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   <title>Lebenshaus Schwäbische Alb</title>
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   <title>Ostermärsche 2026 setzen starkes Zeichen für Abrüstung, Diplomatie und gegen die Wehrpflicht</title>
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   <published>2026-04-06T15:58:35Z</published>
   <updated>2026-04-06T16:23:59Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[Am heutigen Ostermontag finden die Osterm&auml;rsche der Friedensbewegung ihren kraftvollen Abschluss mit Aktionen in u. a. Frankfurt am Main, Hamburg,...]]></summary>
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      <name>Michael Schmid</name>
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      <![CDATA[<p>Am heutigen Ostermontag finden die Osterm&auml;rsche der Friedensbewegung  ihren kraftvollen Abschluss mit Aktionen in u. a. Frankfurt am Main,  Hamburg, Dortmund, N&uuml;rnberg und am Fliegerhorst in B&uuml;chel, wo die  Friedensbewegung traditionell f&uuml;r den Abzug der US-Atombomben  demonstriert.&nbsp;An deutlich &uuml;ber 100 Orten im gesamten Bundesgebiet haben &uuml;ber das  Osterwochenende zehntausende Menschen f&uuml;r Frieden, Abr&uuml;stung und zivile  Konfliktl&ouml;sungen demonstriert. Im Fokus der diesj&auml;hrigen Proteste  standen der entschiedene Widerstand gegen die Reaktivierung der  Wehrpflicht, die drohende Stationierung von Mittelstreckenwaffen in  Europa sowie die dr&auml;ngende Forderung nach sofortigen Waffenstillst&auml;nden  in der Ukraine und im Nahen Osten.&nbsp;Das Netzwerk Friedenskooperative zieht eine positive Bilanz der diesj&auml;hrigen Aktionstage.&nbsp;Die rege Beteiligung zeigt, dass der Wunsch nach einer nachhaltigen  Friedenspolitik fest in der Mitte der Gesellschaft verankert ist.  Positiv wertet das Netzwerk Friedenskooperative die Einbindung von  jungen Menschen, die sich in Streikkomitees organisieren und gegen die  Reaktivierung der Wehrpflicht engagieren. Bei zahlreichen  Ostermarsch-Aktivit&auml;ten, traten diese als Redner*innen auf. Insgesamt  lag die Beteiligung mit mehreren zehntausend Menschen auf dem Niveau des  Vorjahres mit einer leichten Tendenz der Steigerung.</p>]]>
      <![CDATA[<p><img src="/magazin/media/img/ostermaersche-2026.png" width="551" height="283" alt="" /></p>
<p>Am heutigen Ostermontag finden die Osterm&auml;rsche der Friedensbewegung ihren kraftvollen Abschluss mit Aktionen in u. a. Frankfurt am Main, Hamburg, Dortmund, N&uuml;rnberg und am Fliegerhorst in B&uuml;chel, wo die Friedensbewegung traditionell f&uuml;r den Abzug der US-Atombomben demonstriert.</p>
<p>An deutlich &uuml;ber 100 Orten im gesamten Bundesgebiet haben &uuml;ber das Osterwochenende zehntausende Menschen f&uuml;r Frieden, Abr&uuml;stung und zivile Konfliktl&ouml;sungen demonstriert. Im Fokus der diesj&auml;hrigen Proteste standen der entschiedene Widerstand gegen die Reaktivierung der Wehrpflicht, die drohende Stationierung von Mittelstreckenwaffen in Europa sowie die dr&auml;ngende Forderung nach sofortigen Waffenstillst&auml;nden in der Ukraine und im Nahen Osten.</p>
<p>Das Netzwerk Friedenskooperative zieht eine positive Bilanz der diesj&auml;hrigen Aktionstage. Die rege Beteiligung zeigt, dass der Wunsch nach einer nachhaltigen Friedenspolitik fest in der Mitte der Gesellschaft verankert ist. Positiv wertet das Netzwerk Friedenskooperative die Einbindung von jungen Menschen, die sich in Streikkomitees organisieren und gegen die Reaktivierung der Wehrpflicht engagieren. Bei zahlreichen Ostermarsch-Aktivit&auml;ten, traten diese als Redner*innen auf. Insgesamt lag die Beteiligung mit mehreren zehntausend Menschen auf dem Niveau des Vorjahres mit einer leichten Tendenz der Steigerung.</p>
<p>&quot;Die Menschen auf den Stra&szlig;en haben am Osterwochenende unmissverst&auml;ndlich klargemacht: Wir brauchen eine zivile und soziale Zeitenwende, keine milit&auml;rische! Die st&auml;ndige Beschw&ouml;rung der &quot;Kriegst&uuml;chtigkeit&quot; und die immer weiter steigenden R&uuml;stungsausgaben nehmen wir nicht hin. Wir fordern die Bundesregierung auf, endlich konsequent auf Diplomatie statt auf Aufr&uuml;stung zu setzen. Ma&szlig;stab der deutschen Au&szlig;enpolitik muss das V&ouml;lkerrecht sein und Verst&ouml;&szlig;e gegen das V&ouml;lkerrecht sollten immer klar benannt werden &ndash; ganz gleich wer sie ver&uuml;bt&quot;, erkl&auml;rt Kristian Golla vom Netzwerk Friedenskooperative im Hinblick auf die bisherige Positionierung der Bundesregierung zum v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriff der USA und Israels auf den Iran.</p>
<h3>Themen und Forderungen bei den Osterm&auml;rschen 2026</h3>
<p>Die diesj&auml;hrigen Osterm&auml;rsche standen ganz im Zeichen der sich zuspitzenden globalen Konfliktlage, wobei neben den verheerenden Kriegen in der Ukraine, im S&uuml;dlibanon und Gaza, im Sudan und in der DR Kongo besonders die j&uuml;ngsten milit&auml;rischen Auseinandersetzungen im Iran das Geschehen bestimmten. Die Friedensbewegung richtete dabei eine deutliche Forderung an die Bundesregierung, diplomatische Initiativen f&uuml;r Frieden zu forcieren statt immer weiter aufzur&uuml;sten.</p>
<p>Ein weiterer zentraler Schwerpunkt war die strikte Ablehnung der Stationierung neuer Mittelstreckenwaffen in Europa. Die Friedensbewegung fordert eine Wiederaufnahme von Verhandlungen &uuml;ber R&uuml;stungskontrolle und Abr&uuml;stung, z.B. f&uuml;r ein multilaterales Folgeabkommen zum INF-Vertrag, und lehnt die f&uuml;r 2026 geplante Stationierung von landgest&uuml;tzten US-Mittelstreckenwaffen in Deutschland ab. Ebenso waren der Abzug der in Deutschland stationierten US-Atomwaffen, ein Ende der nuklearen Teilhabe und der Beitritt Deutschlands zum UN-Atomwaffenverbotsvertrag zentrale Forderungen bei den Osterm&auml;rschen.</p>
<p>Zudem stellte die Ablehnung der Wehrpflicht ein wichtiges Thema bei den Osterm&auml;rschen dar. Befeuert wurde diese Debatte durch die Meldung, dass M&auml;nner zwischen 17 und 45 Jahren einen Auslandsaufenthalt von mehr als drei Monaten genehmigen lassen m&uuml;ssen. Solange der Wehrdienst noch freiwillig ist, soll diese Regelung eine reine Informationspflicht sein. &quot;Die Osterm&auml;rsche solidarisieren sich mit den jungen Menschen, die nicht zum Dienst an der Waffe gezwungen werden m&ouml;chten und nicht gewillt sind, ihre pers&ouml;nlichen Freiheiten der Kriegst&uuml;chtigkeit zu opfern&quot;, erkl&auml;rt Kristian Golla.</p>
<p class="quelle">Quelle:&nbsp;<a href="https://www.friedenskooperative.de/">Netzwerk Friedenskooperative</a> - Pressemitteilung vom 06.04.2026.</p>
<p><strong>N&uuml;tzliche Hinweise:</strong></p>
<ul>
    <li>Alle Infos und Termine zum Ostermarsch 2026 unter: <a href="https://www.friedenskooperative.de/ostermarsch-2026">https://www.friedenskooperative.de/ostermarsch-2026</a></li>
    <li>Ostermarsch-Termine f&uuml;r die einzelnen Tage gibt es hier: <a href="https://www.friedenskooperative.de/ostermarsch-2026/termine">https://www.friedenskooperative.de/ostermarsch-2026/termine</a></li>
    <li>Zahlreiche dokumentierte Redebeitr&auml;ge sind zu finden unter: <a href="https://www.friedenskooperative.de/ostermarsch-2026/reden">https://www.friedenskooperative.de/ostermarsch-2026/reden</a></li>
    <li>Der Aufruf des Netzwerk Friedenskooperative kann hier nachgelesen werden: <a href="https://www.friedenskooperative.de/ostermarsch-2026-anzeige-erschienen#eins">https://www.friedenskooperative.de/ostermarsch-2026-anzeige-erschienen#eins</a></li>
</ul>]]>
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   <title>Jürgen Wagner: Turbo-Zeitenwende: Kanonen statt Butter</title>
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   <published>2026-04-05T15:33:11Z</published>
   <updated>2026-04-05T19:20:11Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[Rede von J&uuml;rgen Wagner beim Ostermarsch in Stuttgart am 4. April 2026....]]></summary>
   <author>
      <name>Michael Schmid</name>
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      <![CDATA[<p>Rede von J&uuml;rgen Wagner beim Ostermarsch in Stuttgart am 4. April 2026.</p>]]>
      <![CDATA[<p><strong>Von J&uuml;rgen Wagner - Redebeitrag beim Ostermarsch in Stuttgart am 4. April 2026</strong></p>
<p>Liebe Freundinnen und Freunde,</p>
<p>gleich nach der letzten Bundestagwahl gab Friedrich Merz den Startschuss f&uuml;r eine &quot;Turbo-Zeitenwende&quot; oder &quot;Zeitenwende 2.0&quot; gegeben. Deutschland soll die &quot;Sprache der Macht&quot; lernen und zur &quot;st&auml;rksten konventionellen Armee in Europa&quot; werden, erz&auml;hlt der Kanzler seither jedem, der nicht bei drei auf dem Baum ist. Und das, obwohl die europ&auml;ischen Staaten bereits heute ein Vielfaches mehr als Russland f&uuml;r das Milit&auml;r ausgeben und beim milit&auml;rischen Gro&szlig;ger&auml;t eine &Uuml;berlegenheit gegen&uuml;ber Russland von etwa 3:1 haben.</p>
<h3>Milit&auml;rausgaben: Historische H&ouml;chstst&auml;nde</h3>
<p>Schritt eins war vor rund einem Jahr, als sich eine ganz gro&szlig;e Koalition aus Union, SPD und Gr&uuml;nen zusammentat, um in der letzten Sitzung des alten Bundestags eine Grundgesetz&auml;nderung durchzudr&uuml;cken. V&ouml;llig undemokratischen wurde an k&uuml;nftigen Sperrminorit&auml;ten vorbei eine zeitlich und in der H&ouml;he unbefristete Ausnahme von der Schuldenbremse und damit ein Blankoscheck f&uuml;r R&uuml;stungskredite beschlossen. Damit war der Weg frei, dass auch Deutschland sich im Juni 2025 dem neuen NATO-Ausgabenziel von 5% des Bruttoinlandsproduktes (BIP) anschlie&szlig;en konnte.</p>
<p>5%/BIP des h&ouml;rt sich etwas abstrakt und auch nach nicht so viel an: Im September legte die Regierung mit dem &quot;Finanzplan des Bundes bis 2029&quot; die Zahlen aber auf den Tisch: Allein der Verteidigungshaushalt steigt von 50,4 Mrd. Euro (2022) &uuml;ber aktuell 82 Mrd. Euro und soll dann 152 Mrd. Euro (2029) erreichen. Plus einiger weiterer milit&auml;rrelevanter Ausgaben sollen so Ausgaben von 3,5%/BIP oder ~30% des gesamten Haushaltes erreicht werden. Dazu m&uuml;ssten dann noch Ausgaben von 1,5%/BIP f&uuml;r milit&auml;rische Infrastruktur kommen, damit das Ziel von 5%/BIP Milit&auml;rausgaben erreicht w&auml;re. Das w&auml;ren dann rund 240 Mrd. Euro oder bei einem geplanter Haushalt von 573 Mrd. Euro rund 41% des Haushalts. Damit h&auml;tten die Verantwortlichen wahrhaft historisches geleistet: Der bisherige H&ouml;chststand der deutschen Milit&auml;rausgaben war 4,88% (1963)!</p>
<h3>Beschaffung: Ungehemmte Aufr&uuml;stung</h3>
<p>Dieses Geld wird vor allem f&uuml;r neue Waffen ausgegeben. Und es wird in einen Beschaffungsapparat versenkt, der bereits jetzt heillos &uuml;berfordert ist. Die R&uuml;stungsberichte der Bundeswehr, in denen detailliert &uuml;ber Versp&auml;tungen und Preissteigerungen der Gro&szlig;projekte informiert wurde, lesen sich wie eine einzige Chronik des Scheiterns.</p>
<p>An diesen Pleiten, Pech und Pannen wird sich aber auch k&uuml;nftig nichts &auml;ndern &ndash; im Gegenteil. Nur erfahren werden wir es k&uuml;nftig kaum mehr: Letztes Jahr wurde beschlossen, ihr Erscheinen einzustellen. Die lachhafte Begr&uuml;ndung: B&uuml;rokratieabbau.</p>
<p>Dieser Wahnsinn hat Methode: Immer mehr Kontrollen der R&uuml;stungsindustrie werden abger&auml;umt. Zuletzt im Februar mit dem neuen Beschaffungsbeschleunigungsgesetz, das u.a. mehr Direktvergaben ganz ohne Ausschreibung erlaubt.</p>
<h3>Autos zu R&uuml;stung</h3>
<p>Unter diesen Bedingungen und angesichts der Krisen in vielen Branchen suchen immer mehr Unternehmen ihr Heil in der R&uuml;stung &ndash; auch hier in Baden-W&uuml;rttemberg: Porsche, Daimler oder Trumpf in Ditzingen, um nur ein paar Beispiele zu nennen.</p>
<p>Volle Unterst&uuml;tzung erhalten sie dabei von der alten und bestimmt auch der neuen Landesregierung. Mir blieb fast die Spucke weg, als ich letztes Jahr in einer Regierungserkl&auml;rung von Ministerpr&auml;sident Winfried Kretschmann las: &quot;Wir wollen, dass sich unsere Wirtschaft auf diesem Feld engagiert. Und deshalb m&ouml;chte ich mich an dieser Stelle einmal konkret an die Unternehmerschaft unseres Landes wenden und Ihnen zusichern: Sie haben hier die volle R&uuml;ckendeckung der Landesregierung. Sie haben sie dann, wenn Sie bereits im Bereich von Sicherheit und Verteidigung t&auml;tig sind. Und Sie haben sie dann, wenn Sie bislang rein zivil t&auml;tig sind und nun dar&uuml;ber nachdenken, auch einen Beitrag im Bereich Sicherheit und Verteidigung zu leisten. Auch das ist erw&uuml;nscht, auch das ist gewollt.&quot;</p>
<p>Auch deshalb sind hier heute hier, um dagegen zu protestieren, dass sich dieses Land mehr und mehr als &quot;olivgr&uuml;nes Musterl&auml;ndle&quot; pr&auml;sentiert!</p>
<h3>OPLAN Deutscland</h3>
<p>Man sieht daran auch, wie die Zeitenwende eine Militarisierung bis in die Kapillare der L&auml;nder und Kommunen vorantreibt. Dazu geh&ouml;rt zum Beispiel auch, dass im &quot;Operationsplan Deutschland&quot; der Transport von bis zu 800.000 Soldat*innen nach Osteuropa und die R&uuml;ckverfrachtung von Verletzten und Gefangenen geplant wird. Daf&uuml;r wird auf eine enge Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren in zivilen Organisationen gesetzt: Krankenh&auml;usern, Feuerwehr, THW&hellip;</p>
<h3>Wohnviertel zu Kasernen</h3>
<p>Auch die Liegenschaften betreffen die Kommunen sehr direkt. Schlie&szlig;lich soll die Bundeswehr von aktuell rund 185.000 auf 260.000 Soldat*innen wachsen &ndash; und daf&uuml;r ben&ouml;tigt sie Platz.</p>
<p>Im Oktober wurden deshalb die Planungen f&uuml;r ca. 200 ehemalige Bundeswehr-Gel&auml;nde gestoppt. Wo zivile Wohnviertel h&auml;tten entstehen sollen, sollen jetzt wieder Soldat*innen untergebracht werden. Betroffen sind in Baden-W&uuml;rttemberg zum Beispiel Heidelberg (Patrick-Henry-Village): 10.000 Menschen; Schwetzingen (Tompkins Barracks): 1.800 Menschen; Ellwangen (Reinhardt-Kaserne) 1.800 Menschen.</p>
<p>Und f&uuml;r die Bebauung ihrer Liegenschaften wird der Bundeswehr hierzulande der ganz gro&szlig;e rote Teppich ausgerollt: Der Landtag hat am 5. Februar 2026 das &quot;Gesetz zur F&ouml;rderung von Bauvorhaben der Bundeswehr&quot; beschlossen. In einer Pressemitteilung zum Gesetz &auml;u&szlig;erte sich Nicole Razavi, Ministerin f&uuml;r Landesentwicklung und Wohnen: &quot;Wir befreien die Bundeswehr beim Bau von Anlagen, die der Verteidigungsf&auml;higkeit Deutschlands dienen, von allen materiell-rechtlichen Vorschriften des Landes. Das betrifft unter anderem das Bauordnungsrecht, das Denkmalrecht, das Stra&szlig;enrecht, das Wasserrecht und das Naturschutzrecht.&quot;</p>
<h3>Kein Olivgr&uuml;nes Wirtschaftswunder</h3>
<p>Liebe Freundinnen und Freunde,</p>
<p>wir werden uns nicht zum Frieden r&uuml;sten k&ouml;nnen!</p>
