<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?><feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" ><generator uri="https://jekyllrb.com/" version="3.10.0">Jekyll</generator><link href="https://www.wetterer.de/feed.xml" rel="self" type="application/atom+xml" /><link href="https://www.wetterer.de/" rel="alternate" type="text/html" /><updated>2026-10-28T14:37:45+01:00</updated><id>https://www.wetterer.de/feed.xml</id><title type="html">Wetty’s Web World</title><subtitle>Alles was Thomas Wetterer, alias Wetty interessiert. Vom Reisen, Segeln, übers Motorrad fahren, bis zum fotografieren, sowie das Internet generell.</subtitle><author><name>Thomas Wetterer</name><email>thomas@wetterer.de</email></author><entry><title type="html">Batumi</title><link href="https://www.wetterer.de/reisen/georgien-2026/batumi/" rel="alternate" type="text/html" title="Batumi" /><published>2026-10-28T10:06:03+01:00</published><updated>2026-10-28T10:06:03+01:00</updated><id>https://www.wetterer.de/reisen/georgien-2026/batumi</id><content type="html" xml:base="https://www.wetterer.de/reisen/georgien-2026/batumi/"><![CDATA[<p>Heute sind wir den ganzen Tag in Batumi. Mit Toni hab ich mich gleich früh morgens zum baden im Schwarzen Meer verabredet. Während Anja noch etwas ausschläft, sitze ich schon beim Frühstück. Honig gibts hier im Hotel direkt aus einem ganzen Wabenrähmnchen. Leider ist es schon fast komplett leer.</p>

<p>Pünktlich holt mich Toni ab. Es geht durch die noch leere Stadt zum Strand. Der Strand besteht hier überwiegend aus Kies und Schotter mit runden quasi weichen Steinen. Gar nicht so schlecht. Es läßt sich trotzdem angenehm auf dem Handtuch liegen und man hat keine Probleme, das sich überall Sand fest sitzt.</p>

<p>Wir sind fast eine halbe Stunde im Wasser. Toni meinte man müßte nur ab und an auf die Quallen aufpassen. Bei uns tauchen jedenfalls keine auf. Nachdem wir am Strand liegen tauch gegen 08:00 Uhr die Küstenwache mit Ihrem Boot auf. Toni meinte wir hätten gerade nochmals Glück gehabt, da die Wasserschutz aufpasst, das die Leute nicht zu weit hinaus schwimmen. Wir waren eindeutig zu weit draussen :smiley:</p>

<p>Auf dem Rückweg zum Hotel kommen wir noch am <a href="https://www.cafe43.ge/" title="The Artof Pastry" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow">Cafe 43</a> vorbei. Es gehört dem georgische Konditor und Content Creator Nikusha. Er wurde als Finalist und Publikumsliebling der Fernsehshow MasterChef Georgia bekannt. Gegenüber seines Cafes steht ein Tesla Cyber Truck. Ich schau mir das Teil näher an. Das Display im Wagen zeigt mir ein grimmiges Gessicht. Anscheinend werde ich von den Cyber Truck eigenen Kameras genau beobachtet.</p>

<p>Im Hotel treffen wir Anja beim Frühstück. Wir wollen heute mal auf eigene Faust los ziehen und so machen wir mit Toni aus, das wir uns erst wieder am späten Nachmittag treffen. Anja wollte Batumi eigentlich auf den Markt, aber Toni meinte das wäre viel zu viel Aktion und zu anstrengend. Nun ja, wir nehmen das ganze nun selbst in die Hand. Sorry Toni!</p>

<p>Kurzerhand bestellen wir eine Bolt Fahrgelegenheit und fahren zum Markt. Hier ist einiges los. Wie immer versuch ich relativ unbemerkt Bilder zu machen. Anja findet wieder einige Gewürze und Samen und ist jedenfalls happy. Ich hab lust auf eine eingelegte Gurke und darf probieren. Eine einzelne ist so billig, das es quasi dafür kein Kleingeld gibt, also bekomme ich zwei. An einem anderen Stand wird Zigaretten Tabak in Säcken angeboten und auch entsprechende Zigaretten Hülsen. Davon brauchen wir allerdings nichts. Woanders picken die Spatzen sich die angebotenen Sonnenblumenkerne direkt aus der Auslage.</p>

<p>In einer Seitenstrasse vom Markt werden Autoteile aus dem LKW verkauft. Wir beschliessen den Markbesucht zu beenden und ordern wieder ein Bolt zurück in die Stadt. Dort suchen wir die das angesagte Dona Bakery and Sweets Cafe. Nach ein paar mal fragen nach dem Weg finden wir es endlich und nehmen einen Cappuchino mit Baklava, einer kleinen Süßigkeit.</p>

<p>Wir streifen dann weiter durch die Stadt und landen letzendlich im <a href="https://www.cafe43.ge/" title="The Artof Pastry" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow">Cafe 43</a>, was in der Nähe unseres Hotels ist. Dort gibt es einen Eiskaffee, der in einer Kunststoff Getränkedose serviert wird. Geöffnet wird die Dose wie üblich über den Ring. Die Dosen selbst können nicht wieder verwertet werden und werden direkt dem Recycling zugeführt.</p>

