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    <title>CNA Deutsch</title>
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    <description>CNA Deutsch ist eine Nachrichtenagentur der ACI Gruppe — ein Service von EWTN News mit Hauptsitz in Washington, D.C.</description>
    <language>en</language>
    <copyright>Copyright © 2026, CNA Deutsch</copyright>
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      <title>CNA Deutsch</title>
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      <link>https://de.catholicnewsagency.com</link>
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          <item>
        <title>Papst Leo: „Offenbarung der Güte Gottes gilt für alle, nicht nur für einige“</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/25847/papst-leo-offenbarung-der-gute-gottes-gilt-fur-alle-nicht-nur-fur-einige</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Papst Leo XIV. hat am Sonntag beim Angelusgebet betont, die „Offenbarung der Güte Gottes gilt für alle, nicht nur für einige“. Er nahm damit Bezug auf das <a href="https://schott.erzabtei-beuron.de/jk25/SonntagA.htm?datum=2026-09-20&amp;r=1">Sonntagsevangelium</a> von den Arbeitern im Weinberg.</p>
<p>Man höre dort „die Geschichte von den Arbeitern, die zur Arbeit in den Weinberg gerufen werden“, erinnerte Leo, und zwar „die einen für den ganzen Tag, die anderen nur für ein paar Stunden, wieder andere erst kurz vor Sonnenuntergang“.</p>
<p>„Doch die zentrale Stelle des Gleichnisses ist der Augenblick der Entlohnung, als der Gutsherr gegenüber den Arbeitern der ersten Stunde Wort hält und sie wie vereinbart bezahlt, aber möchte, dass sie seine Güte erkennen, und die Letzten – vor ihren Augen – genauso behandelt wie sie“, sagte der Papst.</p>
<p>Gott habe „andere Wege und neue Gedanken auch für jene, die sich für die Ersten halten und glauben, sie hätten das, was sie sind, verdient und das erreichte Ergebnis stünde ihnen zu“, erklärte Leo. „Wir alle gewinnen jedoch an Freude, Verständnis und Zukunft, wenn das Gesetz der Liebe das Gesetz des Kalküls aufbricht, wenn die Erfahrung des Erbarmens die des Verdienens weitet, wenn das Geschenk des Friedens Rivalitäten aufhebt und uns in Dankbarkeit einander näherbringt.“</p>
<p>Papst Leo bekräftigte: „Brüder und Schwestern, es ist eine Gnade, Mitarbeiter Gottes zu sein, in seinem Weinberg zu arbeiten, seinem Reich der Gerechtigkeit und des Friedens zu dienen! Dort, wo das Neue hereinbricht, das Gott für uns bereithält, ist kein Platz für Neid und Spaltung.“</p>
<p>„Lasst uns also den Herrn suchen, solange er sich finden lässt, lasst uns ihn anrufen, solange er nahe ist; und verlassen wir unsere verkehrten Wege und unsere ungerechten Gedanken!“, forderte er die Gläubigen auf. Maria, die Muttergottes, helfe dabei, „auf Gott zu hoffen und uns seiner Barmherzigkeit anzuvertrauen, damit seine Wege zu unseren Wegen und seine Gedanken zu unseren Gedanken werden“.</p>]]>
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          <![CDATA[<p>Papst Leo XIV. hat am Sonntag beim Angelusgebet betont, die „Offenbarung der Güte Gottes gilt für alle, nicht nur für einige“. Er nahm damit Bezug auf das <a href="https://schott.erzabtei-beuron.de/jk25/SonntagA.htm?datum=2026-09-20&amp;r=1">Sonntagsevangelium</a> von den Arbeitern im Weinberg.</p>
<p>Man höre dort „die Geschichte von den Arbeitern, die zur Arbeit in den Weinberg gerufen werden“, erinnerte Leo, und zwar „die einen für den ganzen Tag, die anderen nur für ein paar Stunden, wieder andere erst kurz vor Sonnenuntergang“.</p>
<p>„Doch die zentrale Stelle des Gleichnisses ist der Augenblick der Entlohnung, als der Gutsherr gegenüber den Arbeitern der ersten Stunde Wort hält und sie wie vereinbart bezahlt, aber möchte, dass sie seine Güte erkennen, und die Letzten – vor ihren Augen – genauso behandelt wie sie“, sagte der Papst.</p>
<p>Gott habe „andere Wege und neue Gedanken auch für jene, die sich für die Ersten halten und glauben, sie hätten das, was sie sind, verdient und das erreichte Ergebnis stünde ihnen zu“, erklärte Leo. „Wir alle gewinnen jedoch an Freude, Verständnis und Zukunft, wenn das Gesetz der Liebe das Gesetz des Kalküls aufbricht, wenn die Erfahrung des Erbarmens die des Verdienens weitet, wenn das Geschenk des Friedens Rivalitäten aufhebt und uns in Dankbarkeit einander näherbringt.“</p>
<p>Papst Leo bekräftigte: „Brüder und Schwestern, es ist eine Gnade, Mitarbeiter Gottes zu sein, in seinem Weinberg zu arbeiten, seinem Reich der Gerechtigkeit und des Friedens zu dienen! Dort, wo das Neue hereinbricht, das Gott für uns bereithält, ist kein Platz für Neid und Spaltung.“</p>
<p>„Lasst uns also den Herrn suchen, solange er sich finden lässt, lasst uns ihn anrufen, solange er nahe ist; und verlassen wir unsere verkehrten Wege und unsere ungerechten Gedanken!“, forderte er die Gläubigen auf. Maria, die Muttergottes, helfe dabei, „auf Gott zu hoffen und uns seiner Barmherzigkeit anzuvertrauen, damit seine Wege zu unseren Wegen und seine Gedanken zu unseren Gedanken werden“.</p>]]>
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                  <category>Vatikanstadt</category>
                                  <category>Vatikan</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Sun, 20 Sep 2026 12:10:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Franziskaner in Syrien: „Die Unsicherheit hat enorm zugenommen“</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/25817/franziskaner-in-syrien-die-unsicherheit-hat-enorm-zugenommen</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Fast zwei Jahre nach dem Sturz des Assad-Regimes und dem Amtsantritt der neuen Regierung hat sich die Sicherheitslage in Syrien nach Einschätzung eines dort tätigen Franziskaners deutlich verschlechtert. Christen seien zunehmend mit Diskriminierung und Einschüchterungen konfrontiert. Das erklärte Pater Fadi Azar aus Aleppo im Gespräch mit dem weltweiten katholischen Hilfswerk „Kirche in Not“ (ACN).</p>
<p>„Die Unsicherheit hat enorm zugenommen“, berichtete Pater Fadi. Die schwierige wirtschaftliche Situation, Inflation und Arbeitslosigkeit hätten zu einem Anstieg der Kriminalität geführt. Es gebe mehr Entführungen und Plünderungen. „Früher konnten die Menschen ihre Haustüren offenlassen, heute trifft jeder Sicherheitsvorkehrungen, weil sogar Strom- und Wasserzähler gestohlen werden“, erzählte der Franziskaner.</p><p>
<strong>Angriffe und Einschüchterungen gegen Christen</strong>
</p>

<p>Hinzu komme eine wachsende Angst innerhalb der christlichen Minderheit. Azar verwies auf den Anschlag auf die griechisch-orthodoxe Mar-Elias-Kirche in Damaskus im Juni 2025. Es habe außerdem weitere Übergriffe gegeben. Christliche Friedhöfe seien geschändet und Kirchen mit christenfeindlichen Parolen beschmiert worden. „Zudem kommt es immer wieder vor, dass radikale islamistische Gruppen mit Lautsprecherwagen durch Ortschaften fahren und die Christen dazu auffordern, zum Islam zu konvertieren“, berichtete Pater Fadi.</p>
<p>Auch im Berufsleben seien Christen von Benachteiligungen betroffen: „Einige Menschen haben ihre Arbeit verloren, nur weil sie Christen sind, oder konnten aufgrund von Diskriminierung beruflich nicht vorankommen.“ Besonders für junge Menschen verschärfe dies die Perspektivlosigkeit. Viele junge Menschen würden erneut über Auswanderung nachdenken, sagte der Franziskaner: „Manche erwägen sogar, nach Afrika zu gehen, obwohl es dort nicht so viele Möglichkeiten gibt wie in anderen Teilen der Welt – doch sie sehnen sich nach Frieden und Stabilität.“</p>
<p>In dieser Situation versuche die Kirche, den Menschen sowohl geistlich als auch materiell beizustehen. „Die Kirche steht an der Seite der Menschen, unterstützt sie, gibt Hoffnung und hört ihnen zu“, sagte Pater Fadi. Viele Pfarreien betrieben medizinische Anlaufstellen und verteilten Medikamente, Lebensmittel, Kleidung und Schulmaterial. Gleichzeitig blieben Seelsorge und die Spendung der Sakramente zentrale Aufgaben.</p><p>
<strong>„Bitte vergesst uns nicht“</strong>
</p>

<p>„Kirche in Not“ unterstützt die kirchliche Nothilfe in Syrien unter anderem durch das Ernährungsprojekt „Ein Tropfen Milch“, bei dem Familien Milchpulver für Babys und Kleinkinder erhalten, Hilfen für christliche Schulen sowie Mess-Stipendien für Priester, die sonst keinerlei Einkommen hätten. „Ohne diese Hilfe wäre es unmöglich, weiterzuleben und den Auftrag der Kirche in Syrien zu erfüllen“, betonte Pater Fadi.</p>
<p>Der Ordensmann verbindet damit einen Appell an die internationale Gemeinschaft. Er hoffe auf Unterstützung für alle Minderheiten in Syrien, nicht nur für die Christen. Zugleich räumte er ein, dass viele Menschen das Vertrauen darauf inzwischen verloren hätten. „Bitte betet für Syrien und vergesst uns nicht“, sagte Pater Fadi abschließend.</p>]]>
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          <![CDATA[<p>Fast zwei Jahre nach dem Sturz des Assad-Regimes und dem Amtsantritt der neuen Regierung hat sich die Sicherheitslage in Syrien nach Einschätzung eines dort tätigen Franziskaners deutlich verschlechtert. Christen seien zunehmend mit Diskriminierung und Einschüchterungen konfrontiert. Das erklärte Pater Fadi Azar aus Aleppo im Gespräch mit dem weltweiten katholischen Hilfswerk „Kirche in Not“ (ACN).</p>
<p>„Die Unsicherheit hat enorm zugenommen“, berichtete Pater Fadi. Die schwierige wirtschaftliche Situation, Inflation und Arbeitslosigkeit hätten zu einem Anstieg der Kriminalität geführt. Es gebe mehr Entführungen und Plünderungen. „Früher konnten die Menschen ihre Haustüren offenlassen, heute trifft jeder Sicherheitsvorkehrungen, weil sogar Strom- und Wasserzähler gestohlen werden“, erzählte der Franziskaner.</p><p>
<strong>Angriffe und Einschüchterungen gegen Christen</strong>
</p>

<p>Hinzu komme eine wachsende Angst innerhalb der christlichen Minderheit. Azar verwies auf den Anschlag auf die griechisch-orthodoxe Mar-Elias-Kirche in Damaskus im Juni 2025. Es habe außerdem weitere Übergriffe gegeben. Christliche Friedhöfe seien geschändet und Kirchen mit christenfeindlichen Parolen beschmiert worden. „Zudem kommt es immer wieder vor, dass radikale islamistische Gruppen mit Lautsprecherwagen durch Ortschaften fahren und die Christen dazu auffordern, zum Islam zu konvertieren“, berichtete Pater Fadi.</p>
<p>Auch im Berufsleben seien Christen von Benachteiligungen betroffen: „Einige Menschen haben ihre Arbeit verloren, nur weil sie Christen sind, oder konnten aufgrund von Diskriminierung beruflich nicht vorankommen.“ Besonders für junge Menschen verschärfe dies die Perspektivlosigkeit. Viele junge Menschen würden erneut über Auswanderung nachdenken, sagte der Franziskaner: „Manche erwägen sogar, nach Afrika zu gehen, obwohl es dort nicht so viele Möglichkeiten gibt wie in anderen Teilen der Welt – doch sie sehnen sich nach Frieden und Stabilität.“</p>
<p>In dieser Situation versuche die Kirche, den Menschen sowohl geistlich als auch materiell beizustehen. „Die Kirche steht an der Seite der Menschen, unterstützt sie, gibt Hoffnung und hört ihnen zu“, sagte Pater Fadi. Viele Pfarreien betrieben medizinische Anlaufstellen und verteilten Medikamente, Lebensmittel, Kleidung und Schulmaterial. Gleichzeitig blieben Seelsorge und die Spendung der Sakramente zentrale Aufgaben.</p><p>
<strong>„Bitte vergesst uns nicht“</strong>
</p>

<p>„Kirche in Not“ unterstützt die kirchliche Nothilfe in Syrien unter anderem durch das Ernährungsprojekt „Ein Tropfen Milch“, bei dem Familien Milchpulver für Babys und Kleinkinder erhalten, Hilfen für christliche Schulen sowie Mess-Stipendien für Priester, die sonst keinerlei Einkommen hätten. „Ohne diese Hilfe wäre es unmöglich, weiterzuleben und den Auftrag der Kirche in Syrien zu erfüllen“, betonte Pater Fadi.</p>
<p>Der Ordensmann verbindet damit einen Appell an die internationale Gemeinschaft. Er hoffe auf Unterstützung für alle Minderheiten in Syrien, nicht nur für die Christen. Zugleich räumte er ein, dass viele Menschen das Vertrauen darauf inzwischen verloren hätten. „Bitte betet für Syrien und vergesst uns nicht“, sagte Pater Fadi abschließend.</p>]]>
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                  <category>Deutschland</category>
                          <category>München</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[Kirche in Not ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Sun, 20 Sep 2026 08:00:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>13-Jähriger US-Amerikaner hat angeblich Marienerscheinung, wird von Gehirn-Tumor geheilt</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/25813/13-jahriger-us-amerikaner-hat-angeblich-marienerscheinung-wird-von-gehirn-tumor-geheilt</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Für einen Aufsatz und ein Video über das Priestertum wurde der 13-jährige Dominic Auricchio von der Erzdiözese Newark ausgezeichnet. In dem Video berichtet der Schüler aus Westfield im US-Bundesstaat New Jersey von einer angeblichen Marienerscheinung, nach der ein Geschwulst in seinem Gehirn zu schrumpfen begann. Eine kirchliche Anerkennung als Wunder gibt es jedoch nicht.</p>
<p>„Sie war gekleidet, wie wir sie uns vorstellen […], und sie sagte mir, dass alles gut werden würde“, sagte Auricchio der <a href="https://nypost.com/2026/09/05/lifestyle/nj-teen-set-on-priesthood-had-virgin-mary-vision-before-tumor-shrank/">New York Post</a>. Nach seiner Schilderung erschien ihm die Gottesmutter im Mai 2023 in seinem Schlafzimmer.</p>
<p>Zum Priestertum fühlt sich der Junge schon seit seinem vierten Lebensjahr hingezogen. „Ich hatte einen Traum, und Gott kam zu mir“, sagte er der Zeitung. „Er sagte mir, ich solle Priester werden […], und seitdem wollte ich Priester werden.“</p>
<p>Begonnen hatte die Krankheitsgeschichte im Dezember 2022 mit Kopfschmerzen. Ein MRT zeigte damals ein großes Geschwulst im Gehirn. „Er bekam Medikamente, und wir haben hin und her überlegt, was wir tun sollten. Wir wollten natürlich keine Operation, wenn es nicht sein musste […], denn wegen der Lage hätten sie in den Knochen schneiden müssen“, sagte seine Mutter Maria Auricchio.</p>
<p>Nach der Diagnose hörte sie ihren Sohn auf der Heimfahrt von der Schule mit Gott sprechen. „Er sagte schlicht: ‚Ich bin einfach zu jung zum Sterben‘“, erinnerte sie sich.</p>
<p>Im Juni 2023 folgte eine Computertomografie. „Sie riefen mich an und sagten: ‚Es gibt keinen Grund, die Operation weiterzuverfolgen‘, und jetzt ist es wie nichts“, sagte die Mutter. „Wenn er jetzt ein MRT hat, erscheint es nur noch als ein ganz kleiner Punkt.“</p>
<p><a href="https://jerseycatholic.org/7th-grader-brings-unique-story-to-essay-about-priesthood">Jersey Catholic</a>, das Nachrichtenportal der Erzdiözese Newark, schrieb am 22. Juli: „Auch wenn seine Genesung nicht als wunderbar bestätigt werden kann, weil er Medikamente einnahm, die die Besserung verursacht haben könnten“, glaube seine Mutter, die selbst Maria heißt, „dass Gott ihren Sohn geheilt hat“.</p>
<p>Auch der Junge selbst ist überzeugt, dass mehr als die Medizin am Werk war. „Ich erzähle es anderen gern, weil es sie daran erinnert, dass Gott immer da ist“, sagte er dem Portal. „Es gibt ihnen Hoffnung.“</p>
<p>Die Kirche prüft mögliche Wunder in der Regel sehr sorgfältig. Ein Prüfungsverfahren zu dem Vorgang in New Jersey ist jedoch nicht bekannt. </p>
<p>Ausgezeichnet wurde lediglich sein Beitrag zu einem Aufsatz- und Videowettbewerb zu Priesterberufungen, nicht die geschilderte Erscheinung selbst. Beim „Cardinal Joseph Tobin Essay and Video Contest” sollten Siebtklässler erklären, warum Priester wichtig sind. Auricchios Beitrag setzte sich gegen 49 andere durch. Im Juni überreichte man ihm das Preisgeld von 1.500 Dollar (rund 1.280 Euro).</p>
<p>„Ich war wirklich glücklich, als ich gewonnen habe“, sagte Auricchio gegenüber Jersey Catholic. „Priester zu werden ist mir wichtig, deshalb habe ich an allem hart gearbeitet. Den Preis vor so vielen Menschen entgegenzunehmen, hat mir das Gefühl gegeben, etwas erreicht zu haben.“</p>]]>
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          <![CDATA[<p>Für einen Aufsatz und ein Video über das Priestertum wurde der 13-jährige Dominic Auricchio von der Erzdiözese Newark ausgezeichnet. In dem Video berichtet der Schüler aus Westfield im US-Bundesstaat New Jersey von einer angeblichen Marienerscheinung, nach der ein Geschwulst in seinem Gehirn zu schrumpfen begann. Eine kirchliche Anerkennung als Wunder gibt es jedoch nicht.</p>
<p>„Sie war gekleidet, wie wir sie uns vorstellen […], und sie sagte mir, dass alles gut werden würde“, sagte Auricchio der <a href="https://nypost.com/2026/09/05/lifestyle/nj-teen-set-on-priesthood-had-virgin-mary-vision-before-tumor-shrank/">New York Post</a>. Nach seiner Schilderung erschien ihm die Gottesmutter im Mai 2023 in seinem Schlafzimmer.</p>
<p>Zum Priestertum fühlt sich der Junge schon seit seinem vierten Lebensjahr hingezogen. „Ich hatte einen Traum, und Gott kam zu mir“, sagte er der Zeitung. „Er sagte mir, ich solle Priester werden […], und seitdem wollte ich Priester werden.“</p>
<p>Begonnen hatte die Krankheitsgeschichte im Dezember 2022 mit Kopfschmerzen. Ein MRT zeigte damals ein großes Geschwulst im Gehirn. „Er bekam Medikamente, und wir haben hin und her überlegt, was wir tun sollten. Wir wollten natürlich keine Operation, wenn es nicht sein musste […], denn wegen der Lage hätten sie in den Knochen schneiden müssen“, sagte seine Mutter Maria Auricchio.</p>
<p>Nach der Diagnose hörte sie ihren Sohn auf der Heimfahrt von der Schule mit Gott sprechen. „Er sagte schlicht: ‚Ich bin einfach zu jung zum Sterben‘“, erinnerte sie sich.</p>
<p>Im Juni 2023 folgte eine Computertomografie. „Sie riefen mich an und sagten: ‚Es gibt keinen Grund, die Operation weiterzuverfolgen‘, und jetzt ist es wie nichts“, sagte die Mutter. „Wenn er jetzt ein MRT hat, erscheint es nur noch als ein ganz kleiner Punkt.“</p>
<p><a href="https://jerseycatholic.org/7th-grader-brings-unique-story-to-essay-about-priesthood">Jersey Catholic</a>, das Nachrichtenportal der Erzdiözese Newark, schrieb am 22. Juli: „Auch wenn seine Genesung nicht als wunderbar bestätigt werden kann, weil er Medikamente einnahm, die die Besserung verursacht haben könnten“, glaube seine Mutter, die selbst Maria heißt, „dass Gott ihren Sohn geheilt hat“.</p>
<p>Auch der Junge selbst ist überzeugt, dass mehr als die Medizin am Werk war. „Ich erzähle es anderen gern, weil es sie daran erinnert, dass Gott immer da ist“, sagte er dem Portal. „Es gibt ihnen Hoffnung.“</p>
<p>Die Kirche prüft mögliche Wunder in der Regel sehr sorgfältig. Ein Prüfungsverfahren zu dem Vorgang in New Jersey ist jedoch nicht bekannt. </p>
<p>Ausgezeichnet wurde lediglich sein Beitrag zu einem Aufsatz- und Videowettbewerb zu Priesterberufungen, nicht die geschilderte Erscheinung selbst. Beim „Cardinal Joseph Tobin Essay and Video Contest” sollten Siebtklässler erklären, warum Priester wichtig sind. Auricchios Beitrag setzte sich gegen 49 andere durch. Im Juni überreichte man ihm das Preisgeld von 1.500 Dollar (rund 1.280 Euro).</p>
<p>„Ich war wirklich glücklich, als ich gewonnen habe“, sagte Auricchio gegenüber Jersey Catholic. „Priester zu werden ist mir wichtig, deshalb habe ich an allem hart gearbeitet. Den Preis vor so vielen Menschen entgegenzunehmen, hat mir das Gefühl gegeben, etwas erreicht zu haben.“</p>]]>
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                  <category>Vereinigte Staaten</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Welt</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[Alexander Folz ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Sun, 20 Sep 2026 07:00:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Einzige katholische Schule im Gazastreifen nach drei Jahren wiedereröffnet</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/25829/einzige-katholische-schule-im-gazastreifen-nach-drei-jahren-wiedereroffnet</link>
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          <![CDATA[<p>Eine katholische Schule im vom Krieg zerrütteten Gazastreifen hat nach fast dreijähriger Schließung wieder ihre Türen geöffnet. Die „Holy Family School“, die zur einzigen katholischen Kirche in Gaza, der Pfarrei „Holy Family“, gehört, begrüßte am 15. September laut Angaben der katholischen Hilfsorganisation „Kirche in Not“ (ACN) rund 1.000 Schüler zum Schulbeginn.</p>
<p>Der Pfarrer von „Holy Family“, Pater Gabriel Romanelli, erklärte einer Delegation von ACN bei deren Besuch, er hoffe, dass die Wiedereröffnung der Schule den Schülern und ihren Familien „ein gewisses Gefühl der Normalität“ bringe, „auch wenn in Gaza nichts normal ist“.</p>
<p>„Es gibt fast keinen Ort in Gaza, der nicht zerstört wurde, überall herrscht Verwüstung“, sagte Romanelli. „Aber wir haben hart daran gearbeitet, die Schule zu einem sauberen Ort zu machen, an dem sich die Kinder – die so viel durchgemacht haben – sicher fühlen können.“</p>
<p>Die ACN-Delegation war laut Angaben der Hilfsorganisation in Gaza, um die Bedürfnisse vor Ort während des andauernden Krieges mit Israel zu erfassen.</p>
<p>Die Mehrheit der 1.000 Schüler der Schule sind Muslime, so George Akroush, Leiter des Projektentwicklungsbüros des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem. Christliche Schüler machen etwa 13 Prozent der Schülerschaft aus.</p>
