<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Schule, Schulleitung, Familie, DIY</title>
	<atom:link href="https://halbtagsblog.de/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://halbtagsblog.de</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Thu, 18 Jun 2026 17:13:34 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0</generator>

<image>
	<url>https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2019/01/cropped-logo-32x32.jpg</url>
	<title>Schule, Schulleitung, Familie, DIY</title>
	<link>https://halbtagsblog.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>moralische Notengebung</title>
		<link>https://halbtagsblog.de/2026/06/18/moralische-notengebung/</link>
					<comments>https://halbtagsblog.de/2026/06/18/moralische-notengebung/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jan-Martin Klinge]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jun 2026 17:13:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mathematik]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Förderung]]></category>
		<category><![CDATA[Noten]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://halbtagsblog.de/?p=16046</guid>

					<description><![CDATA[Ich stehe vor einem ganz spannenden Dilemma. Vorgeschichte: Ein wesentliches Hindernis auf dem Weg zu einem (hochwertigeren) Schulabschluss ist laut PISA und vielen weiteren Untersuchtungen für viele Schülerinnen und Schüler in Deutschland ein schlechtes Leseverständnis. Oder platt: Sie sprechen schlechtes Deutsch. Um das zu illustrieren erkläre ich meinen Schüler*innen gerne, dass sie genauso gut deutsch&#8230;&#160;<div class="read-more-wrapper"><a href="https://halbtagsblog.de/2026/06/18/moralische-notengebung/" class="button button-primary" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">moralische Notengebung</span></a></div>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Ich stehe vor einem ganz spannenden Dilemma.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Vorgeschichte: </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ein wesentliches Hindernis auf dem Weg zu einem (hochwertigeren) Schulabschluss ist laut PISA und vielen weiteren Untersuchtungen für viele Schülerinnen und Schüler in Deutschland ein schlechtes Leseverständnis.<br />
Oder platt: Sie sprechen schlechtes Deutsch.</p>
<p style="text-align: justify;">Um das zu illustrieren erkläre ich meinen Schüler*innen gerne, dass sie genauso gut deutsch sprechen, wie ich englisch: Es reicht zum Fernseh-gucken und unterhalten, zum einkaufen und einfache Bücher lesen. Aber es ist zu wenig, um einen guten Essay zu schreiben oder Sachtexte zu analysieren. Urlaubsenglisch. Urlaubsdeutsch.</p>
<p style="text-align: justify;">Seit jeher rate ich ihnen, mehr Bücher zu lesen, überhaupt mal zu lesen. Dadurch erweitert sich der Wortschatz, festigt sich die Grammatik. Wer viel liest, versteht mehr, kann sich besser ausdrücken, kann besser schreiben. Meine Schüler*innen nicken artig und ignorieren mich geflissentlich &#8211; und manchmal geht es bis zu einem gewissen Grad gut und manchmal nicht.</p>
<p><strong>Die Ausgangslage</strong>:</p>
<p>In einem meiner Mathekurse beschäftigen wir uns mit Linearen Funktionen: Eine Pizza in Laden A kostet 6 Euro, jede weitere Zutat 1,50 €. In Laden B kostet die Pizza nur 4,50 €, dafür jede Zutat 2 €. Stelle die Funktionsgleichung auf, finde den Schnittpunkt etc.etc.</p>
<p>Letzte Frage: Deine Cousine kommt zu Besuch &#8211; in welche Pizzeria würdet ihr gehen?<br />
erhoffte Antwort (sinngemäß): Wenn ich weniger als 3 Zutaten haben, gehe ich zu Laden A, sonst zu Laden B.</p>
<p>Manche Schüler haben Sprachschwierigkeiten und zuweilen weiß ich genau, was die Kinder meinen  (auch, weil mathematisch alles korrekt ist), sie sich in den Erklärungen aber sprachlich falsch ausgedrückt haben, bspw. &#8222;<em>3 Pizzas</em>&#8220; statt &#8222;<em>3 Beilagen</em>&#8220; oder &#8220; <em>bei weniger als 2 Beilagen</em>&#8220; statt &#8222;<em>bei 2 Beilagen oder weniger</em>&#8222;.</p>
<p><strong>moralische Notengebung</strong></p>
<p>Bei wenigstens drei Kindern stehe ich vor folgendem Dilemma: Ziehe ich für die sprachliche Ungenauigkeit auch nur einen einzigen Punkt ab, fällt die Notenstufe eins nach unten: Aus &#8222;gut&#8220; wird &#8222;befriedigend&#8220;, aus &#8222;befriedigend&#8220; wird &#8222;ausreichend&#8220;. Das führt zu einer &#8211; wie ich finde &#8211; spannenden Situation:</p>
<p style="text-align: justify;">Seit Jahren predige ich den Kindern, dass sie durch ihr Urlaubsdeutsch irgendwann gegen eine gläserne Decke stoßen werden, die ihnen ein weiteres Vorankommen untersagt: Die Texte werden zu komplex, die Anforderungen zu hoch, als dass man sie mit radebrechendem, schiefem Deutsch noch bearbeiten kann. Erfolg habe ich wenig. Nun, am Ende der 8. Klasse, bietet sich mir die Gelegenheit, diese Hürde sichtbar zu machen: Ich ziehe die Punkte ab, gebe die schlechtere Note und demonstriere auf schmerzhafte Weise, was in Zukunft noch viel häufiger geschehen wird. Vorteil: Für kein Kind geht es um Versetzung oder den Erhalt des Erweiterungskurses. Es sind schmerzhafte, aber in der langen Schulkarriere letztlich bedeutungslose Noten.<br />
Wir könnten das in der Beratungsstunde laut und lang diskutieren und &#8211; vielleicht &#8211; nutzen einige Jugendliche die Sommerferien, um sich dann doch zum Lesen zu quälen und ihren Horizont zu erweitern.</p>
<p>Oder: Ich drücke ein Auge zu. Ich bewerte in erster Linie mathematisches Verständnis (es geht um Mathematik!) und nicht die Kenntnis der deutschen Sprache. Die Kinder gehen glücklich(er) in die Sommerferien, sind zurecht stolz auf ihre Leistung und wir greifen nächstes Jahr mit Beginn der 9. Klasse motiviert an.</p>