<p>Gegen 16 Uhr sind wir wieder im Hotel. Einmal ausruhen, frisch machen, denn um 18 Uhr geht es mit Toni schon wieder weiter zum Abendessen. Angeblich gehen wir zum Pizza Essen. Die Location ist wohl eine alte Bibliothek. Wir sitzen oben an einem kleinen runden Tisch. Toni bestellt und bestellt und bestellt. Viele unterschiedliche georgische Speisen kommen nacheinander und zum Abschluss tatsächlich no eine Pizza. Wir sind mal wieder komplett satt. Tolles Restaurant und super Essen.</p>

<p>Danach streifen wir durch die Stadt und geniesen den Sonneuntergang am schwarzen Meer. Schlussendlich ergattern wir noch einen Platz und gönnen uns einen Gin Tonic.</p>

<p>Am Nachbartisch sitzen zwei Mädels. Sie postieren Ihre Handys vor sich um sich beim Essen aufzunehmen. Das ganze zeigen sie sich dann gegenseitig in Zeitlupe. Keine Ahnung für was das gut sein soll.</p>

<p>Gegen 22 Uhr sind wir wieder im Hotel und sind fix und fertig.</p>

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<p>Wir besuchen kurz die Roof Top bar von “The Kitchen” auf dem Batumi Rooms Hotel und geniesen die Aussicht.</p>

<p>Einen Absacker würden wir noch nehmen, aber alle Locations an denen wir vorbei kommen sind schon voll besetzt. So kommen wir kurz vor Mitternacht wieder am Hotel an und fallen totmüde ins Bett.</p>

<p>Für den nächsten morgen hab ich mit Toni ausgemacht das wir erstmal eine Runde schwimmen ins schwarze Meer gehen. Bin gespannt.</p>

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<p>Er erklärt uns dann noch den Toaster, aber irgendwie bleibt der Toast nicht im Gerät und springt direkt wieder raus. Es stellt sich raus das es nicht am Toaster lag, sondern das der Strom auf dem ganzen Anwesen ausgefallen ist. Da wohl die Hauptleitung für die Stadt direkt hier vorbei geht ist es wohl auch in der ganzen Stadt der Strom ausgefallen. Der Gasherd geht ja noch und so gibts die Krautwickel auch warm.</p>

<p>Nachdem Anja am Vortag dem Prinz ein paar Ihrer Zeichnungen aus Ihrem Reisetagebuch gezeigt hatte, sollte Sie uns unbedingt auch in seinem Gästebuch verewigen. Gesagt getan. Der Prinz ist begeistert. Toni hatte mittlerweile unser Auto wieder vorbereitet und es könnte losgehen. Ich will aber unbedingt noch ein Gruppenbild von uns. Die Tochter des Hauses übernimmt meine Kamera.</p>

<p>Das Bild ist im Kasten und wir verabschieden uns bei Prinz Alain Murat und Prinzessin Veronique. Es geht weiter Richtung schwarzes Meer mit Ziel Batumi.</p>

<p>Erster Halt ist in Sugdidi am neugotischen Dadiani-Palast (Fürstenpalast der Dadiani-Dynastie). Wir laufen nur eine kurze Runde im Park und gehen nicht in den Palast selbst. Statt dessen soll es in den botanischen Garten des Palastes gehen. Aber Pech gehabt. Der Garten hat Montag und Donnerstag geschlossen. Was nun?</p>

<p>Toni hat eine Idee und will uns statt dessen eine Bananenplantage zeigen. Wir sind gespannt. Auf der Fahrt dahin sehen wir dann tatsächlich zum ersten Mal das schwarze Meer.</p>

<p>Wir erreichen den Bananenhain in Zichisdsiri, auch “Georgisches Bali” genannt. Er liegt etwa eine halbe Stunde von Batumi entfernt. Zu Fuß gehts weiter, etliche Stufen hinunter bis zum schwarzen Meer, an dem sich ein kleiner Badestrand befinden. Ziemlich coole Location.</p>

<p>Auf dem Rückweg machen wir Rast im “Kafe Banana”, quasi ein etwas größeres Kiosk. Es steht teils auf altem Gemäuer. Sensationell tatsächlich der Tiolettenraum. Von außen sieht es eher aus wie eine Ruine, und von innen cool her gerichtet.</p>

<p>Es gibt “Khachapuri Adjaruli”. Teig der zu einer Art Brot geformt ist und in der Mitte mit Käse gefüllt wird. Kurz vorm servieren kommt noch ein Ei auf den heissen Käse. Was soll ich sagen super lecker in einer sensationellen Umgebung.</p>

<p>Gut gestärkt machen wir uns noch auf zum botanischen Garten von Batumi. Toni bringt uns zum Eingang und wir machen aus, dass wir uns am der anderen Seite des Gartens dann wieder treffen. Gesagt getan, wir machen uns auf durch den Garten.</p>

<p>Anja bemängelt etwas, das es eher Bäume als Pflanzen zu sehen gibt. Kann man nichts machen. Auf einem der asphaltierten Wege kommen uns zwei Familien mit kleinen Kindern entgegen. Von uns aus steigt der Weg leicht an, aus der Richtung der entgegenkommenden fällt er leicht ab. Einer der Väter hat seine Tochter auf den Schultern. Keine 5 Meter vor uns stolpert er, kann sich mit dem Knie zwar abfangen, aber die Tochter schlägt übel mit dem Kopf auf. Der Blutfleck auf dem Weg ist deutlich zu sehen. Der Mann der zweiten Familie spurtet sofort los um Hilfe zu holen. Es sind genug Leute, also halten wirs uns raus und gehen weiter. Bei der nächsten Bank müssen wir erstmal Rast machen, da uns dass doch mitgenommen hat.</p>

