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	<title>Bewusstes Lernen</title>
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	<description>Beim Leben vom Leben lernen</description>
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	<title>Bewusstes Lernen</title>
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		<title>3 mal 10 Thesen</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Sep 2023 07:53:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Fibonaccie]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich muss zugegeben, dass ich keine konkrete Vision einer Bildung der Zukunft habe. F&#252;r mich war Bildung immer eher privat und ich habe das studiert, was ich in meiner Freizeit gerne mache: &#252;ber Fragen nachdenken. Wenn ich &#252;ber die Bildung &#8230; <a href="https://www.bewusstes-lernen.de/3-mal-10-thesen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
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<p>Ich muss zugegeben, dass ich keine konkrete Vision einer Bildung der Zukunft habe. Für mich war Bildung immer eher privat und ich habe das studiert, was ich in meiner Freizeit gerne mache: über Fragen nachdenken. Wenn ich über die Bildung der Zukunft nachdenke soll, muss ich deswegen erstmal festhalten, dass ich bei Revolution skeptisch bin. Bildung wird doch eigentlich schon seit ihrem Bestehen reformiert, das heißt, eigentlich ist Reform der Normalzustand. Der Narrativ der gesteigerten Reform, das heißt die Revolution erscheint mir oftmals die ehrliche Arbeit vieler Lehrer und Lehrerinnen abzuerkennen. Lehrer und Lehrerinnen verändern aktiv Bildung. Bei Revolutionen besteht dann auch die Gefahr, dass wir die gute Bildung in Deutschland, das heißt auch gute Lehrerinnen in Deutschland verlieren.</p>
<p>Obwohl ich dies anerkenne, stören mich seit sehr langer Zeit zwei Dinge. Meine erste Beobachtung ist, dass wir Mathematik in Deutschland vernachlässigen. Vielleicht sind wir nicht schlechter geworden, aber andere bevölkerungsstarke Länder sind besser geworden. Mathematik verbessert zudem die generelle Intelligenz und obzwar diese nicht alles im Leben ist, ist sie doch in der Bildung nicht zu vernachlässigen. Ich bin Philosoph und unterrichte gerade Britische Literature. Ich weiß sehr wohl um die Einflüsse der Literatur und auch um die &#8217;schönen Künste&#8216;. Dennoch aber glaube ich, dass diese ohne eine gute Fundierung in der generellen Intelligenz an Wert einbüßen und zwar dramatisch.  Viel zu oft wird die Mathematik als Gegenspieler der schönen Künste verstanden, was ich verhängnisvoll finde. Dieses führt womöglich dazu, dass viele in unserer Gesellschaft, die Schönheit der Mathematik selbst nicht erkennen können und sich selbst zuschreiben eben mathematisch nicht begabt zu sein. Da diese Menschen dann oftmals gegen die Mathematik argumentieren, verpassen wir Bildungschancen. Ich glaube tatsächlich, dass wer sich mathematisch bildet auch gleichzeitig seine Bildung in anderen Bereichen intensiviert (zumindest ist das ein sehr platonisches Verständnis von Bildung).</p>
<p>Aus meiner internationalen Erfahrung weiß ich auch, welche Kraft in der universelleren Sprache der Musik steckt. Ich habe selbst in Kirchen in den USA Klavier gespielt, Ensembles begleitet, auf Hochzeiten und Banquets gespielt. Das Instrument hat mir eine universelle Kommunikation ermöglicht und mich mit anderen Menschen tief verbunden. Als ich in China eine Gaststunde vor Grundschülern gegeben habe (wir haben zusammen &#8222;Freude schöner Götterfunken&#8220; von Beethoven gesungen), kannten alle Grundschüler den Namen von Beethoven. Ich zeigte ihnen sein Bild. Musik ist eine universale Sprache und es ist tragisch, dass wir Deutschen und Österreich diese reichhaltige Sprache besitzen, aber viele kein Instrument in ihrer Kindheit lernen. Beethoven und Mozart sind Exportschlager und andere Kulturen erkennen uns dafür an, weil diese Musik tiefe Wahrheiten enthält. Zudem führt auch das Erlernen eines Musikinstruments zu verbesserten kognitiven Leistungen und im Gegensatz zur Mathematik wirkt sich dies auch auf die emotionale Intelligenz direkt aus.</p>
<p>Ich bin selbst nicht gerne zur Schule gegangen, bin sitzen geblieben (erst später habe ich mein Studium mit Auszeichnung bestanden und habe an der weltbesten Universität für Philosophie studiert). Schule war vor allem oberflächlich. Obwohl ich mittlerweile recht hochwertig Musik betreibe, habe ich zum Beispiel Musik in der sechsten Klasse nicht verstanden. Ich hatte eine 5, weil ich nicht wusste, was diese Noten sollten (mittlerweile kann ich sehr gut Blattspielen, Noten sind kein Problem). Schule verlangt auf der einen Seite zu viel von uns (viele Fächer) und auf der anderen Seite zu wenig (die Fächer werden oberflächlich, weil man nur eine Sitzung pro Woche hat). Meine Hauptidee ist daher, dass wir die Schule auf Kernkompetenzen reduzieren sollten und damit Freiraum für eigenständige Bildung schaffen. Generell denke ich, dass Schule freier werden muss, ohne dass wir dabei die Grundmauern unserer gegenwärtigen Bildung einreißen.</p>
<p>Hier sind 10 Thesen, die natürlich diskutiert werden können. Wie gesagt es handelt sich um Thesen, die vielleicht nicht umsetzbar sind.</p>
<ol>
<li>Bildung muss freier werden, gleichzeitig aber dürfen wir nicht die flächendeckende Grundausbildung verlieren. Anstatt noch mehr Fächer in die Schule einzuführen und Schülern durch gezwungene Lehrpläne Zeit zu rauben, sollte man sich auf Kernkompetenzen konzentrieren: Mathematik, Lesen und Musik würden als zentrale Bildungsbereiche unterrichtet. Mathematik gewährt Konkurrenzfähigkeit auf einem internationalen Bildungsmarkt, der auf mathematisches Problemlösen fokussiert. Besonders Mathematik und die Kenntnis eines Instruments führen zur Erhöhung der generellen Intelligenz und bereiten damit den Schüler generell auf alle anderen Bereiche vor. Lesen ist die Schlüsselfähigkeit, um sich Wissen erschließen zu können.</li>
<li>Mit der Reduzierung der Fächervielfalt auf Kernkompetenzen und der Sicherung einer Grundausbildung gewinnt man viel Freiheit. Vielleicht können wir davon ausgehen, dass mit der gewonnen Freiheit (ohne den Anspruch zu verlieren) alle anderen Bildungsbereiche angegangen werden können und zwar unter Einbeziehung des Schülers. Wir brauchen daher keine 20 Fächer, die sich in starren Bildungsplänen verankern. Wir brauchen keine Bildungspläne, die besagen, dass Schüler wissen müssen, dass Pluto kein Planet ist, dass sich die Erde um die Sonne dreht, dass es Evolution gibt, wie man ein Steak brät, einen Foxtrott tanzt, wie man die Steuererklärung des Jahres 2020 macht, wie man sich als 16-Jähriger bewirbt etc. Mit einer grundlegenden Ausbildung und der gewonnen Freiheit werden sich Menschen mit Bildungsanspruch diese Fähigkeiten selbst aneignen und auch zum Beispiel das Primat der Evolutionstheorie vor dem Kreationismus erkennen. Ideologische Impfungen sind ohnehin nicht zielführend, sondern führen nur zu oberflächlich erworbenen Wissen. Auch konkrete Aufgaben wie Kochen sollte ein gebildeter Mensch eigenständig erwerben können.</li>
<li>Bildung zielt auf Selbstbildung.</li>
<li>Die freie Bildung sollte demgegenüber vermitteln, dass Schule nicht etwa darin besteht, Überlegenheit in der eigenen individuellen Biografie zu erreichen, sondern den Grundstein für die Charakterbildung in einer gemeinsamen Gesellschaft zu legen. Schule sollte daher gemeinsame Lernprojekte vorantreiben.</li>
<li>Die Frage hierbei stellt sich wie mit Kindern umzugehen wäre, deren Elternhaus den freien Bildungs-Anspruch nicht umsetzen können.  Generell werden mehr Ressourcen in der Schülerbetreuung benötigt, um sie bei der Erarbeitung von freier Bildung zu unterstützen. Die Konzentration auf Kernkompetenzen bedeutet ja nicht, dass wir Fächer wie Literatur, Chemie, Physik und Geografie absetzen. Eher gibt es individuelle Bildungsprojekte, die sich Schüler anerkennen lassen können. Ich glaube, dass Schüler die Shakespeare aufführen, mehr über Shakespeare lernen können, als wenn sie diesen im Unterricht abhandeln.</li>
<li>Eltern bekommen die Möglichkeit ihre Kinder frei zu unterrichten, wenn sie nachweisen können, dass sie bestimmte Bildungsstandards erfüllen. Es macht allerdings auch die Einbeziehung von sozial benachteiligen Schülern nötig.</li>
<li>Generell wird Bildung freier ohne den Stillstand hervorgerufen durch eine Revolution zu riskieren. Um diese Freiheit zu unterstützen werden Noten gänzlich abgeschafft. Es gibt viele Tests, aber ohne Benotung.</li>
<li>Für Universitäten mag ähnliches gelten: Universität bieten nicht mehr starre Studiengänge an, sondern erlauben Abschlüsse durch Beratung mit Studienämtern individuell zu bauen. Ich erinnere mich, dass ich bei einem abgeschlossenen Studiengang für ein Zweitstudium Kurse nochmals belegen musste. Das ist Unfug. Das Argument der Administration damals: Ansonsten könnte ich ja ganz einfach einen zweiten Abschluss bekommen. Ja genau, was ist daran schlimm, wenn ich es schon kann? Ein Mathematiker kann doch so vielleicht auch schneller zum Statistiker graduieren. Ein Statistiker könnte sich schneller in Psychologie einarbeiten etc. Generell brauchen wir für mehr Freiheit mehr Flexibilität.</li>
<li>Zur Zeit der Corona-Krise würde sich eine schnelle Reaktion anbieten. Der Staat könnte Universitäten in dem Sinne restrukturieren, dass Teilnehmer Kurzzertifikate erwerben könnten. Es wäre doch gut, wenn man nach 6 Wochen Quarantäne, die Welt mit neuen Programmierkenntnissen betreten könnte. Flexibilität in der Bildung bedeutet daher, dass wir nicht mehr nur starre Abschlüsse haben, sondern Abschlüsse flexibel bauen könnten. Hierfür müsste es Institutionen geben, die Bildung in verschiedenen Bereichen abnehmen und anerkennen können.</li>
<li>Generell schaffen wir es bei marktgerechter Bildung allgemeine Bildung weiterauszuleuchten. Dabei geht es jedoch nicht darum, dass wir immer nur einfach formulieren, dass wir Philosophie, Literatur usw. brauchen, weil sonst unsere Gesellschaft zusammenbrechen würde. In der Philosophie ist die Frage nach dem Sinn der Philosophie Teil der Philosophie und nicht selbstverständlich mit ja zu beantworten. Ich persönlich glaube nicht daran, dass man Philosophie unterrichten kann, wenn der Student sie nicht freiwillig erwerben kann. Daher gehöre ich auch nicht zu den Leuten, die Philosophie auf den Lehrplan zwingen müssen. Philosophie ist ein Angebot der Freiheit.</li>
</ol>
<p><strong>Probleme zu Visionen des Lernens: </strong>Nun habe ich meine Vision doch schon etwas ausgeleuchtet. Ich will damit keineswegs Lehrern, die näher an den Problem dran sind in die Parade fahren. Ich persönlich kenne viele sehr gute Lehrer, die vor allem aufgrund von Zeitmangel ihre hervorragenden Ideen nicht umsetzen können. Eine grundlegende Reform in der Bildung wäre wahrscheinlich sehr einfach, indem wir mehr Lehrer anstellen, Klassengrößen reduzieren und Lehrer weniger Stunden die Woche unterrichten lassen. Es gibt viele Probleme bei Visionen und Revolutionen, deswegen möchte ich auch kurz 10 Thesen zu weiteren Problemen darstellen.</p>
<ol>
<li>Revolutionen riskieren temporären Stillstand und bedingen unter Umständen dramatische Fehlschläge. Es besteht die Gefahr, dass sich während der revolutionären Umbrüche Entwicklungsfenster bei Heranwachsenden schließen. Eine Revolution verursacht Kosten. Die Fehlbildung einer Alterskohorte kann wirtschaftliche Schäden anrichten, die nicht mehr zu kompensieren sind. Der Narrativ bestehende Strukturen zu zerbrechen, vergisst, dass wir vielleicht mehr zu verlieren haben als nur &#8222;unsere Ketten&#8220;. Man muss sich daher auch immer fragen, inwiefern Machtstrukturen mit Revolutionsrufen verbunden sind.</li>
<li>Der ökonomische Ausbildungsdruck auf Universitäten und Schulen ist immens. Unter diesen Einflüssen fragen wir uns vor allem, ob wir im Vergleich zu asiatischen Staaten wettbewerbsfähig sind. Das alltagsmathematische Verständnis hat sich in Deutschland nicht verschlechtert, aber die asiatischen Staaten haben uns abgehängt (https://splitter1.wordpress.com/2018/03/16/bildung-intelligenz-weltspitze-7/). Die Frage ist, ob Deutschland oder Österreich asiatische Staaten hinsichtlich ihrer Ausbildung kopieren wollen. Wie bereits erwähnt ist meine Kernthese hierzu, dass wir uns zukünftig auf die lern-intensiven Fächer konzentrieren müssen. Meiner Ansicht sollten wir uns auf Musik und Mathematik konzentrieren, während alle anderen Fächer bildungsfrei angegangen werden können. In diesem Sinne geht es zunächst nur um eine halbe Revolution, wobei Kernkompetenzen, die zur Förderung der generellen Intelligenz beitragen erhalten. </li>
<li> Oftmals stellen wir Forderungen nach freier Bildung, die vor allem Spaß macht. Der Bespaßungsdruck breitet sich in einer Gesellschaft, die die Kreativindustrie forciert, auch auf das Lernen aus. Bildung müsse demnach verlässlich deinsitutionalisiert werden, weil Schüler vor allem in der Freiheit Spaß hätten.</li>
<li>Die Gefahr beim deinstitutionalisierten Lernen besteht darin, dass &#8222;Bildungsunterschichten&#8220; dadurch gänzlich die Möglichkeit der Inklusion verlieren. In einer diversen Gesellschaft können wir vielleicht nicht auf die Eigenleistung der Marktteilnehmer vertrauen. Besonders sozial benachteiligte Schichten mögen vom freien Lernen weiter ins Abseits gedrängt werden.</li>
<li>Generell fragt sich, wie Bildung in Bezug auf die komplexe Sozialstruktur von immer arbeitsteiligeren Gesellschaften, die damit immer stärkere, soziale Unterschiede hervorbringen, strukturiert werden kann.</li>
<li>Das Ideal ist eine Bildung, die die individuellen Bedürfnisse der Lernenden berücksichtigt, aber gleichzeitig den Ansprüchen des Marktes als Ausbildung gerecht wird. Es ist jedoch nicht notwendig so, dass Bildung marktgerecht ist. Der ewige Einwand der Geisteswissenschaftler, dass umfassende Bildung für eine Gesellschaft auch marktechnisch wichtig sei, bleibt undurchsichtig und ist womöglich gar falsch.</li>
<li>Sollte es tatsächlich eine Revolution in der künstlichen Intelligenz geben, ist die Bildung für unsere generelle Intelligenz unnötig und müsste generell als Bestandteil durch eine Menschenbildung ersetzt werden. Hier aber würde sich der Sinn der Bildung im Ganzen stellen. Womöglich wäre Bildung dann nur noch ethische und ästhetische Bildung, was allerdings in pluralistischen Staaten ebenso problematisch wäre. Welches elitäre Modell können wir denn vor allen Staatsteilnehmern rechtfertigen? Momentan fragen wir uns wie wir marktgerechte Bildung mit ethischem und ästhetischem Bildungsanspruch vereinen. Meine These dazu ist, dass diese unvereinbar sind und Bildung generell nicht insitutionalisiert werden sollte.</li>
<li>Bei konkreten Lernstrategien stellt sich die Frage der Messbarkeit. Gerade bei komplexen Fähigkeiten wie zum Beispiel dem Spracherwerb ist die Beobachtung der eingesetzen Methode bis zum gewünschten Erfolg praktisch kaum durchführbar. Man müsste 2 Gruppen, die unterschiedlichen Methoden anwenden, über Jahre hinaus beobachten und gleichzeitig dürften die Teilnehmer ihre Methoden nicht verändern. Es ist daher sehr schwer beobachtbar, welche Methodik am Ende den gewünschten, umfassenden Erfolg bringt. Erfolg ist der Erwerb einer komplexen Fähigkeit und nicht das Lösen von Grammatikaufgaben und Rechentürmchen. Dies hat zur Konsequenz, dass wir nicht mit Sicherheit sagen können, welche Modelle wir im Schulalltag einsetzen wollen.</li>
<li>Der Einsatz von neuen Online-Lösungen täuscht über den Wert des gemeinschaftsbasierten Lernens hinweg, eine Gemeinschaft in der sich verschiedene Sozialklassen arangieren müssen.</li>
<li>Innovationen im Bereich des Lernens können nicht linear gedacht werden. Das Problem liegt darin, dass auf der einen Seite es sehr wahrscheinlich ist, dass die Dinge so bleiben wie sie sind. Auf der anderen Seite ist es ebenso wahrscheinlich, dass es plötzliche Erruptionen gibt, die unsere Welt gänzlich verändern und unser Bildungssystem umkrempeln. Wie will man also zuverlässig Bildung der Zukunft denken? Das Schlagwort Online-Lernen bringt uns nicht wirklich weiter. Im Gegensatz sehe ich neue Probleme mit dem Online-lernen.</li>
</ol>
<p>Thesen zum Onlinelernen: Ich glaube wir sollten Online-Lernen anerkennen, allerdings zeigen sich hier bereits einige Probleme, die ich auch andiskutieren möchte:</p>
<ol>
<li>Der Einsatz von Online-Unterricht wird zu einer Amazonisierung des Lernens führen. Da im Internet das Prinzip herrscht, dass der Gewinner alles beherrscht (winner takes it all), steuern wir auf die Existenz einer großen Online-Universität zu. Wie wird uns ein Harvard des Internets weiter verändern?</li>
<li>Online Bildung wird den Prozess der Bildung anonymer machen. Die damit erreichte Gleichheit wird die individuellen Eigenschaften der Teilnehmer nivellieren (das meine ich auch im negativen Sinn)</li>
<li>Teilhabe ist zwar unabhängig vom Ort aber abhängig von weiteren Bildungsressourcen. Wer technisch gut ausgestattet ist, hat sogleich Vorteile. Aber auch die unsichtbare Konkurrenz wird zu noch höherem Individualdruck beim Lernen führen, ohne diesen sozial im Miteinander mit Mitschülern ausgleichen zu können.</li>
<li>Mit der Online-Bildung wird weiterhin sichtbar werden, wie wir als Mienen der Kreativität ausgebeutet werden. Mit der Dezentralisierung der Universität wird unsere Aufmerksamkeit und Kreativität zu jedem Moment gefordert sein, vor allem weil der unsichtbare Konkurrent nicht schläft. Unsere Aufmerksamkeit ist eine ausbeutbare Ressource, Freizeit und Ferien werden unter Ausbildungsdruck weiter in ihrem Wert reduziert werden.</li>
<li>Wir werden noch effektiver ausgebeutet werden. Nun gelten wir als Bildungskonsumenten, die statistisch die Grundbausteine einer neuen Internetindustrie bilden.</li>
<li>Mit der massiven Beteiligugn von anonymen Konkurrenten wird der Ausbildungsprozess noch stärker mechanisiert werden. Selektion der Besten ist im Online-Geschäft einfacher.</li>
<li>Mit der neuen Marktmacht werden die führenden Online-Universitäten die Legitimationsmacht für Forschung haben. Dies macht Forschung noch einfacher politisierbar und als Machtinstrument einsetzbar. Studenten werden sich nicht mehr im öffentlichen Raum als physische Körper wehren können.</li>
<li>Eine Misskonzeption ist, dass Institutionen für Bildung da sind, während man den versteckten Lehrplan der Angleichung übersieht. Online Universitäten werden diese versteckte Unterdrückung noch akkurater und subtiler durchführen können, vor allem durch die produktive Einbeziehung der Konsumenten. Der Konsument wird sich durch seinen reflexartigen Ausbildungshunger selbstständig unterdrücken.</li>
<li>Online-Unterricht wird den Professor ebenso exponierter und angreifbarer machen. Dadurch wird die Beziehung zu den Studenten und Bildung mechanisiert.</li>
<li>Online Bildung wird uns weiter entkörpern. Wenn die wirkliche Welt nicht mehr die wirkliche Welt ist, sondern wir uns permanent selbst von uns abspalten, um Onlinezertifikate zu sammeln und eine andere Existenz aufbauen, so wird dies Effekte auf unsere Körperwahrnehmung haben. Wir werden noch weniger wir selbst sein und noch mehr als soziale Rüstung (Zertifikate, Zeugnisse, etc.) leben.</li>
</ol>


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		<item>
		<title>Warum hat Metalernen mit Selbstüberschätzung zu tun? Von Menschen, die Schachweltmeister in einem Monat schlagen wollen &#8211; Analyse von Metalernverfahren Teil 2/4</title>
		<link>https://www.bewusstes-lernen.de/warum-hat-metalernen-mit-selbstueberschaetzung-zu-tun-analyse-von-metalernverfahren-teil-2/</link>
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		<pubDate>Mon, 28 Oct 2019 14:11:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Fibonaccie]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Im ersten Teil&#160;zur Frage des Metalernens habe ich erkl&#228;rt, warum das Pareto-Prinzip beim Erlernen komplexer F&#228;higkeiten nicht funktioniert. Wir wissen im Vorfeld nicht, was sp&#228;ter f&#252;r die zu erlernende F&#228;higkeit wichtig ist. Warum aber sind dann Menschen wie Josh Kaufmann &#8230; <a href="https://www.bewusstes-lernen.de/warum-hat-metalernen-mit-selbstueberschaetzung-zu-tun-analyse-von-metalernverfahren-teil-2/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div>
<p>Im<a href="https://www.bewusstes-lernen.de/metalernen-was-hilft-wirklich-beim-lernen-seite-1/"> ersten Teil</a> zur Frage des Metalernens habe ich erklärt, warum das Pareto-Prinzip beim Erlernen komplexer Fähigkeiten nicht funktioniert. Wir wissen im Vorfeld nicht, was später für die zu erlernende Fähigkeit wichtig ist. Warum aber sind dann Menschen wie Josh Kaufmann mit ihrer Idee, etwas in 24 Stunden zu lernen, so erfolgreich auf Youtube?</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-2536" src="https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/10/From-the-Michells.png" alt="" width="1920" height="1080" srcset="https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/10/From-the-Michells.png 1920w, https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/10/From-the-Michells-300x169.png 300w, https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/10/From-the-Michells-768x432.png 768w, https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/10/From-the-Michells-1024x576.png 1024w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></p>
<div class="story-below">
<div id="CONTAINER_BELOW_ARTICLE_CONTENT">
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Ist Metalernen Motivationsgeschwafel für Teenager?</strong></span></p>
<p>Der ganze Talk von Kaufman erinnert an den unendlich überpowerten Superhelden aus dem Anime <em>One Punch Man</em>. Hier geht es um Saitama, der jedes Monster mit nur einem Schlag vernichten kann. Die Serie parodiert damit die Shonen-Animes, wo Superhelden von Staffel zu Staffel stärker werden, während sie die Jungen Teenager mit vielen Staffeln bis ins Erwachsenenalter begleiten bzw. verfolgen. Der sogenannte Growing-a-Beard-Anime spielt alle Allmachtsphantasien der Jugendlichen durch. Später ersetzen wir diese Allmachtsphantasien mit der Idee, dass wir alles lernen können.</p>
<p><span id="more-2524"></span></p>
<p>Bei <em>One Punch Man </em>werden diese Allmachtsphantasien ironisch gewendet. Es gibt nichts zu lernen. Saitama ist einfach ein überpowerter Charakter. In der wohl besten Folge enthüllt Saitama dann jedoch das Geheimnis seiner unglaublichen Stärke. Die dazugehörige Rede erinnert stark an ein beliebiges Motivationsvideo:</p>
<p><iframe width="640" height="360" src="https://www.youtube.com/embed/veS8dcYN7NA?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Genau genommen zeigt das Video, dass wir die Ursprünge unseres Erfolges nicht wirklich kennen. Es gibt keine Patentrezepte für Erfolg und es ist meistens mit harter Arbeit, Unterstützung und Glück verbunden. Offensichtlich kann Saitamas die Gründe seiner Stärke selbst nicht identifizieren, denn das relativ einfache Training kann nicht Grund seiner Stärke sein. Eine Motivationsrede kann er jedoch halten.</p>
</div>
<p><strong>Schlußfolgerung: </strong>Den Starken kann man daher auch wenig darin vertrauen, wie man etwas lernen will. Sie glauben oftmals, dass ihre Handlungen den Erfolg gebracht hätten. Tatsächlich haben sie genetische oder soziale Vorteile, die ihnen nicht bewusst sind.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Was ist die wirkliche Frage des Lernens?</strong></span></p>
<p>Die Serie <em>One Punch Man</em> ist darüberhinaus eine Parodie auf unser Exzellenzstreben und drückt dies im Tropos des <a class="twikilink" title="/pmwiki/pmwiki.php/Main/AndThenWhat" href="https://tvtropes.org/pmwiki/pmwiki.php/Main/AndThenWhat">And Then What?</a> aus. Saitama hat die höchstmögliche Form der Superheldenexistenz erreicht. Er ist der stärkste Held aller Zeiten. Die Leichtigkeit der Aufgabe aber hat ihn damit für die Langeweile anfällig gemacht. Um es motivationstheoretisch zu wenden und in eine Motivationsphrase zu verpacken: Das Ziel selbst ist womöglich nicht die Aufgabe, sondern die Arbeit an sich selbst. So wie es Sloterdijk mit dem Geiger Untan, der keine Arme hatte, darstellte: Existenz bedeute demnach die eigenen Grenzen gegen Widerstände zu überwinden. Die interessantere Frage ist daher, was Lernen eigentlich im existenziellen Sinne bedeutet. In meinem Artikel zur Behinderung habe ich das dargestellt.</p>
<h1 class="entry-title"><a href="http://www.entgrenzen.de/2012/02/wie-sich-in-der-behinderung-die-seinsphilosophie-entfaltet/">Wie sich in der Behinderung die Seinsphilosophie entfaltet</a></h1>
<p>Saitama ist also eine Parodie auf all unser verfehltes Exzellenz-Streben, das häufig mit Selbstüberschätzung einhergeht. Die Idee oder der &#8218;Glaubenssatz&#8216;, dass wir alles werden können, ist dabei das neue Opium für die Massen.</p>
</div>
</div>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Was können wir von Selbstüberschätzern lernen?</strong></span></p>
