilfe Tag für Tag – ja, buchstäblich Tag und Nacht – für Jesus vorbereitet, der in den Menschen gegenwärtig ist, die auf der Suche nach Hilfe an die Tür des Zentrums klopfen“, erläuterte er seine Aussage.</p>
<p>„Wenn man nicht erntet, wenn der Weizen reif ist, geht die Ernte verloren, und das ist unsere Verantwortung gegenüber den Notleidenden“, sagte der Papst, „eine Verantwortung, die jede Begegnung mit dem anderen zu einem <em>kairos</em> erhebt, zu einem einzigartigen und unwiederholbaren Moment der Gnade, der Liebe, den man weder verpassen noch aufschieben darf. Die Liebe Christi drängt uns, uns unseren Brüdern und Schwestern zuzuwenden, und die Nächstenliebe und Fürsorge, mit denen wir auf dieses Drängen reagieren, sind der Beweis für unseren Glauben.“</p>
<p>Es gelte, „unser Herz so zu bilden, dass es für die Nöte der anderen empfänglich ist, und in uns den Wunsch nach dem Guten lebendig zu halten, den Gott in unsere Menschennatur hineingelegt hat und den der Glaube freisetzt und festigt“.</p>
<p><em>EWTN überträgt alle öffentlichen Programmpunkte der Spanien-Reise von Papst Leo XIV. live im Fernsehen sowie online im Stream. Die Programmpunkte mit genauen Uhrzeiten sowie die entsprechenden Links für den Stream finden Sie <a href="https://ewtn.de/papst-leo-xiv-auf-reisen/">HIER</a>.</em></p>]]>
        </content:encoded>
                  <category>Spanien</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Europa</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Sat, 06 Jun 2026 19:05:00 +0200</pubDate>
        <enclosure length="33020" type="image/webp" url="https://de.catholicnewsagency.com/image/whatsapp-image-2026-06-06-at-12_1780765384.jpeg?w=640" />
        <media:content fileSize="33020" medium="image" type="image/webp"
                       url="https://de.catholicnewsagency.com/image/whatsapp-image-2026-06-06-at-12_1780765384.jpeg?w=640" />
        <media:thumbnail fileSize="5668" height="150" medium="image" type="image/webp"
                         url="https://de.catholicnewsagency.com/image/whatsapp-image-2026-06-06-at-12_1780765384.jpeg?w=150&amp;h=150" width="150" />
      </item>
          <item>
        <title>Papst Leo würdigt „uralte Verbindung“ zwischen katholischem Glauben und Spanien</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/24627/papst-leo-wurdigt-uralte-verbindung-zwischen-katholischem-glauben-und-spanien</link>
        <guid isPermaLink="true">https://de.catholicnewsagency.com/news/24627/papst-leo-wurdigt-uralte-verbindung-zwischen-katholischem-glauben-und-spanien</guid>
        <description>
          <![CDATA[<p>Zum Auftakt seiner siebentägigen Reise nach Spanien ist Papst Leo XIV. dem Königspaar Felipe und Letizia – samt der beiden erwachsenen Kinder Leonor und Sofía – begegnet und hat anschließend seine erste große Rede vor Vertretern aus Politik, Gesellschaft und Diplomatie gehalten. Dabei würdigte er die „uralte Verbindung zwischen dem christlichen Glauben und diesem Land“.</p>
<p>„Die Tradition hat die erste Evangelisierung der Iberischen Halbinsel stets mit der Verkündigung des Apostels Jakobus des Älteren in Verbindung gebracht“, erinnerte Leo gleich zu Beginn. „Diese Verbindung ist von beachtlicher theologischer Bedeutung, denn sie drückt das Bewusstsein der Ortskirche aus, in Kontinuität mit der vom Pfingstereignis ausgehenden apostolischen Sendung zu stehen.“</p>
<p>https://www.youtube.com/watch?v=VIYYhfe_YSQ</p>
<p>„Ich bin zu euch gekommen, um die Gläubigen in ihrer Treue zum Evangelium zu bestärken, zu ermutigen und zu inspirieren und um eine tiefere Versöhnung und Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Kräften dieser Nation zu fördern“, erklärte der Papst den Zweck seiner Reise.</p>
<p>Der Pontifex verwies auf Johannes vom Kreuz und Teresa von Ávila, die großen spanischen Heiligen: „Ihre Mystik ist eine Mystik mit offenen Augen, das heißt, sie steht der Geschichte nicht fern, sondern führt im Gegenteil zu den Wurzeln der Fragen, zum Kern der Wirklichkeit. Insbesondere das Thema der Nacht, das dem heiligen Johannes vom Kreuz – den wir in diesem Jahr besonders feiern – so am Herzen lag, hilft uns dabei, die Veränderungen zu deuten und die Spannungen zu ertragen, die unsere Zeit so sehr verdunkeln.“</p>
<p>„Unsere Zeit, die scheinbar von schrecklichen Ungleichgewichten und Konflikten erschüttert wird, schreit in ihrem Innersten nach Frieden, nach einer neuen Erkenntnis des Menschen und seiner unantastbaren Würde, nach der Zivilisation der Liebe“, fuhr Leo fort.</p>
<p>Mit Blick auf die heilige Teresa ging er auf die innere Burg ein: „Wenn man von Raum zu Raum in ihren innersten Ort vordringt – das heißt, jeder zu seinem eigenen Herzen, dem Heiligtum der Wahrheit –, weitet sich der Raum, öffnet sich der Geist, lösen sich die Widersprüche auf, lösen sich die Spannungen, finden die anderen ihren Platz, wird das Universum zur Heimat. Es handelt sich nicht um eine introvertierte Flucht, sondern um eine radikale Öffnung für den totus Alius et semper Novus, die sich ereignet, wenn wir zu uns selbst zurückkehren. Diese Dimension des Menschen ist der Grund, warum die Religions- und Gewissensfreiheit geschützt werden muss.“</p>
<p>Heute scheine indes „die Versuchung, durch das Schüren von Polarisierungen an Popularität zu gewinnen, eher zu wachsen als abzunehmen; die Menschenwürde wird weiterhin verletzt. Deshalb brauchen wir Kultur, Innerlichkeit, eine freie und qualitativ hochwertige Bildung, wir brauchen Transzendenz. Und doch haben Männer und Frauen, die der Wahrheit treu geblieben sind, in diesen dunklen Nächten den Drang verspürt, Schritt für Schritt voranzuschreiten, bis sich im Gewissen Gerechtigkeit und Frieden miteinander verbinden. Von ihrer Freiheit lernen wir, frei zu sein.“</p>
<p>„Ich lade Sie alle ein, aus Liebe zur Wahrheit die spaltenden und polarisierenden Darstellungen Ihrer gesellschaftlichen Realität und ihrer Geschichte hinter sich zu lassen, um von fruchtlosen Vereinfachungen zu einer fruchtbaren Anerkennung ihrer Komplexität zu gelangen“, sagte Papst Leo den anwesenden Vertretern aus Politik, Gesellschaft und Diplomatie. „Ich sehe hier eine besondere Berufung für Europa, bei der Spanien eine grundlegende und wichtige Rolle spielt.“</p>
<p>„Die Vielschichtigkeit schätzen und ergründen, lernen, sie nicht zu leugnen und sie als Segen anzunehmen, jenen identitären Ansätzen entfliehen, die alles zu erklären scheinen, aber die Welt mit Gespenstern und Feinden bevölkern: Darin besteht die Aufgabe derer, die eine große Geschichte hinter sich haben“, mahnte der Papst, bevor er auf die „neuen Technologien“ einging. Diese seien „zu einem künstlichen Umfeld geworden, in dem unsere grundlegenden Wahlmöglichkeiten auf die Probe gestellt werden. In diesem Umfeld verschärfen sich Vorurteile, kritisches Denken wird geschwächt, und übermächtige Interessen säen tödliche Impulse. Andererseits kann das Gute Widerstand leisten und sich mitteilen.“</p>
<p>Neben Johannes vom Kreuz und Teresa von Ávila erwähnte Leo am Ende seiner Ansprache auch Ignatius von Loyola, den Gründer der Jesuiten. Er habe gezeigt, wie man „inmitten von Prüfungen und Misserfolgen alles neu bedenken“ könne. „Er erkannte, dass das Gute, zu dem er sich hingezogen fühlte, keine Utopie war, und so verwandelte sich seine Krise in Gnade. Das Gleiche kann mit den ‚Neuerungen‘ geschehen, die uns heute beunruhigen und über die unsere Empfindungen geteilt sind.“</p>
<p>„Majestäten, Königliche Hoheiten, meine Damen und Herren, ich danke Ihrem Land für seine Treue zum Völkerrecht und zum Multilateralismus, die sich in einem aktiven Engagement für den Frieden und die Solidarität unter den Völkern niederschlägt“, schloss der Pontifex. „Gleichzeitig ermutige ich Sie, auch in Ihrem Land den Dialog und die soziale Freundschaft zu pflegen, die Perspektiven der Armen und der Jugendlichen bei der Gestaltung der Zukunft zu berücksichtigen, die Forderungen nach Autonomie und Einheit in Einklang zu bringen und den Prozess der europäischen Einigung voranzutreiben – nicht im Gegensatz zu anderen Mächten, sondern als ein Geschenk für die ganze Menschheitsfamilie.“</p>
<p><em>EWTN überträgt alle öffentlichen Programmpunkte der Spanien-Reise von Papst Leo XIV. live im Fernsehen sowie online im Stream. Die Programmpunkte mit genauen Uhrzeiten sowie die entsprechenden Links für den Stream finden Sie <a href="https://ewtn.de/papst-leo-xiv-auf-reisen/">HIER</a>.</em></p>]]>
        </description>
        <content:encoded>
          <![CDATA[<p>Zum Auftakt seiner siebentägigen Reise nach Spanien ist Papst Leo XIV. dem Königspaar Felipe und Letizia – samt der beiden erwachsenen Kinder Leonor und Sofía – begegnet und hat anschließend seine erste große Rede vor Vertretern aus Politik, Gesellschaft und Diplomatie gehalten. Dabei würdigte er die „uralte Verbindung zwischen dem christlichen Glauben und diesem Land“.</p>
<p>„Die Tradition hat die erste Evangelisierung der Iberischen Halbinsel stets mit der Verkündigung des Apostels Jakobus des Älteren in Verbindung gebracht“, erinnerte Leo gleich zu Beginn. „Diese Verbindung ist von beachtlicher theologischer Bedeutung, denn sie drückt das Bewusstsein der Ortskirche aus, in Kontinuität mit der vom Pfingstereignis ausgehenden apostolischen Sendung zu stehen.“</p>
<p>https://www.youtube.com/watch?v=VIYYhfe_YSQ</p>
<p>„Ich bin zu euch gekommen, um die Gläubigen in ihrer Treue zum Evangelium zu bestärken, zu ermutigen und zu inspirieren und um eine tiefere Versöhnung und Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Kräften dieser Nation zu fördern“, erklärte der Papst den Zweck seiner Reise.</p>
<p>Der Pontifex verwies auf Johannes vom Kreuz und Teresa von Ávila, die großen spanischen Heiligen: „Ihre Mystik ist eine Mystik mit offenen Augen, das heißt, sie steht der Geschichte nicht fern, sondern führt im Gegenteil zu den Wurzeln der Fragen, zum Kern der Wirklichkeit. Insbesondere das Thema der Nacht, das dem heiligen Johannes vom Kreuz – den wir in diesem Jahr besonders feiern – so am Herzen lag, hilft uns dabei, die Veränderungen zu deuten und die Spannungen zu ertragen, die unsere Zeit so sehr verdunkeln.“</p>
<p>„Unsere Zeit, die scheinbar von schrecklichen Ungleichgewichten und Konflikten erschüttert wird, schreit in ihrem Innersten nach Frieden, nach einer neuen Erkenntnis des Menschen und seiner unantastbaren Würde, nach der Zivilisation der Liebe“, fuhr Leo fort.</p>
<p>Mit Blick auf die heilige Teresa ging er auf die innere Burg ein: „Wenn man von Raum zu Raum in ihren innersten Ort vordringt – das heißt, jeder zu seinem eigenen Herzen, dem Heiligtum der Wahrheit –, weitet sich der Raum, öffnet sich der Geist, lösen sich die Widersprüche auf, lösen sich die Spannungen, finden die anderen ihren Platz, wird das Universum zur Heimat. Es handelt sich nicht um eine introvertierte Flucht, sondern um eine radikale Öffnung für den totus Alius et semper Novus, die sich ereignet, wenn wir zu uns selbst zurückkehren. Diese Dimension des Menschen ist der Grund, warum die Religions- und Gewissensfreiheit geschützt werden muss.“</p>
<p>Heute scheine indes „die Versuchung, durch das Schüren von Polarisierungen an Popularität zu gewinnen, eher zu wachsen als abzunehmen; die Menschenwürde wird weiterhin verletzt. Deshalb brauchen wir Kultur, Innerlichkeit, eine freie und qualitativ hochwertige Bildung, wir brauchen Transzendenz. Und doch haben Männer und Frauen, die der Wahrheit treu geblieben sind, in diesen dunklen Nächten den Drang verspürt, Schritt für Schritt voranzuschreiten, bis sich im Gewissen Gerechtigkeit und Frieden miteinander verbinden. Von ihrer Freiheit lernen wir, frei zu sein.“</p>
<p>„Ich lade Sie alle ein, aus Liebe zur Wahrheit die spaltenden und polarisierenden Darstellungen Ihrer gesellschaftlichen Realität und ihrer Geschichte hinter sich zu lassen, um von fruchtlosen Vereinfachungen zu einer fruchtbaren Anerkennung ihrer Komplexität zu gelangen“, sagte Papst Leo den anwesenden Vertretern aus Politik, Gesellschaft und Diplomatie. „Ich sehe hier eine besondere Berufung für Europa, bei der Spanien eine grundlegende und wichtige Rolle spielt.“</p>
<p>„Die Vielschichtigkeit schätzen und ergründen, lernen, sie nicht zu leugnen und sie als Segen anzunehmen, jenen identitären Ansätzen entfliehen, die alles zu erklären scheinen, aber die Welt mit Gespenstern und Feinden bevölkern: Darin besteht die Aufgabe derer, die eine große Geschichte hinter sich haben“, mahnte der Papst, bevor er auf die „neuen Technologien“ einging. Diese seien „zu einem künstlichen Umfeld geworden, in dem unsere grundlegenden Wahlmöglichkeiten auf die Probe gestellt werden. In diesem Umfeld verschärfen sich Vorurteile, kritisches Denken wird geschwächt, und übermächtige Interessen säen tödliche Impulse. Andererseits kann das Gute Widerstand leisten und sich mitteilen.“</p>
<p>Neben Johannes vom Kreuz und Teresa von Ávila erwähnte Leo am Ende seiner Ansprache auch Ignatius von Loyola, den Gründer der Jesuiten. Er habe gezeigt, wie man „inmitten von Prüfungen und Misserfolgen alles neu bedenken“ könne. „Er erkannte, dass das Gute, zu dem er sich hingezogen fühlte, keine Utopie war, und so verwandelte sich seine Krise in Gnade. Das Gleiche kann mit den ‚Neuerungen‘ geschehen, die uns heute beunruhigen und über die unsere Empfindungen geteilt sind.“</p>
<p>„Majestäten, Königliche Hoheiten, meine Damen und Herren, ich danke Ihrem Land für seine Treue zum Völkerrecht und zum Multilateralismus, die sich in einem aktiven Engagement für den Frieden und die Solidarität unter den Völkern niederschlägt“, schloss der Pontifex. „Gleichzeitig ermutige ich Sie, auch in Ihrem Land den Dialog und die soziale Freundschaft zu pflegen, die Perspektiven der Armen und der Jugendlichen bei der Gestaltung der Zukunft zu berücksichtigen, die Forderungen nach Autonomie und Einheit in Einklang zu bringen und den Prozess der europäischen Einigung voranzutreiben – nicht im Gegensatz zu anderen Mächten, sondern als ein Geschenk für die ganze Menschheitsfamilie.“</p>
<p><em>EWTN überträgt alle öffentlichen Programmpunkte der Spanien-Reise von Papst Leo XIV. live im Fernsehen sowie online im Stream. Die Programmpunkte mit genauen Uhrzeiten sowie die entsprechenden Links für den Stream finden Sie <a href="https://ewtn.de/papst-leo-xiv-auf-reisen/">HIER</a>.</em></p>]]>
        </content:encoded>
                  <category>Deutschland</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Sat, 06 Jun 2026 13:20:00 +0200</pubDate>
        <enclosure length="49516" type="image/webp" url="https://de.catholicnewsagency.com/image/whatsapp-image-2026-06-06-at-06_1780744678.jpeg?w=640" />
        <media:content fileSize="49516" medium="image" type="image/webp"
                       url="https://de.catholicnewsagency.com/image/whatsapp-image-2026-06-06-at-06_1780744678.jpeg?w=640" />
        <media:thumbnail fileSize="8424" height="150" medium="image" type="image/webp"
                         url="https://de.catholicnewsagency.com/image/whatsapp-image-2026-06-06-at-06_1780744678.jpeg?w=150&amp;h=150" width="150" />
      </item>
          <item>
        <title>Papst Leo spricht im Flugzeug nach Madrid über Missbrauch, Fußball und Evangelisierung</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/24625/papst-leo-spricht-im-flugzeug-nach-madrid-uber-missbrauch-fussball-und-evangelisierung</link>
        <guid isPermaLink="true">https://de.catholicnewsagency.com/news/24625/papst-leo-spricht-im-flugzeug-nach-madrid-uber-missbrauch-fussball-und-evangelisierung</guid>
        <description>
          <![CDATA[<p>Papst Leo XIV. hat am Samstag an Bord des päpstlichen Flugzeugs auf dem Weg von Rom nach Madrid einige Fragen von Journalisten zu Missbrauch, zur Fußball-WM und zum Rapper Bad Bunny beantwortet.</p><p>
<strong>Missbrauch</strong>
</p>