<p>Und wir werden uns auch nicht aus der Krise herausr&uuml;sten k&ouml;nnen. Es wird kein &quot;Olivgr&uuml;nes Wirtschaftswunder&quot; geben, wie interessierte Kreise immer wieder behaupten. R&uuml;stungsausgaben sind wirtschaftlich mit das d&uuml;mmste, was man machen kann. Und auch auf ein &quot;Olivgr&uuml;nes Jobwunder&quot; werden wir lange warten, pro eingesetztem Euro erzeugt keine andere Branche weniger Arbeitspl&auml;tze. Und es ist wichtig, dass die Kolleginnen und Kollegen in den Gewerkschaften gest&auml;rkt werden, die darauf zu Recht unerm&uuml;dlich hinweisen!</p>
<h3>Kanonen statt Butter</h3>
<p>In den n&auml;chsten Jahren sollen die Milit&auml;rausgaben v.a. &uuml;ber Schulden finanziert werden. Das wird nicht ewig funktionieren!</p>
<p>Und deshalb fordern Protagonisten der neuen Aufr&uuml;stung wie Moritz Schularick vom &quot;Institut f&uuml;r Weltwirtschaft&quot; in Kiel, dass die Milit&auml;rausgaben sp&auml;testens ab 2030 komplett aus dem Bundeshaushalt finanziert werden sollen.</p>
<p>Bei einem Anteil von 40% wird das die Steilvorlage f&uuml;r einen Sozialabbau abgeben, der selbst das, was wir bislang erleben, weit in den Schatten stellen wird. &quot;Wir m&uuml;ssten aufr&uuml;sten f&uuml;r den Wohlstand&quot;, titelte Schularick in einem Artikel. Deshalb sei es notwendig &quot;harte Budgetentscheidungen zwischen &raquo;Kanonen und Butter&laquo; zu treffen.&quot;</p>
<p>Liebe Freundinnen und Freunde,</p>
<p>&quot;wir&quot; sollen also aufr&uuml;sten, um &quot;unsere&quot; Werte und &quot;unsere&quot; Lebensweise, besonders aber &quot;unseren&quot; Wohlstand zu verteidigen. Es ist schon einigerma&szlig;en kaltschn&auml;uzig, wenn Menschen, die sich um die Butter auf ihrem Brot keine Sorgen zu machen brauchen, die &auml;rmsten in der Bev&ouml;lkerung dazu auffordern, f&uuml;r &quot;unseren Wohlstand&quot; die G&uuml;rtel noch enger zu schnallen.</p>
<p>Dieser Sprache der sozialen K&auml;lte, der Aufr&uuml;stung und der Macht m&uuml;ssen wir eine Sprache der Solidarit&auml;t, des Friedens, aber auch des Widerstands entgegensetzen &ndash; und ich freue mich, dass wir dies heute hier beim Ostermarsch in Stuttgart und an vielen anderen Orten in Deutschland tun!</p>
<p class="quelle">Quelle: <a href="http://www.imi-online.de">Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V.</a> - IMI-Standpunkt 2026/024.</p>]]>
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   <title>Audio-Podcast mit Andreas Zumach:  &quot;Der Nahe Osten/Westasien brennt!&quot;</title>
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   <published>2026-04-02T11:55:03Z</published>
   <updated>2026-04-02T12:16:25Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[&quot;Der Nahe Osten/Westasien brennt!&quot; Zu einem politischen Online-Fr&uuml;hschoppen lud die Friedensinitiative Nottuln (FI) ein. Zugeschaltet hatte sich aus Berlin der...]]></summary>
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      <name>Michael Schmid</name>
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      <![CDATA[<p>&quot;Der Nahe Osten/Westasien brennt!&quot; Zu einem politischen  Online-Fr&uuml;hschoppen lud die Friedensinitiative Nottuln (FI) ein.  Zugeschaltet hatte sich aus Berlin der Journalist Andreas Zumach. Er  analysierte die aktuelle Lage im Nahen Osten. Der Angriff auf den Iran  hat sich zu einem Fl&auml;chenbrand entwickelt, schrieb die FI in ihrer  Einladung. Wie soll das weitergehen? Wie ist ein Ende des Krieges  denkbar? Welche Auswirkungen wird dieser Krieg weltweit haben? Auch auf  Deutschland? Welche Rollen kann und soll Europa spielen? Was kann  Deutschland tun? Diesen Fragen ging Andreas Zumach nach. Der Referent  ist freier Journalist, Autor zahlreicher B&uuml;cher zur internationalen  Politik. Lange Zeit war Zumach bei der UNO in Genf akkreditiert. Er gilt  als Experte internationaler Politik. Der Vortrag kann nachgeh&ouml;rt werden.</p>]]>
      <![CDATA[<p><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/uITG1nQLgh8?si=3W2lZDLexMgvTAat" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen=""></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Von Friedensinitiative Nottuln</strong></p>
<p><strong>&quot;Der Nahe Osten/Westasien brennt!&quot; - Online-Fr&uuml;hschoppen der Friedensinitiative Nottuln mit Andreas Zumach</strong></p>
<p>&quot;Der Nahe Osten/Westasien brennt!&quot; Zu einem politischen Online-Fr&uuml;hschoppen lud die Friedensinitiative Nottuln (FI) ein. Zugeschaltet hatte sich aus Berlin der Journalist Andreas Zumach. Er analysierte die aktuelle Lage im Nahen Osten. Der Angriff auf den Iran hat sich zu einem Fl&auml;chenbrand entwickelt, schrieb die FI in ihrer Einladung. Wie soll das weitergehen? Wie ist ein Ende des Krieges denkbar? Welche Auswirkungen wird dieser Krieg weltweit haben? Auch auf Deutschland? Welche Rollen kann und soll Europa spielen? Was kann Deutschland tun? Diesen Fragen ging Andreas Zumach nach. Der Referent ist freier Journalist, Autor zahlreicher B&uuml;cher zur internationalen Politik. Lange Zeit war Zumach bei der UNO in Genf akkreditiert. Er gilt als Experte internationaler Politik. Die Essenz des Vortrags waren</p>
<p><strong>Forderungen an die deutsche Bundesregierung:&nbsp;<br />
</strong></p>
<ul>
    <li><strong>Wie Spanien solle Deutschland den Krieg Israels und der USA als das bezeichnen, was er ist: v&ouml;lkerrechtswidrig!&nbsp;</strong></li>
    <li><strong>Deutschland sollte die Kriegsparteien auffordern, diesen Krieg zu beenden!&nbsp;</strong></li>
    <li><strong>Und Deutschland sollte sofort den USA die &Uuml;berflugrechte und die Kriegsf&uuml;hrung &uuml;ber den US-Standort Ramstein verbieten. </strong></li>
</ul>
<p>&Uuml;ber die Internetseite der Friedensinitiative Nottuln kann man eine schriftliche Zusammenfassung des Vortrags bekommen und den Vortrag auch nachh&ouml;ren. </p>
<p>www.fi-nottuln.de</p>]]>
   </content>
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   <title>Neu erschienen: Rundbrief &quot;Frieden wagen&quot; 128</title>
   <link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015562.html" />
   <id>tag:www.lebenshaus-alb.de,2026://1.15562</id>
   
   <published>2026-03-31T17:13:20Z</published>
   <updated>2026-03-31T18:01:02Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[Der bisherige Lebenshaus-Rundbrief wird entsprechend dem&nbsp; ge&auml;nderten Vereinsname nun mit dem Namen &quot;Frieden wagen&quot; fortgesetzt. Michael Schmid stellt an den...]]></summary>
   <author>
      <name>Michael Schmid</name>
      <uri>http://www.lebenshaus-alb.de</uri>
   </author>
         <category term="/news" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#category" />
   
   <category term="3338" label="Über uns: Lebenshaus Schwäbische Alb" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   
   <content type="html" xml:lang="de" xml:base="https://www.lebenshaus-alb.de/">
      <![CDATA[<p><img src="/magazin/media/img/rundbrief128.png" width="225" height="314" vspace="10" hspace="10" align="right" alt="" />Der bisherige Lebenshaus-Rundbrief wird entsprechend dem&nbsp; ge&auml;nderten  Vereinsname nun mit dem Namen &quot;Frieden wagen&quot; fortgesetzt. Michael  Schmid stellt an den Beginn des Einleitungsartikels, in dem er sich mit  &quot;Frieden wagen&quot; und der heutigen Bedeutung dieser Aussage befasst,  zun&auml;chst die grandiose These von Dietrich Bonhoeffer. Dieser hatte in  einer Rede am 28. August 1934 gesagt: &quot;Es gibt keinen Weg zum Frieden  auf dem Weg der Sicherheit &hellip; Frieden muss gewagt werden.&quot; In den  &quot;Nachrichten&quot; wird u.a. zur Teilnahme an den diesj&auml;hrigen Osterm&auml;rschen  aufgerufen, und es wird zur 14. &quot;We shall overcome!&quot;-Tagung am 17.  Oktober mit Jacqueline Andres und Bruno Kern eingeladen. Katrin  Warnatzsch schreibt &uuml;ber &quot;Unser Wagnis&quot;. Axel Pfaff-Schneider berichtet  ausf&uuml;hrlich &uuml;ber den Vortrag von Regina Hagen, den diese bei der Tagung  &quot;We shall overcome!&quot; im November 2025 hielt. Paul Schobel nimmt in  seiner Rede bei einer Friedenskundgebung mit dem Titel &quot;KANONEN STATT  BUTTER? - Die Militarisierung bedroht den Sozialstaat&quot; einmal mehr kein  Blatt vor den Mund. Ullrich Hahn geht in 14 Thesen auf die Frage  &quot;Pazifismus &mdash; wenn nicht jetzt, wann dann?&quot; ein. Hingewiesen wird auf 2  B&auml;nde mit den &quot;Erinnerungen der Pazifistin und Widerstandsk&auml;mpferin  Magda Trocm&eacute;&quot;, die gerade von unserem F&ouml;rdermitglied Gottfried Orth aus  dem Franz&ouml;sischen &uuml;bersetzt &amp; neu herausgegeben wurden.</p>]]>
      <![CDATA[<p><img src="/magazin/media/img/rundbrief128.png" width="280" height="391" vspace="10" hspace="10" align="right" alt="" />Der bisherige Lebenshaus-Rundbrief wird entsprechend dem&nbsp; ge&auml;nderten Vereinsname nun mit dem Namen &quot;Frieden wagen&quot; fortgesetzt. Michael Schmid stellt an den Beginn des Einleitungsartikels, in dem er sich mit &quot;Frieden wagen&quot; und der heutigen Bedeutung dieser Aussage befasst, zun&auml;chst die grandiose These von Dietrich Bonhoeffer. Dieser hatte in einer Rede am 28. August 1934 gesagt: &quot;Es gibt keinen Weg zum Frieden auf dem Weg der Sicherheit &hellip; Frieden muss gewagt werden.&quot; In den &quot;Nachrichten&quot; wird u.a. zur Teilnahme an den diesj&auml;hrigen Osterm&auml;rschen aufgerufen, und es wird zur 14. &quot;We shall overcome!&quot;-Tagung am 17. Oktober mit Jacqueline Andres und Bruno Kern eingeladen. Katrin Warnatzsch schreibt &uuml;ber &quot;Unser Wagnis&quot;. Axel Pfaff-Schneider berichtet ausf&uuml;hrlich &uuml;ber den Vortrag von Regina Hagen, den diese bei der Tagung &quot;We shall overcome!&quot; im November 2025 hielt. Paul Schobel nimmt in seiner Rede bei einer Friedenskundgebung mit dem Titel &quot;KANONEN STATT BUTTER? - Die Militarisierung bedroht den Sozialstaat&quot; einmal mehr kein Blatt vor den Mund. Ullrich Hahn geht in 14 Thesen auf die Frage &quot;Pazifismus &mdash; wenn nicht jetzt, wann dann?&quot; ein. Hingewiesen wird auf 2 B&auml;nde mit den &quot;Erinnerungen der Pazifistin und Widerstandsk&auml;mpferin Magda Trocm&eacute;&quot;, die gerade von unserem F&ouml;rdermitglied Gottfried Orth aus dem Franz&ouml;sischen &uuml;bersetzt &amp; neu herausgegeben wurden.</p>
<p>Wir hoffen, der neue Rundbrief st&ouml;&szlig;t auf Ihr/Dein Interesse. Bitte hier herunterladen:</p>
<ul>
    <li><a href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/media/pdf/rundbrief128.pdf">Rundbrief 128</a> (April 2026, - 969 KB)</li>
</ul>
<hr />
<p><strong>Spendenkonto:</strong></p>
<p>Lebenshaus Schw&auml;bische Alb e.V.&nbsp; (beim Kontoinhaber im Moment bitte  noch den bisherigen Name verwenden; der Name wird sich in n&auml;herer  Zukunft &auml;ndern in: Frieden wagen e.V.)</p>
<p>Bank:&nbsp; &nbsp; GLS Bank eG<br />
IBAN:&nbsp; &nbsp; DE36 4306 0967 8023 3348 00<br />
BIC:&nbsp; &nbsp; &nbsp; GENODEM1GLS</p>]]>
   </content>
</entry>
<entry>
   <title>Aufruf zur Teilnahme an den Ostermärschen 2026 !</title>
   <link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015561.html" />
   <id>tag:www.lebenshaus-alb.de,2026://1.15561</id>
   
   <published>2026-03-27T18:48:31Z</published>
   <updated>2026-03-27T19:10:45Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[&quot;Frieden wagen e.V.&quot; (bisher: &quot;Lebenshaus Schw&auml;bische Alb&quot;) ruft zur Teilnahme an den diesj&auml;hrigen Osterm&auml;rschen der Friedensbewegung auf, die vom 2....]]></summary>
   <author>
      <name>Michael Schmid</name>
      <uri>http://www.lebenshaus-alb.de</uri>
   </author>
         <category term="/news" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#category" />
   
   <category term="3424" label="Ostermarsch" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   
   <content type="html" xml:lang="de" xml:base="https://www.lebenshaus-alb.de/">
      <![CDATA[<p><img src="/magazin/media/img/ostermaersche-2026.png" width="300" height="154" vspace="10" hspace="10" align="right" alt="" />&quot;Frieden wagen e.V.&quot; (bisher: &quot;Lebenshaus Schw&auml;bische Alb&quot;) ruft zur  Teilnahme an den diesj&auml;hrigen Osterm&auml;rschen der Friedensbewegung auf,  die vom 2. - 6. April 2026 bundesweit stattfinden. F&uuml;r Frieden muss es  zu Ostern auf die Stra&szlig;e gehen! Denn mit dem  Iran-Krieg ist ein neuer, trauriger H&ouml;hepunkt der weltweiten  kriegerischen Auseinandersetzungen erreicht. Die Welt ist ein Pulverfass  und es wird immer weiter aufger&uuml;stet. Die Menschen sterben weiterhin in  der Ukraine, im Sudan, in Israel, in Pal&auml;stina, im Iran, im Libanon und  in vielen weiteren L&auml;ndern und Regionen der Welt. Wo soll das noch  hinf&uuml;hren? Es reicht!</p>
<p>Umso dringlicher ist es, dass die  Friedensbewegung zu Ostern ein un&uuml;bersehbares Zeichen setzt. Frieden  schaffen wir nicht mit noch mehr Waffen oder nuklearer Abschreckung. Wir  brauchen stattdessen dringend Initiativen f&uuml;r Waffenstillst&auml;nde, zivile  Konfliktl&ouml;sungen, Diplomatie und konsequente Abr&uuml;stung.&nbsp;Werde aktiv und beteilige Dich an einem der &uuml;ber 100 Osterm&auml;rsche bundesweit. Denn gerade jetzt z&auml;hlt Dein Engagement!</p>]]>
      <![CDATA[<p><img src="/magazin/media/img/ostermaersche-2026.png" width="551" height="283" alt="" /></p>
<p>&quot;Frieden wagen e.V.&quot; (bisher: &quot;Lebenshaus Schw&auml;bische Alb&quot;) ruft zur Teilnahme an den diesj&auml;hrigen Osterm&auml;rschen der Friedensbewegung auf, die vom 2. - 6. April 2026 bundesweit stattfinden. F&uuml;r Frieden muss es zu Ostern auf die Stra&szlig;e gehen!</p>
<p>Denn mit dem Iran-Krieg ist ein neuer, trauriger H&ouml;hepunkt der weltweiten kriegerischen Auseinandersetzungen erreicht. Die Welt ist ein Pulverfass und es wird immer weiter aufger&uuml;stet. Die Menschen sterben weiterhin in der Ukraine, im Sudan, in Israel, in Pal&auml;stina, im Iran, im Libanon und in vielen weiteren L&auml;ndern und Regionen der Welt. Wo soll das noch hinf&uuml;hren? Es reicht!</p>
<p>Umso dringlicher ist es, dass die Friedensbewegung zu Ostern ein un&uuml;bersehbares Zeichen setzt. Frieden schaffen wir nicht mit noch mehr Waffen oder nuklearer Abschreckung. Wir brauchen stattdessen dringend Initiativen f&uuml;r Waffenstillst&auml;nde, zivile Konfliktl&ouml;sungen, Diplomatie und konsequente Abr&uuml;stung.</p>
<p><strong>Werde aktiv und beteilige Dich an einem der &uuml;ber 100 Osterm&auml;rsche bundesweit. Denn gerade jetzt z&auml;hlt Dein Engagement!</strong></p>
<p><strong>Auf der Website von Netzwerk Friedenskooperative finden sich:</strong></p>
<ul>
    <li><strong>Termin&uuml;bersicht mit allen Osterm&auml;rschen</strong>: <a href="https://www.friedenskooperative.de/ostermarsch-2026/termine">https://www.friedenskooperative.de/ostermarsch-2026/termine</a></li>
    <li><strong>Alle Infos zu den Osterm&auml;rschen 2026:</strong> <a href="https://www.friedenskooperative.de/ostermarsch-2026">https://www.friedenskooperative.de/ostermarsch-2026</a>&nbsp;</li>
