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		<title>Nachrichten zur Pflege</title>
		<description>Tagesaktuelle Nachrichten rund um Pflege-Themen</description>
		<link>https://www.eu-schwerbehinderung.eu/index.php/pflege</link>
		<lastBuildDate>Sat, 18 Apr 2026 14:08:13 +0200</lastBuildDate>
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		<item>
			<title>Pflegefinanzierung unter Druck: Ruf nach mehr Eigenvorsorge</title>
			<link>https://www.eu-schwerbehinderung.eu/index.php/pflege/34104-pflegefinanzierung-unter-druck-ruf-nach-mehr-eigenvorsorge</link>
			 
			<description><![CDATA[<p><img src="https://www.eu-schwerbehinderung.eu/images/20/1221/Web-Haende.jpg" /></p><p>Eine Preis-Leistungs-Analyse der Rating-Agentur Assekurata zeigt, dass private Pflegezusatzversicherungen vor hohen Eigenanteilen an den Pflegekosten schützen – und das zu moderaten Beiträgen. Zudem wünschen sich 76 Prozent der Bürger eine stärkere staatliche Förderung dieser privaten Vorsorge. {/mprestriction}</p>
<p>Mehr als 3.000 Euro Eigenanteil im Monat müssen Pflegebedürftige im Heim im Durchschnitt aus eigener Tasche bezahlen: für Pflege, Unterkunft und Verpflegung - mit steigender Tendenz. Dabei gibt es bereits heute gute und bezahlbare Lösungen für die private Vorsorge, um diese Pflegelücke zu schließen. Das belegt eine aktuelle Marktanalyse der Rating-Agentur Assekurata. Im Auftrag des PKV-Verbands hat sie das Angebot an Pflegezusatzversicherungen untersucht.</p>
<p><b>Volle Absicherung der Pflegekosten schon ab 38 Euro/Monat</b></p>
<p>Die reinen Pflegekosten bei stationärer Unterbringung betragen derzeit im Bundesdurchschnitt 1.971 Euro pro Monat. Die Studie macht deutlich: Je früher eine Pflegezusatzversicherung abgeschlossen wird, desto günstiger kann diese Lücke geschlossen werden. Eine volle Absicherung durch ein monatliches Pflegegeld in Höhe von 2.000 Euro ist z. B. im Alter von 25 Jahren bereits ab 38 Euro monatlich möglich, für 35-Jährige ab 56 Euro und für 45-Jährige ab 85 Euro.</p>
<p><b>Hohe Zustimmung für staatliche Förderung der privaten Vorsorge</b></p>
<p>Das Bundesgesundheitsministerium bereitet aktuell eine Pflegereform vor, die unter anderem die stark steigenden Eigenanteile an den Pflegekosten begrenzen soll. Eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey, die vom PKV-Verband in Auftrag gegeben wurde, zeigt: 76,3 Prozent der Bundesbürger sprechen sich dafür aus, dass die Bundesregierung die Pflegezusatzversicherung stärker fördern sollte, etwa durch eine steuerliche Absetzbarkeit der Beiträge. {/mprestriction}</p>
<p><b>Kapitalgedeckte Eigenvorsorge als zentrales Element der Pflegereform</b></p>
<p>Der Direktor des PKV-Verbands, Florian Reuther, erklärt zu den Ergebnissen der Studie: "Für eine dauerhaft tragfähige Pflegefinanzierung muss die Bundesregierung eine Reform auf den Weg bringen, die auf Eigenverantwortung, mehr Kapitaldeckung und Generationengerechtigkeit setzt. Die private Pflegezusatzversicherung erfüllt dafür alle notwendigen Voraussetzungen: Sie schützt Betroffene vor finanzieller Überforderung im Pflegefall und entlastet die jüngeren Generationen im demografischen Wandel. Mehr als drei Viertel der Menschen in Deutschland befürworten eine stärkere Förderung der privaten Pflegezusatzversicherung. Die Politik sollte ihnen hier entgegenkommen und Eigenverantwortung honorieren."</p>
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<p><span style="font-size: 6pt;">Quelle:<span style="color: #000000;"> <a style="color: #000000;" href="https://www.presseportal.de/pm/58188/6254057" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">ots</a></span> - news aktuell</span></p>
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			<category>Pflege</category>
			<pubDate>Tue, 14 Apr 2026 15:50:00 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Verband kritisiert Pflegebudget als Fehlanreiz im Gesundheitssystem</title>
			<link>https://www.eu-schwerbehinderung.eu/index.php/pflege/34084-verband-kritisiert-pflegebudget-als-fehlanreiz-im-gesundheitssystem</link>
			 
			<description><![CDATA[<p><img src="https://www.eu-schwerbehinderung.eu/images/20/0621/Web-Haende.jpg" /></p><p>Der Arbeitgeberverband Pflege (AGVP) fordert die Abschaffung des Pflegebudgets in Krankenhäusern. Mit Blick auf die anstehenden Anpassungen der Krankenhausreform (KHAG) im Bundestag warnt der Verband vor strukturellen Fehlanreizen, die der Altenpflege Fachkräfte entziehen und die Versorgung Pflegebedürftiger blockieren, wie es in einer Pressemitteilung heißt. </p>
<p>Die Konsequenzen tragen vor allem die Altenpflege und die Pflegebedürftigen. Hochqualifizierte Pflegefachkräfte übernehmen im Krankenhaus fachfremde Tätigkeiten, während Pflegeheime Wohnbereiche schließen oder die Belegung stoppen müssen, weil Personal fehlt, um die verbindlichen Vorgaben zu erfüllen.  {/mprestriction}</p>
<p>Pflegebedürftige können nicht versorgt werden, während Wartelisten inzwischen ganze Ordner füllen. Wer Fehlanreize abbaut, stärkt die Versorgung in Krankenhäusern und Pflegeheimen – wer sie fortschreibt, verschärft den Versorgungsengpass für Pflegebedürftige.“</p>
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			<category>Pflege</category>
			<pubDate>Mon, 13 Apr 2026 15:50:00 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Pflegekammer ist unverzichtbar für die Profession Pflege</title>
			<link>https://www.eu-schwerbehinderung.eu/index.php/pflege/34076-pflegekammer-ist-unverzichtbar-fuer-die-profession-pflege</link>
			 
			<description><![CDATA[<p><img src="https://www.eu-schwerbehinderung.eu/images/20/1221/Web-Mundmaske-14.jpg" /></p><p>Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe Südwest (DBfK Südwest) unterstützt, dass die Pflegekammer Rheinland-Pfalz die laufende Befragung nach den aufgetretenen technischen Problemen gestoppt hat. Die Diskussion um die abgebrochene Mitgliederbefragung darf aber den Blick auf das Wesentliche nicht verstellen: Die Pflegekammer ist und bleibt ein zentrales Instrument der pflegerischen Selbstverwaltung. {/mprestriction}</p>
<p>Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe Südwest (DBfK Südwest) steht deshalb weiterhin klar zur Pflegekammer als Instrument, mit dem Pflegefachpersonen selbst die Verantwortung für Standards, Qualität und die Weiterentwicklung ihres Berufs übernehmen. Aus Sicht des Verbandes ist die Pflegekammer ein zentraler Baustein, um die pflegerische Versorgung der Bevölkerung fachlich mitzugestalten und Qualität verbindlich weiterzuentwickeln.</p>
<p>„Der DBfK Südwest steht seit vielen Jahren hinter der pflegerischen Selbstverwaltung. Daran ändert auch die aktuelle Debatte nichts. Gerade jetzt braucht es eine Pflegekammer, die verlässlich arbeitet, die Perspektiven der Pflegefachpersonen aufnimmt und von ihren Mitgliedern aktiv mitgestaltet wird“, erklärt Andrea Kiefer, Vorsitzende des DBfK Südwest.</p>
<p>Dass die Kammer dabei konkrete Aufgaben erfüllt, hat sich gerade in belastenden Versorgungssituationen gezeigt. In der Corona-Pandemie wurde über die Pflegekammer Rheinland-Pfalz ein Freiwilligen-Pool aufgebaut, um personelle Engpässe in Einrichtungen abzufedern. Dieser Pool wurde später auch nach der Flutkatastrophe im Ahrtal genutzt, um Pflegeeinrichtungen und Angebote der Eingliederungshilfe personell zu unterstützen. Auch darüber hinaus hat die Kammer in den vergangenen Jahren wichtige Grundlagen für die Profession geschaffen, etwa bei Fort- und Weiterbildung sowie bei der Entwicklung fachlicher Aufgabenprofile.</p>
<p>Die Debatte wurde aus Sicht des DBfK Südwest politisch zu stark auf eine Ja-nein-Frage über den Fortbestand der Pflegekammer reduziert. Dabei dient die Befragung der qualitativen Weiterentwicklung der Kammerarbeit. „Eine solche Verkürzung verschärft unnötig die Debatte und wird der Aufgabe der Pflegekammer nicht gerecht“, so Kiefer. Der DBfK Südwest geht davon aus, dass es nach der Kammerwahl mit einem neuen Vorstand eine erneute Befragung geben wird. Entscheidend wird sein, dass dieses Verfahren nachvollziehbar, verlässlich und ohne unnötigen Zeitdruck gestaltet wird.</p>
<p>In der öffentlichen Auseinandersetzung werde die Kammer derzeit häufig auf Schlagworte wie Mitgliedschaft, Beiträge oder einzelne Verfahrensprobleme reduziert. Das greife aus Sicht des DBfK Südwest zu kurz. Die eigentliche Frage sei, ob Pflegefachpersonen ihre beruflichen Angelegenheiten verbindlich selbst mitgestalten und Verantwortung für professionelle Standards, Fort- und Weiterbildung sowie die Weiterentwicklung der Versorgung übernehmen sollen. Die laufende Kammerwahl sieht der DBfK Südwest daher als Chance für Veränderung und aktive Mitgestaltung. Pflegefachpersonen sind aufgerufen, sich selber einzubringen und die zukünftige Ausrichtung der Kammer mitzugestalten. {/mprestriction}</p>
<p>„Wer eine starke pflegefachliche Stimme will, muss auch die Strukturen stärken, die genau das möglich machen. Die anstehende Kammerwahl ist deshalb die Gelegenheit, Verantwortung zu übernehmen und die weitere Entwicklung der Pflegekammer aktiv mitzugestalten“, so Kiefer.</p>
<p>Für den DBfK Südwest ist klar: Die richtige Antwort auf die aktuelle Debatte ist nicht, die Pflegekammer grundsätzlich infrage zu stellen. Erforderlich sind vielmehr Verlässlichkeit, Beteiligung und eine sachliche Weiterentwicklung der Selbstverwaltung im Interesse der Pflegefachpersonen und der Menschen in Rheinland-Pfalz.</p>
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			<category>Pflege</category>
			<pubDate>Sun, 12 Apr 2026 15:50:00 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Pflegeheimkosten fast so hoch wie Durchschnittsrente</title>
			<link>https://www.eu-schwerbehinderung.eu/index.php/pflege/34077-pflegeheimkosten-fast-so-hoch-wie-durchschnittsrente</link>
			 
			<description><![CDATA[<p><img src="https://www.eu-schwerbehinderung.eu/images/24/0721/Web-Senior-Hand.jpg" /></p><p>Der minimale Eigenanteil, den Bewohner von Pflegeheimen mindestens bezahlen müssen – das ist der so genannte einrichtungseinheitliche Eigenanteil (EEE) – ist nur unwesentlich geringer als der durchschnittliche Rentenzahlbetrag, also der Anteil der Rente, der tatsächlich bei den Rentnerinnen und Rentnern ankommt. Das ergibt sich aus der Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion. Sie liegt dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vor. </p>
<p>Tatsächlich liegt der Eigenanteil für einen Pflegeheimplatz, den Pflegebedürftige selber aufbringen müssen, deutlich höher, es waren zuletzt durchschnittlich 3.245 Euro monatlich. Allerdings betont das Gesundheitsministerium in seiner Antwort: „Aus einer niedrigen Altersrente in der gesetzlichen Rentenversicherung kann grundsätzlich nicht auf ein niedriges Alterseinkommen geschlossen werden, da unter anderem weitere Alterseinkommen und der Haushaltskontext nicht berücksichtigt sind. Gerade bei geringen Renten bestehen oft auch Ansprüche in anderen Sicherungssystemen, über die in der Statistik der Deutschen Rentenversicherung keine Informationen vorliegen.“ {/mprestriction}</p>
<p>Die Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag für Pflege und psychische Gesundheit, Evelyn Schötz, sagte dem RND: „Pflegebedürftigkeit frisst die Rente auf – und räumt in kürzester Zeit jedes Sparbuch leer. Menschen werden unverschuldet in die Armut gedrängt.“ Doch statt das Problem entschlossen anzugehen, wende die Regierung „Taschenspielertricks“ an und rechne die Zahlen schön. Sie fuhr fort: „Dabei liegt die Lösung auf der Hand: Die Eigenanteile müssen runter, indem die Kosten für die Pflege in einer Pflegevollversicherung komplett übernommen werden. Das ist finanzierbar, indem der Beitragsdeckel für die Reichen aufgehoben wird, Mieten und Renditen herangezogen werden und alle einzahlen – auch Bundestagsabgeordnete und Beamte.“</p>
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<p><span style="font-size: 6pt; color: #808080;">Autor: © RND / Redaktion</span></p>
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			<category>Pflege</category>
			<pubDate>Sat, 11 Apr 2026 23:00:00 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Pflegerat warnt vor reiner Sparpolitik im Gesundheitswesen</title>
			<link>https://www.eu-schwerbehinderung.eu/index.php/pflege/34071-pflegerat-warnt-vor-reiner-sparpolitik-im-gesundheitswesen</link>
			 
