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   <title>Lebenshaus Schwäbische Alb</title>
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   <title>Schweigemarsch und stilles Gedenken zum 85. Jahrestag des Überfalls der Deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941</title>
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   <published>2026-06-21T20:04:43Z</published>
   <updated>2026-06-21T20:50:53Z</updated>
   
   <summary>Bei strahlendem Sonnenschein am See versammelten sich am 20. Juni Aktive und Freunde der Friedensregion Bodensee e. V. zum gemeinsamen...</summary>
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      <name>Michael Schmid</name>
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      <![CDATA[<p>Bei strahlendem Sonnenschein am See versammelten sich am 20. Juni Aktive und Freunde der <em>Friedensregion Bodensee e. V. </em>zum  gemeinsamen Gedenken an die 27 Millionen Opfer des deutschen  Vernichtungskriegs gegen die Sowjetunion. Schweigend und dunkel  gekleidet zog die Gruppe durch die &Uuml;berlinger Altstadt. Drei Plakate  erkl&auml;rten das Anliegen des Trauerzugs: &quot;22. Juni 1941- &Uuml;berfall auf die  Sowjetunion. Wir trauern um die Opfer des deutschen Vernichtungskriegs&quot;,  &quot;Nie wieder Krieg gegen Russland&quot; und zum Schluss das Plakat von K&auml;the  Kollwitz &quot;Nie wieder Krieg!&quot;. Wieder am Landungsplatz angekommen legten  die Teilnehmenden bei den Kl&auml;ngen des Lacrimosa aus Mozarts Requiem  wei&szlig;e und rote Rosen an einer Kerze nieder. Die Teilnehmenden fassten  sich zum Schluss an den H&auml;nden und verneigten sich vor allen Opfern  dieses schrecklichen Menschheitsverbrechens.</p>]]>
      <![CDATA[<h3><em>Friedensregion Bodensee e. V.</em> erinnert an Opfer des Krieges gegen die Sowjetunion</h3>
<p><img src="/magazin/media/img/Trauerzug_20-06-2026_%C3%9Cberlingen.jpg" width="550" height="408" vspace="10" align="middle" title="Trauerzug 20.6. in &Uuml;berlingen. Foto: Freder Fahrbach, Friedensregion Bodensee e. V." class="imgcaption; floatl" alt="" /></p>
<p>Bei strahlendem Sonnenschein am See versammelten sich am 20. Juni Aktive und Freunde der <em>Friedensregion Bodensee e. V. </em>zum gemeinsamen Gedenken an die 27 Millionen Opfer des deutschen Vernichtungskriegs gegen die Sowjetunion. Schweigend und dunkel gekleidet zog die Gruppe durch die &Uuml;berlinger Altstadt. Drei Plakate erkl&auml;rten das Anliegen des Trauerzugs: &quot;22. Juni 1941- &Uuml;berfall auf die Sowjetunion. Wir trauern um die Opfer des deutschen Vernichtungskriegs&quot;, &quot;Nie wieder Krieg gegen Russland&quot; und zum Schluss das Plakat von K&auml;the Kollwitz &quot;Nie wieder Krieg!&quot;. Wieder am Landungsplatz angekommen legten die Teilnehmenden bei den Kl&auml;ngen des Lacrimosa aus Mozarts Requiem wei&szlig;e und rote Rosen an einer Kerze nieder. Die Teilnehmenden fassten sich zum Schluss an den H&auml;nden und verneigten sich vor allen Opfern dieses schrecklichen Menschheitsverbrechens.</p>
<p>Bei &Uuml;berlingern und Ferieng&auml;sten fand die stille Aktion viel Aufmerksamkeit und Zustimmung. Die Reaktionen der Passanten reichten von stiller Betroffenheit bis zu Applaus von G&auml;sten eines Caf&eacute;s. Ein &auml;lteres Paar &uuml;berreichte spontan 20&euro; als Spende f&uuml;r die Rosen. Trotz der hochsommerlichen Hitze standen noch lange nach Abschluss nachdenkliche Gespr&auml;chsgruppen beieinander. Auch mit wenigen Menschen, so die Verantwortlichen der <em>Friedensregion</em>, sei es gelungen, f&uuml;r das Thema zu sensibilisieren. Im Oktober werden sich die &Uuml;berlinger Friedenstage mit dem Thema &quot;Wir weigern uns, Feinde zu sein&quot; erneut dem Verh&auml;ltnis zu Russland und der Zukunft Europas widmen.</p>
<p class="quelle">Quelle:&nbsp;<a href="https://www.friedensregion-bodensee.de/">Friedensregion Bodensee e.V.</a> - Pressemitteilung vom 20.06.2026.</p>]]>
   </content>
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   <title>KI, Kanzel und Vernichtungskrieg - Die Unterstützung der beiden großen deutschen Kirchen für Hitlers Russlandfeldzug</title>
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   <published>2026-06-17T15:03:18Z</published>
   <updated>2026-06-17T16:16:25Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[Die Systeme der sogenannten k&uuml;nstlichen Intelligenz k&ouml;nnen aufgrund der von ihnen herangezogenen riesigen Textbibliotheken mitunter durchaus beachtliche &quot;Aufs&auml;tze&quot; zu vorgegebenen...]]></summary>
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      <name>Michael Schmid</name>
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   <category term="4636" label="Kirche &amp; Weltkrieg" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   <category term="2210" label="Peter Bürger" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   <category term="2318" label="Zweiter Weltkrieg" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   
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      <![CDATA[<p>Die Systeme der sogenannten k&uuml;nstlichen Intelligenz k&ouml;nnen aufgrund der  von ihnen herangezogenen riesigen Textbibliotheken mitunter durchaus  beachtliche &quot;Aufs&auml;tze&quot; zu vorgegebenen Themenstellungen produzieren, so  den nachfolgenden, von mir am 17.6.2026 bei &quot;google-KI&quot; abgefragten Text  zur kirchlichen Unterst&uuml;tzung des am 22. Juni 1941 begonnenen deutschen  Vernichtungsfeldzuges gegen &quot;Russland&quot;. Durch diese experimentelle  Abfrage sollten f&uuml;r das Projekt &quot;Kirche &amp; Weltkrieg&quot; der  Informationsstand und ggfs. auch Ausfilterungen der KI-Wissenssysteme  erkundet werden. Das hier dokumentierte Ergebnis weist einige  Schwachstellen bzw. Ungenauigkeiten auf und bewertet u.a. den letzten  Stand der kirchlichen &quot;Schuldbekenntnisse&quot; bzw. Aufarbeitung angesichts  eines V&ouml;lkermords mit mehr als 20 Millionen Opfern zu wohlwollend.  Gleichwohl zeigt es - jenseits wissenschaftlich verwertbarer Literatur  -, dass die Internet-Suchkomplexe heute durchaus in beachtlichem Umfang  Sachverhalte zum Thema der Kirchlichen Assistenz beim milit&auml;risch  ausgef&uuml;hrten Genozid im sog. &quot;Russlandfeldzug&quot; erschlie&szlig;en k&ouml;nnen. Von Peter B&uuml;rger.</p>]]>
      <![CDATA[<h3>Eine google-KI-Abfrage des Projektes &quot;Kirche &amp; Weltkrieg&quot; anl&auml;sslich des 85. Gedenktages</h3>
<p><strong><em>Abgefragt von Peter B&uuml;rger am 17. Juni 2026</em></strong></p>
<div class="frame1">
<p>[Die Systeme der sogenannten k&uuml;nstlichen Intelligenz k&ouml;nnen aufgrund der von ihnen herangezogenen riesigen Textbibliotheken mitunter durchaus beachtliche &quot;Aufs&auml;tze&quot; zu vorgegebenen Themenstellungen produzieren, so den nachfolgenden, von mir am 17.6.2026 bei &quot;google-KI&quot; abgefragten Text zur kirchlichen Unterst&uuml;tzung des am 22. Juni 1941 begonnenen deutschen Vernichtungsfeldzuges gegen &quot;Russland&quot;. Durch diese experimentelle Abfrage sollten f&uuml;r das Projekt &quot;Kirche &amp; Weltkrieg&quot; der Informationsstand und ggfs. auch Ausfilterungen der KI-Wissenssysteme erkundet werden. Das hier dokumentierte Ergebnis weist einige Schwachstellen bzw. Ungenauigkeiten auf und bewertet u.a. den letzten Stand der kirchlichen &quot;Schuldbekenntnisse&quot; bzw. Aufarbeitung angesichts eines V&ouml;lkermords mit mehr als 20 Millionen Opfern zu wohlwollend. Gleichwohl zeigt es - jenseits wissenschaftlich verwertbarer Literatur -, dass die Internet-Suchkomplexe heute durchaus in beachtlichem Umfang Sachverhalte zum Thema der Kirchlichen Assistenz beim milit&auml;risch ausgef&uuml;hrten Genozid im sog. &quot;Russlandfeldzug&quot; erschlie&szlig;en k&ouml;nnen.</p>
<p>Forschende finden am Ende dieser Dokumentation noch eine &Uuml;bersicht des Projektes &quot;Kirche &amp; Weltkrieg&quot; zu seri&ouml;sen, frei abrufbaren Internetpublikationen. | peter b&uuml;rger.]</p>
</div>
<p>Die deutsche evangelische und katholische Kirche unterst&uuml;tzten Hitlers &Uuml;berfall auf die Sowjetunion ab 1941 ma&szlig;geblich. Getrieben von einem tiefen Antikommunismus, stilisierten beide Konfessionen den Krieg zu einem &quot;Kreuzzug&quot; gegen den &quot;gottlosen Bolschewismus&quot;. Diese ideologische N&auml;he zu den Kriegszielen trug dazu bei, den Vernichtungskrieg religi&ouml;s zu legitimieren.</p>
<h3>A. Der &quot;Kreuzzug&quot; gegen den Kommunismus</h3>
<p>Der deutsche Angriff auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 (Unternehmen Barbarossa) l&ouml;ste in den Kirchen keine Distanzierung aus, sondern weckte vielmehr Hoffnungen auf die Zerschlagung des sowjetischen Systems. Der Kampf gegen den Kommunismus galt in kirchlichen Kreisen als Verteidigung des christlichen Abendlandes. Die antikirchliche Politik und der stalinistische Terror in der UdSSR hatten den Boden f&uuml;r diese Haltung bereitet. So bezeichneten katholische Bisch&ouml;fe den Krieg als &quot;Kreuzzug&quot; und stellten den Soldatentod an der Ostfront in die N&auml;he des christlichen M&auml;rtyrertods. Auch die evangelische Kirche sah in dem Feldzug eine geschichtliche Mission Deutschlands.</p>
<h3>B. Milit&auml;rseelsorge und die Legitimation an der Front</h3>
<p><em>Ein wesentlicher St&uuml;tzpfeiler der kirchlichen Unterst&uuml;tzung war die Milit&auml;rseelsorge. Die beiden Kirchen entsandten hunderte Pfarrer und Priester als Feldbisch&ouml;fe und Kriegspfarrer an die Ostfront. Ihre Aufgabe war es, die Soldaten seelsorgerisch zu betreuen, aber sie st&auml;rkten damit auch direkt den Durchhaltewillen und die nationalsozialistische &quot;Pflichterf&uuml;llung&quot;. Die Kriegspfarrer teilten dabei oftmals den nationalsozialistischen Rassismus, der die slawische Bev&ouml;lkerung als minderwertig und den Bolschewismus als j&uuml;disch konnotiertes Feindbild darstellte. Sie &uuml;bernahmen damit eine ideologische Scharnierfunktion, indem sie den Vernichtungskrieg als nationale und christliche Pflicht umdeuteten.</em></p>
<p><strong>DIE ROLLE DER KRIEGSPFARRER AN DER OSTFRONT </strong>| Die circa 1.000 katholischen und evangelischen Kriegspfarrer (auch Divisionspfarrer oder Feldgeistliche genannt) erf&uuml;llten an der Ostfront eine Zwillingsfunktion: Sie handelten gleichzeitig als Seelsorger f&uuml;r leidende Soldaten und als ideologische Funktion&auml;re des NS-Staates.</p>
<ul>
    <li><em>Theologische Dehumanisierung des Feindes</em>: Historische Forschungen (u.a. der Historikerin Dagmar P&ouml;pping) zeigen, dass die Pfarrer keine staatliche NS-Propaganda aufgezwungen bekommen mussten. Da die Kirchen seit der russischen Revolution 1917 einen eigenen, leidenschaftlichen Feldzug gegen den &quot;gottlosen Bolschewismus&quot; f&uuml;hrten, brachten sie ihre eigene theologische Agenda mit. In ihren Predigten entmenschlichten sie den sowjetischen Gegner aktiv, indem sie den Krieg als apokalyptischen Endkampf zwischen Licht (Christentum) und Finsternis (Kommunismus) darstellten.</li>
    <li><em>Militarisierung der Geistlichen:</em> Entgegen den W&uuml;nschen der Kirchenleitungen passten sich viele Geistliche dem rauen Milieu der Wehrmacht an. Sie lie&szlig;en sich mit dem Eisernen Kreuz erster und zweiter Klasse oder gar Nahkampfspangen auszeichnen. Indem sie den Soldaten versicherten, dass ihr Kampf an der Front moralisch absolut richtig und gottgewollt sei, stabilisierten sie die psychische Kampfkraft der Truppe.</li>
    <li><em>Wahrnehmung des Holocausts: </em>Tageb&uuml;cher von Kriegspfarrern belegen, dass die Geistlichen die Massenerschie&szlig;ungen von Juden durch die SS und Wehrmachtsteile durchaus mitbekamen oder darum wussten. Der systematische Massenmord wurde jedoch theologisch ausgeblendet oder uminterpretiert. Im Fokus stand die christliche Verkl&auml;rung der eigenen deutschen &quot;Opfergemeinschaft&quot; - das Sterben der eigenen Soldaten wurde zum christlichen M&auml;rtyrertod erh&ouml;ht, w&auml;hrend das Leid der j&uuml;dischen und slawischen Bev&ouml;lkerung unsichtbar blieb.</li>
</ul>
<h3>C. Loyalit&auml;t im Inneren und die Stille zu den Verbrechen</h3>
<p>Auch an der &quot;Heimatfront&quot; riefen die Kirchenoberh&auml;upter, darunter der evangelische Feldbischof Franz Dohrmann oder f&uuml;hrende katholische Bisch&ouml;fe, zum Gebet f&uuml;r den deutschen Sieg auf. Die Kirchen versuchten vor allem, ihren eigenen institutionellen Fortbestand in der nationalsozialistischen Diktatur zu sichern, und arrangierten sich weitgehend mit dem NS-Regime. Von den Massenverbrechen, die die Einsatzgruppen der SS und die Wehrmacht in den besetzten sowjetischen Gebieten begingen - darunter die systematische Ermordung der j&uuml;dischen Bev&ouml;lkerung -, distanzierten sich die Kirchenf&uuml;hrer &ouml;ffentlich nicht. Der in der evangelischen Kirche stark vertretene Fl&uuml;gel der &quot;Deutschen Christen&quot; bef&uuml;rwortete den Krieg und die nationalsozialistische Ideologie ohnehin vorbehaltlos.</p>
<h3>D. Die kriegsfreundliche Haltung der deutschen Kirchenleitungen</h3>
<p>Die kriegsfreundliche Haltung der deutschen Kirchenleitungen ab 1940 - insbesondere mit dem Beginn des Angriffs auf die Sowjetunion im Juni 1941 - schlug sich in zahlreichen offiziellen Hirtenbriefen, Telegrammen, Predigten und Aufrufen nieder. Die Argumentation folgte dabei meist zwei Linien: einer <em>v&ouml;lkisch-nationalen Treuepflicht</em> f&uuml;r das deutsche Vaterland und einem<em> religi&ouml;sen Kreuzzugsgedanken</em> gegen den atheistischen Bolschewismus.<br />
Hier ist eine umfassende Dokumentation pr&auml;gnanter Zitate, geordnet nach Konfessionen und Kontexten ab 1940.</p>
<h3><strong>I. EVANGELISCHE KIRCHE (DEUTSCHE EVANGELISCHE KIRCHE / LANDESKIRCHEN)</strong></h3>
<p>In der evangelischen Kirche war die Identifikation mit dem Staat traditionell stark ausgepr&auml;gt (&quot;Thron und Altar&quot;). Das offizielle Leitungsgremium, der Geistliche Vertrauensrat, sowie f&uuml;hrende Bisch&ouml;fe riefen die Gl&auml;ubigen bedingungslos zum Kriegsdienst auf.</p>
<p>1. <em>Zum Beginn des Westfeldzugs und den Siegen 1940</em> | Nach den Siegen im Westen im Sommer 1940 ordnete der <em>Geistliche Vertrauensrat</em> der Deutschen Evangelischen Kirche (DEK) am 24. Juni 1940 das reichsweite L&auml;uten der Kirchenglocken an: &quot;Das Unfassbare ist durch Gottes gn&auml;dige F&uuml;hrung Wirklichkeit geworden. [...] In tiefster Ehrfurcht beugen wir uns vor Gott, der durch unseren F&uuml;hrer und die Tapferkeit unserer Soldaten Gro&szlig;es an uns getan hat.&quot;</p>
<p>2. <em>Zum &Uuml;berfall auf die Sowjetunion (Juni 1941)</em> | Unmittelbar nach dem Angriff auf die UdSSR sandten die Leiter der evangelischen Landeskirchen (u.a. Sachsen, Th&uuml;ringen, Nassau-Hessen, Mecklenburg, Schleswig-Holstein, Anhalt, L&uuml;beck, Pfalz) am 30. Juni 1941 ein Ergebenheitstelegramm an Adolf Hitler: &quot;Mein F&uuml;hrer! Vom tiefen Mitwissen um die geschichtliche Gr&ouml;&szlig;e der Stunde bewegt, gr&uuml;&szlig;en die unterzeichneten Leiter deutsch-evangelischer Landeskirchen Sie an der Spitze des Heeres, das nunmehr die t&ouml;dliche Gefahr des bolschewistischen Untermenschentums niederschl&auml;gt und damit die christliche Kultur Europas vor dem Untergang rettet. [...] Wir rufen unsere Gemeinden zum treuen Gebet f&uuml;r Sie und unsere unvergleichlichen Soldaten auf.&quot;</p>
<p>3. <em>Der evangelische Feldbischof Franz Dohrmann</em> | Der h&ouml;chste evangelische Milit&auml;rseelsorger, Feldbischof Franz Dohrmann, begr&uuml;ndete den Russlandfeldzug in seinen Verordnungen f&uuml;r die Kriegspfarrer rein weltanschaulich-theologisch: &quot;Es gilt, den m&ouml;rderischen, gottlosen Bolschewismus zu zerschlagen. Unsere Soldaten k&auml;mpfen an der Ostfront nicht nur f&uuml;r die Heimat, sondern als Werkzeuge Gottes zur Errettung des christlichen Abendlandes vor der Bestie aus dem Abgrund.&quot; (Aus einem Aufruf an die Feldgeistlichen, Sommer 1941)</p>
<p>4. <em>Th&uuml;ringer Evangelische Kirche (Deutsche Christen)</em> | Der th&uuml;ringische Landesbischof Hugo R&ouml;nck trieb die rassistische und antisemitische Aufladung des Krieges im August 1941 in einem Hirtenbrief auf die Spitze: &quot;Der Kampf im Osten ist der Endkampf unseres Volkstums gegen die j&uuml;disch-bolschewistische Weltpest. Es gibt kein Zur&uuml;ck mehr. Gott hat unseren F&uuml;hrer gerufen, diese Ausgeburt der H&ouml;lle zu vernichten. Jeder evangelische Christ steht mit seinem Blut f&uuml;r diesen heiligen Sieg ein.&quot;</p>
<h3><strong>II. KATHOLISCHE KIRCHE (DEUTSCHE BISCHOFSKONFERENZ / EPISKOPAT)</strong></h3>
<p>Obwohl die katholische Kirche im Landesinneren im sogenannten &quot;Klostersturm&quot; Schikanen durch das NS-Regime erlebte, unterst&uuml;tzte das Episkopat den Krieg nach au&szlig;en hin loyal. Der Russlandfeldzug wurde kollektiv als Abwehrkampf gegen den Kommunismus legitimiert.</p>
<p>1.<em> Der Fuldaer Hirtenbrief der deutschen Bisch&ouml;fe (Juni 1941) </em>| Wenige Tage nach dem &Uuml;berfall auf die Sowjetunion versammelten sich die deutschen Bisch&ouml;fe in Fulda. Im gemeinsamen Hirtenbrief vom 26. Juni 1941 erkl&auml;rten sie: &quot;In dieser ernsten Stunde des Kampfes im Osten mahnen wir unsere katholischen Soldaten, im Vertrauen auf Gott ihre Pflicht im Geist der Aufopferung zu tun. Wir rufen die Gl&auml;ubigen auf, im Gebet Gottes Schutz f&uuml;r unsere Truppen zu erflehen, damit der m&ouml;rderische Bolschewismus, der die Kirche und die menschliche Ordnung vernichten will, endg&uuml;ltig &uuml;berwunden werde.&quot;</p>