    <li><strong>Aufruf zum Ostermarsch 2026 als Zeitungsanzeige erschienen</strong>: &quot;Wir fordern: Kriege verweigern - Frieden schaffen!&quot;: <a href="https://www.friedenskooperative.de/ostermarsch-2026-anzeige-erschienen">https://www.friedenskooperative.de/ostermarsch-2026-anzeige-erschienen</a>&nbsp; Die Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Anzeige war in diesem Jahr so gro&szlig; wie noch nie zuvor: 2.235 Einzelpersonen sowie 71 Organisationen und Gruppen erm&ouml;glichten Anzeigen in 5 Zeitungen mit ihren Spenden.</li>
</ul>
<p>Als Frieden wagen e.V. laden wir insbesondere zu folgenden Osterm&auml;rschen in unserer Region ein:</p>
<ul>
    <li>Karsamstag, 4. April, <strong>Ostermarsch in Stuttgart:</strong> &quot;Friedensf&auml;hig statt kriegst&uuml;chtig!&quot;: <a href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/015545.html">https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/015545.html</a>&nbsp;</li>
    <li>Ostermontag, 6. April, <strong>Internationaler Bodensee-Friedensweg in Konstanz/Kreuzlingen</strong>: &quot;Wir ent-r&uuml;sten uns! Friedenskultur gemeinsam leben&quot;: <a href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/015546.html">https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/015546.html</a></li>
</ul>
<hr />
<p><strong>Spendenkonto:</strong></p>
<p>Lebenshaus Schw&auml;bische Alb e.V.&nbsp; (beim Kontoinhaber im Moment bitte noch den bisherigen Name verwenden; der Name wird sich in n&auml;herer Zukunft &auml;ndern in: Frieden wagen e.V.)</p>
<p>Bank:&nbsp; &nbsp; GLS Bank eG<br />
IBAN:&nbsp; &nbsp; DE36 4306 0967 8023 3348 00<br />
BIC:&nbsp; &nbsp; &nbsp; GENODEM1GLS</p>]]>
   </content>
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<entry>
   <title>Aufruf Ostermarsch der Kooperation für den Frieden und des Bundesausschuss Friedensratschlag</title>
   <link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015560.html" />
   <id>tag:www.lebenshaus-alb.de,2026://1.15560</id>
   
   <published>2026-03-24T20:18:58Z</published>
   <updated>2026-03-26T21:30:01Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[Der Bundesausschuss Friedensratschlag und die Kooperation f&uuml;r den Frieden w&uuml;nschen sich viele Menschen, die zu Ostern bei Demonstrationen und anderen...]]></summary>
   <author>
      <name>Michael Schmid</name>
      <uri>http://www.lebenshaus-alb.de</uri>
   </author>
         <category term="/schwerpunkte/gewalt_gewaltfreiheit_und_frieden/friedensbewegung" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#category" />
         <category term="/schwerpunkte/gewalt_gewaltfreiheit_und_frieden" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#category" />
   
   <category term="4574" label="Netzwerk Friedenskooperative" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   <category term="3424" label="Ostermarsch" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   
   <content type="html" xml:lang="de" xml:base="https://www.lebenshaus-alb.de/">
      <![CDATA[<p>Der Bundesausschuss Friedensratschlag und die Kooperation f&uuml;r den  Frieden w&uuml;nschen sich viele Menschen, die zu Ostern bei Demonstrationen  und anderen Aktionen f&uuml;r eine friedliche Welt werben.&nbsp;Die beiden deutschen Netzwerke unterschiedlicher  Friedensorganisationen, teilen die Ablehnung von Krieg und Militarismus.  Ihre Empathie gilt insbesondere den vielen zivilen Opfern kriegerischer  Auseinandersetzungen.</p>]]>
      <![CDATA[<h3>Der Bundesausschuss Friedensratschlag und die Kooperation f&uuml;r den Frieden w&uuml;nschen sich viele Menschen, die zu Ostern bei Demonstrationen und anderen Aktionen f&uuml;r eine friedliche Welt werben.</h3>
<p>Die beiden deutschen Netzwerke unterschiedlicher Friedensorganisationen, teilen die Ablehnung von Krieg und Militarismus. Ihre Empathie gilt insbesondere den vielen zivilen Opfern kriegerischer Auseinandersetzungen.</p>
<p>Unsere Entr&uuml;stung m&uuml;ssen wir auf die Stra&szlig;e tragen!</p>
<p>Unsere Ostermarsch-Aktionen sollen eine Bev&ouml;lkerung zum Mitmachen motivieren, die die Folgen der ma&szlig;losen Hochr&uuml;stung in Form von K&uuml;rzungen in allen sozialen Bereichen erlebt.</p>
<p>Wir wenden uns an die jungen Menschen, die durch unbegrenzte Neuverschuldung f&uuml;r Milit&auml;r und Kriegs-Infrastruktur, durch eine Wehrpflicht und die Vernachl&auml;ssigung der Klimakatastrophe belastet werden.</p>
<p>Die Militarisierung der Gesellschaft ergreift Bereiche wie das Gesundheitswesen, Bildung, Forschung, Infrastruktur und andere.</p>
<p>Das Mitl&auml;ufertum der Bundesregierung bei den Angriffen auf Iran und andere L&auml;nder in Westasien durch Israel und die USA lehnen wir entschieden ab.</p>
<p>Keine der kriegsf&uuml;hrenden Staaten hat das Recht, zivile Ziele anzugreifen.</p>
<p>Gehen wir f&uuml;r ein anderes Deutschland auf die Stra&szlig;e!</p>
<p>Wir wollen in einem Land leben, das sich mit zivilen Mitteln f&uuml;r eine friedliche Welt stark macht. Diplomatie, Interessensausgleich und V&ouml;lkerverst&auml;ndigung m&uuml;ssen die Grundpfeiler f&uuml;r Frieden in Europa und in der Welt sein.</p>
<p>Wir wollen in einem Land leben, in dem alle Menschen willkommen sind, insbesondere wenn sie vor Krieg oder Kriegsdienst fliehen.</p>
<p>Wir fordern die Aufrechterhaltung der Errungenschaften des V&ouml;lkerrechts einschlie&szlig;lich der universellen Menschenrechte.</p>
<p>Diese Errungenschaften m&uuml;ssen ausgebaut und d&uuml;rfen nicht missachtet werden.</p>
<p>Wir fordern einen entschlossenen diplomatischen Einsatz der Bundesregierung f&uuml;r ein Ende des Krieges gegen Iran und die anderen Kriegsschaupl&auml;tze in Westasien, die Ukraine, im Sudan und alle weiteren Kriege.</p>
<p>Wir sehen die Gefahr des Atomkriegs, die wahrscheinlich nie so hoch war wie heute und doch von vielen heruntergespielt wird.</p>
<p>Tragen wir gemeinsam unsere Entr&uuml;stung &uuml;ber die Eskalation der &quot;Kriegst&uuml;chtigkeit&quot; und unsere gemeinsamen Ziele auf die Stra&szlig;e!</p>
<p>Kommt zum Ostermarsch!</p>
<p>Bundesausschuss Friedensratschlag und Kooperation f&uuml;r den Frieden</p>
<p>+++</p>
<p>Materialvorschlag f&uuml;r die Osterm&auml;rsche:&nbsp;<a href="https://www.friedenskooperative.de/shop/unterschriftenliste-nicht-mit-mir">https://www.friedenskooperative.de/shop/unterschriftenliste-nicht-mit-mir</a></p>
<p>Infos und Termin der Osterm&auml;rsche:&nbsp;<a href="https://www.friedenskooperative.de/ostermarsch-2026">https://www.friedenskooperative.de/ostermarsch-2026</a></p>
<hr />
<p><strong>Siehe ebenfalls:</strong></p>
<ul>
    <li><a href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/015545.html">Ostermarsch in Stuttgart: &quot;Friedensf&auml;hig statt kriegst&uuml;chtig!&quot;</a> (04.04.2026)</li>
    <li><a href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/015546.html">Internationaler Bodensee-Friedensweg in Konstanz (D) / Kreuzlingen (CH)</a> (06.04.2026)</li>
</ul>
<p><strong>Auf der Lebenshaus-Website finden sich:</strong><br />
<ul>
    <li><a href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/006244.html">Vor 50 Jahren: Der erste Ostermarsch in Deutschland</a> (Michael Schmid, 2010)</li>
    <li><a href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/012856.html">Vor 60 Jahren erster Ostermarsch in Deutschland</a> (Michael Schmid, 2020)</li>
    <li><a href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004912.html">Artikel zur Geschichte der Ostermarsch-Bewegung</a> (Uli J&auml;ger/Michael Schmid)</li>
    <li><a href="https://www.lebenshaus-alb.de/cgi-bin/cms/mt-search.cgi?tag=Ostermarsch&amp;blog_id=1">Artikel zum Stichwort &quot;Ostermarsch&quot;</a></li>
    <li><a href="https://www.lebenshaus-alb.de/cgi-bin/cms/mt-search.cgi?tag=Geschichte%20der%20Friedensbewegung&amp;blog_id=1">Artikel zum Stichwort &quot;Geschichte der Friedensbewegung&quot;</a>&nbsp;</li>
</ul>
</p>]]>
   </content>
</entry>
<entry>
   <title>DRINGENDE Stellungnahme zur rechtswidrigen Festnahme und Freiheitsentziehung von Yurii Sheliazhenko ...</title>
   <link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015559.html" />
   <id>tag:www.lebenshaus-alb.de,2026://1.15559</id>
   
   <published>2026-03-19T19:33:46Z</published>
   <updated>2026-03-21T21:35:19Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[Die unterzeichnenden Organisationen sind schockiert &uuml;ber die heutige Festnahme und den Freiheitsentzug des Menschenrechtsverteidigers Yurii Sheliazhenko durch die ukrainischen Beh&ouml;rden...]]></summary>
   <author>
      <name>Michael Schmid</name>
      <uri>http://www.lebenshaus-alb.de</uri>
   </author>
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         <category term="/schwerpunkte/gewalt_gewaltfreiheit_und_frieden/kriegsdienstverweigerung" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#category" />
         <category term="/schwerpunkte/internationales_militar_und_krieg/osteuropa_russland" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#category" />
         <category term="/schwerpunkte/gewalt_gewaltfreiheit_und_frieden/pazifismus" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#category" />
   
   <category term="3957" label="Ukraine" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   <category term="4741" label="Yurii Sheliazhenko" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   
   <content type="html" xml:lang="de" xml:base="https://www.lebenshaus-alb.de/">
      <![CDATA[<p>Die unterzeichnenden Organisationen sind schockiert &uuml;ber die heutige  Festnahme und den Freiheitsentzug des Menschenrechtsverteidigers Yurii  Sheliazhenko durch die ukrainischen Beh&ouml;rden in Kyjiw. Dies geschieht  nur wenige Wochen nach einem gemeinsamen Appell an die Beh&ouml;rden, die  Verfolgung von Kriegsdienstverweiger*innen einzustellen und die laufende  Verfolgung von Herrn Sheliazhenko zu beenden.&nbsp;Nach den vorliegenden Informationen wurde Herr Sheliazhenko von  Beamten der Polizei des Bezirks Petschersk in Kyjiw ohne ordnungsgem&auml;&szlig;e  Rechtsgrundlage und unter Missachtung der nach ukrainischem Recht  erforderlichen Verfahrensgarantien festgenommen.</p>]]>
      <![CDATA[<h3>... durch die ukrainische Polizei und die Milit&auml;rbeh&ouml;rden</h3>
<p>Die unterzeichnenden Organisationen sind schockiert &uuml;ber die heutige Festnahme und den Freiheitsentzug des Menschenrechtsverteidigers Yurii Sheliazhenko durch die ukrainischen Beh&ouml;rden in Kyjiw. Dies geschieht nur wenige Wochen nach einem gemeinsamen Appell an die Beh&ouml;rden, die Verfolgung von Kriegsdienstverweiger*innen einzustellen und die laufende Verfolgung von Herrn Sheliazhenko zu beenden.</p>
<p>Nach den vorliegenden Informationen wurde Herr Sheliazhenko von Beamten der Polizei des Bezirks Petschersk in Kyjiw ohne ordnungsgem&auml;&szlig;e Rechtsgrundlage und unter Missachtung der nach ukrainischem Recht erforderlichen Verfahrensgarantien festgenommen. Insbesondere gibt es Hinweise darauf, dass:</p>
<ul>
    <li>kein Festnahmeprotokoll erstellt wurde;</li>
    <li>keine klaren rechtlichen Gr&uuml;nde f&uuml;r den Freiheitsentzug angegeben wurden;</li>
    <li>der Zugang zu einem Rechtsbeistand behindert wurde;</li>
    <li>der Kontakt zum staatlichen ukrainischen Ermittlungsb&uuml;ro behindert wurde;</li>
    <li>er ohne ordnungsgem&auml;&szlig;es Gerichtsverfahren an ein territoriales Zentrum f&uuml;r Rekrutierung und soziale Unterst&uuml;tzung (ZRU) &uuml;berstellt wurde oder &uuml;berstellt werden sollte.</li>
</ul>
<p>Wir weisen darauf hin, dass eine Beteiligung des ZRU die Verantwortung der Strafverfolgungsbeh&ouml;rden f&uuml;r den urspr&uuml;nglichen Freiheitsentzug nicht ausschlie&szlig;t. Diese Handlungen k&ouml;nnen Verst&ouml;&szlig;e gegen die Verfassung der Ukraine und die Europ&auml;ische Menschenrechtskonvention (EMRK), insbesondere <a href="https://dejure.org/gesetze/MRK/5.html">Artikel 5</a> (Recht auf Freiheit und Sicherheit), sowie gegen <a href="https://www.notion.so/Internationaler-Pakt-ber-b-rgerliche-und-politische-Rechte-UN-Zivilpakt-IPbpR-6410fcd483da8233a80b81e2632c24c7?pvs=21">Artikel 9</a> des Internationalen Pakts &uuml;ber b&uuml;rgerliche und politische Rechte (IPBPR) darstellen.</p>
<p>Yurii Sheliazhenko ist ein bekannter Kriegsdienstverweigerer, der sich seit 1998 &ouml;ffentlich dazu bekennt, ein Pazifist und ein Menschenrechtsverteidiger. Er ist zudem Akademiker, Exekutivsekret&auml;r der <a href="https://pacifism.org.ua/">&raquo;Ukrainischen Pazifistischen Bewegung&laquo;</a> <em>(Український Рух Пацифістів</em>), einer Mitgliedsorganisation von <a href="https://wri-irg.org/de">&raquo;Internationale der Kriegsdienstgegner*innen&laquo;</a> (<em>War Resisters&rsquo; International, WRI</em>), Direktor des <a href="https://pax.org.ua/">&raquo;Instituts f&uuml;r Frieden und Recht&laquo;</a> (<em>Інститут миру і права</em>) in der Ukraine sowie Vorstandsmitglied des <a href="https://www.ebco-beoc.org/">&raquo;Europ&auml;ischen B&uuml;ros f&uuml;r Kriegsdienstverweigerung&laquo;</a> (<em>European Bureau for Conscientious Objection, EBCO</em>) und von <a href="https://worldbeyondwar.org/">&raquo;Welt jenseits des Krieges&laquo;</a> (<em>World Beyond War, WBW</em>).</p>
<p>Tragischerweise hat er zuvor &uuml;ber die grausamen Praktiken der &raquo;Busifizierung&laquo;, der Zwangsrekrutierung und der obligatorischen milit&auml;rischen Registrierung in der Ukraine berichtet, die in einigen F&auml;llen sogar zu Folter und Todesf&auml;llen in milit&auml;rischen Rekrutierungszentren gef&uuml;hrt haben.</p>
<p>Wir verurteilen all diese Handlungen aufs Sch&auml;rfste als schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen, die in demokratischen L&auml;ndern keinen Platz haben.</p>
<p>Wir fordern die ukrainischen Beh&ouml;rden auf, Yurii Sheliazhenko unverz&uuml;glich freizulassen und alle Verfahren zur Zwangsrekrutierung einzustellen.</p>
<p>Wir erinnern daran, dass sein Fall zuvor Gegenstand einer Mitteilung der Mandatstr&auml;ger des Sonderberichterstatters f&uuml;r das Recht auf Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit, des Sonderberichterstatters f&uuml;r Minderheitenfragen und des Sonderberichterstatters f&uuml;r Religions- oder Weltanschauungsfreiheit war. Der Fall von Herrn Sheliazhenko, die Mitteilung der Sonderberichterstatter und die Reaktion der ukrainischen Beh&ouml;rden wurden auch vom OHCHR in seinem Bericht &uuml;ber die Verweigerung des Milit&auml;rdienstes aus Gewissensgr&uuml;nden hervorgehoben, insbesondere im Kapitel mit dem Titel &raquo;Unterlassung unangemessener Einschr&auml;nkungen der Menschenrechte derjenigen, die die Rechte von Kriegsdienstverweiger*innen vertreten oder verteidigen&laquo;. Sein Fall wurde zudem im Jahresbericht 2023/2024 von Amnesty International aufgef&uuml;hrt.</p>
<p>Wir wiederholen unseren Appell an die internationale Gemeinschaft, alle geeigneten Ma&szlig;nahmen zu ergreifen, um sicherzustellen, dass Menschenrechtsverteidiger und Friedensaktivisten nicht f&uuml;r ihr Eintreten f&uuml;r Frieden und Gewaltfreiheit kriminalisiert werden; dar&uuml;ber hinaus, dass das Recht auf Kriegsdienstverweigerung im Einklang mit internationalen Standards vollst&auml;ndig umgesetzt wird und dass Kriegsdienstverweiger*innen den notwendigen Schutz vor Verfolgung in ihrem Herkunftsland, auch durch Asyl, erhalten.</p>
