<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Von 0 auf 101</title>
	<atom:link href="http://www.von0auf101.com/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.von0auf101.com</link>
	<description>Mein langer Weg zurück ins Leben nach einem Hirnabszess</description>
	<lastBuildDate>Tue, 14 Apr 2026 20:09:27 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=5.4.19</generator>

<image>
	<url>https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2020/04/favicon-150x150.png</url>
	<title>Von 0 auf 101</title>
	<link>https://www.von0auf101.com</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Ausrüstung für Camino und Weitwandern – meine Entwicklung</title>
		<link>https://www.von0auf101.com/weitwandern/ausruestung-entwicklung-ueber-jahre/</link>
					<comments>https://www.von0auf101.com/weitwandern/ausruestung-entwicklung-ueber-jahre/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jörg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Apr 2026 03:27:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Handicap]]></category>
		<category><![CDATA[Hexatrek]]></category>
		<category><![CDATA[JOGLE]]></category>
		<category><![CDATA[Pilgern]]></category>
		<category><![CDATA[Thruhiking]]></category>
		<category><![CDATA[Walkabout]]></category>
		<category><![CDATA[Weitwandern]]></category>
		<category><![CDATA[ausrüstung]]></category>
		<category><![CDATA[Basisgewicht]]></category>
		<category><![CDATA[camino]]></category>
		<category><![CDATA[Chronische Krankheit]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Hirnabszess]]></category>
		<category><![CDATA[Langstreckenwanderung]]></category>
		<category><![CDATA[Minimalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Rucksack]]></category>
		<category><![CDATA[Schlafsack]]></category>
		<category><![CDATA[Ultra-Light]]></category>
		<category><![CDATA[Ultraleicht]]></category>
		<category><![CDATA[Wandel]]></category>
		<category><![CDATA[Zelt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.von0auf101.com/?p=64986</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wenn ich heute an meine ersten Caminos zurückdenke, dann sehe ich nicht nur die Wege, die Landschaften und die Begegnungen vor mir. Ich sehe auch die Ausrüstung, mit der ich damals unterwegs war, und ich merke, wie sehr auch sie ein Teil dieses ganzen Weges geworden ist.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.von0auf101.com/weitwandern/ausruestung-entwicklung-ueber-jahre/">Ausrüstung für Camino und Weitwandern – meine Entwicklung</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.von0auf101.com">Von 0 auf 101</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h3>Vom ersten Camino bis heute – meine Ausrüstung im Wandel</h3>



<p>Wenn ich heute an meine ersten Caminos zurückdenke, dann sehe ich nicht nur die Wege, die Landschaften und die Begegnungen vor mir. Ich sehe auch die Ausrüstung, mit der ich damals unterwegs war, und ich merke, wie sehr auch sie ein Teil dieses ganzen Weges geworden ist.</p>



<p>Vieles davon war aus heutiger Sicht alles andere als optimal. Manche Dinge waren zu schwer, andere unpraktisch, und einiges hatte ich einfach dabei, weil ich es nicht besser wusste. Und trotzdem gehört genau diese Ausrüstung zu meinen Anfängen. Ohne sie hätte ich diese ersten Schritte so nicht gemacht.</p>



<p>Mit der Zeit hat sich vieles verändert. Nicht plötzlich, nicht von heute auf morgen, sondern langsam, beinahe unmerklich. Mit jedem Camino, mit jeder Nacht draußen und mit jeder neuen Erfahrung wurde mir ein Stück klarer, worauf es mir wirklich ankommt. Heute wähle ich meine Ausrüstung bewusster aus. Nicht, weil ich alles perfektionieren möchte, sondern weil ich gelernt habe zu verstehen, was ich wirklich brauche – und was nicht.</p>



<p>In diesem Beitrag möchte ich genau diesen Weg zeigen. Den Weg meiner Ausrüstung. Von den ersten, noch einfachen und oft auch schweren Setups bis hin zu dem Punkt, an dem ich heute stehe. Denn oft sind es nicht nur die Wege selbst, die einen verändern, sondern auch die Dinge, die man Tag für Tag auf dem Rücken trägt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-style-default"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/PB120399-min-768x1024.jpg" alt="Ein langer Weg, die Ausrüstung zu optimieren. " class="wp-image-64353" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/PB120399-min-768x1024.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/PB120399-min-225x300.jpg 225w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/PB120399-min-1152x1536.jpg 1152w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/PB120399-min-1536x2048.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/PB120399-min-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure>



<h3>Die ersten Caminos – ein Anfang unter schwierigen Bedingungen</h3>



<p>Zweieinhalb Jahre nach meinem Hirnabszess kam ein Punkt, an dem ich nicht mehr konnte. Ich brauchte eine Auszeit. Nach all den Therapien, der Reha und diesem ständigen Kampf zurück ins Leben war da dieser Wunsch, einfach fortzugehen.</p>



<p>Ich musste zu diesem Zeitpunkt noch immer gehen lernen. Vieles war unsicher, vieles funktionierte nicht so, wie ich es gewohnt war. Selbst einfache Dinge wie Stufen hinunterzugehen waren schwierig, weil mir Kraft, Gleichgewicht und Sicherheit fehlten.</p>



<p>Eigentlich hätte mein Zustand es kaum zugelassen, überhaupt einen Rucksack zu tragen. Und trotzdem war da dieser Wunsch, loszugehen.</p>



<p>Ich erinnerte mich an den Jakobsweg. Kurz vor dem Hirnabszess hatte ich einen Filmauftrag dazu bekommen. Dieser Gedanke kam wieder zurück, und aus ihm entstand etwas Neues. Es war kein großer Plan, eher ein innerer Impuls. Aber genau dieser Impuls wurde zum Startschuss.</p>



<p>Nicht nur fürs Pilgern und Weitwandern, sondern auch für das Gehen selbst. Und für die Auseinandersetzung mit der Ausrüstung.</p>



<p>Gerade diese Beschäftigung mit der Ausrüstung wurde für mich zu etwas sehr Wertvollem. Ich musste mich mit einzelnen Dingen auseinandersetzen, Entscheidungen treffen, überlegen, was ich wirklich brauche und was nicht. Schritt für Schritt. Auch das war Therapie.</p>



<h3>Meine erste Ausrüstung – verwenden was da ist</h3>



<p>In dieser Zeit fiel es mir oft schwer, neue Dinge zu organisieren oder mich intensiv mit Details zu beschäftigen. Deshalb griff ich auf vieles zurück, was ich bereits hatte.</p>



<p>Der Begriff „Ultralight“ spielte für mich damals noch keine wirkliche Rolle, auch wenn Gewicht schon früher ein Thema gewesen ist. Vor allem durch meine Arbeit bei Filmprojekten und die <a href="http://www.radzwillinge.at/start/printb178.html?page=1036716450&amp;f=1">Begleitung der Radzwillinge</a> wusste ich, dass jedes zusätzliche Kilo irgendwann spürbar wird.</p>



<p>Ich nutzte unter anderem einen neun Jahre alten Rucksack, den ich mir damals in den USA gekauft hatte, um die Radzwillinge auf den Gipfel des Mt. Whitney zu begleiten und zu Filmen. Es war einer der ersten leichten Ultra-Light Rucksäcke, die es gab. Ich hatte ihn bei zahlreichen Einsätzen dabei. </p>



<figure class="wp-block-gallery columns-3 is-cropped"><ul class="blocks-gallery-grid"><li class="blocks-gallery-item"><figure><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/04/P1020707-1024x768.jpg" alt="" data-id="65012" data-full-url="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/04/P1020707-scaled.jpg" data-link="https://www.von0auf101.com/?attachment_id=65012" class="wp-image-65012" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/04/P1020707-1024x768.jpg 1024w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/04/P1020707-300x225.jpg 300w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/04/P1020707-768x576.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/04/P1020707-1536x1152.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/04/P1020707-2048x1536.jpg 2048w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/04/P1020707-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="blocks-gallery-item__caption">Mt. Whitney 2009</figcaption></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/04/P1040674-1024x768.jpg" alt="" data-id="65010" data-full-url="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/04/P1040674-scaled.jpg" data-link="https://www.von0auf101.com/?attachment_id=65010" class="wp-image-65010" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/04/P1040674-1024x768.jpg 1024w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/04/P1040674-300x225.jpg 300w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/04/P1040674-768x576.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/04/P1040674-1536x1152.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/04/P1040674-2048x1536.jpg 2048w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/04/P1040674-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="blocks-gallery-item__caption">Elbrus 2010</figcaption></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/04/P1040754-1024x768.jpg" alt="" data-id="65011" data-full-url="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/04/P1040754-scaled.jpg" data-link="https://www.von0auf101.com/?attachment_id=65011" class="wp-image-65011" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/04/P1040754-1024x768.jpg 1024w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/04/P1040754-300x225.jpg 300w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/04/P1040754-768x576.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/04/P1040754-1536x1152.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/04/P1040754-2048x1536.jpg 2048w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/04/P1040754-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="blocks-gallery-item__caption">Elbrus 2010</figcaption></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/04/P1000971-1024x683.jpg" alt="Mein erster Ultra-Light Rucksack, von Mountain Gear. " data-id="65007" class="wp-image-65007" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/04/P1000971-1024x683.jpg 1024w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/04/P1000971-300x200.jpg 300w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/04/P1000971-768x512.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/04/P1000971-1536x1024.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/04/P1000971-2048x1365.jpg 2048w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/04/P1000971-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="blocks-gallery-item__caption">2018, Camino Frances </figcaption></figure></li></ul><figcaption class="blocks-gallery-caption">Mountain Gear Rucksack (500 Gramm), <br>2009 - 2018</figcaption></figure>



<p>Trotzdem war meine Ausrüstung auf den ersten Caminos weit entfernt von dem, was ich heute mitnehmen würde. Ich nahm das mit, was da war, was funktionierte und was es mir überhaupt ermöglichte, loszugehen.</p>



<p>Es war keine perfekt abgestimmte Ausrüstung. Aber sie war ausreichend.</p>



<p>Und genau das war entscheidend.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-style-default"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/04/20180605_182426-897x1024.jpg" alt="Meine Ausrüstung auf meinem ersten Camino Francés, ca. 6 kg" class="wp-image-64991" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/04/20180605_182426-897x1024.jpg 897w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/04/20180605_182426-263x300.jpg 263w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/04/20180605_182426-768x877.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/04/20180605_182426-1345x1536.jpg 1345w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/04/20180605_182426-1794x2048.jpg 1794w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/04/20180605_182426.jpg 2040w" sizes="(max-width: 897px) 100vw, 897px" /><figcaption>Ausrüstung Camino Frances, ca. 6 kg, 2018</figcaption></figure>



<p>Diese ersten Caminos waren für mich viel mehr als nur Wege. Sie waren meine ersten echten Schritte zurück ins Leben. Mit wenig Kraft, mit vielen Einschränkungen, aber mit einem großen Willen, wieder vorwärtszukommen.</p>



<h3>Was funktioniert – und was wirklich hilft</h3>



<p>Rückblickend hat vieles von dem, was ich damals dabeihatte, funktioniert. Sonst wäre ich nicht unterwegs gewesen. Und doch habe ich relativ schnell gemerkt, dass funktionierende Ausrüstung nicht automatisch gute Ausrüstung ist.</p>



<p>Gerade durch meinen körperlichen Zustand entstand eine besondere Situation. Einerseits wollte ich Gewicht sparen, andererseits brauchte ich in manchen Bereichen mehr als andere. Vor allem bei der Kleidung wollte ich auf der sicheren Seite sein, weil ich nie genau wusste, wie mein Körper reagieren würde. Mir war schneller kalt, vieles war unsicher, und ich wollte Reserven dabeihaben.</p>



<p>So war meine Ausrüstung am Anfang oft ein Kompromiss. Zwischen dem Wunsch, leicht unterwegs zu sein, und der Notwendigkeit, auf meinen Körper Rücksicht zu nehmen.</p>



<p>Mit der Zeit begann ich, mir andere Fragen zu stellen. Nicht nur: Wie viel wiegt etwas? Sondern auch:</p>



<p>Was bringt es mir wirklich?<br>Was gibt mir Sicherheit?<br>Und was trage ich vielleicht nur aus Gewohnheit mit?</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-style-default"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/04/1100527-1024x577.jpg" alt="Camino Norte, bereits leichtere Ausrüstung " class="wp-image-64992" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/04/1100527-1024x577.jpg 1024w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/04/1100527-300x169.jpg 300w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/04/1100527-768x433.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/04/1100527-1536x865.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/04/1100527-2048x1154.jpg 2048w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/04/1100527-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Camino Norte, 2019</figcaption></figure>



<p>Genau an diesem Punkt begann die eigentliche Entwicklung.</p>



<h3>Wie sich meine Ausrüstung im Laufe der Zeit verändert hat</h3>



<p>Mit jedem weiteren Camino und jeder längeren Tour wurde meine Ausrüstung ein Stück durchdachter. Am Anfang nahm ich vor allem das mit, was ich hatte oder was in meiner damaligen Situation möglich war. Denn bei Ultra-Light handelt es sich auch oft um den Preis. Später begann ich immer mehr zu hinterfragen und bewusste Entscheidungen zu treffen. </p>



<p>Gerade beim Weitwandern mit Zelt, Schlafsack und Kochausrüstung wurde mir schnell klar, wie viel Einfluss diese großen Bereiche auf das Gesamtgewicht haben. Gleichzeitig habe ich aber auch gelernt, dass es nicht nur darum geht, immer leichter zu werden. Es geht darum, dass die Ausrüstung zum eigenen Körper, zum Weg und zur jeweiligen Situation passen muss.</p>



<h3>Zelt – vom reinen Schutz zum durchdachten Begleiter</h3>



<p>Am Anfang war es für mich wichtig, überhaupt ein Zelt dabeizuhaben. Es ging um Schutz, um Sicherheit, um die Möglichkeit, draußen übernachten zu können.</p>



<p>Mit der Zeit haben sich meine Ansprüche verändert. Gewicht, Packmaß und vor allem ein einfacher Aufbau wurden immer wichtiger. Denn wenn man jeden Tag unterwegs ist, merkt man schnell, ob etwas nur irgendwie funktioniert oder ob es einem den Alltag tatsächlich erleichtert.</p>



<p>Heute ist das Zelt für mich nicht mehr nur ein Schutzraum, sondern ein durchdachter Teil meines Systems.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-style-default"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2023/07/1000002979-1024x576.jpg" alt="Meine Ausrüstung am JOGLE " class="wp-image-61270" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2023/07/1000002979-1024x576.jpg 1024w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2023/07/1000002979-300x169.jpg 300w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2023/07/1000002979-768x432.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2023/07/1000002979-1536x864.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2023/07/1000002979-2048x1153.jpg 2048w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2023/07/1000002979-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>JOGLE, 2023 - Six Moon Designs Lunar Solo Zelt, 720 Gramm</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large is-style-default"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/09/IMG_20240804_060613-1024x768.jpg" alt="Lager am Hexatrek, mit Nemo Hornet Elite 2P Zelt. Ausrüstung perfektionieren. " class="wp-image-62340" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/09/IMG_20240804_060613-1024x768.jpg 1024w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/09/IMG_20240804_060613-300x225.jpg 300w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/09/IMG_20240804_060613-768x576.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/09/IMG_20240804_060613-1536x1152.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/09/IMG_20240804_060613-2048x1536.jpg 2048w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/09/IMG_20240804_060613-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Mit dem Nemo Hornet Elite 2P (920 Gramm) am Hexatrek, 2024</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large is-style-default"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/04/IMG_20260414_200151_edit_101731843226663-1024x811.jpg" alt="" class="wp-image-65022" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/04/IMG_20260414_200151_edit_101731843226663-1024x811.jpg 1024w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/04/IMG_20260414_200151_edit_101731843226663-300x238.jpg 300w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/04/IMG_20260414_200151_edit_101731843226663-768x608.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/04/IMG_20260414_200151_edit_101731843226663-1536x1217.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/04/IMG_20260414_200151_edit_101731843226663-2048x1622.jpg 2048w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/04/IMG_20260414_200151_edit_101731843226663-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Mein aktuelles, Hyperlight Mid 1, 475 Gramml</figcaption></figure>



<h3>Schlafsack – der Weg zur Reduktion</h3>



<p>Zu Beginn nutzte ich noch einen Schlafsack aus meiner Zeit vor dem Hirnabszess, einen leichten Northland mit rund 420 Gramm. Ein Schlafsack, der mich lange begleitet hat und mit dem ich viele Nächte draußen verbracht habe.</p>



<p>Doch nach meinem zweiten Camino begann ich, auch hier umzudenken.</p>



<p>Ich entschied mich schließlich für den Sea to Summit Spark I. Mit seinen 350 Gramm ist er noch einmal leichter und gleichzeitig genau auf das reduziert, was ich wirklich brauche.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-style-default"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/04/GOPR0132_1621016776307-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-65020" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/04/GOPR0132_1621016776307-1024x768.jpg 1024w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/04/GOPR0132_1621016776307-300x225.jpg 300w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/04/GOPR0132_1621016776307-768x576.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/04/GOPR0132_1621016776307-1536x1152.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/04/GOPR0132_1621016776307-2048x1536.jpg 2048w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/04/GOPR0132_1621016776307-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Schlafsetup Biwak beim Walkabout 2021</figcaption></figure>



<p>Dieser Schlafsack begleitet mich seither auf vielen Wegen – am Walkabout, beim JOGLE, am Hexatrek und darüber hinaus. </p>



<p>Für kältere Bedingungen nutze ich zusätzlich den Spark II. Denn gerade im Winter zeigt sich schnell, wie wichtig es ist, die richtige Ausrüstung zur richtigen Zeit dabeizuhaben.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-style-default"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/09/IMG_20240809_005753-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-62402" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/09/IMG_20240809_005753-1024x768.jpg 1024w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/09/IMG_20240809_005753-300x225.jpg 300w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/09/IMG_20240809_005753-768x576.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/09/IMG_20240809_005753-1536x1152.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/09/IMG_20240809_005753-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>HexaTrek 2024, SeatoSummit Spark1</figcaption></figure>



<h3>Kochausrüstung – die Entscheidung für Einfachheit</h3>



<p>Auch bei der Kochausrüstung hat sich im Laufe der Zeit einiges verändert. Wenn man alles selbst trägt, wird jedes einzelne Teil irgendwann zur Frage.</p>



<p>Je nach Tour koche ich entweder mit Gas oder mit Spiritus. Gas ist für mich die einfachere und verlässlichere Lösung, während Spiritus mehr Aufmerksamkeit und ein ruhigeres Arbeiten erfordert. Manchmal kein leichtes Unterfangen bei meiner schlechten Feinmotorik.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-style-default"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/07/IMG_20240706_200931-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-62216" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/07/IMG_20240706_200931-768x1024.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/07/IMG_20240706_200931-225x300.jpg 225w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/07/IMG_20240706_200931-1152x1536.jpg 1152w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/07/IMG_20240706_200931-1536x2048.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/07/IMG_20240706_200931-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption>Spiritus Kocher am Hexatrek, 2024</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large is-style-default"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/10/IMG_20240811_112036-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-62551" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/10/IMG_20240811_112036-768x1024.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/10/IMG_20240811_112036-225x300.jpg 225w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/10/IMG_20240811_112036-1152x1536.jpg 1152w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/10/IMG_20240811_112036-1536x2048.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/10/IMG_20240811_112036-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption>Umstieg am Hexatrek auf Gaskocher</figcaption></figure>



<p>Auf den Caminos in Spanien gehe ich noch einen Schritt weiter und verzichte beinahe ganz auf das Kochen. Bei den vielen Cafés und Restaurants unterwegs kein Problem. </p>



<p>Diese Entscheidung reduziert nicht nur das Gewicht, sondern verändert auch die Art des Unterwegsseins. Es wird für mich einfacher. </p>



<figure class="wp-block-image size-large is-style-default"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/04/01099782_edit_135710125433457-1024x508.jpg" alt="2,5 Kilo Ausrüstung" class="wp-image-63535" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/04/01099782_edit_135710125433457-1024x508.jpg 1024w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/04/01099782_edit_135710125433457-300x149.jpg 300w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/04/01099782_edit_135710125433457-768x381.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/04/01099782_edit_135710125433457-1536x763.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/04/01099782_edit_135710125433457-2048x1017.jpg 2048w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/04/01099782_edit_135710125433457-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>2,5 Kilo Ausrüstung am Camino im Frühjahr </figcaption></figure>



<p>Denn alles, was ich nicht tragen muss, macht jeden Schritt ein wenig leichter.</p>



<h3>Meine Lighterpack-Listen – Ausrüstung als Weggeschichte</h3>



<p>Meine Ausrüstung lässt sich nicht nur beschreiben, sondern auch konkret nachvollziehen.</p>



<p>Hier findest du einige meiner Setups aus verschiedenen Phasen:</p>



<ul><li>Aktuelle Ausrüstung: <a href="https://lighterpack.com/r/8bxwta">2026 Camino Primitivo Mai</a></li><li>Erste Camino Frances Ausrüstung: <a href="https://www.von0auf101.com/jakobsweg/ausruestung/?preview_id=60&amp;preview_nonce=bfc9045fc5&amp;preview=true">Camino Frances 2018</a></li><li>Frühere Camino-Ausrüstung: <a style="background-color: rgb(255, 255, 255);" href="https://lighterpack.com/r/7fbf4w">Camino Frances Herbst 2022</a>  / <a style="background-color: rgb(255, 255, 255);" href="https://lighterpack.com/r/1xxebc">Winter-Camino France 2023</a> / <a style="background-color: rgb(255, 255, 255);" href="https://lighterpack.com/r/57nlxb">Via de la Plata 2024</a> / <a href="https://lighterpack.com/r/5m6vdv">Camino Frances November 2025</a></li><li><a href="https://lighterpack.com/r/g4rv3j">JOGLE – ENGLAND NORD-SÜD 2023</a></li><li><a href="https://lighterpack.com/r/37snve">HexaTrek Frankreich 2024</a></li></ul>



<p>Für mich sind diese Listen mehr als reine Aufstellungen. Sie zeigen meinen Weg. Man erkennt darin, wie sich Prioritäten verschieben und wie aus einer eher pragmatischen Ausrüstung nach und nach ein stimmiges Gesamtsystem entsteht.</p>



<h4><strong>Wintercaminos – wenn Ausrüstung wirklich zählen muss</strong></h4>



<p>Besonders deutlich wird die Qualität der eigenen Ausrüstung im Winter.</p>



<p>Kälte, kürzere Tage und oft auch mehr Unsicherheit verlangen nach einem guten Gleichgewicht zwischen Reduktion und Verlässlichkeit. Gerade hier reicht es nicht, einfach nur leicht unterwegs sein zu wollen. Die Ausrüstung muss funktionieren.</p>