<p>2. <em>Der Hirtenbrief der K&ouml;lner und Paderborner Kirchenprovinz (Juni 1941) </em>| Besonders deutlich formulierten es die Bisch&ouml;fe im Westen Deutschlands unter F&uuml;hrung von [[falsch: Erzbischof Joseph Frings (K&ouml;ln) und]] Lorenz Jaeger (Paderborn) im Sommer 1941: &quot;Ein Kampf von weltgeschichtlicher Bedeutung ist entbrannt. Es geht um die Rettung der christlichen Kultur vor dem Ansturm des gottlosen Bolschewismus. Dem F&uuml;hrer und Volk treu zu dienen, ist f&uuml;r den katholischen Christen eine heilige, von Gott auferlegte Pflicht.&quot;</p>
<p>3.<em> Bischof Clemens August Graf von Galen (M&uuml;nster)</em> | Bischof von Galen ist ber&uuml;hmt f&uuml;r seine mutigen Predigten gegen die NS-&quot;Euthanasie&quot; im Juli und August 1941. Doch exakt in derselben Phase legitimierte er den Russlandfeldzug vollkommen unkritisch. In einem Hirtenbrief vom 14. September 1941 schrieb er: &quot;Ein Kampf gegen die Pest des Bolschewismus, die das christliche Leben in unserem Vaterland und in ganz Europa zu vernichten drohte. [...] Wir sehen es als Gottes F&uuml;gung an, dass unser Heer gerufen ist, diese Gefahr niederzuwerfen. Unsere Tapferen opfern ihr Blut f&uuml;r Gott und Vaterland.&quot;</p>
<p>4.<em> Milit&auml;rbischof Franz Justus Rarkowski</em> | Der katholische Feldbischof der Wehrmacht nutzte eine extrem kriegstreiberische und religi&ouml;s verkl&auml;rte Sprache. In seinem Hirtenbrief zu Weihnachten 1940 f&uuml;hrte er aus: &quot;Das deutsche Volk hat ein sauberes Gewissen und geht mit reinem Schild in diesen Kampf. [...] Der Soldat, der an der Front steht und sein Leben f&uuml;r das Vaterland einsetzt, erf&uuml;llt das h&ouml;chste Gebot der christlichen N&auml;chstenliebe.&quot; - Zum Jahrestag des Kriegsbeginns am 1. September 1941 legte Rarkowski mit Blick auf den Osten nach: &quot;Der Kampf gegen den Bolschewismus ist ein heiliger Kreuzzug f&uuml;r die Erhaltung des Glaubens und der Gesittung. Wer im Osten f&auml;llt, f&auml;llt als christlicher Held im Kampf gegen die M&auml;chte der Finsternis.&quot;</p>
<p>5. <em>Erzbischof Conrad Gr&ouml;ber (Freiburg)</em> | Gr&ouml;ber, der anfangs als &quot;brauner Bischof&quot; galt, beschwor in einem Fastenhirtenbrief 1942 die moralische Pflicht zum totalen Durchhalten an der Front: &quot;Wir beten f&uuml;r den Sieg der deutschen Waffen. Denn ein Sieg des Bolschewismus w&uuml;rde das Ende des Christentums auf europ&auml;ischem Boden bedeuten. Daher gibt es f&uuml;r uns Katholiken kein Zaudern: Pflichterf&uuml;llung bis zum Letzten ist das Gebot der Stunde.&quot;</p>
<h3>III. SYSTEMATISCHES FAZIT DER ZITATE</h3>
<p>Die Dokumente verdeutlichen, dass beide Kirchenf&uuml;hrungen ab 1940 eine theologische Mobilmachung betrieben. Die Zitate zeigen drei feste Argumentationsmuster:</p>
<p>1. <em>Gottgewollte Obrigkeit:</em> Der Kriegsdienst wurde &uuml;ber den biblischen R&ouml;merbrief 13 (&quot;Jedermann sei untertan der Obrigkeit&quot;) zur absoluten religi&ouml;sen Pflicht erhoben.</p>
<p>2. <em>Das Feindbild Bolschewismus:</em> Der Gegner wurde metaphysisch als &quot;Ausgeburt der H&ouml;lle&quot;, &quot;Pest&quot; oder &quot;Untermenschentum&quot; entmenschlicht, was den brutalen Vernichtungskrieg psychologisch entlastete.</p>
<p>3. <em>Der Opfertod als Martyrium:</em> Das Sterben an der Ostfront wurde sakralisiert. Der Tod f&uuml;r das nationalsozialistische Deutschland wurde Versprechen auf das ewige Leben im christlichen Sinne umgedeutet.</p>
<h3>E. Die Rolle der Bekennenden Kirche (BK)</h3>
<p>Entgegen einem weit verbreiteten Gr&uuml;ndungsmythos war die <em>Bekennende Kirche keine politische Widerstandsorganisation</em> gegen den Nationalsozialismus im Allgemeinen oder gegen den Krieg im Speziellen. Ihr Widerstand entz&uuml;ndete sich 1934 (Barmer Theologische Erkl&auml;rung) prim&auml;r an der Verteidigung der kirchlichen Autonomie gegen die Gleichschaltung durch die NS-treuen &quot;Deutschen Christen&quot;.</p>
<p><em>Nationale Loyalit&auml;t:</em> Als der Russlandfeldzug 1941 begann, stand die &uuml;berw&auml;ltigende Mehrheit der Bekennenden Kirche - darunter prominente Figuren wie der Landesbischof Theophil Wurm - fest hinter Volk und Vaterland. Der Antikommunismus war in der BK ebenso tief verankert wie im Rest der Kirche. Man trennte strikt zwischen der Ablehnung der NS-Rassenideologie im Inland und der Pflicht, den Staat im Kampf gegen den &auml;u&szlig;eren, &quot;gottlosen&quot; Feind zu unterst&uuml;tzen.</p>
<p><em>Schweigen zu den Staatsverbrechen:</em> W&auml;hrend Einzelpersonen wie Dietrich Bonhoeffer aus christlicher &Uuml;berzeugung im echten, politischen Widerstand agierten, tat dies die BK als Institution nicht. Auch sie rief zu F&uuml;rbitten f&uuml;r den F&uuml;hrer und den Sieg der deutschen Truppen im Osten auf. Das Entsetzen &uuml;ber den stalinistischen Terror l&auml;hmte jede potenzielle Kritik an den deutschen Verbrechen in der Sowjetunion.</p>
<h3>F. Die Nachwirkungen</h3>
<p><em>Die theologische und ideologische Verstrickung in den Vernichtungskrieg im Osten wurde nach 1945 von beiden Kirchen nur z&ouml;gerlich aufgearbeitet. Die Existenz der Milit&auml;rseelsorge und die unkritische Unterst&uuml;tzung der Kriegspropaganda wurden in der unmittelbaren Nachkriegszeit oftmals verkl&auml;rt oder ignoriert, da der Antikommunismus auch im geteilten Nachkriegsdeutschland fortwirkte.</em></p>
<p><strong>VERTIEFUNG: DIE NACHKRIEGSAUFARBEITUNG</strong> | Nach 1945 war die Aufarbeitung dieses Kapitels in beiden Konfessionen &uuml;ber Jahrzehnte von Verdr&auml;ngung, Legendenbildung und Kontinuit&auml;t gepr&auml;gt.</p>
<ul>
    <li><em>Das Stuttgarter Schuldbekenntnis</em> (1945): Im Oktober 1945 formulierte die neu gegr&uuml;ndete Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) das Stuttgarter Schuldbekenntnis. Es war ein wichtiger Schritt, blieb jedoch abstrakt (&quot;... dass wir nicht mutiger bekannt ... haben&quot;). Die konkrete Mitschuld an der moralischen Absicherung des Vernichtungskrieges und die Verstrickung der Wehrmachtsseelsorge wurden gezielt ausgespart.</li>
    <li><em>Die &quot;Zwei-Legenden-Strategie&quot;</em>: (1) Die Legende von der sauberen Wehrmachtseelsorge: Ehemalige Kriegspfarrer pr&auml;gten in ihren Memoiren das Bild, sie seien an der Ostfront ausschlie&szlig;lich als &uuml;berparteiliche &quot;Tr&ouml;ster, Nothelfer und Retter der Menschlichkeit&quot; aufgetreten. Ihre aktive ideologische Funktion in der Predigtpraxis wurde verschwiegen. - (2) Die Legende der unbefleckten Kirche: Die Kirchen (insbesondere die katholische Kirche unter Verweis auf den &quot;Kirchenkampf&quot; und die BK auf evangelischer Seite) inszenierten sich kollektiv als Opfer oder gar als Kern des Widerstands gegen Hitler.</li>
    <li><em>Der Kalte Krieg als Aufarbeitungsbremse</em>: Da der Antikommunismus ab Ende der 1940er Jahre im Zuge des Kalten Krieges im Westen wieder zur staatlichen Doktrin wurde, sahen die Kirchenf&uuml;hrer keinen Grund, ihre antibolschewistischen Predigten von 1941 kritisch zu hinterfragen. Die alten Feindbilder blieben im Kern kompatibel.</li>
</ul>
<p><em>Sp&auml;te Kehrtwende in der Forschung</em>: Erst ab den 1980er und verst&auml;rkt in den 1990er/2000er Jahren &ouml;ffneten die kirchlichen Archive systematisch ihre T&uuml;ren f&uuml;r kritische Historiker. Studien wiesen detailliert nach, wie sehr die Feldpostbriefe und Predigten der Geistlichen den Vernichtungscharakter des Krieges moralisch &uuml;berhaupt erst tragbar machten. Eine offizielle, r&uuml;ckhaltlose Anerkennung dieser Mitschuld durch die Kirchenspitzen erfolgte gr&ouml;&szlig;tenteils erst im sp&auml;ten 20. und fr&uuml;hen 21. Jahrhundert.</p>
<p>(KI-Text!)</p>
<div class="frame1">
<h3>Literaturhinweise des Projektes &quot;Kirche &amp; Weltkrieg&quot; (Internet-Ressourcen)</h3>
<p>Der oben dokumentierte KI-Text ist selbstredend mangels einer pers&ouml;nlichen Autorenschaft nicht als Beitrag zur kirchengeschichtlichen Forschung zitierbar. Zum 85. &quot;Gedenktag&quot; des genozidalen deutschen Vernichtungskrieges gegen &quot;Russland&quot; (mit weit &uuml;ber 20 Millionen Opfern) weist das Projekt <a href="https://kircheundweltkrieg.wordpress.com/ ">https://kircheundweltkrieg.wordpress.com/ </a>auf folgende Internet-Ressourcen hin (Forschenden wird empfohlen, die Digitalb&uuml;cher abzuspeichern, da sich die URL-Angaben Ende 2026 ver&auml;ndern werden).</p>
<p><strong>Q_2015</strong> | <em>&quot;Es droht eine schwarze Wolke&quot;</em>. Katholische Kirche und Zweiter Weltkrieg. Erster Band: Lesesaal - Diskussion - Impulse. Herausgegeben von Peter B&uuml;rger im Auftrag von pax christi, Bundesvorstand und Kommission Friedenspolitik. Berlin: pax christi - Deutsche Sektion e.V. 2015. Freie Digitale Erstausgabe. <a href="https://neu.bv-opfer-ns-militaerjustiz.de/uploads/Dateien/Buchtipps/pcKIRCHEuWELTKRIEG20150921.pdf">https://neu.bv-opfer-ns-militaerjustiz.de/uploads/Dateien/Buchtipps/pcKIRCHEuWELTKRIEG20150921.pdf</a></p>
<p><strong>Q_2019a</strong> | <em>Im Sold der Schl&auml;chter</em>. Texte zur Milit&auml;rseelsorge im Hitlerkrieg. Herausgegeben von R. Schmid, Th. Nauerth, M.-W. Engelke, P. B&uuml;rger. Norderstedt: BoD 2019. Freie Digitale Erstausgabe <a href="https://friedenstheologie-institut.jimdofree.com/edition-pace-etc/im-sold-der-schl%C3%A4chter/">https://friedenstheologie-institut.jimdofree.com/edition-pace-etc/im-sold-der-schl%C3%A4chter/</a></p>
<p><strong>Q_2019b</strong> | Peter B&uuml;rger (Red.): <em>&quot;Erf&uuml;llt eure Pflicht gegen F&uuml;hrer, Volk und Vaterland!&quot;</em> R&ouml;misch-katholische Kriegsvoten aus den deutschen Bist&uuml;mern und der Milit&auml;rkirche Arbeitshilfe zum 80. Jahrestag des &Uuml;berfalls auf Polen. D&uuml;sseldorf, 28.08.2019. <a href="https://www.schiebener.net/wordpress/wp-content/uploads/2019/08/01b-AH-Bisch%C3%B6fe-Hitlerkrieg-2019-08-28.pdf">https://www.schiebener.net/wordpress/wp-content/uploads/2019/08/01b-AH-Bisch%C3%B6fe-Hitlerkrieg-2019-08-28.pdf</a></p>
<p><strong>Q_2021a</strong> | Dietrich Kuessner: <em>Die Deutsche Evangelische Kirche und der Russlandfeldzug</em>. (= Kirche &amp; Weltkrieg, Band 7). Norderstedt: BoD 2021. Freie Digitale Erstausgabe <a href="https://www.friedensbilder.de/KathDisk/_K&amp;W07_digitalbibliothek.pdf">https://www.friedensbilder.de/KathDisk/_K&amp;W07_digitalbibliothek.pdf</a></p>
<p><strong>Q_2021b </strong>| Dietrich Kuessner: <em>Der christliche Staatsmann</em>. Ein Beitrag zum Hitlerbild in der Deutschen Evangelischen Kirche und zur Kirchlichen Mitte. (= Kirche &amp; Weltkrieg, Band 10). Norderstedt 2021. Freie Digitale Erstausgabe <a href="https://www.friedensbilder.de/KathDisk/_K&amp;W09_digitalbibliothek.pdf">https://www.friedensbilder.de/KathDisk/_K&amp;W09_digitalbibliothek.pdf</a></p>
<p><strong>Q_2021c</strong> | Heinrich Missalla: <em>Die Kirchliche Kriegshilfe im Zweiten Weltkrieg.</em> (= Kirche &amp; Weltkrieg, Band 8). Eine Organisation des Deutschen Caritasverbandes. Norderstedt: BoD 2021. Freie Digitale Erstausgabe <a href="https://www.friedensbilder.de/KathDisk/_K&amp;W08_digitalbibliothek.pdf">https://www.friedensbilder.de/KathDisk/_K&amp;W08_digitalbibliothek.pdf</a></p>
<p><strong>Q_2021d </strong>| <em>Kriegsworte von Feldbischof Franziskus Justus Rarkowski.</em> Edition der Hirtenschreiben und anderer Schriften 1917 - 1944. (= Kirche &amp; Weltkrieg, Band 9). Norderstedt: BoD 2021. Freie Digitale Erstausgabe <a href="https://www.friedensbilder.de/KathDisk/_K&amp;W09_digitalbibliothek.pdf">https://www.friedensbilder.de/KathDisk/_K&amp;W09_digitalbibliothek.pdf</a></p>
<p><strong>Q_2021e</strong> | Peter B&uuml;rger: <em>&quot;Germanen versus Slawen&quot;.</em> Der gr&ouml;&szlig;te Genozid der Geschichte: &quot;Antislawismus&quot; als V&ouml;lkermord-Ideologie hinter dem deutschen Vernichtungskrieg im Osten. In: telepolis, 22.06.2021. <a href="https://www.heise.de/tp/features/Germanen-versus-Slawen-6113363.html">https://www.heise.de/tp/features/Germanen-versus-Slawen-6113363.html</a></p>
<p><strong>Q_2021f</strong> | Wolfgang St&uuml;ken: <em>Hirten unter Hitler</em>. Die Rolle der Paderborner Erzbisch&ouml;fe Caspar Klein und Lorenz Jaeger in der NS-Zeit (Kirche &amp; Weltkrieg, Band 12). Norderstedt: BoD 2021. Freie Digitale Erstausgabe <a href="https://www.friedensbilder.de/KathDisk/_K&amp;W12_digitalbibliothek.pdf">https://www.friedensbilder.de/KathDisk/_K&amp;W12_digitalbibliothek.pdf</a></p>
<p><strong>Q_2022a</strong> | Heinrich Missalla: <em>Rundbriefe und Predigtskizzen f&uuml;r die deutsche katholische Wehrmachtseelsorge</em>. Eine Dokumentation zu Angeboten der &quot;Kirchlichen Kriegshilfe&quot; 1940-1944. (Kirche &amp; Weltkrieg, Band 14). Norderstedt: BoD 2022. Freie Digitale Erstausgabe <a href="https://www.friedensbilder.de/KathDisk/_K&amp;W14_digitalbibliothek.pdf">https://www.friedensbilder.de/KathDisk/_K&amp;W14_digitalbibliothek.pdf</a></p>
<p><strong>Q_2022b </strong>| Peter B&uuml;rger: <em>&quot;Infokrieg: Unternehmen Barbarossa&quot;</em>. Vor 81 Jahren setzte Deutschland den Vernichtungsfeldzug gegen die Sowjetunion in Bewegung. - Politik, Milit&auml;rs, Medien und Wissenschaftsbetrieb bevorzugten ideologische &quot;Expertisen&quot; ohne Wirklichkeitsgehalt. In: Telepolis, 22.06.2022. <a href="https://www.telepolis.de/article/Frueher-Infokrieg-Unternehmen-Barbarossa-7147746.html">https://www.telepolis.de/article/Frueher-Infokrieg-Unternehmen-Barbarossa-7147746.html</a></p>
<p><strong>Q_2022c </strong>| Peter B&uuml;rger: <em>Die &quot;Auserw&auml;hlten&quot; in Russland</em>. Christliche Soldaten der Wehrmacht - eine Erinnerung zum 81. Gedenktag des deutschen Vernichtungskrieges gegen die Sowjetunion. In: Lebenshaus Schw&auml;bische Alb - Website, 22.06.2022. <a href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/014313.html">https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/014313.html</a></p>
<p><strong>Q_2025a</strong> | <em>Die Vers&ouml;hnung mit Russland als Auftrag.</em> Eine Textdokumentation mit drei Beitr&auml;gen von Ulrich Frey, Werner Krusche und Wolfram Wette. (Reihe: edition pace 2025). Hamburg: BoD 2025. Freie Digitale Erstausgabe <a href="https://solidarischekirche.de/wp-content/uploads/2025/09/soki-Versoehnung-Russland_2025-08-26.pdf">https://solidarischekirche.de/wp-content/uploads/2025/09/soki-Versoehnung-Russland_2025-08-26.pdf</a></p>
<p><strong>Q_2025b </strong>| Peter B&uuml;rger: <em>Bischofsbeistand f&uuml;r Hitlers V&ouml;lkermord-Feldzug gen Russland</em>. Das Beispiel des Paderborner Kardinals Lorenz Jaeger: &quot;Menschen, fast zu Tieren entartet&quot;. Zum Gedenktag zum Beginn des NS-V&ouml;lkermordes in Russland am 22. Juni 1941. In: Overton-Magazin, 22.06.2025. <a href="https://overton-magazin.de/top-story/bischofsbeistand-fuer-hitlers-voelkermord-feldzug-gen-russland/">https://overton-magazin.de/top-story/bischofsbeistand-fuer-hitlers-voelkermord-feldzug-gen-russland/</a>&nbsp;</p>
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   <title>Bundesregierung erklärt Zahlen zur Kriegsdienstverweigerung zur Staatsgeheimsache</title>
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   <published>2026-06-16T16:24:30Z</published>
   <updated>2026-06-16T19:37:20Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[Die Deutsche Friedensgesellschaft &ndash; Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) kritisiert die Weigerung der Bundesregierung, aktuelle Zahlen zur Kriegsdienstverweigerung offenzulegen. In ihrer Antwort...]]></summary>
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      <name>Michael Schmid</name>
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   <category term="3681" label="DFG-VK" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   <category term="4634" label="Kriegsdienstverweigerung" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   
   <content type="html" xml:lang="de" xml:base="https://www.lebenshaus-alb.de/">
      <![CDATA[<p>Die Deutsche Friedensgesellschaft &ndash; Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen  (DFG-VK) kritisiert die Weigerung der Bundesregierung, aktuelle Zahlen  zur Kriegsdienstverweigerung offenzulegen. In ihrer Antwort  auf eine Kleine Anfrage verweist die Bundesregierung erstmals darauf,  dass die Ver&ouml;ffentlichung entsprechender Daten das &quot;Staatswohl&quot;  gef&auml;hrden k&ouml;nne.</p>]]>
      <![CDATA[<h3>Deutsche Friedensgesellschaft &ndash; Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen kritisiert beispiellosen Angriff auf Transparenz bei der Aus&uuml;bung eines Grundrechts</h3>
<p>Die Deutsche Friedensgesellschaft &ndash; Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) kritisiert die Weigerung der Bundesregierung, aktuelle Zahlen zur Kriegsdienstverweigerung offenzulegen (siehe <a href="https://dserver.bundestag.de/btd/21/062/2106256.pdf">https://dserver.bundestag.de/btd/21/062/2106256.pdf</a>). In ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage verweist die Bundesregierung erstmals darauf, dass die Ver&ouml;ffentlichung entsprechender Daten das &quot;Staatswohl&quot; gef&auml;hrden k&ouml;nne.</p>
<p>&quot;Das ist ein neuer Tiefpunkt staatlicher Intransparenz&quot;, erkl&auml;rt Cornelia Mannewitz, Bundessprecherin der DFG-VK. &quot;Wir reden hier nicht &uuml;ber geheime Einsatzpl&auml;ne, Waffensysteme oder milit&auml;rische F&auml;higkeiten. Es geht um Menschen, die von ihrem Grundrecht auf Kriegsdienstverweigerung Gebrauch machen.&quot;</p>
<p>Noch vor wenigen Monaten wurden entsprechende Zahlen regelm&auml;&szlig;ig ver&ouml;ffentlicht. So teilte die Bundesregierung auf parlamentarische Anfragen detailliert mit, wie viele Menschen Kriegsdienstverweigerungsantr&auml;ge gestellt hatten. F&uuml;r das Jahr 2024 wurden beispielsweise 2.998 Antr&auml;ge genannt, im Jahr 2025 betrug die gemeldete Anzahl eingereichter Antr&auml;ge bereits 7.691.</p>
