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		<title>Nachrichten zur Pflege</title>
		<description>Tagesaktuelle Nachrichten rund um Pflege-Themen</description>
		<link>https://www.eu-schwerbehinderung.eu/index.php/pflege</link>
		<lastBuildDate>Sat, 23 May 2026 09:13:53 +0200</lastBuildDate>
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		<language>de-de</language>
		<item>
			<title>Pflegerat verlangt echten Perspektivwechsel in der Politik</title>
			<link>https://www.eu-schwerbehinderung.eu/index.php/pflege/34554-pflegerat-verlangt-echten-perspektivwechsel-in-der-politik</link>
			 
			<description><![CDATA[<p><img src="https://www.eu-schwerbehinderung.eu/images/20/1121/Web-Mundmaske-10.jpg" /></p><p>Der Deutsche Pflegerat (DPR) fordert, die Versorgungsperspektive in den Mittelpunkt zu stellen, die Profession Pflege als eigenverantwortliche Akteurin zu stärken und Versorgungsfolgen von Gesetzen zu prüfen. {/mprestriction}</p>
<p>Der DPR verlangt, dass bei allen aktuellen und zukünftigen Gesetzesvorhaben im Gesundheits- und Pflegebereich die Versorgungsperspektive konsequent berücksichtigt wird, mit einem klaren Fokus auf die Profession Pflege. Diese muss als eigenständige und eigenverantwortliche Akteurin der Versorgung anerkannt und ihre Kompetenzen im Alltag wirksam genutzt werden.</p>
<p>Die Profession Pflege darf nicht länger nur Empfängerin gesetzlicher Vorgaben, Nutzerin digitaler Systeme oder Ausführende fremder Entscheidungen sein. Pflegefachpersonen tragen täglich Verantwortung für Versorgung. Ihre Kompetenzen müssen rechtlich abgesichert, strukturell eingebunden und praktisch nutzbar gemacht werden. Zugleich braucht es eine klare Versorgungsfolgenabschätzung: Entscheidend ist, ob Gesetze die Versorgung der Menschen sichern und verbessern.</p>
<p>„Nicht jede Neuordnung ist ein Fortschritt. Wenn sie die Versorgung schwächt, ist sie ein Rückschritt. Eine Reform, die Patient:innen und Pflegebedürftige zusätzlich belastet, die beruflich Pflegenden weiter unter Druck setzt, ihre Kompetenzen nicht nutzt und bei Entscheidungen nicht einbezieht, ist keine Modernisierung“, erklärt Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats. „Gesundheits- und Pflegepolitik darf nicht zur Sparpolitik gegen die Menschen werden. Sie muss die Profession Pflege als eigenverantwortliche Akteurin stärken.“</p>
<p><strong>Versorgungsperspektive heißt: Pflegekompetenz nutzen</strong></p>
<p>Der DPR sieht in den aktuellen Gesetzesvorhaben zur gesetzlichen Krankenversicherung, Sozialen Pflegeversicherung und Digitalisierung ein grundlegendes Problem: Versorgung wird zu oft aus der Perspektive von Finanzen, Technik, Verwaltung, Datenflüssen und ärztlich geprägten Strukturen geplant. Zu selten wird gefragt, was Regelungen für Patient:innen und pflegebedürftige Menschen in den verschiedenen Versorgungssettings, pflegende An- und Zugehörige sowie die Gesundheits- und Pflegeberufe konkret bedeuten. Der Heilberuf Pflege wird noch immer nicht selbstverständlich als eigenständige, versorgungsverantwortliche Profession behandelt. Dabei sichern Pflegefachpersonen die Versorgung nicht am Rand, sondern mittendrin: mit eigener Fachlichkeit, eigener Verantwortung und eigener Kompetenz.</p>
<p>„Bedarfsgerechte und zukunftsorientierte Versorgung entsteht im Zusammenspiel. Das betrifft Pflegefachpersonen ebenso wie Ärztinnen und Ärzte, Therapeutinnen und Therapeuten, Hebammen, Apothekerinnen und Apotheker, Medizinische Fachangestellte, Rettungsdienst, Sozialdienste, Beratungsstrukturen und viele weitere Berufsgruppen. Genau dieses Zusammenspiel muss die Gesetzgebung endlich konsequent abbilden“, so Vogler.</p>
<p>„Wer nur Leistungen streckt, Ausgaben deckelt oder Verantwortung verschiebt, löst keine Pflege- und Versorgungskrise, sondern verschärft sie“, betont Vogler. „Entscheidend ist, ob gesetzliche Regelungen die Sicherheit von Patient:innen und Pflegebedürftigen stärkt, Versorgungskontinuität sichern, Prävention ermöglichen, pflegebedürftige Menschen unterstützen und die Arbeitsfähigkeit der Gesundheits- und Pflegefachberufe erhalten und ihre Kompetenzen nutzen.“</p>
<p><strong>Pflegefachpersonen sichern Versorgung jeden Tag</strong></p>
<p>Pflegefachpersonen sichern die Versorgung im Krankenhaus, in der Häuslichkeit, in der ambulanten Pflege, in der Langzeitpflege, in der Rehabilitation und an den Übergängen zwischen den Sektoren. Sie begleiten Menschen häufig über lange Zeiträume, in vulnerablen Lebenslagen und über Sektorengrenzen hinweg. Trotzdem wird ihre Expertise im Gesundheitssystem noch immer nicht verbindlich genug einbezogen. Das schwächt die Profession und die Versorgung selbst.</p>
<p>Auch pflegende An- und Zugehörige dürfen nicht als selbstverständlich verfügbare Ressource behandelt werden. Sie sind tragende Säulen der Versorgung und brauchen selbst Unterstützung, Beratung, Anleitung, Entlastung und verlässliche professionelle Begleitung. Wer häusliche Pflege stärken will, muss niedrigschwellige Zugänge, digitale und analoge Beratung, sektorenübergreifende Koordination, Prävention, Case- und Care Management sowie professionell Pflegende wirksam verbinden.</p>
<p><strong>Digitalisierung muss Versorgung besser machen</strong></p>
<p>Der aktuelle Referentenentwurf eines Gesetzes für Daten und digitale Innovationen im Gesundheitswesen (GeDIG) zeigt exemplarisch, woran es fehlt: Der Heilberuf Pflege wird zwar als Nutzerin, Verpflichtete oder Datenlieferantin adressiert, aber nicht durchgängig als eigenständige, versorgungsverantwortliche Profession. Das ist der falsche Ansatz. Wer digital gestützte Versorgung gestaltet, muss die Pflegeprofession nicht nur anschließen, sondern ihre fachliche Verantwortung von Anfang an mitdenken. Das betrifft digitale Kommunikation, elektronische Patientenakte, digitale Bedarfseinschätzung, Gesundheitsdatennutzung, Telematikinfrastruktur, Verordnungsprozesse und digital unterstützte Primärversorgung.</p>
<p>„Digitalisierung ist kein Selbstzweck. Wenn Digitalisierung, Datenstrukturen oder neue Versorgungswege nur entlang bestehender Verwaltungs- oder Abrechnungssysteme entwickelt werden, entstehen keine besseren Versorgungsprozesse“, sagt Vogler. „Genau das ist hier die Gefahr. Wir brauchen digitale und gesetzliche Strukturen, die den Alltag der Versorgung abbilden: multiprofessionell, sektorenübergreifend, niedrigschwellig und wohnortnah, verständlich und praxistauglich.“ {/mprestriction}</p>
<p>Der Deutsche Pflegerat fordert deshalb eine klare Prüfung der Versorgungsfolgen von Gesetzen und Verordnungen: Verbessert eine Regelung die Versorgungsqualität? Entlastet sie Pflegebedürftige und An- und Zugehörige? Nutzt sie die Kompetenzen der Profession Pflege? Sichert sie die Versorgung? Oder verschiebt sie lediglich Kosten, Risiken und Dokumentationspflichten?</p>
<p>„Wer Pflege reformieren will, muss an die Strukturen. Alles andere bleibt Reparaturbetrieb“, sagt Vogler. „Eine Politik, die die Profession Pflege vorwiegend als Kostenfaktor behandelt, gefährdet Versorgung und Vertrauen in den Sozialstaat. Bedarfsgerechte und zukunftsfähige Pflegepolitik beginnt bei den Menschen und bei denen, die jeden Tag Verantwortung für Versorgung übernehmen. Der Heilberuf Pflege ist kein Befehlsempfänger, er ist eine eigenverantwortliche Profession und trägt die Versorgung. Wer dessen Kompetenzen nicht nutzt, schwächt das System.“</p>
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			<category>Pflege</category>
			<pubDate>Tue, 19 May 2026 15:50:00 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>DAK-Chef fordert Stopp der geplanten Pflegereform</title>
			<link>https://www.eu-schwerbehinderung.eu/index.php/pflege/34558-dak-chef-fordert-stopp-der-geplanten-pflegereform</link>
			 
			<description><![CDATA[<p><img src="https://www.eu-schwerbehinderung.eu/images/21/0321/Web-Rollator.jpg" /></p><p>Der Chef der Krankenkasse DAK Gesundheit, Andreas Storm, hat die schwarz-rote Koalition aufgefordert, die Pläne von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) für eine Pflegereform zu stoppen. "Alle bisher bekannten Vorschläge würden zu einem irreparablen Schaden in der Pflegeversicherung führen", sagte Storm dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). "Wir benötigen in der Pflege ein Reform-Moratorium. Nötig ist ein neuer Anlauf für eine tragfähige, sozial gerechte und nachhaltige Reform", mahnte er. {/mprestriction}</p>
<p>Mit Blick auf die Pläne Warkens, die Zuschüsse der Pflegeversicherung für die Eigenbeteiligung der Heimbewohner zu kürzen, sagte Storm: "Die Vorschläge, die im Moment im Raum stehen, würden dazu führen, dass deutlich mehr Menschen auf Sozialhilfe angewiesen sind." Damit steige die Pflegearmut in der stationären Pflege. Zugleich bedeuteten sie eine erhebliche finanzielle Mehrbelastung der Kommunen. "Die Halbierung der Rentenzahlungen für die Pflegepersonen in der ambulanten Pflege heißt, auch dort wird auf lange Sicht Pflegearmut verursacht", fügte Storm hinzu. Zudem werde ein gewaltiges Finanzloch in der Rentenversicherung gerissen, kritisierte der DAK-Chef.</p>
<p>Das autorisierte Zitat im Wortlaut: {/mprestriction}</p>
<p>"Die Vorschläge, die im Moment im Raum stehen, würden dazu führen, dass deutlich mehr Menschen auf Sozialhilfe angewiesen sind. Damit steigt die Pflegearmut in der stationären Pflege. Zugleich bedeuten sie eine erhebliche finanzielle Mehrbelastung der Kommunen. Die Halbierung der Rentenzahlungen für die Pflegepersonen in der ambulanten Pflege heißt, auch dort wird auf lange Sicht Pflegearmut verursacht. Zudem wird ein gewaltiges Finanzloch in der Rentenversicherung gerissen. Alle bisher bekannten Vorschläge würden zu einem irreparablen Schaden in der Pflegeversicherung führen. Wir benötigen in der Pflege ein Reform-Moratorium. Nötig ist ein neuer Anlauf für eine tragfähige, sozial gerechte und nachhaltige Reform."</p>
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<p><span style="font-size: 6pt; color: #808080;">Autor: © RND / Redaktion</span></p>
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			<category>Pflege</category>
			<pubDate>Tue, 19 May 2026 03:10:00 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Caritas kritisiert wirtschaftlichen Druck auf Pflegedienste</title>
			<link>https://www.eu-schwerbehinderung.eu/index.php/pflege/34546-caritas-kritisiert-wirtschaftlichen-druck-auf-pflegedienste</link>
			 