<p>Der Pontifex bestätigte, dass er sich während seines Aufenthalts in Madrid mit Missbrauchsopfern treffen werde. Auf die Frage nach einer Untersuchung gegen einen spanischen Jesuiten, dem vorgeworfen wird, mehrere Kinder in Bolivien missbraucht zu haben, sagte er einem Journalisten auf Spanisch, es sei „unmöglich, sich mit allen [Opfern] zu treffen. Ich persönlich habe mich stets dafür eingesetzt, Kommissionen innerhalb der kirchlichen Strukturen einzurichten, und ich werde dies in der gesamten Kirche auch weiterhin tun, denn dies ist nach wie vor eine offene Wunde.“</p><p>
<strong>Fußball-Weltmeisterschaft 2026</strong>
</p>

<p>Auf die Frage, ob er die Vereinigten Staaten von Amerika bei der Fußball-WM in diesem Sommer unterstützen werde, antwortete Leo: „Ich werde die USA sicherlich unterstützen, auch wenn ich nicht sicher bin, wie viele Spiele ich sehen kann.“</p>
<p>Als ein anderer Journalist danach fragte, ob Leo für Real Madrid oder den FC Barcelona sei, antwortete der Papst: „Das ist einfach … der Papst ist für alle Mannschaften, aber Prevost ist [für] Real Madrid!“</p><p>
<strong>Junge Menschen und Bad Bunny</strong>
</p>

<p>Zum Thema Jugend und der Tatsache, dass sein Aufenthalt in Madrid mit einem Konzert des Rappers Bad Bunny aus Puerto Rico zusammenfällt, sagte Leo: „Ich freue mich sehr über die Berichte, die ich erhalte [über den Anstieg der Bekehrungszahlen].“</p>
<p>„Junge Menschen, die nach etwas mehr suchen […], erkennen, dass da eine Leere herrscht und es an Sinn fehlt, und vielleicht trägt mein Besuch dazu bei, etwas noch weiter zu wecken, das sie selbst noch nicht genau definieren können“, sagte er. „Wenn sie vor die Frage gestellt werden: Wollen sie Bad Bunny sehen oder wollen sie den Papst sehen, dann werden sich wohl viele für Bad Bunny entscheiden. Aber ich glaube, es werden auch einige hier sein, um den Papst zu sehen. Und das sagt doch etwas aus, wissen Sie.“</p><p>
<strong>Jesus Christus verkünden</strong>
</p>

<p>Zu Beginn seiner siebentägigen apostolischen Reise sagte der Papst, er sei „sehr glücklich, diese Reise zu unternehmen“.</p>
<p>„Ich war schon oft in Spanien, aber dies ist mein erster Besuch in dieser Funktion – eine apostolische Reise –, um diejenigen zu treffen, die stolz darauf sind, ihren Glauben zu feiern und die Botschaft Jesu Christi zu verkünden, während sie gleichzeitig auf alle, auf die gesamte Gesellschaft, zugehen, denn die Kirche hat eine Botschaft für jeden, wie Sie, glaube ich, sehr deutlich in der am 25. Mai veröffentlichten Enzyklika gesehen haben“, sagte er.</p>
<p>„In Spanien gibt es viele Katholiken“, fuhr er fort. „Vor allem möchte ich die jungen Menschen hier begrüßen. Nach dem, was mir gesagt wurde, scheint es, als würden viele junge Menschen voller Begeisterung dabei sein, und ich glaube, dass wir in diesem Sinne, indem wir gemeinsam die Freude am Glauben teilen, eine sehr positive Botschaft aussenden können, eine Botschaft, die, wo immer wir hingehen, sozusagen, wo wir ankommen, eine besondere Bedeutung hat – sei es in Madrid, Barcelona oder auf den Kanarischen Inseln –, aber alles im Namen des gelebten Glaubens und der Verkündigung dieser Botschaft von Gottes Liebe, von Nächstenliebe und von Respekt für jeden Menschen.“</p>
<p><em>EWTN überträgt alle öffentlichen Programmpunkte der Spanien-Reise von Papst Leo XIV. live im Fernsehen sowie online im Stream. Die Programmpunkte mit genauen Uhrzeiten sowie die entsprechenden Links für den Stream finden Sie <a href="https://ewtn.de/papst-leo-xiv-auf-reisen/">HIER</a>.</em></p>
<p><em>Übersetzt und redigiert aus dem Original von EWTN News, dem englischsprachigen Nachrichtenpartner von CNA Deutsch.</em></p>
<p> </p>]]>
        </description>
        <content:encoded>
          <![CDATA[<p>Papst Leo XIV. hat am Samstag an Bord des päpstlichen Flugzeugs auf dem Weg von Rom nach Madrid einige Fragen von Journalisten zu Missbrauch, zur Fußball-WM und zum Rapper Bad Bunny beantwortet.</p><p>
<strong>Missbrauch</strong>
</p>

<p>Der Pontifex bestätigte, dass er sich während seines Aufenthalts in Madrid mit Missbrauchsopfern treffen werde. Auf die Frage nach einer Untersuchung gegen einen spanischen Jesuiten, dem vorgeworfen wird, mehrere Kinder in Bolivien missbraucht zu haben, sagte er einem Journalisten auf Spanisch, es sei „unmöglich, sich mit allen [Opfern] zu treffen. Ich persönlich habe mich stets dafür eingesetzt, Kommissionen innerhalb der kirchlichen Strukturen einzurichten, und ich werde dies in der gesamten Kirche auch weiterhin tun, denn dies ist nach wie vor eine offene Wunde.“</p><p>
<strong>Fußball-Weltmeisterschaft 2026</strong>
</p>

<p>Auf die Frage, ob er die Vereinigten Staaten von Amerika bei der Fußball-WM in diesem Sommer unterstützen werde, antwortete Leo: „Ich werde die USA sicherlich unterstützen, auch wenn ich nicht sicher bin, wie viele Spiele ich sehen kann.“</p>
<p>Als ein anderer Journalist danach fragte, ob Leo für Real Madrid oder den FC Barcelona sei, antwortete der Papst: „Das ist einfach … der Papst ist für alle Mannschaften, aber Prevost ist [für] Real Madrid!“</p><p>
<strong>Junge Menschen und Bad Bunny</strong>
</p>

<p>Zum Thema Jugend und der Tatsache, dass sein Aufenthalt in Madrid mit einem Konzert des Rappers Bad Bunny aus Puerto Rico zusammenfällt, sagte Leo: „Ich freue mich sehr über die Berichte, die ich erhalte [über den Anstieg der Bekehrungszahlen].“</p>
<p>„Junge Menschen, die nach etwas mehr suchen […], erkennen, dass da eine Leere herrscht und es an Sinn fehlt, und vielleicht trägt mein Besuch dazu bei, etwas noch weiter zu wecken, das sie selbst noch nicht genau definieren können“, sagte er. „Wenn sie vor die Frage gestellt werden: Wollen sie Bad Bunny sehen oder wollen sie den Papst sehen, dann werden sich wohl viele für Bad Bunny entscheiden. Aber ich glaube, es werden auch einige hier sein, um den Papst zu sehen. Und das sagt doch etwas aus, wissen Sie.“</p><p>
<strong>Jesus Christus verkünden</strong>
</p>

