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		<title>The Forest of Knives &#8211; Psycho, Adaptations of Bernard Herrmann&#8217;s Original Score</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oliver]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Aug 2026 17:24:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[EP]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach dem Langspiel-Debüt-Teaser kommen The Forest of Knives nicht direkt zum Mutterschiff Decomposition Continuum I: Fragmentation Bloat, sondern vollziehen mit Psycho, Adaptations of Bernard Herrmann&#8217;s Original Score erst einmal den als cineastischen Ausfallschritt getarnten postnatalen Wachstumsschub. Welche Tragweite das Projekt von Aaron D.C. Edge und Chad Kapper auf seinem ersten Langspieler zeigen wird, bleibt also <a href="https://www.heavypop.at/the-forest-of-knives-psycho-adaptations-of-bernard-herrmanns-original-score/">[mehr&#8230;]</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.heavypop.at/the-forest-of-knives-psycho-adaptations-of-bernard-herrmanns-original-score/">The Forest of Knives &#8211; Psycho, Adaptations of Bernard Herrmann&#8217;s Original Score</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.heavypop.at">HeavyPop.at</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Nach dem <a href="https://www.heavypop.at/the-forest-of-knives-the-decomposition-ep/">Langspiel-Debüt-Teaser</a> kommen <a href="https://www.heavypop.at/?s=forest+of+knives"><em>The Forest of Knives</em></a> nicht direkt zum Mutterschiff Decomposition <em>Continuum I: Fragmentation Bloat</em>, sondern vollziehen mit <em>Psycho, Adaptations of Bernard Herrmann&#8217;s Original Score</em> erst einmal den als cineastischen Ausfallschritt getarnten postnatalen Wachstumsschub.</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-43771"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Welche Tragweite das Projekt von <a href="https://www.heavypop.at/?s=aaron+edge">Aaron D.C. Edge</a> und <a href="https://www.heavypop.at/?s=chad+kapper">Chad Kapper</a> auf seinem ersten Langspieler zeigen wird, bleibt also vorerst noch offen.<br />
Doch nimmt <em>Psycho, Adaptations of Bernard Herrmann&#8217;s Original Score</em> &#8211; dem Sound der EP im dissonanten Avantgarde Death Metal mit orchestralen Arrangements weitestgehend ansatzlos folgend &#8211; jedoch womöglich einen elementaren Bestandteil der kommenden Abenteuer vorweg, den es so noch nicht auf dem <em>The Decomposition</em>-Herold zu hören gab: <a href="https://www.facebook.com/share/p/198CfjJxxB/?mibextid=wwXIfr">Der mittlerweile wieder die Bühne zurückkehren wollende Edge</a> steuert als Multi-Instrumentalist und Arrangeur nun nämlich heiser fauchende Backing Vocals bei, die sich absolut ideal mit den aggressiven Muskeln von Kapper (dem eine weitaus weniger dicht komprimiert produzierte Klangkulisse zudem im LoFi-Charme zudem grundlegend spannende neue Optionen bietet) verbindet, abwechselt und ergänzt &#8211; und den Radius des Duos in dieser gewachsenen Synergie kurzerhand gleich nochmal auf einen neuen Level heben, bevor das Debütalbum überhaupt srschienen ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Dass <em>The Forest of Knives</em> ein Händchen für griffig hängen bleibende Szenen haben, war hingegen bereits bekannt. Allerdings potenziert sich dieser Umstand durch die selektive Adaption des <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Psycho_(1960_film)#Soundtrack">ikonischen Soundtracks</a> zum Hitchcock-Klassiker noch einmal zusätzlich.<br />
In <em>A Prelude</em> haken die beiden Musiker den Signature Sound ihrer eklektischen Achse um das legendäre Thema des Film, binden Samples ein, derweil Kapper seine Abrissbirnen-Stimmbänder aus der Perspektive der Mutter erzählen lässt. In <em>Let&#8217;s Meet Marion</em> wächst das Chaos aus dem Suspense von Piano-Moll-Albträumen und <em>Temptation</em> eilt dramatisch orgelnd nach vorne kloppend. <em>Murder</em> ist ein Wechselspiel aus Lauerstellungen und Attacken, derweil <em>Sinking the Car (and the Cash)</em> die Intensität mit Perkussion-Introspektiven und Horror-Streichern lüftet und von den kurzen Spielzeiten der einzelnen Tracks profitiert.<br />
Für <em>The Stairs, from the Bottom to the Top</em> tickt die Uhr abrasiv zu einem catchy Call-And-Response-Wahn, und <em>Up to the Hill</em> rifft erst stoisch, um dann manisch zu hyperventilieren und sich rau gebrüllt zu einem deliranten Synth-Fiebertraum zu schleppen, bevor<em> The Chair and The Swinging Light in the Cellar</em> als ambientes Kammerspiel psychotisch ausklingt: „<em>There’s laughter going on inside of me…/ You can tell from that smile…</em>“</p>
<p style="text-align: justify;">Während<em> The Forest of Knives</em> also nicht an der Fallhöhe des Originals scheitern, sondern es entlang der ausgeweiteten Kompetenzzone von Edge assimilieren, der hier ein paar seiner pointiertesten Ideen über die Ausgangsbasis des Soundtracks weiterdenkt, schärft das kongeniale Duo ausgerechnet damit auch zusätzlich seine eigene Identität: Man verrennt sich nicht in kuriose Liebhaber-Sackgassen, sondern entdeckt vermeintlich neue Horizonte.<br />
Oder anders gesagt: Dass<a href="https://www.google.com/url?sa=t&amp;source=web&amp;rct=j&amp;opi=89978449&amp;url=https://www.youtube.com/watch%3Fv%3DepxwQCJHip0"> die Rückkehr von <em>Frontierer</em></a> nicht die alleinige Aufmerksamkeit im <a href="https://open.spotify.com/playlist/6mOFvAOrC9SsFlFu2piJxq">Kapper-Kosmos</a> für sich in Anspruch nimmt, grenzt an ein kleines Wunder &#8211; der relative Quantensprung <em>Psycho, Adaptations of Bernard Herrmann&#8217;s Original Score</em> lässt es in seiner ebenso kurzweiligen, wie spannenden Auslegung aber als natürlichste Sache der Welt erscheinen. Und macht noch mehr Bock auf Mehr.<br />
Insofern bleibt nur die Frage: Wann kommt endlich <em>Decomposition Continuum I: Fragmentation Bloat</em>?</p>
<p style="text-align: justify;"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-1661" src="https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2011/03/08.png?resize=420%2C65&#038;ssl=1" alt="" width="420" height="65" srcset="https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2011/03/08.png?w=420&amp;ssl=1 420w, https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2011/03/08.png?resize=300%2C46&amp;ssl=1 300w" sizes="(max-width: 420px) 100vw, 420px" /></p>
<p style="text-align: justify;"><iframe style="border: 0; width: 600px; height: 340px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3824618557/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/artwork=none/transparent=true/" seamless=""><a href="https://theforestofknives.bandcamp.com/album/psycho-adaptations-of-bernard-herrmanns-original-score">Psycho, Adaptations of Bernard Herrmann&#8217;s Original Score by The Forest of Knives</a></iframe></p>
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		<title>Kanonenfieber &#8211; Meine Lieben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oliver]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Jul 2026 15:06:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Single]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Meine Lieben: Noise zoomt über eine Rede von Erzherzog Karl Franz Joseph zu einem separaten Nachzügler der Soldatenschicksale im Kanonenfieber-Kosmos. Heroisch und doomig schleppt sich die Eingangsphase der Standalone-Single, um bald darauf aggressiv attackierend im Signature Sound des melodischen Death und Black Metal zu tackern. „Wann wird&#8217;s mal Friеden geben?/ Halt&#8216; diе ganze Nacht schon <a href="https://www.heavypop.at/kanonenfieber-meine-lieben/">[mehr&#8230;]</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.heavypop.at/kanonenfieber-meine-lieben/">Kanonenfieber &#8211; Meine Lieben</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.heavypop.at">HeavyPop.at</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="p3" style="text-align: justify;"><strong><span class="s2"><em>Meine Lieben</em>: <em>Noise</em> zoomt über eine Rede von Erzherzog Karl Franz Joseph zu einem separaten Nachzügler der <em>Soldatenschicksale</em> im <a href="https://www.heavypop.at/?s=Kanonenfieber"><em>Kanonenfieber</em></a>-Kosmos.</span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-43762"></span></p>
<p class="p3" style="text-align: justify;"><span class="s2">Heroisch und doomig schleppt sich die Eingangsphase der Standalone-Single, um bald darauf aggressiv attackierend im Signature Sound des melodischen Death und Black Metal zu tackern.<br />