<p>Selbstüberschätzung spielt bei der gegenwärtigen Selbstlernbewegung eine große Rolle. Max Deutscher ist wohl die Ikone der Selbstüberschätzung, wobei er daraus auch noch ein Geschäftsmodell basteln konnte. In einem Monat Training wollte er in der Lage sein, den Weltmeister Magnus Carlsen im Schach zu schlagen. Schon bei der Formulierung der Herausforderung stellen sich mir die Nackenhaare auf. Aber nicht nur, dass er Magnus schlagen wollte, er wollte hierfür eine Schachmaschine bauen, wonach er die guten Züge memorieren würde.</p>
<p>Seit Jahrzehnten versuchen also unzählige Ingenieure, Schachmaschinen zu bauen, und seit einem Jahrhundert wird seit der Kindheit professionell auf den Weltmeistertitel zugearbeitet. Max Deutscher aber will das in einem Monat schaffen? Warum nicht auch noch nebenbei Chinesisch lernen? Wenn man vor Fremdscham nicht im Boden versinken will, sollte man sich das folgende Video nicht anschauen.</p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/MFNv-FJFGTg" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen" data-mce-fragment="1"></iframe></p>
<p>Eine gute Kritik findet sich im Reddit: <a href="https://www.reddit.com/r/chess/comments/7eq3j9/please_dont_buy_the_hype_with_this_obsessive/">Please don&#8217;t buy the hype with this &#8222;Obsessive Learner&#8220; Max Deutsch.</a> Viel lässt sich dem nicht hinzufügen.</p>
<p>Derartige Selbstüberschätzung findet sich überall: Flatearther glauben mit Experimenten die gegenwärtige Physik zu wiederlegen, gealterte Ingenieure erklären den Philosophen in einem Seminar, warum sie bisher alles falsch gemacht haben und andere sind Fußballtrainer oder Bundeskanzler. Generell ist es der Glaube, die Welt besser zu verstehen als andere. Aus gleichem Grund ist Intelligenz auch gerecht unter den Menschen verteilt, weil jeder glaubt, genug davon zu haben (war das Rousseau, der das feststellte?). Mehr von derartiger Selbstüberschätzung gibt es dann in folgendem Redditpost, wo Leute angeben, wie schlau sie sind: <a href="https://www.reddit.com/r/iamverysmart/">I am very smart.</a></p>
<div style="border: 5px solid #000000; width: 400px; padding: .2em;">
<div><strong style="font-size: 16px;">Wie könnt ihr mich unterstützen?</strong></div>
<div>
<p>Ich freue mich, wenn meine Ausführungen zum Metalernen, Menschen nützen. Ich schreibe seit Jahren kritische Analysen nebenbei. Es wäre schön, wenn ihr mich unterstützen würdet, so dass ich mich vermehrt auf das Schreiben konzentrieren kann. Wie so viele suche ich nun zum Beispiel auch nach Patreons, die meine freie Arbeit unterstützen wollen. <input name="cmd" type="hidden" value="_s-xclick" /></p>
<p><a href="https://www.patreon.com/normanschultz">https://www.patreon.com/normanschultz</a></p>
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</div>
</div>
<div></div>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Kann man ein absolutes Gehör lernen?</span></strong></p>
<p>Max Deutsch hat mit seinem Projekt bestimmte Fähigkeiten in einem Monat zu erlernen für Aufsehen gesorgt. In einem anderem Experiment wollte er in einem Monat ein Absolutes Gehör (perfect pitch) entwickeln. Er hat geringe Erfolge vorzuweisen, bringt dann aber folgendes Video eines Gehörgenies an, mit dem er sich danach nämlich vergleicht.</p>
<p><iframe width="640" height="360" src="https://www.youtube.com/embed/hli-9maxDjY?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p data-selectable-paragraph="">Max Deutsch leidet an gnadenloser Selbstüberschätzung. Zwar erkennt er an, dass es ein sehr sehr weiter Weg bis zu diesem Vermögen ist, dennoch merkt er an, dass beide das gleiche Gehirn hätten und er den Jungen als Motivation nehme, sein Potenzial zu entfalten.</p>
<blockquote>
<p id="1994" class="jr js ff bs jt b ju jv jw jx jy jz ka kb kc kd ke" data-selectable-paragraph="">Clearly, I have a long way to go to be at Dylan’s level, but I’m certainly motivated by his abilities. After all, like Dylan (and everyone else), I also have a human brain (which can’t be that different to Dylan’s).</p>
<p id="5d1f" class="jr js ff bs jt b ju jv jw jx jy jz ka kb kc kd ke" data-selectable-paragraph="">In other words, when I see someone like Dylan who is masterful at his/her craft, it isn’t a reminder of my deficiencies, but a reminder of my potential.</p>
</blockquote>
<p data-selectable-paragraph="">Hier sehen wir bereits den Umschlag in die Motivationsbranche, die mit ähnlichen Versprechen arbeitet. Liegt unsere mangelnde Leistung an mangelnder Motivation und wir hatten nur nicht Gelegenheit unser Gehirn auf gleiches Niveau zu trainieren? Ganz unberechtigt ist die Frage nicht. Leider ist aber auch die Motivationsbranche zum großen Teil Unfug. Von den vielen Merkmalen des Erfolgs lässt sich nämlich keine vollständige Regel ableiten und so müssen auch Mega-Events mit Motivationstrainern in die Irre führen. Im dritten Teil werde ich diskutieren, was die gesamte Lerntheorie am Ende mit Motivationstrainern zu tun hat, um dann am Ende wirkliche Bedingungen des Erfolges zu diskutieren.</p>
<p data-selectable-paragraph="">Zum Abschluss noch die Fragen, denn wie lernen wir am besten? Indem wir uns selbst testen oder Fragen stellen. Hier sind die abschließenden Fragen zum Text.</p>
<div>
<p><strong>Fragen zum Text</strong></p>
<ol>
<li style="list-style-type: none;">
<ol>
<li>Warum überschätzen wir uns selbst im Hinblick auf unsere Fähigkeiten?</li>
<li>Warum können wir Schach nicht in 24 Stunden lernen?</li>
<li>Warum können wir den Schachweltmeister Carlsen nicht schlagen?</li>
<li>Warum kann man absolutes Gehör nicht lernen?</li>
<li>Kann das Erlernen von komplexen Fähigkeiten getestet werden?</li>
</ol>
</li>
</ol>
<p><strong>Weiterführende Fragen</strong></p>
</div>
<ol>
<li>Ist Selbstüberschätzung ein Problem unserer Zeit?</li>
<li>Sind Selbstüberschätzer erfolgreicher?</li>
<li>Was ist ein guter Motivationscoach?</li>
</ol>
<p><strong>Fragen, auf die ich wirklich keine Antwort habe</strong></p>
<ol>
<li style="list-style-type: none;">
<ol>
<li style="list-style-type: none;">
<ol>
<li>Wie kann ich lernen?</li>
<li>Was ist Lernen?</li>
<li>Wie wichtig ist lernen in der Zukunft?</li>
<li>Was ist ein gutes Lerninvestment?</li>
<li>Wie teile ich am besten meine Zeit ein, wenn Motivation nicht das Problem ist?</li>
<li>Funktioniert Metalernen vielleicht doch?</li>
</ol>
</li>
</ol>
</li>
</ol>
<p><strong>Und die wichtigste aller Fragen: Wie könnt ihr mich unterstützen?</strong></p>
<p>Neben meinem <a href="https://www.patreon.com/normanschultz">Patron</a> und Paypal-Unterstützung*</p>
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<p>Kommentare oder Antworten auf die Fragen sind gerne gesehen.</p>
<div>
<p>Dr. Norman Schultz, Jinan (China) August 2019.</p>
</div>
<div>
<p><a title="Singapore" href="https://www.flickr.com/photos/146065939@N08/albums/72157711443023058" data-flickr-embed="true" data-header="true" data-footer="true"><img src="https://live.staticflickr.com/65535/48938268261_1f63301079_c.jpg" alt="Singapore" width="800" height="600" /></a><script async="" src="//embedr.flickr.com/assets/client-code.js" charset="utf-8"></script></p>
<p>Das Flickr-Album ist nach meinem Kurzaufenthalt in Singapore beim Flug nach Jinan entstanden. Singapore ist einer der beeindruckensten Orte, die ich bisher sehen durfte. Das ökonomisch-politische Modell ist zwar fragwürdig, aber erfolgreich.</p>
</div>
<p><span style="font-size: 10pt;">*Es handelt sich natürlich um keine gemeinnützige Spende. Daher kann auch keine Spendenquittung ausgestellt werden.</span></p>
<p data-selectable-paragraph="">Weiter Seite 3/3</p>
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		<item>
		<title>Metalernen, Pareto-Prinzip und 10.000 Stunden-Regel &#8211; Alles Unfug, was hilft wirklich beim Lernen? Teil 1/4</title>
		<link>https://www.bewusstes-lernen.de/metalernen-was-hilft-wirklich-beim-lernen-seite-1/</link>
		<comments>https://www.bewusstes-lernen.de/metalernen-was-hilft-wirklich-beim-lernen-seite-1/#respond</comments>
		<pubDate>Sat, 26 Oct 2019 17:43:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Fibonaccie]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeitsentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen lernen]]></category>

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		<description><![CDATA[In diesem Artikel geht es um die oftmals vergebliche M&#252;he, das eigene Lernen zu beschleunigen. Zwar ist es nicht falsch, seine Lernmethoden zu &#252;berdenken, am Ende aber bedeutet es h&#228;ufig Proskrastination. Die Frage ist also, inwieweit sogenanntes Meta-Lernen sinnvoll ist. &#8230; <a href="https://www.bewusstes-lernen.de/metalernen-was-hilft-wirklich-beim-lernen-seite-1/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div><img class="alignleft wp-image-2536 size-large" src="https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/10/From-the-Michells-1024x576.png" alt="" width="640" height="360" srcset="https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/10/From-the-Michells-1024x576.png 1024w, https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/10/From-the-Michells-300x169.png 300w, https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/10/From-the-Michells-768x432.png 768w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></div>
<div></div>
<div><span style="font-size: 12pt;">In diesem Artikel geht es um die oftmals vergebliche Mühe, das eigene Lernen zu beschleunigen. Zwar ist es nicht falsch, seine Lernmethoden zu überdenken, am Ende aber bedeutet es häufig Proskrastination. Die Frage ist also, inwieweit sogenanntes Meta-Lernen sinnvoll ist. Zunächst ist es daher wichtig, sich klar zu machen, dass die meisten Ratschläge dabei nutzlos sind. Hierzu werde ich zunächst das Pareto-Prinzip diskutieren, dann die 10.000 Stunden-Regel erörtern. Beide werden sich als unzuausreichend erweisen, um für das Lernen praktikabel zu sein. Dieses liegt daran, dass wir uns schnell im Lernen überschätzen, aber komplexe Fähigkeiten wesentlich mehr Zeit benötigen. Statt also diese Einsichten weiterzugeben, hat sich um das Lernen eine Motivationstheorie gebildet, die ich im Anschluss diskutieren möchte. Motivationstrainer in diesem Bereich nutzen hierbei psychologische Schwächen aus, um Geld zu verdienen. </span><span style="font-size: 12pt;">Zwar gibt es kein einheitliches Prinzip, wie wir einen bestimmten Inhalt schneller und erfolgreicher lernen, dennoch werde ich am Ende diskutieren, inwiefern allgemeine Arbeitsmoral und eine Geberattitüde unseren Erfolg beeinflussen. </span></div>
<div></div>
<div><span style="font-size: 12pt;">Der Artikel hat vier Teile, die ich nach und nach hochlade. Wer lieber das Video zum Artikel schauen will:<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/Lr-hETkYs_w" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe><br />
</span></div>
<div></div>
<p><span id="more-1749"></span></p>
<div></div>
<div></div>
<div><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-size: 12pt;"><strong>Gibt es das Paretoprinzip?</strong></span></span></div>
<div></div>
<div><span style="font-size: 12pt;">Hunold untersucht das Paretoprinzip, die Idee, dass 20 Prozent der Arbeit 80 Prozent des Ergebnisses ausmachen. Hunold kritisiert, dass es vor allem schwierig ist, zu bestimmen welche 20 Prozent der Arbeit dann tatsächlich eine 2 ergeben. Außerdem würden Studien zeigen, dass gerade Studenten, die sich beim Übergang von der Schule ins Studium vornehmen, mehr zu arbeiten, die besseren Resultate bringen.</span></div>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/bq1Cn15XUgc" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p>Hunolds Argument ist also, dass eine simple Reduktion auf 20 Prozent der Arbeitszeit nicht ausreicht, um dann immer noch 80 Prozent der Ergebnisse zu erreichen. Im Gegenzug würde der Vorsatz mehr zu arbeiten, auch zu besseren Ergebnissen führen. Das Problem aber liegt eher in einem anderen Faktor. 20 Prozent sind im Vorfeld schwer zu identifizieren, weswegen es in der Informatik auch die sogenannte 90-90-Regel gilt:</p>
<div>
<blockquote><p>„Die ersten 90 Prozent des Codes benötigen die ersten 90 Prozent der Entwicklungsdauer. Die verbleibenden 10 Prozent des Codes benötigen die anderen 90 Prozent der Entwicklungsdauer.<sup id="cite_ref-Bentley1985_1-0" class="reference"><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/90-90-Regel#cite_note-Bentley1985-1">[1]</a></sup>“ <span style="font-size: 12px;">– </span><span class="Person" style="font-size: 12px;">Tom Cargill, <a title="Bell Laboratories" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bell_Laboratories">Bell Laboratories</a></span></p></blockquote>
</div>
<div><span style="font-size: 12pt;">Insgesamt sind das 180 Prozent und es soll ironisch ausdrücken, dass wir bei qualitativen Unternehmungen im Vorfeld die entstehenden Schwierigkeiten nicht abschätzen können. Wir könnten auch sagen: Hinterher ist man schlauer. Es kommt also darauf an, sich im Prozess zu verbessern und weniger im Vorfeld zu planen. Planen sollte die Arbeit begleiten, aber sie nicht ersetzen.</span></div>
<div></div>
<div>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>2. Brauchen wir 10.000 Stunden um wirklich etwas zu lernen?</strong></span></p>
<p>Eine andere bekannte Regel ist die 10.000 Stunden-Regel. Nehmen wir also an, wir investieren jeden Tag 4 Stunden in eine Tätigkeit, dann sind das gut 7 Jahre, die wir benötigen, um etwas wirklich auf Expertenniveau zu lernen. Was besagt das Pareto-Prinzip in diesem Zusammenhang?</p>
<p>Wenden wir hierauf das Paretoprinzip an, dann brauchen wir nur noch 2000 Stunden, das heißt bei 4 Stunden im Jahr ungefähr 16 Monate, um die gewünschte Fähigkeit zu 80 Prozent Leistungsvermögen zu können. Das bedeutet, die verbleibenden 6 Jahre würden wir dazu benötigen, um die restlichen 20 Prozent Steigerung zu erreichen. Das Paretoprinzip bedeutet nun nicht unbedingt, dass wir die Zeit verkürzen können. Es bedeutet eher, dass wir uns in einer Fähigkeit mit gutem Training nach 16 Monaten bereits sehr gut gesteigert haben können.  Die Frage ist daher: Können wir die 20 Prozent, die für die 80 Prozent nötig sind, im Vorfeld entsprechend identifizieren? Womöglich nicht. Gladwell, der die 10.000-Stunden-Regel populär gemacht hat, meint zum Beispiel, dass wir um harte Arbeit nicht herum kommen. Alles andere ist womöglich Selbstüberschätzung.</p>
<div style="border: 5px solid #000000; width: 400px; padding: .2em;">
<div><strong style="font-size: 16px;">Wie könnt ihr mich unterstützen?</strong></div>
<div>
<p>Ich freue mich, wenn meine Ausführungen zum Metalernen, Menschen nützen. Ich schreibe seit Jahren kritische Analysen nebenbei. Es wäre schön, wenn ihr mich unterstützen würdet, so dass ich mich mehr auf vermehrt auf das Schreiben konzentrieren kann. Wie so viele suche ich nun zum Beispiel auch nach Patreons, die meine freie Arbeit unterstützen wollen. <input name="cmd" type="hidden" value="_s-xclick" /></p>
<p><a href="https://www.patreon.com/normanschultz">https://www.patreon.com/normanschultz</a></p>
<p>Wenn euch das aber zu kompliziert ist, so findet ihr unter folgendem Link meine Daten und könnt mir Geld überweisen. Einfacher ist es, wenn ihr einfach über PayPal unterstützt*:</p>
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</div>
</div>
<div></div>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="text-decoration: underline;"><strong>Wie häufig überschätzen wir uns in Bezug auf unser Lernvermögen?</strong></span></span></p>
<p>Das Problem der Selbstüberschätzung zeigt sich, wenn wir Josh Kaufmanns Ted-Talk analysieren. Er behauptet darin, eine Fähigkeit in 20 Stunden lernen zu können. Immerhin hat der Talk 15 Millionen Zuschauer, was jedoch eher ausdrückt, wie die Internetgemeinde sich von einer Illusionen verführen lässt.</p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Die ersten 3 Minuten dieses Vortrags sind im Übrigen verschwendete Zeit. Hier der Talk (den man gut und gern überspringen kann), die Zusammenfassung unten.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"> Nach seinen 3 Minuten emotionaler Ruhigstellung der Zuschauer, diskutiert Kaufmann die </span>10.000 Stunden-Regel. Da er diesen Arbeitsaufwand nicht schätzt, kommt er auf seine Theorie zurück. 20 Stunden wären genug. Er sagt auch, dass dies genug Stunden wären, um zum Beispiel eine Sprache zu lernen. Das ist natürlich Unfug.</p>
<div>
<div>
<p><span style="font-size: 12pt;">Ted, ein großer Name, wird hier für Talks ohne Qualitätskontrolle verrammscht. Ted<strong>X</strong>-Konferenzen kann nämlich so gut wie jeder anmelden. Die qualitativen Talks sind dabei die Ted-Talks. </span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">A</span>ber zu Kaufmanns Theorie: Er geht davon aus, dass wir die 20 Stunden auf mehrere Monate verteilen und dann tatsächlich schneller lernen würden. Bei seinem Beispiel handelt es sich allerdings nicht um eine komplexe Fähigkeit, sondern um das Ukulele-Spielen, wobei hiermit Akkordeschrobeln gemeint ist. Hier sind seine grundsätzlichen Ratschläge:</p>
</div>
</div>
<div>
<p>1. Dekonstruiere die Fertigkeit!<br />
2. Lerne dich selbst zu korrigieren!<br />
3. Entferne Übebarrieren!<br />
4. Übe mindestens 20 Stunden!</p>
<div>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="text-decoration: underline;"><strong>Was ist die notwendige Kritik an dieser Methode?</strong></span></span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"><strong>1. Kann die Fähigkeit dekonstruieren bevor man sie erlernt hat?</strong><br />
</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Dekonstruieren ist prinzipiell nicht verkehrt, allerdings wird das bei komplexen Fähigkeiten schwierig. Klavierspielen zum Beispiel bedeutet, irgendwann einen komplexen Schritt zu wagen, ein sehr schwieriges Stück anzugehen. Komplexe Fähigkeiten lassen sich dabei analytisch nicht vollständig zerlegen. Nach meiner Erfahrung scheitern Menschen, die daher zu kleinschrittig vorgehen. Es kommt womöglich auf eine Kombination aus Analyse und Synthese an. </span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Was sich auch einwenden lässt, ist, dass wir vorher nicht wissen können, worauf es bei der Fähigkeit ankommt und viele verschwenden zu viel Zeit, um das Lernen selbst zu dekonstruieren, anstatt mit dem Lernen zu beginnen. Erst hinterher weiß man in der Regel, was man hätte tun sollen. Generell möchte ich die Frage nach dem Lernen des Lernens nicht ablehnen, es muss allerdings immer auf die richtige Mischung geachtet werden. Verplämpert man zu viel Zeit mit Dekonstruktion, dann lernt man nichts. Besser ist es daher immer erstmal zu beginnen und dann zu rekonstruieren.</span></p>
</div>
<p><strong>2. Woher weiß man, wie man sich selbst korrigieren kann?</strong></p>
<p><span style="font-size: 12px;"><span style="font-size: 12pt;">Selbstlernen-wollen ist Grundvoraussetzung. Die Frage ist wieviel Energie kann man aufwenden, um tatsächlich die gesamte Zeit bewusst zu lernen. Wie integriert man erfolgreich Reflexionsmomente ohne zuviel Zeit in Reflexion zu investieren? Anfangen und dann Selbstkorrigieren, das sind leider auch Phrasen.</span></span></p>
<p><span style="font-size: 12px;"><span style="font-size: 12pt;"><b>3. Eine Plattitüde: Ablenkungen vermeiden! Übebarrieren abbauen!</b></span></span></p>
</div>
<div><span style="font-size: 12pt;">Danke für den Ratschlag. Nächster Ratschlag!</span></div>
<div>
<div></div>
<div><span style="font-size: 12pt;"><strong>4. Reichen 20 Stunden üben?</strong></span></div>
<div></div>
<div><span style="font-size: 12pt;">Äh, und dann?</span></div>
</div>
<div class="story-below">
<div id="CONTAINER_BELOW_ARTICLE_CONTENT">
<p>Derlei Versprechen gibt es viele. Beweise fehlen. So wie wir in 20 Stunden nicht einfach muskulös werden können, kann das Gehirn in 20 Stunden womöglich auch keine komplexe Fähigkeit erlernen. Ja, Ukulele kann man für den Hausgebrauch mal studieren, aber man kann in 20 Stunden auch lernen Pfannkuchen zu machen.</p>
<p><strong>Schlußfolgerung:</strong> Wie bei Verschwörungstheorien ist es besser erstmal nichts zu glauben. Oder wie es Tai Lopez in seinem Ted<strong>X</strong>-Talk sagt: &#8222;Wenn du nach 30 Minuten nicht weißt, wer am Tisch ausgenommen wird, dann bist du es.&#8220; Hier bedeutet es, dass wenn man nach einem Ted-Talk nicht weiß, ob man seine Zeit verschwendet hat, hat man sie verschwendet.</p>
</div>
<p>Im Zweiten Teil werde ich diskutieren, inwiefern Kaufmanns Theorie mit der gegenwärtigen leeren Motivationsbranche und mit Selbstüberschätzung zusammenhängt. Um dann im dritten Teil, die Prinzipien des Erfolgs und Lernens zu diskutieren.</p>
<p>Wie lernen wir am besten? Indem wir uns selbst testen oder Fragen stellen. Hier sind die abschließenden Fragen zum Text. Will man also den größtmöglichen Leseeffekt erzielen, sollte man sich mit den Fragen auseinandersetzen.</p>
<ol>
<li>Was ist das Paretoprinzip?</li>
<li>Warum funktioniert das Paretoprinzip beim Lernen nicht?</li>
<li>Was ist die 90-90-Regel</li>
<li>Wie kritisiert man das Paretoprinzip mit der 90-90-Regel?</li>
<li>Welche Studenten sind im Studium tatsächlich erfolgreich?</li>
<li>Was bedeutet dies für mich?</li>
<li>Warum funktioniert das Paretoprinzip beim Studium nicht?</li>
<li>Was ist Josh Kaufmanns Lerntheorie?</li>
<li>Was ist der Gegensatz zwischen Kaufmanns Theorie und der 10.000 Stunden Regel?</li>
<li>Was sind komplexe Fähigkeiten?</li>
<li>Warum funktioniert Kaufmanns Ansatz bei komplexen Fähigkeiten nicht?</li>
<li>Was ist der Kruger-Dunning-Effekt?</li>
</ol>
<p>Weiter zu <a href="https://www.bewusstes-lernen.de/warum-hat-metalernen-mit-selbstueberschaetzung-zu-tun-analyse-von-metalernverfahren-teil-2/">Seite 2</a></p>
<div>
<p><strong>Wie könnt ihr mich unterstützen?</strong></p>
</div>
<p>Neben meinem <a href="https://www.patreon.com/normanschultz">Patron</a> und Paypal-Unterstützung*</p>
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<p>Kommentare oder Antworten auf die Fragen sind gerne gesehen.</p>
<div>
<p>Dr. Norman Schultz, Jinan (China) August 2019.</p>
</div>
<div>
<p><a title="Singapore" href="https://www.flickr.com/photos/146065939@N08/albums/72157711443023058" data-flickr-embed="true" data-header="true" data-footer="true"><img src="https://live.staticflickr.com/65535/48938268261_1f63301079_c.jpg" alt="Singapore" width="800" height="600" /></a><script async="" src="//embedr.flickr.com/assets/client-code.js" charset="utf-8"></script></p>
<p>Das Flickr-Album ist nach meinem Kurzaufenthalt in Singapore beim Flug nach Jinan entstanden. Singapore ist einer der beeindruckensten Orte, die ich bisher sehen durfte. Das ökonomisch-politische Modell ist zwar fragwürdig, aber erfolgreich.</p>
<p>Weiter zu <a href="https://www.bewusstes-lernen.de/warum-hat-metalernen-mit-selbstueberschaetzung-zu-tun-analyse-von-metalernverfahren-teil-2/">Seite 2</a></p>
</div>
<p><span style="font-size: 10pt;">*Es handelt sich natürlich um keine gemeinnützige Spende. Daher kann auch keine Spendenquittung ausgestellt werden.</span></p>
</div>
</div>
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		<item>
		<title>Tim Ferriss &#8222;The 4 hour Chef&#8220; und Metalernen &#8211; eine Methode, um alles zu lernen?</title>
		<link>https://www.bewusstes-lernen.de/tim-ferriss-the-4-hour-chef-und-metalernen-eine-methode-um-alles-zu-lernen-2/</link>
		<comments>https://www.bewusstes-lernen.de/tim-ferriss-the-4-hour-chef-und-metalernen-eine-methode-um-alles-zu-lernen-2/#respond</comments>
		<pubDate>Mon, 07 Oct 2019 05:09:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Fibonaccie]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Lesen lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Tim Ferriss]]></category>

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		<description><![CDATA[In Tim Ferriss&#8216; Buch The 4 hour Chef&#160;geht es um das sogenannte Metalernen. Metalernen ist das h&#228;ufig geforderte Lernen des Lernens. Angeblich w&#252;rden Lehrer vers&#228;umen uns dieses in der Schule beizubringen. Was ist also dran am Metalernen? Und warum lehren &#8230; <a href="https://www.bewusstes-lernen.de/tim-ferriss-the-4-hour-chef-und-metalernen-eine-methode-um-alles-zu-lernen-2/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_478" style="width: 466px" class="wp-caption alignleft"><img class="wp-image-478 size-full" src="https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2012/11/456px-Jonas_Salk_cover_of_Wisdom_magazine_August_1956.jpg" alt="" width="456" height="599" srcset="https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2012/11/456px-Jonas_Salk_cover_of_Wisdom_magazine_August_1956.jpg 456w, https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2012/11/456px-Jonas_Salk_cover_of_Wisdom_magazine_August_1956-228x300.jpg 228w" sizes="(max-width: 456px) 100vw, 456px" /><p class="wp-caption-text">Weisheit so einfach wie eine Spritze</p></div></p>
