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   <title>Lebenshaus Schwäbische Alb</title>
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   <title>Sozialforum in Cotonou: Agnoletto: &quot;Afrika baut Widerstand gegen den globalen Neoliberalismus auf&quot;</title>
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   <published>2026-08-23T20:51:28Z</published>
   <updated>2026-08-25T21:30:03Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[Aus Benin kommt eine Botschaft, die weit &uuml;ber die Grenzen Afrikas hinausreicht: Frieden l&auml;sst sich nicht von sozialer Gerechtigkeit, dem...]]></summary>
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      <name>Michael Schmid</name>
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      <![CDATA[<p>Aus Benin kommt eine Botschaft, die weit &uuml;ber die Grenzen Afrikas  hinausreicht: Frieden l&auml;sst sich nicht von sozialer Gerechtigkeit, dem  Schutz des Landes und der Befreiung der V&ouml;lker von neuen Formen des  wirtschaftlichen Kolonialismus trennen. Dies ist die Erkenntnis, die  sich aus dem XVII. Weltsozialforum in Cotonou ergibt. Bei dieser  Veranstaltung kamen Hunderte afrikanische Organisationen und  internationale Bewegungen zusammen, die sich gegen Rohstoffraub, Kriege  und Neoliberalismus engagieren.&nbsp;Von Laura Tussi.</p>]]>
      <![CDATA[<p><strong>Von Laura Tussi</strong></p>
<p><strong>Aus Benin kommt eine Botschaft, die weit &uuml;ber die Grenzen Afrikas hinausreicht: Frieden l&auml;sst sich nicht von sozialer Gerechtigkeit, dem Schutz des Landes und der Befreiung der V&ouml;lker von neuen Formen des wirtschaftlichen Kolonialismus trennen. Dies ist die Erkenntnis, die sich aus dem XVII. Weltsozialforum in Cotonou ergibt. Bei dieser Veranstaltung kamen Hunderte afrikanische Organisationen und internationale Bewegungen zusammen, die sich gegen Rohstoffraub, Kriege und Neoliberalismus engagieren.</strong></p>
<p>Zu den Hauptakteuren des Forums geh&ouml;rte Vittorio Agnoletto, der langj&auml;hrige Sprecher des Genua-Sozialforums. Er schildert, wie Afrika heute eine der fortschrittlichsten Keimzellen f&uuml;r eine neue Ann&auml;herung zwischen Bauern-, Gewerkschafts-, Umwelt-, Frauen- und Friedensbewegungen darstellt. Eine Ann&auml;herung, die gerade wegen ihrer politischen Kraft bereits vor der offiziellen Er&ouml;ffnung der Veranstaltung mit Repression seitens der beninischen Beh&ouml;rden konfrontiert war.</p>
<h3>Frieden beginnt mit der Erde</h3>
<p>Das politische Herzst&uuml;ck des Forums war der von den Karawanen ausgearbeitete Aufruf mit dem Titel <em>&quot;Frieden auf der Erde, Frieden mit der Erde&quot;</em>. Diese Karawanen waren aus elf westafrikanischen L&auml;ndern aufgebrochen und nach einem langen Mobilisierungsprozess in Cotonou zusammengekommen.</p>
<p>&quot;Der Aufruf&quot;, erkl&auml;rt Agnoletto, &quot;entstand aus der Versammlung der Karawanen, in denen sich Aktivist:innen zusammengeschlossen haben, die sich f&uuml;r den Schutz des Landes und die Wahrung der Ern&auml;hrungssouver&auml;nit&auml;t einsetzen. Er ist das Ergebnis von zehn Jahren Arbeit der Bewegung f&uuml;r die globale Konvergenz der K&auml;mpfe um Land und Wasser in Westafrika.&quot;</p>
<p>Es handelt sich um eine sehr konkrete politische Plattform, die Land Grabbing &ndash; die Aneignung von Land durch multinationale Konzerne &ndash;, die Last illegitimer Schulden sowie ein Wirtschaftsmodell anprangert, das Wasser, Boden und Saatgut in Waren verwandelt. &quot;Wenn das Forum vom Frieden mit der Erde spricht&quot;, f&uuml;gt Agnoletto hinzu, &quot;setzt es sich f&uuml;r eine Vers&ouml;hnung zwischen Menschen, Lebewesen und der Umwelt ein. Der Schutz der Gemeing&uuml;ter wird zur Voraussetzung daf&uuml;r, sowohl die &ouml;kologische Zerst&ouml;rung als auch die durch das derzeitige Entwicklungsmodell verursachten Ungleichheiten zu &uuml;berwinden.&quot;</p>
<p>F&uuml;r den langj&auml;hrigen Sprecher des Sozialforums von Genua besteht die gro&szlig;e Neuheit gerade darin, &Ouml;kologie und soziale Fragen in einem einzigen gemeinsamen Kampf zu vereinen.</p>
<h3>Der Neoliberalismus als neue Form der Kolonialisierung</h3>
<p>&quot;In Cotonou&quot;, berichtet Agnoletto, &quot;hatte man den Eindruck, Zeuge der Entstehung einer panafrikanischen Bewegung zu werden, die &ndash; in Anlehnung an die Unabh&auml;ngigkeitsk&auml;mpfe der 1960er-Jahre &ndash; heute ihre Autonomie und Unbeugsamkeit gegen&uuml;ber dem Neoliberalismus einfordert. Dieser reproduziert Abh&auml;ngigkeitsverh&auml;ltnisse durch die Ausbeutung nat&uuml;rlicher Ressourcen und die finanzielle Kontrolle &uuml;ber afrikanische Gebiete.</p>
<p>Es ist kein Zufall, dass die zentrale Botschaft des Forums der Kampf f&uuml;r die kulturelle und wirtschaftliche Entkolonialisierung war. Dieser Konflikt ist unvermeidlich, da er auch einen Gro&szlig;teil der afrikanischen Regierungen betrifft, die heute untergeordnete Partner der globalen Wirtschafts- und Finanzzentren sind.</p>
<p>Diese Kritik macht auch vor der internationalen Zusammenarbeit nicht Halt. Auch sie muss dekolonisiert werden: Die Entscheidungen, Ziele und Priorit&auml;ten m&uuml;ssen von denjenigen festgelegt und verwaltet werden, die in diesen Gebieten leben &ndash; nicht von denen, die von au&szlig;en kommen, und schon gar nicht von den Gebern.&quot;</p>
<p>Agnoletto stellt fest, dass Kriege, Klimawandel und die Verarmung der Bev&ouml;lkerung eng miteinander verflochten sind.</p>
<p>&quot;Kriege verst&auml;rken die globalen Ungleichheiten und werden zu einem Instrument, durch das neue Beziehungen wirtschaftlicher Herrschaft gefestigt werden. Massa Kon&egrave;, der charismatische Anf&uuml;hrer der Convergenza, eines Netzwerks von Landbewegungen, das derzeit in ganz Westafrika und perspektivisch auf dem gesamten Kontinent aktiv ist, hat dies in seiner Rede auf der Abschlussversammlung sehr gut erkl&auml;rt: &quot;Sie wollen ihre Kultur weltweit durchsetzen und sie Zivilisation nennen. Frieden ist die Grundlage f&uuml;r eine wahrhaft nachhaltige Entwicklung. Die Kriege, die heute in Afrika toben, sind nicht unsere Kriege. Wir wollen einen afrikanischen Kontinent, auf dem keine Visa erforderlich sind, um Grenzen zu &uuml;berschreiten, denn nur die Beziehungen zwischen verschiedenen Bev&ouml;lkerungsgruppen schaffen Wissen und Zusammenleben.&quot;</p>
<p>Afrika pr&auml;sentiert sich somit nicht nur als Opfer des zeitgen&ouml;ssischen Kolonialismus, sondern auch als Akteur, der in der Lage ist, eine politische Alternative zu entwickeln, die auf Gemeing&uuml;tern und der Souver&auml;nit&auml;t der V&ouml;lker basiert.</p>
<h3>Warum das Forum der Regierung von Benin Angst machte</h3>
<p>Die Beh&ouml;rden von Benin hatten zun&auml;chst untersagt, die Universit&auml;t f&uuml;r die Veranstaltung zu nutzen. Sie stoppten einige Karawanen und schickten Aktivist:innen aus Haiti und Europa in ihre Heimatl&auml;nder zur&uuml;ck. &quot;Diese Repression war kein Zufall&rdquo;, erkl&auml;rt Agnoletto. &quot;Mehr als 80 % der Veranstaltungen organisierten afrikanische Organisationen. Afrika stand im Mittelpunkt der politischen Debatte.&quot; Und genau diese zentrale Rolle Afrikas hat die Machthaber beunruhigt.</p>
<p>&quot;Diese Bewegungen stellen nationale Regierungen infrage, die oft vollst&auml;ndig den Interessen westlicher Konzerne und Gro&szlig;m&auml;chte untergeordnet sind.&quot;</p>
<p>Das Forum f&uuml;hrte zu einer &quot;doppelten Konvergenz&quot;: einerseits zwischen verschiedenen Bewegungen &ndash; B&auml;uer:innen, Gewerkschaften, Umweltsch&uuml;tzer:innen sowie feministischen und pazifistischen Netzwerken &ndash;, andererseits zwischen Organisationen aus zahlreichen L&auml;ndern West- und Zentralafrikas, die gemeinsame K&auml;mpfe weit &uuml;ber nationale Grenzen hinweg f&uuml;hren.</p>
<p>&quot;Diese doppelte Konvergenz macht den lokalen Machthabern Angst. Die Botschaft der Regierung war klar: Die Bewegungen sollten daran erinnert werden, wer die Macht hat. Erst als die Repression internationale Kritik hervorrief, durfte das Forum fortgesetzt werden.</p>
<p>Die politische Lage in Benin ist von einem besorgniserregenden autorit&auml;ren R&uuml;ckschritt gepr&auml;gt. Dieser zeigt sich im Ausschluss zahlreicher Parteien von den Wahlen und in der Einrichtung eines ernannten Senats, der die Rolle der repr&auml;sentativen Institutionen einschr&auml;nken soll.</p>
<h3>Das Fehlen des Westens und die Rolle der Jugend</h3>
<p>Eine Schw&auml;che war die geringe Beteiligung westlicher Bewegungen, die die Bedeutung der aktuellen Entwicklungen auf dem afrikanischen Kontinent untersch&auml;tzt haben. F&uuml;r Agnoletto gab es noch eine weitere Schw&auml;che des Forums: &quot;Die Erfahrungen der Generation Z, die beeindruckende Proteste in Bangladesch, Indonesien, auf den Philippinen, aber auch in Kenia, Madagaskar und Marokko angef&uuml;hrt hat, sollten viel eingehender untersucht werden. Im Forum spielten diese Erfahrungen jedoch nur eine Nebenrolle.&quot;</p>
<p>Diese Mobilisierungen bieten, wie er bemerkt, einen nat&uuml;rlichen Ankn&uuml;pfungspunkt f&uuml;r den Aufbau internationaler Netzwerke und k&ouml;nnten einer heute zersplitterten globalen Bewegung neuen Schwung verleihen.</p>
<h3>&quot;Die Zeit dr&auml;ngt: Wir m&uuml;ssen wieder ein &sbquo;Wir&lsquo; aufbauen.&quot;</h3>
<p>F&uuml;nfundzwanzig Jahre nach Porto Alegre und Genua regt das Sozialforum von Cotonou auch zum Nachdenken &uuml;ber die Zukunft der globalisierungskritischen Bewegung selbst an. Laut Agnoletto &quot;sendet uns das Forum eine klare Botschaft: Die menschlichen Kr&auml;fte, um das Schicksal der Welt zu ver&auml;ndern, sind vorhanden. Doch es reicht nicht aus, sich alle zwei oder drei Jahre zu treffen: Wir brauchen gemeinsame Strategien und Mobilisierungen, globale K&auml;mpfe.&quot;</p>
<p>Dies erinnert unweigerlich an den 15. Februar 2003, als &uuml;ber hundert Millionen Menschen gegen den Irakkrieg demonstrierten.</p>
<p>&quot;Seitdem&quot;, erinnert sich Agnoletto, &quot;ist es uns nicht mehr gelungen, eine weltweite Bewegung dieser St&auml;rke aufzubauen, w&auml;hrend das Finanzkapital immer mehr Macht in den H&auml;nden einiger weniger konzentriert hat. Wir m&uuml;ssen unsere Organisation neu &uuml;berdenken, um die K&auml;mpfe zu koordinieren, denn der Gegner ist ein und derselbe. Dieses Ziel zu erreichen, ist heute eine Voraussetzung f&uuml;r das &Uuml;berleben des Planeten und aller Lebewesen.&quot;</p>
<p>Das Sozialforum von Cotonou endet somit mit einer gemeinsamen &Uuml;berzeugung der anwesenden Bewegungen. Der Aufbau eines neuen Internationalismus der V&ouml;lker erfordert die Verteidigung des Friedens, der Erde und der Gemeing&uuml;ter gegen jede Form neoliberaler Ausbeutung und Herrschaft. Notwendig ist aber auch, den Eurozentrismus endg&uuml;ltig zu &uuml;berwinden &ndash; ebenso wie die nach wie vor tief verwurzelte &Uuml;berheblichkeit, unser Teil der Welt k&ouml;nne den anderen etwas beibringen.</p>
<p>Jetzt ist der Moment f&uuml;r gegenseitiges Zuh&ouml;ren und gleichberechtigte Zusammenarbeit zwischen den sozialen Bewegungen auf allen Kontinenten.</p>
<div class="info4">
<p><strong>Laura Tussi.&nbsp;</strong>Die Dozentin, Journalistin und Forscherin besch&auml;ftigt sie sich mit gewaltfreier und interkultureller P&auml;dagogik. Sie hat f&uuml;nf Masterabschl&uuml;sse in Erwachsenenbildung und p&auml;dagogischer Beratung im Bereich der Erziehungs- und Bildungswissenschaften erworben.</p>
</div>
<p class="quelle">Quelle: <a href="https://www.pressenza.com/de">Pressenza</a>               - 23.08.2026.&nbsp;Die &Uuml;bersetzung aus dem Italienischen wurde von Kornelia Henrichmann vom ehrenamtlichen Pressenza-&Uuml;bersetzungsteam erstellt.&nbsp;Eine             Vervielf&auml;ltigung oder  Verwendung des Textes in    anderen           elektronischen      oder  gedruckten Publikationen ist  unter                             Ber&uuml;cksichtigung    der Regeln von <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de">Creative Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)</a> m&ouml;glich.</p>
<p><strong>Weblink:</strong></p>
<ul>
    <li><a href="https://weltsozialforum.org/">weltsozialforum.org - das deutschsprachige Informationsportal zur weltweiten<br />
    Sozialforum-Bewegung</a></li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>]]>
   </content>
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   <title>Neu erschienen: Rundbrief &quot;Frieden wagen&quot; 129</title>
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   <published>2026-08-21T10:25:12Z</published>
   <updated>2026-08-21T10:52:07Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[In verschiedenen Nachrichten dieses Rundbriefs werden Ver&auml;nderungen thematisiert, die es im Zuge der Umbenennung unseres Vereins in Frieden wagen e.V....]]></summary>
   <author>
      <name>Michael Schmid</name>
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      <![CDATA[<p><img src="/magazin/media/img/rundbrief129.png" width="225" height="316" vspace="10" hspace="10" align="right" alt="" />In verschiedenen Nachrichten dieses Rundbriefs werden Ver&auml;nderungen  thematisiert, die es im Zuge der Umbenennung unseres Vereins in <em>Frieden wagen e.V.</em> gegeben hat. Unter anderem geht es um die neue Website &quot;Frieden wagen.org&quot; (<a href="https://www.frieden-wagen.org">www.frieden-wagen.org</a>),  die gerade ver&ouml;ffentlicht wurde. Mit dem Brecht-Zitat &quot;Was ist der  Mensch ohne einen Pass?&quot; berichtet Katrin Warnatzsch &uuml;ber Erfahrungen  aus der Begleitung und Unterst&uuml;tzung von Menschen, die aus Afghanistan  in unser Land gefl&uuml;chtet sind. Martin S&ouml;kefeld kommentiert den  kalkulierten Tabubruch, dass nun erstmals die schwarz-rote Koalition  auch wieder einen Afghanen abgeschoben hat, der zu keiner Straftat  verurteilt war. Michael Schmid rezensiert das Buch von Bruno Kern &quot;&hellip; Den  Krieg gr&uuml;ndlich verlernen&quot; und empfiehlt es zum Lesen. Ver&ouml;ffentlicht  wird ebenfalls eine weitere engagierte Rede des ehemaligen  Betriebsseelsorgers Paul Schobel, in der er vor einem Atomkrieg und vor  Kriegen &uuml;berhaupt warnt. Abschlie&szlig;end folgen Hinweise auf verschiedene  Demonstrationen gegen Hochr&uuml;stung und Krieg, gegen jede Form der  Reaktivierung der Wehrpflicht und gegen NATO-Atomkriegsman&ouml;ver und f&uuml;r  Frieden, die diesen Herbst hoffentlich mit gro&szlig;er Beteiligung  stattfinden werden.</p>]]>
      <![CDATA[<p><img src="/magazin/media/img/rundbrief129.png" width="280" height="393" vspace="10" hspace="10" align="right" alt="" />In verschiedenen Nachrichten dieses Rundbriefs werden Ver&auml;nderungen thematisiert, die es im Zuge der Umbenennung unseres Vereins in <em>Frieden wagen e.V.</em> gegeben hat. Unter anderem geht es um die neue Website &quot;Frieden wagen.org&quot; (<a href="https://www.frieden-wagen.org">www.frieden-wagen.org</a>), die gerade ver&ouml;ffentlicht wurde. Mit dem Brecht-Zitat &quot;Was ist der Mensch ohne einen Pass?&quot; berichtet Katrin Warnatzsch &uuml;ber Erfahrungen aus der Begleitung und Unterst&uuml;tzung von Menschen, die aus Afghanistan in unser Land gefl&uuml;chtet sind. Martin S&ouml;kefeld kommentiert den kalkulierten Tabubruch, dass nun erstmals die schwarz-rote Koalition auch wieder einen Afghanen abgeschoben hat, der zu keiner Straftat verurteilt war. Michael Schmid rezensiert das Buch von Bruno Kern &quot;&hellip; Den Krieg gr&uuml;ndlich verlernen&quot; und empfiehlt es zum Lesen. Ver&ouml;ffentlicht wird ebenfalls eine weitere engagierte Rede des ehemaligen Betriebsseelsorgers Paul Schobel, in der er vor einem Atomkrieg und vor Kriegen &uuml;berhaupt warnt. Abschlie&szlig;end folgen Hinweise auf verschiedene Demonstrationen gegen Hochr&uuml;stung und Krieg, gegen jede Form der Reaktivierung der Wehrpflicht und gegen NATO-Atomkriegsman&ouml;ver und f&uuml;r Frieden, die diesen Herbst hoffentlich mit gro&szlig;er Beteiligung stattfinden werden.</p>
<p>Wir hoffen, der neue Rundbrief st&ouml;&szlig;t auf Ihr/Dein Interesse.&nbsp;Bitte hier herunterladen:</p>
<ul>
    <li><a href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/media/pdf/rundbrief129.pdf">Rundbrief 129</a>&nbsp;(August 2026 - 891 KB)</li>
</ul>
<p>Herzliche Einladung zu unserer 14. Tagung 2026 &quot;We shall overcome! - Gewaltfrei aktiv f&uuml;r die Vision einer Welt ohne Gewalt und Unrecht&quot; am 17. Oktober 2026 in Reutlingen, u.a. mit Jacqueline Andres und Bruno Kern: <a href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/015548.html">Infos</a></p>
<hr />
<p>Frieden wagen e.V. (bisher: Lebenshaus Schw&auml;bische Alb e.V.)<br />
Teckstr. 59 | 73207 Plochingen | Tel.: 0 71 53 / 40 66 413 | info@frieden-wagen.org&nbsp;<br />
<br />
Internet:</p>
<p style="margin-left: 40px;"><a href="https://www.frieden-wagen.org ">https://www.frieden-wagen.org&nbsp;</a><br />
<a href="https://www.lebenshaus-alb.de ">https://www.lebenshaus-alb.de&nbsp;</a><br />
<a href="https://www.kriegsdienstverweigerer-geschichten.de">https://www.kriegsdienstverweigerer-geschichten.de</a></p>
<p>Spendenkonto: Frieden wagen e.V.<br />
Bank: GLS Bank eG&nbsp;<br />
IBAN: DE36 4306 0967 8023 3348 00&nbsp;<br />
BIC:&nbsp; &nbsp; GENODEM1GLS</p>]]>
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   <title>Bruno Kern: &quot;… den Krieg gründlich verlernen&quot;</title>
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   <id>tag:www.lebenshaus-alb.de,2026://1.15611</id>
   
   <published>2026-08-19T05:25:14Z</published>
   <updated>2026-08-21T05:44:00Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[In einer Zeit einer atemberaubenden Aufr&uuml;stung und der fulminanten Umsetzung des politischen Gro&szlig;projekts &quot;Kriegst&uuml;chtigkeit&quot; kann es einem Pazifisten schon regelrecht...]]></summary>
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      <name>Michael Schmid</name>
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   </author>