</span>„<i>Wann wird&#8217;s mal Friеden geben?/ Halt&#8216; diе ganze Nacht schon Wache/ Kanonendonner auf voller Front/ Sodass ich kein Auge zumache/ Vom Schlafen nicht die Rede/ Kaum was zu fressen hab&#8216; ich/ Warte stets auf die Pakete</i>“ wütet <i>Noise</i> und steigt dann ins personalisierte Storytelling über, wie die immer größere Hallen bespielende Band die Hintergründe von <i>Meine Lieben</i> <a href="https://www.instagram.com/p/DbaWwVKItU7/?igsh=Yjc2M2ZjYnRlZ3F4">erklärt</a>.</p>
<blockquote>
<p class="p3"><span class="s2">This song was born out of our &#8222;Soldatenschicksale&#8220; project, in which we invited our listeners to share the stories of their ancestors who served during the First World War. </span><span class="s2">Among the many submissions, one story immediately stood out: that of Philipp Schopp. His descendants sent us a carefully compiled PDF containing his complete wartime correspondence with his family-every letter and field postcard, chronologically arranged and meticulously documented.<br />
</span>The story of this Hessian infantryman moved us so deeply that we chose it as the winning entry.<br />
Meine Lieben is inspired by the final postcards Philipp Schopp sent home from the front. Through his own words, the song retells the hopes, fears, and prayers of a young soldier who longed to see his family again. That reunion would never come. In 1916, Philipp was killed by a shell fragment and buried near the battlefield.<br />
We would like to express our heartfelt thanks to Philipp&#8217;s descendants for sharing this extraordinary piece of family history with us. We hope this song helps rescue Philipp&#8217;s story from oblivion and gives him the remembrance that a man whose life was cut tragically short so richly deserves.</p>
</blockquote>
<p class="p3" style="text-align: justify;"><span class="s2">Nachdem die Nummer im Verlauf mit dem Tritt auf die Breakdown-Zeitlupe gurgelnde Growls schleppt und dann für das Finale flehend klar in den Himmel schreit, kann man sich dann entscheiden, ob <em>Meine Lieben</em> ein typischer Hit der Band ist, der authentisch, intensiv und hocheffizient sein Ziel trifft; oder aber ein generischer Autopilot, der die eigentlich längst durchdeklinierte Kanonenfieber-Formel überschaubar inspiriert aufkocht. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen, mit Fanbrille aber eher bei ersterer Option.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-1671" src="https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2012/03/079.png?resize=420%2C65&#038;ssl=1" alt="" width="420" height="65" srcset="https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2012/03/079.png?w=420&amp;ssl=1 420w, https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2012/03/079.png?resize=300%2C46&amp;ssl=1 300w" sizes="(max-width: 420px) 100vw, 420px" /></p>
<p style="text-align: justify;"><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/Q8blCOFqdVo?si=ER52P9gW9y2Zasso" width="600" height="340" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"><span data-mce-type="bookmark" style="display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;" class="mce_SELRES_start">﻿</span></iframe></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.heavypop.at/kanonenfieber-meine-lieben/">Kanonenfieber &#8211; Meine Lieben</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.heavypop.at">HeavyPop.at</a>.</p>
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		<title>The Menzingers &#8211; Everything I Ever Saw</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oliver]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Jul 2026 15:48:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Album]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>The Menzingers drehen ihre Formkurve drei Jahre nach dem ernüchternden Some of It Was True mit Everything I Ever Saw wieder ein kleines bisschen nach oben. Angesichts der bisweilen abermals relativ hohl zur Banalität tendieren könnender Lyrics &#8211; wie beispielsweise „Ain&#8217;t it funny?/ Takin&#8216; other people&#8217;s money/ La-di-da, la-di-da“- bleibt es zwar weiterhin ein bisschen <a href="https://www.heavypop.at/the-menzingers-everything-i-ever-saw/">[mehr&#8230;]</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.heavypop.at/the-menzingers-everything-i-ever-saw/">The Menzingers &#8211; Everything I Ever Saw</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.heavypop.at">HeavyPop.at</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><a href="https://www.heavypop.at/?s=Menzingers"><em> The Menzingers</em></a> drehen ihre Formkurve drei Jahre nach dem ernüchternden <a href="https://themenzingers.bandcamp.com/album/some-of-it-was-true-deluxe"><em>Some of It Was True</em></a> mit<em> Everything I Ever Saw</em> wieder ein kleines bisschen nach oben. </strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-43728"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Angesichts der bisweilen abermals relativ hohl zur Banalität tendieren könnender Lyrics &#8211; wie beispielsweise „<em>Ain&#8217;t it funny?/ Takin&#8216; other people&#8217;s money/ La-di-da, la-di-da</em>“- bleibt es zwar weiterhin ein bisschen unglaublich, dass wir es hier mit der selben Band zu tun haben, die sich zumindest mit <em>Chamberlain Waits</em> (2010), dem Meisterstück <a href="https://www.heavypop.at/the-menzingers-on-the-impossible-past/"><em>On the Impossible Past</em></a> (<a href="https://www.heavypop.at/2012-die-alben-des-jahres-10-bis-01/">2012</a>) sowie <a href="https://www.heavypop.at/menzingers-rented-world/"><em>Rented World</em></a> (<a href="https://www.heavypop.at/2014-die-alben-des-jahres-30-bis-21/">2014</a>) einen unsterblichen Podestplatz im Punkrock-Heartland gebaut hat.<br />
Schüttelreime wie „<em>I&#8217;m somebody that you&#8217;ll never know/ I&#8217;ll be leaving you in Tokyo/ &#8218;Round and &#8218;round upon the wheel I go</em>“ im poppig shakenden <em>The Fool</em> während damals jedenfalls undenkbar gewesen.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch auch wenn abgesehen davon praktisch jeder einzelne Song sofort darum ansucht, direkt ins Fan-Herz geschlossen zu werden, weil die so innig vertraute Trademark-Melange aus Wehmut und Euphorie, Melancholie und Aufbruchstimmung hinter den gewohnt perfekt harmonierenden Vocals von Greg Barnett und Tom May einfach per se einen subjektiven Nerv trifft, derweil die Rückkehr zu Produzent Will Yipp im Auftreten allgemeinen wieder für etwas mehr Biss (als zuletzt bei Brad Cook) gesorgt hat, kann die Band einfach den Umstand nicht abschütteln, dass sie mittlerweile zu einer gemütlichen Gefälligkeit neigt.<br />
Gerade die im Tempo gedrosselten Nummern (wie das sehnsüchtig zum Kitsch der Vergangenheit schielende <em>Gasoline &amp; Matches</em> oder das komplett risikofreie <em>Parade Day</em>) schrammen so allzu gediegen an der wohlwollenden Langeweile entlang.</p>
<p style="text-align: justify;">Mit bestenfalls vorsichtig nach oben ausreißenden Nummern wie <em>Romanticism</em> oder <em>Breathe With Me</em> ist <em>Everything I Ever Saw</em> dennoch als Ganzes sehr rund und solide ausgefallen, ja, versöhnlich geradezu. Vor allem, wenn der Titelsong-Closer sogar jenes Momentum schürt, zu dem man endlich wieder die Fäuste mit Tränen in den Augen emporrecken will: „<em>I wish I could remember/ Everything I ever saw/ I’d take the good with the bad/ The happy with the sad</em>“. Dann deutet sich die Gänsehaut, die die <em>Menzingers</em> dereinst für sich gepachtet hatten, zumindest wieder an, ohne an der Vergänglichkeit zu scheitern.<br />
Dass die Zeit dennoch nicht stehen bleibt, wird durch den bittersüßen Status Quo von <em>Everything I Ever Saw</em> jedoch auch auf schmerzliche Weise bewusst, weswegen Zeilen wie „<em>You can always reinvent yourself/ You can be whoever you are</em>“ eine gewisse Ambivalenz bekommen &#8211; während andere den Ist-Zustand zwischen Schwermut und Zuverlässigkeit auf den Punkt bringen: „&#8216;<em>Cause we are nobody&#8217;s heroes/ We are nobody&#8217;s heroes/ We are nobody&#8217;s heroes/ &#8218;Cause we can only be ourselves, oh.</em>“</p>
<p style="text-align: justify;"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-1757" src="https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2012/03/064.png?resize=420%2C65&#038;ssl=1" alt="" width="420" height="65" srcset="https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2012/03/064.png?w=420&amp;ssl=1 420w, https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2012/03/064.png?resize=300%2C46&amp;ssl=1 300w" sizes="auto, (max-width: 420px) 100vw, 420px" /></p>
<p style="text-align: justify;"><iframe style="border: 0; width: 600px; height: 340px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2983704935/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/artwork=none/transparent=true/" seamless=""><a href="https://themenzingers.bandcamp.com/album/everything-i-ever-saw">Everything I Ever Saw by The Menzingers</a></iframe></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.heavypop.at/the-menzingers-everything-i-ever-saw/">The Menzingers &#8211; Everything I Ever Saw</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.heavypop.at">HeavyPop.at</a>.</p>
