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	<title>Schule, Schulleitung, Familie, DIY</title>
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	<title>Schule, Schulleitung, Familie, DIY</title>
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		<title>Fordern und Fördern und lachen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan-Martin Klinge]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2026 17:55:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Mathematik]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[thinking classroom]]></category>
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					<description><![CDATA[&#8222;Stop, Steffi: Was sind alpha, beta, gamma?&#8220; Seyma sieht mich an, ist aber völlig von der Rolle. Ich versuche ihr zu helfen: &#8222;Fängt mit W- an und hört mit -inkel auf.&#8220; Allenthalben Kichern in der Klasse, was Seyma noch mehr aus der Bahn wirft. &#8222;Variable?&#8220; Gröhlendes Gelächter und damit auch der endgültige Streich unter meine Bemühung,&#8230;&#160;<div class="read-more-wrapper"><a href="https://halbtagsblog.de/2026/09/17/fordern-und-foerdern-und-lachen/" class="button button-primary" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">Fordern und Fördern und lachen</span></a></div>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><em>&#8222;Stop, Steffi: Was sind alpha, beta, gamma?&#8220;</em> Seyma sieht mich an, ist aber völlig von der Rolle. Ich versuche ihr zu helfen: <em>&#8222;Fängt mit W- an und hört mit -inkel auf.&#8220;</em><br />
Allenthalben Kichern in der Klasse, was Seyma noch mehr aus der Bahn wirft.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8222;Variable?&#8220;</em></p>
<p style="text-align: justify;">Gröhlendes Gelächter und damit auch der endgültige Streich unter meine Bemühung, die Stunde zu einem guten Ende zu führen. Die Klasse johlt und packt ihre Sachen. Auch Seyma grinst und schüttelt den Kopf.</p>
<p style="text-align: justify;">Nachdem wir zu Beginn der 8. Klasse ein tiefes Tal an Antriebslosigkeit und Lethargie durchqueren mussten und meine Co- und ich die Kinder über Tage hinweg völlig stumpfsinnige Reflektionsaufsätze haben schreiben lassen, ist der Start in das neue Schuljahr ein Unterschied wie Tag und Nacht: Es wird viel gelacht und gelernt und sich unterstützt.</p>
<p style="text-align: justify;">Aber: Wo immer sich kleinste Undiszipliniertheiten auftun, sind wir Lehrkräfte mit brachialer Präsenz zur Stelle: Ersten Vokabeltest im neuen Fach verzammelt? Sofort gibt es ein Gespräch bei uns. Sportsachen vergessen? Direkt antanzen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die konsequente Bekämpfung von Undiszipliniertheiten führt dazu, dass der reguläre Unterricht unwahrscheinlich viel Spaß macht. Die Jungen und Mädchen treiben sich gegenseitig nach oben &#8211; eine Gruppe von Mädchen hat sich das Ziel gesetzt, gemeinsam in die Oberstufe zu kommen und Rituale und Lernstrategien für sich entwickelt.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich glaube, dass diese Mischung aus berechenbarer, klarer Führung mit transparenten Forderungen auf der einen, und großer Freiheit, Wertschätzung und Lust auf Neues auf der anderen Seite ein gesunder Weg ist, um durch die Schule (und das Leben) zu kommen. Fordern und fördern und lachen.</p>
<p style="text-align: justify;">In den letzten zwei Wochen habe ich in jeder einzelnen Mathematik-Stunde mit der &#8222;Thinking-Classroom-Methode&#8220; gearbeitet: Zufallsgruppen, arbeiten an Whiteboards und viel diskutieren über vertiefende Denk-Aufgaben. Und sowohl in der 6 als auch in der 9 klappt das inzwischen völlig routiniert und sorgt für eine spannende Durchmischung: Jeder lernt mit jedem zu arbeiten. Die Kleingruppen ermöglichen, dass auch die unsicheren Kinder stark zu Wort kommen, nachfragen, aufschreiben und Ideen einbringen. Ich liebe das.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein hilfreicher Kniff dabei: Es gibt Flipchart-Papier aus Folie, das durch elektrostatische Aufladung an Fenstern, Wänden und Türen haftet . Mit abwischbarem Whiteboard-Markern beschrieben, kann ich die mehrfach verwenden und muss hinterher nicht die Fenster und Türen putzen &#8211; überaus praktisch. (<a href="https://www.amazon.de/s?k=flipchart+papier+folie+elektrostatik&amp;__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=327CW4PY69F1H&amp;sprefix=flipchart+papier+folie+elektrostati%2Caps%2C229&amp;ref=nb_sb_noss" target="_blank" rel="noopener">Amazon-Link</a>)</p>
<p style="text-align: justify;">Und wenn am Ende des Tages eine Mathematik-Stunde in der 9. Klasse mit viel Gelächter und Frotzelei endet, dann weiß ich, wie gerne die Kinder in die Schule kommen. Und das ist ein Aspekt, den ich in diesen furchtbar anstrengenden Zeiten sehr, sehr wertschätze.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Rede zum Schuljahresanfang und Oscar-Verleihung</title>
		<link>https://halbtagsblog.de/2026/09/05/rede-zum-schuljahresanfang-und-oscar-verleihung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan-Martin Klinge]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Sep 2026 04:35:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Anekdoten aus der Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Schulleitung]]></category>
		<category><![CDATA[Einschulung]]></category>
		<category><![CDATA[Organisatorisches]]></category>
		<category><![CDATA[Oscarverleihung]]></category>
		<category><![CDATA[Schulanfang]]></category>