<p>Ich lasse an dieser stelle die Diskussion aus, wie reliabel und objektiv Noten sind &#8211; das ist ein anderes Thema und darf ein anderes Mal geführt werden. Heute geht es mir um die pädagogische und moralische Verantwortung der Notengebung in diesem Fall und ich bin neugierig und erhoffe mir über die Kommentare noch den ein oder anderen Impuls: <strong>Wie würdest du entscheiden?</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://halbtagsblog.de/2026/06/18/moralische-notengebung/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>4</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>&#8222;Wie stehst du zum Thema Kernkraft?&#8220;</title>
		<link>https://halbtagsblog.de/2026/06/09/wie-stehst-du-zum-thema-kernkraft/</link>
					<comments>https://halbtagsblog.de/2026/06/09/wie-stehst-du-zum-thema-kernkraft/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jan-Martin Klinge]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Jun 2026 14:14:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Anekdoten aus der Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Physik]]></category>
		<category><![CDATA[AI]]></category>
		<category><![CDATA[Kernkraft]]></category>
		<category><![CDATA[KI]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Künstliche Intelligenz]]></category>
		<category><![CDATA[Unterricht]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://halbtagsblog.de/?p=16043</guid>

					<description><![CDATA[&#8222;Wie stehst du zum Thema Kernkraft?&#8220; Noch vor ein paar Jahren hätte ich meine Schülerinnen und Schüler dazu einen Lesetext analysieren, später dann zusätzlich im Internet recherchieren lassen. Im Anschluss hätten wir verschiedene Pro-Contra-Argumente gesammelt und in einer Diskussion gegeneinander aufgewogen. Eine schöne, runde Stunde wäre das gewesen, in deren Verlauf die Kinder neben grundlegenden&#8230;&#160;<div class="read-more-wrapper"><a href="https://halbtagsblog.de/2026/06/09/wie-stehst-du-zum-thema-kernkraft/" class="button button-primary" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">&#8222;Wie stehst du zum Thema Kernkraft?&#8220;</span></a></div>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Wie stehst du zum Thema Kernkraft?&#8220;</p>
<p>Noch vor ein paar Jahren hätte ich meine Schülerinnen und Schüler dazu einen Lesetext analysieren, später dann zusätzlich im Internet recherchieren lassen. Im Anschluss hätten wir verschiedene Pro-Contra-Argumente gesammelt und in einer Diskussion gegeneinander aufgewogen. Eine schöne, runde Stunde wäre das gewesen, in deren Verlauf die Kinder neben grundlegenden Informationen über Kernkraft Pro-Contra auch Kompetenzen wie Lesen, recherchieren, beurteilen etc. erworben hätten.</p>
<p>Heute liefe die Stunde anders ab: Die Jugendlichen befragen die KI ihres Handys/Tablets und die gibt eine Reihe von Pro und Contra-Argumenten aus. Die werden im besten Fall auf ein Blatt geschrieben und abgegeben und im schlechtesten Fall via copy&#8217;n&#8217;paste ins Heft kopiert. Beiden Fällen ist gemein, dass einen Tag später alles wieder vergessen ist. Schnell sammeln, schnell abspeichern, nichts merken. Weder Arbeits- noch Langzeitgedächtnis werden bemüht.</p>
<p>Ich habe die Stunde gestern ein wenig abgewandelt und mit der genannten Fragestellung verschiedene KI-Systeme gefüttert:</p>
<ul>
<li>ChatGPT</li>
<li>Gemini</li>
<li>Perplexitiy</li>
<li>Claude.ai</li>
<li>CoPilot</li>
<li>Grok</li>
</ul>
<p>Alle lieferten mir einen Lesetext aus, den ich meiner Klasse 1:1 vorlegte. Die Aufgabenstellung für die Kinder lautet nun: Vergleiche die verschiedenen Antworten und beziehe schriftlich Stellung dazu.</p>
<p>Wenig überraschend sind die Texte nicht alle gleich gewesen: Claude, ChatGPT und Gemini betonten in ihrer Erklärung als Allererstes, keine Position einnehmen zu wollen und stellten beide Positionen (in meinen Augen) neutral vor.</p>
<p>Die Konkurrenten begannen dagegen direkt mit einer Einschätzung, z.B. Perplexity (<em>&#8222;Ich sehe Kernenergie pragmatisch, aber nicht als Allheilmittel&#8220;)</em> ehe sie zu einer Erklärung ansetzten. Tendenzen zu Pro-Kernkraft waren bei Microsofts CoPilot herauszuhören (<em>&#8222;Ich halte Kernenergie für eine ernstzunehmende Option im Energiemix&#8220;</em>) und am deutlichsten positionierte sich Grok: &#8222;<em>Ich bin ein klarer Befürworter der Kernenergie</em>&#8220; und &#8222;<em>Die Physik ist auf der Seite der Kernenergie.</em>&#8220;</p>
<p>Also unterhalten wir uns über Medienkritik. Und das ist vielleicht ebenso wichtig, die die Auseinandersetzung mit Pro-Contra-Kernkraft. Insbesondere Grok stellt heraus: Die einzigen Probleme, die es gibt sind &#8222;<em>überregulierte Bürokratie</em>&#8222;, emotionale, aber irrationale Angst und &#8222;<em>ideologisch getriebene Energiepolitik</em>&#8222;.</p>
<p>Warum ist das so? Was (und wer?) steckt dahinter? Wie sehr kann man also einer KI vertrauen?</p>
<p>Wirklich neu ist dieser Ansatz natürlich nicht: In meinem Deutsch-LK haben wir damals Zeitungsartikel aus BILD, SZ, FAZ und weiteren Tageszeitungen miteinander verglichen. Ist das heute etwas anderes? Vielleicht.</p>
<p>Wir unterhalten uns lange über Einsatzzwecke von KI, den kritischen Blick darauf und schaffen es am Schluss auch ein wenig, uns über das Für und Wider von Kernenergie zu unterhalten.</p>
<p>Vielleicht bleibt ja ein wenig hängen.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://halbtagsblog.de/2026/06/09/wie-stehst-du-zum-thema-kernkraft/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mein MacBook mit Android koppeln: LinkMyDroid</title>
		<link>https://halbtagsblog.de/2026/06/06/mein-macbook-mit-android-koppeln-linkmydroid/</link>