<p>In Tim Ferriss&#8216; Buch <em>The 4 hour Chef</em> geht es um das sogenannte Metalernen. Metalernen ist das häufig geforderte Lernen des Lernens. Angeblich würden Lehrer versäumen uns dieses in der Schule beizubringen. Was ist also dran am Metalernen? Und warum lehren wir es nicht an Schulen?</p>
<p>Tim Ferriss hat die Methode des Metalernen erfolgreich vermarktet. Allein der Trailer zu seinem Buch hat 1,3 Millionen Klicks auf Youtube.</p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/_KFPHmPoPlY" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p><strong>Worum geht es in dem Buch?</strong></p>
<p><span id="more-2500"></span>Zunächst ist das Buch ein Buch über das Kochen. Der Koch-Legastheniker Ferriss hat sich hierbei jedoch vorgenommen, nicht nur das Kochen zu vermitteln. Er will das Lernen über dieses Medium des Kochenlernens erklären. Leitfrage ist: Wie schaffen wir es Dinge schnell zu erlernen?</p>
<p><strong>Was ist unter schnellem Lernen zu verstehen?</strong></p>
<p>In folgendem Video behauptet Ferriss beispielsweise, dass man jede Fähigkeit in 6 Monaten erlernen kann, so dass man zu den Top 5 Prozent der jeweiligen Disziplin gehören würde.</p>
<p><iframe width="640" height="360" src="https://www.youtube.com/embed/DSq9uGs_z0E?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>Gibt es Beweise für das schnelle Lernen?</strong></p>
<p>Vielleicht ist dieses schnelle Lernen für einfache Fähigkeiten möglich, aber ich würde Ferriss dazu herausfordern, dies für Schach zu erreichen oder Chinesisch in 6 Monaten zu erlernen. Selbst <a href="https://www.scotthyoung.com/blog/2014/06/10/learning-chinese-documentary/">Scott Young</a> hat dieses, obwohl er sich darauf fokusierte nicht erreicht. Sein neues Buch mit dem dämlichen Titel <em>Ultralearning</em> schlägt in dieselbe Bresche von Ferriss, doch auch Scott Youngs Erfolge sind fragwürdig, wie man an seinem Chinesisch Video sehen kann:</p>
<p><iframe src="https://player.vimeo.com/video/97714437" width="640" height="294" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p>Chinesisch sprechen, bedeutet eben nicht halbgare Sätze über Essen in die Kamera zu sprechen. Ich bezweifle, dass sie auch nur einen Satz von Einheimischen verstehen oder kommunizieren können.</p>
<p>Aus dem selben Grund bezweifle ich stark, dass man zu den Top 5 Prozent in 6 Monaten aufsteigen kann, vor allem wenn der Lernstoff eine komplexe Fähigkeit bedeutet. Für Ferriss spricht jedoch seine Biografie. Tim Ferriss hat eine zunächst beeindruckende Karriere hinter sich, um sein Lernprinzip  zu verteidigen:</p>
<p>&#8211; Kickboxweltmeister 1999<br />
&#8211; Halbfinale in der Tangoweltmeisterschaft (nach einem halben Jahr Praxis)<br />
&#8211; Verschiedene Beteiligungen und Entwicklung an erfolgreichen Internetstartups<br />
&#8211; Ein Jahreseinkommen von 400.000 Dollar mit einer 4 Stunden Arbeitswoche<br />
&#8211; New York Bestsellerliste Nr. 1 mit the 4-hour-work-week und the-4-hour-body<br />
&#8211; Den erfolgreichsten amerikanischen Podcast</p>
<p>Ferriss hat im Weiteren zu seinem Metalernen einige Sendungen konzipiert, die seinen Erfolg unter Beweis stellen sollen. In jeweils wenigen Tagen versucht er darin, eine komplexe Fähigkeit zu erlernen.</p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/V4IuXZOIf7E" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p>Die einzelnen Shows hingegen zeigen, dass er im Details eben nicht in die einzelnen Fähigkeiten sehr schnell eintauchen kann. Die Sendung zum Tagalog lässt einen teilweise vor Fremdscham erröten. Die einzelnen Schnitte können nicht verbergen, dass er die Sprache nicht in Ansätzen beherrscht:</p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/UOrEb2XgA8U" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p>Ferriss Erfolge sind daher fragwürdig. Kickboxweltmeister wurde er dadurch, dass er die Grenzen der Regeln ausreizte. Auch sein Tango-Weltrekord wirkt behäbig:</p>
<p><iframe width="640" height="480" src="https://www.youtube.com/embed/H9pWKB2D23k?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Die Tango-Halbfinals scheinen zudem nur die Stadmeisterschaften zu sein. Der Gewinner würde zum Tango-Finale kommen ohne den aufwendigen Qualifikationsprozess:</p>
<p><iframe width="640" height="480" src="https://www.youtube.com/embed/ynjBJMVTNZs?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Das Buch zum Metalernen ist unterhaltsam, aber fragwürdig. Hier ist eine ausreichende Zusammenfassung seiner Ideen:</p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/7k0698v02ow" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p>Für alle, die dennoch neugierig auf das Buch sind, hier ein paar Auszüge, die Tim Ferriss vorab auf seinem Blog veröffentlicht hat:</p>
<p><strong>Front Matter:  (<a href="http://thefourhourchef.files.wordpress.com/2012/10/the-4-hour-chef-front-material.pdf" target="_blank" rel="noopener">PDF</a>, <a href="http://www.fourhourworkweek.com/blog/the-4-hour-chef-front-material-sampler" target="_blank" rel="noopener">blog post</a>)</strong><br />
<strong>Introduction:  (<a href="http://thefourhourchef.files.wordpress.com/2012/10/the-4-hour-chef-introduction.pdf" target="_blank" rel="noopener">PDF</a>, <a href="http://www.fourhourworkweek.com/blog/4-hour-chef-introduction/" target="_blank" rel="noopener">blog post</a>)</strong><br />
<strong>Meta-Learning:  (<a href="http://thefourhourchef.files.wordpress.com/2012/10/the-4-hour-chef-meta.pdf" target="_blank" rel="noopener">PDF</a>, <a href="http://www.fourhourworkweek.com/blog/the-4-hour-chef-meta-sampler/" target="_blank" rel="noopener">blog post</a>)</strong><br />
<strong>The Domestic:  (<a href="http://thefourhourchef.files.wordpress.com/2012/10/the-4-hour-chef-domestic.pdf" target="_blank" rel="noopener">PDF</a>, <a href="http://www.fourhourworkweek.com/blog/the-4-hour-chef-domestic-sampler" target="_blank" rel="noopener">blog post</a>)</strong><br />
<strong>The Wild:  (<a href="http://thefourhourchef.files.wordpress.com/2012/10/the-4-hour-chef-wild.pdf" target="_blank" rel="noopener">PDF</a>, <a href="http://www.fourhourworkweek.com/blog/the-4-hour-chef-wild-sampler" target="_blank" rel="noopener">blog post</a>)</strong><br />
<strong>The Scientist:  (<a href="http://thefourhourchef.files.wordpress.com/2012/10/the-4-hour-chef-sci.pdf" target="_blank" rel="noopener">PDF</a>, <a href="http://www.fourhourworkweek.com/blog/the-4-hour-chef-the-scientist-sampler" target="_blank" rel="noopener">blog post</a>)</strong><br />
<strong>The Professional:  (<a href="http://thefourhourchef.files.wordpress.com/2012/10/the-4-hour-chef-pro.pdf" target="_blank" rel="noopener">PDF</a>, <a href="http://www.fourhourworkweek.com/blog/the-4-hour-chef-pro-sampler" target="_blank" rel="noopener">blog post</a>)</strong></p>
<p><strong>Warum ist Tim Ferriss erfolgreich?</strong></p>
<p>Positiv anzumerken ist, dass Tim Ferriss&#8216; Meta-Lernen ohne Drogen funktionieren soll. Wie ich schon in anderen Beiträgen beschrieben, kann beispielsweise <a title="Intelligenz durch Drogen steigern? Ritalin versus Selbstdisziplin" href="http://www.bewusstes-lernen.de/intelligenz-durch-drogen-steigern-ritalin-versus-selbstdisziplin/">Ritalin</a> nicht der Weg sein. Das Problem ist jedoch, dass Lernen, das heißt die Ausbeutung des Selbst zu einem Teil unserer Gesellschaft geworden ist, dessen Marktlücke Ferriss für sich abschöpfen kann. Er ist eine Softversion der vielen Motivationstrainer und entstammt dem Sillicon Valley Milieu. Simon Roloff hat dieses Milieu in einem kürzlich erschienenen Artikel der Zeit exzellent beschrieben. Dabei hat er auch die Hintergründe für den Selbstlernboom beschrieben:</p>
<blockquote><p>&#8222;Entscheidend ist eine Erfahrungsgemeinschaft der Abstiegsangst, die sich zu einem Großteil aus der Mittelschicht rekrutiert, wo die symbolischen wie materiellen Privilegien in Zeiten wachsender ökonomischer Konkurrenz und verknappter Ressourcenlage besonders bedroht sind. Auch hier in Chicago versammelt sich diese <em>desperate class</em> des geteilten Horizonts einer Untergangserwartung, die sich die Abwendung der Apokalypse vom Abbau der letzten vorhandenen Ressourcen verspricht, in diesem Fall der Ressourcen des kreativen Selbst.&#8220; (<a href="https://www.zeit.de/kultur/2019-10/lifecoaching-tony-robbins-kreativitaet-abstiegsangst-selbstversuch">ZEIT-Artikel</a>)</p></blockquote>
<p>Die &#8222;desperate class&#8220; versucht den Untergang durch schonungslose Selbstveränderung abzuwenden. Nach Roloff betrifft dies die &#8222;Transformation der Unter- und Mittelschicht [&#8230;] eine &#8218;kreative Klasse&#8216; urbaner Selbstverwirklicher.&#8220; Er schreibt weiter</p>
<blockquote><p>&#8222;Die Ressourcenwerdung des Selbst im Hinblick auf möglichen symbolischen Kapitalgewinn wird begleitet und befördert vom Wegfall ökonomischer Ressourcen der Mittelschicht. An dieser Stelle setzen pädagogische Kulturtechniken des kreativen Selbst an, die im Fall von <em>Unleash The Power Within</em> das Disziplinierungsgestell zu all den gouvernementalen Anreizverfahren und Zielvorgaben bilden – die schwarze Pädagogik des angeblich so sanft und organisch sich entfaltenden Kreativitätsdispositivs.&#8220;</p></blockquote>
<p>In anderen Worten Tim Ferriss&#8216; Buch ist nur ein Teil der neuen Selbstausbeutung, nachdem die Arbeitswelt keine hirnlosen Stellen mehr offeriert. Man kann den Kreativtrend von zwei Seiten betrachten: Unsere Arbeit wird vielfälter und anspruchsvoller, aber damit schneidet sie auch tiefer in das, was wir sind.</p>
<p><strong>Warum lernen wir Meta-Lernen nicht in der Schule?</strong></p>
<p>Eine Antwort wäre, dass Meta-Lernen das Wunschkonzept einer Kreativklasse ist, die nicht versteht, dass Selbstveränderung eine Illusion des neuen Kapitalmarktes ist. Eine andere simplere Antwort ist womöglich, dass Schule sich beständig versucht zu reformieren. Transferleistung zu erreichen, war dabei immer ein zentraler Bestandteil. Auswendiglernmethoden sind dabei häufig Taschenspielertricks und spielen in Schulen eine untergeordnete Rolle. Hierzu gehört Metalernen. Warum? Eine komplexe Fähigkeit erfordert sehr abstraktes Denkvermögen und jahrelanges Training. Letzteres kann die Schule ohne Eigenmotivation der Schüler und ohne konkrete Unterstützung der Eltern nicht leisten. Man muss auch berücksichtigen, dass wir es nicht nur mit 18-Jährigen zu tun haben, die hungrig sind, sich endlich selbst zu entfalten und dazu auch die Fähigkeiten haben. Schule beginnt bei Kindern, die zunächst die wesentlichen Kulturtechniken erlernen müssen. Es geht bei Schule häufig darum, Kinder an das abstrakte Denken zunächst heranzuführen. Neben der Mathematik stehen dabei Grundlagen wie Lesefähigkeit im Programm. Deren Erwerb kann nicht durch Spaziergänge durch Gedächtnispaläste gelöst werden, sondern bedeutet eben auch harte Arbeit. Lernen ist womöglich nicht nur an Kreativität gekoppelt, sondern auch harte Arbeit. In diesem Sinne ist Metalernen womöglich nicht für den schulischen Erfolg notwendig, weil es zunächst keine eindeutigen Prinzipien gibt, die für jeden Stoff anwendbar sind und zum zweiten weil jemand, der abstraktes Problemlösungsverständnis dann schließlich erworben hat, sein individuelles Metalernen selbst schnell und nebenbei erwirbt.</p>
<p><strong>Wie könnt ihr mich unterstützen?</strong></p>
<p>Ich würde mich freuen, wenn ihr meine Arbeit auch honorieren würdet. Dies könnt ihr in verschiedener Weise erreichen. Wenn ihr auf dem Laufenden bleiben wollt, dann abonniert mich per <a href="http://feedburner.google.com/fb/a/mailverify?uri=BewusstesLernen" target="_blank" rel="noopener">E-mail</a> oder tretet der <a href="http://www.facebook.com/BewusstesLernen" target="_blank" rel="noopener">Facebookgruppe</a> oben rechts bei. Eine Patreon-Page sollte oben rechts zu finden sein.</p>
<p>Dr. Norman Schultz, Jinan (China), Juli 2019</p>
<p>(Titelbild: Yousuf Karsh [Public domain], via Wikimedia Commons).</p>
<p>Anmerkungen: Tim Ferriss ist der erste Autor, der unabhängig von den Verlagen nur bei Amazon unter Vertrag ist. Dies hat dazu geführt, dass die traditionellen Buchverlage sein Buch boykottierten, was ihm möglicherweise den New-York-Bestseller-Listen Platz 1 verhagelte. Tim Ferriss hatte dann einige Maßnahmen auf seinem Blog veröffentlicht, um die Werbetrommel zu rühren. Wenn ihr 4000 Bücher gekauft hättet, dann hättet ihr euch Vorträge von Tim Ferriss zu eurer Lieblingszeit in der USA oder in Kanada aussuchen können. Der Mann ist eine Marketingmaschine und sein Blog lohnt sich allein deshalb: <a href="http://www.fourhourworkweek.com/blog/2012/11/15/the-4-hour-chef-all-you-can-eat-campaign-of-goodness/" target="_blank" rel="noopener">Tim Ferriss Blog</a>.</p>
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		<item>
		<title>Ist Schnelllesen Betrug? Beitrag zur Kritik an der Weiterbildungsbranche.</title>
		<link>https://www.bewusstes-lernen.de/ist-schnelllesen-betrug-beitrag-zur-kritik-an-der-weiterbildungsbranche/</link>
		<comments>https://www.bewusstes-lernen.de/ist-schnelllesen-betrug-beitrag-zur-kritik-an-der-weiterbildungsbranche/#respond</comments>
		<pubDate>Thu, 25 Jul 2019 18:20:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Fibonaccie]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Lesen lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeitsentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Lesenlernen]]></category>
		<category><![CDATA[Schnelllesen]]></category>

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		<description><![CDATA[Einleitung&#160; In diesem Artikel geht es mir um die Frage nach dem wirklichen Schnelllesen. Ich glaube, dass es dieses Schnelllesen gibt, allerdings nicht in dem Umfang wie es uns die private Bildungsindustrie verspricht. Um diese These zu untermauern werde ich &#8230; <a href="https://www.bewusstes-lernen.de/ist-schnelllesen-betrug-beitrag-zur-kritik-an-der-weiterbildungsbranche/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><div style="width: 522px" class="wp-caption aligncenter"><a title="Charles James Lewis [CC0], via Wikimedia Commons" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Charles-james-lewis-reading-by-the-window.jpg"><img src="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/e/e2/Charles-james-lewis-reading-by-the-window.jpg/512px-Charles-james-lewis-reading-by-the-window.jpg" alt="Charles-james-lewis-reading-by-the-window" width="512" height="401" /></a><p class="wp-caption-text">Jenseits des Bildungswettbewerbs heißt es noch Bücher zu lesen</p></div><strong>Einleitung </strong></p>
<p>In diesem Artikel geht es mir um die Frage nach dem wirklichen Schnelllesen. Ich glaube, dass es dieses Schnelllesen gibt, allerdings nicht in dem Umfang wie es uns die private Bildungsindustrie verspricht. Um diese These zu untermauern werde ich mich zunächst mit den historischen Hintergründen des privaten Bildungsmarktes auseinandersetzen. Die private Bildungsindustrie wird vor allem durch Profitinteressen von einzelnen Motivationscoaches korrumpiert. Diese fluten den Markt mit pseudowissenschaftlichen Ideen, die keine Grundlage haben. Womöglich glauben die selbsternannten Gurus diese Theorien selbst, sie verführen damit nicht ihre Kunden, sondern auch sich selbst. Nach der Darstellung der dubiosen Motivations- und Bildungsbranche werde ich mich mit dem wirklich Genialischen auseinandersetzen. Es gibt tatsächlich Schnellleser. Die Frage ist allerdings, ob jeder diese Fähigkeit des Schnelllesens erlernen kann. Ich werde hier zunächst verschiedene Ansätze zum Schnellleseerwerb vorstellen und ihre Ansätze als falsch herausstellen. Selbst Tim Ferriss folgt einem dieser Ansätze. Die Widerlegung dieser Ansätze bedeutet jedoch nicht, dass Schnelllesen prinzipiell nicht erlernt werden kann. Aus diesem Grund werde ich die relativ dünne Forschungslage besprechen. Es gibt hier einige verlässliche Untersuchungen, wobei diese im Resultat nicht unbedingt so spektakulär sind wie uns absurde Techniken oftmals vorgaukeln. Abschließend werde ich herausstellen, dass Schnelllesen in unserer Gesellschaft womöglich keine Bedeutung mehr hat. Eher kommt es darauf an, wie wir uns mit Büchern überhaupt auseinandersetzen. Ich werde daher auch ein paar interessante Links zum Lesen und dessen Bedeutung am Ende einfügen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Was sind dubiose Lerntheorien am Bildungsmarkt?</strong></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Mit den Anfängen der privaten Bildungsmaschinerie in den 90ern glaubte man, dass Informationen vor allem schnell aufgenommen werden müssen. Einzelne Savants wie Kim Peak, die tatsächlich derart schnell Informationen lesen und verarbeiten konnten, begründeten die Hoffnung, dass wir geniale Fähigkeiten in uns entdecken können. Hiermit begann auch der Trend zur Schnelllese-Abzocke. Zuvor hatten bereits selbsternannte Bildungs- und Mentalstrategen <a style="color: #000000;" title="Neuro-Linguistisches Programmieren" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Neuro-Linguistisches_Programmieren">neuro-linguistisches Programmieren</a>, <a style="color: #000000;" title="" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hypnotherapie">Hypnotherapie</a>, <a style="color: #000000;" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Suggestop%C3%A4die">Suggestopädie</a> oder aus der amerikanischen <a style="color: #000000;" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Neugeist-Bewegung">Neugeist-Bewegung</a> entsprungenes <a style="color: #000000;" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Murphy_(Esoteriker)">positives Denken</a> propagiert. Die neuen Strategien, die sich aus dem Erfolg der empirischen Wissenschaften begründen sollten, wollte man nun auch in der privaten Weiterbildungsbranche einsetzten. <a style="color: #000000;" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Murphy_(Esoteriker)">Murphy</a> als Großvater dieser Bewegung setzte auf „wissenschaftliche Gebete“, womit man das gesamte Leben in eine positive Richtung lenken sollte. Man ersetzte Religion mit Persönlichkeitsentwicklung.</span><span id="more-1607"></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Die selbsternannten Motivationstrainer produzierten mehr Traum als Schaum, mehr Blasen als Substanz. In Deutschland war es Jürgen Höller, der Tagesgagen von 18.000 Euro verdiente. Nach eigener Aussage war er der teuerste Motivationscoach Deutschands und ging schließlich mit selben Größenwahn in die Pleite. Doch trotz mehr Gläubigern als Gläubigen, kam Höller <a style="color: #000000;" href="https://www.youtube.com/watch?v=pFaBQ-lSSmQ">wieder zurück</a>. Eigentlich hatte die &#8222;Branche, die die <a style="color: #000000;" href="https://www.spiegel.de/lebenundlernen/job/weiterbildung-die-schlichten-botschaften-der-motivationstrainer-a-196813.html">Welt nicht braucht [&#8230;] ausgedient</a>&#8222;, doch falsche Theorien sind wie Herpes und schlummern nur bis sie wieder ausbrechen.  Dabei bediente sich die Branche der gleichen Kraft, die auch Trump zur Präsidentschaft verhalf. Tschakka-Markt-Schreier, Feuer- und Scherbenläufer und Geistheiler werfen Rauch- und Rauschbomben bieten damit &#8222;geistige Schokoriegel&#8220;, die einen kurzweiligen Zuckerkick verursachen. Im Zuckerrausch sind wir glücklich und werden fett auf der Couch. Irgendwie wirken Motivationsvideos für den Moment.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Empfehlenswert ist zu der Frage nach den pseudowissenschaftlichen Theorien Kannings &#8222;</span><a href="https://www.socialnet.de/rezensionen/16313.php">Trilogie über die menschliche Einfalt</a>“. Uwe <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Uwe_Kanning">Kanning</a> ist Wirtschaftspsychologieprofessor in Münster und hat sich vor allem die fragwürdige Motivationsbranche vorgenommen.</p>
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<p><span style="color: #000000;">Die pseudowissenschaftliche Selbstlernszene hat sich gewandelt. Mehr und mehr Coaches bieten ihre Programme im Internet an. Beim Lesen verhält es sich ähnlich. </span><span style="color: #000000;">Im Zuge des Selbstentwicklungskults enstanden Programme, die dynamisches Lesen propagierten. Man nannte sie Speed-Reading, Alpha-Wellen-Lesen und Photo-Reading. Mit überteuerten Seminaren wurden die Anbieter zu Millionären. In dem ganzen Schaum von übermenschlicher Motivation aber gab es auch wirkliche Künstler und Begebungen. Kim Peak war tatsächlich eine faszinierende Person. So las er Bücher in sekundenschnelle, wobei jeweils ein Auge eine Seite scannte.  Innerhalb einer Stunde konnte er so Bücher aufnehmen und las sich damit durch ganze Bibiliotheken.  Seine Behaltensrate lag bei 98 Prozent und so konnte er auch jede Stelle in Shakespeare zitieren. Da er sich aber bei Aufführungen nicht zurückhalten konnte, die Schauspieler selbst bei kleinsten Fehlern zu korrigieren, war es ihm nicht möglich die Drama im Theater zu konsumieren. Kim Peak aber bewies vor allem eins, nämlich dass Schnelllesen möglich ist.</span></p>
<p><iframe width="640" height="480" src="https://www.youtube.com/embed/H2HiLtgGdVg?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p><span style="color: #000000;">Auf Kim Peak basierte der Film &#8222;Rainman&#8220;, ein zu empfehlender Film, der ähnlich wie andere Genie-Filme (&#8222;Shine &#8211; Der Weg ans Licht&#8220;, &#8222;Hannibal&#8220;, &#8222;Good Will Hunting&#8220; oder &#8222;A beautiful Mind&#8220;, um nur einige zu nennen):</span></p>
<p><iframe width="640" height="360" src="https://www.youtube.com/embed/mlNwXuHUA8I?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p><span style="color: #000000;">Ähnliche Savant-Phänomene bildeten die Grundlage, das Schnelllesen &#8218;photographisches Lesen&#8216; zu nennen. Zu der Genie-Euphorie kamen Phänomene hinzu, dass Menschen Schläge auf den Kopf erhielten und plötzlich Fähigkeiten entwickelten, die übermenschlich schienen. So kann sich Orlando Sorrell an alles erinnern, was er seit dem Tag getan hat, an dem er mit einem Baseball am Kopf getroffen worden war:</span><br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/xgrmoVWxTlY" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p><span style="color: #000000;">Es ist nicht verwunderlich, dass im Selbsthilfemarkt Autoren wie Birkenbiehl, Buzan und später auch Hüther Karierre machten. Ihre Ansätze basierten immer auch auf der Verschwörungstheorie, dass das normale, schulische Lernen uns prinzipiell unterfordern und krank machen würde. Im Gehirn bräuchte nur ein Schalter gedrückt werden und schon würden wir vor allem spielend lernen. Da Bildungskritik selten selbstkritisch war, konnte sich so auch viel Unfug in der Einbildungsbranche ausbreiten.</span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="color: #000000; text-decoration: underline;"><strong>Gibt es Schnelllesen?</strong></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Bei alle dem stellt sich nun die Frage, ob es Schnelllesen wirklich gibt. Eines ist klar: Es gibt Menschen, die schneller lesen, und Menschen, die langsamer lesen. Eine Geschwindigkeit von 400 Wörtern pro Minute gilt als schnell, kann aber von noch geübteren Lesern auf 800 Wörter pro Minute gesteigert werden. Dabei gilt es immer, die Verstehensleistung beizubehalten. Das Problem dabei ist, dass Lesestoffe unterschiedliche Grade an Redundanz besitzen. Niemand liest einen hochkomplexen, unbekannten Stoff mit einer Geschwindigkeit von 800 Wörtern pro Minute. Die maximal mögliche Lesegeschwindigkeit ist daher an das Verstehen gekoppelt. Bei einfachen Romanen ist es daher möglich solch hohe Lesegeschwindigkeiten anzuvisieren.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Derweil gibt es auch dokumentierte Lesegeschwindigkeiten von 4000 Wörtern pro Minute, wobei das Textverständnis der Schnellleser fragwürdig ist. Während ein Textverständnis von 50 Prozent bei den meisten Bildungstheoretikern nicht ausreicht umd von Lesen zu sprechen, feiert Buzan, ein Schnellleseverfechter, dieses Resultat. 50 Prozent bei weitaus wesentlich weniger Zeitaufwand sei ein Resultat.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Bei den Programmen, die für derlei Lesen vermarktet werden, beginnt jedoch die Scharlatanerie. Die Lesegeschwingikeiten wurden mit jeder neuen Methode in immer höhere Dimensionen gesteigert. Eine Phillipina behauptet sogar mit 80.000 Worten pro Minute zu lesen. Zum Vergleich: &#8222;Harry Potter&#8220; würde man so in 15 lesen.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Gerade beim Photoreading fallen die Schnelleleser auf sich selbst herein. Wie bei anderen Selbstbetrugsformen zum Beispiel in der alternativen Medizin oder Verschwörungstheorie betrügen die Vertreter nicht wissentlich. Sie selbst glauben an ihre Methoden. So unterzog sich die Photoreaderin einem Test, wobei sie zuvor ihr Textverständnis auf 4.5/5 bewertete. Die Resultate waren allerdings sehr schlecht, was für den Kruger-Dunning-Effekt spricht. Hier die Details:<sup id="cite_ref-20" class="reference"></sup></span></p>