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      <![CDATA[<p>In einer Zeit einer atemberaubenden Aufr&uuml;stung und der fulminanten  Umsetzung des politischen Gro&szlig;projekts &quot;Kriegst&uuml;chtigkeit&quot; kann es einem  Pazifisten schon regelrecht schwindelig werden und es k&ouml;nnen Gef&uuml;hle  von Einsamkeit aufsteigen. Das l&auml;sst durchaus eine ausgepr&auml;gte Sehnsucht  nach Menschen entstehen, mit denen man sich noch auf einem gemeinsamen  Weg befindet. Und nach solchen, die &ouml;ffentlich ihre Stimme erheben und  diesem Militarisierungs- und Kriegskurs deutlich widersprechen. Deshalb  weckt es nat&uuml;rlich mein Interesse, wenn der r&uuml;hrige <em>B&uuml;chner Verlag</em> aus Marburg ein Buch von Bruno Kern herausgibt, das bereits mit dem Titel postuliert: <em>&quot;&hellip; den Krieg gr&uuml;ndlich verlernen&quot;.</em> Ein Buch dieses Autors interessiert mich umso mehr, weil ich seine letzten B&uuml;cher <em>Das M&auml;rchen vom gr&uuml;nen Wachstum</em> und <em>Industrielle Abr&uuml;stung jetzt! </em>bereits mit gr&ouml;&szlig;tem Interesse gelesen und als sehr anregend empfunden habe. Von Michael Schmid.</p>]]>
      <![CDATA[<p><strong>Von Michael Schmid - Rezension</strong></p>
<p><img src="/magazin/media/img/Umschlag-Kern.jpg" width="280" height="396" vspace="10" hspace="10" align="right" alt="" />In einer Zeit einer atemberaubenden Aufr&uuml;stung und der fulminanten Umsetzung des politischen Gro&szlig;projekts &quot;Kriegst&uuml;chtigkeit&quot; kann es einem Pazifisten schon regelrecht schwindelig werden und es k&ouml;nnen Gef&uuml;hle von Einsamkeit aufsteigen. Das l&auml;sst durchaus eine ausgepr&auml;gte Sehnsucht nach Menschen entstehen, mit denen man sich noch auf einem gemeinsamen Weg befindet. Und nach solchen, die &ouml;ffentlich ihre Stimme erheben und diesem Militarisierungs- und Kriegskurs deutlich widersprechen. Deshalb weckt es nat&uuml;rlich mein Interesse, wenn der r&uuml;hrige <em>B&uuml;chner Verlag</em> aus Marburg ein Buch von Bruno Kern herausgibt, das bereits mit dem Titel postuliert: <em>&quot;&hellip; den Krieg gr&uuml;ndlich verlernen&quot;.</em> Ein Buch dieses Autors interessiert mich umso mehr, weil ich seine letzten B&uuml;cher <em>Das M&auml;rchen vom gr&uuml;nen Wachstum</em> und <em>Industrielle Abr&uuml;stung jetzt! </em>bereits mit gr&ouml;&szlig;tem Interesse gelesen und als sehr anregend empfunden habe.</p>
<p>Das Buch <em>&quot;&hellip; den Krieg gr&uuml;ndlich verlernen&quot;</em> ist in folgende sechs Kapitel untergliedert, die wie folgt &uuml;berschrieben sind: <em>&quot;&hellip; wie die Wolke den Regen&quot;?</em> Kapitalismus und Krieg (1), <em>Klimaschutz hei&szlig;t Pazifismus hei&szlig;t Klimaschutz.</em> Radikaler Abschied von jeder milit&auml;rischen Logik (2), <em>Die L&uuml;ge von der Zeitenwende</em>. Lehrst&uuml;ck Ukraine (3), <em>Herrschaftsideologien und Gewaltmythen</em> (4), <em>Wider die Nekrophilie.</em> Ethik des Friedens (5) und <em>Schwerter zu Pflugscharen.</em> Religion als Sinnressource und Motivation pazifistischen Handelns? (6).</p>
<p>Die zentrale These, die Bruno Kern in diesem Buch vertritt, lautet: Wenn wir uns noch eine geringe Chance bewahren wollen, die &Uuml;berlebenskrise der Menschheit zu bew&auml;ltigen, dann m&uuml;ssen wir uns zugleich von jeder milit&auml;rischen Logik radikal verabschieden. Allein aus &ouml;kologischen Gr&uuml;nden k&ouml;nnen wir uns R&uuml;stung, Milit&auml;r und Krieg gar nicht mehr leisten. Auch &sbquo;milit&auml;rische Verteidigung&rsquo; f&uuml;hrt sich angesichts der Zerst&ouml;rungskraft der heutigen Waffen selbst ad absurdum. Der Autor entlarvt anhand einer gr&uuml;ndlichen Analyse des Ukrainekrieges die dahinter stehenden geopolitischen Interessen und stellt die &sbquo;L&uuml;ge von der Zeitenwende&lsquo; blo&szlig;. Er setzt sich mit den wichtigsten Gewaltmythen und bellizistischen Ideologien auseinander und entwickelt eine pazifistische Ethik auf der H&ouml;he der Zeit. In deren Zentrum steht die Un&uuml;berbietbarkeit des einzelnen Menschenlebens. Im letzten Kapitel macht uns der Autor exemplarisch auch mit der j&uuml;disch-christlichen Tradition bekannt. Das &sbquo;subversive Unterlaufen der Gewalt&lsquo; in der Bergpredigt hat eine s&auml;kulare politische Entsprechung: Soziale statt milit&auml;rische Verteidigung als einzige aussichtsreiche Antwort auf einen Aggressor.</p>
<p>Ausgehend von seiner &Uuml;berzeugung, dass &quot;Pazifismus sich heute als Imperativ des &Uuml;berlebens unserer Spezies selbst auferlegt&quot;, betont Bruno Kern, sei es angesichts der zugespitzten globalen Situation notwendig, auch unsere Menschheitsgeschichte samt ihren ehtischen Orientierungen gr&uuml;ndlich neu zu lesen. Philosophische Einsichten von der Antike &uuml;ber den Humanismus des 16. Jahrhunderts (Erasmus von Rotterdam), die Aufkl&auml;rung (Immanuel Kant), das beginnende 20. Jahrhundert (Bertha von Suttner) bis in unsere Gegenwart, w&uuml;rden von unserem gegenw&auml;rtigen Dilemma aus eine ganz neue Plausibilit&auml;t gewinnen.</p>
<p>Um uns widerstandsf&auml;hig zu machen gegen die mentale Zurichtung auf den Kriegskurs, sieht es der Autor f&uuml;r unabdingbar an, &quot;die geopolitische Naivit&auml;t zu &uuml;berwinden, Interessen aufzudecken, beharrliche Aufkl&auml;rungsarbeit zu leisten und sich der Aufgabe der Ideologiekritik zu stellen, um einer ethisch geleiteten Vernunft gegen alle Demagogie das n&ouml;tige Geh&ouml;r zu verschaffen.&quot;</p>
<p>Allerdings w&uuml;rden die richtigen Einsichten einer Vernunft geleiteten Ethik und die zutreffende Analyse der &ouml;konomisch-politischen Realit&auml;t und ihrer Mechanismen noch kein Engagement im Sinne der Herstellung solidarischer Lebensverh&auml;ltnisse garantieren, so Bruno Kern. Gesellschaftspolitisches Engagement habe neben der analytisch-logischen immer auch eine unverzichtbare existentielle Seite. Und in diesem Zusammenhang stelle sich die Frage nach der &quot;Letztmotivation des eigenen Handelns&quot;. Diese stelle sich noch deutlich versch&auml;rft dar angesichts geringer politischer Erfolgsaussichten. Dabei k&ouml;nne die Bearbeitung der planetarischen Probleme der Menschheit heute nur noch bedingt am unmittelbaren Eigeninteresse betroffener Menschen ankn&uuml;pfen. Dies gelte zumindest f&uuml;r die Menschen im globalen Norden, die allesamt, wenn auch in unterschiedlichem Ma&szlig;e, von einem System der asymmetrischen Aneignung von Ressourcen samt deren milit&auml;rischer Absicherung profitieren w&uuml;rden. Deshalb sei politische Ver&auml;nderung heute mehr denn je angewiesen auf eine kritische Masse von Menschen, die bereit seien, gegen ihre eigenen unmittelbaren Interessen zu handeln. Gerade angesichts der zugespitzten Situation heute, stelle sich die Frage nach den Sinnressourcen eines solchen Handelns. Hier kommt f&uuml;r Bruno Kern Religion ins Spiel.</p>
<p>Abschlie&szlig;end m&ouml;chte ich dieses interessante Buch, das zum Nachdenken anregen kann, gerne weiterempfehlen. Es thematisiert auf relativ knappem Raum wichtige Aspekte, denen wir uns unbedingt stellen sollten, sofern uns am Weiterleben und &Uuml;berleben der Menschheit liegt. Selbst wenn nicht alle LeserInnen an allen Kapiteln gleich interessiert sein sollten, w&auml;re das aus meiner Sicht nicht weiter abtr&auml;glich, um zumindest andere Kapitel gewinnbringend lesen zu k&ouml;nnen.</p>
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<p>Bruno Kern: <em>&quot;&hellip; Den Krieg gr&uuml;ndlich verlernen&quot;.</em> Marburg: B&uuml;chner Verlag 2025. [ISBN 978-3-96317-435-3; 148 Seiten; 16 Euro &ndash; alternativ: E-Book-Formate.<a href="https://www.buechner-verlag.de/buch/den-krieg-gruendlich-verlernen/"> https://www.buechner-verlag.de/buch/den-krieg-gruendlich-verlernen/</a></p>
</div>
<p><strong>Nachbemerkung 1:</strong> Unter anderem durch die Anregung Bruno Kerns, das neue Lesen philosophischer Einsichten von der Antike bis in unsere Gegenwart w&uuml;rde in unserer heutigen Situation eine ganz neue Plausibilit&auml;t gewinnen, sieht sich <em>Frieden wagen e.V.</em> darin best&auml;rkt, die Wieder- und Neuver&ouml;ffentlichung von B&uuml;chern bedeutsamer AntimilitaristInnen und PazifistInnen im Rahmen der friedensbewegten Publikationsreihe &quot;edition pace&quot; und des pazifistischen Editionsprojekts &quot;Tolstoi-Friedensbibliothek&quot; zu f&ouml;rdern und daran mitzuarbeiten. Dadurch ist bereits ein umfangreicher Schatz wichtiger antimilitaristischer und pazifistischer Literatur leicht und frei zug&auml;nglich gemacht worden. <a href="https://www.frieden-wagen.org/daran-arbeiten-wir/#friedensbuecher">https://www.frieden-wagen.org/daran-arbeiten-wir/#friedensbuecher</a></p>
<p><strong>Nachbemerkung 2:</strong> Bruno Kern wird bei unserer 14. Tagung &quot;&rsquo;We shall overcome!&rsquo; Gewaltfrei aktiv f&uuml;r die Vision einer Welt ohne Gewalt und Unrecht&quot; Referent sein, die am 17. Oktober 2026 im franz.K in Reutlingen stattfinden wird. Er wird anhand seiner pers&ouml;nlichen Lebensgeschichte &uuml;ber sein Engagement berichten und Einblicke in seine Einsichten gew&auml;hren. <a href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/015548.html">https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/015548.html</a></p>]]>
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   <title>Gesamt-Prospekt der Tolstoi-Friedensbibliothek</title>
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   <published>2026-08-13T16:56:18Z</published>
   <updated>2026-08-14T12:24:07Z</updated>
   
   <summary>Vor dem Ersten Weltkrieg galt der russische Dichter Leo N. Tolstoi (1828-1910), der auch Mahatma Gandhi inspirierte, weltweit als der...</summary>
   <author>
      <name>Michael Schmid</name>
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   </author>
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      <![CDATA[<p>Vor dem Ersten Weltkrieg galt der russische Dichter Leo N. Tolstoi (1828-1910), der auch Mahatma Gandhi inspirierte, weltweit als der bedeutsamste Botschafter des Friedens. Seine Aktualit&auml;t in unserem Jahrhundert ist gleicherma&szlig;en erstaunlich und erschreckend. Seit Anfang 2023 gibt es f&uuml;r den deutschsprachigen Raum unsere von Pazifistinnen/Pazifisten er&ouml;ffnete Tolstoi-Friedensbibliothek (TFb) &ndash; mit inzwischen 45 B&auml;nden (Gesamtumfang 17.825 Seiten) in vier Reihen. Einen schnellen &Uuml;berblick vermittelt jetzt ein als PDF abrufbarer Gesamtprospekt &ndash; &uuml;ber dessen Weiterleitung an Interessierte wir uns freuen. Von Peter B&uuml;rger.</p>]]>
      <![CDATA[<p><img src="/magazin/media/img/F%C3%BCnf-Tolstoib%C3%A4nde-gegen-Krieg.jpg" width="600" height="191" vspace="10" alt="" /></p>
<p><strong>Von Peter B&uuml;rger</strong></p>
<p><strong>Vor dem Ersten Weltkrieg galt der russische Dichter Leo N. Tolstoi (1828-1910), der auch Mahatma Gandhi inspirierte, weltweit als der bedeutsamste Botschafter des Friedens. Seine Aktualit&auml;t in unserem Jahrhundert ist gleicherma&szlig;en erstaunlich und erschreckend. Seit Anfang 2023 gibt es f&uuml;r den deutschsprachigen Raum unsere von Pazifistinnen/Pazifisten er&ouml;ffnete Tolstoi-Friedensbibliothek (TFb) &ndash; mit inzwischen 45 B&auml;nden (Gesamtumfang 17.825 Seiten) in vier Reihen. Einen schnellen &Uuml;berblick vermittelt jetzt ein als PDF abrufbarer </strong><a href="https://www.tolstoi-friedensbibliothek.de/wp-content/uploads/2026/08/Prospekt-Tolstoi-Friedensbibliothek-2026.pdf"><strong>Gesamtprospekt</strong></a><strong> &ndash; &uuml;ber dessen Weiterleitung an Interessierte wir uns freuen.</strong></p>
<p>Erschlossen werden die religi&ouml;sen, philosophischen, sozialethischen und dichterischen Werke Tolstois. Viele Schriften lagen schon vor &uuml;ber einem Jahrhundert als &Uuml;bersetzungen vor, sind aber heute l&auml;ngst vergriffen oder waren bislang nur noch &uuml;ber extrem teure Antiquariats&shy;angebote und Fernleihen zug&auml;nglich. Neben die Ausgaben der gr&ouml;&szlig;eren Einzelwerke (z.T. mit alternativen &Uuml;bersetzungen) treten jetzt neu konzipierte thematische Sammelb&auml;nde, in denen weit verstreute Texte zusammengef&uuml;hrt werden. Erstmals liegen auch umfassende Editionen zu Tolstois <a href="https://www.tolstoi-friedensbibliothek.de/2026/03/07/tolstoi-und-das-judentum/">&quot;Begegnung mit dem Judentum&quot;</a>, zum <a href="https://overton-magazin.de/top-story/leo-tolstoi-die-armen-und-die-soziale-revolution/">Einsatz f&uuml;r die Elenden und zur Frage der Revolution</a> vor. Neue Begleittexte in der Reihe stammen u.a. von Eugen Drewermann, K&auml;te Gaede, Dirk Falkner, Gregor Gysi, Nikolay Milkov, Holger Ku&szlig;e, Marco A. Sorace und Peter B&uuml;rger (Redaktion, Herausgeber).</p>
<p>Der <em>&quot;andere Tolstoi&quot;</em>, der die &quot;Lehre Jesu&quot; wieder entdeckt, die Herrschaft von Menschen &uuml;ber Menschen demaskiert, sich als Anwalt der Armen zu Wort meldet und die milit&auml;rische Heilslehre einer Fundamentalkritik unterzieht, wird durch dieses Editionsprojekt endlich in der ganzen Breite gew&uuml;rdigt; aber auch bei den Romanen und Erz&auml;hlungen ist Vollst&auml;ndigkeit angestrebt. Alle B&auml;nde sind im Online-Portal frei aufrufbar und au&szlig;erdem als preiswerte <em>Paperback</em>-Ausgaben erh&auml;ltlich.</p>
<p>Je nach Ausrichtung blendeten neue Werkausgaben ab Mitte des 20. Jahrhunderts f&uuml;r die deutschsprachige Leserschaft entweder die religi&ouml;sen bzw. religionsphilosophischen Schriften oder die scharfen Sozialkritiken aus. Die pazifistischen Texte des russischen Denkers wurden nur einem sehr schmalen Auswahlband dargeboten. Demgegen&uuml;ber l&auml;dt die neue Bibliothek mit ihrem sorgf&auml;ltig konzipierten Aufbau dazu ein, den &quot;ganzen Tolstoi&quot; kennenzulernen.</p>
<p>Wer sich ganz auf Tolstois Reden/Traktate gegen Krieg und Militarismus konzentrieren m&ouml;chte, findet im Editionsprojekt eine zuverl&auml;ssige <a href="https://www.tolstoi-friedensbibliothek.de/2025/12/16/fuenfmal-tolstoi-gegen-den-krieg/">Zusammenstellung</a> der hierf&uuml;r ma&szlig;geblichen f&uuml;nf Sonderb&auml;nde: 1. <em>Das Reich Gottes in Euch:</em> Christi Lehre und die Allgemeine Wehrpflicht, 1893 (Band TFb A9); 2. <em>Staat &ndash; Kirche &ndash; Krieg.</em> Texte &uuml;ber den Pakt mit der Macht und das Herrschaftsinstrument Patriotismus (Band TFb B2); 3. <em>Das T&ouml;ten verweigern.</em> Texte &uuml;ber die Sch&ouml;nheit der Menschen des Friedens und den Ungehorsam (Band TFb B3); 4. <em>Wider den Krieg.</em> Ausgew&auml;hlte pazifistische Betrachtungen und Aufrufe 1899&ndash;1909 (Band TFb B004); 5. <em>Das Gesetz der Gewalt und die Vernunft der Liebe.</em> Texte &uuml;ber die Weisung, dem B&ouml;sen nicht mit B&ouml;sem zu widerstehen (Band TFb B5).</p>
<h3>Zum Runterladen &amp; Verbreiten:</h3>
<ul>
    <li><a href="https://www.tolstoi-friedensbibliothek.de/wp-content/uploads/2026/08/Prospekt-Tolstoi-Friedensbibliothek-2026.pdf">Tolstoi-Friedensbibliothek Gesamtkatalog</a>, August 2026</li>
</ul>
<h3>Kooperationspartner:innen der Tolstoi-Friedensbibliothek:</h3>
<ul>
    <li>Bodo Bischof, Hamburg</li>
    <li>Frieden wagen e.V. (Mitarbeiterin Katrin Warnatzsch)</li>
    <li>Gesch&auml;ftsf&uuml;hrender Vorstand des Internationalen Vers&ouml;hnungsbundes &ndash; deutscher Zweig (Berater: Ullrich Hahn, Thomas Nauerth)</li>
    <li>Graswurzelrevolution</li>
    <li>Ingrid von Heiseler (Mitbegr&uuml;nderin, gestorben am 16.9.2024)</li>
    <li>Internationale der Kriegsdienstgegner* innen (IDK)</li>
    <li>&Ouml;kumenisches Institut f&uuml;r Friedenstheologie</li>
    <li>pax christi-Di&ouml;zesanverband M&uuml;nster (Mitarbeit: Johannes Gertz)</li>
    <li>Solidarische Kirche im Rheinland.</li>
</ul>
<h3>Internetportal:</h3>
<ul>
    <li><a href="https://www.tolstoi-friedensbibliothek.de/">https://www.tolstoi-friedensbibliothek.de/</a></li>
</ul>]]>
   </content>
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   <title>Der Bremische Kirchentag liebt die Bombe nicht!</title>
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   <id>tag:www.lebenshaus-alb.de,2026://1.15609</id>
   
   <published>2026-08-08T15:09:30Z</published>
   <updated>2026-08-10T20:49:11Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[Der vors&auml;tzliche Massenmord an hunderttausenden japanischen Zivilisten durch die Atombomben-Angriffe des US-Milit&auml;rs vom 6./9. August 1945 konnte jahrzehntelang &uuml;ber einen...]]></summary>
   <author>
      <name>Michael Schmid</name>
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   </author>
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   <category term="2210" label="Peter Bürger" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   
   <content type="html" xml:lang="de" xml:base="https://www.lebenshaus-alb.de/">
      <![CDATA[<p>Der vors&auml;tzliche Massenmord an hunderttausenden japanischen  Zivilisten durch die Atombomben-Angriffe des US-Milit&auml;rs vom 6./9.  August 1945 konnte jahrzehntelang &uuml;ber einen zynischen Propagandakomplex  zur &quot;milit&auml;rischen Notwendigkeit&quot; umgedeutet werden &ndash; bis hin zur  ultimativen Absurdit&auml;t: Die Bombe habe in Wirklichkeit Leben gerettet &hellip;  Doch die US-F&uuml;hrung wusste zum Zeitpunkt des Verbrechens l&auml;ngst um die  Kapitulationsbereitschaft Japans. Die M&ouml;glichkeit, beide (!) Bombentypen  noch vor Friedensverhandlungen an lebenden Menschen zu erproben, wollte  man sich nicht nehmen lassen. Die Opfer wurden von den T&auml;tern hernach  in einem eigenen milit&auml;rwissenschaftlichen Programm wie  Versuchskaninchen hinsichtlich der k&ouml;rperlichen Wirkungen untersucht,  doch medizinische Hilfe erhielten sie nicht.&nbsp;Das ganze L&uuml;gengeb&auml;ude &uuml;ber den gro&szlig;en Nutzen und die &quot;Sch&ouml;nheit&quot; des Manhattan-Projekts ist l&auml;ngst zusammengebrochen.&nbsp;Es gibt nat&uuml;rlich hartgesottene Zeitgenossen, die selbst &quot;vorm Teufel in  der H&ouml;lle keine Angst haben&quot;. Die Verfasser der EKD-Denkschrift &quot;Welt  in Unordnung &hellip;&quot; (November 2025), die nicht als Synodenbeschluss  missinterpretiert werden darf, schreiben im &quot;Blick auf Atomwaffen&quot;,&nbsp;dass der Besitz von Nuklearwaffen angesichts der weltpolitischen Verteilung dieser Waffen politisch notwendig sein k&ouml;nne. Von Peter B&uuml;rger.</p>]]>
      <![CDATA[<h3>Eine Duldung der Atombewaffnung wird wohl kaum von einer Mehrheit der Christenmenschen getragen</h3>
