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   <title>Lebenshaus Schwäbische Alb</title>
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   <title>Jenseits von Suttner und Nobel</title>
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   <published>2026-10-07T18:49:57Z</published>
   <updated>2026-10-08T19:38:55Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[Zur Frankfurter Buchmesse im Oktober 2026 erscheint der 600-seitige Sammelband &quot;Anarchistische Aufbr&uuml;che. Soziale Transformationen in eine herrschaftsfrei(er)e Welt&quot; im Unrast...]]></summary>
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      <name>Michael Schmid</name>
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      <![CDATA[<p>Zur Frankfurter Buchmesse im Oktober 2026 erscheint der 600-seitige Sammelband &quot;Anarchistische Aufbr&uuml;che. Soziale Transformationen in eine herrschaftsfrei(er)e Welt&quot; im Unrast Verlag (ISBN: 978-3-89771-664-3). Als Vorabdruck bringen wir in zwei Teilen eine gek&uuml;rzte Version des Buchbeitrags von Bernd Dr&uuml;cke. Bei diesem Text handelt es sich um eine redigierte Abschrift eines vom A-Radio Berlin aufgezeichneten und ver&ouml;ffentlichten Vortrags&nbsp;zum Thema &quot;Anarchistischer Antimilitarismus&quot;, den der GWR-Redakteur am 5. Dezember 2024 im anarchistischen Stadtteilladen Black Pigeon in Dortmund frei und ohne Manuskript gehalten hat. Der Autor dankt den Herausgeber*innen des Buches, dass sie den Vortrag transkribiert und in eine lesbare Form gebracht haben.</p>]]>
      <![CDATA[<h3>Anarchistischer Antimilitarismus &ndash; Teil 1</h3>
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<p>Zur Frankfurter Buchmesse im Oktober 2026 erscheint der 600-seitige Sammelband &quot;Anarchistische Aufbr&uuml;che. Soziale Transformationen in eine herrschaftsfrei(er)e Welt&quot; im Unrast Verlag (ISBN: 978-3-89771-664-3). Als Vorabdruck bringen wir in zwei Teilen eine gek&uuml;rzte Version des Buchbeitrags von Bernd Dr&uuml;cke. Bei diesem Text handelt es sich um eine redigierte Abschrift eines vom A-Radio Berlin aufgezeichneten und ver&ouml;ffentlichten Vortrags&nbsp;<span class="footnote"><a href="https://www.aradio-berlin.org/vortragsdokumentation-anarchistischer-antimilitarismus">https://www.aradio-berlin.org/vortragsdokumentation-anarchistischer-antimilitarismus</a>.</span>&nbsp;zum Thema &quot;Anarchistischer Antimilitarismus&quot;, den der GWR-Redakteur am 5. Dezember 2024 im anarchistischen Stadtteilladen Black Pigeon in Dortmund frei und ohne Manuskript gehalten hat. Der Autor dankt den Herausgeber*innen des Buches, dass sie den Vortrag transkribiert und in eine lesbare Form gebracht haben. (GWR-Red.)</p>
</div>
<p><strong>Von Bernd Dr&uuml;cke</strong></p>
<p>Dieser Beitrag widmet sich der Abgrenzung zwischen klassischem Pazifismus und anarchistischem Antimilitarismus, zwei Str&ouml;mungen, die oft miteinander verwechselt werden, obwohl sie in ihren Urspr&uuml;ngen, Zielen und Methoden verschieden sind. W&auml;hrend der Begriff Pazifismus oft mit Figuren wie Bertha von Suttner und ihrem ber&uuml;hmten Werk &quot;Die Waffen nieder!&quot; assoziiert wird, stellt der anarchistische Antimilitarismus eine radikale, system- und herrschaftskritische Position dar.</p>
<p>Der klassische Pazifismus, wie er sich im sp&auml;ten 19. und fr&uuml;hen 20. Jahrhundert entwickelte, manifestierte sich in Organisationen wie der Deutschen Friedensgesellschaft, die 1891 von Bertha von Suttner mitgegr&uuml;ndet wurde und bis heute besteht. Diese fr&uuml;he pazifistische Bewegung wurde gepr&auml;gt von Politikern, Diplomaten und Parlamentariern, zeichnete sich aus durch Appelle an Staatspolitik f&uuml;r Frieden und um Kriege zu vermeiden. Krieg sollte kein Mittel der Politik sein. Milit&auml;r wurde nicht grunds&auml;tzlich kritisiert und Kriegsdienstverweigerungen waren f&uuml;r diese b&uuml;rgerlichen und adligen Pazifist*innen in der Regel verp&ouml;nt. Es handelte sich um eine Bewegung, die elit&auml;r gepr&auml;gt war, da ihre Mitglieder h&auml;ufig dem Gro&szlig;b&uuml;rgertum oder dem Adel entstammten und wenig Bezug zur Lebensrealit&auml;t derjenigen hatten, die direkt von Krieg und Militarismus betroffen waren.</p>
<p>Suttners Erfolg, Alfred Nobel, den damals gr&ouml;&szlig;ten Kriegswaffenproduzenten, zur Stiftung des Friedensnobelpreises zu bewegen, unterstreicht zwar ihre Bedeutung als Pazifistin, verdeutlicht aber auch, dass ihre politische Strategie auf einen &quot;friedlichen Staat&quot; und eine &quot;gute Herrschaft&quot; ausgerichtet war und nicht auf der &Uuml;berwindung staatlicher Herrschaft.</p>
<p>Im Gegensatz dazu steht der anarchistische Antimilitarismus, der nicht einfach nur den Krieg ablehnt, sondern die Ursachen des Krieges in den bestehenden Herrschaftsstrukturen sieht. Anarchistischer Antimilitarismus ist Direkte Aktion gegen Milit&auml;r und Krieg, sowohl eine politische Haltung als auch eine sozialrevolution&auml;re Bewegung, die nicht nur Kriege ablehnt, sondern auch jegliche Form von Nationalismus wie auch die kapitalistischen und staatlichen Strukturen bek&auml;mpft, die den Militarismus, die Kriege und Gewaltstrukturen erst hervorbringen. F&uuml;r antimilitaristische Anarchist*innen liegen die Wurzeln des Militarismus, der Diktatur und des Faschismus im Nationalismus, Kapitalismus und Imperialismus sowie in der Staatlichkeit.</p>
<p>In diesem Sinne unterscheidet sich der anarchistische Antimilitarismus grundlegend von vielen pazifistischen Str&ouml;mungen, weil er nicht prim&auml;r reformistische Appelle an die Regierenden richtet, sondern die Abschaffung von Herrschaft und Zwang als Grundlage f&uuml;r eine friedlichere Gesellschaft betrachtet.</p>
<p>Anarchistische Antimilitarist*innen betrachten den Militarismus nicht als vereinzeltes Ph&auml;nomen. Sie sehen Armeen, Polizei und Grenzen als staatliche Instrumente, um Machtstrukturen zu sichern und kapitalistische Herrschaftsinteressen durchzusetzen. Deshalb streben sie eine solidarische, selbstverwaltete Gesellschaft ohne Herrschaft an &ndash; Anarchie, im urspr&uuml;nglichen griechischen Sinne des Wortes. Ihr Ziel ist die Abschaffung aller Formen von Herrschaft und Unterdr&uuml;ckung, einschlie&szlig;lich des Staates, der Grenzen und des Milit&auml;rs. Anarchist*innen appellieren nicht an die Herrschenden, sondern fordern die radikale Transformation der Gesellschaft.</p>
<p>Ein symbolischer Ausdruck dieser Differenz findet sich in der Geschichte des zerbrochenen Gewehres. W&auml;hrend dieses antiautorit&auml;re Symbol heute oft als allgemeines Zeichen der pazifistischen Bewegung wahrgenommen wird, hat es seinen Ursprung in der Bewegung der Kriegsdienstverweigerung. Erstmals wurde es im Januar 1909 von der niederl&auml;ndischen anarchistisch-antimilitaristischen Zeitschrift De Wapens Neder (Die Waffen nieder) verwendet. Dieses Symbol verk&ouml;rpert einerseits die Ablehnung von Gewalt und Militarismus, andererseits die Forderung nach einer gewaltfreien, selbstverwalteten Gesellschaft.</p>
<p>Historisch betrachtet handelte es sich um unterschiedliche soziale Bewegungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Kriegsdienstverweigerung war f&uuml;r klassische Pazifist*innen oft kein zentrales Thema, da sie in der Regel nicht dem Personenkreis angeh&ouml;rten, der zum Milit&auml;rdienst verpflichtet war. Viele Mitglieder der Deutschen Friedensgesellschaft lehnten Kriegsdienstverweigerung ab und strebten stattdessen eine Demokratisierung des Milit&auml;rs an, wie &uuml;brigens auch die autorit&auml;ren sozialistischen Fraktionen (Sozialdemokraten/Sozialisten/Kommunisten) im Antimilitarismus, die &quot;realsozialistischen Staaten&quot;. Im Gegensatz dazu waren und sind Kriegsdienstverweigerung und Desertion f&uuml;r anarchistische Antimilitarist*innen schon immer logische Konsequenzen ihrer Ablehnung von Staat und Milit&auml;r.</p>
<p>Zusammenfassend l&auml;sst sich sagen, dass der anarchistische Antimilitarismus eine radikale und systemkritische Alternative zum klassischen Pazifismus ist. Die Auseinandersetzung mit den Unterschieden zwischen den Bewegungen ist entscheidend f&uuml;r ein tieferes Verst&auml;ndnis der Geschichte der Friedensbewegung und des Antimilitarismus.</p>
<h3>Von lokalistischen Gewerkschaften zur Massenbewegung: Anarchosyndikalismus und Antimilitarismus im Kaiserreich und Ersten Weltkrieg</h3>
<p>Der Militarismus wurde von vielen Libert&auml;ren und anderen Sozialist*innen schon im 19. Jahrhundert als Symptom der Fehlentwicklung der Gesamtgesellschaft betrachtet.</p>
<p>Wegbereiter des anarchistischen Antimilitarismus waren unter anderem Leo Tolstoi, Peter Kropotkin, Gustav Landauer, Pierre Ramus, Fritz Oerter, Clara Wichmann, Bart de Ligt und Emma Goldman. Sie pr&auml;gten diese staatskritische, freiheitlich-sozialistische Bewegung bereits im sp&auml;ten 19. und fr&uuml;hen 20. Jahrhundert.</p>
<p>Die Geschichte des Antimilitarismus ist untrennbar mit der sozialen Schichtung derer verbunden, die im Krieg ihr Leben verloren. Vor allem Menschen aus der Arbeiterklasse wurden im Ersten Weltkrieg verheizt, und es war diese Erfahrung, die eine radikale Politisierung und die Entstehung einer starken anarchosyndikalistischen Bewegung bef&ouml;rderte. Im Kaiserreich waren anarchistische Aktivistinnen und Aktivisten h&auml;ufig in sogenannten lokalistischen Gewerkschaften organisiert. Diese fr&uuml;hen anarchistischen Gewerkschaften zeichneten sich durch ihre basisdemokratische Struktur aus und wurden von der SPD und den b&uuml;rgerlichen Gewerkschaften ausgeschlossen und bek&auml;mpft.</p>
<p>Vor dem Ersten Weltkrieg umfasste die lokalistische Gewerkschaftsbewegung in Deutschland etwa 10.000 Mitglieder. Antimilitarismus war ein zentraler Aspekt dieser anarchistisch-syndikalistischen Bewegung. Die Propagierung des Generalstreiks, von Kriegsdienstverweigerung, Desertion, direkten Aktionen und Sabotage gegen Kriegsvorbereitungen, gegen den Militarismus und die Waffenproduktion waren Themen, die in dieser anarchosyndikalistischen Bewegung eine gro&szlig;e Rolle spielten.</p>
<p>W&auml;hrend des Ersten Weltkriegs sahen sich Anarchisten mit brutaler Repression konfrontiert. Anarchisten wie Wilhelm Wehner und Ernst Friedrich, die sich weigerten, Milit&auml;rdienst zu leisten, wurden oft in psychiatrischen Anstalten interniert und misshandelt. Wer als Anarchist bekannt war, und sich dem Kriegszwangsdienst nicht entziehen konnte, wurde oft gezielt als Kanonenfutter in die vordersten Reihen geschickt. Der Dortmunder Anarchismus-Forscher Andreas M&uuml;ller hat aufgezeigt, dass sogenannte Anarchisten-Listen existierten, die zu Kriegsbeginn den Offizieren ausgeh&auml;ndigt wurden. Auf diesen Listen waren Linke und Anarchisten verzeichnet, um sie gleich in den ersten Kriegsmonaten einzusetzen. Der sogenannte Burgfrieden f&uuml;hrte zur Zensur der Presse, sodass die Gr&auml;ueltaten des Krieges nicht &ouml;ffentlich diskutiert werden konnten. Die anarchistisch-antimilitaristische, konspirativ verbreitete Tarnschrift Der Ziegelbrenner von Ret Marut (B. Traven) war eine der wenigen Zeitschriften, die w&auml;hrend des Ersten Weltkriegs antimilitaristische Agitation gegen den Krieg betrieben.</p>
<p>Der Erste Weltkrieg, in dem sch&auml;tzungsweise 15 bis 20 Millionen Menschen ermordet wurden, war ein Wendepunkt. Die unmittelbare Erfahrung der Kriegsbrutalit&auml;t f&uuml;hrte zu einer tiefgreifenden Politisierung und Radikalisierung vieler Menschen. Dieser Krieg trug ma&szlig;geblich dazu bei, dass sich die anarchosyndikalistische Bewegung f&uuml;r kurze Zeit auch in Deutschland zu einer Massenbewegung entwickelte. Die Freie Arbeiter Union Deutschlands (FAUD), der Zusammenschluss anarchistischer Gruppierungen und lokalistischer Organisationen, hatte nach dem Ersten Weltkrieg zeitweise bis zu 150.000 Mitglieder. Die Zeitung Der Syndikalist, das auflagenst&auml;rkste Organ des Anarchosyndikalismus in Deutschland, erreichte eine w&ouml;chentliche Auflage von bis zu 120.000 Exemplaren.</p>
<h4 style="margin-left: 120px; text-align: right;">Der anarchistische Antimilitarismus unterscheidet sich grundlegend von vielen pazifistischen Str&ouml;mungen, weil er nicht prim&auml;r reformistische Appelle an die Regierenden richtet, sondern die Abschaffung von Herrschaft und Zwang als Grundlage f&uuml;r eine friedlichere Gesellschaft betrachtet.</h4>
<p>In diesem Zusammenhang ist der Name Gustav Landauer besonders hervorzuheben. Landauer war ein bedeutender anarchistischer Antimilitarist und Anarcho-Pazifist, Redakteur der Zeitung Der Sozialist und ma&szlig;geblich an der Gr&uuml;ndung der M&uuml;nchner R&auml;terepublik beteiligt. Er wurde jedoch im Verlauf der Gegenrevolution von rechtsextremen Freikorps-Soldaten ermordet.</p>
<p>Die Geschichte des anarchosyndikalistischen Antimilitarismus im Kaiserreich und Ersten Weltkrieg zeigt, dass die Ablehnung von Krieg und Militarismus nicht nur eine Frage moralischer &Uuml;berzeugung, sondern auch eng mit den Lebensbedingungen und den K&auml;mpfen der Arbeiterklasse verbunden war.</p>
<h3>Von Tolstoi zum Zerbrochenen Gewehr: Die Reichweite des anarchistischen Antimilitarismus</h3>
<p>Die Wurzeln des anarchistischen Antimilitarismus reichen weit zur&uuml;ck und finden sich in &uuml;berraschenden Quellen. Ein wichtiger fr&uuml;her Anarcho-Pazifist war Leo Tolstoi, der nicht nur als Schriftsteller weltber&uuml;hmte Romane, zum Beispiel Krieg und Frieden und Anna Karenina, verfasste, sondern auch eine bedeutende ideologische Figur f&uuml;r die Entwicklung des Anarchopazifismus wurde. Tolstoi, der sich selbst als christlicher Anarchist verstand, berief sich vor allem auf die Thesen aus der Bergpredigt und deren striktes Gewalttabu. Seine radikalen anarchopazifistischen und antiklerikalen Ansichten f&uuml;hrten zu seiner Exkommunikation aus der russisch-orthodoxen Kirche.</p>
<p>Aus anarchistischer Perspektive mag die Verbindung von Anarchismus und Christentum widerspr&uuml;chlich erscheinen, da die meisten Anarchistinnen und Anarchisten antiklerikal und atheistisch sind. Aber Tolstoi &uuml;bte einen enormen Einfluss aus, der weit &uuml;ber die anarchistischen Kreise hinausreichte. Pers&ouml;nlichkeiten wie Mahatma Gandhi und Martin Luther King und bekannte Anarchisten wie Gustav Landauer und Erich M&uuml;hsam wurden stark von seinen Ideen und seinen antimilitaristisch-anarchistischen Positionen beeinflusst.</p>
<p>Tolstois Herkunft aus einer adligen Familie macht ihn umso interessanter. Trotz dieser privilegierten Position ver&ouml;ffentlichte er bahnbrechende Publikationen und versuchte, anarchistische Ideen im Rahmen seiner M&ouml;glichkeiten zu realisieren. Er gr&uuml;ndete beispielsweise die erste Freie Schule Jasnaja Poljana, ein historisch bedeutsamer Schritt zur Demokratisierung von Bildung.</p>
<p>Als vielleicht bedeutendster Schriftsteller seiner Zeit erreichte Tolstoij auch Menschen au&szlig;erhalb der anarchistischen Bewegungen mit antimilitaristischen und gewaltfrei-anarchistischen Positionen.</p>
<p>Der Antimilitarismus war auch in der anarcho-syndikalistischen und anarchistischen Presse allgegenw&auml;rtig. Die Titelbilder der Zeitschrift Der Syndikalist, dem Organ der Freien Arbeiter Union Deutschlands (FAUD), waren h&auml;ufig von antimilitaristischen Motiven gepr&auml;gt. Soldaten, die ihre Gewehre zerbrachen, Schriftz&uuml;ge wie &quot;Nie wieder Gewalt&quot;, &quot;Nieder mit der Gewalt&quot; oder &quot;Nieder mit dem Militarismus&quot; waren typische Elemente.</p>
<p>Die Verbindung von Tolstois philosophischem Einfluss, der praktischen antimilitaristischen Arbeit der anarchosyndikalistischen Bewegung und der symbolischen Kraft der Presse zeigt die breite und tiefgreifende Wirkung des anarchistischen Antimilitarismus in der deutschen Geschichte. Es war eine Bewegung, die nicht nur die Abschaffung des Krieges forderte, sondern eine radikale Transformation der Gesellschaft hin zu einer gewaltfreien, solidarischen und selbstverwalteten Ordnung anstrebte.</p>
<h3>Antimilitarismus im Spiegel von Kunst und P&auml;dagogik: K&auml;the Kollwitz, Die Schaffende Frau und die freie Kinderbewegung</h3>
<p>Auch K&auml;the Kollwitz spielte eine herausragende Rolle im Kontext des Antimilitarismus. Ihre bis heute bewegenden Bilder sind ein eindringliches Zeugnis der Schrecken des Krieges und der menschlichen Trag&ouml;die, die er verursacht. Kollwitz wurde durch den Tod ihres Sohnes Peter im Ersten Weltkrieg zu einer vehementen Antimilitaristin und Kriegsgegnerin und widmete einen Gro&szlig;teil ihrer Kunst diesem Thema.</p>
<p>&Uuml;ber ihre k&uuml;nstlerische Arbeit hinaus unterst&uuml;tzte Kollwitz auch die anarchistische Bewegung. Sie zeichnete f&uuml;r anarchistische Zeitungen wie Die Schaffende Frau, einer anarchistisch-antimilitaristischen Frauenzeitschrift aus Dresden, die von Aim&eacute;e K&ouml;ster herausgegeben wurde und eine Auflage von rund 3.000 Exemplaren erreichte. Diese Zeitschrift, die sich mit sozialen Fragen, Pazifismus, Erziehung, Frauenfragen, Mode und Handarbeiten befasste, ist aus heutiger Sicht ein faszinierendes Beispiel f&uuml;r den Versuch der anarchistischen Bewegung, die b&uuml;rgerliche Presse vollst&auml;ndig zu ersetzen und Frauen Orientierung im Alltag zu bieten. Man k&ouml;nnte sie im &uuml;bertragenen Sinne als eine &quot;schwarz-rote Brigitte&quot; bezeichnen.</p>
<p>Die Schaffende Frau ver&ouml;ffentlichte sozialrevolution&auml;re anarchistische Texte, Beitr&auml;ge &uuml;ber freie Liebe und andere fortschrittliche und starke Inhalte. Einige Artikel aus dieser anarchistisch-antimilitaristischen Frauenzeitschrift finden sich in dem von Siegbert Wolf 2007 im Unrast Verlag herausgegebenen Buch Der Syndikalistische Frauenbund. Gleichzeitig enthielt die Zeitschrift praktische Anleitungen wie Strickmuster, die im t&auml;glichen Leben Anwendung fanden. Dieser umfassende Ansatz, der sowohl theoretische Reflexion als auch praktische Lebenshilfe bot, unterscheidet die anarchistischen Zeitungen der 1920er-Jahre von vielen zeitgen&ouml;ssischen Publikationen.</p>
<p>Auch im Bereich der P&auml;dagogik manifestierte sich der anarchistische Antimilitarismus. Der Kinderwille. Organ der freiheitlichen Kindergruppen setzte sich f&uuml;r eine antimilitaristische, freiheitlich-sozialistische P&auml;dagogik ein und trug zur Entstehung einer fr&uuml;hen Kinderladenbewegung bei. Die erste antiautorit&auml;r-anarchistische Schule, die sp&auml;ter als Summerhill in Leiston, England, weltber&uuml;hmt wurde, wurde in Dresden gegr&uuml;ndet und sp&auml;ter nach England verlegt.</p>
<p>Die freie Schulbewegung und Kinderg&auml;rten waren Teile einer umfassenden, antiautorit&auml;r-sozialistischen Bewegung, die versuchte, ein menschenw&uuml;rdiges Leben f&uuml;r alle zu realisieren. Ein wichtiger Bestandteil dieser Bem&uuml;hungen war die Entwicklung einer alternativen P&auml;dagogik, die sich von der damals vorherrschenden Pr&uuml;gelp&auml;dagogik und &quot;religi&ouml;sen Erziehung&quot; abgrenzte. Davon zeugt zum Beispiel das 1921 von dem anarchistischen Antimilitaristen Ernst Friedrich ver&ouml;ffentlichte Lesebuch Der Proletarische Kindergarten, dessen Einband von K&auml;the Kollwitz gestaltet wurde. Es diente der sozialrevolution&auml;ren, antimilitaristisch-anarchistischen und antiklerikalen Antikriegs-P&auml;dagogik.</p>
<p>Die im Deutschen Reich vorherrschende P&auml;dagogik, die k&ouml;rperliche Z&uuml;chtigung als selbstverst&auml;ndlich ansah, diente dazu, autorit&auml;re Zwangscharaktere zu formen, die dem vorherrschenden Militarismus entsprachen und dessen Fortbestand sichern sollten. Die freiheitlich-sozialistische Bewegung der 1920er-Jahre versuchte, diesen Kreislauf zu durchbrechen und eine Erziehung zu f&ouml;rdern, die auf Respekt, Selbstbestimmung und Gewaltfreiheit basierte.</p>
<h3>Antimilitarismus im Kinderzimmer: Ein Blick in Der Kinderwille (1928)</h3>
<p>Um den tief verwurzelten Antimilitarismus in der freiheitlichen P&auml;dagogik dieser Zeit zu illustrieren, seien folgende Passagen aus Der Kinderwille Nr. 5 aus dem Jahr 1928 zitiert:</p>
<p>&quot;Hallo liebe Kinder,<br />
wisst ihr schon, wir bauen jetzt Panzerkreuzer. Ja sagt einmal, woher kommt denn das Geld dazu, wo wir doch n&ouml;tiger Wohnungen br&auml;uchten als schwimmende Mordmaschinen? Das Geld zum Bauen m&uuml;ssen die Arbeiter durch Steuern und Z&ouml;lle auf Lebensmittel aufbringen. Erst muss der Arbeiter das Geld aufbringen, dann beutet ihn der Unternehmer mit seinen sauer verdienten und abgehungerten Steuergroschen aus. Und schlie&szlig;lich wird er noch mit denselben Mordwaffen, die sie selber bauten, umgebracht. Ist das nicht ein herrlicher Fortschritt im 20. Jahrhundert?&quot;</p>
<p>&quot;Religion tut Not, ein wahres Geschichtchen.<br />
Tante Anni ist zu Besuch gekommen und l&auml;sst es sich angelegen sein, den f&uuml;nfj&auml;hrigen Bubi in die biblischen Geschichten einzuf&uuml;hren, denn sie glaubt, dass seine religi&ouml;se Erziehung vernachl&auml;ssigt sei. So liest sie ihm eines Tages von der Hochzeit zu Kana vor: &sbquo;Und Jesus sprach zu seiner Mutter, Weib, was hab ich mit dir zu schaffen? Meine Stunde ist noch nicht gekommen.&lsquo; Worauf Bubi in strahlender Bewunderung herausplatzt: &sbquo;Au Mensch, der war aber frech, was?&lsquo;<br />
Liebe Kinder, solltet ihr den Inhalt nicht verstanden haben, so schreibt an die Redaktion.&quot;</p>
<p>Diese Passagen verdeutlichen eindr&uuml;cklich, wie tiefgreifend der anarchistische Antimilitarismus in der Bewegung verankert war. Der Kinderwille war eine Zeitschrift, die sich explizit an Kinder richtete und ihnen auf eine f&uuml;r ihr Alter verst&auml;ndliche Weise die Widerspr&uuml;che und Ungerechtigkeiten des Krieges und des kapitalistischen Systems aufzeigen sollte. Die Kritik an der militaristischen Ausrichtung der Gesellschaft, die Verkn&uuml;pfung von Kriegsausgaben mit sozialen Bed&uuml;rfnissen und die hinterfragende Auseinandersetzung mit religi&ouml;sen Dogmen sind zentrale Elemente dieser anarchistischen (Anti-)P&auml;dagogik.</p>
<p>Die Tatsache, dass eine anarchistische Zeitschrift sich direkt an Kinder wandte und ihnen Raum f&uuml;r eigene Gedanken und Fragen bot, ist bemerkenswert. Sie zeigt den umfassenden Anspruch der anarchistischen Bewegung, nicht nur die Erwachsenen, sondern auch die j&uuml;ngste Generation f&uuml;r eine radikale Ver&auml;nderung der Gesellschaft zu gewinnen. Antimilitarismus war in dieser Bewegung nicht nur ein politisches Programm, sondern ein integraler Bestandteil der Erziehung und der Lebenspraxis.</p>
<h3>Von der Freien Jugend zu Krieg dem Kriege!: Ernst Friedrich und die Radikalisierung des Antimilitarismus</h3>
<p>Ein weiteres Beispiel f&uuml;r die Verbreitung anarchistischer Ideen und des Antimilitarismus ist die Zeitung Freie Jugend, die von Ernst Friedrich herausgegeben wurde. Auch hier findet sich das zerbrochene Gewehr als zentrales Symbol. Junge Anarchisten, das Organ der syndikalistisch-anarchistischen Jugend Deutschlands, sprach sich &quot;gegen Militarismus, Kirche, Staatsschule und jede Form von Autorit&auml;t&quot; aus. Das Motto dieser anarchistisch-antimilitaristischen Jugendzeitschrift lautete: &quot;gegen wirtschaftliche und geistige Knechtschaft, f&uuml;r konsequenten Antimilitarismus, Atheismus, Freiheit in Erziehung und Bildung, f&uuml;r eine sozialistische anarchistische Gesellschaft&quot;.</p>
<p>Diese Forderungen, formuliert im Jahr 1926, erscheinen auch 100 Jahre sp&auml;ter noch erstaunlich aktuell. Vieles hat sich zwar ver&auml;ndert, doch die grundlegenden Probleme von Krieg, Unterdr&uuml;ckung und Ungleichheit bestehen weiterhin.</p>
<p>Ernst Friedrich ist eine Schl&uuml;sselfigur des anarchistischen Antimilitarismus. Sein Buch Krieg dem Kriege! ist ein eindringliches Zeugnis der Schrecken des Krieges und eine radikale Anklage gegen die militaristische Ideologie und gegen die Kriegsverbrecher. Zu seiner Zeichnung, die den Unterschied zwischen einem M&ouml;rder und einem Soldaten aufzeigt, gab ein 13-J&auml;hriger in dem von Ernst Friedrich herausgegebenen Buch Proletarischer Kindergarten folgende Erkl&auml;rung ab:</p>
<p>&quot;Der Unterschied zwischen M&ouml;rder und Soldat besteht darin, dass der M&ouml;rder ein Raubm&ouml;rder, ein Lustm&ouml;rder oder sonst ein M&ouml;rder ist. Dieser hat gegen das f&uuml;nfte Gebot gehandelt, also droht ihm der Tod oder das Gef&auml;ngnis. Dagegen, der Soldat ist auch ein M&ouml;rder, ein Berufsm&ouml;rder, und zwar der Gr&ouml;&szlig;te, den es gibt, ein Massenm&ouml;rder. Je mehr er mordet, je mehr Ruhm erwirbt er sich. Ihm setzt man den Lorbeer auf. Ihm h&auml;ngt man das eiserne Kreuz und andere Orden um, wegen fingerfertigem Morden. Er, der Soldat, ist der grausamste Mensch, den es gibt, so auf deutscher wie auf feindlicher Seite. Fluch denen, die ihnen das Morden lehrten und sie dazu veranlassten. Also sind beide M&ouml;rder. Krieg bedeutet Morden. Es bringt Hunger, Schmach, Elend, Not, Tod, Sorgen und Schmerzen. Darum lasst ab von den Morden und kehrt zum Frieden zur&uuml;ck.&quot;</p>
<p>Diese schonungslos ehrliche Analyse des Krieges und der Rolle des Soldaten ist beispielhaft f&uuml;r Ernst Friedrichs radikalen Antimilitarismus. Er selbst erlebte zu Beginn des Ersten Weltkrieg die Repression des Staates, aufgrund seines Engagements gegen den Krieg, verweigerte anschlie&szlig;end den Kriegsdienst aus Gewissensgr&uuml;nden und weigerte sich, eine Uniform anzuziehen. Daraufhin wurde er 1914 in einer psychiatrischen Anstalt interniert. 1917 wurde er wegen Sabotage in einem kriegswichtigen Betrieb zu einer Gef&auml;ngnisstrafe in Potsdam verurteilt. Ende 1918 kam er aufgrund der Novemberrevolution frei. Nach dem Krieg ver&ouml;ffentlichte er Krieg dem Kriege!, das zu einem der meistverkauften Antikriegsb&uuml;cher der 1920er-Jahre wurde und eine Massenauflage erreichte. Ab 1923 betrieb er das von ihm gegr&uuml;ndete Anti-Kriegs-Museum in Berlin.</p>
<p>Ernst Friedrich ist bis heute eine wichtige Bezugsperson f&uuml;r die Graswurzelbewegung und die seit 1972 erscheinende Monatszeitschrift Graswurzelrevolution, da er als anarchistischer Antimilitarist zu seinen Lebzeiten eine herausragende Arbeit geleistet hat. Sein Buch Krieg dem Kriege! wurde in mehrere Sprachen &uuml;bersetzt und war ein Bestseller, die von ihm herausgegebene anarchistisch-antimilitaristische Wochenzeitung Schwarze Fahne erreichte Auflagen bis 40.000. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurden seine Schriften bei der B&uuml;cherverbrennung vernichtet, das Anti-Kriegs-Museum zerst&ouml;rt und Friedrich selbst ins Exil getrieben. Sein Werk und sein Engagement bleiben jedoch ein eindringliches Mahnmal gegen Krieg und Unterdr&uuml;ckung.</p>
<p><em>Teil 2 dieses Artikels erscheint im Oktober in der GWR 512.</em></p>
<p class="quelle">Quelle: <a href="http://www.graswurzel.net/index.html">graswurzelrevolution</a>&nbsp;511 september 2026.</p>]]>
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   <title>Proteste gegen Atomkriegsmanöver &quot;Steadfast Noon&quot; der NATO im Oktober: Friedensgruppen fordern Absage der Bundeswehr-Teilnahme</title>
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   <published>2026-10-06T20:13:14Z</published>
   <updated>2026-10-06T20:47:19Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[Das im Oktober stattfindende Atomkriegsman&ouml;ver &quot;Steadfast Noon&quot; der NATO wird von Protesten aus der Friedensbewegung begleitet werden. Am Atomwaffenstandort B&uuml;chel...]]></summary>
   <author>
      <name>Michael Schmid</name>
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      <![CDATA[<p>Das im Oktober stattfindende Atomkriegsman&ouml;ver &quot;Steadfast Noon&quot; der NATO wird von Protesten aus der Friedensbewegung begleitet werden. Am Atomwaffenstandort B&uuml;chel in der Eifel findet am 10. Oktober um 12 Uhr eine Protestaktion gegen die Beteiligung der Bundeswehr an der Kriegs&uuml;bung statt. Die dort stationierten Tornado-Atombomber nehmen an dem Man&ouml;ver teil, obwohl die Verwendung von Atomwaffen durch die Bundeswehr gem&auml;&szlig; V&ouml;lkerrecht ein Kriegsverbrechen bedeutet.</p>]]>
      <![CDATA[<p><strong>Das im Oktober stattfindende Atomkriegsman&ouml;ver &quot;Steadfast Noon&quot; der NATO wird von Protesten aus der Friedensbewegung begleitet werden. Am Atomwaffenstandort B&uuml;chel in der Eifel findet am 10. Oktober um 12 Uhr eine Protestaktion gegen die Beteiligung der Bundeswehr an der Kriegs&uuml;bung statt. Die dort stationierten Tornado-Atombomber nehmen an dem Man&ouml;ver teil, obwohl die Verwendung von Atomwaffen durch die Bundeswehr gem&auml;&szlig; V&ouml;lkerrecht ein Kriegsverbrechen bedeutet.</strong></p>
<p>Das Protestb&uuml;ndnis gegen das Atomkriegsman&ouml;ver hat an Kanzler Merz und Verteidigungsminister Pistorius in einem Brief appelliert, die Beteiligung der Bundeswehr abzusagen. In dem Brief hei&szlig;t es w&ouml;rtlich: &quot;&hellip; Das Bundesministerium der Justiz kennzeichnet v&ouml;lkerrechtlich zutreffend jede Verwendung von Atomwaffen durch Soldat*innen der Bundeswehr als Kriegsverbrechen. Demzufolge d&uuml;rfen Bundeswehrsoldat*innen Befehle zum Einsatz von Atomwaffen niemals befolgen, weil diese rechtswidrig w&auml;ren. Im Man&ouml;ver &sbquo;Steadfast Noon&lsquo; wird der Abwurf von Atomwaffen durch Bundeswehrpilot*innen trainiert. Wir halten dies f&uuml;r v&ouml;lkerrechtswidrig, da es einer Vorbereitung von Kriegsverbrechen gleichkommt. Wir rufen Sie deshalb dazu auf, die Beteiligung der Bundeswehr an den Atomkriegs&uuml;bungen der NATO abzusagen, um so auch die zur Beteiligung vorgesehenen Soldat*innen nicht in Gewissensnot zu bringen.&quot;</p>
<p>Mit Protesten am Atomwaffenstandort B&uuml;chel am 10. Oktober und einer Demonstration in N&ouml;rvenich am 17. Oktober weist das Aktionsb&uuml;ndnis auf die Zunahme der atomaren Kriegsgefahr hin. Bei dem Man&ouml;ver wird das Szenario eines Atomkrieges &uuml;ber Europa simuliert. Die USA, alle europ&auml;ischen Staaten mit nuklearer Teilhabe und weitere unterst&uuml;tzende Staaten sind beteiligt. Im Aufruf zu den Protesten werden Bundestag und Bundesregierung auch aufgefordert, die Atombomben aus B&uuml;chel abzuziehen und dem von bislang 101 Staaten unterzeichneten UN-Atomwaffenverbotsvertrag beizutreten. Au&szlig;erdem d&uuml;rften keine neuen europ&auml;ischen Atomwaffenkooperationen begr&uuml;ndet werden, wie sie in diesem Jahr mit Frankreich begonnen wurde.</p>
<p>Der Aufruf zu den Demonstrationen gegen das Atomkriegsman&ouml;ver wird von &uuml;ber 35 Organisationen aus der Friedensbewegung getragen, darunter das Aktionsb&uuml;ndnis &quot;atomwaffenfrei.jetzt&quot;, das Netzwerk Friedenskooperative, die &Auml;rzt*innen gegen Atomkrieg, Pax Christi, der Vers&ouml;hnungsbund, Ohne R&uuml;stung Leben, Jurist*innen gegen Atomkrieg, AGDF und DFG-VK. Auch die &ouml;rtlichen Friedensgruppen Daun (B&uuml;chel) und D&uuml;ren (N&ouml;rvenich) sind beteiligt. Ebenso geh&ouml;rt Frieden wagen e.V. zu den erstunterzeichnenden Organisationen.</p>
<p>Das B&uuml;ndnis verweist insbesondere auf das humanit&auml;re V&ouml;lkerrecht, mit dem jeglicher Atomwaffeneinsatz unvereinbar ist. Das Bundesjustizministerium kennzeichnet <a href="https://www.bmjv.de/DE/themen/voelkerstrafrecht/kriegsverbrechen/kriegsverbrechen_node.htm">jede Verwendung von Atomwaffen als Kriegsverbrechen</a>.&nbsp;</p>
<ul>
    <li>Der Aufruf zu den Demonstrationen in B&uuml;chel und N&ouml;rvenich mit allen Unterzeichnenden findet sich <a href="https://www.atomwaffenfrei.de/protest-gegen-steadfast-noon-2026-jetzt-unterstuetzen/">hier</a>:</li>
</ul>
<p><em>F&uuml;r das Aktionsb&uuml;ndnis &quot;Atomkriegsman&ouml;ver stoppen!&quot;: Martin Singe</em></p>
<p class="quelle">Quelle:&nbsp;<a href="https://www.atomwaffenfrei.de/home.html">Aktionsb&uuml;ndnis &quot;atomwaffenfrei.jetzt&quot;</a> - Pressemitteilung vom 06.10.2026.</p>]]>
   </content>
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   <title>Paul Schobel: &quot;Krieg, fahr zum Teufel, du Ausgeburt der Hölle.&quot;</title>
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   <id>tag:www.lebenshaus-alb.de,2026://1.15629</id>
   