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					<description><![CDATA[Die erste halbe Woche des Schuljahres ist an Intensität und Schlagzahl kaum zu übertreffen. Im Vorfeld müssen allerhand organisatorische Dinge erledigt werden. Das sind manchmal offensichtliche Dinge (Kind X muss die Klasse wiederholen, also braucht es einen neuen Stundenplan) aber oft auch kleiner Firlefanz, der schlichtweg Zeit kostet: Die Belegung der naturwissenschaftlichen Räume zum Beispiel.&#8230;&#160;<div class="read-more-wrapper"><a href="https://halbtagsblog.de/2026/09/05/rede-zum-schuljahresanfang-und-oscar-verleihung/" class="button button-primary" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">Rede zum Schuljahresanfang und Oscar-Verleihung</span></a></div>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Die erste halbe Woche des Schuljahres ist an Intensität und Schlagzahl kaum zu übertreffen.<br />
Im Vorfeld müssen allerhand organisatorische Dinge erledigt werden. Das sind manchmal offensichtliche Dinge (Kind X muss die Klasse wiederholen, also braucht es einen neuen Stundenplan) aber oft auch kleiner Firlefanz, der schlichtweg Zeit kostet: Die Belegung der naturwissenschaftlichen Räume zum Beispiel. In jeder Klasse gibt es NW, Physik, Biologie oder Chemie. Für einzelne Schüler (wir haben 800 Stundenpläne für 800 Kinder) kann es sogar sein, dass sie dreimal pro Woche im Labor sind. Aber wann belegt welcher Kurs welches Labor?<br />
Es fasziniert mich sehr, diese Abläufe zu beobachten: Unsere Schule ist wie ein gewaltiger Motor, der wieder ans Laufen kommt. Es summt und brummt und die Kolleg*innen haben Lust und scharren mit den Hufen. Eine gewaltige Maschinerie, die nach fünf Wochen absoluter Ruhe zum Leben erweckt wird. Wahnsinn.</p>
<p style="text-align: justify;">Parallel läuft die Vorbereitung des Einschulungstages. Im Vorfeld habe ich mich mehrfach mit den Klassenlehrkräften getroffen und mir sowohl ihre Wünsche und Sorgen angehört, als auch meine Erwartungen ausgedrückt. Auch wenn &#8222;Disziplin&#8220; einen zuweilen faden Beigeschmack hat, bin ich fest davon überzeugt, dass Schule nur dann ein guter Ort sein kann, wenn der Alltag strukturiert und geordnet abläuft. Und das heißt auch, sich von Minute 1 an intensiv um jene Kinder zu kümmern, denen das Befolgen von Regeln noch schwer fällt.</p>
<p style="text-align: justify;">Am Mittwoch dann Einschulung und für meine Eröffnungsrede hatte ich mir zwei Dinge ausgedacht:</p>
<ol style="text-align: justify;">
<li>Über ein kurzes Stück Schlauch sind zwei Luftballons miteinander verbunden: Ein wenig aufgeblasener und ein groß aufgeblasener Ballon. Eine Klammer verhindert, dass die Luft vom einen in den anderen ströhmt.<br />
Ich fragte Kinder und Eltern, was geschähe, wenn ich die Klammer entfernte und alle waren sich einig: Der große pustet den kleinen auf. Ein ziemlich langweiliges Experiment, konstatierte ich, wenn man schon weiß, was rauskommt. Ziemlich unspektakulär und überhaupt.<br />
Ich entfernte die Klammer und &#8211; Überraschung &#8211; der kleine Ballon verlor alle Luft und der große wurde noch größer. Ich nutzte das als Metapher dafür, dass Fehler gemacht werden dürfen und Schule dazu da sei, seine eigenen Vorstellungen und Gedanken zu hinterfragen. Oft lohne sich ein zweiter Blick &#8211; das gälte nicht nur für Unterricht, sondern auch füe Menschen.</li>
<li>Und damit zog ich mein Jacket aus. Darunter war mein gebügeltes Hemd ziemlich schmutzig, bemalt und zerrissen. Sogar ein Ärmel fehlte.<br />
Ich erzählte, meine Kinder hätten es zum Verkleiden benutzt und nutze mein Erscheinungsbild wiederum als Metapher: Wir schauen oft nur oberflächlich und denken: &#8222;Der hat alles im Griff!&#8220; &#8222;Die weiß gewiss alles!&#8220;<br />
Aber unter der Oberfläche &#8211; unter dem Jacket &#8211; sieht man nicht, wenn jemand einsam ist. Oder Angst hat. Oder Streß zu Hause hat.<br />
Ich betonte, dass wir eine Schule nicht nur für Mathematik und Physik und Kunst sind, sondern auch eine, die gemeinsam mit den Kindern durch schwere Tage und Zeiten geht.</li>
</ol>
<p style="text-align: justify;">Anschließend gingen die Kinder in die Klassen, ich langweilte die Eltern noch mit dem Ablauf der ersten Tage und dann war es auch schon rum.</p>
<p style="text-align: justify;">Neben ein wenig Unterricht gab es dann am Freitag die Oscar-Verleihung. Dabei wurden die Besten aller Jahrgangsstufen prämiert und auch &#8211; meine Lieblingskategorie &#8211; jene Kinder, die gewaltige Entwicklungsschritte oder sich ansonsten verdient gemacht haben. Die Veranstaltung wird in die Klassenräume übertragen, die neuen Fünftklässler sind das Live-Publikum vor Ort. Es ist immer wieder sehr bewegend, wenn die Fünfer mit großen Augen dasitzen und nicht minder, wenn bei einzelnen Preisträgern die Augen glänzen vor Stolz und Rührung. Ich liebe das sehr.</p>
<p style="text-align: justify;">Meine Co-Klassenlehrerin und ich sind mit Volldampf in unsere Klasse gestartet: Im Oktober stehen zwei Wochen Praktikum und zwei Wochen Herbstferien an &#8211; entsprechend ist die erste Klausurenphase bereits in drei Wochen. Das wird knackig. Aber die Stimmung ist gut, niemand hängt gedanklich noch in den Sommerferien fest. Das ist insbesondere erfreulich, da die 9. Klasse an Gesamtschulen mit dem Erreichen des Ersten Schulabschlusses endet &#8211; entsprechend kann man nun zum ersten Mal sitzen bleiben. Das erhöht die Schlagzahl etwas. Auch das mag ich.</p>