<p>Die DFG-VK h&auml;lt die nun vorgebrachte Begr&uuml;ndung f&uuml;r politisch hochproblematisch. Wenn bereits Informationen &uuml;ber die Inanspruchnahme eines Grundrechts als sicherheitsrelevant eingestuft werden, verschiebt sich die Grenze dessen, was einer demokratischen Kontrolle zug&auml;nglich ist.</p>
<p>&quot;Eine Demokratie muss aushalten, dass sichtbar wird, wie viele Menschen keinen Dienst an der Waffe leisten wollen. Wer die Zahl der Kriegsdienstverweigerer geheim h&auml;lt, sch&uuml;tzt nicht die Sicherheit des Landes, sondern verhindert &ouml;ffentliche Debatten &uuml;ber die gesellschaftliche Akzeptanz von Militarisierung und Wehrdienst.&quot;</p>
<p>Die Entwicklung ist besonders brisant, weil die Zahl der Kriegsdienstverweigerungsantr&auml;ge zuletzt deutlich angestiegen ist. Nach Angaben wurden im ersten Quartal 2026 bereits 2.656 Antr&auml;ge gestellt.</p>
<p>F&uuml;r die DFG-VK steht fest: Das Grundrecht auf Kriegsdienstverweigerung darf nicht politisch marginalisiert oder statistisch unsichtbar gemacht werden.</p>
<p>&quot;Transparenz gef&auml;hrdet nicht das Staatswohl. Eine Regierung, die Informationen &uuml;ber die Aus&uuml;bung von Grundrechten zur&uuml;ckh&auml;lt, gef&auml;hrdet das Vertrauen in demokratische Institutionen.&quot;</p>
<p>Die DFG-VK fordert die Bundesregierung auf, die bislang &uuml;bliche Ver&ouml;ffentlichungspraxis wiederherzustellen und die Entwicklung der Kriegsdienstverweigerungszahlen vollst&auml;ndig offenzulegen.</p>
<p class="quelle">Quelle:&nbsp;<a href="https://dfg-vk.de/">Deutsche Friedensgesellschaft &ndash; Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK)</a> -&nbsp;Pressemitteilung vom 15.06.2026.</p>]]>
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   <title>&quot;Wer Frieden will, muss mit dem Feind reden&quot;</title>
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   <id>tag:www.lebenshaus-alb.de,2026://1.15583</id>
   
   <published>2026-06-10T14:06:33Z</published>
   <updated>2026-06-10T19:40:08Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[Ralf Becker, Karen Hinrichs, Heinrich Sch&auml;fer, Theodor Ziegler und viele Unterst&uuml;tzer:innen (Organisationen, Einzelpersonen) haben eine &quot;&Ouml;kumenische Friedensschrift - 2026&quot; vorgelegt....]]></summary>
   <author>
      <name>Michael Schmid</name>
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   </author>
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         <category term="/schwerpunkte/gewalt_gewaltfreiheit_und_frieden/kirchen_und_frieden" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#category" />
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   <category term="4778" label="edition pace" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   
   <content type="html" xml:lang="de" xml:base="https://www.lebenshaus-alb.de/">
      <![CDATA[<p>Ralf Becker, Karen Hinrichs, Heinrich Sch&auml;fer, Theodor Ziegler und viele  Unterst&uuml;tzer:innen (Organisationen, Einzelpersonen) haben eine  &quot;&Ouml;kumenische Friedensschrift - 2026&quot; vorgelegt. In Kooperation mit dem  &Ouml;kumenischen Friedensnetz wird sie als Buchband in der Reihe &quot;edition  ppace&quot; herausgegeben. Kann man sich heute noch an der Bergpredigt orientieren? Ja, sagen  die Autor:innen dieser Friedensschrift. Denn die Bergpredigt ist  kompatibel mit der modernen Friedensforschung. Besonders das Konzept der  Friedenslogik zeigt Wege auf, wie Konflikte mit Mitteln der Diplomatie  und der zivilen Konfliktl&ouml;sung gel&ouml;st und Kriege verhindert werden  k&ouml;nnten. Eine kenntnisreiche Analyse der negativen Rolle des Westens bei  der Eskalation im Ukrainekrieg macht exemplarisch deutlich, dass der  &quot;Balken im eigenen Auge&quot; auf politischer Ebene zu oft die Sicht  verstellt.&nbsp;Diese &ouml;kumenische Friedensschrift gibt  Christ:innen und Humanist:innen eine klare friedensethische  Orientierung. Sie fordert dazu auf, in Zeiten massiver Aufr&uuml;stung  unmissverst&auml;ndlich f&uuml;r milit&auml;rische Abr&uuml;stung und f&uuml;r den Beitritt aller  Staaten zum UN-Atomwaffenverbotsvertrag einzutreten. Gerade die Kirchen  k&ouml;nnen eine starke, klare Stimme f&uuml;r Frieden sein und am Aufbau einer  Kultur des Friedens mitwirken.</p>]]>
      <![CDATA[<h3>Ralf Becker, Karen Hinrichs, Heinrich Sch&auml;fer, Theodor Ziegler und viele Unterst&uuml;tzer:innen haben eine &quot;&Ouml;kumenische Friedensschrift - 2026&quot; vorgelegt</h3>
<p><strong>Von Redaktion &sbquo;edition pace'</strong></p>
<div class="frame1">
<p>Ralf Becker / Karen Hinrichs / Heinrich Sch&auml;fer / Theodor Ziegler: <em><strong>Wer Frieden will, muss mit dem Feind reden.</strong></em> - Eine &ouml;kumenische Friedensschrift, 2026. (edition pace | Sonderband der Reihe). Hamburg: BoD 2026. (ISBN: 978-3-6963-9825-5; Paperback; 128 Seiten; 7,99 Euro). <a href="https://buchshop.bod.de/wer-frieden-will-muss-mit-dem-feind-reden-ralf-becker-9783696398255">https://buchshop.bod.de/wer-frieden-will-muss-mit-dem-feind-reden-ralf-becker-9783696398255</a></p>
</div>
<p><img src="/magazin/media/img/UmschlagAbb-Friedensschrift.jpg" width="280" height="446" vspace="10" hspace="10" align="right" alt="" />Ralf Becker, Karen Hinrichs, Heinrich Sch&auml;fer, Theodor Ziegler und viele Unterst&uuml;tzer:innen (Organisationen, Einzelpersonen) haben eine &quot;&Ouml;kumenische Friedensschrift - 2026&quot; vorgelegt. In Kooperation mit dem &Ouml;kumenischen Friedensnetz wird sie als Buchband in der Reihe &quot;edition ppace&quot; herausgegeben; die zuerst erschienene Internetfassung kann frei aufgerufen und verbreitet werden (siehe unten am Schluss dieses Textes).</p>
<h3>Orientierung an der Bergpredigt</h3>
<p>Kann man sich heute noch an der Bergpredigt orientieren? Ja, sagen die Autor:innen dieser Friedensschrift. Denn die Bergpredigt ist kompatibel mit der modernen Friedensforschung. Besonders das Konzept der Friedenslogik zeigt Wege auf, wie Konflikte mit Mitteln der Diplomatie und der zivilen Konfliktl&ouml;sung gel&ouml;st und Kriege verhindert werden k&ouml;nnten. Eine kenntnisreiche Analyse der negativen Rolle des Westens bei der Eskalation im Ukrainekrieg macht exemplarisch deutlich, dass der &quot;Balken im eigenen Auge&quot; auf politischer Ebene zu oft die Sicht verstellt.</p>
<p>Diese &ouml;kumenische Friedensschrift gibt Christ:innen und Humanist:innen eine klare friedensethische Orientierung. Sie fordert dazu auf, in Zeiten massiver Aufr&uuml;stung unmissverst&auml;ndlich f&uuml;r milit&auml;rische Abr&uuml;stung und f&uuml;r den Beitritt aller Staaten zum UN-Atomwaffenverbotsvertrag einzutreten. Gerade die Kirchen k&ouml;nnen eine starke, klare Stimme f&uuml;r Frieden sein und am Aufbau einer Kultur des Friedens mitwirken.</p>
<h3>Erste R&uuml;ckmeldungen zur &Ouml;kumenischen Friedensschrift:</h3>
<p>&quot;Die Kirche sollte in Verk&uuml;ndigung und Seelsorge, auch im politischen Diakonat, weiterdenken, als die M&auml;chte der Welt es verm&ouml;gen. Deshalb erfreut schon der richtungsweisende Titel der &Ouml;kumenischen Friedensschrift: &sbquo;Wer Frieden will, muss mit dem Feind reden'.&quot; (Horst Scheffler, Ltd. Milit&auml;rdekan a.D.).</p>
<p>&quot;Diese Friedensschrift gibt im besten Sinne eine Orientierung: klar in der Position, verst&auml;ndlich in der Sprache, gut strukturiert und ohne politische und theologische Verrenkungen.&quot; (Elisabeth Freise, Mitglied im Koordinierungskreis von &quot;Sicherheit neu denken&quot;).</p>
<p>&quot;Da ist etwas sehr Gutes entstanden! Besonders gelungen finde ich den klaren Aufbau und, noch wichtiger, die klare Sprache. Dadurch ist die Friedensschrift langfristig in vielerlei Kontexten interessant und nutzbar, etwa im Religionsunterricht oder auch in nichtkirchlichen Friedensinitiativen. Und die langfristige Nutzung und Wirkung ist wichtiger als kurzfristige Aufmerksamkeit. Aber das schlie&szlig;t sich ja nicht aus!&quot; (Markus Weingardt, Friedens- und Konfliktforscher).</p>
<h3>Leseprobe | Zusammenfassung (Seite 7-9)</h3>
<p><strong>Wer wir sind und wozu wir uns verpflichten</strong> | Als Mitglieder unterschiedlicher Kirchen in Deutschland stehen wir in Solidarit&auml;t und Liebe an der Seite der Opfer der Kriege und der Gefl&uuml;chteten. Um der betroffenen Menschen willen fordern wir alle kriegsf&uuml;hrenden Parteien auf, die Gewalt zu beenden. Wir verpflichten uns, den Opfern und Gefl&uuml;chteten weiterhin nach unseren M&ouml;glichkeiten durch praktische Hilfe und unsere F&uuml;rbitte beizustehen. Wir sehen uns durch unsere privilegierte westeurop&auml;ische Situation verpflichtet, jede Kriegstreiberei zu entlarven und die politisch Verantwortlichen zu einer friedensf&ouml;rderlichen Diplomatie aufzufordern.</p>
<p><strong>An wen wir uns richten</strong> | Unsere Schrift richtet sich zuerst an unsere eigenen Kirchen und Organisationen in Deutschland. Wir bringen uns mit neuen Impulsen in den friedenspolitischen und friedensethischen Diskurs ein. Dabei orientieren wir uns vor allem an der Friedensbotschaft Jesu. Zugleich richten wir uns an die Menschen in Politik und Gesellschaft, die als souver&auml;ne B&uuml;rger:innen und als Repr&auml;sentant:innen des Volkes Verantwortung tragen.</p>
<p><strong>Was im Mittelpunkt steht</strong> | Wir sind &uuml;berzeugt, dass die Friedensbotschaft Jesu allen Menschen gilt und gerade in der aktuellen Weltlage wichtige Orientierung f&uuml;r Verantwortliche in Politik und Gesellschaft geben kann. Wir verstehen besonders die Bergpredigt als sehr kompatibel mit den Einsichten der sozialwissenschaftlichen Friedens- und Konfliktforschung.</p>
<p><strong>Die Bergpredigt in der Politik ernst nehmen </strong>| Die Bergpredigt empfiehlt durchweg friedensf&ouml;rderliches Handeln: Dazu geh&ouml;ren Selbstkritik, intelligente Feindesliebe und die praktische Umsetzung der Goldenen Regel. Jesus r&auml;t, zuerst den Balken im eigenen Auge zu beachten, statt den Splitter im Auge des anderen. Das betont die Bedeutung von Selbstkritik f&uuml;r unser Wahrnehmen, Urteilen und Handeln. Das in der Friedensforschung entwickelte Konzept der Friedenslogik erscheint uns als bester Ansatz, um die biblischen Orientierungen in der Gegenwart in friedensf&ouml;rderliches Handeln umzusetzen.</p>
<p><strong>F&uuml;r Frieden in der Ukraine und f&uuml;r universales V&ouml;lkerrecht</strong> | Am Beispiel des Krieges Russlands gegen die Ukraine zeigen wir in dieser Schrift auf, wie friedenslogische Praxis dazu dienen kann, Gewalt und Krieg einzud&auml;mmen. Wir analysieren die Eskalation seit dem Aufnahmebeschluss der NATO f&uuml;r die Ukraine im Jahr 2008 und die verpassten und noch m&ouml;glichen Chancen zum Aufbau einer nachhaltigen friedlichen Sicherheitsordnung in Europa. - Wir pl&auml;dieren auch im Blick auf andere Kriege f&uuml;r die Ber&uuml;cksichtigung der Interessen aller Konfliktparteien und die St&auml;rkung des V&ouml;lkerrechts als universales Recht.</p>
<p><strong>Aufgaben der Kirchen</strong> | Kirchen werden ihrem Auftrag nur als Friedenskirchen gerecht. Die Friedensbotschaft Jesu stellt die Kirche in Kontrast zu einer von Gewalt und Unrecht gepr&auml;gten Gesellschaft und in Verbindung zur modernen Friedensforschung. Kirchen sollten in Zeiten massiver Aufr&uuml;stung unmissverst&auml;ndlich f&uuml;r milit&auml;rische Abr&uuml;stung und f&uuml;r den Beitritt aller Staaten zum UN-Atomwaffenverbotsvertrag eintreten und eine starke, klare Stimme f&uuml;r den Abbau von Feindbildern sein. Auf diese Weise wirken sie der Militarisierung der Gesellschaft entgegen.</p>
<p><strong>F&uuml;r eine Kultur des Friedens und der Gewaltfreiheit</strong> | Es gibt weltweit zahlreiche positive Beispiele christlichen Friedenswirkens. Glaubhaftes und wirksames Handeln der Kirchen erfordert die Unterst&uuml;tzung von Kriegsdienstverweigerung sowie konkretes Engagement f&uuml;r Zivile Konfliktbearbeitung und Friedensf&ouml;rderung. Als Christinnen und Christen sollten wir praktische Instrumente konstruktiver Konfliktbearbeitung erlernen und umsetzen. Der Glaube an den gewaltfreien Jesus und seine Botschaft vom Reich Gottes befreit uns vom Mythos, Friede sei durch milit&auml;rische Gewalt und Drohung zu erreichen. Dagegen ermutigt uns der Glaube zum gewaltfreien Widerstand gegen Unrecht und zum Aufbau einer Kultur des Friedens und der Gewaltfreiheit.</p>
<p><strong>Wie diese &ouml;kumenische Friedensschrift entstanden ist</strong> | Das Redaktionsteam wurde in einer Plenumssitzung einer gro&szlig;en Zahl von Vertreter:innen von Friedensorganisationen gebildet. Im Zusammenspiel von Entw&uuml;rfen und R&uuml;ckmeldungen aus dem Plenum entstand dieser Text.</p>
<h3>Die Redaktionsgruppe</h3>
<p><strong>Ralf Becker</strong>, Social Entrepreneur, seit 2019 Koordinator der Initiative Sicherheit neu denken, 2012-2019 Koordinator des gewaltfrei handeln - &ouml;kumenisch Frieden lernen e.V., Mitwirkung u. a. im SprecherInnen-Rat der Plattform Zivile Konfliktbearbeitung, in der Kirchentwicklung der Bist&uuml;mer Paderborn und M&uuml;nster, der Kampagne Erlassjahr 2000 sowie der Koordination internationaler Nachhaltigkeitsdialoge und der Umsetzung der Studie Zukunftsf&auml;higes Deutschland beim Hilfswerk Misereor.</p>
<p><strong>Karen Hinrichs</strong>, Pfarrerin i. R., Theologin und P&auml;dagogin, 1989-2004 Gemeindepfarrerin und 2004-2019 Oberkirchenr&auml;tin der Evangelischen Landeskirche in Baden, 2020-2025 Dozentin und Gesch&auml;ftsf&uuml;hrende Direktorin des Friedensinstituts der Evangelischen Hochschule Freiburg. Publikationen zu Friedensp&auml;dagogik und Theologie.&nbsp; Mitglied u. a. bei: &Ouml;kumenisches Institut f&uuml;r Friedenstheologie, Gewaltfrei Handeln - &ouml;kumenisch Frieden lernen e.V., Internationaler Vers&ouml;hnungsbund - Deutscher Zweig, Church and Peace.</p>
<p><strong>Heinrich Sch&auml;fer</strong>, Prof. Dr. Dr. (i. R.), Soziologe und evangelischer Theologe, Universit&auml;t Bielefeld; fr&uuml;her Universidad B&iacute;blica Latinoamericana, Costa Rica; arbeitet seit Ende der 1970er Jahre durch Feldforschung in zwei Kriegen und weitere wissenschaftliche T&auml;tigkeit in Lateinamerika und Deutschland u.a. am Themenkomplex &quot;Konflikt / Friede&quot; aus soziologischer und theologischer Perspektive. Sein theologischer Ansatz ist eine soziologisch informierte Befreiungstheologie.</p>
<p><strong>Theodor Ziegler</strong>, Dr. phil., Baiersbronn, Religionsp&auml;dagoge, wirkte am Friedensethischen Diskussionsprozess der Badischen Landeskirche sowie an der Erarbeitung des Szenarios &quot;Sicherheit neu denken. Von der milit&auml;rischen zur zivilen Sicherheitspolitik&quot; mit und geh&ouml;rt dem &Ouml;kumenischen Institut f&uuml;r Friedenstheologie sowie der Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte Kriegsgegner an. Dissertation: &quot;Motive und Alternativentw&uuml;rfe christlicher Pazifisten&quot;.</p>
<h3>Unterst&uuml;tzer:innen</h3>
<p><strong>Unterst&uuml;tzende Organisationen:</strong> Aktion &quot;Steuern zu Pflugscharen&quot; im Netzwerk Friedenssteuer e.V. | Bonhoeffer-Niem&ouml;ller-Stiftung | Christ*innen in der Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte Kriegsdienstgegner*innen (DFG-VK) | Church and Peace | Evangelische Arbeitsgemeinschaft f&uuml;r Kriegsdienstverweigerer W&uuml;rttemberg (EAK) | Forum Friedensethik in der Evangelischen Landeskirche Baden (FFE) | Frauengruppe &quot;Unterwegs f&uuml;r das Leben&quot; | Friedensinitiative Main-Taunus | Friedenspfarramt der Evangelischen Landeskirche in W&uuml;rttemberg | gewaltfrei handeln - &ouml;kumenisch Frieden lernen e.V. | Gr&uuml;ne Alternative e.V. | Initiative Christlicher Friedensruf | Initiative Sicherheit neu denken | Internationaler Vers&ouml;hnungsbund - Deutscher Zweig e.V. | IPPNW - Internationale &Auml;rzt*innen zur Verh&uuml;tung des Atomkrieges / &Auml;rzt*innen in sozialer Verantwortung e.V. Deutsche Sektion | Kairos Europa e.V., Heidelberg | &Ouml;kumenische Initiative zur Reform bzw. Abschaffung der Milit&auml;rseelsorge | &Ouml;kumenisches Institut f&uuml;r Friedenstheologie | pax christi | Deutsche Sektion | Solidarische Kirche im Rheinland | Werkstatt f&uuml;r Gewaltfreie Aktion Baden.</p>