<dl>
<dd><span style="color: #000000;">The final task given to the PhotoReading expert was to read the three chapters from the textbook on Physiology in order to take an exam from a course that used that textbook. The question was simply: Would she pass the exam? The expert took 73 minutes to PhotoRead and read the three chapters of the textbook required for the test (i.e., 361 words per minute). She PhotoRead for 9 minutes the night before taking the test. The following morning, she read the text using various rapid reading and activation techniques. She then answered the questions. She completed the 6 true/false and 30 multiple choice questions, but did not attempt to answer the fill-in-the-blank or short-answer questions. Hence, comprehension performance on the conceptual questions was 0 percent. She answered 2 of 7 multiple-choice prior knowledge questions correctly (29%). Of the text relevant questions, she answered 4 of 6 true/false questions correctly (67%), and 8 of 23 multiple-choice question correctly (35%). This performance is extremely low and only slightly above chance level performance for these types of questions (i.e., 50% and 25%, respectively). In sum, she did not pass the exam. It is important to note that after PhotoReading the text (but before taking the test), she rated her understanding of the material as 4.5 on a 5-point scale (5 representing a good understanding). Moreover, she estimated that she would remember approximately 68 percent of the material for the test, with a grade of C+. This high level of confidence in terms of her text comprehension would have remained unshattered had she not then taken the test &#8211; after which she rated her comprehension much lower (i.e., 2) <a style="color: #000000;" href="https://en.wikipedia.org/wiki/Speed_reading#Effect_on_comprehension">https://en.wikipedia.org/wiki/Speed_reading#Effect_on_comprehension</a></span></dd>
</dl>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="color: #000000; text-decoration: underline;"><strong>Was kann beim Schnelllesen nicht funktionieren?</strong></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Zunächst ist unser Auge physikalisch begrenzt. Eine Fixierung kann einen Bereich so groß wie etwa ein 2 Euro Stück fixieren und benötigt dabei eine Viertel Sekunde. Großzügig ausgelegt kommen wir dabei auf 20 Fixierungen pro Seite, was dann 5 Sekunden entspricht. Schätzen wir 300 Wörter pro Seite sind das immerhin 60 Wörter pro Sekunde, was 3600 Wörtern pro Minute entspricht. Dies muss also eine biologische Grenze sein. Photoreading können wir also derart ausschließen, es sei denn wir verändern die physikalischen Grundlagen.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Es gibt derweil noch eine Ergänzungstheorie, wonach die Seite mit einem schwingenden Muster gelesen wird und das Gehirn ähnlich wie bei einem Bild redundante Informationen selbst ausfüllt. In jedem Fall geht es darum, die Aufnahmefähigkeit an die Sehgeschwindigkeit anzupassen.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Bei klassischen Schnelllese-Modellen fixiert man sich auf zwei Komponenten, um dem biologisch-möglichen Tempo näher zu kommen. Zum Ersten ginge es darum Regressionen zu vermeiden, also Rücksprünge im Text. Zum Zweiten wäre es nötig, die Subvokalisation im Kehlkopf, das unmerkliche Mitschwingen des Kehlkopfs während des inneren Sprechens im Kopf, zu reduzieren. <a style="color: #000000;" href="https://tim.blog/2009/07/30/speed-reading-and-accelerated-learning/">Tim Ferriss beruft sich noch auf einen dritten Ansatz</a>, nämlich die Blickspanne des Auges zu erweitern, was prinzipiell aufgrund der Physiognomie des Auges unmöglich ist. Auch Regressionen und Subvokalisation schrittweise zu reduzieren ist falsch.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Regression ist eher ein Zeichen, dass nicht richtig und konzentriert gelesen wird. Durch etwa rhythmisches Schwingen eines Metronomens und der beständigen Neufixierung wird dieses Problem nicht gelöst, sondern verschlimmert. Man liest immer mehr entgegen der Tatsache, dass man nicht versteht. Die Lesegeschwindigkeit orientiert sich zunächst an der Verstehensgeschwindigkeit, ist diese nicht gegeben, verbessert sich da auch nichts. Wir können zwar rhythmisch lesen, jetzt zwingen wir uns jedoch trotz mangelndem Verständnisses, weiter zu rücken.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Bei der Unterdrückung der Subvokalisation führt dies im Weiteren zur Beeinträchtigung der sogenannten Tonschleife. Die Tonschleife wird bei Kindern im Grundschulalter ausgeprägt. Normalerweise würden die Augen nämlich nach verschiedenen Aufmerksamkeitsinteressen über den Horizont springen, aber niemals geordnet einen Satz in einem Buch verfolgen. Um dieses zu trainieren, lesen Kinder zunächst laut und mit dem Finger. Sobald sich eine Tonschleife im Kopf gebildet hat, werden die Augen über das innere Lesen gesteuert. Der Einsatz des Fingers ist nicht mehr nötig. Unterdrückt man die Subvokalisation kann es zu einer Entkopplung von Tonschleife und Augenbewegung kommen. Die Folge sind Lesestörungen.</span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="color: #000000; text-decoration: underline;"><strong>Gibt es andere erfolgsversprechene Ansätze?</strong></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Die Michelmanns behaupten dennoch, dass es echtes Schnelllesen gibt und dass es erlernbar sei. Hierbei gehe es darum, die Lesestörung durch ein gezieltes Training zu umgehen. Im ersten Schritt gehe es darum, mit sehr hohen Lesegeschwindigkeiten einzusteigen, um die Tonschleife nicht zu beschädigen. Man beginnt sofort mit dem optischen Lesen. Dann wird bei hohen Geschwindigkeiten mit dem Finger eine Schleife über den Text ausgeführt. Der Fokus liegt danach darauf episodisches, bildliches Verstehen zu erreichen. Anhand von einfacher Literatur versucht man, einen Erlebnisstrom zu generieren. Um diesen nachträglich bewusst zu machen, werden Textbilder erstellt. Textbilder sind eine sehr lohnende Methode, die auch in ihrem Buch &#8222;Effizient Lesen&#8220; nachvollzogen werden kann.</span></p>
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</iframe></p>
<p><span style="color: #000000;">Stellen sich dann die ersten Erfolgserlebnisse ein, wird die Geschwindigkeit von 12.000 Wörtern pro Minute auf 4.000 Wörter reduziert. Hierbei festigt sich dann der Erlebnisstrom.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Durch die Methode des Schwingfingers werden die Augen geführt. Nach dem Training beherrscht man zwei Lesemethoden: das tonale Lesen und das optische Lesen mit Hilfe des Schwingfingers. Ob diese Methode funktioniert ist unklar, da es keine genauen Studien gibt. Die Michelmanns zitieren mehre erfolgreiche Schüler. Die Methode selbst ist plausibel.</span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="color: #000000; text-decoration: underline;"><strong>Wie ist die Forschungslage?</strong></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Die tatsächliche Forschung zu diesem Thema ist sehr dünn. Endlich hat sich Prof. Dr. Ralph Radach dieser Sache angenommen. Vor allem konzentriert er sich zuerst auf die sogenannte Trade-Off-Hypothese. Diese besagt, dass mit zunehmender Geschwindigkeit, das Textverständnis abnehme. Dies konnte in einem ersten Experiment widerlegt werden. Tatsächlich fand Radach einen Schnellleser, der seine Verstehensleistung trotz hoher Lesegeschwindigkeit nur unwesentlich reduzierte:</span></p>
<blockquote><p><span style="color: #000000;">&#8222;Es zeigte sich, dass die Lesegeschwindigkeit von 411 Wörtern pro Minute beim schnellen Normallesen auf 572 Wörter pro Minute beim optischen Zeilenlesen und 939 Wörter pro Minute bei Flächenlesen anstieg (Abb. 2). Dabei lag die Verständnisleistung in den beiden ersten Bedingungen klar über den Vergleichsdaten der Kontrollgruppe, in der dritten knapp darunter. Besonders interessant sind die Ergebnisse einer Begleituntersuchung, in der Sequenzen von jeweils drei Buchstaben für sehr kurze Zeit (50 Millisekunden) in verschiedenen Distanzen vom Fixationspunkt präsentiert werden. Hier zeigte der Proband eine ausgezeichnete Leistung, vor allem beim schnellen Erkennen von Strings, die tatsächlich in Wörtern der deutschen Sprache vorkommen. Insgesamt ergibt sich das Bild einer Person mit überragender Expertise durch jahrelange Optimierung, unter anderem  auf der Grundlage extrem effizienter visueller und orthographischer Verarbeitung sowie allgemein sehr hohem mentalen Tempo.&#8220;</span></p></blockquote>
<p><span style="color: #000000;">Radach hat also eine Person gefunden, die mit ungefähr 1000 Wörtern pro Minute liest. Für ein normales Suhrkamp-Buch mit 300 Seiten und 300 Wörtern pro Seite würde er also ungefähr 90 Minuten benötigen, während eine normale Person mit 250 WpS ungefähr 6 Stunden benötigen würde. Die Frage ist nun, ob ein derartiges Lesen trainierbar ist. Mit seinem Trainingsansatz begeht Radachgerade jenen Fehler, den die Michelmanns kritisieren. Er steigert die Lesegeschwindigkeit durch die Unterdrückung von Regressionen und einer Unterdrückung der Subvokalisation. Genau jenes, was langfristig zur Schädigung der Leseschleife führen kann.</span></p>
<blockquote><p><span style="color: #000000;">Als Ergebnis des Trainings kam es zu drastischen Veränderungen der gemessenen Blickbewegungen, wobei in der Trainingsgruppe eine starke Abnahme der Regressionen die Wirkung des akustischen Feedbacks sehr überzeugend dokumentierte. Das Lesetempo am Ende des Trainings betrug in etwa das Anderthalbfache bis Doppelte der Ausgangswerte. Dabei wurde über die Trainingssitzungen bis zur abschließenden Testung im Durchschnitt das gleiche Niveau im Leseverständnis beibehalten. Entgegen unserer Erwartung trat hierbei kein Gruppenunterschied auf, es gab also keinen Vorteil spezifischer Speed-reading-Techniken gegenüber einem allmählichen, relativ kleinschrittigen Training des konzentrierten Lesens bei gleichbleibendem Verständnis.</span></p></blockquote>
<p><span style="color: #000000;">Zwar werden Lesegeschwindigkeiten gesteigert, die Frage aber bleibt, ob dies zur Schädigung des Lesens selbst führt. Vielleicht ist es ähnlich wie beim falschen Muskeltraining, wo sich zwar Muskeln aufbauen, aber gleichzeitig die Gelenke geschädigt werden. Die Michelmanns behaupten ja, von der Tonschleife zum Bildverstehen zu springen und dabei beide Leseformen durch das gezielte Einsetzen des Fingers zu erhalten.</span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="color: #000000; text-decoration: underline;"><strong>Ist Schnelllesen überhaupt nötig?</strong></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Der Boom der 90er und der frühen 00er ist verpufft. Die damalige Hoffnung auf die genialischen Lesebestien ist womöglich unbegründet. Effektivität wird in normalen Berufen nicht durch hohe Lesegeschwindigkeiten gesteigert. Es kommt immer noch auf die präzise Auswahl der richtigen Texte an. Recherchemethoden sind hier bedeutender. Danach muss ein intensives Studium der Informationen erfolgen und dann kommt noch Disziplin hinzu.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Wesentlich ist, dass wir bei Verschwörungswissen oder &#8218;gepflegtes Halbwissen&#8216; zur Ausbildung von falschen Theorien führt. Hiervon sind auch große Magazine nicht befreit. Selbst die Zeit hängte sich einst unkritisch an den Boom. Hier zwei Beispiele:</span></p>
<ul>
<li><span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="https://www.zeit.de/karriere/beruf/2012-06/schnell-lesen-selbsttest">Ein Buch in einer Stunde</a></span></li>
<li><span style="color: #000000;"><a style="color: #000000;" href="https://www.zeit.de/karriere/beruf/2010-08/weiterbildung-schneller-lesen">Mit neuer Technik schneller lesen</a></span></li>
</ul>
<p><span style="color: #000000;">Besser als die Zeit gehen andere Journalisten vor und schwören von den Schnelllesern ab:</span></p>
<p><iframe width="640" height="360" src="https://www.youtube.com/embed/Yo5HfJcvtgs?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p><span style="color: #000000;">Zwar entlarven sie hier die Versprechen der Selbstverbesserungs-Industrie, Einzelphänomene wie Kim Peak nehmen sie jedoch nicht in den Blick. Das ist schade.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Weitere Empfehlungen: Buchclub &#8211; Lesen (Dorian Gray)</strong></span></p>
<p><span style="color: #000000;">Wirkliches Lesen ist wesentlich interessanter. Wie ich in einem anderen Artikel verwiesen habe, kann Lesen womöglich intelligenter machen und verbessert dramatisch unsere linguistischen Fähigkeiten:</span></p>
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="f62ap0Pz5Y"><p><a href="https://www.bewusstes-lernen.de/macht-lesen-intelligenter-vom-wert-des-lesens-fur-die-intelligenz-und-fur-unser-leben/">Macht Lesen intelligenter? Vom Wert des Lesens für die Intelligenz und für unser Leben sowie eine Kritik von Kehlmanns Roman &#8222;Ruhm&#8220;</a></p></blockquote>
<p><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted" src="https://www.bewusstes-lernen.de/macht-lesen-intelligenter-vom-wert-des-lesens-fur-die-intelligenz-und-fur-unser-leben/embed/#?secret=f62ap0Pz5Y" data-secret="f62ap0Pz5Y" width="600" height="338" title="&#8222;Macht Lesen intelligenter? Vom Wert des Lesens für die Intelligenz und für unser Leben sowie eine Kritik von Kehlmanns Roman &#8222;Ruhm&#8220;&#8220; &#8212; Bewusstes Lernen" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe></p>
<p><span style="color: #000000;">Aus gleichem Grund ist auch der Buchclub mit Simon und Niels interessant. Simon ist ein Spinner mit seriösen Interessen (gleiches gilt auch für Niels). Die Sendung liefert mir immer genau das, was ich brauche: Unterhaltung mit Haltung wie Brecht sagen würde. Schaut rein, es lohnt sich.</span></p>
<p><iframe width="640" height="360" src="https://www.youtube.com/embed/gw2CNVxGzDU?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p><span style="color: #000000;">Was mir an Rocket Beans gefällt ist, dass es eben sehr persönlich ist. Auch die neueste Folge zu den sogenannten Pen-und-Paper-Abenteuern ist intellektuelle Humorschule:</span></p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/sxdyLtvZK10" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p><span style="color: #000000;">Ich hoffe, der Artikel war informativ und interessant. Wenn ja, dann teilt ihn doch. Wenn ihr mir weiter folgen wollt, dann added die <a style="color: #000000;" href="http://www.facebook.com/BewusstesLernen" target="_blank" rel="noopener">Facebookgruppe</a> zu eurer Interessensliste. Wenn ihr wirklich keine Beiträge verpassen wollt, dann solltet ihr in den <a style="color: #000000;" href="http://feedburner.google.com/fb/a/mailverify?uri=BewusstesLernen" target="_blank" rel="noopener">E-mail</a>-Verteiler (bei Facebook kommt ja nicht mehr alles an). Ein <a style="color: #000000;" href="http://feeds.feedburner.com/bewussteslernen">RSS-Feed</a> ist natürlich auch vorhanden. Ansonsten könnt ihr mich gerne anschreiben oder einen Kommentar hinterlassen. Ansonsten wenn ihr wirklich helfen wollt, empfehlt diesen Blog weiter, befreundet mich oder klickt mal auf die Amazon-Links.</span></p>
<p><div id="attachment_2386" style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img class="wp-image-2386 size-medium" src="https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/07/67090994_10219738398116015_5664019728264331264_n-1-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/07/67090994_10219738398116015_5664019728264331264_n-1-300x300.jpg 300w, https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/07/67090994_10219738398116015_5664019728264331264_n-1-768x768.jpg 768w, https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/07/67090994_10219738398116015_5664019728264331264_n-1.jpg 960w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p class="wp-caption-text"><span style="color: #000000;">So soll ich wohl aussehen, wenn ich alt bin. Kompetenz-Level +100</span></p></div></p>
<p><span style="color: #000000;">Dr. Norman Schultz</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Mainz, Juli 2019</span></p>
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		<item>
		<title>Den Blutdruck senken durch Self-Tracking und Herzratenvariabilitätstraining? Warum es wichtig ist, sich selbst zu vermessen</title>
		<link>https://www.bewusstes-lernen.de/den-blutdruck-senken-durch-self-tracking-und-herzratenvariabilitaetstraining-warum-es-wichtig-ist-sich-selbst-zu-vermessen/</link>
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		<pubDate>Sat, 01 Jun 2019 17:26:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Fibonaccie]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Quantify Yourself]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Herzratenvariabilität]]></category>

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		<description><![CDATA[Bluthochdruck ist Todesursache Nummer 1, da er hunderttausendfach zu&#160;Herzinfarkt, Hirnschlag und Nierenversagen f&#252;hrt (WELT). Demnach sterben in Deutschland mehr als&#160;140.000 Menschen j&#228;hrlich an Bluthochdruck. Auch in meiner Familie gibt es eine Geschichte von zu hohem Bluthochdruck. Manchmal ist es sogar &#8230; <a href="https://www.bewusstes-lernen.de/den-blutdruck-senken-durch-self-tracking-und-herzratenvariabilitaetstraining-warum-es-wichtig-ist-sich-selbst-zu-vermessen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><div style="width: 522px" class="wp-caption aligncenter"><a title="Internet Archive Book Images [No restrictions], via Wikimedia Commons" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Medical_diagnosis_for_the_student_and_practitioner_(1922)_(14784502255).jpg"><img src="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/c/cc/Medical_diagnosis_for_the_student_and_practitioner_%281922%29_%2814784502255%29.jpg/512px-Medical_diagnosis_for_the_student_and_practitioner_%281922%29_%2814784502255%29.jpg" alt="Medical diagnosis for the student and practitioner (1922) (14784502255)" width="512" height="378" /></a><p class="wp-caption-text">Neues Technologien von vor 100 Jahren</p></div>Bluthochdruck ist Todesursache Nummer 1, da er hunderttausendfach zu Herzinfarkt, Hirnschlag und Nierenversagen führt (<a href="https://www.welt.de/gesundheit/article135317674/Bluthochdruck-Werte-Auch-eine-Frage-der-Mode.html">WELT</a>). Demnach sterben in Deutschland mehr als 140.000 Menschen jährlich an Bluthochdruck. Auch in meiner Familie gibt es eine Geschichte von zu hohem Bluthochdruck. Manchmal ist es sogar schwer, diesen mit Medikamenten zu kontrollieren. Gleichzeitig stellt sich bei uns wie auch bei vielen die Frage, ob man Blutdrucksenkung natürlich erreichen kann, da die hochkonzentrierten Wirkstoffe von Tabletten auch mit Nebenwirkungen einhergehen. Hierbei ist klar, es geht um den Lebenswandel. Im folgenden findet sich daher eine allgemeine Tabelle, die die verschiedenen Möglichkeiten den Blutdruck zu senken, betrachtet:<span id="more-2292"></span></p>
<p>
<table id="tablepress-1" class="tablepress tablepress-id-1">
<thead>
<tr class="row-1 odd">
	<th class="column-1">Umstellungsart</th><th class="column-2">Empfehlung</th><th class="column-3">Geschätzte Reduzierung (mmHg)</th>
</tr>
</thead>
<tbody class="row-hover">
<tr class="row-2 even">
	<td class="column-1">Physische Aktivität</td><td class="column-2">Reguläre Ärobische Tätigkeit, zum Beispiel mindesten 30 Minuten Laufen pro Tag</td><td class="column-3">4-9</td>
</tr>
<tr class="row-3 odd">
	<td class="column-1">DASH Ernährungsplan</td><td class="column-2">Früchte, Gemüse, Diätprodukte</td><td class="column-3">8-14</td>
</tr>
<tr class="row-4 even">
	<td class="column-1">Salzreduzierung</td><td class="column-2">2,4 gramm - 6 gramm pro Tag</td><td class="column-3">2-8</td>
</tr>
<tr class="row-5 odd">
	<td class="column-1">Moderater Alkoholkonsum</td><td class="column-2">1 Drink pro Tag (am besten garnichts)</td><td class="column-3">2-4</td>
</tr>
<tr class="row-6 even">
	<td class="column-1">Gewichtsabnahme</td><td class="column-2">BMI von 18,5 - 24,9 Kg/m2</td><td class="column-3">5-20 pro 10 Kilogramm</td>
</tr>
<tr class="row-7 odd">
	<td class="column-1">Stress Reduzierung</td><td class="column-2">Herzratenvariabilitätsfeedback oder Meditation</td><td class="column-3">5</td>
</tr>
<tr class="row-8 even">
	<td class="column-1">Nikotinreduzierung</td><td class="column-2">Es ist immer gut mit dem Rauchen aufzuhören</td><td class="column-3">2-4</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<!-- #tablepress-1 from cache --></p>
<p>Die Methoden der Tabelle sind nicht vollständig gesichert, dennoch aber ausreichend plausibel, um es zu probieren. In diesem Artikel möchte ich beschreiben, wie man es richtig probiert. Denn einfach drauf los, mag zu vielen Trugschlüßen führen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Traditionelle Methoden der Blutdrucksenkung</strong></span></p>
<p>Es ist nun ganz interessant sich anzuschauen, wie Bluthochdruck vor der Entwicklung von Blutdruckmedikamenten behandelt worden ist. Die Bedeutung des Bluthochdrucks wurde bereits in den 30er Jahren festgestellt. Erst nach und nach kristalisierte sich jedoch der vollständige Zusammenhang zwischen Bluthochdruck und Schlaganfällen heraus. Da es vielfach noch keine Medikamententherapie gab, entwickelte der Arzt Kempner eine strikte Diät. Der große Teil der Diät bestand aus Früchten, Säften, Reis und nur 20 g Protein sowie 5 gramm Fett. Speziell enthielt die Diät zudem weniger als 200 mg Salz. <a href="https://academic.oup.com/ajh/article/10/S1/2S/194309">Sir George Pickering, Arzt und Philosoph aus Großbritannien, bezeichnete</a> sie daher  als “fade, unappetitliche, unakzeptable und intollierbare&#8220; Diät, für die man ein &#8222;Asket oder religiöser Eiferer&#8220; geboren sein müsse. Was aber war nun wirksam an dieser Diät?  <sup><a class="link link-ref link-reveal xref-bibr" data-open="rf3"> </a></sup></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Hilft Salzreduktion?</strong></span></p>
<p>Salzreduktion wird häufig empfohlen. Hilft allerdings nicht bei allen Patienten. Nur 30 bis 50 Prozent sind auf Speisesalz sensibel, auch &#8222;salzsensitiv&#8220; oder &#8222;Kochsalz-Responder&#8220; genannt (<a href="https://www.apotheken-umschau.de/Bluthochdruck/Weniger-Salz-bei-Bluthochdruck-ratsam-526585.html">Quelle</a>). Dennoch ist es nicht verkehrt, ein wenig auf den Salzgehalt in der Nahrung zu achten:</p>
<p><span style="color: #000000; font-size: 1.4em;">Kochsalzgehalt in Lebensmitteln</span></p>
<div class="container container--center">
<div class="container--medium">
<div class="textblock textblock--clearfix" data-qa-component="textblock">
<table border="0" frame="border" rules="all" align="left">
<tbody>
<tr>
<td><strong>Lebensmittel</strong></td>
<td><strong>NaCl (g/100g)</strong></td>
<td><strong>NaCl (g/Portion)</strong></td>
<td><strong>Portion (g)</strong></td>
</tr>
<tr>
<td>Erbsen, zub. mit Salz und Fett</td>
<td>0,42</td>
<td>0,63</td>
<td>150</td>
</tr>
<tr>
<td>Kichererbsen (Konserve)</td>
<td>0,61</td>
<td>0,91</td>
<td>150</td>
</tr>
<tr>
<td>Möhre, Konserve</td>
<td>0,62</td>
<td>0,93</td>
<td>150</td>
</tr>
<tr>
<td>Roggenmischbrot</td>
<td>1,36</td>
<td>0,61</td>
<td>45</td>
</tr>
<tr>
<td>Weizenbrot</td>
<td>1,37</td>
<td>0,41</td>
<td>30</td>
</tr>
<tr>
<td>Schweineschnitzel natur</td>
<td>0,15</td>
<td>0,19</td>
<td>125</td>
</tr>
<tr>
<td>Bockwurst</td>
<td>1,78</td>
<td>2,22</td>
<td>125</td>
</tr>
<tr>
<td>Kasseler, Aufschnitt</td>
<td>3,56</td>
<td>1,07</td>
<td>30</td>
</tr>
<tr>
<td>Döner Kebap</td>
<td>1,27</td>
<td>4,45</td>
<td>350</td>
</tr>
<tr>
<td>Hamburger, groß</td>
<td>1,19</td>
<td>2,39</td>
<td>200</td>
</tr>
<tr>
<td>Laugenbrezel mit Butter</td>
<td>2,67</td>
<td>2,13</td>
<td>80</td>
</tr>
<tr>
<td>Pizza Margherita</td>
<td>1,27</td>
<td>3,81</td>
<td>300</td>
</tr>
<tr>
<td>Pizza Salami</td>
<td>1,4</td>
<td>4,19</td>
<td>300</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</div>
</div>
</div>
<div class="container container--center">
<div class="container--medium">
<div class="textblock textblock--clearfix" data-qa-component="textblock">
<div>
<p><em><a href="https://www.apotheken-umschau.de/Bluthochdruck/Weniger-Salz-bei-Bluthochdruck-ratsam-526585.html">Quelle nach Apotheken-Umschau</a>: Heseker/Heseker: Die Nährwerttabelle. 2. Auflage. Neuer Umschau Buchverlag, Neustadt an der Weinstraße, 2012</em></p>
</div>
</div>
</div>
</div>
<p>Man kommt also sehr schnell über die empfohlene Tagesmenge von 6g hinaus. Doch wie stellen wir fest, ob eine Salzreduktion uns gesünder macht?</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Problem: Was wirkt wirklich?</strong></span></p>