<p><img src="/magazin/media/img/Hiroshima_Bild_Michael%20Flascha.jpg" width="540" height="374" title="Mahnung an Hiroshima &amp; Nagasaki auf einem D&uuml;sseldorfer Balkon; Foto 2025: Michael Flascha." class="imgcaption; floatl" hspace="-10" alt="" /></p>
<p><strong>Von Peter B&uuml;rger</strong></p>
<p>Der vors&auml;tzliche Massenmord an hunderttausenden japanischen Zivilisten durch die Atombomben-Angriffe des US-Milit&auml;rs vom 6./9. August 1945 konnte jahrzehntelang &uuml;ber einen zynischen Propagandakomplex zur &quot;milit&auml;rischen Notwendigkeit&quot; umgedeutet werden &ndash; bis hin zur ultimativen Absurdit&auml;t: Die Bombe habe in Wirklichkeit Leben gerettet &hellip; Doch die US-F&uuml;hrung wusste zum Zeitpunkt des Verbrechens l&auml;ngst um die Kapitulationsbereitschaft Japans. Die M&ouml;glichkeit, beide (!) Bombentypen noch vor Friedensverhandlungen an lebenden Menschen zu erproben, wollte man sich nicht nehmen lassen. Die Opfer wurden von den T&auml;tern hernach in einem eigenen milit&auml;rwissenschaftlichen Programm wie Versuchskaninchen hinsichtlich der k&ouml;rperlichen Wirkungen untersucht, doch medizinische Hilfe erhielten sie nicht.</p>
<p>Das ganze L&uuml;gengeb&auml;ude &uuml;ber den gro&szlig;en Nutzen und die &quot;Sch&ouml;nheit&quot; des Manhattan-Projekts ist l&auml;ngst zusammengebrochen. Dieser Tage kann sich jeder, der z.B. die Dokumentation <a href="https://www.arte.tv/de/videos/054197-000-A/countdown-in-ein-neues-zeitalter-hiroshima/">&quot;Hiroshima&quot;</a> (GB 2014) von Lucy van Beek auf der Arte-Mediathek&nbsp;aufruft, &uuml;ber die wichtigsten Gesichtspunkte aufkl&auml;ren lassen. &Uuml;ber die ARD-Mediathek ist auch der wegweisende Film <a href="https://www.ardmediathek.de/video/doku-und-reportage/nagasaki-warum-fiel-die-zweite-bombe/ndr/Y3JpZDovL25kci5kZS9wcm9wbGFuXzE5NjIwOTQzNV9nYW56ZVNlbmR1bmc">&quot;Nagasaki &ndash; Warum fiel die zweite Bombe?&quot;</a> (D 2015) von Klaus Scherer leicht zug&auml;nglich.</p>
<h3>Gr&uuml;nes Licht f&uuml;r Bombenbesitz und Teilhabe durch ein EKD-Redaktionsteam</h3>
<p>Es gibt nat&uuml;rlich hartgesottene Zeitgenossen, die selbst &quot;vorm Teufel in der H&ouml;lle keine Angst haben&quot;. Die Verfasser der <a href="https://www.ekd.de/friedensdenkschrift-2025-91393.htm">EKD-Denkschrift &quot;Welt in Unordnung &hellip;&quot;</a> (November 2025), die nicht als Synodenbeschluss missinterpretiert werden darf, schreiben im &quot;Blick auf Atomwaffen&quot;: &quot;Der ethisch gebotene Verzicht bleibt orientierend, ist angesichts der politischen Konstellation im Blick auf die Folgen aber politisch schwer zu vertreten&quot; (Denkschrift, S. 9). &quot;Ethisch ist die &Auml;chtung von Atomwaffen aufgrund ihres verheerenden Potenzials geboten. Der Besitz von Nuklearwaffen kann aber angesichts der weltpolitischen Verteilung dieser Waffen trotzdem politisch notwendig sein, weil der Verzicht eine schwerwiegende Bedrohungslage f&uuml;r einzelne Staaten bedeuten k&ouml;nnte.&quot; (ebd., S. 15) &quot;Deutschland besitzt zwar selbst keine Atomwaffen, aber es verf&uuml;gt &uuml;ber Flugzeuge, die mit in Deutschland gelagerten Atomwaffen der USA best&uuml;ckt werden k&ouml;nnen. Damit ist das Problem der &sbquo;nuklearen Teilhabe&lsquo; angesprochen.&quot; (ebd., S. 112) &ndash; Das skandal&ouml;se Rumgeeier der Denkschrift eines ausgesuchten Autorenkreises (ohne Beteiligung des EKD-Friedensbeauftragten!) gipfelt dann in folgendem Passus:</p>
<p style="margin-left: 40px;"><em>&quot;Die teils offenen, teils versteckten Drohungen mit dem Einsatz von Atomwaffen durch die Russische F&ouml;deration sind jedoch ein Zeichen daf&uuml;r, dass auch in einem konventionellen Konflikt nukleare Waffen eine entscheidende Rolle spielen k&ouml;nnen. In diesem Szenario w&uuml;rden alle Staaten, die nicht glaubw&uuml;rdig auf eine nukleare Abschreckung verweisen k&ouml;nnen, zu potenziellen Opfern konventioneller Angriffe von Staaten oder Regimes, die &uuml;ber Atomwaffen verf&uuml;gen. In dieser Konstellation auf nuklearen Schutz g&auml;nzlich zu verzichten, w&auml;re sicherheitspolitisch kaum zu verantworten. So konturiert sich das ethische Dilemma: Der Besitz von Nuklearwaffen kann sicherheitspolitisch notwendig sein, auch wenn ihr Einsatz durch nichts zu rechtfertigen ist. Eine ethisch richtige Option ist, einseitig auf Atomwaffen zu verzichten. Dies w&auml;re im Blick auf die Folgen in der jetzigen konkreten politischen Situation wiederum kaum politisch zu vertreten. Auch die nukleare Teilhabe oder der Besitz von Nuklearwaffen kann also vor diesem konkreten Hintergrund eine ethisch begr&uuml;ndbare Entscheidung sein.&quot;</em> (ebd., S. 114)</p>
<p>&quot;Dialektisch&quot; Theologie treiben bedeutet heute offenbar, den politischen Entscheidungstr&auml;gern gr&uuml;nes Licht f&uuml;r etwas zu geben, das &quot;ethisch nicht geboten&quot; ist &hellip; Diese geradezu offensive Duldung der Nuklearbewaffnung soll wohl u.a. das Zeugnis der ehemaligen &sbquo;DDR-Kirchen&lsquo; und die weltkirchlichen Voten der j&uuml;ngeren Zeit vergessen machen. Vorbereitet wurde sie &ndash; unter Beteiligung federf&uuml;hrender EKD-Denkschriftautoren &ndash; schon Anfang 2023 durch folgende <a href="https://www.bundeswehr.de/resource/blob/5586906/60b681196328321d90e4fcf9297a7501/mass-des-moeglichen-data.pdf">Ver&ouml;ffentlichung des evangelischen Milit&auml;rkirchenwesens</a>, passend eingestellt auf der staatlichen Internetseite der Bundeswehr:</p>
<p style="margin-left: 40px;">&quot;Ltd. Milit&auml;rdekan Dr. Dirck Ackermann, Berlin / Prof. Dr. Reiner Anselm, M&uuml;nchen / Milit&auml;rpfarrerin Dr. Katja Bruns, Wilhelmshaven / Prof. Dr. Michael Haspel, Erfurt / Prof. Dr. Friedrich Lohmann, M&uuml;nchen / Milit&auml;rdekan Dr. Roger Mielke, Koblenz / Prof. Dr. Bernd Oberdorfer, Augsburg: <em>Ma&szlig; des M&ouml;glichen. Perspektiven Evangelischer Friedensethik angesichts des Krieges in der Ukraine. Ein Debattenbeitrag.</em> Im Auftrag des Evangelischen Milit&auml;rbischofs herausgegeben vom Evangelischen Kirchenamt f&uuml;r die Bundeswehr. Berlin. 1. Auflage Februar 2023.&quot;</p>
<h3>Die Ermutigung aus Bremen</h3>
<p>Doch weltweit wissen seit 1945 ernsthafte Christenmenschen auf dem ganzen Erdkreis, dass man sich entscheiden muss: &quot;Gott oder die Bombe&quot;. Das Kirchenparlament der Bremischen Evangelischen Kirche hat in diesem Sommer die Regierung <a href="https://www.kirche-bremen.de/aktuelles/presse-service/nachrichten-details/atomwaffen-verbotsvertrag-kirchenparlament-fordert-beitritt-deutschlands/">aufgerufen</a>, dem &ndash; schon 2017 auch vom Vatikan unterzeichneten &ndash; UN-Abkommen zum weltweiten Verbot von Atomwaffen beizutreten. Da der Wortlaut des am 6. Juni 2026 mehrheitlich beschlossenen Antrages der Andreas-Gemeinde und der Friedensgemeinde erstaunlicherweise bislang im Netz noch nicht nachlesbar ist, sei die Erkl&auml;rung an dieser Stelle vollst&auml;ndig dokumentiert (mitgeteilt am 31.7.2026 nach dem Kirchentagsprotokoll von Holger Renken):</p>
<p style="margin-left: 40px;"><em>&quot;Wir fordern die Bundesregierung Deutschlands auf, dem UN-Atomwaffen-Verbots-Vertrag durch ihre Unterschrift beizutreten und ihn dem Bundesrat zur Ratifizierung zuzuleiten.</em></p>
<p style="margin-left: 40px;"><em>Gleichzeitig fordern wir die Bundesregierung auf, die Stationierung der neuen amerikanischen weitreichenden Waffensysteme in der Bundesrepublik nicht zu gestatten.</em></p>
<p style="margin-left: 40px;"><em>Am 7. Juli 2017 haben von den 193 UN-Staaten 122 Staaten f&uuml;r die Verabschiedung des Atomwaffen-Verbots-Vertrags (AVV) gestimmt. Nachdem mehr als 50 Staaten den Vertrag ratifiziert hatten, ist der AVV am 22. Januar 2021 v&ouml;lkerrechtlich verbindlich in Kraft getreten. Seitdem haben ihn 94 Staaten unterzeichnet und 73 haben ihn ratifiziert. (Stand 1. Oktober 2024) Seither sind Atomwaffen, ihre Herstellung, ihr Besitz, ihre Verbreitung, die Androhung ihres Einsatzes und ihr Einsatz international verboten und v&ouml;lkerrechtlich ge&auml;chtet.</em></p>
<p style="margin-left: 40px;"><em>Atomwaffen sind Massenvernichtungswaffen, die durch ihre Zerst&ouml;rungskraft die Existenz der gesamten Lebensbedingungen auf unserem Planeten vernichten k&ouml;nnen. Die bisher einzigen beiden im Krieg eingesetzten Atomwaffen, in Hiroshima und Nagasaki, sollten durch ihre verheerenden Zerst&ouml;rungen und Auswirkungen auf menschliches und zivilisatorisches Leben &uuml;ber Generationen Mahnung und Verpflichtung sein, niemals wieder auch nur mit dem Einsatz solcher Waffen zu drohen. So hat auch schon die EKD-Friedensdenkschrift von 2007 betont, dass die &sbquo;Drohung mit Nuklearwaffen nicht mehr als Mittel legitimer Selbstverteidigung&lsquo; betrachtet werden kann.</em></p>
<p style="margin-left: 40px;"><em>Deutschland besitzt selbst keine Atomwaffen, aber auf deutschem Territorium sind amerikanische Atomwaffen stationiert. Die Bundesregierung setzt trotz der die Menschheit vernichtenden Folgen des Einsatzes von Atomwaffen weiterhin auf das Prinzip der atomaren Abschreckung. Dieses Prinzip bedeutet ja die Androhung, Atomwaffen auch tats&auml;chlich einzusetzen. Auch wenn die Abschreckung den Einsatz auf der Gegenseite verhindern soll, f&uuml;hrt sie doch zu immer weiterer Aufr&uuml;stung statt zu Deeskalation und Abr&uuml;stung durch Verhandlungen.</em></p>
<p style="margin-left: 40px;"><em>Gerade in der gegenw&auml;rtigen angespannten Weltlage darf von deutschem Boden keinerlei Bedrohung ausgehen. Nach zwei verheerenden Weltkriegen, den Verbrechen der nationalsozialistischen Herrschaft und der damaligen Wehrmacht ist es nicht nur ein Gebot der Vernunft, sondern auch der geschichtlichen Verantwortung, keinerlei Bedrohung von deutschem Boden mehr zu zulassen. Nie wieder ist jetzt!</em></p>
<p style="margin-left: 40px;"><em>Daher fordern wir die Bundesregierung auf, dem Atomwaffen-Verbots-Vertrag beizutreten, ihn dem Bundesrat zur Ratifizierung zuzuleiten und der Stationierung von neuen strategischen weitreichenden amerikanischen Waffensystemen in Deutschland nicht zuzustimmen.&quot;</em></p>
<p>Diese Bremer Erkl&auml;rung steht nicht einsam da. Ihr von vielen wahrhaften Protestanten geteiltes Anliegen ist schon von anderen Landes- und Kreissynoden mit Klartext vorgetragen worden.</p>
<h3>EKD-Friedensbischof f&uuml;r den Beitritt UN-Atomwaffenverbotsvertrag</h3>
<p>Auch zum 30. Jahrestag des IGH-Gutachtens zur V&ouml;lkerrechtswidrigkeit von Atomwaffen erging jetzt ein <a href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015596.html">&ouml;ffentlicher Appell an Bundesregierung und Bundestag</a>, der v&ouml;lkerrechtlich verpflichtenden Vorgabe zur vollst&auml;ndigen nuklearen Abr&uuml;stung zu entsprechen und den Beitritt zum UN-Atomwaffenverbotsvertrag (AVV) anzugehen..Zu den Erstunterzeichnenden aus dem kirchlichen Spektrum geh&ouml;ren prominente Protestanten: der ehemalige Landesbischof Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh, jetzt Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft Dienst f&uuml;r den Frieden (AGDF); der Theologe Prof. Dr. Ulrich Duchrow; die ehemalige Landesbisch&ouml;fin und EKD-Ratsvorsitzende Dr. Margot K&auml;&szlig;mann; Landesbischof Friedrich Kramer, zugleich Friedensbeauftragter des Rates der EKD; Prof. em. Dr. Gottfried Orth, Seminar f&uuml;r Evangelische Theologie an der TU Braunschweig. &ndash; Es besteht somit kein Grund, den Bombendulder-Theologen beim kirchlichen &quot;Spitzenpersonal&quot;, die einen eigenwilligen deutsch-protestantischen Weg beschreiten, eine Vollmacht zur Vertretung der <em>Gesamtkirche</em> zuzuschreiben.</p>
<h4>Literatur zum aktuellen kirchlichen Atomwaffendiskurs:</h4>
<ol>
    <li><strong><em>Umdenkschrift </em>zum Evangelischen Diskurs &uuml;ber Krieg und Frieden.</strong> Kritische Wortmeldungen aus der EKD-Kontroverse. &ndash; Eine Sammlung. Herausgegeben von Peter B&uuml;rger, im Auftrag der Solidarischen Kirche im Rheinland und des &Ouml;kumenischen Instituts f&uuml;r Friedenstheologie. Hamburg 2026, S. S. 12f, 20, 26, 33f, 36, 43, 48, 50, 58, 62, 64, 68, 79-81, 82, 86f, 89, 92f, 94, 120f, 125, 135-138, 141, 143, 145, 152, 154, 159f, 161f, 163, 165-168, 171, 173, 177-187, 192, 198, 199, 204, 211, 215, 221, 225f, 243f, 252, 257, 275, 277. (Alle Infos: <a href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015537.html">https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015537.html</a>).</li>
    <li><strong><em>Umdenkschrift II</em> zum Evangelischen Diskurs &uuml;ber Krieg und Frieden.</strong> Weitere kritische Wortmeldungen aus der EKD-Kontroverse. &ndash; Zweite Sammlung. Herausgegeben im Auftrag der Solidarischen Kirche im Rheinland und des &Ouml;kumenischen Instituts f&uuml;r Friedenstheologie (Reihe: edition pace). Hamburg 2026, S. 9f, 15, 20f, 26, 37f, 48, 59, 67-72, 73, 76f, 80f, 85, 89-95, 100-104, 108, 110, 113, 117, 122f. (Alle Infos: <a href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015549.html">https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015549.html</a>).</li>
    <li><strong><em>Umdenkschrift III</em> zum Evangelischen Diskurs &uuml;ber Krieg und Frieden.</strong> Texte zur EKD-Kontroverse und &Ouml;kumenische Friedensstimmen. &ndash; Dritte Sammlung. Herausgegeben im Auftrag der Solidarischen Kirche im Rheinland und des &Ouml;kumenischen Instituts f&uuml;r Friedenstheologie. Hamburg 2026, S. 32-34, 37f, 45-48, 50, 56, 58, 60, 65, 67, 73-77, 85, 108, 114, 116, 126, 130f, 137-143, 152, 154, 165, 176f, 196, 202, 214, 269, 274, 277, 282f, 289, 297, 299f, 303f, 320, 335, 354f, 377, 385, 389, 392-394. (Alle Infos: <a href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015601.html">https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015601.html</a>).</li>
</ol>]]>
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   <title>Weltsozialforum in Benin: Deutsche Delegation solidarisiert sich mit globalen Bewegungen für soziale und ökologische Gerechtigkeit</title>
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   <published>2026-08-04T19:16:24Z</published>
   <updated>2026-08-06T17:50:45Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[Heute wird das 18. Weltsozialforum in Cotonou, Benin, er&ouml;ffnet. Mit 50.000 erwarteten Teilnehmer*innen aus &uuml;ber 150 L&auml;ndern ist es eines...]]></summary>
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      <name>Michael Schmid</name>
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   <category term="3809" label="Weltsozialforum (WSF)" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   
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      <![CDATA[<p>Heute wird das 18. Weltsozialforum in Cotonou, Benin, er&ouml;ffnet. Mit  50.000 erwarteten Teilnehmer*innen aus &uuml;ber 150 L&auml;ndern ist es eines der  wichtigsten Treffen der globalen Zivilgesellschaft.&nbsp; Unter dem Motto  &quot;Eine andere Welt ist m&ouml;glich&quot; und als Alternative zum  Weltwirtschaftsforum in Davos bringt das Weltsozialforum (WSF) seit 2001  Akteur*innen zusammen, die sich f&uuml;r soziale, &ouml;kologische und  wirtschaftliche Gerechtigkeit, Menschenrechte und internationale  Solidarit&auml;t einsetzen.</p>]]>
      <![CDATA[<p><strong>Heute wird das 18. Weltsozialforum in Cotonou, Benin, er&ouml;ffnet. Mit 50.000 erwarteten Teilnehmer*innen aus &uuml;ber 150 L&auml;ndern ist es eines der wichtigsten Treffen der globalen Zivilgesellschaft.&nbsp; Unter dem Motto &quot;Eine andere Welt ist m&ouml;glich&quot; und als Alternative zum Weltwirtschaftsforum in Davos bringt das Weltsozialforum (WSF) seit 2001 Akteur*innen zusammen, die sich f&uuml;r soziale, &ouml;kologische und wirtschaftliche Gerechtigkeit, Menschenrechte und internationale Solidarit&auml;t einsetzen.</strong></p>
<p>Aus Deutschland nimmt eine der gr&ouml;&szlig;ten Delegationen aus Nichtregierungsorganisationen und sozialen Bewegungen seit &uuml;ber zehn Jahren am Forum teil, darunter Brot f&uuml;r die Welt, Misereor, Werkstatt &Ouml;konomie e.V., Medico International e.V., Attac, Debt for Climate, Afrique-Europe-Interact, das KONE Netzwerk, MeineWelt, WEED, die Kampagnen &quot;Sicherheit Neu Denken&quot; und &quot;10 % for all&quot; sowie die Jugendorganisation der Arbeitsgemeinschaft B&auml;uerliche Landwirtschaft. Die Delegation wird sich vor Ort mit sozialen Bewegungen, Gewerkschaften sowie Menschenrechts-, Umwelt- und Indigenenorganisationen aus aller Welt austauschen. &Uuml;ber f&uuml;nf Tage wird das Forum in Cotonou mehrere hundert Veranstaltungen und gemeinsame Proteste umfassen.</p>
<p>Dass das Forum in diesem Jahr in Benin stattfindet, ist ein starkes politisches Signal. Westafrika ist eine Region, in der globale Ungleichheiten und Krisen besonders sp&uuml;rbar sind und in der gleichzeitig seit Jahrzehnten soziale Bewegungen f&uuml;r politische Alternativen k&auml;mpfen.</p>
<h3>O-T&ouml;ne beteiligter Organisationen aus Deutschland:</h3>
<p>&quot;Vor dem Hintergrund weltweiter Aufr&uuml;stung und Kriege, wachsendem Autoritarismus und schrumpfender zivilgesellschaftlicher Handlungsspielr&auml;ume kommt dem Weltsozialforum eine besondere Bedeutung zu. Auf dem Forum steht die Verst&auml;ndigung der Zivilgesellschaft im Zentrum&quot;, erkl&auml;rt Carmen Junge von <strong>Attac Deutschland</strong>, dem Netzwerk f&uuml;r globale Gerechtigkeit.</p>
<p>&quot;W&auml;hrend die Gro&szlig;m&auml;chte in Krieg und gesellschaftliche Spaltung investieren, erz&auml;hlt das Forum ein anderes Narrativ und zeigt der Welt&ouml;ffentlichkeit positive Szenarien und Realit&auml;ten&quot;, sagt Hubert Heindl von der Kampagne <strong>&quot;Rethinking African Security&quot;</strong>.</p>
<p>&quot;Die wachsende Zahl bewaffneter Konflikte und Kriege macht deutlich, dass ein Priorit&auml;tenwechsel stattfinden muss: Statt weltweit immer mehr gesellschaftlichen Reichtum in milit&auml;rische Aufr&uuml;stung zu stecken, braucht es ein anderes Verst&auml;ndnis von Sicherheit, das sicheren Zugang zu Land, Wohnraum und Nahrung, aber auch Gesundheitsversorgung und Bildung in den Mittelpunkt r&uuml;ckt&quot;, sagt A&iuml;da Roumer von <strong>&quot;10 % for all&quot;.</strong></p>
<p>Wie eng die globalen Krisen zusammenh&auml;ngen, zeigt sich in vielen Diskussionen des Forums. &quot;Die Klimakrise ist untrennbar mit der globalen Schuldenkrise verbunden. Ohne die Streichung illegitimer Schulden bleiben viele L&auml;nder darin gefangen, fossile Rohstoffe weiter auszubeuten&quot;, betont Emma Brandes von der Bewegung <strong>Debt for Climate</strong>.</p>