<p><strong>Individuelle Unterst&uuml;tzer:innen:</strong>&nbsp; Gerd Bauz, Organisationsberater, Frankfurt am Main | Dietrich Becker-Hinrichs, Pfarrer i.R., Lahr | Prof. Dr. Hanne-Margret Birckenbach, Friedensforscherin, Hamburg | Susanne B&ouml;decker, DFG-VK Mitarbeiterin und Beraterin f&uuml;r KDV, Stuttgart | Paul Bosler, Pfarrer, N&uuml;rtingen | Dr. Eberhard B&uuml;rger, Pfarrer i.R., Magdeburg | Peter B&uuml;rger, Theologe und Publizist, D&uuml;sseldorf | Susanne B&uuml;ttner, Dekanin im Justizvollzug Baden-W&uuml;rttemberg, Schw&auml;bisch Gm&uuml;nd | Maria Buchwitz, Vorsitzende pax christi Di&ouml;zesanverband M&uuml;nster, M&uuml;nster | Dr. Angelika Claussen, Pr&auml;sidentin der IPPNW Europa, Bielefeld | Dr. Ulrich Duchrow, Prof. der Systematischen Theologie und Sozialethik, Heidelberg | Horst Fi&szlig;mer, Pfarrer i.R., Minden | Erich Frehse, Pfarrer i.R., Bonn | Prof. Dr. Josef Freise, Christlich-Muslimische Friedensinitiative Deutschland, Neuwied | Hartmut Friedrich, Theologe und Pfarrer i.R., Gaggenau | Dr. Gudula Frieling, Lehrerin, Dortmund | Dr. Ulrich van Gemmeren, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer i.R., Merzhausen | Udo Grotz, Pfarrer und Religionslehrer i.R., Heitersheim | Rita Horstmann, Pfarrerin i.R., K&ouml;ln | Stefanie Intveen, Mediatorin, K&ouml;ln | Aline Jung, Hausfrau und Organisatorin der Pilgerwege &quot;Unterwegs f&uuml;r das Leben&quot;, Ettenheim | Christian Keller, Theologe und Dekan i.R., Villingen/Schwarzwald | Gerhard Kern, 1. Vorsitzender der Friedensinitiative Main-Taunus, Lehrer i.R. und Konzerts&auml;nger, Hofheim am Taunus | Prof. i.R. Dr. Rainer Kessler, Alttestamentler, Frankfurt am Main | Dr. Heinz Klippert, &Ouml;konom, Lernforscher, Friedensp&auml;dagoge, Landau | Karl Wilhelm Koch, Dipl. Ing. chem., FH, Fachbuchautor &quot;St&ouml;rfall Atomkraft&quot;, Mehren | Robert K&ouml;lblin, Dipl. Ing. Elektrotechnik, Kriegsdienstverweigerer, L&ouml;rrach | Prof. Dr. Elke Krahmann, Politikwissenschaftlerin, Kiel | Wolfgang Krau&szlig;, Theologischer Mitarbeiter der Mennonitengemeinde Augsburg | Dr. Matthias Kreplin, Oberkirchenrat und Pfarrer, Karlsruhe | Thomas-Dietrich Lehmann, Evangelischer Gef&auml;ngnisseelsorger, Berlin | Johannes Maier, Leiter des &Ouml;kumenischen Gespr&auml;chskreises Frieden, Waldkirch-Kollnau | Dr. Eberhard M&uuml;ller, Biologe und Theologe, Zell am Harmersbach | Reinhard M&uuml;ller, Pfarrer. i.R., stellvertretender Vorsitzender der Bonhoeffer-Niem&ouml;ller-Stiftung e.V., Nieder Seifersdorf | Monika Nitsch, Evangelische Religionslehrerin i.R., D&uuml;sseldorf | Jacqueline Olesen, Friedensbeauftragte der Evangelischen Friedensgemeinde, Baden-Baden | Prof. Dr. Gottfried Orth, Theologe, Rothenburg ob der Tauber | Klaus Schittich, Weltb&uuml;rger und Menschenrechtsaktivist, Freiburg | Rainer Schmid, Theologe und Religionslehrer, Ulm/Donau | Michael Schweitzer, Pfarrer i.R., Ellenhausen | Thomas Carl Schwoerer, Bundessprecher der Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) | Prof. Dr. em. Franz Segbers, Sozialethiker, Konstanz | PD Dr. Stefan Silber, Theologe, Saarbr&uuml;cken | Richard Strodel, Diakon, Mitglied im IKF Bayern, Neustadt, Coburg | Klaus Waiditschka, Redakteur der Friedenssteuer-Nachrichten und Vorstand von CPTI, Mannheim | Dr. Klaus Wazlawik, Ingenieur f&uuml;r Tiefbohrtechnik, Berlin | Markus Weber, Dipl. Theologe, Referent f&uuml;r Friedensbildung &amp; pax christi im Erzbistum, Freiburg | Dr. Markus Weingardt, Friedens- und Konfliktforscher, T&uuml;bingen | Dominik Wei&szlig;, Diakon und Theologe, Baiersbronn | Prof. Dr. Dr. h.c. Dietrich Werner, Theologe, Berlin | Birgit Worzalla-Lapp, Friedensp&auml;dagogin, Mitarbeiterin bei pax christi und Friedenslicht-Aktion, St. M&auml;rgen | Andreas Zumach, Journalist und Autor, Berlin.</p>
<h3>DIGITALAUSGABE IM INTERNET</h3>
<p>Ralf Becker / Karen Hinrichs / Heinrich Sch&auml;fer / Theodor Ziegler: <em><strong>Wer Frieden will, muss mit dem Feind reden.</strong></em> - Eine &ouml;kumenische Friedensschrift, 2026. (edition pace | herausgegeben in Kooperation mit dem &Ouml;kumenischen Institut f&uuml;r Friedenstheologie). Digitale Erstausgabe, 11.05.2026. <a href="https://friedenstheologie-institut.jimdofree.com/app/download/8609240763/Oekumenische-Friedenschrift-2026.pdf">https://friedenstheologie-institut.jimdofree.com/app/download/8609240763/Oekumenische-Friedenschrift-2026.pdf</a></p>]]>
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   <title>Erhard Eppler: Die verkannte Demütigung der Russen</title>
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   <published>2026-06-05T16:24:30Z</published>
   <updated>2026-06-14T16:41:59Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[Nach dem Untergang der Sowjetunion hat man angefangen, Moskau zu dem&uuml;tigen, trotz der freiwilligen Schlie&szlig;ung des Warschau Paktes, trotz Gorbatschows...]]></summary>
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      <name>Michael Schmid</name>
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   <content type="html" xml:lang="de" xml:base="https://www.lebenshaus-alb.de/">
      <![CDATA[<p>Nach dem Untergang der Sowjetunion hat man angefangen, Moskau  zu dem&uuml;tigen, trotz der freiwilligen Schlie&szlig;ung des Warschau Paktes,  trotz Gorbatschows Ja zur Wiedervereinigung Deutschlands, trotz dem  Abzug des russischen Milit&auml;rs aus dem Gebiet der ehemaligen DDR. Man hat  die NATO nicht nur aufrechterhalten, sondern sie sogar um mehrere  L&auml;nder nach Osten erweitert, man hat Russland aus der G8 wieder  ausgeschlossen, man hat 2014 einen Putsch auf dem Kiever Maidan gegen  den tendenziell Russland-freundlichen Pr&auml;sidenten Wiktor Janukowytsch  inszeniert, und und und. Im Jahr 2016 hat der damals 90-j&auml;hrige deutsche  Politiker Erhard Eppler dazu eine &ndash; gerade auch aus heutiger Sicht &ndash;  &auml;u&szlig;erst wertvolle Analyse gezogen.&nbsp;<em>Christian M&uuml;ller, Redaktion Globalbridge.</em></p>]]>
      <![CDATA[<p>Der Friedensvertrag von Versailles nach dem Ersten Weltkrieg, in Kraft getreten 1919, hat den Verlierer des Krieges, Deutschland, bewusst gedem&uuml;tigt. Und das hat, darin sind sich die Historiker einig, dazu beigetragen, dass es Adolf Hitler gelang, an die Macht zu kommen. Nach dem Zweiten Weltkrieg haben die Siegerm&auml;chte diesen Fehler nicht mehr gemacht. Sie haben Deutschland sogar bewusst geholfen, wieder auf die Beine zu kommen. Aber hat man daraus auch dauerhaft gelernt? Nicht wirklich! Nach dem Untergang der Sowjetunion hat man angefangen, Moskau zu dem&uuml;tigen, trotz der freiwilligen Schlie&szlig;ung des Warschau Paktes, trotz Gorbatschows Ja zur Wiedervereinigung Deutschlands, trotz dem Abzug des russischen Milit&auml;rs aus dem Gebiet der ehemaligen DDR. Man hat die NATO nicht nur aufrechterhalten, sondern sie sogar um mehrere L&auml;nder nach Osten erweitert, man hat Russland aus der G8 wieder ausgeschlossen, man hat 2014 einen Putsch auf dem Kiever Maidan gegen den tendenziell Russland-freundlichen Pr&auml;sidenten Wiktor Janukowytsch inszeniert, und und und. Im Jahr 2016 hat der damals 90-j&auml;hrige deutsche Politiker Erhard Eppler dazu eine &ndash; gerade auch aus heutiger Sicht &ndash; &auml;u&szlig;erst wertvolle Analyse gezogen.&nbsp;<em>Christian M&uuml;ller, Redaktion Globalbridge.</em></p>
<ul>
    <li><a href="https://globalbridge.ch/die-verkannte-demuetigung-der-russen/">HIER WEITERLESEN</a></li>
</ul>
<p class="quelle">Quelle:&nbsp;<a href="https://globalbridge.ch/">Globalbridge</a>  vom 04.06.2026.</p>]]>
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   <title>Friedensnobelpreisträgerorganisation fordert Ende der diplomatischen Blockade</title>
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   <published>2026-05-28T19:26:34Z</published>
   <updated>2026-06-02T19:35:49Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[Die Friedensorganisation IPPNW fordert von der Bundesregierung ein Ende der diplomatischen Blockade und die Ernennung eines Sondergesandten f&uuml;r die Ukraine...]]></summary>
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      <name>Michael Schmid</name>
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   <category term="3957" label="Ukraine" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   
   <content type="html" xml:lang="de" xml:base="https://www.lebenshaus-alb.de/">
      <![CDATA[<p>Die Friedensorganisation IPPNW fordert von der Bundesregierung ein Ende  der diplomatischen Blockade und die Ernennung eines Sondergesandten f&uuml;r  die Ukraine und Russland. Erst k&uuml;rzlich hat die ehemalige  Bundeskanzlerin Angela Merkel von Europa mehr diplomatische  Anstrengungen zur Unterst&uuml;tzung der Ukraine im Abwehrkampf gegen  Russland gefordert. Sie halte es f&uuml;r nicht ausreichend, wenn nur  US-Pr&auml;sident Trump den Kontakt zu Russland halte und bedauere es, dass  Europa sein diplomatisches Potential nicht ausreichend einsetze.</p>]]>
      <![CDATA[<h3>Krieg gegen die Ukraine</h3>
<p>Die Friedensorganisation IPPNW fordert von der Bundesregierung ein Ende der diplomatischen Blockade und die Ernennung eines Sondergesandten f&uuml;r die Ukraine und Russland. Erst k&uuml;rzlich hat die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel von Europa mehr diplomatische Anstrengungen zur Unterst&uuml;tzung der Ukraine im Abwehrkampf gegen Russland gefordert. Sie halte es f&uuml;r nicht ausreichend, wenn nur US-Pr&auml;sident Trump den Kontakt zu Russland halte und bedauere es, dass Europa sein diplomatisches Potential nicht ausreichend einsetze.</p>
<p>&quot;Russlands Krieg gegen die Ukraine muss durch Deeskalation und Verhandlungen beendet werden. Wir d&uuml;rfen eine zuk&uuml;nftige europ&auml;ische Sicherheitsarchitektur nicht Donald Trump &uuml;berlassen und uns bei den Ukraineverhandlungen mit der Rolle am Katzentisch zufrieden geben. Allein auf milit&auml;rische Abschreckung zu setzen, ohne Diplomatie, Abr&uuml;stungs- oder R&uuml;stungskontrollvertr&auml;ge ist hochgef&auml;hrlich. Die Gegnerschaft zwischen Europa und Russland wird immer unvers&ouml;hnlicher, je l&auml;nger der Krieg dauert&quot;, warnt Dr. Lars Pohlmeier, IPPNW-Vorsitzender.</p>
<p>Mit ukrainischen Drohnen &uuml;ber NATO-Gebiet in den baltischen Staaten, den zunehmenden beiderseitigen Angriffen auf zivile Infrastruktur mit sogenannten &quot;Deep Strikes&quot; und der Involvierung der Bundesregierung durch die &quot;strategische Partnerschaft&quot; mit der Ukraine, die gemeinsame R&uuml;stungsprojekte beinhaltet, steigt die Eskalationsgefahr im Ukrainekrieg enorm. Ein Missverst&auml;ndnis, verirrte Flugk&ouml;rper oder gezielte St&ouml;rman&ouml;ver k&ouml;nnten den B&uuml;ndnisfall ausl&ouml;sen.<br />
<br />
Auch in Zeiten des Kalten Krieges gab es neben diplomatischen Beziehungen vertragliche Rahmenwerke wie das Moskauer Abkommen oder die internationale Konferenz f&uuml;r Sicherheit und und Zusammenarbeit in Europa (KSZE), bei der ab 1973 Vertreter der Bundesrepublik und der Sowjetunion gemeinsam mit den USA und anderen Staaten an einem Tisch sa&szlig;en, um den Dialog in Europa zu f&uuml;hren und Vertrauensbildung zu betreiben. In der sogenannten &quot;Harmel-Doktrin&quot; der NATO wurde neben der Abschreckung auch auf Dialog gesetzt, um die Risiken milit&auml;rischer Eskalation zu begrenzen.</p>
<p>Der Russland-Ukraine-Krieg hat laut Z&auml;hlungen des UN-Hochkommissariats f&uuml;r Menschenrechte (OHCHR) bis zum 31. M&auml;rz 2026 mindestens 15.578 zivile ukrainische Todesopfer gefordert, darunter mindestens 784 Kinder. Mehr als 43.000 Zivilist*innen wurden verletzt. Auch auf russischer Seite gibt es zivile Opfer. Das OHCHR geht davon aus, dass die tats&auml;chliche Anzahl an Verletzten und Toten in der ukrainischen Zivilbev&ouml;lkerung wesentlich h&ouml;her liegt.&nbsp;</p>
<p>Nach neusten Angaben des ukrainischen Generalstabs sind bereits mehr als 1,35 Millionen russische Soldaten im Kampf get&ouml;tet oder schwer verwundet worden. Die Daten lassen sich unabh&auml;ngig nicht &uuml;berpr&uuml;fen. Sowohl die Ukraine als auch Russland spielen die eigenen Verluste herunter. Ein Bericht der in Washington ans&auml;ssigen Denkfabrik CSIS &ndash; Center for Strategic and International Studies &ndash; ging Ende Januar 2026 allein f&uuml;r die Ukraine von Verlusten von 500.000 bis 600.000 Soldaten seit Kriegsbeginn im Februar 2022 aus, darunter 100.000 bis 140.000 Tote.</p>
<p class="quelle">Quelle: <a href="http://www.ippnw.de/">IPPNW</a> - Pressemitteilung vom&nbsp;27.05.2026.</p>]]>
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   <title>Überprüfungskonferenz des Atomwaffensperrvertrags endet erneut ohne Ergebnis</title>
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   <published>2026-05-23T20:12:27Z</published>
   <updated>2026-06-02T20:23:16Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[Die 11. &Uuml;berpr&uuml;fungskonferenz des Nichtverbreitungsvertrags (NVV) ist gestern in New York erneut ohne gemeinsames Abschlussdokument zu Ende gegangen. Wie bereits...]]></summary>
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      <name>Michael Schmid</name>
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      <![CDATA[<p>Die 11. &Uuml;berpr&uuml;fungskonferenz des Nichtverbreitungsvertrags (NVV) ist  gestern in New York erneut ohne gemeinsames Abschlussdokument zu Ende  gegangen. Wie bereits 2015 und 2022 scheiterten die Vertragsstaaten  daran, sich auf gemeinsame Schritte zur nuklearen Abr&uuml;stung zu einigen.  ICAN Deutschland sieht darin ein alarmierendes Zeichen f&uuml;r die  zunehmende Krise des internationalen Abr&uuml;stungsregimes.</p>]]>
      <![CDATA[<h3>&Uuml;berpr&uuml;fungskonferenz des Atomwaffensperrvertrags endet erneut ohne Ergebnis: Atomwaffenstaaten blockieren Abr&uuml;stung</h3>
<p>Die 11. &Uuml;berpr&uuml;fungskonferenz des Nichtverbreitungsvertrags (NVV) ist gestern in New York erneut ohne gemeinsames Abschlussdokument zu Ende gegangen. Wie bereits 2015 und 2022 scheiterten die Vertragsstaaten daran, sich auf gemeinsame Schritte zur nuklearen Abr&uuml;stung zu einigen. ICAN Deutschland sieht darin ein alarmierendes Zeichen f&uuml;r die zunehmende Krise des internationalen Abr&uuml;stungsregimes.</p>
<p>&quot;W&auml;hrend die Atomwaffenstaaten ihre Arsenale modernisieren und weiter auf nukleare Abschreckung setzen, wird der Atomwaffensperrvertrag zunehmend ausgeh&ouml;hlt&quot;, erkl&auml;rt Juliane Hauschulz, Vorstandsmitglied von ICAN Deutschland. &quot;Die Konferenz hat erneut gezeigt: Die gr&ouml;&szlig;ten Hindernisse f&uuml;r Fortschritte sind nicht mangelnde L&ouml;sungen, sondern mangelnder politischer Wille der Atomwaffenstaaten.&quot;</p>
<p>Die Verhandlungen waren von tiefen Konflikten gepr&auml;gt. Viele Staaten betonten die katastrophalen humanit&auml;ren Folgen jedes Einsatzes von Atomwaffen und forderten konkrete Fortschritte bei der Umsetzung der Abr&uuml;stungsverpflichtungen aus Artikel VI des NVV. Gleichzeitig versuchten mehrere Atomwaffenstaaten Berichten zufolge, selbst minimale Verweise auf humanit&auml;re Folgen und die Dringlichkeit nuklearer Abr&uuml;stung aus dem Entwurf des Abschlussdokuments zu streichen.</p>
<p>Besonders besorgniserregend ist, dass zentrale Normen der nuklearen R&uuml;stungskontrolle zunehmend infrage gestellt werden. W&auml;hrend der laufenden Konferenz testeten Russland und die USA atomwaffenf&auml;hige Raketen, Belarus &uuml;bte den Einsatz von Atomwaffen. Gleichzeitig verteidigten NATO-Staaten und Russland weiterhin die Stationierung von Atomwaffen in anderen L&auml;ndern im Rahmen der nuklearen Teilhabe.</p>
<p>Auch der UN-Atomwaffenverbotsvertrag (AVV), dem mittlerweile die Mehrheit der Staaten weltweit beigetreten ist oder den sie unterzeichnet haben, blieb umk&auml;mpft. Mehrere Atomwaffenstaaten lehnten selbst eine sachliche Erw&auml;hnung des Vertrags im Abschlussdokument ab.</p>
<p>&quot;Der Atomwaffenverbotsvertrag bleibt der glaubw&uuml;rdigste multilaterale Weg zur vollst&auml;ndigen Abschaffung von Atomwaffen&quot;, so Juliane Hauschulz. &quot;Dass selbst seine Erw&auml;hnung blockiert wird, zeigt, wie gro&szlig; der Widerstand gegen jede ernsthafte Debatte &uuml;ber die Abr&uuml;stung von Atomwaffen weiterhin ist.&quot;</p>
<p>ICAN Deutschland fordert die Bundesregierung auf, sich endlich wieder konstruktiv mit dem Atomwaffenverbotsvertrag auseinanderzusetzen. Die n&auml;chste Staatenkonferenz des Vertrags findet Ende November 2026 bei den Vereinten Nationen in New York statt.</p>
<p class="quelle">Quelle: <a href="https://www.icanw.de/">ICAN Deutschland</a> - Pressemitteilung vom 23.05.2026.</p>]]>
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   <title>Vor 50 Jahren in Sasbach: Der hoffnungsvolle Aufbruch der Erneuerbaren Energien</title>
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   <published>2026-05-17T05:48:59Z</published>
   <updated>2026-05-21T06:14:52Z</updated>
   
   <summary>Es waren bewegte Zeiten, vor 50 Jahren am Kaiserstuhl und Oberrhein. Im Elsass wurde ein extrem umweltvergiftendes Bleichemiewerk durch eine...</summary>
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      <name>Michael Schmid</name>
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   <category term="2367" label="Ökostrom" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   
   <content type="html" xml:lang="de" xml:base="https://www.lebenshaus-alb.de/">
      <![CDATA[<p>Es waren bewegte Zeiten, vor 50 Jahren am Kaiserstuhl und Oberrhein. Im  Elsass wurde ein extrem umweltvergiftendes Bleichemiewerk durch eine  grenz&uuml;berschreitende Bauplatzbesetzung unterbunden. Im badischen Wyhl,  im franz&ouml;sischen Gerstheim und im Schweizer Dorf Kaiseraugst wurde der  Bau von Atomkraftwerken durch eine trinationale Umweltbewegung  verhindert. Ein Fenster der M&ouml;glichkeiten hatte sich am Oberrhein  ge&ouml;ffnet und beherzte Menschen ergriffen die Chancen, die ein solches  geschichtliches &quot;window of opportunity&quot; bietet. In der Grenzregion am  Oberrhein, im Dreyeckland, liegen wichtige Wurzeln der damals  entstehenden neuen, erfolgreichen Umweltbewegung. Von Axel Mayer.</p>]]>
      <![CDATA[<p><strong>Von Axel Mayer</strong></p>
<p style="margin-left: 30px; margin-right: 30px;"><em><strong>Es waren bewegte Zeiten, vor 50 Jahren am Kaiserstuhl und Oberrhein. Im Elsass wurde ein extrem umweltvergiftendes Bleichemiewerk durch eine grenz&uuml;berschreitende Bauplatzbesetzung unterbunden. Im badischen Wyhl, im franz&ouml;sischen Gerstheim und im Schweizer Dorf Kaiseraugst wurde der Bau von Atomkraftwerken durch eine trinationale Umweltbewegung verhindert. Ein Fenster der M&ouml;glichkeiten hatte sich am Oberrhein ge&ouml;ffnet und beherzte Menschen ergriffen die Chancen, die ein solches geschichtliches &quot;window of opportunity&quot; bietet. In der Grenzregion am Oberrhein, im Dreyeckland, liegen wichtige Wurzeln der damals entstehenden neuen, erfolgreichen Umweltbewegung.</strong></em></p>
<h3>Ein regionaler Traum wird zum weltweiten Erfolg</h3>