<p>Wir müssen uns immer vor Augen halten, dass eine Medikamententherapie auf wissenschaftlich fundiertes Erfahrungswissen zurückgeht und im Grunde Naturstoffe nimmt und sie hochkonzentriert zur Anwendung bring. Anderweitige Umstellungen wie Diäten sind in ihrer Wirkung daher undurchsichtiger, weil die Dosis wesentlich geringer ist. Das Problem ist es also sicherzustellen, dass die ganzen kleinen Mittelchen und Lebensumstellungen, die wir angehen, auch tatsächlich wirken. Die simple Beobachtung, dass es einem nach einer gewissen Zeit besser gehe, hilft dabei nicht, denn der Körper hat einiges an Selbstheilungspotential. Zumeist liegt es nicht an dem, was wir tun, sondern einfach daran, dass der Körper heilt. Selbsterfahrung ist daher oftmals trügerisch. Bedeutet dies aber, dass wir über unseren Körper nichts wissen können?</p>
<p>Diät und Salzreduktion sind nur dann vielversprechend sollten sie mit systematischer Selbstbeobachtung angegangen werden. Es ist daher wichtig den Bluthochdruck zu messen und festzuhalten. Ich nutze für so etwas eine Excel-Tabelle von GoogleDocs. Dies hat den Vorteil, dass ich sie überall aufrufen kann. Noch besser ist es, dieses gleich mit einer App auf dem Handy festhalten zu können. Im Folgenden habe ich ein ein paar Geräte aufgeführt, die derart arbeiten. Zudem habe ich noch eine interessante Smartwatch mit aufgenommen, die man tragen kann und die den Blutdruck misst.</p>
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<p><span style="text-decoration: underline;"><span style="color: #000000; text-decoration: underline;"><b>Was ist die Quantify-Yourself-Bewegung?</b></span></span></p>
<p>&#8218;Quantify Yourself&#8216; bedeutet, dass man den ersten Schritt zur Verallgemeinerung macht und den Körper beobachtet, indem man Daten erhebt. Zwar kann dieses quantifizierte Erfahrungswissen immer noch falsch sein, aber es ist besser als subjektive Abschätzungen und schützt uns vor Trugschlüßen, die auf subjektiver Selbstbeobachtung beruhen. Zudem lassen sich Daten nach gewisser Zeit korellieren. Nehmen wir zum Beispiel an, wir haben eine Nahrungsmittelallergie, wissen aber nicht auf welchen Stoff. Da wir vielfältige Lebensmittel zu uns nehmen und die Reaktion noch einen Tag später auftreten kann, können wir es nicht immer leicht identifizieren. Wir tappen im Dunkeln und probieren jahrelang herum. Quantifizieren wir nun unser Level der allergischen Reaktion und halten zudem fest, was wir Essen, so können wir den Allergieherd nach längerer Zeit der Messung herausfinden. Ein Self-Tracker dieser Bewegung konnte dabei anscheinend einen großen Teil seiner Allergien beseitigen. Er hatten vor allem gemessen, wieviel er nießt.</p>
<p><iframe width="640" height="360" src="https://www.youtube.com/embed/qI75kMqctik?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Bei seinem Selbsttracking hat er sich dann den Pollen zunächst weniger ausgesetzt, die häufiges Niesen hervorrufen. Irgendwann war sein System anscheinend nicht mehr überlastet und er konnte sich wieder mehr der Natur aussetzen. Nun ist er kaum noch krank.</p>
<p>Die Grundidee der Selbstquantifizierung ist aber, dass das, was gemessen wird, gleichzeitig auch aktiv bearbeitet werden kann. Im Englischen heißt es dann: &#8222;What is meassured, get&#8217;s managed.&#8220; Es bedeutet, dass wenn man misst, mehr über den eigenen Lebenswandel nachdenkt und auch aktiv Veränderungen anstrebt.</p>
<p><span style="color: #000000;"><b>Herzratenvariabilitätstraining?</b></span></p>
<p>Als weitere Vorsorge bietet sich Herzvariabilitätstraining an. Herzratenvariabilität macht offenbar sehr gute Aussagen zur Funktionsfähigkeit der Barorezeptoren und zur Regulation des Blutdrucks durch das autonome Nervensystem. Man kann sich hiermit zunächst also selbst beobachten.</p>
<p>Die Idee am Herzratenvariabilitätstraining ist außerdem, dass sich über die Einübung einer bestimmten Atemweise, diese Atmung auf den Alltag übrträgt. Der Mitnahmeeffekt bewirkt, dass wir unseren Blutdruck durch eine positive Atmung besser kontrollieren. Es gibt hierzu einen wachsenden Korpus an Studien, die diese Wirkung zu bestätigen scheinen. <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4104929/#B55">Lehrer und Gevirtz (2014)</a> verweisen in ihrem Überblicksartikel auf folgende Studien: <a id="__tag_390523221" class=" bibr popnode tag_hotlink tag_tooltip" role="button" href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4104929/#B65" aria-expanded="false" aria-haspopup="true">Nolan 2010</a>; <a id="__tag_390523142" class=" bibr popnode tag_hotlink tag_tooltip" role="button" href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4104929/#B110" aria-expanded="false" aria-haspopup="true">Wang 2010</a>; <a id="__tag_390523206" class=" bibr popnode tag_hotlink tag_tooltip" role="button" href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4104929/#B55" aria-expanded="false" aria-haspopup="true">Lin 2012</a></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Was ist Herzratenvaribilität?</strong></span></p>
<p>Zunächst erscheint es uns logisch, dass das Herz gleichmäßig schlagen sollte. Doch unser Herz schlägt nicht gleichmäßig wie ein Uhrwerk. Atmen wir ein beschleunigt sich der Puls, atmen wir aus, verlangsamt er sich. Diese Variabilität ist normal und kann selbst regelmäßig oder unregelmäßig sein. Herzratenvariabilität kann indirekt Aussagen zur Fähigkeit unseres autonomen Nervensystems machen und damit auch zu unserer Fähigkeit den Blutdruck zu kontrollieren.</p>
<p>Unten sehen wir das Bild einer solchen Messung. Im unteren Abschnitt sehen wir den Puls. Die Abstände zwischen den sogenannten R-Zacken sind mal größer mal kleiner. Dies bedeutet: das Herz schlägt mal schneller und mal langsamer. Wenn diese Beschleunigung und Beruhigung nun gleichmäßig erfolgen, so haben wir es mit einer guten Herzraten-Variabilität zu tun. Diese Herzratenvariabilität ist im oberen Abschnitt abgebildet. Man sieht, dass der Schlag bei dieser Messung zwischen 60 Schlägen und 90 Schlägen pro Minute liegt. Dies ergibt dann einen Durchschnittspuls von ungefähr 83.</p>
<p><div id="attachment_2270" style="width: 1375px" class="wp-caption aligncenter"><img class="wp-image-2270 size-full" src="https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/04/Picture4.jpg" alt="" width="1365" height="767" srcset="https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/04/Picture4.jpg 1365w, https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/04/Picture4-300x169.jpg 300w, https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/04/Picture4-768x432.jpg 768w, https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/04/Picture4-1024x575.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1365px) 100vw, 1365px" /><p class="wp-caption-text">Beispielbild einer Herzratenvariabilitätsmessung von mir</p></div></p>
<p>Die Messung muss dabei mit sehr genauen Geräten erfolgen, da die Verlangsamung und Beschleunigung sehr genau bestimmt werden muss. Hierfür gibt es einen Leuchtsensor, der den Schlag im Ohrläppchen registriert.</p>
<p>Warum ist es aber nun gesund, wenn wir eine stabile und große Herzratenvariabilität haben? Die Herzratenvariabilität zeigt an, wie gut unser autonomes Nervensystem reagiert. Atme ich zum Beispiel ein, beschleunigt sich der Puls. Es wird mehr Blut gepumpt, Organe werden mit mehr Sauerstoff versorgt. Atme ich aus, wird weniger Blut gepumpt.</p>
<p>Die Hypothese beim Herz-Raten-Variabilitäts-Trainings ist es nun, dass sich durch gezieltes Üben auch unser Kreislauf verbessert, weil sich für den Alltag Übernahmeeffekte einprägen. Wir lernen atmen. Die Herzrathenvariabilität hängt von der Atmung ab und je besser man diese trainiert, desto besser gehe es einem.</p>
<p>2015 habe ich beim Quantify-Yourself-Verein der Carnegie Mellon University einen Vortrag zur Messung der Herz-Raten-Variabilität gehalten. Hier präsentiere ich ein paar <a href="https://www.bewusstes-lernen.de/herzratenvariabilitaet-und-feedback-ein-erfahrungsbericht-mit-emwave-von-heartmath/">Auszüge der Resultate</a>.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Was kostet Herzratenvariabilitätsmessung?</strong></span></p>
<p>Bei einer 24-Stunden-Messung fallen Kosten von 150 &#8211; 300 Euro an. Da die Meßgeräte sehr genau und robust sein müssen, ist diese Messung teuer. Der Kauf eines Meßgeräts mag sich daher rentieren, da sich je nach Einsatzhäufigkeit die Kosten reduzieren. Zudem besitzt man am Ende mehr Daten als  die von einem Tag und kann durch Biofeedback trainieren.</p>
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<p>&nbsp;</p>
<p>Ansonsten ruhig mit Freunden treffen und anstatt im Garten bei Kaffee und Kuchen lieber bei einer schönen Wanderung Kalorien verbrennen. Ich bin mit Freunden mal in den Wald in der Nähe von Mainz gewandert. Insgesamt waren wir 4 Stunden unterwegs und haben uns gut unterhalten. Mit der App von Google wird das alles mittlerweile automatisch getrackt.</p>
<p><img class=" wp-image-2339 aligncenter" src="https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/06/61627558_416606305841998_930571064872796160_n.png" alt="" width="232" height="413" srcset="https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/06/61627558_416606305841998_930571064872796160_n.png 540w, https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/06/61627558_416606305841998_930571064872796160_n-169x300.png 169w" sizes="(max-width: 232px) 100vw, 232px" />Noch ein paar Fotos von der Wanderung:</p>
<p><img class="size-full wp-image-2340 aligncenter" src="https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/06/61453856_398404757682498_1083942203824275456_n.jpg" alt="" width="1024" height="620" srcset="https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/06/61453856_398404757682498_1083942203824275456_n.jpg 1024w, https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/06/61453856_398404757682498_1083942203824275456_n-300x182.jpg 300w, https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/06/61453856_398404757682498_1083942203824275456_n-768x465.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /> <img class="alignleft size-full wp-image-2342" src="https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/06/61696341_455735175235604_6140061821609967616_n.jpg" alt="" width="1024" height="692" srcset="https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/06/61696341_455735175235604_6140061821609967616_n.jpg 1024w, https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/06/61696341_455735175235604_6140061821609967616_n-300x203.jpg 300w, https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/06/61696341_455735175235604_6140061821609967616_n-768x519.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /> <img class="alignleft size-full wp-image-2343" src="https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/06/61978449_1032807893595183_3903568880525639680_n.jpg" alt="" width="2048" height="1524" srcset="https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/06/61978449_1032807893595183_3903568880525639680_n.jpg 2048w, https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/06/61978449_1032807893595183_3903568880525639680_n-300x223.jpg 300w, https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/06/61978449_1032807893595183_3903568880525639680_n-768x572.jpg 768w, https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/06/61978449_1032807893595183_3903568880525639680_n-1024x762.jpg 1024w" sizes="(max-width: 2048px) 100vw, 2048px" /> <img class="size-full wp-image-2344 aligncenter" src="https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/06/62122706_313527266245743_5872958441126887424_n.jpg" alt="" width="395" height="640" srcset="https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/06/62122706_313527266245743_5872958441126887424_n.jpg 395w, https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/06/62122706_313527266245743_5872958441126887424_n-185x300.jpg 185w" sizes="(max-width: 395px) 100vw, 395px" /></p>
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<p>Dr. Norman Schultz<br />
Mainz, Juni 2019.</p>
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		<item>
		<title>Gibt es freies Lernen? Und warum lernen wir in unserer Freizeit so wenig?</title>
		<link>https://www.bewusstes-lernen.de/lerne-wie-1000-mann-klatschen-von-der-freiheit-des-lernens/</link>
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		<pubDate>Tue, 30 Apr 2019 03:06:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Fibonaccie]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Lernen lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Schulkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Einleitung: In diesem Artikel will ich indirekt die Frage nach dem freien Lernen stellen. K&#246;nnen wir frei lernen oder braucht es doch irgendwo Zwang und Autorit&#228;t? Ich habe hier keine eindeutigen Antworten, sondern nur ein paar &#220;berlegungen. Es handelt sich &#8230; <a href="https://www.bewusstes-lernen.de/lerne-wie-1000-mann-klatschen-von-der-freiheit-des-lernens/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><div style="width: 660px" class="wp-caption aligncenter"><a title="von Evan-Amos (Eigenes Werk) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons" href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AHands-Clapping.jpg"><img class=" " title="Klatschen" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/fc/Hands-Clapping.jpg?uselang=de" alt="" width="650" /></a><p class="wp-caption-text">Applaus von Evan-Amos (Eigenes Werk) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)</p></div><strong>Einleitung:</strong> In diesem Artikel will ich indirekt die Frage nach dem freien Lernen stellen. Können wir frei lernen oder braucht es doch irgendwo Zwang und Autorität? Ich habe hier keine eindeutigen Antworten, sondern nur ein paar Überlegungen. Es handelt sich daher um ein reflektierendes Essay.</p>
<p>Für das freie Lernen spricht, dass wir nun eine Internetgemeinschaft haben, wo sich Menschen gegenseitig sehr viele Dinge beibringen. Aber kann diese Internetgemeinschaft die Zukunft sein? Was lernen wir denn im Internet? Memeswars, Shitstorms und kollektive Erregung? Wie schnell applaudieren wir dabei Müll? Es heißt: &#8222;Kein Applaus für Scheiße&#8220;, aber belohnt kollektive Begeisterung nicht gerade den Durchschnitt?<span id="more-16"></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><b>Applaus</b></span></p>
<p>Klatschen soll in der Regel Leistung honorieren, aber kann eine Masse Leistung wirklich wert schätzen? Warum klatschen wir? Manchmal klatschen wir es aus Begeisterung, manchmal aus Angst, manchmal klatschen wir aufgrund des Herdentriebs und oft auch klatschen wir aus Scham. &#8222;Kein Applaus für Scheiße!&#8220; bekomme ich selten hin. Klatschen als Kulturtechnik erfüllt verschiedene Funktionen. Ideal praktizieren wir Applaus, um außergewöhnliche Leistungen zu honorieren. Aber wie erkennen wir außergewöhnliche Leistungen?</p>
<p>Applaus ist kinderleicht und mittlerweile sind wir derart konditioniert, dass wir uns gezwungen fühlen mitzuklatschen, wenn auch nur einer klatscht. Indem wir beide Handflächen aufeinander prallen lassen, verdrängen wir die Luft, wir erzeugen einen Knall und machen mit ihm für Bewunderung Platz. Insbesondere würdigen wir Leistungen, in denen Geübte ihre Fähigkeiten präsentieren. Können wir tatsächlich nicht an uns halten vor Erstaunen? Oder applaudieren wir auch uns selbst?</p>
<p><iframe width="640" height="360" src="https://www.youtube.com/embed/f1N5lZw7e78?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Die Masse applaudiert natürlich für den leicht gehobenen Durchschnitt, weil sie schnell von vorgetäuschter Genialität zu begeistern ist. Beim Applaus entkommen wir jedoch nur schwer dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Dunning-Kruger-Effekt">Kruger-Dunning-Effekt</a>.</p>
<p><strong>Kruger-Dunning-Effekt</strong></p>
<p>Der Kruger-Dunning-Effekt bedeutet, dass wir unsere eigenen Fähigkeiten in der Regel nicht richtig einschätzen können, weil uns dazu die Expertise fehlt. In der Regel überschätzen wir uns daher. Das Problem deutet sich an: Wir können nie einen Meister beurteilen, wenn wir nicht selbst Meister sind. Im Weiteren heißt dies, dass ein uncharismatischer Experte einen charismatischen Laien in den Augen des Publikums immer unterlegen ist. Drücken wir es so aus, ob wir gegen den Weltranglistenersten oder gegen den Zehntausendsten er Weltrangliste im Schauch oder Tennis verlieren, macht für uns als Laien keinen merkbaren Unterschied. Wir konzentrieren uns daher auf das Charisma.</p>
<p><strong>Applaus wofür?</strong></p>
<p>&#8222;Jeder findet seinen Meister&#8220; bedeutet, dass jeder etwas nicht kann. Applaus ist in diesem Sinne vielleicht ein sozialer Kit. Vielleicht drückt Applaus daher aus, dass die Masse sich immer vor der Einzelleistung verneigen muss, sobald die Übung das Können der plumpen Masse übersteigt. Applaus steht dann für den Übersteigungsauftrag, den sich Gesellschaften geben. Oft aber werden Popsternchen schnell zu revolutionären Genies verklärt. Es beginnt mit den Beatles, geht über Queen und endet bei Madonna, Justin Bieber oder eben auch bei Deutschlands ausgesuchten Superstars. Generell gilt eher das Prinzip, das einst <a href="https://www.facebook.com/profile.php?id=1451087670">Alfred Eisleben</a> formulierte: &#8222;Nur ein Meister kann einen Meister loben.&#8220; Im Massengeschmack hat Applaus als Währung seine Inflationskrisen. Applaus kann keine Würdigung für einen Meister sein.</p>
<p>Wie aber applaudieren wir dann, wenn einer nun wirklich etwas geleistet hat? Hier wäre vielleicht eine Lösung: stärker Applaudieren!</p>
<p><iframe width="640" height="480" src="https://www.youtube.com/embed/985gQXDNO5g?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p><iframe width="640" height="360" src="https://www.youtube.com/embed/Z571ByeNbPQ?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Handelt es sich hier um eine außergewöhnliche Leistung, noch besser applaudieren zu können? Ich kann es nicht genau beurteilen. Ein solches Diplom könnte ich mir auch schnell selbst basteln. Das Ganze erscheint mir mit etwas Disziplin erlernbar.</p>
<p>Warum aber lerne ich es nicht, wenn es eigentlich einfach ist über den Durchschnitt hinauszuragen? Obwohl ich intrinsisch dazu bereit bin, fehlt mir leider die extrinsische Motivation. Aus Sicht meiner bisherigen, beruflichen Tätigkeit würde mir diese spezielle Fähigkeit des Klatschens einfach nicht viel bringen. Würde ich so im Konzertsaal applaudieren? Vielleicht ist es gerade mal gut; um der weirde Nerd auf einer Gartenparty zu sein. Hey, aber so könnten 100 Mann applaudieren wie 100.000 Mann! Spartaner des Klatschens. Aber nochmal, was ist nun der Grund, dass ich es nicht lerne?</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Warum wir nicht lernen</strong></span></p>
<p>In meiner Kindheit auf dem Bolzplatz war es häufig so, dass viele sich kleine Fußballtricks gezeigt haben, die niemals besonders waren, aber die doch erlernt werden mussten. Wir halfen uns kaum gegenseitig. Beim Fußball ging es immer darum, sich vor den anderen als besser zu beweisen, aber niemals darum, sich gegenseitig auf ein höheres Niveau zu bringen. Sportliche Kinder waren einfach irgendwie cooler. Dabei waren wir ja auch nur unteres Mittelmaß im überstädtischen Vergleich. Statt uns also im Miteinander immer mehr Fähigkeit zu unterrichten, hatte ich den Eindruck, dass wir darauf verzichteten und uns lieber als die besten in einer Unterschicht beweisen wollten. Applaus! Auf der anderen Seite wurde der ernsthafte Lerndruck vor allem auf die Schulen verlagert. Wer braucht da noch mehr Druck?</p>
<p>Vielleicht aber ist es auch wieder der Kruger-Dunning-Effekt und ohne Meister erfolgt keine angemessene Bewertung. Lehrer sind vielleicht aus diesem Grund unabdingbar, um dem Schüler einerseits zu weisen, wo er noch nicht wissen kann, und um im Moment der psychischen Schwäche dann doch den Schüler zu drillen. Ich frage mich, ob diese zwei Funktionen von einer Gemeinschaft Lernender ersetzt werden können und tendiere zu &#8222;Nein&#8220;.</p>
<p><strong>Der Schulangriff</strong></p>
<p>Da das Miteinander offensichtlich schwer ist, hat die Gesellschaft die Institution &#8222;Schule&#8220; auf den Weg gebracht. Nach üblicher Geschichtsschreibung erfolgte einer der größten und systematischsten Angriffe des Staates auf die Privatssphäre. Schulen, die täglich das Lernpotenzial der Schüler abfordern sollten, haben die Kinder von ihren Kartoffeläckern geholt und von ihren Ausbeutern befreit. Nach Jahren stupider Ackerarbeit verblieb eben oftmals nur ein geistig karger Acker.  In Verschwörungstheorien heißt es dann: Die Schule war das Mittel für die Disziplin des Krieges. Demnach glaubte ein Soldatenkönig, dass in den Schülern ein Saatgut verborgen lag, das Lehrer und nicht Eltern zum Keimen bringen konnten, das man dann im Krieg bräuchte. Ist diese Theorie wahr? Oder hat die Schule doch auch einen humanistischen Keim?</p>
<p>Wie dem auch sei. Es heißt, dass nach den Jahren der intellektuellen Ackerpflege unsere Erziehungsanstalten dann doch wieder zur drögen Gartenpflege verkommen sind. Hier freuen sich Kleingärtner einmal im Jahr über ein paar Kartoffelln und selbstgezogene Radieschen. Die dümmsten Bauern haben dabei die dicksten Kartoffeln?</p>
<p>Heute stellt sich die Frage, ob es wieder an der Zeit ist, den Staaten die Bildungsmonopole zu entziehen und die Erziehung einer kreativen Elternschaft zurückzugeben. So vertreten es zumindest die Vertreter von <a title="freies Lernen" href="http://www.bvnl.de/index.php/aktuelles" target="_blank" rel="noopener">Freies Lernen</a>, die sich aber auch gerne auf Verschwörungstheorien berufen und ihre Kinder vorsichtshalber nicht impfen. Hieraus ergeben sich die Fragen hinsichtlich des Massengeschmacks und des Kruger-Dunning-Effekts. Wer hat die Kompetenz über Lerninhalte und Methoden zu entscheiden?</p>
<p>Im Folgenden findet sich daher ein Video über die Kehrseite, der links-liberalen elterngerechten Erziehung, die die Freiheit des Lernens in den Mittelpunkt stellt. Das Ganze ist ins Absurde abstrahiert, aber wer schützt die Kinder vor Eltern, die eben nicht die Schlausten sind?</p>
<p><iframe width="640" height="360" src="https://www.youtube.com/embed/Zh3Yz3PiXZw?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Brauchen wir Autorität?</strong></span></p>
<p>Nun, es könnte tatsächlich sein, dass wir die Autorität der Lehrer benötigen, die uns zum Lernen zwingen. Es stimmt zwar, Schüler sitzen im Unterricht zumeist wie in einem Stau, wobei jeder einen Ferrari besitzt. Keiner darf sein Automobil wirklich ausreizen. Zuviele Lernende, die sich auf zu kleinen Räumen drängeln, verstopfen den Lernprozess. Der Lehrer ist somit kein Trainer mehr, der jeden an die Leistungsgrenzen bringt, sondern jemand, der kleine Feuerreifen aufspannt, durch die die Schüler unmotiviert hindurch springen müssen. Mehr noch die Sprunghöhe ist zumeist so gering, dass selbst ein Toaster höher hüpft, wenn er den Toast zur Morgenbegrüßung rausschießt. Selbstlernfähigkeiten sind dabei weniger gefragt.</p>
<p><strong>Aber lernen wir selbst?</strong></p>
<p>Den Gegenbeweis zur Autoritätsschule erbringt das Internet. Eine Internetgemeinde überrascht sich vor allem mit Kreativität und Tutorials, die immer mehr Experten beflügelt, Dinge zu verbessern und Amateure verleitet, Dinge überhaupt zu erlernen. Das Robot-Dancing hat so überhaupt eine unglaubliche Entwicklung mit immer neuen Moves an den Tag gelegt. Ebenso gibt es Mathematiktutorials oder Beatboxschulen, die Fähigkeiten trainieren, die teilweise die Fähigkeiten des Mathematikunterrichts oder des Musikunterrichts überragen. Im Schach leben wir in einer Zeit, in der ich Weltmeistern beim Daddeln im Internet zu schauen kann:</p>
<p><iframe width="640" height="360" src="https://www.youtube.com/embed/JYlapZwI6NQ?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Davon hätte ich als Kind geträumt. Auch zum Software-Engineering gibt es interessante Einsichten. Nach Techlead, einem früheren Google-Ingenieur, lernen wir Software selbst zu Hause:</p>
<p><iframe width="640" height="360" src="https://www.youtube.com/embed/R2pIutTspQA?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Aber lernen wir im Internet am Ende vielleicht nur Äquivalente des Klatschens? Wer lernt im Internet denn schreiben, lesen und rechnen? Das dröge Wiederholen? Wenn das Internet aus der Masse besteht, wie soll dann mehr als Masse dabei rauskommen?</p>
<p>So sitze ich nun nach Internetprokrastination auch und erlerne nebenbei Klatschen wie Tausend Mann.  Beim Klatschenlernen lerne ich ein Stück wieder freies Lernen. Und dennoch: diese Freiheit ist eine verlorene Freiheit, denn wie profitiere ich vom Klatschen?</p>
<p>Vielleicht geht es aber nicht um den Profit beim Lernen, sondern einfach nur um Lernen als Tätigkeit des Lebens selbst. Hier daher der Klang einer Klatschenden Hand.</p>