					<comments>https://halbtagsblog.de/2026/06/06/mein-macbook-mit-android-koppeln-linkmydroid/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jan-Martin Klinge]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Jun 2026 13:28:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://halbtagsblog.de/?p=16037</guid>

					<description><![CDATA[Ich habe ja in der Vergangenheit beschrieben, dass mir  der Übergang von Microsoft Windows zu Apples MacOS schwergefallen ist. Viele erlernte Shortcuts und Arbeitsabläufe musstem mühsam ver- oder umgelernt werden. Weil ich in der Schule parallel mein Surface Pro nutze, komme ich oft durcheinander: STRG+C für kopieren liegt auf einer anderen Position auf der Tastatur&#8230;&#160;<div class="read-more-wrapper"><a href="https://halbtagsblog.de/2026/06/06/mein-macbook-mit-android-koppeln-linkmydroid/" class="button button-primary" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">Mein MacBook mit Android koppeln: LinkMyDroid</span></a></div>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Ich habe ja in der Vergangenheit beschrieben, dass mir  der Übergang von <em>Microsoft Windows</em> zu Apples <em>MacOS</em> schwergefallen ist. Viele erlernte Shortcuts und Arbeitsabläufe musstem mühsam ver- oder umgelernt werden. Weil ich in der Schule parallel mein Surface Pro nutze, komme ich oft durcheinander: STRG+C für kopieren liegt auf einer anderen Position auf der Tastatur als Command+C Beim Mac.</p>
<p>Obwohl ich nicht mehr zurückmöchte (zu angenehm ist der Workflow und zu aufdringlich ist Windows &#8218;Werbe- und KI-Maschine&#8216;), gibt es doch ein paar Dinge, die ich schmerzlich vermisse: So arbeitet mein Surface nahtlos mit meinem Samsung Galaxy bzw. Android-Smartphone zusammen: Benachrichtigungen werden weitergereicht, der Bildschirm kann geteilt werden und ich kann Fotos vom Gerät auf den PC schieben und umgekehrt. Außerdem &#8211; und das habe ich schmerzlich vermisst &#8211; gibt es eine gemeinsame Zwischenablage: Kopiere ich einen Inhalt oder eine URL auf einem Gerät, ist sie sofort auf dem anderen verfügbar. Dinge, die problemlos zwischen MacBook und iPhone funktionieren, aber nicht zwischen MacBook und Android-Gerät.</p>
<p>Nun: Seit ein paar Tagen gibt es eine App, die genau das ändert: <a href="https://apps.apple.com/de/app/linkmydroid/id6755784154?platform=mac" target="_blank" rel="noopener">LinkMyDroid</a>.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter wp-image-16039" src="https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/06/LinkMyDroid-1-1024x759.jpg" alt="Mein MacBook mit Android koppeln: LinkMyDroid 3" width="789" height="585" title="Mein MacBook mit Android koppeln: LinkMyDroid 3" srcset="https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/06/LinkMyDroid-1-1024x759.jpg 1024w, https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/06/LinkMyDroid-1-300x223.jpg 300w, https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/06/LinkMyDroid-1-768x570.jpg 768w, https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/06/LinkMyDroid-1.jpg 1200w" sizes="(max-width: 789px) 100vw, 789px" /></p>
<p>Endlich ist auch eine der letzten Schmerzstellen, die ich empfunden habe, ausgemerzt: Nachrichten, Dateien, Fotos &#8211; alles lässt sich jetzt vom PC aus bedienen. Ich kann das Handy sogar als WebCam benutzen und den Bildschirm spiegeln:</p>
<p><img decoding="async" class="aligncenter wp-image-16038" src="https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/06/LinkMyDroid-2-887x1024.png" alt="Mein MacBook mit Android koppeln: LinkMyDroid 4" width="643" height="742" title="Mein MacBook mit Android koppeln: LinkMyDroid 4" srcset="https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/06/LinkMyDroid-2-887x1024.png 887w, https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/06/LinkMyDroid-2-260x300.png 260w, https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/06/LinkMyDroid-2-768x886.png 768w, https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/06/LinkMyDroid-2.png 936w" sizes="(max-width: 643px) 100vw, 643px" /></p>
<p>Besonders schön: Keine Cloud, kein Abo, kein Account. Das gefällt mir sehr. Ein Tipp für alle, die mit Macbook &amp; Android unterwegs sind und genannte Features vermissen.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://halbtagsblog.de/2026/06/06/mein-macbook-mit-android-koppeln-linkmydroid/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Enshittification im Zeitalter der Robotik</title>
		<link>https://halbtagsblog.de/2026/05/28/enshittification-im-zeitalter-der-robotik/</link>
					<comments>https://halbtagsblog.de/2026/05/28/enshittification-im-zeitalter-der-robotik/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jan-Martin Klinge]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 May 2026 08:33:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Enshittification]]></category>
		<category><![CDATA[Rand]]></category>
		<category><![CDATA[Roboter]]></category>
		<category><![CDATA[Software]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://halbtagsblog.de/?p=16033</guid>