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		<title>Holder &#8211; Ruin the Beast in Me</title>
		<link>https://www.heavypop.at/holder-ruin-the-beast-in-me/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Oliver]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Jul 2026 13:41:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[EP]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.heavypop.at/?p=43756</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ruin the Beast in Me bietet zwei neue, in unter fünf Minuten eingekochte Songs der Metalcore-Hoffnung Holder aus Connecticut. Was aus dem Daze-Release aber bitte keine Single macht! Obwohl zwischen den beiden Veröffentlichungen drei Songs bzw. sechs Minuten Spielzeit liegen, firmiert Ruin the Beast in Me wie auch die selbstbetitelte Vorstellungsrunde Holder vor zwei Jahren <a href="https://www.heavypop.at/holder-ruin-the-beast-in-me/">[mehr&#8230;]</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.heavypop.at/holder-ruin-the-beast-in-me/">Holder &#8211; Ruin the Beast in Me</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.heavypop.at">HeavyPop.at</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><em> Ruin the Beast in Me</em> bietet zwei neue, in unter fünf Minuten eingekochte Songs der Metalcore-Hoffnung <a href="https://www.heavypop.at/?s=Holder"><em>Holder</em></a> aus Connecticut. Was aus dem <em>Daze</em>-Release aber bitte keine Single macht! </strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-43756"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Obwohl zwischen den beiden Veröffentlichungen drei Songs bzw. sechs Minuten Spielzeit liegen, firmiert Ruin the Beast in Me wie auch die <a href="https://dazestyle.bandcamp.com/album/holder">selbstbetitelte Vorstellungsrunde</a> <em>Holder</em> vor zwei Jahren ganz offiziell als EP.<br />
Darüber zu diskutieren lohnt sich nicht. Wichtiger ist nämlich, dass das blutjunge Quintett &#8211; Alex Charette (Bass), Avery Garcia (Gitarre), Bradley Provost (Gitarre), Avery Poirier (Drums) und Brie Percy (Vocals) &#8211; seinen eingeschlagenen Weg relativ nahtlos weitergeht, indem es den eklektischen Tribut an die späten 90er und frühen 00er des Metalcore mit Facetten des Screamo und Post-Hardcore anreichert.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach einem kurzen Antauchen aus dem Feedback jubelt sich <em>Inconsolable</em> kurz selbst zu, groovt dann headbangend um ein fettes Riff, um melodisch auszuatmen und den Spannungsbogen hinten raus nochmal anzuziehen. Dass die Nummer dabei mitunter wie ein Intro wirkt, liegt auch daran, dass das fast die Drei-Minuten-Marke nehmende Titelstück <em>Ruin the Best of Me</em> danach noch mehr Bandbreite zeigt, indem es sehnsuchtsvoll treibt, kontemplativ rezitierend die Kontraste verstärkt und sowieso eine melodramatische Seite offenbart.<br />
Dennoch gilt für <em>Ruin the Beast</em> &#8211; also die EP im Ganzen &#8211; noch deutlicher als für <em>Holder</em> &#8211; die EP &#8211; die Feststellung, dass auch die Dosis das Gift macht. Dass die Band zumindest <a href="https://www.setlist.fm/setlist/holder/2026/the-glass-house-pomona-ca-137701e9.html">Live</a> das nötige Material zusammen hat, um substantiell nachzuwirken, stimmt insofern zuversichtlich für die nächsten Karriereschritte der Epigonen.</p>
<p style="text-align: justify;"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-1757" src="https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2012/03/064.png?resize=420%2C65&#038;ssl=1" alt="" width="420" height="65" srcset="https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2012/03/064.png?w=420&amp;ssl=1 420w, https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2012/03/064.png?resize=300%2C46&amp;ssl=1 300w" sizes="auto, (max-width: 420px) 100vw, 420px" /></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 472px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=43982646/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/artwork=none/transparent=true/" seamless=""><a href="https://dazestyle.bandcamp.com/album/ruin-the-best-of-me">Ruin The Best Of Me by Holder</a></iframe></p>
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		<title>The Coral &#8211; 388</title>
		<link>https://www.heavypop.at/the-coral-388/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Oliver]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Jul 2026 15:59:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Album]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>388, Studioalbum Nummer 13., kommt ohne große Vorankündigungen daher und zeigt die hemmungslosen Nostalgiker The Coral so direkt ausgelegt wie lange nicht. Den Titel der Platte stiftet die Vintage Tascam 388 8-track analog tape machine, auf der das Merceyside-Quintett sein vom psychedelischen Pop verschnürtes Amalgam aus „reggae, dub, rocksteady, soul and doo-wop“ in einem besonders <a href="https://www.heavypop.at/the-coral-388/">[mehr&#8230;]</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><em> 388</em>, Studioalbum Nummer 13., kommt ohne große Vorankündigungen daher und zeigt die hemmungslosen Nostalgiker <a href="https://www.heavypop.at/?s=The+Coral"><em>The Coral</em></a> so direkt ausgelegt wie lange nicht. </strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-43750"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Den Titel der Platte stiftet die <i>Vintage Tascam 388 8-track analog tape machine</i>, auf der das Merceyside-Quintett sein vom psychedelischen Pop verschnürtes Amalgam aus „<i>reggae, dub, rocksteady, soul and doo-wop</i>“ in einem besonders betonten „<i>raw, live-in-the-room retro sound</i>“ eingefangen hat.<br />
Die niemals um den Blick in die Vergangenheit verlegende Gang klingt unter diesen anachronistischen Aufnahmebedingungen besonders nah an ihrer Essenz &#8211; weil auch ästhetisch aus der Zeit gefallen und älter, als es 30 Jahre Bandgeschichte nahelegen.<br />
„<i>Play that song again / You know the one / The one we used to smoke to / When we were young.</i>&#8220; singt James Skelly im Falsett zu 60s-Charme und schwofenden Mariachi-Bläser insofern auch gleich in <a href="https://www.youtube.com/watch?v=2XzfXKbYX4s"><i>Let the Music Play</i></a> passgenau in Erinnerungen an vergangene Tage schwelgend. Und holt exemplarisch für <i>388</i> &#8211; und vor allem dessen hervorragender erster Hälfte &#8211; ansatzlos und zugänglich ab. Mit einem Gefühl der Vertrautheit und Verbundenheit, als hätte man den Opener schon jahrelang als Ohrwurm ins Herz geschlossen gehabt.</p>
<p style="text-align: justify;">„<i>All summer long/ Watched the night tides roll away/ Wrote a hundred songs/ We&#8217;ll never be so young again, whoa oh oh</i>“ heißt es später wehmütig in der Intimität <i>You and Me (And the Beautiful Sea)</i>, auf Gitarre und Harmoniesucht reduziert ganz in der ruhige Melancholie einer ebenso vergänglichen wie unendlichen Romantik aufgehend: „<i>Listening to the breeze (Just you and me)/ It&#8217;s just you and me (And the beautiful sea)</i>“.<br />
Als ideale Begleitung für den sonnigen Sommer entfaltet 388 ein warmes Understatement, eine unaufdringliche Catchyness. Einfach und nonchalant reihen <i>The Coral</i> die subtilen, kompakten kleinen Hits aneinander &#8211; oder zumindest so viele schmissige Instant-Kandidaten für kommende Singles-Compilations &#8211; wie das in dieser Dichte wohl kein anderes Album der Band seit mindestens <i>Butterfly House</i> wollte.</p>
<p style="text-align: justify;"><i>Ride That Train </i>shaked smooth über die Orgel und <i>Leave It in the Past</i> klimpert seinen beseelten Ska über ein karibisches Flair. Shame tänzelt mit seinen Drums durch einen latenten Tarantino-Vibe und hat wirkt wie ein verschwommener Missing Link zu den ersten beiden zwei Alben. Natürlich wie nahezu alle Songs mit „<em>uuuhs</em>“ und „<em>aaaahs</em>“ und „<em>ooohs</em>“ ausgeschmückt.<br />
Auch danach geht <em>388</em> weiterhin gut ins Ohr, rauscht allerdings auch etwas gefälliger und unverbindlicher durch. Das smooth schunkelnde <em>Here Come the Tears</em> geht Hand in Hand mit dem langsamen Geisterhaus-Boogie von <em>Yellow Moon</em>. <em>Sad Girl</em> plätschert verträumt und <em>High Tide</em> ist einfach eine angenehme Brise, bevor <i>Spirit Catcher </i>aus der Bar nach vorne marschiert und mit dem einmal mehr Backing-verführten <i>Crossing the Sands</i> der bittersüß betörenden Vergänglichkeit entgegenschwoft.<br />