			<description><![CDATA[<p><img src="https://www.eu-schwerbehinderung.eu/images/20/1221/Web-Haende-1.jpg" /></p><p>Der Deutsche Pflegerat (DPR) erkennt den finanzpolitischen Handlungsdruck in der gesetzlichen Krankenversicherung an. Der Auftrag an die FinanzKommission Gesundheit war klar fiskalisch ausgerichtet: kurzfristige und mittelfristige Stabilisierung der Beitragssätze. {/mprestriction}</p>
<p>Der DPR sieht darin jedoch eine zentrale Gefahr: Werden Reformen nur fiskalisch ausgerichtet, droht erneut, dass notwendige strukturelle Veränderungen im Gesundheitswesen ausbleiben.</p>
<p>„Der Bericht reagiert auf ein reales Finanzproblem, bleibt aber in einer Logik stehen, die wir seit Jahren kennen: Es wird kurzfristig auf Ausgaben geschaut, ohne die strukturellen Ursachen anzugehen“, <strong>sagt Christine Vogler, Präsidentin </strong>des Deutschen Pflegerats. „Das ist das Muster, das uns in die heutige Situation geführt hat.“</p>
<p>Über Jahrzehnte wurden strukturelle Reformen im Gesundheitswesen nicht konsequent umgesetzt – weder in Zeiten finanziellen Drucks noch in Zeiten größerer finanzieller Spielräume. Stattdessen hat sich eine Praxis etabliert: Kostenentwicklung wird kurzfristig adressiert, während grundlegende Versorgungsfragen unbeantwortet bleiben.</p>
<p>Der aktuelle Bericht der FinanzKommission verstärkt diese Entwicklung. Der eng geführte finanzielle Auftrag führt dazu, dass Versorgungslogik, Strukturentwicklung und langfristige Steuerungsfragen nicht ausreichend berücksichtigt werden. Damit droht eine Fortschreibung genau jener Fehlentwicklungen, die heute den Reformdruck erzeugen.</p>
<p>„Wir erleben erneut, dass Reformen aus der Kassenlage heraus gedacht werden – nicht aus der Versorgung heraus. Das wird den Herausforderungen eines alternden und komplexer werdenden Versorgungssystems nicht gerecht“, so Vogler.</p>
<p>Die demografische Entwicklung, steigende Multimorbidität sowie der wachsende Fachkräftemangel erhöhen den Druck auf alle Versorgungsbereiche gleichzeitig. Es reicht nicht mehr aus, einzelne Leistungsbereiche isoliert unter Kostengesichtspunkten zu betrachten.</p>
<p>Besonders kritisch bewertet der DPR die Maßnahmen 26, 27, 28 und 57 des Berichts. Diese betreffen zentrale Bereiche der pflegerischen Versorgung – darunter das Pflegebudget, die Tarifrefinanzierung, pflegeentlastende Maßnahmen sowie pflegesensitive Leistungsbereiche wie Behandlungspflege, außerklinische Intensivpflege sowie Vorsorge und Rehabilitation.</p>
<p>Der DPR kann nicht nachvollziehen, dass die FinanzKommission diese Maßnahmen als Kategorie-A-Maßnahmen ohne erwartbare Auswirkungen auf die Qualität der Versorgung beziehungsweise Steuerungseffekte, Zugang oder Verteilungsgerechtigkeit einordnet.</p>
<p>Kurzfristige Einsparungen ohne strukturelle Anpassungen führen oft zu Versorgungsproblemen und langfristig höheren Folgekosten. Genau das blendet der Bericht aus. Dessen zentrale Schwäche liegt darin, dass Versorgung nicht systemisch gedacht wird. Versorgung funktioniert jedoch in zusammenhängenden Strukturen. Eingriffe an einer Stelle – etwa beim Personal, bei Leistungen oder bei Finanzierungssystematiken – haben direkte Auswirkungen auf andere Bereiche: im Krankenhaus, in der Rehabilitation, in der Langzeitpflege und in familiären Sorgearrangements.</p>
<p>Eine Rückführung des Pflegebudgets in das DRG-System lehnt der DPR entschieden ab. Das Pflegebudget ist kein Fehlanreiz, sondern ein notwendiger Schutzmechanismus gegen strukturelle Fehlsteuerungen der Vergangenheit. Auch Tarifentwicklungen in der Pflege dürfen nicht als Kostenproblem bewertet werden, sondern sind Voraussetzung für Fachkräftesicherung und stabile Versorgung.</p>
<p>Pflegeentlastende Maßnahmen sowie Leistungen in pflegesensitiven Bereichen dürfen nicht unter eine pauschale Kostendämpfungslogik gestellt werden. Hier geht es um Versorgungskontinuität, Prävention von Folgeschäden und die Stabilität ganzer Versorgungsketten. Eine Verlagerung von Lasten in Familien oder andere Sozialleistungssysteme ist keine Reform, sondern eine Kostenverschiebung. Wenn es so gewollt ist, muss es so benannt werden.</p>
<p>Der DPR fordert eine klare Neuausrichtung der Reformperspektive und einen verbindlichen, langfristig angelegten Reformpfad: Finanzstabilisierung muss konsequent mit einer Versorgungslogik verbunden werden. Reformen müssen sich daran messen lassen, ob sie Versorgung sichern, Qualität stärken und langfristig tragfähig sind. {/mprestriction}</p>
<p>Der DPR stellt sich der Debatte über Priorisierung von Ausgaben. „Unser Problem ist nicht, dass wir über Finanzen sprechen – unser Problem ist, dass wir zu selten über Strukturen und Prioritäten sprechen“, betont Vogler. „Wenn wir jetzt wieder nur fiskalisch reagieren, werden wir in wenigen Jahren vor denselben Problemen stehen. Finanzielle Stabilität ohne Versorgungssicherheit ist kein Erfolg, sondern ein Risiko für die Zukunftsfähigkeit unseres Gesundheitssystems.“</p>
<p>Das Positionspapier des Deutschen Pflegerats zum Ersten Bericht der FinanzKommission Gesundheit mit dem Titel „Finanzstabilisierung auf Versorgungssicherung ausrichten. Finanzstabilisierung braucht Versorgungslogik“</p>
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			<category>Pflege</category>
			<pubDate>Sat, 11 Apr 2026 15:50:00 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Kompetenzzentrum Digitalisierung und Pflege zeigt erste Erfolge</title>
			<link>https://www.eu-schwerbehinderung.eu/index.php/pflege/34067-kompetenzzentrum-digitalisierung-und-pflege-zeigt-erste-erfolge</link>
			 
			<description><![CDATA[<p><img src="https://www.eu-schwerbehinderung.eu/images/20/0921/Web-Arbeit-Laptop.jpg" /></p><p>Der Bericht über die Arbeit und Ergebnisse des Kompetenzzentrums Digitalisierung und Pflege im Jahr 2025 liegt als Unterrichtung (<a class="dipLink" title="Die PDF-Datei Drucksache 21/5000 öffnet sich in einem neuen Fenster" href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/050/2105000.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">21/5000</a>) der Bundesregierung vor. Das Kompetenzzentrum nahm seine Arbeit im Januar 2024 auf.  {/mprestriction}</p>
<p>Die Jahre 2023 bis 2025 seien für das beim Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) angesiedelte Kompetenzzentrum eine Zeit des Aufbaus, der Erprobung, des Lernens sowie der ersten Ergebnisse und sichtbaren Erfolge gewesen, heißt es in dem Bericht, der auch die Ergebnisse einer Evaluation beinhaltet. </p>
<p>Demnach sind die ersten Ergebnisse des Kompetenzzentrums positiv einzuschätzen. Dazu zähle der Aufbau eines eigenen Internetauftritts und die Vorbereitung einer Handlungsempfehlung zum Thema Cybersicherheit. Diese solle ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen dazu befähigen, ein ganzheitliches Cybersicherheitskonzept zu etablieren. Damit werde ein relevantes Risikofeld für Leistungserbringer adressiert.  {/mprestriction}</p>
<p>Mit der Bereitstellung des Informationsangebots zur Telematikinfrastruktur (TI) und über Fördermöglichkeiten zur Digitalisierung in der Langzeitpflege unterstütze das Kompetenzzentrum die Pflegeeinrichtungen. Die Expertise zur digital gestützten Pflegeplatzsuche und -vermittlung von Prognos stehe seit Sommer 2025 als Bericht zur Verfügung.</p>
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			<category>Pflege</category>
			<pubDate>Sat, 11 Apr 2026 02:40:00 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Pflegereform 2026: Verbände schlagen Alarm wegen drohender Kürzungen</title>
			<link>https://www.eu-schwerbehinderung.eu/index.php/pflege/34051-pflegereform-2026-verbaende-schlagen-alarm-wegen-drohender-kuerzungen</link>
			 
			<description><![CDATA[<p><img src="https://www.eu-schwerbehinderung.eu/images/20/1121/Web-Rollator-1.jpg" /></p><p>Der Bundesverband pflegender Angehöriger und Pflegende Angehörige e.V. schlagen Alarm: Im Eckpunktepapier der Arbeitsgruppe ‚Zukunftspakt Pflege‘ wird die Pflegereform 2026 als Vereinfachung und Verbesserung dargestellt, tatsächlich drohen nach ersten Berechnungen von Pflegeexperten jedoch massive Kürzungen und Verschlechterungen für Millionen pflegender Familien, wie der Verband mitteilte. <br /><br /><br /><strong>Flexibilität wird zerstört – Hilfe im Ernstfall fehlt</strong><br /><br />Besonders kritisch sehen die Vereine die geplante Umstellung auf monatliche Budgets. Bisher konnten pflegende Angehörige größere Beträge flexibel einsetzen – etwa bei Krankheit, Urlaub oder Krisensituationen. Wenn als angedachte Kompensation für die Streichung von jährlichen Leistungen in Höhe von über 5.600 Euro nur noch monatliche Beträge von unter 100 Euro zur Verfügung stehen, sind die Möglichkeiten eine kurzfristige Ersatzpflege zu organisieren eingeschränkt. „Gerade in Ausnahmesituationen brauchen Familien schnelle und ausreichende Unterstützung – nicht kleinteilige Monatsrationen“, kritisieren beide Vereine.<br /><br /><strong>Realitätsferne Planung: Hilfe oft gar nicht verfügbar</strong><br /><br />Die bisher veröffentlichten Reformvorschläge setzen stark auf den Einsatz professioneller Pflegedienste. Doch diese sind vielerorts bereits heute überlastet oder oft gar nicht verfügbar. Die millionenfache Nachfrage flexibler Unterstützungsleistungen für zwei, drei oder vier Stunden und oft von heute auf morgen ist in diesem System arbeitsorganisatorisch vollkommen unrealistisch. Gleichzeitig sollen niedrigschwellige Hilfen wie die Nutzung von Verhinderungspflege und der Entlastungsbetrag zur Nachbarschaftsunterstützung, die bei fehlender Versorgung vor Ort selbstbestimmt eingesetzt werden können, gänzlich abgeschafft werden.<br /><br />„Hier wird erneut an der Lebensrealität vorbeigeplant“, kritisiert Sebastian Fischer. „Was nützt ein theoretisches Budget, wenn es niemanden gibt, der die Leistung erbringen kann? Oder wenn Betroffene passgenauere Hilfe in Anspruch nehmen wollen?“<br /><br />Die Vereine fordern daher:<br />• Leistungen wie die Verhinderungspflege und der Entlastungsbetrag müssen unbürokratisch und flexibel erhalten bleiben und tatsächlich zur Verfügung stehen<br />• eine realistische Pflegeplanung auf Bund-, Länder und Kommunalebene, die pflegende Angehörige einbindet und aufgrund fehlender Versorgung vor Ort selbstbestimmte Nutzung von Leistungsansprüchen erweitert<br />• keine Kürzungen zulasten derjenigen, die den größten Teil der Pflege leisten.<br />„Pflegende An- und Zugehörige tragen das gesamte Pflegesystem. Nicht nur auf dem Papier, sondern jeden Tag in der Realität. Der wirtschaftliche Wert ihrer unbezahlten Leistungen wird auf über 200 Milliarden Euro jährlich geschätzt – wer hier kürzt, gefährdet die gesamte Versorgung.“</p>
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			<category>Pflege</category>
			<pubDate>Fri, 10 Apr 2026 15:50:00 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Pflege und Gesundheit digital: Mehr Anwendungen - aber hohe Kosten</title>
			<link>https://www.eu-schwerbehinderung.eu/index.php/pflege/34041-pflege-und-gesundheit-digital-mehr-anwendungen-aber-hohe-kosten</link>
			 