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		<title>Startposition: Ich freu mich so.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan-Martin Klinge]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Aug 2026 14:19:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Kindergarten]]></category>
		<category><![CDATA[Schulbeginn]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine Woche, bevor die Schule wieder losgeht, hat sich unser Schulleitungsteam für letzte und intensive Vorbereitungen getroffen. Schon in diesen Tagen trifft man vereinzelt Kolleg*innen, die schon reinschnuppern und Bücher sortieren, nochmal mit dem Hausmeister durch die Klassen gehen und richtig Lust haben, wieder loszulegen. Das neue Jahr wird ganz spannend für uns: Wir starten&#8230;&#160;<div class="read-more-wrapper"><a href="https://halbtagsblog.de/2026/08/28/startposition-ich-freu-mich-so/" class="button button-primary" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">Startposition: Ich freu mich so.</span></a></div>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Eine Woche, bevor die Schule wieder losgeht, hat sich unser Schulleitungsteam für letzte und intensive Vorbereitungen getroffen. Schon in diesen Tagen trifft man vereinzelt Kolleg*innen, die schon reinschnuppern und Bücher sortieren, nochmal mit dem Hausmeister durch die Klassen gehen und richtig Lust haben, wieder loszulegen.</p>
<p style="text-align: justify;">Das neue Jahr wird ganz spannend für uns: Wir starten in der Oberstufe in eine Kooperation mit dem Evangelischen Gymasium der Stadt Siegen. Der Schulträger denkt laut über eine Erhöhung der Zügigkeit unserer Schule an, von vier auf fünf parallele Klassen (hoffentlich nicht &#8211; je größer der Laden, desto schwieriger, die Qualität so hochzuhalten) und weil wir eh schon zu wenige Räume haben, gehen auch die Planungen für den Um- und Neubau in die weiteren Verhandlungen.</p>
<p style="text-align: justify;">Tatsächlich startet das Jahr unverhofft gut: Eine Schülerin der Unterstufe, die im vergangenen Jahr sehr mit Mathematik (und mir) gekämpft hat, schrieb mich unvermittelt an und präsentierte, wie sie via Anton-App Mathematik in den Ferien gelernt habe.<br />
Ich freue mich sehr über begabte und kluge und neugierige Kinder &#8211; aber nichts lässt mein Herz so hoch schlagen, wie jene Kinder, denen das Verständnis richtig schwer fällt und die sich nicht hängen lassen, sondern richtig anstrengen. Jahr für Jahr gibt es &#8222;4en&#8220;, die ich lautstark feiere und mit den Kindern zelebriere: Anstrengungs-Noten. Richtige Schweiß-Noten. Denn im langen Atem zahlt sich solche Anstrengung immer aus und Verständnis (und Noten) werden Schritt für Schritt über die Jahre besser. Ich liebe das so.</p>
<p style="text-align: justify;">Außerdem wunderbar: Ich habe einen neuen Job.<br />
Ich bin künftig regelmäßiger <strong>Vorlese-Onkel</strong> im Kindergarten meiner Ortsgemeinde und das kommt meiner eigenen, leider versäumten Theater-Karriere ebenso zupass, wie der Tatsache, dass die Kinder im Allgemeinen zu wenig lesen. Weil ich verhältnismäßig groß bin, gleicht mein Auftreten im Kindergarten eh schon einem Naturereignis &#8211; und das ist ein guter Start, künftig Abenteuergeschichten zu lesen. Habe mich regelmäßig für Nachmittage und in den Herbstferien auch für Vormittage einplanen lassen. Und was soll ich sagen? Ich kann es kaum erwarten!</p>
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		<title>Elektrifizierung: Hui und Pfui. #2</title>
		<link>https://halbtagsblog.de/2026/08/12/elektrifizierung-hui-und-pfui-2/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan-Martin Klinge]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Aug 2026 14:40:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erziehung & Familie]]></category>
		<category><![CDATA[electric vehicle]]></category>
		<category><![CDATA[Elektrofahrzeug]]></category>
		<category><![CDATA[EV]]></category>
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					<description><![CDATA[Vor zweieinhalb Jahren habe ich mir ein Balkonkraftwerk zugelegt (klick). Anfang 2024 gehörte ich damit (entsprechend der Diffusionstheorie von Rogers) weder zu den Innovators noch den Early Adoptors &#8211; aber doch zumindest zur &#8222;Frühen Mehrheit&#8220;. Mit viel Freude betrachte ich seitdem die App und feiere jede eingesparte Kilowatt-Stunde &#8211; und mittlerweile sind da einige Tausend&#8230;&#160;<div class="read-more-wrapper"><a href="https://halbtagsblog.de/2026/08/12/elektrifizierung-hui-und-pfui-2/" class="button button-primary" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">Elektrifizierung: Hui und Pfui. #2</span></a></div>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:left;"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright wp-image-16086" src="https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/08/Diffusionstheorie-1024x443.jpg" alt="Elektrifizierung: Hui und Pfui. #2 3" width="369" height="160" title="Elektrifizierung: Hui und Pfui. #2 3" srcset="https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/08/Diffusionstheorie-1024x443.jpg 1024w, https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/08/Diffusionstheorie-300x130.jpg 300w, https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/08/Diffusionstheorie-768x332.jpg 768w, https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/08/Diffusionstheorie.jpg 1200w" sizes="(max-width: 369px) 100vw, 369px" /></p>