<p>Am Ausgang suchen wir Toni, finden ihn aber erstmal nicht. Problem war das ich einfach gedacht hatte die Strasse rechts abzubiegen und nach ihm zu schauen. Er war schlußendlich aber da wo er gesagt hatte, direkt rechts nach dem Ausgang. Er hat die Zeit gemütlich beim baden verbracht.</p>

<p>Nun endlich gehts zu unserem Hotel. Wir können kurz ausruhen um dann später Batumi unsicher zu machen.</p>

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<p>An den Strassenrändern finden sich etliche Plätze die voll mit Bienenstöcken stehen. Teilweise mehr als 100 Stück. Wir halten bei einem an, bei dem eine Frau auch Ihre Erzeugnisse anbietet. Toni rät vom Kauf ab. Der Honig schmeckt hier wohl nicht ganz so gut. Jedenfalls stoppt noch ein Auto an dem Stand und wie sich raus stellt ein Paar aus Deutschland. Die beiden haben Ihre Reise mit dem Mietauto wohl etliche Monate lang geplant. Und ganz grob fahren sie die gleichen Ecken an wie wir auch.</p>

<p>Es geht durch das Enguri Tal und dort dann auch an die Enguri-Staumauer. Mit Ihrer Größe ist sie weltweit unter den Top 5. Insgesamt 750m breit und knapp über 271m hoch. Besuch der Mauer kostet Eintritt. Es gibt ein kleines Kino, das zeigt wie der Bau von statten ging. Vorher waren wir in den falschen Eingang gegangen und ich mache eher unerlaubt ein Bild von einem Zimmer, was aussieht wie vor 50 Jahren.</p>

<p>Toni erklärt noch das beim Bau wohl viel Beton verschwunden ist. Als heraus kam das er gestohlen wurde um die eigenen Häuser im Ort zu bauen, wurde wohl darüber hinweg gesehen.</p>

<p>Für 20€ gibt es eine ZIP Line die vor der Staumauer entlang geht. Erstmal die Kamera gecheckt, wie ich damit Filme und dann wage ich die Fahrt. Im Sitz bekomme ich doch Zweifel, es ist ja doch ziemlich hoch. Frage auch ob ich nicht doch wieder aussteigen könne, werde aber nicht verstanden und bekomme nur sowas wie ein ja geht gleich los.</p>

<p>Ab geht’s! Kaum über der Kante ist es wie Sessellift fahren. Keine Angst mehr. Es macht voll Laune. Am anderen Ende wartet ein Auto und fährt uns über die Staumauer zurück.</p>

<p>Das Wasserkraftwerk erzeugt knapp 40% des georgischen Stroms. Der Strom dort im Gebiet ist wohl auch kostenlos. Das hat natürlich zur Folge das etliche begonnen haben Crypto Mining mit dem kostenlosen Strom zu machen. Das ganze ist mittlerweile verboten, aber es werden immer wieder illegale Crypto Farmen entdeckt.</p>

<p>Weiter gehts nach Skaduaschi. Wir sind schon sehr gespannt, da die Übernachtung im Gästehaus Chateau Scadouache ist. Es wird von einem französischen Prinzenpaar mit georgischen Wurzeln betrieben. Der Prinz stammt aus der Napoleon Dynastie.</p>

<p>Wir werden herzlich empfangen und der Prinz (bereis 83 Jahre alt), führt uns durchs Haus und erklärt uns wer alles auf den Gemälden zu finden ist. Schlußendlich zeigt er uns unsere Zimmer. Die Betten in den wir schlafen dürfen stammen natürlich von Napoleons. Es gibt eine kleine Einschränkung. Es ist Sonntag und die Wasserpumpe für das Haus bzw. das ganze Anwesen ist ausgefallen. Reparatur erst den nächsten Tag. Damit entfällt das duschen und bei der Toilette behelfen wir uns mit dem bereitgestellten Wasser Vorrat.</p>

<p>Vor dem Abendessen gibt es noch einen Wein als Aperitif mit Käsechips. Dann nehmen wir am original Tisch von Napoleon Platz und zwar in einer genau festgelegten Sitzordnung. Neben dem Prinz und seiner Frau, ist auch noch die Tochter mit drei Ihrer Kinder zu Gast. Die einzelnen Gänge werden ebenfalls in einer festen Reihenfolge aufgetischt. Erst Anja, dann die Tochter mit den Kindern, dann die Prinzessin, schließlich ich und Toni und zum Schluß der Prinz selbst. Hauptgang sind Krautwickel mit Kartoffelpüree.</p>

<p>Nach dem Essen geht es nach Nebenan in den Anbau auf einen Wein bzw. auch auf einen sehr milden TschaTscha. Die Terrasse mit Blick über das Tal eignet sich auch perfekt um den Sonnenuntergang zu geniesen. Einzig störend das in etwas 4 km Entfernung eine russischen Militärbasis zu sehen ist. Diese befindet sich im georgischen Abchasien, welches seit August 2008 unter permanenter russischer Militärpräsenz steht.</p>

<p>Der Prinz erzählt an dem Abend noch zahlreiche Geschichten aus seinem Leben und dem seiner Vorfahren.</p>

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<p>Es geht weiter von Iprali nach Mestia. Insgesamt nur ein paar Kilometer. Also weniger als eine Stunde Fahrt. Wenn man denn nicht öfter zum Fotografieren anhält.</p>