					<description><![CDATA[Wir erleben gerade die Zeit, in der humanoide Roboter mit der gleichen Geschwindigkeit entwickelt werden, wie es die Künstliche Intelligenz in den letzten vier Jahren erlebt hat. Und gleichzeitig erfahren wir eine &#8222;Enshittification&#8220; sondergleichen: Software wird allenthalben schlechter. Wo führt das hin? Und wo führt das inbsesondere im Bildungswesen hin? Wie viele andere auch digitalisiere&#8230;&#160;<div class="read-more-wrapper"><a href="https://halbtagsblog.de/2026/05/28/enshittification-im-zeitalter-der-robotik/" class="button button-primary" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">Enshittification im Zeitalter der Robotik</span></a></div>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir erleben gerade die Zeit, in der humanoide Roboter mit der gleichen Geschwindigkeit entwickelt werden, wie es die Künstliche Intelligenz in den letzten vier Jahren erlebt hat. Und gleichzeitig erfahren wir eine &#8222;Enshittification&#8220; sondergleichen: Software wird allenthalben schlechter. Wo führt das hin? Und wo führt das inbsesondere im Bildungswesen hin?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Wie viele andere auch digitalisiere ich das meiste an Briefen und Unterlagen, die mich erreichen: Lohnabrechnung, Steuerklärung, Gebühren. Alles wird eingescannt und digital abgelegt. Lange Jahre habe ich das mit meinem Handy und &#8222;Microsoft Lens&#8220; erledigt, den da wanderte das eingescannte Dokument direkt in OneNote &#8211; meinem Notizbuch der Wahl. Vergangenes Jahr hat Microsoft die App jedoch eingestellt und die User (also mich) aufgefordert, die &#8222;Office 365&#8220;-App zu benutzen.</p>
<p style="text-align: justify;">Und was kann die?</p>
<p style="text-align: justify;">Mit der Office-App kann ich jetzt mit dem Copilot chatten.  Oder mir KI-generierte Bilder erstellen lassen.</p>
<p style="text-align: justify;">Was kann die App nicht?</p>
<p style="text-align: justify;">Scannen!</p>
<p style="text-align: justify;">Genervt suche ich im PlayStore/App Store ich nach Alternativen &#8211; aber alles, was ich finde, zieht ein Abonnement nach sich. Ein Abo!? Für ein Programm, dass ein Foto beschneidet?</p>
<p style="text-align: justify;">Allenthalben erfahre ich diese Form von &#8222;Enshittification&#8220; &#8211; also der merklichen Verschlechterung von Diensten, Objekten und Programmen. Was früher funktionierte, geht heute nicht mehr. Oder nur gegen Gebühr. Mein &#8218;Samsung Galaxy Ring&#8216; ist nach einem Software-Update defakto Müll: Permanent versucht er, sich mit anderen Handys zu verbinden, wodurch der Akku schon nach einem Tag leer ist. Und Samsung bietet keine Reparatur der Ringe, nur den Austausch zum Selbstpreis an. Und die monatlich zubuchbare Sitzheizung beim Autohersteller BMW war da nur folgerichtig &#8211; die Dinge gehören uns nicht mehr und sie werden systematisch schlechter gemacht. Das Betriebssystem Windows 11 ist inzwischen so schlecht und mit so vielen Fehlern behaftet, dass sich Microsoft genötigt sah, eine Entschuldigung rauszugeben und Besserung zu geloben. Die c&#8217;t-Redaktion hat ein Video dazu gemacht und das <a href="https://www.youtube.com/watch?v=k0dGYzO9Ib0" target="_blank" rel="noopener">verdeutlicht</a>. Die Liste ist endlos. Downdate statt Update.</p>
<p style="text-align: justify;">Und gleichzeitig bauen wir humanoide Roboter, die immer besser und besser werden in dem, was sie tun. Habe ich letztes Jahr noch gedacht, dass zumindest der Lehrer-Job vor dieser Entwicklung gefeiht ist, sehe ich das heute anders: Bekäme ich zwei, drei menschliche Assistenz-Roboter in den Klassenraum, die Sporthalle und den Schulhof, die geduldig aufpassen, erklären und helfen, wären gewiss viele Eltern dankbar. Zunächst für Klausuraufsichten. Oder als Hilfe für LRS-Kinder. Und dann noch ein bisschen mehr. Und noch ein bisschen mehr.</p>
<p style="text-align: justify;">Und wenn die Roboter einmal da sind, kann man auch an den Lehrern sparen &#8211; die kosten in Deutschland nämlich rund 55.000.000.000 € pro Jahr. Davon könnte man viele Roboter laufen lassen, die ununterbrochen die Inhalte von Lehrer-Schmidt-Videos wiedergeben.</p>
<p style="text-align: justify;">Absurd? Vielleicht.<br />
Aber der kalifornische Roboterhersteller <strong class="Yjhzub" data-sfc-root="c" data-sfc-cb="" data-complete="true">Figure AI</strong> hat in mehreren viralen Livestreams bewiesen, wie ihre Maschinen (u.a. das Modell Figure 03) völlig autonom an Förderbändern arbeiten &#8211; und 3 Millionen Menschen sehen zu. Sehen zu, und gewöhnen sich an Roboter im Alltag.</p>
<p style="text-align: justify;">In Summe sind das zwei gegenläufige Entwicklungen &#8211; aber die Zeit ist so absurd, dass ich mir vorstellen kann, eines Tages den KiTa-Androiden &#8222;Dati&#8220; zu erleben, der zwar freundlich ist und malen kann, aber Memory<sup>TM</sup> inzwischen nur mit kostenpflichtigem Abo spielt und ansonsten Werbung ausgibt.</p>
<p style="text-align: justify;">Stand heute bin ich mir nicht mehr so sicher, welche Berufe überhaupt noch &#8222;unersetzlich&#8220; sind. &#8222;Was mit Menschen!?&#8220; Ja, klar. So wie der Barkeeper aus dem Film <em>Passengers</em>?</p>
<p style="text-align: justify;">Ich würde diese Entwicklung begrüßen, wenn sie implizierte, dass wir künftig mehr Zeit für Musik und Tanz und Kreativität und Miteinander hätten. Aber bisher ist das Leben gefühlt immer hektischer und schneller geworden. Und die Schere zwischen Arm und Reich auch immer weiter.</p>
<p>Das bereitet mir Sorge.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://halbtagsblog.de/2026/05/28/enshittification-im-zeitalter-der-robotik/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Unsichtbare Arbeit.</title>
		<link>https://halbtagsblog.de/2026/05/21/unsichtbare-arbeit/</link>
					<comments>https://halbtagsblog.de/2026/05/21/unsichtbare-arbeit/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jan-Martin Klinge]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 May 2026 18:07:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fortbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Schulleitung]]></category>
		<category><![CDATA[Erasmus]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://halbtagsblog.de/?p=16028</guid>