<p>Und doch war es für mich spannend zu sehen, dass ich auch unter diesen Bedingungen mit der Zeit immer bewusster und leichter unterwegs sein konnte.</p>



<p>Ein <a href="https://lighterpack.com/r/5m6vdv">Wintercamino mit rund drei Kilogramm</a> Basisgewicht wäre für mich früher kaum vorstellbar gewesen. Nicht, weil ich es nicht gewollt hätte, sondern weil mir die Erfahrung gefehlt hat.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-style-default"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251128_141404-min-1024x723.jpg" alt="Schnee am Alto Plano. Winter-Camino Frances 2025" class="wp-image-64330" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251128_141404-min-1024x723.jpg 1024w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251128_141404-min-300x212.jpg 300w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251128_141404-min-768x543.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251128_141404-min-1536x1085.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251128_141404-min-2048x1447.jpg 2048w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251128_141404-min-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Winter-Camino Frances 2025</figcaption></figure>



<p>Der Weg selbst hat mir gezeigt, was möglich ist.</p>



<h3>Fazit: Ausrüstung ist Erfahrung</h3>



<p>Wenn ich heute auf meine Camino- und Weitwanderausrüstung zurückblicke, dann sehe ich nicht nur einzelne Gegenstände. Ich sehe meinen eigenen Weg darin.</p>



<p>Ich sehe, wie sich mit den Jahren nicht nur meine Ausrüstung verändert hat, sondern auch mein Blick auf das Wesentliche.</p>



<p>Am Anfang ging es darum, überhaupt loszugehen. Mit dem, was da war. Später begann ich zu verstehen, was ich wirklich brauche – und was nur Ballast ist. Nicht nur im Rucksack, sondern manchmal auch im Kopf.</p>



<p>Mit jedem weiteren Weg wurde meine Ausrüstung einfacher, stimmiger und bewusster. Nicht perfekt, aber passend.</p>



<p>Denn gute Ausrüstung muss nicht beeindrucken. Sie muss tragen, entlasten und zum eigenen Weg passen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-style-default"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/01/IMG_20251126_164906-1-1024x787.jpg" alt="" class="wp-image-64488" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/01/IMG_20251126_164906-1-1024x787.jpg 1024w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/01/IMG_20251126_164906-1-300x231.jpg 300w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/01/IMG_20251126_164906-1-768x590.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/01/IMG_20251126_164906-1-1536x1181.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/01/IMG_20251126_164906-1-2048x1574.jpg 2048w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/01/IMG_20251126_164906-1-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Camino Frances, November 2025</figcaption></figure>



<p>Gerade nach allem, was ich erlebt habe, hat dieses Thema eine tiefere Bedeutung bekommen. Es geht nicht nur um Gramm oder Materialien. Es geht auch um Freiheit, Selbstständigkeit und Vertrauen.</p>



<h3>Vertrauen in den eigenen Weg.</h3>



<p>So ist meine Ausrüstung heute nicht einfach nur leichter geworden. Sie ist aus vielen Erfahrungen entstanden. Aus Versuchen, aus Fehlern und aus unzähligen Tagen draußen.</p>



<p>Und sie wird sich weiter verändern. So wie sich Wege verändern. So wie man sich selbst verändert.</p>



<p>Am Ende ist Ausrüstung für mich mehr als das, was ich auf dem Rücken trage.<br>Sie ist ein Teil meines Weges geworden.</p>



<p>Und vielleicht ist genau das das Schönste daran:<br>Dass man mit jedem Schritt nicht nur weitergeht, sondern auch klarer sieht, was man wirklich braucht - am Weg, wie im Leben!</p>



<hr class="wp-block-separator"/>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.von0auf101.com/weitwandern/ausruestung-entwicklung-ueber-jahre/">Ausrüstung für Camino und Weitwandern – meine Entwicklung</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.von0auf101.com">Von 0 auf 101</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.von0auf101.com/weitwandern/ausruestung-entwicklung-ueber-jahre/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Leben mit Grenzen - zehn Jahre nach dem Hirnabszess</title>
		<link>https://www.von0auf101.com/leben/leben-mit-grenzen-zehn-jah/</link>
					<comments>https://www.von0auf101.com/leben/leben-mit-grenzen-zehn-jah/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jörg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Mar 2026 05:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Handicap]]></category>
		<category><![CDATA[Klettern als Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[Weitwandern]]></category>
		<category><![CDATA[Energiehaushalt]]></category>
		<category><![CDATA[Fatigue]]></category>
		<category><![CDATA[Gestaltung statt Überleben]]></category>
		<category><![CDATA[Grenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Grenzen erkennen]]></category>
		<category><![CDATA[Hier und Jetzt]]></category>
		<category><![CDATA[Hirnabszess]]></category>
		<category><![CDATA[Identität]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensveränderung]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen nach Hirnschädigung]]></category>
		<category><![CDATA[neues leben]]></category>
		<category><![CDATA[Pause]]></category>
		<category><![CDATA[Zehn Jahre danach]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.von0auf101.com/?p=64883</guid>

					<description><![CDATA[<p>Zehn Jahre sind seit meinem Hirnabszess vergangen. Mein Leben wurde am 27. März 2016 unterbrochen. Allerdings bekam ich die Chance, ein zweites Leben zu beginnen. Es ist weitergegangen, aber anders als zuvor.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.von0auf101.com/leben/leben-mit-grenzen-zehn-jah/">Leben mit Grenzen - zehn Jahre nach dem Hirnabszess</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.von0auf101.com">Von 0 auf 101</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h3>27.März 2016: Zehnter Jahrestag nach dem Hirnabszess - mein Leben mit Grenzen!</h3>



<p>Am 27. März 2016 wurde mein Leben jäh unterbrochen. Ein Einschnitt, der alles veränderte. Von einem Moment auf den anderen war nichts mehr selbstverständlich. An meinen Grenzen arbeite ich noch heute und versuche sie zu verschieben. </p>



<p>Und doch bekam ich damals eine zweite Chance. Ein zweites Leben.</p>



<p>Es ging weiter, aber nicht mehr so wie zuvor. Anders. Ein anderes Leben, das ich erst wieder lernen musste.</p>



<p><em><a href="https://www.von0auf101.com/leben/mein-erster-blog-artikel/">Hier gehts zu meinem ersten Blogbeitrag, wie alles anfing.</a></em></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/06/IMG_20240723_193815-1024x1024.jpg" alt="der Hirnabszess hat mit Grenzen gesetzt" class="wp-image-63950" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/06/IMG_20240723_193815-1024x1024.jpg 1024w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/06/IMG_20240723_193815-300x300.jpg 300w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/06/IMG_20240723_193815-150x150.jpg 150w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/06/IMG_20240723_193815-768x768.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/06/IMG_20240723_193815-1536x1536.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/06/IMG_20240723_193815.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Diagnose Hirnabszess - 27.März 2016</figcaption></figure>



<h3>Eine neue Bedeutung von Zeit</h3>



<p>Eine der wesentlichsten Änderungen für mich, neben unzähliger anderer: Zeit hat eine andere Bedeutung bekommen. Denn um im Hier und Jetzt zu leben, ist Zeit nicht mehr etwas, das vergeht, sondern etwas, das gefüllt werden möchte. </p>



<p>Und das ist vielleicht das Entscheidende – <em>ich habe Zeit bekommen, nicht verloren.</em></p>



<figure class="wp-block-image size-large is-style-default"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG_20240924_082411-1024x724.jpg" alt="Grenzgang Weitwandern, Grenzen erobern" class="wp-image-64846" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG_20240924_082411-1024x724.jpg 1024w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG_20240924_082411-300x212.jpg 300w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG_20240924_082411-768x543.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG_20240924_082411-1536x1087.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG_20240924_082411-2048x1449.jpg 2048w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG_20240924_082411-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Grenzgang Weitwandern</figcaption></figure>



<h3>Überleben im Moment</h3>



<p>Mein Gehirn wurde auf „Überleben im Moment“ umgestellt. </p>



<p>Nach so einem Ereignis funktioniert vieles im Kopf nicht mehr wie vorher. Planen, Zukunft denken, mehrere Dinge gleichzeitig tun – all das wurde schwieriger, wenn nicht unmöglich. Zukunft oder Vergangenheit waren nicht denkbar, es gab nur den aktuellen Moment. Dadurch bleibt automatisch nur das Hier und Jetzt übrig. </p>



<p>Und plötzlich merkte ich:<br>Zeit ist nicht mehr etwas, das ich „manage“, sondern etwas, in dem ich einfach bin.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-style-default"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/03/P1090057-1-1024x575.jpg" alt="2017, ein langer Weg steht mir bevor. Mich an Grenzen zu bewegen, war mein Tagesablauf." class="wp-image-64964" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/03/P1090057-1-1024x575.jpg 1024w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/03/P1090057-1-300x169.jpg 300w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/03/P1090057-1-768x432.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/03/P1090057-1-1536x863.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/03/P1090057-1-2048x1151.jpg 2048w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/03/P1090057-1-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>2017, ein langer Weg steht mir bevor</figcaption></figure>



<h3>Achtsamkeit im Alltag - Grenzen vermeiden </h3>



<p>Vorher lief vieles automatisch: gehen, essen, schreiben, sprechen - Multitasking. Nach der Krankheit musste ich alles wieder bewusst machen. Selbst so einfache Dinge wie Zähneputzen, Essen oder Gehen. Alles erfordert Achtsamkeit - bis heute.</p>



<p>Das hat eine interessante Nebenwirkung:<br>Wenn man nur eine Sache machen kann, wird der Tag länger – weil man wirklich in jeder Tätigkeit tief drinnen ist und sehr intensiv erlebt.</p>



<h3>Die Prioritäten verschieben sich komplett</h3>



<p>Wenn man einmal erlebt hat, dass das Leben von einem Tag auf den anderen völlig kippen kann, verändert sich etwas Grundlegendes. Dinge, die früher wichtig waren – wie Leistung, Termine und Tempo – verlieren Gewicht.</p>



<p>Wichtiger wird: ein Schritt ohne Schwindel, ein Spaziergang im Wald, ein Gespräch, ein ruhiger Moment. Dinge, die ich besonders auf meinen Weitwanderwegen schätzen gelernt habe. Das Wandern wurde meine Therapie. </p>



<figure class="wp-block-image size-large is-style-default"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/03/IMG_20260317_164553-768x1024.jpg" alt="die Natur hat mir geholfen, Grenzen zu erweitern." class="wp-image-64956" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/03/IMG_20260317_164553-768x1024.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/03/IMG_20260317_164553-225x300.jpg 225w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/03/IMG_20260317_164553-1152x1536.jpg 1152w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/03/IMG_20260317_164553-1536x2048.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/03/IMG_20260317_164553-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure>



<h3>Zeit – vom Gegner zum Lehrer</h3>



<p>Vor der Krankheit hatte Zeit oft etwas Bedrohliches: zu wenig Zeit, zu viele Aufgaben. Danach wurde Zeit etwas anderes: eine Möglichkeit.</p>



<p>Oder anders gesagt:<br>Früher wollte ich die Zeit kontrollieren.<br>Heute versuche ich, sie zu erleben.</p>



<p>In meinem ersten Leben war Zeit mein Trainingspartner. Sekunden, Höhenmeter, Durchschnittsgeschwindigkeit. Alles drehte sich darum, schneller zu sein. Im Sport normal, änderte sich das im Beruf. Die Zeit war etwas, gegen das man arbeitete.</p>



<p>Heute hat Zeit für mich eine ganz andere Bedeutung bekommen. Sie ist nicht mehr mein Trainingspartner, sondern mein Lehrer.</p>



<p>Zeit ist heute kein Gegner mehr.<br>Sie ist ein Raum, in dem Heilung passieren darf.</p>



<h3>Davor und Danach - ein Leben mit Grenzen</h3>



<p>Wenn ich von meinem Leben erzähle, dann ist es immer unterteilt in ein Davor und ein Danach.</p>



<p>Das DAVOR war geprägt von Bewegung, Leistung und Geschwindigkeit. Mein Leben spielte sich oft am Limit ab. Den Sport habe ich damit noch sehr positiv in Erinnerung. </p>



<p>Das DANACH ist anders. Viel langsamer. Viel bewusster.</p>



<p>Plötzlich ging es nicht mehr darum, schneller zu werden, sondern überhaupt wieder gehen zu können. Es wurde ein täglicher Grenzgang, bis heute. </p>



<p>Das macht demütig und gibt einen zu erkennen, wie wertvoll ein einzelner Schritt sein kann. Wenn ich an die erste Zeit zurück denke, welchen Willen ich aufbringen musste, diese ersten Schritte machen zu wollen. </p>



<h3>Die Bedeutung von zehn Jahren Neubeginn?  </h3>



<p>Sie bedeuten, dass von einem Moment auf den anderen nichts mehr selbstverständlich ist und damit selbst die einfachsten Dinge eine neue, tiefere Bedeutung bekommen.</p>



<p>Mit diesem Einschnitt startete ich nicht bei null, sondern im Minus. Jeder kleinste Fortschritt war kein normaler Entwicklungsschritt, sondern ein Geschenk, das ich mir erarbeiten musste. Ich war lange Zeit an meinen Grenzen unterwegs. </p>



<p>Zehn Jahre nach diesem Einschnitt <em>bedeuten keine Karriere</em> und <em>keinen geradlinigen Aufstieg</em>, sondern <em>eine lange Bewährungsprobe.</em></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/03/IMG_20220331_122156-1024x768.png" alt="Dem eigenen Weg treu bleiben, trotzdem Grenzen Überwinden." class="wp-image-63398" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/03/IMG_20220331_122156-1024x768.png 1024w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/03/IMG_20220331_122156-300x225.png 300w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/03/IMG_20220331_122156-768x576.png 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/03/IMG_20220331_122156-1536x1152.png 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/03/IMG_20220331_122156.png 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Dem eigenen Weg treu bleiben, trotzdem Grenzen Überwinden.</figcaption></figure>



<h3>Rekonstruktion statt Rückkehr</h3>



<p>Ich bin nicht in mein altes Leben zurückgekehrt. Es gab bisher keinen Punkt, an dem ich sagen konnte: Jetzt ist wieder alles wie früher. Stattdessen begann ein langsamer Aufbau – nicht zurück, sondern neu. Ein Aufbau, der mir jedoch nicht bleibt. Ich muss immerfort dranbleiben, muss jeden Tag bewußt dranbleiben. </p>



<p>Bildung bekam dabei eine neue Bedeutung. Ich musste sie mir in den letzten zehn Jahren Schritt für Schritt neu erarbeiten. Sie war kein Karrierebaustein, sondern ein Wiedergewinn von geistiger Klarheit, innerer Ordnung und Handlungsfähigkeit.</p>



<p>Mein Kopf arbeitet wieder.<br>Anders und vielleicht langsamer – aber er arbeitet.</p>



<p>Alte Synapsen wieder zu verbinden, ist auch heute noch Teil meines Alltags. Genau das verstehe ich heute unter Bildung. Lernen, was ich eigentlich schon konnte. </p>



<p><em>Im Video von Markus Leyacker-Schatzl erzähle ich über meinen Weg</em>.</p>



<iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/80fj2DeyeZc?si=QRbS4gHVc-yPjnqX" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen=""></iframe>



<h3>Der Verlust von Selbstverständlichkeiten - Grenzen zurück erobern</h3>



<p>Der Hirnabszess war rückblickend eine Verschiebung meiner Maßstäbe. Nicht nur mein Körper war betroffen, sondern auch die Maßstäbe, mit denen ich mein Leben messe.</p>



<p>Planbarkeit hat ihre Selbstverständlichkeit verloren, weil Energie und Belastbarkeit nicht mehr verlässlich abrufbar sind. Körperliche Anstrengung ist seither kein Trainingsreiz mehr, sondern etwas, das genau dosiert werden muss.&nbsp;</p>



<p>Auch meine kognitive Sicherheit, dieses stille Vertrauen in das eigene Denken, hat sich verändert. Entscheidungen, Konzentration und Mehrfachbelastung sind nicht mehr selbstverständlich verfügbar.</p>



<p>Am stärksten hat sich jedoch mein Vertrauen dahingehend verändert, dass es immer irgendwie weitergeht. Früher dachte ich, Entwicklung passiert Schritt für Schritt von selbst. Heute weiß ich, dass Stabilität nichts Selbstverständliches ist, sondern etwas, das jeden Tag neu erarbeitet werden muss.</p>



<h3>Umgang mit Energie, Grenzen, Pausen, Prioritäten</h3>



<p>Am stärksten zeigt sich der Neubau in der Selbststeuerung. Früher war Belastung normal, heute ist sie etwas, das ich bewusst dosieren muss. Energie, Pausen und Prioritäten – nichts davon geschieht automatisch.</p>



<p>Ich habe noch heute zu lernen, meine Grenzen nicht zu ignorieren, sondern sie zu lesen. Nicht Überforderung als Stärke zu sehen, sondern Steuerung als Kompetenz. Mein Leben ist sowieso ein Grenzgang. </p>



<p>Der Moment, in dem ich merkte, dass ich nicht mehr nur überlebe, sondern wieder gestalte, kam erst mit der Zeit. Es war eine stille Erkenntnis, die erst in der letzten Zeit reifte. </p>



<p>Ich treffe Entscheidungen wieder bewusster und reagiere nicht nur auf das, was passiert. Ich setze Ziele – nicht um etwas zu beweisen, sondern um mein Leben aktiv zu Formen, zumindest versuche ich es. </p>



<p>Ab diesem Zeitpunkt war ich nicht mehr nur Patient.<br>Ich war wieder <strong>Handelnder</strong>.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/03/IMG_20240810_075648-1-768x1024.jpg" alt="Grenzen erkennen und hinausschieben" class="wp-image-64967" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/03/IMG_20240810_075648-1-768x1024.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/03/IMG_20240810_075648-1-225x300.jpg 225w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/03/IMG_20240810_075648-1-1152x1536.jpg 1152w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/03/IMG_20240810_075648-1-1536x2048.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/03/IMG_20240810_075648-1-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption>Grenzen erkennen und hinausschieben. Vom Patienten zum Handelnder.</figcaption></figure>



<h3>Was geblieben ist</h3>



<p>Ein Blick auf diese Jahre schließt auch die bleibenden Einschränkungen mit ein. Fatigue ist nach wie vor ein großes Thema. Energie ist nicht jederzeit abrufbar, sondern muss eingeteilt werden. Belastung braucht Planung.</p>



<p>Darüber hinaus haben sich mehrere Funktionen dauerhaft verändert. Konzentration ist begrenzt. Gedächtnisleistung ist nicht in jeder Situation zuverlässig. Sprache braucht manchmal Zeit. Reize können schnell überfordern.&nbsp;</p>



<p>Viele Dinge, die früher selbstverständlich waren, verlangen heute Aufmerksamkeit und Struktur. Stabilität entsteht nicht automatisch. Sie muss hergestellt und erhalten werden. Manchmal ist das nah an dem, was man sonst Pflege nennen würde – nur dass ich sie selbst übernehme.</p>



<p>Es hat sich auch eine neue Vorsicht im Umgang mit mir selbst entwickelt. Nicht aus Angst, sondern aus Erfahrung. Ich weiß heute, dass Stabilität nichts Selbstverständliches ist.</p>



<p>Das ist keine Bitterkeit.<br>Es ist Teil meiner Realität.<br>Und mit dieser Realität arbeite ich.</p>



<h3>Was gewachsen ist</h3>



<p>In den letzten 10 Jahren ist etwas entstanden, das ich früher so nicht kannte. Keine Euphorie und kein „Alles wird gut“, sondern eine Form von Zuversicht.<br>Es hat sich dahingehend eine gewisse Gelassenheit entwickelt. Ich muss nicht mehr alles steuern oder absichern.</p>



<p>Prioritäten sind klarer geworden. Unwichtiges verliert an Bedeutung und wird schnell aussortiert. Eigenverantwortung ist zentral. Meine Energie kann nur ich selbst einteilen und entscheiden, was mir gut tut.</p>



<p>Langsamkeit bewerte ich nicht negativ. Sie erhöht Genauigkeit und Stabilität.</p>



<p>Mein Verständnis von Gesundheit hat sich grundlegend verändert. Gesundheit ist für mich nicht die Abwesenheit von Krankheit und auch nicht die Rückkehr zu meinem früheren Leistungsniveau. Sie bedeutet heute, mit meinen vorhandenen Ressourcen stabil leben zu können.</p>



<p>Entscheidend ist die Fähigkeit zur Selbststeuerung: Energie bewusst einteilen, Belastung dosieren, Grenzen rechtzeitig erkennen und darauf reagieren. Stabilität ist wichtiger geworden als Intensität.</p>



<h3>Gesundheit ist kein Zustand, den man erreicht und behält.</h3>



<p>Sie ist ein fortlaufender Prozess, der Aufmerksamkeit erfordert – körperlich wie mental. Solange ich gehen, denken und eigenständig entscheiden kann, bin ich gesund im Sinne meines heutigen Verständnisses.</p>



<p>Gesundheit bedeutet für mich: selbstbestimmt leben – unter veränderten Bedingungen. Gesundheit bedeutet für mich heute nicht mehr Leistungsfähigkeit, sondern Selbststeuerung.</p>



<p>Langsamkeit ist kein Nachteil mehr.<br>Sie bringt Stabilität.</p>



<p>Ich lebe bewusster als früher.</p>



<h3>Zehn Jahre später</h3>



<p>Wie messe ich Fortschritt?<br>Was ist Erfolg?<br>Was bedeutet Stärke?</p>



<p>Fortschritt messe ich heute in Stabilität.</p>



<p>Erfolg bedeutet Kontinuität.</p>



<p>Stärke zeigt sich nicht mehr im Durchhalten um jeden Preis, sondern im bewussten Umgang mit Grenzen. Das ist eine Grundbedingung, um Grenzen verschieben zu können. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/02/IMG_20210124_194713-min-1024x768.jpg" alt="Zeichnung aus der Schulzeit" class="wp-image-63336" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/02/IMG_20210124_194713-min-1024x768.jpg 1024w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/02/IMG_20210124_194713-min-300x225.jpg 300w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/02/IMG_20210124_194713-min-768x576.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/02/IMG_20210124_194713-min-1536x1152.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/02/IMG_20210124_194713-min-2048x1536.jpg 2048w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/02/IMG_20210124_194713-min-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Zeichnung aus der Schulzeit</figcaption></figure>



<p>Wenn ich zurückblicke, sehe ich keine verlorenen zehn Jahre.</p>



<p>Ich sehe zehn Jahre Arbeit.<br>Zehn Jahre Lernen.<br>Zehn Jahre Entscheidung, nicht stehen zu bleiben.</p>