<p>Auch die Folgen europ&auml;ischer Grenzpolitik und die K&auml;mpfe f&uuml;r Bewegungsfreiheit geh&ouml;ren zu den zentralen Themen des Weltsozialforums. Hans-Georg Eberl vom transnationalen Netzwerk <strong>Afrique-Europe-Interact</strong> verdeutlicht: &quot;W&auml;hrend Waren und Reicht&uuml;mer im Interesse des Kapitals weltweit zirkulieren sollen, errichten viele Staaten gewaltvolle Grenzregime gegen Menschen. Unsere Antwort ist das Recht zu gehen, das Recht zu bleiben und das Recht zusammenzukommen &ndash; wie hier beim Weltsozialforum.&quot;</p>
<p>Ren&eacute;e Eloundou von der afrodiasporischen Organisation <strong>ASID Europe</strong> unterstreicht: &quot;F&uuml;r die deutsche Zivilgesellschaft ist das Weltsozialforum in Cotonou eine wichtige M&ouml;glichkeit, von den Erfolgen von Bewegungen in Westafrika zu lernen, beispielsweise von der gerechten Verwaltung von Land oder starken Frauenorganisationen. Zudem werden hier koloniale Kontinuit&auml;ten und Rassismus offen kritisiert und angegangen.&quot;</p>
<p>Charlotte Ndamm-Nijkoufon vom afrodiasporischen Netzwerk <strong>KONE</strong> betont zudem: &quot;Das Weltsozialforum ist f&uuml;r die afrikanische Diaspora und migrantische Selbstorganisationen ein zentraler Ort des Austauschs, des gegenseitigen Lernens und der politischen Mitgestaltung. Globale Gerechtigkeit gelingt nur, wenn die Erfahrungen und das Wissen der Communities, die von Rassismus, kolonialen Kontinuit&auml;ten und Ungleichheit betroffen sind, gleichberechtigt in internationale Debatten und Entscheidungen einflie&szlig;en.&quot;</p>
<p>&quot;Die Antworten auf die vielen Krisen unserer Zeit existieren bereits. Das Weltsozialforum verbreitet seit 25 Jahren konkrete Alternativen zu Ausbeutung, Militarisierung und kapitalistischen Wachstumslogiken&quot;, erkl&auml;rt Hannah Kentouche von der Menschenrechtsorganisation <strong>medico international e.V.</strong></p>
<p>&quot;Gerade weil politische Entscheidungstr&auml;ger*innen und gro&szlig;e Konzerne in Europa unsere sozialen und &ouml;kologischen Krisen weiter versch&auml;rfen, m&uuml;ssen wir als globale Zivilgesellschaft internationale Solidarit&auml;t von unten st&auml;rken. Auch wenn es f&uuml;r viele gerade ausweglos scheint: Das Weltsozialforum zeigt, dass eine andere, gerechtere Welt immer noch m&ouml;glich ist. Sie entsteht hier, wo Menschen sich solidarisch zusammentun und sie gemeinsam erk&auml;mpfen&quot;, erkl&auml;rt Lotte J&auml;ger von der wirtschaftspolitischen Nichtregierungsorganisation <strong>WEED</strong>.</p>
<p class="quelle">Quelle:&nbsp;Gemeinsame Pressemitteilung vom 04.08.2026.</p>
<p><strong>Hinweis:</strong></p>
<ul>
    <li><a href="https://taz.de/Weltsozialforum-in-Cotonou/!6200052/">&quot;Wir wollen Selbstbestimmung &uuml;ber unsere Politik&quot;</a> - Organisatorin will das Weltsozialforum 2026 auf eine &bdquo;neue Ebene heben&ldquo;. Die Anliegen afrikanischer Bewegungen geh&ouml;rten auf die globale B&uuml;hne. (taz 04.08.26)</li>
</ul>]]>
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   <title> If you want peace, go and talk to your enemy</title>
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   <id>tag:www.lebenshaus-alb.de,2026://1.15604</id>
   
   <published>2026-08-04T11:30:42Z</published>
   <updated>2026-08-04T14:42:40Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[Ralf Becker, Karen Hinrichs, Heinrich Sch&auml;fer, Theodor Ziegler, and many supporters (organizations, individuals) have presented an &quot;Ecumenical Peace Treatise &ndash;...]]></summary>
   <author>
      <name>Michael Schmid</name>
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   </author>
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         <category term="/schwerpunkte/gewalt_gewaltfreiheit_und_frieden/kirchen_und_frieden" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#category" />
         <category term="/schwerpunkte/gesellschaft/religionglaubekirche" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#category" />
   
   <category term="4778" label="edition pace" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   
   <content type="html" xml:lang="de" xml:base="https://www.lebenshaus-alb.de/">
      <![CDATA[<p>Ralf Becker, Karen Hinrichs, Heinrich Sch&auml;fer, Theodor Ziegler, and many  supporters (organizations, individuals) have presented an &quot;Ecumenical  Peace Treatise &ndash; 2026.&quot; In cooperation with the Ecumenical Peace  Network, it is being published as a book in the &quot;edition pace&quot; series;  the online version, which was published first, is freely available and  may be shared.</p>]]>
      <![CDATA[<h3>Ralf Becker, Karen Hinrichs, Heinrich Sch&auml;fer, Theodor Ziegler, and many supporters have presented an &quot;Ecumenical Peace Treatise &ndash; 2026&quot;</h3>
<p><strong>Edited by &lsquo;edition pace&rsquo;</strong></p>
<div class="frame1">
<p>Ralf Becker / Karen Hinrichs / Heinrich Sch&auml;fer / Theodor Ziegler: <em><strong>If you want peace, go and talk to enemy</strong></em><strong>. &ndash; An Ecumenical Peace Treatise, 2026</strong>. With a preface by Konrad Raiser. (English version of: <em>Wer Frieden will, muss mit dem Feind reden. Eine &ouml;kumenische Friedensschrift</em> ǀ 2026). Series: edition pace ǀ Special Edition. First digital edition : OekIF. Publication date: 04.08.2026. <a href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/media/pdf/Ecumenical-Peace-Treatise-2026.pdf">https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/media/pdf/Ecumenical-Peace-Treatise-2026.pdf</a></p>
</div>
<p><img src="/magazin/media/img/02%20Cover.jpg" width="280" height="450" vspace="10" hspace="10" align="right" alt="" />Ralf Becker, Karen Hinrichs, Heinrich Sch&auml;fer, Theodor Ziegler, and many supporters (organizations, individuals) have presented an &quot;Ecumenical Peace Treatise &ndash; 2026.&quot; In cooperation with the Ecumenical Peace Network, it is being published as a book in the &quot;edition pace&quot; series; the online version, which was published first, is freely available and may be shared.</p>
<h3>Guidance from the Sermon on the Mount</h3>
<p>Can we still be guided by the Sermon on the Mount today? Yes, say the authors of this peace treatise. For the Sermon on the Mount is compatible with modern peace research. In particular, the concept of &quot;peace logic&quot; points to ways in which conflicts could be resolved through diplomacy and civil conflict resolution, and wars may be prevented. A well-informed analysis of the West&rsquo;s negative role in the escalation of the war in Ukraine clearly illustrates that, at the political level, the &quot;plank in one&rsquo;s own eye&quot; too often obscures one&rsquo;s view.</p>
<p>This ecumenical peace document provides Christians and humanists with a clear ethical orientation toward peace. It calls for an unequivocal commitment to military disarmament and for all states to join the UN Treaty on the Prohibition of Nuclear Weapons in times of massive rearmament. Churches, in particular, can be a strong, clear voice for peace and contribute to building a culture of peace.</p>
<h3>Initial feedback on the Ecumenical Peace Manifesto</h3>
<p>&quot;The Church should think further ahead in its proclamation and pastoral care, as well as in its political diaconate, than the powers of the world are capable of. That is why even the trailblazing title of the Ecumenical Peace Manifesto is encouraging: &lsquo;Whoever wants peace must speak with the enemy.&rsquo;&quot; (Horst Scheffler, Retired Senior Military Chaplain).</p>
<p>&quot;This peace document provides guidance in the best sense of the word: clear in its position, understandable in its language, well-structured, and free of political and theological contortions.&quot; (Elisabeth Freise, member of the coordinating committee of &quot;Rethinking Security&quot;).</p>
<p>&quot;Something very good has been created here! I find the clear structure particularly successful and, even more importantly, the clear language. This makes the peace document interesting and useful in many contexts over the long term, such as in religious education or in non-church peace initiatives. And long-term use and impact are more important than short-term attention. But the two are not mutually exclusive!&quot; (Markus Weingardt, peace and conflict researcher).</p>
<h3>The Editorial Group</h3>
<p><strong>Ralf Becker</strong>, social entrepreneur, coordinator of the &quot;Rethinking Security&quot; initiative since 2019, coordinator of <em>Gewaltfrei handeln &ndash; &ouml;kumenisch Frieden lernen e.V.</em> from 2012 to 2019, and active in, among other things, the Spokespersons&rsquo; Council of the <em>Platform for Civil Conflict Management,</em> in church development for the dioceses of Paderborn and M&uuml;nster, the Jubilee 2000 campaign, as well as the coordination of international sustainability dialogues and the implementation of the study <em>Zukunftsf&auml;higes Deutschland</em> at the aid organization Misereor.</p>
<p><strong>Karen Hinrichs</strong>, retired pastor, theologian, and educator; 1989&ndash;2004 parish pastor and 2004&ndash;2019 senior church councilor of the <em>Evangelical Regional Churc</em>h in Baden; 2020&ndash;2025 lecturer and executive director of the <em>Peace Institute at the Evangelical University of Applied Sciences</em> in Freiburg. Publications on peace education and theology.&nbsp; Member of, among others: <em>Ecumenical Institute for Peace Theology, Gewaltfrei Handeln &ndash; &ouml;kumenisch Frieden lernen e.V., International Fellowship of Reconciliation &ndash; German Branch, Church and Peace.</em></p>
<p><strong>Heinrich Sch&auml;fer</strong>, Prof. Dr. Dr. (ret.), sociologist and Protestant theologian, Bielefeld University; formerly at the <em>Universidad B&iacute;blica Latinoamericana</em>, Costa Rica; since the late 1970s, he has been engaged in field research during two wars and other academic work in Latin America and Germany, focusing on the topic of &quot;Conflict / Peace&quot; from sociological and theological perspectives. His theological approach is a sociologically informed liberation theology.</p>
<p><strong>Theodor Ziegler,</strong> Ph.D., Baiersbronn, religious educator, contributed to the peace ethics discussion process of the <em>Baden Regional Church</em> as well as to the development of the scenario <em>Rethinking Security: From Military to Civil Security Policy</em> and is a member of the <em>Ecumenical Institute for Peace Theology</em> as well as the <em>German Peace Society &ndash; United Opponents of War</em>. Dissertation: &quot;Motives and Alternative Concepts of Christian Pacifists.&quot;</p>
<h3>Supporters</h3>
<p><strong>Supporting organizations:</strong> &quot;Taxes for Plowshares&quot; campaign within the Peace Tax Network e.V. ǀ Bonhoeffer-Niem&ouml;ller Foundation ǀ Christians in the German Peace Society &ndash; United Conscientious Objectors (DFG-VK) ǀ Church and Peace ǀ Evangelical Working Group for Conscientious Objectors in W&uuml;rttemberg (EAK) ǀ Forum for Peace Ethics in the Evangelical Regional Church of Baden (FFE) ǀ Women&rsquo;s Group &quot;On the Move for Life&quot; ǀ Main-Taunus Peace Initiative ǀ Peace Ministry of the Evangelical Regional Church in W&uuml;rttemberg ǀ Acting <em>Nonviolently &ndash; Learning Peace Ecumenically</em>, Inc. ǀ Green Alternative, Inc. ǀ Christian Peace Appeal Initiative ǀ Rethinking Security Initiative ǀ International Fellowship of Reconciliation &ndash; German Branch, Inc. ǀ IPPNW &ndash; International Physicians for the Prevention of Nuclear War / Physicians in Social Responsibility e.V. German Section ǀ Kairos Europa e.V., Heidelberg ǀ Ecumenical Initiative for the Reform or Abolition of Military Chaplaincy ǀ Ecumenical Institute for Peace Theology ǀ pax christi ǀ German Section ǀ Solidarity Church in the Rhineland ǀ Workshop for Nonviolent Action Baden.</p>
<p><strong>Individual supporters:</strong>&nbsp; Gerd Bauz, organizational consultant, Frankfurt am Main ǀ Dietrich Becker-Hinrichs, retired pastor, Lahr ǀ Prof. Dr. Hanne-Margret Birckenbach, peace researcher, Hamburg ǀ Susanne B&ouml;decker, DFG-VK staff member and consultant for KDV, Stuttgart ǀ Paul Bosler, pastor, N&uuml;rtingen ǀ Dr. Eberhard B&uuml;rger, retired pastor, Magdeburg ǀ Peter B&uuml;rger, theologian and journalist, D&uuml;sseldorf ǀ Susanne B&uuml;ttner, dean of the Baden-W&uuml;rttemberg Correctional System, Schw&auml;bisch Gm&uuml;nd ǀ Maria Buchwitz, chair of the pax christi Diocesan Association of M&uuml;nster, M&uuml;nster ǀ Dr. Angelika Claussen, President of IPPNW Europe, Bielefeld ǀ Dr. Ulrich Duchrow, Professor of Systematic Theology and Social Ethics, Heidelberg ǀ Horst Fi&szlig;mer, retired pastor, Minden ǀ Erich Frehse, retired pastor, Bonn ǀ Prof. Dr. Josef Freise, Christian-Muslim Peace Initiative Germany, Neuwied ǀ Hartmut Friedrich, Theologian and Retired Pastor, Gaggenau ǀ Dr. Gudula Frieling, Teacher, Dortmund ǀ Dr. Ulrich van Gemmeren, Retired Managing Director, Merzhausen ǀ Udo Grotz, Retired Pastor and Religious Education Teacher, Heitersheim ǀ Rita Horstmann, Retired Pastor, Cologne ǀ Stefanie Intveen, mediator, Cologne ǀ Aline Jung, homemaker and organizer of the &quot;Unterwegs f&uuml;r das Leben&quot; pilgrimage routes, Ettenheim ǀ Christian Keller, retired theologian and dean, Villingen/Black Forest ǀ Gerhard Kern, Chair of the Main-Taunus Peace Initiative, retired teacher and concert singer, Hofheim am Taunus ǀ Retired Prof. Dr. Rainer Kessler, Old Testament scholar, Frankfurt am Main ǀ Dr. Heinz Klippert, economist, learning researcher, peace educator, Landau ǀ Karl Wilhelm Koch, B.S. in Chemical Engineering, author of the technical book &quot;Nuclear Power Accidents,&quot; Mehren ǀ Robert K&ouml;lblin, B.S. in Electrical Engineering, conscientious objector, L&ouml;rrach ǀ Prof. Dr. Elke Krahmann, political scientist, Kiel ǀ Wolfgang Krau&szlig;, theological assistant at the Mennonite congregation in Augsburg ǀ Dr. Matthias Kreplin, senior church councilor and pastor, Karlsruhe ǀ Thomas-Dietrich Lehmann, Protestant prison chaplain, Berlin ǀ Johannes Maier, Director of the Ecumenical Peace Discussion Group, Waldkirch-Kollnau ǀ Dr. Eberhard M&uuml;ller, biologist and theologian, Zell am Harmersbach ǀ Reinhard M&uuml;ller, pastor. retired, Vice Chair of the Bonhoeffer-Niem&ouml;ller Foundation, Nieder Seifersdorf ǀ Monika Nitsch, retired Protestant religion teacher, D&uuml;sseldorf ǀ Jacqueline Olesen, Peace Commissioner of the Protestant Peace Congregation, Baden-Baden ǀ Prof. Dr. Gottfried Orth, theologian, Rothenburg ob der Tauber ǀ Klaus Schittich, global citizen and human rights activist, Freiburg ǀ Rainer Schmid, theologian and religion teacher, Ulm/Danube ǀ Michael Schweitzer, retired pastor, Ellenhausen ǀ Thomas Carl Schwoerer, Federal Spokesperson for the German Peace Society &ndash; United War Resisters (DFG-VK) ǀ Prof. Dr. em. Franz Segbers, social ethicist, Konstanz ǀ PD Dr. Stefan Silber, theologian, Saarbr&uuml;cken ǀ Richard Strodel, deacon, member of IKF Bavaria, Neustadt, Coburg ǀ Klaus Waiditschka, editor of Friedenssteuer-Nachrichten and board member of CPTI, Mannheim ǀ Dr. Klaus Wazlawik, engineer specializing in deep drilling technology, Berlin ǀ Markus Weber, Certified Theologian, Advisor for Peace Education &amp; pax christi in the Archdiocese, Freiburg ǀ Dr. Markus Weingardt, Peace and Conflict Researcher, T&uuml;bingen ǀ Dominik Wei&szlig;, deacon and theologian, Baiersbronn ǀ Prof. Dr. Dr. h.c. Dietrich Werner, theologian, Berlin ǀ Birgit Worzalla-Lapp, peace educator, staff member at pax christi and the Peace Light Campaign, St. M&auml;rgen ǀ Andreas Zumach, journalist and author, Berlin.</p>
<p><strong>Digital edition online &ndash; Free English Version (translation):</strong> Ralf Becker / Karen Hinrichs / Heinrich Sch&auml;fer / Theodor Ziegler:<em> If you want peace, go and talk to enemy</em>. An Ecumenical Peace Treatise, 2026. With a preface by Konrad Raiser. First digital edition : OekIF. Publication date: 04.08.2026. <a href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/media/pdf/Ecumenical-Peace-Treatise-2026.pdf">https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/media/pdf/Ecumenical-Peace-Treatise-2026.pdf</a></p>
<p><strong>Digital edition online &ndash; Free German Version:</strong> <a href="https://friedenstheologie-institut.jimdofree.com/app/download/8609240763/Oekumenische-Friedenschrift-2026.pdf ">https://friedenstheologie-institut.jimdofree.com/app/download/8609240763/Oekumenische-Friedenschrift-2026.pdf&nbsp;</a></p>]]>
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   <title>Website &quot;Frieden wagen.org&quot; online</title>
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   <id>tag:www.lebenshaus-alb.de,2026://1.15603</id>
   
   <published>2026-08-03T15:20:41Z</published>
   <updated>2026-08-03T15:45:29Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[Heute ist unsere neue Website &quot;Frieden wagen.org&quot; (www.frieden-wagen.org) online gegangen. In dieser wird schwerpunktm&auml;&szlig;ig unser Verein Frieden wagen e.V. und...]]></summary>
   <author>
      <name>Michael Schmid</name>
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         <category term="/news" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#category" />
   
   
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      <![CDATA[<p><strong><img src="/magazin/media/img/Frieden%20wagen%20e_V_%20%E2%80%93%20Startseite.png" width="280" height="173" vspace="10" align="right" hspace="10" alt="" /></strong>Heute ist unsere neue Website &quot;Frieden wagen.org&quot;  (www.frieden-wagen.org) online gegangen. In dieser wird schwerpunktm&auml;&szlig;ig  unser Verein Frieden wagen e.V. und seine Aktivit&auml;ten bzw. Projekte  dargestellt. Herzliche Einladung, mal einen Blick drauf zu werfen!&nbsp;Demn&auml;chst  wird zudem unser neues Online-Magazin &quot;Frieden wagen&quot;  (www.frieden-wagen.net) ver&ouml;ffentlicht. Bei diesem richten wir das  Augenmerk vor allem auf Artikel zu Frieden, Gewaltfreiheit,  Antimilitarismus und Pazifismus. Es entsteht zurzeit neu. Bis es so weit  ist, finden sich aktuelle Artikel und das Archiv unserer 25 Jahre lang  betriebenen Website mit rund 14.000 Artikeln weiterhin unter  www.lebenshaus-alb.de.</p>]]>