<p>Wir halten kurz am Turm der Liebe. Ein gut 400 Jahre alter georgischer Wehrturm, der auf einem Felsen im Fluss Enguri steht. Ein junges Paar aus unterschiedlichen Verhältnissen durfte nicht zusammen kommen. Der legende nach baute der Verliebte dann diesen Turm und zog sich dahin zurück.</p>

<p>Wir besuchen das Ethnografische Museum in Mestia. Das Museum ist recht gut gemacht. Im Gegensatz zu drei Frauen schauen wir uns die Ausstellungsstücke auch an. Vielleicht nicht sehr ausführlich, aber immerhin. Die drei Damen dagegen scheinen sich gar nichts anzusehen, sondern schauen nur auf Ihre Handys und rennen quasi filmend von Raum zu Raum. Wie gestört muss man eigentlich sein.</p>

<p>Anschliessend geht es hoch zu den Heshkili Huts. Quasi ein Campingplatz mit einer Holzterrasse und einem wunderbaren Ausblick. Es gibt für jeden einen Cappuchino. Dort gibt es auch eine große Schaukel direkt bevor es den grünen Abhang runter geht. Ein sehr beliebtes Fotomotiv. Da einiges los ist, stelle ich mich nicht an um zu schaukeln.</p>

<p>An der Terrasse auf der wir sitzen kommen etliche Minuten versetzt Jogger/Läufer an. Wir denken erst das da vielleicht ein Marathon oder Triathlon zu Gange ist.</p>

<p>Rechtzeitig sind wir im Hotel Shgedi in Mestia. Das Zimmer ist riesig. Ich nutze die Zeit wieder mal Bilder zu sichern, danach gehts zum Abendessen im Hotel. Es sind viele Chinesen dort, die wohl alle einer Reisegruppe angehören. Das Essen ist daher auch etwas auf die Chinesen zugeschnitten. Zumindest eine Frau hat aber Ihren eigenen größeren Topf mit Instant Nudeln dabei, den sie statt dem Hotel Essen bevorzugt.</p>

<p>Bevor es dunkel wird laufen wir noch nach Mestia rein. Dann durch den Ort und etwas über dem Ort über eine Kuhwiese mit schönen Ausblick über den Ort zurück. Hab natürlich Strassenschuhe an und bin von dem Offroad Ausflug nicht so wirklich begeistert.</p>

<p>Im Ort klärt sich auch auf, das die Läufer und Läuferinnen beim Mestia Ultra, einem Trail running Event teilnehmen. Die extremste Stecke ist etwas über 100km lang mit 5900m Höhenunterschied. Kaum zu glauben aber der schnellste schaffte das in etwas mehr als 9 Stunden.</p>

<p>Wir holen uns im Supermarkt ein paar Getränke und setzen uns an den Zieleinlauf. Ziemlich dunkle Wolken ziehen auf und schlussendlich geht ein Gewitter auf uns nieder. Toni opfert sich und läuft alleine zum Hotel zurück um den Bus zu holen. Dafür nochmals vielen Dank!</p>

<p>Die Nacht wird laut. Nicht die chinesischen Reisegruppe, nein wohl eine georgische Frauenclique macht Nachts einen Höllenlärm im Hotel als sie zurück kommen. Bin kurz davor im Hotelflur mal einen Schrei los zu lassen. Bleib schlussendlich doch im Zimmer und leg mich wieder hin.</p>

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<p>Im Dorf gehen wir noch ins Ethnologische Museum. Ein altes Haus mit der damaligen Einrichtung. Quasi im unteren Teil fürs Vieh und darüber direkt die Schlafstätten der Bewohner. Leider geht das Licht im Haus gerade nicht, womit wir uns mit den Lampen unserer Telefone behelfen müssen. Naja, so ist der Eindruck wie es früher war nochmal authentischer.</p>

<p>Wir laufen zurück, Toni nimmt eine Abkürzung um das Auto zu holen, wir machen eine kurze Rast in einem kleinen Café. Hier gibt’s auch Honig, den Anja auch gleich mitnimmt.</p>

<p>Bis zum Gletscher sind es einige Kilometer. Viele laufen das. Nachdem aber auch ein paar LKWs den Schotterweg dorthin genommen haben, schlägt Toni vor Mal zu probieren wie weit wir mit dem Auto kommen (nur 2 Rad angetrieben, kein Allrad). Es klappt ganz gut. Unterwegs sind massiv viele Bunte Blumen auf den Wiesen. Ein toller Anblick. In etwa so wie bei uns die blühenden Mohnfelder, nur halt in Bunt.</p>

<p>Wir schaffen es in der Tat bis zum letzten Anfahrbaren Punkt. Toni verteilt Wanderstöcke an uns, ich geb ihm den kleinen Rucksack mit der Drohne. Selbst bin ich mit zwei Kameras behängt. Der erste Wegweiser sagt 55 Minuten. Ich bin froh über den Wanderstock und arbeite mich Schritt für Schritt voran. Wandern ist nicht meins.</p>

<p>Würde behaupten das wir gut eineinhalb Stunden gebraucht haben um zum Geröllfeld zu kommen. Anja will nich ganz an den Gletscher, sie ist bereits happy über die vielen Blumen, die sie auf dem Weg fotografiert hat. Na gut, ich lass ihr eine Kamera da und Stiefel weiter.</p>

<p>Endlich geschafft. Fast dran an der Gletscherzunge. Ran ans Eis ist zu gefährlich. Zum einen fallen immer wieder Steine herab und zum anderen könnte der Gletscher auch kalben. Und da wären wir eigentlich schon zu dicht dran.</p>