			<description><![CDATA[<p><img src="https://www.eu-schwerbehinderung.eu/images/21/0421/Web-Seniorin-Haende.jpg" /></p><p>Bei einem Gespräch mit Vertretern des Bundesministeriums für Gesundheit in Berlin hat sich eine Delegation des Caritasverbandes für die Diözese Münster am Tag der Pflege (12. Mai) für die Stärkung ihrer Einrichtungen und Dienste eingesetzt, wie es in einer Pressemitteilung heißt. {/mprestriction}</p>
<p>"Wir müssen laut bleiben, um die Sorgen unserer Einrichtungen und Dienste mit Nachdruck auf der politischen Agenda zu halten." So fasste Eva-Maria Matzker, Referentin für ambulante Pflege im Caritasverband für die Diözese Münster, die Ergebnisse eines Hintergrundgesprächs im Bundesministerium für Gesundheit in Berlin zusammen. Mit Blick auf das anstehende Pflegeneuordnungsgesetz brenne es an vielen Stellen des Pflege-Systems. Insbesondere die Frage der Tariftreue in den Pflegeberufen stehe dabei im Mittelpunkt: "Denn nur, wo Menschen von ihrer Hände Arbeit leben können, kann ein quantitativ und qualitativ ausreichendes Pflegesystem aufrechterhalten werden." Matzker war Teil einer Delegation des Diözesancaritasverbandes, die am Tag der Pflege am 12. Mai mit einem umfangreichen Forderungspapier nach Berlin gereist war.</p>
<p>Matzker betonte dabei, dass der Gesetzesentwurf zur Beitragsstabilisierung der gesetzlichen Krankenkassen nahezu alle Einrichtungen existenziell gefährde. "Statt tragfähiger Reformen sieht er pauschale Kostendeckel vor - diese Einschränkung der Tarifrefinanzierung stellt eine ernsthafte wirtschaftliche und soziale Bedrohung auch für ambulante Pflegedienste dar." Ambulante Pflege sei personalintensiv und lebe von qualifizierten Mitarbeitenden, der Großteil der Kosten entfalle auf Löhne.</p>
<p>Auch der stellvertretende Diözesancaritasdirektor aus dem Erzbistum Köln, Matthias Schmitt, unterstrich in dem Gespräch, dass viele positive Entwicklungen der vergangenen Jahre, etwa der Anstieg der Pflegekräfte-Zahlen, durch eine Abkehr von der Refinanzierung der Tarif-Entlohnung in großer Gefahr seien. "Die Tarifbindung ist für uns ein enorm hohes Gut." Dass diese derzeit unter dem wirtschaftlichen Druck nicht mehr als angemessen gesehen werde, mache der Caritas große Sorgen. "Wir bezahlen gut, aber nicht überhöht - für uns wäre es deshalb ein Nackenschlag, wenn die derzeitige finanzielle Neuaufstellung auf dem Rücken der Pflegekräfte ausgetragen würde."</p>
<p><abbr title="Doktor">Dr.</abbr> Martin Schölkopf, Leiter der Unterabteilung "Pflegesicherung und -stärkung" im Bundesministerium für Gesundheit, merkte an, dass die Tariftreue wichtig sei, um die Attraktivität für Pflegeberufe zu erhalten. "Die Gehälter sind in den vergangenen Jahren zum Teil deutlich gestiegen - das ist gut so." Er habe aber die Hoffnung, dass die Tarifparteien den größer werdenden Spardruck im Blick behielten. "Denn die Refinanzierungsmöglichkeiten sind nicht mehr so gegeben wie noch vor einigen Jahren." Die grundsätzliche Vorgabe bleibe: "Einnahmen und Ausgaben müssen im Rahmen bleiben."</p>
<p>Personal und Sachkosten müssten verbindlich, vollständig und ohne Verzögerung in den Pflegesätzen abgebildet werden, sagte Schmitt, der auch für die Altenhilfe der Caritas in <abbr title="Nordrhein-Westfalen">NRW</abbr> zuständig ist. "Ebenso müssen Energiekosten und Kosten für nachhaltige energetische Sanierung und Kosten für Digitalisierung und Cybersicherheit in den Pflegesatzverhandlungen berücksichtig werden." Pflegesatzverhandlungen müssten zügig geführt und abgeschlossen werden, damit Einrichtungen nicht länger die Kosten vorfinanzieren und erhebliche Liquiditätsrisiken tragen müssten. "Sonst entstehen Finanzlücken, die von den Diensten und Einrichtungen nicht mehr geschlossen werden können."</p>
<p>Auch die Investitionen in die soziale Infrastruktur aus dem Sondervermögen wurden bei dem Treffen thematisiert. "Einrichtungen und Träger in der Pflege müssen auf ihrem Weg der nachhaltigen Transformation ihres Gebäudebestands gezielt aus dem Sondervermögen unterstützt werden", forderte Schmitt.</p>
<p>Dr. Elisabeth Fix aus dem Verbindungsbüro Bundespolitik beim Deutschen Caritasverband in Berlin kritisierte in dem Gespräch, dass in Deutschland bislang die strukturelle Entscheidung, Prävention, Gesundheitsförderung und Beratung nicht als regelhafte Kernaufgabe begriffen werde. "Statt frühzeitig in präventive und stabilisierende Angebote zu investieren, ist das System stark reaktiv organisiert und in den Leistungen zu wenig flexibel ausgerichtet." {/mprestriction}</p>
<p>Beratung sei essenziell, sagte Fix. "Sie kann gerade zu Beginn die Verschlimmerung der Pflege-Situation vermeiden." Wichtig sei es, die Beratung in verbindliche Strukturen zu bringen, die bei einem festen Rhythmus immer auch die Flexibilität haben müsse, auf aktuelle Veränderungen des Gesundheitszustandes reagieren zu können. "Am Ende können so gebündelte fallverantwortliche Beratung und gezielte Prävention Pflegeverläufe stabilisieren, den Verbleib in der Häuslichkeit verlängern und Pflegebedürftigkeit wirksam verzögern oder vermeiden."</p>
<p>Mit Blick auf die neue bundeseinheitliche Pflegefachassistenzausbildung forderte Jonas Vorderwülbecke, Referent für Pflege und Pflegeausbildung im Diözesancaritasverband Münster, insbesondere Geschwindigkeit ein. "Schulen und Einrichtungen benötigen zeitnah eine verlässliche Orientierungsgrundlage durch einen Rahmenlehrplan sowie praktische Ausbildungspläne." Ab dem 1. Januar 2027 soll die 18-monatige Ausbildung in der neuen Form beginnen. Dr. Schölkopf sicherte hier Arbeit unter Hochdruck zu, sobald die Empfehlungen der Fachkommission im Ministerium vorliegen - September scheine realistisch.</p>
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			<category>Pflege</category>
			<pubDate>Mon, 18 May 2026 15:50:00 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Pflegereform könnte Eigenanteile massiv steigen lassen</title>
			<link>https://www.eu-schwerbehinderung.eu/index.php/pflege/34549-pflegereform-koennte-eigenanteile-massiv-steigen-lassen</link>
			 
			<description><![CDATA[<p><img src="https://www.eu-schwerbehinderung.eu/images/20/1221/Web-Rollator.jpg" /></p><p>Die bisher bekannten gewordenen Pläne von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken für eine Pflegereform würden das Armutsrisiko für Pflegeheimbewohnende weiter verschärfen. Das zeigt ein aktuelles Kurzgutachten des Bremer Gesundheitsökonom Prof. Heinz Rothgang im Auftrag der DAK-Gesundheit. Wird die Auszahlung der Zuschüsse für Pflegeheimbewohnende künftig merklich nach hinten geschoben, käme dies laut DAK-Sonderanalyse einer Leistungskürzung gleich. Durch die Pflegereform würde der durchschnittliche Eigenanteil von Betroffenen sofort um 161 Euro im Monat steigen. In den ersten viereinhalb Jahren stationärer Pflege würden die Kürzungen nach den Berechnungen von Prof Rothgang eine zusätzliche Kostenlast von insgesamt knapp 20.000 Euro für Heimbewohnende bedeuten. Der Anteil der Pflegeheimbewohnenden, die auf Hilfe zur Pflege angewiesen sind, könnte demnach dramatisch auf rund 46,2 Prozent bis zum Jahr 2035 ansteigen. Dies würde bei den Kommunen zu einer Mehrbelastung von zwei Milliarden Euro führen. DAK-Vorstandschef Andreas Storm warnt vor einem pflegepolitischen Kahlschlag und fordert eine faire Lastenverteilung. {/mprestriction}</p>
<p>„Das Armutsrisiko Pflege würde durch die Reform weiter zunehmen. Schon jetzt hat die Sozialhilfequote für Pflegeheimbewohnende einen historischen Höchststand von fast 38 Prozent erreicht. Wenn sich diese Spirale aufgrund der vorgesehenen Maßnahmen noch schneller dreht, nähern wir uns im nächsten Jahrzehnt immer mehr der 50-Prozent-Marke. Das ist nicht akzeptabel“, sagt DAK-Vorstandsvorsitzender Andreas Storm. „Gleichzeitig würde dieser Schritt massive finanzielle Mehrbelastungen für die kommunalen Sozialhilfeträger bedeuten. Diese Maßnahme würde die Pflegekrise nicht lösen, sondern noch einmal drastisch verschärfen. Gemeinsam mit anderen Kürzungen droht ein pflegepolitischer Kahlschlag, den die Bundesregierung stoppen muss. Es braucht eine Lösung zur Schließung der großen finanziellen Defizite in der Pflegeversicherung, die die Lasten fair verteilt und keine weitere finanzielle Überforderung vieler Heimbewohnenden nach sich zieht.“</p>
<p>Mit der geplanten Pflegereform soll nach bisherigen Informationen die zeitliche Staffelung der Zuschläge, die Heimbewohnende je nach Dauer ihres Aufenthalts erhalten, künftig gestreckt werden. Dadurch würden die Eigenanteile für Pflegebedürftige in Heimen deutlich langsamer sinken als bisher, was unmittelbare Auswirkungen auf die finanzielle Belastung der Betroffenen hätte. Würden die neuen Zuschlagsregelungen sofort gelten, läge laut DAK-Kurzgutachten von Prof. Rothgang der durchschnittliche Eigenanteil für alle Heimbewohnenden unabhängig von der Aufenthaltsdauer sofort um 161 Euro im Monat höher als bisher.</p>
<p>Nach dem neuen Reformplan dauert es viereinhalb Jahre, bis Heimbewohnende die maximale Entlastung in Höhe von 75 Prozent erhalten. Wer seit Januar dieses Jahres im Heim lebt, müsste innerhalb dieses Zeitraums insgesamt knapp 20.000 Euro zusätzlich selbst zahlen. Bis zum Jahr 2035 würde sich die Gesamtbelastung durch Eigenanteile für die Heimbewohnenden auf mehr als 4.500 Euro monatlich vergrößern. Das bedeutet einen Kostenzuwachs von 330 Euro gegenüber der Kostenhöhe, die gemäß der aktuellen Rechtslage entstehen würde. {/mprestriction}</p>
<p>Parallel zu den Kosten für die Heimbewohnenden steigen ebenfalls die Sozialhilfeausgaben. Den jüngsten Berechnungen von Prof. Rothgang zufolge werden sich diese bis Mitte der 2030er-Jahre auf rund 12 Milliarden Euro mehr als verdoppeln. Zum Vergleich: Für das laufende Jahr wird von Sozialhilfeausgaben in Höhe von knapp 5 Milliarden Euro ausgegangen. Bei geltendem Recht entwickeln sich die Ausgaben bis 2035 auf rund 10 Milliarden Euro – greifen aber die geplanten Reformmaßnahmen, beliefen sich allein im Jahr 2035 die Mehrausgaben auf rund 2 Milliarden Euro, sodass die Gesamthöhe der Sozialausgaben bei rund 12 Milliarden liegen würde.</p>
<p>Prof. Dr. Heinz Rothgang (Universität Bremen) sieht die mögliche Reformmaßnahme kritisch: „Ein solcher Reformansatz erzeugt nur Verlierer und gefährdet das langfristige Ziel der sozialen Pflegeversicherung. Anstatt die ohnehin schon zu hohen Kosten für die Heimbewohnenden effektiv zu deckeln, nehmen deren Belastungen aufgrund der Leistungskürzungen weiter zu. Ein wirksamer Schutz gegen das Armutsrisiko Pflegebedürftigkeit ist mit diesem Ansatz nicht möglich. Damit führt sich die Pflegeversicherung selbst ad absurdum.“</p>
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<p><span style="font-size: 6pt;">Quelle:<span style="color: #000000;"> <a style="color: #000000;" href="https://www.presseportal.de/pm/50313/6276593" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">ots</a> -</span> news aktuell</span></p>
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			<category>Pflege</category>
			<pubDate>Mon, 18 May 2026 10:57:40 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>AWO kritisiert fehlende Beteiligung bei Pflegereform scharf</title>
			<link>https://www.eu-schwerbehinderung.eu/index.php/pflege/34533-awo-kritisiert-fehlende-beteiligung-bei-pflegereform-scharf</link>
			 
			<description><![CDATA[<p><img src="https://www.eu-schwerbehinderung.eu/images/20/KN-11/Web-Haende.jpg" /></p><p>Im Zusammenhang mit der aktuellen Debatte um die Pflegereform und dem Internationalen Tag der Pflegenden am 12. Mai äußert sich die Präsidentin der Arbeiterwohlfahrt (AWO), Kathrin Sonnenholzner, wie folgt:</p>
<p>„Das Vorgehen der Bundesgesundheitsministerin ist einigermaßen befremdlich. Während öffentlich bereits weitreichende Einschnitte und Mehrbelastungen für Pflegebedürftige bekannt gegeben werden, liegt den Verbänden immer noch kein schriftlicher Referentenentwurf vor – trotz mehrfacher Ankündigung. {/mprestriction}</p>
<p>Wer die Expertise der Verbände und die Beteiligung der demokratischen Zivilgesellschaft ernst nimmt, muss dafür sorgen, dass Beteiligungsverfahren nicht zur Inszenierung verkommen.</p>
<p>Wenn Verbände im demokratischen Prozess substantiell beteiligt werden sollen, dann braucht es dafür ausreichend Zeit. Eine 72-Stunden-Fristsetzung über das Wochenende wie bei der Krankenkassen-Reform darf sich nicht wiederholen. Wir erwarten deshalb, dass der Zeitplan für die Umsetzung der Reform entsprechend angepasst wird. Eine tragfähige Reform der Pflege lässt sich nicht erst herauszögern und dann im Eilverfahren durchpeitschen.</p>
<p>Gerade mit Blick auf den morgigen Tag der Pflegenden ist es das falsche Signal, erneut vor allem über Leistungseinschränkungen und höhere Belastungen für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen zu sprechen. Pflegekräfte, pflegende Angehörige und die Betroffenen selbst erwarten zu Recht Antworten darauf, wie Pflege langfristig solidarisch, verlässlich und gerecht finanziert werden kann.Wer das Vertrauen in den Sozialstaat nicht weiter schwächen will, darf notwendige Reformen nicht auf dem Rücken der Betroffenen und noch dazu ohne echte zivilgesellschaftliche Beteiligung durchdrücken. {/mprestriction}</p>
<p>Die finanzielle Lage der Pflegeversicherung ist ernst, aber kurzfristig zu entlasten, wenn der Bundesfinanzminister seine Verantwortung wahrnimmt. Denn das Defizit der Pflegeversicherung rührt unter anderem daher, dass sowohl die derzeitige als auch die Vorgängerregierungen sich wiederholt und anhaltend bei den Pflegekassen bedienen, um gesamtgesellschaftliche Aufgaben zu finanzieren. Versicherungsfremde Leistungen wie die insgesamt 5,5 Milliarden Euro Pandemiekosten und die jährlich 4,2 Milliarden Euro Rentenversicherungsbeiträge für pflegende Angehörige müssen endlich durch den Bund refinanziert werden. Das würde maßgeblich zur kurzfristigen Stabilisierung beitragen; langfristig braucht es eine faire Verteilung der Lasten in Form einer solidarischen Pflegevollversicherung für alle.“</p>
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			<category>Pflege</category>
			<pubDate>Sun, 17 May 2026 15:50:00 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Pflegekräfte deutlich häufiger krank als andere Berufsgruppen</title>
			<link>https://www.eu-schwerbehinderung.eu/index.php/pflege/34523-pflegekraefte-deutlich-haeufiger-krank-als-andere-berufsgruppen</link>
			 