      <![CDATA[<p><strong><img src="/magazin/media/img/Frieden%20wagen%20e_V_%20%E2%80%93%20Startseite.png" width="561" height="346" vspace="10" align="middle" alt="" /></strong></p>
<p><strong>Heute ist unsere neue Website &quot;Frieden wagen.org&quot; (<a href="https://www.frieden-wagen.org">www.frieden-wagen.org</a>) online gegangen. In dieser wird schwerpunktm&auml;&szlig;ig unser Verein Frieden wagen e.V. und seine Aktivit&auml;ten bzw. Projekte dargestellt. Herzliche Einladung, mal einen Blick drauf zu werfen!</strong></p>
<p>Demn&auml;chst wird zudem unser neues <strong>Online-Magazin &quot;Frieden wagen&quot;</strong> (www.frieden-wagen.net) ver&ouml;ffentlicht. Bei diesem richten wir das Augenmerk vor allem auf Artikel zu Frieden, Gewaltfreiheit, Antimilitarismus und Pazifismus. Es entsteht zurzeit neu. Bis es so weit ist, finden sich aktuelle Artikel und das Archiv unserer 25 Jahre lang betriebenen Website mit rund 14.000 Artikeln weiterhin unter <a href="https://www.lebenshaus-alb.de">www.lebenshaus-alb.de</a>.</p>
<p>Die <strong>Website &quot;Kriegsdienstverweigerer. Unsere Geschichten.&quot;</strong> (<a href="https://www.kriegsdienstverweigerer-geschichten.de">www.kriegsdienstverweigerer-geschichten.de</a>) haben wir 2021 begonnen und werden diese auch zuk&uuml;nftig weiterf&uuml;hren.</p>
<p><strong>Hintergrund</strong> f&uuml;r diese und weitere Ver&auml;nderungen bei unseren Medien ist der Umzug unseres Vereins von der Schw&auml;bischen Alb nach Plochingen am Neckar. Damit verbunden erfolgte in diesem Zuge eine <strong>Umbenennung in &quot;Frieden wagen e.V. - Arbeitsstelle f&uuml;r Gerechtigkeit, Frieden und &Ouml;kologie&quot; (kurz: <em>&quot;Frieden wagen e.V.&quot;</em>). Mit diesem neuen Namen setzen wir das fort, was wir 1993 mit dem Namen<em> &quot;Lebenshaus Schw&auml;bische Alb &ndash; Gemeinschaft f&uuml;r soziale Gerechtigkeit, Frieden und &Ouml;kologie e.V.&quot;</em> begonnen haben.</strong></p>
<p><strong>Wir bitten, unsere neuen Kontakt- und Bankdaten zu beachten</strong> (bei der Bankverbindung hat sich nur der Name des Kontoinhabers ge&auml;ndert &ndash; aber die Angabe von Lebenshaus Schw&auml;bische Alb e.V. funktioniert ebenfalls weiter).</p>
<hr />
<p><strong>Frieden wagen e.V. - Arbeitsstelle f&uuml;r Gerechtigkeit, Frieden und &Ouml;kologie</strong><br />
Teckstr. 59 | 73207 Plochingen<br />
Tel.: 0 71 53 / 40 66 413 | E-Mail: info@frieden-wagen.org<br />
Internet: <a href="https://www.frieden-wagen.org">https://www.frieden-wagen.org</a>&nbsp;<br />
&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;<a href="https://www.lebenshaus-alb.de">https://www.lebenshaus-alb.de</a>&nbsp;<br />
&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;<a href="https://www.kriegsdienstverweigerer-geschichten.de">https://www.kriegsdienstverweigerer-geschichten.de</a></p>
<p><strong>Bankverbindung: Frieden wagen e.V.</strong><br />
Bank:&nbsp; &nbsp; GLS Bank eG<br />
IBAN:&nbsp; &nbsp; DE36 4306 0967 8023 3348 00<br />
BIC:&nbsp; &nbsp; &nbsp; GENODEM1GLS</p>]]>
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   <title>&quot;Friede ist die Überlebensbedingung der Menschheit&quot;</title>
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   <published>2026-07-29T08:18:52Z</published>
   <updated>2026-08-02T09:29:49Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[Die j&uuml;ngste EKD-Denkschrift &quot;Welt in Unordnung - Gerechter Friede im Blick&quot; (November 2025) hat wegen ihrer regierungsnahen und milit&auml;rfreundlichen Ausrichtung...]]></summary>
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      <name>Michael Schmid</name>
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   <category term="2210" label="Peter Bürger" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   
   <content type="html" xml:lang="de" xml:base="https://www.lebenshaus-alb.de/">
      <![CDATA[<p>Die j&uuml;ngste EKD-Denkschrift &quot;Welt in Unordnung - Gerechter Friede im  Blick&quot; (November 2025) hat wegen ihrer regierungsnahen und  milit&auml;rfreundlichen Ausrichtung viel Widerspruch hervorgerufen. In der  Reihe &quot;Umdenkschrift zum Evangelischen Diskurs &uuml;ber Krieg und Frieden&quot;  werden die kritischen Wortmeldungen zum neuen deutschen Kirchenkurs  erschlossen. Der jetzt vorgelegte dritte Band enth&auml;lt auf &uuml;ber 400  Seiten zahlreiche weitere Beitr&auml;ge zur EKD-Kontroverse und dokumentiert  &Ouml;kumenische Friedensstimmen, die ermutigen.</p>]]>
      <![CDATA[<h3>Eine Dritte Sammlung erschlie&szlig;t Texte zur EKD-Kontroverse und &Ouml;kumenische Friedensstimmen</h3>
<p><strong>Solidarische Kirche im Rheinland / &Ouml;kumenisches Institut f&uuml;r Friedenstheologie</strong></p>
<div class="frame1">
<p><em><strong>Umdenkschrift III</strong></em><strong> zum Evangelischen Diskurs &uuml;ber Krieg und Frieden.</strong> Texte zur EKD-Kontroverse und &Ouml;kumenische Friedensstimmen. &ndash; Dritte Sammlung. Herausgegeben von Peter B&uuml;rger, im Auftrag der Solidarischen Kirche im Rheinland und des &Ouml;kumenischen Instituts f&uuml;r Friedenstheologie (= edition pace Bd. 47). Hamburg: BoD 2026. [ISBN 978-3-6957-8405-9; Paperback; 436 Seiten; Ladenpreis 16,99 Euro] https://buchshop.bod.de/umdenkschrift-iii-zum-evangelischen-diskurs-ueber-krieg-und-frieden-9783695784059</p>
</div>
<p><img src="/magazin/media/img/Umdenkschrift%20III_Umschlag.jpg" width="280" height="446" vspace="10" hspace="10" align="right" alt="" />Die j&uuml;ngste EKD-Denkschrift &quot;Welt in Unordnung - Gerechter Friede im Blick&quot; (November 2025) hat wegen ihrer regierungsnahen und milit&auml;rfreundlichen Ausrichtung viel Widerspruch hervorgerufen. In der Reihe &quot;Umdenkschrift zum Evangelischen Diskurs &uuml;ber Krieg und Frieden&quot; werden die kritischen Wortmeldungen zum neuen deutschen Kirchenkurs erschlossen. Der jetzt vorgelegte dritte Band enth&auml;lt auf &uuml;ber 400 Seiten zahlreiche weitere Beitr&auml;ge zur EKD-Kontroverse und dokumentiert &Ouml;kumenische Friedensstimmen, die ermutigen.</p>
<p>Im &ouml;ffentlichen Raum waltet weithin ein naiver Militarismus. Doch immer mehr Realisten und Fromme widersagen den Kriegspropheten, denn: &quot;Friede ist die &Uuml;berlebensbedingung der Menschheit.&quot;</p>
<p>Ein Text von Margot K&auml;&szlig;mann (ehemalige Ratsvorsitzende der EKD) er&ouml;ffnet die Dritte Sammlung: &quot;F&uuml;r mich ist mit dieser Denkschrift eine gro&szlig;e Chance verpasst, in Zeiten massiver Aufr&uuml;stung glasklar f&uuml;r Abr&uuml;stung zu pl&auml;dieren. Die Chance, den Pazifismus aus christlicher &Uuml;berzeugung und auf Grundlage des Evangeliums wieder in die Debatte in der Mitte der Gesellschaft zu bringen. Die Chance, eine &Auml;chtung atomarer Waffen und die Forderung nach einem Beitritt Deutschlands zum Atomwaffenverbotsvertrag ins &ouml;ffentliche Bewusstsein zu bringen. Die Chance, deutlich zu machen, dass es nicht um Wehrpflicht geht, sondern um die Verpflichtung zum Kriegsdienst, demgegen&uuml;ber die Verweigerung in der Tat das deutlichere christliche Zeichen ist. Da ist die Lehre Jesu glasklar. [&hellip;] Ja, traurig. Gerade in diesen Zeiten k&ouml;nnte unsere evangelische Kirche eine starke, klare Stimme f&uuml;r den Frieden und den Abbau von Feindbildern sein, wenn wir an den Konflikt in Israel und Gaza, an den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine denken. Diese Chance ist vertan. Hoffnung macht, dass es sie noch gibt, die vielen kleinen Friedensinitiativen und aktiven Kirchengemeinden &hellip;&quot;</p>
<h3>Impuls-Zitate zum Nachdenken</h3>
<p style="margin-left: 40px;">&quot;Ihr Christen habt in eurer Obhut ein Dokument mit genug Dynamit in sich, die gesamte Zivilisation in St&uuml;cke zu blasen, die Welt auf den Kopf zu stellen; dieser kriegszerrissenen Welt Frieden zu bringen. Aber ihr geht damit so um, als ob es blo&szlig; ein St&uuml;ck guter Literatur ist, sonst weiter nichts.&quot; (Mahatma Gandhi, 1869-1948)</p>
<p style="margin-left: 40px;">&quot;Jesus lehrte uns, unsere Feinde zu lieben, f&uuml;r unsere Verfolger zu beten und keine t&ouml;dlichen Waffen zu benutzen.&quot; (&Ouml;kumenischer Rat der Kirchen, Februar 2011)</p>
<p style="margin-left: 40px;">&quot;Glaubt man wirklich, dass bei einer immer gr&ouml;&szlig;eren Aufr&uuml;stung aller Beteiligten die Welt sicherer wird? Da muss ich schon ziemlich weit danebenliegen, um das zu glauben. [&hellip;] Am Ende geht es nur &uuml;ber Politik, Diplomatie, Vertr&auml;ge und Ausgleich. Anders wird kein Friede kommen.&quot; (Kardinal Reinhard Marx, Vaticannews, 24.07.2026)</p>
<p style="margin-left: 40px;">&quot;Bertha von Suttner schreibt vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen zwischen den europ&auml;ischen Gro&szlig;m&auml;chten [&hellip;] Nicht der Pazifismus ist naiv, sondern der Militarismus. [&hellip;] 1914 zeigt: Suttner wird leider recht behalten.&quot; (Hendrik Simon, Politikwissenschaftler &ndash; 12.07.2026)</p>
<p><strong>Leseprobe zur Buchausgabe (Dritte Sammlung)</strong> ǀ <a href="https://buchshop.bod.de/umdenkschrift-iii-zum-evangelischen-diskurs-ueber-krieg-und-frieden-9783695784059">https://buchshop.bod.de/umdenkschrift-iii-zum-evangelischen-diskurs-ueber-krieg-und-frieden-9783695784059</a> (das Buch ist mit ISBN-Nummer &uuml;berall im nahen Buchhandel bestellbar).</p>
<p><strong>Digitalausgabe zur freien Verbreitung</strong> ǀ Eine freie Digitalfassung des Bandes ist bislang aufrufbar bei der <em>Solidarischen Kirche im Rheinland</em>&nbsp;(<a href="https://solidarischekirche.de/wp-content/uploads/2026/07/SoKi-Umdenkschrift-Drei.pdf">https://solidarischekirche.de/wp-content/uploads/2026/07/SoKi-Umdenkschrift-Drei.pdf</a>) und bei <em>Frieden wagen e.V.</em> (<a href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/media/pdf/LH-Umdenkschrift-Drei.pdf">https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/media/pdf/LH-Umdenkschrift-Drei.pdf</a>). &ndash; Bibliographische Angaben: Umdenkschrift III zum Evangelischen Diskurs &uuml;ber Krieg und Frieden. Texte zur EKD-Kontroverse und &Ouml;kumenische Friedensstimmen. &ndash; Dritte Sammlung. Herausgegeben von Peter B&uuml;rger, im Auftrag der Solidarischen Kirche im Rheinland und des &Ouml;kumenischen Instituts f&uuml;r Friedenstheologie. Digitale Erstausgabe. D&uuml;sseldorf/K&ouml;ln, 27.07.2026. (436 Seiten).</p>
<p><strong>Alle Infos zur Ersten Sammlung:</strong> <a href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015537.html">https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015537.html</a></p>
<p><strong>Alle Infos zur Zweiten Sammlung:</strong> <a href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015549.html">https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015549.html</a></p>]]>
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   <title>Neuer Name, klare Haltung</title>
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   <id>tag:www.lebenshaus-alb.de,2026://1.15600</id>
   
   <published>2026-07-22T19:25:12Z</published>
   <updated>2026-07-22T20:28:27Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[1949 sprach der amerikanische Pr&auml;sident Harry S. Truman erstmals von &quot;unterentwickelten Gebieten der Welt&quot;, denen geholfen werden m&uuml;sse. Mit diesem...]]></summary>
   <author>
      <name>Michael Schmid</name>
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   <category term="4855" label="DEAB" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   
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      <![CDATA[<p>1949 sprach der amerikanische Pr&auml;sident Harry  S. Truman erstmals von &quot;unterentwickelten Gebieten der Welt&quot;, denen  geholfen werden m&uuml;sse. Mit diesem Satz teilte er die Welt in zwei  H&auml;lften: den vermeintlich entwickelten, modernen Norden und den  angeblich r&uuml;ckst&auml;ndigen, defizit&auml;ren S&uuml;den. Bis heute ist diese  Perspektive allgegenw&auml;rtig. Der Dachverband Entwicklungspolitik  Baden-W&uuml;rttemberg e.V. (DEAB) h&auml;lt jedoch nichts von &uuml;berholten  Paradigmen: Die Mitgliederversammlung stimmte am 4. Juli 2026 in  Stuttgart einstimmig f&uuml;r eine Umbenennung des Verbandes in &quot;DEAB &ndash;  Dachverband f&uuml;r globale Gerechtigkeit Baden-W&uuml;rttemberg e.V.&quot;. Der  Begriff &quot;Entwicklungspolitik&quot; ist damit nicht mehr Teil des Namens.</p>]]>
      <![CDATA[<h3>Der DEAB wird zum &quot;Dachverband f&uuml;r globale Gerechtigkeit&quot;. Konsequent streicht er damit den Begriff &quot;Entwicklung&quot; aus seinem Namen</h3>
<p>Stuttgart (22. Juli 2026). 1949 sprach der amerikanische Pr&auml;sident Harry S. Truman erstmals von &quot;unterentwickelten Gebieten der Welt&quot;, denen geholfen werden m&uuml;sse. Mit diesem Satz teilte er die Welt in zwei H&auml;lften: den vermeintlich entwickelten, modernen Norden und den angeblich r&uuml;ckst&auml;ndigen, defizit&auml;ren S&uuml;den. Bis heute ist diese Perspektive allgegenw&auml;rtig. Der Dachverband Entwicklungspolitik Baden-W&uuml;rttemberg e.V. (DEAB) h&auml;lt jedoch nichts von &uuml;berholten Paradigmen: Die Mitgliederversammlung stimmte am 4. Juli 2026 in Stuttgart einstimmig f&uuml;r eine Umbenennung des Verbandes in &quot;DEAB &ndash; Dachverband f&uuml;r globale Gerechtigkeit Baden-W&uuml;rttemberg e.V.&quot;. Der Begriff &quot;Entwicklungspolitik&quot; ist damit nicht mehr Teil des Namens.</p>
<h3>Der Begriff &quot;Entwicklung&quot; ist nicht neutral</h3>
<p>Vorausgegangen war eine intensive Auseinandersetzung mit kolonialen Denkmustern. Im Jubil&auml;umsjahr 2025 erarbeiteten die Mitglieder des DEAB in zahlreichen Treffen, online wie in Pr&auml;senz, gemeinsam Grundlagen zur postkolonialen Aufarbeitung auch ihrer eigenen Arbeit. Dabei orientierten sie sich unter anderem an einer Debatte, die in mehreren europ&auml;ischen L&auml;ndern bereits fortgeschritten ist und die in Deutschland zunehmend von einer jungen Generation von Aktivistinnen und Aktivisten kritisch gef&uuml;hrt wird. Dabei werden koloniale Denkmuster in Sprache und Institutionen kritisch beleuchtet.</p>
<p>Das Ergebnis: Der Begriff &quot;Entwicklung&quot; ist kein neutraler Fachbegriff, sondern ein Erbe der Kolonialzeit. Bis heute bestimmen &uuml;berwiegend Institutionen des Globalen Nordens, wie Wohlstand gemessen und wer als &quot;entwickelt&quot; gilt, meist mit dem Bruttoinlandsprodukt als Ma&szlig;stab. Gesellschaften des Globalen S&uuml;dens werden dadurch nicht als gleichwertig, sondern als defizit&auml;r gegen&uuml;ber einer westlichen Norm eingeordnet.</p>
<p>Der Begriff hat noch eine zweite, folgenreiche Wirkung: Wo es eigentlich um Machtverh&auml;ltnisse und historische Verantwortung geht, spricht der Entwicklungsdiskurs von &quot;Fortschritt&quot;. So wird der Zugriff auf Ressourcen und Territorien im Globalen S&uuml;den bis heute legitimiert, w&auml;hrend die strukturellen Ursachen globaler Ungleichheit aus dem Blick geraten.</p>
<h3>Globale Gerechtigkeit statt Entwicklung</h3>
<p>&quot;Deutschland steht noch am Anfang postkolonialer Aufarbeitung. Wir beim DEAB mussten uns entscheiden: Wollen wir progressive Akteure globaler Gerechtigkeit werden oder in &uuml;berholten Paradigmen verhaftet bleiben&quot;, so Dr. Gunne Guntsetseg, Co-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin des DEAB. Mit der Umbenennung macht der DEAB deutlich, worum es tats&auml;chlich geht: nicht darum, andere Gesellschaften zu &quot;entwickeln&quot;, sondern globale Machtverh&auml;ltnisse gerecht zu gestalten. Das betrifft Handelsbeziehungen ebenso wie Klimaverantwortung oder Ressourcenabbau.</p>
<p>Der DEAB versteht die Umbenennung nicht als Schlusspunkt, sondern als Ausgangspunkt. Auch in Zukunft wird der Verband gemeinsam mit seinen Mitgliedsorganisationen an der Dekolonisation und einer solidarischen Zukunft arbeiten. Er hat daf&uuml;r bereits mehrere Formate, beispielsweise die LernWeltenWerkstatt, geschaffen und wendet sich damit insbesondere auch an die j&uuml;ngere Generation.</p>
<div class="frame1">
<h4>Das ist der DEAB:</h4>
<p>180 entwicklungspolitische Organisationen und Netzwerke in Baden-W&uuml;rttemberg, insgesamt &uuml;ber 400 Gruppen und Organisationen, bilden den DEAB &ndash; Dachverband f&uuml;r globale Gerechtigkeit Baden-W&uuml;rttemberg e.V. (<em>Frieden wagen e.V. - Arbeitsstelle f&uuml;r Gerechtigkeit, Frieden und &Ouml;kologie</em> ist Mitglied). Zentrale Aufgaben des 1975 gegr&uuml;ndeten Dachverbands sind die F&ouml;rderung seiner Mitglieder und die politische Vertretung ihrer Anliegen gegen&uuml;ber Politik und &Ouml;ffentlichkeit. Dar&uuml;ber hinaus ist der DEAB Ansprechpartner f&uuml;r Fragen, Anliegen und Themen im Bereich Eine Welt und Entwicklungspolitik. Der DEAB ist Herausgeber des Journals S&uuml;dzeit und Tr&auml;ger des Eine Welt-Promotor*innen-Programms sowie des Interkulturellen Promotor*innen-Programms. Information: www.deab.de</p>
</div>
<p class="quelle">Quelle:&nbsp;<a href="https://www.deab.de/">DEAB &ndash; Dachverband f&uuml;r globale Gerechtigkeit Baden-W&uuml;rttemberg e.V.</a> - Pressemitteilung vom 22.07.2026.</p>]]>
   </content>
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   <title>Atomkrieg: Mord und Selbstmord inklusiv - Gedanken zum internationalen &quot;Flaggentag&quot; der &quot;Mayors for Peace&quot; (2026)</title>
   <link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015599.html" />
   <id>tag:www.lebenshaus-alb.de,2026://1.15599</id>
   
   <published>2026-07-11T05:29:32Z</published>
   <updated>2026-07-11T19:04:52Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[Seht ihr einen Atompilz oder einen grellen Lichtblitz am Himmel, dann verkr&uuml;melt euch unter der Schulbank und haltet im Freien...]]></summary>
   <author>
      <name>Michael Schmid</name>
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   </author>
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         <category term="/schwerpunkte/gewalt_gewaltfreiheit_und_frieden/friedensbewegung" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#category" />