			<description><![CDATA[<p><img src="https://www.eu-schwerbehinderung.eu/images/21/0521/Web-Laptop-Pflege.jpg" /></p><p>Seit 2020 stehen Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) als Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zur Verfügung. Der aktuelle Bericht über die Inanspruchnahme und Entwicklung der Versorgung mit DiGA zeigt, dass sich die sogenannten Apps auf Rezept nach über fünf Jahren in der Versorgung etabliert haben, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Im Berichtszeitraum vom 1. September 2020 bis 31. Dezember 2025 wurden insgesamt 1,6 Millionen DiGA nach ärztlicher Verordnung oder Genehmigung von den Krankenkassen in Anspruch genommen. Die Leistungsausgaben der GKV für DiGA belaufen sich seit Beginn ihrer Verordnungsfähigkeit auf insgesamt rund 400 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Inanspruchnahme um 63 Prozent. {/mprestriction}</p>
<p>Stefanie Stoff-Ahnis, stellvertretende Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes: „Die Bedeutung der Apps auf Rezept in der Versorgung wächst. Neben den steigenden Verordnungszahlen zeigt sich das daran, dass mehr als die Hälfte der zur Erprobung aufgenommenen Anwendungen zu einem späteren Zeitpunkt dauerhaft in das DiGA-Verzeichnis aufgenommen wurde. Diese Anwendungen haben ihren Nutzen für die Patientinnen und Patienten unter Beweis gestellt. Aber wir sehen auch, dass die meisten DiGA nach wie vor zunächst ohne einen Nutzennachweis in den GKV-Leistungskatalog aufgenommen werden und dennoch von den Krankenkassen zu ihren beliebig hohen Herstellerpreisen finanziert werden müssen. Auch wurden zuletzt immer mehr DiGA wieder aus dem DiGA-Verzeichnis gestrichen, da sie auch im Verlauf keinen Nutzen für die Versorgung nachweisen konnten. Damit bleiben die Apps auf Rezept insgesamt immer noch hinter ihren Möglichkeiten zurück. Dies führt zu teilweise mangelnder Akzeptanz bei der Ärzteschaft und den Patientinnen und Patienten. Ein klarer frühzeitig nachgewiesener Patientennutzen ist und bleibt der Schlüssel für den Erfolg von digitalen Gesundheitsanwendungen.“</p>
<p><strong>Baustelle Nutzenbewertung</strong></p>
<p>Die Nutzenbewertung von DiGA zeigt nach wie vor Handlungsbedarf. Insgesamt wurden 74 DiGA in das DiGA-Verzeichnis aufgenommen. Nur weniger als jede fünfte DiGA konnte mit ihrer Aufnahme einen Nutzen nachweisen. 16 DiGA wurden zudem wieder komplett aus dem Leistungskatalog gestrichen, da sie keinen Nutzen für die Versorgung nachweisen konnten. Ende 2025 waren somit lediglich noch 58 DiGA im GKV-Leistungskatalog enthalten.</p>
<p><strong>Baustelle Preise</strong></p>
<p>Die Preisbildung von DiGA ist ein strukturelles Problem. Der Gesetzgeber ermöglicht es den herstellenden Unternehmen, den Preis ihrer DiGA im ersten Jahr einseitig in beliebiger Höhe festzulegen. Diese beliebige Preissetzung ist sogar unabhängig davon, ob für die DiGA bereits ein Nutzen belegt werden konnte oder nicht. Bislang zeigen die Preise eine Spannbreite von 119 Euro bis zu 2.077 Euro. Dabei sind die Preise über die Jahre von durchschnittlich 411 Euro im ersten Berichtsjahr auf 544 Euro im Jahr 2025 deutlich angestiegen. Die zwischenzeitlich verhandelten Preise für 40 DiGA liegen mit durchschnittlich 227 Euro hingegen deutlich darunter. Dies zeigt, dass die freie Preisfestlegung im ersten Jahr systematisch zu deutlich überhöhten Preisen führt.</p>
<p><strong>Krankenkassen müssen Millionen vorfinanzieren</strong></p>
<p>Die meisten DiGA werden zunächst für ein Jahr zur Erprobung in das DiGA-Verzeichnis aufgenommen und müssen vom ersten Tag an von der GKV bezahlt werden. Diese Erprobungsphase, in der der Nutzen noch nicht belegt wurde, wird oft deutlich darüber hinaus verlängert. Somit treten die zwischen GKV-Spitzenverband und herstellenden Unternehmen verhandelten Preise im Regelfall erst rückwirkend in Kraft. Die Krankenkassen mussten dadurch den herstellenden Unternehmen seit 2020 insgesamt 63 Millionen Euro vorfinanzieren. Über 7 Millionen Euro wurden zudem für DiGA ausgegeben, die keinen Nutzen nachgewiesen haben und mittlerweile wieder aus dem Verzeichnis gestrichen wurden. Ein Rückzahlungsanspruch besteht hierfür nicht. {/mprestriction}</p>
<p><strong>Politische Korrektur notwendig</strong></p>
<p>Die bestehenden Erprobungs- und Preismechanismen für DiGA bedeuten für die Solidargemeinschaft der 75 Millionen gesetzlich Versicherten nennenswerte finanzielle Risiken. In Anbetracht der finanziellen Entwicklung in der GKV passen Preise, die von den Krankenkassen ohne Nutzennachweis und ohne Verhandlung gezahlt werden müssen, nicht mehr in die Zeit. Vor diesen Hintergründen sind die Vorschläge der FinanzKommission Gesundheit vom 30.03.2026 zur Anpassung der Regelungen zur Erprobung und Preisbildung von Digitalen Gesundheitsanwendungen sehr zu begrüßen: </p>
<ul>
<li>Verhandelte Vergütungsbeträge für DiGA müssen insofern ab dem ersten Erstattungstag gelten.</li>
<li>DiGA dürfen nur mit nachgewiesenem Nutzen in den GKV-Leistungskatalog aufgenommen werden.</li>
</ul>
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			<category>Pflege</category>
			<pubDate>Thu, 09 Apr 2026 15:50:00 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Pflege darf nicht warten: Reformbedarf in Milliardenhöhe</title>
			<link>https://www.eu-schwerbehinderung.eu/index.php/pflege/34018-pflege-darf-nicht-warten-reformbedarf-in-milliardenhoehe</link>
			 
			<description><![CDATA[<p><img src="https://www.eu-schwerbehinderung.eu/images/20/1221/Web-Mundmaske-7.jpg" /></p><p>Die aktuelle finanzielle Lage im Gesundheitswesen und in der Pflege ist gleichermaßen alarmierend. Sowohl die gesetzliche Krankenversicherung als auch die Pflegeversicherung stehen vor erheblichen Finanzierungslücken in vielfacher Milliardenhöhe. Ohne entschlossenes politisches Handeln droht sich diese Situation in den kommenden Jahren weiter dynamisch zu verschärfen, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Die anhaltende Untätigkeit gefährdet zunehmend die Stabilität zentraler Säulen der sozialen Sicherung. {/mprestriction}</p>
<p>Vor diesem Hintergrund ist der nun vorgelegte Bericht der Finanzkommission Gesundheit ausdrücklich zu begrüßen. „Im Gegensatz zu den bislang wenig konkreten und nicht ausgereiften Vorschlägen der Bund-Länder-Arbeitsgruppe Zukunftspakt Pflege, die Ende vergangenen Jahres vorgestellt wurden, überzeugt die Finanzkommission mit einem umfassenden Katalog von 66 Maßnahmen, die klare, umsetzbare Ansätze bieten. Das ist ein wichtiger Fortschritt – und könnte durchaus als Blaupause für dringend benötigte Reformen in der Pflege dienen“, sagt Andrea Kapp, Bundesgeschäftsführerin des bad e.V.</p>
<p>Zwar zielen einzelne Maßnahmen – etwa die Erhebung zusätzlicher Abgaben auf zuckerhaltige Getränke, Tabakprodukte oder alkoholische Erzeugnisse – nicht unmittelbar auf die Pflegebranche ab. Dennoch ist ihr Effekt nicht zu unterschätzen: Eine stabilere finanzielle Basis der gesetzlichen Krankenversicherung wirkt sich auch positiv auf pflegerische Leistungen aus, insbesondere im Bereich der häuslichen Krankenpflege. Damit wird indirekt auch die Versorgungssituation pflegebedürftiger Menschen verbessert.</p>
<p>Besonders hervorzuheben ist der klare und mutige Grundgedanke der Finanzkommission: Ein leistungsfähiges und sozial gerechtes Gesundheitssystem ist nur auf Basis solider Finanzen möglich. Dieser Anspruch gilt in gleichem Maße für die Pflege. Beide Bereiche sind untrennbar miteinander verbunden und stehen vor vergleichbaren strukturellen Herausforderungen – vom Fachkräftemangel über steigende Kosten bis hin zu einer alternden Gesellschaft. {/mprestriction}</p>
<p>Umso unverständlicher wäre es, so Andrea Kapp, die dringend notwendige Reform der Pflege weiterhin nachrangig zu behandeln. „Gesundheitswesen und Pflege müssen parallel und mit gleicher Priorität reformiert werden. Zielführend ist es dabei allerdings nicht, die Tarifrefinanzierung zu beschränken. Die Lohnsteigerungen aufgrund der Tariftreuepflicht in der Pflege werden auch heute schon nicht flächendeckend vollumfänglich refinanziert, so dass weitere Einschränkungen zulasten der Unternehmen nicht hinnehmbar wären. Die Pflege befindet sich bereits heute in einer akuten Notlage – wirtschaftlich, personell und strukturell!“</p>
<p>Der Bericht der Finanzkommission Gesundheit zeigt: Mutige, konkrete Reformvorschläge sind möglich. Jetzt gilt es, diesen Impuls auch auf die Pflege zu übertragen und umzusetzen. Denn eines ist klar: Die Pflege kann nicht warten.</p>
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			<category>Pflege</category>
			<pubDate>Wed, 08 Apr 2026 15:50:00 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Pflegebranche warnt vor Einschränkungen durch steigende Betriebskosten</title>
			<link>https://www.eu-schwerbehinderung.eu/index.php/pflege/34024-pflegebranche-warnt-vor-einschraenkungen-durch-steigende-betriebskosten</link>
			 
			<description><![CDATA[<p><img src="https://www.eu-schwerbehinderung.eu/images/21/0421/Web-Seniorin-1.jpg" /></p><p>Pflegeverbände haben davor gewarnt,  dass die hohen Benzinpreise eine verlässliche Versorgung von Patienten auf dem Land gefährden. „Die ambulante Pflege ist in besonderem Maße von steigenden Kraftstoffpreisen betroffen, da sie auf eine flächendeckende, mobile Versorgung angewiesen ist“, sagte die Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands für Pflegemanagement, Sarah Lukuc, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).   {/mprestriction}</p>
<p>Die Mehrkosten könnten in der Regel nicht kurzfristig refinanziert werden. „Im Ergebnis drohen Einschränkungen im Versorgungsangebot, insbesondere im ländlichen Raum.“</p>
<p>Laut dem Deutschen Pflegeverband ist es für die Branche nur schwer möglich, die gestiegenen Betriebskosten zu stemmen.</p>
<p>„Die engen Kalkulationssätze sind nicht dazu geeignet, derartige Kostenexplosionen dauerhaft auszugleichen“, sagte der Vorsitzende Markus Mai dem RND. Anders als andere Branchen sind Pflegedienste in ihrer Preisgestaltung nicht frei. Wieviel für einzelne Leistungen berechnet werden kann, regeln die mit den Pflegekassen vereinbarten Gebührenordnungen. {/mprestriction}</p>
<p>Mai fordert Abhilfe. „Die Bundesregierung muss jetzt schnell reagieren und zunächst Maßnahmen ergreifen, die Spritpreisentwicklung nachhaltig einzudämmen“, sagte Mai. Er fordert unter anderem staatlich fixierte Maximalpreise, „damit derartige Entwicklungen letztlich nicht dazu führen, dass Dienste aufgrund der wirtschaftlichen Situation vom Netz genommen werden und die regionale Versorgungssicherheit gefährdet ist“. Gerade in Flächenregionen wirke sich die Entwicklung dramatisch aus.</p>
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<p><span style="font-size: 6pt; color: #808080;">Autor: © RND / Redaktion</span></p>
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			<category>Pflege</category>
			<pubDate>Wed, 08 Apr 2026 03:40:00 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Pflegeausbildung an der Spitze - Versorgung von Pflegebedürftigen stagniert</title>
			<link>https://www.eu-schwerbehinderung.eu/index.php/pflege/34002-pflegeausbildung-an-der-spitze-versorgung-von-pflegebeduerftigen-stagniert</link>
			 
			<description><![CDATA[<p><img src="https://www.eu-schwerbehinderung.eu/images/21/0921/Web-Studenten-1.jpg" /></p><p>Immer mehr Menschen beginnen eine Ausbildung in der Pflege, die Zahl der belegbaren Pflegeplätze wächst jedoch nicht mit. Der Arbeitgeberverband Pflege (AGVP) sieht die Ursache in starren Vorgaben und fordert mehr Spielraum für die Einrichtungen, wie es in einer Pressemitteilung heißt. {/mprestriction}</p>
<p>Dazu erklärt AGVP-Geschäftsführerin Isabell Halletz: „Die Pflegeausbildung ist die beliebteste Ausbildung in Deutschland. Trotzdem können Pflegeeinrichtungen keine zusätzlichen Pflegebedürftigen versorgen. Das liegt nicht an fehlenden Ausbildungskapazitäten oder mangelnder Bereitschaft der Pflegeunternehmen, sondern an einem bürokratischen Relikt aus den Neunzigerjahren.</p>
<p>Wenn man sie ließe, könnten Pflegeeinrichtungen deutlich mehr Menschen versorgen, die heute auf Wartelisten stehen. Doch Fachkraftquoten und Personalschlüssel verhindern das. Sie haben ausgedient. Statt Qualität zu sichern, verhindern diese Vorschriften, dass Pflegebedürftige ihre benötigte Versorgung erhalten.</p>
<p>Wer Versorgung sichern will, muss diese Blockaden lösen. Die Einrichtungen brauchen weniger starre Vorgaben und mehr Spielraum für bedarfsorientierte, moderne Pflege.“ {/mprestriction}</p>
<p>Hintergrund</p>
<p>Die Pflegeausbildung ist die beliebteste in Deutschland: Mit knapp 65.000 neuen Auszubildenden liegt sie an der Spitze <a href="https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/03/PD26_090_212.html">(Zahlen für 2025)</a> – deutlich vor anderen beliebten Ausbildungen wie der Kraftfahrzeugmechatronik mit gut 24.000 neuen Auszubildenden <a href="https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bildung-Forschung-Kultur/Berufliche-Bildung/Publikationen/Downloads-Berufliche-Bildung/statistischer-bericht-berufsbildungsstatistik-2110300247005.html">(Neueste Zahlen für 2024)</a>. Mit durchschnittlich 1.310 Euro liegt auch die Ausbildungsvergütung in der Pflege an der Spitze <a href="https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/Zahl-der-Woche/2025/PD25_35_p002.html">(Zahlen 2024).</a></p>
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			<category>Pflege</category>
			<pubDate>Mon, 06 Apr 2026 15:50:00 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Pflegerat fordert konsequente Einbindung von Pflegekompetenz in Primärversorgung</title>
			<link>https://www.eu-schwerbehinderung.eu/index.php/pflege/33997-pflegerat-fordert-konsequente-einbindung-von-pflegekompetenz-in-primaerversorgung</link>
			 