<p>Zu Beginn seiner siebentägigen apostolischen Reise sagte der Papst, er sei „sehr glücklich, diese Reise zu unternehmen“.</p>
<p>„Ich war schon oft in Spanien, aber dies ist mein erster Besuch in dieser Funktion – eine apostolische Reise –, um diejenigen zu treffen, die stolz darauf sind, ihren Glauben zu feiern und die Botschaft Jesu Christi zu verkünden, während sie gleichzeitig auf alle, auf die gesamte Gesellschaft, zugehen, denn die Kirche hat eine Botschaft für jeden, wie Sie, glaube ich, sehr deutlich in der am 25. Mai veröffentlichten Enzyklika gesehen haben“, sagte er.</p>
<p>„In Spanien gibt es viele Katholiken“, fuhr er fort. „Vor allem möchte ich die jungen Menschen hier begrüßen. Nach dem, was mir gesagt wurde, scheint es, als würden viele junge Menschen voller Begeisterung dabei sein, und ich glaube, dass wir in diesem Sinne, indem wir gemeinsam die Freude am Glauben teilen, eine sehr positive Botschaft aussenden können, eine Botschaft, die, wo immer wir hingehen, sozusagen, wo wir ankommen, eine besondere Bedeutung hat – sei es in Madrid, Barcelona oder auf den Kanarischen Inseln –, aber alles im Namen des gelebten Glaubens und der Verkündigung dieser Botschaft von Gottes Liebe, von Nächstenliebe und von Respekt für jeden Menschen.“</p>
<p><em>EWTN überträgt alle öffentlichen Programmpunkte der Spanien-Reise von Papst Leo XIV. live im Fernsehen sowie online im Stream. Die Programmpunkte mit genauen Uhrzeiten sowie die entsprechenden Links für den Stream finden Sie <a href="https://ewtn.de/papst-leo-xiv-auf-reisen/">HIER</a>.</em></p>
<p><em>Übersetzt und redigiert aus dem Original von EWTN News, dem englischsprachigen Nachrichtenpartner von CNA Deutsch.</em></p>
<p> </p>]]>
        </content:encoded>
                  <category>Spanien</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[EWTN News ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Sat, 06 Jun 2026 12:30:00 +0200</pubDate>
        <enclosure length="50250" type="image/webp" url="https://de.catholicnewsagency.com/image/_sim7924_1_1780741266.JPG?w=640" />
        <media:content fileSize="50250" medium="image" type="image/webp"
                       url="https://de.catholicnewsagency.com/image/_sim7924_1_1780741266.JPG?w=640" />
        <media:thumbnail fileSize="8006" height="150" medium="image" type="image/webp"
                         url="https://de.catholicnewsagency.com/image/_sim7924_1_1780741266.JPG?w=150&amp;h=150" width="150" />
      </item>
          <item>
        <title>Papst Leo beginnt siebentägige Reise nach Spanien</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/24611/papst-leo-beginnt-siebentagige-reise-nach-spanien</link>
        <guid isPermaLink="true">https://de.catholicnewsagency.com/news/24611/papst-leo-beginnt-siebentagige-reise-nach-spanien</guid>
        <description>
          <![CDATA[<p>Papst Leo XIV. beginnt am heutigen Samstag seine Reise nach Spanien, die bis zum 12. Juni dauert und ihn zunächst nach Madrid führt. Es handelt sich – nach einem Kurzbesuch in Monaco – um die erste große Reise innerhalb Europas.</p>
<p>Die erste offizielle Begrüßung am Flughafen von Madrid ist für 10:30 Uhr am heutigen Samstag vorgesehen. Im Königlichen Schloss von Madrid findet dann eine Stunde später eine weitere Willkommenszeremonie statt, gefolgt von einer Begegnung mit König Felipe VI. und Königin Letizia. Um 12:30 Uhr spricht Papst Leo vor Vertretern aus Politik, Gesellschaft und Diplomatie.</p>
<p>Um 18 Uhr besucht Leo ein Projekt für Obdachlose und wendet sich mit einem Grußwort an die Menschen dort. Um 20:30 Uhr findet dann noch eine Gebetsvigil mit jungen Menschen statt, an die sich der Pontifex ebenfalls in einer Ansprache wendet.</p>
<p>Der Sonntag ist geprägt von einer Messe um zehn Uhr, samt Predigt und Fronleichnamsprozession. Anders als im deutschsprachigen Raum, wo Fronleichnam häufig am Tag selbst gefeiert wird, verlegen die Bischöfe anderer Länder die Feierlichkeiten auf den nachfolgenden Sonntag.</p>
<div>
<div>Um 16:30 Uhr geht es für Papst Leo weiter mit einem privaten Treffen mit Augustinern, also jener Ordensgemeinschaft, der er selbst angehört. Um 18 Uhr folgt eine Begegnung mit einem Netzwerk der Bereiche Kultur, Kunst, Wirtschaft und Sport.</div>
</div>
<p>Am 8. Juni will sich Papst Leo XIV. mit dem sozialistischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez treffen. Um 10:30 Uhr spricht der Pontifex dann vor dem spanischen Parlament, bevor er sich eine Stunde später bereits mit den spanischen Bischöfen trifft und auch in diesem Zusammenhang eine Ansprache hält.</p>
<p>In der imposanten Almudena-Kathedrale von Madrid nimmt Leo um 18 Uhr an einem Gebet teil und hält eine Ansprache. Darauf folgt um 19 Uhr ein Treffen mit den Katholiken von Madrid im berühmten Bernabéu, dem Stadion von Real Madrid.</p>
<p>Am Dienstag trifft Papst Leo um 10:20 Uhr auf Freiwillige, bevor er von Madrid per Flugzeug nach Barcelona weiterreist. Um 13 Uhr will er sich in der dortigen Kathedrale an einem Mittagsgebet beteiligen und predigen. Wie am ersten Tag in Madrid, so schließt auch der erste Tag in Barcelona mit einer Gebetsvigil um 20 Uhr.</p>
<p>Ein Gefängnisbesuch um 10:50 Uhr läutet das öffentliche Programm des Papstes am Mittwoch ein. Dann begibt sich Leo zur spektakulär im Gebirge gelegenen Benediktinerabtei Santa Maria de Montserrat, wo er um zwölf Uhr mit den Mönchen den Rosenkranz betet und dann zu Mittag isst.</p>
<p>Um 16:30 Uhr, zurück in Barcelona, trifft sich der Pontifex mit Wohltätigkeitsorganisationen der Erzdiözese und feiert schließlich um 19:30 Uhr in der Basilika Sagrada Família eine Messe. Die Kirche wurde vom Architekten Antoni Gaudí geplant, für den ein Seligsprechungsverfahren schon weit fortgeschritten ist. Nach inzwischen fast 150 Jahren nähert sich das Gotteshaus der Fertigstellung.</p>
<p>Am 11. Juni, dem vorletzten Tag der Reise, fliegt Leo morgens von Barcelona nach Las Palmas de Gran Canaria, die größte Stadt auf den Kanarischen Inseln vor der Küste von Marokko. Um 11:40 Uhr steht eine Begegnung mit Organisationen auf dem Programm, die sich um Migranten kümmern. Für 13:30 Uhr ist eine Begegnung mit Bischöfen, Priestern, Diakonen und Ordensleuten sowie Seminaristen und anderweitig in der Seelsorge tätigen Personen vorgesehen. Schließlich feiert der Papst um 18:30 Uhr eine Messe im Estadio de Gran Canaria.</p>
<p>Am Morgen des 12. Juni geht es von Gran Canaria auf eine weitere Kanarische Insel, nämlich nach Teneriffa. Dort trifft Papst Leo sich um 9:30 Uhr mit Migranten. Wenig später folgt, wie auf Gran Canaria, ein Treffen mit Organisationen, die sich um die Integration von Migranten kümmern. Zuletzt feiert der Pontifex um 12:15 Uhr im Hafengebiet von Santa Cruz de Tenerife eine Messe, bevor er sich um 14:30 Uhr aus spanischem Gebiet verabschiedet und abends wieder in Rom landet.</p>
<p><em>EWTN überträgt alle öffentlichen Programmpunkte der Spanien-Reise von Papst Leo XIV. live im Fernsehen sowie online im Stream. Die Programmpunkte mit genauen Uhrzeiten sowie die entsprechenden Links für den Stream finden Sie <a href="https://ewtn.de/papst-leo-xiv-auf-reisen/">HIER</a>.</em></p>]]>
        </description>
        <content:encoded>
          <![CDATA[<p>Papst Leo XIV. beginnt am heutigen Samstag seine Reise nach Spanien, die bis zum 12. Juni dauert und ihn zunächst nach Madrid führt. Es handelt sich – nach einem Kurzbesuch in Monaco – um die erste große Reise innerhalb Europas.</p>
<p>Die erste offizielle Begrüßung am Flughafen von Madrid ist für 10:30 Uhr am heutigen Samstag vorgesehen. Im Königlichen Schloss von Madrid findet dann eine Stunde später eine weitere Willkommenszeremonie statt, gefolgt von einer Begegnung mit König Felipe VI. und Königin Letizia. Um 12:30 Uhr spricht Papst Leo vor Vertretern aus Politik, Gesellschaft und Diplomatie.</p>
<p>Um 18 Uhr besucht Leo ein Projekt für Obdachlose und wendet sich mit einem Grußwort an die Menschen dort. Um 20:30 Uhr findet dann noch eine Gebetsvigil mit jungen Menschen statt, an die sich der Pontifex ebenfalls in einer Ansprache wendet.</p>
<p>Der Sonntag ist geprägt von einer Messe um zehn Uhr, samt Predigt und Fronleichnamsprozession. Anders als im deutschsprachigen Raum, wo Fronleichnam häufig am Tag selbst gefeiert wird, verlegen die Bischöfe anderer Länder die Feierlichkeiten auf den nachfolgenden Sonntag.</p>
<div>
<div>Um 16:30 Uhr geht es für Papst Leo weiter mit einem privaten Treffen mit Augustinern, also jener Ordensgemeinschaft, der er selbst angehört. Um 18 Uhr folgt eine Begegnung mit einem Netzwerk der Bereiche Kultur, Kunst, Wirtschaft und Sport.</div>
</div>
<p>Am 8. Juni will sich Papst Leo XIV. mit dem sozialistischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez treffen. Um 10:30 Uhr spricht der Pontifex dann vor dem spanischen Parlament, bevor er sich eine Stunde später bereits mit den spanischen Bischöfen trifft und auch in diesem Zusammenhang eine Ansprache hält.</p>
<p>In der imposanten Almudena-Kathedrale von Madrid nimmt Leo um 18 Uhr an einem Gebet teil und hält eine Ansprache. Darauf folgt um 19 Uhr ein Treffen mit den Katholiken von Madrid im berühmten Bernabéu, dem Stadion von Real Madrid.</p>
<p>Am Dienstag trifft Papst Leo um 10:20 Uhr auf Freiwillige, bevor er von Madrid per Flugzeug nach Barcelona weiterreist. Um 13 Uhr will er sich in der dortigen Kathedrale an einem Mittagsgebet beteiligen und predigen. Wie am ersten Tag in Madrid, so schließt auch der erste Tag in Barcelona mit einer Gebetsvigil um 20 Uhr.</p>
<p>Ein Gefängnisbesuch um 10:50 Uhr läutet das öffentliche Programm des Papstes am Mittwoch ein. Dann begibt sich Leo zur spektakulär im Gebirge gelegenen Benediktinerabtei Santa Maria de Montserrat, wo er um zwölf Uhr mit den Mönchen den Rosenkranz betet und dann zu Mittag isst.</p>
<p>Um 16:30 Uhr, zurück in Barcelona, trifft sich der Pontifex mit Wohltätigkeitsorganisationen der Erzdiözese und feiert schließlich um 19:30 Uhr in der Basilika Sagrada Família eine Messe. Die Kirche wurde vom Architekten Antoni Gaudí geplant, für den ein Seligsprechungsverfahren schon weit fortgeschritten ist. Nach inzwischen fast 150 Jahren nähert sich das Gotteshaus der Fertigstellung.</p>
<p>Am 11. Juni, dem vorletzten Tag der Reise, fliegt Leo morgens von Barcelona nach Las Palmas de Gran Canaria, die größte Stadt auf den Kanarischen Inseln vor der Küste von Marokko. Um 11:40 Uhr steht eine Begegnung mit Organisationen auf dem Programm, die sich um Migranten kümmern. Für 13:30 Uhr ist eine Begegnung mit Bischöfen, Priestern, Diakonen und Ordensleuten sowie Seminaristen und anderweitig in der Seelsorge tätigen Personen vorgesehen. Schließlich feiert der Papst um 18:30 Uhr eine Messe im Estadio de Gran Canaria.</p>
<p>Am Morgen des 12. Juni geht es von Gran Canaria auf eine weitere Kanarische Insel, nämlich nach Teneriffa. Dort trifft Papst Leo sich um 9:30 Uhr mit Migranten. Wenig später folgt, wie auf Gran Canaria, ein Treffen mit Organisationen, die sich um die Integration von Migranten kümmern. Zuletzt feiert der Pontifex um 12:15 Uhr im Hafengebiet von Santa Cruz de Tenerife eine Messe, bevor er sich um 14:30 Uhr aus spanischem Gebiet verabschiedet und abends wieder in Rom landet.</p>
<p><em>EWTN überträgt alle öffentlichen Programmpunkte der Spanien-Reise von Papst Leo XIV. live im Fernsehen sowie online im Stream. Die Programmpunkte mit genauen Uhrzeiten sowie die entsprechenden Links für den Stream finden Sie <a href="https://ewtn.de/papst-leo-xiv-auf-reisen/">HIER</a>.</em></p>]]>
        </content:encoded>
                  <category>Vatikanstadt</category>
                                  <category>Vatikan</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Sat, 06 Jun 2026 08:00:00 +0200</pubDate>
        <enclosure length="44956" type="image/webp" url="https://de.catholicnewsagency.com/image/_ris7381_1780519971.JPG?w=640" />
        <media:content fileSize="44956" medium="image" type="image/webp"
                       url="https://de.catholicnewsagency.com/image/_ris7381_1780519971.JPG?w=640" />
        <media:thumbnail fileSize="7796" height="150" medium="image" type="image/webp"
                         url="https://de.catholicnewsagency.com/image/_ris7381_1780519971.JPG?w=150&amp;h=150" width="150" />
      </item>
          <item>
        <title>Die Sprache des Leibes und die Offenheit für Nachkommen</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/24603/die-sprache-des-leibes-und-die-offenheit-fur-nachkommen</link>
        <guid isPermaLink="true">https://de.catholicnewsagency.com/news/24603/die-sprache-des-leibes-und-die-offenheit-fur-nachkommen</guid>
        <description>
          <![CDATA[]]>
        </description>
        <content:encoded>
          <![CDATA[]]>
        </content:encoded>
                  <category>Afghanistan</category>
                          <category>Kabul</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Sat, 06 Jun 2026 07:00:00 +0200</pubDate>
        <enclosure length="38252" type="image/webp" url="https://de.catholicnewsagency.com/image/jp2-3_1669158430.jpg?w=640" />
        <media:content fileSize="38252" medium="image" type="image/webp"
                       url="https://de.catholicnewsagency.com/image/jp2-3_1669158430.jpg?w=640" />
        <media:thumbnail fileSize="6084" height="150" medium="image" type="image/webp"
                         url="https://de.catholicnewsagency.com/image/jp2-3_1669158430.jpg?w=150&amp;h=150" width="150" />
      </item>
          <item>
        <title>Vatikanvertreter bei UN in Genf zieht rote Linien gegen Organhandel</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/24613/vatikanvertreter-bei-un-in-genf-zieht-rote-linien-gegen-organhandel</link>
        <guid isPermaLink="true">https://de.catholicnewsagency.com/news/24613/vatikanvertreter-bei-un-in-genf-zieht-rote-linien-gegen-organhandel</guid>
        <description>
          <![CDATA[]]>
        </description>
        <content:encoded>
          <![CDATA[]]>
        </content:encoded>
                  <category>Afghanistan</category>
                          <category>Kabul</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Fri, 05 Jun 2026 15:30:00 +0200</pubDate>
        <enclosure length="73534" type="image/webp" url="https://de.catholicnewsagency.com/image/berichtausgenf-20260605_1780520284.jpg?w=640" />
        <media:content fileSize="73534" medium="image" type="image/webp"
                       url="https://de.catholicnewsagency.com/image/berichtausgenf-20260605_1780520284.jpg?w=640" />
        <media:thumbnail fileSize="8094" height="150" medium="image" type="image/webp"
                         url="https://de.catholicnewsagency.com/image/berichtausgenf-20260605_1780520284.jpg?w=150&amp;h=150" width="150" />
      </item>
          <item>
        <title>„Wir alle sind Repräsentanten Christi“: Bischof Meier predigt zu Fronleichnam</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/24621/wir-alle-sind-reprasentanten-christi-bischof-meier-predigt-zu-fronleichnam</link>
        <guid isPermaLink="true">https://de.catholicnewsagency.com/news/24621/wir-alle-sind-reprasentanten-christi-bischof-meier-predigt-zu-fronleichnam</guid>
        <description>
          <![CDATA[<p style="text-align:left;">Zu Fronleichnam hat der Augsburger Bischof Bertram Meier erklärt: „Wir alle sind Repräsentanten Christi. Wir vertreten Christus – freilich auf je eigene Weise: Frauen und Männer, Ordenschristinnen und Christen, nicht zu vergessen die Priester und Bischöfe sakramental am Altar, wenn sie ‚in persona Christi capitis‘ handeln, im Namen Christi des Hauptes seiner Gemeinde.“</p>
<p style="text-align:left;"><a href="https://bistum-augsburg.de/Nachrichten/Fronleichnam-Die-Eucharistie-fordert-zur-Entscheidung-heraus-_id_0">Dabei unterstrich der Bischof</a>, dass die sakramentale Weihe „keinen Automatismus“ schaffe: „Um Christus zu repräsentieren, brauchen wir nicht nur ein Dokument, sondern auch den Ausweis der Glaubwürdigkeit: ‚Unverkennbar seid ihr ein Brief Christi, geschrieben nicht mit Tinte, sondern durch das Wirken des lebendigen Gottes.‘“</p>
<p style="text-align:left;">„Gerade heute wird klar: Die Repräsentanz Christi braucht Transparenz und Konsequenz“, ermahnte Meier die Gläubigen. „Das ist die Nagelprobe für unsere Nachfolge. Nur so sind wir Christi Visitenkarten – und jeder, der uns trifft, soll spüren, dass er eine gute Adresse hat.“</p>
<p style="text-align:left;">„Ein anderer Christus für die Menschen sein, das bedeutet: Vom Geist Gottes beseelt, sich der Vollmacht der Kinder Gottes kraft ihrer Salbung und Sendung durch Taufe und Firmung bewusst sein“, sagte er. „Und davon untrennbar: im Geiste Jesu Christi den anderen Liebe zu erweisen, Liebe bis zur Vollendung.“</p>
<p style="text-align:left;">Es bedeute aber auch, „Denken, Reden und Tun auf das ewige Ziel auszurichten. So wichtig die irdischen Dinge sind, so notwendig unser Engagement für Kirche und Welt auch sein mag, haben wir tatsächlich immer auch das im Blick, was wir als das ewige Heil bezeichnen, den Himmel? Heute feiern wir das Brot vom Himmel – in der kleinen Hostie!“</p>
<p style="text-align:left;">Über die Bedeutung von Fronleichnam berichtet das Erzbistum Köln – wo zwischen 1264 und 1278 die erste Fronleichnamsprozession in Deutschland stattfand – <a href="https://www.erzbistum-koeln.de/presse_und_medien/magazin/Feiertag-Fronleichnam-Bedeutung-des-Festes-und-der-Prozession/">auf seiner Internetseite</a>: „Das Wort ‚Fronleichnam‘ leitet sich vom mittelhochdeutschen ‚vrône lîcham‘ für ‚des Herren Leib‘ ab.“</p>
<p style="text-align:left;">„Fronleichnam steht in enger Verbindung zum Gründonnerstag“, so das Erzbistum weiter. „An Fronleichnam, liturgisch das ‚Hochfest des Leibes und Blutes Christi‘ genannt, feiert die katholische Kirche die Einsetzung der Eucharistie, also der Wandlung von Brot und Wein in Leib und Blut Jesu.“</p>
<p style="text-align:left;">„Am Gründonnerstag setzt Jesus Christus die Eucharistie ein, wenn er seinen Leib und sein Blut als Brot und Wein zur Speise gibt“, heißt es außerdem. „Dieses Zeichen im Sakrament der Eucharistie ist ein sehr großes Zeichen der Nähe Gottes. Das müsste man eigentlich festlich feiern. Die Stille der Karwoche passt aber nicht zu feierlichen Gottesdiensten und Prozessionen. Darum wird das Ereignis an Fronleichnam nachgefeiert.“</p>
<p style="text-align:left;">Bischof Meier betonte am Ende seiner Predigt, Jesus belasse es „nicht dabei, die Massen mit Brot zu versorgen. Er nimmt vielmehr den Hunger der Menschen zum Anlass, um ihren Hunger nach dem ewigen Leben zu wecken. Der göttliche Pädagoge speist Tausende, um sie auf das lebendige Brot hinzuweisen, das vom Himmel gekommen ist, sein Fleisch, das er hingibt für das Leben der Welt.“</p>]]>
        </description>
        <content:encoded>
          <![CDATA[<p style="text-align:left;">Zu Fronleichnam hat der Augsburger Bischof Bertram Meier erklärt: „Wir alle sind Repräsentanten Christi. Wir vertreten Christus – freilich auf je eigene Weise: Frauen und Männer, Ordenschristinnen und Christen, nicht zu vergessen die Priester und Bischöfe sakramental am Altar, wenn sie ‚in persona Christi capitis‘ handeln, im Namen Christi des Hauptes seiner Gemeinde.“</p>
<p style="text-align:left;"><a href="https://bistum-augsburg.de/Nachrichten/Fronleichnam-Die-Eucharistie-fordert-zur-Entscheidung-heraus-_id_0">Dabei unterstrich der Bischof</a>, dass die sakramentale Weihe „keinen Automatismus“ schaffe: „Um Christus zu repräsentieren, brauchen wir nicht nur ein Dokument, sondern auch den Ausweis der Glaubwürdigkeit: ‚Unverkennbar seid ihr ein Brief Christi, geschrieben nicht mit Tinte, sondern durch das Wirken des lebendigen Gottes.‘“</p>
<p style="text-align:left;">„Gerade heute wird klar: Die Repräsentanz Christi braucht Transparenz und Konsequenz“, ermahnte Meier die Gläubigen. „Das ist die Nagelprobe für unsere Nachfolge. Nur so sind wir Christi Visitenkarten – und jeder, der uns trifft, soll spüren, dass er eine gute Adresse hat.“</p>
<p style="text-align:left;">„Ein anderer Christus für die Menschen sein, das bedeutet: Vom Geist Gottes beseelt, sich der Vollmacht der Kinder Gottes kraft ihrer Salbung und Sendung durch Taufe und Firmung bewusst sein“, sagte er. „Und davon untrennbar: im Geiste Jesu Christi den anderen Liebe zu erweisen, Liebe bis zur Vollendung.“</p>
<p style="text-align:left;">Es bedeute aber auch, „Denken, Reden und Tun auf das ewige Ziel auszurichten. So wichtig die irdischen Dinge sind, so notwendig unser Engagement für Kirche und Welt auch sein mag, haben wir tatsächlich immer auch das im Blick, was wir als das ewige Heil bezeichnen, den Himmel? Heute feiern wir das Brot vom Himmel – in der kleinen Hostie!“</p>
<p style="text-align:left;">Über die Bedeutung von Fronleichnam berichtet das Erzbistum Köln – wo zwischen 1264 und 1278 die erste Fronleichnamsprozession in Deutschland stattfand – <a href="https://www.erzbistum-koeln.de/presse_und_medien/magazin/Feiertag-Fronleichnam-Bedeutung-des-Festes-und-der-Prozession/">auf seiner Internetseite</a>: „Das Wort ‚Fronleichnam‘ leitet sich vom mittelhochdeutschen ‚vrône lîcham‘ für ‚des Herren Leib‘ ab.“</p>
<p style="text-align:left;">„Fronleichnam steht in enger Verbindung zum Gründonnerstag“, so das Erzbistum weiter. „An Fronleichnam, liturgisch das ‚Hochfest des Leibes und Blutes Christi‘ genannt, feiert die katholische Kirche die Einsetzung der Eucharistie, also der Wandlung von Brot und Wein in Leib und Blut Jesu.“</p>
<p style="text-align:left;">„Am Gründonnerstag setzt Jesus Christus die Eucharistie ein, wenn er seinen Leib und sein Blut als Brot und Wein zur Speise gibt“, heißt es außerdem. „Dieses Zeichen im Sakrament der Eucharistie ist ein sehr großes Zeichen der Nähe Gottes. Das müsste man eigentlich festlich feiern. Die Stille der Karwoche passt aber nicht zu feierlichen Gottesdiensten und Prozessionen. Darum wird das Ereignis an Fronleichnam nachgefeiert.“</p>
<p style="text-align:left;">Bischof Meier betonte am Ende seiner Predigt, Jesus belasse es „nicht dabei, die Massen mit Brot zu versorgen. Er nimmt vielmehr den Hunger der Menschen zum Anlass, um ihren Hunger nach dem ewigen Leben zu wecken. Der göttliche Pädagoge speist Tausende, um sie auf das lebendige Brot hinzuweisen, das vom Himmel gekommen ist, sein Fleisch, das er hingibt für das Leben der Welt.“</p>]]>
        </content:encoded>
                  <category>Deutschland</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Fri, 05 Jun 2026 14:15:00 +0200</pubDate>
        <enclosure length="76460" type="image/webp" url="https://de.catholicnewsagency.com/image/meier-fronleichnam_1780605164.jpg?w=640" />
        <media:content fileSize="76460" medium="image" type="image/webp"
                       url="https://de.catholicnewsagency.com/image/meier-fronleichnam_1780605164.jpg?w=640" />
        <media:thumbnail fileSize="9682" height="150" medium="image" type="image/webp"
                         url="https://de.catholicnewsagency.com/image/meier-fronleichnam_1780605164.jpg?w=150&amp;h=150" width="150" />
      </item>
          <item>
        <title>Wiener Erzbischof Grünwidl fordert zu Fronleichnam „Orientierung an der Wahrheit“</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/24619/wiener-erzbischof-grunwidl-fordert-zu-fronleichnam-orientierung-an-der-wahrheit</link>
        <guid isPermaLink="true">https://de.catholicnewsagency.com/news/24619/wiener-erzbischof-grunwidl-fordert-zu-fronleichnam-orientierung-an-der-wahrheit</guid>
        <description>
          <![CDATA[<p style="text-align:left;">Zum ersten Mal hat Josef Grünwidl am Donnerstag als Erzbischof von Wien das Hochfest Fronleichnam gefeiert. In seiner Predigt auf dem Michaelerplatz, die laut Erzbistum „traditionsgemäß an alle Menschen der Stadt gerichtet ist“, ging er auf die Enzyklika <em>Magnifica humanitas</em> ein, die Papst Leo XIV. Ende Mai zum Thema Künstliche Intelligenz veröffentlicht hatte.</p>
<p style="text-align:left;">Grünwidl mahnte an, man solle die Technik nicht verteufeln. Für eine gute Zukunft brauche es aber „mehr als Unmengen an Datenvolumen, mehr als künstliche und auch menschliche Intelligenz: Wir brauchen Weisheit.“</p>
<p style="text-align:left;">„Nicht Technologien, die Desinformation, Manipulation und damit auch Konflikte begünstigen, sondern Orientierung an der Wahrheit“, fuhr er fort. „Nicht Waffen, die noch autonomer und effizienter zerstören und töten, sondern Werkzeuge und Technologien, die unsere Welt friedlicher und gerechter machen.“</p>
<p style="text-align:left;">Es brauche auch keine „Größenwahnsinnigen, die sich wie Götter gebärden, sondern Menschen, die das Du, Wir und Unser über das Ich, Mich und Meins stellen“.</p>
<p style="text-align:left;">„Wissen und Bildung allein“ seien in diesem Kontext nicht ausreichend, zeigte sich der Erzbischof überzeugt. Vielmehr seien „Gewissen und Herzensbildung […] gefragt“.</p>
<p style="text-align:left;">„Oft ist das Kleine das Wichtige und Entscheidende, das Wesentliche und Notwendende“, sagte Grünwidl. „Wichtiger als digitale Technik bleibt menschliche Nähe. Wesentlicher als globale Vernetzung bleibt der persönliche Kontakt.“</p>
<p style="text-align:left;">In seiner Predigt verwies der Erzbischof außerdem auf das Wort Jesu: „Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, könnt ihr nicht in das Himmelreich gelangen.“</p>
<p style="text-align:left;">Jesus habe also ein Kind in den Mittelpunkt gestellt, „das heißt, einen kleinen Menschen, der uns Erwachsene von unten anschaut, schutzbedürftig. Ein Mensch, der noch wachsen, lernen und reifen muss.“</p>]]>
        </description>
        <content:encoded>
          <![CDATA[<p style="text-align:left;">Zum ersten Mal hat Josef Grünwidl am Donnerstag als Erzbischof von Wien das Hochfest Fronleichnam gefeiert. In seiner Predigt auf dem Michaelerplatz, die laut Erzbistum „traditionsgemäß an alle Menschen der Stadt gerichtet ist“, ging er auf die Enzyklika <em>Magnifica humanitas</em> ein, die Papst Leo XIV. Ende Mai zum Thema Künstliche Intelligenz veröffentlicht hatte.</p>
<p style="text-align:left;">Grünwidl mahnte an, man solle die Technik nicht verteufeln. Für eine gute Zukunft brauche es aber „mehr als Unmengen an Datenvolumen, mehr als künstliche und auch menschliche Intelligenz: Wir brauchen Weisheit.“</p>
<p style="text-align:left;">„Nicht Technologien, die Desinformation, Manipulation und damit auch Konflikte begünstigen, sondern Orientierung an der Wahrheit“, fuhr er fort. „Nicht Waffen, die noch autonomer und effizienter zerstören und töten, sondern Werkzeuge und Technologien, die unsere Welt friedlicher und gerechter machen.“</p>
<p style="text-align:left;">Es brauche auch keine „Größenwahnsinnigen, die sich wie Götter gebärden, sondern Menschen, die das Du, Wir und Unser über das Ich, Mich und Meins stellen“.</p>
<p style="text-align:left;">„Wissen und Bildung allein“ seien in diesem Kontext nicht ausreichend, zeigte sich der Erzbischof überzeugt. Vielmehr seien „Gewissen und Herzensbildung […] gefragt“.</p>
<p style="text-align:left;">„Oft ist das Kleine das Wichtige und Entscheidende, das Wesentliche und Notwendende“, sagte Grünwidl. „Wichtiger als digitale Technik bleibt menschliche Nähe. Wesentlicher als globale Vernetzung bleibt der persönliche Kontakt.“</p>
<p style="text-align:left;">In seiner Predigt verwies der Erzbischof außerdem auf das Wort Jesu: „Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, könnt ihr nicht in das Himmelreich gelangen.“</p>
<p style="text-align:left;">Jesus habe also ein Kind in den Mittelpunkt gestellt, „das heißt, einen kleinen Menschen, der uns Erwachsene von unten anschaut, schutzbedürftig. Ein Mensch, der noch wachsen, lernen und reifen muss.“</p>]]>
        </content:encoded>
                  <category>Österreich</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Fri, 05 Jun 2026 13:00:00 +0200</pubDate>
        <enclosure length="31072" type="image/webp" url="https://de.catholicnewsagency.com/image/hk9a0497_1780604990.jpg?w=640" />
        <media:content fileSize="31072" medium="image" type="image/webp"
                       url="https://de.catholicnewsagency.com/image/hk9a0497_1780604990.jpg?w=640" />
        <media:thumbnail fileSize="5866" height="150" medium="image" type="image/webp"
                         url="https://de.catholicnewsagency.com/image/hk9a0497_1780604990.jpg?w=150&amp;h=150" width="150" />
      </item>
          <item>
        <title>Manfred Lütz: Eintritt für Kölner Dom ist „Schritt der Verabschiedung des Christentums“</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/24617/manfred-lutz-eintritt-fur-kolner-dom-ist-schritt-der-verabschiedung-des-christentums</link>
        <guid isPermaLink="true">https://de.catholicnewsagency.com/news/24617/manfred-lutz-eintritt-fur-kolner-dom-ist-schritt-der-verabschiedung-des-christentums</guid>
        <description>
          <![CDATA[<p style="text-align:left;">Der bekannte Psychiater und Theologe Manfred Lütz hat erklärt, für ihn sei die Erhebung von Besichtigungsgebühren für den Kölner Dom „eigentlich ein Schritt der Verabschiedung des Christentums aus der deutschen Öffentlichkeit“.</p>
<p style="text-align:left;">„Der Kölner Dom hat ja auch einen symbolischen Charakter“, betonte Lütz am Mittwoch im <a href="https://www.deutschlandfunk.de/gefahr-der-musealisierung-theologe-manfred-luetz-ueber-eintritt-fuer-koelner-dom-100.html">Deutschlandfunk</a>. „Die Kirche musealisiert sich – und ich denke jetzt auch mal an Lösungen: Ich hoffe, dass es durchaus auch Proteste gibt von Menschen, die sich den Dom nicht nehmen lassen wollen. Und vielleicht auch eine Lösung, dass der Staat sich beteiligt an diesen Kosten.“</p>
<p style="text-align:left;">Bereits im März hatte das Kölner Metropolitankapital <a href="https://www.koelner-dom.de/aktuelles/metropolitankapitel-stellt-domfinanzierung-auf-neue-grundlage-1">angekündigt</a>, in Zukunft für den Besuch des Kölner Doms Geld zu verlangen, weil der Unterhalt teurer werde. Damals wurden noch keine konkreten Preise genannt.</p>
<p style="text-align:left;">Am Montag hieß es <a href="https://www.koelner-dom.de/aktuelles/domkapitel-erlaeutert-details-zum-neuen-besichtigungskonzept">auf der Internetseite des Kölner Doms</a> dann, die „reguläre Höhe der Besichtigungsgebühr“ sei vom Metropolitankapitel – was einem <a href="https://de.catholicnewsagency.com/news/24609/kolner-dompropst-assmann-verteidigt-besichtigungsgebuhr-fur-weltberuhmte-kathedrale">Domkapitel</a> entspricht – auf zwölf Euro festgelegt worden. Bis zum Alter von 13 Jahren können Kinder kostenlos in den Dom, und ab 14 Jahren gilt für Schüler, Studenten und Personen, die eine Ausbildung machen, ein ermäßigter Preis von sechs Euro.</p>
<p style="text-align:left;">Lütz betonte, er könne verstehen, wie man zu der Entscheidung gekommen sei, Eintrittsgelder zu erheben: „Der Dom kostet wahnsinnig viel Geld und das Domkapitel hat hin und her überlegt. Und die sind dann zu dem Ergebnis gekommen: Man kann das nicht anders lösen.“</p>
<p style="text-align:left;">„Aber ich fürchte, dass sie nicht wirklich die Konsequenzen richtig bedacht haben“, fuhr er fort. „Ich kenne viele Atheisten, die in den Kölner Dom gehen. Sie glauben zwar nicht an Gott, aber um da etwas zu erleben, was etwas Religiöses ist. Und ich glaube, dieser Dom ist ja ein Glaubensbekenntnis. Wenn man da reingeht, kann man, glaube ich, zum Glauben kommen.“</p>
<p style="text-align:left;">Lütz sprach über „eine Kirche, die sagt, wir müssen evangelisieren, wir müssen nach außen gehen, wir müssen das Christentum wieder unter die Menschen bringen und uns nicht zurückziehen auf so eine kleine Insel“. Die nun getroffene Entscheidung, zwölf Euro regulären Eintritt für den Kölner Dom zu verlangen, „zeigt einfach die falschen Signale hier“.</p>
<p style="text-align:left;">Gefragt, wie er selbst in Zukunft den Dombesuch in Köln handhaben werde, sagte Lütz mit Humor: „Ich weiß das ehrlich gesagt noch nicht genau. Ich bin ja glücklicherweise Bonner. Das Bonner Münster ist immer noch kostenlos zugänglich. Ich setze mich dann ins Bonner Münster und schaue mir einen Bildband vom Kölner Dom an.“</p>]]>
        </description>
        <content:encoded>
          <![CDATA[<p style="text-align:left;">Der bekannte Psychiater und Theologe Manfred Lütz hat erklärt, für ihn sei die Erhebung von Besichtigungsgebühren für den Kölner Dom „eigentlich ein Schritt der Verabschiedung des Christentums aus der deutschen Öffentlichkeit“.</p>
<p style="text-align:left;">„Der Kölner Dom hat ja auch einen symbolischen Charakter“, betonte Lütz am Mittwoch im <a href="https://www.deutschlandfunk.de/gefahr-der-musealisierung-theologe-manfred-luetz-ueber-eintritt-fuer-koelner-dom-100.html">Deutschlandfunk</a>. „Die Kirche musealisiert sich – und ich denke jetzt auch mal an Lösungen: Ich hoffe, dass es durchaus auch Proteste gibt von Menschen, die sich den Dom nicht nehmen lassen wollen. Und vielleicht auch eine Lösung, dass der Staat sich beteiligt an diesen Kosten.“</p>
<p style="text-align:left;">Bereits im März hatte das Kölner Metropolitankapital <a href="https://www.koelner-dom.de/aktuelles/metropolitankapitel-stellt-domfinanzierung-auf-neue-grundlage-1">angekündigt</a>, in Zukunft für den Besuch des Kölner Doms Geld zu verlangen, weil der Unterhalt teurer werde. Damals wurden noch keine konkreten Preise genannt.</p>
<p style="text-align:left;">Am Montag hieß es <a href="https://www.koelner-dom.de/aktuelles/domkapitel-erlaeutert-details-zum-neuen-besichtigungskonzept">auf der Internetseite des Kölner Doms</a> dann, die „reguläre Höhe der Besichtigungsgebühr“ sei vom Metropolitankapitel – was einem <a href="https://de.catholicnewsagency.com/news/24609/kolner-dompropst-assmann-verteidigt-besichtigungsgebuhr-fur-weltberuhmte-kathedrale">Domkapitel</a> entspricht – auf zwölf Euro festgelegt worden. Bis zum Alter von 13 Jahren können Kinder kostenlos in den Dom, und ab 14 Jahren gilt für Schüler, Studenten und Personen, die eine Ausbildung machen, ein ermäßigter Preis von sechs Euro.</p>
<p style="text-align:left;">Lütz betonte, er könne verstehen, wie man zu der Entscheidung gekommen sei, Eintrittsgelder zu erheben: „Der Dom kostet wahnsinnig viel Geld und das Domkapitel hat hin und her überlegt. Und die sind dann zu dem Ergebnis gekommen: Man kann das nicht anders lösen.“</p>
<p style="text-align:left;">„Aber ich fürchte, dass sie nicht wirklich die Konsequenzen richtig bedacht haben“, fuhr er fort. „Ich kenne viele Atheisten, die in den Kölner Dom gehen. Sie glauben zwar nicht an Gott, aber um da etwas zu erleben, was etwas Religiöses ist. Und ich glaube, dieser Dom ist ja ein Glaubensbekenntnis. Wenn man da reingeht, kann man, glaube ich, zum Glauben kommen.“</p>
<p style="text-align:left;">Lütz sprach über „eine Kirche, die sagt, wir müssen evangelisieren, wir müssen nach außen gehen, wir müssen das Christentum wieder unter die Menschen bringen und uns nicht zurückziehen auf so eine kleine Insel“. Die nun getroffene Entscheidung, zwölf Euro regulären Eintritt für den Kölner Dom zu verlangen, „zeigt einfach die falschen Signale hier“.</p>
<p style="text-align:left;">Gefragt, wie er selbst in Zukunft den Dombesuch in Köln handhaben werde, sagte Lütz mit Humor: „Ich weiß das ehrlich gesagt noch nicht genau. Ich bin ja glücklicherweise Bonner. Das Bonner Münster ist immer noch kostenlos zugänglich. Ich setze mich dann ins Bonner Münster und schaue mir einen Bildband vom Kölner Dom an.“</p>]]>
        </content:encoded>
                  <category>Deutschland</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Fri, 05 Jun 2026 11:00:00 +0200</pubDate>
        <enclosure length="50344" type="image/webp" url="https://de.catholicnewsagency.com/image/manfred-lutz6649_1537805871.jpg?w=640" />
        <media:content fileSize="50344" medium="image" type="image/webp"
                       url="https://de.catholicnewsagency.com/image/manfred-lutz6649_1537805871.jpg?w=640" />
        <media:thumbnail fileSize="4920" height="150" medium="image" type="image/webp"
                         url="https://de.catholicnewsagency.com/image/manfred-lutz6649_1537805871.jpg?w=150&amp;h=150" width="150" />
      </item>
          <item>
        <title>Bistum Aachen untersucht angebliche Marienerscheinungen in Sievernich</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/24615/bistum-aachen-untersucht-angebliche-marienerscheinungen-in-sievernich</link>
        <guid isPermaLink="true">https://de.catholicnewsagency.com/news/24615/bistum-aachen-untersucht-angebliche-marienerscheinungen-in-sievernich</guid>
        <description>
          <![CDATA[<p style="text-align:left;">Das Bistum Aachen untersucht eine seit rund 25 Jahren stattfindende Reihe von angeblichen Marienerscheinungen im kleinen Ort Sievernich südwestlich von Köln.</p>
<p style="text-align:left;"><a href="https://kirchenrecht-bac.de/pdf/10372.pdf">Im Kirchlichen Amtsblatt des Bistums Aachen</a> hieß es am 1. Juni: „Bischof Dr. Helmut Dieser hat gemäß den ‚Normen für das Verfahren zur Beurteilung mutmaßlicher übernatürlicher Phänomene‘ des Dikasteriums für die Glaubenslehre vom 17. Mai 2024 eine Kommission zur Untersuchung der aus Sievernich berichteten Erscheinungen eingesetzt.“</p>