         <category term="/schwerpunkte/gewalt_gewaltfreiheit_und_frieden" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#category" />
   
   <category term="2915" label="Atomwaffen" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   <category term="4271" label="Paul Schobel" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   
   <content type="html" xml:lang="de" xml:base="https://www.lebenshaus-alb.de/">
      <![CDATA[<p>Seht ihr einen Atompilz oder einen grellen Lichtblitz am Himmel, dann  verkr&uuml;melt euch unter der Schulbank und haltet im Freien die Mappe &uuml;ber  den Kopf, lernte ich einst am Gymnasium &ndash; das ist eine Weile her! Der  &quot;atomare Schirm&quot; von damals &ndash; an L&auml;cherlichkeit nicht zu &uuml;berbieten.  Aber immerhin: Nach Hiroshima und Nagasaki war man sich noch der  atomaren Bedrohung bewusst gewesen &ndash; im Unterschied zu heute. Da duckt  man sich einfach weg, h&auml;lt sich die Ohren zu und w&auml;hnt sich sicher: Die  werden doch nicht&hellip; &quot;Denn wer als erster schie&szlig;t, stirbt als zweiter!&quot;  Also vertraut man dem &quot;gesunden Menschenverstand&quot; der Kriegsherren und  Despoten. Wie verr&uuml;ckt ist das denn? Wer heute noch Kriege f&uuml;hrt, hat  doch zuvor schon den Verstand verloren. Was hindert dann einen solchen  Deppen, wenn er gar noch in die Enge getrieben wird, die halbe Welt in  seinen Untergang mit hineinzurei&szlig;en? - Redebeitrag von Paul Schobel.</p>]]>
      <![CDATA[<p><strong>Von Paul Schobel - Redebeitrag zum Flaggentag der Mayors for Peace in Stuttgart am 8. Juli 2026</strong></p>
<p>Seht ihr einen Atompilz oder einen grellen Lichtblitz am Himmel, dann verkr&uuml;melt euch unter der Schulbank und haltet im Freien die Mappe &uuml;ber den Kopf, lernte ich einst am Gymnasium &ndash; das ist eine Weile her! Der &quot;atomare Schirm&quot; von damals &ndash; an L&auml;cherlichkeit nicht zu &uuml;berbieten. Aber immerhin: Nach Hiroshima und Nagasaki war man sich noch der atomaren Bedrohung bewusst gewesen &ndash; im Unterschied zu heute. Da duckt man sich einfach weg, h&auml;lt sich die Ohren zu und w&auml;hnt sich sicher: Die werden doch nicht&hellip; &quot;Denn wer als erster schie&szlig;t, stirbt als zweiter!&quot; Also vertraut man dem &quot;gesunden Menschenverstand&quot; der Kriegsherren und Despoten. Wie verr&uuml;ckt ist das denn? Wer heute noch Kriege f&uuml;hrt, hat doch zuvor schon den Verstand verloren. Was hindert dann einen solchen Deppen, wenn er gar noch in die Enge getrieben wird, die halbe Welt in seinen Untergang mit hineinzurei&szlig;en?</p>
<ul>
    <li>Dass ein durchgeknallter Bomber in letzter Not sich mit uns in die Luft sprengt, ist einer der gef&auml;hrlichen Z&uuml;nder.&nbsp;</li>
    <li>Noch gef&auml;hrlicher aber ist ein Atomkrieg aus Versehen. Sorry, war nicht so gemeint. Tausende von scharfen Sprengk&ouml;pfen liegen in den Arsenalen oder sind schon auf Hyperschall-Raketen montiert, die uns &ndash; KI gesteuert und ohne gro&szlig;e Vorwarnzeit - vernichten k&ouml;nnen. Denn KI macht immer mehr das &quot;Drecksgesch&auml;ft&quot; &ndash; so schnell und perfekt, dass man vergeblich den &quot;Not-Halt&quot; dr&uuml;ckt. Kein Wunder, dass die Atomwissenschaftler ihre &quot;Weltuntergangsuhr&quot; schon wieder vorgestellt haben. Nun zittert der Zeiger bei 85 Sekunden vor Zw&ouml;lf! Wir waren einem Atomkrieg noch nie so nahe wie heute.&nbsp;</li>
    <li>Und ein dritter m&ouml;glicher Ausl&ouml;ser: Es sind ja nicht mehr &quot;nur&quot; die Interkontinental-Raketen, vor denen sich tats&auml;chlich alle f&uuml;rchten, es kommen nun auch noch &quot;taktische&quot; Atomwaffen hinzu, die angeblich gezielt St&auml;dte oder Regionen ausl&ouml;schen k&ouml;nnen. Damit sinkt die Hemmschwelle. Da zuckt Diktatoren schon der Abzugsfinger und es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis der erste Knallkopf irgendwo abdr&uuml;ckt.</li>
</ul>
<p>In wenigen Tagen werden wir uns einmal mehr an die entsetzlichen Kriegsverbrechen 1945 in Japan erinnern, als die USA mit &quot;Little Boy&quot; Hiroshima und wenige Tage sp&auml;ter mit &quot;Fat Man&quot; Nagasaki in Schutt und Asche legten. Hunderttausende wurden sofort von den gewaltigen Druckwellen pulverisiert oder vergl&uuml;hten im atomaren H&ouml;llenfeuer, gefolgt von den Unz&auml;hligen, die Jahre sp&auml;ter hoffnungslos verstrahlt qualvoll ihr Leben verloren. Lasst uns nicht vergessen: Diese Bomben waren urspr&uuml;nglich f&uuml;r uns bestimmt, h&auml;tte Hitler-Deutschland nicht wenige Wochen zuvor kapituliert.</p>
<p>Die atomare Sprengkraft von heute reicht aus, die menschliche Zivilisation gleich tausendfach zu vernichten. Schon ein paar Detonationen w&uuml;rden gen&uuml;gen, den ganzen Globus in einen atomaren Winter zu versetzen, in dem keine Sonne mehr scheint und kein Halm mehr w&auml;chst.</p>
<p>Doch das alles hindert uns nicht, ein neues atomares Wettr&uuml;sten zu beginnen, wie es die Welt bisher noch nicht gesehen hat. Und zwar au&szlig;er Rand und Band, denn fast alle nuklearen Kontroll- und Abr&uuml;stungsvertr&auml;ge hat man in die Tonne getreten. Wir m&uuml;ssen fast dem &quot;Kalten Krieg&quot; nachtrauern, in dem man das &quot;Gleichgewicht des Schreckens&quot; wenigstens noch ein wenig austariert und sogar kontrolliert abger&uuml;stet hatte. Wohl ahnend, dass ein Nuklearkrieg niemals zu gewinnen ist, sondern alle dabei draufgehen.&nbsp;&nbsp;</p>
<p>&quot;Hut ab&quot; vor der &quot;Mayors for Peace&quot;, die sich schon 1982 in einem weltweiten B&uuml;ndnis zur atomaren Abr&uuml;stung verpflichtet haben. Ihr Ziel ist eine atomwaffen-freie Welt, f&uuml;r die wir in der Friedensbewegung eintreten. Und daher sind wir heute hier, um am &quot;Flaggentag&quot; selber &quot;Flagge zu zeigen&quot; &ndash; gegen Krieg, gegen Hochr&uuml;stung, gegen die nukleare Bedrohung. Dass wir &quot;Flagge zeigen&quot; f&uuml;r R&uuml;stungskontrolle, Abr&uuml;stung, f&uuml;r Verst&auml;ndigung, Diplomatie und Frieden.&nbsp;&nbsp;</p>
<p>Von dieser Vision sind wir freilich zur Zeit weiter entfernt denn je. Nun schwadroniert man von &quot;atomarer Teilhabe&quot;, faselt vom atomaren Schirm, als w&auml;rs ein harmloser Sonnenschirm. Schutz und Schirm vor Bomben und Raketen im Schatten von Bomben und Raketen? Wie geht das denn? Und weil der verschnupfte Onkel aus Amerika nun nicht liefert, werden wir diesen Schirm auch noch selber konstruieren und aufspannen m&uuml;ssen.</p>
<p>Wir haben immer noch nicht kapiert, dass es heute gar nicht mehr m&ouml;glich ist, ein atomar bewaffnetes Unrechts-System milit&auml;risch zu bek&auml;mpfen, es sei denn um den Preis des eigenen Untergangs. Der moderne Krieg hat sich nun selbst v&ouml;llig &quot;ad absurdum&quot; gef&uuml;hrt. Er liefert dem Mord gratis den Selbstmord als Dreingabe, als Rabatt&nbsp; dazu. Milit&auml;risch ist gegen eine Atommacht nichts auszurichten. Wann endlich kapieren Politiker und Kommandeure endlich, dass Krieg&nbsp; heute unweigerlich zum Selbstmord f&uuml;hrt?</p>
<p>Und das bedeutet:&nbsp;</p>
<ul>
    <li>Wer Kriege vorbereitet und f&uuml;hrt, schaufelt sich sein eigenes Grab. Das tun wir aber mit der gegenw&auml;rtigen &quot;Militarisierung&quot; auf allen Ebenen. Wir h&auml;mmern den Krieg wieder in die K&ouml;pfe, als w&auml;re er &quot;normal&quot;.</li>
    <li>Wer eine Atommacht in die Enge treibt, wirtschaftlich, milit&auml;risch, propagandistisch, riskiert sein Leben. Wer Waffen liefert &ndash; gleich wohin &ndash; gie&szlig;t &Ouml;l ins Feuer und heizt schon mal das Krematorium, in dem wir selbst verbrennen.&nbsp;</li>
    <li>Wer atomar aufr&uuml;stet, organisiert den Weltuntergang. Denn wenn es einer krachen l&auml;sst, werden alle Ballerm&auml;nner auf diesem Planeten mitballern. Und in diesem Feuerwerk wird die Welt dann untergehen.&nbsp;</li>
</ul>
<p>Wir haben nur noch ein Spiel frei: Wer Frieden will, muss mit dem Feind reden. Muss gewaltfreie Strategien entwickeln, muss mit allen Mitteln diplomatischer Kunst hinarbeiten auf ein Minimum an Verst&auml;ndigung. So geht Friede. Warum nicht gleich, warum immer erst &uuml;ber Massengr&auml;bern, Soldatenfriedh&ouml;fen und Tr&uuml;mmerhalden?&nbsp;</p>
<p>Daher: Zum Teufel mit diesem atomaren, biologischen und chemischen Waffen! Ach was: Zum Teufel mit dem Krieg &uuml;berhaupt, dieser Ausgeburt der H&ouml;lle. Wie dankbar bin ich dem verstorbenen Papst Franziskus und nun auch seinem Nachfolger. Beide sagen unisono: Schon die Konstruktion und der Besitz von Atomwaffen ist ein Verbrechen, nicht erst die Androhung oder gar ihre Anwendung.&nbsp;</p>
<p>Ganz konkret fordern wir die Regierung auf:</p>
<ul>
    <li>Sofortige Unterzeichnung des Atomwaffen-Verbotsantrags.</li>
    <li>Schluss mit der realen und mentalen Militarisierung im Land! Kommt es zu einem europ&auml;ischen Krieg wird es Deutschland nicht mehr geben.&nbsp;</li>
    <li>Verzicht auf die Aufstellung von Mittelstreckenraketen: Sie werden wie ein Bumerang zur&uuml;ckkehren und uns selber vernichten.&nbsp;</li>
    <li>Schluss mit Waffenlieferungen in Kriegsgebiete. Wir verl&auml;ngern und befeuern keine Kriege, die uns am Ende selbst das Leben kosten! Schrecklich genug, dass unsere Waffen wieder weltweit t&ouml;ten, auch in Russland, wo sie beim &Uuml;berfall im Zweiten Weltkrieg schon 27 Millionen Menschen das Leben gekostet haben.</li>
    <li>Macht endlich einen Friedensplan. &Uuml;berlegt in Br&uuml;ssel und Berlin, wie man Kriege beendet und nicht wie man sie verl&auml;ngert. Lernt endlich wieder mal die Kunst der Diplomatie.&nbsp;</li>
    <li>Doch der Talentschuppen in Ankara, der eben zu Ende ging, wei&szlig; nicht mal, wie man das buchstabiert. Sie lernen es erst, wenn wir uns verweigern. Wir tragen diese Kriegspolitik nicht mehr mit!</li>
</ul>
<p>&quot;No more&quot; ist die Inschrift auf der Friedensglocke von Hiroshima. Wenn sie allj&auml;hrlich am 6. August angeschlagen wird, f&auml;hrt mir ein Schauer &uuml;ber den R&uuml;cken.</p>
<p>&quot;No more&quot; &ndash; mit diesem Satz will ich schlie&szlig;en und Euch aufrufen, mit einzustimmen: &quot;No more!&quot;</p>
<p><em>Paul Schobel, Betriebsseelsorger i. R., B&ouml;blingen</em></p>]]>
   </content>
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   <title>Friedensbewegung lehnt Tomahawk-Kauf ab: Mehrheit in Deutschland spricht sich für Rüstungskontroll-Initiativen aus </title>
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   <published>2026-07-10T09:31:24Z</published>
   <updated>2026-07-09T22:04:28Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[Die Kampagne &quot;Friedensf&auml;hig statt erstschlagf&auml;hig. F&uuml;r ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen!&quot; kritisiert den beim NATO-Gipfel vereinbarten Kauf von US-Tomahawk-Marschflugk&ouml;rpern. Vor zwei...]]></summary>
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      <name>Michael Schmid</name>
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   <category term="2322" label="Bundeswehr" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
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   <category term="4809" label="Mittelstreckenwaffen 2026" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   
   <content type="html" xml:lang="de" xml:base="https://www.lebenshaus-alb.de/">
      <![CDATA[<p>Die Kampagne &quot;Friedensf&auml;hig statt erstschlagf&auml;hig. F&uuml;r ein Europa ohne  Mittelstreckenwaffen!&quot; kritisiert den beim NATO-Gipfel vereinbarten Kauf  von US-Tomahawk-Marschflugk&ouml;rpern. Vor zwei Jahren (am 10. Juli 2024)  wurde die Stationierung US-amerikanischer Mittelstreckenwaffen in  Deutschland angek&uuml;ndigt. Der damalige US-Pr&auml;sident Joe Biden und  Bundeskanzler Olaf Scholz gaben die Vereinbarung offiziell bekannt. Zwar  hat Donald Trump die Stationierung im Mai diesen Jahres abgesagt, doch  nun kauft die Bundesregierung eigene landgest&uuml;tzte Mittelstreckenwaffen.  Auch gibt es mehrere Projekte f&uuml;r die Entwicklung eigener Waffensysteme  mit europ&auml;ischen Partnern. Mit dem Erwerb und der Eigenentwicklung von  landgest&uuml;tzten Mittelstreckenwaffen treibt die Bundesregierung ein  teures und gef&auml;hrliches Wettr&uuml;sten voran. Eine Verbreitung der  Erstschlagwaffen erh&ouml;ht wegen der kurzen Vorwarnzeit das Risiko von  Fehleinsch&auml;tzungen und einer milit&auml;rischen Eskalation.</p>]]>
      <![CDATA[<h3>Umfrage zu Mittelstreckenwaffen</h3>
<p>Die Kampagne &quot;Friedensf&auml;hig statt erstschlagf&auml;hig. F&uuml;r ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen!&quot; kritisiert den beim NATO-Gipfel vereinbarten Kauf von US-Tomahawk-Marschflugk&ouml;rpern. Vor zwei Jahren (am 10. Juli 2024) wurde die Stationierung US-amerikanischer Mittelstreckenwaffen in Deutschland angek&uuml;ndigt. Der damalige US-Pr&auml;sident Joe Biden und Bundeskanzler Olaf Scholz gaben die Vereinbarung offiziell bekannt. Zwar hat Donald Trump die Stationierung im Mai diesen Jahres abgesagt, doch nun kauft die Bundesregierung eigene landgest&uuml;tzte Mittelstreckenwaffen. Auch gibt es mehrere Projekte f&uuml;r die Entwicklung eigener Waffensysteme mit europ&auml;ischen Partnern. Mit dem Erwerb und der Eigenentwicklung von landgest&uuml;tzten Mittelstreckenwaffen treibt die Bundesregierung ein teures und gef&auml;hrliches Wettr&uuml;sten voran. Eine Verbreitung der Erstschlagwaffen erh&ouml;ht wegen der kurzen Vorwarnzeit das Risiko von Fehleinsch&auml;tzungen und einer milit&auml;rischen Eskalation.</p>
<p>Dabei sprechen sich 54 Prozent der Befragten in einer repr&auml;sentativen Umfrage f&uuml;r Initiativen der Bundesregierung zur Begrenzung von landgest&uuml;tzten Mittelstreckenwaffen aus. Die von mehr als 50 Gruppen der Friedensbewegung getragene Kampagne hat die Umfrage bei dem Meinungsforschungsinstitut YouGov in Auftrag gegebenen. Die Zustimmung war bei Personen, die angaben, bei der Bundestagswahl 2025 die Parteien B&uuml;ndnis 90/Die Gr&uuml;nen (69 %), CDU/CSU (64 %) sowie SPD (64 %) gew&auml;hlt zu haben, &uuml;berdurchschnittlich hoch. Die Umfrageergebnisse zeigen, dass die Menschen sich von der deutschen Politik ein gr&ouml;&szlig;eres Engagement f&uuml;r die Begrenzung der Waffen w&uuml;nschen.</p>
<p>&quot;Dieses Ergebnis gibt uns unserer Kampagne R&uuml;ckenwind und zeigt, dass wir mit unserer Forderung nach neuen R&uuml;stungskontrollinitiativen f&uuml;r landgest&uuml;tzte Mittelstreckenwaffen in Europa die Mehrheit der Bev&ouml;lkerung hinter uns haben. Im Zuge der &sbquo;Zeitenwende&lsquo; darf R&uuml;stungskontrolle als ein wichtiger Pfeiler f&uuml;r umfassende Sicherheit nicht aus dem Blick geraten! Es braucht dringend Auswege aus gesellschaftlich teuren R&uuml;stungsspiralen und einer milit&auml;rischen Logik, die eine falsche Sicherheit suggerieren.&quot;, sagt Angelika Wilmen, Sprecherin der Kampagne.</p>
<p><a href="https://wissenschaft-und-frieden.de/dossier/rueckkehr-der-mittelstreckenwaffen/">Die Kampagne hat im Dossier &quot;R&uuml;ckkehr der Mittelstreckenwaffen&quot;</a> der Fachzeitschrift Wissenschaft &amp; Frieden M&ouml;glichkeiten aufgezeigt, wie solche Initiativen aussehen k&ouml;nnten: Zun&auml;chst braucht es eine Reaktivierung vertrauensbildender Ma&szlig;nahmen durch St&auml;rkung und Ausbau direkter Kommunikationskan&auml;le zwischen den Konfliktparteien sowie gegenseitige Einblicke in Stationierungsorte und Bewaffnung. Im weiteren Verlauf sollten diese im Rahmen neuer Transparenz- und Verifikationsregime formalisiert und f&uuml;r die Beteiligten nachpr&uuml;fbar werden. Letztlich m&uuml;ssen jedoch neue, idealerweise multilateralen Vertr&auml;ge zur Begrenzung von Mittelstreckenwaffen als Nachfolgeprozess zum 2019 gek&uuml;ndigten INF-Vertrag (Intermediate-Range Nuclear Forces) angesto&szlig;en werden.</p>
<p>Mit der Kritik und der Forderung nach einem st&auml;rkeren Engagement der Bundesregierung ist die Kampagne nicht alleine. Das k&uuml;rzlich erschienene <a href="https://www.friedensgutachten.de/media/2026/06/10/260610-FGA-2026-Gesamt-b.pdf">Friedensgutachten</a> empfiehlt: &quot;Deutschland sollte ein Stationierungsmoratorium f&uuml;r neue landgest&uuml;tzte Raketen im ehemaligen INF-Reichweitenbereich anstreben, verbunden mit reziproken Transparenzma&szlig;nahmen.&quot;</p>
<p>Der Deutsche Gewerkschaftsbund kritisierte auf seinem <a href="https://www.dgb.de/fileadmin/download_center/Antr&auml;ge_23._OBK/Antrag_I02.pdf">Bundeskongress 2026</a> eine Stationierung von Mittelstreckenwaffen, da durch sie &quot;eine gef&auml;hrliche Dynamik&quot; drohe und &ndash; anders als noch beim NATO-Doppelbeschluss von 1979 &ndash; &quot;keinerlei Angebot an Russland f&uuml;r Abr&uuml;stungs- und R&uuml;stungskontrollverhandlungen&quot; gemacht wurden. Durch eine Stationierung w&uuml;rde &quot;keine Perspektive auf ein Nachfolgeabkommen zum inzwischen aufgek&uuml;ndigten INF-Vertrag&quot; er&ouml;ffnet, so der DGB-Beschluss.</p>
<p>Weitere Informationen zur Kampagne &quot;Friedensf&auml;hig statt erstschlagf&auml;hig. F&uuml;r ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen!&quot; finden Sie unter: <a href="https://friedensfaehig.de/">friedensfaehig.de</a>.</p>
<p><em>Fragestellung: &quot;Der INF-Vertrag war ein bilaterales R&uuml;stungskontrollabkommen zwischen den USA und der damaligen Sowjetunion bzw. dem sp&auml;teren Russland. Seit 1987 verbot er beiden Seiten die Entwicklung, den Besitz und die Stationierung landgest&uuml;tzter Mittelstreckenwaffen. Im Jahr 2019 erkl&auml;rten die USA ihren Austritt aus dem Vertrag und begr&uuml;ndeten diesen mit dem Vorwurf, Russland habe gegen den Vertrag versto&szlig;en. Russland wies diesen Vorwurf zur&uuml;ck und erkl&auml;rte seinerseits, sich ebenfalls nicht mehr an den Vertrag gebunden zu f&uuml;hlen. Seitdem gibt es kein entsprechendes Abkommen mehr. W&uuml;rden Sie es bef&uuml;rworten oder ablehnen, wenn sich die Bundesregierung f&uuml;r neue internationale Vereinbarungen zur Begrenzung landgest&uuml;tzter Mittelstreckenwaffen einsetzen w&uuml;rde?&quot;</em></p>
<p><em>15 % lehnten eine solche Initiative ab. 31 % der Befragten gaben &quot;Wei&szlig; nicht&quot; an.</em></p>
<p class="quelle">Quelle:&nbsp;<a href="https://friedensfaehig.de/">Kampagne &quot;Friedensf&auml;hig statt erstschlagf&auml;hig: F&uuml;r ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen&quot;</a> - Pressemitteilung vom 09.07.2026.</p>]]>