In Summe ist <i>388</i> deswegen auch nicht unbedingt das bessere Album als <i><a href="https://www.heavypop.at/the-coral-coral-island/">Coral Island</a> </i>oder <a href="https://www.heavypop.at/the-coral-holy-joes-coral-island-medicine-show/"><i>Holy Joe’s Coral Island Medicine Show</i></a>. Gerade selektiv wahrgenommen bleiben aber so viele tolle Songs hängen, wie lange nicht.</p>
<p style="text-align: justify;"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-1671" src="https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2012/03/079.png?resize=420%2C65&#038;ssl=1" alt="" width="420" height="65" srcset="https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2012/03/079.png?w=420&amp;ssl=1 420w, https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2012/03/079.png?resize=300%2C46&amp;ssl=1 300w" sizes="auto, (max-width: 420px) 100vw, 420px" /></p>
<p><iframe loading="lazy" title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/W_vgyE4qjbE?si=w7JNueeQNB3HMIT0" width="600" height="340" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"><span style="display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;" data-mce-type="bookmark" class="mce_SELRES_start">﻿</span></iframe></p>
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		<title>Quicksand &#8211; Bring On the Psychics</title>
		<link>https://www.heavypop.at/quicksand-bring-on-the-psychics/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Oliver]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Jul 2026 09:06:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Album]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Quicksand haben auf dem dritten Album ihres dritten Lebens endgültig keinen Druck mehr und müssen wahrlich niemanden mehr etwas beweisen. Diesen Umstand nutzt Bring On the Psychics als Fokus. Es fällt eigentlich kaum ins Gewicht, dass die Produktion von Jon Markson nicht ganz die Prägnanz der Arbeiten von Will Yip für Interiors (2017) und Distant <a href="https://www.heavypop.at/quicksand-bring-on-the-psychics/">[mehr&#8230;]</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><a href="https://www.heavypop.at/?s=Quicksand"><em> Quicksand</em></a> haben auf dem dritten Album ihres dritten Lebens endgültig keinen Druck mehr und müssen wahrlich niemanden mehr etwas beweisen. Diesen Umstand nutzt <em>Bring On the Psychics</em> als Fokus. </strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-43744"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Es fällt eigentlich kaum ins Gewicht, dass die Produktion von Jon Markson nicht ganz die Prägnanz der Arbeiten von Will Yip für <a href="https://www.heavypop.at/quicksand-interiors/"><em>Interiors</em></a> (2017) und <a href="https://www.heavypop.at/quicksand-distant-populations/"><i>Distant Populations</i></a> (201) auf den Punkt bringt, oder dass <i>Bring On the Psychics</i> um das minimale Quäntchen schwächer als sein direkter Vorgänger ausgefallen ist: Walter Schreifels, Alan Cage und Sergio Vega bewegen sich mit ihrem charakteristischen Post Hardcore nicht nur weiterhin scheinbar mühelos auf Referenzlevel-Niveau, sondern kochen ihren Sound diesmal auf unter eine halbe Stunde Spielzeit destilliert auch besonders kurzweilig und dynamisch straight ein.</p>
<p style="text-align: justify;">Der nahtlos integrierte <a href="https://www.heavypop.at/hot-water-music-quicksand-split/">Split-Beitrag</a> <i>Supercollider</i> gibt zwischen seinem Morello‘esken Bouncen und ausgewogener Ruhe sowohl strukturell als auch ästhetisch weite Strecken einer Platte vor, die sich wieder etwas weiter von den <i>Rival Schools</i> entfernt hat. Der Kontrast aus Schnell/Langsam diktiert vom heiser nach nach vorne attackierenden, dann wieder nickend auf der Bremse groovenden Doppel aus <i>Get to it</i> und <i>Regenerate</i> den (diesmal allgemein etwas formelhafter angelegten) Modus Operandi des Songwritings.<br />
Das schmissige <i>Agency</i> klackert zum Einstieg heavier und wuchtiger pressend, ruft eine aggressive <i>ASG</i>-Attitüde hinaus und pflegt im Chorus die Einkehr. Das den Spannungsbogen knackig anziehende <i>In Full Color</i> gönnt sich ebenso einen bedächtigen Refrain.<br />
<i>Crystallize</i> und das unaufgeregte <i>Moving Forward</i> brettert gediegen rockend mit einem latenten <i>Queens of the Stone Age</i>-Vibe am Gaspedal, die beiden tollen Standards <em>Cool Guy</em> und das Titelstück schließen den Kreis dahinter souverän.</p>
<p style="text-align: justify;">Was der so zuverlässigen, immer mindestens sehr guten Platte entlang ihrer vielen Understatement-Highlights dabei ein bisschen abgeht, ist der begeisternde Überraschungseffekt, den <em>Interiors</em> und <em>Distant Populations</em> gerade im Ganzen entfachen konnten.<br />
Vielleicht lassen die bis auf eine Ausnahme niemals die 3-Minuten-Marke erreichenden Kompositionen einfach zu wenig Raum für Wendungen und Herausforderungen, während man von Schreifels zugegeben emotional packendere Gesangslinien gewohnt ist? Wie gesagt: eigentlich egal!<br />
Am besten ist <em>Bring On the Psychics</em> dennoch, wenn <em>Quicksand</em> die Intensität umpolen und auf eine puristische Reduktion setzen: Das gedrosselte <em>Days You Run to</em> ist melodisch und wehmütig zurückgenommen, betört sanft und weich, plätschert hinten raus luftig und klingt ein bisschen so, als hätten <em>Slint</em> ihre eigene Version von <a href="https://www.youtube.com/watch?v=FqIACCH20JU"><em>Ordinary World</em></a> aufgenommen.<br />
Was man außerdem nicht vergessen darf: nach dem Augenkrebs-erregenden Artwork vor fünf Jahren liefert die Band diesmal auch in Sachen Cover-Auswahl wieder absolut fehlerfrei ab.</p>
<p style="text-align: justify;"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-1671" src="https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2012/03/079.png?resize=420%2C65&#038;ssl=1" alt="" width="420" height="65" srcset="https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2012/03/079.png?w=420&amp;ssl=1 420w, https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2012/03/079.png?resize=300%2C46&amp;ssl=1 300w" sizes="auto, (max-width: 420px) 100vw, 420px" /></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 600px; height: 340px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=30376140/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/artwork=none/transparent=true/" seamless=""><a href="https://equalvision.bandcamp.com/album/bring-on-the-psychics">Bring On The Psychics by Quicksand</a></iframe></p>
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		<title>The Strokes &#8211; Reality Awaits</title>
		<link>https://www.heavypop.at/the-strokes-reality-awaits/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Oliver]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Jul 2026 09:59:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Album]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie angedroht sabotiert The Voidz-Frontmann Julian Casablancas das siebte Studioalbum seiner Zweitband The Strokes mit massivem Autotune-Einsatz. Dennoch funktioniert Reality Awaits erstaunlich schlüssig und bisweilen gar -geradezu fabelhaft?! Letztlich ist eben nicht nur alles eine Frage der eigenen Aufgeschlossenheit, sondern auch der Erwartungshaltung: Dass die beiden Vorabsingles Going Shopping und vor allem das schier endlose <a href="https://www.heavypop.at/the-strokes-reality-awaits/">[mehr&#8230;]</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong> Wie angedroht sabotiert <a href="https://www.heavypop.at/?s=Strokes"><em>The Voidz</em></a>-Frontmann Julian Casablancas das siebte Studioalbum seiner Zweitband <a href="https://www.heavypop.at/?s=Strokes"><em>The Strokes</em></a> mit massivem Autotune-Einsatz. Dennoch funktioniert <em>Reality Awaits</em> erstaunlich schlüssig und bisweilen gar -geradezu fabelhaft?!</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-43726"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Letztlich ist eben nicht nur alles eine Frage der eigenen Aufgeschlossenheit, sondern auch der Erwartungshaltung: Dass die beiden Vorabsingles <i>Going Shopping</i> und vor allem das schier endlose <i>Falling Out of Love</i> den Vocoder bisweilen auf <a href="https://www.heavypop.at/the-voidz-like-all-before-you/"><i>Like All Before You</i></a>-Niveau im Anschlag hielten und insofern mit dem Schlimmsten rechnen ließen, erweist sich rückwirkend als smarter Move, hat er die Schmerzgrenze doch verschoben und lässt den Einsatz des Autotunings im sonstigen Gefüge sogar relativ ausgewogen oder zumindest gar nichtmal so überdosiert wirken &#8211; <i>Reality Awaits </i>zeigt deutlich mehr Balance als befürchtet (oder die<i> The Voidz</i>-Diskografie).<br />
