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    <title>CNA Deutsch</title>
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    <description>CNA Deutsch ist eine Nachrichtenagentur der ACI Gruppe — ein Service von EWTN News mit Hauptsitz in Washington, D.C.</description>
    <language>en</language>
    <copyright>Copyright © 2026, CNA Deutsch</copyright>
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      <title>CNA Deutsch</title>
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          <item>
        <title>Papst Leo: Frage „Wer ist Jesus wirklich für mich?“ ist entscheidend</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/25531/papst-leo-frage-wer-ist-jesus-wirklich-fur-mich-ist-entscheidend</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Für Papst Leo XIV. ist die Frage „Wer ist Jesus wirklich für mich?“ von entscheidender Bedeutung, wie er beim Angelus am Sonntagmittag sagte. Der Glaube werde den Katholiken „nicht ein für alle Mal geschenkt“.</p>
<p>Stattdessen müsse man „stets das Antlitz Christi und sein Evangelium neu entdecken, seine Botschaft vertiefen und die Entscheidungen unseres Lebens erneuern, damit sie mit dem übereinstimmen, was wir bekennen, und dabei die Versuchung überwinden, bereits alles zu wissen und den Glauben zu einer Gewohnheit zu machen“.</p>
<p>„Die Frage, die uns jeden Tag gestellt wird – wer Jesus für mich ist und welche Bedeutung seine Gegenwart in meinem Leben hat –, kommt insbesondere im Gebet und in der Betrachtung des Evangeliums zum Vorschein“, erklärte Leo, „aber auch, wenn wir mit den Wunden und Nöten unserer Brüder und Schwestern konfrontiert sind oder in Beziehungen und Situationen, die unser Gewissen am stärksten in Anspruch nehmen“.</p>
<p>„Im Alltag unseres Lebens können wir prüfen, ob der Jesus, der Herr, für uns lediglich eine große Persönlichkeit der Geschichte ist, die wichtige Dinge gesagt und getan hat, oder ob er der Christus Gottes ist, der gesandt wurde, um uns in die Liebe des Vaters einzuführen und unser Leben sowie die Welt, in der wir sind, zu verwandeln“, fasste Leo die beiden Alternativen zusammen.</p>
<p>Sodann forderte er auf zu lernen, „uns nicht in unseren Überzeugungen und religiösen Gewissheiten zu verschließen, damit wir offen bleiben für eine authentische Beziehung zu Christus“.</p>
<p>Jesus rufe „zu einer persönlichen Antwort auf, dazu, ihn aus nächster Nähe kennenzulernen, uns von der Freundschaft mit ihm tiefgreifend prägen zu lassen – in einer immer neuen Begegnung, die von uns auch verlangen kann, neue Wege zu beschreiten und andere Entscheidungen zu treffen als die, die wir uns vorgestellt haben. Dies gilt sowohl für unseren persönlichen Weg als auch für den Weg der Kirche und für pastorale Entscheidungen, wo wir manchmal meinen, es reiche aus, so weiterzumachen wie bisher.“</p>
<p>Beispielhaft formulierte Leo die folgenden Fragen: „Wer ist der Herr für mich? Kenne ich ihn wirklich? Was fordert sein Evangelium heute von mir? Welche Schritte sollte ich gehen und welche Entscheidungen sollte ich treffen?“</p>]]>
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          <![CDATA[<p>Für Papst Leo XIV. ist die Frage „Wer ist Jesus wirklich für mich?“ von entscheidender Bedeutung, wie er beim Angelus am Sonntagmittag sagte. Der Glaube werde den Katholiken „nicht ein für alle Mal geschenkt“.</p>
<p>Stattdessen müsse man „stets das Antlitz Christi und sein Evangelium neu entdecken, seine Botschaft vertiefen und die Entscheidungen unseres Lebens erneuern, damit sie mit dem übereinstimmen, was wir bekennen, und dabei die Versuchung überwinden, bereits alles zu wissen und den Glauben zu einer Gewohnheit zu machen“.</p>
<p>„Die Frage, die uns jeden Tag gestellt wird – wer Jesus für mich ist und welche Bedeutung seine Gegenwart in meinem Leben hat –, kommt insbesondere im Gebet und in der Betrachtung des Evangeliums zum Vorschein“, erklärte Leo, „aber auch, wenn wir mit den Wunden und Nöten unserer Brüder und Schwestern konfrontiert sind oder in Beziehungen und Situationen, die unser Gewissen am stärksten in Anspruch nehmen“.</p>
<p>„Im Alltag unseres Lebens können wir prüfen, ob der Jesus, der Herr, für uns lediglich eine große Persönlichkeit der Geschichte ist, die wichtige Dinge gesagt und getan hat, oder ob er der Christus Gottes ist, der gesandt wurde, um uns in die Liebe des Vaters einzuführen und unser Leben sowie die Welt, in der wir sind, zu verwandeln“, fasste Leo die beiden Alternativen zusammen.</p>
<p>Sodann forderte er auf zu lernen, „uns nicht in unseren Überzeugungen und religiösen Gewissheiten zu verschließen, damit wir offen bleiben für eine authentische Beziehung zu Christus“.</p>
<p>Jesus rufe „zu einer persönlichen Antwort auf, dazu, ihn aus nächster Nähe kennenzulernen, uns von der Freundschaft mit ihm tiefgreifend prägen zu lassen – in einer immer neuen Begegnung, die von uns auch verlangen kann, neue Wege zu beschreiten und andere Entscheidungen zu treffen als die, die wir uns vorgestellt haben. Dies gilt sowohl für unseren persönlichen Weg als auch für den Weg der Kirche und für pastorale Entscheidungen, wo wir manchmal meinen, es reiche aus, so weiterzumachen wie bisher.“</p>
<p>Beispielhaft formulierte Leo die folgenden Fragen: „Wer ist der Herr für mich? Kenne ich ihn wirklich? Was fordert sein Evangelium heute von mir? Welche Schritte sollte ich gehen und welche Entscheidungen sollte ich treffen?“</p>]]>
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                  <category>Vatikanstadt</category>
                                  <category>Vatikan</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Sun, 23 Aug 2026 12:10:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Was der Ökumenische Rat der Kirchen zu Klima und Umwelt sagt</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/25453/was-der-okumenische-rat-der-kirchen-zu-klima-und-umwelt-sagt</link>
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                  <category>Afghanistan</category>
                          <category>Kabul</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Sun, 23 Aug 2026 08:00:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>„In der Kirche ist Autorität Dienst“: Papst Leo besucht Rimini</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/25529/in-der-kirche-ist-autoritat-dienst-papst-leo-besucht-rimini</link>
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          <![CDATA[<p>Bei einer Messe am Samstagabend in Rimini hat Papst Leo XIV. festgehalten, „in der Kirche ist Autorität Dienst“. Leo hatte am Samstag zunächst die kleine Republik San Marino besucht und war dann nach Rimini weitergereist, wo er am sogenannten Meeting teilnahm. Dabei handelt es sich um eine große jährliche Veranstaltung der Bewegung Communione e Liberazione. Zum Abschluss des Tages feierte Leo dann noch eine Vorabendmesse.</p>
<p>„Der Papst, die Bischöfe, die Priester und die Diakone sind als Erste dazu berufen, dies zu leben“, sagte der Papst <a href="https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2026-08/papst-leo-xiv-messe-rimini-hafen-predigt.html">bei der Messe im Hafen von Rimini</a>. „Ihnen soll sich das ganze Volk Gottes anschließen – jeder entsprechend seiner Berufung.“</p>
<p>In der Kirche betreffe der Auftrag, zu „binden“ und zu „lösen“, alle Menschen, „die im Namen des Herrn gerufen sind, Verantwortung und Autorität auszuüben. Aber er beschreibt auch einen Lebensstil und eine Aufgabe, die jeden Getauften betreffen: die Menschen anzunehmen, zusammenzuführen, willkommen zu heißen, zu befreien, zu vergeben – und jedem, der in der Sünde und ihren Folgen gefangen ist, dabei zu helfen, frei zu werden.“</p>
<p>„So sollen wir zu gerechten und weisen Verwaltern der Gaben werden, die uns Gott anvertraut hat, damit alles in der Liebe zum Wohl aller beitragen kann“, sagte er.</p>
<p>„Alles, was wir sind und haben, ist ein Geschenk Gottes, das uns anvertraut wurde, damit wir in seinen Händen füreinander da sein können“, betonte Leo. „Werkzeuge des Heils in der Gerechtigkeit – angefangen bei den Orten und Menschen, mit denen wir jeden Tag leben und arbeiten, um uns mit einem großen und offenen Herzen der ganzen Welt zuzuwenden.“</p>
<p>Im Verlauf der Predigt schlug Papst Leo auch kritische Töne an: „Die Welt, in der wir leben, bietet viele Formen der Unterhaltung und Zerstreuung. Manche davon führen jedoch eher zur Verlorenheit und zum Verderben als zu einer wahren ‚Rückkehr zu sich selbst‘ – und hinterlassen nur eine Leere im Herzen. Manche nennen sie ‚Flucht‘, als wäre das gewöhnliche Leben ein Gefängnis, dem man entkommen müsste.“</p>
<p>„Wir aber wissen, dass der wahre Ort, an dem wir Erholung finden und Gott begegnen können – um so auch wirklich einander zu begegnen –, nicht draußen im Chaos liegt, sondern in uns selbst, in der Tiefe unserer Seele“, stellte Leo demgegenüber klar. „Als christliche Gemeinschaft sind wir daher in besonderer Weise gerufen, diese Erfahrung zu pflegen und weiterzugeben: durch Offenheit und Gastfreundschaft – sowohl persönlich als auch in unseren Einrichtungen –, durch die Sorge um unsere Kirchen und ihre Atmosphäre der Sammlung und des Gebets, durch unsere Bereitschaft zu helfen und Nächstenliebe zu üben. Und dies gilt sowohl für jene, die nach einem Jahr harter Arbeit eine wohlverdiente Zeit der Erholung suchen, als auch für jene, die an Leib und Seele verwundet sind und fern ihrer Heimat Zuflucht, Nahrung und Unterstützung erflehen.</p>]]>
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          <![CDATA[<p>Bei einer Messe am Samstagabend in Rimini hat Papst Leo XIV. festgehalten, „in der Kirche ist Autorität Dienst“. Leo hatte am Samstag zunächst die kleine Republik San Marino besucht und war dann nach Rimini weitergereist, wo er am sogenannten Meeting teilnahm. Dabei handelt es sich um eine große jährliche Veranstaltung der Bewegung Communione e Liberazione. Zum Abschluss des Tages feierte Leo dann noch eine Vorabendmesse.</p>
<p>„Der Papst, die Bischöfe, die Priester und die Diakone sind als Erste dazu berufen, dies zu leben“, sagte der Papst <a href="https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2026-08/papst-leo-xiv-messe-rimini-hafen-predigt.html">bei der Messe im Hafen von Rimini</a>. „Ihnen soll sich das ganze Volk Gottes anschließen – jeder entsprechend seiner Berufung.“</p>
<p>In der Kirche betreffe der Auftrag, zu „binden“ und zu „lösen“, alle Menschen, „die im Namen des Herrn gerufen sind, Verantwortung und Autorität auszuüben. Aber er beschreibt auch einen Lebensstil und eine Aufgabe, die jeden Getauften betreffen: die Menschen anzunehmen, zusammenzuführen, willkommen zu heißen, zu befreien, zu vergeben – und jedem, der in der Sünde und ihren Folgen gefangen ist, dabei zu helfen, frei zu werden.“</p>
<p>„So sollen wir zu gerechten und weisen Verwaltern der Gaben werden, die uns Gott anvertraut hat, damit alles in der Liebe zum Wohl aller beitragen kann“, sagte er.</p>
<p>„Alles, was wir sind und haben, ist ein Geschenk Gottes, das uns anvertraut wurde, damit wir in seinen Händen füreinander da sein können“, betonte Leo. „Werkzeuge des Heils in der Gerechtigkeit – angefangen bei den Orten und Menschen, mit denen wir jeden Tag leben und arbeiten, um uns mit einem großen und offenen Herzen der ganzen Welt zuzuwenden.“</p>
<p>Im Verlauf der Predigt schlug Papst Leo auch kritische Töne an: „Die Welt, in der wir leben, bietet viele Formen der Unterhaltung und Zerstreuung. Manche davon führen jedoch eher zur Verlorenheit und zum Verderben als zu einer wahren ‚Rückkehr zu sich selbst‘ – und hinterlassen nur eine Leere im Herzen. Manche nennen sie ‚Flucht‘, als wäre das gewöhnliche Leben ein Gefängnis, dem man entkommen müsste.“</p>
<p>„Wir aber wissen, dass der wahre Ort, an dem wir Erholung finden und Gott begegnen können – um so auch wirklich einander zu begegnen –, nicht draußen im Chaos liegt, sondern in uns selbst, in der Tiefe unserer Seele“, stellte Leo demgegenüber klar. „Als christliche Gemeinschaft sind wir daher in besonderer Weise gerufen, diese Erfahrung zu pflegen und weiterzugeben: durch Offenheit und Gastfreundschaft – sowohl persönlich als auch in unseren Einrichtungen –, durch die Sorge um unsere Kirchen und ihre Atmosphäre der Sammlung und des Gebets, durch unsere Bereitschaft zu helfen und Nächstenliebe zu üben. Und dies gilt sowohl für jene, die nach einem Jahr harter Arbeit eine wohlverdiente Zeit der Erholung suchen, als auch für jene, die an Leib und Seele verwundet sind und fern ihrer Heimat Zuflucht, Nahrung und Unterstützung erflehen.</p>]]>
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                  <category>Italien</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Europa</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Sun, 23 Aug 2026 07:00:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>„Nehmt eure Sendung in der Welt mit Begeisterung an!“: Papst Leo in San Marino</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/25527/nehmt-eure-sendung-in-der-welt-mit-begeisterung-an-papst-leo-in-san-marino</link>
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          <![CDATA[<p>In einer Begegnung mit Kirchenvertretern in der kleinen Republik San Marino hat Papst Leo XIV. am Samstagvormittag mit Blick auf die jungen Menschen <a href="https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2026-08/papst-leo-xiv-pastoralbesuch-san-marino-wortlaut-klerus.html">ausgerufen</a>: „Nehmt eure Sendung in der Welt mit Begeisterung an!“</p>
<p>„Tut dies vor allem, indem ihr versucht zu verstehen, was euer jeweiliger, für jeden einzigartiger Ruf ist, und dessen Größe schätzen lernt“, fuhr Leo fort. „Und dann setzt euch mit ganzer Hingabe dafür ein und investiert ohne Vorbehalt den ganzen Reichtum der Gaben, die Gott euch geschenkt hat.“</p>
<p>Außerdem forderte er: „Habt keine Angst, anspruchsvolle Entscheidungen zu treffen – wie die Entscheidung zur Ehe, zum geweihten Leben, zum Weiheamt, zum Berufsleben sowie zum sozialen und politischen Engagement; bereitet euch so gut wie möglich auf die Verantwortungen vor, die auf euch warten. Lasst euch in Initiativen und Projekte der Nächstenliebe und Gerechtigkeit einbinden.“</p>
<p>Der Papst dankte „den Priestern, den Katecheten und den Erziehern“, die sich „mit verschiedenen Wegen und Angeboten für das menschliche und christliche Wachstum der jungen Menschen einsetzen“.</p>
<p>„Eure Arbeit, liebe Freunde, ist eine verborgene, aber sehr wichtige Arbeit; es ist ein bescheidener und wertvoller Dienst, weil er den Eltern hilft, die die Erstverantwortlichen für die Glaubenserziehung ihrer Kinder sind“, erklärte Leo. „Die Familie ist nämlich der erste Ort der Glaubensbildung, der natürliche Lebensraum, in dem das Evangelium von Kindheit an gelernt und täglich gelebt wird.“</p>
<p>Deshalb werde „eine kluge Seelsorge darauf bedacht sein, eine starke prägende Synergie zwischen Familien und kirchlichen Gemeinschaften zu fördern – einen Erziehungspakt –, sodass die Eltern sich eingebunden fühlen, selbst den Glauben auf neue Weise wiederentdecken und die Freude haben, den Kindern die christlichen Werte weiterzugeben, deren Verwahrer sie sind.“</p>
<p>„Wir glauben, dass das Evangelium ein Weg der Freiheit für die Männer und Frauen aller Zeiten ist und dass die tiefsten Freuden, Wunden und Fragen der Menschheit in Jesus Christus und Seinem Wort ihren Sinn und ihre endgültige Antwort finden“, fügte Papst Leo hinzu. „Deshalb sind wir davon überzeugt, dass das größte Geschenk, das wir den Brüdern und Schwestern machen können, die der Herr auf unseren Weg stellt, darin besteht, ihnen zu helfen, Ihm zu begegnen: dem Mensch gewordenen Gott, der für uns gestorben und auferstanden ist, um in Ihm das Heil zu finden.“</p>
<p>Am Ende seiner Ansprache ging Leo auf den Aspekt der „Gemeinschaft“ ein: „Legen wir in unseren Gemeinschaften ein Zeugnis der Einheit ab: zwischen den Pfarreien und innerhalb dieser, zwischen Hirten und Gläubigen, zwischen den verschiedenen Charismen und Diensten.“</p>
<p>Papst Leo setzt seine Reise an diesem Samstag in Rimini fort, wo er am sogenannten Meeting teilnimmt, einer großen jährlichen Veranstaltung der Bewegung Comunione e Liberazione.</p>]]>
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          <![CDATA[<p>In einer Begegnung mit Kirchenvertretern in der kleinen Republik San Marino hat Papst Leo XIV. am Samstagvormittag mit Blick auf die jungen Menschen <a href="https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2026-08/papst-leo-xiv-pastoralbesuch-san-marino-wortlaut-klerus.html">ausgerufen</a>: „Nehmt eure Sendung in der Welt mit Begeisterung an!“</p>
<p>„Tut dies vor allem, indem ihr versucht zu verstehen, was euer jeweiliger, für jeden einzigartiger Ruf ist, und dessen Größe schätzen lernt“, fuhr Leo fort. „Und dann setzt euch mit ganzer Hingabe dafür ein und investiert ohne Vorbehalt den ganzen Reichtum der Gaben, die Gott euch geschenkt hat.“</p>
<p>Außerdem forderte er: „Habt keine Angst, anspruchsvolle Entscheidungen zu treffen – wie die Entscheidung zur Ehe, zum geweihten Leben, zum Weiheamt, zum Berufsleben sowie zum sozialen und politischen Engagement; bereitet euch so gut wie möglich auf die Verantwortungen vor, die auf euch warten. Lasst euch in Initiativen und Projekte der Nächstenliebe und Gerechtigkeit einbinden.“</p>
<p>Der Papst dankte „den Priestern, den Katecheten und den Erziehern“, die sich „mit verschiedenen Wegen und Angeboten für das menschliche und christliche Wachstum der jungen Menschen einsetzen“.</p>
<p>„Eure Arbeit, liebe Freunde, ist eine verborgene, aber sehr wichtige Arbeit; es ist ein bescheidener und wertvoller Dienst, weil er den Eltern hilft, die die Erstverantwortlichen für die Glaubenserziehung ihrer Kinder sind“, erklärte Leo. „Die Familie ist nämlich der erste Ort der Glaubensbildung, der natürliche Lebensraum, in dem das Evangelium von Kindheit an gelernt und täglich gelebt wird.“</p>
<p>Deshalb werde „eine kluge Seelsorge darauf bedacht sein, eine starke prägende Synergie zwischen Familien und kirchlichen Gemeinschaften zu fördern – einen Erziehungspakt –, sodass die Eltern sich eingebunden fühlen, selbst den Glauben auf neue Weise wiederentdecken und die Freude haben, den Kindern die christlichen Werte weiterzugeben, deren Verwahrer sie sind.“</p>
<p>„Wir glauben, dass das Evangelium ein Weg der Freiheit für die Männer und Frauen aller Zeiten ist und dass die tiefsten Freuden, Wunden und Fragen der Menschheit in Jesus Christus und Seinem Wort ihren Sinn und ihre endgültige Antwort finden“, fügte Papst Leo hinzu. „Deshalb sind wir davon überzeugt, dass das größte Geschenk, das wir den Brüdern und Schwestern machen können, die der Herr auf unseren Weg stellt, darin besteht, ihnen zu helfen, Ihm zu begegnen: dem Mensch gewordenen Gott, der für uns gestorben und auferstanden ist, um in Ihm das Heil zu finden.“</p>
<p>Am Ende seiner Ansprache ging Leo auf den Aspekt der „Gemeinschaft“ ein: „Legen wir in unseren Gemeinschaften ein Zeugnis der Einheit ab: zwischen den Pfarreien und innerhalb dieser, zwischen Hirten und Gläubigen, zwischen den verschiedenen Charismen und Diensten.“</p>
<p>Papst Leo setzt seine Reise an diesem Samstag in Rimini fort, wo er am sogenannten Meeting teilnimmt, einer großen jährlichen Veranstaltung der Bewegung Comunione e Liberazione.</p>]]>
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                  <category>San Marino</category>
                                  <category>Europa</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Sat, 22 Aug 2026 11:50:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Papst Leo besucht San Marino und erklärt Bedeutung von Freiheit</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/25525/papst-leo-besucht-san-marino-und-erklart-bedeutung-von-freiheit</link>