   </content>
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   <title>EBCO fordert die Ukraine auf, das Recht auf Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen zu achten</title>
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   <published>2026-07-09T09:35:08Z</published>
   <updated>2026-07-08T20:54:11Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[Das Europ&auml;ische B&uuml;ro f&uuml;r Kriegsdienstverweigerung (EBCO) verurteilt die Folter und den Tod des ukrainischen Kriegsdienstverweigerers Dmytro Koval in Milit&auml;rgewahrsam und...]]></summary>
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      <name>Michael Schmid</name>
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   <category term="4634" label="Kriegsdienstverweigerung" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   <category term="3957" label="Ukraine" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   
   <content type="html" xml:lang="de" xml:base="https://www.lebenshaus-alb.de/">
      <![CDATA[<p>Das Europ&auml;ische B&uuml;ro f&uuml;r Kriegsdienstverweigerung (EBCO) verurteilt die  Folter und den Tod des ukrainischen Kriegsdienstverweigerers Dmytro  Koval in Milit&auml;rgewahrsam und fordert die Ukraine auf, die Verfolgung,  willk&uuml;rliche Inhaftierung und Misshandlung von Kriegsdienstverweigernden  unverz&uuml;glich zu beenden, eine gesetzliche Regelung f&uuml;r einen zivilen  Ersatzdienst auch im Kriegsrecht zu schaffen und alle w&auml;hrend der  Mobilisierung begangenen Menschenrechtsverletzungen umfassend  aufzukl&auml;ren.</p>]]>
      <![CDATA[<h3>Ukraine: Folter, Inhaftierung und Verweigerung eines alternativen Dienstes</h3>
<p><strong>Das Europ&auml;ische B&uuml;ro f&uuml;r Kriegsdienstverweigerung (EBCO) verurteilt die <a href="https://babel.ua/en/texts/127938-the-skelya-assault-regiment-has-combat-merits-and-is-well-equipped-and-according-to-eyewitnesses-they-torture-and-beat-people-to-death-there-babel-s-investigation">Folter und den Tod des ukrainischen Kriegsdienstverweigerers Dmytro Koval</a> in Milit&auml;rgewahrsam und fordert die Ukraine auf, die Verfolgung, willk&uuml;rliche Inhaftierung und Misshandlung von Kriegsdienstverweigernden unverz&uuml;glich zu beenden, eine gesetzliche Regelung f&uuml;r einen zivilen Ersatzdienst auch im Kriegsrecht zu schaffen und alle w&auml;hrend der Mobilisierung begangenen Menschenrechtsverletzungen umfassend aufzukl&auml;ren.</strong></p>
<p>Wir sind zutiefst besorgt &uuml;ber aktuelle Berichte ukrainischer Medien, wonach der Kriegsdienstverweigerer Dmytro Koval sowie weitere Personen &ndash; insgesamt mindestens 26 Menschen &ndash; im Sturmregiment &quot;Skelya&quot; zu Tode gefoltert wurden. Wir begr&uuml;&szlig;en die angek&uuml;ndigte Einleitung offizieller Ermittlungen. Diese allein reichen jedoch nicht aus, um die Verantwortlichen f&uuml;r die Folter von Kriegsdienstverweigernden in diesem und anderen F&auml;llen zur Rechenschaft zu ziehen. Die Ukraine muss verhindern, dass sich derartige Vorf&auml;lle wiederholen. Daf&uuml;r muss sie ihre derzeitige Praxis beenden, Menschen mit Gewalt dazu zu zwingen, ihre Religion oder Weltanschauung aufzugeben, wenn diese mit dem Dienst in den Streitkr&auml;ften der Ukraine unvereinbar ist. Dies verst&ouml;&szlig;t gegen Artikel 7 sowie Artikel 18 Absatz 2 des Internationalen Pakts &uuml;ber b&uuml;rgerliche und politische Rechte, die auch im Krieg uneingeschr&auml;nkt gelten und von denen nicht abgewichen werden darf.</p>
<p>Wir bedauern, dass die Ukraine ihre im Fahrplan zur St&auml;rkung der Rechtsstaatlichkeit eingegangene Verpflichtung nicht eingehalten hat, bis zum zweiten Quartal 2026 ein Gesetz &uuml;ber einen alternativen zivilen Dienst im Kriegsfall zu verabschieden. Bereits diese Verpflichtung war unzureichend, da sie ausschlie&szlig;lich religi&ouml;s motivierte Kriegsdienstverweigernde sch&uuml;tzen sollte und nichtreligi&ouml;se Pazifist*innen diskriminierte. Besorgt sind wir zudem &uuml;ber den unzureichenden Gesetzentwurf, der am 17. Februar 2026 bei einer nicht&ouml;ffentlichen Sitzung im B&uuml;ro des Pr&auml;sidenten unter dem Titel &quot;Diskussion &uuml;ber die Zweckm&auml;&szlig;igkeit der Einf&uuml;hrung eines Mechanismus f&uuml;r einen alternativen (nichtmilit&auml;rischen) Dienst unter den Bedingungen des Kriegsrechts&quot; beraten wurde. Die Zivilgesellschaft war von dieser Beratung ausgeschlossen. Der Entwurf war restriktiv und diskriminierend, entsprach nicht den internationalen Standards und erreichte selbst in dieser abgeschw&auml;chten Form weder die Zustimmung der Regierung noch die Verabschiedung durch das Parlament. Noch besorgniserregender ist die Begr&uuml;ndung f&uuml;r das Ausbleiben der Reform: Das Verteidigungsministerium und der Generalstab bestanden kategorisch darauf, einen &quot;alternativen&quot; Dienst ausschlie&szlig;lich auf nicht k&auml;mpfenden Positionen innerhalb der Streitkr&auml;fte der Ukraine vorzusehen. <a href="https://www.forum18.org/archive.php?article_id=3056">Dies widerspricht den religi&ouml;sen &Uuml;berzeugungen einer erheblichen Zahl ukrainischer Kriegsdienstverweigernder.</a></p>
<p>Im vergangenen Jahr wurden aufgrund gerichtlicher Entscheidungen mehr als einhundert Kriegsdienstverweigernde inhaftiert. Tausende weitere werden gegen ihren Willen in milit&auml;rischen Einheiten festgehalten. Bestrafungen wegen Kriegsdienstverweigerung, willk&uuml;rliche Inhaftierungen und Gewalt wurden unter anderem von den Vereinten Nationen, dem Europarat, den ukrainischen Parlamentsbeauftragten f&uuml;r Menschenrechte, der Unabh&auml;ngigen Internationalen Untersuchungskommission zur Ukraine sowie weiteren Menschenrechtsinstitutionen dokumentiert.</p>
<p>Wie auch <a href="https://www.ebco-beoc.org/press-release/2026-05-11-press-release-ebco-annual-report-2025">unser Jahresbericht</a> zeigt, m&uuml;ssen diese Menschenrechtsverletzungen im Zusammenhang mit dem zunehmend eingeschr&auml;nkten Handlungsspielraum f&uuml;r pazifistische und antimilitaristische Stimmen in der Ukraine gesehen werden. Dazu geh&ouml;rt insbesondere die rechtswidrige Verfolgung von Yurii Sheliazhenko, dem Exekutivsekret&auml;r der Ukrainischen Pazifistischen Bewegung. Yurii Sheliazhenko wurde selbst gegen seinen Willen zum Milit&auml;rdienst eingezogen und wegen seines qu&auml;kerischen Glaubens misshandelt. <a href="https://www.quaker.org.uk/news-and-events/news/ukrainian-quaker-calls-for-human-rights-reforms-after-detention">Er hat eine Reihe von Reformvorschl&auml;gen vorgelegt, die von der ukrainischen Regierung ernsthaft gepr&uuml;ft werden sollten.</a> Dazu geh&ouml;ren unter anderem die Verpflichtung der Rekrutierungsbeh&ouml;rden, festgehaltenen Personen den Zugang zu Telefonen zu erm&ouml;glichen, damit sie Angeh&ouml;rige oder Rechtsbeist&auml;nde kontaktieren k&ouml;nnen, sowie gut sichtbare Informationen &uuml;ber die Rechte von Festgehaltenen auszuh&auml;ngen, einschlie&szlig;lich des Rechts auf Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgr&uuml;nden. Sein Fall zeigt, dass sich die Repression nicht nur gegen Menschen richtet, die den Milit&auml;rdienst verweigern, sondern auch gegen diejenigen, die Menschenrechtsverletzungen dokumentieren, Gewaltfreiheit f&ouml;rdern und sich f&uuml;r das Recht einsetzen, entsprechend ihrem Gewissen zu leben.</p>
<p>Im <a href="https://enlargement.ec.europa.eu/ukraine-report-2025_en">L&auml;nderbericht der Europ&auml;ischen Kommission f&uuml;r das Jahr 2025</a> wird hervorgehoben, dass die Ukraine Schutzmechanismen schaffen muss, die Kriegsdienstverweigernde vor strafrechtlicher Verfolgung bewahren. Dabei wird ausdr&uuml;cklich auf die Stellungnahme (amicus curiae) der Venedig-Kommission vom M&auml;rz 2025 Bezug genommen. In seinem <a href="https://edoc.coe.int/en/human-rights-commissioner/12305-memorandum-on-human-rights-elements-for-peace-in-ukraine.html">Memorandum zu den menschenrechtlichen Voraussetzungen f&uuml;r einen Frieden</a> in der Ukraine empfiehlt Michael O&rsquo;Flaherty, dass die Ukraine die internationalen Standards zur Kriegsdienstverweigerung entsprechend den Empfehlungen der Venedig-Kommission einh&auml;lt. Au&szlig;erdem fordert er die ukrainischen Beh&ouml;rden auf, einen Mechanismus einzurichten, der Menschenrechtsverletzungen w&auml;hrend der Mobilisierung verhindert. Wir begr&uuml;&szlig;en die Er&ouml;ffnung des ersten Verhandlungskapitels der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine und hoffen, dass der gemeinsame Standpunkt der Europ&auml;ischen Union, der eine st&auml;rkere Angleichung des ukrainischen Rechts- und Institutionensystems an den EU-Besitzstand sowie an europ&auml;ische Standards im Bereich der Grundrechte fordert, im weiteren Verlauf der Verhandlungen Wirkung entfalten wird.</p>
<p><strong>EBCO fordert die Ukraine auf</strong>,</p>
<ul>
    <li>willk&uuml;rliche Inhaftierungen, Folter und Misshandlungen von Kriegsdienstverweigernden unverz&uuml;glich zu beenden;&nbsp;</li>
    <li>inhaftierte Kriegsdienstverweigernde und andere gewaltlose politische Gefangene freizulassen;&nbsp;</li>
    <li>eine gesetzliche Regelung f&uuml;r einen echten zivilen Ersatzdienst auch w&auml;hrend des Kriegsrechts im Einklang mit internationalen Standards zu verabschieden;&nbsp;</li>
    <li>die Empfehlungen der Venedig-Kommission, der Menschenrechtsmechanismen der Vereinten Nationen sowie der Organe des Europarats vollst&auml;ndig umzusetzen.</li>
</ul>
<p><strong>EBCO fordert die Europ&auml;ische Union auf</strong>,</p>
<ul>
    <li>die Einhaltung internationaler Standards zur Kriegsdienstverweigerung zum Gegenstand der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine zu machen;&nbsp;</li>
    <li>Kriegsdienstverweigernden, die Verfolgung droht, Zugang zu Asyl und humanit&auml;rem Schutz zu gew&auml;hrleisten;&nbsp;</li>
    <li>den j&uuml;ngsten Vorschlag der Europ&auml;ischen Kommission zur&uuml;ckzuziehen, neu ankommenden Personen, denen die ukrainischen Beh&ouml;rden aufgrund ihrer Wehrpflicht die Ausreise verweigern, keinen humanit&auml;ren Schutz mehr zu gew&auml;hren.&nbsp;</li>
</ul>]]>
   </content>
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   <title>&quot;Friedensbotschaften der Hebräischen Bibel&quot; – ein Erster Band der Sammlung liegt vor</title>
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   <published>2026-07-08T08:38:02Z</published>
   <updated>2026-07-07T19:52:14Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[Nach den Leseb&uuml;chern zur &quot;Friedensliebe der Rabbiner&quot; und zu &quot;Gewalt und Kriegstheologie&quot; im sog. &sbquo;Alten Testament&lsquo; liegt jetzt auch der...]]></summary>
   <author>
      <name>Michael Schmid</name>
      <uri>http://www.lebenshaus-alb.de</uri>
   </author>
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   <category term="4821" label="Schalom-Bibliothek" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   
   <content type="html" xml:lang="de" xml:base="https://www.lebenshaus-alb.de/">
      <![CDATA[<p>Nach den Leseb&uuml;chern zur &quot;Friedensliebe der Rabbiner&quot; und zu &quot;Gewalt und  Kriegstheologie&quot; im  sog. &sbquo;Alten Testament&lsquo; liegt jetzt auch der angek&uuml;ndigte Erste Band zu den &quot;Friedensbotschaften der Hebr&auml;ischen Bibel&quot; vor. Diese Er&ouml;ffnung  einer neuen Sammlung der Schalom-Bibliothek gew&auml;hrt vor allem Einblicke  in die friedenstheologische Bibellekt&uuml;re (AT) von Christinnen und  Christen. Die Forschungsbeitr&auml;ge, Essays und Predigten im Lesebuch  stammen von Peter B&uuml;rger, Klara Butting, Friedrich Erich Dobberahn,  Ulrich Duchrow, Matthias-W. Engelke, Antje Heider-Rottwilm, Margot  K&auml;&szlig;mann, Rainer Kessler, Ansgar Moenikes, Thomas Nauerth, Orna Pilz  (Reform-Rabbinerin), Ruth Poser, Salom&eacute; Richir-Haldemann, Franz Segbers,  Egon Spiegel, Anja Vollendorf, Marie-No&euml;lle von der Recke und B&auml;rbel  Wartenberg-Potter.&nbsp;Ein Lesebuch der Schalom-Bibliothek &ndash; in Kooperation mit Frieden wagen  e.V., dem &sbquo;Kuratorium Abrahamskrone&lsquo; und dem &Ouml;kumenischem Institut f&uuml;r  Friedenstheologie.</p>]]>
      <![CDATA[<h3>Ein Lesebuch der Schalom-Bibliothek &ndash; in Kooperation mit Frieden wagen e.V., dem &sbquo;Kuratorium Abrahamskrone&lsquo; und dem &Ouml;kumenischem Institut f&uuml;r Friedenstheologie</h3>
<p><strong>Von der Redaktion schalom-bibliothek.org</strong></p>
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<p><strong>Friedensbotschaften der Hebr&auml;ischen Bibel &ndash; Erster Band.</strong> Ein Lesebuch der Schalom-Bibliothek. Herausgegeben von Peter B&uuml;rger. (edition pace ǀ Regal: Pazifisten &amp; Antimilitaristen aus j&uuml;dischen Familien, 17). Hamburg: BoD 2026. (ISBN: 978-3-6963-6247-8; Paperback; 448 Seiten; 16,99 Euro). &ndash; Leseprobe mit Inhaltsverzeichnis &amp; Direktbestellm&ouml;glichkeit hier beim Verlag der gedruckten Buchausgabe: <a href="https://buchshop.bod.de/friedensbotschaften-der-hebraeischen-bibel-erster-band-9783696362478">https://buchshop.bod.de/friedensbotschaften-der-hebraeischen-bibel-erster-band-9783696362478</a></p>
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<p><img src="/magazin/media/img/Umschlag%20Bibel-Frieden%20I.jpg" width="280" height="446" vspace="10" hspace="10" align="right" alt="" />Nach den Leseb&uuml;chern zur <a href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015533.html">&quot;Friedensliebe der Rabbiner&quot;</a> und zu <a href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015573.html">&quot;Gewalt und Kriegstheologie&quot;</a> im sog. &sbquo;Alten Testament&lsquo; liegt jetzt auch der angek&uuml;ndigte <a href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/media/pdf/Bibel-Frieden-Eins.pdf">Erste Band</a> zu den <em>&quot;Friedensbotschaften der Hebr&auml;ischen Bibel&quot;</em> vor. Diese Er&ouml;ffnung einer neuen Sammlung der Schalom-Bibliothek gew&auml;hrt vor allem Einblicke in die friedenstheologische Bibellekt&uuml;re (AT) von Christinnen und Christen. Die Forschungsbeitr&auml;ge, Essays und Predigten im Lesebuch stammen von Peter B&uuml;rger, Klara Butting, Friedrich Erich Dobberahn, Ulrich Duchrow, Matthias-W. Engelke, Antje Heider-Rottwilm, Margot K&auml;&szlig;mann, Rainer Kessler, Ansgar Moenikes, Thomas Nauerth, Orna Pilz (Reform-Rabbinerin), Ruth Poser, Salom&eacute; Richir-Haldemann, Franz Segbers, Egon Spiegel, Anja Vollendorf, Marie-No&euml;lle von der Recke und B&auml;rbel Wartenberg-Potter.</p>
<p>Im Gegensatz zu den vorhergehenden Publikationen des Projektes sind Frauen im Kreis der Autor:innen gut vertreten. Es ist in den Auslegungen auch ein besonderes Augenmerk den Frauengestalten der Bibel gewidmet.</p>
<p>Dargeboten werden die Beitr&auml;ge in vier thematischen Abteilungen: 1. Grundlegendes &ndash; Impulse f&uuml;r ein neues Sehen; 2. Alle Pfade der Tora f&uuml;hren zum Frieden; 3. Erkundungen zur vorderen Prophetie (&sbquo;Geschichtsb&uuml;cher&lsquo;); 4. Prophetische Worte des Friedens; 5. Gebet und Weisheit.</p>
<p>Ein entmaterialisierter, gar ins Nebul&ouml;se &quot;spiritualisierter Friedensbegriff&quot; liegt der Hebr&auml;ischen Bibel fern. Gewaltt&auml;tigkeit, Blutvergie&szlig;en und der Glaube an Kriegstechnologien sind ein Ausweis von Gottlosigkeit. Die &quot;Hausordnung der Tora&quot; ist als unverzichtbare Grundlage der biblischen Friedensbotschaft zu betrachten (u.a. Einheit der menschlichen Familie auf dem Erdkreis; jeder Mensch als &quot;Bild&quot; des H&ouml;chsten; Kritik der Herrschaft von Menschen &uuml;ber Menschen; g&ouml;ttlicher Schutzbrief f&uuml;r den verwundbaren Menschen; T&ouml;tungsverbot; solidarisches Zusammenleben in Gerechtigkeit, eine dementsprechende Eigentumsordnung, Entschuldung; Bestimmungen zum Recht der Besitzlosen, Zugewanderten, Fl&uuml;chtlinge).</p>
<p>&quot;Ein Fremdling soll unter euch wohnen wie ein Einheimischer&quot; (s. Ezechiel 47,21-23). Solche &Uuml;berschriften wollen die falschen Friedenspropheten der rechten Sektoren und nationalen Besitzstandswahrer in unseren Tagen nicht h&ouml;ren, denn: &quot;sie sagen: / Frieden! Frieden! &ndash; Aber da ist kein Friede&quot; (Jeremia 6,14). An den hochger&uuml;steten Grenzmauern geh&ouml;ren Entrechtung wie Massensterben von Fl&uuml;chtenden/Migranten zum Alltag, doch die Antwort darauf ist eine &quot;Kultur der Gleichg&uuml;ltigkeit&quot; (Bischof Franziskus von Rom +) &ndash; und der planm&auml;&szlig;ige Abbau von internationaler Entwicklungszusammenarbeit.</p>
<p>Die Hebr&auml;ische Bibel birgt Herausforderungen und unvorstellbar kraftvolle Impulse f&uuml;r die Friedensarbeit. Sie ist kein Buch von gestern. Das zeigen viele Beitr&auml;ge im neuen Band, die auf das politische Geschehen der Gegenwart Bezug nehmen. Gem&auml;stet werden die &quot;H&auml;ndler des Todes&quot; (Kriegskonzerne, samt zugeh&ouml;riger Finanzindustrie) und auch die Logistik der atomaren Massenvernichtung, die von der weltweiten &Ouml;kumene als Ausweis ultimativer Gottesl&auml;sterung bewertet wird. Nach Innen zeigt sich gleichzeitig &ndash; wie hierzulande &ndash; eine Konzentration von fast 70 Prozent des Gesamtverm&ouml;gen bei einer Oberschicht von 10 Prozent der Bev&ouml;lkerung (allein das reichste 1 Prozent verf&uuml;gt &uuml;ber etwa 35 % des Nettoverm&ouml;gens, w&auml;hrend auf die &auml;rmere H&auml;lfte der Gesamtbev&ouml;lkerung weniger als 3 Prozent entfallen: diw.de). All dies wird verantwortet durch politische Gebilde, die f&uuml;r sich allen Ernstes eine &quot;j&uuml;disch-christliche Wertebasis&quot; beanspruchen. Die neue friedenstheologische Bibellekt&uuml;re zeigt, wie absurd das ist.</p>
<p><strong>Erg&auml;nzende Dokumentation im Netz</strong> ǀ Eine Zusammenstellung ausgew&auml;hlter Bibelstellen zur Er&ouml;ffnung der Lesebuch-Sammlung <a href="https://schalom-bibliothek.org/alle-pfade-der-tora-fuehren-zum-frieden/">&quot;Friedensbotschaften der Hebr&auml;ischen Bibel&quot;</a>.</p>