<p>„Zum ersten Mal werden alle christlichen Schüler in Gaza gemeinsam in einer christlichen Schule unterrichtet“, erklärte Akroush gegenüber ACN. „Dies schafft ein starkes Gemeinschaftsgefühl und zeigt, dass die Kirche ihnen weiterhin nahesteht und sie inmitten all dessen, was sie durchmachen, begleitet.“</p>
<p>Bisher gab es in Gaza fünf christliche Schulen: drei katholische, eine protestantische und eine orthodoxe.</p>
<p>Romanelli sagte, er hoffe, dass die wiedereröffnete Schule „wie ein Licht in der Dunkelheit für die lokale Gemeinschaft sein wird, die so viel Leid erfahren hat“.</p>
<p>„Jeder in Gaza trägt so viel Trauma mit sich“, sagte er und fügte gegenüber ACN hinzu, dass die Schule ein psychosoziales Betreuungsprogramm integriere, „das ein wichtiger Teil unserer Arbeit mit den Kindern sein wird“, ebenso wie mit den Lehrern, von denen viele „so traumatisiert sind, dass es fast so ist, als wären sie nicht mehr dieselben Menschen, die wir vor Kriegsbeginn kannten“.</p>
<p>Er hoffe, dass die Bewohner Gazas, die begonnen haben, in die verwüstete Region zurückzukehren, wenn sie die „Schüler in ihren Uniformen zur Schule kommen sehen, darin ein Zeichen dafür erkennen, dass es eine Zukunft gibt“.</p>
<p>Der Priester berichtete, dass er die Familien sonntags nach der Messe an den Strand mitnehme, „auch wenn das Wasser am Strand voller Trümmer ist – überall in Gaza ist alles voller Trümmer“, denn „wir möchten den Familien etwas Zeit zur Erholung bieten“.</p>
<p>„Die Not in Gaza ist enorm“, fuhr er fort und berichtete, dass die Schüler ihn gebeten hätten, die Schule für außerschulische Aktivitäten offen zu halten, weil „wir nichts zu tun haben und nirgendwo hingehen können“.</p>
<p><em>Übersetzt und redigiert aus dem Original von <a href="https://www.ewtnnews.com/world/middle-east/gaza-s-only-catholic-school-reopens-after-3-year-closure">EWTN News English</a>, dem Nachrichtenpartner von CNA Deutsch.</em></p>]]>
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          <![CDATA[<p>Eine katholische Schule im vom Krieg zerrütteten Gazastreifen hat nach fast dreijähriger Schließung wieder ihre Türen geöffnet. Die „Holy Family School“, die zur einzigen katholischen Kirche in Gaza, der Pfarrei „Holy Family“, gehört, begrüßte am 15. September laut Angaben der katholischen Hilfsorganisation „Kirche in Not“ (ACN) rund 1.000 Schüler zum Schulbeginn.</p>
<p>Der Pfarrer von „Holy Family“, Pater Gabriel Romanelli, erklärte einer Delegation von ACN bei deren Besuch, er hoffe, dass die Wiedereröffnung der Schule den Schülern und ihren Familien „ein gewisses Gefühl der Normalität“ bringe, „auch wenn in Gaza nichts normal ist“.</p>
<p>„Es gibt fast keinen Ort in Gaza, der nicht zerstört wurde, überall herrscht Verwüstung“, sagte Romanelli. „Aber wir haben hart daran gearbeitet, die Schule zu einem sauberen Ort zu machen, an dem sich die Kinder – die so viel durchgemacht haben – sicher fühlen können.“</p>
<p>Die ACN-Delegation war laut Angaben der Hilfsorganisation in Gaza, um die Bedürfnisse vor Ort während des andauernden Krieges mit Israel zu erfassen.</p>
<p>Die Mehrheit der 1.000 Schüler der Schule sind Muslime, so George Akroush, Leiter des Projektentwicklungsbüros des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem. Christliche Schüler machen etwa 13 Prozent der Schülerschaft aus.</p>
<p>„Zum ersten Mal werden alle christlichen Schüler in Gaza gemeinsam in einer christlichen Schule unterrichtet“, erklärte Akroush gegenüber ACN. „Dies schafft ein starkes Gemeinschaftsgefühl und zeigt, dass die Kirche ihnen weiterhin nahesteht und sie inmitten all dessen, was sie durchmachen, begleitet.“</p>
<p>Bisher gab es in Gaza fünf christliche Schulen: drei katholische, eine protestantische und eine orthodoxe.</p>
<p>Romanelli sagte, er hoffe, dass die wiedereröffnete Schule „wie ein Licht in der Dunkelheit für die lokale Gemeinschaft sein wird, die so viel Leid erfahren hat“.</p>
<p>„Jeder in Gaza trägt so viel Trauma mit sich“, sagte er und fügte gegenüber ACN hinzu, dass die Schule ein psychosoziales Betreuungsprogramm integriere, „das ein wichtiger Teil unserer Arbeit mit den Kindern sein wird“, ebenso wie mit den Lehrern, von denen viele „so traumatisiert sind, dass es fast so ist, als wären sie nicht mehr dieselben Menschen, die wir vor Kriegsbeginn kannten“.</p>
<p>Er hoffe, dass die Bewohner Gazas, die begonnen haben, in die verwüstete Region zurückzukehren, wenn sie die „Schüler in ihren Uniformen zur Schule kommen sehen, darin ein Zeichen dafür erkennen, dass es eine Zukunft gibt“.</p>
<p>Der Priester berichtete, dass er die Familien sonntags nach der Messe an den Strand mitnehme, „auch wenn das Wasser am Strand voller Trümmer ist – überall in Gaza ist alles voller Trümmer“, denn „wir möchten den Familien etwas Zeit zur Erholung bieten“.</p>
<p>„Die Not in Gaza ist enorm“, fuhr er fort und berichtete, dass die Schüler ihn gebeten hätten, die Schule für außerschulische Aktivitäten offen zu halten, weil „wir nichts zu tun haben und nirgendwo hingehen können“.</p>
<p><em>Übersetzt und redigiert aus dem Original von <a href="https://www.ewtnnews.com/world/middle-east/gaza-s-only-catholic-school-reopens-after-3-year-closure">EWTN News English</a>, dem Nachrichtenpartner von CNA Deutsch.</em></p>]]>
        </content:encoded>
                  <category>Heiliges Land</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Welt</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[Amira Abuzeid ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Sat, 19 Sep 2026 09:00:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Einen Monat nach Erdbeben in Kolumbien bleibt Kirche zentrale Anlaufstelle</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/25805/einen-monat-nach-erdbeben-in-kolumbien-bleibt-kirche-zentrale-anlaufstelle</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Einen Monat nach dem schweren Erdbeben im Westen Kolumbiens sind die Folgen für die Bevölkerung weiterhin deutlich spürbar. Die katholische Kirche ist eine wichtige Anlaufstelle. Priester und Ordensleute stehen den Menschen bei und halten das kirchliche Leben unter schwierigen Bedingungen aufrecht, wie Projektpartner von „Kirche in Not“ (ACN) berichten. Das weltweite päpstliche Hilfswerk hatte wie beim vorhergehenden Erdbeben in Venezuela auch in Kolumbien Nothilfen zugesagt.</p>
<p>Besonders betroffen ist das Departamento Valle del Cauca mit der Millionenstadt Cali, 300 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Bogotá. Allein im Erzbistum Cali wurden nach Angaben der Kirche 40 beschädigte Kirchen registriert, zehn davon schwer. Einige Gotteshäuser wurden vollständig zerstört.</p><p>
<strong>„Geistliches Krankenhaus“</strong>
</p>

<p>In der Pfarrei St. Teresa von Ávila im Süden Calis, zu der rund 9000 Menschen gehören, stürzte das Dach der Kirche ein. Gottesdienste und andere Aktivitäten der Gemeinde finden deshalb derzeit in einem Zelt in einem nahegelegenen Park statt.</p>
<p>Pfarrer Luis Alberto Ríos beschreibt die Kirche in dieser Situation als ein „geistliches Krankenhaus“. Der provisorische Gottesdienstort sei zu einem wichtigen Treffpunkt geworden, an dem die Betroffenen erfahren könnten, dass sie mit ihrem Leid nicht allein seien. Die Feier der Gottesdienste unter freiem Himmel sei für ihn „ein Zeichen dafür, dass Jesus selbst auf die Straße gegangen ist, um den Menschen zu begegnen“.</p>
<p>Auch im benachbarten Bistum Palmira, rund 30 Kilometer östlich von Cali, wurden elf Pfarrkirchen beschädigt. Einige sind nach Angaben von Bischof Rodrigo Gallego Trujillo so stark zerstört, dass sie abgerissen werden müssen. In einer Ortschaft kamen bei dem Erdbeben fünf Kinder ums Leben. Auch in ländlichen Gebieten stürzten zahlreiche Häuser von Bauernfamilien ein.</p>
<p>Trotz der Schäden gehe die Seelsorge weiter, betont Bischof Gallego: „Die Kirche lebt und bleibt.“ Gottesdienste und pastorale Angebote würden nun in Gemeindehäuser und öffentliche Räume verlegt, um „die Hoffnung lebendig zu halten und der Bevölkerung geistlichen Beistand zu geben“.</p><p>
<strong>„Die Seele wieder aufbauen“</strong>
</p>

<p>Auch im Bistum Cartago im Norden des Departamentos Valle del Cauca, sind die Schäden erheblich. Rund 20 Kirchen wurden schwer beschädigt, weitere 20 müssen umfassend repariert werden. Bischof César Alcides Balbín betont, die wichtigste Aufgabe der Kirche bestehe jetzt darin, den Menschen „Begleitung, Unterstützung und Trost“ zu geben und ihnen einen Zufluchtsort zu bieten. Gerade die Feier der Sonntagsmesse sei wichtig: Das Zusammenkommen gebe den Menschen die geistliche Kraft für den langen Weg des Wiederaufbaus.</p>
<p>Wie konkret diese Begleitung aussieht, zeigt das Beispiel von Schwester Andaris Flores von den Missionarinnen der heiligen Theresia vom Kinde Jesu. Während des Erdbebens, bei dem ihr Schul- und Klostergebäude in La Victoria schwer beschädigt wurde, blieb Schwester Andaris im zweiten Stock bei einer 83-jährigen Mitschwester, die nicht mehr die Treppe hinuntergehen konnte. Während das Gebäude bebte und Trümmer herabfielen, kniete sie nieder und betete. Inzwischen lebt die Ordensfrau vorübergehend bei einer Familie. Die langfristige Herausforderung sieht sie nicht allein im Wiederaufbau der zerstörten Gebäude. Es gehe auch darum, die seelischen und psychischen Verletzungen der Menschen zu heilen – und vor allem darum, „die Seele wieder aufzubauen“.</p>
<p>Das Erdbeben der Stärke 7,4 hatte Kolumbien am 10. August erschüttert, nur zwei Monate nach der Naturkatastrophe im Nachbarland Venezuela. Das Epizentrum lag im Departamento Chocó. Nach Angaben der kolumbianischen Behörden liegt die Zahl der Toten mittlerweile bei über 300, mehr als 100 Personen werden noch vermisst. Mehr als eine halbe Million Menschen sind direkt von den Folgen des Erdbebens betroffen.</p>]]>
        </description>
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          <![CDATA[<p>Einen Monat nach dem schweren Erdbeben im Westen Kolumbiens sind die Folgen für die Bevölkerung weiterhin deutlich spürbar. Die katholische Kirche ist eine wichtige Anlaufstelle. Priester und Ordensleute stehen den Menschen bei und halten das kirchliche Leben unter schwierigen Bedingungen aufrecht, wie Projektpartner von „Kirche in Not“ (ACN) berichten. Das weltweite päpstliche Hilfswerk hatte wie beim vorhergehenden Erdbeben in Venezuela auch in Kolumbien Nothilfen zugesagt.</p>
<p>Besonders betroffen ist das Departamento Valle del Cauca mit der Millionenstadt Cali, 300 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Bogotá. Allein im Erzbistum Cali wurden nach Angaben der Kirche 40 beschädigte Kirchen registriert, zehn davon schwer. Einige Gotteshäuser wurden vollständig zerstört.</p><p>
<strong>„Geistliches Krankenhaus“</strong>
</p>

<p>In der Pfarrei St. Teresa von Ávila im Süden Calis, zu der rund 9000 Menschen gehören, stürzte das Dach der Kirche ein. Gottesdienste und andere Aktivitäten der Gemeinde finden deshalb derzeit in einem Zelt in einem nahegelegenen Park statt.</p>
<p>Pfarrer Luis Alberto Ríos beschreibt die Kirche in dieser Situation als ein „geistliches Krankenhaus“. Der provisorische Gottesdienstort sei zu einem wichtigen Treffpunkt geworden, an dem die Betroffenen erfahren könnten, dass sie mit ihrem Leid nicht allein seien. Die Feier der Gottesdienste unter freiem Himmel sei für ihn „ein Zeichen dafür, dass Jesus selbst auf die Straße gegangen ist, um den Menschen zu begegnen“.</p>
<p>Auch im benachbarten Bistum Palmira, rund 30 Kilometer östlich von Cali, wurden elf Pfarrkirchen beschädigt. Einige sind nach Angaben von Bischof Rodrigo Gallego Trujillo so stark zerstört, dass sie abgerissen werden müssen. In einer Ortschaft kamen bei dem Erdbeben fünf Kinder ums Leben. Auch in ländlichen Gebieten stürzten zahlreiche Häuser von Bauernfamilien ein.</p>
<p>Trotz der Schäden gehe die Seelsorge weiter, betont Bischof Gallego: „Die Kirche lebt und bleibt.“ Gottesdienste und pastorale Angebote würden nun in Gemeindehäuser und öffentliche Räume verlegt, um „die Hoffnung lebendig zu halten und der Bevölkerung geistlichen Beistand zu geben“.</p><p>
<strong>„Die Seele wieder aufbauen“</strong>
</p>

<p>Auch im Bistum Cartago im Norden des Departamentos Valle del Cauca, sind die Schäden erheblich. Rund 20 Kirchen wurden schwer beschädigt, weitere 20 müssen umfassend repariert werden. Bischof César Alcides Balbín betont, die wichtigste Aufgabe der Kirche bestehe jetzt darin, den Menschen „Begleitung, Unterstützung und Trost“ zu geben und ihnen einen Zufluchtsort zu bieten. Gerade die Feier der Sonntagsmesse sei wichtig: Das Zusammenkommen gebe den Menschen die geistliche Kraft für den langen Weg des Wiederaufbaus.</p>
<p>Wie konkret diese Begleitung aussieht, zeigt das Beispiel von Schwester Andaris Flores von den Missionarinnen der heiligen Theresia vom Kinde Jesu. Während des Erdbebens, bei dem ihr Schul- und Klostergebäude in La Victoria schwer beschädigt wurde, blieb Schwester Andaris im zweiten Stock bei einer 83-jährigen Mitschwester, die nicht mehr die Treppe hinuntergehen konnte. Während das Gebäude bebte und Trümmer herabfielen, kniete sie nieder und betete. Inzwischen lebt die Ordensfrau vorübergehend bei einer Familie. Die langfristige Herausforderung sieht sie nicht allein im Wiederaufbau der zerstörten Gebäude. Es gehe auch darum, die seelischen und psychischen Verletzungen der Menschen zu heilen – und vor allem darum, „die Seele wieder aufzubauen“.</p>
<p>Das Erdbeben der Stärke 7,4 hatte Kolumbien am 10. August erschüttert, nur zwei Monate nach der Naturkatastrophe im Nachbarland Venezuela. Das Epizentrum lag im Departamento Chocó. Nach Angaben der kolumbianischen Behörden liegt die Zahl der Toten mittlerweile bei über 300, mehr als 100 Personen werden noch vermisst. Mehr als eine halbe Million Menschen sind direkt von den Folgen des Erdbebens betroffen.</p>]]>
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                  <category>Deutschland</category>
                          <category>München</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[Kirche in Not ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Sat, 19 Sep 2026 08:00:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Ethische Dimensionen der natürlichen Empfängnisregelung</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/25767/ethische-dimensionen-der-naturlichen-empfangnisregelung</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Am 5. September 1984 setzt Johannes Paul II. in seiner Katechese in der Generalaudienz (veröffentlicht in <em>L’Osservatore Romano</em> 84/37) die Überlegungen zur natürlichen Empfängnisregelung fort.</p>
<p>Er betont die Gewissenhaftigkeit bei der Regelung der Fruchtbarkeit, bezogen auf die „Wahrheit der Person und somit ihrer Würde“: „Als vernunftbegabtes und freies Wesen kann und muss der Mensch umsichtig jene biologischen Rhythmen erfassen, die zur natürlichen Ordnung gehören. Er kann und muss sich ihnen anpassen, um jene ‚verantwortliche Elternschaft‘ auszuüben, die nach dem Plan des Schöpfers in die natürliche Ordnung der menschlichen Fruchtbarkeit eingeschrieben ist. Der Begriff der sittlich richtigen Regelung der Fruchtbarkeit ist nichts anderes als die Erfassung der ‚Sprache des Leibes‘ in ihrer Wahrheit. Es sind dieselben ‚den Geschlechtsfunktionen innewohnenden natürlichen Rhythmen‘, die auch zur objektiven Wahrheit jener Sprache gehören, die die betroffenen Personen in ihrem vollen sachlichen Gehalt erfassen sollten. Man muss sich vor Augen halten, dass der ‚Leib spricht‘, und das nicht nur mit der ganzen äußeren Ausdruckskraft des Mann- bzw. Frauseins, sondern auch mit den inneren Strukturen des Organismus, des somatischen und psychosomatischen Reaktionsvermögens.“</p>
<p>Johannes Paul II. entwickelt damit eine ganzheitliche Vorstellung und Anschauung der Gemeinschaft der Ehe in der Gestalt der geschlechtlichen Vereinigung, bei der biologische Gegebenheiten selbstverständlich geachtet werden, aber die Bestimmung des Menschen gemäß der christlichen Anthropologie auch maßgeblich berücksichtigt wird, um „das wahrhaft Gute für die menschlichen Personen“ zu fördern, was der „wahren Würde der Person“ entspricht.</p>
<p>Die natürliche Empfängnisregelung kann allerdings auch missbraucht werden, wenn Eheleute die Fortpflanzung vermeiden möchten. Es gelte, die „sittlich gerechtfertigte Geburtenzahl“ in der Familie zu bedenken, gedacht werden müsse auch an das „Wohl der Gesellschaft, zu der sie gehören, der Kirche und schließlich der ganzen Menschheit“.</p>
<p>Die Bereitschaft zur Annahme einer hohen Zahl von Kindern wird als ethischer Wert angesehen: „Die Wahrheit der verantwortungsbewussten Elternschaft und ihre praktische Verwirklichung ist mit der sittlichen Reife der Person verbunden, und eben hier wird sehr oft das Auseinanderklaffen zwischen dem offenkundig, was die Enzyklika <em>Humanae vitae</em> ausdrücklich in den Vordergrund stellt, und dem, was die allgemein herrschende Auffassung für das Wichtigste hält. In der Enzyklika wird die ethische Dimension des Problems in den Vordergrund gestellt, wobei die Rolle der richtig verstandenen Tugend der Selbstbeherrschung hervorgehoben wird.“</p>
<p>Johannes Paul II. zitiert seinen Vorgänger Paul VI.: „Bei der weiteren Charakterisierung der eigentlich sittlichen Werte der ‚natürlichen‘ (d. h. der sittlich richtigen) Geburtenregelung führt der Verfasser von <em>Humanae vitae</em> aus: ‚Solche Selbstzucht […] macht die Familie reich an geistlichen Gütern und schenkt ihr wahren Frieden. Sie hilft, auch sonstige Schwierigkeiten zu meistern. Sie fördert bei den Gatten gegenseitige Achtung und Besorgtsein füreinander; sie hilft den Eheleuten, ungezügelte Selbstsucht, die der wahren Liebe widerspricht, zu überwinden, sie hebt bei ihnen das Verantwortungsbewusstsein für die Erfüllung ihrer Aufgaben. Sie verleiht den Eltern bei der Erziehung der Kinder eine innerlich begründete, wirkungsvollere Autorität: dementsprechend werden dann Kinder und junge Menschen mit fortschreitendem Alter zu den wahren menschlichen Werten die rechte Einstellung bekommen und die Kräfte ihres Geistes und ihrer Sinne in glücklicher Harmonie entfalten‘ (<em>Humanae vitae</em>, Nr. 21).“</p>
<p>Diese Reflexionen geben auch Anlass, erneut und vertieft die wertvolle Enzyklika <em>Humanae vitae</em> selbst in die Hand zu nehmen und zu bedenken.</p>
<p><em>Hinweis: Meinungsbeiträge wie dieser spiegeln die Ansichten der jeweiligen Gast-Autoren wider, nicht notwendigerweise jene der Redaktion von CNA Deutsch.</em></p>]]>
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          <![CDATA[<p>Am 5. September 1984 setzt Johannes Paul II. in seiner Katechese in der Generalaudienz (veröffentlicht in <em>L’Osservatore Romano</em> 84/37) die Überlegungen zur natürlichen Empfängnisregelung fort.</p>
<p>Er betont die Gewissenhaftigkeit bei der Regelung der Fruchtbarkeit, bezogen auf die „Wahrheit der Person und somit ihrer Würde“: „Als vernunftbegabtes und freies Wesen kann und muss der Mensch umsichtig jene biologischen Rhythmen erfassen, die zur natürlichen Ordnung gehören. Er kann und muss sich ihnen anpassen, um jene ‚verantwortliche Elternschaft‘ auszuüben, die nach dem Plan des Schöpfers in die natürliche Ordnung der menschlichen Fruchtbarkeit eingeschrieben ist. Der Begriff der sittlich richtigen Regelung der Fruchtbarkeit ist nichts anderes als die Erfassung der ‚Sprache des Leibes‘ in ihrer Wahrheit. Es sind dieselben ‚den Geschlechtsfunktionen innewohnenden natürlichen Rhythmen‘, die auch zur objektiven Wahrheit jener Sprache gehören, die die betroffenen Personen in ihrem vollen sachlichen Gehalt erfassen sollten. Man muss sich vor Augen halten, dass der ‚Leib spricht‘, und das nicht nur mit der ganzen äußeren Ausdruckskraft des Mann- bzw. Frauseins, sondern auch mit den inneren Strukturen des Organismus, des somatischen und psychosomatischen Reaktionsvermögens.“</p>
<p>Johannes Paul II. entwickelt damit eine ganzheitliche Vorstellung und Anschauung der Gemeinschaft der Ehe in der Gestalt der geschlechtlichen Vereinigung, bei der biologische Gegebenheiten selbstverständlich geachtet werden, aber die Bestimmung des Menschen gemäß der christlichen Anthropologie auch maßgeblich berücksichtigt wird, um „das wahrhaft Gute für die menschlichen Personen“ zu fördern, was der „wahren Würde der Person“ entspricht.</p>
<p>Die natürliche Empfängnisregelung kann allerdings auch missbraucht werden, wenn Eheleute die Fortpflanzung vermeiden möchten. Es gelte, die „sittlich gerechtfertigte Geburtenzahl“ in der Familie zu bedenken, gedacht werden müsse auch an das „Wohl der Gesellschaft, zu der sie gehören, der Kirche und schließlich der ganzen Menschheit“.</p>
<p>Die Bereitschaft zur Annahme einer hohen Zahl von Kindern wird als ethischer Wert angesehen: „Die Wahrheit der verantwortungsbewussten Elternschaft und ihre praktische Verwirklichung ist mit der sittlichen Reife der Person verbunden, und eben hier wird sehr oft das Auseinanderklaffen zwischen dem offenkundig, was die Enzyklika <em>Humanae vitae</em> ausdrücklich in den Vordergrund stellt, und dem, was die allgemein herrschende Auffassung für das Wichtigste hält. In der Enzyklika wird die ethische Dimension des Problems in den Vordergrund gestellt, wobei die Rolle der richtig verstandenen Tugend der Selbstbeherrschung hervorgehoben wird.“</p>