<p>Ende Mai 1976 veranstalteten einige Aktive des damals frisch gegr&uuml;ndeten Bund f&uuml;r Umwelt und Naturschutz und die badisch-els&auml;ssischen B&uuml;rgerinitiativen die weltweit erste und gr&ouml;&szlig;te Ausstellung zu alternativen Energien in Sasbach am Kaiserstuhl. Der Widerstand gegen das im Nachbardorf Wyhl geplante AKW, das ber&uuml;hmte &quot;Nai h&auml;mmer gsait&quot; war den Aktiven nicht genug. Es galt nicht nur &quot;dagegen zu sein&quot;, sondern auch die Alternativen zur Atomenergie aufzuzeigen. Die Ausstellung fand 3 Jahre nach der gro&szlig;en &Ouml;lkrise 1973 mit ihren vier Sonntagsfahrverboten statt, ein &Ouml;lpreisschock der heute wieder Erinnerungen weckt.</p>
<p>Aus heutiger Sicht waren die Sasbacher Sonnentage eine kleine, ja geradezu winzige Ausstellung alternativer Energien, doch wir sagten selbstbewusst und durchaus auch verwegen: &quot;Das ist die Zukunft! Das sind die Alternativen zur Atomenergie&quot;. Aber gerade dieses &quot;aus heutiger Sicht&quot; zeigt den unglaublichen Erfolg der damaligen Idee und der umgesetzten Vision.</p>
<h3>Aus den Hoffnungen und Visionen von 1976 ist Realit&auml;t geworden</h3>
<p>Der Preis f&uuml;r Solarmodule ist seit 1976 um 99 % gesunken. Der immer noch aggressiv bek&auml;mpfte Strom aus Wind &amp; Sonne ist schon lange viel kosteng&uuml;nstiger als Gefahrstrom aus Kohle, &Ouml;l, Gas und Atom.</p>
<p>Vom 26.5.1976 bis zum 30.5.1976 fanden die Ausstellung und eine Vielzahl von Veranstaltungen statt. Ich selbst habe damals als noch sehr junger Umweltsch&uuml;tzer bei der Ausstellung mitgeholfen. Ich erinnere mich an Bottiche der Winzergenossenschaft, in denen Wasser solar erw&auml;rmt wurde, an die erste von mir bewusst wahrgenommene Fotovoltaikanlage, an den &quot;L&ouml;rracher Trichter&quot; von J&uuml;rgen Kleinw&auml;chter, an fr&uuml;he Windradmodelle und an erste Informationen und Vortr&auml;ge zu damals &quot;exotischen Themen&quot; wie Energieeinsparung, Endlichkeit der Rohstoffe, Klimaschutz und W&auml;rmed&auml;mmung. Es gab Referenten, die sagten, dass irgendwann einmal der Liter Benzin 2 DM (1 Euro) kosten k&ouml;nnte. (Manche hielten solch verwegene Prognosen und Aussagen f&uuml;r Spinnerei, denn der Benzinpreis lag damals bei 83 Pfennigen pro Liter &hellip;)</p>
<h3>Solarpionier Mildebrath</h3>
<p>Aktiv bei den Sonnentagen war auch der Sasbacher T&uuml;ftler Werner Mildebrath. Er f&uuml;hrte damals mit seiner Frau Erika, ein kleines d&ouml;rfliches Elektrogesch&auml;ft in Sasbach. Wie viele aus der d&ouml;rflichen Bev&ouml;lkerung war er fest eingebunden in den &ouml;rtlichen AKW Wyhl - Widerstand, als Elektriker aber hatte er einige &quot;besondere&quot; Aufgaben. Bei vielen Kundgebungen und Aktionen war er zust&auml;ndig f&uuml;r die &quot;Demo-Technik&quot;. Er organisierte die Elektrik, die damals noch &quot;exotische&quot; Videotechnik und die Lautsprecheranlagen und bediente diese. Im Wyhler Wald sorgte sein Aggregat bei Veranstaltungen f&uuml;r Strom. Durch die Volkshochschule Wyhler Wald war er sehr fr&uuml;h auf die damals absolut &quot;exotische&quot; thermische Erw&auml;rmung von Wasser mithilfe der Sonne aufmerksam geworden. Im Jahr 1975 baute der Elektriker, T&uuml;ftler und Handwerker f&uuml;r sein eigenes Haus eine sehr solide thermische Solaranlage die heute nicht nur immer noch existiert, sondern auch noch funktioniert. Es d&uuml;rfte sich dabei um eine der ersten praxistauglichen Solaranlagen in Deutschland gehandelt haben. F&uuml;r Werner Mildebrath war dies alles der Einstieg in die kleintechnische Produktion von Solaranlagen. Er gr&uuml;ndete eine kleine Firma und baute in der ganzen Region seine Anlagen, die heute noch funktionieren.</p>
<p>Das ganze Dorf Sasbach, gepr&auml;gt vom AKW-Wyhl-Protest, war mit allen Vereinen an der Ausgestaltung der ersten &quot;Sonnentage&quot; aktiv beteiligt. Die Winzergenossenschaft stellte das Gel&auml;nde f&uuml;r die Ausstellung und gleich daneben war der Festplatz, den uns der Musikverein &uuml;berlie&szlig;. Auch die alternative Volkshochschule Wyhler Wald war mit dabei. Zum alemannischen S&auml;nger- und Dichtertreffen kamen Andr&eacute; Weckmann, Roger Siffer und das Babbedeckel Theater. Unter den hohen Laubb&auml;umen des Festplatzes war das Ganze ein gro&szlig;es Volksfest mit Flohmarkt, Wein- und Bierausschank und (heute undenkbarem) Meerschweinchenrennen. &Uuml;ber 12.000 BesucherInnen kamen 1976 zu diesen ersten &quot;Sonnentagen&quot; nach Sasbach.</p>
<p>Es war tats&auml;chlich eine sehr kleine, weltgr&ouml;&szlig;te Ausstellung und es ist unglaublich und faszinierend, was sich in 50 Jahren aus diesen &quot;Sonnentagen&quot; entwickelt hat. In den Jahren 1977 und 1978 wurde die Messe in Sasbach wiederholt, wuchs dann aber so schnell, dass sie nach Freiburg umziehen musste. Aus den Sasbacher Sonnentagen wurden die gro&szlig;en &Ouml;ko-Messen des BUND, aus denen sich die Intersolar-Messe entwickelt hat. Eine Messe, f&uuml;r die bald sogar das Freiburger Messegel&auml;nde zu klein geworden war. Zwischenzeitlich haben Windr&auml;der, Fotovoltaikanlagen, Umweltprodukte und Umweltideen l&auml;ngst die kleinen Nischen verlassen. &Ouml;koprodukte und Umwelttechnik, die vor 50 Jahren in Sasbach noch bestaunte, neue Sensationen waren, gibt es heute im Baumarkt um die Ecke.</p>
<h3>Demokratisierung der Energieerzeugung durch Solaranlagen auf D&auml;chern&nbsp;</h3>
<p>Die vielen privaten Solaranlagen auf den D&auml;chern f&uuml;hrten auch zu einer Demokratisierung der Energieerzeugung. Zum &Auml;rger der Energiekonzerne wurde ihr Energieerzeugungsmonopol gebrochen. Die Wirtschaftsministerin und Gaslobbyistin Reiche versucht gerade eine energiepolitische Zeitenwende r&uuml;ckw&auml;rts durchzusetzen.</p>
<p>Noch im Jahr 1993 behaupteten die vier gro&szlig;en deutschen Energieversorger und Atomkonzerne in einer Anzeige in der Zeit: &quot;Regenerative Energien wie Sonne, Wasser oder Wind k&ouml;nnen auch langfristig nicht mehr als 4 % unseres Strombedarfs decken.&quot; Im Jahr 2025, 32 Jahre nach dieser Anzeige, hatten die erneuerbaren Energien einen Anteil von 59 Prozent an der Nettostromerzeugung erreicht. Bis heute l&auml;sst die Kohle-, &Ouml;l-, Gas und Atomlobby die kosteng&uuml;nstigen und umweltfreundlichen Energien mit B&uuml;rokratie und Fake-News bek&auml;mpfen. Doch Strom aus Wind und Sonne ist schon lange kosteng&uuml;nstiger als Strom aus neuen AKW. Wie sagte ein US-Pr&auml;sident: &quot;It&rsquo;s the economy, stupid&quot;.</p>
<p>&quot;Solarstrom (PV) ist inzwischen weltweit fast &uuml;berall am g&uuml;nstigsten: In der W&uuml;ste von Saudi-Arabien wird er f&uuml;r nur einen US-Cent pro Kilowattstunde (kWh) erzeugt, in Portugal f&uuml;r 1,4 US-Cent pro kWh.</p>
<p>Im Wyhler Wald steht ein Gedenkstein, der an das &quot;NAI H&Auml;MMER GSAIT&quot;, an den Erfolg der AKW GegnerInnen erinnert. Millionen von Solaranlagen auf den D&auml;chern erinnern an einen Traum, der vor 50 Jahren in Sasbach und Wyhl getr&auml;umt wurde. In Sasbach am Kaiserstuhl liegen wichtige Wurzeln des heutigen Solar- und Windbooms. Im Sommer 1976 war die Zeit reif f&uuml;r diese neuen Ideen.</p>
<p>&quot;Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen&quot;, soll Altbundeskanzler Helmut Schmidt einmal gesagt haben. Gut, dass sich die BUND-Aktiven und B&uuml;rgerinitiativen damals nicht an den Spruch des Altkanzlers gehalten, sondern ihre Tr&auml;ume in Realit&auml;t umgesetzt haben. Sonnen- und Windenergie sind inzwischen selbstst&auml;ndige Wirtschaftsbereiche geworden. Die &quot;Kinder&quot; der Sasbacher Sonnentage sind gro&szlig;, eigenst&auml;ndig und mehr als lebenst&uuml;chtig geworden.</p>
<p>In Sachen Mensch, Natur, Umwelt, Atomgefahren, Klimaschutz und echter Nachhaltigkeit gibt es f&uuml;r die Umweltbewegung auch in Zukunft genug zu tun. Tr&auml;ume von einem Ende der aktuellen weltweiten Raubbauwirtschaft und einer zukunftsf&auml;higen, nachhaltigen Welt werden getr&auml;umt und umgesetzt.</p>
<div class="info4">
<p><strong>Axel Mayer</strong>, Mitwelt Stiftung Oberrhein (der Autor war als junger Umweltsch&uuml;tzer bei den Sasbacher Sonnentagen aktiv)</p>
</div>
<p class="quelle">Quelle: <a href="http://www.mitwelt.org">Mitwelt.org</a>, 17.05.2026. Ausf&uuml;hrlich mit Links, Hinweisen und Bildern&nbsp;<a href="https://www.mitwelt.org/sasbach-sonnentage-solar-ausstellung.html">hier</a>.</p>]]>
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   <title>&quot;Pazifismus – Ein Grundriss&quot;</title>
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   <published>2026-05-14T16:36:51Z</published>
   <updated>2026-05-18T18:05:42Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[In der Reihe &quot;edition pace&quot; ist soeben das neue Werk&nbsp;des Friedensforschers Egon Spiegel&nbsp;&quot;Pazifismus &ndash; Ein Grundriss&quot; erschienen, herausgegeben in Kooperation...]]></summary>
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      <![CDATA[<p>In der Reihe &quot;edition pace&quot; ist soeben das neue Werk&nbsp;des Friedensforschers Egon Spiegel&nbsp;&quot;Pazifismus &ndash; Ein  Grundriss&quot; erschienen, herausgegeben in Kooperation mit dem &Ouml;kumenischen  Institut f&uuml;r Friedenstheologie.</p>]]>
      <![CDATA[<h3>Das neue Buch des Friedensforschers Egon Spiegel</h3>
<p><strong>Von Redaktion der Reihe &sbquo;edition pace&lsquo;</strong></p>
<div class="frame1">
<p>Egon Spiegel: <strong><em>Pazifismus. </em></strong>Ein Grundriss. (Reihe ǀ edition pace). Hamburg: BoD 2026. (ISBN: 978-3-6963-9380-9; Paperback; 236 Seiten; 11,99 Euro).</p>
<p><a href="https://buchshop.bod.de/pazifismus-egon-spiegel-9783696393809">https://buchshop.bod.de/pazifismus-egon-spiegel-9783696393809</a></p>
</div>
<p><img src="/magazin/media/img/Spiegel-Pazifismus-Cover.jpg" width="280" height="446" vspace="10" hspace="10" align="right" alt="" />In der Reihe &quot;edition pace&quot; ist soeben das neue Werk &quot;Pazifismus &ndash; Ein Grundriss&quot; erschienen, herausgegeben in Kooperation mit dem &Ouml;kumenischen Institut f&uuml;r Friedenstheologie:</p>
<p>Vielen Statements in dieser angespannten Zeit liegen Darstellungen von Pazifismus zugrunde, die dem Ziel dienen, diesen als unrealistisch abtun zu k&ouml;nnen und sich deshalb nicht wirklich mit diesem besch&auml;ftigen zu m&uuml;ssen.</p>
<p>Auch wenn es nicht d e n Pazifismus gibt, so f&uuml;hrt hier nun einer in sein Gedankengut ein, der sich damit nicht nur seit Jahrzehnten besch&auml;ftigt, sondern dieses auch in Theorie und Praxis, als Friedensforscher wie Aktivist, pers&ouml;nlich vertritt.</p>
<p>Dabei &uuml;berl&auml;sst er es &ndash; mit einem Kunstgriff &ndash; ausgerechnet einem Milit&auml;rstrategen, in die wesentlichen Grunds&auml;tze des Pazifismus einzuf&uuml;hren: Sunzi (544-496 BCE), der durch sein Werk &uuml;ber eine erfolgreiche Kriegf&uuml;hrung seit mehr als zweieinhalb Jahrtausenden die Kriegsgeschicke in Asien wesentlich beeinflusst hat, erl&auml;utert einem Milit&auml;r, der ihn nach seiner Wiederkehr auf dem heiligen Berg Tai Shan aufsucht, seine in vielen Jahrhunderten gereiften Ansichten &uuml;ber Frieden und Krieg. Dabei kann der neue Sunzi nahtlos an seine fr&uuml;here Auffassung, dass kein Krieg der beste Krieg sei, ankn&uuml;pfen.</p>
<p>Sunzis im vorliegenden Band wiedergegebenen Anschauungen f&uuml;hren in ein zeitgem&auml;&szlig;es Verst&auml;ndnis von Pazifismus ein.</p>
<h3>Vorwort des Verfassers</h3>
<p><em>Den</em> Pazifismus sowie eine allgemein zufriedenstellende Definition von Pazifismus gibt es nicht. Es gibt lediglich Ansichten dar&uuml;ber, was Pazifismus sein k&ouml;nnte. Diese sind ebenso zahlreich wie ihre Vertreter/innen und vielf&auml;ltig wie deren pers&ouml;nliche Hintergr&uuml;nde. Pazifismusverst&auml;ndnisse haben stets eine biografische Note und sind deshalb immer spezifischer Art, das hier ausgef&uuml;hrte nicht ausgeschlossen. Insofern unterliegt jeder Versuch, Pazifismus zu begreifen und zu beschreiben, der Limitierung und dr&auml;ngt auf eine kritische Auseinandersetzung mit diesem.</p>
<p>Mit dem vorliegenden Band soll grundrissartig in die Komplexit&auml;t des Begriffes und die damit verbundenen Anforderungen eingef&uuml;hrt werden. Hintergrund sind friedenswissenschaftliche Forschungs&shy;schwerpunkte, denen der Autor &uuml;ber einen Zeitraum von f&uuml;nfzig Jahren kontinuierlich nachgegangen ist und zu denen er zahlreiche Publikationen vorgelegt hat. Im Rahmen seiner mannigfachen internationalen universit&auml;ren Kooperationen und transkontinentalen Netzwerke hatte dieser bislang unz&auml;hlige Male Gelegenheit, Vortr&auml;ge und Vorlesungen zu den in diesem Band angesprochenen Themen zu halten.</p>
<p>Die Rahmenhandlung der hier vorliegenden Ausf&uuml;hrungen verdankt sich der langj&auml;hrigen Kooperation mit dem chinesischen Kollegen von der Nanjing University in Nanjing/China, Liu Cheng, Professor f&uuml;r Weltgeschichte, Direktor des &quot;Institute for British and Commonwealth Studies&quot; und Direktor des &quot;Institute for Peace Studies&quot; sowie Inhaber des UNESCO-Lehrstuhls f&uuml;r &quot;Peace Studies&quot;. Nach einem Vortrag vor hochrangigen Milit&auml;rs schlug diesem ein Teilnehmer vor, in Anlehnung an Sunzis ber&uuml;hmtes Buch &quot;Die Kunst des Krieges&quot; ein Buch mit dem Titel &quot;Die Kunst des Friedens&quot; zu verfassen.</p>
<p>F&uuml;r die nicht mit den Klassikern der chinesischen Literatur vertrauten Leser/innen sei erkl&auml;rt, dass der vor rund zweieinhalb Jahrtausenden lebende Sunzi ein Milit&auml;rstratege war, der seine Erfahrungen und Reflexionen auf so &uuml;berzeugende Weise zusammengefasst hat, dass diese bis in die Gegenwart hinein das milit&auml;rische Denken und Handeln nicht nur in China beeinflussen. In Claus von Clausewitz k&ouml;nnen wir, was den Einfluss auf milit&auml;rstrategisches Denken und Handeln &ndash; wenngleich nicht das Verst&auml;ndnis von Krieg &ndash; betrifft, eine sp&auml;te Parallele sehen.</p>
<p>Im vorliegenden Band wird der nach zweieinhalb Jahrtausenden wiedergekehrte Sunzi von einem Milit&auml;r aufgesucht und nach seinem aktuellen Verst&auml;ndnis von Frieden und Krieg befragt. Hierbei handelt es sich selbstverst&auml;ndlich um ein Konstrukt, um einen Kunstgriff in narrativer Absicht.</p>
<p>Als kleine Lesehilfe sei an dieser Stelle hinzugef&uuml;gt: Die einzelnen Abschnitte bauen aufeinander auf, m&uuml;ssen aber nicht zwingend zusammenh&auml;ngend oder nacheinander gelesen werden. Dasselbe gilt innerhalb der Abschnitte f&uuml;r die dort aufgestellten, einzelnen Thesen. Sie fordern auch in ihrer isolierten Form hinreichend heraus und beinhalten &ndash; jede f&uuml;r sich &ndash; Aussagen, die zum Austausch anregen (sollen). Was in der einen These m&ouml;glicherweise zu kurz zur Sprache kommt, wird h&auml;ufig an anderer Stelle noch einmal aufgegriffen und eigens vertieft.</p>
<p>Die Sammlung der Thesen eignet sich insbesondere f&uuml;r eine Behandlung im schulischen Unterricht, aber auch in universit&auml;ren Seminarveranstaltungen. Selbstverst&auml;ndlich bieten sie sich auch f&uuml;r Diskussionen im Rahmen politischer Veranstaltungen oder einfach f&uuml;r die private Lekt&uuml;re an.</p>
<p>Wer Hinweise auf weiterf&uuml;hrende Literatur vermisst, der sei auf die Jahrzehnte lange Forschung des Autors und ihren Niederschlag in einer Vielzahl einschl&auml;giger Publikationen verwiesen. Die meisten der hier versammelten Thesen sind dort nicht nur hergeleitet, sondern im Einzelnen ausf&uuml;hrlich behandelt.</p>
<p>Was die christliche Fundierung des im vorliegenden Band vertretenen Pazifismusverst&auml;ndnisses betrifft, so kann unter anderem auf eine bis heute mehrfach aufgelegte Teilver&ouml;ffentlichung der Dissertation des Autors verwiesen werden (Gewaltverzicht. Grundlagen einer biblischen Friedenstheologie, zuletzt 3. Auflage in der Reihe &sbquo;edition pace&lsquo;, 2025) sowie auf eine zusammen mit Liu Cheng publizierte Einf&uuml;hrung in die Friedenswissenschaft (Peacebuilding in a Globalized World. An Illustrated Introduction to Peace Studies, Beijing 2015).</p>
<p><strong>&Uuml;ber den Autor</strong> ǀ <strong>Egon Spiegel</strong>, Prof. Dr. theol. habil. Prof. h.c., Diplomtheologe, Diplompolitologe, ausgebildeter Pastoralreferent, ehemaliger Inhaber des Lehrstuhls f&uuml;r Praktische Theologie an der Universit&auml;t Vechta, gegenw&auml;rtig Advisory Professor am UNESCO-Lehrstuhl f&uuml;r Peace Studies der Nanjing University in Nanjing/China, diverse Lehrauftr&auml;ge und Gastprofessuren, international vielf&auml;ltig vernetzt, zahlreiche friedenswissenschaftliche Publikationen.</p>
<p>Website: <a href="https://www.egon-spiegel.net">www.egon-spiegel.net</a>, Email: egon.spiegel@uni-vechta.de</p>
<p><strong>Leseprobe beim Verlag:</strong> <a href="https://buchshop.bod.de/pazifismus-egon-spiegel-9783696393809">https://buchshop.bod.de/pazifismus-egon-spiegel-9783696393809</a></p>
<p style="text-align: center;">***********</p>
<p>Erstausgabe des &Ouml;kumenischen Instituts f&uuml;r Friedenstheologie <a href="https://friedenstheologie-institut.jimdofree.com/app/download/8608611563/SPIEGEL-pazifismus-2026.pdf">https://friedenstheologie-institut.jimdofree.com/app/download/8608611563/SPIEGEL-pazifismus-2026.pdf</a></p>]]>
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   <title>Worte putzen – Zum &quot;Wörterbuch der Kriegstüchtigkeit&quot;</title>
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   <id>tag:www.lebenshaus-alb.de,2026://1.15578</id>
   
   <published>2026-05-06T14:30:42Z</published>
   <updated>2026-05-18T16:24:31Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[Der Konfliktforscher und Autor Leo Ensel hat ein Buch ver&ouml;ffentlicht, in dem er den uns aktuell aus allen Ecken und...]]></summary>