<p style="text-align:left;">„Den Vorsitz der Kommission hat Prof. Dr. Dr. Stefan Mückl (Rom)“, so das Bistum. „Ihr gehören weiter an Univ.-Prof. Dr. Sabine Konrad (Innsbruck), Prof. Dr. Bertram Stubenrauch (München) und Matthias Neff (Trier). Die Kommission ist zu erreichen über die E-Mail-Adresse uk-sievernich@bistum-aachen.de.“</p>
<p style="text-align:left;">Mückl ist promovierter und habilitierter deutscher Volljurist und lehrte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. 2013 wurde er für das Opus Dei zum Priester geweiht und lehrt nun Kirchenrecht an der Päpstlichen Universität Santa Croce in Rom.</p>
<p style="text-align:left;">Der <a href="https://www1.wdr.de/kultur/sievernich-marien-erscheinung-bistum-aachen-pruefung-100.html">WDR</a> berichtete am Dienstag: „Zum ersten Mal zeigte sich die Mutter Gottes in Vettweiß-Sievernich vor rund 25 Jahren in der kleinen Pfarrkirche St. Johann Baptist. Dabei soll sie ganz in weiß gekleidet gewesen sein und zudem einen bodenlangen Schleier getragen haben.“</p>
<p style="text-align:left;">„Einmal im Monat soll es nach den Angaben einer Frau aus Düren mit dem Namen Manuela seitdem zu Marienerscheinungen gekommen sein“, so der WDR weiter. „Die Botschaft der Mutter Gottes: Man solle viel beten, und Maria sei an der Seite der Menschen in Not.“</p>
<p style="text-align:left;">Über die Anfänge der angeblichen Erscheinungen berichtete die <a href="https://www.nzz.ch/gesellschaft/maria-erscheint-um-18-uhr-20-wie-sievernich-zum-pilgerort-wurde-ld.1802620">Neue Zürcher Zeitung</a> im Jahr 2024: „800 Gläubige fielen am 1. April 2002 in Sievernich ein: Manuela hatte erstmals verkündet, an diesem Tag werde ihr Maria, die Heilige Muttergottes erscheinen. 2000 waren es am 13. Mai. 3000 am 4. Oktober. Sie kamen aus Deutschland, Holland, Italien, der Schweiz.“</p>
<p style="text-align:left;">Die angebliche Seherin, Manuela Strack, sei bereits 1984 mit 17 Jahren „beim Privatsender RTL in einer zweifelhaften Sendung“ mit dem Titel „Mystery-Show – unglaubliche Geschichten“ aufgetreten. „Zur besten Sendezeit legte sie Zeugnis davon ab, wie ihr zwar nicht Maria, dafür aber deren Sohn erschienen sei: ‚Meine Finger kribbelten, Jesus trug mir auf, seine Botschaften niederzuschreiben.‘ Dieser Zirkusauftritt ist Manuelas Jugendsünde. Die einen haben ihr vergeben. Die anderen meinen, auch ihre neuen Geschichten seien wie die alten: eine Show, eine unglaubliche dazu.“</p>
<p style="text-align:left;">Im Mai 2024 hatte der Vatikan umfangreiche „<a href="https://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_ddf_doc_20240517_norme-fenomeni-soprannaturali_ge.html">Normen für das Verfahren zur Beurteilung mutmaßlicher übernatürlicher Phänomene</a>“ vorgestellt, die nun in der Untersuchung der angeblichen Erscheinungen von Sievernich zur Anwendung kommen.</p>
<p style="text-align:left;">Anders als zuvor schließen die Untersuchungen seither im positiven Fall nicht mehr mit einer Feststellung der Übernatürlichkeit des Phänomens ab, sondern mit einem bloßen <em>Nihil obstat</em>, also der Feststellung, dass nichts im Zusammenhang mit der angeblichen Erscheinung oder Vision dem Glauben widerspricht. Umgekehrt kann die Untersuchung aber zu dem Ergebnis kommen, „dass das Phänomen als nicht übernatürlich betrachtet wird“.</p>
<p style="text-align:left;">Dazwischen sprechen die Normen des Dikasteriums für die Glaubenslehre von vier weiteren Graden in der Beurteilung eines etwaigen übernatürlichen Phänomens. Die Bezeichnung <em>Prohibetur et obstruatur</em> bedeute: „Obwohl es berechtigte Anliegen und einige positive Elemente gibt, erscheinen die kritischen Aspekte und Risiken als gravierend. Um weitere Verwirrung oder gar einen Skandal zu vermeiden, der den Glauben der Einfachen in Mitleidenschaft ziehen könnte, bittet das Dikasterium daher den Diözesanbischof, öffentlich zu erklären, dass das Festhalten an diesem Phänomen nicht zulässig ist, und gleichzeitig eine Katechese anzubieten, die helfen kann, die Gründe für diese Entscheidung zu verstehen und die legitimen geistlichen Anliegen dieses Teils des Volkes Gottes neu auszurichten.“</p>
<p style="text-align:left;">Für <em>Sub mandato</em> gelte: „Die festgestellten kritischen Punkte beziehen sich nicht auf das Phänomen selbst, das reich an positiven Elementen ist, sondern auf eine Person, eine Familie oder eine Gruppe von Menschen, die missbräuchlich davon Gebrauch machen.“</p>
<p style="text-align:left;">Das Verdikt <em>Curatur</em> stelle „mehrere oder bedeutende kritische Elemente“ fest, „aber gleichzeitig ist das Phänomen bereits weit verbreitet und es sind damit verbundene und nachweisbare geistliche Früchte vorhanden. Von einem Verbot, das das Volk Gottes verwirren könnte, wird in diesem Zusammenhang abgeraten.“</p>
<p style="text-align:left;">Zu <em>Prae oculis habeatur</em> heißt es in den Normen: „Obwohl wichtige positive Zeichen anerkannt werden, werden auch einige Elemente der Verwirrung oder mögliche Risiken wahrgenommen, die eine sorgfältige Unterscheidung und Dialog mit den Empfängern einer bestimmten geistlichen Erfahrung seitens des Diözesanbischofs erfordern.“</p>]]>
        </description>
        <content:encoded>
          <![CDATA[<p style="text-align:left;">Das Bistum Aachen untersucht eine seit rund 25 Jahren stattfindende Reihe von angeblichen Marienerscheinungen im kleinen Ort Sievernich südwestlich von Köln.</p>
<p style="text-align:left;"><a href="https://kirchenrecht-bac.de/pdf/10372.pdf">Im Kirchlichen Amtsblatt des Bistums Aachen</a> hieß es am 1. Juni: „Bischof Dr. Helmut Dieser hat gemäß den ‚Normen für das Verfahren zur Beurteilung mutmaßlicher übernatürlicher Phänomene‘ des Dikasteriums für die Glaubenslehre vom 17. Mai 2024 eine Kommission zur Untersuchung der aus Sievernich berichteten Erscheinungen eingesetzt.“</p>
<p style="text-align:left;">„Den Vorsitz der Kommission hat Prof. Dr. Dr. Stefan Mückl (Rom)“, so das Bistum. „Ihr gehören weiter an Univ.-Prof. Dr. Sabine Konrad (Innsbruck), Prof. Dr. Bertram Stubenrauch (München) und Matthias Neff (Trier). Die Kommission ist zu erreichen über die E-Mail-Adresse uk-sievernich@bistum-aachen.de.“</p>
<p style="text-align:left;">Mückl ist promovierter und habilitierter deutscher Volljurist und lehrte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. 2013 wurde er für das Opus Dei zum Priester geweiht und lehrt nun Kirchenrecht an der Päpstlichen Universität Santa Croce in Rom.</p>
<p style="text-align:left;">Der <a href="https://www1.wdr.de/kultur/sievernich-marien-erscheinung-bistum-aachen-pruefung-100.html">WDR</a> berichtete am Dienstag: „Zum ersten Mal zeigte sich die Mutter Gottes in Vettweiß-Sievernich vor rund 25 Jahren in der kleinen Pfarrkirche St. Johann Baptist. Dabei soll sie ganz in weiß gekleidet gewesen sein und zudem einen bodenlangen Schleier getragen haben.“</p>
<p style="text-align:left;">„Einmal im Monat soll es nach den Angaben einer Frau aus Düren mit dem Namen Manuela seitdem zu Marienerscheinungen gekommen sein“, so der WDR weiter. „Die Botschaft der Mutter Gottes: Man solle viel beten, und Maria sei an der Seite der Menschen in Not.“</p>
<p style="text-align:left;">Über die Anfänge der angeblichen Erscheinungen berichtete die <a href="https://www.nzz.ch/gesellschaft/maria-erscheint-um-18-uhr-20-wie-sievernich-zum-pilgerort-wurde-ld.1802620">Neue Zürcher Zeitung</a> im Jahr 2024: „800 Gläubige fielen am 1. April 2002 in Sievernich ein: Manuela hatte erstmals verkündet, an diesem Tag werde ihr Maria, die Heilige Muttergottes erscheinen. 2000 waren es am 13. Mai. 3000 am 4. Oktober. Sie kamen aus Deutschland, Holland, Italien, der Schweiz.“</p>
<p style="text-align:left;">Die angebliche Seherin, Manuela Strack, sei bereits 1984 mit 17 Jahren „beim Privatsender RTL in einer zweifelhaften Sendung“ mit dem Titel „Mystery-Show – unglaubliche Geschichten“ aufgetreten. „Zur besten Sendezeit legte sie Zeugnis davon ab, wie ihr zwar nicht Maria, dafür aber deren Sohn erschienen sei: ‚Meine Finger kribbelten, Jesus trug mir auf, seine Botschaften niederzuschreiben.‘ Dieser Zirkusauftritt ist Manuelas Jugendsünde. Die einen haben ihr vergeben. Die anderen meinen, auch ihre neuen Geschichten seien wie die alten: eine Show, eine unglaubliche dazu.“</p>
<p style="text-align:left;">Im Mai 2024 hatte der Vatikan umfangreiche „<a href="https://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_ddf_doc_20240517_norme-fenomeni-soprannaturali_ge.html">Normen für das Verfahren zur Beurteilung mutmaßlicher übernatürlicher Phänomene</a>“ vorgestellt, die nun in der Untersuchung der angeblichen Erscheinungen von Sievernich zur Anwendung kommen.</p>
<p style="text-align:left;">Anders als zuvor schließen die Untersuchungen seither im positiven Fall nicht mehr mit einer Feststellung der Übernatürlichkeit des Phänomens ab, sondern mit einem bloßen <em>Nihil obstat</em>, also der Feststellung, dass nichts im Zusammenhang mit der angeblichen Erscheinung oder Vision dem Glauben widerspricht. Umgekehrt kann die Untersuchung aber zu dem Ergebnis kommen, „dass das Phänomen als nicht übernatürlich betrachtet wird“.</p>
<p style="text-align:left;">Dazwischen sprechen die Normen des Dikasteriums für die Glaubenslehre von vier weiteren Graden in der Beurteilung eines etwaigen übernatürlichen Phänomens. Die Bezeichnung <em>Prohibetur et obstruatur</em> bedeute: „Obwohl es berechtigte Anliegen und einige positive Elemente gibt, erscheinen die kritischen Aspekte und Risiken als gravierend. Um weitere Verwirrung oder gar einen Skandal zu vermeiden, der den Glauben der Einfachen in Mitleidenschaft ziehen könnte, bittet das Dikasterium daher den Diözesanbischof, öffentlich zu erklären, dass das Festhalten an diesem Phänomen nicht zulässig ist, und gleichzeitig eine Katechese anzubieten, die helfen kann, die Gründe für diese Entscheidung zu verstehen und die legitimen geistlichen Anliegen dieses Teils des Volkes Gottes neu auszurichten.“</p>
<p style="text-align:left;">Für <em>Sub mandato</em> gelte: „Die festgestellten kritischen Punkte beziehen sich nicht auf das Phänomen selbst, das reich an positiven Elementen ist, sondern auf eine Person, eine Familie oder eine Gruppe von Menschen, die missbräuchlich davon Gebrauch machen.“</p>
<p style="text-align:left;">Das Verdikt <em>Curatur</em> stelle „mehrere oder bedeutende kritische Elemente“ fest, „aber gleichzeitig ist das Phänomen bereits weit verbreitet und es sind damit verbundene und nachweisbare geistliche Früchte vorhanden. Von einem Verbot, das das Volk Gottes verwirren könnte, wird in diesem Zusammenhang abgeraten.“</p>
<p style="text-align:left;">Zu <em>Prae oculis habeatur</em> heißt es in den Normen: „Obwohl wichtige positive Zeichen anerkannt werden, werden auch einige Elemente der Verwirrung oder mögliche Risiken wahrgenommen, die eine sorgfältige Unterscheidung und Dialog mit den Empfängern einer bestimmten geistlichen Erfahrung seitens des Diözesanbischofs erfordern.“</p>]]>
        </content:encoded>
                  <category>Deutschland</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Fri, 05 Jun 2026 09:00:00 +0200</pubDate>
        <enclosure length="83906" type="image/webp" url="https://de.catholicnewsagency.com/image/sievernich_1780604705.jpg?w=640" />
        <media:content fileSize="83906" medium="image" type="image/webp"
                       url="https://de.catholicnewsagency.com/image/sievernich_1780604705.jpg?w=640" />
        <media:thumbnail fileSize="8408" height="150" medium="image" type="image/webp"
                         url="https://de.catholicnewsagency.com/image/sievernich_1780604705.jpg?w=150&amp;h=150" width="150" />
      </item>
          <item>
        <title>Der Knast als Arbeitsbereich für einen Priester im Weinberg des Herrn</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/24601/der-knast-als-arbeitsbereich-fur-einen-priester-im-weinberg-des-herrn</link>
        <guid isPermaLink="true">https://de.catholicnewsagency.com/news/24601/der-knast-als-arbeitsbereich-fur-einen-priester-im-weinberg-des-herrn</guid>
        <description>
          <![CDATA[]]>
        </description>
        <content:encoded>
          <![CDATA[]]>
        </content:encoded>
                  <category>Afghanistan</category>
                          <category>Kabul</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Fri, 05 Jun 2026 07:00:00 +0200</pubDate>
        <enclosure length="11152" type="image/webp" url="https://de.catholicnewsagency.com/image/gefangnis_1674049680.jpg?w=640" />
        <media:content fileSize="11152" medium="image" type="image/webp"
                       url="https://de.catholicnewsagency.com/image/gefangnis_1674049680.jpg?w=640" />
        <media:thumbnail fileSize="2528" height="150" medium="image" type="image/webp"
                         url="https://de.catholicnewsagency.com/image/gefangnis_1674049680.jpg?w=150&amp;h=150" width="150" />
      </item>
          <item>
        <title>Kölner Dompropst Assmann verteidigt Besichtigungsgebühr für weltberühmte Kathedrale</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/24609/kolner-dompropst-assmann-verteidigt-besichtigungsgebuhr-fur-weltberuhmte-kathedrale</link>
        <guid isPermaLink="true">https://de.catholicnewsagency.com/news/24609/kolner-dompropst-assmann-verteidigt-besichtigungsgebuhr-fur-weltberuhmte-kathedrale</guid>
        <description>
          <![CDATA[<p>Dompropst Guido Assmann hat die Einführung einer Besichtigungsgebühr für den Kölner Dom, die in der Regel bei zwölf Euro liegt, verteidigt.</p>
<p>„Die zwölf Euro Normalpreis sind ein Preisgefüge, von dem wir überzeugt sind, die Summe aufzubringen, die wir benötigen, um den Dom zu erhalten und zu unterhalten“, sagte der ehemalige Generalvikar dem Kölner <a href="https://www.domradio.de/artikel/dompropst-assmann-erklaert-das-neue-ticketsystem-des-koelner-doms">Domradio</a> am Dienstag. „Gleichzeitig sind wir überzeugt, dass der Ticketpreis sehr sozialverträglich ist, um die große Gruppe derer, die reduzierten oder freien Eintritt haben, auch zu finanzieren.“</p>
<p>Bis zum Alter von 13 Jahren können Kinder kostenlos in den Dom, und ab 14 Jahren gilt für Schüler, Studenten und Personen, die eine Ausbildung machen, ein ermäßigter Preis von sechs Euro.</p>
<p>Auch „Begleitpersonen von Schülergruppen sowie Inhaberinnen und Inhaber eines in Nordrhein-Westfalen ausgestellten Sozialpasses“ müssen nur sechs Euro bezahlen, wie es am Montag in der offiziellen Ankündigung <a href="https://www.koelner-dom.de/aktuelles/domkapitel-erlaeutert-details-zum-neuen-besichtigungskonzept">auf der Internetseite des Kölner Doms</a> hieß.</p>
<p>Assmann betonte vor diesem Hintergrund, er würde „nie davon sprechen, dass der Dom eine Eintrittsgebühr von zwölf Euro erhebt. Ich finde das auch nicht ganz redlich. Wir haben festgelegt, dass ab dem 1. Juli alle Kinder bis zum 13. Lebensjahr frei in den Dom, in die Schatzkammer und zur Turmbesteigung können. Für die beiden letztgenannten mussten sie bisher einen kleinen Eintritt zahlen. Wir glauben daran, dass es den Familien guttut, dass Kinder schon früh diesen wunderbaren Dom sehen.“</p>
<p>Die Eltern müssten im Normalfall dennoch die reguläre Eintrittsgebühr bezahlen, also insgesamt 24 Euro. Der reguläre Eintrittspreis für Erwachsene beträgt jeweils acht Euro. Beim Erwerb einer Kombikarte, die den Besuch der Schatzkammer und die Turmbesteigung ermöglicht, sind es zwölf Euro. Um alle drei Orte zu besuchen, also den Dom selbst, die Schatzkammer und den Turm, sind 48 Euro fällig, obwohl für die Kinder keine Kosten anfallen.</p>
<p>Bisher war der Dom kostenlos, und eine Kombikarte für Familien, um die Schatzkammer zu besuchen und den Turm zu besteigen, kostete 30 Euro. Somit kostet das volle Programm am Kölner Dom eine Familie insgesamt 18 Euro mehr, als es bislang der Fall war. Obwohl „es den Familien guttut“, wie Assmann betonte, „dass Kinder schon früh diesen wunderbaren Dom sehen“, müssen die Eltern dafür regulär die insgesamt 24 Euro bezahlen, werden finanziell also viel mehr belastet.</p>
<p>Über das Nordportal des Doms, in Richtung Bahnhof gelegen, können Beter weiterhin kostenlos in einen kleinen Bereich des Doms gelangen. Der Zugang zum berühmten Schrein der Heiligen Drei Könige ist ihnen indes verwehrt. Assmann unterstrich, dass der Dom „der Ort der Verehrung der Heiligen Drei Könige ist“.</p>
<p>So habe man sich entschieden, „dass wir einige Zeiträume für alle Menschen kostenfrei machen wollen. Das ist zum Beispiel der Zeitraum vom 6. Januar, also dem Fest der Heiligen Drei Könige, bis zum Sonntag danach. Auch im September, zur Dreikönigs-Wallfahrt, wird es mehrere kostenfreie Tage geben.“</p>
<p>„Zusätzlich haben wir uns gedacht, dass es gut wäre, noch weitere Tage anzubieten. Wir haben uns dann auf den 1. Mai und den 3. Oktober festgelegt“, fügte er hinzu. „Das sind zwar keine kirchlichen Feiertage, aber das sind Tage, an denen die Menschen Zeit haben, weil die Kinder nicht in die Schule müssen und die Menschen nicht arbeiten gehen. Dann können sie in den Kölner Dom gehen und diese Zeit gut nutzen.“</p>]]>
        </description>
        <content:encoded>
          <![CDATA[<p>Dompropst Guido Assmann hat die Einführung einer Besichtigungsgebühr für den Kölner Dom, die in der Regel bei zwölf Euro liegt, verteidigt.</p>
<p>„Die zwölf Euro Normalpreis sind ein Preisgefüge, von dem wir überzeugt sind, die Summe aufzubringen, die wir benötigen, um den Dom zu erhalten und zu unterhalten“, sagte der ehemalige Generalvikar dem Kölner <a href="https://www.domradio.de/artikel/dompropst-assmann-erklaert-das-neue-ticketsystem-des-koelner-doms">Domradio</a> am Dienstag. „Gleichzeitig sind wir überzeugt, dass der Ticketpreis sehr sozialverträglich ist, um die große Gruppe derer, die reduzierten oder freien Eintritt haben, auch zu finanzieren.“</p>
<p>Bis zum Alter von 13 Jahren können Kinder kostenlos in den Dom, und ab 14 Jahren gilt für Schüler, Studenten und Personen, die eine Ausbildung machen, ein ermäßigter Preis von sechs Euro.</p>
<p>Auch „Begleitpersonen von Schülergruppen sowie Inhaberinnen und Inhaber eines in Nordrhein-Westfalen ausgestellten Sozialpasses“ müssen nur sechs Euro bezahlen, wie es am Montag in der offiziellen Ankündigung <a href="https://www.koelner-dom.de/aktuelles/domkapitel-erlaeutert-details-zum-neuen-besichtigungskonzept">auf der Internetseite des Kölner Doms</a> hieß.</p>
<p>Assmann betonte vor diesem Hintergrund, er würde „nie davon sprechen, dass der Dom eine Eintrittsgebühr von zwölf Euro erhebt. Ich finde das auch nicht ganz redlich. Wir haben festgelegt, dass ab dem 1. Juli alle Kinder bis zum 13. Lebensjahr frei in den Dom, in die Schatzkammer und zur Turmbesteigung können. Für die beiden letztgenannten mussten sie bisher einen kleinen Eintritt zahlen. Wir glauben daran, dass es den Familien guttut, dass Kinder schon früh diesen wunderbaren Dom sehen.“</p>
<p>Die Eltern müssten im Normalfall dennoch die reguläre Eintrittsgebühr bezahlen, also insgesamt 24 Euro. Der reguläre Eintrittspreis für Erwachsene beträgt jeweils acht Euro. Beim Erwerb einer Kombikarte, die den Besuch der Schatzkammer und die Turmbesteigung ermöglicht, sind es zwölf Euro. Um alle drei Orte zu besuchen, also den Dom selbst, die Schatzkammer und den Turm, sind 48 Euro fällig, obwohl für die Kinder keine Kosten anfallen.</p>
<p>Bisher war der Dom kostenlos, und eine Kombikarte für Familien, um die Schatzkammer zu besuchen und den Turm zu besteigen, kostete 30 Euro. Somit kostet das volle Programm am Kölner Dom eine Familie insgesamt 18 Euro mehr, als es bislang der Fall war. Obwohl „es den Familien guttut“, wie Assmann betonte, „dass Kinder schon früh diesen wunderbaren Dom sehen“, müssen die Eltern dafür regulär die insgesamt 24 Euro bezahlen, werden finanziell also viel mehr belastet.</p>
<p>Über das Nordportal des Doms, in Richtung Bahnhof gelegen, können Beter weiterhin kostenlos in einen kleinen Bereich des Doms gelangen. Der Zugang zum berühmten Schrein der Heiligen Drei Könige ist ihnen indes verwehrt. Assmann unterstrich, dass der Dom „der Ort der Verehrung der Heiligen Drei Könige ist“.</p>
<p>So habe man sich entschieden, „dass wir einige Zeiträume für alle Menschen kostenfrei machen wollen. Das ist zum Beispiel der Zeitraum vom 6. Januar, also dem Fest der Heiligen Drei Könige, bis zum Sonntag danach. Auch im September, zur Dreikönigs-Wallfahrt, wird es mehrere kostenfreie Tage geben.“</p>
<p>„Zusätzlich haben wir uns gedacht, dass es gut wäre, noch weitere Tage anzubieten. Wir haben uns dann auf den 1. Mai und den 3. Oktober festgelegt“, fügte er hinzu. „Das sind zwar keine kirchlichen Feiertage, aber das sind Tage, an denen die Menschen Zeit haben, weil die Kinder nicht in die Schule müssen und die Menschen nicht arbeiten gehen. Dann können sie in den Kölner Dom gehen und diese Zeit gut nutzen.“</p>]]>
        </content:encoded>
                  <category>Deutschland</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Thu, 04 Jun 2026 09:00:00 +0200</pubDate>
        <enclosure length="34530" type="image/webp" url="https://de.catholicnewsagency.com/image/msgr_1649086601.jpg?w=640" />
        <media:content fileSize="34530" medium="image" type="image/webp"
                       url="https://de.catholicnewsagency.com/image/msgr_1649086601.jpg?w=640" />
        <media:thumbnail fileSize="5910" height="150" medium="image" type="image/webp"
                         url="https://de.catholicnewsagency.com/image/msgr_1649086601.jpg?w=150&amp;h=150" width="150" />
      </item>
          <item>
        <title>Papst Leo: Prozessionen zu Fronleichnam sind Ausdruck eucharistischer Volksfrömmigkeit</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/24607/papst-leo-prozessionen-zu-fronleichnam-sind-ausdruck-eucharistischer-volksfrommigkeit</link>
        <guid isPermaLink="true">https://de.catholicnewsagency.com/news/24607/papst-leo-prozessionen-zu-fronleichnam-sind-ausdruck-eucharistischer-volksfrommigkeit</guid>
        <description>
          <![CDATA[<p>Papst Leo XIV. zufolge sind <a href="https://de.catholicnewsagency.com/article/3189/fronleichnam-glaubensfest-zwischen-bekenntnis-und-brauchtum">die Prozessionen mit dem Allerheiligsten in der Monstranz zu Fronleichnam</a> ein Ausdruck eucharistischer Volksfrömmigkeit. Am Donnerstag nach dem Dreifaltigkeitssonntag, also anderthalb Wochen nach Pfingsten, feiert die Kirche besonders die reale Gegenwart Jesu unter der Gestalt des Brotes in der Eucharistie.</p>
<p>„In der Eucharistie betrachten wir Jesus, das gebrochene Brot, das für jeden von uns hingegeben wurde“, sagte Leo <a href="https://www.vatican.va/content/leo-xiv/it/audiences/2026/documents/20260603-udienza-generale.html">am Ende der Generalaudienz am Mittwoch</a>. „Ausdruck der volkstümlichen eucharistischen Frömmigkeit sind die Prozessionen mit dem Allerheiligsten Sakrament, die in den Straßen vieler Orte stattfinden.“</p>
<p>„In diesem Zusammenhang ermutige ich dazu, diese schöne Form des öffentlichen Glaubenszeugnisses lebendig zu halten“, so der Pontifex.</p>
<p>Kurz zuvor hatte Leo in einem Gruß an die polnischen Pilger in Rom betont: „Möge die Teilnahme an den eucharistischen Prozessionen – vor allem seitens der Familien, der Kinder und der Jugendlichen – ein mutiges Glaubenszeugnis sein und alle daran erinnern, dass Gott inmitten seines Volkes gegenwärtig ist und es im täglichen Leben begleitet.“</p>
<p>Das Erzbistum Köln – wo zwischen 1264 und 1278 die erste Fronleichnamsprozession in Deutschland stattfand – berichtet <a href="https://www.erzbistum-koeln.de/presse_und_medien/magazin/Feiertag-Fronleichnam-Bedeutung-des-Festes-und-der-Prozession/">auf seiner Internetseite</a>: „Das Wort ‚Fronleichnam‘ leitet sich vom mittelhochdeutschen ‚vrône lîcham‘ für ‚des Herren Leib‘ ab.“</p>
<p>„Fronleichnam steht in enger Verbindung zum Gründonnerstag“, so das Erzbistum weiter. „An Fronleichnam, liturgisch das ‚Hochfest des Leibes und Blutes Christi‘ genannt, feiert die katholische Kirche die Einsetzung der Eucharistie, also der Wandlung von Brot und Wein in Leib und Blut Jesu.“</p>
<p>„Am Gründonnerstag setzt Jesus Christus die Eucharistie ein, wenn er seinen Leib und sein Blut als Brot und Wein zur Speise gibt“, heißt es außerdem. „Dieses Zeichen im Sakrament der Eucharistie ist ein sehr großes Zeichen der Nähe Gottes. Das müsste man eigentlich festlich feiern. Die Stille der Karwoche passt aber nicht zu feierlichen Gottesdiensten und Prozessionen. Darum wird das Ereignis an Fronleichnam nachgefeiert.“</p>]]>
        </description>
        <content:encoded>
          <![CDATA[<p>Papst Leo XIV. zufolge sind <a href="https://de.catholicnewsagency.com/article/3189/fronleichnam-glaubensfest-zwischen-bekenntnis-und-brauchtum">die Prozessionen mit dem Allerheiligsten in der Monstranz zu Fronleichnam</a> ein Ausdruck eucharistischer Volksfrömmigkeit. Am Donnerstag nach dem Dreifaltigkeitssonntag, also anderthalb Wochen nach Pfingsten, feiert die Kirche besonders die reale Gegenwart Jesu unter der Gestalt des Brotes in der Eucharistie.</p>
<p>„In der Eucharistie betrachten wir Jesus, das gebrochene Brot, das für jeden von uns hingegeben wurde“, sagte Leo <a href="https://www.vatican.va/content/leo-xiv/it/audiences/2026/documents/20260603-udienza-generale.html">am Ende der Generalaudienz am Mittwoch</a>. „Ausdruck der volkstümlichen eucharistischen Frömmigkeit sind die Prozessionen mit dem Allerheiligsten Sakrament, die in den Straßen vieler Orte stattfinden.“</p>
<p>„In diesem Zusammenhang ermutige ich dazu, diese schöne Form des öffentlichen Glaubenszeugnisses lebendig zu halten“, so der Pontifex.</p>
<p>Kurz zuvor hatte Leo in einem Gruß an die polnischen Pilger in Rom betont: „Möge die Teilnahme an den eucharistischen Prozessionen – vor allem seitens der Familien, der Kinder und der Jugendlichen – ein mutiges Glaubenszeugnis sein und alle daran erinnern, dass Gott inmitten seines Volkes gegenwärtig ist und es im täglichen Leben begleitet.“</p>
<p>Das Erzbistum Köln – wo zwischen 1264 und 1278 die erste Fronleichnamsprozession in Deutschland stattfand – berichtet <a href="https://www.erzbistum-koeln.de/presse_und_medien/magazin/Feiertag-Fronleichnam-Bedeutung-des-Festes-und-der-Prozession/">auf seiner Internetseite</a>: „Das Wort ‚Fronleichnam‘ leitet sich vom mittelhochdeutschen ‚vrône lîcham‘ für ‚des Herren Leib‘ ab.“</p>
<p>„Fronleichnam steht in enger Verbindung zum Gründonnerstag“, so das Erzbistum weiter. „An Fronleichnam, liturgisch das ‚Hochfest des Leibes und Blutes Christi‘ genannt, feiert die katholische Kirche die Einsetzung der Eucharistie, also der Wandlung von Brot und Wein in Leib und Blut Jesu.“</p>
<p>„Am Gründonnerstag setzt Jesus Christus die Eucharistie ein, wenn er seinen Leib und sein Blut als Brot und Wein zur Speise gibt“, heißt es außerdem. „Dieses Zeichen im Sakrament der Eucharistie ist ein sehr großes Zeichen der Nähe Gottes. Das müsste man eigentlich festlich feiern. Die Stille der Karwoche passt aber nicht zu feierlichen Gottesdiensten und Prozessionen. Darum wird das Ereignis an Fronleichnam nachgefeiert.“</p>]]>
        </content:encoded>
                  <category>Vatikanstadt</category>
                                  <category>Vatikan</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Thu, 04 Jun 2026 08:00:00 +0200</pubDate>
        <enclosure length="31000" type="image/webp" url="https://de.catholicnewsagency.com/image/_sim1576_1_1780517843.JPG?w=640" />
        <media:content fileSize="31000" medium="image" type="image/webp"
                       url="https://de.catholicnewsagency.com/image/_sim1576_1_1780517843.JPG?w=640" />
        <media:thumbnail fileSize="5480" height="150" medium="image" type="image/webp"
                         url="https://de.catholicnewsagency.com/image/_sim1576_1_1780517843.JPG?w=150&amp;h=150" width="150" />
      </item>
          <item>
        <title>Fronleichnam – Glaubensfest zwischen Bekenntnis und Brauchtum</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/24599/fronleichnam-glaubensfest-zwischen-bekenntnis-und-brauchtum</link>
        <guid isPermaLink="true">https://de.catholicnewsagency.com/news/24599/fronleichnam-glaubensfest-zwischen-bekenntnis-und-brauchtum</guid>
        <description>
          <![CDATA[]]>
        </description>
        <content:encoded>
          <![CDATA[]]>
        </content:encoded>
                  <category>Afghanistan</category>
                          <category>Kabul</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Thu, 04 Jun 2026 07:00:00 +0200</pubDate>
        <enclosure length="79040" type="image/webp" url="https://de.catholicnewsagency.com/image/newcover_1497514948.jpg?w=640" />
        <media:content fileSize="79040" medium="image" type="image/webp"
                       url="https://de.catholicnewsagency.com/image/newcover_1497514948.jpg?w=640" />
        <media:thumbnail fileSize="12250" height="150" medium="image" type="image/webp"
                         url="https://de.catholicnewsagency.com/image/newcover_1497514948.jpg?w=150&amp;h=150" width="150" />
      </item>
          <item>
        <title>Vatikan gibt Motto zum Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung bekannt</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/24597/vatikan-gibt-motto-zum-weltgebetstag-fur-die-bewahrung-der-schopfung-bekannt</link>
        <guid isPermaLink="true">https://de.catholicnewsagency.com/news/24597/vatikan-gibt-motto-zum-weltgebetstag-fur-die-bewahrung-der-schopfung-bekannt</guid>
        <description>
          <![CDATA[<p>Das Presseamt des Heiligen Stuhls hat am Dienstag das von Papst Leo XIV. gewählte Motto für den diesjährigen Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung bekanntgegeben, der jeweils am 1. September begangen wird.</p>
<p>„Da werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen machen und ihre Spieße zu Sicheln“, lautet das Motto – ein Wort, das laut Erklärung des Heiligen Stuhls den Zusammenhang zwischen bewaffneten Konflikten und der Umweltzerstörung unterstreicht.</p>
<p>Der Titel stammt aus einer Stelle des Propheten Jesaja, in der die Umwandlung von Waffen in landwirtschaftliche Geräte angekündigt wird. Diese Botschaft fordert ausdrücklich dazu auf, Entwicklung und Nachhaltigkeit den Vorrang vor Gewalt und Zerstörung einzuräumen.</p>
<p>Wie das Dikasterium für den Dienst zugunsten der ganzheitlichen Entwicklung des Menschen mitteilte, stelle die durch Konflikte verursachte Umweltzerstörung „eine schwerwiegende Verletzung unserer Pflicht zur Bewahrung der Schöpfung“ dar und bedeute darüber hinaus „eine langfristige Bedrohung für das Leben von Hunderten Millionen Menschen“.</p>
<p>Zudem wies das Dikasterium darauf hin, dass „das heute weit verbreitete Bewusstsein für die zahlreichen Zusammenhänge zwischen Krieg und natürlichen Ressourcen weder zur Schaffung geeigneter Institutionen noch zur Verabschiedung verantwortungsvoller Entscheidungen geführt hat, die darauf abzielen, Konflikte zu vermeiden und Streitigkeiten friedlich beizulegen“.</p>
<p>Der Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung wurde von Papst Franziskus am 10. August 2015 im Zusammenhang mit der Veröffentlichung seiner Enzyklika <em>Laudato si’</em> über die „Bewahrung des gemeinsamen Hauses“ ins Leben gerufen.</p>
<p><em>Übersetzt und redigiert aus dem Original von <a href="https://www.aciprensa.com/noticias/125623/lema-del-papa-leon-xiv-para-la-jornada-mundial-de-oracion-por-el-cuidado-de-la-creacion-2026">ACI Prensa</a>, der spanischsprachigen Partneragentur von CNA Deutsch.</em></p>]]>
        </description>
        <content:encoded>
          <![CDATA[<p>Das Presseamt des Heiligen Stuhls hat am Dienstag das von Papst Leo XIV. gewählte Motto für den diesjährigen Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung bekanntgegeben, der jeweils am 1. September begangen wird.</p>
<p>„Da werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen machen und ihre Spieße zu Sicheln“, lautet das Motto – ein Wort, das laut Erklärung des Heiligen Stuhls den Zusammenhang zwischen bewaffneten Konflikten und der Umweltzerstörung unterstreicht.</p>
<p>Der Titel stammt aus einer Stelle des Propheten Jesaja, in der die Umwandlung von Waffen in landwirtschaftliche Geräte angekündigt wird. Diese Botschaft fordert ausdrücklich dazu auf, Entwicklung und Nachhaltigkeit den Vorrang vor Gewalt und Zerstörung einzuräumen.</p>
<p>Wie das Dikasterium für den Dienst zugunsten der ganzheitlichen Entwicklung des Menschen mitteilte, stelle die durch Konflikte verursachte Umweltzerstörung „eine schwerwiegende Verletzung unserer Pflicht zur Bewahrung der Schöpfung“ dar und bedeute darüber hinaus „eine langfristige Bedrohung für das Leben von Hunderten Millionen Menschen“.</p>
<p>Zudem wies das Dikasterium darauf hin, dass „das heute weit verbreitete Bewusstsein für die zahlreichen Zusammenhänge zwischen Krieg und natürlichen Ressourcen weder zur Schaffung geeigneter Institutionen noch zur Verabschiedung verantwortungsvoller Entscheidungen geführt hat, die darauf abzielen, Konflikte zu vermeiden und Streitigkeiten friedlich beizulegen“.</p>
<p>Der Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung wurde von Papst Franziskus am 10. August 2015 im Zusammenhang mit der Veröffentlichung seiner Enzyklika <em>Laudato si’</em> über die „Bewahrung des gemeinsamen Hauses“ ins Leben gerufen.</p>
<p><em>Übersetzt und redigiert aus dem Original von <a href="https://www.aciprensa.com/noticias/125623/lema-del-papa-leon-xiv-para-la-jornada-mundial-de-oracion-por-el-cuidado-de-la-creacion-2026">ACI Prensa</a>, der spanischsprachigen Partneragentur von CNA Deutsch.</em></p>]]>
        </content:encoded>
                  <category>Vatikanstadt</category>
                                  <category>Vatikan</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[Almudena Martínez-Bordiú ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Wed, 03 Jun 2026 15:30:00 +0200</pubDate>
        <enclosure length="112672" type="image/webp" url="https://de.catholicnewsagency.com/image/foto-messa-4_1752096313.JPG?w=640" />
        <media:content fileSize="112672" medium="image" type="image/webp"
                       url="https://de.catholicnewsagency.com/image/foto-messa-4_1752096313.JPG?w=640" />
        <media:thumbnail fileSize="10710" height="150" medium="image" type="image/webp"
                         url="https://de.catholicnewsagency.com/image/foto-messa-4_1752096313.JPG?w=150&amp;h=150" width="150" />
      </item>
          <item>
        <title>Oberhaupt der chaldäischen Kirche bittet um Unterstützung für Christen im Nahen Osten</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/24595/oberhaupt-der-chaldaischen-kirche-bittet-um-unterstutzung-fur-christen-im-nahen-osten</link>
        <guid isPermaLink="true">https://de.catholicnewsagency.com/news/24595/oberhaupt-der-chaldaischen-kirche-bittet-um-unterstutzung-fur-christen-im-nahen-osten</guid>
        <description>
          <![CDATA[<p>Paul III. Nona macht keinen Hehl aus der Last der Verantwortung, die er empfand, nachdem die Synodenväter seine Wahl zum Patriarchen der chaldäisch-katholischen Kirche bekanntgegeben hatten. Er sagt, dieser Moment sei schwer zu beschreiben, geprägt von einer Mischung aus Ehrfurcht, Furcht und Hochachtung angesichts der ihm anvertrauten Verantwortung sowie von tiefem Respekt für das Vertrauen, das seine Mitbrüder im Bischofsamt in ihn setzten.</p>
<p>In einem Exklusivinterview mit EWTN News, dem Nachrichtenpartner von CNA Deutsch, beschrieb der neue chaldäische Patriarch seine Rückkehr in seine Heimat, um dort als Patriarch zu dienen, mehr als ein Jahrzehnt nachdem er sie im Rahmen des Dienstes der Kirche verlassen hatte.</p>
<p>„Die Kirche sendet uns dorthin, wo Not herrscht“, sagte er. „Wir haben in Mosul in schwierigen Jahren gedient, als die Kirche uns dort brauchte. Wir tun dasselbe, wann immer die Kirche an einem anderen Ort Bedarf an unserem Dienst sieht. Der Zweck unseres Dienstes ist es, unsere Mission zu erfüllen: dort zu sein, wohin die Kirche uns sendet, und an diesem Ort den Willen unseres Herrn zu tun.“</p>
<p>Nona wirkte fast vier Jahre lang unter extrem schwierigen Umständen als Bischof der chaldäischen Eparchie von Mosul, bevor die Stadt 2014 an terroristische Gruppen fiel. Er begleitete die vertriebenen Gläubigen seiner Eparchie und diente ihnen weiterhin in den Dörfern und Städten, in denen sie nach ihrer Vertreibung Zuflucht gefunden hatten. Im Jahr 2015 berief ihn die chaldäische Synode in den Dienst der Eparchie von Australien und Neuseeland, wo er bis zu seiner Wahl zum Patriarchen im vergangenen April blieb.</p>
<p>Als er über seine Erfahrungen in Mossul sprach, sagte Nona, dass sowohl die Jahre vor dem IS als auch die Zeit, die vom Vormarsch der Terrororganisation geprägt war, ihn tief geprägt hätten: „Ich glaube, dass die Erfahrungen in Mossul vor dem IS und auch die Erfahrungen mit dem IS meine Persönlichkeit bereichert und mich als Mensch und als Christ reifer gemacht haben.“</p>
<p>Er erinnerte sich daran, wie er in einer sehr schwierigen Zeit mit den Gläubigen in Mossul gelebt habe, und sagte, ihr Glaube sei „sehr stark“ gewesen. Auch die Vertreibung der Christen in die Region Kurdistan im Irak beschrieb er als eine schmerzhafte, aber spirituell kraftvolle Erfahrung.</p>
<p>„Es war traurig, all diese Menschen in dieser Situation zu sehen“, sagte er. „Andererseits war es aber sehr schön zu sehen, dass ihr Glaube für sie an erster Stelle stand und das Wichtigste für sie war.“</p><p>
<strong>Angst und Glaube</strong>
</p>