<p>Vor zweieinhalb Jahren habe ich mir ein Balkonkraftwerk zugelegt (<a href="https://halbtagsblog.de/2024/01/09/endlich-im-team-erneuerbare-mein-balkonkraftwerk/">klick</a>). Anfang 2024 gehörte ich damit (entsprechend der Diffusionstheorie von Rogers) weder zu den Innovators noch den Early Adoptors &#8211; aber doch zumindest zur &#8222;Frühen Mehrheit&#8220;.</p>
<p style="text-align:left;">Mit viel Freude betrachte ich seitdem die App und feiere jede eingesparte Kilowatt-Stunde &#8211; und mittlerweile sind da einige Tausend zusammengekommen. Die gesparten Ausgaben sind für mich nur ein Teil des Gewinns &#8211; noch mehr erfreue ich mich am Gedanken, wie viel weniger Gas und Kohle verbrannt werden mussten. Wunderbar.</p>
<p style="text-align:left;">Schon seit längerem ist mir auch klar, dass unsere beiden Autos durch Elektrofahrzeuge ersetzt werden &#8211; aber ich hänge der Überzeugung an, dass es für die Umwelt am besten ist, wenn ich mein altes Fahrzeug so lange fahre, wie irgendwie möglich.</p>
<p style="text-align:left;">Traditionell haben wir wenig Glück mit Autos in unserer Familie: Mitten im Urlaub meldet der, vorher zum letzten Mal auf Vordermann gebrachte Familien-Van, einen Motorfehler an. Notdürftig repariert verliert auf der Rückfahrt mitten in der Nacht, ein LKW vor uns seinen Reifen und wir poltern mit hoher Geschwindigkeit drüber. Glück im Unglück: Außer einem riesigen Schlag ist nichts passiert: Es fehlt ein Teil der Frontverkleidung und der Auspuff scheint mir eingedellt zu sein &#8211; aber der Wagen tuckert treu die 1000 Kilometer nach Hause. Spötter unken, dass unser Citroën nun endlich wirklich aussieht, wie ein französisches Auto. Ein bisschen muss er aber noch durchhalten.</p>
<p style="text-align:left;">Anfang der Woche haben wir den Zweitwagen abgestoßen und uns ein gebrauchtes Elektrofahrzeug gekauft: Einen <em>MG4</em> in der Basisausstattung, drei Jahre alt mit knapp gefahrenen 40.000 Kilometern. Preislich liegt der etwas über der Region eines <em>Dacias</em>. Ein Auto für Leute, die keine Kredite für ihr Auto aufnehmen wollen.</p>
<p><img decoding="async" class="alignright wp-image-16087" src="https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/08/MG4-1024x620.png" alt="Elektrifizierung: Hui und Pfui. #2 4" width="371" height="225" title="Elektrifizierung: Hui und Pfui. #2 4" srcset="https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/08/MG4-1024x620.png 1024w, https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/08/MG4-300x182.png 300w, https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/08/MG4-768x465.png 768w, https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/08/MG4.png 1200w" sizes="(max-width: 371px) 100vw, 371px" /></p>
<p>Und&#8230; bei allem, was Recht ist:</p>
<p style="text-align:left;">Bereits nach zwei Minuten Fahrt wächst in mir das Bedürfnis, auch den großen Benziner-Citroën loszuwerden. Wie geschmeidig der MG fährt. Wie leise. Wie sparsam. Ich möchte nie wieder zurück zum Benziner.</p>
<p style="text-align:left;">Wieder gehöre ich weder zu den <em>Innovators</em>, noch den <em>Early Adaptors</em> &#8211; doch inzwischen sind die Preise derart gefallen, dass sich auch dem Gebrauchtmarkt gute Fahrzeuge finden lassen. Und gemeinsam mit der frühen Mehrheit lasse ich mich nun überzeugen und schwimme mit. Lade ich den Wagen an der heimischen Steckdose, bereitet mir Balkonkraftwerk jetzt noch mehr Freude. Durchschnittlich fährt der MG mit etwa 3-4 €uro Strom pro 100 Kilometern das ist etwa ein Viertel dessen, was der Citroën kostet.</p>
<p style="text-align:left;">Spannend &#8211; und ehrlichereise beschämend &#8211; ist jedoch die außerhäusliche Ladestruktur: Ich versuche zunächst, ohne irgendelche Karten, Abos und Anmeldedienste klarzukommen. Laden beim <strong>Lidl</strong> geht aber nicht so einfach. Erst müsste ich mich anmelden, allerlei Daten hinterlegen und während ich das noch versuche, werde ich ausgeloggt und gebe schließlich entnervt auf. Zehn Meter weiter steht ein <strong>HyperCharger</strong>. &#8222;Einfach App installieren und laden&#8220;, besagt das Display. Aber welche App? Das steht da nicht. Nach ein paar Minuten hilflosen googlens habe ich gelernvt, dass der Hypercharger zu Alpitronic gehört. Aber auch hier muss ich mich zunächst registrieren, eine Karte bestellen und&#8230; okay okay&#8230;</p>
<p style="text-align:left;">Am Ende des Tages teste ich missmutig den SuperCharger von <strong>Tesla</strong>. Einstecken. Handy vorhalten. Fertig. Keine dreißig Sekunden hat das ganze gedauert. Keine Registrierung. Nichts. Mein Auto lädt.</p>
<p style="text-align:left;">Ich verachte und verurteile Elon Musks Einflussnahme in die (deutsche) Politik. Aber ich muss neidlos anerkennen, dass die Amerikaner in der Lage sind, eine Ladeinfrastruktur aufzubauen, die es mir sehr leicht macht. Und am Ende wäre es mir auch egal, ob ich ein paar Cent mehr bezahle, als bei <strong>EnBW</strong> oder <strong>ARAL</strong> oder wie sie alle heißen &#8211; ich will Zuverlässigkeit und Bequemlichkeit. Ich will mich darauf verlassen können, auf der Autobahn laden zu können, ohne mich durch einen Karten- und Tarifdschungel schlagen zu müssen.</p>
<p style="text-align:left;">Mit den frisch gesammelten Erfahrungen machen wir uns aktuell auf die Suche, Ersatz für den großen Citroën zu finden. Denn spätestens nach dem überfahrenen Reifen sind dessen Tage gezählt. Aber verschulden möchte ich mich auch nicht &#8211; insbesondere, da unsere Ölheizung durch eine <strong>Wärmepumpe</strong> ersetzt werden wird. Aber davon erzähle ich ein andernmal.</p>