			<description><![CDATA[<p><img src="https://www.eu-schwerbehinderung.eu/images/20/1221/Web-Mundmaske-13.jpg" /></p><p>Wer Primärversorgung reformieren will, muss die Profession Pflege konsequent einbinden. Der Deutsche Pflegerat hat dazu das Positionspapier „Primärversorgung zukunftsfest gestalten – Pflegekompetenz konsequent einbinden“ vorgelegt. Die Botschaft ist klar: Ohne Pflegekompetenz gibt es keine zielgerichtete, bedarfsgerechte und nachhaltige Versorgung. {/mprestriction}</p>
<p>Primärversorgung ist der Teil des Gesundheitswesens, den Menschen unmittelbar erleben: wohnortnah, niedrigschwellig, kontinuierlich und alltagsbezogen. Die Profession Pflege hat hier eine wichtige Schlüsselrolle. In der Primärversorgung geht es um Fachwissen, Kontinuität, Koordination und verlässliche Begleitung auch komplexer Versorgungslagen. Der demografische Wandel, zunehmende Multimorbidität, wachsende Koordinierungsbedarfe und der Fachpersonalmangel im Gesundheitswesen erhöhen diesen Anspruch. Reformen, die pflegerische Kompetenz nicht begreifen bzw. nur am Rand behandeln, greifen zu kurz.</p>
<p>„Zukunftsfeste Primärversorgung entsteht dort, wo Pflege als eigenständige Profession konsequent mitgedacht und eingebunden wird. Pflege gestaltet Versorgung, übernimmt Verantwortung und bringt ihre wissenschaftlich fundierten und rechtlich verankerten Kompetenzen wirksam in das Gesundheitswesen ein. Wer Primärversorgung stärken will, muss diese Kompetenzen selbstständig, verbindlich und auf Augenhöhe nutzen“, sagt Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats.</p>
<p>Im Zentrum des DPR-Positionspapiers steht, was nötig ist: eine klare Unterscheidung zwischen eigenverantwortlicher professioneller Pflege und delegationsgebundener Assistenz, der konsequente Ausbau von Handlungsfeldern für Advanced Practice Nurses (APN), Community Health Nurses (CHN) und School Health Nurses (SHN) in der Primärversorgung, mehr pflegewissenschaftliche Evidenz in gesundheitspolitischen Entscheidungen, eine rechtssichere Verankerung erweiterter pflegerischer Kompetenzen in der direkten Versorgung sowie eine interprofessionelle Primärversorgung, die die Eigenständigkeit der Professionen achtet.</p>
<p>Der DPR sieht darin die Voraussetzung für eine zielgerichtete, bedarfsorientierte und nachhaltige Reform. Es reicht nicht, Pflege in Reformpapieren zu erwähnen. Eine tragfähige Primärversorgung braucht klare Zuständigkeiten, rechtssichere Verantwortungsstrukturen und eine starke professionelle Pflege in eigenen Handlungsfeldern. Bleiben diese Potenziale ungenutzt, schwächt das die Versorgung von Menschen aller Altersgruppen sowie ihre An- und Zugehörigen und verursacht Folgekosten für das Gesundheitssystem. {/mprestriction}</p>
<p>„Die aktuelle Diskussion benennt das Problem, bleibt bei den Lösungen aber an entscheidenden Stellen zu ungenau. Jetzt kommt es darauf an, die Kompetenzen der professionellen Pflege nicht nur mitzudenken, sondern konsequent auszubauen und rechtssicher zu verankern. Nur so kann Primärversorgung verlässlich, wirksam und nachhaltig weiterentwickelt werden“, so Vogler.</p>
<p>Mit dem Positionspapier setzt der Deutsche Pflegerat ein klares Signal: Primärversorgung der Zukunft gelingt nur mit einer starken Pflegeprofession – nicht an ihr vorbei!</p>
<p>Das DPR-Positionspapier „Primärversorgung zukunftsfest gestalten – Pflegekompetenz konsequent einbinden“ finden Sie <a href="https://deutscher-pflegerat.de/profession-staerken/positionspapiere/positionspapier-des-dpr-primaerversorgung-zukunftsfest-gestalten--pflegekompetenz-konsequent-einbinden" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">hier</a>. </p>
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			<category>Pflege</category>
			<pubDate>Sun, 05 Apr 2026 15:50:00 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Pflegemanagement warnt vor pauschaler Deckelung des Pflegebudgets</title>
			<link>https://www.eu-schwerbehinderung.eu/index.php/pflege/33993-pflegemanagement-warnt-vor-pauschaler-deckelung-des-pflegebudgets</link>
			 
			<description><![CDATA[<p><img src="https://www.eu-schwerbehinderung.eu/images/21/0621/Web-Assistenz-Krankenhaus-2.jpg" /></p><p>Der Bundesverband Pflegemanagement äußert sich mit großer Besorgnis zu den aktuell diskutierten Plänen einer pauschalen Deckelung des Pflegebudgets, wie sie im Kontext der Beratungen in der FinanzKommission Gesundheit aufgekommen sind, wie es in einer Pressemitteilung heißt. <br /><br />Dies gilt insbesondere, wenn das Pflegebudget nicht nur gedeckelt, sondern zugleich wieder in das DRG-System zurückgeführt werden soll. Damit würde Pflege erneut unter einen pauschalen ökonomischen Steuerungsdruck geraten, der dem tatsächlichen Pflegebedarf „am Bett“ nicht gerecht wird. Aus Sicht des Bundesverbandes Pflegemanagement wäre dies ein deutlicher Rückschritt gegenüber dem bisherigen Ziel, pflegerische Leistungen bedarfsgerecht und zweckgebunden zu finanzieren.<br /><br />Gleichzeitig muss in der aktuellen Diskussion sachlich eingeordnet werden, dass das Pflegebudget in der Praxis nicht ausschließlich im Verantwortungsbereich der Pflegedirektionen lag. Vielmehr wurde es in Teilen der Krankenhauslandschaft auch genutzt, um strukturelle Refinanzierungsprobleme der Krankenhäuser zu kompensieren. Dieser Zusammenhang muss bei der aktuellen Debatte berücksichtigt werden, um Fehlinterpretationen zu vermeiden und die Diskussion auf eine sachliche Grundlage zu stellen.<br />Sarah Lukuc, Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes Pflegemanagement, erklärt dazu: „Das Pflegebudget ist kein Kostenproblem, sondern ein Versorgungsinstrument. Wer das Pflegebudget deckelt, deckelt am Ende Versorgung. Eine sichere Patientenversorgung braucht ausreichend Personal und Personal braucht eine verlässliche Finanzierung.“<br /><br />Weiter erklärt Sarah Lukuc: „Wer jetzt die Pflegepersonalkosten wieder ins DRG-System zurückführt und zugleich die Finanzierung pflegeentlastender Maßnahmen streicht, sendet ein fatales Signal. Pflege wird damit erneut vor allem als Kostenfaktor betrachtet, nicht als tragende Voraussetzung für Patientensicherheit und Versorgungsqualität.“<br /><br /><strong>Wirtschaftlicher Druck würde ungefiltert auf die Pflege durchschlagen</strong><br /><br />Besonders kritisch sieht der Bundesverband Pflegemanagement, dass im Falle einer Deckelung und Rückführung in das DRG System der wirtschaftliche Druck der Krankenhäuser im Rahmen des allgemeinen Sparzwangs unmittelbar und ungefiltert auf die Pflege übertragen würde. In Kombination mit der fehlenden vollständigen Tarifgegenfinanzierung ist zu erwarten, dass Krankenhäuser gezwungen sein werden, Einsparungen insbesondere im Pflegebereich vorzunehmen.<br /><br />Dies würde absehbar zu Stellenabbau, zur Reduktion von Pflegepersonal und zu weiteren Einsparmaßnahmen in der Pflege führen. Die Folgen wären steigende Arbeitsverdichtung, sinkende Personalstabilität und eine weitere Abnahme der Attraktivität des Pflegeberufes. Vor dem Hintergrund des bestehenden Fachkräftemangels wäre dies gesundheitspolitisch und versorgungspolitisch ein gravierender Fehler.<br /><br />Gleichzeitig ist zu befürchten, dass im Rahmen einer Rückführung der Pflegepersonalkosten in pauschalierende Finanzierungssysteme auch die derzeit angestoßenen Entwicklungen zur Befugniserweiterung, zur Personalentwicklung und zur Kompetenzerweiterung in der Pflege deutlich ausgebremst würden. Pflege würde in einem solchen System erneut primär als Kostenfaktor gesteuert werden und nicht als eigenständiger Leistungsbereich mit Entwicklungs- und Innovationspotenzial.<br /><br /><strong>Konstruktiver Austausch mit dem GKV-Spitzenverband</strong><br /><br />Positiv hervorzuheben ist der konstruktive Austausch zwischen dem Bundesverband Pflegemanagement und dem GKV-Spitzenverband am 25. März 2026. In diesem Gespräch wurde seitens des GKV-Spitzenverbandes signalisiert, dass eine Weiterentwicklung des Pflegebudgets angestrebt wird, die auf einer aufwandsbezogenen Gegenfinanzierung basiert.<br />Der Bundesverband Pflegemanagement verweist zudem auf die Ergebnisse einer verbandsübergreifenden Arbeitsgruppe der Profession Pflege unter Leitung von Dr. Wietek. In diesem Rahmen wurden mehrere Datensätze systematisch miteinander verglichen. Die Auswertungen zeigen eine geringe Streuung in der Datenqualität sowie eine hohe Konsistenz und Vergleichbarkeit zwischen unterschiedlichen Einrichtungen und Trägerstrukturen. Damit liegt erstmals eine valide empirische Grundlage vor, die für eine sachgerechte Weiterentwicklung der Pflegebudgetsystematik herangezogen werden kann.<br /><br /><strong>Pflegebudget weiterentwickeln – am tatsächlichen Pflegeaufwand orientieren</strong><br /><br />Der Bundesverband Pflegemanagement spricht sich ausdrücklich gegen eine pauschale Deckelung des Pflegebudgets aus und hat hierzu einen eigenen Weiterentwicklungsvorschlag erarbeitet und ist ausdrücklich bereit, diesen gemeinsam mit Politik, Kostenträgern und weiteren Akteuren weiterzuentwickeln und in eine tragfähige Systematik zu überführen. Ziel muss eine Finanzierungssystematik sein, die Versorgungsbedarf, Personalbedarf, Qualifikationsmix und pflegerische Kompetenzentwicklung gleichermaßen berücksichtigt.<br />Eine solche Weiterentwicklung kann insbesondere erfolgen durch:<br /><br />• eine systematische Nutzung der PPR 2.0 zur Bedarfsermittlung,<br />• sowie perspektivisch durch die Einbindung von Pflegediagnosen und pflegerischem Leistungsaufwand im Rahmen der Leistungsgruppen der Krankenhausreform.<br />Damit würde erstmals eine nachvollziehbare Verbindung zwischen Pflegebedarf, Personalbedarf und Finanzierung entstehen. Eine solche Systematik würde Transparenz schaffen, Vergleichbarkeit ermöglichen und eine sachgerechte Finanzierung der pflegerischen Versorgung unterstützen.<br /><br />Vor diesem Hintergrund hält der Bundesverband Pflegemanagement es für nicht zielführend, die jetzige Debatte primär unter fiskalischen Gesichtspunkten zu führen. Statt Pflegefinanzierung wieder in pauschalierende Systemlogiken zurückzuführen, braucht es eine präzisere, pflegefachlich fundierte und am tatsächlichen Aufwand orientierte Weiterentwicklung.<br /><br /><strong>Klare Verantwortung für das Pflegebudget</strong><br /><br />Darüber hinaus ist es aus Sicht des Bundesverbandes Pflegemanagement zwingend erforderlich, die Verantwortung für das Pflegebudget klar in der Pflegedirektion zu verorten. Nur wenn die Steuerung des Pflegebudgets in der Hand der pflegerischen Leitung liegt, kann sichergestellt werden, dass die Mittel konsequent am tatsächlichen Versorgungsbedarf ausgerichtet und fachlich sachgerecht eingesetzt werden.<br />Eine Entkopplung von fachlicher Verantwortung und finanzieller Steuerung würde hingegen das Risiko von Fehlanreizen und einer sachfremden Mittelverwendung erheblich erhöhen.<br /><br /><strong>Konsequenzen einer Budgetdeckelung</strong><br /><br />Die Folgen einer pauschalen Deckelung des Pflegebudgets wären absehbar:<br />• Einschränkungen beim Personaleinsatz,<br />• steigende Arbeitsverdichtung,<br />• sinkende Personalstabilität,<br />• Risiken für Versorgungsqualität und Patientensicherheit.<br /><br />Wenn gleichzeitig die Finanzierung pflegeentlastender Maßnahmen entfällt, geraten zudem gerade jene Unterstützungsstrukturen unter Druck, die Pflegefachpersonen im Alltag wirksam entlasten sollen, etwa durch Assistenzsysteme, Servicekonzepte, Digitalisierung oder organisatorische Entlastung. Das würde den Arbeitsdruck in der direkten Versorgung zusätzlich verschärfen.<br />Die Fachkommission Pflege-Exzellenz aus dem Deutschen Pflegerat, die der Bundesverbandes Pflegemanagement initiiert hat, stellt hierzu fest:<br />„Versorgungsqualität braucht Personalstabilität und Personalstabilität braucht eine verlässliche Finanzierung.“<br /><br />Wer Personal reduziert, erzeugt mittel- und langfristig zusätzliche Kosten durch Komplikationen, verlängerte Liegezeiten, Leiharbeit, Fluktuation und Fachkräftemangel.<br />Eine gleichzeitige Rückführung der Pflegekosten in das DRG-System und die Streichung von Entlastungsfinanzierungen erhöhen die Gefahr, dass ökonomischer Druck unmittelbar auf die pflegerische Versorgung durchschlägt, mit negativen Folgen für Beschäftigte, Patientinnen und Patienten sowie die Krankenhäuser selbst.<br /><br /><strong>Politische Forderungen des Bundesverbandes Pflegemanagement</strong><br /><br />Der Bundesverband Pflegemanagement fordert daher:<br />• keine pauschale Deckelung des Pflegebudgets,<br />• eine verbindliche Ausrichtung der Finanzierung am realen Pflegeaufwand,<br />• die Weiterentwicklung des Pflegebudgets auf Basis von Pflegebedarfsermittlung (z. B. PPR 2.0) und perspektivisch pflegerischer Leistungsabbildung im Rahmen der Leistungsgruppen,<br />• eine aufwandsbezogene Gegenfinanzierung pflegerischer Leistungen,<br />• die klare Verankerung der Budgetverantwortung in der Pflegedirektion,<br />• keine Rückführung der Pflegepersonalkosten in ein pauschalierendes DRG-System ohne pflegefachliche Folgenabschätzung,<br />• den Erhalt und eine zielgerichtete Finanzierung pflegeentlastender Maßnahmen.<br /><br /><strong>Fazit</strong><br /><br />Das Pflegebudget ist kein Kostenproblem, sondern ein Instrument zur Sicherstellung der Patientenversorgung. Die Diskussion darf daher nicht primär unter dem Gesichtspunkt der Kostendämpfung geführt werden, sondern unter der Frage, wie eine stabile, sichere und qualitativ hochwertige Versorgung der Bevölkerung gewährleistet werden kann. Pflege finanziert Versorgungssicherheit. Versorgungssicherheit ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.<br /><br />Die am 30.03.2026 veröffentlichten Empfehlungen der FinanzKommission Gesundheit zeigen deutlich, dass es sich nicht nur um eine technische Finanzierungsfrage handelt, sondern um eine grundlegende Weichenstellung für die zukünftige Rolle der Pflege im Krankenhaus. Diese Entscheidung darf nicht ohne eine pflegefachliche und versorgungspolitische Bewertung getroffen werden.</p>
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			<category>Pflege</category>
			<pubDate>Sat, 04 Apr 2026 15:50:00 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Ostdeutschland bei Renten und Pflege besonders berücksichtigen</title>
			<link>https://www.eu-schwerbehinderung.eu/index.php/pflege/33989-ostdeutschland-bei-renten-und-pflege-besonders-beruecksichtigen</link>
			 