<p><iframe width="640" height="360" src="https://www.youtube.com/embed/qwoq3QBaQAY?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Was denkt ihr? Brauchen wir Autorität um zu lernen?</p>
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<p>Dr. Norman Schultz,<br />
Mainz, April 2019.</p>
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		<title>Herzratenvariabilität und Feedback &#8211; Ein Erfahrungsbericht mit EmWave von Heartmath</title>
		<link>https://www.bewusstes-lernen.de/herzratenvariabilitaet-und-feedback-ein-erfahrungsbericht-mit-emwave-von-heartmath/</link>
		<comments>https://www.bewusstes-lernen.de/herzratenvariabilitaet-und-feedback-ein-erfahrungsbericht-mit-emwave-von-heartmath/#respond</comments>
		<pubDate>Thu, 18 Apr 2019 01:36:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Fibonaccie]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Meditation]]></category>
		<category><![CDATA[Quantify Yourself]]></category>
		<category><![CDATA[Bewusste Meditation]]></category>
		<category><![CDATA[Herzratenvariabilität]]></category>

		<guid isPermaLink="false">https://www.bewusstes-lernen.de/?p=2266</guid>
		<description><![CDATA[Was ist Herzratenvaribilit&#228;t? Unser Herz hat zwar einen gleichm&#228;&#223;igen Puls, das hei&#223;t aber nicht, dass das Herz in der Minute gleichm&#228;&#223;ig wie ein Uhrwerk schl&#228;gt. Tats&#228;chlich beschleunigt sich der Puls, wenn wir einatmen und verlangsamt sich jedesmal, wenn wir ausatmen. &#8230; <a href="https://www.bewusstes-lernen.de/herzratenvariabilitaet-und-feedback-ein-erfahrungsbericht-mit-emwave-von-heartmath/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_2270" style="width: 1375px" class="wp-caption aligncenter"><img class="wp-image-2270 size-full" src="https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/04/Picture4.jpg" alt="" width="1365" height="767" srcset="https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/04/Picture4.jpg 1365w, https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/04/Picture4-300x169.jpg 300w, https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/04/Picture4-768x432.jpg 768w, https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/04/Picture4-1024x575.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1365px) 100vw, 1365px" /><p class="wp-caption-text">Beispielbild einer Herzratenvariabilitätsmessung</p></div></p>
<p><strong>Was ist Herzratenvaribilität?</strong></p>
<p>Unser Herz hat zwar einen gleichmäßigen Puls, das heißt aber nicht, dass das Herz in der Minute gleichmäßig wie ein Uhrwerk schlägt. Tatsächlich beschleunigt sich der Puls, wenn wir einatmen und verlangsamt sich jedesmal, wenn wir ausatmen. Diese Variabilität ist normal und kann selbst regelmäßig oder unregelmäßig sein.<span id="more-2266"></span></p>
<p>Die Hypothese beim Herz-Raten-Variabilitäts-Trainings ist es nun, dass sich durch gezieltes Üben auch unser Kreislauf verbessert. Die Herzrathenvariabilität hängt von der Atmung ab und besser man diese trainiert, desto besser gehe es einem. Es gibt einige Studien, die eine positive Wirkung generell belegen wollen. Eine Überblicksstudie findet sich<a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4104929/"> hier</a>.</p>
<p>2015 habe ich beim Quantify-Yourself-Verein der Carnegie Mellon University einen Vortrag zur Messung der Herz-Raten-Variabilität gehalten. Hier präsentiere ich ein paar Auszüge der Resultate.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>I</strong>.<strong><span style="color: #000000; text-decoration: underline;">Was war die Zielstellung?</span></strong></span></p>
<p><strong>Ziel </strong>war die Messung meiner Herz-Raten-Varibilität mit Feedback wie auch ein erster Vergleich mit der Herzraten-Variabilität bei Meditation. Es liegt ja eigentlich nah, dass die Herzratenvariabilität bei Meditation funktioniert. Das aber ist nicht der Fall.</p>
<p><strong>Konkrete Fragestellung: </strong></p>
<ol>
<li style="list-style-type: none;">
<ol>
<li>Ist Meditation ähnlich dem Herz-Raten-Varibilitätstraining?</li>
<li>Kann Herz-Raten-Variabilität-Feedback anzeigen, wie gut ich meditiere?</li>
<li>Ist Herz-Raten-Variabilität besser geeignet für unsere Gesundheit als Meditation?</li>
</ol>
</li>
</ol>
<p>Menschen, die mit mir zusammenarbeiten wissen bereits, dass ich skeptisch bin, was Meditation anbelangt. Es gibt einfach zu wenig präzise Studien. Zwar lassen sich im Internet kleinere Studien und Experimente zu Hauf finden. Wir dürfen dabei aber nicht vergessen, dass hier die Publikations-Bias eine Rolle spielt. Das heißt, es werden eher positive Ergebnisse publiziert und zitiert. Oftmals entsprechen diese Ergebnisse unserem Wunsch, Wundermittel zu finden. Die Überblicksstudien weisen dann auch nur wenige qualitative Studien aus, die die Wunderwirkung von Meditation bezeugen.</p>
<p>Natürlich lehne ich Meditation nicht ab, aber ich sehe ihren Sinn eher darin, dass sie unserem metaphysischen Wesen entspricht, nämlich nach Sinn zu suchen als dass sie positive Gesundheitseffekte bereithält.</p>
<p>Dennoch fasziniert mich nach wie vor ein Experiment, in dem Meditation bei <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25367403">Brustkrebs-Überlebenden</a> eingesetzt wurde. Bei den Meditierenden blieben die Telomerstränge im Vergleich zur Kontrollgruppe gleich . Leider aber kann auch dies nur als Trend festgestellt werden, da die Anzahl der Teilnehmer am Experiment zu klein war.</p>
<p>Herz-Raten-Variabilität lässt sich im Gegenzug besser untersuchen, da es womöglich im direkten Bezug zu den Barorezptoren steht, die für die Regulation unseres Blutdrucks verantwortlich sind. Eine gute Herz-Raten-Variabilität steht dann für einen gesunden Organismus.</p>
<p>Bei der Firma <em>Heartmath</em>, die das Produkt vertreibt, finden sich folgende Beispiele für die positive Wirkung:</p>
<ul>
<li>Gesteigerte Fähigkeit sich selbst zu regulieren</li>
<li>40 Prozent Verbesserung des Langzeitgedächtnissee, 24 Prozent Verbesserung des Kurzzeitgedächtnisses, Gesteigerte Fähigkeit sich zu konzentrieren, Gesteigerte Fähigkeit der Reaktionszeiten</li>
<li>Höhere Test-Scores, Bessere Fähigkeit zu lernen</li>
<li>41 Prozent weniger Intentionen, den Job zu verlassen</li>
<li>17 Prozent Verbesserung der Konflikte zu Hause</li>
<li>46 Prozent verringerte Angst</li>
<li>usw.</li>
</ul>
<p>Source: <a href="https://www.heartmath.com/benefits/">Heartmath</a></p>
<p>Klingt etwas zu gut, um wahr zu sein. Aber man muss das Produkt ja auch vertreiben. Kommen wir also zu meinem kurzen Selbstexperiment.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">II. Wie habe ich es gemessen?</span></strong><strong><span style="text-decoration: underline;"> </span></strong></p>
<p>Zu meiner Meditation habe ich folgende Daten über einen Zeitraum von 3 Wochen erhoben. Ich habe die subjektive Effektivität beim Arbeiten festgehalten und sie mit meiner täglichen Anzahl an Meditationsminuten verglichen.</p>
<p><img class="size-full wp-image-2268 aligncenter" src="https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/04/Picture3.jpg" alt="" width="597" height="370" srcset="https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/04/Picture3.jpg 597w, https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/04/Picture3-300x186.jpg 300w" sizes="(max-width: 597px) 100vw, 597px" /></p>
<p>Ich muss mich zunächst für den Mix aus Deutsch und Englisch entschuldigen. Die Daten sind 2014 von mir erhoben worden. Ich hatte einfach meine Arbeitseffektivität jeden Tag auf einer Skala von 1 bis 10 nach subjektivem Eindruck bewertet. Zudem hatte ich festgehalten, wieviel ich meditiert habe. In den Zeiten als ich mehr meditierte habe, war ich auch effektiver. Es ist unklar, ob ich effektiver war, weil ich meditiert habe oder ob ich mehr meditierte und effektiver war, weil ich entspannt war oder mehr Zeit hatte.</p>
<p>An diese Messungen habe ich nun Herz-Raten-Variabilitäts-Messungen angeschlossen.</p>
<ul>
<li>Die Messung erfolgte auch über 3 Wochen</li>
<li>Jeden Tag 7 Minuten, möglichst am Abend</li>
<li>Ich habe das Programm &#8222;Emwave Desktop&#8220; und einen Lichtpulsmessgerät benutzt, dass am Ohrläppchen befestigt wird</li>
<li>Für die Meditation habe ich jeden Tag 7- 20 Minuten meditiert. In der Regel abends nach dem Heart-Rate-Variability-Training oder nach meinen ersten 90 Minuten Arbeit (in der Regel um 10)</li>
<li>Für die Meditation habe ich Guided Meditations auf Youtube gehört (Autogenes Training)</li>
</ul>
<p>Hier ist ein typisches Bild der Messung der Herzratenvariabilität. Der Lichtmesser ist sehr sensibel und daher kommt der Ausschlag am Anfang.<img class="size-full wp-image-2270 aligncenter" src="https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/04/Picture4.jpg" alt="" width="1365" height="767" srcset="https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/04/Picture4.jpg 1365w, https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/04/Picture4-300x169.jpg 300w, https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/04/Picture4-768x432.jpg 768w, https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/04/Picture4-1024x575.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1365px) 100vw, 1365px" /></p>
<p>Unten sehen wir den Puls. Oben sehen wir die Herzratenvariabilität. Man sieht, dass zunächst mein Herz sehr unregelmäßig die Geschwindigkeit reguliert, obwohl mein Puls relativ gleichmäßig aussieht. Während der Messung versucht man mit einem optischen Pulsometer so gleichmäßig wie möglich zu atmen. Man kann hier auch mit akkustischen Reizen arbeiten. Ziel ist es, irgendwann ohne beide Hilfsmittel hohe Werte zu erreichen. Am Ende jeder Sitzung bekommt man dann einen Koheränz-Score, der die Regelmäßigkeit der Variabilität angibt.</p>
<p><strong>III. Was habe ich gelernt?</strong></p>
<p>Im folgenden Diagram sehen wir den Koheränz-Score im Vergleich zum Puls (in Schlägen pro Minute), was ich Herzrate (HR) genannt habe.</p>
<p><img class="size-full wp-image-2271 aligncenter" src="https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/04/Picture5.png" alt="" width="582" height="373" srcset="https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/04/Picture5.png 582w, https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/04/Picture5-300x192.png 300w" sizes="(max-width: 582px) 100vw, 582px" /></p>
<p>Offensichtlich konnte ich meinen Koheränz-Score im Verlauf des Experiments nur minimal steigern. Wobei ich nach Angabe des Programs beim Training bereits gute Werte erzielt habe. 3 ist bereits ein guter Wert. Dabei sind mir auch ein paar 5er-Spitzen gelungen. Womöglich aber muss man ausdauernder das Programm betreiben. Zumindest aber habe ich einige Minuten am Tag regelmäßig geatmet.</p>
<p>Einen Zusammenhang zwischen Puls und Koheränz kann ich nicht erkennen.</p>
<p>Leider konnte ich nicht immer koheränte Messungen mit dem Programm bei der Meditation erreichen. Da man den Sensor nicht kontroliert und die Augen geschlossen hält, habe ich manchmal nicht mitbekommen, dass das Programm nicht richtig startete. Manchmal verutschte auch der Sensor oder das Programm stoppte. Deswegen sind die Daten lückenhaft.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-2272" src="https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/04/Picture6.png" alt="" width="582" height="374" srcset="https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/04/Picture6.png 582w, https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/04/Picture6-300x193.png 300w" sizes="(max-width: 582px) 100vw, 582px" /></p>
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<p>Eigentlich lässt sich hier nur ablesen, dass der Puls niedriger ist und dass sich bei der Meditation keine hohen Werte für die Herzratenvariabilität erreichen lassen. Deutlicher wird das bei der Vergleichsabbildung:</p>
<p><img class="size-full wp-image-2273 aligncenter" src="https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/04/Picture7.jpg" alt="" width="596" height="369" srcset="https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/04/Picture7.jpg 596w, https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/04/Picture7-300x186.jpg 300w" sizes="(max-width: 596px) 100vw, 596px" /></p>
<p>Die Scores in der Herz-Raten-Variabilität sind bei der Meditation nicht hoch. Die Qualität von Meditation kann daher womöglich nicht in Bezug auf Herz-Raten-Variabilität bestimmt werden und ist vielleicht ein weitere Beleg für die begrenzte Wirksamkeit von Meditation oder es bedeutet, dass Meditation anders wirkt.</p>
<p>In der Gegenüberstellung beider Methoden zeigt sich der Unterschied deutlicher. Zunächst ein Beispiel für eine Messung mit hohem Score bei der Herzratenvariabilität und eine normalen Messung bei Meditation:</p>
<p><img class="size-full wp-image-2274 aligncenter" src="https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/04/Picture9.jpg" alt="" width="1363" height="766" srcset="https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/04/Picture9.jpg 1363w, https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/04/Picture9-300x169.jpg 300w, https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/04/Picture9-768x432.jpg 768w, https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/04/Picture9-1024x575.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1363px) 100vw, 1363px" /> <img class="size-full wp-image-2275 aligncenter" src="https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/04/Picture10.jpg" alt="" width="1362" height="766" srcset="https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/04/Picture10.jpg 1362w, https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/04/Picture10-300x169.jpg 300w, https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/04/Picture10-768x432.jpg 768w, https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/04/Picture10-1024x576.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1362px) 100vw, 1362px" /></p>
<p>Ich habe zudem auch Meditationen mit Biofeedback durchgeführt. Hierzu kann man die Atmungsangabe akustisch einstellen, um Koheränz zu erreichen. Es gibt dann bestimmte Töne, die einem den erreichten Koheränzwert signalisieren. Zudem gibt ein Geräusch, dass die Regelmäßigkeit der Atmung angeben soll. Es ist natürlich nicht so gut, wie dieses optisch zu kontrollieren.</p>
<p><img class="size-full wp-image-2276 aligncenter" src="https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/04/Picture11.png" alt="" width="1320" height="742" srcset="https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/04/Picture11.png 1320w, https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/04/Picture11-300x169.png 300w, https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/04/Picture11-768x432.png 768w, https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/04/Picture11-1024x576.png 1024w" sizes="(max-width: 1320px) 100vw, 1320px" /></p>
<p>Hier habe ich tatsächlich einen höheren Score als ohne Feedback erreicht. Die Frage ist aber, inwieweit dies dann noch Meditation ist.</p>
<p>Zudem lässt sich hier auch eines der grundlegenden Probleme von Meditation erkennen. Jeder macht es womöglich höchst individuell und es gibt keine einheitliche Theorie wie Meditation nun durchzuführen ist.</p>
<p>Abschließend muss ich nochmal auf die klaren Effekte der Meditation in Bezug auf Beruhigung verweisen. Der Vergleich in den nächsten zwei Diagrammen verdeutlicht dies.</p>
<p><div id="attachment_2278" style="width: 1372px" class="wp-caption aligncenter"><img class="wp-image-2278 size-full" src="https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/04/Picture13.png" alt="" width="1362" height="766" srcset="https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/04/Picture13.png 1362w, https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/04/Picture13-300x169.png 300w, https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/04/Picture13-768x432.png 768w, https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/04/Picture13-1024x576.png 1024w" sizes="(max-width: 1362px) 100vw, 1362px" /><p class="wp-caption-text">In diesem Diagram kann man den Beruhigungseffekt sehr schön erkennen.</p></div></p>
<p><div id="attachment_2277" style="width: 1330px" class="wp-caption aligncenter"><img class="wp-image-2277 size-full" src="https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/04/Picture12.png" alt="" width="1320" height="742" srcset="https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/04/Picture12.png 1320w, https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/04/Picture12-300x169.png 300w, https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/04/Picture12-768x432.png 768w, https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/04/Picture12-1024x576.png 1024w" sizes="(max-width: 1320px) 100vw, 1320px" /><p class="wp-caption-text">Bei dem Fokus auf Herzratenvariabilität stellt sich dieser  Beruhigungseffekt nicht ein.</p></div></p>
<p>Zwar hatte ich bessere Resultate in der Herz-Raten Variabilität, subjektiv habe ich diese Verbesserung allerdings nicht wirklich so empfunden.</p>
<p>Herzratenvariabilität und Meditation zielen daher auf unterschiedliche Fragestellungen. Ein gezielte Recherche im Internet ergibt dann, was ich schon vorher hätte wissen können:</p>
<p>Es geht bei Meditation um eine Entspannungsantwort, wobei das parasympatische System wirken soll (Source: <a href="http://hrvblog.blogspot.com/2011/03/7-hrv-is-not-meditation.html">http://</a><a href="http://hrvblog.blogspot.com/2011/03/7-hrv-is-not-meditation.html">hrvblog.blogspot.com/2011/03/7-hrv-is-not-meditation.html</a> Eric Chamberlin MD).</p>
<p>Bei Meditation wird sich typischerweise die Herzratenvariabilität reduzieren und dies macht es womöglich schwieriger, einen eindeutigen Score für die Gleichmäßigkeit zu erreichen.</p>
<p>Dennoch geht es um die Gleichmäßigkeit der Variabiltität und es ist unklar, ob eine einfache Meditation dieser beiträgt oder ob Atmung hier sehr genau geschult werden muss.</p>
<p><strong>IV. Wie Geht es Weiter?</strong></p>
<p>Ich überlege die Herzratenvariabilität weiterzuverfolgen. In meiner Familie gibt es eine Geschichte von Bluthochdruck, was zwar mit Medikamenten einstellbar ist, aber nicht optimal ist. Hat Herzratenvariabilitätstraining positive Effekte? Ich glaube wir wissen wenig, aber es schadet ebenso nicht.</p>
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</iframe></p>
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<p>&nbsp;</p>
<p>Dr. Norman Schultz<br />
Mainz, 2019.</p>
<p>P.S. Ich wohne jetzt in einem schönen Loft in Mainz.</p>
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		<item>
		<title>Was ist der wirkliche Sinn von Meditation? Meditation und Metaphysik</title>
		<link>https://www.bewusstes-lernen.de/was-ist-der-wirkliche-sinn-von-meditation-meditation-und-metaphysik/</link>
		<comments>https://www.bewusstes-lernen.de/was-ist-der-wirkliche-sinn-von-meditation-meditation-und-metaphysik/#respond</comments>
		<pubDate>Thu, 28 Mar 2019 15:32:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Fibonaccie]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Meditation]]></category>
		<category><![CDATA[Autogenes Training]]></category>
		<category><![CDATA[Bewusste Meditation]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.bewusstes-lernen.de/?p=2187</guid>
		<description><![CDATA[&#220;ber den Wirkungsgrad von Meditationen wissen wir wenig. Generell aber wird er wohl &#252;bersch&#228;tzt. Viele angenommene, positive Wirkungen konnten bisher nicht best&#228;tigt werden, wie ich ja bereits im vorherigen Artikel diskutiert habe. Schlaf und Autogenes Training &#8211; Worum geht es &#8230; <a href="https://www.bewusstes-lernen.de/was-ist-der-wirkliche-sinn-von-meditation-meditation-und-metaphysik/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Über den Wirkungsgrad von Meditationen wissen wir wenig. Generell aber wird er wohl überschätzt. Viele angenommene, positive Wirkungen konnten bisher nicht bestätigt werden, wie ich ja bereits im vorherigen Artikel diskutiert habe.</p>
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="QtJwPVrU1P"><p><a href="https://www.bewusstes-lernen.de/schlaf-und-autogenes-training-worum-geht-es-beim-autogenen-training-wirklich/">Schlaf und Autogenes Training &#8211; Worum geht es beim Autogenen Training wirklich?</a></p></blockquote>
<p><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted" src="https://www.bewusstes-lernen.de/schlaf-und-autogenes-training-worum-geht-es-beim-autogenen-training-wirklich/embed/#?secret=QtJwPVrU1P" data-secret="QtJwPVrU1P" width="600" height="338" title="&#8222;Schlaf und Autogenes Training &#8211; Worum geht es beim Autogenen Training wirklich?&#8220; &#8212; Bewusstes Lernen" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe></p>
<p>Es ist leider so, dass wir uns in unserem Leben einfache Lösungen erhoffen, wir uns jedoch womöglich damit abfinden müssen, dass es keine Wundermittel gibt. Diese Einsicht ist schwer, denn wir romantisieren die Einfachheit. Vor allem bewirkt sie dass viele unserer vertrauten Lösungsmechanismen womöglich irrelevant sind. Deswegen möchte ich in diesem Artikel den tatsächlichen Sinn von Meditation und ihre Nähe zur Religion ausleuchten. Dabei will ich keinen institutionellen Religionsbegriff bemühen, sondern Religion als Frage nach etwas verstehen, dass über unsere bloße physische Konstitution hinausgeht. Leider muss ich hierfür auch klären, wie ich Religion überhaupt verstehe und was hier Wissenschaftlichkeit bedeutet um dann ihren Sinn in Meditation und zum Beispiel Autogenem Training zeigen zu können. Oftmals wird ja die Frage nach Gott als unwissenschaftlich herausgestellt. Das ist allerdings falsch. Sie kann nur nicht empirisch gestellt werden.<span id="more-2187"></span></p>
<p>Wie ich nun schon sagte, gibt es keine Wundermittel. Naturmittel zum Beispiel werden oftmals als gesunde Alternative hervorgehoben, den höchsten Wirkungsgrad hat jedoch die westliche Medizin. Obwohl die westliche Medizin dazu führte, dass wir unsere Lebenserwartung extrem steigern konnten, hält sich der Verdacht, dass der Westen, schließlich von alten, weißen Männern dominiert, die Entwicklung von alternativen Produkten hemmt oder gar unterbindet. Bei derlei Verdachtshypothese sollten wir uns aber auch vorhalten, wie schnell wir selbst auf Heilsversprechen hereinfallen. Dabei ist es zudem auch so, dass vor allem <a href="https://www.bloomberg.com/opinion/articles/2019-01-02/why-smart-people-may-be-more-likely-to-fall-for-fake-news">kluge Menschen auf Fake News hereinfallen</a>.</p>
<p>Das Internet überschwemmt uns mit Informationen und in Amerika ist es mittlerweile so, dass jeder Artikel sich damit schmückt, Forschung oder Studien zu referenzieren. Impfgegner sind hier zum Beispiel sehr informiert und bekanntlich braucht es 10 mal mehr Zeit, Bullshit zu widerlegen, als es braucht, Bullshit zu produzieren. Harry Frankfurt stellte hier zu fest, dass Bullshit ein größerer Feind der Wahrheit sei als Lügen.</p>
<p>Der Kruger-Dunning-Effekt spielt hier eine Rolle, das heißt, in der Regel überschätzen wir unsere Leistungen und unser Denkvermögen. Gegeben aber wieviele Menschen Unfug glauben, ist es womöglich schwer kritisches Denkniveau zu erreichen. Auch wenn uns die Natur natürlich eine gesunde Ernährung vermittelt, der Glaube an die Heilkraft der Natur überspielt dabei mitunter jedwede Vernunft. Im Internet finden sich dann verschiedene Schlagzeilen angeblicher Krebsheilung durch Vitamine, neuen Anti-Krebsdiäten, man liest von den Wundern, die Marijuana bei Krebs oder anderen Krankheiten bewirke. Anfällig sind hier vor allem Individuen, die bereits eine Systemabneigung in sich kultiviert haben und das Niveau haben Verschwörungstheorien halbwegs intellektuell zu verarbeiten.  Schnell wird es zu der Frage des westlichen Systems gegen die Freiheit des Individuums.</p>
<p><span style="font-size: 14pt;">Ärzte hassen diesen Trick!!! Dieser Mann bringt ein Multi-Milliardendollarbusiness gegn sich auf mit dieser simplen Ernährungsstrategie.</span></p>
<p>Man glaubt es kaum, aber derart Versprechen sind erfolgreich. Esoterik ist dabei das Schlangenöl dieses Jahrhunderts.</p>
<p><iframe width="640" height="360" src="https://www.youtube.com/embed/LaDsOJATX3A?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Es gibt natürlich keine eindeutig duale Welt. So steht aber auch nicht auf der einen Seite die Pharmalobby und auf der anderen Seite der kämpfende Naturheilkundler. Tatsächlich gibt es eben auch Menschen, die mit alternativer Medizin Geld verdienen. Aus dem selben Grund ist es daher leider auch so, dass die Rituale der fernöslichen Medizin in ihrem Marktwert hochgeschrieben werden. Meditation gilt so als Alternative zu den chemisch operierenden Multimilliarden-Dollar Unternehmen. Doch nur weil diese Thesen zu Graden Wahrheit besitzen, bedeutet dies nicht, dass die Alternativen tatsächlich wirken. Da es womöglich keine Wundermittel gibt, wirkt Alternativmedizin zumeist nicht wie versprochen. Oftmals ist der Wirkungsgrad gering. Oft wirken sie auch überhaupt nicht.</p>