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          <![CDATA[<p>Papst Leo XIV. besucht an diesem Samstag die kleine Republik San Marino, die vollständig von italienischem Staatsgebiet umgeben ist. In seiner <a href="https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2026-08/papst-leo-xiv-politik-gesellschaft-ansprache-wortlaut-san-marino.html">Ansprache</a> vor Vertretern von Politik und Gesellschaft ging Leo am Morgen auf das Motto „Libertas“ (Freiheit) ein.</p>
<p>„Zunächst möchte ich betonen, dass es keine wahre bürgerliche Freiheit ohne persönliche Freiheit gibt, also ohne die Achtung und die Förderung der Würde der menschlichen Person, deren wesentlicher Bestandteil die Freiheit ist“, sagte der Papst. „Diese Freiheit wird letztlich von Gott geschenkt und garantiert, von Gott, dessen Stimme im Gewissen jedes Menschen widerhallt.“</p>
<p>Es fehle nicht an Menschen, „die ihrem Gewissen trotz starker Widerstände treu bleiben: Zeugen der wahren Freiheit, jener Freiheit, die aus dem Menschsein als Söhne und Töchter Gottes entspringt. Mit Bewunderung drücken wir unsere Solidarität all jenen gegenüber aus, die derzeit persönlich dafür einen hohen Preis zahlen, dass sie ihr Gewissen nicht verraten haben.“</p>
<p>„Darüber hinaus verwirklicht sich die Freiheit auch im Sich-Schenken, in der Gemeinschaft, in der Begegnung und im Dialog“, fuhr Leo fort. „Sie ist wie eine Pflanze, die wächst und Äste und Blätter hervorbringt, um allen Sauerstoff, Schatten, Duft, Früchte und neue Samen zu schenken. Und wie könnte es auch anders sein, da sie doch der Quelle entspringt, die die Eine und Dreifaltige Liebe ist?“</p>
<p>„Dieser theologische Bezug mag vielleicht übertrieben erscheinen“, räumte er ein, „aber ich glaube, dass er heute notwendig ist angesichts der Götzenanbetung, die jene politischen und wirtschaftlichen Projekte an der Wurzel verdirbt, die sich im Namen der Freiheit präsentieren, in Wahrheit aber Sklaven der Götzen und der Macht sind“.</p>
<p>Für San Marino bedeute „Libertas“ zudem „ein nie nachlassendes Engagement für eine aktive und positive Beteiligung am Aufbau des Friedens. Was diesen Aspekt betrifft, möchte ich meine ausdrückliche Wertschätzung zum Ausdruck bringen und sehe darin eine besondere Übereinstimmung mit der Haltung des Heiligen Stuhls. Wir teilen die Wertschätzung für die Diplomatie und für den Multilateralismus als bevorzugte Wege, um die internationalen Beziehungen zu pflegen und das Einvernehmen zwischen den Nationen zu fördern.“</p>
<p>Ausdrücklich würdigte Leo in San Marino „den besonderen Wert eines kleinen Staates ‚nach dem Maß des Menschen‘“, wo es möglich sei, „die Nähe der Politik zu den Bedürfnissen der Bürger und somit eine wirksamere Demokratie zu erfahren, erst recht, wenn sie auch von der christlichen Inspiration beseelt ist. Daher kann die Republik San Marino ein ‚Laboratorium‘ guter Politik sein, wo man, ohne von der Laizität des Staates abzuweichen, aus den Prinzipien der katholischen Soziallehre schöpfen kann: der Suche nach dem Gemeinwohl, der universalen Bestimmung der Güter, der Harmonie von Subsidiarität und Solidarität, der sozialen Gerechtigkeit.“</p>]]>
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          <![CDATA[<p>Papst Leo XIV. besucht an diesem Samstag die kleine Republik San Marino, die vollständig von italienischem Staatsgebiet umgeben ist. In seiner <a href="https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2026-08/papst-leo-xiv-politik-gesellschaft-ansprache-wortlaut-san-marino.html">Ansprache</a> vor Vertretern von Politik und Gesellschaft ging Leo am Morgen auf das Motto „Libertas“ (Freiheit) ein.</p>
<p>„Zunächst möchte ich betonen, dass es keine wahre bürgerliche Freiheit ohne persönliche Freiheit gibt, also ohne die Achtung und die Förderung der Würde der menschlichen Person, deren wesentlicher Bestandteil die Freiheit ist“, sagte der Papst. „Diese Freiheit wird letztlich von Gott geschenkt und garantiert, von Gott, dessen Stimme im Gewissen jedes Menschen widerhallt.“</p>
<p>Es fehle nicht an Menschen, „die ihrem Gewissen trotz starker Widerstände treu bleiben: Zeugen der wahren Freiheit, jener Freiheit, die aus dem Menschsein als Söhne und Töchter Gottes entspringt. Mit Bewunderung drücken wir unsere Solidarität all jenen gegenüber aus, die derzeit persönlich dafür einen hohen Preis zahlen, dass sie ihr Gewissen nicht verraten haben.“</p>
<p>„Darüber hinaus verwirklicht sich die Freiheit auch im Sich-Schenken, in der Gemeinschaft, in der Begegnung und im Dialog“, fuhr Leo fort. „Sie ist wie eine Pflanze, die wächst und Äste und Blätter hervorbringt, um allen Sauerstoff, Schatten, Duft, Früchte und neue Samen zu schenken. Und wie könnte es auch anders sein, da sie doch der Quelle entspringt, die die Eine und Dreifaltige Liebe ist?“</p>
<p>„Dieser theologische Bezug mag vielleicht übertrieben erscheinen“, räumte er ein, „aber ich glaube, dass er heute notwendig ist angesichts der Götzenanbetung, die jene politischen und wirtschaftlichen Projekte an der Wurzel verdirbt, die sich im Namen der Freiheit präsentieren, in Wahrheit aber Sklaven der Götzen und der Macht sind“.</p>
<p>Für San Marino bedeute „Libertas“ zudem „ein nie nachlassendes Engagement für eine aktive und positive Beteiligung am Aufbau des Friedens. Was diesen Aspekt betrifft, möchte ich meine ausdrückliche Wertschätzung zum Ausdruck bringen und sehe darin eine besondere Übereinstimmung mit der Haltung des Heiligen Stuhls. Wir teilen die Wertschätzung für die Diplomatie und für den Multilateralismus als bevorzugte Wege, um die internationalen Beziehungen zu pflegen und das Einvernehmen zwischen den Nationen zu fördern.“</p>
<p>Ausdrücklich würdigte Leo in San Marino „den besonderen Wert eines kleinen Staates ‚nach dem Maß des Menschen‘“, wo es möglich sei, „die Nähe der Politik zu den Bedürfnissen der Bürger und somit eine wirksamere Demokratie zu erfahren, erst recht, wenn sie auch von der christlichen Inspiration beseelt ist. Daher kann die Republik San Marino ein ‚Laboratorium‘ guter Politik sein, wo man, ohne von der Laizität des Staates abzuweichen, aus den Prinzipien der katholischen Soziallehre schöpfen kann: der Suche nach dem Gemeinwohl, der universalen Bestimmung der Güter, der Harmonie von Subsidiarität und Solidarität, der sozialen Gerechtigkeit.“</p>]]>
        </content:encoded>
                  <category>San Marino</category>
                                  <category>Europa</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Sat, 22 Aug 2026 11:10:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Verantwortliche Elternschaft gemäß der Theologie des Leibes</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/25451/verantwortliche-elternschaft-gemass-der-theologie-des-leibes</link>
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                  <category>Afghanistan</category>
                          <category>Kabul</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Sat, 22 Aug 2026 07:00:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Papst Leo: Um Wunden des Krieges zu heilen, müssen Herzen zu Gott zurückkehren</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/25523/papst-leo-um-wunden-des-krieges-zu-heilen-mussen-herzen-zu-gott-zuruckkehren</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>In einer Botschaft, die im Vorfeld des Weltgebetstags für die Bewahrung der Schöpfung am 1. September veröffentlicht wurde, betont Papst Leo XIV. die Notwendigkeit einer inneren Umkehr, um das durch Kriege verursachte Leid zu heilen. „Die Wunden des Krieges und die Zerstörung der Erde […] sind tief mit dem Zustand des menschlichen Herzens verbunden“, so Leo in seiner am 20. August veröffentlichten Botschaft.</p>
<p>„Wenn das Herz verzerrt ist, leiden die Beziehungen darunter, und die Strukturen, die wir aufbauen, spiegeln diese Unordnung wider“, fügte er hinzu.</p>
<p>Papst Franziskus hatte den Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung im Jahr 2015 als ökumenische Initiative ins Leben gerufen, um Christen zu ermutigen, für den Schutz der Schöpfung zu beten.</p>
<p>Leo wählte als Thema für dieses Jahr den Satz „Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Speere zu Winzermessern umschmieden“ aus Jesaja 2,4.</p>
<p>Er erklärte in seiner Botschaft, dass die Folgen des Krieges weit über den Verlust von Menschenleben hinausreichen. „Der Krieg hinterlässt Wunden, die weit über das Schlachtfeld hinausreichen. Er fordert Menschenleben, zerreißt Familien und zwingt Millionen Menschen zur Flucht aus ihrer Heimat, wodurch Angst, Ungerechtigkeit und Spaltung noch verstärkt werden“, sagte Leo.</p>
<p>Der Papst erklärte daraufhin, dass die Heilung nach den Verwüstungen des Krieges eine Bekehrung des Herzens und eine erneuerte Treue zu Gott erfordere: „Tatsächlich ist das menschliche Herz der Ort, an dem sich die tiefsten Kämpfe abspielen und sich unser gefallener Zustand offenbart.“</p>
<p>„Der prophetische Aufruf, ‚Schwerter zu Pflugscharen zu schmieden‘, ist daher nicht nur eine Vision für die Völker, sondern ein Aufruf an jeden Einzelnen. Er lädt uns ein, das Böse in Leben zu verwandeln. Doch diese Verwandlung lässt sich nicht allein durch äußere Veränderungen erreichen. Sie erfordert im Zusammenwirken mit Gottes Gnade eine tiefere persönliche und gemeinschaftliche Bekehrung – eine Rückkehr zu Gott, der unsere Wünsche neu ordnen, unsere Wunden heilen und uns helfen wird, in der Tugend zu wachsen“, führte Leo aus.</p>
<p>Im Juli 2025 genehmigte Papst Leo neue Messgebete, um die Wertschätzung der Kirche für Gottes Schöpfung zu unterstreichen. Die „Messe für die Bewahrung der Schöpfung“ wurde von Papst Franziskus’ Enzyklika zum Thema Umwelt, <em>Laudato si’</em>, inspiriert.</p>
<p><em>Übersetzt und redigiert aus dem Original von <a href="https://www.ewtnnews.com/vatican/pope-leo-xiv-to-heal-the-wounds-of-war-our-hearts-must-return-to-god">EWTN News English</a>, dem Nachrichtenpartner von CNA Deutsch.</em></p>]]>
        </description>
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          <![CDATA[<p>In einer Botschaft, die im Vorfeld des Weltgebetstags für die Bewahrung der Schöpfung am 1. September veröffentlicht wurde, betont Papst Leo XIV. die Notwendigkeit einer inneren Umkehr, um das durch Kriege verursachte Leid zu heilen. „Die Wunden des Krieges und die Zerstörung der Erde […] sind tief mit dem Zustand des menschlichen Herzens verbunden“, so Leo in seiner am 20. August veröffentlichten Botschaft.</p>
<p>„Wenn das Herz verzerrt ist, leiden die Beziehungen darunter, und die Strukturen, die wir aufbauen, spiegeln diese Unordnung wider“, fügte er hinzu.</p>
<p>Papst Franziskus hatte den Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung im Jahr 2015 als ökumenische Initiative ins Leben gerufen, um Christen zu ermutigen, für den Schutz der Schöpfung zu beten.</p>
<p>Leo wählte als Thema für dieses Jahr den Satz „Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Speere zu Winzermessern umschmieden“ aus Jesaja 2,4.</p>
<p>Er erklärte in seiner Botschaft, dass die Folgen des Krieges weit über den Verlust von Menschenleben hinausreichen. „Der Krieg hinterlässt Wunden, die weit über das Schlachtfeld hinausreichen. Er fordert Menschenleben, zerreißt Familien und zwingt Millionen Menschen zur Flucht aus ihrer Heimat, wodurch Angst, Ungerechtigkeit und Spaltung noch verstärkt werden“, sagte Leo.</p>
<p>Der Papst erklärte daraufhin, dass die Heilung nach den Verwüstungen des Krieges eine Bekehrung des Herzens und eine erneuerte Treue zu Gott erfordere: „Tatsächlich ist das menschliche Herz der Ort, an dem sich die tiefsten Kämpfe abspielen und sich unser gefallener Zustand offenbart.“</p>
<p>„Der prophetische Aufruf, ‚Schwerter zu Pflugscharen zu schmieden‘, ist daher nicht nur eine Vision für die Völker, sondern ein Aufruf an jeden Einzelnen. Er lädt uns ein, das Böse in Leben zu verwandeln. Doch diese Verwandlung lässt sich nicht allein durch äußere Veränderungen erreichen. Sie erfordert im Zusammenwirken mit Gottes Gnade eine tiefere persönliche und gemeinschaftliche Bekehrung – eine Rückkehr zu Gott, der unsere Wünsche neu ordnen, unsere Wunden heilen und uns helfen wird, in der Tugend zu wachsen“, führte Leo aus.</p>
<p>Im Juli 2025 genehmigte Papst Leo neue Messgebete, um die Wertschätzung der Kirche für Gottes Schöpfung zu unterstreichen. Die „Messe für die Bewahrung der Schöpfung“ wurde von Papst Franziskus’ Enzyklika zum Thema Umwelt, <em>Laudato si’</em>, inspiriert.</p>
<p><em>Übersetzt und redigiert aus dem Original von <a href="https://www.ewtnnews.com/vatican/pope-leo-xiv-to-heal-the-wounds-of-war-our-hearts-must-return-to-god">EWTN News English</a>, dem Nachrichtenpartner von CNA Deutsch.</em></p>]]>
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                  <category>Vatikanstadt</category>
                                  <category>Vatikan</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[Ishmael Adibuah ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Fri, 21 Aug 2026 15:30:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Mehrheit laut Umfrage gegen islamisches Freitagsgebet auf Ortseingangsschildern</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/25509/mehrheit-laut-umfrage-gegen-islamisches-freitagsgebet-auf-ortseingangsschildern</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Eine deutliche Mehrheit der Deutschen hat sich gegen Hinweisschilder ausgesprochen, die an Ortseingängen neben christlichen Gottesdiensten auch auf islamische Freitagsgebete hinweisen. 58 Prozent lehnen solche Schilder ab, während 22 Prozent sie begrüßen würden.</p>
<p>Unter den Mitgliedern der christlichen Konfessionen fällt die Ablehnung unterschiedlich aus. Am größten ist sie bei den landeskirchlichen Protestanten mit 65 Prozent, gefolgt von den Katholiken mit 55 Prozent und den Freikirchlern mit 41 Prozent. Bei den Konfessionslosen sprechen sich 67 Prozent gegen eine solche Beschilderung aus, während 68 Prozent der Muslime sie begrüßen würden.</p>
<p>Erhoben hat die Zahlen das Markt- und Sozialforschungsinstitut INSA-Consulere aus Erfurt im Auftrag der <a href="https://www.idea.de/mehrheit-ist-gegen-hinweisschilder-fuer-muslimische-freitagsgebete/">Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA</a>, die die Ergebnisse am Mittwoch veröffentlichte. Vom 14. bis zum 17. August befragte INSA nach eigenen Angaben 2006 Bundesbürger online.</p>
<p>Die Frage lautete: „Wie stehen Sie zur folgenden Aussage? Hinweisschilder an Ortseingängen sollten neben christlichen Gottesdiensten auch auf muslimische Freitagsgebete hinweisen.“</p>
<p>Laut IDEA sind die Ergebnisse repräsentativ für die volljährige Bevölkerung in Deutschland sowie nach Geschlecht, Alter und Region. 16 Prozent der Befragten antworteten mit „Weiß nicht“, vier Prozent machten keine Angabe.</p>
<p>Deutliche Unterschiede zeigen sich zwischen den Altersgruppen. Allein bei den 18- bis 29-Jährigen spricht sich mit 46 Prozent eine relative Mehrheit für eine solche Beschilderung aus, 33 Prozent sind dagegen.</p>
<p>In allen übrigen Altersgruppen überwiegt die Ablehnung, am stärksten bei den 50- bis 59-Jährigen mit 67 Prozent und bei den 60- bis 69-Jährigen mit 66 Prozent. Ostdeutsche lehnen die Schilder mit 63 Prozent häufiger ab als Westdeutsche mit 57 Prozent, Männer mit 60 Prozent häufiger als Frauen mit 56 Prozent.</p>
<p>Unter den Parteianhängern reicht die Spanne von 79 Prozent Ablehnung bei den Sympathisanten der AfD über 61 Prozent bei CDU und CSU sowie 50 Prozent bei der SPD bis zu 41 Prozent bei den Grünen. Bei den Wählern der Linken befürwortet eine relative Mehrheit von 43 Prozent zusätzliche Hinweise auf das Freitagsgebet.</p>
<p>Anlass der Erhebung ist ein entsprechender Fall im oberbayerischen Penzberg, wie der <a href="https://www.evangelisch.de/inhalte/257454/22-07-2026/schild-verweist-auf-gottesdienste-und-freitagsgebet">Evangelische Pressedienst (epd) berichtete</a>. Seit Juli weisen die Tafeln an den Ortseingängen dort nicht nur auf die katholischen und evangelischen Gottesdienstzeiten, sondern auch auf das Freitagsgebet der islamischen Gemeinde hin.</p>
<p>Gottesdiensttafeln an Ortseingängen gehen auf eine Verordnung des Bundesinnenministeriums von 1960 zurück, die zunächst nur katholischen und evangelischen Gemeinden das Aufstellen erlaubte. Erst ein Schreiben des Bundesverkehrsministeriums von 2008 weitete die Erlaubnis auf alle Religionsgemeinschaften aus.</p>
<p>Kurz nach der Montage in Penzberg wurde die erste Tafel mit schwarzer Farbe besprüht, Ende Juli ein zweites Mal. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen Sachbeschädigung und stellte das Schild sicher. Nach Angaben eines Polizeisprechers gibt es in beiden Fällen bislang keine konkreten Verdächtigen.</p>
<p>Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) <a href="https://www.sonntagsblatt.de/artikel/gesellschaft/schmierattacke-auf-neues-freitagsgebet-schild-penzberg">bezeichnete</a> das Beschmieren als inakzeptabel. „Die religiöse Vielfalt gehört zu Bayern“, sagte Herrmann dem epd. „Sie ist Ausdruck der Freiheit und des demokratischen Selbstverständnisses unseres Landes.“</p>]]>
        </description>
        <content:encoded>
          <![CDATA[<p>Eine deutliche Mehrheit der Deutschen hat sich gegen Hinweisschilder ausgesprochen, die an Ortseingängen neben christlichen Gottesdiensten auch auf islamische Freitagsgebete hinweisen. 58 Prozent lehnen solche Schilder ab, während 22 Prozent sie begrüßen würden.</p>
<p>Unter den Mitgliedern der christlichen Konfessionen fällt die Ablehnung unterschiedlich aus. Am größten ist sie bei den landeskirchlichen Protestanten mit 65 Prozent, gefolgt von den Katholiken mit 55 Prozent und den Freikirchlern mit 41 Prozent. Bei den Konfessionslosen sprechen sich 67 Prozent gegen eine solche Beschilderung aus, während 68 Prozent der Muslime sie begrüßen würden.</p>
<p>Erhoben hat die Zahlen das Markt- und Sozialforschungsinstitut INSA-Consulere aus Erfurt im Auftrag der <a href="https://www.idea.de/mehrheit-ist-gegen-hinweisschilder-fuer-muslimische-freitagsgebete/">Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA</a>, die die Ergebnisse am Mittwoch veröffentlichte. Vom 14. bis zum 17. August befragte INSA nach eigenen Angaben 2006 Bundesbürger online.</p>
<p>Die Frage lautete: „Wie stehen Sie zur folgenden Aussage? Hinweisschilder an Ortseingängen sollten neben christlichen Gottesdiensten auch auf muslimische Freitagsgebete hinweisen.“</p>
<p>Laut IDEA sind die Ergebnisse repräsentativ für die volljährige Bevölkerung in Deutschland sowie nach Geschlecht, Alter und Region. 16 Prozent der Befragten antworteten mit „Weiß nicht“, vier Prozent machten keine Angabe.</p>
<p>Deutliche Unterschiede zeigen sich zwischen den Altersgruppen. Allein bei den 18- bis 29-Jährigen spricht sich mit 46 Prozent eine relative Mehrheit für eine solche Beschilderung aus, 33 Prozent sind dagegen.</p>
<p>In allen übrigen Altersgruppen überwiegt die Ablehnung, am stärksten bei den 50- bis 59-Jährigen mit 67 Prozent und bei den 60- bis 69-Jährigen mit 66 Prozent. Ostdeutsche lehnen die Schilder mit 63 Prozent häufiger ab als Westdeutsche mit 57 Prozent, Männer mit 60 Prozent häufiger als Frauen mit 56 Prozent.</p>
<p>Unter den Parteianhängern reicht die Spanne von 79 Prozent Ablehnung bei den Sympathisanten der AfD über 61 Prozent bei CDU und CSU sowie 50 Prozent bei der SPD bis zu 41 Prozent bei den Grünen. Bei den Wählern der Linken befürwortet eine relative Mehrheit von 43 Prozent zusätzliche Hinweise auf das Freitagsgebet.</p>