<ul>
    <li>&raquo;Connection e.V.&laquo;</li>
    <li>&raquo;Europ&auml;isches B&uuml;ro f&uuml;r Kriegsdienstverweigerung&laquo; (<em>European Bureau for Conscientious Objection, EBCO</em>)</li>
    <li><a href="https://www.ifor.org/">&raquo;Internationaler Vers&ouml;hnungsbund&laquo;</a> (<em>International Fellowship of Reconciliation, IFOR</em>)</li>
    <li>&raquo;Internationale der Kriegsdienstgegner*innen&laquo; (<em>War Resisters&rsquo; International, WRI</em>)</li>
</ul>
<p class="quelle">Quelle: <a href="https://de.connection-ev.org/">Connection e.V. </a>- Pressemitteilung vom 17.05.2025.</p>
<p><strong>Wir bitten um Proteste mit der Forderung nach einer unverz&uuml;glichen Freilassung von Yurii Sheliazhenko. M&ouml;glichkeiten sind z.B.:</strong></p>
<ul>
    <li><a href="https://actionnetwork.org/petitions/tell-the-ukrainian-government-to-drop-prosecution-of-peace-activist-yurii-sheliazhenko/?clear_id=true&amp;link_id=4&amp;can_id=f0940af377595273328101dea28c2309&amp;source=email-yurii-has-been-abducted&amp;email_referrer=email_3153752&amp;email_subject=yurii-has-been-abducted&amp;&amp;">Die Petition on&nbsp;World BEYOND War unterzeichnen</a></li>
    <li><a href="http:// https://wri-irg.org/en/programmes/rrtk/co-support-email/2026/release-conscientious-objector-yurii-sheliazhenko">Versand einer vorformulierten&nbsp; E-Mail an mehrere ukrainische Beh&ouml;rden</a></li>
</ul>
<p style="margin-left: 40px;">Proteste&nbsp; an </p>
<ul>
    <li>die&nbsp; Botschaft der Ukraine in Deutschland, Albrechtstrasse 26, 10117 Berlin&nbsp; <a href="mailto:emb_de@mfa.gov.ua">emb_de@mfa.gov.ua</a>&nbsp; Tel. 030 288 87170 und 030 288 87128</li>
    <li>Polizei von Kijiw: <a href="mailto:police@kyiv.police.gov.ua">police@kyiv.police.gov.ua</a>, Tel. +380 44 254 94 88</li>
    <li>Rekrutierungsb&uuml;ro: <a href="mailto:pechersk_rvk@post.mil.gov.ua">pechersk_rvk@post.mil.gov.ua</a></li>
    <li>Innenministerium der Ukraine: <a href="mailto:pgmia@mvs.gov.ua">pgmia@mvs.gov.ua</a>, Tel. +380 44 256 03 33</li>
    <li>Verteidigungsministerium der Ukraine: <a href="mailto:admou@post.mil.gov.ua">admou@post.mil.gov.ua</a></li>
    <li>Ombudsman der Ukraine: <a href="mailto:hotline@ombudsman.gov.ua">hotline@ombudsman.gov.ua</a>, Tel. +380 44 253 75 89</li>
    <li>Staatliches Ermittlungsb&uuml;ro der Ukraine: <a href="mailto:crime@dbr.gov.ua">crime@dbr.gov.ua</a>, Tel. +380 44 300 27 07</li>
</ul>]]>
   </content>
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   <title>Pazifismus — wenn nicht jetzt, wann dann?</title>
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   <published>2026-03-14T17:42:09Z</published>
   <updated>2026-03-15T07:44:12Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[Das landl&auml;ufige Bild von einem Pazifisten ist gepr&auml;gt vom Eindruck der Schw&auml;che, Nachgiebigkeit, Unterw&uuml;rfigkeit. Stark wirkt der bewaffnete Soldat, besonders...]]></summary>
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      <name>Michael Schmid</name>
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   <category term="2262" label="Ullrich Hahn" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   
   <content type="html" xml:lang="de" xml:base="https://www.lebenshaus-alb.de/">
      <![CDATA[<p>Das landl&auml;ufige Bild von einem Pazifisten ist gepr&auml;gt vom Eindruck der  Schw&auml;che, Nachgiebigkeit, Unterw&uuml;rfigkeit. Stark wirkt der bewaffnete  Soldat, besonders wenn er - inzwischen auch sie - in gr&ouml;&szlig;erer Formation  im Gleichschritt auftritt. Die Wirklichkeit ist umgekehrt: Die St&auml;rke  des Bewaffneten ist seine Waffe, nicht die Person. Hinzu kommt, dass er  als Person einem fremden Willen unterworfen ist. Er/sie handelt auf  Befehl. Den Gehorsam hat er/sie beim Dienstantritt gelobt oder gar  geschworen. Auch unabh&auml;ngig davon ist sein/ihr Denken nicht frei: Es ist  von der Waffe dominiert. Der Pazifist dagegen behauptet sich selbst.  Er/sie gehorcht nicht. In der Regel mussten die Pazifisten auch lernen,  der Mehrheitsmeinung zu trotzen. Sie beziehen ihre St&auml;rke nicht aus  einer Waffe, sondern aus ihrer ganz eigenen Person. Thesen von Ullrich Hahn.</p>]]>
      <![CDATA[<p><strong>Thesen von Ullrich Hahn</strong></p>
<h3>Vorbemerkung</h3>
<p>Das landl&auml;ufige Bild von einem Pazifisten ist gepr&auml;gt vom Eindruck der Schw&auml;che, Nachgiebigkeit, Unterw&uuml;rfigkeit. Stark wirkt der bewaffnete Soldat, besonders wenn er - inzwischen auch sie - in gr&ouml;&szlig;erer Formation im Gleichschritt auftritt. Die Wirklichkeit ist umgekehrt: Die St&auml;rke des Bewaffneten ist seine Waffe, nicht die Person. Hinzu kommt, dass er als Person einem fremden Willen unterworfen ist. Er/sie handelt auf Befehl. Den Gehorsam hat er/sie beim Dienstantritt gelobt oder gar geschworen. Auch unabh&auml;ngig davon ist sein/ihr Denken nicht frei: Es ist von der Waffe dominiert. Der Pazifist dagegen behauptet sich selbst. Er/sie gehorcht nicht. In der Regel mussten die Pazifisten auch lernen, der Mehrheitsmeinung zu trotzen. Sie beziehen ihre St&auml;rke nicht aus einer Waffe, sondern aus ihrer ganz eigenen Person (Kant: Aus dem moralischen Gesetz in der Person).</p>
<h3>Vierzehn Thesen:</h3>
<ol>
    <li>Kennzeichen des Pazifismus ist nicht in erster Linie ein bestimmtes Handeln, sondern ein Unterlassen, das Lassen der Gewalt (Das Gute, dieser Satz steht fest, ist stets das B&ouml;se, das man l&auml;sst, Wilhelm Busch).</li>
    <li>Dabei bedarf das Lassen illegaler, strafbarer Gewalt keiner besonderen Begr&uuml;ndung. Es geht der pazifistischen Haltung gerade um den Verzicht auf die legale, in der nationalen und internationalen Rechtsordnung gerechtfertigten Gewalt (Artikel 26, 87a GG, Artikel 51 UN-Charta), d.h. um den Verzicht auf milit&auml;rische Verteidigung.</li>
    <li>Grundlage dieses Pazifismus sind weder spezifisch christliche oder &quot;westliche Werte&quot;, sondern das in der &quot;Goldenen Regel&quot; kultur&uuml;bergreifende und in der Neuzeit als v&ouml;lkerrechtlich anerkannte Menschenrecht: Jede Person hat das Recht auf Leben und k&ouml;rperliche Unversehrtheit.</li>
    <li>Pazifismus ist durch diese R&uuml;ckbindung auf allgemein g&uuml;ltige Werte nicht nur Ausdruck einer pers&ouml;nlichen Gesinnung, sondern der Verantwortung f&uuml;r das Leben des und der anderen und damit der ganzen Menschheit.</li>
    <li>Dies unterscheidet den Pazifismus von einer Politik des Nationalstaates, der das Wohl und Wehe der eigenen Nation &uuml;ber das Leben fremder Menschen und das Leben der Menschheit stellt (siehe Art. 56 GG). Auch der Mensch jenseits der Grenze ist einer von uns.</li>
    <li>Dieser Blick auf die Menschheit ist nicht &quot;blau&auml;ugig&quot;. Unrecht und ungerechtes Verhalten d&uuml;rfen nicht hingenommen werden - aber niemand hat deshalb den Tod verdient (&quot;Die Todesstrafe ist abgeschafft&quot;, Art. 102 GG).</li>
    <li>Die Haltung des Pazifismus &uuml;ber die Verwerflichkeit der milit&auml;rischen Verteidigung und jeden Milit&auml;rs erhebt zwar Anspruch auf Allgemeing&uuml;ltigkeit, aber nicht im Sinne einer &quot;Vorschrift&quot;. Vorschriften in Bezug auf Leben und Tod sind &uuml;bliche Zwangsmittel derjenigen Staaten, die eine Wehrpflicht kennen. Der Pazifismus hat keine solche Macht und will sie auch nicht haben. Er will nicht zwingen, sondern &uuml;berzeugen. Eine unmittelbare Verpflichtung zum entsprechenden Handeln ergibt sich nur f&uuml;r diejenigen, die die entsprechende &Uuml;berzeugung als Recht erkennen.</li>
    <li>Daraus folgt: Der Krieg h&ouml;rt auf, wenn schon eine der beiden Seiten die Waffen niederlegt. Dar&uuml;ber muss nicht verhandelt werden. Wer das T&ouml;ten von Menschen als Unrecht erkennt, l&auml;sst davon ab, unabh&auml;ngig von der anderen Seite. Verhandlungen haben ihren Platz, wenn es dann um die Gestaltung einer gemeinsamen Zukunft geht.</li>
    <li>F&uuml;r das zum Krieg f&uuml;hrende Unrecht ist unmittelbar die angreifende Seite verantwortlich. Der Krieg beginnt aber erst mit der milit&auml;rischen Verteidigung. Damit &uuml;bernimmt die verteidigende Seite eine eigene Mitverantwortung f&uuml;r den daraus folgenden Krieg mit allen seinen Folgen, auch f&uuml;r die mit jedem Krieg verbundenen Kriegsverbrechen. Bei zwei Staaten, die sich im Krieg befinden, hat keiner das Recht auf seiner Seite. Schon Kant formuliert bezgl. der blo&szlig;en Verteidigungsabsicht: <em>&quot;stehende Heere ... sollen mit der Zeit ganz aufh&ouml;ren, denn sie bedrohen andere Staaten unaufh&ouml;rlich mit Krieg durch die Bereitschaft, immer dazu ger&uuml;stet zu erscheinen.&quot;</em></li>
    <li>Wer sich auf das Mittel der Gewalt zur Durchsetzung der eigenen, wenn auch berechtigten Interessen einl&auml;sst, unterliegt dann auch der Logik dieser Gewalt: Es gewinnt der St&auml;rkere. Das bedingt eine nicht endende Aufr&uuml;stung. Das Ma&szlig; hierf&uuml;r ist die vermeintliche St&auml;rke der anderen Seite und ihrer vermeintlich b&ouml;sen Absichten. F&uuml;r die Durchsetzung des Rechts ist die Gewalt deshalb ein untaugliches Mittel.</li>
    <li>Gegen&uuml;ber anderen ist die Gewalt dominant, selbst wenn sie nur nachrangig eingesetzt werden soll. Sie ist sofort greifbar und verspricht schnellen Erfolg. F&uuml;r diesen Zweck wird das Milit&auml;r ger&uuml;stet. Waffen beeinflussen so das Denken der Waffentr&auml;ger und der &uuml;ber das Milit&auml;r verf&uuml;genden Politik schon lange vor einem Einsatz. Bewusst oder unbewusst werden sie durch ihre blo&szlig;e Existenz zum vorrangigen Mittel im Konflikt.</li>
    <li>Die eingesetzten Mittel und Methoden der Gewalt pr&auml;gen dann auch das Ergebnis: Tod, Zerst&ouml;rung, Verst&uuml;mmelung, Traumata. Die zuvor angestrebten Ziele, Freiheit und Demokratie, bleiben auf der Strecke. Die Erfordernisse des Milit&auml;rs haben Vorrang vor allen menschlichen Bed&uuml;rfnissen, auch vor dem Schutz des Klimas als Grundlage allen Lebens. Selbst f&uuml;r die gewinnende Seite gilt: <em>&quot;Was durch Gewalt erworben wurde, kann in der Regel auch nur wieder durch Gewalt verteidigt werden&quot;</em>, Gandhi.</li>
    <li>Was bleibt den Pazifist*innen zu tun? Die ihnen zur Verf&uuml;gung stehenden gewaltfreien Mittel unterliegen einem anderen Zeit- und Handlungsrahmen als dem des Milit&auml;rs. Sie k&ouml;nnen und wollen nicht durch Schnelligkeit und Zerst&ouml;rungskraft beeindrucken. In der Zeit vor dem Krieg ist es ihre Aufgabe, auf die Gefahren der R&uuml;stung hinzuweisen, der Aufr&uuml;stung zu widersprechen und f&uuml;r eine auch einseitige Abr&uuml;stung einzustehen. In Zeiten des Krieges verweigern sie sich, mitzumachen. Nach dem Krieg &uuml;bernehmen sie als Erste die M&uuml;hen der Vers&ouml;hnung, soweit sie/wir alle dann noch leben.</li>
    <li>Das Gegenteil von Gewalt ist nicht einfach Gewaltlosigkeit, sondern Gerechtigkeit. Neben der Kritik an der unmittelbaren Gewalt des Milit&auml;rs bleibt die Aufgabe, die vielf&auml;ltigen Formen struktureller Gewalt, die nicht weniger lebensfeindlich sind, zu &uuml;berwinden. Pazifismus ist keine Passivit&auml;t, sondern t&auml;tiges Handeln f&uuml;r einen Frieden in Gerechtigkeit.</li>
</ol>]]>
   </content>
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   <title> Kriegswahn</title>
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   <id>tag:www.lebenshaus-alb.de,2026://1.15557</id>
   
   <published>2026-03-11T19:44:57Z</published>
   <updated>2026-03-11T20:08:50Z</updated>
   
   <summary>Wohin entwickeln sich Deutschland und die EU? Ziele und Ergebnisse der vorherrschenden Politik sind nicht im Interesse der meisten Menschen....</summary>
   <author>
      <name>Michael Schmid</name>
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   </author>
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      <![CDATA[<p>Wohin entwickeln sich Deutschland und die EU? Ziele und Ergebnisse der  vorherrschenden Politik sind nicht im Interesse der meisten Menschen.  Auf einen kurzen Nenner gebracht: Wir leben in einer  Klassengesellschaft. Was das konkret hei&szlig;t? Dass die Reichen nicht nur  immer reicher werden, sondern auch das Sagen haben &ndash; und das in jeder  Hinsicht: Ob wir genug gut ausgestattete Schulen haben, ob wir bei  Krankheit versorgt sind oder sp&auml;ter zu den versch&auml;mten Alten geh&ouml;ren,  und ob unsere Kinder und Enkel wieder f&uuml;rs Vaterland sterben sollen.  Lesen Sie Zeitung? Vorsicht, das kann krank machen. Von Georg Rammer.</p>]]>
      <![CDATA[<p><strong>Von Georg Rammer</strong></p>
<p>Wohin entwickeln sich Deutschland und die EU? Ziele und Ergebnisse der vorherrschenden Politik sind nicht im Interesse der meisten Menschen. Auf einen kurzen Nenner gebracht: Wir leben in einer Klassengesellschaft. Was das konkret hei&szlig;t? Dass die Reichen nicht nur immer reicher werden, sondern auch das Sagen haben &ndash; und das in jeder Hinsicht: Ob wir genug gut ausgestattete Schulen haben, ob wir bei Krankheit versorgt sind oder sp&auml;ter zu den versch&auml;mten Alten geh&ouml;ren, und ob unsere Kinder und Enkel wieder f&uuml;rs Vaterland sterben sollen. Lesen Sie Zeitung? Vorsicht, das kann krank machen.</p>
<p>Gewiss lesen die, die &uuml;ber unser Schicksal bestimmen, Zeitungen und Umfrageergebnisse. Nicht, damit sie die Bed&uuml;rfnisse der Bev&ouml;lkerung erf&uuml;llen, sondern damit sie mit ihren Narrativen Stimmung machen k&ouml;nnen. F&uuml;r die Machtelite ist die Propaganda geradezu existenziell: Denn Regierung, Parteien, Staat, Konzernmanager und gro&szlig;e Zeitungen haben jedes Vertrauen verspielt. Den Glauben an die Funktionsf&auml;higkeit der Demokratie haben sie gr&uuml;ndlich zertrampelt. Machen sie sich Gedanken dar&uuml;ber, warum der Faschismus in der EU w&auml;chst? Warum tun sie so erstaunt, wenn sich Ressentiments, Hass und Rassismus in der Gesellschaft ausbreiten? Sie m&uuml;ssen so tun, weil sie, die Machtelite, nichts an den Ursachen, n&auml;mlich ihrer Herrschaft, &auml;ndern will. Und deshalb reagieren sie mit den bew&auml;hrten Methoden der Herrschenden: mit Repression und Gewalt.</p>
<p>Sie haben Angst vor der Mehrheit, vor dem Zerbr&ouml;seln ihrer Machtbasis, dem Zerfall der Gesellschaft und nat&uuml;rlich vor Widerstand, der ihre Herrschaft gef&auml;hrden k&ouml;nnte. Auch die Mehrheit der Menschen hat Angst, vor Armut, vor der Zukunft, vor dem unkontrollierbaren Wahn der Tech-Milliard&auml;re &ndash; und nat&uuml;rlich vor Krieg. Seelische Krankheiten nehmen zu und der elementare zwischenmenschliche Kitt von Grundvertrauen, Mitmenschlichkeit und Zusammenhalt ist eingetrocknet. Sogar das Gef&uuml;hl f&uuml;r Realit&auml;t und Wahrhaftigkeit ist verlorengegangen: Was ist wahr, was einfach verlogen? Alles ist auf groteske Art der Willk&uuml;r der Macht &uuml;berlassen. Und ob wir von Herrn Merz als Bundeskanzler oder als Chef von BlackRock in die Altersarmut gef&uuml;hrt werden ist ebenso beliebig wie die Prognosen, ob der Russe schon morgen oder erst in vier Jahren vor Berlin steht &ndash; oder gar nicht.</p>