   <published>2026-10-04T08:59:11Z</published>
   <updated>2026-10-05T19:03:12Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[Heute in einer Woche werde ich ein Kind taufen und der kleinen Emilia ein gutes, erf&uuml;lltes Leben zusprechen. Trotz aller...]]></summary>
   <author>
      <name>Michael Schmid</name>
      <uri>http://www.lebenshaus-alb.de</uri>
   </author>
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   <category term="4271" label="Paul Schobel" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   
   <content type="html" xml:lang="de" xml:base="https://www.lebenshaus-alb.de/">
      <![CDATA[<p>Heute in einer Woche werde ich ein Kind taufen und der kleinen Emilia ein gutes, erf&uuml;lltes Leben zusprechen. Trotz aller Freude wird mir wie bei jeder Taufe ein kalter Schauer &uuml;ber den R&uuml;cken fahren. Emilia, in welche Welt hinein m&uuml;ssen wir dich entlassen! In eine Welt, zerrissen von Hass und Krieg und hart am Abgrund eines wohl letzten Weltkriegs, in dem die Menschheit in einem atomaren Inferno vergl&uuml;ht. So beginnt der Redebeitrag von Paul Schobel bei der Friedenskundgebung in Stuttgart am 3. Okt. 2026 mit dem Motto: &quot;Nein zu Hochr&uuml;stung, Wehrpflicht und Krieg! F&uuml;r Frieden, demokratische Rechte&nbsp;und soziale Sicherheit!&quot;.</p>]]>
      <![CDATA[<p><img src="/magazin/media/img/Schobel_Stuttgart_20261003.jpg" width="550" height="413" align="middle" title="Mit klaren Worten bezog der 87-j&auml;hrige ehemalige Betriebsseelsorger Paul Schobel bei der Stuttgarter Demonstration am 3. Okt. 2026 eine sehr eindeutige Position gegen R&uuml;stung und Krieg." class="imgcaption; floatl" alt="" /></p>
<p><strong>Von Paul Schobel - Redebeitrag bei der Friedenskundgebung in Stuttgart am 3. Okt. 2026 mit dem Motto: &quot;Nein zu Hochr&uuml;stung, Wehrpflicht und Krieg! F&uuml;r Frieden, demokratische Rechte&nbsp;und soziale Sicherheit!&quot;.</strong></p>
<p>Heute in einer Woche werde ich ein Kind taufen und der kleinen Emilia ein gutes, erf&uuml;lltes Leben zusprechen. Trotz aller Freude wird mir wie bei jeder Taufe ein kalter Schauer &uuml;ber den R&uuml;cken fahren. Emilia, in welche Welt hinein m&uuml;ssen wir dich entlassen! In eine Welt, zerrissen von Hass und Krieg und hart am Abgrund eines wohl letzten Weltkriegs, in dem die Menschheit in einem atomaren Inferno vergl&uuml;ht.</p>
<h3>(1) Ein schreckliches Erbe</h3>
<p>Je &auml;lter ich werde, desto mehr treibt mich um, was f&uuml;r ein schreckliches Erbe wir da unseren Kindern und Enkeln hinterlassen:</p>
<ul>
    <li>Einen gepl&uuml;nderten, geschundenen Planeten, das Klima au&szlig;er Rand und Band. Wenn es unseren Nachkommen nicht gelingt, die Erderw&auml;rmung nachhaltig zu stoppen, werden ganze K&uuml;stenregionen absaufen und uns Wellen von Klima-Fl&uuml;chtlingen &uuml;berfluten.Aber wie wollen wir denn das marode Klima retten, wenn wir r&uuml;sten und uns bekriegen? Allein die R&uuml;stung verpestet mit bis zu 25 % der Treibhausgase die Atmosph&auml;re. Macht nix, denn R&uuml;stung ist ja ausdr&uuml;cklich von den Pariser Klimazielen ausgenommen. Was aber in den Kriegen selbst abgeht, da kommt einem jeden Abend das gro&szlig;e Kotzen, wenn Raffinerien und &Ouml;lfelder brennen und den Himmel verdunkeln. Wenn Hochh&auml;user in sich zusammensacken und ganze Landstriche in Schutt und Asche versinken.&nbsp;<br />
    Wenn wir R&uuml;stung und Krieg nicht vom Planeten verbannen, geht das &quot;Anthropoz&auml;n&quot;, das Menschenzeitalter, bald zu Ende. Wir werden in Hitzewellen vergl&uuml;hen, in Sturzfluten ersaufen oder ganz einfach verhungern und verdursten. R&uuml;stung und Krieg, die gr&ouml;&szlig;ten Klima-Killer, rauben uns den Atem und ersticken jedes Leben (Vielleicht sagt das mal jemand den &quot;Gr&uuml;nen&quot;).</li>
    <li>Eine zweite, dramatische Hypothek w&auml;lzen wir der kommenden Generation vor die F&uuml;&szlig;e: Ja, es ist zum einen ein geradezu alpiner Schuldenberg, es ist zum andern aber vor allem die weltweite Spaltung zwischen &quot;Arm&quot; und &quot;Reich&quot;. Der Kapitalismus ist mit seiner primitiven Logik weder willens noch in der Lage, gute Arbeit und gutes Leben f&uuml;r alle Menschen zu organisieren. &quot;Diese Wirtschaft t&ouml;tet&quot;, meinte der verstorbene Papst Franziskus. Klar, denn ihr einziges Ziel ist der Profit. Ohne eine neue Weltwirtschafts-Ordnung, die dem Gemeinwohl dient und nicht den Aktion&auml;ren, sind wir verloren. Wir m&uuml;ssen teilen, was wir haben.&nbsp;<br />
    Denn die auf der Verliererbank &ndash; und das sind zwei Drittel der Menschheit in den Armenh&auml;usern der Welt &ndash; schauen nicht mehr lange zu. Sie werden bald wie eine Sturzflut &uuml;ber uns hereinbrechen und sich holen, was ihnen zusteht. Dann sind neue, entsetzliche Verteilungskriege die Folge.&nbsp;<br />
    Was f&uuml;r ein Schwachsinn, dass wir weltweit bald 3 Billionen US-Dollar j&auml;hrlich in R&uuml;stung verpulvern. Da brauchts eine Turnhallenwand, um die Nullen dieses S&uuml;mmchens aufzuzeichnen. Schon mit einem Bruchteil davon k&ouml;nnte man die Kindersterblichkeit &uuml;berwinden, dem Hunger und dem unbeschreiblichen Elend in den arm gemachten L&auml;ndern ein Ende setzen. Nein &ndash; statt ins Leben, ins &Uuml;berleben zu investieren, investieren wir in den Tod. Und wir in &quot;the l&auml;ndle&quot; feste mit dabei!<br />
    Unsere Kinder und Enkelkinder haben nur eine Zukunft, wenn der Wahnsinn dieses R&uuml;stungswettlaufs sofort beendet wird und wir die Spaltung der Menschheit &uuml;berwinden.</li>
    <li>Und schon braut sich am Himmel ein n&auml;chstes Gewitter zusammen. Wir haben es geahnt: Unsere geliebte KI rei&szlig;t sich los, macht sich selbst&auml;ndig. Wir sind dem Untergang geweiht, wenn es uns nicht gelingt, die KI, diese Schmuse-Katze (&quot;Paul, was kann ich heute f&uuml;r dich tun?&quot;) in Ketten zu legen. Sie wird ungefragt alle Sicherungen knacken und autonom Kriege f&uuml;hren. Nirgendwo mehr ein russischer Oberst, der 1983 bei einem Fehlalarm den atomaren Gegenschlag verhindert hat. KI geht aufs Ganze und ist durch keines Menschen Hand mehr zu stoppen.&nbsp;<br />
    Panikartig fliehen nun ihre Konstrukteure. Sie kriegen, wie einst der Zauberlehrling, den Geist nicht mehr zur&uuml;ck in die Flasche. Einer redet von der &quot;letzten Erfindung der Menschheit&quot;. Ein anderer gibt uns grade mal noch zehn Jahre. Und alle betteln um Aufschub, um dieses Monster auszubremsen.&nbsp;<br />
    Aber wie soll man weltweit KI regulieren, wenn die V&ouml;lker sich bekriegen? Die War-Lords werden dieses Instrument dankbar mit dem Drecksgesch&auml;ft der Kriegf&uuml;hrung beauftragen. Dann gnade uns Gott!</li>
</ul>
<h3>(2) Schluss mit Krieg</h3>
<p>Und darum gibt&rsquo;s nur eins: Krieg, fahr zum Teufel, du Ausgeburt der H&ouml;lle. Von dort kommst Du und dorthin geh&ouml;rst du zur&uuml;ck! Schluss mit dem sinnlosen Gemetzel, und zwar sofort. Schluss mit Waffenlieferungen in Spannungsgebiete.</p>
<p><em>&quot;Jeder Krieg&quot;,</em> so schrieb Papst Franziskus, <em>&quot;hinterl&auml;sst die Welt schlechter als er sie vorgefunden hat. Krieg ist das Versagen der Politik, eine besch&auml;mende Kapitulation, eine Niederlage des Menschlichen.&quot;</em></p>
<p>Ich frage euch, ihr Staatslenker Europas &ndash; neuerdings in tarngefleckten Milit&auml;rjacken: Wo f&uuml;hrt ihr uns hin? Warum bereitet ihr einen gro&szlig;en Krieg in Europa vor, von dem ihr genau wisst, dass es den nicht geben darf, weil es uns danach nicht mehr gibt! Wann endlich sehe ich einen Plan, wie man die Kriege in Europa beenden kann? Wann endlich bildet ihr einen Kreis mit vertrauensw&uuml;rdigen Diplomaten, statt einen unbedarften Vorleser ins Feld zu schicken. Ihr m&uuml;sstet aus der Geschichte wissen: Ohne ein Minimum an Verst&auml;ndigung hat es noch nie einen Frieden gegeben. Warum immer erst &uuml;ber Massengr&auml;bern und Tr&uuml;mmerhalden? Redet endlich miteinander!</p>
<h3>(3) Die Scham muss die Seiten wechseln</h3>
<p>Ich wei&szlig;, jetzt zeigen sie uns wieder den Stinkefinger, bel&auml;cheln uns als Naivlinge, Dummk&ouml;pfe und Minderbemittelte, verd&auml;chtigen uns als Feiglinge und Dr&uuml;ckeberger. Doch ich meine, die Scham muss die Seiten wechseln.</p>
<ul>
    <li>Sch&auml;men m&uuml;ssen uns nicht wir, sondern die ewig Gestrigen, die immer noch glauben, man k&ouml;nne Gewalt nur mit Gewalt &uuml;berwinden. Die nach bald f&uuml;nf Jahren Krieg in der Ukraine einfach nicht wahrhaben wollen, dass Krieg nur die Gr&auml;ben vertieft und Hass den Hass vermehrt. Wir glauben daran, dass wer Frieden will, mit dem Feind reden muss.</li>
    <li>Sch&auml;men m&uuml;ssen sich all jene, die schamlos aufr&uuml;sten, unserer Jugend die Zukunft rauben und nun auch noch einen atomaren Schirm aufspannen wollen, als w&auml;rs ein harmloser Sonnenschirm. Wer heute atomar aufr&uuml;stet, organisiert den Weltuntergang!</li>
    <li>Sch&auml;men m&uuml;ssen sich nicht arbeitende Menschen, die aufgrund der Kriegsfolgen ihren Arbeitsplatz verlieren und nach der R&uuml;stungsindustrie schielen. Sch&auml;men m&uuml;ssen sich die Aktion&auml;re dieser feinen Zunft, deren Aktien durch die Decke schie&szlig;en. Sch&auml;mt euch, ihr Profiteure des Todes, ihr Kriegsgewinnler.</li>
</ul>
<h3>(4) Friedenssehnsucht, Friedensbereitschaft</h3>
<p>Es ist so viel Friedens-Sehnsucht in der Welt, so viel Friedensbereitschaft, wir m&uuml;ssen sie nur wachkitzeln. Es sind Tausende hier auf diesem Platz, Tausende in Berlin, Tausende im Land. In der Seelsorge treffe ich auf die alte kranke Frau, die t&auml;glich um den Frieden betet. Auf Kinder, die sich nach Frieden sehnen. Auf viele junge Menschen, die aus Gewissensgr&uuml;nden den Kriegsdienst verweigern. Und viele sind es, die aktiv Frieden stiften: Erzieherinnen in den Kitas, Streitschlichter in den Schulen, Konfliktlotsen in den Betrieben. Wir haben doch Potential zum Frieden.</p>
<p>Ich schlie&szlig;e mit dem wenig frommen Appell des gro&szlig;en Physikers und Pazifisten Albert Einstein, der zum Ende seines Lebens &ndash; todtraurig dar&uuml;ber, dass seine mathematische Formel die Atomspaltung erm&ouml;glicht hat seine Nachwelt mahnt - und das sind wir:</p>
<p><em>&quot;Liebe Nachwelt, wenn ihr nicht gerechter, friedfertiger und vern&uuml;nftiger werdet als wir, so soll euch der Teufel holen.</em>&quot;</p>
<p>Nun &ndash; der ist bereits unterwegs. Aber er trifft auf unsere geballte Wut gegen den Krieg. Und diese Wut tragen wir nun hinaus auf die Stra&szlig;en und verwandeln sie in Mut &ndash; in Mut zum Frieden.</p>
<p><em>Paul Schobel, Betriebsseelsorger i.R., B&ouml;blingen</em></p>
<hr />
<h4>Berichte und Stellungnahmen zur Friedensdemo in Stuttgart</h4>
<p>&nbsp;</p>
<ul>
    <li>Berichte und Stellungnahmen zur Friedensdemo in Stuttgart auf der gemeinsamen B&uuml;ndniswebseite der Demonstration am 3. Oktober 2026 in Berlin und in Stuttgart: <a href="https://friedensdemo0310.org/berichte-und-stellungnahmen-zur-friedensdemo-in-stuttgart/">https://friedensdemo0310.org/berichte-und-stellungnahmen-zur-friedensdemo-in-stuttgart/</a></li>
    <li>Eindr&uuml;cke von der Friedensdemo am 3.10.26 in Stuttgart: <a href="https://friedensvernetzung-suedwest.de/bericht-3-10-26-stuttgart/">https://friedensvernetzung-suedwest.de/bericht-3-10-26-stuttgart/</a></li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>]]>
   </content>
</entry>
<entry>
   <title>Tag der Gewaltlosigkeit</title>
   <link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015630.html" />
   <id>tag:www.lebenshaus-alb.de,2026://1.15630</id>
   