<p>Auf einem Fels steht jemand und lässt seine DJI Neo 2 Drohne um sich kreisen. Toll so hatte ich mir das auch vorgestellt. Also bring ich die Mimi 5 Pro an den Start. Starten geht schon fast schief, da ein Strassenhund an kommt und nach ihr schnappen will. Scotty Energie. Grad so geschafft dem zuschnappen zu entkommen.</p>

<p>Mache vorsichtshalber manuell Bilder von der Umgebung und fliege über den Gletscher. Dann wage ich doch eine der automatischen flugmanöver auszuprobieren. Die Drohne fliegt Vollgas von mir weg, das Kamerabild dreht sich auf den Kopf. Mittlerweile ist der Neo 2 Pilot bei mir und meint nur das sie wohl gecrasht ist. Der Home Button rettet mich bzw. die Drohne.</p>

<p>Keine Ahnung wie dämlich ich mich anstelle. Wenn ich was auswähle soll ich markieren um was die Drohne fliegen soll. Irgendwie ist dann auf dem Kontroller aber ein erklärbild und verdeckt mich. Ich drück nochmals Start. Drohne donnert wieder Vollgas los, diesmal direkt auf die Gletscherwand zu. Puls 200. Der Neo Pilot meint, oh das ist sehr dicht dran. Oh Mann, welcher Hebel mach nun was? Home rettet mich wieder und ich lande sie wohlbehalten.</p>

<p>Thema Drohne hat sich damit erledigt. Zum einem seh ich sie durch mein lädiertes Auge kaum wenn sie etwas weg ist und zum anderen hatte ich vorm Urlaub keine Zeit mit Ihr zu üben. Meist hab ich auch ein ungutes Gefühl wenn ich sie fliegen lasse, da doch der ein oder andere immer mal grimmig schaut. Verständlich wenn an so schönen Orten ständig ein Summen von den Drohen in der Luft ist. Ist zwar hier recht entspannt. Meist sind Drohnen an Kirchen, Klöstern etc. auch verboten. Teils halten sich die Leute nicht dran. Gibt auch oft Lokale Drohenflieger, die hier stehen und anbieten von Dir ein Video zu machen. Ob die eine Ausnahme Genehmigung haben kann ich mir fast nicht vorstellen. Egal, ich schweife ab.</p>

<p>Irgendwann ist der Rückweg geschafft. Bin ein paar mal umgeknackst, aber die hohen Schuhe haben mich gerettet. Am Auto gibt’s Pfirsiche und Kirschen zur Regeneration. Wandern wird nicht meins. Zurück mit dem Auto den Offroad Weg nach Ushguli und ein paarmal angehalten um die bunten Blumenwiesen zu fotografieren. Welche Farbenpracht!</p>

<p>Und dann passiert es, der Titel für meinen Georgien Vortrag erscheint mir :smiley: Na dann ist der Rest ja kein Problem mehr. Hoffe ich komme wirklich dazu!</p>

<p>Zur nächsten Unterkunft nach Iprali sind es nur so 15 km. Die Unterkunft selbst zu finden wird etwas schwierig. Eigentlich soll ein Asphalt Weg dorthin gehen. Sowas gibt’s hier aber nicht. Der Feldweg der richtig sein könnte ist mit einem Tor abgesperrt. Toni fragt sich durch. Wir sind Richtig. Einfach das Tor aufmachen und hoch fahren. Gesagt, getan. Etliche Serpentinen geht es nach oben. Die Eigentliche Unterkunft liegt dann nochmals etwa tiefer als dieser Hauptfeldweg. Der Weg dahin geht recht steil bergab, okay Toni wagt es. das arme Auto.</p>

<p>18:50 Uhr endlich angekommen. Kurz ins sehr kleine Zimmer, Gemeinschaft Bad übern Hof. 19:00 Uhr Abendessen. Ist halt eine Wanderer Unterkunft. Da geht es recht einfach zu. Das Essen ist okay, die Trinkwasser Karaffe füllt sich jeder selbst aus dem Wasserhahn im Speisezimmer. Generell kann ich sagen das wir durch Wasser aus Quellen am Straßenrand, Trinkbrunnen in diversen Städten oder sonst wo keinerlei Probleme gehabt haben.</p>

<p>Toni schlägt nach dem Essen vor nochmals etwas höher zu laufen um den Sonnenuntergang mit Bergpanorama zu beobachten. Außerdem hätten wir ja noch ne Flasche Wein vom Picknick. Prinzipiell könnte man auch mit dem Auto fahren. Wir sind dabei :smiley:</p>

<p>Schlussendlich landen wir in Khalde. Ein kleines Bergdorf das 1876 vom Militär des russischen Kaiserreich komplett dem Erdboden gleich gemacht wurde nachdem die freien svanetischen Bergbauern sich strikt weigerten, sich den zaristischen Gesetzen und Abgaben zu unterwerfen.</p>

<p>Khalde hat etliche Ruinen und mittlerweile einige Cafés für die Wanderer die hier durch kommen. Wir laufen einmal durch das kleine Dorf und steigen zur alten sehr kleinen Kirche hoch. Irgendwann knackst der linke Fuß um und ich fange mich mit dem rechten Knie auf dem Gras ab. Glücklicherweise hat nur die Hose einen Grasfleck. Ich bin okay. Leider stellt sich später raus das ich mir dabei drei Sprünge in das Schulterdisplay einer Kamera eingehandelt hab. Noch geht alles, also erstmal kein Problem. Der Nikon Service Frankfurt wird es hoffentlich richten können.</p>