<p>Ist Ihnen aufgefallen, dass trotz aller alarmierenden Meldungen &uuml;ber wachsende Arbeitslosigkeit und Armut, &uuml;ber Energiekrise und Insolvenzen, &uuml;ber marode Infrastruktur und Abbau sozialer Sicherung von Regierungskreisen und Leitmedien die Hauptursache der Misere, n&auml;mlich die Hunderte Milliarden f&uuml;r Aufr&uuml;stung, f&uuml;r Verl&auml;ngerung der Kriege in der Ukraine und in Gaza und f&uuml;r Vorbereitung neuer Kriege, nicht einmal erw&auml;hnt wird? Die Investoren wussten schon immer, dass ihr Kapital im Krieg gut angelegt ist, da m&ouml;gen die Leute noch so sehr jammern &uuml;ber Teuerung, Schlie&szlig;ung von Kliniken und Altersarmut.</p>
<p>Die Herrschenden kommen zum Plausch in Davos zusammen, zur Konferenz &uuml;ber Sicherheit in M&uuml;nchen oder ganz klandestin zum Bilderbergtreffen. Was kommt dabei heraus? Nichts. Genauer: Nichts, was uns und der Gesellschaft weiterhelfen k&ouml;nnte. Im Gegenteil. Die Machtelite hat n&auml;mlich ganz aus den Augen verloren, dass die Menschen nicht als Verbrauchsmaterial benutzt werden wollen. Dass sie keinen Transhumanismus nach Musk und Bezos wollen, sondern dass ihnen eine ganz gew&ouml;hnliche Menschlichkeit reicht. Von der Politik ist sie nicht zu erwarten. Der US-Au&szlig;enminister Rubio fordert bei dem M&uuml;nchner Lobbytreffen, genannt Sicherheitskonferenz, bedingungslose Gefolgschaft bei der radikalen Re-Kolonisierung der Welt, und das westliche Publikum feiert diese verbrecherischen Herrschaftsall&uuml;ren mit Standing Ovation; als erste erheben sich die deutschen Minister Pistorius und Wadephul. Sch&auml;men sie sich nicht?</p>
<p>Zwingen wir uns mal kurz, der EU-Kommissionspr&auml;sidentin zuzuh&ouml;ren, auch wenn uns dabei der Blutdruck steigt: &quot;Die Verteidigungsausgaben in Europa&quot;, so sagt Frau von der Leyen, &quot;lagen 2025 um fast 80 Prozent &uuml;ber dem Wert vor dem Krieg in der Ukraine&quot;. Die EU mobilisiere jetzt sogar 800 Milliarden Euro. Sie will in der R&uuml;stung bis 2028 die USA &uuml;bertreffen! &quot;Und das ist erst der Anfang!&quot; Die &quot;starre Mauer zwischen dem zivilen und dem Verteidigungssektor&quot; m&uuml;sse eingerissen werden (Zitate von NachDenkSeiten). Zu wem spricht eigentlich die Frau? Zum Volk oder zur R&uuml;stungsindustrie? 800 Milliarden? Und das ist erst der Anfang? Hat sie eigentlich eine Ahnung, wie die Mehrheit der Menschen lebt? Und f&uuml;r diesen Wahn sollen unsere Kinder ihr Leben opfern?</p>
<p>Kein Wunder, tendiert die Zustimmung zu dieser Politik gegen ein Minimum: Nur neun Prozent der Deutschen sind sehr zufrieden mit der Arbeit des Regierungschefs Merz. 56 Prozent sind jedoch sehr unzufrieden. Auch die Bundesregierung findet keinen Zuspruch. Lediglich sieben Prozent der Deutschen sind mit der Arbeit der Koalition sehr zufrieden, jeder Zweite (50 %) ist sehr unzufrieden. Wieso werden diese Leute noch gew&auml;hlt?</p>
<p>Hallo Machtelite, wie w&auml;rs mit einer Zeitenwende im Denken? Schon mal was von Vernunft und Wahrhaftigkeit geh&ouml;rt? Sie wissen es selbst: Sie sind dabei, die Welt total an die Wand zu fahren, durch Krieg und Wirtschaftskrieg, Imperialismus und Totalkontrolle der Bev&ouml;lkerung. Manipulation und Zerst&ouml;rung von allem, was das gute Leben ausmacht. Wir brauchen eine Zeitenwende im Denken. Bisher haben wir von den Herrschenden keine Vorschl&auml;ge f&uuml;r Abr&uuml;stung, keine Initiativen f&uuml;r eine gerechte Wirtschaftsordnung ohne Ausbeutung geh&ouml;rt. F&uuml;r Krisenvermeidung statt Streben nach Hegemonie mit den Mitteln Kriegsdrohung, Aushungern, Regimechange. Ihre Spirale der Aufr&uuml;stung f&uuml;hrt zu Kriegen, zu Zerst&ouml;rung und Feindschaft f&uuml;r Jahrzehnte. Woher nehmen Sie das Recht, andere L&auml;nder zu bedrohen, unter Druck zu setzen, wirtschaftlich und milit&auml;risch zu erpressen? Sie haben Demokratie und internationales Recht durch Erpressung, Gewalt und einen neuen Kolonialismus ersetzt.</p>
<p>Es wird uns schlecht, wenn wir Sie von Demokratie, Freiheit und Gerechtigkeit heucheln h&ouml;ren! Schauen Sie mal die Videos Ihrer eigenen Reden an, ob Sie sich selber glauben. Werden Sie bescheidener und h&ouml;ren Sie zur Abwechslung anderen zu. Sie k&ouml;nnten etwa von China lernen, wie es die Armut in dem riesigen Land besiegt hat; Sie w&uuml;rden erfahren, was uns Wissenschaftler, Diplomaten, K&uuml;nstler aus den ehemaligen Kolonien dazu sagen k&ouml;nnen, was das Zusammenleben besser machen, gegenseitigen Respekt erm&ouml;glichen k&ouml;nnte. Aber Sie denken nur noch in Kategorien von Profit, Herrschaft und Gewalt. Sie machen die Welt kaputt, entwerten das Menschliche und t&ouml;ten Menschen! Sollen wir ruhig abwarten, wie Sie den dritten Weltkrieg anzetteln?</p>
<p>Sie machen uns zu Vasallen eines gigantomanischen Weltherrschers in allen lebenswichtigen Themen: Wirtschaft, Energie, Milit&auml;r. Wir werden allseits kontrollierbar und erpressbar. Und Sie erwarten, dass wir uns freudig darauf vorbereiten, zum Schlachtfeld f&uuml;r Stellvertreterkriege zu werden. Wir wollen keine durchmilitarisierte Gesellschaft! Wir wollen nicht, dass Deutschland die F&uuml;hrerschaft in einer neuen imperialen EU &uuml;bernimmt. Anfang Februar sagten 58 Prozent von Befragten in Deutschland, sie w&uuml;rden Gespr&auml;che zwischen Merz und Putin &uuml;ber ein Ende des Ukraine-Kriegs bef&uuml;rworten. Lediglich 26 Prozent sind dagegen!</p>
<p>Wir wollen wieder Kontakte zwischen den V&ouml;lkern, in Kultur, Sport, Wissenschaft, wir wollen andere Menschen und Lebensweisen kennenlernen &ndash; wie soll denn sonst Frieden entstehen? Wir wollen, dass unsere Regierungen die internationalen Regeln beachten, auf der Grundlage der Gleichberechtigung aller Menschen und V&ouml;lker! Wir wollen Regierungen, die die Belange der Bev&ouml;lkerung vertreten und nicht die Interessen von Milliard&auml;ren und Machtbesessenen Tech-Konzernchefs und R&uuml;stungsspekulanten!</p>
<p>Hallo Machtelite: Lernt endlich, wie man Frieden macht! H&ouml;rt anderen zu, verhandelt, bereitet den Frieden vor &ndash; oder verschwindet! Wir wollen nicht dem&uuml;tig abwarten, ob Ihr uns Frieden schenkt und uns auch noch im Alter leben lassen wollt. Wir wehren uns dagegen, dass Ihr jede Kritik, jeden Protest als Landesverrat ahndet und uns vorschreiben wollt, was wir zu denken und zu f&uuml;hlen haben. Wenn wir Euch gew&auml;hren lassen, sind wir die ersten Opfer auf dem Schlachtfeld Eurer wahnhaften Herrschaftsambitionen.</p>
<p class="quelle">Quelle: <a href="http://www.ossietzky.net/">Ossietzky -  Zweiwochenschrift f&uuml;r Politik, Kultur, Wirtschaft</a>, 05/2026. Wir ver&ouml;ffentlichen den Artikel mit  freundlicher Genehmigung des Verlags.</p>]]>
   </content>
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   <title>Erinnerungen der Pazifistin und Widerstandskämpferin Magda Trocmé</title>
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   <published>2026-03-08T18:34:10Z</published>
   <updated>2026-03-08T20:45:45Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[Die linke Friedensarbeiterin und Widerstandsk&auml;mpferin Magda Trocm&eacute;, geb. Grilli di Cortona (1901-1996) zeichnete sich durch Mut und Freude an neuen...]]></summary>
   <author>
      <name>Michael Schmid</name>
      <uri>http://www.lebenshaus-alb.de</uri>
   </author>
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   <category term="4778" label="edition pace" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   <category term="4782" label="Gottfried Orth" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   
   <content type="html" xml:lang="de" xml:base="https://www.lebenshaus-alb.de/">
      <![CDATA[<p>Die linke Friedensarbeiterin und Widerstandsk&auml;mpferin Magda Trocm&eacute;, geb.  Grilli di Cortona (1901-1996) zeichnete sich durch Mut und Freude an  neuen Wegen aus. Sie war berufen zu einem sozialen und erzieherischen  Engagement in Solidarit&auml;t mit den am meisten benachteiligten Br&uuml;dern und  Schwestern in der Menschheit.&nbsp;Nahezu ein ganzes Jahrhundert umfassen ihre Erinnerungen, geschrieben  f&uuml;r den engen Kreis der Familie Trocm&eacute;, die Kinder und Enkel. 2017 und  2021 wurden sie in Frankreich der &Ouml;ffentlichkeit zug&auml;nglich gemacht. Der Theologe Prof. em. Gottfried Orth hat  das Werk aus dem Franz&ouml;sischen &uuml;bersetzt und jetzt f&uuml;r die  deutschsprachige Leserschaft neu herausgegeben. Es ist die bewegende  Lekt&uuml;re einer Italienerin russischer Herkunft, die Franz&ouml;sin wurde;  zugleich reflektiert diese Biographie die Geschichte Italiens und  Frankreichs und nicht zuletzt durch ihre Reisen nach Indien und in die  USA auch die Befreiung Indiens aus britischer Kolonialherrschaft und die  B&uuml;rgerrechtsbewegung in den USA. Von Redaktion &quot;edition pace&quot;.</p>]]>
      <![CDATA[<h3>Beide B&auml;nde hat Gottfried Orth jetzt aus dem Franz&ouml;sischen &uuml;bersetzt &amp; neu herausgegeben</h3>
<p><strong>Redaktion &quot;edition pace&quot;</strong></p>
<div class="frame1">
<p><em>Magda Trocm&eacute;: </em><strong><em>Eine Jugend au&szlig;erhalb der Normen </em></strong><em>&ndash; Erinnerungen</em>, Band I. Mit Begleittexten von Patrick Cabanel, Nicolas Bourguinat und Fr&eacute;d&eacute;ric Rognon. Aus dem Franz&ouml;sischen &uuml;bersetzt und herausgegeben von Gottfried Orth. (Reihe: edition pace). Hamburg: BoD 2026. (ISBN: 978-3-6957-1521-3; Paperback; 312 Seiten; 14,99 &euro;)<br />
<a href="https://buchshop.bod.de/eine-jugend-ausserhalb-der-normen-erinnerungen-band-i-magda-trocme-9783695715213">https://buchshop.bod.de/eine-jugend-ausserhalb-der-normen-erinnerungen-band-i-magda-trocme-9783695715213</a></p>
</div>
<div class="frame1">
<p><em>Magda Trocm&eacute;: </em><strong><em>Ein Leben in Widerstand und Solidarit&auml;t </em></strong><em>&ndash; Erinnerungen</em>, Band II. Mit Texten von Pierre Boismorand, Nicolas Bourguinat, Patrik Cabanel, Olivier Hatzfeld und Fr&eacute;d&eacute;ric Rognon. Aus dem Franz&ouml;sischen &uuml;bersetzt und herausgegeben von Gottfried Orth. (Reihe: edition pace). Hamburg: BoD 2026. (ISBN: 978-3-6957-3181-7; Paperback; 312 Seiten; 14,99 &euro;)<br />
<a href="https://buchshop.bod.de/ein-leben-in-widerstand-und-solidaritaet-erinnerungen-band-ii-magda-trocme-9783695731817">https://buchshop.bod.de/ein-leben-in-widerstand-und-solidaritaet-erinnerungen-band-ii-magda-trocme-9783695731817</a></p>
</div>
<p><img src="/magazin/media/img/Cover%2001%20Magda%20Trocme.jpg" width="280" height="446" vspace="10" hspace="10" align="right" alt="" />Die linke Friedensarbeiterin und Widerstandsk&auml;mpferin Magda Trocm&eacute;, geb. Grilli di Cortona (1901-1996) zeichnete sich durch Mut und Freude an neuen Wegen aus. Sie war berufen zu einem sozialen und erzieherischen Engagement in Solidarit&auml;t mit den am meisten benachteiligten Br&uuml;dern und Schwestern in der Menschheit.</p>
<p>Nahezu ein ganzes Jahrhundert umfassen ihre Erinnerungen, geschrieben f&uuml;r den engen Kreis der Familie Trocm&eacute;, die Kinder und Enkel. 2017 und 2021 wurden sie in Frankreich der &Ouml;ffentlichkeit durch Edition und Begleitkommentare von Fr&eacute;d&eacute;ric Rognon, Nicolas Bourguinat und Patrick Cabanel zug&auml;nglich gemacht. Der Theologe Prof. em. Gottfried Orth hat das Werk aus dem Franz&ouml;sischen &uuml;bersetzt und jetzt f&uuml;r die deutschsprachige Leserschaft neu herausgegeben. Es ist die bewegende Lekt&uuml;re einer Italienerin russischer Herkunft, die Franz&ouml;sin wurde; zugleich reflektiert diese Biographie die Geschichte Italiens und Frankreichs und nicht zuletzt durch ihre Reisen nach Indien und in die USA auch die Befreiung Indiens aus britischer Kolonialherrschaft und die B&uuml;rgerrechtsbewegung in den USA.</p>
<p><img src="/magazin/media/img/Cover%2002%20Magda%20Trocme.jpg" width="280" height="446" vspace="10" hspace="10" align="right" alt="" />Der erste Band (<em>Eine Jugend au&szlig;erhalb der Normen</em>) vermittelt die Abenteuer eines b&uuml;rgerlichen Bewusstseins, das dann am genauesten erfasst wird, wenn jemand aus ihm aussteigt. Schon in ihren jungen Jahren weigerte sich Magda Grilli di Cortona Trocm&eacute;, &quot;ihre Religion&quot; kirchlichen Vorgaben zu unterwerfen, sich in engen R&auml;umen und hinter hermetischen Grenzen zu verschanzen. Ihre Jugend verlief nicht nur ungew&ouml;hnlich und au&szlig;erhalb des Allt&auml;glichen, sondern war im eigentlichen Sinne: eine Jugend au&szlig;erhalb der Norm.</p>
<p>Der zweite Band (<em>Ein Leben in Widerstand und Solidarit&auml;t</em>) ist dem Erwachsenenleben gewidmet: vom Einfinden in das neue Leben als Pfarrfrau an der Seite ihres Gef&auml;hrten Andr&eacute; Trocm&eacute; bis hin zum hohen Alter.</p>
<p>Als christliche Pazifistin und Sozialistin war Magda Trocm&eacute; beteiligt am franz&ouml;sischen Widerstand gegen Hitler und das Vichy-Regime, sp&auml;ter aber auch am B&uuml;rgerrechtskampf in den Vereinigten Staaten sowie an der weltweiten Friedens-, Antiatomwaffen- und Vers&ouml;hnungsbewegung. Sie lebte im Widerstand dort, wo Unrecht sich als Recht tarnte &ndash; in Solidarit&auml;t mit Ausgegrenzten und Verfolgten.</p>
<p>Erinnern hei&szlig;t handeln, lehrt uns die j&uuml;dische Tradition. Magda Trocm&eacute; &ndash; als &quot;Gerechte unter den V&ouml;lkern&quot; geehrt &ndash; erz&auml;hlt ihr Leben, ihre Begegnungen, ihre Engagements, ihren Glauben. Entstanden ist ein Hoffnungsbuch, das wir in Zeiten der Kriegsert&uuml;chtigung und des Militarisierungswahns dringender denn je brauchen.</p>