   <published>2026-10-02T11:29:24Z</published>
   <updated>2026-10-05T11:45:01Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[pax christi fordert die politische Umsetzung eines &quot;unbewaffneten und entwaffnenden Friedens&quot;, wie dies Papst Leo XIV. einfordert, und einen echten...]]></summary>
   <author>
      <name>Michael Schmid</name>
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   </author>
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   <category term="3635" label="pax christi" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   
   <content type="html" xml:lang="de" xml:base="https://www.lebenshaus-alb.de/">
      <![CDATA[<p>pax christi fordert die politische Umsetzung eines &quot;unbewaffneten und entwaffnenden Friedens&quot;, wie dies Papst Leo XIV. einfordert, und einen echten innergesellschaftlichen Dialog &uuml;ber Wege zu einem gerechten Frieden und die Ein&uuml;bung in Soziale Verteidigung.</p>]]>
      <![CDATA[<h3>Unbewaffneter und entwaffnender Frieden</h3>
<p><strong>pax christi fordert die politische Umsetzung eines &quot;unbewaffneten und entwaffnenden Friedens&quot;, wie dies Papst Leo XIV. einfordert, und einen echten innergesellschaftlichen Dialog &uuml;ber Wege zu einem gerechten Frieden und die Ein&uuml;bung in Soziale Verteidigung.</strong></p>
<p>Die deutsche Sektion von pax christi erinnert an den Internationalen Tag der Gewaltlosigkeit, der 2007 von der UN-Generalversammlung beschlossen wurde. Er wird weltweit j&auml;hrlich begangen am 2. Oktober, am Geburtstag von Mahatma Gandhi, der am 2. Oktober 1869 geboren wurde. Gandhi ist weltweit der Erste gewesen, der Aktive Gewaltfreiheit als Handlungsprinzip f&uuml;r das politische und gesellschaftliche Feld erschlossen hat.</p>
<p>pax christi fordert die politische Umsetzung eines &quot;unbewaffneten und entwaffnenden Friedens&quot;, zu dem Papst Leo XIV. aufruft. Weltweit verst&auml;rkt sich eine Tendenz zu milit&auml;rischer Eskalation. Krieg als Mittel der Politik normalisiert sich; ethische Kriterien, die solches zu begrenzen trachten, werden ausgeh&ouml;hlt. F&uuml;r pax christi bedeutet Konfliktbew&auml;ltigung: das Bem&uuml;hen um Dialog und Zusammenleben, um Verst&auml;ndigung und Diplomatie und als effizientes Mittel die Entwicklung einer Praxis der Aktiven Gewaltfreiheit.</p>
<p>Wenn pax christi sich f&uuml;r Aktive Gewaltfreiheit als zukunftsweisende Perspektive einsetzt, beziehen wir uns auf die Vision einer ultimativen Zeitenwende und auf die Hoffnung, die Jesus von Nazareth beseelt haben. &quot;Keine Gewalt&quot;: das ist die k&uuml;rzeste Zusammenfassung seiner Bergpredigt.</p>
<p>pax christi fordert deshalb einen gesamtgesellschaftlichen Austausch dar&uuml;ber, was uns zum Frieden wirklich dient. Wichtig dabei ist, aus einer empathischen Grundhaltung heraus zu handeln mit Blick auf alle, die unter Kriegen zu leiden haben. pax christi beobachtet, dass in unserer Gesellschaft oftmals der gegenseitige Respekt f&uuml;r unterschiedliche Friedenspositionen fehlt und die Suche nach Gerechtem Frieden vielfach diskreditiert wird.</p>
<p>Wir brauchen echten Dialog und Begegnung und sollten sie mit Hartn&auml;ckigkeit und Geduld suchen. Dialog ist f&uuml;r den Zusammenhalt von Menschen essenziell. Er schafft Raum f&uuml;r gegenseitiges Verstehen, baut Br&uuml;cken zwischen Menschen und V&ouml;lkern und erm&ouml;glicht, gemeinsame L&ouml;sungen zu finden. Deshalb hat pax christi das Projekt &quot;dialogR&Auml;UME &ndash; Weil Dialog z&auml;hlt&quot; entwickelt (s. www.pax christi.de). Dialog ist ein wichtiges Instrument der Meinungsentwicklung und der Konsens- und Kompromissf&auml;higkeit, der unsere Friedensf&auml;higkeit st&auml;rkt. Es gilt dabei, keine Feindbilder aufzubauen bzw. zu verst&auml;rken, sondern die Haltung zu best&auml;rken, sich zu weigern, Feind zu sein und andere als Feinde anzusehen.</p>
<p>pax christi fordert die Ein&uuml;bung in Soziale Verteidigung. Denn: Krieg wird dann abgeschafft sein, wenn in Gewaltfreiheit gebildete und erfahrene Menschen, Gruppen und V&ouml;lker auf einen kriegerischen Angriff nicht mehr kriegerisch reagieren. Stattdessen sind kreativ und mutig Wege zu finden, das Gewissen von gen&uuml;gend Menschen auf der gegnerischen Seite so anzusprechen, dass diese der kriegerischen Aggression ihre Unterst&uuml;tzung entziehen, sodass die Aggression erfolglos bleibt.</p>
<p>Wir sehen uns in unserer Sicht auf den Einsatz f&uuml;r Aktive Gewaltfreiheit best&auml;rkt durch Papst Leo XIV.:&nbsp;&quot;Niemand ist ohne Verantwortung. Alle verf&uuml;gen &uuml;ber einen eigenen Handlungsbereich, und genau dort &ndash; nirgendwo anders &ndash; sind wir aufgerufen, zu entscheiden, ob wir die Logik der St&auml;rke n&auml;hren (und sei es nur durch Gleichg&uuml;ltigkeit, Zynismus, L&uuml;ge oder Hass) oder die Logik des Friedens hochhalten (mit Wahrheit, Besonnenheit, N&auml;he und F&uuml;rsorge).&quot; (s. Enzyklika Magnifica Humanitas, Nr. 212)&nbsp;&nbsp;</p>
<div class="frame1">
<h4>Die Kommission Aktive Gewaltfreiheit besch&auml;ftigt sich auch mit diesem Thema</h4>
<p>Auf Grundlage der pax christi-Vision &quot;Aktive Gewaltfreiheit als Kern unseres politischen Handelns f&uuml;r eine gerechte Welt ohne Gewalt und Waffen&quot; wird das Themenfeld Aktive Gewaltfreiheit erforscht und weiterentwickelt. &gt;&gt; <a href="https://www.paxchristi.de/kommissionen/view/6447340632145920/Kommission%20Aktive%20Gewaltfreiheit">https://www.paxchristi.de/kommissionen/view/6447340632145920/Kommission%20Aktive%20Gewaltfreiheit</a></p>
</div>
<p class="quelle">Quelle:&nbsp;<a href="http://www.paxchristi.de/">pax christi Deutschland</a> - Meldung vom 01.10.2026.&nbsp;</p>]]>
   </content>
</entry>
<entry>
   <title>Gewaltfreie Soziale Verteidigung</title>
   <link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015622.html" />
   <id>tag:www.lebenshaus-alb.de,2026://1.15622</id>
   