<p>Anlass der Erhebung ist ein entsprechender Fall im oberbayerischen Penzberg, wie der <a href="https://www.evangelisch.de/inhalte/257454/22-07-2026/schild-verweist-auf-gottesdienste-und-freitagsgebet">Evangelische Pressedienst (epd) berichtete</a>. Seit Juli weisen die Tafeln an den Ortseingängen dort nicht nur auf die katholischen und evangelischen Gottesdienstzeiten, sondern auch auf das Freitagsgebet der islamischen Gemeinde hin.</p>
<p>Gottesdiensttafeln an Ortseingängen gehen auf eine Verordnung des Bundesinnenministeriums von 1960 zurück, die zunächst nur katholischen und evangelischen Gemeinden das Aufstellen erlaubte. Erst ein Schreiben des Bundesverkehrsministeriums von 2008 weitete die Erlaubnis auf alle Religionsgemeinschaften aus.</p>
<p>Kurz nach der Montage in Penzberg wurde die erste Tafel mit schwarzer Farbe besprüht, Ende Juli ein zweites Mal. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen Sachbeschädigung und stellte das Schild sicher. Nach Angaben eines Polizeisprechers gibt es in beiden Fällen bislang keine konkreten Verdächtigen.</p>
<p>Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) <a href="https://www.sonntagsblatt.de/artikel/gesellschaft/schmierattacke-auf-neues-freitagsgebet-schild-penzberg">bezeichnete</a> das Beschmieren als inakzeptabel. „Die religiöse Vielfalt gehört zu Bayern“, sagte Herrmann dem epd. „Sie ist Ausdruck der Freiheit und des demokratischen Selbstverständnisses unseres Landes.“</p>]]>
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                  <category>Deutschland</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[Alexander Folz ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Fri, 21 Aug 2026 14:15:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>„Zeichen der Solidarität“: Flüchtlingsbischof Heße besucht Mexiko und Texas</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/25519/zeichen-der-solidaritat-fluchtlingsbischof-hesse-besucht-mexiko-und-texas</link>
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          <![CDATA[<p>Erzbischof Stephan Heße besucht derzeit Mexiko und Texas, um nach eigenen Angaben „ein Zeichen der Solidarität und Mitmenschlichkeit“ zu setzen. Der Hintergrund der Reise ist das Thema Migration. Heße ist innerhalb der Deutschen Bischofskonferenz (<a href="https://www.dbk.de/presse/aktuelles/meldung/sonderbeauftragter-fuer-fluechtlingsfragen-der-deutschen-bischofskonferenz-reist-nach-mexiko-und-texas">DBK</a>) nicht nur der Sonderbeauftragte für Flüchtlingsfragen, sondern auch für die Migrationskommission verantwortlich.</p>
<p>Gleich nach seiner Ankunft in Mexiko am Mittwoch erinnerte der Hamburger Erzbischof, in den letzten Jahren seien „zahlreiche Menschen aus dem südlichen Amerika in Richtung Norden aufgebrochen“. Alle hätten eine „Hoffnung auf ein Leben in Sicherheit und Würde in den USA“, ob sie nun „vor Gewalt und Repression fliehen müssen oder der Not und Perspektivlosigkeit in ihrer Heimat entkommen wollen“.</p>
<p>Zuletzt sei „für viele dieser Menschen Mexiko jedoch zur Endstation geworden“, fuhr Heße fort. „Die Politik der aktuellen US-Regierung ist nicht nur restriktiv, sondern weist humanitären Grundsätzen kaum Bedeutung zu. Das wird auch von der katholischen Kirche in den USA immer wieder nachdrücklich kritisiert. Erschwerend kommt hinzu, dass auch die internationale Hilfe stark unter Druck geraten ist.“</p>
<p>„Während meiner Reise nach Mexiko und in die USA werde ich Geflüchteten und Migranten auf beiden Seiten der Grenzbefestigung begegnen“, kündigte der Erzbischof an. „Und ich werde die Möglichkeit haben, Initiativen kennenzulernen, die bemüht sind, die Not der Menschen zu lindern. In einem Umfeld, in dem Haftanstalten statt Herbergen errichtet werden, darf die Stimme der Kirche nicht fehlen.“</p>
<p>Neben verschiedenen Terminen an mehreren Orten in Mexiko wird ein weiterer Schwerpunkt der Reise laut DBK „die Situation im Grenzgebiet zwischen Mexiko und den USA“ sein: „Geplant ist, dass der Sonderbeauftragte sowohl im mexikanischen Ciudad Juárez als auch im texanischen El Paso mit geflüchteten Menschen zusammentrifft. Die angespannte humanitäre Lage vor Ort wird auch im Fokus des Austauschs mit dem Bischof von El Paso und Vertretern von Hilfsorganisationen in der Grenzregion stehen.“</p>]]>
        </description>
        <content:encoded>
          <![CDATA[<p>Erzbischof Stephan Heße besucht derzeit Mexiko und Texas, um nach eigenen Angaben „ein Zeichen der Solidarität und Mitmenschlichkeit“ zu setzen. Der Hintergrund der Reise ist das Thema Migration. Heße ist innerhalb der Deutschen Bischofskonferenz (<a href="https://www.dbk.de/presse/aktuelles/meldung/sonderbeauftragter-fuer-fluechtlingsfragen-der-deutschen-bischofskonferenz-reist-nach-mexiko-und-texas">DBK</a>) nicht nur der Sonderbeauftragte für Flüchtlingsfragen, sondern auch für die Migrationskommission verantwortlich.</p>
<p>Gleich nach seiner Ankunft in Mexiko am Mittwoch erinnerte der Hamburger Erzbischof, in den letzten Jahren seien „zahlreiche Menschen aus dem südlichen Amerika in Richtung Norden aufgebrochen“. Alle hätten eine „Hoffnung auf ein Leben in Sicherheit und Würde in den USA“, ob sie nun „vor Gewalt und Repression fliehen müssen oder der Not und Perspektivlosigkeit in ihrer Heimat entkommen wollen“.</p>
<p>Zuletzt sei „für viele dieser Menschen Mexiko jedoch zur Endstation geworden“, fuhr Heße fort. „Die Politik der aktuellen US-Regierung ist nicht nur restriktiv, sondern weist humanitären Grundsätzen kaum Bedeutung zu. Das wird auch von der katholischen Kirche in den USA immer wieder nachdrücklich kritisiert. Erschwerend kommt hinzu, dass auch die internationale Hilfe stark unter Druck geraten ist.“</p>
<p>„Während meiner Reise nach Mexiko und in die USA werde ich Geflüchteten und Migranten auf beiden Seiten der Grenzbefestigung begegnen“, kündigte der Erzbischof an. „Und ich werde die Möglichkeit haben, Initiativen kennenzulernen, die bemüht sind, die Not der Menschen zu lindern. In einem Umfeld, in dem Haftanstalten statt Herbergen errichtet werden, darf die Stimme der Kirche nicht fehlen.“</p>
<p>Neben verschiedenen Terminen an mehreren Orten in Mexiko wird ein weiterer Schwerpunkt der Reise laut DBK „die Situation im Grenzgebiet zwischen Mexiko und den USA“ sein: „Geplant ist, dass der Sonderbeauftragte sowohl im mexikanischen Ciudad Juárez als auch im texanischen El Paso mit geflüchteten Menschen zusammentrifft. Die angespannte humanitäre Lage vor Ort wird auch im Fokus des Austauschs mit dem Bischof von El Paso und Vertretern von Hilfsorganisationen in der Grenzregion stehen.“</p>]]>
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                  <category>Deutschland</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Fri, 21 Aug 2026 13:00:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>„Es gibt kein Recht auf ein Kind“: Bischof Kohlgraf über Leihmuttergeschäfte</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/25517/es-gibt-kein-recht-auf-ein-kind-bischof-kohlgraf-uber-leihmuttergeschafte</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Einige Wochen nach der großen Debatte um die Leihmuttergeschäfte des CDU-Politikers Jens Spahn, der mit seinem homosexuellen Partner ein Kind in den USA gekauft hatte, hat sich nun auch Bischof Peter Kohlgraf von Mainz zu Wort gemeldet. Zuvor hatte sich nur der Passauer Bischof Stefan Oster SDB in die Debatte eingeschaltet, während die anderen deutschen Bischöfe zum Thema schwiegen.</p>
<p><a href="https://bistummainz.de/organisation/bischof-kohlgraf/aktuell/nachrichten/nachricht-00001/Perspektiven-Kinder-sind-ein-Geschenk-Gottes/">Kohlgraf erklärte in der vergangenen Woche</a>, unabhängig von der Causa Spahn – der Politiker ist inzwischen vom Vorsitz der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zurückgetreten – sei „die Position der katholischen Kirche zur Leihmutterschaft eindeutig“. Oster habe „zu den ersten kirchlichen Vertretern“ gehört, die sich zu den Leihmuttergeschäften von Spahn äußerten. Er könne der „grundsätzlichen Bewertung der Leihmutterschaft“, die Oster formuliert hatte, „weitgehend zustimmen“, so Kohlgraf.</p>
<p>Er selbst habe sich aus „verschiedenen Gründen“ mit einer Stellungnahme „etwas Zeit gelassen“, fuhr er fort. „Es hat einen gewissen Beigeschmack, eine derartige Debatte zu nutzen, um Vorbehalte gegen eine einzelne Person als Instrument einzusetzen.“</p>
<p>Letztlich sei das Thema Leihmutterschaft allerdings „ein zentrales Problem“: „Es gibt kein Recht auf ein Kind. Kinder sind kein Besitz und keine Verfügbarkeit des Menschen, sondern ein Geschenk Gottes, das in Liebe empfangen und mit Verantwortung begleitet werden will. Kinder werden im Zusammenhang der Leihmutterschaft zu einem wirtschaftlichen Produkt.“</p>
<p>Die Frage, was es für einen Menschen bedeute, „wenn die Entstehung seines Lebens mit einem Vertrag und möglicherweise auch mit wirtschaftlichen Interessen verbunden war, ist nicht banal. Kinder haben ein Recht darauf, ihre Herkunft zu kennen und die eigenen leiblichen Wurzeln nachvollziehen zu können.“</p>
<p>Mit Blick auf die Leihmutter sagte Kohlgraf, ihr Körper drohe „zum Mittel wirtschaftlicher Interessen zu werden“, weshalb die Kirche „in diesem Zusammenhang auf die Gefahr eines neuen Kolonialismus“ verweise.</p>
<p>„Wohlhabende Menschen können sich eine derartige Geburt leisten“, fügte der Mainzer Bischof hinzu. „Eine besondere ethische Herausforderung liegt darin, dass wirtschaftliche Notlagen und soziale Ungleichheiten dazu führen können, dass Frauen sich aus finanzieller Abhängigkeit heraus auf eine Leihmutterschaft einlassen.“</p>
<p>Vor diesem Hintergrund halte er „das Verbot der Leihmutterschaft in Deutschland für richtig“, bekräftigte Kohlgraf. Die deutsche Gesetzeslage verbietet Leihmuttergeschäfte zwar innerhalb der Bundesrepublik, aber weist keine Schranken auf, wenn es darum geht, über eine Leihmutter ein Kind im Ausland zu kaufen. Ein anderer Ansatz ist das italienische Modell, das italienische Staatsbürger auch dann bestraft, wenn sie ins Ausland gehen, um ein Kind zu beschaffen.</p>]]>
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          <![CDATA[<p>Einige Wochen nach der großen Debatte um die Leihmuttergeschäfte des CDU-Politikers Jens Spahn, der mit seinem homosexuellen Partner ein Kind in den USA gekauft hatte, hat sich nun auch Bischof Peter Kohlgraf von Mainz zu Wort gemeldet. Zuvor hatte sich nur der Passauer Bischof Stefan Oster SDB in die Debatte eingeschaltet, während die anderen deutschen Bischöfe zum Thema schwiegen.</p>
<p><a href="https://bistummainz.de/organisation/bischof-kohlgraf/aktuell/nachrichten/nachricht-00001/Perspektiven-Kinder-sind-ein-Geschenk-Gottes/">Kohlgraf erklärte in der vergangenen Woche</a>, unabhängig von der Causa Spahn – der Politiker ist inzwischen vom Vorsitz der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zurückgetreten – sei „die Position der katholischen Kirche zur Leihmutterschaft eindeutig“. Oster habe „zu den ersten kirchlichen Vertretern“ gehört, die sich zu den Leihmuttergeschäften von Spahn äußerten. Er könne der „grundsätzlichen Bewertung der Leihmutterschaft“, die Oster formuliert hatte, „weitgehend zustimmen“, so Kohlgraf.</p>
<p>Er selbst habe sich aus „verschiedenen Gründen“ mit einer Stellungnahme „etwas Zeit gelassen“, fuhr er fort. „Es hat einen gewissen Beigeschmack, eine derartige Debatte zu nutzen, um Vorbehalte gegen eine einzelne Person als Instrument einzusetzen.“</p>
<p>Letztlich sei das Thema Leihmutterschaft allerdings „ein zentrales Problem“: „Es gibt kein Recht auf ein Kind. Kinder sind kein Besitz und keine Verfügbarkeit des Menschen, sondern ein Geschenk Gottes, das in Liebe empfangen und mit Verantwortung begleitet werden will. Kinder werden im Zusammenhang der Leihmutterschaft zu einem wirtschaftlichen Produkt.“</p>
<p>Die Frage, was es für einen Menschen bedeute, „wenn die Entstehung seines Lebens mit einem Vertrag und möglicherweise auch mit wirtschaftlichen Interessen verbunden war, ist nicht banal. Kinder haben ein Recht darauf, ihre Herkunft zu kennen und die eigenen leiblichen Wurzeln nachvollziehen zu können.“</p>
<p>Mit Blick auf die Leihmutter sagte Kohlgraf, ihr Körper drohe „zum Mittel wirtschaftlicher Interessen zu werden“, weshalb die Kirche „in diesem Zusammenhang auf die Gefahr eines neuen Kolonialismus“ verweise.</p>
<p>„Wohlhabende Menschen können sich eine derartige Geburt leisten“, fügte der Mainzer Bischof hinzu. „Eine besondere ethische Herausforderung liegt darin, dass wirtschaftliche Notlagen und soziale Ungleichheiten dazu führen können, dass Frauen sich aus finanzieller Abhängigkeit heraus auf eine Leihmutterschaft einlassen.“</p>
<p>Vor diesem Hintergrund halte er „das Verbot der Leihmutterschaft in Deutschland für richtig“, bekräftigte Kohlgraf. Die deutsche Gesetzeslage verbietet Leihmuttergeschäfte zwar innerhalb der Bundesrepublik, aber weist keine Schranken auf, wenn es darum geht, über eine Leihmutter ein Kind im Ausland zu kaufen. Ein anderer Ansatz ist das italienische Modell, das italienische Staatsbürger auch dann bestraft, wenn sie ins Ausland gehen, um ein Kind zu beschaffen.</p>]]>
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                  <category>Deutschland</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Fri, 21 Aug 2026 11:00:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Kunst von Ex-Jesuit Rupnik in Lourdes wird vor Papstbesuch abgedeckt</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/25515/kunst-von-ex-jesuit-rupnik-in-lourdes-wird-vor-papstbesuch-abgedeckt</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Der für den Marienwallfahrtsort Lourdes in Frankreich zuständige Bischof hat erklärt, dass im Vorfeld des Besuchs von Papst Leo XIV. im nächsten Monat alle Mosaike des in Ungnade gefallenen Ex-Jesuiten Marko Rupnik verhüllt werden.</p>
<p>Bischof Jean-Marc Micas von Tarbes und Lourdes erklärte am 20. August gegenüber der französischen Tageszeitung <em>La Dépêche du Midi</em>, dass „alle Werke an der Fassade“ der Rosenkranzbasilika aus Respekt vor den Missbrauchsopfern verhüllt und neu gestaltet werden sollen. Er fügte hinzu, dass sie auch künftig verhüllt bleiben.</p>
<p>EWTN News hat diese Meldung über die Pressestelle des Wallfahrtsortes bestätigt. Einzelheiten darüber, wie und wann die Mosaike verhüllt werden sollen, liegen indes noch nicht vor.</p>
<p>Die Entscheidung von Micas, die Mosaike zu verhüllen, wurde etwas mehr als einen Monat vor dem geplanten Besuch von Papst Leo in Frankreich getroffen. Am 26. und 27. September wird er auch einen Zwischenstopp in Lourdes einlegen.</p>
<p>Die Sichtbarkeit der Mosaike von Rupnik, einem wegen sexuellen Missbrauchs angeklagten Künstler und Priester, gegen den derzeit im Vatikan ein Verfahren läuft, hätte dazu führen können, dass sie buchstäblich zur Kulisse für die Rosenkranzprozession von Leo sowie für andere Veranstaltungen in Lourdes geworden wären.</p>
<p>Das Thema sexueller Missbrauch und Umgang mit den Opfern dürfte beim Treffen des Papstes mit den französischen Bischöfen am 27. September zur Sprache kommen. Aber es wird nicht erwartet, dass Leo konkret auf den Stand des Verfahrens gegen Rupnik eingeht.</p>
<p>Der Vatikan hat bereits mitgeteilt, dass Leo im Lauf seiner Frankreichreise in privater Form mit Missbrauchsopfern zusammenkommen wird. Weitere Details wurden bislang nicht bekanntgegeben.</p>
<p>Die Verhüllung aller Mosaike von Rupnik ist der bislang drastischste Schritt des Bischofs von Lourdes in Bezug auf die Kunstwerke des Priesters. Die Mosaike wurden Ende 2007 an der neugotischen Fassade der Rosenkranzbasilika von Lourdes angebracht.</p>
<p>Rupnik, dem geistlicher, psychischer und sexueller Missbrauch von Ordensfrauen vorgeworfen wird, wurde im Juni 2023 aus der Gesellschaft Jesu (Jesuiten) ausgeschlossen und ist derzeit Teil eines kirchenrechtlichen Verfahrens vor dem Dikasterium für die Glaubenslehre im Vatikan wegen der Vorwürfe, er habe zahlreiche Ordensfrauen missbraucht, darunter einige im Zusammenhang mit der Schaffung seiner Kunstwerke.</p>
<p>Micas setzte im Mai 2023 eine Kommission ein, um über die Zukunft der Rupnik-Mosaike zu beraten. Seit Juli 2024 werden die Kunstwerke nachts oder bei Lichterprozessionen nicht mehr beleuchtet.</p>
<p>Anlässlich des Heiligen Jahres 2025 wurden die zentralen Türen der Rosenkranzbasilika, die ebenfalls mit Rupniks Kunstwerken verziert sind, verhüllt, während die größten Mosaike, welche die lichtreichen Geheimnisse des Rosenkranzes darstellen, sichtbar blieben.</p>
<p>„Meine Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass der Wallfahrtsort alle Menschen willkommen heißt, insbesondere diejenigen, die leiden“, erklärte Micas gegenüber <em>La Dépêche du Midi</em>. „Darunter sind Opfer sexuellen Missbrauchs und sexueller Übergriffe, sowohl Kinder als auch Erwachsene. […] Diejenigen, die leiden und verwundet sind, die Trost und Heilung brauchen, müssen in Lourdes oberste Priorität behalten.“</p>
<p>Der Bischof fügte hinzu, dass die Mosaike „nach der Pilgerreise des Heiligen Vaters verhüllt bleiben werden. Im Anschluss daran wird ein neuer Reflexionsprozess eingeleitet. Die derzeitige Kommission wird erweitert – insbesondere um Künstler und Theologen –, um über die Zukunft der Fassade der Basilika zu beraten.“</p>
<p>Rupniks umfangreiche künstlerische Laufbahn hat vielen Wallfahrtsorten und Kirchen in ganz Europa und Nordamerika ein Problem bereitet. Sein Atelier war an Projekten für über 200 liturgische Räume weltweit beteiligt, darunter in Fátima, im Vatikan, in Washington und am Grab des heiligen Pater Pio von Pietrelcina.</p>]]>
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          <![CDATA[<p>Der für den Marienwallfahrtsort Lourdes in Frankreich zuständige Bischof hat erklärt, dass im Vorfeld des Besuchs von Papst Leo XIV. im nächsten Monat alle Mosaike des in Ungnade gefallenen Ex-Jesuiten Marko Rupnik verhüllt werden.</p>
<p>Bischof Jean-Marc Micas von Tarbes und Lourdes erklärte am 20. August gegenüber der französischen Tageszeitung <em>La Dépêche du Midi</em>, dass „alle Werke an der Fassade“ der Rosenkranzbasilika aus Respekt vor den Missbrauchsopfern verhüllt und neu gestaltet werden sollen. Er fügte hinzu, dass sie auch künftig verhüllt bleiben.</p>
<p>EWTN News hat diese Meldung über die Pressestelle des Wallfahrtsortes bestätigt. Einzelheiten darüber, wie und wann die Mosaike verhüllt werden sollen, liegen indes noch nicht vor.</p>
<p>Die Entscheidung von Micas, die Mosaike zu verhüllen, wurde etwas mehr als einen Monat vor dem geplanten Besuch von Papst Leo in Frankreich getroffen. Am 26. und 27. September wird er auch einen Zwischenstopp in Lourdes einlegen.</p>
<p>Die Sichtbarkeit der Mosaike von Rupnik, einem wegen sexuellen Missbrauchs angeklagten Künstler und Priester, gegen den derzeit im Vatikan ein Verfahren läuft, hätte dazu führen können, dass sie buchstäblich zur Kulisse für die Rosenkranzprozession von Leo sowie für andere Veranstaltungen in Lourdes geworden wären.</p>
<p>Das Thema sexueller Missbrauch und Umgang mit den Opfern dürfte beim Treffen des Papstes mit den französischen Bischöfen am 27. September zur Sprache kommen. Aber es wird nicht erwartet, dass Leo konkret auf den Stand des Verfahrens gegen Rupnik eingeht.</p>
<p>Der Vatikan hat bereits mitgeteilt, dass Leo im Lauf seiner Frankreichreise in privater Form mit Missbrauchsopfern zusammenkommen wird. Weitere Details wurden bislang nicht bekanntgegeben.</p>
<p>Die Verhüllung aller Mosaike von Rupnik ist der bislang drastischste Schritt des Bischofs von Lourdes in Bezug auf die Kunstwerke des Priesters. Die Mosaike wurden Ende 2007 an der neugotischen Fassade der Rosenkranzbasilika von Lourdes angebracht.</p>