Auch, weil die kurzweiligen 43 Minuten des Albums ein ideales Sequencing und einen tollen, homogenen Fluss als Rückgrat besitzen, der gerade das große Ganze sehr rund funktionieren lässt. Das smooth eilende, gut gelaunt galoppierende <i>Going Shopping</i> ist so längst ein kleiner catchy Hit, im Verbund &#8211; aber eben nur einer von vielen nonchalanten Ohrwürmern, die den zuverlässigen Autopilot durch den Gesang auf Puristengift bürsten. Und die entspannte Melancholie von <i>Falling Out of Love</i> nimmt im Kontext eigentlich genau den richtigen Raum zum Schwelgen ein.</p>
<p style="text-align: justify;">Freilich bleibt der massive Einsatz des Tonhöhenkorrektur-Tools als Stilmittel der elementare Zankapfel der Platte. Doch während man grundlegend argumentieren kann, dass es sowieso absurd ist, sich ausgerechnet bei dem immer schon auf Effekte über seiner Stimme setzenden Julian Casablancas über den Einsatz von Effekten über seiner Stimme zu echauffieren, muss man auch festhalten, dass <em>Reality Awaits</em> ohne diese frontal polarisierende Maßnahme weitaus weniger Staub aufgewirbelt hätte. Denn dahinter haben <em>The Strokes</em> mit Rick Rubin eigentlich nur den logischen Nachfolger zu <a href="https://www.heavypop.at/the-strokes-the-new-abnormal/"><em>The New Abnormal</em> </a>aufgenommen, der bewusst paradox betitelt (und dabei auch einen Kontrapunkt zum Vorgänger benennend) abseits der <em>The Voidz</em>-Patina ein relativ typisches <em>The Strokes</em>-Album geworden ist, in der Essenz tatsächlich sogar unspektakulär und zuverlässig &#8211; durch die streitbare Maßnahme aber das unverdient blasse Schicksal von <a href="https://www.heavypop.at/the-strokes-comedown-machine/"><em>Comedown Machine</em></a> abwendend.</p>
<p style="text-align: justify;"><i>Psycho Shit</i> baut sich bedächtig und seltsam faszinierend im Zwielicht aus Fan-Dienst und bockiger Verweigerungshaltung auf, verdichtet seine Gitarren als mystischen Schleier und wird in der abstrakten weltpolitischen Kritik immer vehementer, bis am Ende nur die Ironie stehen kann: „<i>Lower me down for all to kick/ I close my eyes, starting now/ Forever on in joyful times/ Starting now, from now on</i>“. Nach dem seine Rolle stark erfüllenden Opener zappelt der Rhythmus von <i>Dine N’Dash</i> aufgeweckter, drängelnd und flächig, und packt auf die letzten Meter eine streichelnd-wogende Variation aus. Ja, das hat man so ähnlich schon von den <i>Strokes</i> gehört. Aber nunmal nicht <i>so</i>!<br />
Dass das Finale der Platte mit diesem Einstieg nicht mithalten kann, ist gar nicht so schlimm. Nachdem <i>Liar’s Remorse</i> erst mäandernd in suchender Zeitlupe beschwört, macht der Song hinten raus nicht nur eine Schleife um seine ausgefranste Tendenz, sondern lässt <i>The Fruits of Conquest</i> perkussiv, funky und entspannt auch umso charmanter die unaufgeregt-relaxte Stimmung der Platte bedienen, bevor <i>Tyrants of the Mellow Moon</i> versöhnlich zwischen <i>Faust Arp</i> und <i>Paranoid Android</i> schippert.</p>
<p style="text-align: justify;">Dazwischen holen Songs wie das eingängige <i>Going to Babble On</i> als poppiger Indierock-Singalong nonchalant ab &#8211; erst nebensächlich, dann immer süchtiger machend, derweil das Autotuning mit jedem Durchgang weniger aufreibt, nein, mehr noch, sich nach und nach sogar geradezu stimmig in das Wesen der Songs einfügend einfach…passt.<br />
Muss man sich damit arrangieren? Ja. Würde man die Songs ohne den Effekt noch mehr lieben? Gut möglich. Wahrscheinlich ja. Zumindest auf eine konventionell Weise.<br />
Doch gerade mit dem Sommer im Rücken entwickelt sich die in Aussicht gestellte Vollkatastrophe <i>Reality Awaits</i> entlang wenig aufregender Gitarrenarbeiten und (Selbst-) Zitaten im futuristischen Anachronismus zu einem auf Heavy Rotation laufenden, entwaffnenden Grower, dem man seine Entscheidungen nicht absprechen will und der sich eine eigene, erstaunlich reizvolle Identität im Repertoire der <i>Strokes</i> erpresst hat.<br />
Wenn das popkulturell motivierte <i>Lonely in the Future</i> kurz ein heavy knubbelndes Gitarrenriff antäuscht, dann aber ein herrlich locker-flockiger Trademark-Track mit ungezwungen-kontroverser Attitüde als natürlichste Sache der Welt ist, passt das ebenso zum Wesen der Platte, wie der aufmerksamkeitsheischende &#8211; und personenspezifisch doch in erster Linie absolut abturnende &#8211; Diss („<i>I heard that twenty fucking years ago, I did/ Fantano, word for word, when I was a kid/ Stick to the technical &#8218;cause that&#8217;s great/ But you would not recognize art in any age</i>“), der jedweder Kritik zuvorkommen will.<br />
Für Album Nummer 8 ist es angesichts etwaiger peinlicher <a href="https://www.visions.de/review/the-strokes-reality-awaits/">Verzweiflungstaten</a> also beinahe schade, dass manche Musikmagazine  über die Jahre leider beinahe all ihre einstige Relevanz verloren haben.</p>
<p style="text-align: justify;"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-1661" src="https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2011/03/08.png?resize=420%2C65&#038;ssl=1" alt="" width="420" height="65" srcset="https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2011/03/08.png?w=420&amp;ssl=1 420w, https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2011/03/08.png?resize=300%2C46&amp;ssl=1 300w" sizes="auto, (max-width: 420px) 100vw, 420px" /></p>
<p style="text-align: justify;"><iframe loading="lazy" title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/4u3iI1WuU0k?si=MuFgIUZOwzy987RK" width="600" height="340" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"><span style="display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;" data-mce-type="bookmark" class="mce_SELRES_start">﻿</span></iframe></p>
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		<title>Tricky &#8211; Different When It&#8217;s Silent</title>
		<link>https://www.heavypop.at/tricky-different-when-its-silent/</link>
					<comments>https://www.heavypop.at/tricky-different-when-its-silent/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Oliver]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Jul 2026 06:30:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Album]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.heavypop.at/?p=43723</guid>

					<description><![CDATA[<p>Sechs Jahre nach Fall to Pieces sind wir nach offizieller Zählweise beim 15. Solo-Studioalbum von Tricky angekommen. Und während man selbst auf eine ganz andere Ziffer kommen würde, ist Different When It&#8217;s Silent insgeheim sowieso vor allem Adrian Thaws‘ Vision von Mitch Sanders‘ Debüt-Langspieler. Keine Ahnung, was genau Alan McGee in dem Material gehört hat, <a href="https://www.heavypop.at/tricky-different-when-its-silent/">[mehr&#8230;]</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.heavypop.at/tricky-different-when-its-silent/">Tricky &#8211; Different When It&#8217;s Silent</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.heavypop.at">HeavyPop.at</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Sechs Jahre nach <a href="https://tricky.bandcamp.com/album/fall-to-pieces"><em>Fall to Pieces</em></a> <em>sind wir</em> nach offizieller Zählweise beim 15. Solo-Studioalbum von <a href="https://www.heavypop.at/?s=tricky"><em>Tricky</em></a> angekommen. Und während man selbst auf eine ganz andere Ziffer kommen würde, ist <em>Different When It&#8217;s Silent</em> insgeheim sowieso vor allem Adrian Thaws‘ Vision von <a href="https://www.heavypop.at/?s=tricky">Mitch Sanders</a>‘ Debüt-Langspieler.</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-43723"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Keine Ahnung, was genau Alan McGee in dem Material gehört hat, um die 58 jährige Bristol-Legende davon zu überzeugen, es nicht unter dem Banner eines weiteren Nebenprojektes zu veröffentlichen, sondern als reguläres <em>Tricky</em>-Werk: „<em>Mate, this is a Tricky album. This is the best thing since Maxinquaye. This has got to be a Tricky album!</em>“ soll er jedenfalls gesagt haben. Und liegt damit gar nicht mal so falsch. Auch, weil dem <em>Oasis</em>-Entdecker klar war, dass die Rolle von <a href="https://tricky.bandcamp.com/music">Workaholic </a><em>Tricky</em> auf seinen eigenen Alben nicht zwangsläufig die des Protagonisten sein muss.<br />
<em>Different When It&#8217;s Silent</em> geht diesbezüglich aber tatsächlich sogar weiter, als viele der Koop-Projekte von Thaws, indem der Namensgeber und Strippenzieher hinter den Kulissen als Kurator und Regisseur agierend nach außen hin auf mehr denn je die Rolle eines unscheinbaren Nebendarstellers einnimmt, während er nominelle Erfüllungsgehilfen als Protagonisten einsetzt.</p>
<p style="text-align: justify;">Wobei weite Strecken der Platte in dieser gewohnten Praxis insofern neue Wege gehen, indem nach Martina Topley-Bird und Marta als Musen diesmal Mündel <em>Mitch Sanders</em> &#8211; „<em>he is like a nephew</em>“ &#8211; als kommender Superstar zum Aushängeschild wird.<br />