<p>Johannes Paul II. zitiert seinen Vorgänger Paul VI.: „Bei der weiteren Charakterisierung der eigentlich sittlichen Werte der ‚natürlichen‘ (d. h. der sittlich richtigen) Geburtenregelung führt der Verfasser von <em>Humanae vitae</em> aus: ‚Solche Selbstzucht […] macht die Familie reich an geistlichen Gütern und schenkt ihr wahren Frieden. Sie hilft, auch sonstige Schwierigkeiten zu meistern. Sie fördert bei den Gatten gegenseitige Achtung und Besorgtsein füreinander; sie hilft den Eheleuten, ungezügelte Selbstsucht, die der wahren Liebe widerspricht, zu überwinden, sie hebt bei ihnen das Verantwortungsbewusstsein für die Erfüllung ihrer Aufgaben. Sie verleiht den Eltern bei der Erziehung der Kinder eine innerlich begründete, wirkungsvollere Autorität: dementsprechend werden dann Kinder und junge Menschen mit fortschreitendem Alter zu den wahren menschlichen Werten die rechte Einstellung bekommen und die Kräfte ihres Geistes und ihrer Sinne in glücklicher Harmonie entfalten‘ (<em>Humanae vitae</em>, Nr. 21).“</p>
<p>Diese Reflexionen geben auch Anlass, erneut und vertieft die wertvolle Enzyklika <em>Humanae vitae</em> selbst in die Hand zu nehmen und zu bedenken.</p>
<p><em>Hinweis: Meinungsbeiträge wie dieser spiegeln die Ansichten der jeweiligen Gast-Autoren wider, nicht notwendigerweise jene der Redaktion von CNA Deutsch.</em></p>]]>
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                  <category>Deutschland</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[Thorsten Paprotny ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Sat, 19 Sep 2026 07:00:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Trotz Taufboom in Frankreich: Erzbistum Lille will 70 Pfarreien schließen</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/25845/trotz-taufboom-in-frankreich-erzbistum-lille-will-70-pfarreien-schliessen</link>
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          <![CDATA[<p>In einem <a href="https://lille.catholique.fr/app/uploads/2026/08/Lettre-pastorale-rentree-2026.pdf">Hirtenbrief</a> hat der Erzbischof von Lille, Laurent Le Boulc’h, angekündigt, die Zahl der Pfarreien in seinem Erzbistum von derzeit 106 auf 30 bis 35 zu verringern. Aus den bisherigen Dekanaten sollen fünf bis sieben entstehen.</p>
<p>„Die Energie der Kirche verbraucht sich in der Instandhaltung ihrer Strukturen zulasten ihrer missionarischen Kreativität“, schrieb Le Boulc’h. „Es ist notwendig, unsere territoriale Organisation neu zu denken, indem wir die Pfarreien neu zuschneiden, um sie anders aufzustellen und stärker auf das Wachstum des Evangeliums auszurichten.“ </p>
<p>Seine Begründung führte der Erzbischof im selben Abschnitt aus: „Jahrhundertelang hat die katholische Kirche ihre Sendung in einem engmaschigen Netz von Pfarreien verwirklicht, das den Umgrenzungen der Gemeinden, der Dörfer und der Viertel entsprach. Aber das Festhalten an dieser Organisation erschöpft immer mehr die Priester, die den Anforderungen einer gleichen Präsenz an jedem Ort nicht mehr nachkommen können, und die christlichen Gemeinden, die unfähig geworden sind, alle Aufgaben zu erfüllen, die von ihnen verlangt werden.“</p>
<p>Die Zielgrößen stehen wörtlich in dem Hirtenbrief. „30 bis 35 Pfarreien werden das Bistum bilden. Die Formen ihres pastoralen Lebens sind noch zu präzisieren“, heißt es dort. „Schließlich werden angesichts der großen Vielfalt der Gebiete im Bistum 5 bis 7 Dekanate als Räume des Austauschs und der Unterstützung neu gezeichnet.“</p>
<p>Beschlossen ist der neue Zuschnitt noch nicht. „Der Weg, der sich ankündigt, ist nicht im Voraus gezeichnet“, schrieb Le Boulc’h. „Um die Karte der Pfarreien bestmöglich zu zeichnen und Wege pastoraler Begleitung in der Kirche von Lille zu eröffnen, muss ich Ihre Stimmen hören.“ Ein Diözesanteam unter Leitung des Priesters Bruno Becker führt dazu im laufenden Jahr Konsultationen durch.</p>
<p>Bei seinen Besuchen in den Dekanaten stieß der Erzbischof nach eigener Darstellung auf gedämpfte Zustimmung. „Viele von Ihnen haben mir gesagt, dass diese Entwicklung keine Überraschung sei, manchmal mit Resignation: ‚Man muss da wohl durch‘“, schrieb er. „Der Heilige Geist aber bringt keine Wesen hervor, die sich der Schicksalhaftigkeit der Ereignisse unterwerfen, sondern Männer und Frauen, die aufrecht stehen und ihre Freude darin finden, sich im Zeugnis für Christus zu erneuern.“</p>
<p>Wie die künftigen Pfarreien pastoral getragen werden sollen, umriss der Hirtenbrief in einem Abschnitt, der die Rolle der Getauften betont. „Dieses Zeugnis kann vor Ort nicht mehr allein durch die Anwesenheit eines Priesters oder die regelmäßige Feier der Eucharistie gewährleistet werden“, schrieb Le Boulc’h. „Gemäß der Überzeugung, die mich seit langem leitet, ‚es gibt keine lebendigen Orte ohne Bindungen zwischen den Lebenden‘, ist die Ausstrahlung des Evangeliums an einem Ort hauptsächlich den Getauften anvertraut, die ihn bewohnen.“</p>
<p>Das Portal <a href="https://tribunechretienne.com/lille-seisme-pastoral-le-diocese-va-diviser-par-trois-son-nombre-de-paroisses/">Tribune Chrétienne</a> knüpfte daran die offene Frage der Reform. „Das Bistum will auf diese Lage insbesondere mit ‚missionarischen Bruderschaften‘ und einer verstärkten Einbindung der Getauften antworten“, schrieb das Portal. „Die Frage wird gleichwohl sein, wie weit diese neue Organisation gehen kann, ohne die Gläubigen noch weiter von ihren Priestern zu entfernen und ohne manche Gottesdienstorte in bloße Randkirchtürme zu verwandeln, an denen die Feier der Eucharistie seltener wird.“</p>
<p>Das Portal <a href="https://lecatho.fr/actualite/diocese-lille-106-paroisses-trentaine-2027/">LeCatho.fr</a> verwies auf die Bedeutung für die Gemeinschaft: „Eine Pfarrei ist gleichwohl kein bloßer Verwaltungsbezirk. Im katholischen Leben bleibt sie eine feste Gemeinschaft von Gläubigen, die einem Pfarrer unter der Autorität des Bischofs anvertraut ist.“</p>
<p>Dem Erzbistum zufolge stehen 279 Priester in seinem Dienst, davon sind 192 in Lille inkardiniert, 35 stammen aus anderen Diözesen und 65 sind Ordenspriester. Fünf Seminaristen bereiten sich derzeit auf das Priestertum vor. Im Bistumsgebiet leben 1,6 Millionen Menschen. </p>
<p>Der Rückbau fällt jedoch in eine Zeit wachsender Taufzahlen. „Das Paradox ist umso auffälliger, als diese Schrumpfung in dem Moment eintritt, in dem die Kirche in Frankreich ein gegenläufiges Phänomen erlebt: das Anwachsen des Katechumenats, besonders bei jungen Erwachsenen“, schrieb Tribune Chrétienne. „Weniger Priester und weniger Pfarreien, aber mehr Erwachsene, die an die Tür der Kirche klopfen: Die Gleichung verdient es, hervorgehoben zu werden.“</p>
<p>Nach der <a href="https://catechese.catholique.fr/actualites-initiatives/actualites/338428-enquete-du-catechumenat-2026-les-baptemes-adultes-et-adolescents-en-chiffres/">Katechumenatserhebung der Französischen Bischofskonferenz</a> empfingen in diesem Jahr 13.234 Erwachsene die Taufe, 2016 waren es nur 4.124.  Hinzu kamen über 8.100 jugendliche Katechumenen in 89 der französischen Diözesen.</p>]]>
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          <![CDATA[<p>In einem <a href="https://lille.catholique.fr/app/uploads/2026/08/Lettre-pastorale-rentree-2026.pdf">Hirtenbrief</a> hat der Erzbischof von Lille, Laurent Le Boulc’h, angekündigt, die Zahl der Pfarreien in seinem Erzbistum von derzeit 106 auf 30 bis 35 zu verringern. Aus den bisherigen Dekanaten sollen fünf bis sieben entstehen.</p>
<p>„Die Energie der Kirche verbraucht sich in der Instandhaltung ihrer Strukturen zulasten ihrer missionarischen Kreativität“, schrieb Le Boulc’h. „Es ist notwendig, unsere territoriale Organisation neu zu denken, indem wir die Pfarreien neu zuschneiden, um sie anders aufzustellen und stärker auf das Wachstum des Evangeliums auszurichten.“ </p>
<p>Seine Begründung führte der Erzbischof im selben Abschnitt aus: „Jahrhundertelang hat die katholische Kirche ihre Sendung in einem engmaschigen Netz von Pfarreien verwirklicht, das den Umgrenzungen der Gemeinden, der Dörfer und der Viertel entsprach. Aber das Festhalten an dieser Organisation erschöpft immer mehr die Priester, die den Anforderungen einer gleichen Präsenz an jedem Ort nicht mehr nachkommen können, und die christlichen Gemeinden, die unfähig geworden sind, alle Aufgaben zu erfüllen, die von ihnen verlangt werden.“</p>
<p>Die Zielgrößen stehen wörtlich in dem Hirtenbrief. „30 bis 35 Pfarreien werden das Bistum bilden. Die Formen ihres pastoralen Lebens sind noch zu präzisieren“, heißt es dort. „Schließlich werden angesichts der großen Vielfalt der Gebiete im Bistum 5 bis 7 Dekanate als Räume des Austauschs und der Unterstützung neu gezeichnet.“</p>
<p>Beschlossen ist der neue Zuschnitt noch nicht. „Der Weg, der sich ankündigt, ist nicht im Voraus gezeichnet“, schrieb Le Boulc’h. „Um die Karte der Pfarreien bestmöglich zu zeichnen und Wege pastoraler Begleitung in der Kirche von Lille zu eröffnen, muss ich Ihre Stimmen hören.“ Ein Diözesanteam unter Leitung des Priesters Bruno Becker führt dazu im laufenden Jahr Konsultationen durch.</p>
<p>Bei seinen Besuchen in den Dekanaten stieß der Erzbischof nach eigener Darstellung auf gedämpfte Zustimmung. „Viele von Ihnen haben mir gesagt, dass diese Entwicklung keine Überraschung sei, manchmal mit Resignation: ‚Man muss da wohl durch‘“, schrieb er. „Der Heilige Geist aber bringt keine Wesen hervor, die sich der Schicksalhaftigkeit der Ereignisse unterwerfen, sondern Männer und Frauen, die aufrecht stehen und ihre Freude darin finden, sich im Zeugnis für Christus zu erneuern.“</p>
<p>Wie die künftigen Pfarreien pastoral getragen werden sollen, umriss der Hirtenbrief in einem Abschnitt, der die Rolle der Getauften betont. „Dieses Zeugnis kann vor Ort nicht mehr allein durch die Anwesenheit eines Priesters oder die regelmäßige Feier der Eucharistie gewährleistet werden“, schrieb Le Boulc’h. „Gemäß der Überzeugung, die mich seit langem leitet, ‚es gibt keine lebendigen Orte ohne Bindungen zwischen den Lebenden‘, ist die Ausstrahlung des Evangeliums an einem Ort hauptsächlich den Getauften anvertraut, die ihn bewohnen.“</p>
<p>Das Portal <a href="https://tribunechretienne.com/lille-seisme-pastoral-le-diocese-va-diviser-par-trois-son-nombre-de-paroisses/">Tribune Chrétienne</a> knüpfte daran die offene Frage der Reform. „Das Bistum will auf diese Lage insbesondere mit ‚missionarischen Bruderschaften‘ und einer verstärkten Einbindung der Getauften antworten“, schrieb das Portal. „Die Frage wird gleichwohl sein, wie weit diese neue Organisation gehen kann, ohne die Gläubigen noch weiter von ihren Priestern zu entfernen und ohne manche Gottesdienstorte in bloße Randkirchtürme zu verwandeln, an denen die Feier der Eucharistie seltener wird.“</p>
<p>Das Portal <a href="https://lecatho.fr/actualite/diocese-lille-106-paroisses-trentaine-2027/">LeCatho.fr</a> verwies auf die Bedeutung für die Gemeinschaft: „Eine Pfarrei ist gleichwohl kein bloßer Verwaltungsbezirk. Im katholischen Leben bleibt sie eine feste Gemeinschaft von Gläubigen, die einem Pfarrer unter der Autorität des Bischofs anvertraut ist.“</p>
<p>Dem Erzbistum zufolge stehen 279 Priester in seinem Dienst, davon sind 192 in Lille inkardiniert, 35 stammen aus anderen Diözesen und 65 sind Ordenspriester. Fünf Seminaristen bereiten sich derzeit auf das Priestertum vor. Im Bistumsgebiet leben 1,6 Millionen Menschen. </p>
<p>Der Rückbau fällt jedoch in eine Zeit wachsender Taufzahlen. „Das Paradox ist umso auffälliger, als diese Schrumpfung in dem Moment eintritt, in dem die Kirche in Frankreich ein gegenläufiges Phänomen erlebt: das Anwachsen des Katechumenats, besonders bei jungen Erwachsenen“, schrieb Tribune Chrétienne. „Weniger Priester und weniger Pfarreien, aber mehr Erwachsene, die an die Tür der Kirche klopfen: Die Gleichung verdient es, hervorgehoben zu werden.“</p>
<p>Nach der <a href="https://catechese.catholique.fr/actualites-initiatives/actualites/338428-enquete-du-catechumenat-2026-les-baptemes-adultes-et-adolescents-en-chiffres/">Katechumenatserhebung der Französischen Bischofskonferenz</a> empfingen in diesem Jahr 13.234 Erwachsene die Taufe, 2016 waren es nur 4.124.  Hinzu kamen über 8.100 jugendliche Katechumenen in 89 der französischen Diözesen.</p>]]>
        </content:encoded>
                  <category>Frankreich</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Europa</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[Alexander Folz ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Fri, 18 Sep 2026 16:00:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Christliche Sklaven im Sudan: Bundesregierung hat „keine Erkenntnisse“</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/25833/christliche-sklaven-im-sudan-bundesregierung-hat-keine-erkenntnisse</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Die Menschenrechtsorganisation Christian Solidarity International (CSI) hat der Bundesregierung vorgeworfen, Berichte über christliche Sklaven im Sudan zu ignorieren. Auf die parlamentarische Anfrage nach Erkenntnissen über Zwangsarbeit und Sklaverei hatte das Auswärtige Amt mit einem Satz geantwortet: „Der Bundesregierung liegen keine Erkenntnisse im Sinne der Fragestellung vor.“</p>
<p>„Bezeichnend ist, dass die Bundesregierung die gesamte Frage mit ‚keine Erkenntnisse im Sinne der Fragestellung‘ abwiegelt, obwohl diese eine ‚wenn ja‘-Frage bildet – die Bundesregierung greift also nicht nur die Lage der christlichen Sklaven im Sudan nicht auf, sondern blockiert sämtliche Auskünfte zum Kenntnisstand über die Sklaverei im Land“, hieß es in der Stellungnahme, die CSI am Dienstag auf seiner <a href="https://csi-de.de/artikel/csi-widerspricht-bundesregierung-zu-sudan-und-nigeria/">Webseite</a> veröffentlichte.</p>
<p>Anlass sind zwei Antworten der Bundesregierung auf Kleine Anfragen der AfD-Bundestagsfraktion. Übermittelt wurden sie am 13. August mit Schreiben des Auswärtigen Amts. Gefragt hatten die Abgeordneten Nicole Höchst, Rainer Rothfuß, Stefan Keuter und weitere Abgeordnete. Eine Anfrage betraf die Lage der christlichen Minderheit im Sudan, die andere Nigeria.</p>
<p>Seit über 30 Jahren befreit CSI Sklaven im Sudan und Südsudan. Zuletzt kamen am 25. und 26. April rund 300 Menschen frei, nach Angaben der Organisation im Aweil North County und im Aweil East County im Südsudan. Genau diesen <a href="https://csi-de.de/artikel/christian-solidarity-international-befreit-300-sklaven/">Bericht</a> hatten die Fragesteller in ihrer <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/076/2107616.pdf">Anfrage</a> verlinkt.</p>
<p>„Während des Bürgerkriegs im Sudan (1983–2005) haben islamistische Milizen unzählige Menschen umgebracht oder als Sklaven in den Norden verschleppt“, <a href="https://csi-de.de/laender/sudan-suedsudan/">heißt</a> es auf der Projektseite der Organisation. „Viele dieser Opfer – meist Christen – werden bis heute festgehalten und sind der grausamen Willkür ihrer Sklavenhalter ausgesetzt.“</p>
<p>Auf jüngere Formen der Sklaverei verwies CSI mit Blick auf die Vereinten Nationen und Amnesty International. „Wir sprechen hier von Vergewaltigungen und Gruppenvergewaltigungen, wir sprechen von extremer Erniedrigung, sexueller Folter und Sklaverei. So etwas habe ich in diesem Ausmaß noch nie beobachtet“, zitierte die Organisation die Vertreterin der Vereinten Nationen im Sudan, Denise Brown, aus einem Interview mit dem <a href="https://www.spiegel.de/ausland/sudan-krieg-wir-sprechen-von-extremer-erniedrigung-sexueller-folter-und-sklaverei-a-33935b95-ebc8-4148-b764-be44f2a58c76">Spiegel</a> vom November 2025.</p>
<p>In ihrer Vorbemerkung zur Sudan-Anfrage beschrieb die Bundesregierung durchaus schwere Übergriffe. „Zahlreiche Berichte dokumentieren schwere Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht und internationale Menschenrechtsnormen durch beide Konfliktparteien. Hierzu zählen wahllose Luftangriffe und Artilleriebeschuss in dicht besiedelten Gebieten, außergerichtliche Tötungen, ethnisch motivierte Gewalt, sexualisierte Gewalt, Folter, willkürliche Festnahmen, Verschwindenlassen sowie Behinderung humanitärer Hilfe“, hieß es dort. „Von der Gewalt gegen Zivilisten sind auch Vertreterinnen und Vertreter religiöser Gruppen betroffen. Angriffe gegen zivile Infrastruktur treffen auch religiöse Einrichtungen wie Moscheen und Kirchen.“</p>
<p>Eigene Erkenntnisse verneinte die Bundesregierung dennoch. Sieben Fragen nach der Lage der Christen, nach Angriffen auf Kirchen und nach Zwangsbekehrungen <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/076/2107616.pdf">beantwortete</a> sie zusammen: „Die in der Vorbemerkung der Fragesteller genannten Berichte sind der Bundesregierung bekannt, ihr liegen darüber hinaus keine eigenen Erkenntnisse vor.“ </p>
<p>Für Nigeria kritisierte CSI die Berufung der Bundesregierung auf die Verfassung. „Die Bundesregierung zieht sich hier auf eine formalrechtliche Argumentation zurück: Weil die Religionsfreiheit in Nigeria gesetzlich verankert ist, handelt es sich bei der Christenverfolgung im Middle Belt um eine Ausnahme, nicht um ein strukturelles Problem“, schrieb die Organisation. „In zahlreichen Gebieten Nigerias, besonders im Norden, ist die Scharia Gesetz – inklusive ihrer Implikationen für Christen.“</p>
<p>Die Vorbemerkung der Bundesregierung zu Nigeria gab CSI wortgetreu wieder und beendete das Zitat nach dem Hinweis auf „Ressourcen- und Landkonflikten“. Im selben Absatz der Drucksache folgt unmittelbar darauf: „Die Sicherheitslage führt auch zur Einschränkung der Religions- und Weltanschauungsfreiheit. Christinnen und Christen, Musliminnen und Muslime und Angehörige anderer Religionen leiden massiv unter Gewalt und Terrorismus. Auch gezielte Angriffe auf Kirchen, kirchliche Einrichtungen und Geistliche finden statt. Besonders im Fokus standen dabei zuletzt die Angriffe auf Schulen und Kirchen in den Bundesstaaten Kwara, Niger und Kebbi im November 2025.“</p>
<p>Auch für Nigeria verneinte die Bundesregierung eigene Erkenntnisse. Sieben Fragen nach Opferzahlen, nach der Rolle von Boko Haram und nach der Beteiligung bewaffneter Gruppen aus Fulani-Hirtenmilieus beantwortete sie gemeinsam und verwies auf eine Reise ihres Beauftragten für Religions- und Weltanschauungsfreiheit, Thomas Rachel, vom 25. bis 28. April nach Abuja und in den Bundesstaat Benue.</p>
<p>„Darüber und über die in der Vorbemerkung der Bundesregierung genannten Berichte hinaus liegen der Bundesregierung keine weitergehenden eigenen Erkenntnisse vor“, hieß es in der Antwort.</p>
<p>Eine Einstufung als Völkermord an Christen lehnte die Bundesregierung ab. „Der Bundesregierung ist die in der Frage aufgeführte Nichtregierungsorganisation Genocide Watch und ihre Einordnung Nigerias bekannt. Die Bundesregierung folgt dieser Einordnung nicht“, hieß es dort.</p>
<p>Dass Berlin nicht auf dem aktuellen Stand sei, begründete CSI mit einer Stellungnahme von UN-Experten vom Juni. In der Übersetzung von CSI heißt es dort: „Wir sind besonders besorgt über die ganz konkreten und erhöhten Risiken von Diskriminierung, Gewalt und Ausbeutung, denen christliche Frauen und Mädchen ausgesetzt sind, da wir weiterhin schwerwiegende Fälle von sexueller Gewalt, Entführungen, Handlungen, die einem Verschwindenlassen gleichkommen, Zwangskonvertierungen und Kinderheirat unter ihnen dokumentieren. In vielen Fällen werden diejenigen, die sich widersetzen, Berichten zufolge bedroht, bestraft, verschwinden oder getötet.“</p>
<p>„Bei der Bundesregierung wedelt deshalb der Schwanz mit dem Hund: Die Übergriffe auf Christen erfolgen nicht aufgrund sozial-ökonomischer Faktoren, sondern weil die Fulani von einer dschihadistischen Ideologie angetrieben werden, die sie dazu legitimiert, die Christen auf ihrem Land zu überfallen und zu töten“, schrieb CSI. „Der Islamismus ist nicht bloßes Werkzeug, sondern die Triebfeder. In Berlin wird es aber offenbar noch lange dauern, bis sich diese Einsicht durchsetzt.“</p>]]>
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          <![CDATA[<p>Die Menschenrechtsorganisation Christian Solidarity International (CSI) hat der Bundesregierung vorgeworfen, Berichte über christliche Sklaven im Sudan zu ignorieren. Auf die parlamentarische Anfrage nach Erkenntnissen über Zwangsarbeit und Sklaverei hatte das Auswärtige Amt mit einem Satz geantwortet: „Der Bundesregierung liegen keine Erkenntnisse im Sinne der Fragestellung vor.“</p>
<p>„Bezeichnend ist, dass die Bundesregierung die gesamte Frage mit ‚keine Erkenntnisse im Sinne der Fragestellung‘ abwiegelt, obwohl diese eine ‚wenn ja‘-Frage bildet – die Bundesregierung greift also nicht nur die Lage der christlichen Sklaven im Sudan nicht auf, sondern blockiert sämtliche Auskünfte zum Kenntnisstand über die Sklaverei im Land“, hieß es in der Stellungnahme, die CSI am Dienstag auf seiner <a href="https://csi-de.de/artikel/csi-widerspricht-bundesregierung-zu-sudan-und-nigeria/">Webseite</a> veröffentlichte.</p>
<p>Anlass sind zwei Antworten der Bundesregierung auf Kleine Anfragen der AfD-Bundestagsfraktion. Übermittelt wurden sie am 13. August mit Schreiben des Auswärtigen Amts. Gefragt hatten die Abgeordneten Nicole Höchst, Rainer Rothfuß, Stefan Keuter und weitere Abgeordnete. Eine Anfrage betraf die Lage der christlichen Minderheit im Sudan, die andere Nigeria.</p>