<p>Auf die Frage nach seinem Motto als Patriarch – „Fürchte dich nicht, glaube einfach“ – antwortete Nona, dass Angst nicht auf den Nahen Osten beschränkt, sondern weltweit vorhanden sei.</p>
<p>„Ich glaube, dass Angst der häufigste Aspekt auf der ganzen Welt ist, nicht nur im Nahen Osten“, sagte er. „Ich habe in Australien gelebt, in dem, was wir die westliche Welt nennen können, und die Angst dort ist dieselbe wie hier – natürlich mit anderen Herausforderungen. Aber Angst gibt es immer. Deshalb müssen wir unserer Angst mit Glauben begegnen.“</p><p>
<strong>Wahrung von Rechten und Würde</strong>
</p>

<p>Auf die Frage nach der zu erwartenden Beziehung zwischen dem neuen Patriarchen und der neuen irakischen Regierung, deren Bildung mit seiner Amtseinführung zusammenfiel, sagte Nona, die Kirche habe historisch gesehen die Rechte ihrer Gläubigen verteidigt und sei weiterhin entschlossen, am Aufbau des Landes auf soliden und rechtlichen Grundlagen mitzuwirken, die die Würde aller Menschen und die Religionsfreiheit achten.</p>
<p>Er hob die wesentliche Rolle der Kirche in der Gesellschaft hervor, wo immer sie präsent ist, sei es durch Einrichtungen im Bereich Bildung und Gesundheit oder andere Institutionen, sei es durch den Dienst an den Menschen und das Eintreten für die Sicherung ihrer Rechte und den Schutz ihrer Würde.</p><p>
<strong>Herausforderungen, im Glauben verwurzelt zu sein</strong>
</p>