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		<title>Langeweile am Hochzeitstag</title>
		<link>https://halbtagsblog.de/2026/08/02/langeweile-am-hochzeitstag/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan-Martin Klinge]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Aug 2026 15:36:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erziehung & Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Ehe]]></category>
		<category><![CDATA[Hochzeitstag]]></category>
		<category><![CDATA[Langeweile]]></category>
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					<description><![CDATA[Meine Frau und ich feiern dieser Tage unseren 24. Hochzeitstag. Weite Teile der Gäste von damals sind inzwischen gestorben und erinnern uns immer wieder daran, den Alltag möglichst bewusst zu leben. Zwischendurch und immer wieder geraten wir dabei in Konflikte, entspringen wir doch völlig unterschiedlichen Kindheiten. Wir sind niemals in Urlaub gefahren &#8211; höchstens mal&#8230;&#160;<div class="read-more-wrapper"><a href="https://halbtagsblog.de/2026/08/02/langeweile-am-hochzeitstag/" class="button button-primary" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">Langeweile am Hochzeitstag</span></a></div>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Meine Frau und ich feiern dieser Tage unseren 24. Hochzeitstag. Weite Teile der Gäste von damals sind inzwischen gestorben und erinnern uns immer wieder daran, den Alltag möglichst bewusst zu leben.</p>
<p style="text-align: justify;">Zwischendurch und immer wieder geraten wir dabei in Konflikte, entspringen wir doch völlig unterschiedlichen Kindheiten. Wir sind niemals in Urlaub gefahren &#8211; höchstens mal zu den Großeltern an die Nordsee. Meine Frau dagegen hat jeden Sommer ihrer Kindheit in Ungarn verbracht. Sie sehnt sich nach fernen Ländern, fremden Küchen und neuen Erfahrungen.</p>
<p>Ich dagegen genieße Routine, Berechenbarkeit und, ja, Langeweile.</p>
<p><img decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-16078" src="https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/08/wp-17856838919501880431762097831899-1024x663.jpg" alt="Langeweile am Hochzeitstag 6" width="1024" height="663" title="Langeweile am Hochzeitstag 6" srcset="https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/08/wp-17856838919501880431762097831899-1024x663.jpg 1024w, https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/08/wp-17856838919501880431762097831899-300x194.jpg 300w, https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/08/wp-17856838919501880431762097831899-768x497.jpg 768w, https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/08/wp-17856838919501880431762097831899.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p style="text-align: justify;">Wenn ich dürfte, würde ich den jährlichen Familienurlaub ohne zu Zögern absagen. Keine schlechten Nächte in zu kleinen Betten. Keine gelangweilten, sich streitenden Kinder. Keine Stunden im Auto verbracht. Statt dessen Fahrradfahren im Wald vor der Haustür, arbeiten in Haus und Garten und die Routine genießen. Dazu Lesen, Gesellschaftsspiele und all der Bums, der im Alltag manchmal liegen bleibt.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich interpretiere das für mich positiv: Mein normales, langweiliges Leben erfüllt mich so sehr, dass ich kein Bedürfnis danach verspüre, dem zu entkommen, um mich irgendwo zu erholen.</p>
<p style="text-align: justify;">Nun, wir werden uns hoffentlich auch die nächsten 24 Jahre darüber streiten, ob und wie sinnvoll der sommerliche Urlaub ist.</p>
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		<title>&#8222;The Score“ von C. Thi Nguyen</title>
		<link>https://halbtagsblog.de/2026/07/26/the-score-von-c-thi-nguyen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan-Martin Klinge]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Jul 2026 20:44:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schulleitung]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Literaturkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Score]]></category>
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					<description><![CDATA[Zuletzt las ich das Buch „The Score“ des Philosophen C. Thi Nguyen, der intensiv erforscht hat, warum Menschen spielen und der in seinem Buch beschreibt,  wie Punktesysteme (Scores) und Kennzahlen (Metriken) unser Handeln und unsere Werte beeinflussen. Auf das Buch gestossen bin ich durch eine letztlich falsche Annahme: Meine Samsung-Galaxy Watch hat ein Update erhalten,&#8230;&#160;<div class="read-more-wrapper"><a href="https://halbtagsblog.de/2026/07/26/the-score-von-c-thi-nguyen/" class="button button-primary" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">&#8222;The Score“ von C. Thi Nguyen</span></a></div>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Zuletzt las ich das Buch „The Score“ des Philosophen C. Thi Nguyen, der intensiv erforscht hat, warum Menschen spielen und der in seinem Buch beschreibt,  wie Punktesysteme (Scores) und Kennzahlen (Metriken) unser Handeln und unsere Werte beeinflussen.</p>
<p><img decoding="async" class=" wp-image-16075 alignright" src="https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/07/71ObR6OIU0L._SL1500_-1024x1024.jpg" alt="&quot;The Score“ von C. Thi Nguyen 8" width="281" height="281" title="&quot;The Score“ von C. Thi Nguyen 8" srcset="https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/07/71ObR6OIU0L._SL1500_-1024x1024.jpg 1024w, https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/07/71ObR6OIU0L._SL1500_-300x300.jpg 300w, https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/07/71ObR6OIU0L._SL1500_-150x150.jpg 150w, https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/07/71ObR6OIU0L._SL1500_-768x768.jpg 768w, https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/07/71ObR6OIU0L._SL1500_.jpg 1200w" sizes="(max-width: 281px) 100vw, 281px" /></p>