Die Aussage „<em>This is the first album I&#8217;ve done with mostly male vocals</em>“ kommt insofern einem Understatement gleich: Nur im deplatzierten <em>Out of Place</em> &#8211; das mit mehr Tempo nach vorne poltert und einfach unmotiviert abblendet &#8211; hören wir durch die mittlerweile beinahe auf eigenen Beinen stehenden <a href="https://tricky.bandcamp.com/music">Marta</a> eine weibliche Stimme. Und das passt natürlich per se.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch auch Sanders füllt das sinistre Spotlight, das <em>Tricky</em> patentiert hat. Selbst wenn man festhalten muss, dass <em>Different When It&#8217;s Silent</em> nicht in letzter Konsequenz das Songwriting zu bieten hat, das er sich nach der Talentprobe <a href="https://www.heavypop.at/mitch-sanders-saloon/"><em>Saloon</em> </a>von <a href="https://www.heavypop.at/2025-30-eps/">2025 </a>verdient hätte, weil die Kompositionen oft nirgendwohin führen, sondern um eine grundlegende Idee wie atmosphärisch dichte Skizzen zirkulieren.<br />
Das gilt paradoxerweise selbst für <em>Paris Maybe</em>, einen von <em>Tricky</em> überarbeiteten Sanders-Song, der im eigenen Dunkelheit-Saft brät. Oder eher konsequenterweise. Wir haben es ja eben mit einem <em>Tricky</em>-Album zu tun. In all seiner symbiotischen Synergie.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>I Still See Me There</em> gibt dafür den Weg vor, schlurft düster und bekümmert um den dominanten Bass und müde Drums. Mitch singt melancholisch mit seiner Kopfstimme und <em>Tricky</em> flüstert dazu, derweil dezente Streicher-Arrangements ein cinematographisches Flair erzeugen und die catchy Hooks sofort hängen bleiben. <em>I&#8217;m Yours</em> schimmert im Weichzeichner mit mehr Drive und bratender Rock-Latenz, exemplarisch simpel gestrickt und repetitiv, schmissig und hittig abholend.<em> Be Still in the Pain</em> blickt ausnahmsweise zu einem elektronischeren Trip Hop-Groove und bringt die Strophe von <em>Run Red Rambo</em> mit dem fistelnden Falsett-Chorus von Sanders zusammen.<br />
Der schlapfende Poprock von<em> I Tried</em> ist ebenso minimalistisch wie das mitternächtliche Drum’n’bass-Skelett <em>So Cold</em>, das mit einem hauchenden Stichwortgeber im Hintergrund mäandert, aber die Gewissheit nährt, dass Tricky seine eigene, mittlerweile wohl endgültig kaputte Stimme wohl nicht wiederfinden wird.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Cannon Fodder</em> pulsiert nokturnal über einer kontemplativen Orgel und lässt den Tritt in den hintern vermissen, <em>Because I Don’t Know </em>shaked zurückhaltend an der Oberfläche des <em>Tricky</em>‘schen Signature Sounds.<br />
<em>Marinade</em> stammt aus der Feder von <em>Dope Lemon</em>, einem Nebenprojekt von Angus Stone, mit neuen Spoken Word-Texten, die im Hall vor der Reduktion von Streichern baden, bevor ein rasselnder Beat übernimmt. <em>Radana</em> &#8211; mit Gastrap von… <em>Radana!</em> &#8211; funktioniert strukturell nach dem exakt selben Prinzip als wogendes Gerüst einer gefühlten Muggs-Produktion, die irgendwann entschleunigt wummert.<br />
In <em>Piano</em> führt das titelstiftende Element in die Oper und <em>Frontier Town</em> adaptiert in 99 Sekunden durch Christian Pattemore (<em>Forgotton Pharaohs</em>) einen funky polternder Chant, bevor das an der Gitarre geschrammelte <em>Hengrove Blues</em> weich und zart den betörenden Bogen eines Sammelsuriums schließt, das zwar sicher nicht das Beste ist, was <em>Tricky</em> seit <em>Maxinquaye</em> gemacht hat. Doch zumindest im Ansatz liegt McGee tendentiell richtig: Mehr fesselnde Aura hatte schon lange kein Werk des britischen Genre-Paten mehr.</p>
<p style="text-align: justify;"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-1671" src="https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2012/03/079.png?resize=420%2C65&#038;ssl=1" alt="" width="420" height="65" srcset="https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2012/03/079.png?w=420&amp;ssl=1 420w, https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2012/03/079.png?resize=300%2C46&amp;ssl=1 300w" sizes="auto, (max-width: 420px) 100vw, 420px" /></p>
<p style="text-align: justify;"><iframe style="border: 0; width: 600px; height: 340px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=725870836/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/artwork=none/transparent=true/" seamless=""><a href="https://tricky.bandcamp.com/album/different-when-its-silent-2">Different When It&#8217;s Silent by Tricky  // False Idols</a></iframe></p>
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		<title>Madball &#8211; Not Your Kingdom</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oliver]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Jul 2026 08:51:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Album]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Meine Fresse! Hinter dem nostalgisch an die eigenen Klassiker-Jahre erinnernden Cover-Artwork von Not Your Kingdom steckt doch tatsächlich das frischeste Madball-Album seit langer, langer Zeit.  Der Umstand, dass die New Yorker weite Strecken der letzten Dekaden primär von ihrer Mentalität und ihrem guten Ruf, nicht jedoch unbedingt von durchwegs überzeugenden Alben, gelebt haben, wird freilich <a href="https://www.heavypop.at/madball-not-your-kingdom/">[mehr&#8230;]</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><em>Meine Fresse</em>! Hinter dem nostalgisch an die eigenen Klassiker-Jahre erinnernden Cover-Artwork von <em>Not Your Kingdom</em> steckt doch tatsächlich das frischeste <a href="https://www.heavypop.at/?s=madball"><em>Madball</em></a>-Album seit langer, langer Zeit. </strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-43719"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Der Umstand, dass die New Yorker weite Strecken der letzten Dekaden primär von ihrer Mentalität und ihrem guten Ruf, nicht jedoch unbedingt von durchwegs überzeugenden Alben, gelebt haben, wird freilich alleine dadurch relativiert, dass seit <a href="https://www.google.com/url?sa=t&amp;source=web&amp;rct=j&amp;opi=89978449&amp;url=https://en.wikipedia.org/wiki/For_the_Cause_(album)"><em>For The Cause</em></a> acht satte Jahre an der Welt vorbeigezogen sind.<br />
Doch auch wenn sich die Personalien in dieser Zeit geändert haben &#8211; hinter Bandkopf Freddy Cricien ist Drummer Mike Justian noch vor dem dem 2018 beigetretenen Gitarristen Mike Gurnari sowie (dem erst vor wenigen Monaten als Ersatz für den 2023 ausgestiegenen Jorge &#8222;Hoya Roc&#8220; Guerra) an Bord gekommenen Bassist Paul Delaney der Veteran im Gefüge &#8211; und <em>Not Your Kingdom</em> gewissermaßen direkt an seinen Vorgänger anknüpft, hat die lange Pause <em>Madball</em> merklich gut getan.</p>
<p style="text-align: justify;">Sicher müssen Puristen zumindest die beiden Doppelspitzen aus dem <em>Rebelude</em> (das den Fluss der Platte als dubbiges Plätschern stimmungsvoll sabotierend ausbremst) und dem penetrant animierenden Mitmachgegröhlen <em>Rebel Kids</em> auf der einen Seite aushalten, und auf der anderen Seite das den Sender wechselnde Interlude-Schrammeln <em>Sunrise</em>, das zum Quasi-<em>Rancid</em>-Midtempo von<em> Life’s a Mural</em> zeigt.<br />
Und klar, nicht nur <em>What Say You </em>oder das vergleichsweise poppiger mitsingbare <em>The Ride</em> sind melodischer angelegt, als es die Wurzel von <em>Madball</em> nahelegen.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch sind das alles Amplituden einer neuen Vielseitigkeit und Bereitschaft zur Abwechslung, wo <em>Not Your Kingdom</em> in der breiten Masse vor allem basisbewusst abliefert. Songs wie <em>Tethered</em>, <em>Flammable, Don’t MisStep</em> oder das dynamisch am Temporad kurbelnde <em>Family First</em> überzeugen schlichtweg als tougher Hardcore und Klischees im besten Sinne. <em>Clockwork</em> gönnt sich durch ein Anthony Communale -Gastspiel zudem amikale <em>Killing Time</em>-Facetten und <em>Chase a Dream</em> tackert im Galopp, während <em>What Say You</em> punkiger agiert und <em>Stab Wounds</em> mit metallischen Muskeln nach vorne groovend ordentlich bolzt. Langweilig wird einem in der konservativen Routine jedenfalls nicht.<br />
Für den größten WTF-Moment sorgt aber der kurze Sprinter <em>IWI</em>, der in wenigen Sekunden den deutschen Assi gibt: „<em>Alles Scheiße/ Scheißegal/ Kanns eh nicht ändern/ Ich geb Gas/ Meine Fresse/ Drauf geschissen/ Was willst du machen?/ Fickt euch alle/ Fick die Welt/ Meine Fresse!</em>“</p>
<p style="text-align: justify;"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-1757 aligncenter" src="https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2012/03/064.png?resize=420%2C65&#038;ssl=1" alt="" width="420" height="65" srcset="https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2012/03/064.png?w=420&amp;ssl=1 420w, https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2012/03/064.png?resize=300%2C46&amp;ssl=1 300w" sizes="auto, (max-width: 420px) 100vw, 420px" /></p>