<p>Rupnik, dem geistlicher, psychischer und sexueller Missbrauch von Ordensfrauen vorgeworfen wird, wurde im Juni 2023 aus der Gesellschaft Jesu (Jesuiten) ausgeschlossen und ist derzeit Teil eines kirchenrechtlichen Verfahrens vor dem Dikasterium für die Glaubenslehre im Vatikan wegen der Vorwürfe, er habe zahlreiche Ordensfrauen missbraucht, darunter einige im Zusammenhang mit der Schaffung seiner Kunstwerke.</p>
<p>Micas setzte im Mai 2023 eine Kommission ein, um über die Zukunft der Rupnik-Mosaike zu beraten. Seit Juli 2024 werden die Kunstwerke nachts oder bei Lichterprozessionen nicht mehr beleuchtet.</p>
<p>Anlässlich des Heiligen Jahres 2025 wurden die zentralen Türen der Rosenkranzbasilika, die ebenfalls mit Rupniks Kunstwerken verziert sind, verhüllt, während die größten Mosaike, welche die lichtreichen Geheimnisse des Rosenkranzes darstellen, sichtbar blieben.</p>
<p>„Meine Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass der Wallfahrtsort alle Menschen willkommen heißt, insbesondere diejenigen, die leiden“, erklärte Micas gegenüber <em>La Dépêche du Midi</em>. „Darunter sind Opfer sexuellen Missbrauchs und sexueller Übergriffe, sowohl Kinder als auch Erwachsene. […] Diejenigen, die leiden und verwundet sind, die Trost und Heilung brauchen, müssen in Lourdes oberste Priorität behalten.“</p>
<p>Der Bischof fügte hinzu, dass die Mosaike „nach der Pilgerreise des Heiligen Vaters verhüllt bleiben werden. Im Anschluss daran wird ein neuer Reflexionsprozess eingeleitet. Die derzeitige Kommission wird erweitert – insbesondere um Künstler und Theologen –, um über die Zukunft der Fassade der Basilika zu beraten.“</p>
<p>Rupniks umfangreiche künstlerische Laufbahn hat vielen Wallfahrtsorten und Kirchen in ganz Europa und Nordamerika ein Problem bereitet. Sein Atelier war an Projekten für über 200 liturgische Räume weltweit beteiligt, darunter in Fátima, im Vatikan, in Washington und am Grab des heiligen Pater Pio von Pietrelcina.</p>]]>
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                  <category>Frankreich</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Europa</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[Hannah Brockhaus ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Fri, 21 Aug 2026 09:00:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Abt Maximilian Heim von Heiligenkreuz legt Amt nach 16 Jahren nieder</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/25521/abt-maximilian-heim-von-heiligenkreuz-legt-amt-nach-16-jahren-nieder</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Nach 16 Jahren legt Abt Maximilian Heim OCist von Heiligenkreuz sein Amt nieder, um, wie er am Donnerstag sagte, „diese Aufgabe in jüngere Hände zu legen“. Abt Maximilian ist 65 Jahre alt, hatte aber zuletzt gesundheitliche Probleme.</p>
<p>In einer Mitteilung des berühmten Zisterzienserstiftes im Wienerwald hieß es: „Am heutigen Hochfest des hl. Ordensvaters Bernhard hat Abt Maximilian Heim OCist angekündigt, dass er zu Kreuzerhöhung, am 14. September 2026, nach zwei Amtsperioden sein Amt in jüngere Hände legen möchte.“ Im Anschluss werden die Mönche eine neue Leitung wählen – aber keinen neuen Abt.</p>
<p>So erklärte Abt Pius Maurer OCist, der Abtpräses der Österreichischen Zisterzienserkongregation: „Die Wahl der neuen Leitung findet Mitte September statt. Nach Rücksprache mit dem Ordensdikasterium in Rom wird kein Abt, sondern ein Administrator für drei Jahre gewählt, da mehr als ein Drittel der Wahlberechtigten noch nie an einer Abtwahl teilgenommen hat.“</p>
<p>Abt Maximilian hielt fest: „In großer Dankbarkeit blicke ich auf die vergangenen 16 Jahre als Abt zurück. In Anbetracht meiner Herzerkrankung im vergangenen Jahr und nach zwei Amtsperioden ist für mich jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen, diese Aufgabe in jüngere Hände zu legen.“</p>
<p>„Ich freue mich sehr, weiterhin im Dienst des Stiftes als Seelsorger und Theologe tätig zu sein“, kündigte er an. „Meine Dankbarkeit gilt vor allem meinen Mitbrüdern in Heiligenkreuz, Stiepel, Neuzelle und dem Neukloster wie auch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Stiftspfarren für das gute Miteinander.“</p>
<p>Vor einigen Monaten fand im Stift Heiligenkreuz eine kanonische Visitation statt. Danach hieß es, der Vatikan fordere eine „Reflexion der theologischen und spirituellen Ausrichtung“ des Klosters. Heiligenkreuz ist bekannt für eine eher konservative Ausrichtung und viele Berufungen – eine Ausnahmeerscheinung der Kirche in Österreich.</p>
<p>„In den nächsten Monaten und Jahren werden sich die Mönche des Stifts Heiligenkreuz mit den Anweisungen des Dikasteriums intensiv beschäftigen und damit an einer Vertiefung des Glaubenslebens und der Zukunftsfähigkeit der Gemeinschaft arbeiten“, teilten die Mönche im April mit. „Der Abtei sind durch ihr rasches Wachstum große innere strukturelle Herausforderungen entstanden, bei denen der Heilige Stuhl die Abtei Heiligenkreuz durch seine Anweisungen unterstützen will.“</p>
<p>Das vatikanische Dikasterium für die Institute des geweihten Lebens und die Gesellschaften des apostolischen Lebens forderte laut Stift Heiligenkreuz neben der „Reflexion der theologischen und spirituellen Ausrichtung“ auch eine „optimierte Kommunikationsfähigkeit der Gemeinschaft nach innen und außen“ sowie „strategische Überlegungen zur Zukunft des Stiftes und Priorisierung der Aufgaben“.</p>
<p>Außerdem war die Rede von einer „Vertiefung der Heranführung junger Menschen an das monastische Leben und das Priestertum“ und von einer „Schärfung von Identität und Selbstbild des Stiftes Heiligenkreuz“.</p>
<p>Im Juni 2025 hatte das Dikasterium für die Institute des geweihten Lebens und die Gesellschaften des apostolischen Lebens in einem Schreiben an Abt Maximilian und alle Mönche erklärt, man habe „einige Hinweise“ zu „Leitung und Verwaltung“ des Klosters erhalten.</p>
<p>In einem beigefügten Dekret hieß es: „Die Apostolischen Visitatoren sind beauftragt, den Leitungsstil der Abtei in seiner Gesamtheit sowie das persönliche Führungsverhalten des Abtes eingehend zu prüfen. Dabei richtet sich das Augenmerk insbesondere auf die Beachtung und konsequente Umsetzung des geltenden kirchlichen und ordenseigenen Rechts.“</p>
<p>„Zugleich wird geprüft, in welchem Maß geistliche Autorität in verantwortungsbewusstes und dienendes Handeln umgesetzt wird und wie innerhalb der Gemeinschaft mit Kritik, Anregungen und Rückmeldungen umgegangen wird, insbesondere im Hinblick auf Offenheit, Dialogfähigkeit und konstruktive Konfliktkultur“, so der Vatikan.</p>
<p>„Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie mit Vorwürfen von Missbrauch oder anderen schwerwiegenden Verfehlungen verfahren wird“, erklärte das Dikasterium im Dekret. „Die Visitatoren untersuchen, ob entsprechende Hinweise ernst genommen, ordnungsgemäß bearbeitet und geeignete Maßnahmen ergriffen werden. Auch die Transparenz und Nachvollziehbarkeit der internen Abläufe finden hierbei Beachtung.“</p>]]>
        </description>
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          <![CDATA[<p>Nach 16 Jahren legt Abt Maximilian Heim OCist von Heiligenkreuz sein Amt nieder, um, wie er am Donnerstag sagte, „diese Aufgabe in jüngere Hände zu legen“. Abt Maximilian ist 65 Jahre alt, hatte aber zuletzt gesundheitliche Probleme.</p>
<p>In einer Mitteilung des berühmten Zisterzienserstiftes im Wienerwald hieß es: „Am heutigen Hochfest des hl. Ordensvaters Bernhard hat Abt Maximilian Heim OCist angekündigt, dass er zu Kreuzerhöhung, am 14. September 2026, nach zwei Amtsperioden sein Amt in jüngere Hände legen möchte.“ Im Anschluss werden die Mönche eine neue Leitung wählen – aber keinen neuen Abt.</p>
<p>So erklärte Abt Pius Maurer OCist, der Abtpräses der Österreichischen Zisterzienserkongregation: „Die Wahl der neuen Leitung findet Mitte September statt. Nach Rücksprache mit dem Ordensdikasterium in Rom wird kein Abt, sondern ein Administrator für drei Jahre gewählt, da mehr als ein Drittel der Wahlberechtigten noch nie an einer Abtwahl teilgenommen hat.“</p>
<p>Abt Maximilian hielt fest: „In großer Dankbarkeit blicke ich auf die vergangenen 16 Jahre als Abt zurück. In Anbetracht meiner Herzerkrankung im vergangenen Jahr und nach zwei Amtsperioden ist für mich jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen, diese Aufgabe in jüngere Hände zu legen.“</p>
<p>„Ich freue mich sehr, weiterhin im Dienst des Stiftes als Seelsorger und Theologe tätig zu sein“, kündigte er an. „Meine Dankbarkeit gilt vor allem meinen Mitbrüdern in Heiligenkreuz, Stiepel, Neuzelle und dem Neukloster wie auch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Stiftspfarren für das gute Miteinander.“</p>
<p>Vor einigen Monaten fand im Stift Heiligenkreuz eine kanonische Visitation statt. Danach hieß es, der Vatikan fordere eine „Reflexion der theologischen und spirituellen Ausrichtung“ des Klosters. Heiligenkreuz ist bekannt für eine eher konservative Ausrichtung und viele Berufungen – eine Ausnahmeerscheinung der Kirche in Österreich.</p>
<p>„In den nächsten Monaten und Jahren werden sich die Mönche des Stifts Heiligenkreuz mit den Anweisungen des Dikasteriums intensiv beschäftigen und damit an einer Vertiefung des Glaubenslebens und der Zukunftsfähigkeit der Gemeinschaft arbeiten“, teilten die Mönche im April mit. „Der Abtei sind durch ihr rasches Wachstum große innere strukturelle Herausforderungen entstanden, bei denen der Heilige Stuhl die Abtei Heiligenkreuz durch seine Anweisungen unterstützen will.“</p>
<p>Das vatikanische Dikasterium für die Institute des geweihten Lebens und die Gesellschaften des apostolischen Lebens forderte laut Stift Heiligenkreuz neben der „Reflexion der theologischen und spirituellen Ausrichtung“ auch eine „optimierte Kommunikationsfähigkeit der Gemeinschaft nach innen und außen“ sowie „strategische Überlegungen zur Zukunft des Stiftes und Priorisierung der Aufgaben“.</p>
<p>Außerdem war die Rede von einer „Vertiefung der Heranführung junger Menschen an das monastische Leben und das Priestertum“ und von einer „Schärfung von Identität und Selbstbild des Stiftes Heiligenkreuz“.</p>
<p>Im Juni 2025 hatte das Dikasterium für die Institute des geweihten Lebens und die Gesellschaften des apostolischen Lebens in einem Schreiben an Abt Maximilian und alle Mönche erklärt, man habe „einige Hinweise“ zu „Leitung und Verwaltung“ des Klosters erhalten.</p>
<p>In einem beigefügten Dekret hieß es: „Die Apostolischen Visitatoren sind beauftragt, den Leitungsstil der Abtei in seiner Gesamtheit sowie das persönliche Führungsverhalten des Abtes eingehend zu prüfen. Dabei richtet sich das Augenmerk insbesondere auf die Beachtung und konsequente Umsetzung des geltenden kirchlichen und ordenseigenen Rechts.“</p>
<p>„Zugleich wird geprüft, in welchem Maß geistliche Autorität in verantwortungsbewusstes und dienendes Handeln umgesetzt wird und wie innerhalb der Gemeinschaft mit Kritik, Anregungen und Rückmeldungen umgegangen wird, insbesondere im Hinblick auf Offenheit, Dialogfähigkeit und konstruktive Konfliktkultur“, so der Vatikan.</p>
<p>„Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie mit Vorwürfen von Missbrauch oder anderen schwerwiegenden Verfehlungen verfahren wird“, erklärte das Dikasterium im Dekret. „Die Visitatoren untersuchen, ob entsprechende Hinweise ernst genommen, ordnungsgemäß bearbeitet und geeignete Maßnahmen ergriffen werden. Auch die Transparenz und Nachvollziehbarkeit der internen Abläufe finden hierbei Beachtung.“</p>]]>
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                  <category>Österreich</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
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          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Fri, 21 Aug 2026 08:00:00 +0200</pubDate>
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          <item>
        <title>Jüdische Gelehrte wird Präsidentin der katholischen Bibelgesellschaft in den USA</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/25513/judische-gelehrte-wird-prasidentin-der-katholischen-bibelgesellschaft-in-den-usa</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Die erste jüdische Präsidentin der katholischen Bibelgesellschaft in den USA (Catholic Biblical Association of America) – die Bibelwissenschaftlerin Amy-Jill Levine – beabsichtigt, die Ressourcen für Pädagogen zu stärken und Partnerschaften mit Pfarreien aufzubauen, um Leitlinien zum Umgang mit der Heiligen Schrift zu entwickeln, wie sie gegenüber EWTN News erklärte.</p>
<p>Levine wurde im August auf der Jahreshauptversammlung der Organisation durch eine Abstimmung der Mitglieder der katholischen Bibelgesellschaft (CBA) für eine Amtszeit von einem Jahr gewählt. Sie ist selbst seit 1988 Mitglied der CBA. In der vergangenen Amtszeit war sie bereits Vizepräsidentin. Zuvor fungierte sie als Beraterin des Vorstands und hatte redaktionelle Positionen bei der wissenschaftlichen Zeitschrift der CBA inne, die unter dem Titel „The Catholic Biblical Quarterly“ erscheint.</p>
<p>Obwohl die Vereinigung Wissenschaftlern jeglicher Glaubensrichtung offensteht, ist die Spitzenposition in der Regel durch eine katholische Person besetzt. Levine erklärte gegenüber EWTN News, sie sei verblüfft gewesen, in dieses Amt gewählt worden zu sein, zeigte sich jedoch dankbar für die Ernennung.</p>
<p>„Als ich die Benachrichtigung vom Vorsitzenden des Nominierungsausschusses erhielt, schickte ich einem anderen Mitglied eine E-Mail, um zu fragen, ob dies ein Scherz sei“, sagte sie. „Ich war mehr als überrascht, ich war verblüfft. Ich fühlte mich zudem geehrt und dankbar – und bin dies auch weiterhin.“</p>
<p>Levine war in mehreren Arbeitsgruppen der CBA sowie bei Fortbildungsseminaren tätig, nahm an Podiumsdiskussionen teil und leitete Sitzungen. Ein Großteil ihrer wissenschaftlichen Arbeit konzentriert sich auf die Evangelien. Sie ist außerdem die erste Jüdin, die am Päpstlichen Bibelinstitut in Rom einen Kurs zum Neuen Testament unterrichtete.</p>
<p>„Meine Hauptaufgabe besteht darin, einen Beitrag zur Arbeit des Verbandes zu leisten: gemeinsam mit meinen Kollegen durch Diskussionen gute Arbeit noch besser zu machen“, sagte sie.</p>
<p>Die Satzung der CBA legt fest, dass ihre Arbeit im Einklang mit den Lehren des Lehramtes steht. Obwohl die Organisation nicht unmittelbar von der katholischen Kirche getragen wird, berät sie die US-amerikanische Bischofskonferenz (USCCB), unter anderem in Fragen der Bibelübersetzung, der Glaubensbildung und der Katechese.</p>
<p>Als Präsidentin möchte Levine, dass bestimmte Vorschläge aus dem Strategieplan der CBA umgesetzt werden, darunter etwa „die Stärkung der internationalen Beteiligung und der Ausbau zweisprachiger und globaler Programme, die Erstellung von Materialien für Geistliche und Religionspädagogen sowie die Förderung der beruflichen Weiterbildung von Bibelwissenschaftlern“.</p>
<p>Ein besonderes Anliegen ist ihr die Zusammenarbeit mit Ortskirchen, um öffentliche Programme anzubieten, sowie die Zusammenarbeit mit den Bischöfen, „um aktuelle biblische Leitlinien für die Predigt nach dem Lektionar und die Katechese bereitzustellen“.</p><p>
<strong>Ansichten zur Heiligen Schrift</strong>
</p>

<p>Obwohl Levine nicht katholisch ist, erklärte sie gegenüber EWTN News: „Ich habe kein Interesse daran, die Lehre in Frage zu stellen.“ Und: „Ich interessiere mich für Lektüren, die ein Leben in Fülle fördern, die historisch fundiert sind und die auch die Gemeinschaften von heute ansprechen.“</p>
<p>Levine glaubt nicht, dass „alles, was Jesus im Neuen Testament zugeschrieben wird, direkt von Jesus stammt“. Sie wies darauf hin, dass Christus Aramäisch sprach und der ursprüngliche Text des Neuen Testaments auf Griechisch verfasst ist. Diese Sichtweise sei „vollkommen vereinbar mit der katholischen Lehre“.</p>
<p>„Ich glaube jedoch auch, dass die Verkündigung der Kirche auf den überlieferten Worten beruht und nicht auf einer vorhergehenden wissenschaftlichen Rekonstruktion“, betonte sie.</p>
<p><em>Dei Verbum</em>, die dogmatische Konstitution des Zweiten Vatikanischen Konzils über die göttliche Offenbarung, lehrt, dass alles in der Bibel vom Heiligen Geist inspiriert ist, was bedeutet, dass „die Bücher der Heiligen Schrift als solide, getreue und irrtumsfreie Verkündigung jener Wahrheit anzuerkennen sind, die Gott in die heiligen Schriften einfließen lassen wollte“.</p>
<p>Levine hat in der Vergangenheit über Abtreibung und Sexualität geschrieben. Sie war Mitautorin eines 2011 in der <em>Huffington Post</em> veröffentlichten Artikels, in dem sie Geschlechterrollen, die Scheidung, gleichgeschlechtliche standesamtliche „Ehen“, Verhütung, Abtreibung und „private sexuelle Ausdrucksformen“ erörterte.</p>
<p>In dem Artikel hielt sie fest: „Menschen, die die Bibel lesen, stehen bei vielen dieser Themen oft auf gegensätzlichen Seiten“, aber „das bedeutet nicht, dass sie ihre Texte notwendigerweise falsch lesen“. Außerdem hieß es: „Die Bibel lässt vielfältige Interpretationen zu: Wir müssen entscheiden, was metaphorisch gemeint ist und was wörtlich zu nehmen ist, was fallspezifisch und was zeitlos ist, was eine Frage der persönlichen Entscheidung ist und was gesetzlich geregelt werden sollte.“</p>
<p>Levine erklärte gegenüber EWTN News: „Es gibt nur wenige biblische Texte zum Thema Abtreibung.“ Ferner gebe es „unterschiedliche Ansichten in der jüdischen und katholischen Auslegung“: „Vertreter verschiedener Seiten dieser Debatte haben sich auf die Heilige Schrift berufen, und manche Auslegungen sind besser durch Geschichte, Sprachwissenschaft, Handschriftenüberlieferung usw. fundiert als andere.“</p>
<p>Der Katechismus der Katholischen Kirche lehrt: „Das menschliche Leben muss vom Moment der Empfängnis an absolut geachtet und geschützt werden.“ Das von Papst Johannes Paul II. veröffentlichte Werk bezeichnet Abtreibung und Kindermord als „verabscheuenswürdige Verbrechen“.</p>
<p>Levine führte im Gespräch mit EWTN News aus: „In Fragen des Geschlechts und der Sexualität müssen wir nicht nur berücksichtigen, was die Bibel sagt, sondern auch, was die fortbestehenden Lehren religiöser Traditionen aussagen sowie was die Wissenschaft und sogar persönliche Erfahrungen lehren.“</p>
<p>Zu Fragen der Geschlechtsidentität äußerte sich Levine ähnlich: „Es gibt bessere und weniger gute Auslegungen, und diese finden sich sowohl in den Argumenten der Gegner als auch in denen der Befürworter.“ Sie sagte: „Bei der Auslegung der Heiligen Schrift müssen wir nicht nur den historischen Kontext berücksichtigen; wir müssen auch bedenken, was uns Wissenschaft, Soziologie, Philosophie usw. lehren können.“</p>
<p>Die Lehre des Katechismus zu homosexuellen Handlungen lautet: „Gestützt auf die Heilige Schrift, die sie als schlimme Abirrung bezeichnet, hat die kirchliche Überlieferung stets erklärt, ‚dass die homosexuellen Handlungen in sich nicht in Ordnung sind‘. Der Katechismus lehrt außerdem, dass Gott die Menschen entweder als Mann oder als Frau geschaffen hat und dass „jeder, Mann und Frau, seine geschlechtliche Identität anerkennen und akzeptieren sollte“.</p>
<p>Levine betonte: „Meine größte Sorge ist, dass die Heilige Schrift als Waffe eingesetzt wird, statt Menschen das Gefühl zu geben, dass sie geliebt und als Ebenbild Gottes anerkannt werden.“</p>
<p> </p><p>
<strong>Beziehungen zwischen Kirche und Judentum</strong>
</p>

<p>Obwohl sie als orthodoxe Jüdin erzogen wurde und dies auch heute noch ist, wuchs Levine in einem Viertel auf, das überwiegend von Portugiesen und Katholiken bewohnt war. Sie berichtete, dass sie schon in jungen Jahren Interesse an der katholischen Kirche entwickelte, aber auch mit Antisemitismus konfrontiert wurde, was sie motivierte, sich für bessere Beziehungen zwischen Katholiken und Juden einzusetzen.</p>
<p>„Meine Eltern erklärten mir, dass wir Juden und unsere katholischen Nachbarn dieselben Bücher lesen, wie die Genesis und Jesaja; dieselben Gebete sprechen, wie die Psalmen; und so weiter“, sagte Levine.</p>