<p>Nun ich halte viel von gesunder Ernährung und alternativen Lebensweisen, aber nicht entgegen dem wissenschaftlichen Verstand. Ich war lange Zeit zum Beispiel Veganer. Meine Motivation war vorrangig ethisch, da ich es für verwerflich halte, Tiere auszubeuten, wenn wir es vermeiden können. Problematisch fand ich allerdings die Vehemenz mit der Veganer von den gesundheitlichen Vorteilen ihrer Ernährung berichteten.</p>
<p>Die Indizien hierfür sind nicht überwältigend und diskutabel. Selbst aber wenn Veganismus gesünder ist als Fleischkonsum, ist es noch lange Wundermittel gegen Krebs. So wurde es aber in diesen Kreisen dargestellt. In vereinfachten Darstellungen haben sie oftmals alle Aspekte der Forschung übertrieben und so dann auch auf Naturheilung geschworen. Es ging sogar soweit, dass ich einmal ausgelacht worden bin, weil ich feststellte, dass eine Aidsinfektion nicht mit Naturstoffen zu behandeln wäre. Darauf hieß es dann, dass bei einer natürlichen Ernährung HIV gar nicht erst zu AIDS werden würde. Aids war dann ein Mythos, der von der Regierung lanciert würde.</p>
<p>Dies sind esoterische Verschwörungstheorien. Sie treten allerdings oftmals im Verbund mit einem ganzen Paket an anderen Überzeugungen auf. Anfällig ist, wer grundlegende Problemstellungen der Soziologie und Wissenschaftstheorie nicht versteht. Bis zu einem gewissen Grad sind wir das daher alle. Hierzu habe ich einen Artikel geschrieben:</p>
<h2 class="entry-title"><a title="Permalink zu Warum wir alle an Verschwörungstheorien glauben – Was können wir wissen?" href="http://www.entgrenzen.de/2019/03/warum-wir-alle-an-verschwoerungstheorien-glauben-was-koennen-wir-wissen/" rel="bookmark">Warum wir alle an Verschwörungstheorien glauben – Was können wir wissen?</a></h2>
<p>Das Ziel in diesem Artikel ist es nun, die Nähe von Meditationen zur Religion darzustellen. Es geht mir jedoch eben nicht darum, Meditation als Wundermittel zu propagieren. Es geht mir darum, über religiöse Aspekte aufzuklären. Hierbei geht es mir nun auch nicht darum, einer Religion das Wort zu reden. Es würde viele abschrecken, wenn ich hier nun eine dogmatisch christliche Position ausbreiten würde und dies ist auch nicht mein Zielt. Ich denke jedoch auch, dass strikt atheische Argumentationen, ebenso schwer zu verteidigend sind wie strikt theologische Argumentationen. Nun, dies heißt nicht, dass es Gott gibt. Aber die Frage, ob es Gott gibt oder nicht, ist nicht so leicht aus unserem Leben zu verbannen. Die Frage selbst bedeutet eine tiefe, nicht-empirische Auseinandersetzung mit unserem Leben und Tod. Wer hier zu schnell eine Antwort gibt, täuscht sich womöglich selbst. Deswegen möchte ich im Folgenden zeigen, was Meditation im Bezug auf diese Frage bedeutet. In Bezug auf diesen Artikel habe ich auch bereits dargestellt, welche Rolle Religion in einer Wissenschaft spielt.</p>
<h2 class="entry-title"><a title="Permalink zu Was können wir über Gott wissen? Letztbegründungsfragen und Religion" href="http://www.entgrenzen.de/2019/03/was-koennen-wir-ueber-gott-wissen-letztbegruendungsfragen-und-religion/" rel="bookmark">Was können wir über Gott wissen? Letztbegründungsfragen und Religion</a></h2>
<p><strong>Zur Meditation und Religion</strong></p>
<p>Schauen wir uns zunächst die östliche Meditationsindustrie an. In Thailand meditieren über 1.000.000 Menschen für den Frieden.</p>
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="m6SPybqP4m"><p><a href="https://soulonsoul.com/spirituality/1-million-children-meditating-world-peace-thailand/">1 Million Children Meditating For World Peace In Thailand</a></p></blockquote>
<p><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted" src="https://soulonsoul.com/spirituality/1-million-children-meditating-world-peace-thailand/embed/#?secret=m6SPybqP4m" data-secret="m6SPybqP4m" width="600" height="338" title="&#8220;1 Million Children Meditating For World Peace In Thailand&#8221; &#8212; Soul on Soul" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe></p>
<p>Natürlich kann Meditation eine positive Beschäftigung mit sich selbst sein. Es könnte aber auch sein, dass sie eine politische Dimension besitzt. Bei 1.000.000 Menschen, die einem bestimmten Dogma folgen mögen, ist das Potential zur Manipulation groß.</p>
<p>Unabhängig davon stellt sich die Frage, ob die romantisierten Ostkulturen denn tatsächlich näher an der Essenz des Menschen leben, ob sie naturverbundener sind. Ein wenig ist mir Asien bekannt und der Buddhismus findet dort sehr unterschiedliche Ausprägungen. Ist Asien naturverbundener? Gemessen am Verkehrsaufkommen hat Deutschland zumindest die &#8218;ausgeglichenere&#8216; Luft und das trotz Dieseln. Hier sind ein paar Videos aus meinen Aufenthalten in Vietnam.</p>
<p><iframe width="640" height="480" src="https://www.youtube.com/embed/QU9mo2RpMP4?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Taiwan ist sehr schön. Ich habe dort viel Buddhismus studiert und die Mülltrennung ist dort eine Wissenschaft. Dennoch ist die Luft schlecht, weil nahezu jeder mit Motorroller motorisiert ist:</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-2251" src="https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/03/34647315_10216431392882951_2453287003102380032_o.jpg" alt="" width="1024" height="642" srcset="https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/03/34647315_10216431392882951_2453287003102380032_o.jpg 1024w, https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/03/34647315_10216431392882951_2453287003102380032_o-300x188.jpg 300w, https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/03/34647315_10216431392882951_2453287003102380032_o-768x482.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-2250" src="https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/03/34839921_10216428706455792_5341523527499513856_n.jpg" alt="" width="862" height="960" srcset="https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/03/34839921_10216428706455792_5341523527499513856_n.jpg 862w, https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/03/34839921_10216428706455792_5341523527499513856_n-269x300.jpg 269w, https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2019/03/34839921_10216428706455792_5341523527499513856_n-768x855.jpg 768w" sizes="(max-width: 862px) 100vw, 862px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Gemessen am westlichen Meditationsaufkommen sollte ja nun die Lebenserwartung entsprechend höher sein. Meditation ist schließlich ein Wundermittel. Dies ist nicht der Fall. Gerade bei Ländern mit westlichem Lebensstandard ist die Lebenserwartung hoch. Bei Ländern ohne gute medizinische Versorgung ist die Lebenserwartung niedriger als in Deutschland.</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td width="262"><strong>Land</strong></td>
<td><strong>Lebenserwartung bei Geburt (Jahre)</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="262">Japan</td>
<td>85</td>
</tr>
<tr>
<td width="262">Singapur</td>
<td>85</td>
</tr>
<tr>
<td width="262">Macau</td>
<td>85</td>
</tr>
<tr>
<td width="262">Hongkong</td>
<td>83</td>
</tr>
<tr>
<td width="262">Israel</td>
<td>83</td>
</tr>
<tr>
<td width="262">Republik Korea</td>
<td>83</td>
</tr>
<tr>
<td width="262">Taiwan</td>
<td>80</td>
</tr>
<tr>
<td width="262">Sri Lanka</td>
<td>77</td>
</tr>
<tr>
<td width="262">China</td>
<td>76</td>
</tr>
<tr>
<td width="262">Malaysia</td>
<td>75</td>
</tr>
<tr>
<td width="262">Thailand</td>
<td>75</td>
</tr>
<tr>
<td width="262">Vietnam</td>
<td>74</td>
</tr>
<tr>
<td width="262">Bangladesch</td>
<td>73</td>
</tr>
<tr>
<td width="262">Indonesien</td>
<td>73</td>
</tr>
<tr>
<td width="262">Nepal</td>
<td>71</td>
</tr>
<tr>
<td width="262">Demokratische Volksrepublik Korea</td>
<td>71</td>
</tr>
<tr>
<td width="262">Bhutan</td>
<td>71</td>
</tr>
<tr>
<td width="262">Philippinen</td>
<td>69</td>
</tr>
<tr>
<td width="262">Indien</td>
<td>69</td>
</tr>
<tr>
<td width="262">Myanmar</td>
<td>68</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Quelle: http://www.atanango.com/laendervergleich-demografie-lebenserwartungfrauenjahre&#8211;top&#8211;50&#8211;23/</p>
<p>Was sagt uns diese Tabelle? Es gibt natürlich viele Einflussfaktoren auf die Lebenserwartung. In Vietnam sind die Unfallzahlen zum Beispiel katastrophal. Dennoch glaube ich, dass Vietnamesen und Thailänder, die viel meditieren, auch nicht besser leben. Meines Erachtens ist das Dogma von der besseren Lebensweise der asiatischen Kulturen ein esoterischer Mythos. Es kann dort sehr entspannt und schön sein, aber genauso kann man in Deutschland in ein Kloster gehen. Naturverschmutzung kann dort abgesehen von Japan katastrophale Ausmaße annehmen. Kultur und Religion sind oftmals ebenso mit Politik verknüpft wie in Europa oder Amerika. Von einer besseren Kultur sollten wir daher nicht sprechen, sondern kritisch fragen, inwiefern kann Religion in jeder Kultur kritisch gedacht werden.</p>
<p><strong>Meditation</strong></p>
<p>Meditation enthält natürlich interessante Ideen der Gewaltlosigkeit. Thich Nhat Hanh sagte: &#8222;Wollen wir den Krieg in der Welt beenden, müssen wir zuerst den Krieg in uns beenden.&#8220; Ebenso wirft Meditation die Frage auf, welche Dinge uns beschäftigen sollten, denn beim Meditieren will man nichts. In folgendem Video kommt diese Frage zum Ausdruck.</p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/9l-YYqjhVi4" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p>Ich habe das Video erstmals in einer Buddhismus-Klasse in Taiwan gesehen. Es zeigt, wie der Fokus auf einzelne Störungen letztlich dazu führt, dass wir uns immer mehr an den Dingen stören. Es ist stattdessen wichtiger, die Kleinigkeiten ignorieren zu können, um letztlich im Nichts anzukommen. Meditation ist womöglich deswegen auch eine gute Konzentrationspraxis. Aber wie bereits angedeutet, aufgrund der mangelnden Forschung, geht es mir hier nicht darum Meditation oder eben Autogenes Training in ihrem Wert als Wundermittel oder Schlangentrunk zu propagieren, sondern es geht mir um das, was wir wirklich sagen können. Das ist eigentlich die Aufgabe von Philosophen. Natürlich werden derlei Beobachtungen weniger gemocht, weil sich immer herausstellt, dass wir weniger wissen, als wir allgemein vermuten. Darüber hinaus sagen Philosophen zumeist nicht, was ist &#8211; der vermessene Anspruch einiger Journalisten &#8211; sondern eher sagen sie, was wahrscheinlich nicht ist. Ich möchte aber endlich zur Frage der Metaphysik innerhalb der Meditationen kommen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Metaphysische Aspekte</strong></span></p>
<p>Die Entwicklung des Autogenen Trainings war begleitet von der Idee, Meditationstechniken vom religiösen Ballast zu befreien. Der angeblich ideologiefreie, reine Empirismus dominierte das Denken von J.H. Schultz, dem Erfinder dieser Entspannungstechnik. Doch ist die Befreiung von religiösem Gehalt möglich? Und ist die Idee einer ideologiefreien Technik oder Wissenschaft nicht auch Ideologie?</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Was ist eigentlich Religion?</strong></span></p>
<p>Ich habe bereits in meinen Artikeln zur Verschwörungstheorie und zum Denken darauf hingewiesen, dass es womöglich nicht möglich ist, sich von Ideologien zu befreien. Aber wir können sie transparent machen und auf diese Art unser Wissen bewerten. Aus diesem Grund müssen wir uns auch fragen, welchen Einfluss Religionen auf uns haben.</p>
<p>Die meisten Menschen verbinden mit dem Wort &#8218;Religion&#8216; die von Menschenhand geschriebenen Bücher, gefüllt mit Fiktionen, die zur Manipulation der Massen eingesetzt werden. Was die meisten Menschen in ihrer Kritik dabei leider übersehen: Erstens nur weil ein Mensch etwas schreibt oder denkt, heißt es nicht, dass alles daran falsch ist. Zweitens nur weil ich einen logischen Fehler mache, heißt das nicht, dass die Ausgangshypothese falsch ist. Glauben wir dies, so begehen wir die sogenannte Fallacy-Fallacy oder zu deutsch, den Trugschluss-Trugschluss.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Exkurs zum Trugschluss-Trugschluss</strong></span></p>
<p>Prämisse 1:  A äußert These X.<br />
Prämisse 2: A&#8217;s Argument enthält einen Trugschluss.<br />
&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br />
*Konklusion: Die zu Grunde liegende These X muss falsch sein.</p>
<p>Nur weil jemand einen falschen Gedankengang in seinem Denken anwendet, heißt das nicht, dass seine These falsch war. Nur weil menschengemachtete Religionen Trugschlüsse enthalten, heißt dies daher auch nicht, dass es Gott nicht gibt. Nur weil also bestimmte Religionen oder bestimmte Menschen falsche Dinge tun, heißt das nicht, dass die von ihnen genutzte Metaphysik Unfug ist.</p>
<p>Folgendes konkrete Argument ist für mich irrelevant. Die Menschen haben Gott erfunden, um sich das Unerklärliche zu erklären (diese These kenne ich von Thomas Hobbes). Das jemand einen Gott erfindet, um ein Ziel zu erreichen, bedeutet jedoch nicht, dass es Gott nicht gibt. Im Weiteren nur weil ich darauf verweise, dass dies ein Trugschluss ist, heißt dies auch nicht, dass es Gott gibt oder dass ich annehme, dass es Gott gibt. Anstatt also zu streiten, sollten wir ersteinmal fragen, was wir gerechtfertigt wissen können. Denken wir also ein bisschen vorsichtiger über Religion nach.</p>
<p>Zunächst müssen wir dazu die Möglichkeit unseres Wissen diskutieren. Ich will dabei auch klären, wie wir Religion verstehen können. Glaube ich dabei, dass es Gott gibt oder nicht gibt? Ja und nein und ja und nein.</p>
<p><strong>Was ist Religion in unserem wissenschaftstheoretischen Gesamtgefüge?</strong></p>
<p>Wo findet die Religion im wissenschaftlichen System ihren Platz? Es geht mir hier nun überhaupt nicht darum, zu sagen, wo die Wissenschaft aufhört, beginne die Religion. Ich denke, dass wir die Wissenschaft entwickeln und die Wissenschaft unsere einzige Hoffnung auf Wissen ist. Religion und Wissenschaft zu trennen, ist daher ein Fehler. Was aber ist Wissenschaft?</p>
<p>In meiner Dissertation habe ich mich damit beschäftigt, ob wir bereits die abschließende Form <em>einer</em> Wissenschaft gefunden haben. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass dies nicht der Fall ist. Dennoch kann die Wissenschaft etwas leisten. Wir können zum Beispiel unterscheiden, für welche Fälle sie sehr nützliches Wissen liefert. Ich möchte es daher so sagen: Wo die empirische Wissenschaft aufhört, dort betreiben wir metaphysisch-kritische Wissenschaft. Die empirischen Wissenschaften haben Grenzen, aber mit den empirischen Wissenschaften hört Wissenschaft nicht auf. Ich möchte ebenso sagen, dass die empirische Wissenschaft als Grundlage die metaphysisch-kritische Wissenschaft besitzt.</p>
<p><strong>Religion als Grundlage unserer Wissenschaft</strong></p>
<p>Ich glaube die Religion ist nicht nur Teil der Wissenschaft, sondern Grundlage der Wissenschaft. Natürlich meine ich hiermit nicht die katholische Kirche. Religion ist ebenso wenig der Glaube, dass es Gott gibt, sondern beschreibt den Versuch, das Ganze des Seins zu verstehen.  Die nicht metaphysischen Wissenschaften, das heißt die empirischen Wissenschaften, setzen sich mit Phänomenen auseinander, die beobachtbar und abgrenzbar sind. Das Ganze aber ist nicht beobachtbar, weil es nicht abgrenzbar und kein Individuum ist. Ein Beispiel: Das Seiende können wir beobachten, aber nicht sein Sein, denn alles, was wir beobachten ist immer Seienedes und nicht Sein. Behaupten wir aber deswegen, es gäbe kein Sein? Nein, wir wissen Sein gibt es, doch wenn wir es beschreiben wollen, kommen wir in Verlegenheit.<a href="#_ftn1" name="_ftnref1">[1]</a></p>
<p><a href="#_ftnref1" name="_ftn1"></a></p>
<p>Das heißt daher auch, &#8218;Gott&#8216; ist für einen empirischen Wissenschaftler kein wirklicher Gegenstand, den er bearbeiten kann [Die Religionswissenschaft untersucht natürlich empirisch, wie der Begriff &#8218;Gott&#8216; Eingang in die Zivilisationsgeschichte gefunden hat. Ich glaube aber, dass es ihnen dabei auch um den Begriff von Gott geht und wie er sich gemessen am Ideal entwickelt. Andernfalls wäre es ja schlicht Anthropologie]. Gott ist kein Seiendes, kein Ding unter Dingen, ebenso wie das Sein kein Ding unter Dingen ist. Aber wie gesagt, das heißt nicht, dass es das Sein oder Gott nicht gibt. Es heißt nur, dass wir es nicht empirisch erforschen können.</p>
<p>Aus diesem Grund bin ich immer ein bisschen überrascht, wenn Hawking oder der Halbwissenschaftler wie Tyson DeGrasse sich über Metaphysik äußern. In der Regel behaupten sie, dass es diese Metaphysik nicht gibt. Die Begründung ihres Wissens, stellen sie dann unter Bezug auf ihre empirischen Erkenntnisse dar. Kant würde dies einen Kategorienfehler nennen, da sie das Wissen aus der Kategorie des Seienden auf die Kategorie des Seins anwenden.</p>
<p>Hawking und Tyson DeGrassen könnten stattdessen feststellen, dass Gott nicht in den Erfahrungshorizont der Physik passt. Sie machen allerdings metaphysische Aussagen über das Sein und wer sich dabei ein bisschen mit philosophischen Positionen auseinandergesetzt hat, merkt sofort, dass ihre Aussagen wirklich kein wissenschaftliches Niveau haben. Auf Philosophenkongressen würden sie sich schlicht lächerlich machen. Ein Proseminar zu Kant würde ausreichen, um sie besser zu informieren. Man merkt jedoch, dass sie sich nie ernsthaft mit der Grundlegung der Wissenschaft auseinandergesetzt haben.</p>
<p>Warum aber ist nun Religion der Grund der empirischen Wissenschaften? Während die empirischen Wissenschaften Einzelphänomene beobachten, können sich die empirischen Wissenschaften nicht selbst begründen. Hierfür benötigen sie nämlich einen Blick auf das Ganze. Und hier geraten die empirischen Wissenschaften in eine Krise.</p>
<p>Die empirische Wissenschaft behauptet ja immer, dass alles an ihr streng wissenschaftlich wäre. Nun nehmen wir an, wir hätten noch keine Wissenschaft. Wie beginnen wir dann mit Wissenschaft? Fangen wir einfach an? Ja, wahrscheinlich würden wir einfach anfangen. Aber sollten wir nicht streng wissenschaftlich beginnen? Das heißt, sollten wir nicht schon eine Methode haben, die wissenschaftlich ist? Wenn wir nicht wissenschaftlich beginnen, was garantiert dann, dass wir wissenschaftlich arbeiten? Wir haben schließlich noch keine Wissenschaft.</p>
<p>Ich habe diesen Punkt auf meinem Philosophieblog weiter ausgeführt.</p>
<h2 class="entry-title"><a title="Permalink zu Was können wir über Gott wissen? Letztbegründungsfragen und Religion" href="http://www.entgrenzen.de/2019/03/was-koennen-wir-ueber-gott-wissen-letztbegruendungsfragen-und-religion/" rel="bookmark">Was können wir über Gott wissen? Letztbegründungsfragen und Religion</a></h2>
<p>Es sei nun angemerkt, dass wir nun schon sehr tief in die Wissenschaftstheorie eindringen. Ich schwanke immer und frage mich, ob Leser tiefgründige Ausarbeitung wirklich interessiert. Wissenschaftstheorie ist mein Spezialgebiet und da kann man mal schnell zu kompliziert werden. In meinem anderen Philosophieblog führe ich daher weiter aus, dass die Frage nach Gott und dem Ursprung der Wissenschaften weder mit empirisch- oder rational-intuitiven Methoden bearbeiten können. Auch die sogenannten transzendentalen Methoden versagen. Als Strategie zur Wissenschaftsbegründung kommt meines Erachtens nur die zirkulär-pragmatische Begründung in Frage. Hier gehen wir davon aus, dass wir Gott weder beweisen noch widerlegen können. Daher müssen wir einen Operationsmodus finden, der weder das eine noch das andere annimmt. Die Herangehensweise ist pragmatisch. Wieso aber ist dies eine Grundlage für die empirischen Wissenschaften? Weil es den pragmatisch, relativen Grund bestimmt. Aus diesem Grund hat die empirische Wissenschaft kein Problem anzufangen, weil wir bereits pragmatisches Wissen besitzen. Es ist Wissen, gemessen an seiner Funktionsleistung. Hinzu kommt aber: Wir können kein Wissen über die absolute Realität erlangen, sondern wir erlangen Wissen über unsere Erfahrungshorizonte. Auf all diesen Erfahrungshorizonten basiert Wissenschaft, die diese natürlich versucht, zu abstrahieren. Die Wissenschaft ist menschlich, aber deswegen nicht rein subjektiv. Der Mensch ist ein Wesen, dass sich Fragen offen hält, der Probleme erkennt und mit der Gabe der Reflektion sich und die Wissenschaft weiter entwickeln kann. Diese Reflexionsgabe ist der Grund allen Denkvermögens und spielt in der Meditation eine entscheidende Rolle.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Der Mensch als offenes Wesen</strong></span></p>
<p>Wir selbst sind Wesen unter einem offenen Horizont, Wesen, die sich entwickeln sollen. Wir sind frei in Bezug auf unser Werden und determiniert in Bezug auf unser Sein. Hier leitet sich auch der oftmals sehr locker verwendete Begriff der Freiheit ab, den wir zu einem Kampfbegriff des Kapitalismus und Kommunismus ummodeliert haben. Tatsächlich bezeichnet er eine unklare Bestimmung unseres Wesens. Es ist damit nicht die Entscheidungsfreiheit gemeint, sondern die Freiheit, jemand anders zu werden. Es bedeutet wir sind noch nicht fertig. Aber was sollen wir und was dürfen wir hoffen?</p>
<p>Freiheit als Begriff zählt zu den drei metaphysischen Ideen, da sie alle nicht beobachtbar sind: Welt als Ganzes, Freiheit als Mensch und Gott als die Vereinung von Welt und Mensch. Auch der Begriff der Freiheit nährt sich aus spekulativem, metaphysischen Denken. Es gibt natürlich immer wieder Schlaumeier, die im dritten Semester ihres Biologiestudiums behaupten, der Körper wäre gänzlich biologisch determiniert. Zwar könnte dies zwar so sein, aber der gegenwärtige Standard der empirischen Wissenschaft, lässt derartige Aussagen nicht zu. Auch mit den bekannteren <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Libet-Experiment">Libet-Experimenten</a> kann man sich nicht so weit aus dem Fenster lehnen.  Derlei Behauptungen finden wir eigentlich nur in populärwissenschaftlichen Gebieten, von Wissenschaftlern, die sich eher profilieren wollen. Die kritisch-reflexiven Wissenschaften lassen derlei Schlussfolgerungen in der Regel nicht zu, da es sich um einen spekulativen Begriff und nicht um einen empirischen Begriff handelt.</p>
<p>Wichtig ist bei der Frage nach der Freiheit zunächst unser Erfahrungshorizont. Selbst wenn wir nämlich biologisch determiniert wären, so sitzen wir nicht im Restaurant und warten mit dem Kellner gemeinsam darauf, dass unser Gehirn irgendwann entscheidet, was wir eigentlich essen wollen. Wir schreiben uns die Rolle des Entscheiders zu und unter dieser Voraussetzungen entwickeln wir uns und erwarten es von anderen. Wir respektieren sie als freie Individuen und erwarten, dass sie uns in dieser Art auch respektieren. Wir interagieren auch nicht mit anderen Gehirnen, sondern mit Menschen, die für uns wahre Gefühle haben. Jeden, der das anders sieht und handelt, würde man einen Psychopathen nennen.</p>
<p>Nun behaupte ich nicht zu wissen, was wir wirklich sind, aber ich behaupte, dass wir uns als diese Freiheit verstehen. Es ist nicht entschieden, was wir sind. Es ist nicht entschieden, was die Welt wirklich ist. Es ist nicht entschieden, was Gott wirklich ist. Wie hängt dies nun mit Meditation zusammen?</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Meditation und spekulative Wissenschaft</strong></span></p>
<p>Meditation, richtig verstanden, setzt genau hier an und schließt daher die Dogmatik von Atheisten und Theisten aus. Sie ist aber auch keine Agnostik, da sie die Offenheit der Frage als Solche für sich anerkennt. Es geht nicht mehr darum, ob es Gott gibt oder nicht gibt, sondern darum, dass wir genau in diesem Abgrund stehen, es nicht zu wissen und womöglich niemals zu wissen. Meditation ist daher nicht nur eine Entspannungsübung für den Beruf um bestimmte Körperfunktionen zu kontrollieren, das Cortisol zu senken oder Entspannungsschübe durch unseren Leib zu jagen, sondern Meditation ist die wirkliche Auseinandersetzung mit dem, was wir sind: ein offenes Wesen, eine offene Stelle im Weltall, eine unbeantwortes Fragen. Dieses Fragen kann staunend oder erschüttert, rast- und ruhelos oder kraftvoll und belebend sein. Es hängt davon ab, wie wir diesen Zustand annehmen können. Meditation akzeptiert, dass wir auf die Frage, ob es Gott gibt oder nicht, keine direkte Antwort finden. Es besteht in der Frage. Es erkennt aber auch an, dass die Frage zu einem Leitmotiv in unserem Leben werden kann. Die Griechen hätten dies als Staunen charakterisiert.</p>