			<description><![CDATA[<p><img src="https://www.eu-schwerbehinderung.eu/images/22/1121/Web-Pflege-Hand.jpg" /></p><p>Pflegekräfte haben nach wie vor deutlich mehr krankheitsbedingte Fehltage als andere Berufsgruppen. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der bei der Techniker Krankenkasse (TK) versicherten Erwerbspersonen. Demnach waren Pflegekräfte im Jahr 2025 durchschnittlich 27,8 Tage krankgeschrieben - und damit rund 10 Tage mehr als der Durchschnitt aller Berufstätigen (17,7 Tage), wie es in einer Pressemitteilung heißt. {/mprestriction}</p>
<p>Besonders hohe Ausfallzeiten verzeichnen die Altenpflegekräfte. Sie kamen im Jahr 2025 auf durchschnittlich 32,7 Fehltage, Beschäftigte in der Krankenpflege auf 25,8 Tage. Zwar ist der Krankenstand in der Pflege das zweite Jahr in Folge leicht gesunken, er liegt aber weiterhin deutlich über dem Niveau vieler anderer Berufsgruppen. Thomas Ballast, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der TK: "Die Zahlen zeigen, wie groß die Belastung in der Pflege nach wie vor ist. Wer täglich körperlich und emotional viel leistet, braucht gute Rahmenbedingungen, um gesund arbeiten zu können.</p>
<p><strong>Fehl­zeiten bei Pfle­ge­kräften bleiben hoch</strong></p>
<p>Laut der TK-Auswertung waren Pflegekräfte aufgrund psychischer Erkrankungen im vergangenen Jahr an 5,7 Tagen krankgeschrieben, der Durchschnitt über alle Berufsgruppen beträgt 3,3 Tage. Auch Erkrankungen des Atmungssystems (5,3 Tage) sowie des Muskel-Skelett-Systems (4,8 Tage) spielen eine große Rolle. "Wenn wir über die Zukunft der Pflege sprechen, müssen wir die Gesundheit der Pflegekräfte von Anfang an mitdenken", so Ballast. "Strukturen, die Belastung reduzieren und die Pflegenden im Berufsalltag unterstützen, sind entscheidend dafür, dass sie ihren Beruf langfristig ausüben können. In der geplanten Pflegereform sollte deshalb auch die Prävention berufsbedingter Erkrankungen ein Schwerpunkt sein."  {/mprestriction}</p>
<p><strong>TK unterstützt bei gesundem Arbeiten in der Pflege</strong></p>
<p>Die TK hat sich zum Ziel gesetzt, über ihren gesetzlichen Präventionsauftrag in der Pflege Impulse für ein zukunftssicheres Pflegewesen und ein gesundes Arbeitsumfeld zu geben. Sie unterstützt stationäre, teilstationäre und ambulante Pflegeeinrichtungen sowie Krankenhäuser dabei, gesundheitsfördernde Maßnahmen und Strukturen in den Unternehmen aufzubauen - für Beschäftigte sowie Pflegebedürftige. Schwerpunkte liegen dabei beispielsweise auf Teambildung, Gesunder Führung, Stress- oder Gewaltprävention sowie Bewegung und Ergonomie.</p>
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			<category>Pflege</category>
			<pubDate>Sat, 16 May 2026 15:50:00 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Pflegebranche drängt auf rasche Umsetzung des Koalitionsvertrags</title>
			<link>https://www.eu-schwerbehinderung.eu/index.php/pflege/34511-pflegebranche-draengt-auf-rasche-umsetzung-des-koalitionsvertrags</link>
			 
			<description><![CDATA[<p><img src="https://www.eu-schwerbehinderung.eu/images/20/1221/Web-Mundmaske-13.jpg" /></p><p>Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste fordert die sofortige Umsetzung des Koalitionsvertrags, um den Abbau von Kapazitäten in Pflegeheimen zu verhindern. Der im Koalitionsvertrag der neuen baden-württembergischen Landesregierung festgeschriebene Bestandsschutz für Einrichtungen der stationären Pflege und Eingliederungshilfe muss schnell in konkrete gesetzliche Regelungen umgesetzt werden, wie es in einer Pressemitteilung heißt.  {/mprestriction}</p>
<p>Das fordert die bpa-Landesvorsitzende Nicole Schliz. "Die sehr hohen und bundesweit einmaligen Anforderungen der Landesheimbauverordnung haben in den letzten Jahren für den Wegfall von Plätzen in vollstationären Pflegeeinrichtungen gesorgt. </p>
<p>Dass die neue Landesregierung hier korrigiert und mit einem Bestandsschutz für ältere Einrichtungen gegensteuert, ist angesichts des hohen Bedarfes und der weiter steigenden Zahl von Pflegebedürftigen absolut richtig. Bei der bloßen Absicht darf es aber nicht bleiben: Wenn nicht schnell gehandelt wird, drohen weitere Kapazitäten zu verschwinden. Betroffene und ihre Familien hätten das Nachsehen."</p>
<p>Aufgrund der baulichen Vorgaben würden ohne einen Bestandsschutz in den nächsten Jahren tausende Heimplätze wegfallen. Das hatte eine gemeinsame Abfrage der Leistungserbringerverbände im vergangenen Jahr ergeben. {/mprestriction}</p>
<p>"Deshalb ist schnelles Handeln notwendig", so Schliz. "Die Verordnung in der aktuellen Fassung ist eine tägliche Gefahr für die Versorgungssicherheit."</p>
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			<category>Pflege</category>
			<pubDate>Fri, 15 May 2026 15:50:00 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Pflegeverband warnt vor wachsenden Belastungen im Gesundheitswesen</title>
			<link>https://www.eu-schwerbehinderung.eu/index.php/pflege/34501-pflegeverband-warnt-vor-wachsenden-belastungen-im-gesundheitswesen</link>
			 
			<description><![CDATA[<p><img src="https://www.eu-schwerbehinderung.eu/images/20/1121/Web-Mundmaske-17.jpg" /></p><p>Der Bundesverband Pflegemanagement e.V. hat zum Tag der Pflegenden ( 12. Mai 2026) auf die herausragende Bedeutung professioneller Pflege für die Stabilität und Zukunftsfähigkeit des Gesundheitswesens aufmerksam gemacht. </p>
<p>Sarah Lukuc, Vorsitzende des Bundesverbandes Pflegemanagement, erklärt: „Pflege hält Versorgung nicht nur aufrecht, sondern gestaltet sie jeden Tag aktiv mit. Gerade in einer Zeit großer gesundheitspolitischer Veränderungen braucht es Menschen in der Pflege, die Verantwortung übernehmen, Prozesse steuern und Orientierung geben. Die aktuellen Entwicklungen zeigen deutlicher denn je, wie unverzichtbar pflegerische Expertise für die Zukunft unseres Gesundheitswesens ist.“<br /><br />Der Bundesverband Pflegemanagement e.V. fordert, pflegerische Perspektiven stärker in gesundheitspolitische Entscheidungen einzubeziehen und die Rahmenbedingungen für professionelle Pflege nachhaltig zu verbessern. Versorgungssicherheit, Qualität und Zukunftsfähigkeit der Einrichtungen seien ohne eine starke und handlungsfähige Pflege nicht denkbar.<br /><br />„Der Internationale Tag der Pflegenden ist daher nicht nur ein Zeichen der Anerkennung, sondern auch ein deutlicher Hinweis darauf, dass die Herausforderungen der kommenden Jahre nur gemeinsam mit der Pflege bewältigt werden können“, so Lukuc. {/mprestriction}<br /><br />Der Verband bedankt sich bei allen beruflich Pflegenden für ihren täglichen Einsatz, ihre Professionalität und ihren unverzichtbaren Beitrag für Patientinnen, Patienten und das gesamte Gesundheitssystem.</p>
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			<category>Pflege</category>
			<pubDate>Thu, 14 May 2026 15:50:00 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Verband fordert stärkere Einbindung der Pflege in Entscheidungen und Politik</title>
			<link>https://www.eu-schwerbehinderung.eu/index.php/pflege/34485-verband-fordert-staerkere-einbindung-der-pflege-in-entscheidungen-und-politik</link>
			 
			<description><![CDATA[<p><img src="https://www.eu-schwerbehinderung.eu/images/20/1221/Web-Haende-1.jpg" /></p><p>Professionell Pflegende stehen weiterhin zu ihrem Beruf, erleben ihn als sinnstiftend und sind bereit, mehr Verantwortung zu übernehmen. Gleichzeitig wächst der Frust über fehlende Beteiligung, mangelnde Transparenz und unzureichende Anerkennung. Das zeigt die aktuelle Befragung „Pflege, wie geht es dir?“ des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK), deren Ergebnisse anlässlich des Internationalen Tags der Pflegenden veröffentlicht werden. {/mprestriction}</p>
<p>Mehr als 3.000 beruflich Pflegende haben sich 2026 an der Online-Befragung beteiligt. „Die Ergebnisse zeigen sehr klar: Pflegefachpersonen wenden sich nicht von ihrem Beruf ab. Sie wenden sich gegen Bedingungen, unter denen professionelle Pflege dauerhaft an ihre Grenzen gebracht wird“, sagt DBfK-Präsidentin Vera Lux.</p>
<p>Die Befragung zeigt: 83 Prozent der Teilnehmenden ohne Leitungsverantwortung empfinden ihren Beruf als sinnstiftend. Zugleich stimmen nur rund drei Prozent voll und ganz der Aussage zu, dass die Kompetenz von Pflegefachpersonen gesellschaftlich anerkannt wird. 76 Prozent der Befragten sind bereit, mehr Verantwortung zu übernehmen. Diese hohe Verantwortungsbereitschaft trifft jedoch auf Rahmenbedingungen, die Beteiligung strukturell ausbremsen.</p>
<p><strong>Wechselbereitschaft und Ausstiegsgedanken nehmen zu</strong></p>
<p>Auch die Wechselbereitschaft steigt: 20 Prozent der Pflegefachpersonen ohne Führungsverantwortung haben in den vergangenen zwölf Monaten mehrmals wöchentlich oder täglich darüber nachgedacht, den Arbeitgeber zu wechseln. 16 Prozent dachten ebenso häufig daran, den Pflegeberuf ganz aufzugeben. Besonders kritisch bewerten die Befragten ihre Arbeitsauslastung und fehlende Wertschätzung durch Arbeitgeber und Führungspersonen. Die Zusammenarbeit im Team wird im Vergleich deutlich positiver bewertet. Für den DBfK ist das ein wichtiges Signal: Das Problem liegt nicht in der Pflege selbst oder in den Teams, sondern in den Strukturen, unter denen Pflege organisiert wird.</p>
<p>Deutlich wird der Bedarf nach struktureller Veränderung auch beim diesjährigen Schwerpunkt zum Thema Führung: Zwar erleben viele Befragte Handlungsspielräume, zugleich kritisieren sie fehlende Transparenz, mangelhafte Konfliktlösung und zu wenig Veränderungskultur. Nur 22 Prozent stimmen zu, dass Veränderungen in ihrer Organisation gemeinsam und partizipativ gestaltet werden.</p>
<p><strong>Pflegebudget begrenzen? Ein Rückschritt zur Unzeit</strong></p>
<p>Besonders relevant sind die Ergebnisse der Befragung vor dem Hintergrund der aktuellen gesundheitspolitischen Debatten. Krankenhausreform, Pflegepersonalbemessung, Primärversorgung und die Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung werden derzeit politisch neu verhandelt. Aus Sicht des DBfK darf dabei nicht erneut über Pflege entschieden werden, ohne Pflegefachpersonen verbindlich einzubeziehen.</p>
<p>Das zeigt sich auch beim vertieften Blick auf das Pflegebudget. Hier wird deutlich: Das Pflegebudget wird von Teilnehmenden mit Budgetverantwortung und Führungsfunktion in der Pflege überwiegend als sinnvoll und wirksam bewertet. Es schafft Spielräume für pflegerische Kernaufgaben, Professionalisierung, Rollenentwicklung und Innovation.</p>
<p>Gleichzeitig bleibt die tatsächliche Beteiligung der Pflege an Budgetverhandlungen gering: Nur 15 Prozent der Befragten mit Führungsfunktion geben an, direkt an Verhandlungen zum Pflegebudget beteiligt zu sein. „Das Pflegebudget ist nicht das Problem. Problematisch ist, dass sein Potenzial noch immer nicht konsequent genutzt wird“, so Vera Lux vor dem Hintergrund der im GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz geplanten Deckelung des Pflegebudgets. „Hier werden nicht ‚abstrakte Kosten‘ begrenzt, sondern konkret die Entwicklungsmöglichkeiten der Pflege: bessere Personalausstattung, Entlastung, Digitalisierung, neue Rollenprofile und die Weiterentwicklung professioneller Pflege. Das wäre ein Rückschritt zur Unzeit.“ {/mprestriction}</p>
<p><strong>Appell: Pflege muss Mitgestalterin von Versorgung werden</strong></p>
<p>Zum Internationalen Tag der Pflegenden der gestern stattfand 12. Mai richtet der DBfK deshalb einen klaren Appell an Politik und Einrichtungen: Wer die Versorgung sichern will, muss Pflege als Profession stärken. „Pflege darf nicht länger nur Gegenstand politischer Entscheidungen sein“, sagt Lux. „Sie muss Mitgestalterin von Versorgung werden – im Krankenhaus, in der Langzeitpflege, in der ambulanten Versorgung und in der Primärversorgung. Die Ergebnisse unserer Befragung zeigen: Die professionell Pflegenden sind bereit, Verantwortung zu übernehmen. Jetzt müssen Politik und Arbeitgebende endlich die Strukturen schaffen, damit sie das auch können.“</p>
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			<category>Pflege</category>
			<pubDate>Wed, 13 May 2026 15:50:00 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Sozialverband warnt vor geplanten Einschränkungen bei Pflegegraden</title>
			<link>https://www.eu-schwerbehinderung.eu/index.php/pflege/34476-sozialverband-warnt-vor-geplanten-einschraenkungen-bei-pflegegraden</link>
			 