			<description><![CDATA[<p><img src="https://www.eu-schwerbehinderung.eu/images/22/0321/Web-Senioren.jpg" /></p><p>Der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Sven Schulze (CDU), fordert vom Bund eine enge Einbindung der Ministerpräsidenten in die Pläne für die Sozialreformen sowie eine besondere Rücksicht auf den Osten. Zugleich warnte er im Gespräch mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vor einem „wochenlangen Hin und Her“. Vor allem müsse es jetzt schnell gehen. „Und am Ende darf nicht nur der kleinste gemeinsame Nenner herauskommen.“ {/mprestriction}</p>
<p>Der Osten sei in vielen Bereichen anders aufgestellt. „Bei uns bekommt die überwiegende Zahl der Rentner ausschließlich staatliche Rente. Und auch diejenigen, die in den nächsten Jahren in Rente gehen, können jetzt nicht mehr privat vorsorgen.“ Das müsse die Bundesregierung bei den Reformen berücksichtigen.</p>
<p>„Auch bei der Demografie haben Sachsen-Anhalt und andere ostdeutsche Länder besondere Herausforderungen. Wir sind das älteste Bundesland: Der Altersdurchschnitt liegt bei uns bei 48 Jahren – bundesweit sind es 44 Jahre.“ Das verursache im Gesundheitswesen und in der Pflege andere Probleme. „Auch das muss die Bundesregierung mitdenken.“ In der Wirtschaft treffe die aktuelle Lage Sachsen-Anhalt ebenfalls besonders hart.</p>
<p>Zur Diskussion über eine mögliche Erhöhung der Mehrwertsteuer im Bund sagte Schulze, die Bundesregierung müsse auch hier den Osten besonders im Blick haben: „Bei uns ist das Durchschnittsgehalt mehrere Hundert Euro geringer als in Westdeutschland. Und wir dürfen die Mittelschicht nicht zusätzlich belasten.“ {/mprestriction}</p>
<p>Nötig sei ein abgestimmtes Verfahren, gemeinsam mit den Ländern, mahnte der CDU-Politiker. „Denn wir haben Mitspracherecht bei Dingen, die etwa im Bundesrat beraten werden müssen.“</p>
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<p><span style="font-size: 6pt; color: #808080;">Autor: © RND / Redaktion</span></p>
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			<category>Pflege</category>
			<pubDate>Fri, 03 Apr 2026 23:10:00 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Verband warnt vor Personalabbau in der Pflege</title>
			<link>https://www.eu-schwerbehinderung.eu/index.php/pflege/33982-verband-warnt-vor-personalabbau-in-der-pflege</link>
			 
			<description><![CDATA[<p><img src="https://www.eu-schwerbehinderung.eu/images/20/1121/Web-Mundmaske-14.jpg" /></p><p>Die Vereinigung der Pflegenden in Bayern (VdPB) hat mit Spannung den am vergangenen Montag vorgestellten Bericht der FinanzKommission Gesundheit erwartet und auf Vorschläge zur Stabilisierung der Beitragssätze der gesetzlichen Krankenversicherung gehofft, die eng verzahnt mit den Ideen aus dem Zukunftspakt Pflege auf eine effiziente Versorgungsstrategie aufbauen. So sehr der jetzt vorgelegte Bericht einem breiten Ansatz folgt und sich bemüht, Problemlagen zu identifizieren, so sehr sind die Maßnahmenvorschläge zum Beispiel zum Pflegebudget nach Ansicht der VdPB allein auf Kostenpositionen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) fixiert und lassen wichtige Wechselwirkungen im System außer Acht. <br /> <br /> „Bei wirtschaftlichen Problemen folgt der Vorschlag, in der Pflege Personal abzubauen, fast schon reflexhaft“, kritisiert Zöllner die entsprechenden Vorschläge der Kommission und ergänzt: „Dabei zeigen Studien eindeutig, dass der Abbau von Stellen und pflegerischen Fachkompetenzen unmittelbar zu einer steigenden Pflegebedürftigkeit beiträgt und dadurch in der Folge die Pflegeversicherung zusätzlich belastet. Es ist unstrittig, dass erstmalige oder zunehmende Pflegebedürftigkeit eng mit der Zahl der Krankenhausaufenthalte korreliert. Gerade hier wäre ein Ausbau pflegerischer Fachlichkeit erforderlich, um präventiv zu wirken und Versorgungslücken zu vermeiden.“ Stattdessen drohe sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich ein Abbau von Kompetenzen und Kapazitäten. Im häuslichen Umfeld ist sogar mit einer Reduktion von Leistungen zu rechnen. Dies werde unweigerlich zu Versorgungsabbrüchen führen. Die Verknappung von Pflegefachpersonal erschwert außerdem den Übergang zwischen Versorgungssettings. Zentrale pflegerische Aufgaben wie Informieren, Beraten und Anleiten können dann nicht mehr in ausreichendem Maße erbracht werden – mit gravierenden Folgen für Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörige. {/mprestriction}<br /> <br /> Die VdPB sieht darüber hinaus die vorgeschlagenen Maßnahmen im Widerspruch zu den Zielsetzungen etablierter gesundheitspolitischer Initiativen wie dem BEEP, die auf eine Stärkung und Weiterentwicklung pflegerischer Kompetenzen abzielen. „Uns fehlt der systemische Gesamtblick und eine Klärung, für welche Art von Gesundheitsversorgung die begrenzten Mittel künftig eingesetzt werden sollen. Stattdessen wird versucht, nur die Symptome eines überkomplexen und maroden Systems zu lindern. Pflege wird so zum wiederholten Mal zum Kostentreiber – insbesondere im Krankenhausbereich – erklärt, anstatt ihre Kompetenzen als langfristigen und nachhaltig wirksamen Teil der Lösung zu nutzen und ihre Schlüsselrolle anzuerkennen“, fasst Rita Zöllner abschließend die Kritik der VdPB zusammen.</p>
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			<category>Pflege</category>
			<pubDate>Fri, 03 Apr 2026 15:50:00 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Verband warnt: Keine Einsparungen auf Kosten der Pflege</title>
			<link>https://www.eu-schwerbehinderung.eu/index.php/pflege/33967-verband-warnt-keine-einsparungen-auf-kosten-der-pflege</link>
			 
			<description><![CDATA[<p><img src="https://www.eu-schwerbehinderung.eu/images/21/0421/Web-Seniorin-Haende.jpg" /></p><p>Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) kritisiert die Vorschläge der FinanzKommission Gesundheit scharf. Besonders die geplante Wiedereingliederung der Pflegepersonalkosten in das DRG-System ist aus Sicht des DBfK ein massiver gesundheitspolitischer Rückschritt. Die Kommission ordnet diese Maßnahme ausgerechnet der Kategorie A zu – also Einsparungen „ohne erwartbare Auswirkungen auf die Qualität der Versorgung“ – obwohl sie selbst von einem Pflegepersonalabbau ausgeht. Das ist fachlich nicht haltbar und angesichts der bekannten Risiken von Personalunterbesetzung schlicht unerhört. {/mprestriction}</p>
<p>„Wer ernsthaft behauptet, weniger Pflegepersonal beeinträchtige die Versorgungsqualität nicht, ignoriert die Realität in den Krankenhäusern“, sagt Vera Lux, Präsidentin des DBfK. „Pflegepersonalabbau bedeutet mehr Druck, mehr Risiko und weniger Sicherheit für Patientinnen und Patienten.“</p>
<p>Aus Sicht des DBfK sendet die Kommission damit ein fatales Signal: Statt die Finanzierung der professionellen Pflege verlässlich weiterzuentwickeln, soll ein Schutzmechanismus wieder geschwächt werden, der gerade deshalb geschaffen wurde, weil Pflege im DRG-System über Jahre unter erheblichen ökonomischen Druck geraten war. „Das DRG-System hat in der Vergangenheit dazu beigetragen, pflegerische Versorgung nahezu kaputtzusparen. Wer heute ernsthaft eine sichere und qualitativ hochwertige Krankenhausversorgung will, darf diesen Irrweg nicht noch einmal einschlagen“, so Lux. Besonders kritisiert der DBfK, dass erneut bei der Pflege angesetzt wird, anstatt strukturelle Fehlanreize im System konsequent zu beseitigen: „In den vergangenen Jahren wurden Milliardenbeträge in das System gegeben, ohne die grundlegenden Probleme zu lösen, beispielsweise ökonomische Fehlanreize wie Mengenausweitungen, den Fokus auf lukrative Eingriffe oder die Vernachlässigung von Prävention konsequent anzugehen. Dieses Geld jetzt ausgerechnet in der Pflege einzusparen, ist Ausdruck politischer Handlungsunfähigkeit – und diese wird erneut auf dem Rücken der Pflege und letztlich der Patentinnen und Patienten ausgetragen.“</p>
<p><strong>Probleme werden nicht gelöst, sondern verschärft</strong></p>
<p>Besonders brisant: Die Kommission geht selbst davon aus, dass die Umsetzung ihrer Empfehlung mit einem Abbau von Pflegepersonal einhergehen dürfte. Gleichzeitig unterstellt sie, freiwerdende Kapazitäten würden „sehr wahrscheinlich“ anderswo wieder übernommen. Das ist Wunschdenken ohne jede pflegefachliche Absicherung. Dies macht deutlich, worum es der Kommission im Kern geht: nicht um eine rein technische Systemkorrektur, sondern um einen Eingriff mit unmittelbaren Folgen für Arbeitsbelastung, Versorgungsqualität und Patient:innensicherheit. Die FinanzKommission veranschlagt für die Wiedereingliederung der Pflegepersonalkosten eine Finanzwirkung von 0,6 Milliarden Euro im Jahr 2027 und 3,0 Milliarden Euro bis 2030. Parallel soll auch die zusätzliche Vergütung für pflegeentlastende Maßnahmen gestrichen werden – mit weiteren 0,7 Milliarden Euro im Jahr 2027 und 0,9 Milliarden Euro bis 2030. Wer so vorgeht, spart nicht abstrakt im System, sondern ganz konkret bei der Pflege am Bett. „Eine Finanzierung, die erneut Druck auf den Personaleinsatz erzeugt, verschärft die Probleme in den Krankenhäusern, statt sie zu lösen“, betont Vera Lux. Rationierung erfolgt so nicht unmittelbar bei Patienten, aber mittelbar doch, nämlich über die Verknappung von professioneller Pflege.</p>
<p>Der DBfK weist zudem die Behauptung zurück, im Pflegebereich sei Personal in problematischem Umfang über Bedarf aufgebaut worden. Diese Schlussfolgerung beruht auf einer fragwürdigen Datengrundlage. „Der herangezogene Pflegelastkatalog bildet nicht den tatsächlichen Bedarf ab, sondern lediglich die Realität jahrzehntelanger Unterbesetzung. Daraus abzuleiten, es gebe zu viel Pflegepersonal, ist schlicht falsch und irreführend“, betont Lux. Mit der Einführung der PPR 2.0 liege erstmals ein Instrument vor, das den tatsächlichen Pflegebedarf annähernd erfassen könne – das Instrument befindet sich aber noch in der Einführungsphase.<br />Die Realität in den Kliniken ist zudem eine andere: Vielerorts arbeiten Pflegefachpersonen seit Jahren unter hoher Verdichtung, mit personellen Engpässen, kurzfristigen Umplanungen und anhaltender Überlastung. Von einer stabilen, bedarfsgerechten Personalausstattung kann keine Rede sein. {/mprestriction}</p>
<p><strong>Wer Pflege schwächt, schwächt das Krankenhaus</strong></p>
<p>Der DBfK fordert stattdessen, das Pflegebudget nicht zurückzudrehen, sondern gezielt weiterzuentwickeln. Nötig sind klare Regeln dafür, welche pflegerischen Leistungen zu berücksichtigen sind, eine konsequente Entlastung von pflegefremden Aufgaben, die verbindliche Orientierung an bedarfsgerechter Personalbemessung und eine Refinanzierung, die Qualität absichert, statt sie unter Finanzierungsvorbehalt zu stellen.</p>
<p>Der DBfK fordert die politisch Verantwortlichen daher dringend auf, die Vorschläge der FinanzKommission Gesundheit im Bereich Pflege nicht zu übernehmen: „Wer Pflege schwächt, schwächt das Krankenhaus“, sagt Lux. „Eine Reform, die bei der größten Berufsgruppe im Gesundheitswesen kürzt und das als qualitätsneutral verkauft, ist keine Lösung, sondern ein Frontalangriff auf die Profession Pflege und eine sichere Versorgung.“</p>
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			<category>Pflege</category>
			<pubDate>Thu, 02 Apr 2026 15:50:00 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Pflege-Azubi-Award in Schleswig-Holstein</title>
			<link>https://www.eu-schwerbehinderung.eu/index.php/pflege/33950-pflege-azubi-award-in-schleswig-holstein</link>
			 