<p style="text-align: justify;">Auf das Buch gestossen bin ich durch eine letztlich falsche Annahme: Meine <em>Samsung-Galaxy Watch</em> hat ein Update erhalten, durch das sie allerhand medizinische Daten durch Werte (Scores) übersichtlich darstellt und mich dazu verleiten möchte, gesünder zu leben. Eine kritische Auseinandersetzung mit derlei Entwicklungen war meine Motivation für das Buch &#8211; letztlich musste ich aber feststellen, dass Smartwatches und Fitnesstracker praktisch keine Rolle darin spielen.</p>
<p>Stattdessen wird der Rahmen sehr, sehr viel weiter gefasst.</p>
<p style="text-align: justify;"><span class="ng-star-inserted" data-start-index="342">Nguyen unterscheidet zunächst zwei Arten, ein Spiel zu spielen: Beim „<em>strebensorientierten Spiel</em>“ ist der Sieg nur ein vorübergehendes Ziel, um einen spannenden Prozess oder Kampf zu erleben (&#8222;der Weg ist das Ziel&#8220;). Beim <em>Leistungsspiel</em> hingegen geht es um den Sieg &#8211; der Prozess ist irrelevant.</span></p>
<p style="text-align: justify;">Nguyen berichtet, dass er lange Zeit gerne geklettert ist, bis er jene Scores entdeckte, die sozusagen den Level eines Kletterers beschreiben. Von da an war er bemüht, seinen Score nach oben zu treiben und verlor darüber den Spaß am Klettern. Synonym kann man das bei langjährigen Influenzern erleben: Sie sind gestartet mit der Freude am schreiben/twittern/fotografieren/filmen und jagen über kurz oder lang nur noch der Reichweite hinterher.</p>
<p style="text-align: justify;"><span class="ng-star-inserted" data-start-index="655">Diese <strong>Wertübernahme</strong>, wenn unsere anfänglich komplexen Werte (wie Freude, Gesundheit oder Bildung) von externen, vereinfachten Metriken übernommen und beherrscht werden, betrachtet Nguyen als negativ.  Dabei gilt, dass </span><span class="ng-star-inserted" data-start-index="915">Metriken im allgemeinen so konstruiert sind, dass sie über verschiedene Kontexte hinweg verständlich und aggregierbar (zusammenfassbar) sind. Dabei entsteht aber zwangsläufig eine Lücke zwischen dem, was leicht messbar ist (<em>&#8222;Wie gut kann ich klettern?&#8220;</em>), und dem, was wirklich wertvoll ist (<em>&#8222;Macht mir Klettern eigentlich Spaß?&#8220;</em>).</span></p>
<p style="text-align: justify;">Die Übertragung in den Schulkontext ergibt sich automatisch. <span class="ng-star-inserted" data-start-index="2670">Schulnoten und der Notendurchschnitt (GPA) sind klassische Metriken. Sie bieten eine „verführerische Klarheit“ über den Erfolg eines Schülers und die </span><span class="ng-star-inserted" data-start-index="2812"> Gefahr einer </span><b class="ng-star-inserted" data-start-index="2829">Wertübernahme</b><span class="ng-star-inserted" data-start-index="2842"> ist hier extrem hoch: Schüler hören oft auf, sich für das eigentliche Lernen oder die Neugier zu interessieren, und konzentrieren sich nur noch darauf, die bestmögliche Note zu verbessern.</span></p>
<p style="text-align: justify;">Und auch die Simplifizierung finden wir in <span class="ng-star-inserted" data-start-index="3051">standardisierten Testergebnissen, weil diese Daten für Behörden „lesbar“ sind, aber </span><span class="ng-star-inserted" data-start-index="3188">entscheidende Qualitäten wie kritisches Denken, Originalität, Offenheit oder die Entwicklung einer eigenen Persönlichkeit ignorieren. Überaus deutlich wird das anhand Goodharts Gesetz, das besagt, dass ein Score seinen Nutzen und seine Aussagekraft verliert, sobald er als direktes Ziel verwendet wird. Geprägt wurde dieses Prinzip vom britischen Ökonomen Charles Goodhart, berühmt zusammengefasst im Satz: &#8222;When a measure becomes a target, it ceases to be a good measure.&#8220;</span></p>
<p>Ganz besonders deutlich wurde mir das im Alltag: Wenn meine Frau kocht, sind Rezepte für sie nur eine grobe Orientierungshilfe. Sie würzt und kocht mit Erfahrung und passt das Rezept je nach aktuellem Geschmack der einzelnen Zutaten an: Wässrige Tomaten werden anders gesalzen als feste.<br />
Leute wie ich dagegen halten sich akribisch an Rezepte: Das geht mit standartisierten Lebensmitteln und es kommt ein standartisierter, durchschnittlicher Geschmack heraus. Nicht wirklich schrecklich &#8211; aber auch nichts, was im Gedächtnis bleibt. Ein typisches Thermomix-Rezept eben.</p>
<p>Ich muss nicht explizit schreiben, wer von uns besser kocht.</p>
<p style="text-align: justify;">Obwohl ich &#8222;The Score&#8220; an einigen Stellen als redundant empfand, erschien mir die Lektüre wie ein Kaffeeplausch mit einem ausgewiesenen (und unterhaltsamen) Experten. Ich habe wirklich viel gelernt und hatte auch noch Freude dabei &#8211; es ist schon länger her, dass ich das so prägnant erlebt habe.</p>
<p>Tolles Buch und insbesondere all jenen empfohlen, die sich mitder Erhebung von Daten im Bildungskontext beschäftigen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Sommerferien 2026</title>
		<link>https://halbtagsblog.de/2026/07/22/sommerferien-2026/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan-Martin Klinge]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jul 2026 17:06:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[DIY]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Schulleitung]]></category>