<p>Es geht wieder zurück. Bevors den Steilweg zu Unterkunft hinunter geht holen wir nochmals die Stühle aus dem Auto, trinken Rotwein und genießen den Himmel mit ein paar Wolken während die Sonne bereits untergegangen ist.</p>

<p>Ein harter und langer Tag geht zu Ende.</p>

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<p>Es geht zum Markt. Anja ist noch happy und wird gleich von einem Gewürzstand angezogen. Toni kauft Tomaten, Gurken und Käse, den ich probieren konnte. Dann Pfirsiche, Kirchen und was man so braucht. Am Walnussstand probieren wir drauf los, bis Anja entsetzt “ich glaub ich hab einen Zahn verloren” von sich gibt. 2-3 Tage zuvor hatte Sie wohl auf einen Hühnchenknochen gebissen und seitdem auch Schmerzen wenn Sie von innen an den Zahn kommt. Tja, nun war die Krone incl. wohl dem Rest raus gefallen. Toni findet den Zahn am Boden, was leider auch nicht mehr viel hilft. Es ist leider ein Zahn neben den beiden vorderen Schneidezähnen. Das sieht natürlich nicht wirklich gut aus, Anja versucht daher auch möglichst wenig zulachen damit es nicht auffällt.</p>

<p>Am nächsten Stand bekomm ich gleich ein kleines Glas mit ziemlich süßem Rotwein in die Hand gedrückt. Es ist erst 10:00 Uhr, aber was hilft es, ich trinke aus.</p>

<p>Dann noch zum Motoröl auffüllen, LPG und Benzin tanken und schon sind wir wieder unterwegs. Wunderbare Landschaft, hohe Berge rechts und links, meist mit Mischwald dicht bewachsen. Bilder mach ich aus dem Auto raus, teils auch durch die Frontscheibe. Jedesmal anzuhalten würde uns nie ankommen lassen.</p>

<p>Unterwegs kaufen wir noch Brot und dann geht es den Zagaro Pass hoch. Knapp über 2600 ist er hoch. Kurz vorher machen wir auf einem freien Platz rast. Tisch und Stühle aufgebaut, einem schnellen Salat zusammen geschnippelt und die Flasche Rotwein aufgemacht, mehr braucht es nicht.</p>

<p>Die Drohne geht an den Start. Scheint das ich mit ihr aber auf Kriegsfuß stehe.</p>

<p>Die Fahrt geht weiter, nun wieder etwas bergab nach Ushguli. Ushguli liegt auf fast 2200m Höhe und wird als höchstes Dorf Europas bezeichnet, das auch ganzjährig bewohnt ist. Bekannt natürlich auch durch die Wehrtürme, die es so nur hier in Swanetien gibt.</p>

<p>Wir beziehen die Unterkunft und machen uns einmal durch das Dorf. Enge, geschotterte Wege, auf denen Kühe, Pferde und auch manchmal ein Auto entgegen kommt. Das Wetter ist gut und der Blick auf den Schchara ebenso. Mit Toni erklimme ich nochmals den Hügel zur Kapelle und genießen das Lichterspiel der untergehenden Sonne.</p>

<p>Kaum in der Unterkunft gibt es auch schon Essen. Die Mutter unseres Vermieters kocht auf. Die Suppe vorweg ist lecker, ich verkneife es mir noch einen Teller zu nehmen, da es so sein wird wie immer und es soviel zu essen gibt, das es gerade so auf den Tisch passt. U.a. Gibt es Kubdari, ein Teigfladen der mit Hackfleisch gefüllt ist. Dann etwas das aussieht wie Spinat, allerdings wohl direkt aus dem Garten kommt, also kein Spinat ist. Auf Nachfrage holt die Köchin ein paar Blätter draußen direkt vor der Tür. Anja identifiziert es als “Guter Heinrich” oder auch “Melde”. Bei uns meist als Unkraut bezeichnet, aus dem aber auch Salat gemacht werden kann. Hier wird eben etwas wie Spinat gemacht.</p>

<p>Mal wieder Pappsatt. Es wäre noch Suppe da, ob wir noch was wollten? Wir lehnen dankend aa und Ordern den einheimischen ChaCha. Es kommt eine Karaffe zum selbst nachschenken. Wir machen sie nicht leer, gehen aber beschwingt zu Bett.</p>

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<p>Es gibt die Möglichkeit per Extra Ticket, per Boot aus der Höhle zu fahren. Machen wir natürlich. Gut das es dazu Helme gibt. Die Decke am Anfang ist recht niedrig und so scheppert es gleich ordentlich bei mir.</p>

<p>Ein Bus bringt uns dann wieder zurück zum Ausgangspunkt.</p>

<p>In Kutaisi gibt es zahlreiche Prachtbauten aus der Soviet Zeit. Meist Sanatorien oder Bäder. Die meisten stehen leer und verfallen langsam.</p>

<p>Quelle 6 ist hier die Ausnahme. Das Bad wird noch genutzt und ist auch in super Zustand. Wir schleichen uns rein, da wohl eine Hälfte Stalin gehört hat und da wohl noch sein Zimmer zu finden ist. Ist leider geschlossen.</p>

<p>Der Park direkt daneben hat schon bessere Zeiten gesehen. Dort gehen wir zu einem Lost Place. Beim Betreten besteht Lebensgefahr. Ein rundes Gebäude wie ein UFO. Im Innern rings rum im Kreis angeordnete Badebecken. Ich finds cool, Anja so naja.</p>