					<description><![CDATA[Diese Woche, von Montag bis heute (Donnerstag), war ich im Rahmen eines Erasmus-Programms unterwegs in Holland. Zunächst haben wir uns in Leeuwarden die CSG Comenius Mariënburg angeschaut. Dienstagabend ging es dann nach Eindhoven, wo wir die Yuverta-Schule besuchten. Den Luxus des Herumreisens kann ich mir erlauben, weil meine Frau während der Zeit alles an Kinder-Care-Arbeit&#8230;&#160;<div class="read-more-wrapper"><a href="https://halbtagsblog.de/2026/05/21/unsichtbare-arbeit/" class="button button-primary" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">Unsichtbare Arbeit.</span></a></div>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Diese Woche, von Montag bis heute (Donnerstag), war ich im Rahmen eines Erasmus-Programms unterwegs in Holland. Zunächst haben wir uns in Leeuwarden die <a href="https://www.comenius-marienburg.nl/" target="_blank" rel="noopener">CSG Comenius Mariënburg</a> angeschaut. Dienstagabend ging es dann nach Eindhoven, wo wir die <a href="https://www.yuverta.nl/ontdek-yuverta-in-eindhoven/?utm_source=Gmaps&amp;utm_medium=url&amp;utm_campaign=vindbaarheid&amp;utm_content=landingspagina&amp;utm_term=yuverta-in-eindhoven" target="_blank" rel="noopener">Yuverta</a>-Schule besuchten. Den Luxus des Herumreisens kann ich mir erlauben, weil meine Frau während der Zeit alles an Kinder-Care-Arbeit alleine übernimmt: Kita, Schule, Theaterkurs, Musikschule, Fahrdienste zu Verabredungen. Dazu Haushalt und Hunde und Garten. Unsichtbare Arbeit, während der Herr Gemahl durch die Welt reist.</p>
<p style="text-align: justify;">Viele Eindrücke und Gespräche später bin ich platt. Hängen geblieben ist unter anderem, dass Schulleitungen in Holland nicht mehr unterrichten &#8211; bei mir sind das immer noch 17 von 25,5 Stunden, die ich unterrichte. Das ist ein bisschen schön &#8211; aber auch ein bisschen anstrengend.</p>
<p><img decoding="async" class="alignright  wp-image-16027" src="https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/05/wp-17793787892675321880771512044396-1024x770.jpg" alt="Unsichtbare Arbeit. 6" width="388" height="292" title="Unsichtbare Arbeit. 6" srcset="https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/05/wp-17793787892675321880771512044396-1024x770.jpg 1024w, https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/05/wp-17793787892675321880771512044396-300x226.jpg 300w, https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/05/wp-17793787892675321880771512044396-768x577.jpg 768w, https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/05/wp-17793787892675321880771512044396.jpg 1200w" sizes="(max-width: 388px) 100vw, 388px" /></p>
<p style="text-align: justify;">An beiden Schulen hat uns der projektorientierte Unterricht im Besonderen beeindruckt und an beiden Schulen haben wir die Schulleitungen jeweils nach ihrer Vision gefragt, ihrem Bild von Schule in fünf Jahren, denn das ist es, was uns selbst immer wieder umtreibt und antreibt. Welche Idee haben wir eigentlich von moderner Schule? Von Lernen? Von zeitgemäßer Pädagogik?</p>
<p style="text-align: justify;">Spannend sind außerdem andere Gebäude und deren zugrundeliegende Ideen für pädagogisches Arbeiten. Da haben wir sehr viel Inspiration gewonnen und werden hoffentlich Manches umsetzen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Tage haben enorm Kraft gekostet. Gespräche, Diskussionen, Denkprozesse. Von morgens bis spät abends ist man zusammen und kommt kaum zur Ruhe. Für den Schulalltag ist &#8222;Schulentwicklung&#8220; oft unsichtbare Arbeit. Und davon jede Menge: Die verantwortliche Erasmus- Kollegin hat nochmal das zigfache an Planung und Vorgesprächen da reingesteckt. Alles unsichtbar. Man bestaunt das Ergebnis lüftet den Hut.</p>
<p style="text-align: justify;">Als ich heimkomme, drückt meine Frau mir den Schlüssel in die Hand.Sie muss arbeiten und ich sehe kaum mehr als die Rücklichter ihres Wagens.</p>
<p style="text-align: justify;">Und auch ich bin direkt wieder unterwegs: Am Abend ruft die Kommunalpolitik, ich bin für die Grünen schließlich Mitglied des Verbandsgemeinderates. Also müssen sich die Kinder selbst Abendbrot machen, selbst ins Bett bringen und einen weiteren Abend auf mich verzichten.</p>
<p>Auch politische Arbeit läuft oft unsichtbar und kostet Kraft.</p>
<p>Zum Glück steht ein langes Wochenende an.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://halbtagsblog.de/2026/05/21/unsichtbare-arbeit/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Austausch &#038; Community &#8211; Aber warum eigentlich?</title>
		<link>https://halbtagsblog.de/2026/05/17/austausch-community/</link>
					<comments>https://halbtagsblog.de/2026/05/17/austausch-community/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jan-Martin Klinge]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 May 2026 15:20:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erziehung & Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Fortbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Schulleitung]]></category>
		<category><![CDATA[Unterricht]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://halbtagsblog.de/?p=16017</guid>

					<description><![CDATA[Internet-Communitys vermitteln leicht eine trügerische Nähe: Liest man lang genug in einem Forum, folgt lang genug den gleichen Influencern, empfindet man irgendwann eine scheinbare Vertrautheit: Man kennt Vorlieben, Anekdoten, vielleicht auch Ansichten des Gegenübers. Oft ist dieser Austausch monodirektional: Höre ich den Podcast von Trek am Dienstag nur lang genug, habe ich irgendwann das Gefühl,&#8230;&#160;<div class="read-more-wrapper"><a href="https://halbtagsblog.de/2026/05/17/austausch-community/" class="button button-primary" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">Austausch &#038; Community &#8211; Aber warum eigentlich?</span></a></div>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Internet-Communitys vermitteln leicht eine trügerische Nähe: Liest man lang genug in einem Forum, folgt lang genug den gleichen Influencern, empfindet man irgendwann eine scheinbare Vertrautheit: Man kennt Vorlieben, Anekdoten, vielleicht auch Ansichten des Gegenübers. Oft ist dieser Austausch monodirektional: Höre ich den Podcast von <a href="http://trekamdienstag.de/" target="_blank" rel="noopener">Trek am Dienstag</a> nur lang genug, habe ich irgendwann das Gefühl, die Macher zu kennen. Die aber kennen mich natürlich nicht. Ein Stück weit offener ist es in kleinen Newsgroups, Blogs oder der eigenen Bubble: Man erhält Antworten von diesen Internet-Leuten und glaubt, sie zu kennen.</p>