<p><strong>Der &Uuml;bersetzer</strong> ǀ Gottfried Orth, Dr. phil., Pfarrer und Professor f&uuml;r Evangelische Theologie und Religionsp&auml;dagogik (TU Braunschweig), freier Trainer f&uuml;r Gewaltfreie Kommunikation, Mitglied u.a. im &Ouml;kumenischen Institut f&uuml;r Friedenstheologie, im ORCA-Institut f&uuml;r Konfliktmanagement und Training und im &Ouml;kumenischen Netz Bayern. &ndash; Am 6. M&auml;rz 2026 hat Gottfried Orth auch im Licht seiner Forschungen zum Ehepaar Magda und Andr&eacute; Trocm&eacute; Stellung zur neuen EKD-Denkschrift &uuml;ber Krieg und Frieden bezogen: &quot;Nein! &ndash; Bereits 1961 schrieb Andr&eacute; Trocm&eacute; &ndash; franz&ouml;sischer Pfarrer, Gerechter unter den V&ouml;lkern, Pazifist &ndash; in seinem Buch &sbquo;Jesus Christus und die gewaltfreie Revolution&lsquo;: &sbquo;Die heutige Neigung der Christen, alle ethischen Probleme zu intellektualisieren, ist ein Zeichen f&uuml;r ihre Verb&uuml;rgerlichung.&lsquo; &ndash; Die neue EKD-Denkschrift und ihre Verteidigung in der Herder Korrespondenz &ndash; eine neue Kriegst&uuml;chtigkeits-&Ouml;kumene? &ndash; lassen sich als Beispiel dieses Satzes lesen: Da wird selbstverst&auml;ndlich banalisierend auf R&ouml;mer 13 rekurriert als ob die gegenw&auml;rtige Obrigkeit noch eine des Schwertes und nicht der Atombombe w&auml;re und als ob es nicht l&auml;ngst eine kritische Diskussion mit der j&uuml;dischen Exegese zu diesem Text g&auml;be, die seine Bedeutung f&uuml;r das Verst&auml;ndnis des Staates gerade h&ouml;chst in Frage stellt. &ndash; Da h&auml;lt die Denkschrift und ihre Autor:innen an der Jenseitigkeit christlicher Heilserwartung fest. Als ob das dreist&ouml;ckige Weltbild eine Selbstverst&auml;ndlichkeit und die undiskutierbare biblische Wahrheit w&auml;re, wird die Welt ihren verh&auml;ngnisvollen Strukturen preisgegeben. &ndash; Da sucht man in diesem Text &sbquo;Jesus&lsquo; vergeblich, was mich nicht wundert, hat doch einer der Autoren in einer Diskussion in N&uuml;rnberg zur Denkschrift auf die Frage aus dem Publikum &sbquo;Was w&uuml;rde Jesus dazu sagen?&lsquo; schlicht geantwortet: &sbquo;Wir wissen es nicht&lsquo; (NN vom 23. 01. 2026). &ndash; Und da fl&uuml;chtet sich die Denkschrift wie dieser Text in der Nekrophilie der b&uuml;rgerlichen Gesellschaft &sbquo;aufgrund der politischen Gemengelage&lsquo; (nahezu &sbquo;nat&uuml;rlich&lsquo; wird auf eine Analyse derselben verzichtet) zur Atombombe, weil offensichtlich die m&ouml;gliche Vernichtung der Menschheit das kleinere &Uuml;bel im Verh&auml;ltnis zu eben jener politischen Gemengelage ist. &ndash; Dieser Text hat die Denkschrift selbst noch einmal diskreditiert und deshalb aus theologischen wie politischen Gr&uuml;nden zu diesem Text und der Denkschrift: Nein!&quot;</p>
<p><strong>Kooperationspartner</strong> ǀ <em>Kuratorium 'Abrahamskrone'</em>, <em>Lebenshaus Schw&auml;bische Alb</em>, <em>&Ouml;kumenisches Institut f&uuml;r Friedenstheologie</em>.</p>
<p><strong>Leseprobe beim Verlag</strong> ǀ 1. <em>Eine Jugend au&szlig;erhalb der Normen</em> <a href="https://buchshop.bod.de/eine-jugend-ausserhalb-der-normen-erinnerungen-band-i-magda-trocme-9783695715213">https://buchshop.bod.de/eine-jugend-ausserhalb-der-normen-erinnerungen-band-i-magda-trocme-9783695715213</a> &ndash;&nbsp; 2. <em>Ein Leben in Widerstand und Solidarit&auml;t</em> <a href="https://buchshop.bod.de/ein-leben-in-widerstand-und-solidaritaet-erinnerungen-band-ii-magda-trocme-9783695731817">https://buchshop.bod.de/ein-leben-in-widerstand-und-solidaritaet-erinnerungen-band-ii-magda-trocme-9783695731817</a>&nbsp;<br />
(Die B&auml;nde k&ouml;nnen mit Angabe der ISBN-Nummer &uuml;berall im Handel bestellt werden).</p>
<p><strong>Freie Digitalausgaben</strong> ǀ <em>&Ouml;kumenisches Institut f&uuml;r Friedenstheologie</em> und <em>Lebenshaus Schw&auml;bische Alb</em>.</p>
<p>1. <em>Eine Jugend au&szlig;erhalb der Normen</em>:</p>
<p><a href="https://friedenstheologie-institut.jimdofree.com/app/download/8599629163/OekIF-Trocme-Jugend-2026-03.pdf">https://friedenstheologie-institut.jimdofree.com/app/download/8599629163/OekIF-Trocme-Jugend-2026-03.pdf</a></p>
<p><a href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/media/pdf/LH-Trocme-Jugend-2026.pdf">https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/media/pdf/LH-Trocme-Jugend-2026.pdf</a></p>
<p>2.<em> Ein Leben in Widerstand und Solidarit&auml;t</em>:</p>
<p><a href="https://friedenstheologie-institut.jimdofree.com/app/download/8599631563/OekIF-Trocme-Widerstand-2026-03.pdf">https://friedenstheologie-institut.jimdofree.com/app/download/8599631563/OekIF-Trocme-Widerstand-2026-03.pdf</a></p>
<p><a href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/media/pdf/LH-Trocme-Widerstand-2026.pdf">https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/media/pdf/LH-Trocme-Widerstand-2026.pdf</a></p>]]>
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   <title>&quot;Die Mächtigen des Erdkreises sind unzurechnungsfähig und haben keine Scheu vor einem Dritten Weltkrieg&quot;</title>
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   <published>2026-03-06T11:14:03Z</published>
   <updated>2026-03-06T11:21:05Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[&quot;Die Passagen zur sogenannten regelbasierten Ordnung lesen sich so, als h&auml;tten die Autoren die letzten Jahrzehnte auf einem anderen Planeten...]]></summary>
   <author>
      <name>Michael Schmid</name>
      <uri>http://www.lebenshaus-alb.de</uri>
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   <category term="4343" label="Marcus Klöckner" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
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      <![CDATA[<p>&quot;Die Passagen zur sogenannten regelbasierten Ordnung lesen sich so, als  h&auml;tten die Autoren die letzten Jahrzehnte auf einem anderen Planeten  verbracht&quot; &ndash; das sagt der Publizist Peter B&uuml;rger zum neuen  Positionspapier der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zum Thema  Krieg. Im Interview mit den <em>NachDenkSeiten</em> rechnet B&uuml;rger mit  einer Kirche ab, die &quot;die Gewaltlosigkeit des Evangeliums von Jesus zu  einer privaten Fr&ouml;mmigkeitsangelegenheit verharmlost&ldquo;. Der &quot;Schutz vor  Gewalt&quot; sei in dem Positionspapier zwar ein Schl&uuml;sselwort, doch:  &quot;Pal&auml;stinensischen Menschengeschwistern m&ouml;chte ich die Lekt&uuml;re aber  nicht empfehlen, denn der milit&auml;rische Massenmord an zehntausenden  Menschen in Gaza ersch&uuml;ttert die Kirchenleitung in diesem Zusammenhang  offenbar nicht.&quot; Von Marcus Kl&ouml;ckner.</p>]]>
      <![CDATA[<p>&quot;Die Passagen zur sogenannten regelbasierten Ordnung lesen sich so, als h&auml;tten die Autoren die letzten Jahrzehnte auf einem anderen Planeten verbracht&quot; &ndash; das sagt der Publizist <a href="https://friedenstheologie-institut.jimdofree.com/wer-wir-sind/peter-b%C3%BCrger/">Peter B&uuml;rger</a> zum neuen Positionspapier der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zum Thema Krieg. Im Interview mit den <em>NachDenkSeiten</em> rechnet B&uuml;rger mit einer Kirche ab, die &quot;die Gewaltlosigkeit des Evangeliums von Jesus zu einer privaten Fr&ouml;mmigkeitsangelegenheit verharmlost&ldquo;. Der &quot;Schutz vor Gewalt&quot; sei in dem Positionspapier zwar ein Schl&uuml;sselwort, doch: &quot;Pal&auml;stinensischen Menschengeschwistern m&ouml;chte ich die Lekt&uuml;re aber nicht empfehlen, denn der milit&auml;rische Massenmord an zehntausenden Menschen in Gaza ersch&uuml;ttert die Kirchenleitung in diesem Zusammenhang offenbar nicht.&quot; Von Marcus Kl&ouml;ckner.</p>
<ul>
    <li><a href="https://www.nachdenkseiten.de/?p=147217">HIER WEITERLESEN</a></li>
</ul>]]>
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   <title>KANONEN STATT BUTTER? - Die Militarisierung bedroht den Sozialstaat</title>
   <link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015555.html" />
   <id>tag:www.lebenshaus-alb.de,2026://1.15555</id>
   
   <published>2026-03-04T20:09:59Z</published>
   <updated>2026-03-15T07:27:23Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[Ein makabrer Spruch wird immer mehr zur bitteren Realit&auml;t: &quot;Gestern standen wir noch am Abgrund, heute sind wir einen Schritt...]]></summary>
   <author>
      <name>Michael Schmid</name>
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   </author>
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   <category term="4271" label="Paul Schobel" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   
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      <![CDATA[<p>Ein makabrer Spruch wird immer mehr zur bitteren Realit&auml;t: &quot;Gestern  standen wir noch am Abgrund, heute sind wir einen Schritt weiter&hellip;&quot; Wenn  wir dem Wahnsinn des Krieges nicht sofort Einhalt gebieten, st&uuml;rzt die  Welt ins Bodenlose, das ist nur noch eine Frage der Zeit. Redebeitrag von&nbsp;Paul Schobel bei der Friedenskundgebung am 03.03.2026 in T&uuml;bingen.</p>]]>
      <![CDATA[<p><strong>Von Paul Schobel</strong> - <em>Redebeitrag bei der Friedenskundgebung am 03.03.2026 in T&uuml;bingen</em></p>
<h3>Aktuelle Vorrede</h3>
<p>Ein makabrer Spruch wird immer mehr zur bitteren Realit&auml;t: &quot;Gestern standen wir noch am Abgrund, heute sind wir einen Schritt weiter&hellip;&quot; Wenn wir dem Wahnsinn des Krieges nicht sofort Einhalt gebieten, st&uuml;rzt die Welt ins Bodenlose, das ist nur noch eine Frage der Zeit.</p>
<p>Mit dem v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriff auf den Iran ist nun auch der angeblich so &quot;wertebasierte&quot; Westen vollends in die Illegalit&auml;t abgeschmiert. Was man seit vier Jahren zu Recht Putin vorwirft, wird nun zur perversen Kopiervorlage des eigenen Handelns. Wer dazu schweigt, wie es die L&auml;nder der &quot;Werte-EU&quot; mit wenigen Ausnahmen tun, macht sich schuldig oder ist schizophren. Wer diesen Angriff durchwinkt oder gar noch guthei&szlig;t, steht nicht mehr auf dem Boden des Grundgesetzes, denn dieses verbietet schon die Vorbereitung eines Angriffskriegs. Der tritt auch die UN-Charta in die Tonne, die den Mitgliedsstaaten die &quot;Androhung oder Anwendung von Gewalt&quot; eindringlich verbietet. Der macht - wie der selbsternannte Gro&szlig;wesir aus den USA - die UNO zu einem harmlosen Trachtenverein.</p>
<p>Wie zu Beginn des Ukraine-Kriegs kommt mir auch heute wieder das Klagelied von Matthias Claudius vor bald 250 Jahren in den Sinn. Schon damals waren Kriege entsetzlich, aber im Vergleich zu heute noch Scharm&uuml;tzel. Er schreibt:</p>
<p style="margin-left: 40px;"><em>&rsquo;s ist Krieg! &rsquo;s ist Krieg! O Gottes Engel wehre,<br />
Und rede Du darein!<br />
&rsquo;s ist leider Krieg &ndash; und ich begehre,<br />
Nicht schuld daran zu sein!</em></p>
<p style="margin-left: 40px;"><em>Was sollt ich machen, wenn im Schlaf mit Gr&auml;men<br />
Und blutig, bleich und blass,<br />
Die Geister der Erschlagnen zu mir k&auml;men,<br />
Und vor mir weinten, was?</em></p>
<p>Ich weine um die 150 M&auml;dchen, die von den Tr&uuml;mmern ihrer Schule erschlagen worden sind. Und um alle anderen, die nun diesen Wahnsinn mit ihrem Leben bezahlen. Wenn Nah-Ost brennt, werden es Abertausende sein.</p>
<p>Umsonst - umsonst die Mahnung meines verstorbenen Friedensfreundes Papst Franziskus: &quot;Der Krieg an sich ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Jeder Krieg hinterl&auml;sst die Welt schlechter, als er sie vorgefunden hat.&quot;</p>
<p>Das ist schon wenige Tage nach diesem Angriff erkennbar: Die islamische Welt wird sich gegen den &quot;Westen&quot; verschw&ouml;ren &ndash; im Gefolge in seltener Eintracht die gro&szlig;en Machtbl&ouml;cke Russland und China.</p>
<p>Es ist entsetzlich: Die Menschheit erleidet zur Zeit einen epochalen humanen R&uuml;ckschlag in ihrer Geschichte. Nicht schicksalhaft, sondern selbst inszeniert. Immer deutlicher zeichnet sich ab, was schon J.F. Kennedy damals in der Kuba-Krise erkannte: &quot;Entweder verschwindet der Krieg vom Erdboden oder die Menschheit wird verschwinden&quot;. Weltweit wuchert nun der Krieg wie ein Krebsgeschw&uuml;r und metastasiert hinein in immer noch mehr L&auml;nder und Kulturen. Wir werden daran qualvoll zugrunde gehen.</p>
<p>Und nun frage ich mich: Warum bereiten wir uns dann hier in &quot;the l&auml;nd&quot; auf einen gro&szlig;en Krieg vor, wenn er uns am Ende alle dahinrafft? Warum organisieren wir unseren Selbstmord? Was gibt es da noch zu verteidigen, wenn die Welt brennt?</p>
<p>Kleinlaut h&ouml;rte ich dieser Tage einen h&ouml;heren Polizeif&uuml;hrer klagen: &quot;Wir m&uuml;ssen nun Katastrophen- und Notfallpl&auml;ne anlegen f&uuml;r etwas, das es einfach gar nicht geben darf!&quot; Der sp&uuml;rt noch etwas von dieser Schizophrenie. Warum tun wir es dennoch? Denn wenn es &quot;das&quot; doch gibt, was es nicht geben darf, wenn es doch zu einem gro&szlig;en Krieg kommt, gibt es uns nicht mehr. Darum k&ouml;nnen wir uns die ganze Hochr&uuml;stung sparen.</p>
<h3>Hochr&uuml;stung demoliert den Sozialstaat und gef&auml;hrdet den sozialen Frieden</h3>
<p>Und da bin ich nun bei meinem eigentlichen Thema: Die Hochr&uuml;stung demoliert den Sozialstaat und besch&auml;digt den sozialen Frieden. Wenn wir das zulassen, ist es um den inneren Zusammenhalt in dieser Gesellschaft geschehen. Dann entfachen wir den gegenw&auml;rtigen Kleinkrieg zwischen Arm und Reich, Privilegierten und Benachteiligten zu einem Fl&auml;chenbrand.&nbsp;&nbsp;</p>
<p>Es sind ja bekanntlich zwei Blutsverwandte, zwei Br&uuml;der, die gegenw&auml;rtig die Menschheit terrorisieren. Beide tragen dieselben verkorksten Gene in ihrer DNA:&nbsp; Macht, Gewalt, Ausbeutung, Unterdr&uuml;ckung.</p>
<ul>
    <li>Der eine hei&szlig;t &quot;Krieg&quot;&nbsp; - das ist dieses bleiche Gerippe mit dem Stahlhelm auf dem Totenkopf -&nbsp; kann nur morden und brennen, bomben, plattwalzen und zerst&ouml;ren. &Uuml;brig bleiben Massengr&auml;ber, Tr&uuml;mmerhalden, verbrannte Erde, Hass und Verfeindung. Im Exzess ist dieser Typ imstande, uns alle ins Jenseits zu katapultieren und den ganzen Planeten zu pulverisieren. Das kann schnell passieren - aus Versehen &ndash; sorry, war nicht so gemeint. Oder aber, dass eben doch ein Idiot irgendwo die Fernbedienung dr&uuml;ckt.&nbsp;</li>
    <li>Der nicht weniger begabte Zwillingsbruder h&ouml;rt auf den Namen &quot;Kapitalismus&quot; &ndash; das ist der Fett-Wanst mit den Dollar-Zeichen in den Augen. Er reagiert genauso brutal nach dem &quot;Gesetz des St&auml;rkeren&quot;. Auch seine Logik ist Kriegs-Logik: Wer nicht mithalten kann im m&ouml;rderischen Wettbewerb wird gegen die Wand gedr&uuml;ckt und zerquetscht. &quot;Kapitalismus&quot; wirtschaftet die Welt zugrunde, pl&uuml;ndert den Planeten, zerst&ouml;rt die Erde als unseren Lebensraum und spaltet die V&ouml;lker. &quot;Krieg&quot; will besetzen, &quot;Kapitalismus&quot; will mit dem breiten Hintern besitzen &ndash; koste es, was es wolle. Er will gar nicht das &quot;Gemeinwohl&quot;, gute Arbeit etwa und gutes Leben f&uuml;r alle. Er will nur den Profit! Der DAX ist seine &quot;Heilige Schrift&quot;.</li>
</ul>
<p>Und nun kommt&rsquo;s: Die beiden Schurken arbeiten als GmbH im &quot;Milit&auml;risch-industriellen Komplex&quot; Hand in Hand miteinander zusammen. Mit &quot;beschr&auml;nkter Haftung&quot;, versteht sich, denn eigentlich haften wir, die Steuerzahler. Allen voran die Armen, denen man die Leistungen k&uuml;rzt. Gefolgt von den Arbeitenden, die nun mit steigenden Beitr&auml;gen und sinkenden Standards zu k&auml;mpfen haben. F&uuml;r Kapitaleigner aber waren R&uuml;stung und Krieg immer schon ein lukratives Gesch&auml;ftsmodell. Die Aktienkurse der Waffenschmieden schie&szlig;en bekanntlich durch die Decke.</p>
<p>Was wir in der Friedensbewegung seit Jahrzehnten verk&uuml;nden und was in den Armenh&auml;usern dieser Welt l&auml;ngst erwiesen ist, kommt nun auch bei uns an in der guten Stube: &quot;R&uuml;stung t&ouml;tet &ndash; auch ohne Krieg!&quot; Er t&ouml;tet den Sozialstaat. O-Ton Friedrich Merz: &quot;Wir k&ouml;nnen uns dieses System nicht mehr leisten, wir leben &uuml;ber unsere Verh&auml;ltnisse&quot;.&nbsp; Und warum? Da bleibt er uns die Antwort schuldig, denn diese lautet: Weil wir immer mehr m&uuml;hsam erwirtschafteten Wohlstand in R&uuml;stung verpulvern. Das schl&auml;gt voll ins Kontor.</p>