<p>Rauf zum Kloster Kutaisi und besichtigen, dann wahrscheinlich unerlaubt von der alten Klostermauer einmal über die Stadt geblickt. Abschluß ein Cappuccino und ein karamellisierten Pfannkuchen im Café gegenüber.</p>

<p>Mit dem Auto geht’s dann runter in die Stadt, die wir zu Fuß erkunden. Der Versuch Briefmarken zu ergattern schlägt fehl, da die Post schon zu hat. Eigentlich offen und die Angestellten war noch da, aber halt zu. Im Stadtpark machen wir eine Rast, während Toni das Auto holt.</p>

<p>Zurück in der Unterkunft und frisch gemacht fürs Abendessen. Ich treffe Majia, die Chefköchin und erkläre mit Händen und Füßen, dass ich heute den Gürtel aus der elastischen Hose gelassen hab um ausreichend Platz fürs Abendessen zu haben. Sie lacht sich schlapp.</p>

<p>Wir sitzen draußen auf der Terrasse. Am Nachbartisch eine Familie aus England, die mit dem Essen schon ziemlich fertig waren. Die Frau muß jedesmal lachen, wenn bei uns die nächste Speise auf den Tisch kommt, bis bei uns kein Platz mehr ist.</p>

<p>Wir unterhalten uns und Sie sind auf eigene Faust mit einem Leihwagen unterwegs und haben grob die selben Stationen wie wir.</p>

<p>Im Hof sitzt eine größere Gruppe zum Essen. Wohl ein Folklore Verein aus der Schweiz. Jedenfalls fangen sie irgendwann zum Singen und tanzen an. Unsere Gastgeberin vorne mit dabei.</p>

<p>Die Schweizer müssen irgendwann los. Kurz vorher wird noch enthüllt welches Auto sich unter der schwarzen Abdeckung befindet. Es ist eine 1977 Corvette in rot. Gehört wohl Majias Sohn, der in Tiflis wohnt.</p>

<p>Die Nacht wir durch lautes Geschrei unterbrochen. Argentinien spielt wohl gegen England und irgendwo in der Nähe wird das lautstark geschaut.</p>

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<p>Erster Stopp ist bei der Höhlenstadt Uplisziche. Bereits im 6 Jahrhundert vor Christus gegründet wurde sie erst im 13 Jahrhundert nach Christus durch ihre Lage erobert und zerstört. In dem Sandstein sind noch einige Höhlenräume zu sehen. Erstaunlich das man damals schon die entsprechenden Techniken beherrschte, die Höhlen zu erschaffen.</p>

<p>Weiter geht’s nach Gori. Das Stalin Museum schauen wir uns nur von Außen an. Es gibt im Eingangsbereich einen kleine Ausstellung mit Bildern vom georgischen-russischen Konflikt vom 9.-12. August 2008. Da Gori nur 25km von Südossetien entfernt ist und an einer strategisch wichtigen Fernstraße liegt wurde es damals Ziel russischer Luftangriffe, die mehrere Verletzte und 11 Tote unter der Zivilbevölkerung forderten.</p>

<p>Abseits der Autobahn, quasi auf der alten Landstraße, geht es zum Mittagessen. Viele der Restaurants direkt an der alten Strecke, werden weniger Besucht, seit es die Autobahn gibt. Es gibt wieder was einheimisches. Toni erklärt es seien Gräser hier aus dem Wald. Ekala ist eine Wild wachsende Kletterpflanze, die zu Pkhali verarbeitet wird. Sehr lecker, gibt es bei uns leider nicht.</p>

<p>Zurück auf der Autobahn steht tatsächlich eine Kuh auf dem ca. 50cm höher gelegenen Mittelstreifen und frisst dort das Gras. Unbekannt wie sie da hin kam. Generell ist hier immer mit Kühen auf der Straße zu rechnen. Prinzipiell werden sie morgens aus dem Stall gelassen und wandern dann durch die Stadt. Später am Tag kommen sie dann selbstständig zum Stall zurück. Kuhl!</p>

<p>An der Stadtgrenze von Kutaisi ein kurzer Stopp mit Spaziergang einen Fluss entlang. Beim aussteigen aus dem Auto begrüßt uns ein Strassenhund. Anja findet ihn warum auch immer eher unsympathisch. Wohl weil er recht groß ist. Es gibt ein paar Angler, die recht kleine Fische aus dem Fluss holen.</p>

<p>Auf dem Fußweg zurück gibts plötzlich Gebell und Geschrei. Der Straßenhund ist mit einem jungen Mann zusammen geraten. Toni schreit und ein Angler kommt mit einem Messer an. Tatsächlich hat der Hund den Mann gebissen. Warum wieso ist unbekannt. Also demnächst doch etwas mehr Vorsicht walten lassen, auch wenn die Hunde bislang alle friedlich waren.</p>

<p>Es geht noch zum Motsameta Kloster. Rein kommen wir nicht. Es regnet leicht und die Sicht ist nicht perfekt. Jedenfalls lädt sich von hier oben der Fluss entdecken an dem wir kurz vorher waren.</p>

<p>Unsere Unterkunft für die nächsten zwei Tage ist das Agro Guesthouse Korena. Maia unsere Gastgeberin ist bekannt für die gute Küche, die in einem traditionellen 200 Jahre alten Holzhaus zubereitet wird, das hier auch als kleines Familienmuseum dient.</p>