<p>„Als ich dann sieben Jahre alt war, sagte ein Mädchen zu mir: ‚Ihr habt unseren Herrn getötet.‘ Ich konnte mir nicht vorstellen, wie eine Tradition, die so schön schien, etwas so Hasserfülltes sagen konnte“, sagte sie. „Damals begann ich, Fragen zu stellen, und ich setze mich weiterhin dafür ein, dass ein Evangelium der Liebe nicht zu einer Waffe des Hasses wird. Gleichzeitig hilft mir die Arbeit im Bereich der Neutestamentlichen Studien dabei, einen Teil der jüdischen Geschichte wiederzugewinnen, den die Synagoge nicht bewahrt hat.“</p>
<p>Levine ist Autorin mehrerer Bücher über die Beziehungen zwischen Christen und Juden, darunter „The Bible With and Without Jesus“, das sie gemeinsam mit dem Bibelwissenschaftler Marc Zvi Brettler verfasste. Dieses Buch, so sagte sie, solle „die Logik der Rezeptionsgeschichte jeder Tradition aufzeigen und so den gegenseitigen Respekt zwischen Juden und Christen fördern, die zwar dieselben Texte teilen, diese aber unterschiedlich interpretieren“.</p>
<p>Levine war außerdem Mitherausgeberin von „The Jewish Annotated New Testament“, das jüdische Kommentare zu den Schriften enthält, und verfasste das Buch „Short Stories by Jesus: The Enigmatic Parables of a Controversial Rabbi“, in dem sie die Gleichnisse Christi aus jüdischer Perspektive analysiert.</p>
<p>„Was das Neue Testament betrifft, habe ich mich in meiner Arbeit auf die Evangelien konzentriert und versucht zu verstehen, wie die Worte Jesu – insbesondere die Gleichnisse – und seine Taten – vor allem die Heilungsberichte – von seinen jüdischen Zeitgenossen verstanden worden wären“, sagte Levine. „Bei der Auseinandersetzung mit der Heiligen Schrift – den maßgeblichen Texten einer Gemeinschaft – halte ich es für unerlässlich, sowohl den Texten als auch denjenigen, die diese Texte als heilig betrachten, mit Respekt zu begegnen.“</p>
<p>Als CBA-Präsidentin äußerte sie die Hoffnung, auch mit dem Ausschuss für ökumenische und interreligiöse Angelegenheiten der USCCB zusammenzuarbeiten, „insbesondere angesichts des jüngsten Anstiegs des Antisemitismus“.</p>
<p>„Der Großteil des Antisemitismus, den ich im kirchlichen Kontext gehört habe, rührt von einer Mischung aus historischer Unkenntnis und mangelndem Gespür her“, sagte sie. „Oft rührt er auch daher, dass das Judentum als negativer Kontrast eingesetzt wird, um Jesus in einem guten Licht erscheinen zu lassen. Wir sollten Jesus auch nicht als außerhalb seiner jüdischen Tradition stehend betrachten, sondern als in ihr verwurzelt.“</p>
<p>Levine wies darauf hin, dass das „große Gebot“ Christi – Gott zu lieben und den Nächsten zu lieben – aus Deuteronomium 6 und Levitikus 19 stammt. Sie sagte: „Ein Missverständnis der jüdischen Praxis und des jüdischen Glaubens führt zu einem Missverständnis Jesu.“</p>
<p>Sie räumte ein: „Ich verehre Jesus nicht als Herrn oder Erlöser, da mein Herz durch meine eigene jüdische Praxis und meinen Glauben vollkommen erfüllt ist.“ Sie habe auch „nie den Ruf verspürt“. Dennoch fügte sie hinzu, „dass Jesus, der die jüdische Tradition widerspiegelt, Wichtiges über Ethik zu sagen hat, insbesondere in den Gleichnissen […] und in seiner Erörterung, wie man die Praxis der Tora ausweiten kann – vom Mord bis zum Zorn, vom Ehebruch bis zur Begierde – sowie darin, wie er seine Anhänger lehrt, so zu leben, als stünden sie bereits mit einem Fuß im Himmelreich“.</p>
<p><em>Übersetzt und redigiert aus dem Original von <a href="https://www.ewtnnews.com/world/us/first-jewish-president-cba">EWTN News English</a>, dem Nachrichtenpartner von CNA Deutsch.</em></p>]]>
        </description>
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          <![CDATA[<p>Die erste jüdische Präsidentin der katholischen Bibelgesellschaft in den USA (Catholic Biblical Association of America) – die Bibelwissenschaftlerin Amy-Jill Levine – beabsichtigt, die Ressourcen für Pädagogen zu stärken und Partnerschaften mit Pfarreien aufzubauen, um Leitlinien zum Umgang mit der Heiligen Schrift zu entwickeln, wie sie gegenüber EWTN News erklärte.</p>
<p>Levine wurde im August auf der Jahreshauptversammlung der Organisation durch eine Abstimmung der Mitglieder der katholischen Bibelgesellschaft (CBA) für eine Amtszeit von einem Jahr gewählt. Sie ist selbst seit 1988 Mitglied der CBA. In der vergangenen Amtszeit war sie bereits Vizepräsidentin. Zuvor fungierte sie als Beraterin des Vorstands und hatte redaktionelle Positionen bei der wissenschaftlichen Zeitschrift der CBA inne, die unter dem Titel „The Catholic Biblical Quarterly“ erscheint.</p>
<p>Obwohl die Vereinigung Wissenschaftlern jeglicher Glaubensrichtung offensteht, ist die Spitzenposition in der Regel durch eine katholische Person besetzt. Levine erklärte gegenüber EWTN News, sie sei verblüfft gewesen, in dieses Amt gewählt worden zu sein, zeigte sich jedoch dankbar für die Ernennung.</p>
<p>„Als ich die Benachrichtigung vom Vorsitzenden des Nominierungsausschusses erhielt, schickte ich einem anderen Mitglied eine E-Mail, um zu fragen, ob dies ein Scherz sei“, sagte sie. „Ich war mehr als überrascht, ich war verblüfft. Ich fühlte mich zudem geehrt und dankbar – und bin dies auch weiterhin.“</p>
<p>Levine war in mehreren Arbeitsgruppen der CBA sowie bei Fortbildungsseminaren tätig, nahm an Podiumsdiskussionen teil und leitete Sitzungen. Ein Großteil ihrer wissenschaftlichen Arbeit konzentriert sich auf die Evangelien. Sie ist außerdem die erste Jüdin, die am Päpstlichen Bibelinstitut in Rom einen Kurs zum Neuen Testament unterrichtete.</p>
<p>„Meine Hauptaufgabe besteht darin, einen Beitrag zur Arbeit des Verbandes zu leisten: gemeinsam mit meinen Kollegen durch Diskussionen gute Arbeit noch besser zu machen“, sagte sie.</p>
<p>Die Satzung der CBA legt fest, dass ihre Arbeit im Einklang mit den Lehren des Lehramtes steht. Obwohl die Organisation nicht unmittelbar von der katholischen Kirche getragen wird, berät sie die US-amerikanische Bischofskonferenz (USCCB), unter anderem in Fragen der Bibelübersetzung, der Glaubensbildung und der Katechese.</p>
<p>Als Präsidentin möchte Levine, dass bestimmte Vorschläge aus dem Strategieplan der CBA umgesetzt werden, darunter etwa „die Stärkung der internationalen Beteiligung und der Ausbau zweisprachiger und globaler Programme, die Erstellung von Materialien für Geistliche und Religionspädagogen sowie die Förderung der beruflichen Weiterbildung von Bibelwissenschaftlern“.</p>
<p>Ein besonderes Anliegen ist ihr die Zusammenarbeit mit Ortskirchen, um öffentliche Programme anzubieten, sowie die Zusammenarbeit mit den Bischöfen, „um aktuelle biblische Leitlinien für die Predigt nach dem Lektionar und die Katechese bereitzustellen“.</p><p>
<strong>Ansichten zur Heiligen Schrift</strong>
</p>

<p>Obwohl Levine nicht katholisch ist, erklärte sie gegenüber EWTN News: „Ich habe kein Interesse daran, die Lehre in Frage zu stellen.“ Und: „Ich interessiere mich für Lektüren, die ein Leben in Fülle fördern, die historisch fundiert sind und die auch die Gemeinschaften von heute ansprechen.“</p>
<p>Levine glaubt nicht, dass „alles, was Jesus im Neuen Testament zugeschrieben wird, direkt von Jesus stammt“. Sie wies darauf hin, dass Christus Aramäisch sprach und der ursprüngliche Text des Neuen Testaments auf Griechisch verfasst ist. Diese Sichtweise sei „vollkommen vereinbar mit der katholischen Lehre“.</p>
<p>„Ich glaube jedoch auch, dass die Verkündigung der Kirche auf den überlieferten Worten beruht und nicht auf einer vorhergehenden wissenschaftlichen Rekonstruktion“, betonte sie.</p>
<p><em>Dei Verbum</em>, die dogmatische Konstitution des Zweiten Vatikanischen Konzils über die göttliche Offenbarung, lehrt, dass alles in der Bibel vom Heiligen Geist inspiriert ist, was bedeutet, dass „die Bücher der Heiligen Schrift als solide, getreue und irrtumsfreie Verkündigung jener Wahrheit anzuerkennen sind, die Gott in die heiligen Schriften einfließen lassen wollte“.</p>
<p>Levine hat in der Vergangenheit über Abtreibung und Sexualität geschrieben. Sie war Mitautorin eines 2011 in der <em>Huffington Post</em> veröffentlichten Artikels, in dem sie Geschlechterrollen, die Scheidung, gleichgeschlechtliche standesamtliche „Ehen“, Verhütung, Abtreibung und „private sexuelle Ausdrucksformen“ erörterte.</p>
<p>In dem Artikel hielt sie fest: „Menschen, die die Bibel lesen, stehen bei vielen dieser Themen oft auf gegensätzlichen Seiten“, aber „das bedeutet nicht, dass sie ihre Texte notwendigerweise falsch lesen“. Außerdem hieß es: „Die Bibel lässt vielfältige Interpretationen zu: Wir müssen entscheiden, was metaphorisch gemeint ist und was wörtlich zu nehmen ist, was fallspezifisch und was zeitlos ist, was eine Frage der persönlichen Entscheidung ist und was gesetzlich geregelt werden sollte.“</p>
<p>Levine erklärte gegenüber EWTN News: „Es gibt nur wenige biblische Texte zum Thema Abtreibung.“ Ferner gebe es „unterschiedliche Ansichten in der jüdischen und katholischen Auslegung“: „Vertreter verschiedener Seiten dieser Debatte haben sich auf die Heilige Schrift berufen, und manche Auslegungen sind besser durch Geschichte, Sprachwissenschaft, Handschriftenüberlieferung usw. fundiert als andere.“</p>
<p>Der Katechismus der Katholischen Kirche lehrt: „Das menschliche Leben muss vom Moment der Empfängnis an absolut geachtet und geschützt werden.“ Das von Papst Johannes Paul II. veröffentlichte Werk bezeichnet Abtreibung und Kindermord als „verabscheuenswürdige Verbrechen“.</p>
<p>Levine führte im Gespräch mit EWTN News aus: „In Fragen des Geschlechts und der Sexualität müssen wir nicht nur berücksichtigen, was die Bibel sagt, sondern auch, was die fortbestehenden Lehren religiöser Traditionen aussagen sowie was die Wissenschaft und sogar persönliche Erfahrungen lehren.“</p>
<p>Zu Fragen der Geschlechtsidentität äußerte sich Levine ähnlich: „Es gibt bessere und weniger gute Auslegungen, und diese finden sich sowohl in den Argumenten der Gegner als auch in denen der Befürworter.“ Sie sagte: „Bei der Auslegung der Heiligen Schrift müssen wir nicht nur den historischen Kontext berücksichtigen; wir müssen auch bedenken, was uns Wissenschaft, Soziologie, Philosophie usw. lehren können.“</p>
<p>Die Lehre des Katechismus zu homosexuellen Handlungen lautet: „Gestützt auf die Heilige Schrift, die sie als schlimme Abirrung bezeichnet, hat die kirchliche Überlieferung stets erklärt, ‚dass die homosexuellen Handlungen in sich nicht in Ordnung sind‘. Der Katechismus lehrt außerdem, dass Gott die Menschen entweder als Mann oder als Frau geschaffen hat und dass „jeder, Mann und Frau, seine geschlechtliche Identität anerkennen und akzeptieren sollte“.</p>
<p>Levine betonte: „Meine größte Sorge ist, dass die Heilige Schrift als Waffe eingesetzt wird, statt Menschen das Gefühl zu geben, dass sie geliebt und als Ebenbild Gottes anerkannt werden.“</p>
<p> </p><p>
<strong>Beziehungen zwischen Kirche und Judentum</strong>
</p>

<p>Obwohl sie als orthodoxe Jüdin erzogen wurde und dies auch heute noch ist, wuchs Levine in einem Viertel auf, das überwiegend von Portugiesen und Katholiken bewohnt war. Sie berichtete, dass sie schon in jungen Jahren Interesse an der katholischen Kirche entwickelte, aber auch mit Antisemitismus konfrontiert wurde, was sie motivierte, sich für bessere Beziehungen zwischen Katholiken und Juden einzusetzen.</p>
<p>„Meine Eltern erklärten mir, dass wir Juden und unsere katholischen Nachbarn dieselben Bücher lesen, wie die Genesis und Jesaja; dieselben Gebete sprechen, wie die Psalmen; und so weiter“, sagte Levine.</p>
<p>„Als ich dann sieben Jahre alt war, sagte ein Mädchen zu mir: ‚Ihr habt unseren Herrn getötet.‘ Ich konnte mir nicht vorstellen, wie eine Tradition, die so schön schien, etwas so Hasserfülltes sagen konnte“, sagte sie. „Damals begann ich, Fragen zu stellen, und ich setze mich weiterhin dafür ein, dass ein Evangelium der Liebe nicht zu einer Waffe des Hasses wird. Gleichzeitig hilft mir die Arbeit im Bereich der Neutestamentlichen Studien dabei, einen Teil der jüdischen Geschichte wiederzugewinnen, den die Synagoge nicht bewahrt hat.“</p>
<p>Levine ist Autorin mehrerer Bücher über die Beziehungen zwischen Christen und Juden, darunter „The Bible With and Without Jesus“, das sie gemeinsam mit dem Bibelwissenschaftler Marc Zvi Brettler verfasste. Dieses Buch, so sagte sie, solle „die Logik der Rezeptionsgeschichte jeder Tradition aufzeigen und so den gegenseitigen Respekt zwischen Juden und Christen fördern, die zwar dieselben Texte teilen, diese aber unterschiedlich interpretieren“.</p>
<p>Levine war außerdem Mitherausgeberin von „The Jewish Annotated New Testament“, das jüdische Kommentare zu den Schriften enthält, und verfasste das Buch „Short Stories by Jesus: The Enigmatic Parables of a Controversial Rabbi“, in dem sie die Gleichnisse Christi aus jüdischer Perspektive analysiert.</p>
<p>„Was das Neue Testament betrifft, habe ich mich in meiner Arbeit auf die Evangelien konzentriert und versucht zu verstehen, wie die Worte Jesu – insbesondere die Gleichnisse – und seine Taten – vor allem die Heilungsberichte – von seinen jüdischen Zeitgenossen verstanden worden wären“, sagte Levine. „Bei der Auseinandersetzung mit der Heiligen Schrift – den maßgeblichen Texten einer Gemeinschaft – halte ich es für unerlässlich, sowohl den Texten als auch denjenigen, die diese Texte als heilig betrachten, mit Respekt zu begegnen.“</p>
<p>Als CBA-Präsidentin äußerte sie die Hoffnung, auch mit dem Ausschuss für ökumenische und interreligiöse Angelegenheiten der USCCB zusammenzuarbeiten, „insbesondere angesichts des jüngsten Anstiegs des Antisemitismus“.</p>
<p>„Der Großteil des Antisemitismus, den ich im kirchlichen Kontext gehört habe, rührt von einer Mischung aus historischer Unkenntnis und mangelndem Gespür her“, sagte sie. „Oft rührt er auch daher, dass das Judentum als negativer Kontrast eingesetzt wird, um Jesus in einem guten Licht erscheinen zu lassen. Wir sollten Jesus auch nicht als außerhalb seiner jüdischen Tradition stehend betrachten, sondern als in ihr verwurzelt.“</p>
<p>Levine wies darauf hin, dass das „große Gebot“ Christi – Gott zu lieben und den Nächsten zu lieben – aus Deuteronomium 6 und Levitikus 19 stammt. Sie sagte: „Ein Missverständnis der jüdischen Praxis und des jüdischen Glaubens führt zu einem Missverständnis Jesu.“</p>
<p>Sie räumte ein: „Ich verehre Jesus nicht als Herrn oder Erlöser, da mein Herz durch meine eigene jüdische Praxis und meinen Glauben vollkommen erfüllt ist.“ Sie habe auch „nie den Ruf verspürt“. Dennoch fügte sie hinzu, „dass Jesus, der die jüdische Tradition widerspiegelt, Wichtiges über Ethik zu sagen hat, insbesondere in den Gleichnissen […] und in seiner Erörterung, wie man die Praxis der Tora ausweiten kann – vom Mord bis zum Zorn, vom Ehebruch bis zur Begierde – sowie darin, wie er seine Anhänger lehrt, so zu leben, als stünden sie bereits mit einem Fuß im Himmelreich“.</p>
<p><em>Übersetzt und redigiert aus dem Original von <a href="https://www.ewtnnews.com/world/us/first-jewish-president-cba">EWTN News English</a>, dem Nachrichtenpartner von CNA Deutsch.</em></p>]]>
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                  <category>Vereinigte Staaten</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Welt</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[Tyler Arnold ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Fri, 21 Aug 2026 07:00:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>„Christus hat keine Diskussionsgruppe gegründet“: Weihbischof Mutsaerts zur Weltsynode</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/25511/christus-hat-keine-diskussionsgruppe-gegrundet-weihbischof-mutsaerts-zur-weltsynode</link>
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          <![CDATA[<p>Mit einem <a href="https://vitaminexp.blogspot.com/2026/08/open-brief-aan-zijne-heiligheid-paus.html">offenen Brief</a> an Papst Leo XIV. hat der niederländische Weihbischof Rob Mutsaerts die Weltsynode in Frage gestellt: „Meine Frage ist einfach und ernst gemeint: Trägt der synodale Prozess tatsächlich dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen? Das ist für mich die entscheidende Frage.“ Sein Diözesanbischof Gerard de Korte hat diesen offenen Brief öffentlich gerügt.</p>
<p>„Die Welt wartet nicht auf eine weitere Organisation, die ihr zuhört. Davon gibt es schon genug. Die Welt wartet auf jemanden, der ihr sagt, wozu sie geschaffen wurde“, schrieb der Weihbischof im Bistum ’s-Hertogenbosch in der vergangenen Woche auf seinem Blog. Er frage sich, „was das alles für den einfachen Gläubigen bedeutet, der von seiner Kirche keinen fortwährenden Prozess erwartet, sondern Klarheit über den Weg zu Gott“. Notwendig sei eine Kirche, die die Welt „mit Liebe, aber ohne Furcht auf Christus hinweist“.</p>
<p>Mutsaerts veröffentlichte den Brief am 13. August in niederländischer und englischer Sprache. Papst Franziskus hatte den synodalen Prozess 2021 eröffnet. Die Umsetzungsphase läuft über diözesane, nationale und kontinentale Treffen weiter und soll im Oktober 2028 in eine Kirchliche Versammlung in Rom münden. „Was einst als Synode von 2021 bis 2024 begann, droht eine dauerhafte Regierungsform zu werden“, schrieb Mutsaerts.</p>
<p>„Gute Absichten verdienen Anerkennung. Aber gute Absichten entbinden uns nicht von der Pflicht, die Ergebnisse zu prüfen“, schrieb Mutsaerts. „Ist der Glaube stärker geworden? Ist Christus deutlicher verkündet worden? Hat sich die katholische Identität vertieft? Sind mehr Menschen zur Bekehrung gekommen? Wird die Sonntagsmesse besser besucht? Gibt es mehr Priesterberufungen? Ist die Katechese kraftvoller geworden? Ist größere Ehrfurcht vor der Eucharistie entstanden? Ist die Morallehre der Kirche klarer geworden? Ist der missionarische Mut gewachsen?“</p>
<p>„Wenn man solche Fragen stellt, kann man die Synode unmöglich als Erfolg bezeichnen“, hieß es in dem Brief. Traditionell sei eine Synode eher ein Mittel gewesen, um ein bestimmtes Thema zu besprechen.</p>
<p>„Im heutigen synodalen Diskurs droht die Synodalität jedoch zu einem Selbstzweck zu werden. Und genau hier beginnt aus traditioneller katholischer Sicht das Problem“, so der Weihbischof. „Christus hat keine Diskussionsgruppe gegründet. Er berief Apostel. Er verlieh ihnen Vollmacht. Er sandte sie aus, um zu verkünden, zu taufen und zu lehren.“</p>
<p>Die Kirche sei nicht demokratisch, da Wahrheit nicht durch Mehrheitsbeschluss entstehe. „Wenn morgen 90 Prozent der Katholiken nicht mehr an die wirkliche Gegenwart Christi in der Eucharistie glauben würden, wäre Christus deshalb nicht weniger wahrhaft gegenwärtig. Wenn 80 Prozent eine bestimmte moralische Lehre ablehnen, wird diese Lehre dadurch nicht automatisch unwahr.“</p>
<p>„Die grundlegenden Probleme der Kirche in den Niederlanden, in Belgien, insbesondere in Deutschland, aber auch in großen Teilen Westeuropas sind nicht schwer zu erkennen. Kirchen laufen leer. Pfarreien werden zusammengelegt. Klöster verschwinden. Ordensgemeinschaften vergreisen. Die Kenntnis des katholischen Glaubens nimmt ab. Die Beichte ist für viele Katholiken nahezu verschwunden“, schrieb er.</p>
<p>„Die Kirche besteht nicht in erster Linie dazu, Menschen in dem zu bestätigen, was sie schon sind. Sie besteht dazu, sie zu Christus zu führen“, führte der Weihbischof aus. „Die ersten Worte der öffentlichen Predigt Jesu lauten nicht: ‚Sag Mir zuerst, wie du dich mit den derzeitigen kirchlichen Strukturen fühlst.‘ Sondern: ‚Bekehrt euch und glaubt an die Frohe Botschaft.‘ Das ist erheblich weniger bürokratisch. Und erheblich radikaler.“</p>
<p>Sein Vorgesetzter, Bischof de Korte, kritisierte den offenen Brief des Weihbischofs. Mutsaerts habe ihn wegen des offenen Briefs nicht konsultiert. Ein persönlicher Brief an den Papst wäre der bessere Weg gewesen, wenn Mutsaerts tatsächlich keine Spaltung säen wollte.</p>