<p>Zehn Jahre später gehe ich nicht schneller.<br>Aber bewusster.</p>



<hr class="wp-block-separator"/>



<p></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.von0auf101.com/leben/leben-mit-grenzen-zehn-jah/">Leben mit Grenzen - zehn Jahre nach dem Hirnabszess</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.von0auf101.com">Von 0 auf 101</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.von0auf101.com/leben/leben-mit-grenzen-zehn-jah/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Von der Freude und dem Glück, dem zu folgen, was lebendig macht</title>
		<link>https://www.von0auf101.com/leben/von-freude-und-glueck-dem-zu-folgen-was-lebendig-macht/</link>
					<comments>https://www.von0auf101.com/leben/von-freude-und-glueck-dem-zu-folgen-was-lebendig-macht/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jörg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Feb 2026 04:01:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Gehen]]></category>
		<category><![CDATA[Handicap]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Pilgern]]></category>
		<category><![CDATA[Thruhiking]]></category>
		<category><![CDATA[Weitwandern]]></category>
		<category><![CDATA[Freude]]></category>
		<category><![CDATA[Freude am Geen]]></category>
		<category><![CDATA[Hirnabszess]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensqualität]]></category>
		<category><![CDATA[Natur als Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Neurorehabilitation]]></category>
		<category><![CDATA[Persönliche Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Propriozeption]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstständigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Überlebt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.von0auf101.com/?p=64829</guid>

					<description><![CDATA[<p>„Folge dem, was dich lebendig macht. Und was dir Freude bereitet.“<br />
Dieser Satz begleitet mich seit vielen Jahren. Vielleicht ist er die Essenz aus zehn Jahren Gehen, Üben, Wiederholen – und wieder Aufstehen. Zehn Jahre, in denen ich lernen durfte, was Lebensqualität wirklich bedeutet.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.von0auf101.com/leben/von-freude-und-glueck-dem-zu-folgen-was-lebendig-macht/">Von der Freude und dem Glück, dem zu folgen, was lebendig macht</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.von0auf101.com">Von 0 auf 101</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<hr style="border: none; border-top: 1px solid rgba(0,0,0,0.15); margin: 0 0 0.8em 0;">

<p style="font-style: italic; font-size: 90%; color: inherit; margin: 0.6em 0 0.8em 0;">
  Persönlicher Hinweis:<br>
  Ich lebe seit einem Hirnabszess mit bleibenden neurologischen Einschränkungen.
  Diese betreffen unter anderem meine körperlichen Möglichkeiten, meine Belastbarkeit,
  mein Denken und mein Tempo.
  Alles, was ich hier schreibe, entsteht aus dieser Lebensrealität heraus
  und ist nur vor diesem Hintergrund vollständig zu verstehen.
</p>

<hr style="border: none; border-top: 1px solid rgba(0,0,0,0.15); margin: 0 0 1.6em 0;">



<h3>Von der Freude und dem Glück, dem zu folgen, was lebendig macht</h3>



<p>„Folge dem, was dich lebendig macht. Und was dir Freude bereitet.“</p>



<p>Es ist eine Lebensqualität, die ich mir Tag für Tag erarbeiten muss, damit sie bleibt und damit sie nicht wieder verloren geht. Denn nach dem Hirnabszess war nichts mehr selbstverständlich, und vieles, was früher einfach war, wurde plötzlich zu einer Herausforderung. Mein Körper funktionierte nicht mehr wie zuvor, und auch mein Gehirn arbeitete anders, sodass ich lernen musste, mit diesem neuen Zustand zu leben.</p>



<p>Vieles war reduziert auf das Jetzt, weil ich gar nicht weiter vorausdenken konnte. Auf den nächsten Schritt, den ich setzen musste, und auf den nächsten Atemzug, der mich im Moment hielt. Denn mehr war oft nicht möglich.</p>



<p>Und genau dort, in dieser Beschränkung und gerade weil alles auf das Wesentliche reduziert war, verstand ich, was mich wirklich lebendig macht. Nicht das Große und Weite, sondern das Kleine und Nahe. Nicht das Morgen, sondern das Jetzt, weil nur hier Leben spürbar ist.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG_20260219_124038-1024x768.jpg" alt="Freude am Gehen" class="wp-image-64837" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG_20260219_124038-1024x768.jpg 1024w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG_20260219_124038-300x225.jpg 300w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG_20260219_124038-768x576.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG_20260219_124038-1536x1152.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG_20260219_124038.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Schritt für Schritt</figcaption></figure>



<h3>Es war das Gehen, das mir Freude und Lebendigkeit brachte.</h3>



<p>Ein Schritt nach dem anderen. Millionenfach wiederholt. Immer wieder hinaus. In die Natur. In die Wälder, auf die Wege, über Asphalt und Schotter. Die Natur wurde meine Therapie Nummer eins. Sie fordert mich, aber sie überfordert mich nicht. Sie spiegelt mir meinen Zustand – jeden Tag aufs Neue.</p>



<p>Lebendig fühle ich mich <strong>nicht</strong>, wenn alles <strong>leicht</strong> ist. Sondern wenn ich spüre, dass ich wirke. Dass ich etwas bewege. Dass ich trotz Einschränkungen weitergehe. Dieses Weitergehen ist kein Leistungsbeweis. Es ist ein inneres Ja zum Leben.</p>



<p>Erst später wurde mir bewusst, warum mich früher Leistungs- und Extremsport so angezogen haben. In der Bewegung spürte ich mich besser. Dort, wo es weh tut, liegt oft auch eine Wahrheit über sich selbst.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG0008-1024x695.jpg" alt="" class="wp-image-64844" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG0008-1024x695.jpg 1024w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG0008-300x204.jpg 300w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG0008-768x521.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG0008.jpg 1194w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Australien</figcaption></figure>



<p>Und dann ist da die Freude. Heute ist sie wichtiger denn je. Sie wirkt oft leise. Ein Moment auf einem Waldstück, wenn das Licht durch die Bäume fällt. Das Wissen, wieder ein Stück sicherer gegangen zu sein. Oder einfach Dankbarkeit, dass ich überhaupt gehen kann.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/10/IMG_20240811_112106-1024x768.jpg" alt="Hexatrek" class="wp-image-62550" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/10/IMG_20240811_112106-1024x768.jpg 1024w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/10/IMG_20240811_112106-300x225.jpg 300w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/10/IMG_20240811_112106-768x576.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/10/IMG_20240811_112106-1536x1152.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/10/IMG_20240811_112106-2048x1536.jpg 2048w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/10/IMG_20240811_112106-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Wunderschöne Natur am Hexatrek</figcaption></figure>



<p>Über die Jahre habe ich gelernt: Gehe ich weniger, übe ich weniger, lasse ich ein, zwei Tage aus, zieht sich etwas in mir zurück. Nicht nur die Muskulatur. Nicht die Propriozeption, diese Tiefensensibilität, die kein fixer Besitz mehr ist, sondern etwas, das ich mir durch millionenfaches Wiederholen zurückerobert habe und zu erhalten versuche. </p>



<p>Lasse ich nach, wird auch das Gehen unsicherer. Auch die innere Lebendigkeit wird dann weniger. Sie braucht Bewegung. Sie braucht Wiederholung. Sie braucht Hingabe.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/DSC_8200-1-1024x576.jpg" alt="Propriozeption auf verschiedenen Untergründen üben" class="wp-image-64845" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/DSC_8200-1-1024x576.jpg 1024w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/DSC_8200-1-300x169.jpg 300w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/DSC_8200-1-768x432.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/DSC_8200-1-1536x864.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/DSC_8200-1-2048x1151.jpg 2048w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/DSC_8200-1-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Propriozeption auf verschiedenen Untergründen üben</figcaption></figure>



<h3>Leistungssport und Hingabe</h3>



<p>In meinem ersten Leben war ich vieles, doch der Leistungssport war vor allem eines: ein Versuch, mich selbst kennenzulernen. Dieses Leben an der Grenze ließ mich wachsen – geistig wie körperlich. Wahrnehmung, Kraft, Übersicht und besonders die Reaktion wurden geschärft und zu einem Teil von mir.</p>



<p>Später, als Videojournalist, zehrte ich davon. Schnell erfassen. Richtig reagieren. Den Überblick behalten. Der Sport war dafür die beste Schule. </p>



<p>Der Sport lehrte mich, Leistung zu bringen. Aber noch wichtiger war mir immer die Haltung dahinter. Leistung ohne Ethik war für mich nie erstrebenswert. Dieser Wert begleitet mich bis heute. Er ist geblieben – wie das Gehen. Wie das Streben nach Entwicklung. Schritt für Schritt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/Untitled045-997x1024.jpg" alt="" class="wp-image-64840" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/Untitled045-997x1024.jpg 997w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/Untitled045-292x300.jpg 292w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/Untitled045-768x789.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/Untitled045.jpg 1082w" sizes="(max-width: 997px) 100vw, 997px" /><figcaption>Strassenradrennsport</figcaption></figure>



<h3>Lebendigkeit bringt Sinn</h3>



<p>Dem zu folgen, was mich lebendig macht, bedeutet nicht, nur das Angenehme zu wählen. Es bedeutet, dem nachzugehen, was Sinn stiftet. Was mich aufrichtet. Was mich in Verbindung bringt – mit mir selbst und mit der Welt um mich herum.</p>



<p>Für mich sind es nicht nur die täglichen Wege. Es ist auch das Weitwandern. Das Pilgern. Stundenlanges Gehen. Tag für Tag. Schritt, Atem, Schritt. Nicht um besondere Leistungen zu vollbringen. Nicht um Rekorde zu sammeln, sondern um meinen Körper zu regulieren und Stabilität zu schaffen.</p>



<p>Diese langen Wege bringen mein Nervensystem in einen Rhythmus. Sie geben meinem Körper jene Wiederholungen, die er braucht. Für Außenstehende mag das extrem wirken. Für mich ist es kein Extremsport mehr. Es ist Erhalt und es ist notwendig, um selbstständig zu bleiben. Um nicht erneut zum Pflegefall zu werden.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/PB270981-1-1-768x1024.jpg" alt="Freude am Pilgern" class="wp-image-64841" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/PB270981-1-1-768x1024.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/PB270981-1-1-225x300.jpg 225w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/PB270981-1-1-1152x1536.jpg 1152w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/PB270981-1-1-1536x2048.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/PB270981-1-1-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption>Pilgern</figcaption></figure>



<h3>Mein Weg ist nicht der anderer</h3>



<p>Mir ist bewusst, dass nicht jeder diesen Weg gehen kann – und ihn auch nicht gehen muss. Jeder Mensch hat seine eigene Form, lebendig zu bleiben. Schreiben. Musizieren. Gärtnern. Gespräche führen. Wichtig ist nicht, was es ist. Wichtig ist, dass es einen stärkt.</p>



<p>Nach zehn Jahren weiß ich: Lebensqualität entsteht nicht durch Perfektion. Sie entsteht durch Ausrichtung. Durch die bewusste Entscheidung, dem Raum zu geben, was nährt. Und das loszulassen, was dauerhaft schwächt.</p>



<p>Für mich ist es das Gehen. Die langen Wege. Das Unterwegssein.</p>



<p>Vielleicht ist das die eigentliche Essenz: Folge dem, was dich lebendig macht. Und was dir Freude bereitet. Nicht irgendwann. Sondern heute. Schritt für Schritt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG_20240924_082411-1024x724.jpg" alt="Morgenstimmung am Hexatrek, Freude pur" class="wp-image-64846" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG_20240924_082411-1024x724.jpg 1024w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG_20240924_082411-300x212.jpg 300w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG_20240924_082411-768x543.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG_20240924_082411-1536x1087.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG_20240924_082411-2048x1449.jpg 2048w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG_20240924_082411-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Morgenstimmung am Hexatrek, Freude pur!</figcaption></figure>



<hr class="wp-block-separator"/>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.von0auf101.com/leben/von-freude-und-glueck-dem-zu-folgen-was-lebendig-macht/">Von der Freude und dem Glück, dem zu folgen, was lebendig macht</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.von0auf101.com">Von 0 auf 101</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.von0auf101.com/leben/von-freude-und-glueck-dem-zu-folgen-was-lebendig-macht/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Regulation entsteht, wenn Unterwegssein zum Alltag wird</title>
		<link>https://www.von0auf101.com/handicap/regulation-entsteht-wenn-unterwegssein-zum-alltag-wird/</link>
					<comments>https://www.von0auf101.com/handicap/regulation-entsteht-wenn-unterwegssein-zum-alltag-wird/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jörg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Feb 2026 04:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Gehen]]></category>
		<category><![CDATA[Handicap]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Pilgern]]></category>
		<category><![CDATA[Weitwandern]]></category>
		<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Bewegung]]></category>
		<category><![CDATA[Hirnabszess]]></category>
		<category><![CDATA[Pilgern als Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Regulation]]></category>
		<category><![CDATA[Trauma]]></category>
		<category><![CDATA[Vertrauen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.von0auf101.com/?p=64689</guid>

					<description><![CDATA[<p>Meine Regulation kommt durcheinander. Unterwegssein im Pilgern oder auf einem Weitwanderweg bringt meine Regulation wieder in einen besseren Zustand.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.von0auf101.com/handicap/regulation-entsteht-wenn-unterwegssein-zum-alltag-wird/">Regulation entsteht, wenn Unterwegssein zum Alltag wird</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.von0auf101.com">Von 0 auf 101</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2>Über Bewegung, Bedingungen und warum Wochen des Unterwegssein mehr sind als Auszeiten</h2>



<hr style="border: none; border-top: 1px solid rgba(0,0,0,0.15); margin: 0 0 0.8em 0;">

<p style="font-style: italic; font-size: 90%; color: inherit; margin: 0.6em 0 0.8em 0;">
  Persönlicher Hinweis:<br>
  Ich lebe seit einem Hirnabszess mit bleibenden neurologischen Einschränkungen.
  Diese betreffen unter anderem meine körperlichen Möglichkeiten, meine Belastbarkeit,
  mein Denken und mein Tempo.
  Alles, was ich hier schreibe, entsteht aus dieser Lebensrealität heraus
  und ist nur vor diesem Hintergrund vollständig zu verstehen.
</p>

<hr style="border: none; border-top: 1px solid rgba(0,0,0,0.15); margin: 0 0 1.6em 0;">



<h3>Warum Regulation für mich so wichtig ist</h3>



<p>Regulation ist für mich nichts Theoretisches. Es ist etwas, das ich jeden Tag spüre. Seit dem Hirnabszess ist vieles nicht mehr selbstverständlich. Vor allem nicht dieser innere Zustand, in dem man einfach sein kann.</p>



<p>Nach dem Hirnabszess ist vieles anders geworden. Mein System ist sensibler. Dinge, die früher einfach mitgelaufen sind, kosten heute Energie. Zu viele Reize, zu viele Abläufe gleichzeitig – das merke ich sofort. Nicht im Kopf, sondern im Körper. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/20230814_164034-1-1024x768.jpg" alt="Regulieren mit den Elementen, SWCP England" class="wp-image-64698" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/20230814_164034-1-1024x768.jpg 1024w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/20230814_164034-1-300x225.jpg 300w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/20230814_164034-1-768x576.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/20230814_164034-1-1536x1152.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/20230814_164034-1-2048x1536.jpg 2048w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/20230814_164034-1-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Regulieren mit den Elementen, SWCP England</figcaption></figure>



<h3>Trauma und Regulation</h3>



<p>Er hat auch viele Traumen ausgelöst. Und genau deshalb ist Regulation so wichtig. Mein System ist schnell im Alarm. Manchmal reicht wenig und ich merke: Ich bin wieder im dauernden Bereitsein, im Mitdenken, im unterschwelligen Aufpassen. Mein Nervensystem bleibt dabei ständig wach. Es kommt nicht in einen tiefen, gleichmäßigen Zustand. Es ist immer ein wenig angespannt, auch dann, wenn eigentlich nichts los ist.</p>



<p>Darum entscheidet Regulation für mich darüber, ob ich nur funktioniere oder ob ich wirklich lebe. Ohne Regulation wird alles schnell zu viel. Selbst Dinge, die eigentlich gut tun würden. </p>



<p>Ich habe früh gemerkt, dass mein Weg über den Körper führt. Über das Gehen, über Wiederholung, über das langsame Üben. So kann mein Nervensystem wieder Sicherheit finden. Nicht Kontrolle, sondern Sicherheit.</p>



<h3>Traumen behandeln, durch Vertrauen und Regulation</h3>



<p>Und ich komme immer wieder darauf, in welchen Situationen Traumen noch da sind, auch heute noch. Oft zeigt sich das erst im Körper. In der Bewegung, im Stocken, in der Spannung. Es bleibt ein ständiges Lernen, aber auch ein Lösen.</p>



<p>Vor allem durch Bewegung. Denn Traumen zeigen sich meist in Bewegung. Und dort kann auch Regulation passieren. Darum ist therapeutisches Tanzen für mich so gut. Es hilft mir, Spannungen wahrzunehmen und langsam weicher werden zu lassen. Ohne Druck, ohne viele Worte. Schritt für Schritt.</p>



<p>Regulation bedeutet für mich, wieder bei mir zu sein. Zu spüren, was geht und was nicht. Zu merken, wann es genug ist. Wann Bewegung hilft und wann Ruhe nötig ist. </p>



<p>Weitwandern oder Pilgern ist nur bedingt Abenteuer, es ist vor allem ein Raum, in dem genau das möglich wird: ein Alltag ohne Überforderung, mit klaren Abläufen, in dem mein System wieder hören kann, was es braucht. </p>



<p>Nach jeder Pilgerfahrt oder nach einem Weitwanderweg gewinne ich wieder mehr Vertrauen. Vertrauen ist kein Anfangspunkt, sondern etwas, das entsteht, wenn mein System lange genug erleben darf, dass nichts von ihm verlangt wird.</p>



<blockquote class="wp-block-quote"><p><em><strong>Ich bin sicher, ohne etwas kontrollieren zu müssen.</strong></em></p></blockquote>



<p>Ohne Regulation wäre alles nur Reaktion.<br>Mit Regulation wird es wieder Leben.<br>Schritt für Schritt. Wie beim Gehen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/12/IMG_20241120_111936-1024x768.jpg" alt="Auf der Meseta, am Camino Frances.
Regulation im Gehen." class="wp-image-62992" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/12/IMG_20241120_111936-1024x768.jpg 1024w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/12/IMG_20241120_111936-300x225.jpg 300w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/12/IMG_20241120_111936-768x576.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/12/IMG_20241120_111936-1536x1152.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/12/IMG_20241120_111936-2048x1536.jpg 2048w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/12/IMG_20241120_111936-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Regulation beim Gehen.</figcaption></figure>



<h3>Über den Kopf geht es nicht</h3>



<p>Ich habe lange versucht, das über Denken zu lösen. Verstehen, einordnen, erklären. Das hilft ein Stück weit, aber es bringt keine echte Ruhe. Was mir wirklich hilft, ist etwas viel Einfacheres: Gehen.</p>



<p>Gehen – nicht als Training, sondern als Zustand</p>



<p>Wenn ich gehe, wird es ruhiger. Der Atem wird gleichmäßiger. Der Blick geht weiter. Die Gedanken werden weniger. </p>



<p>Ich muss nichts entscheiden und nichts organisieren. Ein Schritt nach dem anderen reicht.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/04/IMG_20240317_125910-1024x768.jpg" alt="Regulation beim Gehen" class="wp-image-61886" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/04/IMG_20240317_125910-1024x768.jpg 1024w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/04/IMG_20240317_125910-300x225.jpg 300w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/04/IMG_20240317_125910-768x576.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/04/IMG_20240317_125910-1536x1152.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/04/IMG_20240317_125910-2048x1536.jpg 2048w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/04/IMG_20240317_125910-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Regulation beim Gehen</figcaption></figure>



<h3>Warum das zu Hause schwierig ist</h3>



<p>Zu Hause bin ich immer eingebunden. Auch dann, wenn ich eigentlich nichts vorhabe. Da laufen Abläufe, Gewohnheiten, Erwartungen. Vieles davon automatisch.</p>



<p>Nach dem Hirnabszess merkte ich: Das ist auf Dauer zu viel. Nicht ein einzelnes Ding, sondern die Summe aus vielen kleinen Anforderungen gleichzeitig. Auch Ruhe ist zu Hause oft nicht wirklich ruhig. Natürlich kann ich zu Hause spazieren gehen oder bewusst Pausen machen. Das tut auch gut. Aber es bleibt eingebettet im Alltag. Am Ende des Tages bin ich wieder mittendrin. </p>



<p>Der Alltag hört nicht auf. Mein System bleibt wachsam. Nicht, weil konkret etwas passiert. Sondern weil jederzeit etwas passieren könnte. Ein Geräusch. Eine Frage. Eine Kleinigkeit, die Aufmerksamkeit braucht. Auch wenn nichts davon eintritt, bleibt diese Bereitschaft im Körper.</p>



<p>Ich spüre es daran, dass ich innerlich nicht ganz herunterfahre. Es ist, als wäre ein Teil von mir ständig auf Empfang. Nicht angespannt im klassischen Sinn, aber auch nicht wirklich entspannt. </p>



<p>Nach dem Hirnabszess ist genau das anstrengend. Dieses dauernde „Bereit sein“, dieses Mitdenken, dieses ständige Aufpassen. Mein Nervensystem kommt so nicht in einen tiefen, gleichmäßigen Zustand. </p>



<p>Zu Hause kann ich mich erholen, aber ich kann mich dort kaum vollständig regulieren. Und diese Regulierung ist für mein Überleben wichtig geworden.</p>



<h3>Wenn der Weg der Alltag ist</h3>



<p>Auf einem Weitwanderweg ist das anders, denn der Weg ist der Alltag.Der Tag ist überschaubar: gehen, essen, schlafen. Mehr nicht. Keine Termine, keine Rollen, keine Dinge, die gleichzeitig Aufmerksamkeit wollen.</p>



<p>Regulation braucht Dauer, nicht kurze PausenRegulation entsteht bei mir nicht durch kurze Auszeiten. Sie entsteht durch Dauer. Deswegen tun mir Weitwanderwege so gut. </p>



<p>Natur verlangt nichts von mir. Ob Wald oder Meer. Am Meer kommt Weite dazu. Der Horizont. Die gleichmäßigen Geräusche.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/12/IMG_20241202_192657-1024x747.jpg" alt="Meer" class="wp-image-62850" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/12/IMG_20241202_192657-1024x747.jpg 1024w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/12/IMG_20241202_192657-300x219.jpg 300w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/12/IMG_20241202_192657-768x560.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/12/IMG_20241202_192657-1536x1120.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/12/IMG_20241202_192657-2048x1494.jpg 2048w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/12/IMG_20241202_192657-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<h3>Der Kontrast im letzten Jahr</h3>



<p>Im November war ich am <a href="https://www.von0auf101.com/pilgern/schritte-gegen-die-starrheit/">Camino Francés</a> und <a href="https://www.von0auf101.com/pilgern/mein-ultra-light-camino-mai-25/">im April</a> ebenso dort zwei Wochen unterwegs.</p>