<p>Es gebe einige Herausforderungen, denen sich die Mitglieder der chaldäischen Kirche in den Ländern der Diaspora gegenübersehen – sei es in Bezug auf die Verwurzelung im Glauben und die Bewahrung der Identität oder im Umgang mit moralischen Herausforderungen –, griff Nona auf seine Erfahrungen aus seinem Wirken in Australien zurück. Er betonte, es sei möglich, sich diesen Herausforderungen zu stellen und sie erfolgreich zu meistern, indem man die Bedeutung des Glaubens im Leben der Gläubigen vertiefe, insbesondere bei den neuen Generationen, die in den Ländern der Diaspora geboren und aufgewachsen sind.</p>
<p>Er sagte, die Herausforderungen, denen junge Menschen gegenüberstehen, hätten ihre Familien dazu bewegt, zur Kirche zurückzukehren. Wenn diese jungen Menschen ihren Glauben richtig kennenlernen und sinnvolle Antworten auf ihre komplexen und wichtigen Fragen erhalten, gäben sie der Kirche Kraft und Unterstützung und würden zu den stärksten Verteidigern ihres Glaubens und ihrer Identität.</p>
<p>Zur Stärkung des Dialogs zwischen den drei Kirchen, die heute das Erbe der Kirche des Ostens teilen, und zu den Bemühungen um die angestrebte Einheit sagte der chaldäische Patriarch, dass eine echte Beziehung menschlicher Geschwisterlichkeit die Grundlage für Einheit und gemeinsames Handeln sei.</p>
<p>Während er den Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen und dem jeweiligen Erbe jeder Kirche betonte, sagte er, das gemeinsame Erbe und die gemeinsame Tradition der drei Kirchen eröffneten Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit in kulturellen und liturgischen Bereichen, wobei die jeweilige Identität jeder Kirche gewahrt bleibe.</p><p>
<em><strong>Magnifica humanitas</strong></em>
</p>