<p>„Schließlich verfügt ein Bischof oder Weihbischof über eigene Wege, mit dem Bischof von Rom zu kommunizieren“, sagte de Korte der Tageszeitung <em><a href="https://www.nd.nl/geloof/katholiek/1327498/nederlandse-hulpbisschop-waarschuwt-paus-voor-protestantiseri">Nederlands Dagblad</a></em>. Die niederländischen Bischöfe würden auch weiterhin gemeinsam mit dem Papst am Aufbau einer synodalen Kirche arbeiten.</p>
<p>„Heiliger Vater, ich schreibe all dies in aufrichtiger Ehrfurcht vor Ihrem Amt und aus Liebe zur Kirche“, so Mutsaerts. „Meine Kritik am Synodenprozess entspringt nicht dem Wunsch, Zwietracht zu säen, sondern der Befürchtung, dass wir wertvolle Zeit verlieren, während so viele Menschen Christus nicht mehr kennen.“</p>]]>
        </description>
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          <![CDATA[<p>Mit einem <a href="https://vitaminexp.blogspot.com/2026/08/open-brief-aan-zijne-heiligheid-paus.html">offenen Brief</a> an Papst Leo XIV. hat der niederländische Weihbischof Rob Mutsaerts die Weltsynode in Frage gestellt: „Meine Frage ist einfach und ernst gemeint: Trägt der synodale Prozess tatsächlich dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen? Das ist für mich die entscheidende Frage.“ Sein Diözesanbischof Gerard de Korte hat diesen offenen Brief öffentlich gerügt.</p>
<p>„Die Welt wartet nicht auf eine weitere Organisation, die ihr zuhört. Davon gibt es schon genug. Die Welt wartet auf jemanden, der ihr sagt, wozu sie geschaffen wurde“, schrieb der Weihbischof im Bistum ’s-Hertogenbosch in der vergangenen Woche auf seinem Blog. Er frage sich, „was das alles für den einfachen Gläubigen bedeutet, der von seiner Kirche keinen fortwährenden Prozess erwartet, sondern Klarheit über den Weg zu Gott“. Notwendig sei eine Kirche, die die Welt „mit Liebe, aber ohne Furcht auf Christus hinweist“.</p>
<p>Mutsaerts veröffentlichte den Brief am 13. August in niederländischer und englischer Sprache. Papst Franziskus hatte den synodalen Prozess 2021 eröffnet. Die Umsetzungsphase läuft über diözesane, nationale und kontinentale Treffen weiter und soll im Oktober 2028 in eine Kirchliche Versammlung in Rom münden. „Was einst als Synode von 2021 bis 2024 begann, droht eine dauerhafte Regierungsform zu werden“, schrieb Mutsaerts.</p>
<p>„Gute Absichten verdienen Anerkennung. Aber gute Absichten entbinden uns nicht von der Pflicht, die Ergebnisse zu prüfen“, schrieb Mutsaerts. „Ist der Glaube stärker geworden? Ist Christus deutlicher verkündet worden? Hat sich die katholische Identität vertieft? Sind mehr Menschen zur Bekehrung gekommen? Wird die Sonntagsmesse besser besucht? Gibt es mehr Priesterberufungen? Ist die Katechese kraftvoller geworden? Ist größere Ehrfurcht vor der Eucharistie entstanden? Ist die Morallehre der Kirche klarer geworden? Ist der missionarische Mut gewachsen?“</p>
<p>„Wenn man solche Fragen stellt, kann man die Synode unmöglich als Erfolg bezeichnen“, hieß es in dem Brief. Traditionell sei eine Synode eher ein Mittel gewesen, um ein bestimmtes Thema zu besprechen.</p>
<p>„Im heutigen synodalen Diskurs droht die Synodalität jedoch zu einem Selbstzweck zu werden. Und genau hier beginnt aus traditioneller katholischer Sicht das Problem“, so der Weihbischof. „Christus hat keine Diskussionsgruppe gegründet. Er berief Apostel. Er verlieh ihnen Vollmacht. Er sandte sie aus, um zu verkünden, zu taufen und zu lehren.“</p>
<p>Die Kirche sei nicht demokratisch, da Wahrheit nicht durch Mehrheitsbeschluss entstehe. „Wenn morgen 90 Prozent der Katholiken nicht mehr an die wirkliche Gegenwart Christi in der Eucharistie glauben würden, wäre Christus deshalb nicht weniger wahrhaft gegenwärtig. Wenn 80 Prozent eine bestimmte moralische Lehre ablehnen, wird diese Lehre dadurch nicht automatisch unwahr.“</p>
<p>„Die grundlegenden Probleme der Kirche in den Niederlanden, in Belgien, insbesondere in Deutschland, aber auch in großen Teilen Westeuropas sind nicht schwer zu erkennen. Kirchen laufen leer. Pfarreien werden zusammengelegt. Klöster verschwinden. Ordensgemeinschaften vergreisen. Die Kenntnis des katholischen Glaubens nimmt ab. Die Beichte ist für viele Katholiken nahezu verschwunden“, schrieb er.</p>
<p>„Die Kirche besteht nicht in erster Linie dazu, Menschen in dem zu bestätigen, was sie schon sind. Sie besteht dazu, sie zu Christus zu führen“, führte der Weihbischof aus. „Die ersten Worte der öffentlichen Predigt Jesu lauten nicht: ‚Sag Mir zuerst, wie du dich mit den derzeitigen kirchlichen Strukturen fühlst.‘ Sondern: ‚Bekehrt euch und glaubt an die Frohe Botschaft.‘ Das ist erheblich weniger bürokratisch. Und erheblich radikaler.“</p>
<p>Sein Vorgesetzter, Bischof de Korte, kritisierte den offenen Brief des Weihbischofs. Mutsaerts habe ihn wegen des offenen Briefs nicht konsultiert. Ein persönlicher Brief an den Papst wäre der bessere Weg gewesen, wenn Mutsaerts tatsächlich keine Spaltung säen wollte.</p>
<p>„Schließlich verfügt ein Bischof oder Weihbischof über eigene Wege, mit dem Bischof von Rom zu kommunizieren“, sagte de Korte der Tageszeitung <em><a href="https://www.nd.nl/geloof/katholiek/1327498/nederlandse-hulpbisschop-waarschuwt-paus-voor-protestantiseri">Nederlands Dagblad</a></em>. Die niederländischen Bischöfe würden auch weiterhin gemeinsam mit dem Papst am Aufbau einer synodalen Kirche arbeiten.</p>
<p>„Heiliger Vater, ich schreibe all dies in aufrichtiger Ehrfurcht vor Ihrem Amt und aus Liebe zur Kirche“, so Mutsaerts. „Meine Kritik am Synodenprozess entspringt nicht dem Wunsch, Zwietracht zu säen, sondern der Befürchtung, dass wir wertvolle Zeit verlieren, während so viele Menschen Christus nicht mehr kennen.“</p>]]>
        </content:encoded>
                  <category>Niederlande</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Europa</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[Alexander Folz ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Thu, 20 Aug 2026 16:00:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Erzbischof Burger: Hilfsdienste müssen „aufgebaut“, „gepflegt“ und „unterstützt“ werden</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/25507/erzbischof-burger-hilfsdienste-mussen-aufgebaut-gepflegt-und-unterstutzt-werden</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Erzbischof Stephan Burger von Freiburg hat betont, Hilfsorganisationen müssten „langfristig aufgebaut, gepflegt und verlässlich unterstützt werden“. Der Vorsitzende der Kommission für caritative Fragen der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) <a href="https://www.dbk.de/presse/aktuelles/meldung/erzbischof-burger-wuerdigt-den-einsatz-humanitaerer-helfer">äußerte sich am Mittwoch</a> anlässlich des Welttags der humanitären Hilfe.</p>
<p>„Wir richten unseren Blick auf die Menschen, die anderen in größter Not beistehen“, sagte Burger. „Ich danke den vielen ehren- und hauptamtlichen Helferinnen und Helfern in den katholischen und allen anderen Hilfsorganisationen, die mit Mut und großer Menschlichkeit oft unter schwierigsten Bedingungen Leben retten und Schäden beheben.“</p>
<p>„Viele von ihnen sind oft selbst von den Krisen betroffen, das hindert sie aber nicht daran, an der Seite der Notleidenden zu stehen“, betonte er. „Sie versorgen Verletzte und Hungernde, schaffen sichere Unterkünfte und schenken Hoffnung, auch wenn die öffentliche Aufmerksamkeit längst weitergezogen ist.“</p>
<p>„Erst vor wenigen Wochen habe ich bei einer Reise in Peru erlebt, wie eine Naturkatastrophe die Lebensgrundlage vieler Menschen innerhalb weniger Augenblicke zerstören kann“, erinnerte der Erzbischof. „Doch inmitten von Trauer und Zerstörung war auch eine große Hilfsbereitschaft spürbar. Menschen teilen Lebensmittel, räumen gemeinsam Trümmer weg und kümmern sich um betroffene Familien.“</p>
<p>Dies sei möglich „auch durch die Hilfe vieler kirchlicher Hilfsorganisationen, deren caritative Strukturen über Jahre weltweit gewachsen sind, wie ich auch bei meiner Reise nach Armenien im Juni feststellen konnte. Die Hilfsorganisationen werden von Tausenden freiwilligen Helferinnen und Helfern getragen und bilden ein dichtes Netzwerk, das auch einsatzbereit ist, bevor eine Katastrophe eintritt. Deshalb müssen sie langfristig aufgebaut, gepflegt und verlässlich unterstützt werden.“</p>
<p>Burger verwies auf verschiedene Situationen, in denen Menschen derzeit auf humanitäre Hilfe angewiesen sind, darunter „die Opfer des Erdbebens in Venezuela“, aber auch „die vom Krieg gezeichneten Menschen in der Ukraine oder im Nahen Osten“ sowie „die vielen Geflüchteten im Südsudan oder in Bangladesch, die unter Gewalt, Hunger und Krankheit leiden“.</p>
<p>„Ihre Not darf uns nicht gleichgültig werden“, mahnte der Erzbischof von Freiburg. „Humanitäre Hilfe ist tätige Nächstenliebe – und diese gilt jedem Menschen, unabhängig von Herkunft, Religion oder politischer Zugehörigkeit.“</p>
<p>„Doch auch denjenigen, die Hilfe leisten, muss unsere Aufmerksamkeit gelten: Helferinnen und Helfer müssen geschützt, humanitäre Zugänge gewährleistet und das Völkerrecht muss geachtet werden“, fügte er hinzu. „Wie wichtig und drängend diese Faktoren sind, hat nicht zuletzt der beklagenswerte Tod einer Mitarbeiterin von Caritas international Ende Juli 2026 durch einen russischen Raketenangriff in Charkiw verdeutlicht.“</p>
<p>„Um all das möglich zu machen, braucht humanitäre Hilfe eine verlässliche Finanzierung“, forderte Burger. „Es ist besorgniserregend, wenn Hilfsorganisationen ihre Unterstützung gerade in einer Zeit einschränken müssen, in der die weltweite Not wächst. Humanitäre Hilfe darf weder von kurzfristigen Haushaltsentscheidungen noch davon abhängig sein, welche Katastrophe gerade die Schlagzeilen bestimmt.“</p>]]>
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          <![CDATA[<p>Erzbischof Stephan Burger von Freiburg hat betont, Hilfsorganisationen müssten „langfristig aufgebaut, gepflegt und verlässlich unterstützt werden“. Der Vorsitzende der Kommission für caritative Fragen der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) <a href="https://www.dbk.de/presse/aktuelles/meldung/erzbischof-burger-wuerdigt-den-einsatz-humanitaerer-helfer">äußerte sich am Mittwoch</a> anlässlich des Welttags der humanitären Hilfe.</p>
<p>„Wir richten unseren Blick auf die Menschen, die anderen in größter Not beistehen“, sagte Burger. „Ich danke den vielen ehren- und hauptamtlichen Helferinnen und Helfern in den katholischen und allen anderen Hilfsorganisationen, die mit Mut und großer Menschlichkeit oft unter schwierigsten Bedingungen Leben retten und Schäden beheben.“</p>
<p>„Viele von ihnen sind oft selbst von den Krisen betroffen, das hindert sie aber nicht daran, an der Seite der Notleidenden zu stehen“, betonte er. „Sie versorgen Verletzte und Hungernde, schaffen sichere Unterkünfte und schenken Hoffnung, auch wenn die öffentliche Aufmerksamkeit längst weitergezogen ist.“</p>
<p>„Erst vor wenigen Wochen habe ich bei einer Reise in Peru erlebt, wie eine Naturkatastrophe die Lebensgrundlage vieler Menschen innerhalb weniger Augenblicke zerstören kann“, erinnerte der Erzbischof. „Doch inmitten von Trauer und Zerstörung war auch eine große Hilfsbereitschaft spürbar. Menschen teilen Lebensmittel, räumen gemeinsam Trümmer weg und kümmern sich um betroffene Familien.“</p>
<p>Dies sei möglich „auch durch die Hilfe vieler kirchlicher Hilfsorganisationen, deren caritative Strukturen über Jahre weltweit gewachsen sind, wie ich auch bei meiner Reise nach Armenien im Juni feststellen konnte. Die Hilfsorganisationen werden von Tausenden freiwilligen Helferinnen und Helfern getragen und bilden ein dichtes Netzwerk, das auch einsatzbereit ist, bevor eine Katastrophe eintritt. Deshalb müssen sie langfristig aufgebaut, gepflegt und verlässlich unterstützt werden.“</p>
<p>Burger verwies auf verschiedene Situationen, in denen Menschen derzeit auf humanitäre Hilfe angewiesen sind, darunter „die Opfer des Erdbebens in Venezuela“, aber auch „die vom Krieg gezeichneten Menschen in der Ukraine oder im Nahen Osten“ sowie „die vielen Geflüchteten im Südsudan oder in Bangladesch, die unter Gewalt, Hunger und Krankheit leiden“.</p>
<p>„Ihre Not darf uns nicht gleichgültig werden“, mahnte der Erzbischof von Freiburg. „Humanitäre Hilfe ist tätige Nächstenliebe – und diese gilt jedem Menschen, unabhängig von Herkunft, Religion oder politischer Zugehörigkeit.“</p>
<p>„Doch auch denjenigen, die Hilfe leisten, muss unsere Aufmerksamkeit gelten: Helferinnen und Helfer müssen geschützt, humanitäre Zugänge gewährleistet und das Völkerrecht muss geachtet werden“, fügte er hinzu. „Wie wichtig und drängend diese Faktoren sind, hat nicht zuletzt der beklagenswerte Tod einer Mitarbeiterin von Caritas international Ende Juli 2026 durch einen russischen Raketenangriff in Charkiw verdeutlicht.“</p>
<p>„Um all das möglich zu machen, braucht humanitäre Hilfe eine verlässliche Finanzierung“, forderte Burger. „Es ist besorgniserregend, wenn Hilfsorganisationen ihre Unterstützung gerade in einer Zeit einschränken müssen, in der die weltweite Not wächst. Humanitäre Hilfe darf weder von kurzfristigen Haushaltsentscheidungen noch davon abhängig sein, welche Katastrophe gerade die Schlagzeilen bestimmt.“</p>]]>
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                  <category>Deutschland</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Thu, 20 Aug 2026 15:30:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Limburger Dom wird bis 2030 saniert, Land Hessen trägt Kosten</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/25505/limburger-dom-wird-bis-2030-saniert-land-hessen-tragt-kosten</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Der berühmte Limburger Dom, der auf das elfte Jahrhundert zurückgeht, wird bis 2030 saniert. Die Kosten trägt nach Angaben des Bistums Limburg das Land Hessen, was auf eine Vereinbarung des Landes mit den dort angesiedelten Bistümern aus dem Jahr 1963 zurückgeht.</p>
<p>„Bis Ende 2030 sollen unter anderem die Fassaden instandgesetzt, die Schieferdächer erneuert und die historischen Dachtragwerke saniert werden“, hieß es in einer <a href="https://www.bistumlimburg.de/news/august-1/sanierung-des-limburger-doms-beginnt">Mitteilung der Diözese</a> am Montag. „Insgesamt geht es um mehr als 6.900 Quadratmeter Fassaden- und 3.400 Quadratmeter Dachfläche. Für die Arbeiten werden im Laufe der kommenden Jahre etwa 12.000 Quadratmeter Spezialgerüst benötigt.“</p>
<p>Generalvikar Wolfgang Pax, der auch Domdekan ist, erklärte: „Der Limburger Dom ist weit mehr als ein außergewöhnliches Baudenkmal. Er ist die Bischofskirche unseres Bistums, ein Ort des Glaubens und des Gebets und zugleich ein Wahrzeichen für die Stadt, die Region und für ganz Hessen. Seit Jahrhunderten prägt er diesen Ort und die Menschen, die hier leben und zu uns kommen. Diesen einzigartigen Dom für kommende Generationen zu bewahren, ist eine große gemeinsame Verantwortung.“</p>
<p>Während der mehrjährigen Sanierungsarbeiten bleibt der Dom grundsätzlich nicht nur für Gottesdienste, sondern auch für einfache Besuche und Führungen oder auch für Konzerte geöffnet. Aufgrund bestimmter Baumaßnahmen könnte es aber zeitweise zu einer Verlegung von Veranstaltungen kommen.</p>
<p>Das Bistum Limburg führte aus: „Die Sanierung erfolgt in mehreren aufeinanderfolgenden Bauabschnitten. Den Anfang macht das Westwerk mit dem Hauptportal. Danach folgen der 68 Meter hohe Vierungsturm, die nördlichen und südlichen Querhäuser sowie Langhaus und Ostgruppe. Die Gerüste werden deshalb nicht gleichzeitig um den gesamten Dom aufgebaut, sondern im Laufe der kommenden Jahre von Bauabschnitt zu Bauabschnitt weiterziehen.“</p>]]>
        </description>
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          <![CDATA[<p>Der berühmte Limburger Dom, der auf das elfte Jahrhundert zurückgeht, wird bis 2030 saniert. Die Kosten trägt nach Angaben des Bistums Limburg das Land Hessen, was auf eine Vereinbarung des Landes mit den dort angesiedelten Bistümern aus dem Jahr 1963 zurückgeht.</p>
<p>„Bis Ende 2030 sollen unter anderem die Fassaden instandgesetzt, die Schieferdächer erneuert und die historischen Dachtragwerke saniert werden“, hieß es in einer <a href="https://www.bistumlimburg.de/news/august-1/sanierung-des-limburger-doms-beginnt">Mitteilung der Diözese</a> am Montag. „Insgesamt geht es um mehr als 6.900 Quadratmeter Fassaden- und 3.400 Quadratmeter Dachfläche. Für die Arbeiten werden im Laufe der kommenden Jahre etwa 12.000 Quadratmeter Spezialgerüst benötigt.“</p>
<p>Generalvikar Wolfgang Pax, der auch Domdekan ist, erklärte: „Der Limburger Dom ist weit mehr als ein außergewöhnliches Baudenkmal. Er ist die Bischofskirche unseres Bistums, ein Ort des Glaubens und des Gebets und zugleich ein Wahrzeichen für die Stadt, die Region und für ganz Hessen. Seit Jahrhunderten prägt er diesen Ort und die Menschen, die hier leben und zu uns kommen. Diesen einzigartigen Dom für kommende Generationen zu bewahren, ist eine große gemeinsame Verantwortung.“</p>
<p>Während der mehrjährigen Sanierungsarbeiten bleibt der Dom grundsätzlich nicht nur für Gottesdienste, sondern auch für einfache Besuche und Führungen oder auch für Konzerte geöffnet. Aufgrund bestimmter Baumaßnahmen könnte es aber zeitweise zu einer Verlegung von Veranstaltungen kommen.</p>
<p>Das Bistum Limburg führte aus: „Die Sanierung erfolgt in mehreren aufeinanderfolgenden Bauabschnitten. Den Anfang macht das Westwerk mit dem Hauptportal. Danach folgen der 68 Meter hohe Vierungsturm, die nördlichen und südlichen Querhäuser sowie Langhaus und Ostgruppe. Die Gerüste werden deshalb nicht gleichzeitig um den gesamten Dom aufgebaut, sondern im Laufe der kommenden Jahre von Bauabschnitt zu Bauabschnitt weiterziehen.“</p>]]>
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                  <category>Deutschland</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Thu, 20 Aug 2026 14:15:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Kardinal aus Madagaskar: „Zum großen Teil ist es Egoismus, der uns arm macht“</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/25491/kardinal-aus-madagaskar-zum-grossen-teil-ist-es-egoismus-der-uns-arm-macht</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Kardinal Désiré Tsarahazana, der Erzbischof von Toamasina in Madagaskar, hat erklärt: „Zum großen Teil ist es Egoismus, der uns arm macht. Natürlich tragen auch globale Faktoren und die Weltwirtschaft zu diesem Zustand bei. Es findet keine Wertschöpfung im Land statt. Die Stromversorgung ist schwierig, die Infrastruktur schlecht.“</p>
<p>In einem auf der Internetseite des Bistums Regensburg veröffentlichten <a href="https://bistum-regensburg.de/news/monat-der-weltmission-interview-mit-kardinal-desire-tsarahazana">Interview</a> hielt Tsarahazana fest, das Potenzial der vor der Küste Afrikas im Indischen Ozean gelegenen Insel, die etwas größer ist als Frankreich, sei „enorm“.</p>
<p>„Nur leider verfällt das Land zusehends“, fügte der Kardinal hinzu. „Es ist wie bei einem Korb, gefüllt mit Holzkohle, der auf dem Markt angeboten wird. Unten ist er jedoch mit Papier ausgestopft, so dass die Ware nach mehr aussieht. Madagaskar gehört jetzt schon zu den ärmsten Ländern der Welt.“</p>
<p>„Korruption betrifft hier jeden, von der untersten bis zur obersten Ebene“, räumte er ein. „Wollen wir einen echten Wandel, müssen wir unsere Mentalität ändern. Wir müssen uns unserem Land verpflichtet fühlen. Ich gebe Ihnen ein Beispiel. Jeder Madagasse sagt: ‚Ich liebe mein Land.‘ Aber sobald man in höhere Kreise kommt, wird plötzlich kein Malagasy mehr gesprochen, sondern nur Französisch. Es fehlt an Identität.“</p>