   <published>2026-09-30T11:01:52Z</published>
   <updated>2026-09-30T04:53:06Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[In der Reihe &quot;edition pace&quot; ist soeben ein neuer Band von Egon Spiegel erschienen, der das Konzept der Gewaltfreien Sozialen...]]></summary>
   <author>
      <name>Michael Schmid</name>
      <uri>http://www.lebenshaus-alb.de</uri>
   </author>
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         <category term="/schwerpunkte/gewalt_gewaltfreiheit_und_frieden/gewaltfreie_aktion" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#category" />
   
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   <category term="2210" label="Peter Bürger" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   <category term="2455" label="Soziale Verteidigung" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   
   <content type="html" xml:lang="de" xml:base="https://www.lebenshaus-alb.de/">
      <![CDATA[<p>In der Reihe &quot;edition pace&quot; ist soeben ein neuer Band von Egon Spiegel erschienen, der das Konzept der Gewaltfreien Sozialen Verteidigung beleuchtet,&nbsp;der Alternative zum &quot;Programm Krieg&quot;.&nbsp;Eine Gesellschaft, die sich verteidigt, ohne t&ouml;ten zu wollen und ohne das eigene Land durch (B&uuml;rger-)Krieg ruinieren zu lassen - das ist kein weltfremder Wunsch, sondern Gegenstand einer seit Jahrzehnten erforschten und historisch vielfach erprobten Konzeption. Unter dem Begriff &quot;Gewaltfreie Soziale Verteidigung&quot; f&uuml;hrt der vorliegende Band in ihre macht- und konflikttheoretischen Grundlagen ein, macht bekannt mit ihrer Praxis und diskutiert Eckpfeiler ihrer Einf&uuml;hrung und Durchf&uuml;hrung.&nbsp;Das Werk wurde herausgegeben in Kooperation mit <em>Frieden wagen e.V.</em> und dem <em>&Ouml;kumenischen Institut f&uuml;r Friedenstheologie (OekIF)</em>. Es kann als preiswerte Paperback-Ausgabe bestellt werden, liegt aber auch als Digitale Erstausgabe vor.</p>]]>
      <![CDATA[<h3>Eine neuer Band von Egon Spiegel vermittelt die Alternative zum &quot;Programm Krieg&quot;</h3>
<p><strong>Redaktion der edition pace</strong></p>
<div class="frame1">
<p><strong>Egon Spiegel:<em> Gewaltfreie Soziale Verteidigung</em>.</strong> (Reihe ǀ edition pace). Hamburg: BoD 2026. (ISBN: 978-3-6967-6472-2; Paperback; 304 Seiten; 14,99 &euro;).<br />
<a href="https://buchshop.bod.de/gewaltfreie-soziale-verteidigung-egon-spiegel-9783696764722">https://buchshop.bod.de/gewaltfreie-soziale-verteidigung-egon-spiegel-9783696764722</a></p>
</div>
<p><img src="/magazin/media/img/Umschlag%20GSV-spiegel.jpg" width="280" height="446" vspace="10" hspace="10" align="right" alt="" />In der Reihe &quot;edition pace&quot; ist soeben ein neuer Band von Egon Spiegel erschienen, der das Konzept der Gewaltfreien Sozialen Verteidigung beleuchtet. Das Werk wurde herausgegeben in Kooperation mit Frieden wagen e.V. (<a href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/media/pdf/Spiegel-Gewaltfreie-Verteidigung-2026-09.pdf">https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/media/pdf/Spiegel-Gewaltfreie-Verteidigung-2026-09.pdf</a>) und dem &Ouml;kumenischen Institut f&uuml;r Friedenstheologie (OekIF). Es kann als preiswerte Paperback-Ausgabe bestellt werden, liegt aber auch als Digitale Erstausgabe vor.</p>
<p><strong>Umschlagtext zum Buch ǀ</strong> Eine Gesellschaft, die sich verteidigt, ohne t&ouml;ten zu wollen und ohne das eigene Land durch (B&uuml;rger-)Krieg ruinieren zu lassen - das ist kein weltfremder Wunsch, sondern Gegenstand einer seit Jahrzehnten erforschten und historisch vielfach erprobten Konzeption. Unter dem Begriff &quot;Gewaltfreie Soziale Verteidigung&quot; f&uuml;hrt der vorliegende Band in ihre macht- und konflikttheoretischen Grundlagen ein, macht bekannt mit ihrer Praxis und diskutiert Eckpfeiler ihrer Einf&uuml;hrung und Durchf&uuml;hrung. Abschlie&szlig;end wird die Konzeption durchbuchstabiert mit Blick auf Erfahrungen im Widerstand der Ukraine gegen ihre partielle Besetzung, einen hypothetischen Angriff Gr&ouml;nlands und politische &Uuml;bergriffigkeitsversuche von rechtsextremistischen Kr&auml;ften in Deutschland.</p>
<p><strong>&Uuml;ber den Autor ǀ</strong> Egon Spiegel, Prof. Dr. theol. habil. Prof. h. c., Diplomtheologe, Diplompolitologe, ausgebildeter Pastoralreferent, ehemaliger Inhaber des Lehrstuhls f&uuml;r Praktische Theologie an der Universit&auml;t Vechta, gegenw&auml;rtig Advisory Professor am UNESCO-Lehrstuhl f&uuml;r Peace Studies der Nanjing University in Nanjing/China, diverse Lehrauftr&auml;ge und Gastprofessuren, international vielf&auml;ltig vernetzt, zahlreiche friedenswissenschaftliche Publikationen. - Website: <a href="http://www.egon-spiegel.net">www.egon-spiegel.net</a></p>
<p style="text-align: center;">* * * * *</p>
<p><strong>Leseprobe ǀ</strong> <em>&quot;Ein kurzer &Uuml;berblick zum Inhalt des vorliegenden Bandes&quot;</em> (Egon Spiegel):</p>
<p>In einem <em><strong>1. Teil</strong></em> korrigiere ich zun&auml;chst g&auml;ngige Wahrnehmungen, indem ich hervorhebe, dass Frieden der Normalfall ist und Krieg nur als darin eingebettet verstanden werden kann, dass die F&auml;higkeit zur Verteidigung eines Landes nicht vom Milit&auml;r vereinnahmt werden darf und Kriege nicht wie eine Krankheit ausbrechen, sondern entschieden und gemacht werden.</p>
<p>In einem<em> <strong>2. Teil</strong></em> gehe ich grundlegenden Fragen nach: Was ist Gewalt? Worauf beruht Macht? Warum ist Gewaltfreiheit auch eine Frage der Struktur? Wie versteht man einen Konflikt, und wie funktioniert eine gewaltfreie Aktion?</p>
<p>In einem <em><strong>3. Teil</strong></em> greife ich unter Ber&uuml;cksichtigung einer breiten friedenswissenschaftlichen Forschung auf historische Erfahrungen mit unbewaffnetem Widerstand seit 1920 zur&uuml;ck. Der Bogen reicht vom Generalstreik gegen den Kapp-Putsch &uuml;ber den Ruhrkampf, den Widerstand der norwegischen Lehrerschaft gegen das Quisling-Regime, die d&auml;nischen Besatzungsjahre und den &Auml;rztestreik in den Niederlanden bis zum Prager Fr&uuml;hling, zu Solidarność, zum Herbst 1989, zum Baltikum 1991, zu den Khudai Khidmatgar, zur us-amerikanischen B&uuml;rgerrechtsbewegung, zu den Philippinen und zu Serbien. Bei jedem Fall frage ich nach dem, was gelang, nach dem, was misslang, und nach den Gr&uuml;nden f&uuml;r beides. Anschlie&szlig;end zeichne ich die Linie der Forschung nach &ndash; von ihren moralisch begr&uuml;ndeten Anf&auml;ngen &uuml;ber die empirische Wende bis zu ihrer gegenw&auml;rtigen Renaissance.</p>
<p>In einem <em><strong>4. Teil</strong></em> beschreibe ich die Konzeption im Einzelnen. Zun&auml;chst geht es um die Umr&uuml;stung (&quot;Transarmament&quot;) in sogenannten Friedenszeiten und dabei um Grundsatzbeschluss, Ausbildung, Dezentralisierung, Verringerung der Verwundbarkeit, rechtliche Verankerung und internationale Vernetzung, sodann um den Ernstfall selbst: um die Formen der Nichtkooperation in Verwaltung, Wirtschaft und &Ouml;ffentlichkeit, um ihre Zielf&uuml;hrung und um die heikle Frage der Sabotage. Ihr zur Seite tritt die konstruktive H&auml;lfte, d. h. Versorgung, Wirtschaft, Recht und Konfliktschlichtung bis hin zur doppelten Souver&auml;nit&auml;t, ohne die von einer Verteidigung im vollen Sinne nicht die Rede sein k&ouml;nnte. Ein eigener Abschnitt gilt der &Ouml;ffentlichkeit und der Kommunikation: der eigenen, derjenigen im Land des Angreifers und der Welt&ouml;ffentlichkeit, dazu den Bedingungen, unter denen Widerstand heute stattfindet, wie etwa Desinformation, digitale Kontrolle, k&uuml;nstliche Intelligenz, und dem Zeitfaktor.</p>
<p>Der&nbsp;<em><strong>5. T</strong><strong> </strong><strong>eil</strong></em><strong> </strong>behandelt die harten Fragen. Voran steht der Knackpunkt der Konzeption, die Kollaboration, und damit, was ein Besatzer im Hinblick auf eine erfolgreiche Besetzung tats&auml;chlich braucht, warum Menschen mitmachen und in welchen Abstufungen sich das Mitmachen vollzieht und was dagegen hilft, von der Differenzierung zwischen den Graden der Mitwirkung &uuml;ber die Gegenma&szlig;nahmen bis zum Sonderfall von Polizei und Streitkr&auml;ften des besetzten Landes. Es folgen die Frage nach gesellschaftlicher Geschlossenheit und ihrer basisdemokratischen Voraussetzung, sodann Repression, Leid und die Grenzen der Konzeption, einschlie&szlig;lich des Opfer-Arguments und des Verh&auml;ltnisses von Gesinnung und Verantwortung. Der Teil schlie&szlig;t mit denen, die den Widerstand &ndash; anders als bei der milit&auml;rischen Verteidigung &ndash; glei&shy;cherma&szlig;en mittragen: Frauen, alte, beeintr&auml;chtigte und junge Menschen.</p>
<p><em><strong>Teil 6</strong></em> ist ausdr&uuml;cklich einer religi&ouml;sen Verankerung von Widerstand gewidmet. Ich spreche dort aus der j&uuml;disch-christlichen Tradition, weil ich diese am besten kenne, und zeige zugleich, dass sich das Gemeinte nicht nur auch in der Terminologie anderer Religionen, sondern auch in rein s&auml;kularer Sprache ausdr&uuml;cken l&auml;sst: das &quot;Dritte im Zwischen&quot; (the Third-in-between), der gewaltfreie Gott, das Vertrauen, der Zusammenhang von Weg und Ziel, die Feindesliebe, schlie&szlig;lich skizziere ich Konsequenzen f&uuml;r die Gemeinden.</p>
<p><em><strong>Teil 7</strong></em> setzt sich mit Fragen der Realisierung einer Gewaltfreien Sozialen Verteidigung auseinander und verweist zun&auml;chst auf die Bildung, wobei Gewaltfreiheit nicht beizubringen, sondern zu entdecken und zu profilieren ist. Ich schlage daf&uuml;r ein Curriculum in acht Bausteinen vor. Dar&uuml;ber hinaus diskutiere ich die Einf&uuml;hrung eines Gewaltfreien Friedens- und Verteidigungsdienstes samt seinen Vorerfahrungen, Sto&szlig;richtungen, Verankerungen und die Frage nach Tr&auml;gerschaft und Finanzierung. Schlie&szlig;lich thematisiere ich vorbeugende, pr&auml;ventive Entwicklungen und Ma&szlig;nahmen: F&ouml;deralismus statt Separatismus, kriegsfreie Zonen, die Tabuisierung des Krieges und die Chancen der Globalisierung, konkret globaler Netzwerke.</p>
<p><em><strong>Teil 8</strong></em> stellt die Konzeption auf den Pr&uuml;fstand. Ich nehme die zehn Einw&auml;nde auf, die ich zum Teil seit f&uuml;nfzig Jahren h&ouml;re, von &quot;Und was ist mit Hitler?&quot; &uuml;ber den Verdacht, es handele sich bei der GSV um ein anderes Wort f&uuml;r Kapitulation, und die Frage nach der Ukraine bis hin zu &quot;Die Leute sind viel zu bequem daf&uuml;r&quot;. Anschlie&szlig;end lege ich die gewonnene Messlatte an einen konkreten Fall an und spiele die Konzeption am Beispiel Gr&ouml;nlands durch, bis hin zu konkreten Ma&szlig;nahmen und zur monet&auml;ren Klippe.</p>
<p><em><strong>Teil 9</strong></em> schlie&szlig;t mit einem Wort an verschiedene Leserinnen und Leser: an Soldatinnen und Soldaten, an politisch Verantwortliche, an Lehrerinnen und Lehrer, an junge Menschen und an die Skeptiker. Ich komplettiere den Abschnitt mit einer zehnschrittigen Roadmap hinsichtlich einer Einf&uuml;hrung der GSV-Konzeption in Deutschland.</p>
<p>Ein <em><strong>Nachwort</strong></em>, ein <em><strong>kleines Glossar</strong></em> und eine <em><strong>exemplarische Zeittafel des zivilen Widerstands</strong></em> beschlie&szlig;en den Band; ihm folgen <em><strong>drei Anh&auml;nge</strong></em>: eine Zwischenbilanz zu gewaltfreien Widerstandsaktionen in der Ukraine, hypothetische &Uuml;berlegungen zu einer gewaltfreien Verteidigung Gr&ouml;nlands und konkrete Ma&szlig;nahmen im Fall eines innergesellschaftlichen, faschistoiden &Uuml;bergriffs in Deutschland.</p>
<div class="frame1">
<p>Egon Spiegel: <em>Gewaltfreie Soziale Verteidigung</em>. (Reihe ǀ edition pace). Herausgegeben in Kooperation mit <em>Frieden wagen e.V.</em> und dem <em>&Ouml;kumenischen Institut f&uuml;r Friedenstheologie</em>. Digitale Erstausgabe, 19.09.2026. <a href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/media/pdf/Spiegel-Gewaltfreie-Verteidigung-2026-09.pdf">https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/media/pdf/Spiegel-Gewaltfreie-Verteidigung-2026-09.pdf</a> [Buchfassung: <a href="https://buchshop.bod.de/gewaltfreie-soziale-verteidigung-egon-spiegel-9783696764722">https://buchshop.bod.de/gewaltfreie-soziale-verteidigung-egon-spiegel-9783696764722</a>]</p>
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   <title>Connection e.V. erhält Alternativen Westfälischen Friedenspreis</title>
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   <id>tag:www.lebenshaus-alb.de,2026://1.15628</id>
   
   <published>2026-09-29T09:37:41Z</published>
   <updated>2026-10-01T09:47:33Z</updated>
   