<p>Seit über 30 Jahren befreit CSI Sklaven im Sudan und Südsudan. Zuletzt kamen am 25. und 26. April rund 300 Menschen frei, nach Angaben der Organisation im Aweil North County und im Aweil East County im Südsudan. Genau diesen <a href="https://csi-de.de/artikel/christian-solidarity-international-befreit-300-sklaven/">Bericht</a> hatten die Fragesteller in ihrer <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/076/2107616.pdf">Anfrage</a> verlinkt.</p>
<p>„Während des Bürgerkriegs im Sudan (1983–2005) haben islamistische Milizen unzählige Menschen umgebracht oder als Sklaven in den Norden verschleppt“, <a href="https://csi-de.de/laender/sudan-suedsudan/">heißt</a> es auf der Projektseite der Organisation. „Viele dieser Opfer – meist Christen – werden bis heute festgehalten und sind der grausamen Willkür ihrer Sklavenhalter ausgesetzt.“</p>
<p>Auf jüngere Formen der Sklaverei verwies CSI mit Blick auf die Vereinten Nationen und Amnesty International. „Wir sprechen hier von Vergewaltigungen und Gruppenvergewaltigungen, wir sprechen von extremer Erniedrigung, sexueller Folter und Sklaverei. So etwas habe ich in diesem Ausmaß noch nie beobachtet“, zitierte die Organisation die Vertreterin der Vereinten Nationen im Sudan, Denise Brown, aus einem Interview mit dem <a href="https://www.spiegel.de/ausland/sudan-krieg-wir-sprechen-von-extremer-erniedrigung-sexueller-folter-und-sklaverei-a-33935b95-ebc8-4148-b764-be44f2a58c76">Spiegel</a> vom November 2025.</p>
<p>In ihrer Vorbemerkung zur Sudan-Anfrage beschrieb die Bundesregierung durchaus schwere Übergriffe. „Zahlreiche Berichte dokumentieren schwere Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht und internationale Menschenrechtsnormen durch beide Konfliktparteien. Hierzu zählen wahllose Luftangriffe und Artilleriebeschuss in dicht besiedelten Gebieten, außergerichtliche Tötungen, ethnisch motivierte Gewalt, sexualisierte Gewalt, Folter, willkürliche Festnahmen, Verschwindenlassen sowie Behinderung humanitärer Hilfe“, hieß es dort. „Von der Gewalt gegen Zivilisten sind auch Vertreterinnen und Vertreter religiöser Gruppen betroffen. Angriffe gegen zivile Infrastruktur treffen auch religiöse Einrichtungen wie Moscheen und Kirchen.“</p>
<p>Eigene Erkenntnisse verneinte die Bundesregierung dennoch. Sieben Fragen nach der Lage der Christen, nach Angriffen auf Kirchen und nach Zwangsbekehrungen <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/076/2107616.pdf">beantwortete</a> sie zusammen: „Die in der Vorbemerkung der Fragesteller genannten Berichte sind der Bundesregierung bekannt, ihr liegen darüber hinaus keine eigenen Erkenntnisse vor.“ </p>
<p>Für Nigeria kritisierte CSI die Berufung der Bundesregierung auf die Verfassung. „Die Bundesregierung zieht sich hier auf eine formalrechtliche Argumentation zurück: Weil die Religionsfreiheit in Nigeria gesetzlich verankert ist, handelt es sich bei der Christenverfolgung im Middle Belt um eine Ausnahme, nicht um ein strukturelles Problem“, schrieb die Organisation. „In zahlreichen Gebieten Nigerias, besonders im Norden, ist die Scharia Gesetz – inklusive ihrer Implikationen für Christen.“</p>
<p>Die Vorbemerkung der Bundesregierung zu Nigeria gab CSI wortgetreu wieder und beendete das Zitat nach dem Hinweis auf „Ressourcen- und Landkonflikten“. Im selben Absatz der Drucksache folgt unmittelbar darauf: „Die Sicherheitslage führt auch zur Einschränkung der Religions- und Weltanschauungsfreiheit. Christinnen und Christen, Musliminnen und Muslime und Angehörige anderer Religionen leiden massiv unter Gewalt und Terrorismus. Auch gezielte Angriffe auf Kirchen, kirchliche Einrichtungen und Geistliche finden statt. Besonders im Fokus standen dabei zuletzt die Angriffe auf Schulen und Kirchen in den Bundesstaaten Kwara, Niger und Kebbi im November 2025.“</p>
<p>Auch für Nigeria verneinte die Bundesregierung eigene Erkenntnisse. Sieben Fragen nach Opferzahlen, nach der Rolle von Boko Haram und nach der Beteiligung bewaffneter Gruppen aus Fulani-Hirtenmilieus beantwortete sie gemeinsam und verwies auf eine Reise ihres Beauftragten für Religions- und Weltanschauungsfreiheit, Thomas Rachel, vom 25. bis 28. April nach Abuja und in den Bundesstaat Benue.</p>
<p>„Darüber und über die in der Vorbemerkung der Bundesregierung genannten Berichte hinaus liegen der Bundesregierung keine weitergehenden eigenen Erkenntnisse vor“, hieß es in der Antwort.</p>
<p>Eine Einstufung als Völkermord an Christen lehnte die Bundesregierung ab. „Der Bundesregierung ist die in der Frage aufgeführte Nichtregierungsorganisation Genocide Watch und ihre Einordnung Nigerias bekannt. Die Bundesregierung folgt dieser Einordnung nicht“, hieß es dort.</p>
<p>Dass Berlin nicht auf dem aktuellen Stand sei, begründete CSI mit einer Stellungnahme von UN-Experten vom Juni. In der Übersetzung von CSI heißt es dort: „Wir sind besonders besorgt über die ganz konkreten und erhöhten Risiken von Diskriminierung, Gewalt und Ausbeutung, denen christliche Frauen und Mädchen ausgesetzt sind, da wir weiterhin schwerwiegende Fälle von sexueller Gewalt, Entführungen, Handlungen, die einem Verschwindenlassen gleichkommen, Zwangskonvertierungen und Kinderheirat unter ihnen dokumentieren. In vielen Fällen werden diejenigen, die sich widersetzen, Berichten zufolge bedroht, bestraft, verschwinden oder getötet.“</p>
<p>„Bei der Bundesregierung wedelt deshalb der Schwanz mit dem Hund: Die Übergriffe auf Christen erfolgen nicht aufgrund sozial-ökonomischer Faktoren, sondern weil die Fulani von einer dschihadistischen Ideologie angetrieben werden, die sie dazu legitimiert, die Christen auf ihrem Land zu überfallen und zu töten“, schrieb CSI. „Der Islamismus ist nicht bloßes Werkzeug, sondern die Triebfeder. In Berlin wird es aber offenbar noch lange dauern, bis sich diese Einsicht durchsetzt.“</p>]]>
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                  <category>Sudan</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Welt</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[Alexander Folz ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Fri, 18 Sep 2026 15:30:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Kardinal Parolin: Staaten sollen zusammenarbeiten, um Herausforderung durch KI zu begegnen</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/25839/kardinal-parolin-staaten-sollen-zusammenarbeiten-um-herausforderung-durch-ki-zu-begegnen</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin hat gefordert, die Staaten sollten zusammenarbeiten, um den Herausforderungen der Künstlichen Intelligenz (KI) zu begegnen. Parolin äußerte seine Bedenken hinsichtlich der KI am Rande der Konferenz „Glaube und Vernunft im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz“, die am 16. September in Rom im Palazzo Montecitorio, dem Sitz des italienischen Parlaments, stattfand.</p>
<p>Wie Vatican News ursprünglich berichtete, hielt Parolin auf der Konferenz eine Grundsatzrede, in der er sowohl das Potenzial als auch die Gefahren der KI beleuchtete. In seiner Ansprache dankte er dem italienischen Präsidenten Sergio Mattarella für dessen jüngsten Aufruf zu einer stärkeren Zusammenarbeit zwischen den Staaten bei der Regulierung der KI und äußerte die Hoffnung, dass die Staaten darauf reagieren.</p>
<p>„Meine Sorge ist, dass es Länder gibt, die tatsächlich ihren eigenen Weg gehen wollen“, sagte Parolin in seiner Ansprache. „Lasst uns innehalten und ernsthaft darüber nachdenken, welche Folgen künstliche Intelligenz und ihr Einsatz haben könnten.“</p>
<p>Im Gespräch mit Journalisten am Rande der Veranstaltung erklärte Parolin, dass er keine KI zur Ausarbeitung seiner Predigten nutze, sondern es vorziehe, „ein wenig Herz“ in sie zu legen: „Künstliche Intelligenz ist nur Verstand und kein Herz. Ich versuche, ein wenig Herz in meine Predigten zu legen.“</p>
<p>„Heute drängt sich die Künstliche Intelligenz auf, denn wenn man den Computer einschaltet und etwas liest, liefert sie einem bereits eine Zusammenfassung“, fügte er hinzu. Seine Ablehnung des Einsatzes von KI zum Verfassen von Predigten spiegelt die Haltung von Papst Leo XIV. wider. Bei einer Fragerunde mit Priestern der Diözese Rom im Februar warnte er die Priester vor dieser Praxis.</p>
<p>Parolin ging auch auf Fragen von Journalisten ein, die sich auf das Engagement des Heiligen Stuhls für die Ukraine im andauernden Krieg mit Russland bezogen. Er äußerte die Hoffnung, dass eine friedliche Lösung gefunden werde.</p>
<p>„Die Diplomatie des Heiligen Stuhls, die Diplomatie des Säens, bringt keine Ernte hervor. Wir hoffen daher, dass wir, wenn wir weiter säen, eines Tages, wenn Gott es will, auch ernten können“, sagte Parolin.</p>
<p>Seine Äußerungen folgen auf jüngste Bemühungen des Heiligen Stuhls um ein Friedensabkommen zwischen der Ukraine und Russland. Erzbischof Paul Richard Gallagher, der vatikanische „Außenminister“, reiste im August nach Russland, um sich mit den dortigen Führungskräften zu treffen und mögliche Lösungen für den Krieg zu erörtern.</p>
<p><em>Übersetzt und redigiert aus dem Original von <a href="https://www.ewtnnews.com/vatican/cardinal-parolin-says-nations-should-work-together-to-face-the-threats-of-ai">EWTN News English</a>, dem Nachrichtenpartner von CNA Deutsch.</em></p>]]>
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          <![CDATA[<p>Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin hat gefordert, die Staaten sollten zusammenarbeiten, um den Herausforderungen der Künstlichen Intelligenz (KI) zu begegnen. Parolin äußerte seine Bedenken hinsichtlich der KI am Rande der Konferenz „Glaube und Vernunft im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz“, die am 16. September in Rom im Palazzo Montecitorio, dem Sitz des italienischen Parlaments, stattfand.</p>
<p>Wie Vatican News ursprünglich berichtete, hielt Parolin auf der Konferenz eine Grundsatzrede, in der er sowohl das Potenzial als auch die Gefahren der KI beleuchtete. In seiner Ansprache dankte er dem italienischen Präsidenten Sergio Mattarella für dessen jüngsten Aufruf zu einer stärkeren Zusammenarbeit zwischen den Staaten bei der Regulierung der KI und äußerte die Hoffnung, dass die Staaten darauf reagieren.</p>
<p>„Meine Sorge ist, dass es Länder gibt, die tatsächlich ihren eigenen Weg gehen wollen“, sagte Parolin in seiner Ansprache. „Lasst uns innehalten und ernsthaft darüber nachdenken, welche Folgen künstliche Intelligenz und ihr Einsatz haben könnten.“</p>
<p>Im Gespräch mit Journalisten am Rande der Veranstaltung erklärte Parolin, dass er keine KI zur Ausarbeitung seiner Predigten nutze, sondern es vorziehe, „ein wenig Herz“ in sie zu legen: „Künstliche Intelligenz ist nur Verstand und kein Herz. Ich versuche, ein wenig Herz in meine Predigten zu legen.“</p>
<p>„Heute drängt sich die Künstliche Intelligenz auf, denn wenn man den Computer einschaltet und etwas liest, liefert sie einem bereits eine Zusammenfassung“, fügte er hinzu. Seine Ablehnung des Einsatzes von KI zum Verfassen von Predigten spiegelt die Haltung von Papst Leo XIV. wider. Bei einer Fragerunde mit Priestern der Diözese Rom im Februar warnte er die Priester vor dieser Praxis.</p>
<p>Parolin ging auch auf Fragen von Journalisten ein, die sich auf das Engagement des Heiligen Stuhls für die Ukraine im andauernden Krieg mit Russland bezogen. Er äußerte die Hoffnung, dass eine friedliche Lösung gefunden werde.</p>
<p>„Die Diplomatie des Heiligen Stuhls, die Diplomatie des Säens, bringt keine Ernte hervor. Wir hoffen daher, dass wir, wenn wir weiter säen, eines Tages, wenn Gott es will, auch ernten können“, sagte Parolin.</p>
<p>Seine Äußerungen folgen auf jüngste Bemühungen des Heiligen Stuhls um ein Friedensabkommen zwischen der Ukraine und Russland. Erzbischof Paul Richard Gallagher, der vatikanische „Außenminister“, reiste im August nach Russland, um sich mit den dortigen Führungskräften zu treffen und mögliche Lösungen für den Krieg zu erörtern.</p>
<p><em>Übersetzt und redigiert aus dem Original von <a href="https://www.ewtnnews.com/vatican/cardinal-parolin-says-nations-should-work-together-to-face-the-threats-of-ai">EWTN News English</a>, dem Nachrichtenpartner von CNA Deutsch.</em></p>]]>
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                  <category>Italien</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Europa</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[Ishmael Adibuah ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Fri, 18 Sep 2026 14:15:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Neuer Eichstätter Bischof überrascht, wie schnell er „kirchenpolitisch eingeordnet“ wurde</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/25843/neuer-eichstatter-bischof-uberrascht-wie-schnell-er-kirchenpolitisch-eingeordnet-wurde</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Der designierte Bischof von Eichstätt, Christian Würtz, hat sich überrascht gezeigt, „wie schnell“ er seit seiner Ernennung „kirchenpolitisch eingeordnet“ wurde. „Wenn ich etwas sage, wird das medial auf einmal viel stärker aufgegriffen“, erklärte er im Gespräch mit der Katholischen Nachrichten-Agentur (<a href="https://www.domradio.de/artikel/eichstaetts-neuer-bischof-will-afd-waehler-ernst-nehmen">KNA</a>).</p>
<p>Als Weihbischof nahm Würtz am deutschen Synodalen Weg teil und hat sich so durch sein Abstimmungsverhalten zu kontroversen Themen positioniert.</p>
<p>Zur Segnung homosexueller Verbindungen stimmte Würtz beim Synodalen Weg mit „<a href="https://www.synodalerweg.de/fileadmin/Synodalerweg/Dokumente_Reden_Beitraege/SV-V/abstimmungsprotokolle/SV-V_2023-03-10_TOP-6.1-Namentliche-Abstimmung-Schlussabstimmung.pdf">Ja</a>“ – noch bevor der Vatikan unter Papst Franziskus den Weg für solche Segnungen zunächst freimachte, dann aber aufgrund des Widerstands unzähliger Bischöfe aus aller Welt diesen Schritt faktisch zumindest teilweise wieder rückgängig machen musste. Tatsächlich hatte der Vatikan nur wenige Jahre vor dem Dokument, das die Segnungen erlaubte, ausdrücklich erklärt, dass ein solcher Akt nicht möglich sei. Vor diesem Verbots-Hintergrund hatte sich der Synodale Weg anders positioniert. Bischof Gregor Maria Hanke OSB, der Vorgänger von Würtz in Eichstätt, stimmte mit „Nein“.</p>
<p>Der damalige Weihbischof stimmte auch beim Handlungstext „<a href="https://www.synodalerweg.de/fileadmin/Synodalerweg/Dokumente_Reden_Beitraege/beschluesse-broschueren/SW8-Handlungstext_Lehramtliche-Neubewertung-von-Homosexualitaet_2022.pdf">Lehramtliche Neubewertung von Homosexualität</a>“ mit „<a href="https://www.synodalerweg.de/fileadmin/Synodalerweg/Dokumente_Reden_Beitraege/SV-IV/SV-IV-TOP5.2-Namentliches-Abstimmverhalten_Schlussabstimmung.pdf">Ja</a>“, während Hanke mit „Nein“ stimmte. Dort ist zu lesen: „Da die homosexuelle Orientierung zum Menschen gehört, wie er*sie von Gott geschaffen wurde, ist sie ethisch nicht anders zu beurteilen als die heterosexuelle Orientierung.“ Und wenig später: „Gleichgeschlechtliche – auch in sexuellen Akten verwirklichte – Sexualität ist damit keine Sünde, die von Gott trennt, und sie ist nicht als in sich schlecht zu beurteilen. Sie ist vielmehr an der Verwirklichung der genannten Werte zu messen.“ Entsprechend müsse der Katechismus der Katholischen Kirche abgeändert werden.</p>
<p>Der Handlungstext „<a href="https://www.synodalerweg.de/fileadmin/Synodalerweg/Dokumente_Reden_Beitraege/beschluesse-broschueren/SW16-Handlungstext_Frauen-in-sakramentalen-Aemtern_NEU.pdf">Frauen in sakramentalen Ämtern – Perspektiven für das weltkirchliche Gespräch</a>“ fand ebenfalls die <a href="https://www.synodalerweg.de/fileadmin/Synodalerweg/Dokumente_Reden_Beitraege/SV-V/abstimmungsprotokolle/SV-V_TOP-5.1-Namentliches-Abstimmverhalten-alle.pdf">Zustimmung von Würtz</a>, aber die Ablehnung von Hanke. „Mit der Zulassung von Frauen zum Diakonat verbinden viele die Stärkung des caritativen Grundvollzugs, den das Zweite Vatikanische Konzil neben der Aufgabe der Evangelisierung durch die Verkündigung des Wortes Gottes und durch die liturgische Feier der Sakramente als drittes wesentliches Moment der Identität der Kirche herausgestellt hat“, so das Dokument des Synodalen Wegs.</p>
<p>Mit Blick auf die Priesterweihe von Frauen stimmte die Mehrheit des Synodalen Wegs für folgenden Passus, der auch im Grundtext „<a href="https://www.synodalerweg.de/fileadmin/Synodalerweg/Dokumente_Reden_Beitraege/beschluesse-broschueren/SW5-Grundtext_Frauen-in-Diensten-und-Aemtern-in-der-Kirche_NEU.pdf">Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche</a>“ so formuliert war (dort ebenfalls <a href="https://www.synodalerweg.de/fileadmin/Synodalerweg/Dokumente_Reden_Beitraege/SV-IV/SV-IV-TOP4.1-Namentliches-Abstimmverhalten_Schlussabstimmung.pdf">mit Zustimmung von Würtz</a> und Ablehnung von Hanke): „Darum ist die Frage an die höchste Autorität in der Kirche (Papst und Konzil) zu richten, ob die Lehre von <em>Ordinatio Sacerdotalis</em> nicht geprüft werden muss: Im Dienst der Evangelisierung geht es darum, eine entsprechende Beteiligung von Frauen an der Verkündigung, an der sakramentalen Repräsentanz Christi und am Aufbau der Kirche zu ermöglichen. Ob die Lehre von <em>Ordinatio Sacerdotalis </em>die Kirche unfehlbar bindet oder nicht, muss dann verbindlich auf dieser Ebene geprüft und geklärt werden.“</p>
<p>In <em><a href="https://www.vatican.va/content/john-paul-ii/de/apost_letters/1994/documents/hf_jp-ii_apl_19940522_ordinatio-sacerdotalis.html">Ordinatio sacerdotalis</a></em> hatte Papst Johannes Paul II. im Jahr 1994 verbindlich erklärt: „Damit also jeder Zweifel bezüglich der bedeutenden Angelegenheit, die die göttliche Verfassung der Kirche selbst betrifft, beseitigt wird, erkläre ich kraft meines Amtes, die Brüder zu stärken (vgl. Lk 22,32), daß die Kirche keinerlei Vollmacht hat, Frauen die Priesterweihe zu spenden, und daß sich alle Gläubigen der Kirche endgültig an diese Entscheidung zu halten haben.“</p>
<p>Er wolle als „Teamplayer“ Bischof von Eichstätt sein, kündigte Würtz derweil an. „Ich halte es für ein antiquiertes Bild, dass der Bischof alles entscheidet und macht, was er will. Diese Zeiten sind längst vorbei. Es ist mir ein Anliegen, dass ich Entscheidungen immer mit anderen treffe und mich beraten lasse. Sei es vom Diözesanrat der Katholiken, sei es von hauptamtlichen Mitarbeitern, von wem auch immer. Außerdem habe ich Familie und Freunde als Korrektiv.“</p>
<p>Auch zum Thema AfD äußerte sich Würtz, der am 4. Oktober in sein neues Amt eingeführt wird. Man müsse schauen: „Warum haben Menschen die AfD gewählt? Man kann nicht sagen, es sind alle dumm, die die AfD wählen. Wir sollten die Menschen ernst nehmen und schon schauen: Welche Sorgen und Anliegen stehen dahinter? Und dann gibt es freilich Grenzen, wo ich sagen muss: Da kann ich nicht mit.“</p>]]>
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          <![CDATA[<p>Der designierte Bischof von Eichstätt, Christian Würtz, hat sich überrascht gezeigt, „wie schnell“ er seit seiner Ernennung „kirchenpolitisch eingeordnet“ wurde. „Wenn ich etwas sage, wird das medial auf einmal viel stärker aufgegriffen“, erklärte er im Gespräch mit der Katholischen Nachrichten-Agentur (<a href="https://www.domradio.de/artikel/eichstaetts-neuer-bischof-will-afd-waehler-ernst-nehmen">KNA</a>).</p>
<p>Als Weihbischof nahm Würtz am deutschen Synodalen Weg teil und hat sich so durch sein Abstimmungsverhalten zu kontroversen Themen positioniert.</p>
<p>Zur Segnung homosexueller Verbindungen stimmte Würtz beim Synodalen Weg mit „<a href="https://www.synodalerweg.de/fileadmin/Synodalerweg/Dokumente_Reden_Beitraege/SV-V/abstimmungsprotokolle/SV-V_2023-03-10_TOP-6.1-Namentliche-Abstimmung-Schlussabstimmung.pdf">Ja</a>“ – noch bevor der Vatikan unter Papst Franziskus den Weg für solche Segnungen zunächst freimachte, dann aber aufgrund des Widerstands unzähliger Bischöfe aus aller Welt diesen Schritt faktisch zumindest teilweise wieder rückgängig machen musste. Tatsächlich hatte der Vatikan nur wenige Jahre vor dem Dokument, das die Segnungen erlaubte, ausdrücklich erklärt, dass ein solcher Akt nicht möglich sei. Vor diesem Verbots-Hintergrund hatte sich der Synodale Weg anders positioniert. Bischof Gregor Maria Hanke OSB, der Vorgänger von Würtz in Eichstätt, stimmte mit „Nein“.</p>
<p>Der damalige Weihbischof stimmte auch beim Handlungstext „<a href="https://www.synodalerweg.de/fileadmin/Synodalerweg/Dokumente_Reden_Beitraege/beschluesse-broschueren/SW8-Handlungstext_Lehramtliche-Neubewertung-von-Homosexualitaet_2022.pdf">Lehramtliche Neubewertung von Homosexualität</a>“ mit „<a href="https://www.synodalerweg.de/fileadmin/Synodalerweg/Dokumente_Reden_Beitraege/SV-IV/SV-IV-TOP5.2-Namentliches-Abstimmverhalten_Schlussabstimmung.pdf">Ja</a>“, während Hanke mit „Nein“ stimmte. Dort ist zu lesen: „Da die homosexuelle Orientierung zum Menschen gehört, wie er*sie von Gott geschaffen wurde, ist sie ethisch nicht anders zu beurteilen als die heterosexuelle Orientierung.“ Und wenig später: „Gleichgeschlechtliche – auch in sexuellen Akten verwirklichte – Sexualität ist damit keine Sünde, die von Gott trennt, und sie ist nicht als in sich schlecht zu beurteilen. Sie ist vielmehr an der Verwirklichung der genannten Werte zu messen.“ Entsprechend müsse der Katechismus der Katholischen Kirche abgeändert werden.</p>