<p>Kein Wunder:</p>
<ul>
    <li>Ein Panzer kostet 27 Millionen Euro, der Bau einer Grundschule 25 Millionen.</li>
    <li>Zwei Flugstunden mit dem Eurofighter (ca 134.000 Euro) kosten soviel wie eine Neubauwohnung&nbsp;</li>
    <li>Mit jeder Artillerie-Granate fliegen drei voll finanzierte Kita-Pl&auml;tze in die Luft.</li>
</ul>
<p>Nun fliegt uns der Sozialstaat um die Ohren:</p>
<ul>
    <li>Gleich als erstes hat man am B&uuml;rgergeld rumgefingert, Langzeitarbeitslose diffamiert und ein j&auml;mmerliches Einsparpotential von ein paar Millionen erzielt, &quot;Peanuts!&quot; W&uuml;rde man statt dessen die Steuerhinterziehung bek&auml;mpfen, k&ouml;nnte man sch&auml;tzungsweise um die 100 Milliarden Mehreinnahmen verbuchen.&nbsp;</li>
    <li>Nun ist sozialpolitisch nichts mehr niet- und nagelfest. Makaber sind die Angriffe auf den Acht-Stunden-Tag, die Abschaffung eines Feiertags, die l&auml;cherliche Tirade gegen die &quot;Lifestyle-Teilzeit&quot;. Gar nicht lustig, dass man sogar &uuml;ber die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall nachdenkt. Praxisgeb&uuml;hren stehen mal wieder zur Debatte und vor allem die weitere Verl&auml;ngerung der Lebensarbeitszeit. Klar, auch die Rente ist ja nicht mehr sicher und die Krankenversicherung wird auf alle F&auml;lle teurer. Kurzum: Man wird Armut am Gebiss erkennen und vor allem an der Lebenserwartung. Wer arm ist, stirbt fr&uuml;her.&nbsp;</li>
    <li>Das alles wird nun noch &uuml;berlagert durch die steigende Arbeitslosigkeit. Monatlich werden zur Zeit 15.000 Industrie-Jobs abgebaut. Die Jungen l&auml;sst man jetzt schon gar nicht mehr rein, verweigert ihnen eine berufliche Zukunft. Die Alten dr&uuml;ckt man raus, mit oder ohne goldenen Handschlag. Das alles sind die Folgen dieser gottverdammten Kriege, die wir seit Jahren auch noch durch Waffenlieferungen befeuern und verl&auml;ngern. Nun trifft&rsquo;s uns hier im L&auml;ndle, dem bisherigen Speckg&uuml;rtel der Republik, besonders hart. Denn teure Energie, marode Lieferketten, zertr&uuml;mmerte Absatzm&auml;rkte, verst&auml;rkt noch durch den genialen Oberz&ouml;llner aus den USA, schlagen vor allem in der Industrie, im Auto- und Maschinenbau ein wie eine Granate.&nbsp;</li>
    <li>Die Armutsquote in diesem reichen Land liegt nun schon &uuml;ber 17 %, sagen die Wohlfahrtsverb&auml;nde. Das hei&szlig;t konkret: Bald ist jeder F&uuml;nfte von Armut bedroht oder betroffen. Die Warteschlangen vor den Tafell&auml;den werden immer l&auml;nger. Da stehen sich alte Frauen die Beine in den Bauch, die ihr Leben lang geschuftet haben &ndash; im Job, in Haushalt und Familie, in der Pflege von Angeh&ouml;rigen. Und die nun mit einer schamlosen Rente ihr Dasein fristen m&uuml;ssen.</li>
</ul>
<p>Mit der Hochr&uuml;stung geht&rsquo;s uns wie einst dem gepanzerten Ritter im Mittelalter. F&auml;llt er vom Ross, kriegt er den Arsch nicht mehr hoch und windet sich hilflos am Boden. R&uuml;stung und Sozialstaat &ndash; beides zusammen geht einfach nicht. Kanonen oder Butter &ndash; wir m&uuml;ssen uns schon entscheiden.</p>
<p>Wer die Sozialhaushalte angreift, gef&auml;hrdet den sozialen Frieden im Lande! Der war Garant unseres Wohlstandes. Das hat uns gerade noch gefehlt, dass sich die klaffenden Risse in dieser Gesellschaft noch mehr vertiefen. Dann haben wir nicht nur Krieg zwischen den V&ouml;lkern, sondern auch noch Krieg in den eigenen Reihen.</p>
<p>Mit wehenden Fahnen sucht man nun sein Heil in der R&uuml;stungsindustrie. Im L&auml;ndle hocken ja alle mit Rang und Namen. Die Waffenschmieden locken nat&uuml;rlich mit fetten Renditen. Arbeitsmarktpolitisch aber ist die R&uuml;stungsindustrie eine glatte Null! Sie wird die steigende Zahl arbeitsloser Menschen niemals auffangen k&ouml;nnen. Das einzige, was Hochr&uuml;stung meisterhaft kann: Sie steigert die Kriegsgefahr, denn R&uuml;stung tr&auml;gt den Krieg in sich. Ihre Kosten amortisieren sich in der kapitalistischen Logik erst, wenn&rsquo;s knallt. Dann braucht&rsquo;s Ersatz, das lohnt sich. Und erst recht der Wiederaufbau ganzer St&auml;dte und Regionen.</p>
<p>Wann endlich kapieren die Regierungen: Sozialabbau ist Kriegspolitik. Friedenspolitik beginnt mit Sozialpolitik! Mit menschenw&uuml;rdiger Pflege, ausk&ouml;mmlichen und sicheren Renten, bezahlbarem Wohnbau, einem attraktivem &Ouml;ffentlichem Nahverkehr und vor allem mit Bildung und Ausbildung. Wer aber nun durch die Sparpolitik immer noch mehr benachteiligt wird, neigt dazu, draufzuhauen &ndash; und sei es auch &quot;nur&quot; mit dem Stimmzettel! Innere Unruhen werden dann gezielt auf Feindbilder au&szlig;en umgeleitet. Diesen Trick beherrschen Regierende schon lange.</p>
<h3>Den Frieden w&auml;hlen&hellip;</h3>
<p>Wir haben nur noch eine Wahl: <strong>W&auml;hlen wir den Frieden!</strong> Aber wie und mit wem? In meiner Verzweiflung suchte ich Rat beim &quot;Wahl-O-mat&quot; der Bibel und wurde tats&auml;chlich im 5. Buch Mose f&uuml;ndig. Da spricht Gott zu Israel: <em><strong>&quot;Siehe, ich lege dir heute das Leben und das Gute vor, den Tod und das B&ouml;se. W&auml;hle also das Leben, damit du lebst, du und deine Nachkommen.&quot;</strong></em> (Dtn 30,15).</p>
<p>W&auml;hle das Leben, und nicht den Tod!</p>
<ul>
    <li>Wer weiterhin Waffenexporte und Waffenlieferungen w&auml;hlt, riskiert bewusst den gro&szlig;en Krieg, auf den man uns gegenw&auml;rtig mental einstimmt und real vorbereitet.&nbsp;</li>
    <li>Wer den neuen Raketenschirm w&auml;hlt, der erh&ouml;ht die atomare Kriegsgefahr. Die Weltuntergangsuhr &ndash; wir wissen es &ndash; steht jetzt schon nur noch wenige Sekunden vor zw&ouml;lf.</li>
    <li>Wer die Milit&auml;rausgaben auf 3,5 % oder gar 5 % der Wirtschaftskraft erh&ouml;hen will, w&auml;hlt noch mehr sozialen Unfrieden, eine noch marodere Infrastruktur, Wohnungsnot und Bildungsnotstand und stabilisiert das himmelschreiende Elend in der Welt.</li>
</ul>
<p>W&auml;hle das Leben und nicht den Tod! Entscheidet an Hand dieser Kriterien, wohin das Kreuzchen am Sonntag am ehesten hingeh&ouml;rt. Das wird schwer genug.</p>
<p>Wenn wir am Sonntag zur &quot;Stimmabgabe&quot; gehen, sollten wir dies bitte nicht w&ouml;rtlich nehmen: Nein &ndash; wir werden bei dieser Stimmabgabe die Stimme nicht abgeben, wie sich das manche w&uuml;nschen. Wir werden sie weiterhin erheben, werden lamentieren, protestieren, demonstrieren, werden laut und l&auml;stig bleiben gegen den Tod und f&uuml;r das Leben, gegen den Krieg und f&uuml;r den Frieden.&nbsp;</p>
<p><em>Paul Schobel, Betriebsseelsorger i. R. , B&ouml;blingen&nbsp;</em></p>]]>
   </content>
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   <title>Iran-Krieg: Forderungen an die Bundesregierung</title>
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   <published>2026-03-02T13:22:03Z</published>
   <updated>2026-03-02T20:02:04Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[Mitten in Verhandlungen haben die USA und Israel den Iran angegriffen. Die Deutsche Friedensgesellschaft &ndash; Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) protestiert gegen...]]></summary>
   <author>
      <name>Michael Schmid</name>
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   <category term="2358" label="Iran" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
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      <![CDATA[<p>Mitten in Verhandlungen haben die USA und Israel den Iran angegriffen.  Die Deutsche Friedensgesellschaft &ndash; Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen  (DFG-VK) protestiert gegen den v&ouml;lkerrechtswidrigen Krieg und stellt  auch konkrete Forderungen an die Bundesregierung.</p>]]>
      <![CDATA[<p><strong>Mitten in Verhandlungen haben die USA und Israel den Iran angegriffen. Die Deutsche Friedensgesellschaft &ndash; Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) protestiert gegen den v&ouml;lkerrechtswidrigen Krieg und stellt auch konkrete Forderungen an die Bundesregierung.</strong></p>
<p><em>Noch w&auml;hrend erfolgsversprechende Verhandlungen mit den USA liefen, haben diese &ndash; gemeinsam mit Israel &ndash; seit Samstagmorgen milit&auml;rische Angriffe auf den Iran begonnen. Die Lage ist &ndash; wie in jedem Krieg &ndash; un&uuml;bersichtlich, es sind viele Falschinformationen im Umlauf und Medienberichte &uuml;berschlagen sich.</em></p>
<p>Noch umfassender als schon im Juni 2025 haben Israel und die USA den Iran angegriffen. Es gibt Berichte &uuml;ber Tote und Verletzte &ndash; neben der klerikal diktatorischen iranischen Staats- und Milit&auml;rf&uuml;hrung sollen auch Zivilist*innen und Kinder unter den Opfern sein. W&auml;hrend Teile der iranischen Zivilbev&ouml;lkerung &ndash; verst&auml;ndlicherweise &ndash; den Sturz der F&uuml;hrungsebene feiern, sind sie gleichzeitig einem Hagel von Bomben und Raketen ausgesetzt: &quot;Wir verurteilen das Massaker der letzten Monate an zehntausenden Regimegegnerinnen und -gegnern. Aber Chamenei h&auml;tte der Prozess gemacht werden m&uuml;ssen, statt ihn zu ermorden und damit f&uuml;r viele Gl&auml;ubige zum M&auml;rtyrer zu machen. Es ist kein Widerspruch ein Ende des iranischen Regimes zu fordern und gegen den v&ouml;lkerrechtswidrigen Milit&auml;rangriff der USA und Israels zu sein. Uns emp&ouml;rt, dass die Bundesregierung nicht den Angriff, sondern nur die Gegenschl&auml;ge Irans kritisiert&quot;, h&auml;lt Thomas Carl Schwoerer, Bundessprecher der DFG-VK, fest.</p>
<p>Die von den angreifenden Staaten USA und Israel &ouml;ffentlich kolportierte Strategie, der iranischen Zivilgesellschaft durch den Enthauptungsschlag die M&ouml;glichkeit zu geben die Macht zu ergreifen, ist hochriskant: &quot;Gewaltsame Regimewechsel von au&szlig;en sind bereits im Irak und in Afghanistan gescheitert. Wissenschaftliche Studien belegen, dass gewaltfreie Umbr&uuml;che eine wesentlich h&ouml;here Chance auf Erfolg haben als gewaltsame. Gewaltfreier Widerstand er&ouml;ffnet die deutlich gr&ouml;&szlig;ere Chance auf demokratische Strukturen im Land nach Kriegsende. Das Regime h&auml;tte gem&auml;&szlig; den Vorschl&auml;gen von Navid Kermani noch mehr international zum Paria wie damals das Apartheid-S&uuml;dafrika gemacht werden m&uuml;ssen, statt Krieg zu f&uuml;hren&quot;, so Schwoerer. Zudem w&auml;lze US-Pr&auml;sident Donald Trump den Erfolg oder Misserfolg des Milit&auml;reinsatzes auf die in Angst vor dem Regime und den Bomben lebende Zivilbev&ouml;lkerung ab: &quot;Wir stehen empathisch an der Seite aller zivilen Opfer dieses Krieges&quot;, so der DFG-VK-Sprecher. Trump spricht von einer vierw&ouml;chigen Dauer des Krieges. Der gesamten Region des Nahen und Mittleren Ostens droht ein Fl&auml;chenbrand.</p>
<p>Der Konflikt zwischen den westlichen M&auml;chten und dem Iran schwelt schon seit Jahrzehnten. In den letzten Jahren hatte er sich aber zunehmend versch&auml;rft, nachdem US-Pr&auml;sident Donald Trump in seiner ersten Amtszeit 2018 aus dem Iran-Atomabkommen (dem &quot;Joint Comprehensive Plan of Action&quot;) ausgestiegen ist. Das Abkommen, welches 2015 nach zw&ouml;lfj&auml;hrigen Verhandlungen vom Iran, von China, Frankreich, Deutschland, der EU, Russland, Gro&szlig;britannien und den USA unterzeichnet wurde, billigte dem Iran eine eingeschr&auml;nkte und streng &uuml;berwachte zivile Nutzung der Atomkraft zu, untersagte aber eine milit&auml;rische Nutzung: &quot;Der Vertrag war nicht perfekt, hat den Konflikt aber deutlich entsch&auml;rft&quot;, so Thomas Carl Schwoerer von der DFG-VK. Gemeinsam mit weiteren Organisationen hatte der Verband gegen die K&uuml;ndigung des Abkommens und einen schon damals drohenden Iran-Krieg demonstriert. Nach dem Ausstieg der USA und der weiteren aggressiven Regierungsf&uuml;hrung der Regierung Netanjahu in Israel versch&auml;rfte sich der Ton: &quot;Der Krieg zeigt einmal mehr, wohin die Politik extrem rechter Machthaber f&uuml;hrt: In einen Krieg! Sowohl in den USA, als auch in Israel und im Iran f&uuml;hren politisch extrem rechte Politiker die jeweilige Regierung&quot;, h&auml;lt Schwoerer fest. Die DFG-VK ruft alle Seiten dazu auf die Waffen niederzulegen.</p>
<p>Konkret von der Bundesregierung fordert die DFG-VK:</p>
<ul>
    <li>Eine deutliche Verurteilung der v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriffe der USA und Israels.&nbsp;</li>
    <li>Diplomatische Initiativen, um den Krieg schnellstm&ouml;glich zu beenden.</li>
    <li>Keine Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Angriffe auf den Iran beispielsweise durch die Bereitstellung von Infrastruktur, &Uuml;berflugrechten und Logistik f&uuml;r US-Truppen.</li>
    <li>Den Stopp der Waffenexporte an die USA und Israel sowie generell in die Krisen- und Kriegsregion des Nahen- und Mittleren Ostens.</li>
    <li>Ein Ende der Zusammenarbeit mit dem Milit&auml;r der USA und Israels.</li>
    <li>Sanktionen gegen die angreifenden Staaten sowie kein Kauf von Milit&auml;rmaterial aus den USA (etwa F-35-Kampfjets) und aus Israel durch das deutsche Verteidigungsministerium.</li>
    <li>Einen Stopp aller Abschiebungen in den Iran und umliegende Staaten.</li>
    <li>Schutz und Asyl in Deutschland und der EU f&uuml;r alle, die sich dem Krieg entziehen wollen.</li>
</ul>
<p class="quelle">Quelle:&nbsp;<a href="https://dfg-vk.de/">Deutsche Friedensgesellschaft &ndash; Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK)</a> -&nbsp;Pressemitteilung vom 02.03.2026.</p>
<p><strong>Weitere Stellungnahmen/Artikel:</strong></p>
<ul>
    <li><a href="https://www.pressenza.com/de/2026/03/das-internationale-ffriedensbuero-ipb-verurteilt-die-angriffe-der-usa-und-israels-auf-den-iran-und-fordert-die-sofortige-rueckkehr-zu-verhandlungen/">Das  Internationale Friedensb&uuml;ro (IPB) verurteilt die Angriffe der USA und  Israels auf den Iran und fordert die sofortige R&uuml;ckkehr zu Verhandlungen</a> - Erkl&auml;rung vom 28.02.2026.</li>
    <li><a href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015553.html">Bombardierung des Iran erh&ouml;ht Risiko eines Atomkrieges</a> - IPPNW, Pressemitteilung vom 28.02.2026.</li>
    <li><a href="https://nie-wieder-krieg.org/2026/03/01/hands-off-iran/">Hands off Iran &ndash; Aggression gegen den Iran stoppen!</a> - Initiative 'Nie wieder Krieg - Die Waffen nieder', Erkl&auml;rung vom 01.03.2026.</li>
    <li><a href="https://worldbeyondwar.org/stop-trumps-new-mass-murder-spree/">Stop Trump&rsquo;s New Mass-Murder Spree</a> - David Swanson, World BEYOND War, 28.02.2026 (automatische dt. &Uuml;bersetzung:&nbsp;<a href="https://worldbeyondwar.org/de/Stoppt-Trumps-neue-Massenmordserie%21/">Stoppt Trumps neue Massenmordserie!</a>).</li>
    <li><a href="https://www.infosperber.ch/politik/welt/us-regierung-nach-den-irak-luegen-jetzt-die-iran-luegen/">US-Regierung: Nach den Irak-L&uuml;gen jetzt die Iran-L&uuml;gen</a> - Urs P. Gasche in: Infosperber vom 01.03.2026.</li>