   <author>
      <name>Michael Schmid</name>
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   </author>
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         <category term="/schwerpunkte/internationales_militar_und_krieg" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#category" />
   
   <category term="4674" label="Leo Ensel" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   
   <content type="html" xml:lang="de" xml:base="https://www.lebenshaus-alb.de/">
      <![CDATA[<p>Der Konfliktforscher und Autor Leo Ensel hat ein Buch ver&ouml;ffentlicht, in  dem er den uns aktuell aus allen Ecken und Enden entgegenwabernden  Jargon der Kriegsert&uuml;chtigung kritisch unter die Lupe nimmt und  friedensfrech entlarvt. Im vorliegenden Text beschreibt er, was ihn dazu  motiviert hat und was er damit bezweckt, wie er dabei vorging und zu  welchen Resultaten er gekommen ist.</p>]]>
      <![CDATA[<p>Der Konfliktforscher und Autor Leo Ensel hat ein Buch ver&ouml;ffentlicht, in dem er den uns aktuell aus allen Ecken und Enden entgegenwabernden Jargon der Kriegsert&uuml;chtigung kritisch unter die Lupe nimmt und friedensfrech entlarvt. Im vorliegenden Text beschreibt er, was ihn dazu motiviert hat und was er damit bezweckt, wie er dabei vorging und zu welchen Resultaten er gekommen ist.</p>
<p><strong>Von Leo Ensel</strong></p>
<p style="margin-left: 80px;"><em>&quot;Worte zu putzen, das &uuml;berlasse ich dir&quot;, meinte der Halbphilosoph. &quot;Mir liegt allein an der Wahrheit.&quot; <br />
</em></p>
<p style="margin-left: 80px;"><em>&quot;&Auml;rmster!&quot; rief der Philosoph.<br />
</em></p>
<p style="margin-left: 80px;"><em>&quot;Warum &Auml;rmster?&quot;<br />
</em></p>
<p style="margin-left: 80px;"><em>&quot;Weil du nun auf beides verzichten musst.&quot;<br />
</em></p>
<p style="margin-left: 80px;"><em>&quot;Auf beides?&quot;<br />
</em></p>
<p style="margin-left: 80px;"><em>&quot;Jawohl. Auch auf die Wahrheit.&quot;<br />
</em></p>
<p style="margin-left: 80px;"><em>&quot;Auf welche?&quot;<br />
</em></p>
<p style="margin-left: 80px;"><em>&quot;Auf die Wahrheit &uuml;ber die Wahrheit.&quot;<br />
</em></p>
<p style="margin-left: 80px;"><em>&quot;Und die lautet?&quot;<br />
</em></p>
<p style="margin-left: 80px;"><em>&quot;Dass sie nur durch geputzte Fenster hindurch scheint.&quot;<br />
</em></p>
<p style="margin-left: 280px;"><em>(G&uuml;nther Anders)</em></p>
<p>&sbquo;Worte putzen&lsquo; &ndash; niemals ist das wichtiger als zu Kriegs- und Vorkriegszeiten! Mittlerweile ist es &uuml;berf&auml;llig. Schon aus hygienischen Gr&uuml;nden. Die Formulierungen radikalisieren sich in atemberaubendem Tempo, der Ton wird tagt&auml;glich schriller. Waren wir gestern noch laut Boris Pistorius &quot;nicht mehr im kompletten Frieden&quot;, so kam Kanzler Merz bereits f&uuml;nf Tage sp&auml;ter schon ohne das beschwichtigende W&ouml;rtchen &quot;komplett&quot; aus. Ursula von der Leyen spricht noch, f&uuml;r ihre Verh&auml;ltnisse moderat, von einem &quot;Kampf&quot; (&quot;fight&quot;), w&auml;hrend in den Talkshows &ndash; &quot;F&uuml;nf St&uuml;hle, eine Meinung&quot; &ndash; pausenlos vom &quot;grauen&quot; oder &quot;hybriden&quot; Krieg gefaselt wird, den Russland (pardon: Putin!) angeblich gegen uns f&uuml;hrt. Dabei hecheln sie alle nur der Avantgardistin mit dem Klassensprecherinnen-Habitus hinterher: Annalena Baerbock, die bereits am 24. Januar 2023 in klarem Deutsch verk&uuml;ndete: &quot;We are fighting a war against Russia!&quot; Das finale Ziel jeglicher Propaganda, die Ent-Menschlichung des Gegners &ndash; ein Blick auf die Attribute, mit denen zum Beispiel der russische Pr&auml;sident von unseren Leitmedien seit Jahren belegt wird, gen&uuml;gt &ndash;, ist jedenfalls l&auml;ngst erreicht.</p>
<p>F&uuml;r die Umkrempelung unserer gesamten Gesellschaft in Richtung &quot;Kriegst&uuml;chtigkeit&quot; ist die &ndash; aktuell sich noch geheim im Hintergrund vollziehende &ndash; zivil-milit&auml;rische Verzahnung nach dem &quot;Operationsplan Deutschland&quot; eben nur die halbe Miete. Parallel dazu wird offen und ungeniert ein &quot;Mentalit&auml;tswechsel&quot; oder &quot;neuer Mindset&quot;, eine &quot;Gedankenwende&quot; bzw. &quot;kulturelle Umprogrammierung&quot; eingefordert. Ein Mittel, dies m&ouml;glichst elegant durchzusetzen, ist die <em>Sprache</em>. Dass Sprache das Bewusstsein und damit indirekt auch unser Handeln pr&auml;gt, ist eine Binse. Wie dies geschieht, wie wir alle &ndash; jeden Tag mehr &ndash; an das Undenkbare gew&ouml;hnt und m&ouml;glichst ger&auml;uschlos umprogrammiert werden sollen, das zeigt &ndash; &quot;worteputzend&quot; &ndash; mein &quot;W&ouml;rterbuch der Kriegst&uuml;chtigkeit&quot;.</p>
<h3>Woker Militarismus</h3>
<p>Und dies ist bitter-n&ouml;tig. Denn der neue Militarismus kommt nicht zuletzt smart, gendergerecht und TikTok-kompatibel daher. Pickelhaube und schnarrender preu&szlig;ischer Befehlston sind out. &quot;Woke &amp; wehrhaft&quot; hat die postmoderne Truppe zu sein &ndash; s&auml;mtliche Minderheiten der bunt-diversen Gesellschaft all inclusive. Der Weg in den (m&ouml;glicherweise finalen) Krieg vollzieht sich nicht via Knobelbecherknallen, sondern als &quot;Latschen in Sneakers&quot; &ndash; am Ende wom&ouml;glich gar nicht mehr der Deutschland-, sondern der Regenbogenflagge hinterher.</p>
<p>Und das hat Auswirkungen auf die Sprache. Sind der Hardcore-Sound (&quot;Wille zum Kampf&quot;, &quot;immer ein Feind&quot;, &quot;zweiter Hitler&quot; etc.) oder das Verwaltungsdeutsch im Tarnfleck (&quot;Aufwuchsf&auml;higkeit&quot;, &quot;Grundbeorderung&quot;, &quot;Nachsteuerungsbedarf&quot; oder &quot;personelle Tiefe&quot;) noch ohne Weiteres durchschaubar, so ist das bei der sanften Begleit- und Hintergrundmusik deutlich vertrackter. Wer denkt schon bei W&ouml;rtern und Formulierungen wie &quot;absolut mega!&quot;, &quot;Baby&quot;, &quot;coolste Ausschnitte&quot;, &quot;D&uuml;nger&quot;, &quot;echt&quot;, &quot;erlebbar&quot;, &quot;ganzheitlich&quot;, &quot;Gl&uuml;ck&quot;, &quot;lodernder Glutkern&quot;, &quot;meinem Herzen folgen&quot;, &quot;my favorite toy&quot;, &quot;neues Gef&uuml;hl&quot; oder &quot;Sinnsuche&quot;, ja beim puren &quot;Wir&quot; als Erstes an &quot;Kriegst&uuml;chtigkeit&quot;?</p>
<p>Hat sich das Ohr dagegen erst einmal gesch&auml;rft, so wabert es einem aus allen Ecken und Enden entgegen. Die aktuelle Verwahrlosung unserer Sprache vollzieht sich nicht zuletzt auf die gem&uuml;tliche, um nicht zu sagen: <em>kokette</em> Tour! Schon bei der groben Durchsicht f&auml;llt auf, dass unter den Stichworten auff&auml;llig viele dominieren, die Assoziationen an &ouml;kologisches, gar &sbquo;wokes&lsquo; Gedankengut wecken. Entsprechend ist nun von &quot;nachhaltiger Wehrhaftigkeit&quot;, &quot;Greening the armies&quot;, &quot;technologischen &Ouml;kosystemen&quot; oder &quot;mehr Sichtbarkeit&quot;, &quot;in der Gesellschaft ankommen&quot;, &quot;queerfeldein marschieren&quot; und &quot;Resilienz&quot; die Rede. Selbst der Habermas&lsquo;sche Jargon hat in Gestalt einer geforderten &quot;Diskurst&uuml;chtigkeit&quot; mittlerweile Eingang ins aktuelle Verdummungsdeutsch gefunden!</p>
<h3>Zur Genese</h3>
<p>Am Anfang meines &quot;W&ouml;rterbuchs&quot; stand kein Masterplan. Es hat sich mit der Zeit &ndash; je mehr sich das Ohr sch&auml;rfte, desto rasanter &ndash; einfach zusammengel&auml;ppert.</p>
<p>Vor vielen Jahren hatte ich ab und zu in G&uuml;nther Anders&lsquo; <a href="https://www.guenther-anders-gesellschaft.org/aktuelles/neuausgabe-von-visit-beautiful-vietnam">&quot;Visit beautiful Vietnam &ndash; ABC der Aggressionen&quot;</a> herumgebl&auml;ttert &ndash; einem Band, der Ende der Sechziger Jahre das Idiom der westlichen Berichterstattung &uuml;ber den Vietnamkrieg scharfsinnig sezierte. Irgendwann im Fr&uuml;hjahr 2025 kam mir der Gedanke, den uns aktuell aus allen Ecken entgegenwabernden &quot;Jargon der Kriegst&uuml;chtigkeit&quot; auch mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Als ich Ende Mai die <a href="https://globalbridge.ch/das-woerterbuch-der-kriegstuechtigkeit-i/">erste Folge</a> meines &quot;W&ouml;rterbuchs&quot; auf der Schweizer Plattform <em>Globalbridge</em> ver&ouml;ffentlichte, da ahnte ich allerdings nicht im Entferntesten, dass sich diese erste spontane, unsystematische Sammlung bereits ein halbes Jahr sp&auml;ter zu einem Gro&szlig;projekt ausgewachsen h&auml;tte, das zum Redaktionsschluss zwischen zwei Buchdeckeln um die 450 Stichworte versammelte. (Mittlerweile sind es schon wieder &ndash; wie die laufende Serie bei den <a href="https://www.nachdenkseiten.de/?tag=woerterbuch-der-kriegstuechtigkeit"><em>Nachdenkseiten</em></a> und <a href="https://globalbridge.ch/author/leo-ensel/"><em>Globalbridge</em></a> zeigt &ndash; 250 mehr.)</p>
<p>Nat&uuml;rlich ist der exponentielle Anwuchs &ndash; &quot;Aufwuchs&quot;? &ndash; des &sbquo;Materials&lsquo; nur zum Teil meinem nunmehr gesch&auml;rfteren Ohr geschuldet. Je mehr sich die Lage zuspitzt, je st&auml;rker diese Gesellschaft sich militarisiert, desto intensiver wird auch die Sprache in Anspruch genommen, sprich: offen brutal oder &ndash; viel effektiver! &ndash; <em>sanft</em> vergewaltigt. Ich musste (und muss) also nur mein Segel aufspannen oder mein Netz auswerfen &ndash; Wind und Fische kommen von ganz alleine.</p>
<h3>Ein &sbquo;psycholinguistisches Aufkl&auml;rungsbuch&lsquo;</h3>
<p>Den nun vorliegenden kleinen Band sehe ich nicht zuletzt als ein <em>als W&ouml;rterbuch getarntes psycholinguistisches Aufkl&auml;rungsbuch</em> an: &uuml;ber die sublimen verbalen Techniken der &ndash; sich heute vornehm &quot;strategische Kommunikation&quot; nennenden &ndash; zeitgem&auml;&szlig;en Kriegspropaganda. Dass ich weder Linguist noch Psychologe bin, st&ouml;rt mich dabei nicht im Geringsten. Mein Ziel war es ja nicht, die jeweiligen Stichworte bis in die &quot;subsemiotische Teilchenebene&quot; hinein ideologiekritisch zu zerlegen, wie es Dolf Sternberger, Gerhard Storz und W.E. S&uuml;skind unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg in ihrem un&uuml;bertroffenen <a href="https://de-academic.com/dic.nsf/dewiki/1530802">&quot;W&ouml;rterbuch des Unmenschen&quot;</a> unternommen haben. Es reicht v&ouml;llig, die Worte beim Wort zu nehmen und ihnen respektlos auf den Zahn zu f&uuml;hlen! Oder, um mich frech bei einem Klassiker zu bedienen: Ich bringe die versteinerten &ndash; verbalen &ndash; Verh&auml;ltnisse zum Tanzen, indem ich ihnen ihre eigene Melodie vorspiele&hellip;</p>
<p>Entscheidend war mir, dass das Buch &ndash; das ja, da die Kriegsgefahr uns alle betrifft, m&ouml;glichst unterschiedliche Menschen aller Generationen und sozialen Milieus ansprechen will &ndash; leicht zug&auml;nglich und angenehm zu lesen ist. Ja, es soll, trotz &ndash; genauer: wegen &ndash; des schrecklichen Themas, auch noch Spass machen, immer wieder in ihm herumzust&ouml;bern! Entsprechend habe ich mich weder an Sternbergers luzidem &quot;W&ouml;rterbuch des Unmenschen&quot;, noch an Victor Klemperers eher episch gehaltener <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/LTI_&ndash;_Notizbuch_eines_Philologen">&quot;LTI&quot;</a> orientiert, sondern, fr&ouml;hliche Wissenschaft betreibend, in Wort und Stil an einem kanonischen Werk der Sprachsatire: <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Dummdeutsch">&quot;Dummdeutsch&quot;</a> von Eckhard Henscheid. Mehr noch: Ich betrachte meinen kleinen Band als dessen antimilitaristisches Gegenst&uuml;ck &ndash; als gnadenlos friedensfreches Vorf&uuml;hren des aktuellen kriegstreiberischen &quot;Verdummungsdeutschs&quot;!</p>
<h3>Die jungen Menschen</h3>
<p>Gewidmet ist mein B&uuml;chlein den ganz jungen Menschen: den Teenagern beiderlei Geschlechts, die 2008 und sp&auml;ter geboren sind &ndash; und die alles Recht der Welt haben, ihr Leben, ihre Jugend (soweit das unter den aktuellen Bedingungen &uuml;berhaupt m&ouml;glich ist) zu genie&szlig;en. Den (eh schon Corona-gebeutelten) Jungen, denen wir &Auml;lteren nicht nur ein Land im taumelnden Niedergang, sondern auch einen billionenschweren Schuldenberg und einen Planeten im Kipp-Prozess hinterlassen. Den jungen Menschen, die sich zudem &ndash; zumindest, was die M&auml;nner betrifft &ndash; ab Mitte 2027 alle mustern lassen m&uuml;ssen. Und die im &quot;Anwendungs-&quot; oder &quot;B&uuml;ndnisfall&quot; gar ihre Knochen &ndash; nat&uuml;rlich nicht mehr f&uuml;rs &quot;Vaterland&quot;, sondern diesmal &ndash; f&uuml;r das Gemeinwesen hinhalten m&uuml;ssten, sprich: die, wie jetzt die (oft gar nicht mehr so jungen) ukrainischen und russischen Soldaten, <em>verheizt</em> w&uuml;rden. H&ouml;here Milit&auml;rs sprechen bereits ungeniert von Tausenden &quot;Verlusten&quot; &ndash; gemeint sind Tote und Schwerstverletzte &ndash; pro Tag. Und ein Althistoriker hat die Chuzpe, Eltern in aller ARD-&Ouml;ffentlichkeit aufzufordern, ihre Kinder zu &quot;opfern&quot;.</p>
<p>Ich w&uuml;nsche mir sehr, dass diese jungen Menschen, die an Leib und Seele (noch) Unversehrten, es sich in allem gebotenen Ernst klarmachen: <em>Sie sind es, die es als Erste treffen wird!</em></p>
<h3>&quot;NEIN!&quot; und knirschender Sand</h3>
<p>Zu alledem gibt es nur eine Alternative: Angesichts der irrwitzigen Kriegsgefahr, der an Wahnsinn grenzenden Aufr&uuml;stung und einer v&ouml;llig enthemmten Riege von Politikern und Journalisten, die uns alle, jeden Tag rasanter, fr&ouml;hlich in Richtung Abgrund treiben, <em>m&uuml;ssen</em> wir es &ndash; gegen jede Wahrscheinlichkeit &ndash; doch noch schaffen, dass Alte <em>und</em> Junge, Friedensbewegte <em>und</em> Klimasch&uuml;tzer, Menschen aller Religionen zusammen mit Agnostikern und Atheisten, mit &Auml;rzten, Juristen, aufs&auml;ssigen Milit&auml;rs, Lehrern, Gewerkschaftern, (Fach)-Arbeitern und K&uuml;nstlern, die &sbquo;woke Szene&lsquo; nicht zu vergessen, das Friedensgebot des Grundgesetzes endlich beim Wort nehmen und nicht nur mit Wolfgang Borchert &quot;NEIN!&quot; sagen, sondern &ndash; alle an ihrem Platz &ndash; den zivilen Ungehorsam wagen und knirschender Sand im Getriebe der Kriegsvorbereitung werden. Wir haben nur diese eine Zukunftsoption!</p>
<p>Nehmen wir uns daf&uuml;r das heraus, was auch den &sbquo;Sound&lsquo; meines B&uuml;chleins bestimmt:<br />
<a href="https://www.nachdenkseiten.de/?p=127678">Friedensfrechheit!</a></p>
<div class="frame1">
<p><em>Leo Ensel: <a href="https://mediashop.at/buecher/woerterbuch-der-kriegstuechtigkeit/">&quot;W&ouml;rterbuch der Kriegst&uuml;chtigkeit &ndash; Krieg hei&szlig;t T&ouml;ten&quot;</a>, Promedia Verlag (Wien), ISBN 978-3-85371-563-5, Preis: 20,00 &euro;</em></p>
</div>
<p class="quelle">Quelle:&nbsp;<a href="https://globalbridge.ch/">Globalbridge</a>  vom 22.04.2026.</p>]]>
   </content>
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   <title>Abgesagte Stationierung von US-Raketen: Kampagne sieht große Chance für Rüstungskontrolle</title>
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   <id>tag:www.lebenshaus-alb.de,2026://1.15577</id>
   
   <published>2026-05-04T11:24:57Z</published>
   <updated>2026-05-04T18:39:23Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[Die Kampagne &quot;Friedensf&auml;hig statt erstschlagf&auml;hig. F&uuml;r ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen!&quot; begr&uuml;&szlig;t die Ank&uuml;ndigung von US-Pr&auml;sident Donald Trump, keine Tomahawk-Marschflugk&ouml;rper in...]]></summary>
   <author>
      <name>Michael Schmid</name>
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      <![CDATA[<p>Die Kampagne &quot;Friedensf&auml;hig statt erstschlagf&auml;hig. F&uuml;r ein Europa  ohne Mittelstreckenwaffen!&quot; begr&uuml;&szlig;t die Ank&uuml;ndigung von US-Pr&auml;sident  Donald Trump, keine Tomahawk-Marschflugk&ouml;rper in Deutschland zu  stationieren. Nach Einsch&auml;tzung des B&uuml;ndnisses bietet sich jetzt die  Chance f&uuml;r neue Fortschritte in der R&uuml;stungskontrolle. Die  Bundesregierung m&uuml;sse diese nutzen.&nbsp;Die Pl&auml;ne zur Stationierung US-amerikanischer Mittelstreckenwaffen in  Deutschland waren vor rund zwei Jahren bekannt geworden und hatten  bundesweit Proteste ausgel&ouml;st. Mit seiner Ank&uuml;ndigung, einen Teil der  US-Truppen aus Deutschland abzuziehen, hat Trump nun am vergangenen  Wochenende auch die Stationierung der Waffen in Deutschland abgesagt.</p>]]>
      <![CDATA[<p>Die Kampagne &quot;Friedensf&auml;hig statt erstschlagf&auml;hig. F&uuml;r ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen!&quot; begr&uuml;&szlig;t die Ank&uuml;ndigung von US-Pr&auml;sident Donald Trump, keine Tomahawk-Marschflugk&ouml;rper in Deutschland zu stationieren. Nach Einsch&auml;tzung des B&uuml;ndnisses bietet sich jetzt die Chance f&uuml;r neue Fortschritte in der R&uuml;stungskontrolle. Die Bundesregierung m&uuml;sse diese nutzen.</p>
<p>Die Pl&auml;ne zur Stationierung US-amerikanischer Mittelstreckenwaffen in Deutschland waren vor rund zwei Jahren bekannt geworden und hatten bundesweit Proteste ausgel&ouml;st. Mit seiner Ank&uuml;ndigung, einen Teil der US-Truppen aus Deutschland abzuziehen, hat Trump nun am vergangenen Wochenende auch die Stationierung der Waffen in Deutschland abgesagt.</p>
<p>Best&auml;rkt durch diese Entwicklung ruft die Kampagne f&uuml;r den 30. Mai 2026 gemeinsam mit einem breiten B&uuml;ndnis zu Protesten unter dem Motto &quot;Keine Mittelstreckenwaffen &ndash; nirgends!&quot; in Wiesbaden und Grafenw&ouml;hr auf, um Druck f&uuml;r neue Abr&uuml;stungsinitiativen zu machen.</p>