<p>Nona ging auf das Thema Künstliche Intelligenz und die Bedrohung für die Menschenwürde durch sie ein. Er verwies dabei auf die jüngste Enzyklika <em>Magnifica humanitas</em> von Papst Leo XIV. und betonte, dass die Technologie im Dienst des Menschen und der Menschenwürde stehen und richtig eingesetzt werden müsse, um eine gesunde Menschlichkeit zu fördern, die auf aufrichtigen Werten und Prinzipien beruht – und nicht eine, die den Menschen und seine Würde herabwürdigt oder Gewalt fördert.</p>
<p>Er ermutigte die Menschen, die Lehre des Papstes zu lesen und zu studieren, und erklärte, ihre aktuelle Bedeutung habe Leo dazu veranlasst, sie zum Thema seiner ersten Enzyklika zu wählen.</p><p>
<strong>Völker, die sich nach Frieden sehnen</strong>
</p>

<p>Nona übernimmt sein Amt inmitten der aktuellen Herausforderungen, denen der Nahe Osten gegenübersteht und die er als komplex und schmerzhaft beschrieb. Er wünschte den Ländern und Völkern der Region Frieden und Stabilität: „Ich glaube und denke, dass alle Völker des Nahen Ostens in Frieden und Sicherheit leben wollen. Jahre der Kriege, Spaltungen und Gewalt haben sie erschöpft.“</p>
<p>Auf die Frage, wie er die Zukunft der Region angesichts der anhaltenden Konflikte einschätze, antwortete Nona, dass im Nahen Osten offenbar große Veränderungen im Gange seien. „Derzeit geschieht etwas, das den Nahen Osten stark verändern wird“, sagte er. „Wir hoffen, dass es zum Guten und nicht zum Schlechten sein wird. Deshalb beten wir, dass alles gut wird.“</p>
<p>Er sagte, in einer so komplexen Situation Verantwortung zu übernehmen, sei eine ernste Angelegenheit, die verantwortungsbewusste Disziplin in Wort und Tat erfordere, um Frieden und Stabilität zu erreichen und die Rechte und Würde der Völker zu verteidigen.</p>
<p>Auf die Frage nach der Möglichkeit einer Rückkehr der Christen in den Nahen Osten antwortete Nona, dass ihre Rückkehr und ihr Verbleib von Frieden, Stabilität und einem echten Gefühl der Zugehörigkeit abhingen.</p>
<p>„Wenn in dieser Region Frieden herrscht, wenn Stabilität herrscht, wenn sie das Gefühl haben, Bürger dieses Landes und dieser Länder zu sein, werden sie zurückkommen und hier bleiben“, sagte er. Auf die Frage, ob er hoffe, dass die Christen eines Tages zurückkehren würden, antwortete er: „Das hoffe ich. Natürlich beten wir auch dafür.“</p><p>
<strong>Botschaft an die Katholiken im Westen</strong>
</p>

<p>Nona wandte sich an die Katholiken im Westen und bat sie zunächst, für die chaldäische Kirche zu beten. „Wir brauchen ihre Gebete, denn wir sind alle Christen und Katholiken“, sagte er. Er bat sie außerdem, sich näher mit der chaldäischen Kirche und der Lebensrealität der Christen im Nahen Osten auseinanderzusetzen und die Bemühungen zu unterstützen, die es den Christen ermöglichen, in der Region zu bleiben.</p>
<p>Er hob die Rolle der chaldäischen Jugend und der christlichen Jugend im Allgemeinen als Fundament der Kirche und als feste Säule ihres Auftrags hervor. Er betonte, es sei notwendig, den jungen Menschen den Platz einzuräumen, den sie in der Kirche verdienen.</p>
<p>Nona schloss mit einer Botschaft an die christliche Jugend, die auf seiner persönlichen Erfahrung beruhte: „Unser christlicher Glaube ist unser Fundament, unsere Stärke und unser Leben. In der chaldäischen Kirche leben wir ihn durch unsere chaldäische Identität, die sich in Sprache, Liturgie und Tradition ausdrückt. Je besser junge Menschen ihre Glaubensidentität in ihrer richtigen Form kennenlernen, desto mehr werden sie zu einer gewaltigen Kraft des Glaubens und der Menschlichkeit, die fähig ist, den Glauben und die Menschlichkeit zu verteidigen.“</p>
<p>In einer abschließenden Botschaft an die katholische Jugend weltweit sagte Nona: „Das Gebet ist das Wichtigste. Und versucht auch immer, euren Glauben mit Freude zu leben.“</p>
<p><em>Übersetzt und redigiert aus dem Original von <a href="https://www.ewtnnews.com/world/middle-east/chaldean-patriarch-calls-for-prayer-peace">EWTN News</a>, dem Nachrichtenpartner von CNA Deutsch.</em></p>]]>
        </description>
        <content:encoded>
          <![CDATA[<p>Paul III. Nona macht keinen Hehl aus der Last der Verantwortung, die er empfand, nachdem die Synodenväter seine Wahl zum Patriarchen der chaldäisch-katholischen Kirche bekanntgegeben hatten. Er sagt, dieser Moment sei schwer zu beschreiben, geprägt von einer Mischung aus Ehrfurcht, Furcht und Hochachtung angesichts der ihm anvertrauten Verantwortung sowie von tiefem Respekt für das Vertrauen, das seine Mitbrüder im Bischofsamt in ihn setzten.</p>
<p>In einem Exklusivinterview mit EWTN News, dem Nachrichtenpartner von CNA Deutsch, beschrieb der neue chaldäische Patriarch seine Rückkehr in seine Heimat, um dort als Patriarch zu dienen, mehr als ein Jahrzehnt nachdem er sie im Rahmen des Dienstes der Kirche verlassen hatte.</p>
<p>„Die Kirche sendet uns dorthin, wo Not herrscht“, sagte er. „Wir haben in Mosul in schwierigen Jahren gedient, als die Kirche uns dort brauchte. Wir tun dasselbe, wann immer die Kirche an einem anderen Ort Bedarf an unserem Dienst sieht. Der Zweck unseres Dienstes ist es, unsere Mission zu erfüllen: dort zu sein, wohin die Kirche uns sendet, und an diesem Ort den Willen unseres Herrn zu tun.“</p>
<p>Nona wirkte fast vier Jahre lang unter extrem schwierigen Umständen als Bischof der chaldäischen Eparchie von Mosul, bevor die Stadt 2014 an terroristische Gruppen fiel. Er begleitete die vertriebenen Gläubigen seiner Eparchie und diente ihnen weiterhin in den Dörfern und Städten, in denen sie nach ihrer Vertreibung Zuflucht gefunden hatten. Im Jahr 2015 berief ihn die chaldäische Synode in den Dienst der Eparchie von Australien und Neuseeland, wo er bis zu seiner Wahl zum Patriarchen im vergangenen April blieb.</p>
<p>Als er über seine Erfahrungen in Mossul sprach, sagte Nona, dass sowohl die Jahre vor dem IS als auch die Zeit, die vom Vormarsch der Terrororganisation geprägt war, ihn tief geprägt hätten: „Ich glaube, dass die Erfahrungen in Mossul vor dem IS und auch die Erfahrungen mit dem IS meine Persönlichkeit bereichert und mich als Mensch und als Christ reifer gemacht haben.“</p>
<p>Er erinnerte sich daran, wie er in einer sehr schwierigen Zeit mit den Gläubigen in Mossul gelebt habe, und sagte, ihr Glaube sei „sehr stark“ gewesen. Auch die Vertreibung der Christen in die Region Kurdistan im Irak beschrieb er als eine schmerzhafte, aber spirituell kraftvolle Erfahrung.</p>
<p>„Es war traurig, all diese Menschen in dieser Situation zu sehen“, sagte er. „Andererseits war es aber sehr schön zu sehen, dass ihr Glaube für sie an erster Stelle stand und das Wichtigste für sie war.“</p><p>
<strong>Angst und Glaube</strong>
</p>

<p>Auf die Frage nach seinem Motto als Patriarch – „Fürchte dich nicht, glaube einfach“ – antwortete Nona, dass Angst nicht auf den Nahen Osten beschränkt, sondern weltweit vorhanden sei.</p>
<p>„Ich glaube, dass Angst der häufigste Aspekt auf der ganzen Welt ist, nicht nur im Nahen Osten“, sagte er. „Ich habe in Australien gelebt, in dem, was wir die westliche Welt nennen können, und die Angst dort ist dieselbe wie hier – natürlich mit anderen Herausforderungen. Aber Angst gibt es immer. Deshalb müssen wir unserer Angst mit Glauben begegnen.“</p><p>
<strong>Wahrung von Rechten und Würde</strong>
</p>

<p>Auf die Frage nach der zu erwartenden Beziehung zwischen dem neuen Patriarchen und der neuen irakischen Regierung, deren Bildung mit seiner Amtseinführung zusammenfiel, sagte Nona, die Kirche habe historisch gesehen die Rechte ihrer Gläubigen verteidigt und sei weiterhin entschlossen, am Aufbau des Landes auf soliden und rechtlichen Grundlagen mitzuwirken, die die Würde aller Menschen und die Religionsfreiheit achten.</p>
<p>Er hob die wesentliche Rolle der Kirche in der Gesellschaft hervor, wo immer sie präsent ist, sei es durch Einrichtungen im Bereich Bildung und Gesundheit oder andere Institutionen, sei es durch den Dienst an den Menschen und das Eintreten für die Sicherung ihrer Rechte und den Schutz ihrer Würde.</p><p>
<strong>Herausforderungen, im Glauben verwurzelt zu sein</strong>
</p>