			<description><![CDATA[<p><img src="https://www.eu-schwerbehinderung.eu/images/20/1121/Web-Rollator-1.jpg" /></p><p>Der Sozialverband VdK Deutschland warnt eindringlich vor den Reformüberlegungen von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken zur gesetzlichen Pflegeversicherung. Im Zentrum stehen Pläne, den Zugang zu den Pflegegraden 1 bis 3 künftig zu erschweren, um die finanzielle Lage der Pflegeversicherung zu stabilisieren. Warken verweist dabei auf ein drohendes Milliarden-Defizit sowie weiter steigende Ausgaben, die die Zahlungsfähigkeit der Pflegekassen gefährden könnten. {/mprestriction}</p>
<p>„Wer heute den Zugang zu Pflegeleistungen erschwert, spart nicht wirklich – sondern verschiebt die Kosten nur in die Zukunft", betont Bentele. Menschen ohne rechtzeitigen Zugang zu Pflege-, Rehabilitations- und Präventionsleistungen entwickelten später häufig einen deutlich höheren Unterstützungsbedarf. „Die Politik spricht von Stärkung der Pflege, handelt aber in die entgegengesetzte Richtung. In der aktuellen Reformdebatte fehlt eine klare Vision für die zukünftige pflegerische Versorgung. Was wir brauchen, ist mehr Zugang zu Unterstützungen und eine echte Stärkung der Prävention – nicht deren Abbau."</p>
<p>Der VdK kritisiert, dass die geplanten Maßnahmen vor allem kurzfristige Einsparziele verfolgen, aber keine strukturellen Antworten darauf liefern, wie Pflege in Zukunft sichergestellt werden soll. Der Verband schlägt deshalb vor, Pflege zur kommunalen Pflichtaufgabe zu machen, damit Pflegebedürftige und ihre Angehörigen Unterstützung aus einer Hand erhalten. Um bestehenden und künftigen Versorgungslücken zu begegnen, sollten Kommunen den Bedarf vor Ort erfassen, Pflegeangebote steuern und im Fall von Unterversorgung selbst Angebote aufbauen können. Bislang sind diese Aufgaben nicht verbindlich geregelt und ohne klare Zuständigkeit. Damit die ohnehin angespannte Haushaltslage der Kommunen nicht weiter verschärft wird, müssen Bund und Länder die aus der pflegerischen Versorgung entstehenden Aufgaben vollständig und dauerhaft finanzieren.</p>
<p>Zugleich fordert der VdK eine grundlegende finanzpolitische Neuaufstellung der Pflegeversicherung: durch eine Versicherung, in die alle Bürgerinnen und Bürger einzahlen, in der alle Einkunftsarten berücksichtigt werden und bei der die Beitragsbemessungsgrenze auf das Niveau der Rentenversicherung angehoben wird. Darüber hinaus müssen kurzfristig die pandemiebedingten Kosten der Pflegeversicherung sowie versicherungsfremde Leistungen – etwa die Rentenversicherungsbeiträge für pflegende Angehörige – durch Steuermittel ausgeglichen werden. Nur so lässt sich die Pflegeversicherung nachhaltig entlasten, ohne die Versicherten zusätzlich zu belasten. {/mprestriction}</p>
<p>Eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag des VdK zeichnet ein eindeutiges Stimmungsbild: Mehr als drei Viertel der Befragten (77 Prozent) lehnen einen erschwerten Zugang zu einem Pflegegrad, wie er derzeit diskutiert wird, ab. „Die Menschen in Deutschland wollen Sicherheit im Pflegefall – keine Sparpolitik auf dem Rücken der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen", fasst Bentele die Ergebnisse zusammen.</p>
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			<category>Pflege</category>
			<pubDate>Tue, 12 May 2026 15:50:00 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Kritik an Warkens Pflegekurs und möglichen Leistungskürzungen</title>
			<link>https://www.eu-schwerbehinderung.eu/index.php/pflege/34471-kritik-an-warkens-pflegekurs-und-moeglichen-leistungskuerzungen</link>
			 
			<description><![CDATA[<p><img src="https://www.eu-schwerbehinderung.eu/images/26/DBT-01/EUS_2257-252011-2025-DBT-ARC-FREE-Bearbeitet.jpg" /></p><p>Am Wochenende hat Bundesgesundheitsministerin Nina Warken in einem Interview mit der Rheinischen Post erste geplante Inhalte zur angekündigten Pflegereform bekannt gemacht. Dazu äußert sich die Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Dr. Carola Reimann, wie folgt: {/mprestriction}</p>
<p>"Noch immer liegt nichts Schriftliches zur geplanten Reform der Sozialen Pflegeversicherung vor. Aber Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat in einem Zeitungs-Interview am Samstag schon deutlich gemacht, dass die Stabilisierung der Sozialen Pflegeversicherung vor allem durch Leistungskürzungen und zusätzliche Belastungen organisiert werden soll. Der Eindruck, dass sich die Bundesregierung zur Sanierung des Staatshaushalts derzeit mit einem Griff in die Sozialkassen behilft, setzt sich nach dem GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz nun auch bei der dringend notwendigen Reform zur Sozialen Pflegeversicherung fort.</p>
<p>Denn Signale dazu, ob der Bund seinen Beitrag leisten wird, indem er etwa seine Schulden aus der Corona-Zeit bei der SPV begleicht, fehlen. Dabei ist das doch die Gretchenfrage aller Reformbestrebungen: Das drohende finanzielle Defizit in 2027 von 7,5 Milliarden Euro - und 2028 sogar von 15 Milliarden Euro - wäre um gut 5 Milliarden Euro kleiner, wenn die Bundesregierung ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen würde.</p>
<p>Stattdessen sind nun aber die Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze, ein erschwerter Zugang zu den Pflegegraden und eine zeitliche Streckung der Zuschüsse nach Wohndauer im Pflegeheim Gegenstand der Reformdebatte. Letzteres wäre besonders bitter, denn vor einem Jahr war die Regierung mit der Zusage im Koalitionsvertrag angetreten, die Pflegeheimbewohnenden von einem weiteren Anstieg der Eigenanteile zu entlasten.</p>
<p>Welche Schieflage die Reformüberlegungen haben, zeigt ein weiterer Punkt: Statt eine sachgerechte Finanzierung der Rentenansprüche pflegender Angehöriger durch den Bund anzubahnen, wird jetzt stattdessen über deren Kürzung nachgedacht. Das trifft eine Gruppe von Menschen in Deutschland, die Tag für Tag den Großteil der Pflegeverantwortung trägt. Dieser findet nämlich nicht im Heim statt, sondern in der Häuslichkeit, ermöglicht durch die pflegenden Angehörigen. Viele von ihnen sind dabei hoch belastet und viele versuchen sogar, den Spagat zwischen Erwerbs- und Sorgearbeit zu schaffen. Dennoch führt Pflegeverantwortung in vielen Fällen zur Reduzierung von Erwerbsarbeit. Das zeigt der gerade heute veröffentlichte WIdOmonitor. Eine weitere Benachteiligung dieser Gruppe durch die Kürzung von Rentenpunkten wäre ein völlig falsches Signal. {/mprestriction}</p>
<p>Hoffnungsschimmer sind immerhin die angekündigten Strukturreformen zur Vereinfachung und Flexibilisierung bei den Pflegebudgets. Die AOK-Gemeinschaft regt dies bereits seit Langem an, damit pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen weniger an bürokratischen Hürden scheitern und Leistungsansprüche transparenter und besser zugänglich werden."</p>
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<p><span style="font-size: 6pt;">Que<span style="color: #000000;">lle: <a style="color: #000000;" href="https://www.presseportal.de/pm/8697/6273203" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">ots</a> - news aktu</span>ell</span></p>
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			<category>Pflege</category>
			<pubDate>Tue, 12 May 2026 02:10:00 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Pflegeverband verlangt Ende der „Projektitis“ in Berlin</title>
			<link>https://www.eu-schwerbehinderung.eu/index.php/pflege/34451-pflegeverband-verlangt-ende-der-projektitis-in-berlin</link>
			 
			<description><![CDATA[<p><img src="https://www.eu-schwerbehinderung.eu/images/20/1121/Web-Mundmaske-07.jpg" /></p><p>In wenigen Politikfeldern agiert die Hauptstadt so abgeschlagen wie in der Gesundheits- und Pflegepolitik. Während die Bundesregierung gesetzliche Regelungen schafft, um die Kompetenz von Pflegefachpersonen besser zu nutzen, erproben andere Bundesländer längst innovative Formen der Gesundheitsversorgung. Am 12. Mai, dem Internationalen Tag der Pflegenden, lädt der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) Nordost um 17 Uhr in Berlin zu einem Vortrag mit Diskussion mit dem Titel „Kompetenz für Qualität – was starke Pflege konkret leistet.“ {/mprestriction}</p>
<p>DBfK Nordost-Vorstandsmitglied Prof. Dr. Katja Boguth (Alice Salomon Hochschule Berlin): „Pflege ist auch immer Therapie und nah am Menschen. Gerade bei sensiblen Themen wie Inkontinenz oder chronischen Wunden ist die Kompetenz der Berufsgruppe für Betroffene wichtig. Berlin sollte Vorreiter und nicht Bedenkenträger sein bei einer zeitgemäßen Gesundheitsversorgung mit erweiterten Befugnissen für die Pflege.“</p>
<p>Bereits am Mittag rufen junge und angehende Pflegefachpersonen zum „Walk of Care“ vom Invalidenpark über das Bundesministerium für Gesundheit zum Pariser Platz auf (Treffen ab 12, Start um 14 Uhr). Für ein gerechtes Gesundheitssystem fordern die Demonstrierenden unter anderem die Verankerung professioneller Pflege im Grundgesetz nach Schweizer Vorbild, die Selbstverwaltung des Pflegeberufs auf Augenhöhe mit anderen Akteuren im Gesundheitswesen sowie Ausbildung statt Ausbeutung, zum Beispiel durch mehr Praxisanleitung und eine breitere Akademisierung, wie vom Wissenschaftsrat empfohlen.</p>
<p>„Wir haben Lust auf Pflege“, so Josephine Postzich aus der AG Junge Pflege im DBfK Nordost, „aber die Politik macht es uns schwer, den Beruf richtig auszuüben. Pflege ist ein Heilberuf, kein Hilfsberuf. Mehr Autonomie verbessert die Versorgung und steigert die Zufriedenheit. Aber stattdessen wird schon der Pflegenachwuchs oft in unterbesetzen Schichten verbrannt und vergrault. Dagegen demonstrieren wir.“ {/mprestriction}</p>
<p>Aus Sicht der DBfK Nordost waren die vergangenen Jahre seit der (Wiederholungs-) Wahl eine verlorene Legislaturperiode für das Land Berlin. Der Verband veröffentlicht in den kommenden Wochen seine Forderungen zur Abgeordnetenhauswahl 2026 und fordert einen nachhaltigen Neustart der Gesundheits- und Pflegepolitik in der Hauptstadt statt der gewohnten „Projektitis“.</p>
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			<category>Pflege</category>
			<pubDate>Sun, 10 May 2026 15:50:00 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Pflegerat fordert mehr Mitsprache für Pflegekräfte</title>
			<link>https://www.eu-schwerbehinderung.eu/index.php/pflege/34447-pflegerat-fordert-mehr-mitsprache-fuer-pflegekraefte</link>
			 
			<description><![CDATA[<p><img src="https://www.eu-schwerbehinderung.eu/images/20/1221/Web-Mundmaske-3.jpg" /></p><p>Der Deutsche Pflegerat fordert zum Internationalen Tag der Pflegenden 2026 (12. Mai 2026) eine grundlegende Stärkung der beruflichen Pflege in Deutschland. Das diesjährige Motto des International Council of Nurses (ICN) lautet: „Our Nurses. Our Future. Empowered Nurses Save Lives.“ Für den Deutschen Pflegerat ist diese Botschaft aktueller denn je: Unsere Pflegefachpersonen sind unsere Zukunft. Gestärkte Pflegefachperson retten Leben, stabilisieren Versorgung, schützen Teilhabe und sind damit ein unverzichtbarer Bestandteil einer demokratischen und sozial gerechten Gesellschaft. {/mprestriction}</p>
<p>„Pflege ist weit mehr als Hilfe in einer schwierigen Lebenslage. Pflege bewahrt die Würde, Selbstständigkeit und soziale Teilhabe der Menschen. Sie ist ein tragender Teil unseres Sozialstaats“, sagt Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats. „Wer Pflege stärkt, stärkt nicht nur ein Berufsbild. Er stärkt das Vertrauen der Menschen in die Handlungsfähigkeit unseres Gemeinwesens.“</p>
<p>Die aktuelle Lage im Gesundheitswesen zeigt deutlich: Deutschland steht vor tiefgreifenden Versorgungsfragen. Demografie, Fachkräftesicherung, Krankenhausreform, Primärversorgung, Pflegeversicherung und die Finanzierungsdebatten in der gesetzlichen Krankenversicherung dürfen nicht länger getrennt betrachtet werden. Professionelle Pflege ist in all diesen Fragen kein nachgeordneter Kostenfaktor, sondern ein zentraler Lösungsfaktor. Sie verhindert Komplikationen, sichert Kontinuität, ermöglicht Prävention, begleitet chronisch kranke und pflegebedürftige Menschen und entlastet andere Versorgungsbereiche.</p>
<p>„Soziale Gerechtigkeit entscheidet sich auch daran, ob Menschen im Alter, bei Krankheit, Pflegebedürftigkeit oder Behinderung verlässlich Zugang zu professioneller Pflege haben“, so Vogler. „Pflegerische Versorgung ist keine private Glückssache. Sie ist Teil des gesellschaftlichen Sicherheitsversprechens. Wenn Pflege fehlt, verlieren Menschen Halt. Wenn Pflege stark ist, gewinnen Menschen Sicherheit.“</p>
<p>Der Deutsche Pflegerat kritisiert, dass die berufliche Pflege in Deutschland ihre Kompetenzen weiterhin nicht im notwendigen Umfang einbringen kann. Pflegefachpersonen sind hoch qualifiziert, übernehmen Verantwortung in komplexen Versorgungssituationen und verfügen über Fähigkeiten, die für eine moderne Gesundheitsversorgung dringend gebraucht werden. Trotzdem werden pflegerische Kompetenzen politisch, rechtlich und finanziell noch immer zu eng begrenzt.</p>
<p>„Wir können es uns nicht mehr leisten, die Profession Pflege kleinzuhalten“, betont Vogler. „Deutschland braucht eine starke Pflege mit Handlungsspielräumen, eigenständiger Verantwortung, pflegerischer Diagnostik, erweiterten Befugnissen, akademischen Rollen, Advanced Practice Nurses (APN), Community Health Nurses (CHN), School Health Nurses (SHN) und echter Beteiligung an Steuerungsentscheidungen. Nur so wird die Versorgung sicherer, gerechter und zukunftsfähiger.“</p>
<p>Pflege ist auch ein stabilisierender Faktor für Demokratie. Sie begegnet Menschen unabhängig von Herkunft, Einkommen, Alter, Geschlecht oder sozialem Status. Sie schafft Vertrauen dort, wo Menschen verletzlich sind. Sie macht den Sozialstaat konkret erfahrbar – im Krankenhaus, in der Langzeitpflege, in der häuslichen Versorgung, in der Rehabilitation, in der Prävention und in der Primärversorgung.</p>
<p>„Demokratie lebt davon, dass Menschen erleben: Ich werde gesehen. Ich werde versorgt. Ich werde nicht allein gelassen“, sagt Vogler. „Genau das leistet Pflege jeden Tag. Deshalb ist der Internationale Tag der Pflegenden kein symbolischer Dankestag. Er ist ein politischer Auftrag.“</p>
<p>Der Deutsche Pflegerat fordert: Pflege muss verbindlich in alle relevanten Reformprozesse eingebunden werden. Ihre Kompetenzen müssen gesetzlich erweitert, in der Versorgung nutzbar gemacht und refinanziert werden. Pflege braucht faire Arbeitsbedingungen, gute Bildung, akademische Entwicklung, Selbstverwaltung und echte Mitsprache in den Entscheidungsstrukturen des Gesundheitswesens. {/mprestriction}</p>
<p>„Empowered Nurses Save Lives – gestärkte Pflegefachpersonen retten Leben. Für Deutschland heißt das: Wer Versorgung sichern will, muss Pflege stärken. Wer soziale Gerechtigkeit ernst meint, muss Pflege stärken. Und wer das Vertrauen in unseren Sozialstaat erhalten will, muss Pflege endlich als das behandeln, was sie ist: eine tragende Säule unserer Demokratie“, so Vogler.</p>
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			<category>Pflege</category>
			<pubDate>Sat, 09 May 2026 15:50:00 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Pflegeverband fordert verbindliche Mitsprache bei Umsetzung der Reformen</title>
			<link>https://www.eu-schwerbehinderung.eu/index.php/pflege/34425-pflegeverband-fordert-verbindliche-mitsprache-bei-umsetzung-der-reformen</link>
			 