<p>Gut – aber über das Jahr gesehen zu wenig.</p>



<p>Das hier ist keine Reha, die irgendwann abgeschlossen ist. Die Schäden bleiben. Der Unterschied liegt darin, wie gut ich damit umgehen kann – und das hängt direkt davon ab, wie stabil mein System ist.</p>



<p>Noch trägt mich mein Wille. Aber ich weiß, dass das nicht unbegrenzt so sein wird. Darum ist es wichtig, jetzt gegenzusteuern.</p>



<h3>Wenn die Bedingungen kippen </h3>



<p>In den letzten Wochen sind die Bedingungen draußen schwierig. Eisige Temperaturen, ständig Minusgrade, gefrorene Wege. Dinge, die ich früher einfach hingenommen habe, wirken sich heute viel direkter auf mein System aus. Ich merke, dass mir die Kälte und die Unsicherheit am Untergrund Energie ziehen. </p>



<p>Ich bewege mich vorsichtiger, angespannter. Das Gehen verliert seinen Rhythmus. Dazu kommt, dass es mich am Eis auch geschmissen hat, mit einer Oberschenkelzerrung und einem Körpersystem, das danach spürbar durcheinander war. Seitdem ist Regulation deutlich schwieriger. Nicht nur körperlich, auch innerlich. Der Körper bleibt noch wachsamer, noch vorsichtiger. Und genau das ist auf Dauer anstrengend. </p>



<p>Diese Wochen haben mir wieder klar gezeigt, wie stark äußere Bedingungen auf mein Befinden wirken. Wenn Bewegung nicht mehr flüssig möglich ist, wenn jeder Schritt Aufmerksamkeit braucht, dann fehlt mir etwas. Vielleicht ist es deshalb, dass mich der Gedanke ans Wegfahren gerade jetzt wieder so beschäftigt. </p>



<p>Nicht aus Ungeduld, sondern aus Wahrnehmung. Ich spüre sehr deutlich, dass mein System im Moment keinen guten Rahmen hat, um sich zu regulieren.</p>



<figure class="wp-block-gallery columns-2 is-cropped"><ul class="blocks-gallery-grid"><li class="blocks-gallery-item"><figure><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG_20260127_123728-768x1024.jpg" alt="" data-id="64705" data-full-url="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG_20260127_123728-scaled.jpg" data-link="https://www.von0auf101.com/?attachment_id=64705" class="wp-image-64705" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG_20260127_123728-768x1024.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG_20260127_123728-225x300.jpg 225w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG_20260127_123728-1152x1536.jpg 1152w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG_20260127_123728-1536x2048.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG_20260127_123728-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG_20260127_132740-768x1024.jpg" alt="" data-id="64707" data-full-url="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG_20260127_132740-scaled.jpg" data-link="https://www.von0auf101.com/?attachment_id=64707" class="wp-image-64707" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG_20260127_132740-768x1024.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG_20260127_132740-225x300.jpg 225w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG_20260127_132740-1152x1536.jpg 1152w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG_20260127_132740-1536x2048.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG_20260127_132740-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG_20260127_130901-820x1024.jpg" alt="" data-id="64706" data-full-url="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG_20260127_130901-scaled.jpg" data-link="https://www.von0auf101.com/?attachment_id=64706" class="wp-image-64706" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG_20260127_130901-820x1024.jpg 820w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG_20260127_130901-240x300.jpg 240w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG_20260127_130901-768x959.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG_20260127_130901-1230x1536.jpg 1230w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG_20260127_130901-1640x2048.jpg 1640w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG_20260127_130901-scaled.jpg 2050w" sizes="(max-width: 820px) 100vw, 820px" /></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG_20260127_133036-768x1024.jpg" alt="" data-id="64709" data-full-url="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG_20260127_133036-scaled.jpg" data-link="https://www.von0auf101.com/?attachment_id=64709" class="wp-image-64709" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG_20260127_133036-768x1024.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG_20260127_133036-225x300.jpg 225w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG_20260127_133036-1152x1536.jpg 1152w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG_20260127_133036-1536x2048.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG_20260127_133036-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG_20260127_132814-1024x768.jpg" alt="" data-id="64708" data-full-url="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG_20260127_132814-scaled.jpg" data-link="https://www.von0auf101.com/?attachment_id=64708" class="wp-image-64708" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG_20260127_132814-1024x768.jpg 1024w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG_20260127_132814-300x225.jpg 300w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG_20260127_132814-768x576.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG_20260127_132814-1536x1152.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG_20260127_132814-2048x1536.jpg 2048w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/02/IMG_20260127_132814-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure></li></ul></figure>



<h3>Warum jetzt Portugal Thema wird</h3>



<p>Ich merke: Meine Regulation funktioniert nicht mehr richtig. Nicht schlecht – aber nicht gut genug. Ich bin schon zu lange zu Hause, im Alltag gefangen.</p>



<p>Deshalb denke ich jetzt <a href="https://www.portugalismo.de/rota-vicentina-fischerweg/">an einen Weg in Portugal</a>, in den nächsten Wochen. Vor allem, weil es dort wärmer ist. Wärme macht für mich im Moment den Unterschied: weniger Spannung im Körper, mehr Sicherheit im Gehen, weniger Widerstand bei jedem Schritt.</p>



<p>Es geht mir nicht um einen bestimmten Weg oder um ein „Dort“. Es geht um Bedingungen, unter denen Bewegung wieder flüssig möglich ist. Um einen Rahmen, der mein System entlastet, statt es zusätzlich zu fordern.</p>



<p>Ein Camino in Spanien wäre derzeit etwas anderes. Nicht grundsätzlich, sondern im Moment. Kältere, wechselnde Verhältnisse würden meinem System gerade mehr abverlangen, als ihm gut tut. Portugal passt jetzt besser.</p>



<h3>Nicht als Flucht, sondern als Fürsorge.</h3>



<p>Manchmal geht es nicht darum, mehr auszuhalten, sondern rechtzeitig zu merken, dass etwas fehlt. Dann braucht es kein ständiges Gegensteuern. Mein System kann sich beruhigen, statt permanent aktiv zu bleiben.</p>



<p>Ich komme wieder in einen Zustand, in dem mich das Vorhandene nicht mehr überfordert. Das, was ich schon kurz nach dem Hirnabszess erkannt habe, gilt noch immer – nur auf einer anderen Ebene. Damals fehlten mir die Worte, heute kann ich es benennen. Regulation.</p>



<p>Und dieser Weg ist es nach wie vor, den ich gehe: diese Regulation zu verbessern. Denn nur wenn sie gelingt, lebe ich wirklich.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/04/IMG_20240322_075002-1024x768.jpg" alt="Via de la Plata" class="wp-image-61906" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/04/IMG_20240322_075002-1024x768.jpg 1024w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/04/IMG_20240322_075002-300x225.jpg 300w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/04/IMG_20240322_075002-768x576.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/04/IMG_20240322_075002-1536x1152.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/04/IMG_20240322_075002-2048x1536.jpg 2048w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/04/IMG_20240322_075002-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<hr class="wp-block-separator"/>



<p></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.von0auf101.com/handicap/regulation-entsteht-wenn-unterwegssein-zum-alltag-wird/">Regulation entsteht, wenn Unterwegssein zum Alltag wird</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.von0auf101.com">Von 0 auf 101</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.von0auf101.com/handicap/regulation-entsteht-wenn-unterwegssein-zum-alltag-wird/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Was Regulation für mich bedeutet – zehn Jahre nach dem Hirnabszess</title>
		<link>https://www.von0auf101.com/leben/was-regulation-fuer-mich-bedeutet-zehn-jahre-nach-dem-hirnabszess/</link>
					<comments>https://www.von0auf101.com/leben/was-regulation-fuer-mich-bedeutet-zehn-jahre-nach-dem-hirnabszess/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jörg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Jan 2026 04:20:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Gehen]]></category>
		<category><![CDATA[Handicap]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[Reha]]></category>
		<category><![CDATA[Alltag nach Krankheit]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichgewicht]]></category>
		<category><![CDATA[Hirnabszess]]></category>
		<category><![CDATA[Nervensystem]]></category>
		<category><![CDATA[neurologische Erkrankung]]></category>
		<category><![CDATA[Propriozeption]]></category>
		<category><![CDATA[Regulation]]></category>
		<category><![CDATA[rehabilitation]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstfürsorge]]></category>
		<category><![CDATA[Stabilität im Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Weitwandern]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.von0auf101.com/?p=64448</guid>

					<description><![CDATA[<p>Zehn Jahre nach dem Hirnabszess beschreibt dieser Beitrag, was Regulation im Alltag für mich bedeutet. Es geht um den Umgang mit einem veränderten Körper, um Stabilität, um viele kleine dauerhafte Einschränkungen und darum, wie sich all das in ein funktionierendes Leben integrieren lässt.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.von0auf101.com/leben/was-regulation-fuer-mich-bedeutet-zehn-jahre-nach-dem-hirnabszess/">Was Regulation für mich bedeutet – zehn Jahre nach dem Hirnabszess</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.von0auf101.com">Von 0 auf 101</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ein neues Jahr beginnt und im März jährt sich zum zehnten Mal die Zeit nach dem Hirnabszess. Oft werde ich gefragt, wie es mir heute geht. Die Frage ist gut gemeint, aber sie greift zu kurz. Denn es geht nicht um gut oder schlecht, nicht um gesund oder krank, nicht um fertig oder unfertig. Es geht um etwas anderes, das ich lange selbst nicht benennen konnte. Es geht um Regulation.</p>



<p>Nicht als medizinischen Begriff, sondern als etwas sehr Konkretes in meinem Alltag. Etwas, das mein Leben heute trägt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/01/IMG_20260101_161248-min-768x1024.jpg" alt="Immer in Regulation." class="wp-image-64452" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/01/IMG_20260101_161248-min-768x1024.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/01/IMG_20260101_161248-min-225x300.jpg 225w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/01/IMG_20260101_161248-min-1152x1536.jpg 1152w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/01/IMG_20260101_161248-min-1536x2048.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/01/IMG_20260101_161248-min-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption>Wie geht es mir?</figcaption></figure>



<h3><strong>Zehn Jahre Abstand</strong></h3>



<p>Zehn Jahre sind vergangen, seit mein Leben abrupt zum Stillstand gekommen ist. Hirnabszess, Intensivstation, Reha, das langsame Zurückfinden in etwas, das man wieder Leben nennen kann.</p>



<p>Am Anfang ging es ums Überleben.<br>Später ums Funktionieren.<br>Lange Zeit um Rehabilitation.</p>



<p>Erst viel später habe ich verstanden, dass all das nur die Oberfläche war und dass es darunter um etwas viel Grundlegenderes ging.</p>



<h3><strong>Nicht Belastung, sondern Ordnung</strong></h3>



<p>Damals hatte ich dafür keine Worte. Ich wusste nur, dass nichts mehr so selbstverständlich war wie früher. Mein Körper war nicht mehr intakt, und vor allem nicht mehr automatisch stabil. </p>



<p>Dinge, die früher einfach passiert sind, sind heute anstrengend. Gespräche fordern plötzlich mehr, Geräusche werden schnell zu viel, Entscheidungen ermüden mich schneller.</p>



<p>Lange dachte ich, ich müsse einfach nur wieder belastbarer werden. Wieder mehr aushalten, wieder normal funktionieren, wieder hinein in das alte Leben.</p>



<p>Heute weiß ich, dass es nie um Belastung ging. Es geht um Ordnung im System. Körper, Kopf und Geist dürfen nicht gegeneinander arbeiten.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/06/titel-1-1024x768.jpg" alt="Regulation Kopf, Körper, Geist" class="wp-image-63899" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/06/titel-1-1024x768.jpg 1024w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/06/titel-1-300x225.jpg 300w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/06/titel-1-768x576.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/06/titel-1.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<h3><strong>Was ich heute unter Regulation verstehe</strong></h3>



<p>Regulation bedeutet für mich, dass mein Körper wieder in einen Zustand kommt, in dem er nicht dauernd Alarm schlägt. Seit dem Hirnabszess reagiert mein Nervensystem schneller. Es funktioniert, aber es ist empfindlicher geworden.</p>



<p>Wie ein Rauchmelder, der korrekt arbeitet, aber schon beim kleinsten Dampf losgeht.</p>



<p>Regulation heißt nicht, diesen Rauchmelder auszuschalten oder zu ignorieren. Sondern ihm immer wieder zu zeigen, dass gerade kein Feuer ist.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/07/IMG_20240724_072930-1024x768.jpg" alt="Doubs, Hexatrek
Regulation in der Natur" class="wp-image-62231" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/07/IMG_20240724_072930-1024x768.jpg 1024w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/07/IMG_20240724_072930-300x225.jpg 300w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/07/IMG_20240724_072930-768x576.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/07/IMG_20240724_072930-1536x1152.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/07/IMG_20240724_072930-2048x1536.jpg 2048w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/07/IMG_20240724_072930-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<h3><strong>Wenn Regulation fehlt</strong></h3>



<p>Wenn ich das nicht tue, passiert nicht einfach nichts. Es passiert zu viel. Der Kopf wird voll, der Körper wird unruhig oder müde, die Bewegung verlangsamt sich. Reize brauchen länger, um zu verschwinden. Erholung dauert länger.</p>



<p>Ich werde nicht klassisch krank.<br>Aber ich werde instabil.</p>



<p>Und das merke ich meist erst im Nachhinein. Oft hilft dann ruhiges Gehen, am besten in der Natur. Ich spreche dann oft vom, “...wieder auf gleich gehen!”. </p>



<h3><strong>Warum Alltag oft zu viel ist</strong></h3>



<p>Der Alltag zu Hause fühlt sich dicht an. Viele Reize, viele Rollen, viel Gleichzeitigkeit. Für ein Nervensystem, das früher vieles automatisch geregelt hat, ist das kein großes Thema.</p>



<p>Für meines schon.</p>



<p>Deshalb brauche ich Zeiten, in denen alles einfacher wird. Zeiten, in denen der Rhythmus klar ist, in denen weniger entschieden werden muss, in denen der Körper wieder führen darf und der Kopf leiser wird.</p>



<p>Nicht als Rückzug vom Leben, sondern als Voraussetzung dafür, dass Leben für mich überhaupt funktionieren kann.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/01/IMG_20251028_095714-min-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-64455" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/01/IMG_20251028_095714-min-768x1024.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/01/IMG_20251028_095714-min-225x300.jpg 225w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/01/IMG_20251028_095714-min-1152x1536.jpg 1152w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/01/IMG_20251028_095714-min-1536x2048.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2026/01/IMG_20251028_095714-min-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure>



<h3>Weitwandern als Regulation</h3>



<p>Das Weitwandern ist für mich kein Hobby geworden. Auch kein sportliches Ziel. Und ganz sicher keine Flucht.</p>



<p>Es ist eine meiner wichtigsten Formen der Regulation.</p>



<p>Beim Gehen über längere Zeit passiert etwas sehr Ursprüngliches. Schritt und Atem finden einen gemeinsamen Rhythmus und die Reizdichte wird weniger. Der Körper kommt in einen gleichmäßigen Zustand, ohne dass ich etwas aktiv steuern muss.</p>



<p>Gedanken ordnen sich oder werden still. Genau dadurch entsteht wieder Stabilität.</p>



<p>Wenn ich zurückkomme, bin ich nicht weg vom Leben, sondern ich bin wieder mehr da.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-style-default"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251127_192605-min-1024x768.jpg" alt="Am Ende der Welt, in Finesterre.
Regulation beim Weitwandern. " class="wp-image-64357" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251127_192605-min-1024x768.jpg 1024w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251127_192605-min-300x225.jpg 300w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251127_192605-min-768x576.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251127_192605-min-1536x1152.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251127_192605-min-2048x1536.jpg 2048w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251127_192605-min-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Regulation beim Weitwandern</figcaption></figure>



<h3><strong>Keine Rechtfertigung mehr</strong></h3>



<p>Lange hatte ich das Gefühl, mich dafür rechtfertigen zu müssen. Warum ich gehe. Warum ich länger unterwegs bin. Warum ich Pausen brauche, die andere nicht brauchen und gehe, wenn andere nicht mehr gehen.&nbsp;</p>



<p>Heute sehe ich das anders.</p>



<p>Regulation ist für mich keine Wellness. Es ist Wartung. Ohne sie funktioniert mein Alltag nicht. Deshalb höre ich heute früher hin und reagiere früher. Nicht unbedingt aus Angst, sondern aus Erfahrung.</p>



<p>Eine Angst sitzt dennoch tief in mir. Es ist die Angst vor der Bewegungslosigkeit, wie ich sie im Krankenhaus erlebt habe und wie sie mich auch lange Zeit danach noch begleitet hat. Diese Starre, dieses Ausgeliefertsein an den eigenen Körper, hat sich eingebrannt. Sie ist leiser geworden, aber verschwunden ist sie nie. Das möchte ich nie wieder erleben. </p>



<h3><strong>Rehabilitation als Teil des Lebens</strong></h3>



<p>Ich war lange der Meinung, man müsse irgendwann mit der Rehabilitation fertig sein, um endlich wieder zu leben. Inzwischen weiß ich, dass Rehabilitation kein Abschnitt ist, der endet.</p>



<p>Sie integriert sich ins Leben.<br>Nicht als Mangel, sondern als Art zu leben.</p>



<p>Ich kann nicht zehn Jahre nur rehabilitieren. Aber ich kann auch nicht so tun, als wäre alles wie früher. Die Wahrheit liegt dazwischen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-style-default"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/08/IMG_20250728_180222_381-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-64082" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/08/IMG_20250728_180222_381-768x1024.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/08/IMG_20250728_180222_381-225x300.jpg 225w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/08/IMG_20250728_180222_381-1152x1536.jpg 1152w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/08/IMG_20250728_180222_381.jpg 1440w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption>Rehabilitation</figcaption></figure>



<h3><strong>Was bleibt</strong></h3>



<p>Was sich mit der Zeit verändert hat, ist nicht nur mein Umgang mit Regulation, sondern mein ganzer Umgang mit meinem Körper. Regulation ist wichtig für mich, aber sie steht nicht allein. Da sind auch Dinge, die geblieben sind, ein Körpergefühl, das nicht immer verlässlich ist, ein Gleichgewicht, das Aufmerksamkeit braucht, ein Denken, das anders läuft als früher. Viele kleine Baustellen, die im Alltag mitlaufen, meist leise und für andere kaum sichtbar.</p>



<p>Diese Dinge sind nicht ständig da, aber sie melden sich, vor allem dann, wenn ich müde bin oder zu viel auf einmal möchte. Regulation hilft mir dabei, den Rahmen zu halten, damit nicht alles gleichzeitig kippt und ich den Überblick verliere.</p>



<p>Ich weiß heute besser, was mir guttut und wann ich langsamer werden muss, nicht nach festen Regeln, sondern aus Erfahrung. Es ist ein ständiges Austarieren zwischen Gehen und Pausieren, zwischen Aufmerksamkeit und Vertrauen. Und oft ist genau dieses Gehen der einfachste Weg, wieder Ordnung hineinzubringen, Schritt für Schritt, ohne viel nachzudenken.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-style-default"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/20230703_115253-min-1-1024x768.jpg" alt="Regulation beim Gehen" class="wp-image-64262" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/20230703_115253-min-1-1024x768.jpg 1024w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/20230703_115253-min-1-300x225.jpg 300w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/20230703_115253-min-1-768x576.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/20230703_115253-min-1-1536x1152.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/20230703_115253-min-1-2048x1536.jpg 2048w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/20230703_115253-min-1-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Ich muss nichts mehr beweisen. Ich darf mit dem unterwegs sein, was da ist, mit einem Körper, der nicht mehr so funktioniert wie früher, mit einem System, das Aufmerksamkeit braucht, aber trägt, und mit einem Leben, das anders geworden ist.</p>



<hr class="wp-block-separator"/>



<p></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.von0auf101.com/leben/was-regulation-fuer-mich-bedeutet-zehn-jahre-nach-dem-hirnabszess/">Was Regulation für mich bedeutet – zehn Jahre nach dem Hirnabszess</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.von0auf101.com">Von 0 auf 101</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.von0auf101.com/leben/was-regulation-fuer-mich-bedeutet-zehn-jahre-nach-dem-hirnabszess/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Schritte gegen die Starrheit - mein Camino im November</title>
		<link>https://www.von0auf101.com/pilgern/schritte-gegen-die-starrheit/</link>
					<comments>https://www.von0auf101.com/pilgern/schritte-gegen-die-starrheit/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jörg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Nov 2025 04:23:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Gehen]]></category>
		<category><![CDATA[Handicap]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Pilgern]]></category>
		<category><![CDATA[Thruhiking]]></category>
		<category><![CDATA[Weitwandern]]></category>
		<category><![CDATA[Camino Finesterre]]></category>
		<category><![CDATA[Camino Frances]]></category>
		<category><![CDATA[Camino Frances November 2025]]></category>
		<category><![CDATA[Gehen als Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Hirnabszess]]></category>
		<category><![CDATA[Never give up]]></category>
		<category><![CDATA[Santiago de Compostela]]></category>
		<category><![CDATA[Trauma healing]]></category>
		<category><![CDATA[Traumatherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Walking]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.von0auf101.com/?p=64329</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Starrheit entfliehen, Schnee am Alto Plano. </p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.von0auf101.com/pilgern/schritte-gegen-die-starrheit/">Schritte gegen die Starrheit - mein Camino im November</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.von0auf101.com">Von 0 auf 101</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<hr style="border: none; border-top: 1px solid rgba(0,0,0,0.15); margin: 0 0 0.8em 0;">

<p style="font-style: italic; font-size: 90%; color: inherit; margin: 0.6em 0 0.8em 0;">
  Persönlicher Hinweis:<br>
  Ich lebe seit einem Hirnabszess mit bleibenden neurologischen Einschränkungen.
  Diese betreffen unter anderem meine körperlichen Möglichkeiten, meine Belastbarkeit,
  mein Denken und mein Tempo.
  Alles, was ich hier schreibe, entsteht aus dieser Lebensrealität heraus
  und ist nur vor diesem Hintergrund vollständig zu verstehen.
</p>

<hr style="border: none; border-top: 1px solid rgba(0,0,0,0.15); margin: 0 0 1.6em 0;">



<p>Mein Herbst- und Winter-Camino Francés steht für meinen Weg zurück ins Leben. Vor Jahren hat ein Hirnabszess alles aus der Bahn geworfen. Nichts war mehr selbstverständlich, nicht einmal das Gehen. Was einst unbewusst geschah, wurde zur täglichen Übung.</p>