<p style="text-align: justify;"><iframe loading="lazy" title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/u7iQipFYeW4?si=FZPaQaDNWCZ_tYSu" width="600" height="340" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"><span style="display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;" data-mce-type="bookmark" class="mce_SELRES_start">﻿</span></iframe></p>
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		<title>Deafheaven, Saturnists [23.07.2026: Arena, Wien]</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oliver]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Jul 2026 13:11:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Deafheaven gehen live einfach absolut immer. Das gilt umso mehr, wenn die Blockbuster-Blackgazer das Momentum eines bockstarken Studioalbums wie dem Karriere-Highlight Lonely People With Power als Rückenwind haben. Dass mit ♄♄♄♄♄ &#8211; alias Saturnists &#8211; zudem ein vielversprechender heimischer Support den Abend eröffnet, macht die Sachlage natürlich nicht schlechter. Wobei das aus Mitglieder von u.a. <a href="https://www.heavypop.at/deafheaven-saturnists-23-07-2026-arena-wien/">[mehr&#8230;]</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.heavypop.at/deafheaven-saturnists-23-07-2026-arena-wien/">Deafheaven, Saturnists [23.07.2026: Arena, Wien]</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.heavypop.at">HeavyPop.at</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><a href="https://www.heavypop.at/?s=deafheaven"><em>Deafheaven</em> </a>gehen live einfach absolut immer. Das gilt umso mehr, wenn die Blockbuster-Blackgazer das Momentum eines bockstarken Studioalbums wie dem Karriere-Highlight <a href="https://www.heavypop.at/deafheaven-lonely-people-with-power/"><em>Lonely People With Power</em></a> als Rückenwind haben.</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-43713"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Dass mit <em>♄♄♄♄♄</em> &#8211; alias <a href="https://www.heavypop.at/?s=saturnists"><em>Saturnists</em> </a>&#8211; zudem ein vielversprechender heimischer Support den Abend eröffnet, macht die Sachlage natürlich nicht schlechter.<br />
Wobei das aus Mitglieder von u.a. <a href="https://www.heavypop.at/?s=nekrodeus"><em>Nekrodeus</em> </a>und<a href="https://www.heavypop.at/?s=a+canyon+in+the+sea"><em> A Canyon in the Sea</em> </a>bestehend Quintett immer dann am besten ist, wenn es seinen Black Metal über die Genre-Grenzen hinauswachsen lässt (und dort auch den ansonsten subjektiv etwas unter Wert verkauften Einsatz von zwei Gitarren idealer nutzt &#8211; wobei dieser für einen dezenten Schönheitsfehler sorgende Umstand vielleicht an diesem Abend eh nur vom eigenen Standort in der Arena abhängig ist?): Wenn <em>♄♄♄♄♄</em> so selbstverständlich bis in den Post Metal und Screamo preschen, eine grimmige Melodramatik mit bösen Growls zusätzlich provozieren, und sie ihr Set hinten raus epischer und melodiöser machen, dann hat das schlichtweg internationales Format. Gegebenfalls auch ohne Mikro-Verstärkung hinausgeschiren.<br />
Der Funke zum Publikum springt jedenfalls so oder so ansatzlos über. Selbst wenn die ersten zaghaften Versuche einen Moshpit zu starten verpuffen. Die ihren Job als Anheizer dennoch punktgenau erfüllenden <em>Saturnists</em> muss man auf der Rechnung behalten &#8211; und dass die (<a href="https://saturnists.bandcamp.com/album/demo-2020">aktuell noch eine überschaubare Diskografie anbietende</a>) Band momentan an ihrem Debütalbum arbeitet, ist insofern eine verdammt erfreuliche Nachricht.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-43684" src="https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2026/07/IMG_8889-scaled-e1784897039246.jpeg?resize=600%2C450&#038;ssl=1" alt="" width="600" height="450" /> <img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-43682" src="https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2026/07/IMG_8875-scaled-e1784896976110.jpeg?resize=600%2C800&#038;ssl=1" alt="" width="600" height="800" /> <img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-43687" src="https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2026/07/IMG_8897-scaled-e1784897073910.jpeg?resize=600%2C450&#038;ssl=1" alt="" width="600" height="450" /> <img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-43681" src="https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2026/07/IMG_8865-scaled-e1784896887433.jpeg?resize=600%2C450&#038;ssl=1" alt="" width="600" height="450" /> <img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-43685" src="https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2026/07/IMG_8892-scaled-e1784896912390.jpeg?resize=600%2C450&#038;ssl=1" alt="" width="600" height="450" /> <img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-43680" src="https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2026/07/IMG_8838-scaled-e1784896949258.jpeg?resize=600%2C450&#038;ssl=1" alt="" width="600" height="450" /> <img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-43683" src="https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2026/07/IMG_8885-scaled-e1784897010421.jpeg?resize=600%2C450&#038;ssl=1" alt="" width="600" height="450" /></p>
<p style="text-align: justify;">Auch <em>Deafheaven</em> versprechen vor ihrer letzten Nummer kurz vor 22.30 Uhr neues Material für ihr nächstes Wien-Konzert.<br />
Sehr gut. Doch für den Moment passt es ausgezeichnet, dass sie die aktuelle Setlist (der an diesem Abend startenden Europa-) Tour bis auf wenige obligatorische Ausnahmen &#8211; <em>Brought to the Water, Sunbather</em> und das die Menge teilende <em>Dream House</em> sind wenig überraschendste aus den Backkatalog eingestreuten Standards, die gefühlt nie aus dem Live-Repertoire fallen werden und dennoch jedes Mal wieder zünden &#8211; ganz auf das 2025er Meisterstück der der Band fokussiert ist.<br />
Wo<em> Incidantal I</em> und (das förmlich in die organische Gewaltigkeit explodierende) <em>II</em> jeweils vom Band kommend als ausgedehnte Einleitungen der wahlweise in reguläres Set und Zugabe oder zwei durch eine kurze Pause unterbrochene Song-Tranchen dienen, unterstreichen alle Beiträge von Lonely People With Power (höchstens mit Ausnahme des dezent durchatmenden und auch deswegen weniger intensiv zündenden <em>The Garden Route</em>) die alte Maxime, dass <em>Deafheaven</em> auf Platte ausgezeichnet sind, live aber einfach eine Macht.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-43688" src="https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2026/07/IMG_8913-scaled-e1784897549427.jpeg?resize=600%2C372&#038;ssl=1" alt="Deafheaven, Saturnists [23.07.2026: Arena, Wien]" width="600" height="372" /> <img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-43692" src="https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2026/07/IMG_8951-scaled.jpeg?resize=600%2C337&#038;ssl=1" alt="Deafheaven, Saturnists [23.07.2026: Arena, Wien]" width="600" height="337" srcset="https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2026/07/IMG_8951-scaled.jpeg?w=2560&amp;ssl=1 2560w, https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2026/07/IMG_8951-scaled.jpeg?resize=300%2C169&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2026/07/IMG_8951-scaled.jpeg?resize=1024%2C576&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2026/07/IMG_8951-scaled.jpeg?resize=768%2C432&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2026/07/IMG_8951-scaled.jpeg?resize=1536%2C863&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2026/07/IMG_8951-scaled.jpeg?resize=2048%2C1151&amp;ssl=1 2048w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-43704" src="https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2026/07/IMG_9034-scaled-e1784897657185.jpeg?resize=600%2C450&#038;ssl=1" alt="Deafheaven, Saturnists [23.07.2026: Arena, Wien]" width="600" height="450" /><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-43702" src="https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2026/07/IMG_9026-scaled-e1784898229261.jpeg?resize=600%2C410&#038;ssl=1" alt="Deafheaven, Saturnists [23.07.2026: Arena, Wien]" width="600" height="410" /> <img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-43708" src="https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2026/07/IMG_9073-e1784897608689.jpeg?resize=599%2C335&#038;ssl=1" alt="Deafheaven, Saturnists [23.07.2026: Arena, Wien]" width="599" height="335" /></p>
<p style="text-align: justify;">Oder: Die ziemlich direkt am Studiomaterial bleibenden Songs sind auf der Bühne  nochmal einen Tacken intensiver, tighter und packender. Und auch unterhaltsamer.<br />