<h3>Absage der Stationierung ist eine gute Nachricht</h3>
<p>&quot;Die Absage der Stationierung neuer US-Mittelstreckenwaffen in Deutschland ist eine gute Nachricht f&uuml;r die Sicherheit in Europa!&quot;, sagt Simon B&ouml;decker, Referent von Ohne R&uuml;stung Leben und Sprecher der Kampagne. &quot;Landgest&uuml;tzte Mittelstreckenwaffen sind darauf ausgelegt, strategische Ziele in sehr kurzer Zeit anzugreifen. Sie wirken destabilisierend, f&uuml;hren zu einem Klima der st&auml;ndigen Unsicherheit und h&auml;tten Deutschland zu einem potenziellen Ziel russischer Pr&auml;ventivschl&auml;ge gemacht.&quot;</p>
<p>Sehr kritisch bewertet die Kampagne die ersten Reaktionen aus der deutschen Politik. Forderungen nach der Entwicklung oder Beschaffung eigener Mittelstreckenwaffen w&uuml;rden die bestehenden Risiken eher versch&auml;rfen als reduzieren.</p>
<p>&quot;In der aktuellen Weltlage ist es wichtig, einen k&uuml;hlen Kopf zu bewahren und kluge, weitsichtige Entscheidungen zu treffen. Der Verzicht der USA auf die Stationierung weitreichender Angriffswaffen in Deutschland bietet daf&uuml;r jetzt eine gro&szlig;e Chance&quot;, erkl&auml;rt Simon B&ouml;decker. &quot;Reflexartige Rufe nach dem Kauf eigener Marschflugk&ouml;rper und der Entwicklung europ&auml;ischer Mittelstreckenwaffen bringen uns aber nicht weiter. Auch die vielbeschworene &sbquo;F&auml;higkeitsl&uuml;cke&lsquo; ist l&auml;ngst widerlegt!&quot;</p>
<h3>R&uuml;stungskontrolle und Abr&uuml;stungsinitiativen jetzt n&ouml;tig!</h3>
<p>&quot;Wir fordern die Bundesregierung auf, neue Initiativen f&uuml;r internationale R&uuml;stungskontrolle auf den Weg zu bringen. Der INF-Vertrag hat in den 1980er-Jahren gezeigt, dass das Verbot von Mittelstreckenwaffen einen wichtigen Beitrag zur Reduktion von Eskalationsrisiken leistet und Grundlage eines weiterf&uuml;hrenden Dialogs sein kann. Damals war der Vertrag ein wichtiger Schritt zum Ende des Kalten Krieges. Solche Impulse brauchen wir heute wieder!&quot;, f&uuml;gt Simon B&ouml;decker hinzu.</p>
<h3>Protest gegen Mittelstreckenwaffen in Ost und West am 30. Mai</h3>
<p>Die Kampagne &quot;Friedensf&auml;hig statt erstschlagf&auml;hig&quot; mobilisiert daher f&uuml;r den 30. Mai 2026 zu Demonstrationen in Grafenw&ouml;hr und Wiesbaden. &quot;Mit den gro&szlig;en Demonstrationen wenden wir uns gegen alle Mittelstreckenwaffen in Ost und West. Und wir protestieren gegen die Pl&auml;ne zum Kauf und zur Entwicklung europ&auml;ischer Marschflugk&ouml;rper. Gerade jetzt ist es wichtig, dass tausende Menschen mit uns Verhandlungen &uuml;ber R&uuml;stungskontrolle fordern&quot;, erl&auml;utert Marvin Mendyka, Mitglied im Kampagnenrat und im Vorbereitungskreis der Demo. &quot;Daher rufen wir bundesweit zur Teilnahme an den beiden gro&szlig;en Demonstrationen am 30. Mai auf. Unsere Botschaft ist klar: Keine Mittelstreckenwaffen &ndash; nirgends!&quot;</p>
<h3>&Uuml;ber die Kampagne</h3>
<p>Die Kampagne &quot;Friedensf&auml;hig statt erstschlagf&auml;hig. F&uuml;r ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen!&quot; ist ein Zusammenschluss von mehr als 55 Organisationen aus der Zivilgesellschaft. Die Kampagne protestiert gegen die R&uuml;ckkehr der Raketen und Marschflugk&ouml;rper nach Europa, kl&auml;rt &uuml;ber ihre Risiken und Gefahren auf und fordert ein internationales Abkommen zur Begrenzung landgest&uuml;tzter Mittelstreckenwaffen.</p>
<ul>
    <li>Weitere Informationen zur Kampagne &quot;Friedensf&auml;hig statt erstschlagf&auml;hig. F&uuml;r ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen!&quot; finden sich unter: friedensfaehig.de.</li>
</ul>
<p class="quelle">Quelle:&nbsp;<a href="https://friedensfaehig.de/">Kampagne &quot;Friedensf&auml;hig statt erstschlagf&auml;hig: F&uuml;r ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen&quot;</a> - Pressemitteilung vom 04.05.2025.</p>]]>
   </content>
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   <title> Gewalt und Kriegstheologie in der Hebräischen Bibel</title>
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   <id>tag:www.lebenshaus-alb.de,2026://1.15573</id>
   
   <published>2026-04-30T04:33:14Z</published>
   <updated>2026-04-30T14:51:41Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[Die Hebr&auml;ische Bibel, eine Sammlung h&ouml;chst unterschiedlicher, z.T. geradezu gegens&auml;tzlicher B&uuml;cher aus dem ersten Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung, geh&ouml;rt f&uuml;r...]]></summary>
   <author>
      <name>Michael Schmid</name>
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   </author>
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      <![CDATA[<p>Die Hebr&auml;ische Bibel, eine Sammlung h&ouml;chst unterschiedlicher, z.T.  geradezu gegens&auml;tzlicher B&uuml;cher aus dem ersten Jahrtausend vor unserer  Zeitrechnung, geh&ouml;rt f&uuml;r mehr als zwei Milliarden Menschen zum  anerkannten Kanon &quot;Heiliger Schriften&quot;. Sie enth&auml;lt eine  zivilisatorische Friedensperspektive f&uuml;r den Erdkreis, die angesichts  der M&ouml;glichkeit eines selbstm&ouml;rderischen Weltkriegs der Gattung &quot;Homo  sapiens&quot; mehr denn je h&ouml;chste Beachtung verdient.&nbsp;Das neue Lesebuch der Schalom-Bibliothek richtet sich nicht nur an sogenannte Fachleute oder ein frommes Publikum. Es versammelt Beitr&auml;ge von neun christlichen Theologen zu &quot;Gewalt und Kriegstheologie in der Hebr&auml;ischen Bibel&quot; (Peter B&uuml;rger, Friedrich Erich Dobberahn, J&uuml;rgen Ebach, Bruno Kern, Ansgar Moenikes, Bernhard Lang, Thomas Nauerth, Egon Spiegel, Jochen Vollmer +). Alle Felder der Thematik, unterschiedliche Standorte und neue Zug&auml;nge werden erschlossen. &ndash; Kooperationspartner: Frieden wagen e.V., Kuratorium &sbquo;Abrahamskrone&lsquo;, &Ouml;kumenisches Institut f&uuml;r Friedenstheologie.</p>]]>
      <![CDATA[<h3>&nbsp;Ein neues Lesebuch der Schalom-Bibliothek</h3>
<p><strong>Von Redaktion &sbquo;Schalom-Bibliothek.org&lsquo; ǀ Kooperationspartner: Frieden wagen e.V.</strong></p>
<div class="frame1">
<p><em><strong>Gewalt und Kriegstheologie in der Hebr&auml;ischen Bibel.</strong></em> Ein Lesebuch der Schalom-Bibliothek &ndash; Mit Texten von Peter B&uuml;rger (Hg.), Friedrich Erich Dobberahn, J&uuml;rgen Ebach, Bruno Kern, Ansgar Moenikes, Bernhard Lang, Thomas Nauerth, Egon Spiegel und Jochen Vollmer. (edition pace ǀ Regal: Pazifisten &amp; Antimilitaristen aus j&uuml;dischen Familien, 16). Hamburg: BoD 2026. (ISBN: 978-3-6963-9675-6; Paperback; 400 Seiten; 16,99 Euro).</p>
<p><a href="https://buchshop.bod.de/gewalt-und-kriegstheologie-in-der-hebraeischen-bibel-9783696396756">https://buchshop.bod.de/gewalt-und-kriegstheologie-in-der-hebraeischen-bibel-9783696396756</a></p>
</div>
<p><img src="/magazin/media/img/Gewalt-Bibel.jpg" width="280" height="446" vspace="10" hspace="10" align="right" alt="" />Die Hebr&auml;ische Bibel, eine Sammlung h&ouml;chst unterschiedlicher, z.T. geradezu gegens&auml;tzlicher B&uuml;cher aus dem ersten Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung, geh&ouml;rt f&uuml;r mehr als zwei Milliarden Menschen zum anerkannten Kanon &quot;Heiliger Schriften&quot;. Sie enth&auml;lt eine zivilisatorische Friedensperspektive f&uuml;r den Erdkreis, die angesichts der M&ouml;glichkeit eines selbstm&ouml;rderischen Weltkriegs der Gattung &quot;Homo sapiens&quot; mehr denn je h&ouml;chste Beachtung verdient.</p>
<p>Zugleich &uuml;berliefert die <a href="https://schalom-bibliothek.org/biblische-fiktionen-zu-krieg-und-genozid/">Bibel</a>&nbsp;einen Fundus an Ausrottungsbefehlen und Gewaltszenarien, der zum Abgr&uuml;ndigsten in der Weltliteratur geh&ouml;rt. Ein humanistischer Kritiker listet beispielhaft allein mehr als eine Millionen Opfer bei angeblich gottwohlgef&auml;lligen Massakern und milit&auml;rischen Massenmorden auf. Einige biblische Autoren waren offenbar bem&uuml;ht um geradezu phantastische Angaben zu T&ouml;tungsquoten. Das Skandal&ouml;se an den betreffenden Texten ist nicht etwa eine ausgesprochene Einzigartigkeit, sondern im Gegenteil der Umstand, dass sie sich trotz mancher Eigent&uuml;mlichkeiten einreihen in den Bilderbogen der bronze- und eisenzeitlichen Kriegsideologie bzw. Kriegspropaganda Westasiens. Eine lange Wirkungsgeschichte lie&szlig; die Staats- und Kriegsgottheiten nie aussterben.</p>
<p>Das neue Lesebuch der Schalom-Bibliothek richtet sich nicht nur an sogenannte Fachleute oder ein frommes Publikum. Es versammelt Beitr&auml;ge von neun christlichen Theologen zu &quot;Gewalt und Kriegstheologie in der Hebr&auml;ischen Bibel&quot; (Peter B&uuml;rger, Friedrich Erich Dobberahn, J&uuml;rgen Ebach, Bruno Kern, Ansgar Moenikes, Bernhard Lang, Thomas Nauerth, Egon Spiegel, Jochen Vollmer +). Alle Felder der Thematik, unterschiedliche Standorte und neue Zug&auml;nge werden erschlossen. &ndash; Kooperationspartner: <a href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/media/pdf/Kriegstheologie-Bibel-2026-1.pdf">Frieden wagen e.V.</a>, Kuratorium &sbquo;Abrahamskrone&lsquo;, &Ouml;kumenisches Institut f&uuml;r Friedenstheologie.</p>
<h3><em>Textdokumentation</em> ǀ Vorwort des Herausgebers</h3>
<p>Judentum ist keine &sbquo;Rasse&lsquo; oder Ethnie, sondern eine <em>Religion</em>. Diesen Sachverhalt soll das vom Herausgeber betreute Editionsprojekt einer &quot;Schalom-Bibliothek&quot; zu &quot;Pazifisten und Antimilitaristinnen aus j&uuml;dischen Familien&quot; nicht aus den Augen verlieren. Innerhalb unserer Reihe unterbricht deshalb gegenw&auml;rtig eine Trilogie zu grundlegenden religi&ouml;sen Fragen bezogen auf &sbquo;Krieg und Frieden&lsquo; die Erschlie&szlig;ung der Werke einzelner Autorinnen und Autoren: Zun&auml;chst konnten wir ein <a href="https://www.lebenshaus-alb.de/magazin/015533.html"><em>&quot;Lesebuch &uuml;ber die Friedensliebe der Rabbiner&quot;</em></a> (Teil 1) ver&ouml;ffentlichen, das den in zwei Jahrtausenden waltenden pazifistischen Grundzug des &uuml;berkommenen &sbquo;rabbinischen Judentums&lsquo; vermittelt. Bereits vorbereitet wird in unserer Werkstatt ein Lesebuch <em>&quot;Die Friedensbotschaft der Hebr&auml;ischen Bibel&quot;</em> (Teil 3), das noch bis zur Jahresmitte 2026 erscheinen soll. Der hier vorgelegte Band <em>&quot;Gewalt und Kriegstheologie in der Hebr&auml;ischen Bibel&quot;</em> (Teil 2) ist hingegen einem Thema gewidmet, das in theologischen Kontexten oft nur als Gegenstand antijudaistischer Zwangsvorstellungen in den Blick kommt und wegen seiner Brisanz gerne gemieden wird.</p>
<p>Beim Feld &sbquo;Gewalt- und Kriegskomplexe in Heiligen Schriften&lsquo; denken die meisten Menschen hierzulande wohl ganz &uuml;berwiegend sofort an die fundamentalistische Koran-Auslegung der &sbquo;Islamisten&lsquo; (oder generell an &sbquo;den Koran&lsquo;). Geradezu inquisitorisch wurden (wer&shy;den) Muslime und ihre Vertretungen im &ouml;ffentlichen Raum seit Beginn des neuen Jahrtausends immer wieder aufgefordert, sich von &sbquo;Gotteskriegern&lsquo; &ndash; die man ihren Reihen zuordnete &ndash; zu distanzieren. Gleichzeitig mussten (und m&uuml;ssen) sie erleben, dass Millionen muslimische Opfer, get&ouml;tet von Milit&auml;rs aus &uuml;berwiegend noch christlich gepr&auml;gten L&auml;ndern, vor dem Hintergrund einer rassistischen Weltbetrachtung als &sbquo;Kollateralsch&auml;den&lsquo; eines sogenannten Antiterrorkrieges abgehakt und vergessen wurden (werden). Die passenden Feindbilder zu diesem abgr&uuml;ndigen Komplex geh&ouml;rten &ndash; wie ich u.a. in der Studie <em>&quot;Kino der Angst&quot; </em>(2005/2007) zeige &ndash; schon vor vier Jahrzehnten zum Repertoire der unterhaltungsindustriellen Massenkultur. &ndash; T&ouml;tende Gewalt, so m&uuml;ssen wir schlussfolgern, gilt nur dann als verwerflich, wenn sie aus dem Kulturkreis der &sbquo;Anderen&lsquo; heraus ins Werk gesetzt wird. Nur in diesem Fall sind auch Opferzahlen und Opferged&auml;chtnis von Interesse.</p>
<p>Die selektive Blickrichtung, welche die Gewaltfrage nur an den j&uuml;ngsten Spross im abrahamitischen Kreis adressiert, hat allerdings schon lange jede Plausibilit&auml;t verloren. Ein betr&auml;chtlicher Teil der Evangelikalen besonders in Nordamerika USA) folgt einer abgr&uuml;ndigen fundamentalistischen Bibelauslegung, ist f&ouml;rmlich versessen auf katastrophische Szenarien als Vorboten des Endes aller Tage und bekennt sich unverhohlen zu t&ouml;tender Gewalt. Dieser &sbquo;faschistoide Christenkomplex&lsquo; pl&auml;diert f&uuml;r Theokratie und hegt keinerlei Skrupel, an einem Weltenbrand mitzuwirken. &ndash; Eine fundamentalistische Auslegung von Texten der Hebr&auml;ischen Bibel, die z.T. mit archaischen Ausrottungsszenarien verkn&uuml;pft sind, verfolgen sodann jene rechtsextremen Nationalreligi&ouml;sen, die gegenw&auml;rtig die Regierungspolitik in Israel mitbestimmen (vgl. z.B. die Schlussabschnitte in: https://de.wikipedia.org/wiki/Amalekiter). W&auml;hrend die seit zwei Jahrtausenden tradierte rabbinische Richtung des Judentums sich durch eine ausgepr&auml;gte <em>Liebe zum Leben</em> (Biophilie) auszeichnet, huldigen diese &ndash; wiederum theokratisch ausgerichteten &ndash; Kr&auml;fte in ihrem &ouml;ffentlichen Wirken einem regelrechten<em> Kult des Todes</em> (u.a. Menschenerniedrigung als mediale Inszenierung, Foltervoten, politischer Feldzug f&uuml;r Hinrichtungen, Rassismus, Vernichtungsphantasien).</p>
<div class="frame1">
<p>Drastisch schrieb hierzu die Haaretz-Kolumnistin Yoana Gonen (Israel) Ende Februar 2026: <em>&quot;Eine Gesellschaft, in der Tod und Gewalt zu einem Spektakel geworden sind. Hinrichtungen sind zu einem politisch aufgeladenen, aufregenden Horizont geworden, Galgenstricke zu modischen Accessoires, gefesselte Gefangene werden vor den Augen der Medien und des Ministers f&uuml;r nationale Sicherheit zur Schau gestellt. Auf den H&uuml;geln des Negev sind Aussichtspunkte entstanden mit Blick auf das spektakul&auml;re Panorama von Flugzeugen, die Bomben auf Menschen in Gaza abwerfen. Videos von brennenden Pal&auml;stinensern l&ouml;sen Reaktionen von Gel&auml;chter und Lust aus, und Krieg ist l&auml;ngst keine Bedrohung mehr, sondern ein nationales Hobby&quot;</em> (hier zitiert nach Moshe Zuckermann: <a href="https://overton-magazin.de/top-story/israels-kriegsluesternheit">https://overton-magazin.de/top-story/israels-kriegsluesternheit</a>).</p>
</div>
<p>Es fehlt nicht an <em>j&uuml;dischen</em> Kritiker:innen einer fundamentalistischen und politischen Instrumentalisierung der Hebr&auml;ischen Bibel. Unsere neue Sammlung erschlie&szlig;t indessen nur Betrachtungen von <em>Christen</em> zu Texten in den Heiligen Schriften, die seitens gewaltaffiner religi&ouml;ser Extremisten rechtfertigend herangezogen werden. Es handelt sich um Ausf&uuml;hrungen von neun Theologen aus beiden gro&szlig;en christlichen Konfessionen, darunter sechs &sbquo;Alttestamentler&lsquo; &ndash; vertreten sind leider nur M&auml;nner. Die Beitr&auml;ge zeichnen sich bezogen auf den Gesamtumfang der Ver&ouml;ffentlichung &uuml;berwiegend durch eine fachwissenschaftliche Ausrichtung aus, dienen zum Teil aber auch einer leutefreundlichen Darlegung des Themas f&uuml;r ein breiteres Publikum. Sie werden &ndash; abgesehen vom einleitenden Originalbeitrag aus der Feder von Friedrich Erich Dobberahn &ndash; gem&auml;&szlig; ihrer Entstehungszeit in chronologischer Folge dargeboten. Dies er&ouml;ffnet auch die M&ouml;glichkeit, Stationen der Entwicklung des Diskurses zu &sbquo;Gewalt und Bibel&lsquo; kennenzulernen. Der sehr lange Auszug aus einem Buch von Egon Spiegel (&rarr;S. 31-109) f&uuml;hrt im &Uuml;berblick nicht nur in grundlegende Fragestellungen des Themenfeldes ein, sondern gew&auml;hrt uns als &quot;exemplarische Auseinandersetzung mit der Vorstellung eines gewaltt&auml;tigen Gottes&quot; Einblicke in Forschung und Debattenton der 1980er Jahre. S&auml;mtliche Autoren der im Band versammelten Texte betrachten die Hebr&auml;ische Bibel bzw. das &sbquo;Alte Testament&lsquo; (AT) als unverzichtbaren Bestandteil des in ihrem &sbquo;Bekenntnis&lsquo; geltenden Bibelkanons. Nicht wenige Leserinnen und Leser, die jeglicher Religion oder insbesondere den j&uuml;dischen wie christlichen &Uuml;berlieferungen fernstehen, werden einige Ausf&uuml;hrungen vermutlich als &sbquo;Apologien des Alten Testamentes&lsquo; bewerten. [&hellip;]</p>
<p>Die Hebr&auml;ische Bibel ist etwas v&ouml;llig anderes als ein Buch aus der Werkstatt eines einzelnen Autors. Sie ist &sbquo;Buch der B&uuml;cher&lsquo; auch im ganz w&ouml;rtlichen Sinn: eine aus vielen &ndash; nach Form und Inhalt sehr unterschiedlichen, z.T. sogar gegens&auml;tzlichen &ndash; Werken mit Bedacht zusammengestellte &sbquo;Bibliothek&lsquo;. Ungez&auml;hlte Menschen waren in einem Zeitraum, der sich fast &uuml;ber ein ganzes Jahrtausend erstreckt, an ihrem Werdegang beteiligt: betend, erz&auml;hlend, dichtend, schreibend, &uuml;berliefernd, &uuml;bersetzend, redigierend, korrigierend, streichend, kombinierend, anreichernd, ausdeutend &hellip;, bewertend und ausw&auml;hlend (Kanon). Wer ganz allgemein nur von &quot;<em>der</em> Bibel&quot; spricht, der bleibt so vage oder nichtssagend wie jene, die von &quot;<em>dem</em> Judentum&quot;, &quot;<em>dem </em>Christentum&quot; oder &quot;<em>dem</em> Islam&quot; reden. Wenn unter den Namen der drei abrahamitischen Religionen jeweils geradezu kontr&auml;re, mithin sich einander ausschlie&szlig;ende theologische Standorte anzutreffen sind &ndash; und solche &sbquo;Pluralit&auml;t&lsquo; auch in den Heiligen Urkunden anzutreffen ist, so verbietet es sich von selbst, alles &uuml;ber einen Leisten zu ziehen. Andererseits d&uuml;rfen unbequeme &sbquo;Befunde&lsquo; bezogen auf die abrahamitischen und andere Religionen in Bewertungen nie mit zweierlei Ma&szlig; gemessen werden.</p>