<p>Der Handlungstext „<a href="https://www.synodalerweg.de/fileadmin/Synodalerweg/Dokumente_Reden_Beitraege/beschluesse-broschueren/SW16-Handlungstext_Frauen-in-sakramentalen-Aemtern_NEU.pdf">Frauen in sakramentalen Ämtern – Perspektiven für das weltkirchliche Gespräch</a>“ fand ebenfalls die <a href="https://www.synodalerweg.de/fileadmin/Synodalerweg/Dokumente_Reden_Beitraege/SV-V/abstimmungsprotokolle/SV-V_TOP-5.1-Namentliches-Abstimmverhalten-alle.pdf">Zustimmung von Würtz</a>, aber die Ablehnung von Hanke. „Mit der Zulassung von Frauen zum Diakonat verbinden viele die Stärkung des caritativen Grundvollzugs, den das Zweite Vatikanische Konzil neben der Aufgabe der Evangelisierung durch die Verkündigung des Wortes Gottes und durch die liturgische Feier der Sakramente als drittes wesentliches Moment der Identität der Kirche herausgestellt hat“, so das Dokument des Synodalen Wegs.</p>
<p>Mit Blick auf die Priesterweihe von Frauen stimmte die Mehrheit des Synodalen Wegs für folgenden Passus, der auch im Grundtext „<a href="https://www.synodalerweg.de/fileadmin/Synodalerweg/Dokumente_Reden_Beitraege/beschluesse-broschueren/SW5-Grundtext_Frauen-in-Diensten-und-Aemtern-in-der-Kirche_NEU.pdf">Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche</a>“ so formuliert war (dort ebenfalls <a href="https://www.synodalerweg.de/fileadmin/Synodalerweg/Dokumente_Reden_Beitraege/SV-IV/SV-IV-TOP4.1-Namentliches-Abstimmverhalten_Schlussabstimmung.pdf">mit Zustimmung von Würtz</a> und Ablehnung von Hanke): „Darum ist die Frage an die höchste Autorität in der Kirche (Papst und Konzil) zu richten, ob die Lehre von <em>Ordinatio Sacerdotalis</em> nicht geprüft werden muss: Im Dienst der Evangelisierung geht es darum, eine entsprechende Beteiligung von Frauen an der Verkündigung, an der sakramentalen Repräsentanz Christi und am Aufbau der Kirche zu ermöglichen. Ob die Lehre von <em>Ordinatio Sacerdotalis </em>die Kirche unfehlbar bindet oder nicht, muss dann verbindlich auf dieser Ebene geprüft und geklärt werden.“</p>
<p>In <em><a href="https://www.vatican.va/content/john-paul-ii/de/apost_letters/1994/documents/hf_jp-ii_apl_19940522_ordinatio-sacerdotalis.html">Ordinatio sacerdotalis</a></em> hatte Papst Johannes Paul II. im Jahr 1994 verbindlich erklärt: „Damit also jeder Zweifel bezüglich der bedeutenden Angelegenheit, die die göttliche Verfassung der Kirche selbst betrifft, beseitigt wird, erkläre ich kraft meines Amtes, die Brüder zu stärken (vgl. Lk 22,32), daß die Kirche keinerlei Vollmacht hat, Frauen die Priesterweihe zu spenden, und daß sich alle Gläubigen der Kirche endgültig an diese Entscheidung zu halten haben.“</p>
<p>Er wolle als „Teamplayer“ Bischof von Eichstätt sein, kündigte Würtz derweil an. „Ich halte es für ein antiquiertes Bild, dass der Bischof alles entscheidet und macht, was er will. Diese Zeiten sind längst vorbei. Es ist mir ein Anliegen, dass ich Entscheidungen immer mit anderen treffe und mich beraten lasse. Sei es vom Diözesanrat der Katholiken, sei es von hauptamtlichen Mitarbeitern, von wem auch immer. Außerdem habe ich Familie und Freunde als Korrektiv.“</p>
<p>Auch zum Thema AfD äußerte sich Würtz, der am 4. Oktober in sein neues Amt eingeführt wird. Man müsse schauen: „Warum haben Menschen die AfD gewählt? Man kann nicht sagen, es sind alle dumm, die die AfD wählen. Wir sollten die Menschen ernst nehmen und schon schauen: Welche Sorgen und Anliegen stehen dahinter? Und dann gibt es freilich Grenzen, wo ich sagen muss: Da kann ich nicht mit.“</p>]]>
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                  <category>Deutschland</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Fri, 18 Sep 2026 13:00:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Bischof Bonny zu Priesterweihe verheirateter Männer: „Die Notwendigkeit zwingt mich dazu“</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/25841/bischof-bonny-zu-priesterweihe-verheirateter-manner-die-notwendigkeit-zwingt-mich-dazu</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Der Bischof von Antwerpen in Belgien, Johan Bonny, hat mit Blick auf seinen Vorstoß, in einigen Jahren verheiratete Männer zu Priester weihen zu wollen, erklärt: „Die Notwendigkeit zwingt mich dazu.“ In der Kirche des westlichen Ritus müssen angehende Priester vor ihrer Weihe versprechen, ehelos zu leben. In den katholischen Ostkirchen ist der Zölibat indes nicht verpflichtend.</p>
<p>Bonny sagte gegenüber <a href="https://www.lalibre.be/belgique/societe/2026/09/14/la-necessite-my-contraint-johan-bonny-eveque-danvers-se-rend-a-rome-et-entend-franchir-un-pas-inedit-EA2EROFN5BEYTFIJASVB3Q22DU/"><em>La Libre</em></a> in dieser Woche, er habe bereits mehrere Kandidaten ausgewählt. Das Portal berichtete weiter: „Diese durchlaufen eine theologische und pastorale Ausbildung, die mit der der zukünftigen Priester vergleichbar ist. Diese Vorbereitung erfolgt ‚transparent und diskret, abseits der Medienaufmerksamkeit‘, betont er.“</p>
<p>Als Bedingungen für die Kandidaten listete die <em>La Libre</em> auf sie müssten „mindestens 35 Jahre alt sein, ihre Ehefrau muss ihre Zustimmung geben, sie müssen ein stabiles Familienleben führen und natürlich keine kleinen Kinder mehr haben“.</p>
<p>„Heute zählt die Diözese Antwerpen nur noch 70 Priester unter 70 Jahren“, berichtete Bonny. „Zwei Drittel von ihnen sind ausländischer Herkunft. Sowohl in der Stadt als auch auf dem Land eilen zahlreiche Priester von einem Kirchturm zum nächsten.“</p>
<p>Vor diesem Hintergrund habe man die Frage verheirateter Priester „innerhalb der Bischofskonferenz diskutiert. Wir haben auch mit Papst Franziskus bei unserem letzten Ad-limina-Besuch in Rom darüber gesprochen.“</p>
<p>Der Vatikan – Papst Leo XIV. – müsste dem Vorhaben von Bonny seine Zustimmung erteilen, um es zu legitimieren. Der Bischof sagte, er habe sich diesbezüglich bereits „mit dem südkoreanischen Kardinal Lazarus You Heung-sik, dem Leiter des Dikasteriums für den Klerus, und Kardinal Mario Grech, dem Generalsekretär der Bischofssynode, getroffen. Ich habe ihnen anhand von Zahlen dargelegt, dass Flandern seine Reserven aufgebraucht hat. Sie sagten mir, sie würden dies mit Papst Leo besprechen.“</p>
<p>Bonny hatte im März <a href="https://bisdomantwerpenvzw.sharepoint.com/sites/otheo/bestanden/Pastorale%20brief%20mgr.%20Bonny%20implementatie%20synode%20bisdom%20Antwerpen_19032026.pdf?ga=1">angekündigt</a>, er werde „alles in meiner Kraft Stehende tun, um bis 2028 einige verheiratete Männer für unser Bistum zu Priestern zu weihen“.</p>]]>
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          <![CDATA[<p>Der Bischof von Antwerpen in Belgien, Johan Bonny, hat mit Blick auf seinen Vorstoß, in einigen Jahren verheiratete Männer zu Priester weihen zu wollen, erklärt: „Die Notwendigkeit zwingt mich dazu.“ In der Kirche des westlichen Ritus müssen angehende Priester vor ihrer Weihe versprechen, ehelos zu leben. In den katholischen Ostkirchen ist der Zölibat indes nicht verpflichtend.</p>
<p>Bonny sagte gegenüber <a href="https://www.lalibre.be/belgique/societe/2026/09/14/la-necessite-my-contraint-johan-bonny-eveque-danvers-se-rend-a-rome-et-entend-franchir-un-pas-inedit-EA2EROFN5BEYTFIJASVB3Q22DU/"><em>La Libre</em></a> in dieser Woche, er habe bereits mehrere Kandidaten ausgewählt. Das Portal berichtete weiter: „Diese durchlaufen eine theologische und pastorale Ausbildung, die mit der der zukünftigen Priester vergleichbar ist. Diese Vorbereitung erfolgt ‚transparent und diskret, abseits der Medienaufmerksamkeit‘, betont er.“</p>
<p>Als Bedingungen für die Kandidaten listete die <em>La Libre</em> auf sie müssten „mindestens 35 Jahre alt sein, ihre Ehefrau muss ihre Zustimmung geben, sie müssen ein stabiles Familienleben führen und natürlich keine kleinen Kinder mehr haben“.</p>
<p>„Heute zählt die Diözese Antwerpen nur noch 70 Priester unter 70 Jahren“, berichtete Bonny. „Zwei Drittel von ihnen sind ausländischer Herkunft. Sowohl in der Stadt als auch auf dem Land eilen zahlreiche Priester von einem Kirchturm zum nächsten.“</p>
<p>Vor diesem Hintergrund habe man die Frage verheirateter Priester „innerhalb der Bischofskonferenz diskutiert. Wir haben auch mit Papst Franziskus bei unserem letzten Ad-limina-Besuch in Rom darüber gesprochen.“</p>
<p>Der Vatikan – Papst Leo XIV. – müsste dem Vorhaben von Bonny seine Zustimmung erteilen, um es zu legitimieren. Der Bischof sagte, er habe sich diesbezüglich bereits „mit dem südkoreanischen Kardinal Lazarus You Heung-sik, dem Leiter des Dikasteriums für den Klerus, und Kardinal Mario Grech, dem Generalsekretär der Bischofssynode, getroffen. Ich habe ihnen anhand von Zahlen dargelegt, dass Flandern seine Reserven aufgebraucht hat. Sie sagten mir, sie würden dies mit Papst Leo besprechen.“</p>
<p>Bonny hatte im März <a href="https://bisdomantwerpenvzw.sharepoint.com/sites/otheo/bestanden/Pastorale%20brief%20mgr.%20Bonny%20implementatie%20synode%20bisdom%20Antwerpen_19032026.pdf?ga=1">angekündigt</a>, er werde „alles in meiner Kraft Stehende tun, um bis 2028 einige verheiratete Männer für unser Bistum zu Priestern zu weihen“.</p>]]>
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                  <category>Belgien</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Fri, 18 Sep 2026 11:00:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Kirche in Deutschland investierte 537 Millionen Euro in Hilfsprojekte weltweit</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/25837/kirche-in-deutschland-investierte-537-millionen-euro-in-hilfsprojekte-weltweit</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Die verschiedenen kirchlichen Institutionen in Deutschland haben im vergangenen Jahr mit 537 Millionen Euro zahlreiche Hilfsprojekte in aller Welt gefördert.</p>
<p>Neben Geldern aus Bistümern und Ordensgemeinschaften stammt der Großteil der Investitionen – über 390 Millionen Euro – von den kirchlichen Hilfswerken. Dazu gehören Adveniat, das Bonifatiuswerk, Caritas International, das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“, Misereor, Missio Aachen und Missio München sowie Renovabis.</p>
<p>Den größten Posten machen Spenden und Kollekten aus – rund 48 Prozent der Investitionen konnten so gedeckt werden. Die Kirchensteuer ist für fast 13 Prozent der Mittel verantwortlich. Sonstige Einnahmen sind elf Prozent, während öffentliche Gelder etwa 28 Prozent der Investitionen ausmachen. Von den 537 Millionen Euro sind also letztlich nur 387 Millionen Euro tatsächlich kirchliche Mittel.</p>
<p>Bischof Bertram Meier von Augsburg, der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), <a href="https://www.dbk.de/presse/aktuelles/meldung/jahresbericht-weltkirche-2025-erschienen">sagte</a>: „Hinter der beeindruckenden Zahl von 537 Millionen Euro stehen konkrete Schicksale, die eine positive Wendung genommen haben.“</p>
<p>„Wir bauen keine Straßen oder Häfen“, fügte er hinzu. „Unsere Projekte sind nicht dazu da, ganze Volkswirtschaften anzukurbeln. Aber sie bewirken Veränderungen im Leben so vieler Menschen. Sie finden Mut, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Das wird von keiner Statistik erfasst.“</p>
<p>Der größte Teil der Förderungen, 189 Millionen Euro, ging nach Afrika und in den Nahen Osten. Das Gebiet Asien und Ozeanien bekam 129 Millionen Euro, dicht gefolgt von Lateinamerika und der Karibik mit 122 Millionen Euro. Innerhalb von Europa wurden 76 Millionen Euro aufgewendet, und anderweitig noch 44 Millionen Euro.</p>]]>
        </description>
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          <![CDATA[<p>Die verschiedenen kirchlichen Institutionen in Deutschland haben im vergangenen Jahr mit 537 Millionen Euro zahlreiche Hilfsprojekte in aller Welt gefördert.</p>
<p>Neben Geldern aus Bistümern und Ordensgemeinschaften stammt der Großteil der Investitionen – über 390 Millionen Euro – von den kirchlichen Hilfswerken. Dazu gehören Adveniat, das Bonifatiuswerk, Caritas International, das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“, Misereor, Missio Aachen und Missio München sowie Renovabis.</p>
<p>Den größten Posten machen Spenden und Kollekten aus – rund 48 Prozent der Investitionen konnten so gedeckt werden. Die Kirchensteuer ist für fast 13 Prozent der Mittel verantwortlich. Sonstige Einnahmen sind elf Prozent, während öffentliche Gelder etwa 28 Prozent der Investitionen ausmachen. Von den 537 Millionen Euro sind also letztlich nur 387 Millionen Euro tatsächlich kirchliche Mittel.</p>
<p>Bischof Bertram Meier von Augsburg, der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), <a href="https://www.dbk.de/presse/aktuelles/meldung/jahresbericht-weltkirche-2025-erschienen">sagte</a>: „Hinter der beeindruckenden Zahl von 537 Millionen Euro stehen konkrete Schicksale, die eine positive Wendung genommen haben.“</p>
<p>„Wir bauen keine Straßen oder Häfen“, fügte er hinzu. „Unsere Projekte sind nicht dazu da, ganze Volkswirtschaften anzukurbeln. Aber sie bewirken Veränderungen im Leben so vieler Menschen. Sie finden Mut, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Das wird von keiner Statistik erfasst.“</p>
<p>Der größte Teil der Förderungen, 189 Millionen Euro, ging nach Afrika und in den Nahen Osten. Das Gebiet Asien und Ozeanien bekam 129 Millionen Euro, dicht gefolgt von Lateinamerika und der Karibik mit 122 Millionen Euro. Innerhalb von Europa wurden 76 Millionen Euro aufgewendet, und anderweitig noch 44 Millionen Euro.</p>]]>
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                  <category>Deutschland</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Fri, 18 Sep 2026 09:00:00 +0200</pubDate>
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        <title>Pater Simeon Wester ist neuer Administrator des Zisterzienserstifts Heiligenkreuz</title>
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          <![CDATA[<p>Das Zisterzienserstift Heiligenkreuz bei Wien hat nach dem Rücktritt von Abt Maximilian Heim OCist einen neuen Oberen gewählt – keinen Abt, sondern einen Administrator. Pater Simeon Wester OCist, bisher Prior der Gründung von Neuzelle in Ostdeutschland, wechselt an die Spitze der Mönchsgemeinschaft von Heiligenkreuz.</p>
<p>Der 61-jährige Pater Simeon war 2001 in Heiligenkreuz eingetreten, nachdem er bereits viele Jahre eine professionelle kirchenmusikalische Tätigkeit ausgeübt hatte. 2008 folgte die Priesterweihe. Im Kloster war er Novizenmeister, Subprior und schließlich Prior, bevor es 2018 nach Deutschland ging, um das Kloster Neuzelle auf die Beine zu stellen.</p>
<p>Pater Simeon sagte nach der Wahl am Donnerstag: „In Demut übernehme ich meine neue Aufgabe und danke meinen Mitbrüdern für das Vertrauen. Als gelernter Kirchenmusiker weiß ich, dass die Stärke eines Orchesters im guten Miteinander liegt. Ich vertraue auf die Hilfe Gottes und bitte alle ums Gebet.“</p>
<p>Der emeritierte Abt Maximilian hielt seinerseits fest, er kenne Pater Simeon schon seit seinem Klostereintritt. „Als Kirchenmusiker übernahm er bald Verantwortung für den gregorianischen Choral unseres Klosters, kompetent und demütig“, fuhr er fort. „Bei der Gründung von Neuzelle übernahm er in der gleichen Haltung die Leitung des Klosters. Er versteht es, als Organist und Chorleiter die verschiedenen Stimmen zu einem Klang zu vereinen, der die Freude am Herrn ausstrahlt.“</p>
<p>Abt Pius Maurer OCist, der Abtpräses der Österreichischen Zisterzienserkongregation, der die Wahl geleitet hat, sagte, Pater Simeon übernehme „eine lebendige, junge Gemeinschaft, die über die Grenzen Niederösterreichs weit hinauswirkt. Der Heilige Stuhl hat die Wahl eines Administrators gewünscht. Ich sehe das als große Chance für den Neugewählten und für die Gemeinschaft von Heiligenkreuz.“</p>
<p>„Der neue Administrator hat die Chance, sich auf die Festigung der rasch gewachsenen Gemeinschaft und auf bloß drei Jahre zu konzentrieren“, für Abt Pius hinzu. „Der Gemeinschaft wurde das Recht geschenkt, dann nach drei Jahren wieder neu zu wählen. Ich wünsche dem neuen Administrator ein gutes Ankommen in der neuen Verantwortung und Gottes Segen für die nächsten drei Jahre.“</p>
<p>Im August hatte Abt Pius erklärt: „Nach Rücksprache mit dem Ordensdikasterium in Rom wird kein Abt, sondern ein Administrator für drei Jahre gewählt, da mehr als ein Drittel der Wahlberechtigten noch nie an einer Abtwahl teilgenommen hat.“ Sollte nach der Amtszeit von Pater Simeon ein Abt gewählt werden, so hätte immer noch ein Drittel der Mönche noch nie einen Abt gewählt – womöglich wäre der Anteil sogar größer.</p>
<p>Vor einigen Monaten fand im Stift Heiligenkreuz eine kanonische Visitation statt. Danach hieß es, der Vatikan fordere eine „Reflexion der theologischen und spirituellen Ausrichtung“ des Klosters. Heiligenkreuz ist bekannt für eine eher konservative Ausrichtung und viele Berufungen – eine Ausnahmeerscheinung der Kirche in Österreich und im ganzen deutschsprachigen Raum.</p>
<p>„In den nächsten Monaten und Jahren werden sich die Mönche des Stifts Heiligenkreuz mit den Anweisungen des Dikasteriums intensiv beschäftigen und damit an einer Vertiefung des Glaubenslebens und der Zukunftsfähigkeit der Gemeinschaft arbeiten“, teilten die Mönche im April mit. „Der Abtei sind durch ihr rasches Wachstum große innere strukturelle Herausforderungen entstanden, bei denen der Heilige Stuhl die Abtei Heiligenkreuz durch seine Anweisungen unterstützen will.“</p>
<p>Das vatikanische Dikasterium für die Institute des geweihten Lebens und die Gesellschaften des apostolischen Lebens forderte laut Stift Heiligenkreuz neben der „Reflexion der theologischen und spirituellen Ausrichtung“ auch eine „optimierte Kommunikationsfähigkeit der Gemeinschaft nach innen und außen“ sowie „strategische Überlegungen zur Zukunft des Stiftes und Priorisierung der Aufgaben“.</p>
<p>Außerdem war die Rede von einer „Vertiefung der Heranführung junger Menschen an das monastische Leben und das Priestertum“ und von einer „Schärfung von Identität und Selbstbild des Stiftes Heiligenkreuz“.</p>
<p>Im Juni 2025 hatte das Dikasterium für die Institute des geweihten Lebens und die Gesellschaften des apostolischen Lebens in einem Schreiben an Abt Maximilian und alle Mönche erklärt, man habe „einige Hinweise“ zu „Leitung und Verwaltung“ des Klosters erhalten.</p>
<p>In einem beigefügten Dekret hieß es: „Die Apostolischen Visitatoren sind beauftragt, den Leitungsstil der Abtei in seiner Gesamtheit sowie das persönliche Führungsverhalten des Abtes eingehend zu prüfen. Dabei richtet sich das Augenmerk insbesondere auf die Beachtung und konsequente Umsetzung des geltenden kirchlichen und ordenseigenen Rechts.“</p>
<p>„Zugleich wird geprüft, in welchem Maß geistliche Autorität in verantwortungsbewusstes und dienendes Handeln umgesetzt wird und wie innerhalb der Gemeinschaft mit Kritik, Anregungen und Rückmeldungen umgegangen wird, insbesondere im Hinblick auf Offenheit, Dialogfähigkeit und konstruktive Konfliktkultur“, so der Vatikan.</p>
<p>„Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie mit Vorwürfen von Missbrauch oder anderen schwerwiegenden Verfehlungen verfahren wird“, erklärte das Dikasterium im Dekret. „Die Visitatoren untersuchen, ob entsprechende Hinweise ernst genommen, ordnungsgemäß bearbeitet und geeignete Maßnahmen ergriffen werden. Auch die Transparenz und Nachvollziehbarkeit der internen Abläufe finden hierbei Beachtung.“</p>]]>
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          <![CDATA[<p>Das Zisterzienserstift Heiligenkreuz bei Wien hat nach dem Rücktritt von Abt Maximilian Heim OCist einen neuen Oberen gewählt – keinen Abt, sondern einen Administrator. Pater Simeon Wester OCist, bisher Prior der Gründung von Neuzelle in Ostdeutschland, wechselt an die Spitze der Mönchsgemeinschaft von Heiligenkreuz.</p>
<p>Der 61-jährige Pater Simeon war 2001 in Heiligenkreuz eingetreten, nachdem er bereits viele Jahre eine professionelle kirchenmusikalische Tätigkeit ausgeübt hatte. 2008 folgte die Priesterweihe. Im Kloster war er Novizenmeister, Subprior und schließlich Prior, bevor es 2018 nach Deutschland ging, um das Kloster Neuzelle auf die Beine zu stellen.</p>
<p>Pater Simeon sagte nach der Wahl am Donnerstag: „In Demut übernehme ich meine neue Aufgabe und danke meinen Mitbrüdern für das Vertrauen. Als gelernter Kirchenmusiker weiß ich, dass die Stärke eines Orchesters im guten Miteinander liegt. Ich vertraue auf die Hilfe Gottes und bitte alle ums Gebet.“</p>
<p>Der emeritierte Abt Maximilian hielt seinerseits fest, er kenne Pater Simeon schon seit seinem Klostereintritt. „Als Kirchenmusiker übernahm er bald Verantwortung für den gregorianischen Choral unseres Klosters, kompetent und demütig“, fuhr er fort. „Bei der Gründung von Neuzelle übernahm er in der gleichen Haltung die Leitung des Klosters. Er versteht es, als Organist und Chorleiter die verschiedenen Stimmen zu einem Klang zu vereinen, der die Freude am Herrn ausstrahlt.“</p>