<p>Madagaskar war jahrzehntelang, bis 1960, eine französische Kolonie. Statistische Angaben zur Religionszugehörigkeit in Madagaskar weisen deutliche Unterschiede auf. Ungefähr die Hälfte des Landes bezeichnet sich demnach als christlich, aber der Anteil könnte auch deutlich höher liegen. Unter den Christen sind die Katholiken offenbar nicht in der Mehrheit.</p>
<p>Tsarahazana forderte für sein Land eine gute Bildung, denn nur so könne „bürgerliches Engagement entstehen“. Es brauche ferner „dezentrale Strukturen und Gewaltenteilung. Gesetze müssen endlich die Realität vor Ort berücksichtigen und nicht nur aus Büros heraus erlassen werden.“</p>]]>
        </description>
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          <![CDATA[<p>Kardinal Désiré Tsarahazana, der Erzbischof von Toamasina in Madagaskar, hat erklärt: „Zum großen Teil ist es Egoismus, der uns arm macht. Natürlich tragen auch globale Faktoren und die Weltwirtschaft zu diesem Zustand bei. Es findet keine Wertschöpfung im Land statt. Die Stromversorgung ist schwierig, die Infrastruktur schlecht.“</p>
<p>In einem auf der Internetseite des Bistums Regensburg veröffentlichten <a href="https://bistum-regensburg.de/news/monat-der-weltmission-interview-mit-kardinal-desire-tsarahazana">Interview</a> hielt Tsarahazana fest, das Potenzial der vor der Küste Afrikas im Indischen Ozean gelegenen Insel, die etwas größer ist als Frankreich, sei „enorm“.</p>
<p>„Nur leider verfällt das Land zusehends“, fügte der Kardinal hinzu. „Es ist wie bei einem Korb, gefüllt mit Holzkohle, der auf dem Markt angeboten wird. Unten ist er jedoch mit Papier ausgestopft, so dass die Ware nach mehr aussieht. Madagaskar gehört jetzt schon zu den ärmsten Ländern der Welt.“</p>
<p>„Korruption betrifft hier jeden, von der untersten bis zur obersten Ebene“, räumte er ein. „Wollen wir einen echten Wandel, müssen wir unsere Mentalität ändern. Wir müssen uns unserem Land verpflichtet fühlen. Ich gebe Ihnen ein Beispiel. Jeder Madagasse sagt: ‚Ich liebe mein Land.‘ Aber sobald man in höhere Kreise kommt, wird plötzlich kein Malagasy mehr gesprochen, sondern nur Französisch. Es fehlt an Identität.“</p>
<p>Madagaskar war jahrzehntelang, bis 1960, eine französische Kolonie. Statistische Angaben zur Religionszugehörigkeit in Madagaskar weisen deutliche Unterschiede auf. Ungefähr die Hälfte des Landes bezeichnet sich demnach als christlich, aber der Anteil könnte auch deutlich höher liegen. Unter den Christen sind die Katholiken offenbar nicht in der Mehrheit.</p>
<p>Tsarahazana forderte für sein Land eine gute Bildung, denn nur so könne „bürgerliches Engagement entstehen“. Es brauche ferner „dezentrale Strukturen und Gewaltenteilung. Gesetze müssen endlich die Realität vor Ort berücksichtigen und nicht nur aus Büros heraus erlassen werden.“</p>]]>
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                  <category>Madagaskar</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Welt</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Thu, 20 Aug 2026 13:00:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>DBK-Chef Wilmer zollt Bischof Wiesemann „Hochachtung“ nach vorzeitigem Rücktritt</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/25503/dbk-chef-wilmer-zollt-bischof-wiesemann-hochachtung-nach-vorzeitigem-rucktritt</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Bischof Heiner Wilmer SCJ, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), hat dem vorzeitig zurückgetretenen Speyerer Bischof Karl-Heinz Wiesemann seine „Hochachtung“ gezollt. Aus gesundheitlichen Gründen war der 66-Jährige am Mittwoch offiziell zurückgetreten.</p>
<p>„Für das Bistum Speyer und die Deutsche Bischofskonferenz bedeutet Dein Rücktritt einen großen Verlust“, <a href="https://www.dbk.de/presse/aktuelles/meldung/papst-leo-xiv-nimmt-ruecktrittsgesuch-von-bischof-dr-karl-heinz-wiesemann-an">schrieb Wilmer an Wiesemann</a>. „Gleichzeitig empfinde ich Hochachtung vor Deiner Entscheidung, die Du lange im Herzen erwogen hast und die Dir nicht leichtgefallen ist.“</p>
<p>Rückblickend auf die Amtszeit von Wiesemann, die bereits 2007, also vor 19 Jahren, ihren Anfang nahm, sagte er: „In Deinem Bistum hast Du schwierige Strukturprozesse begleitet und mit all jenen Herausforderungen gekämpft, die uns als Kirche in Deutschland prägen: zurückgehende Mitgliederzahlen, ein voranschreitender Säkularismus und immer wieder das Hinterfragen dessen, was Kirche tut.“</p>
<p>Es sei Wiesemann in erster Linie um die Menschen gegangen, fuhr Wilmer fort: „Ihnen wolltest Du nahe sein, hast das Gespräch gesucht und Dialoge entwickelt, wo es immer wieder verhärtete Positionen gab. Das war auch Dein theologisches Bemühen: Die Lehre der Kirche und der Theologie in den Erfahrungsschatz des Lebens einzubringen.“</p>
<p>Wilmer verwies auch auf die Mitarbeit Wiesemanns beim deutschen Synodalen Weg. In dem Prozess stimmte Wiesemann mit der großen Mehrheit der Bischöfe für teils radikale Änderungen an der überlieferten kirchlichen Lehre.</p>
<p>„Das Thema des sexuellen Missbrauchs hat Dich tief erschüttert – mit Blick auf die Bundesebene, aber auch in Deinem Bistum“, so der DBK-Vorsitzende weiter. „Dabei ging es Dir um eine transparente und schonungslose Aufarbeitung. Eindrücklich hast Du dabei das Wohl der Betroffenen sexueller Gewalterfahrung in den Vordergrund gestellt und in diesem Kontext zu Recht Machtstrukturen der Kirche hinterfragt.“</p>
<p>Schließlich hielt Wilmer fest: „Mit großem Respekt sage ich Dir nochmals meinen Dank. Du wirst uns in der Deutschen Bischofskonferenz ebenso fehlen wie Deinem Bistum Speyer. Mein Gebet begleitet Dich, und für Deinen weiteren Weg und damit neuen Lebensabschnitt wünsche ich Dir viel Kraft, eine stabile Gesundheit und über allem Gottes Segen.“</p>
<p>Wiesemann hatte <a href="https://www.bistum-speyer.de/fileadmin/user_upload/1-0-0/Bilder_fuer_alle/Bilder_zu_News/August_2026/2026-08-19_Brief-Bischof-Wiesemann-Amtsverzicht.pdf">am Mittwoch</a> daran erinnert, dass er sich „vor fünf Jahren in eine psychosomatische Klinik“ begeben musste, „mit einer, wie die Mediziner sagen, ‚rezidivierenden depressiven Störung‘“.</p>
<p>„Unmittelbarer Auslöser war damals die konkrete Situation in der Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs in unserer Diözese“, so der nun emeritierte Bischof weiter. „Von Anfang an habe ich die große Verantwortung, die auf dem Amt inmitten einer sich rasant verändernden Situation der Zeit und der Kirche liegt, insbesondere auf dem Hintergrund der Veröffentlichung der vielen Missbrauchsfälle in unserer Kirche nicht lange nach meinem Dienstantritt, als enormen und auch überfordernden Anspruch in mir getragen.“</p>
<p>Die „Last der umfänglichen Verantwortung“ habe in ihm körperlich und seelisch „schwerwiegende Spuren hinterlassen. Die psychische Belastung durch das Amt begleitet mich schon seit vielen Jahren. So wurde mir schon 2019 klar, dass ich professionelle Hilfe brauche und mich in psychotherapeutische Behandlung, die bis heute fortdauert, begeben muss. Aus dieser therapeutischen Begleitung heraus ist dann auch die Notwendigkeit des Klinikaufenthalt vor fünfeinhalb Jahren deutlich geworden, der mir sehr geholfen hat, mit meiner Erkrankung umgehen zu lernen, und den Wiederbeginn im Amt nach der Auszeit ermöglicht hat. Dennoch stellt der Abschlussbericht der Klinik deutlich fest, dass damit die Erkrankung nicht einfach überwunden ist, sondern die Belastungssituation auch weiterhin die Ausübung des Amtes beeinträchtigen und gefährden kann.“</p>
<p>Wegen der Erkrankung habe er nicht zu seiner „alten Leistungsfähigkeit zurückfinden können“, räumte Wiesemann ein. Daher kam es nun zum vorzeitigen Rücktritt. Normalerweise bieten Bischöfe erst mit 75 Jahren dem Papst ihren Rücktritt an, wie es das Kirchenrecht vorsieht.</p>]]>
        </description>
        <content:encoded>
          <![CDATA[<p>Bischof Heiner Wilmer SCJ, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), hat dem vorzeitig zurückgetretenen Speyerer Bischof Karl-Heinz Wiesemann seine „Hochachtung“ gezollt. Aus gesundheitlichen Gründen war der 66-Jährige am Mittwoch offiziell zurückgetreten.</p>
<p>„Für das Bistum Speyer und die Deutsche Bischofskonferenz bedeutet Dein Rücktritt einen großen Verlust“, <a href="https://www.dbk.de/presse/aktuelles/meldung/papst-leo-xiv-nimmt-ruecktrittsgesuch-von-bischof-dr-karl-heinz-wiesemann-an">schrieb Wilmer an Wiesemann</a>. „Gleichzeitig empfinde ich Hochachtung vor Deiner Entscheidung, die Du lange im Herzen erwogen hast und die Dir nicht leichtgefallen ist.“</p>
<p>Rückblickend auf die Amtszeit von Wiesemann, die bereits 2007, also vor 19 Jahren, ihren Anfang nahm, sagte er: „In Deinem Bistum hast Du schwierige Strukturprozesse begleitet und mit all jenen Herausforderungen gekämpft, die uns als Kirche in Deutschland prägen: zurückgehende Mitgliederzahlen, ein voranschreitender Säkularismus und immer wieder das Hinterfragen dessen, was Kirche tut.“</p>
<p>Es sei Wiesemann in erster Linie um die Menschen gegangen, fuhr Wilmer fort: „Ihnen wolltest Du nahe sein, hast das Gespräch gesucht und Dialoge entwickelt, wo es immer wieder verhärtete Positionen gab. Das war auch Dein theologisches Bemühen: Die Lehre der Kirche und der Theologie in den Erfahrungsschatz des Lebens einzubringen.“</p>
<p>Wilmer verwies auch auf die Mitarbeit Wiesemanns beim deutschen Synodalen Weg. In dem Prozess stimmte Wiesemann mit der großen Mehrheit der Bischöfe für teils radikale Änderungen an der überlieferten kirchlichen Lehre.</p>
<p>„Das Thema des sexuellen Missbrauchs hat Dich tief erschüttert – mit Blick auf die Bundesebene, aber auch in Deinem Bistum“, so der DBK-Vorsitzende weiter. „Dabei ging es Dir um eine transparente und schonungslose Aufarbeitung. Eindrücklich hast Du dabei das Wohl der Betroffenen sexueller Gewalterfahrung in den Vordergrund gestellt und in diesem Kontext zu Recht Machtstrukturen der Kirche hinterfragt.“</p>
<p>Schließlich hielt Wilmer fest: „Mit großem Respekt sage ich Dir nochmals meinen Dank. Du wirst uns in der Deutschen Bischofskonferenz ebenso fehlen wie Deinem Bistum Speyer. Mein Gebet begleitet Dich, und für Deinen weiteren Weg und damit neuen Lebensabschnitt wünsche ich Dir viel Kraft, eine stabile Gesundheit und über allem Gottes Segen.“</p>
<p>Wiesemann hatte <a href="https://www.bistum-speyer.de/fileadmin/user_upload/1-0-0/Bilder_fuer_alle/Bilder_zu_News/August_2026/2026-08-19_Brief-Bischof-Wiesemann-Amtsverzicht.pdf">am Mittwoch</a> daran erinnert, dass er sich „vor fünf Jahren in eine psychosomatische Klinik“ begeben musste, „mit einer, wie die Mediziner sagen, ‚rezidivierenden depressiven Störung‘“.</p>
<p>„Unmittelbarer Auslöser war damals die konkrete Situation in der Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs in unserer Diözese“, so der nun emeritierte Bischof weiter. „Von Anfang an habe ich die große Verantwortung, die auf dem Amt inmitten einer sich rasant verändernden Situation der Zeit und der Kirche liegt, insbesondere auf dem Hintergrund der Veröffentlichung der vielen Missbrauchsfälle in unserer Kirche nicht lange nach meinem Dienstantritt, als enormen und auch überfordernden Anspruch in mir getragen.“</p>
<p>Die „Last der umfänglichen Verantwortung“ habe in ihm körperlich und seelisch „schwerwiegende Spuren hinterlassen. Die psychische Belastung durch das Amt begleitet mich schon seit vielen Jahren. So wurde mir schon 2019 klar, dass ich professionelle Hilfe brauche und mich in psychotherapeutische Behandlung, die bis heute fortdauert, begeben muss. Aus dieser therapeutischen Begleitung heraus ist dann auch die Notwendigkeit des Klinikaufenthalt vor fünfeinhalb Jahren deutlich geworden, der mir sehr geholfen hat, mit meiner Erkrankung umgehen zu lernen, und den Wiederbeginn im Amt nach der Auszeit ermöglicht hat. Dennoch stellt der Abschlussbericht der Klinik deutlich fest, dass damit die Erkrankung nicht einfach überwunden ist, sondern die Belastungssituation auch weiterhin die Ausübung des Amtes beeinträchtigen und gefährden kann.“</p>
<p>Wegen der Erkrankung habe er nicht zu seiner „alten Leistungsfähigkeit zurückfinden können“, räumte Wiesemann ein. Daher kam es nun zum vorzeitigen Rücktritt. Normalerweise bieten Bischöfe erst mit 75 Jahren dem Papst ihren Rücktritt an, wie es das Kirchenrecht vorsieht.</p>]]>
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                  <category>Deutschland</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[CNA Deutsch Nachrichtenredaktion ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Thu, 20 Aug 2026 11:00:00 +0200</pubDate>
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      </item>
          <item>
        <title>Was ist das italienische Modell zum Verbot von Leihmutterschaft?</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/25501/was-ist-das-italienische-modell-zum-verbot-von-leihmutterschaft</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Im Juli 2026 ist Jens Spahn als Vorsitzender der Bundestagsfraktion von CDU und CSU <a href="https://de.catholicnewsagency.com/news/25145/cdu-politiker-spahn-tritt-nach-kritik-an-leihmuttergeschaften-von-fraktionsvorsitz-zuruck">zurückgetreten</a>, nachdem seine Entscheidung, sich in den Vereinigten Staaten von Amerika mit seinem homosexuellen Partner ein Kind durch ein Leihmuttergeschäft zu kaufen, für Kontroversen gesorgt hatte.</p>
<p>Die Entscheidung geriet in den Fokus der politischen Debatte, da Leihmutterschaft in Deutschland verboten ist und Spahns CDU sich wiederholt gegen Bestrebungen zur Legalisierung dieser Praxis ausgesprochen hatte.</p>
<p>Im Februar bekräftigte die Partei auf ihrem Bundesparteitag diese Position und erklärte, dass Leihmutterschaft, einschließlich sogenannter altruistischer Vereinbarungen, aufgrund von Bedenken hinsichtlich Missbrauch, Ausbeutung und Gesundheitsrisiken weiterhin verboten bleiben solle. Spahn nahm an dem Parteitag teil, während die Leihmutter, die sein Kind austrug, bereits schwanger war.</p>
<p>Die Kontroverse hat nun innerhalb der CDU eine erneute Debatte darüber ausgelöst, ob Deutsche auch rechtliche Konsequenzen zu befürchten haben sollten, wenn sie Leihmutterschaftgeschäfte im Ausland veranlassen.</p>
<p>Anne König, die Sprecherin der CDU für Familien- und Frauenpolitik, hat gefordert, dass Deutschland die Übernahme des sogenannten italienischen Modells in Betracht zieht, welches das nationale Leihmutterschaftsverbot über die Landesgrenzen hinaus ausweitet.</p>
<p>Im Gespräch mit der <a href="https://www.nzz.ch/deutschland/politik/leihmutterschaft-cdu-politikerin-anne-koenig-will-schaerfere-regeln-ld.10019231">Neuen Zürcher Zeitung</a> (NZZ) argumentierte König, das Kind solle in der Debatte stärker in den Mittelpunkt rücken: „Kinder haben ein Recht auf Fürsorge, auf Erziehung – aber Paare haben eben nicht das Recht auf ein Kind.“</p>
<p>König betonte, ihr Vorschlag richte sich nicht speziell gegen Spahn, sondern ihr Ziel sei es, die allgemeine Rechtslage zu prüfen und eine Diskussion innerhalb der CDU und ihrer Fraktion anzustoßen. Im Mittelpunkt ihres Vorschlags steht der Grundsatz, dass das inländische Verbot in Deutschland nicht ohne Weiteres von Bürgern umgangen werden darf, die es sich leisten können, ins Ausland zu reisen.</p>
<p>„Wenn wir Leihmutterschaft im Inland aus guten Gründen für ethisch unvertretbar halten, sie verbieten und das strafbewehren, gibt es keinen Grund, dies nicht auch für eine ausländische Leihmutterschaft so zu regeln“, sagte König gegenüber der NZZ.</p>
<p>Für König ist dies auch eine Frage der Gleichberechtigung. Wenn man Deutschen erlaube, in Länder zu reisen, in denen Leihmutterschaft legal ist, bestehe die Gefahr, dass wohlhabende Menschen die für alle anderen geltenden Beschränkungen umgehen könnten.</p>
<p>Durch ein entsprechendes Verbot würde „die Ungerechtigkeit beseitigt, dass Menschen mit viel Geld die Möglichkeit haben, das inländische Verbot gefahrlos zu umgehen“.</p>
<p>König stellte die Frage unter dem Gesichtspunkt der Menschenwürde dar und argumentierte, dass weder die Leihmutter noch das Kind zu einem Instrument zur Erfüllung des Familienwunsches einer anderen Person degradiert werden dürften.</p>
<p>„Die Würde des Menschen ist unantastbar“, sagte sie. „Der Mensch sollte immer Subjekt sein und nie zum Objekt werden. Weder die Leihmutter noch das Kind dürfen am Ende zu Leidtragenden einer solchen Entscheidung werden.“</p>
<p>Ihre Stellungnahme erfolgte vor dem Hintergrund, dass die europäischen Länder weiterhin darüber debattieren, wie sie auf den zunehmend internationalen Charakter der Leihmutterschaftsbranche reagieren sollen. Während Leihmutterschaft in Deutschland verboten ist, können deutsche Staatsbürger derzeit in Länder reisen, in denen diese Praxis erlaubt ist, und mit Kindern zurückkehren, die im Rahmen solcher Vereinbarungen geboren wurden.</p>
<p>Italien verfolgt einen deutlich strengeren Ansatz. Seit 2004 ist sowohl die kommerzielle als auch die sogenannte altruistische Leihmutterschaft im Inland verboten. Später, im Jahr 2024, weitete das italienische Parlament dieses Verbot aus, indem es die Leihmutterschaft als „universelles Verbrechen“ einstufte.</p>
<p>Seither können italienische Staatsbürger nach italienischem Recht strafrechtlich verfolgt werden, wenn sie an Leihmuttergeschäften im Ausland teilhaben, selbst wenn die Leihmutterschaft in dem Land, in dem die Vereinbarung zustande kommt, legal ist. Ziel war es, Bürger davon abzuhalten, das nationale Verbot durch die Inanspruchnahme ausländischer Geschäfte zu umgehen.</p>
<p>Nach italienischem Recht drohen Bürgern, die Leihmutterschaft durchführen, organisieren oder dafür werben, Freiheitsstrafen zwischen drei Monaten und zwei Jahren sowie Geldstrafen in Höhe von 600.000 bis einer Million Euro. Das italienische Verfassungsgericht hat die Leihmutterschaft zudem als Straftat im Zusammenhang mit dem Schutz der Würde der Frau und dem Schutz menschlicher Beziehungen <a href="https://www.cortecostituzionale.it/annuario2021/pdf/AnnualReport2021web.pdf">bezeichnet</a>.</p>
<p>Giorgio Mazzoli, der Leiter der Abteilung für UN-Interessenvertretung bei ADF International, erklärte im Juni <a href="https://www.ewtnnews.com/world/europe/at-u-n-event-international-coalition-calls-for-global-moratorium-on-surrogacy">gegenüber EWTN News</a> im Vorfeld einer hochrangigen Nebenveranstaltung des UN-Menschenrechtsrats zum Thema Leihmutterschaft, dass Italiens Ansatz ein Modell für den Umgang mit der internationalen Dimension dieser Praxis darstellen könnte.</p>
<p>Mazzoli argumentierte jedoch, dass nationale Maßnahmen allein nicht ausreichen, um eine Branche in den Griff zu bekommen, die zunehmend nationale Grenzen überschreitet.</p>
<p>Die Regierungen würden sich zunehmend der Notwendigkeit einer koordinierten internationalen Reaktion auf die Schäden bewusst, welche die Leihmutterschaft Frauen und Kindern zufügt. Während Initiativen zum Aufbau internationaler Zusammenarbeit an Dynamik gewinnen, argumentierte Mazzoli, dass das ultimative Ziel „ein internationales, rechtsverbindliches Instrument“ zur Leihmutterschaft sein sollte.</p>
<p>Für Deutschland wirft das italienische Modell daher die weitergehende Frage auf, ob ein nationales Verbot wirksam bleiben kann, wenn Bürger mit ausreichenden finanziellen Mitteln einfach die Grenze überqueren können, um das zu erhalten, was im eigenen Land verboten ist.</p>]]>
        </description>
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          <![CDATA[<p>Im Juli 2026 ist Jens Spahn als Vorsitzender der Bundestagsfraktion von CDU und CSU <a href="https://de.catholicnewsagency.com/news/25145/cdu-politiker-spahn-tritt-nach-kritik-an-leihmuttergeschaften-von-fraktionsvorsitz-zuruck">zurückgetreten</a>, nachdem seine Entscheidung, sich in den Vereinigten Staaten von Amerika mit seinem homosexuellen Partner ein Kind durch ein Leihmuttergeschäft zu kaufen, für Kontroversen gesorgt hatte.</p>