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      <![CDATA[<p>&quot;Connection e.V.&quot; hat am 25. September 2026 im Historischen Rathaus M&uuml;nster den ersten Alternativen Westf&auml;lischen Friedenspreis entgegengenommen. Mit der mit 10.000 Euro dotierten Auszeichnung w&uuml;rdigt die Jury das internationale Engagement von &quot;Connection e.V.&quot; f&uuml;r das Recht auf Kriegsdienstverweigerung und die Unterst&uuml;tzung von Kriegsdienstverweiger*innen, Deserteur*innen und Milit&auml;rdienstentzieher*innen.</p>]]>
      <![CDATA[<p><strong><a href="https://de.connection-ev.org/">&quot;Connection e.V.&quot;</a> hat am 25. September 2026 im Historischen Rathaus M&uuml;nster den ersten <a href="https://www.alternativerwestfaelischerfriedenspreis.de/">Alternativen Westf&auml;lischen Friedenspreis</a> entgegengenommen. Mit der mit 10.000 Euro dotierten Auszeichnung w&uuml;rdigt die Jury das internationale Engagement von &quot;Connection e.V.&quot; f&uuml;r das Recht auf Kriegsdienstverweigerung und die Unterst&uuml;tzung von Kriegsdienstverweiger*innen, Deserteur*innen und Milit&auml;rdienstentzieher*innen.</strong></p>
<p>Der Alternative Westf&auml;lische Friedenspreis wurde in diesem Jahr erstmals verliehen. Anlass war die Entscheidung, den offiziellen Westf&auml;lischen Friedenspreis 2026 an die NATO zu vergeben. Mit dem Alternativen Preis setzen die Initiator*innen bewusst einen anderen Akzent: Nicht ein milit&auml;risches B&uuml;ndnis soll f&uuml;r Frieden stehen, sondern Menschen, die sich Krieg, Militarisierung und der Logik milit&auml;rischer Gewalt widersetzen.</p>
<p>Tilmann Fuchs (OB Stadt M&uuml;nster) begann mit einem Gru&szlig;wort und der Journalist Heribert Prantl hielt einen Er&ouml;ffnungsvortrag zu Artikel 4 Absatz 3 des deutschen Grundgesetzes, wonach niemand gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst an der Waffe gezwungen werden d&uuml;rfe.</p>
<p>Die Theologin Margot K&auml;&szlig;mann hielt die Laudatio. In ihrer beeindruckenden Rede betonte sie als Christin als Christin und ehemalige Landesbisch&ouml;fin die Bedeutung des Kirchasyls.</p>
<p>Die Jury hatte &quot;Connection e.V.&quot; einstimmig zur ersten Preistr&auml;gerin des neu geschaffenen Alternativen Westf&auml;lischen Friedenspreises gew&auml;hlt.</p>
<p>&quot;Wir freuen uns sehr &uuml;ber diese Auszeichnung. Sie ist eine Anerkennung f&uuml;r die Arbeit, die &quot;Connection&quot; seit mehr als drei Jahrzehnten gemeinsam mit vielen haupt- und ehrenamtlich Engagierten leistet&quot;, sagte Franz Nadler, Vorstandsvorsitzender von &quot;Connection e.V.&quot;, bei der Preisverleihung.</p>
<h3>W&Uuml;RDIGUNG F&Uuml;R MEHR ALS DREI JAHRZEHNTE ARBEIT</h3>
<p>&quot;Connection e.V.&quot; arbeitet seit 1993 international zum Recht auf Kriegsdienstverweigerung und Desertion. Gemeinsam mit Partnerorganisationen unterst&uuml;tzt der Verein Menschen, die sich dem Milit&auml;rdienst verweigern, desertieren oder vor einer Einziehung fliehen.</p>
<p>Der Preis w&uuml;rdigt zugleich die jahrzehntelange Arbeit des langj&auml;hrigen Gesch&auml;ftsf&uuml;hrers Rudi Friedrich, der &quot;Connection&quot; &uuml;ber viele Jahre gepr&auml;gt hat und im vergangenen Jahr unerwartet verstorben ist.</p>
<p>&quot;Ich nehme diesen Preis als neue Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin entgegen. Aber die Arbeit, die heute gew&uuml;rdigt wird, ist nicht meine pers&ouml;nliche Leistung. Sie wurde &uuml;ber Jahrzehnte von Rudi Friedrich gepr&auml;gt und von vielen haupt- und ehrenamtlichen Kolleg*innen getragen&quot;, sagte Sarah Ghebremariam, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin von &quot;Connection e.V.&quot;, in ihrer Dankesrede.</p>
<p>Ein besonderer Dank gilt auch Artem Klyga, dessen Expertise zu Asyl und Schutz f&uuml;r Kriegsdienstverweiger*innen, Deserteur*innen und Milit&auml;rdienstentzieher*innen insbesondere aus Russland, der Ukraine und Belarus f&uuml;r die Arbeit von &quot;Connection&quot; von gro&szlig;er Bedeutung ist.</p>
<h3>SCHUTZ STATT ABSCHIEBUNG IN DEN KRIEG</h3>
<p>F&uuml;r &quot;Connection&quot; bedeutet die Unterst&uuml;tzung von Kriegsdienstverweiger*innen auch, ihnen durch politische Forderungen &uuml;berhaupt einen Weg in die Sicherheit zu erm&ouml;glichen. Deutschland und die Europ&auml;ische Union haben die Zug&auml;nge f&uuml;r Menschen, die vor Kriegsdienst, Mobilisierung und milit&auml;rischem Zwang fliehen, weitgehend verschlossen.</p>
<p>&quot;Menschen, die vor Kriegsdienst und milit&auml;rischem Zwang fliehen, brauchen Schutz und keine R&uuml;ckkehr in den Krieg&quot;, so Ghebremariam. &quot;Wir fordern ein Bleiberecht f&uuml;r alle Kriegsdienstverweiger*innen, Deserteur*innen und Milit&auml;rdienstentzieher*innen. Menschen, die sich dem Milit&auml;rdienst verweigern, d&uuml;rfen nicht in L&auml;nder abgeschoben werden, in denen ihnen die Einziehung zum Milit&auml;r und damit die Beteiligung an einem Krieg droht&quot;, so Ghebremariam weiter.</p>
<h3>GEGEN MILITARISIERUNG UND ZWANGSDIENSTE</h3>
<p>&quot;Connection e.V.&quot; verbindet die Unterst&uuml;tzung von Kriegsdienstverweiger*innen mit einer grunds&auml;tzlichen Kritik an Militarisierung. Der Verein lehnt nicht nur den Milit&auml;rdienst, sondern auch verpflichtende Ersatzdienste ab.</p>
<p>&quot;Wir wollen keine Kompromisse mit dem Milit&auml;rsystem&quot;, erkl&auml;rt Ghebremariam. &quot;Unsere Solidarit&auml;t gilt auch Menschen, die sich nicht erfassen lassen, die eine Musterung ablehnen oder sich einem verpflichtenden Ersatzdienst verweigern. Freiwilliges gesellschaftliches Engagement dagegen sollte gef&ouml;rdert werden.&quot;</p>
<h3>WIDERSTAND GEGEN WEHRPFLICHT</h3>
<p>Die Preisverleihung findet an einem Tag statt, an dem bundesweit Sch&uuml;ler*innen gegen die Wiedereinf&uuml;hrung der Wehrpflicht protestieren. &quot;Connection e.V.&quot; begr&uuml;&szlig;t die Proteste.</p>
<p>&quot;Wir sehen, dass immer mehr junge Menschen gegen Militarisierung und Wehrpflicht auf die Stra&szlig;e gehen. Das ist ein wichtiges Zeichen&quot;, sagte Ghebremariam.</p>
<p>&quot;Dieser Preis ist f&uuml;r uns nicht nur eine Anerkennung unserer bisherigen Arbeit. Er ist auch eine Motivation, weiter f&uuml;r das Recht auf Kriegsdienstverweigerung zu k&auml;mpfen, f&uuml;r Schutz und Asyl f&uuml;r Kriegsgegner*innen und f&uuml;r eine Welt, in der Frieden nicht durch immer mehr Milit&auml;r geschaffen werden soll.&quot;</p>
<p>&quot;Connection e.V.&quot; bedankt sich bei der Jury und bei allen Beteiligten, die den ersten Alternativen Westf&auml;lischen Friedenspreis m&ouml;glich gemacht haben.</p>
<p><strong>&quot;Wir nehmen diese Auszeichnung mit gro&szlig;er Dankbarkeit entgegen &mdash; und sehen sie als Verpflichtung, unsere Arbeit fortzuf&uuml;hren.&quot;</strong></p>
<p class="quelle">Quelle: <a href="https://de.connection-ev.org/">Connection e.V. </a>- Pressemitteilung vom 25.09.2025.</p>]]>
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   <title>Staatsfeinde Nummer 1 bis 5. Gegen die &quot;Ulm 5&quot; zieht der Staat alle Register</title>
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   <id>tag:www.lebenshaus-alb.de,2026://1.15627</id>
   
   <published>2026-09-27T08:50:01Z</published>
   <updated>2026-09-26T19:10:19Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[Seit Ende April l&auml;uft im Hochsicherheitssaal in Stuttgart-Stammheim der Strafprozess gegen die sogenannten Ulm 5 &ndash; Daniel Tatlow-Devally, Crow Tricks,...]]></summary>
   <author>
      <name>Michael Schmid</name>
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   <category term="2772" label="Israel / Palästina" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   <category term="2553" label="Komitee für Grundrechte und Demokratie" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   
   <content type="html" xml:lang="de" xml:base="https://www.lebenshaus-alb.de/">
      <![CDATA[<p>Seit Ende April l&auml;uft im Hochsicherheitssaal in Stuttgart-Stammheim der Strafprozess gegen die sogenannten Ulm 5 &ndash; Daniel Tatlow-Devally, Crow Tricks, Leandra Rollo Valenzuela, Zo Hailu und Vi Kovarba&scaron;ić. Die f&uuml;nf waren vor nun bald einem Jahr, in den ersten Stunden des 8. September 2025, in eine Filiale des Waffenherstellers Elbit Systems in Ulm eingestiegen und hatten sich dort Zugang zu mehreren R&auml;umen verschafft. Sie versahen die R&auml;ume mit Schriftz&uuml;gen wie &quot;Shut Elbit Down&quot; oder &quot;Baby Killer&quot; und zerst&ouml;rten insbesondere in einem Raum die Einrichtung, sowie darin gelagertes Material. Dabei filmten sie sich selbst. Videos von der Aktion gingen noch am 8. September online. Sie warteten vor Ort auf die Polizei, lie&szlig;en sich festnehmen und sind seither in Untersuchungshaft in f&uuml;nf verschiedenen Kn&auml;sten in Baden-W&uuml;rttemberg und Bayern.&nbsp;Von Mich&egrave;le Winkler.</p>]]>
      <![CDATA[<p><strong>Von Mich&egrave;le Winkler</strong></p>
<p>Seit Ende April l&auml;uft im Hochsicherheitssaal in Stuttgart-Stammheim der Strafprozess gegen die sogenannten Ulm 5 &ndash; Daniel Tatlow-Devally, Crow Tricks, Leandra Rollo Valenzuela, Zo Hailu und Vi Kovarba&scaron;ić. Die f&uuml;nf waren vor nun bald einem Jahr, in den ersten Stunden des 8. September 2025, in eine Filiale des Waffenherstellers Elbit Systems in Ulm eingestiegen und hatten sich dort Zugang zu mehreren R&auml;umen verschafft. Sie versahen die R&auml;ume mit Schriftz&uuml;gen wie &quot;Shut Elbit Down&quot; oder &quot;Baby Killer&quot; und zerst&ouml;rten insbesondere in einem Raum die Einrichtung, sowie darin gelagertes Material. Dabei filmten sie sich selbst. Videos von der Aktion gingen noch am 8. September online. Sie warteten vor Ort auf die Polizei, lie&szlig;en sich festnehmen und sind seither in Untersuchungshaft in f&uuml;nf verschiedenen Kn&auml;sten in Baden-W&uuml;rttemberg und Bayern.</p>
<p>In den Wochen nach der Festnahme gingen zuvor erstellte Videoansprachen der f&uuml;nf mit ihren Begr&uuml;ndungen f&uuml;r die Aktion online: Nach rund zwei Jahren Teilnahme an Protesten gegen Israels Genozid in Gaza h&auml;tten sie sich in der Pflicht gesehen, mit einer direkten Aktion in die Waffenherstellung und -lieferungen von Elbit Systems Deutschland nach Israel einzugreifen. Sie wollten auf die Rolle von Elbit als gr&ouml;&szlig;tem israelischen Waffenhersteller und Drohnenproduzenten aufmerksam machen, ebenso wie auf Deutschlands materielle und diplomatische Komplizenschaft an Israels Genozid und Besatzung. In einer gemeinsamen Erkl&auml;rung richteten sich die f&uuml;nf direkt an den deutschen Staat: &quot;Deutschland, du hast deinen Standpunkt sehr deutlich gemacht: V&ouml;lkerrecht, Menschenrechte und grundlegende Anst&auml;ndigkeit gehen dich nichts an, solange du deine geopolitischen und wirtschaftlichen Interessen sichern kannst.&quot;</p>
<ul>
    <li><a href="https://www.grundrechtekomitee.de/details/staatsfeinde-nummer-1-bis-5-gegen-die-ulm-5-zieht-der-staat-alle-register-um-antimilitaristische-und-palaestinasolidarische-aktionen-abzuschrecken">HIER WEITERLESEN</a></li>
</ul>
<p class="quelle">Quelle:&nbsp;<a href="https://www.grundrechtekomitee.de/">Komitee f&uuml;r Grundrechte und Demokratie e.V.</a> -PNews vom 25.08.2026.</p>
<p><strong>Weblinks:</strong></p>
<ul>
    <li><a href="https://etosmedia.de/politik/ein-jahr-hinter-glas-die-ulm5-elbit-und-die-grenzen-politischen-protests/">Ein Jahr hinter Glas &ndash; Die Ulm5, Elbit und die Grenzen politischen Protests</a> - Ian Nadge, etos.meida vom 24.09.2026.</li>
    <li><a href="https://www.kontextwochenzeitung.de/gesellschaft/802/schauprozess-vorwurf-aus-irland-11050.html">Prozess gegen Ulm 5: Schauprozess-Vorwurf aus Irland</a> - Korbinian Strohhuber, KONTEXT:Wochenzeitung vom 12.08.2026.<br />
    &nbsp;</li>
</ul>]]>
   </content>
</entry>
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   <title>Bitte jetzt anmelden zur 14. Tagung &quot;We shall overcome!&quot; am 17. Oktober 2026 in Reutlingen</title>
   <link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015626.html" />
   <id>tag:www.lebenshaus-alb.de,2026://1.15626</id>
   
   <published>2026-09-26T06:57:25Z</published>
   <updated>2026-09-26T07:21:57Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[Frieden wagen e.V.&nbsp;l&auml;dt herzlich zur Teilnahme an der 14. Tagung &quot;We shall overcome! - Gewaltfrei aktiv f&uuml;r die Vision einer...]]></summary>
   <author>
      <name>Michael Schmid</name>
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   </author>
         <category term="/news" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#category" />
   
   
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      <![CDATA[<p><img src="/magazin/media/img/tagung2022_01.jpg" width="250" height="167" vspace="10" align="right" hspace="10" alt="" /><em>Frieden wagen e.V.&nbsp;</em>l&auml;dt    herzlich zur Teilnahme an der 14. Tagung &quot;We shall overcome! -    Gewaltfrei aktiv f&uuml;r die Vision einer Welt ohne Gewalt und Unrecht.  Biographische Zug&auml;nge&quot; ein, die am 17. Oktober 2026 im Kulturzentrum  franz.K. in Reutlingen stattfinden wird. Im Mittelpunkt der Veranstaltung werden die Vortr&auml;ge von Jacqueline Andres und Dr. Bruno Kern stehen, die anhand ihrer  pers&ouml;nlichen Lebensgeschichte &uuml;ber ihr Engagement berichten. Die musikalische Umrahmung &uuml;bernehmen wieder Gabriele Lang und Bernd Geisler. Wir hoffen auf weitere Anmeldungen bis sp&auml;testens zum 10. Okt. 2026.</p>]]>
      <![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img src="/magazin/media/img/tagung2022_01.jpg" width="530" height="353" vspace="10" title="Bild von der Tagung &quot;We shall overcome!&quot; 2022. Hier mit Emran Feroz, einem der Referierenden." class="imgcaption; floatl" align="middle" alt="" /></p>
<p><em><strong>Frieden wagen e.V.&nbsp;l&auml;dt    herzlich zur Teilnahme an der 14. Tagung &quot;We shall overcome! -    Gewaltfrei aktiv f&uuml;r die Vision einer Welt ohne Gewalt und Unrecht.  Biographische Zug&auml;nge&quot; ein, die am 17. Oktober 2026&nbsp; im Kulturzentrum  franz.K. in Reutlingen stattfinden wird.</strong></em></p>
<p><strong>Ausf&uuml;hrliche Infos</strong> unter:<a href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/015379.html">https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/015548.html</a></p>
<p>Im Mittelpunkt der Tagung, die von 10 - 17:30 Uhr stattfindet, werden die Vortr&auml;ge von zwei seit langer Zeit f&uuml;r Frieden und Gerechtigkeit engagierten Menschen stehen, die anhand ihrer pers&ouml;nlichen Lebensgeschichte &uuml;ber ihr Engagement berichten:</p>
<ul>
    <li><strong>Jacqueline Andres, </strong>Jg. 1988, wuchs in &Auml;gypten auf, ist Politikwissenschaftlerin (M.A.), Aktivistin, Trainerin in feministischer Selbstbehauptung und Selbstverteidigung und ehrenamtliche &Uuml;bersetzerin. Seit 2015 ist sie bei dem antimilitaristischen Verein Informationsstelle Militarisierung e.V. (IMI) T&uuml;bingen aktiv und mittlerweile auch Teil des erweiterten Vorstands. Seither ist die IMI der zentrale Ankerpunkt und der Antimilitarismus ein Hauptthema in ihrem politischen Leben.&nbsp;&nbsp;<strong><br />
    <br />
    Bruno Kern,</strong> geb. 1958 in Wien, studierte Theologie und Philosophie. Heute lebt er als freischaffender Autor und &Uuml;bersetzer in Mainz. Bruno Kern war f&uuml;nf Jahre lang Mitglied des Dominikanerordens. Danach war er in verschiedenen &ouml;kologischen und friedenspolitischen Zusammenh&auml;ngen engagiert. Seine j&uuml;ngsten Ver&ouml;ffentlichungen aus diesen Bereichen: Das M&auml;rchen vom gr&uuml;nen Wachstum (2019), Industrielle Abr&uuml;stung jetzt! (2024), &bdquo;&hellip; den Krieg gr&uuml;ndlich verlernen&ldquo; (2026).</li>
</ul>
<p><img src="/magazin/media/img/tagung1.jpg" width="320" height="240" align="left" title="Tagung &quot;We shall overcome!&quot; 2022" class="imgcaption; floatl" alt="" /></p>
<p><strong>Michael Schmid</strong> und <strong>Katrin Warnatzsch</strong> werden in einem Beitrag &quot;Aktiv f&uuml;r soziale Gerechtigkeit, Frieden und &Ouml;kologie: Frieden wagen e.V.&quot; Einblicke in die &uuml;ber 33-j&auml;hrige Geschichte des Vereins geben. Wie bei allen vorangegangenen zw&ouml;lf Tagungen werden <strong>Gabriele Lang</strong> und <strong>Bernd Geisler</strong> wieder das Tagungsprogramm musikalisch bereichern.</p>
<p>Die diesj&auml;hrige bereits vierzehnte Tagung &quot;We shall overcome!&quot; des Lebenshauses wird von 33 Organisationen und  Initiativen unterst&uuml;tzt. Darunter befinden sich lokale, regionale und  auch bundesweit t&auml;tige Gruppierungen aus unterschiedlichen  gesellschaftlichen Bereichen. Eingeladen sind Menschen, die sich ermutigen lassen wollen in ihrem eigenen Engagement f&uuml;r eine gerechtere, friedvollere und zukunftsf&auml;hige Welt.</p>
<p><strong>Ausf&uuml;hrliche Infos</strong> unter:<a href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/015379.html">https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/015548.html</a></p>
<p><strong>Wir hoffen auf weitere Anmeldungen bis sp&auml;testens zum 10. Okt. 2026&nbsp;</strong>(F&uuml;r     die Anmeldung kann das Anmeldeformular verwendet werden -  siehe  Link unten -; formlose Anmeldungen per Brief oder E-Mail sind ebenfalls m&ouml;glich. Diese bitte senden an: Frieden wagen e.V., Teckstr. 59, D-73207 Plochiongen, E-Mail info@lfrieden-wagen.org. Die Anmeldung wird mit Zahlungseingang verbindlich)</p>
<p>Au&szlig;er der eigenen Anmeldung w&auml;re es sch&ouml;n, wenn im eigenen Freundes- und Bekanntenkreis auf diese Veranstaltung hingewiesen und daf&uuml;r geworben w&uuml;rde.</p>
<p><strong>Wir freuen uns &uuml;ber Unterst&uuml;tzung, Spende und Eure Teilnahme an den Veranstaltungen!</strong></p>
<h4>(Spenden-)Konto von <em>Frieden wagen e.V.</em>:</h4>
<p>Bank:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; GLS Bank eG<br />
IBAN:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; DE36 4306 0967 8023 3348 00<br />
BIC:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; GENODEM1GLS</p>
<p>Stichwort: Tagung 2026</p>
<p>Der Verein <em>Frieden wagen e.V. bzw. Lebenshaus Schw&auml;bische Alb - Gemeinschaft f&uuml;r soziale Gerechtigkeit, Frieden und &Ouml;kologie e.V.</em>ist      durch das Finanzamt Esslingen als   gemeinn&uuml;tzig und mildt&auml;tig      anerkannt (aktueller Bescheid vom 30.06.2026).     Spenden und      Mitgliedsbeitr&auml;ge sind daher steuerabzugsf&auml;hig. Ab 25 &euro;       werden      automatisch Spendenbescheinigungen zugestellt, f&uuml;r niedrigere Betr&auml;ge      auf         Anforderung (bitte bei Erstspenden Anschrift wegen      Spendenbescheinigung angeben).</p>
<div class="frame1">
<p><strong>Zum Herunterladen:</strong></p>
<ul>
    <li><a href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/media/pdf/anmeldeformular_tagung2026.pdf">Anmeldeformular zum Herunterladen</a> (PDF -140 KB - Anmeldeschluss:&nbsp;10. Okt. 2026)</li>
</ul>
<p><strong>Infos zu <em>Frieden wagen e.V.</em>/&nbsp;<em>Lebenshaus Schw&auml;bische Alb</em>:</strong></p>
<ul>
    <li>neu:&nbsp;<a href="https://www.frieden-wagen.org/">Frieden wagen e.V </a>- <a href="https://www.frieden-wagen.org/">www.frieden-wagen.org/</a></li>
    <li><a href="https://www.lebenshaus-alb.de/ueber-uns/">&Uuml;ber uns</a> (Grundinformationen zum Lebenshaus)</li>
    <li><a href="https://www.lebenshaus-alb.de/cgi-bin/cms/mt-search.cgi?tag=%C3%9Cber%20uns%3A%20Lebenshaus%20Schw%C3%A4bische%20Alb&amp;blog_id=1">&Uuml;ber uns:&nbsp;Lebenshaus Schw&auml;bische Alb</a> (Artikelsammlung)</li>
    <li><a href="https://www.lebenshaus-alb.de/cgi-bin/cms/mt-search.cgi?tag=Lebenshaus-Tagungen%20%22We%20shall%20overcome%22&amp;blog_id=1">Lebenshaus-Tagungen 2013 - 2025 &quot;We shall overcome&quot;</a>&nbsp;</li>
</ul>
</div>
<h4 style="text-align: center;">Referierende der einzelnen Tagungen auf einen Blick</h4>
<table width="562" cellspacing="1" cellpadding="1" border="1" align="center" height="266">
    <tbody>
        <tr>
            <td style="text-align: center;">2025</td>
            <td>&nbsp; Claudia Haydt</td>
            <td>&nbsp; Regina Hagen</td>
            <td>&nbsp;</td>
        </tr>
        <tr>
            <td style="text-align: center;">2024</td>
            <td>&nbsp; J&uuml;rgen Gr&auml;sslin</td>
            <td>&nbsp; Dr. Leo Ensel</td>
            <td>&nbsp;</td>
        </tr>
        <tr>
            <td style="text-align: center;">2023</td>
            <td>&nbsp; Christoph Besemer</td>
            <td>&nbsp; Heike H&auml;nsel</td>
            <td>
            <p>&nbsp; Michael Schmid u.<br />
            &nbsp; Katrin Warnatzsch</p>
            </td>
        </tr>
        <tr>
            <td style="text-align: center;">2022</td>
            <td>&nbsp; Emran Feroz</td>
            <td>&nbsp; Barbara u. Dr. Eberhard B&uuml;rger</td>
            <td>&nbsp; Marion K&uuml;pker</td>
        </tr>
        <tr>
            <td style="text-align: center;">2021</td>
            <td>&nbsp; Klaus Pfisterer</td>
            <td>&nbsp; Thomas Gebauer</td>
            <td>&nbsp; Karen Hinrichs</td>
        </tr>
        <tr>
            <td style="text-align: center;">2020</td>
            <td>&nbsp; Thomas Felder</td>
            <td>&nbsp; Renate Wanie</td>
            <td>&nbsp; Hans-Hartwig L&uuml;tzow</td>
        </tr>
        <tr>
            <td>&nbsp; 2019</td>
            <td>&nbsp; Eva-Maria Willkomm</td>
            <td>&nbsp; Andreas Linder</td>
            <td>&nbsp; Nirit Sommerfeld</td>
        </tr>
        <tr>
            <td>&nbsp; 2018</td>
            <td>&nbsp; Katja Tempel</td>
            <td>&nbsp; Peter B&uuml;rger</td>
            <td>&nbsp; Andreas Zumach</td>
        </tr>
        <tr>
            <td>&nbsp; 2017</td>
            <td>&nbsp; Julia Kramer</td>
            <td>&nbsp; Paul Schobel</td>
            <td>&nbsp;  Clemens Ronnefeldt</td>
        </tr>
        <tr>
            <td>&nbsp; 2016</td>
            <td>&nbsp; Sonnhild Thiel</td>
            <td>&nbsp; Werner Gebert</td>
            <td>&nbsp; Ursula Sladek</td>
        </tr>
        <tr>
            <td>&nbsp; 2015</td>
            <td>&nbsp; Heinz Rothenpieler</td>
            <td>&nbsp; Dr. Ute Finckh-Kr&auml;mer</td>
            <td>&nbsp; Jochen Stay</td>
        </tr>
        <tr>
            <td>&nbsp; 2014</td>
            <td>&nbsp; Dr. Martin Arnold</td>
            <td>&nbsp; Jutta Sundermann</td>
            <td>&nbsp; Roland Blach</td>
        </tr>
        <tr>
            <td>&nbsp; 2013</td>
            <td>&nbsp; Dr. Wolfgang Sternstein</td>
            <td>&nbsp; Wiltrud R&ouml;sch-Metzler</td>
            <td>&nbsp; Ullrich Hahn</td>
        </tr>
    </tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>]]>
   </content>
</entry>
<entry>
   <title>26. September: UN-Tag gegen Atomwaffen</title>
   <link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015625.html" />
   <id>tag:www.lebenshaus-alb.de,2026://1.15625</id>
   