			<description><![CDATA[<p><img src="https://www.eu-schwerbehinderung.eu/images/20/1121/Web-Mundmaske-13.jpg" /></p><p>Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe Südwest (DBfK Südwest) begrüßt, dass der neue Koalitionsvertrag von Bündnis 90/Die Grünen und CDU Baden-Württemberg zentrale pflegepolitische Themen sichtbar aufgreift. Aus Sicht des Verbandes zeigt sich darin, dass professionelle Pflege als wichtiger Bestandteil moderner Gesundheitsversorgung, Fachkräftesicherung und regionaler Versorgungsstrukturen stärker in den Blick genommen wird. {/mprestriction}</p>
<p>„Wir sehen im Koalitionsvertrag mehrere Punkte, für die sich der DBfK Südwest in den vergangenen Monaten klar eingesetzt hat. Das ist ein wichtiges Signal für die professionelle Pflege in Baden-Württemberg“, sagt Andrea Kiefer, Vorsitzende des DBfK Südwest.</p>
<p>Der DBfK Südwest hatte im Vorfeld der Koalitionsverhandlungen insbesondere eine sichtbarere Steuerung von Pflege auf Landesebene, bessere Anerkennung und Integration internationaler Pflegefachpersonen, die stärkere Einbindung von Advanced Practice Nurses und Community Health Nurses in regionale Versorgungsstrukturen sowie die Stärkung von Pflegebildung und Pflegeforschung angeregt. Zu all diesen Punkten finden sich im Koalitionsvertrag erkennbare Anknüpfungen.</p>
<p>So soll der Landespflegeausschuss in seiner strategischen Bedeutung und öffentlichen Wirksamkeit weiterentwickelt werden. Gerade dafür ist es wichtig, dass die professionelle Pflege im Landespflegeausschuss auch künftig mit eigener fachlicher Stimme und verbindlich eingebunden vertreten bleibt. Internationale Pflegefachpersonen werden mit Blick auf Anerkennung, Spracherwerb und Integration ausdrücklich berücksichtigt. Neue pflegerische Rollen wie die Community Health Nurse werden benannt; auch Advanced Practice Nurses werden aufgegriffen. Zudem kündigt der Koalitionsvertrag an, Pflegeforschung und Pflegewissenschaften zu stärken und die Pflegefachassistenzausbildung weiter abzusichern.</p>
<p>„Besonders wichtig ist für uns, dass Pflege im Koalitionsvertrag nicht nur als Herausforderung, sondern auch als Teil der Lösung beschrieben wird. Das gilt für neue pflegerische Rollen ebenso wie für Pflegeforschung, Fachkräftesicherung und die Weiterentwicklung regionaler Versorgungsstrukturen“, so Andrea Kiefer.</p>
<p>Positiv bewertet der DBfK Südwest außerdem den angekündigten Ausbau von Tages-, Nacht- und Kurzzeitpflege, die Stärkung der pflegerischen Notfallversorgung, die verbindliche Etablierung Kommunaler Pflegekonferenzen sowie die Weiterentwicklung von Telepflege und innovativen sektorenübergreifenden Versorgungskonzepten. Auch darin sieht der Verband wichtige Anknüpfungspunkte zu den eigenen fachpolitischen Vorschlägen. {/mprestriction}</p>
<p>„Der Koalitionsvertrag enthält aus unserer Sicht eine Reihe richtiger Ansatzpunkte. Jetzt kommt es darauf an, diese Vorhaben gemeinsam mit pflegefachlicher Expertise konkret auszugestalten und in die Umsetzung zu bringen. Der DBfK Südwest bringt dafür die fachliche Stimme der professionellen Pflege ein und sollte diesen Prozess weiterhin verbindlich mitgestalten“, erklärt Andrea Kiefer.</p>
<p>Der DBfK Südwest bietet der neuen Landesregierung an, die angekündigten pflegepolitischen Vorhaben fachlich-konstruktiv zu begleiten und seine Expertise in die weitere Ausgestaltung einzubringen.</p>
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			<category>Pflege</category>
			<pubDate>Fri, 08 May 2026 15:50:00 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Pflegefinanzierung: Verband plädiert für Strukturreformen statt Beitragserhöhungen</title>
			<link>https://www.eu-schwerbehinderung.eu/index.php/pflege/34407-pflegefinanzierung-verband-plaediert-fuer-strukturreformen-statt-beitragserhoehungen</link>
			 
			<description><![CDATA[<p><img src="https://www.eu-schwerbehinderung.eu/images/21/0321/Web-Haende.jpg" /></p><p>Das Bundesgesundheitsministerium erwartet für das kommende Jahr ein Defizit in der sozialen Pflegeversicherung von sechs Milliarden Euro. Mit einem Sofortprogramm auf drei Säulen zeigt der PKV-Verband den Weg zu einer zukunftssicheren Finanzierung der Pflegeversicherung, ohne die Beitragszahler weiter zu belasten, wie es in einer Pressemitteilung heißt.  {/mprestriction}<br /><br />Nach der GKV-Finanz-Reform will die Bundesregierung den Entwurf für eine große Pflegereform vorlegen. Auch in der Sozialen Pflegeversicherung können durch echte Strukturreformen die Ausgaben spürbar sinken und Versorgung bedarfsgerecht ausgestaltet werden. Dies zeigt das Reformpaket des PKV-Verbands.<br /><br />"Die Bundesregierung muss jetzt mutige Strukturreformen in die Wege leiten. Immer höhere Beiträge wären ein fatales Signal für den Wirtschaftsstandort Deutschland und die jüngere Generation. Eine höhere Beitragsbemessungsgrenze oder zusätzliche Leistungen sind keine Lösungen, sie verschärfen nur das Problem", erklärt Thomas Brahm, Vorstandsvorsitzender des PKV-Verbands. "Eine zukunftssichere Pflege benötigt einen effizienten Umgang mit Ressourcen, mehr Eigenverantwortung und mehr präventive Elemente. Unser Reformpaket bietet schnelle und wirksame Lösungen, um das strukturelle Defizit zu schließen."</p>
<p><strong>Ein Stabilitätspakt für die Pflegefinanzierung</strong><br /><br />Um die Beitragssätze zu stabilisieren, dürfen die Ausgaben der Pflegeversicherung künftig nicht schneller wachsen als die Einnahmen. Als größter Kostentreiber müssen die Zuschläge zu den Eigenanteilen in Pflegeheimen reduziert werden. Sie kosten Beitragszahler und Steuerzahler jährlich acht Milliarden Euro, nutzen nur den weniger als 20% stationär gepflegten. Sie belasten insbesondere jüngere Menschen und deren Arbeitgeber, während Ältere mit Privatvermögen davon profitieren. Stattdessen muss der Staat Eigenverantwortung und die kapitalgedeckte private Pflegevorsorge als Teil der Altersvorsorge fördern - durch steuerliche Anreize und Entgeltumwandlung.<br /><br /><strong>Effizienzreserven heben für eine bessere Versorgung</strong><br /><br />Um die Leistungsfähigkeit des Systems langfristig zu sichern, muss die Pflegeversicherung ihre Leistungen stärker auf diejenigen konzentrieren, die sie wirklich benötigen. Dafür muss das Begutachtungsinstrument neu gewichtet und an den ursprünglichen Expertenempfehlungen ausgerichtet werden. Zudem sind durch die Einführung eines flexiblen, sektorenübergreifenden Pflegebudgets und der konsequent präventiven Ausrichtung des Pflegegrad 1 Einsparungen von rund 5 Milliarden Euro möglich. Gleichzeitig wird die ambulante Pflege von Angehörigen und Ehrenamtlichen gestärkt.  {/mprestriction}<br /><br /><strong>Potenziale der Prävention für die Pflege erschließen</strong><br /><br />Prävention ist der entscheidende Hebel, um Pflegebedürftigkeit hinauszuzögern oder gar zu verhindern und somit das Versorgungssystem zu entlasten. Das PKV-Sofortprogramm sieht vor, Gesundheitsförderung und Prävention fest in die Leistungen der Pflegeversicherung zu verankern. Der Pflegegrad 1 sollte konsequent präventiv ausgerichtet werden, beispielsweise durch Beratungsangebote, Pflegekurse und Hilfsmittel, um Pflegebedürftigkeit zu verzögern oder zu vermeiden.</p>
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			<category>Pflege</category>
			<pubDate>Thu, 07 May 2026 15:50:00 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Pflegeverband warnt: Ausbildung allein reicht gegen Fachkräftemangel nicht</title>
			<link>https://www.eu-schwerbehinderung.eu/index.php/pflege/34394-pflegeverband-warnt-ausbildung-allein-reicht-gegen-fachkraeftemangel-nicht</link>
			 
			<description><![CDATA[<p><img src="https://www.eu-schwerbehinderung.eu/images/21/0921/Web-Studenten-1.jpg" /></p><p>Ob die Gesundheitsversorgung in Brandenburg künftig verlässlich funktioniert, entscheidet sich auch in der Prävention. In einem alternden Flächenland kommt es darauf an, gesundheitliche Risiken früh zu erkennen, Selbstständigkeit zu erhalten und Pflegebedürftigkeit zu vermeiden. Zurecht widmet sich der Lausitzer Pflegekongress daher am 6. Mai dem Thema “Prävention - Gesundheit aktiv gestalten”. {/mprestriction}</p>
<p>Erstmals ist der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) Nordost Mitveranstalter und richtet in seinem Programm den Blick auf die Bedeutung der professionellen Pflege für wirksame Prävention. Gute Ausbildungs-, Studien- und Arbeitsbedingungen sowie Karriereperspektiven sind zugleich aktive Prävention gegen den Fachkräftemangel und Pflegenotstand.</p>
<p>“Rekordausbildungszahlen nützen wenig, wenn die Abbruchquote hoch und die Verweildauer im Beruf niedrig sind”, so Johannes Wünscher, Vorstandsvorsitzender DBfK Nordost. “Es ist gut, dass Brandenburg nicht nur an den akuten Stellschrauben dreht, sondern den Pflegeberuf auch langfristig attraktiver machen will. Dieser Weg muss nun konsequent weitergegangen werden.”</p>
<p>So grundlegend Schulsozialarbeit und Zuwanderung für die Fachkräftesicherung sind, so entscheidend sind die Ausbildungsqualität und die Entwicklungsmöglichkeiten nach dem Examen. Das betrifft ausdrücklich auch die schnelle und vollständige Anerkennung der Qualifikation internationaler Pflegefachpersonen. Noch immer arbeiten viele lange unter ihrem eigentlichen Kompetenzniveau.</p>
<p>Neue Tätigkeitsfelder und Berufsbilder in der Pflege leisten beides: Disaster Nursing oder Schul- und Gemeindegesundheitspflege (Community Health Nursing) stärken die Vorsorge für Katastrophenlagen, verbessern Kindergesundheit und ermöglichen wohnortnahe Pflege. Zugleich ermöglichen sie es hochqualifizierten Pflegefachpersonen, ihre Kompetenzen eigenverantwortlich anzuwenden, was nachweislich die Zufriedenheit im Beruf verbessert. {/mprestriction}</p>
<p>Wünscher: “Wenn Ende des Jahrzehnts die ersten Pflege-Master-Absolvent:innen aus Cottbus an den jetzt geplanten Primärversorgungszentren auf Augenhöhe mit anderen Gesundheitsberufen arbeiten können, dann wäre ein Meilenstein erreicht für die Versorgung der Zukunft mit einem Fokus auf Gesundheitsförderung und Prävention nach internationalem Vorbild.”</p>
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			<category>Pflege</category>
			<pubDate>Wed, 06 May 2026 15:50:00 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Verband bemängelt fehlende Anerkennung der Pflege als eigenständigen Heilberuf</title>
			<link>https://www.eu-schwerbehinderung.eu/index.php/pflege/34375-verband-bemaengelt-fehlende-anerkennung-der-pflege-als-eigenstaendigen-heilberuf</link>
			 