<p>Warum mir das Gehen hilft, der Starrheit zu entkommen, darüber erzähle ich. In jedem Schritt liegt Bewegung – körperlich wie innerlich. Draußen in der Natur finde ich Freiheit und Weite. Das Gehen ist meine Therapie Nummer eins.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/06/IMG_20240723_193815-1024x1024.jpg" alt="Starrheit durch einen Hirnabszess " class="wp-image-63950" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/06/IMG_20240723_193815-1024x1024.jpg 1024w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/06/IMG_20240723_193815-300x300.jpg 300w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/06/IMG_20240723_193815-150x150.jpg 150w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/06/IMG_20240723_193815-768x768.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/06/IMG_20240723_193815-1536x1536.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/06/IMG_20240723_193815.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p><a href="https://www.von0auf101.com/krankenhaus/meine-zeit-im-lkh-intensivstation/">Hier zum Anfang meiner Geschichte, die vor 10 Jahren begann.</a> </p>



<h3>Ein Camino Frances in kurzer Zeit</h3>



<p>Den Camino Francés bin ich diesmal in nur 17 Tagen gegangen, plus vier Tage nach Muxia und Finesterre und nochmal drei Tage zurück nach Santiago. Ein Tempo, das früher nie möglich gewesen wäre. Und doch wurde es möglich, weil mich dieses Gehen trägt, weil es mich innerlich ordnet.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/12/IMG_20251202_120519-min-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-64401" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/12/IMG_20251202_120519-min-1024x768.jpg 1024w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/12/IMG_20251202_120519-min-300x225.jpg 300w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/12/IMG_20251202_120519-min-768x576.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/12/IMG_20251202_120519-min-1536x1152.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/12/IMG_20251202_120519-min-2048x1536.jpg 2048w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/12/IMG_20251202_120519-min-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Gehen als Hauptregulationsstrategie</figcaption></figure>



<p>Unter allen Umständen wollte ich damals das Gehen lernen, um all das wieder spüren zu dürfen. Es war ein immenser Aufwand dafür nötig, aber es hat sich gelohnt. Jeder zusätzliche Schritt benötigte Wochen, aber ich dachte nie ans Aufgeben. </p>



<p>Ich konnte Teile meiner Propriozeption zurückerobern, aber leider nicht alles und nachhaltig. Ich muss dranbleiben. Eines der wenigen "muss" in meinem Leben. Ich habe nicht einfach Gehen gelernt – ich habe mein Ich-Gefühl zurückgeholt. </p>



<p>Bei meinem Thalamus-Hirnabszess verlor der Körper nicht nur Funktionen, sondern auch die Selbstwahrnehmung:</p>



<ul><li>Wo bin ich im Raum?</li><li>Wo ist mein Gleichgewicht? </li><li>Wo endet mein Körper?</li><li>Wie fühlt es sich an, in mir zu wohnen?</li></ul>



<p>Das nennt man propriozeptive Identität. Und ich habe darum gekämpft, sie zurückzubekommen. Nicht für Kilometer. Nicht für Fitness. Sondern für das Gefühl: „<em>Ich bin wieder ich.</em>“</p>



<p>Viele Menschen begreifen das nicht, aber ich habe nicht nur Gehen gelernt – ich habe mich selbst damit zurückerobert.</p>



<p>Diesmal durfte ich in der Rioja die Sonne, in der Meseta die Kälte, am C'Obreiro den Schnee und in Galizien den Regen spüren. Es war wundervoll, in jeden dieser Abschnitte tief einzutauchen. Andere Pilger konnten oft nicht verstehen, wie ich oft angesichts des Wetters so positiv gestimmt sein konnte.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251108_183808-min-768x1024.jpg" alt="Mit Sonne am Camino gegen die Starrheit. " class="wp-image-64335" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251108_183808-min-768x1024.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251108_183808-min-225x300.jpg 225w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251108_183808-min-1152x1536.jpg 1152w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251108_183808-min-1536x2048.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251108_183808-min-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption>Sonne in der Rioja</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251113_123211-min-768x1024.jpg" alt="Regen und Matsch, aber in Bewegung. Jeder Schritt gegen Starrheit. " class="wp-image-64336" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251113_123211-min-768x1024.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251113_123211-min-225x300.jpg 225w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251113_123211-min-1152x1536.jpg 1152w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251113_123211-min-1536x2048.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251113_123211-min-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption>Kälte und Matsch auf der Meseta</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251120_170052-min-768x1024.jpg" alt="Bei Schnee am C'Obreiro." class="wp-image-64340" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251120_170052-min-768x1024.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251120_170052-min-225x300.jpg 225w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251120_170052-min-1152x1536.jpg 1152w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251120_170052-min-1536x2048.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251120_170052-min-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption>Schnee am C'Obreiro </figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251120_094812-min-768x1024.jpg" alt="Im Regen, einfach von allem etwas" class="wp-image-64338" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251120_094812-min-768x1024.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251120_094812-min-225x300.jpg 225w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251120_094812-min-1152x1536.jpg 1152w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251120_094812-min-1536x2048.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251120_094812-min-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption>Regen in Galizien</figcaption></figure>



<h3>Zehn Jahre danach – und noch immer hier</h3>



<p>Zehn Jahre lebe ich jetzt mit den Folgen des Hirnabszesses.</p>



<p>Allein am Leben zu sein – das ist mein größter Verdienst.</p>



<p>In all diesen Jahren habe ich keinen einzigen Tag vergeudet. Vielleicht nicht jeden Tag geschafft – aber keinen verschenkt.</p>



<p>Vieles hat sich verschoben. Vor allem die Prioritäten.</p>



<p>Heute geht es nicht mehr darum, etwas zu erreichen.<br>Es geht darum, lebendig zu sein.<br>Dieses Leben zu spüren – mit jeder Faser.</p>



<p>Geld? Status? Erfolg?<br>Nicht mehr das, woran ich mich orientiere.</p>



<p>Das eigentliche Gut liegt woanders.<br>Es liegt darin, da zu sein.<br>Hier. Jetzt.<br>Und dieses Geschenk auch wirklich wahrzunehmen.</p>



<p>Bewusst. Dankbar. Schritt für Schritt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/12/IMG_20251120_144608-min-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-64383" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/12/IMG_20251120_144608-min-1024x768.jpg 1024w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/12/IMG_20251120_144608-min-300x225.jpg 300w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/12/IMG_20251120_144608-min-768x576.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/12/IMG_20251120_144608-min-1536x1152.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/12/IMG_20251120_144608-min-2048x1536.jpg 2048w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/12/IMG_20251120_144608-min-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Mit jeder Faser das Lebendig sein spüren</figcaption></figure>



<h3>Der Starrheit entfliehen - dem Leben entgegen</h3>



<p>Das rhythmische Gehen – dieses einfache, beinahe meditative Hin und Her von links nach rechts – wirkt auf mein Körpersystem wie eine sanfte EMDR in Bewegung. Es stimuliert den Vagusnerv, beruhigt mein Nervenkostüm und verleiht meinem Inneren Stabilität.</p>



<h4>Im Gehen zurück ins Leben</h4>



<p>In der Bewegung finde ich Halt. Sobald ich weniger gehe oder das Gehen aussetze, gerät mein System ins Wanken. Die Starrheit, dieser kaum greifbare Zustand zwischen Erstarrung und Rückzug, breitet sich rasch aus, wenn die Schritte fehlen. Es ist, als müsste sich mein Körper im Gehen erst daran erinnern, wie Regulation funktioniert.</p>



<p>Nichts davon ist selbstverständlich. Kein Tag, an dem sich mein Körper von selbst ordnet. Was nach außen oft mühelos wirkt, ist das Ergebnis unzähliger kleiner Wiederholungen, geduldiger Übungen und vieler Anläufe. </p>



<h3>Vielleicht lässt sich mein Erleben so beschreiben: </h3>



<p>Nichts davon ist selbstverständlich. Kein einziger Tag, an dem sich mein Körper mühelos ordnet. Diese Stabilität, die nach außen oft so leicht wirkt, ist das Ergebnis unzähliger kleiner Übungen, Wiederholungen, Versuche. Bleibe ich zu lange still, verliert mein System seinen Halt – und ich muss mir den Weg zurück in die Beweglichkeit erst wieder erarbeiten.</p>



<p>Das Gehen ist dabei nicht nur Fortbewegung. Es ist mein tägliches Ringen darum, nicht in dieser Starrheit zu versinken. Jeder Schritt hält mich im Leben, Schritt für Schritt, immer wieder neu. Es ist nie mühsam, sondern bereitet mir Freude.</p>



<p>Mühsam wird es nur dann, wenn ich gegen mich selbst arbeite – wenn ich mehr will, als mein System geben kann. Doch gerade darin liegt ein Geschenk: Dieses Gehen ist ein „Muss“, das nicht eng macht, sondern mich befreit. Ein „Muss“, das mir Bewegung schenkt – und damit Freiheit.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251118_190830-min-768x1024.jpg" alt="Schönes Wetter am Crux de Ferro, ein Ritual um die Starrheit hinter mir zu lassen." class="wp-image-64337" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251118_190830-min-768x1024.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251118_190830-min-225x300.jpg 225w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251118_190830-min-1152x1536.jpg 1152w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251118_190830-min-1536x2048.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251118_190830-min-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption>Dankbar am Crux de Ferro </figcaption></figure>



<p>All das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Zeichen dafür, dass Bewegung meine <em><strong>Hauptregulationsstrategie</strong></em> ist. </p>



<p>Doch dieses Gefühl hält nur, solange ich in Bewegung bleibe. Zu Hause gehe ich auch viel, aber längst nicht so viel wie hier oder auf meinen Weitwanderwegen. </p>



<p>Und dann, im Alltag, spüre ich die Starrheit wieder deutlicher. Sie sitzt dann tiefer und rührt stärker.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/PB250838-min_edit_230064125014894-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-64345" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/PB250838-min_edit_230064125014894-1024x768.jpg 1024w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/PB250838-min_edit_230064125014894-300x225.jpg 300w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/PB250838-min_edit_230064125014894-768x576.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/PB250838-min_edit_230064125014894-1536x1152.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/PB250838-min_edit_230064125014894-2048x1536.jpg 2048w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/PB250838-min_edit_230064125014894-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Gehen, dabei fühle ich mich wohl.</figcaption></figure>



<h3>Warum spüre ich die Starrheit zu Hause stärker? </h3>



<p>Zu Hause bewege ich mich weniger – und das bedeutet: weniger Regulation.</p>



<p>Auf dem Camino ist alles anders. Dort bin ich im Ausnahmezustand, aber im besten Sinne. Der Weg schenkt mir Richtung und Sinn. Ich bin eingebunden in eine Gemeinschaft, umgeben von Natur, frei von vielen Verpflichtungen. Es ist, als würde der Weg selbst zur Therapie werden – mit jedem Schritt ein Stück mehr bei mir.</p>



<p>Zu Hause hingegen ist vieles enger. Die vertraute Umgebung, alte Gewohnheiten, Erinnerungen – sie alle berühren andere Ebenen meines Nervensystems. Stressreaktionen, die ich auf dem Camino kaum noch spüre, tauchen hier wieder auf. Dort bin ich im Fluss – hier falle ich leichter zurück in alte Muster.</p>



<h3>Schützt mich das noch – oder verdränge ich etwas?</h3>



<p>Am Anfang meiner Erkrankung war mein Fokus ganz klar: Ich wollte, dass es mir gut geht. Stabilität war alles. Heute – mit mehr innerer Sicherheit – lässt mein Gehirn auch anderes zu. Es zeigt mir Stellen, an denen noch etwas offen ist. Alte Traumata, die tiefer liegen, dürfen sich nun langsam zeigen. Vielleicht, weil ich heute besser damit umgehen kann.</p>



<p>Eine Frage begleitet mich dabei schon seit Jahren: Schützt mich das noch – oder verdränge ich etwas? Darauf zu achten, ist mir wichtig. Denn der Unterschied ist fein – aber entscheidend. Und auch das ist ein Teil meines Weges: nicht nur weiterzugehen, sondern bewusster hinzusehen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251115_154715-min-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-64369" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251115_154715-min-768x1024.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251115_154715-min-225x300.jpg 225w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251115_154715-min-1152x1536.jpg 1152w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251115_154715-min-1536x2048.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251115_154715-min-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption>Regenbogen am Camino </figcaption></figure>



<h3>Wie sehr hängt die Starrheit mit Trauma zusammen?</h3>



<p>Diese Frage begleitet mich, weil mein Körper mir darauf längst Antworten gibt. Ich spüre sie in der erhöhten Muskelspannung, in diesen Momenten des Erstarrens, in der Mischung aus innerer Starre und äußerer Steifheit, die mich manchmal daran hindert, fließend zwischen Aktivität und Ruhe zu wechseln. </p>



<p>Es ist keine einfache, keine eindeutige Starre. Sie ist eine Melange aus vielem, was sich im Laufe der Jahre angesammelt hat: neurologische Nachwirkungen, alte Freeze-Muster, die tief im Nervensystem verankert sind, zu wenig intensive, tägliche Bewegung und emotionale Altlasten, die sich ihren Platz im Körper gesucht haben. All das greift ineinander, verstärkt sich gegenseitig und zeigt sich nicht im Kopf allein, sondern im ganzen Sein. </p>



<p>Das Gehen hilft mir, dem etwas entgegenzusetzen. Es bringt Bewegung in das, was fest geworden ist, löst Schicht für Schicht und wirkt dort, wo Worte oft nicht mehr hinkommen – im wahrsten Sinne des Wortes.</p>



<p>Aber es löst nicht alles.</p>



<blockquote class="wp-block-quote"><p><em><strong>„Ich schöpfe das Wasser aus dem Boot, aber ich repariere noch nicht das Leck.“</strong></em></p></blockquote>



<h3>Was es braucht?</h3>



<p>Gehen ist für mich ein Geschenk. Ein Werkzeug. Eine tägliche Medizin.<br>Aber wenn die Starre zurückkommt, spüre ich:<br>Da ist noch etwas, das gesehen werden will.<br>Etwas, das mehr braucht als Bewegung.</p>



<p>Was es braucht?<br>– Regulation, auch in der Ruhe.<br>– Eine sichere Bindung.<br>– Eine Hand, die mich therapeutisch begleitet.<br>– Atem, der durch die Enge führt.<br>– Körperarbeit, die tiefer reicht.<br>– Und Integration – anstelle der Flucht in Aktivität.</p>



<p>Denn so sehr das Gehen mir gibt – es ersetzt nicht das Innehalten.<br>Und vielleicht liegt genau darin der nächste Schritt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/PB260927-min-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-64352" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/PB260927-min-1024x768.jpg 1024w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/PB260927-min-300x225.jpg 300w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/PB260927-min-768x576.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/PB260927-min-1536x1152.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/PB260927-min-2048x1536.jpg 2048w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/PB260927-min-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Mit Ultra-Light Gepäck im Winter am Camino Francés bis nach Finesterre.  </figcaption></figure>



<h3>Auf dem Weg – nicht zurück, sondern vorwärts. </h3>



<p>Ja – meine Starrheit hat viel mit Trauma zu tun. Und mit einem Nervensystem, das seit dem Hirnabszess nachhaltig verändert wurde.</p>



<p>Ja – das Gehen wirkt regulierend. Es tut gut. Es heilt auf seine Weise.</p>



<p>Aber: Es löst das Trauma nicht vollständig.<br>Es bringt Erleichterung.<br>Es schenkt Momente der Lebendigkeit.<br>Doch die tieferen Ursachen brauchen andere Räume, andere Formen der Verarbeitung.</p>



<p>Und trotzdem ist es für mich ein starkes Zeichen, wenn ich unterwegs – besonders auf dem Camino – wieder fließender werde.</p>



<p>Denn es zeigt mir:<br>➡️ Mein Körper kann.<br>➡️ Meine Lebendigkeit ist nicht verloren.<br>➡️ Mein Nervensystem ist lernfähig, plastisch – und auf Heilung ausgerichtet.</p>



<p>Das ist ein gutes Zeichen.<br>Es bestätigt mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin.</p>



<h3>Heilung - Heil werden</h3>



<p>"Heilung" heißt für mich nicht, wieder zu werden wie früher.<br>Es heißt: mit dem, was ist, gut leben zu lernen.</p>



<p>Und genau daran arbeite ich –<br>jeden Tag, Schritt für Schritt,<br>im Gehen<br>und in der behutsamen Arbeit an mir selbst.</p>



<hr class="wp-block-separator"/>



<p>Ausrüstungsliste am Camino Francés im November 2025 <a href="https://lighterpack.com/r/5m6vdv">https://lighterpack.com/r/5m6vdv</a></p>



<figure class="wp-block-gallery columns-3 is-cropped"><ul class="blocks-gallery-grid"><li class="blocks-gallery-item"><figure><a href="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251121_182710_edit_84119229105914-min-scaled.jpg"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251121_182710_edit_84119229105914-min-1024x745.jpg" alt="" data-id="64347" data-full-url="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251121_182710_edit_84119229105914-min-scaled.jpg" data-link="https://www.von0auf101.com/img_20251121_182710_edit_84119229105914-min/" class="wp-image-64347" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251121_182710_edit_84119229105914-min-1024x745.jpg 1024w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251121_182710_edit_84119229105914-min-300x218.jpg 300w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251121_182710_edit_84119229105914-min-768x559.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251121_182710_edit_84119229105914-min-1536x1118.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251121_182710_edit_84119229105914-min-2048x1491.jpg 2048w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251121_182710_edit_84119229105914-min-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><a href="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251114_175801-min-scaled.jpg"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251114_175801-min-768x1024.jpg" alt="" data-id="64349" data-full-url="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251114_175801-min-scaled.jpg" data-link="https://www.von0auf101.com/img_20251114_175801-min/" class="wp-image-64349" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251114_175801-min-768x1024.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251114_175801-min-225x300.jpg 225w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251114_175801-min-1152x1536.jpg 1152w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251114_175801-min-1536x2048.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251114_175801-min-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><a href="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251112_032944-min-scaled.jpg"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251112_032944-min-768x1024.jpg" alt="" data-id="64346" data-full-url="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251112_032944-min-scaled.jpg" data-link="https://www.von0auf101.com/img_20251112_032944-min/" class="wp-image-64346" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251112_032944-min-768x1024.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251112_032944-min-225x300.jpg 225w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251112_032944-min-1152x1536.jpg 1152w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251112_032944-min-1536x2048.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251112_032944-min-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><a href="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251113_123222-min-scaled.jpg"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251113_123222-min-768x1024.jpg" alt="" data-id="64351" data-full-url="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251113_123222-min-scaled.jpg" data-link="https://www.von0auf101.com/img_20251113_123222-min/" class="wp-image-64351" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251113_123222-min-768x1024.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251113_123222-min-225x300.jpg 225w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251113_123222-min-1152x1536.jpg 1152w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251113_123222-min-1536x2048.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251113_123222-min-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><a href="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/PB120399-min-scaled.jpg"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/PB120399-min-768x1024.jpg" alt="" data-id="64353" data-full-url="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/PB120399-min-scaled.jpg" data-link="https://www.von0auf101.com/pb120399-min/" class="wp-image-64353" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/PB120399-min-768x1024.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/PB120399-min-225x300.jpg 225w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/PB120399-min-1152x1536.jpg 1152w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/PB120399-min-1536x2048.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/PB120399-min-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><a href="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251125_110044-min-scaled.jpg"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251125_110044-min-768x1024.jpg" alt="" data-id="64359" data-full-url="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251125_110044-min-scaled.jpg" data-link="https://www.von0auf101.com/img_20251125_110044-min/" class="wp-image-64359" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251125_110044-min-768x1024.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251125_110044-min-225x300.jpg 225w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251125_110044-min-1152x1536.jpg 1152w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251125_110044-min-1536x2048.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251125_110044-min-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><a href="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251125_100359-min-scaled.jpg"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251125_100359-min-927x1024.jpg" alt="" data-id="64360" data-full-url="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251125_100359-min-scaled.jpg" data-link="https://www.von0auf101.com/img_20251125_100359-min/" class="wp-image-64360" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251125_100359-min-927x1024.jpg 927w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251125_100359-min-272x300.jpg 272w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251125_100359-min-768x849.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251125_100359-min-1390x1536.jpg 1390w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251125_100359-min-1854x2048.jpg 1854w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251125_100359-min-scaled.jpg 2317w" sizes="(max-width: 927px) 100vw, 927px" /></a></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><a href="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251121_182710_edit_84119229105914-min-1-scaled.jpg"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251121_182710_edit_84119229105914-min-1-1024x745.jpg" alt="" data-id="64363" data-full-url="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251121_182710_edit_84119229105914-min-1-scaled.jpg" data-link="https://www.von0auf101.com/img_20251121_182710_edit_84119229105914-min-2/" class="wp-image-64363" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251121_182710_edit_84119229105914-min-1-1024x745.jpg 1024w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251121_182710_edit_84119229105914-min-1-300x218.jpg 300w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251121_182710_edit_84119229105914-min-1-768x559.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251121_182710_edit_84119229105914-min-1-1536x1118.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251121_182710_edit_84119229105914-min-1-2048x1491.jpg 2048w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251121_182710_edit_84119229105914-min-1-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><a href="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251118_124821-min-scaled.jpg"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251118_124821-min-768x1024.jpg" alt="Crux de Ferro, hier habe ich jedes Jahr mehr und mehr an Starrheit zurück gelassen." data-id="64365" data-full-url="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251118_124821-min-scaled.jpg" data-link="https://www.von0auf101.com/img_20251118_124821-min/" class="wp-image-64365" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251118_124821-min-768x1024.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251118_124821-min-225x300.jpg 225w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251118_124821-min-1152x1536.jpg 1152w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251118_124821-min-1536x2048.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251118_124821-min-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><a href="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251121_182620-min-scaled.jpg"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251121_182620-min-768x1024.jpg" alt="" data-id="64364" data-full-url="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251121_182620-min-scaled.jpg" data-link="https://www.von0auf101.com/img_20251121_182620-min/" class="wp-image-64364" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251121_182620-min-768x1024.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251121_182620-min-225x300.jpg 225w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251121_182620-min-1152x1536.jpg 1152w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251121_182620-min-1536x2048.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251121_182620-min-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><a href="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251117_194503-min-scaled.jpg"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251117_194503-min-768x1024.jpg" alt="" data-id="64367" data-full-url="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251117_194503-min-scaled.jpg" data-link="https://www.von0auf101.com/img_20251117_194503-min/" class="wp-image-64367" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251117_194503-min-768x1024.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251117_194503-min-225x300.jpg 225w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251117_194503-min-1152x1536.jpg 1152w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251117_194503-min-1536x2048.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251117_194503-min-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><a href="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251118_082941-min-scaled.jpg"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251118_082941-min-768x1024.jpg" alt="" data-id="64366" data-full-url="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251118_082941-min-scaled.jpg" data-link="https://www.von0auf101.com/img_20251118_082941-min/" class="wp-image-64366" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251118_082941-min-768x1024.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251118_082941-min-225x300.jpg 225w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251118_082941-min-1152x1536.jpg 1152w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251118_082941-min-1536x2048.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251118_082941-min-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><a href="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251117_123917-min-scaled.jpg"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251117_123917-min-768x1024.jpg" alt="" data-id="64368" data-full-url="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251117_123917-min-scaled.jpg" data-link="https://www.von0auf101.com/img_20251117_123917-min/" class="wp-image-64368" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251117_123917-min-768x1024.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251117_123917-min-225x300.jpg 225w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251117_123917-min-1152x1536.jpg 1152w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251117_123917-min-1536x2048.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251117_123917-min-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><a href="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251123_155553_edit_456695573367-min-scaled.jpg"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251123_155553_edit_456695573367-min-768x1024.jpg" alt="" data-id="64361" data-full-url="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251123_155553_edit_456695573367-min-scaled.jpg" data-link="https://www.von0auf101.com/img_20251123_155553_edit_456695573367-min/" class="wp-image-64361" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251123_155553_edit_456695573367-min-768x1024.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251123_155553_edit_456695573367-min-225x300.jpg 225w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251123_155553_edit_456695573367-min-1152x1536.jpg 1152w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251123_155553_edit_456695573367-min-1536x2048.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251123_155553_edit_456695573367-min-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><a href="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251126_162927-min-scaled.jpg"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251126_162927-min-1024x768.jpg" alt="In Muxia, am berühmten Felsen." data-id="64358" data-full-url="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251126_162927-min-scaled.jpg" data-link="https://www.von0auf101.com/img_20251126_162927-min/" class="wp-image-64358" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251126_162927-min-1024x768.jpg 1024w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251126_162927-min-300x225.jpg 300w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251126_162927-min-768x576.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251126_162927-min-1536x1152.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251126_162927-min-2048x1536.jpg 2048w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251126_162927-min-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><a href="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251127_192651-min-scaled.jpg"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251127_192651-min-768x1024.jpg" alt="" data-id="64356" data-full-url="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251127_192651-min-scaled.jpg" data-link="https://www.von0auf101.com/img_20251127_192651-min/" class="wp-image-64356" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251127_192651-min-768x1024.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251127_192651-min-225x300.jpg 225w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251127_192651-min-1152x1536.jpg 1152w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251127_192651-min-1536x2048.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251127_192651-min-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><a href="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251127_192605-min-scaled.jpg"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251127_192605-min-1024x768.jpg" alt="Am Ende der Welt, in Finesterre." data-id="64357" data-full-url="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251127_192605-min-scaled.jpg" data-link="https://www.von0auf101.com/img_20251127_192605-min/" class="wp-image-64357" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251127_192605-min-1024x768.jpg 1024w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251127_192605-min-300x225.jpg 300w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251127_192605-min-768x576.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251127_192605-min-1536x1152.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251127_192605-min-2048x1536.jpg 2048w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251127_192605-min-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><a href="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251127_192900-min-scaled.jpg"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251127_192900-min-768x1024.jpg" alt="Wann ist die Starrheit vorbei? Am Kap Finesterre." data-id="64355" data-full-url="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251127_192900-min-scaled.jpg" data-link="https://www.von0auf101.com/img_20251127_192900-min/" class="wp-image-64355" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251127_192900-min-768x1024.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251127_192900-min-225x300.jpg 225w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251127_192900-min-1152x1536.jpg 1152w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251127_192900-min-1536x2048.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251127_192900-min-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a></figure></li><li class="blocks-gallery-item"><figure><a href="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251127_193126-min-scaled.jpg"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251127_193126-min-768x1024.jpg" alt="" data-id="64354" data-full-url="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251127_193126-min-scaled.jpg" data-link="https://www.von0auf101.com/img_20251127_193126-min/" class="wp-image-64354" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251127_193126-min-768x1024.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251127_193126-min-225x300.jpg 225w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251127_193126-min-1152x1536.jpg 1152w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251127_193126-min-1536x2048.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/11/IMG_20251127_193126-min-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a></figure></li></ul><figcaption class="blocks-gallery-caption">Mein Weg zum Heilwerden! </figcaption></figure>