   <published>2026-09-25T21:00:42Z</published>
   <updated>2026-09-25T21:25:44Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[Zum &quot;UN-Tag f&uuml;r die vollst&auml;ndige Abschaffung der Atomwaffen&quot; (26. September) fordert das Aktionsb&uuml;ndnis &quot;atomwaffenfrei.jetzt&quot; von der Bundesregierung, konkrete Schritte zum...]]></summary>
   <author>
      <name>Michael Schmid</name>
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   </author>
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         <category term="/schwerpunkte/internationales_militar_und_krieg/deutsche_aussenpolitik" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#category" />
         <category term="/schwerpunkte/gewalt_gewaltfreiheit_und_frieden/friedensbewegung" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#category" />
         <category term="/schwerpunkte/gewalt_gewaltfreiheit_und_frieden" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#category" />
         <category term="/schwerpunkte/internationales_militar_und_krieg/nato" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#category" />
   
   <category term="4817" label="Aktionsbündnis &quot;atomwaffenfrei.jetzt&quot;" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   <category term="2915" label="Atomwaffen" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   <category term="4600" label="Atomwaffenverbotsvertrag" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   
   <content type="html" xml:lang="de" xml:base="https://www.lebenshaus-alb.de/">
      <![CDATA[<p>Zum &quot;UN-Tag f&uuml;r die vollst&auml;ndige Abschaffung der Atomwaffen&quot; (26. September) fordert das Aktionsb&uuml;ndnis &quot;atomwaffenfrei.jetzt&quot; von der Bundesregierung, konkrete Schritte zum Abzug der Atomwaffen aus Deutschland vorzunehmen. Mit Protesten am Atomwaffenstandort B&uuml;chel am 10. Oktober und einer Demonstration in N&ouml;rvenich am 17. Oktober gegen das NATO-Atomkriegsman&ouml;ver &quot;Steadfast Noon&quot; weist das B&uuml;ndnis auf die Zunahme der atomaren Kriegsgefahr hin. Bei dem Man&ouml;ver, das Mitte Oktober stattfindet, simuliert die Bundeswehr den Abwurf von Atombomben in einem europ&auml;ischen Kriegsszenario. Beteiligt sind die USA, alle europ&auml;ischen Staaten mit nuklearer Teilhabe und weitere unterst&uuml;tzende Staaten.</p>]]>
      <![CDATA[<h3>Friedensb&uuml;ndnis fordert Absage der Bundeswehr-Teilnahme an Atomkriegsman&ouml;ver</h3>
<p>Zum &quot;UN-Tag f&uuml;r die vollst&auml;ndige Abschaffung der Atomwaffen&quot; (26. September) fordert das Aktionsb&uuml;ndnis &quot;atomwaffenfrei.jetzt&quot; von der Bundesregierung, konkrete Schritte zum Abzug der Atomwaffen aus Deutschland vorzunehmen. Mit Protesten am Atomwaffenstandort B&uuml;chel am 10. Oktober und einer Demonstration in N&ouml;rvenich am 17. Oktober gegen das NATO-Atomkriegsman&ouml;ver &quot;Steadfast Noon&quot; weist das B&uuml;ndnis auf die Zunahme der atomaren Kriegsgefahr hin. Bei dem Man&ouml;ver, das Mitte Oktober stattfindet, simuliert die Bundeswehr den Abwurf von Atombomben in einem europ&auml;ischen Kriegsszenario. Beteiligt sind die USA, alle europ&auml;ischen Staaten mit nuklearer Teilhabe und weitere unterst&uuml;tzende Staaten.</p>
<p>Im Demonstrationsaufruf werden Bundestag und Bundesregierung aufgefordert, die Bundeswehr-Beteiligung am Atomkriegsman&ouml;ver im Oktober abzusagen, die Atombomben aus B&uuml;chel abzuziehen und dem von bislang 101 Staaten unterzeichneten UN-Atomwaffenverbotsvertrag beizutreten. Au&szlig;erdem d&uuml;rften keine neuen europ&auml;ischen Atomwaffenkooperationen begr&uuml;ndet werden, wie sie in diesem Jahr mit Frankreich begonnen wurde.</p>
<p>&quot;Der Kauf von 35 neuen US-Atombombern F-35 f&uuml;r 10 Milliarden Euro, die Stationierung neuer zielgenauerer Atombomben in B&uuml;chel und die Nuklearkooperation mit Frankreich sind friedenspolitisch die v&ouml;llig falschen Weichenstellungen. Stattdessen sollte die Bundesregierung auf nukleare Abr&uuml;stung dr&auml;ngen und dem UN-Atomwaffenverbotsvertrag beitreten&quot;, fordert Martin Singe f&uuml;r das Atomwaffenfrei-B&uuml;ndnis.</p>
<p>Der Aufruf zu den Demonstrationen gegen das Atomkriegsman&ouml;ver wird von &uuml;ber 35 Organisationen aus der Friedensbewegung getragen, darunter die &Auml;rzt*innen gegen Atomkrieg, Pax Christi, der Vers&ouml;hnungsbund, Ohne R&uuml;stung Leben, Jurist*innen gegen Atomkrieg, AGDF und DFG-VK. Auch die &ouml;rtlichen Friedensgruppen Daun (B&uuml;chel) und D&uuml;ren (N&ouml;rvenich) sind beteiligt.</p>
<p>Das B&uuml;ndnis verweist insbesondere auf das humanit&auml;re V&ouml;lkerrecht, mit dem jeglicher Atomwaffeneinsatz unvereinbar ist. Das Bundesjustizministerium kennzeichnet jede Verwendung von Atomwaffen als Kriegsverbrechen. <a href="https://www.bmjv.de/DE/themen/voelkerstrafrecht/kriegsverbrechen/kriegsverbrechen_node.htm">https://www.bmjv.de/DE/themen/voelkerstrafrecht/kriegsverbrechen/kriegsverbrechen_node.htm</a></p>
<p>Auch gem&auml;&szlig; Nichtverbreitungsvertrag ist Deutschland die Verf&uuml;gung &uuml;ber Atomwaffen verboten. &quot;Piloten der Bundeswehr d&uuml;rfen niemals Atombomben abwerfen, weil dies ein Kriegsverbrechen w&auml;re. Doch das trainieren sie bei dem NATO-Atomkriegsman&ouml;ver Mitte Oktober auf Weisung des Verteidigungsministeriums. Deshalb protestieren wir im Oktober lautstark f&uuml;r die Einhaltung des V&ouml;lkerrechts und die Abschaffung aller Atomwaffen&quot;, so Martin Singe.</p>
<p>Der <strong>Aufruf zu den Demonstrationen in B&uuml;chel und N&ouml;rvenich</strong> mit allen Unterzeichnenden findet sich <a href="https://www.atomwaffenfrei.de/protest-gegen-steadfast-noon-2026-jetzt-unterstuetzen/">hier</a>.</p>
<p class="quelle">Quelle:&nbsp;<a href="https://www.atomwaffenfrei.de/home.html">Aktionsb&uuml;ndnis &quot;atomwaffenfrei.jetzt&quot;</a> - Pressemitteilung vom 24.09.2026.</p>]]>
   </content>
</entry>
<entry>
   <title>Vertane Chancen für das gemeinsame Haus Europa</title>
   <link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015624.html" />
   <id>tag:www.lebenshaus-alb.de,2026://1.15624</id>
   
   <published>2026-09-25T11:33:07Z</published>
   <updated>2026-09-25T13:54:52Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[Vor 25 Jahren, am 25. September 2001, hielt Wladimis Putin vor dem Deutschen Bundestag eine vielbeachtete Rede &uuml;ber die deutsch-russischen...]]></summary>
   <author>
      <name>Michael Schmid</name>
      <uri>http://www.lebenshaus-alb.de</uri>
   </author>
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         <category term="/schwerpunkte/gewalt_gewaltfreiheit_und_frieden/friedensbewegung" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#category" />
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         <category term="/schwerpunkte/internationales_militar_und_krieg/nato" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#category" />
         <category term="/schwerpunkte/internationales_militar_und_krieg/osteuropa_russland" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#category" />
   
   <category term="3811" label="NATO" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   <category term="2481" label="Russland" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   
   <content type="html" xml:lang="de" xml:base="https://www.lebenshaus-alb.de/">
      <![CDATA[<p>Vor 25 Jahren, am 25. September 2001, hielt Wladimis Putin vor dem Deutschen Bundestag eine vielbeachtete Rede &uuml;ber die deutsch-russischen Beziehungen und die Vision eines vereinten Europas. Das Protokoll vermerkte zahlreich starken Beifall der 650 Anwesenden im Reichstag und am Ende &quot;Anhaltender Beifall &ndash; Die Abgeordneten erheben sich&quot;.&nbsp;Ein Beitrag von Reiner Braun und Michael M&uuml;ller.</p>]]>
      <![CDATA[<h3>Wladimir Putins vielbeachtete Rede im Reichstag</h3>
<p><strong>Ein Beitrag von Reiner Braun und Michael M&uuml;ller</strong></p>
<p>Vor 25 Jahren, am 25. September 2001, hielt Wladimis Putin vor dem Deutschen Bundestag eine vielbeachtete Rede &uuml;ber die deutsch-russischen Beziehungen und die Vision eines vereinten Europas. Das Protokoll vermerkte zahlreich starken Beifall der 650 Anwesenden im Reichstag und am Ende &quot;Anhaltender Beifall &ndash; Die Abgeordneten erheben sich&quot;.</p>
<p>Damals, vierzehn Tage nach dem New Yorker Terroranschlag vom 9/11 auf das World Trade Center, hielt Putin nach einer kurzen Einleitung in russischer Sprache seine Rede auf deutsch, der &quot;Sprache von Goethe, Schiller und Kant&quot;. Er bezog sich auf die gemeinsame europ&auml;ische Geschichte und die Einheit der europ&auml;ischen Kultur. Er forderte von Deutschland, eine selbstbewusste Rolle in Europa und der Welt einzunehmen. Putin sah seinen wichtigsten europ&auml;ischen Ansprechpartner in Deutschland.</p>
<p>Der russische Staatspr&auml;sident kn&uuml;pfte an Gorbatschows Idee vom Gemeinsamen Haus Europa an, die 1990 vor allem wegen des Widerstands der USA, nicht durchsetzbar war. Putin griff sie wieder auf und sah in einem &quot;einheitlichen und sicheren Europa&quot; den Vorboten einer &quot;einheitlichen und sicheren Welt&quot;. Europa m&uuml;sse deshalb ein &quot;m&auml;chtiger und selbst&auml;ndiger Mittelpunkt der Weltpolitik&quot; bleiben und daf&uuml;r seine eigenen M&ouml;glichkeiten mit denen Russlands vereinigen. Er betonte, dass sein Land die andere Seite der Entspannungspolitik, den Weg von Abr&uuml;stung, R&uuml;stungsbegrenzung und R&uuml;stungskontrolle, fortsetzen wolle.</p>
<p>Mit dem Ende der in Ost und West geteilten Welt war 1990 das Fenster f&uuml;r eine europ&auml;ische Einheit weit ge&ouml;ffnet. F&uuml;r Willy Brandt war die Zeit reif f&uuml;r die Vision einer &quot;Europ&auml;isierung Europas&quot;. Doch der Westen sah keinen Grund, sich zu reformieren und mit Moskau zu kooperieren. Westeuropa sah sich als &quot;Sieger&quot; in der Auseinandersetzung der Systeme. Und Gorbatschows Nachfolger Boris Jelzin tat alles, was der Westen wollte. Er st&uuml;rzte mit einer neoliberalen Marktwirtschaft ohne soziale Absicherung Russland in eine tiefe Krise und f&ouml;rderte eine neue Oligarchenklasse. Kurz: Die Chancen des historischen Umbruchs f&uuml;r ein Gemeinsames Europa wurden nicht erkannt und damit auch nicht genutzt.</p>
<p>2001 streckte Putin, der der russischen Gesellschaft neue Stabilit&auml;t gab, im Reichstag zum zweiten Mal die Hand aus f&uuml;r eine gemeinsame europ&auml;ische Politik. Aber auch diesmal waren die Interessen der NATO wichtiger und das alleinige B&uuml;ndnis mit den USA in Deutschland und bei den europ&auml;ischen Partnern st&auml;rker als eine gemeinsame Politik der europ&auml;ischen Verst&auml;ndigung und Zusammenarbeit. Der &quot;Westen&quot; dehnte die NATO nach Osten aus, auch die zweite Chance wurde vertan.</p>
<p>Die neoliberale Politik hat die Welt in eine tiefe Krise gef&uuml;hrt. Statt zum Gemeinsamen Haus Europa kam es zu neuer Konfrontation. Heute wird Putins Angebot von neuen kalten Kriegern als verlogener &quot;Mimikry eines russischen Imperialisten&quot; diffamiert, der zustimmende Beifall im Bundestag als &quot;Realit&auml;tsverweigerung&quot;, &quot;blau&auml;ugige Naivit&auml;t&deg; und &quot;tr&auml;umerische Russophilie&quot;.</p>
<p>Mit den Konflikten in der Ukraine seit 2014 und vor allem seit Beginn des Krieges 2022 verfestigte sich die Behauptung, der &quot;fr&uuml;here KGB-Agent&quot; Putin will die fr&uuml;here Sowjetunion wiederherstellen und daf&uuml;r sei ihm jedes Mittel Recht. Damit verfestigt sich eine perspektivlose Konfrontation, deren Opfer nicht zuletzt die zahlreichen Toten im Ukraine-Krieg sind, in dem im letzten Jahr so viele Menschen gestorben sind wie in dem blutigsten Krieg nach 1945 im afrikanischen Ruanda.</p>
<p>Die Rede von Putin wurde sehr sorgf&auml;ltig vorbereitet, unter anderem mit Hilfe von Horst Telschick. Sie heute als &quot;Gehirnw&auml;sche&quot; abzutun, greift zur Begr&uuml;ndung zu abenteuerlichen Konstruktionen. Putin ist f&uuml;r den heutigen Krieg verantwortlich, aber Europa hat zwei Mal die Chance auf eine Verst&auml;ndigung vertan. Auch das geh&ouml;rt zur europ&auml;ischen Wirklichkeit.</p>
<p>Haben wir noch eine dritte Chance? Wir haben die Pflicht und Verantwortung es zu versuchen, zumal nur ein friedensorientiertes, ziviles Europa angesichts der Neuordnung der Welt eine gestaltende Rolle einnehmen kann. Mit der Wiederbelebung erster diplomatischer und zivilgesellschaftlicher Schritte in Richtung gemeinsamer Sicherheit, im Widerstand gegen die Militarisierung und Hochr&uuml;stung unserer Gesellschaft, in der Ablehnung des Feindbildes Russland und in der Forderung nach deutschen und europ&auml;ischen Initiativen f&uuml;r Waffenstillstand und Friedensverhandlungen in der Ukraine. Nicht zuletzt geh&ouml;ren Abr&uuml;stung und R&uuml;stungskontrolle auf die internationale Agenda.</p>
<p><strong>Weblink:</strong></p>
<ul>
    <li><a href="https://www.bundestag.de/parlament/geschichte/gastredner/putin/putin_wort-244966">Wortprotokoll der Rede Wladimir Putins im Deutschen Bundestag am 25.09.2001.</a></li>
</ul>]]>
   </content>
</entry>
<entry>
   <title>&quot;Freiwilliger Wehrdienst&quot; wird immer unfreiwilliger – Die Jugend bleibt UNZWINGBAR</title>
   <link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015623.html" />
   <id>tag:www.lebenshaus-alb.de,2026://1.15623</id>
   