			<description><![CDATA[<p><img src="https://www.eu-schwerbehinderung.eu/images/20/0721/Web-Studenten.jpg" /></p><p>Auszubildende und Studierende aus Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern in Schleswig-Holstein (und seit diesem Jahr auch Mecklenburg-Vorpommern) können sich ab sofort für den Pflege-Azubi-Award (PAA) bewerben. Mit diesem Award wird erneut das Engagement der Auszubildenden der Pflege gewürdigt und zugleich für das Berufsfeld der Pflege geworben. Gesucht werden Azubis, die auf besondere Weise in ihrem Beruf und persönlichen Umfeld wirken und damit als Botschafterinnen und Botschafter für den Pflegeberuf auftreten. {/mprestriction}</p>
<p>Unter dem Titel: "Deine Story, Deine Stimme, Dein Award" können bis zum 30. Juni 2026 Bewerbungsvideos veröffentlicht werden. Im Mittelpunkt stehen vor allem die persönlichen Geschichten der Auszubildenden. Vergeben wird der Award vom Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa), der größten Interessenvertretung privater Pflegeeinrichtungen.</p>
<p>"Bereits im vergangenen Jahr hatten wir die Möglichkeit, beeindruckende junge Menschen durch den Pflege-Azubi-Award zu ehren. Das ist ein wichtiges Zeichen für den Beruf. Wir suchen nicht die Schülerinnen und Schüler mit den besten Noten, sondern engagierte, überzeugte zukünftige Pflegefachkräfte", erklärt der bpa-Landesvorsitzende Mathias Steinbuck.</p>
<p>Die Schirmherrschaft hat in Schleswig-Holstein bereits zum vierten Mal Ministerpräsident Daniel Günther übernommen. Zum Auftakt der Bewerbungsphase sagte er: "Im vergangenen Jahr wurden bundesweit mehr Ausbildungsverträge für Pflegeberufe abgeschlossen als zuvor. Das macht Mut - denn wir brauchen in unserer älter werdenden Gesellschaft mehr gut ausgebildete Pflegekräfte. Für unsere Gesellschaft ist diese Arbeit wertvoll und nicht zu ersetzen. Die Idee, motivierten Auszubildenden aus Pflegeberufen mit diesem Preis öffentlich Anerkennung auszudrücken und damit auch ein Licht auf die hervorragende Arbeit in der Pflege zu werfen, begrüße ich sehr."</p>
<p>Für den "Pflege-Azubi-Award " können sich Personen ab 16 Jahren bewerben, die in Schleswig-Holstein im Jahr 2026 eine Ausbildung absolvieren oder abgeschlossen haben. Ganz gleich, ob privater Träger, Wohlfahrts- oder kommunale Einrichtungen - es spielt keine Rolle, wo die Ausbildung in Schleswig-Holstein stattfindet. Bewerben können sich alle Pflege-Azubis, Studierende und auch Klassen. {/mprestriction}</p>
<p>So funktioniert es: Mit dem Handy ein Video aufnehmen, in dem Sie sich selbst und das Besondere am Pflegeberuf vorstellen und das Video mit den Kampagnenhashtags #pflegeazubiaward2026 oder #PAA2026 auf Ihrem Profil bei Instagram oder Tik-Tok hochladen. Aus allen eingereichten Videos wählt eine Jury mit Vertreterinnen und Vertretern aus verschiedenen Bereichen der Pflegeausbildung die Gewinnerinnen und Gewinner aus. Für den ersten Platz sind 1.500 EUR, für den zweiten 1.000 EUR und den dritten 500,- EUR ausgelobt. Die Preise werden am 1. Oktober 2026 durch Ministerpräsident Günther in Kiel verliehen.</p>
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			<category>Pflege</category>
			<pubDate>Wed, 01 Apr 2026 15:50:00 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Pflegerat fordert konsequente Umsetzung in der Praxis</title>
			<link>https://www.eu-schwerbehinderung.eu/index.php/pflege/33939-pflegerat-fordert-konsequente-umsetzung-in-der-praxis</link>
			 
			<description><![CDATA[<p><img src="https://www.eu-schwerbehinderung.eu/images/20/1221/Web-Pflegerin-3.jpg" /></p><p>Der Deutsche Pflegerat (DPR) hat ein Positionspapier zur pflegerischen Diagnostik im Rahmen des „Gesetzes zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege“ (BEEP) veröffentlicht. Das BEEP stellt klar: Pflegefachpersonen können bei entsprechender Qualifikation bestimmte Leistungen nach ärztlicher <strong>oder nach pflegerischer Diagnose</strong> eigenverantwortlich erbringen. Dies stärkt den Heilberuf Pflege und die Pflege als Profession. Gleichzeitig verbessert es die pflegerische Versorgung, da pflegerisches Handeln somit ausdrücklich auch auf eigenen pflegerischen Diagnosen fußt.  {/mprestriction}</p>
<p>Der Deutsche Pflegerat begrüßt, dass die pflegerische Diagnostik mit dem BEEP erstmals gesetzlich klar aufgegriffen wurde. </p>
<p>„Dass das Gesetz zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege erstmals Leistungen nach pflegerischer Diagnose nennt, ist von großer Bedeutung, <strong>betont Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats</strong>. „Es wird damit klargestellt: Pflegefachpersonen können bei entsprechender Qualifikation bestimmte Leistungen eigenverantwortlich auf Grundlage pflegerischer Diagnosestellung erbringen. Pflegerisches Handeln ist damit auch das Ergebnis eigener pflegerischer Diagnostik. Das muss jetzt in der Versorgungspraxis ankommen.“ </p>
<p><strong>Das gemeinsame Positionspapier der Fachkommissionen „Pflegebildung &amp; Pflegewissenschaft“ sowie „Digitalisierung in der Pflege“</strong> des Deutschen Pflegerats rückt Begriff, Funktion und Bedeutung der pflegerischen Diagnostik in den Mittelpunkt. Es beschreibt, was nötig ist, damit der gesetzliche Auftrag fachlich tragfähig umgesetzt werden kann. Ziel ist, dass Pflegefachpersonen im Gesundheitssystem eigenverantwortlich handeln können – nur so lässt sich Versorgung bedarfsgerecht und qualitätsgesichert gestalten, auf einer klaren professionellen Grundlage und im interprofessionellen Zusammenspiel mit anderen Gesundheitsberufen. </p>
<p><strong>Pflegerische Diagnostik macht professionelle Pflege sichtbar</strong> </p>
<p>Pflegerische Diagnostik ist ein zentraler Bestandteil professioneller Pflege. Sie hilft, Pflegebedarfe früh zu erkennen, Versorgung gezielt zu planen und Qualität sichtbar zu machen. Sie verbessert damit die Entscheidungsqualität und erhöht die Sicherheit der Versorgung. Sie strukturiert Entscheidungen, macht Versorgungsverläufe nachvollziehbar und schafft die Grundlage für eigenverantwortliches pflegerisches Handeln. Zugleich macht sie pflegefachliche Beiträge in interprofessionellen Versorgungsprozessen sichtbar und anschlussfähig. </p>
<p>Der DPR betont: Ohne pflegerische Diagnostik droht Pflege weiterhin auf einzelne Verrichtungen reduziert zu werden. Pflegerische Diagnostik ist die fachliche Voraussetzung dafür, dass Pflegefachpersonen Bedarfe eigenständig feststellen, daraus pflegerische Diagnosen ableiten und Versorgung verantwortlich gestalten können. Sie gehört damit zum Kern professioneller Pflege und zur Pflegeprozessverantwortung. </p>
<p><strong>Hohe Expertise aus der Profession</strong> </p>
<p>Das Positionspapier wurde von zwei hochkompetenten DPR-Fachkommissionen erarbeitet: „Pflegebildung &amp; Pflegewissenschaft“ sowie „Digitalisierung in der Pflege“. In beiden Gremien arbeiten Expert:innen aus allen Feldern der Pflege aus ganz Deutschland. Sie kennen diagnostische Prozesse aus Praxis, Bildung, Wissenschaft und Management ebenso wie deren digitale Abbildung. </p>
<p>„Es gibt kaum eine bessere Expertise als die derjenigen, die wir in den DPR-Fachkommissionen gebündelt haben und die pflegerische Diagnostik in Praxis, Bildung, Wissenschaft und Digitalisierung seit Jahren fachlich tragen und weiterentwickeln. Dieses Wissen muss jetzt verbindlich in die Umsetzung einfließen.“ </p>
<p><strong>DPR fordert federführende Einbindung bei der weiteren Ausgestaltung</strong> </p>
<p>Der Deutsche Pflegerat erwartet, bei allen grundlegenden Regelungen zur pflegerischen Diagnostik, zu digitalen Anforderungen und zu den daraus abgeleiteten Rahmenbedingungen federführend einbezogen zu werden. Der DPR will diesen Prozess aktiv mitgestalten und dazu beitragen, dass die beschriebenen Grundlagen in der Versorgungspraxis wirksam werden. Denn wenn pflegerische Diagnostik künftig wirksam in der Versorgung, Bildung und Digitalisierung verankert werden soll, braucht es nicht nur gesetzliche Klarheit, sondern auch eine konsequente fachliche Weiterentwicklung aus der Pflege und auf Grundlage des Positionspapiers heraus. </p>
<p><strong>Dazu gehören aus Sicht des DPR:</strong> </p>
<ul>
<li>klare gesetzliche und leistungsrechtliche Grundlagen,</li>
<li>die verbindliche Verankerung in Ausbildung, Studium sowie Fort- und Weiterbildung,</li>
<li>die konsequente Weiterentwicklung der pflegerischen Fachsprache,</li>
<li>digitale Systeme, die pflegefachliche Entscheidungen unterstützen, aber nicht ersetzen,</li>
<li>sowie Rahmenbedingungen, die pflegerische Eigenverantwortung, Pflegeprozessverantwortung und qualifikationsgebunden erweiterte Verantwortung im Rahmen der Vorbehaltsaufgaben fachlich tragfähig absichern. </li>
</ul>
<p>Das Positionspapier macht deutlich: Pflegerische Diagnostik kann nur dann wirksam, nachvollziehbar und sektorenübergreifend anschlussfähig werden, wenn sie auch digital tragfähig abgebildet wird. Dafür braucht es einen einheitlichen pflegefachlichen Sprachraum, klare Begriffe und interoperable Systeme. Nur so lassen sich pflegerische Einschätzungen nachvollziehbar dokumentieren und in der Versorgung wirksam nutzen. </p>
<p><strong>Hintergrund</strong> </p>
<p>Das Positionspapier „Zum Begriff der pflegerischen Diagnostik im Rahmen des Gesetzes zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege (BEEP)“ wurde vom Deutschen Pflegerat veröffentlicht. Es wurde von den Fachkommissionen „Pflegebildung &amp; Pflegewissenschaft“ sowie „Digitalisierung in der Pflege“ konsentiert. </p>
<p>Das Positionspapier finden Sie <a href="https://deutscher-pflegerat.de/profession-staerken/positionspapiere/positionspapier-des-deutschen-pflegerates-zum-begriff-der-pflegerischen-diagnostik-im-rahmen-des-beep" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">hier</a>.</p>
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			<category>Pflege</category>
			<pubDate>Tue, 31 Mar 2026 15:50:00 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Verbände fordern bessere Unterstützung für pflegende Angehörige</title>
			<link>https://www.eu-schwerbehinderung.eu/index.php/pflege/33925-verbaende-fordern-bessere-unterstuetzung-fuer-pflegende-angehoerige</link>
			 