<p style="text-align: justify;">Aber wie gut kennt man schon jemanden?</p>
<p style="text-align: justify;"><img decoding="async" class="alignright  wp-image-16019" src="https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/05/wp-17790304239216236307973358776184-1022x1024.jpg" alt="Austausch &amp; Community - Aber warum eigentlich? 8" width="460" height="461" title="Austausch &amp; Community - Aber warum eigentlich? 8" srcset="https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/05/wp-17790304239216236307973358776184-1022x1024.jpg 1022w, https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/05/wp-17790304239216236307973358776184-300x300.jpg 300w, https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/05/wp-17790304239216236307973358776184-150x150.jpg 150w, https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/05/wp-17790304239216236307973358776184-768x769.jpg 768w, https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/05/wp-17790304239216236307973358776184.jpg 1198w" sizes="(max-width: 460px) 100vw, 460px" />Zum dritten Mal haben sich einige dieser wildfremden Internet-Leute aus dem weitgefassten Bereich &#8222;Schule&#8220; ein ganzes Wochenende in Kassel getroffen. Die Bandbreite reichte von der Studentin über Lehramtsanwärterin mit anstehenden Unterrichtsbesuch auf der einen, bis zur erfahrenen Schulleiterin auf der anderen Seite. Von Sonderpädagoginnen über Personalrätin bis zur Stadträtin, die inzwischen hauptberuflich in der Politik tätig sind und von dort aus Schule voranbringen wollen (Männer sind mitgemeint).</p>
<p style="text-align: justify;">Ein bunter Blumenstrauß wildfremder Menschen, deren gemeinsame Basis zunächst in Neugierde zu finden ist: Was haben andere Leute für Ideen zu Schule? Wie kann ich mich, meine Auffassung des Berufs und vielleicht meine Schule voranbringen? Was gibt es für Ideen?</p>
<p style="text-align: justify;">Viele haben sich an dem Wochenende erst kennen gelernt, manche sind bereits seit Jahren lose verbunden: Den <a href="http://www.herr-rau.de/wordpress/" target="_blank" rel="noopener">Blog von Herrn Rau</a> bspw. gab es Gerüchten zufolge schon vor dem Internet. Wie immer gibt es kein festes Programm und keine Gruppenzugehörigkeit: Man mischt sich immer wieder mal, quatscht mit diesem und jenem und wer zwischendurch Ruhe braucht, nimmt sie sich. Getreu dem goldenen Motto der 70er: <em>Alles kann, nichts muss.</em></p>
<p style="text-align: justify;">Nach zehntausenden spazierten Schritten und unendlichen Gesprächen und Austausch geht es für mich heute Abend (Sonntag) mit einer Fraktionssitzung weiter, wo ich meine Aufmerksamkeit der Kommunalpolitik widme. Morgen dann fahre ich im Rahmen von Erasmus für eine Woche nach Holland und schaue mir auch fort andere Schulen an. Was machen die anders? Was besser? Was können wir übernehmen?</p>
<p style="text-align: justify;">Das alles lässt sich zusammenfassen unter der Überschrift &#8222;Austausch und Community&#8220;.<br />
In Zeiten, da soziale Einsamkeit und gesellschaftliche Rücksichtslosigkeit viel Lebensqualität wegnehmen (oder wegzunehmen scheinen?) sind das wichtige Gegenbewegungen. Wir brauchen Austausch. Brauchen soziale Interaktion und Nähe und Vertrauen.</p>
<p style="text-align: justify;">Von mir leicht vergessen ist dabei jedoch folgender Punkt: <strong>Das kostet etwas.</strong><br />
Ein Wochenende im Hotel in Kassel kostet mich nicht nur Geld, sondern auch Zeit mit meiner Familie. Die Fraktionssitzung kostet erneut Zeit. Der Austausch nach Holland kostet mich wieder Geld und Zeit und Energie.</p>
<p style="text-align: justify;">Wozu also?</p>
<p style="text-align: justify;">&#8222;Start With Why&#8220; erklärt Simon Sinek immer wieder. Das <em>Why</em> ist ein großer Antrieb für Menschen und sorgt dafür, dass man Unannehmlichkeiten in Kauf nimmt. Jeder Käufer eines Elektroautos nahm in den letzten Jahren Nachteile in Kauf &#8211; hatte aber auf das <em>Why</em> sicher eine Antwort. Überzeugung oder Naturschutz oder Nachhaltigkeit. Whatever.</p>
<p style="text-align: justify;">Es ist dieses <em>Why</em>, dass uns in Kassel zusammengeführt hat und aus dem man dann &#8211; mittel- und langfristig &#8211; profitiert. Der direkte Austausch erweitertert meinen Horizont und je größer der ist, desto besser kann ich meinen Job machen. Neue Ideen bringen unsere Schule voran &#8211; und je besser die ist, desto leichter ist mein Alltag. Meine Arbeit in der Politik stimmt mich weit gnädiger, was politische Prozesse im Allgemeinen angeht.</p>
<p style="text-align: justify;">Und wenn all das nicht genügen sollte, dann bleibt zudem die Erkenntnis, dass aus diesen einst wildfremden Internet-Leuten nach dieser dritten Runde in Kassel vertraute Menschen, und vereinzelt sogar liebe Freunde geworden sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Und in einer Welt voller Kriege, politischer Unwägbarkeiten und Sorgen kann man gar nicht genug wildfremde Internet-Freunde haben. Vor allem, wenn sie ein gemeinsames <em>Why</em> verbindet.</p>
<hr />