<p>Abt Pius Maurer OCist, der Abtpräses der Österreichischen Zisterzienserkongregation, der die Wahl geleitet hat, sagte, Pater Simeon übernehme „eine lebendige, junge Gemeinschaft, die über die Grenzen Niederösterreichs weit hinauswirkt. Der Heilige Stuhl hat die Wahl eines Administrators gewünscht. Ich sehe das als große Chance für den Neugewählten und für die Gemeinschaft von Heiligenkreuz.“</p>
<p>„Der neue Administrator hat die Chance, sich auf die Festigung der rasch gewachsenen Gemeinschaft und auf bloß drei Jahre zu konzentrieren“, für Abt Pius hinzu. „Der Gemeinschaft wurde das Recht geschenkt, dann nach drei Jahren wieder neu zu wählen. Ich wünsche dem neuen Administrator ein gutes Ankommen in der neuen Verantwortung und Gottes Segen für die nächsten drei Jahre.“</p>
<p>Im August hatte Abt Pius erklärt: „Nach Rücksprache mit dem Ordensdikasterium in Rom wird kein Abt, sondern ein Administrator für drei Jahre gewählt, da mehr als ein Drittel der Wahlberechtigten noch nie an einer Abtwahl teilgenommen hat.“ Sollte nach der Amtszeit von Pater Simeon ein Abt gewählt werden, so hätte immer noch ein Drittel der Mönche noch nie einen Abt gewählt – womöglich wäre der Anteil sogar größer.</p>
<p>Vor einigen Monaten fand im Stift Heiligenkreuz eine kanonische Visitation statt. Danach hieß es, der Vatikan fordere eine „Reflexion der theologischen und spirituellen Ausrichtung“ des Klosters. Heiligenkreuz ist bekannt für eine eher konservative Ausrichtung und viele Berufungen – eine Ausnahmeerscheinung der Kirche in Österreich und im ganzen deutschsprachigen Raum.</p>
<p>„In den nächsten Monaten und Jahren werden sich die Mönche des Stifts Heiligenkreuz mit den Anweisungen des Dikasteriums intensiv beschäftigen und damit an einer Vertiefung des Glaubenslebens und der Zukunftsfähigkeit der Gemeinschaft arbeiten“, teilten die Mönche im April mit. „Der Abtei sind durch ihr rasches Wachstum große innere strukturelle Herausforderungen entstanden, bei denen der Heilige Stuhl die Abtei Heiligenkreuz durch seine Anweisungen unterstützen will.“</p>
<p>Das vatikanische Dikasterium für die Institute des geweihten Lebens und die Gesellschaften des apostolischen Lebens forderte laut Stift Heiligenkreuz neben der „Reflexion der theologischen und spirituellen Ausrichtung“ auch eine „optimierte Kommunikationsfähigkeit der Gemeinschaft nach innen und außen“ sowie „strategische Überlegungen zur Zukunft des Stiftes und Priorisierung der Aufgaben“.</p>
<p>Außerdem war die Rede von einer „Vertiefung der Heranführung junger Menschen an das monastische Leben und das Priestertum“ und von einer „Schärfung von Identität und Selbstbild des Stiftes Heiligenkreuz“.</p>
<p>Im Juni 2025 hatte das Dikasterium für die Institute des geweihten Lebens und die Gesellschaften des apostolischen Lebens in einem Schreiben an Abt Maximilian und alle Mönche erklärt, man habe „einige Hinweise“ zu „Leitung und Verwaltung“ des Klosters erhalten.</p>
<p>In einem beigefügten Dekret hieß es: „Die Apostolischen Visitatoren sind beauftragt, den Leitungsstil der Abtei in seiner Gesamtheit sowie das persönliche Führungsverhalten des Abtes eingehend zu prüfen. Dabei richtet sich das Augenmerk insbesondere auf die Beachtung und konsequente Umsetzung des geltenden kirchlichen und ordenseigenen Rechts.“</p>
<p>„Zugleich wird geprüft, in welchem Maß geistliche Autorität in verantwortungsbewusstes und dienendes Handeln umgesetzt wird und wie innerhalb der Gemeinschaft mit Kritik, Anregungen und Rückmeldungen umgegangen wird, insbesondere im Hinblick auf Offenheit, Dialogfähigkeit und konstruktive Konfliktkultur“, so der Vatikan.</p>
<p>„Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie mit Vorwürfen von Missbrauch oder anderen schwerwiegenden Verfehlungen verfahren wird“, erklärte das Dikasterium im Dekret. „Die Visitatoren untersuchen, ob entsprechende Hinweise ernst genommen, ordnungsgemäß bearbeitet und geeignete Maßnahmen ergriffen werden. Auch die Transparenz und Nachvollziehbarkeit der internen Abläufe finden hierbei Beachtung.“</p>]]>
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                  <category>Österreich</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Fri, 18 Sep 2026 07:00:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Niederlande euthanasiert erstmals ein zweijähriges Kind auf Wunsch der Eltern</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/25831/niederlande-euthanasiert-erstmals-ein-zweijahriges-kind-auf-wunsch-der-eltern</link>
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          <![CDATA[<p>Eine niederländische Prüfungskommission hat die Tötung eines zweijährigen Kindes erstmals nach der seit Februar 2024 geltenden Regelung für Ein- bis Zwölfjährige gebilligt. Ein Arzt beendete das Leben.</p>
<p>„Alle Facetten des ‚Menschseins‘ im Bereich von Motorik, Verhalten und Persönlichkeit waren in schwerem Maße beeinträchtigt, und dies würde sich nicht bessern“, hieß es in dem <a href="https://www.lzalpkcommissie.nl/publicaties/oordelen/lk/2026/lk-2026-001">Urteil LK-2026-001</a>, das die Prüfungskommission „Beoordelingscommissie LZA-LP&amp;K“ am 9. September veröffentlichte. „Die Eltern und der Arzt sahen trotz aller medizinischen und nichtmedizinischen Interventionen keine Verbesserung im Zustand des Kindes und waren davon überzeugt, dass das Kind unerträglich und aussichtslos litt.“</p>
<p>Das Kind wurde während eines Auslandsurlaubs nach nur 26 Schwangerschaftswochen geboren. Eine Kernspintomografie zeigte später eine weitreichende Schädigung des Gehirns. Mit acht Monaten stellten die Ärzte ein infantiles epileptisches Spasmen-Syndrom fest, das früher als West-Syndrom bekannt war.</p>
<p>Bei einem Alter von fast zwei Jahren schätzten die Ärzte das Entwicklungsalter des Kindes auf sechs Wochen. „Es gab überhaupt keine verbale Entwicklung, und die zerebrale Sehstörung schränkte die Möglichkeiten zu irgendeinem Kontakt noch weiter ein“, heißt es in dem Urteil. „Je mehr Klarheit auf der Grundlage von Untersuchungen entstand, und durch die sichtbare klinische Verschlechterung des Kindes, haben die Eltern den Arzt gebeten, das Leben des Kindes zu beenden.“</p>
<p>„Man muss sich vorstellen, dass man als Elternteil beschließen muss, dass es für das eigene Kind besser ist, nicht mehr zu leben“, sagte Polly van Dijk, die Vorsitzende der Prüfungskommission, dem Fernsehmagazin <a href="https://nos.nl/nieuwsuur/artikel/2630308-arts-handelde-zorgvuldig-bij-actieve-levensbeeindiging-peuter">Nieuwsuur</a>. „Und auch für den Arzt ist dies eine ganz schwere Entscheidung.“ Den Schritt der Eltern nannte sie eine „enorm einschneidende Entscheidung“.</p>
<p>Zwei Zweitmeinungen holte der Arzt außerhalb der eigenen Region ein. Die ersten Ärzte kamen zu dem Schluss, dass „keine reale Chance auf eine Verbesserung der Situation bestand und eine unumkehrbare Situation vorlag“.</p>
<p>In einem Punkt widersprachen sie dem behandelnden Arzt jedoch. „Diese Ärzte stellten fest, dass zu diesem Zeitpunkt kein kontinuierliches unerträgliches Leiden vorlag“, hieß es in dem Urteil. „Ihre Schlussfolgerung war, dass es noch vernünftige andere Lösungen gab, wie palliative Möglichkeiten und medikamentöse Alternativen, die möglicherweise zu einer besseren Anfallskontrolle der Epilepsie führen konnten.“</p>
<p>Der Arzt folgte dem medikamentösen Behandlungsrat. Danach bekam das Kind seiner Darstellung zufolge mehr Beschwerden durch Nebenwirkungen, weshalb das Mittel abgesetzt wurde. Eine zweite Meinung kam zu einem anderen Ergebnis.</p>
<p>„Seine Schlussfolgerung war, dass es keine Möglichkeit gab, das Leiden auf eine vernünftige andere Weise zu verringern oder zu beseitigen als dadurch, das Leben zu beenden“, so das Urteil.</p>
<p>„Die Kommission urteilt, dass der Arzt durch die Summe der Erkrankungen bei dem Kind, die sehr begrenzten Möglichkeiten, positive Lebenserfahrungen zu machen, und die reale Erwartung, dass das Kind künftig in einen noch schlechteren Zustand geraten würde, zu der Überzeugung kommen konnte, dass unerträgliches Leiden vorlag.“ Man sei „letztlich zu dem Schluss gekommen, dass der Arzt sorgfältig gehandelt hat“, sagte van Dijk.</p>
<p>„Aus dem Wunsch der Eltern heraus hat der Arzt die Methode gewählt, bei der das Kind ruhig in den Schlaf gebracht wurde“, fuhr das Urteil fort. Der Arzt leitete die Sedierung mit Midazolam und Morphin ein, danach verabreichte er Propofol und Thiopental.</p>
<p>Die Tötung bleibt grundsätzlich strafbar., denn nach den Artikeln 82a und 289 des niederländischen Strafgesetzbuchs ist es eine Straftat. Straffrei wird der Arzt allein durch den Rechtfertigungsgrund des Notstands gemäß Artikel 40. Das Urteil ging nun an die Staatsanwaltschaft, die über eine Strafverfolgung entscheidet. Hält die Kommission das Handeln für sorgfältig, <a href="https://www.om.nl/onderwerpen/l/late-zwangerschapsafbreking">gibt</a> es nach Angaben der Behörde „in der Regel“ keinen Anlass, ein Strafverfahren einzuleiten.</p>
<p>Kritik kam vom christlichen Patientenverband <a href="https://www.npvzorg.nl/nieuws/eerste-geval-levensbeeindiging-bij-kind">NPV</a>, der sich im Juni zu dem Fall geäußert hatte. „Der fundamentale Baustein des Euthanasiegesetzes, nämlich das freiwillige und wohlüberlegte Verlangen, ist bei Kindern nicht anwendbar. Kinder sind äußerst verletzlich“, erklärte der Verband. „Dass andere beschließen, das verletzliche Leben zu beenden, ist inakzeptabel und wirft grundlegende Fragen über den Schutz und den Wert des verletzlichen Lebens eines jeden auf.“</p>
<p>Bereits bei der Ankündigung der Regelung im Oktober 2020 hatte Kardinal Willem Eijk, der Referent für Medizinethik der niederländischen Bischofskonferenz ist, <a href="https://www.rkkerk.nl/kardinaal-eijk-over-aangekondigde-regeling-euthanasie-bij-kinderen-maak-de-cirkel-niet-rond/">gewarnt</a>: „Wer aktive Lebensbeendigung wegen einer bestimmten Form des Leidens vornimmt, lässt das Prinzip los, dass das Leben ein wesentlicher Wert ist.“ Und: „Die Geschichte der Euthanasiediskussion in den letzten vierzig Jahren zeigt, dass die Kriterien für die Durchführung von Euthanasie immer weiter gedehnt worden sind. Wird dasselbe auf Dauer nicht auch bei der Euthanasie an Kindern geschehen?“</p>
<p>Die katholische Kirche lehnt aktive Sterbehilfe und assistierten Suizid als schwere Verletzung des göttlichen Gesetzes ab. Erlaubt ist das Zulassen des natürlichen Todes sowie eine angemessene Schmerzlinderung, auch wenn diese das Leben verkürzen könnte.</p>
<p>Papst Johannes Paul II. stellte dies 1995 in der Enzyklika <em><a href="https://www.vatican.va/content/john-paul-ii/de/encyclicals/documents/hf_jp-ii_enc_25031995_evangelium-vitae.html">Evangelium vitae</a></em> verbindlich fest: „Nach diesen Unterscheidungen bestätige ich in Übereinstimmung mit dem Lehramt meiner Vorgänger und in Gemeinschaft mit den Bischöfen der katholischen Kirche, daß die Euthanasie eine schwere Verletzung des göttlichen Gesetzes ist, insofern es sich um eine vorsätzliche Tötung einer menschlichen Person handelt, was sittlich nicht zu akzeptieren ist. Diese Lehre ist auf dem Naturrecht und auf dem geschriebenen Wort Gottes begründet, von der Tradition der Kirche überliefert und vom ordentlichen und allgemeinen Lehramt der Kirche gelehrt.“</p>]]>
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          <![CDATA[<p>Eine niederländische Prüfungskommission hat die Tötung eines zweijährigen Kindes erstmals nach der seit Februar 2024 geltenden Regelung für Ein- bis Zwölfjährige gebilligt. Ein Arzt beendete das Leben.</p>
<p>„Alle Facetten des ‚Menschseins‘ im Bereich von Motorik, Verhalten und Persönlichkeit waren in schwerem Maße beeinträchtigt, und dies würde sich nicht bessern“, hieß es in dem <a href="https://www.lzalpkcommissie.nl/publicaties/oordelen/lk/2026/lk-2026-001">Urteil LK-2026-001</a>, das die Prüfungskommission „Beoordelingscommissie LZA-LP&amp;K“ am 9. September veröffentlichte. „Die Eltern und der Arzt sahen trotz aller medizinischen und nichtmedizinischen Interventionen keine Verbesserung im Zustand des Kindes und waren davon überzeugt, dass das Kind unerträglich und aussichtslos litt.“</p>
<p>Das Kind wurde während eines Auslandsurlaubs nach nur 26 Schwangerschaftswochen geboren. Eine Kernspintomografie zeigte später eine weitreichende Schädigung des Gehirns. Mit acht Monaten stellten die Ärzte ein infantiles epileptisches Spasmen-Syndrom fest, das früher als West-Syndrom bekannt war.</p>
<p>Bei einem Alter von fast zwei Jahren schätzten die Ärzte das Entwicklungsalter des Kindes auf sechs Wochen. „Es gab überhaupt keine verbale Entwicklung, und die zerebrale Sehstörung schränkte die Möglichkeiten zu irgendeinem Kontakt noch weiter ein“, heißt es in dem Urteil. „Je mehr Klarheit auf der Grundlage von Untersuchungen entstand, und durch die sichtbare klinische Verschlechterung des Kindes, haben die Eltern den Arzt gebeten, das Leben des Kindes zu beenden.“</p>
<p>„Man muss sich vorstellen, dass man als Elternteil beschließen muss, dass es für das eigene Kind besser ist, nicht mehr zu leben“, sagte Polly van Dijk, die Vorsitzende der Prüfungskommission, dem Fernsehmagazin <a href="https://nos.nl/nieuwsuur/artikel/2630308-arts-handelde-zorgvuldig-bij-actieve-levensbeeindiging-peuter">Nieuwsuur</a>. „Und auch für den Arzt ist dies eine ganz schwere Entscheidung.“ Den Schritt der Eltern nannte sie eine „enorm einschneidende Entscheidung“.</p>
<p>Zwei Zweitmeinungen holte der Arzt außerhalb der eigenen Region ein. Die ersten Ärzte kamen zu dem Schluss, dass „keine reale Chance auf eine Verbesserung der Situation bestand und eine unumkehrbare Situation vorlag“.</p>
<p>In einem Punkt widersprachen sie dem behandelnden Arzt jedoch. „Diese Ärzte stellten fest, dass zu diesem Zeitpunkt kein kontinuierliches unerträgliches Leiden vorlag“, hieß es in dem Urteil. „Ihre Schlussfolgerung war, dass es noch vernünftige andere Lösungen gab, wie palliative Möglichkeiten und medikamentöse Alternativen, die möglicherweise zu einer besseren Anfallskontrolle der Epilepsie führen konnten.“</p>
<p>Der Arzt folgte dem medikamentösen Behandlungsrat. Danach bekam das Kind seiner Darstellung zufolge mehr Beschwerden durch Nebenwirkungen, weshalb das Mittel abgesetzt wurde. Eine zweite Meinung kam zu einem anderen Ergebnis.</p>
<p>„Seine Schlussfolgerung war, dass es keine Möglichkeit gab, das Leiden auf eine vernünftige andere Weise zu verringern oder zu beseitigen als dadurch, das Leben zu beenden“, so das Urteil.</p>
<p>„Die Kommission urteilt, dass der Arzt durch die Summe der Erkrankungen bei dem Kind, die sehr begrenzten Möglichkeiten, positive Lebenserfahrungen zu machen, und die reale Erwartung, dass das Kind künftig in einen noch schlechteren Zustand geraten würde, zu der Überzeugung kommen konnte, dass unerträgliches Leiden vorlag.“ Man sei „letztlich zu dem Schluss gekommen, dass der Arzt sorgfältig gehandelt hat“, sagte van Dijk.</p>
<p>„Aus dem Wunsch der Eltern heraus hat der Arzt die Methode gewählt, bei der das Kind ruhig in den Schlaf gebracht wurde“, fuhr das Urteil fort. Der Arzt leitete die Sedierung mit Midazolam und Morphin ein, danach verabreichte er Propofol und Thiopental.</p>
<p>Die Tötung bleibt grundsätzlich strafbar., denn nach den Artikeln 82a und 289 des niederländischen Strafgesetzbuchs ist es eine Straftat. Straffrei wird der Arzt allein durch den Rechtfertigungsgrund des Notstands gemäß Artikel 40. Das Urteil ging nun an die Staatsanwaltschaft, die über eine Strafverfolgung entscheidet. Hält die Kommission das Handeln für sorgfältig, <a href="https://www.om.nl/onderwerpen/l/late-zwangerschapsafbreking">gibt</a> es nach Angaben der Behörde „in der Regel“ keinen Anlass, ein Strafverfahren einzuleiten.</p>
<p>Kritik kam vom christlichen Patientenverband <a href="https://www.npvzorg.nl/nieuws/eerste-geval-levensbeeindiging-bij-kind">NPV</a>, der sich im Juni zu dem Fall geäußert hatte. „Der fundamentale Baustein des Euthanasiegesetzes, nämlich das freiwillige und wohlüberlegte Verlangen, ist bei Kindern nicht anwendbar. Kinder sind äußerst verletzlich“, erklärte der Verband. „Dass andere beschließen, das verletzliche Leben zu beenden, ist inakzeptabel und wirft grundlegende Fragen über den Schutz und den Wert des verletzlichen Lebens eines jeden auf.“</p>
<p>Bereits bei der Ankündigung der Regelung im Oktober 2020 hatte Kardinal Willem Eijk, der Referent für Medizinethik der niederländischen Bischofskonferenz ist, <a href="https://www.rkkerk.nl/kardinaal-eijk-over-aangekondigde-regeling-euthanasie-bij-kinderen-maak-de-cirkel-niet-rond/">gewarnt</a>: „Wer aktive Lebensbeendigung wegen einer bestimmten Form des Leidens vornimmt, lässt das Prinzip los, dass das Leben ein wesentlicher Wert ist.“ Und: „Die Geschichte der Euthanasiediskussion in den letzten vierzig Jahren zeigt, dass die Kriterien für die Durchführung von Euthanasie immer weiter gedehnt worden sind. Wird dasselbe auf Dauer nicht auch bei der Euthanasie an Kindern geschehen?“</p>
<p>Die katholische Kirche lehnt aktive Sterbehilfe und assistierten Suizid als schwere Verletzung des göttlichen Gesetzes ab. Erlaubt ist das Zulassen des natürlichen Todes sowie eine angemessene Schmerzlinderung, auch wenn diese das Leben verkürzen könnte.</p>
<p>Papst Johannes Paul II. stellte dies 1995 in der Enzyklika <em><a href="https://www.vatican.va/content/john-paul-ii/de/encyclicals/documents/hf_jp-ii_enc_25031995_evangelium-vitae.html">Evangelium vitae</a></em> verbindlich fest: „Nach diesen Unterscheidungen bestätige ich in Übereinstimmung mit dem Lehramt meiner Vorgänger und in Gemeinschaft mit den Bischöfen der katholischen Kirche, daß die Euthanasie eine schwere Verletzung des göttlichen Gesetzes ist, insofern es sich um eine vorsätzliche Tötung einer menschlichen Person handelt, was sittlich nicht zu akzeptieren ist. Diese Lehre ist auf dem Naturrecht und auf dem geschriebenen Wort Gottes begründet, von der Tradition der Kirche überliefert und vom ordentlichen und allgemeinen Lehramt der Kirche gelehrt.“</p>]]>
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                  <category>Niederlande</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Europa</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[Alexander Folz ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Thu, 17 Sep 2026 16:00:00 +0200</pubDate>
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          <item>
        <title>Weihbischof Lohmann beschreibt Auswirkungen des Klimawandels als „erschreckend“</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/25827/weihbischof-lohmann-beschreibt-auswirkungen-des-klimawandels-als-erschreckend</link>
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          <![CDATA[<p>Der Münsteraner Weihbischof Rolf Lohmann hat die Auswirkungen des Klimawandels nach dem heißen Sommer in Deutschland als „erschreckend“ beschrieben. Lohmann ist innerhalb der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) für Umwelt- und Klimafragen zuständig.</p>
<p>„Es ist erschreckend, wenn man die Auswirkungen des Klimawandels direkt vor Ort mitbekommt“, so Lohmann nach einem <a href="https://www.bistum-muenster.de/startseite_aktuelles/newsuebersicht/news_detail/umweltbischof_lohmann_spricht_mit_landwirten_ueber_ernte_nach_trockenheit">Besuch bei Landwirten</a> im Bistum Münster. „Das extreme Niedrigwasser im Rhein mit seinen Auswirkungen auf die Handelswege. Die teils verheerenden Waldbrände, die in weiten Teilen Deutschlands und Europas und auch in meiner Region gewütet haben. Und nun hier die trockenen Ackerböden, die für Ernteausfälle sorgen, deren Folgen wir gar nicht alle überblicken können.“</p>
<p>„Der Klimawandel betrifft jeden von uns und er ist nicht wegzuleugnen“, sagte der Weihbischof. „Wir alle müssen mehr in die Bewahrung der Schöpfung investieren.“</p>
<p>Lohmann verwies auf die zehn Thesen zum Klimaschutz der DBK. „Darin heißt es, dass in der Ernährung und im Umgang mit Lebensmitteln ein Umdenken erforderlich ist“, rief er in Erinnerung. „Den Vorrang sollen Lebensmittel aus einer nachhaltigen Landwirtschaft haben, überwiegend regional und saisonal erzeugt und vermarktet. Und wir müssen der Kultur des Wegwerfens von Lebensmitteln entgegenwirken.“</p>
<p>Vor wenigen Wochen hatte Lohmann zum Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung gesagt, der „Umwelt- und Klimaschutz sowie die Anpassung an den Klimawandel“ würden „keinen Aufschub“ dulden, sondern gehören „oben auf die politische Tagesordnung“.</p>
<p>„Blicken wir auf die Hitze mit den niedrigen Pegelständen der Flüsse und den verdorrten Äckern sowie auf die brennenden Wälder der letzten Monate, dann wird die Problematik des Ressourcenverbrauchs augenscheinlich“, <a href="https://www.dbk.de/presse/aktuelles/meldung/weltgebetstag-fuer-die-bewahrung-der-schoepfung-am-1-september-2026">erklärte der Weihbischof</a> damals. „Angesichts der ökologischen, ökonomischen und sozialen Auswirkungen des Klimawandels müssen wir Konsequenzen für unser Handeln ziehen – auch beim Umgang mit KI.“</p>
<p>„Der große Bedarf an Wasser sorgt heute bereits in vielen Regionen der Welt für Konflikte“, so Lohmann weiter. „Der Klimawandel ist dafür verantwortlich, dass Extremwetterperioden wie in diesem Sommer in den nächsten Jahren häufiger und intensiver auftreten werden.“</p>]]>
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          <![CDATA[<p>Der Münsteraner Weihbischof Rolf Lohmann hat die Auswirkungen des Klimawandels nach dem heißen Sommer in Deutschland als „erschreckend“ beschrieben. Lohmann ist innerhalb der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) für Umwelt- und Klimafragen zuständig.</p>