<p>Das Abendessen, wie sollte es anders sein fällt dementsprechend auch ziemlich üppig aus. Es wird Zeit für meinen ersten ChaCha. Ein Trester Brand, oft auch als georgischer Wodka bezeichnet, der 45% und mehr hat. Er kommt gleich in einer Karaffe mit gut einem halben Liter Inhalt.</p>

<p>Das Schnapsglas mit einem Schluck getrunken verschlägt mir komplett die Stimme. Boah heftig. Auf Anraten ess ich einen kleinen Apfel dazu. Zum gewöhnen nochmal einen halben ChaCha und dann gehts tschatschatscha mäßig zu Bett.</p>

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<p>Irgendwo im Stamba hatte ich was mit Fotografie und Media Museum gesehen. Irgendwie finden wir es aber nicht und fragen in einer Bar. Ist wohl im zweiten Stock. Der Barkeeper weiß aber auch nicht wie man da hin kommt. Schlussendlich finden wir den Aufzug. Museum macht erst um 12 Uhr auf. Scheint aber beim Blick durch die Eingangstür auch nicht viel zu bieten. Gut, ist dann erstmal auf später bzw. Evtl. Auch nicht verschoben.</p>

<p>Grob laufen wir eine ähnliche Route wie schon einige Tage vorher mit Toni. Wir kaufen ein paar Postkarten. Leider gibt es dort keine Briefmarken. Laut Reiseführer ist es wohl geschickter die Postkarten in Deutschland einzuwerfen, da es sonst wohl länger dauert. Das wollen wir natürlich nicht.</p>

<p>Ich finde auch einen kleinen ABC Spickzettel, der zu den Georgischen Buchstaben unsere Buchstaben zuordnen. Das sollte es etwas einfacher machen mehr wie die 5 Buchstaben zu lernen die ich bereits kenne.</p>

<p>Bei einem Cappuccino in der Coffee Company, schau ich mir meine Kamera genauer an. Der Ein-/Ausschalter klebt total. Es liegt nicht an der Kamera, sondern an meinem Peak-Design Kameragurt, der auf einer Seite gummiert ist und der sich auflöst. Der Gummi hängt nicht nur an der Kamera, sondern auch im halben Kamerarucksack. Aus Verzweiflung kleb ich erstmal eine Serviette auf die klebrigen Stellen.</p>

<p>Bei den Schwefelbäder fragen wir erstmal nach dem wie und wieviel. Raumm kommt auf 200 Lari. Handtücher, Badeschlappen und Peeling Session kommen noch oben drauf. Allerdings ist erst später am Abend wieder ein Termin frei.</p>

<p>Also ab ins nächste Bad. Sieht etwas rustikaler aus. An dem kleinen Empfang sitzt eine Dame, die nach unten wohl auf Ihr Handy schaut. Ich warte. Sie sagt was, schaut aber nur nach unten. Ich warte. Wieder kommt was von Ihr. Keine Ahnung ob Sie mit jemandem telefoniert, oder ob Sie mich meint. Irgendwann schon leicht genervt, schaut Sie dann nach oben. Aha, sie hat wohl die ganze Zeit mit mir geredet. Tipp: Die Leute anschauen mit denen man redet hilft ungemein!</p>

<p>Hier kostet der Raum nur 130 Lari. Es ist aber auch nichts frei. Hat uns aber auch nicht wirklich gefallen. Wir werden das ganze am Ende der Reise nochmals probieren.</p>

<p>Wir machen eine 30 minütige Bootstour. Es gibt keine Erklärungen, sondern geht einfach 15 Minuten in die eine und dann 15 Minuten in die andere Richtung auf dem Fluß. Und es ist etwas kühler als in der Stadt. Wir gehen noch etwas zu Mittag essen im selben Restaurant wie schon letzt und dann zurück ins Hotel. Blog schreiben ist angesagt.</p>

<p>Für das Abendessen haben wir mehrere Ideen. Die angesagten Locations wie Shavi Lomi (schwarzer Löwe) oder Ninijas Garden. Dann noch was nur eine Straßenecke von unserem Hotel entfernt, das Van Goghi. Wir gehen ins Van Goghi. Es gibt tatsächlich noch einen Platz ohne Reservierung. Das Innere ist sehr geil gemacht. Überall an den Wänden Malereien im Stil von Van Gogh, mit dem Thema was hätte wohl Van Gogh in Georgien gemacht. Ein Bild ist van Goghs Selbstporträt bei dem er die georgische Flagge am Revert trägt.</p>

<p>Wir bestellen das Tasting Menu. 5 kleine Gerichte zum probieren. Laut Bedienung wäre das nur kleine Speisen. Okay, aber jeder uns würde ja das einmal nehmen. Ach so, ja dann wäre es okay. Dann ordern wir noch das Wein Tasting mit drei verschiedenen Weinen. Die kommen nicht so wie gedacht. Es kommen drei Gläser Wein auf einmal. Anja und ich probieren abwechselnd und ordern dann einfach eine Flasche von dem Wein den wir am besten fanden.</p>

<p>Das Essen war super! Wir planen am Ende der Reise nochmal dorthin zu gehen. Immerhin gibt es dort ein Dessert Highlight was wir unbedingt machen wollen. Man kann sich sein eigenes Dessert malen. Es kommt quasi ein Grundmotiv wie eine Sonnenblume und dann kann man darum sich das beliebig gestalten. Van Gogh mäßig eben.</p>

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