			<description><![CDATA[<p><img src="https://www.eu-schwerbehinderung.eu/images/20/1121/Web-Seniorin-Pflege.jpg" /></p><p>Die von der Bundesregierung angekündigte Pflegereform muss nachhaltige Lösungen für die Sicherstellung der häuslichen Pflege umfassen. Das hat die BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen zusammen mit Verbänden im Gespräch mit Bundesfamilienministerin Karin Prien gefordert, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Die Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) hatte am 16. März 2026 zu einem pflegepolitischen Austausch in Berlin eingeladen, an dem auch die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V., wir pflegen e.V., die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin e.V. und der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband e.V. teilnahmen. Gemeinsam setzten sich die Verbände für die Stärkung von pflegenden Angehörigen und die Verbesserung der Vereinbarkeit von Pflege und Beruf ein.  {/mprestriction}</p>
<p>Die Vertreterinnen und Vertreter der Verbände warben insbesondere für die zeitnahe Einführung einer Lohnersatzleistung für berufstätige pflegende Angehörige zusammen mit Freistellungsansprüchen im Sinne einer Pflegezeit. Zu den Anspruchsberechtigten müssen auch nicht-verwandtschaftliche, nahestehende Personen zählen, die Pflegeverantwortung übernehmen. Die Verbände forderten, dass die Leistungen pflegender Angehöriger, die einem Wert von rund 200 Milliarden Euro im Jahr entsprechen, endlich adäquat honoriert werden. Die Einführung einer Lohnersatzleistung ist zentraler Bestandteil der Empfehlungen des Unabhängigen Beirats der Bundesregierung für die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf, der in dem Gespräch ebenfalls vertreten war. </p>
<p>Zur Einführung einer Lohnersatzleistung wurde im Koalitionsvertrag und in den Eckpunkten der Bund-Länder-AG „Zukunftspakt Pflege“ ein Prüfauftrag formuliert, der nach Ansicht der Verbände dringend konkretisiert werden muss. Sie forderten, die sozio-ökonomischen Folgewirkungen der Einführung einer Lohnersatzleistung möglichst konkret zu modellieren. Positive Effekte sind unter anderem im Hinblick auf  Einsparungen von Kosten für professionelle Pflege zu erwarten. Gleichzeitig können Angehörige sowohl erwerbstätig bleiben und Pflegeaufgaben übernehmen. Dies ist gesamtgesellschaftlich sowie gleichstellungspolitisch von Vorteil und dient zugleich der Prävention von Altersarmut.  {/mprestriction}</p>
<p>Neben den Potenzialen und Grenzen von Ehrenamt in der Betreuung und Pflege älterer Menschen wurde die Notwendigkeit einer guten und flächendeckenden hospizlichen und palliativen Versorgung erörtert. </p>
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			<category>Pflege</category>
			<pubDate>Mon, 30 Mar 2026 15:50:00 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Verband fordert Reform zur Senkung von Pflegeheimkosten</title>
			<link>https://www.eu-schwerbehinderung.eu/index.php/pflege/33915-verband-fordert-reform-zur-senkung-von-pflegeheimkosten</link>
			 
			<description><![CDATA[<p><img src="https://www.eu-schwerbehinderung.eu/images/20/1021/Web-Pflegeheim-1.jpg" /></p><p>Die Kosten für einen Platz im Pflegeheim sind in den vergangenen Jahren stark gestiegen, die Eigenanteile liegen inzwischen bei durchschnittlich 3542 Euro. Der Arbeitgeberverband Pflege (AGVP) begrüßt, dass einzelne Bundesländer gegensteuern, und fordert eine konsequente Reform, die Pflegekosten senkt, wie es in einer Pressemitteilung heißt. <br /><br />Pflege im Heim wird wieder bezahlbar, wenn wir Effizienz ermöglichen, statt sie zu blockieren. Deshalb müssen weniger Bürokratie und flexible Vorgaben Maßstab der Pflegereform sein. Wenn die Politik weiter nur Kosten verschiebt, bleiben die Versorgungssicherheit gefährdet und die Pflege unbezahlbar.“ {/mprestriction}<br /><br /><strong>Hintergrund</strong></p>
<p>Pflegekassen zahlen für die stationäre Versorgung einen festen Betrag je nach Pflegegrad. Darüberhinausgehende Kosten tragen Pflegebedürftige über den Eigenanteil – abzüglich eines prozentualen Anteils je nach Verweildauer im Pflegeheim. Die rechnerischen Eigenanteile sind nach Angaben des Verbands der Ersatzkassen (vdek) in den letzten fünf Jahren von 2068 Euro auf 3542 Euro gestiegen. Können Pflegebedürftige diese Kosten nicht aufbringen, übernimmt das Sozialamt.</p>
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			<category>Pflege</category>
			<pubDate>Sun, 29 Mar 2026 15:50:00 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Pflege sichtbar machen: Ihre Ideen für bessere Versorgung</title>
			<link>https://www.eu-schwerbehinderung.eu/index.php/pflege/33908-pflege-sichtbar-machen-ihre-ideen-fuer-bessere-versorgung</link>
			 
			<description><![CDATA[<p><img src="https://www.eu-schwerbehinderung.eu/images/21/0421/Web-Seniorin-1.jpg" /></p><p>Pflege wirkt. Jeden Tag. In der Versorgung, in Teams, in Organisationen. Doch genau diese Wirkung bleibt im Gesundheitssystem oft im Hintergrund. Wer sie sichtbar macht, verbessert Versorgung spürbar. <br /> <br /><strong>Klar. Konkret. Wirkungsvoll.</strong><br /> <br />Reichen Sie in einem ersten Schritt ein Abstract mit maximal 2.000 Zeichen ein – kurz, verständlich und auf den Punkt gebracht. Beschreiben Sie die Ausgangslage, Ihr Vorgehen, die Ergebnisse und was sich konkret verändert hat. Sie brauchen kein großes Forschungsprojekt. Entscheidend ist, dass sichtbar wird, was wirkt – für Patient:innen, Pflegebedürftige, An- und Zugehörige sowie für Abläufe, Teams und Organisationen. Auch die Zusammenarbeit mit anderen Gesundheitsfachberufen kann im Fokus stehen. {/mprestriction}<br /><br /> <br /><strong>Ihre Idee auf dem Deutschen Pflegetag</strong><br /> <br />Die ausgewählten Abstracts werden auf dem Deutschen Pflegetag 2026 präsentiert – als Poster, im Austausch beim „Poster Walk“ und im Voting durch die Teilnehmenden des Deutschen Pflegetags. Die besten Beiträge werden ausgezeichnet.<br /> <br />Sie zeigen, was Pflege kann – auf dem Deutschen Pflegetag 2026. Und darüber hinaus in der fachlichen und gesundheitspolitischen Diskussion, wo Versorgung gestaltet wird.</p>
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			<category>Pflege</category>
			<pubDate>Sat, 28 Mar 2026 16:50:00 +0100</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Verband kritisiert Streichung der Pflegepersonaluntergrenzen</title>
			<link>https://www.eu-schwerbehinderung.eu/index.php/pflege/33877-verband-kritisiert-streichung-der-pflegepersonaluntergrenzen</link>
			 
			<description><![CDATA[<p><img src="https://www.eu-schwerbehinderung.eu/images/20/1221/Web-Mundmaske-7.jpg" /></p><p>Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) kritisiert den Vorstoß aus Mecklenburg-Vorpommern im Bundesrat deutlich, die Einhaltung der Pflegepersonaluntergrenzenverordnung (PpUGV) als Qualitätskriterium für die Zuweisung von Leistungsgruppen im Krankenhausreformanpassungsgesetz (KHAG) zu streichen. Damit würde ausgerechnet die unterste rote Linie der pflegerischen Personalausstattung wieder zur Disposition gestellt. {/mprestriction}</p>
<p>„Wer jetzt an Mindeststandards in der Pflege sparen will, gefährdet die Versorgungsicherheit von Patientinnen und Patienten“, sagt Vera Lux, Präsidentin des DBfK. „Die PpUG sind kein Nebenschauplatz, sondern markieren das absolute Minimum dessen, was in pflegesensitiven Bereichen personell überhaupt noch vertretbar ist. Es ist unerhört, ein bereits beschlossenes Qualitätskriterium nun wieder infrage zu stellen, nur weil einzelne Häuser befürchten, dass anhaltender Personalmangel nicht länger folgenlos bleibt.“</p>
<p><strong>Streichung ginge zulasten von Qualität und Sicherheit</strong></p>
<p>Schon im vergangenen Herbst hatte der DBfK davor gewarnt, Pflegequalität aus der Krankenhausreform herauszudrängen und Pflege erneut vor allem als Kostenfaktor zu behandeln. Der DBfK hatte damals deutlich betont, dass eine Streichung der Pflegepersonaluntergrenzen als Qualitätskriterium zulasten von Pflegequalität und Versorgungssicherheit ginge. Zugleich verweist der DBfK darauf, dass die Bundesregierung in ihrer Protokollerklärung ausdrücklich an der Bedeutung der Pflegepersonaluntergrenzen festhält. Darin stellt sie klar, dass die Einhaltung der PpUG der Qualität der Patient:innenversorgung und der Arbeitsbedingungen von Pflegefachpersonen dient. Außerdem betont die Bundesregierung, dass bei Unterschreitung der PpUG Ausnahmeregelungen zur Leistungsgruppenzuweisung gelten und die Versorgung dadurch auch bei kurzfristigen Unterschreitungen nicht gefährdet sei.</p>
<p>„Gerade weil es Ausnahmeregelungen gibt, ist die Behauptung, die PpUG als Qualitätskriterium gefährdeten jetzt akut die Versorgungssicherheit, in keinster Weise überzeugend, das Gegenteil ist der Fall“, sagt Ingo Böing, Referent für Pflege im Krankenhaus beim DBfK. „Es gibt bereits großzügige Übergangs- und Ausnahmeregelungen. Diese Zeit muss genutzt werden, um die Personalsituation in den Kliniken tatsächlich zu verbessern – nicht, um Mindestanforderungen wieder abzuräumen. Wenn selbst die unterste Grenze im Monatsdurchschnitt vielerorts nicht eingehalten wird und das faktisch ohne spürbare Konsequenzen bleibt, dann ist das der eigentliche Skandal.“</p>
<p><strong>DBfK fordert: Reform und Pflege nicht kaputtsparen</strong></p>
<p>Der DBfK warnt davor, die Kostenprobleme der Krankenhausversorgung erneut mit Einsparungen bei der Pflege beantworten zu wollen. Statt die Reform konsequent umzusetzen und Qualität verbindlich abzusichern, werde wieder nach kurzfristigen Entlastungen gesucht. Das ist aus Sicht des Verbands auch deshalb falsch, weil eine sichere Versorgung ohne ausreichendes Pflegepersonal nicht möglich ist. Der DBfK verweist in diesem Zusammenhang erneut auf sein Positionspapier zur Weiterentwicklung des Pflegebudgets. Hier fordert der DBfK, Pflegebudget, Pflegepersonalbemessung und Leistungsgruppen endlich schlüssig zusammenzuführen: Bedarfsgerechte Personalausstattung ist Voraussetzung für Qualität, Qualität muss Kriterium der Leistungsgruppen bleiben, und der festgestellte Bedarf muss vollständig refinanziert werden. „Wer nachhaltig Kosten senken will, darf nicht an der Pflege sparen. Das wäre zu kurzfristig gedacht“, so Vera Lux. „Eine qualitätsorientierte Krankenhausversorgung gibt es nicht ohne ausreichend Pflegepersonal. Die Antwort auf strukturelle Defizite kann nicht sein, Mindeststandards weiter abzusenken.“ {/mprestriction}</p>
<p>Der DBfK fordert Bundesrat und Länder auf, die Krankenhausreform nicht zulasten der Pflege auszuhöhlen. Die bestehenden Übergangsfristen und Ausnahmen bieten ausreichend Spielraum, um regionale Herausforderungen aufzufangen. Sie müssen jetzt genutzt werden, um den Missstand der unzureichenden Personalausstattung zu beheben – im Interesse der Patient:innen, der Versorgungssicherheit und der professionell Pflegenden.</p>
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</div>]]></description>
			<category>Pflege</category>
			<pubDate>Fri, 27 Mar 2026 16:50:00 +0100</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Pflegebedürftigkeit beginnt immer früher - mehr leichte Pflegegrade</title>
			<link>https://www.eu-schwerbehinderung.eu/index.php/pflege/33874-pflegebeduerftigkeit-beginnt-immer-frueher-mehr-leichte-pflegegrade</link>
			 