   <published>2026-09-22T20:49:28Z</published>
   <updated>2026-09-22T21:20:55Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[Das vorbereitende B&uuml;ndnis der Unzwingbar-Demo (2.10.) kritisiert verpflichtende Musterungen und fordert junge Menschen auf, dagegen auf die Stra&szlig;e zu gehen...]]></summary>
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      <name>Michael Schmid</name>
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      <![CDATA[<p>Das vorbereitende B&uuml;ndnis der Unzwingbar-Demo (2.10.) kritisiert verpflichtende Musterungen und fordert junge Menschen auf, dagegen auf die Stra&szlig;e zu gehen und zu widersprechen.&nbsp;Das &quot;unzwingbar&quot;-B&uuml;ndnis kritisiert die zunehmenden Zwangselemente beim sogenannten &quot;Neuen Wehrdienst&quot;. Wie aktuell berichtet wird, l&auml;dt die Bundeswehr junge M&auml;nner bereits jetzt verpflichtend zur Musterung vor &ndash; unabh&auml;ngig davon, ob sie &uuml;berhaupt Interesse an einem Dienst bei der Bundeswehr haben.</p>]]>
      <![CDATA[<h3>Das vorbereitende B&uuml;ndnis der Unzwingbar-Demo (2.10.) kritisiert verpflichtende Musterungen und fordert junge Menschen auf, dagegen auf die Stra&szlig;e zu gehen und zu widersprechen</h3>
<p>&nbsp;Das &quot;unzwingbar&quot;-B&uuml;ndnis kritisiert die zunehmenden Zwangselemente beim sogenannten &quot;Neuen Wehrdienst&quot;. Wie aktuell berichtet wird, l&auml;dt die Bundeswehr junge M&auml;nner bereits jetzt verpflichtend zur Musterung vor &ndash; unabh&auml;ngig davon, ob sie &uuml;berhaupt Interesse an einem Dienst bei der Bundeswehr haben.</p>
<p>&quot;Von einem freiwilligen Wehrdienst kann immer weniger die Rede sein&quot;, erkl&auml;rt Yannick Kiesel von &quot;unzwingbar&quot;. &quot;Erst werden junge M&auml;nner verpflichtet, der Bundeswehr Auskunft &uuml;ber sich zu geben, nun folgen verpflichtende Musterungen selbst f&uuml;r diejenigen, die kein Interesse an der Bundeswehr haben. Damit wird schrittweise eine Infrastruktur geschaffen, mit der eine Einberufung zur Bundeswehr k&uuml;nftig erheblich leichter umgesetzt werden kann.&quot; Das seit Anfang 2026 geltende Wehrdienst-Modernisierungsgesetz sieht die verpflichtende Musterung ab Juli 2027 vor, die allerdings in Einzelf&auml;llen nun bereits praktiziert wird.</p>
<p>&quot;Die R&uuml;ckkehr zu verpflichtenden milit&auml;rischen Strukturen hat l&auml;ngst begonnen. Die Musterung ist keine harmlose medizinische Untersuchung&quot;, so Kiesel. &quot;Sie dient dazu festzustellen, welche jungen Menschen die Bundeswehr im Falle einer Einberufung milit&auml;risch einsetzen k&ouml;nnte. Wer keinen Kriegsdienst leisten will, sollte deshalb fr&uuml;hzeitig wissen, welche Rechte er oder sie hat. Wir rufen junge Menschen dazu auf, der Vorladung zur Musterung zu widersprechen. In mehreren bekannten F&auml;llen wurde anschlie&szlig;end von der Vorladung abgesehen.&quot;</p>
<p>&quot;Statt eine Generation wieder f&uuml;r milit&auml;rische Dienste zu erfassen und zu mustern, sollte die Politik jungen Menschen mehr M&ouml;glichkeiten er&ouml;ffnen, selbst &uuml;ber ihr Leben zu entscheiden&quot;, fordert Kiesel. &quot;Sicherheitspolitik darf nicht auf immer mehr Aufr&uuml;stung und immer mehr verf&uuml;gbare Soldatinnen und Soldaten reduziert werden. Notwendig sind Investitionen in zivile Konfliktbearbeitung, Diplomatie und gesellschaftliche Sicherheit.&quot;</p>
<h3>Demonstration am 2. Oktober</h3>
<p>Am 2. Oktober ruft das Unzwingbar-B&uuml;ndnis junge Menschen dazu auf, gemeinsam gegen Zwangsmusterung und verpflichtende Wehrdienste auf die Stra&szlig;e zu gehen. Eine gro&szlig;e Kundgebung in Berlin bietet jungen Menschen die M&ouml;glichkeit, &ouml;ffentlich gegen die Zwangsmusterung zu protestieren und deutlich zu machen: &Uuml;ber unsere Zukunft und unser Leben wollen wir selbst entscheiden.</p>
<p>Neben politischen Beitr&auml;gen von Martin Sonneborn und J&uuml;rgen Gr&auml;sslin werden bei der Kundgebung auch zahlreiche K&uuml;nstler*innen wie K.I.Z, Disarstar, Apsilon und Dritte Wahl auftreten.</p>
<p>Veranstalter*innen der Kundgebung sind die Friedensorganisationen DFG-VK, IPPNW, Netzwerk Friedenskooperative und Ohne R&uuml;stung Leben sowie Attac Deutschland, Medico International, die Naturfreunde Deutschlands, die DIDF-Jugend, der Internationale Jugendverband (IJV) und Aktive der Schulstreiks gegen Wehrpflicht. Unterst&uuml;tzt wird das Event von zahlreichen weiteren Verb&auml;nden, darunter Greenpeace, Connection e.V., Sea-Watch, der Naturschutzjugend und Pax Christi.</p>
<p>Weitere Informationen zur Kundgebung und zum Programm gibt es unter <a href="https://unzwingbar.de">unzwingbar.de</a>.</p>
<p>Bereits an diesem Freitag (25.9) finden die bundesweiten Schulstreiks statt.</p>
<p class="quelle">Quelle:&nbsp;<a href="https://dfg-vk.de/">Deutsche Friedensgesellschaft &ndash; Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK)</a> -&nbsp;Pressemitteilung vom 22.09.2026.&nbsp;</p>]]>
   </content>
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   <title>Aufruf: Engagiert euch im Herbst – mehrere bundesweite Aktionen sind geplant</title>
   <link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015618.html" />
   <id>tag:www.lebenshaus-alb.de,2026://1.15618</id>
   
   <published>2026-09-17T09:30:50Z</published>
   <updated>2026-09-18T05:48:20Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[&quot;Brandgef&auml;hrlich!&quot; So sch&auml;tzt die Kooperation f&uuml;r den Frieden die augenblickliche internationale sicherheitspolitische Situation ein. &Uuml;ber den Krieg in der Ukraine...]]></summary>
   <author>
      <name>Michael Schmid</name>
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   </author>
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   <category term="2689" label="Kooperation für den Frieden" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   
   <content type="html" xml:lang="de" xml:base="https://www.lebenshaus-alb.de/">
      <![CDATA[<p>&quot;Brandgef&auml;hrlich!&quot; So sch&auml;tzt die Kooperation f&uuml;r den Frieden die augenblickliche internationale sicherheitspolitische Situation ein. &Uuml;ber den Krieg in der Ukraine hinaus eskaliere die Konfrontation zwischen Russland und dem Westen. Direkte Zusammenst&ouml;&szlig;e werden immer h&auml;ufiger &ndash; vermutete und bewiesene. Das zeigen der Drohnenvorfall auf dem Flughafen Leipzig, der &Uuml;berflug und Abschuss von Drohnen, das Beschie&szlig;en von Flugzeugen mit Leuchtraketen und andere. Darauf folgt wieder eine neue Drohung der einen und ein neuer Eskalationsschritt der anderen Seite.</p>]]>
      <![CDATA[<h3>F&uuml;r &quot;brandgef&auml;hrlich!&quot; h&auml;lt die Kooperation f&uuml;r den Frieden die augenblickliche Situation</h3>
<p><strong>&quot;Brandgef&auml;hrlich!&quot; So sch&auml;tzt die Kooperation f&uuml;r den Frieden die augenblickliche internationale sicherheitspolitische Situation ein. &Uuml;ber den Krieg in der Ukraine hinaus eskaliere die Konfrontation zwischen Russland und dem Westen. Direkte Zusammenst&ouml;&szlig;e werden immer h&auml;ufiger &ndash; vermutete und bewiesene. Das zeigen der Drohnenvorfall auf dem Flughafen Leipzig, der &Uuml;berflug und Abschuss von Drohnen, das Beschie&szlig;en von Flugzeugen mit Leuchtraketen und andere. Darauf folgt wieder eine neue Drohung der einen und ein neuer Eskalationsschritt der anderen Seite.</strong></p>
<p>Auf der Sitzung des Kooperationsrates der Kooperation f&uuml;r den Frieden diskutierten VertreterInnen von Friedensorganisationen ausf&uuml;hrlich die aktuelle Lage und zeigten sich sehr besorgt. Susanne Grabenhorst, eine der SprecherInnen der Kooperation: &quot;Der Teufelskreis Aktionen und Reaktionen zwischen Russland und dem Westen, auch Deutschland, muss durchbrochen werden. Diplomatie und Verhandlungen m&uuml;ssen wieder Einzug in die Auseinandersetzung haben. Andernfalls steuern wir auf eine direkte milit&auml;rische Konfrontation zu, die niemand wollen kann!&quot;</p>
<p>Seit &uuml;ber 20 Jahren haben sich &uuml;ber 50 friedenspolitische Organisationen zusammengeschlossen, darunter die IPPNW (&Auml;rzte zur Verhinderung eines Atomkrieges), die DFG-VK (Deutsche Friedensgesellschaft &ndash; Vereinigte Kriegsdienstgegner), Pax Christi, AGDF (Aktionsgemeinschaft Dienst f&uuml;r den Frieden), das Netzwerk Friedenskooperative und viele lokale und regionale Friedensinitiativen.</p>
<p>In ihrem Aufruf, der auf der Webseite der Kooperation ver&ouml;ffentlicht wurde, kritisieren die Mitwirkenden der Kooperation die Ausgaben f&uuml;r Hochr&uuml;stung und Milit&auml;r. Die seien in Deutschland in den letzten f&uuml;nf Jahren verdoppelt worden und sollen bis 2030 nochmals verdoppelt werden, um das 5%-Ziel der NATO bis 2035 zu erreichen. Torsten Schleip, Co-Sprecher der Kooperation f&uuml;r den Frieden: &quot;Fast alle von uns m&uuml;ssen das mit h&ouml;heren Steuern, Sozialabbau und schlechteren &ouml;ffentlichen Leistungen bezahlen. Schon jetzt fehlen Milliarden bei Krankenh&auml;usern, Pflege, Schulen, Hochschulen und Kitas, Jugend und Kultur, Umweltschutz und Verkehr. Wir sollen l&auml;nger arbeiten und die Renten noch niedriger werden.&quot;</p>
<p>&quot;Nein zu Hochr&uuml;stung und Krieg &ndash; F&uuml;r Frieden, demokratische Rechte und soziale Sicherheit!&quot; lautet deshalb der Titel des Aufrufs, sich im Herbst 2026 in Berlin, Stuttgart und anderswo zu engagieren. In Berlin wird am Freitag, den 2.10.2026 vor dem Brandenburger Tor eine Gro&szlig;kundgebung mit vielen attraktiven Bands - z.B. K.I.Z. &ndash; stattfinden. Das Motto: &quot;Unzwingbar &ndash; Kein Bock auf Krieg und Milit&auml;r!&quot; Einen Tag sp&auml;ter findet ausgehend vom Brandenburger Tor eine bundesweite Friedensdemonstration gegen Aufr&uuml;stung und f&uuml;r Frieden statt, gleichzeitig mit einer Friedensdemonstration in Stuttgart. Weitere Termine, sich f&uuml;r Frieden zu engagieren, finden sich auf der Internetseite des Netzwerkes Friedenskooperative &ndash; so auch die Kundgebungen des DGB gegen den Sozialabbau in mehreren St&auml;dten der Bundesrepublik am 26. September.</p>
<p>&quot;Wir brauchen Abkommen zur internationalen R&uuml;stungskontrolle und f&uuml;r Abr&uuml;stung, eine St&auml;rkung der UNO und eine gemeinsame Friedensordnung in Europa unter Einschluss Russlands. Wir wollen Frieden und diplomatische L&ouml;sungen entsprechend dem V&ouml;lkerrecht!&quot;, schlie&szlig;t der Aufruf der Kooperation f&uuml;r den Frieden.</p>
<p class="quelle">Quelle:&nbsp;<a href="http://www.koop-frieden.de/">Kooperation f&uuml;r den Frieden</a> - Pressemitteilung vom 17.09.2026.</p>
<p><strong>25. Sept.</strong><br />
Bundesweite Schulstreik-Aktionen<br />
Aufruftext u.a.: <a href="https://friedensdemo0310.org/bundesweite-schulstreikaktionen-am-25-9-26/">https://friedensdemo0310.org/bundesweite-schulstreikaktionen-am-25-9-26/</a></p>
<p><strong>26. Sept.&nbsp;</strong><br />
Gewerkschaftliche Gro&szlig;demos gegen Sozialabbau:&nbsp;<br />
Infos u.a.: <a href="https://www.dgb.de/mitmachen/kampagnen/aktionstag-sozialstaat/">https://www.dgb.de/mitmachen/kampagnen/aktionstag-sozialstaat/</a></p>
<p><strong>1. Okt.&nbsp;</strong><br />
Protestaktion gegen die Verleihung des Westf&auml;lischen Friedenspreises an die NATO<br />
- B&uuml;ndnis Frieden statt NATO: friedenskooperativemuenster.blogspot.com<br />
- Kein Friedenspreis f&uuml;r die NATO: Infos unter: <a href="https://www.frieden-muenster.de/demo0110 ">https://www.frieden-muenster.de/demo0110&nbsp;</a></p>
<p><strong>2. Okt.</strong><br />
Gro&szlig;kundgebung und Konzert&nbsp; &bdquo;Unzwingbar: Kein Bock auf Krieg und Wehrpflicht!&quot;<br />
Infos unter: <a href="http://www.unzwingbar.de">www.unzwingbar.de</a></p>
<p><strong>3. Okt.&nbsp;</strong><br />
Friedensdemos in Berlin und Stuttgart<br />
Zentrale Homepage: <a href="https://friedensdemo0310.org/ ">https://friedensdemo0310.org/&nbsp;</a></p>
<p><strong>10./17. Okt.</strong><br />
&ldquo;F&uuml;nf vor Zw&ouml;lf&rdquo;: Aktionen gegen das NATO-Atomkriegsman&ouml;ver 2026<br />
Infos u.a.: <a href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/015608.html">www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/015608.html</a></p>
<p><strong>17. Okt.</strong><br />
Tagung &quot;We shall overcome! - Gewaltfrei aktiv f&uuml;r die Vision einer Welt ohne Gewalt und Unrecht&quot;<br />
Infos:<a href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/015548.html">www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/015548.html</a></p>]]>
   </content>
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   <title>30 Jahre Atomwaffen-Teststoppvertrag: Die atomare Gefahr bannen!</title>
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   <id>tag:www.lebenshaus-alb.de,2026://1.15619</id>
   
   <published>2026-09-08T19:26:44Z</published>
   <updated>2026-09-17T19:38:16Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[Am 10. September 1996 hat die UN-Generalversammlung den umfassenden Atomteststopp-Vertrag beschlossen und f&uuml;r alle Staaten zur Unterzeichnung er&ouml;ffnet (CTBT -...]]></summary>
   <author>
      <name>Michael Schmid</name>
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   </author>
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   <category term="4817" label="Aktionsbündnis &quot;atomwaffenfrei.jetzt&quot;" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   <category term="2328" label="Atomtests" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   <category term="2915" label="Atomwaffen" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   
   <content type="html" xml:lang="de" xml:base="https://www.lebenshaus-alb.de/">
      <![CDATA[<p>Am 10. September 1996 hat die UN-Generalversammlung den umfassenden Atomteststopp-Vertrag beschlossen und f&uuml;r alle Staaten zur Unterzeichnung er&ouml;ffnet (CTBT - Comprehensive Nuclear-Test-Ban Treaty). Der Vertrag verbietet alle Formen von realen Nuklearwaffentests. Bis heute fehlt jedoch die Ratifikation durch relevante Atomwaffenstaaten, deren Beitritt Voraussetzung f&uuml;r das Inkrafttreten des Vertrages ist. Dennoch halten sich bislang alle Staaten an das Abkommen und testen ihre Atomwaffen gegenw&auml;rtig nur in Computersimulationen. Eine Kommission zur Umsetzung des Teststoppvertrages wurde bereits eingesetzt und hat ein &Uuml;berwachungssystem eingerichtet. Ende 2025 erschreckte dann US-Pr&auml;sident Trump die &Ouml;ffentlichkeit mit seiner Ank&uuml;ndigung, wieder mit Atomwaffentests beginnen zu wollen. Die Gefahr der Wiederaufnahme realer nuklearer Test-Explosionen wurde damit erneut &ouml;ffentlich bewusst.</p>]]>
      <![CDATA[<p>Am 10. September 1996 hat die UN-Generalversammlung den umfassenden Atomteststopp-Vertrag beschlossen und f&uuml;r alle Staaten zur Unterzeichnung er&ouml;ffnet (CTBT - Comprehensive Nuclear-Test-Ban Treaty). Der Vertrag verbietet alle Formen von realen Nuklearwaffentests. Bis heute fehlt jedoch die Ratifikation durch relevante Atomwaffenstaaten, deren Beitritt Voraussetzung f&uuml;r das Inkrafttreten des Vertrages ist. Dennoch halten sich bislang alle Staaten an das Abkommen und testen ihre Atomwaffen gegenw&auml;rtig nur in Computersimulationen. Eine Kommission zur Umsetzung des Teststoppvertrages wurde bereits eingesetzt und hat ein &Uuml;berwachungssystem eingerichtet. Ende 2025 erschreckte dann US-Pr&auml;sident Trump die &Ouml;ffentlichkeit mit seiner Ank&uuml;ndigung, wieder mit Atomwaffentests beginnen zu wollen. Die Gefahr der Wiederaufnahme realer nuklearer Test-Explosionen wurde damit erneut &ouml;ffentlich bewusst.</p>
<p>Auf die Fragilit&auml;t dieser Situation hat zuletzt UN-Generalsekret&auml;r Antonio Guterres hingewiesen, der am 29. August 2026, dem Internationalen UN-Tag gegen Nuklearversuche, verlautbaren lie&szlig;: &quot;Der heutige Tag erinnert uns an die verheerenden Folgen von Nuklearversuchen, an die bittere Erkenntnis, die der Menschheit erst durch schmerzliche Erfahrungen zuteilwurde. Er ist ein Anlass, der Opfer und &Uuml;berlebenden von Nuklearversuchen zu gedenken, deren Leben, Land und nachfolgende Generationen von nuklearen Explosionen gezeichnet sind. (&hellip;) Die Welt darf nie wieder eine nukleare Explosion erleben. Ich fordere alle Staaten im Besitz von Kernwaffen auf, die bestehenden Moratorien aufrechtzuerhalten und Ma&szlig;nahmen zu ergreifen, um den Vertrag &uuml;ber das umfassende Verbot von Nuklearversuchen unverz&uuml;glich in Kraft zu setzen.&quot; (<a href="https://www.un.org/german/de/media/16140">https://www.un.org/german/de/media/16140</a>)<br />
<br />
Das Aktionsb&uuml;ndnis &quot;atomwaffenfrei.jetzt&quot; &ndash; ein Zusammenschluss von rund 80 Friedensgruppen und -organisationen &ndash; unterst&uuml;tzt dieses klare Statement des UN-Generalsekret&auml;rs und fordert die Bundesregierung auf, sich verst&auml;rkt f&uuml;r das Inkrafttreten des Teststoppvertrages einzusetzen und sich an der Unterst&uuml;tzung der Opfer von Nuklearexplosionen zu beteiligen. Dazu geh&ouml;rt auch, dass die Bundesregierung &ndash; zumindest in der Beobachterrolle &ndash; an der ersten &Uuml;berpr&uuml;fungskonferenz zum Atomwaffenverbotsvertrag im Dezember 2026 teilnimmt. &quot;Wenn sich die Bundesregierung ernsthaft f&uuml;r eine atomwaffenfreie Welt einsetzen will, muss sie konkrete Schritte daraufhin einleiten, die eigene nukleare Teilhabe beenden und dem Atomwaffenverbotsvertrag zum Durchbruch verhelfen. Die Vorhaltung von Atomwaffen f&uuml;r einen m&ouml;glichen Einsatz in einer Kriegssituation bleibt die gr&ouml;&szlig;te Bedrohung f&uuml;r die Menschheit.&quot; - so Dr. Hildegard Slabik-M&uuml;nter vom Aktionsb&uuml;ndnis gegen Atomwaffen.</p>
<p class="quelle">Quelle:&nbsp;<a href="https://www.atomwaffenfrei.de/home.html">Aktionsb&uuml;ndnis &quot;atomwaffenfrei.jetzt&quot;</a> - Pressemitteilung vom 08.09.2026.</p>]]>
   </content>
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   <title>Druckfrisch: &quot;Kriegstüchtig an allen Fronten&quot;</title>
   <link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015617.html" />
   <id>tag:www.lebenshaus-alb.de,2026://1.15617</id>
   