<p>„Es ist erschreckend, wenn man die Auswirkungen des Klimawandels direkt vor Ort mitbekommt“, so Lohmann nach einem <a href="https://www.bistum-muenster.de/startseite_aktuelles/newsuebersicht/news_detail/umweltbischof_lohmann_spricht_mit_landwirten_ueber_ernte_nach_trockenheit">Besuch bei Landwirten</a> im Bistum Münster. „Das extreme Niedrigwasser im Rhein mit seinen Auswirkungen auf die Handelswege. Die teils verheerenden Waldbrände, die in weiten Teilen Deutschlands und Europas und auch in meiner Region gewütet haben. Und nun hier die trockenen Ackerböden, die für Ernteausfälle sorgen, deren Folgen wir gar nicht alle überblicken können.“</p>
<p>„Der Klimawandel betrifft jeden von uns und er ist nicht wegzuleugnen“, sagte der Weihbischof. „Wir alle müssen mehr in die Bewahrung der Schöpfung investieren.“</p>
<p>Lohmann verwies auf die zehn Thesen zum Klimaschutz der DBK. „Darin heißt es, dass in der Ernährung und im Umgang mit Lebensmitteln ein Umdenken erforderlich ist“, rief er in Erinnerung. „Den Vorrang sollen Lebensmittel aus einer nachhaltigen Landwirtschaft haben, überwiegend regional und saisonal erzeugt und vermarktet. Und wir müssen der Kultur des Wegwerfens von Lebensmitteln entgegenwirken.“</p>
<p>Vor wenigen Wochen hatte Lohmann zum Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung gesagt, der „Umwelt- und Klimaschutz sowie die Anpassung an den Klimawandel“ würden „keinen Aufschub“ dulden, sondern gehören „oben auf die politische Tagesordnung“.</p>
<p>„Blicken wir auf die Hitze mit den niedrigen Pegelständen der Flüsse und den verdorrten Äckern sowie auf die brennenden Wälder der letzten Monate, dann wird die Problematik des Ressourcenverbrauchs augenscheinlich“, <a href="https://www.dbk.de/presse/aktuelles/meldung/weltgebetstag-fuer-die-bewahrung-der-schoepfung-am-1-september-2026">erklärte der Weihbischof</a> damals. „Angesichts der ökologischen, ökonomischen und sozialen Auswirkungen des Klimawandels müssen wir Konsequenzen für unser Handeln ziehen – auch beim Umgang mit KI.“</p>
<p>„Der große Bedarf an Wasser sorgt heute bereits in vielen Regionen der Welt für Konflikte“, so Lohmann weiter. „Der Klimawandel ist dafür verantwortlich, dass Extremwetterperioden wie in diesem Sommer in den nächsten Jahren häufiger und intensiver auftreten werden.“</p>]]>
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                  <category>Deutschland</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Thu, 17 Sep 2026 15:30:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Schweizer Bischof Gmür ist „hoffnungsvoll“ angesichts Implementierung von Synodalität</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/25825/schweizer-bischof-gmur-ist-hoffnungsvoll-angesichts-implementierung-von-synodalitat</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Der Schweizer Bischof Felix Gmür hat erklärt, er sei mit Blick auf den weltkirchlichen synodalen Prozess „sehr hoffnungsvoll, dass er sich jetzt nach und nach implementiert“.</p>
<p>Es komme „immer auf die Leute vor Ort an“, zeigte sich der Bischof von Basel im Gespräch mit <a href="https://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2026-09/bischof-gmur-zu-synodalitat-der-prozess-ist-im-gang-und-dauert.html">Vatican News</a> überzeugt. „Es ist fast ein innerer Widerspruch, wenn der Bischof Synodalität sozusagen von oben verordnet. Das kann nicht gutgehen. Die Synodalität muss auch von den Gläubigen her kommen.“</p>
<p>Papst Franziskus hatte den weltweiten synodalen Prozess Anfang 2020 angekündigt. Der Prozess selbst begann im Oktober 2021. Die entsprechende Bischofssynode – die später auf ein Gremium mit Laienbeteiligung ausgeweitet wurde – sollte zunächst im Oktober 2022 stattfinden, wurde dann jedoch auf Oktober 2023 verschoben. Schließlich wurde eine zweite Sitzung für Oktober 2024 angekündigt. Wenige Wochen vor seinem Tod entschied Papst Franziskus im März 2025 vom Krankenhaus aus, den Prozess weiter zu verlängern. Nun soll im Oktober 2028 eine kirchliche Versammlung im Vatikan stattfinden. Unklar ist, was genau diese Veranstaltung sein soll.</p>
<p>Gmür sagte, es sei „ nichts besser […], als miteinander zu reden, aufeinander zu hören und versuchen, zu verstehen. Ich muss nicht alles gut finden, aber ich muss wenigstens verstehen wollen. Das habe ich gelernt, und das finde ich ist ein guter Weg weiterzugehen.“</p>
<p>Gleichzeitig grenzte der Bischof von Basel die Synodalität von simplen demokratischen Entscheidungen ab: „Synodalität und gemeinsam nach Christus suchen, gemeinsam die Wahrheit anstreben: Dass man das nicht mit demokratischen Abstimmungen machen kann, das ist manchmal schwierig zu vermitteln.“</p>
<p>„Dass man sich nur auf Strukturen fokussiert, ist natürlich zu wenig und falsch“, sagte er außerdem. „Man kann sich aber auch nicht sozusagen nur auf den Heiligen Geist fokussieren. Denn was ist dann, wenn der Heilige Geist eben nicht so wirkt, wie die Struktur es vorsieht? Es braucht beides.“</p>]]>
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          <![CDATA[<p>Der Schweizer Bischof Felix Gmür hat erklärt, er sei mit Blick auf den weltkirchlichen synodalen Prozess „sehr hoffnungsvoll, dass er sich jetzt nach und nach implementiert“.</p>
<p>Es komme „immer auf die Leute vor Ort an“, zeigte sich der Bischof von Basel im Gespräch mit <a href="https://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2026-09/bischof-gmur-zu-synodalitat-der-prozess-ist-im-gang-und-dauert.html">Vatican News</a> überzeugt. „Es ist fast ein innerer Widerspruch, wenn der Bischof Synodalität sozusagen von oben verordnet. Das kann nicht gutgehen. Die Synodalität muss auch von den Gläubigen her kommen.“</p>
<p>Papst Franziskus hatte den weltweiten synodalen Prozess Anfang 2020 angekündigt. Der Prozess selbst begann im Oktober 2021. Die entsprechende Bischofssynode – die später auf ein Gremium mit Laienbeteiligung ausgeweitet wurde – sollte zunächst im Oktober 2022 stattfinden, wurde dann jedoch auf Oktober 2023 verschoben. Schließlich wurde eine zweite Sitzung für Oktober 2024 angekündigt. Wenige Wochen vor seinem Tod entschied Papst Franziskus im März 2025 vom Krankenhaus aus, den Prozess weiter zu verlängern. Nun soll im Oktober 2028 eine kirchliche Versammlung im Vatikan stattfinden. Unklar ist, was genau diese Veranstaltung sein soll.</p>
<p>Gmür sagte, es sei „ nichts besser […], als miteinander zu reden, aufeinander zu hören und versuchen, zu verstehen. Ich muss nicht alles gut finden, aber ich muss wenigstens verstehen wollen. Das habe ich gelernt, und das finde ich ist ein guter Weg weiterzugehen.“</p>
<p>Gleichzeitig grenzte der Bischof von Basel die Synodalität von simplen demokratischen Entscheidungen ab: „Synodalität und gemeinsam nach Christus suchen, gemeinsam die Wahrheit anstreben: Dass man das nicht mit demokratischen Abstimmungen machen kann, das ist manchmal schwierig zu vermitteln.“</p>
<p>„Dass man sich nur auf Strukturen fokussiert, ist natürlich zu wenig und falsch“, sagte er außerdem. „Man kann sich aber auch nicht sozusagen nur auf den Heiligen Geist fokussieren. Denn was ist dann, wenn der Heilige Geist eben nicht so wirkt, wie die Struktur es vorsieht? Es braucht beides.“</p>]]>
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                  <category>Schweiz</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Thu, 17 Sep 2026 14:15:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Versuchte schwere Brandstiftung: Feuerwerkskörper während Messe in Kirche angezündet</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/25823/versuchte-schwere-brandstiftung-feuerwerkskorper-wahrend-messe-in-kirche-angezundet</link>
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          <![CDATA[<p>Zu einem Fall von versuchter schwerer Brandstiftung ist es am Montag in einer Kirche in Haar, östlich von München, während einer Messe gekommen. Die Täter hatten „einen brennenden pyrotechnischen Gegenstand“ in den Eingangsbereich der Kirche gelegt und sich anschließend entfernt.</p>
<p>„Mehrere Teilnehmer der Messe nahmen Rauchgeruch war“, <a href="https://www.polizei.bayern.de/aktuelles/pressemitteilungen/108564/index.html">teilte die Polizei mit</a>. „Der pyrotechnische Gegenstand wurde daraufhin von einem Teilnehmer in den nahegelegenen See geworfen.“</p>
<p>Es war dies der vierte von fünf Fällen der versuchten schweren Brandstiftung am Montagnachmittag in Haar. Zunächst war „ein brennender pyrotechnischer Gegenstand“ in den Eingangsbereich einer Wohnung im Erdgeschoss geworfen worden und konnte schnell gelöscht werden.</p>
<p>Danach bemerkten drei Personen auf einem Balkon „einen brennenden pyrotechnischen Gegenstand, welcher in einen Spalt zwischen dem Balkon und der Hauswand gesteckt und entzündet wurde“. Der Gegenstand brannte fast vollständig ab und wurde dann gelöscht.</p>
<p>In eine weitere Wohnung wurde ein Feuerwerkskörper durch die offene Balkontür geschmissen. „Als die 56-jährige Bewohnerin diesen bemerkte, warf sie ihn auf den Gehweg“, so die Polizei.</p>
<p>Schließlich – nach dem Fall in der Kirche – wurde ein weiterer brennender Gegenstand durch den Hintereingang in ein Ladenlokal geworfen.</p>
<p>Der Gesamtschaden liegt nach Angaben der Polizei im niedrigen vierstelligen Bereich. Das Motiv für die fünf Fälle von versuchter schwerer Brandstiftung ist unklar. Auch ist nicht bekannt, ob es sich nur um einen Täter handelte oder mehrere. Jedenfalls wurde ein Täter als etwa 14-jähriger Junge beschrieben, der kurze schwarze Haare hatte und ein schwarzes Hemd sowie eine dunkle Hose trug.</p>]]>
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          <![CDATA[<p>Zu einem Fall von versuchter schwerer Brandstiftung ist es am Montag in einer Kirche in Haar, östlich von München, während einer Messe gekommen. Die Täter hatten „einen brennenden pyrotechnischen Gegenstand“ in den Eingangsbereich der Kirche gelegt und sich anschließend entfernt.</p>
<p>„Mehrere Teilnehmer der Messe nahmen Rauchgeruch war“, <a href="https://www.polizei.bayern.de/aktuelles/pressemitteilungen/108564/index.html">teilte die Polizei mit</a>. „Der pyrotechnische Gegenstand wurde daraufhin von einem Teilnehmer in den nahegelegenen See geworfen.“</p>
<p>Es war dies der vierte von fünf Fällen der versuchten schweren Brandstiftung am Montagnachmittag in Haar. Zunächst war „ein brennender pyrotechnischer Gegenstand“ in den Eingangsbereich einer Wohnung im Erdgeschoss geworfen worden und konnte schnell gelöscht werden.</p>
<p>Danach bemerkten drei Personen auf einem Balkon „einen brennenden pyrotechnischen Gegenstand, welcher in einen Spalt zwischen dem Balkon und der Hauswand gesteckt und entzündet wurde“. Der Gegenstand brannte fast vollständig ab und wurde dann gelöscht.</p>
<p>In eine weitere Wohnung wurde ein Feuerwerkskörper durch die offene Balkontür geschmissen. „Als die 56-jährige Bewohnerin diesen bemerkte, warf sie ihn auf den Gehweg“, so die Polizei.</p>
<p>Schließlich – nach dem Fall in der Kirche – wurde ein weiterer brennender Gegenstand durch den Hintereingang in ein Ladenlokal geworfen.</p>
<p>Der Gesamtschaden liegt nach Angaben der Polizei im niedrigen vierstelligen Bereich. Das Motiv für die fünf Fälle von versuchter schwerer Brandstiftung ist unklar. Auch ist nicht bekannt, ob es sich nur um einen Täter handelte oder mehrere. Jedenfalls wurde ein Täter als etwa 14-jähriger Junge beschrieben, der kurze schwarze Haare hatte und ein schwarzes Hemd sowie eine dunkle Hose trug.</p>]]>
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                  <category>Deutschland</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Thu, 17 Sep 2026 13:00:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Drei vatikanische Dikasterien veröffentlichen Note zum interreligiösen Dialog</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/25821/drei-vatikanische-dikasterien-veroffentlichen-note-zum-interreligiosen-dialog</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Gleich drei vatikanische Dikasterien haben am Mittwoch eine gemeinsame <a href="https://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_ddf_doc_20260916_nota-cammino-speranza_ge.html">Note</a> über den interreligiösen Dialog veröffentlicht. Dabei geht der Text von der Erklärung <em>Nostra aetate</em> des Zweiten Vatikanischen Konzils aus, die vor 61 Jahren verabschiedet wurde.</p>
<p>In einem zweiten Schritt blickt das Dokument, das in der deutschen Übersetzung etwa 8500 Wörter umfasst, auf die Entwicklungen nach dem Konzil. Hier heißt es, es gebe eine „durch die nachfolgenden Päpste bereicherte Kontinuität“.</p>
<p>Mit Blick etwa auf Papst Johannes Paul II. verweist der Text auf das interreligiöse Friedensgebet von 1986 in Assisi: „Der heilige Johannes Paul II. verlieh der Intuition des Zweiten Vatikanums bezüglich des interreligiösen Dialogs große Sichtbarkeit. Sein Wirken zur Umsetzung der Grundsätze von <em>Nostra aetate</em> war entscheidend, insbesondere durch das Zustandekommen des historischen Treffens in Assisi am 27. Oktober 1986.“</p>
<p>„Zum ersten Mal kamen führende Vertreter der Religionen aus aller Welt zusammen, um – jeder als Ausdruck seines eigenen Glaubens – für den Frieden zu beten“, so die Note. „Dieser zutiefst symbolträchtige Moment war ein klarer und eindringlicher Aufruf, die Religionen nicht länger als Quellen der Spaltung zu betrachten, sondern als wesentliche Akteure eines dauerhaften Friedens, der auf gegenseitiger Wertschätzung und brüderlicher Zusammenarbeit beruht.“</p>
<p>Mit Papst Franziskus sei der interreligiöse Dialog dann „in eine neue Phase eingetreten, tief geprägt von der Sichtweise der ‚allumfassenden Brüderlichkeit’ im eigentlichen Sinn der Brüderlichkeit beim heiligen Franz von Assisi“.</p>
<p>Die weiteren Teile der Note befassen sich mit den Auswirkungen und Herausforderungen von <em>Nostra aetate</em> in der heutigen Zeit sowie mit einem Blick auf die Zukunft des interreligiösen Dialogs.</p>
<p>Papst Leo XIV. hatte die Note der Dikasterien für die Glaubenslehre, zur Förderung der Einheit der Christen und für den interreligiösen Dialog bereits am 22. Juni approbiert, also genehmigt. Veröffentlicht wurde sie erst knapp drei Monate später.</p>
<p>Zum interreligiösen Dialog ist zu lesen: „Es geht in Wahrheit nicht darum, eine große Weltreligion zu gründen, in der alle Glaubensrichtungen nivelliert werden. Diese Möglichkeit muss aus Respekt vor sich selbst und vor anderen ausgeschlossen werden. Es geht vielmehr darum, eine geschwisterliche Gesellschaft aufzubauen, die fähig ist, Unterschiede zu akzeptieren.“</p>
<p>„Diese Absicht steht nach wie vor im Mittelpunkt des interreligiösen Dialogs, wie es bereits in der Erklärung Nostra aetate der Fall war und in den Bemühungen in dieser Richtung, die die Jahrzehnte nach ihrer Promulgation geprägt haben“, fährt der Text fort. „Dialog besteht nicht nur im Darlegen der eigenen Lehren oder im Vergleich der eigenen Weltanschauungen; angesichts derer, die Spaltungen schüren und Konflikte vorbereiten, sind heute die Gläubigen der verschiedenen Traditionen und an erster Stelle ihre Oberhäupter, die sich ihrer unüberbrückbaren Unterschiede bewusst sind, aufgerufen, mit Klarheit und Hoffnung nach den Voraussetzungen für ein friedliches Zusammenleben zu suchen.“</p>
<p>Gleichzeitig betont der Vatikan: „Angesichts der Herausforderungen unserer Zeit, darunter religiöser Extremismus, globale Migration, Säkularisierung, ökologische und soziale Krisen, sind die Religionen aufgerufen, die Welt und die Gesellschaft so zu gestalten, dass sie geschwisterlicher Ausdruck des Willens Gottes sind.“</p>
<p>Und es sei der Heilige Geist, „der stets in der Geschichte der Menschheit und in den verschiedenen Kulturen und Religionen der Völker wirkt, in denen er auf eine Weise, die nur er kennt, die Flamme der Weisheit entzündet und seine vielfältigen Gaben austeilt“.</p>]]>
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          <![CDATA[<p>Gleich drei vatikanische Dikasterien haben am Mittwoch eine gemeinsame <a href="https://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_ddf_doc_20260916_nota-cammino-speranza_ge.html">Note</a> über den interreligiösen Dialog veröffentlicht. Dabei geht der Text von der Erklärung <em>Nostra aetate</em> des Zweiten Vatikanischen Konzils aus, die vor 61 Jahren verabschiedet wurde.</p>
<p>In einem zweiten Schritt blickt das Dokument, das in der deutschen Übersetzung etwa 8500 Wörter umfasst, auf die Entwicklungen nach dem Konzil. Hier heißt es, es gebe eine „durch die nachfolgenden Päpste bereicherte Kontinuität“.</p>
<p>Mit Blick etwa auf Papst Johannes Paul II. verweist der Text auf das interreligiöse Friedensgebet von 1986 in Assisi: „Der heilige Johannes Paul II. verlieh der Intuition des Zweiten Vatikanums bezüglich des interreligiösen Dialogs große Sichtbarkeit. Sein Wirken zur Umsetzung der Grundsätze von <em>Nostra aetate</em> war entscheidend, insbesondere durch das Zustandekommen des historischen Treffens in Assisi am 27. Oktober 1986.“</p>
<p>„Zum ersten Mal kamen führende Vertreter der Religionen aus aller Welt zusammen, um – jeder als Ausdruck seines eigenen Glaubens – für den Frieden zu beten“, so die Note. „Dieser zutiefst symbolträchtige Moment war ein klarer und eindringlicher Aufruf, die Religionen nicht länger als Quellen der Spaltung zu betrachten, sondern als wesentliche Akteure eines dauerhaften Friedens, der auf gegenseitiger Wertschätzung und brüderlicher Zusammenarbeit beruht.“</p>
<p>Mit Papst Franziskus sei der interreligiöse Dialog dann „in eine neue Phase eingetreten, tief geprägt von der Sichtweise der ‚allumfassenden Brüderlichkeit’ im eigentlichen Sinn der Brüderlichkeit beim heiligen Franz von Assisi“.</p>
<p>Die weiteren Teile der Note befassen sich mit den Auswirkungen und Herausforderungen von <em>Nostra aetate</em> in der heutigen Zeit sowie mit einem Blick auf die Zukunft des interreligiösen Dialogs.</p>
<p>Papst Leo XIV. hatte die Note der Dikasterien für die Glaubenslehre, zur Förderung der Einheit der Christen und für den interreligiösen Dialog bereits am 22. Juni approbiert, also genehmigt. Veröffentlicht wurde sie erst knapp drei Monate später.</p>
<p>Zum interreligiösen Dialog ist zu lesen: „Es geht in Wahrheit nicht darum, eine große Weltreligion zu gründen, in der alle Glaubensrichtungen nivelliert werden. Diese Möglichkeit muss aus Respekt vor sich selbst und vor anderen ausgeschlossen werden. Es geht vielmehr darum, eine geschwisterliche Gesellschaft aufzubauen, die fähig ist, Unterschiede zu akzeptieren.“</p>
<p>„Diese Absicht steht nach wie vor im Mittelpunkt des interreligiösen Dialogs, wie es bereits in der Erklärung Nostra aetate der Fall war und in den Bemühungen in dieser Richtung, die die Jahrzehnte nach ihrer Promulgation geprägt haben“, fährt der Text fort. „Dialog besteht nicht nur im Darlegen der eigenen Lehren oder im Vergleich der eigenen Weltanschauungen; angesichts derer, die Spaltungen schüren und Konflikte vorbereiten, sind heute die Gläubigen der verschiedenen Traditionen und an erster Stelle ihre Oberhäupter, die sich ihrer unüberbrückbaren Unterschiede bewusst sind, aufgerufen, mit Klarheit und Hoffnung nach den Voraussetzungen für ein friedliches Zusammenleben zu suchen.“</p>
<p>Gleichzeitig betont der Vatikan: „Angesichts der Herausforderungen unserer Zeit, darunter religiöser Extremismus, globale Migration, Säkularisierung, ökologische und soziale Krisen, sind die Religionen aufgerufen, die Welt und die Gesellschaft so zu gestalten, dass sie geschwisterlicher Ausdruck des Willens Gottes sind.“</p>
<p>Und es sei der Heilige Geist, „der stets in der Geschichte der Menschheit und in den verschiedenen Kulturen und Religionen der Völker wirkt, in denen er auf eine Weise, die nur er kennt, die Flamme der Weisheit entzündet und seine vielfältigen Gaben austeilt“.</p>]]>
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                  <category>Vatikanstadt</category>
                                  <category>Vatikan</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Thu, 17 Sep 2026 11:00:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>„Demokratie ist eine große Errungenschaft“: Erzbischof Koch zu Wahlen in Berlin</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/25819/demokratie-ist-eine-grosse-errungenschaft-erzbischof-koch-zu-wahlen-in-berlin</link>
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          <![CDATA[<p>Vor den Wahlen zum Abgeordnetenhaus am Sonntag in Berlin hat der dortige Erzbischof Heiner Koch erklärt: „Demokratie ist eine große Errungenschaft, die durch die Kraft vieler Menschen erreicht wurde. Es ist unsere gemeinsame Verantwortung, für sie einzustehen, wenn sie in Gefahr gerät.“</p>
<p>Mit Koch unterzeichnete auch der protestantische Landesbischof Christian Stäblein von der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz den <a href="https://www.erzbistumberlin.de/medien/pressestelle/aktuelle-pressemeldungen/pressemeldung/news-title/gemeinsamer-aufruf-der-kirchen-zu-den-berliner-wahlen/">Aufruf</a>. Die beiden schrieben: „Demokratie bedeutet Auseinandersetzung in Sachfragen mit Respekt und Achtung voreinander, Demut vor der auf Zeit verliehenen Macht sowie Gewaltenteilung. Sie lebt von Kompromissen und der Fähigkeit, andere Meinungen auszuhalten.“</p>