			<description><![CDATA[<p><img src="https://www.eu-schwerbehinderung.eu/images/21/0321/Web-Pflege-1.jpg" /></p><p>Der Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe Südwest (DBfK Südwest) kritisiert den Koalitionsvertrag von CDU und SPD in Rheinland-Pfalz als pflegepolitisch zu vage und widersprüchlich. Zwar wird Pflege an mehreren Stellen erwähnt. Doch dort, wo klare politische Entscheidungen nötig wären, bleibt der Vertrag unverbindlich. {/mprestriction}</p>
<p>„Es reicht nicht, Pflege wichtig zu nennen. Entscheidend ist, ob Politik versteht, dass Pflege ein eigener Heilberuf mit eigenen Leistungen und eigener Verantwortung ist. Genau daran lässt der Koalitionsvertrag Zweifel“, sagt Andrea Kiefer, Vorsitzende des DBfK Südwest.</p>
<p>Aus Sicht des DBfK Südwest zeigt sich das besonders deutlich im Vergleich zur ärztlichen Versorgung: Für Ärzt:innen kündigt die Koalition bessere Daten, Evaluation und ein gezieltes Programm zur Gewinnung und Rückgewinnung an. Für die Pflege fehlt eine vergleichbar klare Strategie. Stattdessen bleibt es bei allgemeinen Ankündigungen.</p>
<p>Kritisch ist auch die Formulierung zur Erweiterung der Kompetenzen nicht-ärztlicher Heilberufe: Diese wird vor allem mit Delegation und der Entlastung von Ärzt:innen begründet. Das greift zu kurz. Pflege erbringt eigene fachliche Leistungen. Es geht nicht darum, Ärzt:innen zu entlasten. Es geht darum, die Versorgung der Bevölkerung zu verbessern. „Es ist ein grundlegender Unterschied, ob Pflege politisch als Unterstützung für Ärzt:innen gedacht wird oder als eigenständiger Heilberuf mit eigenen Leistungen für die Versorgung der Bevölkerung. Genau an dieser Stelle bleibt der Koalitionsvertrag hinter einem modernen Verständnis von Gesundheitsversorgung zurück“, erklärt Andrea Kiefer.</p>
<p>Besonders widersprüchlich ist aus Sicht des DBfK Südwest die Passage zur Landespflegekammer. Der Koalitionsvertrag sagt, Pflege brauche eine starke Stimme. Gleichzeitig wird die Zukunft der Pflegekammer erneut infrage gestellt. „Wer von einer starken Stimme der Pflege spricht und zugleich die Pflegekammer zur Disposition stellt, sendet das falsche Signal. Die professionelle Pflege braucht Verlässlichkeit, keine neue Destabilisierung“, so Kiefer. {/mprestriction}</p>
<p>Der DBfK Südwest appelliert an die neue Landesregierung und die oder den künftigen Gesundheitsminister:in, frühzeitig das Gespräch mit der professionellen Pflege zu suchen. Der Verband hat dazu bereits konkrete Vorschläge vorgelegt: klare politische Verantwortung für Pflege, verbindliche Einbindung pflegefachlicher Expertise, starke Bildungs- und Forschungsstrukturen, neue pflegerische Rollen in der Versorgung und eine starke berufliche Selbstverwaltung.</p>
<p>„Rheinland-Pfalz braucht jetzt keine wohlfeilen Bekenntnisse, sondern politische Entscheidungen, die Versorgung sichern, Pflege als eigenständigen Heilberuf stärken und Vertrauen schaffen. Dafür stehen wir als Gesprächspartner bereit“, sagt Kiefer.</p>
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			<category>Pflege</category>
			<pubDate>Tue, 05 May 2026 15:50:00 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Verbände warnen vor Kürzungen in der geplanten Pflegereform</title>
			<link>https://www.eu-schwerbehinderung.eu/index.php/pflege/34360-verbaende-warnen-vor-kuerzungen-in-der-geplanten-pflegereform</link>
			 
			<description><![CDATA[<p><img src="https://www.eu-schwerbehinderung.eu/images/20/1221/Web-Mundmaske-14.jpg" /></p><p>Die geplante Pflegereform 2026 sorgt für deutliche Kritik aus der Fach- und Verbändeebene: wir pflegen e. V., der Bundesverband pflegender Angehöriger sowie Pflegende Angehörige e. V. warnen im Zusammenhang mit dem Eckpunktepapier der Arbeitsgruppe „Zukunftspakt Pflege“ vor erheblichen Folgen, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Obwohl die Reform als Vereinfachung und Verbesserung dargestellt wird, deuten erste Berechnungen von Pflegeexpertinnen und -experten auf mögliche Kürzungen und Verschlechterungen für Millionen pflegender Familien hin. <br /><br /><strong>Flexibilität wird zerstört – Hilfe im Ernstfall fehlt</strong><br /><br />Besonders kritisch sehen die Vereine die geplante Umstellung auf monatliche Budgets. Bisher konnten pflegende Angehörige größere Beträge flexibel einsetzen – etwa bei Krankheit, Urlaub oder Krisensituationen. Wenn als angedachte Kompensation für die Streichung von jährlichen Leistungen in Höhe von über 5.600 Euro nur noch monatliche Beträge von unter 100 Euro zur Verfügung stehen, sind die Möglichkeiten eine kurzfristige Ersatzpflege zu organisieren eingeschränkt. „Gerade in Ausnahmesituationen brauchen Familien schnelle und ausreichende Unterstützung – nicht kleinteilige Monatsrationen“, kritisieren beide Vereine.<br /><br /><strong>Realitätsferne Planung: Hilfe oft gar nicht verfügbar</strong><br /><br />Die bisher veröffentlichten Reformvorschläge setzen stark auf den Einsatz professioneller Pflegedienste. Doch diese sind vielerorts bereits heute überlastet oder oft gar nicht verfügbar. Die millionenfache Nachfrage flexibler Unterstützungsleistungen für zwei, drei oder vier Stunden und oft von heute auf morgen ist in diesem System arbeitsorganisatorisch vollkommen unrealistisch. Gleichzeitig sollen niedrigschwellige Hilfen wie die Nutzung von Verhinderungspflege und der Entlastungsbetrag zur Nachbarschaftsunterstützung, die bei fehlender Versorgung vor Ort selbstbestimmt eingesetzt werden können, gänzlich abgeschafft werden.<br /><br />„Hier wird erneut an der Lebensrealität vorbeigeplant“, kritisiert Sebastian Fischer. „Was nützt ein theoretisches Budget, wenn es niemanden gibt, der die Leistung erbringen kann? Oder wenn Betroffene passgenauere Hilfe in Anspruch nehmen wollen?“ {/mprestriction}<br /><br />Die Vereine fordern daher:<br />• Leistungen wie die Verhinderungspflege und der Entlastungsbetrag müssen unbürokratisch und flexibel erhalten bleiben und tatsächlich zur Verfügung stehen<br />• eine realistische Pflegeplanung auf Bund-, Länder und Kommunalebene, die pflegende Angehörige einbindet und aufgrund fehlender Versorgung vor Ort selbstbestimmte Nutzung von Leistungsansprüchen erweitert<br />• keine Kürzungen zulasten derjenigen, die den größten Teil der Pflege leisten.<br />„Pflegende An- und Zugehörige tragen das gesamte Pflegesystem. Nicht nur auf dem Papier, sondern jeden Tag in der Realität. Der wirtschaftliche Wert ihrer unbezahlten Leistungen wird auf über 200 Milliarden Euro jährlich geschätzt – wer hier kürzt, gefährdet die gesamte Versorgung.“</p>
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			<category>Pflege</category>
			<pubDate>Mon, 04 May 2026 15:50:00 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Pflegeausgaben verdoppelt: Arbeitgeberverband drängt auf Reformen</title>
			<link>https://www.eu-schwerbehinderung.eu/index.php/pflege/34355-pflegeausgaben-verdoppelt-arbeitgeberverband-draengt-auf-reformen</link>
			 
			<description><![CDATA[<p><img src="https://www.eu-schwerbehinderung.eu/images/20/0121/Web-Frau-Hndegefaltet.jpg" /></p><p>Laut Statistischem Bundesamt haben sich die Ausgaben für pflegerische Leistungen zwischen 2014 und 2024 mehr als verdoppelt. Der Arbeitgeberverband Pflege (AGVP) wirft der Politik vor, Pflege durch überzogene Vorgaben künstlich zu verteuern und fordert eine Reform für mehr Pflegeplätze und bezahlbare Versorgung, wie es in einer Pressemitteilung heißt.  {/mprestriction}</p>
<p>Dazu erklärt AGVP-Präsident Thomas Greiner: „Der Gesetzgeber bestellt in der Pflege ein Sterne-Menü, prellt dann aber die Zeche. Strenge Personal- und Bauvorgaben, politisch verordnete Lohnsteigerungen und ein Überprüfungsmarathon treiben die Kosten – bezahlen sollen Pflegebedürftige, Unternehmen und Beitragszahlende.</p>
<p>Die Bürgerinnen und Bürger wollen keinen weiteren Griff ins Portemonnaie, sondern eine Reform, die Pflege bezahlbar macht. Die Regierung muss aufhören, immer neue Rechnungen zu verschicken. {/mprestriction}</p>
<p>Wer starre Struktur- und Personalvorgaben lockert, macht Pflege günstiger ohne Qualitätsverlust, stabilisiert Versicherungsbeiträge und schafft mehr Pflegeplätze. Sonst wird gute Pflege zum Luxusgut – und für Normalverdiener bleibt nur der Gang zum Sozialamt.“</p>
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			<category>Pflege</category>
			<pubDate>Sun, 03 May 2026 15:50:00 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Pflegeverband warnt vor Folgen der GKV-Reform für Versorgung</title>
			<link>https://www.eu-schwerbehinderung.eu/index.php/pflege/34349-pflegeverband-warnt-vor-folgen-der-gkv-reform-fuer-versorgung</link>
			 
			<description><![CDATA[<p><img src="https://www.eu-schwerbehinderung.eu/images/22/1121/Web-Pflege-Hand.jpg" /></p><p>Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz belastet die häusliche Krankenpflege, außerklinische Intensivpflege und die Pflege im Krankenhaus. Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) kritisiert deshalb den heute im Bundeskabinett beratenen Entwurf eines GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes scharf. Aus Sicht der professionellen Pflege setzt die Bundesregierung mit dem Gesetz nicht auf nachhaltige Strukturreformen, sondern auf pauschale Ausgabenbremsen – mit erheblichen Risiken für die Versorgung von Patient:innen, Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen. {/mprestriction}</p>
<p>Besonders problematisch sind die geplanten Eingriffe in der ambulanten Versorgung. Für die häusliche Krankenpflege und die außerklinische Intensivpflege sollen Vergütungssteigerungen künftig gedeckelt werden. Für die Jahre 2027 bis 2029 soll sogar eine verschärfte Obergrenze gelten: maximal die um einen Prozentpunkt verminderte Grundlohnrate. Gleichzeitig entfällt die Verpflichtung zur vollständigen Refinanzierung von Tariflohnsteigerungen in den Vergütungsverhandlungen.</p>
<p>„Die Bundesregierung greift genau dort ein, wo Versorgung längst unter Druck steht: bei der Pflege zu Hause“, erklärt Vera Lux. „Wer Tariftreue fordert und gleichzeitig die Refinanzierung kappt, produziert Versorgungslücken. Das ist keine Stabilisierung, sondern eine politische Entscheidung gegen verlässliche ambulante Pflege.“</p>
<p>Der DBfK warnt davor, die Wirkung der geplanten Regelungen auf das SGB V zu verengen. Häusliche Krankenpflege nach SGB V und Leistungen der Pflegeversicherung nach SGB XI werden in der Praxis häufig von denselben Pflegediensten, mit denselben Pflegefachpersonen und in denselben Versorgungssituationen erbracht. Eine Deckelung im SGB V wirkt deshalb unmittelbar auf die gesamte ambulante Versorgungsstruktur.</p>
<p>„Pflegedienste arbeiten nicht in getrennten Welten“, so Lux. „Wenn häusliche Krankenpflege nicht mehr auskömmlich finanziert wird, geraten auch SGB-XI-Leistungen, Angehörige und am Ende die Kommunen unter Druck.“</p>
<p>Aus Sicht des DBfK entsteht ein klarer Zielkonflikt: Einerseits wird politisch erwartet, dass Pflegeeinrichtungen und -dienste tarifgerecht bezahlen, Personal halten und Versorgung sichern. Andererseits sollen die Mittel für genau diese Personalkosten begrenzt werden. Das wirtschaftliche Risiko wird damit auf die Leistungserbringer verlagert – mit absehbaren Folgen für Angebotsstruktur und Versorgungssicherheit.</p>
<p>Auch im Krankenhausbereich bleibt der Gesetzentwurf problematisch. Das Pflegebudget soll grundsätzlich begrenzt werden ohne einen Zusammenhang mit dem tatsächlichen Versorgungsbedarf herzustellen. Zudem soll das Pflegebudget künftig noch um die Höhe der pflegeentlastenden Maßnahmen gekürzt werden. Vera Lux erklärt hierzu: „Das Pflegebudget sollte Pflegepersonalkosten aus der Sparlogik herauslösen. Mit der geplanten Begrenzung wird diese Schutzfunktion geschwächt. Wer Pflegepersonal entlasten will, darf das Pflegebudget nicht in dieser Weise deckeln und pflegentlastende Maßnahmen nicht wegkürzen.“ {/mprestriction}</p>
<p>Der DBfK fordert die Bundesregierung auf, die Deckelungen in der häuslichen Krankenpflege und außerklinischen Intensivpflege sowie beim Pflegebudget im Krankenhaus zurückzunehmen, die vollständige Refinanzierung tariflicher Personalkosten sicherzustellen und pflegeentlastende Maßnahmen im Krankenhaus weiterhin verlässlich zu finanzieren.</p>
<p>„Pflege ist kein Selbstbedienungsladen für kurzfristige Haushaltspolitik“, betont Lux. „Wer wirklich stabile Beiträge will, muss Versorgung besser steuern, Prävention stärken, Fehlanreize abbauen und Pflege fachlich einbeziehen. Die Bundesregierung macht stattdessen ausgerechnet dort Druck, wo Menschen am verletzlichsten sind: bei der Versorgung zu Hause und im Krankenhaus.“</p>
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			<category>Pflege</category>
			<pubDate>Sat, 02 May 2026 15:50:00 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Pflegerat drängt auf Stärkung der beruflichen Selbstverwaltung in der Pflege</title>
			<link>https://www.eu-schwerbehinderung.eu/index.php/pflege/34337-pflegerat-draengt-auf-staerkung-der-beruflichen-selbstverwaltung-in-der-pflege</link>
			 