    <li><a href="https://overton-magazin.de/top-story/israels-kriegsluesternheit/">Israels Kriegsl&uuml;sternheit</a> - Moshe Zuckermann in:&nbsp;Overton vom 28.02.2026.</li>
    <li><a href="https://www.youtube.com/watch?v=GhHwTxh96W0">Michael L&uuml;ders:&nbsp;Angriff auf den Iran: Armageddon im Orient?</a> - Video YouTube vom 01.03.2026.</li>
    <li><a href="https://www.propeace.de/de/krieg-nahost?tw_cid=69a58737e8bde&amp;mtm_campaign=newsletter-20260302-statement-nahost&amp;mtm_kwd=statement">Krieg darf nie ein Mittel zur Erreichung politischer Ziele sein</a> - Pro Peace, Stellungnahme vom 02.03.2026.&nbsp;</li>
    <li><a href="https://www.friedenskooperative.de/aktuelles/uebersichtsseite-angriff-auf-den-iran">&Uuml;bersichtsseite: Angriff auf den Iran</a> - Netzwerk Friedenskooperative.</li>
</ul>]]>
   </content>
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   <title>Bombardierung des Iran erhöht Risiko eines Atomkrieges</title>
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   <id>tag:www.lebenshaus-alb.de,2026://1.15553</id>
   
   <published>2026-03-01T06:28:03Z</published>
   <updated>2026-03-02T20:02:24Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[Die Friedensnobelpreisorganisation IPPNW verurteilt die v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriffe der USA und Israels auf den Iran und fordert die Bundesregierung auf, sich...]]></summary>
   <author>
      <name>Michael Schmid</name>
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   </author>
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   <category term="4378" label="Donald Trump" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
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   <category term="2358" label="Iran" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   <category term="2772" label="Israel / Palästina" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   <category term="4830" label="USA" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   
   <content type="html" xml:lang="de" xml:base="https://www.lebenshaus-alb.de/">
      <![CDATA[<p>Die Friedensnobelpreisorganisation IPPNW verurteilt die  v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriffe der USA und Israels auf den Iran und  fordert die Bundesregierung auf, sich wie Spanien und Norwegen klar und  unmissverst&auml;ndlich f&uuml;r ein sofortiges Ende der Angriffe einzusetzen. Die  Milit&auml;rschl&auml;ge wurden von US-Pr&auml;sident Donald Trump angeordnet, obwohl  bei den Verhandlungen zum Atomprogramm konkrete Fortschritte erzielt  wurden. Dies steht im Widerspruch zu der Aussage, die Atomanlagen des  Iran seien w&auml;hrend der letzten Angriffe der USA und Israels ausgel&ouml;scht  worden. Es gibt keine rechtliche Legitimation f&uuml;r sogenannte  &quot;Pr&auml;ventivschl&auml;ge&quot;, weder f&uuml;r die USA noch f&uuml;r andere Staaten. Die  Angriffe auf den Iran drohen sich zu einem Fl&auml;chenbrand auszuweiten und  untergraben&nbsp; in h&ouml;chstem Ma&szlig;e die bisherigen diplomatischen Bem&uuml;hungen,  den Frieden in der Region wiederherzustellen.</p>]]>
      <![CDATA[<h3>US-Angriff auf den Iran</h3>
<p>Die Friedensnobelpreisorganisation IPPNW verurteilt die v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriffe der USA und Israels auf den Iran und fordert die Bundesregierung auf, sich wie Spanien und Norwegen klar und unmissverst&auml;ndlich f&uuml;r ein sofortiges Ende der Angriffe einzusetzen. Die Milit&auml;rschl&auml;ge wurden von US-Pr&auml;sident Donald Trump angeordnet, obwohl bei den Verhandlungen zum Atomprogramm konkrete Fortschritte erzielt wurden. Dies steht im Widerspruch zu der Aussage, die Atomanlagen des Iran seien w&auml;hrend der letzten Angriffe der USA und Israels ausgel&ouml;scht worden. Es gibt keine rechtliche Legitimation f&uuml;r sogenannte &quot;Pr&auml;ventivschl&auml;ge&quot;, weder f&uuml;r die USA noch f&uuml;r andere Staaten. Die Angriffe auf den Iran drohen sich zu einem Fl&auml;chenbrand auszuweiten und untergraben&nbsp; in h&ouml;chstem Ma&szlig;e die bisherigen diplomatischen Bem&uuml;hungen, den Frieden in der Region wiederherzustellen.</p>
<p>&quot;Diese Milit&auml;rschl&auml;ge sind v&ouml;llig unverantwortlich und bergen die Gefahr einer weiteren Eskalation der Gewalt in der Region. Sie steigern die Gefahr der Verbreitung von Atomwaffen und des Einsatzes von Atomwaffen. Um die Verbreitung von Atomwaffen zu verhindern, braucht es Verhandlungen und v&ouml;lkerrechtliche Abkommen wie den Atomwaffenverbotsvertrag&quot;, erkl&auml;rt Dr. Lars Pohlmeier, IPPNW-Vorsitzender.</p>
<p>Der Iran verf&uuml;gt nach Einsch&auml;tzung der Internationalen Atomenergiebeh&ouml;rde (IAEO) und des US-Geheimdienstes derzeit nicht &uuml;ber ein aktives Atomwaffenprogramm. Laut dem Atomwaffensperrvertrag, den der Iran unterzeichnet hat, hat der Staat das Recht, Atomenergie f&uuml;r friedliche Zwecke zu nutzen. Die strittigen Fragen um den m&ouml;glichen zivil-milit&auml;rischen &quot;Dual-Use&quot;-Charakter des iranischen Nuklearprogramms m&uuml;ssen im Rahmen der bestehenden v&ouml;lkerrechtlichen Vereinbarungen wie dem Atomwaffensperrvertrag gel&ouml;st werden. Der R&uuml;ckzug aus dem 2015 beschlossenen Iran-Atomabkommen unter der ersten Trump-Regierung hat bereits ma&szlig;geblich zu dieser j&uuml;ngsten regionalen und globalen Krise beigetragen.</p>
<p class="quelle">Quelle: <a href="http://www.ippnw.de/">IPPNW</a> - Pressemitteilung vom&nbsp;28.02.2026.</p>
<p><strong>Weitere Stellungnahmen/Artikel:</strong></p>
<ul>
    <li><a href="https://www.pressenza.com/de/2026/03/das-internationale-ffriedensbuero-ipb-verurteilt-die-angriffe-der-usa-und-israels-auf-den-iran-und-fordert-die-sofortige-rueckkehr-zu-verhandlungen/">Das Internationale Friedensb&uuml;ro (IPB) verurteilt die Angriffe der USA und Israels auf den Iran und fordert die sofortige R&uuml;ckkehr zu Verhandlungen</a> - Erkl&auml;rung vom 28.02.2026.</li>
    <li><a href="https://nie-wieder-krieg.org/2026/03/01/hands-off-iran/">Hands off Iran &ndash; Aggression gegen den Iran stoppen!</a> - Initiative 'Nie wieder Krieg - Die Waffen nieder', Erkl&auml;rung vom 01.03.2026.</li>
    <li><a href="https://worldbeyondwar.org/stop-trumps-new-mass-murder-spree/">Stop Trump&rsquo;s New Mass-Murder Spree</a> - David Swanson, World BEYOND War, 28.02.2026 (automatische dt. &Uuml;bersetzung:&nbsp;<a href="https://worldbeyondwar.org/de/Stoppt-Trumps-neue-Massenmordserie%21/">Stoppt Trumps neue Massenmordserie!</a>).</li>
    <li><a href="https://www.infosperber.ch/politik/welt/us-regierung-nach-den-irak-luegen-jetzt-die-iran-luegen/">US-Regierung: Nach den Irak-L&uuml;gen jetzt die Iran-L&uuml;gen</a> - Urs P. Gasche in: Infosperber vom 01.03.2026.</li>
    <li><a href="https://overton-magazin.de/top-story/israels-kriegsluesternheit/">Israels Kriegsl&uuml;sternheit</a> - Moshe Zuckermann in:&nbsp;Overton vom 28.02.2026.</li>
    <li><a href="https://www.youtube.com/watch?v=GhHwTxh96W0">Michael L&uuml;ders:&nbsp;Angriff auf den Iran: Armageddon im Orient?</a> - Video YouTube vom 01.03.2026.</li>
    <li><a href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015554.html">Iran-Krieg: Forderungen an die Bundesregierung</a> -&nbsp;Deutsche Friedensgesellschaft &ndash; Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen  (DFG-VK), Pressemitteilung vom 02.03.2026.</li>
    <li><a href="https://www.propeace.de/de/krieg-nahost?tw_cid=69a58737e8bde&amp;mtm_campaign=newsletter-20260302-statement-nahost&amp;mtm_kwd=statement">Krieg darf nie ein Mittel zur Erreichung politischer Ziele sein</a> - Pro Peace, Stellungnahme vom 02.03.2026.</li>
    <li><a href="https://www.friedenskooperative.de/aktuelles/uebersichtsseite-angriff-auf-den-iran">&Uuml;bersichtsseite: Angriff auf den Iran</a> - Netzwerk Friedenskooperative.</li>
</ul>]]>
   </content>
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   <title>Atomwaffenfreie Zone: Alternative zur nuklearen Aufrüstung Europas</title>
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   <id>tag:www.lebenshaus-alb.de,2026://1.15551</id>
   
   <published>2026-02-26T20:30:38Z</published>
   <updated>2026-02-27T20:42:46Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[Die 33 Mitgliedstaaten des Vertrags von Tlatelolco (Mexiko) haben im Februar anl&auml;sslich des 59. Jahrestages der Unterzeichnung dieses Abkommens &uuml;ber...]]></summary>
   <author>
      <name>Michael Schmid</name>
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   </author>
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   <category term="4817" label="Aktionsbündnis &quot;atomwaffenfrei.jetzt&quot;" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   <category term="2915" label="Atomwaffen" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   
   <content type="html" xml:lang="de" xml:base="https://www.lebenshaus-alb.de/">
      <![CDATA[<p>Die 33 Mitgliedstaaten des Vertrags von Tlatelolco (Mexiko) haben im  Februar anl&auml;sslich des 59. Jahrestages der Unterzeichnung dieses  Abkommens &uuml;ber eine atomwaffenfreie Zone in Lateinamerika und der  Karibik die vollst&auml;ndige weltweite Abr&uuml;stung aller Atomwaffen gefordert.&nbsp;Das bundesdeutsche Aktionsb&uuml;ndnis &quot;atomwaffenfrei.jetzt&quot; begr&uuml;&szlig;t  diese Erkl&auml;rung als Mahnung in einer Zeit, in der f&uuml;hrende Politiker  West- und Mitteleuropas eine Ausdehnung atomarer R&uuml;stung fordern.</p>]]>
      <![CDATA[<p>Die 33 Mitgliedstaaten des Vertrags von Tlatelolco (Mexiko) haben im Februar anl&auml;sslich des 59. Jahrestages der Unterzeichnung dieses Abkommens &uuml;ber eine atomwaffenfreie Zone in Lateinamerika und der Karibik die vollst&auml;ndige weltweite Abr&uuml;stung aller Atomwaffen gefordert.</p>
<p>Das bundesdeutsche Aktionsb&uuml;ndnis &quot;atomwaffenfrei.jetzt&quot; begr&uuml;&szlig;t diese Erkl&auml;rung als Mahnung in einer Zeit, in der f&uuml;hrende Politiker West- und Mitteleuropas eine Ausdehnung atomarer R&uuml;stung fordern. &quot;Ein atomarer Schutzschirm f&uuml;r Europa ist schon vom Wort her eine Irref&uuml;hrung der europ&auml;ischen Bev&ouml;lkerungen&quot;, betont Hildegard Slabik-M&uuml;nter f&uuml;r das Aktionsb&uuml;ndnis. &quot;Auch Deutschland w&uuml;rde durch neue atomare Teilhabemodelle mit Frankreich oder Gro&szlig;britannien der Gefahr nuklearer Totalvernichtung ausgesetzt. Stattdessen k&ouml;nnte eine atomwaffenfreie Zone in Mitteleuropa eine Chance f&uuml;r die Entwicklung &sbquo;Gemeinsamer Sicherheit&lsquo; bieten.&quot;</p>
<p>Das Aktionsb&uuml;ndnis w&uuml;rdigt den 59. Jahrestag des Bestandes einer verbindlichen atomwaffenfreien Zone in S&uuml;d- und Mittelamerika und begr&uuml;&szlig;t die Erkl&auml;rung der Vertragsstaaten von Tlatelolco vom 14. Februar 2026. Mit dem Vertrag wurde erstmals eine atomwaffenfreie Zone &uuml;ber bewohntem Gebiet vereinbart. Zun&auml;chst ausgehend von Mexiko und El Salvador umfasst diese Zone seit 2002 alle 33 Staaten Lateinamerikas und der Karibik.</p>
<p>Es handelt sich um ein v&ouml;lkerrechtlich verbindliches Abkommen, das durch Zusatzvertr&auml;ge auch von den &quot;offiziellen&quot; Atomwaffenstaaten respektiert wird. Atomwaffenstaaten d&uuml;rfen innerhalb der Zone keine Atomwaffen stationieren und in keinem Fall einsetzen. Der Vertrag beinhaltet das dauerhafte Verbot von Tests, Einsatz, Herstellung, Erwerb, Lagerung und Stationierung von Kernwaffen im gesamten Vertragsgebiet unter Einrichtung eines Kontrollsystems (OPANAL) sowie der Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO), um die Einhaltung zu &uuml;berwachen.</p>
<p>Mit dem Vertrag von Tlatelolco, dem Pelindaba-Vertrag zur atomwaffenfreien Zone in Afrika, dem Rarotonga-Vertrag zum S&uuml;dpazifik und dem Vertrag von Bangkok zu einem Gro&szlig;teil S&uuml;dasiens sind alle Landmassen der s&uuml;dlichen Hemisph&auml;re der Erde atomwaffenfrei. &quot;Die Vertr&auml;ge zu atomwaffenfreien Zonen auf der s&uuml;dlichen Erdhalbkugel samt ihrer &Uuml;berwachungssysteme beweisen, dass auch weltweit vollst&auml;ndige und kontrollierte atomare Abr&uuml;stung m&ouml;glich ist&quot;, so Martin Singe vom Aktionsb&uuml;ndnis &quot;atomwaffenfrei jetzt&quot;.</p>
<p>Die Vertragsstaaten von Tlatelolco &auml;u&szlig;ern &quot;ihre tiefe Besorgnis &uuml;ber die Bedrohung des &Uuml;berlebens der Menschheit durch die Existenz von etwa 12.241 Atomwaffen sowie &uuml;ber die katastrophalen humanit&auml;ren Auswirkungen und Folgen ihres Einsatzes oder einer absichtlichen oder versehentlichen Detonation&quot; und &quot;bekr&auml;ftigen die Priorit&auml;t einer &uuml;berpr&uuml;fbaren, irreversiblen, transparenten und vollst&auml;ndigen nuklearen Abr&uuml;stung&quot;.</p>
<p>Des weiteren nimmt die Stellungnahme wie folgt Bezug auf die beiden in diesem Jahr wichtigsten anstehenden UN-Weltkonferenzen f&uuml;r nukleare Abr&uuml;stung:</p>
<p>Die Vertragsstaaten von Tlatelolco &quot;verpflichten sich zu einer konstruktiven Zusammenarbeit f&uuml;r den Erfolg der &Uuml;berpr&uuml;fungskonferenz der Vertragsparteien des Vertrags &uuml;ber die Nichtverbreitung von Kernwaffen (NVV) im Jahr 2026, die vom 27. April bis zum 22. Mai 2026 in New York stattfinden wird, da dieser Vertrag den Grundstein des internationalen Systems der Nichtverbreitung von Kernwaffen und der Abr&uuml;stung bildet&quot; und &quot;nehmen zur Kenntnis, dass die erste &Uuml;berpr&uuml;fungskonferenz zum Vertrag &uuml;ber das Verbot von Kernwaffen (TPNW) vom 30. November bis 4. Dezember 2026 in New York unter dem Vorsitz S&uuml;dafrikas stattfinden wird. Es wird darauf hingewiesen, dass Lateinamerika und die Karibik die Region mit der gr&ouml;&szlig;ten Anzahl von Vertragsstaaten dieses internationalen Instruments sind und dass der TPNW sich dem Vertrag von Tlatelolco und dem NVV angeschlossen hat, um diese Massenvernichtungswaffen auf transparente, &uuml;berpr&uuml;fbare und irreversible Weise zu beseitigen&quot;.</p>
<p>Die vollst&auml;ndige Erkl&auml;rung zum 59. Jahrestag des Vertrages von Tlatelolco kann hier nachgelesen werden: <a href="https://ipb.org/communique-by-the-opanal-member-states-on-the-occasion-of-the-59th-anniversary-of-the-treaty-of-tlatelolco/">https://ipb.org/communique-by-the-opanal-member-states-on-the-occasion-of-the-59th-anniversary-of-the-treaty-of-tlatelolco/</a></p>
<p>Das bundesdeutsche Aktionsb&uuml;ndnis &quot;atomwaffenfrei jetzt&quot; ruft die Bundesregierung und die Parlamentarier*innen des Bundestages dazu auf, das Wissen &uuml;ber die M&ouml;glichkeit atomwaffenfreier Zonen zu f&ouml;rdern und selbst Schritte konkreter atomarer Abr&uuml;stung einzuleiten, beginnend mit dem Abzug der Atombomben aus B&uuml;chel.</p>
<p class="quelle">Quelle:&nbsp;<a href="https://www.atomwaffenfrei.de/home.html">Aktionsb&uuml;ndnis &quot;atomwaffenfrei.jetzt&quot;</a> - Pressemitteilung vom 25.02.2026.</p>]]>
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