		<category><![CDATA[Sommerferien]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit dem heutigen Nachmittag habe auch ich das Schuljahr 25/26 endgültig abgeschlossen und starte in die Sommerferien. In den letzten Tagen haben wir noch viel Organisatorisches weg gearbeitet und aufgeräumt. Ziemlich langweiliger Kram eigentlich, aber trotz seiner Unsichtbarkeit essentiell für den reibungslosen Start ins kommende Schuljahr. Nebenher und nebenbei haben Anna Klein und ich den&#8230;&#160;<div class="read-more-wrapper"><a href="https://halbtagsblog.de/2026/07/22/sommerferien-2026/" class="button button-primary" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">Sommerferien 2026</span></a></div>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Mit dem heutigen Nachmittag habe auch ich das Schuljahr 25/26 endgültig abgeschlossen und starte in die Sommerferien. In den letzten Tagen haben wir noch viel Organisatorisches weg gearbeitet und aufgeräumt. Ziemlich langweiliger Kram eigentlich, aber trotz seiner Unsichtbarkeit essentiell für den reibungslosen Start ins kommende Schuljahr.</p>
<p>Nebenher und nebenbei haben Anna Klein und ich den Umbau unseres Büros fast beendet:</p>
<p><img decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-16068" src="https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/07/wp-17847386009544757351812059975808-1024x701.jpg" alt="Sommerferien 2026 11" width="1024" height="701" title="Sommerferien 2026 11" srcset="https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/07/wp-17847386009544757351812059975808-1024x701.jpg 1024w, https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/07/wp-17847386009544757351812059975808-300x205.jpg 300w, https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/07/wp-17847386009544757351812059975808-768x525.jpg 768w, https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/07/wp-17847386009544757351812059975808.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p style="text-align: justify;">Viele, viele Stunden des Jahres verbringen wir hier und ab dem kommenden Schuljahr ist es weniger &#8222;Büro&#8220; und mehr &#8222;Arbeitszimmer&#8220;. Es fehlen noch ein oder zwei Bilder und wir hatten versucht, bei <del>eBay</del> Kleinanzeigen einen großen (künstlichen) Bananenbaum für die Ecke hinter dem Sofa zu ergattern. Aber der Versand hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht.</p>
<p style="text-align: justify;">Erste Ferien-Aktion zu Hause: Meine jüngeren Töchter werkeln im Garten an ihrer eigenen Wohlfühloase und brauchten ein wenig Unterstützung.</p>
<p><img decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-16069" src="https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/07/wp-1784738624680283433006107532953-768x1024.jpg" alt="Sommerferien 2026 12" width="768" height="1024" title="Sommerferien 2026 12" srcset="https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/07/wp-1784738624680283433006107532953-768x1024.jpg 768w, https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/07/wp-1784738624680283433006107532953-225x300.jpg 225w, https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/07/wp-1784738624680283433006107532953.jpg 900w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></p>
<p>Emsig wird Material gesucht und mit einer Engelsgeduld an der ersten Schraube gedreht, bis man irgendwann doch um HIlfe bittet. Es erfüllt mich mit Wehmut, ihnen beim Träumen, Planen und Ausmalen des kommenden Baumhauses zuzuhören. Wo ich nur ein paar alte Latten sehe, entsteht in ihren Köpfen eine prachtvolle Villa, ein Zufluchtsort, an dem Eltern strengstens verboten sind. Wie viele Stunden meiner Kindheit habe ich an Buden gebaut, unterirdischen Höhlen und Zufluchtsorten. Ach&#8230; Time flies.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich freue mich auf die kommenden Wochen und hoffe, endlich auch wieder etwas mehr Zeit und Raum fürs Bloggen zu finden. Obwohl dessen Zukunft wohl düster aussieht: Google fasst die Inhalte von Webseiten derart gut und effektiv zusammen, dass die echten Aufrufe der meisten Seiten dramatisch eingebrochen sind. Andererseits bietet das vielleicht auch wieder eine Chance für Nischenthemen, die nicht gewinnorientiert sind. Wenn all die werbeabhängigen Webseiten wegfallen, bleiben nur noch die Idealisten übrig, oder nicht?</p>
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		<title>Einander kennen, miteinander reden, miteinander laufen</title>
		<link>https://halbtagsblog.de/2026/07/15/einander-kennen-miteinander-reden-miteinander-laufen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan-Martin Klinge]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Jul 2026 13:56:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Anekdoten aus der Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Kennenlernspiele]]></category>
		<category><![CDATA[Pädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[Schülerlauf]]></category>
		<category><![CDATA[Siegen]]></category>
		<category><![CDATA[Spiele]]></category>