<p>Hinweis: Andere Blogger*innen werden das Wochenende im Rahmen einer Blogparade ebenso auswerten &#8211; ich werde alle Beiträge hier verlinken.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://halbtagsblog.de/2026/05/17/austausch-community/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>3</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Handyverbote in der Schule? Eine Frage der Lernkultur.</title>
		<link>https://halbtagsblog.de/2026/05/05/handyverbote-in-der-schule-eine-frage-der-lernkultur/</link>
					<comments>https://halbtagsblog.de/2026/05/05/handyverbote-in-der-schule-eine-frage-der-lernkultur/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jan-Martin Klinge]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 May 2026 17:39:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schulleitung]]></category>
		<category><![CDATA[Handy]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Lernkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Schulentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Verbot]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://halbtagsblog.de/?p=16013</guid>

					<description><![CDATA[Aktuell haben wir im Rahmen des Erasmus-Projektes Schülys und Lehrer*innen aus Spanien zu Besuch, die ein wenig von unserer Schule, ein wenig von Siegen und ein wenig von Nordrhein-Westfalen mitnehmen. In den Wochen davor hatten wir jeden Tag zwischen 7 und 10 Kolleg*innen anderer Schulen bei uns, kommende Woche nochmal zwei Schulen aus NRW, die&#8230;&#160;<div class="read-more-wrapper"><a href="https://halbtagsblog.de/2026/05/05/handyverbote-in-der-schule-eine-frage-der-lernkultur/" class="button button-primary" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">Handyverbote in der Schule? Eine Frage der Lernkultur.</span></a></div>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Aktuell haben wir im Rahmen des Erasmus-Projektes Schülys und Lehrer*innen aus Spanien zu Besuch, die ein wenig von unserer Schule, ein wenig von Siegen und ein wenig von Nordrhein-Westfalen mitnehmen. In den Wochen davor hatten wir jeden Tag zwischen 7 und 10 Kolleg*innen anderer Schulen bei uns, kommende Woche nochmal zwei Schulen aus NRW, die sich unser Schulsystem mit Lernbüros und Werkstätten ansehen wollen:</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>die Kinder arbeiten bereits in der 5. Klasse mit offenen Tablets &#8211; MDM gibt es nicht.</li>
<li>die Kinder suchen sich über die Lernbüros ein Stück weit Fächer und Lehrer aus</li>
<li>wir etablieren Selbstreguliertes Lernen über die Beratungsstunden am Morgen</li>
<li>ab einem bestimmten Level dürfen Kinder sich frei im Gebäude bewegen und eigenverantwortlich Lernorte aufsuchen</li>
<li>die Kinder wählen über Werkstätten neigungsspezifisch Lieblingsfächer</li>
<li>Handys wandern zu Beginn jeder Stunde in Handyhotels, können aber bei Bedarf (und Absprache) genutzt werden</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Vielen Besuchen gemein ist der Gedanke, dass all dies mit &#8222;<em>der eigenen Schülerschaft nicht möglich sei</em>&#8222;. Den Gedanken finde ich rundheraus spannend. Und falsch! Denn weder stehen unsere Fünftklässler an Tag 1 da und beherrschen all das, was wir von ihnen verlangen &#8211; noch war unser Kollegium von Beginn an in der Lage, ein solch offenes System professionell zu bedienen (nur zur Klarstellung: Ich nehme mich da nicht von aus).</p>
<p>Das muss erlernt werden. Immer wieder neu.</p>
<p style="text-align: justify;">Und das führt zu einer &#8211; für mich &#8211; entscheidenden Frage: Was für ein Bild von (zukünftiger) Schule habe ich vor Augen und welche Schrauben/Faktoren in (m)einer Schule lassen sich überhaupt verändern und welchen Effekt haben sie auf das Lernen und damit den Erfolg der Kinder?</p>
<p style="text-align: justify;">In dem Zusammenhang ist mir eine sehr umfassende Studie (<a href="https://www.nber.org/papers/w35132" target="_blank" rel="noopener">Link</a>) begegnet, die dieser Tage publiziert wurde: Sie untersuchte die Auswirkungen von verschließbaren Handytaschen in den USA über einen Zeitraum von 2018 bis 2025, wobei die Effekte bis zu drei Jahre nach der Einführung analysiert wurden. Die Untersuchung war landesweit angelegt und wertete Daten von mehr als 16.000 Schulen aus.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><img decoding="async" class="alignright  wp-image-16014" src="https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/05/Handyverbote.png" alt="Handyverbote in der Schule? Eine Frage der Lernkultur. 10" width="358" height="429" title="Handyverbote in der Schule? Eine Frage der Lernkultur. 10" srcset="https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/05/Handyverbote.png 514w, https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/05/Handyverbote-250x300.png 250w" sizes="(max-width: 358px) 100vw, 358px" />Ergebnis:</strong> Ein komplett durchgesetztes Handyverbot an der Schule hat <strong>keine nennenswerten Effekte</strong> auf den Lernerfolg der Jugendlichen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich finde das insofern spannend, weil von Seiten der Öffentlichkeit und auch vielen Lehrerkollegien sehr viel Aufmerksamkeit und Energie in die Durchsetzung von SocialMedia-Verboten, Handy-Verboten, etc. fließt.</p>
<p>In Summe bringt all dieser Aufwand praktisch nichts.</p>
<p style="text-align: justify;">Das widerspricht an vielen Stellen dem Bauchgefühl und davon nehme ich mich erneut selbst gar nicht aus.</p>
<p style="text-align: justify;">Das ist das Blöde an Pädagogik, dass sich viele Einflussfaktoren nur sehr unscharf messen lassen und darum helfen solch groß angelegte Studien immer wieder, die eigene Perspektive gerade zu rücken. (Ich habe meine Probleme mit der Bildungsforschung an <a href="https://halbtagsblog.de/2025/11/02/bildungsforschung-nervt-und-ist-wichtig/">dieser Stelle etwas</a> weiter ausgeführt)</p>