<p>Die Entscheidung geriet in den Fokus der politischen Debatte, da Leihmutterschaft in Deutschland verboten ist und Spahns CDU sich wiederholt gegen Bestrebungen zur Legalisierung dieser Praxis ausgesprochen hatte.</p>
<p>Im Februar bekräftigte die Partei auf ihrem Bundesparteitag diese Position und erklärte, dass Leihmutterschaft, einschließlich sogenannter altruistischer Vereinbarungen, aufgrund von Bedenken hinsichtlich Missbrauch, Ausbeutung und Gesundheitsrisiken weiterhin verboten bleiben solle. Spahn nahm an dem Parteitag teil, während die Leihmutter, die sein Kind austrug, bereits schwanger war.</p>
<p>Die Kontroverse hat nun innerhalb der CDU eine erneute Debatte darüber ausgelöst, ob Deutsche auch rechtliche Konsequenzen zu befürchten haben sollten, wenn sie Leihmutterschaftgeschäfte im Ausland veranlassen.</p>
<p>Anne König, die Sprecherin der CDU für Familien- und Frauenpolitik, hat gefordert, dass Deutschland die Übernahme des sogenannten italienischen Modells in Betracht zieht, welches das nationale Leihmutterschaftsverbot über die Landesgrenzen hinaus ausweitet.</p>
<p>Im Gespräch mit der <a href="https://www.nzz.ch/deutschland/politik/leihmutterschaft-cdu-politikerin-anne-koenig-will-schaerfere-regeln-ld.10019231">Neuen Zürcher Zeitung</a> (NZZ) argumentierte König, das Kind solle in der Debatte stärker in den Mittelpunkt rücken: „Kinder haben ein Recht auf Fürsorge, auf Erziehung – aber Paare haben eben nicht das Recht auf ein Kind.“</p>
<p>König betonte, ihr Vorschlag richte sich nicht speziell gegen Spahn, sondern ihr Ziel sei es, die allgemeine Rechtslage zu prüfen und eine Diskussion innerhalb der CDU und ihrer Fraktion anzustoßen. Im Mittelpunkt ihres Vorschlags steht der Grundsatz, dass das inländische Verbot in Deutschland nicht ohne Weiteres von Bürgern umgangen werden darf, die es sich leisten können, ins Ausland zu reisen.</p>
<p>„Wenn wir Leihmutterschaft im Inland aus guten Gründen für ethisch unvertretbar halten, sie verbieten und das strafbewehren, gibt es keinen Grund, dies nicht auch für eine ausländische Leihmutterschaft so zu regeln“, sagte König gegenüber der NZZ.</p>
<p>Für König ist dies auch eine Frage der Gleichberechtigung. Wenn man Deutschen erlaube, in Länder zu reisen, in denen Leihmutterschaft legal ist, bestehe die Gefahr, dass wohlhabende Menschen die für alle anderen geltenden Beschränkungen umgehen könnten.</p>
<p>Durch ein entsprechendes Verbot würde „die Ungerechtigkeit beseitigt, dass Menschen mit viel Geld die Möglichkeit haben, das inländische Verbot gefahrlos zu umgehen“.</p>
<p>König stellte die Frage unter dem Gesichtspunkt der Menschenwürde dar und argumentierte, dass weder die Leihmutter noch das Kind zu einem Instrument zur Erfüllung des Familienwunsches einer anderen Person degradiert werden dürften.</p>
<p>„Die Würde des Menschen ist unantastbar“, sagte sie. „Der Mensch sollte immer Subjekt sein und nie zum Objekt werden. Weder die Leihmutter noch das Kind dürfen am Ende zu Leidtragenden einer solchen Entscheidung werden.“</p>
<p>Ihre Stellungnahme erfolgte vor dem Hintergrund, dass die europäischen Länder weiterhin darüber debattieren, wie sie auf den zunehmend internationalen Charakter der Leihmutterschaftsbranche reagieren sollen. Während Leihmutterschaft in Deutschland verboten ist, können deutsche Staatsbürger derzeit in Länder reisen, in denen diese Praxis erlaubt ist, und mit Kindern zurückkehren, die im Rahmen solcher Vereinbarungen geboren wurden.</p>
<p>Italien verfolgt einen deutlich strengeren Ansatz. Seit 2004 ist sowohl die kommerzielle als auch die sogenannte altruistische Leihmutterschaft im Inland verboten. Später, im Jahr 2024, weitete das italienische Parlament dieses Verbot aus, indem es die Leihmutterschaft als „universelles Verbrechen“ einstufte.</p>
<p>Seither können italienische Staatsbürger nach italienischem Recht strafrechtlich verfolgt werden, wenn sie an Leihmuttergeschäften im Ausland teilhaben, selbst wenn die Leihmutterschaft in dem Land, in dem die Vereinbarung zustande kommt, legal ist. Ziel war es, Bürger davon abzuhalten, das nationale Verbot durch die Inanspruchnahme ausländischer Geschäfte zu umgehen.</p>
<p>Nach italienischem Recht drohen Bürgern, die Leihmutterschaft durchführen, organisieren oder dafür werben, Freiheitsstrafen zwischen drei Monaten und zwei Jahren sowie Geldstrafen in Höhe von 600.000 bis einer Million Euro. Das italienische Verfassungsgericht hat die Leihmutterschaft zudem als Straftat im Zusammenhang mit dem Schutz der Würde der Frau und dem Schutz menschlicher Beziehungen <a href="https://www.cortecostituzionale.it/annuario2021/pdf/AnnualReport2021web.pdf">bezeichnet</a>.</p>
<p>Giorgio Mazzoli, der Leiter der Abteilung für UN-Interessenvertretung bei ADF International, erklärte im Juni <a href="https://www.ewtnnews.com/world/europe/at-u-n-event-international-coalition-calls-for-global-moratorium-on-surrogacy">gegenüber EWTN News</a> im Vorfeld einer hochrangigen Nebenveranstaltung des UN-Menschenrechtsrats zum Thema Leihmutterschaft, dass Italiens Ansatz ein Modell für den Umgang mit der internationalen Dimension dieser Praxis darstellen könnte.</p>
<p>Mazzoli argumentierte jedoch, dass nationale Maßnahmen allein nicht ausreichen, um eine Branche in den Griff zu bekommen, die zunehmend nationale Grenzen überschreitet.</p>
<p>Die Regierungen würden sich zunehmend der Notwendigkeit einer koordinierten internationalen Reaktion auf die Schäden bewusst, welche die Leihmutterschaft Frauen und Kindern zufügt. Während Initiativen zum Aufbau internationaler Zusammenarbeit an Dynamik gewinnen, argumentierte Mazzoli, dass das ultimative Ziel „ein internationales, rechtsverbindliches Instrument“ zur Leihmutterschaft sein sollte.</p>
<p>Für Deutschland wirft das italienische Modell daher die weitergehende Frage auf, ob ein nationales Verbot wirksam bleiben kann, wenn Bürger mit ausreichenden finanziellen Mitteln einfach die Grenze überqueren können, um das zu erhalten, was im eigenen Land verboten ist.</p>]]>
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                  <category>Deutschland</category>
                          <category>Redaktion</category>
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                <dc:creator>
          <![CDATA[Bryan Lawrence Gonsalves ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Thu, 20 Aug 2026 09:00:00 +0200</pubDate>
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          <item>
        <title>Heiliger Bernhard von Clairvaux: Papstkritiker und Kreuzzugsprediger</title>
        <link>https://de.catholicnewsagency.com/news/25499/heiliger-bernhard-von-clairvaux-papstkritiker-und-kreuzzugsprediger</link>
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        <description>
          <![CDATA[<p>Heute, am 20. August, begeht die katholische Kirche den Gedenktag des heiligen Bernhard von Clairvaux. Der Zisterzienserabt und Kirchenlehrer hat den Päpsten seiner Zeit weltliche Macht und höfischen Prunk vorgehalten und zugleich als Prediger des Zweiten Kreuzzugs zum Kampf mit dem Schwert aufgerufen.</p>
<p>„Du trägst die Mitra? Du glitzerst von Edelsteinen, prangst in Seide, bist mit Federn geschmückt, mit kostbaren Metallen gespickt?“, <a href="https://www.heiligenlexikon.de/Literatur/Bernhard_von_Clairvau_Betrachtungen.htm">schrieb</a> Bernhard. Wenn all das vergehe, trete zutage: „Der nackte, arme, erbärmliche und erbarmungswürdige Mensch.“</p>
<p>Adressat dieser Sätze war Eugen III., 1145 zum Papst gewählt, Zisterzienser und Schüler Bernhards in Clairvaux. Zwischen 1148 und 1153 verfasste der Abt für ihn den Traktat <em>De consideratione</em>, zu Deutsch „Betrachtungen“ oder „Über die Selbstbesinnung“.</p>
<p>Benedikt XVI. <a href="https://www.vatican.va/content/benedict-xvi/de/audiences/2009/documents/hf_ben-xvi_aud_20091021.html">beschrieb</a> das Werk in einer Generalaudienz im Oktober 2009 als Text, „der Lehren enthält, um ein guter Papst sein zu können“, und der „für die Päpste aller Zeiten eine angemessene Lektüre bleibt“.</p>
<p>Im vierten Buch erinnerte Bernhard daran, dass der Apostel Petrus sich nie mit Edelsteinen geschmückt, nie in Seide gekleidet, nie auf einem weißen Pferd geritten und sich nie mit Soldaten umgeben habe. In all diesem Prunk, so Bernhard, sei der Papst nicht Nachfolger Petri, sondern Konstantins. Zugleich mahnte er, solcher Aufwand könne der Zeit halber geduldet werden, dürfe aber nicht als Anspruch eingefordert werden.</p>
<p>„Seine Treue zum Papsttum gab Bernhard auch die Kraft und den Mut zu sehr scharfer Kritik an den Päpsten. Er geißelte ihre weltliche Macht und ihr profanes Gehabe, mit dem sie sich eher als Nachfolger Konstantins erwiesen denn als Nachfolger Christi“, heißt es im <a href="https://www.heiligenlexikon.de/BiographienB/Bernhard_von_Clairvaux.htm">Ökumenischen Heiligenlexikon</a>.</p>
<p>Tatsächlich war Bernhard einer der entschiedensten Verteidiger des päpstlichen Vorrangs seiner Epoche. Nach dem Schisma von 1130 setzte er sich in ganz Europa für Innozenz II. gegen den Gegenpapst Anaklet II. ein. Bei seiner dritten Italienreise bewog er zudem den späteren Gegenpapst Viktor IV. dazu, sich Innozenz II. zu unterwerfen.</p>
<p>Dieselbe Schärfe gegen Prunk und Selbstinszenierung findet sich in einer Schrift, die eine ganz andere Seite Bernhards zeigt. Nach dem Konzil von Troyes verfasste er um 1128 für den jungen Templerorden den Traktat <em>Ad milites Templi de laude novae militiae</em>, das „Buch an die Tempelritter“.</p>
<p>Dem weltlichen Rittertum hielt er dort vor: „Die Zügel und Sporen schmückt ihr ringsum mit Gold und Silber und Edelsteinen; mit so großer Pracht eilt ihr in beschämender Raserei und schamlosem Stumpfsinn in den Tod.“</p>
<p>Dem stellte er das neue geistliche Rittertum gegenüber, und zwar in Formulierungen, die bis heute Anstoß erregen. „Ein Ritter Christi, sage ich, tötet mit gutem Gewissen, noch ruhiger stirbt er. Wenn er stirbt, nützt er sich selber; wenn er tötet, nützt er Christus“, <a href="https://www.glaubensstimme.de/doku.php?id=autoren:b:bernhard_von_clairvaux:bernhard-tempelritter">schrieb</a> der Abt.</p>
<p>An anderer Stelle heißt es: „Wie ehrenvoll kehren die Sieger aus der Schlacht zurück! Wie selig sterben sie als Märtyrer im Kampf! Freue dich, starker Kämpfer, wenn du im Herrn lebst und siegst! Aber noch mehr frohlocke und rühme dich, wenn du stirbst und dich mit dem Herrn vereinst. Das Leben ist fruchtbringend an Werken, und der Sieg ist ruhmvoll. Beiden aber wird ein seliges Sterben zu Recht vorgezogen.“</p>
<p>Zum Kreuzzugsprediger wurde Bernhard erst rund zwei Jahrzehnte später, auf Aufforderung Eugens III. und König Ludwigs VII. von Frankreich. Am 31. März 1146 rief er in Vézelay zum Zweiten Kreuzzug auf, nach Angaben des Heiligenlexikons vor geschätzt 100.000 Menschen.</p>
<p>Zur Weihnachtszeit 1146 gewann er im Dom zu Speyer König Konrad III. für das Unternehmen. „Im Weltbild des hochmittelalterlichen Rittertums beheimatet, war für Bernhard der Kreuzzug ein Krieg zur Verteidigung schutzbedürftiger Christen und christlicher Stätten gegen sogenannte ‚Heiden‘“, hielt die <em>Biographia Cisterciensis</em> <a href="http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Bernhard_von_Clairvaux">fest</a>.</p>
<p>Der Zweite Kreuzzug endete zwischen 1147 und 1149 in einer militärischen Katastrophe. Zeitgenossen lasteten das Scheitern Bernhard an, obwohl er sich nach Angaben der <em>Biographia Cisterciensis</em> „an der organisatorischen Ausführung des 2. Kreuzzugs nicht beteiligt hatte“. Selbst mitgezogen war er nicht. In <em>De consideratione</em> ging er auf die Vorwürfe ein und erklärte, ihm sei es lieber, das Murren der Menschen richte sich gegen ihn selbst als gegen Gott.</p>
<p>Beide Fachlexika benennen auch die Wirkungsgeschichte. „Die schrecklichen Folgen solcher Worte betrafen nicht nur die Menschen im Nahen Osten, sondern auch die mittelalterlichen jüdischen Gemeinden“, schrieb Joachim Schäfer im Ökumenischen Heiligenlexikon.</p>
<p>Zugleich trat Bernhard persönlich gegen die Judenverfolgung ein. Als der Mönch Radulf in Mainz zu Pogromen aufrief, beendete Bernhard auf Bitten des dortigen Erzbischofs die Hetze. Benedikt XVI. hielt in seiner Katechese fest: „Er fühlte sich hingegen in der Pflicht, die Juden zu verteidigen, und verurteilte daher das immer weiter um sich greifende Aufwallen von Antisemitismus.“ Rabbi Ephraim von Bonn würdigte Bernhard dafür Jahrzehnte später ausdrücklich.</p>
<p>Bernhard starb am 20. August 1153 in Clairvaux. Papst Alexander III. sprach ihn im Januar 1174 heilig, Pius VIII. erhob ihn 1830 zum Kirchenlehrer. Zum 800. Todestag widmete ihm Pius XII. 1953 die Enzyklika <em>Doctor mellifluus</em>.</p>
<p>In seiner Katechese von 2009 erinnerte Benedikt XVI. daran, dass Bernhard „der letzte Kirchenvater“ genannt wird, „weil er im 12. Jahrhundert noch einmal die große Theologie der Väter erneuerte und gegenwärtig werden ließ“.</p>]]>
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          <![CDATA[<p>Heute, am 20. August, begeht die katholische Kirche den Gedenktag des heiligen Bernhard von Clairvaux. Der Zisterzienserabt und Kirchenlehrer hat den Päpsten seiner Zeit weltliche Macht und höfischen Prunk vorgehalten und zugleich als Prediger des Zweiten Kreuzzugs zum Kampf mit dem Schwert aufgerufen.</p>
<p>„Du trägst die Mitra? Du glitzerst von Edelsteinen, prangst in Seide, bist mit Federn geschmückt, mit kostbaren Metallen gespickt?“, <a href="https://www.heiligenlexikon.de/Literatur/Bernhard_von_Clairvau_Betrachtungen.htm">schrieb</a> Bernhard. Wenn all das vergehe, trete zutage: „Der nackte, arme, erbärmliche und erbarmungswürdige Mensch.“</p>
<p>Adressat dieser Sätze war Eugen III., 1145 zum Papst gewählt, Zisterzienser und Schüler Bernhards in Clairvaux. Zwischen 1148 und 1153 verfasste der Abt für ihn den Traktat <em>De consideratione</em>, zu Deutsch „Betrachtungen“ oder „Über die Selbstbesinnung“.</p>
<p>Benedikt XVI. <a href="https://www.vatican.va/content/benedict-xvi/de/audiences/2009/documents/hf_ben-xvi_aud_20091021.html">beschrieb</a> das Werk in einer Generalaudienz im Oktober 2009 als Text, „der Lehren enthält, um ein guter Papst sein zu können“, und der „für die Päpste aller Zeiten eine angemessene Lektüre bleibt“.</p>
<p>Im vierten Buch erinnerte Bernhard daran, dass der Apostel Petrus sich nie mit Edelsteinen geschmückt, nie in Seide gekleidet, nie auf einem weißen Pferd geritten und sich nie mit Soldaten umgeben habe. In all diesem Prunk, so Bernhard, sei der Papst nicht Nachfolger Petri, sondern Konstantins. Zugleich mahnte er, solcher Aufwand könne der Zeit halber geduldet werden, dürfe aber nicht als Anspruch eingefordert werden.</p>
<p>„Seine Treue zum Papsttum gab Bernhard auch die Kraft und den Mut zu sehr scharfer Kritik an den Päpsten. Er geißelte ihre weltliche Macht und ihr profanes Gehabe, mit dem sie sich eher als Nachfolger Konstantins erwiesen denn als Nachfolger Christi“, heißt es im <a href="https://www.heiligenlexikon.de/BiographienB/Bernhard_von_Clairvaux.htm">Ökumenischen Heiligenlexikon</a>.</p>
<p>Tatsächlich war Bernhard einer der entschiedensten Verteidiger des päpstlichen Vorrangs seiner Epoche. Nach dem Schisma von 1130 setzte er sich in ganz Europa für Innozenz II. gegen den Gegenpapst Anaklet II. ein. Bei seiner dritten Italienreise bewog er zudem den späteren Gegenpapst Viktor IV. dazu, sich Innozenz II. zu unterwerfen.</p>
<p>Dieselbe Schärfe gegen Prunk und Selbstinszenierung findet sich in einer Schrift, die eine ganz andere Seite Bernhards zeigt. Nach dem Konzil von Troyes verfasste er um 1128 für den jungen Templerorden den Traktat <em>Ad milites Templi de laude novae militiae</em>, das „Buch an die Tempelritter“.</p>
<p>Dem weltlichen Rittertum hielt er dort vor: „Die Zügel und Sporen schmückt ihr ringsum mit Gold und Silber und Edelsteinen; mit so großer Pracht eilt ihr in beschämender Raserei und schamlosem Stumpfsinn in den Tod.“</p>
<p>Dem stellte er das neue geistliche Rittertum gegenüber, und zwar in Formulierungen, die bis heute Anstoß erregen. „Ein Ritter Christi, sage ich, tötet mit gutem Gewissen, noch ruhiger stirbt er. Wenn er stirbt, nützt er sich selber; wenn er tötet, nützt er Christus“, <a href="https://www.glaubensstimme.de/doku.php?id=autoren:b:bernhard_von_clairvaux:bernhard-tempelritter">schrieb</a> der Abt.</p>
<p>An anderer Stelle heißt es: „Wie ehrenvoll kehren die Sieger aus der Schlacht zurück! Wie selig sterben sie als Märtyrer im Kampf! Freue dich, starker Kämpfer, wenn du im Herrn lebst und siegst! Aber noch mehr frohlocke und rühme dich, wenn du stirbst und dich mit dem Herrn vereinst. Das Leben ist fruchtbringend an Werken, und der Sieg ist ruhmvoll. Beiden aber wird ein seliges Sterben zu Recht vorgezogen.“</p>
<p>Zum Kreuzzugsprediger wurde Bernhard erst rund zwei Jahrzehnte später, auf Aufforderung Eugens III. und König Ludwigs VII. von Frankreich. Am 31. März 1146 rief er in Vézelay zum Zweiten Kreuzzug auf, nach Angaben des Heiligenlexikons vor geschätzt 100.000 Menschen.</p>
<p>Zur Weihnachtszeit 1146 gewann er im Dom zu Speyer König Konrad III. für das Unternehmen. „Im Weltbild des hochmittelalterlichen Rittertums beheimatet, war für Bernhard der Kreuzzug ein Krieg zur Verteidigung schutzbedürftiger Christen und christlicher Stätten gegen sogenannte ‚Heiden‘“, hielt die <em>Biographia Cisterciensis</em> <a href="http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Bernhard_von_Clairvaux">fest</a>.</p>
<p>Der Zweite Kreuzzug endete zwischen 1147 und 1149 in einer militärischen Katastrophe. Zeitgenossen lasteten das Scheitern Bernhard an, obwohl er sich nach Angaben der <em>Biographia Cisterciensis</em> „an der organisatorischen Ausführung des 2. Kreuzzugs nicht beteiligt hatte“. Selbst mitgezogen war er nicht. In <em>De consideratione</em> ging er auf die Vorwürfe ein und erklärte, ihm sei es lieber, das Murren der Menschen richte sich gegen ihn selbst als gegen Gott.</p>
<p>Beide Fachlexika benennen auch die Wirkungsgeschichte. „Die schrecklichen Folgen solcher Worte betrafen nicht nur die Menschen im Nahen Osten, sondern auch die mittelalterlichen jüdischen Gemeinden“, schrieb Joachim Schäfer im Ökumenischen Heiligenlexikon.</p>
<p>Zugleich trat Bernhard persönlich gegen die Judenverfolgung ein. Als der Mönch Radulf in Mainz zu Pogromen aufrief, beendete Bernhard auf Bitten des dortigen Erzbischofs die Hetze. Benedikt XVI. hielt in seiner Katechese fest: „Er fühlte sich hingegen in der Pflicht, die Juden zu verteidigen, und verurteilte daher das immer weiter um sich greifende Aufwallen von Antisemitismus.“ Rabbi Ephraim von Bonn würdigte Bernhard dafür Jahrzehnte später ausdrücklich.</p>
<p>Bernhard starb am 20. August 1153 in Clairvaux. Papst Alexander III. sprach ihn im Januar 1174 heilig, Pius VIII. erhob ihn 1830 zum Kirchenlehrer. Zum 800. Todestag widmete ihm Pius XII. 1953 die Enzyklika <em>Doctor mellifluus</em>.</p>
<p>In seiner Katechese von 2009 erinnerte Benedikt XVI. daran, dass Bernhard „der letzte Kirchenvater“ genannt wird, „weil er im 12. Jahrhundert noch einmal die große Theologie der Väter erneuerte und gegenwärtig werden ließ“.</p>]]>
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                  <category>Deutschland</category>
                          <category>Redaktion</category>
                          <category>Deutschland - Österreich - Schweiz</category>
                <dc:creator>
          <![CDATA[Alexander Folz ]]>
        </dc:creator>
        <pubDate>Thu, 20 Aug 2026 07:00:00 +0200</pubDate>
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