   <published>2026-09-06T20:15:49Z</published>
   <updated>2026-09-05T21:07:23Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[Seit nunmehr drei Jahrzehnten dokumentiert die &quot;Informationsstelle Militarisierung&quot; (IMI) in T&uuml;bingen mit ihren aufkl&auml;renden Ver&ouml;ffentlichungen eine fortschreitende Militarisierung der Au&szlig;enpolitik....]]></summary>
   <author>
      <name>Michael Schmid</name>
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   </author>
         <category term="/schwerpunkte/buchrezensionen" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#category" />
   
   <category term="3549" label="IMI" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   <category term="2383" label="Jürgen Wagner" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   <category term="2210" label="Peter Bürger" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   
   <content type="html" xml:lang="de" xml:base="https://www.lebenshaus-alb.de/">
      <![CDATA[<p>Seit nunmehr drei Jahrzehnten dokumentiert die &quot;Informationsstelle Militarisierung&quot; (IMI) in T&uuml;bingen mit ihren aufkl&auml;renden Ver&ouml;ffentlichungen eine fortschreitende Militarisierung der Au&szlig;enpolitik. Den j&uuml;ngsten, hochexplosiven Komplex dieser &quot;Chronik&quot; erschlie&szlig;t jetzt das profunde Sachbuch <em>&quot;Kriegst&uuml;chtig an allen Fronten&quot;</em> des Politikwissenschaftlers, Historikers und IMI-Vorstandsmitglieds J&uuml;rgen Wagner: &quot;Kriegst&uuml;chtigkeit allerorten, eine &sbquo;Zeitenwende&lsquo; als &Uuml;bergang: von einer auf Angriffsoperationen ausgerichteten Bundeswehr &uuml;ber die Umstellung auf Kriegswirtschaft und die Einf&uuml;hrung eines neuen Wehrdienstes bis hin zur systematischen Einbeziehung ziviler Akteure in Kriegsvorbereitungen via &sbquo;Operationsplan Deutschland&lsquo;. Kaum ein Bereich, der inzwischen nicht von einer umfassenden Militarisierung durchdrungen ist. Rezension von Peter B&uuml;rger.</p>]]>
      <![CDATA[<h3>Das neue Buch von J&uuml;rgen Wagner (IMI) &ndash; eine Empfehlung</h3>
<p><strong>Von Peter B&uuml;rger</strong></p>
<div class="frame1">
<p><strong>J&uuml;rgen Wagner: </strong><em><strong>Kriegst&uuml;chtig an allen Fronten.</strong> </em>Kanonen statt Butter &ndash; R&uuml;stung durch Sozialabbau. (Neue Kleine Bibliothek 360). K&ouml;ln: PapyRossa 2026. (ISBN 978-3-89438-873-7; Paperback; 300 Seiten; 19,90 &euro;). <a href="https://www.imi-online.de/2026/08/25/neues-buch-kriegstuechtig-an-allen-fronten/">https://www.imi-online.de/2026/08/25/neues-buch-kriegstuechtig-an-allen-fronten/</a></p>
</div>
<p><img src="/magazin/media/img/Umschlag%20KRIEGST%C3%9CCHTIG.jpg" width="280" height="424" vspace="10" hspace="10" align="right" alt="" />Seit nunmehr drei Jahrzehnten dokumentiert die &quot;Informationsstelle Militarisierung&quot; (IMI) in T&uuml;bingen mit ihren aufkl&auml;renden Ver&ouml;ffentlichungen eine fortschreitende Militarisierung der Au&szlig;enpolitik. Den j&uuml;ngsten, hochexplosiven Komplex dieser &quot;Chronik&quot; erschlie&szlig;t jetzt das profunde Sachbuch <em>&quot;Kriegst&uuml;chtig an allen Fronten&quot;</em> des Politikwissenschaftlers, Historikers und IMI-Vorstandsmitglieds J&uuml;rgen Wagner: &quot;Kriegst&uuml;chtigkeit allerorten, eine &sbquo;Zeitenwende&lsquo; als &Uuml;bergang: von einer auf Angriffsoperationen ausgerichteten Bundeswehr &uuml;ber die Umstellung auf Kriegswirtschaft und die Einf&uuml;hrung eines neuen Wehrdienstes bis hin zur systematischen Einbeziehung ziviler Akteure in Kriegsvorbereitungen via &sbquo;Operationsplan Deutschland&lsquo;. Kaum ein Bereich, der inzwischen nicht von einer umfassenden Militarisierung durchdrungen ist. Der Hintergrund: Im EU-Verbund will sich Deutschland als milit&auml;rische F&uuml;hrungsmacht gegen&uuml;ber Russland, China und zunehmend auch den USA in Stellung bringen&quot; (Klappentext des PapyRossa-Verlags).</p>
<p>Eine offizielle &sbquo;Zeitenwende&lsquo; wurde 2022 nach dem Angriff Russlands gegen die Ukraine ausgerufen. Doch die entsprechenden Weichenstellungen und Aufr&uuml;stungspl&auml;ne reichen viel weiter zur&uuml;ck. Inzwischen haben CDU und SPD (und Gr&uuml;ne) bei der Umsetzung aber jegliches Ma&szlig;halten verloren (&quot;Zeitenwende 2.0&quot;). Das Buch ist keine Trostlekt&uuml;re, denn es vermittelt &ndash; streng faktenbasiert und mit durchgehenden Quellenbelegen &ndash; auch den schon halbwegs informierten friedensbewegten Leserinnen und Lesern, dass Ausma&szlig;, Kosten, Demokratiefeindlichkeit, R&uuml;cksichtslosigkeit, Irrationalit&auml;t und &quot;Risikofreude&quot; des Kriegsert&uuml;chtigungsparadigmas all unsere bisherigen Vorstellungen l&auml;ngst sprengen.</p>
<p>Dem steht ein betr&uuml;blicher Aufkl&auml;rungsstand in der Gesellschaft gegen&uuml;ber. Ich nenne nur einige Beobachtungen aus den letzten zehn Tagen: Eine Stadtgruppe der &quot;Omas gegen rechts&quot; hat mehrheitlich nichts dagegen, dass in der N&auml;he ein neuer Milit&auml;rflughafen (mit Stationierung von tausenden Soldaten) entstehen soll. Ein Landesverband der Linken ruft zur Beteiligung an Protesten gegen den Sozialabbau auf und verliert hierbei &ndash; wie die meisten Gewerkschaftsf&uuml;hrer &ndash; kein Wort &uuml;ber den Zusammenhang mit den gigantischen R&uuml;stungsausgaben. Die &quot;fortschrittliche&quot; Autorin aus einer linken Parteistiftung, die der Rezensent wertsch&auml;tzt, votiert f&uuml;r Kostenersparnisse durch eine gemeinsame europ&auml;ische Armee. Ein pensionierter Gymnasiallehrer und ein Musiker im mittleren Alter wollen gleicherma&szlig;en von einer zunehmenden Militarisierung im Land noch gar nichts mitbekommen haben. Schlie&szlig;lich h&auml;lt ein friedensbewegter Vortragsteilnehmer rechte Parteikomplexe im Land allen Ernstes f&uuml;r Anw&auml;lte des Friedens, weil &quot;die anderen&quot; dem Frieden h&ouml;chstens mal einen Nebensatz widmen &hellip;</p>
<p>Wider die Flut von blo&szlig;en Behauptungen, Tendenzartikeln, Mutma&szlig;ungen und Stimmungsbildern immunisieren nur Informationsprojekte, die &ndash; wie Wagners Buch &ndash; beim Nachweis von Politikervoten, Doktrinen, Planungsvorgaben, Statistiken und Umw&auml;lzungen den Standards b&uuml;rgerlicher Kulturtechniken, die bis vor kurzem noch in Geltung waren, gerecht werden. In f&uuml;nfzehn Kapiteln kl&auml;rt der Autor auf &uuml;ber die Umschaltung auf <em>Gro&szlig;machtpolitik</em>, den <em>neudeutschen F&uuml;hrungsanspruch</em>, das ma&szlig;gebliche <em>&quot;transatlantische Scheidungspapier&quot;</em>, die Dimensionen einer <em>enthemmten R&uuml;stungs- und Schuldenproduktion</em> bzw. <em>Kriegswirtschaft</em> (Erm&auml;chtigung via Verfassungs&auml;nderung; l&auml;nder&uuml;bergreifende Kooperationen; Marktstrategien und Exportsteigerung; Umstellung der Produktionsschwerpunkte in Richtung &quot;Angriffskompetenz&quot;; Freibriefe f&uuml;r die inflation&auml;re Auftragsvergabe ohne Sicherung vor Kostenexplosionen; mannigfache exklusive Privilegien der Totmachindustrien &ndash; von Staatsgnaden; Konversionen unter der &Uuml;berschrift &quot;Autos zu R&uuml;stung&quot;; gigantische R&uuml;stungsprojekte, die auch nach &quot;Milit&auml;rlogik&quot; widersinnig sind; das infame Versprechen eines olivgr&uuml;nen Wirtschaftswachstums; Mythos der &quot;Nachhaltigkeit&quot; und Menschenliebe von Kriegskonzernen &ndash; trotz der ultimativen &ouml;kologischen Verwerfungen durch die Milit&auml;rapparatur; &ouml;ffentliche Meinungsmacht einer R&uuml;stungslobby, die aus Gr&uuml;nden des Profits den Krieg in Permanenz anstrebt &hellip;), die Entwicklung hin zum <em>Zwangs-Kriegsdienst</em> (Rekrutierung, Reservisten-Wesen, Wehrpflichtdebatte), den politischen Kurs <em>&quot;Kasernen statt Wohnungen&quot;</em> (ohne R&uuml;cksicht auf die Kommunen oder die Bed&uuml;rfnisse der Menschen), die neue <em>Kriegsgesellschaft</em> (zivil-milit&auml;rischer Operationsplan Deutschland; Militarisierung des Gesundheitswesens &hellip;), die mit vors&auml;tzlichen Falschbehauptungen angeheizte Verbreitung aberwitziger <em>Bedrohungs- und Angstszenarien</em>, die z.T. geradezu eskalationsfreudige <em>Konfrontationspolitik</em> sowie die mit der Aufr&uuml;stung einhergehende <em>Attacke der herrschenden Klasse gegen zentrale soziale Errungenschaften</em>: Kampfansage gegen die &quot;Armen&quot;, Kinder, Kranken, Senioren und Einrichtungen des Gemeinwesens statt Milliard&auml;rs-Steuer (der Buchuntertitel suggeriert etwas irref&uuml;hrend, der Komplex &quot;R&uuml;stung durch Sozialabbau&quot; sei ein Schwerpunkt des ganzen Bandes).</p>
<p>Wagners Buch kann auch ausw&auml;hlend als &quot;Nachschlagewerk&quot; genutzt werden, denn jedes Kapitel l&auml;sst sich unabh&auml;ngig von den anderen Teilen als Information &uuml;ber das jeweils im Kapitelnamen genannte Themenfeld der Kriegsert&uuml;chtigung lesen. Kr&auml;ftige Zitate aus kritischer Forschung und Expertise sowie skandal&ouml;se Selbstaussagen der sich als &quot;Elite&quot; verstehenden Aufr&uuml;stungsakteure werden nicht im Ungef&auml;hren paraphrasiert, sondern im genauen Wortlaut &ndash; mit n&ouml;tiger Ausf&uuml;hrlichkeit &ndash; zitiert (was vorbildlich ist). Keine Friedensgruppe und kein antimilitaristisches Netzwerk kommt an dieser Neuerscheinung vorbei. Angesichts der rasanten Entwicklung wird das IMI-Internetportal wohl auch weiterhin Woche f&uuml;r Woche Fortschreibungen und Aktualisierungen anbieten (<a href="https://www.imi-online.de/">https://www.imi-online.de/</a>).</p>
<p>Mit Blick auf weitere antimilitaristische Schwerpunktver&ouml;ffentlichungen bleiben aus meiner Perspektive u.a. noch zu erhoffen ein Gemeinschaftsprojekt (wom&ouml;glich von j&uuml;ngeren Forscher:innen) zur <em>Militarisierung von Kultur und unterhaltungsindustriellen Produktionen</em>, Analysen und Praxishilfen f&uuml;r den <em>Widerstand</em> sowie eine Gesamtschau der <em>geschichtspolitischen Wende</em> (Kriegsged&auml;chtnis und historische &quot;Aufarbeitung&quot; in Deutschland).</p>]]>
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   <title>Neues Papier zum Ukrainekrieg: IPPNW plädiert für diplomatische Initiativen, Spannungsabbau und Risikoreduktion</title>
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   <published>2026-09-02T20:20:40Z</published>
   <updated>2026-09-17T20:37:39Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[Die Friedensorganisation IPPNW pl&auml;diert f&uuml;r einen Strategiewechsel in der Ukrainepolitik. Sie fordert die Bundesregierung auf, eigene diplomatische Initiativen zur Beendigung...]]></summary>
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      <name>Michael Schmid</name>
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      <![CDATA[<p>Die Friedensorganisation IPPNW pl&auml;diert f&uuml;r einen Strategiewechsel in der Ukrainepolitik. Sie fordert die Bundesregierung auf, eigene diplomatische Initiativen zur Beendigung des Krieges einzubringen und konkrete Schritte zur (Re-)Aktivierung von Abr&uuml;stungsvertr&auml;gen zu ergreifen. Der Fund von Sprengstoff-Drohnen in der N&auml;he ukrainischer Frachtflugzeuge in Leipzig zeigt: Aufgrund hybrider Kriegsf&uuml;hrung, der zunehmenden Angriffe mit sogenannten &quot;Deep Strikes&quot; und der Involvierung der Bundesregierung in den Krieg durch die deutsch-ukrainische R&uuml;stungskooperation steigt die Eskalationsgefahr enorm. Ein Missverst&auml;ndnis, verirrte Flugk&ouml;rper oder gezielte St&ouml;rman&ouml;ver k&ouml;nnten den B&uuml;ndnisfall ausl&ouml;sen.</p>]]>
      <![CDATA[<p>Die Friedensorganisation IPPNW pl&auml;diert f&uuml;r einen Strategiewechsel in der Ukrainepolitik. Sie fordert die Bundesregierung auf, eigene diplomatische Initiativen zur Beendigung des Krieges einzubringen und konkrete Schritte zur (Re-)Aktivierung von Abr&uuml;stungsvertr&auml;gen zu ergreifen. Der Fund von Sprengstoff-Drohnen in der N&auml;he ukrainischer Frachtflugzeuge in Leipzig zeigt: Aufgrund hybrider Kriegsf&uuml;hrung, der zunehmenden Angriffe mit sogenannten &quot;Deep Strikes&quot; und der Involvierung der Bundesregierung in den Krieg durch die deutsch-ukrainische R&uuml;stungskooperation steigt die Eskalationsgefahr enorm. Ein Missverst&auml;ndnis, verirrte Flugk&ouml;rper oder gezielte St&ouml;rman&ouml;ver k&ouml;nnten den B&uuml;ndnisfall ausl&ouml;sen.</p>
<p>Die humanit&auml;ren Folgen des Ukrainekrieges sind gravierend. In dem Krieg sind einer Studie des Zentrums f&uuml;r Strategische und Internationale Studien zufolge insgesamt mehr als zwei Millionen Soldaten auf beiden Seiten get&ouml;tet, verletzt oder als vermisst gemeldet worden. Dieser Krieg kann milit&auml;risch nicht gewonnen werden. T&auml;glich sterben Hunderte von Menschen auf beiden Seiten oder werden schwer verletzt. Seit Beginn der russischen Invasion am 24. Februar 2022 dokumentierte das B&uuml;ro des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen f&uuml;r Menschenrechte (OHCR) mehr als 50.000 zivile Verletzte und knapp 17.000 zivile Tote. Die tats&auml;chlichen Zahlen werden voraussichtlich jedoch wesentlich h&ouml;her liegen. Durch den Zusammenbruch von Versorgungsstrukturen infolge des russischen Bombardements sterben viele chronisch Kranke fr&uuml;her, das sind zum Beispiel Patient*innen mit Herzinfarkt, Diabetes und Krebs.</p>
<p>Nukleare Drohungen Russlands beantworten deutsche Politiker*innen und Verantwortliche von EU und NATO ausschlie&szlig;lich mit massiver konventioneller Aufr&uuml;stung und Pl&auml;nen zur intensiveren Zusammenarbeit in der nuklearen Abschreckung. Es fehlen Initiativen f&uuml;r die Suche nach Kommunikationskan&auml;len zur Aufnahme von Gespr&auml;chen mit Russland, die mittel- bis langfristig zu R&uuml;stungskontrolle, Abr&uuml;stung und dem Aufbau einer neuen europ&auml;ischen Sicherheitsarchitektur f&uuml;hren k&ouml;nnten.</p>
<p>&quot;Mit ihrem Fokus auf milit&auml;rische Abschreckung und Aufr&uuml;stung schr&auml;nkt die Bundesregierung ihren strategischen Handlungsraum ein mit Blick auf Verhandlungen und zivile Konfliktbearbeitung. F&uuml;r dringende Zukunftsausgaben wie Klimaschutz, Generationengerechtigkeit und Gesundheit werden Mittel im Bundeshaushalt gek&uuml;rzt, um diese Aufr&uuml;stung finanzieren zu k&ouml;nnen. Die massiven Investitionen in R&uuml;stung f&uuml;hren nicht zu mehr Sicherheit, sondern verst&auml;rken im Gegenteil die milit&auml;rischen Spannungen, provozieren ein gef&auml;hrliches Wettr&uuml;sten und erh&ouml;hen die allgemeine Kriegsgefahr. Damit steigt auch die Gefahr der Eskalation zu einem Atomkrieg&quot;, erkl&auml;rt die IPPNW-Vorsitzende Dr. Angelika Clau&szlig;en.</p>
<p>Zum Antikriegstag hat die Friedensnobelpreistr&auml;gerorganisation IPPNW ein Policy Paper zum Ukrainekrieg &quot;Spannungsabbau und Risikoreduktion: F&uuml;r konventionelle und nukleare Abr&uuml;stung&quot; ver&ouml;ffentlicht. Die Organisation will damit einen Beitrag zu einem Politikwechsel leisten: Weg von der R&uuml;stungseskalation und hin zu Diplomatie und Entspannungspolitik. In dem Papier setzt sich die IPPNW mit grundlegenden Fragen von Diplomatie und Verhandlungen und Abr&uuml;stungsvertr&auml;gen auseinander und entwickelt Empfehlungen an die Bundesregierung. Sie finden das Policy Paper unter</p>
<ul>
    <li><a href="https://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Shop/policy-paper.pdf">https://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Shop/policy-paper.pdf</a></li>
</ul>
<p class="quelle">Quelle: <a href="http://www.ippnw.de/">IPPNW</a> - Pressemitteilung vom 31.08.2026.</p>]]>
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