			<description><![CDATA[<p><img src="https://www.eu-schwerbehinderung.eu/images/21/0421/Web-Seniorin-Haende.jpg" /></p><p>Die Zahl der erstmals pflegebedürftigen Menschen ab 60 Jahren hat sich von 2019 bis 2024 auf weitgehend stabilem Niveau bewegt: In diesem Zeitraum traten jedes Jahr etwa 350.000 AOK-Versicherte dieser Altersgruppe neu in die Pflege ein. Das zeigt eine als e-Paper veröffentlichte Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) auf Basis von AOK-Routinedaten und Erstbegutachtungsdaten der Medizinischen Dienste. Allerdings belegt die Auswertung auch, dass die Menschen dieser Altersgruppe bei Eintritt in die Pflegebedürftigkeit im Schnitt immer jünger sind. {/mprestriction}</p>
<p>Die Analyse setzt nach der Einführungsphase des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffes an, der 2017 und 2018 zunächst zu einem deutlichen Anstieg der Zahl der Pflegebedürftigen geführt hatte. Nach den "Einmaleffekten" in den ersten beiden Jahren nach der Umstellung blieb die Zahl der Pflegeeintritte bei den AOK-Versicherten ab 60 Jahren laut der WIdO-Analyse dann zwischen 2019 und 2024 aber auf einem konstanten Niveau. Am häufigsten wurde in diesem Zeitraum Pflegegrad 2 festgestellt, auf diesen entfielen 46,5 Prozent der Pflegeeintritte ab 60 Jahren. Am zweithäufigsten wurde mit 29,7 Prozent Pflegegrad 1 bescheinigt.</p>
<p>"Trotz stabiler Eintritte in die Pflegebedürftigkeit bei den über 60-jährigen AOK-Versicherten seit dem Jahr 2019 zeigt unsere Analyse aber auch, dass sich hier die Altersstruktur bei Beginn der Pflegebedürftigkeit verändert hat", sagt Susann Behrendt, Forschungsbereichsleiterin Pflege im Wissenschaftlichen Institut der AOK. Am Ende des Analysezeitraums im Jahr 2024 waren die Menschen in den ausgewerteten Altersgruppen ab 60 Jahren bei Pflegeeintritt mit 77,9 Jahren deutlich jünger als noch fünf Jahre zuvor mit 79,5 Jahren. Der stärkste Anstieg war in der Gruppe der 60- bis 69-Jährigen zu verzeichnen: Auf diese entfielen 2019 noch 13,9 Prozent aller Pflegeeintritte, 2024 waren es bereits 19,5 Prozent. Demgegenüber sank der Anteil der Hochbetagten, die erstmals einen Pflegegrad erhielten. "Wir sehen hier einen gewissen Vorzieh-Effekt. Die Pflegebedürftigkeit wird früher festgestellt und formalisiert", so Behrendt. Dennoch ist der größte Teil der Menschen, bei denen erstmals eine Pflegebedürftigkeit festgestellt wird, mindestens 80 Jahre alt.</p>
<p><b>Anteil der höchsten Pflegegrade im Zeitverlauf gesunken</b></p>
<p>Parallel zur Altersstruktur hat sich laut der WIdO-Analyse auch die festgestellte Pflegeschwere verändert: So stieg der Anteil von Pflegegrad 1 und 2 bei den erstmals pflegebedürftigen AOK-Versicherten ab 60 Jahren zwischen 2019 bis 2024 von 75,8 auf 79,9 Prozent. Gleichzeitig sank der Anteil der höchsten Pflegegrade. Pflegegrad 4 erhielt 2024 nur ein geringer Anteil von 3,8 Prozent (2019: 5,4 Prozent), den höchsten Pflegegrad 5 nur 1,3 Prozent (2019: 1,8 Prozent). "Zusammenfassend kann man sagen, dass die Pflegebedürftigkeit früher festgestellt wird, aber mit niedrigeren Pflegegraden startet", so Susann Behrendt.</p>
<p>Bei den Leistungsbewilligungen für die erstmals Pflegebedürftigen ab 60 Jahren dominiert der Analyse zufolge über alle Pflegegrade hinweg das Pflegegeld. Am stärksten zugenommen hat der Bezug dieser Leistung im Zeitverlauf in den Pflegegraden 2 und 3. So stieg der Pflegegeld-Bezug bei den Menschen dieser Altersgruppe in Pflegegrad 2 von 70,5 Prozent im Jahr 2019 auf 79,6 Prozent im Jahr 2024. In Pflegegrad 3 stieg der Bezug im gleichen Zeitraum von 59,3 Prozent auf 65,9 Prozent. {/mprestriction}</p>
<p><b>Ableitungen für die geplante Pflegereform</b></p>
<p>Die Ergebnisse zeigen aus Sicht von Susann Behrendt, dass in der aktuellen Reformdebatte nicht nur auf den Gesamtanstieg der Pflegebedürftigen geschaut werden sollte. Ebenso wichtig sei es, den Blick auch auf die Altersstruktur der "Neuzugänge" zu richten. "Die Gruppe der Menschen über 60 Jahren macht demografisch einen erheblichen Anteil aus und weist ein hohes Pflegerisiko auf. Bei ihnen wird Pflegebedürftigkeit zunehmend früher und mit den niedrigeren Pflegegraden 1 und 2 festgestellt", so Behrendt. Die Reformdebatte müsse sich stärker auf das Thema Prävention fokussieren: "Die Verschiebung hin zu geringeren Schweregraden zeigt, dass es frühzeitige und wirkungsvolle Präventionsmaßnahmen auch schon ab dem Eintritt der Pflegebedürftigkeit braucht. So könnte man einer Zunahme der Beeinträchtigungen entgegenwirken oder diese zumindest hinauszögern", so Behrendt. Die Veränderungen im Versorgungsbedarf erforderten neue Lösungen, insbesondere im ambulanten Bereich und in der Unterstützung informeller Pflegearrangements.</p>
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<p><span style="font-size: 6pt;">Quelle: <span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="https://www.presseportal.de/pm/32063/6243729" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">ots</a> - news aktuel</span>l</span></p>
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			<category>Pflege</category>
			<pubDate>Fri, 27 Mar 2026 03:10:00 +0100</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Pflegerat warnt vor Engpässen in der Pflege</title>
			<link>https://www.eu-schwerbehinderung.eu/index.php/pflege/33857-pflegerat-warnt-vor-engpaessen-in-der-pflege</link>
			 
			<description><![CDATA[<p><img src="https://www.eu-schwerbehinderung.eu/images/22/1121/Web-Pflege-Hand.jpg" /></p><p>Die Pflege gewinnt weiter an Zulauf: 2025 wurden rund 64.300 neue Ausbildungsverträge zur Pflegefachperson abgeschlossen, ein Anstieg von acht Prozent (plus 4.900), meldet das Statistische Bundesamt. Insgesamt befinden sich rund 158.000 Menschen in der Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann – so viele wie nie zuvor. {/mprestriction}</p>
<p>Zum 31. Dezember 2025 lag zudem die Zahl der Pflegestudierenden insgesamt bei rund 1.800. Rund 800 haben 2025 ihr Studium aufgenommen. Gemessen an den Ausbildungszahlen entspricht das lediglich rund 1,2 Prozent eines Jahrgangs.</p>
<p>Mehr Personal, aber steigender Bedarf</p>
<p>Laut Fachkräftemonitoring der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) ist die Zahl der Beschäftigten im Pflegedienst in Krankenhäusern deutlich gestiegen: In den letzten zehn Jahren um rund 90.000 auf knapp 409.000 Vollzeitstellen; im ärztlichen Bereich auf mehr als 180.000 (plus 30.000). Dennoch bleibt der Fachpersonalmangel groß, da bis 2035 allein im Krankenhaus rund 300.000 Beschäftigte altersbedingt ausscheiden. In der Langzeitpflege wird erwartet, dass bis zu ein Drittel der beruflich Pflegenden in diesem Zeitraum aus dem Beruf ausscheidet. Hinzu kommen der demografiebedingte Mehrbedarf an pflegerischer Versorgung und der damit verbundene Personalaufbau.</p>
<p>Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats, bewertet die steigenden Ausbildungszahlen als wichtigen Fortschritt: „Die Zahlen zeigen, dass die Pflegeausbildung auf dem richtigen Weg ist. Immer mehr Menschen entscheiden sich damit für einen sinnstiftenden Beruf mit vielfältigen Einsatz- und Entwicklungsmöglichkeiten sowie guter Bezahlung. Das ist ein starkes Signal.“</p>
<p><strong>Keine Entwarnung für die Versorgung</strong></p>
<p>Sie betont jedoch: „Das ist keine Entwarnung. Schon heute fehlen Pflegefachpersonen in allen Versorgungsbereichen. Der Personalaufbau im Krankenhaus korrigiert einen lange ignorierten Mangel, während die Langzeitpflege weiter unter hohem Druck steht. Gleichzeitig ist die geringe Zahl der Studierenden in der Pflege besorgniserregend.“</p>
<p><strong>Ausbildung stärken und Fachpersonal halten</strong></p>
<p>Der Deutsche Pflegerat fordert, die positive Entwicklung gezielt abzusichern. „Die Qualität der Ausbildung, die enge Einbindung in die Praxis und verlässliche berufliche Perspektiven sind entscheidend“, so Vogler. Ausbildungsplätze müssen weiter ausgebaut, ausreichend Lehrpersonal gewonnen und die Ausbildungsstrukturen an Pflegeschulen und Hochschulen gestärkt werden. Ebenso wichtig sind gute Arbeitsbedingungen, eine gute Praxisanleitung und Begleitung der Auszubildenden sowie eine erlebbare Digitalisierung in den Einrichtungen. „Wir dürfen niemanden auf dem Weg verlieren.“</p>
<p><strong>Beim Pflegestudium besteht deutlicher Nachholbedarf</strong></p>
<p>„Dass nur rund 800 Menschen ein Pflegestudium aufnehmen, ist ein klares Warnsignal“, mahnt Vogler. Deutschland bleibe beim Aufbau einer modernen hochschulischen Pflegebildung deutlich hinter dem notwendigen Bedarf zurück. Mit rund 1,2 Prozent an neu begonnenen Studierenden des Pflegeausbildungsjahrgangs liegt die Akademisierungsquote weit unter der Empfehlung des Wissenschaftsrats von 10 bis 20 Prozent. Es brauche daher einen entschlossenen Ausbau der Studienplatzkapazitäten, verlässliche Finanzierung und klare Einsatz- und Karriereperspektiven. „Wer die Versorgung von morgen sichern will, muss heute deutlich stärker in die akademische Pflegebildung investieren.“</p>
<p><strong>Personalbemessung weiterentwickeln</strong></p>
<p>Mit Blick auf das Fachkräftemonitoring der DKG weist der Deutsche Pflegerat auf ein zentrales Spannungsfeld hin: Krankenhäuser berichten von bürokratischem Aufwand. „Andererseits kann es nicht sein, ausgerechnet die Instrumente zur Personalbemessung infrage zu stellen. Denn ohne sie wissen wir nicht, wie viel Pflegepersonal benötigt wird.“</p>
<p>Dass viele Kliniken die Instrumente bislang noch nicht als ausreichend wirksam erleben, zeigt aus Sicht des Deutschen Pflegerats den Weiterentwicklungsbedarf, nicht ihre Entbehrlichkeit.</p>
<p>Personalbemessung ist eine Voraussetzung für Entlastung und Versorgungsqualität, aber keinesfalls ein Hindernis. Entscheidend ist, sie kontinuierlich weiterzuentwickeln und insgesamt unnötige Bürokratie konsequent abzubauen. „Bürokratieabbau an dieser Stelle wäre Bürokratieabbau an der falschen Stelle.“ {/mprestriction}</p>
<p><strong>Strukturelle Voraussetzungen jetzt schaffen</strong></p>
<p>Der Deutsche Pflegerat sieht in den aktuellen Zahlen eine klare Chance: „Mehr Auszubildende und mehr Pflegepersonal sind ein Fortschritt. Jetzt müssen die strukturellen Voraussetzungen folgen, damit daraus – zusammen mit einer Stärkung des Pflegestudiums – dauerhaft eine stabile Versorgung von Menschen aller Altersgruppen in allen Versorgungsbereichen entsteht.“</p>
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</div>]]></description>
			<category>Pflege</category>
			<pubDate>Thu, 26 Mar 2026 16:50:00 +0100</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Pflege-Nachwuchs in NRW: Fast jeder dritte Azubi männlich</title>
			<link>https://www.eu-schwerbehinderung.eu/index.php/pflege/33840-pflege-nachwuchs-in-nrw-fast-jeder-dritte-azubi-maennlich</link>
			 
			<description><![CDATA[<p><img src="https://www.eu-schwerbehinderung.eu/images/20/0721/Web-Studenten.jpg" /></p><p>Zum Jahresende 2025 befanden sich 41.244 Personen in der beruflichen Ausbildung zur Pflegefachfrau beziehungsweise zum Pflegefachmann. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, waren das rund 8 % mehr Personen als im Jahr zuvor: Ende 2024 hatte es 38.088 Pflegeauszubildende in NRW gegeben. Von den Pflegeazubis im Jahr 2025 waren 29.145 weiblich und 12.099 männlich. Der Männeranteil in der beruflichen Pflegeausbildung stieg seit dem Start der generalistischen Ausbildung im Jahr 2020 kontinuierlich an: Während Ende 2020 noch rund jeder vierte Azubi männlich gewesen war, traf das Ende 2025 fast auf jeden dritten Azubi zu wie es in einer Pressemitteilung des Landesbetrieb IT.NRW heißt. {/mprestriction}</p>
<p><strong>Zahl der Neuabschlüsse in der Pflegeausbildung 2025 gestiegen</strong></p>
<p>Im Jahr 2025 wurden 17.253 Ausbildungsverträge in der Pflege neu abgeschlossen; das waren knapp 2 % mehr als im Jahr zuvor. Der Anteil der Männer bei den Auszubildenden mit neu abgeschlossenem Ausbildungsvertrag lag im Jahr 2025 bei 31,2 % und war damit im Vergleich zum Vorjahr um knapp zwei Prozentpunkte gestiegen: Im Jahr 2024 waren noch 29,3 % der neuen Pflegeazubis männlich gewesen.</p>
<p><strong>Männeranteil bei Pflegestudierenden bei rund 22 %</strong></p>
<p>Neben den Auszubildenden in der beruflichen Pflegeausbildung werden in der Pflegeausbildungsstatistik seit 2024 auch Studierende erfasst, die eine hochschulische Pflegeausbildung im Rahmen eines Studiums absolvieren. Im Pflegestudium lag der Männeranteil im Jahr 2025 bei rund 22 %: Von den insgesamt 180 Studierenden in der hochschulischen Pflegeausbildung waren 141 weiblich und 39 männlich. {/mprestriction}</p>
<p><strong>Hinweise zur Statistik</strong></p>
<p>Die Zahlen zu den Auszubildenden und Studierenden in der Pflege 2025 sind vorläufig und aktuell nur auf Landesebene verfügbar. Sie können von den – voraussichtlich Ende Mai 2026 vorliegenden – endgültigen, regionalisierten Ergebnissen abweichen, da sie noch nicht vollständig plausibilisiert wurden. Alle Daten wurden aus Gründen der Geheimhaltung auf ein Vielfaches von drei gerundet.</p>
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			<category>Pflege</category>
			<pubDate>Wed, 25 Mar 2026 16:50:00 +0100</pubDate>
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