<p><strong>Bibliotheksportal</strong> | Alle Publikationen des nicht kommerziell ausgerichteten Regals &quot;Pazifisten &amp; Antimilitaristinnen aus j&uuml;dischen Familien&quot; erscheinen zun&auml;chst als Digitale Erstausgaben und sind frei abrufbar auf dem Projektportal <a href="https://www.schalom-bibliothek.org">www.schalom-bibliothek.org</a> &ndash; dort auch weitere Beitr&auml;ge im <a href="https://schalom-bibliothek.org/lesesaal/">&quot;Lesesaal&quot;</a> und alle <a href="https://schalom-bibliothek.org/buchreihe/">Informationen</a> zu den bisherigen Buchangeboten.</p>
<p style="text-align: center;">_____</p>
<h3>Leseprobe ǀ Alle Pfade der Tora f&uuml;hren zum Frieden &hellip;</h3>
<p><em>(Ein Abschnitt aus der Einleitung des Herausgebers)</em></p>
<p>Die Wege der Tora &ndash; so hei&szlig;t es im Anschluss an das Buch der Sprichw&ouml;rter 3,17 &ndash; sind freundlich und alle ihre Pfade f&uuml;hren zum Frieden. Ein gr&ouml;&szlig;erer Kontrast zur antijudaistischen Klage, das &sbquo;Alte Testament&lsquo; sei nur eine Urkunde voller Kriegsgewalt und Blutvergie&szlig;en, ist kaum vorstellbar. Das erste der f&uuml;nf B&uuml;cher Mose, dem wir uns erst in einem weiteren Band unserer Sammlung eingehender zuwenden wollen, enth&auml;lt die Grundlagen jeder biblischen Friedenstheologie. Im babylonischen Sch&ouml;pfungsmythos &quot;Enuma elisch&quot; vollzieht sich der Ursprung als kosmisches Kriegsgeschehen; die Urg&ouml;ttin Tiamat wird f&ouml;rmlich ausgeschlachtet. Im Vergleich dazu liest sich Genesis 1 eher wie eine naturwissenschaftliche Darstellung, weit ausgreifend freilich auf das gesamte Universum. An die Stelle blutiger Gewalt tritt das sch&ouml;pferische Wort. Anders als bei den Gottk&ouml;nigen der altorientalischen Reiche werden jetzt <em>alle</em> Menschen als <em>&quot;Bild Gottes&quot;</em> betrachtet. (Sie sind keineswegs gem&auml;&szlig; dem Plan der babylonischen Stadtgottheit Marduk als Sklaven der arbeitsscheuen G&ouml;tter erschaffen.) Eine Kontroverse der Auslegung betrifft die Frage, ob aus dem g&ouml;ttlichen Auftrag (Gen 1,28) nun eher <em>Unterwerfungspraxis</em> (Herrschaftsparadigma) oder das <em>Walten von Hirten</em> (&ouml;kologisches Paradigma der Sorge) folgt. Vorerst ist nur pflanzliche Nahrung vorgesehen; das T&ouml;ten von Tieren entf&auml;llt. Ein f&uuml;r alle Mal bezeugt ist <em>die Einheit des Menschengeschlechts</em>.</p>
<p>Archaischer bzw. anschaulicher vollzieht sich das Beginnen im 2. Kapitel der Genesis. F&uuml;r die aus Lehm geformten Menschen steht ein m&uuml;tterlicher Garten bereit, den sie <em>pflegen</em> bzw. <em>erhalten</em> (Genesis 2,15) und in dem sie &ndash; trotz ihrer Staubherkunft &ndash; angstfrei im g&ouml;ttlichen Lebensatem verbleiben. (Da Gott selbst im Garten umherwandelt, besteht noch kein Bedarf an Theologie und organisierter Religion.) Vegetarischer Luxus steht bereit. Die Tiere sind noch keine Nahrungsprodukte oder toten Sachen, sondern potentielle Gef&auml;hrten &ndash; gleichberechtigte Stimmen im Gespr&auml;chsraum des Lebens. Ein Herrschaftsverh&auml;ltnis zwischen den Geschlechtern gibt es nicht; ebenso fehlt (wie fast in der gesamten Geschichte des homo sapiens, d.h. der &sbquo;J&auml;ger und Sammler&lsquo;) die b&auml;uerliche Knochenarbeit.</p>
<p>Selten wird es bedacht: &sbquo;Eden&lsquo; w&auml;hrte bezogen auf die ganze menschliche Gattung hunderttausende, ja Millionen Jahre. Die Vertreibung geschah gleichsam erst &sbquo;gestern&lsquo;. In friedenstheologischer Perspektive h&auml;ngt nun alles daran, den Zugang zu Genesis 3 (&sbquo;Paradiesverlust&lsquo;) nicht durch die platte Oberfl&auml;chensicht eines &quot;S&uuml;ndenfalls&quot; der hochm&uuml;tigen, sich gegen Gott auflehnenden Menschen zu verderben. Stattdessen w&auml;re die mit der Bewusstwerdung einhergehende <em>Geburt der Angst</em> als tragisches, durchaus nicht frei gew&auml;hltes Geschehen zu beleuchten. (Im ersten Fall gen&uuml;gt eine gute Moralpredigt wider den Stolz an die ganze Menschheit; im zweiten Fall kommt die Notwendigkeit in den Blick, dass eine auf Angst und Gewalt basierende &sbquo;<em>Zivilisation der Ungeliebten</em>&lsquo; als Ganzes der durchgreifenden Heilung bedarf &ndash; sofern es f&uuml;r die menschliche Gattung eine Zukunft auf der Erde geben soll.)</p>
<p>Die im fr&uuml;hesten Mord gipfelnde Erz&auml;hlung von zwei Br&uuml;dern &ndash; dem Ackerbauern Kain und dem Schafhirten Abel (Genesis 4,1-16) &ndash; beleuchtet mit Blick auf den einzelnen Menschen die Genese t&ouml;dlicher Gewalt aus dem &sbquo;Ungeliebtsein&lsquo;, d.h. dem Gef&uuml;hl von Nichtbeachtung, Zur&uuml;cksetzung, Ablehnung und eigener Minderwertigkeit (Gottes Schutzbrief bleibt auch dem schuldigen T&auml;ter nicht vorenthalten: Genesis 4,15 versus Genesis 9,6); zugleich verweist sie aber auch auf die <em>zivilisatorischen</em> Prozesse der landwirtschaftlichen Transformation und Sesshaftwerdung. &quot;Ausgerechnet der sesshafte <em>Ackerbauer</em> Kain, der seinen Bruder erschlagen hat, wird zum ersten St&auml;dtegr&uuml;nder (Genesis 4,16.17). Kains Nachkomme Lamech r&uuml;hmt sodann seine eigene &ndash; jetzt ma&szlig;los gesteigerte &ndash; T&ouml;tungsbereitschaft (Genesis 4,23-24). Lamechs Sohn Tubal-Kain wiederum gilt passend dazu als Stammvater aller Metallschmiede (Genesis 4,22) und wird in der rabbinischen &Uuml;berlieferung als Erfinder des Schwertes angesehen. &ndash; Der Beginn der planm&auml;&szlig;igen R&uuml;stungsproduktion f&uuml;r den Mordapparat des Krieges findet im au&szlig;erkanonischen Schriftgut und auch beim j&uuml;dischen Philosophen Philo von Alexandrien eine &auml;u&szlig;erst negative Bewertung&quot;. Metallwerkzeuge entweihen den Altar (Exodus 20,25), weil sie T&ouml;tungsinstrumente sind und somit der Weisung zum Leben widersprechen. &ndash; Der institutionalisierte Krieg ist also aus biblischer und rabbinischer Sicht kein ewiges Naturereignis, sondern ein zeitlich genau einzuordnendes (sehr <em>sp&auml;tes</em>) Produkt der menschlichen Zivilisationsgeschichte.</p>
<p>Die sogenannte &sbquo;Sintflut&lsquo; (Genesis 6,5-9,17) erscheint als ein totales Massenvernichtungs-Unternehmen gegen die von Jugend auf verdorbene Menschenwelt. Doch im Zuge dieser Intervention nach Art der hochger&uuml;steten imperialen &sbquo;Chaos-Bezwinger&lsquo; kommt Gott gleichsam zur Besinnung und zu einem besseren Verst&auml;ndnis der menschlichen Gebrochenheit. Die erste Friedenstaube der Geschichte bringt gute Kunde: Land in Sicht! (Genesis 8,11.21-22). Fortan erscheint statt des Schwertbogens der Kriegsgottheiten und Gottk&ouml;nige am Himmel der Regenbogen eines Friedensbundes, welcher der ganzen Menschheit gilt (Genesis 9,12-27).</p>
<p>Die Erz&auml;hlung vom Turmbau zu Babel (Genesis 11,1-9) bringt auch architektonisch zur Anschauung die Geschichte der Stadtstaaten, die &ndash; durchweg von M&auml;nnern regiert &ndash; sich in Konkurrenz miteinander zu Gro&szlig;reichen aufbl&auml;hen. Gott straft an dieser Stelle nicht, sondern tritt entgegen dem sprachlichen <em>Einheitscode</em> einer neuen Zivilisationsstufe, der nicht der Verst&auml;ndigung zwischen den Menschen, sondern der imperialen Beherrschung dient.</p>
<p>Abraham aus Ur in Chald&auml;a &ndash; im Zweistromland &ndash; h&ouml;rt den Ruf zum Aufbruch aus dem Bestehenden (Genesis 12,1-3) und wirkt so Segen f&uuml;r die Menschen aller Zeiten. &ndash; Das Bestehende aber ist das seit ca. 3000 v. Chr. zunehmend verfestigte, auf Aneignung, Macht und Kriegsgewalt fu&szlig;ende Zivilisationsgef&uuml;ge. Abraham tritt als F&uuml;rsprecher der in Gewaltkontexten gefangenen Menschen auf (Genesis 18,20-33; vgl. auch Moses in Numeri 14,10b-20), ebenso als ein Mensch des Friedens und Sachwalter der von (Halb)Nomaden hochgesch&auml;tzten friedlichen Koexistenz ohne gewaltsame Konfliktaustragung (Genesis 13,1-9; 20,1.14-17; 21,22-30; 23,1-7). Er gilt der Bibel gleicherma&szlig;en als Stammvater der &sbquo;Araber&lsquo; und der &sbquo;Israeliten&lsquo;; sein Begr&auml;bnis wird von den beiden S&ouml;hnen Ismael und Isaak gemeinsam besorgt (Genesis 21,9-21; 25,7-11). &ndash; Der Genesis &quot;zufolge ist die Besiedelung Kanaans durch die Israeliten ein friedlicher Vorgang. [&hellip;] So verstehen sich die Erzv&auml;ter mit den Nichthebr&auml;ern gut und leben in freundlicher Nachbarschaft; sie sind weit davon entfernt, die Bewohner Kanaans zu bek&auml;mpfen und aus dem Land zu verdr&auml;ngen&quot; (Bernhard Lang). Noch Jakob, dem nunmehr die Entsch&auml;rfung eines Bruderkonfliktes und somit die Verhinderung blutiger Gewaltfolgen gelingt (Genesis 32,4-22; 33,1-17: Jakob und Esau), ist daran gelegen, ohne Kriegszustand mit den Kanaanitern und Perisitern gut auszukommen (Genesis 34,1-31).</p>
<p>Im Buche Exodus sollten wir &ndash; gebannt vom spektakul&auml;ren Ertrinken des ganzes &auml;gyptischen Heeres &ndash; den lebensrettenden &sbquo;zivilen Ungehorsam&lsquo; der Hebammen (Exodus 1,15-21), die Hilfe der Tochter des Pharaos (Exodus 2,1-10) und die freundlichen Beziehungen des Moses zu den Midianitern (Exodus 18,1-9; vgl. Numeri 10,29-33) nicht &uuml;bersehen.</p>
<p>Das grundlegende <em>T&ouml;tungsverbot</em> (Exodus 20,13; Deuteronomium 5,17) in der Weisung an die aus &Auml;gypten Befreiten wird neuerdings gerne so relativiert bzw. ausgelegt, dass unter bestimmten Umst&auml;nden die seit f&uuml;nf Jahrtausenden im Auftrag von Staaten milit&auml;risch exekutierten T&ouml;tungen nicht mehr darunter fallen. Friedrich Erich Dobberahn pl&auml;diert diesbez&uuml;glich daf&uuml;r, die Philologie in den Dienst der Friedenstheologie zu stellen, und hat deshalb zum &sbquo;f&uuml;nften Gebot&lsquo; einen Originalbeitrag f&uuml;r die neue Sammlunng verfasst. Auf die Kriegsbestimmungen in den f&uuml;nf B&uuml;chern Mose sind wir schon in unserem Band zu <a href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015573.html">&quot;Gewalt und Kriegstheologie&quot;</a> ausf&uuml;hrlich zu sprechen gekommen. An dieser Stelle m&uuml;ssen wir &ndash; in friedenstheologischer Absicht &ndash; auf etwas anderes eingehen: auf die &sbquo;<em>Hausordnung der Tora</em>&lsquo; (Franz Segbers). Gegen Gewalt von innen und von au&szlig;en k&ouml;nnen Gemeinschaften nur auf einem einzigen Wege Widerstands- und Verteidigungskraft entwickeln: indem sie n&auml;mlich ihr soziales Gef&uuml;ge menschlich, gerecht und kooperativ gestalten &ndash; also die besonders Verwundbaren sch&uuml;tzen, die Bed&uuml;rftigen nicht allein lassen, den Kranken ohne Ansehen der Person (und des Geldbeutels) eine gute Versorgung bereiten, die Werkt&auml;tigen nicht ausbeuten, den neu Hinzukommenden Unterst&uuml;tzung geben, die Alten nicht &sbquo;abschreiben&lsquo;, Wohnungen f&uuml;r Menschen statt f&uuml;r Profite bauen, den &ouml;ffentlichen Raum mit seinen allen dienenden Einrichtungen pflegen &hellip; Kurzum: Friedenst&uuml;chtig wird ein Gemeinwesen, in dem es die Beziehungen zwischen den Menschen <em>gerecht</em> gestaltet. Der Zusammenhang von &quot;Gerechtigkeit und Frieden&quot; (Jesaja 32,17-18; Psalm 72,2-3; Psalm 85,11) &ndash; nach innen und au&szlig;en &ndash; ist unzerrei&szlig;bar. Deshalb kommt der &sbquo;Hausordnung der Tora&lsquo;, deren Wegweisungen zum Leben im neuen Band durch die Beitr&auml;ge von Ansgar Moenikes, Ulrich Durchrow und Franz Segbers beleuchtet werden, f&uuml;r die <em>biblische Friedenstheologie</em> eine wirklich g r u n d l e g e n d e&nbsp; Bedeutung zu.</p>
<p>Mit Blick auf die M&auml;chtigen der Welt und die Staatsdoktrin der Besitzenden erscheinen <em>Herrschaftskritik</em> und <em>Gerechtigkeitsforderung </em>der Hebr&auml;ischen Bibel als unerh&ouml;rte Neuheiten. N&auml;chstenliebe und &sbquo;egalit&auml;rer Impuls&lsquo; sind hier aber nicht pl&ouml;tzlich vom Himmel herabgefallen. Halbnomaden, entlaufene Sklaven und egalit&auml;re Bauern kommen zu Wort. Schauen wir genauer hin, so zeigt es sich, dass vor allem das &uuml;ber Hundertausende Jahre waltende &ndash; uns f&ouml;rmlich ins Herz geschriebene &ndash; &sbquo;Sozialethos&lsquo; der <em>vorstaatlichen</em> Menschengeschichte wieder freigelegt wird und zur Geltung kommen soll. Ehrfurcht vor dem Leben, Teilen (statt T&ouml;ten), helfende Gegenseitigkeit, Abscheu vor Machtgebaren und Mitf&uuml;hlen entsprechen <em>urspr&uuml;nglichen</em> Neigungen, wie sehr auch eine destruktive Zivilisation anstrebt, uns &sbquo;massenkulturell&lsquo; zum Gegenteiligen abzurichten. Deshalb k&ouml;nnen die Leute solches verstehen, es ist keineswegs &sbquo;&uuml;bernat&uuml;rlich&lsquo; oder &sbquo;unverst&auml;ndlich&lsquo;: <em>&sbquo;Denn dieses Gebot, auf das ich dich heute verpflichte, geht nicht &uuml;ber deine Kraft und ist nicht fern von dir. [&hellip;] Nein, das Wort ist ganz nah bei dir, es ist in deinem Mund und in deinem Herzen, du kannst es halten.&lsquo;</em> (5. Mose / Deuteronomium 30,11-14).</p>
<p><em>Text: Peter B&uuml;rger (Hg.), 1. Juli 2026 (Fu&szlig;noten/Quellenhinweise wurden hier ausgelassen).</em></p>]]>
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   <title>55 Prominente fordern: &quot;Atomare Abrüstung darf kein leeres Versprechen bleiben&quot;</title>
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   <published>2026-07-07T11:20:34Z</published>
   <updated>2026-07-07T11:36:36Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[55 prominente Pers&ouml;nlichkeiten aus Kultur, Wissenschaft, Politik, Kirche und Zivilgesellschaft haben heute einen gemeinsamen Offenen Brief an die Bundesregierung und...]]></summary>
   <author>
      <name>Michael Schmid</name>
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      <![CDATA[<p>55 prominente Pers&ouml;nlichkeiten aus Kultur, Wissenschaft, Politik, Kirche  und Zivilgesellschaft haben heute einen gemeinsamen Offenen Brief an  die Bundesregierung und den Deutschen Bundestag ver&ouml;ffentlicht. Sie  fordern neue politische Initiativen f&uuml;r nukleare Abr&uuml;stung, die St&auml;rkung  des V&ouml;lkerrechts und die Vorbereitung eines deutschen Beitritts zum  UN-Atomwaffenverbotsvertrag.</p>]]>
      <![CDATA[<p><strong>55 prominente Pers&ouml;nlichkeiten aus Kultur, Wissenschaft, Politik, Kirche und Zivilgesellschaft haben heute einen gemeinsamen Offenen Brief an die Bundesregierung und den Deutschen Bundestag ver&ouml;ffentlicht. Sie fordern neue politische Initiativen f&uuml;r nukleare Abr&uuml;stung, die St&auml;rkung des V&ouml;lkerrechts und die Vorbereitung eines deutschen Beitritts zum UN-Atomwaffenverbotsvertrag.</strong></p>
<p>Zu den Erstunterzeichnenden geh&ouml;ren unter anderem Gernot Erler (Staatsminister a.D.), Brigitte L&ouml;sch (ehem. Vize-Landtagspr&auml;sidentin), Michaela Wiezorek (B&uuml;rgermeisterin von K&ouml;nigs Wusterhausen), der Schauspieler Kai Schumann, die deutsch-franz&ouml;sische Band &quot;Zweierpasch&quot; sowie Phon van den Biesen (Co-Pr&auml;sident der internationalen Juristenorganisation IALANA), der EKD-Friedensbeauftragte Friedrich Kramer und die Friedensforscherin Dr. Christine Schweitzer.</p>
<p><em>&quot;Die Gefahr eines Atomkriegs ist heute wieder so gro&szlig; wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Gerade deshalb d&uuml;rfen die v&ouml;lkerrechtlichen Verpflichtungen zur nuklearen Abr&uuml;stung nicht in Vergessenheit geraten&quot;</em>, betont Dr. Inga Blum, Co-Vorsitzende der Internationalen &Auml;rzt*innen zur Verh&uuml;tung des Atomkrieges (IPPNW) und ebenfalls Erstunterzeichnende.</p>
<p>Anlass f&uuml;r den Offenen Brief ist der 30. Jahrestag eines wegweisenden Gutachtens des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag (IGH) zur V&ouml;lkerrechtswidrigkeit von Atomwaffen. Am 8. Juli 1996 stellte der IGH fest, dass die Drohung mit und der Einsatz von Atomwaffen grunds&auml;tzlich gegen die Regeln des humanit&auml;ren V&ouml;lkerrechts versto&szlig;en.</p>
<p>Angesichts der aktuellen sicherheitspolitischen Entwicklungen sehen die Unterzeichnenden darin einen unvermindert g&uuml;ltigen politischen Auftrag. Sie erinnern daran, dass Atomwaffen Massenvernichtungswaffen mit unkontrollierbaren humanit&auml;ren Folgen sind und dass sich alle Vertragsstaaten des Vertrags zur Nichtverbreitung von Atomwaffen verpflichtet haben, ernsthafte Verhandlungen &uuml;ber vollst&auml;ndige nukleare Abr&uuml;stung zu f&uuml;hren.</p>
<p><em>&quot;Das Versprechen, Atomwaffen weltweit zu &auml;chten und abzuschaffen, muss eingel&ouml;st werden!&quot;</em>, betonen die Unterzeichnenden des Offenen Briefes. Sie appellieren daher an Bundesregierung und Bundestag, sich entschieden f&uuml;r nukleare R&uuml;stungskontrolle und die St&auml;rkung des V&ouml;lkerrechts einzusetzen.</p>
<p>Der Offene Brief an die Bundesregierung und den Bundestag wurde initiiert und organisiert vom &quot;Aktionsb&uuml;ndnis atomwaffenfrei.jetzt&quot; &ndash; einem Netzwerk von rund 80 deutschen Friedensorganisationen und -gruppen &ndash; in Kooperation mit ICAN Deutschland.</p>
<p>Ab sofort ist der Brief drei Wochen lang zur allgemeinen Unterzeichnung offen unter: <a href="https://nuclearban-tour.de/nuclearban-tour/30-jahre-igh/">https://nuclearban-tour.de/nuclearban-tour/30-jahre-igh/</a></p>
<h3>Zum Hintergrund</h3>
<p>Am 8. Juli 1996 ver&ouml;ffentlichte der Internationale Gerichtshof in Den Haag ein Gutachten zur Rechtm&auml;&szlig;igkeit von Atomwaffen. Darin stellte das h&ouml;chste Gericht der Vereinten Nationen fest, dass die Androhung und der Einsatz von Atomwaffen grunds&auml;tzlich mit den Regeln des humanit&auml;ren V&ouml;lkerrechts unvereinbar sind. Zugleich bekr&auml;ftigte der Gerichtshof die Verpflichtung aller Staaten, in gutem Glauben Verhandlungen &uuml;ber eine vollst&auml;ndige nukleare Abr&uuml;stung zu f&uuml;hren und erfolgreich abzuschlie&szlig;en. Dieser Verpflichtung kommen die Atomwaffenstaaten jedoch weiterhin nicht nach.</p>
<p>Den vollst&auml;ndigen Offenen Brief mit allen Erstunterzeichnenden <a href="https://www.atomwaffenfrei.de/wp-content/uploads/2026/07/Offener-Brief-30-Jahre-IGH-Gutachten-final.pdf">finden Sie hier.</a>&nbsp;</p>
<p class="quelle">Quelle:&nbsp;<a href="https://www.atomwaffenfrei.de/home.html">Aktionsb&uuml;ndnis &quot;atomwaffenfrei.jetzt&quot;</a> - Pressemitteilung vom 07.07.2026.</p>
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<p>Ab sofort ist der Offene Brief drei Wochen lang zur allgemeinen Unterzeichnung offen unter: <a href="https://nuclearban-tour.de/nuclearban-tour/30-jahre-igh/">https://nuclearban-tour.de/nuclearban-tour/30-jahre-igh/</a></p>
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