			<description><![CDATA[<p><img src="https://www.eu-schwerbehinderung.eu/images/20/1121/Web-Mundmaske-10.jpg" /></p><p>Der Deutsche Pflegerat fordert die Länder dazu auf, deutschlandweit konsequent eigenständige Selbstverwaltungsstrukturen der Pflege zu schaffen, zu unterstützen und weiterzuentwickeln – in Form von Pflegekammern. Die Profession Pflege braucht verbindliche Mitentscheidungsrechte, um ihren Versorgungsauftrag im Gesundheitssystem wirksam wahrnehmen und ihre pflegefachliche Verantwortung einbringen zu können. Sie ist nicht Randakteurin, sondern ein zentraler Gestaltungsfaktor für eine bedarfsgerechte, zielführende und zukunftsorientierte Versorgung. {/mprestriction}</p>
<p>„Jetzt wäre es der falsche Weg, berufliche Selbstverwaltungsstrukturen der Pflege infrage zu stellen. Richtig ist das Gegenteil: Wir müssen sie stärken, ausbauen und politisch verlässlich absichern“, sagt Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats. „Wer Versorgung der Zukunft sichern will, muss der Profession Pflege im Selbstverwaltungssystem endlich Verantwortung geben – das geht nicht ohne eigene Strukturen. Ohne eine starke Rolle der Pflege entwickeln wir pflegerische Expertise nicht weiter. Dann bleibt die Versorgung in den Strukturen von gestern stecken.“</p>
<p><strong>Es geht um Versorgung</strong></p>
<p>Berufliche Selbstverwaltung ist kein Selbstzweck. Es geht immer um die bedarfsgerechte und wirksame Versorgung. Um nichts anderes. Sie sorgt dafür, dass pflegefachliches Wissen dort eingebracht wird, wo über Qualität, Kompetenzen, Berufsordnung und Zukunftsfragen entschieden wird.</p>
<p>Sie macht Pflege als Profession sichtbar, ansprechbar und handlungsfähig. Ohne sie bleibt Pflege auf Einzelstimmen, Projekte oder kurzfristige Beteiligung angewiesen. Das reicht nicht für einen Heilberuf mit zentraler Bedeutung für die Versorgung der Bevölkerung in Deutschland.</p>
<p><strong>Ohne eigene Strukturen bleibt Pflege fremdbestimmt</strong></p>
<p>Das Gesundheitswesen steht unter Druck. Der Pflegepersonalmangel wächst. Zugleich werden zentrale Fragen verhandelt: Primärversorgung, Pflegebudget, Personalbemessung, Handlungsspielräume und die künftige Rolle der Profession.</p>
<p>In dieser Lage muss die berufliche Pflege gestärkt werden. Ohne verbindliche Selbstverwaltung droht ihr strukturelle Ohnmacht: Sie trägt täglich Verantwortung für Qualität und die Sicherheit der pflegerischen Versorgung für Menschen mit Pflege- und Unterstützungsbedarf aller Altersgruppen, kann diese aber zu selten in Entscheidungen einbringen.</p>
<p>„Die Zukunft der Pflege darf nicht über die berufliche Pflege hinweg gestaltet werden. Die Fremdbestimmung muss endlich ein Ende haben“, mahnt Vogler. „Wer täglich Verantwortung übernimmt, muss auch mitentscheiden können. Pflege muss mitentscheiden dürfen, wenn geklärt wird, welche Kompetenzen künftig gebraucht werden, wie Aufgaben neu verteilt werden und wie sich der Beruf weiterentwickelt. Das darf nicht allein nach Kassenlage oder politischer Stimmung entschieden werden.“</p>
<p><strong>Beteiligung muss verbindlich werden</strong></p>
<p>Berufliche Selbstverwaltung bündelt die Stimme der Profession Pflege und macht ihre pflegefachliche Erfahrung und ihr Handeln im Gesundheitswesen sichtbar.</p>
<p>„Ohne berufliche Selbstverwaltung bleibt der Heilberuf Pflege in Deutschland strukturell abhängig – und damit in zentralen Zukunftsfragen der Versorgung nicht handlungsfähig. Das ist angesichts des demografischen Wandels, der digitalen Transformation und KI-gestützter Versorgung ein erhebliches Risiko. Wenn pflegerische Expertise nicht verbindlich in die Steuerung des Gesundheitswesens eingebunden ist, entstehen Versorgungsstrukturen ohne pflegerisches Qualitäts-, Sicherheits- und Verantwortungswissen. Das können wir uns bei den aktuellen und künftigen Versorgungsbedarfen der Bevölkerung nicht leisten.“</p>
<p><strong>Die Länder sind gefordert</strong></p>
<p>Der Deutsche Pflegerat ruft die Länder auf, berufliche Selbstverwaltungsstrukturen der Profession Pflege voranzutreiben und bestehende Strukturen politisch und finanziell dauerhaft zu stützen. Nötig sind verlässliche Rahmenbedingungen, klare Zuständigkeiten und ein Umfeld, das die Eigenständigkeit der Profession stärkt.</p>
<p><strong>Selbstverwaltung lebt vom Mitmachen</strong></p>
<p>Der Deutsche Pflegerat appelliert auch an die eigene Berufsgruppe, berufliche Selbstverwaltung aktiv zu unterstützen und mitzugestalten. Sie lebt von den beruflich Pflegenden selbst: von ihrer Erfahrung, ihrer fachlichen Kompetenz und ihrer Bereitschaft, Verantwortung für die Entwicklung der Profession zu übernehmen. {/mprestriction}</p>
<p>Berufliche Selbstverwaltung entsteht nicht von außen. Sie wächst dort, wo Pflegefachpersonen ihre eigene Profession ernst nehmen, sich einbringen und Verantwortung nicht nur einfordern, sondern auch übernehmen. Gerade deshalb braucht es in der Pflege eine Kultur, die durch eine kritisch reflexive Haltung Selbstbewusstsein stärkt, gemeinsame Interessen sichtbar macht und die eigene Profession nicht durch innere Abwertung oder gegenseitige Blockaden schwächt.</p>
<p>„Berufliche Selbstverwaltung ist Ausdruck beruflicher Mündigkeit“, sagt Vogler. „Sie schafft die berufliche Verankerung, die Pflege braucht, um ihre Profession weiterzuentwickeln und bessere Arbeitsbedingungen möglich zu machen. Pflege muss sich ihrer eigenen Stärke bewusst werden: Wer Verantwortung im System will, muss sie auch innerhalb der eigenen Profession gemeinsam tragen.“</p>
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			<category>Pflege</category>
			<pubDate>Fri, 01 May 2026 15:50:00 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Pflege zu Hause: Nachbarschaftshilfe gewinnt an Bedeutung</title>
			<link>https://www.eu-schwerbehinderung.eu/index.php/pflege/34320-pflege-zu-hause-nachbarschaftshilfe-gewinnt-an-bedeutung</link>
			 
			<description><![CDATA[<p><img src="https://www.eu-schwerbehinderung.eu/images/20/1121/Web-Seniorin-Tochter.jpg" /></p><p>Die Nachbarschaftshilfe in der Pflege im Land Brandenburg ist ein wichtiges Unterstützungsangebot für pflegebedürftige Menschen, die zu Hause leben. Engagierte Nachbarinnen und Nachbarn, Freundinnen und Freunde oder Bekannte helfen freiwillig bei alltäglichen Aufgaben – etwa beim Einkaufen, bei Arztbesuchen oder bei Spaziergängen, wie es in einer Pressemitteilung der vdek heißt. Ziel ist es, die Selbstständigkeit der Betroffenen zu erhalten und ihnen ein möglichst langes Leben im eigenen Zuhause zu ermöglichen. {/mprestriction}</p>
<p><strong>Gelebte Solidarität</strong></p>
<p>Gelebte Solidarität ist dabei der Kern der Nachbarschaftshilfe: Ehrenamtlich Engagierte leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Unterstützung Pflegebedürftiger und zur Entlastung pflegender Angehöriger. Durch Zeit, Aufmerksamkeit und persönliche Zuwendung stärken sie zugleich den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unseren Gemeinden.</p>
<p>„Dieses Engagement verdient höchste Anerkennung, denn es stabilisiert die Versorgung im häuslichen Umfeld nachhaltig“, betont Rebecca Zeljar, Leiterin der vdek-Landesvertretung Berlin/Brandenburg.</p>
<p><strong>Entlastungsbetrag gezielt einsetzen</strong></p>
<p>Pflegebedürftigen, die zu Hause versorgt werden, steht ein Entlastungsbetrag von bis zu 131 Euro monatlich zu. Dieser kann für anerkannte Angebote zur Unterstützung im Alltag genutzt werden – hierzu zählt auch die Nachbarschaftshilfe.</p>
<p>Die Leistungen werden nicht automatisch ausgezahlt, sondern werden nachträglich von der Pflegelasse erstattet. Voraussetzung ist, dass die unterstützende Person beim Landesamt für Soziales und Versorgung als Nachbarschaftshelferin oder Nachbarschaftshelfer registriert ist.</p>
<p><strong>Klare Rahmenbedingungen für das Engagement</strong></p>
<p>Für die Tätigkeit als Nachbarschaftshelferin oder Nachbarschaftshelfer gelten klare Voraussetzungen: Die unterstützende Person darf nicht eng mit der pflegebedürftigen Person verwandt sein, nicht im selben Haushalt leben und keine professionelle Pflegekraft sein.</p>
<p>Zudem ist die Teilnahme an einer mehrstündigen Schulung erforderlich, in der grundlegende Kenntnisse vermittelt werden. Diese Schulungen werden unter anderem auch von den Ersatzkassen angeboten. Erst nach erfolgreicher Registrierung können Leistungen über den Entlastungsbetrag nach § 45b SGB XI bei der Pflegekasse abgerechnet werden. {/mprestriction}</p>
<p>Die Nachbarschaftshilfe dient der Unterstützung im Alltag und ersetzt keine professionelle Pflege, insbesondere keine medizinischen oder körperbezogenen Leistungen. Sie stellt jedoch eine wichtige Ergänzung dar und trägt dazu bei, die Versorgung Pflegebedürftiger sowie die Entlastung ihrer Angehörigen zu verbessern.</p>
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			<category>Pflege</category>
			<pubDate>Thu, 30 Apr 2026 15:50:00 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Pflegerat warnt vor Deprofessionalisierung durch neue Personalbemessung</title>
			<link>https://www.eu-schwerbehinderung.eu/index.php/pflege/34303-pflegerat-warnt-vor-deprofessionalisierung-durch-neue-personalbemessung</link>
			 
			<description><![CDATA[<p><img src="https://www.eu-schwerbehinderung.eu/images/20/1221/Web-Pflegerin-3.jpg" /></p><p>Der Deutsche Pflegerat (DPR) hat ein Positionspapier zur Personalbemessung in der stationären Langzeitpflege veröffentlicht. Es bewertet das im Projekt „Entwicklung und Erprobung eines Konzepts zum qualifikations- und kompetenzorientierten Personaleinsatz gemäß § 8 Abs. 3b SGB XI“ erprobte Organisationsmodell und seine Umsetzung anhand des Abschlussberichts aus Sicht der Profession Pflege.  {/mprestriction}</p>
<p>Der DPR sieht in der neuen Personalbemessung einen wichtigen Perspektivwechsel: weg von starren Fachkraftquoten hin zu einer Versorgung, die sich an Qualifikationen, Kompetenzen, dem Pflegeprozess und der Bezugspflege orientiert. Gleichzeitig warnt der DPR davor, diesen Ansatz grundsätzlich als tragfähige Lösung für den Regelbetrieb zu werten, solange die nötigen Voraussetzungen – etwa in der Arbeitsorganisation, Leitungsstruktur, Personalausstattung, digitalen Unterstützung und Bildungsstrukturen – fehlen. </p>
<p>„Das Ziel unseres Positionspapiers ist es, Orientierung zu geben, da wir uns in der entscheidenden Phase der Umsetzung befinden“, erklärt Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats. „Es geht darum, Pflegequalität und bedarfsgerechte Versorgung vor Ort zu stärken. Dafür müssen wir die Grundlagen schaffen, damit die neue Personalbemessung erfolgreich umgesetzt werden kann.“ </p>
<p><strong>Fortschritt mit Vorbehalt </strong></p>
<p>Der Deutsche Pflegerat erkennt im neuen Instrument zur Personalbemessung in der stationären Langzeitpflege Chancen für die Pflegeprofession: mehr fachliche Autonomie, klarere Rollenprofile und eine stärkere Sichtbarkeit pflegerischer Expertise. Gleichzeitig zieht der DPR eine Grenze: Die Ergebnisse zeigen zwar die Bedeutung einer besseren Personalausstattung, liefern aber keinen belastbaren Beweis, dass ein bestimmtes Organisationsmodell überlegen ist. Ein solches kann daher weder vorgegeben noch festgeschrieben werden. </p>
<p><strong>Hohe Anforderungen an die Praxis </strong></p>
<p>Die Umsetzung ist komplex. Schon die zehn Modelleinrichtungen stießen an ihre Grenzen. Die Kompetenz- und bewohnendenorientierte Arbeitsorganisation (KubA) ließ sich nur in einzelnen Fokuswohnbereichen stabil erproben. Zudem klaffen die Bedingungen des Modellprojekts und die Realität im Regelbetrieb weit auseinander. Der DPR warnt vor einem Auseinanderdriften von anspruchsvoller Theorie und praktischer Umsetzung. </p>
<p>Weiter besteht die Gefahr, dass die berufliche Pflege zu stark nach Effizienz organisiert wird. Professionelle Pflege darf nicht auf standardisierte Einzelleistungen reduziert werden. Beziehungsgestaltung, individuelle Abstimmung der pflegerischen Versorgungsbedarfe und der pflegefachlichen Verantwortung müssen im Mittelpunkt einer bedarfsgerechten und zielgerichteten Pflege stehen. </p>
<p>Der DPR warnt vor einer schleichenden Absenkung der Fachlichkeit und einer Deprofessionalisierung der Pflege. Fehlen qualifizierte Pflegefachassistent:innen oder bleiben deren Rollen und entsprechende Zuständigkeiten in der pflegerischen Versorgung unklar, droht eine Delegation von Aufgaben an diese, ohne dass die nötige Qualifikation für deren Übernahme gesichert ist. Auch akademisch qualifizierte Pflegefachpersonen sind bislang nicht systematisch in das neue Verfahren eingebunden. Diese müssen für eine bedarfsgerechte, evidenzbasierte pflegerische Versorgung unbedingt einbezogen werden. </p>
<p>„Die Umsetzung der neuen Personalbemessung in den Einrichtungen muss pflegefachlich tragfähig sein und die Versorgung sichern“, betont Vogler. „Dafür brauchen wir ausreichend Pflegeassistenz- und Pflegefachpersonal mit entsprechenden Kompetenzen, eine konsequent bewohnendenorientierte Arbeitsorganisation, stabile Leitungsstrukturen, eine gute Bildungsinfrastruktur, digitale Unterstützung und eine verlässliche Finanzierung.“ </p>
<p><strong>Algorithmus 2.1 als Maßstab</strong> </p>
<p>Für den DPR ist klar: Eine wirksame Pflegeprozesssteuerung in der stationären Langzeitpflege erfordert eine bundesweit verbindliche Personalbemessung nach dem weiterentwickelten Algorithmus 2.1 des Modellprojekts. Wer darunter bleibt, gefährdet die Versorgung und die Sicherheit der Bewohner:innen. </p>
<p><strong>Die Forderungen des Deutschen Pflegerats</strong> </p>
<p>Der DPR fordert: </p>
<ul>
<li>die Personalbemessung nach Algorithmus 2.1 als Mindeststandard in der stationären Langzeitpflege zu verankern</li>
<li>eine bundeseinheitliche Umsetzungsstrategie samt Finanzierung bedarfsgerechter zusätzlicher Stellen, auch für das Pflege- und Qualitätsmanagement</li>
<li>Pflegefachassistenz durch klare Kompetenzen, attraktivere Bedingungen und bundesweite Ausbildungsstrukturen zu stärken</li>
<li>weitergebildete und akademisch qualifizierte Pflegefachpersonen mit klaren Rollen und Aufgabenprofilen in der direkten Versorgung zu verankern</li>
<li>Studiengänge und erweiterte Rollen strukturell und tariflich abzusichern</li>
<li>Mehrpersonalisierung und Qualifizierungsstrukturen zu finanzieren</li>
<li>die Einbeziehung der pflegefachlichen und pflegewissenschaftlichen Perspektive in alle weiteren Entwicklungs- und Umsetzungsprozesse </li>
</ul>
<p><strong>Maßstab bleibt die Versorgung</strong> </p>
<p>Für den DPR zählt nicht, ein Modell auf dem Papier festzuschreiben, sondern die Pflegeprofession zu stärken und die pflegerische Versorgung zu verbessern. Ob die KubA einen nachhaltigen Fortschritt darstellt oder ein weiterer unvollständig umgesetzter Ansatz bleibt, hängt von den Rahmenbedingungen vor Ort und den politischen Entscheidungen ab. Denn nicht das Modell entscheidet über den Erfolg, sondern das System, in dem es umgesetzt wird.  {/mprestriction}</p>
<p>Das Positionspapier „Personalbemessung in der Langzeitpflege bundesweit umsetzen – Einordnung der „PeBeM“-Studie aus Sicht der Profession Pflege“ wurde von einer Expert:innengruppe des Deutschen Pflegerats erarbeitet und ist <a href="https://deutscher-pflegerat.de/profession-staerken/positionspapiere/positionspapier-personalbemessung-in-der-langzeitpflege-bundesweit-umsetzen" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">hier nachzulesen</a>.</p>
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</div>]]></description>
			<category>Pflege</category>
			<pubDate>Wed, 29 Apr 2026 15:50:00 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Pflege: Hohe Unzufriedenheit und Angst vor steigenden Kosten</title>
			<link>https://www.eu-schwerbehinderung.eu/index.php/pflege/34287-pflege-hohe-unzufriedenheit-und-angst-vor-steigenden-kosten</link>
			 