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					<description><![CDATA[Die letzten Tage und Stunden werden in NRW gezählt, bis auch wir endlich Sommerferien haben. Meine Klasse läuft getreu dem Motto &#8222;ein gutes Pferd springt nur so hoch, wie es muss&#8220;: Sie überbieten sich in der letzten Schulwoche nicht in Punkto Engagement, aber wir sind auch weit davon entfernt, uns gegenseitig nur noch auf den&#8230;&#160;<div class="read-more-wrapper"><a href="https://halbtagsblog.de/2026/07/15/einander-kennen-miteinander-reden-miteinander-laufen/" class="button button-primary" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">Einander kennen, miteinander reden, miteinander laufen</span></a></div>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignright wp-image-16061 size-medium" src="https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/07/wp-17841225352461057734725282208649-300x215.jpg" alt="Einander kennen, miteinander reden, miteinander laufen 15" width="300" height="215" title="Einander kennen, miteinander reden, miteinander laufen 15" srcset="https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/07/wp-17841225352461057734725282208649-300x215.jpg 300w, https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/07/wp-17841225352461057734725282208649-1024x732.jpg 1024w, https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/07/wp-17841225352461057734725282208649-768x549.jpg 768w, https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/07/wp-17841225352461057734725282208649.jpg 1200w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p style="text-align: justify;">Die letzten Tage und Stunden werden in NRW gezählt, bis auch wir endlich Sommerferien haben. Meine Klasse läuft getreu dem Motto &#8222;ein gutes Pferd springt nur so hoch, wie es muss&#8220;: Sie überbieten sich in der letzten Schulwoche nicht in Punkto Engagement, aber wir sind auch weit davon entfernt, uns gegenseitig nur noch auf den Keks zu gehen.</p>
<p style="text-align: justify;">Für den Morgen hatten meine Co und ich uns ein kleines Spiel ausgedacht:</p>
<p>In  einer Kiste lagen paarweise Nummern von 1-15. Die Kinder sollten jeweils einen Zettel ziehen und sich ihren gleich-nummerigen Partner suchen. Anschließend kamen die Zettel wieder zurück in die Kiste.<br />
In einer zweiten Kiste befanden sich Dutzende weitere Zettel, alle beschrieben mit einer von vielen &#8222;Kennenlern-Fragen&#8220;:</p>
<ul>
<li>Erzähle von einem Moment, in dem du richtig stolz auf dich warst. Was ist passiert?</li>
<li>Erzähle von einem Tag, den du gerne noch einmal erleben würdest. Warum war er besonders?</li>
<li>Was kannst du heute, das dir früher sehr schwergefallen ist? Wie hast du es gelernt?</li>
<li>Was ist das Netteste, was dir je jemand gesagt hat? Warum ist es dir in Erinnerung geblieben?</li>
<li>&#8230;</li>
</ul>
<p>In Summe knapp 30 verschiedene Fragen. Gespielt wurden mehrere Runden jeweils mit einem neuen Partner, danach haben wir eine kurze Reflektionspause eingelegt:</p>
<ul>
<li>Wie ging es euch dabei?</li>
<li>Warum spielen wir dieses Spiel? Was ist die Intention?</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Nicht überraschend haben wir in der Klasse Kinder, denen es leicht fällt, Konversation zu treiben und solche, die sich damit schwer tun. Gerade in der Reflektion kam aber heraus, dass schon durchblickt wird, welchen Sinn die Zufallspaare haben: Je besser wir uns kennen, desto besser, friedlicher und zielführender können wir miteinander arbeiten und desto besser werden Stimmung, Leistungen und Noten.</p>
<p style="text-align: justify;">Als die letzte Runde gespielt wurde, wurde Unmut laut. Das hätte man gern noch ein wenige weitergetrieben &#8211; aber wir mussten los: Denn heute war Schülerlauf in Siegen, an dem ich nun zum sechsten oder siebten Mal mit einer Klasse teilnehme. Der sportliche Ehrgeiz der Kinder ist eher gering, aber ich freue mich, Jahr für Jahr alte Kollegen aus vergangenen Zeiten zu treffen.</p>
<p><img decoding="async" class="aligncenter wp-image-16062 " src="https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/07/wp-17841225567722312446773476135011-1024x690.jpg" alt="Einander kennen, miteinander reden, miteinander laufen 16" width="845" height="569" title="Einander kennen, miteinander reden, miteinander laufen 16" srcset="https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/07/wp-17841225567722312446773476135011-1024x690.jpg 1024w, https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/07/wp-17841225567722312446773476135011-300x202.jpg 300w, https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/07/wp-17841225567722312446773476135011-768x518.jpg 768w, https://halbtagsblog.de/wp-content/uploads/2026/07/wp-17841225567722312446773476135011.jpg 1200w" sizes="(max-width: 845px) 100vw, 845px" /></p>
<p>Das Wetter war prima, die Stimmung meist auch.</p>
<p style="text-align: justify;">Fir Klasse bestand auch die Option, sich direkt vor dem Lauf zu treffen und danach wieder seiner Wege zu gehen &#8211; aber die Klasse entschied, dass wir uns morgens in der Schule treffen, bisschen Programm machen und dann gemeinsam loslaufen sollten. Empfinde es als Kompliment, wenn den Kindern die Zeit mit uns wichtig ist &#8211; und sogar jene Kinder heute da waren, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mitlaufen konnten.</p>
<p style="text-align: justify;">Nachmittags dann mit meiner Co Anna Klein weiter an der Renovierung unseres Büros gearbeitet. Das wird richtig schön. Also&#8230; &#8222;Wohnzimmerschön&#8220;.</p>
<p>Morgen noch Schulfest, die letzten Anmeldungen abarbeiten, dann Zeugnisse und nächste Woche, wenn alle Kinder und Kollegen in den Ferien sind, arbeiten wir in der Schulleitung die letzten Dinge ab. Und dann&#8230;. dann&#8230;</p>
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