<p>Es gebe einige Herausforderungen, denen sich die Mitglieder der chaldäischen Kirche in den Ländern der Diaspora gegenübersehen – sei es in Bezug auf die Verwurzelung im Glauben und die Bewahrung der Identität oder im Umgang mit moralischen Herausforderungen –, griff Nona auf seine Erfahrungen aus seinem Wirken in Australien zurück. Er betonte, es sei möglich, sich diesen Herausforderungen zu stellen und sie erfolgreich zu meistern, indem man die Bedeutung des Glaubens im Leben der Gläubigen vertiefe, insbesondere bei den neuen Generationen, die in den Ländern der Diaspora geboren und aufgewachsen sind.</p>
<p>Er sagte, die Herausforderungen, denen junge Menschen gegenüberstehen, hätten ihre Familien dazu bewegt, zur Kirche zurückzukehren. Wenn diese jungen Menschen ihren Glauben richtig kennenlernen und sinnvolle Antworten auf ihre komplexen und wichtigen Fragen erhalten, gäben sie der Kirche Kraft und Unterstützung und würden zu den stärksten Verteidigern ihres Glaubens und ihrer Identität.</p>
<p>Zur Stärkung des Dialogs zwischen den drei Kirchen, die heute das Erbe der Kirche des Ostens teilen, und zu den Bemühungen um die angestrebte Einheit sagte der chaldäische Patriarch, dass eine echte Beziehung menschlicher Geschwisterlichkeit die Grundlage für Einheit und gemeinsames Handeln sei.</p>
<p>Während er den Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen und dem jeweiligen Erbe jeder Kirche betonte, sagte er, das gemeinsame Erbe und die gemeinsame Tradition der drei Kirchen eröffneten Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit in kulturellen und liturgischen Bereichen, wobei die jeweilige Identität jeder Kirche gewahrt bleibe.</p><p>
<em><strong>Magnifica humanitas</strong></em>
</p>

<p>Nona ging auf das Thema Künstliche Intelligenz und die Bedrohung für die Menschenwürde durch sie ein. Er verwies dabei auf die jüngste Enzyklika <em>Magnifica humanitas</em> von Papst Leo XIV. und betonte, dass die Technologie im Dienst des Menschen und der Menschenwürde stehen und richtig eingesetzt werden müsse, um eine gesunde Menschlichkeit zu fördern, die auf aufrichtigen Werten und Prinzipien beruht – und nicht eine, die den Menschen und seine Würde herabwürdigt oder Gewalt fördert.</p>
<p>Er ermutigte die Menschen, die Lehre des Papstes zu lesen und zu studieren, und erklärte, ihre aktuelle Bedeutung habe Leo dazu veranlasst, sie zum Thema seiner ersten Enzyklika zu wählen.</p><p>
<strong>Völker, die sich nach Frieden sehnen</strong>
</p>

<p>Nona übernimmt sein Amt inmitten der aktuellen Herausforderungen, denen der Nahe Osten gegenübersteht und die er als komplex und schmerzhaft beschrieb. Er wünschte den Ländern und Völkern der Region Frieden und Stabilität: „Ich glaube und denke, dass alle Völker des Nahen Ostens in Frieden und Sicherheit leben wollen. Jahre der Kriege, Spaltungen und Gewalt haben sie erschöpft.“</p>
<p>Auf die Frage, wie er die Zukunft der Region angesichts der anhaltenden Konflikte einschätze, antwortete Nona, dass im Nahen Osten offenbar große Veränderungen im Gange seien. „Derzeit geschieht etwas, das den Nahen Osten stark verändern wird“, sagte er. „Wir hoffen, dass es zum Guten und nicht zum Schlechten sein wird. Deshalb beten wir, dass alles gut wird.“</p>
<p>Er sagte, in einer so komplexen Situation Verantwortung zu übernehmen, sei eine ernste Angelegenheit, die verantwortungsbewusste Disziplin in Wort und Tat erfordere, um Frieden und Stabilität zu erreichen und die Rechte und Würde der Völker zu verteidigen.</p>
<p>Auf die Frage nach der Möglichkeit einer Rückkehr der Christen in den Nahen Osten antwortete Nona, dass ihre Rückkehr und ihr Verbleib von Frieden, Stabilität und einem echten Gefühl der Zugehörigkeit abhingen.</p>
<p>„Wenn in dieser Region Frieden herrscht, wenn Stabilität herrscht, wenn sie das Gefühl haben, Bürger dieses Landes und dieser Länder zu sein, werden sie zurückkommen und hier bleiben“, sagte er. Auf die Frage, ob er hoffe, dass die Christen eines Tages zurückkehren würden, antwortete er: „Das hoffe ich. Natürlich beten wir auch dafür.“</p><p>
<strong>Botschaft an die Katholiken im Westen</strong>
</p>

<p>Nona wandte sich an die Katholiken im Westen und bat sie zunächst, für die chaldäische Kirche zu beten. „Wir brauchen ihre Gebete, denn wir sind alle Christen und Katholiken“, sagte er. Er bat sie außerdem, sich näher mit der chaldäischen Kirche und der Lebensrealität der Christen im Nahen Osten auseinanderzusetzen und die Bemühungen zu unterstützen, die es den Christen ermöglichen, in der Region zu bleiben.</p>
<p>Er hob die Rolle der chaldäischen Jugend und der christlichen Jugend im Allgemeinen als Fundament der Kirche und als feste Säule ihres Auftrags hervor. Er betonte, es sei notwendig, den jungen Menschen den Platz einzuräumen, den sie in der Kirche verdienen.</p>
<p>Nona schloss mit einer Botschaft an die christliche Jugend, die auf seiner persönlichen Erfahrung beruhte: „Unser christlicher Glaube ist unser Fundament, unsere Stärke und unser Leben. In der chaldäischen Kirche leben wir ihn durch unsere chaldäische Identität, die sich in Sprache, Liturgie und Tradition ausdrückt. Je besser junge Menschen ihre Glaubensidentität in ihrer richtigen Form kennenlernen, desto mehr werden sie zu einer gewaltigen Kraft des Glaubens und der Menschlichkeit, die fähig ist, den Glauben und die Menschlichkeit zu verteidigen.“</p>
<p>In einer abschließenden Botschaft an die katholische Jugend weltweit sagte Nona: „Das Gebet ist das Wichtigste. Und versucht auch immer, euren Glauben mit Freude zu leben.“</p>
<p><em>Übersetzt und redigiert aus dem Original von <a href="https://www.ewtnnews.com/world/middle-east/chaldean-patriarch-calls-for-prayer-peace">EWTN News</a>, dem Nachrichtenpartner von CNA Deutsch.</em></p>]]>
        </content:encoded>
                  <category>Irak</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Welt</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[EWTN News ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Wed, 03 Jun 2026 14:00:00 +0200</pubDate>
        <enclosure length="28958" type="image/webp" url="https://de.catholicnewsagency.com/image/pauliiinona_1780435498.jpg?w=640" />
        <media:content fileSize="28958" medium="image" type="image/webp"
                       url="https://de.catholicnewsagency.com/image/pauliiinona_1780435498.jpg?w=640" />
        <media:thumbnail fileSize="6108" height="150" medium="image" type="image/webp"
                         url="https://de.catholicnewsagency.com/image/pauliiinona_1780435498.jpg?w=150&amp;h=150" width="150" />
      </item>
          <item>
        <title>Papst Leo: Liturgische Riten „sind nicht bloß eine äußere Hülle“</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/24605/papst-leo-liturgische-riten-sind-nicht-bloss-eine-aussere-hulle</link>
        <guid isPermaLink="true">https://de.catholicnewsagency.com/news/24605/papst-leo-liturgische-riten-sind-nicht-bloss-eine-aussere-hulle</guid>
        <description>
          <![CDATA[<p>Papst Leo XIV. hat am Mittwochvormittag bei der Generalaudienz bekräftigt, die liturgischen Riten „sind nicht bloß eine äußere Hülle des sakramentalen Geheimnisses, eine Ansammlung willkürlicher Zeremonien“. Vielmehr handle es sich um „die kirchliche Vermittlung, durch die die göttliche Gabe uns erreicht“.</p>
<p>Der Pontifex sprach bei der Generalaudienz erneut über das Dokument <em>Sacrosanctum concilium</em> des Zweiten Vatikanischen Konzils, das sich mit der Liturgie befasst.</p>
<p>„Riten geben dem liturgischen Handeln und damit unserem Leben Gestalt und wecken in uns eine spirituelle Sensibilität, die uns befähigt, die Gegenwart Gottes durch Jesus Christus zu kosten“, erklärte Leo. „Dies geschieht natürlich nur, wenn wir der Liturgie gegenüber keine Fremden oder stille Zuschauer bleiben, sondern mit unserem ganzen Selbst – Körper, Verstand und Herz – daran teilnehmen, im Gehorsam gegenüber dem Gebot des Herrn.“</p>
<p>„Durch den heiligen Ritus werden wir so geschult im Hören auf das Wort Gottes, im Danken und in der Anbetung, im brüderlichen Teilen und in der kirchlichen Gemeinschaft“, fuhr er fort. „Wir entdecken, dass wir eine Versammlung mit vielen Gesichtern sind, vereint durch denselben Glauben.“</p>
<p>„Der Ritus bindet uns in eine klar definierte Abfolge von Gesten und Gebeten ein, die manchmal im Widerspruch zu unserer individuellen Neigung zur Spontaneität stehen kann“, sagte der Papst. „Seine Logik besteht jedoch nicht darin, die Freiheit in starre Rahmen zu zwängen. Im Gegenteil: Mit der feierlichen Einfachheit seiner Rhythmen unterbricht der Ritus unsere hektischen Aktivitäten und führt uns zurück zum Wesentlichen.“</p>
<p>So könne man „eine andere Dimension des Handelns“ erkennen, „die nicht von Produktivitätskalkülen geleitet ist, und eine andere Erfahrung von Zeit und Raum. Im Ritus erleben wir eine Logik der Unentgeltlichkeit, wir finden eine Pause, die das Herz erneuert, wir erkennen, dass uns die göttliche Gnade vorangeht, wir lernen, in einem vom Heiligen Geist erfüllten Rhythmus zu leben.“</p>
<p>Außerdem sprach der Pontifex über Zeichen und Symbole: „‚Zeichen‘ und ‚Symbol‘ sind Begriffe, die oft synonym verwendet werden. Tatsächlich ist ein Zeichen symbolisch, wenn es nicht nur auf eine Idee, sondern auf ein ganzes System von Bedeutungen und Werten verweisen kann. So wird beispielsweise, wenn wir mit Weihwasser besprengt werden, unser Bewusstsein für die bei der Taufe empfangene Gabe und unsere Verpflichtung zu einem neuen Leben in Christus neu entfacht.“</p>
<p>„Zweitens sind Symbole von Natur aus praktisch, da sie in erster Linie Handlungen sind“, fügte er hinzu, „einige einfach und alltäglich, wie das Knien und der Friedensgruß, andere anspruchsvoller, wie die konstitutiven Handlungen jedes Sakraments. Vor allem aber haben Symbole eine einzigartige performative und transformative Dimension, sowohl in Bezug auf die materiellen Elemente, aus denen sie bestehen, als auch auf diejenigen, die mit ihnen in Berührung kommen: Sie wecken ein Gefühl der Zugehörigkeit, berühren Herz und Verstand und lassen authentische kirchliche Beziehungen entstehen.“</p>
<p>Abschließend forderte Papst Leo: „Wir müssen uns von den Riten der Liturgie erziehen lassen, mit Feingefühl und ohne Willkür auf die Schönheit unserer Feiern achten und uns einer authentischen Mystagogik verschreiben. Die Erfahrung einer lebendigen und frommen Liturgie, begleitet von einer angemessenen mystagogischen Katechese, ist die beste Quelle, um in jedem Menschen jene Offenheit für die Begegnung mit Gott wieder zu wecken, die nach der Logik der Menschwerdung nur unter Einbeziehung des ganzen Menschen – Geist, Seele und Leib – stattfinden kann.“</p>]]>
        </description>
        <content:encoded>
          <![CDATA[<p>Papst Leo XIV. hat am Mittwochvormittag bei der Generalaudienz bekräftigt, die liturgischen Riten „sind nicht bloß eine äußere Hülle des sakramentalen Geheimnisses, eine Ansammlung willkürlicher Zeremonien“. Vielmehr handle es sich um „die kirchliche Vermittlung, durch die die göttliche Gabe uns erreicht“.</p>
<p>Der Pontifex sprach bei der Generalaudienz erneut über das Dokument <em>Sacrosanctum concilium</em> des Zweiten Vatikanischen Konzils, das sich mit der Liturgie befasst.</p>
<p>„Riten geben dem liturgischen Handeln und damit unserem Leben Gestalt und wecken in uns eine spirituelle Sensibilität, die uns befähigt, die Gegenwart Gottes durch Jesus Christus zu kosten“, erklärte Leo. „Dies geschieht natürlich nur, wenn wir der Liturgie gegenüber keine Fremden oder stille Zuschauer bleiben, sondern mit unserem ganzen Selbst – Körper, Verstand und Herz – daran teilnehmen, im Gehorsam gegenüber dem Gebot des Herrn.“</p>
<p>„Durch den heiligen Ritus werden wir so geschult im Hören auf das Wort Gottes, im Danken und in der Anbetung, im brüderlichen Teilen und in der kirchlichen Gemeinschaft“, fuhr er fort. „Wir entdecken, dass wir eine Versammlung mit vielen Gesichtern sind, vereint durch denselben Glauben.“</p>
<p>„Der Ritus bindet uns in eine klar definierte Abfolge von Gesten und Gebeten ein, die manchmal im Widerspruch zu unserer individuellen Neigung zur Spontaneität stehen kann“, sagte der Papst. „Seine Logik besteht jedoch nicht darin, die Freiheit in starre Rahmen zu zwängen. Im Gegenteil: Mit der feierlichen Einfachheit seiner Rhythmen unterbricht der Ritus unsere hektischen Aktivitäten und führt uns zurück zum Wesentlichen.“</p>
<p>So könne man „eine andere Dimension des Handelns“ erkennen, „die nicht von Produktivitätskalkülen geleitet ist, und eine andere Erfahrung von Zeit und Raum. Im Ritus erleben wir eine Logik der Unentgeltlichkeit, wir finden eine Pause, die das Herz erneuert, wir erkennen, dass uns die göttliche Gnade vorangeht, wir lernen, in einem vom Heiligen Geist erfüllten Rhythmus zu leben.“</p>
<p>Außerdem sprach der Pontifex über Zeichen und Symbole: „‚Zeichen‘ und ‚Symbol‘ sind Begriffe, die oft synonym verwendet werden. Tatsächlich ist ein Zeichen symbolisch, wenn es nicht nur auf eine Idee, sondern auf ein ganzes System von Bedeutungen und Werten verweisen kann. So wird beispielsweise, wenn wir mit Weihwasser besprengt werden, unser Bewusstsein für die bei der Taufe empfangene Gabe und unsere Verpflichtung zu einem neuen Leben in Christus neu entfacht.“</p>
<p>„Zweitens sind Symbole von Natur aus praktisch, da sie in erster Linie Handlungen sind“, fügte er hinzu, „einige einfach und alltäglich, wie das Knien und der Friedensgruß, andere anspruchsvoller, wie die konstitutiven Handlungen jedes Sakraments. Vor allem aber haben Symbole eine einzigartige performative und transformative Dimension, sowohl in Bezug auf die materiellen Elemente, aus denen sie bestehen, als auch auf diejenigen, die mit ihnen in Berührung kommen: Sie wecken ein Gefühl der Zugehörigkeit, berühren Herz und Verstand und lassen authentische kirchliche Beziehungen entstehen.“</p>
<p>Abschließend forderte Papst Leo: „Wir müssen uns von den Riten der Liturgie erziehen lassen, mit Feingefühl und ohne Willkür auf die Schönheit unserer Feiern achten und uns einer authentischen Mystagogik verschreiben. Die Erfahrung einer lebendigen und frommen Liturgie, begleitet von einer angemessenen mystagogischen Katechese, ist die beste Quelle, um in jedem Menschen jene Offenheit für die Begegnung mit Gott wieder zu wecken, die nach der Logik der Menschwerdung nur unter Einbeziehung des ganzen Menschen – Geist, Seele und Leib – stattfinden kann.“</p>]]>
        </content:encoded>
                  <category>Vatikanstadt</category>
                                  <category>Vatikan</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Wed, 03 Jun 2026 12:30:00 +0200</pubDate>
        <enclosure length="72260" type="image/webp" url="https://de.catholicnewsagency.com/image/whatsapp-image-2026-06-03-at-04_1780476311.jpeg?w=640" />
        <media:content fileSize="72260" medium="image" type="image/webp"
                       url="https://de.catholicnewsagency.com/image/whatsapp-image-2026-06-03-at-04_1780476311.jpeg?w=640" />
        <media:thumbnail fileSize="9410" height="150" medium="image" type="image/webp"
                         url="https://de.catholicnewsagency.com/image/whatsapp-image-2026-06-03-at-04_1780476311.jpeg?w=150&amp;h=150" width="150" />
      </item>
      </channel>
</rss>