<hr class="wp-block-separator"/>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.von0auf101.com/pilgern/schritte-gegen-die-starrheit/">Schritte gegen die Starrheit - mein Camino im November</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.von0auf101.com">Von 0 auf 101</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.von0auf101.com/pilgern/schritte-gegen-die-starrheit/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Stillstand: Warum kleine Wege Großes bewirken können</title>
		<link>https://www.von0auf101.com/motivation/stillstand-kann-fortschritt-sein-ein-schritt-nach-dem-anderen/</link>
					<comments>https://www.von0auf101.com/motivation/stillstand-kann-fortschritt-sein-ein-schritt-nach-dem-anderen/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jörg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Sep 2025 03:36:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Gehen]]></category>
		<category><![CDATA[Handicap]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Training]]></category>
		<category><![CDATA[Der Weg]]></category>
		<category><![CDATA[Heilung in Pausen]]></category>
		<category><![CDATA[Hirnabszess]]></category>
		<category><![CDATA[innere Prozesse]]></category>
		<category><![CDATA[inneres Wachstum]]></category>
		<category><![CDATA[neues leben]]></category>
		<category><![CDATA[Never give up]]></category>
		<category><![CDATA[Pause als Chance]]></category>
		<category><![CDATA[Plateau im Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Stillstand]]></category>
		<category><![CDATA[Vertrauen lernen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.von0auf101.com/?p=64248</guid>

					<description><![CDATA[<p>Stillstand auszuhalten, ist schwer. Doch ich habe gelernt: Auch in den leisen Phasen geht es weiter. Warum Pausen kein Rückschritt sind, sondern mein Weg innerlich trägt.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.von0auf101.com/motivation/stillstand-kann-fortschritt-sein-ein-schritt-nach-dem-anderen/">Stillstand: Warum kleine Wege Großes bewirken können</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.von0auf101.com">Von 0 auf 101</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h3>Stillstand: Warum kleine Wege Großes bewirken können</h3>



<p><em>Heilung beginnt mit kleinen Schritten. Für mich waren es oft die unscheinbaren Wege im Alltag, die mir neue Kraft geschenkt und mir geholfen haben, wieder Vertrauen in meinen Körper und meinen Weg zu finden und Stillstand auszuhalten.</em></p>



<hr class="wp-block-separator"/>



<h3>Die Kraft kleiner Schritte im Alltag</h3>



<p>Man denkt oft, man müsste große Sprünge machen, um wirklich voranzukommen. Doch ich habe gelernt, dass es genau andersherum ist: Die kleinen Schritte, die ich Tag für Tag gegangen bin, haben die größte Veränderung gebracht.</p>



<p>Wenn ich heute auf meinen eigenen Weg zurückblicke, dann sehe ich nicht nur die Etappen, die wie Meilensteine aussehen. Ich sehe vor allem die vielen unscheinbaren Momente dazwischen – das erste Mal wieder bewusst ein paar Meter gehen, das tiefe Atmen in der Natur, das Innehalten im Wald hinter dem Haus.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/20230703_115253-min-1-1024x768.jpg" alt="Mein Weg durch England, als Metapher für kleine Schritte." class="wp-image-64262" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/20230703_115253-min-1-1024x768.jpg 1024w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/20230703_115253-min-1-300x225.jpg 300w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/20230703_115253-min-1-768x576.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/20230703_115253-min-1-1536x1152.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/20230703_115253-min-1-2048x1536.jpg 2048w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/20230703_115253-min-1-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Mein Weg durch England, als Metapher für kleine Schritte.</figcaption></figure>



<p>Jeder dieser Schritte war klein, manchmal fast unsichtbar für andere, aber sie haben mir gezeigt: Heilung geschieht nicht in einem großen Sprung, sondern Schritt für Schritt.</p>



<h3>Wege als Spiegel der Heilung</h3>



<p>Wege sind für mich mehr als nur Pfade, die irgendwohin führen. Sie sind ein Spiegel meines Lebens und meiner Heilung.</p>



<ul><li>Ein <strong>Waldweg</strong> hat mir Klarheit geschenkt.</li><li>Ein <strong>steiler Anstieg</strong> hat mich daran erinnert, dass Durchhalten belohnt wird.</li><li>Eine <strong>Kreuzung</strong> hat mir gezeigt, dass ich Entscheidungen treffen muss.</li></ul>



<p>So wie draußen in der Natur mein Weg verläuft, so gestaltet sich auch mein innerer Heilungsweg: mal eben, mal voller Hindernisse, mal überraschend schön.  </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20230625_092057-1024x768.jpg" alt="Im Stillstand denke ich gerne an schöne Momente zurück, wie hier am JOGLE - Loch Lemond" class="wp-image-64263" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20230625_092057-1024x768.jpg 1024w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20230625_092057-300x225.jpg 300w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20230625_092057-768x576.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20230625_092057-1536x1152.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20230625_092057-2048x1536.jpg 2048w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20230625_092057-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Atmen in der Natur</figcaption></figure>



<h3>Kleine Rituale für den Alltag</h3>



<p>Ich muss keine lange Pilgerreise beginnen, um die Kraft des Gehens zu spüren. Schon kleine Wege im Alltag haben viel in mir bewegt. In den letzten zehn Monaten war ich nur vierzehn Tage unterwegs und habe den Rest der Zeit zu Hause verbracht. </p>



<p>Allerdings haben mir die Wege daheim und viele kleine Rituale geholfen, diese Zeit des Trainings, dem Üben und der Arbeit an mir selbst, bestmöglich  zu verbringen:</p>



<ul><li>täglich <strong>bewusst spazieren</strong> gehen</li><li>ab und zu einen kleinen <strong>Umweg wählen</strong>, anstatt immer die gleiche Strecke zu gehen</li><li>den Tag mit einem <strong>bewussten ersten Schritt </strong>beginnen – mit dem Gefühl, dass dieser Schritt etwas Neues einleitet</li></ul>



<p>Diese kleinen Rituale haben mir gezeigt, dass Fortschritt nicht groß aussehen muss, um bedeutsam zu sein.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20250919_111039_edit_1077155568737719-min-min-768x1024.jpg" alt="Auch zu Hause ist der Jakobsweg. Stillstand gehört zum Weg." class="wp-image-64264" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20250919_111039_edit_1077155568737719-min-min-768x1024.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20250919_111039_edit_1077155568737719-min-min-225x300.jpg 225w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20250919_111039_edit_1077155568737719-min-min-1152x1536.jpg 1152w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20250919_111039_edit_1077155568737719-min-min-1536x2048.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20250919_111039_edit_1077155568737719-min-min-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption>Auch zu Hause ist der Jakobsweg</figcaption></figure>



<h3>Stillstand ist auch Fortschritt – warum nichts tun manchmal der wichtigste Schritt ist</h3>



<p>Auf unserem Weg durchs Leben wünschen wir uns meist Bewegung, sichtbare Veränderungen und klare Erfolge. Doch es gibt Phasen, in denen scheinbar gar nichts passiert. Auch ich fühle mich festgefahren, als würde die Zeit stillstehen. Stillstand auszuhalten, ist schwer. Und doch habe ich gelernt: Gerade diese Zeiten sind wichtig – denn Stillstand ist auch Fortschritt.</p>



<h3>Was im Stillstand geschieht</h3>



<p>Auf den ersten Blick sieht es nach „Pause“ oder sogar „Rückschritt“ aus. Doch im Hintergrund laufen entscheidende Prozesse ab:</p>



<ul><li><strong>Verarbeitung:</strong> Erlebnisse und Erfahrungen brauchen Zeit, um sich zu setzen.</li><li><strong>Integration:</strong> Neues Wissen und Routinen verbinden sich mit dem, was schon da ist.</li><li><strong>Regeneration:</strong> Körper und Seele tanken Kraft – so wie Muskeln nicht beim Training, sondern in der Ruhe wachsen.</li><li><strong>Innere Reifung:</strong> Geduld, Vertrauen und Gelassenheit entwickeln sich nicht im Sprint, sondern im Innehalten.</li></ul>



<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20250919_103901_edit_1077183857614277-min-768x1024.jpg" alt="Sei wie Wasser, Stillstand und Bewegung" class="wp-image-64265" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20250919_103901_edit_1077183857614277-min-768x1024.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20250919_103901_edit_1077183857614277-min-225x300.jpg 225w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20250919_103901_edit_1077183857614277-min-1152x1536.jpg 1152w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20250919_103901_edit_1077183857614277-min-1536x2048.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20250919_103901_edit_1077183857614277-min-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption>Sei wie Wasser, Stillstand und Bewegung</figcaption></figure>



<h3>Das Plateau als Bild</h3>



<p>Für mich ist Stillstand wie ein Plateau beim Wandern. Der Anstieg liegt hinter mir, der nächste Gipfel ist noch nicht in Sicht. Auf diesem flachen Stück scheint alles gleich zu bleiben – doch genau hier kann ich verschnaufen, meinen Blick weiten und Kraft sammeln. Ohne das Plateau wäre der nächste Aufstieg kaum zu schaffen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/20230707_141457-min-1-1024x767.jpg" alt="Pen-y-ghent, einer der Yorkshire Three Peaks, am Pennine Way. 
Stilstand vor einem Aufstieg." class="wp-image-64266" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/20230707_141457-min-1-1024x767.jpg 1024w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/20230707_141457-min-1-300x225.jpg 300w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/20230707_141457-min-1-768x575.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/20230707_141457-min-1-1536x1150.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/20230707_141457-min-1-2048x1534.jpg 2048w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/20230707_141457-min-1-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Plateau im Außen, der Pen-y-ghent, am Pennine Way</figcaption></figure>



<h3>Warum Vertrauen so wichtig ist</h3>



<p>Stillstand fordert Vertrauen: Vertrauen darauf, dass auch diese Phase zum Weg gehört. Dass innere Prozesse Zeit brauchen, bevor man im Außen Fortschritte sieht. Und dass ein neuer Abschnitt kommen wird – oft leichter, klarer und gestärkter als zuvor.</p>



<h3>Fazit – der stille Fortschritt</h3>



<p>Stillstand ist kein Nichts. Er ist ein unsichtbarer Teil des Fortschritts. Manchmal ist er sogar die wichtigste Etappe, weil er uns die Basis schenkt, weiterzugehen.</p>



<p>👉 <em>Vielleicht bist du gerade auf einem Plateau. Dann erinnere dich daran: Auch hier bewegst du dich. Nur eben innerlich.</em></p>



<h3>Meine persönliche Erfahrung mit Stillstand und kleinen Schritten</h3>



<p>Ich erinnere mich noch genau an den Moment, als ich vier Monate nach dem Krankenhaus zum ersten Mal den nur wenige hundert Meter entfernten Wald erreichte. Für andere waren es nur ein paar Schritte. Für mich war es ein kleines Wunder – ein Zeichen, dass Heilung möglich ist.</p>



<p>Solche Augenblicke haben mir Mut gemacht. Sie haben mir gezeigt, dass jeder Schritt zählt. Gerade die unscheinbaren machen am Ende den Unterschied.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/15.12.2016-1024x576.jpg" alt="Zum ersten Mal im Wald, 2016, nach meiner Zeit des Stillstand im Krankenhaus." class="wp-image-64269" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/15.12.2016-1024x576.jpg 1024w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/15.12.2016-300x169.jpg 300w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/15.12.2016-768x432.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/15.12.2016-1536x864.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/15.12.2016-2048x1151.jpg 2048w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/15.12.2016-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Das einzige Foto, als ich zum ersten Mal im Wald in Stattegg war, 2016</figcaption></figure>



<p>Dieses Jahr habe ich mit einem längeren Stillstand zu tun, als ich es mir am Anfang vorgestellt hatte. Eigentlich wollte ich meinen Weg <a href="https://www.von0auf101.com/weitwandern/camino-abgebrochen-wenn-der-korper-nein-sagt/">von zu Hause nach Santiago</a> gehen – doch meine Zahnsanierung hat diesen Plan vereitelt. Stattdessen habe ich mich entschieden, das Jahr der Therapie, dem Üben und dem Trainieren zu widmen.</p>



<p>Und trotzdem fühlt es sich für mich wie Stillstand an. Das schwere Gehen begleitet mich weiterhin, weil meine gestörte Propriozeption keinen Tag Ausnahme macht. Jeder Schritt fordert mich heraus. Es gibt Tage, da spüre ich Fortschritte – und doch bleibt die Wahrnehmung, auf einem Plateau zu stehen und dass nichts weitergeht. </p>



<p>Genau dieser Widerspruch ist schwer auszuhalten: Ich tue viel, aber es sieht nicht nach „großem Vorankommen“ aus. Und doch ahne ich, dass auch diese Phase ein Teil meines Weges ist – dass mein Körper und meine Seele die Zeit brauchen, um nachzukommen. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20250825_080853-min-1024x768.jpg" alt="Sich des Stillstands bewusst sein und bewusst leben." class="wp-image-64273" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20250825_080853-min-1024x768.jpg 1024w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20250825_080853-min-300x225.jpg 300w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20250825_080853-min-768x576.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20250825_080853-min-1536x1152.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20250825_080853-min-2048x1536.jpg 2048w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20250825_080853-min-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Sich des Stillstands bewusst sein und bewusst leben!</figcaption></figure>



<h3>Fazit – Jeder Tag ein neuer Anfang</h3>



<p>Heute weiß ich: Es ist nicht der große Sprung, der mein Leben verändert hat, sondern die Summe der vielen kleinen Schritte, die ich Tag für Tag gegangen bin. Jeder einzelne Schritt trägt mich näher zu mir selbst. </p>



<p>Und genau darin liegt für mich die Kraft: Mein Weg beginnt nicht irgendwann, er beginnt immer wieder heute – mit dem nächsten Schritt.</p>



<hr class="wp-block-separator"/>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.von0auf101.com/motivation/stillstand-kann-fortschritt-sein-ein-schritt-nach-dem-anderen/">Stillstand: Warum kleine Wege Großes bewirken können</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.von0auf101.com">Von 0 auf 101</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.von0auf101.com/motivation/stillstand-kann-fortschritt-sein-ein-schritt-nach-dem-anderen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Vom Smartphone zurück zum Fotoapparat – ein bewusster Weg</title>
		<link>https://www.von0auf101.com/leben/vom-smartphone-zurueck-zum-fotoapparat/</link>
					<comments>https://www.von0auf101.com/leben/vom-smartphone-zurueck-zum-fotoapparat/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jörg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Sep 2025 10:10:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Handicap]]></category>
		<category><![CDATA[Hochsensibilität]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[Reha]]></category>
		<category><![CDATA[Bildgestaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Dokumentation]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografieren]]></category>
		<category><![CDATA[Hirnabszess]]></category>
		<category><![CDATA[Huawei P30 Pro]]></category>
		<category><![CDATA[Langzeitgedächtnis]]></category>
		<category><![CDATA[Momente festhalten]]></category>
		<category><![CDATA[Olympus T7]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.von0auf101.com/?p=64188</guid>

					<description><![CDATA[<p>Mein Anfang mit der Fotografie nach dem Hirnabszess Ich begann meine fotografische Reise 2016 nach dem Hirnabszess zunächst mit dem Smartphone. Es war leicht, handlich, und ich konnte damit viel Gewicht sparen. Auf meinen ersten Pilgerfahrten hatte ich allerdings immer eine kleine Kompaktkamera dabei, denn die damaligen Handys besaßen noch keinen guten Fotoapparat. So war [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.von0auf101.com/leben/vom-smartphone-zurueck-zum-fotoapparat/">Vom Smartphone zurück zum Fotoapparat – ein bewusster Weg</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.von0auf101.com">Von 0 auf 101</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h3>Mein Anfang mit der Fotografie nach dem Hirnabszess</h3>



<p>Ich begann meine fotografische Reise 2016 nach dem Hirnabszess zunächst mit dem Smartphone. Es war leicht, handlich, und ich konnte damit viel Gewicht sparen. Auf meinen ersten Pilgerfahrten hatte ich allerdings immer eine kleine Kompaktkamera dabei, denn die damaligen Handys besaßen noch keinen guten Fotoapparat. </p>



<p>So war das Fotografieren von Anfang an ein treuer Begleiter meiner Wege – einmal mit dem Handy, einmal mit der Kamera, immer auf der Suche nach dem richtigen Blick. Auf meinem Walkabout durch Österreich war das Gewicht in der Ausrüstung ein großes Thema und ich begann das Smartphone anstatt einer Kamera zu verwenden, um Gewicht zu sparen.&nbsp;</p>



<p>Seit 2021 fotografiere ich mit dem Handy,  doch jetzt kehre ich bewusst zurück zum Fotoapparat. Denn so praktisch das Smartphone auch ist: Die Tiefe, die Ruhe und die Aufmerksamkeit finde ich nur mit der Kamera in der Hand.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20250920_105249_edit_1116116430750524-1024x848.jpg" alt="Fotoapparat versus Handy, Smartphone" class="wp-image-64196" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20250920_105249_edit_1116116430750524-1024x848.jpg 1024w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20250920_105249_edit_1116116430750524-300x248.jpg 300w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20250920_105249_edit_1116116430750524-768x636.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20250920_105249_edit_1116116430750524-1536x1272.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20250920_105249_edit_1116116430750524-2048x1696.jpg 2048w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20250920_105249_edit_1116116430750524-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<h3>Fotoapparat - Leichtigkeit mit Verlust</h3>



<p>Das Fotografieren mit dem Smartphone hatte für mich lange Zeit einen klaren Vorteil: Es war unkompliziert, immer griffbereit und sparte Gewicht. Doch je mehr ich damit unterwegs war, desto deutlicher spürte ich, dass mir etwas verloren ging – die Aufmerksamkeit, die Fokussierung auf das Bild, auf die Komposition, auf das kleine Detail. Genau das also, was ich ja in puncto Wahrnehmung eigentlich verbessern wollte.</p>



<h3>Der Neubeginn nach dem Hirnabszess</h3>



<p>Vor Jahren begann ich nach dem Hirnabszess wieder mit dem Fotoapparat, um meine Pilgerwege zu dokumentieren. Und schon bald merkte ich, wie gut mir dieser Wechsel tat. Plötzlich wurde das Sehen selbst zu einer Übung: das Entdecken, das Erkennen, das bewusste Gestalten. Nicht einfach nur den Auslöser drücken, sondern innehalten, überlegen, entscheiden. Jedes Bild eine kleine Konzentrationsübung.&nbsp;</p>



<p>Mein Gehirn lernte dabei neu, Details wahrzunehmen, und ich konnte spüren, wie sich meine Aufmerksamkeit Schritt für Schritt schärfte.</p>