Denn wie sich alle Musiker ständig in heroische, unbedingt fotogene Posen werfen und George Clarke mit stechendem Blick und zackigen Gesten einmal mehr den manisch unter Strom stehenden Dirigenten des perfekt aufeinander eingespielten Blackgaze-Strome gibt, wird einfach nicht langweilig.<br />
Im Gegenteil: Jedes Mal, wenn man Deafheaven sieht, scheinen sie die Stellschrauben ihrer Formel noch ein klein wenig enger gezogen zu haben. Alles sitzt von <em>Doberman</em> weg (ungeachtet einer kleinen technischen Störung in <em>Magnolia</em>) praktisch makellos.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-43711" src="https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2026/07/IMG_9076-e1784897706927.jpeg?resize=600%2C334&#038;ssl=1" alt="Deafheaven, Saturnists [23.07.2026: Arena, Wien]" width="600" height="334" /><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-43701" src="https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2026/07/IMG_9025-scaled-e1784898263962.jpeg?resize=600%2C450&#038;ssl=1" alt="Deafheaven, Saturnists [23.07.2026: Arena, Wien]" width="600" height="450" /> <img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-43709" src="https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2026/07/IMG_9074.jpeg?resize=600%2C334&#038;ssl=1" alt="Deafheaven, Saturnists [23.07.2026: Arena, Wien]" width="600" height="334" srcset="https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2026/07/IMG_9074.jpeg?w=1170&amp;ssl=1 1170w, https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2026/07/IMG_9074.jpeg?resize=300%2C167&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2026/07/IMG_9074.jpeg?resize=1024%2C571&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2026/07/IMG_9074.jpeg?resize=768%2C428&amp;ssl=1 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-43698" src="https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2026/07/IMG_9015-scaled-e1784897767462.jpeg?resize=600%2C450&#038;ssl=1" alt="Deafheaven, Saturnists [23.07.2026: Arena, Wien]" width="600" height="450" /></p>
<p style="text-align: justify;">Die Stimmung im Publikum ist insofern auch gewohntermaßen super. Der Circle-Pit zirkuliert, ein paar Typen surfen über die Menge, das Moshen inmitten der rundherum begeistert-andächtig (im Location-typisch guten Sound und einer nach Bombast gierenden Lichtshow) aufgehenden Zuschauer macht vor allem Freude.<br />
<em>Body Behavior</em> wird da zum erklärten Lieblingssong des Abends von Clarke, der betreffende Passagen von <em>Amethyst</em> eher erzählend spricht als singt, sich sonst aber mit keifender Präzision aus der Hand fressen lässt. Auch direkt aus der ersten Reihe.<br />
Knapp eineinhalb Stunden Spielzeit erweisen sich so in Sachen Dynamik, Variabilität und Kurzweiligkeit auch als nahezu ideal ausgewogene Distanz, um keinen Zweifel daran zu lassen, dass <em>Deafheaven</em> bei ihrem nächsten Österreich-Gastspiel zwangsläufig wieder Pflichtprogramm sein müssen.</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-43706" src="https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2026/07/IMG_9061-scaled-e1784897811714.jpeg?resize=600%2C450&#038;ssl=1" alt="Deafheaven, Saturnists [23.07.2026: Arena, Wien]" width="600" height="450" /> <img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-43710" src="https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2026/07/IMG_9075-e1784897850722.jpeg?resize=600%2C336&#038;ssl=1" alt="Deafheaven, Saturnists [23.07.2026: Arena, Wien]" width="600" height="336" /> <img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-43707" src="https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2026/07/IMG_9066-scaled-e1784897871172.jpeg?resize=600%2C450&#038;ssl=1" alt="Deafheaven, Saturnists [23.07.2026: Arena, Wien]" width="600" height="450" /><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-43695" src="https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2026/07/IMG_9003-scaled-e1784898319474.jpeg?resize=600%2C485&#038;ssl=1" alt="Deafheaven, Saturnists [23.07.2026: Arena, Wien]" width="600" height="485" /></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Setlist:</strong><br />
<em>Incidental I</em><br />
Doberman<br />
Magnolia<br />
Brought to the Water<br />
Sunbather<br />
The Garden Route<br />
Body Behavior<br />
Amethyst</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Encore:</strong><br />
<em>Incidental II</em><br />
Revelator<br />
Dream House<br />
Winona</p>
<p><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-43690" src="https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2026/07/IMG_8932-scaled.jpeg?resize=600%2C418&#038;ssl=1" alt="Deafheaven, Saturnists [23.07.2026: Arena, Wien]" width="600" height="418" srcset="https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2026/07/IMG_8932-scaled.jpeg?w=2560&amp;ssl=1 2560w, https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2026/07/IMG_8932-scaled.jpeg?resize=300%2C209&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2026/07/IMG_8932-scaled.jpeg?resize=1024%2C714&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2026/07/IMG_8932-scaled.jpeg?resize=768%2C535&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2026/07/IMG_8932-scaled.jpeg?resize=1536%2C1070&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2026/07/IMG_8932-scaled.jpeg?resize=2048%2C1427&amp;ssl=1 2048w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /> <img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-43705" src="https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2026/07/IMG_9048-scaled.jpeg?resize=600%2C450&#038;ssl=1" alt="" width="600" height="450" srcset="https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2026/07/IMG_9048-scaled.jpeg?w=2560&amp;ssl=1 2560w, https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2026/07/IMG_9048-scaled.jpeg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2026/07/IMG_9048-scaled.jpeg?resize=1024%2C768&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2026/07/IMG_9048-scaled.jpeg?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2026/07/IMG_9048-scaled.jpeg?resize=1536%2C1152&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2026/07/IMG_9048-scaled.jpeg?resize=2048%2C1536&amp;ssl=1 2048w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-43696" src="https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2026/07/IMG_9010-scaled-e1784898357222.jpeg?resize=600%2C450&#038;ssl=1" alt="Deafheaven, Saturnists [23.07.2026: Arena, Wien]" width="600" height="450" /> <img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-43712" src="https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2026/07/IMG_9077.jpeg?resize=600%2C334&#038;ssl=1" alt="Deafheaven, Saturnists [23.07.2026: Arena, Wien]" width="600" height="334" srcset="https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2026/07/IMG_9077.jpeg?w=1170&amp;ssl=1 1170w, https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2026/07/IMG_9077.jpeg?resize=300%2C167&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2026/07/IMG_9077.jpeg?resize=1024%2C570&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2026/07/IMG_9077.jpeg?resize=768%2C427&amp;ssl=1 768w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-43691" src="https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2026/07/IMG_8942-scaled.jpeg?resize=600%2C450&#038;ssl=1" alt="Deafheaven, Saturnists [23.07.2026: Arena, Wien]" width="600" height="450" srcset="https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2026/07/IMG_8942-scaled.jpeg?w=2560&amp;ssl=1 2560w, https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2026/07/IMG_8942-scaled.jpeg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2026/07/IMG_8942-scaled.jpeg?resize=1024%2C768&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2026/07/IMG_8942-scaled.jpeg?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2026/07/IMG_8942-scaled.jpeg?resize=1536%2C1152&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2026/07/IMG_8942-scaled.jpeg?resize=2048%2C1536&amp;ssl=1 2048w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-43703" src="https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2026/07/IMG_9033-scaled-e1784898186440.jpeg?resize=600%2C450&#038;ssl=1" alt="Deafheaven, Saturnists [23.07.2026: Arena, Wien]" width="600" height="450" /><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-43700" src="https://i0.wp.com/www.heavypop.at/wp-content/uploads/2026/07/IMG_9019-scaled-e1784898144519.jpeg?resize=600%2C450&#038;ssl=1" alt="Deafheaven, Saturnists [23.07.2026: Arena, Wien]" width="600" height="450" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.heavypop.at/deafheaven-saturnists-23-07-2026-arena-wien/">Deafheaven, Saturnists [23.07.2026: Arena, Wien]</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.heavypop.at">HeavyPop.at</a>.</p>
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