<p>Selbst theologietreibende Frauen und M&auml;nner meiden &uuml;berwiegend jene Anteile der kanonisierten B&uuml;cher, deren Lekt&uuml;re unser Gem&uuml;t verd&uuml;stert statt es aufzuhellen. Zumal angesichts der rasanten &sbquo;S&auml;kularisierungs&lsquo;-Vorg&auml;nge der Gegenwart kann eine vage Kenntnis biblischer Texte in der Leserschaft zumeist gar nicht mehr vorausgesetzt werden. Deshalb gibt es im Anhang des Lesebuches neben der Zusammenstellung von Sekund&auml;rliteratur (Auswahl) eine Abteilung mit beispielhaften bzw. zentralen &quot;Bibelstellen zu Gewalt und Kriegstheologie&quot; (&rarr;S. 358-378: auch im <a href="https://schalom-bibliothek.org/biblische-fiktionen-zu-krieg-und-genozid/">Internet</a>), die sich mit Hilfe der vorangehenden Beitr&auml;ge sachgerecht einordnen lassen. Ein zufriedenstellendes Gesamtbild in der Darstellung liegt im Rahmen unserer &sbquo;Trilogie&lsquo; freilich erst dann vor, wenn auch der dritte Band (<em>&quot;Die Friedensbotschaft der Hebr&auml;ischen Bibel&quot;</em>) erschienen ist. ǀ <em>D&uuml;sseldorf, im April 2026: Peter B&uuml;rger.</em></p>
<p><strong>Inhalt des neuen Bandes</strong> ǀ Friedrich Erich Dobberahn: <em>Gott &ndash; ein &quot;Kriegsmann&quot; oder ein &quot;Zerschmetterer der Kriege&quot;?</em> Zur Septuaginta-&Uuml;bersetzung von 2. Mose 15,3 (Originalbeitrag 2026). &ndash; Egon Spiegel: <em>Exemplarische (</em>christliche<em>) Auseinandersetzung mit der Vorstellung eines gewaltt&auml;tigen Gottes</em> (Aus dem Werk &quot;Gewaltverzicht&quot;, 1982 &ndash; 1987/89). &ndash; Ansgar Moenikes: <em>Monotheismus &ndash; Quelle der Intoleranz?</em> Das Alte Testament als Ausgangspunkt (Jahrbuch der Religionsp&auml;dagogik 2009). &ndash; J&uuml;rgen Ebach: <em>Nicht den Frieden, sondern das Schwert!?</em> Dr&auml;ngende Fragen an Texte, die von Gewalt sprechen (2. &Ouml;KT M&uuml;nchen ǀ Vortrag im Zentrum Bibel&quot;, 14.05.2010). &ndash; Jochen Vollmer:<em> Israel &ndash; Volk, Land und Staat in biblischer Sicht.</em> Vortrag, gehalten in Trossingen am 21.09.2012. &ndash; Friedrich Erich Dobberahn: <em>Gewalt im Alten Testament &ndash; unser Unbehagen und Unverst&auml;ndnis.</em> (Aus: Festschrift f&uuml;r Kurt Willibald Sch&ouml;nherr, 2013). &ndash; Thomas Nauerth: <em>&quot;Die Erde aber war vor Gott verdorben, die Erde war voller Gewalttat&quot;</em> (Genesis 6,11). Gewalt und Gewaltlosigkeit als biblisches Schl&uuml;sselthema (Imprimatur 2/2020). &ndash; Thomas Nauerth: <em>Psalm 68 &ndash; Vom Vergehen der Frevler und Gewaltt&auml;ter</em> (Bibel und Didaktik, 2020). &ndash; Bruno Kern: <em>&quot;Jahwe ist ein Krieger&quot;</em> (Aus: &quot;Den Krieg gr&uuml;ndlich verlernen &hellip;&quot;, 2025). &ndash; Ansgar Moenikes: <em>Krieg und Gewalt in der Bibel</em>. Ein Widerspruch zur Friedensvision? (2026). &ndash; Peter B&uuml;rger: <em>&quot;Ein versprengtes Schaf war Israel &hellip;&quot;</em> (Jeremia 50,17). Offenbarung jenseits von Staats- und Kriegstheologien (2026).</p>
<p><strong>Bibliotheksportal</strong> | Alle Publikationen des Regals &quot;Pazifisten und Antimilitaristinnen aus j&uuml;dischen Familien&quot; erscheinen zun&auml;chst als Digitale Erstausgaben und sind frei abrufbar auf dem Projektportal <a href="https://www.schalom-bibliothek.org">www.schalom-bibliothek.org</a> &ndash; dort auch alle Informationen zu den bisherigen Buchangeboten.</p>]]>
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   <title>Greenpeace zum 40. Jahrestag des Super-GAUs in Tschornobyl</title>
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   <published>2026-04-24T05:17:25Z</published>
   <updated>2026-04-27T05:30:09Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[Am kommenden Sonntag j&auml;hrt sich die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zum 40. Mal. Die radioaktive Wolke, die sich vor vierzig Jahren...]]></summary>
   <author>
      <name>Michael Schmid</name>
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      <![CDATA[<p>Am kommenden Sonntag j&auml;hrt sich die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl  zum 40. Mal. Die radioaktive Wolke, die sich vor vierzig Jahren &uuml;ber  Europa verbreitete, st&auml;rkte die deutsche Anti-Atom-Bewegung. Heute sind  die Reaktoren in Deutschland abgeschaltet. Weltweit geht die nutzung der  Atomkraft zur&uuml;ck - nur China baut diese weiter aus. Gleichzeitig  steigen die Risiken durch Kriege und geopolitschen Spannungen, die auch  vor bestehenden Atomanlagen keinen Halt machen. Die gro&szlig; angelegte  russische Invasion in die Ukraine hat diese Risiken besonders deutlich  gemacht. Die Schutzh&uuml;lle &uuml;ber der Reaktorruine wurde von einer  russischen Drohne zerst&ouml;rt. Das Atomkraftwerk bei Saporischschja war  umk&auml;mpft und ist von Russland &uuml;bernommen worden. Heinz Smital,  Atomphysiker und Greenpeace-Energieexperte, sieht die Zukunft der  Energieversorgung dezentral und erneuerbar.</p>]]>
      <![CDATA[<p>Am kommenden Sonntag j&auml;hrt sich die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zum 40. Mal. Die radioaktive Wolke, die sich vor vierzig Jahren &uuml;ber Europa verbreitete, st&auml;rkte die deutsche Anti-Atom-Bewegung. Heute sind die Reaktoren in Deutschland abgeschaltet. Weltweit geht die nutzung der Atomkraft zur&uuml;ck - nur China baut diese weiter aus. Gleichzeitig steigen die Risiken durch Kriege und geopolitschen Spannungen, die auch vor bestehenden Atomanlagen keinen Halt machen. Die gro&szlig; angelegte russische Invasion in die Ukraine hat diese Risiken besonders deutlich gemacht. Die Schutzh&uuml;lle &uuml;ber der Reaktorruine wurde von einer russischen Drohne zerst&ouml;rt. Das Atomkraftwerk bei Saporischschja war umk&auml;mpft und ist von Russland &uuml;bernommen worden. Heinz Smital, Atomphysiker und Greenpeace-Energieexperte, sieht die Zukunft der Energieversorgung dezentral und erneuerbar:</p>
<p>&quot;Vierzig Jahre nach Beginn der Katastrophe von Tschernobyl m&uuml;ssen wir immer noch die Folgen bew&auml;ltigen. Die hoch verstrahlten Gebiete rund um das Kraftwerk sind nach wie vor unbewohnbar. Zudem zeigt sich in der Ukraine, wie verwundbar Atomkraftwerke in Kriegszeiten sind und dadurch das Risiko f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung erh&ouml;hen.&nbsp; Dezentrale und erneuerbare Energiesysteme beweisen in der Ukraine gleichzeitig, wie zuverl&auml;ssig und widerstandsf&auml;hig diese Form der Energieversorgung inzwischen ist.&quot;</p>
<p>Der Greenpeace-Energieexperte weiter: &quot;Seit Beginn der gro&szlig; angelegten russischen Invasion in die Ukraine haben Pilotprojekte f&uuml;r Solarenergie in Kombination mit Batteriespeichern dazu beigetragen, ausgesuchte Krankenh&auml;user, Schulen und Kommunen funktionsf&auml;hig zu halten. Diese Systeme sind anders als zentrale Gro&szlig;kraftwerke schwerer au&szlig;er Betrieb zu setzen, schneller zu reparieren und erzeugen weiterhin Strom, selbst wenn Teile des Netzes besch&auml;digt sind.</p>
<p>Ein solches positives Beispiel ist die Ambulanz-Klinik in Horenka, einer kleinen Stadt nahe Kyiv. Nach einem russischen Angriff wurde die zerst&ouml;rte Klinik wieder aufgebaut und mit einem Solarsystem ausgestattet. Seitdem ist die Klinik weitestgehend unabh&auml;ngig von externer Energieversorgung und den damit verbundenen Stromausf&auml;llen aufgrund russischer Angriffe auf Gro&szlig;kraftwerke.&quot;</p>
<ul>
    <li><a href="https://www.greenpeace.de/klimaschutz/energiewende/atomausstieg/tschernobyl">Mehr zu Tschernobyl</a></li>
</ul>
<p class="quelle">Quelle:&nbsp;<a href="https://www.greenpeace.de/">Greenpeace</a> - Pressemitteilung vom 23.04.2026.</p>]]>
   </content>
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   <title>Erinnerung wachhalten – für eine atomfreie Zukunft!</title>
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   <id>tag:www.lebenshaus-alb.de,2026://1.15575</id>
   
   <published>2026-04-23T04:50:46Z</published>
   <updated>2026-04-27T04:56:49Z</updated>
   
   <summary>Vor 40 Jahren, am 26. April 1986, explodierte Reaktor 4 des Atomkraftwerks Tschernobyl in der Ukraine nahe der Grenze zu...</summary>
   <author>
      <name>Michael Schmid</name>
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   <category term="2734" label="Atomkraft" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
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   <content type="html" xml:lang="de" xml:base="https://www.lebenshaus-alb.de/">
      <![CDATA[<p>Vor 40 Jahren, am 26. April 1986, explodierte Reaktor 4 des  Atomkraftwerks Tschernobyl in der Ukraine nahe der Grenze zu Belarus.  Die sich &uuml;ber weite Teile Europas verbreitende radioaktive Wolke machte  der Welt die unkalkulierbaren Risiken der Atomenergie schmerzhaft  bewusst. Bis heute leiden unz&auml;hlige Menschen unter den Langzeitfolgen  der Verstrahlung: Krebserkrankungen, Hirninfarkte und Herzinfarkte sowie  Herzkreislauferkrankungen und chromosomale Sch&auml;den. Hinzu kommen  psychische Folgen wegen der Entwurzelung aufgrund derEvakuierung. Die  gesundheitlichen Folgen der damaligen radioaktiven Verseuchung, die sich  oft in Form eines &uuml;ber Jahrzehnte andauernden, allm&auml;hlichen  Krankheitsprozesses durch radioaktive Niedrigstrahlung manifestieren,  werden nur selten ihrer Ursache zugeordnet.</p>]]>
      <![CDATA[<h3>40. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe</h3>
<p>Vor 40 Jahren, am 26. April 1986, explodierte Reaktor 4 des Atomkraftwerks Tschernobyl in der Ukraine nahe der Grenze zu Belarus. Die sich &uuml;ber weite Teile Europas verbreitende radioaktive Wolke machte der Welt die unkalkulierbaren Risiken der Atomenergie schmerzhaft bewusst. Bis heute leiden unz&auml;hlige Menschen unter den Langzeitfolgen der Verstrahlung: Krebserkrankungen, Hirninfarkte und Herzinfarkte sowie Herzkreislauferkrankungen und chromosomale Sch&auml;den. Hinzu kommen psychische Folgen wegen der Entwurzelung aufgrund derEvakuierung. Die gesundheitlichen Folgen der damaligen radioaktiven Verseuchung, die sich oft in Form eines &uuml;ber Jahrzehnte andauernden, allm&auml;hlichen Krankheitsprozesses durch radioaktive Niedrigstrahlung manifestieren, werden nur selten ihrer Ursache zugeordnet.</p>
<p>&quot;Der 40. Jahrestag des Super-GAUs ist ein Anlass, der Opfer zu gedenken und die Erinnerung an die Katastrophe wachzuhalten. Die Folgen von Tschernobyl, aber auch der Katastrophen von Fukushima, Harrisburg oder Majak dauern bis heute an. Tschernobyl steht symbolisch f&uuml;r die Unbeherrschbarkeit der Atomenergie &ndash; eine Hochrisikotechnologie, deren Auswirkungen keine L&auml;ndergrenzen respektieren&quot;, erkl&auml;rt die IPPNW-Vorsitzende Dr. med. Angelika Clausen.</p>
<p>Vor drei Jahren wurde in Deutschland der letzte Atomreaktor abgeschaltet &ndash; ein Erfolg jahrzehntelangen Protests und zivilgesellschaftlichen Engagements. &quot;Auf diesen Meilenstein k&ouml;nnen wir stolz sein. Doch weltweit leben Millionen Menschen weiterhin im Schatten der atomaren Bedrohung, sei es durch AKWs oder Atomwaffen. Unsere Forderung bleibt klar: ein globaler Ausstieg aus der Atomenergie und eine Welt ohne Atomwaffen. Den Versuchen, der Atomenergie nach dem Ende der hiesigen Atomstromproduktion eine R&uuml;ckkehr zu erm&ouml;glichen, erteilen wir eine klare Absage. Die erneuerbaren Energien zeigen, dass ein Leben ohne atomare Bedrohungen und ohne fossile Energien, die in Form der Klimakrise menschliches Leben auf der Erde bedrohen, m&ouml;glich ist. Unser heutiges Erinnern an Tschernobyl ist ein Appell: Wir d&uuml;rfen nicht vergessen. Wir gedenken der Verstorbenen, der Entwurzelten und aller Betroffenen in den verstrahlten Gebieten weltweit. Und wir engagieren uns weiter &ndash; f&uuml;r eine Welt ohne atomare Bedrohungen!&quot; betont Dr. med. Angelika Clausen.</p>
<p>Die IPPNW hat anl&auml;sslich des Jahrestags eine Fachtagung &quot;Atomgefahren und Gesundheitsrisiken: damals &ndash; heute &ndash; morgen&quot; durchgef&uuml;hrt, die hier dokumentiert ist: <a href="https://www.ippnw.de/atomenergie/tagung.html">www.ippnw.de/atomenergie/tagung.html</a></p>
<p class="quelle">Quelle: <a href="http://www.ippnw.de/">IPPNW</a> - Pressemitteilung vom&nbsp;20.04.2026.</p>]]>
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   <title>Zweistaatenlösung ermöglichen</title>
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   <id>tag:www.lebenshaus-alb.de,2026://1.15574</id>
   
   <published>2026-04-22T20:29:35Z</published>
   <updated>2026-04-25T20:54:49Z</updated>
   
   <summary><![CDATA[Angesichts des 9. Au&szlig;enministertreffens der &quot;Globalen Allianz f&uuml;r die Umsetzung der Zwei-Staaten-L&ouml;sung&quot;, das am 20.4.2026 in Br&uuml;ssel begann, fordert pax...]]></summary>
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      <name>Michael Schmid</name>
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   </author>
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   <category term="2772" label="Israel / Palästina" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   <category term="3635" label="pax christi" scheme="https://www.sixapart.com/ns/types#tag" />
   
   <content type="html" xml:lang="de" xml:base="https://www.lebenshaus-alb.de/">
      <![CDATA[<p>Angesichts des 9. Au&szlig;enministertreffens der &quot;Globalen Allianz f&uuml;r die  Umsetzung der Zwei-Staaten-L&ouml;sung&quot;, das am 20.4.2026 in Br&uuml;ssel begann,  fordert pax christi von der Bundesregierung, endlich den Staat Pal&auml;stina  anzuerkennen. Die Chancen f&uuml;r einen Staat Pal&auml;stina verschlechtern sich  rapide. Das israelische Sicherheitskabinett hat vor Kurzem 34 neue  v&ouml;lkerrechtswidrige Siedlungen im besetzten Westjordanland genehmigt.  Auf Wunsch der US-Regierung sei dies w&auml;hrend des Iran-Kriegs geheim  gehalten worden, schrieb die israelische Tageszeitung Yedioth Achronoth.</p>]]>
      <![CDATA[<h3>Bundesregierung und EU m&uuml;ssen israelische v&ouml;lkerrechtswidrige Siedlungspolitik sanktionieren</h3>
<p>Angesichts des 9. Au&szlig;enministertreffens der &quot;Globalen Allianz f&uuml;r die Umsetzung der Zwei-Staaten-L&ouml;sung&quot;, das am 20.4.2026 in Br&uuml;ssel begann, fordert pax christi von der Bundesregierung, endlich den Staat Pal&auml;stina anzuerkennen. Die Chancen f&uuml;r einen Staat Pal&auml;stina verschlechtern sich rapide. Das israelische Sicherheitskabinett hat vor Kurzem 34 neue v&ouml;lkerrechtswidrige Siedlungen im besetzten Westjordanland genehmigt. Auf Wunsch der US-Regierung sei dies w&auml;hrend des Iran-Kriegs geheim gehalten worden, schrieb die israelische Tageszeitung Yedioth Achronoth.</p>
<p>Eine solche Handlung zerst&ouml;rt pal&auml;stinensische Gemeinden und unterdr&uuml;ckt das Selbstbestimmungsrecht der Pal&auml;stinenser. Die Bundesregierung und die EU verurteilen den Siedlungsbau. Dies reicht nicht mehr aus. Wirtschaftliche Sanktionen, von Einfrieren von Verm&ouml;genswerten bis zum Verbot von Finanztransaktionen sind n&ouml;tig, um Israels Annexionspl&auml;ne zu stoppen. pax christi unterst&uuml;tzt mit Organisationen aus der EU einen Brief der Global Sanctions Coalition an die EU-Au&szlig;enbeauftragte Kaja Kallas und bittet die Abgeordneten im EU-Parlament und im Bundestag zu handeln.</p>
<p>Die israelische Regierung treibt momentan das v&ouml;lkerrechtswidrige Siedlungsprojekt E1 voran. 3.401 Wohneinheiten sollen im strategisch wichtigen Korridor zwischen der v&ouml;lkerrechtswidrigen Siedlung Ma'ale Adumim und Jerusalem gebaut werden. Dadurch zerst&ouml;rt die israelische Regierung einen zusammenh&auml;ngenden pal&auml;stinensischen Wirtschaftsraum zwischen Ramallah (Norden), Jerusalem (Zentrum) und Bethlehem (S&uuml;den). Das Projekt wird das Westjordanland in zwei Teile teilen, und eine geografische Realit&auml;t zementieren, die mit einer pal&auml;stinensischen Staatlichkeit unvereinbar ist.</p>
<p>Bundesregierung und EU sollten deutlich machen, dass alle, die sich am v&ouml;lkerrechtswidrigen Siedlungsbau beteiligen, mit wirtschaftlichen Sanktionen rechnen m&uuml;ssen. Menschen in Pal&auml;stina und Israel brauchen Hoffnung. Gewalt, Vertreibung und Tod f&uuml;hren zu immer neuer Gewalt. Friedensorganisationen in Israel und Pal&auml;stina fordern seit Langem, dass Israel die v&ouml;lkerrechtswidrige Besetzung des Westjordanlands, Gazas und die Annexion Ostjerusalems beendet.</p>
<p>Deutschland spricht sich seit Jahrzehnten f&uuml;r eine Zweistaatenl&ouml;sung aus, hat aber bis heute nur den Staat Israel anerkannt. Auf Bitten von Partnerorganisationen und Kirchen in Pal&auml;stina und Israel hat pax christi die Kampagne &quot;V&ouml;lkerrecht umsetzen &ndash; den Staat Pal&auml;stina anerkennen&quot; gestartet und fordert die Bundesregierung auf, dem Beispiel Frankreichs, Gro&szlig;britanniens und 155 weiterer Staaten zu folgen, und den Staat Pal&auml;stina anzuerkennen! Damit w&uuml;rde Deutschland die europ&auml;ische Stimme sowie die Friedensbem&uuml;hungen in der israelischen und pal&auml;stinensischen Zivilgesellschaft st&auml;rken.</p>
<p>Der Vatikan hat bereits im Jahr 2015 den Staat Pal&auml;stina anerkannt.</p>
<div class="info3">
<p><strong>Auf </strong><a href="https://www.palaestina-anerkennen.de/"><strong>www.palaestina-anerkennen.de</strong></a><strong> kann der Forderung Nachdruck verliehen werden.&nbsp;</strong></p>
</div>
<p class="quelle">Quelle:&nbsp;<a href="http://www.paxchristi.de/">pax christi Deutschland</a> - Pressemitteilung vom 22.04.2026.&nbsp;</p>]]>
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