<p>„Wir treten für eine freie, weltoffene, vielfältige und demokratische Gesellschaft ein“, hieß es weiter. „Nur diese garantiert, dass wir in unserer Unterschiedlichkeit in Freiheit und in Frieden miteinander leben können. Die Stärke einer demokratischen Gesellschaft bemisst sich auch daran, dass sie Schwache und Minderheiten schützt.“</p>
<p>Im Mittelpunkt aller Debatten habe „der Mensch“ zu stehen: „Menschenwürde, Menschenrechte und Religionsfreiheit sind unverzichtbar für alle Menschen. […] Wir glauben, dass Gott jedem Menschen die Menschenwürde verliehen hat. Sie gilt unverbrüchlich und kann niemandem genommen werden.“</p>
<p>Vor diesem Hintergrund riefen Koch und Stäblein die Wahlberechtigten auf, „diejenigen politischen Kräfte“ zu unterstützen, „die Zusammenhalt fördern, statt Menschengruppen gegeneinander auszuspielen“.</p>
<p>„Geben Sie jenen Ihre Stimme, die sich uneingeschränkt zur Würde jedes und jeder Einzelnen bekennen und danach handeln“, fügten sie hinzu. „Prüfen Sie, ob und wie der Schutz von Minderheiten und Schutzbedürftigen garantiert wird.“</p>
<p>Abschließend hielt der Aufruf fest: „Wir, das Erzbistum Berlin und die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, suchen stets der Stadt Bestes und stehen gemeinsam ein für die Würde aller Mitmenschen und für eine friedliches Zusammenleben.“</p>
<p>Anders als in Sachsen-Anhalt, wo in diesem Monat ebenfalls gewählt wurde, wird die AfD in Berlin nicht an der absoluten Mehrheit kratzen. CDU und Linke liefern sich <a href="https://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/berlin.htm">laut Umfragen</a> mit jeweils um die 20 Prozent ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Wahlsieg. Die AfD liegt mit etwa 18 Prozent knapp dahinter, die Grünen bei etwa 16 Prozent wiederum knapp hinter der AfD. Die SPD wird wohl nur fünftstärkste Kraft. Bislang bilden CDU und SPD die Regierung. Dazu wird es diesmal wohl nicht kommen können, weil beide Parteien stark einbüßen werden.</p>
<p>Auch in Mecklenburg-Vorpommern wird am Sonntag gewählt. Die SPD und die AfD liegen im Bereich um die 35 Prozent eng beieinander, wobei <a href="https://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/mecklenburg-vorpommern.htm">die Umfragen</a> die AfD in den letzten Wochen immer vorne sahen – auch wenn dieser Vorsprung schmilzt. Die CDU liegt in den jüngsten Umfragen nur noch bei etwa sieben Prozent. Damit ist sie nicht mehr weit von der Fünf-Prozent-Hürde entfernt und könnte sogar am Einzug in den Landtag scheitern. Auch die Grünen stehen vor dieser Hürde. Die Linke ist, knapp zweistellig, bei zehn bis zwölf Prozent.</p>]]>
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          <![CDATA[<p>Vor den Wahlen zum Abgeordnetenhaus am Sonntag in Berlin hat der dortige Erzbischof Heiner Koch erklärt: „Demokratie ist eine große Errungenschaft, die durch die Kraft vieler Menschen erreicht wurde. Es ist unsere gemeinsame Verantwortung, für sie einzustehen, wenn sie in Gefahr gerät.“</p>
<p>Mit Koch unterzeichnete auch der protestantische Landesbischof Christian Stäblein von der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz den <a href="https://www.erzbistumberlin.de/medien/pressestelle/aktuelle-pressemeldungen/pressemeldung/news-title/gemeinsamer-aufruf-der-kirchen-zu-den-berliner-wahlen/">Aufruf</a>. Die beiden schrieben: „Demokratie bedeutet Auseinandersetzung in Sachfragen mit Respekt und Achtung voreinander, Demut vor der auf Zeit verliehenen Macht sowie Gewaltenteilung. Sie lebt von Kompromissen und der Fähigkeit, andere Meinungen auszuhalten.“</p>
<p>„Wir treten für eine freie, weltoffene, vielfältige und demokratische Gesellschaft ein“, hieß es weiter. „Nur diese garantiert, dass wir in unserer Unterschiedlichkeit in Freiheit und in Frieden miteinander leben können. Die Stärke einer demokratischen Gesellschaft bemisst sich auch daran, dass sie Schwache und Minderheiten schützt.“</p>
<p>Im Mittelpunkt aller Debatten habe „der Mensch“ zu stehen: „Menschenwürde, Menschenrechte und Religionsfreiheit sind unverzichtbar für alle Menschen. […] Wir glauben, dass Gott jedem Menschen die Menschenwürde verliehen hat. Sie gilt unverbrüchlich und kann niemandem genommen werden.“</p>
<p>Vor diesem Hintergrund riefen Koch und Stäblein die Wahlberechtigten auf, „diejenigen politischen Kräfte“ zu unterstützen, „die Zusammenhalt fördern, statt Menschengruppen gegeneinander auszuspielen“.</p>
<p>„Geben Sie jenen Ihre Stimme, die sich uneingeschränkt zur Würde jedes und jeder Einzelnen bekennen und danach handeln“, fügten sie hinzu. „Prüfen Sie, ob und wie der Schutz von Minderheiten und Schutzbedürftigen garantiert wird.“</p>
<p>Abschließend hielt der Aufruf fest: „Wir, das Erzbistum Berlin und die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, suchen stets der Stadt Bestes und stehen gemeinsam ein für die Würde aller Mitmenschen und für eine friedliches Zusammenleben.“</p>
<p>Anders als in Sachsen-Anhalt, wo in diesem Monat ebenfalls gewählt wurde, wird die AfD in Berlin nicht an der absoluten Mehrheit kratzen. CDU und Linke liefern sich <a href="https://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/berlin.htm">laut Umfragen</a> mit jeweils um die 20 Prozent ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Wahlsieg. Die AfD liegt mit etwa 18 Prozent knapp dahinter, die Grünen bei etwa 16 Prozent wiederum knapp hinter der AfD. Die SPD wird wohl nur fünftstärkste Kraft. Bislang bilden CDU und SPD die Regierung. Dazu wird es diesmal wohl nicht kommen können, weil beide Parteien stark einbüßen werden.</p>
<p>Auch in Mecklenburg-Vorpommern wird am Sonntag gewählt. Die SPD und die AfD liegen im Bereich um die 35 Prozent eng beieinander, wobei <a href="https://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/mecklenburg-vorpommern.htm">die Umfragen</a> die AfD in den letzten Wochen immer vorne sahen – auch wenn dieser Vorsprung schmilzt. Die CDU liegt in den jüngsten Umfragen nur noch bei etwa sieben Prozent. Damit ist sie nicht mehr weit von der Fünf-Prozent-Hürde entfernt und könnte sogar am Einzug in den Landtag scheitern. Auch die Grünen stehen vor dieser Hürde. Die Linke ist, knapp zweistellig, bei zehn bis zwölf Prozent.</p>]]>
        </content:encoded>
                  <category>Deutschland</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Thu, 17 Sep 2026 09:00:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Pilger beenden Fußwallfahrt auf Spuren des heiligen Stanislaus Kostka von Wien nach Rom</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/25815/pilger-beenden-fusswallfahrt-auf-spuren-des-heiligen-stanislaus-kostka-von-wien-nach-rom</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Mehr als 1700 Kilometer, durch drei Länder und zehn Wochen unterwegs: Am 15. September ist in Rom eine besondere Wallfahrt zu Ende gegangen. Seit Anfang Juli waren insgesamt 160 polnische Pilger auf den Spuren des heiligen Stanislaus Kostka von Wien nach Rom unterwegs. Am Grab des Jugendpatrons in der Kirche Sant’Andrea al Quirinale dankten sie für den gemeinsamen Weg und beteten um neue und heilige Berufungen.</p>
<p>Die Fußwallfahrt begann am 4. Juli in Wien. Sie war als Etappenwallfahrt organisiert, sodass sich die Teilnehmergruppen auf den verschiedenen Abschnitten abwechselten. Nach dem Segen des Wiener Erzbischofs Josef Grünwidl machten sich die ersten Pilger von der Stanislaus Kostka-Kapelle aus auf den Weg.</p>
<p>Der Ausgangspunkt war bewusst gewählt. Die Kapelle besteht seit fast 450 Jahren und erinnert an die Jahre, die der junge Stanislaus Kostka in Wien verbrachte. Bis heute ist sie ein bedeutender Ort der Verehrung des polnischen Heiligen in der österreichischen Hauptstadt. Zugleich ist sie die einzige private historische Hauskapelle Wiens, in der regelmäßig die Eucharistie gefeiert wird.</p>
<p>Von dort führte die Route durch Österreich, Deutschland und Italien, entlang jenes Weges, den Stanislaus Kostka im 16. Jahrhundert selbst zurückgelegt hatte. Gegen den Willen seiner Familie verließ der junge Stanislaus Wien, um seiner Berufung zu folgen und in die Gesellschaft Jesu einzutreten. Für die Pilger wurde dieser historische Weg zum Ausgangspunkt einer eigenen geistlichen Reise.</p>
<p>Die Initiative anlässlich des 300. Jahrestages der Heiligsprechung Stanislaus Kostkas, die am 31. Dezember 1726 in Rom stattgefunden hatte, kam vom polnischen Bischof Szymon Stułkowski aus der Diözese Płock. Er wollte damit die Gestalt des polnischen Heiligen neu ins Bewusstsein Europas rücken. „Wir wollten den heiligen Stanislaus der Welt und Europa wieder in Erinnerung rufen“, so sein Ziel.</p><p>
<strong>Wo Stanislaus seine Berufung erkannte</strong>
</p>

<p>Wien nimmt im Leben des heiligen Stanislaus eine besondere Stellung ein. Drei Jahre verbrachte er hier und besuchte das Jesuitenkolleg. Während einer schweren Erkrankung hatte er eine mystische Erfahrung, bei der ihm die Gottesmutter mit dem Jesuskind erschien. Kurz darauf fasste er den Entschluss, Wien zu verlassen und zu Fuß nach Rom aufzubrechen.</p>
<p>Die spezielle Verbindung zwischen der historischen Route und dem Leben des Heiligen beschrieb Bischof Stułkowski während der Wallfahrt folgendermaßen: „Als ich von Trient nach Verona ging, wurde mir bewusst, dass dies wohl die einzige Wallfahrt zu einem Heiligengrab ist, die auf einer Strecke verläuft, die dieser Heilige selbst zurückgelegt hat.“</p>
<p>Für die Teilnehmer war der Weg deshalb mehr als eine Reise durch Europa. Er wurde zu einer Gelegenheit, über das eigene Leben, die persönliche Berufung und den Glauben nachzudenken. „Es geht nicht nur darum, von Punkt A nach Punkt B zu gelangen, sondern um einen ‚cammino‘, einen inneren Weg“, sagte Barbara, die in Italien lebt und sich in den letzten Tagen der Wallfahrt anschloss. Eine wichtige Erfahrung sei für sie gewesen, dass das Gebet um Berufungen alle Lebenswege betreffe.</p>
<p>Auch Jakub aus dem Priesterseminar in Płock verband jeden Tag mit einem eigenen Gebetsanliegen: „Jeder Tag hatte ein neues Anliegen. Und all das wurde von dem einen großen Anliegen zusammengehalten, mit dem diese Wallfahrt verbunden war: dem Gebet um neue und heilige Berufungen.“</p>
<p>Der gemeinsame Weg brachte die Teilnehmer zugleich als Gemeinschaft näher zusammen. Pater Marek, der Regens des Priesterseminars in Płock, erinnert sich besonders an die Erfahrung gegenseitiger Unterstützung. Die Wallfahrt habe gezeigt, „dass auf dem gemeinsamen Pilgerweg dienen kann und dass man letztlich ohne die Hilfe und Unterstützung anderer nicht weiterkommen würde“.</p><p>
<strong>In Rom: Der Blick auf die Berufung</strong>
</p>

<p>Am 15. September erreichten die Pilger ihr Ziel. In der Kirche Sant’Andrea al Quirinale, wo sich das Grab des heiligen Stanislaus Kostka befindet, feierten sie eine Dankmesse. Die Eucharistie zelebrierte Kardinal Gianfranco Ghirlanda SJ zusammen mit Bischof Szymon Stułkowski und dem Weihbischof in Lublin Adam Bab. Anwesend war auch der Generalpostulator Pater Pascual Cebollada SJ sowie an die 50 Priester.</p>
<p>In seiner Predigt erinnerte der Kardinal an den jungen Stanislaus, der sich dem Widerstand seiner Familie stellen musste und dennoch an der von ihm erkannten Berufung festhielt. Seine Standhaftigkeit, so Ghirlanda, habe sowohl in seinem persönlichen Charakter als auch in der Gnade Gottes ihre Grundlage gehabt.</p>
<p>Der Kardinal unterstrich zugleich die bleibende Aktualität des Zeugnisses des Heiligen. Stanislaus stammte aus einer wohlhabenden und einflussreichen Familie. Dennoch erkannte er die Vergänglichkeit der Güter dieser Welt: „Er verstand zutiefst die Nichtigkeit der Dinge dieser Welt: Sie vergehen und lösen sich auf wie Nebel, während der Wille Gottes in Ewigkeit Bestand hat.“</p>
<p>Gerade darin liege die Bedeutung des heiligen Stanislaus für junge Menschen heute, so der Kardinal. Sie leben in einer Welt, die immer wieder einfache Antworten auf die Frage nach dem Glück anbietet und dazu einlädt, das Bequeme und Angenehme zu wählen. Das Leben des jungen Kostka zeige dagegen, dass die Treue zu Gott Mut, Geduld und die Bereitschaft erfordern könne, von anderen nicht verstanden zu werden.</p>
<p>Mit der Ankunft in Rom ist die äußere Wegstrecke der Pilger zu Ende gegangen. Den herausragenden Abschluss bildete tags darauf der Empfang der Pilgergruppe im Rahmen der Generalaudienz bei Papst Leo XIV., der sie persönlich begrüßte und einige Worte an sie richtete: „Ich grüße herzlich die Polen, insbesondere die Pilger und die Seminaristen der Diözese Płock mit ihrem Bischof, die den Weg des heiligen Stanislaus Kostka von Wien über Dillingen nach Rom zurückgelegt haben. Im Jahr des 300. Jahrestages seiner Heiligsprechung wollen wir gemeinsam mit Aloisius Gonzaga nicht aufhören, für die jungen Menschen zu beten, damit sie durch die Fürsprache dieser heiligen Patrone keine Angst davor haben, mutige Entscheidungen für ihr Leben zu treffen und Gott und dem Nächsten zu dienen. Euch allen erteile ich meinen Segen!“</p>
<p>Was bleibt, ist die geistliche Erfahrung eines gemeinsamen Weges, der in Wien begann und am Grab des Heiligen seinen Abschluss fand. Stanislaus war in Wien seiner Berufung begegnet und hatte von dort den Weg nach Rom eingeschlagen. Jahrhunderte später machten sich Menschen erneut auf diese Strecke – nicht nur, um einem historischen Weg zu folgen, sondern um gemeinsam für die Berufungen von heute zu beten.</p>
<p>So wurde die Wallfahrt zu einem Zeugnis dafür, dass eine Pilgerschaft weit über das Zurücklegen einer Strecke hinausgehen kann: Sie kann helfen, innezuhalten, den eigenen Weg neu in den Blick zu nehmen und dem Ruf Gottes mit größerer Offenheit zu begegnen.</p>]]>
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          <![CDATA[<p>Mehr als 1700 Kilometer, durch drei Länder und zehn Wochen unterwegs: Am 15. September ist in Rom eine besondere Wallfahrt zu Ende gegangen. Seit Anfang Juli waren insgesamt 160 polnische Pilger auf den Spuren des heiligen Stanislaus Kostka von Wien nach Rom unterwegs. Am Grab des Jugendpatrons in der Kirche Sant’Andrea al Quirinale dankten sie für den gemeinsamen Weg und beteten um neue und heilige Berufungen.</p>
<p>Die Fußwallfahrt begann am 4. Juli in Wien. Sie war als Etappenwallfahrt organisiert, sodass sich die Teilnehmergruppen auf den verschiedenen Abschnitten abwechselten. Nach dem Segen des Wiener Erzbischofs Josef Grünwidl machten sich die ersten Pilger von der Stanislaus Kostka-Kapelle aus auf den Weg.</p>
<p>Der Ausgangspunkt war bewusst gewählt. Die Kapelle besteht seit fast 450 Jahren und erinnert an die Jahre, die der junge Stanislaus Kostka in Wien verbrachte. Bis heute ist sie ein bedeutender Ort der Verehrung des polnischen Heiligen in der österreichischen Hauptstadt. Zugleich ist sie die einzige private historische Hauskapelle Wiens, in der regelmäßig die Eucharistie gefeiert wird.</p>
<p>Von dort führte die Route durch Österreich, Deutschland und Italien, entlang jenes Weges, den Stanislaus Kostka im 16. Jahrhundert selbst zurückgelegt hatte. Gegen den Willen seiner Familie verließ der junge Stanislaus Wien, um seiner Berufung zu folgen und in die Gesellschaft Jesu einzutreten. Für die Pilger wurde dieser historische Weg zum Ausgangspunkt einer eigenen geistlichen Reise.</p>
<p>Die Initiative anlässlich des 300. Jahrestages der Heiligsprechung Stanislaus Kostkas, die am 31. Dezember 1726 in Rom stattgefunden hatte, kam vom polnischen Bischof Szymon Stułkowski aus der Diözese Płock. Er wollte damit die Gestalt des polnischen Heiligen neu ins Bewusstsein Europas rücken. „Wir wollten den heiligen Stanislaus der Welt und Europa wieder in Erinnerung rufen“, so sein Ziel.</p><p>
<strong>Wo Stanislaus seine Berufung erkannte</strong>
</p>

<p>Wien nimmt im Leben des heiligen Stanislaus eine besondere Stellung ein. Drei Jahre verbrachte er hier und besuchte das Jesuitenkolleg. Während einer schweren Erkrankung hatte er eine mystische Erfahrung, bei der ihm die Gottesmutter mit dem Jesuskind erschien. Kurz darauf fasste er den Entschluss, Wien zu verlassen und zu Fuß nach Rom aufzubrechen.</p>
<p>Die spezielle Verbindung zwischen der historischen Route und dem Leben des Heiligen beschrieb Bischof Stułkowski während der Wallfahrt folgendermaßen: „Als ich von Trient nach Verona ging, wurde mir bewusst, dass dies wohl die einzige Wallfahrt zu einem Heiligengrab ist, die auf einer Strecke verläuft, die dieser Heilige selbst zurückgelegt hat.“</p>
<p>Für die Teilnehmer war der Weg deshalb mehr als eine Reise durch Europa. Er wurde zu einer Gelegenheit, über das eigene Leben, die persönliche Berufung und den Glauben nachzudenken. „Es geht nicht nur darum, von Punkt A nach Punkt B zu gelangen, sondern um einen ‚cammino‘, einen inneren Weg“, sagte Barbara, die in Italien lebt und sich in den letzten Tagen der Wallfahrt anschloss. Eine wichtige Erfahrung sei für sie gewesen, dass das Gebet um Berufungen alle Lebenswege betreffe.</p>
<p>Auch Jakub aus dem Priesterseminar in Płock verband jeden Tag mit einem eigenen Gebetsanliegen: „Jeder Tag hatte ein neues Anliegen. Und all das wurde von dem einen großen Anliegen zusammengehalten, mit dem diese Wallfahrt verbunden war: dem Gebet um neue und heilige Berufungen.“</p>
<p>Der gemeinsame Weg brachte die Teilnehmer zugleich als Gemeinschaft näher zusammen. Pater Marek, der Regens des Priesterseminars in Płock, erinnert sich besonders an die Erfahrung gegenseitiger Unterstützung. Die Wallfahrt habe gezeigt, „dass auf dem gemeinsamen Pilgerweg dienen kann und dass man letztlich ohne die Hilfe und Unterstützung anderer nicht weiterkommen würde“.</p><p>
<strong>In Rom: Der Blick auf die Berufung</strong>
</p>

<p>Am 15. September erreichten die Pilger ihr Ziel. In der Kirche Sant’Andrea al Quirinale, wo sich das Grab des heiligen Stanislaus Kostka befindet, feierten sie eine Dankmesse. Die Eucharistie zelebrierte Kardinal Gianfranco Ghirlanda SJ zusammen mit Bischof Szymon Stułkowski und dem Weihbischof in Lublin Adam Bab. Anwesend war auch der Generalpostulator Pater Pascual Cebollada SJ sowie an die 50 Priester.</p>
<p>In seiner Predigt erinnerte der Kardinal an den jungen Stanislaus, der sich dem Widerstand seiner Familie stellen musste und dennoch an der von ihm erkannten Berufung festhielt. Seine Standhaftigkeit, so Ghirlanda, habe sowohl in seinem persönlichen Charakter als auch in der Gnade Gottes ihre Grundlage gehabt.</p>
<p>Der Kardinal unterstrich zugleich die bleibende Aktualität des Zeugnisses des Heiligen. Stanislaus stammte aus einer wohlhabenden und einflussreichen Familie. Dennoch erkannte er die Vergänglichkeit der Güter dieser Welt: „Er verstand zutiefst die Nichtigkeit der Dinge dieser Welt: Sie vergehen und lösen sich auf wie Nebel, während der Wille Gottes in Ewigkeit Bestand hat.“</p>
<p>Gerade darin liege die Bedeutung des heiligen Stanislaus für junge Menschen heute, so der Kardinal. Sie leben in einer Welt, die immer wieder einfache Antworten auf die Frage nach dem Glück anbietet und dazu einlädt, das Bequeme und Angenehme zu wählen. Das Leben des jungen Kostka zeige dagegen, dass die Treue zu Gott Mut, Geduld und die Bereitschaft erfordern könne, von anderen nicht verstanden zu werden.</p>
<p>Mit der Ankunft in Rom ist die äußere Wegstrecke der Pilger zu Ende gegangen. Den herausragenden Abschluss bildete tags darauf der Empfang der Pilgergruppe im Rahmen der Generalaudienz bei Papst Leo XIV., der sie persönlich begrüßte und einige Worte an sie richtete: „Ich grüße herzlich die Polen, insbesondere die Pilger und die Seminaristen der Diözese Płock mit ihrem Bischof, die den Weg des heiligen Stanislaus Kostka von Wien über Dillingen nach Rom zurückgelegt haben. Im Jahr des 300. Jahrestages seiner Heiligsprechung wollen wir gemeinsam mit Aloisius Gonzaga nicht aufhören, für die jungen Menschen zu beten, damit sie durch die Fürsprache dieser heiligen Patrone keine Angst davor haben, mutige Entscheidungen für ihr Leben zu treffen und Gott und dem Nächsten zu dienen. Euch allen erteile ich meinen Segen!“</p>
<p>Was bleibt, ist die geistliche Erfahrung eines gemeinsamen Weges, der in Wien begann und am Grab des Heiligen seinen Abschluss fand. Stanislaus war in Wien seiner Berufung begegnet und hatte von dort den Weg nach Rom eingeschlagen. Jahrhunderte später machten sich Menschen erneut auf diese Strecke – nicht nur, um einem historischen Weg zu folgen, sondern um gemeinsam für die Berufungen von heute zu beten.</p>
<p>So wurde die Wallfahrt zu einem Zeugnis dafür, dass eine Pilgerschaft weit über das Zurücklegen einer Strecke hinausgehen kann: Sie kann helfen, innezuhalten, den eigenen Weg neu in den Blick zu nehmen und dem Ruf Gottes mit größerer Offenheit zu begegnen.</p>]]>
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                  <category>Italien</category>
                          <category>Rom</category>
                          <category>Europa</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[Joanna Łukaszuk-Ritter ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Thu, 17 Sep 2026 07:00:00 +0200</pubDate>
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