<h3>Konzentration statt Ablenkung</h3>



<p>Mit der separaten Kamera erlebe ich heute einen ganz anderen Zustand der Konzentration. Während das Smartphone ständig nach Aufmerksamkeit ruft – mit Benachrichtigungen, Apps und all seinen Ablenkungen –, konnte ich mich mit dem Fotoapparat ganz auf das Fotografieren einlassen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20250919_113236_edit_1079667257737857-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-64194" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20250919_113236_edit_1079667257737857-768x1024.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20250919_113236_edit_1079667257737857-225x300.jpg 225w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20250919_113236_edit_1079667257737857-1152x1536.jpg 1152w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20250919_113236_edit_1079667257737857-1536x2048.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20250919_113236_edit_1079667257737857-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption>Focus</figcaption></figure>



<h3>Das Mehrgewicht des Fotoapparat als Gewinn</h3>



<p>Natürlich bringt der Fotoapparat auch sein Gewicht mit. Rund 300 Gramm mehr trage ich nun in der Tasche – eine Last, die ich bewusst in Kauf nehme. Denn der Gewinn überwiegt deutlich: mehr Konzentration, mehr Achtsamkeit, mehr Freude am Bild. Dieses Mehr an Gewicht verwandelt sich unterwegs in ein Mehr an Tiefe beim Fotografieren.</p>



<p>Schon im Krankenhaus zeigte sich, dass ich mit Bildern leichter umgehen konnte als mit Schrift. Ich bin ein visueller Typ. Damals begann ich, mit Fotos aus der Vergangenheit zu arbeiten, um mich zu orientieren und Erinnerungen zu verankern. </p>



<p>Bis heute begleitet mich diese Art des Denkens. Auch mein Schreiben im Blog entsteht meist aus Bildern heraus – sie sind für mich der Ausgangspunkt, um Worte zu finden. Bilder sind meine Brücke zur Erinnerung, zur Sprache, zum Ausdruck.</p>



<h3>Ein praktischer Grund für den Fotoapparat</h3>



<p>Aus diesem Grund habe ich mich entschlossen, wieder zurück zum Fotoapparat zu gehen. Doch es war nicht allein die Konzentration. Ein weiterer Grund liegt in meinen Nervenschädigungen: Durch die Störung bin ich beim Greifen anfällig, und so kam es immer wieder vor, dass mir Geräte aus den Händen fielen.</p>



<p>Ein- bis zweimal im Jahr brauchte ich deshalb ein neues Handy oder eine neue Kamera. Bei Preisen zwischen vier- und siebenhundert Euro wurde das auf Dauer zu teuer. Mit dem Fotoapparat habe ich nun eine Lösung gefunden, die für mich stabiler, verlässlicher und langfristig sinnvoller ist.</p>



<h3>Erinnerungen und Motivation</h3>



<p>Ein weiterer Grund, warum mir das Fotografieren so wichtig ist, liegt in meinen Erinnerungen. Viele Bilder aus meiner Vergangenheit stammen aus Film- und Fotodokumentationen, die ich selbst aufgenommen habe. Diese Aufnahmen sind heute ein wertvoller Schatz – sie erinnern mich an Momente, die längst vergangen sind, und lassen sie wieder lebendig werden.</p>



<p>Ich habe zwar mein Langzeitgedächtnis behalten, doch auch dieses ist nicht mehr vollständig. Viele meiner Erlebnisse im Radrennsport, im Extremsport und beim Bergsteigen leben für mich vor allem durch die Bilder weiter. Ohne sie wären manche Erfahrungen nur noch bruchstückhaft in Erinnerung – durch die Fotografien bleiben sie dagegen lebendig und greifbar. Gerade deshalb möchte ich auch weiterhin bewusst mit einer Kamera unterwegs sein und neue Erinnerungen in derselben Qualität festhalten.</p>



<h3>Entscheidung für die Olympus T7</h3>



<p>Frustriert darüber, dass ich erneut eine Kamera verloren hatte, überlegte ich lange, wie es weitergehen sollte. Schließlich entschied ich mich, eine neue zu kaufen – nicht mit dem Anspruch auf höchste Qualität, sondern mit dem Blick auf die Robustheit.</p>



<p>So fiel meine Wahl auf die <a href="https://www.digitalkamera.de/Kamera/OM_System/TG-7.aspx">Olympus T7</a>. Sie mag vielleicht Abstriche bei der Bildqualität haben, doch ihre Stabilität und Widerstandsfähigkeit sind für mich ein großer Pluspunkt. Damit kann ich wieder unbeschwerter unterwegs sein, ohne ständig Angst vor dem nächsten Totalschaden zu haben.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20250920_104217_edit_1115573069264669-1024x768.jpg" alt="Fotoapparat Olympus T7" class="wp-image-64207" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20250920_104217_edit_1115573069264669-1024x768.jpg 1024w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20250920_104217_edit_1115573069264669-300x225.jpg 300w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20250920_104217_edit_1115573069264669-768x576.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20250920_104217_edit_1115573069264669-1536x1152.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20250920_104217_edit_1115573069264669-2048x1536.jpg 2048w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20250920_104217_edit_1115573069264669-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption><em>Olympus T7 Fotoapparat</em> </figcaption></figure>



<h3>Fotografieren als Therapie</h3>



<p>Für mich ist das Fotografieren längst mehr als nur ein Hobby geworden. Seit dem Hirnabszess ist es ein wichtiger Teil meines Trainings – fast wie eine stille Therapie. Mit jedem Bild übe ich, mich zu konzentrieren, mich auszurichten, bewusst wahrzunehmen. Der Fotoapparat zwingt mich, genauer hinzuschauen, mich zu entscheiden: Was will ich wirklich festhalten? Welches Detail verdient meine Aufmerksamkeit?</p>



<p>So ist das Fotografieren für mein Gehirn zu einer Art Schulung geworden. Ich lerne dabei nicht nur, Bilder zu gestalten, sondern auch, wieder klarer zu denken, mich zu sammeln, mich zu fokussieren. Wie beim Gehen draußen in der Natur ist es das wiederholte Tun, das mich stärkt. Jeder Druck auf den Auslöser ist eine kleine Übung, ein Schritt zurück zur Aufmerksamkeit, zurück zu mir selbst.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20250203_124047-min-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-64211" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20250203_124047-min-768x1024.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20250203_124047-min-225x300.jpg 225w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20250203_124047-min-1152x1536.jpg 1152w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20250203_124047-min-1536x2048.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20250203_124047-min-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure>



<h3>Erinnern durch Bilder</h3>



<p>Fotografieren bringt mir Freude – und diese Freude ist für mich von unschätzbarem Wert. Seit dem Hirnabszess fehlt mir das Kurzzeitgedächtnis. Viele Dinge würden einfach verschwinden, wenn ich sie nicht in Bildern festhalte. Die Fotos helfen mir, mich zu erinnern, sie geben mir Halt, sie machen Erlebnisse wieder greifbar.</p>



<p>Gerade auf Wegen wie dem <a href="https://www.von0auf101.com/weitwandern/">JOGLE, dem Hexatrek</a> oder den <a href="https://www.von0auf101.com/category/pilgern/">Pilgerwegen</a> erlebe ich unzählige kleine Momente. Würde ich mich heute allein auf mein Gedächtnis verlassen, wären sie längst verloren. Doch die Fotos führen mich zurück. Sie lassen mich diese Wege erneut durchschreiten, sie bewahren die Erinnerungen, die sonst verblassen würden.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20240809_100502-1024x768.jpg" alt="Erinnerungen an den Hexatrek 2024, in den Südalpen. Mit dem Handy und nicht mit dem Fotoapparat" class="wp-image-64204" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20240809_100502-1024x768.jpg 1024w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20240809_100502-300x225.jpg 300w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20240809_100502-768x576.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20240809_100502-1536x1152.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20240809_100502-2048x1536.jpg 2048w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20240809_100502-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Unterwegs am HexaTrek 2024</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/Scan190-1024x672.jpg" alt="Erinnerungen mit dem Fotoapparat beim Iditabike Alaska 1997" class="wp-image-64201" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/Scan190-1024x672.jpg 1024w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/Scan190-300x197.jpg 300w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/Scan190-768x504.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/Scan190-1536x1009.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/Scan190-2048x1345.jpg 2048w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/Scan190.jpg 2094w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Erinnerungen Iditabike Alaska 1997</figcaption></figure>



<p>So sind es die vielen Bilder, die für mich zu einem Schatz geworden sind. Ich blättere sie nicht einfach durch, sondern tauche mit ihnen wieder ein in die Augenblicke, die mich geprägt haben. Erinnerungen werden im Alter immer wichtiger, umso mehr, wie ich mich mit dem Erinnern schwertue.</p>



<h3>Die Collage vom Pico Sacro</h3>



<p>Ein besonderes Foto begleitet mich seit Jahren: auf der Via de la Plata, am Ende des Camino Sanabres, steht der Pico Sacro. Dort stehe ich im aufgehenden Sonnenlicht, still, meditierend, auf einem kleinen Gipfel. Dieses Bild hängt – gemeinsam mit weiteren Aufnahmen – als Collage an meiner Wand. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/chatgpt-1757934222890-1024x768.jpg" alt="Foto Collage vom Pico del Sacro" class="wp-image-64199" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/chatgpt-1757934222890-1024x768.jpg 1024w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/chatgpt-1757934222890-300x225.jpg 300w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/chatgpt-1757934222890-768x576.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/chatgpt-1757934222890-1536x1152.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/chatgpt-1757934222890-2048x1536.jpg 2048w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/chatgpt-1757934222890-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Foto Collage vom Pico del Sacro</figcaption></figure>



<p>Drei Bilder, die mich in unterschiedlichen Momenten zeigen: meditierend, im Sonnenaufgang, im stillen Stehen vor dem weiten Horizont, in der aufgehenden Sonne.</p>



<p>Diese Collage erinnert mich jeden Tag daran, dass ein Foto mehr sein kann als ein Bild. Es ist Erinnerung, es ist Kraft, es ist ein Stück meines Weges, das ich nicht verlieren möchte und es erinnert mich daran, niemals aufgegeben zu haben.</p>



<blockquote class="wp-block-quote"><p><em><strong>“Never give up!”</strong></em></p></blockquote>



<h3>Fazit – Warum der Fotoapparat</h3>



<p>Das Smartphone bleibt praktisch, leicht, immer griffbereit. Doch gerade darin liegt aber auch seine Schwäche: Es lenkt ab, es zerstreut, es zieht den Blick fort vom Wesentlichen. Der Fotoapparat dagegen schenkt mir Klarheit. Er zwingt mich, innezuhalten, zu sehen, wahrzunehmen. Er fordert Gewicht im Gepäck, aber er lässt mich tiefer erleben und schult meine Wahrnehmung.&nbsp;</p>



<p>Darum habe ich mich entschieden: Ich nehme wieder den Fotoapparat. Für die Aufmerksamkeit. Für die Erinnerung. Und für die Freude am bewussten Fotografieren.</p>



<hr class="wp-block-separator"/>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.von0auf101.com/leben/vom-smartphone-zurueck-zum-fotoapparat/">Vom Smartphone zurück zum Fotoapparat – ein bewusster Weg</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.von0auf101.com">Von 0 auf 101</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.von0auf101.com/leben/vom-smartphone-zurueck-zum-fotoapparat/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mein Weg – zwischen Camino, Therapie und Eigenverantwortung</title>
		<link>https://www.von0auf101.com/handicap/mein-weg-zwischen-camino-therapie-und-eigenverantwortung/</link>
					<comments>https://www.von0auf101.com/handicap/mein-weg-zwischen-camino-therapie-und-eigenverantwortung/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jörg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Sep 2025 17:34:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Handicap]]></category>
		<category><![CDATA[Hochsensibilität]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Pilgern]]></category>
		<category><![CDATA[Training]]></category>
		<category><![CDATA[Disziplin]]></category>
		<category><![CDATA[Eigenverantwortung]]></category>
		<category><![CDATA[Gehen als Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Hirnabszess]]></category>
		<category><![CDATA[Körperwahrnehmung]]></category>
		<category><![CDATA[Propriozeption]]></category>
		<category><![CDATA[Rückschritte und Fortschritte]]></category>
		<category><![CDATA[Selbststruktur]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.von0auf101.com/?p=64166</guid>

					<description><![CDATA[<p>Manchmal ist der größte Fortschritt nicht der nächste Schritt, sondern das stille Anerkennen, dass der Weg gerade nicht weitergeht. Dieses Jahr war voll solcher Momente. Ich bin aufgebrochen. Und ich bin zurückgekehrt. Ich habe gehofft – und losgelassen.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.von0auf101.com/handicap/mein-weg-zwischen-camino-therapie-und-eigenverantwortung/">Mein Weg – zwischen Camino, Therapie und Eigenverantwortung</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.von0auf101.com">Von 0 auf 101</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<hr style="border: none; border-top: 1px solid rgba(0,0,0,0.15); margin: 0 0 0.8em 0;">

<p style="font-style: italic; font-size: 90%; color: inherit; margin: 0.6em 0 0.8em 0;">
  Persönlicher Hinweis:<br>
  Ich lebe seit einem Hirnabszess mit bleibenden neurologischen Einschränkungen.
  Diese betreffen unter anderem meine körperlichen Möglichkeiten, meine Belastbarkeit,
  mein Denken und mein Tempo.
  Alles, was ich hier schreibe, entsteht aus dieser Lebensrealität heraus
  und ist nur vor diesem Hintergrund vollständig zu verstehen.
</p>

<hr style="border: none; border-top: 1px solid rgba(0,0,0,0.15); margin: 0 0 1.6em 0;">




<h3>Mein Weg - Stillstand als Fortschritt</h3>



<p>Manchmal ist der größte Fortschritt nicht der nächste Schritt, sondern das stille Anerkennen, dass der Weg gerade nicht weitergeht. Dieses Jahr war voll solcher Momente. Ich bin aufgebrochen. Und ich bin zurückgekehrt. Ich habe gehofft – und losgelassen.</p>



<p>Im Mai war ich zwei Wochen auf dem Camino Frances. Es war wie ein Aufatmen. Zwei Wochen Gehen, Spüren, Draußensein. Doch ich wusste: Es ist nur ein kurzes Fenster. Danach würde der Alltag wiederkommen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20250514_211733-1024x768.jpg" alt="Ein schmaler Wanderweg im Morgenlicht, von Bäumen gesäumt – still und friedlich." class="wp-image-64169" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20250514_211733-1024x768.jpg 1024w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20250514_211733-300x225.jpg 300w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20250514_211733-768x576.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20250514_211733-1536x1152.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20250514_211733-2048x1536.jpg 2048w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20250514_211733-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Manchmal ist der wichtigste Schritt der, bei dem man stehen bleibt</figcaption></figure>



<p>Im Juli dann ein neuer Versuch: der Camino Integral. Er dauerte nur einige Tage. Der Wille war da, der Körper nicht bereit. Ich habe abgebrochen – ohne Bitterkeit, aber mit dieser stillen Enttäuschung, die bleibt, wenn man etwas will, das noch nicht möglich ist, was doch schon war.</p>



<p>Seitdem bin ich wieder ganz in meiner Therapie. In Eigenregie, wie schon so oft. Kein Zentrum, kein Plan von außen. Ich gehe meinen Weg, mit dem, was ich weiß, mit dem, was ich fühle. Und mit dem Vertrauen, dass auch das Pausieren Teil dieses Weges ist.</p>



<h3>Ein kurzes Aufatmen – Camino Frances im Mai</h3>



<p>Im Mai bin ich dennoch ausgebrochen – oder besser: aufgebrochen. <a href="https://www.von0auf101.com/pilgern/mein-ultra-light-camino-mai-25/">Zwei Wochen auf den Camino Frances.</a> Es war ein Gehen, das mir gutgetan hat. Kein Weglaufen, sondern ein kurzes Wieder-Eintauchen ins Gehen, ins Draußen, ins Leben. Ich war auf meinem Weg unterwegs – mit Körper und Geist. Und trotzdem wusste ich: Es ist eine Ausnahme. Danach würde ich zurückkehren – in meinen Alltag, in meine Übungen, in meine Selbststruktur, denn ich hatte ja Großes vor, den Camino Integrale.</p>



<h3>Was nicht selbstverständlich ist</h3>



<p>Dass ich diesen Camino überhaupt schmerzfrei gehen konnte, war für mich keine Selbstverständlichkeit. Anfang des Jahres hatte ich noch mit Knieschmerzen zu kämpfen – Spätfolgen falscher Schuhe am HexaTrek, vom letzten Jahr. Ich habe viel unternommen, um dem entgegenzuwirken: gezieltes Training, Anpassung der Ausrüstung, bewusste mich darauf konzentrieren. Es hat sich gelohnt. Im Mai war das Knie ruhig. Stabil. Belastbar. Schmerzfrei.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20250507_202635_123-819x1024.jpg" alt="Eine Person mit Rucksack geht einen typischen Pilger weg entlang, bei Sonnenaufgang" class="wp-image-64171" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20250507_202635_123-819x1024.jpg 819w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20250507_202635_123-240x300.jpg 240w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20250507_202635_123-768x960.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20250507_202635_123-1229x1536.jpg 1229w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/IMG_20250507_202635_123.jpg 1440w" sizes="(max-width: 819px) 100vw, 819px" /><figcaption>Zwei Wochen auf dem Camino – schmerzfrei und voller Hoffnung</figcaption></figure>



<p>Nach dem HexaTrek im letzten Jahr, fühlte ich mich – abgesehen vom Knie – so gut wie noch nie seit dem Hirnabszess. Mein bestes Befinden in all den Jahren. Stabil, kräftig, im Körper angekommen. Trotz Muskel- und Bindegewebsschwäche.</p>



<h3>Zurück zum Kern</h3>



<p>Dieses Jahr steht deshalb unter einem anderen Zeichen: Auszeit. Therapie. Zurück zum Kern. Ich habe verstanden, dass ich nicht alles gleichzeitig schaffen muss. Dass es in Ordnung ist, langsamer zu werden. Und dass mein Körper keine Selbstverständlichkeit ist – sondern ein Raum, der immer wieder neu bewohnt werden will.</p>



<p>Aber nicht nur das Knie war ein Thema. Ich habe in den letzten Jahren immer wieder gemerkt, wie wenig selbstverständlich vieles ist, was anderen leichter fällt: die richtigen Schuhe zu finden, barfuß gehen zu können, Belastung richtig zu dosieren, Stabilität im Körper zu spüren. Und vor allem: ein Bindegewebe, das stark genug ist, mein Inneres zu halten.&nbsp;</p>



<p>Krafttraining ist für mich wichtig – für die Haltung und die richtige Dosis an Spannung im Körper. Anfang des Jahres habe ich das gezielte Krafttraining sicher vernachlässigt. Ich spüre, wie sehr es fehlt, dranbleiben ein Muss ist.</p>



<h3>Warum, wie und wofür</h3>



<p>Ich will im Heute einen Beitrag leisten, damit ich Vitalität spüre. Damit ich Energie habe für das, was mir wichtig ist. Das Heute nutzen – um zu üben. Immer wieder. Das ist Dranbleiben.</p>



<p>Das „Warum“ – oft scheitert es genau daran. Nicht am Wie, sondern daran, dass das Warum zu klein ist. Ist das Warum größer als das Wie, wird die Motivation niemals das Problem sein.&nbsp;</p>



<p>Entscheidend ist für mich die Qualität des Weges. Ich kann lange die gleiche Runde laufen – und dabei immer wieder Neues entdecken. Gleichzeitig aber liebe ich neue Aufgaben. Neue Herausforderungen. Das eine schließt das andere nicht aus.&nbsp;</p>



<p>Ich sehe mich selbst nicht als Vorbild. Und doch weiß ich: Genau durch das Tun, durch mein tägliches Dranbleiben, kann ich für viele eines sein. Nicht, weil ich darüber spreche – sondern weil ich es lebe.</p>



<p>Ich rede nicht über Disziplin, ich übe sie. Ich spreche nicht über Ausdauer, ich gehe sie. Ich halte keine Reden – ich gehe jeden Tag meinen Weg.</p>



<p>Ich glaube: Wenn wir unserer Berufung folgen, heilt auch der Körper. Und mein Ziel ist klar:<br>Ich will meinen Alltag lieben, auch wenn er von Therapie geprägt ist.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/08/COLOR_POP-1-min-1-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-64091" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/08/COLOR_POP-1-min-1-768x1024.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/08/COLOR_POP-1-min-1-225x300.jpg 225w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/08/COLOR_POP-1-min-1-1152x1536.jpg 1152w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/08/COLOR_POP-1-min-1-1536x2048.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/08/COLOR_POP-1-min-1-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption>Heil werden</figcaption></figure>



<h3>Camino Integral – der Versuch im Juli</h3>



<p>Im Juli dann <a href="https://www.von0auf101.com/weitwandern/camino-abgebrochen-wenn-der-korper-nein-sagt/">der Camino Integral</a> - von zu Hause nach Santiago. Es wurden nur einige Tage. Die Antwort kam früh: Es war zu viel – trotz der vielen Kilometer und Touren der letzten Jahre. Ich habe abgebrochen. Ohne Drama. Aber mit ehrlichem Blick auf das, was ist – nicht auf das, was ich mir wünsche. Mein Bindegewebe fühlte sich wie nicht vorhanden an, ich wankte ohne Stabilität dahin. </p>



<p>Und es war nicht das Knie. Es war eine andere Baustelle: die Zähne. Eine umfangreiche Zahnsanierung lag hinter mir, und mein System war nicht stabil genug. Erst zwei Wochen nach dem Abbruch beruhigte sich mein Körper wieder. Es war, als hätte der Camino einen Heilungsprozess offengelegt, der noch nicht abgeschlossen war. </p>



<p>Auch das habe ich gelernt: Der Körper meldet sich nicht willkürlich. Und er hat meistens recht.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/P7050110-838x1024.jpg" alt="Ein Paar Wanderschuhe steht auf einem unebenen Waldweg, die Schritte sind gestoppt. Der Weg zu Ende." class="wp-image-64172" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/P7050110-838x1024.jpg 838w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/P7050110-246x300.jpg 246w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/P7050110-768x938.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/P7050110-1257x1536.jpg 1257w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/P7050110-1676x2048.jpg 1676w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/P7050110-scaled.jpg 2095w" sizes="(max-width: 838px) 100vw, 838px" /><figcaption>Der Weg war da – aber der Körper war noch nicht bereit.</figcaption></figure>



<h3>Eigenverantwortung statt Anleitung – mein klarer Weg</h3>



<p>Ich verlasse mich nicht auf vorgegebene Reha-Pläne. Meine Therapie folgt keinem Schema, keinem Protokoll. Sie folgt mir – meinem Körper, meiner Wahrnehmung, meiner Erfahrung. Ich entscheide, was ich tue. Und ich trage auch die Verantwortung, wenn es nicht funktioniert.</p>