			<description><![CDATA[<p><img src="https://www.eu-schwerbehinderung.eu/images/26/Presseportal/Pflegebeduerftig_AOK_Sachsen-Anhalt.jpg" /></p><p>Auf die Frage, mit welcher Schulnote die Befragten die Arbeit der Bundesregierung zur sozialen Pflegeversicherung beurteilen würden, vergaben 57 Prozent der Sachsen-Anhalter ein „Ungenügend“ und damit die Note sechs. Damit vergibt Sachsen-Anhalt tendenziell die schlechteste Note im Bundesvergleich. 19 Prozent vergaben die Note fünf (mangelhaft), neun Prozent sagen „ausreichend“ (Note vier), sieben Prozent vergaben die Note drei (befriedigend). Nur zwei Prozent würden der Bundesregierung die Note zwei geben, ein Prozent kam zu dem Urteil „sehr gut“. Besonders hoch ist die Unzufriedenheit in den östlichen Bundesländern, wobei Sachsen-Anhalt Spitzenreiter ist. In Brandenburg vergaben 56 Prozent, in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Thüringen jeweils 54 Prozent die Note sechs. {/mprestriction}</p>
<p>Eine der zentralen Herausforderungen ist der Umfrage zufolge die Finanzsituation: So stimmten 76 Prozent der Menschen in Sachsen-Anhalt der Aussage zu, dass die Pflegeversicherung chronisch unterfinanziert sei. 86 Prozent der Befragten sagten zudem, dass ihr Vertrauen in die finanzielle Stabilität der Pflegeversicherung in den nächsten zehn Jahren gering sei, nur 7 Prozent gaben ein hohes Vertrauen an. Mit deutlich steigenden Beiträgen zur sozialen Pflegeversicherung rechnen in den kommenden zwölf Monaten 83 Prozent der Befragten.</p>
<p><b>Pflegeversicherung braucht jetzt finanzielle Stabilität</b></p>
<p>Corinna Beutel, Leiterin des Geschäftsbereichs Gesundheitsversorgung und Pflege bei der AOK Sachsen-Anhalt, sagt: „Die Umfrage zeigt ein klares Bild. Der seit Jahren ungelöste Reformstau in der Pflege verunsichert viele Menschen. Gelingt es jetzt nicht schnell, die Pflegeversicherung finanziell zu stabilisieren, geht Vertrauen verloren – in die Pflegeversicherung und in ihre Zukunft.“ Für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) habe die Finanzkommission Gesundheit gerade erst belastbare und kurzfristig wirksame Sparvorschläge vorgelegt. „Die Ergebnisse der Bund-Länder-Arbeitsgruppe ,Zukunftspakt Pflege‘ sind hingegen ernüchternd. Anders als in der Krankenversicherung ist weiterhin unklar, wie eine Reform aussehen soll“, sagt Beutel. Und was letzte Woche an Reformüberlegungen durchsickerte, sei wenig ermutigend gewesen. Eine Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze in der Pflegeversicherung oder eine gestreckte Deckelung von Eigenanteilen im Pflegeheim würden nur wieder einseitig die Versicherten belasten und auf Leistungskürzungen hinauslaufen.</p>
<p>Zudem reichten Einsparungen und Effizienzmaßnahmen allein nicht aus, um die Pflegeversicherung dauerhaft zu stabilisieren. Um weitere Beitragserhöhungen zu vermeiden, sei die Pflegeversicherung dringend auf zusätzliche Mittel des Bundes angewiesen. „Diese Mittel stehen ihr auch zu“, betont Beutel. „Die Pflegeversicherung finanziert seit Jahren versicherungsfremde Leistungen wie zum Beispiel Rentenbeiträge für pflegende Angehörige oder Corona-Soforthilfen. Das sind Aufgaben der gesamten Gesellschaft und müssen aus Steuergeldern finanziert werden.“</p>
<p><b>Unzufriedenheit mit Strukturen vor Ort</b></p>
<p>Auch die Zufriedenheit mit der Pflegeinfrastruktur ist laut Umfrage niedrig in der Bevölkerung: Als sehr schlecht bzw. eher schlecht bewerten 53 Prozent die vorhandene Pflegeinfrastruktur in Sachsen-Anhalt, also Angebote an Pflegeheimen, ambulanten Diensten, Tagespflegen oder Beratungsstellen. Immerhin 32 Prozent bewerten die verfügbaren Angebote also sehr gut oder eher gut. Insgesamt am unzufriedensten sind die Menschen im Saarland, hier bewerteten 61 Prozent die Angebotssituation als schlecht. Der Aussage, dass Pflegebedürftige und Pflegende in Deutschland insgesamt ausreichend Unterstützung finden, stimmten nur 15 Prozent der Sachsen-Anhalter zu.</p>
<p>Beutel: „Dies zeigt auch, dass wir mehr tun müssen, um die Menschen über die Beratungsangebote der Pflegekassen zu informieren.“ Allein die AOK Sachsen-Anhalt habe landesweit über 190 speziell ausgebildete Pflegeberaterinnen und -berater, die alle Menschen – nicht nur AOK-Versicherte − umfassend zum Thema Pflege beraten können. Auch deshalb mache die AOK Sachsen-Anhalt regelmäßig auf ihr Beratungsangebot aufmerksam. „Im April haben wir beispielsweise eine landesweite Informationskampagne zur Pflegeberatung der AOK Sachsen-Anhalt gestartet. Sie stelle die AOK als Lotse und Anlaufstelle für alle Fragen zur Pflege vor und informiere über konkrete Leistungen.“, erklärt Beutel.</p>
<p>Neben stabilen Finanzen brauche es dringend auch echte Strukturreformen, so Beutel weiter. Ziel müsse es sein, die Pflege besser an den tatsächlichen Bedarf anzupassen und sie vor Ort zu stärken, also Strukturen zu schaffen, die passgenaue Unterstützung im Wohnumfeld ermöglichen und die Pflegebedürftige sowie ihre Angehörigen entlasten. Dazu benötige man eine Vereinfachung des Leistungsrechts. Auch die die strikte Sektorentrennung zwischen ambulanter und stationärer Pflege müsse überwunden werden. Sinnvoll sei eine stärkere Zusammenarbeit von Kommunen, Kranken- und Pflegekassen.</p>
<p><b>91 Prozent fürchten finanzielle Überforderung durch Eigenanteile</b></p>
<p>Auch die Eigenanteile im Pflegeheim, die laut Medienberichten zur Pflegereform nun sogar noch weiter steigen könnten, bereiten Sorgen: Diese lagen Ende 2025 in Sachsen-Anhalt durchschnittlich bei 2.100 Euro pro Monat. 91 Prozent der Befragten in Sachsen-Anhalt gaben an, Angst vor finanzieller Überforderung zu haben, falls sie selbst einmal im Heim versorgt werden sollten. Dabei befürchten 55 Prozent, in diesem Fall in einem Mehrbettzimmer wohnen zu müssen, 54 Prozent fürchten, ihrer Familie finanziell zur Last zu fallen und 50 Prozent gaben an, Sorge zu haben, kein bezahlbares Pflegeheim in der Nähe finden zu können.</p>
<p>„Die Pflegeheim-Bewohnenden müssen ständig steigende Eigenanteile schultern. Damit gleichen sie aus, dass die Länder die Investitionskosten für Pflegeeinrichtungen nicht ausreichend finanzieren. Das ist nicht gerecht“, so Beutel. Auch das müsse Teil einer Pflegereform sein. Eine weitere Entlastung wäre möglich, wenn die Ausbildungskosten für Pflegeberufe aus den Eigenanteilen herausgenommen würden. „Das würde die finanzielle Belastung spürbar senken“, sagt Beutel. „Pflegebedürftige in Heimen könnten so auf einen Schlag um rund eine Milliarde Euro entlastet werden.“ {/mprestriction}</p>
<p><b>Hinweis zur Umfrage und Methodik:</b> Civey hat für den AOK-Bundesverband vom 27.03. bis 31.03.2026 online 10.000 Bundesbürgerinnen und Bundesbürger ab 18 Jahren und 5.000 Personen, die befürchten, sich im Alter keine gute Pflege leisten zu können, befragt. Davon entfallen 356 bzw. 219 auf Sachsen-Anhalt. Die Ergebnisse sind aufgrund von Quotierungen und Gewichtungen repräsentativ unter Berücksichtigung des statistischen Fehlers von 2,5 bis 2,6 Prozentpunkten beim jeweiligen Gesamtergebnis. Die Ergebnisse auf Ebene der Bundesländer sind repräsentativ auf Basis einer modellbasierten, statistischen Methode für kleine Datenräume (Small Area Method). Der statistische Fehler auf Ebene der Bundesländer liegt bei 3,1 bis 8,1 Prozentpunkten.</p>
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<p><span style="font-size: 6pt;">Qu<span style="color: #000000;">elle: <a style="color: #000000;" href="https://www.presseportal.de/pm/51969/6263024" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">ots</a> - news aktu</span>ell</span></p>
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			<category>Pflege</category>
			<pubDate>Tue, 28 Apr 2026 15:50:00 +0200</pubDate>
		</item>
		<item>
			<title>Pflegeausgaben wachsen deutlich schneller als gesamte Gesundheitsausgaben</title>
			<link>https://www.eu-schwerbehinderung.eu/index.php/pflege/34296-pflegeausgaben-wachsen-deutlich-schneller-als-gesamte-gesundheitsausgaben</link>
			 
			<description><![CDATA[<p><img src="https://www.eu-schwerbehinderung.eu/images/24/0721/Web-Senior-Hand.jpg" /></p><p>Steigende Ausgaben für pflegerische Leistungen stellen das Gesundheitssystem in Deutschland vor Herausforderungen, auch weil sie deutlich stärker zunehmen als die Gesundheitsausgaben insgesamt. Gegenüber dem Jahr 2014 ist ihr Anteil an den Gesundheitsausgaben im Jahr 2024 um 5,4 Prozentpunkte gestiegen: Auf pflegerische Leistungen entfielen im Jahr 2024 mit 135,9 Milliarden Euro gut ein Viertel (25,3 %) aller Gesundheitsausgaben in Deutschland, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. {/mprestriction}</p>
<p>Zehn Jahre zuvor betrugen die Ausgaben für diese Leistungen noch 65,0 Milliarden Euro. Dies entsprach einem Anteil von einem Fünftel (19,8 %) an allen Gesundheitsausgaben von 327,7 Milliarden Euro. Im Betrachtungszeitraum haben sich die Ausgaben für pflegerische Leistungen mehr als verdoppelt (+109,1 %).</p>
<p>Ursächlich für diese Entwicklung sind unter anderem die zum 1. Januar 2017 eingeführten Änderungen am Elften Buch Sozialgesetzbuch (SGB XI), gestiegene Pflegepersonalkosten und der demografische Wandel. Zu den pflegerischen Leistungen zählen unter anderem die Grund-, Behandlungs- und Intensivpflege, die weitgehend in ambulanten und (teil-)stationären Pflegeeinrichtungen als auch in Krankenhäusern sowie im Rahmen der häuslichen Pflege in privaten Haushalten erbracht werden. Die Gesundheitsausgaben insgesamt lagen im Jahr 2024 bei 538,2 Milliarden Euro und sind seit 2014 um knapp zwei Drittel (64,2 %) gestiegen.</p>
<p><b>Ausgaben für Arzneimittel binnen zehn Jahren um gut zwei Drittel gestiegen</b></p>
<p>Neben den pflegerischen Leistungen zählen unter anderem ärztliche und therapeutische Leistungen, die Gewährleistung von Zahnersatz, das Bereitstellen von Arznei-, Heil- und Hilfsmitteln sowie von Unterkunft und Verpflegung zum Leistungsspektrum der Einrichtungen des Gesundheitswesens. Ärztliche Leistungen entsprachen einem Anteil von 23,6 % aller Gesundheitsausgaben.  {/mprestriction}</p>
<p>Die Ausgaben für ärztliche Leistungen, die Grund-, Sonder-, Labor- und strahlendiagnostische Leistungen umfassen, stiegen gegenüber 2014 um 45,7 %. Arzneimittel machten 15,8 % der Gesundheitsausgaben aus und stiegen zwischen 2014 und 2024 um 67,5 %.</p>
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<p><span style="font-size: 6pt;">Quelle:<span style="color: #000000;"> <a style="color: #000000;" href="https://www.presseportal.de/pm/32102/6263987" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Statistisches Bundesamt</a></span></span></p>
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			<category>Pflege</category>
			<pubDate>Tue, 28 Apr 2026 08:57:55 +0200</pubDate>
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