<p>Kann Meditation uns also helfen, unser eigenes Wesen zu bestimmen? Auch dies müssen wir kritisch prüfen. Wer hier sofort &#8222;Ja&#8220; ruft, ist womöglich ein esoterischer Dogmatiker. Ich glaube aber, dass Meditation in Wirklichkeit eine innere, spekulativ-kritische Auseinandersetzung ist mit dem, was wir sind. In der inneren Einkehr, finden wir Ruhe, wenn wir die Frage als Frage erreichen und uns als Fragende akzeptieren. Dies ist weder die kalte Antwort von Atheisten, noch die Verheißung von Theisten. Es ist auch nicht, die lethargische, zynische oder resignierende Antwort der Agnostiker. Es ist die Antwort alles und damit sich selbst auch als Frage zu verstehen. Es ist die Grundeinstellung eines Lernenden und damit das, was Bewusstes Lernen bedeutet.</p>
<p>Kann Meditation uns daher heilen? Vielleicht nicht, vielleicht sind die Hoffnungen schnell einen gesunden Körper zu bekommen übertrieben. Aber Meditation ist eine innere Einkehr, eine Abkehr vom Außen, die Konzentration auf das, was wir sein können, ohne es festzulegen. Es kann uns Einsicht bieten, dass das Leben Schmerz bedeutet und uns so von der unmöglichen Last, ein schmerzfreies Leben führen zu wollen, befreien. In diesem Sinne ist Meditation mit Religion verbunden. Es ist die Rückbindung an das eigene Fragen, die Offenheit für eine mögliche Antwort, ohne aber die Gewissheit auf andere zu übertragen. Ideal zeigt es, wie das Sein nichts ist, aber wie wiederum dieses Nichts einen Seinsgrund bildet, der freier ist als all unsere gesellschaftliche Identität. In dieser spekulativen Logik haben sich bereits von Laotse bis Heidegger verschiedene Philosophen erprobt und Meditation ist die Praxis dieser Gedanken. Dennoch ist Meditation als innere Einkehr nur ein erneuter Gelenkpunkt in einer weitreichenden Dialektik, denn die Weltenfremdung durch Abkehr mag auch keine endgültige Lösung für das Dilemma des Seins sein: Wir sind Ding und doch kein Ding unter Dingen.</p>
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<p>Dr. Norman Schultz, März 2019, Neubrandenburg.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="#_ftnref1" name="_ftn1">[1]</a> Aristoteles würde sagen, es muss eine Wissenschaft geben, die sich mit dem Sein nicht als Seiendem auseinandersetzt, sondern mit dem Sein als solchem. Er folgert daher, dass die erste Philosophie eine Theologie sein müsse. Sie beschäftigt sich mit dem einen GRUND aller Dinge. Grund in dem Sinne, dass auf ihm alle Dinge beruhen.</p>
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		<title>Schlaf und Autogenes Training &#8211; Worum geht es beim Autogenen Training wirklich?</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Mar 2019 12:50:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Fibonaccie]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Meditation]]></category>
		<category><![CDATA[Schlaf]]></category>
		<category><![CDATA[Autogenes Training]]></category>
		<category><![CDATA[Bewusste Meditation]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Warum schreibe ich wieder &#252;ber Autogenes Training?&#160;Als lebenslanger Schlafloser schlafwandle ich in Bezug auf die Frage nach der richtigen Therapieform. Es gibt keine Wunderpille. So erkl&#228;rt auch Dr. Matthew Walker&#160;(Professor der Neurowissenschaft und Psychologie Berkeley) in einem Interview von Dr. &#8230; <a href="https://www.bewusstes-lernen.de/schlaf-und-autogenes-training-worum-geht-es-beim-autogenen-training-wirklich/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="alignleft size-full wp-image-1349" src="http://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2014/12/Abbot_of_Watkungtaphao_in_Tat_Hong_Waterfall.jpeg" alt="" width="368" height="440" srcset="https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2014/12/Abbot_of_Watkungtaphao_in_Tat_Hong_Waterfall.jpeg 368w, https://www.bewusstes-lernen.de/wp-content/uploads/2014/12/Abbot_of_Watkungtaphao_in_Tat_Hong_Waterfall-250x300.jpg 250w" sizes="(max-width: 368px) 100vw, 368px" />Warum schreibe ich wieder über Autogenes Training? </strong>Als lebenslanger Schlafloser schlafwandle ich in Bezug auf die Frage nach der richtigen Therapieform. Es gibt keine Wunderpille. So erklärt auch Dr. <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Matthew_Walker_(scientist)">Matthew Walker</a> (Professor der Neurowissenschaft und Psychologie Berkeley) in einem <a href="https://www.youtube.com/watch?v=bEbtf7uS6P8">Interview von Dr. Rhonda Patrick</a>, dass Schlafstörungen nicht mehr vorrangig durch Schlafmedikamentation behandelt werden. Das sogenannte First-Line-Treatment sei nicht mehr empfehlenswert, weil Schlafmedikamentation die natürliche Funktionsweise des Gehirns zu stark beeinflusse. Zwar knocken sie dich aus, aber so fühlt es sich am Ende auch an.</p>
<p><iframe style="border: none; overflow: hidden;" src="https://www.facebook.com/plugins/post.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2Ffoundmyfitness%2Fposts%2F2297321283613614&amp;width=500" width="500" height="717" frameborder="0" scrolling="no"></iframe></p>
<p>Stattdessen greife auch Walker auf Verhaltenstherapien zurück. Bei dem 2-stündigem Interview ist mir nun aufgefallen, dass auch Entspannungstechniken tatsächlich sehr wenig Beachtung innerhalb der Schlaftherapie finden. Erst Alexander Eckert hat mich in einer Email darauf hingewiesen, dass Entspannungstechniken zum Schlafen beitragen können. Dabei erscheint es logisch, Entspannung muss einsetzen bevor wir schlafen. Wenn wir also Entspannung lernen können, können wir dann auch Schlafen lernen?<span id="more-195"></span></p>
<p>Nach dem DAK-Gesundheitsreport sei jeder 10te von schwerwiegenden Schlafstörungen betroffen (<a href="https://www.dak.de/dak/download/gesundheitsreport-2017-1885298.pdf">DAK S.33</a>). Aufgrund der enormen Verdienstmöglichkeiten wird zu diesem Thema viel geschrieben, aber wenig in der Fachliteratur recherchiert. Daher gibt es leider viele fehlerhafte oder bruchstückhafte Informationen. Auf vielen Seiten wird bei Schlafstörungen spontan Autogenes Training empfohlen. Wie verhält es sich allerdings mit der wissenschaftlichen Erforschung zu diesem Thema? In Dementis&#8216; Standardwerk <em>Principles and Practice of Sleep Medicine</em> wird Therapie durch Autogenes Training und Achtsamkeit tatsächlich erwähnt, aber aufgrund mangelhafter Studienlage nicht weiter ausgeführt:</p>
<blockquote><p>&#8222;The goal of this treatment is to reduce arousal at bedtime or on<br />
nighttime awakening. Among the different relaxation<br />
interventions, some methods (e.g., progressive muscle<br />
relaxation, autogenic training) focus primarily on reducing<br />
somatic arousal, whereas attention-focusing procedures<br />
(e.g., imagery training, meditation, thought stopping)<br />
target mental arousal in the form of worries, intrusive<br />
thoughts, or a racing mind. Mindfulness therapy is<br />
another form of relaxation that has been evaluated in the<br />
management of insomnia.&#8220; (Dementis 868)</p></blockquote>
<p>Die Autoren weisen darauf hin, dass die jeweilige Entspannungstechnik entsprechend der Schlafstörung gewählt werden muss. Somatische Beschwerden könnten daher mit progressiver Muskelentspannung und Autogenem Training adressiert werden, während Stress und Gedankenwandern womöglich eher durch Achtsamkeitstraining behandelbar sind. Wie auch beim Achtsamkeitstraining ist die Studienlage jedoch sehr dünn. Weitere Studien, die sich finden lassen, haben stets kleine Kontrollgruppen. Aber immerhin: Ein Effekt lässt sich bestätigen.</p>
<p>In meinen vorherigen Artikeln habe ich die schlechte Angewohnheit diskutiert, Hausmittelchen und Wunderkuren zu empfehlen. Anstatt mit falschen Theorien aufzuwarten, sollte man tatsächlich eine konsequente Therapie beginnen, die von einem erfahrenen Verhaltenstherapeuten begleitet wird. Mit allen Mitteln, die bei jedweder Therapie zum Einsatz kommen, sollte man jedoch kritisch verfahren. Das heißt übrigens nicht, dass man es mit Skepsis prinzipiell ablehnt.</p>
<p>Im Hinblick auf die durchschnittlichen Schlafstörungen habe ich in meinen Artikeln durch Rückgriff auf die medizinischen Standardwerke Therapieformen erleutert. Zumeist sind es Verhaltenstherapien. Hier nochmal die Artikel:</p>
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="EpKh3Nj6pP"><p><a href="https://www.bewusstes-lernen.de/bewusster-schlafen-warum-schlafen-im-leben-am-wichtigsten-ist/">Bewusster Schlafen &#8211; Warum Schlafen im Leben am wichtigsten ist</a></p></blockquote>
<p><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted" src="https://www.bewusstes-lernen.de/bewusster-schlafen-warum-schlafen-im-leben-am-wichtigsten-ist/embed/#?secret=EpKh3Nj6pP" data-secret="EpKh3Nj6pP" width="600" height="338" title="&#8222;Bewusster Schlafen &#8211; Warum Schlafen im Leben am wichtigsten ist&#8220; &#8212; Bewusstes Lernen" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe></p>
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="Nmw7ms4iXD"><p><a href="https://www.bewusstes-lernen.de/schlaftherapie-was-wirken-verhaltenstherapie-oder-wundermittel/">Schlaftherapie &#8211; Was wirken Verhaltenstherapie oder Wundermittel?</a></p></blockquote>
<p><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted" src="https://www.bewusstes-lernen.de/schlaftherapie-was-wirken-verhaltenstherapie-oder-wundermittel/embed/#?secret=Nmw7ms4iXD" data-secret="Nmw7ms4iXD" width="600" height="338" title="&#8222;Schlaftherapie &#8211; Was wirken Verhaltenstherapie oder Wundermittel?&#8220; &#8212; Bewusstes Lernen" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe></p>
<p>In einem vorherigen Artikel habe ich mich ebenfalls mit der Studienlage zur Meditation befasst. Auch hier wird die Wirkung häufig überschätzt. Darüberhinaus steht die Frage nach dem metaphysisch problematischen Überbau des Autogenen Trainings im Raum. AT wurde von einem Naziarzt entwickelt und Einflüsse der damaligen Gesellschaft lassen sich nicht leugnen:</p>
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="8jgHDSYE1e"><p><a href="https://www.bewusstes-lernen.de/zielstellung-autogenes-training-lernen-eine-vorbereitende-kritik-an-der-unterschwelligen-nazi-ideologie/">Zielstellung: Autogenes Training lernen &#8211; eine vorbereitende Kritik an der unterschwelligen Nazi-Ideologie</a></p></blockquote>
<p><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted" src="https://www.bewusstes-lernen.de/zielstellung-autogenes-training-lernen-eine-vorbereitende-kritik-an-der-unterschwelligen-nazi-ideologie/embed/#?secret=8jgHDSYE1e" data-secret="8jgHDSYE1e" width="600" height="338" title="&#8222;Zielstellung: Autogenes Training lernen &#8211; eine vorbereitende Kritik an der unterschwelligen Nazi-Ideologie&#8220; &#8212; Bewusstes Lernen" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe></p>
<p>Wieso also sollte ich Autogenes Training doch zur Schlaftherapie empfehlen? Ich greife hier zunächst auch nur auf Plausibilitätsargumente und persönliche Erfahrung zurück. Das heißt, ich schließe nicht aus, dass ich empirisch widerlegt werde. Es geht mir hier aber nicht um einen genialen Einschlaftrick, der von U<a href="https://www.fitbook.de/mind-body/mit-diesem-trick-soll-jeder-in-zwei-minuten-einschlafen-koennen">S Militärs entwickelt worden</a> ist und der in zwei Minuten die Pforte zum Traumreich öffnet. Zwar glaube ich, dass gemäß der nachgewiesenen Wirkungen Autogenes Training zu einer generellen Schlafroutine beitragen kann. Es gibt für mich allerdings einen gewichtigeren Grund, warum Autogenes Training hiflreich ist. Hierbei geht es um die Entwicklung eines ethischen Gewissens. Um das zu verstehen, ist es allerdings nötig, tiefer in die Fragestellung des Autogenen Trainings einzudringen.</p>
<p><strong>Was ist Autogenes Training?</strong></p>
<p>Mit Autogenem Training versuchen wir, Einfluss auf unser Nervensystem zu nehmen, uns zu beruhigen und Gedankenwandern abzuschalten. Es reduziert nachweisbar Stress. Dies fördert höchstwahrscheinlich den Schlaf. Dennoch müssen wir vorsichtig sein. Wie die Eso-Tante im Büro oder der Wochendschamane vom Sportverein sollten wir nun nicht all unseren Bekannten Autogenes Training bei jedem Leiden aufschwatzen. Nur weil wir uns eine Woche selbst suggeriert haben, dass Selbstsuggestion funktioniert, heißt es nicht, dass es Autosuggestion war, die uns zum Beispiel schlafen ließ. Studien zeigen ja auch, dass nur der subjektive <a href="http://advances.sciencemag.org/content/3/10/e1700495?fbclid=IwAR0h_1OrJ2iYalRAyXfPD4k-pQ_2ZG359hEZgumzGoF-DNgww7dDEryFv5o">Stress abnimmt, nicht aber das Stresshormon Cortiso</a>l. Stattdessen sollten wir Autogenes Training kritisch selbst verwenden und in einem Arsenal von Lebensweisen integrieren. So wie mehr Sport nicht notwendig dazu führt, dass wir abnehmen, so ist womöglich auch Autogenes Training allein nicht wirksam.</p>
<p>Wie wirkt nun Autogenes Training? Es ist eine spezielle Meditation, die sich scheinbar hauptsächlich auf die Kontrolle von Körperfunktionen bezieht. Im Wesentlichen setzt sie sich aus folgenden Schritten zusammen:</p>
<ul>
<li>Schwere-Übung</li>
<li>Wärme-Übung</li>
<li>Atem-Übung</li>
<li>Herz-Übung</li>
<li>Bauchraum-Übung</li>
<li>Stirnkühle</li>
</ul>
<p>Eine genaue Anleitung für das Autogene Training ist <a href="http://www.wollbrink.com/AutogenesTrainingUebungen.pdf">hier</a> zu finden. Doch Autogenes Training ist über die Frage des Körper hinaus auch eine Frage der richtigen Lebensführung. Das möchte ich in Bezug auf meine Erfahrungen mit Autogenem Training erklären.</p>
<ol>
<li><strong>Mangelnde Selbsteinschätzung</strong></li>
</ol>
<p>Schnell glauben wir, dass wir eine Fähigkeit beherrschen. In der Fachliteratur wird hier vom Kruger-Dunning-Effekt oder von der Illusion of Competence gesprochen. Es geht dabei um die Unfähigkeit eine Fertigkeit einzuschätzen, wenn man sie selbst noch nicht beherrscht. Das wesentliche Probleme beim Autogenen Training war daher auch für mich, die eigene Unfähigkeit mich selbst vollständig einschätzen zu können.</p>
<p>Über mehrere Phasen meines Lebens habe ich bereits Autogenes Training durchgeführt. Meines Erachtens war es die Meditationsform mit den größten Erfolgen, da ich die Effekte sehr schnell an mir selbst beobachten konnte. Die Arme wurden sehr schnell schwer. Ich lernte innerhalb weniger Wochen meinen Körper schnell als etwas Schweres und Schwebendes zu empfinden. Ich empfand bei der Bauchübung angenehme Wärme. Ich spürte zum ersten Mal meinen Herzschlag oder hatte das Gefühl durch den Raum zu schweben. Es war zwar mein Ziel, mein Inneres zu steigern, aber ich erwartete es mit Leichtigkeit zu erlernen. <span style="font-size: 12pt;">Ich habe Autogenes Training dann immer wieder mit Unterbrechungen geübt, so dass ich die Unterstufe nur relativ gut beherrschte. Die Betonung liegt auf relativ. </span>Leider bin ich immer auf halber Strecke der Unterstufe stecken geblieben. Die Übungen waren schnell erlesen, jedoch die präzise Anwendung erforderte Gelassenheit und Geduld. Ohne die langfristige Geduld blieb ich bei simplen Anfangserfolgen stecken. Ich dachte zu sehr, es wäre einfach zu erwerben.</p>
<p><strong>2. Erfolgreiche Meditation benötigt jahrzehntelanges Üben</strong></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Klavier konnte man mechanisch üben. Das heißt, selbst wenn man sich nicht konzentrierte, passierte etwas in den Fingern. Wenn man beim Autogenen Training die Konzentration allerdings verlor, so war es damit vorbei. Die Anfangsmotivation ist schnell verbraucht und dann lassen sich die Erfolge nur schwer beurteilen.</span></p>
<p>Dies ist auch einer der Gründe, warum es so schwer ist, die genaue Wirkung von Autogenem Training in Studien festzustellen. Nehmen wir an, Klavierspielen würde dabei helfen, Schlafstörungen zu beheben. Nun verschreiben wir es Probanden, wobei diese nicht wirklich Klavierspielen können. Unter dieser Voraussetzung werden wir nur sehr bedingt Wirkungen feststellen. Wer die Fähigkeit des Klavierspielens nicht irgendwie schon besitzt, wird dessen Wirkung nicht spüren. Autogenes Training ist ebenso eine Fähigkeit, die über viele Jahre trainiert werden muss und hängt daher mit dem ethischen Charakter von uns selbst zusammen. Verschreiben wir nun Autogenes Training, aber kann der Proband es nicht angemessen erlernen, stellt sich keine Wirkung ein. Das Problem ist, wir wollen Fähigkeiten schnell lernen und nicht täglich frustriert üben. Wir wollen nicht erst vier Wochen nur die Schwere praktizieren, sondern zugleich alle Meditationen ausführen.</p>
<p>Nur die Geduld über Jahre hinweg führt zu Erfolgen. Frustrationstoleranz und die Fähigkeit, genaue Ziele zu setzen und konsequent zu verfolgen, gehören dazu. Autogenes Training ist keine Pille, sondern stellt an uns die Frage nach dem richtigen Leben. Und wie lebt man richtig? Mit der täglichen Erfüllung der Pflicht, die hier Üben bedeutet.</p>
<p>Leider hängt der ethische Charakter auch mit dem sozialen Umfeld zusammen. Autogenes Training kann man daher nicht verschreiben, man braucht Freunde und Trainer, die einen motivieren, auch wenn sich Erfolge nicht einstellen. Wer dabei bleibt, hat womöglich nach Jahrzenten ein gutes Werkzeug für die geistige Gesundheit. Wir sehen hier jedoch schon: Autogenes Training hängt mit dem richtigen Leben zusammen.</p>
<p><strong><span style="font-size: 12pt;">3. Meditation brauch ein gesundes Umfeld</span></strong></p>
<p><span style="font-size: 12pt;"> </span><span style="font-size: 12pt;">Autogenes Training ist eine Fertigkeit, die noch mehr als alles andere mit dem Lebensglück und der Lebenszufriedenheit zusammenhängt. Es bedeutet, wer bereits gesund ist, kann es noch leichter lernen. </span><span style="font-size: 12pt;">Mit 18 Jahren hatte ich mit dem Training begonnen, meine Selbstdisziplin ließ jedoch zu wünschen übrig. Ich fühlte mich generell mit schlechten Freundeskreisen, der Trennung meiner Eltern und deprimierenden Menschen in meinem Leben überfordert. Zwar konnte ich mich immer wieder aufraffen, aber ich war über lange Zeit einsam. Ich trank keinen Alkohol, rauchte nicht, interessierte mich für Themenbereiche, die andere Jugendliche oder mein Vater als eher anstrengend empfanden. In diesem Sinne fand ich kein ansprechendes und motivierendes Umfeld. Ich konzentrierte mich auf meine ersehnten Erfolge. Spielte Klavier, wollte komplizierte Stücke spielen und schwierige Literatur verstehen. Doch Ausdauer und langer Atem brauchen Rückhalt.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Abends im Bett, meinen Gedanken überlassen, fühlte ich mich zeitweise von meinem Körper mit den intensiven Erfahrungen des Autogenen Trainings bedrängt. Ich wollte stattdessen nachdenken. Mich verfolgte ein starker, innerer Dialog. </span><span style="font-size: 12pt;">Nun weiß ich, dass Gedankenwandern nicht wirklich etwas bringt, aber das wissen wir auch bei Prokrastination. Wissen allein hilft nichts. Wenn der Geist in Schieflage ist, müssen ihn auch andere richten. </span><span style="font-size: 12pt;">Es ist klar, wie wir mit Gedankenwandern umgehen sollten. <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Thich_Nhat_Hanh">Thich Nhat Hanh</a> hat in seinen Büchern zur Achtsamkeit immer wieder darauf hingewiesen. Es ginge darum, den Gedanken wirklich zu durchdenken, anstatt darum, im Bett oder bei jeder Tätigkeit zu grübeln. Bei Prokrastination geht es dann womöglich auch darum, sich wirklich Freiräume zu verschaffen. Wiederum ist hierfür ein vernünftiges soziales Umfeld nötig.</span></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Mir fehlten die Freunde, die dies angemessen praktizierten. Später umgab ich mich mit sehr vielen Freunden. In Pittsburgh machte ich es zu einer Fähigkeit, sozial zu sein. Ich besaß einen riesigen Freundeskreis und natürlich auch ein paar durchgeknallte Hippie-Bekanntschaften.  Dieser Austausch bestand aber oftmals daraus auf Drogenparties Esoterikern zu lauschen, wie sie von Vampiren, toxischen Männern und Außerirdischen faselten. Ich interessierte mich leider weniger für Drogen und Verschwörungstheorien. Die Frage stellt sich: wo kann man Menschen finden, die meditieren und nicht von der Esoterik vollkommen verblendet sind oder sogar einen Knall haben? Das klingt vielleicht für den ein oder anderen beleidigend, aber ich habe so viele Leute getroffen, die glaubten Türen mit ihrer Meditationskraft zu öffnen oder das Auto damit anzulassen.</span></p>
<p>Wer also bereits ein starkes Umfeld ist, in diesem Sinne Motivation tanken kann und wer geistig gesund ist, kann die Fähigkeit leichter lernen. Weniger Gedanken wandern in seinem Kopf und er kann sich konzentrieren.</p>
<p><strong>Businessmeditation, Metaphysik und Ethik</strong></p>
<p><span style="font-size: 12pt;">Autogenes Training verlangt, dass wir mit unserem Leben ins Reine kommen, um dann wirklich Achtsamkeit zu erreichen. Das heißt daher auch, dass wir Autogenes Training nicht wirklich können, wenn wir Schlafprobleme haben oder mit unseren Umständen nicht zufrieden sind. </span>Richtige Meditation ist daher gebunden an die metaphysischen und ethischen Horizonte unseres Lebens. Letztlich lernen wir erst im Leben ganzheitlich zu sein und vervollkommenen dann auch die Meditation.</p>
<p>Bei Meditation geht es daher nicht einfach nur um den Effekt, sondern um die Gesamtheit des Lebens. Ich will in einem folgenden Artikel versuchen, Autogenes Training ohne überstarken metaphysischen oder instutionell-religiösen Inhalt zu denken. Ich will es aber auch von der Ideologie der angeblichen Ideologielosigkeit von Schultz entfernen. Wir sind historische Wesen und Metaphysik gehört zu uns. Der Tod, Leid und Angst bedrängen uns. Sie sind Teile unseres Lebens. Hier nur die Rationalität zu bemühen, verkennt, dass Unkenntnis über unseren Lebenssinn der Lebensmittelpunkt ist. Meditationstechniken stehen mit diesen Fragen in Verbindung.</p>
<p>Im Business geht es vor allem darum Entspannungsmethoden zu kapitalisieren.<a href="https://www.hindawi.com/journals/ecam/2011/960583/?tb_iframe=true&amp;width=921.6&amp;height=921.6"> Studien</a> bestätigen die Reduktion von Arbeitsstress durch den Einsatz von Achtsamkeitsübungen. Gerade der Kapitalismus glaubt immer wieder, ideologiefrei zu konzipieren. Ich bin nicht prinzipiell dagegen Wirtschaftsprozesse effizienter zu gestalten. Kommunistischer Perfektionismus ist für die Praxis oftmals schädlich. Ich behaupte jedoch, Meditation ist nicht die Frage, nach einer weiteren Betriebsmaßnahme, um unsere Effizienz zu steigern. Meditation lässt sich nicht vom ethischen Hintergrund lösen. Dies ist die Frage danach, wer wir sind. Meditation ist daher immer metaphysisch. So zeigt sich zum Beispiel in Forschung, dass wir ethisch bessere Entscheidungen treffen wenn wir meditieren (siehe <a href="http://knowledge.wharton.upenn.edu/article/making-big-small-decision-meditation-can-help/">University of Pennsylvannia</a>)</p>
<p>Durch Meditation werden wir empathischer. Wir erhalten dabei zwar kein zuverlässiges Wissen über Gott, aber über unsere Seinsweise, ein Leben in der Freiheit zu sein. Statt vom Leben weg, führen uns Meditationen wie Autogenes Training letztlich zum Leben hin. Das eigentliche Ziel der Meditation ist daher nicht Entspannung, sondern ein ethisches Leben, was letztlich ein Versprechen bedeutet. Ein Versprechen auf Glück, Zufriedenheit, Identität und Ganzheit.</p>
<p>Am Ende geht es darum ein besseres Leben zu führen und mit einem ruhigen, zufriendenen Gewissen schläft man schlicht besser. Dennoch kennen wir die abschreckenden Beispiele solcher Denkrichtungen zur Genüge: traumatisierte Kollegen, Freunde und Freundinnen, die jede Woche eine neue Lebensweise für sich entdecken, von Ausgeglichenheit und Liebe faseln, aber so labil sind, dass die Methoden bei ihnen offensichtlich nicht wirken. Dabei versteifen sie sich im Glauben an Geistwesen, Erdgeister, Sonnengötter, Kraftiere und allen möglichen, metaphyischen Ballast. Am Ende ist ihr Leben komplizierter und nicht einfacher.</p>
<p>Im folgenden Artikel muss es daher darum gehen, wie weit wir in der Metaphysik wirklich gehen können. Nun bin ich Philosoph und Philosophen sind darin ausgebildet, die Grenzen des Wissbaren zu bestimmen. Dieses sollte sich dann auf das Autogene Training anwenden lassen. Das Resultat wird kein Autogenes Training sein, das dem Ideal von J.H. Schultz entspricht. Schultz wollte das Autogene Training vom metaphysischen Gehalt gänzlich lösen. Es wird keine positivistische Meditationsform, die dem kapitalistischen Effizienzstreben genügt. Es wird allerdings auch keine Meditationsform sein, die das Beiwohnen Gottes anstrebt, die argumentiert Gott im Innern zu finden. Stattdessen wird es eine relativistische Meditation sein, die Gott nicht aus- oder eingrenzt, Gott nicht bestimmt, seine Existenz weder bejaht noch verneint, sondern die Offenheit des Menschen in seiner ethischen Entwicklung in den Mittelpunkt stellt. Dies ist die eigentliche metaphysische Frage und Autogenes Training zielt darauf. Wer in den Mittelpunkt seiner wirklichen Existenz rückt, der sollte dann wahrscheinlich auch besser schlafen können.</p>
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<p>Dr. Norman Schultz, März 2019, Neubrandenburg.</p>
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