<p style="text-align: justify;">Letztlich steckt für mich die Frage nach der <strong><em>Lernkultur</em></strong> dahinter: Ich/Kollegium/Schulleitung/Öffentlichkeit kann viele Probleme der Jugend von Heute<img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2122.png" alt="™" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> auf <del>das Privatfernsehen</del> die vermaledeiten Handys schieben. Schlechtes Benehmen. Mangelnde Aufmerksamkeit. Schlechte Noten. Whatever. Spitzer verdient viel Geld damit.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich glaube, dass die Beschäftigung mit (seriöser) Bildungsforschung hilft, sich mit jenen Faktoren/Strukturen im System Schule zu beschäftigen, deren Effekte nachweislich und langfristig positiv sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Mit dem Verbot von Handys und Tablets beschäftigt sich bei uns übrigens niemand. Viel Aufmerksamkeit fließt dagegen in bessere <strong>Aufgabenformate</strong> und effektive <strong>Sprachförderung</strong>.</p>
<p style="text-align: justify;">
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://halbtagsblog.de/2026/05/05/handyverbote-in-der-schule-eine-frage-der-lernkultur/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>9</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Radioaktive Trinkgläser</title>
		<link>https://halbtagsblog.de/2026/05/04/radioaktive-trinkglaeser/</link>
					<comments>https://halbtagsblog.de/2026/05/04/radioaktive-trinkglaeser/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jan-Martin Klinge]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 May 2026 17:11:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Physik]]></category>
		<category><![CDATA[Radioaktivität]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://halbtagsblog.de/?p=16010</guid>

					<description><![CDATA[Meine 10er befinden sich im Endspurt: Ein Teil der Klasse wird an der Schule verbleiben und in die Oberstufe wechseln, der andere Teil ins Berufsleben wechseln. Das aktuelle Thema in unserem Physikkurs ist die Atomphysik mit einem Schwerpunkt auf Radioaktivität. Vor zwei Jahren bin ich mit einem Geigerzähler durch einen Haushaltsauflösungs-Laden gepilgert und habe alles&#8230;&#160;<div class="read-more-wrapper"><a href="https://halbtagsblog.de/2026/05/04/radioaktive-trinkglaeser/" class="button button-primary" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">Radioaktive Trinkgläser</span></a></div>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Meine 10er befinden sich im Endspurt: Ein Teil der Klasse wird an der Schule verbleiben und in die Oberstufe wechseln, der andere Teil ins Berufsleben wechseln.</p>
<p style="text-align: justify;">Das aktuelle Thema in unserem Physikkurs ist die Atomphysik mit einem Schwerpunkt auf Radioaktivität. Vor <a href="https://halbtagsblog.de/2024/04/05/radioaktive-flohmarktfunde/">zwei Jahren</a> bin ich mit einem Geigerzähler durch einen Haushaltsauflösungs-Laden gepilgert und habe alles eingesammelt, was ausgeschlagen hat.</p>
<p style="text-align: justify;">Auf der Zielgeraden werden Abschlussklassen stets verträglich: Die Stimmung ist ein bisschen &#8222;themengeleitetes Kaffeekränzchen&#8220;. Man plaudert, hilft sich gegenseitig &#8211; Unterrichtsstörungen gibt es gar nicht mehr. Auch jene, die jahrelang auf Konfrontation und Krawall aus gewesen sind, bemühen sich nun um einen versöhnlichen Abschluss. Antreiben muss man niemanden mehr.</p>
<p style="text-align: justify;"><img decoding="async" class="alignright  wp-image-16008" src="https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/05/wp-17779122098815127954572447301538-841x1024.jpg" alt="Radioaktive Trinkgläser 12" width="373" height="454" title="Radioaktive Trinkgläser 12" srcset="https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/05/wp-17779122098815127954572447301538-841x1024.jpg 841w, https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/05/wp-17779122098815127954572447301538-247x300.jpg 247w, https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/05/wp-17779122098815127954572447301538-768x935.jpg 768w, https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/05/wp-17779122098815127954572447301538.jpg 986w" sizes="(max-width: 373px) 100vw, 373px" />Spannend ist Physik immer dann, wenn man sich viel Zeit nimmt, Experimente zu durchdenken: <em>Was genau möchte ich herausfinden? Wie geht das? Welches Ergebnis erwarte ich?</em></p>
<p style="text-align: justify;">Die radioaktiven Weingläser haben jede Menge Fragen aufgeworfen: &#8222;Wie stark strahlen die?&#8220; &#8222;Was für eine Strahlung senden die aus?&#8220; usw. Jeweils verbunden mit der Frage: <em>Wie kriegen wir das raus?</em></p>
<p style="text-align: justify;">Mit einem halben Dutzend Geiger-Müller-Zählrohren haben wir dann Versuchsreihen gestartet. In den kommenden Wochen werden wir das mit den stärker strahlenden Armbanduhren wiederholen und untersuchen, inwieweit Sand, Aluminium, Salz und Blei die Strahlung abschirmt.</p>
<p>Das Thema lässt sich gerade sehr schön auch mit tagesaktueller Politik verknüpfen und auch das Zwischenlager Asse gibt mir <a href="https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/braunschweig_harz_goettingen/asse-kritik-an-nach-hinten-verschobener-bergung-des-atommuells,asse-156.html" target="_blank" rel="noopener">Jahr für Jahr</a> die Gelegenheit, über die Problematik der Entsorgung zu sprechen.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://halbtagsblog.de/2026/05/04/radioaktive-trinkglaeser/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