<p>Diese Freiheit ist manchmal anstrengend. Aber sie ist echt. Und sie ist es wert. Denn ich habe erfahren, dass kein Therapiezentrum mir diese Tiefe, diese Nähe zu mir selbst bieten kann. Ich weiß, was funktioniert. Und was nicht. Ich nehme Rückschläge ernst, aber ich lasse mich nicht aus der Bahn werfen.</p>



<p>Ich trainiere, wiederhole, justiere – jeden Tag. Nicht, weil ich muss, sondern weil ich will - wie früher beim Radrennfahren. </p>



<h3>Mein Therapieweg – individuell, konsequent, eigenverantwortlich</h3>



<p>Dieses Jahr bisher stand – mehr als je zuvor – im Zeichen der Therapie. Nicht in einem Zentrum, nicht unter ständiger Anleitung, sondern in Eigenregie. Ich baue auf das Wissen, das ich mir über Jahre erarbeitet habe – auf erprobte Methoden, auf Techniken, die für mich funktionieren. Und ergänze es, wenn ich was finde.</p>



<p>Und ja: Meine Form der Therapie ist oft wirkungsvoller als vieles, was ich in klassischen Einrichtungen erlebt habe. Weil sie individuell ist. Weil sie konsequent ist. Weil ich sie selbst will.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/P7050223-747x1024.jpg" alt="Eine Hand umfasst einen Wanderstock, im Hintergrund verschwimmt grüne Natur, am Weg." class="wp-image-64173" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/P7050223-747x1024.jpg 747w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/P7050223-219x300.jpg 219w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/P7050223-768x1052.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/09/P7050223.jpg 962w" sizes="(max-width: 747px) 100vw, 747px" /><figcaption>Was ich halte, hält mich – meine Therapie liegt in meiner Hand.</figcaption></figure>



<p>Ich habe meinen Rhythmus gefunden. Ich weiß, was funktioniert. Ich weiß, was ich brauche – und was nicht. Und ich weiß, dass mir kein Therapeut diese Klarheit abnehmen kann. </p>



<p>Ich habe im Gehen Vertrauen gewonnen. Nicht nur in meinen Körper, sondern in mich. In das, was möglich ist, wenn ich dranbleibe. Das Gehen hat mir gezeigt, dass ich nicht stehenbleiben muss – selbst wenn es langsam geht. Jeder Schritt war ein kleines Ja. Zu meinem Weg. Zu mir.</p>



<p>Die Therapie vertieft dieses Vertrauen. Sie bringt Stabilität, Wiederholung, Struktur – und damit auch Ruhe. Sie hilft mir, das Gehen im Alltag weiterzuführen. Innen wie außen.</p>



<p>Es war mein Weg. Kein gerader, kein schneller – aber meiner. Ich habe ihn Schritt für Schritt gefunden, nicht geplant. Und ich möchte ihn nicht tauschen. Nicht gegen eine Theorie, nicht gegen ein „Was wäre wenn“. Denn er hat mich hierhergebracht. Und das zählt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/08/P7160452_edit_543214246988463-min-1024x768.jpg" alt="Mein Weg in der Therapie, Balancieren." class="wp-image-64075" width="572" height="429" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/08/P7160452_edit_543214246988463-min-1024x768.jpg 1024w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/08/P7160452_edit_543214246988463-min-300x225.jpg 300w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/08/P7160452_edit_543214246988463-min-768x576.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/08/P7160452_edit_543214246988463-min-1536x1152.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/08/P7160452_edit_543214246988463-min-2048x1536.jpg 2048w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/08/P7160452_edit_543214246988463-min-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 572px) 100vw, 572px" /></figure>



<h3>Gehen bleibt – auch im Stillstand</h3>



<p>Ich gehe weiter. In meinem Tempo. Auf meinem Weg. Mit dem Mut, Pausen zu machen – und der Disziplin, sie richtig zu nutzen.</p>



<p>Ich gehe weiter. </p>



<hr class="wp-block-separator"/>



<p></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.von0auf101.com/handicap/mein-weg-zwischen-camino-therapie-und-eigenverantwortung/">Mein Weg – zwischen Camino, Therapie und Eigenverantwortung</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.von0auf101.com">Von 0 auf 101</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.von0auf101.com/handicap/mein-weg-zwischen-camino-therapie-und-eigenverantwortung/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Fast 10 Jahre nach dem Hirnabszess – mein Weg, bisher und jetzt</title>
		<link>https://www.von0auf101.com/handicap/10-jahre-nach-dem-hirnabszess/</link>
					<comments>https://www.von0auf101.com/handicap/10-jahre-nach-dem-hirnabszess/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jörg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Sep 2025 04:35:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Gehen]]></category>
		<category><![CDATA[Handicap]]></category>
		<category><![CDATA[Hochsensibilität]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[Pilgern]]></category>
		<category><![CDATA[Weitwandern]]></category>
		<category><![CDATA[10 Jahre]]></category>
		<category><![CDATA[Dranbleiben]]></category>
		<category><![CDATA[Herausforderung]]></category>
		<category><![CDATA[Hirnabszess]]></category>
		<category><![CDATA[Therapie]]></category>
		<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.von0auf101.com/?p=64125</guid>

					<description><![CDATA[<p>10 Jahre nach dem Hirnabszess hat sich mein Leben von Grund auf verändert. Zehn Jahre, in denen ich vieles verloren und manches neu gelernt habe. Heute lebe ich mit Handicaps, die mich täglich begleiten. Aber ich habe auch entdeckt, dass sich darin neue Möglichkeiten öffnen können. Mein Leben ist seitdem ein ständiger Wechsel zwischen Einschränkung und Fortschritt, zwischen Übung und Alltag.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.von0auf101.com/handicap/10-jahre-nach-dem-hirnabszess/">Fast 10 Jahre nach dem Hirnabszess – mein Weg, bisher und jetzt</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.von0auf101.com">Von 0 auf 101</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2>Fast 10 Jahre nach dem Hirnabszess – Leben mit Handicaps </h2>



<p>10 Jahre nach dem Hirnabszess hat sich mein Leben von Grund auf verändert. Zehn Jahre, in denen ich vieles verloren und manches neu gelernt habe. Heute lebe ich mit Handicaps, die mich täglich begleiten. </p>



<p>Aber ich habe auch entdeckt, dass sich darin neue Möglichkeiten öffnen können. Mein Leben ist seitdem ein ständiger Wechsel zwischen Einschränkung und Fortschritt, zwischen Übung und Alltag.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/08/IMG_20250814_092121_1-min-1-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-64142" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/08/IMG_20250814_092121_1-min-1-768x1024.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/08/IMG_20250814_092121_1-min-1-225x300.jpg 225w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/08/IMG_20250814_092121_1-min-1-1152x1536.jpg 1152w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/08/IMG_20250814_092121_1-min-1-1536x2048.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/08/IMG_20250814_092121_1-min-1-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure>



<h2>Meine Handicaps – Denken, Propriozeption und Gleichgewicht</h2>



<h3>Wie sich mein Denken verändert hat</h3>



<p>Mein Denken ist nicht mehr wie früher. Früher konnte ich viele Dinge gleichzeitig im Kopf bewegen, planen und weit vorausdenken. Heute geht das nicht mehr. Gedanken reißen ab, als würde jemand mitten im Satz die Seite umschlagen. Alles läuft langsamer, und ich musste lernen, mit diesem neuen Tempo zu leben.</p>



<p>Gerade deshalb bedeutet mir das Pilgern so viel. Auf dem Weg zählt nur der nächste Schritt, nicht der große Plan. Ich muss nicht vorausdenken, sondern darf im Moment sein. Der Camino gibt mir eine klare Struktur: gehen, atmen, ankommen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/08/IMG_20250826_082922-min-768x1024.jpg" alt="10 Jahre nach dem Hirnabszess, noch immer Spastik" class="wp-image-64141" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/08/IMG_20250826_082922-min-768x1024.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/08/IMG_20250826_082922-min-225x300.jpg 225w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/08/IMG_20250826_082922-min-1152x1536.jpg 1152w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/08/IMG_20250826_082922-min-1536x2048.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/08/IMG_20250826_082922-min-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption>10 Jahre nach dem Hirnabszess, noch immer Spastik</figcaption></figure>



<h3>Die Cheval Blanc – meine größte Herausforderung</h3>



<p>Eine besondere Erfahrung war die Cheval Blanc im Mont-Blanc-Gebiet, die ich im Rahmen des Hexatrek gegangen bin. Für mich war sie die ultimative Herausforderung bisher. Steile Anstiege, ausgesetzte Passagen, ein Gelände, das mir alles abverlangte. Mein Körper, mein Gleichgewicht, meine Konzentration – alles wurde auf die Probe gestellt. </p>



<p>Ich bin stolz, dass ich das geschafft habe. Denn solche Momente zeigen mir, dass trotz aller Handicaps vieles möglich bleibt, wenn ich dranbleibe. Jeder Gipfel wird zu einem Beweis dafür, dass mein Weg zwar anders ist als früher, <a href="https://www.von0auf101.com/wp-admin/post.php?post=8075&amp;action=edit">aber trotzdem weiterführt.</a></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/09/IMG_20240804_065524-1024x768.jpg" alt="HexaTrek, Cheval Blance, von Links: Matt, ich und Sam" class="wp-image-62345" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/09/IMG_20240804_065524-1024x768.jpg 1024w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/09/IMG_20240804_065524-300x225.jpg 300w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/09/IMG_20240804_065524-768x576.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/09/IMG_20240804_065524-1536x1152.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/09/IMG_20240804_065524-2048x1536.jpg 2048w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2024/09/IMG_20240804_065524-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Mit Sam und Matt auf der Cheval Blanc, 2900 m Seehöhe </figcaption></figure>



<h3>Leben mit gestörter Propriozeption</h3>



<p>Noch deutlicher spüre ich es in meiner Propriozeption. Dieses innere Gespür für den Körper, das für andere selbstverständlich ist, funktioniert bei mir nicht mehr zuverlässig. Für viele Menschen ist es wie ein unsichtbarer Kompass, der ihnen sagt, wo Hand, Fuß oder Arm sich befinden. Bei mir ist dieser Kompass gestört. </p>



<p>Jeder Schritt ist ein bewusstes Abtasten, fast so, als würde ich mich in einem dunklen Raum bewegen. Wenn ich mit dem Training nachlasse, verliere ich sofort an Sicherheit. Es ist wie ein Instrument, das ständig neu gestimmt werden muss – und das schnell wieder verstimmt klingt, wenn ich es nicht spiele.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/06/IMG_20250531_090630-768x1024.jpg" alt="Gestörte Propriozeption, auch 10 Jahre nach dem Hirnabszess " class="wp-image-63947" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/06/IMG_20250531_090630-768x1024.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/06/IMG_20250531_090630-225x300.jpg 225w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/06/IMG_20250531_090630-1152x1536.jpg 1152w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/06/IMG_20250531_090630-1536x2048.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/06/IMG_20250531_090630-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure>



<h3>Herausforderungen im Gleichgewicht und Alltag</h3>



<p>Auch das Gleichgewicht fordert mich täglich heraus. Eine Treppe kann für mich so viel Aufmerksamkeit brauchen wie für andere ein Berggipfel. Ein unebener Weg oder eine Fahrt im Bus werden zu Prüfungen, die mir zeigen: Mein Körper ist nicht selbstverständlich. Er ist verletzlich, aber zugleich mein wichtigster Lehrer. Denn er erinnert mich daran, dass jeder Schritt zählt.</p>



<h2>Therapie hört nicht auf – Alltag als Übung</h2>



<p>Früher dachte ich: Therapie ist etwas, das einmal abgeschlossen sein wird, ein Ziel, das man erreicht. Doch ich habe gelernt, dass es anders ist. Therapie endet nicht. Sie ist heute Teil meines Lebens, so selbstverständlich wie Atmen oder Gehen. </p>



<p>Ich habe akzeptiert, dass ich beides verbinden muss: Therapie und Leben. Es ist kein „Entweder-oder“ mehr, sondern ein gemeinsamer Weg. Und genau darin liegt auch eine besondere Kraft.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2021/11/IMG_20211122_142440-1024x768.jpg" alt="10 Jahre nach dem Hirnabszess noch Gleichgewicht trainieren" class="wp-image-58601" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2021/11/IMG_20211122_142440-1024x768.jpg 1024w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2021/11/IMG_20211122_142440-300x225.jpg 300w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2021/11/IMG_20211122_142440-768x576.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2021/11/IMG_20211122_142440-1536x1152.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2021/11/IMG_20211122_142440-2048x1536.jpg 2048w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2021/11/IMG_20211122_142440-scaled.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Propriozeption üben</figcaption></figure>



<h2>Pilgern als Therapie – wie das <a href="https://www.von0auf101.com/gehen/gehen-lernen-der-beginn/">Gehen</a> mich zurück ins Leben brachte</h2>



<p>Gerade 10 Jahre nach dem Hirnabszess bedeutet Pilgern für mich mehr als Gehen. Die Weitwanderwege, vor allem das Pilgern, haben mir mein Leben zurückgegeben. Schritt für Schritt, oft mühsam und manchmal schmerzhaft, bin ich wieder ins Jetzt zurückgekehrt. Ohne dieses Gehen hätte ich mich wohl sehr schwergetan, neuen Sinn zu finden. </p>



<p>Natürlich – irgendwie hätte ich auch ohne das Gehen weiterleben müssen. Aber ob ich dann wirklich ins Leben zurückgefunden hätte? Das Gehen ist für mich mehr als Bewegung: Es ist Therapie, Meditation und Lebensschule zugleich.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/06/IMG_20250515_114506-min-753x1024.jpg" alt="Ultra-Light am Camino Frances 2025, 10 Jahre nach dem Hirnabszess " class="wp-image-63841" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/06/IMG_20250515_114506-min-753x1024.jpg 753w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/06/IMG_20250515_114506-min-221x300.jpg 221w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/06/IMG_20250515_114506-min-768x1045.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/06/IMG_20250515_114506-min-1129x1536.jpg 1129w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/06/IMG_20250515_114506-min-1506x2048.jpg 1506w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/06/IMG_20250515_114506-min-scaled.jpg 1882w" sizes="(max-width: 753px) 100vw, 753px" /></figure>



<h2>Angst und Hoffnung – nicht mehr gehen können</h2>



<p>Am Anfang war da oft der Gedanke: Vielleicht werde ich nie mehr gehen können. Diese Vorstellung hat mir Angst gemacht und mich lange beschäftigt. Doch noch stärker als diese Angst war der Wunsch, wieder aufzustehen. Ich habe all meine Kraft in das Gehen gelegt – Schritt für Schritt, Tag für Tag.</p>



<h2>10 Jahre nach dem Hirnabszess und Dranbleiben – was es mir gebracht hat</h2>



<p>Dranbleiben – das war in diesen zehn Jahren mein wichtigstes Wort. Auch wenn die Fortschritte klein waren, auch wenn die Rückschläge groß schienen: Ich bin weitergegangen. Jeden Tag, Schritt für Schritt.</p>



<p>Dieses Dranbleiben hat mir nicht nur das Gehen zurückgegeben, sondern auch Lebensfreude. Beharrlichkeit kann Türen öffnen, die auf den ersten Blick verschlossen wirken.</p>



<p>Ohne das Dranbleiben wäre ich heute nicht dort, wo ich bin. Es hat mich gelehrt, geduldig mit mir selbst zu sein, den Augenblick anzunehmen und das Kleine wertzuschätzen. Vor allem aber hat es mir gezeigt: Heilung ist kein Ziel, sondern ein Weg – ein Weg, den ich Tag für Tag gehe.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/08/IMG_20250814_075556-min-768x1024.jpg" alt="10 Jahre nach dem Hirnabszess" class="wp-image-64136" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/08/IMG_20250814_075556-min-768x1024.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/08/IMG_20250814_075556-min-225x300.jpg 225w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/08/IMG_20250814_075556-min-1152x1536.jpg 1152w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/08/IMG_20250814_075556-min-1536x2048.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/08/IMG_20250814_075556-min-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption>DRANBLEIBEN, 10 Jahre nach dem Hirnabszess</figcaption></figure>



<h2>Radfahren – Dranbleiben seit Kindertagen</h2>



<p>Nicht nur beim Gehen habe ich gelernt, immer ein Stück weiterzugehen. Schon als Kind, mit fünf oder sechs Jahren, bin ich Rad gefahren – damals in der Riegelklasse, meist unter der Aufsicht meiner Mutter. Aber auch dort wollte ich mehr. Ich habe versucht, um die Kurve zu fahren, dorthin, wo sie mich nicht mehr sehen konnte. Mein Radius sollte größer werden, Schritt für Schritt, Runde für Runde.</p>



<p>Dieses „noch ein bisschen mehr“ begleitet mich bis heute. Damals war es das Radfahren, später war es im Krankenhaus, wo ich mich Millimeter für Millimeter vorwärts kämpfte. Und immer wieder dasselbe Muster: das Limit probieren, es leicht verschieben, nicht stehen bleiben. Schon als fünfjähriger Bub habe ich das gesucht – und genau das hat mir später geholfen, auch nach dem Hirnabszess nicht aufzugeben.</p>



<h2>Worte, die getragen haben – Zitate als Kraftquelle</h2>



<h3>Bruce Lee: „Gehe immer noch die Extrameile.“</h3>



<p>Ein Satz von Bruce Lee begleitet mich bis heute: <em>„Gehe immer noch die Extrameile.“</em> Dieses Bild hat sich tief in mir verankert. Denn genau das ist mein Weg geworden – weiterzugehen, auch wenn es schwerfällt. Nicht stehenzubleiben, wenn die Kräfte nachlassen, sondern den nächsten Schritt zu machen. </p>



<p>Diese "Extrameile" bin ich speziell am Anfang meines Gehens gegangen. Statt auf dem direkten Weg nach Hause zu gehen, habe ich einen Umweg gemacht, auch wenn er mühsam war. Aber so verschob ich meine Grenzen nach und nach. </p>



<p>Bruce Lee plädierte für Mut und Ausdauer, um seine Ziele zu erreichen, und lehrte mich, dass man sich nicht mit dem Status quo zufriedengeben soll. <em>"Es gibt keine Grenzen. Es gibt nur Plateaus, und dort darf man nicht verweilen, man muss sie überwinden"</em>, half mir über Zeiten, wo offensichtlich nichts weitergegangen ist.&nbsp;</p>



<p>Ich lasse mich durch vermeintliche Grenzen niemals einschränken.&nbsp;Stattdessen versuche ich sie, als Chancen zu sehen, mich weiterzuentwickeln und neue höhere "Plateaus" zu erreichen, auch in Zeiten des Stillstands. Klar gehören auch schlechte Tage dazu, aber ich brauche nie lange, um wieder auf Kurs zu sein.</p>



<p>Man darf sich nicht mit dem zufriedengeben, was man bereits erreicht hat, denn das ist eine Ausrede dafür, nicht hart an sich zu arbeiten.&nbsp;Bruce Lees Philosophie ermutigt mich, immer nach mehr zu streben und mich dabei kontinuierlich zu verbessern. Und diese Arbeit an mir bringt mich mehr ins Leben.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2019/01/DSC_49471-1-1024x576.jpg" alt="Bouldern" class="wp-image-12545" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2019/01/DSC_49471-1-1024x576.jpg 1024w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2019/01/DSC_49471-1-300x169.jpg 300w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2019/01/DSC_49471-1-768x432.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2019/01/DSC_49471-1-1536x864.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2019/01/DSC_49471-1.jpg 1900w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Alles ausprobieren, "Never give up!"</figcaption></figure>



<h3>Nietzsche als Wegbegleiter</h3>



<p>Auch andere Worte sind mir wichtig geworden:</p>



<ul><li>Friedrich Nietzsche schrieb: <em>„Wer ein Warum zum Leben hat, erträgt fast jedes Wie.“</em> – Dieser Gedanke hat mich oft durch schwere Tage getragen. Solange das <em><strong>WARUM</strong></em> größer ist als das <em><strong>WIE</strong></em>, fühlt es sich machbar an. Ins Schleudern komme ich nur, wenn ich mir des WARUM nicht mehr sicher bin.</li></ul>



<h3>Warum Worte wie Wegweiser sein können</h3>



<p>Solche Worte sind für mich wie Wegweiser. Sie erinnern mich daran, dass andere Menschen ebenfalls Grenzen kannten und sie überwinden mussten. Ihre Stimmen sind mir oft wie Begleiter am Wegesrand – manchmal leise, manchmal laut, aber immer ermutigend.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2022/10/IMG_20221012_145920-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-59871" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2022/10/IMG_20221012_145920-768x1024.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2022/10/IMG_20221012_145920-225x300.jpg 225w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2022/10/IMG_20221012_145920-1152x1536.jpg 1152w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2022/10/IMG_20221012_145920-1536x2048.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2022/10/IMG_20221012_145920-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption>Hinweis am Camino</figcaption></figure>



<h2>Ausblick – die nächsten zehn Jahre</h2>



<p>Wenn ich nach vorne blicke, wünsche ich mir, dass ich noch viele Wege gehen darf – in der Natur, auf Pilgerpfaden und in meinem Inneren. Vielleicht werden es Herausforderungen wie die Cheval Blanc sein, vielleicht auch ganz andere, kleinere Etappen. Entscheidend ist nicht die Größe der Aufgabe, sondern dass ich weiter in Bewegung bleibe.</p>



<p>Mein Ziel ist es nicht, wieder „ganz der Alte“ zu sein. Mein Ziel ist, mit dem, was ist, in Frieden zu leben. Und wenn es mir gelingt, dabei anderen Mut zu machen, dann hat mein Weg noch einmal mehr Sinn gefunden.</p>



<p>Und wie schon früher beim Radfahren – damals, als ich heimlich meinen Radius erweitern wollte – so bleibt es auch heute: immer noch ein Stück weiter, noch ein bisschen mehr. Nicht stehenbleiben, sondern dranbleiben. Das ist mein Weg in die nächsten zehn Jahre.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/08/IMG_20250814_142218-min-768x1024.jpg" alt="10 Jahre nach dem Hirnabszess möchte ich frei sein wie ein Vogel" class="wp-image-64138" srcset="https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/08/IMG_20250814_142218-min-768x1024.jpg 768w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/08/IMG_20250814_142218-min-225x300.jpg 225w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/08/IMG_20250814_142218-min-1152x1536.jpg 1152w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/08/IMG_20250814_142218-min-1536x2048.jpg 1536w, https://www.von0auf101.com/wp-content/uploads/2025/08/IMG_20250814_142218-min-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption>Frei sein</figcaption></figure>



<hr class="wp-block-separator"/>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.von0auf101.com/handicap/10-jahre-nach-dem-hirnabszess/">Fast 10 Jahre nach dem Hirnabszess – mein Weg, bisher und jetzt</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.von0auf101.com">Von 0 auf 101</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.von0auf101.com/handicap/10-jahre-nach-dem-hirnabszess/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
